♦ Schrift! etw»i: «-thauSgaffe Wt. 5. ?«lq>5», Hi. tl, turnn»a*. «»» «»»»», I»,l«ch soll ■Kulm txr tm- ». fjna-Cagc Ml 11—1* I)i von» ^istMulUu Miln »>t! |3rf •crrtcu-^ ixt (eil Win retge»«». So SUIrrtoIlM« trat' »Öls. tue .Crntlikc 1»a0f rrlArtu! cd«» aruiBc fi Ult Camltae a>-eoM. »•(WCTT'af (VScntii U.900. Herrn BftBBfl: »tatdaaSqafle Wt 8 Tilrtte» Rl. ii, bilrtBTl»« o "flmpa Sei* Me t'-l (min • (HtrUIJSbng . . . K » « «Ml . . . . K « 40 . ... K JjtüO ftur JlIII mU Zsst«!»», t*l H»»« > Utoiutll« . ... K > — «inUIlUtria . . K S -Aclbjttirij) . . . .%.«•-#antiiilKi( . . . . E 1»— Mti summ nttfea ie «u 0c|ag«jc»*lri«r an Nttffrnra Clnsrlnutc ftrcsamM hellt» (IM »!i» CtUStUam. Nr. 60 Eilli, Samstag den 2^j. Juli 1917. 42. Jabrqang. Lschrchrn und Slomrnrn. Dieser Tage findet in Prag eine Zusammen-kunft der tschechischen führenden Politiker statt, bei welcher über die weitere Taktik der Tschechen beraten werden soll. An diesen Besprechungen sollten auch Vertreter der Südslawen teilnehmen, welcher Umstand von »er slowenischen Presse mit besonderer Genug« tuuog begrüßt wurde. Der SlovenSki Narod widmete am 23. Juli dieser Beratung einen Leitaussatz, in welchem darauf verwiesen wird, daß in den wichtigsten Zeitabschnitten der inverpolitiichen Geschichte der letzten Zeit die Südslawen mit den Tschechen stets eng verbündet gewesen seien. .Wir dürfen sagen", heißt es im Narod, „daß. je heißer die Sonne deS völkischen Selbstbewußtseins bei uns schien, umso wärmer und inniger die wechselseitigen Beziehungen zwischen unS und den Tschechen beschaffen waren. Praktische Hei« matliebe lernten wir Südslawen von den Tschechen, sie waren unS ein Lorbild in der Arbeit für das völkische Erwachen, für die Volksausklürung, das Sokolwefen, bei ihnen gingen wir in die Schule der völkischen Charakterfestigkeit und des völkischen Selbst-bewußztiein«. In politischer Hinsicht wurden, beson» der? aam Wiener Boden, die tschechischsüdslawischen Be iehiungen ost gestört, unsere und die tschechische Vertretung gingen nur zu ost eigene Wege, doch je mehr sie sich von einander entfernten, umso besser ging es dem gemeinsamen Feind, dem deutschen Zen-lralismuS. Als der Reichsrat zusammentrat und un« sere Vertretung Vorbereitungen dazu traf, um die großen Mühsäle unseres Volkes vor daS Forum der Welt zu bringen, waren wir unS dessen bewußt, daß gewaltigen, wie es schien, unüberwindlichen Schwierigkeiten zu begegnen sein werde. Unser gan-zes Volt war aber auch fest davon überzeugt, daß unsere Berlret'r nur dann ihre gewaltige Ausgabe voll erfüllen könnten, wenn sie sich fest an unseren kräftigen und ausrechten Verbündeten, die tschechische Vertretung, anlehnen." „Die Ereignisse der ersten Parlamentssitzungen", heißt es dann weiter, „haben die Richtigkeit dieser Per Yeffe Erzählung aus dem Verbrccherleben von C. M. Holm. Eine dunkle Nacht. Auf einem abseits gelegenen Platze ein mächtl-ger Möbeltransportwagen. Leise klang es: ..«komm Fred, daß wir noch Platz kriegen." Der Angeredete folgte schweigend. Vorsichtig schlichen beide zu dein TranSportwagen. lauschten hin und wieder. Aber alles still. Nur der Wind strich klagend und heulend um den Wagen und einige kalte Regentropfen fielen klatschend auf sein Wellblechdach. Dreimal klopfte Freds Genosse an den Wagen, jedesmal etwas stälker. Als alles still blieb, sagte er in gedämpften Ton: „Wir find die ersten, Fred." „Desto besser. Eine ordentliche Schütte Stroh kann ich gut gebrauchen." Ein leichter, nur mühsam unterdrückter Hustenansall zwang Fred zum Schwei-gen. .Verdammt," fuhr er dann fort, in dem er wütend in ein Tuch biß, „der Husten wird immer schlimmer. Ich habe dieses Hundeleben satt. Es bringt mich noch ganz um. Eine Station hinter schwedischen Gardinen wäre mir schon recht, wenn ich nur ein Stückchen vom blauen Himmel am Tage über mir hätte. Aber diese vergitterten Zellen . . Wieder schüttelte ihn ein erneuter, stärkerer Husten amsall. Erwägungen in vollem Umfange ergeben. Die Tsche-chen und Südslawen marschierten gemeinsam, sie wurden die Führer deS Widerstandes gegen das deut« sche System und versetzten den Grundlagen des bis-herigen Regimes Stoß auf Stoß." Der Aufiatz klingt in dem Wunsch aus, es wöge bei der Prager Tagung zur Wahrung der sla-wischen G'meinbürgschast der Grundsatz beschlossen werden: Südslawen niemals ohne Tschechen und Tschechen niemals ohne Südslawen. Ein weiterer Leitaussatz des „Narod" vom 24. d. läßt bereits erkennen, daß die Verhandlungen mit den Tschechen nicht den gewünschten Verlauf nehmen. „Narod" versucht den Nachweis zu erbringen, daß wirkliche Gegensätze zwischen der südslawischen und tschechischen Politik nicht bestehen, daß diese vielmehr m r formeller Natur sind und daß sie außerdem von den Deutschen künstlich hervorgerufen werden. „Narod" führt hiebei aus, daß die füdslawifche Politik die völkische Gleiibercchtignng anstrebe und daß auch die Tschechen den Sudetendeutschen im neu zu schaf. fcnden tschechischen Staatskörper das Recht der Gleich-berechtigung und Selbstverwaltung einräumen müß-ten, was ihn jedoch nicht hindert, gleichzeitig seine bekannten Ansprüche auf den »rein slowenischen" Süden der Monarchie zu wiederholen, ohne hiebei den uralten deutschen Siedlungen auch nur eine Existenzberechtigung zuzuerkennen. Trotzdem haben sich die Gegensätze weiter ver-schärst. Hiezu trug vor allem ein Aussatz des Trie-ster Blattes „Edtnost" bei, der den Tschechen ver-schieden? Ratschläge erteilt, die die tschechischen Blät« ter mit dem zurückweisen, daß sie den Südslawen ihre Schwenkung in der Haltung zur Regierung zum Vorwurfe machen. „Narod" antwortet am 26. d. mit dem Hinweise darauf, daß den tschechischen Po-l'tikern die Gründe, die die Südslawen veranlaßten, für den StaatSvoranschlag zu stimmen, wohl bekannt seien und daß die Südslawen trotzdem ihre oppo-fitionelle Haltung nicht ausgegeben hätten. Die süd-slawische Oesfentlichkeit allerdings könne das Ein-treten ihrer Abg'vidncten für das Budgelpcoviforium nur schwer verstehen. Schließlich wird in zwölfter Stunde die Mahnung an die Tschechen wiederholt, ..Mach auf, Eve, ich zitire von Kälte. Noch einmal ein gutes Bett, eine waime Stube, ein or-deutlich Leben . . Ede hatte mit dem versteckt aufgehangenen Schlüssel die Rückwand deS Wagens geöffnet und schnell kletterten beide in den Wagen. Fred raffte ein Bund Stroh auf und ging dann nach vorn in den Wagen, wo er sich keuchend niederlegte. Sein Genosse folgte ihm schweigend, nachdem er die Tür sest zugezogen hatt«. AlleS war wieder still. Nur das Stroh raschelte und knisterte bei ihren unwillkürli-chen Bewegungen. Und der Regen tropfte stärker und stärker, unaufhörlich . . . „Wie der Regen sällt," sagte dann Fred leise, mehr zu sich selbst. Und dann zum Genossen ge-wandt, fuhr er fort: »Weißt, womit ich das ver-gleichen möchie — als ob meine Mutter über mich weinte. Lachst du nicht, Ede? Lache doch über mich Memme. Aber wie mirS heute ist, so sonderbar, so weich. Der verdammte Husten. Am liebste.: möchte ich heulen, venn ich eS nur noch könnte. Wo hast du die Flasche?' Tastend suchte er im Dunkeln und als er sie hotte, nahm er einen tüchtigen Schluck. „Fledder-Wilhelm bringt heute eine» Neuen mit." Mit diesen Worten suchte Ede seinen Gesähr-ten aus andere Gedanken zu bringen. „Einen duften Kunden, wie er sagte." „Einen Neuen," fuhr Fred unwillig auf. „Sind denn noch nicht genug von unserer Soite? Wen ich nicht will . . ." die Einigkeit mit den Südslawenffaufrecht zu erhalte DieS kurz die Entwicklung der Verhältnisse den letzten Tagen. Nach den letzten Blättermeldun-gen ist eS nunmehr zu einem offenen Bruch zwischen den Südslawen und Tschechen gekommen. An sich können diese Auseinandersetzungen uns Deutschen herzlich gleichgiltig bleiben, da ja das eine feststeht, daß sich die Herren sofort finden, wenn eS gilt, gegen die Deutschen oder gegen die bisherige Staats-form Sturm zu laufen. Dennoch wäre es verfehlt, diefen Vorgängen keine Beachtung zu schenken, weil manches dasür spricht, daß es sich bei diesem Zwiste um nichts anderes als ein schlau angelegtes Manö» ver handelt, von welchem sich die slowenischen Poli-tiker eine Förderung ihrer südslawischen Bestrebun-gen erhoffen. Es scheint, daß sür die Slowenen in dieser Angelegenheit ähnliche „Gründe" maßgebend gewesen sein dürsten, wie jene, die sie veranlaßten, sür das Budgetprovisorium zu stimmen, und die ihnen aus unsere Kosten neue Vorteile bringen sollen. Die Slowenenführer verstanden und verstehen es ja in meisterhafter Weise ihre Forderungen hin» sichtlich der Neuordnung der Dinge als solche des ganzen slowenische» Volkes darzustellen und auch weitere maßgebende Kreise davon zu überzeugen, daß dem so sei. Scheint man doch in unseren eigenen völkischen Kreisen noch nicht zu wissen, daß der überwiegende Teil des slowenischen Volkes von den unseren Staat im höchsten Maße gefährdenden Bestrebungen feiner Führer nichts wissen will. Der slowenische Bauer fühlt sich nach seinem Wohnorte als Steirer, Kärntner oder Krainer. er besitzt kein Verständnis für ein neu zu schaffendes Jllyrien, er hat a> ch kein Verlangen nach einer Vereinigung mit den Kroaten, sondern tut seine Pflicht aus seinem loya-len patriotischen Empfinden heraus, er wünscht einen guten Ausgang deS Krieges, verurteilt aber alle trialistischen Bestrebungen als unsinnige For-derungen. Man gehe nur hinaus und spreche mit den Leuten, besonders mit jenen, die aus dem Felde komme«, und man wird die wahre Stimmung deS Volkes kennen lernen. Die Neuordnung, die sich daS „Still." unterbrach ihn Ede, „da kommen einigt." Man hörte vorsichtiges Tasten und Gehen, dann dreimaliges Klopfen, das Ede ebenso erwi-derte. Dann klang eö: »Bist du allein?" „Nein, Fred ist noch hier." „Ah!" Darauf wurde eS still. Denn unwill-kürlich wurde dem finsteren Gefährten die Führer-schast zuerkannt. Nie hatte er so etwaS verlangt. Aber sein herrisches, rücksichtsloses und doch wieder, wenn eS galt gewinnende» Wesen zwang sie alle in seinen Bann. Und wenn er auch nicht „arbeitete", darbte er nicht. Willig teilte jeder mit ihm. ES mochte gegen Mitternacht sein, als die Letzten kamen, der Fledder-Wilhelm und der Neue. Das gab der Nacht doch eine besondere Weihe. Dos mußte gefeiert werden. Und einer zündete eine Blendlaterne an und hängte sie an die Wagendccke. Ein widerliches Bild. Fünf-zehn Mann lagen oder kauerten in dem Stroh auf dem Boden des Wagens. Verwundert blieb der Neue stehen und lachte dann. „Nun?