I uniiiiii pncnni ▼ ^uiufw# 78. lahrgang Bnotieuil wöcütmUicü :>ccii:>uiui (mit Aumthme det l^eierlage). Sciirifl-leitung, Verwtittmg und Buchdruckerd Tel 2lk>7. 25^ und 25^0. Maribor. Koptliika aüca 8. Manotkrlpta werden nicht rctoumierl. Antrafen Rückporto beilegen. Nr. 214 Donnerstag, den 77. September 1958 Inseraten- iitul Abonuemenis-Aiinahme in Maribor, KopuUilva iiijca 6 rVerwallun^' Bezugspreise: Abholen monallich 23 Uin, zustoilen 21 Uin, ^*tirch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monallicli 30 Din. Einzelnammcr 1.50 und 2 Din. Preis Dkt VSO Woruioitr 5mn Xf(titang{atfdiet Edgar Snow veröffentlichte in »Foreign Affair« ein Por-trflt des Marschalls, dem wir nachstehende Stellen entnehmen: Sein Stern ging auf, als die Kuomlntag, die chinesische Nationalpartei, 1023 mit der Sowjetunion ein Bündnis schloß, und dadurch Kraft, Geld und Waffen bekam. Sanjatsen schickte Tschiank nach Moskau, und als 1924 In der Nähe von Kanton mit russischer Hilfe die RevolutionA-re Chinesische Kriegsakademie Waoipoa gebildet wurde, bestimmten die sowjetrussischen Berater Tschiangl^aischek zu ih rem ersten Leiter und zugleich zum Oberbefehlshaber der chinesischen Revolutlons armee. Damals war die Kuomintang ganz und gar ein Werkzeug der Kommunisten; Wampoa war nach Trotzkischen Methoden aufgebaut. Mit Hilfe Sowjetru&lands führte Tschiangkaischek seinen Siegeszug durch China durch. Dann aber, nach seinem Staatsstrelch, nahm er einen Frontwechsel vor: die von Ihm errichtete Nankinger Regierung verließ die revolutionäre Massenbewegung und suchte Fühlung mit den angelsächsischen Imperiallsten. Das heutige China hat manche Militärs, die bessere Strategen, und manche Zivilisten, die gewandtere Staatsmänner sind. Aber Tschiankaischek ist der unerreichte Meister im politischen Manöver. In anderen Ländern würde dieser Mann wahrscheinlich keine namhafte Bedeutung erlangt haben. Aber In China ist er der Typus dieser Zeit und seines Volkes. Er ist sozusagen die Spitze einer riesigen, aber sehr lockeren Sandpyramide, und er hat die Gabe, rechtzeitig vorauszufühlen, wohin das ungeheure Gewicht unter ihm sich jeweils neigen wird, so daß er nicht abstürzt, sondern Im Gleichgewicht bleibt. Er ist niemals ein Bahnbrecher. Niemals steht er In einem Vortrupp, nie bei einer Nachhut. Erst dann unternimmt er einen positiven Schritt, wenn das politische Ma növerfeld hinter ihm vollständig geschlossen ist. So hat Marschall Tschiangkaischek den immerhin bemerkenswerten und wohl einzigartigen Erfolg, daß er heute sowohl von den chinesischen Kommunisten wie von chinesischen Nationalisten gemeinsam unterstützt wird. Die Widersprüche in Tschiangs Charakter sind größtenteils die Widerspruche Chinas. Als glühender Nationalist hat er das Pech, China in einer Zeit zu regieren, wo China mehr an Gebiet verloren hat als zu irgendeiner anderen Zeit. Persönlich ein Feind unredlicher Bereicherung — wofür er massenhaft Leute, ja sogar hohe Beamte, hat erschießen lassen —, ist er jedoch durch Heirat und Politik mit den Sungs und Kungs verbunden, die ihm letzten Jahrzehnt durch Verknüpfung von Politik und Geschäft eines der größten Vermögen erworben haben. Er nennt sich nach wie vor einen »chinesischen Revolutionär«, hat aber Tausende chinesischer Revolutionäre vernichtet. Die Kommunisten nennt er »Banditen«, was ihn jedoch nicht hindert, sich der »Banditen« zu bedienen und in seiner ganzen Politik und 3tDlf(Den ViroQ unD bm heften 2He iftOnOoflotDallfil^e Ohinoorlnotr in £on&on tingdroffeii d^am&trioin unö Oitler treffen S)onner«lag sufammen Prag, 21. Spt. (Avala.) Im Zusam-fnenlwnge mit den englisch-französischen VortcliUgen über die Lösung der tsche-chostowakischen Frage fanden gestern den ganzen Tag über im SctioBe des po-titltchsn Minlsterfcomitees sowie der Koa Utiofisparteiea unahüssig Beratungen statt Eine dieser Ministerratssitzungen fand unter dem Vorsitz des Präsidenten Dr. Benei statt Ade Besprechungen be-zofen sich ant die akute eoropftische Kriaa. P r a g, 21. Sept. (Avala.) CTK berichtet: Ueber den Inhalt der an England und Frankreich abgegangenen Antwortno ten der tschechoslowaldsctien Regierung im Zusammenhange mit den englisch-ffranzösischen Vorschlägen verlautet in informierten Kreisen, daß die Prager Regierung den beiden Regierung vorgeschla gen habe, die eigenen Vorschläge einer nochmaligen Prüfung unterziehen zu wol ien. B e r 1 I n, 21. Sept. (Avala.) Das DNB berichtet: Der deutsche Gesandte Dr. Blseniohrist von der Reichs-regiertmg ermächtigt worden, fan Zusam-nwohacge mit einer von tschechostowa-kischem Müitir begangenen Grenzverletzung bei Seisenberg, wo deutscf^ Gebiet beschossen wurde, energischen Protest ehizufeichen. Warschau, 21. Sept. (Avala.) Das DNB berichtet: Außenminister Oberst Beck empfing gestern den italienischen Botschafter V a I e n t i n i und hernach den ungarischen Gesandten de H o r y. P r a g, 21. Sept. (Avala.) Reuter berichtet: Präsident Dr. B e n e S empfing heute um 2.15 nachts den englischen Gesandten Newton und den französischen Gesandten Delacroix. Die tieklen diplomatischen Vertreter Englands und Frankreichs rieten dem Präsi-deolen, den engUsch-französischen Plan unverändert anzunehmen, da seine Durch fährung dringlich geworden sei. Nach dem Abgang der beiden Gesandten um 3.30 Uhr fand eine Sitzung des politischen Mfaiisterkomitees statt, die um 6 Uhr frflh erweitert wurde. Wie verlautet, bedeutet die von der tschechoslowakischen Regierung an London und Paris gerichtete Note noch nicht die defhiitive Antwort der Prager Regierung. P a r 1 s, 21. Sept. (Avala.) In hiesigen Kreisen ist man fiberzeugt, daB die engl! sehe und die französische Regierung noch heute neuerdings in Prag intervenieren und vom Präskienten Dr. Beneä In energischer Welse die sofortige und unbedingte Annahme des Planes fordern würden. London, 21. Sept. (Avala.) Die Agen zla Stefani berichtet: Im Zusammenhange mit der in London eingetroffenen Note der tschechoslowakischen Regierung will man In gewissen englischen Kreisen den Efaidruck gewonnen haben, daß die Prager Regierung den englisch-französischen Vorschlag abgelehnt habe. London, 21. Sept. (Avala.) Die Note der tschechoslowakischen Regierung in Beantwortung der cnglisch-französischen Vorschläge ist um 23 Uhr nachts in London in Foreign Office eingetroffen. Prag, 21. Sept. (Avala.) Das CTK berichtet: Alle Mitglieder der tschechoslowakischen Regierung haben den Auftrag erhalten, in ihren Wohnungen zu bleiben, und die weiteren Weisungen abwarten zu wollen. Lo n don, 21. September. (Avala.) Reu ter berichtet: Wie aus Downing Street berichtet wird, haben sich Premiermini ster Sir NevUle Chamberlain und Reichskanzler Hitler telephonlsch geeignet, morgen, Donnerstag um 15 Uhr hl Godesberg am Rhehi zusammenzutreffen. Premierminister Chamberlain wird in Begleihing von Sir Horace Wilson und William Strang nach Deutschland reisen. Diese beiden Berater haben den Premlerminister auch nach Berchtesgaden begleitet Paris, 21. September. (Avala.) Die Agence Havas berichtet; Die tschechoslowakische Regierung hat nach Beratungen, die die ganze heutige Nacht ausgefüllt haben, frühmorgens den Beschluß gefaßt, die englisch-französischen Vorschläge anzunehmen. P r a g, 21. Sept. Gestern in den spä-itn Abendstunden hat, wie die Prager Blätter berichten, die Regieeung auf Grund der außerordentlichen Verfügungen die Vorzensur für die gesamte Presse eingeführt. Alle Zeitungen müssen zwei Stunden vor ihrem Erscheinen der Zensur vorgelegt werden, P r a g, 21. Sept. Bezüglich des Postverkehrs mit dem Ausland wurde bestimmt, daß alle Briefe offen aufgegeben werden müssen. Privatbriefe dürfen nur Kriegsführung von ihnen zu borgen. Obwohl Anhänger des buddhistischen Ahnenkultes, verehrt er die christliche Bibel und läßt sich vom Methodismus sehr beeinflussen. »In höchster Gefahr« sagt er oft — »habe Ich zum Christengott gebetet und meine Kraft wurde verdoppelt.« Ungeheuer ist der Einfluß seiner außerordentlich gebildeten, In England und Amerika erzogenen Frau Meiling, geb. Sung. Sie ist seine erste Beraterin und besorgt ihm in der angelsächsischen Welt eine gute Presse. Mit ihren 40 Jahren ist sie sogar mädchenhaft und hatte, überangestrengt mit Politik, keine Zeit, Kinder zu bekommen. Die cliinesischen Staatsfinanzen sind ausschließlich in den Händen der engsten Familienmitglieder. Der jetzige Finanzminister und Ministerpräsident K u n g ist mit Frau Tschiangkaischeks älterer Schwester verheiratet. Während alle anderen Familienmitglieder ungeheuer reich sind, ist Sunjatsens Witwe, die Schwester von Tschiangkaischek, ärmlich geblieben. Als einzige Sozialrevolutionärin hütet sie das Erbe ihres Mannes und wird als glänzende Schriftstellerin von der Jugend glühend verehrt. Die Familien Tschiang-Sung-Kung sind so reich, sie kontrollieren China wirtschaftlich derart tief, daß ihre politische Macht auch dann nocli fortdauern dürfte, wenn Tschiangkaischck seine militärische Macht zum größten Teil eingebüßt haben sollte. in tschechoslowakischer, klcinrussischer, polnischer, deutscher, ungarischer, serbo kroatischer, rumänischer, französischer, englischer und italienischer Sprache abgefaßt sein und dürfen zwei Seiten nicht überschreiten. Paketsendungen dürfen ebenfalls keine schriftlichen Mitteilungen enthalten. Ebenso dürfen die Abschnitte der Postanweisungen und Postbegleitadressen nicht für schriftliche Mitteilungen verwendet werden. Prag, 21. Sept. Wie die Blätter berichten, betrug der Stand der Spenden für die Staatsverteidigung bis zum gestrigen Tage fast 525 Millionen Kronen. P r a g, 21. Sept. Die Regierung hat eine Kundmachung erlassen, wonach das Tragen von Uniformen für Angehörige politischer Parteien unzulässig ist. L o n d 0 n, 21. September. Der Führer der Opposition Major A t l e e richtete an den Ministerpräsidenten Chamberlain ein Schreiben, worin die sofortige Einberufung des Parlaments zur Entgegennahme des Berichtes über die Entwicklung der politischen Lage gefordert wird. Der Premierminister lehnt diese Forderung ab mit der Motivierung, daß er gegenwärtig mit wichtigen und sehr heiklen außenpolitischen Angelegenheiten beschäftigt sei, weshalb der Zusammentritt des Pariaments nicht opportun wäre. Zu einem gegebenen Zeltpunkt werde er die Volksvertretungen ohnehin genau über die Lage unterrichten. Manifest der französischen Kommtmistcn Paris, 21. Sept. (Avala) Die französischen Kommunisten haben ein Manifest erlassen, in dem Chamberlain und Dala-dier wegen ihrer Nachgiebigkeit in der tschechoslowakischen Frage verurteilt werden. Rumänien gegen jegliche Grenzrevisionen. B u k a r e s t, 21. Sept. (Avala) Die Agenzia Stefani berichtet: Die rumänische Öffentliche Meinung ist durch die englisch-französischen Vorschläge zur Lösung der tschechoslowakischen Frage sehr beunruhigt worden. Rumänien erklärt, sich gegen jede etwaige Revision der Grenzen aussprechen zu mü? sen. Deutscher Fischerdampfer von Sowjci-zerstörer angehalten. Bremen, 21. Sept. (Avala) Die deut sehe Nordseefischereigesellschaft »Nor-ge« erhielt einen Funkspruch des deutschen Fischerdampfers »Baarcnfels«, daß er von einem Sowjetzerj>törer angehalten worden sei, und zwar außerhalb der sowjetrussischen Hoheitsgewüsser. Der Fischerdampfer wurde vom Zerstörer auf diplomatische Intervention Deutschlands in Moskau sofort freigelassen. Der Damp fer befindet sich bereits auf der Fahrf nach Tromsöa. »örfc Zürich, den 21. Sept. — Devisen.' Beograd 10, Paris 1I.93V=, London 21.28] Newyork 441»/;, Brüssel 74.42^;;, Mailand 23.25, Amsterdam 238.50, Beriin 176.50, Stockholm 109.72 >4, Oslo 106.95, Kopenhagen 95.02Vj, Prag 15.19, Warschau 83.10, Bukarest 3.25, Budapest 86)5, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Helsinski 9.3S'/2, P"" nos Aires 112. 