Nr. ill Dienstag, 18. Mai 1915. 134. Jahrgang. MbllcherDMtmg >V«i»»»»«»«tt»»»p»e<«l Mit Poftverfendung: ganziährig »o X halbjährig «5 li. Im Kontor: ganzjährig ><« °v, halbjährig li li. Fur die Zustellung in» Hau« ganzjährig 2 l!. — K»ft»««»»g. Die «iiaibacher Zeitung» erscheint täglich, mil Ausnahme der Lonn und Feiertage. Die Adwilrlstrnjl«» bcsiübct fich Mitloßiöftrahe Nr. l«; die Dl«»«kiNo« Millo»«üstraße Nr. IS, Sprechstunden der Redaktion von « bis 10 !lhr vormittags. Unfrankierte Briefs werden nicht angenomme», Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Ur. dev Aedaktt«« 52. Amtlicher Teil. ?i-68krdk lci-ms kon^m ^6 xar^äi vojii6 «iino te^vu^. IlaxinQ f^ii-äeillov i^ äk^kl, ^i 80 ä»,^i6 äi'Ußk 1st», Icrmo v n»36 Illäjs, 1sto8 ui !c naiu; ov8a 86 ^6 pa, tuäi N9, Oßr8lc6ili do!^ iun,Io priäslalo. Xljud t6mu pa, inor«. Pr6»lcrd6ti vo^öic^ ui)r»,vl», preä äiußiiui äovoh ^rinil 22. »vo^6 !con)6, ker 8M6M0 Is tsä^ upati, 6», 8lsöno Iconöaiu« v8Ü^j6n« nü,in vo^Ico, öß do ariulläH :Iovo!j lnioienu / N2,jvllzn6j3iiui potr6d3öinl».iui. V»l6ä tsli r3,Liu6r ^l> nar»vnili inoönid lcriuil 2klo piöio. Kimil, Icaterid 866^ ni, un, ^6 6Ijo ö»8H n« du luo^oös naäomOßtiti, ^6r I)o vsöHo mnoiino ov8g, äkl», 86l6 novll, i«t,6v, äodivg,n^6 »irovin x», livr ^ z)i»,v pii 8käai^ili raxmOrat) 8iluc» z)uti6dn0 »krbsti ^H to, <^ä 86 N6 /Nan^3l> ötevilo lcon^, niorlliuo uieäiti 23. v«3,Ic(i 06no lcriu^6i^6 tßin tßillvnim raxiuellliu piiinkuuo iu Aäto morama i/lin,^ti x oniiui 112-äowß8tnimi Icriniü, ici ^il» »« iiU3,iuu. öe ^6 vo^NÄ. pi's!)!kn^svki^y Ijuägtv», pu^uinoiuu, iirsäiußtlöilu, in n»s »ili 86 ^»äovoi^iti 8 »ikdoMmi ^islir^nili, Ici 80 «ei« 6illßi in 8« dili 6o8l6j 2»i,iö6V2,ni, luoramu t,u6i Icou^6 äi-u^aös prsdrau^svati kakoi' 8mc> dili ä«8i6^ v^ßni. ?ri koliöicaj iHxum6v^nju in äodri voiji Ia8tnikov Icouj do to «lo in inol». iti. V n2,8i6äu^6W ^>6 usic^ u9,8V6tov, kkko ^6 mo^oös Iconzh prslirai^y-V9,ti 22, ö»,82. p0iu^n^HN)g> 7. nkäo!U68tniiui Kliuili, lla,r zili iiu»,iu0. ?reäv»6lll jß tois poiuniti: tlv jv trvda 22Nvuj»ti l^rmo, ^tsri jv llouj privajvu, 2 üru^o krmo uov« vr»t«, ^tvri 8« ni privajvn, »« 26 »mo uikoli Icar uavu^rat moujati. V»2^i krmi uovs vrsto ss mor» privaüiti ^ouj lo »ba»om2. 2ato 2lvp» m wognö« üogti pripoiobati, äa ^v paUaHa V82^a brmilo uovs vr»to 2»övt^ama Iv pnlvg »taro, m »iovr prvi ü»u piav m»Io, potom pa ü»u2aüllvvnm voü, talco üa üodiva ^onj 82MU unvo l^lmn 8«1« ^o NMY tvüou äm. iivzi P2, ktvrj di ^ P02ll2iu, ä» ji lluv« vr3to ^rma UV »tori popowoma üadro, »« w0r» so dalj poö»8i navaätti u» ujo. Vp08t6v»,^6 to 119,061« 86 pripoloök ?!», Icon^6 takolß 868ta,v^:^,ti lii'UK): ».) 23. tyilcy Vpl6/U6 li0I1^6 8 75l) Ilß p«Vpl6i:U6 2iv6 t6^6 : 2 kß turööic:6, ^/, äo 1 Icß ol^u2.tid tropin, 1t) äo 12 kß 86U3,, 2 Icß ^li'0V6ßH (ii6öißö6N6ßH) eulcill,, 1 '/2 lcg otroliov, 3 Icß r62anit:6 ill 1 Icß li/ßv6 1cliuiln6 luoilO; d.) 2a, lc«nj6 8 pridliinu 450 l:ß iivy tsis (2a. 8i6änj6 t62lco ä6io): 2 kß tui3öio6, V« ^3 ohnatib tropin, 5 äo 8 lcg syn»., 1 '/, lcß 8iro-^^8». oukra, 1 II^ otl-obov, 2 kß r623.nie6; 0.) 22. ladlcy konjy 8 pridliino 350 k^ ^vs tois: 2 kß tul3öic6, 4 ä« 6 Icß 86na, I Ic^ 8irov68^ culcra, 1 kß otrodov. ^ujuo 86 priporoöl». pri m,oön6m polcl3.älu^u 86N». äg.jati Ic0nj6iu I^riiu6lN6 iuuo2in6 8oli. kri po!liÄ>äg.n^u 8irov6ß», oulcr». ^6 priporoömio äo-clajHti 2«/^ Ici-6ä6. Ii,k26n t6li kliuil piiä6^« v piöli lunoiini v po3t6v i/Iu26ni i'6/anci ^laäkoi-ii^ß P686, 8i^älcoi'ng.t0 moöuo lcriuilo in Icon^Iii pi'6pLö6N6«. ^ f>«8odnin olcoli^öinali 86 tuäi pripoioöa poklkä^ti p08uö6N6 oLtank« 17. lcuQinjß ^ 2ärod1i6N6 po^I^äati, ix Kiit6rill i6 pn. »Icrdno 0ädr3.ti M68o m ko«ti. Xm6tij8k6 Iloi^L 86 äa P0 ä0Vlö6N6m lcNoti^8lc6iu ä6iu ixkhuönl) Pl6- Utlz.njevn.ti 8 86N0M in / 26I6N0 tci^o, 02ii«IU9. N3. pg,zi. 8am0od86di UM6VN0 ^6 kon^6, ki 80 t«.k« ^iölo prsdran^vani, varo-v»,ti pi6cl V6iikiiu ng.poi>«m, ^2,to jiin j6 plivoööiti ägWib oäniorov, xl^8ti aovol^ ö^8^ pri iciiuljLuw. IxkuznjH uöi, H^ äolii-g. «»lcrdil, v6iillc) iilipomoi-y Iü äodr6lnu U8p6-^^uju ^ou^ja. 3tu,r pry^n^m- pr»,vi: „Oodro 8uax6njy jy polovica. i!iiu6." V pr6ä8t0j6ö6iu ^ri^yi-oilßlig. Klmilk j6 äoditi pri „8i)1o3ni a^ti-ijglci ^ruidi 2H vnovö6V3.nj6 /iviu6" na Oun^u III., 8t. ^ll^rx. 1'n. äruzd^, ki ^6 U0l)I68t2.N0 voä 3tl0ßiui Nlläl2()r8tV0Il1 Km6ti^k6ßg. Nini8tl-8tv^ proä^l». V89. ^liuiill, N6 da di äeiala Icaj äodiölc». t6r Ic e6U3.N 16 tolilco nriraöuna, äll I^Ici-^ß V6iilc6 upravns 8tro3lc6 8vo^6ßa oää6ill». Lg. lclmiia. ()y so 06N6 2». ^Nil«, V6näali6 vinok6, to ui I>i'ipi80v«,ti n6uplaviö6N6iiiu äraisi^u oä 8trani uluid6, lliuplik eäinois vslillim N3,dä.vniiu 8tio3kom, ki jid povxroö^o 12-l^äu« rH2in6r6. i lls 0. Kr. Pllljollolstoza mimstrstva. Rerlbllltt l>er Pfttkliesi^r beztzlilh der Wttl'W. Der gegenwärtige Kriegszustand hat die Futterbeschaffung für Pferde äußerst schwierig gestaltet. Di» Erute wichtiger Futterproduktionsläuder steht heuer nicht zur Verfügung, auch die Haferernte Ungarns war eine nicht ganz befriedigende; dessenungeachtet muß der erhöhte Bedarf der Heeresverwaltung an Futtermitteln für die Kriegspferde in erster Linie befriedigt werden; ist doch die hinreichende Versorgung der Armee mit ihren wichtigsten Bedarfsartikeln eine Hauptbedingung für den glücklichen Ausgang des uns aufgezwungenen Krieges. All diese Umstände haben eine Knappheit an natürlichen Kraftfuttermitteln mit sich gebracht. Mit dem Ersatze aller derzeit fehlenden Futtermittel kann jedoch noch für lä'ugere Zeit nicht gerechnet werden, weil Hafer erst nach der neueu Ernte in größerer Menge zu haben sein wird und die Rohstoffe für manche künstlichen Kraftfuttermittel derzeit schwer oder gar nicht zu beschaffen sind. Da aber die Erhaltung nnserer Bestände an Pferden gerade im gegenwärtigen Zeitpunkte von besonderer Wichtigkeit ist, muß mit allen Mitteln getrachtet werden, die Fütteruug den gegebenen schwierigen Verhältnissen anzupassen uud mit den zur Verfügung stehenden Ersatzsuttcrmittelu das Auslangen zu finden. Hat der Krieg eine ganze Umwälzung in der menschlichen Ernährung hervorgerufen lind uns gezwungen, mit minderen, bisher teilweise geradezu verachteten Nahruugsmittein zu teueren Preisen vorlieb zu uchmen, so müssen wir auch unsere Pferde anf andere als die gewohnte Weise ernähren. Bei einigem Verständnis und gutem Willen der Pferdebesitzer wird und muß dies auch gehen. Im folgenden werden Ratschläge erteilt, auf welche Art und Weise die Pferde unter Heranziehung von Ersatzfuttermitteln über die kritische Zeit hinüber gebracht werden können. Es wird vorausgeschickt, daß bei allen derartige« Futtelpassierungcu in erster Linie darauf geachtet werden muß, das; mit der neuen Fütterung nicht plötzlich begonnen, sondern eine allmähliche Anpassung der Tiere an diese Fütterung herbeigeführt werde. Es kann daher nicht dringend genug emp-fohlen werden, zunächst mit kleinen Gaben des ncucu Futters neben dem gewohnten zu beginnen und diese so zu steigern, daß nach ungefähr einer Woche der Übergang vollendet ist. Sollten sich während dieser Übergangszeit bei ein-zelneu Tieren Symptome davon zeigen, das; die neue Fütterung nicht anstandslos vertragen wird, so wird der Übergang zu verlangsame« sein. Unter Berücksichtigung dieses Grundsatzes wird die Anwendung folgender Futterpassierungen empfohlen: k) für fchwerc Fuhrwerkspferde vuu 750 Icß Lebendgewicht durchschnittlich: 2 kß Mais, '/2^1 ^8 Ölkucheu, 10—12 Icx Heu, 2 kß Rohzucker, 1 V, kx Kleie, 3 kß Strohhäcksel und 1 kß Reisfuttermehl; d) für Pferde von zirka 450 Ic^ Lebendgewicht (mittlere Arbeit): 2 kß Mais, 1/2 llß Ölkuchen, 5—8 kß Heu, 1 V, Kß Rohzucker, 1 kg Kleie, 2 Ic^ Häckfel; 0) für leichte Pferde vou zirka 350 kg Lebendgewicht: 2 kg Mais, 4-6 kß Hen, 1 K3 Rohzucker, 1 'I53 Kleie. Es muß dringend empfohlen werden, bei großer Steigerung der Heu-portionen die entsprechenden Mengen Salz zu geben. Es erscheint empfehlenswert, dem verwendeten Rohzucker Schlemmlrcide im Ansmaße von 2 «/^ zuzufetzcn. Außer den vorstehend angegebenen Futtermitteln kommen noch Rüben« fchnitzel, Melassekraftfuttcr