* „ftein. Kameraden I So ne Bude hab ich lang nicht gehabt!' „Mag schon sein,* knurrte einer, „aber nun still mit dem Gewäsch. Wer hier eingeführt werden will, muß seine erste „Arbeit" erzählen und dann sich .reinwaschen". Das hieß >n ihrer Sprache, ordentlich die Flasche kreisen lassen. S«tte 2 zjMsche MM 60 Vdlk erhofft, müßte darin bestehen, daß den voll«-verhetzenden Elementen das Handwerk gelegt werden würd«, da das Volk sich im Kriege ans eigener An-schauung davon überzeugt hat, daß nicht der Deutsche sein Feind ist, sondern daß eS leine Feinde unter seinen eigenen Führern, unter den slowenischen Zei-tungSschreibern, Advokaten, Lehrern, Geistlichen usw. kurz unter jen tuug fordere. Diejenigen Slowenen, die sich im Kriege als staaistreu erwiesen haben, die wollen mit diesen Bestrebungen nichts gemein haben, diejenigen aber, die diese Forderung in die Welt hinauspofau» nen, die dürften sich im Weltkriege herzlich geringe Verdienste erworben haben. -Der Weltkrieg. gurückeroberung von Stanislau und Tarnopol. BuS dem Kriegspresiequartier wird unter dem 25. d. gemeldet: Oesterreichisch ungarische Truppen haben Stanislau, deutsche Truppen Tarnopol ein-genommen. .Ich bin unschuldig," lachte der Neue wieder, indem er einige Flaschen aus den Boden stellte. „DaS sind wir olle, nur man glaubt «s un» nicht. Wir . . ." »Nun gut," sagte eine barsche Stimme, „reicht mal so n Ding her und dann fang an." Nachdem die Flasche einmal die Runde gemacht, begann der Neue: „Die Geschichte ist sehr einfach und viell.icht so 'ne zwanzig oder noch was mehr Jahre her. Ich wohnte bei einem reichen Filz. Ein Kohlenhändler war es glaub' ich. Aber reich, sehr schwer reich und ich mußte für ei» lächerlich kleines Geld bei ihm ar-beiten. Und ich war ein flott er Bursche. Die Mädels hatten mich alle gern. Aber die Rackers kosten Geld. Haufenweise sag' ich euch. Und sollte das so fort-gehen, dann mußte ich mehr verdienen. So oder so. Schulden hatte ich schon soviel — fast wie ein Leutnant. Jeden Tag mußte ich nun zu dem Alten auf's Büro. Und dann sah ich das Geld, soviel, daß wir alle genug hätten. Eines Tages muße ich nun einen Gang für ihn mache» und kam wohl eine Stunde früher zurück, als ich erwarten konnte, weil ich irgendeinen Wagen traf, der mich mitnahm. Wie ich nun im Flur stehe und auf'S Büro will, höre ich, daß jemand beim Allen ist. An der Stimme er-kannte ich seine» Neffe», auch ein flotter Bengel, nur arbeitete der nicht wie ich, und brauchte deshalb noch mehr. Und der mußte auch Geld habe». Aber sein Onkel, der gute Kerl, gab keines. Und der Herr Nesse wurde, wie mim sagt, hin ausgeworfen. Gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte des österreichischen G e n e r a l st a b e S. 25. Juli. Amtlich wird ve^lautbart: In Ost. galizien wurden gestern die Operationen der Ver-bündelen durch neue Erfolge gekrönt. Oesterreichisch-ungarische Truppen haben Stanislau und Nadworna, deutsche Kräfte Tarnopol genommen. Die dem Feind nachdrängenden Korps der Verbündeten stießen wehr» fach auf reu auflebenden russischen Widerstand. Der Nordflügel der Armee deS Generalobersten v. Köveß warf die Russen am Tatarenpaß in zähem Ringen aus seinen Höhenstellungen. Die Bystrzhca-Nadworn-janska konnte von den österreichisch-ungarischen und den deutschen Divisionen erst nach erheblichen Kämp sen überschritten werden. Auch im Bereich? der un teren Zlota L pa stellten sich die Russen zu wieder holtenmalen. Südlich von Tarnopol warf der Feind vergeblich dichte Massen den deutschen Regimentern entgegen. In den Waldkarpathen ließ zwischen dem Tatarenpaß und der Susita d e Tätigkeit des Feindes nach. Nördlich des PutnataleS wiederholte er seine Angriffe. Seinen Sturmkolonnen wurde nach engbe grenztem Anfangserfolg Halt geboten. 26. Juli. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. An der obere» Susita entwickelt der Feind erneut rege Tätigkeit. Bei der Armee des General-obersten v. Kove» wurde den Russen die Baba Lu-dowa eittrisfen. Der Gegner hat nordwestlich dieser Höhe seine Karpathenstellung preisgegeben und weicht gegen Osten. Bei der Bezwingung des russischen Widerstandes am Tatarenpaß hat sich das erprobte Osenpester Infanterieregiment Kaiserin und Königin Maria Theresia Nr. 32 besonders hervorgetan. Heeressront des GeneralfeldmarfchaUs Prinzen Leopold v. Bayern. Die Heeresgruppe des General-rbersten von Böhm-Ermolli hat Delatyn, Ottyuia, Tlumacz und Buczacz genommen. Deutsche Truppen stehen am Westrande von Trembowla. Der Erfolg von Tarnopol wurde durch die Eroberung mehrerer Höhen erweitert. 27. Juli. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. Bei den neuerlichen Kämpfen an der oberen Susita gelangten die Orte Sovaja und RegrileSci in FeindeShand. In den Waldkalpathen ist die russische Front nun schon — vom Tatarenpaß herüber — bis in die Gegend von Kirlibaba in« Wanken ge-kommen. Honwedregimenter Kaben den Gegner über den Capul zurückgeworfen. Oesterreichisch ungarische und deutsche Streilkräste deS Generalobersten von Kövcß dringen, dem Oberlaufe der Gebirgsflüsse folgend, in nordöstlicher Richtung vor. Front des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayer». Die Angriffsbewegung der Heeresgruppen des Generalobersten von Böhm Ermolli schreitet erfolgreich vorwärts. Teile der Armee deS Generalobersten Kritek, daS westgalizische Infanterieregiment Gras Starhemberg Nr. 13 und bayrische Truppen haben sich im Lause der Nacht in erbitterten „Das soll dir teuer zu stehen kommen," rief er noch und sott war er. Ich hatte mich sest m die Ecke gedrückt hinter einen Schrank und keiner hatte mich gesehen. Als dann der Junge fort war, ging ich hinein und fand den Alten seine Tausendmarkscheine liebäugeln. Und daS hätte ich auch mal gern getan. „Jetzt oder nie/ dachte ich und ehe ich selbst wußte. wie'S geschah, da lag der Alte schon. Und da hab ich mir schnell alleS zusammengerafft und bin wieder zurückgegangen. Nach einer Stunde kam ich wieder, als wenn nichts geschehen wäre. In der der Zeit hatten sie aber den Alten schon gefunden. Der ganze Flur, alle» stand voll und ich ließ mir alles erzählen. Fein, was ? Und daS schönste, Kameraden, den Neffen haben sie lange Jahre eingesponnen und ich hab' nicht 'nen Tag dafür gekriegt. Und jetzt ist es verjährt." Ein wieherndes Gelächter schloß seine Erzäh-lung, bei der Fred sich langsam aufgerichtet hatte. Mit fiebernden Augen sah er den Neuen an. Mit übermenschlicher Gewalt bielt er den Husten zurück und lauschte jedem Wort. Und als der Neue schwieg, stand er auf und ging auf ihn zu und stellte sich dicht vor ihn. „Verjährt sagst du?" fragte er deiser. „DaS verjährt nicht, nie du Lump! Da. das ist die Strafe!" Noch ehe ei» anderer eS hindern konnte, hatte er ihm mit s: ' tbarer Gewalt sein Messer in die Brust ii fv Ille sprangen entsetzt auf und um- rin-t Kämpfe» mit russische» Nachhuten der Stadt Kolo« mea bemächtigt. Am Nordufer deS Dnjestr näherten sich die Verbündeten der Strypamündung. Ezortkow und Trembowla sind in deutscher Hand. Nördlich von Trembowla rafften sich die Russen vergeblich zu scharfen Massenstößen aus. Die Gegenangriffe brachen durchwegs unter schweren Verlusten zusam-men. Oestlich von Tarnopol wurde der Feind aber-malS weiter zurückgedrängt. Der Chef des Generalstabes. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 25. Juli. Amtlich wird verlautbart: HeereS-front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von .Eichhorn. Der Russe hat unter dem Eindrucke seiner Mißerfolge und Opfer nicht von neuem angegriffen. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli. U.tser Vormarsch geht unaufhaltsam weiter. Unter den Augen Seiner Majestät des Kaisers schl«. gen kampfbewährte Divisionen beim Ausstiege aus der serethnieverung zwischen Tarnopol und Trembowla starke russische Angriffe zurück und gewannen im Sturm die Höhen des OstuserS. Hier wurden erneut tiefgestaffelte Angriffe der Russen abgewiesen. Tarnopol ist genommen! Wir nähern UNS Bu czacz. Stanislau und Nadworna sind in unseren Händen! Nachhuten des FeindeS wurden überall geworse». Front dus Generalobersten Erzherzog Joses. Die Truppen deS NordflugelS halten mit den im Karpathenvorland vorwärts dringenden Kräften glei-chen Schritt. Südlich deS TatarenpasseS hält der Gegner noch feine Stellungen. Im Südteile der Kar-pathen drang der Feind im Susttatale in unsere Linien. Sein schnell genährter Stoß wurde in einer dicht westlich gelegenen Riegelstellung zum Stehe» gebracht. Heeresgruppe des GeneralfeldmarichullS von Mackenfen. Am unteren Sereth lebhafter Feuerkampf. Bisher keine größeren Angriffe. 