Nr. 7. Mittwoch, 10. Jänner 1912.______________ 131. Jahrgang. Mbacher Zeitung «», tz«lbj^l,rin << <» N«l>z>ühsin i! ü., - Insillionogibühr: ljlir üeinr Inserats bl« zu 4 Itil,n öl> >>. nlohcrs pti Zrll« 1» n i bei öflern, Wiedelhvinnutil pti Zri,t »l». D,e »Llliliachss ",rl«»at>Ml dri Sonn- nnb g5iel»agt, Dis «dn,inistr«lwn lx^nl«^ sich Milll^il'slln^r Nr. «<»: dir VldoXlion N,ilo>!^s!l«h, N, ^0 tzpi^ftuobe» b,r 8i.»c>l,i>», vl," « l»i» ,0 Nln vormittag«. Unil»nl vüllcrung, daß auch auf dem Nationaltongrcß die Freude über den Besuch und Gefühle der Loyalität gegen den Kaiser von Indien beredten Ausdruck fanden. Die cms dem Durbar in Delhi vrrkündigtcn Reformen wurden freudig bcgrüßt. Dic Verlcgung der Rcsidcnz aus Aal-lutta nach Dclhi hat in Hindutrcisen schmerzlich be» rührt; namentlich in Kalkutta selbst werden gewisse wirtschaftliche Folgen nicht ausbleiben können: aber der Kongreß stimmte dcn Wortcn Surendranoth Nanncrjccs bci, daß der Einfluß Vcngalens auf die Regierung nicht allein daraus berichte, daß Kalkutta währcnd einiger Monate des Jahres dcr Sih der Regierung ist. Die Verniallungsresorm, namentlich die Aufhebung der Tel« lung Vengalens, Hai die Bengalis vollauf befriedigt. In den Reden wurdc betont, daß dic Erweiterung der Rcgierungsbciräte, in denen das eingeborene Element vcrtrcten ist, dcn Nationaltongreß selbst nicht über» flüssig mache. Als Zulunftsideal wurde die Verschwel, zung dcr vcrschicdcncn Rassen zu einer indischen Nation hingrstcllt, dic in dcm britischen Rciche cinc gleichbereci> tigtc Stellung mit Kanada, Australien und Südafrika cinnchmen würde. Der Präsident des Kongresses er-mahnte die Versammlung, über der Agitation für poli-tische Rechtc nicht dcr Reform der gesellschaftlichen und moralischen Verhältnisse zu vergessen. Der Kongreß bo riet im einzelnen dann Untrrrichtsfragrn; er besür» wortcte dcn Plan für Universitäten für Hindus und Mohammedaner und forderte bcsserc Vorsorge für den Elcmentarnntcrricht. Es wurden, wir früher, Resolution ncn schlchzöllnerischen Charakters angenommen; der Kon^ grcß forderte Einschränsung der öffentlichen Ausgaben, namentlich siir Heer und Eisenbahnen, und eine Er» Weiterung der Eingeboreneiwertretunc, in den Rcgil. rungsbcirätcn. Politische Uederftcht. Laibach, 9. Jänner. Dic „Ncue Freie Presse" wendet sich neuerdings gcgcn dir in der französischen Prcsse versuchte finanzielle Agitation gegen Österreich.Ungarn. Wic viele Tmisende Arbeiter leben in Paris von Aufträgen, die c reich und Ungarn tommen? Der Absah der srm.,.., ,. ,> > Waren braucht, als Luxus, die Sympathie für Frank» reich. Viclc Ländcr können die Hälfte ihrer' Bezüge von dort streichen, ohne deshalb Notwendigkeiten entbehren zu müssen. Was aber mit unseren Staatspapicrcn vor» gekehrt lverdln muß, lvrnn unsere Renten vom fran- Feuilleton. Briefe aus Italien. Von Anton Aoder. X. «Nicht dic Schönheit, das Interessante jcsselt Dauernd," sagt Schopenhauer. Es entsteht die Frage: Welcher Unterschied ist zwischen dcn Bcgrifscn schön und interessant? Nach meinem Urteile ist das Schöne zu-gleich interessant; das Interessante braucht jedoch nicht schön zu sein. Das Schöne wird nur mit dcn Augen, das Interessante »lit dein Verstande und n,it den Angen genossen. Die Kritik ist nichts anderes als die Vibisel-lion des betreffenden Gegenstandes. Was die Vivisektion verträgt und überlebt, ist unbedingl interessant. Selbst« redend gehl bei der Vivisektion die Schönheit verloren. Mein kritisches Seziermesser hat sich im Laufe meiner Reisc bcdeulcnd al>gcstumpst. Es betam Schar» ten; das kritische Auge isl weitsichtig, der Verstand turz. sichtiger geworden. Den, Begriffe für die Schönheit unterstelle ich das „bella Napoli", dem Begriffe des Interessanten die Stadt „Genova", genannt „la su» perba". Soeben begrüße ich aus weiter Ferne die in, Halbkreise, w>> aus dem Meere emporsteigende stolze Feste von ungezählten Palästen nnd Landhäusern, die weithin ins ossene Meer hinausblickcn. Hunderte und abermals Hunderte von Masten, dcr Beherrsche des un-endlichen Meeres, derRiesenschissc, dic dcnNamcnGcnua in die weile Welt hinanstragcn, halten getreue Wacht in diesem größten .Hafen Italiens, ihr stolzes Haupt vor der Majestät der reichsten Seestadt beugend. Und die- selben beherrscht wic ein Heerführer die kämpfende Truppe der Riesenlcnchtlurm mit seinem blendenden, mehr als zlvanzig Scemcileil weit hinausleuchtendem Lichte, nachdem er sie, die von ihren weiten Weltreisen ermüdet, in i>cii sicheren Schuh des heimischen Golfes gelockt. „Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Ver-stände ohne innere Poesie genießt, bleibt ewig arm" bc> hauptcl Jean Paul. Ich stimme ihm bei. Den schwarzen Ranchwulsen der nngrzähllen Schlote aus dcn giganti» s<1)en Handelsschiffen, die die amphithcatralifch gebaute Strandtönigin Genua mit Kohlcnlörnchen überschütten nnd in übelriechenden, atembetlemmenden Weihrauch einhüllen, trotze ich unt allen Mitteln meiner Phan-tasic die unbedingl notwendige Poesie sür einen länge» ren Ansenthall ab. Wenn Neapel die Stadt dcr leicht-füßigcn, lurzgcschürzten Muse genannt wird, so gc« bülirl Genua der schwcrc sambische Versfuß, die Dich» tungöart des Distichons, die Bühne sür das Sclxmspicl, sür das Drama und die Tragödic. Fraget diese himmclstürmendcn Masten, wcnn sic in slnrmbcwcglcr Nacht die gigantischen Wogen im Golfe anschneiden, mit martcrschüllerndcm Brausen den Gischt der entfesselten Tiefen betämpsen, was sie in die weite Well hinansjagl! Das Los des Menschengeschlech-tcs, das in der Ferne dem Irrlichte, dem ersehnten Glücke, nachjagt, ist dir trcibende Kraft, dic die Wellteile, miteinander vrrbindel, Heimat für Heimat aus» lauscht, uimmer ruht und nirgends scin „Ideal" im Siegeseinzug bewundert. Die Hnndcrle, die Tausende und aberuulls Tau-sende, die im Golf von Neapel aus ihrem ganzen Hab und Gut, einem elenden „Bündel", ruhend, auf die Er» lösung durch die Schisfsglocke warten, von ihrer tünfti-gen Heimat in nie gesehenen unbekannten Landen trau» men, bieten reichen Stoff sür erschütternde Tragödien, welche die größlcn griechischen Tragöden vermißten. Im Golfe von Neapel erschöpfen sich die menschlichen Kräfte im Kampfe nm die hc,ßbcgehrtc Licbe zum Vergnügen, im Kampfe um die Vergessenheit des Gewesenen, in Genua wütet der Kamps ums nackte Leben selbst, der Kampf ums Dafcin, das unerschrockene Ringen um die jedem verhüllte Zukunft. Welche kräftige Poesie, welck)er Heldenmut chronl in diesen bleichen, sichtbar emträstelen, dem Vcrdcrbcn verfallenen Gestalten ungezählter Auswanderer, dic nich< müßig ihrem Schicksale entgcgenschcnien, sondern kämp> send siegen oder untergehen wollen. Der Dcntendc bcncnnt das Lebcn einc Komödie, der Fühlcnde einc Tragödic. Diesen Spruch sah ich nirgends sinnlicher verbildlicht als in Genua. Zu Ehren von Tausende» der'vom Schicksale verkürzten, von der Ge-sellschasl angestoßenen, der Heinmi beraubten sei es gesagt, daß sie die Helden unserer neuesten Tragödien darstellen, während die Günstlinge der Parzen kaum als erbärmliche Gestalten einer sinncberauschcndcn, p^' sm,en Komödie gelten tönncn. Von den Galerien und Ballunen der stolzen Paläste aus den Höhen w" 'venua erschallt aus schlüpfrigem Boden der Genußsucht die zu Komödie herawsuntene Poesie des Reichtums undoes Überflusses aus das Straßenpslasler, wo ?<"""'« "A,. erschütternde Tragödien im Kampfe .'„, <"" """""' Nro! ansaemhit werden... sSchluß folgt) Laibacher Zeiwng Nr. 7.