Deutsche Macht (Irüöer „Hissier Zettung"). ^»W—s— 1 —aeasag—^—a—— ---- > i— » Atr>»> ItK« Smctfta« ■■> i»lll| nattal es» I.ft« sät Sill, am jateBui« u>« H»»» monatlt* 8. -.15. Hctul|d»rij «. 1.5«, h-,d,«i,r>g «. 5, j.mintnj sl. . Wit D.ftoerfta»a«9 okmeltd^rtf l l.Nv Hrb|46rt| (. »JO, I. C40. Dir rixidM stimm T h. 3»1rr»tc »»« Xatif! bei tftma w>edertz»lii»ge» tniltitl&niMt Rabatt. üaloirtl 3n1tr.tt t»i „1er BUtt «lle Mmctiin (■NOupeMtURn M 9b. ia* lilliitrt u. •tlwitii t*TT«ij. ». «d»I»,«r»n»» Herren,. «. »»re«w,»d«, d>« «,d««e»r« ttgli». »U »er «,»»- »»« Mi »—II llt» »«- ut S—« Ut Ro4BilUjl. — KnUmitioBci »«ft.ftri. — Rairatt werde» I»«I turückoeieitbel. — Anonyme 4vr Weisheit erblickt und gepriesen wurde und demokratisch« Ideologen ihr bescheidenes Lisi-n nud Können mit kosmopolitische» Phrase» zu verbergen wußten. Tie Enttäuschung ist »un da. Die Tage dei Vl. deutschen Turnfestes in Dresden haben es gezeigt. daß da« officiöfe Geflunker der österrei-djuchen Federgroßen jenseits der schwarzgelben Sreiizpsähle »och weniger Glauben finde, als daheim; und damit erscheint auch die bei unS nid verbreitete Ansicht, daß daS deutsche Volk km rechte« Verständnis für unsere Verhältnisse HM. beigelegt. Da« streng nationale Fest in der Hauptstadt Sachsen«, bewies sonnenklar, daß das deutsche Volt die Leiden und Bedräng-mß seiner österreichischen Brüder nicht nur kenne, sonder» mitfühle. Und die Jubelstür«e, welche gerade die Turner unseres Vaterlandes um-brausten, waren eine nicht mißzuverstehende Per cSouisb'or. Bon Fransvi« Coppö«. Lucien de Hem hatte seine letzten Bankno-ten in d«r Hand b<« Croupiers verschwinden sehen und erhob sich vom Roulettetisch, an wel-chem er bereil« ein Vermögen verspielt hatte. W er so aus das Geld blickte, das er müh-iam zusammengesucht halte, um damit einen legten Versuch zu machen, hatte er ein Gefühl, als wenn ihm ein Schwindel erfaßte und er umfallen müßte. Er beherrschte sich jedoch und suchte. wenn auch schwankenden Schrittes und mit fieberheißem Kops eine der Lederbänke auf. hie im Spielsaal standen. Während einiger Mi-■nten starrte er wie abwesend in dieser heimli-chen Spielhölle umher, wo er seine beste» Ju» gendjahre vergeudet hatte. ES fiel ihm ein. daß er daheim in irgend einem Schubfach seines Schreibtische« die Pistolen verwahrt habe, mit denen sein Bater. der General Hem, sich als eijtsacher Lieutenant bei dem Sturm auf Zaatha »»«gezeichnet hatte. Dann übermannte ihn die Müdigkeit und er schlief ein. Er erwachte mit trockenem Halft und brennendem Durst. Er sah nach der Uhr, die Zei-gn wiesen ein Viertel auf zwölf Uhr. Ein un- Huldigung. Wir begreifen eS daher auch sehr leicht, daß der Ehrenpräsident der deutschen Turnerschaft, Dr. Georgii-Eßlingen. einen Kranz, welcher ungarische Bandfchleifen mit ungarischer Aufschrift trug und namens der ungarischen Turner von einem Deutschen (Hannoveraner), der dem Zuge der Zeit folgend seinen Namen magyarisirt hatte, beim Banket in der Turn« halle überreicht wurde, zwar dankend für die gutgemeinte Ovation entgegennahm, jedoch zu-gleich erklärte, daß ein Kranz mit ausländischen Farben aus der Tribüne der Festhalle nicht am Platz« s«i. Mag sich auch drr ungarische Nationalstolz gegen diese zarte Zurückweisung ausbäumen, letztere erscheint ebenso natürlich, wie jene gegen die tschechischen Turner, die auf die Anfrage, ob sie sich an dem Feste betheili» gen können, eine ablehnende Antwort erhalten hatten. Die Leidensgeschichte der Siebenbürger Sachsen im Reiche der Stefanskrone, die Drangsalirungen der Deutschen in Böhmen und Kram sind zu bekannte Thatsachen, sie lassen sich durch die Künste des geübtesten Schönfär» Vers nicht mehr übertünchen. Man weiß es, daß die ritterlichen Magyaren den Deutschen Cisleithanien« nur dann um den Bart gehen, wenn sie dieselben gebrauchen. Bekundet doch der FreudensauSbruch, mit dem sie in den letzten Tagen, die tschechischen Landwirthe, die nach Pest als politische Argonauten gezogen ka-men, das sür sie so sehnlich erstrebte Vließ un-garischer Sympathie zu holen, wie tief der affec» tirte Jubel sitzen mochte, mit dem vor Wochen der Wiener Gemeinderath bedacht wurde. Und doch gab es schwache Herzen genug, welche in der Ehampagner-Schaumverbrüderung der Wie-ner und Pester schon den Beginn einer neuen Aera erblickten. Gewiß sind die Magyaren nach außen hin liebenswürdige Kosmopoliten, allein in ihrem Lande perhorreScire.» sie jede natio» nale Sentimentalität, nur nicht die eigene. Hat doch erst dieser Tage der Minister Trefort an widcrstehliches Verlangen nach frischer Lust er-griff ihn; er erhob sich und blickte in di« Dunkelheit hinaus. Es war Weihnachtsabend. Die Schneeflocken blitzten gleich Diamanten im Scheine des Lichtes. Eine verhüllte Gestalt ging schnellen Schrittes vorüber und verschwand wieder im Dunkel. Ein sonderbares Spiel beft Gedächtnisses brachte ihm sein frühestes Lebt» in Erinnerung. * ♦ • In demselben Augenblick näherte sich ihm der alte DrovSki. der „classische Pole", einer der Stammgäste des LocalS, in fadenscheinigem Rock und mit Olivenlaub bekränzt, „Bitte, mein Herr, leihen Sie mir fünf Francs. Seit zwei Tagen bin ich nicht vom Spieltisch gewesen, und seit zwei Tagen ist die „17" nicht heraus-gekommen", murmelte er in seinen grauen, struppigen Bart. „Lachen Sie mich aus, wenn Sie wollen, aber ich wette, so hoch sie wollen, daß die Nummer vor dem ersten Schlage der Mitternacht erscheinen wird." Lucien de Hem zuckte die Achseln, er