Nr. 60. «länunlevati«n«plti«: Im «onlptoir ««n»j. fi. i'. halbj. fl. ö 5a. yili die Zusttll«na in« H,u« h»ll»l. bo l,. Mi: d«i Post «anll- ft. iü. halbl- f«. ? «, Dienstag, 14. März. In<«ltlon»geb«r: yllr lleine In große» per Zeile « lr., bci tfl«en lviebrrholungcn p«r Zcile l lr. 1882. Amtlicher Theil. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Zeichenlehrer am Staats-Realgymnasium in Kram-bürg Johann Franke und den l. k. Oberingenieur der Bezirlshauptmannfchaft in Rudolfswert Josef 5.einmüller zu Conservatoren der k. t. Central-commission für Erforschung und Erhaltung der Kunst, und historischen Denkmale, und zwar beide für Krain, ernannt. Nichtamtlicher Theil. Rede Sr. Gzc. des Herrn Iustizministers. Im Abgeordnetenhause sprach in der Sitzung am w. d. M. anlässlich der Fortsetzung der Specialdebatte Über den Slaatsvoranschlag 1882 Se. Excellenz der Herr Minister und Leiter des Justizministeriums «r. Prazak: Se. Excellenz sagte: Ich habe bereits in der Ge-""^bebatte über einige Bemerkungen, welche mein Messort berührt haben, mich ausgesprochen, und es mag mir das hohe Haus gestatten, dass ich noch auf "N'ge Bemerkungen, theils aus der Generaldebatte. «Ms aus der Specialdebatte, welche über das Ca-p"el: ..Ministerrath" gepflogen wurden ist, etwas vemerke, ehe ich auf die Ausführungen beider Herren Ordner, welche über das Iustizbudget heute gesprochen yaven. komme. vnn, i ^ Generaldebatte, und zwar in der Sitzung der 'n F^ruar 1882. hat Herr Graf Wurmbrand wie ^""ichischen Justiz einen Vorwurf gemacht, der, <>s!H. glaube, nicht begründet ist; er sagte' Die ^u>llz lst an und fül sich nicht billig. Die Zusammen, ".euung m Tabellen von M'ix Wirth zeige, dass die ^u>tlz ü.' 5. "' ü' Oesterreich sehr theuer; ohue Kosten 'wohl selten ein Process, und ich glaube nicht. ^ » man behaupten kann. dass die Processkosten in ^"erreich die theuersten sind; ich kenne Staaten, " vle Processe bedeutend theurer sind. Ich glm,b>, dies gegen solche allgemein gehaltene Vorwürfe an« führen zu sollen. Der Herr Abg. Dr. Ruß ist abermals auf die vermeintlich ungleiche Behandlung der Presse wegen der Sprachenfrage zmückgelummen; er hat endlich die Aeußerung eines Staatsanwaltes gegen die sogenannte Verfassunqspartei übelgenommen und dieser Aeußerung Maßlosigkeit vorgeworfen. Nun ist es endlich an der Zeit, dass über die Behauptungen, dass mit den Con-fiscationen, mit der Anwendung des objectiven Ver-fahrens ungerecht und ungleichsöi mig vorgegangen wird, Beweife beigebracht werden. Ich habe mich nun ver-anlasst gesehen, au« den mir vorliegenden amtlich'!, Quellen einige Daten zusammenstellen zu lassen, woraus das hohe Haus entnehmeu wird. dass der Vorwurs der ungleichen Behandlung der Presse gewiss ein ungerecht-ferligter »st. wenigstens soweit er dcr jetzigen Regie-rung gemacht wird. Von den im Jahre 188! mit Beschlag belegten mläudlschen periodischen Druckschriften entfallen im Oberlaudesgcrichtssprengel Prag gerade anf jene Blut-ter, welche man nicht zu den oppositionellen rechnet, 224 Beschlagnahmen und auf jene Blätter, welche oppositionell sind, nur 150 (Hört! recht«); im Ober, landesgerichtssprengel Brunn entfallen auf die nicht oppositionellen Blätter 23, auf die oppositionellen 30; in Graz auf die nicht oppositionellen 18, aus die oppositionellen 32 Beschlagnahmen; dass nun in den einzelnen Oberlandesgerichtssprengeln pulilicistische Organe, die früher von der Hand des Staatsanwalles weniger getroffen wurden, gegenwärtig in den letzten Jahren, wo die Wogen der Opposition und der politischen Bewegung hoch gehen, der Hand des Staatsauwalles mehr unterliegen, ist woh' natürlich. Aber man kann unmöglich den Vorwurf einer unglrichen Bfhandlui'g der Presse, insbesondere nicht den einer Begünstigung einer der Regierung geneigten Presse durch die jetzige Regierung machen, mit Rücksicht auf die Daten, die ich mir erlaube vorzubringen, und noch auf weitere Daten, wenn ich constatiere, wie oft einzelne Zei-tungen seit ihrem Bestände bis zn Eude des Jahres 1881 mit Beschlag belegt worden sind. So ist es (liest) bei der „Deutschen Zeitung" seit dem Jahre 1870 58mal geschehen (Hört! links), bci der „Neuen freien Presse" seit dem Jahre 1864 6lmal. Wenn dagegen die Beschlagnahmen bei anderen größeren Blättern, dic in Böhmen erscheinen, genommen werden: „Polrok" wurde sett 1869 165mal, ..Närodni Lisly" seit I860 2^6mal, endlich die „Po-lltlt" seit dem Jahre 1862 512mal mit Beschlag be-legt. Nun möchte ich aber von denselben Blättern die Anzahl der Beschlagnahmen, welche in den letzten zwei Jahren erfolgt sind, anführen; es ist bei der ..Deutschen Zeitung" geschehen, dass sie 24mal mit Beschlag belegt wurde, und bei der «Neuen freien Presse" 20mal. beim „Potrol" lümal. bei dcn ,M. rodni Listy" 36 und bei der „Politik" 30mal. Ich wollte nur mit diesen Dalen zeigen. dass der Vor-wurf einer ungleichmäßigen Behandlung der Presse gewiss ein unberechtigter ist. (Bravo! Bravo! rechts.) So lange das objcclwe Verfahren besteht, wurde es, wie die verehrten Herren sehen, von allen Regie« rlingen iu Anwendung gebracht und dies namentlich gegen dle Blätter der Opposition in einem nicht ge-nngeren Maße. Der Herr Abg. Dr. Ruß hat auch eines Falles erwähnt, wo sich ein Staateanwalt gegen die Ver-fasfungspartei in einer Weise ausgelassen haben soll, die allerdings, wenn die Worte so gesprochen worden wären, wie sie angegeben worden sind, nicht in der Ordnung gewesen wäre. Indessen kaun ich mich darüber hentc noch nicht aussprechen, weil ich vorläufig nur die Aeußerung des Slaatsanwaltes vorliegen habe, welche mit Bestimmtheit behauptet, dass die Worte, wie sie in dcr „Bohemia" stehen und wie sie von dem Herrn Abgeordneten Dr. Nuß qelesen worden sind, aus ihrem Zusammenhange gerissen worden sind und dass es auch nicht durchaus dieselben Worte sind, welche er gesprochen habe. Es war bei der Einspruchs-Verhandlung über die Beschlagnahme einer Zeilschrift, der „Abwehr", welche in WaruLdorf erscheint, außer dem Gerichte nur der Staatsanwalt, der Einspruchs-werber und sein Vertheidiger anwesend. Ich werde die Angelegenheit weiter verfolgen, um mir ein endliches Urth?,ss. wenn die Ausführungen des Einspruchswerbers und des Vertheidigers