FoitaÜU placmj« T gotOYtai. Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat --- «chrtpleitung und «erwaltnng: PreLernova ulica S, Telephon Rr. 21 (interurban) 1 Bezug,preis« für das Inland: Vierteljährig 40 Din, halbjährig 8« Din, gärn. -»Atkndigungen werden in der Verwaltung zu billigsten »ediihre« entgegengenommen f jährig l«V ®1«. Für da» «äsland entsprechende »rhöhong. Einzelnummer Din I S« Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Celje, Sonntag, den 11. Dezember 1932 || 57. Jahrgang itummcr 98 Weltkrisenrat Es sind während der Weltwirtschaftskrise, die immer mehr zu einer allgemeinen Krise der Mensch-heit wird, selbstverständlich Tausende von Ratschlä-gen veröffentlicht worden, wie die unerhörte Schwere dieser Krise materiell gemildert werden könnte. Von allen diesen Ratschlägen — e» waren manche dar> unter, die Hand und Fuß hatten — ist kein durch-greifender Ratschlag durchgeführt worden. Die Er-folge der Versuche, die mit einigen gemacht wurden, sind aber bekannt: sie haben die Krise nur noch »erschärst, nicht gemildert. Daher erscheint uns die Weltwirtschaftskrise schon wie ein u n a b ä n d e r I i -che» Schicksal, gegen das nichts zu machen ist, das uns widerstandsunfähig dem Abgrunde .zu-treiben läßt. Wenn hier an ein Wort, das dieser Tage durch die Blätter ging, ein Ratschlag angeknüpft wird, so glauben wir nicht daran, daß ihn unsere gottverlassene Welt vielleicht durchführen würd« oder wollte. Schon deshalb nicht, weil er wirklich einfachste Ber-nun st enthält und die äußerste und böseste Folge ber Krise von der Menschheit abwenden könnte, nämlich das Verhungern vieler Menschen. Essen, Hungern und Verhungern sollte heute die schwerste Sorge der Staaten sein. In denjenigen Ländern, in denen Milliarden für die Arbeitslosen von staats-wegen ausgegeben werden als sogenannte Arbeit«, losenunterftützung, kann das Geld, das der einzelne Arbeitslose erhält, kaum für die primitivste Lebens-Notwendigkeit, das Essen, langen. In den Staaten, »v es eine staatliche Arbeitslosenunterstützung nicht gibt, muß sich die noch verdienende und besitzende Oeffentlichkeit zu „freiwilligen" Hilfsaktionen zu-sammentun. Daß diese Hilfsaktionen noch weniger In jedem Kleide werd ich wohl die Pein Des engen Erdenlebens fühlen. Ich bin zu alt, um nur zu spielen, Zu jung, um ohne Wunsch zu sein. Was kann die Welt mir wohl gewähren? Entbehren sollst du! sollst entbehren! Das ist der ewige Gesang, Der jedem in die Ohren klingt, Den, unser ganzes Leben lang, Un» heiser jede Stunde singt. feoethe, Faust I. Ein Südostdeutscher fährt ins Reich In d«r .Täglichen Rundschau", einer Ber-Uner Leitung, die wohl unter den größeren hauptstädtischen Blättern dem Sehnen und Wollen der jungen Generation am aufge-schlossensten gegenübersteht, berichtet ein Sieben-bürger Sachse, der Kronstadter Heinrich Zii-lich. über seine Eindrücke von einer „Fahrt in» Reiche. Seine Gedanken dürsten auch un> seren Lesertrei» lebhaft wteressieren. Warum überfällt un«, wenn wir nach Deutsch-land fahren, an der Grenze immer das große Ge-fühl der Befreiung, der Sicherheit? Eihüge find wie Korridore, die über die Erdteile gelegt wurden. Ihr Innere» bleibt sich gleich. Die Schaffner wech-«ln und der Diensteifer. Die Fahrgäste wechseln für die Ernährung der Arbeitslosen und Armen ausreichen als die regelmäßige staatliche Unterstützung, liegt auf der Hand. In beiden Fällen, sowohl bei