hatte nicht einmal genug in der Tasche um diese kleine Forderung zu befriedigen. Er ging auf die Flur, nahm Hut und Pelz und stieg die Treppen in fieberhafter Eile hinab. Während der vier Stunden, die er den Superintendenten von Siebenbürgen ein Schreiben gerichtet, m welchem bezüglich de« ungarischen Sprachunterrichtes dargelegt wird, der Minister könne weder von der bisher ver-folgten Richtung abweichen, noch zu einer TranS-activ» die Hand bieten. „Die Ursache des uner» freulichen Zustande«." heißt eS in dem betreffenden Schreiben, „liege in dem ErziehungSsystem der sächsischen Jugend, welche kaum, nachdem sie das humanistische Studium beendet habe, nach dem Auslande geschickt würde, von wo die Jünglinge als Theologen oder Lehramtscandi» baten mit Ansichten und Tendenzen heimkehrten, welche mit dem Staatsinteresse im schroffsten Gegensatz ständen." — Dies« deutschfreundlichen Gesinnungen sind in Deutschland ebenso bekannt, wie die der Tschechen, Polen und Slovenen. welch' letztere dieser Tage sogar den Muth hatten, in der Errichtung einer deutschen Schule seitens des SchulvereineS in Laidach, einer Stadt, deren Intelligenz ja fast durchwegs von den Deutschen repräsenttrt wird, — eine Pro» vocation zu erblicken. Alle diese Borkommnisse sind unseren Brüdern in Deutschland nicht fremd; fremd war ihnen höchstens der mattere natio» nale Pulsschlag Wien», der stolzen Kaiserstadt, welche nicht nur seit jeher von den Slaven ge» haßt wurde, sondern heute wegen ihres Jndif» ferentismus aus dem besten Wege ist, sich auch die Sympathien der Deutschen Oesterreichs ganz zu verscherzen. Und wenn wir von einem leisen Mißklang des Dresdener Turnfeste? reden kön» nen, dann machte sich ein solcher auf der Kneipe des Wiener Turnvereine« fühlbar, auf welchem die verletzt« Eitelkeit der in Titschen abgesetzten Kreisturnräthe in wenig erbaulichen Phrasen laut wurde. Natürlich werden die Gedachten für ihre „Besonnenheit" bereits von ossiciöfer Seite belobigt und die Männer der schärferen Tonart abgekanzelt. Gönnen wir den Officiösen, deren jähre-langes Mquälen die Anschauungen unserer deutschen Brüder über Oesterreich nicht irritiren im Speisesaal zugebracht hatte, war reichlich Schnee gefallen und die Straße war ganz weiß. Der unglücklich« Spieler schauderte vor Kälte unter feinem Pelz und beschleunigte seine Schritte, aber ehe er weit gekommen war, hielt er plötzlich vor einem traurigen Bilde an. Auf einer rohen Bank, welche, wie es früher Sitte war, in der Nische eines Thorweges angebracht war, saß ein kleine« Mädchen von 6—7 Jahren, nothdürstig, mit einem zerrissenen schwar-zen Kleid bedeckt, im Schnee. Sie war dort eingeschlafen, trotz der großen Kälte. Sie wußte nichts von den fallenden Flocken, die sanft ihre weißen Lippen und geschlossenen Augen küßten und mit magischer Hand ein reine«, weißes Gewand über ihren kleinen Körper deckten. Ihre Stellung verrieth Müdigkeit und Kum-mer. Einer ihrer hölzernen Schuhe war von dem herabhängenden Fuß geglitten und lag vor ihr im Schnee. Mit einer mehanischen Be-wegung durchsuchte Lucien seine Tasche, aber er erinnert sich sofort, daß er eben erst ver-geblich nach einem verborgenen Francstück ge-sucht hatte, um dem Diener im Spielsaal ein Trinkgeld zu geben. Bewegt und von einem natürlichen Mitgefühl geleitet, näherte er sich trotz- 2 tonnte, die Lob spenderei, und stählen wir uns au dem Bewußtsein, daß unser Ringen nicht mehr als frivole Zanksucht und Unverträglichkeit ausposaunt werden kann und daß man der durch den DiSpositionSfond regulirten Wahrheit in Deutschland ebensowenig traut, wie bei uns in Oesterreich. Worte und Thaten (!) des deutschen Michels. Sraz, 24. Juli. Der Grazer MännergefangSverein hat sich in Sauecbrunn eine Blamage geholt, wie sie sür die deutschen Michel diese» Vereins klägli-cher nicht hätte ausfallen können. Zwar hat Ihr Blatt in einem Leitartikel diese Schmach bereits würdig gekennzeichnet. Da es sich aber nun um einen Epilog dazu Handel», ist es nicht überflüssig, das Factum noch einmal zu recapi-tuliren. Der deutsche MSnnergefanqverein unter-nimmt über Einladung der Direction der stei-ermärkischen LandeScuranstalt Sauerdrunn in diesen lieblichen Curort einen Ausflug und es wird ihm dann ein Wink mit dem Zaunpfahl gegeben, daß es durchaus unstatthaft sei, daß es verletzend wirken, daß es übel vermerkt wer-den könnte, wenn bei dem Concerte das wahr-lich sehr harmlose und farblose „Deutsche Lied" gesungen werden würde; der deutsche GesangS-verein geräth darüber durchaus nicht in jene moralische Entrüstung, die wahrlich jedtm ehrlichen Deutschen das Blut zum Kochen gebracht hätte. Laudabiliter so subjecit! oder vielmehr iniserabiliter ss subjecit! Er hat sich in löblicher, nein, in kläglicher Weife unterworfen, hat das deutsche Lied nicht gesungen, hat dem lieblichen Curort nicht etwa sofort den Rücken gekehrt, sondern tapfer ausgeharrt und in einer oder einigen Privatproductionen dann das deutsche Lied zum Besten gegeben. Graz, daS große Publicuw, hat zunächst über diese San-gestapferkeit gelacht, dann aber laut jener Ent-rüstung Ausdruck gegeben, die da am Platz war. Wir wissen nicht ob eS wehr ist, was man sich allgemein erzählte, waS der Grazer Männer» gesangsverein Hintennach allerdings leugnet: Daß ihm nämlich schon vor der Abreise nach Sauerbrunn bedeutet wurde, daß dort daS deutsche Lied nicht gesungen werden dürfe, und daß er die Sängerfahrt trotzdem antrat. Unter allen Umständen bleibt es