und Pferdezwieback in beschränkten Mengen in Betracht. Unter Umständen wird es sich auch empfehlen, Küchenabfälle nnter sorgfältiger Ausscheidung von Fleisch und Knochen zu trockueu und in zerkleinertem Zustande dem Futter beizumischen. Landwirtschaftliche Pferde werden nach Beendigung der Nnbauarbciten ausschließlich mit Heu und Grüufuttcr erhalten werden können. ..Naturgemäß werdeu Pferde, deren Futtcrpassieruug eiue so spärliche ist, vor Überanstrengung möglichst bewahrt werden müssen nud längere Arbeitspausen, insbesondere die genügende Zeit zum Frcsseu brauchen. Anch trägt erfahrungsgemäß eine sorgfame Pflege viel zur Erhaltung eines gutcu Zustandes dcr Pferde bei. Ein altes Sprichwort sagt: „Gutes Putzeu ersetzt das halbe Futter". Die in vorstehenden Winken empfohlenen Futtermittel siud bci der Allgemeinen österreichischen Viehverwertungsgesellschaft in Wien, III., St. Marx, uer-känflich. Diese Gesellschaft, welche unter eingehender ständiger Überwachung des Ackerbauministeriums steht, verkauft alle Futtermittel ohne Gewinnabsicht zum Selbstkostenpreise mit einem kleinen Auffchlage, welcher dazu bestimmt ist, die großen Regiekosten ihrer Futtermittelabteilung zu decken. Wenn die Preise für die Futtermittel hoch sind, so ist dies daher nicht etwa einer ungerechtfertigten Preistreiberei der genannten Gesellschaft, fondern lediglich den durch die außerordentlichen Verhältnisse enorm erhöhten Gestehungskosten zuzuschreiben. Vom k. k. Ackerbauministerium. Laibachcr Zeitung Nr. 111 _____________________856_____________________________________18. Mai 1915 Den 15. Mai 1915 wurde in der Hof« und Staatsoruckerci das I.IV. und I.V. Stück des Reichsgcsetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 14. Mai 1915 wurde in der Hof» und Ttaatsdruckcrei das cxi.v. Stück der ruthenischen Ausgabe des Reichsgesch' blattes des Jahrganges 1914 sowie das XXXVIII., XI.. und XI.VI. Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1915 ausgegeben und versendet. Den 17. Mai 1915 wurde in der Hof> und Staatsdruckerei das XXIX.. XI.III.. XI^IV. und XI.V11I. Stück der runui« nischen sowie das XI^IX. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesetzölattes des Jahrganges 1915 ausgegeben und ver» sendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung> vom 15. und 16. Mai 1915 (Nr. 110 und 111) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 37 «Nollsblatt für Stadt und Land, vom 8. Mai 1915-Das l. k. Ministerium des Innern hat unterm 12. Mai 1915, g. 3974/M. I., der in Calumet, Mich., in kroatischer Sprache erscheinenden periodischen Druckschrift: «Ilrvatska Lioboag,» (Croatian I.idort>) auf Grund des 8 W des Preh. gesetzes den Pustdebit für die im Neichsrate vertretenen M> «igreiche und Länder entzogen. Politische Uebersicht. Laibach, 17. Mai. „Osservatore Romano" schreibt: Von mehreren Seiten wird wiederholt, daß der Heilige Stuhl der Geistlichkeit, insbesondere der Pfarrgeistlichkeil, Instrultioncn für den Fall rincs Krieges in dem einen oder anderen Sinne erteilt habe. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß dieses Gerücht jeder Vegri'mduug entbehrt. In der Vudgctlommission des deutschen Reichstages erklärte Staatssekretär Dr. Dellirück am Schlnssc seiner Ausführungen über VollSerniihrnng, daß das Brotgetreide in Deutschland für das laufende Jahr nicht nur ausreichend sei, sondern daß sich eine größere Reserve ergebe, als angenommen wurde und daß selbst besondere Zufälligkeiten, wie Lagcrbrände, Ernteverzögerungen usw. Deutschland nicht in Verlegenheit bringen können. Bezüglich der Kartoffeln hätten alle Zahlen getrogen. Der Vorrat sei groß, von Kartoffelnot werde keine Rede sein können. Der „Nieuwc Rotterdamsche Courant" gibt folgende Auslesen der „Times" wieder: In Nordfranlreich haben wir unter einigen Nachteilen zu leiden, die es mühsam machen, durchschlagende Erfolge zu erringen. Das schöne Wetter ermöglicht es, die deutschen Stellungen gründlich aufzuklären. Dabei finden wir, daß die Deutschen alle beherrschenden Höhen besetzt halten, die sich oberhalb unserer Stellungen befinden. Die Armeen des Kronprinzen von Bayern, des Herzogs von Württemberg stehen uns noch in voller Stärke gegenüber. Es gibt nur wenige Punkte, die angreifbar sind; diese hat der Feind mit starken Ver-tcidigungswerken versehen. Die Laufgräben sind mit gu-tm Truppen besetzt und durch gewaltige ArtMeriemasscn gedeckt. Dann leiden wir noch von dem Gasangriff bei Vpern, dcr dic Bundesgenossen an unserer Linie zurücktrieb und unsere Stellung entblößte. Die Ergebnisse unserer sonntägigen Angriffe haben enttäuscht. Der Feind ist viel stärker verschanzt, als vermutet wurde. Wir verfügen nicht über genügende Granaten, um die Verschanzun-gci, ganz zu vernichten. Wir fanden, als wir zum Sturm übergingen, daß die Besatzungen noch unverzagt sind. Viele Hindernisse sind noch intakt. Aber dadurch, daß wir feindliche Truppen in Weicher Stärke wie die unfereu festhalten, erleichtern wir den Franzosen die Offensive an unserem linken Flügel. Wir müssen besser mit Munition, Haubitzen und Leuten versehen sei, um die deutsche Verteidigungslinie durchbrechen zu können. Im englischen Olierhause führte Lord Großkanzler Haldanc aus: Wir kämpfen um unser Leben. Unter gewöhnlichen Umständen und in Friedenszeiten würden wir vom Freiwilligensystem nur ungern abgehen. Aber wir werden angesichts der gewaltigen Notwendigkeil, mit der das Land zu rechnen hat, vielleicht den jetzigen Zustand einer Revision unterziehen müssen. Vorläufig stehen wir noch nicht vor dieser Frage. Es kann aber, wie gesagt, dazu kommen. Augenblicklich haben wir die Hände voll Material, das uns zur Verfügung steht, und zwar ein prächtiges Material. Wie in Konstantinopel verlautet, ist das englische Panzerschiff „Goliath" von mehreren Torpedos getroffen worden, von denen einer besonders zerstörende Wirkung hatte. Glaubwürdige!» Meldungen zufolge ist auch ein englischer Turpedlilwotözerstürcr von den Türken in den Grund gebohrt worden; doch konnte wegen des beständig herrschenden Nebels die Tatsache nicht in unzweifelhafter Weise festgestclll werden. Aus Ncwyork wird gemeldet: Die „American Trouth Societü" beschloß in einer öffentlichen Versammlung, beim Präsidenten gegen die Ausfuhr uun Waffen u«d Munition zu protestieren. Gleichzeitig wurde beantragt, eine Untersuchung über die Herstellung von Dum-Dum-Gc-schlisscn in Amerika einzlilcitcn. Lokal- und Proliinzial-Nachrichtcn. Deutscher Thcateruerein in Laibach. Die Jahreshauptversammlung des Vereines fand am 14. Mai unter dem Vorsitze des Herrn Obmannes Artur Mahr im Theatergebäude statt. Der Vorsitzende begrüßte die Versammlung und gedachte dcr Ereignisse des vergangenen Jahres. Wenn auch die künstlerische Tätigkeit eingestellt war, beanspruchte die Administration, Geschäfts- und Kassegebarung vielseitige Arbeit und es spricht daher der Obmann dem Schriftführer Herrn Julius Ritter Oh m-Ianu sch ow sky und dem Zahlmeister Herrn Heinrich Ludwig für ihre bewährten Leistungen den wärmsten Dank aus. Er erteilt sodann dem Schriftführer zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes das Wort. Der Bericht lautete: Das Theater bildet ein wichtiges Bollwerk der Kultur hierzulande und seine Bedeutung für das geistige und gesellige Leben ist unschätzbar; freilich kann es nur im Frieden gedeihen: „Es schweigen die Musen, wenn die Waffen sprechen!" — Unsere heldenmütigen Heere kämpfen im Dienste der Kultur. Im Dienste der höchsten, kostbarsten Ideale der Menschheit, im Dienste des Rechtes und der Gerechtigkeit, im Dienste der Freiheit und der Würde der Menschheit haben unsere Heldensöhnc auf unzähligen Schlachtfeldern gckämftft und geblutet. Als Retter der Kultur müssen sie daher gepriesen werden und wir stehen unter dein ungeheuren Eindrucke des Kulturwerkes von weltgeschichtlicher Bedeutung, das auch über die Zukunft unserer Kulturanstalt entscheiden wird. Unsere heißesten Segenswünsche mögen daher die weiteren Taten unserer Helden begleiten. — Der Verband deutsch österreichischer Theater bemühte sich im Vereine mit dem