V' HO. Dinstag am VK. Jänner R853. Die „«aibachcr Zeitnnq" erscheint, mit Nn^nahmc dcr Som» mid Fnert.ige, täglich, mid s°s!tt sc,,,»,,t be» Vcilage,, im E°,,,vti,ir >, a „ , j ä l> r>^, !l ,l,, l, a !b ia l> r i <, 5 ,7, ^0 5r, „„! Krs>,zba,,b im Vompioir ganzjährig ^'' ^ ' l,nlb,ah>ig !> st, Fi,r d,> Z,>strll,,>,q ,„'>! Hans ssnd ha , b j >i h r i a, /!0 tr, „,el>r ;„ entricht,,,, W i t be i ^l> il vor t»-frsi gan,jährig, „nter Krenzband ,„>!> gckrntttrr <>l»rc,,c «5 si,, halbjährig 7 st, 30 kr, — I„ sera ti ° „ «ge b s, l, r s,ir li>,,' 3>'a!tfnzcile noer t>en Nanm derselbe» fnr ein-!,»iligc Einschalt,»,« 3 fr,. fnr zwe,n,ni,,,e 4 "„ inr d>e»,,.,l,gc 5, fr. <5, M, Inserats b,« !2 Zcilcn fostc» < ff, fnr 3 Mal, 5« fr, ,',,,' 2 Mal !„,» ^U lr. fnr < Ma, einjnschalte,,. 3„ diesen Gebühren ist »ach den, „prou,,or,schc„ >c,etze vom 0, Ni'v,,„ber 18Z0 s,,r 5'!!scrti°n«stä,>,pcl" „och !N sr, si,r eine j>o,s,n>i,!gs Einschalt,,,,,, hi„z„ z„ rechnen MnltiiMer Theil. <^e, k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom l7, Jänner d. I. befunden, es in Gnaden von der Ernennnug deS Finanz-directors in Trieft, Ministerialrathes Dr. Moriz Fluck V. Leidenkron, z»m lombardischen Finanz-präfecten, bei dessen eingetretenen mißlichen Gesnnd-heitSverhältnisse» abkommen zu lassen, und diese Stelle mit dem damit verbundenen Titel und Charakter eines Ministerialrathes dem ersten Präfecturrathe bei der lombardischen Finauzpräftctnr, Dr. Johann C a p-pellari della Colomba, allergnädigst zu verleihen geruht. Se, k. k. apostol, Majestät haben mit allerhöchster Entschließung uom 18. Jänner d. I., den Rath der galizischen Finanz-Landesdireciion, Ludwig B i e g e l° mayer, z,uu galizischen Staatöbuchhalter zu ernennen und ihm den Titel »nd Rang eines k. k. Regierungsrathes z» uerleihen geruht. Se, k, k. apostol, Majestät haben mit allerhöchster Entschließnua uom 31. December v. I,, die erledigte Marien Theresien-Ordens-KanzeUlstenstclle dcm Ofsici>il beim Ministerium des Aenßern und des kaiserl. Hauses, Friedrich Edlen v. Pilat, und dem Zahlmeister dieses Ministeriums, kaiserl. Rath Carl v. Ieckl, den Titel eines Zahlmeisters des militärischen Marien Theresien-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k, apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 12. Jänner d. I., den Director der Präger Mnsterhanptschule, Dr. Franz Czeschik, zum Ehrencanonicus an dem Collegiatcapitel zu Allerheiligen in Prag allergnädigst zn ernennen geruht. Heute wird ausgegeben und versendet: das Landes.Regierungsblatt für das Herzogthnm Krai». Zweiter Theil. U. Stück, V. Jahrgang 1863. Dasselbe enthält unter Nr^6. Erlaß der k. k, Finanz - Landesdirection für Steiermark. Kärnten und Krain vom 8. December l862. Verbot für alle Zollämter, mit Ausnahme jener des lombardisch, uenetianischen Königreichs, Waren, welche für dieses Königreich bestimmt sind, der Vingangsverzollnng zu unterziehen. Nr. 7. Umlanfö-Vn'oi'dniing der k. k. Finanz-Landes-direction für Steiermaik, Kärnten und Krain vom 9. December 18l>2, betreffend die Tarbehandlnng der uor dem 7. August 18«2 zu Beamten bei der k. k. Gensd'mmerie-General-Inspection beförderten Gensd armerie-Foiiriere. Nr. 8. Umlanfs-Verordnüng der k. k. Finanz-Landeö-direclion fur steiermark, Karinen u»d Krain vom ^l). December ^8^2, betreffend die Competenz zur Entscheidung über die Einbringlichkeit der Kosten des Strafverfahrens nach der Strafprozeßordnung vom 17. Jänner 18i!9. Nr. 9. Umlaufö-Verordining der k, k. steierisch-illyr, Finanz-Landeödirectio» vom 1^- December 18Ü2. Stämpelbehandliilig der unter dem Namen „nnge-glätteteKarte,-" erscheineüden cylindrirten und halb-geglätteten Karten. Nr. Itt. Umlanfs-Berordüung der k. k. steicrisch-illyr. Finanz-Lalidesdiiettion vom 24, December 18ö2, in Netreff der Gebnhrenbehaodlung der Abfnhrscheine (EmpfangobestätigUüge,!) über die zmn Behufe der Befreiung vo» der Militarstettung bei einer öffentlichen «Zasse erlegte Tare. Nr. 11. Kundmachung des k. k. Statthalters von Krai» vom 2, Jänner 1863, betreffend die Modalitäten, unter denen der Erlag der Militärbefreiungö-tare anch bei den Sammluugs- und Steuercassen zulässig ist. Laibach, am 2Ü. Jänner 1883. Vom k. k. Nedactionsbm'eau des Laudes-Negierungs-blattes für Kraiu. Der Finanzminister hat znm Vorsteher der k. k. Distiictscommission zur Ausführung des Grnndsteuer-Proviwlinms zu Kaschau, den Beisiyer der Preßburger Distrittscommission, Andreas v. Gömöry, ernannt. Das k- k. Handelsministerium hat die Stelle eineS Hafen- nnd Sce-SanitätScapitäns zu Neuedia, mit dem systemisirten Gehalte dem dermaligen Olafen- und See-Sanitätscapitän in Zara, Alois Sgardelli, verliehen. Die Hmidcls- »ud Gewerbefammer in Vrünn hat für daö Jahr 18Ü8 de„ Ernst I°hc»n, Ritter v. Herring znm Präsidenten nnd de» Mai Gom-perz zum Vicepräsidente» erwählt, welche Wahlen die Genehmigung des k. k. Handelsministeriums erhielten. Die Handels- uud Gewerbekanuner in Feldkirch hat de» Kanfmann Joseph Go hm zu ihrem Vice-präsideitten erwählt, welche Wahl von dem k. k- Handelsministerium genehmigt wurde. Beilassen zi, der im ämtlichen Theile der gestrigen „Laibacher Zeitung" enthaltenen Verordnung der Minister des Innern, der Instiz und der Finanzen v. l9. Iünner 1883, womit die allerhöchsten Entschließungen nber die Einrichtung und Amtswirksamkeit der Bezirksämter, Krcisbehördeu und Statthaltereicn, über die Einrichtung der Gerichtsstellen nnd das Schema der systemisirten Gehalte und Diätenclassen, so wie über die Ausführung der Organisirung für die Kronländer Oesterreich ob und unter der Enns, Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien und Lodomcrien mit Krakan, Bukowina, Salzburg, Tirol mit Vorarlberg, Steiermaik, Kärnten, Krain, Görz, Gradisca nnd Istl'ien mit Trieft, Dalmatien, Croatien und Slavonien, Siebenbürgen, die serbische Woiwodschaft mit dem Vaxate, kundgemacht wird. Allerhöchste Vestimmungc« über die Einrichtung und Amtswirksam- kcit der Statthaltereien. (Festgesetzt mit allerhöchster Entschließung uom ^- Septeml>er^852.) Grster Abschnitt. Einrichtung der Statthalters. §. 