3Better Wettervorhersage für Donnerstag: Heiter, vielfach Morgennebel, Temperatur wenig veränderlich, lokale Winde. Mariborer ZcHung« Nummer 214. Donnerstag, den 22. Stpitnbef 10311 £onDoner l>orf(&läoe grunDfd^licD angenommen m engliW-fronsöllf^fn ßntpfeOlunoen aU ®er!>anWuno«gninWooe / öem Otfitftritt 5er Präger Oteoleruno? / Unflam un5 Uolen foroem für lore !31tinMr»ettni in tit Gelbllbeflimniuno I'rag, 2l. September. Die tfichccho-.sloNvakische Regierung hat gestern um 19 Uhr den englischen Plan in der Form einer Note beantwortet, die sowohl dem englischen Gesandten Newton als auch dem französischen Gesandten Delacroix eingehändigt wurde. Die Note setzt den Standpunkt der «>rager Regierung auseinander und erklärt, daß sich die Re-gierung ül)er die Gesamtheit der Vorschläge im Geiste der Nachgiebigkeit und Befriedung zu auseinandersetzen wünsche. Die Regierung war den ganzen Tag über in telephonischer Verbindung mit Paris und London. Im Zusammenhange mit der entscheidenden Sitzung des Kabinetts konnte in Erfahrung gebracht werden, daß die tschechoslowakische Regierung den cnglisch-französischen Vorschlägen grundsätzlich zustimme, doch werde sie gewisse Aufklärungen ütKr einzelne Punkte dieser Vorschläge verlangen. Die halbamtliche »Präger Presse« schreibt unter großer Schlagzeile: »Die Lebensinteressen der CSR werden vollkonmen gesichert. Unter allen verant wörtlichen Faktoren herrscht volle Einmütigkeit.« Rom, 21. Scptcüiber. Nach letzten Meldungen aus Prag wird die gegenwärtige Regierung Dr. Hodta zurücktreten. Die neue Regierung, die auf einer neuen Grundlage Zustandekommen würde, könnte dann erst zu den Verhandlungen über die Durchführung der englischen Vorschläge herantreten. London, 21. September. Wie die Blatter aus Paris berichten, hat die Ischcchoslowakisclic Regierung die französische Regierung befragt, ob die Be-.*>tiiiiiiiiijigen des Iranzösiseh-tschechosio-wakischen Beistandpaktes in Kraft treten V.ürdon, wenn Prag die englisch-franzö-sischi^-ii Vorschläge nicht annehme. Die Prägt'r Regierung hat auf diese Anfrage keine Antwort erhalten. Prag. 21. September. Gestern hat der Moskauer Sender, der von der Regierung der Sowjetunion offenkundig inspiriert war, einen Bericht gefunkt, in (leni hieß, daß die französische Regirrung bei einem etwaigeji deutsch-tsclici liOi-lowakischen Zusammenstoß nicht eingreifen werde. Aus diesem Grunde w erde auch die Sowjetunion mit ihrer Armee nicht eingreifen. Das Publikum hat dirse Erklärungen sehr gut vernommen. doch wurde sie von den Moskauer Blätiern nicht publiziert, um den vernichtenden Eindruck nicht noch weiter zu erhöhen. London, 21. September. (Avala) Der diplomatische Korrespondent des »E V e r • n g Standard« hat in Erfahrung gebracht, daß sich die tschechoslowakische Regierung an Moskau mit dem Ersuchen gewendet habe, dring-lich:;t /.u Hilfe zu eilen. Die Moskauer Regierung hat dieses Präger Ansuchen mit der Motivierung abgelehnt, daß sie nicht in der Lage sei, die Rote Armee zu eiüsenden. Lontlon, 21. September. »Daily Ii x preß« und »Daily Mai k veröffentlichen unter großen Schlagzeilen die Meiduii'f, daß die Prager Regierung dem englisch-französischen Plan zugestimmt habe. Die »Daily Mail« beruft sich hie-l>ci auf das Interview, welches Hitler ihrem Korrespondenten Ward Price gegeben hat und erklärt, es wäre regelrechter V/.'il)nsinn, wenn jemand versuchen V. iirde, historische Fehler durch einen Krir;.'; :ai vergrößern. L(.)nd'tn, 21. September. Da es ne nister Lord Halifax den Premier begleiten werde, ebenso eine größere Anzahl von Beamten des Foreign Office. Die Besprechungen würde heute, Mittwoch beginnen und mehrere Tage in Anspruch nehmen. Nach der Rückkehr Chamberlains werden am Dienstag oder Mittwoch der kommenden Woche die beiden Parlamente zusammentreten. Chamberlain wird im Unterhaus, Lord Hallfax im Oberhaus den Entwicklungsgang der Sudetenfrage und die Anregungen Englands darlegen. Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, wird die zweite Zusammenkunft Chamberlain—Hitler für die Liquidierung der tschechoslowakischen Frage von entscheidender Bedeutung sein. Be rchtesgaden, 21. Septenib. Gestern um 11 Uhr vormittags trafen plötzlich der ungarische Ministerpräsident Bela V. I m r e d y und Außenminister v. K a n y a in Berchtesgaden ein. Die beiden ungarischen Staatsmänner begaben sich unverzüglcih auf den Obersalzberg, wo sie vom Reichskanzler Hitler empfangen wurden. Der Unterredung wohnte Reichsaußenminister v. Ribbentrop bei. Nach der Konferenz waren Imredy und Kanya Gäste des Führers und Reichs kanzlers beim Mittagsti«ch, worauf sie im Sonderflugzeug Hitlers nach Budapest zurückflogen. Wie amtlich erklärt wird, wohnte den Besprechungen am Obersalzberg auch der Chef des ungarischen Generalstabs Keresztes bei. imredy und Kanya hätten dem Reichskanzler die Lage in der Tschechoslowakei dargestellt und die gleichen Forderungen bezüglich der Selbstbestimmung der ungarischen Minderheit wie die Sudetendeutschen erhoben. Reichsverweser H o r t h y ist heute Jagdgast des Generalfeldmarschalls G ö-r i n g in der Romintern-Heide. Zu dieser Jagd ist auch der polnische Außenminister Beck eingeladen. B e r 1 i n, 21. Sept. (Avala.) Wie gemeldet wird, wurde gestern vormittags der polnische Botschafter Josef L l p s k i vom Führer und Reichskanzler Hitler auf dem Obersalzberg empfangen. W a r s c h a u, 2.1. Sept. Nach amtlich noch nicht bestätigten Meldungen haben die polnischen Botschafter in Paris und London Noten überreicht, in denen der Anschluß der polnischen Gebiete der Tschechoslowakei an Polen gefordert wird. Die gesamte polnische Presse fordert für die polnische Minderheit in CSR die gleichen Rechte wie für die Sudetendeutschen. Der »Kurjer Poranny« bringt einen angeblich von Außenminister Beck inspirierten Artikel, in dem es heißt, London und Paris behandeln die Polen in CSR wie eine Kolonie. Polen müsse dagegen energisch protestieren. Die Fehler von 1919 und 1920 dürfen nicht wieder geschehen. Dieses Gebiet sei polnisch und müsse zu Polen zurückgegliedert werden. L o n d o n, 21. Sept. Wie aus Budapest berichtet wird, hat die ungarische Regierung eine ähnliche Aktion unternom men wie Polen. Ungarn verlangt die Volksabstimmung für die Randgebiete der Slowakei und Karpathorußlands. Nach den Ergebnissen dieser Volksabstimmung sollen dann die mehrheitlich ungarischen Gebiete an Ungarn angeschlossen werden. 3tDri neue Sanuffe B e 0 g r a d, 21. Sept. (Avala) Durch königliches Dekret und auf Vorschlag des Ministerpräsidenten und Außenministers wurden der Minister a. D. Doktor B u i c zum Banus des Küstenlandba-nats und der Vizebanus JanCije K r a-s o j e V i (5 zum Banus des Morava-banats ernannt. ©örjer ©orte »Der Horizont klärt sich«. — keine politische Rede des Duce. G ö r z, 21. September. Ministerpräsident Benito Mussolini traf auf seiner Inspektionsreise durch die Veneria Giuiia gestern in Görz ein, wo ihn von der Donikirche eine große Menschen menge feierlich begrüßte. Der Duce hielt eine kurze Ansprache. Mussolini erklärte, man möge von ihm keine politische Rede, wie etwa in Triest, erwarten. Er habe damals klar gesprochen. Man könne nicht jenen nach laufen, die sich taub gebärden, um nichts zu hören. Am Horizont sei die Klärung bereits eingetreten. Wir Faschisten — sagte Mussolini — waren nie für einen allzugroßen Optimismus. Wir müssen deshalb abwarten, bis der Vorhang vor dem letzten Akt des Dramas gefallen ist. Mussolini besichtigte sodann das Militärmuseum und die Stadt. Im Kraftwagen fuhr er sodann das Isonzo-Tal entlang und legte dort den Grundstein für eine Siedlung. In Karfreit wurde in seiner Anwesenheit eine Krypta der Gefallenen eingeweiht. und des Grafen Ciano für den schönen Empfang an der Grenze bei Planina, ............. ......,.............L j u b I ] a n a, 21. Sept. (Avala.) bejig u'.Tcl regnerisch ist, wird sich Pre-jdestern empfing der Banus des Drauba-:nie"*r'ni!5Marib'orer Zeitung« Nummer 214. ttm eine ^äti$enlet(^e seh. L 0 nf d 0 n, 22. Sept. Die aastrail sehen KrimlnalbehOrdsn sind bereits seit Jahren mit einer geheimnisvollen Tragödie beschäftigt, die wohl einzig in der Kriminalgeschichte der Welt dastehen dürfte. Es handelt sich am den einbai-samierten Leichnam eines jungen, auch im Tode noch außerordentlich schOnen, etwa 18-jährigen Mädchens. Die Leiche befindet sich bereits seit dem Frühjah 1934 in der Universitätsklinik von Sid-ney in einem gläsernen Sarg aufgebahrt und kann von jedermann besichtigt werden. Bisher ist es trotz eifrigster Bemühungen nicht gelungen, die Identität der Toten einwandfrei festzustellen. Die Mädchenleiche wurde seinerzeit von einer Automobilistifi durch Zufall an der Küste in der Nähe von Sidney entdeckt. Die Aerzte konnten sich nicht einigen, ob das Mädchen einem Unfall oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, oder ob es Selbstmord verübt hat Es liefien sich weder äußere noch Innere Verletzungen feststellen, auch Sparen von Gift konnten nicht entdeckt werden. Die Polizeibehörden versandten einige Tausend Photographien der Mädchenleiche an die Polizeibehörden der ganzen Welt. Auch der Rundfunk wurde in den ersten Wochen nach der Auffindung der Mädchenleiche in den Dienst der geheimnisvollen Affäre gestellt und eine Belohnung von 1000 Pfund für zweckdienliche Angaben ausgesetzt. Alle Bemühungen erwiesen sich als erfolglos. Wohl meldeten sich Hunderte von Personen, die sich die 1000 Pfund gerne verdient hätten und die Tote »mit Bestimmtheit« identifizierten, — doch ergab sich nach- genauerer Prüfung die Behauptungen gar bald deren Unstich hältigiceit. Ein ganzer Legendenkranz spinnt sich bereits um »das tote Mädchen vön Sidney«, dessen Geheimnis wohl nie mehr gelüftet werden wird. ISolUei loar allsu f^^iau! USA belacht den Schildbürgerstreich kluger StadtpolizMen. Über einen iusügen Schildbürgerstreich amerikanischer Polizisten lacht gegenwärtig die Bevölkerung von Ralelgh. * In Ralelgh, der Hauptstadt des Staates North Carolina in den Vereinigten Staaten, ereigneten sich kurz nacheinander mehrere Diebstähle, ohne daß es der Polizei gelang, des Täters habhaft zu werden. Der Dieb hatte sich auf Briefmarken spezialisiert. Er brach bei Nacht in das Postgebäude ein und am Morgen vermißte man mehrere Bogen Freimarken. Wahr scheinlich verkaufte er diese wieder unter der Hand weiter und verschaffte sich dadurch eine erhebliche Summe Geldes. Die Polizei von Raleigh hatte einen Ein fall, wie man den Täter erwischen könnte. Sie dachte nicht daran, das Postgebäude bei Nacht bewachen zu lassen. Soviel MÜlie machte sie sich nicht. Dem Dieb sollte nach dem Plan eines leiten- schon einige Markenbogen auf Verlustkonto gebucht. Das sollte der Preis für die Aufnahme sein. Gespannt stürzten sich die Polizeibeamten auf den Apparat. Aber dieser war ■gar nicht da. Er war verschwunden mitsamt dem Blitzlicht. Der Dieb hatte die Falle, die man ihm stellte, geraubt und dafür alle Briefmarken unberührt gelassen. Der Polizei von Raleigh ging ein Licht auf. Sie erkannte, daß der Plan mit dem Photoapparat doch einen Fehler hatte. Das Aufflammen eines Blitzlichtes mußte nämlich einem Einbrecher aulfallen. Daran hatte man nicht gedacht. In Ralelgh entwirft man jetzt einen neuen Plan, um den Einbrecher zu fassen. 