Deutsche Macht Keransgeöer: Heröard Hiamöerg. sie trallche v>«»> rr iditinl )rtin g.nntoj in» Xonnrrftoj ant Ttftrt stammt t*t €annt«g«bcila))e X t < 8 il » m » * fi fit 9i01 mit |[Blt«auiu In'l H>«»« monatlich ft. — .58. lirrtdiitTu f.. 1.ÜO ■ Milieu lt. «m:|iat|tia ft. fl . M» P»ftversc»«ang: »irrlrljiihilich fi. i.«x>. Iioldjitdrtg ft. s.*0—. zan>j»hrig H. 8.4«.—. drrechact. V«t rimra wxdrrd-tungrtt enlivt(«.fnt«t Nachl«^. Äßt hfeitrtfn StnfUE»lftiiif|f-»lii(loIlrat«r«< Riilf: Wtittwoffl unt> Samstag 10 llbr ?«rin»t«z. eprrchttuudrn «»n 11—1 * Uhr S«nmti»j» un» »»II »—5 UJt 9!odtmittogl. (In« fast» »rrtra auch in »et VuSdruSrrrt Zoha»» «»tu(4 bft — Mrct»Mat».nrn find pxrl-trrt. — Srrtchle. »irrn »« Unterlande nicht ohne Voreingenommenheit abgefaßt sei. Aus der höf-ltchen Ausdrucksweise des Diplomaten in die emsiche Umgangssprache übersetzt, heißt das awa: Ich habe Deine Beschwerde zwar noch mchl geprüft, aber Du hast Unrecht. Es ist ja in der That etwas selten Er-lebte«, daß sich der Deutsche über erlittene Kränkungen beschwert. Man denke doch an den höflichen Sachsen der neben einem Engländer im dresdener Hostheater sitzt. In Ermanglung eine? Schemels stellt der Engländer seinen rechten Fuß aus den linken deS Nachbars. DaS thut dem Sachsen weh, aber er will nicht so »»höflich sein, den Engländer darauf aufmerksam p machen. Im Zwischenacte hält er« vor Hchmerzen nicht mehr aus und er bittet um die Silliubnis. seinen Fuß nur für kurze Zeit herumziehen zu dürfen: ich stelle ihn dann gleich nietier drunter. DaS wäre so ein Deutscher nach dem Ge» Hmacke Seiner Excellenz. Doch, wer weiß, viel- Mtchen Ein Märchen von Adolf Wtlbrandt. (3. Fortsetzung.) vi« ins innerste Herz getroffen und jäh vit em Sturmwind, eilte Richard zum '.Minister, erzwäng sich den Eintritt, den man ihm weigern wollte, und verlangte eine Erklärung diefe« tejeidigenden Schritt«, die ihm Raum geb«, alle b» Verleumdungen zu widerlegen denen sein guter Name beim Minister zum Opfer gefallen foi. Ec sollte jedoch erfahren, daß mit Verleumdungen nicht so leicht zu kämpfen oder zu rechten q'l. Der Minister leugnete, überlegen lächelnd, tafc er irgendwelchen ehrenrührigen AuSstreu-»qm zugänglich gewesen sei; davor schütze ihn smie imansechibare Redlichkeit und seine bisher mcht angefochtene Intelligenz. Er habe nur den Smdruck bekommen, daß die Fähigkeit«» jti«4 jungen Schützlings nun doch nicht hielten. M» sie versprochen hätten, und e« stehe ihm «im ungleich bedeutendere Capacität zu Gebote, die sich demselben Dienst bei ihm widmen wolle. 2t Hurte er denn im Interesse des Staates und bei Baterlandes nicht schwanken, von schwächen Sutmüihigkeit sich nicht leiten lassen. ES wtb« ihn herzlich freuen, wenn der junge Kreund seine sehr herabgestimmten Erwartungen ibmrefft und sich noch eine ehrenvolle Zukunft Kme: ihm aber sei durch seine hohe amt-Stellung auferlegt, seiner Ueberzeugung zu lschea und die erkannte Unzulänglichkeit von abzusondern. leicht würde es ihm der Excellenzherr verübeln, daß er den Fuß — wenn auch nur für kurze Zeit — hervorgezogen hat. Vielleicht würde er wüns.I.en, daß der Deutsche den Schmerz ohne Voreingenommenheit weiter ertrage! ES gibt Eltern, die niemals dem kleinen, unbändigen Georg, sondern stetS dem großen, braven Hans Unrecht geben. Bricht «in Streit zwischen den Beiden aus, wird nicht gefragt: wer hat angefangen? ES heißt vielmehr - der Hans ist der ältere, der Hans ist der klügere, der HanS muß nachgeben. . . Die beiden Jungen erhalten zwei gleich große Butterbrode. obwohl der HanS für seinen größeren Körper vielleicht auch ein größeres Brod beanspruchen dürste. Aber es ist einmal so eingeführt: Beide erhalten gleich große Brode. Der Hans ist haushälterisch und hebt sich die Hälste seines BrodeS auf. Der Georg ißt das seinige ganz aus, und als er nach einer Stunde wieder Hunger verspürt, nimmt er einfach dem Han« da« Aufgespart« weg. Der will sichs nicht gefallen lassen, aber Georg hat ein Mittel, das immer hilft. So klein er ist, schrkit «r. wie ein Zahnbrecher; schreit «r, daß die Wände zittern; schreit er, daß es die ganze Straße hört. Was ist Dir denn geschehen, armer Georg? Der HanS hat — Natürlich, wiederum der HanS! Auf diese Erklärung erwiderte Richards Stolz keine Silbe mehr; er gieng stumm nach Hause, saßte aber in seiner tödtlich erbitterten Seele einen raschen Entschluß. Es schien ihm unmöglich, nach solcher Entlassung in solcher Schande zu leben; nur der Tod könne ihn befreien. Das Beispiel eine« unserer größten Baumeister stand ihm vor den Augen, der in ähn-lichem Fall, und in gleicher Jugend, den Hunger-tod gewählt und diesen Beschluß seinem unge-rechten Minister angekündigt hatte; nur erwachte dann nach zwei Hungertagen doch die Lust zum Leben, und auf ein einlenkendes Schreiben der ®x«U«nj kehrte der gekränkte Künstler an den gedeckten Tisch der Natur zurück. So schwach wollte Richard nicht handeln. Er rüstete sich mit dem besten Revolver aus, der zu finden war, schrieb einen AbschiedSbries an den ehemaligen Gönner, zeigte ihm darin sein Vorhaben an und gieng m den unleidlich hellen, sonnigen Tag hinaus, um diese« Schreiben selber noch in den nächsten Brieskasten, dann sich aus der Welt zu besörd«rn. Mit dem raschen Schritt verzweifelter Festig-feit, während die Brust ihm vom Herzweh schwoll, trat er an die Straßenecke, wo der Kasten aus ihn ,u warten schien, uud hob seinen Brief, ihn in die Oeffnung zu stecken. Der Brief fiel denn auch; — er fiel aber vorbei. Ver-wundert sah Richard ihm nach. Das Verhängnis-volle Papier mit der Stadtpostmarke lag nicht auf dem Pflaster, sondern in hohem Gras. Der Brieskasten war fort; mit ihm die Wand, an i der er hing, da« ganze Hau«, und die Straße. ! Aber, der Georg hat ja angefangen, stammelt dieser. Ach was, Du bist der ältere, Du bist der klügere, Tu hättest nachgeben sollen. Und Patsch! hat er seine Strafe. So geht e« alle Tag«. Der Hofmeister, der sür die beiden Knaben angestellt wird, siebt zwar die Ungerechtigkeit ein, und als Pädagoge fürchtet er insbesondere, daß der verwöhnte und verzogene Georg seinen Eltern in späteren Jahren noch gar schlimme Ueberraschungen bereiten werde. Aber. Du lieber Gott, er will sich mit den Eltern nicht überwerfen, er will die ein-trägliche Stelle nicht verlieren ; also zieht er an demselben Strange, also bläSt er in dasselbe Horn. AlS HanS größer und stärker wird, da rafft er sich endlich dazu aus — nicht etwa, d«n Georg verdientermaßen durchzuprügeln, (dessen ist er in seiner Gutmütigkeit nicht fähig) — nein, nur zu dem Entschlüsse rafft er sich aus» all« erlittenen Unbilden einmal offenherzig zu »» schildern und die gnädige Berücksichtigung seiner gerechten Beschwerden zu erbitten. Lieber, guter Han«. spare Dir doch diese unnöthige Mühe! Man wird Dir höchsten« ant-worten. daß Deine Klagen nicht ohne Vor-eingenommenheit erhoben seien. Rings war sehr viel Luft, die ihn blendete; dann erkannte er ein Dickicht, hinter dem breite« Wasser floß, gelbliche Hügel in der Nähe, Wälder in der Ferne. AlS er in seiner Ver-wirrung sich wendete, sah er dunkelblaues Meer: auf dem keine Segel, aber dämmernde Inseln schwammen. Gleich darauf griff er an die Knöpfe seines Rocks und öffnete ihn - denn es war bedeutend heißer al« vor einer Minute, die Sonne brannte herab und von der Erde dunstete es heraus. Alle Teusel! wo bin ich? dachte er. Wie komme ich hierher? Jetzt träum' ich doch sicher nicht. DaS ist unbegreifllich, unfaßbar — — oder das ist Hütchen!--Er horchte: ihm war, al« hätte er irgendwoher ein leise« Kichern oder einen meckernden Laut gehört. Es kam aber nicht« mehr; Alles todtenstill. Wohin er auch spähte, Hütchen war nicht zu sehn. Auch sonst nichts Lebendiges; nur kleine Schlangen oder Eidechsen raschelten unerkennbar im hohen Gra», und einige mächtige Vög«l schwebten in der Höhe. Trotz der Sonnenwärme lies dem staunen-den und beklommenen Richard ein Frösteln über die Haut. Nichts ist beängstigender für einm aufgeklärten Mann, als nicht zu wissen, was er denken soll. Dazu bemgte ihn diese« tiefe Schweigen und die grenzenlose Einsamkeit in der fremdesten Welt. Er vergaß über alledem ganz, daß er sterb«n wollte. Endlich hob er seinen jetzt unbestellbaren ©rief gedankenlos auf, steckte ihn in die Brusttasche, und wanderte, um irgend etwa« zu thun, auf das Dickicht zu. lFortsetzung folgt.) 