PettMll Erscheint jeden 1., 11. nnd 21. des Monates. Preis für Pettau mit Zustellung ins Haus: Vierteljährig fl. —.84, halbjährig fl. 1.68, ganzjährig fl. 3.30; mit Postversendung im Inländer Vierteljährig fl. —.94, halbjährig fl. 1.88, ganzjährig fl. 3.70. Schristleitung und Verwaltung: Buchdruckerei Wilhelm Blanke, Hauptplatz Nr. 6, Pettau. Handschriften werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. Beiträge sind erwünscht bis längstens 10., 20. und Letzten jeden Monates. Einladung zum Bezüge der Leitung" Bezugspreise: Für Pettau: Vierteljährig fl. —.84, halbjährig fl. 1.68, ganzj. fl. 3.30. Mit Postversendung: Vierteljährig fl. —.94, halbjährig fl. 1.88, ganzj. fl. 3.70. Die Körnerseier in Graz. Es gieng ein schöner, erhabener Zug nationaler Begeisterung durch das deutsche Volk, als es am vergangenen Mittwoch galt, den hundertsten Geburtstag des Heldensängers zu begehen, dessen national begeisternde Lieder, wie die Blitzstrahlen eines reinigenden Gewitters, in den schwülen Brodem von Napoleonvergötterung, Fremdenthum und Volksverrath hineinzuckten. Dass der Spruch, der Deutsche ehre seine großen Männer nicht, doch nicht so ganz wahr sei, ward zur erfreulichen Thatsache. Es war eine Heerschau über die national gesinnten Deutschen, die an diesem Tage insbesondere bei uns in Österreich abgehalten wurde und da ward es klar und offenbar, wo wahrhaft nationales Fühlen zu finden, wo nationales Handeln zu erwarten ist, und klar und deutlich ward es auch, dass die Forderung nach nationaler Bethätignng so viel Kraft besitzt, dass so manche, denen national sein ein großer Gräuel ist, sich derselben nicht mehr verschließen können. Wenn wir dieses behaupten, so thun wir es vor allem unter dem Eindrücke der Köruerfeier in Graz vom 23. v. M. Wer Zenge der großartigen nationalen Kundgebungen in den Annensälen war, wer die Begeisterung sah, welche nationale Worte und herrliche Lieder in vielen hundert Herzen entflammten, wer da sah, wie so wahr und echt der nationale Gedanke zum Ausdrucke kam, der musste sich sagen, wenn man auch oft ob der Versumpfung in den großen Kreisen unserer Bevölkerung verzweifeln möchte, uns darf nicht bange werden, die Zukunft bleibt uns national gesinnten Deutschen, der nationale Gedanke ist der einzig treibende und ihm gehört die Zukunft. Und wer war es denn, der dieses so überaus gelungene Fest veranstaltet und so herrlich durchgeführt hatte, wer waren die Männer, deren Rufe zu einem nationalen Feste ganz Graz Folge leistete, denen sich diesmal selbst die liberale Ein Stiefkind des Glückes. Aus dem Schwedischen von Gustav Lichteusteiu. (Schluss.) Im Frühjahre und im Sommer arbeitete sie auf dem Felde für die Bauern. Dafür bekam sie Essen und 12 Skilling. Im Herbste half sie beim Kartoffelansgraben. Dafür bekam sie auch 12 Skilling täglich, da aber die Tage kürzer waren, nicht ganze Kost, nur „zwanzig gekochte Kartoffeln jeden Mittag." Damals fieng man an, sie „Renn-Lena" zu nennen, weil sie bald hier, bald da arbeitete. Sie war schnell und tüchtig bei der Arbeit. Sie musste ordentlich schaffen und ihren Ruf als die beste Arbeiterin im Dorfe aufrecht halten, damit man sie vorzugsweise annahm, wenn „Hilfe" nöthig war. Mochte der Rücken noch so sehr schmerzen, die Kniee noch so heftig zittern, sie musste sich stets so stellen, dass der Bauer, wenn das Unkraut die Kartoffelfelder zu vernichten drohte, sprach: „Es wird nicht eher besser, als bis „Renn-Lena" gekommen ist." Wenn die Sonne untergegangen war und der Nebel sich über die Felder lagerte, wenn die Tannen am Fußwege durch den Hain düstere Gestalten annahmen und die Eule ihre Kleinen zur Abendmahlzeit rief, da hörte man ein paar nackte Füße leise und schnell über die Nadeln schleichen, da vernahm man einen trockenen pfeifenden Husten am Zaune an der Kothe. Es war „Renn-Lena", die nnt schmerzendem Rücken und wunder Brust zu ihrem Kinde nachhause eilte. Je näher sie der rasenbedeckten Hütte kam, desto härter klopfte das Herz unter dem grauen schweißigen Hemde, desto schneller schlugen die staubbeschmutzten Füße an den zerfetzten Rock. Ach, er konnte ja aus dem Feuster gefallen sein, wenn sie auch den Tisch von der Wand fortgerückt hatte! Er konnte ja auf die Kiste gekrochen, herabgefallen sein uud sich den Hals gebrochen haben! Sie hatte nicht gezittert, als sie zur Versteigerung von Menschenfleisch gestanden hatte; nicht gezittert, als der Schuhmacher, indem er seine Blicke auf ihre zarten Glieder gerichtet hielt, „siebzehn und einhalb" geboten hatte. Sie hatte nicht gezittert, als der Bauer, dessen Sohn ihr Leben vernichtet, sie zur Thür hinausgestoßen und geschrieen hatte: „Hinaus mit Dir, Du liederliches Frauenzimmer, Du hast mein ganzes