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Daher kann es in Zukunft nur mehr eine deutsche Volkspolitik geben, welche in alle» Fragen nicht mehr die Sorge um den Staat, sondern lediglich die Interessen de» deutschen VolkeS als allein maß-gebend gellen läßt. In ernstester Stunde verlangen wir »on unseren Abgeordneten eine unbeugsame Stellungnahme nach diesem Grundsätze, sowie die sofortige Bildung einer auS allen deutschen Parteien bestehenden National-Versammlung zur entschiedenen Vertretung und Durchsetzung der unverrückbaren, au« dem Selbst-bestimwungSrechte sich ergebenden Forderungen der Deutschen in Oesterreich. Wir verlassen un» auf uns selbst, unser gute? Recht und unsere Kraft und nehmen die Gestaltung der Zukunft nunmehr in unsere eigenen Hände. Bei rücksichtsloser Gellendmachung unsere? völkischen SelbstbestimmungSrechteS braucht uns als Angehörigen eine» WeltvolkeS nicht bcwze zu fein. Einig und zielbewußt, in engster Gemeinsamkeit mit unseren Brüdern im Reiche, werden wir uns auf unserem alten Heimatboden behaupten. Ungebrochen, trotz Sturm und Not, geht unser herrlicher, von hemmenden Fesseln befreites Volk feiner Zukunft entgegen! Die deutschen VolkSräte. Oesterreichs Zerfall. Der Kaiser hat an „Leine getreuen ister-reichischen Völker" ein Manifest erlassen in dem e« heißt: „Oesterreich soll den Willen seiner Völker gemäß zu einem Bundesstaaie werden, in dem jeder Volks-stamm auf feinem Siedlungsgebiete fein eigenes staatliches Gemeinwesen bildet. Der Bereinigung der polnischen Gebiete Oesterreichs mit dem unabhän-gigen polnischen Staate wird hiedurch in keiner Weise vorgegriffen. Die Stadt Trieft samt ihrem Gebiete erhält, den Wünschen ihrer Bevölkerung entsprechend, eine Sonderstellung'. Der Kaiser wendet sich an die Böller, an dem großen Werke durch Nationalräte mitzuwirken, die — gebildet aus den ReichSratSabgeordneten jeder Nation — die Interessen der Völker zu wahren sowie im Verkehr mit der Regierung zur Geltung bringen sollten. Durch diese Neugestaltung soll die Integrität der Länder der ungarischen Krone in keiner Weise berührt werden. Auch wird angenommen, daß die Gemeinsamkeit ein Lebensbedürfnis der neuen selb-ständigen Gemeinwesen sein könnte.--- Das österreichische Staatsgebiet soll in vier selbständige Ritionalstaaten zerlegt werden: Deutsch-österreich, Tschechien. Jllyrien und Ruthcnien. Die Grenze zwischen Deutschösterreich und Jllyrien soll die Drau bilden, daS heißt es sollen alle die uralten deutschen Siedlungen südlich der Drau in Untersteiermark und Kärnten dem Moloch de» SüdslawentumS in den Rachen geworfen werden. Unsere Regierung weiht damit unser Cilli, in dem die Deutschen seit anderthalb Jahrtausenden al« Kulturträger gearbeitet und in den Türkenkriegen heldenmütig für Oesterreich und Habsburg Leben und Blut geopfert haben, dem Untergange! Und mit Lilli sollen noch viele alte deutsche Orte fallen, wie Tüffer, Rann, Schönstein, Windifchgraz, Hache-negg, Weitenstein, Gonobitz, Hölldorf, Windisch-seistritz, Pragerhof, Rohitsch und an der Schwellt Marburgs Brunndorf, die so prächtig aufblühende deutsche Gemeinde. Den Serben sollen zum Fraße hingeworfen werden im völkisch so friedlichen Kärntnerlande Bleiburg, Eisenkappel, Ferlach, Rosegg und in Krain das alte deutsche Gottscheerländchen, sowie die Sprachinseln Laibach und Weißens«!». Man sieht, daß die Regierung vollständig den Kopf verloren hat. Wir Deutsche werden eine solche Verschacherung an die „getreuen' Südslawen, die an der Lereini-gung mit Serbien und Mvntenegr» festhalten, un« niemals gefallen lassen. Die Anlworl Mlsons. Keine Friedensbereitschaft. In der Antwort, die Wilson dem schweizeri-schen Gesandten zur Uebermittlung on die deutsche Regierung übergab, heißt cS: Die Entscheidung über die Räumung de« Ge-bieteS und die Bedingungen dcS Waffenstillstandes sind Fragen, die der Entscheidung der militärischen Ratgeber der Regierung der Bereinigten Staaten und ihrer Verbündeten vorbehalten find. Der Präsident betont, daß keinerlei Abmachungen abge« schlössen werden sollen, die nicht absolute Garantien bieten, daß die militärische Ueberlegenheit der Alli-irrten aufrecht erhalten bleibt. Dann müsse er den Regierungen der alliierten Mächte zustimmen, daß eS schwer sei, einen Waffenstillstand in Erwägung zu ziehen, so lange die Streitträfte Deutschlands ihre unmenschlichen Handlungen fortsetzen, wie die Taten der Unterseeboote und die Zerstörung von Städten und Dörfern auf dem Rflckjug, Verwüstungen, welche der Präsident von jeher getadelt hat. Ferner kommt Wilson aus den in seiner Rede am 1. Juli betont«» Umstand zurück, ei sei Haupt» fache, daß jene willkürliche Macht, welche es in der Hznd hat, allein m d geheim und auf eigene WillenS-befnmmung den Frieden zu stören, vernichtet werde. FallS diese Macht nicht ve»nichtet werden kann, soll wenigstens ihre Verkleinerung biS zur tatsächliche Ohnmacht versucht wer'en und diese Macht, welche bis jetzt daS Schicksal der Deutschen in der Hand gehabt hat, ist gerade eine solche, welche der Präsident in seiner Rede im August gemeint hat. Die Worte