Nr. 204. ^ Freitag, 5. September 1^13. 132. Jahrgang. Mlmcher Mung VrL««««ratl«n«prei»: Ni< Vnftverlcnbuiig: na«)jährin »n ^.halbjährig il> X Im KoiKol! naiizjälirin «2 X, Halbjahrs N lt, ssür dir ^»ftrllu»!, in« Ha,!« nanzjährw L ll — V»se»tl«n»,,biU»r: Für llriür Inscralc b!s zu virr ^silr» .^ l>, größkls per N">r >« dl 5s! oftfvs!! W^dsfdolimnrn prr ^tils l< k. ^^'^," Zr'Ulng» rrlcheini lässüci,, mn Ä»5,>al„»t der -mui- uin> Fn?7«; blr Pednk«»n M>llliiöliral,e Äir, l«, NwechNunden der Rrdafüui, von » tt? l" Uh» oormittasss, Unfroi^^rx- Brisji' iurrbr» „ich! nnnrnommr», Vianusiriple incht ^»llücltteftelll. Gelephon-Ur. der Uedaktton 52. Amtlicher Geil. Der Ackerbauminister hat dcn Weinbauinspcttor zweiter Klasse Nohuslav Slalicky in Nudolfswert zum Weinbauinsftcktor erster Klasse n^ i><>i«<>inu» in der achten Rangsklassc der Staatsbeamten ernannt. Am 2. September !Ui:i wurde in der Hol» und Staats» druckerei das I.XVI1. Stück des Neichsgcsehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und deriendet. Den A, September 1^13 wurde in der Hos» und Staats» druckerci das XXXI. Stüct der ruthenischcn, das XI.III. Siücl der slovenischen und das ^VIII. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichsssesetzblattes des Jahrganges 1913 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur 2» vom 1. September 1913. Nr. 35 ung genießt in den weiteste!, Kreisen der Bevölkerung Ansehen und große Popularität. Die von den heutigen Ministern in den schwierigsten Momenten bewiesene Entschlossenheit, wie überhaupt der Mut, die Zügel dcr Regierung in einem Zeitpunkte zu übernehmen, wo Bulgarien von alle» Seiten angegriffen wuide und vor einem politischen Zusanuneiibruch stand, findet allseitig große Anerkennung. Das Kabinett erfreut sich auch des vollen Vertrauens der Krone, so daß an einen Regie iiüigswechscl i» absehbarer Zeit gar nicht zu denlen ist. Das gegenwärtige Sobranjc, in welchem die beiden früheren Regierungsparteien eine starke Majorität haben, wird aufgelöst werben und i» dcn nächsten Monaten werden Neuwahlen stattfinden. Im Hinblick auf die reiche politische Erfahrung und die große Popularität des Ministerpräsidenten Dr. Radoslavov, dcr zugleich an dcr Spitze des Ministeriums des Innern steht, ist zu erwar-ten, daß die Wahlen einen relativ ruhigen Verlauf nehmen und zweifellos dcn jetzigen drei Regierungsparteien cinc starlc Majorität zuführe». Auch die beiden anderen Parteiführer, Dr. Tonöcv und Dr. Genadjcv, welche dem Kabinett angehören, erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Im künftigen Sobranjc dürstc kaum eine nennenswerte Oftposition vorhanden sein, da die beiden vom Ruder verdrängten Parteien (Oe>ov und Dancv) infolge des Scheiterns ihrer Politik im Lande drn größten Teil ihres Anhanges verloren haben dürften, so daß die numerisch nicht sehr zahlreiche demo kritische Partei (Malinov) sowie die Radilal-Dcmolra-ten, die Agrarier nnd die beiden sozialistifchen Frak-tioncn in Betracht komme», welche alle relativ geringen Anhang unter der Bevölkerung haben. Einige Aussichten dürften bloh die Agrarier bei den kommenden Wahlen huben. Griechenland und Serbien. Hl'an berichtet dcr „Pol. Korr." aus Salonichi: Die in griechischen .Kreisen entstandene Verstimmung über die Monastircr großserbifche Agitation, die bctanntlich auf eine Hinausschicbung der Demarkationslinie zu Ungun-stcn Griechenlands zumindest bis Vodcna abzielte, ist nunmehr geschwunden. Die Führer der großscrbischcn Propaganda sind zur Einsicht gekommen, daß diese Bestrebung dcn verbündeten Griechen gegenüber nicht von dem gewünschten Erfolge begleitet sein werde und bloß zu einer Disharmonie im wechselseitigen Verhältnisse zu führen vermag. Die maßgebenden serbischen streife haben sich daher bemüht, die ungünstige Wirkung dci Monastirrr Propaganda durch sofortige Einräumung verschiedener Zugeständnisse aufzuheben. So wurde dcn. griechischen Bischof von Monastir von den serbischen Behörden die Mitteilung gemacht, daß die gricchisch-lon-fcssioncllen Schulen in Monastir und Umgebung wieder nössnct werden lönncn, da die serbische Regierung in dcr griech. Schulfragc den Status quo ante bcllum nicht zu berühren beabsichtige. Anläßlich dcr von hellenischer Seite erfolgte» Mcrgabe der Stadt Doiran an dic serbischen Behörden haben die Serben einen weiteren Beweis ihres Entgegenkommens geliefert, mdcm sie die über Doiran führende Straße für die Verprovianlicrung und de» eventuellen Rückzug der gegenwärtig noch in Stru-mica und Umgebung liegenden griechischen Truppe» zur Verfügung stellten. Unter einem gestatteten sie, daß diejenige» Einwohner, die die Stadt Doiran verlasse» möchte», um sich auf griechischem Gebiet niederzulassen, dies innerhalb zwei Wochen tun können. In maßgebenden griechischen Kreisen haben diese Verfügungen de» günstigsten Eindruck hervorgerufen. Politische Weberftcht. ^i a i b a ch, 4. September. Aus Prag, 3. d, M., wird gemeldet- In der heutigen Sitzung dcr Landcöverwnltunnslommisfion dee Kö» nissrcichcö Pöhmen stellte zu Beginn der Sitzung Präsident Adalbert ftiras Schön born fest, baß die unlängst in einigen Tagcsblättcrn enthaltene Behauptung, daß die ^andesverwaltungslommissio» mil in böhmischer Sprache amtiere, den Tatsachen durchaus nicht entspreche, ^a dic Kommission die bisherigen Regeln, bei,essend die Amtssprache, genau einhalte, Dic ebenfalls in einem Tcilc dcr Tagcsprcssc enthaltene Nachricht, daß eine der beiden Vollsstämme des Bandes bei der Rccislivicrung des ^andesinsfteltorates für die Bierauflage nicht berücksichtigt worden sei, erscheint ebenfalls unrichtig. Es wurden diesem Inspectoral insbesondere drei neue Konzepts-l,camtc zugewiesen, von welchen der eine der deutschen Nationalität angehört. Von den drei neu zugewiesenen Obcrrcchnungsbeamlen ist ebenfalls einer deutscher Nationalität. Ein analoges Verhältnis wurde auch bei den subalternen Rrchnungsbcamtcn (1A Böhmen und 7 Deutsche von AI Kräften) sowie bei dcn neu ausgestellten weiblichen .Hilfskräften (15 böhmischer und i) deutscher Nationalität) eingehalten. Auf die durch die oben erwähnte» Zuweisungen im Rcchnungsdienste erledigten Stelle» wurde» vorläufig 111 »cue Hrnfte berufen, von denen 6 der deutschen Nationalität anliehören. Aus Wien, 3, September, wird gemeldet: Der Obmann des ukrainischen Verbandes, Abgeordneter Doktor zlonstautm 5,'rwiclij. hatte mit dem Ministerpräsidenten eine Unterredung über dcn durch dir Hochwasser- Feuilleton. Olga wird alt. Novellette von Hranv «Kevczczi. (Nachdnlil Verbots«.) D'e Kaufleute nannten Olga sehr lange nur „gnädiges Fräulein", und ihre Bekannten riefen sie „junges Frauchen". Später hieß sie allgemein „die schöne Frau", dann „die interessante" und zuletzt die „noch immer schöne Frau". Olgas Gatte ward grau und gebeugt, ihre chemali» gen Anbeter aber, die schlanken Leutnants und die mage rcn Gcrichlsadjunktcu waren Stnbsossizicrc, wohlbeleibte L.indesgerichlsrätc oder invalide Pensionistcu geworden. Wenn diese alten Herren Olga auf dcr Straße begegne len, blickten sie ihr ganz verwundert nach: Ei, dieser Fra» kann die Zeit wirklich nichts auhabcn, sic ist noch immer hübscher und reizvoller als manche Junge! Olga ging immer nach dcr neuesten Mode gekleidet, ihr Schntt war elastisch, ihre Haltung stolz und stramm, ihre Auücu strahlten i» übermütiger Lebensfreude, w lackende Gefallsucht. Bei Lampenlicht und i» dckollc ticrlcr Abendtoilette war sie »och immer eine junonische Schönheit. Ihr Nacken und ihre Arme waren glatt, weiß u»o wohlgeformt »vie die einer Marmorstatuc, ihre Wan-6«.,, hatten reizende Grübchen; nur im hellen Tageslicht und in dcr nächsten Nähe bemerkte man um ihre Auge» die b<>zt'ich»cnden Krähcnfüßchcn und die falten um dir Mundwinkel. >5mes schöne» sonnigen Tages entdeckte Olga einige schneelv?iße Haare, gerade über der Stirn. Ihre Wangen erblaßte», ihre Augen füllten sich mit Tränen und ihr Herz ichien vor Schrecke» still zu stehen, während die Uhr auf Ihrem Nachtlifchchc» mit erbarmungslofcr Eile tickte. Sie war einer Erkältung wegen einige ^age zu Bette gewesen, hatte ihre Schönhcitsmittelchen nicht in Anwcn-dnng gebracht und nn», l»a sie das Nett verlassend, vor dem Toilettenspiegel