so waren, wie sie der Staat», anwalt angegeben hat, ihm nicht zu verargen ist, dass er etwas heftiger geworden ist. Der Herr Abg. Dr. Ruß, der manchmal bewiefen hat, dass er einen selbständigen Weg gegenüber seinen politischen Freunden geht, hat aber in seine Rede über die Sprachenfrage einen Passus aufgenommen, von dem ich gestehen muss, dass ich ihn eigentlich als den Beginn einer Gesundung in diesem bedauerlichen Spra« chenstreite ansehe. Wörtlich sagte er: „Wir Deutschen in Böhmen sind bereits dem Standpunkte nahe, das» wir verzichten auf die deutsche Sprache in Schule und Amt in czechischen Bezirke». Man lasfe uns nur in unseren deutschen Bezirken mit der zweiten Sprache in Ruhe." Und an einer anderen Stelle: «P,- Deutschen würden einverstanden fein, in czechischen Bezirken Schule und Amt vollständig czechisch zu lassen. Dle Deutschen würden sich zurechtzufinden wissen, man lasse uns Deutschen aber in unseren rein deutschen 77 Gerichtsbezirken doch auch unsere rein deutsche Amlierung und rein deutsche Schule. Ich glaube, das ist trine Ungerechtigkeit, das ist kein Zwang, dcn wir üben. Aber ich wünsche, wenn sie von Liberalismus und wahrer Freiheit sprechen, verstehen sie doch die wahre Freiheit einmal so, und ich glaube nicht, das» irgend einer der Deutschen dagegen etwas einzuwenden haben wird." Nun ich gestehe, dass das auch ein Standpunkt ist, der theilwelse im anderen Lager eingenommen wird, der aber. wenn man lhn auch nicht thellt, jedenfalls Zeugnis duvon gibt. dass diejenigen, die ihn einnehmen, die Gleichberechtigung so verstehen, dass sie sagen: „Was für cine Sprache unter denselbe« Verhältnissen recht ist, muss auch für die anoeren unter d»nsrlbcn Velhältnissrn gcllrn." Es liegt darin das Bestreben, iu Böhmen einen Zustand herbeizuführen, dass die deutschen Bezirke gegenüber den böhmischen ungefähr gestellt seien, wie Südtlrol zu Nordtirol. Das Verhalln,» in Süd. und Nordtirol ,st ein Resultat, welches sich durch einen jahrhundertelangen Process herausgebildet hat. Die belden Natio« nen waren dort nicht in einer solchen Beziehung, Wechselwirkung und Verbindung, wie in Böhmen d>e Deutschen und Slaven, und ich habe Kenntms davon, dass es von dem überwiegenden Theile sowohl des böhmischen als des deutschen Volkes für kein Glück augesehen würde, wenn ein Zustand herbeigeführt würde, wie er geschildert wird, nämlich eine schroffe Scheidung nach Sprachgrenzen, wenn der Böhme nicht im ganzen Lande sein Recht in böhmischer Sprache uiid der Deutsche Nicht im ganzen Lande sein Recht in deutscher Sprache finden wmde. (Sehr richtig! rechts.) Aber immerhin ist das, was Herr Dr. Ruß ausgesprochen hat, die Art der Durchführung oe» Principes in feiner Conscquenz: dir Anerkennung oe» Rechtes des anderen, und es ist nur nolhwendig. das» sich die edlen Geister in Böhmen auf beiden Seiten von beiden Nationalitäten verständigen. Es ist unmöglich, dass in dem Lande, wo die beiden Volksstämme so lange friedlich ncben einander lebten, die Verständigung nicht erfolgen werde. Müsste sie in der Welse erfolgen, wie es Herr Dr. Ruß angegeben hat, dann musste man dies wohl bedauern; über allerdings, wenn das ganze Voll, sowohl die Deutschen als die Böhmen, die Idee erfassen würden, sich nur auf diese Weise zu verständigen, wäre e» schwer, einem solchen Zustande entgegenzutreten. (Bravo! recbts.) Aber ich halle es für die Pflicht, gerade eme solche Lösung der Sprachenfrage in Böhmen nicht aufkommen zu lassen. .„ . , Was den Herrn Abg. Kulaczkowski betrifft, so hat derselbe schon in dcr Debatte über das Capitel Ml-nisterrath" den jetzt in Lemberg in Verhandlung stehen-den Strafproccfs wegen Hochvenathes zum Gegenstande von Auslassungen genommen, die ich deshalb bedauern muss, weil es nicht gut ist, eine Angelegenheit, die eben in den Händen des, wie er selbst zugeben muss, unbefangenen, objectiven Richters ist, in einer Weise zu erörtern, die die nationalen Leidenschaften erweckt. Wenn er an mich appelliert hat, es möge dieser Pro» cess rasch zu Ende gefühlt werden, so kann er versichert fein, dass von Seite der Regierung alles Mö> liche dazu geschehen wird; auch darüber lann er be-ruh.gt «, mir die Namen zu nennen, weil es dann mcine Pflicht sein wird, zu untersuchen, inwieweit seme Auschuloiguug gerecht war oder nicht. Ich werde gewiss im Falle emer a/rechten Beschwerde Abhilfe treffen. (Bravo! Bravo! rechts.) Auch der Herr Abgeordnete Dr. Menger hat die Sprachenfrage zum Anlasse genommen, auf Schlesien hinzuweisen, wahrscheinlich nur. weil er fürchtete, dass auch in Schlesien den Wünschen der Bevölkerung, welche sich an die Regierung gewendet hat, Rechnung getragen wird. Ich kann auch versichern, dass das geschehen wird. (Bravo! Bravo! rechts.) Wenn man aber von Richtern spricht, welche in Schlesien der deutschen Sprache kaum mächtig sind. dann muss ich sagen, dass dies cine Insinuation ist, die gewiss un-richtig ist. Denn ich kann versichern: gerade „ach Schlesien wurden, nachdem sich die Sprachenverhält-nisse dort in der Weise gestalten, dass beinahe die Hälfte der Bezirke deutsch oder überwiegend deutsch ist. Richter für solche Bezirke verwendet, welche der böhmischen Sprache weniger mächtig sind. aber gewiss ist es nichl der Fall. dass es in deutschen Bezirken Richter gibt. welche nicht gut der deutschen Sprache mächtig sind. weil man Richter, die neben der deutschen die anderen Landessprachen kennen, gut in sprachlich gemischten oder slavischen Bezirken ver< wenden kann. Der Herr Abgeordnete Dr. Kronawelter hat sich über die Einrichtungen der Strafanstalten ausgelassen und insbesondere darüber, dass der Socialist Kraus in der Strafanstalt Göllersdorf mit Räubern und ähnliche« Sträflingen zusammengebracht wurde, und er glaubte, dasz jemand, dei wegen eines politischen « !. .3"^ "urde. doch eine andere Behandlung erfahren sollt?. ^ ° Ich muss nun darauf bemerken, dass in Göllers-dorf überhaupt nicht politische Verbrecher interniert werden. Aus dem Sprengel des österreichischen, des tirolischen und steierischen Oberlandesgerichtes werden sämmtliche wegen politischer Delicte abgeurtheilte Sträflinge in der Strafanstalt Suben untergebracht. Nach Eöllersdorf werden nur jene Sträflinge des Wiener