Nr. 54. Dinstag am 7. März 1883. Die „?aibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der ?nsertion«gebllhr sllr rinc Garmond»Spaltenzeill Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den ober den Raum derselben, ist für lmalige Einschal« Veilagen im Gomptolr ganzjährlg 11 si., halb- ^^^W^^^^W^ wngslr., für 2mlllige8tr., fiir 3m°lige 10 lr. u. s. w. Mltg L fi. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir 2" ^esM Grbllhren ist noch der Insertion« - Vtempel glMZj. I« si., yalbj. s fi. FU» die Zustellung in'« ^ ^^ ^ ^^ ""^ jedesmalige Einschaltung hinzu zu Hans sind haibj. 00 lr. mehr zu entrichten. Mit rechnen. Inserate l>i« 10 Zeilen losim 1 fi. 90 lr. der Most portos«! ganzl., unter Kreuzband und gt« zUWWWV^WWA^ Nlr 3 Mal, 1 fi. 40 lr. sNr l Vlal nnb »0 lr. slir brnckter »dress« 10 si., haibj. 7 st. b0 lr. ^ ^"^ ^^ Inbezriss be« Insertioneftmipll«). Amtlicher TM. e^er Staatsministcr hat filr die am Trovpauer Gymnasium systemisirten vier Lehrerstcllcn oxtr^ «t,a-tmn den Gymnasiallehrer zu Hcr^.annstadt Theodor Pantkc, dcu Gymnasial-Snpplcntcn zu Olmütz Alois Goldbacher, den Gymnasiallehrer zu Tcschcn Dr. Paul Walluüfer uud den Präfcltcu an der l. k. Thcresianischm Akademie Joseph Mich ernannt. DaS Justizministerium hat die bei dem Krcis-gerichte in Cattaro erledigte LandcsgcrichtSrathsstclle dem dortigen Krcisgerichtsrath und Staatsanwalt ?iatale Paladiuo verliehen. Das Ministerium für Handel und Voltswirth-schaft hat die Wiederwahl des Gustav Trenllcr zum Präsidenten nnd die Neuwahl dcS Schafwoll-waarcnfabrilantcn Franz Lie big ^nn. zum Vizepräsidenten der Handels- und Gewerbclammcr zn Reichen-bcrg zu bestätige», gefunden. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 0. März. Die einzige Frage, welche auf der Tagesordnung steht, ist die schlcöwig - holstein'schc, und in wclchcm Stadium sich dieselbe gegenwärtig liefindct, daß Pre»,. ßcn sie in cmncxionistischcn Sinne gelüst haben will, haben wir schon mitgetheilt. Ueber die weitere Eut< Wicklung tonnen wir heute nichts audcres melden, als daß sie sich noch nicht weiter entwickelt hat. Die österreichische Antwort auf die preußischen Forderungen ist nämlich noch nicht erfolgt. In Paris unterhält man sich in Ermanglung eines besseren Gesprächsstoffes mit einem Schreiben des Kaifers an den Präfelten von Lyon, in wclchcm einige Vorschläge znr materiellen Entwicklung „der zweiten Stadt dcö Kaiserreiches" gemacht werden, und unter anderem die Auflassung cineS Vertheidigung«-lverlcs empfohlen wird. Der Kaiser sagt: „Wir lcbcn nicht in dcrZcit, daman sich ucrbuuoen hält, furcht» bare VcrtheidigungSwerle gegen dcu Aufruhr zu er-richtcu." Eiu Pariser Korrespondent macht hiczu folgende boshafte Bemerkung: „Nun, eben in Lyon find feit dem Jahre 1852 nicht weniger als zwölf neue Kasernen erbaut wordcu." AuS Mexiko verlautet, daß Marschall Vazainc an den Kaiser Napoleon daS dringende Gesuch gestellt habe, nicht mehr Truppen zurückzurufen, denn der Eindruck, dcn schon jetzt die Abfahrt eines geringen Theils hervorgebracht habe, sei äußerst verderblich. Die Waffen der nordamcrilanischcu Union haben einen neuen wichtigen Erfolg errungen. Die Wiege dcr Rebellion, wo im Jahre 1861 mit dem Vom« bardemcnt vom Fort Sumtcr dcr Bürgerkrieg begann, da« oft angegriffene und hartnäckig vertheidigte Ehar-^/"" ''^ ncfallcn. Wie die Depesche hinzusetzt, wird cmtt) dcr Fall von Willmington täglich erwartet uud l s?"""