ihr schönes Haar löste, das sie wie ein Mantel umhüllte, sah sie dcn weißen Streifen über dcr Stirn: sah in dem vollen Sonnenlichte, des vollen Tageslichtes, die hundert Linien, die wie das Gitter cin^ seinen'Seidennetzcs ihre Wangen bedeckten, Olga suhlte plötzlich eine so seltsame Anwandlung grausamer Selbstnuälerei wie jener Potentat, dcr sich lebend in einem Sarge anfbahrc» u»d die Traucrzcrcmonicn vor-ncinnen ließ, um sein eigenes Begräbnis mitanzusehcn. S,e verschloß die Tür und traf alle Vorbereitungen zu ihrer Trmicrscicr: sie verllridetc sich in cinc altc Frau. So-al'un cntscrntc sie Pudcr lind Schminlc vo» ihrem Gesicht und kämmte ihr ergrauendes Haar in glatt-nnlirgcndc Scheitel. Dann legte sie ein längst aus dcr Modc gekommenes dunkles Kleid nn und setzte einen Eapotehnt auf. Als sie dann »och einmal vor dcn Anklcidcspiegcl trat fror das Lächeln auf ihren Lippen ein; die beabsichtigte Maskerade war dir reinste Wahrheit: sie war ',,'irklich das, was sie nur scheinen wollte, war mit einem Male eine alte Frau geworden. „Ist es denn wirklich möglich," fragte sie sich/„dah aus einer gefeierten Schönheit ganz plötzlich, ohne jeden Mergang, cinc wcllc Matrone wird?" Sie sank vernichtet auf einen Sessel und sann über die vergangenen Zeiten nach. Ihr Leben war ein künstlich verlängeilcr Frühling gewefen, voll Blüten und Knospen, voll Hoffnungen und Erwartungen, daß otL Nlütcnträumc endlich rcifcn und ihr ein vollkommenes Glück beschere» sollte», das sie an der Seite ihres phlegmatischen, alternden Gatten entbehrte. So sollte es denn wahr sci»5 Sollte sie wirklich und unwiderruflich eine reizlose Matrone geworden sein, sin die es lcinc .Hoffnung, sonder» nur noch Entsagung gibt? Solltc sie sich klaglos i» ihr Schicksal ergeben, oder »och einmal mit alle» Wafse» dagegen ankämpfe»^ Jene koketten geschminkten Frauen und alten Mädchen sielen ihr ein, die sich mit aller Anstrengung gegen das Alter auflehnen, das ihnen nun um so unbarmherziger nebst seincm Stempel auch dcn dcr Lächerlichlcit ausdrückt. Da klopfte es an die verschlossene Tür. Olga äff-nclc mit zitternder Hand und stand ihrem eben hcimge-lchrtc» Gatten gegenüber/Er trat ein und blickte vo-troffen seine Frau an. Daß irgend eine Veränderung mit ihr vorgegangen war. merkte er wohl, nur wußte er nicht, welcher Art sie war. <5r nahm ihren 5topf zwischen seine beide» Hände und sagte voll zärtlicher Bewunderung: „Wie schön du heute bist, meine liebe Alte!" Olga lächelte wehmutsvoll resigniert und sagte: „Von heute an will ich immer deine liebe Alle sein!" Laibacher Zeitung Nr. 204. 1858 5. September 1913. latastrophe in Galizien geschaffenen Notstand. Dann besprach Dr. Lewickyj mit dein Grafen Stürgkh den Gang der galizifchen Wahlreformuerhandlungcn. Er erklärte die Geneigtheit der Ruthene», auf der Basis des seinerzeit mit den polnischen Blockparteien abgeschlossenen Kompromisses weiter zu verhandeln, falls die jetzige Landtagsmehrheit bereit sei, die Grundlinien des Kompro-misses anzuerkennen. Sollte dies nicht der Fall sein, so wären die Ruthenen naturgemäß zu einer Neuformulierung ihrer Forderungen gezwungen. Auf die Frage, ob die Negierung in der letzten Zeit eingegriffen habe, bemerkte der Ministerpräsident, daß Statthalter Ritter von Korytowski wiederholt nach verschiedenen Richtungen Verhandlungen angeknüpft habe, und es sei zu hoffen, daß diese schon im Laufe der nächsten Woche ein greifbares Resnltat zeitigen werden. Hierauf konferierte Le-wictyj mit dem Obmann der polnischen Volkspartei, Abgeordneten Stapinsti, der ihm mitteilte, daß er gemeinsam mit dem Minister für Galizien, von Dlugosz, bei in Kabinettschef vorsprechen werde, um gegen die Machen-schiften, die in Galizicn gegen die polnische Volkspar-tci ins Werk gesetzt werden, Einsprache zu erheben. In ciner Pariser Zuschrift von besonderer Seite bespricht das „Neue Wiener Tagblatt" die Verhandlungen Frankreichs mit Deutschland über die Bagdadbahn und „clangt zu dem Schlüsse, daß Deutschland alleiniger Herr der Bagdadbahn bleiben wird, wie es sich »-nn Anfang als Ziel gesetzt hat. Es erreicht dies dam der Verdienste semer Finanziers und seiner Diplomaten, aucb unterstützt, niemand bestreitet dies in Paris, durch di? Unterlassungen der französischen Diplomatie, Vom Standpunkt der europäischen Harmonie aber darf man sich beglückwünschen, daß diese Positionen fixiert wurden, ohne daß Zweideutigkeiten möglich sind. Man muß erkennen, daß diese Positionen Deutschland zu Nutzen ge^ r.'ichl'N TllgcsncllijMcn. — (Ein sonderbares Testament.) Der Brüsseler „Soir" erzählt folgende Geschichte, die eines Mark Twain würdig gewesen wäre: Vor kurzer Zeit starb in Bomalr, einer Ortschaft in den belgischen Ardennen, ein Mann, der es sich Zeit seines Lebens gütlich getan hatte. Er licbte das friedliche Leben und ein gutes Glas Wein, genoß sein Dasein siebzig Iährchen lang und wurde dann mitten in einem hübschen kleinen Frühstück von einem Scklagflüßchen getroffen, das den Annehmlichkeiten seines Erdendaseins ein Ende machte. Verwandte hatte er in Vomale nicht und also telegraphierten die Nachbarn an drei Neffen von ihm, die in der Gegend von Gent lebten. Die liebevollen Neffen eilten herbei, beflügelt von der Hoffnung, eine gute Erbschaft zu machen. Aber das Testament enthielt, wie sich erwies, nur die folgenden drei Bestimmungen: Erstlich erteilte der gute Alte semen Neffen seinen Segen. Zweitens bat er sie um Entschuldigung dafür, daß er sein bißchen Hab und Gut bereits zu Lebzeiten zur Stärkung seines Magens und zur Erheiterung seiner Seele verbraucht habe. Und drittens bat er seine Angehörigen um ein Begräbnis in seinem Heimats-ortc bei Gent. Die drei „Erben" waren, als sie dieses Testament kennen gelernt hatten, förmlich versteinert: sie wurden aber wieder sehr lebendig, als sie in Erfahrung brachten, daß die Heimbeförderung des Leichnams des guten Oheims einen Kostenaufwand von etwa tausend Franken verursachen würden. Da hatte der jüngste der drei Neffen eine geniale Idee. Er sprach: „Hier heißt es schlau sein. Wir legen den Alten in eine Kiste, deklarieren ihn nicht, sondern lassen den Leichnam als gewöhnliches Frachtgut mit den Bummelzügen gehen. Wir werden doch nicht noch das Geld für ihn ausgeben!" Gesagt, getan. Der einst so lebenslustige brave Oheim wurde in emc Kiste gepackt, die die hübsche Aufschrift „Lederalifälle" erhielt; zudem wurde der Vorsicht halber noch „Zerbrechlich" draufgemalt — und also ward die Kiste der Eisenbahn übergeben. Belgische Bummelzüge machen ihrem Namen voll und ganz Ehre; die Eisenbahn zeigte gar keine Eile, die Kiste mit Lederabfällen zu befördern und es dauerte 23 geschlagene Tage, bis sie an ihrem Bestimmungsorte anlangte. Tonst war ihr aber nichts zugestoßen. Die Neffen nahmen daheim den Oheim in Empfang, und sie sprachen zueinander: „Wer weiß! Der Alte hätte sich, wenn er den Transport seiner Leiche noch hätte erleben können, wahrscheinlich selber gefreut, daß er nicht nur uns, sondern obendrein noch die Staatseisenbahn übers Ohr gehauen hat!" — it der äußersten Anstrengung brachte er heraus: Ja. Herr, ja. Scholl. Ich bin Inspcttcn Vealc, Sie »uerdcn mich wohl wiedererkenne», weil» ich wiederkomme? I—a, Herr. Gut. Sagen Sie also Herrn Thornhill, ich sei hier gewesen und ließe ihn bitten, mir sofort Nachricht zukommen zu lassen, wann ich ihn treffen könnte. I-a, Herr. Inzwischen bemühen Sie sich, den Burschen zu sin-den, den ich brauche. Mit diesen Worten entfernte sich Inspektor Beale. Aber mit einem Male drehte er sich wieder um und fügte noch hinzu: Der Junge, hinter dem ich her bin, wohnt bei seiner Mutter in der Nähe vom „Null and Bush" und sein Vater liegt im Hospital. Vielleicht helfen Ihnen diese paar Anhaltspunktc etwas auf die Spur. Als er sich zum Gehen wandte — diesmal endgültig — hatten seine Worte einen solchen Eindruck auf Viddles gemacht, daß selbst die Pickel in seinem Gesichte kreideweiß wurden. Ein richtiger, kleiner Spitzbube das, sagte Beale zu sich selbst, aber ich will die Wahrheit schon aus ihm 'rausziehen. Er war erst eine kurze Strecke gegangen, als er eine leere Droschke um die Ecke biegen sah. Er nahm sie sogleich und gab die Weisung „Scotland