Landesgerichtes gebracht, welche ohne Unterschied, ob sie rückfällig oder zuerst bestraft sind, eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahre zu verbüßen haben, während diejenigen, welche cine längere Strafe bis zu zehn Jahren zu verbüßen haben, nach Stein kommen. Es ist daher nicht richtig, dass in Göllersdorf Kraus mit Räubern beisammen war. weil gerade dorthin nur minder gravierte Sträflinge kommen. Auch wurde Kraus nicht wegen eines De-licteS. welches als politisches Delict gilt, abgeurtheilt, und er wurde überdies, wie vielleicht auch dem Herrn Abgeordneten bekannt sein wird, nachdem er acht Monate seiner Haft verbüsst hatte, durch einen Gnadenact aus der Haft entlassen. Der Herr Abg. Oberndorfer endlich fordert die Regierung auf, mit der Humanität in den Strafanstalten aufzuräumen. (Heiterkeit.) Er sagte: „Ich möchte der Regierung zu bedenken geben, dass man endlich einmal mit der Humanität der Strafhäusc^ aufräumen folle. damit diesen Leuten die Lust zur Wiederkehr in dieselben verleidet werde, und dass man in den Strafhäusern nicht dafür sorgen sollte, dass sie mit einem Stück Geld aus der Strafanstalt entlassen werden, dass sie nachher bloß das für sich zum Unterhalte genießen dürfen, was sie in der Strafanstalt verdient haben." Nun möchte ich doch darauf aufmerksam machen, dass es mit der gar so verschwenderischen Behandlung, was die Kost betrifft, in den Strafanstalten doch nicht so bestellt ist, wie man irrig annimmt. Ich constatierc nämlich, dass für Kost und Brot die täglichen Kosten sich im Jahre 1880 auf 14 43 kr. stellen, was wohl gewiss nicht ein übermäßiger Luxus ist. (Heiterkeit.) Allerdings haben die Kosten noch im Jahre 1877 2163 kr. betragen, im Jahre 1878 betrugen sie 20 76 kr., im Jahre 1880 sii,d sie dann auf 14 43 kr. gefallen, nicht etwa, weil man den Sträflingen eine schlechtere Kost gegeben hat, sondern vorzugsweise, weil es gelungen ist, durch theilweise billigere Bespeisuna.s-verträge, welche ich am liebsten ganz entbehrlich machen möchte, namentlich aber durch die lheilweis»: Einführung der eigenen Kustregie, welche tne Justizverwaltung möglichst allgemein einzuführen wünscht, eine Verminderung der Kosten zu erzielen. Die Justizverwaltung wird alls diesem Wege fortfahren, und ich hoffe, dass auch die Administrations-Auslagen. welche immer noch etwas größer sind, als sie z. B. in Preußen siud. sich auch verringern werden. Denn die Kosten eines Sträflings im Jahre 1870 für Gehalte der Beamten. Ueber-wachungs-Auslagen, Kleidung, Verpflegung. Beleuchtung und Heizung betrug 196 st. 80 kr. per Jahr, per Tag daher 53 91 kr., und wie ich mir zn beme» ken erlaubte, macht die Kost verhältnismäßig dabei das Wenigste aus, denn sie beträgt nur 14'43 kr. per Tag. Was den Arbeitsverdienst anbelangt, bezifferte sich derselbe im Jahre 1880 mit 482.051 fl.. und von diesem Arbeitsverdienste entfielen auf den Staatsantheil, 326,839 fl.. während der Autheil der Sträflinge 145.185 fl. betrug. Jedenfalls also ist der Sträfling, der in der Anstalt zum Arbeiten angehalten wird. in der Lage, bei seiner Entlassung einen kleinen Verdienst mitzunehmen. Da es eine Hauptaufgabe der Strafanstalt ist, den Sträfling zu tiessern. so ist dieses eine Aufgabe der Humanität, und die Staatsverwaltung muss bedacht sein. dass die Sträflinge der Anstalt als nützliche Individuen der menschlichen Gesellschaft ver-lassen können. Wenn der Sträfling fleißig war. kann er sich auch etwas verdienen, und es ist gewiss wünschenswert, dass er bei seiner Entlassung aus der Anstalt einen kleinen Fonds besitze, um mit demselben arbeiten zu können. Was nun den geehrten Herrn Abg. Dr. Vosujak betrifft, der sich heute in etwas erregter Weise aus-gesprochen hat über die Durchführung der Gleichberechtigung in Krain, so kann ich allerdings nur bedauern, dass bisher nicht dasjenige erreicht worden ist, was ich anstrebe. Ich möchte in der Richtung nur darauf hinweisen, was ich in der letzten Beantwortung der Interpellation gesagt habe. und auf die letzten Bemerkungen, die ich in der Generaldebatte gemacht habe. Der Herr Abg. Dr. Vosujak möge nicht vergessen, dass man es da mit unabhängigen Richtern zu thun hat, welche nach ihrcr Ueberzeugung urlheilen, und dass. was den Oberlandesgerichts-Präsidenten Ritter von Wafer betrifft, dem ich als Richter das Zeugnis eines Ehrenmannes geben muss, derselbe nicht derjenige ist. der in dieser Angelegenheit allein seine Ansicht geltend machte, sondern dass es daö Grazer Olier-landesgericht ist. welches in seiner Iudicatur selbstständig vorgeht, wenn es auch so wie sein Präsident zu meinem Bedauern in der Anwendung der Gesetze und Verordnungen in der Sprachenfrage theilweise einen Standpunkt einnimmt, den ich nicht für richtig halte, Soweit es an mir liegt, werde ich es an Belehrungen gewifs nicht fehlen lassen, und wenn der Herr Abgeordnete glaubt, dass sich solche Angelegenheiten im Handumdrehen machen lassen, so irrt er sich. IH werde gewiss mit Eonsequenz darauf bestehen, das« die sprachliche Gleichberechtigung dort durchgeführt werde, wo dies bisher noch nicht der Fall ist, «no ich habe mir schon früher erlaubt zu bemerken unv wiederhole es hiennt, dass, wenn ich die Ehre hauen sollte, in dieser Richtung einzuschreiten, es mir wahrscheinlich bevorstehen wird. dem hohen Hause cmen Gesetzentwurf vorzulegen (Bravo! Bravo! rechts), wel< chcr die Zweifel und Bedenken, welche bisher bei der Auslegung einzelner Verordnungen oder Gefetze in der Frage der sprachlichen Gleichberechtigung vor den Gerichten bestanden, lösen wird. Das habe ich über diese Angelegenheit bemerken wollen. (Beifall rechts.) Wien, 10. Miirz. (Oria.