unerklärlich, daß er, als ihm jener Wink geworden, nicht sofort „kehrt euch" machte. Nun hat die Sache einen Epilog. Der Grazer Deutsche Verein mischt sich in die Ange-legenheit und faßt einen Beschluß, der die Sphäre der Wirksamkeit des Verein« über» schreitet, und er wird aufgelöst, was zu «war-ten war. Obwohl wir viele Jahre Mitglied des Deutschen Vereines waren, wir weinen dem Vereine wahrlich keine Thräne nach. Seit lange de« dem kleinen Mädchen mit der Absicht, sie nach irgend einem Platz zu tragen, wo sie für eine Nacht wenigstens Schutz fände, als plötz-lich fein Auge in dem heruntergefallenen Schuh etwas glänzen sah. Er bog sich nieder, es war ein LouiSd'or. Irgend eine mitleidige Seele hatte im Vorübergehen, an vielem Weihnachts-abend den Schuh vor dem Kinde liegen sehen und hatte mit dem Gedanken an die rührende Legende mit zarter Hand ein königliches Almo-sen gespendet, damit die arme kleine Verlassene trotz ihres Unglücks Hoffnung und Vertrauen in die Vorsehung behalten möge. Ein Louisd'or! Das hieß für das Bettler-kind mehrere Tag« der Ruhe und de» Wohl-lebenS, und Lucien war im Begriff, sie zu we» cken und ibr dies zu sagen, als er nahe an feinen Ohr eine Stimme zu hör n glaubte. Die Stimm« des Polen, welcher wieder die Worte murmelte „Seit zwei Tagen bin ich nicht vom Spieltisch gewichen, seit zwei Tagen ist die „17" nicht herausgekommen; ich verwette meinen Kopf, daß die Nummer bis Mitternacht erscheinen wird." Da überkam unseren Helden, der vorher niemals feine Ehre verletzt halte, ein furcht-barer Gedanke. Er blickte umher, ob er auch „Deutsche Wacht." war viele« faul in diesem Vereine; seit lange bildete derselbe nicht mehr den Mittelpunkt des deutschen politischen Lebens in der Landeshaupt-stadt, und die letzten Wahlen haben in dieser Hinsicht manche traurige Erscheinung zu Tage gefördert. liequiescat in pace! Wir hoffen, daß sich die wirklich national-b »wußten Deutschen bald zu einem neuem, d e u t s ch-n a-tionalen Verein zusammenschließen werden, in dem für die Versöhnungsmaier, für jene total farbenverblaßten SangeSbrüder und Michel ähnlichen CaliberS allerdings kein Raum mehr bleiben darf. Um das „Deutfchthum" der e rst e n deutschen Stadt Oesterreichs, welche mit Rücksicht auf die Thaten wahrhaft widerliche Phrasen uns immer wieder auftischt, steht es einfach miserabel. Die Alten sind fertig. Mögen die Jungen in den Vordergrund treten, die Knötze. wenn ihre Sprache und Tonart auch etwas grob klingen. Korrespondenzen. Wien. 23. Juli lO.-C) sD e r c l e r i» c a l e Bruderzwist.^ Seit Wochen schon tobt der Streit im clericalen Lager. Lienbacher und Zallinger stehen im Vordergründe der Be-wegung. Lienbacher einst der gefeiertste Aovo-cat der Rechten, ihr Kronjurist und Zallinger ihr guter Genius in social-politischen Dingen sind jetzt in die Acht und Aberacht erklärt und wenn e« nach dem Willen der Herren Greuter und Giovanelli ginge, so würden sie die beiden „Ketzer" staut« pede mit dem Anathem belegen. Diesem häuslichen Zwiste mißt man im deutsch-freisinnigen Lager große Bedeutung bei. Wie uns schein», nicht mit Unrecht. Abgesehen davon, daß der Zwiepal» unter den Clericalen die Einigkeit der viereinigen ReichSrathSmehrheit wieder einmal im richtigen Lichte erscheinen läßt, darf des ferneren nicht übersehen werden, daß es die zwei talentirtesten der an Talenten so armen österreichischen Deutfchclericalen sind, welche dem Gros ihrer Partei den Fehdehand-schuh hingeworfen haben. Lienbacher und Zal» linger heben sich noch verhältnißmäßig vor-theilhaft von der im clericalen Lager herrschen-den geistigen Sterilität ab — höchstens noch Monsignore Grenter ausgenommen. Man sehe sich aber einmal die Sternbach, Giovanelli, Oelz — und wie sie alle heißen mögen — an. Welche Fülle von Talentlosigkeit! Daß eS also, wie gesagt, die zwei hervorragendsten Mitglieder der in Rede stehenden Partei waren, bei denen sich zuerst der Gedanke der Unmög-lichkeit der weiteren Unterordnug unter die Gebote der slavisch»feudalen ReichsrathSmehr-heit festsetzte, ist ungemein lehrreich. Während bekanntlich Herr von Zallinger in der Nord-bahnfrage die geisttödtenden, jede Initiative lähmenden Clubschranken übersprang und gegen die Regierungsvorlage stimmte, stellt sich nun- ganz allein in der öden Straße wäre und dann mit zitternder Hand stahl er den LouiSd'or aus dem Schuh. Dann lief er nach dem Spiel-bause zurück, sprang mit einem Say die Treppe hinauf, schlug mit einem Faustschlag die ge-polsterte Thür der verfluchten Halle auf, trat in dem Augenblick ein, als die Uhr gerade anfing, Mitternacht zu schlagen, warf den ge-stohlenen Louisdor auf den grünen Tisch und rief: „DaS Ganze auf Nummer 17." Die 17 gewann. Mit einem Zug schob Lucien 36 Louisdor aus Roth. Er gewann. Er ließ die 72 Louisdor stehen, Roth kam wie-der. Er fuhr fort, verdoppelte den Einsatz, zwei-, dreimal, immer mit demselben Glück. Er hatte mit wenigen Drehungen be« Glücksrades die elenden Tausendfrancsscheine wieder gewon-nen, die er am Beginn des Abends verloren hatte. Nun setzte er schon 2—300 LouiSdor auf eine Nummer, und da daS Glück ihm treu blieb, gewann er mehr als da« Vermögen, das er in wenigen Jahren vergeudet hatte. Er spielt immer weiter und gewinnt immer wieder. DaS Blut kocht in seinen Adern, er wird form-lich berauscht vom Glück, er wirft ganze Hände voll Gold auf den Tisch mit SiegeSbewußtsein und Verachtung. Aber trotz der Aufregung be« 1385 mehr der biS vor kurzer Zeit für die