Yard". Der Kutscher, der seinen Fahrgast sofort erkannte, grüßte ehrerbietig und machte einen so ausgiebigen Gebrauch von der Peitsche, daß sein Gaul nach zwanzig Minuten dampfend vor dem Hauptportal des Zentral-polizeibureaus stand. Thompson, sagte Neale ein paar Sekunden späte», zu einem seiner Untergebenen, in dem Atelier neben dem, worin der Mord ausgeführt wurde, ist ein Lausjunge namens Viddles. Halten Sie heute ei» wachsames Auge auf den Burschen und berichte» Sie mir morgen darüber. Es ist ei» kränklich ausseheilder. junger Beugel mit röt-lichcm Haar und Ohren wie ein paar Krughcnlcl, sei» Gesicht mit den kleinen Raltenaugcn sieht aus wie die bekannte» Kunstprodukte »lit den zwei Korinthen in den Bäckerläden; Sie können ihn nicht verkenne». Gehen Sie gleich los. Jawohl, Herr Inspektor, sagte Thomftso», grüßte und machte sich sofort auf den Weg. Nun, Kutscher, rief Bcale, als er wieder einstieg, fahren Sie mich nach dem Hauptpostamt. Nach ciner Stunde etwa hatte cr folgendes Origiilal-tclegramm i» der Hund: „Dixon, Imperial Studios, Regents Park. Muh Ergebnis der Unterhandlung wissen; große Ungewißheit. Sieben Uhr selbem Platz treffen. Werde warten. Dauert nicht lange. — S." Es war von einer Frauenhand und am Mordtage um fünf Uhr fünfundvierzig auf dem Postamte West Strand aufgegeben worden. Was zuni Teufel hat das zu bedeuten? dachte Neale und las es immer wieder von neuem durch. „Muß Ergebnis der Unterhandlung wissen". Ergebnis welcher Unterhandlung? Das kann viel heißen und auch nichts. „Große Ungewißheit". Ungewißheit worüber? Dixon sagte, das Telegramm habe keinerlei Bezug auf die Sache. Vielleicht doch, vielleicht auch nicht; wie dem auch fei, ich hab's nun mal in der Hand. Er faltete es sorgfältig zusammen und legte es in sein Notizbuch. Dann ließ er sich weiter, nach Middle Temple, fahren. ^Fortsetzung f»lgt.) Laibacher Zeitung Nr. 204. 1859 5. September 1913. ncnde Geber als Termin der Abtrennung der Eoufton-scitcn den Hochzeitstag bestimmt. Recht originell ist auch das Hochzcitsgcfchcnk, das der Verleger der bekannten russischen Zeitung „Novoje Vremja" seiner Tochw machte: er »verwies ihr die Einnahmen der Inserate der vierten Seite, was einer Iahrcsrentc von rund 75.000 Kronen gleichkommt. Das u»gcwöh»Iichstc Gcschciik verehrte aber der Me»agcriebcsitzer Becker der Tochter, die bei ihrer Verheiratung einen Elefanten, einen Löwen, zwei Leoparden, vier Krokodile, zwei. Seehunde und einen Königstigcr als Mitgift erhielt. ' — (Der „Dicktopf" Roosevelt und sein diebischer .Knmnlerdicner.) Theodor Roosevelt, dem ehemaligen Präsidenten, wurden aus Ncwyork während seiner Abwesenheit vo» seinem Sommersitz in Ostcrbay Schmucksachen von hohem Werte, die sich unter Verschluß befanden, gestohlen. Als Täter wurde sein Kammerdiener, ein Neger, ermittelt. Dieser gestand den Dicbstahl zu und versprach, die einem Hehler zugeführten Schmucksachc» zurückzubringen. Die Polizei fragte ihn, ob er nicht daran gedacht habe, das; Roosevelt, der für das Recht der Neger seil Jahren mit großer Energie eintritt, durch diese Tat anderen Sinnes werden könnte. Der Neger schüttelte den Kopf und meinte, „da kenne ich Roosevelt besser, der isl ein ,Dickkoftf', und solche Kleinigkeiten können ihn nicht beeinflussen," — Ein Nlefenprew fur das beste Baby der Welt.) Aus Newyork wird berichtet: Die große Weltausstellung von San Francisco, die Panama-Pacific-Erftosition von 1NI5, hat in ihr Programm auch die Kinderpflege auf' genommen und einen Preis von 100.000 Kronen ge stiftet, der dem besten Baby der Welt, das in San Fran cisco dem Urteil der Preisrichter unterstellt wird, zu fallen soll. Nci dieser eigenartigen Baby-Konkurrenz sollen eine Anzahl der bekanntesten Kindcrärztc als Preisrichter fungieren und bei der Fällung ihres Urteils die neuesten Errungenschaften und Kenntnisse aus dem Gc-biete der Säuglingspflege zur Grundlage ihrer Entscheidung machen; kurz, (Gesundheit und Gewicht, nicht schönes Aussehen allein, sollen entscheiden. Es werden Preise für Babies aller Altersklassen bis zu fünf Jahren ausgesetzt und da bereits die erste Nachricht von diesem ungewöhnlichen Wettbewerb in der Union ein lebhaftes Echo gefunden hat, rechnet man auf eine sehr starke Beteiligung. ^ iSarnsate als Tischrcdner.j Eine amüsante Anekdote über den vor einigen Jahren verstorbenen (beiger Pablo de Sarasatc wird jetzt in einem englischen Blatte erzählt. Der Künstler war einmal bei einem englischen Lord zu Gaste. Er wurde sehr gefeiert und mehr als eine Tischrede wurde ilim zu Ehren gehalle». Schlief lich empfand Sarasate, daß er doch ei» paar Warte des Dankes sage» müsse. Er erhob sich unter allgemeiner Spannung nnd schickte sich an, eine Rede vom Stapel zu lassen. Aber Sarasate war zwar ein guter Musikant, doch ein schlechter Redner, und in dem Augenblicke, wo er beginne» wollte, merkte er auch schon, daß er den Faden verloren habe. Kurz entschlossen wollte er sich setzen. Allein ein Beifallssturm und die Rufe: „Reden! Reden!" hinderte» ihn n» dieser Absicht. Da half lci» Mundspitzen, es mußte gepfiffen sein, und Sarasatc begann i „Meine Damen nnd Herren! (Lebhafter Beifall.) Liszt ist tot ... (Pause.) . . . Paganini ist dahingegangen . . . (Längere Panse.) . . , Wagner ist nicht mehr . . ." Hier hielt Sarasale innc nnd versank in ein tiefes Nachdenken, aus dem er schließlich voller Vcrzwcis lung mit dem Rufe auffuhr: „Und ich fühle mich heute auch gar nicht gut!" Sprach's und setzte sich wieder hin. Lokal- nnd PrMnzilll-Nachlichtcn. Das (ttcwcrbcwcscn in Krain. (Fortsetzung.) Eine Kasfccsurrogatfabrik hat für ihre männlichen und weiblichen Arbeiter getrennte Garberoben geschaffen Neben dem bereits unter „Bauliche Beschaffenheit" erwähnten Speisezimmer in einer Schnhwarcnfabril ist noch die Errichtung eines heizbaren, mit Bänken und Tischen ausgestatteten Spciseraumes in einer Baum-Wollspinnerei zu verzeichnen. Beim Baue der Weißlrainer Nahn ergaben sich bei Beschaffung von Trink- nnd Kochwasscr stellenweise erhebliche Schwierigkeiten. Dasselbe mußte oft von weit entlegenen Brunnen oder Quellen in Fässern zugeführt werden, wodurch seine Qualität stark lltt. Selbst in einer Gegend, die eine öffentliche Wasserleitung besitzt war es wegen deren geringen Ergiebigkeit nicht möglich das Trinkwasscr in der erforderlichen Menge für die Arbeiter zu besorgen. In einigen Zicgclwcrkcn habe» mehrere Arbeiter trotz der vorhandenen Wohnräume nnd der wiederholten h. a. Bemänglung ihre Liegestätten nm Umgänge des Ringofcnplatemls aufgeschlagen. In einem äußerst schlechten nnd baufällige» Zustande wurden die überdies noch überfüllten Wohn- uud Schlafbarackcn eines großen mehr als 100 Arbeiter beschäftigende» Sägewerkes angetroffen. Die Ausbesserung und Erweiterung dieser Ba> raclen wurde zugesagt. Die Schlasräumc der Hilfsarbeiter im Kleingewerbe gaben in vielen Fällen Anlaft zu Ausstellungen. Das Znsammcnschlafcn von zwei Per soncn in einem Bett mnßte i» !0 Betrieben beanständet werden. An der oft wahrgenommenen Unordnung und Unsauberkeit der Schlafräumc find nicht selten die Ar beitcr selbst schuld. In einer Walzenmühle z. P. waren die Betten voll Mchlstaub und Schmutz, weil die Arbeitn sich im Arbcitstleidc und mit Stieseln zur Ruhe legen. Dahingegen ließen die Schlaft und Wohnräumc der Handlungsgehilfe» und -lehrlingc seltener etwas zu wünschen übrig. Aus gewerblichen Betrieben lamcn dem Amte 5>l»2 (443) Unfallsanzeia.cn zu. Vo» den ausgcmicseneu Todesfällen ereigneten sich Zwei in einer Dmnftfsägc und einer chemischen Fabrik durch Erfaßtwcrdc» von einer Transmission, 1 bei einer Flußrcgulicrung durch Übcr-fahrenwci'dcn von einem Materialzuge; 1 Bahnbauarbei-tcr ertraul beim Wasscrschöftfcn durch Sturz in eine Zi-sternc uud l Arbeiter eines Holzhändlers verunglückte tödlich beim Transporte eines Baumstammes im Walde. — Von den 24A Unfällen im Baugewerbe entfallen 140 auf den Bau der Wcißkraincr Nahn. — Im Baugewerbe sind zwei Gruvftcnunfälle zu verzeichnen; in dem einen Falle erlitten zwei Bremser eines Matcrialzuges, die infolge Entgleisens eines Rollwagens von diesem hcrunter-geschlcudcrt wurden, mehrfache Quetschungen, im zweiten Falle wnrdcn drei Arbeiter beim Holzvcrladen