staallicher wie bei privater Arbeitslosenfürsorge, müssen ungezählte Familien hungern oder minde-stens mit Unterernährung leben. Hungrige und unter-ernährte Leute aber sind in geordneten Ländern, wenn sie zu Massen anwachsen, die unbedingteste soziale Gefahr. Gibt es nun eine Lösung, die den Magen der Millionen von Hungrigen füllen könnte? O ja, es gibt eine solche. Und zwar würde diese Lösung noch dazu die Erbitterung des menschlichen Geistes über einen unvernünftigen, schreienden, widerlichen Gegen-satz beseitigen. Haben wir uns nicht alle zusammen stets wütend geärgert, wenn wir in den Zeitungen auf der einen Seite lasen, daß in Nordamerika oder in Kanada Berge von Weizen verbrannt oder in« Meer versenkt oder — man sah auch aufreizende Bilder hievon — auf den unendlichen Feldern in unzähligen breiten Dünen liegen gelassen wurden, während uns auf der anderen Seite der kalte Be-richt entgegengrinste, daß in China oder sonstwo Millionen von Menschen Hungers starben? Alan denke: gesunde Männer, weinende Mütter, arme unschuldige Kinder sterben den Hungertod! Bei diesem Gegensatz verzweifelte man wohl an Gott und an der Menschheit. Oder in Brasilien werden Millionen von Säcken mit Kaffee ins Meer ge-warfen. Aehnliche Praktiken gibt es auch bei anderen Wirtschaftsartikeln. Man nennt es: Preisbildung oder Preiserhaltung. Heute ist es soweit, daß wir den teuflischen Weltwidersinn „Ueberfluß und Hunger" nicht mehr nur in China zu suchen hoben, er ist bei uns in Europa schon überall zu spüren. Ueberfluß? Nicht und die Sprachen. Die Wände bleiben. Man kennt se>t zwei Tagen das Muster der Vorhänge. Man kennt die wechselnden Kinobilder der Landschaft, die an den Fenstern vorüberzog. So vieles bleibt gleich und ändert höchstens ein wenig seinen Aus-druck. Es ist also nicht das Land, das durch die Fenster grüßt, nicht das maßvolle und großgefügte Bild der Städte, das uns an der deutschen Grenze fast schmerzhaft beruhigend erfüllt. E« ist aus all diesem der Geist, der un» heimatlich überflulet. Es ist das unwägbar Lebendige der eigenen Art, die zu uns geheimnisvoll spricht. Wir suchen nach seinem Kern, tappen wie Blinde nach dem Sinn dieses Wundere, während wir im gleichen Augen-blick da» Wesentliche längst traumhaft erfaßt haben und nur nach dem Worte fahnden, um unsere so oft empfundene Rührung zu klären. Wir glauben vielleicht, es sei die Ordnung, das Gefühl des sicheren Rechtes, das uns östlichen Menschen hier die westliche Kuttur gewährt, wie jedem Wanderer, der diese Grenzen überschreitet. Nein — nein — es ist nicht dies, es ist--Deutschland! Und doch ist es auch der Westen, das mittet europäische Kulturland. Es gibt auf der Erdkugel nur diese Gegend, die seit vielen Jahrhunderten die für uns alle maßgebende äußere und weilreichend auch die innere Weltform bestimmt und schafft. Kein Strich der Erde, der durch diese schöpferisch ausstrahlende Quelle nicht ununterbrochen umgewandelt würde. Wa» abseit» liegt, ist Land der Empfängnis. tatsächlicher Ueberfluß ist es: eine normal ge-nährte Menschheit könnte den ganzen heutigen Ueberfluß aller Dinge leicht aufnehmen. Es ist ein Ueberfluß deshalb, weil Millionen von Menschen nicht kaufen und daher nicht konsumieren können. Ein Ueberfluß, weil es Hunger gibt! Die ein. fache Vernunft fragt: Warum wird denn der Ueber-fluß an Brot, der ins Meer versenkt oder verbrannt wird, nicht umsonst den Leuten gegeben, die