2 Steiermärkischer Landtag. In der Sitzung vom 17. September deant-wartete der Landeshauptmann Gras Wurm-brand die von den Abgeordneten I u r t e l a. V o l u i a f, Ierman und Lipold einge» brachte Interpellation dahin, er habe dem Saison-director der Landescuranstalt R o h i t s ch-Sauerbrunn, Major Schuber», keinen Auftrag in dem Sinne ertheilt, daß derselbe durch Drotiung von Entlassung und Geschäfts-entziehung die Gemeindewahlen zum Nachtheile der windischen Partei beeinfluß?, ein solcher Auftrag liege nicht in seiner Competenz und er müsse die Insinuation einer solchen Ueberschreitung seiner Befugnisse zurückweisen. Er sei auch nicht berechtigt, hinsichtlich der Behauptungen der Interpellanten sofort einzuschreiten und eine Untersuchung kraft seines Amte» einzuleiten, was dieselben wissen sollten; vielmehr wurden Er-Hebungen zur Klarstellung des Sachverhaltes und etwaiger Abhilfe dem Landesausschusse obliegen. Landesausschuß Dr. Schreiner berichtet über die dem Tonkünstler Baron Z o i s zu einer Studienreise nach Paris zu gewährende Unterstützung und weist daraus hin. daß auch von der Stadigemeinde ein Beitrag hiezu ange-sprachen werden soll. (Angenommen.) Abg. Dr. Kienzl berichtet über die An-träge des Finanzausschusses zum Voranschläge der steiermärkischen Landessonds für 1893. Die Anträge deS Finanzausschusses sind j,»en des Landesausschusses fast vollkommen conform. nur bei vier Ersordernispostcn werden unbedeutende Erhöhungen im Gesammtbetrage von 18.050 Gulden beantragt. Der Berichterstatter weist darauf hin. daß «S dem Ausschusse in Ermanglung eines Thätig-keitsberichteS des Landesausschusses nicht möglich war. den Voranschlag genauer zu prüfen, und daß der Finanzausschuß den Wunsch hegt, die Regierung möge in Zukunft für eine regelmäßige Einberufung deS Landtages zu einer iu, voraus bestimmten Zeit Sorge tragen. Auch wird der Wunsch ausgesprochen, daß die Landtagssessionen nicht wie in der letzten Zeit Unterbrechungen erleiden. Bei Capitel XV: Zufällige Einnahmen und Ausgaben beantragt Abg. Jerman die Einstellung eines außerordentlichen Credits von 10.000 Gulden zur Gewährung von Zu- und Vorschüssen an Gemeinden anläßlich der Cholera-gefahr. Der Antragsteller weist darauf hin, daß uns die Cholera von mehreren Seite» bedroht und die Gemeinden zur Durchführung der ihnen zur Abwehr der Gefahr obliegenden Ausgaben finanzieller Hilfe bedürfen. (Angenommen.) Nachdem verschiedene Grenzverschiebungen im S u l m t h a l e und im GerichtSbezirke Deutsch-LandSberg angenommen worden waren und nachdem die Auslieferung Roch--l i tz e r s an das Grazer LandeSgericht abgelehnt war, berichtet Ab.'. Dr. N e ck e r m a n n über die Systemisierung des Personals der Direction des landschaftlichen Krankenhauses in Graz. Der Antrag des Landesausschusses wird ange-nommen. Abg. Graf K o t t u l i n s k y referiert über die MurregulierungS-Vorlage. Abg. Dr. Portugal! beantragt eine Abän-derung. Abg. Graf S t ü r g k h empfiehlt die Verhältnisse der Usergemeinden. dir sich in ver-zweiselter Lage befinden, der erhöhten Aufmerk-samkeit der Regierung. Die betreffenden Anträge werden angenommen. Abg. Gras Stürgkh berichtet namens des Unterrichtsausschusses über Petitionen, betres-send Personal-Angelegenheiten. Abg. Graf Kottulinsky beantragt, die dem Finanzausschüsse üverwiesenen Petitionen mit den von den selben beschlossenen Erledigungen dem Landesausschusse zuzuweisen. (Angenommen.) Schriftführer Prok> osch verliest einen Antrag des Abg. M o r r e, wonach eine Radfahrerordnung für Steiermark erlassen werden soll. Die Nothwendigkeit einer solchen wird damit begründet, daß sich in der letzten Zeit die Unglücksfälle, von denen Radfahrer betroffen werden, auffällig mehren. Der Antrag ..Deutsch- Wacht- wird der geschäsisordnungsmäßigen Behandlung zugeführt. Abg. Dr. Starke! verliest eine von sämmtlichen deutschen Abgeord« neten unterzeichnete Jnterpella-tion an den Statthalter, in der auf die durch die letzte» Vorkommnisse hervorgerufene B e u n-ruhigung der deutschen Bevölke-rung deS Unterlandes, aus die Begünstigungen der Slovenen und die von deutscher Seite ausgegangenen Protest-kundgebungen hingewiesen wird. Speciell erwähnt wird der der Stadtgemeinde Cilli zugekommene Sprachenerlaß, dieSlovenisierung von Volksschulen, die Vermehrung slove nischer Richter, Advoeate» und Notare. DaS unleugbare Vor-dringen deS Slovenenthums s e i nicht bloß der s l o v e n i s ch en A g i ta-tion, sonderndem bewußten Ein-greifen der Regierung zuzuschreiben. Die Interpellanten weisen auf die Nothwendigkeit hin, dafür Sorge zu tragen, daß die Deutschen Unter st eiermarks ihren Besitz st and behaupten, und fragen den Statt-Halter, ob derselbe bereit sei, bei der Centralregierung hinsichtlich d i e s e r V e r h ä l t n i s s e Vorstellungen zu erheben und auf Abhilfe zu dringen? Statthalter Baron Kübeck: Ich be» halt« mir vor, diese nicht ohneVor-eingeno mmen hei t(ü!) abgesaß ie Intel« pel > ation zu beantworten. Der Statthalter bemerkt noch, daß eine länger« Rachsession des Landtages in Aussicht stehe unv spricht namen« der Regierung die Vertagung des Landtages aus. Landeshauptmann Gras Wurmbrand dankt den Abgeordneten für ihre mühevolle eifrige Arbeit und ersucht die Regierung, dem Landtage Gelegenheit zu geben, den Rest seiner Arbeiten zu erledigen. __ Amschau. Kerbst's Nachfolge Um das durch den Tod Dr. HerbstS erledigte Reichsraths-Mandat der inneren Stadt Wien bewerben sich ernsthaft der Demokrat Dr. Kronawetter und der Anhänger Schönerer«, Schriftsteller K. H. W o l>. EinLaibacher flovenifcher Juristen-Verein hatte letzten Sonntag die Absicht in Tüffer eine Versammlung abzuhalten Die Bezirkshauptmannschaft hat diese Versamm-hing slooenischer Juristen jedoch mit Rücksicht auf die bezüglichen Gesetzesbestimmungen untersagt. Die Herren Juristen haben sich hieraus in freier Unterhaltung über ihr? Gesetzeskenntnisse ausgesprochen. — Die Eröffnung des neuen Theaters in Laibach wird seitens des Laibacher Slo-venSki Narod in einem Leitaufsatz gefeiert, in welchem die slavisch-gesinnten Laibacher beschworen werden, die — deutschen Vorstellun en nicht zu besuchen! — DaS Blatt sagt unter anderm: Die nationale slovenische Nachgiebigkeit hat der deutschen Muse im neuen Hause genug, wenn nicht zu viel Raum gegeben, und zwischen der slvvenischen und deutschen Muse wird im prächtig geschmückten neuen Heim ein Kampf um die Herrschaft, wenn nicht gar ums Dasein geführt werden. Zwei beständige Theater vermag Laibach nicht zu erhalten, und die kräftige Entwicklung des einen muß das andere erdrücken. Die deutsche Muse rechnet auf die slovenische nationale Gleich-gültigkeit und Fahrlässigkeit. So sicher als wir unsere Deutschen nicht in» slovenische Theater einladen werden, so sicher dürfen auch die Slo-venen das deutsche Theater nicht kennen lernen... Aus solche Art wird der passive Kamps für die slovenische Muse geführt werden. DaS neue Palais an der LattermannS-Allee fei das Heim der allflovenifchen Muse. Unsere nationale Ehre ist engagiert, thun wir was sich gehört!. . . Diese „allslooenische Muse" ist — die deutsche Mus« in windischem Kleid«. Den Herren Perwaken geht es auch mit dem Theat«r wie mit allem 189? anderen: und sie, die nie etwaS erfunden, nie etwas für die Welt wertvolles entdeckt, geleistet, zustande gebracht haben, die keine Geschichte, keine Literatur, keine Gelehrten haben, ja die selbst ihr« katholischen Heiligen erborgen mußten, die hätten doch wohl einige Gründe, die deutsche» Brunnen, aus denen ihr geistiges Leben quoll und quillt, etwas weniger hochmüthig zu be» handeln. (Siehe K u n st n a ch r i ch t.) Erfolge der Tlovenen Man schreibt der Tagespost aus Karinen vom 18. September: Nach allen Anzeichen, welche sich in letzterer Zeit bemerkbar machten, glaubte man doch an-nehmen zu können, daß auch in der begonnenen Sloveiiisierung der kärntischen Schulen ein Still-stand eintreten werde. Leider erweist sich diese Annahme als nicht richtig. Wir erhalten nämlich die Mittheilung. daß die zweiclassige Schule in Saifnitz (Canalthal) in zwei einclassige getheilt wird, wovon in der einen die Unter» richtssprache utraquistisch, in der anderen jedoch rein-sloveniich sein soll. Wie weit die Bewohner deS armen Canalthales mit derartigen „Fortschritten" kommen werden, wird sich bald zu ihrem Nachtbeile zeigen. Slovenische Witze. Das slovenische Witzblatt beschäftigt sich in seiner letzten Nummer mit Herrn Dr. Josei Sernec in Cilli, der den slovenischen Katholikentag mitgemacht hat. ES heißt da, der Herr Doctor habe zwar nichts Neues gesprochen, dagegen aber gebetet und beim Bankett getrunken. Ein päpstlicher Orden stehe für den Pamheisten in Aussicht. Mit Bezug aus diesen Pantheismus, den der Herr Doctor in seinem Heftchen: Der Materialismus und das Slaoenihum entwickelt ha«, meint das Witzblatt, daß vom Erhabenen zum Lächerlichen gerade so weit sei. wie vom Materialismus und Slaventhum zum Katholikentag. —,. Die Beschlagnahme von Nr. 72 ver Deutschen Allgemeinen Zeitung in B i l l a ch ist vom Grazer Oberlandesgericht aufgehoben wor-den. In der Begründung der oberlandesgericht-lichtn Entscheidung heißt es: Die Beschwerde deS Staatsanwaltes wird als unbegründet ver-worsen. in Erwägung, daß in dem beanständete« Artikel die Politik des Ministerpräsidenten lediglich vom Standpunkte der deutsch-nationalen Partei» anschauung als eine dieser Richtung mißgünstige bekämpft wird, ohne daß durch Schmähungen, Verspottungen, unwahre Angaben oder Entstel-lungen von Thatsachen zum Hasse, zur Ver» achtung oder zu grundloser Beschwerdeführung gegen die Regierung oder deren Organe auszu-reizen versucht wird, demnach auch die Erforder-nisse des Thatbestandes des Vergehens der Aus» wiegelung nach g Äv0 St.