Nl. 82. Dienstag, 10. April 1900. Jahrgang 119. Macher M Zeitma. 5hri« 2z « ?"A"i«: M!t Postveisendnna: aanziahng 30 li, halbjährig ,5 K, In, Lomptoir: aanz. ^ IH.^Ml. ^ Die «Laibachrr geitung» erscheint tizlich, mil «usnahme der Sonn- und Feiertage, Die «bminiftratlon befindet sich lllungrelsplah Nr. !i, die Ued«cas ,X v''^" Ausgabe des Uielchsaesehdlalte« uo»n Jahre I89!>, ^Nischn,,' "5° ^j Stück der italienischen, das XII. Stiict der ^XVii, ^,,°«s X'V,' XVl. und XVII. Stilck der kroatischen, n." lloalili^ " " kroatischen und rumänischen, das XX. Stilck ^chsaess^l .""° bas XXI. Stück der böhmischen Ausssabe des vulatles vom Jahre 1900 ausgegeben u,ld versendet. ?'. ^lpril i^.^^^blatte i«r «Wiener ^eltunss. vom ?. und '"gender N„l. ^' ^ und 61) wurde die Weiterverbreit»«« i Nr I8^^"lg"isse verboten: ^Pril'i90y "in siegende Blätter» vom 18. März und 3K.' 1^ '«'"i" Vollsblatt. vo>» 31. März 1900. Nr 14 ,, ^""^» Vom !!0. März 1!>U0. 3ir. 1? ? 15 «NaliLor. vom 31 März 1900. Nr 4w o6k. vom 28. März 1900. Nr. ? «Unverfälschte deutsche Worte» vom 1. Ostermonds (2013) 1900. Nr. 13 «Der westböhmische Grenzbote> vom 31. März 1900. Nr. 13 <5«8ll5 8am08tklno5t» vom 30. März 1900. Nr. 14 «O»ky Lüvi-» vom 31. März 1900. Nr. 13 «Der Vorwärts» vom 1. April 1900. Nr. 12 «3t,r.-lz Ii6u» vom 30. März 1900. Nr. 89 «Nackllälnl I^iüly. vom 30. März 1900. Nr. 13 «Noidwestbühmische Vollszeitung» vom 30. März 1900. Nr. 13 «Wahrheit» vom 30. März 1900. Nr, 18 «Norddöhmische Vollsstimme» vom 31. März 1900. Nr. 13 vom 30. März 1900. Nr. 14 «^oöe8ky völnill» vom 30. März 1900. Nr. 11b «Uumor7»t»» vom 1. April 1900. Nr. 64 «Dito» vom 31. März 1900. Nr. 4 «?romien» vom 1. April 1900. Nichtamtlicher Theil. Panamerikanischer Congress. Vor einiger Zeit hat das Staatssecretariat der Vereinigten Staaten an alle Central« und südamerila-nischen Staaten eine Anregung zur Abhaltung eines «?an-American Oongros»» ergehen lassen, mit der Bitte, hinsichtlich des Abhaltungsortes sowie der Zeit Vorschläge zu machen. Die Vereinigten Staaten liehen sich hiebei von dem Gedanken leiten, dass die Abnahme ihres Handels mit den lateimsch-amerilanischcn Staaten während der letzten Jahre auf fast sämmtlichen Industriegebieten (mit alleiniger Ausnahme der Stahl-und Eisenbranche) wesentlich auf die Gerüchte über Absichten der Vereinigten Staaten auf Territorien des lateinischen Amerika zurückzuführen sei und meinen, dass der vorgeschlagene Congress geeignet wäre, diesen Verdacht vollkommen aus der Welt zu schaffen und die früheren Handelsbeziehungen wieder herzustellen. Bisher sind nun, nach einer Mittheilung aus Washington, zustimmende Antworten von Mexico, Guatemala, Costa Rica, Haiti und Venezuela eingegangen. Im Staatsdepartement erwarte man, dass innerhalb der nächsten sechs bis sieben Monate sämmtliche eingeladenen Staaten ihren Beitritt erklären werden. Guatemala, Eosta Rica, Ha>ti und Venezuela haben keinerlei besondere Wünsche wegen Ort und Zeit der Abhaltung geäußert, Mexiko dagegen hat durch den Präsidenten Diaz den lebhaften Wunsch ausdrücken lassen, dass der Congress in der Stadt Mexiko zusammentreten möge. Man glaubt in maßgebenden Kreisrn, dass die Union sich bemühen werde, die Durchsetzung dieses Wunsches zu sichern. Politische Ueberficht. Laibach, 9. April. In der am 6. d. M. unter dem Vorsitze des Ministers des Aeuhern Grafen Goluchowski abgehaltenen gemeinsamenMinisterconferenz wurde die Verhandlung über die den Delegationen zu unterbreitenden Vorlagen fortgesetzt. Heute wurden die Be« rathungen beendet. Aus Budapest wird telegraphiert: Von competenter Seite wird auf das enlschildenste versichert, dass die Gerüchte von principiellen Meinungsdifferenzen der Begründung vollständig entbehren. Die besonders eingebende Berathung der umfangreichen Vorlagen hat eine dritte Ministerconferenz erforderlich gemacht. Die Auffassung, als ob es sich hiebei um die Ausgleichung weitgehender Differenzen handeln würde, ist unbegründet. Aus Rom wlrd gemeldet: Der neue Kriegsminister General Graf Ponza diSanMartino wurde zum Senator und General Zanelli zum Unterstaatssecretär im Kriegsministerium ernannt. Die italienische Regierung hat jetzt, wie schon bekannt, a/mäß der Ankündigung des Ministerpräsidenten Pelloux, das von der Opposition so energisch bekämpfte 66«i-cw le^o zurückgezogen. Damit soll, wie der «Voss. Ztg.» aus Rom geschrieben wird, die Möglichkeit gewonnen werden, den Inhalt des Decretes den geänderten Verhältnissen anzupassen. Die Regierung behalte sich vor, die betreffende Vorlage neu ein-zubringen, sobald die Erledigung der dringenderen Aufgaben des Parlaments eine gründliche Berathung ermögliche; jedenfalls werde an den Bestimmungen über eine bessere Regelung der Verantwortlichkeit in der Presse und über die Verhinderung von Ausständen in öffentlichen Dienstzweigen festgehalten, und auch das Vereins- und Versammlungsrecht werde nicht ohne Aenderung bleiben. Das Ableben- Ghazi Osman Paschas ruft in Constantinopel allgemeine Theilnahme, nicht nur in türkischen, sondern auch in europäischen Kreisen hervor, die sich in unzähligen Beileidslundgebungen an die Familie des Verstorbenen äußert. Fürst Nikolaus von Montenegro condolierte telegraphisch dem Sultan selbst, der serbische Ministerpräsident Feuilleton. Concert der «Glasbena Matica». ^Mllll 3^" ^°"le des «Narodni bom> fand 'Aasbena A, - ^ dritte ordentliche Concert der ^amln statt «'m»c^""g. desselben lag in den bewährten K Eolist./ "^bi."ctors. Herrn Matthäus Hubad: Sopran) u^'6'erten Fräulein Amalie Carnerl »> Die ertte ^ Alexander Nosalewicz (Bass). ^ Publicum f "bellung des Concertes, zu welchem ^l VM^'° Mreich erschienen war, dass es den ^ unvoll?,3 ^ ?Me, wurde durch die beiden Sähe Hubert e , .