Nr. 238 Dienstag, 17. Oktober 1911. 180. Jahrgang. Mbacher Zeitung VrA»»«nr»atwnsprii»: Mit Postverlendung: ganzjährig 30 X, halbjährig lb ll. Im Üonlor: aanzjührig »» ll,, vald^hng 11 ü. zür die Zustellung ine Hnus l,a„>jähril! 2 «I, — Fnsrrlion«grbüllr: Für llrliic Inserate bis zu 4 Zeilen 50 l», giöhürc P^r Zcilc l» k; bli öfteren Wlederhulungei, per Zeile 8 l,, Tie »Lllibachcr Zeitung» erscheint tlßlich, mit Nusnahme der Sonn- und ssclerlalic. Die Al>mintNr«tion bestndll sich Vlilloöü'strake Nr. 20; die Nidaklion Mill°«^strahe Nr. 20, Eprellislunbe» dcr Reballion von » bic tl> lihr vormittags, Uusrantierte Vrieie werden nicht angenommen. Manuilripte nicht znrüchestellt. Tel«PH»n»!Nr. >e« «e>«lti«n 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben :nit Allerhöchster Entschließung vom 9. Oktober d. I. dein Oberbaurate des krainischen Staatsbaudienstes Johann Bölh aus Anlaß der von ihm erbetenen Übernahme in den dauernden Ruhestand den Titel eines Hofratcs mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen ge» ruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 9. Oktober d. I. den Nauiat Franz Pavlin zum Oberbaurate für den Staatsbaudienst in Krain allergnädigst zu ernennen geruht. Marekm. p. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 14. Ol» wber 1911 (Nr. 2A6) wurde die Weiteruerbreitung folgender Prehilzeugnisse verboten: Ar. 19 «Wohlstand für Alle» vom 11. Oktober 1911. lA'i^ lAibeiter.Zeituug», Morgenblatt, vom 10. Olto- Nr. 21 «Arbeitermnen-Zeitilug» vom 10. Oktober 1911. Nr. 2^0 'völuiellö Ii»t>'» vom 9. Oltober 1911. ^ <«5' '^ ^a^ äol OiHvolo öi 1ri«i,to. vom 4. Otto» ber 1811. Nr. 43 «2Mr» vom 7. Oltober 1911. Nr. 23 vom 12. Oltober 1911. Nr. 229 »kobotnik. vom Oktober 1911. Nichtamtlicher Heil'. Die Fleischeinsuhr aus Serbien. Die „Pol. Korr." schreibt: Die Frage der Zulassung von Fleisch aus Serbien außerhalb des vereinbarten Kontingentes ist in der Öffentlichkeit bisher ohne Kennt» nis des wirklichen Sachverhaltes erörtert worden, so daß diesbezüglich irrtümliche Anschauungen über den auf östcrroichisch^mgarischer Seite in dieser Frage em» genommenen Standpunkt Wurzel fassen konnten. Es sei demnach festgestellt, daß die serbische Regierung bereite im laufenden Frühjahre, zu einer Zeit, wo das Ver» lragskontingent noch lange nicht ausgenützt war, an» gefragt hat, unter welchen Modalitäten die Einfuhr von solchem Fleische zu erfolgeil hätte. Diese Anfrage wurde von seiteil Qsterreich»Ungarns gleichfalls im laufenden Frühjahre dahin beantwortet, daß die Einfuhr von Ex» kontingenlflcisch unter den im Notenwechsel für das kon. tingentierte Fleifch vereinbarten Bestimmungen zum autonomen Zolle gegen fallweise Bewilligung nnd Ent», richtung der Kosten der vorzunehmenden Veterinärbeschan erfolgen könne. Mit dem Aufhören der kontingentierten Schlachtungen im Belgrader Schlacht Hanse sind bei dem k. k. nnd dem lönigl. ungarischen Ackerbauministerium eine Neihe von Ansuchen um Bewilligung der Einfuhr von Exkontingcntfleisch eingelaufen, welche sämtlich raschestens und genehmigend erledigt wurden, so daß für die serbischen Produzenten und Exporlenre die Möglichkeit gegeben wäre, den Fleischexport nach der Monarchie ohne Unterbrechung fortzusetzen. Die lönigl. serbische Negierung hat nun, anstatt die Ausnützung dieser Bewilligung zu ermöglichen, die regi'l» mäßigen Schlachtungen im Belgrader Schlachthanse für den Export nach der Monarchie mit der Mutiviernn^ eingestellt, daß die fallweise Erteilung solcher Newilli-gungen an einzelne Erporteure eine Monopolisierung des serbischen Fleischhandels in den Händen einzelner znr Folge haben könnte, welche vom Standpunkte der wirtschaftlichen Intcresien Serbiens nicht gestattet wer« den könnte. Demgegenüber mnß konstatiert werden, daß von einer Monopolisierung des Fleischhandels nicht oie Rede sein t'ann, da auf österreichisch.ungarischer Seite alle eingelaufenen Ansuchen um Importbewilligung ohne Unterschied des Bewerbers anstandslos nnd genehmigend erledigt wurden. Wenn die königl. serbische Ncgierung zur Vermeidung eines Interessenkonfliktes zwischen den eigenen Produzenten und Händlern eine interne llber» wachung und Kontrolle des Fleischverkchrs innerhalb des Nahmens der Verpflichtungen, welche auch Serbien im Handelsvertrage übernommen hat, auszuüben wünscht, so ist hiegegen im Prinzipe nichts einzuwenden. Diese Ingerenz der serbischen Regierung aus den Fleisch. Handel mit der Monarchie kann aber nicht eine Ver» tauschung der Rollen in dem Sinne bewirten, daß die Entscheidung über die Zulassung der Einfuhr nach der Monarchie der serbischen Negiernng zufallen sollte. Wie überall, wo Importe aus Grund fallwciser Bewilligun» gen erfolgen, ist die Erteilung solcher Bewilligungen auch im Falle des serbischen Exkontingentfleisches Sache des importierenden Staates. Dem exportierenden Staate mag es dann überlassen bleiben, die etwa uutcrcinander kollidierenden Interessen der eigenen Produzenten und Händler auszugleichen. Neben dieser prinzipiellen Frage spielt die Tra» gung der Kosten der tierärztlichen Beschau, bezüglich welcher mit der serbischen Regierung noch unterhandelt wird, eine untergeordnete Rolle. Es mag hier konstatiert werden, daß sich sämtliche Bewerber um die Bewilligung znr Einsuhr von Exkoutingenlfleisch bisher ohne Aus» nähme bereit erklärt haben, diese Kosten zu tragen. Wenn also die Schlachtungen im Belgrader Export» schlachthanse mit der Motivierung sistiert wurden, daß über die Modalitäten der Einfuhr von Erkontingent-fleisch noch Verhandlungen gepflogen werden, so sind diese Verhandlungeil, insoweit sie die Kostcnfrage be» treffen, gewiß nicht von den serbischen Exporteuren ver-anlaßt worden, welche die ihnen mitgeteilten Bedingnn. gen durchwegs angenommen haben. Die von den beiden Ackerbanministcrien bisher erteilten Bewilligungen sehen die an der Fleischeinfuhr nach Osterreich-Ungarn inter-essierien Kreise in die Lage, Fleisch von insgesamt 90.100 Schwemen, 36.000 Rindern nnd 5000 Schafen in d,r Mo na rch ie ei n zuführe n. Weitergehende Mitteilungen einzelner Prcßorgane und insbesondere eines Wiener Blattes über die Be» handlnng von serbischem Fleisch über das im Noten» Wechsel mit Serbien fixierte Quantum sind unrichtig und es wird hiemit festgestellt, daß sich die österreichi» schen und ungarischen amtlichen Kreise mit dieser Frage nicht befaßt haben. Politische Ueberficht. L a i b a ch, 16. Oltober. Die nächste Sitzung des Herrenhauses findet Sams-tag den 2l. o. um I Uhr nachmittags statt. Auf der Tagesordnung befinden sich die ersten Lesungen von Re» gieruuasvorlageu, und zwar 1.) Das Halten von Ver-vielfältigungsapvaratcn. 2.) Die Erhöhung des exeku-tionssreien Betrages von Dienst» und Lohnbezügen. 3.) Das Epidcmiegesetz, sowie die Ersahwahl eines Mit» gliedes an Stelle des Grafen Vuquoy in die Spezial» kommission zur Vorberatung über den Dienstvertrag der in land« und forstwirtschaftlichen Betrieben Neschaf-tigten. „Giornale d'Italia" erklärt, die Arbeit der Staatskanzleien, nm eineil Ausweg aus der unerträg» lichen Lage der Türkei zu finden, habe begonnen: mit Deutschlaud uehmen auch andere Mächte daran teil. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die italienische Re> gierung die Verbündeten und die Freunde benachrich. tigt habe, es habe, die unerschütterliche Absicht, die uu-bedingte Annexion Tripolitauiens, der Eyrenaisa uno der dazu gehörigen Provinzen vorzunehmen. Der Türkei könne in diesen Gebieteil keinerlei Souveränität belassen Fe«iUeton< Nach dem Weiften Meer im Aeroplan. Kandalatscha am Weißen Meer, an der Südlüste der Halbinsel Kola, ist heute der nördlichste Punkt der Erde, »velchcr auf dem Luftweg erreicht worden ist. Die russischen Flieger Prutschenko Schabski und Gebaner haben gemeinschaftlich, aber jeder im eigenen Aeroplan, die Durchquerung Finnlands ausgeführt. Schabski gab folgenden Bericht über seine uud seines Kollegen hervor-ragende Leistung: „Mit allem Notwendigen reichlich ver-sehen, stiegen wir bei Petersburg aus und nahmen dlc Fahrtrichtung ans den Ladoga-See zu, welchen wir nach etwa dreiviertelstündigem Flug erreichten. Starke Luft» Wirbel zlvangen uns, bei der Uberquerung des großen Vinnensces bis auf 800 Meter Höhe anfzusteigen. Drei Stunden nach unserer Abfahrt überflogen wir das am Nordende des Sees gelegene Städtchen Sorovala. Der ieht folgende Teil unserer Luftreise, als wir die finnische Scenplatte erreichten, war das Schönste, was mein Kollege nnd ich jemals gesehen haben. Das Schwarz, grün'des finnischen Urwaldes wechselte ,mt dem blcn-denden Weiß des Neuschnees und dem tiefen Blau der finnischen Gewässer. Wenn auch das Knattern des Motors alles für uns übertönte, so genügte der Anbkck der gelvaltigen Natur allein, uns einen Begriff von der majestätischen Ruhe zu geben, welch? über dem Gan» zen gebreitet lag. Kinler dem KutnoSce schlug das bisher so gün» stige Wetter um. Wir stießen auf eine dichte, bis' anf die Eide herabreichende Wolkenwand, welche, alles in sich einhüllend, uns ganz auf die Hilfe nnsercr Kom-passe anwies. Die größte Gefahr sahen wir darin, ge-trennt zn werden. Um dies zu vermeiden, flogen wir derart »veiter, daß die Apparate übereinander in der Lnft dahinglitten. Aber auch dieses Mittel versagte schließlich, als ein dichter Schuecfall eintrat, durch wel-chcn wir gezwungen lvarcn, unsere ganze Aufmerksam» keit auf die eigene Maschine zu richten. Stundenlang ging die Fahrt weiter, indem wir zeitweise den Motor abstellten, um uns durch Horchen von der Nähe der anderen Maschine zu vergewissern. Besonders bei ab. gestelltem Motore bemerkten wir, wie der auf den Flü-geln sich zeitweilig auslagernde Schnee das Gleichgewicht der Maschine zu' stören drohte. Glücklicherweise hatten wir es mit neuem Schuee zu tun, der sich nicht zusam» mcnballte, sondern von Zeit zu gelt durch die starke Luftströmung wieder herabgefegt wurde, wenn er eine gewisse Höhe erreicht hatte. Vierzehn Stunden zeigten unsere Chronometer bereits, vierzehn Stunden uunnter. brochener Fahrt. Nach der Geschwindigkeit zu urleilen, konnten wir dem Meere nicht mehr fern sein. Um uns zu informieren, flogen wir auf 80 Meter herab und erblickten eine große Eisfläche unter uns, von welcher das Dröhnen und Bersten der Eismassen wie Kanonen» ! schlage zu uns heraufschallte. Wir erblickten nach kurzem Zeit zum erstenmale nach vielen Stunden wieder Spu» reu von Menschen. In den letzten Strahlen des sinkenden Tages sahen wir Lappen, welche ihre Renntiere weideten. Eine Reihe von kleinen Wasserfällen, welche noch nicht zu Eis er-starrt waren, zeigte uns, daß wir den Kowdo-Fluh er» reicht hatten. Ihm folgend, mußten wir aus die Stadt Kalldalalscha stoßen. Nach etwa halbstündiger Fahrt, als die Finsternis hereingebrochen war, erblickten wir ill der Ferne kleine Lichtpünktchen. Den Kurs auf sie Hal» tend, näherten wix uns der kleinen Ortschaft, welche sich anschickte, zur Ruhe zu geben. Als wir unsere Kreise über ihr zogen, um im Gleitflnge zu landen, wur. den wir vernommen, ohne daß man uns erblicken konnte. Um so größer war die Überraschung der Einwohner, als sich die beiden noch nie gesehenen Niescnvögel tiefer und tiefer herabsenkten und hart am Meercsufer landeten. Riefige Feuer wurden angezündet, um Licht zu spenden und zugleich das sensationelle Ereignis zu feiern. Wir hatten eine Strecke zurückgelegt, welche, in der Luft» linie berechnet, 870 Kilometer beträgt. Die Fahrtdauer betrug 15^ Stunden. Wir schufen nach nnserer Ansicht einen' nenen Rekord, den des nördlichsten Punktes der Erde, welcher bisher im Flugapparat erreicht worden ist. Unser nächstes Ziel ist Schweden, welches wir auf dem Wege Kronstadt.Wiborg.Helsingfors.Abo über d,s Alandinseln hinweg zu erreichen gedenken." Laibacher Zeitung Nr. 238. 2254 __________17. Oktober 191l. werden, nachdem man habe Krieg sichren müssen. Die öffentliche Meinung der Nation würde dies nicht zu» lassen, insbesondere nach den Repressalien der Türkei, der Aufhebung der Kapitulationen gegenüber den Italic» nern, der angedrohten Ausweisung der Italiener, dei Beschlagnahme italienischer Schisse und Waren entgegen den Regeln des Völkerrechts, dem Voykotl italienischer Waren, der fanatischen Agitation der Türken gegen die italienischen Kolonien im Orient usw., Repressalien, die sogar eine energische Aktion Italiens nötig machen könnten. — „Eorriere d' Italia" und „Popolu Romano" sprechen sich im selben Sinne aus. „Popolu Romano" meint, man werde das Vorgehen der türkischen Regie« rung bei Feststellung der Friedensbedingungen in Rech« nung ziehen müssen. Aus Petersburg wird gemeldet! Zum Schlüsse sei-nes Exposes zum Staatsbudget stellte der Finanzmini-ster fest, daß die allqemeine Wirtschaftslage Rußlands eine entschiedene Wendung zum Bessern und eine Ab» nähme der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den Aus» ^andsmärkten ausweise. Die Aufnahme neuer Anlehen sei unnötig. Ein Teil der früheren Anlehen könne so. gar vorzeitig getilgt werden. Zu diesem Zwecko seien in den Jahren 191N und 1911 zirka 50 Millionen, im Jahre 1912 aber 100 Millionen ins Budget eingestellt worden. Gleichzeitig vollzieht sich ein Rückfluß russischer Werte aus dem Auslande. Der bisher günstige Cha-rakter der allgemeinen Lage werde der Regierung gestatten, die vorbereiteten Maßnahmen zur Vermehrung der Geldmittel und zur Einrichtung der Zemstvos in den Städten durchzuführen. Aus Petersburg wird gemeldet, daß die Gerüchte über die Absicht Nußlands, gegenwärtig die Darda. nellenfrage auszuwerfen, unzutreffend seien. Die für die Durchfahrt durch die Meerengen geltenden internatio-nalen Bestimmungen bilden allerdings für die Vewe-gungsfreiheit der russischen Kriegsmarine eine drückende Fessel, deren Abschütlelung in Petersburg lebhaft ge-wüufcht wird. Es wird aber nicht geplant, die gegen-wärtige schwierige Lage der Türkei zugunsten der Inter-essen Nnßlands in diesem Punkte auszubeuten. Die „Neue Freie Presse" erhält von einem gc-nauen Kenner Chinas Aufschlüsse über die Gründe des Aufruhrs in China. Die Hauptursachen der allgemei-neu Unzufriedenheit, die sich jetzt in elementarer Weise Luft gemacht hat, seieil folgende: die nationalistische Strömung, die Unzusriedenheit mit den Fortschritten der Rcformaktion und die foziale Notlage der unteren Volksschichten. Die jetzige Aufruhrbewegung fei die ernsteste, die China seit langem gehabt habe. Sie sei gut organisiert und geleitet. Die Führer sagen sich zweifellos, daß ihre ganze Aktion kompromittiert wird, sobald die, Ausländer bedroht würden- jedenfalls wer-t>en aber die Handelsinteressen der im Aufstandsgeb,el ansässigen Kaufleute schwer geschädigt werden. Der Pe-kinger Regierung kommt die Bewegung begreiflicherweise höchst unwilllommen, da sie ihr Anschen dem Auslande gegenüber schmälert, doch ist, soweit dies nach dem heutigen Stande der Dinge vorhergesagt werden kann, anzunehmen, daß die Bewegung keine internationalen Komplikationen hervorrufen und die Regierung m Peking bald wieder Herr der Situation sein wird. TMsucmgtcitcn. — Mn Glas Wasjer.j Man schreibt den „Mim-chener N. N.": Die moderne Hygiene tut, was sie kann, im Kamps gegen unsere unsichtbaren Feinde, die Va-zillen, und wirklich — man kann uicht vorsichtig genug sein! So saßen unlängst bei einem Medlzincrmahl einige Geheimräte beim Nachlisch zusammen; einer von ihnen, ein bedeutender Bakteriologe, spülte some Traube sorgfältig in seinem Wasserglas ab und sprach dabei ehr überzeugend von der Notwendigkeit solcher Vorsicht und den Gefahren, die durch die verschiedenartigsten Bazillen beim Genuß rohen Obstes drohen. Man kam dann auf Batterien überhaupt, sprach hm und her, er-wärmte sich — und in der Hitze des Gefechtes griff der Herr Gcheimrat nach feinem Wafferglas und trank es auf einen Zug aus — samt allen so sorgfaltig ab-gespülten Vazillen. — ^Selbstmord aus Vaterlandsliebe.) Der italic nisch-türkische Krieg hat in Petersburg unter ungewöhn-lichen Umständen 'ein Opfer gefordert. Em türkisches Mädchen von achtzehn Jahren, namens Tatwa Komtto, ist aus Liebe zum Vaterlandc in den Tod gegangen. Schon als sie die ersten .Kriegsnachrichten empfing, zeigte fie eine große Erregung und verlangte, daß man sie nach Hause reisen lasse. Da ihr das Geld zur Reise fehlte, versuchte sie, es sich auf alle mögliche Weise zu verschaffen. Bevor sie jedoch d,e notige Summe zu. sammengcbracht hatte, erfuhr sie, daß die Italiener sich bereits 'in den Besitz von Tripolis gesetzt hätten. Das junge Mädchen wurde nun von der tiefsten Mutlosigken und Schwermut befallen, glaubte ihr Vaterland unter-legen und meinte, diese Niederlage nicht überleben zu können. Nachdem sie mehrere Bekannte in ihren un-abänderlichen Entschluß eingeweiht hatte, in