1. Die Statthalterei ift die oberste Verwaltungsbehörde des ihr zugewiesenen Kronlandes: 1. für die Geschäfte der politische" und Polizei« verwaltnng überhaupt; 2. für die Angelegenheiten des Cultus uud Un« tenichtes; 3. fnr Handels- und Gewerbesachen; 4. für Angelegenheiten der Laudescultur; ü. für diejenigen Bansachen, die nicht unmittelbar einen Gegenstand des Geschäftskreises der Finanz-Landesbehörde berüftren, oder die nicht ausdrücklich einer andern Behörde im Lande, unabhängig von der Statthalterei, zugewiesen.sind. Z. 2. Die Stattbalterei besteht aus dem Statthalter, dem Vicepräsidenten oder einem andern Stellvertreter des Landeschefs, ans Statthaltereiräthen, Secretären »nd Concipisten und de» Ma»ipulaiionS-ämtern. Nebst dem systemisitte» Personalstande der Stalt-halterei wird für das gcsammte Verwaltnngsgebict derselben eine bestimmte Anzahl Conceptspractikauten zur Ausbildung eines entsprechenden Nachwuchses und zur Hilf.lcistuug sowohl bei der Statthalterei als den ihr untergeordneten Behörden und Bezirksämtern znm Theile mit. zum Theile ohne Adjutum bestimmt. §, 3, In kleineren Kronländern, welche nicht in Kreise getheilt sind, wird ein Statthaltereirath als Stellvertreter, und die erforderliche Zahl Referenten als Landesräthe bestellt. §, 4. Die Zahl, der Dienstrang und die Bezüge des Statthalterei-Personals werden bei Durchführung der Organisirnng der politischen LaudeSbehdrden fest-, gesellt werde». H. ll. Die Vorrncknna i» den höheren Gehalt der bei der Statthalterei angestellten Beamten derselben Kategorie ist eine graduelle. Z. 6. Der Statthalterei sind die politischen Kreis-behdrden und alle Behörden, Aemter, anderen Organe nnd öffentlichen Anstalten untergeordnet, welche in dem Verwaltungsgebiete dieser Landesbehörde für die ihr zngewiesenen, in dem Z. 1 bemerkten Gegenstände bestehen. Sie hat allen diesen Behörden, Aemtern und Organen innerhalb des zugewiesenen Wirkungskreises oder in Vollziehung höherer Befehle, Belehrungen nnd Aufträge zu ertheilen, und von ihnen Berichte nnd Anzeigen zn empfangen. Z. 7. Die Etatthalterei ist dem Ministerium des Innern in Absicht auf die Gegenstände der politischen Verwaltung und der Pei-sonalangelegenhetten untergeordnet; sie nnlersteht aber anch, in so fern die zn Folge des Z. 1 in dem Geschäftskreise der Statthalterei begriffenen Angelegenheiten anderen Ministerien oder Ce»tralstellen zur Leitung zugewiesen sind, denselben. §. 8. Der Statthalter legt den vorgeschriebenen Diensteid in die allerhöchsten Hände Sr. k. k. apostolischen Majestät ab. Alle anderen Beamten der Statthatte«, und die Vorsteher der Kreisbehörden werden von dem Statthalter in C'desvflicht genommen. H 9 Der Statthalterei wird nach Maß des Erfordernisses znr Bestreitung der Kosten für die;ur Panschalbehandluna geeigneten Kanzlei - Erfordernisse, für die Beheizung und Beleuchtung ein angemessenes Pauschale angewiesen, und für die laufenden Ver-waltnnac-anolagen ein entsprechender Verlag gegen ordnungsmäßige Verrechnung zur Verfügung gestellt. §. 10. Dem Statthalter gebühren bei allen Dienst- und Hofreisen die normalmäßigen, gehörig zn verrechnenden Genüsse. Diese Aufrechnung findet auch überhaupt bei Dieustreisen Statt, welche von andern Glieder» des Personales der Statthalterei vorgenommen werden. 7« Zweiter Abschnitt Wirkungskreis der Statthaltern. .4. Wirkung kreis des Statthalters. Z. 11. Dec Statthalter ist Chef und Prässdeut der Stattbalterei, und übt überdieß diejenige Amts-Wirksamkeit aus, die ihm persönlich als Statthalter anvertraut ist. §. 12. Er besorgt die Geschäfte, welche ihm un-mittelbar vou Sr. k. k. apostolischen Majestät oder vo» den einschlägige» Ministerien zur persönlichen Behandlung zugewiesen werden. Z. 13. Der Statthalter führt die oberste Lei' tung der Polizei im Kronlande. Er hat seine Aufmerksamkeit unausgesetzt anf Alles zu richten, was sich auf die Erhalnmg der Ruhe, Ordnung und Sicherheit im Laude bezieht. Er hat rechtzeitig die geeignetsten Maßregeln zu ergreifen, um jede Störung derselben zu verhindern, oder, falls solche dennoch er-folgt, sie wirksam zu unterdrücke», zu welchem Ende derselbe die Mitwirkung der dazu berufenen Behörden nnd nöthigen Falls die Unterstützung der bewaffnete» Macht in Anspruch zu »ehmeu hat. Änch wird der Statthalter über alle wichtigeren Wahrnehmungen und Vorfälle im Lande den einschlägigen höher» Behörden die ungesäumte Anzeige zu ei statten, und selbe überhaupt in steter Uebersicht der Zustände des Landes zn erhalten haben. H. 14. Insbesondere wird dem Statthalter die Ueberwachung der Presse, der mit derselben zusammenhängenden Ha»dels-U»ternehm»nge» und anderen Gewerbe, der Vereine, Theater, Schauspiele »nd des Paß- und Fremdeuwesens übertragen. Der Statthalter ertheilt, unter genauer Beobachtung der bestehenden Vorschriften, die Bewilligung znr Errichtung von Bnchdruckereien, Bnch-, Knust- und Mnsikalien-Handlnnge», ferner die Befngniß zu Schauspielen oder anderen öffentlichen Prodnctionen. Z»r Eriich-tnug eines stehenden Theaters muß die höchste Be« wiUigung eingeholt weroen. Z, 13. Dem Statthalter licgt die Geschäfcsver-tdeilnüg bei der Stanhalterei und die Personal-zuwcisnug au die einzelne» Geschäftsabtheilunge» ob, i» so weit nicht für bestimmte Geschäfisabchellmige» besondere Aiiordnunge» bestehe». §. 