^bliebenen Symphonie in U-moü von «^ercom^ ^"^"' in welcher sich des berühmten ^tiden in' Gcdanlenfülle mit zarten sanglichen selche v ' "arer, abgerundeter Form offenbart und ^"'^rkavell. '^^lzähligfn Orchester der hiesigen "Ut Echw "I "" sckMfer dynamischer Pointierung, ?^ gebra^ ""abgeklärtem Verständnisse zum Vor« >"e die K. "^' Herr Musildirector Hubad dl-v ^ Und ?.^°"'e in der ihm eigenen vornehmen ""enterniaü^ ^ b'ch erste Programmnummer sj. Sodann f, ^"schlnden Beifall entgegennehmen. ^.,Iräulei«'^" f"nf Solonummern, in welche V". N.?,5?rneri und Herr Nofalewicz !'? "ziel In '^ dem hiesigen Publicum nicht fremd, ^llare'N. durch h" abgerundete Vortragsweise, ^yile X ^ ^"«spräche sowie durch ihre prächtige, "no ourchwea« sumvatbilcke Stimme die leb- hafteste Anerkennung, welche überdies durch eine Bouquctspende an Fräulein Carneri und durch einen Lorbeerkranz an Herrn Nosalewicz ihren sichtbaren Ausdruck fand. Die Clavierbegleitung der Sologesänge besorgte in durchaus lobenswerter Weise Herr Pro-chäzka. Obschon nun diese Lieder, beziehungsweise Arien, mit Recht ungethcilten Beifall fanden, fo will es uns doch dünken, als ob dieselben in Anbetracht der langen Dauer des Concertes — aber auch nur aus diesem Grunde — hätten entfallen können, mit anderen Worten: wir glauben, dass sich unbeschadet des Gesammt-eindruckes Dvotäls Oratorium unmittelbar an die Symphonie hätte anschließen sollen. Des böhmischm Componisten gewaltiges Werk, «Die heilige Ludmilla», op. 71, wurde vor dem hie-sigen Publicum Samstag zum. erstenmale vorgeführt. Ein Massenchor von Sängerinnen und Sängern, das vollzählige Orchester, Fräulein Carneri und Herr Nosalewicz als solistische Kräfte brachten unter Leitung des gewiegten Dirigenten drs Oratoriums erste Abtheilung in einer für die hierortigen Verhältnisse mustergiltigen Weise zur Aufführung. In jeder der 17 Nummern für sich bethätigt sich der Genius Dvoraks, der mit ollen Mitteln seiner reichm musika-lischen Erfindung arbeitet und durch wuchtige Kraft der Männerchöre, durch liebliche Zartheit der Frauen-chöre, durch großartige Steigerung der Schlusssatze oder durch flüsterndes Ersterben derselben auf den Zu-Hörer eine berückende Wirkung ausübt. Und dazu ge-sellt sich die meisterhaste musikalisch - onomatopoetische Schilderung, wie wir sie beispielsweise in Nr. 1 mit der wunderlieblicken Imitation der Voaelsümmm und in der majestätischen Hymne an den Sonnenaufgang, ferner im Eingänge zu Nr. 11 in Nr. 13 in der donnerähnlichen Führung der Instrumentalstimmen und endlich m Nr. 17 in dem chaotischen Stimmen-gewirre begegnen, aus welchem Gewirre sich endlich ariös, innig flehend einsehend, der Hymnus an da« rwige Licht erhebt, um sodann einen mit dem Aufgebot aller Massen bewerkstelligten, gewaltig erklingenden Schluss zu finden. Bewegte charakteristische Rhythmen wechseln im Oratorium mit getragenen Sätzen ab, überall der jeweiligen Stimmung angevasst und sich poetisch an Vrchlictys Text anschmiegend. Unter den einzelnen Nummern sind außer den bereits genannten Nr. 5 mit dem brausenden Hymnus an die Gottheit, Nr. 6 mit scelisch inniger Empfindung und Nr. 7 mit dem breitbebandelten Thema anzuführen. Das Oratorium fand ungetheilte, rauschende Anerkennung, die sowohl dem Dirigenten als auch den beiden solistischen Kräften und dem numerisch und stimmlich starken Chore galt. Nicht zu vergessen ist hiebei natürlich des Verdienstes, das der Musikkapelle gebürt, denn dieselbe bewältigte ihre anstrengende, schwierige Aufgabe mit tadelloser Sicherheit und lieh hinsichtlich der Ausalbeitung der Schattierungen nichts zu wünschen übrig. Mit diesem Concerte hat die «Glaibena Matica» ihre Concertsaison beschlossen. Dass die beiden ersten Concerte von vortrefflicher Qualität waren, bezeugten die seinerzeit von uus veröffentlichten Berichte; dass der Abschluss auch als ein in jeder Beziehung würdiger bezeichnet zu werden verdient, dürste au2 der vor« stehenden Besprechung entnommen werden. —n— Laibacher Zeitung Nr. 82. 656 10. April 1900- Dr. Wladan Gj orgjevic der Familie des Generals, der rumänische Kriegsminister General I. Lahovary richtete eine Condolenzdcpesche, in der er den «großen Vertheidiger Plevnas» feiert, an den türkischen Kriegsminister. Tagesnemgleiten. — (Allerlei R ede bl ü ten.) Die Ausdrucksweise mancher Versammlungsreferenten und Discussions-redner ist nicht minder classisch als die gewisser Parla-mentarier. Besonders die jüngsten deutschen Flotten-, Protest- und Strikeversammlungen zeitigen die wundersamsten Redeblüten. Hier nur eine lleine Auslese: In einer Flottenversammlung äußerte ein Flottenfreund: «Wir müssen Schiffe haben, wie Sand am Meer; die Kosten werden sich schon selbst decken!» Ein Gegner aber erklärte: «Die Flottenfreunde wollen Schiffe und meinen den Wein, den sie selbst dadurch verdienen; aber mit der Zeit werden auch sie sehen, dass der