-Corr.) Es ist nicht unbemerkt geblieben, dass bei der Berathung des Unterrichtsbudgels die Linke sich eine unerwartete Reserve auferlegte, obwohl deren Organe angeküudigt hatten, dass bei dieser Gelegenr/it die Schulgesetznovelle zur Sprache gebracht werden würde» Man geht kaum irre. wenn man diese Reserve der Eiltnnllhigung zuschreibt, welche im Lager der OppA!" tion durch dic Wahlreform hervorgerufen wurde. D«e Erweiterung des Wahlrechtes offen zu bekämpfen, er-scheint der Partei nicht rathsam, uud der Weg der ..kleinen Mittel" zeigt sich aussichtslos. Man branch' nur die Aeußerungen dcr oppositionellen Blätter i" lesen, um den Eindruck zu ermessen, den das unerwartete Auftauchen der Wahlrefurmfrage hervorrief, unerwartet kam sie freilich unr der Linken, denn d«e Negierung wie die deutsch-couservative Partei hatt^ die Frage schon lange erwogen. WaL übrigens d>e Schulgcsctzuovclle betrifft, sü täuscht sich wohl d" Linke, wenn sie glaubt, die Bevölkerung sei uiit >^ einverstanden in der Bclämpfuug derselben, An einen rcactionären Charakter dieser Novsllc glaubt nicinanv, der die Vorlage geprüft hat. wohl aber hilft sie Beschwer' deu ab und trägt Wünschen Rechnung, welche «u» allen Kreisen, auch aus jenen, welche oppositionelle Abgeordnete wählten, laut wurden. Da die Vorlage zuerst an das ..schulfreundliche" Herrcuhcms lam, >^ liesst darin schon eine gewisse Bürgschaft, dass da« Gesetz das Wesen der Volksschule mcht im geringst tangieren wild. In dcr heutigeil Sitzung brachte der FinaN^ minister die Vorlage betreffs Bedeckung des Defies ein. Es wird Papierreute emittiert, und siud hiebel dieselben Gründe maßgebend, welche auch der ungariW Finanzminister im Pester Abgeordnetenhause für d>e Wahl der Papierrente anführte, und welche von del ganzen Fiuanzwrlt als richtig anerkannt wurden. ^ letztere hat gestern eine kleine Ueberraschung erleln, nämlich ein Eonmlunique über die Bilauz der Landes bank, welche ganz außerordentlich günstig erscheint; 1^ d„ss selbst die „Neue freie Presse", das Organ je"" Partei, welche diese Bank im Parlamente bekämM, zu einem Acwimderuugk-Attikel sich hiurcihen ließ' Erwähnenswert ist, dass dasselbe Vlatt, welches kilA lich behauptete. Deutschland würde uns in einem ruil' schen Kriege nicht unterstützen, zu dcr gegcnthcillgen Ansicht gclangt ist, welche allerding« von der ganze" Wclt getheilt wird. Neichsrath. 208. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 10. März- Der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet U'N 11 Uhr 5 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befmdcn sich: Se. A""^ der Herr Ministerpräsident und Leiter des M"!" riums des Iunern Graf Taas fe, Ihre Excelle"^ die Herren Minister: Dr. Freiherr von Zicmial kowfki, Graf Falkeuhayn. Dr. Prazät,,^ Ritter von Dunajewsti uud Freiherr von P'N - Sc. Excellenz der Herr Finanzuiiuister Dr. M von Dunajcwski üboi mittelt in einer Zusch"^ s" -Voranschlage und zum Finanzgesetze filr 18^ i^ Nachtragsvorlagen, betreffend die Aufimhme des al'ft ordentlichen Erfordernisses zur Durchführung ^ militärischen Maßnahmen, welche behufs UuterdrM"'» der im Süden dcr Monarchie und im Occupatw gebiete ausgcbrochenen Bewegung nothwendig 9^ ° den sind, in den Voranschlag für 1882. und w" e K betreffend dic Abänderniig des Art. 8 des ^"tww, des Fluanzgesctzcs für 1882. Uuter den eingelaufenen Petitioucn erlvay^ wir: die Petition einiger Gemeinden in Kram ^ gesetzliche Eiufühsnng dcr sluveuischeu Sprach? "" ^ Gerichten und Errichtung eines OberlalldcsgertcM" , Lailiach; die Petitionen mehrerer Gl'lneiuden in ^j, sicu um Durchführung der sprachlichen Glelchver^ gnug m Schule und Amt. ^. ^ ,,s^ung Gegenstand der Tagesorduuug ist die ^U A"^ der Specialdebatte über den St aatsvorau , ^ für 1882. (Etat des Ackerbu «ministe rill m»>/ «aibachtt Zeitung Nr. 60 50«, i^ ^., i^. ' Es gelangt zur Verhandlung Titel 3 des Tr-fordernisses und der Bedeckung. „Landescultur". Zu diesem Titel sind als Redner eingetragen, und zwar gegen: die Abgeordneten Neußer, Dr. Monti und Obralschai; für: die Abgeordneten Ruf und Fürnkranz. Mg. Neußer empfiehlt die Einstellung höherer Subventionen noch für das laufende Jahr. Abg. Ruf erörtert, dass die bisherigen Versuche zur Hebung des Bauernstandes resultatlos blieben, weil man dabei stets vom politischen Slandpunlle ausgegangen s?i. Ee. Excellenz der Herr Ackerbauminister Graf F a l l e n h a y n: Hohes Haus! Es ist eine missliche Sache für einen Minister, dass er, so wie es in der Geschäftsordnung begründet ist, bestrebt sein muss, so bald als möglich das, was gesprochen worden ist, zu resümieren, obwohl er eigentlich gar nicht mehr in der Lage ist, auf die verschiedenen Hauplanwürfe und Einwürfe und Vorwürfe, dic von den Generalrednern vorgebracht werden, zu antworten. Ich muss also, nachdem ich gehört habe von dem Herrn Präsidenten, dass jetzt der Antrag auf Schluss der Debatte gestellt werden soll, auch jetzt schon die wenigen Bemerkungen machen, die ich eben zu machen habe, und über das später Vorgebrachte mit Stillschweigen hinweggehen, weil ja die Debatte nicht wicdcr eröffnet werden kann. Ich muss vor allem meine Befriedigung darüb.r konstatieren, dass von beiden Seiten deS hohen Hauses anerkannt und gewünscht wird, dass die Landwirtschaft eine genügende und ausreichende Unterstützung anch von Seite des Staates finde. Ich kann aber nichtsdestoweniger nicht umhin, zu versichern, dass nntcr den gegenwärtigen Verhältnissen eine weitere Erhöhung dieser Subvention mir un» lhunlich erscheint. Dieselbe ist ohnehin im vorigen Jahre gegenüber früheren Jahren um eine ziemlich bebrütende Snmme hinaufgesetzt worden, und wurde auch heuer bcim Einbringen des Budgets die gleiche H'ffer beibehalten. Weiter, wie gesagt, konnte ich nicht gehen. . Wenn der geehrte Herr Abg. Neuher darauf hin-Uwiesen hat, dajö die Unterstützungen, welche man walizie» gewährt ha«, sehr groß seien, und dass es vlrl ursser wäre, dieselben Mähren zu gewähren — vndurch wüldc Galizieu subventioniert — so muss ich lyui doch M höllischem Landwirte die Frage nahe-Mn, ob er nicht glanbt, dass in Bezirken, wie in ^alizlei,, welche unmittelbar an der Grenze gelegen >Ul0, über die dieselben seit Menschengedellken, seit even gewirtschaftet wird, immer ihren Bedarf an Vieh bezogen haben, eine wesentliche Noth an Vieh eintritt, Wenn plötzlich die Grenze gesperrt wird? Wie stellt stch der Herr Abgeordnete die Unterstützung vor, die Mem Theile dadnrch gewährt werden foll, dass der "lelMcht in Mähren aufgeholfen wird? Ich könnte "ur dies nur dann erklären, wenn Mähren eine ge.msse Anzahl von Vieh an jene Gegend umsonst abgeben würde; denn sonst ist ja für Galizien eine Unterstützung uicht vorhanden. Die Unterstützung, die Galizien vom Ackrrbuuministerium gewährt wird, besteht