des Präsidenten einhalten die berechtigten und naturgemäßen Bedingungen de» Frieden». Aber wenn eS dazu kommen soll, so muß die» durch Ein-greisen deS Volke» febst geschehen. ES ist unvermeid» lich, daß die Regierungen, welche gegen Deutschland verbündet sind, ohne die Möglichkeit einer Täuschung wissen müssen, mit wem sie eS zu tun haben. Der Präsident kündigte ferner an, daß an Oesterreich' Ungarn eine besondere Note geschickt werden wird. Die Kriegsereignisse. In Flandern griff der Feind am 14. d. auf breiter Front zwischen Dixmmven und der LyS an. Der Stoß wurde aufgefangen. An der Oife und der Aire und westlich der Maas sind Angriff« der Fran-zosen und Amerikaner gescheitert. Au der Westfront haben sich östcrrcichische-ungarische Truppen rühmlich 43. Jahrgang. hervorgetan. Hierüber berichtet daS Kriegspresse-quartier: Der deutsche Heeresbericht hat in den letzten Tagen wiederholt besonders rühmend jener österreichisch-ungarischen Truppen gedacht, die in den letzten Kämpfen bei Berdun aus dem von der MaaS gegen Osten verlaufenden Abschnitt in zähester Abwehr gegen die Ueberzahl immer wieder vergeblich herandrandender französischer und amerikanischer Divisionen den alten Rus der österreichisch-ungarischen Tapferkeit auch auf den Schlachtfeldern deS Westens bewahrt haben. Unter dem Kommando de» Oberstleutnants Marschan haben die «n ein Jäger-regiment vereinigten Jigerbataillone Nr. 17, 25 und 31, in taktischem Verbände mit deutschen Truppen stehend, ruhmvollsten Anteil an den schweren Kämpfen im Walde von Beaumont. Gleich ihnen hat sich das ebevfallS zu den Truppen des Feld-marschalleutnantS Metzger gehörende k. u. k. Jnfan-terieregiment Rr. 5, daß sich auS Szatmar.Nemeti ergänzt, in diesen Kämpfen ganz besonder» hervor-getan. Ihm waren bei der Abwehr der feindlichen Angriffe der letzten Tage ebenso wie dem k. u. k. Infanterieregiment Rr. 112 ganz besondere Erfolge befchieden. Am 15. b. gelang eS den Feinden in Flandern über die vorderen deutschen Stellungen hinaus vorzudringen. UebergangSverfuche de» Feinde» über die Ly» bei Komen wurden vereitelt. Am Nachmit-tage gingen Handzaem« und Cortemack verloren. Zwischen Jsekim und Womit konnte der Feind uur wenig Boden gewinnen. Im Stlle-Alischnitt« scheiterten feindliche Teilangriffe. Oestlich von St. Ouentin brach der Feind im dichten Nebel vor, wurde aber im Gegenstöße zurückgeworfen. Zwischen der Aire und der Maa» griff der Feind viermal an, konnte aber keine besonderen Vorteile erreichen. Nordöstlich von Rosselaere, am Selleabschnitt, bei Haussy, zwischen Aire und Maas und aus dem Ostuser der Maas sind am 16. d. feindliche Angriffe gescheitert. Die von französischen Flüchtlingen ange-füllte Stadt Denein lag unter dauerndem Feuer schwerer englischer Artillerie. Der Feind beschoß die von uns während des Krrege» -sorgsam geschonte Wallfahrtstätte Ließe. Die Heeresgruppe Kronprinz Ruprecht hat ihre Front am 17. d. in die Linie östlich von Thvrhout— Coolecamp—Jogelmünster hinter die Ly» zurück-verlegt. An der Ai»ne und Aire scheiterten starke französische Angrifft vor den neuen deutschen Linien. Die Heeresgruppe de» Generalobersten v. Gall-witz wies amerikanische Angriffe ad. Die Höhe füd-östlich von Landre» blieb in Feindeshand. Da» von uns geräumte Durazzo ist von den Italienern besetzt worden. In Serbien und in Albanien vollziehen sich unsere Bewegungen und Maßnahmen ohne Ein-Wirkung de» Gegners. Vor unserer neuen Front zwischen Nagodine und Nisch hat der Feind die westliche Morava, Krufevac und Aleksinac erreicht. Teilangriffe, die er au» dieser Linie heraus führte, wurden abgewiesen. Deutscher Holhsrat für Kärntrn. Gemeinsame Beratung der südöfterrei-chischen deutschen Volksräte. Dit am 13. Oktober im SitzungSfaale der kärntnerischen Handels- und Gewerbekammer in Klagenfurt versammelten Vertreter der füdösterei-chischen deutschen VolkSrite im Einvernehmen mit dem deutschen Volksrate für Oesterreich in Wien haben nachfolgende Beschlüsse gesaßt: Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 42 1. die Reichiratsabgeordneten werden dringend aufgefordert, f»fort zur Bildung einer alle deutschen Parteien umfassenden deutschen Nationalversammlung zu schreiten und dieser Nationalversammlung auch Vertreter der einzelnen Kronländer bezuziehen. Aufgabe dieser Nationalversammlung soll es in erster Linie sein, eine gemeinsame Plattform zu schaffen und in feierlicher Weife das volle Selbst« »estrmmungSrecht des deutschen VolteS in Oister-reich in allen Belangen zu verkünden und nach innen nub außen zu vertreten. Für den Fall, als bei den allgemeinen Frie-denSvnhandlungen andere Nationen Oesterreich« Ungarns zugezogen werden, ist unbedingt eine gleiche Vertretung durch, von der Nationalvecfamm-lung bestimmte Bevollmächtigte und zwar gleich-mäßig aus den Subeien« und Alpenlandrr als natürliche Folge des SelbstbeftimmungSrechtes zu fordern. 