___________ ______________ 60 10. Jänner 1912. gösischen Markte ferngehalten werden, ist cinc nackte Selbstverständlichkeit. Die Vermehrung der Schulden muß aufhören, auch wenn das Parlament mit allen Schreckn drohen würde. Wir können uns vom Ausland nicht necken lassen. Gegenüber den in Wiener Blattern erschienenen Mitteilungen von Verhandlungen über das Arbeitspro» gramm des dalmatinischen Landtages wurde dic Landes» zcitnng „Smotra Dalmalinska" ermächtigt, zu erklären, daß dcr Lcitcr der Statlhalterei Graf Attcms weder irgend welche Landtagsparteicn zu Kunfcrcnzcn über das Arbeitsprogramm des dalmatinischen Landtages ein» geladen, noch eine Aktion behufs Flottmachung des Land. tages eingeleitet hat; cinc solche Aktion sei überhaupt bis jetzt nicht in Betracht gekommen, da die letzte Ses» fion des Landtages eincn normalen Verlauf genommen hatte. In vatikanischen Kreisen wird es als wahrscheinlich angesehen, daß der Heilige Stuhl gegen die Vchand» lung, welche die katholische Geistlichkeit von der portugie. sischen Regierung erfährt, energische Einsprache erheben tocrde. Der Patriarch von Lissabon, Msgr. Vello, der bekanntlich aus seiner Diözese ausgewiesen worden ist, hatte die Absicht geäußert, Portngal für immer zu ver-lassen und in Rom bleibenden Wohnsitz zu nehmen. Die» scr Schritt ist ihm jedoch vom Vatilan widerraten wor» den. Man ist der Ansicht, daß der gegenwärtige Stand der Dinge zu einem vollständigen diplomatischen Bruchs zwischen Portugal und dem Heiligen Stuhl führen werde. Die portugiesische Votschaft beim Vatikan ist vor einiger Zeit in eine Legation umgewandelt worden, deren Geschäfte vom Marquis Lagoaca geführt wurden. Seit mehreren Monaten weilt aber dieser mit Urlaub in Lissabon. Es hat den Anschein, daß er nicht mehr nach Rom zurückkehren werde, was so viel wie den Ab» bruch der diplomatischen Beziehungen bedeuten würd?. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" erklärt, die tripolitanische Kampagne sei für die Türkei aussichtslos. Was könnte also vernünftiger sein, als ein Friede, der nicht erst nach vollendeter Niederlage geschlossen wird? Im gegenwärtigen Augenblicke kann er für die Türkei noch ein leidliches Geschäft werden. Später wird Tri» polis verloren gehen ohne ein Äquivalent dafür. Die französische Regierung wird in der nächsten Zeit mit dem marokkanischen Großwefir El-Mokri Unterhandlungen einleiten, um die Bedingungen fest» zustellen, auf dcrcn Grundlage die Angelegenheit des Protektorats über Marokko im Einvernehmen zwischen dem Sultan und der Republik geregelt werden soll. Es gilt, die Zustimmung des Sultans Muley Hafid zur Einführung des Protektorats in offizieller Form zu erhalten. Man sieht in Paris voraus, daß dieser Meinungsaustausch ohne Schwierigkeiten zum Ziele füh. rcn werde. TlMsncmgtcitcll. — lWle lang sind die Telegraphendrähte der Erde?) 80 Jahre sind es her, daß d r Telegraph erfunden wor. den ist. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit hat er eine erstaunlich schnelle Entwicklung durchgemacht. Das Tclcgrajchennetz umspannt hcnte die ganze Erde. Mit Hilfe aller Tclcgraphcndrähte könnte man den Erdball 138mal umspannen oder 16 telegraphische Verbindungen mit dem Monde herstellen. Man hat heutzutage l 30.000 Teleqraphenburcaux in der gesamten Welt, und sie sind mit 160.000 Apparaten verschen, die jährlich ungefähr 300 Millionen Depeschen befördern. Der geschäfts» gewandte Engländer benutzt den Telegraphen am mci-sten, und 194 Telegramme entfallen jährlich auf 100 Engländer; in Frankreich kommen anf dieselbe Anzahl Einwohner 152, in Dänemark 118, in Belgien 104 Tele-gramme, und erst an fünfter Stelle steht Deutschland mit 91 Telegrammen. Die 300 Millionen Depeschen bringen den Staaten jährlich ungefähr 240 Millioncn Mark ein. Telegramme von einigen hundert Worten sind selten- den Ni^ord stellt wohl ein Telegramm von 20.000 Worten dar. — lDas „altoholfrcie" Island.) Aus Kopenhagen schreibt man: Am 1. Iänncr ist auf Island das Gcsep über das Verbot der Einfuhr aller Art alkoholhaltiger Getränke — Vier, Wein und Spirituoscn — in Kraft getreten, das im Jahre 1910 vom Althing nach einer Vorausgegangellen Volksabstimmung beschlossen worden >uar. Da aber der Verkauf von alkoholhaltigen Getran« ten noch bis zum 1. Jänner 1915 zulässig ist, haben sich die Isländer diese Galgenfrist gründlich zunutze go macht, indem sie in d.r letzten Zeit ganze Schiffsladnn-gen von Spirituosen eingeführt haben. So brachte kürz» ilch ein einziges der mit Island verkehrenden Poftfchifse nicht weniger als 800 Zentner Liköre mit. Für d«e nächste Zeit werden also die Ncrehrer des gebrannten Tropfens auf Island nicht zu darben braucl/en. Jeden» falls wird doch in wenigen Jahren Island das erste Land in Europa fein, wo das von den heutigen Ent» Haltungsaposteln angestrebte Ziel, den Alkohol mit Hilfr' von Zwangsmaßrcgeln zn beseitigen, seine Probe be» stehen kann. Das finnländische Gesetz über allgemeines Alkuholverbot, das gleich vom ersten, nach dem neuen Wahlr.ch, gewählten Landtag von 1907 beschlossen wcn» den war, hat auch bis hcnte noch nicht die Bestätigung des Kaisers gefunden. In Schweden und Norwegen streben jetzt die Abstinenzler mit allen Kräften darnach, das gänzliche Alkoholverbot durchzusetzen. — Mn Geschichtchen von Leoncavallo.) Leoncavallo, der Komponist der „Pagliacci", ließ sich einst überreden, die Einladung zu einem Abendessen anzunehmcn, nach» dem die Gastgeberin versprochen hatte, ihn mit ihrem Wagen von seiner Wohnung abzuholen und ihn auch wieder dahin zurüctbefürdern zu lassen, während der Tonsctzcr sich nur ansbcdungen halte, die Gesellschaft um 10 Uhr verlassen zu dürfend Der Sohn der Gastgeberin wurde entsendet, diesen abzuholen und fand den Maestro, ihn schon in seinem Samtrucke erwartend. Als beide in den Wagen gestiegen waren und eben fortfahren woll. n Buje; Josef Fcrianöi^-, Ncali-tätenbesitzcr in Vudcinje-Wippach; Josef Perlan, Grundbesitzer und Gastwirt in Durncgg; Eduard 5va- Flüchtiges Glück. Roman von Olarissa Aohde. «18 FortjshUNss.) «Nachdruck «»boten. „Ei freilich," stimmte ihr dcr Gemahl zu. „Ein Mann ohne Frau lebt nur halb, das habe ich erfahren." Dabei bcuglc cr sich mit chevaleresker Artigkeit über die Hand seiner Gattin, die ihm freundlich zu-lächelte. Der älteste Chef des Hauses, Kommcrzicnrat Mark. wald, hatte auch erst in dem Alter, in dem sein Bruder setzt stand, geheiratet. Auch cr war bei dcr Wahl seiner Gattin allcin scincr Ncigung gefolgt, denn Lconic von Brcidcnstcin, dic Tochter eines z. D. gestellten Generals, war ganz ohne Vermögen gewesen. Ja, cr hattc, als scin Schwiegervater vor nun fünf Jahren gestorben war, nicht allcin der Hinterbliebenen Witwe als Mut» ter seiner Frau ein bedeutendes Iahrgcld zu deren ge. ringer Pension hinzugefügt, fondern auch die Sorge für seinen jungen Schwager übernommen, der äugen» blicklich noch auf der Kriegsschule, zum Winter in ein Berliner Garderegiment eintreten sollte. Die mcistcn der Gästc hatten sich, den Vorausgegan. gencn folgend, zum Lawn.Tcnnis»Platz begeben, nur die Wirtin und Frau von Atting waren noch auf der Ter» rassc zurückgeblieben. «Du entschuldigst, Lconic, wenn ich mich jetzt ganz stillschweigend entferne." Die Kommerzienrälin drücke die von drr Freun-din ihr zum Abschied gereichte Hand voll Teilnahme. „Sci überzeugt, Anita, hätte ich eine Ahnung da« von gehabt, was mcm Mann heute bei Tisch mitzutei» leli hatte, ich hätte dich nicht hergebeten. Aber die Nach» richt von Justus Verlobung, die cr auch erst im Lause des Vormittags durch ein Telegramm aus München er» hallen hatte, war sür mich cine ebensolche Überraschung wie für alle anderen." „Ich glaube dir," nickte Frau von Atting mit einem bitteren Zucken nm die Mnndwintel. „Rücksichtslosigkeit scheint lcidcr ein Familienzug dcr Martwalds zu sein." „Meinem Mann tust du unrecht," widersprach die Kommerzienrütin lebhast. „Er ahnt ja nicht, in welche Täuschungen sein Bruder dich eingewiegt hat, daß du cin Recht zu haben