« »I Areltaii den 12. März l88v. Vte „Marburg»! Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preis« — stlr Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig S sl., vierteljährig t fl. iv kr.: fiir Zustellung ins Haus monatlich 10 kr. — mit Posiverseudung: ganzjährig 8 sl., halbjährig 4 f!., vierteljährig Ä sl. Insertionsgebiihr 8 kr. per Zeile. Kit Ntiskjltukr — rinr dauernde? Marburg, 11. März. Im Steu.rattSjchusse soll e» „Heiterkeit" verurjacht haben, als der ginanzminister er-klärte: „Die Transportsteuer könne ja eine dauernde sein und sci e» gar nicht nothwendig, dab sie nur aus cin Jahr anferlegl werde." Fktiherr von Kriegsau hat vollkommen recht. Wenn eine Blirde nur einmal aus die Schulterl« genommen ist und der Träger nicht iosort unter derselben zusammenbricht: warum soll sie nicht ausgelegt bleiben, warum soll das elne Jahr nicht zur Ewigkeit sich ausdehnen, sobald der schwere Ansang gemacht, die Prob.' glücklich bestanden ist? Wer in die Versuchung gestthrt worden, „Nein!" zu sagen, lese doch srlther die Steuergeschichte Oesterreichs; von ihren lichtesten Blättern wird ihm die Antwort entgegengrüben: Keine Geschichte belehrt und klärt, wie diese. » Dab die Mitglieder des Steuerausschusies „heiter" find, heiter sein können auch in ernster, ja trauriger Zeit, gereicht uns zu wahrern Vergnügen. Der Versassungsstaat gebietet, daß Wähler und Gewählte eins seien in allen Wechselbeziehungen ihres bewegten Lebens, da her auch in der Gemüthsversassung. Wenn die Mitglieder des Stkuerausschuffes sich eher sreuen, als wir, so ist dies nicht lnehr als billig; sie sind ja die Erkornen, die Führer, die uns vorausschreiten, voranleuchten mit ihrem guten, geisterhebenden, herzersrischenden Beispiel. Mit jener Heiterkeit, welche ans den Ge« stchtern dieser Abgeordneten gestrahlt, als der Finanzlninister ihnen die dauernde Reisesteuer angekündigt, werden die Pslrchtigen diese Steuer zahlen — namentlich auch debhalb. um die lustigen Vertreter nicht Lügen zu strasen — um neuerdings den Beweis zu liefern, dah wir nicht das Zeug haben, aus welchetn Richter und Rächer geformt werden. Franz Wiesthaler. Zlll ^,'jchichle de6 Tages. Die Schulstürrner wissen endlich so gut wie wir, welche Stellung der Unterrichts-mi,'ister zur brennenden Frage einnimrnl. Mit oller lvflnschenswerthen Offenheit erklärt Konrad von EybcSseld irn Sonderausschüsse: die Schulzeit ist Reichssache und kann nnr eine ochtjäh-riste sein. Werde die sechsjährige Schulpflicht als Prinzip ausgestellt, so bitte er den Kaiser um die Entlassung. Dein Bedürsn sie der Ve« völkerung wolle er jedoch in einzelnen Fällen entgegenkominen, so weit Erleichterungen rnö.;' lich stnd. Bismarck hat sich bei der l tzlen parla mentarischen Kneiperei ganz wohlgernutl) geäußert über die Beziehungen Deutschland« und Oesterreich-Ungarns, llnsere militärischen Kreise iympathisiren dnrchaus mit dem intimen Anschluß der beiden Länder und sei ncntrentlich Erzherzog Albrecht, von welchem das Gegen, thell behauptet wird, eine der besten Stützen des neu angebahnten Verhältnisses. Mit scharfem Blicke haben es die Nihi-listen erspäht, daß Klein'Rubland jener Theil des Reiches ist, wo ihre Forderungen auch bei der Masse der bäuerlichen Bevölkernng den meisten Anklang finden. Weit verzweigt sich hier schon die Verschwörung. Waffen und Sprengstoffe liegen in erschreckender Menge bereit und sind es namentlich die Einjährig« Freiwilligen und die Unteroffiziere, welche als Führer dienen. Vermischte Z^achrichten. (Birrna. — „Der goldene Fuß.") Die „Daily News" veröffentlichen nachstehenden Bericht aus Rangoon: „König Thiban hat endlich seinen Palast verlassen und dem Man« dalay-Hligel einen Besuch abgestattet. E« dürste dies als ein sehr geringfügiges Ereigniß urrd kaum der Erwähnung werth erscheinen. Allein wenn ein König von Birma seinen Palast verläßt, so ist dies ein gar gewaltiges Untersangen. König Mlndone hatte während der letzten zehn Jahre seiner Regierung seine Paltisaden-Ver-jchanzung nllr zwei- oder dreimal verlassen. König Thiban dagegen halte noch nie seilren Fuß über