26. Juli. Front des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn. Südlich von Smor-gon verkleinerte unsere zusammengefaßte Artillerie-Wirkung die Einbruchsstelle der Russen. Der Feind wußte dort wnchen. Fast die ganze frühere Stellung ist wieder in unfercm Besitz. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm« Ermolli. In heftigen Kämpfen gewannen unsere Di-Visionen die Höhen nordöstlich von Tarnopol und den Gnieczanabschnitt bis zur Straße Trembowla—Hu-siatyn. Weiter südwestlich sind Buczac;, Tlumacz, Ottynia, Delatyn genommen. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. Die russische Karpathensront ist durch den Druck nördlich des Dnjestr nun auch südlich deS TatarenpasseS inS Wanken gekommen. Der Feind geht dort iu der Richtung auf Czernowitz zurück. Im Angriffe „Ruhig. Jungens!" donnerte Frei. „Ich bin der Neffe. Hab' ich recht gehandelt?" Wuchtige Stöße von draußen antworteten. Alle stoben wie Schafe auseinander. Die Laterne wurde zertrümmert. „Aufgemacht!" schallte es von draußen. Ruhiz ging Fred zur Tür und öffnete den Schutzleuten. „Schafft erst den da fort!" sagte er gelassen, mit dem Daumen aus den Röchelnden zeigend. Dann ließ er sich ruhig sesseln und ihrem Führer folgte» still, »och ganz im Banne deS Geschehenen, die anderen. Wenn ich steröe. . . Wenn ich einst sterbe, möcht ich liegen Fern in der Heimat mein. Wo überm Friedhof zwitsch.-rnd fliegen Die muntern Vögelein. ♦ Dort sind die Hügel zart umwoben Von frischem Lebensgrün, Und um die Kreuze, alt, verfch»ben. Sich Efcuranken zieh ». * Dort an der Mauet blüht der Flieder, Ein Windhauch spielt damit. Mir klingt von seinem Wipfel nieder Ins Grad ein LiebeSlied. A. vom Wachberg. Nummer 60 wurden bie Russen gestern von den Baba-Ludowa-höhen gkwonen. Heeresgruppe d:S GeneralfeldmarfchallS don Mackenfen. Bom Mittag bis zur Dunkelheit lebhafter Feuerkampf am Unterlaufe des Sereth. 27. Juli. Front deS Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Ge-neralobersten von Böhm-Ermolli. In erbittertem Ringen, dem Se. Majestät der Kaiser aus dem Schlachtfelde beiwohnte, erweiterten unsere Divisionen bei Tarnopol durch kraftvollen Angriff den schon kürzlich erstrittenen Brückenkopf auf dem Ostuser des Sereth Weiter südlich wurde trotz hartnäckigem Wi-Verstände der Russen, die ohne Rücksicht Tausende und Tausende in dichten Hausen in unser Vernichtungsfeuer trieben, der Gnieezna- «nd SerethUeber-gang von Trembowla bis Skomsrosze erkämpft. Beiderseits des Dnjestr sind wir im schnellen Vor-dringen. Kolomea wurde von bayrischen und öfter« reichlich ungarischen Truppen genommen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Im Nordostteile der Waldkarpathen drängen unsere Armeekorps dem gegen den Pruth zurückgehenden Feind nach. In den Bergen östlich des Beckens von Kezdi-VafarhelH entspannten sich gestern neue Kämpfe. Wir überließen dem Gegner das Tal von Sovaja bis zum Oberlauf der Putna. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackenfen. Die Gefechtstätigkelt auf dem unteren Sereth war geringer als in den Vortagen. Oberste Heeresleitung. Der Krieg gegen Italien. 25. Juli. Amtlich wird verlautbart: Die lebhaftere Artillerietätigkeit am Jsonzo hielt auch ze> stern an. 27. Juli. Beiderseits mehrfache erhöhte Geschütz« tätigkeil. Der Chef des GeneralstabeS. Gegen Frankreich und England. Die Berichte der deutschen Ober st en Heeresleitung. 25. Juli. Amtlich wird verlautbart: Front deS Kronprinzen Ruppiecht. Die Schlachtfront in Flandern war auch gestern der Schauplatz gewalligster Artillerie» kämpfe, die bis in die Nacht dauerten. Slarke eng-lifche Erkundungsstöße wiederholten sich in mehreren Abschnitten; alle sind in unseren Trichterstellungen zurückgeschlagen worden. Heeresgruppe des Kronprinzen. Am Winterberg bei Craonne holten sich die Franzosen durch daS Fehlschlagen mehrerer starker Angriffe gegen unsere neuen Stellungen eine Schlappe. Auch der Einsatz einer frischen Division erzielte keinen Vorteil. 26. Juli. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In unverminderter Heftigkeit, vielfach zum Trom-melfeuer anschwellend, lobt zwischen der Küste und der LyS die Artillerieschlacht weiter. NachtS ließ der Feuerkampf nur wenig nach. Bei Hellwerden steigerte er sich erneut zu größler Heftigkeit. Die eng» Iischen Erkundungsvorstöße dauerten an; Ersolg hat« ten sie nicht. JmArtoiS lag wieder heftige Artillerie-wirkung aus den Stellungen bei Lens. Bei Monchy erkämpften Lübeckfche Sturmabteilungen zusammen mit Flammenwerfern ein wichtiges Grabenstück, das der Feind dreimal vergeblich zurückzuerobern ver-suchte Heeresgruppe des Kronprinzen. Nach auSge-zeichnete? Feuervorbereitung stürmten abends Teile weilsälischer Regimenter die französischen Stellungen südlich von Allles in 1800 Meter Breile und 400 Meier Tiefe. Heute morgens brachen zu überraschen-dem Angrifft nieder'heinifche Bataillone nordwestlich des Gehöftes Hurlebife vor und entrissen dem Feinde beherrschende Teile des Höhenkammcs. In der Cham-pagne sührten schleswigholsteinische «nd märkische Sturmtruppen einen schneidigen Vorstoß erfolgreich durch. Sie nahmen am Hochberge die Reste des am 14. d. in der Hand der Franzosen gebliebenen Ge-ländeS wieder. Der Gegner führte auf den drei Ge-fechtSfeldern fruchtlose Gegenangriffe, die seine bluti-gen Verluste erhöhten. Im ganzen sind über 1150 Gefangene, dabei 46 Offiziere und zahlreiche Graben-waff:u eingebracht worden. 27. Juni. Heeresgruppe des Kronprinzen Rup-precht. Die Art'llerieschlacht in Flandern ließ unter dem Einflüsse ungünstiger Sicht gestern vorüber-gehend nach. Abends steigerte sie sich wieder zu äu-ßerstcr Heftigkeit. Erneute gswaltfame Erkundungen der Engländer Icheiterlen überall in unserer Abwehr» zone. Im Arloi« lebte nachmittags die Feuertätigkeit durchiwegS beträchtlich auf. Nachts wurden an der ganzen Front Vorstöße feindlicher AufklärungSab- Deutsche Wacht teilungen abgewiesen. Bei Honneeourt, nördlich »on St. Ouentin, brachten württembergische Stoßtrupp« eine große Zahl von Engländern von einem Ein-bruch in die feindliche Stellung zurück. HeereSgrvppe des deutschen Kronprinzen. Am Ehemin des DameS, südlich von Allles, und beim Gehöft Hurtebife, ebenso am Hochberg in der West-champagne führten die Franzosen verlustreich erfolg-lose Gegenangriffe. Gefangenenzahl und Beute haben sich sehr vermehrt. Im Abschnitte AilleS stieg sie aus über 1450 Mann, 16 Maschinengewehren und 70 Echnellodegewehren. Oestlich der SuippeS fielen bei einem Uebersall gegen feindliche Grabenstücke zahl-reiche Franzosen gefangen in unsere Hand. Oberste Heeresleitung. Auch Mexiko. Von Wilsvn für den Verband gekauft. Auch Mexiko ist bereit, an der Seite des Ver-bandes am Kriege teilzunehmen, weil die Vereinig'«» Staaten eine größere Anleihe bewilligen wollen. Wilson erklärte, er wünsche Mexikos Kriegsbenili» guug keineswegs, sondern wäre mit einer freundli-chen „Neutralität" zufrieden. Czernowitz geräumt. Nach einer an hiesiger zuständiger Stelle ein-getroffenen Meldung haben die lussischen Truppen Czernowitz bereils verlassen. Der Seekrieg. Wieder über 60.000 Tonnen vernichtet. Neue U Booterfolge im Sperrgebiete um Eng« land: 26.0U0 Raumlonnen. Neue U-Booterfolze im Mittklmeere: 9 Dampfer und 7 Scgler mit rund 3'>.000 Raumtonnen. Der Chef deS AdmiralstabeS der Marine. Die spanischen Wirren. „Malin" berichtet unter dem 25. b>. daß San-tander mit dem Belagerungszustand belegt wnrde. Der Ausstand dehnt sich nach Norden ans. Aus Madrid fehlt feit längerer Zeit jede Nachricht. Aus Stadt und Land. Todesfall. Am 25. d. ist hier Fräulein Lotte Peer, die einzige Tochter des Herrn Landsturmleut-nants Richard Peer nach längerem Leiden im 23. Le-bensjahre verschieden. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskliche um 10 Uhr vormit-tagS ein öffentlicher Gottesdienst statt. An Stelle eines Kranzes. Für das ver. stoibene Fräulein Lotte Peer spendete Frau Marie Peer, Siore 50 K, sür daS Frauen- und Mädchen-tuberkulosenheim; desgleichen Familie Sendresen, Werksdirektor aus Udine 40 K. Frl. Jda Zwetko, Buchhalterin in Store K 10, Herr In zenieur HanS Petersen, Store K 10, Familie Staudinger, Cilli K 20. Elsa Laura von Wolzogen, Lauten-liederabend. Die VortragSsolge zu dem am August im Stadttheater stattfindenden Lauten-abendeS lautet: Die Lieder bitten (Prolog von Hölly) Melodie: «Es ritten drei Reiter zum Tore binaus'; Rundgesang der Frauen; DaS himmlische Menuett (zwei verschiedene Versionen, Flandern und Slebengebirge); Des Abends (Rheinisch); Wenn der Abend kommt (HanS Wamlck); Der Käfer und die Fliege (Westfälisch). Balladen: DaS Mädchen und der Haselstravch (in ganz Deutichland ver-breitet); Die Freier beim Tanz (Schlesien); Die schöne Hanncle (Schlesien); DaS Schneiderlein im Kriege (Schlesien) Österreichische: Ach. wie ist's möglich dann; Rosemlock, Holle» blüh (am Jsonzo gehört von einem Egerländer Soldaten); Der Sleirer in Rußland (E. L. v. Wolzogen); 'S schöne Daimerl (Sieirisch). Feldgraue Lieder: Die Sol-datensrau an der Wiege (Avjähriger Krieg); Der pteußische Landsturm (E. L. v. Wolzogen); Engels-mann, paß up, Waterkant; Hinter Metz bei Paris in Chalon, Soldatenlied. Der Kartenvorverkauf nimmt einen äußerst günstigen Verlauf. Musikfreunde, die daS Konzert gerne besuchen wollen und noch keine Karlen bes'tzrn, wird geraten, sich bald um Karlen zu kümmern, d^t nur eine kleine Anzahl von Plätzen frei ist. Vorverkauf in der Kanzlei Dr. Fritz Zangger, Bahnhosgasse 1, ersten Stock. . Soldatenbegräbnisfe In den letzten Tagen wurden nachfolgende Soldaten, welche in den hiesigen Spitälern gestorben find, am städtischen Seite 3 Heldensriedhofe zur letzten Ruhe bestattet: am 24. Juli Schütze Mathäus Krek, des GSR. 2, Kanonier WladislauS Kuczai, des FAR. 2; am 25. Juli der Vormeister JulivS Dörrich, FHR. 48; am 26. Juli Kanonier Lozo Radanovic, des GHR, 13, Kanonier Mustafa Kavgic, deS GAR. 19, Dragoner Franz Germek EBK. 17. Kein Petroleum für Koch- und Heiz-zwecke. Das Generalkommisfariat des Handelsmim-sterlums für Krieg und UebergangSwirtschaft macht darauf aufmerksam, daß im Hinblicke auf die noch keineswegs gemilderte Petroleumknappheit an die Abgabe von Petroleum zu Koch- und Hetzzwecken weder während des SommerS noch auch während der kommenden Winterszeit gedacht werden kann. Der vorhandene Vorrat deckt kaum den dringendsten Be» darf zu Beleuchtung?