Ni. 16. Freitag, 20. Iiinnn 1893. 112. Jahrgang. Zeitung. Pr»numer»tl«nsPre«S : Mit P ostuo, se » d »»n : naxziälmn fl, 15. halt'iawn sl. 7 50, Im C°mpt°,r: »,nzjäl,r>!, st, 11, lM'jnlnin st l> 5,», ssüv bic Zustcll»»« ins Ha»« nnüziäl,,,,, st, 1, - Inftr«loni«nrbilr: ssur «ei!!,- Inscillte l'is zu 4 Zrilr» 2', lr,, «rüs^rc pcr Zrilc „ per Zrilr » lr. D!r «Lallillcher 'irinmn. rrlchcint tägttck, mi< Nu«nal>mr b« Sonn- und Felkltllssf Dd Biala bildet. Dicfe alte hölzerne Brücke bilde den Gegenstand vicljähriger Klagen. Eö sei dringend nothwendig, dass hier eine Abhilfe geschehe, sonst könnte der schlechte gnstand der Vrücke Veranlassung eines Unglückes werden. Er beantragt eine Resolution, durch welche die Regierung ersucht wird, mit aller Beschleunigung die Vorarbeiten zur Herstellung einer neuen eisernen Vrücke zwischen Bielitz und Biala durch die galizische Slatthalttrei her-> stellen zu lassen und das Kostenersordernis für diefen Bau im KoNenvoranschlage für 1894 einzustellen. Abg. Dr. Geßmann besprach die Donau-Regulierung bei Wien. Er wies auf die bezüglichen Verhandlungen im niederösterreichischen Landtage hin und bemerkte, dass durch die eingetretenen Dammbrüche und die Katastrophe von Echönau der Glaube an die Un« fehlbarkeit der Donau - Regulierungs - Commission er« schlittert worden sei. Das System, von dem sie aus« gcgaugen — die Errichtung von Hochwasferdämmen — habe sich in der Praxis nicht bewährt. Der Effect, den man von der Errichtung der grotzen Schuhdämme erwartete, sei ausgeblieben, ja die Gefahren, welche sich aus der Einengung des Flusslaufes ergeben, erhöhen sich von Jahr zu Jahr, und das Sickerwasser allein, ohne Dammbrnch, verheere durch Stauung das ganze Hintelland. Allerdings habe man eingewendet, das Werk der Dunau-Regulierung sei erst znr Hälfte beendet, man möge mit der Kritik bis zur Vollendung warten, allein die im Marchfl'lde eingetretenen fchweren Schäden fordern Abhilfe. Schon im Interesse Wien«, für welches das Marchseld ein Approvisionierungs Gebiet darstelle, müsse dasselbe vor verheerenden Ueberschwemmungen geschützt werden. Abg. Doblhamer empfahl die niederen Dienstes« tategorien bei den Strahenbauten der BerückNcht'gung. Er betonte die Nothwendigkeit der thunlichsten Berücksichtigung der Petitionen der Strah^nmeister und Sttomaufs'her inbetreff der Verbesserung ihrer socialen und materiellen Lage. Abg. Kaitan besprach die Schaffung des Donau-E be>Oder-Canales und klagte darüber, dass die Vorarbeiten zu diesen so wichtigen W^ss rstraßen fo sehr verzögert werden. Er widerlegte sodann eing.hcud die Bedenken, welche von veischiedmen Saiten in Bezug auf die Durchführbarkeit di^es Pro-jcctes ausgesprochen wurden, indem er auf die großen We,ke hinwies, welche die Ingenieurkunst bereit« geschaffen. Er führte die großen Erfolge an, welche die Canalisation in anderen Staaten, wie in Deutschland, Frankreich, B lgien, Holland u. s. w., auszuweisen hat, und gib der Ueberzeugung Ausdruck, dass, wie in allen diesen Ländern, auch in Oesterreich die Eanäle reiche Früchte tragen werden. Redner sprach sein Bedauern darüber aus, dass im Budget ein so geringer Betrag für Wasserbauten eingefüllt sei, ein Betrag, welcher gegenüber den im Auslande demselben Zwecke gewidmeten Summen g'radezu verschwindend klein genannt w,rd n müsse. Große Wasserbauten wie die beiden Vcrbindunqscanäle zwischm Donau und Oder und Donau und Elbe seien freilich mit dem heutigen staatlichen Baudepartement nicht durchzuführen, dessen Personal nicht einmal zur Erhaltung der bestsh^ben Strombauten auSreiche. Wenn im Ministerium nicht ein cia/nes hydrographisches Bureau geschaffen werbe, könne auf dem so wichtigen Gebüte etmas Ersprießliche« nicht geleistet werden. Es dürfe kein Opf>r zu grok sein. um in Osterreich eine rationelle Wasserwirtschaft zu schaffen; denn die hiezu erforderlichen Snmmen würden sich in kurzer Zeit reichlich verzinsen. Man möge die riesigen El folge betrachten, welche in Egypten durch eine richtige Wasserwirtschaft errungen wurden, wo durch Anlegung von Schöpfwerken taufende von Hektaren ursprünglichen Wüftenlandrs in erträgnisreiches urbares Land verwandelt wurden. Redner besprach fo« dann einige anßer dem Donau-Elbe-Oder-Canal für Böhmen nothwendige Wasserbauten, darunter die Cana- Feuilleton. Der Säugling von Tolwj. Von Nndor Kozma. Von einem Kaufmanne, der in Bosnien mitgekämpft hatte, hörte ich die nachstehende Geschichte. Er erzählte dieselbe am Officierstische, umringt von jungen Lieutenantchen, die nach einem gnten Nachtmahl vavon sprachen, wie sie nach Jahresfrist siegreich unter Musikklängcn in Moskau einziehen werden. «Der Krieg,» begann der alte Hanptmann, «ist M Wirklichkeit eine hässlichere, Sache, als Ihr es glaubt. Der Mensch erblasst doch, wenn er ans Eh,e und Pflicht im Kugelregen vorwärts dringt. We..n vann da und dort ein guter Bekannter, ein lustiger Kamerad einen Wehruf ausstosst und zusammenstürzt, dann wünscht man doch bei allem Muthe, über deu man verfügt, dass das abscheuliche Schießen einmal ein Ende nehme. ^ Am erträglichsten ist es noch, wenn man auch r noch irgend eine andere Sorge hat, als auf die Schlacht, Wenn nnser Interesse noch von etwas anderem erregt Wnd. als davon, ob wir in der nächsten Minute leben werden oder nicht. Es ist eine große Wohlthat des ^schickes, w^m der Soldat im Felde geneigt ist, sich um die kleinste Kleinigkeit zu lümmern, zur selben Z^it, l wo es sich für ihn selbst um Leben oder Tod hudelt. » v,' ^" Doboj z. V. sprang ein Hase vor unserer l "'« rasend feuernden Schwarmlime auf. Es gab keinen ! Öfficier und keinen Soldaten, der das sich zu verzweifelter Flucht wendrude Thier nicht gefehen hätte. «Sieh nur, wie er sich eilt, wie er die Läufe wirft?» gieng es durch die ganze Feuerlinie, trotzdem es in derfelben bereits Todte uud Verwundete gab. Eine Kugel traf einen der Vorderläufe des Hasen, und das arme Thier hüpste in seinem Schmerze auf drei Füßen dorthin zurück, woher es gekommen war. «Achtuug! Schießt uicht auf ihn; er ist keiu Vuänjak!» riefen ans einmal Öfficier, Untcrofsicier und Soldat. Und ich bin deffen sicher, dass unsere Soldaten so schössen, dass ihre Kugeln das lahme Thier mieden. Der arme Hase aber siel doch. Sicherlich hatte ihn eine bosnische Kugel getroffen. Vci unfercm Sturme, mit welchem wir die Boö-njaken ails ihren Verschanzungen hinauswarfen, bildete der Tod dieses armen H'sen sicherlich keinen geringen Factor, die vielen gefallenen Kameraden wollten gerächt sein, aber auch der Hase! Jeder Baka glaubte, dass der BoZnjak durch die Ermordung dieses armen Hasen ihm eine specielle Kränkung zugefügt habe, und dass gerade jener Voönjak das unschuldige Thier niedergeschossen habe, in dessen Brust er gerade das Bajonnett stieß. Allein eine noch größere Aufregung als das tödliche Alx'ntener des Hafen erregte iu unseren Reihen ein zweiler Fall. Uusec Bataillon recognoscieite ver« dächtige bosnische Dörfer, indem es nach Waffen uud Bewaffueten suchte. Allein so wie wir bei einem Ende des Dorfes einrückten, zogen sich die Bewohner beim anderen Ende in die Berge zurück. Sie nahmen ihre Waffeii mit sich. aber auch ihre Frauen. So wie wir aus dem Dorfe hinauskamen, grinsten uns hinter natürlichen Felswällen jeder Bosnjak, jede Waffe und jede Frau des Dorfes entgegen. Allein doch nicht alle Frauen, Wir erblickten eine Frau, die über Zäune und Gräben den Bergen zufloh. In diesem Augenblicke aber knallten bereits die Schüsse hiuter den Felsen hervor. Nach den ersten Schüssen trat Stille em und während derselben hörten wir der« zweifelte Rufe der Frau. Bald erholte sie sich, bald !ank sie wieder zusammen, indem sie ihre Hand auf den