? ^"Nc dcr Dingc nicht wohl lange auf stch warten lassen. Dann bleibt von allen wich-tlgcn Seehafen nnr noch Mobile übrig und Richmond ist bcrcltö uollständlg vom Süden her umzingelt Dcr Nuf, dcr drei Fcldzüge hinter einander vom Norden hcr ertönte, wird nun vom Süden hcrauf erklingen und Sherman's Armee wird die Losung bekommen: „0n to Uiclimonä." DaS Talent dcS südlichen Gc-nerals Lee kann vielleicht noch einen vorübergehenden Erfolg dcr Rebellion erzwingen, allein die Schläge ocr lctztcu Monate sind vernichtender Natur, dcr Sieg ocs Südens ist jetzt unmöglich gcwordcu, weun dcr Horden mcht müde wird und die Waffen aus dcr Haud gibt. Das Dudget der Sta>l Laibach. O DaS Budget der Tladllommnnc Laibach für daS Jahr 1805 ist bei dcm Stadlmaaislrate bcreils während der gesetzlich bestimmten Frist von 14 Tagen zu Jedermanns Einsicht aufgelegen n»d wird nunmchr, ohne Zwcifcl in kürzester Hcit z»r Berathung nnd Feststellung im Gcmciudcralhe kommen. Aus demselben entnehmen wir, das? nach dcn Anträgen dcr gcmciudcräthlichcu Fmmizstltiou, die von dcu Anträgen des Magistrates nur in wenigen Posten diffcrircn, die Einnahmen auf die Summe vou 72.010 fl. 81 lr., dic AuSgabcn hingegen auf 71.989 fl. 89 kr. prälimirt sind, wornach sich cin Uebcrschuß von 2l> fl. <»2 lr. ergibt. Hiernach wäre die Finanzlage unserer Stadt eine ziemlich befriedigende, wenn man nnr mit cinigcr Sicherheit darauf rechnen könnte, daß die im Präli-minarc bestimmten Ziffern auch wirklich eingchaltcu werden können und daß nicht Ucbcrschrcilungcn in dcr einen oder dcr andern Rubrik dcr Ausgaben völlig unvermeidlich fein werden. Derlei Ucberschrcilnngcn dürften jedoch kaum zu nmgehcn sein und insbesondere wird nach dcr ziemlich vorherrschenden Ueberzeugung dcr für Ncub anten praliminirte Betrag per 8500 fl., dcr nur dcßhalb mit cincr so kleinen Ziffer eingestellt worden zu sein scheint, weil nach Deckung dcr kurrentcn Auslagen ein größerer Betrag nicht disponibel blieb, — als ganz nngellllgend sich hcr-cmoslcllell. Man must hiebet lialiiilich von dem schon seit längerer Zcit pl ojcltirtcn, immcr jcooch ans bessere Zeiten verschobenen Neu baue der Schu sterbrücke, welcher jctzt bci Gclcgcuhcit dcr bcuorstchcn-dcn Trockenlegung und Vcrtiefnna dcS Laibachfloß-bcltcs erfolgen muß, eben so wie uon dcrTicfcr-legung dcr in die Laibach einmündenden Kanäle, die sich als eine nothwendige Folge dcr Flnßbcltvcr-licfung hcranSstcllcu wird, immerhin ganz absehen, nachdem die Bestreitung dcr mit diesen beiden Bau« führuugen verbundenen nicht unbedeutenden Kosten bloß aus dcn gewöhnlichen EinnahmSqucllen dcr Stadtlommnnc wohl von Niemanden erwartet werden kann. Allein selbst abgesehen von diesen anßcrordcnt« lichcn Bauten erscheinen so viclc andere Neupflasle-rnugcn und Bautcu dringend nothwendig, daß man' sich über die uuzurcichcudc Ziffer dcö für derlei Bau-tcn präliminirten Betrages kaum cincr Täuschung hin-gcbcn kann, zumal manche Bauten uud darunter na-mcutlich die aus