klage» des deutschen Volkes in Oesterreich taube Herr Hofrath auf nationalen Boden und schneidet endgiltig zwischen sich und seinen früheren Bundesgenossen daS Tischtuch entzwei. Der Bruderzwist im Haufe der Clericalen ist an uno für sich gar nichts seltsames; tnt Gegentheile er ist ein auS der Geschichte der letzten sechs Jahre mit unerbittlicher Nothwendigkeit hervorgehende? Factum. Die von geradezu fanatisch«» Hasse gegen alles Deutsche zeugenden Thäte, der deutschen Ultramontan-n beginnen eben M die ersten Früchte zu zeitigen ... Je machn-geren Widerhall die Klagen der deutschen Stam-meSdrüder aus Böhmen und Mähren m de» Alpenländern finden, desto mehr werden oie Römlinge gezwungen werden ihre deutschsten»' ische Haltung auszugeben. Wenn auch die Her-ren Lienbacher und Zallinger Clericale par sang bleiben, wenn sie auch jede freiheitliche Regung fürchten wie ihren ärgsten Feind, i» sind sie doch wenigstens klug genug sich :* nationalen Fragen nicht in Widerspruch zu seyen mit der überwiegenden Mehrzahl ihrer Wähler. Es wird eine Zeit kommen, wo auch die Giovanelli'« und Sternbach mit die'em Factor werden rechnen müssen, wo eS ihre Wähler nicht mehr dulden werden, daß sie sie ai Tschechen und Polen verkaufen . . . Wcnat auch noch nicht regnet, so tröpfelt'S ooch. Kleine Hyronik. jDie Sieger beim Dresdener Turnfest.) Wie aus der sächsischen Hauvt-stadt gemeldet wird, fand Mittwoch Abend» in der Festhalle durch Dr. G-orgi aus Eßlia-gen die feierliche Verkündigung der Sieger auf dem sechsten deutschen Turnfeste statt. Lo« Oesterreichern erhielten Ferdinand Otter aus Reichenberg den 4. Preis, Julius Keil au» Wie» den 14. Preis, Eduard Zotter aus Wie» den 19. Preis, Friedrich Pohl aus Neuivelt den 29. Preis und Eugen Märklin aus Wie» den 30. Preis. Die drei Wiener, welche Pmje erhielten, sind Mitglieder des Ersten Wiener Turnvereins. Erster Sieger ist der 23jährige Ludwig Jennewein aus Stuttgart. Ferdinand Dix, Gustav Keller und Max Segal au« Wa> chen haben den 3., 4. und 8. Preis erhalte». Berlin erhielt nur einen (den 20.) Preis. Der 6. Preis fiel auf London (Rudolf Oberholzerj, der 16. Preis aus den Schweizer Leon 5chu-macher aus St. Jmier und der 23. Preis auf Willi Graah aus Newark (Amerika). Sämmtliche Sieger (im Ganzen 34) erhielten je eu» Ehren-Urkunde und einen Kranz. Bei dem Preisfechten siegten im ^ Stoßfechten LangSvsrf auS Darmstadt, im Hiedfechten mit gerade, Waffen Zahn Berlin, im Säbelfechten Wecker aus Frankfurt a. M. Spiels dring» ihm ein glühende» Eisen durch» Herz. Er kann nicht aufhören, an da» kleine Bettelkind zu denken, welches unter dem schiue schläft — das Bettelkind. da» er destohla hat. Sie muß noch an derselben Stelle sei«! Gewiß, sie muß da fein. Noch einen Auge» blick--Ja wenn die Uhr eins schlägt — — ich schwöre es, ich will dieses Haus ver-lassen. Ich will sie aufheben und sie schlafend nach meinem HauS tragen. Ich werd« sie erziehen lassen, ihr eine Mitgift geben, sie wie eine Tochter lieben sie immer lieb behalt», immer. H * Aber die Uhr schlägt eins — ein Viertel — halb — drei Viertel. Lucien saß noch an dem verfluchten Tisch. Endlich, eine Mimue vor 2 Uhr stand der Bankhalter schnell auf und sagt« laut: „Die Bank «st gesprengt, mein Herren, für heute genug!" Mit einem Satz stand Lucien auf den Fit-ßen. Ungestüm stieß er die Miispieler, die chi voll Neid und Bewunderung umringten, da Seite, lief die Treppe hinunter und stürz» auf die Steinbank zu. Von Weitem Ich« sah er beim Schein der GaSlampe da» kln« Mädchen. 1885 [Die Militärc apellen] machen der Regierung viel zu schassen. Nicht genug, daß »an preußischen und sächsischen Capellen den Susenthalt in Oesterreich streng verbietet, dürfen schon österr. Aülitärcapellen bei einheimischen deutschen Festen nicht spielen. So giebt die Lnsgruppe Teplitz dieser Tag« ein Fest mit Gartenconcert. die Musik dabei sollt« die Ca-»eilt des 48. Jnf.-Reg. besorgen. eS wurde je-doch der Capelle die Mitwirkung stricte untersagt. [Tschechische Schmerzen.] Die un-gewöhnliche Hitze hat die mimosenhafte Em-Mdlichkeit der nationalen Ehre der Präger Tschechen aufs heftigste erregt, und sie haben eine neue demonstrative Verletzung deS tfchechi-scheu Genius in Prag entdeckt, die zu rächrn „Pvkrok" mit feiner spitzigen in Galle getauch-i» Feder ausrückt. Man höre! Die Prager Hausherren und WohnungSeigenthümer begehen m dem „goldenen slavischen Prag" die Unge-heuerlichkeit. an ihren Hausthoren Zettel mit ki deutschen Aufschrift: „Hier ist eine Woh-mng zu vermieihen" aufzuhängen. Der „Pokrok" meldet dieses Verbrechen an der tschechischen Nation und droht — ja womit droht ein tfche-chücheS Blatt zunächst? — er werde, um das Uebel mit der Wurzel zu vernichten, die Namen zeiier Hausherren dem tschechischen Volke denun-cirni und die an den nationalen Pranger stel-Im, welche noch fernerhin das Verbrechen be-zeben sollten, an ihren Hausthoren anzukündi-«n: „Hi.r ist eine Wohnung zu vermiethen." TaS Ideal des „Pokrok" wäre wohl, wenn «r slboa so w«it wäre, die Fremden in Prag auf «inen Zettel aufmerksam machen zu können, welcher das Curiosum ankündigt: „Hier ist ein Deuts her" zu sehen. [Der Nachfolger Tamerlan ».] Neben bet „Kaiserin von „Indien", welch« Kurde sich bekanntlich vor einigen Jahren Ko mgin Victoria auf das Anrathen Carl Beacons-ßeldS beilegte, wird es sehr bald auch einen „Sais . der Staaten Mittelasiens" geben, denn Kaiser Alexander III. von Rußland steht im Beqnsi. diesen Titel anzunehmen. Die