Haus verpestet!" Aber sie zitterte für ihren kleinen Peter, ihre personi-ficierte Schmach und Schande, für das Kind, das ihr die Arbeit um den Lebensunterhalt doppelt schwer machte. Und wenn dann der Kleine gesund und munter unter der zerlumpten Decke hervorkroch und „Mutter" rief oder weinend an der Thüre stand oder auf der Diele, die Hand nnter die magere bleiche Wange gelegt, eingeschlafen war, da wnrde sie froh, Hiezu eine „Beilage: Illustriertes Anterhaltungsblatt." „Tagespost" und die Regierungspresse dienstbar zeigten? Der Germanenbund, Männer von ausgesprochener national-anti-semitischer Gesinnung hatten zur Feier geladen, sie hatten es unternommen, dass die Ehrenschuld der Deutschen am hundertsten Geburtstage des tapferen Sängers auch in Graz, der ersten deutscheu Stadl des Reiches, abgestattet wurde. Dem Ger-maueubuude gebührt für seine Veranstaltung Anerkennnng, nicht minder gebührt sie aber auch jenen, welche diesmal wenigstens einmal erfreulicherweise die sonst jeder Zeit hervorgekehrte Gegnerschaft gegen den Antisemitismus und alle Jene, welche sich zu demselben bekennen, fallen ließen und sich zur gemeinsamen That bereit erklärten. — Dass diese Vereinigung verschiedener Parteigruppen gerade bei der Körnerfeier, also bei einer ausgesprochenen dentschnationalen Feier, möglich wurde, dass selbst Liberale diesmal als Gäste der deutschnationalen Antisemiten erschienen, ist eine hocherfreuliche Thatsache, deren Folgen auch zum Vortheile der dentschnationalen Sache nicht ansbleiben können. So mancher der Erschienenen wird neben dem tiefen Eindrücke, den die Feier selbst auf ihn machen mußte, uoch mit einem anderen Gefühle heimgegangen sein, mit dem wohligen Gefühle, als Deutscher unter Deutschen und zwar unr unter Deutschen ein echt nationales Fest mitgefeiert zu haben. So mancher, der über die Antisemiten nur nach den Schlagworten und Schimpfphrasen der Judenpresse zu sprechen gewohnt war, wird jetzt, da er diesem, von eben diesen fffAnti-semiten veranstalteten Feste beiwohnte, wohl sich ein anderes Urtheil über die nationalen Antisemiten zurechtlegen und ein anderes Urtheil auch über die Presse vom Schlage einer „Tagespost." „OdktStkirviblLlt." herzensfroh, und das war ihre einzige Freude im Leben. Sie küsste ihn selten, sie koste ihn nicht, aber ihr warmes Herz schlug so warm, so warm, als klopfte es nnter dem besten holländischen Leinen. Dann holte sie bisweilen ein bischen Milch hervor, die man ihr, wo sie arbeitete, geschenkt hatte, oder ein paar Wurstschalen, die sie bei Seite geschmuggelt, wenn die Knechte Abendbrot aßen, oder eiueu Häring, den sie im Dorfe gekauft hatte, machte Feuer au, uahm Peter ans den Arm und fütterte ihn und wiegte ihn auf den schmerzenden Knieen, die Augen starr in's Feuer gerichtet, bis Ptter eingeschlafen, das Feuer erloschen war uud der Regen immer heftiger an das Papier schlug, mit dem sie die zerbrochene Scheibe geflickt hatte. -i- -I- -i- Es war bei Tagesgranen, an einem Morgen kurz vor Weihnachten, und die Dreschmaschine auf dem Herrenhofe sollte gerade iu Gang gesetzt werden. Die Ochsen waren vorgespannt, und der Großknecht stand breitbeinig in seinem großen Schurzfelle am Tische, die Hand am Sternrade, um es in Bewegung zu setzen. Auf dem Dreschboden war es noch nicht Tag; eine Laterne an der Decke warf einen schläfrigen Schein auf die Knechte, die das Stroh anf-schnitten. Die Mägde banden die Garben los uud die Ochsen, die wnfsten, was da kommen sollte, hörten mit dem Wiederkäuen auf. „Fertig?" „Nein, stopp, „Renn-Lena" ist noch nicht da." „DasverdammteFraneuzimmer, das nicht aufpassen kann." Man wartete füuf, vielleicht zehn Minuten. Dann wnrde eine Andere an den Cylinder zum Harken gestellt und der Großknecht fällte das Urtheil, dass „Renn-Lena," die ihre Arbeit versäumt habe, sobald auf dem Hofe keine Beschäftigung finden solle. Aber es war gleich, denn „Renn-Lena" brauchte keine Arbeit mehr. Der Tenneustaub und die Decemberkälte hatten ihr Werk vollendet. Zweimal hatte sie gestern Abend auf dem Heimwege dnrch den Hain stehen bleiben müssen. Sie hatte die Stirne gegen eine Birke gelehnt und rothe Tropseu waren über ihre bleichen Lippen geströmt. Erst sachte, zwei und zwei, wie die Thränen eines Menschen, der für gewöhnlich nicht weint, dann schnell und reichlich, wie der Strom aus der Wunde eines Kriegers. „Renn-Lena" war ja auch auf ihrer Wahlstatt gefallen. Darm wankte sie in die Hütte, gab dem kleinen Peter Brot und Kartoffeln, machte wie gewöhnlich Feuer auf dem Herde an und setzte sich mit dem Kinde auf dem Schöße vor das Feuer. Warme, klare Tropfen fielen auf die Wange des Pettauer Nachrichten. Mersonaluachricht.) Der Banadjnnct Herr G. Bezdek wnrde zum