die Schwelle seines Palastes gesetzt. Ein Gruird sür die Zurückgezogenheit des Kö-ügS von Birrna liegt in den großen Vor» bereitungen, die ein Spaziergang Sr. Mnjestät nöthig macht. Geht der „goldene Fuß" zu Wosser, so müssm alle Brücken aus seinein Wege zerstört werden, denn niminermehr darf ein Adkömtnling Alungpyah'S unter einenr Wege paffiren, den sterbliche Füße betreten haben. Alle Häuser, welche er passirt, müssen von einem hölzernen Gatter umgeben rverden. Ueberall ist es den Leuteir erlaubt, den König zu sehen, nur in Mandalay nicht. Auch dürste ein allzu neugieriger Unterthan mit Blindheit geschlagen werden bei all' dem Glanz und Schimmer, den Se. Majestät ausströmt. Ferner muß der Weg mit Truppen besetzt sein, an jeder Straßenecke rnüssen Kanonen ausgestellt sein; das ganze schöne Königreich muß den Athem anhalten, bis die Zeremonie deendigt ist. Der hauptsächlichste Grund, weßhalb der König sein Palais nicht verläßt, liegt aber darin, daß Brüder oder Söhne des eben pil« gernden Monarchen sich österS des Palastes und Thrones bemächtigen. König Thiban hat jedoch gegen die letztere Katastrophe sich vorgesehen, indklN er Jeden, der einen Schatten von Anspruch aus den Thron hatte, ins Jenseits beförderte. Er führte alle Königinnen und Minister mit sich und hatte dafür Sorge getragen, daß olle Soldaten ihre Löhnung erhalten, wußte, daß er überaus populär geworden war wegen der Art und Weife, wie er sich des brt-tifchen Residenten entledigt und die Briten iin Allgemeitren behandelt batte. Er hatte ferner die Todesstrafe abgeschafft und einige Steuern erlassen. Nachdem dies Alles geschehen, glaubte >W» K k u i l t c t o n. Eillt Lrtikns-Vtrslchrrullg. Aus den Papieren eines Berliner Advokaten. Gortsepung.) „Frau von P., Sie haben zunächst die solgenden Generalfragen zu beantworten; die wissentlich unrichtige Beantwortung einer dieser Fragen zieht gleichfalls die Meineivsstrafen nach sich. Sie haben mich doch verstanden?" Frau von P. hatte der Eröffnung, die ihr gemacht wurde, mit einem so sremdartigen Ausdruck« des Gesichts zugehört, daß die Frage des Präsidenten nur zu natürlich war. Er wiederholte seine Frage. Sie schien den Kopf zuni Zeichen der Bejahung zu neigen. „Sind Sie verwandt oder verschwägert mit dem Angeklagtens" Eine fiarnmende Röthe flog über das bleiche Antlitz — verschwand aber eben so schnell, um einer Bläffe zu weichen, welche schon an die erdsahle Tsvtensarbe erillnerte. Sie neigte sich nach vorn Über, bewegte etliche Male schnell biuterril'.ander die Lippen, oh>le einen Laut hervorzubringen, llieb dann mit gkösstretem Munde stehen, und ehe nsch Jemand zu ihrem Beistande herbeieilen korrnte. war sie tnit einer zuckenden Bewegung der Hände nach ihrem Herzen hinten ül'er gestürzt, und lag leblos arn Boden. Man hob sie sofort auf, Alles beeiferte sich, ihr beizustehen. Frau von P. rvurde von zwei Frauen in ein Nebenzimrner getragen, ein Arzt herbeigerufen und die Sitzung auf eine Stunde unterbrochen. Der Präsident ordnete die Zurück-führnng des Angeklagten an —, dieser schien kauln zu wissen, was urn ihn vorging. Nach einer Stunde begann die Verhandlung wieder. Der Angeklagte wurde herbeigeführt. Er war in einem brjammernswerthen Zustande, zwei Gerichtsdiener rnußten ihn führen, so schüttelte ihn das Fieber. Der Arzt, welcher zuin Beistande der Frau von P. herbrigerusen worden war, trat ein. „Hat sich Frau von P. so weit gefaßt", fragte der Präsident, daß ihre Vereidung nun-tnehr ohne Gefahr für ihre Gesundheit ersolgen kann, oder hat sie sich von ihrer Ohnlnc.cht noch nicht erholt?" „Ich bedauere, Herr Präsident, daraus antworten zu müssen", erwiderte der Arzt, „daß von dem Erscheinen d.r Frau von P. überhaupt nicht die Rede sein kann, geschweige denn von ihrer Vereidung. Die Dame ist von einem Rervenschlage getroffen, und wird vielleicht nie- mals wieder des Gebrauchs der Sprache mächtig werden. Ich bitte, tnich sofort zu entlassen, denn meine Anweferrheit bei der Kranken ist dringend erforderlich." Ohne weitere Fragen abzuwarterr, entfernte er sich nach dem Zimmer, in welches man