glaubtest, dich als seine Verlobte zu betrachten. Aber ich habc dich immer gewarnt. Kenne ich doch Justus ganz genau und weiß, wir wandelbar scine Neigungen sind." — „Er hat schlecht an mir gehandelt," stieß Frau von Atting voll Heftigkeit hervor. „Das hat er, ja", stimmte die Kommcrzicnrälin zu, „auch an mir, denn er hat mich absichtlich in dem Wahne erhalten, daß nur feine Abneigung gegen eine Verheiratung überhaupt ihn so lange damit zögern lasse, dir zn geben, was cr dir durch scin Verhalten schuldet: seine Hand! Sonst wäre ich lange in dich gc> drungen, den allzu häufigen Vertchr mit ihm abzu» brechen, ihm, wenn nicht anders, dein Haus zu vcr. schließen. So hat er dich in eine schr üble Lage gebracht, die ich mit dir aus dem tiefsten Herzen beklage." „Ja, in eine sehr üble Lagc," wiederholte Frau von Atting mit bleichen Lippen. „Und wahrscheinlich auch ihm kaum zum Heile," fuhr die Kommerzienrälin fort. „Ein siebzehnjähriges Mädchen! — Was kann ein solches Kind cinem Manne wie Justus werden, der das Leben schon so ausgekostet hat, cin so ausgeprägter Junggeselle ist, der nur an sich mid sein eigenes Wohlbehagen denkt? Ich begreife den Vater nicht, der ihm fo ohne Zögern seine Tochter an» vertraut." „Du vergissest, Leonic," unterbrach sie Frau von Atting herb, „daß Justus MarNvald, dcr Mitinhaber d,s Welthauscs MarNvald, kein Mann ist, den ein Mädchcn, wcs Standes sie auch sci, auszuschlagen pslegt." Über Lconics scines Gesicht slog cine schnelle Rote. Auch sie hatte sich ja ohne Ncigung dem vermögenden Manne vermählt. Ihr Herz haltc damals cincm ande» ren gehört, einem leichtsinnigen, jungen Offizier, dcr nach Amerika hinüber gegangen und dort seit langer Zeit verdorben — gestorben war. Welche heimlichen Tränen hatte sie gcwcint, als sic dicscm Iugcndtraum entsagen mnßtc, abcr die bercchtigten Vorstellungen des Vaters hatten doch schließlich den Sieg davongetragen. Sie nxir Philipp Marlwalds Gattin geworden und hattc cs nicht zu bercucn gehabt, wenn auch dcr brave tüch» lige Geschäftsmann cin wenig trocken loar und sie manche mal ein Entbehren dessen empfunden, was ihr doch als das höchste Glück dünkte: die Gemeinsamkeit gleichen Denkens nnd Empfindens. Selbst sür dic Kunst hattc der Kommerzienrat im Gegensatze zu seinem Bruder nur »ocnig übrig. Scin ganzes Denken und Sinnen drehte sich um das Geschäft, alles andere gehörte zum Ressort seiner Frau, der cr die Pflege des Schönen nach ihrer Neigung überließ, ohne jedoch ihre Freude daran bcson-ders zu teilen. Nahende Schritte machten dem Gefpräch der brid«, Damen cin Endr. „Der unausstehlich Schwätzer Assessor Mclborn," rief die Kommcrzicnrätin unmutig. „Er darf uns nicht zusammen sehen, Anita, sonst würde er sogleich seine Schlüsse ziehen. Ich werde dein Fortgehen in möglich^ nnauffälliger Art zu entschuldigen suchen. Lebe wohl bis morgen. Ich komme nach Berlin, um dich zu sehen." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 7. 61 ___________10. Jänner 1912. nut, Realitätenbcfitzcr in Loziee-Wippach; Franz Grebe nz, (Gastwirt in Großlafchitz; Johann Luv» .^in, Kaufmalin und Nealilätcnbesitzer in Reifnih; Daniel Nanzinger, Kaufmann in Gottschcc; Kaspar barman, Grundbesi^r i> Bifchoslack; Josef ^l o. vak, Nealilätcnbesihc/in ^ama, Bezirk Kraindlirg; Morij; Hladil, pensionierter Forstmeister in La,-bach- Viktor Gabviel ^,elo o^el, Hand^l^niann in Oberlaibach- Anwn Klinar, Landesoberbaurat in Laibach- Johann L n scl, : n, aul. Geometer i>, Laibach,-Johann M ajaron, Nealitätenbesiftev, Holzhändler und Geiilischtli.'arenhändler in Franzdors; Julxmn N n -5. iöka, ant. Zivilgeumeter in Laibach- Michael k u > stersi«, Grundbesitzer in Horjul; Heinrich von Schollmaier, Fürst Schünburgscher Forstmeister in Schneebera,; Franz «erlo, Gemeindevorsteher in Zirknih; Adolf Ka pp u s von P i ch c l ft e i n, Grund-besiftcr in Stcinbüchel; August Mally, Gemeindevor. sleher, Pustlneister, Fabrils. und Grundbesiher in Weißenfels,- Iol)ann <'o p, Grundbesitzer in Moste; Io. l)ann Nukove, Nealitälenbesitzer »il Kaltlacken bei Großlack; Alois <^r,^nik, Grnildbesitzer in Oberdorf, Gemeinde Neudegg; Paul Zhuber von Okrog, fürstlich Auerspergfcher Forstmeister ln Ainö'd; Johann Kadunc, Realilätenbesiher in Seisenberg; Johann Krajec, Nealitätenbesitzer in Kandia bei Nndolfs-wert; Jusef Pchani, Hansbesiher in Seisenberg; Michael Schleipach, Nealitätenbesihcr in Großlack; Emanuel Tom^i5., Haus. und Realitätcnbesiher in Tressen,- Johann ^j nanc, Besitzer in St. Michael bei Nudolfswerl; Martin Vuk^ini5, Vernxilter des Deutschen Ritterordens in Mottling; Josef Zurc, Gastwirt und Nealilätenbesitzer in Kandia be» Rudolfs, ioert; Matthias Wiltschnigg, GutsveNixilter in Kreuz; Johann Levec, Grundbesitzer in Mannsburg; Johann P u h e l , Kaufmann nnd Nealiiätenbesitzer in Tschernembl. - lNom Tiencrdienftc.) Das Präsidium der l. l. Finanzdirekliun hat den k. l. Steuerassistcnten Anton Mai er vom Steueramte Stein zum Steuerrefcrale in Stein und den Stenerassistenlen Johann Cerkov. n i k vom letzteren zum Steueramle in Stein, den Steuerpraltitanten Johann Vidmar vom Stcucramtc Idria zu jenem nach Illyrisch.Fcistrch nnd den Steuer-Praktikanten Johann Madrun i<- vom Steueramte m Egg zu jenem nach Krainburg versetzt. - ,um Bahnslalionsault Podnart.Kropp. X bewilligt. Hievon entfallen anf d,e ein«ineu Schnlbezirte nachstehende NemuncralionZ-beträqe- Adclsberq 525 K, Gottschee 425 X, Gnrlseld 750 1< Krainburg 170 K, Stadt Lalvach 60 X, Lai-back Unlliebnnq 455 X, Littai 380 K, Luitsch 510 X, Nadmannsdors 2l5 K, Nndolsswcrt 475 X, Stein 335 lv Tschcrnembl 2ll0 X. —p. ^ lVollstnmlichc Vortrage.) Wie schon lnrz er° Wälmt veranstaltete der Vollsbildnngsvrrein „Ala-demija" am 8. und 9. d. M. zwei Vortragsabende, an dcnen .<5crr Universilälsprofessor Dr. H s i „ z über die Fortpflanzung der Gewächse sprach. Der Umstand, daß cr kroatisch vortrng, machte lemerlc, Schwierigkeiten, .nmal er seine in leichtsaszlicher Form vorgebrachten lheu. rctifchen Darlegungen mit naheliegenden Veifpielen ans den» siir jeden Laien zugänglichen Pslanzenleben l,e. lenchltte nnd sie dnrch schemalisclie Zeichnungel, unter» iti'ilUe. Die allerdings »licht fehr zahlreiche Zuhörersäiasl verfolgte die Ausführungen mit großem Intcresfe und nahm sie mit aufrichtigem Danke entgegen. Aus den lieiden gehaltvollen Vortragen können freilich nur cinigo sünrende Punkte dahergesetzl werden. Wie für jedes "ebewesen, so gellen anch für die Pflanzen die ew,gen, ungeschriebenen Gesetze des Werdens nnd Vergehens. Die (Hnlstehung eines neuen Individuums wird entweder durch einen geschlechtlichen oder durch einen ungefchlecht» lichen Prozeß bedingt; ein Mittelding bildet die Ver. mel)rung durch Sporen. Das einfachste Beispiel der ocge. lativen Fortpflanzung zeigen die Vatlcrlen, die trie» chcnoen Moose, die Electlinge, desgleichen die Ansläuscr b.i der Aeerc oder die Augen bei der Karlofsclpslanze, während sich die Furtpflanzung durch Sporen am besten am Schimmelpilze beobachten läßt. Herr Dr. Heinz bc. sprach die Fortpflanzung durch Isogamclen, Oogamelen, Planugamclen nnd Aplanogamclen und hob dauei her» vor, daß sich in jeglicher NichUMH mich Übergangs» Phasen konstatieren lassen. Anch besprach er bei den höher organisierten Pflanzen den sogenannten Genera» lionswechsel, der au» bcstcn an den Farnen beobachtet werden tann, ferner die Befruchtung bei den Gymno» spermen und Angciofpermcn. Letztcrc sind ganz ueson» ders intereffant, weil, wie erst vor tnrzcm nachgewiesen N'urdl', bei ihnen der Kopulatiunsprozeß eil« doppelter ist, indem sowohl das weibliche Ei als anch der Embryo-krrn befruchtet werden, woraus einerseits das neue Gewächsindividuum, anderseits die für dasfelbe nötige crftc Nahrnng erzcugt