Direktorenver-bande, im Interesse der Theaterangestellten die Eröffnung der Theater, wenn auch im beschränkten Maße, zu ermöglichen. Leider scheiterten die Bemühungen an der Unmöglichkeit, für die Leistungen in finanzieller Hinsicht anfzukommen, und wie die meisten deutschen Theater, mußte auch unsere Bühne auf einen regelmäßigen Betrieb in der Spielzeit 1914/15 verzichten. Ein Gastspiel der Exl-Gesellschaft in dcr Zeit vom 25. bis 31. Dezember 1914 hatte wohl einen schönen künstlerischen, aber einen schwachen materiellen Erfolg. Dasselbe Schicksal teilten zwei Gastvorstellungen der Gesellschaft des Stadttheaters in Klagenfurt, die im Jänner 1915 unter Leitung des inzwischen zur Militärdienstlcistung eingerückten Direktors Franz Schramm stattfanden. Sein Entgegenkommen gegen andere deutsche Vereine bewies der Theaterverein durch unentgeltliche Überlassung der Bühne zur Veranstaltung von Wohltätigleitsvorstellungen. Eine solche veranstaltete die Frauenortsgruftpe des Vereines „Südmark" den 16. und 17. April vorigen Jahres, die Philharmonische Gesellschaft dm 16. und 17. Mai vorigen Jahres. Der Versuch, ein Konzert größeren Stils mit Orchester und Chor im Theater aufzuführen, bewährte sich bei dcr zweimaligen Wiedergabe des Oratoriums „Die Jahreszeiten" dank der ausgezeichneten Akustik glänzend. Damit waren die künstlerischen Leistungen des Kaiser Franz Joseph--Inbiläumtheatcrs erschöpft. Die Sommermonate des vorigen Jahres wurdcu zur Vornahme von Gebäudereftara- Feuilleton. Die weiße Katze. Von Mckcxrd A. Mertnann. (Fortsetzung.) Marga blickte hinüber zu den Bergen. Wie ein kno chiges Ungeheuer der Vorzeit, mit Stacheln und harten Gelenken auf dem langen gewölbten Rücken, kroch ein unfreundlicher Nergzug hoch über dem Wald dahin, kahl, weißlich, mit spärlichem Schnee in den steilen Mulden. Nur in der Mitte, unter dem spitzen Höcker des Rückgrats, schimmerte, gleich über der letzten grünen Hochwiese, ein größerer, leuchtender Fleck. Man erkannte auf den ersten Blick, daß die Umrisse dieses Schneefleckes ganz einer großen weißen Katze glichen, einer harmlos spielenden Katze mit spitzen Ohren an dem runden Kopf, rnit freundlich aufgestelltem Schweif und vier spielenden Tatzen. Gerade dort, wo das Auge zu sein hatte, lag ein dunkler Steinblock. Ein zeichnerischer Scherz der Natur. Marga sah hin und sagte fieberhaft: „Ich lasse dich nicht gehen, ich habe Angst vor diesem Berg. Soll ich wieder den ganzen Tag lang mit Todesangst auf dich warten?" Walter sah sie an und sagte: „Ich dachte, du hättest das schon erlernt. Du mußt ruhig sein, wenn ich so etwas mache; ich muß mich darauf verlassen können, daß du ruhig bist. Schau, Marga, ein Mann wird furchtbar behindert, wenn seine Frau um ihn Angst hat." — „Aber du tnußt mir das doch nicht immer antun, wozu denn?" — „Ich muß, Marga!" Er sagte das so, daß sie ihn forschend ansah. Aber er kniete, schon im Gras und kitzelte den dicken Edi mit einer kleinen Weidenrute. „Edi-Vub, der Pafti geht auf den Berg und holt dir das weiße Kat-zerl'." - „Ich weiß nicht," sagte Marga, „mir ist diese gräßliche Katze vom ersten Augenblick an unheimlich gewesen. Um Gottes willen, du muht doch nicht an dieser Stelle vorbei?" Walter nahm das Kind auf den Ann und wies mit dcr kleinen Weidenrute auf den Berg. Der Weg gehe erst durch den Wald, auf die Hofalm zu, dann rechts hinüber, unter den Vorderfüßen der Katze, dann im Zickzack aufwärts, durch das Geröll wieder nach links. „Unmittelbar über dem Kopf der Katze kommt ein ziemlich unangenehmer Kamin, dann geht es auf den Grat zum Gipfel, die Katze bleibt gerade unter uns. Wenn ich abstürze, frißt mich das Vieh." — „Walter, kannst du denn gar keine Rücksicht auf meine Angst nehmen? Ich werde fortwährend die Katze anstarren und überzeugt sein, daß du eben stürzest. Tu mir das nicht an!" Walter sah ihr in die Augen: „Kind, wenn du fortwährend überzeugt sein wirst, daß ich abstürze, wird das mich sicherer machen? Wenn du zuversichtlich wärest, könnte mir nichts geschehen. Wenn ich eines Tages in eine wirkliche Gefahr einsteigen müßte, nicht in so einen dummen Vcrgkamin, der für mich eine Spielerei ist — Marga, könntest du nicht ruhig und stark auf mich warten und mich dadurch stärker machen? Eine gute Frau müßte vor allem das können! Gott, wie viel leichter hätten die Männer es, wenn die Frauen sich nicht von dummen Hirngespinsten quälen ließen!" ^ „Das tue ich doch nicht, Walter!" — „Gut, wir werden das sehen!" Am Abend aßen sie im Freien, unter dem großen, roten Gartenschirm des Herrn Neugebauer. Der Wirt servierte selbst; es gab zurzeit keinen Kellner im Grand Hotel Alpcnheim. Doktor Stein sagte mit einem hinterhältigen Schmunzeln: „Morgen müssen Sie meine Frau unterhalten, Herr Neugebauer. Erzählen Sie ihr aus Ihrer Stewardszcit, wie Sie in Indien reisten, oder wie Sie auf der Oase Viskrah als Pikkolo dienten." — „Ja," seufzte der Wirt, „das waren Zeiten! Jetzt sitzt ein Mann wie ich in so einem ungebildeten Bauernncst und hält am Sanistag den Holzkncchten Vortrage über die weite Welt. Aber das kommt vom verdammten Heiraten! 3lls unser Schiff vor Penang lag, kam einmal-------" „Morgen sol- len Sie das erzählen, Neugebauer der Seefahrer. Während ich über der weißen Katze herumklettere. Übrigens, haben Ihnen die Holzknechte nie Schauergeschichten über die weiße Katze erzählt? Der Schuster hat dm Schädel voll davon und wollte mich gar nicht führen." — „Ja," sagte dcr Wirt, „die Vauem behaupten-------" Er sah etwas scheu hinüber: man erkannte in dem klaren Dunkel noch deutlich die Umrifs? der Katze. „Was sind das für Geschichten von der Katze?" fragte Marga gierig. „Morgen, Marga! Erinnere aber Herrn Neugebauer bestimmt, daß er dir's erzählt." Vor dein Schlafengehen zog Walter Marga noch ein- ' mal auf den Balkon hinaus. Der Bosruck wölbte im Mondlicht seinen bösen Rücken, sah aus, als wollte er einen Sprung machen. „Marga, ich kann dir nicht sagen, wieviel mir daran liegt: ich muß wissen, daß du ruhig und vernünftig auf mich wartest. Versprich es mir!" Sie versprach alles, was er im Mondschein von ihr wollte. Sie schlief erst spät ein und merkte nicht, wie ihc Mann aufstand und das Haus verließ. Ms Marga aufwachte, zog sie sich eilig an, sah nach dem Kinde, zankte das Kindermädchen nervös aus, ging hinunter zum Frühstück. Als sie unter dem roten Gartenschirm saß, gab es ihr einen kleinen Ruck. Der sonderbare Echneeflcck in den Felswänden des Bosrucks sah heute anders aus als gestern; es war wieder ein Stückchen wcggeschmolzen, das Auge der weißen Katze war größer geworden, und nuN war es kein harmlos spielendes Schneekätzchen mehr, sondern ein verzerrtes, tückisches Vieh, mager, Hungrig, gi? rig. Die arme kleine Frau sah hinauf und rechnete: uN> sechs Uhr ist er fortgegangen, um elf ist er auf der Alm gegen eins wird er dort auf dem Grat über dem Katzenkopf zum Gipfel klettern. Herr Neugebauer brachte den Kaffee, heute nicht i" der Bauernjacke, sondern in einem speckigen Frack. „Als" was erzählen die Bauern von der weißen Katze, Herr NeU gebauer?" Der Wirt lächelte weltmännisch und sagte, ett Kulturmensch glaube an diese Märchen nicht. Mer fak tisch sei es eventuell Tatsache, daß immer nur in gewisse' Jahren bei der Schnceschmelze diese Katzengcstalt he? auskomme. Und so lange die Katze noch nicht fortgesehnt zcn sei, gehe kein Einheimischer gern auf dm Bosru/ es komme fast immer ein Unglück vor, solange das K^» zenvieh lauere. „Und unter so einen: dummen VaueM gesindel muß cin Mensch wie ich versauern! Wo ich doJ drei Jahre beim Sacher in Wien-------" Marga winH ab, sie kannte die Leidensgeschichte. ! (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 111___________________________8b?