1 il5!il7m^1* ,^-^^,.^^ Nr. 137, PlH»nm«l»ll»n»pl»i«! I» lomplol» ganzl. si. ll, halbj. fi. 5 5«. »Nr bll ^ussellnng <»« Han» h«lt>. en s». Vl!l b» Post «<,n,l. s>, ls^, h«Ibj, 7 5«, Dienstag, 7. Juni. 1881. Amtlicher Theil. ^ Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit ^"höchst unterzeichnetem Diplome dem k. k. Obersten "» Ruhestandes Iusiph Oreschih als Ritter des "rdkl,z der eisernen ttione dritter Klasse in Gemähheit l^"rdenzstatuten den Ritterstand allergnädigst zu ver-'"hen geruht. _______' °., Se. k. und l. Apostolische Majestät haben dem "'rector der Allerhöchsten Privatgüter in Böhmen. ^.'W Aeitel, in Anerkennung seiner ausgezeich- "en Leistungen das Comlhurkreuz des Franz'Ioseph- oens allergnädigst zu verleihen geruht. All. A' k- "ud l. Apostolische Majestät haben mit »"Zachst" Entschließung vom 4. Mai d. I. dem I°s^r dks österreichischen Hospizes in Jerusalem. Franz X"!rpY Costly da« Ritterkreuz des Franz. Joseph' "ens allergnädigst zu verleihen geruht. dius,^, '^ ^,""' !8M wurde ln der f. f. Hof^ und Staat«, liiufi« ,,'" ^" bns XXII Stiicl des Ncichsaesehblattes. vor sende!. " "' ^" deutschen ?lus»abe, ausgegeben und vcr- ^«selbr enthNlt unter l> ^ ^°""l-, der freiwilligen Feuerwehr zu Loiwcin und s^nstenberg im politischen Bezirke Krems Unter-'Mngen von 00 fl., beziehungsweise 80 ft., jener von Kirnberg a. d. Mank im Bezirke Scheibbs von 100 fi.. jener von Deutsch-Brodersdorf im politischen Bezirke Wiener.Neustabt und der Gemeinde Enzersdorf an derFischa im politischen Bezirke Brück an der Leitha für Feuerwehrzwecke Be« träge von je 5,0 fl., endlich mehreren durch Feuer verunglückten Insassen von Pi schelsdorf im politi-schen Bezirke Brück an der Lcicha eine Unterstützung von zusammen 100 fl. aus Nllrihöchsten Privatmilteln allergnädigst zu bewilligen geruht. Nede Sr. Excellenz des Herrn Finanzministers Dr. Ritter v. Dunajewski, gehalten in der Sitzung des Herrenhauses am 31. Mai. (Fortsetzung.) Vor allem sei mir gestattet, meinen Dank der hohen Commission und dem Herrn Berichterstatter hiemit öffentlich auszudrücken, dass er eine Frage, die schon so vielfältig und in verschiedener Richtung behandelt wurde, in der Commission als eine Frage bezeichnete, welche weder vom politischen noch vom Parlei-standpunkt beurtheilt werden soll, und ausdrücklich der Regierung die Anerkennunq nicht versagt, dass auch diese eine wohlwollende Rücksicht auf die Steuerträger in den Sleucrnachlässfn a/nommen hat. Es ist nun meine Pflicht, inlilrze — ich bitte um die Nachsicht des hohen Hauses — die Gründe zu entwickeln, welche die Regierung Sr. Majestät in die ganz gewiss — ich bitte es zu glauben — unangenehme Laqe versetzen, dem Antrage der Commission des hohen Herrenhauses unbedingt nicht zustimmen zu können. Vor allem, wenn das Grundsteuerprovisorium oder die Grundsteuervorschreibung ober Vorschreibung der Steuern vom I. Jänner I^Xl unanfechtbar wirklich etwas so ungewöhnlich Schädliches oder Unzweckmäßiges wäre — darüber sind ja verschiedene An« sichten möglich — so dürfte mir denn doch die Bemerkung gestattet sein, warum denn alle diese Gründe dazumal nicht ins Gewicht gelegt wurden, als die Ge-setze vom Jahre 1879 oder 18W zustande gekommen sind, wo beide Häuser beschlossen haben: vom Iten Jänner 1881 ist das Grundsteuerprovisorium einzuführen. Freilich sagt der Bciicht der Commission ja, das war unter allen Erwartungen, man glaubte, dass keine so massenhaften Reclamationeu nnd Anfechtungen des bestehenden Operales eintreffen dürften. Nun ist es überhaupt eine schwere Aufgabe, auf Grundlage von Erwartungen für die Zukunft ein Ge- eh und namentlich die Einführung eines Vrundsteuer-vrooisoriums im voraus zu beschließen, und anderer- eits kann ich den Standpunkt nicht theilen, dass da< bloße Vorkommen von P»tltionen, Beschwerden und Klagen schon einen Beweis abgeben soll fiir die Anfechtbarkeit einer durch Jahre durchgeführten Arbeit von Bezirks'Landescommlssionen und schließlich der Centralcommission. Wenn das bloße Moment der Klage, der Beschwerde, wenn auch in hundert und tausend Fällen wiederholt, als Beweggrund ausreichen sollte, um ein Gesetz zu verändern, um den Beschluss einer zu diesem Zwecke berufenen, gewiss aus Fachmännern bestehenden Commission als bedenklich, unrichtig und anfechtbar darzustrllen, dann, glaube ich, giebt es überhaupt keine Möglichkeit, irgend ein Steuergesetz irgendwo durchzuführen, außer in ein-m idealen Lande, wo die Staatsbürger vielleicht freiwillig selbst einen Theil ihres Einkommens dem Staatsschätze alljährlich regelmäßig opfern. Wenn es sich um diese materiellen Interessen handelt, wie um das Princip der Contingentierung, wo jedermann glaubt ober zu vermeinen bchauplet: wal ich zu viel zahle, zahlt ein anderer zu wenig, da ent-strhen die seinen psychologischen Beweggründe, diese verschiedenen Nuancen der menschlichen Schwächen, welche schwach in Bezug auf die eigene Ovferwllllglklt, aber immer stark in Bezug auf die Bekämpfung desjenigen sind, was ihnen als Last erscheint. Diese» Argument also, dass das Grundsteuerproolsorium deshalb nicht einzuführen wäre. weil das Operat der Centralcommission von allen Seiten angefochten wlrd, kann ich zu meinem Bedauern nicht als überzeugend hinnehmen. Das wäre aber eigentlich von geringerer Wichtigkeit, weil das eben Sache der individuellen Anschauung, del individuellen Gefühles ist, ob man etwas als richtig, anfechtbar oder unanfechtbar darstellt. Wichtiger wäre für mich, was aus Seite 3 del id'i3^ "°ll> Ihrem Belieben, mein lieber Robert," ^Ail.sz Banquier herzlich. „Und wie auch Ihr "hl n « ausfüllen mag, zählen Sie auf mich, fo. ^bettifs^ ""'""I Einflufs, als was meine Börfe 3hlien w"^"' mein Herr, werde ich die Ehre haben, l'bt fr«" ""en Entschluss mitzutheilen. Darf ich Sie < »N?« ^ ^'e meiner heute noch bedürfen?" M jit,' ^"'"' 'ch aelie Zhnen Urlaub. Sie können Mse.