werden. — Nach Vecndigung deS gestrigeil zioelten Vorlrags danlte der Obmann der „Atademlja", Herr Profesfur Dr. M u l l>, dem .tzerrn Vortragenden für seine Mühewaltung und lieh dem Wunsche Ausdruck, ihn recht bald wiedir hinter dem Vor. tragsiische der „Atademija" zu schell. Herr Univcrsiläts. prosesfor Dr. H c i n z vcrsicl^crtc nnter lebhaftem Vei» fall der ^«Hörerschaft, daß er fich der „Ätadcmija" jederzeit gerne zur Verfügung stelle. —e. — lDer Verein der t. l. Sieuerbeamten für Krainj Nnrd feine zehnte ordentliche Hauptversammlung au» 14. d. M. nm I)alb 11 Uhr vormittags im Hotel „Ili. rija" in Laibach abhalten. Alle Kollegcn werden ein» geladen, in der »Dichtigen und cnlfcheidenden Zeit der Tienstpragmatil txnan zuverläßlich teilzunehmen. -Am Vorabend findet nn Hotel „Ilirija" eine kollegiale Zusammenlnnfl stall. — jTanzlrnnzchen.j Die Tanzfeltion des flovc» nischen kansmännijchen Vereines „Merkur" veranstaltet ain 1. Februar i>» großen Saale des „Narudni dom" ein Tanztränzch^n. iTodeofall.) Vorgestern ist in St. Varthelmä, Unlerlrain, nach längerer Kraillheit die Besitzerin Maria Pire iin hohen Alter von 88 Jahren verschic-den. Dic unter dem Namen „l<<^l«'r^vu i,l!tn" bc. ldnnle Verblichene ersrenle fich allgcnieiner Beliebtheit und Wertschätzung. Ihr Leichenbegängnis findet heule nachmittags statt. ko—. — genoillmen. Die Summe der behandelten Kraulen betrug somit 102. In Abgang wnrden 50 Personen gebracht. Gestorben sind 4 Personen. Mit Ende Dezember vcr. blieben 48 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Veipslegsla^' betrng 1742, die durchschnittliche Verpslegsdauer si'ir eine Kranke 17,07 Tage. li. * Mne nette Gesellschaft.j Am Dreikönigstage zech' ten zwei Fabrilsarbeiterinnen mit einem Steinkohlen-knechte und einem Schlossergehilsen in verschiedenen Gasthänfern. Nachmittags kamen sie wieder in einem Gasthaus in der Tirnauer Vorstadt zusammen. In ihrer Trunkenheit erlaubten sie sich im Gastzimmcr allerhand „Spässe" und verließen nach ci„cr Stunde das Lokal. Schon während dcr Auwefenhcit dcr netten Gesellschaft bemerkte die Kellnerin, daß ihr eine, große Anzahl von Damenzigarellen verschwunden war, weswegen sie die Gäste znr Nede stellte und die Bezahlnng verlangte. Abends bemerkte dir Gastwirtin den Abgang einer eifer. nen Smnmelbnchse für den „Narodni fllad". Über ei< st-lgle Anzeige forschte die Pulizei die Gesellschaft aus und verhaftete den 25jährigen Sleinkohlentnecht Johann Grden aus ^ial./. bei Nudolsswerl in dcr 3Lohnu»ig sei» ner Muiter am lieber. Bei der Hausdurchsuchung fand man außer der anfgcbruchcnen leeren Caminelbüchie eine Menge Kralvatten, ferner Manschetten, Strümme und ein ^aar Soldatensocken vor. Grdrn, schon über ehnmal weaen Tiebstahles und Betruges abgestraft, hatte anch seinen Dienstgcbcr um einen Geldbetrag von 54 X betrogen. Er ist ferner beroäcylig, auch andere in dcn Gaftlukaliläten aufgestellte Sammelbüchsen gestohlen zu haben. Grden »vuroe ycute dem zuständigen Gerichts ^lNIeliefcrt. -^ lVeim Pistolenschiehen verunglückt. Der Arbci» ler Franz 5ilar in T:ra/.i>(:e, Bezirk Krainburg, schoß am Dreiköniastage zu .Hause aus einer alten und vrr. roslelen Pistole. Hiebli zersprang der Lauf nnd ftilar wnrre an der linken Hand schnür beschädigt. — lkebeni-gefährlich verletzt.) Am vergangenen Dienstag wurde der Keuschlerssohn Johann Ro/nar in Schlvarzenberg bei Billichgraz vom dortigen Besitzer Martin Fujlar mit einem Messrr in den Kopf gestochen und lebensgefährlich verletzt. — l<3in boshafter Nachtschwärmer.) Am Neujahrs tage gegcii 1l» Uhr nachts kam dcr Icdige Taglö'hner Leopold Icranl"i5! aus Selo bei Laibach bezecht zum Hause des Maurers Michael Stern ebendort und zer-lrülnmerte mit einem Holzscheit ohne jedweden Grund vier Fensterschliben. Von da ging Icranün' zum Nach-barhausc nnd schlcuderlc durch ein geschlossenes Fenster einen faustgroßen Stein ins Schlafzimmer, wodurch die darin schlafenden Kinder der Gefahr ausgesetzt »oaren, vom Steine actrossen zu werden. — sEine „nbelannte Taubstumme.) Am 8. d. M. wurde in der Umgebung von Adelsbe.^ eine unbekannte Frauensperson wegen Landstreichcrei aufgegriffen und den, Gerichte eingeliefert. Sie ist snbsislenz. und aus' weislos nnd gibt auf Fragen nur unverständliche Worte zur Antwort. Die Unbekannte ist dci 60 Jahre all, mittelgroß, schwächlich, l)at grane Haare, schwarze Augfnbrm,en und ist ländlich gelleidet. Sie dürste eine taubstumme Frau sein. — tIm städtischen Tchlachthaufe) wurden in ixr Zeit vom 17. bis 24. v. M. 68 Ochsen nnd 9 Kühe, weiters 298 Schweine, 163 Kälber, 7 Hammel und 4 Kitze geschlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zu-stand?' 1 Nind, 2 Schweine und 38 Käl'l^r nebst 9s» Kilo» gramm Fleisch eingeführt. " Mn kajzenfeind.) Diefertage hörte eine Partei am Rebcr einige Schüsse fallen. Als man Nachschau hielt, sand man eme mit einem Flobertgcwehr erschosfene Katze, die vom Nachbardache in dr,i Huf gefallen war. Die Ausforschung des Katzenseindes wurde eingeleitet. — lVerhaftcte Bettler.) Gestern abends las ein Sicherheitswachinann auf dem Domplaye einen brtrunte nen alttn Mann auf und führte ihn aus die Sicher^ hcitsltxlchtstnbc, wo man ihn nach einiger Zeit nach Hause entließ. Der Trunkenbold benutzte diese Gelegen-heil, Uni am ^iathausolatze von Geschäft zu Geschäft zu bctteln, bis er durch emen Sl'chcrheilsloachmann verhaf-tet wurde. Anf dem Domplatze verhafteten weitcrs die Detektivs einen Mann wegen Nettelns. Beitx- Angehc,!. lene ivurden dc»n Lalldcsgerichte eingeliefert. " lEin Vrzedcnt.) -Hcute nachts brüllte auf dem Burgplatzc nnd in der Iudenaaifc ein betrunkener Elfenbahnbediensleter in fulcher Weife, daß die Bewuh. ner die Fenster öffneten. Ein Sicherhcitswachmann führte den Erzedentcn ab. " gramm: Trickaufnahmen von Tripolis, das Drama „Im Tudeslampf niit dem Lcopard" nnd ein Mar. Linder-Schlager. Theater. Kunst und Lierattur. " Philharmonische Gesellschaft. Dritter »ammermusitabend den 8. Jänner 1V12. Das Könncn von Johannes Brahms war viela/stal-tig, Weil ausgreifend, er bewegte sich im alten Kunststile ebenfo sicher wie in modernen Empsindnngen, er war ein allseitiger Meister, dcr -- d,c Oper ausqenom-men — aus allen Gebieten der edelsten der Künste Großes geschaffen und besonders der Kammermustl herrliche Gebilde schenkte. Mißgnnsl, Mißverständnis und Neid hat zeitweise des großen ^eu^chen Meisters Bild verdunkelt; heute blickt es uns aus ,einen Werken, die sich immer weiteren Kreisen erschließen, klar und ungetrübt entgegen nnd wir wiffen es der Kammer« mufikvereinigung Dank, daß sie die "' ' ^oldnun« des dritten Kammerniusilabendes der ,"'"'?'< Gesellschaft mit geistvollen Schöpfungen chres ».chienmii' glildes schmückte. . ^,^:-^ Unter den drei Quartetten Brahms' f'" """'„ il.ld Slreich'nstrumente zählt das Q'"rielt ''» ^^ Opus 25, zu den mcistge piellen Mcrscn. W''' /"^ fe.^e beide.i' Nachfolger es an ^ist.'sl.c.el,. l.ehalt uno meisterlicher Vcrarbcilnng nbcrrag"', so ^ ''ZZus^ da. G.Moll.Quartctt fch.iell d.e H"^^swdu^ freunde durch seinen Ne.chtnm an mewd.sch" ^N,noul,g. Laibacher Zeitung Nr. 7. 