den Tod zu gehen, stürzte sie ich, trotz der schärfsten über-lvachung, aus dem Fenster ihrer nn fünften Stuckwerke gelegenen Wohnung auf das Strahenpflaftcr hinab, wo man sie sterbend aufhob. Sie hatte sich so schwere Ver-letzungen zugezogen, daß jede ärztliche Hilfe umsonst lvar. Nachdem sie noch mit einem letzten Auftuand ihrer Kräfte ausgerufen hatte: „Ich kann das Unglück mei-nes Vaterlandes nicht überleben, ich will sterben!", gab sie ihren Geist auf. — sDie drahtlose Telegraphic im Dienste Amors.) Mister James Hangh, ein reicher Fabrikant aus Indianopolis, lernte während der Überfahrt von New» l)ork nach Havre einen französischen Hauptmann und dessen Tochter kennen. Er verbrachte einige Tage bei diesen in Frankreich, hatte aber vor dem Abschied nicht den Mul, um die Hand des Mädchens anzuhalten. Als! er wieder auf dem Dampfer nach Liverpool >var, bekam er seineil Mut wieder und schickte nun eine drahtlose Depesche an die jiulge Dame: „Ich liebe Sie, wollen Sie mich heiraten?" Antwort' „Ich will." Briefe nnd Telegramme ans Amc-rila ergänzten diese laIonischen Worte. Die Braut schiffte sich an Vurd der „Bretagne" nach Newyorl ein und ihr Vräntigam hörte nicht aus, ihr während der Überfahrt mittelst drahtloser Tele» graphic seine Liebe zu bekennen. Eine Depesche folgte der anderen. In Newyort' angelommcn ertlärle der Telegraphenlxamlc des Schisfes, um einen Urlaub ein» kommen zu müssen, denn er sei wohl gewohnt, geschäftliche Mitteilungen zu befördern, dieser Überfluß an Liebcsbetcuerungen habe aber in ihn« felbst den Ent-schluß geweckt, sich baldigst zu verheiraten. — lDie Sünden des engen Rockes.) Der „Humpelrock" hat in Northampton zn einer Ausstandsbewegung der sämtlichen weiblichen Angestellten der Brook Manu- facturing Company gesührt. Es handelt sich um eine Fabrik von Iupons, die infolge der verringerten Nach-frage nach den durch die engen Röcke entbehrlich gewor-denen Unterkleidern genötigt trxlr, im Interesse der Nuf-rechterhaltung des Betriebes ihren Arbeiterinnen eine andere Beschäftigung zuzuweisen. Da diese minder gut bezahlt lvar, traten die Arbeiterinnen in den Streik. Bei dieser Gelegenheit gibt der „Daily Mirror" sol-gende gedrängte Übersicht über die Unfälle, die der Humpelrock in der jüngsten Zeit verschuldete: Am 9. August ertrauken in Petersburg zwei Mädchen, die, obgleich sie vorzügliche Schwimmerinnen waren, durch ihre engen Röcke rettungslos dem Tode verfielen. Am ll. August wurde in einer Verfammlung von tonange-bendcn Vertretern der Damenkonfektionsbranche der Humpelrock für den Niedergang des Geschäftes verant-wörtlich gemacht, da infolge des'plötzlichen Modewechsels die Stapelloare unverkäuflich geworden ist. Gleichzeitig wurde daraus hingewiesen, daß die Zahlungscinstellun-gen der Fabrikanten von Iupons und Unterkleidern m London in erschreckendem Grade zunehmen. Am 25. Sep. tcmber veröffentlichte die Verwaltung der amerikani-scheu Pennsylvania Raillvay eine Unsallchronik, aus der hervorgeht, daß in 73 Fällen Frauen infolge der Humpelröcke und der hohen Absätze verunglückten. Am 27. September konstatierte die Leigh Mills Company, daß der Absatz von Kleiderstoffen durch die Humpel-rockmode empfindlich gelitten hat, da heute für den Rock vierzig Prozent weniger Stoff gebraucht werden. Die Klagen, die yicr vorgebracht werden, werden geflissentlich noch durch den Chor der Juvonfabrikanten und Schnitt-lvarenhändler verstärkt, die die Mode der engen Kleider für die Untergrabung ihre Geschäftsexistenz verantwort-lich machen. Man verweist ferner darauf, daß die Humpelrockmode die Schulirechnung ihrer Anhänger empfindlich erhöht, da sie Nicht nur im Hinblick aus die Zurschaustellung der Füße die Anschaffung teureren Schuhwerkes uölig macht, sondern auch durch den Zwang, kurze und deshalb viele Schritte zu machen, eine schnei-lere Ausnützung des Schuhwerkes bedingt. Troh alle-dem behauptet der enge Rock weiter das Feld. Selbst die strengen Suffragetten unterliegen feinem Bann; davon konnte man sich erst jüngsthin wieder bei dem New-r»orkcr Demonstrationszug für das Frauenstimmrccht überzeugen, wo der Humpelrock von der Mehrzahl der Teilnehmerinnen bevorzugt wurde. — lDer arme Papa.) Eine lustige kleine Episode aus dem Familienleben des Präsidenten Eleveland der Vereinigten Staaten erzählt eine englische Zeitschrift. Als Elevelands Tochter noch ein kleines Mädchen war, rief der Präsident telephonisch von Chicago aus das Weiße Haus an nnd bat im Verlaufe des Gespräches seine Frau, doch auch einmal sein kleines Töchterchcn zum Hörrohr herauszuheben. Lächelnd beobachtete die Mutter den wechselnden Gesichtsansdruck der Kleinen, als sie aus dem Instrument ganz deutlich Vaters Stimme hörte. Die An^st wich grenzenlosem Staunen, dann degnnn das kleine Mädchen ängstlich ins Hörrohr zn sehen'nnd schließlich in ein verzweifeltes Weinen aus-zn brechen. „Ach Mama", schluchzte die Kleine, wie be-kommen wir nur den armen Papa aus diesem kleinen Loch heraus . . ." — md ihre Schicksale berichteten. Ihr Schiff, der englische Dampfer „Jaruha", ging am 18. August an der afri-laniscken Küste durch Strandung verloren. AIs hilfloses Wrack trieb es an der Strandüngsslelle, etwa !4 See» meikn von Nana-Island umher und da sich nirgends Rettung zeigte, mußte die Besatzung bis aus weiteres an Bord verbleiben. Rings um den beschädigten Dampfer stand tagelang eine hohe Brandung, die das Schiff überflutete und auch ein Ausbooten der Leute unmöglich machte. Nach längerer Zeit bemerkte ein fremder Dampfer die Notzeichcn und sehte zwei Net» tungsboote ans. Als das eine Boot in der Brandung kenterte, mußte das andere die im Wasser treibende Besatzung bergen und mit der gefährlichen Überlast cm Nord zurückkehren. Der Dampfer konnte keine weitere Hilfe gewähren, brachte aber die erfoderlichen Nach« richten an die Küste, von wo alsbald der Dampfer „Arrong" aufbrach und die Mannschaften, die vier volle Wochen auf dem Wrack gelebt hatten, nach Sierra Leone brachte. Lolal- uud Provinzial-Nachrichtcu. *" lAllcrhöchster Dank.) Das Landespräsidium in ,'irain hat im Allerhöchsten Austrage zufolge Erlasfes des H'.'rrn k. k. Ministers des Innern vom 8. d. M. für die anläßlich der feierlichen Eröffnung des Kaiser Franz Joseph»Inbiläumsthcalers telegraphisch zum Ausdrucke gebrachte LoyalitälSknndgebung dem Ans» schussc des deutschen Theatervereines in Laibach den Allerhöchsten Danl bekanntgegeben. — Militärisches.! Verliehen wurde in Anerken-nunc, vorzüglicher Dienstleistung das Ritterkreuz des ^ranz Iusc-f-Ordens dem Landwehroberinlendanten zweiter Klasse Pinzenz Podzemny, Intendanzchcf des Landwehrkuminandos in Graz; das Goldene Vcr» dienstkrenz dem Landwehr-Registraluroberuffizial Karl S a m par des Landwchrkommandos in Graz. Ans den, gleichen Anlasse wnrde der Ansdrnck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben: dem Haufttmann des Ruhestandes Peter Lerani <-, Magazinsuffizier beim Infanterieregiment Nr. 17, dem Hanptmann Maxi-milian Hemala, liberkomplett ini Infanlerieregimenl Nr. 17, lomluandiert l>cim Generalstab' den« Haupt» mann im Status der Offiziere in Lokalanstellungen Josef Simonis, übcrlomplett im Landwehrinfan» teneregiment Laibach Nr. 27, Vcrwaltungsofsizier beim Landsturmbezirkskummando Nr. 27 in Laibach, dem Oberleutnant Hermann Schwicdernoch des Land« wehrinsanterieregiments Klagenfurt Nr. 4. — Angeord» net wurde die Enthebung des Generalmajors Ernst Salomon von Iriedberg, zugeteilt beim Landwehr-tommando in Graz, über seine aus Gesundhcitsrückstch» len gestellte Bitte von diesem Dienstposten, die Zuteilung des Obersten Viktor Se idler, Kommandanten des Landwehrmsanterieregiments Graz Nr. 3, zum Land-Wehrkommando in Graz, bei Überkomplettführung im genannten Regiment. Übersetzt wnrde in den Statns der Offiziere in Lukalanstellüngon der Leutnant Emil Wulf des Landwchrinfanterieregiments Rzeszow Nr. 17 als Magazinsoffizier beim La»dwehri»fanterie. regiment Laibach Nr. 27 l'- Bataillon). In den Ruhe» stand wurden übernommen die Oberleutnante: Heln-rich Pehr des Infanterieregiments Nr. 17 als zum Truppendienst im Heere untauglich, zu Lokaldiensten' ge> eignet sDomizll Graz) und Josef Bach <,mit Warte» gebühr beurlaubt) des Infanterieregiments Nr. 97, gleichfalls als znm Truppendienst im Heere untauglich, zu Lolaldienflen geeignet (Domizil Vara5din). ^ lFür Offiziere des Ruhestandes.) Beim l. k. Landlvehrkommando in Kratan gelangt die Stelle i'ines Kanzleioffiziers znr Besetzung. Gefordert »oird, doß der Bewerber dem Landwehr.!HeereS.)Ruhestand angehöre, die Befähigung für selbständige Verwendung im 'Manipulationsfach besitze nnd eine gefällige Handschrift anf» weise. Er erhält im Falle der tatsachlichen Anstellung die. Vergütung der einmaligen Reiseauslagen sowie eine .Itemunemtwn von monatlich 96 X, steigend bis zu e. em ^ahresbezug von 2200 K. Die eigenhändig go ^ <.n '^ ?"