« rr ^hren Abend ver ügen, da ich in der Stadt Der junge Mann verbeugte sich und gieng fort, ohne ein weiteres Wort hinzuzufügen. „Armer, junger Mann," murmelte Herr Dorgüres, »aber es ist nicht zu ändern. Abine macht mir mehr Sorgen. Wenn sie den Unsinn begangen hätte, sich zu binden, — bah ! Diese Lieoesschwüre, wer wird daraus Wert legen? Heute Abend muss sie mir beichten und nach dem, was sie mir antwortet, werde ich mich richten. Das Wichtigste wcn, Robert zu entfernen. Ich glaube j.doch, dafs lch zu Adine heute noch nicht von meinem Bewerber sprechen weide. Der Nuqenblick wäre schlecht gewählt. Später wird sie sich wie ich hoffe, nach und nach an den Gedanken gewöhnen Madame Vigory zu werden. Mein Kafsier hat alle die Eigenschaften, welche meinem Secretär fehlen. Er wird versuchen, sich Adine angenrhm zu machen und mit der Zeit wird es ihm gelingen. Ich muss ihn öfter einladen. Aber weshalb ist er gestern Abend nicht gekommen?" Auf solche Weise schmeichelte fich der Banquier, eine Herzensangelegenheit erledigt zu haben, als wenn es sich um ein laufendes Geschäft gehandelt hätte. Robert war indessen, den Tod im Herzm, fort-gegangen. Sein Traum war zu Ende. Die, welche er liebte, konnte nie die Seine werden, denn er wusste wohl, daf« sie sich nie gegen den Willen ihres Vaters verheiraten würde. Es schien sogar, dass Adine sich nicht geweigert habe, als der unbeugsame Vater ihr verboten, ihn ferner zu lieben, denn Herr Dorgöres hatte fo gefprochen, als wenn er mit ihr über diesen Punkt einig sei. Alles fchien sich um ihn zu drehen, doch gieng er mit hoch erhobenem Haupte dahin. Sein bleiche» Gesicht drückte einen unerschütterlichen Entschluss aus. Dieser letzte Spross eines gesunkenen Geschlechts, dieser Sohn eines Verschwenders, der seine Familie ruiniert hatte, dieser Enterbte war ein Charakter. Nichts war imstande, seinen Muth niederzudrücken und seinen Stolz zu beugen. Er hatte leidenschaftlich geliebt, ohne es zu sagen, und fühlte die Kraft in sich, alle« zu ertragen, ausgenommen eine Beschimpfung. Er besaß nur einen Freund. Der einzige Mensch, dem er sein Unglück und seine Pläne halte entdecken können, war Jules Viaoru. der junge Kassier, der nicht ahnte, dass Herr Dora^ee daran dachte, ihn zu seinem Associi und Schmirgel söhn zu machen. Herr Dorgöres war nicht mittheilsamer Natur und sprach von seinen Plänen auch mit denen nicht, die ihm am nächsten standen. Robert und Jules waren Schulkameraden und einige Jahre darauf hatten sie sich bei dem Banquier wieder zusammengefunden. So grundverschieden die briden Freunde auch waren, jo liebten sie sich herzlich. Robert verbarg unter einem anscheinend kalten und zullickhliltenden Wesen ein feuriges Herz und heftige Leidenschaften. Jules war ruhig und überlegt, obschon er sich offener und lenksamer zeigte als sein Freund. Robert verbrachte fast alle seine freien Abende mit Jules Vigoiy. der seine Gesellschaft derjenigen Maximes vorzog, denn die unregelmäßigen Gewöhn-beiten desselben stießen ihn manchmal zurück. Robert so zurückhaltend er auch war, hatte dennoch seinen Laibacher Zeitung str. 127 1090 7. Juni 138l. Vorlage, in dieser Beziehung wenigstens, eine theilweise, wenngleich schwer verständliche Abhilfe getroffen hat." Nun, in dieser Beziehung muss ich schon meiner Pflicht gerecht werden und auf diesen hier den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses entgegengehaltenen Widerspruch eingehen. Ich bitte zunächst zu unter» scheiden zwischen den Steuernachlässen, welche die Regierung vorschlägt aus dem Grunde, um einen lang« samen, milden Uebergang für die Steuererhöhungen zu bewerkstelligen, und der Steuerausgleichung, die stattzufinden hat zwischen der Last, die jetzt provisorisch, und der Steuer, die nach den Reclamationen definitiv vorgeschrieben werden. Schon im Gesetze vom 6. April 1879 wurde die Möglichfeit von Steuerausgleichungen nach beendigtem Reclamationsveifahren vorhergesehen und im Artikel III des Gesetzes vom 28. März 1880 die Art der Ausführung dieser Ausgleichung ganz Prä« cise normiert. Hiebei wurde jedoch von dem Grundsätze ausgegangen, dass der Steuerträger vom 1. Juli 1882 an die Grundsteuer in dem vollen Betrage der recti-ficietten Schuldigkeit ohne allen Nachlass zu berichtigen haben werde. Diesen Untelschied hat. glaube ich, die hochverehrte Commission übersehen. Der Artikel III ift, so hebt die Commission hervor, nicht ausdrücklich aufgehoben. Es war aber nicht nothwendig, ihn auf» zuHeben, seine Tragweite wurde eben durch die Vorlage der Regierung und durch die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses dadurch bedeutend geschmälert, dass die neue Vorlage nicht von der unbedingten Berichtigung des vollen rektificierten Steuerbetrages sprach, sondern dem Steuerträger Nachlässe für den Fall zu» erkannte, als die definitiv bemessene Grundsteuer die Schuldigkeit des Jahres 1880 um 10 pCt. über-steigen sollte. Die Ausgleichungen, wie sie Artikel III des Gesetzes vom 28. März 1880 in Aussicht nimmt, werden daher auf ein Minimum reduciert, nur beseitigt sind sie nicht. Artikel III des Gesetzes vom Jahre 1880 ist jetzt nur bezüglich des Termines, von dem an eine Ausgleichung einzutreten hat, verändert, und zwar durch das bereits in Wirksamkeit bestehende Gesetz vom 30. März 188 l, Artikel V. Bei Festste!-lung dieses Termines nun, welche ja schon kraft des bestehenden Gesetzes zu erfolgen hat. wird die Rede sein können über die Modalitäten. Einen Widerspruch der Bestimmungen über Stenernachlässe und Steuerausgleichungen kann ich also nicht zugeben. Die Steuernachlässe werden im Artikel IV der Vorlage zugestanden, und die Steuerausgleichungen sind im Gesetze vom 30. März 1880, das bezüglich des Termins ergänzt wird, präcisiert. Die Ergänzung in dieser Richtung als auch in Bezug auf weitere Ausnahmen von den Bestimmungen des Artikel« III kann ja einem späteren Zeitpunkte überlassen werden, da ja von Ausgleichungen erst die Rede sein kann, wenn der vollständige Abschluss des Reclamationsverfahrens erfolgt. Dann können wir die zwei Ziffern kennen lernen, zwischen denen eine Ausgleichung stattzufinden hat. Eme andere Frage wäre es freilich, wenn es sich jetzt um das Princip der Ausgleichung handeln würde; es hat, ich erinnere mich daran, der hochverehrte Herr Berichterstatter im Jahre 1879, damals noch im Abgeordnetenhause, sich als Gegner dieses Principes manifestiert und darum, wenn ich ihn recht verstanden habe, in der Vorlage, welche dem hohen Hause jetzt zur Entscheidung übermittelt wurde, das Ausgleichungs-Princip im Artikel III vollständig eliminiert. Dem könnte ich nicht zustimmen, weil das mit zu großem Schaden für den Staatsschah verbunden