62 10. Jänner 1912 die wunderbar, fast orchestral wirkende Stimmführung, die besonders im Andante mächtigen Eindruck macht, erobert. Zündend wirkt der letzte Sah mit seinem über» mütig.feurig oahinrauschenden „Rondo alla Zingarese", das cincn frischen Gegensatz zu dem häufig klagenden Gesänge der ersten Sätze bildet. Eine richtige, ja unerläßliche Voraussehung zum Erfolge dieses Kammermusikwerles bildet die Ausführung dcs Klavierpartes, der mit seiner sein durchdachten Technik überraschende harmonische nud dynamische Wir» lungen enthält und selbständig mit cmpsindungsrcicher Melodik hervortritt. Vei solchen Schöpfungen ist die Aufgabe des Pianisten klar vorgezcichnet: das Geheim, nio dcs Erfolges liegt in seiner dienenden Stellung, in der Unterordnung, im Aufgehen im Ganzen. Der Pianist zeichnet nur die Linien nach, die der Kompo« nist vorgeschrieben und je getreuer, kräftiger er das tm, je liebevoller er sich in die Absichten seines Meislers ver» tieft, je deutlicher sein Können sie dem Publikum vcr» mittelt, um so bedeutender wird er erscheinen. In diesem Sinne ist Fräulein Else Vurgcr aus Graz, eine Schülerin von Professur Max Päner, eine ideale Mit« wirkende bei Kammermusikwerlen Brahms'. Ihre Technik, ihre Auffassung, die Phrasierung ist klar, fein, von poetischer Anmut und inniger Verliefung in d,e Absichten dcs Komponisten beseelt. Ihr Vortrag trägt dem Charakter der Streichinstrumente sinnig Rechnung, schmiegt sich ihnen an, unlerordnet sich und tritt mit fast männlicher Kraft hervor, wo da3 Klavier felbftän' dig zu reden hat. Besonders besticht den Zuhörer die ungcmcin feine, dynamische Schattierung, die Übergänge bis zum dahingchauchtcn Pianissimo findet. T>as aus» geprägte rhythmische Gefühl verleiht der Ausführung Rückgrat. Die gleichen künstlerischen Vorzüge traten in der Wiedergabe dcs Klavicrtrios von Franz Tchu. dcrt Opus 100 in Es-Dur hervor. Die Herren Gerstner,Christoph und P a u-l u s bekräftigten aufs neue den trefflichen Ruf, den sich die Kammermusikvereinigung erworben und sicherten durch ihre bewährte Künstlerschaft den Erfolg beider Kammcrmusikwerke. Fräulein Else Burger trug ferner das Inter« mezzo Opus 119 in C-Dur und jenes Opus 11« in Es-Moll von Johannes Vrahms vor. Sie zeichnen sich durch Ungctünsteltheit und warme Empfindung aus. Be» sonders spricht aus Opus 118 ein tiefer Ernst und eine an I. S. Bach mahnende einfache Würde und Strenge der Durchführung. Die Ausführung übte durch maß. volles Empfindens tlarc Gliederung und poesicvollc Auf< fassung großen Eindruck. Max Reger, der vielgefürchtele und verlästerte moderne Satztünstlcr, enttäuschte das Publikum aufs angenehmste durch eine reizvolle Humo» rcske, die, von der Pianistin fein und anmutig vorge-tragen, stürmischen Beifall fand, der sie zu einer Zugaoe bewog. «s- — ^Ljndsli oder."j Wie bereits gemeldet, wurde am verstrichenen Samstag Willhardts „Lebensbild" sauf dem Theaterzettel hieß es „Drama") „Weiße Rosen" qegebcn, ein gedanken- und geistloses Zeug, das immer hart am Boden der Trivialitäten über die Bühne kriecht und in einer Rcvolverschießerei kulminiert. Mit Dramen, die nichts bieten, vielmehr jede Lust an reellen Genüssen ertöten, darf nun einmal nicht operiert wer« dcn> — Der Übersetzer hatte an Stelle der deutschen Familiennamen slovcnische gesetzt, die Taufnamen aber beibehalten; der Dramaturg ließ sie stehen und der Regisseur verlegte die Handlung, die sich einzig möglich in einer größeren Stadt abspielen müßtt, an den Vel» defer See. Aus dem Vorstadlwirte machte man einen obcrkrainischcn Vaucrnwirt, und so ergab sich die Tat< fache, daß des Oucrlrainer Bauern Frau Amanda, ihre Enkelin aber Hilda hießen und daß das Bauernmädel ihren stockbäurischcn Vater mit Papa titulierte. Über. dies kantilierte die gebrechlich sein sollende, aber ganz jung aussehende Oberkrainer Grußmutter ihre platten Weisheiten im brutalsten Untcrlrainer Dialekt und zu solchen Obcrtrainern gesellte sich das Unding eines slo» venischen Wucherjuden. Die Szenerie dcs crsten Aktes wies erstens die Unmöglichkeit auf, daß man vor einem F^abritshause, das in einer größereil Stadt liegt, den Vcldcser See sähe; zweitens gab es da eine Veranda, zu d.r man vom Garten aus über cme freie Treppe aufsteigen mußte, damit man diesseits wieder in einen Saal hinuntersteigen tonnte; drittens hätte beim Auf« bau Rücksicht darauf genommen werden müssen, daß das Stiegcnflcigen für bcwcgungsunfrcie Dilettantenaklcurc cin großes'Übel ist, was denn auch einer der Akteure zu wicdcrholtcnmalen bewies. Einem eventuellen Szc> ncrieeffettc zuliebe dürfen eben niemals Sinn, Stil und natürliche Möglichkeit geopfert werden. Weiters zeugt es von lvcnig Ernst, wenn man für den einzigen Moment, da j.mand von einem Mondstrahle spricht, einen solchen auf den Sprecher herunterfahren läßt. Endlich ist den Darstellern ihr Gebaren aus der Bühne genau vorzuschreiben, wenn sie aus sich selber nichts her« auszuholen wissen; sie dürfen nicht von Szene zu Szene ihre Sprechweise wechseln und bald oie Schriftsprache mit falschen Akzenten zermartern, bald wieder in den zügellosesten Dialekt verfallen; zum allerwenigsten aber dürfen einzelne Akteure in einem Zustande auf die Bühne kommen, daß sie nur mehr lallen und kaum mehr ordentlich gehen können. Daß sich be, streng ihres Amtes wallender'Regie auf der Laibachcr Volksbühne ganz Tüchtiges leisten läßt. bewiesen die Aufführungen zu Beginn der heurigen ersten Saison — »uarum blieb es also nicht wenigstens aus d.r ursprünglichen Höhe? — Fräulein Kinsla luar eine ganz annehmbare Fa. britöbcsitzcrswitwc, sattelfest in der Rolle, gut in den Bewegungen, einnehmend in ihrer Erscheinung, nur prach sie zu salbungsvoll langsam. Herr Gurski als ihr verzärtelter, brustkranker, hochgradig nervöser Sohn war weder brustkrank noch nervös reizbar, und herzlich wenig elcgan: in Wort und Gestc. Er halle fortwährend zwei Hände znviel und starb leider nichi schon gleich nach der ersten Szene. Einen Schauspieler macht das Talent, nicht allein der gute Wille; Herr Gorsti scheint jedoch nur den letzteren zu haben. Herr Pav-5ek, im Stücke der Vuchführer der Fabrik, verfügt über eine sonore, recht modulationsfähigc Stimme, die ihn zu einer recht brauchbaren Kraft befähigen würde, wenn ihm ein besseres Gedächtnis gegeben wäre. Hoch über allen diesen steht Fräulein Novak, die echte Anlagen ,',u einer Tragödin hat, sie auch in der besten Form, mit gutem Geschmack zu verwenden versteht. Ihre Hilda war wieder eine treffliche Leistung, nur ließen fich Nach» klänge an „Maria der heiligen Freuden" durchfühlen, weshalb ihre Figur in etwas zu hohe Höhen geschraubt war. Tüchtig ist Herr Kalar, ein Talent, das jedoch noch kräftiger Leitung bedarf und das es auch zu etwas ganz Gutem bringen wird, wenn es fich zur Erkenntnis bequemt, daß zwei, drei gelungene Rollen noch lange keinen Künstler ausmachen, daß vielmehr gerade in der Schauspielerei ungemein viel am Ich gearbeitet werden muß. Mit dem fleißigen Darsteller der Wuchcrerrolle ist nichts anzufangen; es ist schwer begreiflich, luarum die» scr fortwährend mit allen Gliedmaßen zappelnde Vüh» nenverbandsangehörige immer wieder mit größeren Rollen bedacht wird. In den episodisiischcn Rollen recht nett bewährt haben sich die Fräulein Iaromirsta und Fani Zalar; bei Mäßigung der Aussprache ließe sicl) auch aus Fräulein Kutovica etwas machen. — Die samstägigc Vorstellung war schwach besucht. Der Schuß mit dein Revolver erhielt einen Separatapplaus. — lSlovenisches Thcater.j Gestern ging nach mehr» jähriger Pause das Lustspiel ,,.7c;t'u^ovll KÄ" aus dem Italicnischen des Felice Cavalolti in Szene. Es ist ein scinziseliertes Werk, das ein eigenartiges psychologisches Problem aufrollt, geradeswegs auf fein Ziel lossteuert, aber im Grunde doch die Frage offen läßt, ob sich der Autor in der Beatrice nicht eine gekünstelte Frauen» gestalt konstruiert hat, um an ihr die biblische Geschichte von Icphlha in modernem Gewände vorzuführen. Das Raffinement, mit dem Beatrice zu Wrrte geht, um ihren Gatten von der Arsenia wecMreißen und an sich zu ketten, hat trotz des modernen realistischen Aufbaues der Handlung einen so unglaubwürdig romantischen Einschlag, daß cr auch unter all txm glitzernden Detail, wert der Charalterzcichnung ausdringlich hervorschlm» mcrt. Von Frau I li <": i <: cva und Herrn Nu 5 i 6 wurde der