von einem herabrollcndcn Stamme verletzt. An den Zweck und die Notwendigkeit der Vorkehrungen zur Verhütung vo» Unfällen mußten wiederholt sowohl Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer nachdrücklichst erinnert werden. Insbesondere in der Metall-, Maschinen und Holzindustrie wird mitunter sehr mangelhaft für die Instandhaltung der Schutzeinrichtungen gesorgt und werde» diese letzteren oft von den Arbeitern außer Wirksamkeit gesetzt. Einige Unternehmer beklagen sich, daß sie sich angesichts des Arbeilermangels nicht getraue», deshalb ihre Arbeiter mehrmals zu rüge», da letztere, statt den diesbezüglichen Aufträgen nachzukommen, lieber die Arbeit stehen lassen. — Die h. a. Einwirlungcn auf die Beschaffung von rnndcn Messcrwcllen an Stelle der vierkantigen für die Abrichthobclmaschincn waren in mehrere» Fällen von Erfolg begleitet, Nber Anregung des Amtes hat das hiesige Gcwerbcförderungsinstilut eine runde Sicherheitswcllc angeschafft und in seinen Lokalitäten zur Besichtigung ausgestellt. Gelegentlich der Revisionen wurden 29 unfallver-sicherungspflichtigc Betriebe vorgefunden, deren Anmeldung zur Unfallversicherung unterlassen worden war. Die Vclricbsinhabcr wurden zur nachträglichen Erfüllung ihrer diesbezüglichen Pflicht ucranlasit. Die Unterlassung der Anmeldung von kl Arbeitern bei der zuständigen Krankenkasse mußte in A Sägen und 2 Mühlen bemängelt werden. - Eine Bczirlskranlcn lasse wurde wegen geringer Zahl der Mitglieder anfgc lasse» n»d ibr Sprengel der angrenzende» Äezirlskran leulajsc zugewiesen. Infolge cincs anhaltenden unaünsti gen Verhältnisses zwischen Einnahme» u»d Ausgaben wurde .^ Bctricbslraulenlasse» und 1 Vczirlslranlenlassc die Erhöhung der Arbeiierbcilrägc von 2^< aus 2V^ ^, bczw. .'5 ^>, sowie l Äclricbskrantcnkasse, bei welcher die Beiträge die gesetzliche Maximalhö'hc bereits erreicht hatten, die Hcrabminderung der Kasscnleistungen bewilligt, l'ldcr die bezüglichen Statutenänderungen hat das Amt an die l. f. Landesregierung Äußerungen abgegeben. ^Fortsetzung folgt.) Hum Katholikcnkongrcß in Laibach. (Formung.) l V. I» der Sektion für charitativc Nctä < i g u » g wurden Resolutionen formuliert, wori» die vom lrainischc» ^andesausschusse uud vöm Vi»ze»zvcrci» inaugurierte Organisieruug der Krankenpflege auf dem flachen Lande begrüßt und namentlich die Vorstände der ärztliche» Bezirke, die Grmcindcausschüssc und die Krankenkassen zur tatkräftige» Milarbcil aufgefordert werde». An alle größere» Pfarre» wurde die dringende Aufforderung gerichtet. Vinzcnzlonfcrcnzcn für Männer uuo Jünglinge cinznrichtcn. In ähnlicher Weise sind ferner zu dem gleichen wohltätigen Zweck allerorten Elisabcth-koiifercnze» für Frauen und Jungfrauen ins Leben zu rufe», In einer weiteren Resolution wurde die staats-«esetzlichc Regelung der Fürsorge für die Gemeinde-armen angcregl, die durch Inanspruchnahme vo» öffentlichen Korporationen unter Mitwirkung der katholischen Wohllätiglcitsvercine durchzuführen sei. — Durch eine Reihe fernerer Resolutionen wurden die staatliche Aktion für Kindcrschutz uud die Neugründnng des nach dem Vorbilde des deutschen Wohllätigkeitsvcreincs „Seraphisches Liebcswerl" eingerichteten „Iugendpatronats des Vmzcnzuercincs" begrüßt und der Wnnsch ausgedrückt, es inögcn behufs Verbreitung dieser Wohltätigleitsein-richtnng Aktionsausschüsse mit einer Zentralleituna. in Laibach ins Lebe» treten. Writers sollen für die aufsichtslosen Kinder in Städten nnd Industrieortcn „Tagasyle" unter Mitwirkung der betreffenden Gemeinden, Vinzcnzlonfcrenzen, Wohlsahrtscinrichtungcn und Bildungsvercmc eingerichtet werden. Insbesondere sollen zu diesen Unterknnftszwecke» die Räumlichkeiten der Vereins- oder Vollsheimc in Verwendung gezogen werden. — Eine andere Gruppe von Resolutionen empfiehlt zwecks Förderung der religiösen, sittlichen und sozialen Erziehung der der Schule entwachsenen Jugend sowie der Arbeiter-, Gewerbe und Haudelsjugend für alle größeren Städte die Einrichtung Uo» Iugendfürsorgcaus-schüsscn, während in den kleineren Städten, Märkten und Dörfern die gleichen Fürsorgcarbeitcn von den Vorstandschaften der katholischen Vildungsvercine besorgt werden sollen. Alle öffentlichen Behörden, die Eltern, Vormunde, Meister und Vorstände werden aufgefordert, für eine genügende fachliche Ausbildung der der Volksschule cutwachsencu Jugend zu sorgen, wobei der ge- werbliche Nachwuchs ganz besonders gepflegt werden müsse. Die Meister und die Fabriksherren, heißt es in der betreffende» Resolution, sollten gesetzlich verpflichtet sein, darauf zu sehen, daß ihre Lehrlinge befähigt sein werden, die Gesellenprüfungen mit Erfolg zu bestehen. Auf dem Lande sollen winterliche Iugendlurse mit Äckcrbauschullchrpläncn eingerichtet, sür den gewerbliche» Nachwuchs sollen Stcllenvermittlungsämter geschaffen werden, desgleichen für den Handels-, Arbeiter-und Dienstbotennachwuchs. Als besonders ersprießliches Iugendschutzmittcl werden schließlich die katholischen Organisationen der Junglingsveremc, der Marienlon-gregationcn und der Orclverbindungcn anempfohlen, während sich die Handwcrlsgesellschaften in den katholische» Gesellcnvcreincn organisieren sollen. - Endlich sollen für Schulkinder, die laut der Bestimmungen des Rcichsvollsschulgcsehcs angesichts der weiten Entfernung ihrer Wohnstälte über Mittag in der Schule oder wenigstens in ihrer Nähe zu verbleiben haben, unter Mitwirkung aller in Betracht kommenden Organe der Gemeinde, Schul-, Kirchen-, Landes- und Staatsbehörden Untertunftsstätlen mit Schülcrtüchen eingerichtet werden. - Eine weitere Reihe von Resolutionen begrüßt die Emrichtliug von Arbeiterpatronagrn in Laibnch und in Marburg uud gibt dem Wnnsche Allsdruck, es mögen solche ^onntagspatronagcn überall eingerichtet werden, wo sich junge Arbeiterinnen oder überhaupt eine zahlreichere, der Belehrung und des Schuhes bedürftige weibliche Jugend findet. — Im Hinblick auf die Ge» f^lhlvn. denen die flovenifchcn Mädchen in der Fremde ^usgl'sctzt feien, wurden vom Katholikcnlongrcß Resolutionen angenommen, worin die in die Fremde ziehenden Slcvcninnen gewarnt werden, aufs Geratewohl auszuwandern; überdies werden sie aufgefordert, sich auf den Bahnhöfen der srcmdcn Städte all die Vertreterinne»» des „Katholischen Verbandes zum Schutze ohne Begleitung reisender Mädchen" zu wenden. Die heimische Presse müsse Sorge tragen, daß Wesen und Bedeutung dieses Vcrbandcö allgemein bekannt werden; die Geistlichkeit habe in dieser Richtung von der Kanzel und durch Anschlag von Anzeige» an der Kirchentüre zu belehren, die Bildungsvcreinc hätten durch diesbezügliche Unterweisung zu wirken. In Laibach und in Graz werde dieser Schutzdienst der christliche» Nächstenliebe vom „Verein der HI. Martha", in Trieft vom „Maricnheim-vereine" besorgt. Zwecks einer organisierten Bahnhof-Überwachung sollen sich der „Rafaclverein" und der „Christliche Fraucnvcibcmd" zu eiiirm Toiidcrausfchuß zusammentun. V. Rücksichtlich des N n t i o n a l i t ä t s - und Sprachgrcnzschutzcs wurden in der Kongrcß-scltion und auf der Vollversammlung des dc» bezeichneten Zwecken dienenden Vereines „Slovcnsla strata* Resolutionen angenommen, die im wesentlichen dahin lauten, daß die Kauzlei des gesamten Schutzvereincs nach dem Vorbilde der böhmischen Schutzbercine reformiert und die Ausgaben in .Hinkunft ausschließlich für Na-tionalitäts-, insbesondere aber für Sprachgrenzschutz-zwccke verwendet werden sollen, und weiters, daß ein aus Rcichsrats- wie Landtagbabgeorbneten, aus Vertretern der slovenischen katholischen Journalistik und der Nationalitätsschutzvercine zusammengesetzter slovenisch-katholischcr Volksrat ins Leben geruse» werden soll. Als Organ sei das Nationalitätsschutzblatt „Nnrodno-obrambi svctnil" zu betrachte». Ferner sei ein Kataster der Sprachgrcnzgemcinbcn anzulegen uud die heimische Presse zu eingehenderer Beachtung der für die nationalen Frage» bedeutendere» Vorgänge »»d zu planmäßiger Erziehung des Volles zum Nationalitätsbewußtsein aufzufordern. Zur Durchführung dieser Preßaufgaben sei den politischen Zeitungsblättern ein Sondciiefcrcnt zuzuweisen. Die slouenisch-latholische Studentenschaft werbe aufgefordert, sich mit der Minoritätenarbeit