wäre. (Fortsetzung folgt.) Wien, 4. Juni. lOng.'Corr) Die Gerathungen über den die Gründung einer böhmischen Universität betreffenden Gesetzentwurf haben im Abgeordnetenhause zwei Tage in Anspruch genom» men. Sie wurden, ohne die Gemüther durch leiden» schaftlich gehaltene Reden zu erhitzen und zu verbit-tern, mit großer Ruhe geführt. Diese war einerseits das Ergebnis der Ueberzeugung, dass sich der Gesetzentwurf, wie er aus dem emmüthigen Zusammenwirken der Mitglieder des Ausschnsses hervorgegangen, lediglich in formeller Richtung, keineswegs jedoch mit sachlichen Gründen bekämpfen lasse, dann aber mochte auch die Spaltung, die sich anlässlich dieser Frage im Lager der Opposition vollzog, nicht wenig dazu beigetragen haben, dass die Herren, die gegen das Gesetz das Wort ergriffen, ihre Ausführungen, die ja doch auch gegen ihre Parteigenossen gerichtet waren, nach Thunlichkeit jedes herben Beigeschmackes entkleideten. Die sich widersprechenden Beschlüsse, die in den beiden Clubs der Linken gefasst wurden, der Beschluss des Clubs der Liberalen, seinen Mitgliedern die Ab» stimmung in der Universitätsfrage freizulassen, und die Resolution des Fortschriltsclubs, gegen das Universe tätsgesetz unisono zu stimmen, ließen leinen Zweifel darüber aufkommen, es werde sich bei der Abstimmung das Schauspiel wiederholen, das uns das Abgeordnetenhaus bei den Debatten über das Wehrgeseh und die Grundsteuerregulierung geboten, das Schauspiel, eine große Partei uneinig in ihren Beschlüssen, Planlutz in ihren Zielen, ohne Führung zu sehen. Ein Theil der Linken stimmte auch bekanntlich für, ein anderer gegen das Eingehen in die Special-debatte, ähnlich waren die Abstimmungen bei den ein» zelnen Paragraphen des Entwurfes. Was war aber wohl der Grund, der die Linke bestimmte, sich in der letzten Stunde zu einer einträchtigen Ablehnung des Gesetzes aufzuraffen, der ihr die abhanden gekommene Einigkeit scheinbar zurückgab? Die Ablehnung des von D>. Granitsch gestellten Antrages, es sei in diesem Gesetze dafür vorzusehen, dass die Studierenden der cz^chlschen Universität bei ihrem Eintritte in ein öff.nlliches Amt der deutschen Sprache vollkommen mächtig seien, die Ablehnung dieses Antrages war es nicht, welche die zersprengte Opposition zu einer compacten Masse wieder zusum« menbrachte. die Herren wissen ja gar wohl, dass die kaiserliche Entschließung vom 11. April l. I. die dem Antrage des Abgeordneten Granitsch zugrunde liegende Besorgnis vollkommen gegenstandslos macht. Die Ab. lehnung des eben erwähnten Antrages war der Opposition eine willkommene Veranlassung, dem Principe der starren Negation treu zu bleiben, gestattet doch die abschüssige Bahn, auf der sich diese Partei bewegt, nur sehr schwer eine Umkehr, und konnte ein ehrliches Anschließen an die nationalen Gruppen des Abgeordnetenhauses doch so leicht den Gedanken aufkommen lassen, es sei der Linken wirklich ernst, sich den berechtigten Wünschen nnd Forderungen der nicht deutschen Völkerstämme Oesterreichs nicht länger mehr gegenüberzustellen, es sei der Versöhüungsfunk»', der. wie ein Organ der Linken behauptet, «m Meinungsaustausche im Schulausschusse von einer Partei zur an» deren sprang, wiikllch auch in das Gros der Linken hinübergesprungen und habe dort die Flamme der Versöhnung angefacht. Mögen die Organe der Linken diese ob ihrer Einigung im starren Versagen selbst von ihr als be« Freund das Geheimnis seiner Liebe, seine Sorgen und seine Hoffnungen errathen lassen. Als er Herrn Dorg^res verlieh, dachte e^ natürlich daran, sich dlesem Freunde zu entdecken. Er stieg auf einer Verbindungstreppe in die Bureaus des Erdgeschosses hinab, ohne durch den Hof zu gehen. Das Wartezimmer war fast leer; zwei junge Leute waren mit dem Ordnen von Papieren beschäftigt. Ein kleiner Knabe in dunkelgrüner Livree und mit platter Mütze beschäftigte sich damit, auf einer Bank Papierpuppen in Reihe und Glied aufzu» stellen, die er zu seinem Zeitvertreib, während man seiner nicht bedürfte, fabriciert hatte. Er erhob sich haftig, als er Herrn de Carnol bemerkte, stellte sich aufrecht und grüßte militärisch, indem er dle Hand an die Mütze legte. Er sah dabei so drollig aus, dass die beiden Eommis herzlich lachten, aber Robert schien ihn nicht zu bemerken, er näherte sich dem offenen Gitter des Kassenzimmers und rief Vigory, der in seine Rechnungen vertieft war. „Komm'," sagte er kurz, „ich habe mit dir zu reden." Vigory kam augenblicklich seinem Wunsche nach, aber nicht, ohne die Vorsicht gebraucht zu haben, die Kasse zu verschließen und den Schlüssel abzuziehen. Die beiden jungen Leute giengen hinaus und Robert führte den Kassier in eine Ecke des Hofes, in welcher sie von niemandem gesehen werden konnten. Er lang einige Augenblicke vergeblich nach Fas. ,ung. denn e« war »hm schwer, seinem Fleunde die ganze Hoffmn.gzlosiaMt seiner Liebe zu ostenbaren. „Jules," begann Robert de Carnol endlich, „du bist mein einziger Freund. Du allein hast errathen, dass ich Fräulein Dorgöres leidenschaftlich liebe." „Und dass sie dich wiederl,ebt. Ich zweifle nicht daran und gratuliere dir dazu," erwiderte Jules in heiterem Tone. „Ich glaubte, sie liebe mich. aber ich habe mich qeirrt. Sie hat ihren Vater emächtigt, mir meinen Irrthum mitzutheilen, und der Banquier bot mir Empfehlungsbriefe an seine Freunde in Cairo und Ale-randrien an. Sogar Geld hat er mir angetragen und glaubte, dass ein mehrjähriger Aufenthalt im Orient mir fehr nützlich sein werde, um mir die Fähigkeiten für den Handel anzueignen, welche mir fehlen." ..Vielleicht hat er darin recht. Weshalb nimmst du nicht an, was er dir vorschlägt? Weshalb versuchst du nicht, ihm zu beweisen, dass er sich in dir geirrt hat nnd dass du, so gut wie ein anderer, dich in die Geschäfte hineinarbeiten kannst?" „Wenn du an meiner Stelle wärest, mein lieber Jules, so würdest du wohl auch handeln wie ich. Du würdest weder Herrn Dorgöres noch seine Tochter wiedersehen und Frankreich verlassen, um nie mehr dahin zurückzukehren." „Frankreich verlassen? Und wohin willst du gehen?" „Nach Amerika oder Australien, was liegt daran, nur fort, so weit wie möglich, um nie mehr von der zu hören, die meine Liebe so schlecht belohnte." lFvltsehuna folssl.) rechtigt anerkannter Forderungen noch so sehr beglück' wünschen, wer das Entgegenkommen, das die MaM" des Hauses und die Regierung den Wünschen oei Linken im Zuge der Verhandlungen über dasUniver-sitätsgeseh entgegengebracht, dem letzten vernemenoen Worte gegenüberhält, das die Linke in dieser m gelegenheit gesprochen, der kann ein Verfahren M gutheißen, das fehr wohl geeignet ist. Gegensätze, o" nun doch einmal da sind, statt sie zu begleichen 'or doch zu mildern, in ihrer schärfsten Schroffhe't yer vortreten zu lassen. .