EtriMeitung thauoqasse Nr. S Haus.) »««»», »»«! Ti»ltch <»tl Mtzi« »er W»»»- ». ffoet-ft) a«o U—ll llhr tienn. ribrn »erbot »ich« *n, uanlili Einige» nicht toiiältchtigt. ■ «(Butigungea bit >«ri»nl!»»« «egtn l ktt dilllg» tft-Kktttxrn rntgtgta. I Vi-»rrt«Iun,n> < Bo4Uf. ISwtMe BUK* nidktnt I6onntoauii6 T»»»cl«l»z utgta«. ioffrn - Amt« 83«.»00. Verwaltung: SkathauSgasse Str. 5 ch«« Haiti). »ejugfbebinpngtn: l»ich die Post bc,»zrn > «»nttljilhriz . . . K t.fO ... K «.40 wonili^cig . . . K 12» &iit 11 < I (1 mit Juftell»», in« {«■(: ««»»«ich . ... x rio (NntillM . . , K »•— H-Idjiidng . . . . K «•-»onjläl|t!9 . . . . K IS-— 82t« «»«land kN flch die «,n,«ie»Sl>ttn um »i« ho»«tnl ««ken»u>,g «.«tbShtc». S>n»tlk»elr «bo-rtmt»!« gelltn bi» z»t 1>bdtft«IIun>. Ar. 5«. Gilli, Sonntag, 12. ZuN 1903. 28. Aayrgang. Leo xni. Der oberste Priester der römisch-katholischen rche liegt im Sterben. Unbestreitbar gehl mit eine Persönlichkeit von der Wellbühne ab, die die Geschcke der litzien Jahrzehnte gewaltig ein« »risse» hat. Er Hai durch seine soziale Politik Masse» seiner Kirche geschickt zusammengehalten, le Macht reichte in alle S'aaten hinein und jH Kanzel um Wähle,v.'rsammlung, Kirche und »lk«hau« in Anspruch, um sich zu stützen. Leo war nie ein besondere» Geist «licht, er war kühler, berechnender, mathematischer Kopf. Seine rse, zu denen er sich häufig vei sti g. sind trotz äußeren Eleganz ohne den zündenden Funken Poesie. Sie aimen weder G. fühl noch Stimmung, sinv eben die Ergüsse eine« berechnenden Kcpfe«, ad Gemüi kommt dabei nicht in Betracht. Wie wäre denn auch anzunehmen, daß ein tischer Kirchenfürst, der d,n Kampf leidenschaft» er Gefühle nicht kennt, ein Dichter fein könne? Die Geistesstärke de« sterbenden Papste« ist elmeh: wo ander« zu suchen, al« ans dem Ge» te der Kunst, zu deren Vertreter sich der «Un-zählte. Sie laq in der geschickten Au«-j>ang der jew.iligen politischen Lage. Leo war Opportunist von dem tonsucierie» Scheitel bi« zum lt« offel hinab. E« ist eine seltsame Erscheinung der Weligesch'chie, daß mit der Aufgebung Oc# IKirchenstaite« der weltliche Einfluß de« Papste« ^tig im Steigen begriffen war. Leo war ein voll-mdeter Diplomat und Weltmann und bef-iß Reich» timer. Der Heiland aber hait« einst gesagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Obgleich e« verboten ist. daß die Kardinäle vor dem Tode de« Papste« eine Neuwahl besprechen, >a erscheint cS doch menschlich und natürlich, daß ß» alle Einflüsse abwägen, welche zur Wahl de« imen oder orderen führen könnten, auch schon ehe Wie soll' man wandern? Von Dr. P. Meißner. Der tägliche Beruf, da« Hast?» nach Gewinn, die Anforderungen, welche die von Tag zu Tag fortschreitende KuUurentwickelung an den mensch-i lichen Organi«m»S stellt, sie alle sind nicht« weniger at« gesunvheiiSdefördernd. Der Mensch ist nicht d>izu gemacht, am Schreibtisch, im Bureau, in der Fabrik, im Laden zu stehen oder zu sitzen, die dumpfe Lusl der Städte zu atmen, de» Lichte«, der freien Natur zu entbehren, kurz, wir leben in ge« sm>dhe>t!ich unzuträglichen Verhältnissen und müssen m diesen leben. So bedauerlich da» ist, und so sehr tief dier intensive Wunsch, ander» zu leben, in manchem aufsteigen mag, so wenig ist e« möglich, einen solchen Wunsch zu erfüllen. Der Kampf um da« Dasei» zwingt un«, in Verhältnissen au«zuvarren, in welchem wir, wenn auch langsam, die Kräfie unseres OirganiSmu« aufbrauchen. Die ungemeine vermehrumg sogenannter nervöser Leiden, welche eine unabnvci«bare Begleiterscheinung fortfchreitender Kultur zu sein pflegt, verlangt in der energischsten Weise von, je em einzelnen zielbewußte Maßnahmen, um dieser Dezimierung auf der einen Seite eine Kräftigung,, und Hebung der Gesundheit auf der anderen S»eite entgegenzusetzen. Wie oft aber wird diese Kräftiigung aus falschen Wegtti gesucht und nicht gesurnden. E» ist natürlich nicht jedem mög-lich, bei d-en verschiedenen Erwerd»verhäl>n>ssen Er-holungtreißsen und Kräftigurig«kuren zu unternehmen, der Heilige Vater gestorben ist. Aber die Jntii^uen sangen doch erst an zu Ipielen, wenn da« Konklave seine Tätigkeit beginn», wenn der Ehrgeiz einzelner all« Kräfie in fieberhafter Erregung erhält, wenn sich Parieien finden für den einen oder anderen. So war es immer, und denselben Charakter wird auch da« künsiige Konklave hab.n. Vor allem wird e« sich darum handeln, ob die nicht zur Kurie ge-hörigen Kardinäle und die auswärtigen Kirchen-fürsten bereit fein werden, für den von der Kurie totgeschlagenen Kandidaten zu stimmen. Bei dem letzten Konkiove herrschte ein ziemlich einmütiger Geist, aber seit 1873 hat sich die Lage so geändert, daß man an die Wahl te« Nachfolger« Leo XIII. unter Beobachtung ganz anderer Gesichtspunkte her-antreten wird. Die auswärtigen Kardinäle werden beispielsweise mit einem ganz festen Programm da« Konklave betreten. Unter den »urien-Kardinälen herrscht g>oße Meinungsverschiedenheit. Die einen wollen einen Papst, der da« politische Erbe Leo« XIII. hüten soll — e« find die« natürlich alle diejenigen, welche Leo XIII. den Kard,nal«hul verdanken; andere wollen einen Rtformpapst, welcher die Kirche dem modernen Zeitgeist entsprechend um-Gestalten soll, dazu gehören alle die „amtrikanistijch* angehauchten Kreise Deutschland«, Frankreich«, Eng» land« und vor allen Amerika«; eine dritte Partei endlich möchte einen Pupst, welcher aus ihre be-sonderen, besond»« Jialien betreffenden politischen Ideen eingeht. Diese drei Pnnzipe werden im künfiigen Konklave um den Vorrang streiten, e« scheint jedoch auigesch offen, daß eines der letzten beiden die Oberhand gewinnt. Sicher ist auch, daß die Meinung der Kurien-Kartinäle durchaus nicht von den auswärtigen Kardinälen geteilt werden wird. Und diese geben im Konklave den Auischlag, da sie die Hälfte der Stimmen besitzen, und schon zwei Drittel genügen, um eine Wahl durchzusetzen. An dise wird sich dader da« Netz der Wahlintriguen deren Erfolge wenigtiens in gewisser Weife sicher erwartit werden türsen. Viele sind gezwungen, auch in der Zea, in oer sie dem Frohndienst der Aibeit eniflieh.n können, Rücksichten auf ihren Geld-beuiel zu nehmen, und müssen versuchen, in be-scheiden n Grenzen da« zu suchen, wa« den Reichen m» der schwer erreichbar ist. I» besonder« hohem Maße kommt bei einer Erhohlung«reise die Frage in Betracht, ob man nicht an SieUe langer, er-müde»der, staubr icher, kostspieliger Eisen adnfahrle» da« Wunder» setzen soll. Da« Wandern ist, wenn man so sagen soll, ein sportlich ausgebildete« Spazierengehen. Der Nutzen, welchen man sich von diesem oeripricht, der wird uns bei j>nem in noch höherem M^ße zuteil werd.n. Da» Wandern ist keine einseitige Beschäfiigung. e« ist nicht, wie viele annehmen, lediglich eine Uebung und Trainie-rung der BeinmuSkeln, >m Gegenteil, da« rationelle Wandern stellt die denkbar vielseitigste Beiätigung aller Mu«keln de« Körper« dar un» sorgt auf der anderen Sei:e in einer Weise für die geistige Er-holung und Au«spannung, wie sie sonst wodl nie erreich« werden kann. Ader man a>uß da« Wan« der» verstehen. Da« Wandern muß Selbstzweck fein, e« darf nicht dazu dienen, irgend ein Ziel haftend zu erreichen, e« soll ruhig und mäßig unv vor allem unter Beachtung aller hygienischen Ge-stcht«punkie ausgeübt werden. Geschieht dus aber, dann ist der Erfolg unbestr-iibar stcher, ein Erfolg, der nicht allein für Tage und Wochen, der auf Monat« sich gellend macht, und Menschen, deren heranmachen. Einig ist man übrigen« darüber, wieder einen italienischen Papst zu wählen. Doch denken natürlich nicht alle Kardinäle einig, wenn e« sich »m die Nennung »ine« Namens handelt, und viele sind Feinde der Wahl eine« Kurien« Kardinal«. Eo wird in Rom also schon bei Lebzeiten de« Papste« um sein Erbe gefeilscht. Ssovenische Aeitnngsstimmen. Per ,5§t«i«c" befaßt sich in einer Notiz mit ven bereit« in strasgerichilicher Unieisuchung stehenden Beirügereien in der flovenischen Bezirk«ver» tritung und stellt hiebei die Betrachtung an: .Dies« Pervaken hiben sich einst alle Mühe gegeben, al« si« die B-zirkSvertretung übernahmen, die deutsch» fortschrittliche Partei anzuschwärzen und z i ver» dächtigen, e» sei bei dem Gelde nicht alle» m der Ordnung. Die gerichtliche Untersuchung hat jedoch die Unwahrheit vieser Verdächtigung erwiesen Wie wird sie aber jetzt auSsallen? Wir werden ja sehen." — Die zahlreichen Zuschritten au« bäuer» lichen Kreise» führen den Beweis, daß der Etimme de« »3iaj«c" als eine« Ausdruck,S der wahren Gesinnung unserer slooenischen LandSleuie immer mehr Beachtung zukommt Umso verwunderlicher mutet e« an, daß der steiemäikiiche LandeSauS-fchuß zu feinen Veröffentlichungen einem Blatte wie dem »SlovenSk» Gotpodar" den Vorzug gilt, da« in da» Horn der ..Los von Graz'-Schreier tutet. Hottfcheer Stovemsch. Unier diefer Auffa rift sucht der »Slovenec" da» deachten»werte Unter» nehmen ver BezirkShaupimanuschast Gottschee, da« dem Volke unverständliche Neuslooenifch durch An» lehen au» der Volkssprache eiwa« verständlicher zu machen, in« Lächerliche zu ziehen. Man hat unier den Pervaken das instinktive Empfinden, daß mit der Zertrümmerung de« neuflooenifchen Humbug« auch ihre Herrschaft in« Wanken kommt. In voller Erkennini« dieser Tatsache bringt beifpiel«wtise der „Sidjtrc" viele Au«drücke der Volkssprache zu Ehren, die das Neuslovenisch als deutsche Lehnwörler in Acht und Bann geian hat. Beachtung verdient auch der Umstand, daß die Behörden im mündlichen Leden durch möglichst körperliche Unordnungen ge-trübt wird, zu ledentsrohen, arbeilSfreudigen Geschöpfen macht. Der eine leidet an Kopifchmerz, der andere an schlechter Verdauung, der Dritte muß sich vor jeder „schweren Speise" hüten, der viert« ist ohne seinen MitiagSschlas kein Mensch, den fünften plagt da«, den sechsten jene«. Alle« finden sie im Wanoersport, wenn er rationell au», ejührt wird, und nur dann verdient er den Namen Sport, Heilung, Gesundung und Wohlbefinden. Wa« stürmt in unserer Zeit aus die Nerven tagiäglich ein? Nicht allein, daß wir von Minute zu Minute andere Bilder vor un« sehen, deren Erfassen daS Gehirn ermüdet und ermaitet, noch viel schlimmer fast sind die dauernd unv unabweiSlich auf un« wirkenden Geräusche. Die Augen kann man schießen, die Nase kann man den Gerüchen entziehen, aber fast unmöglich ist e«, dem Lärm der Großstadt und dem un.