in Prag theoretisch ciiigchcnd vertraut zu machen, die Redaltion des oben genannte» Nat,o»ali<ätsschutzblatlcs zu übernehmen, in ihre» alademischen Verbindungen ständige Nationali-tätsschutzllubs einzurichten, unter finanzieller Beihilfe seitens der „Slovcnska strata" die Grenzgebiete zu be-leiscn und genau zu durchforsche» sowie de» Naticmali-tälsschutzgedaulc» uutcr dem Volle zu propagieren, VI. I» Absicht auf den Kampf wider den Alkohol i s m u s werben die Regierung, die autonomen Landcsbehördcn, die öffentlichen Körperschaften, die Organisationen und Vereine ersucht, der überhandnehmenden Trunksucht mit allen gesetzliche» Mitteln zu steuern und den Antialkoholverei» „Svrta vojsla" in seinen Bestrebungen tatkräftigst zu unterstützen und zu fördern. Die geistliche und die weltliche Lehrerschaft wurde auf« gefordert, in der Schnle »»o bei icder Gelegenheit in dieser Hinsicht aufklärend und schlitzend zu wirken; die Pfarrämter werden aufgefordert, in jeder Pfarre eine Filiale des Vereines „Sveta vojska" ins Leben zu rufen. (Schluß folnt.) — jStcmpclfteiHeit in W«chrpflichtn»lj,clencnl,citen.) Das Ministerium des Innern hat mit Bezugnahme aus den Erlaß des Ministeriums für Landesverteidigung vom 20. Februar d. I. alle politischen Landesbehörden angewiesen, die Matrikcnführer ihres Verwaltungsgebie-tcs — mit Ausnahme jener der evangelischen Kirche, welche im Wear des Oberkirchcnratcs verständigt werden - von der Eröffnung des genannten Ministeriums mit dem Beifügen in Kenntnis zu setzen, daß im Sinne des tz ßl:, Absatz 2, W. G,, auch die für solche stempel- und gebührenfreie Eingaben, Protokolle und Rekurse nötigen Matrikcnschcinc oder Matritcnauszüge, wenn sie nur zu Laibacher Zeitung Nr. 204. 1860 5. September 1913. diesem Zwecke diene», von den Stempel- und unmittelbaren Gebühren bedingt befreit sind. Hiebei wird bemerk», daß nach Punkt 5 der Vorerumerunge» zum Tarif des Gcbührengesetzes vom 9. Februar 1850, 3t. G. Bl. Nr. 50, bei der gebührenfreien Ausfertigung derartiger Urkunden an der Stelle, an welcher das Stempelzeichen angebracht zu sein pflegt, der Zweck der Urkunde und die Person, welcher sie zu ihrem Zwecke zu dienen hat, anzugeben ist. Der eingangs zitierte Erlaß des Ministeriums für Landesverteidigung hat nachstehenden Wortlallt: Aus Anlaß von Anfragen über die Stempclbehand-lung von Gesuchen um Bewilligung zur Stellung außerhalb des zuständigen Stellungsbezirkes sowie der Gesuche um Zuerkennung der Begünstigung nach § 32 W. G. wird im Einverständnis mit dem Finanzministerium er^ öffnet, daß diese Gesuche, wie überhaupt alle im tz 86 W. G. bezeichneten Eingaben, die Befreiung von den Stempel- und unmittelbaren Gebühren genießen." — (Der Kinderschutzkonssreß in Salzburg.» Aus Salzburg wird uns geschrieben: Unter äußerst zahlreicher Beteiligung wurde am 4. d. M. vormittags in der „Aula academic«" des Swdiengebäudcs hier der zweite österreichische Kinderschutzkongreß feierlich eröffnet. Zum Präsidenten wurde Seine Exxzellenz Dr. Josef Maria Bacrnreither gewählt. Anwesend sind Delegierte der Ministerien und Zentralstellen, der Justiz-, Schuld und kirchlichen Behörden sowie Abgeordnete vieler Städte und der meisten Landesvertretungen Österreichs. Der Kongreß wurde vom Kardinal Katschthaler, vom Regie-ruiigsocrtretcr Hosrat Grafen Manzano, vom Sektionschef Dr. R. v. Schauer, dem Landeshauptmannstelluer-trcter Dr. Stölzel. dem Bürgermeister Ott und anderen offiziellen Persönlichkeiten begrüßt. Aus Krain sind anwesend: Landesschulinspektor Hofrat Levec als Delegierter des krainifchen Landesschulrates, die Landes-gtrichtsräte Dr. Doljan und Dr. Regal y, die Bezirksrichter Antloga und Levi«'nik, Oberlehrer Bajec, die städtischen Lehrerinnen Lund er und Lebar u. a. Die Hauptfragen, die den Kongreß beschäftigen, sind die Kinderarbeit und die Verwahrlosung der Jugend. Das Wetter ist wunderschön, die Stadt überfüllt von Fremden. — (Rückkehr von den Manövern.» Die diesjährigen Schlußmanüvcr in Innerkrain, an denen etwa 17.000 Mann teilgenommen haben, wurden gestern vormittags beendet, worauf der Rückmarsch der Truppen teils mit der Bahn, teils in Fußmärschen in die ständigen Garnisonen angeordnet wurde, wo die zur Beurlaubung gelangende Mannschaft und die zur Waffenübung eingerückten Reservisten sofort entlassen werden. Das 27. Infanterieregiment trifft in Fußmärschen morgen wieder in Laibach ein. — Die hiesige Sportwelt dürfte es interessieren, von welcher Stärke die Agramcr Fußballmannschaft „Croatia" ist, die bekanntlich am kommenden Montag in Laibach gegen die Reserve der „Ilirija" ein Fußballwettspiel austrägi. Die Stärke einzelner Klubs geht am besten aus den Resultaten der Wettspiele hervor. So lieferte die „Croatia" mit dem „Gradjanski Sportklub", der bekanntlich über dn erste Mannschaft der «Ilirija" mit 2:1 siegte, ein un-entschiedenes Wettspiel mit 1:1. Dle „Concordia", die seinerzeit in Laibach mit 3:2 siegte, unterlag ihr mit 2:3. Die Mannschaft „Attila" aus Budapest wurde mit 1:0 besiegt. Hingegen unterlag die „Croatia" dem „Kapos-vari Athletikai Klub", einem gut zweitklassigen ungarischen Klub mit 2:4. und der „H. A. 5. K.", der das letztemal die „Ilirija" mit 9.: 1 schlug, konnte ihr nur eine l Niederlage mit3:1 zufüge». Taraus ist wohl am besten zu entnehmen, daß die „Croatia" der Reserve der „Ilirija" an Stärke bedeutend überlegen ist und daß wir einem hochinteressanten Wettspiele entgegensehen, da die „Ilirija" die Parole ausgegeben hat, mindestens ein un-entschiedenes Wettspiel zu liefern, wenn ihr nicht ein Siez glücken sollte. — (Die Pfarrlirche in Sairach,) die sich als ein imposanter Bau im romanischen Stil repräsentiert, erhält dieserlagc den Hauptaltar. Der Sockel des Altars, das Tabernakel sowie die Seitcnstatuen der Apostclfürsten Petrus und Paulus sind ei» gediegenes Werk der best-dekanntcn Laibachcr Steinmetz- und Vildhauerwerkstätte Felix T h o m a n, ausgeführt nach dem Entwürfe des Wiener Architekten Anton Weber. Den Haufttaltar ziert ein in großen Dimensionen aus Mosaik zusammengesetztes Bild des hl. Martiuus, dem die Pfarrkirche von Sairach geweiht ist. Das Pferd, auf dem der Heilige reitet, ist in Marmormosaikmanier des sechsten Jahrh»»»-derts hergestellt. Der hl. Martinus, der arme Mann, dem er seinen Mantel darreicht, und mehrere Engelfiguren sind in venezianischer Mosaikart ausgeführt. Die Umrahmung sowie der Hintergrund des Bildes sind n, Flachglas gehalten. Der Nimbus des hl. Martinus ist aus vergoldetem Metall mit Glasflußsteine» angefertigt. Diese Haufttaltarfigur stammt aus der bestrcnommierten Micncr Mosaikwcr'tstätte 2. Forstner und Josef Wild und macht dieser Firma alle Ehre. —p,-. — (Zahlunffseinftellunss emdr Wäsche- und Kon« fcktionsfirma.» Aus Krainburg wird uns geschrieben: Die hiesige Handelsfirma Kotzbeck, welche am hiesigen Platze einen fabrilsmäßigen Betrieb zur Erzeugung von Wäsche und Kleidern innehat, wurde zu Beginn des heu^ rigen Jahres von einem Brandunglück heimgesucht, demzufolge der größte Teil des Warenlagers teils ein Raub der Flammen, teils arg beschädigt wurde. Seit dem besagten Unglücke konnte sich das Unternehmen nicht mehr recht erholen und hat nunmehr seine Zahlungen einge-stellt. Zum Konkurse dürfte es indes nicht kommen, da ein Ausgleich auf der Basis von etwa 50 Prozent angestrebt und allem Anscheine nach auch erreichbar sein wird. Fachleute schätzen den Wert des derzeitigen Warenlagers auf 40.000 /<, dazu kommen noch uneinbringliche Forderungen, die eine bedeutend höhere Summe repräsentieren. Diesen Aktiven stehen etwa 150.000 /< Passiva gegenüber. — (Biercrzeununff und -Ausfuhr in Österreich.) Nach einer auf Grund der Ausweise des Finanzministeriums veröffentlichten Zusammenstellung der Statistischen Zentralkommission in Wien wurden in ganz Oster-rcich in dem Halbjahre September 1912 bis Februar 1913 9,12 Millionen Hektoliter Bierwürzemenge erzeugt (um 3,32 Millionen Hektoliter weniger als im vorangegangenen Halbjahre März—August 1912 und um 1,05 Millionen Hektoliter weniger als in dem Halbjahre September 1911—Februar 1912). Unter den bierproduzie-renden Kronländern Österreichs steht an erster Stelle Böhmen, das in der Bcrichtszclt 4,56 