- und technischen Zwecken. Der Gebrauch von Petroleum-Koch- und Heizapparaten wird demnach in dieser Zeit nicht in Betracht kommen. Rehabilitierung ehemaliger Reserve-ofsiziere und Offiziersaspiranten. die we-ft«n Teilnahme an den politischen Demonstrationen in Wien, Graz und Prag im Jahre 1897 im ehren-rätlichen Wege auS der Charge entlaffeu wurden. Wie bereits angedeutet wurde, hat der Kaiser ange» ordn-t, daß alli jene Reserreoff>ziere und Reserve« offiziersaspiranten, die wegen Teilnahme an den po-litischen Demonstrationen in Wien, Graz und Prag im Jahre 1897 im ehrenrätlichen Wege aus der Charge entlassen waren, auch ohne Frontdienstleistung vor dem Feinde der Rehabilitierung im Si.rne deS mit der Allerhöchsten Entschließung weiland Seiner Majestät voin 15. April 1915 (Kriegsminifterial-erlaß P>af.-Nr. 6999 vom 19. April 1915) geneh-migten abgekürzten RehabilltierungSversahrenS sofort zu unterziehen sind. Die Bitten um Wiedererlangung der früheren Charge auf Grund dieses Erlasses sind von den aktiv dienenden Rehabilitierungswerbern bei ihren Truppenkörpern (Kommando. Anstalt usw.), von allen übrigen bei jenem Militärkommando schnst-lich einzubringen, in dessen Bereich sie ihren ordent« lichen Wohnsitz haben. Den Gesuchen ist der ReverS nach Punkt 44, D.-R. l. Teil und ein Wohlver-haltuugSzeugniS der politischen Behörde, aus dem die Lebensstellung des Bewerber» ersichtlich sein muß, beizuichließen. Versammlung der Stajerc Partei. Am Sonntag den 29. Juli mit dem Beginne um halb 10 Uhr vormittags findet im Garten des Vereins-Hauses in Pettau eine politische Versammlung der Stajerc Partei statt. Aus der Tagesordnung steht; „Krieg und Friede." Die sür die Versammlung aus« gegebenen Flugschriften sagen: „ES handelt sich um die brennendsten Fragen der inneren Politik und deshalb ist ein Massenbesuch notwendig." Vom Poftdienfte. Postkontrollor August Hosmann in Marburg wurde über sein Ansuchen nach Wien übersetzt. Die Verarbeitung von Gemüse zu Dauerware. Das Amt iür Volksernährung hat das Einlegen von frischen Gurken, die Verarbeitung »on Kraut zu Sauerkraut und die Verarbeitung von Parodeisäpseln (Tomaten) zu Dauerware mit Aus-nähme der Trocknung allgemein bewilligt. Gerädert Am 21. Juli abendS geriet bei der Ausfahrt des Zuges Nr. 811 in der Station Grobelno der Marburger Aushilfsb'-emser Oberbauarbeiter August Borovnik auS bisher unbekannter Ursache unter die Räder eines Wagens und v-run-glückte hiebei tödlich. Die tschechische Presse über die be-gnadigten Hochverräter. DaS deutschgeschrie« dene Tschechenvlatt „Union", daS sich sonst eirer gewissen Mäßigung befleißigt, schreibt über die be« gnadigten Hochverräter: „Die aufrichtigste und in-nigsle Freude aller Volksschichten begrüßt sie. Jeder von UNS hegt den sehnlichsten Wunsch, sie mögen in« mitten des sie liebenden und verehrenden böhmischen Volkes all der Unbilden, die an ihnen verbrochen wurden, vergessen, sich von der erlittenen Seelevpein erholen und Genugtuung sür sie in der allgemeinen herzlichen Teilnahme erblicken, mit der nicht bloß ihr Volk, sondern alle Freunde des RechtS, ohne Unterschied der Nationalität, ihre Freilassung begrüßen. Von nah und fern kommen begeisterte Willkomm« grüße. Unsere Kommunen und Vereine wetteifern förmlich miteinander, um die Begnadigten ihrer Ver-ehrung und Freude zu versichern." In diesem Stile geht eS weiter. Mio die Verurteilungen waren ein schweres, an den Tschechen begangenes Unrecht, das die Begnadigung nur im bescheidensten Maße gut« machen konnte. Das ist alleS rech« belehrend; fragt sich nur. ob auch gelernt wird. In den Keller eingebrochen. In der Nacht zum 20. d. wurde beim Besitzer Josef Haupt- Seile 4 Deutsche Macht Nummer 6V mann w Goricen, Gemeinde Pletrowitsch, in den Keller eingebrochen und aus demselben eine Blech» kann« mit über 20 Kilogramm Schmalz, Brot, Sliwowitz, Himbersast und Milch gestohlen. Der Ein-brecher benütztc ein Stemmeisen, mittels welchen er die Kellcrtür erbrach. Verdächtig erscheint ein mit einer Artillerieunisorm bekleideter, polnisch sprechen-der Mann, der in ven letzten Tagen mehrmals in der Nähe des Tatortes gesehen wurde. Auf der Flucht. Der 16jährige Besitzers« söhn Anton Korosec floh vor Kurzem ouS Agram, we>l er von seinem Vater schon öfters sehr mißhandelt worden sein soll. Um aus der Flucht rascher vorwärts zu kommen, stahl er eincm unbekannten Besitzer ein wertvolles Fahrrqd und suhr nach Stciermaik An der Landesgrenze bei Rann wurde er angehalten und nicht über die Grenze gelassen, so daß er den Rückweg antreten mußte. Seither ist sein Aufenthalt vollkommen unbekannt. Iroei Schafe gestohlen In der Nacht vom 23. auf den 24. d. wurden dem Besitzer Anton Stesane in Gorenje auS versperrtem Stalle zwei Schafe gestohlen, Trotz eifrigen Nachforschen» nach Gut und Täler konnte bisher nichts Bestimmtes er-Hoden werden. Verarbeitung von Gurken, Kraut und Paradeisäpfeln zu Dauerware. Die Handels- und Gewerbekammer Graz dringt den In-teressenten ihres Sprengels zur Kenntnis, daß das k. k. Amt sür Volksernährung das Einlegen von fnjchen Gülten, die Verarbeitung von Kraut zu Sauerkraut und die Verarbeitung von ParadeiS-äpfeln (Tomaten) zu Dauerware mit Ausnahme der Trocknung allgemein bewilligt hat. Invalidenschule in Graz Die unter der Leitung des Herrn Prof. Frömcl abgehaltenen Kurse an der Vorschule der LandeSlommission zur Fürsorge sür heimkehrende Krieger in Graz haben am 15. d. in Graz ihren Abschluß gesunden. Der Erfolg war während deS Schuljahres ein sehr zu< sriedenstellender und wurde den Kriegsbeschädigten die Möglichkeit geboten, sich infolge ihrer erlittenen Verletzungen eine» neuen ErwerbSzweig zu schaffen. Einzelne Kursteilnehmer erhielten durch die Vermitt« hing der Leitung gute Anstellungen, um das, waS sie in den Kursen gelernt haben, auch praktisch zu verwerten. DaS neue Schuljahr beginnt mit 1. August und werden die verschiedemlichcn UnterrichtSkurse in der gleichen Weise sortgeführt. Der beendete KurS für Landbriefträger gelangt am I. September wieder zur Eröffnung, diesmal aber in der Dauer von zwei Monaten, da derselbe nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch unter der Führung deS Herrn Postkommissärs Schimek gedacht ist und zwar in der Welse, daß die einzelnen Kursteilnehmer dnrch Zu-Weisung in den Dienst gründlich eingeführt werden sollen. Diebstähle über Diebstähle. In den letzten Tagen wurde abermals eine lange Reihe von Diebstählen und Einbrüchen angezeigt, bei denen es die Täter wieder fast ausschließlich auf die LebenS-Mittel abgesehen hatten. Bei dem Besitzer gränz Haidnik in Petelenko wurde gewaltsam eingebrochen, indem der Dieb mittels einer Hacke die Küchentür aussprengte und durch die Küche in das Wohnzim-mer gelangte. Außer Kleidern nahm sich der Ein-brecher soviel LebenSmittel, a!S er tragen konnte. Die Gendarmerie ist dem Täter bereits auf der Spur. Der Besitzer Pinzenz Smodej in Sevetz verlor durch einen Einbruch in die Speisekammer eine bedeutende Menge von Speck. Helena Vipolnik, welche seit längerer Zei: bei der Gastwirtin Ursula Pintaric in Retje als Kellnerin im Dienste stand, entwendete ihrer Dienstgeberin wiederholt Lebensrnittel, Wein u!w., deren Wert den Betrag von 400 K wen übersteigt. Die Gendarmerie hat sie bereits festgenommen. Der Besitzerin Maria Pistoinik ist Ojftio wurde aus versperrtem Stalle ein prächtiges Schwein enlsührl. Dem Besitzer Michael Golouch in St. Knstos wurde ein Treibriemen im Werte von über 70<1 K durch unbekannte Täter gestohlen. Die Besitzerin Maria Oslak in Türkendors hat den Verlust von .52 Hühnern und 13 Kaninchen zu beklagen. Deutsche, unte stützet eure Gchutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus gegebenen Wirtschaftögegenstände. Yf V Y Y Y Y YY Y Y Y Y Y Y Y NuManölung Pritz Nasch »iathauS .. . . Rathaus gasse 1 »» ♦ ♦ nasse 1 | Schrifttum. „Praktische neue Methode zur Per-spektive " Vom Verein zur Förderung österreichi-scher Erfindungen m Wien ging unS nachstehende Mitteilung zu: Eincm langgehegten Bedürfnisse wird voll und ganz durch die „Praktische neue Methode zur Perspektive" entsprochen, welche vom Fachlehrer Hermann Mauthner in Eilli (Zteiermark) erfunden wurde und aus die nunmehr hingewiesen werden soll, nachdem dieselbe bereiiS von fachmännisch-autoritativer Seite als leicht faßlich und praktish anerkannt und gewürdigt wurde, gegenwärtig aber noch wenig be-sannt ist, weshalb deren allgemeine Bckannlgabe hin-sichtlich ihrer Vorteilt und Vorzüge für jeden Zeich-ner vollkommen am Platze ist. In erster Linie wer-den Bau-Fachleute Interesse an dieser Methode ha-ben und daraus Nutzen ziehen können, aber auch Maschinen-Ingenieure, Kunstgcwerbler, Hörer an Hoch- und Fachschulen, sowie auch Mittelschüler werden in der elementaren Erklärung und Vorsah-rung dieser Melhode große Befriedigung finden DaS wirklich praktisch zu nennende Verjähren, welches aus «in wissenschaftlicher Grundlage fußt, ermög-licht vom Grundriß ausgehend, eine» sicheren unbe-schwerlich?