Ingenieur des Staatsbaudienstes in Steiermark ernannt. (Zur Dmilbereisung.) Wie wir einem Privatbriefe des Reichsraths- und Laudtags-Abgeordueteu Dr. Kokoschinegg entnehmen, konnte sich derselbe der Commission nicht anschließen, weil er hiezu nicht geladen worden ist und auch wegeu der nahen Reichsrathseröffnung sehr schwer hiezu Zeit gefunden hätte. Herr Dr. G. Kokoschinegg versicherte übrigens, dass er die ganze Draustrecke von Marburg bis zur Landesgrenze von seiner vorjährigen Vereisung hinlänglich kenne und schon im Landtage den Wunsch zum Ausdrucke gebracht habe, dass mit der Regulierung bei Pettau begonnen werde. Weiters nimmt Herr Dr. G. Kokoschinegg das Verdienst für sich in Anspruch, dass die Regierung, bez. der Finauzminister endlich in die Leistung von 15000 fl. Zur Drauregulierung gewilligt hat. Hiedurch ist es überhaupt erst ermöglicht worden, dass die Dranregnlierungs- bez. Erhaltungsarbeiten sofort in Angriff genommen werden können. (Erntebericht.) Das heurige Jahr ist für die Landwirte Steiermarks ein hartes Jahr und viele Grundbesitzer, die sich eiuen Zehrpfennig nicht haben zurücklegeu können, werden mit Sorgen an die rückständigen Steuern und an den heranrückenden Winter denken. — Roggen und Weizeu hat es nur wenig über die Aussaat gegeben, dagegen waren die Sommerfrüchte bester. Hafer wird aber wenig gebaut und Buchweizen steht noch auf dem Felde uud kaun einem Frühfröste unterliegen. Der Buch- Knaben. „Mutter, es tropft wieder durch das Dach", wimmerte der Kleine. Da lachte „Renn-Lena" zum erstenmale seit langer, langer Zeit und trocknete mit dem nassen Rocke die Thränen aus den Augen. Dann giengen beide zur Ruhe und fielen in tiefen, schweren Schlaf. „Mutter, ich bin so hungrig!" klagte der Kleine, als er iu der Nacht erwachte. Aber die Mutter schlief und hörte ihn nicht. Da schwieg er und lehnte sein kleines Gesicht hart, hart all die Brust der Mutter. Nach einer Weile klagte er wieder: „Mutter, hast Du nichts für mich? Ich friere!" Aber „Renn-Lena" lag unbeweglich. Sie wollte gewiss einmal ordentlich ansschlasen. Da fing Peter zu jammern und zu schluchzen an. Er kroch auf das Kopfkissen, fuhr mit den kleinen kalten Fingern über das düune Haar der Mutter, klopfte ihren Hals und verbarg seiueu Kopf au ihrer Wange. „Mutter, liebe Mutter, mach doch Feuer an! Ich fürchte mich so!" Lanter, immer lauter wurde das Weinen des Kindes. Zum erstenmale hatte „Renn-Lena" keinen Trost für ihren kleinen Peter. Kalt und steif lag sie da, sie war für immer eingeschlafen, tief uud fest, wie nach schwerem, langem Tagewerke. Wild und verzweifelt weinte der kleine Peter. Er schlang seine Arme um den Hals der Mutter, er streichelte und klopfte sie, er rief und bat. Endlich kroch er aus dem Bette, lief an die Thüre, schlug mit dem Kopfe dagegen und wimmerte: „Öffne, öffne!" Aber der Köthner und sein Weib schliefen fest und hörten ihn nicht. Da lief er an den Herd, griff nach dem Topf, kratzte eine übrig gebliebene Kartoffel zusammen — und fieng zu essen an. Er weinte uud aß. Aber die Nachtluft machte sich an seinen zarten Gliedern immer fühlbarer und so lief er schluchzend im Zimmer umher, schlug sich an dem Tische und rief: „Liebe, liebe Mutter!" Endlich weinte er sich in den Schlaf auf dem eiskalten Fussbodeu, in der krampfhaft geschlossenen Hand den Holzschuh der Mutter, das bleiche blonde Köpfchen auf der Schwelle. . . So fand ihn die Decembersonne, als sie endlich am Morgen, bleich und kalt, langsam über den Rand des Waldes emporstieg und das kleine, geflickte Fenster in der Hüte traf. So fand auch der Gemeindevorsteher — als er im Lause des Tages die Thür aufbrechen ließ — die „Renn-Lena" und ihr Kind. weizen steht besonders schön, da die schüttere Winterfrucht dem Boden viel Kraft ließ. Äpfel und Birnen gibt es stellenweise viel, leider haben sie einen geringen Preis, da für die Ausfuhr die näher gelegenen Kronländer Ober- und Niederöster-reich und Böhmen mit ihrer reichen Ernte vorgezogen werden. Die Zwetschken sind wieder vorzüglich gezahlt, leider haben wir nur eine geringe Ernte. Die Weinlese verspricht einen schwachen Ertrag, weit unter einer Mittellese. Da die Weingärten in vielen Gemeinden vom Hagel stark mitgenommen worden sind und fast über ganz Steiermark von der Peronospora getroffen wurden, so ist eine besser bezahlte Qualität nur da zu erwarten wo mit Kupfer-Kalk gespritzt wurde. Leider ist das nicht in vielen Weingärten geschehen. Die bäuerlichen Weingärtenbesitzer ließen sich vou dem vergangenen Jahre, in welchem die Witterung für die Entwicklung des Peronospora-Pilzes eine sehr ungünstige war, täuschen und spritzten nicht; ihre Weingärten sind daher bereits blätterlos nnd die Trauben von der