Millionen Hektoliter Vierwürzemenge erzeugte (um 1,12 Millionen Hektoliter weniger als im Halbjahre März—August und um l),37 Millionen Hektoliter weniger als im vorangegangenen Semester); an letzter Stelle figuriert Krain mit 31.897 Hektoliter (um 43.557 Hektoliter weniger als in der Periode März—August und um 10.267 Hektoliter weniger als im vorangegangenen Halbjahre). Die gesamte Vierausfuhr über die Zollinie aus ganz Osterreich bezifferte sich auf 305.740 Hektoliter (um 59.950 Hekto liter weniger als im Halbjahre März—August, dagegen um 19.562 Hektoliter mehr als in der vorangegangenen Halbjahrsperiode). — iNachrichtcn nus Idria.) Man schreibt uns aus Idria: Dienstag den 2. d. M. gegen die erste Nach-Mittagsstunde ist Seine Exzellenz der Kriegsminister Ale-rander Ritter von Krobatin in Idria eingetroffen. In seiner Gesellschaft befanden sich sein Adjutant und cm höherer Generalstabsosfizier. Seine Exzellenz der Kriegsminister, der sich auf einer Inspektionsreise befindet und aus Flitsch über St. Lucia in Idria angekommen war, verließ nach einigen Stunden die Stadt, um im eigene» Auto über die Schwarzenberger Serpentinen »ach Wip-pach zu fahren. Das Mittagsmahl nahm Seine Exzellenz im ärarischen Hotel „Schwarzer Adler" ein. — Der Vorstand des hiesigen Quecksilberbergwerkes, Herr Hofrat Josef Villek, ist diesertage von seinem scchswöchcnt-lichen Urlaube in Idria eingetroffen und hat die Leitung der Vergdirektion wieder übernommen. — Der hiesigen Mädchenabteilung der k. k. Werksvoltsschule, die bisher nur sieben Klassen zählte, wird zufolge Bewilligung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten eine achte Klasse angegliedert werden. Da im Gebäude der k. k. Wertsvolksschule für die Unterbringung der achten Klasse geeignete Räumlichkeiten mangeln, wird deren Unterbringung einstweilen im städtischen Armenhause erfolgen. Mit der Aktivierung der achten Klasse ist ein lang gehegter Wunsch der Idrianer Bevölkerung in Erfüllung gegangen. — Wie seinerzeit gemeldet, sollen dem-»ächst in Krainburg Fortbildungskurse für die der Schule entwachsene Jugend eröffnet werden. Es wäre wohl nirgends angezeigter als gerade in Idria, daß der Gemeinderat öffentliche Fortbildungskurse mit Abendunterricht eröffnete. In Idria gibt es sehr viele der Schule entwachsene junge Leute, die auf eine Anstellung im hiesigen Bergwerke warten und in Ermanglung einer geeigneten Beschäftigung arbeitslos herumbummeln. Für sie wären die Fortbildungskurse mit Unterweisungen vornehmlich in den Sprachen, in der Mathematik, im naturwissenschaftlichen und im Zeichenunterricht eine wahre Wohltat. Aber auch für die Arbeiterschaft des hiesigen Bergwerkes wäre die Abhaltung passend gewählter Vorlesungen von großem Vorteil. Bildungslustig und wißbegierig ist ja die hiesige Arbeiterschaft, was am besten der starke Besuch der vor Jahren an der hiesigen Realschule von einigen Professoren abgehaltenen Vorträge bewies. -^.v— — (Unfälle.) Der 45 Jahre alte Knecht Johann Arne/. in Kaier,-Gerichtsbczirk Ncumarktl, kam während des Maschindreschens der Maschine zu nahe, wurde von dieser erfaßt und an drei Fingern der linken Hand schwer beschädigt. ~- Die 90 Jahre alte Witwe und Auszug-Icrin Ursula GoMa in Vlatna Vrezovica bei Oberlaibach stürzte zu Hause im Garten und fiel so unglücklich, daß sie sich die rechte Hand im Gelenke brach. - Der zch» Jahre alte Bäckcrssohn Albin Cizel aus Selo bc» Moste wollte diescrtage beim Turne» über den Bock springen, glitt aber aus und fiel zu Boden, wobei er sich den linken Arm brach. - Der 2^ Jahre alte Kcusch-lerssohn Peter Dolinar aus Suha spielte zu Hause in der Küche, griff nach einem mit siedendem Wasser gefüllte» Topf und bcgoß sich mit dem Inhalte, wobei er sich schwere Verbrühungen am Körper zuzog. - Bei einem Bau in Laibach stürzte dicscrtage der Maurcrgehilfe Antonio Clero vom Gerüste und zog sich schwere Verletzungen der rechten Hand zu. — Der 59 Jahre alte Hausbesitzer Johann Traun i» der Tabakgasse stürzte auf dem Heimweg und fiel so unglücklich auf einen kantigen Stein, das; er sich die Unterlippe spaltete. — Während der Arbeit erlitt der 20 Jahre alte Schlossergehilfc Josef Brate in der Zimmercrgasse durch den Anprall eines Eisenstückes einc schwere Verletzung des rechte» Auges. — Ein 16 Jahre aller Schlosscrlchrling i» Mannsburg schlug im Scherze seinem Mitlchrling Franz Mu,^ mit seinem Roctc aus den Kopf. ohne zu wissen, daß sich in der Tasche ein Eisenstück befand. Durch den Schlag erlitt Mu^i5 eine bedeutende Verletzung. — In Adelsberg spielten diesertage mehrere Knaben und warfen Steine. Hiebei wurde der elf Jahre alte Stanko Hit, von ei»em Steine am linken Auge getroffen und schwer beschädigt — (Ein rohdr Ehegatte und Vater.» Der Müller Johann Teftina in Primskau bci Krainburg ist stark dem Trunle ergeben und pflegt im Rausche Ehegattin und Kinder zu mißhandeln und z» bedrohe». Er kam vor einigen Tagen abends betrunken nach Hause und begann wie gewöhnlich zu cxzedieren und mit seiner Ehegattin zu streiten. Sodann ging er ins Nebenzimmer, nahm sein 18 Monate altes Töchterchcn aus dem Nette und warf» es an eine» an die Wand gelehnten Fensterflügel, so daß die Scheibe» zerbrachen, wobei sich das Kind durch die Glasscheiben mehrfache Verletzungen zuzog. Als die Mutter das verletzte Kind sodann zu sich nehmen wollte, jagte er sie aus dem Zimmer und warf ihr ein mit Wasser gefülltes Schaff nach. Niemand getraute sich dann mehr in sei» Zimmer zu kommen, da er sich äußerte, er werde zuerst die .Kinder und dann die Gattin erschlage». Teftina mürbe verhaftet und dem Bezirksgerichte eingeliefert. — (Durch Messerstiche schwer verletzt.) Am vergangenen Montag nachts entstand auf der Straße bei Se kiri^e, Gemeinde Dob, zwischen mehrere» Bursche» aus unbekannter Ursache ein Streit u»d eine Rauferei wobei der 18 Jahre alte Keuschlcrssohn Varlholomäus'Kova-<,. durch Messerstiche derart zugerichtet wurde, daß er ins Landesspltal überführt werden mußte. — (Vcrhaftnnsscn.j Montag gegen 3 Uhr früh wurde» auf der Zoisstraße die Taglöhner A»to» ?ickar und Franz Kova^i<" vo» einem Wachmanne wegen nächtlicher Ruhestörung angehalten und aufgefordert, sich ruhig zu "erhalten. Da sie dieser Aufforderung keine Folge leistete», wurden sie als verhaftet erklärt, /.i^lar aber widersetzte sich und versetzte dem Wachmann einen kräftige» Fauststoß i» die Brust sowie einen zweite» i» dc» rechten Oberarm, so daß sich der Wachmann gezwungen sah, von: Leder zu ziehen. ?i'5kar äußerte sich auch, so lange nicht mitgehe» zu wollen, bis ei» zweiter Wachma»» komme. Erst nach längerem Zureden des mitvcrhaftetc» Kova5i<" ließ er sich dazu bewege» u»d ging ruhig mit. — Vorgestern verhaftete ei» Wachma»» i» ei»em hiesigen Hotel eine» Väckcrgchilfen und einc stcllc»losc Kellnerin wegen Falschmcldung, wcitcrs auf dem Kcmgreßplatze den 19 Jahre alten Knecht Josef Mrvar aus Zagradcc, Gcrichts-bezirk Nudolfswcrt, weil er zum Nachteile seines Dienst-sscbcrs, eines Holzhändlers in Laibnch, »lit gefälschter Rechnung Geld einkassiert lind für sich behalten hatte. — (Taschcndiebstnhlc auf dem Markte.) In letzter Zeit mehren sich freche Taschendicbstähle auf dem hiesigen Markte in auffallender Weise. So wurde vorgestern dem Fräulein Marie Vabnil ein neues braunlederncs Geldtäschchen, worin sich glücklicherweise nur ein Zwei-kroilcnstück, dann ein neues Taschentuch und einige Münzen Kleingeld befanden, aus der Rocktasche gestohlen. Desgleichen wurde gestern im Marltgcdrängc der aus Oberfernig stammcildc» Besitzerin Marie Dc/.ma» eine Geldtasche mit zch» Kronen Kleingeld entwendet. Von den Tätern fehlt jede Spur. 1«>—. — (Während der Fnhrt beftohlcn.j Dem Kapitänleutnant dcr deutschen Kriegsmarine wurde diesertage während dcr Eiscilbahnfahrl Fiume-St. Peter oder während seines kurzen Aufenthaltes in St. Peter aus der Rocktasche einc Zigarettendose mit dem Inhalte von 160 Kronen entwendet. — (Im ssass- „Central") findet jeden Abend ein Konzert des neu angeworbenen renommierten Elite-Damenorchesters statt. Anfang um halb 10 Uhr. Eintritt frei. Laibacher Zeitung Nr. 204. 