2. Zm Bezug auf die Triester-Frage ist unbe« dingt eine Lösung durchzusetzen, welche die freie und ungehinderte Ausnützung des Hafen» für daS deutsche Volk ermöglicht. Aus Stadt unh Zand. Todesfalle. Mittwoch ist in Windifchgraz der BahnstationSleiter Herr HanS Schluger nach kurzem Leiden im 52. Leben»jähre verschieden. — Am gleichen Tage fturb in Graz der Postkonzipist Dr. Erwin MaiciuS im 31. Lebensjahre, ein Sohn deS Arztes Dr. MaiciuS in Hrastnigg. — Am 18. b. ist hier die Majorswitwe Frau Marianne Hornung Edle von Hohentreu »ach langem schweren Leidem gestorben. DerKehrsKontrollor R. v. Bürger f. Nach einer hier eingelangten Drahtnachricht ist a» 12. d. in Billach der Berkehrskontrollor des Südbahn-inspektorrates in Klage» furt, Herr Obercevident Hugo Ritter von Burger, im 47. Lebensjahre an den Folgen einer Erkrankung an spanischer Grippe unerwartet gestorber. Er trat noch Samstag frith seinen Dienst a», erkrankte während der Fahrt in Villach und verschied noch am gleichen Tage. Der Verblichene, ein Sohn des verstorbenen Oberfinanz-rates Anton Riuer v. Bürger, wurde in Graz geboren, widmete sich zunächst dem militärischen Berufe, trat dann aber zum Bahndienste über, in dem er überaus eifrig u. a. in Cilli, in Graz und zuletzt in Brück a. d. M. tätig war. Todesfälle. Am 17. d. verschieb Herr Hein« ri<£ Martinideß nach kurzem Leiden. Er fiel der tückischen spanischen Grippe nach kurzem Leiden zum Opfer. Der hoffnungsvolle junge Mann, der in der Blüte des Leben» hmweggtrafft wurde, genoß bei allen, die ihn kannten, die höchste Wertschätzung und wirb ihm ein treues Gcdenken von seinen Freunden und Bekannten gewiß gewahrt bleiben. — Ein weiteres Opfer dieser tückischen Krankheit, hat ein ebenfalls junge», zu allen Hoffnungen berechtigtes Lebe« gezollt. In Petra» starb nach kurzem Leiden die PostomtSoffizianlin Paula Aistrich. eine Tochter einer hiesigen Bürgerfamilie. Auch diesem traurige« Falle wir» allgemeine Teilnahme entgegengebracht. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonntag findet in der Ehristuskirche um 10 Uhr vormittag» »in öffentlicher Giltesdienft statt. Vom Finanzdienste. Die Steueroffiziale Ludwig Held, Franz Lienhart, Ludwig Liebhart, Max Fekonja, Matthias Habjanic, Johann Fuchs, Franz Heu, Matthias Najzer, Anton Reiterer. Hugo Hein, Franz Germ, Alois Kauworski, Franz Donaj, Ferdinand Prelog, Karl Wonisch, Anton Cvahte und Jgnaz Ozoatic wurden zu Steuer« Verwaltern ernannt Vom politischen Dienste. Der Statthalter hat den Bezirkskommiffär Dr. Ernst Mayrhofer in Gonobitz zur Dienstleistung bei der Statihalterei einberufen und den StatthaltereikonzeplSpraktikanten Dr. Franz Bratina zur Bezirkshaupimannschaft Gonobitz versetzt. Dom Landpostdienst. Die Postmeisterin Maria Pernat in Peilenstein wurde in gleicher Eigenschaft nach Hrastnigg übersetzt. Neuerliche Berkehrseinschränkung auf den Bahnen. Die VerlehrSverhälmisfe au den österreichischen Eisenbahnen haben eine neuer liche Einschränkung des Verkehres zur Folge. Die für den 16., 17. und 18. Oktober in Aussicht genommene Einschränkung wird mit Ausnahme »on Lebensmitteln alle Güter umfaffen Die Einschränkung im Personenverkehr, die zum Teil schon Platz gegriffen hat, wird am 20. Oktober verschärft und ür vier Wochen beibehalten werden. Die Grenzen des slowenischen Staates in SteiermarK — wie fie die Slowenen fich vorstellen. Der flowenifche Ration alrat für Sieiermark hat in seiner jüngsten Sitzung hinsichtlich der nördlichen Grenzbestimmung beS südslawischen Staates in Sieiermark die folgende Entschließung angenommen: Wir verlangen al« integrierenden Bestandteil deS südslawischen Staates da» gesamte Gcbiet des bisherigen KrvnlaudtS Steiermark, das in den letzten Jahrhunderten von slowenischer Bevölkerung bewohnt war, ohne Rücksichtnahme auf künstlich durchgeführte Germanisierung der scheinbaren Sprachinseln Marburg. Cilli, Pettau, Radkersburg usw, die Wegen ihreS Charakters al« Verkehrszeutre» ihrer slowenische» Umgebung einen unlösbare» Bestandteil deS slowenischen nationalen Gebiete« bilde«. Den nationalen Minderheiten soll gesetzlicher Schutz zugesichert werden. Staatspenfionistenverfammlung. Der Allgemeine Staatspensionistenverein Oesterreich« in Wien II., Norddahnstraße 20, hält in folgenden Orten große Staatspensionistenverfammlungen ab, wird dann abermals eine Petition wegen Berbes-serung der finanziellen Lage aller Pensionisten an die Regierung überreichen und sodann eine Abord« nung zum Kaiser entsenden, weshalb alle Beteiligten in Massen erscheinen wolle». Aufnahme finden alle Slaatspenfionisten (Beamte und Diener. Staats« eisenbahnpensionisteu. pensionierte Lehrerpersonen, Landes-, Magistrats- und Gemeinbeangestellte, Offiziere, Militärbtaml«. Geistliche, Aerzte, Gagisten und deren Witwen und Waisen). Am 20. Oktober um 2 Uhr nachmittags finden an nachbenannten Orten Versammlungen statt, und zwar: Graz, Gasthof wilder Mann, Märcheniaal; Leoben, Hotel zum Mohren, Straußgasse; Eilli, Hotel goldene Krone; Marburg, im BereinSlokal; Aussee, im vereinsheim. Kaffeehauseröffnung. Der Betrieb deS Kaffee „Zentral", eine« der ältesten Kaffeehäuser Cillis. der wegen Umbaues durch längere Zeit eingestellt war. wird heule EamStag den 19. d. abends mit einem Konzerte eröffnet. Der Unter-nehmer scheute keine Kosten um das