Frau von P. getragen hatte. „Es bleibt uns sonach nichts übrig", sprach der Vorsitzende, „salls nicht der Herr Staatsanwalt anderweite Anträge stellt, als die Sitzung auszuheben, und den Beschluß über die Verhandlung vorzubehalten." „Ich bin damit einverstanden", bemerkte der Staatsanwalt, „aber ich wrll nsch eine Frage an den Angeklagten richten." Der Staatsanwalt trat zu ihln, er legte die Hand aus seine Schultern und sprach mit ernstem, eindringlichem Tone: „Ludwig, geben Sie der Wahrheit die Eyre, sagen Sie uns, in welchern »zäheren Verhältnisse stehen Sie zur Zeugin?" Der unglückliche Mensch konnte die Last, die auf seinem Herzen lag und ihn zu ersticken drohte, nicht länger ertragen, mit dem Jammergeschrei des verzweifelnden Schmerzes brach er zusamrnen und schrie, währenv er von Fieberschauern geschüttelt wurde: „Meine Mutter! Meine Mutter! Ich habe sie umgebracht!" er den Palast — unter sicherer Neberwachung — ohne Gefahr verlassen zu können. Es war dies feit Pionaten sein Lielilingswunfch ge-wefen. Eil» Theil der' KrönnnkSrZeremonie l'csteht in dem Umzug um den F^stttUt^Sgrabeli der mit Wällen umgedenen Stadt. Die Krönung ist bis jetzt noch nicht zur Ausführullq gekommkn; allein die fromme Zteise deö Königs isi ei>ie gute Vorbereitung dazu. Es lie^N dem König serner daran, den Beweis zn fuhren, daß die Zeitnngen, welche behaupteten, daß er seinen Palast nie verlassen werde, im Unrecht sind. Der König hat sich, auf einell Elkphanten reitend, umgeben von einem Schwärm von Neilern und Bewaffneten und seinen Ministern, welche gleichfalls von Elephanten getragen wur-drn, auf den Weg gemacht und nach d.',n Mandalay-Httgel bu'geben, um in der Pagode zu beten. Der ganze Httgel ist gel)eiligt. Um wie viel mehr erst die Pagode! 3n derselben befindet sich eine grobe goldene Figur, welche niit einem unbeweglichen Finger gerade auf die glitzernde Pyah-that, die vieldachige Thurm-spitze des Palastes, den Mittelpunkt der Stadt des birmanischen Reiches und der Welt, hin-weist. Dort plapperte Se. Majestät fromm die gel)ötige Zahl seiner Hyayah, Tayah, Thinga, ^^aydana Thuba nnd betete seinen Ncsentranz m wunderbar kurzer Zeit ab. Er beabsichtigt nlinmehr den grobt«» Umzug um den Myo, die befestigte Stadt, zn halten und dann den gemeinen Kala« dafür zu züchtigen, weil er die (^^esandtschast eines so erlauchten Herrschers nicht mit dem gehörigen Respekt behandelt." (Verhaftungen in Nubland.) Ans (Ärund der Papiere, welche von der russischen Polizei bei Entdeckung einer qeheimen Druckerei zn PeterSl'urg ausgesunden worden, hat man bekanntlich Verhastungen in großer Anzahl vorgenommen. Dieses schreckliche Loos soll n. i)l dreihuudertundzwauzig Studenten und stchsund-zwanzig Offiziere der Artillerie getroffen habe«. (Weinverkehr. Nach der Schweiz) Am 20. !viärz wird ein Auonahmetaris slir die direkte Beförderung von Wein in Fässern mit Ladungen von mindestens fünftausend Kilo-gramm für Wagen und Frachtbrief oder bei Frachtzahlunft fltr dieses Gewicht zwischen den Stationen Pest, Steinbruch, Czegled, Weiß-kirchen, Jam und Werschetz einerseits und Sta-tionen der westschweizerlfchen Bah len mit we-feutlich ermäßigten Frachtsätzen in Kraft treten. Die gleiche Ermäßigung gilt auch für leer zu» rückgehende oder zur Füllnng versandte Fässer btUebiger Äröbe. (Oesterreichische Erfinder. — Ein neues Lustschiff.) In der letzten Wochenver-sammlung des „Niederösterceichischen Gewerbe» Vereins" berichtete Wilhelm Kreß Über eine Die Sitzung mar ausgehoben und Frau von P. nach ilirer Behausung gebracht worden. Auch der Aligekiagte war so bedenter'' elkrankt, datz er aus dem gerichtlichem Gefängnib nach einer Krankenanstalt geschafft werden mußte. Die Staatsanwaltschaft hielt eS für ihre Pflicht, das Verhältniß zwischen dem Angeklagten und der Witwe aufzuklären. Zwar fllhrte Ludwig eilten aiideren Familiennamen, als den der Frau von P., auch wiesen die Polizei» Akten nach, daß derselbe der Sohn einer armen Uhrmacheresrau aus einem thüringischen Städtchen sei, — indessen diese Angaben konnten absichtlich und znr Verdunkelung der wahren