1661 5. September 1913. — »„Die Verlobten") von Alessanbro Monzoni. Der Film. der das Meisterwerk „I promcssi sposi" des berühmten Autors widcrssibt, wird von morc,cn bis Dienstaa, im «ino „Ideal" erscheinen. Die prächtige Ausstattung, die stilcchtc Vcranschaulichung der Sitten und Trachten, die feindurchdachten Inszenieningslünstc, die Masscnwir-kunffen sind die Folge monatclangcr Studien über die im Roman geschilderte Zeit und deren Sitten, zu denei, Autoritäten auf dem Gebiete der Geschichtsforschung bei-gezogcn wurden. Eine großartige Inszemcrungsarbeit wurde in den Szenen geleistet, die das Wüten der Peft in Mailand darstellen. Man fühlt förmlich die Schmer-zensschrcie, den qualvollen Kampf der Todesopfer, sieht das unerschrockene Wirken der geistlichen Hirten, der freiwilligen Priester und der gelehrten Heiltünstler, Not, Elend, junger, Tod und die schauerliche Arbeit der Monarti oder Leichenschkpvcr. Dieses Bild ist das überwältigendste des Dramas. Reizvoll ist die Szenerie m Monza und Mailand. Am Film haben erste italienische Künstler mitgewirkt. Der Film ist auch für die Schuljugend geeignet. Dic Vorführungen werden von morgen bis Dienstag täglich um A und 5 Uhr nachmittags sowie um 7 und !) Uhr abends erfolgen. Die Preise sind auf allen Plätzen mit Ausnahme des zweite» Plahce. um 10 /< erhöht. Theater. Kunst und Literatur. — <„D»m in Svet".) Inhalt der !1. Nummer: 1.) F. S. Fi >i /, gnr: Die Magd An^la. 2.) Josef Lov -ren'"'i<^ Fragmente aus dem Zyllus „Der Student aus der Trenta". ."..) Isidor (5anlar: Rcisccrinnerun-gen. 4.) Viktor Slcska: Der Arzt Dr. Markus Grbec. 5).) Ivan Gruden: L'Ilalia futurista. 0.) Dr. V. Marabou: Einige Tage in der Schweiz, 7.) Andreas Kalan: Friedrich Ozanam. 8.) Dr. A. Vreznil: Dic Entwicklung der neueren slovenischen Schreibweise und ^cvcc' „Pravopis". 0.) Alois Ncmec: Die ke^ chen. 10.) I. Dostal: Ein EhristiMonogramm aus dem römischen Emona. — Das Heft enthält zehn Illustrationen. <„Ljubljansli Zvon".) Inhalt des September-Heftes: 1.) Franz Albrecht: In den Sommcrtag. An eine junge Frau. 2.) Milau Pugclj: Die Tröswng. 3.) Alexander Hudovernil: Erinnerungen an Ioh. Trdina. 4.) A. La bud: Die bezwungene Liebe. 5>.) L. Pintar: Über Ortsnamen. 6.) Ferdo Ko-zak: Die beide»» Schwestern. 7.) Maria Km et: Das Ende des Lehrers Mo/.c. 8) Rado Murnik: Die Tochter des Grafen Vlagay. 9.) Litcrnturbcrichtc (mit Beiträgen von Anton D c li el j a k, Dr. A. D o I a r und Josef V»snil). Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Kaiser. 5c»5 Ischl, 4. September. Seine Majestät der K a i-s e r beendet Montag den 8. September nach zehnwöchigcm Aufenthalte in Vad Ischl seine» diesjährigen Soinincr-sejour und tritt an dem genannten Tage um 12 Uhr mittags mittelst Hossondcrzugcs die Reise nach Schönbrunn an. Mit dem Kaiser reisen nach Wien: Gcneraladjutant General der Kavallerie Graf Paar, Kadincttsdirektor Fieil,err von Schicßl, Geheimer Rat Dr. Kcrzl, die Flügcladiutante» Oberst Ritter von Marglllti, Fregatten-tapitän von Hort» und Oberstleutnant Graf Hoyos sowie .Hofrciscintcndain Hofrat von Prilcftti, und das übrige Gefolge. Seine Majestät trifft um 5> Uhr 4 Minuten nach mittags in Pcnzing ein und begibt sich von dort im Leib-Wagen nach dem Schlosse Schönbrunn. Mit dem .Kaiser verlassen in Pcnzing den Hoszug: Gcueraladjutant Graf Paar, Geheimer Rat Dr. Kerzl. die Flügcladjutcmtcn Oben't Ritter von Margutti, Fregatteukaftitän von Horti und Oberstleutnant Graf Hoyos sowie Hofrciscintcndant von Prilcßky, Die übrigen Herren des Gefolges setzen die Fahrt nach Wien fort. Der Kaiser setzt den Sommcl» sejour im Schlosse Schönbrunn fort. Dic Trauung des Exkönigs Manuel. Sissmarinssen, 4. September. Heute um 10 Uhr vormittags fa»»d im Schlosse die Zivillrauung des Königs Manucl von Portugal mit Prinzessin Auguste Viktoria von Hohcnzollern statt. Um halb 12 Uhr setzte sich der Brautzug vom Schlosse zur Kirche in Bewegung. Die kirchliche Trauung nahm Kardinal Netto vor. Die Traurede hielt Fürstabt von Maria Einsicdcl, Dr. Aossard. Hierauf fand im Schlosse eine ssrühstückstafel stntt. Um 1 Uhr verließen König Manuel und Künigi» Augnstc Viktoria im Auto Sigmaringen. Die Cholera. Wien, 4. September. Der an Eholcra verdächtige, in das Franz Josef-Spital gebrachte Arbeiter Ferdinand Kricgler wurde heute, nachdem die balteriologische Untersuchung in unzweifelhafter Weise ergab, daß Eholcra nicht vorliegt, aus dem Spitale entlassen. Ebenso wurden heute die mit dem Salonichier Kaufmann Aron Pardo in Berührung gekommenen Personen aus der Isolierung in der Sanitätsstation des zehnten Bezirkes entlassen, da sich in den sünf Tagen der über sie verhängten Quarantäne keinerlei verdächtige Symptome geigten. Pardo bleibt im Franz Josef-Spital noch unter ärztlicher Überwachung, da die Untersuchung bei ihm noch das Vorhandensein von Vibrionen ergab. Prag, 4. September. Die Nachricht über das Vorkommen choleravcrdächtiger Fälle unter der aus Bosnien zurückgekehrten Mannschaft des Infanterieregiments Nr. 102 in Vcncschau entbehrt nach Erkundigungen an kompetenter Stelle jeder Vegründnng. zicmbcrn. 4. September. Die Nachricht ungarischer Blätter von Eholeraerlranlungen ln Galizien ist gänzlich unbegründet, da hier kein einziger ckoleraverdächtiger Fall bekannt geworden ist. Nliircglchaza, 4. September. In Ucheherto ist am 51 August der Fnhrmann Johann Gennmger uuter cho-lcravcrdächtigen Erscheinungen erkrankt und zwei Tage später gestorben Die Leiche wird obduziert und d,e Eingeweide zur baktcriologischcn Untersuchung nach Budapest gebracht und alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Sarajevo, 4. September. Der Eholerastand vom :; September war folgender: Der in der Stadt Tuzla erkrankte ^iegelaibcilcr ist gestorben- kein Zuwachs, verbleibt lew Kranker. Im Landbczirk Tuzla ist der Bezirks-arzt in Gornja-Tuzla als Bazillenträger isoliert worden. Im Bezirke Grada^c ist ein Kranler gestorben, verbleiben fünf Kranke. Im Bezirke Bn-ka in Ora^je sind drei Kranke zugewachsen, eine Person ist gestorben, cme genesen verbleibe» sieben Kranke. In Vldovica ist cm Fall zugewachsen, verbleiben vier Kranke. In den Bezirken Vjclina und Ianjc sind zwei Kranke zugewachsen, vier gestorben verbleibt ein Rekonvalcszcnt, D,c kroatische sandesregicruug hat die Verkehrssperre in Bosnisch-Gradiska Kova«' Vosnisch-Brod und Vosnisch-Samac aufgehoben. Dagegen bleibt die Einfuhr von rohem Obst aus Bosnien und Slavonien nach wie vor verboten. Auch der Personenverkehr, ausgenommen der Nahnvcrkehr, welcher keine Einschränlung erleidet, ist nur durch drei Stunden täglich gestattet. Vom Balkan. Wien, 4. September. Der „Albanischen >torrcspon. dcnz" wird aus Valona gemeldet: Einer Nachricht aus Äolcna zufolge ist cs dort z» blutigen Kämpfen zwischen griechischen Soldaten und Einwohnern des Ortes gekommen. Die griechischen Soldaten, die von ktomitadschis begleitet waren, fielen in das Dorf ein und beganner, es zu plündern. Eine Anzahl von Männern des Dorfes ergriff die Waffen und setzte sich zur Wehr. Es kam zu <>incm blutigen Gemetzel, in dessen Verlaufe elf griechische Soldaten getötet wurden. Die Griechen töteten ncui. Männer und vier Frauen aus dem Dorfe. Der größte Teil des Torfes wurde von den Griechen geplündert und mehrere .Häuser in Brand gesteckt. Wien, 4. September. Aus Skutari wird gemeldet: Molltcneqrinischc Truppen haben das Dorf Puthay überfallen, die Einwohner beschossen, die Haustorc erbrochen und viele Grausamkeiten verübt. Zehn Personen wurden durck ^njoncllslichc schwer verletzt, darunter auch Frauen und binder. Revoltierende Winzer. Pario, 4. September. Die revolutionäre Bewegung der Winzer im Departement Aube gegen das Gesetz, das ihren Wein von der Ehampagnerbercitung ausschließt, l,at in den letzten Tagen sehr an Ausdehnung gewonnen. <^n sechs Ortschaften wurden stürmische Versammlungen abgehalten, die damit endeten, daß die Maires und di. Gcmcindcräte sich bereit erklärten, ihr Amt niederzulegen. Todessturz zweier Flieger. Vrien. 