16. Der Statthalter ernennt alle polnische» und Fondsbeamte» des Kronlandes, in so ferne deren Ei'ncimnüg »icht dem Geschäftskreise einer anderen Behörde zugewiesen ist, vou der IX. Diäteiiclasse abwärts, mit Ansuahme der Commissare der Kreisbehörde» und der bei de» Bezirksämtern angestellte» Beamten, da für die Ernennung der leyreren eine besondere Vorsehung getroffen ist. Er erstattet die Vorschläge für jene Stelle» , deren Besetzung den Ministerien oder Seiner k. k. apostolischen Maiestät vorbehalten ist. Znm Behufe der TieustbeselMigen und Vorschlage für dieselbe» benennt der Statthalter einen Referenten, welcher die Ternavorschlage in der Ratssitzung, bei den Statthaltereien hingegen, bei welche» für die Dienstbeseßnngen eine ständige Commission bestellt werde» soll, bei dieser Commission vorzntrage» hat. Die Stimmen der Nathsmitgüeder sind berathend, und binde» den Statthalter nicht, Befinden sich bei einer Statthalterei mehr als sechs Näthe, so bildet der Statthalter zum Behufe der Dienstbesetzunge» »»ter. seinem Vorsitze eine ständige Commission, und zieht derselben seinen Stellvertreter, da»» einige Mitglieder deö Rachsgremiumö, deu«n er eine genauere Kenntniß des Beamtenperjo-nales und de» ernste» Wille», die Wahl anf die würdigsten Candidate» zu lenke», zutraut, bei. H. 17. Der Statthalter bewilligt Tiensttausche unter Beamten, dere» Eruenming ihm oder einer ihm untergeordneten Behörde zusteht, und »immt deren unbedingte Dieustresiguatio» an. ?. 18. Demselben steht die Aufnahme der Con-cepthp>aci,kanten innerhalb der für jedes Kronlaud bestimmten Anzahl zu, u»d betheilt dieselbe» mit Ad-juteu. Der Statthalter beneunt die Statthaltereidiener »ach MaßM,e der bestehenden Vorschriften und mit Berücksichtigung der dazu berufenen Militärs. §. 15. Der Statthalter bestimmt die Standorte der vo» ihm be»a»»ten Beamten, der Ccmmissäre, der Kreiöbehörde» uud Diener, und verseht dieselbe» »ach Maßgabe deS Dicnstn'fordernisses. Er «eiset die Couceptspractikanteu deu einzelne» Behörde» und» Aemter» »ach Maß des Diensterfordernisses zur l Dienstleistung zu. Die zweckmäßige Verwendung der Conceptspractikaitten u»d derc» möglichst vollständige praciische Ausbildung bat einen Gegenstand seiner besonderen Aufmerksamkeit auszumachen. Z. 20. Der Statthalter bewilligt Urlaube für Nälhe bei der Statthalterei uud Kreisvorsteher auf längstens drei Mouaie, und für alle übrige» Beam» ceu, so wie die Dieuer, auf längstens sechs Monate. Z. 21. Dem Statthalter liegt die Pflicht ob, die Geschäftsführung der uutergcordueteu Beamten zu leiceu, und bezüglich der genauen Pflichterfüllung sorgsam zu überwachen; es steht ihm gege» dieselbe» u»d die Dienerschaft die Disciplinargewalt nach de» bestehende» Vorschriften z»; die Suspension eines vo» Sr. k. k, apostolische» Majestät oder eiuem Minister ernannte» Beamten vom Amte hat er jedoch sogleich anzuzeigen. ^. 22. Handelt es sich um die Entlassung oder Degradirung eines Beamten, so ,st der Gegenstand in der Ralhssitziing, oder wo ei»e Commission für Besetzungösachen besteht, bei dieser zu beraihen, und so weit eS sich um die Dienstemlassuug eines von der Statthalterei oder einer uinergeordneteu Behörde ernanuten Beamten handelt, dnrch Natbsbeschluß zu entscheide». In Absicht auf die Beiziehnng vou Iu-stizrätheu znr Berathung über Dienstentlassungen und anf den weitere» Vorgang bei Verschiedenheit der Meinniig dieser Näthe ist sich nach den bestehenden Vorschriften zu benehme», Z, 23. Dem Statthalter steht z» : «) die Ertheiluug oo» Belohnungen uud Aushilfe» bis zu»: Betrage vo» Huudert Golde» au Beamte und vou fünfzig Gulden an Diener innerhalb des geuebmigten Voranschlages. Bei Ueber-schreitnngen dieses Maßes innerhalb einer Jahresfrist ist die Bewilligung des vorgesetzten Mini-sterimns, für dessen Rechnung die Belohnung oder Aushilfe erfolgt werden soll, einzuholen; k) die Bewilligung vou Gehalts- und Lohnvorschüsse», vo» Reise- und Uebersiedelnngs-Entschädigungen »ach Maßgabe der besonderen Volschriften. Gehaltsvorschüsse kan» der Statthalter jedoch nur von Besoldungen, welche jahrlich Tausend Gulden uicht übersteigen, bewilligen. Z. 24, I» Bezug anf die Stelluug des Statthalters zu deu ständische» Collegie», wo uud in so weit solche bestehen uud die Gebaruug mit de» Landesfonden hat es bei der dermalige» Einrichtung bis zur Erlassuug weiterer Bestimmungen zu verbleiben. Z. 23. Der Statthalter richtet seine besondere Aufmerksamkeit auf die zweckmäßige Leitung und Besorgung des Vandienstes, insbesondere auf die sorgfaltige Prüfung der Ban-Entwürfe >» Absicht anf die Nothwendigkeit der Bauführung, die möglichst vollständige