/"?' ^'id>oehrto,n>nando in Krakau ge» ichle^en Geinche s.ud an das zuständige Ergänzung bezirks.lPlatz.)Kommando einzusenden ^ a ^ — lDie dieojähri.qen Nischofstonfercnzen) lverden am 7. November im sursterzbischüflichen Palais in Wien unter dem Vorsitze des Kardinals Slrbensly beginnen. Die Konferenz wird sich mit den Neuverordnungen aus dem Gebiete des kanonischen Rechtes, dem für das Jahr 1912 projektierten Eucharistischen Kongresse, dem Pro-jckt einer katholischen Universität in Salzburg und der Frage der Neuregelung der Lehrpläne für den Reli» gionsunterricht beschäftigen. — Die Tagung dürfte un» gefähr eine Woche in Anspruch nehmen. — lVon der Tüdliahn.) Der prov. Assistent Felix Kodriö und der Beamtenaspirant Leopold Samo. u > g in Adclsberg wurden nach Mattarello versetzt. ^, „^ lDie Einweihung uud Eröffnung der neuen Volksschule i» Tt. Veit ob Laibachj fand vorgestern nachm.ttags um 8 Uhr statt. Vor der bezeichneten Stnnde versammelte sich die Lehrerschaft und die Schuljugend der Ortschaft vor dem Schulgebäude, um dem feierlichen Akte beizuwohnen. Die Ortschaft prangte im Flaggen schmuck. Zur Feier, die in der Turnhalle des neuen Schulgcbäudes stattfand und wo auch zu diesem Zwecke ein Katheder mit der Büste Seiner Majestät des Kaisers aufgestellt war, waren erschienen: in Vertretung des Herrn Landespräsidentcn Herr Landes» schulinspektor Levcc, von der Vezirkshauptmannschaft Herr Oberkommissär Hofbauer, Herr Vezirksschnl' inspetlor Gabr « ck, die Gcineindeausschußmitglieder von St. Veit und Ober-^ta, letztere mit ihren« Nür. germeister Herrn Zakotnik, der Vanausfchnß so» wie der Ortsschulrat von St. Veit mit ihrem Präses, Herrn Velec, an der Spitze. Von der gewerblichen Fortbildungsschule in Laibach lvar Herr Lchrer Trat» nil, von der städtischen Schule am Graben in Laibach Herr Lehrer Sinrdelj zugegen. Nachdem Herr Kanonikus Kolar die Weihe des neuen Schulgcbäudes vor» genommen und die Festrede gehalten, begrüßte Herr Bele c die Feslgäsle, woranf er dem Oberlehrer nnd Schulleiter, Herrn Najec, die Schlüssel einhändigte. Herr Vezirksschulinspektor Gabriel gedachte in Iä». gerer Rede Seiner Majestät des K aisers, woraus die Kaiserhymne abgesungen wurde. Nach den Reden des Herrn Obert'ommissärs Hosbauer und des Herrn Landesschulinspektors Levec brachte Herr Oberlehrer Bajec den maßgebenden Faktoren den Dank der Lehrerschaft 'owie der Schuljugend für das neue Ge-bäude zum Ausdrucke. Nachdem noch eine Schülerin einen Gruß, weiters eine Schülerin und ein Schüler Deklamationen vorgetragen halten, war die offizielle Frier zu Ende. Nach der Feier lud Herr Pfarrer Z a. bret die anwesendeil Vertreter zu einem Imbiß ein, wobei unter Trinlsprüchen die Stunden bis zur Ab» fahrt des Abendznges rasch dahinschwanden. ^ Dos imposante, allen modernen Anforderungen entsprechende zweistöckige Gebäude gereicht dem Bauleiter, Herrn Rudolf Petz, der auch die Pläne hiezu ausgearbeitet hatte, zur vollen Ehre. Die Schule hat eine 46 Meter lange From und besitzt eine Wasserleitung, elektrisches Licht sowie eine Zentralheizung. Die großen, lichten und lustigen Schulzimmer bergen zur Zeit 500 Knaben .md Mädchen, die bei zwei Hanpttoren sowie auf zwei Stiegengängen in die Klassenzimmer gelangen können. Der freie Raum zwischen der ReichSslraße und dem Schulgebäude wird partartig angepflanzt, der Raum hinter dem Schulgebäude hingegen als Spielplatz für dll' Schuljugend verwendet werden. Die großen Kosten werden «m Wege der Amortisation, und z>oar zu ',w<>i dritteln ans den Zinsen der Andreas ViteuoStistnna nlld zu ) erhalten wir fulgcndc Mitteilung: Laut der nunmehr abgeschlossenen Abrechnung der Einnahmen und der Ausgaben des Landesl'omitces Krain der Ersten Internationalen ^aad. ausslellung Wien l910 betrug der dem Komitee" ver» bliebcne Überschuß 1948 l<. Zufolge des in der letzten Sitzung des ^andeskomitees gefaßte» Beschlusses wurde die,er Über,chuß zu gleichen Teilen, d. i. je der Neiraa von 9/4 X dem kramischen Jagdschutzvereine und dem l) ^''., n 11. Oktober wiederholte eingeleitet. Nach der Beschaffenheit der Vcbe»auneich° linngen mußte der Erdbebenherd in Mexiko vermutet werden. Diese Vermutung wnrde nun vollauf bestätigt. Es liegen bereits nähere Nachrichten vor, über eine zersiöreude Erdbebe» kalastrophe, von der' Nurdwest. Mer.iko Denura) und Südka/ifornicn heimgesucht n.'ur° de». T>as Erdbeben trat in der Nacht von Mittwoch aus den Donnerstag aus. Die Städte St. Ius6 Palmus, Ortitz nnd Gnaymas ivnrdcn in Schutt und Trum-mer gelegt. Unmittelbar nach dem Erdbeben wurde die Küste von einer ungeheuren Springslut überschwemmt die das Zerstörungswerk vollendete. 500 bis 700 Per-sonen fiele» den Elementarereignisftn zum Opfer. Die "achste Nebenauszeichnung setzte am 13. Oktober morgens em. Dieser folgten am' 14. Oktober neuerdings ^drei Aufzeichnungen.' Der Herd dürfte in den Antillen zu siichen sein. Nähere Berichte liege» bis heule nicht vor In der ersten Morgenstunde und mittags des 15. Olto» ber verzeichneten die Instrnlnente zwei weitere Fern» beben, wovon aber ersteres asiatischen Ursprunges sein - lPcrsoneu. und Laste»autolnobildertehr zwischen Idria und Loitsch.) Der Realitätenbesitzrr und .^in' dclsma»» Valentin Lapajnc in Idria erhielt diescrtaa, "n vierzylindriges Antomobil von 35 Nl'. Der Kraft wagen, der ein Gewicht von 2500 Kilogramm und einen Fassuiigsraum für 35 Personen oder 4500 Kilogramm H>m-e lMt, soll de» regelmäßigen Verkehr zwischen' Idria und titsch vermitteln. Die Abfahrtszeiten sind derarlia .^wählt, daß sie einen direkten Anschluß an die 4üae nach Laibach, eventuell Trieft möglich machen. Ebenso können Reisende, die nach Idria fahren wollen, ohne langen Aufenthalt in Luitsch das Auto benutzen. Das Automobil geht aus Idria um 6 Uhr früh sowie um 12 Uhr mittags ab und fährt über Loitsch um l)alb 9 Uhr vormittags und V^4 Uhr nachmittags nach Idria zurück. An Sonntage» wird es »ur gegen vorherige Bestellung verkehren. — Dieses »eue Verkehrsmittel bedeute» nicht nnr für Idria, sondern auch sür die Aus» flügler und die Reisenden, die geschäftlich Idria berühren müssen, einen großen Vorteil, nm so mehr als die Fahr» gebühr von Loitsch nach Idria nur 2 l< beträgt. Behufs Kolltrolle hat Herr Lapajne Fahrkarte» eillgeführl, die in Loitsch in der Restauration Hodnik mid in Idria bei ihm jelbst erhältlich sind. —5— — ellnmi,- „Man muß Laibachcr Zeitung Nr. 283. 2256 17. Oktober '191,1. sich strecken nach der Decken!" Gin wenig bei Appetit bleiben, dürfte nicht zur Hungersnot ausarten. — Weit-aus ungünstigcr als die Talbewohner und Städter sind die Insassen der Gebirgsweiler am Karstplateau über die heurige Wasseruot im Hochsommer hinweggekommen. Dort mußte der arme Familienvater dasür Sorge tra-geil, lXiß sein Haus und Huf nicht an der Wassernot zugrnnde gehe. Dem Städter und DorsbeNwhner in geschlossenen Ortschaften sind ähnliche Kalamitäten, wie sie den einschichtigen Karstbewohnern heuer entgegentraten, nicht besannt, ebenso, daß sie überhaupt zn bewältigen sind. In der Stadt und in größeren Ortschaften gab es heuer keine solche Wassernot, daß die Wohltaten der Wasserleitungen, Brunnen und Zisternen vollkommen erschöpft »norden wären. Und wenn eine oder die andere Wafserbezugsstelle aus Nationen gesetzt we«., den mußte, so war doch ein benachbarter Bach, Muß oder See genug naheliegend, um von dort durch einige Zeit der Wassernot abzuhelfen. Dant der Fürsorge des Staates und des Landes, daß seit mehr als zwanzig Jahren mit reichen Sulweutionen die Wasserversorgung .in Krain Zur Durchführnng gelangte. Aus diesem Grunde ist die heurige Wassernot in Krain nicht zur sonst gefährlichen Landplage gesteigert worden. Aber in stiller Resignation hat das brave Vergvolk am Karstplateau des Virnbanmer Waldes, oberhalb Eul und Heideuschasl, unter der schrecklichsten Wassernot gelitten. Nachdem die übliche