>ufhörlichen Poltern der großen Kultur» Maschinen sich zu entziehen. Gerade die Geräusche, da« ewige Klingeln, Klopfen, Schreien und Rufen, welche« der Gioßstadtdeirieb, die Kuliur mit sich bringt, gerade diese Geräusche sind die wichtigsten Fakioren bei der Erzeugung dessen, was wir nervös« Manschen nennen. Man merkt da« so deutlich, wenn man sich endlich herau«reift au« dem Getriebe und sich in die stille, rudige Natur flüchtet, eS brauch« nicht besonder« landschifilich schön dort zu sein, wenn wir nur Ruhe haben. Und diese Ruhe finden wir auch beim Wandern. Gewiß e« ist be» greiflich, daß bei den immer mehr und mehr au«» Seite 2 Nummer Verkehre wohl oder übel gezwungen sind, zum Volke in seiner Sprache und nicht in der »Kunstsprache" zu reden. Interessante Studien kann man die»-bezüglich (ti den Cillier Gerichten anstellen, wo selbst nationale Slooenen der Volkssprache die Ehre geben müssen. politische Aundscha». Aezek «un und «immermehr. Die »Deutsch-nationale Korrespondenz^ saßt die Sachlage hin-sichtlich deS tschechischen LandSmannminister» in folgender Betrachtung zusammen: .Die tschechische Politik hat trotz aller Abl«ugnung»versuche und VerdrehungSkünste der tschechischen Presse eine Niederlage erlitten. Der Jungtschechenklub gedachte aus der Obftruierung deS BudgetprovisoriumS neue nationale Zugeständnisse herauSzuichlaae» oder da» Ministerium Koerber zu stürzen^ Die Tschechen haben jedoch diesmal den Bogen zu straff gespinnt, daS Ministerium Koerker behauptete seine Stellung, ohne den Tsch'ch'N eine Konzession gemacht zu haben, und es wurde ihm durch ein kaiserliche» Hand-schreiben eine besonder» wertvolle VertrauenSkund-gebung zuteil, während der tschechische LandSiuann-minister Dr. Rezek gezwungen war, seine Demission ausrecht zu erhalle". Die Tschechen haben in der mährischen UiiversitäiSfrage nicht» erreicht, al» daß sie die Deutschen zu einer unzweideutigen Ablehnung der tschechischen Universität in Mähren heraus-forderten, welche die Ausrollung dieser Frage für lange Zeit gänzlich ou»schließt. Obwohl die ver-einigten deutschen Parteien in die Entwicklung der Krise nicht ei»g»iffen. hat doch schon allein die Tat-fache de» Zusammenschlüsse» ihr« Wirkung gehabt. Gegenüber den geschlossenen deutschen Parteien war jedes Lavieren auf die tschechische Seite unmöglich und da» Ministerium tonnt« angesicht« der Tatsache der Rallierung der Deutschen an seiner Politik, daß national« Fragen nur im g«g«nseitigen Einoerständ-nisse gelöst werden können, festgehalten. Gleichzeitig halte die Rallierung auch den Einfluß de» tschechi-sehen Landmannminister» geschwächt, dem e» sonst vielleicht möglich gewesen wäre, einen den Tschechen günstigen Ausweg zu finden. So wurde Dr. Rezek zum alleinigen Opfer der Krise, al« deren nächster und äußerer Anlaß zwar die Behandlung der Wehrvorlagt in Ungarn erscheint, die aber zweisel-lo» in den innerpolitischen Verhältnissen und in der durch die Tschechen herbtigesührlen parlamentarischen Situation ihren eigentlichen Ursprung hatte. Führt man die Ursachen der Krise einzig und allein nur aus Ungarn zurück, so erscheint di« Demission gerade de» tschechischen LandSmann-minister» ganz unerklärlich. Dr. Rezek ist durch die tschechische Politik gefallen, weil sich diese in Uebertreibung«« verrannte, die in dem Momente, wo sich die Deutsch:» zusammenschlössen, jede Wirkung verlieren mußten." — Gegenüber dem Standpunkte „Deutschnationalen Korrespoi beitz", daß die Neuernennung eine» tschechischen Land»-mannministerS mit zwingender Notwendi, ke t die Ernennung «ine» deutschen LandSmannminister» zeitig«» mußte, betont da» „Grazer Tagblait" mit gedildtten unv velvollkommneten BerkehrSverhält» nifsen die Neigung besteht, weil fort frisch und frei hinaus in die schöne Natur, sein eigener Herr, un-abhängig von Kursbüchern und sonstigen BeikehrS-Vorschriften. Man wandere gemächlich, frei von unnötig belastendem Gepäck, so gekleidet, daß man nicht mit ängstlicher Mien« den Himmel nach drohenden Regenwolken zu durchforschen brauch», in mäßigen und »ich» übertriebenen Tagemärschen, nehme sich nicht ein bestimmte» Ziel vor. dessen Erreichung oder Nichterreichung die Gedanken be» schästigen und un» von dem reinen Genuß der Natur abziehen könnte. Eine weiter« auf Fuß-Wanderungen vielleicht begreiflicherweise beliebte aber doch irrationelle Angewohnheit haben manche Menschen, entweder sich mit ganz überflüssigem nutzlosen Vlumenpflücken müde zu machen, um ersten» die Blume», die so schön in der freien Natur da» Auge erfreuen, nach wenigen Minuten achtle» fortzuwerfen und nun andererseit» an Stelle einer v rnünstigen, ruhigen, dem Körper wohltuen-den Bewegung ein ermüdendes Da- und Dorthin-lausen zu setz-». Ich kann e» nicht begreifen, daß ein Mensch so kindisch sein kann» Blumen, die er sieht, durchaus abrupsen zu müssen. ES wäre gar nicht schlecht, wenn man in dieser Beziehung auch die Kinder etwaS besser erziehen würde. Doch nicht allein dadurch, auch durch unsinnige Bravourstücke, Begehen ungangbarer Wege, Besteigen gefährlicher Höhen, wird oft au» einer wohltätigen und für die Gesundheit unternommenen Wanderung eine gefähr- aller nur wünschenswerten Schärfe, daß die Er-nennung eine» tschechischen LandSmannminister» zur Zeit, da die tschechischen Parteien in Obstruk-tion verharren, entschieden bekämpft werden müsse, worin sich da« Blatt mit den Beschlüssen der All-deutschen Bereinigung begegnet. Auch erklärt daS „Grazer Tagblatt*, daß «an in der Ernrnnung «ine» deutschen LandSmannminister» durchaus keine genügende Kompensation, geschweige denn «in« au»r«ichend« Bürgschaft für drn «n»fpr«chenden Einfluß der Deutschen auf die Staatsverwaltung erblicken könne. Z>ie Hrnteurkaube der ßrsahreservilieu. Bon informierter Seite erhält die „N. Fr. Pr." folgende Mitteilung: Der Umstand, daß sich unt r den für den Monai Juli dehuf» Komplettierung der vor-geschriebenen Friedensstände zu einer 23 tägigen Waffenübung einberusenen Ersatzreservisten äugen-scheinlich auch landwirtschafiliche Feldarbeiter be-fanden, hat die HeeieSleitung veranlaßt, für beide SlaatSgebiete der Monarchie die Einberufung solcher Reservisten und Ersatzr«s«rvisten in den Erntemonaten gänzlich einzustellen, und sosern solche 8-Ute bereit» eingerückt sein sollten, derenBeurlaubunazu verfügen. Z»er Thro«sotger auf der Wallfahrt Erz. berzog Franz Ferdinand Hai mit seiner Gemahlin Fürstin Hohenberg am 2. Juli an einer Wallfahrt »ach Mariazell teilgenommen. Unter Borantragung brennender Kerzen wurde da» Paar in die Kapelle geleitet, wo sie die Beichte obUglen. Die Fürstin Hohenberg machte der Kirche in Mariazell eine Mauenstalut mit kostbaren Gewändern und Edel-steinen geschmückt zum Geschenke. DaS sind be-merkenswerte Lorzechen für Oesterreich» Zukunft. Zlever das neue Weßrgesetz gab der ungarische Honv cminifter v. Koloßoary im Heere»-a»»schuße de» u> garischen Abgeordnetenhauses eine Reihe wichtiger Ausklärungen. Er erklärte, daß ein »eueS für zehn Jahre oiltii>e« Wehrgesetz zu einer solchen Zeit den gefetzt benden Köiperichasien unter« breitet wird, daß die Bewilligung de» Rekrute»-kontingenteS für daS Jahr 1904 schon aus G>und dieses neuen WehrgefetzeS erfolgen könne. DaS neue Wehrgesetz steht aus der Grundlage der zweijährigen Dienstzeit; der Uebergang von der dreijährigen Dienstpflicht zur zweijährigen soll durch eine stufen-weife Erhöhung des RekrulenkonlingenleS und auch d«S Friedensstandes erfolgen. Die Notwendigkeit der Erhöhung des Rekrutenkontingente» versteht sich in diesem Falle, sagt« d«r Minister, von selbst, denn bei der Einsührung der zweijährigen Dienst-Pflicht müßte schon infolge te» Ausfalle» de» jetzi-gen dritten Jahrganges für die E Haltung des gegen-wältigen Präsenzstande» ein Plu» von Rekruten abgestellt werden. Vom militärischen Gesichtspunkte aus ist auch die Erhöhung de» Friedensstande» bi» zu einem gewissen Grade unerläßlich: denn eS bleiben, weil drei Jahrgänge den Dienst ableisten, jede» Jahr zwei Altersklassen älterer Coldateu, bei der zweijährigen Dienstzeit aber steht nur ein solch r Jahrgang zur Verfügung. Nachdem aber zufolge deS höheren RekrulenkonlingenleS mehr Rekruten abgestellt werden und sich infolgedessen die Arbeiten der Ausbildung wesentlich erhöhen, so ist eS not« liche und gesundheitsschädliche Spielerei. Ich möchte auch empfehlen, bei Wanderung n, wie ich sie im Auge hake, allzu viel Gesellschaft zu vermeiden. Die geistige Ertolung leidet entschieden unier bau-ernden Gesprächen. Der eine will nicht da«, was der andere will, man ist nicht sein eigener Herr, kurz und gut, wirkliche Erholung findet man bei größeren Gesellschaften auf der Wanderschaft nicht. Man soll sich auch in seinen täglichen und ge-wohnten Ansprüchen an Ernährung, Komfort und dergleichen nicht so sehr beeinflussen lassen. Gewiß ist Einfachheit recht wohllälig. und e« schläft sich aus manch m H-uboden besser, al« im seidenen Psühl. Aber man soll daS jedem einzelnen überlassen ; eS gib« eben Mensch-n. die sich nur wohl sühlen, wenn sie ein sauberes Bett haben und saubere Messer und Gabel. Andere wieder tangieren derartige Kleinigkeilen nicht. Darum gilt auch hier der Spruch, man soll jeden nach seiner Fasson selig werden lassen. Da» ist aber sicher, wandert man unier Beachtung der hygienische» Vorschriften, so wird man seiner Gesunvhei« den größten Dienst «rwtiftn und frisch und gekräftigt zur Arbeit zurück-kehren. Schade ist e», daß der Wandersport noch virl zu wenig verbreitet und in seiner Bedeutung bekannt ist, er verdien« al« ein wichtige» und un-eisetz'.iche« Aequivilem zur Erhaltung der Gesund-heil gegenüber den schweren Anforderungen de» täglichen Leben» gepflegt und geübt zu werden. wendig, daß die älteren Soldaten, namentlich! Unteroffiziere in vollster Zahl zur Bersugunz «■ damit wenigsten« die Qualität der bisherige» u« Klassen erhalten werden kann. Nachdem aw> Erhöhung de» Fried«n»stand«» wesentliche Mezck» verursach», ist e« sehr natürlich, daß die EcdiW nur stufenweise und in jenem Ausmaße in 9i« genommen werden kann, w«lch«S mit den fi«M eilen Rücksichten vereinbart ist. Di« Ein»«i!«ßW Dienstzeit wär« nach den Anschauungen der nil rischen Kreise in folgender W«is« vorzuiit« 1. dreijährige Dienstzeit bei der Kavallerie uilfl der reitenden Arlill«ri«; 2. di« vierjährige!ia» zeit bei der Marine kann aus drei Jahre » g«s«tzl werden; 3. bei allen anderen WaffengattaM also nicht nur bei der Infanterie, sondern aitchfl der Feldartillerie, bei den «echnischen Trupp« M bei allen anderen Truppen kann die DievslMM zwei Jahre herabgesetzt werden. Ueber Du im leilung in die Ersatzr«serve sollen künftig nicht J die Losnummern, sondern persönliche Umft&ntefl StellungSpflichtigen, also seine geringere köroaM Ausbildung, seine Familien-, wirtschaftliche«, t» werd«- und BerusSverhältnisse maßgebend m Jene Einjährig-Fre.willigen, welche Die odligattM Prü'ung al« Reseveolfiziere nicht bestanden fc.