3ugoflalDien aU 3rie&en«fanor MINISTER A. D. GJURA JANKOVie ERKLÄRT: DIE NÄCHSTEN WAHLEN WERDEN IM ZEICHEN DER EINHEIT UND UNTEILBARKEIT JUGOSLAWIENS STEHEN. — QRÖSSTES AUSSENPOLITISCHES INTERESSE: ERHALTUNG DES rRim>EN8. — MINISTER DR. KREK OBER JUGOSLAWIENS AUSSENPOLITIK. Am Sonntag fand in Beograd unter dem Vorsitze des gewesenen Ministers Gjura J a n k 0 V16 eine Besprechung von etwa 1200 Amtswaltern der Jugoslawisch-Ra-dlkalen Gemeinschaft aus dem Gebiete von Beograd, Zemun und PanSevo statt. Auf dieser Besprechung legte in Abwesenheit des Ministerpräsidenten Dr. Sto-jadtnovi6 der Vorsitzende Minister a. D. Qjura J a n k 0 V16 ausführlich die innen-pditlsche Lage dar und befaßte sich auch nilt einigen Fragen der Außenpolitik. Minister a. D. Jankovld führte in seiner Rede n. a. aus, da die Parlamentswahien sich immer mehr näherten, müßten alle Partelamtswafter für diesen großen Tag bereit sein, wo der Kampf geführt wird auf der einen Seite für ein einheitliches, unteilbares und mächtiges Jugoslawien u. auf der anderen Seite für die Zerstückelung and die Föderation. Dann befaßte er sich mit dem Besuche Dr. MaCeks in Beograd und sagte u. a., auch die JRG habe diesem Besuche Bedeutung beigemessen, denn Dr. Maiiek ha be einmal gesagt, er werde die Savebrük-ke nie mehr Oberschreiten,- jetzt habe er aber doch mit seinem Besuch bewiesen, daß sich der Mittelpunkt des politischen Lebens Jugoslawiens in seiner Hauptstadt, In Beograd, befinde und nicht etwa in Ku-pinec oder FarkaSid. Der Redner setzte sich dann mit der Behauptung der Vereinigten Opposition auseinander, daß das jetzige Regime in Jugoslawien undemokratisch sei. Das jugoslawische Volk sei im Grunde demokratisch, wünsche aber weder Unordnung und Chaos, noch Mißachtung des Gesetzes, AuHehnung und eine Politik, die große Erschütterungea hn Staate und im gesellschaftlichen nnd bürgerlichen Leben anstrebe. Das Volk sehne sich nach Frieden und nach einer ruhigen Entwicklung des polltischen Lebens, da es nur darin ein Unterpfand für den allgemeinen Fortschritt erblicke. Unsere P(Mtik, sagte er, ist demokratisch u. völkisch, doch Ist es Pflicht der Regierung und d^ reglerenden Partei, dieser demokratischen Politik die Bedeutung von Arbeit, Ordnung und Gesetz Uchkelt zu geben. Welter führte er aus: »Wir gehen mit der Klarheit des Lichtes der Sonne in die nächsten Wahlen für die volkliche und staatliche Einheit und für ein unteilbares Jugoslawien. Ihr müßt wissen, daß diese Wahlen im Geiste der Verteidigung dieser Einheit und Unteilbarkeit geführt werden. Bei uns besteht kein Grund für die Rassenschutzpolltlk. Daher mögen unsere jüdischen Mitbürger beruhigt sein, wie In nenminfster Dr. KoroSec in seiner letzten Rede betont hat. Mögen unsere Juden in Hinkunft so sein, wie sie waren in den Jahren 1912 bis 1918, dann braucht ihnen bei uns der Kopf nicht weh zu tun.« Dann befaßte sich Gjura Jankovic kurz auch mit der außenpolitischen Lage und sagte, darüber brauche er nicht viel zu sagen, da heute ein jeder deren wohltätige Folgen selbst spüre. Heu te, wo in den Staatskanzleien der großen europäischen Mächte Aufregung herrscht, bereise unser Ministerpräsident Dr. Stoja-dinovlö seelenruhig das Land nnd diese Ruhe sei das Ergebnis der klugen u. ßllick liehen Führung unserer Außenpolitiii, ei- ner Politik des Friedens mit allen Völkern. Ein Volksspruch sagt: Alte Freunde bewahren und neue suchen. Die alten Freundschaften Jugoslawiens mit Frankreich, England, der Klehien Entente und den Balkanstaaten blieben unangetastet und die neuen Wege der Freundschaft füh ren nach Berlin und Rom, denn auf ihnen strömt unser wirtschaftliches Leben. Die Interessen unseres Volkes, sagte er, befinden sich auf der ßalkanhalbinsel und in Mitteleuropa. Da sind wir unmittelbar emp flndllch. Diese Interessen werden wir auf diesem Boden schützen und verteidigen. Unser größtes Interesse ist aber, in diesen Gebieten den Frieden zu schützen u. zu sichern mit dem selbstverständlichen Ziele, die Entwicklung und den Fortschritt unseres Volkes sicherzustellen. Aus Ljubijana wird gemeldet: Minister ohne Geschäftsbereich Dr. Miha K r e k hielt am Sonntag in Jesenice in einer Versammlung der JRG eine Rede, in der er sich auch mit der außenpolitischen Lage befaßte. Er unterstrich dabei die Tatsache, daß in den heutigen schweren Zeiten dank der vorausschauenden Weisheit und der glücklichen Hand unserer Außenpolitik an allen Grenzen des Landes Friede herrsche. Jugoslawien sei ausschließ lieh von Freunden umgeben. Dank der Stellung, die Jugoslawien heute In der Welt einnehme, könne es bei der Lösung der augenblicklichen Streitfragen als Friedensfaktor unter den anderen Staaten auftreten, als Partner, der nicht im Spiele ist und der infolgedessen unvoreingenommen zugunsten des Weltfriedens eintreten könne, des Weltfriedens, der allen notwendig ist, Insbesondere aber uns, denn, das jugoslawische Volk hat in den vergangenen Kriegen für seine völkische Befreiung mehr Opfer gebracht als irgend ein anderes Volk der Welt. Russinnen platinblond. M o s k a u, 20. September. Seit einiger Zeit macht sich unter den jungen i^ussinnen die Mode des Platinblond bemerkbar, was das Blatt j^KomsomoIskaja i^rawda«, Organ der kommunistischen Sowjetjugend, zu einer heftigen Kampfansage gegen den »platinblonden Unfug« veranlaßt. Das Blatt schreibt, daß eine wahre platinblonde Epidemie eingerissen sei, gegen die man so schnell wie möglich vorgehen müsse. Miß Europa muß aus der Schule! Traurige Folgen liatte eine Schönheitskonkurrenz in Kopenhagen für die Preisträgerin. Die Finnländerin Sitka Salomen, die vor kurzem als »Miß Europa-K in der Schönheitskonkurrenz preisgekrönt wurde, erfuhr nach der Landung in ihrer Heimat, daß sie aus dem Schulinstitut ausgeschlossen worden sei, wo sie die Lehrerinnenkurse besuchte. Die Ausschlie-sung erfolgte, weil die Teilnahme von Sitka Salomen an dieser Konkurrenz als unvereinbar mit der Moral der Schule betrachtet wird. USA kündigen Kricgsrisiko-Versicherung N e w y 0 r k, 20. September, Nachdem Lloyds beschlossen haben, die Mindestraten für Kriegsrisiko-Versicherungen fallen zu lassen und die Kricgsrisilto- Klausel aus den Versicherungsverträgen zu streichen, haben nunmehr auch die amerikanischen Seeversiche rungsgcsell-schaften wie auch die kanadischen Versicherer den Beschluß gefaßt, die KricTs-risiko-Vcrsicherurißcn aufzulichcn. In den USA wird jede Krlegsrisiko-I^räFnie mit 48-stündiger Frist geklindi.qt. Es soll ßv. gegen höhere Prämien weiterversichert werden können. Hbenso werden sämtliche von Montreal über den Atlantik ausgebende Schiffe gegen Kriegsrisiko nur zu erhöhten Sätzen versichert. Liebespaar wirft sich vor einen Schnellzug. Budapest, 20. September, Am Bahn iiofe von Erlau haben sich der 22jähri,c!e Eisenbahner Josef Töszer und die 21 jährige Magd Elisabeth Mar aus unglücklicher Liebe vor einen Schnellzug geworfen. Der junge Mann wurde von den Rädern bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, das Mädchen kam, wie durch ein Wunder zwischen die Geleise zu liegen, so daß der Schnellzug über die Lebensmüde hinwegbrauste, ohne daß sie auch nur die geringste Verletzung davontrug. Das Mädchen erlitt einen NervenzusainiTien-bruch und mußte ins Krankenhaus überführt werden. Knaben stehlen einen — Zii-kiis, Bukarest, 20. September. Aus Szat-j mar sind vier Knaben im Alter von 13 bis I 14 Jahren mit einem Wanderzirkus durch j gebrannt. Die Gendarmerie inachte den j Aufenthaltsort der Ausreisser bald ausfindig und brachte sie zu ihren Eltern zurück, wo eine tüchtige Tracht Prügel ihrer Schauspielerlaubahn ein unrühnilichcL^ Ende setzte. Flugzeugunglück in Rumänien. Bukarest, 20. September. In der Nähe des Militarflughafens von Pipera stürzte ein JaRdflugzeug aus 30 m Höhe ab und ging In Flammen auf. Der Püot konnte nur mehr als furchtbar verkohlte Leiche geborgen werden. Furchtbares Autounglück. N e w y 0 r k, 20. September. Auf einer Landstraße in der Nähe von Mani-toba (Wisconsin) ereignete sich ein furchtbares Autounglück, dem (> Menschenleben zum Opfer fielen. Ein Kraftwagen, der auf einer Brücke einem anderen Auto vorfahren wollte, geriet dabei zu hart an das Brückengclünder, durchbrach dieses und stürzte in den Fluß, wo es sofort in den Fluten versank. Erst nach stundenlangen Bemühungen gelang es, das Auto zu heben. Alle im Innern des Wagens befindlichen 0 Personen, darunter drei Kinder, konnten nw als Leichen geborgen werden. Ein kostbarer Teppich. B u k a r e s t, 20. Septembi?r. Die ungeheuren Kunstschätze der »Schwarzen Kirche« in Kronstadt (Brasso), Eigentum der deutschen Siedler Siebenbürgens, weisen u. a. auch einen alten Teppich auf, der auf 800 Jahre geschätzt wird imd sich in Verwahrung einer Kronstädter Bank befindet. Ein anu-rikanisches Konsortium hat für diesen Teppich ein Kaufanbot von einer halben Million gemacht, das aber von den Deutschen Siebenbürgens abgelehnt wurde, da sie nicht die Absicht haben, dieses Kunstwerk zu verkaufen. Schatzsuchc bei der Insel Korfu. London, 20. September. Miosigen Biattermeldungen aus Athen zufolge, hat ein griechisches Haggcrunternehmer unter Zuhilfenahme der modernsten Tauchgeräte die Suche nach einem kostbaren Perlenkollier der Kaiserin Elisabeth an der Küste von Korfu aufgenommen. Die Kaiserin hatte diese Perlenkette, die aus vierzig Perlen von großer Schönheit und ungeheurem Werte bestand, immer nur dann angelegt, wenn sie auf ihrem Märchenschloß Achillcion Aufenthalt nahm. Während ihrer Auslandsreisen pflegte sie die wertvolle Perlenschnur im Meer zu versenken, da sie glaubte, daß sich durch den Einfluß des Salzwassers die Schönheit der Perlen noch weiter erhöht. D.i man auf Grund verschiedener Aufzcichnun gen eine Spur des Perlcnschatzcs gefunden zu haben glaubt, wurden die Nachfor schungcn eingeleitet, die bisher aber erfolglos blieben. »Mariborer Zeitung« Nummer 214. Donnerstag, den 22. Septembef J938, juitd OltiMtoocD, (dl 21.6rptnnib(r !7leg(n(rierung Oed ftöOtifdDen ^uto&udtwrfrDrd DER WAGENPARK BEREITS ZU ZWEI DRITTELN DURCH ZEITOEMASSE KRAFTFAHRZEUGE MIT NAPHTHABETRIEB ERSETZT. — BEDEUTENDE ERSPARNISSE DURCH UMSTELLUNG AUF ANDERE TREIBSTOFFE. Es muß die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß sich die Bevölker-nnß in letzter Zeit in steigendem Maße lür öffentliche Fragen interessiert. Vor allem sind es die B a u- u. V e r k e h r s-p r 0 t) 1 c m c, denen großes Interesse entgegengebracht wird. Dies beweisen nicht nur die Debatten, die daheim und in den öffentlichen Lokalen über zeitgemäße Themen obigen Charakters geführt werden, sondern auch die zahlreichen Anfragen, die an unser Blatt