-G. in dem saisierten Artikel nicht enthalten sind, somit durch den Inhalt desselben der Thatbestand eines DelicteS nicht begründet erscheint. Das verurtheilte Lotto. Bor dem Schwurgerichte in Wadowice stand am 17. Sept. der StationScassier O l S z a n S k i als Ange-klagter. Derselbe ist verheiratet. 44 Jahre al», und er wurde angeklagt, aus der SiationS-casse der Staaisbah« in Snybusch den Betrag von »200 Gulden unterschlagen zu haben. Wie nachaediesen wurde, hat OlSzanski den ganzen Betrag in der kleinen Lotterie verloren. Er wurde von den Geschworenen freigesprochen, weil sie von der Annahme ausgegangen waren, daß OlSzanski d*« Geld aus der einen Staats» casse genommen und in eine andere getragen habe, wodurch dem Staate eigentlich kein Schaden zugefügt worden sei. Durch diesen Freispruch de< Angeklagten ist die Einrichtung des Lotto« verurtheilt worden. Wunderrabbi In dem Schmuggel-prozeß, der gegenwärtig vor den Wiener Ge-schwor«»,» geführt wird, kam ein Bericht üb« da« Treiben der Wunderrabbi zur Verlesung, den der Präsident selbst als sehr interessam bezeichnete. E« heißt darin: Anlangend d« Wunderrabbi« ist i» diesem VerwaltungSgebict« derzeit nur Einer, der Wunderrabbi von S a d a-g o r a. Es ist nun eine allgemein bekannt« Thatsache, daß d«rs«lbe ein sehr bedeutendet Einkommen von den orthodoxen Juden be»i«ht. Bei der Abschließung von Geschäfte», bei der Schlichtung von Differenzen. bei schweren Er«] Ihtifunpert und bei Geistesschwund senden die Imhodoxen Juden dem Rabbi Geschenke. Auch I t« Heiraten denken sie seiner und schließlich I j»ll der SegenSspruch de« Rabbi auch bei kinder-lolm Frauen von Erfolg begleitet sein. Des-gleichen wandern die orthodoxen Juden an den h»d«n Feiertagen aus Galizien, Rumänien und Kußland nach Sadagora, um des hohen glücke« theilhaftig zu werden, mit dem Rabbi meiner Tafel speisen zu können» was fie mit enormen Geschenken belohnen. — Ein LeiveiS des großen Einflusses deS Rabbi ist die Affaire, welche er mit d,m Grundbesitzer Frei-i Herrn von M u st a tz a hatte. Er gerieth mit demselben in Streit und that Freiherrn von Nichatza in den Bann. Die Folge davon war, daß der Grundbesitzer von Allen gemieden mirde und finanziell zugrunde zu gehen drohte, s» daß er schließlich den Rabbi um B e r-««ihung bitten mußte. Trotz dieses Ein« Oirffe« und dieser Einnahmen konnte der Wun-dnrabbi bisher aber noch nicht besteuert werden, da sich aus Furcht vor dem allgewaltigen Rabbi bisher noch Niemand gefunden ha», der es gewagt hätte, einen Act zu unterschreibet, uis Grund dessen der Rabbi hätte besteuert werden können. Südmark. Radtersdurg, 18. September. Die Haupt - Versammlung des Vereines ßüdmark gestaltete sich zu einer glänzenden jdmdgebung treudeutscher Waffenbrüderschaft der durch die slavische Hochfluth bedrohten Städte des Unterlandes. An derselben betheiligte sich eine zahlreiche Abordnung aus Graz, darunter die Herren Dr. o. Derschatta. die Gemeinderäthe Lelbacher, von Bernuth, Gerl und Wastian, Herr Karl Ritter v. Knasfl, der Reichsraths-abgeordnete Dr. Hofmann von Wellenhof, der Ldmann der Ortsgruppe in Maria Grün. Major Plank. Oberingenieur Ackerl, der Obmann der Trazer akademischen Ortsgruppe, Dr. Josef Possek. serner der LandtagSabgeordnete und Lbmann der Ortsgruppe in Fürstenfeld, Josef Kalter, Vertreter der Ortsgruppe in Wildon, bn Vertreter der Ortsgruppe in Luttenberg, Herr Mo ritsch, Vertreter der Ortsgruppe in Frieda», Herr Franz Kamniker als Vertreter der Verbindung deutscher Studenten in Graz, Herr Dr. Rauter, als Obmann der Ortsgruppe in Feldbach, Herr Beer aus Murhof. Anmuthige Töchter der Stadt, der Bürgermeister Herr Neitter und der LandtagSabgeordnete Dr. Sotzbeck begrüßten aus dem Bahnhofe die Fchtheilnehmer, und Erstere beglückten sie mtt reizenden Blumenspenden. Alle Häuser der Stadt und der RathhauSthurm trugen die Farben der $atjchn, in Oesterreich: schwarz-roth-gold, und schon auf der Bahnhofstraße winkten dm in Zweispännern einfahrenden Festgästen die nationalen Banner entgegen, welche, nebenbei be-werkt, auch schon von vielen Häusern in Mureck de» Eisenbahn zug begrüßt hatten. Im Sitzungssaale der BezirkSvertretuog fand die Hauptversammlung statt, in der 88 Stimmen vertreten waren. Herr Dr. von Derschatta führte den Borfitz. Er begrüßt« bw Erschienenen und vor allem unter Beifall den verehrten Bürgermeister der Stadt Radker«-bürg. Herrn Johann Reitter. Dieser hieß hieraus in herzlicher Rede die Versammlung im Rainen der Stadt RadkerSburg willkommen. Dieselbe bedeute für die Bewohner der Stadt eine neue Stärkung ihre« Nationalbewußtseins. Die schwarz-roth-goldmen Fahnen an den Häusern beweisen, daß RabkerSburg heut« noch ein« deutsche Stadt fei. Allein die Gefahren, die sie bedrohen, lassen eine Zersetzung besorgen. Das Aussterben alter Geschlechter, die slovenische Hochfluth begründen diese Gefahren. Die Stadt bedürfe daher deS Beistandes aller nationalen tröste des Landes; sie ihrerseits werde Alle« mstvendm, um ihren nationalen Charakter zu bewahren (lebhafter Beifall) und zu sorgen, daß »er Mitgliederstand der Ortsgruppe im nächsten Jahre ein zahlreicherer werde Herr Dr. Ferd. Khull erstattete hierauf den Jahresbericht. Die Hoffnungen, welche die Gründung de« Vereines begleitete, sind bisher nur zum Theile in Erfüllung gegangen. Die Theilnahme unserer Volksgenossen und namentlich der bemittelteren und reicheren derselben steht zur Wichtigkeit der Sache, für die dieser wirt-schastliche Verein arbeiten will und soll, leider in einem recht üblm Verhältnisse. Der Verein kämpft für den Schutz unserer Volksgenossen in jenen Gebieten, die diese einst durch beharrlichen Fleiß und überlegene Kraft sich und ihrem Volke gewannen, seit einigen Jahrzehnten aber kräftig zu schützen allein zu schwach sind. Man sollte glauben, daß sie in ihren stammverwandten Hintersassen ausgiebige Helfer hätten; jedoch dem ist leider nicht so. Diese Hintersassen haben zu wenig Verständnis für die Lag« ihrer vorge-fchobenen Außenposten. Freilich find auch sie nicht auf Rosen gebettet und kämpfen wider andere Fährlichkeiten, zum Theile mit Anstrengung, aber dennoch muß es gesagt werden, daß die vom Kampfe durch Zufall oder Glück Ver-schonten sich der Kämpfer nicht so annehmen, wie sie sollten. — Von den der VereinSleitung in den ersten Monaten dieses Jahre« über-gebenen Spenden heben wir besonders die vom Freiherrn von S i e v e r s für BesiedlungS-zwecke gewidmete hervor. Die VereinSleitung hatte nämlich kurz vorher befchlossen, sich an deutsche Bauern anderer Länder zu wenden, um sie zur Ansiedlung in bedrohten Grenzbezirken zu gewinnen. Die Einführung von Vorschuß» c a s s e n. die den einzelnen Grundbesitzern »inen beschränkten Perfor.alcredit gewähren, erforderte eine eingehende Arbeit von Seite der Vereins-leimng. Die Verhandlungen bezüglich der Obst-weinkeltergenossenfchaft wurden von einem eigens hiefür gewählten Ausschüsse gepflogen und wir hoffen, in der nächsten Hauptversammlung einen greisbaren Ersolg dieser Verhandlungen vorleg?» zu können. Die bäuerlichen Marktverhält» nisse erheischen dringmd eine verbesserte Aenderung. Die VereinSleitung hat weiter einer beträchtlichen Anzahl deutscher Lehrlinge, die sich an sie wandten. Stellen vermittelt und sich an die Leiter deutscher Schulen mehrmals mi» der Bitte gewendet, daß sie die von den Schulen abgehenden Schüler auf die Südmark aufmerksam machen sollen. — Herr Säckelwar» I a n o t t a erstattete den Easseberich». Herr Karl Ritter von K n a f f l brachte den Antrag ein. der VereinSleitung für ihre außerordentlich eifrige Thätigkeit und die Erfüllung ihrer mühevollen Aufgabe