4. September. Die zur Flicgergrupftc kommandierten und der elften Division zugeteilte Flugoffizier Leutnant Eggcnbrech.'r des 5. Dragonerrcglments und Leutnant Prins des »3. Infanterieregiments unternahmen heute um 10 Uhr vormittags auf dem Heidauer Exerzierplätze bei Bricg auf einer Rumpler Taube emcn Provcflug, nachdem der Apparat unmittelbar vorher neu aufmontiert worden war. I" """ H°he vo" "ngesahr 100 Metern hackte sich die mke Tragfläche ans, der Appamt überschlug sich »'"d stürzte zu Boden. Beide Of-iK^ waren sofort tot. Der Apparat wurde vollständig zertrümmert. Brand. Lundo« 4 September. Gestern abends wurde in Manchester ein Speicher, in dem Ol, Bretter und 250 Ballen Baumwolle lagerten durch Feuer zerstört. Der Schaden wird auf 25,0.000 Pfund Sterling gefchatzt. Anton Funtek. Angekommene Fremde. Gr«m» Hotel U«i,». Am 4. September. Se. Exzellenz Kraus. — Dr. Slim. Prag. — Dr. Schupp; Gmeyner. Direktor; Futter, Ingenieur; Marg, Piallbauer, Private; Winternitz, Ooldjchmidt, Schön» stein, Hirsch, Kflte.; Beamt, Schapper, Paschlus. Huml, Gendu» schel. Schwarz. Reschavsky, Grasz. Stern, Mr0lil. Kolb. Ba» basely, Stepnitz. Pollal, Frocher, Rsde., Wien. — Cassutto. Beamter, Trieft. — Bala«. l. u. l. Oberl.; Fischer, Privat; Martellanz. Rsd., Graz. — Zlat, Privat, Neumarltl. — «iebl. Rsd.. Tonih. — Schanda, Rsd., Vaden b. Wien. — Kebat, Rso., Görz. — Klanberger. Rsd.. Linz. H,tel „Elef«mt". Am 4. SePtember. Se. Exellenz Baron, l. u. l. Kontre-admiral d. R. Schloß Wildenegg. — Edle von Kreysa, l. u. l. Generalmajors'Gllttin. s. Tochter u. Sohn; Müller, Architekt, s. Gemahlin; Fr. Müller, ssr. Pausitsch, Private; Dr. Weim, Nrzt; Feichtinger, Professor; Zohar. Veamtcr, s. Tochter; Pattern, Kfm,, s. Gemahlin; Iinel, Schneider, Medal, «sde.. Wien, — Reisinger. Rsd.; Paulmitsch, Sekretär; Strafela. Beamter; Prockl, Kfm.. Graz. — Melamed, Kfm., Belgrad. — Schmiblin, itfm., Agram. — Walonig, ltfm., St. Martin. — Siutehty, Kfm.; Löwt,, Rjd., Linz. — Hortt. Lhlinaphon. Toriste. Slyo (Irrland). — Dranceschini, Privatier, s. Familie; Graziano, Chauffeur, Vitorio (Italien). — von Breszlovsly, Redakteur, s. Gemahlin, Budapest. — Lednicki, Advolat, Mot« twa. — Müllner, Offizialswitwe, Gottschee. — Fr. Panier. Postmeisterin, Cerllje. — Dr. Weingerl, t. l. Staatsanwalts' selretar; Fr. Alcaini. Lehrerin, Trieft. — Fr. Winter, Lehrerin; Zalsly, Rechnungsführcr, Wolssberg. - Hochrciter, Lehrer, München. — Bauer, l. u. l. Leutnant. Klagmfurt. — Leymann, Rsb., Langenau. — Nerat. Rsd. Düsseldorf. — Martin, Rsd., Karlsbad. — Mohapl, Beamter, s. Gemahlin, Olmütz. Meteorologische Veodachtungen in Laibach. TeciMr ?j0« ^ m Mittl. Luftdruck 736'" mm. . ^ u. N. 736 4 L? 4! SSO. msßin heiter ^ 9 U. Nb. 36 9 20 0 W. mäßig 5>^Ü7F7 ^8'14^9 NÖ' schwach neblig ! 0 0 Das TusscSnnttel der gestrigen Temperatur beträgt 2l)'1', Normale 16 4". Regen nach Mitternacht. Wien, 4. September. Wettervoraussage für den b. Tep< tembrr für Tleicrmari, >färil, ., ,,U. .4 82-26 8246 Üest. Rente i. K.-W. stenerfr. (1912) p. K............ 8t-~ 82-20 Oeet. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 82-— 82-20 Oe«t.lnTest.-Rent.8tsr.p.K.3Vi 73— 73-20 Franz Josofsb.i. Silb^d.SOö1/« 1O610 107-10 Galiz. Karl Ludwigsb. (d. St.) 4 82 40 83-40 Nordwb.,ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 8326 84-26 Rudolfsb.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 «2-60 8360 V«b SU»t« s. Zahlung Obern. Bisenbthn-PriorlUti-Oblig. Böhm.Nordbahn Ein. 1882 4 —— —•— Böhm. Westbahn Em. 1885. .4 84-60 86-so Böhm. Westb.Em. 1895 i. K.4 «470 «8-70 Ferd.-Nordb. E. 188« (d.S.).. 4 9480 9680 dto. E. 1904 (d. St. K___4 8690 87-90 Franx Jo8cfsb.E.18«4(d.S.)S4 83-90 84 90 Galiz. Karl Lud wigb.(d. St. )S4 82-60 8360 Laib-Stein Lkb.SOOn.lOOOfl, 4 9276 93-76 Schlcßkura Geld | Ware Lem.-Czer.-J.E.18»4(d.S.)K4 83— 84 — Nordwb., Oest. 200 sl. Silber 6 100•- 101 ¦— dto.L.A. E. li»O3 (d.S.) K 8»/a 76-90 76-90 Nordwb.. Oest.L. B.200fl. S.ö 101-— —- dto. L.B.E. 1903(d.S.)KS'/a 7«-78 70-78 dto.E. 1886200u. 1000sl.S.4 86-80 86-80 RudolfBbahn E. 1884(d. S.)S.4 8260 83-60 Staat8eisenb.-G.600 F. p, St. 3 360— 364 — dto.Ergz.Netz500F.p. St. 3 348 — 362— SüdnorddeutscheVbdgb. fl.S. 4 «2-78 83-76 Ung.-gaI.E.E.1887200Silber4 82 26 83-26 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatHkas8ensch.p.K.4Vj 99-30 99-60 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 10216 10236 Ung. Rente i.K.stfr.v.J. 1910 4 «/«0 81 70 Ung. Rente \. K. stfr. p. K. 4 81-60 8170 Ung Prämien-Anlehen älOOfl. 462-— 462 — U.Theiss-R.u. Szeg. Pnn.-0.4 298-60 303-60 U.Grundentlastg.-Obg.ö.W.4 81-30 823Q Andere öffentl. Anlehen. Bs.-herz.Ei8.-L.-A.K.19O2 4l/i 91-60 9260 Wr. Verkehrsani.-A. verl. K 4 8210 8310 dto. Em. 1900 verl. K . . . . 4 82-26 8326 GaliziBchesv. J. 1893 verl. K.4 82-76 83 76 Krain.L.-A. v.J. 1888 ö.W.. 4 —•— 9460 Mährisches v.J. 1890 V. Ö.W. 4 86-60 8760 A.d.St.Bndap.v.J.1903V.K.4 79 60 80-60 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 8226 83-2b Wien (Invest.) v.J. 1902 V. K.4 86— 87- Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 83 20 RuS8.St.A.1906f.100Kp. U.6 103-26 10376 Bul.St.-Goldanl.1907 100 K4«/i 88-26 89-26 Pfandbriefe und Kommnnalobligationen. Bodenkr-A. öst., 50 J. ö.W. 4 82-30 83 30 Bodenkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 96— 96- Böhm. Hypothekenbank K. . 5 10016 10116 dto.Hypothbk.,i.57J. v.K.4 88'76 6976 Schluüknrx Geld |Ware flor. Böhm.Ld.K.-Schu)dsch.50j.4 «480 «e«0 dto. dto. 78 J. K.4 84-26 86-26 dto. E.-SchuldBch.78j.4 84-26 8626 Galiz.Akt.-Hyp.-Bk.......5 90— »r— dto. inh.5()J.vorl.K.4Vi «2.28 83-26 Galiz.LandfiHb.5l>/2J.v.K.4Vj 321— 9"»-— dto.K.-Obl. III.Em.42J.4Vi »0— .<>/•_- Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 9*— 99 — Istr. K.-Kr.-A.i.62Vj 87— 88-— Centr. Hyp.-B.nng. Spark. 4»/i 9060 91-60 Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. 4V2 92— 93-— dto. Com. 0. i. 50»/a J. K 4>/2 Si-76 92-76 Herrn. B.-K.-A. i. 60 J.v.KV/, 90- 91 — Spark.InnerHt.Bud.i.50J.K4Vj 90-60 9y60 dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4»/4 *''«0 W«0 Spark.V.P.Vat.C.O.K. .4«/» 90-26 !>r26 Ung. Hyp.-B. in PeetK . . 4V2 91-60 92-60 dto.Kom-Sch.i.50 J.v.K4V7 9*'26 9426 Eisenbahn-Prior.-Oblig. Kasch.-Odcrb.E.1889(d.S.)S.4 81 60 82-60 dto. Em. 1908 K (d. S.). . . i 8060 8f60 Lemb.-Czer.-J.E.1884 800S.3"6 76-40 7740 dto. 300 S...........4 «/-90 8200 Staatseisenb.-Gesell. E. 1895 id. St.) M. 100 M.......3 8260 SR-60 Südb.Jan.-.l. 50s« F. p. A. 26 264-70 266-70 UnterkrainerH.(d.S.)ö.W. . 4 91— 9260 Diverse Lose. Bodenkr. öst.E. 188OklOOfl.:)X "««0 288 60 dto. E. 1889 a 100fl. . . . 3X — ¦— -¦-- Hypoth.-B.ung.Pram.-Seh v. a 100 11..............4 284— 242— Serb. Prämien-Anl. ä 100 Fr. 2 U4-- 122-— Bud.-Ba8ilica(l)omb.)5fl.ö.W. 27 76 31-76 SchliißktirH ,, «7.9-60 82060 Eskompteb. steier. 200 fl. 32 „ 667- — «7/ — Eükompte-G.. n. ii. 400 K 40 „ 7»9- 764- Ländorb.,ÖHt.p.U.2sK)fl.30 ,, 828-80 62ö-«o Laibacher Kreditb. 400 K 25 ,, 424— 424-60 Oest.ungar. -B. 1400 K 120,, 2076- 2086- Unionbank p. U. . . 200 fl. 33 ,, 603— 604- - yorke)irsbank,ai]g.l40fl.20 ,, 360-60 3(iV60 ŽivnoBtcn. banka lOOfl. 15 ,, 270— 27/- Industrie- Aktien. Berg- u. Hüttw.-G., öst. 400 K 1290 — 1296 -Hirtenborg I'.,Z. n.M. F. 400 K /ö/s — /«28-KönigHh.Zement-Fabrik 4(iO K 3G7— 871 — L«ngonrelderP.-C.A.-G.26O K 129- 130 — Schlaflkurt Gold | Ware Montangcs.,östorr.-alp. 100sl. 9 39-90 93f!>0 Perlmoosor h. K. u. I'. lOOfl. 474— <76 — Prager Eisenind.-Gesell. 500 K 3240 — »266 — Rimamur.-Salgo-Tarj. 100 fl. 71260 713-60 Salg6-Tarj. Stk.-B. . . . 100 fl. 770-•¦- 778-— Skodaworke A.-G. Pils. 100 K 824-76 «fl/« WalTcn-F.-G..ÖKterr. . . 100 fl. 9*7 — 991 — Weißenseis Stahlw.A.-G. 300 K 77B— 7*0' — WeBtb. Borgbau-A.-G. 1(X) fl. 962— 867 SO Devisen. Knrze Sichten und Scbeeks: Deutsche Üankplätze......//*•»¦<• //««•» Italicnische Bankplätte..... 9-liü 94-30 London................24 10"' 24-14'* Paris................. ?6 90 9666 Valuten. MUnzdukatcn........... 1144 114t 20-FraneB-Stüoke......... W0i> 19-13 20-Mark-Stüuke.......... 1369 2366 Deutecho Reichsbanknoten . . 118***' //*»»-K) Italionischo Banknoten..... 04-— 94-16 Rubel-Noten............ 28» 78 26476 Lokalpapiere n&chrrirfttnotier.d. Filiale d. K K.priv.Oent. Credit-AnsUit. Hraueroi Union Akt. 200 K 236— 246 — Hotel Union ,, 500,, 0 —— — •— Krain. Bauges. „ 200,, 12K 200- 2/0-— Industrie., 200,, 20 K 420— iüO — Untcrkrain.St.Akt. lOOfl.O -•-•— W— BankzinsfuQ 6"/« Die Notierung »amtlicher Aktien on