« sollen prinzipiell uno ohne Ausnahme nicht J zwungen werden, ein zweite« Tienstjahr ablieft» Diese« zwnte Dienstjahr soll nur von deoiiM laisächlich abgedient werden, die sich wählend» Erfüllung der Dienstpflicht der Begünstigung ■ Kinjährig-Freiwilligenjahre« gänzlich unwücdißW wiesen haben. Die« sind im allgemeinen dieSm» züge d«« neuen WehrgefetzeS, dessen Verhan» der nächsten parlamentarischen Tagung die Sig»M geben wird. Aeußerst bescheiden sind »a< » Erklärungen Koloßvary« die Ansprüche ai » deutschen Sprachkenntnisse für Offxjte-e t«r fl • J samen Armee. Die vollständige Kenntnt« J deutschen Sprache wird garnicht gefordert, a» aber ist eS eine Bedingung für die Ernennung J Offizier, daß der Betreffende diese Sprache iv» stenS in dem Ausmaße kann, „daß er seine M danken darin verständlich auszudrücken und s»M Offizier de» auS seinem dienstlichen WirkungtltM entspringenden Pflichten zu entsprechen oerwi» Damit ist der Weg zur Vielsprachigkeil der flril betreten; Tschechen, Polen, Slooenen und die« deren nicht deutschen Stämme Oesterreich« wn« n-cht zögern, di« Nutzanwendung aus dem fp« lichen Standpunkte der Heeresverwaltung zu ;:riJ Z»as „Alldeutsche Kagblatt" hat daS HtSivI niS empfunden, wieder einmal mit völliger Lal ständnislosigkeit in den völkischen L-benSsraga » Sprachgrenzen zu glänzen. E« macht te» im ordneten Albrecht zum Gegei-stand seiner gehässiß» Angriffe, weil er auf die Notwendigkeit dn!t| eignung slavischer Idiome seitens unserer studit« den Jugend verwies. An den bedrohten grenzen und in den Sprachinseln ist man sich t» di« ganz außerordentliche Wichtigkeit dieser schon längst klar geworden. Verleiht ja die Jta»I niS der Sprache unserer Gegner »inen wKtNfal Vorteil m Wettstreite und Kampse der Änal Wir hiben darin von unseren Feinden geleit».^ Die Rechnung Ahuens. Eine verwundirlchl Kunde kommt auS Ungarn. Sie ist ungemew nt>| wunderlich, denn sie würde, fall« ste aas dtal Grunde der Wahrheit fußt, das kraftvolle Hin»! tragen de« dynastischen Prinzip« in die ländische» politischen Verhältnisse lehren. Sei würde lehre», daß man in der Hofburg getvili» endlich einmal die Rolle deS passiven Zuschwitl aufzugeben und den magyartfchen Uebermul dadirj l zu zügeln und die Kossulhianer dadurch pl schwächen, daß man den natürlichen Hem»°Aa> der magyirischen Himmelstürmerpolitik, tenN>»> naliläien, etwa» mehr Lust zu politischem Hermi' I treten gönnt. Wenn die Regierung Khuen« ic I einigermaßen da» freie Spiel der Kräfte wilm läßt. dürilrn die Nationalitäten, S^itafa. Rumänen, Serben und Slooenen auf min» jtnl 35 Mandate rechnen. Wir D ulsche lö»n>ei 3 dieser Wandlung der Dinge d.'Shald elwaS Fretdigil erblicken, weil sie daS Morgenrot einer glückliitim Zeit für unsere ungarländischen Stammetgeicf!^ denallmählichenWegfall de» magyirischenZchrnkei«. regimente» bedeuten würde. Es gewinnt gaij ta Anschein, al» ob hinter di.ser Ankündigung ie madjarische» Furuer werden nun M nicht am Nürnberger Turnfeste teilnehmen. 8* die ,D. Tztg " meldet, hat der madjarische!m»n> bund dem Ausschüsse der Deutschen Tunerflhch di« Mitteilung gemacht, daß «r infolg« Der fmd> seligen Kundgebungen an dem Nürnberger limi MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. So«»tagsö,ilage der „Deutschen ZSacht" in ßilli. OQ »Di« Sübmorl" erscheint jeden Sonntag al» unmtgellliche Beilage fstt di« Leser Isw \Q lür, — der »Deutsche» Wacht". — Sinjeln ist „Die Eüdmart" nicht käuflich. I.« »J Der Dergangenheit Schatten. (12. Fortsetzung.) Roman von Iran; T r e I l e r. Valtidriut »r 1*0 fit. Der Richter zeichnete in sein Notizbuch eine kleine Skizze der Oerttichkeit. nahm dann Notizbuch, Blei» feder und Revolver an sich, und auf seinen Befehl »vurde der Leichnam von den Dienern des Grafen auf einer dazu rasch hergerichteten Tragbahre nach dem Schlosse gebracht und dort in einem Zimmer des Erdgeschosses niedergelegt. Der Leichnam wurde entkleidet, und der Arzt untersuchte den Körper des Todten. Außer der Todeswnnde. einer kleinen, wie der Kreisphysikus meinte, von einer Spitzkugel her-rührenden Oeffnung dicht über dein Herzen, war keine Verletzung zu erblicken. Der Tod musste nach des Arztes Meinung sofort eingetreten sein. Beide Herren setzten ein Protokoll auf, der Richter nahm noch Uhr. Ringe und Geldbörse des Ermordeten an sich und lies; dann den Diener Heinrich vor sich er-scheinen. Dieser machte seine Aussage, wie er sie dem Grasen gegenüber gemacht hatte. Auf diese hin ertheilte der Richter den Gendarmen, die sich eingefunden hatten, den Befehl, Bnrghardt als des Mordes verdächtig zu verhaften und Haussuchung bei ihm vorzunehmen. Da hiermit geschehen war. was vorläufig geschehen konnte, entfernten sich die Herren, um später nach den aus der Residenz einlaufenden Anordnungen zu ver-fahren. Die Nachricht von der Ermordung des Ober-staatsprokurators rief in der Residenz berechtigtes Aussehen hervor. Die allgemeine Ansicht, da die Leiche nicht beraubt worden war. ging dahin, daß hier ein Akt der^Rache vorliege, daß irgend ein unter dem Einfluß des Staats-Prokurators Verurtheilter der Thäter sei. Die Leiche des Ermordeten wurde nach der Resi-denz übergesührt und mit großem Pomp beerdigt. Alle Trauerreden betonten, daß der energische Ver-treter des Gesetzes als ein Opfer seines Berufs ge-fallen sei. Auf Schloß Lindenruh wurde die Untersuchung fortgeführt. Der Burghardt war noch am Abend verhaftet worden. Die Haussuchung bei ihm hatte kein Resultat er-geben, und vor dem Richter hatte er ausgesagt, daß er nach dem Wald zugehend, um durch diesen nach einem entfernten Dorfe zu wandern, den Schuß gehört, neu-gierig, wer am hellen Sonntag schießen könne, dem Schalle nachgegangen sei und bald den bereits ent-seelten Hornfels aufgefunden habe. Da er im Verdacht der Wilddieberei stehe, auch schon einmal wegen Wilderns mit Gefängniß bestraft worden fei, habe er sich in der Angst, für des Mordes verdächtig gehalten zu werden, eilig von dem Leichnam entsernt. Er hatte Hornfels nie gesehen, wußte nicht, wer der Ermordete war. Daß er keine Flinte bei sich gehabt, könne er durch Zeugen beweisen, und es werde auch wohl Nie-mand glauben, daß er am Tage mit einer Schußwaffe, wenn er überhaupt eine hätte, in den Wald gehen werde, um sie sich von des Grafen Förster abnehmen zu lassen. Es wurde sestgestellt. daß er zu einer Zeit das Dorf verlasset! habe, daß er um die Stunde, wo der Schuß krachte, auf feinen» Wege nach dem Nachbar-dorfe ivohl nahe an der Stelle angelangt sein konnte, an welcher der Mord geschah. Er hatte keinen Menschen bemerkt in seiner Hast, nicht einmal den Diener des Grasen. Der Wirth zum Lölven hatte sich dann beim Unter-suchungsrichter gemeldet, von dem Fremden, der in seinem Hause abgestiegen war. berichtet und von dessen Zusammenkunft mit Hornfels. Da aber die Verneh-mung des Postillons, der den Postwagen führte, in welchem der Mann davongefahren war, bald ergab, daß dieser Fremde, dessen Namen sich der Wirth, trotz-dem er ihn im Paß gelesen, nicht gemerkt hatte, zur Zett, als der Schnß siel, weit vom Thatorte ab auf der Landstraße einhergefahren sei. so wurde nur beschlossen, ihn öffentlich aufzufordern, sich als Zeuge zu melden, wie diese Aufforderung auch allgemein an Alle erging, welche zur Aufhellung dieser dunklen That bettragen konnten. Die Akten. Alles was der Staatsprokurator bei sich geführt hatte, gingen nach der Residenz ab. Das Resultat der Untersuchung war unbefriedigend. Einige Tage nachdem die Akten der Vorunter-suchung nach der Residenz abgegangen waren, erschien im Dorse nnd aus dem Schlosse ganz unerwartet ein Kriminalbeamter aus der Residenz, der auf Befehl des zweiten Staatsprokurators weitere Nachforschungen nach dem Mörder anstellen sollte. Der Polizeirath, ein kleiner, rundlicher Herr mit einen» fleischigen, gutmüthigen Gesicht, einer ange-nehmen Stimme und sehr artigen Manieren« stellte pdf ton fflrofm vor. bcr ihn, jedmSglichste Unterstützung bei feinen Nachforschungen zusicherte. Der kleine gesprächige Herr, den man im Dorfe nicht als Polizeibeamten kannte, zeigte den lebhaftesten Antheil an dem Schicksal des Ermordeten und erkun-digte sich gesprächsweise überall nach dem grausigen Vorgang, der so jäh den Frieden des stillen Ortes gestört hatte, nicht minder bei der Dienerschaft des Schlosses als bei den Bauern, lleberall war man gar sehr bereit, dem freundlichen Herrn zu erzählen, was man wußte und was man nicht wußte. Er besuchte auch den Wirth vom Löwen und fragte eingehend nach dem Fremden, der die geheimnisvolle Zusammenkunft mit Hornsels gehabt hatte. Dem redseligen Besitzer des Lötven war dies eine willkommene Gelegenheit, sich einem so wißbegierigen Herrn gegenüber eines Breiteren über den Fall auszulassen und seine Muthmaßungen an den Mann zu bringen, besonders da sein Gast in hohem Grade das Talent besaß, aufmerksam zuzuhören. Im Laufe ihrer Unterhaltung äußerte der fremde Herr: „Ein ganz merkwürdiger Fall, lieber Wirth, und Ihr werdet wohl ganz recht haben mit Eurer Vermuthung, daß der Mensch (es war von Steinbach die Rede) auf irgend eine Art mit dem Mord in Verbindung steht" Der Wirth fühlte sich sehr geschmeichelt, daß man seinem Scharfsinn dieses Lob ertheilte. »$hr entsinnt Euch wohl nicht mehr des AnzugS, den der Fremde trug?" „ß ganz gut. Herr, er trug ein blaues Jakett. graue Beinkleider in hohen Stieseln und ein kleines graues Hütchen." Der Banite blickte in ein Notizblich und nickte leicht vor sich hin. „Er sah frisch und gesund aus. wie?" „Im Gegentheil, Herr, kränklich, er hatte eine »in-gesunde kränkliche Gesichtsfarbe." „Hm, so. dann war's also wohl kein Arbeiter?" „Das glaube ich nicht, »veder schien er kräftig genug dazu, noch ließ seine ga»»ze Weise aus einen Arbeiter schließen: er hatte etivas Feines an sich." „Ustd sei»»e Kleider waren neu und elegant." „Nein, das nicht, es »»lochten einmal elegante Kleider gewesen sein, jetzt waren sie abgetragen. Als er ankam, sah er mir so schäbig aus. daß ich nach Paß und Geld fragte, ehe ich ihn aufnahm. Hernach aber, als Alles sauber gebürstet »vor. er sich hatte rasieren lassen und reine Wäsche trug, sah er ganz reputir-lich aus." „Der Paß war wohl recht vergrifsen, wie das bei solchen Subjekten üblich ist?" „Nein, der schien mir im Gegentheil neu zu sein." „Schade, daß man den Mann nicht hat, der hätte geiviß »vichtige Auskunft ertheilen können. Er ließ wohl kein Wort darüber fallen, wohin er seine Schritte lenken »volle?" „Nicht eine Silbe. Er kam vo»n Walde zurück und hatte große Eile, von hier sortzukoinmen. Die durchfahrende Post kam ihm, ivie mir schien, recht ge-legen." „Machte es Euch denn den Eindruck. Herr Wirth, als ob der Verstorbene und Freinde sich hier ein Rendez-vo»>s gegeben hätten, denn »vißt Ihr. ein Staats-Prokurator hat manch»nal mit sonderbaren Käuzen zu thun.? „Ja, Herr, das kann ich nicht sagen. Der Freinde kam an und sagte, er »väre Tourist und wollte sich die Geaend "nleben —" " „Run, Sie Gegend und der Park von Lindenruh sind schon sehenswerth." „Den hat er sich auch angesebe»»." „Er kannte an» Ende den Grafen oder die Gräfin?" „Nein, das nicht, denn als sie hier zufällig vorbei-fuhren, fragte er, wer das wäre." „Die anne Frau Gräfin, wie muß dieser