weiteren Reife aufgehalten. Allgemein ist die Klage über das Azurin, welches nnr dort von Wirkung war, wo 4 bis 5 Mal damit gespritzt wurde. Kupferkalk ist mithin immer das Beste, Sicherste und auch Billigste. (Vom neuen Lchulhause in Veukircheu in -er Kollos.) Dieses am 15. September eingeweihte und feierlich eröffnete Schulhaus wurde vom Herrn Bauunternehmer Wilh. Kyfela erbaut und ist für eine vierklafsige Volksschule berechnet. Das schwere weiße Moire-Fahnenband mit Inschrift wurde von der Fahnenmutter Frau Emilie Sadnik gespendet, während die übrigen Kosten der nenenSchulfahne von Schulfreunden aufgebracht worden sind. Herr Bezirkshauptmann Dr. Alfons Ritter v. Scherer war dienstlich verhindert, der Feier beizuwohnen und ließ sich durch den Herrn Bezirksschnlinspector Johann Ran ner vertreten. (An unsere Abnehmer und Leser.) Der Schlnssbericht über die Lehrerbnndes-Versammlung in Admont, sowie der Bericht über den Feuerwehrbezirkstag vom 20. September siud so umfaugreich ausgefallen, dass sie für die nächste Nummer zurückgelegt werden mussten. (Von -er neuen SeMksvertretuug.) Gestern wurde der Obmann, dessen Stellvertreter und 5 Ausschüsse neugewählt. Das Ergebnis ist folgendes: Obmann: Herr Jofef Zelenik aus St. Urbani, Obmann-Stellv.: Herr Notar Simon Oschgan. Bezirksausschussmitglieder die Herren: Michael Brentschitsch, Conrad Fürst, Martin Krainz, Anton Greis und Pfarrer P. Clemens Schalamnn. (Reblaus.) Im Bereiche der Ortsgemeinden Lichtenegg und Grnfchkaberg in der Kolos ist das Vorhandensein der Reblaus amtlich constatiert worden. Es wurde daher aus diesen Ortsgemeinden die Ausfuhr von Reben, dann von Pflanzen und Pflanzentheilen und anderen Gegenständen, die als Träger des Jnfectes bekannt sind, verboten. (Vom steierm. Laudesschulrathe.) Die Volksschule zu Hl. Geist iu der Kollos wurde zu einer zweiklassigen erweitert. — In der Sitzung vom 24. September kam auch die vom „Germanenbuud-Verbande Pettau" angesuchte Forterhaltung des seinerzeit vom „Schnlvereine für Deutsche" gegründeten Privatkindergartens zur Sprache. Dem Ansuchen wurde im Prinzipe zugestimmt, doch mußte das Gesuch wegen nicht hinreichend gelieferter Nachweise vorläufig zurückgeleitet werden. (Controllversammlung.) Die diesjährige Controllver-sammlnng im Bereiche des Ergänzungsbezirkes Nr. 87 findet für die Stadt Pettau am 9. Oktober früh 8 Uhr statt. Die Nachcontrolle findet am 10. November früh 9 Uhr in Cilli statt. Die Controllsversammluug der Landwehrmänner und Ersatz-Reservisten der Landwehr findet für die Stadt Pettau am 20. Oktober 1891 früh 8 Uhr statt. Die Nachcontrolle findet am 20. November 1891 früh 9 Uhr in Cilli statt. (Gemein-erathssitznng.) Mittwoch den 7. Oktober findet die dießmonatliche öffentliche und ordentliche Gemeinderathssitzung statt. ^ (Vom Gymnasium.) Wie uns aus Graz von vertrauenswürdiger Seite mitgetheilt wird, unterhandelt der steiermärkische Landesausschuss mit der Regierung wegen Übernahme sämmt- licher Landesgymnasien auf Rechnung des Staates. Der Wunsch der Stadtbewohner, das hiesige Untergymnasium zu einem Obergymnasium zu erweitern, bleibt daher aus dem Grunde vorläufig aussichtslos, weil sich die Unterhandlungen hiedurch in die Länge ziehen würden, während beide Theile den baldigen Abschluss derselben herbeiwünschen. (Marktverbote.) Da die Bezirkshauptmauuschast Pettau die Abhaltung der Viehmärkte im ganzen politischen Bezirke Pettau, sowie der Borstenviehmärkte am Rann und in Rohitsch eingestellt hat, dürfte auch der städtische Monatsviehmarkt vom Stadtamte eingestellt werden. (Voranschlag der Stadtgemeinde Pettau für 1892.) Derselbe liegt durch 14 Tage zu jedermanns Einsicht in der Stadtamtskanzlei auf. Die Frist läuft den 10. Oktober ab. (Ern Ättis gefangen.) Seit einigen Monaten haben die Jltiffe in den Hühner-Stallungen unserer Stadt großen Schaden verursacht. Nun ist es endlich dem Herrn Spenglermeister Lippitsch gelungen, in der vorigen Woche ein solches Raub- thier im Gebäude des städtischen Kindergartens mit Schlageisen zu fangen. Es wäre sehr erwünscht, durch Aufstellung von Schlageisen auch die übrigen Iltisse ihrem verdienten Schick- sale zuzuführen, daher alle Beschädigten gut thuu werden, die erprobte Methode des Herrn Lippitsch zu befolgen. (Diebstahl.) Den 25. September haben einige Langfinger beim Gastwirte Knes in der Allerheiligengasfe eingebrochen und sich 15 fl. Scheidemünze aus der Sammelbüchse der „Eilf Uhr-Meffe" angeeignet. Die Diebe haben ferner den Vorgefundenen Käse, sowie Bier und Wein verzehrt und Zigarren mitgenommen. Auch der Sammelmohr des Germanenbund-Verbandes wurde mit dem Inhalte fortgetragen. Der Diebstahl kann nur von einem Ortskundigen ausgeführt worden sein und ist