den Dank auszusprechen und die vor-gelegte Rechnung, die vom Aussichtsrathe ge-prüft und richtig befunden wurde, zu genehmigen. (Angenommen) — Drahtgrüße waren eingelang» von Direc»or Ascher, Dr. Ärautgasser in Mureck. vom Steirischen Radsahrer-Gauverband, vom LandesauSschußmitglied Dr. Reicher, dem Germanenverband in Graz. dem Bund der Deutschen in Nordmähren, vom Deutschen Schul-vereine in Wien, von der Ostdeutschen Rund-schau, vom ReichsrathSabgeordneten Dr. For-egger. Die Landtagsabgeordneten Koller und Morre, sowie das LandesauSschußmitglied Dr. Ritter v. Schreiner und der ReichSrathSabge-ordnete? Dr. Heilsberg ließen ihr Ausbleiben entschuldigen. In die H aup t le it u n g wurden gewählt die Herren: Franz Hilarius Ascher, Dr. Juliu« v. Derschatta, Dr. Paul Hofmann v. Wellen-hos, Joh. Janotta, Dr. Gustav Kokoschinegg, Alexander Koller, Josef Ackerl. Franz Baldaus, Dr. Ferdinand Khull, Emerich Miller v. Hauen-felS, Jofef Ruderer? — als Ersatzmänner die Herren: Franz Kamniker und Hermann Ronicke; — in den Aufsichtsrath die Herren: Dr. Richard Foregger. Dr. Ferdinand Portugall, Dr. Heinrich Reicher, Dr. Otto Steinwender und Dr. Alfred Heilsberg. — Der Vorfitzende schloß die Versammlung mit dem Danke an die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Kotzbeck und Sntter an, die Bürgerschaft von RadkerS-bürg und ihre» verehrten Bürgermeister Reitter. Der Verein werde in Erfüllung nationaler Pflicht, aber auch in Erfüllung einer Dankespflicht der Stadt Radkersburg in ihrem nationalen Kampfe stet« treu zur Seite stehen. Bei dem trefflichen Mahle, da« die Theil- -- nehmer der im Gasthofe zum Kaiser von Oester-reich vereinigte, ergriff zuerst der Landtag«-abgeordnete Herr Dr. Kotzbeck da« Wort. Er begrüßte die Gäste au« Nord und Süd. Er und sein anwesender College Sutter gehörten zu Denjenigen, welche die angeblich m it einer gewissen Voreingenommenheit ob-gefaßte, in Wirklichkeit aber noch viel zu gemäßigte Interpellation an die Regierung, be-»reffend die nationale Beunruhigung, unterzeichnet haben, und der Redner rechne es sich zur Ehre an, daß er zu dem Zustandekommen der Jnter-pellalion auch das Seinige beitrug. Er begrüßte die Gäste und hoffe, daß sie im persönlichen Verkehre sich von der Richtigkeit der in der Jntervellation niedergelegten Befchn>erden über-zeugen werden. Der Redner führte au«, wie gerade bei Radker«burg die deutsche Sprach-grenze ernstlich bedroht ist. Utnsomehr sei die wackere nationale Arbeit de« Herrn M a u r i t s ch in Luttenberg zu preisen, der sich um die Er-strebung der deutschen Schule in Luttenberg große Verdienste erworben. Die Hindernisse, die diesem Werke in den Weg gelegt worden sind, zeugen von einer geradezu auffallenden Begünstigung der Slaven, und die eilige Ver-»agung der LandtagSverhandlungen hat die Vollendung des Werkes neuerlich hinausgeschoben. Die AuSschulung der deutschen Schule in Lutten-berg wird aber zustande kommen, wenn Alle mit Energie und deutscher Treue zusammen-wirken. Der Redner erhebt unter lebhaftem Beifall sein Glas auf daS Wohl der herbeigekommenen Parteigenossen und bittet sie, ihre Kräfte unentwegt in dm Dienst der deutschen Sache zu stellen. — Herr Mischkoniker, Turnwart und Vertreter de« Deutschen Turn-vereine« in Radkersburg. begrüßte in schwung-voller Rede die Bestrebungen des Vereine«. — Herr Dr. v. Derschatta sagte, die Ansprache deS Bürgermeisters von Radkersburg, die Worte des Herrn Dr. Kotzbeck und die im Landtage eingebrachte Interpellation haben Jenen, die daran zu zweifeln scheinen, klar gemach», daß wir trotz mancher politischen Wandlungen noch immer inmitten de« nationalen Kampfes stehen und daß gerade hier eine nationale Gefahr un-zweifelhast besteht. Neuerlich geloben wir daher treue Waffenbruderschaft. Treu und stramm haben die Städte des U n t e r l a n d e« in alter Zeit zusammengehalten und so ist es auch heute; daS beweist daS Erscheinen der Vertreter von Luttenberg. daS beweist daS Interesse, welches Dr. Kotzbeck der Lutienberger Schulangelegenheit entgegenbringt. Der Redner schloß mit einem Hoch aus Radkersburg und seinen Bürgermeister. — Herr Bürgermeister Reitter dankt ein herzlichen Worten und lud die Gäste zu längerem Ver-weilen im Kreise der RadkerSburger Bürger ein. Herr Gemeinderath Wastian lenkte die Auf-merkfamkeit der Versammelten auf den wackeren Kampfgenossen Herrn M a u r i t s ch. der mit Herrn Dr. R o s s i t s ch im Vereine Führer der Deutschen LultenbergS ist und als solcher den fanatisch-tollen Ansturm der windischen Presse alS erster auszuhalten hat. Auf sein Wohl leerten die Anwesenden ihre Gläser. — In längerer trefflicher Rede sprach dann der Herr ReichSrathabgeordnete Dr. von H o f f m a n n -W e l l e n h o f über die Lage deS DeutfchthumS in den Alpenländern überhaupt und betonte kräftig und von lauter Zustimmung unterbrochen die Grundlosigkeit der öfter« wiederholten Behauptung, daß e« den Deutschen seit einigen Wochen besser gienge. weil ein altersschwacher Landsmannminister schon in Pension gegangen und ein Beamtenveteran in absehbarer Zeit viel» leicht ihm dahin foluen wird. Die RadkerSburger und ihre Gaugenossen, so schloß der Redner, glauben zum Glücke solchen Märlein nicht, denn sie haben sich einen Mann zum Führer erwählt, der männlich, wahr, treu und bescheiden, aber hellen Blicke« ist und die sich seiner Führung Vertrauenden warnt, wenn eS noththut, und ein treuer Ekhardt seinen Freunden ist. Dieser treue deutsche Mann, Herr Dr. Kotzbeck, lebe hoch! Bald danach mußte man aufbrechen und fast alle unsere Gäste fuhren, geführt von unserem Bürgermeister, in den eine Stunde ent» fernten freundlichen Curort Radein. Während de« 4 Festessen« waren noch Drahtgrüße eingelangt von den Herren Dr. Reicher. Sauseneg, Ged-liczka in Frieda». Dr. Sutter in Salzburg und dem Deutschen Vereine in Wien. Aus Stadt und Land. Der neue Ehrenbürger von Cilli, Herr Bürgermeister, kais. Rath Dr. Recke r-m a n n. ist bei seiner Rückkehr von Graz am Sonntag s ierlich empfangen worden. Sammt-liche Gemeinderäthe waren in festlicher Kleidung am Bahnhose versammelt und Herr Bürgermeister-Stellvertreter Gustav S t i g e r begrüßte den Gefeierltn mit eintr kurzen herzlichen Ansprache. Ehrenbürger Neckermann dankte in kernhasten Worten und versprach auch fernerhin seine ganze Kran dem Wohle der Stadt zu widmen. Abends versammelten sich die Gemeinderäthe zu einem zwanglosen Schmause beim sogenannten Erjautz, . wo auch die Gemalin de« Bürgermeisters und unser Reichsraths-Abgeordneter, Herr Dr. F o r-egger mit seiner Gattin erschienen waren. Deutsche Lieder und launige Trinksprüche würzten die heitere Feier. Herr Stiger trank auf daS Wohl des Ehrenbürgers, Herr Dr. S a j o v i c begrüßte Herrn Dr. Foregger; dieser würdigte die Verdienste der ausgezeichnete» Frau Dr. Necfertnom. Der Bürgermeister trank auf das Wohl der Stadt und sagte, indem er den echten LocalpatriotismuS Jo»ef R a k u f ch's pries, er verdanke der neuen Ehrung seine glückseligste Stunde. Der angebliche Cholerafall ist schon mehr, als nöthig besprochen ivorden. Wir komme» nur zu einer sachlichen Klarstellung daraus zurück. Der hiesige Bezirkscommissär, Herr v. L e h m a n n hatte bei der Bezirkshauptmannschafl die Anzeige erstattet, daß am Bahnhofe Heilenstein -F r a ß l a u 13V Kilo Wildhäute lügen, die für den Ledergerber Vouseg in Fraßlau bestimmt seien. Der Heilenstein-Fraßlauer Bahnexpedient Johann P r o b st getraue sich nicht, die Wild« häute, die über Hamburg nach Europa gr-kommen waren, auszufolgen. Nach Oesterreich waren die Häute von Günsburg in Bayern über K u f st e i n gelangt. Der Bezirkshaupt-mann. Hr. Dr. Wagner entsendete sogleich den Bezirksamt Herrn Dr. Keppa nach Heilen-stein, der die Meldung machte: der mit den Häuten beschäftigt gewesene Schaffner der Wöllaner Bahn. Ofojnig sei unter choleraähnlichen Symp-tonten erkrankt. Der BezirkShauptmann erstattete der Statthaltern einen Drahtbericht und ließ aus Vorschlag des Herrn Dr. K>ppa und im Einverständnisse mit dem Statthalter die ge-fährlichen Gegenstände vernichten. Auf einen großen Scheiterhaufen wurden die Häute nebst vielen anderen Waren, die damit in Be-rührung gekommen waren, unter Leitung des Herr» Dr. Keppa verbrannt. Der erkrankte Josef Osojnik. der unter Anwendung aller Vor-sichtsmaßregeln nach Cilli gebrach», am Bahnhofe (vom Stadtarzte, Herrn Dr. Kok« var) empfangen und ins Jsolierspital getragen worden war, befindet sich glücklicherweise schon besser. Herr Landessanitätsches T r e i ch l. der am Dienstag in Cilli ankam, konnte keinen Cholera - Bacillus entdecken. Es