schreck-liche Vorfall sie erschüttert haben." „Ja. Herr, die Leute von» Schlosse sage»», sie sei wie wahnsinnig durch den Park gelaufen und habe sich dann eingeschlossen und nur Klaus zu sich gelassen." „Klaus? Ach. das ist der alte ehrliche Jäger?" „Ja, eine biedere Haut, Herr." „Ich begreife es sehr wohl, daß die so sehr verehrte Dame tief erschreckt war." „Und besonders, wenn man Jemand als Leiche wiedersieht, den man kirh vorher gesprochen hat." Der Kriniinalkomnniiarius horchte aus. „Ja, ja. dann umsoinehr", sagte er vorsichtig, und in den kleinen Augen blitzte es auf. „Die Herrschaften »varen im Walde spazieren gewesen, nicht ivahr?" „Ganz recht, »»nd die Huber da drüben u»»d ihre Tochter haben die Gräsin und den Herrn Staats-Prokurator noch daselbst gesehen, wo der Mord vorfiel." Der Beamte schwieg »»nd zündete sich eine (Ngarre an. Er sah zum Fenster hinaus. „Traurige Sache," sagte er dann und schüttelte wehmüthig den Kops. — „Hübsche Häuschen habt Ihr hier", fuhr er fort, augenschemlich um das Gespräch auf etwas anderes zu lenken. „O ja. es geht." „Ein hübsches Dorf. Allerliebst das kleine reinliche Häuschen dahinten." „Das gehört der Huber. sie ist Wittwe und eine tüchtige arbeitsa»ne Frau." „Muß sein, »veil Alles so sauber und ordentlich aussieht. Habe eine »vahre Freude daran, wenn ich so etwas erblicke." Er rauchte noch einige Zeit behaglich seine Cigarre und schüttelte dann Vem Wirth herzlich die Hand. „Gefällt mir bei Euch. Wirth, habt eine echte deutsche Wirthschaft nach alter guter Art; komme bald wieder." Er schlenderte hinaus, ging langsam die Straße hinab und bettachtete sich, wie es schien, mit innigem Vergnügen das Häuschen der Wittwe Huber. »velche mit ihrer Tochter im kleinen Garten beschäftigt war. „Guten Abend", sagte der kleine dicke Herr mit dein freundlichen Gesichte und nickte der Frau zu. „Guten Abend auch, Herr", e»»tgegnete diese und sah den freundlichen Herrn in dem grauen Ueber-zieher an. „Muß Euch »nein Kompliment »nachen, Fra»»chen, ist Alles bei Euch, Haus und Garten, so blitzsauber, daß es erstaunlich ist." „Kostet aber auch Arbeit." „Kann ich mir denken. Euer Töchterchen?" „Ia, Herr." „Habe auch eine in dem Alter — sieht ihr ähnlich." „Seid wohl aus der Stadt?" „Ja, Frmichen, aus der Residenz." „Da wird wohl auch viel gesprochen von der gräßlichen Geschichte hier?" „Das könnt Ihr Euch denken." „Ja. es ist ganz grausig. Ich kann mir nur nicht denken, daß eS der B»»rghardt gethan hat." „Will ihm herzlich wünschen, daß er seine Unschuld 'U * „Ach. der Burghardt fcfiieftt wohl einmal einen Bock, wie die Leute munkeln." setzte sie vorsichtig hinzu, „aber einem Menschen thut der nichts." „Will's Euch gerne glauben." „Ihr wohnt wohl aus dem Schlosse?" ..Bin dort bekannt, Frauchen." ..Wie trägt's denn unsere gute Gräsin?" „Sie soll sich sehr erschreckt haben?" „Nun. das könnt Ihr denken, aber es geht jetzt Alles gut." „Das freut mich." „Der arme Herr von Hornfels war bei dein gräf-lichen Paare so beliebt und kam so gerne hierher — habt Ihr ihn gekannt. Frauchen?" „Ach Herr, ich habe ihn ja noch kurz vorher gesehen, ehe er umgebracht wurde." „Was ^hr sagt? Das ist aber interessant", und der Kommissar, der bisher über die .Hecke gesprochen hatte, trat, um sein Interesse zu bekunden, jetzt in den Garten. „Ihr habt ihn gesehen? Kurz vor dem Morde?" „Ja, unter der Eiche, wo sie ihn hernach gesunden haben." „Wie ich höre, hatten die Herrschasten einen Spaziergang in den Wald gemacht, und der arme Hornfels hatte den Weg verloren." „Ja, so soll's gewesen sein, bei der Eiche aber er-zählte er sich noch etwas mit unserer Gräfin und war sehr munter." „Die andere Gesellschaft war anch dabei?" „Wir haben da nur die Frau Gräsin und den Herrn gesehen." „llnd unter derselben Eiche wurde er gefunden?" „Ja, an demselben Platze." „Um weläie Stunde war denn das?" „Nun, wir sind Glock halb fünf von hier fortgegangen. und bis zur Eiche geht man ein kleines Halb-ftiindchcn, das muß so kurz vor fünf gewesen sein." „Armer Hornfels. Dann habt Ihr wohl auch den Schuf; gehört, Frauchen?" „Nein, Herr, wir waren an der Eiche vorbei in die Schlucht hinab gegangen, um etwas Reisig zu suchen, wir haben keinen Schuß gehört." „Wann erfuhrt Ihr denn die grausige Be-gebenheit?" „Noch am Abend, Herr. Das ganze Dorf lief nach der Eiche, aber da hatten sie ihn schon fortgebracht." „Eine schlimme, schlimme Sache." „Wird's denn herauskommen, Herr?" „Wir wollen hossen, Frau, daß der wahre Mörder entdeckt wird. Hat mich gefreut. Euch kennen zu lernen. Euch und Euer sauberes Hauswesen. Behüt Euch Gott." Der Kommissar nickte und verließ das Gärtchen. Als er auf der Landstraße, er schlug den Weg nach dem Schlosse ein, allein war. wurde sein bisher so joviales (Besicht sehr ernst. „Das wiegt schwer," sagte er leise, „aber auf eigene Faust werde ich nicht vorgehen, nur aus Befehl von oben." Er ging langsam und gedankenvoll nach dem Schlosse. Kaum in den Park eingetreten, sah erKlansvor sich. Sein Gesicht nahm sofort den gutmüthig heitern Ausdruck an, der ihm nebst seiner ganzen vertrauen-erweckenden Persönlichkeit und seiner Geivandtheit, Menschen aller Gesellschaftsklassen zu behandeln, in seinem so verantwortungsvollen Amte und vor Allem sehr bei seinen Nachforschungen zu Statten kam. Der » Polizeirath Berger war der geübteste und schlaueste ttriminalbeamte des HerzogthuinS und wurde nur in den wichtigsten Sachen verwendet. „Nun. Herr gräflicher Leibförfter, wollen wir zur Jagd?" Klans hatte wie immer Flinte und Hund bei sich. Für gewöhnlich still und wortkarg, war er es seit dem Tode Hornfels noch mehr. „Nein", war die Antwort. Ans dem Schlosse war die Eigenschast deS Kriminalbeamten bekannt. „Dachte, wurdet uns einen Rehbock schießen, würde gar keinen Nutzen davon gehabt haben, denn muß morgen sort, meine Zeit ist um." „Habt Ihr Euer Protokoll fertig?" „Ach, war nicht viel zu protokolliren, Lieber", seufzte der Beamte, „weiß ja Niemand etwas. Dunkle, ganz dunkle Geschichte. Bin immer noch der Meinung, der Burghardt war's." „Unsinn," sagte Klaus, „blannrt Euch mit dem Burghardt. Was sollte der für ein Interesse haben, einen wildfremden Menschen am hellen Tage zu er-schieben." ..Also ineint Ihr. Ihr kennt Land und Leute hier, und ich gebe aus Euer Urtheil etwas, der Burghardt sei unschuldig ?" „So unschuldig wie Ihr." „Schade, daß Ihr alter Waidmann nicht zeitig zur Stelle wäret, kämen dann vielleicht besser auf die Spur. Ihr wäret auf der Jagd?" „Ich war in meinem Haufe." „Habt aber den Schuß gehört?" „Nicht die Spur." „Die arme Frau Gräfin, sie soll ganz entsetzt durch den Park gekommen sein, als sie den Schuß gehört hat." Klaus warf dem jovialen Kriminalbeamten einen Blick zu, den dieser wohl aufsing, aber anscheinend »licht bemerkte. „Weiß nicht, die Gräfin »var krank." „Ja, ja." sagte Jener bedauernd, „habe es gehört. Ga»»z schreckliche Geschichte für das so ruhig lebende Grafenpaar. Was meint Ihr denn nun eigentlich dazu. Herr Leibjäger. >ver könnte sich an Herrn von Hornfels ver-griffen haben?" ..Ich denke irgend ein Strolch, den er einmgl zu so »ind so viel Jahren Zuchthaus verdammt hat. Soll sehr freigiebig mit feinen Altträgen auf Zuchthaus ge-wefen fein." „Ja. ja. so wird's auch sein," bestättgte der Polizeirath so tteuherzig. dah selbst der schlaue KlauS ge-täuscht wurde, „gar seine andere Lösung denkbar. £h»t mir leid, daß ich mit keiilem besseren Resultat nach Hause komme — aber allwissend ist nur der liebe Gott. Werde mich noch heute verabschieden. Der Herr Graf ist wohl im Schlosse?" „Der Graf ist ausgefahren." „Nun, da will ich Abends Gelegenheit suchen, mich zu verabschieden. Will anfragen lassen, ob mich die Fran Gräsin in Abschiedsaudienz empfängt. Ableu, Herr Klaus." „Adieu.'' Während der Polizeirath nach dem Schlosse ging, entkernte sich der Jäger durch das Ausgangsthor des Parkes. ,, Im Schlosse wandte sich der Beamte an einen Diener und ersuchte ihn, bei der Gräsin anzufragen, ob sie geneigt fei, ihn zu empfa»»gen. (.iortlevung jolgi.) 4 Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc Schwarz-rot gold. Weife: Burschen heraus. Schwarz, rot und gold! Wenn Gewitter herniedergrollt, Blitz« durchjagen da» Gefild, Leuchtest du stolzer, o Flammenbild Deutscher Volkesehre aus. Vorwärts! Nimm d«n Siegeslauf Schwarz, rot und gold! Banner so hehr! Um dich schart sich die deutsche Wehr. Hast der KSmpser Mut uns «ntjacht In dem Sturme der Völkerschlacht. Seelenstar! und herzgesund Weiht sich dir ein Männerbund Banner so h«hr! Schwarz, rot und gold! Grüßest Zukunftsgeschlechter so hold. Von der slavischen SchreckenSzeit Wird einst d«u!sch« Heimat beireit. Labt unS werden um» höchste Gut, Rausche Banner, enllod«r« Glut l Schwarz, rot und gold! Karl P r S IL InS Album. ES gefällt un« sowohl, «S schmeichelt fo sehr, wenn wir einen Helden sehen, der durch sich selbst handelt, der liebt und haßt, wenn ti ihm sein Herz gebietet, der unternimmt und ausführt, alle Hinder-nisie abwendet und zu einem großen Zweck« gelangt. ^ Goethe. Ti« Liebe gleicht der Welle, Die plätschernd sich erhebt, W«r weiß, woher st« flutet, Wer weiß, wohin sie schwebt! Wer weih, ob si« unS schaukelnd Sticht sanft zum Hasen bringt. Wer weiß, ob st« als Wog« Nicht uns«r Schiff verschlingt £i. o. Littrow. DaS ist der Lebensweisheit letzter Schluß: Der Mensch soll wollen können, wa» «r muß. HanS Reich«!. « Willst du sremtx Fehler zählen, Heb' an deinen an zu zählen: Ist mir recht, dir wird die Weile Zu den sremden F«hlern sehlen. L o g a u. Honig al« Heilmittel bei Uer-brühung. AuS groben Versehen wurde einem Mädchen ein Gesäß mit kochend-heißem Wasser über die Aüße gegossen. Sofort wurde g«rat«n, di« schrecklich ver-brühten Glieder mit Honig zu beftreichen und mit Leinen zu umivickeln. Die Schmerzen ließen überraschend schnell nach, und die Heilung erfolgte in kurzer Zeit. Der Honig schloß die verbrühten Stellen gegen Luftzutritt ab, und der Verband, der täglich erneuert werden mußte, löste sich durch Ausweichen mit Wasser stetS schmerzlos. Vanille - Pomade stellt man her, indem man aus l Gramm sein geschnittener Vanille flüssig gemachte Pomade gießt, diese eine halbe Stunde warm Hellt und nach dem Abgießen von der Vanille mit 80 Tropsen Peru-Balsam mischt. Wie man da» Nässen der Petro« leumlampen verhüten kann. Man mischt zu gleichen Teilen kieselsaures Kali (Wasserglas) und Glyzerin und gießt diese Mischung, nachdem man die Lampe ge-reinigt und den Oelbehälter getrocknet hat, in diesen, indem man den Behälter nach allen Seiten hin wendet. Ist dieses ge-schehen, gieß« man die Mischung wieder herau» und läßt den Behälter trocknen Di« leicht« Schicht«, welche diese Mischung bildet, wird di« Poren de» OelbehälterS verschließen, und ein Nässen ist nicht mehr möglich. Ein angenehmes Räuchermittel bilden srische Wachholde,beeren, getrocknete