___________________________________18. Mai 1915 wren und Herrichtung der Dekorationen und Möbel, die durch den Hin- und Hertransport ins wcitcntlcgcnc Magazin in und aus demselben schwer gelitten hatten, fleißig ausgenützt. Im November v. I. stellte die Direktion der Krainischen Sparkasse das geräumige, auch den weitgehendsten Anforderungen entsprechende Theatermagazin samt Ncbenränmlichkcil'cn im ncucrbautcn Hause neben dem Theater zur Verfügung. Das Magazin wurde im Jänner 1915 bezogen und es erscheint damit eine wesentliche Erleichterung des Theatcrbetriebes geschaffen. Die innere Einrichtung soll bis zum Herbste fertiggestellt werden. Der Ausschuft erledigte die laufenden Geschäfte in 5 Sitzungen. Die Zahl der behandelten Gcschästsstückc betrug 402. Als Vertreter des Thcatervcreines nahm Schriftführer Herr Julius Nitter Ohm - Ianuschowsty an drei Sitzungen des Verbandes deutsch-österreichischer Theater in Wien teil. Der Verband befaßte sich hauptsächlich mit dem neuen Thcatergcsetzc und dem Pensionsinstitute für Vühncnangehörigc. Den durch Auflösung dcs Inkassoverbandcs drohenden Schwierigkeiten suchte dcr Verband durch entsprechende Maßregeln entgegenzutreten nnd namentlich die Verwendung des Ballettzu-schlagcs Zu regeln. Aus dcr Mitte des Ausschusses wurden die Mitglieder Herren Josef Luckmann und Emerich Mayer zur Militärdienslleistung einberufen. Unsere besten Wünsche begleiten siel Der Antrag des Ausschusses, die Versammlung möge den Behörden für ihr Entgegenkommen sowie der Ukrainischen Sparkasse für die hochherzige Unterstützung und Förderung dcs deutschen Theaters den, Dank durch Erheben von den Sitzen zum Ausdruck bringen, wurde beifällig angenommen. Zahlmeister Herr Heinrich Ludwig erstattete den Rechnungsabschluß und Bericht über den Vcrmögensstand. Auf Antrag der Herren Rechnungsprüfer Professor Doktor Edlen von Valcnta und Viktor Nanth, die erklärten, bei der Revision die Buchführung in musterhafter Ordnung gefunden zu haben, wurde der Rechnungsabschluß sowie Voranschlag genehmigt, Herrn Ludwig und den Herren Rechnungsprüfern der Dank ausgesprochen. Letztere wurden einhellig wieder gewählt. Anregungen der Rechnungsprüfer in bezug auf Kostcnvcr-minderung erklärte dcr Ausschuß Rechnung zu tragen. Der Allsschuß konstituierte sich nach der Sitzung und wählte neuerlich die bisherigen Herren: Artur Mahr znm Obmann, Baron Egon Zois zum Qbmann-Slcll-vcrlrcter, Julius Ritter Oh m-Ianu sch o w s l y zum Schriftführer und Heinrich Ludwig zum Kassier. Dieser bekleidet sein mühsames und schwieriges Amt mit opferwilliger Hingebung seit 25 Jahren. Seine Verdienste wurden auch durch den in herzlichen Worten ausgesprochenen Dank dcs Vorsitzenden anerkannt. — (Ein neues Kaiserbild.) Das vom Kriegshilfsbureau zn Guusteu der offiziellen Kriegsfürsorge zum Verkaufe gelangende farbige Kaiscrbild, welches nach der jüngsten Aufnahme Sr. Majestät durch den Hofphotographen Pietzner hergestellt worden ist, wurde Sr. Majestät unterbreitet, der die alleruntertäuigste Meldung über diese neuerliche Altion dcs Kriegshilfsbureaus mit lebhaftem Interesse entgegenzunehmen, dem Vertriebe des Bildes den besten Erfolg zu wünschen und ein Exemplar der allcrguädigsteu Anuahmc zu würdigen geruhte. Das außcrordeutlich geluugme farbenprächtige Kunstblatt (54X74 Ztm.) gelangt zu dem billigeu Preise von lj Kronen in den Handel. Das Kriegshilfsbureau nimmt Bestelluugen entgegen und liefert das Bild auch in einfachem oder in reich» verziertem Goldrahmen zum Preise von 20 oder 25 Kronen. ztriensauszcichmmgen.) Seine Majestät dcr Baiser hat verliehen: das Militärvcrdienstkrcuz dritter blasse mit der Kricgsdekoration dem Hauptmann Johann Edlen von Hosp, dem Oberleutnant AlfonZ Eisenzopf und dem Leutnant in dcr Reserve Josef Potokar, wci-ters dem Leutnant Alfons Stcinft atz und dem Leutnant in der Reserve Hugo Stark, allen fünf dcs Inf.-Neats. 17. Wcitcrs hat Seine Majestät anbefohlen, daß oic Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde: dcm Leutnant in der Rcservc Franz Korent dcs IR 17 und dcm Lcntncmt Herbert von G ra tzy dcs DR 5. — VW, Annceoberkommando wurde dcm Korporal Franz Severdes DR 5 die Silberne Tapferkeits-medaille zweiter Klasse verliehen. — (Beförderung.) Oberleutnant Milan Paternoster, Komftaniekommandant im dalmatinischen Land-slurm-Feldrcgimente Nr. 37 und Finanzlandcskassicr in Graz, zum Haufttmann befördert. — (Ungestempelte Offerte an das Kricnommiste-rium.) Wie uns mitgeteilt wird, langen beim KricgZ-ministcrinm zahlreiche Offerte ohne die vorgeschriebene Etempclung ein. Da derlei ungestempelte Offerte und auch sonstige Eingaben unberücksichtigt und unbeantwortet bleiben, so liegt es im Interesse aller Offcrcnten, auf diese Stempeluna. nicht zu vergessen. — (Verlustliste.) In dcr am (i. Mai ausgegebenen Verlustliste Nr. 17.", sind ausgewiesen: vom Feld 4 jägerbatajllon Nr. 7 als lriegsgef.: ErsNcs. Gogola, Franz, EK.; ErsRes. Kav^iä Lorcnz, EK.,; Jäg. Mi^gur Maria Josef, 3. K.; Unterjäg. 5>eg^ Josef, EK.; ErsRcs. Straus Alois, 1. K.; ErsRes. Wildling Urban, EK.; Jäg. TitPatrf. Zuftan Ma^, 1. K.; vom Infanterieregiment Nr. 27: Zgf. Lembcrgcr Georg, 3. K., tot; Inf. Martinschütz Julius, 1. K., kriegs-gef.; Korp. TitZgf. Pirler Kaspar, 13. K., kriegsgef.; Gcfr. Puschcnjal Michael, 10. K., kriegsgef.; Inf. Rei-chcnvater Thomas, 3. K., verw.; Inf. Schrein!echner Johann, 4. K., liiegsgcf.; ferner als aus Krain stammend: vom Infanterieregiment Nr. 87 als, verwnndet: Fuk Karl, Inft., 7. K.; Iereb Josef, Inft., 7. K.; Kra^na Paul, Inft., 3. K.; Marolt Matthias, Inft., 7. K.; Menart Johann, Inst,, 7. K.; Miklav^ Anton, Fnft., 3. K.; Nabergoj Johann, Inft., 7. K.; Podbr^ck Johann, Inft., 4. K.; Premro Blasius, Inft., 4. K.; Notenhäuscr Anton, Inft., 4. K.;< ^abec Jakob, Inft., 6. K.: Selez Rudolf, Inft., 7. K.; Vidmar Alois, Inft., 3. K.; vom Landwehrinfantericregi-ment Nr. 3: Markig Franz, Inft., 8. K., verw,; vom L andw ehr in fanteri ercg im cnt Nr. 4 als triegsgcfangen: Iskra Franz, ErsRes., 4. K.; Iento Franz, ErsRes., 4. K.; Majcr Josef, Inf., 7. K. (verw.); vom Sapft curb ata il l on Nr. 3: Glavi^ Stefthan, Sapfteur, 4. K., tot. — Berichtigungen: zur Verlustliste Nr. 19, FIB 7: Mogorovw Anton, ErsNef., Erskomft.. kriegsgef. (war verwundet gemeldet); .^ubic Johann, Jäg., 1. K., vcrw., lriegsgef. (war tot gemeldet); zu den Verlustlisten Nr. 32 und 57: IN 27: Hasclberger Rudolf, Inft., 11. K., Kober Ferd., Zugsf., 4. K., Spörk Josef, Korp., 11. K., Nigitz statt Vigitz Simon, Inft., 1. M5k. -- alle vcrw., kricgsgcf. (waren vcrw. gemeldet). — !(Verlustliste.) In der am 13. Mai ausgegebenen Verlustliste Nr. 177 sind ausgewiesen: Morocutti Anton, Oberleutnant, FKR 7, zugeteilt dcr Luftschifferabteilung, kriegsgcfangen; vom F cI dj ä g erbataillon Nr. 20 aus Kram: Dolinar Franz, ResOberjäger, 2. .Komp., verw,; Gor^e Josef, Jäger, 3. Komp., tot; Grum Franz, Jäger, 3. Komp., verw.; Kristan Johann, Jäger, 3. K., verw.; Lavrm Franz, Jäger, 3. Komp., tot; schließlich Prhnc Ierncj, Kanonier, GAN 3, Vatt. 3, vcrw. -Vcrichtigung zur Verlustliste Nr. 103: Ianc/,k" Anton, Untcrjäger, Tilularzuassührer, FIB 20,, 1. Komp., kriegsgefanacn (wnr verw. gemeldet). — (Mehrere Monatziimncr »>nt> Wohmmnell) lvcrdcn dringend bcllötigt. »lngebote nimmt das städtische No-auartienlngsamt (Stadtmagislrat), Nathausftlatz Nummer 27/!l!, von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis « Uhr entgegen. — (Bruttarienftatiftil.) Seit der Einführung von Brotkarten — fomit in vier Wochen — wurden in Lnibach 27.735 Parteien mit l 19.752 Brotkarten bcteilt; es erhielt mithin eine jede Partei durchschnittlich vier Brotkarten. Auf die einzelnen Wochen entfallen: erste Woche 7127 Parteien mit 30.891 Brotkarten, zweite Woche l!814 Parteien mit 29.2ll) Brotkarten, dritte Woche L099 Parteien mit 29.084 Brotkarten, vierte Woche 7095 Parteien mit 30.567 Brotkarten. — Neuangekommene Parteien erhalten auch während dcr Woche Brotkarten am Magistrate. le^-. — (Eine Eanmlllma. vun Wäschestücken für Land-stlirmarbeitcr.) Man schreibt »ins aus Idria: Über Anregung und mit tätiger Unterstützung der k. k. Vcrgdirck-tion in Idria, veranstalteten die Lehrerinnen dcr k, l. Mädchcn-Werksvolksschulc in der Zeit von Ansang April bis Mai eine Sammlung von Wäschestücken für die hier weilende, 245 Mann zählende k. nnd k. bosnisch-hercc-gouinische Landsturm-Arbciterabtcilung. Die Sammlung ergab 265 Hemden, 161 Unterhosen, 58 Paar Fußlaft-Pen, 14 Paar Socken, 4 