Marinismus nicht nur unseren Wein, sondern auch unser Wasser verschlingt!» In einer Strileversammlung ließ ein Redner folgenden Sah los: «Wie sich der Mond zur Peripherie der Erde stellt und mit ihr eine Sekante zu den Sternen bildet, wodurch das Weltchaos entstanden ist, nach welchem sich alle Dinge auf der Erde und im Himmel regeln, so sieht es im Kopfe des Abgeordneten Nock-Gotha aus, der uns jeden Schuhmacherstrite verleidet!» — (EinepeinlicheUeberrafchung) wurde kürzlich einem Pariser Familienvater durch den speculativen Erfindungsgeist seines Dienstmädchens zutheil. Der Betreffende, ein vermögender Kaufmann des Viertels ^rts-et-Uötisrg, ließ tagtäglich seine beiden zwei- und dreijährigen Kinder durch die 20jährige Marie Vernot spazieren führen. Für diese Ausgänge zog sie den Kindern stets die schmutzigsten und zerrissensten Kleider an und brauchte hiefür den Vorwand, dass die Kleinen beim Herumwälzen im Sande sowie beim Spielen die guten Kleider nur besudeln würden. Thatsächlich Neidete sie die Kinder so ärmlich, um ein ganz raffiniertes Manöver zur AuS« führung zu bringen. Kaum hatte sie nämlich mit den Kleinen die Wohnung ihrer Herrschaft verlassen, so führte sie dieselben in die äußersten Vorstadtviertel. Dort gieng sie mit ihnen von Haus zu Haus. sang auf den Höfen und fuchte für die anscheinend verwahrlosten Kinder das Mitleid der Bewohner wachzurufen. Die Kinder amüsierten sich in ihrer Unschuld köstlich dabei, die von milder Hand herabgeworfenen Geldstücke aufzusuchen. Das erfindungsreiche Dienstmädchen hat nach seinem eigenen Geständnis auf diese Weise mühelos einen Nebenverdienst von zehn Francs den Tag eingeheimst. Durch ein unbedachtes Wort, welches eines der Kinder an seinen Vater richtete, kam die Sache heraus. Der über die Ausbeutung seiner Kinder nicht wenig bestürzte Vater ließ das Mädchen sofort verhaften. — (Eine menschliche Schwäche.) Gerichts-adjunct (der bei einer Verhandlung gegen einen Hochstapler fungiert): «Sie haben sich Varon genannt!» — Angeklagter: «Ich bitte, Herr Landesgerichtsrath, es ist eine menschliche Schwäche, wenn man für mehr gelten will, als man ist.» — Gerichtsadjunct: «Ja, aber Sie hatten lein Recht dazu, sich Baron zu nennen.» — Angeklagter: «Gewiss. Herr Landesgerichtsrath, aber ich habe das nur aus Eitelkeit gethan.» — Gerichtsadjunct: «Sie wollten dadurch Ihr schwindelhaftes Gebaren unterstützen!. — Angeklagter: «Aber ich bitt' Sie, Herr Landesgerichtsrath, fassen Sie das nicht so strenge auf. Sehen Sie, ich habe Sie ja jetzt auch schon dreimal Landesgerichtsrath genannt, ohne dass Sie dagegen protestierten, und Sie sind doch nur — Gerichtsadjunct.» — (Ein reicher Farmer in Stamford), Connecticut, hat, wie amerikanische Zeitungen berichten, durch folgende Heiratsannonce in einer Stamforder Zeitung allgemeine Sensation erregt: «Cin moderner Adam, der gewillt ist, im Garten Eden zu leben, sucht sich mit einer gütigen, christlichen Dame Namens Eva zu verheiraten. Nur Frauen Namens Eva werden um Einsendungen gebeten.» Der Mann erklärt gleichzeitig, dass die Bewerbung um seine Hand bis zum 4. Juli 1900 offen stehen und er an diesem Tage aus der Masse der Briefe und Photographien, die er erwartet, die Auswahl treffen wird, um jenes Mädchen als Gattin heimzuführen, die dem Typus der Eva, wie er sich ihn vorstellt, am meisten entspricht. Vocal- und Provinzial-Nachrichteu. — (Lieferungsausschreibungen.) Das l. l. Handelsministerium theilt der hiesigen Handels- und Gewerbekammer mit, dass die Direction des Artillerie-Arsenals in Sofia eine am 30. April d. I. in den Räumen des Officierscasinos in Sofia stattfindende Offertverhandlung zur Lieferung von verschiedenem Ledermaterial, welches für das Arsenal benöthigt wird, ausgeschrieben hat. Der ungefähre Wert der Lieferung beläuft sich auf 29.027 Francs 50 Centimes. Die Caution beträgt fünf Procent vom obigen Betrage. Die näheren Lieferungsbedingungen können bei der Direction des Arsenals in Sofia eingesehen werden. — Weiter theilt das l. t. Handelsministerium der hiesigen Handels- und Gewerbekammer mit, dass die capländische Regierung die Lieferung von Uniformen und Unifor-mlerungsgegenständen, welche für das dortländische Polizeicorps von 1900 bis 1905 benöthigt werden, ausgeschrieben hat. Ein die näheren Details dieser Lieferungsausschreibung enthaltender Ausschnitt der «Government Gazette» erliegt beim l. l. österr. Handelsmuseum in Wien. — (Stempel.) Anlässlich einer Anfrage hat das l. l. Finanzministerium eröffnet, dass die Empfangs« bestäligungen der Parteien über Zinsen und Coupons von gerichtlichen Depositen, welche zur Sicherstellung von Ge-büren hinterlegt wurden, der Stempelgebür nach Tarifpost 47, lit. o des Gebürengesehes unterliegen. —o. — (Entscheidung in Mautsachen.) Der Verwaltungsgerichtshof hat über eine einschlägige Beschwerde entschieden, dass auf die Mautbehandlung nur der topographische Zusammenhang von Orten, nicht aber auch deren Vereinigung in catastraler Beziehung einen Einflufs hat. —o. — (Erhöhung der Gebüren bei Amtshandlungen inGefällsangelegenheiten.) Die mit dem Hofkammerdecrete vom Jahre 1839 festgefetzten Gebüren für die den Gefällsamtshandlungen (außer den Vernehmungen und Verhören wegen Gefälls-übertretungen) als Beistand zugezogenen Mitglieder der Gemeindevorstehungen und andere