in äer .einen octer anderen Form gerichtet Werzlen, als ob unser Redaktionsstab besser unterrichtet wäre als die Gemeinde selbst. Es freut uns, daß sich unsere Leser an uns wenden, wenn sie Aufklärungen über einen strittigen Punkt wün-^cTien, leider sind aber auch unsere Informationen beschränkt und können i'^icht immer stichhältig sein. Noch mehr freuen uns jedoch die Zuschriften, in- de-n^n Anregungen zur Lösung der ver-srhledenen öffentlichen Fragen vorgebracht werden. Wir bemühen uns, die vorgebrachte hiitiative in der einen oder iindcrcn Weise zu verwerten, doch müssen wir uns oft auf eine summarische Wiedergabe der Anregungen beschrän-Ivcn. Nach Beendigung der Regulierungsar-lu'ilcn ;mi Hauptplatz wird, wie besonders aus den eingelaufenen Zuschriften und Anfragen hervorgeht, der Umgestaltung des Städtischen Autobusverkehrs das regste Interesse zuge-vendet, was ja erklärlich ist, da dieser in der IJ>raustadt die elektrische Straßenbahn zu ersetzen hat. Der Ausbau des Autobusverkehrs wurde vor fast zwei lahron energisch in die Hand genommen, u. zw. in erster Linie durch die Ersetzung veralf(?tcr Wagen durch neue, wobei auf die Betriebsein sparungen das größte Gewicht gelegt wird. Die Stadtgemeinde nimmt fortschreitend eine Betriebsunistellung vom teuren Benzin ai'f das bedeutend billigere Naphtha nnri aas nicht minder billige Erdgas (Methan) vor. Auf diesem Gebiet wurden bereits bedeutende Senkungen der Be-iriehskosten erzielt, wodurch es möglich sein wird, in absehbarer Zeit die großen Defrzite unserer städtischen Unternehmungen zu beseitigen. Hei der Wahl der Wngentypen mit 1 e s e I ni o t 0 r e n für den Naphta-odcr Oasülbetricb entschied sich die Jjfadtgetncinde unter der Fülle der vör-;/elegten Angebote für die Marke feMAN« (Alaschincnfabrik Augsburg—Nürnberg), da die Erzeugnisse dieser großen Unternehmung unseren Verhältnissen am I">csfen entsprechen. Tatsächlich haben siiii diese Autobusse, von denen bereits zwölf zur vollsten Zufriedenheit ihren Uienst versehen, vollkommen bewährt. \'on der Firma wurden nur die Chä'ssien Hiit dem Motor bezogen, wogegen die i\ a r 0 s s e r i c n die hiesige Firma F e r g 1 e r, die sich für den Wagehka-stenbau spezialisiert hat, liefert. Diese K(inibination erniedrigt den Anschaffungspreis bedeutend und kommen die Wagen der kombinierten ausländischen und heiinischen Erzeugung uin gute 20 f'rozent billiger zu stehen als die fix und fertig von der Fabrik gelieferten, wobei sie dem Perligfabrikat gar nichts nach-sloicn. hii Sinne lie;- letzten Sfadtratbeschlus-: t s werden in den nlehsten Monaten V i e r w eile r c '>MAN«-Wagcn be-rc'V^fft ".»Tfclcn, inifl zwar von fiejselhen T\ n.. *>7 -.pi.iy' l-)c/fV':cn'Mi, (1. h. inif wordenen Chevrolet-, Ford- und Renault Wagen ersetzen. Jeder ^Kraftwagen muß nach einer bestimmten Zahl zurückgelegter Kilometer ausrangiert und durch einen neuen, zweckentsprechenden ersetzt werden. In den letzten Jahren wurden nur wenige Neuanschaffungen vorgenommen, sodaß sich im Wagenpark bereits empfindliche Lücken zeigten und fast keine Reservewagen zur Verfügung standen. Wurde für Sonderfahrten, die sich erfreulicherweise mehren, ein guter Wagen verwendet, so mußte auf der regelmäßigen Linie ein kleiner, alter, geradezu vorsintfluchtlicher Kasten aus der Rumpelkammer hervorgezogen und mit Fahrgästen vollgepferscht ächzend, stok-kend und bockend laufen gelassen werden. Nun wird die Gemeinde jederzeit Strümpfe und Socken aller Art am billigsten bei F. KraniarSid, Gosposka 13. genug moderne Wagen zur Verfügung haben, um auch einen größeren Verkehr glatt bewältigen zu können. Noch gut brauchbare ältere Autobusse, besonders die Saurer- und die Fiat-Wagen, erhalten nach und nach neben dem Benzinbetrieb auch die Vorrichtung für den Betrieb von Methan. Die Wagen fahren fast ausschließlich nur mit Erdgas, es sei denn auf größere Entfernungen, da nicht genug Gasflaschen mitgenommen werden können. I V- ••■'n,' V.':lf]r»p rlif kleinen, Li/un ultcrijL;(.liv. ach .gc- 9lal)fa^rer unD mir Sollte jemand an uns die überraschende Frage stellen: »Was ist ein Fahrrad?« so müßte man ihm wohl entgegnen: »Es ist unentbehrlich — und außerdem ein Verkehrsmittel!« Und in der Tat, wir kön nen uns das Straßenbild ohne Radfahrer kaum mehr vorstellen, und nur die Alten und Aeltesten erinnern sich der Zeit, als das Fahrrad auftauchte. Es war das »Hochrad«, dessen Vorderrad, wie der Na nie besagt, eine beträchtliche Höhe aufwies, während das rückwärtige wahre Minialurmaße zeigte. Das Fahren mit diesem Vehikel muß ziemlich schwierig gewesen sein, und es dauerte nicht allzu lange, bis es von der heutigen Type, dem Niederrad oder »Safety« — wie es damals hieß — abgelöst wurde. Das »Safe-ly«, auf deutsch »Sicherhcitvr, trug diesen seinen Namen zu Recht, und die nun um ein Vielfaches erhöhte Sicherheit des Fah rens machte die erste Form bald verschwinden. Um die Sicherheit unserer heu tigen so sportgeübten und sportgewandten Fahrer, die wohl auch das Hochrad ohne Fehl und Tadel gemeistert hätten, ist es dank ihrer Fertigkeit gut bestellt, nur eines haben sie im Gefühl der eigenen Sicherheit vergessen: Daß auch der nicht radfahrende Nebenniensch ein Recht auf Sicherheit hat. Es ist eine wohl genugsam bekannte Tatsache, daß kaum mehr im Vorfahren geläutet wird, daß man die Vorschriften der Fahrtrichtung nur saumselig einhäjt, sowie mit Vorliebe nach der einen Seite schaut und nach der anderen fährt. Als natürliche Folge mehren sich die durch Radfahrer verursachten Unfälle, und dies umso mehr, als die Radfahrer sich nur allzu oft der Hand der strafenden Gerechtigkeit zu entziehen wissen. Zum Ueberfluß werden noch Räder bt^'nlit/t, die weder fiir F.'ihrer noch liii* Pu^Mkuni ■>' ' Sm fuhr z. B. ein Angcsteilicr eiiic; iiiLoi^en Bäk • kerei eines Sonntagvormittags die steile, aber breite Straße vom Gasthaus Slavec zum Jägerheim herunter und ohne zu läuten zwischen zwei rechtsgehenden Fußgängern hindurch, den einen derselben heftig streifend. Als man ihn aufhielt, redet er sich auf sein Rad aus und dies nicht mit Unrecht, denn es hatte nur e i n Pedal, kein Läutewerk und keine Bremse. So fährt man! Ein Kind hätte den Tod dabei finden können! — Der Fußgänger von heute weiß, daß er das Minus an Vorsicht von selten der Radfahrer durch ein Plus an eigener Vor sich ausgleichen muß, aber eines weiß er doch noch nicht: daß er sich seit kurzem auch auf den Gehsteigen nicht mehr in Sicherheit befindet! Verlockt durch die so bequemen verbretierten Trottoirs, die stellenweise noch kein Asphalt, wohl aber die steinerne Randeinfassung aufweisen, fähren diese — pardon Rad-fahrwifdlirlge fröhlich darüber hin, wenn es ihre Bequemlichkeit so will, und der ahnungslose Nichtfahrer sieht sich plötzlich auf dem Gehsteig einem Radler gegenüber. Erlaubt man sich ein paar Worte des Protestes, so mimt der Zurechtgewiesene Nichtverstehen und fährt weiter, gewöhnlich zu einem Haustor oder einem für Radfahrer gestatteten Durchgang, zu dem er sich den Weg mittels Zuhilfenahme des Gehsteiges verkürzt. — Wir le- § Woll-, Mako- und Seldenwitocbe in großer Auswahl im Wäsche- und Kurzwarengeschäft F. KramarSid, Gosposka ulica 13. ausersehen. Polizeirat PcstevJek-war seinerzeit viele Jahre in Maribor bedienstet und erwarb sich hier einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. in. Interaattonaler ÜtderkonsreB. Auf Einladung des Präsidiums dieses Ktdh-gresses, der vom 22. bis 28. d. m Berlin und Nauheim stattfindet, wird unser bekannte Baineologe Dr. L. T r a u .n e r von der Zagreber Universitätsklinik Uber »Die Diät bei der Bäderbehandlung des Rheumatlismus« sprechen. m. Großes Interesse für das Block-Aboooement Heuer macht sich im Publikum ein lebhaftes Interesse für das Block-Abonnement bemerkbar. Dieses Abonnement ist um eine Kleinigkeit teurer als das übliche Theaterabonnement, bietet jedoch dabin eine große Begünstigung, daß der Besuch nicht an bestimmte Tage oder Vorstellungen gebunden ist, sondern nach eigenem Willen eingerichtet werden kann. m. An den 18 Gymnasien in Sk>wenien, staatlichen, Banats- und Privatanstalten, gibt es gegenwärtig insgesamt 12.771 Schüler und Schülerinnen. In Maribor zählen das klassische Gymnasium 858, das Realgymnasium 852 und das Real-Unter-gymnasium 561, das Realgymnasiunr in Celje 1257, In Ptuj 401 und in Murska So-bota (nur 6 Klassen) 507 Schüler. Die stärkste Anstalt Ist das 3. Realgymnasium in Ljtibljana mit 1538 Schülern. Das L Realgymnasium weist dort 145>, das 2. Realgymnasium 1105 und d^s klassische Gymnasium 1171 SchiUer auf. Die schwächste Anstalt Ist das Realgymnasium In Ko&svje mit 215 Schülern in 6 Klassen (1. bis 5. sowie 8. Klasse). m. Der Verein der jugoslawisclien Hochschüler in Marlbor hielt am 17. d. seine Jahreshauptversammlung ab, in der folgende neue Vereinsleitung gewählt wurde: Obmann cand. iur. France B a j t, 1. Vizeobmann stud. iur Slavko K a-dunc, 2. Vizeobmann cand. techn. Ra-do RakuSa, K Schriftführer stud. phil. ben in einer aufstr^enden Stadt, sollte es nicht möglich sein, solchen Uebelstän-dcn abzuhelfen, könnte man nicht schon an den Lehranstalten auf die Disziplin des Gehens und'Fahrens und auf das Recht des'Fußgängers auf Sicherheit hinweisen? .............H. m. Aus dem Staatsdienst. Der Fachlehrer der 2. Knabenbürgerschule in Mari-bor Alfred Kos wurde zum Direktor der Bürgerschule in Gornja Radgona ernannt. — Der Gerichtsadjunkt Anton Z u p a n wurde von Maribor zum Bezirksgericht in Ptuj versetzt. — Zum Bezirksschullnspek-tor in KoCevje wurde der Lehrer Drago V o n c i n a aus Dolenja vas bei Rlbnica ernannt. m. Kanzleidirektor i. R. Alois J. Skasa gestorben. Gestern ist der Kanzleldlrelt-tor i. R. Herr Alois J. Skasa in Maribor im hohen Alter von 82 Jahren verschieden. Mit Kanzleidirektor Skasa versinkt eine der markantesten Gestalten Alt-Maribois ins Grab, ein Mann, der zeitlebens viel Sinn für guten Hummer und Lebensbejahung hatte.'Als solcher hatte er einen gro» ßcn Kreis von Freunden und Bekannten, die ihn wegen seiner charaktervollen Gesinnung überall zu schätzen wußten. Friede seiner Aschc! Den schwergetroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Aus dem Notariat. Bestellt wurden die Notare Dr. Anton B a r t o 1 in Ljub Ijana (bisher in Maribor) und Dr. Ludwig Grobelnik in Maribor (bisher in Ribnica i. U.). m. Ljubljana besucht Ljutomer. Der Verein der Freunde der Slowenischen Büheln in Ljubljana veranstaltet unter dieser Bezeichnung Sonntag, den 2. Oktober einen Ausflug mit Sonderzug nach Ljutomer. Die Teilnehmer nehmen dort an der traditionellen Bauernhochzeit teil, die den Zweck verfolgt, die am Murfeld herrschen den Sitten und Gebräuche vorzuführen. Das Programm umfaßt auch ein Weinlese-fest sowie Ausflüge in die Umgebung. Derartige Ausflüge werden bereits vor einigen Jahren nach Ljutomer und Maribor organisiert und nahmen daran bis zu 800 Personen teil. ni. Aus dem Polizeidienst. Als Nachfulger des nach Ljubljana versetzten j Oberpolizeikomtnissärs Stanko K o s ist i'or der Polizeidircklion in Ljubljana zii-' geteilte Polizeirat Karl Pestcvsck * Strickwaren in neuesten Mustern und Modellen im Modegeschäft F. Kra-maril2, Gosposka 13. ■ • Franci P r e 1 8, 2. Schriftführeir'cand. phil. Marica