Busen drückte. Die Arme war von ihren eigenen Landsleuten angeschossen worden. Unsere Compagnie kam als Reserve in die letzte Linie und in eine gedeckle Stellung. Einige Schritte hinter uns besand sich der Virbandplah. Unser Arzt kramte seine Instrumente auf dem Rasen aus und um chn her wimmelten die mit dem rothen Kreuze bezeichneten Blessiertenträger. Die erste Verwundete, welche dahin gebracht wurde, war die bosnische Frau. Ich rief zu dem Arzte hinüber, was der Frau fehle? «Leben und Tod,» rntgegnete er mir. Im ersten Augenblick verstand ich die Antwort nicht; erst später kam ich darauf; das arme Geschöpf sollte Mutterfreuden entgegensehen. Dir Blessiertenträger, welche, um Vcrwuuoete zu holen, in die Feuerlinie eilen, theilten der Mannschaft nut kurzen, ranhen Worten mit. was geschehen sei. Die Boönjalin war durch die Ausreg'.mg der Flucht, das Entsetzeu und die schwere V rwuudnng, die sie erhalten hatte, von der Last, die sie U'.Uer ihrem Heizen trug, enttmudrn woiden. Meine Vakas blickten neugierig nach dem Verbandplatz? zurück. Dort sputeten sich um das Lagerbett l drr armen Frau d?r Arzt und mehrere Sanitäts- Lllib«cher Zeitung Nr. 16. 132 20. Jänner 1893. lisieruna der Moldau oberhalb Prag. aus welcher der böhmische Holzhandel großen Vortheil ziehen würde, die Regulierung der Eger, die Schiffbarmachung der Elbe in ihrem Oberläufe u. s. w. Der Vorsitzende, Vicepräsident Freiherr v. Chlu -meclu. unterbrach hierauf die Sitzung auf 15 Minuten. Nach Wiederaufnahme der Sitzung erörterte Abg. Wenger mehrere Mängel der Donau- sowie der Träun-Regulierung; insbesondere empfahl er die Vornahme von Baggerungen an der Traun-Mündnng, um diese wieder an lhre frühere Stelle zu verlegen. Das herausgeschaffte Schottermaterial könnte dann zu Schutz-dämmen verwendet werden. Weiter besprach Redner die Gehinderung der Flossschiffahrt im Donau-Canale; beim Sperrschiffe haben sich Baggerungen als nothwendig herausgestellt, mit deren Durchführung aber die Nau-I. nternehmung zu spät begonnen habe, so dass den Flößen anfangs die Durchfahrt nur dreimal in der Woche, später gar nur am Sonntage gestattet werden konnte, was große Nachtheile mit sich brachte. Die Regierung sollte daher in Hinkunft genaue Weisungen an die BauUnternehmung ergehen lasfeu und bei den bevorstehenden großen Arbeiten am Donau-Canale für einen provisorischen Landungsplatz Vorsorgen. Abg. Dr. Marchet beleuchtete die durch die Donau hervorgerufenen ungünstigen Verhältnisse bei Hainburg. Redner empfahl die Wünsche der Stadt Hainburg einer wohlwollenden Berücksichtigung seitens der Donau-Regulierungs-Commission und befürwortete insbesondere die baldigste Erfüllung des berechtigten Verlangens dieser Gemeinde nach Entfchädigung. Abg. Kaiser erinnert an seine bereits früher ausgesprochene Vitte, die Regierung wolle die Bezirksstrahe Jägern-dorf.Benisch'Spachendorf an die mährische Grenze in die Staatsverwaltung übernehmen, und beantragte eine diesbezügliche Resolution. Abg. Zuklje besprach das Eommunicationswesen in Kram, besonders die unzulängliche Anlage der Karlstädter Straße; er anerkennt die bereits getroffenen Maßregeln zur Beseitigung der Kramer Straßenmisere und wünscht weitere Verbesserungen. Abg. Rozkoäny besprach die Dringlichkeit der March'Regulierung und stellte den Antrag, die Regierung werde aufgefordert, die nöthigen Verhandlungen inbetreff der March-Regulierung einzuleiten und hiefür einen entsprechenden Betrag in das Budget pro 1894 einzustellen. Abg. I ax wünscht die Organisierung eines Avisierungsdienstes die ganze Donau entlang, damit die an diesem Flusse liegenden Ortschaften vor etwaigen Gefahren rechtzeitig gewarnt werden. Abg. Rammer führte auS, dass die Donau durch die Regulicrnnqö-bauten immer mehr eingeengt werde, wodurch häufige Überschwemmungen hervorgerufen werden. Redner beantragte eine Resolution, in welcher die Errichtung von Schutzdämmen an der Donau zur Verhütung dcr In« undierung der an den Ufern liegenden Grundstücke ver« langt wird. Abg. Dr. Ebenhoch klagte über die unzureichen« den Donau-Ufer'Schutzbauten in Ober-Oesterreich und beantragte eine Resolution, durch welche die Regierung zur Herstellung solcher Schutzdauten aufgefordert wird. Abg. Rigler besprach die Verhältnisse auf der Brünner Reichsstrahe uud forderte die Herstellung von Pflasterungen an einzelnen Stellen. Vicepräsident Freiherr von Ehlumecky bach hierauf die Berathung ab. Abg. Dr. Hof mann v, Wellenhof richtete an den Ministerpräsidenten als Leiter des Ministeriums des Innern eine Interpellation inbetreff der Anordnungen des Regierungscommissärs bei dem Techniker» commerse in Graz. Der Vicepräsident Freiherr v. Chlumecky gab schließlich bekannt, dass die Einschreibungen für das Capitel «Landesvertheidigungs-Ministerium» Freitag um 10 Uhr vormittags im Präsidial-Bnreau stattfinden werden. — Nächste Sitzung Freitag den 20. d. M. um 11 Uhr vormittags. Politische Ueberficht. (Der Agramer erzbischüflicheStuhl.) «Pesti Naplo» meldet aus angeblich bester Qualle, dass die Ernennung des apostolischen Feldvicars Dr. Koloman Bielopotoczku zum Erzbischof von Agram eine «feststehende» Thatsache bildet. (Der Rücktritt Smolka's.) Wie verlautet, wird die Linke, falls der Rücktritt Smolka's definitiv ist. einen Antrag auf Verleihung einer Dotation an denselben einbringen. Smolka hat in seinem Briefe um einen vierwöchentlichen Urlaub angesucht, doch wurde von der Festsetzung einer bestimmten Frist Umgang genommen. (Im Polenclub) berichtete der Obmann R. v. Iaworski über die parlamentarische Lage uud über die Verhandlungen der großen Clubs mit der Regierung, betreffend die Bildung einer parlamentarischen Majorität. Iaworski theilte mit, dass er diesbezüglich nur einmal mit der Regierung conferiert habe. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, und er werde seinerzeit über das Resultat dem Polenclub berichten (Für st Primas Vaszary) hat vorgestern in einem Fünfzehner »Ausschüsse a6 koe seine Anschauungen über die Congruafrage wie über das Project der katholischen Autonomie in Ungarn dargelegt. Bei aller Vorsicht der Darstellung soll der Primas die Autonomie doch als eine Nothwendigkeit bezeichnet haben. In dieser Richtung gehen bekanntlich die Meinungen in Ungarn sehr auseinander, und es wird daher sehr interessant sein, die diesbezügliche« Meinungen im Fünfzehner-Ausschusse, wo Bischöfe und angesehene Laien beisammen sitzen, zu vernehmen. (Zur Sprachenfrage.) Prager deutsche uud czechische Blätter veröffentlichen eine Correspondent zwischen dem Club des conservativen Großgrundbesitzes !und dem Executivcomite' der deutschen Landtags-Ab-geordneten. die sich auf die Sprachenfrage bezieht. Es handelt sich um den Vorschlag des letzteren Clubs, «die Regierung gemeinschaftlich zu ersuchen, Vertrauensmänner aller im böhmischen Landtage vertretenen Parteien zu dem Zwecke einzuladen, damit von denselben die Sprachenfrage berathen und wo möglich, für Böhmen einer Löfung zugeführt werde». Die deutsche Palteileituug lehnte in der bezüglichen Erwiderung den Vorschlag des Clubs des conservativen Groß» grundbesihes ab. (Der Abg. Professor Zucker) hat sein Mandat niedergelegt. Diese Resignation ist die nothwendige Folge der Haltung, welche Dr. Zucker in der letzten Zeit eingenommen hat. Von den altc^echischen Mitgliedern der Prager Handels» und Gewerbekammer gewählt, zeigte er gleichwohl bedenkliche Neigungen nach der jungczechisch'en S.ite hin. Ob er nun damit seine Stellung für die kommenden Eventualitäten sichern oder zur Versöhnung zwischen Alt- und Iunqczechen beitragen wollte — sicher ist, dass er keines der beiden Ziele erreicht, sondern nur sich selbst in eine unmöglich