Hun-ger leiden? Dies hätte doch große Vorteile! Die Sünde an Gott, das Vernichten seiner Gabe, wäre umgewandelt in die Seligkeit der Wohltat: Hun-grige nähren! Und dazu noch welch ungeheurer Vorteil: der größte soziale Gefahrenantrieb, der Hunger, wäre bezwungen! Satte Mägen machen am wenigsten gerne Revolution. Warum nun gibt es eine Weltordnung, die zwar vor den unabsehbaren Gefahren der Weltkrise zittert, die aber doch das Getreide lieber verbrennt und versenkt als daß sie damit den Hauptherd der Gefahr, den Hunger der Massen, unschädlich machen würde? Es gibt diese Ordnung, weil man fürchtet, daß durch eine unentgeltliche Verteilung der in den Speichern oder aus den Feldem liegenden unoer-käuflichen Lebensmittelmengen der Preis der noch verkaufbaren gedrückt werden könnte. Dieser Meinung, die ein unbeschautes Wirtschaftsgesetz ge-worden ist, ordnet man den Hunger von Million« n Menschen unter, die Möglichkeit eines kommenden Chaos, die Tatsache, daß der Kreis derjenigen, die noch kaufen können, eben wegen dieses Gesetzes immer kleiner, immer enger wird und nun auf diese Weise doch der gefürchtete Preisrückgang eintreten muß. Wa» wir ja in den zwei letzten Jahren reichlich erlebt haben. Das Schreckliche an der Sache ist, daß das Es ist Provinz. Hier, an Deutschland» Grenze — Ddie wir wisfenhajt an der Leicha spüren, nicht bei Salzburg — beginnt und ist da» Land de» Geistes, der Aussaat, der Kraft. Wer könnt« Kraft in Worte fassen? Wer empfände sie nicht? Wer rrfühlle sie n-cht doppelt, wenn er ihr aus einer Gnade de» Blutes und der Sprache leiblich verwandt ist? Dieses Erlebnis de» Glücke» ist die Grundlage jeder Reije, die ein Auslanddeutscher ins Reich un-ternimmt. Und wenn er, der doch eine Reise machte, nachher erzählen soll, so kann er nur die» als da« erlebte Große erzählen, als das bleibende Große. Er kann — aber das sagt man eben nicht oft — er kann sagen: es ist schon alle» recht an seinem Fleck und in guter Ordnung, denn es gibt noch ein geheimnisvoll werbendes und uns begrüßende» Deutschland. Und wenn er dabei ein wenig nochdenkt, spürt er mit noch tieferer Beglückung, daß dieses Deutschland eigentlich in ihm selbst ste langt werden. Der Bauer, der zeitweilig in Übersee-ischen Ländern auf Arbeit ist, hat das Recht, die Herabsetzung der Schuld in der Frist von 6 Mo-naten vom Tage an. an dem das Gesetz in Geltung tritt, zu verlangen. Art. 8. 1.) Alle im jj 2 bezeichneten Gläubiger der Bauern, die nicht zu öffentlicher Rechnung»-legung verpflichtete Unternehmungen, noch öffentlich« Stiftungen, noch Personen unter Kuratell sin», müssen in der Frist von 2 Monaten vom Tage an, w» dieses Gesetz in Geltung tritt, der zuständigen Steuer Verwaltung alle Forderungen auf Rechnungvon An leihen anmelden, wenn diese Forderungennicht hypothe-karisch gesichert wurden, bevor dieses Geses in Gel tung getteten ist. Außerdem müssen sie bei jeder ihrer Forderungen die Höhe der Zinsen für die ge-gebenen Darlehen anführen. Für jeden Schuldner sind in der Anmeldung sein Taufname, Zuname und Aufenthaltsort anzuführen. Die Steuerverwal-tung muß Bestättgungen des Empfanges solcher An-meidungen ausgeben. 2.) Von Forderungen, die nicht in der festge-setzten Frist angemeldet wurden, wird angenommen, daß sie beglichen sind. 3.) Die Steuerverwaltung muß jedem Bezirks-gericht ein Verzeichnis der Forderungen zu Laste» der Schuldner, die in dem Bereich des betreffende» Gerichtes wohnen, zustellen. Art. 15. 