Sachlage gemacht worden sein. Der mit der ganzen Untersuchung vertraute Polizeibeamte begab sich an Ort unv Stelle, nnd eS gelang ilM auch, vollständigen Ausschluß zu erhalten. Folgendes ist die Geschichte der Witwe deS KriegS-raths. Louise von P. mar, um eine standesmäßige Ausbildung zu erhalten, wie man ne sür Töchter höherer und adeliger Beamten sitr notl)' wendig erachtet, nach einer kleinen mitteldeutschen Residenz geschickt worden, iir welcher sich damals die Pensions- nnd Ei^iehunsisanstalt zweier ält-Uchen Schwestern eines beionderen Rufes er-freute. Lo»l>s;! hatte die Schulen il)rer Vaterstadt besucht und bei guten Anlagen mehr als ge« neue, von ihm erfundene Flugmaschine. Die Maschine basirt auf Nachahmung des Vogel» fluges und eiltbehrt ganz des Ballons. Sie wird durch Propeller getrieben und zwar wie ein Schraubendanipfer durch hinterwärts angebrachte Luftpropell.r, welche nur eine Vorwärtsbewegung des Luftschiffes bewirken. Das Ans. steigen und Schweben wird durch einen sehr großen, flachen, oberhalb des Bootes horizontal ausgespanuten Schirm bewirkt, der ein wenig schräg gestellt werden kann. Indem dis Lust-Propeller das Schiff vorwärts treiben, bläst oder driickt die durchschnittene Lustschicht von vorn gegen den schräg aufwärts gerichteten Schirm und treibt dadurch ven ganzen Apparat schräg aufwärts, auf der schiefen Ebene der komprimiUen Luft empor. Da der 5^uerfchnitt des Lustschiffes ein sehr kleiner ist, begegnet es nur geringem Widerstande. Die Selikung geschieht durch eine dem Schweife des Vogels entsprechend.' Steuervorrichtung, das Anffltegen vom Boden durch einen Anlauf auf ebener Fläche, am besten, indem inan das Bool auf's Wasser setzt. Sobald die Geschwindigkeit des Schiffes eine genügend grosze ist, muß es sich mittelst des fchrägen Schirmes von selbst in die Lust emporheben. Das vorgesührte Modelt, bei welchem die Luftpropeller durch eine Federvorrichtung in Bewegung gesetzt wurden, erhob sich zwar nicht direkt vom Tische, auf welchem es den Anlauf nahm, sondern machte eine leichte Abwärtsliewegung, dann stieg es stolz und graziös balanzirend empor und erwies sich nelchbei auch gut lenkbar. Herr Kreß versicherte und hat in einer unlängst ausgegebenen Broschüre berechnet, daß es krine Schwierigkeit mache, einen genügend l ichten und krästigen Motor zu finden — etwa dreißig Pferdekräfte tiei li00 Kilogramm Gewicht — um eine Ge« schlvindigkeit von 40 Meter bei einer Gesammt-schwebekraft von mehr als tausend.Kilogramm zu erzielen. Der Schirm soll in diesem Falle eine Fläche von 125, das Lteuer eine solche von 25 Quadratmeter haben. Herr Kreß hat sein neues Luftschiff in einer Anzahl von Exemplaren im Kleineu von Vangel am Stefansplatz Nr. 3 konstruiren lassen, wo Alls, die damit praktische, jedenfalls sehr artige und unterhaltende Zimmer-Experimente machen wot« len, es für eine Kleinigkeit zum Kauf haben können. Vielleicht, so hofft er, findet sich doch ein Liebhaber, ein unternehmender Geist, der die Ausfuhrung im Großen versucht. (Branntwein-Pest in Galizien.) Im Sprengel des Landesgerichtes Lemberg wurden vorigkS Jahr 13.595 Personen wegen Ueber-tretnng des Trunkenheits-Gesetzes zur Verantwortung gezogen. (Landwlrthschaft. Bessere Ncrwerthung der Erzeugnisse.) In der Jahresversammlung des landwirthschaftlichen Verein» zu Wittingau wurde auch die Verwerthung der landwirthschaftlichen Erzeugnisse besprochen und erkannte man als sicherste und kräftigste Mittel: 1. Die richtige Kenntniß der jeweilig herrschenden Marktkonjunkturen und Preise, welche durch tliätige und intelligente Mitglieder des landrv. Vereines unter der Landbevölkerung zu verbreiten wäre; 2. die Gründung von Produktiv-genossenfchaften behuss gemeinsamer vortheil-baster Verwerthung, namentUch der thierischen Erzeugnisse, wie Milch, Butter. Käse u. a.; 3. die Regrlung der Marktverhältnisse in den Städten mit Ausschluß von Unterhändlern und Maklern, Einführung von Ltadtwagen, Notirung des Gewichtes auf den zn M.