Kaffeehau», dessen Räumlichkeiten bedeutend vergrößert wurden, aus das Prächiigste und selbst den verwöhntesten Ansprüchen entsprechend auszustatten, so daß eS sich jedem vornehmen Eafe einer Großstadt würdig zur Seite stellen kann. In diesem Kaffeehause wird jeden Abend eine Kapelle konzertieren. Gegen die Anhäufung von Bargeld. Die lange Dauer de« Krieges stellt an die Staat«-finanzen so außerordentlich große Anforderungen, daß die Geldmittel für die Kriegführung und für die zur Behebung wirtschaftlicher Notstände erfor-dtrliche« Aufwendungen nicht zur Gänze durch Kriegsanleihen aufgebracht werden können. Dies« Erscheinung ist in allen kriegführenden Staaten zu beobachte», Gleichwohl ist e« wirtschaftlich sehr nach« teilig und auch wegen deS Einflußes auf die Beur-teilung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Monar» chie sehr zu bedauern, daß in Oesterreich-Ungarn ein so namhafter Teil der staatlichen Aufwendungen im Kriege durch Aufnahme von Darlehen bei der Notenbank, also durch Vermehrung des Geldumlaufes gebeckt werden muß. Diesem Uebelstande, unter welchem das gesamte WirtschaitLleben leibet, könnte wenn nicht ganz so doch in sehr auSgiebizem Maße abgeholfen werden, wenn es gelänge, die Haltung unnötig großer Barbestände seitens ber Einzelwirt-schiften und namentlich die in weiten Bevölkernngi-schichten vornehmlich in den Kreisen der Landwirt-schast übliche Thesaurierung von Banknoten abzu-stellen. Wenn e» allgemeine Uebung würde, alle verfügbaren Geldmittel ohn« unnötigen V-rzug bei Kredilinstiluten zu erlegen, so würbe daraus nicht nur den Einzelwirtschaften durch den Zinsenertrag dieser Geldeinlagen ein namhafter Borieil zufließen, sondern eS würde auch der Staatsverwaliung in größerem Unfange als bisher die Möglichkeit geboten fein, sich die notwendigen Geldmittel durch Aufnahme von Vorschüssen bei ten Lledilinstiiuten oder durch Plazierung kurzfristiger Wertpapiere wie eS die Kassenscheine der österreichisch ungarischen Bank sind zu beschaffen und damit die Ausgabe neuer Geld-zeichen zu vermeiden. Abgesehen von dem großen Nutzen, welcher der Allgemeinheit daraus erwachsen würde, könnten auch die Kredilinstitute, bei denen die Einlagen sich sammeln, aus den vermehrten Geldzuflüßen Vorteil ziehen, da ihnen zu einer zweckmäßigen und nutzbringenden Verwendung der Einlagegelder reichlich Gelegenheit geboten ist. Bei entsprechender Aufklärnnz der Bevölkerung mühte e« möglich fein, zum allgemeinen Nutzen eine Aenbe-rung in den Gewohnheiten der Geldgebarung zu bewirken und an Stelle einer nutzlosen Thesaurirrung von Bargeld oder der Haltung unnötig großer Barbestände die allgemeine und regelmäßig« Hinter« legung alles entbehrlichen Bargelde« einzubürgern. Das Finanzministerium hat bereits wiederholt in dieser Richtung Anregungen gegeben und Versuche unternommen. E« hat auch auf einen ausgedehnteren Gebrauch de« Scheckoerkehres sowohl durch die bei den staatlichen Sassen und Aemtern getroffenen Einrichtungcn al« durch Einwirkung aus die betei-legten Kreise Einfluß zu nehmen gesucht. Leider herrschen in dieser Hinsicht vielfach noch sehr rück-ständige Anschauungen. Insbesondere die Theiau-riening von Bargald wird noch i« sehr großer Ausdehnung betrieben. Namentlich von einem Teil« drr Bauernschaft werden die durch günstige Ver-wertuag ber landwirischasilichen Erzeugnisse «ud durch den notwendig geworbenen AdHerkaus von Vieh unb landwirtschaftlichen Jnveutargegtüstä^eit erlangten ungewöhnlich großen Geldbeträge vielfach in Barem zurückgehalten. Da andererseits die Staatsverwaltung in den letzten Monaten den Kredit der Notenbank in steigendem Maße in Anspruch zu nehmen nötig war, nnd diese Entwicklung zu ernsten Bedenken Anlaß gibt, fei mit allem Nachdrnck aus bie Wichtigkeit einer rationellen Geldgedarung des Publikums und all-r öffentlichen und privaten Berwaltnnge« hingewiesen und das allgemeine Inte-reffe an der Hinterlegnng aller entbehrliche« Gelber bet Kreditinstituten betont. Wird der Wein billiger? Schon vor einiger Zeit kamen Meldungen aus Ungarn, daß infolge der überreichen Ernte ein Preissturz des Weines erfolgen werde. Die Häuser Ungarn» setzten tatsächlich ihre Preise von 12 K für den Liter auf 3 bis 4 K herab. Die österreichischen Weinhandels-firmen haben in Ungar» bedentende Mengen ange« kauft, doch können fie diese nicht nach Oesterreich bringe», denn die ungarische Regierung hat alle EisenbahntranSportmittel und Donanfchiffe jetzt für andere Zwecke in Beschlag gelegt. Die Beförderung des angekauften Weine« dürfte erst ab März nächsten JahreS möglich sein. Die Bewilligung de« ungarischen Weines ist aber schon ein günstiges Zeichen dafür, daß die foriwahrende Preistreiberei mit allen LebenSmitteln nnd Bedarfsartikeln ihre» Höhe-punkt überschritten hat unb darin ihrem Ende entgegengeht. vom Kriegsalbum des Infanterie Regimentes Nr. 87. Vielfachen Anregungen der Abvnnentcu Rechnung tragend, wird beabsichtigt, baS KriegSalbum in einer getrennten deutschen und slowenischen Ausgabe erscheinen zu lassen. ES ist zu hoffen, daß sich nunmehr die bisher bnrchanS ungenügende