1.) Wenn der Schuldner die Herab-setzung seiner Schulden nur Sinne im des Art. 7, Ab^ satz t, fordert, wird das Gericht nach durchgeführt tem Verfahren die Schuld bezüglich jeder einzelnen Forderung im Sinne dieses Artikels herabsetzen. 2.) Wenn der Schuldner außer der Herab-setzung der Schulden nach Punkt 1, Artikel 7, noch die Herabsetzung nach Punkt 6 des gleichen Artikels fordert, wird das Gericht die Forderungen im Sinne des Punktes 1 des Art. 15 herabsetzen. Die j» herabgesetzten Forderungen werden wiederum herad-geseht, so daß ihr Endbetrag 70% der Wertes des gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögens des Schuldners nicht übersteigen wird. Der richtige Weg rar Erlangimg schöner Wflißßr Xähnp unut «'««w«««« ttmttiaung »», d-xck» wcmer &ame gt,ätftin A>imd«ioq» «t folgend«: Srfutn«« etron§ C!i:arob»nt-3flJptpa(le ms bic trodene THIoro donl-Zahnbitiltc (Spcjialb&ifte mii gezahui»« BotiienjitiniU), bflrftcn 6t« Ihre Zechn« min mrf> aBfN 6«**. «ich von untrn noch oben, tauten ei« erst |«ttf di« B&rfi* i» IVafltt im* tosiltn et« mit llhIsrudonl-Mundwoss« »nl«r (5urjt«ln gründlich «ach. Der Cfrlelfl wird Sie äbenafttn! T«r *iiy«ttxr.e Jcinbelog W Xrschwunoen und «in herrliches tsefutj der frisch« bleibt juibL Verlangen ei« «»drSiZIrch Thiorodc>ni Zahnpaste. lud« Dia. «.— «nd Din. ML—, U«b«taU »u Haben. den gewandelten Deutschen schon in eueren Mauer« bergt? Ein glühendes Deutschland neuer Ideen, neuen Geistes wächst in euch durch Blut und Streit, Irrweg und Läuterung, aber wie seit langem nicht: durch Mut und Unbedingtheit zur Gestaltung. Blut ist sein Weg gewesen, vier weltgeschichtliche Jahre lang. Damals begann eure Revolution. Sie ist noch lange nicht beendet. Gottlob! Denn ihr und wir sollen aus dem Kerne gewandelt werden. Wo ist sonst ein Land in diesem alten, von Waffen stör-renden, von Greisenhaftigkeit geizigen und gierige» Erdteil, da» wie das euere innerlich lebendig wurde und nun die Los« hält in noch kampfoerkrampften Fingern, die Lose, die diesem ganzen Europa gellen. Wißt ihr denen, mit welcher schauernden Ge-banntheit jedes ander« Volk nach euerem Vulkan starrt, mit welcher Hilflosigkeit, die sich hinter äußerliche Mittel verschanzt, die Völker nach euch hinseh«n, wie nach d«m Schicksal, denn ihr seid es ja. Seitdem eure Jugend — und «s ist die aus den Schlachten des Weltkrieges — in gewiß oft verworrenen, ab« brennenden Plänen aufstand un» treibt, was man Politik nennt, geht ein Strom von Ideen in die Well, dem nicht nur Deutsche horche». Kein Volk ist verloren, dessen Jugend in Bewegung ist. Und nun gar eine», dessen Jugend mit solcher Inbrunst — Ahnungslose und Spießbürger möqe» es immerhin Fanatismus nennen — nach der U«-gestaltung der Gemeinschaft drängt. Nicht euere Klugheit und Vorsicht, nicht «»er« ängstliche, eu«re Nummer 98 Deutsche Zeitung Seit« 3 3.) Wenn der Schuldner die Herabsetzung der Schuld nach Punkt 6 des Art. 7 verlangt, wird das Gericht diese Herabsetzung nach den Bestim-mungen des Punktes zwei des gleichen Artikels durchführen. Art. 16. 1.) die Herabsetzung der Forderun-gen, wie erwähnt im Punkt 2. Art. IS, wird auf nachfolgende Art durchgeführt: a) daß gesicherte Forderungen, die nach der Reihe ihrer Deckung 70% nach dem Wert des Ver-mögen» dos Schuldners erreichen, im vollen 100%ig«n Betrag anerkannt werden; b) wenn der Gesamtbetrag der gesicherten Forderungen nicht 70°/« des Wertes des Vermögens des Schuldners beträgt, werden die übrigen For-derungen mit dem Rest im Verhältnis zu ihrer Höhe gedeckt. 