«,„, Die „Neue freie Presse" befürwortet m enM Artikel eine Fusion beider Clubt der Linken und ^ tont. die Verfassungspartei müsse sich im Vertrau' der Bevölkerung rehabilitieren, sich freimachen von» Schlacken, welche die frühere Verwöhnung der P" schuft in ihr zurückgelassen. Wir glauben, die M« werde dieser Aufgabe an, einfachsten gerecht wero, wenn sie sich entschließt, die Opposition um M' Preis aufzugeben und sich an allen, den Interesses Völker Oesterreichs Rechnung tragenden Arbeiten des" geordnetenhauses zu betheiligen, ohne Rücksicht daraus, an der Spitze der Regierung einer ihrer PalteigMIi oder der Mann steht' der, leiner der sich befehd"^ Parteien ungehörig, einen durch Parteifärdungen getrübten Blick für die politischen Verhältnisse" Reiches, das Vertrauen der Majorität des «Mol netenhauses und den ehrlichen Willen besitzt, dle 1^ bekämpfenden Gegensätze zu versöhnen, den berechtig Förde»ungen aller Nationalitäten gerecht i^tve^. Zur Lage. Anlässlich der Vertagung der Verhandlung" "., Abgeordnetenhauses wirft die „Deutsche o tung" einen kleinen Riickblick auf den abgelaus" Sessionsabschnitt und fragt höhnisch nach den ^ samkn Gesehen, erlassen zur Förderung der mate" Wohlfahrt", welche in diefer Periode geschaffn " den sind. Nun lässt sich allerdings nicht lM' dass leider ein namhafter Theil der fnr die Oelaiy h gen des Abgeordnetenhanfes bestimmten Zeit -^ ^ wcfscn Schuld, mag hier unelörlert bleiben -^^ unfruchtbarer nationalen und politischen D>sc>^ ausgefüllt wurde, nichtsdestoweniger ist aucll eine ^, von Gesetzen geschaffen worden, für welche di ^ völleruna. der Regierung, aus deren Initial»» ^ größle Theil derselben hervorgegangen ist, >^.,hli> Reichsvcrtretung, welche diese Gesetz? omaM ^ und g'nchmigt hcit. gewiss Dank wissen lv>ld-<. ^ nennen in dieser Beziehung nur folgende: das ^, dclrrffl-üd Abhilfe wider unredliche Vorgänge bei ^ ^ glschäften, das Gesetz, betreffend die AnfechtuW ^, Rechtshandlungen zahlungsunfähiger Schuldner, ^ Gejstz über die Begünstigungen bei Converlierun« ^ Hypothekardarlehen, das' Gesetz über die V^"^ des Kunstweincs, die Gesetze über die Bosnia'' „g nnd die galizische Transversalbahn, die wso^n der Begünstigungen der Credit- und Vorsch"! ^z auf alle Erwerbs- und Wirlschaflsgenussenscha^',B Schantsteucrgeseh, das Gesetz über die GcbilreMl ^ der Mllilärpelwnen im Mobilisierungsfalle, o ^ Hebung der Hafenlootsengcbür in Trieft; ^l" lli^ Reihe von internationalen Verträgen n"lll«"' z,,s Natur, wie der Schiffahrtsvertrag'mit SP"''l ^e" Handelsvertrag mit Deutschland, das Uebele'w ^ mit England wegen gegenseitiger Unlelsti'hllnu ^ bedürftiger Seeleute, die Verträge mit Velg' ^e« Holland, betreffend die Gewährung des A"N an die beiderseitigen Staatsangehörigen. ^HöP^Ü Diese kleine Liste, die durchaus nicht ^ ^yl ist. dürfte — sagt die „Wiener Abcndpost ^ der „Deutschen Zeitung" als Antwort anf ly ^ Ke' geniigen. Wenn schließlich das genannte V'"^ichlW merkung macht, dass, falls heute das """, >li^ Volk zur Wahlurne schritte, die Wahlen, z"""^. e' Stadt- und Landgemeinden Deutsch-Oeste"^^ qunz anderes Ergebnis liefern würden, al« ^p0 l^U, so glauben wir. das« es die UM es'" sition kaum ernstlich wünschen dürfte, da « " l"^ dieser Hinsicht auf eine baldige Probe «"lomn " Die „Wiener Allgemeine Z" "^c,^ mentiert zur Abwechslung wieder "N"«! .^all „mannigfachen Concessionen nationaler un.o ^ des?. Natur", welche angeblich der Rechten wayr" sel^ gelaufenen Sessionsabschnittes gc»"^^'" lsio" ° und bemerkt unter anderem: .Die ? ^ d< Budgets erfolgte Zug um Zug mit dM"'» „,, ^ e.nzelnen Nationalitäten und Parte'" ^w^ l^ gesländmsse; jeder verlangte bare «""^en ^ gab dem anderen anch nur auf weinczr ^ ^c dit." — Wir denken - schreibt die «A ^i h ^ post" — dass ein Blatt, welches a,n ^ '^„isttl'g klein nachwies, dass die Czech" ""m ^ de"^ Tanffe nicht« erhalten haben, was 'Y''^ ' her " der Älmdesgenosslnschaft nicht <"'ch "^> rde" „ fassnngstrenen" gegönnt und gegeben bela''»^ nnd welches tagsdaranf unter C't'enlNg .gelM'sei Sprüchleins von dem «Manne mit oc>', u''^ie Taschen" erklärte, seine Partei «woue « ^ . entschlossen, mit vollen Händen zu g"' g^H. Berechtigung h.'t. in solcher We'^e an " ^ " des abgelaufenen Sessionsabschmtlee )' Laibachcr Zeitung Nr 127 1tt9l 7. Juni 1881. Entgegen den tendenziösen Auslassungen des „Tag. blatt", der „Vorstadt.Zeitung" und anderer oppo« sMoneller Blätter, welche den Verlauf des eben be» endeten Sessionsabschniltes als einen besonders sterilen bezeichnen, constatiert die „Presse" unter Anführung der bezüglichen Gesetzvorlagen und Initiativanträge, dass da« Abgeordnetenhaus seit Wiederaufnahme der durch die Osterfericn unterbrochenen Verhandlungen «m siebenundzwanzig Sitzungen ein ziemlich bedeuten« des Neralhmigsmaterial aufstcarbeitet hat." Ueber den gescheiterten Compromiss in der Präger Universitätsfrage spricht sich der ..Mäh« llsch.schlesische Correspondent" folgender» Maßen alls: „Der Compromiss zwischen der deutschen und czechischen Partei, welcher im Schulausschnsse des "bgeordnclcnhauses bezüglich der Präger Universität«-Vorlage geschlossen wurde, ist gescheitert, und die Hoff. nungen aller wahren Patrioten, welche in diesem Com« promisse das glückverheißende Zeichen einer von Partei zu Partei sich bahnbrechenden Versöhnung gesehen, !'no in eitel Nichts aufgegangen. In der Verfassung». Partei selbst hat der Compronllss, welcher sich nun als em tobtgevorncs Kind flüchtiger Laune erweist, eine Zerfahrenheit und eine förmliche Deroute Hervorserufen, die nicht genug bedauert werden lann. Die "'den Fractionen dieser Partei, der Fortschrittsclub und der Club der Liberalen, standen sich in prin« tlpleller Meinungsverschiedenheit entgegen, sie stimm-len in getrennten Lagern, und als sie sich wieder bei ^r Abstimmung in dritter Lesung fanden, da war es eden wieder auf dem Boden der Negation, welche sich Hon so oft als verderblich für die Partei und schad-ucy für den Staat erwiesen." . Der missglnckte Comvromissversuch bei der Dele Nlertenwahl für Uöhmcn im österreichischen Abgeord» netenhause veranlasst die „ Schle fische Zeitung" «u folgender, leider nur allzu wahren Bemerkung: "^as ist eben das Unglück in Oesterreich, dass die vanelleidrnschaft alles bchcrrscht, dass jede Frage, die ^" der Politik gar nichts zu thun hat. sofort zur ^lwkifrage gemacht und nur vom Parteistandpnnlte uus behandelt wird, der aber wieder jede Verständi» U""ll ausschloßt." — Eine ähnliche Aelißerung finden ?