Sanitätsrücksichtcn schon längst gc-botcuc Umlcgung dcs Hauptkanals in dcr Roscngassc, dessen Rinnsal sich jetzt zum geringen Vergnügen dcr in dcn Erdgeschoßcn wohnenden Parteien gerade un-tcrhalb dcn Häusern hinzieht, bisher ohuchiu nur aus dcm Grunde verzögert worden sind, um bci dcn mannigfaltigen Anfordernngcu an die Kommunalkassc Zcit und neue Geldmittel zu gcwnmcn. Das Nar^ ten hat indessen auch dort, wo cs mit dcm Sparcn Hand in Hand gcht, seine gcmcsscncn Grcnzcn und cs ist nicht immcr klug und auch „icht im Interesse der Bürger gelegen, nothwendige Auslagen bloß aus Sparsmnlcilsrücksichtcn zu vcrmeidcu oder auf die Zuluuft anzuweisen. Da wir überzeugt sind, daß unser Gcmcinderath vor der Bewilligung der nöthigen Geldmittel zur Bcstreitnug dcr nuabwclsbar nothwendigen Vaufüh. nmgcn nicht zurückschrecken wird, die regelmäßigen Einnahmen dcr Stadllassc abcr zur Deckung dcr dicß-fälligen Auslagen nicht auSrcichcn, so können wir in Kürze ciner Berathung dcs GemciudcralhcS über die Fragc cntgcgcuschen, wie nnd auf wclchc Weise die erforderlichen Geldmittel für die in Aussicht stehenden Neubauten herbeizuschaffen wärcn? Dicsc Frage wird ohne Zwcifcl lebhafte Dislussioncu hervorrufen n»d verdient auch ciu besonderes Interesse. So lange die AuSlagcu dcr Stadtgcmcinde durch die gewöhn- lichcn Einnahmen gedeckt werden, so lange sich bi« Finanzgebahrung überhanpt regelmäßig abwickelt, frügt das große Publikum wenig darnach, ob nicht durch eine zweckmäßigere Verwaltung cin größerer Ertrag der Einnahmsquellcn oder durch eine schonungslose Beseitigung jcdcS nichlanacmesscuen Auf-wundes eine Minderung dcr Auslagen er» zielbar sci. — Sobald jedoch znr Deckung riueS Aufwandes cine außerordentliche Maßregel ergriffen werden muß, dic nach cincr lcicht begreiflichen Ideen« Nssozialion auf das viclgcfürchtclc Wort „Umlage" leiten könnte, entwickelt die Kritik der öffentlichen Mcinuug eine ganz eigenthümliche Expansivlraft, die sogar in die unbedeutendsten Rubrilcu des städtischen Haushaltes eindringt uud mit ihren Waffen nur vor ciucr durch nnd durch geregelten uud sorgfältigen Ge« bahrung mit dcm Gemeindevcrmögcn innehält. Unsere Stadtlommune war bisher, wie nnr Wenige uon dcn größeren Städten, in der glücklichen Lage, ihre Auslagen durch dic regelmäßigen Zuflüsse ohne Zuhilfenahme cincr slädlischcn Umlage zu dcckcn. In der That siud dic Hilfsquellen drr Stadtgemciude verhältnißmäßig groß zn nennen und da mehrere von dcn EinnahmScpellen, wie man aus der Vcrglcichung der Präliminarien von den Vorjahren ersehen lann, im stätigcn Stcigcn begriffen sind, lann die Finanzlage unserer Stadt irgend cincr Bcsorgniß für die Zukunft nicht Raum gcdcu. Bci dcn immer mehr wachsenden Anforderungen, die in dcr Nciizcit an die Kommunalvcrwallungcn im Iiilrlcssc der Wohlfahrt und Bequemlichkeit der Stadt-anaellüligci, acslcllt werden, lau» sich jede Sladt-gemeinde glücklich schätzen, wenn sie nicht schou zur Bestreitung dcr regelmäßig wiederkehrenden Auslagen außerordentliche Fmanzmaßrcgcln erarcifcn muß. Ilmso-wenigcr dürfte man von unserer Stadlvcltrelnna. verlangen, daß sic außergewöhnliche nicht wiederkehrende Bautcu bcstreilcn solle, ohne sich nene Eiunahms-qucllcu zu