D -e k I e v a, 1; Kassier stud. art. Branko Z i n a u e r, 2. Kassier stud. iur. Jelka F u r 1 a n, BUcher-wart stud« techn. Emil T r e 1 e c, Beisitzer abs. techn. Max Du r j a v a, Revisoren cand. phil. Ilda J e r a b e k und abs. techn. Josef F a t u r, Ehrengericht abs. iur. Stane P e t e r i n, abs. iur. Albin G o d I n a und cand. com. Pavlo C e r n i C. * Gegen HartleibigkeH und Himorrlioi* den mit Wallungen, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Ist das natürliche »Franz-Jo-seff-Bltterwasser ein al^rprobtes Hausmittel. Das echte Fra^-JcMf-Wasser hat eine mild lösende und sicher ableitende Wirkung,'die auch bei dau«mder Inanspruchnahme nicht zu' versagen pflegt. Reg. S. br. 30.474/35. m. Neue Erzbergwerke sollen, wie aus Mokronog in Unterkraln gemeldet wird, im dortigen Hügelland angelegt werden. Schon" vor Jahren bestand dort ein Bleibergwerk, wegen unzureichender Verbindungen mußte es jedoch wieder aufgelassen werden. Mit dem Bau der Bahnlinie St< Janz—Sevnica wurde die Frage der Ausnutzung der Bodenschätze wieder aktuell. Es wurden Nachforschungen angestellt und man fand dort auch reiche Eisen-, Kupfer-, Zink und andere Erzlager, die nun nach Aufbringung der notwendigen Kapitalien erschlossen werden sollen. m. Die Glücksgöttin ruft! Dieser Tage wurde die 36. Spielrunde der Staatlichen Klassenlotterie abgeschlossen, wobei auch in unserer engeren Heimat eine größere Anzahl von ganz beträchtlichen Treffern zur Verteilung gelangte. In Kürze beginnt nun die 37. Spielrundc, für die wieder kleine und große Treffer im Gesamtbetrage von nicht weniger als rund 65 Millionen Dinar ausgesetzt sind. Das Innter-esse ist auch diesmal sehr rege und es empfiehlt sich daher, schon jetzt an den Erwerb der Klassenlose zu denken. Die neuen Klassenlose liegen in unserer best-oingeführten Hauptkollektur und (iliicks-stelle Bankgeschäft B e z j a k, Alaribor, ^ Donnerstag, den 22. September 1938. _>Mariborer Zeitung« Nummer 2U, Gosposka ulica 25, Tel. 20-97, in größter Auswahl auf. Alle Spielinteressenten tun also gut, wenn sie sich unverzüglich an die genannte Hauptkollektur der Klassen lotterie wenden, die gerade bei den letzten Spielrunden von einem ganz besonderen S^pielgiück b>egUnstlgt war! fft mit öfT SSartNiKlo ulka? Die Barvarska ulica ist heute eine der frequentiertesten Gassen der Inneren Stadt. Da die Gosposka ulica für den Wa-gen- und Radfahrerverkehr gesperrt ist, wickelt sich der gesamte Verkehr in der Richtung Slovenska ulica—SlomSkov trg zum größten Teile durch diese ohnehin enge Gasse ab, die man vor einigen Wochen zwecks Verlegung von Röhrenleitungen aufgerissen und nur für die Not wieder eingeebnet hatte. Die Katzenköpfe, die schon früher ein unmögliches Pflaster abgegeben haben, sind ausgerissen worden und an den freigelegten Stellen gibt es so viele Löcher und Unebenheiten, daß man sich bei hellichtem Tage einen Beinbruch zuziehen kann, wenn man als Fuß-• gänger nicht aufpaßt. Die Radfahrer sind ebenfalls in größter Gefahr. Seinerzeit hieß es, daß zwischen den Hauseigentümern dieser Gasse und der Stadtgemetncte ein Abkommen in dem Sinne getroff^ worden sei, daß die Hauseigentümer den . größeren Teil der' Kosten einer Neube-pfiasterung aufbringen. Nun scheint e«. daß im heurigen Jahre alles l>elm Alten bleiben wird.-Die Barvaräka ulica ist Jedoch als innerstädtische Gasse so frequentiert, daß es sich wirküdi lohnen wQr de, sie zu asphaltieren. Auf diese Weise würde die bisherige Staub- und Kotent-wicklung ein fUr allemal beigelegt werden. Auch in anderen Städten ist es üblich, die engen Gassen, die dem Fußgänger-, Radfahrer- un4 kleinem Wagenver-. kehr dienen, zu asphaltieren. Die Barvarska ulica zählt zu jenen Gassen, die eine weitere Vernachlässigung nicht mehr ertragen. m. An den Scirieflaiditefschiften in Beo grad vertrat unsere Stadt auch der erfolgreiche ^ Juniorenmeister Boris N 0 v a k, der. sich auf zwei Scheiben als der zweitbeste Schütze der Mariborer Juniorenequipe erwies und damit sein Können neuerdings unter Beweis stellte. Boris Novak errang bekanntlich auch bei den Mariborer Kreismeisterschaften im Vorjahre den zweiten Preis und trat auch sonst wiederholt erfolgreich hervor. Die fünfglledrige Juniorenequipe, die durch ihr schneidiges Auftreten und tadelloses Verhalten in Beo-grad alsbald das allseitige Interesse auf sich lenkte, stieß nur in der Schützengilde aus Kfagujevac auf einen ebenbürtigen Gegner und war in der Gesamtwertung das beste Team im Jugendschießen. m. Die Attfnabmtprfifung in den TextU-kurs findet am Sonntag, den 25. d. um 9 Uhr im Zeichensaal der Knabenbürgerschule in der Krekova ulica statt. Wer sich bis jetzt noch nicht eingeschrieben hat, kann das am Sonntag zwischen 8 und 9 Uhr (eine Stunde vor der Prüfung) nachholen. * Moderne eiektrische Uhren mit Netzanschluß bei M. Mgerjev sin, Juwelier, Gosposka- 15. Verkauf auch auf Teilzah-'ung ohne Preiszuschlag. 6573 m. Ehi Fahrradmarder bemächtigte sich gestern mittags in Radvanje des dem Schmied Franz Schreiner gehörenden Rades. Das Viktoria-Rad, Evi-iienznuinmer 106.707, stellt einen Wert von 1300 Dinar dar. 111. Abgängig ist seit einigen Tagen (Jer 18jährige Zuckcrbäckerlehrling Ernst o d g 0 r n i k aus der Smetanova ulica, Zweckdienliche Angaben mögen der Polizei zur Kenntnis gebracht werden. ni. Greis vom Holzgerüst begraben. In Ribnica am Bachern wurde der beim dortigen PFarrhof bedienstete 81-jährige Knccht Josef N u n ö i ö von einem einstürzenden Holzgerüst begraben, wobei er mehrere Rippenbrüche und eine Fraktur des linken Armes erlitt. Er wurde ins Mariborer Krankenhaus überführt. m. Italieiifahrt um 1585 Dinar. Der >>Putnik« arrangiert in der Zeit vom 30. September bis 30. Oktober eine große Cicsellschaftsreisc »iurch Italien, wobei Venedig, Florenz, Rom, Neapel, der Ve- 3ni 3eid5ni der Xraube WARUM ORGANISIERT MAN IN MAHBOR NICHT EINEN »WEINTRAUBeN-TAG NACH DEM VORBILD IN KROATISCHEN GEGENDEN? Wir stehen in den Tagen der Traubenreife. Auf den Verkaufsständen, auf dem Markt und auch sonst — sogar in den Hiusem — werden Weintrauben zum Verkaufe feilgeboten, man kann jedoch feststellen, daß der Traubenkonsum in unserer Stadt weit unter dem Niveau des Möglichen liegt. Maribor wäre dazu berufen, die Fremden zur Traubenkur anzulocken. Die zuständigen Weinbaufachorganisationen und landwirtschaftlichen behördlichen Stellen müßten irgendetwas tun, damit unsere Tafeltraube zur Geltung kommt. Es ginge über diesen kurzen Aufsatz hinaus, auf die gesundheitlichen Vorteile des Genusses von Weintrauben hinzuweisen. Das soll den mit Ernährungsforschung beschäftigten Aerz-ten überlassen bleiben. Wichtig und unumstößlich Ist die Tatsache, daß der Genuß von Trauben den Organismus belebt und den Verdauungsorganen bekömmlich ist. In kroatischen Städten hat man schon in den vorigen Jahren, ebenso wie heuer, bestimmte »Traubentage« eingeführt, an denen der Verkauf und der Konsum von Weintrauben systematisch propagiert und betrieben wird. Diese Traubentage haben den Vorteil, daß die Züchter edler Tafeltrauben ihre Ernte leichter oder ganz zum Verkaufe bringen. Anderseits wird auch dem zurückhaltendsten etwaigen Gegner des Traubengenusses der gesundheitliche Vorteil einer Traubenkur nachgerade eingehämmert. Wir haben hier unseren weißen und roten Gutedel, den Muskatsylvaner, die grüne Seidentraube, die Perle von Csaba und wie sie alle heißen, Traubensorten, die in unseren sonnigen Hängen wunderbar zur Reife kommen und wegen ihres hervorragenden Aromas, der dünnen Beerenschale und des saftigen Fleisches jede Konkurrenz der Slankamenka und der sonstigen dickschaligen Banater Traubensorten ausstechen. Die Idee solcher Traubentage wäre ein Gewinn für Maribor, wenn man an deren Verwirklichung schritte. Maribor im Zeichen der Weintraube: eine Idee, die ihrer Lösung harrt! VISCNI erliiseht den Körper, veihlndeit uningenehme Hiutansdümtdng Jmdw Ist Qlütke» S€hmledl In Kflrz« beginnt die 37. Spielmnde d«r stattllchtn Klusenlotterle, bei welcher Oefegrahelt wieder groue und Meine Treffer Im Oennitwerte von faaf 65 MHUonmn Dinar zur Verlosung gelangen! — Zögert nicht lange und freift raich nach den neuen Klittenloten» die In groaser AufwabI bereits in unserer beslbektnnten aiOclMalalla mtf HmuptkoUrnMur Sanlrjascftaft ■IZJAK Marler. Oipailii ulk« tfl« SM7t aufliegen. Besinnt Euch rechtzeltlfl Das Qlflck ruft! Ein ganzes Los kostet DIn 200-ein halbes Los Din 100*— und ein Vlertcllos Din 50'— JLmm Dfyi * p. Versetzang In den Ruhestand. Der Direktor des Realgymnasiums in Ptuj Herr Dr. Max K o v a ö i wurde in den dauernden Ruhestand versetzt., p. Kirchenrenovierung. Die Kirche in Sv. Marko bei Ptuj wird gegenwärtig einer gründlichen Renovierung unterzogen. Die Arbeiten werden von der bekannten Firma H o r v a t aus Maribor durchgeführt. p. Unfälle. Der 64-jährige Hilfsarbeiter Franz K r a j n ö i £ aus Mala vas bei Sv. Marjeta wurde von einem umkippenden Wagen begraben, wobei ihm beide Beine gebrochen wurden. — In Podvinci entglitt der 29-jährigen Besitzerstochter Elisabeth C e h ein Messer, wobei sie eine klaffende Schnittwunde am rechten Bein erlitt. — Der 28-jährigc Tischler Johann M u r § i fiel in GrajenS^ak vom Fahrrad und trug hiebel innere Verletzungen davon. — Die Genannten wurden ins Krankenhaus überführt Jus Mjf c. Die Chauffeurprüfungen für Kandidaten aus den Bezirken Celje, Gomji grad, Smarje pri JelSah und Konjice finden am 6. Oktober in Celje statt. Beginn um halb 9 Uhr morgens. Die diesbezüglichen Gesuche sind ehestens bei der Be- suv und Capri besucht werden. Das Ge-samtarrangement kostet 1585 Dinar. m. Kommet mit In das Rebenland der Slowenischen Bühehi! Der »Putriik« unternimmt Sonntag, den 25. d. eine Querfahrt durch das prangende Rebenland der Slowenischen Büheln. Fahrpreis des ganztägigen Ausfluges 50 Dinar. m. Einige erstklassige Logen bzw. Logensitze stehen für die neue Theatersaison noch zur Verfügung. Den Interessenten bietet sich jetzt die beste Gelegenheit, da knapp vor Saisonbeginn die Auswahl nur beschränkt oder überhaupt nicht mehr möglich sein wird. m. Den Wlrtschaftakreisen, vor allem der Industrie, Handel und Gewerbe, bietet sich heuer besondere Gelegenheit, sicii des Theater-Abonnements zu bedienen und sich dadurch als Förderer unseres Theaters zu erweiser zirkshauptmannschaft in Celjc einzureichen. c. Todesfall. Im öffentlichen Krank^-haus starb am Montag das 5-jährigc Söhnchen Friedrich des Herrn J a k o-witsch in Celje. Den schwergeprüften Eltern unser aufrichtiges Beileid! c. Schützenwettkampf. Am Schützenwettkampf um die jugoslawische Landes meisterschaft in Beograd haben auch sieben Schützen aus Celje teilgenommen. Im Gruppenwettbewerb der einzelnen Städte kam Celje an vierte Stelle. c. Tombola. Die Ortsgruppe Celje der »Jadranska straza« (Adriawacht) veranstaltet am 25. September mit dem Beginn um 14.30 Uhr auf dem Dedkov trg vor dem »Narodni dorn« eine Tombola. Preis der Tombolakarten 2 Dinar. Die erste Tombola ist irgendeine Anschaffung im Betrage von 1500 Dinar. c. Vom Skiklub. Der Skiklub Celje hält am 24. September im Klubzimmer des Gasthofes »Zur grünen Wiese« seine diesjährige Hauptversammlung ab. c. Zuchthfihner. Die Rathauskorrespon denz schreibt uns: Auch heuer wird die Banatsverwaltung steirische Hühner zu Zuchtzwecken abgeben. Für einen Hahn sind 10 Dinar, für eine Henne 20 Dinar zu entrichten. Bestellungen werden bis zum 25.