>"" «Dresdner Journal". Es heißt dort: Leider haben die österreichischen Parteivechältnisse "l'e Gfstalttlng angenommen, welche selbst die nächste ft'lunst. die nächsten Entschlüsse nicht voraussehen n°3' Die Bedeutung der Gesetze wird in erster Linie u^y dem Einflüsse auf die Parlelgruppierung beurtheilt, n,^ erscheint als die Hauptsache und ihr wird alles "«bnge untergeordnet." AuS Rom !?'ld unterm 2. d. M. berichtet: In der Kammer-Iltzimg meldet Arbib eine Interpellation über den ge> 8enwärti«en Zxstand der Armee, Trinchera eine In-tesprUalion über die Absichten der Regierung bezüglich des Asylrechlcs an. Massari verlangt die Vorlage der diplomatischen auf Tunis bezüglichen Documente vom Jahre !878 herwärts sowie eine Erklärung der "ikqirrung bezüglich der Entschädigung für die in Peru ^hllhaften Italiener. Die Interpellation Arbib wurde bis zur Debatte über das Budget des Kriegsministeriums Erlagt. Massari entwickelte sofort seine Interpellation, "lancini beantwortete dieselbe mit der Erklärung, dass ^. kaum iu das Ministerium eingetreten, sich fül den «uucnblick nicht zur Vorlage von Aktenstücken ver-Wlchlen könne, die er selbst noch nicht kenne. Was die ^tuschiidigung der in Peru sesshaften Italiener betrifft, !°.hat Italien bereit« lebhaft in dieser Angelegenheit ^ Chile reclamiert, welches ein Schiedsgericht in Erschlag brachte. Die italienische Regierung hat es 'A vorbehalten, sich hierüber auszusprechen, wann sie "Ndere Mächte, die in derselben Lage gewesen, da-cv"" befragt haben wird. Masfari hofft, das« die Ml!5"^ zu ihrem Rechte flrlcmn.cn werden; was die Nick. ^ bezüglichen Actenstücke betrifft, so habe er 2^t verlangt, dafs dieselben sofort mitgetheilt werden, /pretis verkündet die Zusammensetzung des Ministe-Ie^ "!^ fügt hinzu, dass er kein Programm dar« tH" wird, da dies eine unnütze Wiederholung wäre, sick? ^ aber einige hervorragende Punkte über die Ab-^ en des geqfnwärtigen Ministeriums berühren werde, hum ^°^ Mandat zur Cabinetsbildung infolge Auf-zHi slllng von Seite Cairolis und anderer gewesener !psa<4 angenommen, welche ihn zu untel stützen ver< ilülll?"c Weilers leitete ihn die Nothwendigkeit, die "preform zn vollenden. lltien H " Depretis sodann von den Ministerien des in t>3. «'"^ ber Marine spricht, constatiert er. dass ten ^f, "^llcts dieser beid.n Ministerien in den letz. die ^ ^kn Erhöhungen eingeführt wurden und dass ^arte ?^M'li" ber Armee ihre Vollendung er-lilrdit s- " ^"^^ dieselbe jetzt, wo Finanzen und lön»°„ '."H gebessert habrn, leichter brwerlstrlliaen daz /' !"dem man diesen Budgets, den bereits für Er hott. '^ Jahr glsicherten U^berschus« widmet, ren ^ ',' dleses System werde in den nächsten Iah-bte, c>a, ^ Werden, und man werde binnen zwei oder I'onen ""' '" welchen lnan für die Armee 200 Mil-ausgegeben haben wird, eine Besserung der Nrmeeverhältnifse herbeigeführt haben, ohne das wirtschaftliche Interefse zu schädigen. Das Cabinet, sagt Depretls, hoffe, das« die Kammer demnächst das Han, belsgesehbuch und die anderen ihr vorgelegten Gesetz« entwürfe votieren werbe. Was die Beziehungen zu dem Auslande betrifft, miisse Italien seinen Platz als grohe > Nation aufrechterhalten und sich aus Grundlage der Gerechtigkeit und der gegenseitigen Achtung befestigen. Italien werde alles Mögliche thun, um seine Pflichten gegenüber den internationalen Freiheiten m«t den Pflichten gegen sich selbst zu vereinigen. Italien, zuletzt in das Concert der Nationen eingetreten, ist ein Element der wirtschaftlichen Ordnung und des Friedens, werde sich als solches erhalten und nichts anderes verlangen, als einen würdevollen Fneden. Schließlich drückt De« preti« die Hoffnung aus. die Kammer werde das Ca-binet unterstützen. Hagesneuigkeiten. — (FML Freiherr von Uchatiu» f) Der geniale Erfinder der neuen österreichischen Stahl»Vronce» Geschütze. FML. Freiherr von UchatiuS. hat sich am PfingstsamStag um halb 3 Uhr nachmittags in Wien in seinem Arbeitszimmer im Arsenal erschossen. Das Project«! hatte das Herz mitten durchbohrt und den augenblicklichen Tod des Generals herbeigeführt. Neben der Leiche lag die Waffe, ein sechSläufiger Revolver, auf dem Voden. Ueber die Motive, die den hochverdien« ten General zum Selbstmorde veranlasst, ift nicht das Geringste bekannt; Uchatius selbst hat über seinen letzten Entschluss leine einzige Zeile hinterlassen. Vormittags hatte er sich im Reichs.KliegSministerium mehrere Stun-den ausgehalten und ist gegen 2 Uhr in das Arsenal gefahren, wo er sich direct in seine Wohnung begab, um dort die beklagenswerte That zu vollführen. — Franz Freiherr v. Uchatius, l. l. geheimer Rath. Feldmarschall-lieutenant und Commandant der Artillerie.ZeugSfabril im Arsenale, korrespondierendes Mitglied der Aladrmie der Wissenschaften. Commandeur des StesanSorbcnS. Ritter des Ordens der Eisernen Krone zweiter Klasse, Commandeur des dänischen Danebrog-OlbenS erster Klasse. Ritter de« russischen StamSlauS.OrbenS zweiter Klasse, des russischen Wladimir-Ordens zweiter Klasse und des preußischen Rothrn Adler-OrdenS vierter Klasse, ist geboren am 20. Oktober 1811 zu Theresienseld. Im Jahre 1829 als Cadett-Unterkanonier zum zweiten Ar« tilleriebataillon assentiert, wurde er im Jahre 1343 Lieutenant, im Jahre 1866 Major und Commandant der Geschützgiehcrei. im Jahre 1867 Oberst, im Jahre 187! Commandant der Nrtillerie-ZcugSfabrir, im Jahre 1874 Generalmajor und am 2b. April 1879 Feld» marschallieiitenant. Als Oberlieutenant machte er die F ldzüge in den Jahren 1848 und 1849 in Ungarn und Italien init. Uchatius hat sich mit der Verbesserung des Geschühwesens