behördliche Organe wurden vom 1. d. M. an um rund 90 pCt. ihres bisherigen Ausmaßes erhöht und betragen daher, je nachdem die Amtshandlungen am Sitze einer politischen Landesstelle, in anderen Städten oder in anderen Orten stattfinden, nunmehr: 1.) für eine Beistandsleistung in der Dauer v,n nicht vollen vier Stunden 3 X, beziehungsweise 2 X und 1 T; 2.) für eine solche von nicht vollen fünf Stunden 4 k) beziehungsweise 2 k 66 k und 1 k 33 k; 3.) für eine solche von nicht vollen sechs Stunden b k, beziehungsweise 3 X 33 1i und 1 X 66 li und schließlich 4.) für eine Veistandsleistung von vollen M S^ und darüber 6 T, beziehungsweise 4 li, und 2 ^ "7^ — (Eisenbahnverkehr in den 0»^ feiertagen.) Aus Anlass des stärkeren Verkehres" den Osterfeiertagen werden folgende Züge in zwei Tye» verkehren: am 11., 12. und 13, April der PM« Nr. 9 von Trieft nach Wien; am 12,, 13. und 17-"!" der Postzug Nr. 7 vou Laibach nach Wien; ° 11., 12. und 13. April der Postzug Nr. 6 von xv« nach Trieft; am 16. und 17. April der SaMM Nr. 1 von Trieft nach Wien; am 17. Mil °° Schnellzug Nr. 3 von St. Peter nach Wien! ° 17. April der Schnellzug Nr. 4 von Graz nach ^>e,' — (Neue Eisenbahnfahrordllung.) ^ betreff der mit 1. Mai ins Leben tretenden neuen M ordnung sind bezüglich dcr Personenzüge vorläufig Me« die Station Laibach betreffende Aenderungen belasin. Der Personenzug 18 b, welcher jetzt um 9 Uhr ? >" ' vormittags eintrifft, hat dann die Ankunft um ^ "^ 30 Min. vormittags; der Postzug 8, M ^ ",^ 36 Min. an, 4 Uhr 56 Min. früh ab — dann 4 "^ 31 Min. an, 4 Uhr 54 Min. ab; der Perso""U I5d, jetzt 3 Uhr 55 Min. früh an — dann o "^ 54 Min. an; der Perfonenzug Nr. 13, jetzt ? 7. 20 Min. früh ab — dann 5 Uhr 25 Min. M " ' der Postzug Nr. 9, jetzt 11 Uhr 20 Min. an, " "" 25 Min. nachts ab — dann 11 Uhr 20 ViM. « ' 12 Uhr 15 Min ab. <„) — (Der Verein der Aerzte in Kr«''/ hält morgen um halb 6 Uhr nachmittags im H"^ ^l Operationssaale eine Verelnsversammlung mit >"6. Tagesordnung ab: 1.) Mittheilungen der Vereinsieu^u in Standesangelegenheilen. 2.) Dr. Defrance»^ «Zur Begutachtung der Leistenbrüche in der gerich«- ^ unfallsärztlichen Praxis». 3.) Demonstrationen. -^ ^ der Sitzung gesellige Zusammenkunft in der Mslaur" «Fantini». Die von den Mitgliedern für die """ ,h. und Waisenstiftung unterfchriebenen Beiträge wolle« y jährig eingesendet werben. Bis heute sind 43 MW" beigetreten. ^e — (Ernennung von Mitgliedern l", Personaleinlommensteuer-Schätzungsc mission des Schätzung«bezirles Littai. k.l.Finanzmlnister hat an Stelle der ausgelosten MUg''^ beziehungsweise Mitglied-Stellvertreter der ^",° einlommensteuer-Schätzungscommission für den Sch^" " h bezirk Littai die Herren Josef Iavornik, Holzhändler ^ Realitätenbesitzer in Schalna, Gerichtsbezirl Sittich, ^ Vincenz Slivnik, Gemischtwarenhändler in St. ^, ^ Sittich, zu Mitgliedern und die Herren Johann ^" l. l. Steueramtsadjuncten in Littai, und 3"'^ A »u Gastwirt und Holzhändler in Mleitevo bei Silttai. ° Mitglied-Stellvertretern auf die Dauer von vier ^ ernannt. 77.' l„ — (Todesfall.) Am 9. !>. M. verM" . Gottschee der dortige Gymnafialprofefsor Herr Leo^ — (Vom Laibacher Studenten",^ Die Ausgaben im verflossenen Monate betrugen "j 10 d, die Einnahmen 397 k. Allfällige Spenden n> der Verwalter des Studententisches, He« 2an°» Kalan, entgegen. ,fs< — (Stellungsergebnisse in Nud"^ .wert.) An den in Nudolfswert am 5., 6. u«" ' z. abgehaltenen Stellungstagen wurden 449 Ste ^ Pflichtige vorgeführt. Von diesen wurden ^ ^M„K Heer und 25 für die Ersatzreserve, zusammen 12/ ^ (28°/„). assentiert. __________ Z)as Mene Gekel öer Zlran Zuseftlöt. sloman von vnnano» Gander. (74. Fortsetzung.) Den Kernpunkt des Briefe« bildete die Bitte: Elma möge der Schreiberin gestatten, den Betrag des aus dem Verlauf der Brillanten gelösten Geldes ihr — Elma — anzuweisen. «Nun?» fragte der Director, als Elma den Brief vor ihm hinlegte. «Antworten Sie. bitte, für mich, Herr Director!» bat sie. «Später werde ich dann. felbst einmal fchreiben!» «Was soll ich antworten?» Clma blickte den alten Herrn erstaunt an. «Das Selbstverständliche!» erwiderte sie lächelnd. «Ich bin gerührt und dankbar über den lieben Brief und das großmüthige Anerbieten. Annehmen lann und werde ich es natürlich nicht. Ich brauche es auch nicht. Schreiben Sie Martha Kareinus, ich hätte in« zwifchen einen Schatz gehoben, der mich für immer aller Sorge ums Auskommen enthöbe.» «Diese Antwort habe ich vorausgesetzt. Möchten Sie auf dem Stationenweg der Anfechtungen, der heute noch vor Ihnen liegt, ebenso leicht fortkommen, al« über diesen Anhalt!» saftte der Director. «Also: Gott mit Ihnen! Und nur Muth allerwegen! Nur Eine Viertelstunde später stand Elma draußen. Ein eigenes Gefühl durchschauerte sie, als das eiserne Thor der Anstalt sich knirschend hinter ihr schloss und das große, goldene Licht der Freiheit ihr wieder im breiten Strome entgegenwogte. Freiheit — Freiheit! Hinter Kerkermauern hatte sie die köstliche Bedeutung dieses Begriffes erst erfassen und verstehen gelernt. Dem Leben wiedergegeben! So mag dem Schein« todten zumuthe sein, der plötzlich wieder die Augen dem Lichte erschließt. Die Welt kam ihr anders vor,! als wie sie sie vordem gesehen. Sie war auch anders. Aus dem Frühlingsblühen war ein Herbststerben ge» worden, und das