« Weg einschlagend, die Konstruklion na-turgetreuer Gegenstandsbilder aus kleiner Zeichen-fläche, da sie außer dem Augpunkt, nur einen stets erreichbaren Fluch'punkt ersvrdert. So kann z. B. von jedem Zeichner neben Grund- und Aufriß ein Schaubild konstruiert werden, daS die Stellung der einzelnen ObjektSteile zu einander übersichllich dar-stellt und die wirklichen Schnittlinien plastisch in Erscheinung treten läßt. Die Maulhnerschc Methode erreicht somit das Ziel der Peripeklive vollkommen und ist i« den verschiedensten Füllen durchsührbar, so daß ihre Anwendung nicht nur im baulechniichen Zeichnen, sondern in allen Zweigen des technischen Zeichnens von Vorteil wäre. Im Unterrichte aus darstellender Geometrie ließen sich mit Hilfe deS neuen Verfahrens aus elementare Weist die dadurch gewonnenen Kenntnisse anwenden und gleichzeitig zur Veranschaulichung des in orthogonaler Projektion Dargestellten praktisch verwerten. In leichl süßlicher Weise erläutern Text und Figurentasel» einer vom Erfinder dieser Melhode herausgegebenen Broschüre die allgemeine Konstruktion sehr gründlich und ist dieses Büchlein — nochmals hervorgehoben — für Jedermann, der zeichnerische Täligkeit zu vollführen hat, von großem Interesse und Werte, welches um den geringen Preis von 2 K. mit 2 Figurentafeln um 3 K, beim Verfasser bezogen werden kann. Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt deS k. k. österr. Mililär-Witwen- und Waisenfonds(Bersichcnlngs.AbteilungfürSlciermark>, Graz, Franzensplatz 2, betreff >,d ÜriegSanleihe,Ver-sicherung bei, welcher geneigter Beachtung bestens empfohlen wird. Vermischtes. KcankheitSerscheinungen am deut, schen Volkskörper. DaS deutsche Volk ist in seinem inners'en Kern gesund, daS zeigt fein Ver-halten draußen im Felde und daheim im Hinter-lande. ES darf jedoch nicht verkannt werde», daß sich in den letzten Jahrzehnten vor dem Kriege und teilweise noch im Kriege Erscheinungen am VolkSkörper zeiglen. die diese» sililichen Kern be-drohlen. Solche Erscheinungtn m,d der Feminismus, der Pazifismus, der KoSmopoli.isinuS, der Jnter-»atioiialismuS, der Mammouiemus und zum Teil sogar der Humanismus Wie schon die Namen sagen, lauter »„deutsches Zeug, von Vt< ksseinden d undlage des deutschen Volkes, da« geheiligte [ya;i enleden, der Pazifismus die Wehrhaft! ,keit zu «r der Deutsche doch geboren ist. Kosmopolitismus > Jnternationalis-muS wollen deutsches Vollst» in und das die Stärke ausmachende Selbstw uin erschüttern. Der MammoniSmuS ist der Fo er deutschen Einfachheit, Schlichtheit und Psliä ?, die allein daS deutsche Volk groß gemacht tial.n. Fälichlich ange- wandter Humanismus in de? Kindererziehung kann die Charakierbildung schädigen. Drum müssen alle diese krankhasien Fremdkörper am deutschen Valks-körper unermüdlich bekämpsl werden, zum Teile kann dies schon ersolgreich in der Schule geschehen. Höchstpreise und KaiserDiocletiaa. Mit diesem schwierigen AuskunftSmittel in schwerer Zeit hat sich einst schon Dweletian, der wegen seiner Christenoerfolgung viel gehaßte, selbstherrlich ver-sucht. Als während seiner von 284 bis 305 nach Christi dauernden Regierung eine allgemeine Teuer-ung, die Folge unausgesetzter Kriegszüge, ausbrach und überall Wucher mit Nahrungsmitteln um sich griff, erschien ein kaiserlicher Erlaß über die Preise der käuflichen Dinge, darunter namentlich die Gerste als der Hauplspeise jener Zeit, sür Lel, Hülsen-srüchle, Schweinefleisch, Butter, Käse und so weiter. Wer diese Höchstpreise überschritt, verfiel in Strafe. Und der Erfolg? Die gutgemeinte Verordnung wirkte im Grunde eher schädlich, „denn die Märkte für Lebensmittel wurden immer leerer, man hielt die Waren zurück, hier aus Furcht vor Ungelegenheiten, dort aus Berechnung und Hoffnung aus noch grö-ßeren Gewinn." Infolgedessen nahm die allgemeine Teuerung nur noch zu, und das hörte erst aus, als Handel und Verkehr von diesen Fesseln durch einsache Aushebung der Verordnung wieder befreit waren. Ein Küchenzettel aus dem dreißig-jährigen Kriege. Als der Oberst von Vitzthum im Jahre 1627 zum zweiten Male die Stadt Sioll-berg am Harz mit leinen, Kommando heimsuchte, reichte er einen Speisezettel sür seine wöchentlichen Bedürfnisse ein. Darauf fand man verzeichnet: Einen Korb großer und kleiner Rosinen, zwei Hüte deS besten Zuckers, sechs Psund Mandeln, zwei Pfund Ingwer, ein Psund Pseffer, ein halbes Psund G:-würznägelein, rin viertel Psund Safran, ein Pfund Parmesankäse, ein Psund Zimmet und Muskatblu-wen, ein Schock Pomeranzen, auch soviel Zitronen, vier Fäßchen Oliven, eineS mit Limonien und ein-gemachtem Ingwer, einen geräucherten Lachs, zwanzig Psund Stockfische, acht Pfund geräucherten Aal, sechs Pfund dürre Forellen, einen viertel Zentner ungari-fche Pflaumen, fünf Pfund Reis, vier Psund Hirse nebst der zur Bereitung ersorderlichen Milch, sechzig Psund Butter, vier Schock Käse, ein gut gemästetes Rind, drei Kälber, vier Lämmer, acht Hühner, grüne Fische und Eier nach Bedars, zwei Faß Bier, ein Faß Breihahn, einen Eimer Rheinwein, ein Stein Lichte, einen Schcffel Salz, zwölf Scheffel Haser, alle Tage sür vierundzwanzig Pserde Heu und Slroh. so viel als nötig, ein Maß Kirschnuß. zwei Schock Aepsel, große und kleine Nüsse, weiß und schwarz Brot, so viel davon gebraucht wird. Wie lange würde ein General von heutzutage an dieser Wochen-ration zehren? Um Aepsel zu trocknen, verjährt man solgendermaßen: Das Gehäuse wird ausgestochen. die Aepsel geschält und in ziemlich dünne Scheiben geschnittn; sind die Aepsel besonder» mürb, müssen sie ein wenig dicker geschnitten werden, weil sie sonst zerfallen. Die Schnitten läßt man in dünn gefpon-nenem Zucker aufkochen, legt sie aus ein Sieb zum Abtropfen, dann auf ein mit weißem Papier, wo-möglich mit Pergament bedecktes Backblech und läßt i sie im offenen, nickt heißen Rohr einige Tage lanz trocknen. Die getrockneten Scheiben werden in Leinen-säckchen aufbewahrt Man kann die so konservierte» Aepsel sowohl zu Strudel, als auch zu anderen Mehl-speisen und als Kompott verwenden. Sir werde» vor dem Gebrauch in lauwarmes Wasser gelegt und bis zum völligen Aufweichen darin gelassen. Will man sie als Kompott reichen, so dünste man sie wie frische Früchte in Zuckerwasser. bestes altbewährt familiengetränk. / einzib / in seiner /analytischen Beschaffenheit. k. österreichischer Militär-Witwen- unü Waisenfonö Versicherungs-fldteiiung für Steiermark. Graz, Kranzensplatz 2. »sprecker C45S. V»stspartass«n-Konto Nr. I4S.95S. Krieffianleihe-Verslcheruns. Erläuterung für die Zeichnung auf die Sechste 5y2% österreichische amortisable Kriegsanleihe in Verbindung mit einer Lebensversicherung. Anmeldungsalter: Jede Person im Alter von 16 bis 55 Jahren, Mann oder Frau, kann eine Kriegsantelhe-Versicherung anmelden. Gültigkeit der Versicherung: Die Versicherung gilt für Angehörige aller Berufe, auch tOr Soldaten an der Front. Für eingerückte Militärs kann auch ein Angehöriger im Hinterlande die Anmeldung und Einzahlung besorgen, ohne daß dafür «in besonderer Zuschlag eingehoben wird. Die Versicherung gilt für jede Todesart, auch Selbstmord oder Tod Im Felde. Zeichnungsbetrag: Jeder Betrag von K 500.— bis 4000. Kriegsanleihe kann ohne ärztliche Untersuchung versichert, bezw. angemeldet werden. Höhere Beträge mit ärztlicher Untersuchung. Spairabxahlung: Die ersten Prämien betragen für je K1000— VI. österr. Kriegsanleihe: •^jährlich bei 15jähr. Zahlung: bei 20|ähr. Zahlung: jährlich K 49.-K 35— K 25. — K 17.85 i/Jährlich K 12.75 K 9.10 monatlich K 4 30 K 3.10 Die Prämien vermindern sich allmählich Im Laufe der ersten 5 Jahre noch um einige Prozente, und zwar; jährlich '/-i jährlich i/, jährlich monatlich bei 15|ähr. Zahlung auf K 47.25 K 24.10 K 12.28 K 4.17 K bei 20Jähr. Zahlung auf K 33.96 K 17.32 8.83 K 2.99 wöchentlich K 1.05 K —75 wöchentlich K 1.01 K —.72 und düifen auch In den folgenden Jahren diesen letzteren Betrag nicht Übersteigen. Die wöchentlichen Abzahlungen können in Betrieben geleistet werden, welche die Einhebung der Wochenraten und deren Abfuhr an die Versicherungs-Abteilung in einer Summe übernehmen. Beginn und Fälligkeit der Versicherung: Die Versicherung tritt mit der ersten Prämienzahlung In Kraft. Die gezeichnete Kr.egsanleihe wird nach Beendigung der 15- oder 20jährigen Sparabzahlung im Erlebensfalle an den Zeichner oder Im früheren Ablebensfalle sofort an die Angehörigen ohne weitere Prämienzahlung ausgefolgt. Einstellung der Zahlungen: Werden die Einzahlungen durch 6 Monate (im ersten Jahre durch 3 Monate) nicht geleistet, so wird die Kriegsanleihe im Sinne der Versicherungsbestimmungen unter vorheriger Mahnung für Rechnung des Zeichners verkauft und der Erlös nach Abzug der Schuld an ihn bar ausbezahlt. Vorteile der Kriegsanleihe Versicherung: Keine ärztliche Untersuchung, sofortige Wirksamkeit, keine Stempel- und Nebenqe-bUhren, keine Zuschläge für an der Front Dienende, gleiche Bedingungen für die höheren Altersklassen. Die absolute Unverfallbarkelt der geleisteten Einzahlungen, selbst wenn nur ganz wenige Monats- oder Wochenprämien entrichtet wurden. Zinsenertrag. Den Zeichnern der Kriegsanleihe kommt der volle Zinsenertrag unverkürzt zugute, da das Zinsenguihaben unter Ausnützung der günstigen Belehnungsmodalitäten de.