^rkte gebrachten und ämtlich abgewogenen Säcken, Ueberwachnng der Marktpolizei u. s. w.; 4. der unmittelbare Anbot der Getreidefrucht und Sämereien bei den Konsumenten und größeren Mühlenetablif-fements, sowie in größeren Quantitäten, denn unser A^aner ist leider gewohnt, seine Frucht sackweise je nach Bedärs an Geld, wie zur Steuerabsuhr, Beschaffung an Haushaltbedarfs-artikeln zu Markt fahren, ohire die durch die oftmalige Znfuhr an den Marktort herbeigeführten vermetirten Spesen in Anrechnung zu bringen. — Für diese, sowie andere produktive Zwecke mangelt es jedoch unferen Kleingrund-besitzern bisher an einem regen Geiste der Assoziation und an Sinn für gründliche Fachbildung und Belehrung. Unl hierin Bahn zu brechen, ist es die erste Aufgabe der landw. Vereine, auf die Bildung von recht vielen Bauernkasino's i»» den größeren Dörfern, wo zugleich der Geistliche und Lehrer mitwirken kann, hinzuarbeiten, auch die VereinSverfamm-lungen in abwechselnder Folge dahin zu verlegen und bei diesem Anlaß gleihzeitig landw. Fachvorträge zu veranstalten und ein intelligentes Mitglied zur öfteren Abhaltung belehrender Gespräche im Kreife jener Dorfkrstno's zu veranlassen. Denn der Bauer lesttzt ein angeerbte» Mißtraueu gegen die Belehruug, die von Lehrern, Beamten, Großgrundbesitzern kommt, und glaubt vielmehr nur seinesgleichen. Ebensowenig zieht ihn d^s Musterbild der oft ganz naheliegenden Großwirthfchaft. Auch die Einführung der sog. Musterwirthfchaften in einzelnen Gemeinden hat sich bekanntlich wenig bewährt, »ramentlich in solchen Gegenden, wo der Stnn für Fortschritt noch gar nicht erwacht und die alte Dreiselderwirthfchaft mit dem altherkömmlichen Weidezwang in Anwendung ist. Es könnten Beispiele aus dein Leben angesührt werden, wo intelligente Leute, welche sich in einer Dorfgemeinde angekauft, eine rationelle Wirlhschast eingestthrt, und sich auch bemüht haben, die Bauern hiezu anzuleiten und aufzumuntern, nach Verlauf von 1—2 Jahren ihr vergebliche» wöhnliche Kenntnisse erworben. Sie sollte sich in der höheren Anstalt noch den feineren Schliff und die für unentbehrlich gehaltenen Sprachkünste aneignen. So war sie beinahe fünfzehn Jahre alt, als sie in die Pension eintrat. Von Natur zur Schwärmerei geneigt und in sich gekehrt, blieb sie im Institut gänzlich auf sich angewiefen, da die übrigen Zöglinge sämmtlich fast jünger waren, als sie, und sich schwer an das schene, einsl)lbige Mädchen anschloffen, welches immer etwas „Apartes" hatte, wodurch sich die jüngerll Genosslnnei» abgestoßen sül^lten. Die Anstalt war nach dem herkömmlichen Maßstabe, mit dem man solche Institute zu be» urtheilen pflegt, eine vorzügliche, das heißt, sie leistete alles Dasjenige, was für die Dressur äußerlicher Bildung irgend verlaitgt werden konnte. Alles Uebrige gehört nicht zum Pensum der Anstalt. An die Stelle einer aus die Kräftigung und Veredelung des Gemüthslebens zieleuden Einwirkung war die Begünstigung des Hanges zur Romantik getreten, welche damals Mode war. In diefer Uingebnng, unter diesen Einflüssen hatte Louise sast ein Jahr lang gelebt. Iii den llnterrichtsstunden kain sie allei» Anfordernngen der Lehrerinnen pünktlich nach. Jtn llebrigen wiißte sie sich eine zieinlich große Freiheit zu bewahren, welche ihr selbst fo »oeit nachgesehen wurde, daß sie Stuiiden lang allein in der Umgebung umherstreifen konnte. Ihre körperliche Entwickung war indessen unerwartet fchnell vorgeschritten; zwar iinmer von zartem Gliederbau, hatte ihre Gestalt das volle Ebenmaß des zur Jungsrau herangereiften Kindes gelvonnen. Uin diese Zeit präsentirte sich bei den Vor» steheriiinen ein mit Empsehlungen versehener Künstler, welcher ehe»nals ein berühinler Schauspieler gewesen war, und der jetzt Deklamationen und rhetorische Vorträge in Lehranstalten nnd geschlossenen Gesel^schasten hielt. Ludwig M . . . war seiner Zeit nicht nur ein begabter Künstler, sondern auch ein durch Persönlichkeit augezeichneter Mann genzesen. Die Leichtigkeit, lnit welcher erLiebeSverhälnisse knüpfte und löste, war in den künstlerischen Kreisen sprüchwörtlich geworden. Diese Zeiten waren nun vorbei. Ein chronisches Leiden des Halses hatte ihm die Bühnen verschlossen; die