in Geld "nd nicht in Vieh, um durch die Geldunterstütznng der dortigen Bevölkerung die Möglichkeit zu verschaffen. I'ch das nothwendige Vieh, fei es in Mähren oder es anderswo zu lanfen. Ich kann doch unmöglich eine Gegend anf irgend eine Weise unterstützen, ohne ihr selbst etwas zu geben. Der geehrte Herr Abgeordnete hat auch über die Verhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung einiges ge, sagt, was ich doch nicht ganz unerwidert lassen kann. Er sagte - dies waren ungefähr seme Worte: «Die Regierung schmeichelt der Landbevölkerung und legt ihr zugleich tüchtige Lasten auf." Nun ich mufs gestehen, dass mir diese Art Schmeichelei neu ist, denn bisher wenigstens hat niemand, dem man in den Sack geglissen hat. barm eine Schmeichelei, sei es auch nur dle zarteste erblickt. Ich kann in dieser Richtung uur Folgendes bemerken: Wir haben eine bestimmte Situation vorgefunden, die wir nicht geschaffen haben, mit der wir aber unbedingt rechnen mnssten. Diese bedingte, dass die Lasten auf manche Art vermehrt wurden, um ln fpäterer Zeit dieselben Lasten vielleicht geringer machen zu können. Dass aber außerdem nichts geschehen sei, muss lch wirklich ablehnen, denn dort, wo wir es für un« bedlngt nothwendig gefunden haben, neue Lasten auszulegen, haben wir doch anch immer dafür go Wgl, wo möglich den Leuten Geld in den Taschen zu lassen. Ich will mich da nicht des weiteren ausbreiten "ber die Absichten oder das Programm der Regie-^ung. sundern ich will nur die zwei Gesetze nehmen, d'e in diesem hohen Hause seit langer und längerer Alt in Berathung stehen: das Commassations-Gcsetz und das Melioratiuns'Gcsetz. Dle geehrten Herren Werden mir gewiss zugeben, dass beide darauf abzie-len, dass theilnieise eine bessere Ordnung in der Wlrt-ichast geschaffen, andererseits Gründe vor Verwüstungen geschützt oder Glünde amelioriert oder ganz neu iu Cultur gebracht werden. Dadurch wird der Landbevöl' kerung, der größere Lasten auferlegt worden sind. di? Möglichkeit wiedergegeben, ein gröheles Stück von d.m. was sie an Grund und Boden erwirbt, für fich b'hal-ten zu können. Ich schließe, wie gesagt, mit warmem Danke an beide Seiten des hohen Hauses,' diese Snmme nicht nur bewilligen, sondern sogar noch in höherem Maße bewilligen zu wollen, und kann aber, wie gesagt, leider vorderhand eine Zusage in dieser Richtung, nämlich in einer Vermchrung der Subventionen, nicht machen, ob-wohl ich ganz gewiss damit einverstanden bin, dass dieses Geld keine Verschwendung wäre, wenn ich auch das nicht zngrbe. dass das Nichtliewilligen desselben ein Geizen involviert. (Beifall.) Der Schluss der Debatte wird beantragt und angenommen. Abg. Obratschai bespricht die Flnssregulierun- < gcn in Schlesien und bedauert, dass zur Hebung der durch Wasserverheerungen daselbst angerichleten Schä-den kein Betrag ins Bildet eingestellt sei. Abg. Fürnl ranz beantragt eine auf die strict« Durchführung des Reblaus-Gesetzes bezügliche Re-solution. Titel 3—5 werden sodann angenommen. Titel 0 wird, nachdem Abg. Graf Mieroszewski d,e Errlchtnng einer montanistischen Mittelschule in Krakau an der dort bereits brstchenden StaalsaMerbe. schule empfohlen, angenommen. Die Titel 7—10 werden ohne Debatte angenommen. ^ Zu Capitel 29, Titel 1. ,Forst, und Domänen-Wesen", empfiehlt Abg. PlasK den Ausbau der Krems-thalbahn, worauf diefcr und die folgenden Titel des Ackerbau-Etats angenommen werden. Es folgt die Berathung des Etats des Justiz-mlnisterlnm s. Zu Titel 1, «Centrallcitung". spricht Abg. Ku-laczkowskl. beschwert sich über die Zurücksetzung der Ruthcnen und polemisiert gegen die dieselben vielfach verdächtigende und verletzende Rede des Abgeordneten Hausncr vom 25. v. M. Abg. Dr. Voönjak bringt die Beschwerden vor, welche über die Znrückdrän'gung und Beiseite-setzung der slovenischen Sprache in der Rechtspflege erhoben worden, und belegt diese Beschwerden mit einem neuesten Erlasse des Grazer Oberlandesgerichtcs, worin die durch ein Bezirksgericht erfolgte Zurückwei« sung der slovenischeu Klageschrift eines Advocate« bestätigt wurde. Der Redner erinnert an die gesetzlichen Bestimmungen über Gerichts- und Amtssprache, an seine eigenen früheren Interpellationen in dieser Angelegenheit m,d an die Antworten, die er darauf noch m jüngster Zeit vom Ministertische erhalten habe, Antworten, mit denen das Vorgehen des Grazer Oberlandesgerichtes in flagrantem Widersprüche stehe, dass dieses letztere überhaupt gegen die staatsgrundgesehliche Gleichberechtigung und überdies gegen eine Reihe be> stehender Gesetze und Verordnungen älterer und neuerer Zeit verstoße, sncht der Redner' ausführlich und mit Anführung specieller Fälle nachzuweisen. Aduocatrn, führt er aus. haben das Recht. W slovcnischen Bezirken slovcnische Eingaben einznreichen, anch wrnn sie recht gnt dcnlsche abfassen könnten; so sei es ja auch in Böhmen nnd Mähren der Fall. Ein Vollkstamm dürfe nicht durch das Belieben oder die Gesetzes-anslegnng des Gerichtes um die Rechte seiner Sprache gebracht werden. Was die Deutschen, wie der Abg. Herbst bei ciner Gelegenheit ansgeführt, für sich fordern, dürfen die Slovenen anch verlangen. (Bravo! rechts.) (Darauf ergriff Se. Exc. Minister Dr. Prazü! das Wort zu einer längeren Ausführung, die wir an der Spitze der heutigen Nummer mittheilen. — Anm. der Red.) Vom Insurrcctions'Schauplatze. (Osficicll.) Der Truppenablheilung, welche unter dem Befehle des GM. S.kulich von Gallo aus gegen die Agorze - Insurgenten vurgienq. hatte sich, wie aus ^lostar berichtet wird, ans Geheiß der Landesregierung auch ein politischer Beamter angeschlossen, dessen An gäbe es war, Daten über Umfang und Natur des Aufstandes zn fammeln. Es ergab sich. dass die übertriebensten Vorstellungen von der Grausamkeit und Gewaltthätigkeit der Trnppen vorhanden waren und Wesentlich mit dazn beigetragen hatlin, die Reihen der Insnrgenten zu bevölkern. Umso drastischer äußerte sich die Wirkung, welche die vortreffliche Manneszucht der Trnppen bei der erstaunten Beuölkernng hervorrief. Es sollte sich sehr l'ald ein gemüthlicher Verkehr ein. der seinen überzeugendsten An'sdrnck vor allem in der Thatsache fand. dass die Weiber binnen kurzem mit Vorräthen an Lebensmitteln hervorrückten, die