ist also wahrscheinlich, daß gar kein« Cholera-Er-krankung vorlag, obwohl die Angabe von Osojnig'S Gattin, derselbe leide stets an Magen-Kämpfen, »„richtig ist. Osojnig selbst erklärt, bisher gesund gewesen zu sein. — Wir müßten so dumm, wie russische Bauern sein, um es nicht dankbar anzuerkennen, wenn die Behörde zur Abwendung einer Gefahr in vollem Umfang ihre Pflicht thut. Wir verdammen auch das Bestreben, eine vorhandene Gefahr aus Neinlichen Krämer-Jnt«reffeu zu vertuschen. Aber wir hüten uns trotzdem, einen Fall, der so günstig verläuft wie der vorliegende, auszubauschen und die Bevölkerung unnöthiger Weise zu beunruhigen. Unser Reich»rathS-Abgeordneter, Herr Dr. R. Foregger ist gestern «Mittwoch) Nachmittag sammt seiner Gemalin nach Wien zurückgtkehrt, nachdem er am Montag einen Ausflug nach T ü s f e r und L i ch t e n w a l d unternommen hatte. ^Deutsche Wacht- Für den Reubau der Landwehr-kaferne in Cilli erläßt der Bürgermeister, kais. Rath Dr. N e ck e r m a n n eine Aus-schreibung an Baumeister, Maurer. Zimmerleute ' und sonstige Gewcrbeiiihabec. Die Einreichungs-srist dauert bis 22. October. (Siehe A n-zeige.) Die Kapuzinerbrücke soll nun wirklich wiederhergeslell» werden. Der Bürgermeister-Stellvertreter Herr S t i q 11 erläßt folgende Kundmachung: Die Stadtgemeinde Cilli benöthigt für die Reconftruction der Kapuzinerbrücke folgende rothlärchene Kanthölzer : 66 Stück 7'9ö— 10*25 m lang. 26/26 cm. stark, zus. -13-26 Festmeter, S Siück 4 2 m lang. 32/39 cm. stark, zus. 4' 19 Feslmeler, 12 Siück 2 9 w lang, 26/32 cm. stark, zus. 2-90 Feslmeler. 11 Stück 8*4 in lang. 29/32 cm. stark zus. 8'7."> Fest-meter, im Ganzen 58-92 Festmeler. Diejenigen Herren Holzlieseranten, welche auf die Lieferung dieier Bauhölzer reflektieren, wollen ihre dies-bezüglichen Offerte unter gleichzeitiger Angabe der Lieferungsfrist anher einsenden. Sämmtlich« Hölzer müssen rechtzeitig geschlagen, vollkommen gesund und kantig behaucn sein. Das bezügliche Holzverzeichnis liegt im Sladtbauamte Cilli auf. welches dasselbe auch auf Verlangen den Herr«» Offerenten zugesendet wird. Unvorsichtige» Fahren. Johann Hollobar und Michael Prinscheg. Grundbesitzer aus Kassasse haben am 15. d. M. nachmi tag« vom Gasthaus? des Simon Kuketz aus bis zu den Kreuzen bei Pletrooilsch eine Wettsahrt mit ihren Pserdegespann unternommen. Sie rasten mit ihren Pserden aus der Triester Hauptstraße derart, daß die persönliche Sicherheit aus der Straße im höchsten Grade gefährdet war. Kurz vor dem Ziele ist jedoch Prinscheg gestürzt und hat sich hiebei zwei Rippe», das linke Schlüffel-dein und den linken Oberarm gebrochen. Gegen beide ist durch die k. k. Gendarmerie beim Gericht die Strafanzeige erstattet worden. Franz. (Eigenbericht der Deutschen Wacht.) Ueber den Postdiedstahl liegen nunmehr folgende genane Angaben vor: In der Nacht vom 14. auf de» 15. September erbrachen, wie schon miigetheilt, unbekannte Thäler das hiesig« Post-amtsgebäude, drangen in dasselbe ein und raubten einen als Caffe dienenden eichenen Geldkasten auS. In der Truhe befand sich ein Postbeulel mit einem tausend Gulden enthalte»-den Geldbricfe, ferner eine klein« Handcassett« mit dem Inhalte von 2L2 Gulden 84 Kreuzer in baarem Gelde; schließlich Marken und Post» wertzeiche» im Betrage von 126 Gulden. Der Diebstahl wurde am 15. September morgens um 7 Uhr entdeckt, als der PostamtSdiener das Ausräumen der Poststube vornehmen wollte Die infolge der sofort erstatteten Anzeige erschienene Gendarmerie sand den geraubten Kasten in der Leichenhalle des dem Postamisgebäude gegen-überliegenden FriedhoseS und konstatierte den Abgang des oben erwähnie» Gelobrufes mit tausend Gulden, der an den hiesigen Realitäten-besitzer Johann A p p a t h gerichtet war; außer« dem fehlte der in der Handeaffette verwahrt gewesene Beirag von 262 Gulden 84 Kreuzer ärarilcher Gelder, während die eben daselbst verschlossen gewesenen Marken und Postwert-zeichen im Betrage von 126 Gulden mitzu-nehmen der Dieb verschmäht Hai. Sowohl die alsbald erschienene gerichtliche Commission als auch der von der Postverwalung Cilli enisendete Commissär. leiteten mit großer Umsicht die Er-Hebungen ein und es führten dieselben vorläufig zu dem Ergebnis, daß der hiesige Besitzerssohn F. L., als der That verdächtig, in Cilli ver-haftet wurde. Ob und inwieweit derselbe an dem Verbrechen betheiliat ist, wird die gerichtliche Untersuchung lehren. Mit welcher Dreistigkeit der oder die Diebe gearbeitet haben, und daß dieselbm mit dem Hausgebrauche gründlich vertraut sein müssen, beweist der Umstand, daß das Zimmer über der Poststube. in dem sich ein Schwer-kranker befindet, di« ganz« Nacht b«l«uchtet war. Nachdem die äußere Thüre der Poststube mittels eines Nachschlüssels geöffnet war. hat sich der Dieb einen im Keller befindlichen Krampen ge-holt, um dann die innere Thür aufzusprengen. — Das Verbrechen selbst muß nach 12'/, Uhr 1892 nachtS begangen worden sein, da bis zu diese Stunde im Hiul« bedienstete Mädchen mi Bügeln von Wäsche beschäftigt waren und kein verdächtiges Geräusch gehört haben. Es wäre umso wünschenswerter, daß die Thater dem Gesetze überliefert werden, als die Postinhaberin Frau Therese Lukvfnak die entwendeten Gelder sonst aus Eigenem ersetzen muß. In Pettau ist folgendes Rundschreiben an die Genossenschafts-Mitglieder zur allso-gleichen gefälligen Vertheilung erlassen worden: Verehrte Gewerbegenossen I Ein Weckrus ist an di« Gewerbetreibenden durch da» Präsidium des hohen Abgeordnetenhauses ergangen und verkündet uns, daß die Hohe Regierung Cis-leithaniens einen Gesetzesentwurs dem hohen Abgeordnetenhause zur Berathung und Annahme übergab, eine Regierungsvorlage unter dem Titel: Directe Perjonalsteuer. Das Präsidium lade» uns ein, an der Erledigung dieses Steuer-gesetzentwiirfe» theilzunehmen, indem es uns diese Regierungsvorlage nebst Motivierung ;nr Einsicht zusendet. Verehrte Genossen! ES ist die« das erstemal, daß der gesetzgebende Körper die Gewerbetreibenden einladet, sich an einer so hochioichtigen Mission zu betheiligen. AlS im Jadre 1883 durch die hohe Regierung die Regelung des Gewerbegesetzes zustande kam. hatte man «s unterlassen, die Betheiligten zu befragen, obwohl es sich in der Folge gezeigt bat. wie ersprießlich es gewesen wäre, deren praktischen Rath einzuholen. Die Folge war, daß ein lückenhaftes Gewerbegesetz zustande kam, welches die Beteiligten nicht befriedigte und allseitig angefochten wird. Wäre vor 19 Jahren die Organisation im Gewerbestmde schon so weit vorgeschritten gewesen, als die» heute Dank der eigenen Initiative besolden der Fall ist, so wäre das für den Gewerbestand so hochwichtige Gesetz wahrscheinlich in anderer Form und günstigerer Gestalt erschienen. Unsere Pflicht ist es nun. nichts zu vernachlässige», jede über» flächlichkeit auszuschließen und sich dieser Mission mit der ganze» Aufmerksamkeit zu umerziehen, wie es eine übernommene Pflicht erheischt, von deren praktischem Vollzuge das Wohl und Wehe unseres Standes jetzt und in Zukunft abhängen wird. Wir wollen auch von diesem Rechte keinen größeren Gebrauch machen, als wir, gedrückt und bedrängt durch die Großindustrie, zu verlangen vollste Berechtigung haben. Indem nun aber erwiesenermassen vielseitig« Berathungen getheilte, unvollkommene Beschlüsse hervorbringen, welche den Effect einer so hochwichtigen Mission beeinträchtigen dürfien, so haben die Gewerbe-genossen von Pettau es sich zur Aufgabe gemacht, diese Gesetzesvorlage zu studieren, abzuändern und möglichst praktisch zu ergänzen und haben weiters beschlossen, zum Zwecke einer gemein-samen Berathung dieser Ausarbeitung und Beschluß« fassung hierüber, welche sich zweckdienlich heraus-stellt um dieser Auffo»derung seitens des hohen Abgeordnetenhauses auch nachzukommen, einen Genossenschaftstag »ürdieGewerbegenossenvon Steiermark. Kärnten und Krain nach Petiau einzuberufen, an welchem Tage diese Regierung«« vorläge prirno loco zur Erledigung kommen wird. Nebst dieser Ausgabe haben die Gewerbe« genossen von Pettau eine trennend« Frage sür den Gewerbestand vor das Forum dieses Genossen« schaststages zu bringe« beschlossen, es ist dies die Frage der Altersversorgung und der Ver-sorgung der Witwen und Waisen des Gewerbe-standes. Indem man ein so humanes Ziel v«r-folgt, wird durch d«n Referenten eine höchst interessante Darstellunq der bestehenden gesell-schaftlichtn oder aus Actien gegründeten Lebens-und Rentenversicherungen einem aus Gegenseitigkeit fußenden Alters-Jnoaliditiusoerein« und einer billigen Versorgungsart der Witwen und Waisen der Gewerbetreibenden