Viehtränke, die sogenannte „Lolva" — Lache — erfchöpft und allsgetrocknet war und die kleine Hauszisterne bald darauf leinen Tropfen Wasser enthielt, war der Gebirgsbauer genötigt, sein durstend brüllendes Vieh znm Tale, fünf Stunden weit, fortzu» treiben und in Wartung zu geben. Wasser vom Tale heransznführen, würde bedeuten, seine Arbeitskraft und die Leistung der Zugtiere aufopfern und die Wirtschaft sonst brachiiegen lassen. Die armen Gebirgsbauern am Kovk mußten zu einer absonderlichen Wasserbeschafsung sür ihre Familien und ihre auf das Minimum reduzierte ViehlMung greisen. Auf dem Gebirgsplateau sind, im Walde verborgen, tiefe Abgründe mit dem herrlichsten Kristalleis, sogenannte „Ledenice", Eishöhlen, vorhanden. Vor Jahren, als noch keine ausreichende,^ Kunsteisfabriken in Görz und Trieft bestanden halten,' wurden aus den obangcführten Eishöhlen uamhafte Wagenladungen Natureis, in Säcken gefüllt, nächtlicher» weile in die beiden Städte verfrachtet. Seit mehr als Zehn Jahren ruht das einträgliche Eishacken in den Höhlen. Aber die mehr als 60 Meter tief hinabführenden Holzleitern, die seinerzeit zum Boden der Eishöhle eingebaut wurden, blieben glücklicherweise bis auf kleinere Schäden an der Tagöfsnnng unversehrt erhalten. Die Frusttemperatur des Innern der Eishöhle ließ in der Tiefe eine Vermodernng des Tannenholzes nicht ein-treten. Nach vollzogener Reparatur der kleinen Schäden an dem obersten Teile der Leitern stiegen die beherzten Männer ohne Licht hinab zur Eisgrube. Unten hackten sie Eisslücke mit einem schweren Veite von dem großen Eisblock solange ab, bis die, Traglast von etwa 5<> Kilogramm in einem sogenannten Heukurbe angesammelt war. Mit dieser Last stiegen sie wieder nacheinander empor zum Tage. Solche Höhlensahrten zur Eisgewinnung mußte jeder Besitzer am „Kovt" täglich mindestens vier nnternehmen. Das Eis wnrde hierauf am Wagen nach Hause geführt' vor dein Hause wurde das Eis aus einem Bretterdachs der Sonne ausgesetzt und das abschmelzende Eiswasser diente sodann der Familie und der Hauswirtschaft als Trink, uud Nntzwasser. In die» sen Gebirgsweilcrn herrschte die wahre nnd gefährliche Wassernot des heurigen Hochsommers, worüber zu berichten, das Erbarmen für das arbeitsame Vergvolk uns die Feder in die Hand drückt. Mögen diese Zeilen die Anregung geben, die Segnungen der Wasserversorgung in Krain recht bald auch den Insassen am Karslplaleau bei Col teilhaftig zu machen! — lGemeindeiiorstandswalilen.) Bei der am I?ten September vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Oberlaibach wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher Karl Mayer in Oberlaibach, zu Ge-lueinderäten Karl Mulley in Obcrlaibach, Ivan Oblak in Oberlaibach, Matthias Pe^kaj in Hrib, Franz Node in Alt-Oberlaibach, Robert Ziegler in Oberlaibach, Ivan Smrtnil ill Gruß-Ligojna, Joses Breöiö in Oberlaibach, Franz Hladnik in VIatna Brezuviea, Ivan Volj5 iil Oberlaibach und Franz Furlan in Verd. — Vei der am 1. Oktober vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Na3im wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher Andreas Ale5, zu Gcmeinderäteu: Jakob Kuisie und Anton Sirnik, alle in Na^iea. — ten in den Straßengraben, erhoben sich aber bald wieder und fuhren Weiler. — Wn ungeratener Sohn.) Ein Vesitzerssuhn aus Ober»Senica bei Zwischenwässern tam diesertaqc in betrunkenem Zustande nach Hause lind provozierte mit seinem Vaicr einen Streit. Er wurde gewalttätig, er-griff eine Erdhaue und wollte damit auf seinen Vater losschlage»,. Zwischen den beiden entstand nun em Ningen', bis es schließlich dem Vater gelang, dem Sohne die Erdhalie zu entwinden, doch siel er hiebe, an eme Mostpresse und zog sich au der linken Hand eimge Ver» letzungen zu. — lMrsche,, bei Mostfässcrn.) Seil etwa 14 ^agen wurde aus den am Staalsbal)nhofe in Unter^i^ka fur verschiedene Weinhändler einlaugenden und lagernden ^ Weinsässern Most gestohlen, ohne daß man den Tälern auf die Splir kommen tonnle. Am 11. d. M. nun wurden mehrere Bnrschen aus Unler-si^ka von einem Bahn-bediensleten ertappt, als sie gerade mittelst Schilfrohren Most aus den Fässern zogen und tranken. Als s,e sich entdeckt sahen, ergriffen sie die Flucht, wurden aber erkannt. — lEriaPPte Wilddiebe.) Am 8. d. M. vormittags bemerkte eiu Jäger aus Laibach unweit Mariafeld einen Wilderer, der, als er sich ihm nähern wollte, die Flucht ergriff. Er wurde aber vom Jäger verfolgt und festgenommen. Der Wilderer wollte sich zur Wehre seken, doch unterlag er dem kräftigen Jäger und mußte sich's gefallen lassen, daß ihm dieser das Gewehr ab-nahm/Nach Feststellung seiner Identität wurde er wie-der freigelassen. Der Wilderer hatte be, der Festnahme seiuen Unwillen darüber geänßerl, daß er schon beim ersten Wildern ertappt worden sel. — Vei einer am 8. d. M. in der Waldnng nächst Sneberje abgehaltenen Jagd bemerkte eiu Jagdaufseher, daß sich ein Jagdhund in einer vuu Wilderern zum Selbstfauge von Hasen ausgestellten Schlinge gesangeil hatte. In der nächsten Nähe waren »och mehrere Schlingeu aufgerichtet, die. der Jagdaufseher unberührt ließ. Am folgenden Morgen hielt er an jener Stelle Vorpaß auf Wilderer. Gegen 7 Uhr früh kameil tatsächlich zwei junge Burschen, um bei den Schlingen Nachschau zu l)alten. Als der Jagd-aufseher aus seinem Verstecke hervorsprang, ergriffen sie die Flucht, wurden aber von ihm erkannt. — «Mtrcidediebstähle.) Vor 14 Tagen brachen zwei junge Vurscheil aus St. Georgen, Bezirk Krainburg, ins versperrte Haus der dortigen Besitzerin Katharina Logar ein uud entwendete», einen Sack Roggen, den sie sodann einem Besitzer zum Kaufe anboten. Sie durchsuchten auch einen Kasten, dürften aber darin nichts Passendes gefunden lMen. Ill der folgenden Nacht haben unbekannte Diebe der gleichen Besitzerin aus der unversperrten Dreschtenne gegen 8 Mcrling Roggen gc-stöhlen. " lVon Soldaten überfallen.) Als Sonntag abends zwei Tischler durch den Park auf dem Tabur gingen, wurden sie plötzlich ohue jede Veranlassung von zwei Soldaten des 27. Infanterieregiments überfallen und mit dem Bajonett iu deu Rücken gestochen. Die Über» sallenen zeigten deu Fall zuerst in der nahen Kaserne nnd sodann bei der Polizei an. Wie verlautet, hat d< r Inspektionsoffizier einen der Täler bereits ausgeforfchl. " sAlte Trunleuliolde.) Sonntag abends schrie ein bekannter Trunkenbold in der Ienwgasse und fiihrte derarl nnslälige Redeil, daß die Passanten einen Sicher» Heilswachmann herbeiriefe»,, der den Alkoholiker verhas» tete. Iu der Prcnakgasse machte sich abeuds eiu Trunkenbold ein Nachtlager zurecht und schlief in Ruhe ein. Ein Sichcrhcilswachmann ließ ihn mit dem Zellen« tvagen iu den Kotter abführen. * Mn nubcfugter Vogelfänger.) Sonntag nachmittags ertappte ein Sicherheitswachmann aus der Unter-trainer Straße ein bekanntes, vom Goloveeberge gekommenes Individuum und konfiszierte ihm eiue Menge Vögel nebst Leimruten. " (Ein unbefugter Fischfänger.) Samstag nachmittags beanständete ein Sicherheitswachmann an der Petersbrücke einen unbefugten Fischer, dem er das Fisch< zeug uud mehrere Fische konfiszierte. " l.Vo»l einem Hunde angefallen.) Sonntag nach-mittags übersiel ein Huud, der vom Kobischen Holzplak heraus gekommen »rnr, einen Versicherungsbeamlen nnd brachte ihm am rechten Unterschenkel eine b^eutende' Bißwunde bei. ! " lVcrloren.) Ein Geldtäschchen mit 21 lv, ferner ein silbernes Anhängsel, ein Brillantring im Werte von 200 l<, ein silbernes Halsketlchen mit einem Engel' chen, eine Zehnkronenuute, ein Geldläschchlii mit einer Fünszig/ronennote und drei Zehntronennoten, eine Zwanzsglrouennote, ein Fünfkronentaler, ein Damen-gürtel, ein silbernes Armband und ein Geldtäschchen mit 11 X. " W» total betrunkener Fuhrmann.) Gestern nach. mittags hielt ein Sicherheitswachmann auf der Vle,-Weisstraße ein Fuhrwerk an, dessen Wagenlenker total betrunken auf dem Wagen lag. Der Sicherheitswach' mann begleitete das Fußrwerk bis zum Eigentümer au der Trieft«' Straße. " Wegen eines Tittlichkeitsdeliktcs verhafte.) Gestern nachmittags verhaftete die Sicherheitswache eine», 61jährigen Hausierer aus Uulerkrain wegen eines an einem Schulmädchen versuchten Silllichkeilsdelittes. Er wurde dem Laudesgerichle eiugeliesert. " lOlidachlose.) In'einer der letzten Nächte meldeten sich bei der Sicherheilswache mehrere obdachlose Per» souen beiderlei Geschlechtes. Einige