Erreichung deö Zweckes derselbe» »nd die Beschränkung des Aufwandes auf das unumgänglich Erforderliche, Er nimmt auf die Ernennung der Bau-beamten »nd die Ausübnng der Disciplinargewalt über dieselbe» de» Ei»stuß, deu besondere Anordnungen »äher bestimme». H, 26. Der Statthalter übt in Ansehung der im Kronlande befindliche» Controllbehörden den dem Landes-chef übertrageneu Wirkungskreis i» Tisciplinarsachen. (Fortsetzung folgt.) Nm 21. Jänner 1833 wird i» der k. k. Hof- und Staatsdructerei in Wieu das II. Stück des Neichsgesetz-blattes ausgegebeu uud versendet werde». Dasselbe enthalt uuter Nr. 3. Deu Vertrag vom 2«. April 1832, über de» Anschluß der österreichische» an die schweizer'schen Telegraphenliuieu. Nr. 6. Die Verord»uug,des Ministeriums für Laudes-cnlNir und Bergwesen vom 3. Iäuuer 1833, womit die bediugte A»»ahme vo» Muthunge» untersagt wird. Nr. 7. De» Erlaß deö Justizministeriums vom 12. Jänner 1833, i» Betreff der Gerichtszuständigkeit i» Fälle» vo» Crida-Uutersuchungen. Nr. 8. Die Verorduuug des Justizministeriums vom 12. Jänner 1833, wodurch im Einvernehme» >nit deu Ministerien deö Inner» u»t der Fiuauzen er- klärt wird, i» wie weit das mit dem kaiserl. Patt»te vom 11. April 1831, Nr. 84 des NeichSgesetz-blattes vorgezeichuete Verfahre», riicksichtlich der Zuweisung der Capitalö-Entschädignng für die, in Folge der Gruudentlastuug aufgehobene» oder abzu« ldse»de» Bezüge auch auf Lehe» a»we»dbar sei. Am 22. Jänner 1833 wird ebenda das III. Stück des Neichsgcsetzblattes ausgegeben und versendet werde». Dasselbe enthalt uuter Nr. 9. Die Verordnung des Ministers des Inner», der Justiz und der Finanzen vom 19. Jänner 1833, womit die a. h. Entschließungen über die Einrichtung und Amtswirksamkeit der Statthalterei, der Comi-tatsbehörde» u»d Stuhlrichterämter, da»» über die Eimichtung der Gerichtsbehördeu »nd das Schema der systemisirte» Gehalte und Diäten-Classe» für das Königreich Ungarn, so wie über die Dnrch-führung dieser Organisirung kundgemacht werde». Wie», am 21. Jänner 1833. M Vom k. k. Nedactiousbnreau des Neichsgesetzblattes.' ' Nichtamtlicher Theil. Oesterreich. Trieft, 22. Jänner. Se. kaiserliche Hoheit d.r Herr Erzherzog Rainer hat de» Bewohnern von Ao° he», die das Hinscheiden eines Mannes, in dem sie ihren größte» Bürger und edelsten Bewohner verehr» ten, mit tiefster Trauer erfüllte, einen ehrenvolle» Beweis seiner Zn»eig»»g und deu schönsten Loh» ihrer Anhänglichkeit hiuterkiss"', '»dem er in seinem Testamente den Wunsch aussprach, aiich nach de»! Tode i» ibrer Mitte zu bleiben. „Sollre ich in Botzen sterbe»," schreibt der fromme Fürst, „so lst mei» Leichnam in der dortigen Pfarrkirche zu begrabe». Ei» einfacher Stein bezeichne de» Ort meiner Nnhe, anf welchen nachstehende Inschrift z» setze» ist: Mei» Glaube. Mei» Glaube darf nicht wanke», O tröstlicher Gedanken, - Ich werde dnrch mei» Auferstehe» ,MD Gleich ihm aus meinem Grabe gehen. Die Nacht, die mich bier decket, Bis mich dcr Engel wecket, Ist k»rz, da»u rnft mei» Heiland mich Dorthin, wo Niemand stirbt, z» sich. Wanderer, der D» an mei»cm Grabe stehst, beic für mich armen Sünder, auf daß mei» Glaube verwirk' licht werde." Ihre kaif. Hol), die Fra» Erzherzogin Elisabeth, welche de» hohe» Verstorbene» während der ganze» Krankheit kaum ei» Paar Stnnden verließ, hat, dem Vernehmen nach, bereits erklärt, daß sie auch fer-uer i» Bolze» ihre» Aufenthalt zu nehme» beschlösse» habe. Wie ma» aus dem lombardisch-veiietiauischen Königreiche schreibt, schreiten die Arbeite», um de» Po di Levante schiffbar z» mache», rasch vor, »ud gewähre» jetzt scho» der Schifffahrt wese»tliche Er-leichternuge». Eine Commission des Lloyd hat kürzlich wieder den Po bereist, um die nöthigen Voreinleituugen für die Dampfschifffahrt, die im Lanfe des Sonnners eröffnet werden wird, zu treffen. Welche Resultate ma» sich von dieser neuen Uu-ternehmnug des Lloyd verspricht, dafür liefert de» triftigsten Beweis die rege Frage nach Actie» a» unserer Böise für Mailänder und Venetian« Rechnung. Wer die Vorsicht kennt, mit welcher die Italiener sich bei industriellen Geschäften betheiligen, wird den Werth dieser Nachfrage zn schätze» wisse»-Ne»e Lloydactie» wurde» gester» mit 623 bezahlt. (Tr. Ztg.) Wie», 22. Jänner. Die a»S deu verschiede« ne» Kronlaudshanptstädte» eingetroffeneu Nachrichte» melde», daß die Kunde über das Ablebe» Sr, k, k. Hoheit des Hr». Erzherzog Rainer allenthalben d«n traurigsten Eindruck hervorgebracht habe. Bereits vor« bereitete Ballfeste wurde» »icht »ur in allen höheren Gesellschafte», sooder» auch in vielen Bürgerhäuser" sogleich abgesagt, als über die Todeobotschaft kci>' 77 Zweifel mehr obwaltete. Besonders tief empfindet Tirol !,en Unfall; denn der hohe Verstorbene war diesem Lande seit Jahren ein besonderer Wohlthäter gewesen, — Der hochw. Herr Fürsterzbischof von Agram ist hier eingetroffen, um Sr. k. k. apostol. Majestät seine» Dank iu Beziehimg anf die Erhebung des Agramer BisthumS zur croatisch-slavonischen Metropolie - zu Füßen zn lege,,. Die bezügliche Bulle wird vollständig in der „Wiener Zeitung" mitgetheilt werden. Wir vernehmen, daß Se, Erc. der päpstliche Nnntius z« Ostern persönlich die Inthronisation des Kirchen-fürsteu vornehmen will. — In Folge allerhöchster Genehmigung Sr. k. k, apostol. Majestät wnrde im Amtsgebäude der k. k. Obersten Polizeibehörde ;» Wie» ein zum ausschließenden Gebrauche der genannten Behörde bestimmtes Telegraphenamt errichtet, welches seine Amtswirksamkeit gestern begonnen hat. — Die Kreisbehörden, Comitatsbehörde» und Delegationen sind aufgefordert worden, Anträge im Wege der Statthallerei an das Handelsmiuisterinm zu richten, wenn in Folge des neuen Hansirpatentes für einzelne Orte ganz besondere Gründe bestehen, welche die Gestattung des Hansirhandels daselbst als uuznlässig erscheinen lassen. In Städten und andere» Ortschaften, in denen der Haussrhandel bis jetzt nicht gestatt« war, wird derselbe auch fortan nicht zugestanden. — Der montenegrinische Vicepräsideut Georg Petrovich, wird sich einige Tage hier aufhalten, und vor Ablanf der nächsten Woche nicht abreisen. — Das Aufsehen, welches das gegen G- G, Gervinus „Einleitung iu die Geschichte des 19, Jahrhunderts" eiugeleitete polizeiliche und staatsanwaltliche Verfahren hervorruft, ist kein geringes. Der zur Zeit abwesende Professor Gcrvinns wurde in der „Carlö-ruher Z," vom lU, d, znr Vernehmlassung anf die ihm znr Last gelegten Stellen seines Werkes auf Freitag den 28, d. öffentlich vorgeladen. Die subjective und objective Bedeutsamfett des Falles erregt je>)t schon allgemeine Sensation, nnd die Verhandlung desselben wird voraussichtlich den interessanteste!, Preßprozesseu beizuzählen sei». . ,. ! Wien, 22. Jänner. Die „Oesterr. Corresp." bringt über die Vorgänge in Montenegro folgendes Privatschreiben aus Cattaro vom 16. d. M. Von dem türkischen Vlokadegeschwader sind am ^. d. M, vier große Kriegsdampfer a» der albane-s'schen Küste in der Richtung gege» die Bai von Nutivan gesehen worden. Tags vorher warf eine englische Dampffregatte Anker am Ausflüsse der Bo-jana u»d nachdem der Commandant derselben eine mehrstündige Rücksprache mit dem Pascha uou Sku-tan gepflogen hatte, seßte sie ihre Reise nach Corfu fort. Montenegro wird nach oerläßlichen Nachrichten dmch cine ans ungefähr 3N,0UN Mann bestehende türkische Macht umringt und an mehreren Puncten concentrisch angegriffen werden. Die im Norde,, zunächst gelegenen herzegowinischeu Gemeinden Vanjani, P'va, Zopa, Drobjnak n., welche sich gegen die Pforte aufgelehnt hatte,-, haben sich neuerlich unterworfen. Die Gemeinde von Grahovo allein steht mit ihrem Wojwodeu Iakof noch zn Montenegro; da jedoch die Montenegriner derselbe» keine Unterstüßung angedei-he» zu lassen in der Lage sind, so äußert sich in Grahovo bereits eine gewisse Eumnnhignng. Anch anf die montenegrinische,, Nahien von Pi-peri, Marassa, Knloki und einen Theil von Bielopo-levich ist von Seite Montenegro's nicht mit voller Sicherheit zu zähle», da es türkischen Sendliuge» bereits gclunge» ist, ciue ziemliche Neigung zum Anschlüsse a» die türkische Sache unter ihnen z» bewirke». In Montenegro selbst herrscht große Spannung; auch Befürchtungen werden laut, da es eine harte Probe ist, welcher dau arme Land entgegengeführt wird. Leider stehen zahlreiche polnische und ungarische Offiziere in den Rechen der Türken, kriegserfahren genug, iim die Truppe» der Pforte mit Geschick zn leiten, aber auch rücksichtslos genug, um sich zu einem Kampfe gege» Christe» herzugeben. Ferik Pascha soll die verwegene Aeußerung geihan habe»: „Grahovo aehöre ebe» so wenia den Montenegriner!,, wie Krivacic de» Oesterreicheru," Wie dem auch sei, darüber kann hier und überall uur eine Meinung Herr» schen, daß nämlich Oesterreich mit dem Aufgebote all' seiner Macht die Uuantastbarkcit und Heiligkeit seiner Gränzen zu schüpe» wisse» wird. Uebcrhauvt muß man vorauSseßeu, daß die ernsten uud blutigen Vorgänge, welche sich in jene» Gegenden vorbereiten , keineswegs mit Gleichgiltigkeit von Oesterreich angesehen werden könne». Abgesehen davon, daß es sich um die Bewäliignng eines christliche» Volkö-stammeö handelt, genoß Montenegro eine factische Unabhängigkeit seit Jahrzehnten, die zwar nicht diplo-. malisch anerkannt, aber thatsächlich selbst von der Pforte scho» seit längerer Zeit nicht bestritten wo,den war. Die Grcmzverhältuisse, der Montenegriner zn Oesterreich hatten sich jetzt großtentheils befriedigend gestaltet; österreichisches Gebiet ward von den Czer-uagorzen geachtet u»o nicht belästigt, während dieß bekanntlich vor U Jahren „och a» der bosnischen Gränze von Seile der dortige» Türken so wenig der Fall war, daß unter der Anführung des jeuige» Ba-, »nö von Eroatien eine Razzia auf bosnischem Boden unternommen werden mußte. Endlich — uud dieß ist wohl das Bedauerlichste von Allem — uimmt die gegenwärtige Bewegung in Boomen und ter Herzegowina de» Charakter eines GlaubenekampfeS au. Daö Schreckeuswort der Chrlstenverfolguug ist einmal erschollen; der Haß gegen die Rajah's wird anf alle erdenkliche Weise geschürt. I» der Nacht vom t>. auf den 6. Iänuer, am Weihnachtsabende der Griechen, wurden von den Türken zu Mostar mehrere Kaufmannsläteu in Brand gesteckt. Die Christen eilten herbei, um zu löschen; das türkische Militär trat hindernd dazwischen, u»d türkische Baude» plünderten die Lade» vollends aus. Dergleichen Vorfälle sind bezeichnend genug. Wird diese fauaiische Richtnng vo» den türkische» Machthabern fernerhin eingehalten, so mag uur auf ihr Haupt die Verantwortung für alle daraus eutsprin-gendc» unheilvollen Verwickelungen fallen. Vutzen, 17. Jänner. Dem „Voten für Tirol nnd Vorarlberg" entnehmen wir de» folgende» Bericht: „Die Krankheit Sr, kaiserlichen Hoheit des durchlauchtigste» Erzherzogs Rainer erfnllre die ga„;e Sladt mit banger Besorgniß. Es war Jedem ei» Familienschmerz, den», wem war er während seines fünfjährigen Aufenthaltes dahier nicht Wohlthäter oder gnädiger Freund, wer liebte nicht iu ihm — mehr noch als de» Fürste» — das edelste Herz? Der durchlauchtigste Herr befand sich »och am Abend des 12. anf dem hiesigen Casinoballe, wie er keine Gele. geuheit vorüber geheu ließ, um sich den Bürger» der Sladt freuudlich zu erweiseu. Er war ausnehmend heiter und wohl, und verweilte daselbst 3 Stunden im Gespräche mit diesem und jenem, und herzlich lachend über eiue ihm mitgetheilte comische Stadtgeschichte. Mag er sich vielleicht dort leicht verkühlt, oder bereils den Keim der Krankheit in sich getragen haben, am andern Mittage fühlte er sich uach einem Spaziergange uuwohl uud war genöthigt, das Bett zn hüien. Bereits am 14. zeigte sich Fieber und Entzündung, welche die Anwendung vo» Blutegel» erheischte, nnd als sich dieselbe in der Nacht vom 14, anf den In, steigerte, »ach fruchtloser Wiederholung, über vorausgegangene» ärztliche» Cousnlt, die An-wendnng eines Aderlasses nothwendig machte. Mit der frömmsten Ergebenheit in den Willen Gottes empfing der erlauchte Kranke vorgestern Abends die Trö-stunge» der heiligen Religion nnd bange erwarteten alle Bewohner der Stadt das Ende der Nacht. Der gestrige Morgen gab eine Hoffnung anf Besserung, ">'d der erlauchte Kranke Ueß sich Vormittags eine heilige Messe lesen, der er mit tiefer Frommigk.it anwohnte. Gegen Mittag trat ei»e erhöhte Aufregung ein, w.lche zeitweises Irrende» mit si« brachte-Sein Geist, wen» er davon sich ft" l'>f">'d, war jedoch vollkomme» heiter, dein, ft>» '"»es Gemuch scheute das Äuge deö ewigen Richters nicht. Gege» Abend verschlimmerte sich sein Zust""d >>"d eS wmde ihm die he,l. Oelung gereicht. Bald war jede Hofs-»uug auf menschliche Rettung dahin- ^b« "'!«>-Hoheit die durchlauchtigste F.au ^^"' km betend am Bette, die Herren des Haufts^b^ Herreu uud Bürger der Stadt umstanden in ehrerbietiger Entfernung das Lager, oder befanden sich im Vorzimmer, dessen Thüre» geöffnet waren- Nach einem dreiviertelstündigen Kampfe hatte er einige Minnten vor 10 Uhr NachtS ansgernugen, — es war der Tod eines Gerechten. Pesth, 19. Jänner. Nach der „Ncligio" habe» Se. k. k, apostolische Majestät mittelst allerhöchster Entschließung vom 13. December v- I-. dem Fürstprimas vou Uugar» und Erzbischof vo» Gran die Errichtung cines Iesniten-Noviciates zu Tyrnai, aller-gnädigst zu gestatte» geruht. Deutscht,, „ d. Berlin, 20. Iä»ner. In der heutige,, Sitzung der zweiten Kammer übergab der Handelsminister vo» Neuem de» i» der vorigen Sißuug vorgelegte», aber unerledigt gebliebenen Entwurf wegen Besteuerung der Eisenbahnen. D »i n e m a r k. Copenhagen, 17.Jänner. Fünfzig Oppositionsmitglieder des kürzlich e»tlasse»e» Folkethiügs habe» heute eiue Ansprache au ihre Wähler veröffentlicht, in welcher der Versuch gemacht wird, dieHaltuug deö Thinges be der leyteu Abstimmung zu rechtfertigen und das Vor« gehen des Cabinets bei Auflösung der Kammer als uumotivirt darzustellen. — Unter den Unterzeichner» dieser Acte finden sich vo» bekannte» Persönlichkeiten: Bischof Mrurad, die Etatsräthe Spaiidet und Lar-se», Graf Knnth, General-Auditeur Hall, Orla Lebmann , der Kammerherr Rosenöru, die Professoren Clause», Wilkeus uud Kaiser :c. :c. F r a n k r e i ch. Paris, 18. Jänner, Ueber das gegen den Kaiser gerichtete Attentat werde» nach uud nach Details bekannt, welche mit den bisherigen Mittheilungen übereinstimme». Es scheint gewiß, daß drei Individuen, dem Vernehmen »ach Emissäre der socialistischen Londoner Comites, seit langer Zeit dem Kaiser auf sein?» Promenaden zn Pferde nachfolge», um ih» in einem günstigen Augenblick zn ermorde»; eben so gewiß scheint es aber auch, daß die Polizei sie längst schon im Auge hatte. Es heißt, daß der Leiter des Ci'mplots ei» begnadigter Transportirter und seine beiden Gefährten Italiener seien. Paris, 19. Iänuer. Die „Patrie" meldet wörtlich, wie folgt: „Mai, kündigt a», daß ein glückliches Ereigmß, bestimmt die Negierung Sr. Majestät zu consolidiren uud die Zukunft seiner Dynastie zu begründen, seiner Verwirklichung nahe ist. Der Kaiser vermalt sich mit dem Fräulein En-genia v. Montijo, Herzogin vo» Theba- Diese Hei-rath wird de» großen Staatskörper» am nächste» Samstage officiell angekündigt werde», ihre Feier soll am nächstfolgenden Samstage den 29. d. M. Statt finden, Fräulein v, Montijo gehört einer der ersten Familien von Spanien au und ist die Schwester der Herzogin vo» Nlba. Sie ist eben so ansgezeichnet durch die Ueberlegenheil ihres Geistes, wie die Reize einer vollendete» Schönheit. Fränlein Montijo ist die Tochter des verstorbenen Grafen Montijo, Herzogs vo» Pennarauda, der als Art,llerie-Oberst im Feldznge von 18" auch '" der französischen Armee gedient hat. Sie ,st." Gra-aoa ge oren; ,h,e Mutter ist ebenfalls e.ne An a-si"i staunn jedoch aus der schotten ,.am.l,e dem Sturze der Slnarls emigrirte. Or.'ßlnit.„,!li"l und Irland- Luodo«, 18. Jänner. Die neuesten Zeitungen cms Australien si»d voll der günstigste» Handelsberichte. Der Ertrag der alte» Goldgruben ist fortwährend über-ans ergiebig, uud siud iu der letzten Zeit wieder füuf ueue Goldlager entdeckt worden. Wieder ist das Gerücht verbreitet, daß die eug-lische Bank in den nächsten Tage» den Discoutoscch auf 3 Percent erhöhe» werde. ________^ -.