Position gebracht hat, indem er von der einen Seite auf' gegeben, von der andern aber nicht aufgenomiw'N wurde. Er kam effectiu zwischen die bekannten zwei Stühle z» ntzen. Das Abqcordnetenhaus verliert in Herrn M> Zucker ein eifriges, arbeitsfrendiges nnd auf viele« Gebieten versiertes M.tglied. Die Möglichkeit ist freilich nicht ausgeschlossen, dass Dr. Zncker über kurz odt! lang, geklärt in diesem oder jenem Sinne, den M u! das Abgeordnetenhaus wieder findet. (Frankreich und Belgien.) Die Unte» Handlungen zwischen Frankreich und dem Congostaat wegen der Abgrenzung ilirer Besitzungen am MboB und am Uelle sind endlich einen Sckritt weiter geM de,t worden, nachdem beide Theile Zugeständnisse l> willigt haben. Vorläufig steht fcst, dass die Grcnzlinil nna/fäln- dem Lanfe des Mbmun und seines Nebe? flusses Schinto folgen soll. Da indes eine Lösung a«l dieser Grundlage die Frage der Quellen des Nil be« rührt, will die französische Neqierung sich noch mit del britischen benehmen. Der französiiche Minister del Auswärtigen, Ribot, hat, wie die «Kölnische Zeitung' berichtet, zu diesem Zwecke bereits Unterredungen lN? Lord Dnfferin gehabt. Graf de Grelle Rogier, der l>il Unterhandlungen für den Congostaat auch diesmal ill Paris geführt hat, ist nach Brüssel zurückgekehrt. (Die englische Regierung) ist dem vo? gestern ans Kairo gemeldeten Ministerwcchsel mit eines Ultimatum entgegengetreten. Der Khedive hat inM dessen Riaz Pascha an Stelle Fakhri Paschas zUs äabinetschef designiert, womit der Conflict beigelev erscheint. Auch im Nordwesten von Afrika tritt ENV land mit Nachdruck auf. Dic vom Sultan von MaroB angeboten? Genugthuung für die Tödtnng eines eH tischen Unterthans wird für ungenügend erklärt. 3 Marokko wollen indessen, wie gemeldet. Frankreich »W Spanien England nicht allein vorgehen lassen. (Die Vorgänge in Frankreich.) Wie dtl «Figaro» meldet, werde in der Umgebung des Pcü^ denten Carnot versichert, derselbe habe ungeachtet seins bisher während der Panama-Affaire beobachteten M sivität einen sehr präcisen Plan gefafst. Er wollc nämlich dem Cabinet, welches dem jetzigen ziemlich baw spätestens nach Beendigung des Panama Processes, folg^ werde, das Mandat zur Auflösung der Kammer gebeK (Die Bank von Frankreich.) Das fr^ Mische Parlament hat mit großer Stimmenmehrhe" den Antrag auf Erweiterung des Emissionsrechtes del Bank von Frankreich von 3'/, auf 4 Milliarden b? willigt. Diese Maßregel ist. wie wir bereits ausg'fühH dadurch nothwendig geworden, dass die Bank seit 16s" 700 Millionen franco Gold gegen Noten gekauft, alst in größtem Maßstabe dieselbe Operation durchgesühl» hat, welche auch bei uns vorgenommen wurde. (Der Zar und der Friede.) Der Petel^ burger «Regierungsbote» veröff ntlicht die Antwort dt» Zaren auf die ihm dargebrachten Nenjahrs-GlückwünsO der Stadt Moskau. In derselben heißt es: «MV Gott unser Gebet erhören, dass dieses Jahr ein 3^ des Friedens und Wohlergehens für Nussland werde-' (Der deutsche Reichstag) beendete die erA L.sung der Brantweinsteuer.Novelle und übellv'" dieselbe an die Militär-Commission. Im Lauft ^ Debatte wurde von conseruatwer Seite mchrsach ^ Einführung des Ärantweininuiopols befürwortet. . soldaten. «Mit solcher Parade ist noch kein Bosnier auf die Welt gekommen!» murrte ein giftig aussehender alter Reservist. «Was geht das Euch an? Dort ist der Feind; dorthin schaut, nicht nach rückwärts.» Die Ermahnung kam gerade zu rechter Zeit. Unser Adjutant sprengte in rasender Eile auf uns zu. Der Befehl lautete: «Reserve vorwärts! In geschlossener Reihe! Vorwärts in die Feuerlinie! Schnellfeuer und Sturm! ...» Und vorwärts gieng's, wie die Windsbraut. Zuweisen sah ich das Gesicht eines Oosn/aten, der hinter, dem Fe^erv hervor ar^ mich zielre. Nnd da gieng ek mir durch den Sinn, ob das nicht vielleicht d'r Urheber des jungen Lebens sei, das dort soeben begann und der jetzt das meinige dafür auslöschen wollte. Da stürzte ich zu Boden. «Jetzt sterbe ich,» dachte ich bei mir, «und dort hinten tritt einer in die Wett.» Ein Oesuhl des Neides eraM mich. Im nächsten Augenblicke aber sprang ich auf und sah. dass mir nichts fehlte. Vor nur flohen die Feinde. Wir hatten gesiegt uud ich lebte... Nach der Rast zogen wir uns vom Gebirge wie« der in die Ebene hinab. Als wir beim Verbandplätze vorübermarschiertcn, sah ich. dass die Bosnjakin dort auf dem Rajen in der Reihe der Todten lag. Unser Nrzt eilte auf den Bataillons. Commandanten zu und sagte mit jenem Humor, der den Militärärzten eigen zu fein pflegt: «Herr Oberstlieutenant, ich melde gehorsamst: Sieben Todte, fünfzehn Verwundete und einen — Zuwachs.» Und er streckte dem Oberstlieutenant rinen in eine zerfetzte und blutige Blouse gehüllten winselnden Säugling entgegen.» D. P. Roman von <5. Matthias. (12. Fortsetzung.) «Welch eine eigenthümliche Richtung nimmt der Geist dieses Jünglings!» dachte bei sich Georg, dahin« schreitend. «Wohl war er stets zu Träumereien geneigt, aber so toll wie jetzt hat er es nie getrieben. Wie ganz anders bin ich doch gewesen! Uno doch trieben wir dieselben Studien, lasen wir dieselben Bücher, hatten ,dieMen kchrer^» j Die Bilder seiner Jugend huschten an seinem gei« stigen Auge vorüber. ' Selbst aus einer adeligen Familie entsprossen, hatte er. elternlos, die herzlichste Ausnahme in wm Hause seines reichen, altadeligen Oheims, des Oiasen ,von Schünsels. gefunden. Um zwei Jahre älter als Arthur, war er mit diesem erzog"» worden, der, obwohl schwächlich und sensitiv angelegt, dennoch mtt dem älteren Kameraden Schritt gehalten hatte. Erst die letzten Jahre brachten eine Trennung der beiden Gefährten mit sich. Georq, für die Officierscarriere be« stlmmt, trat in das Cadeltcnhaus ein, machte sein Examen und befand sich nun in Danzig als Ingenieur beim Pionierbataillon. Bei feiner Rückkunft hatte er den einstigen Spiel, fameraden recht verändert gefunden. D sj n Hang zn Phantasien erschreckte ihn. War doch sein Geist >m Caoeltenhause durchaus praklisch geschult morden. Uno vollends musste nun noch gar ein Ereignis, wie das Auftauchen dieser Zwergin, in des bereits genugmm Ueberspannten Leben eingreifen. Was follte dara^ werden? Er hatte es übernommen, für das unMckli^ Geschöpf zu sorgen und sie in der Pension der A>N"' räthin Nord n untcrzubriuicn. Ob sich de Dame daj" versteht! würde, sie auf^nnchm n? Er hoffte das be!^ Im schlimmsten Falle war ja Mlanie da, seine B'^ zu unterstützen, Melanie, die liebliche Tochter b" Amtsrächin. Melanie/ Der Name erschien dem l'ungen V?<^ wie em leuchtender Sonnenstrahl, hu'h doch ^o ^ Geliebte aus den Ki'idcrMtc'n. Im Äade Zoppot ha^ sie sich kennen gelernt, als linder am Strande qespl^ und Muscheln gesucht, und Aithnr hatte sie beide " Vraut und Brcmtigam a/ncmnt. Dem vwnden MadA behagte es sehr in Oesettschift des Knaben- mit A langweilig'« Mäochm mochte sie nichts zn ^cha.'V« haken. Mit dem scheidenden Sommer freilich errelH auch die Kindcrfreuntischaft ein Ende. Die gr"",, ^'rschlcoenen Familien sahen sich nicht mehr, abel " Kinderseele kennt reinen Hochmuth und Ztande«"^ >chied. Der folgende Smnmer brachte sie wi-'der 5 sammcn und eine innige Zumignna, wurzelte sw den jungen Harzen und lelmte alö Jugendliebe in ^ lanie's und Georgs Herzen fort. . ^ Die Pensioil der Amtsräthin Norden, die, seltA raumer Zit Witwe, einem Asyl für junge Dame« w viclem Geschick vorstand, lag auf Laufarten. ^ h/l em schönes, alterthümliches Huis Mlt'zierlichem G'^ uno verschnörkelten Erkern, au Welches ein P^H. Garten anstieß, der sich bis zum Stadtwall erstre" Laibacher Zeitung Nr. 16. 133 20, Jänner 1893. (Der Emir von Buchara) ist mit seinem Sohne Tjura-Dshan-Mir-Alun und seinem Gefolge am 13. d. M. in Petersburg eingetroffen und mit großer Auszeichnung aufgenommen worden. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Gemeinde Victorsberg zur Anschaffung zweier Glocken und zur Restaurierung des Pfarrgebäudes 100 fl,, ferner der Kirchenvorstehung Aschbach-Algund zur Vollendung des Baues der Filialkirche in Aschbach 80 fl. zu spenden geruht. — (Adeliges Damenstift auf dem Hradschin.) Als Nachfolgerin der Erzherzogin Mar-garetha Sofie in der Würde der Aebtissin des k. k. There-finnischen adeligen Damenstiftes auf dem Prager Schlosse wird die Erzherzogin Carolina (geboren 1869), die zweitälteste Tochter des im Jänner vorigen Jahres so unerwartet schnell verstorbenen Erzherzogs Karl Sal» uator und der Erzherzogin Maria Immaculata, bezeichnet. — (Ein verhängnisvoller Schuss.) Aus Linz wird gemeldet: In der Station Freistadt der Linie Linz-Vndweis spielte sich eine furchtbar aufregende Scene ab. Jedenfalls durch die im höchsten Grade unvorsichtige Handhabung mit einem Jagdgewehre, mit welchem sich ein in der Vahnhofrestauration bediensteter Kellner beschäftigte, gieng der Schuss los, u»d die volle Ladung fuhr dem ebenfalls im Vahnhofe zu Freistridt ill Verwendung stehenden, gerade in dcr Umgebung des Kellners befindlichen Herrn Reindl in die Vtust, so dass der Unglückliche augenblicklich zusammenbrach. Demselben lounten noch die Sterbesakramente gereicht werden, dann verschied er. Der erschossene Reindl hinterlässt eine Frau und drei Kinder. Der Vorfall rief große Bestürzung hervor. — (Der Winter in Italien.) Aus Italiei laufen wahre Hiobsposten über Schneestürme ein. Gan^, Oberitalien ist in Eis und Schnee gehüllt. In Modena liegt der Schnee zwei Meter hoch. Vierzig Personen sind dort verunglückt. In Artori bei Reggio (Calabrien) sind zwei Häuser eingestürzt, wobei drei Personen begraben wurden. In Bologna liegt der Schnee meterhoch. Das Dach des Circusgebäudes ist eingestürzt. Auch an der Riviera gibt cs große Schneemassen. Die Halste dcr Orangen« und Citronenblüteu ist erfroren, ebenso wie auf Sicilien die Wein- und Oliveusträuche. Auch aus Griechenland laufen ähnliche Nachrichten ein. — (Von Wölfen überfallen.) Am i2.d,M. wurde ein bei dem Bäckermeister I. Sidor in Essega. bediensteter Bursche mit einem Wagen Gebäck nach den in der Umgebung befindlichen Pußten geschickt. Am Wege dahin wurde er von einem Rudel Wölfen überfallen; ani nächstfolgenden Tage fand man die Reste seines Leichnames wie auch den Cadaver des Pferdes. Wiederholt sind bei der strengen Kälte und den großen Schneefällen mehrere Nudel Wölse bis ganz in die Nähe der Stadl Essegg gekommen. — (Sturm in Trieft.) Die Mannschaft des, im Triester Hafen vor Anker liegenden Lloyddampsers «Urano» gab vorgestern plötzlich das Nothsignal, da die Verankerung des Dampfers in Brüche qieng und der Dampfer in Gefahr schwebte, an den Wellenbrecher geworfen zu werden. Es gelaug, den Dampfer in Sicher- heit zu bringen. Die Bora hat sich gelegt. Die Züge treffen mit mehrstündiger Verspätung in Trieft ein. — (Eisenbahnunglück.) Bei der Station Pruszkow der Warschau-Wiener-Vahn ist ein Kohlenzug auf einen Personenzug gestoßen. Vier Waggons des ersten Zuges und die Locomotive des Personenzuges sind total zertrümmert worden. Sechs Leute des Bahnpersonales sind schwer verletzt. — (Ein flüchtiger Ban kdi rector.) Der Director dcr «Vanca di Navoli» in Rom, Cuzinello, ist flüchtig geworden. Der Abgang beträgt 2'/, Millionen Lire. Cuzinello soll ein Opfer seines leichtsinnigen Lebenswandels geworden sein; er hat das Geld zumeist in Damengcsellschast verbraucht. — (Olioloi-a no3tra».) In der Provinzial-Irrenanstalt in Nietleben in Preußen ist in den letzten Tagen eine epidemieartige Krankheit aufgetreten, an welcher bisher 15 Personen gestorben sind. Die bacteriologische Untersuchung hat Olioloru nouti'iiu ergebeu. — (Hofball in Petersburg.) Wie man aus Petersburg schreibt, wird der erste diesjährige Hofball am W. Jänner stattfinden. Bei demselben wird auch der Emir von Bokhara mit seinem Gefolge erscheinen. Das Gedächtnis dcr Bienen. Manches, was im Vienenlcben vorgeht, ist nicht auf einen Augenblick gestellt, sondern bedarf gar oft einer lange, en Vorbereitung. Während dieser aber muss die Viene und, wenn die Vorbereitung gemeinsam ist, müssen die Bienen den Gedanken in ihrem Geiste bis zu seiner Ausfühiunc, und Vollenduug festhalten; sie müssen mit einem Worte Gedächtnis haben. Ohne Gedächtnis ist ein Geistesleben, welches wir bei den Bienen namentlich stark ausgebildet finden, undenkbar. Von vielen, selbst niederen Thieren wissen wir, dass sie Gedächtnis besitzen, bei den Bienen aber ist diese Gabe von ungeahnter Stärke. Das^ Leben der Bienen gibt uns Anhaltspunkte genug, dies zu beobachten, und es kommt nun ganz besonders darauf an zu erfahren, wie lange eine Vorstellung im Gedächtnis dieser Thiere bleibt, ehe sie erlischt. Das Gedächtnis befähigt die Bienen, die alten Sammelplätze, den Baum oder die Blume, wo sie ein. mal Honig gefunden haben, wiederzufinden, oder macht ihnen möglich, ihrcu eigenen Stock unter vielen anderen stets wieder heraus zu erkennen. Die Bienen haben, wie er Imker sich ausdrückt, den Flug gelernt. Jede junge Viene, die zum erstenmale ihren Stock verlässt, merkt ^ iich genau, wie dieser aussieht, den Ott, an dem er steht, und alles, was zunächst um ihn ist, damit sie auch ichlig wieder nach Hause finde. Sie stiegt daher vor-ichtig vom Flugloch ab, zieht erst kleinere, dann immer größere Kreise um ihren Stock und hält dabei den Kopf diesem möglichst zugewendet. Eine ältere Vienc, die ihre Wohnung kennt, fliegt pfeilschnell vom Fluqbret ab, den Kopf nicht zurück, sondern dem Orte zugelehrt, zu dem sie eilt. Freilich hat auch dieses Auffindungsvermögen, wie wir es nennen möchten, eine Grenze, und man nimmt an, dass Bienen, welche sich viel weiter als eine Stunde von ihrer Behausung entfernt haben, bei der Rückkehr sich leicht verirren. Daher ihnen auch ein blühendes Feld umso lieber ist, je näher es sich beim Stock befindet, abgesehen davon, dass mit solcher Nähe eine große Ieit-und Krastersparnis verbunden ist. Plötzliche Windstöße, Gewitterstürme fürchten sie vielleicht auch deshalb so sehr, weil dieselben sie weit genug von der Heimat verschlagen, um ihnen die Rückkehr schwer oder nnmöglich zn machen. Ob sie, wie Virgil in seinem berühmten Gedichte über die Bienen erzählt, bei solchen Gelegenheiten, wo der Wind ihnen gefährlich zu werden droht, sich dadurch zu retten suchen, dass sie kleine Steinchen ober Kieselchen mit den Füßen vom Boden aufheben und auf diese Weise beladen den Wogen der Luft einen leichten Widerstand »entgegenzusehen vermögen, ähnlich wie ein mit Ballast beschwertes Schiff den Wogen des Meeres besser wider« steht als ein leeres, ist nicht sichergestellt. Ein merkwürdiges Beispiel vom Gedächtnis der Bienen führt Sticknry an: Bienen, die von einem Loch unter einem Dach Vrsitz genommen hatten, aber in einen Stock geseht wurden, schickten aus ihrem neuen Wohnort zur Zeit des Schwärmen« mehrere Jahre hintereinander Kundschafter nach diesem Loch. Die Erinnerung daran musste sich also von Generation zu Generation vererbt haben oder mitgetheilt worden sein. Huber erzählt, dass er im Herbst Honig in ein Fcnster gestellt habe und dass die Bienen haufenweise dahin gekommen seien. Der Honig wurde entfernt und die Ladm blieben den ganzen Winter geschlossen. Als sie im folgenden Frühjahr wieder geöffnet wurden, stellten sich auch die Bienen wieder ein, obgleich kein Honig mehr im Fenster stand. Sie ennnerten sich also ohne Zweifel, dass früher welcher dagestanden hatte; und ein Zeitraum von mehreren Monaten hatte