eröffnen, nnd wird sind auch fest über-zeugt, daß die allfälligc Einführung einer kleinen städtischen Umlage bchnfs dcr Bestreitung eincS allgemein als nothwendig crkauntcu Aufwandes, so miß-liebig dicsc Maßrcgcl auch für Viele sein mag, auf Scilc der Einsichtsvollen kcmcn Widerspruch erfahren würde, dicß jedoch selbstverständlich uur dann, wcnn man zugleich bic Ueberzeugung gewinnt, daß die vorhandenen EinnahmSqncllcn der Kommnne möglichst nutzbar gemacht und alle nnnölhigen AnSgabcn ttcrmicdcn wcrdcn und daß die Verwaltung dcs 5lom-munalvcrmögcns überhaupt cinc musterhafte ist. Wcnn wir dic mögliche Eventualität einer städtischen Umlage in's Auge fassen, so geschieht dieß nicht anS dcm Grunde, wcil wir glauben, daß eine Umlage selbst jcnc Einnahlnsqucllc bilden köunlr, welche zur Bestreitung dcs Aufwandes für die bevorstchcuden uuvcrschicbbarcn Ncubaulcn dienen soll; denn dieser außerordentliche Aufwand wird füglich nnr durch ein Anlchcn odcr durch einc Krcdilopcration, wclchc dcr Stadllasfe die benölhiglcn größeren Summen rechtzeitig zuführt, gcdcckt werden können. Wir haben nur dic Frage vor Augen, ob nnfcre Stadtgcmeinbe in dcr Lage sein wird, die Zinsen für cin Darlehen odcr die stufenweise Tilgung ciner allenfalls kontra-Hirten Schuld zn bcstreitcn, wenn nicht dafür mit Rücksicht auf die Wahrnehmung, daß die jetzt bcstc-hcndcn Einnahmen durch die alljährlich wiederkehrenden Auslagen absorbirt wcrdcn, einc außerordentliche Einnahmequelle eröffnet wird? Und cbrn in dicscr Bczichnng haben die Väter unscrcr Stadt, wenn sie cinc städtische Umlage noch für längere Zcit umgchcn wollcn, dic schöne, wcnn auch nicht lcichte Aufgabe vor sich, einerseits durch Erhöhung dcS ErtragcS dcr EinuahmSqucllen, anderer« scils abcr durch wcisc Sparsamkeit in den Auslagen das Gleichgewicht in dcm „Erfordcrmh" uud in dcr ,Bcdcckung" deS städtischen Haushaltes lrotz der in Hs4 Folgc dcr gedachten Neubauten voraussichtlichen Er« höhung dcs Erfordcruisscs dennoch aufrecht zu erhalten nnd mal« wird ihnen die verdiente Anerkennung nicht versagn können, wenn sie dieses Ziel zu erreichen im Stande sind, ohne den Stadtangehürigcn cinc ncuc Last auf;udi'irdcn. Betrachten wir die (5 in n a h in c n unserer Stadt« gemeinde, so? findcil >vir die Gcfällc mit........8.873 fl. die Taxen mit.........1.700 „ die Beiträge und Vergütungen, und dar-nntcr namentlich das Vcrzchrnngsstcnc» Avcrsum, mit........51.271 „ das Rcalitätcucrträguiß mit .... 5.600 „ dic Militärquarticr« und Mobelzinse mit 2.259 „ präliminirt, während dic sonstigen Einkünfte für verkaufte Ätatciialicl!, an Kapitalsintcrcssen, an zn re-fundircndcn Vorschüssen und an verschiedenen Em< pfängcn von geringer Bedcntung sind. Unlcr dicscu Einnahinsqucllcn sind wohl mehrere und darunter namentlich das Vcrzchrnngsstcucr>Avcr' sum, wclchc als fixe Beträge eine Steigerung dcs Ertrages nicht zulassen. Ebenso finden wir darunter solche, wclchc, wic z. B. die Taxen für die Anfnahme in den Gcmeindcucrband oder für Bürgerrcchtsvcrleihun« gen mit Rücksicht auf ihre Natnr sich einer dircktcu Ertragscrhöhuug entziehen. Dagegen will eS uns scheinen, daß einzelne Zweige von dcn städtischen Gefallen, zu welchen namentlich das