* September im Zimmer Nr. 47 der Stadthauptmannschaft entgegengenommen. c. Kino Unk>n. Mittwoch und Donnerstag: »Frauenehre«. Es ist ein Zeichen von Einsicht, daß der Film, der früher einmal unter dem schreienden Titel »Dämon der Liebe« gelaufen ist, nunmehr bloß noch »Frauenehre« heißt. c. Von Unbekannten niedergeachlagen. In Ljubeöno wurde in der Nacht zum Montag der 27 Jahre alte Faßbindermeister Johann J a z b e c aus Gaberje bei Celje von unbekannten Männern mit Prügeln niedergeschlagen, wodurch er einen Schädelbruch erlitt. Der Schwerverletzte wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht. Amerika und die Unendlichkeit. Bei den letzten Kongreßwahlen in den USA besuchte ein namhafter Politiker auf seiner Wahlreise die berühmte Sternwarte auf dem Mount Wilson. Ein Astronom erklärte dem einflußreichen Mann die Einrichtungen des Observatoriums und hielt ihm einen kleinen Vortrag über den Bau des Weltalls. »Was?<< staunte der Politiker. »Sie sagen, es gibt in der Milch- Imn-Utia Uoion-Tonicino. Die pikante und humorvolle französische Liebeskomödie »Neapel, die Stadt der Liebe« mit berühmten französischen Darstellern und dem bekannten italienischen Tenor Tino Rossi. Es folgt der in Venedig preisgekrönte und anerkannt beste Lustspiel-schlager »Der Mustergattex mit Hein?; Rühmann, Hans Söhnker und Helli Fin-kenzeller. Burg-Tonldno. Der aufregende, wirklich gute Nerven verlangende Kriminal-und Abeneuerfilm »AUe gegen Einen« mit Silvia Sidney in der Hauptrolle. — Als nächster großer Film folgt der Weltschlager »Seeleute« nach einem Roman von Rudyard Kipling mit Tracy Spencer und Lionel Barrymoore. 3lpofDdnina((HMMll Bis zum 23. September versehen die Mariahilf-Apotheke (Mag, Pharm. König) in der Aleksandrova ce-sta 1, Tel. 21-79, und die St. Anton* Apotheke (Mag. Pharm. Albanere) in der Frankopanova ulica 18. Tel. 27-01, den Nachtdienst. Domieralag, 22. September. Ljttbljana, 12 Schallpl. 13.20 Schräm* mebnnalk. 18 Konzert. 18.40 Richtig sto-wenisch. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Konzert. — Beograd, 18.15 Konzert. lO Nachr., Nationalvortrag. 20 Volkslieder. 2030 Sinfoniekonzert. — Prag, 17.40 Lieder. 18.20 Leichte Musik. 19.20 Opern stunde. 20.35 Hörspiel. — Prag, 18 Kam mermusik. 18.45 Schallpl. 20 Volksmusik, -r- Bttdapest, 18.10 Orgelkonzert. 19.20 Zigeunermusik. 20 Hörspiel. — Bero* münater, 19.10 Schallpl. 20 Konzert. Paria, 20 Schallpl. 20.30 Hörspiel. — Strattnirg, 19.30 Leichte Musik. 20.30 Bunter Abend. — London, 18 Konzert. 20 Bunter Abend. — Rom, 19.30 Konzert. 21 Oper. — Mailand, 19.30 Konzert. 21 Lustspiel. — Dentschlandsender, 18 Sport. 19 Vortrag. 20 Konzert. - Berlin, 18 Konzert. 19 Schallpl. 20.10 Bunter Abend. — Breslau, 18 Vortrag. 19 Reise-erzählung. 20.10 Opernabend. — Leip« zig, 18 Vortrag, 19 Hörspiel. 20 Volksmusik. — München, 18.20 Chormusik. 19 Schallpl 20.10 »Guiditta«, Operette von F. Lehar. — Wien, 12 Konzert. 14.10 Schallpl. 16 Konzert. 18 Tanzmusik. 20 Wiener Volkssänger. Straße MiHionen Sonnen?« — Der Astronom bejahte. — »Und außerhalb unseres Milchstraßensystems gibt es noch Millionen Milchstraßen?« — Der Astronom nickte zustimmend. — »Und jede dieser Billionen Sonnen hat Planeten, wie unsere Erde einer ist?« — »Ja, es ist mindestens sehr wahrscheinlich.« — Der Politiker schüttelte entmutigt den K»pf: »Dann ist es im Grunde genommrn glelcH gültig, ob die Demokraten oder die Republikaner siegen.« Irrtum. Gast: »Hören Sie, Herr Ober, Sie sintf zu kurz gekommen bei der ZusammenzäH lung der Rechnung!« — Kellner: »Wieso denn?« — Gast: »Sie haben das Datum mitgezähH, und wir haben heute nicht den 2., sondern den 3.!« Weg der Instanzen. »Verzeihung, Herr Direktor, aber meine Frau hat gesagt, daß ich um Gehaltserhöhung bitten solle!« — »Gut, Herr Müller, ich werde meine Frau fragen, ol» Sie die bekommen können!« Das schlechte Gewissen. Kurt: »Bitte, bitte, Mutti, sieh doch ma, zu, daß du Vaters Taschentuch in die Hände bekommst, und mache den Knotet auf, der da drin ist!« Mutter: »Aber warum denn, mein Junge?« Kurt: »Tch... glaube, mit dem bin ich gemeint!« »Mariborer Zeitun|;<; f^umincr 214. S>ie OBentDarramdrHe MITTEILUNGEN DES HAMDUROISCH EN WELTWIPT8CHAPTSARCUIVS Baumwolle. Am . a III c r i k a n i s c h e n BaumwoÜ-markt hat die unsichere Haltung weiter .ingehaKcn. Der Lokopreis in .New York ist auf 8 cts zurückgegangen, die Kaufneigung bleibt überall sehr gering. Aus Europa liegen kaum Aufträge für ameri-kanische Baumwolle vor, zumal auch die Spekulation ihre Tätigkeit fast vollständig eingestellt hat. Da2u trägt, nicht nur tlie politische Lage in Europa biel,\sondern weitgehend auch die Unsiclierlielt (Iber die zukünftige Haltung der Amerikanischen Regierung gegenüber. der Haumwollwirtschäft. Man befürchtet, daß die amerikanische Regierung eines Tages dazu übergehen kOnnte, die großen Vorräte, die sie bevorschußt hat, am offenen Markt anzubieten. Dies könnte unter Umständen ohne Rücksicht auf den erzielten Preis geschehen, nur aus dem Bestreben heraus, der amerikanischen Baumwolle die Absatzmärkte zu erhalten. Angesichts der Absichten der Vereinigten Staate im Weizenexport entbehrt diese Version nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit. — In A1 e X a n d r i e n * ist die enjte Baumwolle neuer Ernte an den Markt ge-kpmmen. Die Ernte besitzt zwar eine be-r>onders gute Qualität, wenngleich ein Urteil über den • Ausfall der gesamten rZrntc noch nicht gefällt werden kann. Angcsichts der schlechten Preislage für amerikanische Sorten verzeichnet aqch ägyptische Baumwolle einen Preisverfall. Die Ausfuhr Ägyptens hat im Juli zwar einen rccht befriedigenden Umfang gehabt: insgesamt liegt der Export der soeben abgeschlossenen Saison jedoch leicht unter der Ausfuhrhöhe der Vorsaison, . Wolle. Die ersten australischen Auktionen haben Anfang September stattgefunden/wo bei die Umsätze befriedigend waren. Die Wollschur der neuen Saison wird auf 2,97 Mill. Ballen geschätzt, das sind rund 180.000 Ballen weniger als in der vorigen Saison. Die statistische Position der Wolle wird als zufriedenstellend empfunden, wenngleich Befürchtungen über eiife wachsende Verdrängung durch künstliche Fasern bestehen. Weizen. Das Internationale LandwirtscJiaftsin-r stitut veröffentlicht soeben seine neueste Übersicht über die vermutliche Weitweit zcnernte. Für Europa wird die gOnstige Ertragslage bestätig; die gesamte Wel-zcnernt9 in Europa wird auf. über 47 Mill. t geschätzt, womit die Vorjahrseriite um i) Mill. t iibertroffen wird. Die größere Zun*ahme entfällt auf die Weizenausfuhr-länder Europas, bei denen sogar gegenüber der guten Ernte des Vorjahres noch eine Erhöhung um 18% und gegenüber dem Ertrag der letzten fünf Jahre um 33?« festzustelien ist. In den anderen europäischen Ländern ist die Ertragslage zwar ebenfalls sehr günstig, hat a6er nicht den Umfang wie in den Ausfuhrländern. — In Australien schätzt man die Anbaufläch für Weizen der kommenden Saison um 3,4% über dem Stand der Vorsaison. — Die Frage des Absatzes des rumänischen Weizens spielt weiterhin eine große Rolle. - . Nach neueren Meldungen soll sich das Interesse Englands nur auf rund 200IX)0 Tonnen Weizen beschränken, und Belgien soll vielleicht etwa 100.000 t abnehmen. Aber auch dies sind einstweilen nur Hoffnunrjcn; feste Verträge sind bisher noch nicht gesciilossen worden. Mctalk:. Die Umsätze am Londoner Metall-niarkt haben unter dem Eindruck der un-sicliiren poi't:.'c.!ien Lage; stark nächge-lasLsen. Isur am B 1 e i in a r k t war eine Belebung der Umsfltze festzustellen, da hier der Abschluß des neuen Kartells einen gewissen Auftrieb gegeben hat. Der Bleipreis in London hat sich inzwischen etwas befestigt, prompte Ware wird mit 14 fünf Sechzehntel Pfund gehandelt, während entfernte Sichten mit \5yi Pf. notiert sind. Man erwartet, daß das neue Kartell sowohl die Bleierzeugung als auch den Bleiabsatz regeln wiid. Die Qrflnder des Kartella^ haben die Absicht, die noch außenstehenden Erzeuger zum Beitritt aufzufordern. Immerhin wird die Einbe-ziehdng sdmtlicher Produzenten Schwierigkeiten machen, weil Blei vielfach als Nebehgewinnung bei anderer MetallfOr-derung anfällt. — Am Zinn markt war ebenfalls eine Belebung festzustellen, die vermutlich aber auf die Tätigkeit der Spekulation zurückzuführen ist, die sich jefzt vom Bleimarkt abgewandt hat. Der Zinnpr\3i8 konnte sich in London auf rund 192M Pfund befestigen. ;3ugoflotDifst die staatliche Hypothekenbank hat heute keinen Vertreter an die BOrse geundt. Donnerstag, den 22. September 1938. lationsfrist läuit vom 20. Oktober bis 12. November; die Vorlesungen beginnen am 2. November. 30ri^MrUDtt LJttblJaaa, 20. September. Devisen. Berlin 1703.03-1770.91, Zürich 090.45— 1003.52, London 211.70—213.82, New-york 4381.01—4417J2, Paris 118.04 bis 120.08, Prag . 151.43—152.54, Triest 231.94—23i5.02; engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 13.9940. Zagrtb, 20. September. S t a a t s w e r-t e ; Kriegsschaden 455—402, 4 proz. Agrar 58—^1, 4 proz. Nordagrar 55 bis 59, 0 proz. Begluk 84.87.50, 5 proz. dal. Agrar 84—80, 7 proz. Investitionsanleihe 95—98.V» 7 proz. Blair 84, 8 proz. Blair 89; Priv. Agrarbank 214. y 1200 Wagtoni Aefifd sind nach vor liegenden Meldungen bisher aus Slowenien und Kroatien nach Deutschland ausgeführt worden. Im Draubanat allein dürften noch gegen 1000 Wagenscndun-gen verfügbar sein* Ab 25. d. dürfen erstklassige Aepfel mtr.in Kisten zum Versand aufgegeben werden, wogegen ä la rinfusa nur Wlrtschafts^ und Industrieäpfel befördert werden können. Die Pri-zad hat für die Ausfuhr nach Deutschland neue Preise festgesetzt, uiid zwar für Goldparmänen und Renetten 30, für Wirtschaftsäpfel 20 und für Industrieäpfel 12 Mark pro Meterzentner franko Bodenbach oderTetschen, bzw. 27, 17 und 9 Mark franko jugoslawisch-deutsche oder ungarisch-deutsche Grenze. Diese Senkung der Exportpreise für Aepfel dürfte auch den fnlandpreis beeinflussen. , t. X Der danknotenumlaiif wurde nach dem Wocheriatisweis der Natlonalbank in den letzten Tagen um 45 auf 0327 Millionen Dinar erh(i^t. Die Bedeckung stellt sicli auf 27.50 Prosent gegen 27.94 Prozent eine Woche vorher. X Am Höpfennitfirt im Saimtal festigen sich die Preise allmählich immer mehr. Erstklassige Ware wird gegenwärtig mit 27.50 und mittlere Qualitäten mit 24 bis 27 Dinar pro Kilo bezahlt. Es dürften bereits gegen vier Fünftel der heurigen Fechsung.deo Besitzer gewechselt haben. X Kunstharzeneugttng auch in Jugoslawien. Nach Meldungen aus Novi Sad wird eine jugoslawische Finanzgruppe dortselbst eine Fabrik zur Erzeugung von verschiedenen Waren aus Kunstharz (Bakelith, Galalith usw.) ins Leben rufen. Das Kapital beträgt 4 Millionen Dinar. X Handels-Hochschule Leipzig. Das Personal^ und Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 1938-1939 ist erschienen und für 65 Pfg. einschl. Porto von der Hochschule zu beziehen, die auch weitere Auskunft erteilt. Entsprechend den vom Reichserziehungsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung verordneten -Richtlinien für das Studium der Wirtschaftswissenschaft werden Vorlesungen und Übungen abgehalten Uber Geschichte, Volk, Stände, Staat, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Rechtsverkehr und Rechtsschutz, Georgraphie, Technik, Presse, Pädagogik, Sprache, Wirtschaftspublizistik und Zeitungsbetriebslehre, Kurzschrift und Leibesübungen. Das Verzeichnis enthält auch Näheres über die Institute und Abteilungen der Handels-Hochschule sowie über die Zulassüngsbestlmmungen zum kaufmännischen und Handelslehramtsstudium, Promotion usw. Immaturen ist Gelegenheit gegeben, anstelle der fehlenden Vollreifeprüfung eine Sonderreife-prüfung abzulegen. — Die Immatriku- Zwdll|ihriger erhängt sich am Fenster-kreuz. Budapest, 18. September. Aus Kassa wird gemeldet, daß sich dort der 12Jflhrige Schüler Johann Paviik in Abwesenheit seiner Eltern in der elterlichen Wohnung an einem Fensterkreuz erhängt hatte. Bf hatte tagsvorher die Schule geschwänzt und war deshalb gerügt worden. Dies hatte sich der Junge so zu Herzen genommen, daß er beschloß, seinem Lebeii ein Ende zu machen. TragikUe im KuhstaU. Prag, 18. September. Auf dem Gute des Großgrundbesitzers Grafen Harrach bei Könlggrätz ereignete sich ein folgenschweres Unglück. Infolge Unterspfllung eines Hauptpfeilers durch Hochwasser stürzte die Decke eines Kuhstalles zusammen. 