Apselschalen, Tennen- und Fichienreistg, sowie Zucker oder Mastix, die auf eine Schale mit glühenden Holzkohlen bei ge« öffneten Fenstern im Zimmer umherge tragen werden. Orangensaft als kühlende« Ke-trän? mit Waffer. Man reibt die Schal« von vi«r bis fünf großen Orangen ab: 2 Kilogramm Zucker werden mit l*/» Lit«r Wasser und dem Abgeriebenen der Orangen zwei Tage in den Keller gest«llt, dann gibt man 26 Gramm Zitronensäur« in Pulverform in deo Saft, stellt das Ganze nochmals »inen Tag in den Keller, filtriert und gibt den Saft in Flaschen, welche gut verkorkt werden. Ewig« Löffel Saft in ein GlaS Wasser geben di« feinste, köstlichst« Limonad« für Gesunde und Krank« Grüne Rüffr. Die Nüss« müssen an-sangS Juli, je nach der Lag«, vom Baum« gebrochen werden! der Kern darf noch nicht holzig fein. Man durchsticht die Nüsse mit «inem zugespitzten Hölzchen mehrere-male, legt sie acht Tage lang in reineS, kaltes Wasser, da« täglich zu erneuern ist. Am neunten Tag« kocht man di« Nüss« im Wass«r weich, bis man «in« N«lk« leicht hineinstecken kann; nun nimmt man die Nüsse heraus, läßt ablausen und wiegt sie. Auf '/> Kilogramm Frucht nimmt man gut */» Kilogramm Zucker, läutert ibn. indem man ihn in Wasser taucht und auskocht und gibt den Zucker erkaltet über di« Nüsse, dazu etwas ganzen Zimmt. Am anderen Tag ist der Saft dünn g«-worden, man kocht ihn auf und zwar fo lang«, bis «r, über di« Nüss« gegeben, dies« gerad« noch b«d«ckt. Di« Nüsse bleiben nicht grün, sondern si« werd«« lchwarz; in zugebundenem St«intopf« sind si« sodann auszub«wahr«n. Abgksührt. Herr (am Stammtisch zu einem ungebetenen Gast, der sich durch beständiges Wortführen lästig macht, ver-traulich): Können Si« schweig«»? — Gast: 6, wie das Grad! — Herr: Run, dann tun si« «S. Im Kaffeekränzchen. .Die Frau Eisendkißer kommt heute nicht; sie hat sich wegen Krankheit entschuldigen lassen." — .Da wollen wir sie gleich in die Kur nehmen." Unglückliche i?he. Amateurphoto« graph: Ich bin höchst unglücklich ver-heiratet: so oft ich meine jung« Frau photographier«, wackelt si« jedesmal mit dem Kops. Naiv. HänSchen spielt im Garten und erblickt »ine Ring«lnatt«r. „Mama, Mama, komm' geschwind," ruft der Junge in großer „Aufregung, da ist «in Schwtis ohn« Hund!" Judas Ifchariot. Nach schwer» TageSarbeit saßen einmal bei Sein und lustigem Scherz eine Anzahl katholischer Orden«Priester aller Spielart«« beisammen; darunter auch ein Jesuit und ein Kapuziner. Der reiche Jesuit fand nun Gefallen daran, den armen Kapuziner,zu hänseln. Nach, dem er alle möglichen und unmöglichen Witze Über diesen Bettelbuben zum Besten gegeben, nahm er des Kapuziner» Bart zur Scheid« seine« Spotte« und behauptete, er hätte genau so einen Bart wie JudaS Jschariot. „Ob JudaS so einen Bart ge« habt hat," antwortete ruhig der Kapuziner« mSnch, „ist nicht erwiesen, aber daß er «inrr auS der Gesellschaft Jesu war, daS steht fest." („Frankfurter Bolksftimme.") Nummer 56 »ich» teilnehmen werde. Dies« Nachricht wird in «llen Turnkreisen gewiß mit Freuden ausgenommen werden. Damit ist doS Bond zwischen den deutschen ud madjarischen Turnern endgiltig zerschnitten; denn daß die Madjaren keine Einladung mehr er-hallen. dafür wird gesorgt werden! Unvergessen bleibt jedoch da« schmachvolle Verhallen de« Turner-papste« Dr. Götz. Ins Stadt und Land. ßillier Hemeinderat. Der Vorsitzende Bürgermeister JuliuS Rakusch eröffnet die Sitzung mit der Mitteilung, daß kürz» lich eine Kommission stattgefunden habe, welche da« von der Stadtgemeinde Cilli bei Weitenstein an-grauste Quellengediet besichtigte, um festzustellen, «b Wasser in genügender Menge vorhanden ist so daß die Milbenützer de« Wasser» nicht geschädigt werden. E« wurde sür nöiig erachte», einen Stollen anzubauen, um der Herkunft und Menge des Wasser« sicher zu sein. Die Angelegenheit wird dem Wafserleitung«komiike zur weiteren Beratung und Antragstellung zugewiesen. Ferner teilt der Bürgermeister mit. daß die erkauften Dirmhirnschen Häuser in der Schulgasse am l. Juli d. kommissionell aus ihren Bauzustand untersucht wurden. Die Kosten der al« notwendig erkannten Ausbesserungen und Herstellungen wurden auf 6700 X veranschlagt. Nachdem bereit« in der berechneten Ankauf«-summe für Reparalurkofien 12.000 K vorgesehen sind, werden die Herstellungen genehmigt; der Gegenstand wird jedoch der Bausekiion nicksichtlich der Ausführung zur Beratung zugewiesen. Der vom Sladlarzte Dr. Ed. G o l l i t s ch «stattete Sanitäi«bericht über die Stadt Cilli, au« welchem entnommen wird, daß die Gesundheit«-Verhältnisse in Cilli im Vergleiche zu anderen Städten sehr günstige genannt werden können, und in welch, m II Anträge zur weiteren Assan'erung de« Stadtgebiete« gestellt werden, wird der Sanität« sektion zur Antragstellung zugewiesen. Der Siadtoerschönerung«oerein berichtet, daß da« Waldhau«, welche« heuer an einen leistungsfähigen Wirt verpachte» ist, unier den schlechten BeleuchlungSverhälinissen schwer leide. Dieser llebelstand könnte durch die Einfühlung der Ga«-beleuchiung behoben werden und würde hierdurch auch die Strecke vom Damenbad bi« zum Wald-Hause di« Beleuchtung erhallen. Die Kosten der GaSzuleitung würden sich aus 831 X 78 h stellt«, jene der Einrichtung auf 635 K 80 h, welch letztere Kokten der Verein »ragen würde. Der Verein er-such» daher, die Herstellung der Ga«zuleitung in da« Waldhau« zu bewilligen und die Kosten von 83! K 80 h auf den Stadlgemeindesäckel zu über-nehmen. Diese« Ansuchen wird vom G.-A. Josef Pallo« wärmsten« blfürwortet und wird dem-selben auch stattgegeben. Hierauf ergreift G.-A. Dr. Eugen Negri da« Wort und beantragt unter Hinweifung aus die bevorstehenden BezirkSvertreiungSwahlen folgende Eingabe an die k. k. Statthalter«, sowie auch eine Eingabe an den steiermärkifchen LandeSauSfchuß zu richten: „Demnächst sind die Wahlen für die Bezirk«-Vertretung Cilli zu erwarten und zwar mit Rück-ficht da rauf, al« die dreijährige Wahlperiode schon seit länigerer Zeit verstrichen ist. Die Bezirk«» vertreiumg Cill» zählt 40 Mitglieder, wovon je 10 aus die einzelnen Gruppen entfallen, somit aus die Gruppen der Städte und Märkte 10 Mitglieder. E« warr bi«her Brauch, in dieser Gruppe di» Ver-teilung in der Weise vorzunehmen, daß für die Stadt (Cilli 6, für St. Georgen 2. für Sachsenfeld »nd Hiochenegg I Vertreter zu wählen waren. Diese Atusteilunq ist jedoch eine unrichtige «nd zwar au« naechstedenden Gründen: Ncach 8 10 de« GeseneS über die Bezirk«-Verfassung ist die auf die Gruppe der Städte «nd Mä'kie! entfallende Zahl der Vertreter, wenn im Bezirke mehrere Städte und Märkte gelegen sind, unter dviefelbe nach den Verhältnissen ihrer Steuer» zahlungg jedoch in der Art zu verteilen, daß, soweit e« möghlich ist, jede Gemeinde einen Vertreter erhält. Die Geesamlsteuersumme, welche von den imBezirk« befiadliöchen Städten «nd Märkten bezahl» wird, beträgt 144 000 K, «nd e« entrichtet hievon die Stadt (Cilli allein über 108.400 K. Da a«f diese Gruppe« 10 Vertreter entfallen, so beträgt der 10. Teil dewr Ste«»rsum»e 14 400 K, und e« würde tz«»gtm«Sß der Stadt Cilli gebühren. 8 Vertreter tu die i B»zirk«oertrei«ng zu entsenden, und zwar die« de)e«hald, «eil der obige Einh,it«satz von 144.000 X mit 8 vermehrsacht eine geringere Differenz ergibt, al« der nur mit 7 vervielfachte. Weiter« kommt zu erwägen, daß im Markte St. Georgen, welcher bi« nur 2 Vertreter gewählt hat, nicht nur die Steuerfumme gerechnet wird, sondern auch jene, welche von den Bewohnern der Umgebung de« Markte« bezahlt wird, vermutlich deshalb, weil diese sür die Gemeindevertretung St. Georgen mit wahlberechtigt sind. Dieser Grundsatz ist jedoch ebensall« ein unrichtiger deßhalb, weil nur die Mäikte allein und nicht auch die Umgebung wahlberechtigt sein können und mit Rücksicht auf da« Prinzip der Interessenvertretung im allgemeinen. Da jedoch sür den Fall, al« Cilli 8 Vertreter ent senden würde, zwei Orte zusammengelegt werden müßten, daher nicht jedem Orte ein Vertreter zu-käme, erklären wir. daß wir mit 6«t Austeilung in der Weise einverstanden wären, daß von jedem weiter« mit Cilli mitwahlberechtigten Orte ein Vertreter entsendet wird, müssen jedoch auf dem Standpunkte beharren, daß die Stadt Cilli wegen der von derselben entrichteten St»uersumme 7 Ver-treier zu entsenden habe. E« wird daher die Bitt« gestellt: Die k. k. Statihalierei, welche im Einver-ständnisse mit dem LandeSm Sschusse die Verteilung der auf jeden Bezirk und der aus die eiüzelnen Gruppen entfallende Zahl der Vertreter vorzunehmen hat, geruhe die Verteilung der in der Gruppe der Städte und Märkte zu entsendenden Vertnter für die BezirkSoertretung Cilli in der Weife vorzu-nehm n, daß die Stadt Cilli 7 Vertreter und jeder der anderen mitwahlberechtigten Orte einen Ver-treter zu entsenden hat." Dieser Antrag wird leb-hast begrüß» und nach anerkannter Dringlichkeil der Angelegenheit auch stimmeneinhellig zu« Beschluss» erhoben. Zur Tage«ordnung übergehend, bericht,t für die Bausekiion deren Obaiannstellvertreier Herr Josef König über eine Eingabe der Cillier Bau» genossenschaft um Bewillig» g der Einteilung der an der Laibacherstraße gekauften Riedl'schen Bau-gründe in sechs Baustellen nach dem vorletzten Plan.-, und teil» mit, daß die Baugenossenschaft ans alle seitens der Stadtgmeinde vorgeschriebenen Bedingungen einzugehen gesonnen ist, jedoch um die Bewilligung erlucht. die mit 5 Meier sestg«'» setzte Breite der Vorgärten an der Reichsstraß« auf drei Meter herabzumindern und weiter«, daß die Verschüituug te« in der sechsten Baustelle ge» legenen GrundilreisevS. der einen Wassergraben bildet, bewilligt werd». Die Sektion beantragt dem Ansuchen um Abteilung der Baustellen in der projik.ierlen Weise, sowie Verminderung in der Bor» gartenbreite an der Reich«straßenseiie aus 3 Meier Folge zu geben, hingegen die Anschüttung de« Graden« mit Rücksicht auf die Wasserverhältnisse nicht zu bewilligen. Angenommen. Eine Eingabe de« StadtfchulrateS in Ange-legenheit de« SchulhauSbaue« wird von der Tage«-ordnung abgesetzt und dem SchulhauSbaukomitee zur Erledigung übertragen. Di- Zuschriften der Bodenkreditanstalt und der JnSbrucker Sparkasse in Angelegenheit von DarlehenS-Bewilligungen werden vorläufig ledig» lich zur Kenntnis genommen. Für das Thealerkomite« berichte« ebenfalls Herr G.