beschäftigt schon von der Ieit an, als er als Unterlanonier in der Armee diente. Der rast-losen Thätigkeit und der glänzenden Begabung des OsficierS gelang cS auch. auf diesem Gebiete eine Reihe von Erfindungen zu machen, die eine grohe Umwälzung un Geschühwesen nach jeder Richtung hin hervorriefen. Im Jahre 1856 erfand Uchatius eine Stahlerzeugung«. Methode, deren Producte mit Bessemerstahl rivalisierten. Im Jahre 1864 wurde Uchatius wegrn seiner Pulver, probe, und ballistischen Apparate zum correspondierenden Mltgliede der Akademie der Wissenschaften erwählt. Die weittragendste Erfindung Uchatius' war die der Stahl, bronce. jener geheimgehaltenen metallischen Mischung, die zur Anfertigung der österreichischen Geschütze — den UchatiuS-Kanonen. wie sie der VollSmund getauft hat — verwendet wird. Für diese geniale Erfindung hat FML. Uchatiu« den Stcphans.Olden und den Freihcrrnstand erhalten. — (Im Wiener Hofburgtheater) wurden vom Jahre 1743 biS inclusive Mai 1881, demnach in einem Ieitraume. von 132 Jahren und 5 Monaten, zusammen 2307 Schauspiele in deutscher Sprache dar» gestellt. Hievon sind 15K« deutsche Originalwerle die übrigen 739 Schauspiele smd Uebersetzungen aus fremden ^eraturen. Von diesen 739 Schauspielen entfallen 536 Stucke auf franMsche Dichter. 107 auf englische. 03 auf ltal.en.sche. 18 aus spanische, 7 aus dänische. 3 auf rvmlsche. 1 auf einen polnischen. 1 auf einen ungarischen. I auf emen griechischen. 1 auf einen schwe« bischen und 1 auf einen norwegischen Dichter. Von den 1568 deutschen Originalwerlen sind 110 von anonymen Verfassern. Die restlichen 1458 Schauspiele stammen von 381 theil« österreichischen, theils deutschen Schrift, stellern. Von den aus fremden Literaturen übertragenen 739 Schauspielen sind 1(1 anonym aufgeführt worden. Die übrigen 729 haben 286 V.rfasser. und diese ver-theilen sich: auf 214 französische Dichter mit 530 Stücken, auf 44 englische mit 105. auf 11 italienische mit 63. 6 spanische mit 17, 3 dänische mit 6, 3 rvmische mit 3 Stücken, 1 polnischen Dichter mit 1. I ungarischen mit 1, 1 schwedischen mit 1. I norwegischen mit 1. 1 griechischen mit 1 Stücke. — (Eisenbahn Unglück) In PüSpol.Ladany fand Donnerstag nachts ein Zusammenstoß zweier Eisen, bahnzüge statt; infolge rincr Unvorsichtigkeit des Wei> chenwüchter» fuhr der aus Grohwardein kommende ye» mischte Jug aus demselben Geleise in die Station, auf welchem der Debreziner gemischte Zug zur Abfahrt be« reit stand. Vine fürchterliche Katastrophe wäre unvermeidlich gewesen, wllre nicht vor dem stillstehenden Zuge zufällig eine Locomotive gestanden, wodurch der Stoß deS heranbrausenben ZugeS bedeutend gedämpft wurde,-nichtsdestoweniger war der Zusammenstoß ein so hes« tiger, dass die Passagiere beider Züge von ihren Eihen zu Boden geschleudert, mehr oder minder ernste Verletzungen davontrugen. Der Locomotivführer und der Conducteur deS auS Grohwardein kommenden Inges wurden mit solcher Gewalt zur Erde geworfen, das» fie gefährlich verletzt und bewusStloS liegen blieben; mehrere Lastwagen wurden zertrümmert und deren Inhalt zerschlagen und vernichtet. — (Einsturz einer Tisenbahnbrücke.) NuS Tecuciu in Rumänien wird der „N. fr Pr." geschrieben : Die Eisenbahnbrücke über den Serethstus» l»el Tecuciu ist am 25. Mai um 1 Uhr 45 Minuten nachmittags eingestürzt. DaS seit 14. Mai anhaltende Hoch-Wasser hatte den ersten von den acht Mlttelpfeilern un» lerwaschen und riss kurz vor Ankunft be« Wiener Cou-rierzugeS den halben Pfeiler weg. Dem Bahnmeister RoSnowsli gelang eS jedoch, den mit voller Dampfkraft helanbrauseiiben Eilzug einige hundert Meter vor der Brücke anzuhalten und vom unvermeidlichen Untergänge zu retten. Die Brücke hieng noch einige Stunden auf dem halben Pfeiler, dann stürzten zwei Joche der V'sencon-ftruclion inS Wasser. Eine Nolhbrücke wurde für Fuß» ganger binnen 48 Stunden von Geitc der Vahnerhal-tungSorgane hergestellt; die Hochwüsser find leider noch im Steigen begriffen, Locales. — ^Ernennung.) Der Laibacher Donnu^ilmar, Herr Friedrich Ritler v. Premelstein. wurde von Sr. Majestät dem Kaiser zum Nicht R' Kanoniker am erzbischvflichen Metropolar.capitel , ^ ernunnt. — (Inspicierung) Der Urtillellevllectoi beim Generalcommando in Giaz, Herr Generalmajor Baron Lenk. unterzog in den letzten Tagen vor Pfingsten die in Laibach und Krainburg stationierten Vattelien de» ArtillerirregimentK Ritter v. Hurtlieb Hr. 12 einer In-spicierung und begab sich Samstag auch nach Stein, u» die dortige l. l, Pulverfabrik zu besichtigen. — (Psingstseiertage.j DaS heurige Pflngft-seft hat die auf seinen Verlauf gesetzten Wünsche und Erwartungen zur allseitigen Zufriedenheit erfüllt Nenn eb auch in meteorologischer Hinsicht gerade nicht baß Ideal wünschenswerter Vollkommenheit erreichte, so waren doch beide Pfingftfeiertage, namentlich aber der erstere, von sehr günstigem, weder drückend heißem noch unfleund-lich'windigem Wetter begleitet Gestern war der Himmel zwar etwaS umdüstert. doch gieng tS trotzdem biS kurz vor Mitternacht ohne Regen ab. Dunk seiner günstigen lalenda« rijchsn Lage dais Pfingsten so recht als daS AuSstugSfeft p»r v»c«1Iellc<.' bezeichnet werden, eine Bestimmung, der es heuer im vollsten Maße gerecht geworten ist Die Zahl der Laibacher, welche in diesen zwei Tagen theils mit Wagen oder zu Fuß, theils mittelst E,senl>ahn Au», flügc nach allen Richtungen der Windrose unt-lnahmen. kann wohl nach vielen Hunderten gezählt werden. Nach VeldeS und Wochein, zum Peritnil und zu ben Wei, henselser Seen. über Oberburg inS Logerthal und nach Vellach, nach NdelSberg und Trieft, auf den Monte Maggiore bei Finme und in zahlreichere andere Orte und Hbhen wurden Partien arrangiert, denen e< an Theilnehmern nicht fehlte, die auch zumeist hochbefriedigt zurückkehrten. Die merkliche Auswanderung auS der Stadt wurde allerdings der Kopfzahl nach so ziemlich paralysiert durch die zahlreichen DurchzugSflemden, welche sich am Sonutag in Laibach aushielten und die vielen glückstrahlenden Firmlinge vom Lande, welche in Begleitung ihrer diversen Güden und reichbeschenkt mit leb-zelternen Reitern die Gassen unserer Stadt durchzogen und die umliegenden VeignügungSorte füllten — (Fremde Güfte.) Der vom Schrbck!'lck-n Reisebureau nach vieljuhrlger Gepflogenheit auch