sie den Soldaten zum Tagespreise verkauften. Einige Eingrborne halten sich freiwillig e> boten, belehrend anf ihre Landslcute einzuwirken, und sic thaten es mit unverkennbarem Erfolge. Es stellte sich dabei heraus, dass der Ausstand auch dnrch lächerliche Vorspiegelungen einer von auswärts zn erwartenden H'lfe genährt worden war, an die der Glaube nach und nach zn schwinden und einer überaus heilsamen Enttäu» 'schung und Ernüchterung Platz zu machen beginnt. Die überwiegend orthodoxe Bevölkerung der Gcg.nd unterhalb der Viduöa Planina, welche durch Kie 3t'.nil>-züge der dort angesammelten Insurgenten nicht nKm'g zu leiden hatte, ist dem Beispnle der Kathulilen dee Popovo Polje gefolgt und beginnt sich dem Terroris« mus nnd di>> systematischen Ausraubung gewaltsam zu widersetzen. Serdar Kaladjiö, der in diesem Landstiiche großes Ansehen genichl, hat die wehrfähigen Manmr zu Panduren formiert, die selbst für chre Sicherheit sorgen. Anch anderwärts fangt man an, freiwillig,' Ortswachen zum Schutze gegcn Brandschatzung und ! Raub zu formieren. Aus Petersburg wird unterm W.März der ..Pol. Eorr." gemeldet: Großfülst Wladimir und seine erkrankte Gemahlin, die Großfürstin Maria Pawlowna, werden die Reise nach Palermo, sofern die erfreulichen Fortschritte m dem Befinden der hohen Kranken leine Unterbrechung erfahren, zwischen dem 15. und 20. d. M. antreten. Jeder officielle Empfang in Wien wird mit Rücksicht auf den leidenden Zustand der Großfürstin unterbleiben. In rusfischen Hofkreisen constatiert man m»t lebhaftem Dankgefühle, dass Se. Majestät der Kalser Franz Josef, der sich während der Krankheit der hohen Patientin nach deren Befinden wiederholt so« woh! direct ^im Großfürsten Wladimir als im Wege der St. Petersburger Votschaft erkundigen ließ, dem großfürstlichen Paure ein Absteigequartier in der Hofburg angetragen und die zarlsinnige Anordnung qe^ troffen hat. dass der erkrankten Großfürstin die zur Krankenbesörderung bestgeeigneten Hofwagcimis bis a» die russische Grenze entgegenqesendet werden und ihr llnch auf den italienischen Bahnlinien zur Verfügung bleiben, bis oer Hafen, wo sie sich zur Urverjahrl nach Sicilien einschifft, erreicht ist. Hagesneuigkeiten. — (Neuer Planet.) Der Adjunct der Wiener Sternwarte Herr Johann Palisa hat in der Nucht vom li aus oen 10. d. M, abermals einen neuen Aste-roiden. bereits den dritten im Laufe dieses Jahres, entdeckt und. wie folgt, beobachtet: März 9.: 10 Uhr I Min. 27 Sec, mittlere Wiener Ieit. Scheinbare äll. II Uhr 10 Min. 3070 Sec. Scheinbare Decl. tt" 12' 52 2" nördlich, Tägliche Bewegung: 47 Zeitsecunden westlich und 4'/, Bogenminuten nördlich. Das neue Gestirn hat dir Helligl-it eines Sternes 13, Größe. — (Gegen schlechte B ie r druck - Upp a -rate.) Die „Wiener Zeitung" vetöffcntlicht eine itter-ordnung des Ministeriums des Innern und des Han-delkministeriums über die Einrichtung, Handhabung und Reinigung der beim Bierausschank in Verwendung lom, menden Luftdruck«Apparate (pneumatische Nierdtuck» Apparate), durch deren unzweckmäßige oder nachlässige Einrichtung und Behandlung häufig der Wert des Bieres als Nahrungs- und GenusSmiltel beeinttächtigt oder dasselbe sogar gesundheitsschädlich gemacht wird. Um diese Uebelstände zu beseitigen, darf künftig dielen Druckapparat^n nur reine, staub- und dunstfreie Luft zugeführt werden, und dürfen die Rohrleitungen, durch welche das Bier geht, nur aus reinem Zinn oder aus Glas bestehen. An den Verbindungsstellen sind wohl Nautschukrohie gestattet, aber nur aus reinem, nicht mit Wetallsalzen bearbeitetem Kautschuk, Der Luftdruck ist auf höchstens Einen Atmosphären Ueberdruck zu beschränken, und die Venühung von Kohlensäure als Druckmittel ist nur auf Grund einer besonderen Tr-lautmis ber Gewerbebehörde zulässig — (Pfahlbauten in den Schweizer Seen.) De infolge des gegenwürtigen abnorm niedrigen Wasserstandcs im Boden- und Züricher«See vorgenommenen Psllhibauforschungrn haben sehr günstige Resultate erzielt. Die von den vereinigten Gesellschaften der historischen nnd natursorschenden Vereine des Can» tons Thurglln bei dem ehemaligen Kloster Feldbach vorgenommenen Ausgrabungen waren insofern von beson« derem Interesse, als die Station Felobach zu den wenigen zählt, welche nicht durch Feuer zerstöit worden sind, während diejenige oberhalb dem Städtchen Strckborn, wie in Nobliihausen, sogar zweimal durch Feuer verbrannt ist, worauf zwei von einander getrennte ttohlen-schichten schl,eßen lassen. Vei Feldbach fand man eine prachtvolle Sammlung von Stem- und Knochenwell» zeugen. Zieraten. Harpunen, ganze,, Töpfen. Keulen. Körbchen aus Weidengeflecht, Bastgrflrcht. N.ste von Bison. Biber. Mulmellhier, Wild- und Torfschwein, Torstuh u. s, w. Auch auf der Psuhlbaute oberhalb Steckborn wurde eine kurze Untersuchung vorgfiiumüiril. Hier bestand oaS Ergebnis in einer Menge Gerslen-und Weizknll'rner. Feldhacken Von Hirschhorn, Stein-und Kllochri!weilzeugcn u. s w,, einer Harpune aus Hirschhorn vun ausgezeichneter Schönh?it, Zieraten und einer Menge Thierreste. Auf der Psahlbaute Roben-Hausen, der Hauptfundstätte einer sehr mannigfaltigen und entwickelten Flachsindustlie. wurden gesunden: fnynn» nicrte und einfache Gewebe. Fransen. Gestechte Schnüre Aehren von Gerste und Weizen. Messer von «iben« holz u, s. w. Laibacher Heilung Nr. 60_________ ______________________51»_____________________________________14. März 1882. Locales. — (Landeeschullath.) Dem Vernehmen nach lommt in einer der nächsten Sitzungen de> Landes-schulrathe» zur Berathung der aus Vrund des h. Mi-nisterialerlasses vom 4. Juli 1881 dem hohen Unter« richtsminifterium vorzulegende Entwurf eines nach Maß. gäbe der in nächster Zeit realisierten Vorbedingungen, ohne Gefährdung des Gymnafial-Lehrzieles, successive einzuführenden Lehrvlanes behufs Erweiterung deS Lehr» gebietes der slovenischen Unterrichtssprache in den un« »eren Klassen (beziehungsweise ihren Parallelabtheilungen) an den Gymnasien zu Laibach, Rudolfswelt und Krainburg. — (Das Concert der philharmonischen Gesellschaft) zum Vesten ihres Fondes findet Mittwoch, den 22. März. um 7 Uhr abends im landschaftlichen Redoutensaale statt. Wir machen schon heute auf dieses Concert aufmerksam, da