- Öst.-ung. Bank zur Ve.biHigung der Prämien schon Im voraus benützt wurde. Anmeldung: Die Anmeldung kann durch Beantwortung der umseitigen Fragen vorgenommen werden. Auskünfte und Anmeldungen bei Her tfersicherungs-flüteilung für Steiermark des R. K. österr. Hilltflr-mt&ien- und (flalsenfonds. Cruz. FranzensPlnlz Hr. Z. 15jährigeJDauer »der 20jähris^Dauer. iXich (gewünschtes durchzustreichen!) Die nachstehend beantragte Versicherung wird von der K. K. PRIV. LEBENSVERSICHERUNGSGESELLSCHAFT ÖSTERREICHISCHER PHÖNIX in WIEN auf Grund der Vereinbarungen mit dem K. K. OSTERR. MILITÄR-WITWEN- UND WAISENFOND unter Wahrung der darin für die Versicherten und insbesondere für die vormals kriegsversicherten Familien sowie für die Kriegswitwen und Waisen festgestellten Begünstigungen abgeschlossen. f S 10 £ ANTRAG für eine Kriegsanleiheversicherung (Versicherung auf den Ab- und Erlebensfall ? ohne ärztliche Untersuchung). * Jede elnieln« Frage ist klar und ausführlich zu beantworten. — Striche oder sonstige Zeichen statt Antworten sind unzuiüssig. g FRAGEN ANTWORTEN 1. a) Vollständiger Vor- und Zuname des zu Versichernden? b)Dessen Wohnort? c) Beruf, Gewerbe oder Beschäftigung? d) Geburtsort und Jahr? I. 2. a) Ist der zu Versichernde gesund? b) Steht er in ärztlicher oder Spitalbehandlung? 2. 3. Welcher Nominalbetrag VI österreichischer Staatsanleihe soll versichert werden? 3. 4. Soll die Prämie ganz-, halb-, vierteljährlich oder monatlich bezahlt werden? 4. 5. Wird die Versicherung auf 15- oder 20jährige Dauer beantragt? S. , i :ro t i5 ■o *ei V» tl 9 8 E c ^ 2 V N Z 2 Si--•. jj 2 5 13 0) 2 -Q < Ich erkläre hiermit durch meine Unterschrift, dall ich vorstehende Fragen vollständig und wahrheitsgetreu beantwortet habe. H Es ist mir bekannt, daü bei wissentlich unwahren Angaben über den Gesundheitszustand £ der zu versichernden Person die Kriegsanleiheversicherung ungültig ist. •» Von den Versicherungsbedingungen habe ich Kenntnis genommen. Die Auszahlung der ver- A sicherten Kriegsanleibe, welche von Ihrer Gesellschaft lür mich voll gezeichnet wird, hat im Erlebens-> falle an mich selbst, im Ablebensfalle an den Überbringer der Polizze zu erfolgen. , den 1 y 17. V TJ Unterschrift des Versicherungsnehmers. Ich bezeuge hicdurch, daß d____________mir bekannte ................... ____________die obige Namensunterschrift eigenhändig vollzogen hat. g , den......_________________________-......................... 19....................Q Zeuge. Keine Zuschläge, Stempel- oder Nebengebühren 1 Anzahlung K Kaiserl. könlgl. priv. Lebensversicherungs-Gesellschaft österreichischer Phönix in Wien. Aktienkapital.......K 6,000.000.— I Garantiefonds.......K 77,000.000.— Versicherungsbestand . . . K 240,000.000.— | Prämien- und Zinseneinnahme K 19,000.000. — __Direktion in Wien, I.. Riemergasse 2. Allgemeine Bedingungen für Kriegsanleiheversicherung. Beginn der Haftung. r -u . ^rl" '• P'e, ^Nung der Gesellschaft beginnt in dem in der Versicherungsurkunde iPollzzel festgesetzten frühestens aber m.t der Zahlung der ersten Prämie, vorausgesetzt, daß der VersicherteTh dannSeTbesindet. P ^ Umfang und Gegenstand der Versicherungsleistung. der Gesell*rh«fiwird ?"ig. wenn der Tod des Versicherten nach dem für den Beginn der Haftung der Gesellschaft festgesetzten Zeitpunkte (Art. 1) eintritt oder wenn der Versicherte das Ende der Versicherungsdauer erlebt hat Jahre 1017 deren ßt i." dicken der VI. österreichischen amortisablen Kriegsanleihe vom Falle'der imt^nHinn» h«v • k der p?,,".e angegebenen Versicherungssumme entspricht (versicherte Kriegsanleihe). Im sieherungssuinme bar au sgezah?L P™"'enfrcic Versicherung wird die n'aeh ArL 6 ermittelte verminderte Ve™ «rf«i,Ti Vor .Lin'rUt des Versicherungsfalles eine Konversion der versicherten Kriegsanleihe vorgenommen sn sind )Ir V r U"8 i' ,n Jen Wertpapieren, welche durch die Konversion an die Stelle der Kriegsanleihe getreten sind Der Versicherungsnehmer kann edoch bei ,1er Antragstellung oder spätestens innerhalb der nach den KonversYonsbe ÄSarSSzT Äd ÄS ^ri,0»«?;v'au,die ^eherungs^istung vom Tage der hTnUlSn^fonÄ ... .v! ,If 'estgeMCtzt wird. In diesem halle gilt das dem Ausgabskurse der versicherten Kriegsanleihe deiche Barka-iital föle^r u1nwifndlunfllal«nrr rfid ^ Versicherungssumme entsprechende Prämien^* IglS&to&pX bCw.' !m . Umwandlung als Grundlage für die Berechnung der verminderten Versicherungssumme Der nach den Konversions bedingungen sich ergebende Mehrbetrag über den Ausgabskurs ist dem Versicherungsnehmer bar auszuzählen Begrenzung der Versicherungssumme. minalbetraeii h„. \li r ,i ^ , . ?{ UI c" folgenden \ersicherungsjahren innerhalb weiterer fünf Monate nicht gezahlt siehet un" mit vorm mlnrlnr v'lz,?r*fihnlen Fristen von selbst die Umwandlung der Versicherung in eine prämienfreie Ver-sicneiung mit veiminderter Versicherungssumme nach Maßgabe des Art. 6) ein. Prämienfreie Versicherung. Rückkauf. .. . 1 ')or1 Versicherungsnehmer kann jederzeit die Umwandlung der Versicherung in eine prämienfreie Ver- sicherung mit vennmderter^Versicherungssumme (S 141, Ab. 1 V.-O.) oder den Rückkauf der Versicherung^eriangen ... , ~ 5- ^ . f! P ai ,n. rec',lne* die Gesellschaft die versicherte Kriegsanleihe nach dem Geldkurse am Taste des Einlangens der diesbezüglichen Erklärung des Versicherungsnehmers ab. Der auf diese Weise ermittelte Gegenwert einschließlich der laufenden Zinsen jedoch abzuglich des auf die versicherte Kriegsanleihe noch aushaltenden SehuXes es N "t toau s«abs prers der Kriegsanleihe abzüglich 8er jeweiligen Prämienreserve) wird im Falle der Umwandlungtal Küum "enifil ie^er bw aus7c"^«mm^ einmas.ge Bruttoprämie zugrundegelegt, im Falle des Rückkaufes dagegen dem Versicherungs- irt -:„i3'..L>aS Rleir!lt\ g'"' we"n die Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung als Folge eines Zahlungsverzuges .wYm *L s l'nJsk, »Wl dann die Abrechnung der versicherten Kriegsanleihe nach dein Geldkurse am Tage des Ablaufes der .m Ait -> erwähnten zwei-, bezw. funtmonatigen Frist durchgeführt. Wiederherstellung. ,Art:.'* '*er V ertrag in eine prämienfreie Versicherung umgewandelt worden, so kann der Versicheruni/cnphnipr binnen sechs Monaten nach Abi uf der in Art. 5 erwähnten 2-, Bezw.' 5 monatigenFri^egen^^v.chz fhTüng X^ufTe /.wischenzeit enfallenden Prämien samt 5% Zinsen, die Wiederherstellung des ursprünglichen Vertrages verlangen iS 115 V -O i wbehaMen sechsmonatigen hrisl ist die Bewilligung der Wiederherstellung der freien Entschließung der Gesellschaft Zinsenüberschuß. . , Art j }: ver Überschuß des effektiven Zinsenerträgnisses der versicherten Kriegsanleihe über die der Prämienbe- 'fh!!nu"f 'ugrundehegende 4%ige Verzinsung der Prämienreserve bildet den Zinsenüberschuß, welcher deinVersicherungsnehmer jm Ende eines jeden Jahres gutzuschreiben ist. Als effektives Zinsenerträgnis der versicherten Kriegsanleihe gilt die Differenz den Kuponzinsen und den jeweilig zum begünstigten Lombardsatz der Österreichisch-ungarischen Bank berechneten Passivzinsen für den auf Kriegsanleihe noch aushaftenden Schuldrest "Liecnneien . 2 Niedern Versicherungsnehmer gutgeschriebenen Zinsenüberschüsse werden alljährlich-s,.ferne der Versicherungs- nehmer nicht deren Auszahlung in barem verlangt — zur gleichmäßigen Verminderung aller während der restli hen Ver-Hcherumysdauer noch zu entrichtenden Prämien verwendet. esul nc" >er 3 Die danach jeweils noch unverbrauchten Teile des Zinsenüberschusses sind dem Versicherungsnehmer^mit ** zu verzinsen und im Falle der Umwandlung bei Berechnung der verminderten Versicherungssumme ^ kriexs- In, I alle der Konversion tritt bei Berechnung des Zlnsenuberschusses an Meile der Kuponzinsen gs- nnlfihe dns Frlr icnis ieiier Wertpapiere, welche durch die Konversion an Stelle der Kriegsanleihe getreten . ind. i j der N^rsi "emigsnehmer von dein in Art. 2, Absatz 3. erwähnten Rechte Gebrauch gemacht, dann erlischt mit dem Tage der Konversion der Anspruch auf weitere Vergütung von Zinsenuberschussen. Darlehen. Art 9 Genen Verpfändung der Ansprüche aus der Versicherung an die Gesellschaft kann dem Versicherungsnehmer bis zur Höhe des nach Art6 festzustellenden Rückkaufswertes ein verzinsliches Darlehen unter Anmerkung auf der ^ sii herunttsurkunde und gegen Ausstellung eines Darlehensscheine» gewährt werden. Die Darlehenszinsen samt Nebengebuhra sind IN den im Üarlehensscheine bedungenen Terminen innerhalb einer Nachfrist von einem Monate an voraus zu entric WnrrfJi ,li? Innerhalbweiterer Tülls Monate nicht beglichen, so wird die Darlehensschuld sofort fällig und derjemg» Teil der Versicherung deren Rückkaufs wert dem aushaftenden