gegenüber gestellt werden, welch« durch ziffernmäßig« Beweise die Vortheil« des letzteren Vereine« solchen Gesellschaften gegen-über darthun und zeigen wird, wie man mit ganz geringen Mitteln sich vor Altersnoth schützen, seine Angehörigen vor Elend bewahren kann. Da» zum Zwecke der Constituierung dieses Ver-«in«s hier tagende Comit6 hat ein praktische« Statut ausgearbeitet und erliegt selbes bereit« hohm Ortes zur Einholung der Genehmigung. r lft92 Um diese erstehe hochwichtige Mission zu er-ledigen, diese letzter« vorzubesprecheu. hat das Seiverbecomitä des GenoffenschaftStages von Pettau beschlossen, für Sonntag, den 2. Cctobtr 1802 «inen allgemeinen Genoss«nschaflstagnach Pettau einzuberufen und die Gewerbegenoffen bezeichnet«? Kroiiländer hi«zu einzuladen. Verehrte Genosse» ! Es bedaif wohl keiner eindringlicheren Aufmunterung. — die vorhergegangenen Punkt«, welche durch nachstehende Tagesordnung fest-gesetzt erscheinen, sagen alle«! Beide Programm-punkte sind würdig, vor «iner großen Anzahl #«ili»ffeil erledigt zu werden, dalier rufen wir Ihnen zu: Kommen Sie recht zahlreich und beiseit Sie uns ein begonnenes, für uns und unsere Nachkommen hochwichtiges Werk beenden, dessen segensreich« Wirkung den Genossenschaft«-lag vorn 2. Oktober 1892 in Pettau für immer-während« Zeiten denkwürdig machen soll. Die ?. '1'. Genossenschaften sind . iermit freundlichst gebeten, möglichst zahlreich zu diesem Genossen-schaststag zu erscheinen oder wenigstens Del«-<)ierie zu entsenden. — Das Programm wurde folgendermaßen festgesetzt: Am 1. Oktober abends halb 6 Uhr und halb v Uhr, sowie am 2. Oktober morgens halb 8 Uhr Empsang der Genossen, Abgeordneten und Gäste am Bahnhofe durch die EmpsangsauSschufse. Am 2. Oktober acht Uhr früh im Genossen-schasts-Local« «bürgert. Schießstätte): Wahl des Vorsitzenden, dessen Stellvertreters, ferner eines achtgliedrigen Ausschusses und zweier Schriftführer für diesen Genofsenschaftstag. Hierauf Beginn der Tagesordnung: I. Behandlung der Regie-rungsvorlage, betreffend die Steuerreform. alS: Aufhebung der Einkommensteuer, Reform der Gewerbesteuer, Einführung der Personal-Ein-kommensteuer, der Renten- und Besoldungssteuer. Nachlässe an der bisherigen Grund- und Hausklaffensteuer. Berathung und Beschlußfassung über die Paragraphe 1 bis 00 diese« Entwurfes, die Gewerbesteuer betreffend. 2. An-trag auk Entsendung von Experten, gewählt ans den Gewerbetreibenden, iu die vom Steueraus-schusse des hohen Abgeordnetenhauses einberufene Enouete; eventuell Wahl solcher Experten. 3. Erläuterung des in Ereierung begriffenen AlterS-JnvaliditätSvereineS und einer Versor» gnng der Witwen und Waisen, für di« Gewerbe-treibenden der Kronländer Steierniark. Körnten «nd Krain. Appell an die ?. T. Genossen nm materielle und persönliche Unterstützung dieses Bereines. Wahl eines allgemeinen Agitations-coinito. 4. Allfällige Anträge. Zu diesen Ge-«ossenschaftstag sind sämmtliche Reichsraths-llb^ordnetc von Steiermark, Xärnien und Kram Mden. Nach Beendigung des Programmes wird eiu geselliger, gemeinschaftlicher Ausflug auch dem neuen Schweizerhaus in den Anlagen d«S Volksgartens, unter Mitwirkung der Musik» Kttmskapelle von Pettau. unternommen. Pettau, dm 15. September 1892. Der Obmann de« Einberusuiigscomiie für den Genoffenschaftstag: Mich. M a r t s ch i t s ch. Der Schriftführer : Äufluit Heller. Sachftnfeld, 20. September. (Wer ist der Gründer unseres Hopfen-baue«?) Die Deutsche Wacht hat vor Kurzem die vollständig richtige Bemerkung gemacht, daß der Hopsenbau im Sannthale — eine sehr ergiebige Einnahmsquelle für die Sannthaler — von Deutschen eingeführt worden ist. Flug« meldete sich da die Südst. Post, um dagegen Stellung zu nehmen und zu behaupten, daß dem nicht so fei, sondern vielmehr ein sloveuisch Ge-smnter Herr Hausenbichler ans die goldene Idee verfiel, die Handelspflanze zu bauen, die nun schon so viele Millionen ins Sannthal gebracht bat. Da Herr Hausenbichler nichts that, diese Unwahrheit zu widerlegen, und sich kein Sachsen-selder Slovene sand, der die Wahrheil in diesem Falle auf die Beine gestellt hätte und die Ehre gab, dem sie wirklich gebührt, so sei es gestattet die kurze Geschichte des wichtigen Sannthaler Hopfenbaue« hier zu erzählen: Im Jahre 1865 kam Herr FranzJos. Pilger aus seiner Heimath, Württemberg, al« Perwalter aus's Gut Neucilli des Fürsten Salm? In wußte dem Fürsten zu bewegen, im Sannthal als der Erste mit dem Hopfenbau in fach- ..Deutsche Wacht' und sachkundiger Weise zu beginnen. Zwanzig« tausend Setzlinge wurden zu diesem End« aus Pilgers Heimath bestellt und unter Pilgers Augen auch eingepflanzt. Es währte geraume Weil« bi« es Pilger dazu brachte, daß auch Ander« dem Beispiele folgten. Mit seinen mehrjährigen Ertrags - Ausschreibungen und Rechnungen ist es ihm nach vielem Zureden endlich gelungen, die Leute von der Ertragsfähigkeit zu überzeugen. Gerade um jene Zeit war es, al« die Besitzungen der Herren Hausenbichler, Robleck. u. m. a. hätten unter dem Hammer kommen sollen, — da kim Herr Hausenbichler auf den reitenden Gedanken Pilgers — Hopsen zu bauen. Die Herrschaft Neucilli gab die Setzlinge allgemein umsonst her, Pilger wurde nicht müde, unent-geltlich anzuleiten und zu belehren, und damit hatte der Sannthaler Hopfenbau für di« breit« Schicht« der Bevölkerung seinen Ansang genommen. Die Intelligenz Pilgers, seine Menschenfreundlich-feit, sein unermüdlicher Flkiß und sein un«ig«n-nütziges Wirken waren die bewegenden Kräfte zur Schaffung des Wohlstandes, der aus dem Hopsen sprießt. Nun die Scheunen, die Speicher gefüllt sind, und die Herren von ihrer Häuser weitschauenden Giebeln ihr blühend Glück übersehen können, haben sie den wackeren Schwaben Pilger selbstverständlich längst vergessen. Aber nicht nur das! Pilger ist siebzig Jahre alt. war nie mit Glücksgütern gesegnet, und ist jetzt als greiser Oeconom bei Frau Schuscha hier angestellt. Man sollte glauben, daß di«s«r Mann, dem da« ganz« Sannthal dankbar zu sein. Grund genug hätte, — wenn man seiner bei den »eichen Ernten schon nicht g«d«nkt — es doch wenig-stens verdient hätt«, von den slavisch-gesinnten Hopsenmagnaten nicht auch noch um den Ruhm bestohlen zu werden, einer der verdiknstvollsttn unbegüterten deutschen Menschenfreund« im Sann-thal zu sein. Ertrunken. Am Donnerstag den 15. d. M. ist das 2'/,jährige Töchterchen Franzi«ka der Grundbesitzers-Eheleute Storr in Offenitz < Gemeinde Tüchern) tn den Hausbrunnen ge-stürzt und ertrunken. Gegett die Eheleute ist wegen mangelhafter Beaufsichtigung des Kindes beim KreiSgmchte Cilli die Anzeige erstattet worden. Bad Neuhaus. (Eigenbericht der Deut-fchen Wacht.) Der Direktor und Badearzt der Landes-Euranstalt, Herr Dr. Christian Paltauf wurde anläßlich seine« sünfundzwanzigjährigen Jubiläums als Direktor und Badearzt von dem Gemeindeausschuss« von Dobrrna, (der Ge-meind« de« Bades Neuhaus) mit einstimmigem Beschlusse zum Ehrenbürger von Doberna ernannt. Graz, 21. September. Die steiermärkische Landes-L ehrerconserenz wurde durch Herrn Landes-Cchulinspector Dr. Iarz eröffnet. An-wesend waren 81 Delegiert« und 18 Bezirks-Echulinspectoren. Nachdem die 15 Paragraph« enthaltend« Geschäftsordnung sür die steier-märkisch« LandeS-Lehrerkvnferenz an die An-wesendm vertheilt und «in« Aenderung des § 9 derselben bekannt gegeben worden, ergriff der Vorsitzende, Herr Dr. Jarz, da« Wort, um ein gedrängte« Bild der Entwicklung der Schul« in Steikrmark vom Jahre 1886 bis 1891 zu bieten und auf di« hervorragendsten Marksteine auf dem Wege der Entwicklung der Schule, des Unterrichtes und der personalen Verhältnisse hinzuweisen. Nach chronistischen Aufzeichnungen gibt der Redner zunächst mit ziffermäßigtn Daten «ine Uebersicht über di« wichtigsten, die Schule betreffenden Momente. (Ein weiterer Be-richt wird folgen.) Raub. Di« 12jährige Agnes S e i tz, Tochter de« Grundbesitzers Anton Seitz aus Ternovetz begab sich am 17. d. M. nach Trennenberg. um Petroleum einzukaufen. Unterwegs begegnete ihr ein etwa 18jähriger Bursche, der sie sragte, wo sie hingehe und als sie e« mittheilte, entriß er mit Gewalt ihren Zecker und ein Tüchel, worin ein Geldbetrag von 42 Kreuzer eingebunden war, indem er ihr dr»hte. sie zu erschlagen, wenn sie nicht still sein werde, woraus er eiligst die Flucht in den nahen Wald ergriff. 