Nachricht s»ll an den Höfen von Chiwa und Bokhara qxofie Unruhe hervorgerufen haben, da man Petersburg ernstlich daran denk«, das ganze ilaildergebiet zwischen der chinesischen und der «spanischen zu Grenze annectiren und so auch die Gebiete von Chiwa und Bokhara aufzusau-gea. Der Beherrscher des letzteren Muzzafer Eddin, der al« ein Abkömmling des großen Tamcrlan und als Besitzer der heiligen viadt Samatkand stets das größte Ansehen un:« den Fürsten Mittelasiens genoß, sehe eS bescndcrs ungern, daß ein christlicher Potentat, nachdem er ihm die Halste feiner Länder mit der Stadt Samartaud dazu abgenommen, nun «uch den Titel des „Kessau Mudun Assia El« Saft" usurpire, den einst fein großer Ahnherr ..Z)e»tsche Wacht " getragen (Tamerlan nannte sich eigentlich „der Herr der Welt" oder »der König aller Könige"). Zugleich heißt es auch, daß Muzzafer Eodin die in seinem Palaste aufbewahrten KrönungS-Jn-signien TamerlanS (Helm, Schild und Schwert) dem Zaren zu feiner Krönung werde ausliefern müssen. [Ein siebenjähriger Mörder.] In Rekas. Süd-Ungarn, erschlug ein siebenjäh-riger Junge seinen Stiefbruder mit einer Hacke. Der jugendliche Mörder hatte fünf Hiebe auf den Kopf feines Opfers geführt. [Die K ü f f e der Patti!] Unter die-fem verlockenden Titel bringt der „Pungolo" in Neapel die folgende Londoner Mittheilung; „Im vergangenen Jahre war Adelina Patti, welche bekanntlich ziemlich hohe Anforderungen an ihre Gesanges-Partner stellt, von der Lei-stung des Herrn Markoni in der „Traviata" fo entzückt und begeistert, daß sie ihm hinter den Coulissen um den Hals fiel und einen Kuß gab. In diesem Jahre war eS der Tenorist Gianinni (auch in Berlin bekannt), der ihr diese Begeisterung entlockte, nur mit dem Unterschiede, daß sie ihrem Entzücken aus offener Scene und vor den Augen des Publicums Luft machte. DaS Publ cum jubelte und verlangte laut stür-misch nach einem Da capo sowohl des Duetts als auch deS Kusses. — „Und Nicolini?" setzt das Blatt etwas boshaft hinzu. [Ein Menschenfresser in I t a-l i e n.] Ja dem Orte San Dona an jder Tiroler Grenze verschwanden bereits feit mehreren Monaten Kinder auf unerklärliche Weife. Am 17. d. wurde der Räuber dieser Kinder ver-haftet und gab an, die verschwundenen Kinder wegen Mangels anderer Nahrung gefressen zu haben. Der Mörder ist Tiroler von Geburt. In den Kerker gebracht, wurde er von einem Tobfuchisanfalle erfaßt. [Eine merkwürdig« Hochzeit.] In Philadelphia fand vor Kurzem die Trauung deS armlosen Wundermannes John Hubert mit einem 21-jährigen völlig normale» schönen Mäd-chen, Fräulein Sadie Bonftein. statt. Während der Trauung nahm Hubert den BerlobungSring mit den Zehen aus der Hand deS Priesters; dann erfaßte er mit dem Fuße die Hand der Braut und steckte ihr d selben blindlings nachzuahmen. V»r vielen Jod-ren war ich in Paris, wo damals gerade Ta-menhüt« modern waren, die einen nüchterne» Menfchen wirklich an der Zurechaungsfätngieii der Trägerinnen zweikel» machen komuen. Ei war eine zerdrückte, verknüllte, ganz sormlos« abscheuliche Kopfbedeckung, wie man nur «uu solche schaffen sann, wenn man sich zufällig mit aller Gewalt und Schwere seines Körper» auf einen eleganten Damenhut niederläßt und aus demselben so ungefähr zehn Minuten fitzen bleibt. Und dergleichen abscheuliche formlos« Hüt« mären Mode geworden und aus Pari« machte« sie die Reise um die Welt und drangen verständlich auch in Petersburg ein. Manche Damen, die ihr Alter nicht verleugnen (sie ko»-nen übrigen» sagen, sie seien zu d«r Zeit »och Säuglinge gewesen), werden sich noch dies« «r-rückten Kopfbedeckung erinnern. Doch wie war diese wahnsinnige Mode eil« standen ? Ich kenne die EntstehungSgeschichtt, da ich damals an der Quelle war, und will sie hier zum Nutzen und Frommen mancher Mo»e-närrin (ich bitte um Verzeihung für das hatte Wort) mittheilen. In jener idyllischen Periode (Cäsar Nr. 3 schwang damals sein Szepter utee Frankreich) rhat sich in der Pariser JpalbioeU eine Engländerin Cora Pearl hervor, biei-nm Freundin deS Prinzen Napoleon. Ich begegne« dieser Dame häufig in Longchamps, dem '{tot! de Boulougne oder in den Champs Elhskj. Man mußte die glänzende Equipage kuit ressorti, die schreienden Farben der Lioröen von Jockeys Kutscher und Diener bemerken. Ich bewundern damals den depravirten Geschmack der Fr«-zosen, die an einem solchen häßlichen (das die Theorie Darwin'S von unserer Affe,-abstammung vollauf bestätigte) Gefallen Nasen, sich für eine solche Person ruiniren sonnt«. (Der Sohn des Millionär» Duval erschoß aus purer Liebe in dem Vorzimmer t er ÄspM bc» zweiten Empire.) Cora Pearl war daouU (in ihrer Glanzperiode, wo ganz Paris zu ihn» Füßen lag) gegen vierzig Jahre alt; «in «ö Sommersprossen übersät»««, von brcnnendrothr» Haar eingefaßtes Gesicht mit einer imperti«»-ten Stumpfnase, dicken wulstigen Lippen. d«h welche jedoch wunderschöne Zähne ichtmouit«; doch garantire ich nicht für ihre Echtheit, llid diese abscheuliche, kleine, dicke plumpe England!' rin verdrehte dem, was man taut Paris ne u: die Köpfe, verschlang Millionen und prügelt« da rothen Prinzen, der ganz unter ihrem Pantom! stand. Eines Tages, an welchem sie eine fehr^ tig« Scene mit d«m Prinzen gehabt hatte, »ah» sie einen köstlichen Hut, den man eben gebrach: (er kostete bis Kleinigkeit von 700 Franc« nl war ein Prachtwerk aus Blumen, Tüll, 9nze und Spitzen), schleuderte ihn zu Boden und Rat diese« Meisterwerk mit Füßen. Di«s« kleine Hebung kühlt« ihren Zorn ab und spöttisch lachend sah sie daS Werk d«r Zerstörung a daS da formlos vor ihr lag. „Siehst Du. wa« Du gemacht hast!