der 16-jährige, ehemalige Hausknecht Heinr. Predikaka als der That dringend verdächtig, bereits verhaftet worden. Vermischte Nachrichten. (Zur Keise des Kaisers nach Prag.) Der Kaiser hat am vergangenen Freitage abends um 8 Uhr 15 Minuten mittelst Hofzuges der Nordbahn Wien verlaffen. Am 2. Oktober abends um 10 Uhr 50 Minuten trifft der Kaiser wieder in der Residenz ein. Der Ministerpräsident Graf Taaffe hat den Kaiser jedoch nicht begleitet, weil er schon am vorletzten Montag unwohl war. (Der steirische Laudesausschnß) läßt Erhebungen wegen Einführung von Luxussteneru pflegen; auch eine Clavier-stener soll eingesührt werden. Hierbei wurde der Grundsatz aufgestellt, daß die^ Besteuerung von Landesindustrie-Erzeugnissen von Vorneherein auszuschließen sei. — Für die Durchführung von Schutz- und Erhaltnngsbauten an der Drau in der Strecke Marburg-Polstrau wurde die Vollzugsinstrnction beschlossen und die Beitragsquote des Landes flüssig gemacht. (Herbst-Fahrordnung») Auf der Südbahn trat am 21. v. M. die Herbst-Fahrordnung in Wirksamkeit. Eine Änderung ist nicht eingetreten. (Obstbauvereiu Marburg nnd Umgebung.) Von Seite des Central-Ausschusses der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Steiermark ist dem Obstbauvereine Marburg und Umgebung zur Unterstützung solcher Besitzer, welche den heurigen Obstmarkt in Wien zu beschicken gedenken, der Betrag von 50 sl. zur Verfügung gestellt worden. Grundbesitzer, welche auf eine Unterstützung Auspruch machen, wollen sich an die Leitung des beregten Obstbauvereines wenden. (Aufgeld bei JollMhlungen.) Dasselbe beträgt sür den Monat Oktober 17 Perzent. (Ercnrsion in das Ueblausgebiet Aarm-Msel.) Zwei-undvierzig hervorragendere Weingartenbesitzer aus dem politischen Bezirke Leibnitz in Steiermark haben unter Führung des dortigen Bezirkshauptmannes Friedrich Freiherrn von Schweckhardt am 3. und 4. v. M. eine Excnrsion in das Reblausgebiet Rann-Wisel unternommen. Unter Führung des Landes-Weinbancommisfärs H. Ballon und des Obmannes der Reblauslocalcommission von Wisell besichtigten die Teilnehmer in einem mehr als vierstündigen Rundgange sowohl die ärarischen Versuchsweingärten, wie auch die Anlagen anderer Weingartenbesitzer. Geradezu consternirend wirkte auf die Theilnehmer der Eindruck, daß eine Fläche von nahezu 4000 ^cr, einst ein gesegnetes Rebengefilde, nunmehr vollständig verwüstet und in ein armes Land umgewandelt wurde. Mit gesteigertem Interesse besichtigten die Theilnehmer die Anpflanzungen amerikanischer Reben und geradezu verblüffend wirkte es auf Alle, daß auf demselben Boden, in dem die heimische Rebe dem unerbittlichen Jnsecte zum Opfer gefallen war, nunmehr auf der Unterlage amerikanischer Reben Weingärten von einer Ueppigkeit und Fruchtbarkeit im Lmpor-wachsen begriffen sind, wie sie keine Gegend Steiermarks aufzuweisen hat. Die ein,- zwei,- dreijährigen und älteren Anpflanzungen befinden sich im besten Stande mit Stöcken, die mit höchst entwickelten zahlreichen Trauben behängen sind. Die dortgemachten Erfahrungen führten alle Theilnehmer zur Ueberzeugung, daß es mittelst der Cultur der amerikanischen Reben gelungen sei, dem furchtbaren Feinde des Weinbaues Einhalt zu gebieten und den bereits daruiederliegenden Weinbau wieder zu neuer Blüte zu bringen. (Thiersenchen.) In der Gemeinde Sauerbrunn herrscht die Rotzkrankheit der Pferde. (Abschaffung eines Inseratennnfnges.) Den Hebammen in Wien wurde jede Ankündigung ihrer Thätigkeit durch die Zeitungen, wie „ Rath uud Hilfe" ,, Unter größter Verschwiegenheit" u. s. w. infolge der Ungehörigsten, welche daraus entstanden, strengstens verboten. Den großen und kleinen liberalen Tag- nnd Extrablättern entgeht dadurch eine regelmäßige Einnahme, deren Verlust sie natürlich auch wieder der antiliberalen Strömung auf's Kerbholz schreiben. (Selbstmord -er Sängerin Marie Mit.) Eine Künstlerin ersten Ranges, welche als die hervorragendste dramatische Sängerin ihrer Zeit gegolten, hat sich in einem Jrrsinnsan-falle am Donnerstag nachmittags das Leben genommen. Die Wilt befand sich seit kurzem in einer Heilanstalt bei Wien und fuhr am 24. v. M. in reichgeschmückter Kleidung in die Stadt, stieg vor dem Zwettlhoffe am Stefansplatze aus, eilte in das 4. Stockwerk hinauf und stürzte sich in den Lichthof, wo sie mit zerschmettertem Kopfe todt liegen blieb. Maria Wilt war zu Wien 1831 geboren, widmete sich erst nach ihrer Verheiratung mit dem Baurathe Wilt der Bühne, welche sie zuerst in Graz betrat. Von dort stieg sie auf der Ruhmesleiter immer höher uud trat mit großartigem Erfolge in der Wiener Hofoper auf. Sie verfügte über eine der schönsten und mächtigsten Sopranstimmen, die je gehört worden sind. In den letzteren Jahren