von Wien nach NdelSberg und Trieft veranstaltet, ,^i. gnügungszug brachte am Sonntag eine große Nozahl fremder Gäste nach Laibach. welche hier Rasttag hielten und erft am nächsten Morgen ihre Weiterfahrt antraten Der von der hiesigen Regiments»Musilllipelle auf dem Bahnhöfe erwartete Separat VergnügungSzug traf um 1 Uhr 38 Minuten nachmittags hirr ein uuo war von 62ü Reisenden dicht besetzt, welche zunächst im Garten der Bahnhof »Restauration ihr MlttagSessen einnahmen und sich sodann, in kleinen Gruppen aufgelbSt. in der Stadt und deren nächster Umgebung vertheilten. Sammt, liche Hotels der Stadt waren an diesem Tage selbstverständlich überfüllt, und musste ein großer Theil der Fremden in den vom Reisebureau schon vorher sichel-gestellten Privatquartieren untergebracht werben. Abend« fand zu Ehren der Gäste im Casinogarle» eine Soilie statt, wobei die RegilnenlS'Musillapelle ein sehr hübsche» Programm spielte und über Wunsch auch mit Zuguben und Wiederholungen nicht sparsam war. Die Sollte war von nahezu 700 Personen besucht, so das, der Garten und die Veranda dicht besetzt waren - di« Ve. dienung lieh verMmKmühia. wenig zu wünschen übri^ Laibacher geitnng Nr. 12? 1092 7. Juni 1381. desto mehr jedoch die Beleuchtung, welche namentlich in« unteren Gartentheile ganz unzureichend war und daher auch auf die Stimmung nicht ohne Einfluss blieb. Va die Gäste von der weiten Eisenbahnfahrt ziemlich er» müdet waren, so suchten sie auch, bald zur Ruhe zu kommen, so dass die Soiree schon vor 11 Uhr ihr Ende fand. — Die Ankunft des Vergnügungszuges in Laibach gieng auch heuer auf dem Bahnhofe nicht ohne ein Intermezzo ab. Unter den hier eingelangten Vergnü» gungsreisenden befand sich nämlich auch ein Geschäftsmann aus Grohlanischa, Namens Cimbal, der mit seiner erwachsenen Tochter, einem hübschen, jungen Mädchen, zum Adelsberger Grottenfeste fuhr und bei seinem Aus« steigen in Laibach die unangenehme Entdeckung machte, dass ihm seine Brieftasche abhanden gekommen war, in welcher er das ganze Geld im Betrage von 100 Gulden, das er auf die Reise mitgenommen, verwahrt hatte. Es konnte nicht sichergestellt werden, ob er das Geld verloren hatte, oder ob es Langfingern zum l)pfer gefallen war, welche sich derartige Gelegenheiten bekanntlich mit Vorliebe zum Schauplätze ihrer Thätigkeit auswählen. T>er Mann war in hellster Verzweiflung, als er sich ohne einen Kreuzer Geld in einer fremden Stadt sah. und konnte sich selbst dann nicht beruhigen, als ihm ein hiesiger gefälliger Polizeibeamter 5 st. vorstreckte, womit er schleunigst eine telegraphische Geldanweisung von zu Hause requirierte und sodann seine und seiner Tochter Restaurationsbediirfnisse befriedigte. — (Todesfall.) Der beim hiesigen Stadt« bauamte seit wenigen Monaten auf die Dauer des Be« darfes angestellt gewesene Ingenieur Herr Vincenz Hansel jun. ist gestern nachts im 28. Lebensjahre ftlüh« lich verschieden. Der Verstorbene, ein tüchtiger, früher beim Stadtbauamte in Graz in Verwendung gestandener junger Techniker, war der einzige Sohn und das letzte Kind des hiesigen geachteten Handelslammerrathes Herrn Vincenz Hansel, der durch diesen Verlust auf das schmerz» lichfte betroffen wird. Der Tod des jungen Mannes, der zwar schon längere Zeit kränkelte, trat nichtsdesto-Weniger ganz unerwartet in der Nacht ein. — (Instituts« Ausflug) Die hiesige Handelslehranstalt des Herrn Ferdinand Mahr unternahm am Pfingftsonntag Nachmittag mit dem Director und Lehrkörper einen Ausflug nach Bischoflack. — (Selbstmord.) Der schon seit längerer Ieit wegen Missbrauchs der Amtsgewalt in gerichtlicher Untersuchung gestandene Vezirtsrichter von Eberndorf in Körnten. Herr Josef Moral, hat sich am 3, d. M. in St. Peter erschossen. Mit der Leitung des dortigen Be< zirksgerichtes ist bekanntlich seit vorigem Jahre der bis dahin dem städtisch«delegierten Bezirksgerichte in Laibach zugetheilt gewesene Gerichtsadjunct Herr Ritter o. Strahl betraut. — (Unbestellbare Vriefpostsendungen.) Veit 29. Mai l. I. erliegen beim l. k. Postamte in Lai« bach nachstehende unanbringliche Bliefpostscndungen, über welche die Aufgeber verfügen wollen: I. Recommandierte Briefe an: Strauß. Tischler in Tolmein; Kremric Ger< trude in Präwali und Sirnik Maria in Trieft. II. Ge« Wohnliche Briefe an - Meröun Anna in Töplitz. Sellan Johann in St. Veit. Südbahngesellschaft in Wien. Ver-hovc Martin in Vozen. Zimpeimann Ialob in Gojzd. Hatt Josef in Trifail. Komann Franz in Admout, Mils Anton in Verbljene. Mavc Johann in Tomiselj. Verbiö Maria in Laibach, Virant Anton in Zelimlje, Ihuda Anton iu Verbljene, Fabjani!ic Anna in Gradac, Gub< biani Giacomo in Narcs. Koöir Anton in Wien. II. (zwei Stück), Knapic Fanny in Wien. «vinlovic Michael in Pola, Germoviel Iohanil in (?), Iarz Johann in Hraftje, Kovaö Michael in Grii. Kotar Bernhard in Langenacker, Kolenc Johann in Laibach, Kolenc Eantian in Treffen, Klancnil Antun in Trifail, Klementic Martin in Steinbach, Marincic Anton in Obersteindorf, Moll Franz in Kamenverh, Novak Franz in Leiten. Noval Anton in Vilpian, v, Orbock Emilie in Laibach. Slubic Josef in Oberdorf. Supaniii Franz in Brunn» dolf. Verhovc Martin in Meran, Vidic Johann in Hiilldorf, Zulovc Matija in Treffen. Rus Martin in Voldresch. Bricel Valentin in Zadvor. Boit Rudolf in Slape. Gorjup Giuseppe in Graz. I. E. (p. r.) in Graz. Klemens Joses in Graz. Keber Lorenz in Iadbor. Kozuh Franz in Ienica. Kulla Jeanette. Industrie, lehrerin in Laibach, Lovia Johann in Dobrujne, Po» zariek Ialob in Sneberje, Millavc MathiaS in Do» brujne, Pante Anton in Laibach, Havala Rafael in Kis» Tapolcfan (vier Stück), Strah Michael in Iadobrowa. Starc Martin in GradiZe. Tertnik Johann in Podlipo« glav. Wagner Franz in Steyr. Franz Z, Nr. 999 in Loco. Hribar Johann in Brezje. tt D. in Laibach (p. r.), Lamprecht Karl in Selo. Mehle Anton in Unterschleiniz. Niechen Anna in Kopenhagen. Podrzaj Josef in Groh. Ratschna. Sufsana Alberto in Görz. Wolz Franz in Ia-grac. Haasenstein H Vogler in Wien und G. S. Nr. l? (p. r.) in Laibach. III. Correspondenzlarten an: De» lonardo Dom, in Tolmein und Kristjan Elisabeth in Laibach. Neueste Post. original-Telegramme der «Laib. Zeitung." Paris, 6. Juni. Im Hinblick auf den Durchstich des Panamakanals begannen die europäischen Mächte