wurden in ihre Heimntsgemeinde abgeschoben, andere mit Geldun^er-stütznngeu beteill. "' lMefu,lden.) Ein Handwagen, eine Bauknote, einige Kronen Geld, ein größerer Geldbetrag und ein silbernes Armband mit einem Anhängsel. — sWetterbericht.) Das Hochdruckgebiet, das über der Ostsee lagerte, hat sich bedeutend verstärkt und süd« westwärts verschoben. Es umsaßt heute fast ganz Europa und weist einen Maximaldruck von über' 780 Milli» meiern auf. Das vorwiegend heitere, stellenweise nebelige Wetter hält allgemein an. Die lebhaften öst-lichen nnd nordöstlichen Winde brachten für die nörd« lichen Gebiete der Monarchie eine rapide und bedeutende Temperaturabuahme, die sich uun anch gegen Süden Weiler ausdehnen wird. An der Adria weht leichte Vora. Iu Laibach trat uach dem gestrigen schönen uud mch» heileren Wetter heute nachts volle Bewölluug eiu, wo-bei ein rascher Temperatursturz erfolgte und der Luft« druck noch weiter stieg. Die heutige Morgenlemperalur betrug bei bewölkten,' Himmel und schwachen uordöst. lichen' Winden 7,2 Grad Eelsius. Die Veobachtungs-slatiouen meldeten folgende Temperaturen von gestern früh: Laibach 10, Klagenfurt 7, Görz 12, Trieft l5, Pula 14, Abbazia 11, Agram 8, Sarajevo 7, Graz 9, Wien 8, Prag 5, Berlin 1, Paris 8, Nizza 14- die Höhenstationen: Obir 0, Semmcring 7 Grad Celsius. Voranssichtliches Weiter in der nächsten Zeit für Laibach: Meist leicht bewölktes und kühles Wetter bei nörd-lichen Winden. — ^Verstorbene in Laibach.) Am 16. Oktober wur< den folgende Todesfälle gemeldet: Karl ßere, Privater, 42 Jahre, Petersdamm 59' Jeaunette Schott, Eisen« bahnexpedienlensgallin, 67 Jahre, Maria Theresien» straße ll; Johanna Kuhar, Banksekretärsgattin, 63 I., Petersstraße 86' Maria Koejer, Gemcindearme, 73 I., Maria Ku^lrin, Maurersgatlin, 29 Jahre, Simon Bajc, Gemeindearmer, 69 Jahre, Elisabeth Pi2em, Arbeiterstochter, 4 Jahre, Stephanie Novtar, Werkführerstochter, 22 Jahre, Franziska Oätir, Fabriks-arbeilerin, 20 Jahre, Rudolf Bom-ar, Bäckermeisters, nnd Nesitzerssohn, 32 Jahre, Franz Presiopavec, Bett« ler, 51 Jahre, Helena öterlekar, gewesene Magd, 60 I., Aloisia Lugar, Arbeilersgaltin, 52 Jahre — alle im La n des spi tale. — lÄl'ltemalograph „Ideal".) Das Programm für Dienstag bis Donnerstag ist durchaus sehenswert. Der PrachlsNm „Enoch Arden" wird bei allen Vorstellungen vorgeführt. Enoch Arden ist eine meisterhafte Dar-slellung des gleichnamigen Gedichtes von Alfred Tennyson und zeichnet sich durch prachtvolle Szenerien und großartiges Spiel aus. „Ein Blick auf den Vesuv" ist eine herrlich kolorierte Naturaufnahme; für Humor sorgt das Bild „Der widerspenstige Gatte". — Freitag Spezialabend, Samstag „Zigomar, der König der Banditen, im Kampfe mit Paul Vroquet", ein' Film, der alles bisher Gezeigte übertrifft. Theater, Kunst und Literatur. "" Miser Franz Ioseph°Iubilnumotheater.j Es werden nun regelmäßig fünf Vorstellungen wöchentlich stattfinden, die sich auf folgende Tage oerleileu: Dienstag, Donnerstag, Samstag, Souutag nachmittags uud Sonntag abends. — Die erste Kindervorstellung, die Sonntag nachiiiltlags stattfand, erfreut sich infolge, !>er prächtigen Anostatliüisl m'd humowollen Ausführung allgemeincr Anerlenining. — Die übermütige Operette, „Tie keusche Susanne", dürfte, wie die beifallslusliqe Ausnahme der dritten Wiederholung vor nahezu aus-verkauftem Hauje bewies, noch manche Wiederholung erleben. Nebst deu schon genannten Künstlern gebührt auch Herrn Klein für seine humorreiche Darbietung warmes Lob. — lZus des deutschen Theterkanzlei.) Zur heutigen Aufführnug des Lusispiele5 „Renaissance". — Aus Verseheu wurde im Personenverzeichuis am Theater-zettel der Tarsteller des Malers Sylvio Herr Heim vergessen anzuführeil, was hiemit uaehgetragen wird. Für diese Aufführung zeigt sich im Publikum das regste Juteresse,' der Besuch dieses reizvollen Stücüs kann auch jungen Damen empfohlen werden. — Dunnerstag ge« iangt die seit Jahren nicht gegebene Operette „Wiener Blut" zur Darstellung. Die Handlung des Werkes ist durchaus lustig und heiter uud Johann Strauß hat dar-über eine Fülle seiuer reizendsten Melodien gegossen, die der beliebten Operette stets deu Ersulg sichern. In den Hmlptpartien sind die Damen Kamilla Viol in, Hedi La m bau er nnd Mina Frauuer sowie die Herren Walde», be rg, Hildebrandt, Nerko und T w e r dy beschäftigt. — Samstag steht der Ope-rellenschlager „Die keusche Susanne" zum viertenmale auf dem Spielplan. Geschaftszeitung. — ^Grundpreise für Prodnzentenanbote auf die Lieferung von Hafer und Noggen für das k. u. k. Heer.) Die k. und k. Intendanz des 3. Korps hat der Handels» und Gewerbekammer in Laibach ein Exemplar der Ver« lanlbarung der Gruudpreise aus die Liefernug von Roggen und Hafer, dann der Vekannlgabe des genauen Erfordernisses an diesen Verpslegsartikeln sür Regie-zwecke des k. und k. Heeres in der Sicherslelliiiigsperi'ode 1912 zugesendet. — Interessenien liegt die Verlaut» baruug im Kammerbureau zur Einsichtnahme aus. -^ lMe»ageartikel°Ankauf.) Die k. u. k. Menage-sicherstellungskommission in Pola leilt der Handels- und Gewerbekammer in Laibach »nil, daß sic für die Station Pola nach kaufmännischer Usance verschiedene Menage» artikel lauft. Darunter befindeil sich größere Mengen von Salz, Mehl, Gries, Graupen, Kaffee, Bohnen, Erbsen, Reis, Linsen, Zucker. Es werden nur schriftliche Offerte angenommen. Diese müssen bis 24. d. M. U) Uhr vormittags bei der k. u. k. Menagesicherslcl. luugskommission in Pola überreicht werden'. — Ein Ezemplar dieser Ausschreibung, welche die näheren De> tails, Bedingungen und die Mengen der zu liefernden Artikel enthält, liegt im Bureau der Handels, und Gewerbekammer iu Laibach zur Einsichtnahme auf. Laibllchei Zeitung Nr, 238, 22K7 ____ 17, Oktober 1911. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Nureaus. Die Hochzeit im Kaiscrhause. Wien, 16. Okwbor. Die „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Der Majordomus des Papstes, Monsiglwre Bis-letti, trifft heute aus Rum hier ein, um in Vertre-tung des Papstes am 21. d. die Trauung des Erzherzogs Karl Franz Josef mit Prinzessin Zita von Parma ,n der Kapelle des Schlosses zu Schwarzcm vorzunehmen. Nach den, Tranunqsatle wird der Majordomus dent Paare wn apostolischen Segen erteilen und mit einem Geschenke ein Handschreiben des Papstes überreichen. Donnerstag den 19. d. wird Seine Majestät der Kai» ser den Monsignore Bisletti in der Hufburg in be-sondcrer Audienz empfangen. Wie wir erfahren, ernannte der Kaiser die Gräsin Gabriele Thun-Hohen« siein, geborene Prinzessin Lobfowitz, Gemahlin des Oberjägermeisters Grafen Thun-Hohenstein, zur Oberst, hofmeisterin und die Freiin von Lndwigstorff zur Hof° dame der Prinzessin Zita. König Friedrich August von Sachsen trifft am 20. d. in Wien ein, um der Hochzeit seines Neffen Karl Franz Josef beizuwohnen. Das Präsidillm des Abgeordnetenhauses beim Kaiser. Wien, 16. Oktober. Seine Majestät der K aiser empfing in den allgemeinen Audienzen kollektiv das Präsidium des Abgeordnetenhauses mit Dr. Sylvester an der Spitze. Der socialdemokratische Vizepräsident zählt,' nicht unter den Empfangenen. Der Prinzrcgcnt uun Bayern. München, 16. Oktober. Über das Befinden des PrlnzrcA'liten wird von den Leibärzten aus Berchtes-Mde» mitgeteilt, das; bei ihm gestern Bronchialkatarrh ausgetreten ist. Die vergangene Nacht verlief ruhig. Die Morgentemperatur ist normal, das Allgemeinbefinden nicht wesentlich gestört. Der italienisch-türkische Krieg. Rom, 16. Oktober. Ans Tripolis wird uum gc» strigen gemeldet- Nierzehn Schiffe mit dem restlichen Teil der ersten Staffel der Expeditionstruppen sind hier vor Anker gegangen. Mit der Ausschiffung wurde sofort begonnen. Die Landung der auf den früher eingetrof. fencn Schiffen befindlichen Truppen ist beendet. Die Lage ist unverändert. Konstantinopel, 16. Oktober. Es verlautet, daß am 12. d. früh ein neuer Kampf zwischen 5W Mann tür> kischer Truppen und den Italicnern in der Nähe des Brunnens Nnmelian stattgefunden habe. Die Italiener hätten 23 Tote und 14 Verwundete, die Türken )rei Tote und zwölf Verwundete gehabt. Rom, 16. Oktober. Die „Agenzia Stefani" be-Zeichnet eine Wiener Meldung von einer Mubilisiernng vun Armeekorps in Nordilalien und Dislozierungen oon Truppen gegen dir Ostgrenze als tendenziös und jeder z Begründung entbehrend. Konstantinopel, 16. Oktober. Den