freundliche Sonnenlächeln konnte nicht über diefe Sterbestimmung hinwegtäuschen. Kühl und herb wehte die Luft vom Rhein herauf. Es war noch früh am Morgen; die Kirchen» glocken läuteten zur Messe. Warm und voll zitterte der metallene Klang durch die Stille. Eine der Glocken gab den Ton an, rein und tief wie eine melodische Altstimme, darüber schwebten in silbernen Sopranen die anderen. Es klang überaus feierlich und ergreifend in die Morgenruhe der herbstlichen Natur. Elma wollte gchen, aber die Kraft versagte ihr, sie konnte den Thränen nicht wehren, die ihr unauf» haltsam aus den Augen stürzten, und da niemand in der Nähe zu bemerken war. lehnte sie den Kopf gegen ^ die Mauer, um sich für Minuten rückhalttlos lhren Gefühlen hinzugeben und sich auszuweinen. «Elma l Elma! Meine arme, arme Elma! ,^ Sie fuhr unler dem Klänge dieser sch"e ^ vibrierenden Stimme, in die sich nichtsdestowemge^.^ verhaltener Jubel mischte, herum, und wie ewe ^ starrte sie secundenlang das bleiche, bewegte M>^ ^d das sich mit dem Ausdruck unendlicher Trau" Liebe zu ihr neigte. ^ „eitt, War das eine Vision, ein Traum? »)o^ ^, er sprach ja, und dann lag sie plötzlich in se" ^^r, men, wie damals in jener Abendstunde auf "^ ,:^eit, in Welt, Zeit und sich selber vergessender ^Hlag und wie damals hörte sie nichts als den laute" ^n seines Herzens, und wie in jener ersten glu A, Stunde schliefen ihre Gedanken ein, wurde 'V.^ wusstsein überrauscht von dem Wellenschlag »> Liebesglücks. ., ..< «„M «Meine Elma! Geliebte! Habe lch dl^!^Ieitung Nr. 82. 657 10. April 1900. des ,/^"?/so rdnung der si eben ten Sitzung 11 t> W'"Uchen Landtages in Laibach am be« PrMM^ ^? Uhr vormittags.) 1.) Lesung 2.) M?/ ^" sechsten Landtagssitzung vom 7. April, des Lan^I ""^" bes Landtagspräsidiums. 3.) Bericht betreffe«^ ^'^u^s "ber verschiedene, das Landesspital ausschllsse« .aelegenhelten. 4.) Bericht des Landes-betreffend >/ "^^^: der Entwurf eines Gesetzes, Gemeinen > ^^elung des Sanitätsdienstes in den ">ird 5?m!?^"sschluss der Landeshauptstadt vorgelegt "ber' den q> ^? ^" ^"icht des Verwaltungsausschusses zwir über « « ^°^^^^^ bes Landesausschusses, und Vericht l, r ' ^"uimunicationsmitlel. 6.) Mündlicher ausschuss»-.., Reinigten 3manz- und Verwaltungs-Hute in Kl ^ ^" Rechnungsabschluss der Ackerbau-Hnanzlluafi?" ^" ^^- ^) Mündlicher Bericht des Achtle?"« ' betreffend die Subvention für die WnanzauaO» ^Idelsberg. 8.) Mündliche Berichte des "ber Petitionen: n) des dramatischen Heaterder,, ^. ^ ""' Subvention ; d) des deutschel, bricht ^ ^z " ^ibach um Subvention. 9.) Mündlicher ^Tbeat^ ?"^""^usses über den Nechnungsabschluss ^') Münd beraus,,??"lung ihrer Petition wegen Verlegung Schulbücher nach Laibach. ?^biinderuv. 5^ des Verwaltungsausschusses über >^pril 18«? n " ^ 2 und 8 des Gesetzes vom '3 des V.rw^ ^' Vl. Nr. 9. 12.) Mündlicher Be-^"ng der ^^"^ausschusses, betreffend die Ein-3, b"rsch,s7" Gurlfelder Nezirlsstraßenausschusse von ^"slrahe',« ^namhart durch Kauf erworbenen 3 - ^ung ein.« c> Kategorie der Vezirksstraßen und ^ ^rahs w ^"gmentes der Gurkfeld-Thurnamharter sck?.l5 ^pril i?«^ ^s Slraßenkategorisierungsgesetzcs N b" elMs^ ' ^' W- Äl. Nr. 6. - unter An-?^te des m ^'^" Gesetzentwurfes. 13.) Mündliche br3I«s°ssen?"^^°"^chusses über Petitionen; w!l?",erg^°" Pfarre Hl. Geist um Ausscheidung G?° Gutlfe^"^" Großdorn "nd Ravno aus der Ge- ?w^!l)w!?b E°nstituiernng einer selbständigen ^^erleitun, ^ ^aft ^iedergereulh um Verlängerung I'teri ?^en) ^'^°" "bliterierten Stem-^ln^" Stem,,/" Ansehung des Umtausches von ob-^7"WfterK^ älterer Emission hat das l. t. ll«b «°" können ^Mhendcs ""fügt: Vom I.Mai welche auf Gewerbs- 1 ?2en us' °ann Nlanletten von Wechseln. Vern? l898 ers«l . ^ vorschriftsmäßige, vor dem wenn > Nelanat ««! °"""che Ueberstempelung zur ^lnissi "k Stem!«,' ' ""l dann umgetauscht werden, H"l897^!?°"en leiner älteren als der U ° ber auf V "? "«" wenn nicht schon aus dem l89» ?""gen h rv°^ )""^"den Nlanletten befindlichen "°r k>1" ^ebra^^' ^ass dieselben vor dem 1. März boNo^-Mai i^""""" waren. In Ansehung ber ^ k ^"enE.""°?^brachtcn Ansuchen um Umtausch "inisV?igen V2 ?."'" ^terer Emission wird nach insbesondere dem Finanz- ^ ?"' Hiebu^^.Member 1877. I. 21.967. ^.GN^eH^ die Bestimmungen der >e^r.244 3"""6 vom 9. October 1897. '«ten n ° Handels. ,'.?'^r. '^) über die Gebrauch-^d^ ^'chse n 3" Gcwerbebüchern. dann Blan-!?^ige ""en früh^^"U"l?" «. f. w. auf welchen "ttsle'n'^ ^em i ^'ss'°nen durch vorschrists- . ^ >zur Ve,w^z ^^ "^gte amtliche ^ta^ ^on der C^""^ gelangt st"d. unberührt. ^ Vi ^'^berre.l?^^enwarte an der l. l. in Laibach.) Am der k. l. Telegraphendirection > c°^ hiesige" ^."^"^bigen Telegraphen- '^ ^e ü^^°neiien "u^^'benwarte beendet und nach ^«V^ der Erdbebenwarte >k ^allen/dle n^^ Neueinrichtung an der Uhknit von S Übermittlung einer auf Secunden 5?V<> dadurch ,)"T^,ft^ Sternwarte er- 3 «'"er!-?"! d«r Z./'"^t wird. das« die Warte ^M/'>"vhentt«.!""