Zahl der Abnehmer zumindest auf bie unbedingt nötige Zahl von 2000 für jede der beiden Autgaben erhöhen wird; denn fönst lohnt sich bei den heutigen Schwierigkeiten die Drucklegung gar nicht. Um den Abnehmern Zeit und Gelegenheit zur Bestellung zu geben, wird die Bestellungsfrist bis auf weiteres verlängert. Der im vorhinein zu erlegende PteiS eine« Stückes beträgt wie bisher 30 K für dit Volksausgabe, 40 K für die gediegen gebundene Prachtausgabe. Mit Rücksicht auf den Umfang de« Stoffe« ist die Ausgabe in 2 Bänden beabsichtigt, und zwar 1. Band: Krieg gegen Nuß-land und Serbien 1314, 1915/16, L. Band? Krieg gegen Italien. Zur zahlreichen Beteiligung an dem vaterländischen Werke wird höflichst und dringenbst eingelaben. Alle jene, bie da« Werk schon bestellt haben, wollen der Schriftleitung noch bekannt geben, in welcher Sprache die Lieferung erwünscht ist. Bestellungen und Zahlungen sind zu richten an bie Schriftleitung de« KriegsalbumS beim Ersatzbataillon Nr. 87 in E.lli. Aus Gefälligkeit nimmt auch die Bnchhandlung Kritz Rasch (RaihauSgaffe) Aboone» meniS der deulichen Ausgabe entgegen. Waisenhaus-Lerlingsheim. Herr Josef Schleimer spendete anstatt eines KianzeS für Kränlein Pauline Aistrich 30 St, Herr Adolf Sielzer anstatt eines Kranzes für Heinrich Martimdeß 50 K, Herr Karl Breischka widmete dem Waisenhaus? 10 K. Herzlichen Dank im Namen der Waisenkinder. Hochwasfer. Die anhaltenden Regengüsse biachien nichi »ur den Gannfluß sondern auch dessen Zuflüsse in solche? Steigen der Finten, daß de-reitS die meisten Fluren überschwemmt sind nnd in den tiefer gelegenen Keller in ber S?adt und Um-gebiing bereiis daS Wasser eingedrungen ist. Sollten die Regengüffe noch länger anhalten, so ist eine größere Wafferkaiastrophe wie wir fie in den kriti« schen Monaten Oktober und November leider bereit« Lsicr erlebt haben, zu befürchten. Der Ruf nach fhiorater 42 DeutiHe Mttcht Seite 3 einer wirklich durchgreifenden Regulierung de« Sann-beste« im «deren und untern Elußlaufe wird daher immer gerechtfertigter und vielleicht dann erst Er> hörung finden, wenn die Hilfe zu spät komm». Die Grippe. Diese allgemein verbreitete Krankheit hat sich auch hier in der Stadt u.rd in der nächsten Umgebung in sehr unliebiamer Weise bemerkbar gemacht. Sämtliche öffentliche Schulen wurden bi» 3. November gesperrt, ebenso wurden die AinooufsüHrungen bis auf weiteres eingestellt. Die umfaffensten Vorkehrungen wurden von der Sanitätsbehörde getroffen. Leider hat die unheimliche Krankheit schon viele Opfer gefordert. Rohstoffverein der Schuhmacher. Am 13. Oktober hielt der Rohftoffverein der Schuhmacher feine 16. ordentliche Generalversammlung ab. Den Borsitz führte Herr Johann Berna. Er begrüßte die Anwesenden und eröffnete um 3 Uhr nachmittags die Versammlung, In Berücksichtigung der auSivän» »ohnenden Mitglieder wurde auf Antraj de» Herrn Paj der Beschluß gefaßt, von der Verlesung de» Protokoll» der letzten Generalversammlung Anstand zu nehmen. Hierauf erstattete Herr Morn den Kassa-und Geschäftsbericht. Nach dem Rechnungsabschlüsse betragen die Einnahmen 140.595-59 K. die Ausgaben 146.3ü1'2I K, die Aktiva L9.9.i8-2l K, die Passiva 19.128-29 K. der Reingewinn 10.329-92 K. Auf Vorschlag de» Redner» wurde beschlossen, von dem dargestellten Reingewinn und dem Vertrag de» Reingewinnes vom Jahre 1915 per 342 86 K, zusammen 11.l71'73 K eine 4%ige Dividende an die Mitglieder nach Maßgabe des Wareneinkause» zu verteilen, den Reftrvesond mit 300t) K zu dotieren nnd den Rest per 3297-38 K aus neue Rechnung dem Reingewinne vorzutragen. Der Refervesont» beträgt also 5478-61 fl. Die Neuwahl de» Vorstände» und AussichtsraieS wurde angenom-wen und auf Antrag de» zurück-retenden Direktor» Morn in den Vorstand die Herren Johann Berna ali Direktor, Anton Reicher al» Kontrollor neu gewählt, und Johann Prevolschek al» Kassier wieder gewählt. In den AuisichtSrat wurden die Herren Joses Politik, Georg Supanz wieder und Franz Puichnik, Konrad teorenjat, Martin Weber, Johann Paj und Vinzen< Gobctz neu gewählt. Die fahrengelassene Diebsbeute. Dienstag abends erschien im Gasthause «Zur Krone" in der Laibacherstraße ein Artillerist und bot dem Wirte mehrere wertvolle Kleidungsstücke, darunter einen DamenPIüschmantel im Werte von 8000 K. b Meter Tuch, eine neue Stosfhose und andere» zum Bei kaufe an. Der Wirt, dem der Handel verdächtig erschien, da der Soldat einen lächerlich geringen Preis forderte und eine ganz unglaubwürdige Geschichte üder die Herkunst der zum Verkauf angebotenen Sachen erzählte, wollte denselben anhalten und zur Wache führen. Der Dieb entriß fich ihm aber unter Zurücklassung seine» Ueberrockes uud der gestohlenen Gegenstände. Am nächsten Tage meldete die Bestohlene den Diebstahl bei der Sicherheitswache, w» ihr die erfreuliche Mitteilung gemacht wurde, daß die ihr entwendeten Sachen bereit« zustande gebracht seien und daß man hoffentlich auch de» Diebe» habhaft werden wird. Gepäcksdurchsuchung in Kroatien. Die kroatische Landesregierung hat eine Verordnung erlassen, derzusolge jede» Reisegepäck, auch da» Hand-gepäck. aus den