5 Kunst. Schristthum. Aühne. Nachdem MaScagni im Wiener AuSftel-lungstheater seine Oper Freund Fritz aufge-führt hatte, ist nunmehr auch 0 » v a I l v r i -» rnsti-cana unter seiner Leitung über die Bühne de» AuSstellungStheaterS gegangen. Der Jubel der Zu-Hörer spottet jeder Beschreibung. Da« künstlerische Bündnis zwischen Wien und Italien, daS beim Gastspiel der D u s e geschlossen wurde, ist durch MaScagni wesentlich gefestigt worden. Wie gewöhn-lich, hat man auch dieSmal in Wien die Begeisterung übertrieben! Herr Albrecht Graf Wickenburg war so liebenswürdig, dem Herausgeber der Teutschen Wacht den Abruck eines der schönsten Gedichte seiner verstorbenen Gemalin. der Gräfin Wicke » burg-A l m u s v, zu gestatten. (SS ist dem Buche Letzte Gedichte entnommen, da» vor zwei Jahren in Wien bei Gerold erschien und heißt: Mahnruf an die Deutschen in Oesterreich. Die herrliche Dichtung, die von Reinbold Becker in Dresden vertont worden ist, wird im nächsten Hefte unserer Sonntagsbeilage Die Südmark erscheinen. Kalender de« Deutschen Schul» verein». Soeben ist von dem kalendarischen Jahrbuche de» Schulverein«, da« sich bereit» einen so großen Leserkrei« erobert hat, der siebente Jahrgang erschienen. Der von Adam Müller» Guttenbrunn geleitete Kalender für 1893 ist wieder zugleich eine vornehme literarische Gabe. Er wird eröffnet mit einer größeren Novelle von Ferdinand v. Saar und daran schließt sich eine Würdigung Saar» al« Novellist vom Leiter de» Kalender«. Dieselbe ist mit dem Bildnisse de« Dichters geschmückt. Eine reizende Geichichte. ein Schulmeister-Leben au» der guten alten Zeit, erzählt un« P. K. R o s e g g e r ; Eugen Guglia entwirft, anknüpfend an da« Radetzkv Monument. da« interessante Charakterbild eine« irischen Waffenbruder« von Radetzky. nämlich da« des Grafen Nugent. Dr. Albert I l g plaudert in seiner satirischen Weise über Frau Wohlthätig-seit, die heutzutage alle Leute ausplündert und gar häufig die Förderung wahrhaft gemeinnütziger, großer Unternehmungen lähmt. Aphori«men hat Marie v. Ebner-Eichenbach beigesteuert, Gedichte bieten Adolf Pichler, Max Kalbeck, Franz Keim, Martin Greif und Jgnaz Ellminger; der Letztgenannte hat auch die Novelle Saar» illustriert. Reicher al« je ist diesmal auch da« kalendarische Nachschlagebuch de« Kalender« bedacht. Alle«, wa« ein Kalender bringen muß, findet man dort, und noch ein wenig mehr. Ein großer Aussah» über gefährliche und ungefährliche Schönheittmittel wird unsere Frauen besonders interessieren. — Der Kalender ist im Verlage von A Pichler« Witwe und Sohn in Wien erschienen. Da« jüngste Heft von LaulerS Allgemeiner Kunstchronik bringt u. A, einen Bericht über die Alt-Ausstellung im Künstlerhause, die Kritik der französischen Bilder auf der Münchener Internationalen Kunstausstellung von Han» P e t e r t und einen mit zahlreichen hübschen Abbildungen geschmückten Aufsatz Meran erBilder von Gerhard Ramberg. AuS G ö t t i n g e n kommt die Nachricht, daß Rudolf von I h e r i n g gestorben Ist. Derselbe war einer der größten Rechtslehrer und einer der besten Schriftsteller unserer Zeit; er ist nicht nur durch seine hochbedeutenden rechtswissenschaftlichen Werke, sondern namentlich auch durch ästhetische Schriften (über das T r i n k g e t d u. >.) in weiteren Kreisen bekannt geworden. Jbering hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Der Adel wurde ihm bei seinem Scheiden von Wien durch unseren Kaiser verliehen. Die Logenvergebung im neuen L a i b a ch e r Theater hat ein merkwürdiges Ergedni» gehabt. Für die deutschen Vorstellungen wurden die Loge» nämlich mit 201) bi» 700 Gulden gemietet, das Erträgnis beträgt statt der veranschlagten 5150 Gulden — 9662 Gulden. Die Slovenen der Hauptstadt SlovenienS haben die Logen für die Uovenischen Vorstellungen sehr leicht mit 46, 63 und 97 Gulden erstanden; der höchste Preis betrug 175 Gulden. (Siehe Umschau.) tut «»«,«>-,» ernt« flut ,U in dcr thut-, tfuüft- «n» SRiintolif« • ÄinUait; F r I ti K » » <• h t» Sil>. u i AremdenNfte der Stadt Killi. Hotel „Erzherzog Johann^: Karl Majer, k. u. k. Major i. R.. Wien: Max Felde, Handlungsretsender, Remscheid ! Aloi« Zdrachal, f. k. Hüttenver»alter, Wien ; Aegidiu» Halinek, Saufmann, Wien; Camilo Trinker, Beamter der wechselseitigen Brandschaden-Versicherung« - Anstalt, Graz; Karl Echwenda, Kaufmann, Wien; Max Capre , Thee-Händler, sammt Tochter. Graz; Twil von Malberg, Ingenieur und Bauunternehmer, mit Frau, Kind und Bsnne, Wien; Friedrich Echirza, k. u. k. Oberlieutenant, Wien; Heinrich Großauer, k. k. Lieutenant d. n. a. L., Pettau: Julius Togni», sammt Lohn. Pettau; Elise Hamerle, Private, Holzgau, a. L.; Han« Grader, Kaufmann. Wien; M. Svllak, Kaufmann, sammt Frau, Brcka i Fanni Langer, Regierung»rath4 Gattin, mit Tochter, Wien : Dr. Josef Steiner. Beamter, Graz; Josef Becher, f. u. f. Artillerie Major i. R. sammt Frau, Brunn; Frl. Elisabeth Barber, Private, Wien; Camilo Breyer, Beamter, Wien; Bruno Gustav Kreulitsch, k. u. k. Mililär-Kaplan und Stift«-Priester, Semriach b. Peggau; Adolf Singler, Reisender, Wien; Loui« Roel, Reisender, Wien; Aloi« Schrötter, k. k. Finanz Obercommissär, Brünn. Hotel „Koscher-: (Hotelitr W r e g g.) August Pelsi, Fabrik«verlreter. Gra,; Max Koneenik, c*nd. med., Prahber«; Dr. Daniel Majarou, »dvocatur«-E.andidat, Laitach; Josef Goldschmied, Reisender, Trieft; Karl Trubi.-, Privat, Prabberg; Emilie Paul, Beamten«galtin. Wien; Rudolf Rakielj. Provisor, Dobje; Franz Macun, Gut«-des,her, Reukirchen, Pettau; Bincen» Kol^ek, Notar, St. Martin; Franz Leyrer, Reisender, Wien; Josef »iWKt v. Löwenberg, Soncertgeber, mit Sohn, Jglau; Leopold Goricar, Privatier. Praßber»; Richard Rochlitz, Kaufmann, Hamburg; Eduard Prinz, Reisender, Prag; L. Krainz, Großgrund-Besitzer. Peltau; Josef t)eh. Lehrer, St. Andri, W. B.; Franz Krell. Stadtgemeinde-Seeretär, Laibach; Franz Rosenberg. Handlung«reisender, Laibach; Franz Me^ko. Professor, Graz; Aloi« Goricar, Gasthof« und Großgrundbesitzer, Praß-berg; Emil Fell». Kaufmann, Graz; Franz Aacherl, Lehrer. Luttenberg: Friedrich Jagoditsch, Reisender. Wien ; Aloi« Pogruje. Professor, Pelta» ; S. Lustig. Reisender, Wien; Ferdinand Mrich. Reisender. Wien ; Bernhard Speiser, G«schäfl«reisender, Wien ; Leo Epstein, Doctor der Medicin, Wien: Josef Honig. Student, Wien; Wilhelm Bajer, Bahn, beamter, Wien; Arnold Amonn. Reifender, Wien; Bernhard Speiser. Reisender. Wien; Oscar Arlt, Reisender, Bodenbach; M, Staikl. f. f. Beamter, mit Sohn. Lichtenwald: Karl Mayer, Geschäft«-reisender, Csakathurn; Thoma« Larich, Beamter, sammt Familie. Trieft; Maria Schimunetz. Be-amlenSgattin, sammt Sohn, Agram; Apolonia Srebot. Hau«besitzerin. «gram; Joses Trattnik, k. k. Bezirkssecreiär, Gra,; Franz Seitinger, Kaufmann. Wien ; Emanuel Robilschek, Reisender Wien; Moriz Schiller, Fabrikant, Wien. Hotel «Elefant;- Friedrich Ritter von Nalepa. k. u. k. Rittmeister mit einem Diener. Marburg; Christine Hudowernig, Private. Laibach; C. Ostmann, Zahnarzt, Laibach; Sofie Wenger, Bezirk«richter«gattin sammt Mutter, au« Oberburg; Max King. Hausbesitzer, Linz; Jofesine Jermann, Köchin, St. Leonhard; Dr. Albin Kumar, Primär-arzt, f. Sohn, Wien; Karl Selelle, Stadtrath«-Commissär, f. Frau, Graz; Clementine v. Spring-en«feld. f. Tochter, Graz; Eduard Heldig, Kauf- mann, f. Frau, Wien; Ernst Bar. Bourgeoi«, k. u. k. Dragoner. Lieut., Marburg; Wenzel Ehraust, k. u. k. Ober-Thierarzt, Graz. Hotel „Stadt Wien:" Heimich Rosen» heim, k. u. k. Oberlieutenant, Krakau ; Peter Rikolii, Kaufmann, Agram; N. Cerncii, Privatier, Landstraß ; Heinrich Banque«, Privatier, Wien; Jeny Högen, Kaufmann«witwe, Zürich; F. Ram«-berger, Kaufmann, Wien; Franz Fnchsig, kaiserlicher Rath und Direktor der k. t. Staat«-Eo»trolor-Eafse, Wien; Alfred Fuchsig, t. u. k. Lieut., Jglau; Anna Frick, Oberingenieur«gattin, Wien; Stani«lau« Gathe, Kaufmann. Bregenz; Friedrich Pucelik, Lehrer, Frauheim; Johann Malu«. f. f. Rebschulenverwalter, Wisell; Joses Fischer, Lehrer, s. Gemahlin, Lausen; Raimund Bratanic. Kaufmann, Leutich; Johann Kramar, Lehrer, Schönstein; Franz Kardoä, Getreidehindler, Siofok; Franz Buchner, f. u. k. Lieut., Wien; Franz Schubert, Baumschulenbesitzer Budapest; Graf Emil von Montekukoly, Gewerttverwalter, in Stor^. Hotel „Stadt Wie«:"A. Simerl, Gast-hofbesitzer. Straß; Friedrich Marx, f. u. f. Oberst mit Sohn u. Tochter, Graz. Hotel „Löwe:" Franz Pilich, Verwalter, Schönstein; Andrea« Pecar, Besitzer. St. Georgen a. d. Sdb. ; Josef Wrecko, Handel«mann, St. Georgen Sdb.; Ferdinand Panfelli, Pensionist, f. Frau und Nichte, au« Graz; H. Fuch«, Comvtcirist, Graz; Anton v. Posch, k. k. Bergverwalter. Wien; Eamilla Gudenu«, Private, Graz; Dr. Ludwig Sprung. Innsbruck; Josef Kottnik, Lehrer, Auisee; Ent. Bolkovich. Professor, Wara«din; Eugen Freih., v. Lindenau, I. u. f. Oberlieut., Agram; Johann