-----.-------------------------——---------------T'Ti-------------------------------"--------"I7li^7f,erausaeber uud Redacteure: I. v. «leinmayr uud O- «»»»""U' Druck und Verlaa vo» 2. V. Klemmnyr und F. Vamber.« in Laibach. Veramwoul'che Mauog^ ^, Telegraphischer Eours « Vericht der Staatspapiere vom 24. Jänner I853, Blalltsi'chMdverschreil'migen z,i g p>> VM,) 9lZ/l6 detto „ ^ 1/2 . » 8^ 3/4 dett° „ <^ „ „ ?6 7/lS Dar!el,en mit V»,°s,mg «, I, 1834, ss,r 500 «, 224 flir U),! fi, dctw dcttl, ^83«, „ 250 „ 139 füriNUft. Q,,t«r» L. . . ,........ 105 l/2 5"/» !8Z2.............94 3/16 L m»l'.nd, Anlchen.......... 100 5/s Ä»,il-Äetitii, vr. Sti,ck l360 ft. »> <,i. M. Aeticu d>r Kaiser Ferdinciüds-Viordbah» zu !W0 fl, <5, M....... «395 «.,»(«, M. Netien der österr, Dunax-Dliiiwsschifffahr! zu SUN ff. C, M...... 746 j>, in E, M, Wlchsrl - Lours vom 24 Jänner I853 Amsterdam, für 100 Thaler, Current, Rthl- 1Z1 !/2 2 Mmiat. ll!u.»l'nr^, ,»l !U>» >«^l,i>,i «>,lll,, V",,I0. 110 Vs. Us», ss«!,f,iiN>i.M., (f,ll!2!> ,l, ,,WI>, Vcr) cu,s°Ä!üyr, ,„, 2^ ,/2 ,!, F„„, W,l,o,» 109 !/l Vf. 2 M^mtt. Oemm, si»' 300 nc»e Pi, „wilt, Virc, Giilb, ! 26 3/^ As. 2 Muuat, Hi>i»!',Nl,, >nr 1UU Tya,sl V»,,^, Rtyi, 1U2 1/4 Bf. iwil,',,,,,. Londl,'», fiir < Pfmw Steeli,>g, Oiiioe» l!t. Mailand, fiir 300 Ocllcneich, V»e, Hlild, !09 1/2 Bf. ü Mim,t, Vlarsnl!., flic 30!» swi!^,!, , ^n!i>, ^2^3/^Bf, 2 wl^u^. '1!>,,,6, ,,,r 3(!»/fri,,!^» , , <5»,u>,, >29 1/4 Bf. 2!i!^»>i Vnkarest ftr 1 Gulden . , , para 247 3l T, Sicht, Eonstantiiiopel, fiir 1 Gulde» . para 434 3l T, Sichl. Fremden-I^n^leige der hier Äugekuunüene» nnd Abg^relsle» Den 22, Jänner l853, Hr. Graf Smero, k, ruff, Kaiiiine, junker, — und Fr, Caroline Wallfisch, Priuate, beide von Wie« nach Ron,. _^, Hi, Kopazh, Realnätenbestßer, no» Rann. — Hr. Rothschild, Optiker, von Mai burg, — Hr. Pichler, Handelsmann, von Kan,scha. — Hr, Pollat, Handelsmann, von G,ak, — Hr. Scherz, Handelsmami,__u, Hr. Ehrmami, Buchhalicr, b,ide vo» (!il<>, ^, Hr. Prister, Handelsmann, von Cilli nach Oradisca. — Hr, Pajannic, — „nd Hr. Dellic, beide Handelsleute, uo» A^>a>n »ach Tri,st, — Hr. VancUo, Handelsniann, von Wu'» nach Udine. — Hr. Slobel, Handelsniaini, von Cilli »ach Gö>z, — Hr. Sartori, — und Hr. Kloger, beide Handels-leule . — u Hr. Leevmll, Fabriks-Director, alle 3 von Wien nach Trieft. — Hr. Po'schl, Handelsmann, vo» Wie» nach Modena, — Hr. Ruprecht, Zucker-fabriks-Director, von Oedenburg nach Triest. — Hi. Hauser, Bürgermeister, vo» Giah nach Vill>ich, — Hr, Romagnolo, Dr. der Nichte; — Hr, Ra>npo!di, Privatier; — Hr. Ignaz Gaspariüi, — und Hr. Vincenz Cuppellen, beide Haodelsleure, — uno Hr. Reitzes, Handlungs-Commiffiüüär, aUe 5 von Tiiest nach Wien.__Hr. Hermann Frantl, Handelsniann, von Tiiest nach Agram, Den 23, Hr, v. Rnff, k. k, Obcrstlieutenaiu, von Wien nach Constant,nopel, — Hr. Waitz, Dr. der Rechte, von Wien nach Mculand, — Hr. Den-berth, k. k, Ralh; — Hr, Ritter v. Miles,, — und Fr. Gräfin O'Mcare, beioe Privatiers; — Hr. Prochuow, Missions-Prediger; — Hr. r>, Blano Soulli, Seecadet; __ Hr. Bergmann, Handlungi'ageni; —l Hr. Robert, Handelsmann, — und Hr, Zheimer, HandlnnM'uchhalter, alle 8 von Wien nach Triest, — Hr. Br.lich, Ingenieur-Assistent, von Groß nach Gorz. __ H!. C^ira, Handelsmann, vcn Wie» nach Uoine, — Hr. Schwarz , Handelsmann , von Venedig n^ch Wie», — Hr. Kcchn, H^udelümann, von Wa» rasdin nach T,!l'st. — Hr. Lnmlei, Piivaiier, von W>>n nach ^a,m.,, — Hr. BaUerini, Privatier^ — , U. Hr, ?l„ton Maotelli, Handelsman,,, beide von Tiiest ,!ach Wien — Hr, Iol), Andrnlachi, Besitzer, von Triest nach Gratz — Hr, Schimpf, Buchhändler, vo„ Triest nach Leipzig. ^, Hr, Rosenberg, Handelömai'n, uon Agram — Hr, H,i,nich, H^ndel-mann, von A^„. — Hr. Morrurgo, HcinoiungsagoNt, ron W>en nach Görz, Z. !00, (2) Wall- Einladung. Am 6. Febril-1>453, das ist am F^sching-Eurnuagc, wird im (Z^slno.-Veielnslucalc zu N.»»adtl ein öffei,tl,chei B^ll abgchallrn, wozu der Emtritt, mit Ausschluß der ^!vit>e, je!>em anständig Gekleideten und auch für Masken gestattet 'st. Eintrnttzk^tcn, zu 20 kr. für die P,rfc», kö«l!.ü !N d,r Handlung d.s Hcrrn Call Ici, k ncr zu Neustadt!, und am Ball-Abende reim Eintritte erhoben werden Der Ball dcginnt um 7 /^ ^^, ^-^.^^ Ntustadtl am 19 Iär.nn 1853. Z. 83, (3) Dienst-Antrag. Zur Leitung deb Blewer^baucs in Knap-pousche (zwei und nne halbe Stunde von Laibach entfernt) wird von der Bauunternehmungs - Gesellschaft ein befähigter Ob er beam te, welcher sich über die Kenntnisse der Markscheidckunst, dann der Bergbau- und Hüttenkunde und der daraus gefolgerten Wasch- und Pochmanipulation mit legalen Zeugnissen auszuweisen vermag, aufzunehmen gesucht. D>c nähere Auskunft wl,'lle binnen 4 Wochen beim Herrn Kreis - Wundarzt Joses K o ß, wohn-haft zu La,tx,ch, Sc P.ttl ö - Vorstadt Nr. «8, eingeholt weroen. Laibach am !8. Iar,ner 185,3. 8. 