Einakter schr wirkungsvoll gespielt. Frau Iliciiöeba macht in letzterer Zeit offenkundige Fortschritte und wächst immer mehr zu einer ganz vor» züglichen Kraft der slovenischcn Bühne heran. Es ge» long ihr, die kleine Frau, die unter einer so naiven Maske eine so verblüffende Menge von Schlauheit, Selbstverleugnung, Edelmut und opferfreudiger Liebe birgt, erfolgreich zu charakterisieren. Herr N u 5 i <"? brachte den LäutcrungHprozeß, der sich allmählich im flatterhaften Innern des Mario vollzieht, mit fein poin» tiertem, lebhaftem Spiele zur Geltung. Frau 6 etri» lova war als Arsenia gut wie immer in derlei Rollen; ebenso führte Herr 8 i m ä « e t die Rolle dcs ein wenig zynisch angehauchten Spötters Sarchi zufriedenstellend durch. Der Eiimkter errecsic Interesse und fand Bei-fall. — Hernach wurde Sophokles' „Antigone" in der Übersetzung von C. Golar zum erstenmale gegeben. Die gewaltige Tragödie verlangt ein abgetöntes Zusammen» spiel aller auftretend.» Kräfte, damit der bekannte Schritt vom Erhabenen znm Lächerlichen vermieden wird. Sie erfuhr eine in« großen und ganzen würdige Wiedergabe, da fic ziemlich sorgfältig vorbereitet wor» den war und die Hauptrollen eine zumeist gute Be» fttzung aufwiefen. Fräulein Wintruva als Antigone »oar tadellos in Haltung und Sprache und verstand namentlich die Äbschiedsszene mit eindringlicher Tragik zu gestalten. Herr Strbin^ek gab den König mit Anstand und Würde, entwickelte genugend Energie und legte in die Schlußsz^nen, insbesondere an der Leiche des Köniqssohnes, wlrlnngsvolle Steigerung. Herr D a » n i l o als der Seher Theiresias trug eine ausgezeichnete Maske, war aber im übrigen seiner Rolle insoferne un» treu, als er fich seine dräuenden Weissagungen allge» mein vernehmbar aus dem Souffleurkasten holte. Hie» durch wurden störende Stockungen hervorgerufen, die einem fo von den Göttern bevorzugten Manne nich: eben unterlaufen dürfen, wenn er aucy von den minder» wertigen Göttern im Theatcrraum bevorzugt werden oll. Möglicherweise wurde übrigens Herr Danilo von seiner ungewohnten Vlinocnrolle ungünstig liecin-slußt. Den'Wächter gab Herr Buk« et mit der gcbu» tenen, ums Leben zitternden Unterwürfigkeit und mit fester Rollenlennlnis; den Voten zeichnete Herr Nu-L l 5 mit einer öen grauenvollen Vorgängen angepaßten ausdrucksvollen Sprech. und Spielweise. Frau Buk-5ekova und Fräulein Daniluva führten ihre Nebenrollen mit Verständnis durch. Die zwölf Greise, auf die sich der Ehor verteilte, hatten ihre Sache gut begriffen; nur machte sich bei einigen ein Tonfall gel-tend, der wohl alles mit der Laibacher, aber gar nichts mit d r schwer antiken Ausdruckswelse gemein halte. — Das Theater war im Parterre mittelgut, in den Logen sehr schwach besucht. —n— ^ Miser Franz Joseph»Iubiläumstheater.l Der Übersättigung durch die Pitanterien des französi« chen Schwants, der durch feine unleugbare geistige lbcrlegcnhcit, seine virtuose Findigteil und Situations» tonlik das gemütliche Familienlustspicl gänzlich zu der» drängen drohte, ist es zu danken, daß es wieder fall» Weise zu Ehren tommt, und von Zeit zu Zeit ficht man ja den alten Schalt recht gerne. „Die berühmte Frau" trägt alle Merkmale Schönthan»Kadclburgscher Fabriksware: Ungezogene Backfische, interessante Wit-wen, Liebhaber, deren Naivität an Idiotismus streift, alle Tausendsassas, die aufs Eis geführt werden, und irgend eine exotische Gestalt, die in diesem Stücke den ritterlichen Ungar vertritt. Bekannte Kalauer, Verlegen» heilslomik, sentimentale Richeszcncn wechseln bunt ab, bis sich zum Schluss? alles kriegt. Einen großen Vorzug besitzen allerdings diese guten alten Stücke. Sie sino durchaus reinlicher Natur und ein gewisses Glöckchen schweigt gänzlich. Ohne sich mit der Last dcs Nachdenkens zu beschloercn, kann sich ein gutgelauntes Publikum famos darin unterhalten, nud das »var gestern der Fall. Da wir nie grausamer als das Publikum sind, das die Darstellung sehr beifällig aufnahm, wollen anch wir leine Rückcrinncrung an vielleicht bessere Aufführungen des Stückes in früheren Zeilen heraufbeschwüren. Am wcnia-sten befriedigte uns anfänglich der erste Akt, dem es an der frischen, fröhlichen Stimmung mangelt? und in dem der Souffleur das Hauptwort führte. Mit dem Eintritte des naiv-ungezogenen, liebenswürdigen Backfisches, dem Frl. Schossig mit übermütigem Temperamente bis auf das zu kurze Kleid nichts fchuldig blieb, kam lustiges Leben in die Vorstellung und beherrschte sodann den weiteren Verlauf des Abends, bis ocr dritte Akt am lräftigsten einschlug und Frau Stein mit ihrer herzenswarmcn Schilderung des echten Eheglückes einen besonderen Hervorruf erntete. Herr Herbst gab den verliebten Magyaren mit weltmännischer Schneidigleit und naiver Gutherzigkeit. Seine Partnerin, Fräulein Jacobi, sah elegant und gewinnend aus und gcftol. tete auch ihre Rolle bis auf die oft überhastete slachc Sprechweise und das öftere Versprechen in ylc-iHem Sinne. Herr Egercr, der sich neuerlich als findiger Spielleiter bewährte, fühlte fich vorerst in der Rolle des alternden Vonvivanls nicht recht behaglich, wuchs jedoch niit seiner Aufgabe, als es zum Charakterisieren der Gestalt kam. Fräulein v. d. Hardt verkörperte die berühmte Frau als distinguierte Dame. In den anderen Rollen wirkten Fräulein Jenny und Herr Heim verdienstvoll. 5. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Görzcr Laudtnss. Trieft, 9. Jänner. Die hiesige k. k. Statlhalt«ei teilt mit: Anläßlich der Einberufung dcs Landtages von Gürz und Gradisla wurde in einer Versammlung der Vertrauensmänner der Italienischen Vollspartei he» schlössen, daß die Abgeordneten dieser Partei ihre Man» date niederlegen werden. Auch die slovenischofortschritt-lichen Abgeordneten,faszten den Beschluß, an den Lanb» tagssitzungen nicht teilzunehmen, so daß der Lalidtag im ganzen nur achtzehn Mitglieder zählen wird. Die Stellung dcs deutschen Kronprinzen zu (5nssla»5. Berlin, 9. Jänner. Wie an zuständiger Stelle er-klärt wird, hat der Kronprinz dem Berliner Korrespondenten des „Standard" gegenüber wcver eine Erklärung abgegeben, noch ihn zur Veröffentlichung einer angeblichen Äußerung ermächtigt. Vor einiger Zeit Hal sich allerdings eine englische Zeitung an den .Kronprinzen mit der Bitte gewendet, eine Äußerung über seine Stel-lung und seine Beziehungen zu England abzugeben. Die» ser Zeitung wurde darauf mitgeteilt, der Kronprinz fühle sich nicht befugt, offiziell seiner Meinung über seine Stellung zu England Ausdruck zu geben. Irgend» welche Äußerungen, die den „Standard" zu seiner Nach» richt veranlaßt haben könnten, sind keine gefallen. Der italirnisch-tiirkischc Klicg. Konstantinopel, 9. Jänner. Nach der offiziellen Verlustliste des Gencralstabs sind auf dem tripotttu. nischen Krieasschauplatze, Venghasi nicht inbcgrissen, bis zum 3. Dezember 191 l ein Haupimann, zwei Lent» nante und 3l) Soldaten gefallen. Konstanlinopcl, 9. Jänner. „Sabah" veröffentlicht ein Inlerviw mit dem KriegÄmiii'stcr, welcher angesichts der von italienischer Seite lancierten Friedens» gerüchte erklärte, daß die Pforte kemen Schritt unter-üummcn habe und daß, solange die ^ouveränitä'tsrechte dcs Sultans über Tripolis undVenghasi nicht anerkannt würden, ein Friede unmöglich sei. D,e Veröffentlichung des Anncxionsdekrcles töime Italien nlcht hindern, auf anderer Grundlage ;u verhandeln. Unsere Lage in Ne»« ghasi bessere sich täglich. Es bedürfte für Italien lang» jähriger Arbeit, seine Stellung zu sichern. Demission dcs französischen Ministers dcs Äußer». Pariö, 9. Jänner. Minister dcs Äußern de Sel!«s l)at infolge eines Zwischenfalles, der sich während der heutigen Sitzung dcr mit der Prüfung des deutsch« französischen Vlarottoabtummcns betrauten Senats» kl.'mmi>ston ereignete und einen Gegensatz zwischen ihm und dem Ministerpräsidenten dartät, seine Dcmissi« gegeben. Laibacher Zeitung Nr. 7. 