den empfangenen Eindruck nicht verwischen können. Vor Ein-Mritt des Winters hat gewöhnlich schon monatelang der Brutansatz und somit das Erbrüten junger Bienen aufgehört. Es gibt also nur noch ältere Bienen im Stock, die alle den Flug kennen. Hält nun andauernde kältere Witterung während des Winters die Bienen über drei Monate im Stocke zurück, ohne dass sie im Laufe der , Zeit auch nur ein einzigesmal ausfl'rgen können, so haben die Bienen den Flug vergessen und lernen ihn von neuem. Dem Stock kann jetzt jeder beliebige Platz angewiesen werden, die Vienen werden sich sicher zurückfinden; die alte Stelle ist vergessen. Tritt aber nach den Tagen im Spätherbst, an denen die Vienen zum lehtenmale ausgrflogen waren, schon nach zwei Monaten wieber warmes, sonniges Wetter ein, so würde der Stock, der einen anderen Platz erhielt, l als den er früher gehabt hat, entvölkert werben; denn die Bienen haben die Stelle, an welcher der Stock früh« stand, noch nicht vergessen, fliegen zu derselben hin und kommen um. Ein Bienenvater, der seinen Vienen lein so treues Gedächtnis zutraute, wie sie wirtlich besitzen, lxgieng die Unvorsichtigkeit, einen Stock, der an einem ungewöhnlich warmen Tage des Jänners, es war der 22., geflogen hatte, an einen anderen Platz des Gartens zu stellen. Bis gegen Ende März blieb die Witterung rauh, und die Bienen konnten nicht wieder ausfliegen. Da, am 25., schien die Sonne wieder warm; dic Vienen flogen, kamen aber zu der Stelle zurück, wo ihr Stock früher gestanden. Neun Wochen lang hatten sie in ihrer Wohnung gesessen und doch den Flug, wie sie ihn früher gelernt, und den Ort, wie sie ihn früher gekannt, nicht au« dem Gedächtnis verloren. Ein großer Theil der Vienen würde auch nach noch längerem Stillsitzen zu der alten Stelle zurück und nicht nach der neuen hin geflogen sein, wie Beobachtungen hinreichend festgestellt haben. Ja, in ein» zelnen Bienen mag selbst nach mehr als drei Monaten die Erinnerung an die alte gewohnte Stelle noch nicht geschwunden sein; der größte Theil des Voltes aber kennt sie nicht mehr. Diese Beobachtungen lehren, das« die Biene im Durchschnitt zehn Wochen lang eine Vorstellung festzuhalten vermag; sie lehren ferner, dass ihr Gedächtnis nicht immer Auch die Facade war von grünen Lindenbänmeu beschattet uud hatte einen kleinen Vorgarten. Die Fenster waren so blank wie der gelbe Klopfer von Messing an der Thür; alles blinkte so sanber nnd einladend; es musste eine Lust sein, hinter diefen Mauern zu wohnen, und in Wahrheit fahen die rosigen Madchmgesichter, die oft gegen den Befehl der Amtsräthin auf die Straße blickten, stets frühlich nnd lebeilslnstig aus. So behaupteten wenigstens die Husarenofficicre, die sporen-mngend mit Vorliebe gerade hier vorübergiengcn oder salutierend vorbti galoMer/n,. Zur Besuchsstunde bewege Georg den Me^mg-Hopser an der Pforte der Pension. Ein sauber ge-lleioeles Dienstmädchen öffnete und knixte tief vor dem offmbar bekannten Gaste. «Wünschen der gnädige Herr das Fräulein ^r die Frau Amtsrüthitt zu sprechen?- fragte die schnippische. «Wenn cs möglich ist, beide,» entgegnete der junge T^ann, ohne den Stich scheinbar zu bemerken. «Finde lH die Damen oben?» «Im braunen Empfangszimmer,» antwortete das Mädchen. «Wen darf ich anmelden?» «Thorheiten, Röschen,' meinte Georg. «Sie können "Uch ja zur Genüge.» 'Leider.» seufzte die Zofe mit kokettem Augen- Mchlag. «Abcr die Gnädige schärfte niir ein, jeden velln mit seinem vollen Namen anzumelden, nnd ich welk nur. dass Sie Georg heißen.» wtt l^"" "^' ^ ^a.w Sie, Georg von Verdenberg "Miche die gnädige Frau in Geschäften zu fprechen.» «Und Fräulein Melanie?» fragte die Zofe. .Ich werde ihr meine Grüße persönlich überbringen.» «Ganz recht,» sagte Röschen munter, «das wird am besten sein. Bitte nur voraus zu spazieren. Der Herr Georg kennen ja bereits die Hausgewohnheit.» Veide stiegen die breite Treppe hinauf. Oben an-gelangt, meldete die Zofe den Besucher in aller Form. Die Näthin emvfieng den Gast convcntionell. «Treten Sie ein, lieber Herr von Veldenwg,» sagte sie mit sanft flötender Stimme. «Sie kommen wah^ämnUch, um sich von uns zu verabschieden?» Freundlich, dl'ch ein wemg reserviert, reichte sie dem jnngen Manne ihre wohlgepslegte Hand, Frau Amtsräthin Nmden war eine große, ziemlich wohlbeleibte Erscheinung von gewinnenden Aussehe. Das Oesscht der Amfzigjahcheil wla. Spuren einstiger großer Schönheit. Ihv blondes, Michtg^cheitcUes Haar hatte noch den Glanz frischer Iugeud, ihr Gesicht war blühend, uur die Mundwinkel wiesen tiefe Falten auf, und die lebhaft blickenden gwuen Angen verbargen sich unter etwas runden Lidern und stat.n in riiiem Gewirr verrathet isch" Kmhcnfiiße. Auf ihrem Antlitz lagelte indes d,r Abglanz .;ws;cr Freundlichkeit und Herzensgute, daliei cine hübsche Portion guter Laune ein Aufdruck, welcher sich im Gesicht ihrer Tochter Melanie, die hinter der Mama eingetreten war. in reizvollster Form wiederholte. Melaine war das veljüiigtr Ebmbild ihrer Mutter Die blondeu Haare umgaben m der Locken widerspenstigen Fülle das hübsche, frische Antlitz, aus wel- chem ein Paar lustige, blaugraue Augen leuchteten. Die schlanke Gestalt war elegant und von reizvoller Form. Georg betrachtete die junge Dame mit Entzücken. Es kam bei ihrem Anblick fast wie Verlegenheit über ihn, die Melanie aber keineswegs zu theilen schien, denn wie ein guter Kamerad reichte sie ihm die Hände, nickte ihm einen freundlichen Gruß zu und nahm dann in der Nähe ihrer Mama Plat), welche sich ccremoniös ai/f e/ilm PMels/ich/ m, berge/a ssen und auch ihren Besuch zum Sitzen eingeladen haNe. «Ich habe eigentlich nicht die Idee, mich zu ver« abschieden,» nahm Georg, noch immer ein wenig 1,e-> fangen, das Wort, «im Gegentheil habe ich die Absicht, in Danzig zu binden, da ich beim Wegen Pionierbataillon eingetreten bin. Ich komme auch nicht in eigener Angelegenheit.» Georg stockte. «Mich ^ührt der Wunsch meines Vetters hierher.» «Arthur von Schönfcls? Das überrascht mich einigermaßen,, sprach die würdige Dauie. «Sie weiden noch mrhr verwundert sein, wenn ich mich meines Auftrages nnd meiner Bitte entledige. Doch sind Sie es allein, Madame, welche uns in dieser de-licaten Angelegenheit helfen kann.» «Sie machen mich neugierig,» «Es handelt sich um die Aufnahme eines Kindes oder einer jnngen Dame — wie Sie wollen — in Ihre Pension!» «Eines Kindes?» wiederholten Muttel und Tochter. (Fortsehuna folgt.) Laibachcr Zettung Nr. 16. 134 20. Jänner 18S3. gleich stark ist, dass vielmehr auch bei diesen Thieren — denn bei verwandten Insecten, wie Wespen und Hummeln, wirb es dasselbe sein — einzelne derselben sich vor an« deren in dieser Geistesanlage auszeichnen. Ist es aber in dieser einen Fähigkeit der Fall, warum nicht auch in anderen? Es wird nur nicht immer so leicht sein, es festzustellen. Sehr auffallend ist, dass die Drohne ein weit schwächeres Gedächtnis besitzt als die Arbeitsbiene. Auf einem größeren Bienenstand gerathen öfter einige Vienen in falsche Stöcke, Fliegen junge Bienen zum erstenmale aus und schlägt sie ein Windstoß, gerade während sie abstiegen, zur Seite, so verlieren sie den Stock aus dem Gesicht und halten einen benachbarten für den ihrigen. Kommt dies bei den Arbeitsbienen leicht vor, so verirren sich die Drohnen noch viel häufiger, und zwar ohne äußere Ursache. Da nämlich die Drohnen nur bei ganz günstigem Wetter und nur in den Mittagsstunden ausfliegen, so sollte man am allerwenigsten er« warten, dass sie sich in fremde Stöcke verirren, und doch geschieht dies sehr häufig, häufiger als bei den Arbeitsbienen. Die Drohnen müssen eben ein weit weniger treues Gedächtnis haben als die Arbeitsbienen; nur hiedurch wird dieses häufige Verirren erklärlich. Die äußere Er» scheinung der Drohnen ist plump und träge, die der Arbeitsbienen gewandt und lebhaft; der Abstand in geistiger Beziehung ist mindestens ebenso groß. 1^. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Der Landesgerichts-rath beim Kreisgerichte in Rudolfswert Herr Rudolf Ullepitsch Edler von Krainfels wurde zum Rathe des Oberlandesgerichtes in Graz ernannt. * (Von der Laibach,) Den ersten partiellen Visdecken, die sich seltsamerweise heuer auf unserem Laibachflusse bildeten, folgten seit Sonntag neue, und zwar von größerer Ausdehnung als die anfänglichen. Der Lederfabrik gegenüber reichte noch gestern eine solche bis zur Vtitte des Wasserspiegels, eine zweite klammert sich an das Gelände des Petersdammes, andere überspannen den Fluss, doch bereits außerhalb der Stadt. Was von der Vorwoche noch übrig blieb, das hat sich entweder gesenkt und trug zur Erweiterung der neuen Eisbildungen bei oder es hängen die Ufertheile der Decke frei über. das Nasser hinaus und führen uns vor Augen, um wie viel die Laibach in den letzten Tagen infolge der sibirischen Temperatur gesunken ist. Das Frieren will nicht aufhören und mit einer Art Befriedigung gedenkt man des Iänner-monats, der uns vor drei Jahren beschieden war, und der, obwohl sich ihm die Influenza in ganz besonderem Grade beigesellt hatte, Ausflüge ins Mittelgebirge gestattete, wo sich schon die ersten Frühlingslinder sonnten. Die Schnewälle, die auf dem Petersdamme hoch übrr das Ufergeländer ragen und jäh in den Fluss niederslreichen, lassen uns noch nicht aufalhmen. Wenn diese Wälle unterhalb der Fleischerbrücke nicht rechtzeitig durch Schauster in die Laibach gedrängt werden: welches Chaos droht auf dem genannten Damme bei Eintritt des Thauwetters! Vorläufig fehlt uns noch so manches. Auch die Ausfluss-röhrtn der Wasserleitung starren in einzelnen Häusern von Eis und geben schon seit Tagen lein Wasser. ^ * (Kostümfest auf demCise.) Der grimmige Altgeselle Winter, der beste Freund der Kohlenhändler und — Gislaufvereine, scheint seine volle Huld den Jüngern des fröhlichen Eissportes zu schenken, denn der gestrige milde Abend nach einer Ieit, in welcher Schnee, Eis und die berüchtigte Bärenkälte nicht von der Tagesordnung wichen, konnte nicht besser und günstiger zur Abhaltung des Eisnachtsestes gedacht werden. Das kalte Sonnenlicht des Wintertages kann allerdings uur das kalte elektrische Licht am Abende ersehen, und da dies in Laibach eine Unmöglichkeit, so fehlt bei solchen Veranstaltungen eine Hauptbedingung — die tageshelle Erleuchtung, bei der die Maslencostüme auf der Eisbahn zur rechten Geltung kommen lönnten. Das Comite' hat allerdings sein Mög' lichstes gethan, um den äußeren Schauplatz in entsprechen« der Weise effeclvoll für die Entwicklung des seltenen, schönen Festes auszugestalten. Die langgedehnte, spiegel« glatte Eisbahn rahmten zahlreiche Ständer mit Behältern ein, in denen Colophonium lichterloh brannte, indes der alte Pavillon im bunten Lichte von Hunderten farbiger Glaslämpchen erstrahlte, zeitweise bengalisches Feuerwerk grell die Eisfläche beleuchtete, Raketen emporstiegen, auf der Südseite der Bahn gleichfalls in farbigen Lichtern die Initialen des Vereines weithin sichtbar waren. Bei den fröhlichen Klängen heiterer Melodien unferer braven Regimentslapelle entwickelte sich angesichts einer zahlreichen Zuschauermenge ein überaus reges und lustiges Lebens da stürmten Masten aller Art aus stahl- beschwingten Sohlen, umschwärmt von neugierigen Ve» gleitern, dahin, die sich an dem Spanier, Vogelhändler, den Eskimos, Harlekins. Bäuerinnen, u. a. m. nicht satt- sehen konnten. Die insolge des herrschenden Westwindes etwa« düstere Beleuchtung besserte sich in der zweiten Hülste zusehends, so dass auch dcn Zuschauern ein freierer Ausblick zutheil wurde. Für leibliche Stärkung sorgte das Buffet in hinlänglicher Weife, allen Ansprüchen Rechnung tragend. Von vielen Seiten wurde der Wunsch laut ein Voftümfest an einem Sonntag.Nachmittage abzuhalten, da bei dem Interesse, das sich für den Sport kundgibt, auf eine neuerliche, voraussichtlich noch stärkere Betheiligung zu rechnen ist. .1. — (Slovenisches Theater.) Das auf dem Repertoire des slovenischen Theaters stets gerne gesehene Schauspiel «Nawi-in 1)1a,A0«lov, bewies auch gestern seine volle Zugkraft, indem es im Theatergebäude ein sehr zahlreiches, und wie wir gleich bemerken wollen, auch ein sehr beifallslustiges Publicum versammelte. Die Besetzung der Nebenrollen war wohl in mancher Beziehung mangelhast, die Hauptpartien aber befanden sich in guten Händen und gelangten zu durchaus anerkennenswerter Durchführung. Frau Borstnil spielte namentlich im vierten und fünften Acte die Rolle der Marie mit einer Hingabe, die ihr Talent neuerdings im hellsten Lichte glänzen ließ; Fräulein Nigrin legte in ihre Rolle als Chonchon, die ja bekanntlich zu ihren besten Leistungen gehört, den erforderlichen Grad von prickelnder Frischheit hinein und erzielte insbesondere in den Gesangsftiecen lebhaften Beifall; endlich führte Herr Borst nil feine Rolle als Commandeur mit bekannter Verve durch, wobei ihn die Herren Perd an und Verovsck in zutreffender Weife unterstützten. Wir wollen zum Schlüsse noch der wirklich prächtigen Costüme gedenken und bezeichnen die gestrige Vorstellung auch in ihrem scenischen Theile als eine gelungene. — (Aus Fiume) wird unterm Vorgestrigen berichtet: Die Bora hat an Heftigkeit abgenommen, und wir hatten während des Tages, da die Sonne den Nebel durchbrach, schönes Wetter. Der Wiener Tageseilzug kam mit anderthalbstündiger, der Personenzug mit dritchalli-stündiger Verspätung hier an. Die Verkehrsstörung auf den ungarischen Staatsbahnen hält au. Ein Ellzug mit dreißig Passagieren ist bereits den dritten Tag in der Station Fuzine, und ist alle Mühe fruchtlos, die Schneemassen zu beseitigen, da heftige Stürme dieselben neuerdings zusammenwirbeln und es heute morgens wieder stark schneite. Die Bora, die in Trieft sehr heftig war, hat bei un« nur bescheidene Dimensionen gehabt und leinen Schaden angerichtet. — (Vom Theater.) Am kommenden Montag findet die Erstaufführung des Äalletdiverlissements »Die Puppenfee» von Haßrriter und Gaul, Musik von I, Bayer, statt. Die Balletmeisterin Frau Fra nk-Schellen-bcrg auS Wien hat das Studium des choreographischen Theiles sowie überhaupt das Arrangement übernommen, und finden seit Montag täglich Proben hiezu statt. Herr Regisseur Hopp steht ihr dabei in wirksamster Weise zur Seite und führt die Gesammtregie. Die Decorationen stammen aus dem rühmlichst bekannten Atelier D. Nadl-messer in Wien. — (Ein Theaterzug.) Im hiesigen Landestheater wird am kommenden Sonntag abermals eine Reprise der lyrischen Oper «1elini-«ki ploini^i» gegeben wclben. Aus diesem Anlasse bringt ein vom hiesigen Reisebureau Paulin arrangierter Extrazug Sonntag nachmittags um 4 Uhr 50 Minuten eine bedeutende Anzahl Theaterbesucher aus Untersteiermarl, insbesondere aus Cilli, in dessen Umgebung (Tüchern) sich die Handlung der Oper bekanntlich abspielt. Den ankommenden Gästen soll auf dem hiesigen Nahnhose ein festlicher Empfang bereitet werden. — (Militärisches.) Se. Majestät der Kaiser hat die Uebernahme des Obersten Oskar Ritter Ne-grelli v. Moldell, e, Commandanten des Infanterie« Regiments Nr. 14, auf fein Anfucheu in den wohlverdienten Ruhestand angeordnet und demselben bei dichm Anlasse den Generalmajors - Charakter aä lwnoro» verliehen und dcn Obersten Sicgmund Klug Edlen von Kluge nwald des InfanterioRegimentS Freiherr von Kühn Nr. 17 zum Commandanten de« Infanterie-Regiments Nr. 14 ernannt. — (Eine gesunlenc Ya cht.) Die dem Fürsten Thurn-Taxis gehörige Yacht «Pionnier», welche zur Ausbesserung im Arsenale von San Roccu bei Trieft sich befand, gieng vorgestern infolge der Einwirkung von Sturzwellen, welche das Fahrzeug auf der einen Seite mit einem wahren Eiswalle belegten, unter. Capita« Paulin, welcher bis zum letzten Moment an Bord weilte, um Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen, rettete sich mühsam. Man hofft, die Yacht heben zu können. — (Gemeindewahl in Trata.