Waggcld, die Pflastcrmauth, dann die vclfchiedcnen Alten von Standgeldern gezählt wcrdcn, immerhin noch einer Ertragssteigerung fähig wären, nachdem bci der Ein» hcbnng derselben gegenwärtig zum Thcilc anf cine ziemlich primitive Weise nnd ohne Anwendnng einer genügenden Kontrole vorgegangen wird. Das Gleicht scheint nns anch vom Erträgnisse der nicht uubedcn-tcudcn Ncalitätcn dcr Stadttommnne zu gelten, bei wclchcn die Miclhzinsc da und dort znm illachtheile dcr Stadlkassc init dcn bei nns sonst üblichen Mielh« zinscn nicht im Einklänge zu stehen scheinen. Wir lonstatiren hiebci mit Vergnügen die Thatsache, daß sich das Erträgnis; der städtischen Grundstücke und namentlich der Wiesen anf dem Moraste seit einigen Jahren nicht unbeträchtlich gehoben hat, nnd daß ins-dcsündcrc in dem Präliminare für 1865 einige Er» trägnissc ganz ncn zugewachsen sind, dic in dcn früheren Voranschlägen nicht vorgekomn»« sind. Wir möchten indessen kaum zweifeln, das; der Ertrag dcr städtischen Ncalitätcn, selbst aliycschcn davon, daß dcr Grundbesitz dcr Stadtgcincindc mit dcm Fortschreiten dcr Entsumpfnngsarbcitcn an nnd für sich einen höheren Werth erlangen muß, eincr weiteren Steigerung fähig sei. Ans den präliminirten AnS gaben entnehmen wir, daß der gröbere Theil derselben auf folgende Rubriken entfällt, und zwar: auf Stiftungen........1.601 fl. anf Lehranstalten........5.448 „ bei wclchcr Nnbrit, mit Rücksicht auf die Obcr-Ncalschnlc ein Aufwand von mehr als 700 f!. ncn zugewachsen ist, bann auf Vciträgc für Schulen und andere Anstalten oder moralische Personen . 2.302 „ auf Besoldungen der Beamten nnd Loh« mingen dcr Dicncr, Marltanfschcr und Fcldwächtcr, im Ganzen.....11.5)36 „ anf Pcnsioncn nnd andere Aczngc . . 6.085) „ auf dic FuultiouSzulagc des Bürgermeisters mit..........1.600 fl. auf Kauzlcialislagcn.......1.66^ „ anf Sanitätsandlagcn, einschließig dcr Be-soldnng dcr Aerzte und Hebammen . 2.062 „ auf Spitalsuerpflcgskosten.....4.5)02 „ auf Sicherhcitönuslagcn, darunter inSvc-sondere der Beitrag für die Zivilpulizci« wache, mit.........1.807 „ auf Konscrvationcn dcr städtischen Gcbälldc, Gassen, Plätze, Wasscrlcituugcu u. dgl. 5.050 „ auf Straßcurciuigung, Bcspritzliug und SltmccauSschauflnug......2.600 „ auf Beleuchtung........8.000 .. auf den Morast mit . . .^ H^. . . 1.333 „ auf Militärquarticrzinsc . '.' .- . . . 2.776 „ wclchc sich mit dcn unter den Einnahmen prälimmirtcn Militärzmscn pcr 2259 fl. zum größten Theile toiupcusircn, endlich auf Neubauten......8.500 „ Der übrige Theil dcr Ausgaben entfällt anf l. f. Steuern, Ncmnncrationen und Alishilfen, Reisekosten, Anschaffung von Ncqnisilcn und unvorhergesehene Ausgaben, für wclchc lctzterc insbesondere ein Betrag von-1000 fl. ausgeworfen isl. Man muß mit Hinblick auf dicsc Präliminining mit Befriedigung anerkennen, daß unser Gemeinde« rath für Lehranstalten nnd sonach für den Unterricht dcr Jugend nicht unerhebliche Snmmen ucrwcndet. Nicht von glcichcr qualitativer VedcullMg siuo manche andere Aliogabspostcu, die das Budget dcr Sladt-gemeinde schwer belasten. Dic Beurlhciluug der Frage iudcsseu, o^> lucht iu dcn ciiizcluen Ansgad^rlidrileu hie und da cinc Ersparung cintrctcn konnte, ist, abgesehen uon