schied sie von der Bühne; zum lHten Male ist sie bei der Mozartfeier in Salzburg im Juli d. I. aufgetreten, wo sie die große Arie von Mozart ,, Martern aller Arten" hinreißend schön sang. Die einzige Tochter der verstorbenen Künstlerin ist an den Opernsänger Göttinger in Graz verheirathet. (Von der rumänischen Königin.) Carmen Sylva ist von Venedig nach Pallanza am Lago Maggiore überführt worden. Der Zustand der Königin ist mitleiderregend; sie mußte in den Wagen gehoben werden. Ueber die Art ihrer Krankheit wird strengstes Stillschweigen beobachtet. (Jur Iudenfrage.) Man scheint nuumehr doch die Frage der Einwanderung russischer Juden nach Oesterreich praktisch auzufassen. An der galizischen Grenze in Wolosezysk wurde 40 russischen Judeu der Einlaß nach Oesterreich nicht gestattet. Die russischen Gendarmen wollten die Rückkehr dieser Emigranten nach Rußlaud verhindern, die österreichische Behörde aber schloß die Grenze ab, so daß die Auswanderer auf russischem Gebiete zurückblieben. — In der That ist die Frage dringend. Man kann den Oesterreichern doch nicht zu-mutheu, daß sie die Kosteu der russischen Judenaustreibung tragen. (AnbehobenePostanweisungen im Werte von 3l0.000 fl.) Bei der Liquidation des Hauses Morpurgo in Triest wurden in einer Eassette Postanweisungen im Gesammtwerte von 310 000 fl. vorgefuudeu, welche in ihrem Datnm bis auf das Jahr 1881 zurückreichen und unbehoben geblieben sind. Der Zweck einer derartigen Geschäftsgebarung ist weder bekannt, noch verständlich und würde es auch nicht mehr wundernehmen, wenn man erfahren möchte, daß der ehemalige Leiter des Hauses Morpurgo, Herr Dr. Perugia — ein Schwager des Lord Rothschild in London, welcher derzeit mit einem Gehalte jährlicher 25.000 fl. ein Bankhaus in Constantinopel „leitet", — seine kostbaren Havanna im Bureau mit unbehobenen Postanweisungen angezündet hat. Ein Haus Morpurgo zu stürze« war eben nichts Leichtes: der Herostrates-Ruhm dieses Herrn bleibt in Triest gewiß unvergessen. Aus unseren Vereinen. (Schlarasfla.) Die Körnerfeier dieses Vereines wurde den 25. September abgehalten und verlief würdevoll. Herr Lehrer Weinhandl aus Judeuburg hielt die Festrede und trug mehrere Köruer'sche Gedichte vor. Feruer wurden mehrere Körner'sche Lieder gesungen. Die Klavierbegleitung besorgte in liebenswürdigster Weise Herr Musiklehrer Suchsland. (Deutscher Turnverein.) Die Körnerfeier desselben vom 23. September war von 32 Mitgliedern besticht und wurde durch eine Gedenkrede eingeleitet, welcher Vorträge Körner'scher Gedichte folgten. Ferner wnrden mehrere Körner'sche Lieder gesungen. Die Gesangs-Vorträge des Feuerwehr-Liederkranzes wechselten mit den Mnsikvorträgen eines Theiles der Musikvereinskapelle. (Musikverein.) Heute um 7 Uhr abends wird im Saale der Mnsikschule eine außerordentliche Plenarversammlung abgehalten und werden die Mitglieder ersucht, rechtzeitig und zahlreich zu erscheinen. Verschönerungs- nnd Fremdenverkehrs-Verein Pettan. Verzeichnis leerstehender Wohnungen. LiPPitsch, Ungerthorg. 4, 2 Zim., 1 Küche, 2. Stock, Preis 18 fl Scheibl, Kan.-Vorst., „ 1 „ 1. „ „ 20 „ Rodoschegg, Herrengasse 27, 2 „ 1 „ ebenerdig „ 12 „ Heller, Kan.-Vorst., 2 „ 1 „ ebenerdig „ 10 „ Fersch,Florianpl.4, .8 „ 1. Stock. „ 10 „ Schröfel, Herrengasse, 2 schöne Wohnungen, im Herbste zu beziehen und im alten Hause eine Wohnung mit 3 Zimmern s. Zngehör. 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Gspaltl Nachricht zukommen zu lassen. Auskünfte und Anmeldungen unentgeltlich. An die Bewohner der Stadt Pettau! Ein Wolkenbruch hat sich am 6. September d. J. über dem Plankogel entladen und die Thäler ringsum mit verheerenden Wassermassen überfluthet. Drei Menschenleben sind der Katastrophe zum Opfer gefallen, noch unberechenbar ist der Schaden an Hab und Gut. In den vielen Gemeinden des Bezirkes Weitz sind die Commu-nicationen, viele Wohn- und Arbeitsstätten zerstört oder schwer beschädigt, fruchtbare Grundstücke abgeschwemmt oder mit Schutt und Geröll bedeckt. Die Noth ist daher sehr gross und schnelle Hilfe sehr erwünscht. Die Bewohnerschaft von Pettau wird daher gebeten, dem Aufrufe Sr. Excellenz des Herrn Statthalters von Steiermark Folge zu geben und Gaben zur Linderung der geschilderten Noth dem Stadtamte Pettau zur weiteren Beförderung zu übermitteln. PßttclU, am 22. September 1891. Der Bürgermeister: E. Eckl. Danksagung. Die Unterzeichneten sprechen hiemit allen Gönnerfr und Schulfreunden der Volksschule in Neukirchen, welche durch ausgiebige Beiträge den Ankauf einer Schulfahne, sowie bei dem am 15. September d. J. abgehaltenen: Schulfeste anlässlich der Einweihung derselben und des neuerbauten Schulhauses die reichliche Bewirthung sämmtlicher