°"° in Trieft, die ebenfalls '^^bV"7 «««gestattet ist. in directe '""'"2 bracht wird. ^. — (Schulhausbau in Töplitz-Sagor.) Der Ortsschulrath in Töplih-Sagor hat in seiner am 4. d. M. abgehaltenen Sitzung einstimmig den Bau eines allen Anforderungen entsprechenden neuen Schulhauses für die vierclafsige Volksschule in Töplih beschlossen und behufs successiver Beschaffung der zu dlefem Vau erforderlichen Mittel in die weiteren Iahrespräliminarien einen angemessenen und der Steuerlrast der eingeschulten Gemeinden entsprechenden Jahresbeitrag einzusehen bestimmt. Weiters beschloss der Ortsschulrath, die Ortsgemeinde Sa gor zu ersuchen, von dem ihr derzeit zur Verfügung stehenden Capitale schon im heurigen Jahre einen entsprechenden Vetrag als Gründungsfond zu diesem Schulhausbaue zu leisten. Die Nothwendigkeit und Dringlichkeit des Neubaues tritt umsomehr zutage, als die mit der Gewerkschaft und Vruderlade in Sagor bezüglich der Echullocalmiete abgeschlossenen Verträge bereits im Jahre 1902 zu Ende gehen und die Bruderlade diesen Vertrag nicht erneuern dürfte, da sie die für Schulzwecke überlassenen Ubicationen selbst benöthigen wird. —ilc. ,*, (Schlaganfall.) Gestern vormittags erlitt die Hausbesitzerin Pauline Mauser in der Studentengasse Nr. 7 einen Schlaganfall. Der herbeigerufene Arzt lonnte nur mehr den Tod constatieren. ,*, (Von der Straße.) Einen großen Menschen-auflauf verursachte gestern in der Schellenburggasse die Schuhmachers-Gattin M. V., welche ihr vierjähriges Kind auf der Straße unbarmherzig durchprügelte. Ein Sicherheitswachmann machte der peinlichen Scene ein Ende. . . (Unfall.) Di« beim Besitzer der Schießstätte in der Lattermanns-Nllee bedienstete Magd Marie Müller wurde von einem Schützen, der sich in der Schießbude producierte, angeschossen. * (Volksmission.) Zufolge Mittheilung des Pfarramtes in Vtelnbüchl, politischer Bezirk Radmannsdorf, wird dortselbst in der Ieit vom 21. bis 27. d. M. von drei Franciöcanern eine Volkömission abgehalten werden. —r. * (KindeSmord.) Aus Vdelsberg kommt uns die Nachricht zu, dass Francisca Oblak aus Malmete, Gerichtsbezirk Iirlnih, unter dem Verdachte, das im Friedhofe zu Grafenbrunn aufgefundene Kind erdrosselt zu haben, dem l. k. Bezirksgericht in Zirknih eingeliefert wurde. —r. — (Der Musilabend der «I!»8don» Uatio»» in Rudolfswert,) welcher am 5. d. M. zu Gunsten des Unterstützungsfondes des dortigen Gymnasiums stattfand, war, wie wir einer Zufchrift aus Rudolfswert entnehmen, vortrefflich besucht und hatte sich des lebhaftesten Beifalles zu erfreuen. Unter den Anwesenden befanden sich unter anderen die an diefem Tage als Mitglieder der Stellung«-Commission in Rudolfswert weilenden Herren Oberst-lieutenante Edler von Tafch und Lulanc Edler von Savenbura., ferner Herr Regimentsarzt Dr. Gre-goric und Herr Oberlieutenant Ranth. — (Die Landtags- und Stadtrathswahlen in ben Trie st er Land bezirken.) Bei den am 8. d. M. durchgeführten Wahlen aus dem Triester Territorium wurden fünf Slovenen und ein Italiener gewählt. — (Viehmarlt.) Auf den gestrigen monatlichen Viehmarlt wurden 679 Ochsen und Pferde, 20b Kühe und 45 Kälber, im ganzen 929 Stück aufgetrieben. Der Verkehr in Ochsen war sehr rege, da Käufer aus Mähren und Baiern beinahe alle Ochsen gegen gute Preise auflauften. Auch Kühe wurden leicht und gut angebracht, in Pferden war jedoch der Verkehr mittelmäßig. Theater, Kunst und Literatur. »(Deutsche Bühne.) Bei mäßig besuchtem Hause beendete vorgestern die deutsche Bühne ihre Spielzeit mit dem langweiligen, veralteten Volksstücke «Nr. 28» von Berg. Man konnte auch hinsichtlich dieser letzten Aufführung nicht den Wahrfpruch «Ende gut, alles gut» anwenden, denn sie war recht schlecht. — Wir werden der abgelaufenen Saison übrigens noch eine eingehende Besprechung widmen: Ihr leuchtete kein günstiger Stern! — (Drei Dramen von A. Ailerc.) Im Verlage der Firma Jg. v. Kleinmayr K Fed. Bamberg aelangt morgen ein 113 Seiten starler Band mit drei Dramen des slovenischen Dichters Ailerc zur Ausgabe. Inhalt: I2ma)1ov. — lieä »v. ^urj». — Ilijl:». — Wir werden das Buch bei Gelegenheit einer Besprechung unterziehen. "(Kirchen-Wohlthätigkeit«.Concert.) Die Kunst, im Dienste der Wohlthätigkeit geübt, darf des Erfolge« sicher sein; diese unsere Bevölkerung hochehreude T^ahrung ward vorgestern neuerlich erhärtet, denn das »"^. «'"!« ^.^""«"e. Ihr« fürstlichen Durchlaucht W ^ über «psychologische Untersuchungen», über 'A"> ^, Class ficieren», hieran schloss sich eine lebhafte ^ ^ P,oflssor Nietsch stellt Moximalzahl der Schüler einer Mittel, chulcl"!!^ höchstens 40 festzusetzen; 2.) die Notenscala M ^. auf drei Noten «nicht genügend», ^ut'' '/^g iü zu vereinfachen; 3.) die Abschlüsse des ""^^s. Form von Zeugnissen nicht wahrend "^ ^settNl undern an dessen Schlüsse anzubringen. ^l'pieÜ chlä'gt vor, die Versammlung möge sich ^^D dafür aussprechen, dass im Prüfungswesen n» >.: ^ Einschränkungen anzustreben sind und er uorl ^ vorläufig der literarischen Erörterung, '"A,,tM Richtulig hin diese Einschränlungen zu erfo U" H^l' Ein Comite' sei einzusetzen, welches am «aaM ^ schultag diesbezügliche Vorschläge vorzulegen y"^, Antrag des Referenten wurde mit überwiege ^§< jorität angenommen. — Nachmittags fanoen sitzungen statt, abends ein Festcommcrs. Der Krieg in Südafrika. ^> London, 9. April. Ein nachträgliche' ^ aus dem L^ger De Wets über die Einnahme "Mü werle am Modder River besagt: Die 3"F.^B^ unter De Wet trafen nach einem brillanten ^ ^el bei den Wasserwellen ein, fanden die ^« e mM fchlummernd und besetzten eiligst die MeM' H d«' im Umkreise. Sie überschütteten bei Tages" ^g, britische Lager mit Shrapnels und Kartä^', .