2.) Die Herabsetzung der Forderungen, wie erwähnt im Punkt 3 des Art. 15, wird folgende» maßen durchgeführt: a) gesicherte Forderungen, die nach der Reihe ihres Satzes 100%ige Deckung mit 70% des Vermögens des Schuldners erreichen, werden zur Gänze ausgezahlt, wenn die abgemachten Zinsen nicht 10% übersteigen; in 90%iger Höhe, wenn die abgemachten Zinsen mehr als 10%, nicht jedoch über 16% betragen: im 8<»a/0ifler Höhe, wenn die abgemachten Zinsen jährlich 167, übersteigen. b) Wenn der Betrag der gesicherten Forderungen, herabgesetzt nach Punkt 1 dieses Artikel«, nicht 70% des Vermögens des Schuldner» beträgt, werden die übn-gen Forderungen vorerst auf 90 bzw. 80% herabge-fctzt, die so herabgesetzten Forderungen werden im Verhältnis zu ihrer Höhe mit dem Rest der 70% des Wertes de« Vermögen» des Schuldner» gedeckt. 3. Wenn nicht einmal der Gesamtbetrag aller aus diese Weise herabgesetzten Forderungen Deckung in den 70% des Wertes des Vermögens des Schuldner» findet, wird der Rest der Forderungen im Verhältnis zu ihrer Höhe nicht anerkannt. Art. 21. Die Vorschriften dieses Gesetzes de-ziehen sich nicht auf die Bestimmungen des 8 471 der serbischen Zivilprozeßordnung noch auf die Be-stimmungen der Artikel 23 bis 35 des Gesetze» über die früheren bäuerlichen Kolonien und Ceglüks vom 7. Mai 1928. Bei Bestimmung der Ueber-schuldung noch den Punkten 4 und 6 des Artikels 7 und nach Art. 15 kommen alle Mobilien und Immobilien in Betracht, die in den Bestimmungen diese» Gesetze« ausgenommen find von der Ereku-Hon und Verpfändung. § 23. Wenn der Schuldner in seiner Erklärung falsche Daten angeführt hat, wird er dafür nach dem Strafgesetz verantworten, außerdem wird er da» Recht auf Schutz nach diesem Gesetz verlieren. Da« Verfahren, das zwecks Herabsetzung der Schuld aus Grund solcher Daten eingeleitet wurde, wird eingestellt werden und der Schulder wird jeden Schutz nach diesem Gesetz verlieren. Für die Geldinstitute, die bisher den Schutz nach Art. 5 des bisherigen Gesetzes verlangt haben, gutwillige, ober auch euere oft verworrene Brüderei rührt di« Fremden an. Nur euer Feuer, euere seelische Sucht, euere llnbedingtheit, euer gebärende, Chaos! Noch weit vom Ziel? Gewiß! Ja. ich sage noch mehr: noch weit von den Zielen! Noch seht ihr weder den klaren Weg. noch euere ganze Macht. Noch seht ihr nicht einmal die ausgestreckten Hände von Millionen Deutschen jenseits der Grenzen, noch spürt ihr nicht, wie mit diesen euer Handeln erst : machtvoll werden wird. Aber e» sind der Deutschen täglich mehr, die wissen, daß da nicht einer au» dem Südosten kommen muh. um da» zu sagen, daß auch dort ihr seid. Daß e» in Europa kein Ende de» deutschen Volkes gibt. Echo und Ton. Ruf und Antwort, sie werden lauter, so groß auch da» Getöse ist, da, ihr heute macht. Man hat da» deutsche Volk an die Kandare gelegt. Man hat es klein und häßlich gemacht. Wann war da»? Ist es noch wahr? Und heut« ist es furchtbar geworden. Ueberall drängt es nach Formen, die neue find. Ueberall dich e» von Ideen. E» verschwendet sich in Gedanken und Gefichten. E» ist in einer all«, bedrohenden Weise leidenschaftlich. E» kreißt in tausend Geburten. Versteht ihr. warum die West nach Sicher-heiten ruft? Wa» aber helfen Kanonen gegen diese