* sagt« mit unzufriedener Mien« bet Prinz, „wie mert Du nun au«fahren?" „Was thut'«", rief übermüthig die roth-haarige Engländerin au«, „ich fahr« in diese» Hut!" Bestürzt schaute der Prinz sei« Dtchine« an, di« den Hut aufgehobem hatte und ch» bf trachtete. Da« reizende luftige Hütchen sah «m> fetzlich au«. E« hatte seine anmnthige F«s» verloren; das Drahtgehäuse. welche« ch» «II Basi« diente, war geknickt und verbot« und hatte gar seltsame Formen angenommen bildete sonderbar komische Winkel. „Wo denkst Du hin, Cora?- rief der aiht Prinz au«. Anstatt aller Antwort setzte iara P«mt den entstellten Hut auf den feuerrothea, sich hoch austhürm«nd«n Haarbau. Da« ubaailchif I Gesicht sah so provocant unter den Bieguigm l d«« verunstalteten Hute« hervor, daß tafnql rt.ni-, «runr-ft_nur_7 ,'T_mit .wifcfn 1885 Hut Cora'S macht« Aufsehen im BoiS d« Bou-logn« und am nächsten Tage trug „ganz Paris" verbogene Hüte und die Modistinnen er-schöpften ihre ganze Phantasie, um die abenteuerlichsten unglaublichsten Hutformkn hervorzu-zaudern. Die Pariserinnen waren alle toll geworden, und der Wahnfinntaumel steckte bald Frankreich an. inficttie Europa und di« übn« gen WtUthtU«. Alle wollten verbogene Hüte tragen, und Köchinnen und Stubenmädchen, Wäscherinnen und Scheuerfrauen nahmen ihre Hüte und bogen sie mit aller Gewalt krumm und lahm, um nicht hinter den gebieterischen Anfor-derungen der allgewaltigen Mode zurückzublei-den. Es war ein immense» Irrenhaus, und das hatte mit ihren Füßchen die Cora Pearl ge-than! Herichtsfaat. s„B estrafte S ch l a g f e r ti g k e i t."s „In meinen Laden kann ich machen, wat mich gefällt, da hat mich keen Herrjott wat zu be-fehlen UN wenn et ooch 'n Schutzman wär'," erwiderte der Schuhmacher A., als er wegen der schlechten Behandlung der Frau L. zur Rede gestellt wurde. Bon dieser eigenthümlichen An-schauung dürste er aber wahrend d«r unlängst vor der zweiten Strafkammer des Berliner Land-gerichts gegen ihn wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung stattgehabten Verhandlung bekehrt worden sein. „Was haben Sie auf die Anklage zu erwidern?" fragte der Vorsitzende. — Wat die Ankläger jegen mir zu Papier je-bracht haben, kann ick nich annehmen, indem die Denunciation auf Unwahrhaftigkeit beruht, entgegnete der Angeklagte. — Vors: Erklären Sie sich kurz auf die Anklage. — Angekl.: Die Frau L. hat meine Wohlthätigkeit janz erheb-lich jenossen, un wat war die Danksagung vor meine Jutmüthigkeit? Se machte mir vor meinen Lehrjungen klein, indem se ihn sagte, ick jäbe ihr nischt un ihren »tinderkens ooch nifcht. Wat is da zu verwundern, det ick ihr beim Be-treten von m« m Laden 'ne leise Backpseise bei» jedracht habe, jedennoch ick verwahre mir vor die Zumuthung, det ick ihr 'ne sogenannte Knall-schote jejeben haben soll. — Vors.: Und wie verhält es sich mit der Freiheitsberaubung ? — Lngekl.: De Freiheit hab' ick ihr jar nich je-r«udt, wo ick ihr blos so lange uff'n Sohpa placiren ließ, bis mein Junge det Jeld, wat ,hr aus der I» maiu bei meiner Bezüchtigung jefiogen war, wieder ufsgeklaubt hatte.— Vors.: Eie haben der Frau aber noch einen zweiten Schlag ins Gestctn versetzt. — Angekl.: Se »ollie nicht uffnSopha sitzenbleiben. — Vors.: Sie wollte sich aus Ihrem Local eben entfer-neu und doch ließen Sie dies selbst nachdem der Junge das Geld gesammelt hatte, nicht zu. — Angekl.: Ick wollte mir mit se wieder ver-söhnen, indem ick keen Freund von Feindschaf« ten bin un wie se mich endlich de Versöhnung»-Hand jereicht hat, da is se nmnut wegjtgan- Sciu Wo bleibt da die Freiheitsberaubung? — $01.: Sie sollen sich zornig vor die Eingang»-thür gestellt und der Frau den Austritt ver-wehn haben. — >»g«kl.: Zornig war ick blos m d« ersten Hitze, den« wurde ich jleich wieder kalt nie ne Hundeschnauze. Verwehrt hab' ich ihr mscht. — Vors.: Da» werden wir ja von den Zeugen hören. — Di« mißhandelt« Frau erzählt« hieraus, daß sie von dem Angeklagten zwei Otzrsngen b«.'o«men habe und sodann etwa «ine halbe Stunde wider ihren Willen im La-den zurückgehalten worden sei. Di« Hand habe sie de« rohen Patron allerdings zur Versöhnung «reicht aber nur deshalb, um endlich au» dem Lade» herauszukommen. — Der Zeuge B., dessen Wirthschaften» jene Frau ist. bestätigte deren Angaben. — Vors.: W««!Mb mißdanvelte denn der Angeklagte di« Frau eigentlich? — Zeuge: Hm. det i» so ne Sache. Er wollte ihr zur Wirthschafterin. s« wollte aber nich, indem sie jejen ihm 'n Abscheu hat. Da liegt det wahre Punktum. Herr J-richt»hof. Allen» Andere, wat « sagt, i» Mumpitz. — Angekl.: Der Zeuge i» i» Befangenheit befindlich, wo «r doch der Sna-chen, der bei den Bankverhandlungen zwischen den beiderseitigen Regierungen jedem Versuch entgegentreten soll, dieser oder jener Nationa-lität in Bezug auf die innere Einrichtung der Bank Zugeständnisse zu machen. IR e b l a u S.j Im Tolnaer Comitate ist di« Redlaus ausgetreten und bedroht die Wein-gärten von Szegszard. Offen© Stellen. Ein solides Ladenmädchen, welches treu und verläßlich sein muß, beider Landessprachen mäctig. Ein solider Goldarbeitergehilfe, auf Reparaturen und kl. Neuarbeiten geübt, sogleich. Ein solider Lehrling aus gutem Hause mit guter Schulzeugnissen, sogleich, muß beider Landessprachen mächtig sein. Josef Gspaltl, Uhren, Gold, Silber und optisches XAr t a ra n rta ■ r V» •! ff PpftAlt r*ln«ier ftlkiill«eticr