Schulkinder ermöglichten, im eigenen, sowie im Namen der bedachten Schuljugend den innigsten Dank aus. Insbesondere gebührt der Dank der wohlgeb. Frau Fahnenpathin Emilie Sadnik für das gespendete kostbare Fahnenband, der Familie Sadnik für die Betheilung der Schulbesuchenden mit schönen Tüchern, dem Herrn k. k. Bezirksschulinspector Ranner für die uns mit seiner Anwesenheit als Vertreter der pol. Behörde erwiesene Ehre, sowie der hochw. Geistlichkeit und der Lehrerschaft. Auch den P. T. am Schulfeste theilneh-menden Festgästen, welche durch ihr Erscheinen zum Gelingen desselben wesentlich beigetragen haben, sei hiemit der wärmste Dank dargebracht. Der Ortsschulrath und die Schulleitung. in k. jimnf?oip Herrengassc 32. »Zur Schwalbe“ Herrengasse 32. P. S. Ich beehre mich einem hohen Adel, wie auch einem P. T. Publikum die ergebenste Anzeige W zu machen, dass ich am hiesigen Platze ein Weiss-, Wäsche-, Kurz- & Wirkwra-teclitfi eröffnet habe, daher ich mir gleichzeitig die Freiheit. nehme, meine Nouveautes in Schürzen, jeder Ausführung aus Seide, Battist, Congress, Cretton und fagonniert Wollstoff; feinster Ausführung Herren- und Damen-Hemden, Corsetts und Hosen, ferner reizende Neuheiten in Herren-Cravatten, Wolltücher und Fichus, bester Qualität Damen- und KinderstrSimpfe, gewirkte Herren,- wie auch Damen-Leibel und Hosen, Herren-Sport- und Touristen-Hemden nach System Prof. Dr. 6. Jäger zu empfehlen und mache insbesondere auf mein bestassortiertes Lager in allen Schneider-Zugehör und Aufputz-Artikeln aufmerksam. Indem ich mich an einen hohen Adel und an ein P. T. Publikum mit der ergebensten Bitte wende, mein neues Unternehmen mit einem gütigen Vertrauen zu unterstützen, zeichne ich mit vorzüglichster Hochachtung S. Wessetijak. © In Oberpettau ö sind eine Wohnung event. 2 möblirte Zimmer vom 1. October d. J. zu vermiethen. Ö oc> Obstbäume-Verkauf. Die landw. Filiale in Pettau bringt aus ihren Baumschulanlagen mehrere 1000 Stück schöne hochstämmige Apfel- und Birnbäume in den Sorten u. zw. Äpfel: Gold-Parmäne, steir. Mascbanzker, Pariser Rambour, Rosmarin, Ananas-Reinette; von Birnen: Salzburger, Kaiser,-Butter- etc. je nach Qualität von 30 bis 50 kr. pr. Stück zum Verkaufe. Kaufsanträge wollen gefälligst an den Filial-Cassier Herrn J. Ornig abgegeben werden. Den Brief vom 16. September erst am 17. um 10Uhr erhalten, -enyufolge nicht erscheinen können. Sitte wieder M bestimmen. P. T. Beehre mich hiemit zur geneigten Kenntnis zu bringen, dass ich von der bisher innegehabten Baukanzlei in der Färbergasse Nr. 12 ausziehen und in der Postgasse Nr. 12 eine neue Baukanzlei einrichten werde. Für das mir bisher geschenkte Vertrauen sage ich hiemit meinen wärmsten Dank mit der ergebensten Bitte, mir dasselbe durch zahlreiche Aufträge gütigst erweisen zu wollen. In vorzüglicher Hochachtung Franz Celotti Maurermeister. In der Buchdruckerei W. Blanke in Pettau wird sofort ein kräftiger LÜH KJ’imGE aufgenommen. Selber muss im Besitze guter Schulzeugnisse sein. Eqxdtable Lebensversicherungs-Gesellschaft der Vereinigten Staaten in NEW-YORK. Errichtet 1859. Concessionirt in Österreich 11. Octob. 1882. Die „Equitable“ ist die erste und grösste Lebensversicherungs-Anstalt der Welt, denn sie besitzt den grössten Versicherungstand, 1890 M. 3,062,815.510 macht das grösste neue Geschäft, 1890 M. 866,260.955 hat die grössten Prämien-Einnahmen, 1890 M. 148,905.903 Vermögen im Jahre 1890 ...... M. 506,785.912 Gewinn-Reserve im Jahre 1890 ... M. 100,471.899 Als Special-Garantie für die österr. Versicherten dient das grosse Stock im Eisen-Palais in Wien im Werte von 2 Millionen Gulden Ergebnisse der zwanzigjährigen Tontinen der „Equitable.’* Basis der Auszahlungen 1891. A. Gewöhnliche Ablebens-Versicherung. Tabelle I. ' .. Alter. Gesammtprämie. Baarwerth. Prämienfreie Ablebens-Police. 30 fl. 454.— fl. 573.— fl. 1230.— 35 „ 527.60 „ 693.— _ 1310.— 40 „ 626.— „ 850.— „ 1440.— 45 „ 759.40 „ 1065.— „ 1620.— 50 „ 943.60 „ 1387.— „ 1930.— B. Ablebens-Versicherung mit zwanzig Jahresprämien. Tabelle II. 30 fl. 607.20 fl. 909.— fl. 1940.— 35 „ 681.60 „ 1039.- „ 1970.— 40 „ 776.60 „ 1204.— _ 2030.- 45 „ 900.60 „ 1424.— „ 2170.— 50 „ 1067.60 „ 1746.— „ 2430— C. Gemischte zwanzigjährige Ab- u. Erlebens-Versicherung. Tab. X. 30 fl. 970.60 fl 1706.— fl. 3650.— 35 „ 995.80 ;> 1746.— „ 3310.— 40 „ 1035.60 „ 1813.— „ 3070.— 45 „ 1100.80 „ 1932.— „ 2950.— 50 „ 1209.— „ 2156.— „ 3000.