^i in das Lager eine entsetzliche VerwlrrU"« ^ Oe' wurde. Die englischen Artilleristen eilten z" B schützen. Eine englische Äatterie jp^gt " >F von den Buren besetzte Anhöhe. Die M^ hel" erst, als die englische Artillerie auf oU ^iciM gekommen war. Die Bespannung und die M" ^ Mannschaft der englischen Geschütze wurden ^ ^M niedergeschossen. Sieben Geschütze fielen l" der Auren. . «.M«^ London. 8. April. Die «Times» w M Capstadt vom 5. d. M.: Alle Einzelheiten, '" ^ B das Unglück bei Kornspruit hieher gelange", >^M geeignet, ebensosehr die bewu,lderu,,gswuro tt ^sig Uchleit der Buren als die merkwürdige ^E und Unvorsichtigkeit der englischen Offi"«" ^ °> die selbst aus emer Reihe von MisserM' ^. « Lehre zogen, dass sie auf der b"t l""^r<. Dasselbe Blatt meldet aus VloemfontelN. ,^> der fünften englischen Compagnie »st H^g^F glück, als dadurch die östliche FlanleM' .« ^B Buren vollendet werden konnte, die Al ^ l Linie den Raum von Sanuaport 'M V" ^ M einem Punlte östlich von IägerfonleM "'^ M' Die Bahnlinie und die Bahnstation '" ^ >" beobachtet, allein ihre Vertheidigung > ^ beschwerliche Patrouillendienste. . . melde^ London, 9. April. Die «Times ^de^,,. Bloemfontein: General Gatacre '"!",, DlB besetzt und zog sich, ohne sich " """ ^ zulassen, auf Bethany zurück. ^. ^. lvl" ^ London, 9. April. Den «D"^cH g, Ladysmith gemeldet: Eine Patrouille " .„Ml „ Husaren stehe bei Waschbank mit den Ä" . >M,^ Dasselbe Blatt meldet aus Boshof: Gen M ^ rückte gestern auf SwartstopfontelN "^ westlich von Voshof vor, ohne aU' r M .j stoßen. Die Buren waren den Tag s ^M ^ London, 9. April. Die ^"e^cht. ^ Eapstadt vom 7. d. M.: lts gehe ^lnf^" die telegraphische Verbindung mit " ^i geschnitten sei. , ^,,^aU '"A^! London. 9. April, Re^ Simonstown vom Gestrigen: """ ;,<.«. M' ^e Gefangenen sind 15 festgenommen "^M > M gefangenen Buren sind vier wettere ^,^<.r Y^ e>" typhösen Fiebers vorgekommen. ^ ^te "" , die Stadtbewohner ergriffen und I" ^ im großen Opernhause ein zahlreich v Oen« >K Gunsten der Buren statt. Congressmitglieoer sowie andere h "" ^he" s/ lichleiten beiwohnten. Es nahm um g^eN ^ mehrere Resolutionen an, worm 0«' pathien ausgesprochen wurden. ^^lbacher Ieitung Nr. ft2. 653 10. April 1900. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. ».^m^Npril. Graf, s. Frau, Gutmann, Lienarz. Puhler, m.^'.Plüsler, Reck, Iescnsly. Vrilclner. Slodler. Reisende; M? S' Opernsänger; Müller, s. Tochter. Private; Oresnil. Nt'er ?n.^cZ'^' iNeisender, Elberfeld. - Bergmann. Dr »^ ^^' iVodenbach. - Mayer, «fm., Agram. -N°Ü Ä"' l l-Notar, Eg«. - MooS, Kfm., Stuttgart. -< ö« ,/'' ^°"ll' Neisend.r, Vrünn. — Verische, Gutsbesitzer, 3l^»« "' Dr. Volöic; v, Nestrneck, Vezirlshauplmannsgattin. Vri?^"' " Pereles. Reisender. VrUnn. - ApfaKerern, >> L. .7^' ^ v. Uenlh. Gutsbesitzer, s. Sohn. Schloss Arch com^U' ' "»lsinieister, Montpreis. — Hummel, t. l. Oberpost-n,« "'''"'. Trieft. - Schimal, Werkmeister. Assling. - Neu- Demsar?"^ ^'"i- ^ ««zelini, Reisender, Trient. -^^«l. «im., Elsnern. Verstorbene. ?4<> " ^' April. Maria Zhuber v. Olrüg, Veamtenswitwe, niert^ ^ "!"s^°^24, Marasmus. — Ialob Sever, pensio» Än ?'"lzer, 51 I.. Triesterstrahe 28, Carcinoma. Unters ^- 'llpril. Francisca Vertic. Nrbeitersgattin, 47 I., °tmer »?^°be 21. Luberculose. - Josef Bonadei. Stadt-Porebp'v ss V' Karlftädlerstraße 7, Lungenöbeni. — Gertraud ^ «cr, ^onbucteursaatlin. 60 I., Wicnelstrasze Z1, Marasmus, Volkswirtschaftliches. «lchienm^^Svtn2p^e 1,90-- -weich., . b!----------- ^eck 'N"°lz. 1.38------W«n.r°.h.,pr.hltl.---------------- ^H^^3^_ -weißer. . -^------ ^"Uerb!...^"."^"' «aumeister, Hauseigenthttmer. °ll- und lil "I"^^5' beren ssarbentöne sind unveränderlich, '"leicht d-s. ^"big. wetterfest, blättern nicht ab, und sind ^"Mllial« , b°r, da's jedermann den Facade. Anstrich be-^"lb«,ch V>'°""^ ?iaei!wcrtaus fiir Krain dei Vrüder Eberl, 2l"Ub. g)A""l"canergaNe. Muster auf Verlangen ^^^^u^wärts mit Nachnahme. (82Ü) 11—2 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. "I"s2i5735 ?2b1 12 0 NO. miihig bewöltt " !) » Nb. 72b 3 6b NO. mäßig Regen________ 10 l?UMg.! 725 b> 49! SW. schwach > Regen > b-9 Das Tagesmitlel der gestrigen Temperatur 7 8", Normale: 6 5". Gestern um 4 Uhr nachmittags Gewitter im Süden. Verantwortlicher Redacteur: Nnton Funtel. ^^ * ^* g (eisenhaltiges eisen Somafose ^ hervorragendes Us * L. " L.A* Kräftigungsmittel für /j/eWfiS 110/11106. (357) Erhältlich in Apotheken und Medicinal-Drogucrion. 18—7 Nur eoht, wenn in Original - Paokung. Gott dem Allmächtigen hat rs in seinem uner- D forschlichen Rathschlusse gefallen, unseren innigstgrliebten > theuren Gatte« und Vater, den wohlgeborenen Herrn » Leonhard Eder > t. l. Gymnasialprofessor ! heute um halb 1 Uhr mittags nach sehr turzem, > qualvollem Leiden in seinem 46. Lebensjahre zu sich V m ein besseres Jenseits abzuberufen. D Das Leichenbegängnis des theuren Verblichenen » findet Dienstag, den 10. d.M., um 5 Uhr nach. > mittags statt. > Der theure Verblichene wird dem srommen > Andenken empfohlen. > Oottschee am 8. April 1900. ! «lnna Eder, Gattin. — Veonhard Eder, Sohn. > Die iibrigen trauernden Verwandten. ! Iahlreiche Danl und Nnerlennungeschreiben bewrisrn, dass das l)artnäckigfte Gicht» und Rheumaleiden mit wunderbarem Erfolge behandelt werden lann mit der so berühmt geworbenen