Blättern zufolge sind alle italienischen Schulen in der Türkei gesperrt und die Lehrer aufgefordert worden, die Türkei zu ix'r» lassen. London, 16. Oktober. „Daily Chronicle" meldet aus Kunstantinopcl: Es sind Anstalten getroffen worden, unter den Auspizien der interparlamentarischen Union eine Abordnung vun sechs Senatoren und Deputierten nach allen Hauptstädten Europas zu entsenden, die alle Nationen für eine schiedsgerichtliche Regelung von Streitigkeiten gcwinucn und sich bemühen sollen, anf Italien dahin einzuwirken, daß es seine Ansprüche dein Haager Schiedsgericht unterbreite. Durch eine Sul> fkription soll hierfür ein Fonds Von 20.0N0 Pfund auf» gebracht werden. Der Sultan hat die ersten tauscnd Pfund gezeichnet. Konstantiuopcl, lL. Oktober. Stead, der vom Sul» tan gestern in Audienz empfangen wurde, legte feinen Plan für die Friedensaktiun dar. Hiernach sollten in die europäischen Hauptstädte oltomanische Deputationen ^aller Nationalitäten cntsandt werden, um zugunsten des Friedens und der Wahrung der Rechte der Türkei zu arbeiten. Da der Friede am stärksten durch die Balkan» staalen bedroht sei, sollicn die Deputationen zunächst auf diese einwirken. Nom 16. Oktober. „Giornale d' Italia" meldet aus Tripolis-'Gestern erschirnen 150 türkische Offiziere auf dem italienischen Generalkommando und lieferten ihre Waffen aus. Allgemein herrscht die Anficht vor, daß die türkischen Truppen, die ohne Offiziere dastehen, und Mangel an Lebensmitleln leiden, sich demnächst unge-achtci der gegenteiligen Ordre aus Nonstantinopel er« qeben werden. Konstantinopel. 16. Oktober. Dem „Ilbam zu-folge sei die Pforte geneigt, Italien zur Lösung der Tripolissrage folgende Konzessionen zu machen: Das Vorrecht für Eisenbahn», Hasen- nnd Straßenbau ten, das Vorrecht des Minenbetriebes und die Cession eines Terrains als Kohlendepot. Rom, 16. Oktober. Nachrichten aus Benghasi zu» folgl', fürchtet man für das Schicksal des bekannten Ordenspricsters Pater Humbert, der ein Institut lei-tet, in dem ungefähr 9W losgekaufte Sklabenkinder untergebracht sind. Es ist das Gerücht verbreitet, daß Humbert von Fanatikern getötet worden sei. Die Cholera. Trieft, 16. Oktober. Das Sanitätsdepartement der hiesigen Statthalterei teilt im Zusammenhange mit dem gestrigen Commuiiiqu« mit: Durch die am 16. d. mor« geus beendete baklcriologische Untersuchung wurde fest» gestellt, daß es sich bei dem Bauern Johann Radus in Torre im Bezirk Parenzo mn keine Cholera handelt. Dagegen wurde bei dem am 14. d. in Vertuki bei Capo« diftria an leichten Erscheinungen von Brechdurchfall er. krankten zwölfjährigen Baucrnsohn Milan Peharz am 16. d. Cholera festgestellt. Der Kranke und alle mit ihm in Verührnng gestandenen Personen wurden isoliert. Budapest, 16. Oktober. Die Sanitätsabteilung X's Ministeriums des Innern teilt mit, daß aus der Pro. vinz einundzwanzig verdächtige und drei Chuleraerkran-kungen gemeldet wurden. Bei den am 13. d. in Budapest vorgekommenen zwn verdächtigen Erkrankungen wurde asiatische Cholera nachgewiesen. Das Erdbeben in Sizilien. Giarre, 16. Oktober. In den durch das Erdbeben betroffenen Ortschaften wurden bisher 14 Tote und viele Verletzte unter den Trümmern hervorgezogen. Die Kommunalwahleu in Belgien. Brüssel, 16. Oktober. Die gestrigen Kommunal' Wahlen ergaben für die Hauptstadt Brüssel und alle Vorstädte den Sieg des Kartells der Liberalen und der Sozialdemokraten. Die Katholiken sind hier auf der ganzen Linie geschlagen. In der Provinz zeigen sich außer in den größeren Städten keine wesentlichen Änderungen i„ der Zusammensetzung der Stadt, gcnn'inden. Gestohlene Bricfsäcke. Paris, l6. Oktober. Im Hauptpostamte von Ton» louse wurden zwei Vriefsäcke gestohlen, wovon der cine Wertsendungen im Betrage von 100.000 Franken nnd der andere die Summe von 60.000 Franken teils in Papieren enthielt. Gorkij schwer erkrankt. Nerlin, 16. Oktober. Wie der „Lukalanzeiger" aus Petersburg meldet, ist Maxim Gorkij in Capri schwer erkrankt. Die Revolution in China. London, 16. Oktober. Das Reuter-Bureau erfährt, die Wesleanische Missionsgesellschaft halx aus Hankau ein Kabeltelegramm erhalten, wonach der britische Konsul angeordnet habe, daß alle britischen Untertanen Wutsäxmg, Hanjang, Hankau und Kioanglsi zu verlassen haben. London, 16. Oktober. Ein hiesiges Blatt meldet ans Peking unter dem 15. d.: Bis Dienstag wcrden fünf-! nnddreißig Züge mit insgesamt viernndzloanzig tausend Mann die Fahrt nach Hankau angetreten habeil. Ueuelte telephonische Nachrichten. Aqram, 17. Oktober. Gestern sind hier die Arbeiter! der Zementfabrik „Croatia" wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getreten. Es kam zu Exzessen, bei denen auch Gendarmerie intervenierte. Hicbei sollen aus den Reihen der Arbeiter auch zwei Schüsse gefallen sein. Paris, 17. Oktober. Achmed Riza hat an die Dele-gation der französischen Friedensgesellschaft cinm scharfen Protest gegen das Vorgehen Italiens und die Nichtintervention' der übrigen Mächte gerichtet. Konstantinopcl, 16. Oktober. Am 14. d. M. gaben drei italienische Torpedoboote im Archipel Schüsse gegen türkische Schiffe ab. Ein Torpedoboot schleppte einen Segler nach Mytilene. , Konstanlinopel, 17. Oktober. Die Abgeordnelen von Tripolis brachten im Parlaimnt einen Antrag aus Er-Hebung der Anklage gegen das frühere Kabinett ein. Der Antrag wurde einem Sonderausschusse überwiese,., Peking 17. Oktober. Amtlich wird bekanntgegeben, daß heute abends nach Abgang des sibirischen Postzuges der Personenverkehr auf der Strecke Peking—Tientsin eingestellt wcrden wird.__________________________ VecantwortlicherNedakteur: Anton Fu«tel. Gutachten des Herrn Dr. M. Modiauo, gew. Internarzt der allgemeinen medizinischen Klinik der Universität zn Turin, Saloniki. Herrn I. Serravallo, Trieft. Seit vielen Jahren verschreibe ich den „SerravalloS China-Wein mit Eisen" den Rekouvalcszenten von Malariafieber oder Infektionskrankheiten im allgemeinen mit vorzüglichen« Resultate. Saloniki, 29. Mai 1909. (4762) Dr. Modiano. Neuigkeiten am Büchermarkte. Deubel E., Veranschlassung und Verdingung von Bau» arbeiten in Zusammenlegungsjachcn, gbd. X 10 8(1. — Dc» orient E,, Familienforschung, gbd. X 1'50. — Egelhaaf Gottlob, Geschichte der neuesten Zeit vom Frankfurter Frieden bis zur Gegenwart, gbd. X 12—. — Eichberg Ar. Franz, Die Photogrammetrie bei kriminalistischer Tatbestandsaufnahme, X 3 60. — FallsI. C. E., Drei Jahre in der lybischen Wüste. gbd. X12—. — Fran! Oswald, Deutschland und die Modernismusbewegung, X —90. — Frech F., Aus der Vorzeit der Erde, VI.: Gletscher einst und jetzt, gbd. X 1 50. — Gare is Dr. Karl, Reichsversicherungsordnunss mit Ein» führungsgeseh, gbd. X 3 60. — Gart, Prof. M., Brandproben an Eisenbetonbauten. X240. — Geißler Pius, Die Domp» teufe, X 6 ^ . — George Lloyd. Bessere Zeiten, X 360. — Gilgen Hermine von, Kochbuch für Zuckerkranke, gbd. X4-—. Vorrätig in der Vuch«, Kunst« und Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr ° ^K ZZ? M „,,. Ansicht ZaZ - Billet, t. l. Hofrat. Idria. Zavrsnit. t. t. Notar, s. Gemahlin. Zirt-nih. — Dr. Ploj. l. t. Notar. Tscheruembl. — Dr. Mühleisen, Aduokat, W. Feistritz. — Stöckl. Bergverwalter, Gottschee. — Krulich, Inspektor; Steindl. Kfm.. itlagenfutt. — Müller, Kfm., s. Geinahlin, Riga. — Neumann, ttfm.; Weiß, Möller, Suschm», Kohn, Mieses, Mandler, Hafner, Rsde., Wien. -Tervoort, Nsd., Crefeld. — Markgraf, Nsd.. Linz, — Eröß, Rsd,. Budapest. — Fru, Finger, Rsde.. Prag. — Atheldcr, Bezirtsamtsassrssor, s. Gemahlin; Maschke. Profcssorsgattin, München. — Stuller, Vorstand der deutschen Org. «Anker», Graz. — N'raupp, Ingenieurswitwe, s. Tochter, Iaüerburg. -Repit, Beamter. Belgrad. — Kottnig, Chemiker; Mrchgehner, Student. Marburg. — Dr. Fridezto, l. l. Nahnsetretär; Ram> boufet, Holzhändler. Trieft. — ZakrajZek, Privat, Bischoflack. — Mulley, Privat, Oberlaibach. Soeben erschien : Tx*ipolis und das Östliche Mittelmeer, der Sohauplatz des italienisch - türkischen Konfliktes bearbeitet von Paul Langhans. I N IIA L T . Hanptkarte des östlichen Mitlelmeeres mit den itilienUeheit und türkischen Maehtsphiiren und Angabo der Haupt-sitze der italienischen Interessen in der Türkei, der italienischen Danipferlinien, der von Italien beanspruchten Einflußgebiete auf türkischem Boden, der italienischen Kriegshäfen und Einschiffungspunkte der Landungstruppen usw., Maßstab 1:3,500.000. Das türkische Vilajet Tripolis und daB türkische M«tei-sariflik Bengasi, Maßstab 1:7,500.000. Die Befestigungen der Stadt Tripolis und ihre Oate, die Muachia, Maßstab 1:125000. (3938) 10-8- Ansicht der Stadt Tripolis vom Meere aus. Ein Blatt 70X93 cm in Umschlag Preis: E 120, mit Postzusendung K 1*30. Zu beziehen von lg. v. Kleinmayr & Fed. Bambergs Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung HiaiToacla., I^ongr^essplatz ijTr. 2. £ Sciiöne a I Wohnung1 I ¦ bestehend aus fünf Zimmern und Kücbe, W I Jahreszins K 800"—, ist unter der Hand I ? zu vermieten. a Anfrage in der Administration dieser t^ Zeitung. (4114) 2-1 Aktlenkapital: 150,000.000 Kronen. tills, Virkaif und Belehnung vtn Werl- paplini; BIrtenordrei; Verwaltung ?H Bepoti, Safe-Deposits etc. Filiale der K.. K. priu. Desterreichischen (1750) in Laibach Creffl-flnstalt fir Handel und take Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Etcorapte von Wechsels ¦. IWrlwo; Sslfl -einlagen geg. Einlagibflelur i.Ik Konto Karrtnt; Mllitar-HeiratikaitlMai ata. Kurse an der Wiener Börse vom 16. Oktober lOlf • SchlußkurB Geld |Ware 111g. Staatsschuld, j Proz. „ (Mai-Nov.)p.K.4 91-40 91-60 P **/• •¦ .1 P' U.4 91-40 91-60 -S k. et. K. (Jan.