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandcs der Ortsgemeinde Trata im Bezirke Krainburg wurden gewählt: Gregor Iezersel Grundbesitzer in Gorenjavas, zum Gemeindevorsteher, Andreas Schrei, Martin Nrence. Joses Sinlouc und Franz Ienko, sämmtlich Grundbesitzer in der Gc< meinbe Trata, zu Gemeinderäthen. — (DieMetall-Gehilfengenossenschaft in Laibach) veranstaltet morgen abends um 8 Uhr in Hafners «NierhaUe» unler Mitwirkung der Militär» Musikkapelle ein Tanzlränzchen. Der Reingewinn stießt der Genossenschaftscasfe zu. Eintritt für Herren 50 kr., für Damen 30 kr. Neueste Post. Original-Telegramme der Laibacher Zeitung. Wien, 19. Jänner. Der Club der Conservativen hat heute vormittags eine Sitzung abgehalten, in welcher der Obmann Graf Hohenwart vertrauliche Mit-thcilungen über die Conferenzen, betreffend die Majo-ritätsliildling, gemacht hat. Prag, 19. Jänner. Bei den Gemeindewahlen in der Prager Vorstadt Carolmenthal behaupteten die Altczechen die Majorität. Berlin, 19. Jänner. In der gestrigen Sitzung del Militär-Eommifsion erklärte der Reichskanzler, Deutschland sei stark genug zur Defensive gegen Frankreich, aber nicht gegen zwei Fronten. Hammerstein anerkennt die Berechtigung der Militärvorlage. Hintze erklärt, dass die Freisinnigen keinen Conflict wollen. Amsterdam, 19. Jänner Ltwa 800 Beschäftigung^ lose zogen uor die Börse und wollten eindringen, was jedoch die Polizei verhinderte. Die Socialisten entfalteten eine rothe Fahne. Ein Polizist wurde schwer verletzt; auch in anderen Stadttheilen flmden Zusammenstöße statt. Halle, 19. Jänner. Die bacteriologische Untersuchung der verdächtigen Erkrankungen in der Irren» anstatt zu Nietlcben ergab asiatische Cholera/ Bis gestern sind 28 Erkrankungen und 13 Todesfälle vorgekommen. Saarbrücken, 19. Jänner. Der'^ Streik im Saar< Reviere ist definitiv beendlt Der «Saarbrücker Zei' wng» zufolge sind im Ganzen 242.209 Schichten versäumt worden, was einer Lohnsumme von 925.0^ Mark entspricht. Paris, 19. Jänner. Wie das «Petit Journal' meldet, ist dt>r Verhaftsbefehl gegen Cornelius Hertz gestern erlassen worden. Es sind Polizei Agenten nach London mit diesem Mandate abgegangen, dessen M' gri'mdung das Vra/Hren nach sofortiger Anslieferulig ermöglicht. — Die gestern mit Beschlag belegten tausend Arton'fchen Checks sind zugunsten von Politikern, Journalisten, Financiers nnd der höheren Gesellschaft angehöligen Lmten ausgestellt. Kairo, 19. Jänner. Das Amtsblatt meldet: Riaz Pascha wurde zum Ministerpräsidenten und Ministel des Innern ernannt. Die andern Portefeuilles blcllM unverändert.__________________________________^. Verstorbene. Den 18. Jänner. Antonia Tursic, Arbeiters.Tochtel, ll I.. Zicgelstrahe 47, Lungeutuberculose. — Elisabeth Roblei. Inwohnerin, 79 I., Marill.Theresienstrllße 12, Altersschwäche' Den 1 9. Iänner. Marin Runger, Besitzers Witwe, «2 I., Ilouca I, Lungenemphysem. — Stanislaus Poaainil, Gastwirtens-Sohn. 1 I., Lingergasse 3, Bronchitis (Kinnbacken' lranipf). Im Spitale: Den l 6. Icinner. Thomas Selislar, Inwohner, ?l> 3' Altersschwach?.____________________________________^ Lottozichung vom 18. Iiinner. Brunn: 65 63 35 74 67. ^, Meteorologische OeobachtulWN in Kaibach.__. Z ^Z ßß? ^ ! """ ""Him««!. M ^^_!^I^kI.1______N ?Ü.Mg. 739 6 -1l 4 O Cwach «lft""sV» 19. s»N 7411 -5 0 O. mäßig ! bewölkt 0'0^ 9 .Ab. 743-0 i -66 O. schwach ! bewölkt Bewölkt, mittags Schneewehen. — Das Tagesmittel ^ > Tcmveratur —7 7«. um 5 7' unter dem Normale._______^ Vernntwortlic»,!'!- Redacteur I Haqliö ^! Z a 1* v si 1 a. Za vsestranske izraze soèutja med boleznijo in o hridki izgubi nepozabne mater«», za darovane vence in spremstvo k poslednjemu poöitku izraža vsein p. n. prijateljem in znancem najloplejšo zahvalo rodblna Oelgerjtva. V Ljubljani, 18. jarnivarja 1898. Den verbindlichsten Dant allen Freunden und Bekannten für die zahlreiche Betheiligung am Leichen» begängnisse meines unuergesslichen Sohnes, Herrn Karol Bednarik insbesondere dem Herrn Ed. Glanzmann, MiteigeN' thümer der Banmwol^Spinncrei nnd Weberei, sowie auch allen ssabrilsarbcitcrn nnd dem verehrten Lese-vereine, der dem Verblichenen als seinem Mitgliede den rührenden («rabgesana. anstimmte. Desgleichen danke ich hiemtt dem löbl. (Yesana/ vereine «Ilaucc» wie allen übrigen für die Spcndung der schönen Kränze. Die trauernde Mutter ZUoifia Mednarik. Neumarltl, 19. Jänner IU93. Laibacher Zeitung Nr. 16. ,35 20.I5nner 1893. Course an der Wiener Börse vom 19. Jänner 1893. Nach dem ossiciellen Coursblatt«. ' «el? Mali- Staat»'Anlthen. i'" cinhritliche Rente w Noten 9s?" W »<> Lilbcriente....... l>8 ^l, W N> l854«r 4"/„ Staat«lose. 25« fl. 145- '4/ lWNer 5°/„ » ganze 500 st. lt>< — 148 i« l8«0 » » Mnftel l«n l. l«4- 16? l8«" ü» — » , . . !»!» fi, l9l s>« I!»^! 5 '/, Dom.-Pfdbl. ll 120 st, , , 154 80 >t>z-5< l»/, Oest. Goldrente, steuerf«! lib «> ljS 3K «Desterr. Notenreute, » . 10« 7i 1"-!', l'0'3 «lllabethbllhii iio« fl, ÜM. , . 2l.y ^0 «!>7 n<> dto. Li!!z-Äudw!><«20l9 ^." i^n 3> Klanz^Ioseph-Uabn btu. Papierrl-.lt 5",.,. . . . !(>«'8» ,<>1 <>.' dtu. NOenb, «nI.I«0fl.e.W.S. I!i« 4 »«3 4' betto cu.mil, Ntücle n>l Mj,<>2» »to. oNbahn.Prlorltätcn . - - — - btu. Staat» ^bKgat, v. I, l«?« l/0 <»" ll bto. Welnzchent la^. U« dtv. Präm.Mul. k 100 st. ö.W, 1-«'' ib ' ^ belto k 5ufi ». W. t^x- I^«l» cl>eih'3lg. 14,« 5« »eld Wllrr « 9« 0« i^>°/n siebenbüraische ....--------—-— 5"/„ Temejer Äanllt .... —' —- l>"/„ »naarische..... »N »0 «7 2" Alider« Vssenll. Anlehen Lonllil.Rtll.liose 5"/„ ioa fl. . 1», - l»5 . bto, Nnleibe 1«7» . , l^8 5„ «'» - ^»letzen der Ltadl ViNz . , ^— -' .inlehen d. Ltadtgemelndt Wien li»;- ,»H »5 ^caM'Nnl. b. E^dtaem. Wien 171 — »?» s'c»rsfnbau««l!llehl vrrlu«, b"/„ <^.6> ------- Pfandbrief» (für 100 fi.). Ebener, allg. öft. <"/« ». , U» «» < ««-«5 dto. dlo, 4>/,°„, . »l>0 t0 <<>i 6» dlo, bt«. 4°/n . . . u7 K„ v« z„ dto. Präm,.Nchult>«rfch:, ö°/, 1,4 75 lis. »«. i'eft. Hypothelenbanl i0j, 50°/^ us «b 10,» «h O?!l 0- 11« Ltaatsbahn ...... 1»l^ >»!> Eübbahn ti, 8°/,..... il.i X,' >"»«' . k b°/...... I»s »».' 124 «5 Ung.«,s v VllhN..... lOü-bl» »Ub b» Divers« Los» (per Stuck). CrebO'oie 100 fi...... «9» - !94 b« Tlar^Losr 40 fl...... K8' K» 4"/„ Donau-Dampfsch, 100 fi. . '»4 - »8ü - Unibllcher Pram.-Nnleh.20fi. «5 »i »5'»,!!b°lfl,°li°!e 10 fi..... »4 b" »°'d0 -alm^ole 4<» fl...... S/ - l.9 — 2t Gs»oi«-Ll,Ir 40 fi. . . . 69'bO 7U WaldNri»^ose 30 fl..... «'- —' Mndllck'Nräh «use L0 fi, . . »«'— — Vcw.°Ech, d, 3»/, Prüm.-Schuld. veischr. der Vodencreditanftalt « - «- «»»i.AlllON (per Olült). Nn«lo-est.Vllnl200fl.ßl»°/„li. . 154 5<> 1^4 7^ «anlverein, Wiener, 1«O fi. . I18 « 119 4 Vdcr.-Nnst, öst., 200 fi. 2. 40"/„ 8«. ^'» »9? ü<> «lrdt.-Anst, f, Hand, u. » - Depositenbank, NUß,, »oo fl. . «IS - i>i6 — Elcompte.Ves., «dr»ft., L00 ß, s - Lünberbanl, «ft, »00 fi. ». . . »»S «> »»? »0 0»fterr.°un«, »anl SOl» «. . . »»,8 »< 01 Unionbanl WO st...... »4.» — 2»' - «erlehrlbanl, «ll«., l« . . IS? — «» - Actien von tzran»port» Anl«rn»hmnng»n (per Stuck). «llbrecht'Vahn »00 fi. Silber . 95 »z « - «llsüld.Fiuman, Vahn »00 fi, G. «"14» »«» »ühm. Nordbahn 1b0 fl. . . 1l>» — 19< » westbahn »00 fi. . . 