Art der Eroberung, die auch der Gott eure» Schicksal», euch niemal» schonend, gewährt«! W wird der Schutz in einem besonderen Artikel festge-legt, der im neuen Gesetzentwurf Art. 32 ist. Da» Gesetz bestimmt, daß nebem dem Kommissar bei olchen Banken mit Verordnung des Handelsmini-ters ein besonderer Beratungsausschuß mit minde-tens vier Mitgliedern aus den Reihen der Gläu-»iger de» Instituts aufgestellt wird, dermaßen, daß owohl groh« Creditoren wie die Einleger vertre-ten find. Dieser Ausschuß wird in jeder Beziehung den Kommissar bei der Durchführung seiner Pflichten unterstützen, die mit besonderer Verordnung festge-legt werden. Der Ausschuß muß wenigstens einmal wöchentlich zusammentreten und dem Kommissar bezüglich aller wichtigen Fragen seine Meinung ausdrücken. Wenn der Kommissar irgendeine Entschei-dung ohne Beratung des Auschusies trifft, muß er die Entscheidung nachttäglich dem Ausschuß vorle-gen. Der Ausschuß hat das Recht, seine Meinung dem Handelsminister auch direkt zu berichten. Verlängerung des Bauernschutz-gesetzes Dem Parlament wird ein Anttag vorgelegt werden, demzufolge das bisherige Bauernschutzge-setz bis auf weiteres, d. i. bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetz«,, Geltung haben soll. Senator Hribar für eine jugoslawischtschechische Zollunion Anläßlich der Genehmigung der Fremdenver-kehrskonoentions mit der Tschechoslowakei verHerr-lichte der siowenische Senator Ivan Hribar in län-gerer Rede die brüderlichen Beziehungen zwischen dem jugoflawischen und dem tschechischen Volk: ge-rade diese Brüderlichkeit habe uusere Fremdenverkehr von einer noch ärgeren Krise und von großem Schaden gerettet. (Unsere, Wissen» waren die d e u t> schen Gäste immer in weitaus größerer Zahl bei uns anwesend als die Tschechen; die deutsche „Brüderlichkeit" ist also auch nicht zu verachten!) Indem er die engern Beziehungen mü der Tschechoslowakei betonte (siehe die allbekannte Nässende Differenz zwischen der tschechoslowakischen Einfuhr nach Jugoslawien und der jugoslawischen Ausfuhr nach der Tschechoflowakei!), brachte er seine Ueb«rzeigung zum Auseruck, daß auf jeden Fall mit der Tschechoslo-wakei eine Zollunion abgeschlossen werden müßte, was zu beiderseitigem Nutzen wäre. Wir seien dürch-aus ein Agrarland, die Tschechoslowakei aber *ur Mehrheit ein Industriestaat. So wurde man sich auch aus wirtschaftlichem Felde ergänzen. Redner werde mit größtem Vergnügen für die Konvention stimmen. Ausland Landerkampf England : Oesterreich 4: Z (2:0) Am Mittwoch nachmittags wurde auf dem Sportplatz Ehelser in London der Fußballänder-kämpf zwischen England und Oesterreich ausgettagen, welch letzteres aus 13 internationalen Siegen un-besiegt hervorgegangen war und daher mit Recht den Fußball des Kontinent» gegen den alten englischen Meister repräsentierte. Man kann sagen, daß die ganze Welt diesem größten sportlichen Ereignisse de» letzten Jahrzehnt, mit atemlosen Interesse an den Radioapparaten beiwohnte. Während der Dauer diese» Spiel«» waren Politik und Weltwirtschaft»-krise »«rgksien, Millionen hörten mit Entzücken au» den rauschenden Beifallskundgebungen der 60.000 englischen Zuschauir die Anerkennung heraus, daß I iffiseicAt JcÄvneV und öcAenetxcleV afb die ^crrnc'. Oesterreich mit Ehren für den Fußballsport des Kon-tinents kämpfte. Die Niederlage 4 : 3 ist eigentlich keine Niederlage, wenn man bedenkt, daß Oesterreich mit zwei vor