bestes Tissl- nl MiÄWMt, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad und Wien. 5 (viue geschickt wuodärztliche Operation. Der amerikanische Gesandte in Wien, Herr Kasson, übermittelte vor einiger Zeit seiner Regierung einen interessanten Bericht über eine merkwürdige wundärztliche Operation, welche kurz vorher von Herrn Professor Billroth in Wien ausgeführt worden war; dieselbe bestand sonderbarerweise in einer Magenresection, wo-bei nahezu ein Drittel des Magens ent» fernt werden mußte, und, was noch merkivür-diger ist. der Patient wurde wieder hergestellt, — ein Fall der bis jetzt noch nie vorgekom-men ist. Di« Krankheit, wegen deren die Ope-ration vorgenommen werden mußt», war der Magenkrebs, der von folgenden Symptomen begleitet ist: Der Appetit ist sehr schlecht; im Magen herrscht ein eigenthümliches, unbeschreib« liches, äußerst qualvolles Gefühl, welches sich am besten als eine Art unbestimmter Erschlaf-fung beschreiben läßt; an den Zähnen sam-melt sich besonders des Morgens, ein klebriger Schleim, der einen sehr unangenehmen schmack zurückläßt; der Genuß von Nahrung scheint das eigenthümliche erschlaffende Gefühl nicht zu beseitigen, sondern dasselbe noch eher zu verstärken; die Augen fallen ein und werden gelblich; Hände und Füße werden kalt und klebrig. — wie mit kaltem Schweiß bedeckt. Der Leidende fühlt sich stets ermüdet und der Schlaf bringt ihm keine Stärkung; nach einer Weile wird der Patient nervös, reizbar und mißmuthig ; sein Gemüth wird von bösen Ahnun-gen erfüllt; wenn er sich plötzlich aus liegen-der Lage erhebt, wird er schwindlig, es braust ihm in den Ohren und er muß sich an irgend einem Gegenstand festhalten, um nicht umzusin-ken; die Gedärme werden verstopft, die Haut wird häufig trocken und heiß, das Blut wird dick und stockend und circulirt nicht mehr ordent-lich. Später giebt der Patient bald nach dem Essen die Nahrung wieder von sich, die zuwei-len einen säuerlichen, gihrcnden. zuweilen einen süßlichen Geschmack hat; häusig leidet er an Herzklopfen, und glaubt, daß er an der Herz-krankheit leide; schließlich aber kann er gar keine Nahrung mehr bei sich bchalten, da die Oeffnung in die Gedärme entweder gänzlich oder doch größentheils verstopft ist. Beunruhigend wie diese Krankheit auch sein mag, so brauchen doch die an obigen Symptomen Leidenden durch-aus nicht ängstlich zu werden, denn in neun-hundertneunundneunzig Fällen unter tausend leiden sie nicht am Magenkrebs, sondern nur an Dyspepsie. — eine Krankheit, die leicht zu heilen ist, wenn sie nur richtig behandelt wird. Das sicherste und beste Mittel gegen diese Krank-heit ist der „Sbäker-Extract." ein vegetabilisches Präparat, welches bei ällen untenstehend ange-gebenen Apothekern zu haben ist. Dieser Extract greift di« Krankheit in der Wurzel an und ent-fern« sie mit Slumpf und Stiel auS dem Kör-per. Personen, welche an Verstopfung leiden, benöthigen „SeigelS Abführ-Pillen" in Verbindung mit dem „Shäker-Extract." Seigel's Ab-führ-Pillen heilen Verstopfung, bannen Fieber und Erkältungen, befreien von Kopfweh und unterdrücken Gallsucht. Sie sind die sichersten, angenehmsten und zugleich die vollkommensten Pillen, die bis jetzt angefertigt worden sind. 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IDan.lssag'-CLrLg'- Wenn etwas im Stande ist, den unermeßlichen Schmerz, der uns durch den unersetzlichen Verlust unseres innigsfgeliebtcn, unvergeßlichen Sohnes und Bruders, des Herrn Emil Savel, k. k. Anscultant, wiederfuhr, zu lindern, so ist es das Bewusstsein, dass der Verewigte geliebt und geachtet von der Erde schied; ein Bewusstsein, welche« uns den liebenswürdigen Bewohnern der schönen Stadt Cilli zu unendlichem Danke verpflichtet. Die vielfachen Beweise der Theilnahme, welche uns schon während der Krankheit unseres theueren Angehörigen zukamen, waren Balsam in dieser schrecklichen Zeit der Herzensangst und Betrübniss ; und als da* unerbittliche Geschick uns unsere Hoffnung, unseren Stola, unser Alles raubte, und uns so recht erkennen liess, was wir an dem theueren Dahingeschiedenen verloren, so war es wieder die herzliche Theilnahme der liebenswürdigen Cillier, die uns aufrichtete und die sich insbesondere in der so überaus zahlreichen Begleitung zur letzten Ruhestätte und in der Ausschmückung des Sarges mit den vielen, prächtigen Kränzen kundgab, Dank, tausend Dank Allen, die dazu beigetragen unser Leid zu mildern, mit der Bitte, dem Verewigten ein freundliches Andenken *u bewahren. Wir danken insbesondere dem hohen Präsidium des k. k. Kreisgerichtes, den Herren Gerichtsbeamten, den treuen anhänglichen Freunden und Collegen des A er-storbenen, dem löblichen Männer-Gesangs-Vereine, kurz Allen, die una ihr Beileid bezeigten. Zum Schlüsse sei unser ganz specielle, innigste Dank den edlen Familien Herzmann und Wagner, die sich aui das liebevollste unseres armen Emil annahmen, mit der Versicherung ausgesprochen, das« das Gefühl der Dankbarkeit für die uns erwiesene Freundschaft in uns nie erlöschen wird. Gott lohne es ihnen. Graz am 24. Juli 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Vom £er I. J. findet zu Marburg in deu Lokalitäten des Herrn eine statt, welche zum Zwecke hat, die land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse, sowie die damit verbundenen Gewerbe (soweit dies der vorhandene Raum gestattet) der zu dieser Region gehörigen Bezirke St. Leonhard, Windisch-Feistritz, Mahronberg, Windischgraz und Schönstein zur Anschauung zu