— Wie obige Ziffern zeigen, gewährt die Tontine nebst der unentgeltlichen Ahlehensversicherung durch 20 Jahre bei der Tabelle I. die Bückerstattung sämmtlicher Prämien mit 274 bis 43/8%; die Tabelle II mit 48/s bis 5ä/8%; die Tabelle X mit 6»/, bis 7% an einfachen Zinsen. Die prämienfreien Policen gewähren das Doppelte "bis zum Vierfachen der eingezahlten Prämien. Die freie Tontine, ebenfalls eine Halbtontine mit etwas höheren Prämien, gestattet nach einem Jahre volle Freiheit mit Bezug auf Reisen, Wohnort und Beschäftigung mit Ausnahme des Kriegsdienstes, sie ist unanfechtbar nach zwei, unverfallbar nach drei Jahren und gewährt bei der Regulierung sechs verschiedene Optionen für den Bezug des Tontinenantheils. Auskünfte ertheilt die General-Agentur für Steiermark und Kärnten: . Srais BCiosferwäesgasse 30. A. Wallovich. 8—1 Binnen 84 Stunden tnerben otte 2fxten hatten, unb tjtäufe, Mdjettfdjitmfiett, Muffen, 99?autnmrfe, SBaitgen, ac. fotnte jegliche Sfrt feattä* unb gelbungcäiefer unter jcbcr (Garantie unb grunblid) au^gerottct burd} bie neueft erfunbenen !. u. f. prib. ^räparate. SSerfanbt gegen üftadjnaljitte unb Bar. 3af)IE>ar in SSien. %lux aEetit ecfjt §u Begieren im Chem. Labei*aier"i&iin Wien, VIII. Bez. Tigergasse Nr. 22, toofelBft (£f)emifalien jeber 2trt erzeugt unb otte Strten IRece^te tierabfolgt toerben. 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Oktober 1891. Fort mit dem Bohnenkaffee, kaufet Kneipp’s Malz-Kaffee au§ der für Defterreicfj-Ungarn vom Hodjtv. Herrn Pfarrer @c6. Kneipp allein priviligirten SDtatzfaffee^abrif ber Gebrüder Ölz, Bregenz am Bodensee. ©er Hodjtv. Herr Pfarrer Kneipp fprid)t fidj ganz entfdjieben gegen i>en Bohnenkaffee aus. $ie Kaffeebohne ift die Frucht einer ©iftpflanze, ber hievon erzeugte Kaffee hat nicht beit minbeften 9?ähr= gehalt, regt megen feines ©iftgef)alte§ (©affein) nur die Nerven auf, ja führt fogar bie mitgenoffenen ©peifen halboerbaut aus bent Sftagen ab. $er Kneipp^JÖMzkaffee bagegen enthält 6t§ 70% ütfiHjtfleljrilt, wirkt fehr beruhigenb auf bie Heroen unb ift pbem ficbcutcub ötÄtger. — SSent unfer Kneipp-üUtalzkaffee nidjt pur fchntedt, mifdje benfelben mit ÖLZ -KAFFEE unb er wirb beim 2/cinfen kaum einen Unterfdjieb oorn Bohnenkaffee finben. (Sr trinkt bann einen nahr* haften, gefunben unb nod) bazu billigen Kaffee. — ®ie Zubereitungstoeife fteht auf unferen „Padeten. — Beim Einkäufe gebe man fpeziell auf ütererftgc rothc Patfete mit bem tarnen Gtefcrüber 0f$ unb ben (Sdjutzmarfeu Pfanne unb bas SötCb be§ Pfarrers mit 9J«nteu§itttterfd)rift acht. Sei Dlzfaffee auf unferen tarnen unb bie Pfanne. — Zu haben in allen befferen ©olonialtoaaren*ipanblungett unb wo berfelbe noch nicht eingeführt, verfenben wir 4l/2 Ko. PatJete franco per Poft. Bregenz am Bodensee. GEBRÜDER ÖLZ. 9—1 Für Österreich-Ungarn vom Hybropatheu Pfarrer Kneipp allem prwilegirte Malzkaffee-Fabrik. Alf; bewährt gegen Magenkrankheiten I Storni Iandscliaftl. | Bestes Erfrischungsgetränk [ Rohitscher Säuerling. Tempel-Quelle und Styria-Quelle. Stets frischer gehaltreichster Füllung im neuerbauten Füllschachte mit directem Zulaufe aus der Quelle. 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Link%Bahflng; 5- 2-mal täglich, monatlich fl. 2.— Deutsche Wacht *n 2-mal wöchentlich, vierteljährig fl. 1.60 DeUtSChe WllSlf9 *n Troppau, 2-mal wöch., viertelj. fl. 2.50. Deutsche Zeituwii in Wien- 2~mal täslich> monatlich “fl. 2.35. Freie Stimmen *n Klagenfurt. 2-mal wöchentlich, vierteljährig fl. 2.— Qrazer Tagespost, s-mai täglich, monatlich fl.i.^o bei so r W. Blanke in Pettau abzuholen. Mit Zustellung monatlich fl. 1.60 I3raZ8ir Tflfflhllltf 2-mal tägl., monatl. fl. 1.40, bei W. Blanke in Pettau abzuholen. Mit Zustellung fl. 1.60. sammt Grazer Morgenpost und Amtsblatt. täglich, vierteljährig fl. 4.— (Grazer ost allein, täglich, vierteljährig fl. 2.25). Beide mit dem Styria“, monatlich 3-mal, vierteljährig um 30 kr. mehr. Wochenblatt vierteljährig fl. 1.20. "azer Zeitung KvffiläUS ir Salzburg, deutschnationale Rundschau. 1-mal •* monatlich in Heftform, vierteljährig fl. 1.— Horburg er Zeitung, 2mal wöchentl., viertelj. fl. 1.75 Nationale HEitfer. Organ des deutschen Vereines in Wien. 2-mal monatlich, Bezugspreis für 1891 fl. 2. - MOUO inü-Zeityna *n Innsbruck, wöchentlich, viertel- jährig fl. 1.— OherSteirerlSatt *n ®ruc^ a- ^ur. 2-mal wöchentlich vierteljährig fl. 1.60. flhersteirer-Zeitung ";er^^g wöchentlich 2-mair "österreichische Forst-Zeitung Österreichische Gewerbe-Zeitung inzv™™} monatlich, vierteljährig 1 fl. Ostdeutsche Rundschau Kunst und Literatur. Herausgeber K. H. Wolf. Vierteljährig fl. 2.— Politisches Volksblatt Steiermärkisches Gewerbeblatt vierteljährig 60 kr. Unverfälschte deutsche Worte. Georg Ritter von Schönerer. 2-mal monatlich, ganzjährig fl. 3.—. Versandtstelle: Wien IX., Porzellangasse 41. Wiener landwirtschaftliche Zeitung J:™a1 vierteljährig 3 fl. .stleitung verantwortlich und Herausgeber: W. Blanke in Pettau. Druck von W. Blanke in Pettau.