Stiinine reichte eben nur noch zum Lesen in kleineren Näulnen ; die Etnnahinen derartiger Produktionen waren nicht bedeutend genug, uin die geivohiite bequeme, fast üppige LebenSlveife fortsetzen zu köniien; mit dein Lüstre der Lheaterlainpen erlosch zugleich der Lüstre der persönlichen Erscheinnng. Er hatte gegenwärtig die Mitte der vier- Vemfthen erkannt und sich sür den Wiedervsrkaus ihrer Wilthschast entschlossen haben. Finden sich hiniiegtn unter.den Ii,fassen eines DorseS ein oder zwei ausgeweckle Kleinwirthe aus dem Banernsiande, welche turch in ihrer Wirihschast eingesNhrte Reformen, namentlich desseres Ackern und Düngen, sorgfältige N.ehpflege und (Zr-nährung, Einftthrunst von Klee- und Hackfrucht-bau u. a. wirlhschaslliche V.:rbesierttngen es zu ctkleckljchem Wohlstande, zu klingenden Erfolgen gebracht haben, dann hat man die währen Mnstcrwirthe und Lehrer in der Gemeinde ge-fnnden, W.'lche berufen sind, den wirksamsten Einstub auf unsere Bauern zu nben und sie zu besserem Wirthschaften aufzumunteln. Daü fachlich »»nterhaltcnde Gespräch solcher Lente in einem Bauernkastno bei einem Glase Bier wirkt weit ergreisender, als der gediegenste Vortrag eines Lehrer?, die gründlichste Rede eines in der Bildung Höherstehenden in einer laudw. Ver« sammlung. Zjerichtl'. (Adressen.) Der hiesige Gemeinderath bat (MUtwoch Nachmittag) in außerordentlicher Sitzung beschlossen, an Seine Majestät und an den Kronprinzen anläßlich der Verlobung des letzleren Adressen zu senden. (Rechnungsabschlüsse der Stadt gemeinde Marburg für 1879.) Rechnung des Armeninstitutes. I. Einnahmen (Äb-stattnng): fl. kr. Kassebaarschaft.......26971 47.^ Interesse»........50 Beiträge und Stiftungen . . . 2210 — Verschiedenes (Enlhebungskarten und Sammlungen, Mnstklizenzen, ge-richtliche Strafgelder, Armenper« zenle, Lizitationen, Ersätze . . 1643 44 320ttL 4t.; Rückstand: Interessen (gestistete Kaflnoaktien) 150 -II. Auegaben: Pfrttndnerportionen..... 4134 30 Steuern, Gebühren, Stempelau»' lagen......... — 87j Kranken» und Leichenkosten . . . 381 61 Winterholz und Fuhrlohn ... 516 43^ Verschiedenes....... 73 99 5107 21 Diese Ausgaben von den Einnahmen abgerechnet, verbleibt Ende 1879 eine Kassabaar» schast von 27.115 fl. 20 kr. und zwar: tt) an Kapitalien in i^ffentl. Fanden 16100 — d) an Kapitalien bei Privaten . . 10682 — e) an Aktivrülkstäliden.....150 — ä) Kafsabaarschaft...... 183 20 (Fortsetzung folgt.) ziger Jahre erreicht, aber die vollendete Kunst, mit der er sich kleidete und adjustirte, ließ ihn höchstens sür einen Dreißiger halten. Eine Milchung von künstlerischer Eleganz und genialer Nachlässigkeit erhöhte die Anmuth seiner Haltung, seine Unterhaltung war, wenn auch ein wenig süßlich, dennoch lebendig, immer verlüi'dlich und mit voller Galanterie g?gen Damen. So trat M. in dem Jnstitnte auf. bezau-berte die Vorsteherinnen, entzückte die Zöglinge und ging mit Bereitwilligkeit auf den Vorschlag eln, längere Zeit am Orte zu verweilen, und den jungen Damen des Instituts einen Lehr» kurjus der „Deklamation und Rhetorik" zu er-theilen. Aus den Deklamationen wurden Leseabende mit vertheilten Rollen; bald legte man die Bücher bei Seite und schritt zur Aktion der Stlicke selbst; endlich ging man zu wirklichen theatralischen Vorstellungen über, bei denen selbst die jüngere der beidiin Vorsteherinnen mitzuwirken nicht vcrschuiähte. Eine wahre Leidellschaft für theatralische Aufführungen be« mächtigte sich des Städtchens, und die Theater-vorstellntigen im Jilstitut, unter Leitung und Mitwirkllng des berühinten M., bildeten den lÄegenstand des ausschließlichen Interesses für Alt uiid Jung. Louise war augenscheinlich die besähigste (Deutsch-Oesterreichischer Alpen-vereiu — Sektion Marburg.) Montag den 8. März hielt Herr H. Schmiderer einen Vortrag über die Stubaier und Oetzthaler Ge« liirgsgruppe. Der Redner gab ein Bild dieser wildesten aller Gruppen in den iisterreichischen Uralpen, schilderte mit beredten Worten den Eindruck, welchen diese Riesenspitzen mit ihren mächtigen Gletscherseldern auf den Touristen inachen, und besprach feine