Darlehen nebst anfälligen Rückständen an Zinsen und Gebell-Llhd" Ämml SÄ Rückkauf erloschen. Das Darlehen nebst allfälligen ZinsenrücksUnden ist bei jeder der GcseHschafl aus der Veraicheroi^ obliegenden Zahlung in Abzug zu bringen <§ 27 V-O .. bei der Umwandlung in eine pram.en-freie Versicherung durch Rückkauf des entsprechenden Teiles der Versicherung zu tilgen. Unanfechtbarkeit. Art 10 1 Nach Ablauf von einem Jahre seit dein Abschlüsse des Vertrages kann die Gesellschaft mangelhafte Angaben beim Abschlüsse des Vertrages - den Fall einer unrichtigen Altersangabe mehr 8 machen es sei denn daß dem Versicherungsnehmer oder dem Versicherten Arglist zur Last fällt (§136 V. O. ' 2. Das Recht, wegen einer unrichtigen Allersan^abe vom Vertrage zurückzutreten, steht der Gesellschaft nur tu. wenn das wirkliche Einirittsallcr höher ist als 50, bezw. 55 .alire. Gefahrerhöhung, Reisen. Luftschiffahrt. Kriegsgefahr. Art 11 1 Die Haftung der Gesellschaft umfaßt während der ganzen Versicherungsdauer, ohne daß eine Anzeige ru erstatten oder eine Zuschlagsprämie zu bezahlen w äre, auch jede für das Leben der versicherten l'erson aus einem etwaige« Wechsel ihrer Lebensverhältnisse sich ergebende Gefahrerhöhung, insbesondere die Gefahrerhöhung infolge einer Änderung des Berufes oder der Beschäftigung, infolge von Reisen mit was immer für Beförderungsmitteln in oder nach irgendwelchen Toit«ii e>> frei wenn der Anspruch auf die Leistung nicht innerhalb sechs Monaten gerichtlich geltend gemacht wird. Dt«ie I- ri>l begi™ mil dem Ablaufe des Tages, an dem die Ablehnung unter Angabe der Frist und der mit ihrem Ablaufe veirbundenen Rech folgen dem Versicherungsnehmer oder dem Bezugsberechtigten gegenüber mittels eingeschriebenen Briefes erfolgte. Gerichtsstand. Art. 20. Für Klagen, die aus dem Versicherungsverträge gegen die Gesellschaft erhoben werden, sind die Gerichte am Sitze der Gesellschaft in Wien zuständig. Sämtliche Organe der Gesellschaft sind mit Vollmachten aussestattet, welche den Umfang Ihrer Befugnisse feststellen, und "ad«, sich damit gegenüber dem Publikum zu legitimleren. Mark. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für HauS und Familie. Zoa^tag»SeilaA« »er „Sev..chtk Macht" in Htlli. Nr. ZV Die »vüdmar^ erscheint jeden Eonncag alS unent.ielttiche Beitaije für die Leser te: „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südinark" nicht käuflich. 1917 12 ♦ ♦ (Nachdruck verboten.) von Wmmau. Originalroman von Karl Ed. Klopfer. ♦ & Sie hätte das ausschlagen wollen, aber er habe grmeint, sie falle „fremde Länder" kennen lernen, ehe sie daran gehe, sich mit ihren Pflichten als klein-büi gerliche Hausfrau vertraut zu machen. Man könne auch das Sparen lernen „von den Preußen". Die gute Fran P.'ratoner habe einen Familienzuwachs bekommen, was ihr für die nächste Zeit so viel zu tun gebe, daß Mizzi das Unterrichtnehmen bei ihr aus den Herbst verschieben müsse, dann aber solle eS mit verdoppeltem Eifer losgehen. Sie freute sich darauf »och viel mehr als auf die Rheinfahrt. Und das Sparen betreibt sie mittlerweile mit täglich zu« nehmendem Eifer. Von ihrem Taschengeld habe sie bereits — nun, sie sage nicht, wieviel schon erübrigt; Bertschi solle erstaunen, wenn sie ihm die Schluß-summe vorlegen werde. Er möge ihr auch über seine Lebensführung berichten ; vielleicht könne sie ihm jetzt fchou mit manchem praktischen Ratschlage beibringen, die Cparkünstlerin. Er hatte ihr Glück gewünscht und ausführlichere Nachrichten für — den Herbst versprochen. Der-malen nehmen ihn seine Dienstgeschäste auf dem ihm noch nicht recht vertrauten Posten ganz und gar in Anspruch. Ihr Pater habe sehr weise gehandelt; sie möge sich nur recht tüchtig .die Welt ansehen", dann werde man weiter sprechen. Darauf war auch von ihr nicht» weiter gekom-men, als eine Ansichtskarte aus Strsßburg, die von „himmlischen" Neifeeindrücken sprach. Robert hatte es nicht entgehen können, daß er seinem Chef aus der Stockholmer Legation bald zur Verlegenheit geworden war. Der Herr Attache führte ein so eingezogenes Leben, daß eS im diplomatischen KorpS Anstoß erregte. Sicher sah sich der Gesandte dadurch veranlaßt, in Wien über die Verhältnisse seines Gefolgsmannes Erkundigungen einzuziehen, denn eines Ta zes gab er ihm nach weitschweifigen Erörterungen zu verstehen, daß er ihm gerne an die H nd gehen wolle, wenn er das Stockholmer Klima, daS ihm seltsamer Weise nicht zuträglich scheine, mit einem anderen vertauschen wolle. Jetzt, im Sommer, ginge eS ja noch; aber später, in der Gesellschaft», faison, die einem Weltmanne so viel Mühen und Anstrengungen auferlege. Da hatte Robert feinen längst gefaßten Ent-fchluß ausgesprochen, sich zu einem welientlegenen Konsulat versetzen zu lassen. Exzellenz hatte die Idee ausgezeichnet gefunden, feine wärmste Befürwortung beim Minister versprochen und bald hernach auch den DclveiS erbracht, daß er sein Wort gehalten habe. Dcr Attache olle zunächst einmal den abgebrochenen Urlaub wieder aufnehmen und ihn zu einer Reise nach Wien benützen, wo er die endgültige Versetzung, verbunden mit einer außerordentlichen Beförderung, selbst betreiben könne. Robert unterließ cS, den Vater von seiner Heim« kehr zu benachrichtigen und überredete sich, daß er ihn bloß mit der vollzogenen Vorrückung überraschen wolle. Roch klammerte er sich an die Ueberzeugung von seiner unantastbaren Rechtlichkeit. Mit jenem Vorsatz stand es dann freilich im Widerspruch, daß er sich bei seiner Ankunft in Wien nicht zu allererst in die StaatSkanzlel begab, daselbst die neue Bestallung zu empfangen, s»ndern zu der Währinger Villa. Der Portier sagte ihm, daß Papa in Grünau Ausenthalt genommen habe. DaS verdroß ihn furcht-bar. DaS Schloß hätte ein Schinhag nicht wieder betreten sollen. „Hut etwa daS Haus hier schon einen Käufer gefunden?" „Ach, wie denn! Bei dem Preis, den Seine Gnaden angesetzt haben! ES ist längst keiner mehr gekommen. Der Herr Baron ha» sich entschlossen, t« doch zu behalten." „Woher wissen Sie das?" Der Portier behauptete, erst vor einigen Tagen einen Austrag empfangen zu haben, der keinen Zweisel darüber lass«, daß der Freiherr im Herbst den alten HauShalt wieder ausrichten wolle. Robert ließ sich die Handschrist deS VaterS zeigen. Ta hieß es wiik. lich, man habe die Villa sür Ende September zu seinem Wiedereinzug bereitzumachen. „In allen Räumen*. betonte der Portier l»ie Stelle, von der er annehmen durste, daß sie auch dem jungen Herrn ausgefallen sei. „Das muß also ebenso für die Zimmer der hochseligen Frau Baronin gelten/ Robert warf dem Manne einen durchdringenden Blick zu. DaS pfiffige Bedientengesicht brachte «l>eS, was er an schlummerndem Verdacht in sich trug, in Gärung. Die Zimmer der Mutter wiedereiöffnen I Dat sah ja auS, alS ob . . . „Ich werde Papa in den nächsten Tagen selbst sprechen und Ihnen seine genaue Willensmeinung übermitteln lassen", verabschiedete er sich mit Würde. Unterwegs erwog er, ob Papa wirklich an eine Wiede,Verheiratung denken könne. Im Scherz hatte er damals von der guten Partie gesprochen, mit der er sich vielleicht noch aufzuhelfen vermöchte. Wenn er nun tatsächlich einem solchen Vorhaben nahe wäre? Da» würd« sein Verhalten mit einem Schlage er-klären: die Verzögerung der Herausgabe des Schön» hagschen ErbeS, seine Andeutungen, der Attachee brauche sich nicht zu bedenken, den nötigen Monats» zuschuß von ihm anzunehmen — und die geänderten Anweisungen über die Währinger Villa. WaS da-durch BaterS Gesinnung im Hinblick auf Redlichkeit gegen die Merxwalder gewinnen konnte, das büßte sie bei dem Sohne aus Pietät gegen die Mutter ein. Eine SpekulationSheirat — pfui! Im Ministerium des Aeußeren hatte man meh-rere Vorschläge für ihn in Bereitschaft. Ec entschied sich sür daS Amt eine« BizekonfulS in Bolivia. Ex-zellenz erkundigt« sich nebenher nach dem Papa, ließ einstießen, daß man von einem finanziellen Mißge-fch.ck gehört habe, daS den Sohn zur Ouittierung des AttacheepostenS bewogen habe, und gab schließ-lich der Hoffnung Ausdruck, daß sich das Gerücht bewahrheitete, wonach Baron Ferdinand aus dem be-sten Wege sei, sich wieder zu rangieren. Also auch hier schien man von dem — Ehe-geschäst schon geHirt zu haben. Nun entschloß sich Robert, auch den Justiz-minister aufzusuchen. D«r gehörte ja zu PapaS per- sönlichen Bekannten nnd könnte als der seinerzeit bezeichnete Empfäng r deS G.