Handtücher, 7 Sacktücher. Die zum Teil schadhaften Stücke wurden von den Lehrerinnen unter Mithilfe dcr Frau M. Pol hau nnd dcs Frl. Fanny Vidmar gründlich ausgebessert und, nachdem 20 Stück sehr verflickter Hemden lind 3 Paar Unterhosen für die Armen im Siechcnhause zu Unter-Idria ausgeschieden worden waren, erfolgte die Abgabe der Sammlung an das Kommando dcr erwähnten Landswrmarbci-tcr, das in einem Schreiben an die Mädchen-Schulleitung mit warmen Dcmkesworlen dcn Empfang bestätigte. — (Für Reisende nach Rumäuieu.) Das Reisepublitum wird darauf aufmerksam gemacht, daß vom 14. d. M. (1. Mai alten Stiles) angefangen uu-sere Staatsangehörige!' nur daun zum Eiutrittc nach Numäuien zugelassen werden, wenn sie sich im Besitze eines von einer rumäuischen diplomatischen oder konsularischen Vertretungsbehörde ordnungsgemäß vidierten Reisepasses befiudeu. — (Gau Aßling des D. u. Österr. Alpeu-vere in es.) Wenn nicht Unvorhergesehenes eintritt, wird die auf der Golica gelegeue deutsche Hütte (1582 m), 20 Minuten unter dem Gipfel, die Hütte auf dem Gipfel gehört dem Slowenischen Alpenvereine) zu Pfingsten bewirtschaftet sein. Die Hütte wird bereits Samstag abends offen fein und bis Dienstag früh geöffnet bleiben. Eiufacher Proviant und Getränke werden zu haben fein. Es ist vorläufig beabsichtigt, die Hütte versuchsweise über die Pfingstfciertage uud den darauffolgeudcn Sonntag (80. Mai) einfach bewirtschaftet zu halte»; der Gau wird uach diefer Zeit eine weitere Kundmachung ergehen lassen. Dcr außergewöhnlichen Schuecverhältuisse wcgeu wird der Auf« stieg zu Pfingsten nicht über Rosenbach, sondern über Aßling und Alpen — wo die Narzissen bereits in Vlütc stehen — angeraten. — Die Valvasorhütte im Stolgebict des Vereiues ist, wie bisher, ganzjährig geöffnet uud bewirtschaftet. Der leider vicl zu weuig gewürdigte Weg zu dk'ser Hütte — über Schcraunitz oder Iauerburg-Karnervellach — ist bereits jetzt gut gangbar. — (Die Kadiluik-Hütte auf der Guliea) wird, wie uns der Slovenische Alpcnvcrein mitteilt, am 23. d. M. eröffnet werden. * (Jahreshauptversammlung.) Die Orts- ' grupve äiZta des Deutschen Schulvereines wird ihre Jahreshauptversammlung morgen um 8 Uhr abeuds abhalten. — (Fleischdiebstahl.) Diesertagc drangen unbekannte Diebe uach Aushebung eines Fenstcrgitters in die Speisekammer dcs Besitzers Michael Dkelcva in Zaretjc bei Dorncgg ein und stahlen daraus Schinken, Salami, Speck uud Selchwmste im Werte von über 140 Kronen. In der gleichen Nacht wnrdeu ciuem auderen Besitzer aus dem versperrten Hause 3 große Schweiucschinteu, bei 5 Ic^ Speck, Kaffee, Zucker uud 3 Paar Schnürschuhe im Gesamtwerte von 122 Kronen entwendet. — (Werkzeugdiebstahl.) Am Bahnhöfe in Kronau wurde diescrtagc eine Werlzcugskiste der Krainischen Ballgesellschaft anfgebrocheu. Die unbekanuteu Täter stahlen daraus verschiedene Werkzeuge im Werte vou 193 Kronen. — (Selbstmord.) Freitag vormittags wurde unweit Slape im Laibachflussc eiue männliche Leiche aufgefuudcu, die später als die des 1874 iu Warnsdorf geborenen verehelichten Fabriksarbciters Julius Pohl crkaunt wurde. Der Ertruutcne hatte sich offenbar iu selbstmörderischer Absicht ins Wasser gestürzt, denn nn-weit der Fundstelle wurdcu am Ufer seiue Dokumente, Schuhe und sein Strohhut aufgefunden, die er dort abgelegt hatte. — (Selbstmordversuch.) Freitag gogen Mittag versuchte ein 40 Jahre alter verehelichter Maschiuist aus Trieft in einer hiesigen Badeanstalt dadurch einen Selbstmord, daß er sich in der Badewanne mit einem Rasiermesser nu beiden Häudeu die Pulscideru durchschnitt. Nach Anlegung von Now erblinden wurde der Lebensmüde ins Landesspital überführt. Das Motiv des Selbstmordversuches soll eiu älteres Lcideu seiu. — (Wochcnviehmarlt in Lailmch.) Alis dcn Wochen-vichmarlt in Laibach am 12. d. M. wurdcu 53 Ochsen, 20 Kühe, 2 Kälber und 174 Nnhschwcinc aufgetriebcn. Darunter befanden sich 50 Schlachtrindcr. Die Preise notierten für Mnstochscn mit 215 bis 230, halbfette. Ochscn mit 200 bis 215 Kronen für 100 Kilogramm Lebendgewicht. Kinu Ideal. Programm für heilte Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: „Wer ist Zwicbclbaum?" Schlager-Lustspiel in drei Akten. 2. „Das cinsamc Haus", zwci-tcr Teil von „Hnnd von Baskcrvillc", Detektivroman in drei Attcn. Dicscs Wunder dcr Technik stellt allcs bisher Dagewesene in den Schatten. — Letzte Vorstellung bei günstigem Wetter im Garten. Kapitän Klcinschmidto Pulnrjandcn, HI. u. IV. T'ril, von hentc Dienstag bis Donnerstag im Kino „Central". Wer dcn crstcn Tcil dieses Meisterwerkes gesehen, wird gewiß nicht versäumen, sich auch den zweiten zu besichtigen. Iagdbilder aus dcn arktischen Ncgionen! Wohl nur wcr diese Zonen lcnnt, vermag ganz die un-gchcnrcn Schwierigkeiten z» ermessen, unter dcncn diese Aufnahmen zustande gekommen sind. Welch ungeheure Mühc und Arbeit aufgewendet, wieviel Hunderte von Metern Films vergebens geopfert wurden, um endlich in glücklicher Stunde cin schönes Bild zu gewinnen, das bleibt dcm Znschaucr verborgen, an dem dic lange Kette der wohlgelungenen Aufnahmen leicht und schnell vorüberzieht. Und die Gefahren? Kapitän Kleinschmidt bewies seine Kaltblütigkeit, als er mit der einen Hand ohne Unterlaß die Kurbel drehte, während cr mit der anderen mittelst eines Nepcticrgcwchrcs drei Polarbärcn tütete, dic in taum sechs Meter Entfernung auf ihn eindrangen. Der wissenschaftliche und erzieherische Wert dicscs Films kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dcn Erwachsenen wird er reichen Gcnuß bieten und jcdcs Kind lernt bci ihrcin Anblick in cincr Stunde mehr Naturgeschichte, als in dcr Schule während einer ganzen Woche. — Das interessante Programm ergänzen die allerneuestcn Kriegs-Wochcnbcrichtc, mehrere komische und das rührende zwei-attigc Drama „Nur ein Sonnenstrahl". Laibachcr Zeitung Nr. 111__________________________858____________________________________18. Mai 1915 Der Arteg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Österreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, 17. Mai. Amtlich wird vcrlautbart: 17. Mai, mittags: Im Verhältnis zu de« hartnäckigen Kämpfen der vergangenen zwei Wochen verlief der gestrige Tag an der ganzen Front im allgemeinen ohne wesentliche Ereignisse. Die Armeen haben weiter nach vorwärts Naum gewonnen. Die gegen den obere» Dnjcftr vorgerückten Kolonne» haben mit Teilen nun auch Drohobvcz genommen, weitere 51W Gefangene gemacht und tt Maschinengewehre erbeutet. Der Stellvertreter des (5hcfs des Gene-ralstabcs: von Höfer, FML. Der Feldmarschall bei den verbündeten siegreichen Truppen in Westgalizicn. Wien, 17. Mai. Aus dem Kriegsftressequartier wird gemeldet: Zum zwciteumale seit Beginn unserer erfolg» reiche» großen Offensive weilte gestern Seine l. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Armccoberlommandaut Feldmarschall Erzherzog Friedrich, begleitet von Seiner k. und k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Karl Franz Josef bei uuseren siegreichen verbündeten Truftpcu iu Wcstgalizicu. Die von uusercr braven Eiscubahulruppc durchgeführte beispiellos rasche Wiederherstellung der seinerzeit gründlich zerstörten laugen Eiscubahnbrücke über den Duuajcc ermöglichte deu Hoheiten die Fahrt mit der Nahu bis zum Nahuhofe. Am Vahuhose, wo die Spuren der Wirtuug unserer schwersten Oeschützc noch deutlich sichtbar sind, wurden die Hoheiten von Seiner k. und k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herru Kommandanten der vierten Armee G. d. I. Erzherzog Josef Fcrdinaud, dauu vom Äczirlshaufttmauu uud von den Spitzeu der auch wahrcud der russischcu Herrsä)ast treu auf ihrem Posten ausharrende» kirchlichen uud zivi-leu Aehördeil begrüßt. Vei dieser Gelegenheit überreichte der Fcldmarschall dem siegreichen Arineckommaudantcu Erzherzog Josef Fcrdiuaud das ihm vou, Sciucr f. u. k. Apostolischen Majestät vcrlieheuc Militärverdicustlreliz erster Klasse mit der Kriegsdcloratiou. Vou Taruow bc^ gaben sich die Hoheiten im Automobil zunächst zll deu beiderseits der Straße Taruow-Wojnicz gelegeneu Stellungen am Dunajc»,', wo unser braver österreichischer