im Soinmer v. I. dasell>st geinachte Tour — eine tüchtige Leistung — Herr Schmiderer erstieg vom Schnalfer-Thale aus über das Niederjoch die imposante Similaunspitze (3604 m.), ging voin Riederjoch nach Vend und Sölden und voi» da über das Bildstöckl-Joch (3128 m.) ins Stubai-Thal. (StadtverschönerungS - Verein.) AtN 8. d. M. hielt der StadtveischönerungS-Verein unterin Vorsitz des Obmaun-Stellver-treters Herrn Dr. Feldbacher bei schwacher Betheiligung seine statnteumäßige Jahresversammlung ab, bei welcher in erster Linie der Rechenschafts - Bericht genehmigt wurde. An Stelle des Herrn Landesgerichtsrathe» Tfchech wurde Herr Major Johann Ritter v. Braun lii den Ausschuß gewählt. Ans dem vorliegenden (Äebahrungs»Ausweia ist zu ersehen, daß die zur Versügung gestandenen Gelder sorg» fältigst verwerthet wurden; nur wäie im Interesse der Sache sehr zu wünschen, daß der Verein durch Vermehrung seiner Mitglieder kräftiger unterstlitzt würde. Die Rechnung dieses Vereines besagt: Einnahmen: fl. kr. Kassarest vom Jahre 1878 .... 8 60 113 Mitglieder-Jahresbeiträge . . 345 — Beilrag der Gemeinde..........300 — Nichthntabnebmer-Lerbindnng ... 26 40 2 Wetten fl. 5 — fl. I 50 .... 6 50 3 Unbekannte baar sür Juka ... 15 — offene Schuld................88 66 790 16 L. Ausgaben: Kanalbau.........179 61 7 Stück Eisenbänke............104 49 4 Stück Holzbänke......32 14 Bäume und Gesträuche..........193 48 Taglöhner..................73 85 Parkivächter........63 — Futter für Schwane ..........33 96 biv. kleine Auslagen......51 7 Remuneration für den Gärtner . . 30 — 60 Stück Rosenstöcke ..... 18 — Holz sür Teichzauu............10 56 790 16 (Schub station Marburg.) Seit 1. Jänner wurden von hier aus 2.^8 Schüblinge weiter befördert, darunter 13 mit Stadtverwei« jung und 1 mit Zwangspaß. von allen Zöglingen des Instituts; sie entwickelte auch da^ hervorragendste Talent fllr die Darstellung, fo daß sie die bedeutendsten Rollen erhielt und ain meisteii mit M. in Berührung kain. Mit dem jungen Mädchen war eine große Veränderulig vorgegaiigen. Sie, sonst so scheu und zurückhaltend, mar oft einer ausgelasselien Lebendigkeit hingegeben; daiiu kainen wieder Stunden tiefer Niedergeschlagenheit, in denen sie sich in ihr Zilnmer verschloß, das sie uin keinen Preis verlaffen lnochte. Man entschloß sich, den Arzt zu konsultiren, und dieser verbot ihr die fernere Theililahme an den theatralischen Schaustellungen unbedingt. Sie war anßer sich darüber — aber die Vorsteherinnen wagten es nicht, dem peremtorisch ansgesprochenen Willen des berühinteii Arztes entgegenzntreten; fürchteten sie doch selbst, schoii zu weit gegangen zn sein. Mit der Betheilnng Loilisen« hörte auch der Eifer des Dirigenten ans, die Vorstellungen erreichten ihr Ende und der Künstler verab-fchiedele sich. Louise hatte bei ihrem Vater und der Stief-Nlutter die Erlanbniß nachgesucht uud erhalten, noch ein Jahr in der Anstalt zu bleibe«, theils zu ihrer »veiteren Ausbildung, theils um den Vorsteherinnen i,n Unterrichte beizustehen und ihre Kräfte iu Anwendung des Erlernten zu versuchen. In der That wendete sie sich dieser (Was der Wirt h von Nußdorf er« zählt.) Zu Kranichsfeld hattet» sich F. Beutler und I. Tschautsch Avends vor der Thorsperre auf dein Dachboden des GrnndbesijjerS Kaspar Bergles geschlichen und dort Rauchfleisch und Würste iiu Werthe von 8 st. gestohlen. Tschantsch verließ eiligst das Haus, Bentler verspätete sich aber und wurde rhnl von der Besitzerin der Hut weggenornmen. Fi^an Bergles hegte be-stilnmten Verdacht, g'ng zu Beutlers Mutter und zeigte ihr den Hut, welchen diese als die Kopsbedcckung ihres Sohnes erkannte. Die Anzeige wurde bei der Gensdarmerie und beiin Gerneindevorsieher gemacht, und erkläi^te letzterer, daß er den Genannten, die wahrscheinlich nach Marburg gegangen, Dienstbücher ausgestellt. Die Gensdarmen setzten de»» Gaiinern nach, trafen und verhafteten beide in dern Augenblicke, als dieselben das Strohmaier'jche Wirths-hau» in Nußdors verlieben. Gleichzeitig mit Tschantsch und Beutler erschierien in diesem Wirthshause arich zwei andere