ünaucr Tcst,>uuiit«S Authentisches über Geschehenes und zu Gewärtigen-des wissen. Um einen Vorwand zu der Audienz brauchte ein Beamter, der sich zum juristischen Beirat eine» neu errichteten Konsulates ernannt sah, nicht in Verlegenheit zu sei». DaS erst' Wort, womit der Minister vom Ofsi' ziellen ins Prir>a>gespräch kam, galt der Erkundi-gung nach feinem Freunde Schvnhag, den er seil dem Winter nicht mehr gesehen habe. Auch die Bc-rührung des Gerüchtes von den leidigen Börfenver-lüften die sich wieder wettzumachen schienen, war Beweis dafür, daß Josef SchönhagS Testament nicht zur amtlichen Kenntnis gelangt war. Noch nicht, durste man sagen, wenn man annehmen wollte, daß Pzpa zuerst seine Wiederverheiratung ins Werk zu fetzen gedachte. Darüber mußte man sich in mündlicher Aus-spräche mit ihm Gewißheit verschaffen. Am andern Morgen fuhr Robert gegen Griinau. Von der Bahn weg benutzte er die Post, mehr als je beflissen, feine ärmlichen VermözenSumftände zu betonen. Vom Postillon, einem jungen Kerl, der erst vor Kurzem eingerückt war und ihn nicht kannte, erfuhr er im Gespräch über Land uud Leute, waS man sich von den Grünauern erzählte: DieGeschichle von dem alten Maler und seiner Tochter. Und nun bekam er sie auch aus den gewundenen Antworten des PostwirteS bestätigt. „Hätt nix geben aus daS Gemunkel, beileib nix, wenn Herr Baron uit selber . . „WaS? Ich weiß eigentlich noch nichts Gewisses." „Aber der Herr Baron beliebt doch anzudeu-ten, daß er mit Seiner Gnaden, dem Herrn Vater, so was man sagt, übers Kreuz iS V Da hab ich mir halt denkt, eS wird wegen dem sein, waS der Grü-nauer Kutscher herumerzählt. Zch weiß aus meiner eigenen Familie, daß eS einem erwachseneu Sohn nicht lieb ist, wenn der Vater noch einmal auf die Freit geht. Und wennS dann gar um Eine iS die sich eigentlich niemalen mit einem so sürnehmen Herrn auf dieselbe Stufe stellen sollt . . ." „WaS, heiraten meinen Sie?' Robert flimmerte eS vor den Augen. Jetzt war alles aufgeklärt. Daß der Unselige daS Testament uuterschlagen hatte und daß seine „Spekulation' auf glatten Betrug hinauslief — an den gesetzmäßigen Erben von Grünau nicht nur, sondern auch an fei-nem Sohne, der einfach vor eine vollzogene Tatsache gestellt werden sollte. Im Netz einer verspäteten Leidenschaft, war Ferdinand Schinhag enlschlosfen, mit Füßen zu treten, was er vordem hochgehalten halte. Aber nun war der Soh» da. dem Verwüster der Familienehre in den Aim zu fallen. Nun war es wieder einmal Pflicht, einen Bater zu entmün-digen. In aller Form brauchte rs nicht zu geschehen; es genügte ein wohlgezielte« Wort, ein energischer Eingriff in die »eile sträflicher Versäumnisse un» Machenschaften, um den Grünauer Hixensadbath in die Lust zu sprengen. „Mein schätzbarer Herr Strohschneider, ich kinn Ihnen die bestimmte Versicherung geben, daß eine Heirat nicht stattfinden wird. Und ich habe nichts dagegen, wenn sie sür die weiteste Verbreitung die-ser Nachricht so'geu wollen." Der Wirt zog sich mit einem liefen Bückling zurück. Es wir ihm anzusehen, daß er vor Begierde brannte, von der erteilten Erlaubnis Gebrauch zu machen. Unten die Mittagsgäste — da hatte er die nächste Adresse sür seine interessante Zcitung Als Robert an den Waschtisch zwischen den Fenstern trat, fiel es ihm aus, daß sich aus dem großen Markiplatze eine gewisse Bewegung erhob. Leute blieben stehen und deuteten in ein und die« selbe Richtung, andere traten an die Türen der Hau-ser u d Geschästsläden, und alle Blicke hatten ein gemeinsames Ziel. Was gab eS da zu gaffen? Er beugte sich auS dem Fenster — und wich peinlich überrascht zurück. In gravitätischem Steppschritt kam ein wohl-bekanntes Eisenschimmel Gespann den langgestreckten Marktplatz dahcrgezogen. Aus dem hohen Bock deS Liutschierwagens hielt der Freiherr v. Schönhag mit Eleganz und Grazie Zügel und Fischbeinpeitsche' Sein hellgrauer Zyliuderhut war unternehmend ein wenig zum Ohr geneigt, im Knopfloch seines grauen GchrockcS trug er eine mächtige Chrysantemenblüte, deren Weiß mit dem seiner Handschuhe und dem Vorstoß seiner Weste harmonierte. Auch der sorgsäl» tig gepflegte graue Spitzbart über dem Schnee deS modernen Hemdkragen» paßte so vorzüglich zu der äußerst schicken Toilette nach dem letzten Londoner Journal, als sei er mit Bedacht gewählt. Aber die Erscheinung des BaronS lenkte nur den ersten Blick auf sich. DaS Hauptinteresse der Zuschauer richtete sich alsbald aus die Dame, die den niedrigeren Sitz zu seiner Linken einnahm: eine schlanke Blondine in schlichtem Weiß und fast schmuck-losem Florentiner Strohhut, aber in Antlitz und Haltung von einer Anmut, die auch aus die so wenig ästhetisch geschulten Ackerbürger Eindruck zu machen schien, denn au» allen Mienen la» man neben Meu- gier mehr oder minder willige Bewunderung. „Larve hat sie", stellte Robert fest. Natürlich. Es muß schon der Muhe wert sein, wenn sich ein Gentleman bereitfinden läßt, um eines WeibeS willen zum Schurken zn werden — und cs noch so zur Schau zu stellen. Das sah in der Tat aus wie ein absichtlicher Umzug. „Skandal 1" flüsterte der am Fenster mii er-bitter! aufeinandergepreßten Kinnladen Stehende und trat hinter die Gardine, das Gespann mit zorn sprühenden Augen verfolgend. Mitten auf dem Ma>kt, schräg gegenüber dem Posthof, erhob sich die Kirche. Durch ein Gärtchen auS den R setzt hast. Ich war gestern beim Justizminister." »Meine Schritte zu kontrollieren?" „Vorläufig hat er von mir ebensowenig als von dir von der Grünauer Handschrift erfahren." Schönhag verneigte sich mit einem verbindlichen Lächeln. „Ich quittiere die Drohung, daß du mir nicht allzulange — Schonzeit zu gönnen gedenkst." Der überlegene Spott setzte Robert in Flammen. „Du hast daS Testament vernichtet!" Schönhag wars einen nachdenklichen Blick an die Zimmerdecke, um dann gedehnt zu erwidern. „Und wenn es so wäre — ?" „Also so — so weit ist eS mit dir gekommen!" Die zornige Stimme schlug zu bebendem Schmerz um, so daß eS auch den andern für den Moment anstieß. Im nächsten hatte er sich wiedergefunden. Mit einem Rundblick überzeugte er sich, daß fämt-liehe Türen geschloffen waren, dann sagte er ge> dämpft: „Geh hin und gib deinen Vater an, wenn du den Mut dazu hast!' (Io et seyung folgt.) praktische Mitteilungen. Reinigen von Glas und Emaille. Gefäße auS GlaS, Emaille oder Zergleichen, denen ein Reinigen mit Reibfand schaden würde, lassen sich ganz voriresslich mit Kochsalz säubern. DaS Gefäß wird a «gespült, daS Wasser forlgeschüttet, und aus den roch feuchten Wänden grobes Kochsalz verriebe». Das Salz hat erstens schmntzlösende Wirkung, eS scheuert jedoch durch seine körnige Beschaffenheit auch mechanisch den Schmutz ab, ohne aber auch die emp-psindlichften Gefäße zu verkratzen. Zum Begießen der Topfpflanzen verwendet »ran fehr gut das Gefchirrwasser. Wtnn dieses heute auch nicht mehr so fetthaltig ist wie früher einmal, so gibt doch auch der geringe Fett» gehalt einen vortrefflichen Dung ab. Auch das Wasch-wasser der Wäsche gibt, wenn halbwegs gute und nicht kaolin- oder tonhaltige Seife verwendet wurde, e>»en guten Guß für Rasen ab. Holzige Kohlrüben wirft man nicht weg, sondern gibt sie, geschält und abgeblättert, in die Röhre und trocknet sie darin so lange, biS sie dunkelbraun geworden sind Die so getrockneten Rübe» halten sich, in einem Glase ausbewahrt, lange Zeit. Einige Stückchen davon in die Suppe gegeben, er-setzen die geröstete Leber und daS Grünzeug; sie färben die Suppe schön braun, ohne zu trüben oder einen Geschmack zu hinterlassen. Man erspart so daS teure Hell zum Anrösten der Suppenzutaten. Deutsche unterstützet eure Schutzvereine! Hammer 60 N-uifche Dacht 6tiU 5 Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lall"" legerradep, Piicliräder, Waflfenrädcr Fahrräder von Alleinverkauf! Alleinverkauf! 120 K anfwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Singer-Nähmaschinen ?on 65 K aufwärts. Anton N©f|©F, Mechaniker, Gilli, Herrengasse 2 ^ Alte Fahrrädßr L^J° ulÄU?j!2i, »itntel, Sattel, Pedale, Laternen, Ketten, La*er. 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Die geehrten Interessenten weiden höflichst ersucht, ihre genauen Adressen in der Musikschule oder in der ist sofort zu vermieten. Anzufragen bei Johann Josek, Hauptplatz 2. Buch- und Musikalienhandlung des Herrn Georg Adler gefälligst abzugeben. ZI. 9661/1917. betreffend die Festsetzung des Frühkartoffel-Richtpreises. Die k. k. Zentralpreisprüfungskommission hat mit der Giltigkeits-dauer vom 16. Juli 1917 den Erzeuger-Richtpreis für gesunde, angemessen trockene erd- und keimfreie Frühkartoffeln der österreichischen Ernte 1917 und zwar für Kipfer mit 60 K, für die anderen Sorten mit 30 Kronen für einen Meterzentner festgesetzt. Mit obigem Datum tritt der am 13. Juni 1917 festgesetzte Richtpreis von 46 Kronen ausser Kraft. Geberschreitun gen dieser Richtpreise werden strenge bestraft. Stadtamt Cilli, am 20. Juli 1915. Der Bürgermeister: l)r. v. .1 ahornegg. Juli-Lieferung Brüder Kunz WIEN XIX., Pokornygasse Nr, 7 bezahlen für gut getrocknete Erdbeerblätter . . K 4*— I Brombeerblätter . K2-—1 | Himbeerblätter .K 1*50 Kirscheublätter . K 1*20 Weichselblätter . K 1*20 I Bibiselblitter . .K 1*2« | Stachelbeerblätter K 1*20 Odermenig . . . K 3*— I Spitzwegerich . . X 1*20 Vogelknöterich . . K I 29 Lindenblätter . . K 1*20 Steinklee . . . . K 1-20 Pfefferminskrant .K 1*20 Thymian ... . K 1-501 per Kilo Ernte 1917 Traget bei zu den Erfordernissen des Vaterlandes. V- vj - Für Fabriksbiiro unweit Cilli wird Maschinenzeichner zum sofortigen Eintritt gesucht. Anbote auch von Kriegsbeschädigten mit genauer Angabe der bisherigen Verwendung und der Ansprüche unter .Maschinenzeichner 9774" au die Amionzen-Expedition M. Dukes Nachfolger A.-G., Wien I/l. "" für Badeötenbesitzer! Nachdem der Termin zur Ablieferung der Kupferbadeöfen schon längst verstrichen ist, so erlaube ich mir meinen geschätzten Kunden mitzuteilen, dass ich Bestellungen für Ersatzbadeöfen entgegennehme und die alten Badeöfen der Behörde abliefere. Habe bereits eine grössere Anzahl von Ersatzbadeöfen aufmontiert und empfehle mich den geehrten Kunden zur Uebernahme obiger Arbeit. Hochachtungsvoll Gottfried Gradt Bau- und Kunstschlosser, Brückenwagenerzenger und behördlich konzessionierter W'asserleitungs-Iustallateur. S^ruticitund, Persxnlang, Druä uns äkriafl: ^errmsbuchdiunete: „(ieUja" m (Mut. — Aeranlwmmqer Leu«: iSuieo 5-chldlo.