es sich durch Berufung fremder Künstler und durch Vor-führnng des Damen« und Männerchores zu einem her« vorragend interessanten gestalten wird. Es ist nämlich der Direction gelungen, das Schwesternpaar Theresia und Caroline Seydel sowie Frau Priiel aus Wien für diefen Concenabend zu gewinnen. Die Schwestern Seydel, insbesondere Frl. Theresia (Violine), haben überall, wo sie auftraten, glänzende Erfolge errungen. Theresia, eine Schülerin Helmesbergers, debütierte im I^hre 1880 in einem der Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde unter Herbecks Leitung mit ganz außergewöhnlichem Erfolge, machte dann in Gesellschaft ihrer hochbegabten Schwester Caroline (Clavier) und der russischen Kiinst» lerin Vera Timanoff eine Concerttournee durch Deutsch» land und Oesterreich, überall neue künstlerische Ehren ihren Wiener Erfolgen hinzufügend, Die Kritik rühmt insbesondere die Schönheit und Kraft ihrer Tonbildung, die Eleganz der Nogenführung, die Reinheit der In» tonation und warme musikalische Empfindung. Auch Frau Prüel ist eine in den Wiener musitalischen Kreisen sehr beliebte und gesuchte Sängerin, und sind es beson» ders kirchliche Aufführungen, in welchen sich die Sängerin ihre schönsten Erfolge errungen hat. Wir behalten uns vor, das durchwegs interessante Programm nachzn» tragen und bemerken für heute nur, dass auch Jensens hier noch nic gehörtes Werk „Adonis Feyer" zur Aufführung gelangt. — Die Preise für dieses Concert be« tragen für den Eerclesitz 1 fl. 50 kr., Sitz im Parterre und Gallerie I fl, Stehplatz 60 kr, Vormerkungen wollen gefälligst in C. Karingers Handlung veranlasst werden. — (Beim „Iour fixe" derflove-nifchen Literaturfreunde) am letzten Sams« tag las unter großem Beifall Herr I. Hribar über P u K l i n. — Nach diesem Vortrage ward zu Zwecken des Mandelc-Denkmales die Abhaltung von Vorlesun« gen in der (^italnica beschlossen, welche die Herren I Hribar, Dr. I. Tavcar und Dr. Z a r n i l am 19. und 26. d. M. und am 2. April halten werden. — Dr. Zarnit sprach über die jüngst verstorbenen Italiener General Medici und Minister Lanza. Auf eine gestellte Anfrage theilte Herr Professor Levec mit. das die Biographie weil. des Dr, Bleiwei 3 Ritter von TrsteniKli sür die neue Auflage des Brock« hau »scheu Lexikons demnächst nach Leipzig abgehen werde. Der Chor fang anch diesmal mehrere sehr bei« fällig aufgenommene Pi^cen. Der unermüdliche Herr Jakob Hafner sammelte die Beiträge für den N».-roäui äom. — (Für den krainifchen Schulpfennig), bestimmt zur Anschaffung von Lehr« und Lernmitteln sür arme Schulen und arme Schulkinder ohne Unter» schied der Sprache, sind in den in Laibach aufgemachten Sammelbüchsen eingegangen, und zwar in den Sammel« büchsen: in der Tabaktrafik im Bürgerspitalsgebäude 1 fl 62l/, kr.. „Hotel Elephant" (Ehrfeld) 2 fl, 3 kr.. „Hotel Stadt Wien" 59'/, kr.. Cafe „Valvasor" 16'/« kr.. Cafe „Elephant" 2 st. 9 kr., Cafe „Karl" (Congressplatz) 1 st. 22 l/, kr.. Brauhaus Perles 43 V-, kr.. Brauhaus Auer 2 fl. 8 kr., zusammen 10 st. 24'/, kr. — (Schadenfeuer.) Aus Stein wird unS mitgetheilt: In den letzten Tagen des Februar ereigneten sich im hiesigen Bezirke drei Brandschadenfälle. Am 21. Februar, vormittags 11 Uhr. brannte infolge Tpielens der Kinder mit der Herdfeuerung die einzeln stehende Kaische des Alois Lemoni in Zelodnik voll' ftiindig nieder. Lemoni erlitt einen Schaden von circa 500 st., gegen welchen er mit 300 fl versichert war. Am 24. Februar gegen 0 Uhr abends äscherte ein aus unbekannter Ursache ausgebrochener Brand das Wohnhaus des F. Lajevc von Gora. Gemeinde Pcc, sammt dessen Wirtschaftsgebäuden ein; auch die gesammte Haus. und Wirtschaftseinrichtnng desselben gieng zugrunde. Lajevc war auf 600 fl. versichert. An, 26. Februar gegen 4 Uhr früh äscherten die Blammen eines angeblich von böswilliger Hand gelegten Feuerb daz Strohdach der achtsenstrigen einfachen Harpfe des Anton Outal von Regen zur Hälfte ein, wodurch puca! einen Schaden von 40 st. erlitt, jedoch war er affecuriert. — (Kärntnerlieber.) Das Mitglied des Hof. operntheaters Herr Thomas Koschat erhielt vom vster« reichischen Gesandten in Dresden, Baron Herbert, ein schmeichelhaftes Schreiben mit der Mittheilung, dass der König von Sachsen die demselben von Herrn Koschat übersendete Sammlung von Kärntnerliedern angenom« men hat. — (Landschaftliches Theater.) Die gestrige Aufführung des „Kaufmann von Venedig" von Shakespeare zum Vortheile unseres geschätzten Regisseurs Herrn A. Wallhof als „Shylok" war leider nur schwach besucht, und auch der Erfolg des Abendes kann nur ein schwacher genannt werden. Es ist eben ein großes Wagnis, dieses Schauspiel, das man selbst auf dem Wiener Burgtheater höchst selten gibt, in der Provinz aufzuführen, außer es wären alle Rollen, wenn anch nur „gut besetzt", was gestern hier nicht der Fall war. Den verhältnismäßig meisten Beifall errang der fünfte, an Effect so reiche Act, in welchem auch dem Venefiziauten, der bei seinem ersten Erscheinen freundlichst begrüsst wurde, die große Scene vor dem Richter vorzüglich gelang. Außer Herrn Wall Hof spielten auch Frl. Paukert (Porzia). die sehr hübsch aussah, und Herr v. Baläjthy (Bassanio) recht verdienstlich; Herr Ausftitz (Prinz von Mauritanien) fand für seine brave Leistung einen Hervorruf. Gut war auch der „Kaufmann" des Herrn Unger. Herr Felix (Graziano) aber hatte diesmal einen unglücklichen Abend. -i- — («Der luftige Krieg" in Deutschland.) Das „Berliner Fremdenblatt'' schreibt: „Die 50. Iubelaufführung des „lustigen Krieges" rief wieder die Premiere in Erinnerung. Hätte Strauß am Dirigentenpult gesessen, so wäre überhaupt kein Unterschied vorhanden gewesen, so begeistert zeigte sich das überfüllte Haus, so schwungvoll und sauber gicng die heitere Operette in Scene." Die „Köln. Ztg," sagt: „Unter allen lebenden Künstlern ist kaum einer, der für den Frohsinn des mitlebcnden Geschlechtes mehr gethan hat. als Johann Strauß," Ans München wird berichtet, dass Strauß' „Lustiger Krieg" bei der Premiüre im Gärwertheater enthusiastische Aufnahme fand; nach jedem Act war rauschender Beifall. Der überall gleich zün« dende Walzer wurde äil. capo verlangt. Die Aufführung war vortrefflich. Neueste Post. Vom