63 10. Jänner 1912. Explosion. Paris, 9. Jänner. In der staatlichen Kanonen-in'ßerei von Nuelle bei Anquul5me plahtc ein Schmelz, tieqel mit 30.000 Kilogramm Vronzcmasse, wobei fünf-zehn Arbeiter von dcm'flüssigen Metall bespriht wurden. Zwei wurdln qetotel und dreizehn schwer verletzt. Angoulöme, 9. Jänner. Vci der Explosion in der Kanonengießcrei in Nuclle wurden acht Arbeiter getötet, elf schwer verletzt. Lawinensturz. Paris, 9. Jänner. In Valmeinier bei Chambüry ist ein Haus von einer Lawine fortgerissen worden. Von >en Bewohnern wurden drei getötet. Die Spanier in Marokko. Paris, 9. Jänner. Wie aus Madrid gemeldet wird, hat die spanische Regierung den Plan gefaßt, im Rifl» Iebietc eine aus (Eingeborenen bestehende und von sfta» nischcn Offizieren befehligte Koloinalarmcc von etwa 15.sX)0 Mann zu bilden. Diese Truppen würden die vorgeschobenen Posten einnehmen. Die Besatzung von Melilla würix jedoch ausschließlich aus spanischen Trup» pcn zusammengesetzt sein. Außerdem sollen in Algeciras und Malaga ständig Strcitträste in Vereitschaft gehalten tocrden, uin im Bedarfsfall nach Afrika abzugehen. Die Revolution in China. London, 9. Jänner. „Daily Telegraph" meldet aus Schanghai vom gestrigen: Wutingfang hat an Juanschil» lai leilegravhiert, daß alle Verhandlungen aushören wüßten. D«e republikanischen Führer halttn beschlossen, unter völliger Ignorierung der Pekinger Regierung den Nationallonvenl nach Schanghai zu berufen. Ein Brand in Ncwyork. «ewtzork, 9. Jänner. Das Gcschäftsgebäude der Equitable Life Assurance Company aus deni Broadway lst niedergebrannt. Soweit bisher bekannt ist, sind fünf Personen beim Brande ums Leben gelommcn. Die Ge> wölbe dnser Geschäfte enthielten Werte im Gesamt-oftrag<' von mehreren Millionen Dollar. Es ist ein großer Vcrlnst an Wertvapicren und Dokumenten zu ^zeichnen. Mehrere Personen, die aus dem brennenden Gebäude auf die Strafzr sprangen, blieben tot auf dem platze. Ncwyork, 9. Jänncr. Das Equitablegebäude glich swe, Stunden nach dem Ausbruch des Feuers einem 'lammenden Hochofen. Die Feuerwehr mußte sich daraus veschränlen, ei« weiteres Umsichgreifen des Feuers zu bcrhindern. Sie ging von dcn Dä'chlrn der benachbarten Wolkenkratzer vor. Der Wasserstrahl aus den aus die Dächer der Wolkenkratzer hinausgeführten Schlauchlei, tungen blieb aber wirkungslos. Das Geschästslcbcn in oer Nachbarschaft des Vrand.s ruhte während desselben vollständig, da es den Angestellten unmöglich war, ihre Gelchastslokale zu erreichen. Der Schaden wird auf 6 ^lUmnen Dollars geschätzt. Die dem Equitablegcbäude benachbarten Nan ten wurden durch das Fl ucr nicht be. 1chad,gt. Die Polizei verwehrt aber den Zutritt zu ihnen. Her Verkehr an der Börse ruht. Die Equitable Life Assurance Company teilt mit, daß sie von sämtlichen 3?Ä"W" Duplttalc besitzt und daß der Geschäfts-betr»eb ohne Störung fortgefctzt wird. Neurste telephonische Nachrichten. ^ Paris, 10. Jänner. Über den '^viscken^ll i» der der zur w7 ^l" -«ende Darstellung g,g,b'!.n ^ s/"^"s.7'^'^b">"vort, niemols Verend-'"'«"/"ber d.e Eisenbahnen in Marokko außerhalb des ^r.n^^^^ «'id ,mmer den Botschafter Cambon dÄ ^ der deutsch-sranzösischen Verhandlungen über den Stand dieser Fragen unterrichtet zu haben. Cl5-mcnceau r.chtete hierauf an de Selves die Frage, ob ^ambon über alle Besprechungen auf dem Laufenden er-yaltln wurde, und fragte !h,^ ob er, do Selves, in d"""s verbreitete sich das Gerücht Aufleben /^1'""«?' Selv s', welches Gerücht großes A^V^ s")'das Ge. «m ^in. l??. mlindr Siurijr (^i Gell.); die Mäude im Vczirle Abelsberg in der Gemeinde Grafen» brmm lll Miull «ill wenn ,ch so auf die letzten 2'Jahre zurüctsche! Wae hat man damals doch alles auöhulten müssm, wrnn man rrlälll't war. Ichwiftc». Ters, ^üßiqtrite». dir einem bestimmt dln Massen ueidailicn. und was sonst noch alles. Uno heute? Ta t>,uft man sich einfach eine Schachtel Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen, lutscht sie, wo mmi gl'iadc lst und veiliert semen ütatarrh. ohne daü man recht merit. wi>. Die Todmec sind ttcine Wundcrduliier, die me vllsagen. Die Schachtel loilet nur ii ! 2b. man lasse sich aber niemals Nach. nhmmlzien ausichniäym. 5182) Neuigkeiten vom Büchermärkte. Gutberlet Dr. C., Der Mensch, scin Ursprung und seine Entwicklung, eine Kritik dcr toinstischen Anthro» pologic, X 18,^0; ^iulhmann Johannes, Romantische Novellen, K N,«U-. Habrich L., Pädagogische Psychologie, 1. Bd.: Das Erkenntnisvermögen, K ^04. 2. Bd.: DaS Strebevcrmügcn, X 0,— ; Hacncl Erich H, Tschar» m a n n Heinrich, Das Emzelwohnhnus der Neuzeit, 2. Bd., gcb. X 9,—; Hansjatob Heinrich, Dürre Blätter, 1. Reihe, geb. K li,- ; Harms H. <^ Sicvert A.. Erdkundliches Lernbuch für Mittelschulen und verwandte Anstalten, 2. Teil: Europa ohne Deutschland, die fremden Erdteile, K 1,68; 3. Teil: Deutschland. Wcltverlchr und Welthandel, allgemeine Erdkunde, astronom. Geographic, K 1,W; Harrison Mrs. Burton. The Anglomaniacs. K 1,20; Hedemann Justus Wilhelm, Bereicherung durch Strohmänner, X 1.20; Hegewalds Schriften über den Gcbrauchshund. K. 5,40; Heide C. von dcr H. Ja lob F., Prallische Übungen in dcr Wcinchenne und Nellerwirtschaft, geb. X 8,12; H c i d c n st a in Werner bun, Hans Micnilö, Noman in zwei Bänden, X 7.20; Heim Dr. iiudwig, Lehrbuch dcr Valtcriologie, X 16.62; Heim fei sen I.. Die deutschen .^owniln in Vosnien, X2-. Jak ob sen Jens Peter, Nicls Lnhnc Lcien, geb. X 3.60. in Leder geb. X 6.—; Der Iapanisch.russlsche, See« krieg 1W4/1W5. Amtliche Darstelln?'?, des lapanischen Ad. miralstabes. III. Bd.. X 9.60; Jane Fred T., Ketzereien über Seemacht, il 6,24; Ic <: minel Christ., Die sexuelle Jugendsünde, ihre Gefahr und Abwehr. X - ,72; Iensen Wilhelm, Fremdlinge unter den Menschen. 2 Bde.. br. X «.40, geb. 10M; John Bertram. Industriebedarf, ein Gcdächtnisuchclf aus dcr Praxis für die Praxis, geb. X 1.50; Ioly Hubert. Technisches Auslmlftsb'lch'fnr das Jahr 1i)12. geb. X li.UO; Iosse E.. ^i?ucre Kraftanlagen, eine technische und wirtschaftliche Studie, X '!. -; Inslend» vlätler, I>V1N. Jahrg., 1. ^>eft. gegründet von Ijabella Braun (Probeheft); Iugcndblätlcc, herausgegeben von 3i. Wcitbrccht. 77. Jahrg.. Heft 1. X -.",0; Golfer Dr., Grundsätze und Ziele ncuzcitlichcr Landwirtschaft, ein Gang durch die Wirtschaft, geb. X U.60; Wolff Theodor. Spazicrgängc, X 3,60; Zapulsla Gabrhcla, Die Hülle der Jungfrauen, br. X 4.80. geb. X 6,—; Zobeltih Hans von, Die hcrbc Gräfin, geb. X 6,—; Abdcrhal. den Prof. Dr. Emil. Biochemisches Handlexilon, 1. Bd.. I.Hälfte. X 52.80. I. Bd.. 2. Hälfte, X 57.60. IV. Bd.. 1. Hälfte. X 64,80; A d le r s f c I d. B a 11 c st r c m E. v.. Schloß Monrcpos. br. X 4.80, geb. X 6.-; Affolter Dr. A., Die individuellen Ncchle nach dcr bundcsgcricht-lichen Praxis. X 2.40; Amrein - A r.o s a Dr. O.. Die Vorzüge des Hochgebirges für Gesunde und Kranke, X —,W; Altwicncr Bautcnlalendcr 1912. X 3.60; An» ders I. Freiherr vun. Familicnrecht, 2. Aufl.. Grundrih des östcrr. Nechtcs. 1.. 5, br. X 4.80. geb. X 5.76; Anding Prof. Dr. E.. ScchSstcll. Tafeln dcr Besiclschen Funktionen imaginären Argnmcntes. X 8,40; Anger Prof., Neues Lehrbuch dcr Pcrspcltivc, ein abgekürztes Konstrullionsvrr. fahren, X 12.— ; A p ft I e t o n G. W.. Die Damc im Pelz. X 1.80; Aslinson Dr. George William. Die Parfü-mcricfabrilalion, X 5,—; Attcnspergcr Dr. A., Von dcr Schule ins Leben. Abhandlungen über die wichtigsten LcbcnS- und Vildungsfragcn für die denkende Jugend, X 7.20. Vorrätig in dcr Buch., Kunst» und Musilalicnhand. lung Jg. v. itleiumayr k Fed. Vnmbcra in Lniliach, Kon-grchplah 2. Angekommene Fremde. Hotel «Elefant". Nm6 Jänner. Ulm. Gnlsiicsiyi'r, Schloh 5llinqm f.ls v, Pinanla, Selretäi-; öirzl Priv. <"rc,^. — Teppel». I„dlls. Gürtschach. ^ Ä amin g' . Kim.. 