-Juli) p. K.4 91-40 9V6i> ¦ „ „ p. A.4 91-40 91-60 5 4J»/#*.W.Not.Feb.Aug.p.K.4>2 9460 94'tiO Ja 4a*/, ,, ,, ,, ,, p.A.4'2 94-60 94-80 £ 4'ä0/, „ Bilb.Apr.-Okt.v.K.4-2 9466 94-S6 WU-8»/o ,, „ ,, „p.A.4-2 94-66 94St LoseT.J.J8flOzu500fl.ü.W.4 167B 163t LoBCV.J.IHGOzulOOll.ö.W..* 421 — 43S-- LoBev.J.lSMzulOOfl.ö.W.... 603— 616- LO80T.J.18W7.U 6011.Ö.W.... 303- 309-- St-D»Ä*n.-Pf.l20fl.b00F.6 188-60 2SQ60 Oestorr. Staatsschuld. Oeat.StaatanchatzBch.stsr.K.4 996b 99-86 Oest.Gddr.ßtsr.GoldKasse..4 imS6 116-66 „ „ ., ,, p.Arrgt. 4 lit 36 116-66 Oest-R»ntei.K.-W.stsr.p.K..4 9140 91-60 ,, ,, „ „ ,, ,,U. .4 9140 91-60 Oest.lnTcet.-Rent.Btfr.p.K.aVj 8Q-— 80-20 Franz .losessb.i.Silb.(d.S.)5V< 112-46 H3-4t Galiz. KarlLudwigsb.ul.SU4 9220 9,1-20 Nordwb.,ö\u.südnd.Vb.(d.S.)4 9/60 9260 RadolfBb.i.K.-W.stfr.(d.S.)4 91*0 92-80 Tom Staats i. Zahlung Uberu. BiNemkahn-rrioritütR-Oblig. Bühm. Nordbahn Em. 1882 4 114-7$ 116-76 Bt)hm.>Ve8tbnhnEm.l8H5. .4 98- 94-- Böhm.Weetb.Em. 1895i.K. 4 92-60 ctä-6t Kerd.-Kordb.E. 18H6(d. S.).-4 96-10 96-10 dto. E. l«04(d.St.)K....4 96-^0 96-10 Franz Jcm-ssb.E. 1884(d.S)S 4 93-76 94 76 üalir.KarlLudwipl).((l.St.)S4 92-90 9390 Laib.-Stein l,kb.2ü()n i000fl.4 92-60 93-60 Lern.-Cz«r.-J.E. 18i)4)d.S.)K4 92-40 9340 Nordwb., Oe»t. 200 II. Silber 6 102-— 103-- dte. L.A E. 11)03(d.S.)K8V2 S3 3i\ S4-36 Schlaßkurs Geld | Ware Pro«. Nordwb.,üest.L. B.20Ofl.S.5 102-- 103- dto. L.B.E.19()8(d.S.)K3Vj 83-36 84-36 dto. E.1885 200U.10O0Ü. S. 4 93-90 94-90 RndolfsbahnE.188Hd.S.)S. 4 92-60 93-60 Staatscisenb.-G. &00 F.p.St. 3 37i>-~ 8S3-— dto. Ergz.-NetiöOOF.p.St. 3 «77--- asi- SüdnorddoutscheVbdgb.fl. S. 4 92-70 98-70 Ung.-gal.K.E.lK87 200 Silber 4 92/0 93-10 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskasBenBch.p.K.41/, 99-60 looio Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 tii-06 ur2t UriR. Rente i.K.atsr.v.J.1910 4 90-60 90-Sll Ung. Rente 1. K stfr. p. K.4 SO-^0 so SO Ung.PrämJen-AnlehenalOOfl. 481'— 443-— U.TheiBS-R.u.Szeg.Prm.-0.4 300-- 312--U.Grundentlastg.-Oblg. ö.W. 4 90-70 9170 Andere öffentl. Anlehen. Bs.-herz. Eis.-L.-A.K.1902 4'/j 98'8t 99'86 Wr.VcrkeLrsanl.-A. verl. K. 4 9180 92S0 dto. Em.lOOO verl. K . . .. 4 92 - 95"- Oalizisches v. J. 1893 vcrl.K. 4 92-80 93-80 Krain.L.-A. v.J. 1888 ö.W. .4 9410 96-10 MährischeBv. J. 18'J0v.ö.W. 4 93-86 94-8t A.d.St.Budap.v.J.lOObv.K. 4 90-16 9ru Wien (Elck.) y. J. 1900 v. K. 4 92-60 93-tO Wien (Invest.'v. J.190ÜV.K. 4 9310 94-10 Wicnv.J.l'JOK V.K.......4 92 80 9380 Rukb. St.A.1906f.lOOKp.U. ft /02 96 103-46 Bul.St.-Goldanl.l907 100K4VJ 92-76 93-70 Pfandbriefe uad Kommunalobligationen. Ilodenkr.-A. öst., sioj. ö. W. i 92-66 93-60 Bodcnkr.-A.f. Ualmat. v.K. 4 D976 100-76 Bolim.HypolhekenbankK . . 5 /O0'«0 /0/-60 dto.Hypothbk., I.67J.V.K.4 94-60 9490 dto. Lb.K.-ScbuldBch.,f)0j.4 »5-— 94 - dto. dto. 78 J. K.4 98-— 94-- dto. E.-Schuldach. 78 J. 4 B8-— 94'— SchluCknra Geld 's Ware Pro«. *~™~~~~-^~~ Galiz.Akt.-Hyp.-Bk.......b HO— — • — dto. inh.50j. verl.K. 4«/» 98-90 99-90 Galir.Landesb.51V,J.v.K.4Vi 99-— 100-— dto. K.-übl.lU.Em.42J 4>/, 9«-« 99-26 Intr. Bodenkr.-A. 36 J.ö. W. 5 lotto 102 — lBtr.K.-Kr.-A.i.62VjJ'K.. 4»/j /00 60 101 — Mähr.Hypoth.-B.ö.W.u.K. 4 93-60 94-60 Nied.-ÖBt.Land.-Hyp.-A.66J.4 B4— 96-— Oe8t. Hyp.-Bank i. 60 J. verl. 4 98-60 94-60 Oest.-ung.BanköOj.v.ö.W. 4 96 46 97*6 dto. 50 J. v.K..........4 97/0 9810 Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 4>/2 98-26 99-26 Comrzbk., Pest. Ung. 41J.41/, 987t 99-76 dto. Com. 0. i. 50i/2 J. K 4'/j 98-26 9926 Henn.B.-K.-A.i.50J.v.K4V3 98-76 9976 Spark.InnerBt.Bud.i.60J.K4'/j 9S-— 99-- dto. il)h..r>0j.v.K.....4x/4 91-90 92-90 Spark.V. P.Vat.C.Ü.K .. 41/, 98-— 99-- Ung. Hyp.-B. in Pest K . .. 4Vj 9S-60 99-60 dto. Kom.-Sch. i.50j.v.K4>/a 9S-60 99-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.18H9(d.S.)S.4 90-66 9166 dto. Em. 1908 K (d.S.) . . .4 92 16 9316 Lemb.-Czer.-J.E1884300S.3-6 86-60 S6-60 dto. 300 S............4 91-10 92-10 Staateeisenb. Gesell. E. 1896 id. St.) M. 100 M........3 89-~ 90- Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2t> 263-70 264-70 UnttrkrainerB.(d.S.)ö.W. .4 94-~ 96 — Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.1880alOOfl.8X 29S'" W~ detto E. 1889 k 100 sl. . . . 3X 271~ 27«'~ Hypoth.-B.ung.Präim.-Schv. j, 1OOfl. .....4 147-60 268-60 SerL.Prümi'en-Änl.äiooFr. a 128-60 129-60 Bud.-«OBilica(Domb.)öh\ö.W. 36-40 89-40 Cred.-Anst.f.H.n.G.lOOfl.ö.W. 494-- 606- Laibach.Präm.-Anl^Ofl.ö.W 81-60 87-60 r>chlüßVurs Geld | Ware RotenKrenz.ÖBt.G.v.lOH.ö W. 72-26 76-26 detto ung. G.v. .. öfl.ö.W. <«76 49 76 Türk.E.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 236-26 2882t Wiener Kommunal-Lose vom Juhro 1874.....lOOfl.ö.W. 603— 616-- Gewinfltnch. dur S°/o Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 69— 7ff — (iewinettch. der 3»/o Pr.-Sch. dcrBod.-Cred.-Anst.E. 1889 //ff-— 126-Gewinstsch. der 4#/p Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 60-— 66-— Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1126-— nsi•-Ferd.-Nordbahn 10(^0 sl. C.JI. 4990-- 6020-- Lloyd, österr........400 K 666 — 669-— Staats-Eisb.-G. p.U. 200 sl. S. 726-26 7262* Südbahn-G.p.U. .. .600Frs. 109-80 110-80 Bank-Aktien. Anglobsterr Bank 120sl.l8K 322-60 823-60 Bankver.,Wr.p.U. 200fl.30 „ «37— 638-- Bod.-C.-A.allg.öst. 300K64 „ 1272 - /277- Crcdit-Anst. p. U. 320K»2 „ 638-— 637- Credit-B.nng.allg. 200H.42 ,, 8:8-76 829-71 EBkompteb. tsteier. 2OOsl.32 ,, 612— —•-- B:skompteG.,n. ö. 400K38 ,, 767-- 771-to Ländcrb.,öst.p.U. 200sl 28 ,, 634-76 B36-76 Laibaiher Krcditb. 400 K 28 „ 469— 478- Oest.-ungar.B. 1400K9030 ,, 1990-- 2000- Unionbonkp.U. . . 2Oon.32 „ 616-60 616-60 Verkehrsbank,allg.l4OB.2O ,, 87160 87260 ŽivnoBtitn. banka 100fl. 14,, Z79-__ 280-- Indnstrie-Aktien. Berg-u. HüUw.-G., öst. 400 K 96«-— 962-HirtenberKP.,Z.u.M.F. 400K 1200-— 1206--Königsh.Ziment-Fabrik 400 K 863-- 866—-LcngenselderP.-C.A.-G. 260K 246— 262-MontangeB.,österr.-alp. 100D. 810 60 811-60 SchluMmrB Geld | Ware Perlmooscr h. K. u. P. lOOfl. 444— 448 — Prager Eisenind.-Gesell. 600 K 27/6— »17*« — Rirnamur.-Salgö-Tari. lOOfl. 6*7— aas-— Salgö-Tari. Stk.-B.....lOOfl. «»* - ««•— Skodawerke AG. Pila. 200 K 66« 10 6671/© Wassen-F.-G.,«sterr. . . 100«. 738— 7404c Westb. Bergbau-A.-G. 100Ü. 66i-~. W— Devisen. Kurze Sichten ind Soheeks. Deutsche Bankplätze....... //7-7» 1173a Italienische Bankplätze..... 94 8T 8« ü7* London.................. I4i$o t4in Paris................... 9» 17* Bt-07'. Yalatei. Miinzdukaten............. 11-40 nt* 20-Francs-Stücko.......... lSil* l»-24t 20-Mark-Stüeke........... 28 $6 28-9» Deutsche Reichabanknoten .. 117-76 117-9$ Italienische Banknoten..... 94-90 91-10 Rubel-Noten ............. *¦«¦#*> !•*«¦» Lokalpapiere navh Privatnotier, d. Filiale d. K.K. priT.Oeit.Credit-Anstalt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 2tf— S8tr— Hotel Union ,, 500 „ 0 — •—• —•— Krain. Banges. „ 200 „12K 200-— 210'— ,, Industrio „ 1000 ,,80,, 1920-— 197Q-— Stahlw.Weißens.,, 900 „30,, «7«-— 726-— UnterkrainSt.-Akt.lOOD. 0 70-— »0-— Bankiinefmfi 4% Die Notierung sämtlicher Aktien and dei ,,Diversen L«se" versteht sieb p*r Stich