Laud-sturm uuter dem ^'onuuaudo des Oberste» Morgcuslcm Mouate hiildurch treue Wacht hielt. Dann ging die Fahrt bei dem von unseren schweren Mörsern arg zugerichteten Sarn" Eorur-Kloster, das einem höheren russischen Kom' mcmdo als Quartier gedient hatte, vorbei zum Jagdhause Nr. 4l2 uud auf die Höhe 4l9 südwestlich Tarnow. Auf dieser blutigeu Walstatt der ruhmreichen Erfolge uu-serer treffsicheren Artillerie und der heldenhaften Tiroler Kaiscrjägcr, durch deren Zähigkeit der stark verschanzte Gegner uach gründlicher uud hervorragender Artillerievorbereitung sowie durch den größten Heroismus unserer Truppen geworfen wcrdcu konnte, verweilten die Hoheiten längere Zeit. Von hier wurde die Weiterfahrt mit Auto über Tarnow, Pilsno, Dcbica, Nopczycc nach Rze-szow fortgesetzt. Die Stadt Tarnow hatte sich zum Empfange des Feldmarschalls festlich geschmückt uud freudiger Jubel der erst vor kurzem vom russischen Joche befreiten Vcvölkcnmg scholl dem Höchstkommaudicrcudcn der sicg-reichcu verbündeten Armeen entgegen. Ein gleich enthusiastischer und herzlicher Empfang wurde den Hoheiten iu alleu auf der Fahrt berührten, von den Nüssen meist arg zugerichteten Ortschaften zuteil. Überall, insbesondere aber in Dcbica, sah man noch die traurigen Sfturcu des russische» Vandalismus, der sich im Niederbrennen, Verwüsten uud Plündern uicht genug tun kouule. Mit tiefer Nühruuf, dankten die Hoheiten der kaisertreuen schwer heimgesuchten Bevölkerung für ihre zuversichtliche Haltung und für ihr Festhalten au der heimatlichen Scholle, die mit Gottes Hilfe den Fcindeshäudcn entrissen, uuumehr ciucr schöucrcu Zukuust entgegensieht. In Rzeszow wurden den Hoheiten von Seite der Bevölkerung ein besonders herzlicher und ergreifender Empfang zuteil. Uutcr dem Geläute der Kirchcnglockcn und uulcr jubelnden Ovationen der Newohuer fuhrcu Ihre k. u. k. Hoheiten auf den Hauftlplatz, wo Generaloberst von Mackeuseu sich beim Fcldmarschall meldete, der ihm, dem hervorragenden Führer der siegreichen Armeen, das ihm von Sciuer Majestät verlicheno Militärverdiousttreuz erster Klasse mit dcr Kriegsdckoralion überreichte. Ein kurzes Dankgebct in der Stadtpfarrkirchc uud die herrlichen Klänge der Volkshymnc beschlossen die spontane Empfangsfeierlichkeit iu diefer Stadt. Von Nzeszow traten dann die Hoheiten die Rückreise in den Standort des Armeeoberkommandos an. Vcrlangsamnug des Feldpoftverlehrs. Wie», 17. Mai. Aus dem Kriegsftressequartier wird gemeldet: Infolge des energischen Nachdrängcus uuscrcr siegreichen Armeen hinter dc» geschlagenen russischen Hcc-rcsmasseu wird eine Verlangsamung des Fcldpostvcrlchrs eintreten. Die Fcldpostämtcr befinden sich mit den Trup-fteu iu rascher Vorwärtsbewegung. Die Entfernung von ihrem Ausgangspunkte wird von Tag zu Tag größer, die Arbeitsgelegenheit geringer, die Möglichkeit zum Abstoßen der mitgcsührtcn Posten seltener, die Nachschub-schwicrigkcitcn empfindlicher. Vci dcr Nicscnmcugc der täglich ins Feld gehenden Post, rund Zwei Millionen Vricfscndungcu täglich, treten uawrgcmäß Stauuugcu ciu, sobald sie den Schienenweg verläßt uud n»f tagelanger Weiterbeförderung auf zerstörte Straße«: uud elende Feldwege angewiesen ist. Aber selbst dcr idealste Postzu-schub würde dm vorwärts eilenden Truppen kaum segensreich erscheinen. Ihr Mgcnmerk ist jetzt am wenigsten uach Postsachen gerichtet. Die Gabeu aus dcr Heimat, so sehr sie im Schützengraben crwüuscht waren, hemmen die leichte Beweglichkeit des verfolgenden Kriegers. Den obwaltenden Verhältnissen gemäß müsseu die Nachschübe dcr Post vorläufig auf schriftliche Mitteilungen beschränkt und mit dem Zuschub vou Paketen, Mustersendungen und Gcld-bricfen ausgesetzt werden. Sie werdeil sowohl auf den Nachschublinic» als auch bei den Hcimatspostämtcru einstweilen zurückgehalten, um befördert zu werden, sobald die Verhältnisse eine wirksame Zustreichung erlauben. Die Kriegsanlcihe. Wien, 17. Mai. Auf die zweite österreichische Kriegsanleihe 1915 haben unter andern gezeichnet: Erzherzog Karl Stefan eine Million Kronen, die Skodawcrle in Pilsen 6 Millionen gegen 4 Millionen bei der ersten Anleihe, Exzellenz Ferdinand Graf Kinsty, Seiner Majestät Öberstallmeister, 250.000 Kronen, Herrenhausmitglied Anton Dreher eine Million Kronen, Graf und Gräfin Johannes Plantenstein 900.000 Kronen, Notiert und Anton Primavesi eine Million, Ernst Mauthner (Wien) eine Million, Zuckerfabrik Schöller und Eomft. Altiengesellschaft eine Million, Osterreichische Daimler-Motor-Altiengesell-schaft eine Million Kronen. Für das Note Kreuz. Wien, 17. Mai. Seine Exzellenz Graf Arthur Henckel-Donncrsmarck-Benchen auf Schloß Wolfsberg in Kärnten widmete der österreichischen Gesellschaft vom Noten Kreuz eine neuerliche Spende von 10.000 Kronen in österreichischer Kriegsanleihe 1915. Teutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 17. Mai. Das Wolff-Vurcau meldet: Großes Hauptquartier, 17. Mai 1915: Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich Vpcrn, westlich des Kanals l>ci Stccu-straade und Het«Sas, gaben wir unsere vorgeschobenen Stellungen anf und zogen die dort stehenden schwachen Kräfte, um Verluste dnrch starkes feindliches Artillerie» fencr zu verhindern, in unsere Hanptftellung am östlichen Kanalufcr znrück. Südlich von Neuve-Chapelle halien die Engländer noch die Teile unserer vorderen Gräben, die seit den vorgestrigen Kämpfen in ihren Händen sind. Das Gefecht dauert noch a«. Nördlich von Arras bei Ablain und Ncnville wiesen wir französische Angriffe, sehr verlustreich für den Gegner ab. Bei Ailly und im Priester« waldo haben sich geringfügige Infantcrieliimpfc entwil» lclt. Unsere Luftschiffe machten erfolgreiche Angriffe anf die Kricgshiifcn Dover und Calais. Östlicher Kriegsschauplatz: An dcr Dubissa, in dcr Gegend von Cyragola und Czcjkiszli, sowie südlich des Njemen bei Mariampol und Lutwinowo, wurden feindliche Angriffe abgewiesen. Unter den bei Szawle gemachten russischen Gefangenen wur-dc,l Rekruten des Jahrganges 19lll festgestellt, die nur vier Wochen Ausbildung hinter sich hatten. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Unser Vormarsch zwischen dcr Pilica und «bereit Weichsel, ebenso wie auf der Front Stryj- Stanislan wird fortgesetzt. Vei ^aroslan und nördlich ist es an mehreren Stellen gelnugcn, den San zu überschreite». Um Przcmysl wird gekiimvft. Oberste Heeresleitung. Die Presse über die Ablehnung dcr Demission Ealandras. Berlin, 17. Mai. Die gesamte Presse befaßt sich mit der Ablehnung der Demission Salandras. Der „Lokalanzeiger" erklärt, König Viktor Emaunel bemühe sich als konstitutioneller Herrscher zunächst ciuen zulässigen Maßstab für die Ansichten des Parlaments zu schaffen. Das Blatt befürchtet eine maßlose Agitation der Anhänger des Kriegsgedanlens, nimmt aber an, daß die besonnenen Elemente Mann genug scin werden, sich dem Terrorismus entgegenzustellen. — Die „Voss. Ztg." betont, daß Deutschland mit dcr ganzen Kraft der Waffen hinter Österreich-Ungarn stehen wird, und hebt hervor, ein verlorener Krieg bedeute für Italien die Erledigung als Großmacht Italien. Konferenzen des Königs mit dem Gcucralstabschef. Berlin, 17. Mai. Einer Meldung des „Berliner Tageblatt" ans Nom zufolge konferierte dcr König lauge mit dem Generalstabschef, dcr sich sodann zum Kriegsminister begab. Ein Ministcrrat. Rom, 17. Mai. Die „Agenzia Stefani" meldet: Der Ministerrat beschäftigte sich hcnte mit deu Mit-teiluugeu, welche cr der Kammer iu der Sitzung am Donnerstag machen wird. Demonstrationen für den Krieg. Nom, 17. Mai. Dcr Sonntag ist ohue ernstere, Zwi-schcnsällc vcrlaufcu, obgleich am Nachmittag ciuc große Volksversammlung auf dcr Piazza del popolo stattfand. Dieselbe war ursprünglich als Prulestversammluug gegcu Giolitli gedacht, wurde aber, uachdcm der Entschluß des Königs, die Dcmissiou Talauoras uicht auzuuchmcu, be-kanutgcgcbcu wordeu war, zu einer Ovatiou für das Kabinett Calaudra uud für deu Krieg. Die Demoustrautcn zogcu dauu durch die Stadt. Ein Teil dcrsclbcu brachte unweit vom Quiriual Ovalioucu sür das Kabinett Salau-dra dar, während ein anderer Tcil ciuc