Eisenbahnen schärfsten» durchzusuchen ist. Es handelt sich nur um solches Gepäck von Reisenden, da» au» den Ländern Ungarn» hinaus-gehen soll. Bon der Kontrolle sind auch Personen de» Militäcstande» nicht ausgeschlossen. Angeschwemmte Kindesleiche. Am von-gen Samltaz wurde »on einem städtischen Arbeiter in der Rähe der Badeanstalt die Leiche eine» neu-geborenen männlichen KindcS gesunden. Der Leiche, welche wahrscheinlich im oberen Sanntale von einer Frauensperson in die Sann geworsen wurde, fehlten Füße und Hände, welche offenbar durch da» Kollern übcr das Gerölle de» Flußbettes abgetrennt wurden. Einbruchsdiebftahl. In der Nacht zum 12. d. wurde der Au»lagekasten de» Kaufmannes David Schach in der Ringstraße erbrochen und au» demselben Galanteriewaren im Werte von 2499 K gestohlen. Dem Täter, dem man auf der Spnr ist, wird nachgeforscht. Tod eines berüchtigten Einbrechers. Am 9. d. M. wurde in ein HauS in Wifelldorf eingebrochen. Kurz darauf wurde der Täter, der Fahneuflüchlling Franz Oresic, in St. Peter ver» haftet. Zm Walde versuchte er zu fliehen, wobei er vom Wachlmeistcr KoviS de» Posten» St. Peter erschossen wurde. Seit September hatte er die steirisch kroatische Grenzbevölkerung durch seine ver-wegenen Einbrüche und Riemendiebstähle beunruhigt. Das Judentum im Kriege. Unter diesem Titel hat der deuischarische Schriftleiter und bekannte Volkswirtschaftler Edmund Daniek eine Artikelreihe, bezw. Flugschrift fertiggestellt, woiin da» Treiben der Juden während des Kriege» eingehend und au der Hand eines reichen Beweismateriales geschildert wird. Die interessanten Aufsätze wurden von der Wiener k. k. Staatsanwaltschaft ansang» stellen-weise beschlagnahmt, jedoch durch die Interpellation der ReichsratSabgeordneten Dr. Mataya, Dr. Her-zebek und Genossen im Parlamente an den Minister des Innern freigegeben, so daß deren Veröffentlichung nichts mehr im Wege steht. Eingesendet. Die Schriftleitung deS „KricgsalbumS" de» Dra> goner-Regimente» Nr. 5 i« Marburg, Kav, Kaserne, bittet In Ihrem geschätzten Blatte um Aufnahme folgender Zeilen: Da» t. u. k. Dragoner Regiment Nr. 5 gibt un-ter dem Titel — KriegSalbum de» Drag.-Reg. Nr. b — ein großzügiges (Werk) Sedenkbuch in Wort un» vild In deutscher und slowenischer Sprache heraus. In diesem Werke werden die Namen, Porträt» und Taten der Helden diese» Regimentes ihre >uf« nähme finden. Auch werden die zahlreichen historische» Gegenden, w» das Regiment ruhmreich gekimpft hat, darin verewigt werden. Kein Kamerad, kein Familienangehöriger und kein Freund des Regimentes soll eS unierlassen, diese» Buch, da» stets eine Erinnerung an die große Zeit sein soll u»d von den Taten seiner Lieben Zeugnis geben wir», zu erwerben. Der Ertrag des KriegSalbum» wird dem Fonde zur Unterstützung der Witwen und Waisen und bedürf-tigen Jndaliden de» MannschaftsstandeS de» Regimen-teS »»geführt. Die Volksausgabe des Werke» kostet bei Vorauszahlung 30 K, bei Nachnahme 50 K. die Prachtausgabe bei VorauS»ahlung 40 K, bei Nachnahme 60 K. Bestellunzen und Beträge mit Angabe der Stückzahl, der Namen und Adresse des Besteller«, Verläßlichen HeimatSadress« desjenigen, an den da» Werk geschickt werden soll, werden von der Schriftleitung de» KriegSalbum» de» Drag. Reg. Nr. 5 Marburg entgegengenommen. Der ungefähre ErschetnugS-termin de« KriegSalbum» wird nach Vollendung der redaktionellen Arbeiten bekanntgegeben werden. Ueber-jahlungen werden in Hinsicht auf den wohltätigen Zweck dankbar angenommen. Im Interesse der Vollkommenheit diese» Erinne-rungSwerke», werden alle Angehörige und Freunde deS Regimentes zur Mitarbeit eingeladen und ersucht für da« KriegSalbum Frontaufnahmen, Gruppenbilder, Porträts der Gefallenen, Vermißten, Dekorierten, der in Kriegsgefangenschaft geratenen, weitere Zeichnungen, literarische Beiträge, Frontanekvoten u. dgl. einzusenden. Die Bilder und Frontaufnahmen werden dem Eigen-tümer unversehrt zurückgestellt. VariauungsfSrdsradi ÄXä-^L\TTONreN [GIESSHÜBLER \REIN NATÜRLICHER ALKALISCHER^ Iinprägnol • Ersatz für Karbolioeam Konservierungsmittel .für Holz, welches konstanter Feuchtigkeit und Witterungswechsel ausgesetzt ist. Nur in Fässern im Bruttogewichte v.on 200 — 300 kg sofort lieferbar, Arthur L. Ruprich, Brünn, Adlergasse Nr. 7. Telephon interurban Nr. 1809. Drahtantwort vorteilhaft. Vorzüglicher Obstmost per Liter I Krone zu haben bei Viktor Zany in Cilli im eigenen Hause (gegenüber der Landwehrkaserne). mmmm ffffs W n ^ G«t«h.-z»hi c II26«, 18 Wider Anton Prebil, Weinhändler, zuletzt in Cilli, dessen Aufenthalt unbekannt ist, wurde bei dem k. k. Bezirksgerichte in Cilli von Anton Yajdiü, Kaufmann in Sedlarjevo wegen 700 K eine Klage angebracht. Auf Grund der Klage wurde die Tagsatzung zur mündlichen Streitverhandlung auf den 8. November 1918, vormittags 9 Uhr, hier-gerichta Zimmer Nr. 6 anberaumt. Zur Wahrung der Rechte des Anton Prebil wird Herr Dr. Fritz Zangger, Rechtsanwalt in Cilli, zum Kurator bestellt. Dieser Kurator wird den Beklagten in der bezeichneten Rechtssache auf dessen Gefahr und Kosten so lange vertreten, bis dieser entweder sich bei Gericht meldet oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. K. k. Bezirksgericht Cilli, Abt. II am 13. Oktober 1918. Gastwirtschaft „Hubertus" Cilli i Laibaeherstrasae), Sonntag den 20. Oktober 1918 Grosses Weiiilesefest mit verschiedenen Belustigungen. Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt für die Person 1 Kroae. Die Musik besorgt das beliebte Meissner-Quartett. Am Samstag den 26. Oktober 8 Uhr früh findet bei der Maximiliankirche in Gaberje bei Cilli eine Lizitation von Ausmustererpferden und Fohlen statt. Die Käufer müssen mit einer Legitimation der politischen Behörde erster Instanz versehen sein. Pferdeersatz-Abteilun g der Ret&blierungsstatlon für die Gebirgsartillerie in Cilli. Gärtnerei in Graz, gegenüber der beiden St. Peter-Friedhöfe, mit vier Gewächshäusern, 13 Mistbeeten, Wasserleitung und Brunnen, zwei Wohnhäusern, ist aus freier Hand xu verkaufen. Gefl Zuschriften an Ludwig Nitsch, Gärtnereibesitzer, Graz, St. Petcr-Friedhöfe. Seite 4 Deutsche Wachi Nummer 49 Zahl 377. Yon der k. k. Berg- und Hüttenverwaltung Cilli gelangt für die Zinkhütte in Cilli ein Verlängerungsbau des bestehenden Destillier-hüttengebäudes bei einer zu Torbauenden Grundfläche vonzirka 860 ma, umfassend: a) die Erd- und Baumeisterarbeiten und b) «He Herstellung des Dachstuhlea in Eisen- oder Holzkonstruktion, zur Ausschreibung. Die Pläne und Baubeschreibungen, sowie die allgemeinen Bedingnisse sind in der Kanzlei der Betriebsleitung der Zinkhütte zur Einsichtnahme aufgelegt, woselbst über Verlangen nähere Auskünfte während der Amtsstunden erteilt werden. Bewerber um diesen Bau wollen ihre schriftlichen mit vollständigen Kosten Voranschlägen samt eventuellen eigenen Dänen und Konstruktionszeichnungen belegten, gesetzmässig gestempelten Offerte bis längstens 10. November I. J. bei der gefertigten Verwaltung überreichen und in denselben erklären, in welcher Zeit vom Tage des Zuschlages an gerechnet, die übertragene Arbeit vollendet übergeben werden würde. Die kommissionelle Eröffnung der Offerte, bei welcher die Anbot-steiler oder ihre Bevollmächtigten anwesend sein können, wird am 11. November 1. J. um 11 Uhr vormittags in der Vorstandskanzlei der gefertigten Verwaltung erfolgen. Die Anbot-steller haben bis zum Termine der Zuschlagserteilung im Worte zu bleiben. Die Offerte können sich auf den gesamten Bau oder nur auf eine der beiden angeführten Arbeiten erstrecken. Die Annahme oder Nichtannahme der eingelangten Anbote bleibt, ohne an das Mindestanbot gebunden zu sein, dem freien Ermessen der k. k. Berg- und Hüttenverwaltung vorbehalten. Die Fürsorge für die bei den Ausführungen beschäftigten Arbeitern liegt dem Ersteher ob. Für die Ausarbeitung eventueller detaillierter Ausführungspläne und Konstruktionszeichnungen wird den Offerenten keine Vergütung geleistet. Von der Annahme oder Ablehnung der Offerte werden die Anbotsteller schriftlich verständigt. Mit dem Ersteher*werden Zahlungstermine vereinbart und Schlussbriefe gewechselt werden. Die Bauarbeiten sind nach erfolgter Uebertragung sofort zu beginnen und in der von der gefertigten Verwaltung bestimmten Weise zu führen. K. k. Berg- und HUttenverwaltung Cilli am 14. Oktober 1918. Kundmachung. Infolge Kohlenmangel und Ueberlastung der Maschinen werden die elektrischen Installationen eingestellt und auch Aufträge auf neue Installationen nicht mehr ange- Städtisches Elektrizitätswerk. Kundmachnn Or Polizeistunde im Gastgewerbe. Mit Rücksicht auf die neuerlich eingetretenen Zufuhrschwierigkeiten Ton Gaskohle und die dadurch verursachte Oasnot wird die Polizeistunde für die Qast- und Schankgewerbe abgeändert wie folgt: Sperrstunde für Gestund Kaffeehäuser 10 Uhr nachts. Ausnahmen von der Regel können gemäss § 24 der Verordnung Tom 1. September 1917 R. G. Bl. Nr. 370 nur in besonders berücksichtigungswürdige» Fällen auf Grund der biezu geltenden Bestimmungen Platz greifen. Uebertretungen dieser Verordnung unterliegen der im § 34 der erwähnten Miniaterialverordnung festgesetzten strengen Strafe (Geldstrafe bis zu 20.000 K, Arreststrafe bis zu 6 Monaten). Stadtamt Cilli, am 18. Oktober 1918. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. ZI. 11549/1». Kundmachung betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen für den Kleinverkauf von frischen Gurken. Zufolge Verordnung der k. k. Statthaltern in Graz vom 19. September 1918, L.-G.-BI. Nr. 59, wird kundgemacht: Beim Kleinverkauf von Gurken inländischer Herkunft in frischem Zustande dürfen folgende Höchstpreise nicht überschritten werden: 1. Für grosse Gurken (Schälgurken und Salatgurken) und zwar: a) für Gurkeu, von denen 1 Schock (60 Stück) 12 kg oder darüber wiegt......................K —'70 b) für Gurken, von denen 1 Schock mehr als 5 kg und höchstens 12 kg wiegt................ —80 2. für kleine Gurken (Einlegegurken) und zwar: a) für Gurk«n mit einem Schockgewicht von mehr als 2 kg und höchstens & kg..................K —SO b) für Gurken mit einem Schockgewicht von mehr als 1 kg und höchstens 2 kg................. 1*06 Diese Preise gelten für 1 kg gesunde, marktfähige Ware. Sie gelten nicht für Treibhausgurken und nicht für sogenannte Pikkoligurken (Gurken mit einem Schokgewicht von weniger als 1 kg). Unter Kleinverkauf im Sinne dieser Verordnung wird der Verkauf in Mengen unter 10 kg an den Verbraucher verstanden. Bruchteile von einem halben (0*5) Heller oder darüber, die sich bei der auf der Grundlage des Kilogrammpreises vorzunehmenden Berechnung der Höchstpreise für Mengen unter 1 kg ergeben, haben für einen ganzen Heller zu gelten. — Zuwiderhandelnde werden strenge bestraft. Stadtamt Cilli, am 11. Oktober 1918. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich t, Jabornegg. Ausweis über die im ftäbt. Schlachchause m der Woche vom 7. bis 13. Oktober 1918 vorgenommenen Schlachtung« fntMt« hi# tttiK ßlrttfitn/ft hnA iihrtm Name des Fleischers € 36 & 6 E *3 es Z | o 3 si 5 c c *3 « i B * *5" •e o g 1 CQ & 270 friedlich Jokann .... • . • . , » . . . . . 50 • • • • • • . 1 4 . . 3 28 » 1 • . • 2 • • • • SH(t emditflö Aron, .... . 9 • . 2 . . . • • . • • • • •- • • • • » 2 • • Swelil Hans...... . . • Zany S&tCtor ...... • : ' • • • • • • • , H. u. t. GarnisonSschlächlerei 1 *0 i » Vta|tnmtc ....... • . • 1 2 • » 7 Zuckerwaren und Bäckereien liefert direkt an Konsum-Firmen 0. A. W i 1 d t Prag-Karolinenthal (Böhmen). BeHtempfohlener und Mnsikinstrumenten-::: Reparateur ::: G. F. Jurasek LAIBACH Wolfgasse Nr. 12 Bei Bedarf genügt eine Postkarte. Nummer 42 Lettische Wacht Seite 5 Der Deutsche Turnverein Hochenegg gibt von tiefster Trauer erfüllt hiermit Nachricht r>on dem am Y. d. 2tt. infolge einer Ariegskrankheit in ?Sdtirol verstorbenen Oberfeuerwerkers Tram Suppann Besitzer der großen, kleinen und bronzenen Taxferkeitsmedaille. uaden oder sonst verdächtigen Leuten einen Unterstand geben und sollten sie nicht abgewiesen werden können, so ist sogleich die Anzeige zu machen. In dringenden Fällen ist diese Anzeige gleich unmittelbar an die politische Bezirksbehörde zu erstatten, falls der Sitz derselben dem Anzeigenden näher gelegen ist, als d«r Sitz des Gemeindevorsteher« Uebertretungen dieser Vorschrift werden, insoweit sie nicht durch das Strafgesetz verpönt sind, von den politischen Bezirk^behörden untersucht und nach dem in § 11 der kaiserlichen Verordnung vom 20. April 1854, R.-G.-B1. Ni. 96 und in § 4 der VlinisterialVerordnung vom 25. April 1854, R-G.-Bl. Nr. 102, (estgesetzten Ausmasse bestratt Die Bevölkerung wird daher aufgefordert, Urlaubsüberschreitungen sowie sonstige eigenmächtig vorn Truppenkörper abwesende Mililärpersonen den politischen B-zirksbebördei^koder der Gendarmerie anzuzeigen und iiineu kennt Vorschub zu leisten: Hieb» i wird aufmerksam gemacht, dass Militärpersonen auch öfters gefälschte Urlaubspapiere bei sich führen, daher es im eigenen Interesse des Unterstandsgebers gelegen ist, von jeder auch nur vorübergehenden Bequartierung einer Militärperson üer Sicherheitsbehörde, bezw. dem Gemeindevorsteher oder dem Uendarmerieposten die Anzeige zu erstatten. Stadtamt Cilli, am 1. Oktober 1918. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Ctttt 6 Laubstreu Deutsche Wacht Nunnxer 42 Versteigerung im Stadtpark un Sonntag den 27. Oktober I. J. Zusammenkunft um 11 Uhr Torrn, beim Wetterhäusehen. Der Ausschnss <1m VortchünorungiiTereinea der 8tadt Cilli. Selbständige, nett« reinliche Köchin wird neben Bedienerin, mit guter Verpflegung und liebevoller Behandlung zu einer kleinen Familie gesucht. Lohn 50—60 Kronen. Anträge womöglich mit Zeugnisabschriften und Photographie zu richten an Frau Inspektor Huber, Trifail. Lehrjunge (oder Mädchen nur zum Einseifen gegen monatlichen Verdienst bie 70 Kronen) wird gesucht vom Friseur in der Rathausgasse Nr. 19. Holz- nnd Blech- Badewanne rund und niedrig zu kaufen gesucht. Anträge an die Verwaltung d. Bl. 24286 Möbl. Zimmer mit zwei Betten, eventuell mit Verpflegung gesucht. Anträge an d. Verwaltung des Blattes. 24303 Möblierte W ohnung mindestens ans Wohn- und Schlafzimmer bestellend, wird für einen Herrn gesucht. Streng separierter Eingang, elektrisches Licht Anträge an die Verwaltung d. Bl. 24276 Photo-Apparat 9X12, mit Zubehör um 50 Kronen zu verkaufen. 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Badeeinrichtung mit stehendem Zirkulationsofen und Wäschewärmer wird gegen Lebensrnittel umgetauscht. Anschrift in der Verwaltung des Blattes. P. Kleiner Spriskasten mit drei Laden, zwei Kslchentische drei Sesseln, 1 Waschkasten, eine Badewanne gegen Lebensrnittel (hauptsächlich Bohnen, Mehl und Fett) zu tauschen. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 24288 Bezahle für Schreibmaschinen mit sichtbarer Schrift 500 bis 2500 K. Kaufe auch neue und gebrauchte Grammophone u. Platten. K. von Wilburger, Wien VIII., Florianigasae 34. Zerrissene "WD Strümpfe und Socken werden mit frischen Vorfössen tadellos wie neu repariert. 3 Strümpfe oder 4 Socken geben je ein Paar. Gesetzlich geschützt Tftgl. Poetrorgand. Zahlreiche Anerkennungsschreiben I Marburger Strumpf - Reparaturwericstitte Marburg, Burggasse 15. Allrinite Uebernahme in Cilli: Anna Staudingtr, Wienerhutsalon Babnh'>lga