20 Stück Vieh und 2 Tierhüter wurden unter den Trümmern begraben und sind erstickt. Die beiden Tierhüter konnten nur mehr als Leichen geborgen werden. Bankmub hi Mexiko. Mexiko City, 18. September. In der Ortschaft Parral im Staate Chihuahua ereignete sich am hellichten Tage ein Raubüberfall auf eine Bank, der nach Chicagoer Vorbild durchgeführt wurde. Vier schwerbewatfnete maskierte Banditen, die in einem Aüto vorgefahren waren, drangen mit, vorgehaltenen Pistolen in den Schalterraum der Bank ein. Die im Lokal befindlichen Besucher mußten si(ih mit dem Gesicht zur Wand stellen, zwei Bankbeamte, die sich zur Wehr setzen wollten, wurden Ober den Haufeti geschos sen, die Übrigen gefesselt und geknebelt. Sodann raubten die Banditen die Kässa und Wertpapierschränke aus, schleppten Ihre Beute in das draußen wartende Auto und fahren mit rasender Geschwindigkeit davon. Der ganze Vorfall hatte sich so schnell abgespielt, daß die Stra-* Benpassanten von dem Gangsterstück überhaupt nichts bemerkt hatten. Von den Banditen, denen Bargeld und Wertpapiere in Höhe von fast einer halben Million Pesos In die Hände gefallen sind, fehlt jede Spur. SdKtabaHaktaigiii als Hfihnerdieblo* Warschau, 18. September. In Kiel-ce wurde die 18 jährige Maria Slokow^ka die kürzlich im Rahmen einer Schönhöits-^ konkurrenz zur schönsten Zigeunerin Po-* lens erklärt wurde, wegen Hühnerdieb-* stahls zu 1 Monat Gefängnis verürtellti Ihre Verhaftung war auf Grund einer De;» nunziation ihrer Cousine erfolgt, die bet der Schönheltskonkurrienz unterlegen war und sich auf diese Weise für die Nie^ derlage rächen wollte. Radfahrerinnen-Höschen — verboten.. Amsterdam, 18. September. Der Bürgermeister der Stadt Ginneken hat eine Verordnung erlassen, die die kurzen sporthöschen der weiblichen Radfahrer mit dem Bannfluch belegt. Der Bürgermeister fand nämlich die Radlerinnen-Höschen fttr »anstößig« und hat daher kurzerhand diese Radlertracht untersagte Die Polizei hat den Auftrag, Radlerinnen, die dem Verbot zuwiderhandeln und in kurzen Höschen einherradeln, anzuhalten und auf die Wachstube zu bringen. Hier müssen sie dann solange warten, bis man ihnen von ihrem Hause einen Mantel oder einen Rock, kurzum ein dezentes Kleidungsstück geholt hat, in dem sie dann nach Hause gehen oder radeln können. Korruptionsaffire des Bürgermeisters von Klschinew. Bukarest 18. September. Die Staatsanwaltschaft von Kischinew leitete gegen den gewesenen Bürgermeister Dr. Jon Costin wegen schwerer Amtsmißbräuche das Strafverfahren ein. Die Untersuchung ergab, daß Costin beim Bau des Klschiner Stadttheaters die Stadtverwaltung durch verschiedene Manipulatio-Inen um Millionen geschädigt hatte. Peiwfifflg. Mura« zum ersten Mal vor. »Rapid« spielt wiederum auswärts, und zwar in Cakovec gegen den vorjährigen LNP-Meister »Cakovec«. In der zweiten Klasse folgen zwei Spiele, und zwar »L e n d a V a«—»D r a v a« in Dolnja Lendava und »P t u |«—»G r a d-j a n s k i<9r in Ptuj. In der Meisterschaft der Reservemannschaften findet nur das Treffen »Maribor«—»Slavlja« statt, während in der Jugendmeisterschaft »Rapid« und t^^elezniöar« aufeinandertreffen. : Moritz - Dadieu - Oedenkfahrt. Der Radfaiircrklub »Edelweiß 1900« bringt am Sonntag, den 23. d. seine traditionelle Moritz-Dadieu-Qcdenkfahrt zur Durchführung. Die Abfahrt erfolgt um 14 Uhr vom Klubheim Hotel »Zamorec«. Die Mitglieder werden ersucht, sich korporativ an der Fahrt zu beteiligen. Gäste herzlichst willkommen! : Der LelchtathlctlkUlnderkampf Jugoslawien—Tschechoslowakei wird am Sonn tag den 25. d. in Prag stattfinden. Alfer-dings hängt die Durchführung des Kampfes noch von den politischen Ereignissen ab. ; Die jugoslawische Rad-Bergmejster-schalt gelangt am 9. Oktober auf der IG Kilometer langen Sljcme-StraBc bei Zagreb zur Durchführung. : Jugoslawien gegen Polen. Nunmehr hat auch der polnische Fußballverband Ihr Antlitz war ebenmäßig geschnitten, wie aus edlem, bräunlichem Marmor, von Künstlerhand gemeißelt. Sie wurde viel begehrt. Aber alle Versuche, diese kühle Frau zu gewinnen, schlugen fehl. Pippo war der erste Mensch, der in ihr Gefühle erweckte. Pippos natuit)urschcnhafte Frische, die nie den gebotenen Takt verletzte, weckte Gefühle der Sympathie und des Verlangens in der schönsten Frau Englands, und was noch keiner erreicht, es wurde Tatsache — Sylvia Barrystone zeigte Peppino deutlich, daß ihr seine Gegenwart willkommen war. Als er England nach dreimal verlänger tem Gastspiel verließ, waren sich die bei den Menschen ihrer Gefühle gewiß. Und vor zehn Tagen war Lord Barrystone im Hotel Adlon abgestiegen, und täglich erlaubte Sylvia dem Freunde größere Freiheiten. Sie wußte, wie sehr man sie in England um die Liebe des berühmten Künstlers beneidete. Und Pippo? Er saß seiner zarten, verwachsenen Schwester ge genüber und sprach mit ihr über Sylvia; sie schwieg gedankenvoll, lächtelte ihm zuliebe und preßte Fix, der gern in ihrem Schöße lag, angstvoll an sich. Sylvia war nicht die Frau, die sie sich als Ge-fähttin für den geliebten Bruder erhoffte. Die kalten, herzlosen Augen, mit denen d'o schöne Frau sie bei ihrem ersten Besuch von unten bis oben gemustert hatte, ließen eine Wand der Fremdheit und Abwehr zwischen beiden entstehen. Nach kurzen, sehr gemessenen Worten empfahl sich Lucia, und nur durch gröR-fp Sclb^fbeherrschung gelang es ihr, di'n Bruder über ihr Leid zu täuschen. Sylvia war weniger taktvoll, sie machte eine nblohnende Bemerkung, als Pippo in seiner Freude, daß die Gellebte seine Schweste' nun kenne, dieser eröffnete, daß seine Schwester ihn nie verlassen seine Aufstellung für den am kommenden Sonntag in Warschau stattfindenden Länderkampf gegen Jugoslawien bekanntgegeben. Polen stellt Madejski, SCepanjak, Galecki, Gura, Nie, Ditko, Pivec, Pjontek, Serfke, Wilimovski und Vodari. : Pttfiballderby in Celje. Am nächsten Sonntag geht in Celje das lokale Fußball-derby »Athletiker«—»Celje« in Szene. — Das Match, für das sich wiederum ein außergewöhnliches Interesse bemerkbar macht, findet am Sportplatz der »Athletiker« statt. : Der Ldchtathletlkkanipf Stowenien— JuUtdi-Vcaetleii, der für den 24. und 25. d. anberaumt war, wurde abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. : Scliwelz dreimal gcschlagen. Die Schweizer Fußballauswahl wurde in Dublin von Irland 4:0 abgefertigt. Die B-Gamitur unterlag gegen Luxemburg 1:2 und die Auswahl der Ostschweiz wurde von Vorarlberg 5:4 geschlagen, : Lazek besiegt Neuael. In Wien kämpften L a z e k und N e u s e I um die Europameisterschaft im Schwergewichtsboden. Lazek siegte nach Punkten und verteidigte damit erfolgreich seinen Europameistertitel. Sein nächster Gegner soll Schme Hng sein. : Cejnar gewann im Meraner Tennis-tomler das Einzelspiel. Im Finale schlug er den Ungar Szigeti 9:7, 8:6, 6:2. Bei den Damen siegte die Dänin Spreling, die im Semifinale unsere Meisterin KovaC mit 6:0, 1:0 scr. ausschaltete. Den Mussolini-Pokal gewannen die Italiener Taroni-Qulntavalle gegen Journu-Boussus mit 4:6, 6:3, 6:3, 6:1. Schmeling wieder nach Amerika. Max Schmeling reist am l. Jänner 1939 nochmals nach Amerika, um dort mehrere Boxkämpfe auszutragen. ; Der Nordische Fußballpokal wird am 2. Oktober in Stockholm von Norwegen und Schweden zur Entscheidung ge- dUrfe, selbst in der Ehe nicht. Der verliebte Mann aber achtete nicht auf die Ablehnung, er lächelte sonnig und glaubte, wollte es glauben, daß Sylwia nur aus falscher Scham sich herzlos zeigte. Wußte er doch, wie ungern sie sich Schö nes sagen ließ, was andere Frauen doch $0 sehr entzückte. Allerdings bemühte er sich nun noch mehr um die Schwester und versuchte, seine Herzensergüsse Über die Geliebte in sich zu verschließen. Lucia dankte ihm dies und gab sich Mühe, ihren Widerstand, den sie mit Fix teilte, zu besiegen, was aber weder ihr noch dem Hund gelang. Fix probierte es erst gar nicht, seine Abneigung gegen Sylvia zu verheimlichen. Aber die blinde Liebe des Mannes Ubersah alle diese Anzeichen. Pippo gab Sylvia den Liebesnamen Maharani, da sie auf einem Maskenball im Nationalgewand ihrer Großmutter erschienen war. Für Pippo die einzige Frau, das erhabene Weib, für andere die trotz ihrer Jugend und Schönheit Scheu erweckende und Unbehagen auslösende Sylvia Barrystone. Pippo aber begeisterte alles Fremde, alles Schöne, und wie er seine starken Arme um den schlanken, biegsamen Körper dieser Frau legte, da durchzitterte ihn ein heißes, glückspendendes Gefühl, das sich ihr, der kalten, spöttelnden. Überkultivierten Engländerin, wie ein Wunder mitteilte, so daß sie sekundenlang sich an den Mann lehnte, die schmale, gepflegte Hand an seiner Schulter, das Haupt zurückgebogen, die Lider halb geschlosseo, wohl um den verräterischen Glutschein zu verbergen, der ihm entgegenstrahlen wollte. Ihre Lippen beb ten leise, als wollte sie Worte der Abwehr formen, aber sie blieben still. Sie, die wohlerzogene Lady, stand kraftlos, schwach, wie Jede vom Liebespfeil getrof bracht Am Sonntag schloß in Oslo vor 35.000 Zuschaoem der Kampf Norwegen —Dänemark 1:1 unentschieden. ; Mattt JfrvlBM, der finnische Weft-rekordler im Speerwerfen, hat ein Angebot erhalten, als Trainer nach China zu kommen, : Die Weltmeisterschaften der Rollschuh läufer* Die Weltmeisterschaften der Roll-schuhläufer wurden in Ferrara (Italien) ausgetragen. Bei den Männern kam der Franzose Ficheux zu Doppelsieg, er gewann die 1000 Meter vor Bogaerts-Belgi-en und Vento-Italien und die 10.000 Meter vor Taymanns-Belgien und Beretta-Itaiien. Bei den Frauen konnte die Italienerin Rianda zweimal siegreich sein, über 1000 Meter vor Müller-Schweiz, Malacrealtalien und Pouthet-Frankreich und über 5000 Meter vor Malacrca-Italien und Spo-to-Italien. : Tommy Farr will nur ge^en Joe Louis boxen. Der britische Exmeister im Schwer gewicht Tommy Farr, der sich seit Jahresfrist in den Vereinigten Staaten befindet, wurde von Mike Jacobs In das große Ausscheidungsturnier