8bV »s> ««»(< '^» «ulchtilhLader »i>. bO0 fi. ««. ,il<0 ",0 bto. (Ut. ll) »Wfi. . 4b? - «9 — Donau »Dampfschiffsayrt» »es, r^crr. «>0 fi. «M. . . . »44 - »48 - Drau-ltN. lN.-Db..«,) »00 fi, S, »l'l »» >b Dui'V°benb. »Hn.«e1ellsch »ovfi «. . lU — «» — >ybM.un,..»r0fi.«!l. 4»- <« — Oe«er:.N°rd»e«b, »<»0fi. Vtlb. «>«?6 «» - dU>. (M, U.) »00 fi. G. , »» »» ««!, — Prag'Duler »isenb, 150 fi Lllb. <» b» v8 »<> Staat»e Sübbahn »0« fi. Silber , . »l, - 9« <^. Lüb-R°r»,b,!8erb, N. »OO fl.IM. ll»» b>» 194 i0 lr»m»ay>»«s.,Wr,.l?0fi,e.«. «4,- »4z.-» ncue «tt., Priorititl» «ctin, lO« fi...... «4 — 9» ^ Nn,.°«»ll, V«mb »«lfi.Vllber »b »0» 40 Un« Nordoftbahn »0<» fi. Vilber -'— — — Una.Westb.(««ab^»r»«)»Yvfi V. «l - X» - - (per Stück). Vaullfs.. «ll,, Oefi.. l00 fl - 'l»' - ll» — E«Nd!er ltt!en> und Stahl»Ind. w Wien 10« fi...... «ö «, S« «» '' »"» - Vlontan ° ««sell., »fterr.. »lpin, « <" >>» "0 Vr««er Vl,tn.Znd,.»e, »oo st ^ <'° ' Vala» .I«rj bteinlohln, 80 fi «»» -' »" — .Hchlbllelmuhl., Papiers. «»». "»»--- ^>? - .V,eyrtr»ühl».!h»pie< »H.<«, '" «» >«4 »» tr»!««ltl Kohlen».»»«s. 70 «. . '" - '»« — «»stens.».0e« lnWienlOvfi. »" »« — «»M«n,«eih«nst., »ll«. in P«st 80 fi . >U» — 1N7 - «r. !ܰu»tsell,ch»tt »00 fi. . . " " ." « «in>erber^rZle^l.«ctinl^«s. »« — «l »0 Doms«». Deutsch« Plich«...... «-« ",» 2«nb»,! l»)/^ ,,, ,z <»ri». . . . ^ ' . ! "" "»» Glllntn». Ducaten....... »«9 b7l »tt.Hrantl'Gtucke..... 9« 9«^. Deutsche «eich»b»ntnoten . . b»n»! «, ^ ««Pier-Rubel...... , «, ,,^ Italienlsche »anrnoten (tllv «.) — — j —.— Landes-Theater in Laibach. 76. «bonn.-Gorst. (Nr. «0.) Gerader Tag: t)eute Freitag den 20. Jänner T>ie Nhlanen. Operette in drei Acten von Hugo Wittmann. — Musik von Carl Meiilbrrss^r. !Norgen öamstag t»en 2^,. Deceinber Einmaliges Gastspiel des Elavicrhmnoristen v. Lambo» a. Die Nersnchcrin. Gin «ater. dcr seine Tochter liebt. Karl Till Kalender, Taschenbucher, Notizbücher: TaussigjHaussrauetikalendur.Fromme'sHaiis-haltungs- und Merkbuch, Notizbuch und Haushaltungskalendfr. Wiener Haushaltungsbuch , Die freie Welt, Kalender für die j elegante Welt, Damen - Almanach . Tage- | buch für alle Tage jedes Jahres, Notizbuch für alle Stände, From ine's üetc.häft.^-Noti/.-kalender, Notizkalender für weih!. Jugend, Mentor , Studenlenkalender , Professoren- I kalender, Lehrerinnen-Kalender. 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Der verstorbenen Maria Vidmar von St. Veit und dem nach Amerika ans-gewandcrten Michael Prime von Zavoröt und deren nnbekannten Rechtsnachfolgern Aird Hcrr Franz Kovac von Sittich znm Kurator kä ucimn bestellt, nnd wird demselben der fnr obige Tabnlarglänbiger bestimmte Nealfeilbietungsbeschcid vom ^2. November 1 «l)2, ^. 4^07, betreffend d'e Realität Grundbuchs Einlagen ZZ 80 und 168 der Catastralaemeind'e Vnkowitz zugefrrtigt. ^ K. k. Bezirksgericht Sittich am löten December 1892. I |jj I Unsere kesfe und preiswerteste Toiletteselfe ist: Nj Doering Seife I mit der Knie. i I Schöner Teint, jugendfrisches Aussehen |j| I wird ebenso conserviert wie auch bewirkt durch den tägliohen Oe- K I brauch dor in Qualität unübertrefflichen und überall ä 30 kr. pro K 1 Stück käuflichen Doerings Seife mit der Eule. 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Bezirksgerichte in Senosctsch wurde die mit dem Bescheide vom 7ten September 1U92, Z 3521, auf den 7ten December 1892, vormittags 11 Uhr, beim genannten Gerichte angeordnet gewesene dritte executive Feilbietung der dem Gregor Smerdu von Großbcrdo eigenthümlichen, gerichtlich auf 2925 fl. geschätzten Realität in der Gruudbuchs-Einlage Nr. 16 der Catastralgemcinde Großbcrdo mit Beibehalt des Ortes uud der Stunde sowie mit dem Anhange des Bescheides auf den 11. Februar 1893 übertragen. K. k. Bezirksgericht Senosetsch am 7. December 1892. (324) ^—1 " Nr. 7. Erinnenmss. Vo,t dem k, k. Bezirksgerichte Gottschee wird dein Jakob Perh von Gottschee Nr. 103, beziehungsweise seinen Rechtsnachfolgern, hiemit erinnert: Es'haben wider dieselben bei diesem Gerichte Georg nnd Agnes Rccher von Schalkendorf lir:,6,> >- Jänner 1893, Z. 7, die it läge ,'«'0. Löschung von einer Sahpost eingebracht, worüber zur Vagatell» Verhandlung der Tag auf den 31. Jänner 1893, vormittags 9 Uhr, Hiergerichts mit dem Anhange des § 28 des B. V. angeordnet wnrde. Da der Aufenthaltsort des Geklagten diesem Gerichte unbekannt und derselbe vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend ist, so hat man zu seiner Vertretung und auf seine Gefahr und Kosten den Herrn Anton Schelesnikar von Gottschee als Curator »li ac-iuln bestellt. Der Geklagte wird hievon zu dem Ende verständigt, damit er allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen anderen Sachwalter bestellen und' diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einschreiten und die zu seiner Vertheidigung erforderlichen Schritte einleiten könne, widrigcns diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung verhandelt werden und der Geklagte, welchem es übrigens frei-steht, seine Rechtsbehclfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, stch die aus einer Verabsäumung entstehenden Folgen selbst beizumessen haben w,rd. gottschee am 2. Jänner 1893. (261) 3-2 Z79784? Clllatrls-Verhiittttung. Das k. k. Landesgrricht Laibach hat nnt BcMlsö vom i?. Dacmber 1892, Nr 11.57 i, den Andreas Simoncic von Klmwwk wegen erhobemn Wahnsinnes uuler Curatel zu stellen befunden und wurde demselben Anton Ostank von Klein-otok als Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Adclsbera am 27. December 1892, (5457) 3-3 St. 10.654. Oklic. C. kr. deželno sodiièe v Ljubljani naznanja: Lovro Peterca iz Dobrunj hisna ftf. 32 (po dr. Papežu) je proti (ieorgu Wachterju in njegovim neznanim pravnim naslednikom tožbo de praes. 16. novembra 1892, štev. 10.654, za priznanje priposestovanja zemljiftèa vložna 6tev. 1298 kafastralne oböine Trnovsko predmestje, obstojeèega iz Iravnika parcelna st, 1671 isle katastral ne obèine, pri tem sodiftèi vložil, 0 kateri se je obravnava v skraj&ano I postopanje doloèila na dan 13. februvarja 1893. 1. ob 9. uri dopoldne pri tem sodisèi. Ker tetnu sodiäöu ni znano, kje da biva toženec in mu tudi njpgovi pravni nasledniki znani ni»o, He jim je na njihovo fckodo in njihove troftke za to pravdno reö gORpod dr. Anton pl Schöppl, odvetnik v Ljubljani, skrb-nikom postavil. To se jim v to zvrho naznanja, da si bodo mogli o pravem öanu dru-zega zaslopnika izvoliti in temu »o-diftöu naznaniti ali pa postavljenemu »krbniku vse pripomoßke za svojo obrano zoper tožbo izroöiti, ker bi se sicer le s postavljenim skrbnikom razpravljalo in na podlogi te razprave spoznalo, kar je pravo. V Ljubljani dne 19. novembra 1892. (5979) 3^2 ŠT"8823~ Oklic. C. kr. okrajno sodisèe v Logatci naznanja: Vložila je Marija Kotnik iz Vrda proti zamrlemu Jakobu Malovrhu iz Kovt tožbo de praes. 1. novembra 1892, št. 8H23, peto. 132 gold. c. s. c, ter se je postavil Jakob Malovrhovi zapušèini Tomaž Kunc iz Rovt kura-torjem ad actum in se mu je do-stavil dotiöni odlok z dne 1. novembra 1892, st. 8823, 8 kojim se je za skraj-sano razpravo dan na 6. februvarja 1893. 1. dopoldne ob 9. uri pri tem sodiä&i z navajanjem na § 18. dvornega dekreta z dne 24. oktobra 1845, stev. 906 zb. pr. p., doloèil. C. kr. okrajno sodisèe v Logatci dne 1. novembra 1892. (228) 3-2' Nr?457 Curatels-Verhänffun«. Dem mit Beschluss des hochlöblichen t. k. Landesgerichtes Laibach vom 3. Jänner 1893, Z. 43, wegen Wahnsinnes unter Curatel gestellten, 34 Jahre alten ledigen gewesenen Waldhüter Johann Schmoli'ner von Nesselthal wurde dessen Bruder Si-mon Schmoliner von bort Nr. 6 zum Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht K^onau am 6ten Jänner 1893.