-A. Josef König und teilt mit, daß in der Sitzung vom 8. Mai l. I beschlossen wurde, daß I. Die B iltonsitze im Stadttheoter aufzulassen und aus di»fem Raume durch heruuSauSnehmdare Holzwände drei Logen herzustellen sind und 2. der Oichesterraum vergrößert werde. Nunmehr liege der Kostenvoranschlag und Plan deS Stadtbau-amleS vor, nach welchem die Herstellungskosten 1284 Kronen betragen. DaS Theaierkomitee de» anlragt die Durchführung der Herstellungen zu bewilligen, welcher Antrag angenommen wird. Für daS WirlfchafiSkomitee berichtet dessen Obmann Herr G.»A. Georg Skoberne über die Bewirtschaftung d«S von der Stadtgemeinde angekauften Gute« .Unterlahnhof" und tkilt in«» besondere mit, daß die heurige Heuernte ein« äußerst günstige fei. R.ferent stellt sodann den vorher begründeten Antrag: E« sei zu bewilligen, daß noch im Lause diese« Monate« 6 bis 8 Ochsen St Einstallung gekauft werden. Der Bericht de« irtschastSkomileeS wird mit Befriedigung znr Kenntnis genommen und der Ankauf der Ochsen bewilligt. Weiter« wird über Vorschlag de« Bürger-meister« daS Komitee ersucht, die Bewirtschaftung de« Gute« ganz zu übernehmen, damit eine Ent» lastung de« Stadtökonomen eintreten könne. Hierauf wird die öffentliche Sitzung geschlossen und eine vertrauliche folgt. Seite 3 Kvangelische Gemeinde Morgen Sonntag, den 12. d M.. vormittag« 10 Uhr findet im »van» gelischen Kirchlein in der Gart»ngasse öffentlicher evangelischer Gottesdienst statt, wobei Herr Pfarrer May predigen wird üb»r den .Weg zum Frieden*. Nachmittag« um 3 Uhr finde» bei gün» siiger Witterung vom Waldhause auS ein Fa m il en» Au«flug auf den Annensitz statt, wozu die Mit» glieder der Gemeinde und deren Freunde herzlich eingeladen sind. — Montag, den 13. d. M., um 8'/< Uhr abends versammeln sich stimmbegabte Damen und Herren im Gemeindesaale in der Garten» gass» zu regelmäßigen GesangSübungen. — Mittwoch, den 15. d. M., wird gelegentlich de« Schulschluss»« um 8 Uhr früh im evangelischen Kirchlein ein Dankgottesdienst abgehalten werden, wozu sich all« «vangtlischen Schüler und Schülerinn«» eingesunden haben. Z>er evangelische Hottcsdienll in Weiten» stein muß eingetretener Hindernisse wegen auf Sonntag, den >9. d. M., verlegt werden. Konzert. Morgen Sonnlog sindel im Gast» Hofe Erjauz »in Konzert d«r Cilli« Musikvereins» kapelle statt. D«r Beginn ist auf 5 Uhr festgesetzt. Der Eintritt beträgt 30 Heller für erwachsene Per-fönen, Kinder haben kx«,»» Eintritt. Die alte Nei« gung und hossenllich auch die Gunst deS WetierS wird dem freundlich geleg-nen Gasthause jedenfalls viele Konzerlbefucher zuführen. Aollversammlnng des Kcrschöneruugsver-eines. An die Mitglieder de« Verschönerung«-vrrtin»« ergeh» die Einladung zur Vollversammlung, die Montag, den 13. d. Mi«., im Waldhause um J/,9 Uhr abend« stallfindet. Die Tagesordnung nennt: Berichte der Verein«leitung und Neuwahl derselben. Mufikverein. Die Echule de« MusikvereineS beschließt da« heurige Schuljahr mit den am Sam«-tag, den 11. d. M.. nachmittags 5 Udr und Soin-tag. den 12. d. M., vormittag« '/, II Uhr im großen Kasinosaale stattfindenden öffentlichen Schüler» auffuhrungen. Zie Vortrag«ordnungen sind am Eingange erhältlich. Militärisches. Da« hiesige Landwehr-Ba-taillon ist heute um 6 Uhr in der Früh von den Regimeni«übungen in Rakek heimgekehrt. Am 17. August marschier« da«s»lbe wiederum von hier zu den Brigadeübungen ab. — Die Kriegsschule ist in Cilli zur Vornahme von MappierungSarbeiten eingetroffen. Snsonalnachricht. ReichSratSabgeordneter Dr. P o m m e r hal mit seiner Familie den Sommerausenthalt in Grundlfee (steitrmärkifcheS Salzkammergui) genommen. Pom Kinanzdienlte. Der Haupisteuerami«» kontroUor Heinrich Viditz de« HauptsleueramteS in Leibnitz wurde zum Steuereinnehmer bei der Be-zirkShauptmannschaft in Cilli ernannt. Versetzt wurden: der EteueramlSossizial I. Boc vom Haupt« steueramie Leoben zum Haupizoll- und Sieueramle in Marburg; SleueramtSadjunkl Heinrich Skcajnar vom Marburger Havpizoll- und Sieueramle zu« Haupisteueramte in Leoben; die Sleueraml«prakli» kamen WreSnik vom Steueramie in Rohitsch zur Bezirk«hauplmannschafl in Marburg und M. Meröun von der BezirkShauptmannsch ist Marburg zur Be» zirkSvaupimannstiast in Petiau. Postamt Fichtenwald. Der Postadministra» torin Jvsefine Preiniifch in Lichtenwald wurde di« Postmeiste,stelle II. Klasse 2. Stufe in Lichtenwald verliehen. Z»ie Wahrheit über die Wähle» in Aischof-dorf. Die deutsche Presse freu, sich mi, R.cht de« AuSgange« der letzten Bischosdorser G «emdewahlin, denn dies.lben gaben den Pervaken viel Bittere« zu kosten und ging au« denselben die stadtsreund» liche Partei gekräftigt und gestärkt hervor. Die Pervaken wähnten durch die bekannte Massenfabn» kation wahlberechtigter Ehrenbürger ihre Herrschaft in der Gemeinde für alle Zeiten gestützt; e« sollte den Bischvsdvrsern unmöglich gemacht werden, daS pervakifche Joch jemals wieder abzuschütteln, aber der UnabhängigkeiiSsinn der Bischosdorser hat diese pervakische Berechnung zu schänden gemacht und die Pervaken müssen einsehen, daß eS ihnen noch nicht gelungen ist, die Nacken Aller zu beugen. Unter dem Eindruck« de» Wahlresultaie« brach Dr. Decko in den Ruf au«: .Srsmots za na»'. Schande für un«. So wie Ko«ziu«zko sich bemühte, den Ruf .Filii» Foloniae* adzuleugn n, fo mühte sich Dr. Decko ab, da« Wort, da« unbedacht fei» nem Munde eniflohen, al« nicht gefallen hinzustellen. Es kam ihm hiebei zu statten daß die „Tagespost-seinen Au«spruch nicht ganz getreu mi« „Schande sür meine Partei" wiedergab. Dr. Decko ha» sich aber wohlweislich gehütet, auch un« oder dem Seite 4 Nummer 56 "Grazer Tagblatt", de« den richtigen Worilaut bracht«, «ine Berichtigung zugehen zu lassen. Doktor Deiko hat sich sogar erdreistet, vie Oeffentlichkeit mit der Pression des § 19 de« Preßgesetze« frech zu belügen, indem er berich igte, daß unter drn ge-wählten 24 GemeindeauSschüssen nur ein einziger der städtisch-freundlichen Partei angehört. Un« liegt «ine Erklärung vor, in der sich nicht weniger al« fünf der Gewählten al« städtisch.freund-lich bezeichnen. Wie stehen sie nun da, Herr Doktor Decko, mit ihrem Spaziergang um die Wahrheit? Svangelischer Iamittenaöend. Der gestrige Familienabend, der wie immer im Holel Terschek die Mitglied«» der evangelischen Gemeinde und ihre katholischen Freunde vereinte, drängt unwillkürlich zu Vergleichen mit Familienabenden in früheren Zeilen. Da« Erfreulich« in dem Vergleiche liegt darin, daß, obwohl sich die Familienabende seinerzeit vül seltener machien, und nicht so rasch und so regelmäßig aufeinanderfolgten, und obwohl sie einen weit größeren Apparat in Bewegung fetzikn, die Familienabende von heul« dennoch «inen gleich erfreulichen Besuch aufweisen. E« ist deutlich erkennbar, welch liebe Geirohnheit vielen diese Abend« geworden sind. Der Werdegang dieser Familienabende zu immer anmutigeren, Gemüt und Verstand befriedigenden Formen der Geselligkeit ist noch nicht abgeschlossen. Vor allem ist die regere Benutzung de« Frogekasten« zu wünschen und die Abende werden jedem einzeln«» noch weit mehr Gewinn bringen und den Verkehr der Geister wecken, wenn man sich später entschlikßen wird, auch mündlich seine Frage vorzubringen oder gar feine Ansicht in diesem oder jenem Punkte zu be-gründen. Der gestrige Familienabend wurde durch die Anwesenheit vieler Mitglieder de« Eillier Männergesang«verein« besonder« verstärkt. Herr Pfarrer May begrüßte die Besucher in Worten der Herzlichkeit. In seinem Vortrage behandelte Herr Pfarrer May da« Thema: „Zölibat, Kloster und Welt". Er wie« zunächst nach, daß die christlich« Lehre nicht in der Weltflucht gipfle, daß diese« Moment erst später in sie hineingetragen wurde, daß e« christliche«Gebot sei, in der Welt imSinne be« Gulen zu wirken, daß die erzwungene Ehelosigkeit der 'katholischen Priester nur durch Blut und Tränen erkauft werden kvnnte, daß die Apostel selbst da« Beispiel der Verehelichung boien ui'd daß es der protestantische Glaube gewesen sei, der da« Weib au« der Erniedrigung, in dir «S g«stoß«n ward, witdkr an di« Seite de« Manne« emporzog. Hinsichtlich der Klöster suchle er den Verdiensten derselben um die Kultivierung öder Landstriche, um die Pflege von Kunst und Wisfenschafl in der Zeit de« Mittelalter« möglichst gerecht zu werden. Die Idee jedoch, die dem Mönchtum zu gründe liege, entstamme fremden, unchrifilichen Einflüssen. In dieser Beziehung s«i daraus v«rwi«sen. daß der ehe-malige Priester de« finsteren, die Eelbstv.rnichtung predigenden Eerapi«dienst «, Pachomio«. al« er ein Priester der römischen StaatSreligion ward, dies«« finstere Mönch««um einfach in« Christentum über-trug. Der Vorirag schloß mit einer Verherrlichung de« Heimgefühle«. Man lohnte den fesslnden Borirag durch gespannte Ausmerk amkeit und r ichen Beifall. ES trat dann der Fragekasten u->d da« nat onalt Lied in seine Rechte. Für die nächst« Zeit wurden Vorträge der Herren Dr. Negri und Dr. Zangger angekündigt. Aon» steiermSrkischt» Landessch «träte. Der k. k. fteiermärkische LandeSschulrat hat dem Forst-Meister der F. B. Gut«verwallung Oberdurg, Franz di Centa. für die durch Gründung einer Suppenanstalt in Oberburg erworbenen Ver-dienst,, ferner dem gewesenen Bezirk«schulinspektor Bl. A m b r o $ i c für die Besorgung einer neuen Ausgabe de« SchematiSmu« der Volksschulen Eleiermarks den Dank und die Anerkennung au«-gesprochen. Kopfevbericht Die Ernleaussichten in Böhmen haben sich abermals verschlechtert und ein gioßer Teil, etwa lL der Gefamtanlagen, ist durch die avh ltende Dürre und Läusepest total v«rnichl«l worden. In Bayern und England hal e« wieder-holt auSgiebig geregnet und man meldel von dort eine Besserung de« Pflanzenstandes. dagegen soll Belgien schlechte ErnieauSsichten haben. Zleverfall lauf Deutsch, in HstroSno. Di Saat de« HafseS gegen die Bewohner ron Cilli' die da« mit den abgefeimtesten Schurkenmiltel», mit den abscheulichsten Lügen und den skrupellosesten Verleumdungen arbeitende hiesig», pervakische Hetz-blatt allenthalben ausstreut, ist endlich einmal an einem Orte aufgegangen. Die „Trepalena", vom fkooenischen Volke selbst nicht ander« al« die gift-geschwollene .Icrota' genannt, badet sich ob der blutigen Zusammenstöße in Ostrozno in Wonne. Da« ist endlich einmal ein Ereign»« nach ihrem Geschmacke, ein Pflaster auf die brennenden Maul-schellen, die den Peroak n von der flooenischen Be-völkerung selbst verabfolgt werden. Lange zehrte man an den Revoloerschüssen der Sokolta.'.e, nun hat man endlich wieder eine neue Sensation, mit der man die Leidenschaiten bi« zue Siedehitze ent» fachen kann, und wenn auch heute so wie damals die Deutschen die Angegriffenen sind, der „Tre-palena" dient für ihre tollwütige, blutrünsti?