Gicht, und Rheumatismus'Salbe von der Npothele des Hoflieferanten Vela Zoltün auS Budapest. (413) I Franz Wilhelms I abführender Theel I (4707) von 26-10 I FRANZ WILHELM I I Apotheker in Neunkirchen I ¦ (Niederösterreich) I ¦ ist durch alle Apotheken zum Preise von I I 1 fl. üst. Währ. per Paket zu beziehen. I l Johann Vlillavee, Vuchhalter. gibt im eigenen ^ ! wie im Namen der übrigen Anverwandten allen > ! Freunden und Belannten die sehr betrübende Nachricht I ! von dem Hinscheiden feiner innigstgelicbten, unver« D > gesslichcn Schwester, der Fiau > Vauline Mauser, geb. Wiklauec! ! Hausbesitzerin ^ I welche nach kurzem Leiden, versehen mit den heiligen > I Slerbesacramenten, heute, den 9. April, um halb > ^ II Uhr vormittags in ihrem 66. Lebensjahre selig » I im Herrn entschlafen ist. > > Die irbilche Hülle der theuren Verblichenen wird > > MiOwoch, den II. April, um halb ü Uhr nachmilta^S > > im Trauerhause Stubentengasse Nr. 7 feierlich ein. > > gesegnet u»d sodann auf dem Frirdhofe zu St. Christoph > > im eigenen Grabe beigesetzt. > I Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen > > gelesen. > ! Laibach am 8. Npril I900. ! , Fahrrad »«Mj 'en' lst zum Preise voq 60 K zu Nah (1326) 2-1 ^eres im Casino-Restaurant. Zahvala. delitev dPr'!ani 2uP»ni smatrajo sedaj, ko je in Suäi r &vne in dezeine podpore po toöi ^On««7)«_. »»«t»!!««»»!l Pauline Mcllnagel Ikasl MHnagel Mtdkausplah 3. KlMllUsplatz 24. Laibacher Zeitung Nr. 82. 660 10. April 1900. Course an der Wiener Börse vom 9. April 1900. N°« dem oM-llen «lour-bl««« Die Notierung sämmtlicher Effecten, mit Ausnahme b« per Stück notierten ,,Diversen Lose" und der Venussschelne, versteht sich für je loo Kronen be« Nominale«. — Um den Wert eine« Effecte« per Stück zu ermitteln, ist b« ftll je 100 Kronen notierte «our« mit dem in Kronen aulgedrückten Nominalbeträge der Tltre« zu multiplicieren, da« Resultat durch 100 zu dividieren, — Vei den nicht vollgezahlten Nctie» ist von dem auf dies« Weise ermitt«!«» werte der nicht eingezahlte Netrag in «bzug zu bringen. Allgemeine Staatsschuld. «"" """ »inheill, «ente in «ottn Mal» «ovember p. H. 4 2",,,. . . »9 «5 99 45 ln«ot.Febr.-Uug,pr.C,4»«/„ »»30 »9 50 „ElIv.Iün.'IuIipr.«.4 2"/» 99— 99 20 „ .. «lpril'0ct.pr.«.4»'/<, »9 15 S9 3i >8b4«l Ot»at»los« «50 fi. 3 2«/, 164 — 1S5 — I860« „ 500 st. 4°/, »3Ü 50 »37 — 18S0er „ 100 st. 5°/, ,60 — iai — I8«4er „ 100 st. . . 201 — 202 — dto. ., 50 ft. . . 201 —202 — »om.'Psandvi. k 1« st. 5°/, . 103 50 »»4 — Staatsschuld der im Kelch«« »lllh« vtliltttnen König« »eich, und zander. vefterr, Voldrente, stfr., 100 fl., per «assa.....4"/, 88 50 9« «5 bto. «ente in KronenwHhr., stfr., per «assa.....4»/« 98 90 99 10 dto. dto. dto. per Ultimo 4°/« 9» »5 99 15 vesterr.Inoeftiti«n».«entt.srfr., per «laffa .... «V»'/« «5 95 8« 15 «lsn,bah»«5NI.verl,4°,, 9530 W »< N, »stcrr, La»de«'Hyp.«Ä!lst. 4»/„ 97 90 98 4< vest.-ung. Uanl 40>/»lähr. verl. 4°/,......... »9 4N 100 4l dto. dto. 50jähr. verl. 4°/„ . »« 40 10a 4l Tparcasse, i.sst^SoI.verl^«/, »u 15 ,00 ll zisenbahN'Prloritat«« Vbligatlunen. Ferblnll!ld«-sloidbat>n j) 20!» s», . 3W'— 309 — Donau - Dampfschi,Iahr!« ' Ve>.. vesterr., 500 fl >tM, . . 72 40 72 7« Duz-Vodelibacher n<„»,i,CM. 29V —297 — Lemo.-Lzernllw.-Iu,^ ltisenb.» «esellschaft 200 l!, H, . . 13» 25 139 25 Lloyd.llesl.. Trieft, ^x»!!,«Vl. 7» 50 »o- . oesterr. Hurbwesll, ^w fl. 3. ll» - ill» 50 dto, bto, (lit, l<> Ä«! ". S. >22 75 12» 25 Prag-Dui,er ltisenb, >m!s! abgst. 93— »« 5><» «taatieiseiibahn 2mi fl, ö. . l3» 20 13« 4» Tübbahn 200 fl. 3..... 25 20 25 4!) Sübnordd. «erb.'U, 200f!,«IM. 91— 92-Icamway-Ves,, Nei^Wr,, Prio< ritäts Actien io<> f>. . , . 110 50 11150 Ung-galiz. «tisenb iloosl. Silber 103 75 104 75 Ung'Weftb.(«aab-Hraz)2«"fl.T. 10« 25 107 25 Wiener üac»lbah»l»,«r!.>««s. — — — — Hanken. «nglll vest. Vanl 20» fl. . . 122-85 123 85 Äanlverrin, Wiener, 2,x» fl. . 134 25 13475 »odcr,-«nft., vest,, uuo fl. E. 253 50 255 — «rdl..«nst. f. Hand, ».«. lao fl. —— — — dto, dto, per Uttimo . . . 227 85 228 15 Credltbanl, Mg, ung., 200 sl. . l»l 75 182 25 Depositenbanl, Allg,, 200 sl, . 110 — 11050 ^" «tgyoier Eise» u»o Htahl'Inb. ,.^, i» Wlen 1»0 sl..... ^"I.«z« H!je»bal»ln,,-iiei!)g,,Erste, lsl. >?» «"''t,IÜ Liesiogcr Ärauerei ,'«> sl. , - le^?ü l«^» Moiüa» Oeselljch.. Oes!.»alpine 27»! bü«»^ Plager ltl,e».,z,!d, Ge!. 20« sl. 58«-^°°.^ Halgo Tar,, Lteiiilohlen 100 sl. 342— »"! ,,2chlöglmühl", Papiers, 200sl. 75'- "^ „steyrerm". Papiers, u. Ä»G. >?» - ^.° trisaüel »rohll.,w,Gts, ?» <>> »" ^ ?,«,^ Wasfen!.'Ä..O.',»,!!!!l«lsli.100fl, ,?? 50 l?» WaggllN'«e!hll!!,t,,«lllg.,l!!Pest. .,^ 400 «r........ !l53 - »b«,^ Wr. «augeseUschalt 100 fl. . . "^^1«« Wienerderger ^le«el.«ctleN'»el. »3» b« >»« "" geuisen. »furze Lichten, Amsterdam....... «""''?FÜ Dcutjche Pla»e...... ll» ^ ^ Pari« ........ W»b ^ St. Petersburg ..... ^'^ Daluten. ^ ^ Ducaten........ '''" ^lü« 2«-Fla»c«-3l>!ckt..... .u^'l»«" Deutsche Ncichsbaülxolen . . >'>'" ,<,«» Italienische «anlnote» . . - ">" «z«.« Rubel-Nole»....... >""'' ^___-^ • t«m ¦»¦¦¦m. Pftoatfbrtofea, PrlorltAC«*, AtUaa, |J : .. Lo«-Yeräiek«mng. «V. C »Mayo«? ,. Lalbach, SpitalgM—¦____________________ Privat-Depot« (Safe-Deposits) j Mkm.«*> •lc-*a*xaa "V*x*c2xl-«xaa A»» ***** : VirziMiif v» tir-Lliii|u \m enti-Ctrmt- ntf ntl>H»fc|||ir- i