bringen. Ausser den genannten Bezirken können sich an der Ausstellung noch jene Vereine betheiligen, deren Thätigkeit sich über die bezeichnete Region hinaus erstreckt. Zur Ausstellung und Prämiirung kommen daher: I. Land wirthschaft lieho Nutzthiere. II. Producte der Land- und PoratwLrthschaft, des Obst-, Wein- und Gartenbaues und der Industrien. III. Erzeugnisse der übrigen Industrie- und Geworbezweige. IV. Schulwesen. Zur Vertheilung gelangen Staatspreise, silberne und bronzene Gesellschastsmedaillen, Ehren-Dimplome und Geldpreise. Anmeldungen werden entgegengenommen und Anmeldebogen ausgefolgt in der Ausstellungskanzlei. Viktring-hofgassse Nr. 8, von 9—12 Uhr vormittags. Der AnmeldunjifHtorinin «olilicMst mit; Ende August, Zulassungscertificato, welche für den Aussteller als Legimitationskarte zu gelten haben, werden bis 10. September übermittelt werden. Mit der Ausstellung wird auch gleichzeitig eine "Weinkosthalle verbunden, und stehen den diesbezüglichen Ausstellern sowohl Special- als auch Collectivbogen zur Verfügung. Hierauf Reflectirende wollen solches bis längstens Ende Juli dem Ausstellungs-Comite zur Kenntnis« bringen, damit bei Aufstellung betreffender liOgen darauf Rücksicht genommen werden kann. Das Ausstellungs-Comite 1885 .PevHche Macht Röslcr's 47713 Zahn-Mundwasser ist unstreitig das be*te Mittel Zahnschmerz und dient such eleichieitig zur Erhaltung und Rei-■isnng der Zähne. Diese* *eit Jahren bewährte und mm)icht>t anerkannte Mundwasser benimmt dem Mumlf vollkommen jeden üblen Geruch. 1 Fl. 35 kr. H. TOrhlrr, Apotheker, W. Rösler's Nachfolger, Wien, I., Segierangsgasse 4. Dr|i-H in Cllli bei J. Knpferschmid, Apotheker, Baumbach'a Erben, Apotheker. 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Juni 1870 Z. 069 wie folgt zur genauesten Befolgung neuer-lich zu veröffentlichen: 1. Außer den Gastwirthen haben auch alle anderen Unterstandgeber die bei ihnen über-nachtenden oder wenn auch vorübergehend Quar-tier nehmenden Fremden mittels Meldezetteln beim Stadtamte sogleich anzumelden; 2. Alle Dienstboten GewerbS- und ArbeitSge-hilf'n und Lehrlinge sind seilen» ihrer Dienst- und Arbeitsgeber binnen längstens drei Tagen nach dem Eintriite mittelst schriftlicher Meldezetteln oder auch mündlich unter Beibringung der Dienst-oder Arbeitsbücher oder der LegitimationS-Kan« zu melden. In gleicher Weife ist beim Austritte genannter Personen vorzugehen, 3. Vagabunden und verdächtigen Personen darf von Niemandem ein Unterstand gegeben werden, und sollten solche Individuen nicht ab» gewiesen werden können, so ist sogleich bei dem St-!dtamte oder auch bei den nächsten Wach-organen die Anzeige zu machen. Zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und im Interesse der allgemeinen Ordnung wird die Befolgung dieser Anordnungen genau überwacht und jede Außerachtlassung vor» kommenden Falles unnachsichtig und strenge nach Maßgabe der kaiserlichen Verordnung vom 20. April 1854 und insbesondere nach dem Gesetze vom 2. April 1858 Nr. 51 Rgbl. Nr. 6 geahndet werden. Stadlamt Cilli am 10. Juli 1885 Ter kaif. Rath lind Vürgermeister Dr. Keckermann. Princessen-Wasser von Angnst Renard in Paris. Diese« rühmlichst bekannte Wasehwaaser g'bt der Haut ihre jugendliche Frische wieder, macht Oesicht, Mals nnd Hände blendend weiss, weich und zart, wirkt kühlend nnd erfrischend wie kein andere* Mittel; entfernt alle Hautausschlägc, Sommersprossen n. Falten n. erhält d*n T■ int ». cioe zarte Hant bis in» spflte Alter. Per Flaschc sammt Gebrauchsanweisung k 84 kr. 0. W. Princessen-Seife. 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Plan, Kostenvoranschlag und Baubedingnisse liegen beim Stadtgemeindeamte zu Jedermann« Einsicht auf. Stadtgemeindeamt Pettau am 22. Juli 1885. Der Bürgermeister: s. ßckr. 519—3 Honnette Personen werden von einem soliden Bankhause zum Verkaufe voi in Oesterreich gesetzl oh gestatteten Origlnal-Loaen unter günstigen Bedingungen angestellt. Franco Offert.? unter Angabe ai r gegenwärtigen Be-scblftignng au Ha aaenatein k Vogler, Hannover unter Ho 1610a. 518—1 Ad N. 9766. Ein Ciavier. Ein überspielter, 7 oclaviger f*ttliMam1er-1'»t»eerl-Flügel, vom k. k. Hnf-Clavier-Fabri-kanten Streicher in Wien, mit starken dicken Eisenanhängplatten, und fünffacher Eisenverxpreizung. mit fehlerfreiem Stimmstock, und fehlerfreiem Resonanzboden, ist u.n dem billigen Preis von 230 fl. zu verkaufen, Schalgasse Hau» Nr. 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Gemeinde Weixeldorf und Neukirchcn, dann im Eugbache Gemeinde Weixcldorf und Sternstein, endlich in den Bächen Skraboliya und Travina in der Pfarre und Gemeinde Retschach stattfinde». Hiebei werden die bezeichneten Fischerei-gerechtsame um die Schätzwerthe von 220 fL 80 fl. und 60 fl. ausgerufen, jedoch auch Anbote unter diesen Schätzwerthen angenommen werden. Der Meistbot ist sofort baar zu erlegen. Die näheren Aufklärungen sind auS den beim Gefertigten erliegenden Acten zu cnt-nehmen. 514-1 Cilli am 22. Juli 1885. Der k. k. Notar als Äerichtscouimiffäl: ?5orenz Pas. Ein Keller, sammt Gebinde (12 weingrltnu Fässer a ca. 2<> Haita» liter) vom 1. November d. J. an zu verpachten. Anfnc* ' an Frau Josetine Siina Umgebung Cilli. &24—2 MILCH. Die Guts Verwaltung Freienborg: (Christinenhof) liefert vom 1. August an frische Vollmilch in ploinbirten Literftaschen in's Haus. Preis per Liter 9 kr. Bei Abnahme von fQnf Liter und mehr 8 kr. 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