einen Gedankenaustausch zur Sicherung vollständiger Neutralität des Kanals. Aus Oran wird gemeldet, dass der Telegra« phenaufseher Bringard sammt der Escorte ecmurdel worden sei; 2ü Mann wurden gelobtet. Vier (lolomien manövrieren, um die Insurgenten einzuschließen. London, 6. Juni. Die Regierung ordnete die Verstärkung der Truppen in Irland bis auf 30.000 Man» an. — Auf einem Meeting der Agsarliga im Hyde« park sprachen Parnell und Odonnel in heftigster Weise gegen die Regierung. Resolutionen wurden angenom« men, in denen die Regierung für die Lage in Irland verantwortlich gemacht und die Absehung Fersteis gefordert wird. __________ Prag, 4. Juni. Der Bürgermeister erließ fol. gende Kundmachung: „An die Bewohner der tön. Hauptstadt Prag! Infolge Beschlusses dss Stadtrathes habe ich im Namen der Bevölkerung Prags bei Sr. Excellenz dem Herrn k. k. Statthalter das tiefgefühlte Bedauern darüber ausgesprochen, dass der Gesundheitszustand Ihrer kais. Hoheit der durchlauchtigsten Kronprinzessin Hüchstderselben es nicht gestatte. Zeuge des begeisterten Empfanges zn sein, welchen ganz Prag Ihrer kais. Hoheit bereitete." Ill Erwiderung auf diese Beileidsbezeigung geruhte S?, kais. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolph das Telegramm nachstehenden Inhaltes an mich einzusenden: „Seien Sie überzeugt, dass das Bedauern, welches Sie namens der Prager Bevölkerung ausgesprochen, auch unsererseits aufrichtig empfunden wird. Mlt Freuden sieht die Kronprinzessin dem Aufenthalte in der Stadt entgegen, welche meinem Herzen so theuer und wert geworden. Schöllbrunn, 3. Juni 1881 Rudolph." Wien, 4 Juni. Das Herrenhaus nahm heute den Antrag wegen Vertaslimg der Verhandlung über den Nachtragscredit für die czechischc Universität an, nachdem Graf Leo Thun und Randa gegen, Ritter v. Schmerling und Rilter v. Arneth für die Vertagung gesprochen haben. Minister Ziemialkowsti erklärte, der Regierung liege nichts an der Vertagung, und Ritter v. Schmerling bemeikle, dass finanzielle Vorkehrungen aus admillistrativem Wege getroffen werden können. — Der Handelsvertrag mit Deutschland wurde angenommen. Wien, 4. Juni. Vom Herrenhause wurden in die Delegation gewählt: Fürst Colloredo, Graf Coudenhove, Fürst Czartorysli, Freiherr v. Engerth, Graf Falkenhayn, Landgraf u. Fürstellberg, Baron Hofmann, Baron Hübner, Fülst Khevelchüller, Baron KönigLwarter, Graf Latour, Fürst Lichnowsky. Frei-Herr v. Rossbacher, Fürst Sapleha, Anton Ritter von Schmerling. Joseph Ritter o. Schmerling, Graf Schön- born. Fürst Schönbura.. Fürst Karl Schwaszenbers und Graf Vrints. Hierauf erklärte der Herr W-msterpläsident Graf Taaffe im Auftrage des Kalsers den Reichsrath für vertagt. Petersburg. 4. Juni. Nach einer Meldung der ..Presse" wurden hier mehrere Conspirationsloca e aufgehoben und 21 Personen verhaftet. Es Handel" sich um die Erschießung des Kaifers. "« Verschwörer sind meistens sehr junge Leute. Lottoziehuugen vom 4. Juni: Wien: 80 69 52 36 77. Graz: 72 32 56 55 87. ^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ ß -? P5 TZ .5 5° -kß v öHF H 2 ^______5 "___^-S ?U.Mg. 737 43 4-13 6 NO, schwäch!' heiter ^ 4. 2 . N. 735 91 4 27 0 SW. schwach^ heiter """ 9 „ Ab, 73« 78 4. l 6 »O, schwach___heiter___^__^ ?U^Mg^ 73« 34^>17 0^ windstill ' heiter ! .^, 5. 2 „ N. 734 04 4-27-0 SW. mäßig heiter """ 9 „ Ab. 733 74 >18 4 ! W. schwach heiter_____^ ?U.Mg. ?:N-«6> 415-2 SO. schwach bcwiilkl ^ 6. 2 . N. j 72i1-k» 419 4 O. schwach bewölkt """ 9 . Ab. ^ 726 59 ^-17 4 O. schwach bewölkt! Den 4. nachmittags gegen 3 Uhr fernes Gewitter "" schwarzes Grwülkc in Nordost, Den 5 herrlicher Tag, wm"'» Den 0, intensives Morgenroth, tagsüber und abends bcwo < windig, Das Tagcsmittel der Wärme in den drei "« . 4- 19 1". 20 5° und 4- 17 7°, beziehungsweise um l ü°, »' über und 0 6° unter dem Normale. ____^. llleraülwurtlicher Redacteur! Ottomar Vamberg^. Für die zahlreiche Betheiligung an dem Leicht' W M begängnisse deS am 4, d, M. zn Grabe getrastlnen » ^> Herrn W W l. l. llandcssserichtsrathes a, D,, > W sowie für die vielen schönen Kranzspenden und dic > ^ allseits bekundete Theilnahme sprechen den innigsten » ^ Dank ans W W die trauernden Hinterbliebenen. > M Lailiach, am 7, Juni I63l. D W In unsciglichcm Schmerze geben die wlferl>»<^ W ^ allcn Verwandten. Freunden und Äekannlen die el- » M schlitternde Nachricht, dass es dem Allmächtigen g<' > fallen hat, unser mir noch einziges Kind, unssl" M « innigftgelicbten. unvergesslichen Sohn, den berrn W > Vincenz Hansel, > W Aushilfs'Ingcnicur beim städtische» Vauamte, > W heute Nacht nach langen Ueiden im 28. Lebensjab" > M zu sich zu berufen, , > M Die theuere Hülle des unvcrgesslichen ^"^^ > « sseschirdcncn wird morgen Nachmittag um ^ ^ W M vom Traucrhausc «ahnhosgasse Nr. 14 auf vem « M Friedhosc zu St, Christoph zur ewigen Nuhe " > ^ slaltel werden z, W M Der uns Unvergcssliche wird dem Ocbete "" « « dem srommcn Andenken aller Freunde und VelanNir « M empfohlen, > M Dic heil. Seelenmessen werden in der Pl" » M lirchc zu St. Pclcr gelesen werden. W W Laib ach. am 6. Juni 1881. R M Aincenz und Antonia Hansel > Curse an der Wiener borse vom 4. Juni 1881. (Na« dem oWellc» Cursblatt«) Papierrmte........76 70 76 85 Eilb«rr«nt< . . 77 40 77 55 »oldrmt« ... 94 SO 9475 üos«. 1864........ 12375 12450 . 1360........ 13280 13340 . 1860 (zu 1«' Wlcu m H, ^. ..... ^27b ^3^5 Grundentlastungs-Obligalionen. Velb llla« >YSH»«ll , . . , 1t).'. 50 106 50 Nleberösterreich . '05 50 --. »alizlen....... 10075 10l Sltbenbüraen.......9750 9850 Ten»ts«r «ana»......97 bC 98 — Ungarn .....9» 9950 Nctien von Vanlen. Otll» wa« »nglo-öfterr. «anl . ... 1^850 14875 «reditanstalt ....... 35^ - 3^25 Deposltenbanf....... 2^9 50 230 — Treditanstalt. un^ar..... 357 75 353- Oefterreichisch. ungarische «anl 8^5 837 — Unionbanl........ 141-14125 Verlehr«banl....... 140 50 141 — »iener «ankverein..... l37 75 13^25 Actien von Tlansport«Unter« nehmungen. 4 25 Ungarische Westbahn .... 172 - 17250 Nlener Tramwal,.b^ Devisen. 572» «us deutsch« Pizye . . - ^g?5 ll^ London, lurze Vcht - 4g4tt " Pari»........' ' lbeldsorten. ^ Dueat« .... b ft. A ' z, . SO Napole°n«d'oi 9 . ^/'- Deutsche «e:ch«> ^ b7 - ^ . Noten ... 5< . ^" ^. . 3!lberau!d,r . . — . ^ ' Krainische Grunbentlastung«'0bllg" Ueld WH ^ N«l -