1!3. Die U,verzeichneten zeigen hl>mit ergebenst an und finden sich v.ranlaßt, die hohen H,rlsch^ften und ein verchrungswürdiges Püdükum eraebcnst aufmelksam zu machen, daß sir mit einem gut assort,!te,n Lager m optischen Waren hier eingetroffen. Der Besitz e,ner seltenen A^s Wahl unserer rühmlichst b.kanntcn gefaßten und ungefaßte» Brillen und Lorgnetten setzt uns in de» Htand, schwachsehende Personen jeder Art zu befriedigen. Ferner besitzen wir in verschiedenen Größen, achromatische Fernrohre, einsage und zusammen-gesetzt Microskope, Theater - Perspective, die sick an Oute und Eleganz auszeichnen, einfache und doppelte Schießglä'scr, soupen für Apotheker und Botaniker, und noch viele and.re optische Gegenstände. Wir übernehmen alle Reparaturen im optl^ schen Fache, Logiren im Gasthaus»' „;üm Löwen«, Zimmer-Nr. 12, Aufenthalt A T^qe. Deffauer s» Gomp., Optiker. In der l, f, Stadt Mottling in Unterkrain ist ein ganz gemauertes, knapp an der Poststraße nach Ceirlstadt liegendes Han5, bestehend zu edener l^rde aus einem Zimmer nnd zwei Kellern, im ersten Stockwerke aus H Zimmern, einer Speis und Küche, dann hinter dem Hause aus einem Stalle sammt Heubehältnisse, emer Wagenrcmise, einem Schwein-stalle und einem Garten zu ucrkausen Dieses, Haus eignet sich besonders zu einem Eincehrwiithshause. Am Kaufschillinge ist die Hälfte sogleich zu bezahlen, die 2. Hälfte kann gegen Sicherheit auf dem Hause verzinslich bleiben. ^iebliaber wollen sich l>an«i a» den Eigen' thümtr unter Adresse-, »^, I?, posin i-c^tünl^ iVIult-Iii!^>> wegen den uäheru Äetlngmssen wende,,. Äiöttling am 19, Jänner I8,i3. Z7^ , 3) ' '^ ' Das Haus Nr. 1Z,lü derPolana-Vorstadt, das sich im besten Bauzu-stemde befindet, für mchrere Jahre gegen Brandschaden versichert lst, sonn. settig und nutten in Gärten liegt, trockene und freundliche Wohnungen hat und einen jährlichen Zinsertrag von 230 st. C. M. abwirft, ist gegen die billigsten Zahlungsbedingnisse aus freier Hand zu verkaufen. Nähere 'Auskunft wird am Raan Nr. 187, im 3ten Stocke, ertheilt. l Es ist Nlcht wahr, daß ich mein Heu der Herrschaft Pono-vitsä) verkauft dabe. Wlldenegg amZO. Zan. 1853. Baumgaeten. Z. ?5. (3) , Bekanntmachung. ' Im Hause Nr 273 m der Spital- l'68^6cl^. Linaer-Gasse ist für G^orgl 18.53 eine Wohnung im ersten Stock, bestehend aus 3 Zimmern und einem l Vorzimmer, nebst Küche, Speis, Hol;5 > lege und einer Dachkammer, zu ver-nuetben. Das Nähere ist im 2. Stock im ' nämlichen Hause zu erfahren. Lalbach am 17. Jänner 13Z3. Z 42. (2) Wohlfeilste Subscriptions - Fnsgabe Deutscher Glnsfiker. Van dem Wunsche sseleitet, die i„ nns,rem Ver< läge erschienenen Werke der aberkannt ersten Schilf!--steller De„tschlandz inuner mehr ^uni Oeineingnt Aller zu machen, die Sinn nnd Empfänglichkeit haben für geistige Bildung, veröffeittlichen wir vom Jänner 1853 an, eine Valksbibliothrk ^ Meisterwerke unserer deutschen Literatur, ^ in wöchentlichen Lieferungen ^u auszerordeütlich wuhlf.ilcm Preise I,!,d nnter Bedi,!' gungen, »selche anch den, I!„be,»iicelien gestatten, nach imd „ach in den Besitz t>cs Schönsten nnd Besten ,^>l gelange,,, wa5 der iünere Reichthiim unseres Volkes an Geist und Gemülh i» dee gla„zendsten Per,ode unserer Lileratur zu Tage gefördert hat. ' We»n Deutschland, trotz aller polililchen Zerklüftung, ans Etwas stolz zn sein das Recht hat, so sind es seme großen Dichte,' n,id Denker, deren nüsterbliche Werke, her>?o,gega,!gen ans dem nnerglnndlichen W'l.-ten des Volksg>istes, Ningekehit wieder ans dessen Ent- ^ Wicklung und Fortbildung den mächtigsten Einfluß zn ^ üben bestimmt si>d. Diese Schiifie,, , die Geistesklü.- ^ then der Edelste» unseres Voltes, stnd ein reicher, nn-erschöpfiichcr Born, der sei„en befruchteoden Segen über die gegenwäriigen und toMliienden Geschlechter in ungeschwächtei- Kraft fort und fort ergießt; sie sind ei» theures Vermächiuiß, zu dessen Genusse Jeder, der dazil die Fähigkeit hat, berechtigt ist. Jetzt w!rd ai,ch oem Aermeren niöglich sein, sich an diesem reichin Eibe zu betheilige,,, und >uir ziveif«In nicht, daß eine große Anzahl Derer, welche seither nicht im Stande waren, gröbere Beträge daran zn wende», um s>H und ihre» Angehöligen die Wohlthat einer bilde,>den und veiekelnden Lectüre zu vei'schaffen, die hier gebo» tene Gelegenheit zur Subscription ergreifen we,de». Vo» Jänner dieses Jahres an, geben wir die Werke v°n Gothe, Schiller, Klopstock, Lcffiuss, Wielaud, Platen, Tlmmmel, Pyr-kers epische nnd Hi»u«,us lyrische Gedichte in unseren bekannten und so beliebte» Slereoinp-Ausgaben, in wöchentlichen Lieferungen von oi, «l> l« Boe;cn, Schillcrfoimcit, i> l5, kr. die iiiefevung. llljo genügt e!»e n'öche,itliche ?!usgabe »on I 5 kr,, um iiach u»d nach diese classische Bibliothek zii ern.'e>ben. s), iei» a nd ni iid d u > ch die Subscriptio » z l> r ?! bnahi» e einer be st i m m ien ?lnzahl non Bäudchen verbindlich gemacht'. Jeder kann zurücktreten, wein» es ihm beliebt. Späterer Einmcc in die Subscription ka,n, aber nur Denen gestattet werden, welche die bereits erschienenen Liefe.-ruuaen nachträglich übernehme», Einzelne Autoren oder Bande werden nichi abgegeben.» Wir zähle» für unser von so viele» Seiten schon gewünschtes Unternehme» auf die Theilnahme aller ^ Frennbe vaterländische,' Bildung nnd Literatur, und sind bereit, Denen, welche sich die Mühe des Sam-melns vo» Subscribente» unm-ziehen, auf 12 subscri» birte Exempl^re das 13. grlNiz zu gewähre». In Laibach wird Subscription a»ge»ommen bei Ignaz v. Kleinmayr S5 Fedur Vambcrg, und ist daselbst die e,ste L>eferu»g uoiräthig. Stuttgart und Leipzig, i,n November 1852. I. G. Colta'sche Vellngühaudlung. O. I. Eöschen'sche PeUngehnndlung.