der Gcschäftsagcnde dcs Viagistrates uud dein Umfange derselben, insbesondere durch eine genaue Kenntniß dcr verschiedenen Titcln, auf die sich die einzelnen Auögabspostcn stiitzcn mögen, bedingt. Da dicsc Äeduigung durch das Präliminarc, das sich mitunter sehr lnrz faßt, nicht gegeben ist, können wir in eine weitere Erörterung hicrübcr nicht cingchcn; eö fällt uns jedoch auf, daß die Stadtgcmcindc Laibach für dic Straßenrcinignug den bcdcutcndcu Betrag von 1800 fl., welchcm cine Eiunahme für dcn Kchrricht nur von 200 fl. gegenüber steht, zu bezahlen hat, während man glauben sollte, daß dcr bei der Straßen» reinignna, gcwinnbarc uud als Dünguugsmittcl lrcsslich verwendbare Kchrricht dcn größten Theil dcr Nciui-gnngstostcn decken müßte. Nebrlsscix; sind wir der Uckcrzcngmiss, daß unser Gcmciudcrath jedenfalls in cinc genaue Prüfung dcr einzelnen AuSgabspostcu und namentlich auch dcr Rcchtstitcl, woiauf sich cinigc davon gründen, ein» gehen und Ersparungcn, insoweit sie ohne Beeinträchtigung dcr Wohlfahrt dcr Stadttommunc erzielbar sind, auch durchführen wird. Ausland. München, 3. März. Die hier weilenden, vor Kurzem aus Oesterreich gekommenen Polen haben am 4. d. M. durch die Polizeidircltion ihrc Pässe znge-stellt erhalten, mit der Wcisnng, binnen 24 «-tuudcn die Stadt nnd das Land zn verlassen. Was zn die-scm plötzlichen Befehl Veraulassuug gegeben, z(ll',c Drähte, sondern achtzehn Litzen gc» wählt iculden. d.rcn jcdc einzelne sich aus sicbcn ctwa ein ^^u.^ Lniic starten Eisendrähten zusammcu« sctztc. Das ganze Kabcl hatte ciuc Dickc vou lamu fünf Achtel Zoll preußisch, wog pro Meile englisch zwanzig Zentner und vcrnnglücktc, indem cs währcnd dcr Lcgung bci cincr Wasscrticfc von zweitausend Faden unter cincm Brcmseudruck uon fünfunddrcißig Zentner riß. DaS zu dcm wiederholten Versuche bestimmte Kabel enthält einc ähnliche Lcilungslitzc, umgcdcn von cincr mehrfachen !^uttapcrcha»UnilMlma, in der Gc> sammlstculc uon ein Scchstcl Zoll, wclchc gleichfalls mit gclhccrtcm Hanf u'nspcnncn ist. Die ünßcrc Schutzhülle bcslch^ abcr nicht auS bloßem Eiscn, sou. dern auS zchn Litzcn, von '/, Zoll Dnrchuicsscr, wclchc derart tonstrnirt sind, d^ß je cm etwa cinc Linic starker Eiscndraht mit cincr entsprechenden Mcugc uon Mauillll-Hanf umsponncn ist. Dicsc Umhüllung lcistct zwar ällßcrcll mechanischen Angriffen nicht dcn gleichen Widerstand, wie einc reine Eiscnumspinnung; solche sind aber anch, wic angenommen wird, wcnn die Lcgnng glücklich vollendet ist, auf dcm Meeres-grundc weniger zu bcsürchtcn. Für dic Lagerung im Schiffe mußtc dahin gc< strcbt wcrdcn, so wcuig einzelne Rollen als möglich zu formircn, allein trotz dcr Größe des a^qnirirtcn Fahrzcngcs war, ganz abgcschcn von dcm 5000 TonS (l00.000 Ztr.) betragenden Gcsammtgcwichte, das Einschicßcn auf cinc Rollc nicht möglich, weil diese cincn Durchmcsscr von 58 Fuß und cinc Höhc von scchszig Fuß crrcicht habcu würde. Man inußtc sich l deßhalb bcgnügcn, das Kavcl in drci bcsondcrcn Vc- « hältern, vorn, hinten und in dcr Mitte dcs Schisfes, V untcrznbringc'.i, wclchc aus soliden Eisenplattcn was-scrdicht anf dcni sogcnanntcn Drcißig'Fuß'Dcck crrich» tct wordcn nnd mit Ansnahmc dcs vordersten, dcr Form