Huloiguugslund-gcbuug vor der englischen Votschaft bei dcr Porta Pia veraustullctc, wo die (Nemahliu des cuglischcu Botschafters, Lady Nenucll Rood, dcu Temouslrauteu Kußhände uud Blumcu zuwarf. Auf Wuusch dcr Demoustrauleu waren schou am Vormittag an den meisten Häusern Fahnen ausgestellt wordeu. Selbst die Straßenbahnwagen waren beflaggt. Es war eine sorgfältig inszenierte Pro-pagauda für dcu Krieg, gcgm welche die friedliche Majorität dcr Bcvölkcruug bisher uicht wagtc, ihrerseits ihre Stimme zu crhcbcu. Dicscm Tone der Verzagtheit der Intellektuellen ist auch dcr geringe Tcil dcr Presse angepaßt, dcr uicht mit vollen Segclu im Fahrwasser dcr Kricgsftartci schwimmt. Mau kauu kaum uoch eiu erustcs Wort gegcu den Kricg iu dcu Vlättcru siudcu. Die Tatsache, daß die Tagesordnung für die auf den 20. Mai augesctztc Kammersitzuug uicht vcrfafsuugsgemäß veröffentlicht wurde, deutet darauf hiu, daß die Kammer wiederum vertagt uud ihr die Entscheidung über den Krieg cutzogcn wcrdcu wird. England Fcldmarschall French berichtet. London, 17. Mai. Feldmarschall French meldet einen wohlgelnngcnen Angriff der ersten Armee zwischen Nichcbonrg-L'avou6-Festubcrt, welcher die Linie des Feindes auf dem größten Teile der zwei englifche Meilen (3 '/. Kilometer) langen Front durchbrach. Der Angriff begann um Mitternacht, vom 15. zum 16. Mai südlich von Nichebonrg-L'avmw, wo die Engländer zwei hintereinander gelegene Schützengrabcn-linicn von 6 ?)ards Länge eroberten. Eine englische Meile davon entfernt wnrde bei Tagesanbruch cin Angriff unternommen und 1200 Jards Schützengräben erobert. Dieser Erfolg wurde noch 600 Z)ards weiter südlich ausgedehnt. Indem längs der deutschen Schützengräben Bomben geworfen wurden, schritten die Engländer den Weg von Festubert nach La Quin-qnerne hinüber und drangen ungefähr eine englische Laibacher Zeitung Nr. N1___________________________359____________________________________18. Mai 1915 Meile in der deutschen Linie vor. Der Kampf dauert noch an und nimmt einen für uns günstigen Verlauf. Portugal Die Revolution. Vladrid, 16. Mai. „El Mundo" berichtet über die Ereignisse in Lissabon: Las Zeichen zum Ausstände wurde un, halb 4 Uhr nachts durch drei Schüsse auf der Straße stenclicu. Die im Hafen ankernden Kreuzer eröffneten sofort das Feuer. Das Schießen wurde bald allgemein. (Ye-st.cn 4 Uhr durchzogen Kavallerie-Truppen, republikanische <^ardc. Artillerie die Straßen und feuerten auf die Auf« ständischen. Ziviliste« durcheilten die Kasernen und forderten die Soldaten auf, sich der aufftiindia.cn Bewegung anzuschließen, wegen Mittag hatte sich das Schießen in der ganzen Stadt verbreitet. Zahlreiche Verwundete wur« den in das Arsenal gebracht, überall ertönte der Ruf: „Nieder mit der Diktatur!" Präfett Arriaga verließ Be-lem und begab sich, begleitet von republikanischer Garde, nach Lissabon. Nach dem Berichte, den der Gouverneur von Vadajos der spanische« Regierung erstattete, gab der Kreuzer „Adanchor" das Zeichen zum Aufstand durch die Beschießung Lissabons. Die Kaserne von El Cantara wurde von 200 Zivilpersonen unter den Rufen: „Es lebe die Republik!" gestürmt. Es gab viele Tote und Verwundete. Die republikanische Garde, die regierungstreu blieb, besetzte die Straßen, Plähe und strategischen Punkte und zerstreute die Menge. Mehrere Bomben explodierten. Das Kriegsschiff „Vasco de Gama" hat Lissabon in geheimer Regierungsmission verlassen. Der Eisenbahn» und Telegraphenvcrlchr in der Umgebung von Lissabon ist gestört. Die Garnison von Elvas blieb treu und sandle Tnlppen nach Lissabon. In Porto Allegro wurde die Engländern gehörende Korbfabril von Zivilpersonen cingcäschert. In Oporto kam es ebenfalls zum Aufstand, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Paris, 10. Mai. „Agence Haoas" meldet ans Madrid: Angesichts der Ereignisse in Portugal trafen der Ministerpräsident, der Marincminister und der Minister dcs Innern im Palast zu einer Besprechung mit deni Könige zusammen. Die Regierung erklärt, daß Spanien nicht intervenieren, sondern sich darauf beschränken werde, das Leben und die Interessen der in Portugal ansässigen Spanier zu schützen, falls sich die Notwendigkeit hiezu ergeben sollte. Madrid, 17. Mai. (Meldung der „Agence Havas".) Gerüchtweise verlautet, daß angeordnet worden sei, den Urlaub der Marineoffiziere aufzuheben und daß die Panzerschiffe „Esftana" und „Carlo Quinto" nach Lissabon aublaufen sollen. Zwei Infanteriercgimenter wurden nach Badajoz entsendet. Lissabon, 17. Mai. lReutermeldung.) Die neue Negierung ließ den früheren Premierminister Pimento Castro und den früheren Minister Mederros an Bord des Kriegsschiffes „Vasco da Gama" bringen. Die Türkei Die Operationen vor den Dardanellen.« Konftantinopel, 16. Mai. (Agence tsl. Milli".) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront unternahmen gestern morgens bei Ariburnu drei feindliche Na« taillone, von technischen Truppen unterstützt, wiederholt Überrumpelungsangriffe auf die Stellungen unseres rech« ten Flügels. Sie wurden jedesmal mit Verlusten geschlagen und durch Gegenangriffe bis zu ihrer Hauptstellung zurückgeworfen. Wir zählten 300 Tote, die der Feind auf dem Platze ließ; 100 Gewehre und eine Menge Kriegsmaterial fiel in unsere Hände. Auf unserer Seite gab es verhältnismäßig sehr geringe Verluste. Feindliche Schiffe beschossen auch gestern ohne Erfolg unsere Batterien in der Gegend des Einganges in die Meerenge. Trotzdem unterhielten die Batterien ein heftiges Feuer gegen die feindlichen Stellungen bei Sedil-Bahr. Drei Geschosse trafen das englische Panzerschiff „Fengeance". Unfere Flieger warfen mit Erfolg Bomben auf den bei Sedil« Bahr stehenden Feind ab. Am 1. Mai ließ das im Golfe von Alaba kreuzende französische Panzerschiff „Victor Hugo" einen Hydroplan aufsteigen, der jedoch durch unser Feller beschädigt wurde und ins Wasser siel. Am 2ten Mai wollte das Kriegsschiff in einer Schaluppe Solda« ten landen, die jedoch verjagt wurden, nachdem wir ihnen einen Verlust von 5 Toten und Verwundeten beigebracht hatten. Hierauf zog sich „Victor Hugo" zurück. Auf den anderen Fronten» nichts von Bedeutung. Die Verluste des französisch-englischen Expeditionskorps. Salonichi, 15. Mai. Nach aus Muoros Hieher gelangten Briefen sind dort an einem einzigen Tage der vorigen Woche 17 höhere englische und französische Offiziere, darunter ein General und zwei Oberste, bestattet worden. Bis zu jenen: Tage betrug der Verlust des französischenglischen Expeditionskorps 30.000 Mann. Die Kämpfe im Kaukasus. Klinstantinopel, 17. Mal. Nach glaubwürdigen Pri-l'ntnachrichten aus Erzerum haben die Tückn die russischen Truppen, die seit einer Reihe von Tagen von Olty vorzustoßen versuchten, endgültig zum Stehen gebracht und zurückgeschlagen. In der letzten Zeit hat der Feind keine ernstliche Aktion mehr versucht. — Bei Schenkerli wies ein türkisches Freiwilligenkorfts einen Angriff von Kosaken unter großen Verlusten für den Feind zurück, wobei es zahlreiche Veute machte. * Aus der gestrigen Nummer wiederholt, weil nur in einem Teile der Auflage enthalten. — (Ein Einschleicher.j Vor einigen Tagen schlich sich ein unbekannter Täterin die Wohnung des Fleischers Franz Pudobnitar in Iezica cin und entwendete einen an der Wand hängenden grünlichgrauen Stoffrock samt einem Geldbetrag von 30 Kronen, der in der inneren Tasche verwahrt war. — lMn wilder Radfahrer.) Auf der Landstraße bei Vrunndorf stieß cin Radfahrer, der kein Glockensignal gab, mit seinem Rade ein 17 jähriges Mädchen zu Boden, wobei er selbst vom Rade siel. Beide erlitten einige Verletzungen; dem Mädchen wurden überdies die Kleider zerrissen. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736'0 mm > L j^ZjZ-__________ft^ "^U7N. ^736^3 18^1 O^TMk^M^wilM ^ ^9U. Ab. 38 1 13 7 SO. schwach belvbllt ___ 7U.F. 38 9 12 2 NO. schwach . 0 3 16, 3U.N. 37 3 20 0 NW. mähig teilw.bew. 9U.Nb. 367 160 SW. mäßig heiter_______ 7U. F. 39 8 11 0 ONO. mäßig Nebel 0 0 17. 