Bernar. Reisender, Laibach; Adolf Vollgruber, Weinagent, Marburg ; Iame» Br. Kavanagh, Gut«-besitzer, Schloß Ki«-Tabor. bei Rohitsch; Johann Frischet k. u. k. Arsenal«-Meister f. Frau, Pola; Josef Schwämme!, Privatier, s. Frau, Graz; Franz von Prexler, f. ung. Finanzrath, Agram; Eugen Trexler v. Lindenau, f. u. f. Oberlieut., Agram. Hotel „gold. Engels Johann Menschik, Revierförster, Kreuzdorf; Ludwig Schissermüller, f. f. Steuerbeamter, Völkermarkt; Barbara Dobo-vioek, KaufmannSgattin. Gorenje; Betti Schröbl, Private. Graz; Maria Schrobl, Private, Graz; Loren? Sebenik, Geschistreikender. Laibach; Johann Ornik, Oberlehrer, Rann. Briefkasten. Herrn O. in W. Eine Zeitung ist gewohnt, ungerechte vorwürfe zu hören, aber daß Sie sich bei u n « beschweren, weil die Deutsche Wacht durch einen schmutzigen, unlerserlichen Zeitungsstempel ver-unziert wird — da« geht doch über den Spaß. Glauben Sie, daß un« da« Vergnügen bereitet? In Wien, Graz, Marburg, Laibach, Villach und den meisten andcren Städten trägt die Zeitung einen leserlichen Stempel ohne Marke. Die Blätter in WarnSdoif und Sternberg Überdrucken einfach die Stempelmarke mit Text, was auch vollständig genügt, den« die Hauptsache bleibt ja. daß der Staat für jede Nummer feinen Kreuzer erhält. Der in Vöckla-brück erscheinende GebirgSbote ist aller>ing» insofern ein Leiden«genossc, daß er Marke und Stempel aufwei«t. Aber wenigsten» sind auf diesem Stempel die Worte leserlich: Steueramt Vöcklabruck. Nur bei un« wird die Stempelmarke mit einer unleserlichen Schwärze überzogen, wa» freilich nicht zur Verschönerung de« Blatte« beiträgt. WeShalt? Da« möchten wir selbst gerne wissen I Penfionist »n Trieft. Alle Wetter, haben Sie viele Schmerzen! Zu ihrer Beruhigung könne» wir mittheilen, daß der Plan einer Wasserleitung thatsächlich besteht, und daß — bei der Regsamkeit unserer Bürger — an der Durchführung diese« Plane« kaum zu zweifeln ist. Der Wohnung«noth, beziehungsweise den hohen Mlethpreisen wird durch den Bau eine» Gasthofe« und einer Villa mit je 40 Zimmern abgeholfen. Daß aber manchmal Einer stirbt und begraben wird, kann selbst der strengste Bürgermeister nicht verbieten. Sie meinen, daß die Sterblichkeit durch da« schlechte Wasser erhöht wird? Dagegen haben wir ei» vortreffliche« Mittel: wir trinken keine«. Wa« aber den Kunstwein betrifft, so seiea Sie versichert, daß — wenn solcher hier überhaupt vorkommt — jedenfalls weniger davon getrunken wird, al« in Wien «der — Trieft. E« leben hier viele Weingavenbesitzer, die unzweifelhaft echten Wein verkaufen. Im Uebrigen hat der Eillier Zecher »ine gute Weinzunge, und wenn etwa ei» Wirt Kunstwein schenkt, so bleibe» ihm einfach die Gäste au«. Oberlehrer D. w Graz. Besten Dank für freundliche Zusendung. Sobald al« möglich soll die Schrift besprochen werden. Joh. L. Steinbrück Ihr lieben«würdige« Anerbieten ist un« sehr willkommen. Sachliche, aus Wahrheit beruhend« Berichte sind jederzeit erwünscht. Deutschen Gruß! „Interessent'. Eilli. Ihr Wunsch soll womöglich erfüllt werden. 73.000 Gulden ist der Haupttreffer der Großen 50 Kreuz«? Lotterie. Wir machen unsere geehrten Lefer darauf aufmerksam, daß die Ziehung bereit« am 15. Lttober stattfindet. Hiienöaknverkehr. Äbfatzrt der Züge van Cilli in der Richtung nach Wien: 1'S8nacht«(S.-Z.); 1*51 nachm. (Sch.-Z.); 5 24 nchm. (P.-Z.)Z. 10 nacht«; lP-Z).* 6'25früh(Sec.-Z.); 8*49 vorm. (G.-Z.); Trieft: 4 22 nacht« (S.-Z.); 3.24 nachm. (S.-Z.); I öl nacht« (P.-Z.); 10.20 vorm. (P.; Z ); 5-40 abend« (G.-Z.) 6*30 früh.S.-Z. Wöllan : 6 55 früh 3*50 nachm. Änkunstder Ziige in Lilli in der Richtung von : Trieft: 1 36 nacht« (S.-Z.); 1*49 nachm. (S.-Z.); 5 19 nachm. (P.-Z.); 3*05 nacht« (P.-Z.); 9.04 abend« (Sec.-Z.); 8*41 vorm. (G.-Z.); Wien : 4*21 nacht« (S.-Z.); 3 22 nachm. (S.-Z.); 1*44 nacht» (P -Z ); 10*15 vorm. (P.-Z.); 5.32 abend« (E.-Z.) 9*25 abend« (Sec.-Z>); Wöllan; 8*24 früh; 5*09 nachmittag». k bei Wetten. Spielen and Testamenten de« Cillier Stadt-Verttcliünerungtt-Yereinea. i Zurückgesetzte Seidenstoffe Lv."!!! M'/t -Kabat auf die LriHinal-Preise »nkndei »xi«. »»t robeaw«is<. ««l». »nb i-üfiri »X Seidtu K»br>t 6. Ilfnnfberg l*. II. *. {»(Ild.) ZSrich. »«gchr-d. »titf« tu«tu 10 ft. Sit«. » .-i Itl 1111 ( ifhf i" C«4l|a*btl «TdtiainKii «iidK «■» ^ntfdiTiticii ßi» »inch »te vilchdai»»1»»ß I-d-aa «»t»Ich i» lilli \a Wir UfOI*non beiondcrs •II Wulllüll Vor sohsidlichen DM" Nichahmnngen. *9C -MW fiiier's Pilsner Bier-Bitter wird our echt erzeugt in der Pilanei Bic-Bitter-Fabrik von Heinr A Adoll FIN'GKH in l-iltes. 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Hoheit des Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand von Oe-t.-Este. An Herrn J. Bendik. Eabriksbe*itzer in St. Valentin. Niederösterreich. Poststempel: Oedenburg. arn 28- 1892. Ersuche um Zusendung einer grossen Flasche Lederglanztinktur. Unterschrift. Poststempel: Salzburg, 12. Juni 1892. An Herrn J. Bendik. Fabriksbesitzer in St. Valentin, NiederOsterreich. ErsucLe baldigst mir 6 gross« Dosen Ledernahrungsfett und 5 Flaschen Lederglanz-Tinktur zu »enden, da ich e» för Se. kaiserl. Hoheit schon dringend benöthige. Johann Scher, k. k. Hcf-BergschuJunacher. bei Frau ZANGGER. 551—3 Bau-Ausschreibung. Nachbenannte Arbeiten für dm Neuban einer Landwehr-Kaserne in Cilli sollen im Offert-wege vergeben werden: Erd- nnd Maurerarbeiten . . . Badium st. 2630 Arbeiten in Cement und B^ton . . „ „ 520 Zimmermannsarbeiten..........„ „ 790 Dachdeckerarbeiten............„ „ 135 Steinmetzarbeiten............„ „ 25 Spenglerarbeiten............„ „ 50 Tischlerarbeiten ............„ „ 230 Schlosserarbeiten............„ 220 Glaserarbeiten..............„ „ 40 Anstreicherarbeiten............„ „ 40 Schmiedarbeiten............„ „100 Hafnerarbeiten..............„ „ 25 Alle jenen Herren Bau-, Maurer- und Zimmermeister und sonstigen Gewerbeinhaber, welche auf die Uebernahme einer oder mehrerer der vorbenannten Arbeiten reflektieren, werden eingeladen, ihre eigenhändig geschriebenen und mit vollem Namen unterfertigten, mit einem 50 kr. Stempel und der Aufschrift - ,,Aau der z!a«dwehr-Kt»serne in versehene Offerte bis zum 22. Oktober 1392 12 Uhr mittag« versiegelt Hieramt« zu überreichen und ist diesen Offerten auch das entfallende Badium oder der Nachweis über den Erlag desselben bei der städtischen Casse beizuschließen. Spater oder telegrafisch einlangende Offerte werden nicht berücksichtigt. Borbenannte Arbeiten werden nur an Unternehmer vergeben, welche der betreffeuden Branche eigenberechtigt angehören. Die Badien sind in Baarem oder in österr. StaatSpapieren nach dem Tagescurse oder in Spurcassebücheln der Sparcaffe der Stadtgemeinde Cilli zu erlegen. Ueber die Annahme der eingelangten Offerte entscheidet der Gemeinderath der Stadt Ctlli, ohne hiebei an die Höhe des Anbotes gebunden zu sein. E« steht demselben auch da« Recht zu, sämmtliche Offerte zurückzuweisen, eine neuerliche Bau Ausschreibung anzuordnen oder die Bauarbnten nach freiem Ermessen zu vergeben. Die auf den Bau Bezug habenden Pläne, BoranSmaße, Kostenanschläge, allgemeinen und besonderen Bedingniffe können täglich von 8—12 Uhr vormittags im Stadtbauamte eingesehen werden, woselbst auch die Kostenanschläge, Bauvorschriften, Bedingniffe nnd Offertsormularien sammt den zugehörigen Beilagen gegen Erlag der entfallenden Gebühr (10 kr. per Bogen) bezogen werden können. Stadtamt (killi, am 20. September 1892. Der kaiserl. Rath und Bürgermeister: 834-3 Dr. Reckerm»»», ww Theodor Gunkel, Cittrz. Bad TslnVr, Winter, Curorte, .Sommer. 88-5 fil zu verkaufen. bestehend au* einem Pre^slwmn mit Grindel. Stein and 4 Säulen. Auskunft ertheilt Gutaver-waltung Neukloster. Port Heilen*t*in. 811—2 Eine Wohnung sJCeugua^e, «ehr hübsch) Huclip-irteiw, berteheml an» 2 Ziiniiern, Küche, auch BüUiert, int ianipulationsfache tüchtig, Qt1 unr-ht Wtcllung. Anträge as die Ad min. d. 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Sämmtliche Hölzer müssen rechtzeitig geschlagen, vollkommen gesund und kantig behauen sein. Da« bezügliche Holzverzeichnis liegt im Stadtbauamte Cilli auf, welches auch auf Verlangen den Herren Offerenten zugesendet wird. Stadtamt Cilli, am 19. September 1892. Der Vice-Bürgeimeister: Stiger. 832 Restaurant lullen tMeliujs .|o«1«»n FreltiiK 818—3 Sutzöacher Ho retten. Im Aosechanke Original Gonokitxer iHlWer und Sicilianer Weine. m Kmlt'agelertljftcr erlaube mir- unzuzelgvn, <1uwm iolm Melt 17. September in meinem 1 liiuM» iiii der LniliMclierHtrtwMe ml« 1» nleilergelnnaen liabe, 933 >£n.rtin HopaH, k. k. priv. Clavier«rt»uger. i\__». .. . i ir.-i. i n«