Gauner von Kranichsfeld, welche dein Grundbesitzer Josef Lobnik, der mit verschiedenen Waaren von Marburg gekoinmen und eingekehrt, dieselben l'ei Seite schoben. Dann stritt und ranste diese« Gaunerpaar zürn Scheine mit eiriander in der Absicht, den Lärm und die Verwirrung zu be-nützen und mit dem Waarenbündel zu entspringen. Der Gastwirth merkte jedoch die Absicht und vereitelte die Ausführung; die Strolche aber nahmen Ferfengeld, ehe die Gensdarmen gekommen. (Fuchsbälge gestohleu.) Auf der Bahnstation Pragerhof wurden kürzlich zwei Säcke mit Fnchsbälgen — im Werthe von 300 fl. — gestohlen. Die polizeiliche Ausschreibung erfolgte. Ein hiesiger Polizeiwachmann (Joseph Kurnik) sah dieser Tage den ihm persönlich bekaunteu und wiederholt abgestraften Gauner Sirnon Tschelan von Goritzen das Pflaster der Stadt treten; er spürte nach und faßte den Verdächtigen in dein Augenblick, als derselbe auf dem Burgplatz den größeren Theil der entwendeten Felle zu verkaufen suchte. Den kleineren Theil hatte Tschelan bereits veräußert. Letzte Post. Die Feudalen in Böhmen werden stch an den Landtags.'Wahlen nicht betheiligen. Der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses — Szlavy soll zum gemeinsamen Finanzminister ernaiint werden. Der Senat von Montenegro hat die neuen Vorschläge der Pforte, betreffend die Grenzre-gulirung abgelehnt. Die Türkei reduzirt ihr Papiergeld um 55 Perzent, ihr Metallgeld um 50 Perzent im Werthe. Thätigkeit mit einem fast krankhaften Eifer zu, mußte aber bald davon abstehen; ihre Gefuud-heit begann zu leiden, die Vorsteherinnen wrrr-den ängstlich, der Arzt schüttelte bedenklich den Kopf, empfahl Schonung und Gemüths-ruhe. Eines Mittags rief man sie vergeblich zr, Tisch. Man glaubte, sie habe sich eingeschloffen, und ließ sie gewähren; als eS aber Abend wurde, ohne daß sie sichtbar ward, öffnete man die Thür mit Gewalt und fand das Ziinmer leer. Das unheiinliche Wesen ihres Zöglings hatte schon längst beängstigend aus die beiden Dainen gewirkt. Sie griffen zu einem Znfluchts« nrittel, welches an sich seltsain, aber für ein weibliches Gemüth in ähitlicher !!/a»;e naheliegend genug ist. Sie öffneten den Schreibtisch Louisen», — ihre Ahnung hatte sie »»icht betrogen — da lag das Unglück mit Händen greisbar vor ihnen : eine Aiizahl Liebesbriefe des Schändlichen, dem sie selbst in lhörichter Verblendung ihr Hau» geöffnet, dem sie das Werk de» Verderbens erleichtert hatten! tftortsetzung folgt.) V»M«-Itost»iiraU«» Samstag den 13. März 1889 von der (312 i^udbahnMerkstätten-ZUuMkapelle unter persönlicher Lkitung ihres Kapellmeisters «Vttli. IlanÄI. Anfang halb 8 Uhr. Cnirse 20 kr^ Geübter Itenograph, Zunft, sucht für den halben Tag Beschäftigung in einer Advokaturskanzlei. (310 Adresse im Comptoir d. Vl._ IM» Anzeige. Btim Gefertigten, Kilrntnerftraße Nr. 13, sind jeden Freitag (311 frische z» hnb^n. 8vNvIt«Vlt«vI>. Iiilldsokor Itrei Xieliviixe» Dlirlieli. t^LUpttw^fsi^ il. ZS.lläll, 2S.vllll, u. g. w. Kleinster 'l'leCkr 3l) Os. vsrkautsll vir zum t'roisv von lAiRr' Lt. i» Z /^^Zlirizen IlieilZnIiIimAen » ll> S. Lckon vsod ti^rlkss äor eiste» 'Ilisil-iadlung vs>n il. 2 »piolt üer liüufsr in llor NM'2. ^pril 188«-WU vrtot^s^en erttten Zklekunx Zissss von üsr kenl-<.-re«Ilt-kftnk smittirten I^ottsris-^nlsdsns visso äurok undsäing^ts Liokerkoit un6 vor- siü^Iioken Lpisiplan susxessioknstöQ I^oso sinä ksim Vlfsokslsrgvsekäfi llsr ^öministration öos VVoll^eils 13 ^ >»VoIl2siIs 13 (.'II. Llion unä in »Nen ^röggeren Lklnk- unä >VeodsIsr^s-sokäftvll 2u dslien. AU?- I^osvsrsivs unä aväors (Korporaliovsn vr» kaltsn dssonäsrs Lvxünstixuvxsn. TM«!»«!!! werden gichtis.^e, rhematische Lei den nebst deren Folgen mit äußern Mitteln, wodurch seit 30 Jahren Tausende von ihrenl ost jahrelangen Leiden befreit wurden und wo andere Mittel wirkungslos blieben, was mit zahlreichen Anerkennungsschreiben bewiesen wird. Um eine Krankheitsmittheilung wird gebeten, da nur durch diese und durch meine große Erfahrung die passendsten Mittel zusammengesetzt werden können. 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