dcs Schiffes wegcn etwas kleinern, cincn Dnrchmcsscr von s»8 nnd cinc Höhe von zwanzig Fnß haben. Um daS enorme Gewicht dcs ganzen Kabels zn ertragen, ist das zur Aufnahme bestimmte Deck durch Balkenwerk augcmcsscn verstärkt, währcnd dcr Seilen-druck, wclchcn das Kabcl bcim Nullen dcs Schisses auf dic Wandnngcn dcr drci Behältnisse ausüben würde, durch ein Slrcbcstistcm auf die Miltc dcs Schiffes übertragen wird. Dic drei Längen, in wclchcn daS Kabel gleich bci dcr Verladung unter Anwendung eincr vervollkommneten Art von VcrbindungS- und Löthstellen ans dcn cinzclncn Stückcn hcrgcstcllt wird, wcrdcn beziehungsweise 633, 80.3 nnd 817, im Ganzen also 2253 Sccmcilcn betragen und voraussichtlich Endc Mai verladen scin, (nachdem dicsc Arbeit, wic obcn erwähnt, am 19. Iämicr d. I. bcgonucn wordcn). «5 Die rnssischc „Pctcrsb. Ztg." entwirft folgcudc traurige, abcr bcr Wirklichkeit völlig entsprechende Schilderung von dem gegenwärtigen Znstcindc z?it. thauens: „Nur in dcn Hailfttslädten, in der Nähe der Eifcubnhucu, macht sich noch cm neringcr Bcrlchr bemerkbar. ^,'Ibcr cnfcrut uia» sich einige Werst von der Hanfttswn'lc, so lrisft u,au leinen Reisenden, tcin lebendiges Wrscn. Kommt mau in ein Dorf, so glaubt mau, cincu verzauberten Ort betreten zu haben. Man hört teiu Wort, leinen Widerhall, Alles scheint ausgcstorbcu zn sein. )i»r Winde sausen und hin und wieder henlcu Hnndc. Ucbcrall Grab mid Bcrnich-tung. Von Wilüa bis Grodno ist das frnchtbarc Land in eine Wüste verwandelt." D, Livadia wurde ebenfalls eiuc revolutionäre Proklamation angeschlagen. Auf Ccfalouia kamen ">ihc,törungcn vor. Hellenische Unterthanen wurdcu aus Ercla auSgcwicscu. In Tripolitza kam ein Mord-Versuch auf ciucn Polizcilommissär vor. Amerika. Dcm Hausc der Repräsentanten sind FrledcliSrcsollilioiien vorgelegt, aber mit ?.'l arncn 43 Stimmen verworfen worden. Sie verlangten, daß der Präsident alle Mittel anwende, um die Wieder» hcrstclluug der Uuion auf der Basis der Konstitution und uutcr Garantiruug aller Rechte der Südstaaten (d. h. der Sklaverei) zu Wege zn bringen. — Minc-sota, KancaS uud Indiaua habcu daS Amcudcmcut zur Vcrfassuug ratifizirt, so daß bis jetzt scchözchu Staateu sich für die Abschaffung der Sklaverei auS-gcsprochcu habcu. — Der Kougrcß hat die Herabsetzung der Pauierstcuer auf 15 Cents bcfchlosfen. Mexiko, 31. Jänner. Vom Kriegsschauplatz ist ein unglückliches Erciguiß zu mcldcu. Im Staate Siualoa ist ciuc Abthciluug von 305 Mauu (40 frauzösischc Marinesoldatcn uom Lucifer, 65 TnrcoS Bei der Regung wird mau, wic auch bei dein srühcrcu Versuche, einen Puukt der irischeu Küste (Valcutia) mit ciucin in Neufundland (Bulls Bay) verbinden, nud wird hierzu die Länge völlig aus-rcichcu. Die größte zu bcwälligcudc Tiefe auf dem in Anssicht genommenen Knrse beträgt 2000—2500 Faden, während die absolute Festigkeit des Kabels so groß ist, daß dieses in ruhigem Wasser auf ciue uahczu vierfache Länge daS eigene Gewicht auszuhalten fähig sein soll. Schon der Umstand, daß sich trotz des gäuz- l'chen MißliugcuS des crstcu Versuches die bcdcu- tcudcn Geldmittel für die bevorstehende Wicdcrho- "s6 awmdcn Halm,, waö übrigcuö iu gleichem Maße Uie'^ ii^fi.» ««'»^ .