« Propaganda alle«. Vergangene Woche begaben sich fünf Cill'er Burschen über seinerzeitige Ein-ladung de« Wirte« Ozwirk in dessen in Ostrozno gelegene Gasthaus, Bald nach ihnen kam ein be-kannter Rausbold, der e« auf einen der Burschen, der Schmied in Cilli ist, abqesehen hatte, mit dem Stänkerruse.Zivijo* in« Gastzimmer, welche Heraui> sor erung der Schmi d mit »Heil' beantwotete. Aus da« hin stieß der saubere Gesell' die gemeinsten Schimpfwörter gegen die Gesellschaft an« und allar-mierte die Insassen de« Gasthauses „zur Ziegel-Hütte". Dort waren nämlich verschiedene Slooenen, die sich schon bei dem Feste in St Martin im Rosernale berauscht und in eine gefährliche Siim« mung versetzt hatt«i>. E« dauerte auch nicht lange, so kam solch «in volllrunkener Kumpan in« Gasthau« mit Flüchen und wilden Drohungen, der Wi>t selbst aber trug drn zappelnden Wicht mit den Worten zur Tür hinau«: „Geh dn dorthin, wo du dich bes.....hast!" Nun kam jedoch die ganze Bande, ungefähr 17 Köpfe stark, geqen die fünf Cillier angerückt, die eines solchen An risse« gar nicht gewärtig waren. Der wüste Sturm, der nun lo«brach, spottet jeter Beschreibung. Di« Rotte schlug die Fenster ein, warf mächtige Steine aus die im Gastzimmer eng zusammen-gedrängten und drang endlich mit Latten, Prügeln, Wagentritteln bewaffnet in da« Gastzimmer aus die Cillier Gäste ein, die angesich s der leden«ge-sährlichen Bedrohuni wohl gedacht haben mögen, ihr letzte« Siüodlein sei gekommen. Einer aus der Band« rief dem Wirt zu: Wir», gib un« die Deutschen h«rau«. Haut sie durch. Die sollen nicht mehr nach Hause kommen! — Al« die fünf nach verzweifelter Gegenwehr, nachdem sie olle mehr» fache Verletzungen erlitten hatten, sich den Au«-gang erkämpft halten, mußien sie sich neuerlich de« wilden Anstürme« der Ueberzahl erwehren. Hiebei erlitt der Schmied abermals so schwere Ver-letzungen, daß er in« Spital gebracht werden mußie. Später ward ihnen auch bekannt, daß noch zehn andere Burschen im MaiSfeld veist.ckl auf sie gelauert hatten. Wa« ha« nun die Trepalena au« diesem UebersaUe gemacht? Sie hat die Wahrheit auf den Kopf gestellt und die fünf sich ihre« Leben« Wehrenden al« die Angreifer auf die Ueberzahl geschildert. Diese zum Himmel stinkenden Lügen werden der Trepalena im Ge-richt«saale »achg-wiesen werden. An der Zeit wäre eS endlich einmal, daß die Staat«anwalt-schaft von ihrer zuwartenden Haliung abl ß« und ge,en Hetzer, wie sie in dem hiesigen pervakische» Blatte ihr unerdörte« und gefährliche« Spiel treiben, mit subjektiver Verfolgung vorgeht. Eilli—MöKaner Aahn. Die Benennung dir aus der Linie C'lli—Wöllan gelegenen Sialion .Schönstein" wurde in .Schönstein—Bad Topol-schitz" abgeändert. Diese neue Benennung tritt vom 15. d. M. an in Geltung. Hin Wort an die Sommergäste. Die Sommer-c tut,» sind in« Land gezogen. Wie laden da di« kühlen schattig«» Hallen in d«n Parkallee» und in den herrlichen Berganlagen! Und im Parke, an dem die Wellen der silberhellen Sann ein süße« Locklied vorüberrauschiv, vernimast du in sorgenfreier Stund« frohe Musikklänge. Dem Sommerfrischler bietet unser Cilli ja unendlich viel und gewiß mehr al« mancher künstlich ausstaffierte Kurort, wo man für den Flitter noch eine Kui- und Musikiaxe bezahlen muß. Da ist e« doch eigentlich Ehrensache für unsere Fremden, sich nicht nur mil rühmendem Worte, sondern auch mii „klingen"»" Tat der Stadt, die ihnen so viel Schöne« uud Angenehme« bietet, freiwillig erlenntlich zu zeigen. Der Cillier Verschönerung«»«»!,,, in dessen Obhut die Erhaltung und Pflege deS Parke« und der Anlagen gegeben find, nimmt Spenden gerne entgegen. Solche wollen in der Buchhandlung Fritz Rasch hinter-legt werden. Die Namen der Spender werden veröffenilitt. Keilenstein. (Blitzschlag.) Am 4. d. M. um 4 Uhr nachmittag« schlug der Blitz in da« Weingartenhau« de« Besitzer« Jakob Hrova« in Salosche, Gemeinde Heilenstein. Kurz darauf schlugen Vie Flammen an« dem mit Stroh gedeckten Dachstuhle und äscherten denselben binnen ,k Stunden ein. Ein Verlust an Menschenleben st nicht zu beklagen; auch Tiere sind keine zu qntadt gkga- gen. Der Besitzer beziffert den Zchaden af 400 Kronen. Ztrand dnrch ZZtitzschlag. Am 4. d., nch mittag« schlug der Blitz in der Ortschaft GrahoA Gemeinde St. R^perti, in da« Stallg-bäude M Besitzer« Johann Seme, welche« sofort K»r fing und niederbrannte. Auch tin Keller mit Hai?» mit Fahrnissen und Fechsung, sowie Tiere M Seme wurden ein Raub der Flammen. Seme«, litt bei den Reliung«arbeiien im Gesichte und a beiden Unterarmen schwere Brandwunden, Schaden beträgt 1766 Kronen. Der Besitzer ß nicht versichert. Som Inge «Herfayren Am 7. d. Sii wurde vom Zuge Nr. 117 um 3 Uhr 50 M»W nachmittags bei der Ausfahrt au< dem Lipoglitn» Tunnel auf der Strecke Ponigl-Pöltj lach der Pud» arbeitn Aloi« Regorschek Überfahren und blieb si> fort tot. Pi< Saat der Ketzereien der Trepal» schießt üppig in die Halme. Wir können bereit von einem zweiten Ueberfalle berichten, allerdi^t ist es diesmal nur ein Schüler au« Ostroschn», k die hiesige ftädtiiche Knabenvolk«schule besucht >nd der der Verhetzung, die von den Alten ans t* Jungen übergeht, zum Opfer fi l. Er wurde m den genugsam gekennzeichneten Rangen der slovad scheu Volk«schule Umgebung Cilli in der Gis'lu straße überfallen und durch Steinwürse so oerlchi, daß er ärztliche Hilie in Anspruch nehmen miiji». Diese Uebersäll« auf deutsche Schüler stehen an K« Tagesordnung. E« ist höchste Zeit, daß die l!» gebung«-Volk«schule außerhalb der Stadt verlegt wird. Ankerst-irische Ztider. In der Lande»!«' anstali Neubau« sind di« zum 2. Juli 227 Pmein mit 354 Personen, in der LandeSkuranstalt Rodiiilh-Eauerbrunn sind bis zum 7. Juli 884 Pariem mit 1283 Personen zum Kurgebrauche eingetriffa. Ans de« grazer Amtsölatte. Versteigen-, einer Realität a. V. am 13. August, B.-G. Leib«^ Aayr- «nd AiehmSrkte in Zl»tkrlltier»«t.! Am 17. Juli: Et. Philipp b. Weralsche, Bez. Dr»cha> Surg, I u. V.; Hohcnmaulen, Bez. Mahrenberz, Z. u. B. — Am 18. Juli: Rann, Schweinemarkt. -Am 20. Juli: St. Margarethen a. d. PSßnitz, Sq. Marburg, I. u V.; Weitenstein, Bez. Go.iobitz, Z. u. V.; Optotaitz, Bez. Sonoditz, I. u. V. — !» 21. Juli: Friedau, Schweinemarkt. Am 22. Juli ^ St. Hermagora», Bez. Rohitfch, I. u. B. Nßotographische Apparat« für Kitketaata. Wir empfehlen allen, die für Photographie, diese» im regendsten und von jedermann leicht zu erlemecke» Sport, Interesse haben, da« seit 1854 tofWafc» I Epezialhau» photographifcher Bedarfsartikel der Fir« A. Moll, k. und k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlaut« 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, di« « Wunsch gratis verschickt wird. Tagcsnkuigktitcn. Hrohes Arandnnglück im Aachbarl«t« Kirnte«. Im Markte Mautbe» im <^ailtale iü eine verdeerende Feuer«brunst auSgebrochen, Die «w Hälfte ve« Or'e« in A'che gelegt hat. Kie LaiSacher 7reZer»feier ist ohne be> merkenswerte Deutschenhetze von statten gega»gei> trotzdem verschiedene getroffene Anstalten sich I« verlocken) präsentierten. Die Hülle von Denk«ili Preöern« mußte fallen, ohne daß man den Pösei auf die Deutschen hätte lo«lassen können. De« Ke< geschah damit jedeniall« Eintrag. Einige werde» meinen, bei den Laibachee Pervaken halte eine p«> wisse Ernüchterung Einkehr; Perser nenne» m biiiamag badan, Deutsche sagen Katzenjammer, ab« sie tun der Spezie« der Laibacher Slooenen jei» fall« bitter Unrecht In Wirklichkeit sind dieLai»ach«r Slov'nen wütend, daß soviel Gendarmerie, noch von au«wärt«, aufgeboten war, um ihre patriotische! Regungen im Keime zu ersticken. Während ildn die Sternallee ein Li^tmeer von Glüilichler« iuit-gebreitet war, lag der Teil, der an da« Deuifche Kasino flößte ganz im Dunkel der N'cht da. We einladend! Zu allem Ueberdruße haue man nach dem Spruche: „Hier laßt unS unsere Hü!« bauen" an dieser Stelle gewiße Häu«chen »s> gestellt. E« geht doch nicht« über die nod-e ShMbolik der Preiernjünger! "Snnna 56 » -*Ocr 56 Vermischtes. Z)ie Kr«»kheite« der Aro»ze. E« mag sonderbar klingen, wenn man von der Pranfielt eine« leblosen GesenftandeS spricht, aber kaum in irgend einem Falle läßt sich der Vergleich zwischen dem Leiden eine« solchen und der Krankheit eine« ' lebenden Wesen« soweit durchführen wie bei der Bronze. Hat mc>n doch sogar, allerding« mit Un-recht, vermutet, daß pewifse Leränverungen der Bronze aus der Tätigkeit von Bukierien beruhe», «nd soviel ist geroig, daß manche der Bronzekrank» heilen anst ckend sind. Diese Tätlichen sin? dem Kunstgelkhnei» und ü^erhaupl dem Kunstkenner nicht fremd, aber e« labt sich auch sür diese gewiß »och manche« Neue darüber sagen, nachdem Waldemar Koch in der Wochenschrift .Science- >i,e ziemlich eingebende Abhandlung über die Untersuchungen von Bronz kcankh iten veröffentlicht hat. zu denen «r von dem Leiter de« Museum« der schön, n Künste in Boston veranlaßt worden war. Bon der ge« wohnlichen Palina ist dort kaum die Rede. Man weiß, daß sie au« basischem kohlensauien Kupier besteht und sür den Bestand der Bronze v-rhältni«« »äßig darmlo« ist. Al« wirtliche Krankheiten, die für Gegenstände au« Bronze sogar .let>en«gesähr-lich' werden können, kommen die Zersetzungen in Frage, die sich durch die Farben blaßgrau und blaßglün verraten. Da« Blaßblau «scheint in Flecken über die ganze Oberfläche der Bronze ver-teilt, namentlich tn den weniger exponier««»» Teilen wie in Einbuchtungen und Höhlungen. Die Flecken weisen eine sehr feine pulverartige Erscheinung auf, «nd diese Krankheit war e«, die wegen ihrer leichten Uedertragnng von einer Bronze auf die andere auf Batterien zurückgeführt wurde. Die chemische Unier» suchung durch Dr. Koch hat jedoch einen anderen Ursprung klargelegt. Der Forscher sammelte etwa ein Gramm de« Stoffe« und stellie fest, daß er zur Hä'.fte au« kohlensaurem Natron, zu einem Viertel au» kohlensauren, Kupfer und zum letzten Biertel au« Sand nebst einer Spur von zinnsaurem Natron bestand. Da e« sich um aliägyptische Bronz« handelte, die lang« »m dortigen Wüstenbode« gelegen halle, so erklär« Koch ihre Erkrankung aus rein chemischem Wege folgendermaßen. Die Gegenstände hatten au« d.m doriigen Bov«n Sand und kohlen-saure« Natron ausgenommen. Bei der Berührung mit Feuchtigkeit nun verband sich die Kohlensäure der Lust mit dem kohlnsaur«« Natron zu saurem kohlensauren Natron, da« di« Bronze angriff. E« entstand dadurch lohlensaur.