der Schwergewichte genommen, dessen Sieger das Recht hat, als Abschluß gegen Joe Louis um die Welt meisterschaft zu boxen. Nun cilclärte Tom my Farr, daß es ihm nicht im Traum einfalle, sich mit einer Reihe von Sdiwerge-wichtlern herumzuschlagen, da Ihm unmittelbar nach dem ersten Kampf mit Louis, den der Weltmeister nur knapp nach Punkten gewann, ein Rückkampf um den Titel zugesagt worden war. : Polens »Winterhauptstidt« Zakopane hat große Pläne. Im Laufe der letzten Jahre hat der Wintersport in Polen große Fortschritte gemacht. Das erklärt sich daraus, daß das am Fuße der Tatra gelegene Zakopane sich immer mehr zum ersten Wintersportzentrum Osteuropas entwickelt hat. Durch die Anlage einer Seil« bahn von Zakopane auf den Gipfel des Kasprowy, war der erste große Schritt zu einer Entwicklung getan. Noch fehlte Zakopane der Komfort eines europäischen Wintersportplatzes, und wenn die Tatra mit ihren Naturschön heilen bisher noch ziemlich abgeschieden vom Fremdenztt- fene Frau, hingebend vor dem Manne, der Ihr Schicksal werden sollte. Ihr Schicksal? Der Bann war gebrochen, sie fand den Weg zu ihm, der ihr Untertan werden sollte. Aber es sollte ihr nicht leicht werden, dieses Beherrschen Peppino Saldinis. Denn er war kraftvoll, stark, ein ganzer Mann, sieghaft froh, voll Lauterkeit des Sinnes und ohne MIß trauen anderen gegenüber. Er hatte Freu de am Leben, liebte die Menschen, denen er zugetan war, ehrlich, offen, ohne Hinterhalt, konnte Falschheit nicht ertragen, und Enttäuschungen trafen ihn schwer, dann konnte er nie mehr vertrauen und mied sokhe Menschen sorgfältig, da er zu viel natürliches Empfinden hatte, um das Unnatürliche gezwungener Haltung zu ertragen. Sylvia wollte den geliebten Mann nicht verlieren, noch hatte er ihr ureigenstes Wesen nicht erkannt, da sie, klug wie sie war, deutlich fühlte, daß in dem Augenblick eine Entfremdung eintreten würde. So begann sie das gefährliche Spiel der Verschleierung und verstand es so gut, daß Pippo ihre Kälte und Gefühllosigkeit für unecht und gewollt hielt. Sie hoffte, ihn in diesem Glauben zu erhalten. Nur Lucia störte sie in ihren Plänen, die klaren, rehbraunen Augen waren ihr unangenehm, ihr war, als schauten sie in die tiefsten Tiefen ihrer flachen Seele, und ein berechtigtes Minderwertig keitsgefühl wollte in ihr emporsteigen. So wehrte sie sich mit aller Kraft gegen dieses Hindernis, — und ging ihm aus dem Weg. Unangenehm war ihr auch des Hundes Apathie. Sie konnte dem kleinen Kerl noch so teure Leckerbissen besorgen, er feltschte die Zähne, brummte beleidigt über einen derartigen Erpressungs versuch, berührte nichts von all den Herr lichkeiten und verkroch sich in irgendeinen Winkel. Pippo lachte auch hierüber, trotzdem es ihn heimlich kränkte und behauptete, das Tier sei eifersüchtig. Sylvia begann nun, da sie Pippos große Lie be zu der Schwester und dem Hund erkannte, über die Schwester freundlichere Ansichten zu äußern und dem Hunde un- strom war, so dürfte das in Zukunft anders werden. Mit der Vergebung der F. F. S^ennen an Polen, die vom 11. bis 18. Feber des kommende Jahres in Zakopane stattfinden sollen, war die Bahn für große Pllne freigelegt Zakopane ist nun wirklich vollständig umgewandelt worden. — Neue Hoteh und neue Asphaltstraßen sind entstanden mit allen Einrichtungen eines modernen Wintersportplatzes. Der Bau einer neuen Autostraße Krakau-Zakopane als Zufahrtsstraße von Westen wurde unternommen, welter der Bahnhof umgebaut und schließlich ist auch der Bau einer zweiten Bergbahn, die auf die Gulabowka führt, in Angriff genommen und soll zum Beginn der F. I, S.-Rennen fertig sein. Heitere Ecke Keine Sehuffericn. Eiesucher: »Warum weinst du denn so, Kleiner?« Der kleine Willi: »Ja, alle meine Brüder haben nun Ferien bekommen, nur ich nicht!« Besucher: »Das ist ja sehr schlimm! Wie ist es denn gekommen?« Willi; »Ach... ich... ich gehe... nicht in die Schule!« Galant Der Autobus war gerammelt voll. An der letzten Haltestelle war ein hübsches, junges Mädchen eingestiegen — ein älterer Herr erhob sich von seinem Platze. »Besten Dank<;, sagte die junge Dame, »aber bitte, bleiben Sic doch sitzen!« ■:— Der ältere Herr lüftete den Hut. »Ich^^.t — »Nein, danke — ich stehe lieber!« »Aber...« — »Auf keinen Fall dulde ich, daß Sie für mich aufstehen!« — »Aber, nein doch — ich will ja nur aussteigen!«^ Zwecklos. »Weshalb hast du es denn mir nicht ge-sagt, daß dich der ungezogene Junge mit du einfachrdg rdg rdg rdg ndgo rdgov Steinen beworfen hat? Statt dessen wirfst du einfach mit Steinen zurück!« sagte die Mutter zu ihrem Sprößling. — »Warum hätte ich es dir denn sagen sollen«, lach!« der Knabe, »du triffst ja auf fünf Meter nicht mal eine Scheune!« entwegt weiter zu schmeicheln. Und Pippo war ihr dafür dankbar. Gestern war nun das Wunderbare geschehen. Lucia und Fix waren spazieren gegangen, Pippo zum Morgenbesuch ins Alon gefahren. Dort hatte ihn Sylvia m einer bezaubernden, elfenbeinfarbenen Tüll- und Crepe de Chine-Toilette empfangen, sich lächelnd die Hand küssen lassen und ihm verraten, daß Vater bei einem Morgenritt in der Reitschule wäre und vor ein bis zwei Stunden nicht zurück erwartet würde. Mit ihren Blicken lockte sie das Opfer in ihr Netz. Bei Tee und Zigaretten saßen sie sich gegen über, und bald kamen sie in die Stimmung, sich Gefühle von der Seele zu spre chen, die schon in langer Bereitschaft ge halten waren. Und Pippo war kein schüch temer Liebhaber, er wußte diese heikle Stunde in Scherz und heiterer Laune zu verplaudern und kam so rascher seinem Ziel näher. Er nahm mitten im Lachen Sylvias Hand, drückte sie an seine Lippen: »Maharani, ein armer Sterblicher bittet Sie, sich als Hausgöttin auf seinen für Sie bereit gehaltenen Thron zu setzen.« Dabei sah er sie so überströmend von Jugend und Frohsinn an, daß die theatralischen Worte ihre Lächerlichkeit verloren. Und Sylvia war nicht im geringsten enttäuscht von dieser längst erwarteten Werbung. Es fiel ihr nicht schwer, dem Mann, der ihre Leidenschaft geweckt, hingebend in die Arme zu sinken und seine heißen Küsse zu erwidern. Für Augenblicke hatte Sylvias Seele alle schlechten Vorsätze vergessen, und nichts blieb als ein liebendes, in Glück bebendes Weib. Und dieses Fühlen war Pippos schönstes Erleben. Als Lor Barrystone von seinem Morgenritt zurückkam, stellten sich die beiden als Brautpaar vor. Er versuchte zu lächeln und Glück zu wünschen, aber er fand absolut keine passenden Gesten und Worte. So holte er aus einem Wandschränkchen seinen unvermeidlichen Whisky, an den er sich untrennbar gewöhnt, prostete beiden zu und sagte mit seiner brüchigen, tonlosen Stimme: Pippo Öer Harr Roman uon Uihi Brauseuiettter i Copyright (Tlartln Fcuchtwongcr, Prag I., Ellftliy Kratnohorslife 12/14 ( »Mariborer ZeHutg« Nummer 2M. 8 Donnemtig, den 22. September 1038. Witt ein Kapitol ffrOgt ti« d«r Houffrau Zln« sen: denn bei richtiger Pflege hAlt Wasche um vieles länger imd ertpert damit dem Hou«> halt unerwOfiKhte Aeigobefi* Die einzige Vorbedingung! nvr Seife verwenden« die grGf>dlich« aber ebenio tchonend wAicht. SCHICHT TERPENTIN SEIFE wä seilt strahlend weiB Meikit 4Mei$u Klalna Arn«1o*n kostan BO Per« pro Wert In ämr RueHk •pond«nx" 1 Dtnar / Ol« ln««r«t«n«t«ii«r (9 Dinar Me 40 Wort« 7-50 Dinar füi* gr6u«r* Ani«lg«n) wird b««on4«r« b«r«chn«t f Ol« Mindasttax« für «In« klaln« Ans«lq« b«trftgl *0 CMner f Far#«Zu> •endung von ehlffr.Brl«f«n l«t «In« 0«b0hr von 10Dinar su«ri«t«n . Anfragen t»t aln« G«bQhr von 3Dinar InPo«tm«rl<«n b«ltu»eh«««a«r Robaus' Zwiebac ( ist doch der beste. 9408 2500 Dioat benötlseo Sie« um 1000 Dinar monatlich zu ver dienen. Zuscliriften: tAnos«^ Maribor, Oroinova uL 7572 Vlllf, Parknähe, mit sroBem Garten zu vermieten. Adres- se Verw. 9393 Rasieren 2. 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Dieser kurze Augenblick genügte der findigen Witwe, um aus dem Zivilanzug des Arztes, der an der Wand hing» mehrere Hundert-Lire-Schelne herauszuziehen und sich dann rasch wieder in die Stellung einer Ohnmächtigen zu bringen. Der eintretende Arzt bemerkte nichts, erst abends machte er die Entdeckung des Diebstahls und begriff nun die plötzliche »Ohnmacht«. Eine Stunde spiter war die arme Kranke gefaßt und ins Gefängnis gebracht EIII9 BlWriCWlirCllgV AllfKIfe Wenn zur Zeit des JMittelalters in einem kleineren Orte mit Stadtrechten und prlvi-ligierter Gerfchtsbartteit ehie Hinrichtung stattfinden sollte, diese Stadt jedoch wie heute auch noch keinen eigenen Scharfrichter besaß, dann mußte dieser von dem nächstgelegenen größeren Orte herbeigerufen werden. Der wohllöbliche Magistrat war nun genötigt, mit dem sonst allgemein gemiedenen, verachteten Henker in Briefwechsel zu treten. Da entstand denn fUr jene Zeittäufe die bedeutsame Frage, wie man den Henker anzureden habe. Daß ihm unmöglich dieselbe Titulatur gewährt werden konnte, wie »Ehrlichen Leuten«, war selbstverständlich, andererseits durfte man auch den Mann, dessen Dienste man begehrte, nicht grob behaadeln. So ^aad man dann besonders für üe schriftliche Anrede des Nachrichters die Titulatur »Lieber Brauchbarer«! und begründete dies damit, daß sich ja die Christ liehe Liebe auch auf den Henker erstrek-ke und er, wenn auch weder »getreu«, noch »ehrenwert«, weder »löblich« noch »wohlgeboren«, so doch Immerhin ein notwendiges Uebel und in seiner Art »brauchbar« sei. Pilzvergiftung: 2 Tote. B e r 1 1 n, 20. September. Nach dem Genuß von selbstgesammelten Pilzen erkrankte in Radet}eut (Sachsen) eine 35-^ jährige Frau und deren 12-jährige Tochter. Beide mußten ins Krankenbaus Uberfahrt werden, wo sie Inzwischen gestorben sind. Die Vergiftungen erfolgten durch den sehr gefährlichen Knollenblätterpilz, der oft mit dem Waldchamplgnon verwechselt wird. Wind-Unleri«chiiiifin mit fliegenden Postlnirten. Die Bevölkerung der Umgebung von Pa Tis ist von einem meteorotoglschen Institut in der Hauptstadt Frankreichs zur Mithilfe am Studium des Windes aufgerufen worden. Aus Plugzeugen werden aus verschiedenen Höhen Postkarten in bunter Farbe abgeworfen, die ja nach den Windbedingungen in den einzelnen Regionen hierhin und dorthin getrieben werden. Die Karten enthalten etliche Fragen, die jeweils von dem Erfinder beantwortet wer den sollen. Aus diesen Angaben glaubt das meteorologische Institut Erkenntnisse ttber die Windbewegungen in verschlede-denen Höhestufen gewinnen zu können. Von 30 Ernteheiferinnen in Meinersen, unweit Braunschwelg, wurden 17 durch einen in nächster Nähe niedergehenden Blitz betäubt Unser lieber, guter Gatte und Vater, Herr Alois J. SKASA XaasMdUnklw LI. ist heute Dienstag, den '«0 Septerabar um Vi 1^ In Lebensjahie vei* sehen mit den TrOituogcn der hl. Religion sanft entschlummert. Dfe entseelte Hülle unsetts teuren Dahingeschiedenen wird Donnerstag' den 27, d. M. um 16 Uhr auf den Stadtftiedhofe in Pobielje beigesetzt werden. Die hl. Seelenmesse wird Freitag um 7 Uhi in der Oomkiiche gelesen Warden. Msrlbof, im SO- September 1938. Aaee Siiasa, Gattin BirfUe, leailelle, Hilda und Erike, Kinder Itpteli Feil« ««tSmi «Itht Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskama« In Maribori — FUr den Herausgeber und den Dfuck vet" antwortlich Direktor STANKO DETCLA, — Beide wohnhaft in Maribor,