^'. '""^- "cue, dcm a gemeinen diestr Umstand biw das,, d'aß ^ mogllcheu Voistchtsmaßregclu und unter BeiMuua der inzwischen gesammelten Erfahrungen auf dem Gc, dlctc der submarinen Telegraphic auf soliden Grund-^cn vcrwirllicht wcrdcu soll. Findet es, was zu )Mu steht, ciuc glückliche Bceudigung, dann ist ein ""'", grober Schritt gethan zur Vcwällignng der "c>!eln u»d Hindernisse, welche Raum uud Zeit dcm -ocrlchrc der Menschen uutcrcinaudcr bereiten. uud 200 Mexikaner), welche vou Mazatlau nach Culiacau abgeschickt worden war, um dcu vor dcu überlegenen Strcillräftcn des Fciudcö zurückweichenden General Vega zn uuterstützcu, bei dem Dorfe San Pedro, iu der Nahe von ^uliacan, dnrch die Bande des 9tofalcs gänzlich anfacricbcn worden, mit AnS-nähme allerdings der 200 ^ialionalgardeu auS Ma-zatlan, die zum Fcindc überginge». 5 frauzösischc Offiziere uud 30 Mauu fielen; die Ucbrigcu, mit dcm die Abtheilung führenden Kommandanten dcS Lucifer, wurden zu Gefangcucu gemacht und nach Culiacan geführt. Vega halte uuglückscligcrwcifc der Ordre, dieser Ablyciluüg culgcgcuzuszchcu, nicht gehorcht oder anch ihr nicht gehorchen loüncu, uud als jene Abthciluug von Resales überfallen wurde, war er bcrcilö bci El Fucrlc von Patoni geschlagen worden. Vcga wurde gcfaugcu uud als früherer Iuarist crschosscu. DaS Pronuuciamento von Bal-dcS ist mißglückt. Die 800 Mauu, wclchc er zusam-mcnbrachle, sind theils auScincmdcrgelaufcu, theils zu den kaiserlichen Truppen übergegangen. Im Ucbrigcn wird jene Niederlage durch eine ganze Reihe vou Erfolgen reichlich anfgcwogcn. Vor Allem find die Vernichtuug der Bauden deS Picdras NcgraS durch die Brigade Lopez im Norden dcS Staalcö Eoahnila, die cucrgifchc Zurückweisung der Banden, welche die Stadt Eolima am 29. Dezember angriffen, und der Erfolg der Operationen im Staate Huaslcca zu cr> wähueu. Ueber dcu Forlgaug der Belagcruug vou Oajaca ist nichts Ncucö zu mcldcu. Marschall Ba-zaiuc ist uoch mil dcu Vorlicreilungeu zur vollständigen Einschließung des Platzes beschäftigt. Lokal- und ProvinM-Vachrichlen. itaibach, 7. März. Nächsten Freitag findet daS Eonccrt dcS Herrn ?l. ^iedued unter Mitwirkung dcö Hcnu Julius Heller aus Trieft uud mehrerer uamhaflcu hiesigen Musiker uud Dilettanten <1 lr., MM ! ! ff! s z » si. HN lr. bis » ft. — Echt vciucn 4 fl. bie NVVXH i<,, !l - lj H si. — Unterbeinkleider von , ft. 4Q lr. ^<^>^ X ^ bis 2 fl. ^ ^ä^v Schiller- nnd Colillri-Krägcn, /^ /^ >! /! dreifach, glatt, sowie Schuurl ftr. SMck / ^ / i l ! / ! «l',.vi.>; der Schusterbrücke. Knndmaehung der Versicherungsbank „HUNGARIA" in Pressburg. Min-Mi!»!: WRN« »H^^ÄVÄ MÄ V«,!,tn «», W,, ^n'in^t Inormit xur Mmitliolion Kenntnis 6:^8 8i(i dic nnd i'csp. llit^ ^»tlMi<^« lii,- ^ieä^'- lind Odoi-Ö.^torieicli, 8a1^dui^ ^irol, Voimilic^ 8wlormaik, Xilrllt^lH nnä Kl'«!» Der Verwaltungsrath: VIS VI»^«II0«s ^lit ljl Xliss nl,s vnr^cllrlul«' l(lin,!il!lic!ll!!,ss osllnil»«! icll ,llil- l!>«!»!il l,»x«x< i^cn, !« »>>',', l»,lcl' ^>li-lUmi! r ol»!^<>n <.',»< i l!!.'^«»«^»»»^, v<»,l !lvlill<,li »la>»zDtll«t'«t,el,n«'t sin- »i.iz»'«t<»» ,l»»l «,r«ll« il!).,!l-.>^l» »urclo, un ii, lll'l „!<>>».! VVnk^>l»l«!!t n.il «lrm K. 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