« Kupser, während da« kohlensaure Natron von dem Überschuß an Säure befreit wurde. Beide Verbindungen vereinigien sich zu einem sogenannte» Dvppelsal;, da« jene blaß-blaue Farbe besitzt. Im Lause derZ'ii kann durch diesen Vorgang ein großer T'il de« Metall« zer> fetzt werden. Die Richtigkeit der Erklärung ist durch ein Experiment an einem slisch.n Slück Bronze nachgewiesen worden. Uedrigen« kann dieser schädliche Blaurost verhältnismäßig leichl beseitigt wer-den, indem der betreffende Gegenstand in heiße« Wasser getaucht wird, da« durch zuströmenden Dampf eine Stunde lang in d-r Zeu-peraiur von 100 Grrad erhalten wird. Da« kohlensaure Natron löst sich! dann vollständig auf, un^> die blaue Farbe gebt in schwarz über. Soigsällige« Bürsten kann di? Rkiiaigun,i belchlrunigen. Die dunkelgrüne Pa-tina wind dadurch nlchl beeinlrächiig». Schwieriger ist der Iblaß^ü.i« Rost zu behandeln, der in Flecken oder Schicht.'» zuweilen in der Dick« van mehreren Millimetern vorkommt und sich van de. gewöhn-lichtn Vatina durch die hellere Färbung und mehr pulverig,« Beschaffenheit unterscheidet. Die chemijte Untersuchung zeigt, daß er in der Hauptsache au« kohlensaturem Kupfer bestehi. Will man ihn be-heiligen, so muß die Bronze mehrere Minuten in »ine deiche sünsprozeniige Lösung von Aetznalron ßetauchl werden, woraus sich die grüne Farbe sofort in Blau« verwandelt und dte IleSerfälle auf Deutsche anlählich der N««»er Mahlfirgsseier. Wie wir seinerzeit de« Au«führlichen oeschildert haben, wurde am 20. April l. I., dem T>ge, da die Ranner deutsch« Bürg«rschaft di« Feier der Rückeroberung der BezirkSverireiung beging, von Se te der Slooenen auf die den Weg nach dem Bahnhof nehmenden Wogen der Cillier Festeste ein regelrechter Überfall au«geführt, wobei die Be-gleitec der Cillier zahlreiche Ver etzungen, darunier auch eine solche schweren Grade«, erlitten. Die Siaat«a> waltschast baue vier unter dem Verdachte der unmittelbaren Täierschast stehende Individuen herau«aegriffe Anklagt ver,rat Staat«-anwart Dr. Ema^»i?l Bayer. A»aekjagt erscheinen die mit Au«imdme de« Jvdonn Ferjank sämilich vorbchraflNl Josef 2nib«r4ii; Johann Savnik. Franz A^lämun' und Johann Ferjanc. Joses Anideröic erscheint in Siraflingikleidung. Der Anklageschrift ist folgender S^choerhalt zu en-nehmen: Aben>«, den 20. April l. I. feierten die Deutschen Rann« den Wahllieg, den sie b-i den Bezirk«o«rlretungSwadlen «rrungen hallen, zu welcher Feier auch zahlreiche Deutsche au« Eilli mit Musik al« Gälte erschienen sind. Al« die Cillier Gäste ungefähr um l l Uhr nach»« auf Wagen die Heim» reise »vt aien n,d ruf der Fahr« zum Bahnhos« bkgriff«» war«n, wurden si« tril« in b«r Sladl, teil« a»f offener Slraß« mit Steinen bervorseu. so daß vitl« Wageninsasstn Berletzung«» eriilten. Al« der «rst« W^ge» mil den Gästen beim Narodni Dom vorb«isuhr, kam «in Sttin g»flog«n. der di« Wagenlaierne »ruf und st« zertiümmert«. Auf d«n vorletzten und letz'en Wagen jedoch wurde von der Narodni Dom - Seite ein regelrechtes Stein - Vom-bardement eröffnet, bei welchem txm Wa^«nl«nktr Franz Zorko ein Slei» an den Kops lraf und zwar derart, daß ihm da« Nasenbein zerirümmert wurde und er hiedurcy eine schwere körperlich« Beschädigung, verbunden mit einer m-hr al« 30 lägig«» Gesund-beiiSstörung und BerusSunsävigkeit eclitr. Der Beschädigte. al« auch die aus demselben Wagen be-findlichen Zeugen Karl Scherjao und Johann Schebilja bettätigen. das; die Sieuie au« der Rich-tung d>« Narovni Dom (Hoiel klemda«) geflogen kamen, wo zu eben derselben Zeit mehrer« Person«» stehen gesehen wurden. Eden dama'« wurr« auch Anton Koprioz und Gregor Kaießl bu ch Stein-würfe leicht veiletzi. Infolge der schweren Be-schädigung de« Zorko begannen Wachmann Scherjao und Gendarm Tschutschek nach den Stkinwtrjrrn zu forsch«» und sahen, wie zwei vor dem Tore de« Narodni Dom ft'hente Burschen bei ihrem (ver Wache) Näherkommen die Flucht in« Innere de« Narodni DomS ergriffen u»d dort verschwanden. Als der Wachmann Scherj.o und der Gendarm Tschutschek das G.isti'mmer deS Narodni Dom« heirat n. trafen si« nur die beiüen Erstangtklagten ftnintt&ic und Slavnit an. Erwiesen ist, daß die zwei Burschen, die vor der Wache die Fluchi in den Narodni Dom ergriffen hauen, die A»geklaglen Johann Ferjani und Franz Zalamnn waren, welche dann au« dem Gastzimmer durch de» Hof de» Narodi Dom^ iniflohkn, un) daß der Erslange-klagte Joses ^ntderSiü der Patrouille (Scherjao und Tschuischtk), wrlche nach dem Verbleiben de» Ge-flücht.ten forschte, erklärte, er geh« sie suchen, und diese Gelegenheit benutzte, um ebeniall« zu ent-wischen. Der einzige Johann Savnik wurde da-mal« von der Patrouille v rhörl, und nachdem er jed- Tät rschasl leugnete, Beweis« gegen ih» aber nicht vorlagen, wieser laufen gelassen. Au« dem Gesagte» ist erklärlich, warum die Erhebungen in dieser Angelegenheit sich so in die Länge zogen, und daß e« erst nach umsasseni-en Recherchen mög-lich-war, di« vier Anaeklaglen mit Recht al« der Tat verdächtig zu halten. Anfang« leugneten alle vier, respektive Josef 2niser§ic konnt« nicht verhört wtroe», weil «r sich, wie oben erwähnt, in d«r kritisch«» Nacht b«im Erscheinen der Patrouille tm Narodni Dom au» dem Gastzimmer de«s«lbt» auf den Bahnhof flüchtet« und von da bireft nach Seile 5 Marburg fuhr, wo er in d«r dortig«» Strafanstalt eine vielmonatliche Kerkerstrase au« dem Urteile de« Krei«gerichte« Cilli oom 23. Juni 1902, Nr. 209/2, anzutreten hat e, und nur Johann Savnik gestand, daß ihm Josef SUidetSii tamal« ins Ohr geflüstert habe, baß er (Aniderßiö) zwei Steine gegen die vorbeigefahrenen Wagen geworfen habe. Erst infolge wiederholter Vernehmungen gestand Zofef Tnideröiö seine Schuld, sucht« st« j«doch mit dem zu v«rdkck«n, daß er behauptete, er habe die Stein« so gemorst», daß si« niemand«» treffen konnte«. Wichtig ist weiter«, daß 2niberSiö angibt, er habe die Eieine bei der Türe de« Gastdaus«« (Narodni Dom) schon „gtfunden* und selbst gesehen. wie Johann Savnik Steine aufgehoben und sie in den Sack gesteckt habe, und daß währrnd der Zeit, al« er (2niderS>ö) Steine gegen die Wägen aeworfen habe, hinirr ihm zwei Burschen gestanden sind. Johann Savnik gibt an. daß er während der Zeit, al« die Wägen beim Narodni Dom vorbeisubren, viS-ä-vi« weiter oben mit einem Mädchen (Josefa Blaceo l) gestanden sei und er erst in den Narodni Dom ging, als schon all« Wäa«n vorüber waren. Die Veranlwo tung erwie« sich jedoch als unwahr, da Josefa Blaceoic erklärte, daß sie sich von Savnik schon verabschiedet hatte und schon in ihrer Wohnung p»w«s«n ist. als noch imm«r Wäg«n gesahren kamen. Wenn man berücksichtigt. daß alle Wägen gerad« in der Nähe de« Narodni Dom angefallen wurden, daß nach eigenem Geständnisse Joses 2nid«rSiö selbst zwe» Sleine, Johann Savnik mindesten« einen Stein gerorsen habe, daß di- Sleine zu diesem Zwecke vorbereite» sein m ßlen, zu einem sonstigen Zweck« können die Steine in dem Hau«flur neben dem Tore nicht gelegen sein, und weiirr«. daß grrad« di« Beschuldigten den aanzen kritischen Abend bei» lammen wartn, daß sich die Angaben de« Josef ^niderSic rückstchtiich De« beim ©teinroerfen hinter ihm gestandenen zwei Burschen mu den Erhebungen d cken, daß Johann Ferjanc und Fran; Zalamun, welche früher bei einer anderen Türe gestanden sind, zur Zeit der Tat sich aber in der Gesellschaft der Erstanqeklagien befunden haben, unv wenn ichlttßlich noch berücksichtigt wird, daß Ferjanc und Zalaman bei H.rannahen der Wach- die Fwch« er-griffen, so kann k in Zweifel obwalten, daß der meuchlerische Uebersall im Einoersiändnisst und »ntt? Betäiigung aller vier Ang>klagt:n geschehen ist In der Donn««tag durchoesührten Hauplver» Handlung bequemte sich nun I. ZniDttäic, der wegen mehrfacher De.ikle bereit« dreimal zu längerer Siraihasl voroestrast erschein«, zu einem teilweij«n Geständnisse; er gibt zwe Steivwüif«. die er nicht gut leugnen konnte, zu. Die übrigen Drei, Ferjanö, Savnik und örlamui', verlegten sich auf« Lengnen. Z iibftS'ß f>«ich»ldiqt im Verlaufe de« Verhör« den bereit« fechtmal wesen Verbrechen« der bo«tias'«n B schädigung fremden Eigentums, Diebstal« vnd anderer Del'kte voib'strasten Johann Savnik, eb»n-fall« einen Stein aufgelesen zu haben. In den Verantwortungen lämtlich-r Angeklagten spielt eine sehr eigen'Ümliche Roll« ein gewisser Bobek, der den Zechgenossen gemacht ha«, über den jedoch «in solche« Dunk-l verbreitet ist, daß vor Gericht nicht einmal sestgeslellt wer)«» konnte, s«i di«s«r Bodek wirklich «in Postprakiikanl, wa« dt» sreundschaft-ichen Umgang mil den gesellschaftlich weil tiefer« tlhenden Angeklagt n in dem in Verhandlung lrhendtn Falle l, ein höchst eigeniümliche« Licht rücken würd«, o>«r fei er. wie e« erklärlicher scheine« würde, nur ein PostumtSdi »er. Von Jilteresse gestaltete sich die AuSiage de« Gendarmerie-Posten-führer« Tschuischek. Er gibt an, bei seinem Nahen alle vier Angeklagten in der Einsahn de« Narodni DomS. von wo au« der Steinhagel auf die Deut« scheu niederging, stehen gesehen z« haben, von wo sie sich dann flüchieien und zwar zwei in« Gast» zimm«r und zw«i Durch d«n Hos auf dir Gasse. Die zwei Angeklagten, welche durch die Hoftür «inkommin waren, veriuchten zwar auch die« bar»-näckig zu lrugnen, sie werd«» j«doch schließlich übersühn. Der Gendarm do tiert sie hiebei an: „Warum lügt Ihr soDie beiden Flüchtliage liefen auch noch dem Herrn Franz Mathei« iu die Hände, der ihre eilige Flucht bestätigt. Die Pächterin de« Narodni Dom«, Frau Juliane Haidtr, gibt an, von nicht« z>, wissen. Ihre« Worten: „Burschtn gth»'« hin«», daß Ihr nicht« dtkommt!" verleiht sie eine unschuldige Deutung. Di« geschleuderten Steine, die Kind«kopfgröße haben, muß sie al« solche erkennen, die aus dem Hofe de« Narodni Dom« lagerten. In gleicher Weise ver-antworteten sich die Bediensteten de« Narodni Dom« Josefa Blaieoiö, Antonie Letkoiet und Michael Seite 6 Rotjtl. Sie alle haben nicht» von Sieinwikse« gesehen »nd bemerkl. Besonder« von Interesse war die Einvernahme de« sich geistig schwerfällig ge-Kerbenden Korzel. Er will das neuslovenische bi§na rrala absolut nicht verstehen und verharrt bei seinem forg&nk (Borgan»). au« dem niemand klug zu werden vermag, da Korzel jeder Definition autweich«. Die Zeugenautsage de« Michael S'aloa ist ziemlich belanglo«. Die Au«sagen der Ver-letzten. Zorko. Koprtnz und Äniefet, lassen erkennen, welchen Umfang und bedrohliche« Ansehen der Uebersall halte. Zorko mußte schwerverletzt und blutüberströmt zum Arzte gebracht werden, Soprinz erhielt mit der Picke eine« Stocke« einen Stich in da« eine Bein, Knießl ward ron einem Siein so heslig getrosten, daß er laut ausschrie. Zorko macht durch seinen Venre»er einen Schadensersatz« und Echmerzen«cield'Anspruch von 500 Kronen geltend, der Kutscher Anion Cerjat. dem die Wagenlatern» zertrümmert wurde, einen Schadenersatz - Anspruch von 5 Kronen. Der slooemsche Recht«anwalt. der die Verteidigung der Angeklagten führte, verstieg sich zur Bemerkung, die so viel Unheil stiftenden Steine könnten ja auch von deutscher Seite ge« worfen worden sein. Da« vom Senate gelallte Urteil schmiegt sich den Autsührungen de« Verteidiger« an. Sowohl daß 2n»derSiö von der Schuld hinsichtlich de« Zorko und dessen SchadenersatzansprüchenIoSgezählt wurde und nur wegen der eingestansenen Seinwürfe nach den §§ 468 und 431 St.-G. zu Arrest in der Dauer von drei Monaten, sowie zum Schadenersätze von 5 Kronen sür die zertrümmerte Wagenlaierne verurteilt wuide. ward auch hin-sichtlich der übrigen Drei, Ferjanö, Savnik und Zolamun. iin freisprechende« Urteil gefallt. Die CtammeSgenossen der drei Angeklagten begrüß»» die Urteilssprüche mit Frohlocken. Veiitrbilx »Ach, ein Eträubchen sür Papa? Ja, dort ist er schon!' Gedenket ZgSSJItßßZ Metten und Legate« l '[t Wein mit Tempel! Köstlich prickelnder Ge*chmack! 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