Insurrcctious-Schauplatze (Olficiell.) Am 9. d. M. sind die Truppen der 47. Division von Ledenice. Greden. Ubli und Vratlo unter Com« mando der Obelste Scharmger, Varon Walther, Majore Bolzano, Kürsinger. Ursprung und Lütterer unter lebhaftem Gefechte und mit Ueberwindung außerordentlichster Terrainschwierigk^iten, die Insurgenten auf den Höhen vor sich hrrtteibrnd. abends in die Linie Grtovac, Velivrh, Napoda, Crtmce eingerückt. Von der 44. Division sind gleichzeitig unter Commando GM. Kober. Oberst Babich und Oberstlieutenant Mo-nari 2'/, Bataillone des Neqiments Nr. 16 und 1'/, Bataillon des Regiments Nr. 22 über den Go-lisevac und beiderseits des Orjen aus Znbci über die verschneiten Passhöhen gegen Vratlo und Crkvice vor« gegangen, welche Punkte sie zum Theile abends er. reichten, während ein Theil auf Vela Greda über Nacht lagerte. Von diesen Colonnen stieß die nördlichste, 1 Va« taillon des Regiments Nr. 16, am Fuße der Pazna auf bedeutendere Insurgentenbandcn, circa 400 Mann, die nach erbittertem Kampfe geworfen wurden. Hiebei fiel leider Major Baron Rukavina, der Bataillons« Commandant; außerdem wurden schwer verwundet: Infanterist Risto Milit, Samojlo Daniciö und Ge-freiter Tomo NovakovicV Vom Regimente Nr. 43 blieb em Mann todt, drei Mann verwundet, deren Namen noch unbekant siud. Vom Iägerbataillon Nr. 3 wurden fchwer verwundet: Cadet'Officiers-Stellriertreter Wilhelm Höpker, Jäger Franz Stocker, Johann Gsöllen-radel, Josef Hanel, Patrouilleführer Michael Hainol; leicht verwundet: Jäger Franz Schnuchenrecker. Am 10. März giengeu die Colonneu der 47sten Division in die Linie Pecina Gora, Han. Zagvoz. dak, jeue der 44. Division fummelten fich bei Crkvice. Die Insurgenten, an allen Punkten in kleineren oder größeren Banden auftretend, wichen überall, im allgemeinen gegen Ma?ja Planina zurilck, wo sie, an die montenegrinifche Grenze gelehnt, aus großer Entfernung das Feuer bis abends fortsetzten. Coloune Major Kürsinger, welcher zwei Geschütze und ein Eeniezug beigegeben waren, ist nachmittags gegen das Fort Dragalj gerückt und sprengte dieses in die Luft. Aus den Häusern des Ortes Dragalj beschossen, verlor die Colonne drei Schwerver-wlmdete, deren Namen noch unbekannt sind. Abends lagerten die Truppen vorwärts Pecina Gora und Grtovac bei Han auf dem Zagvozdak und bei Crt« vice. Alle Orte der Krivoäije von Bewohnern verlassen, mehrere Häuser verbrannt, Crkvice und Dragalj zerstört gefunden. Zahl der Insurgenten im ganzen 900 bi» 1000, deren Verlust scheinbar nicht unbeträchtlich, wenn auch nicht constatierbar, weil sie Todte und Verwundete forttrugen und das Herankommen der Truppen nicht erwartet?,!. Am Fuße der Pazua wurden 10 Todte, 25 Verwundete deutlich wahrgenommen. Die Erfolge sind nebst der ausgezeich' neten Führung feitens aller Commandanten der über alles Lob erhabenen Tapferkeit und Ausdauer aller Truppen zu danken, welche, die enormen Terrains chwierigtei ten überwindend, den Feind auf den scheinbar unzugänglichsten Höhen aufsuchten. An Ort und Stelle wurde die Festyaltung der Punkte Grkavac, Han, Sagvozdak, Crkvice, Napoda, Ubli und Vratlo und die 'flüchtige Befestigung und provisorische Instandsetzung des ehemaligen Wach' Hauses C'lvice verfügt. Mit Ausnahme der Truppe" der 44. Division bleiben alle Truppen an den genannten Punkten mit entsprechenden Besatzungen, nut dem Gros bei Crkvice, und werden von da aus die noch in der Macja Planina stehenden Banden vertreiben und durch die ganze ttrivoäije Streifungeü ausführen. Original'Telegramme der „Laib. Zeitung" Wien, 13. März. (Officicll.) Drei von Kalinovit, Gaclo und Fojnica abmarschierte Truppencolonnen er-reichten am 11. März Pridvorica. Sie fanden das durchzogene Gebiet von den Männern verlassen. Das Benehmen der Einwohner war allgemein unfreundlich-Außer kleinen Infurgentengruppen bei Mecocia, D^ brava und Prescfooac ward kein Gegner ^wahrgenoM' men. Von Foca hjz Tientiste wurden keine Infurge^ ten gesehen; die Ortschaften sind fast gänzlich von den Einwohnern verlassen, letztere sollen nach Montenegro geflüchtet sein. Generalmajor David erreichte am i ltcK März das Rakitnicabeckei,; er fand nirgends Injure gcnten. Aus Panama meldet ..Standclrd Herald": Ein furchtbares Cldbeben zrrstörtc im Slaate Costarica die Slädtc: Alajuela, Sanramon, Grecia Heridia. 3" Alajuela sind mchrrrr tausend Menschen gelobtet, die Ueberlebenden ohne Obdach. Wien. 13. März. (Wiener Abendpust.) Sämmtliche Blätter, ohne Unterschied der Parteifärbung, geben heute der patriotischen Befriedigung und der allgemeinen Freude über die wahrhaft glänzende Waffenthat unserer brauen Truppen in der K r l -voäije eben so eimnüthigen als erhebenden Aus'' druck. Es gibt nur Cine Stimme des ^lies und del Bewunderung sür die geniale Anlage und Durchfilh' rung der einschlägigen Operationen wie für die hel-denmü'thlge Ausdauer und Hingebung der wackeren Soldaten und ihrer Führer, welche in der Ueoerwin-dung der außerordentlichsten Schwierigkeiten wahrhaft Übermenschliches geleistet und das ruhmreiche jchwarzgelbe Banner zu neuen Siegen un" neuen Ohren geführt haben. Theater. Heute (gerader Tag) zum lehtcnmalc: Der Barbi < l ______________________von Sevilla. __________ Meteorologische Beobachtungen iu Laibach^ s zZ W zz ^ ^ H 7'Ü.Mg. 747 05 ^74 NO. schwnch theilwHeiter ^ 13. 2 „ N. 74« 4-5 ^-12 8 O. mäßig heiter 0'"" » „ Äb. 747 43 > 5 tt O. schwach heiter . Morgens theilweise bewölkt, dann wolkenloser Hl'"^><' Das Tagcsmittel der Wärme -<- l) 1", um 2 7" über dem MrM^ Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Vambe ra- W Dcu Verwandten, Freunden und Vclannten W >> geben wir die Traucrnachricht, dass es dem All» W ^ mächtigen gefallen hat, unsern geliebte» Vrudcr, be« W M ziehungsweijc Oheim und Großuhcim, den Herrn W > Cduard Mmck, I « l. l. Oberstlieutenant und Gcnicdirector ^ ^ in Thercsicustadt, W ^ anl 13, März 1882 morgens in «in besseres Ueben W ^ abzuberufen. W W Uaibach am 14. März 1882. W ^ Die trauernden Hinterbliebenen. > Kundmachung. Den verehrten P. T. Casiiwvcreins.Mitaliedcrn wirb h>"' mit belanntgegeben, dass am l». März l. I. w den N«r"> Localitälcn ein KefeCschaftS-Avend mit Tombola und Musif stattfindet. Anfang halb 9 Uhr abends. G