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Morgen Donnerstag den li Iünuer Vin Walzertranm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 L m. Mittl. Luftdruck 73 '0 mm. 3 HL tzZ» ß" "^"^ be« Himmel» l «Z « 2 Ü. N. 73:^ 4, -0 1, NÖ. mäßi« bewlillt " 9U. «b. 734 0, 4 0 W sanvach Ml ?'U. F , 73s 9, 4 b> NW schwach ^ Regen l 2 8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträzt -0 9°, Normale -2 7».' Wien, 9. Jänner. Wettelvoraussaqe für den IN. Iünn« für Steiermarl. Närnten und ttrain: Vorwiegend trübe, lnn N'edeischlag, Trmprraturzunahme, nordwestlich später schlechte« Wetter, Für Trieft: Vorwiegend heiter, lein Mederschlaq et»a4 wärmer, dstl'che mäßige Winde, Für Ungarn: Bor!ä„fiq nn« bedeutende Änderung, Erhöhung der Temperutur voraussichtlich. Tagesbericht dcr Laibacher Erdbebenwarte und Funtcnwarte. (Ort: Getiäude der l. t. Ttaats-Obesrealschule.) Lage: NOldl. Breite 46° 03'; östl. Länge von Greenwich 14" 3l'. Nntennenstürunqen: Am 9. Jänner von 80 bis 3l Uhr IV3 — V3"* von 23 bis 24 Uhr 111; am 10. Jänner uon 7 bis 8 Uhr III2. Funlensprüche: Am 9. Jänner von 90 bi« 21 Uhr « bis l f. von 23 bis 24 Uhr l; am 10. Jänner von ? bi» 8 Uhr 6. "" Hüufinlsit b?r V»ö!-un<,sl!: l »lehr s,ltsn. jlbs ib bl» w Ml«»te: II .!r!!<-n. jst>,- < bis »n M,»!,it: >» »bäuliq. irds Mi,,»«,« l>>« » 5!»sU«Dl»: IV »Ichs häufte,» j>be b >>>«< ll», Trl»»d (t,ttlnb>u!n<'»: V » oitdausliib» KO l>i!bll!ig zwilcht» Vlnls! !>s m,d Eidr uois 2a»!e» im Höuflspy»», viürtt dsl :ll»r»„l,r»: 1 »Isy,- schwach., ll schwach», l» »m>l»ls»i!pi-!!chf - » »lanm Ns^nehmbai», l> »>rhl ich»«b!>,llich», » »lri!ig>. s »Istir llülii»». Borszeker erstklassiges Tafelwasser! Heilmittel gegen englische Krankheit und IJlutarrmit Als Erfrischung- und Gcnußgetränk unübertrefflich Da* Wasser eignet sloh vorzüglich zum Ulsob.es mit Wein. (48()8) 7—8 Gre^alvertreter für Erain: Franz Schantel, Laibach, Franziskanergasse Lager im „1. Lailtaditr ülsfnDiiiien LugerliauH? Krisper Tomazic. (ies^llsclnill ui. b. H." lerein für MnM in iaiO. ZBi33LlSL Jänner HHS. M hluBkiire (>l.i |Ware Allg. Staatsschuld. , <(Mai-Nov.)p.K.+ 91 20 9140 O *•/• ) .. M P U.4 9120 9V*0 £ k st.X.HJln.-Jnli)p.K.4 »Jf» WW ¦ l ., „ p. A.4 9/-J* 9rSfi 2 4-2*/,.Apr.-Okt.)..E.4-ü W«O 9* 7< *U'«% ,, „ „ „ p.A.4'8 94 60 94-70 Lom v.J 186Oiu500fl.ü W.4 /61/is /66s. L«re v.J.Jfc6Ozn lOOfl ö.W.4 ««•- *4ff- L«M V.J.18647UlOofl.ij.W. ... 606 - 6/tf' Loe« v.J. 1864 zu 6Ofl.ö.W... *or- a&7- $t.-»«nän.-PM2Ofl.3OOF & 2882t SSfilf Ooterr. Staatssehild. r>«8t.SUalbdchBt7.Bch.stfr.K.4 99-86 fOO-or *estGoldr.stfr.Col W^ ?«¦ Staate i. lahlinjr flken. ÜMBkahi -Pri«rltlU-Okll«. BUn. Nordbahn Em. 1888 4 us- H4-- Bökm.WeBtbohn F.m.l8«5..4 »«'90 9<'»t Böbjn.Weatb.Em. 1895 i.K. 4 W90 93-91 F«rt.-Nordb. E. 1886(d.S.)--4 »»•»<> *«•««¦ dU. E. lH04(d.St.)K____4 96-6C 86-ec PraiuJos«fsb.E.l884(dS>S4 9z«o 9a to ••Kz.lUrll.ndwigb. «J.SUS4 9f7t> 94 7 f L»ib.-Steir»i kb.L'OOn l0O0sl.4 9126 92-2f L«n.-O.er.-J.E. 18ü4>d.S.)K4 90-«« 9^«fr Nnr'wb., O«st. aOO fl. Silber 5 Uil-to lOSlf dto. L.A E. i9OSnl.S.)K3W„ kg 60 H4-60 <;«¦!• |Vian Pro* Nordwb.,Oe8t.L.B.200fl.S.6 toi'io Mit flto L.B.E.19fl8(d.S.iK8Vi 9S-6o S4-6L dto E.l8«5 2()Oll.lOOOfl.S. 4 MT» 04 2' RndolfBbahnK.lH84id.S.)S.4 92-to 9Sti Staat8eisenb.-G.fi00F.p.St. 3 »So-- *«<•- dto t-".-Neti5ÜOF.p.St. 8 «#/•-- *«<•- ^itdnorddentt.cheVbdgb.n.S.4 »<•»& s«« l3Eg.-gal.E.E.1887 2O«Silber4 90'9v 9i-9i Uhr. Staatsschuld. Urig>taatskas*ei)Ecb.p.K 4Vj 997e SS1"' L'ng.KenteinGold ... p. K. 4 no-ie. tiOHt Ung.Hentci.K. stfr.T.J.1810 4 90*£/ 90-n, Ung. Kente i. K stfr. p. K. 4 »0 4i> f>0-6t Li;(!.rräniien-An)ehenal0Ofl. 422 td 434-ti U.TheiGB-R.u.iszfcK.Pnn. 0.4 296- 3QT-U.Grundentlastg.-Oblg.o.W. 4 SO «0 übt, Andere iisftntl. Anlehen. Bs.-hen. Ei8.-L.-A.K.1»O2 4V 98'Vt 9S-Cf Wr.Verkehrsanl.-A. verl. K. 4 91 06 BfVt dto. Lm. 1900 \tt\. K____4 91-46 924t «;ali?:ißche8T.J.1893verl.K. 4 W- 94-- Kroin.L.-A.v.J.1888ö.W. .4 9S2* S»8-St Mäbrii-cbesT.J.lSÖOv.ö.W. 4 9S7O --.- A.d.St.Kudap.v.J.lflOST K. 4 8976 90-T Wien (Elek.i T. J. 1900 v.K. 4 9110 i>2 10 W ien(ln?c8t.'v. J.1ÖO2T.K. 4 98-2* i>4 st Wienv.J.190^ v.K.......4 92iv 9» i< Rns8.St.A.i»06s.l00Kp.U. 5 to» 4t, ton 9* Bol.St-Goldnnl 1907 100K41/, 9fic 96-10 Pfandbriefe and KoniniBnalobligatiüuen. H«dtnkr.-A.öst..50j.ö. W. 4 9246 9f4f Bi dto. E.-Schuldiä<-h.78J. 4 92 SO 93-91 < clo I Wart Pro» ""~~—~~~~~~ /, 98 7B W» (.alu.Landtsb.ölViJ v.K 4«/i M'7» 99-Vf dto. K.-übl.l]I.Eni.42J 4»/i 98-tO 99-tt htr. Bod«;nkr.-A. 36 J.ö. W b 10106 1020t Istr.K.-Kr.-A.i.&zVjJ-v.K.. 4'/s tOO- 110 7* Mijhr.Hyrolh.-B.o.W.u.K. 4 93-60 <*<>»6 Nifc(l.-obt.Land.-Hyp.-A.66J.4 93-26 $4-2t Ueel. Myp.-Bank i.50 J. verl t 92-to 98-t>o- Oe8t.-ung.B8J)k60J.v. ii.W. 4 97-26 V8rt dto. öOJ.v.K..........4 67-lt b8l* ( cntr.)*yp.-B.«ng.Sfiark. 4'/2 98-26 ko-sa f.orr.rzl)k.,Poy, J. K 4'/, 98-- f>9- rnn.B.-K.-A.i.50.s v K 4'/, 98-to 99 60 ö- ark.lrmrsi.litid.i.60J.K4i/j »*•— P»'- dto. inh.f>0J.v.K.....41/« «•- »«•- >iark.V.P.Val.C.O.K ..4'/, 98-60 99*e Lug. Hyp.-B. in Pest K . .. 4>/i 9«-eo 99-eo dto. Kom.-Sch.i.6Oj.T.K4>/t "*«o «"»t- Eisenbahn Prior.-Oblig. Ka?ch.-Odcrl'.F..l88»(d.S.;S.4 90-10 91U dto. Im. 190H K (d.K.) . . .4 90- S0-8i Lemb.-Czer. J.E.1884800S.36 8ftO ^fidt ('to. 300 S............4 90-60 91-60 !-t:iat*eisei!b -GchoII. E. 18f)5 d. St.)M.JO0M........3 88-60 89 60 :-üdb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2-fi «?a-76 264-/6 UrtcrkrainorB.(d.S.^ft.W. .4 96-- »«•- Diverse Lose. Codcnkr.öBl.E.lHXOB lOOfl.Sy »«•- 301- «ictto E. 18890500fl. .. .3X 271-60 28reO Hypotli.-E.UDg Präm.-Scbv. a 100 fl................4 t4Tto 26H-60 i-rrb.Prümiin-Anl.o 100Fr. Ü 126-- Hl'- I ud..BanilicaiDonib.)5fl.ö.'W 3e-~ 40- - s ind.-Anst.f.H.u.G.lOOfl.ü.W. 608'- *2C - LaihBch.Prain.-AnI.SJOfl.si.jV\ 80-60 «7» :-r.MuBkuri> Old I Wan- RotenKrenz.öst.G.v.loa.ft W. 69 6u 7H60 dctto ung G.v. . 6fl ö.W. <5 7« ei 7» Türk.E.-A.,Pr. O.400Fr.p.K m <0 Mi'« Wiener Kommnnal-LoBe voni Jahre 1874.....lOOfl.ö.W 00»- 6/7- Gtwinstech der 3% Pr.-Sch. ' der Hod.-Cred.-Anat.E. 1880 61-- 73-- (¦ewiniitjich. der 3*/„ Pr.-Sch. der Wod.Cred.-Anst. E. iHM 118-— 123-Gewinistech. der i'L Pr.-Sch. der ung.Hjpothekun-Bank »0-- W- TranNport-Aktien. Donau-lJampf.-G.BOOfl.C.M. iiso-- n8b-Fcrd.-ISorobahii lOdOsl.C M. 4*90-- noio-- l.lnyd, ünterr........4O0K 869- 672- StoutF-EiRb.-G.p.U. 200 n.S. 780*0 7312t Midbahn-G.p.U. ... 600Fr». ///•_ //r — Bank-Aktien. Anglo-nsteriBank 120J1.18K «7— »18- hankver.,Wr.pt!. 20(ifl.S0 „ 646-zt 647-2r> Kod.-C.-A.allg ö»t. BCOK 54 ,, i8i9 132S Cndit-Anst. p U.B2OK8a„ 666-2» 666 2t ( rcdil-B.nng.ollg 200f)42 „ 847- 848- EakoB.pteb. »teier. ÜOOfl 32 ,, 611- Ht4- Eßki.nipte-G.,D. i). 4O0K 88 „ 79« - 797 u ) 8nd«rb.,öBi.p.U. 200fl 28 ,, 6U60 662-60 l.fctbachfcrKreditb 4OdK28 ,, 466 - 41X - (Jest.-nriffar.lt. 1400K 90-30 ,, J99ii- 20C6- Cnionbank p. U. . . 200 f. 82 ,, 631- 63t~ VerkehrBbunk,ollg.l4(ifl 20 ,, #7« «¦ 17960 ZWnoBlcn.honka lOOfl. 14,, 28376 2847t IndnKtrie-Aktien. Herg-u.Hüttw.-(;., fist. 4OOK 1007-- 1010-HirtenbrrpP.,7..n.M.F. 400 K 1212- 1230--KttnigHh.Z*nieni-Fabrik 400 K «79-— B82-I engenfeWerP.-C.A.-G. 260K 146- ?<«•-Montonfiet ..ftnterr.-alp. 100fl K88 60 »89 60 Sfviftm. Ksn« Sights» ni S«h««Lft. Deoteche Bankplätz«....... 1/7«» »//»"« Italienische Üankplatz«..... 94 8t 9» Of' London................ »40 «6 2411t Paris................... »«•<** »«Sy Valiteo. MilMdokat«n............. u»T 1140 i'O-Franen-.Stflcke.......... /»0» t»ii üO-Mark-St1icke........... 2361 23 61 Üeotsche Rek-hsbanknoten .. //7«-5 nr*-*- Itolicnioche Basknot«n..... 94 8* 9*-