2U. N. 7338 227 SW. mäßig teilw.bew. 9 U.Ab. 327 163 SW. schwach halb bew. ____ 18>7U. F. I 31-0116 7! S. schwach > bewöltt > 0 3 Vas Tagesmittel der Temperatur von Samstag beträgt 1b b». Normale 14 0». T>as Tagesmittel der Temperatur von Sonntag beträgt 16'1», Normale 14 2«. Das Tagesmittel der Temperatur von Montag betragt 16-7', Normale 14 3«. RÖMERBAD das steirische Gastein. Saisoii April-Oktober, gegen Gicht, Rheumatismus, Ge-lenkssteifigkeit etc. Militärpersonen 50 Prozent Nachlass. Wirkung gleich Gastein, Ragaz, Teplitz. Auskünfte gratis durch die i Badedirektion Römerbad In Steiermark. 923 i-i Seuchengefahr! ' Die meiBton Krankheiton werden durch Ungeziefer Übertragren! SanLtolyt vertilget unfehlbar alle Arten von Ungeziefer, ist also unptithphflieh ¦•*"•». "*n*syesamu UUVUlUVlftl 11VI1 Baugewerbe, für Indu- ——i^—¦¦¦_mmhm atrle u. Landwirtschaft. M. Elfer, Wien, I., Krngerstraße 3. Die Kriegsanleihe ist das Vorteilhasteste Anlagepapier! Amtsblatt. 1184 C 43/15/1 Oklic. Zoper Marijo Zorko, posestnikovo hÈi iz Zabreznika, st 6, katero bi-vališèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Litiji po Andreju Grobljar, posestniku iz Izlakov, st. 17, zastopanega po g. Franu Tavzes, no-tarskemu substitutu v Litiji, tožba zaradi 300 K s prip. Na podstavi tožbe se je doloèil narok za ustno sporno razpravo na dan 26. maja 1915 ob 9 V* ur* dopoldne pri tem sodišèu, soba 8t. 21. V obrambo pravic Mari je Zorko se postavija za skrbnika gospod Peter Jereb, obè. tajnik t Litiji. Ta skrbnik bo zastopal gori imenovano v oznamenjeni pravni stvari na nje nevarnost in stroške, dokler se ona ali ne oglasi pri sodnji ali ne imenujo njej pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Litiji, odd. II, dne 11. maja 1915. 1175 Cg I S5/15/2 Oklic. Zoper odsotnega Valentina Kobal iz Gornjega Kašlja sta se podali pri c. kr. deželni sodniji v Ljubljani, po Mestni hranilnici ljubljanski po g. dr. TavÈarju, odvetniku v Ljubljani, tožbi zaradi 2112 K in 240 K. Prvi narok se je doloÈil na 20. maja 1915 dopoldne ob 9. uri, tusodno, soba št. 123. V obrambo pravic toženega skrb-nikom postavljeni gospod dr. Novak, odvetnik v Ljubljani, ga bo zastopal, dokler se ali ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblaŠÈenca, ter se preklièe oklic z dne 24. aprila 1915, s katerim je bil imenovan skrbnikom g. Jakob Dimnik. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. I, dne 11. maja 1915. 1224 Sa 2/15/13 Konec poravnalnega postopanja. Poravnalno postopanje dolžnika Franja Mlakar, trgovea v Lescah, je konÈano. Poravnava je sodno potrjena. C. kr. deželno sodišÈe Ljubljana, odd. III., dne 12. maja 1915. 1219 8i^ 6/15/26 Ausgleichsbestätigung. Der zwischen dem Schuldner Ios. PH. Goldstein, Optiker in Laibach, nnd seinen Gläubigern bei der Tagsatzung am 24. April 1915 abgeschlossene Ausgleich wird bestätigt. K. l. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 12. Mai 1915. 1058 N 36/15/5 Bersteigerungsedilt. Auf Betreiben des Gregor Oswald, Besitzer in Schallendorf, vertreten durch Dr. Moritz Karnitschnigg, k. k. Notar in Gottschee, findet am 21. Mai 1915, vorm. 9 Uhr, Zimmer Nr. 3, die Verstei« gerung der Liegenschaft E. Z. 62 der Katastralgcmeinde Stalzern, bestehend aus Wohnhaus, Scheuer samt Dreschtenne und Schweinestall, Äcker, Wiesen, Weiden, Wald nnd Garten im Gesamtansinaße von 16 kl; 61 a 29 w« sowie Miteigentums-rechten zn 1/28 Anteilen im Schätzwerte von 2787 X 29 k statt. Das geringste Gebot beträgt 1860 X; unter diesem Betrage findet ein Verkanf nicht statt. K. k. Bezirksgericht Gottschce, Abt. II,. M 25. März 1915. 11^47 l'irm. 299, Kau. I 49/32 Änderungen bei einer bereits eingetragenen Genossenschaft. Im Genossenschaftsregister wurde ani 5. Mai 1915 bei der Genossenschaft.- Arbeiter-Konsumverein der Gewerkschaft Tagor an der Save, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, folgende Änderuug eingetragen: Gelöscht wurden: Franz Peterlin II, Franz Kiefer und Georg Zeleznik, eingo tragen wurden: Anton Sadar, Hutmann in Kisovc Nr. 72, Jakob Strajner, Schlämmcister in Loke Nr. 13, und Georg Kanka, Hutmann in Töplitz Nr. 14. K. k. Landes» als Handelsgericht Laibach, Abt. III., am 5. Mai 1915. Lnibachcr Zeitung Nr. IN______________________________860______________________________________18. Mai 191c> 123"? St. 7557. Razglas o naznanitvi zalog ovsa. Dodatno k razglasu c. kr. deželne vlado st. I1..103./L.R. o popisovaaju zalog otsa po stanju z dne 21. maja li)15 odreja mestni magistrat aledeèo : Popisovanje se vrši : 1.) Za mesto Ljubljana dne 20. in 21. maja 1915 ml 9. do 12. ure dopoldne in od 3. do 6. ure popoldne v posvetovalnici niestnega magi strata (I. nadstropje, Galetova hiSa). 2.) Za Bp. Siško dne 21. maja od 9. do 12. ure dopoldne iu od 3. do 6. ure popoldne v obèinski bisi v Sp. Šiški. 3.) Za Barje (všteta vsa Karolinska zemlja) dne 21. maja od 9. do 12. ure dopoldne io od 3. do 6. ure popoldno v niestni soli na Barju. Kdor ima oves v hrambi, je dolžan, zglasiti se v «avcdenih diieh pred pristojno komisijo, kjer dobi naznanilnico, ki jo ima spopolnjeno vrniti najkasneje do 24. maja mestnemu magistratu, oziroma jo lahko takoj pred komisijo izpolni. Od napovedi nl izvzeta najvišja doroljena dnevna vporabna množina za posa-meznega konja 3 kg, kakor tudi ue oves, doloèen za gospodinjßtvo in gospodarstvo. Naznaniti je tudi ovsen zdrob in z drugimi zemelJBkiini produkti zmešan oves. Zaloge bo navesti po stanju z dne 21. maja 1915. Vaakega, ki namenoma prikrije oblastvu v svoji posesti se nahajajoèe zaloge ovsa, ki ne poda zahtevanih podatkov tekom doloèeuega roka in ki ua kakršenkoli naèin onemogoèi natanèen popis ovsa, zadenejo najstrožje zaporne in denarne kazni. ü^eetn.! nasigletra/t Ij-u/folosizisls:! dne 15. maja 1915. "*n 21. Mal von 9 — 12 Uhr vormittags und ron 3—6 Uhr nachmittags im Gemeinde-Hause in Unterschischka. 3.) Für das Moorgebiet (Karolinengrund inbegriffen) am 21. Mai von 9-12 Uhr vormittags und von 3—6 Uhr nachmittags in der städtischen Volksschule. Personen, welche Hafer in Verwahrung halten, sind verpflichtet, an den angeführten Tagen vor der zuständigen Kommissiu zu erscheinen, wo sie das Anmeldeblatt bekommen, das sie ausgefüllt bis spätestens 24. Mai dem Stadtmagistrate vorzulegen haben, beziehungsweise können sie es gleich vor der Kommission ausfüllen. Von der Einbekennung dürfen nloht ausgesohlossen werde» die als zulässige höchste Tagesverbrauchsmenge für jedes einzelne Pferd 3 kg, wie auch sonstige für den-Haus- oder Wirtschaftsbedarf bestimmte Hafermengen. Anmeldepflichtig sind auch ihrer Gänze nach alle geschroteten oder mit anderen Bodenprodukten vermischten Hafermengon. Die Vorräte sind mit dem Stiohtage vom 21. Mai 1915 anzuführen. Wer vorsätzlich in seinein Besitze befindliche Vorräte an Hafer verheimlicht, wer die von ihm geforderten Angaben nicht innerhalb der gesetzten Frist liefert und wer auf welche Art immer die genaue Aufnahme vereitelt, wird strengstens mit Arrest- und Geldstrafen geahndet. Stsid-tzacisifgäetrsit in ZELjSluosicI}., am 15. Mai 1915. (iniiger Erzeugungsort meiner patentierten [rinirigsfiii Verlanget Preisknrantt Reiche Auswahl von firnuoisiesGheikeii zu anerkannt billigen Preisen. Ware aus nur erstklassigen Falritm Lud. Cerne Juwelier 1025 8 Laibach, Wollova ulica Nr. 3. 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Nr. 118 Gerichtsentlastungsnovelle) und den in Geltung :: verbliebenen bezüglichen Gesetzen und Verordnungen. :: Mit Erläuterungen aus den Materialien und durch Verweisung auf im Zusammenhange stehende Bestimmungen nebst einem ausführlichen Register von Dr. Hugo Ritter von Schauer Sektionsch.es im Justizministerium \ Fünfte, durchgesehene und ergänzte Auflage 8°. 64 Bogen. Preis geheftet K 780, gebunden K 9-. \ In der vorstehenden fünften Auflage ist die Gerichtsentlastungs- \ novelle dem Gesetzestexte einverleibt, jedoch der frühere Wortlaut der geänderten Gesetzesstellen im Kleindrucke ersichtlich gemacht. Bei der großen Verbreitung und Beliebtheit der Schauer-schen Gesetzausgaben, wird die obige neue Auflage der Exeku- \ tionsordnung in den Juristenkreisen lebhaft begrüßt werden. Vorrätig bei 1193 3-2 ' lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung ! Il