kurzem verwundeten Stürmern ange-treten war. Der Läufer Vogl, auf den es so oft ankam, konnte mit dem linken Bein nicht schienen, weil es erst vor zwei Monaten gebrochen worden war. Worum er ttotzdem nach London fuhr und an seiner Stelle kein anderer vollkommen gesunder Läufer eingestellt worden war, ist das Geheimnis der Sportgewaltigen in Wien und die Ursache der — sehr ehrenvollen! — Niederlage Oesterreichs gegen England. Ob dies nicht typisch für Oesterreich über-Haupt ist, das bei prachtvollstem Menschenmaterial und überragendem Können aus allen Gebieten immer wieder irgendeinen schuldlosen „Vogl" ein-gestellt hatte, dessen Beinbruch den schönsten Sieg gerade um ein Haar — verhinderte! S' war immer so — —! Die enalische Presse schreibt begeisterte Leitartikel über das herrliche Spiel der österreichischen Mannschaft, die nur kein Glück gehabt habe, denn sie ipiele besser als die Engländer. Spieler wie Sindelar, Smistik, Rausch und — Vogl gehörten zu den besten Spielern der Welt. Solche Spieler hätten die Engländer nicht. Der „Daily Herald" schreibt: Bravo, Oesterreich! Trotz dem englischen Siege gebührt mehr als die Hälfte der Ehre den Oesterreichern! Oberster Welttrisenrat Der Direktor der Baseler Reparationsbank Pierre Ouesnay schlug dieser Tage in Paris die Gründung eine, Weltkrisenrates vor, dessen Mitglieder die Chefs aller Regierungen zu sein hätten. Demonstrationen in Zara gegen Jugoslawien Der Ljubljvnaer „Jutro" berichtet: Am Man-tag abends veranstalteten die italienischen Studenten in Zara Demonstrationen gegen unseren Staat. Vor den Augen der Behörden, die ruhig die Au»rufe und größten Schimpfworte gegen unseren Staat anhörten, zogen die Demonstranten im Zuge durch die Gassen und demolierten die Geschäfte, Lokale und Wohnungen unserer Staatsbürger. Ohne von der Polizei gehindert zu werden, zertrümmerten sie di« Aublagefenster der jugoslawischen Kaufleute, de-molierten die Geschäfte und vernichteten di« ganzen Waren. Besonders schwer betroffen sind die Kauf-leute Martin Babic, Ivan Simcija, Jvica Mace, August Radumii und Josip Pavec. Sie griffen auch die Prioatwvhnung de» Josip Zrinjski an und zerschlugen alle Scheiben. All dieses Wüten war den Demonstranten jedoch noch nicht genug, sondern sie zogen weiter vor da» jugoslawische Konsulat. In Anwesenheit von mehreren Beamten der Prä-fektur stürmten die Demonstranten unter den häß-lichsten Schimpfworten auf unseren Staat und unser Volk mit Steinen auf das Konsulatsgebäude los und zerschlugen alle Scheiben. Sie verschonten auch die in der Nähe befindliche Privatwohnung unsere, Konsuls nicht. Auch dort zertrümmerten fie alle Fensterscheiben. Die Demonstrationen hatten die Fa-schiften unter Führung ihre, politischen Provinz-jekretärs Dr. Peter Marincovich organisiert. Di« Faschisten, die sich auf der Piazza Venezia versam-mell hatten, schrien: „Es lebe das italienische Dal-matien! Hoch die Löwen de, hl. Markus auf der Ostadna!" Au? der Protestversammlung sprach d« faschistische Provinzseiretär mit außerordentlicher Ve-hemenzi er griff Jugoslawien mit den schind-lichsten Ausdrücken an. Er redete von Barbarentum und Vandalentum gegen di« italienischen Städte Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 98 auf cttf, Brak, Korcula, Gruz und anderswo. Er forderte das Volk auf, Mussolini zu vertrauen, der Italien an dem Oftufer der Adria ^um Siege führen werde. — Als Antwort auf die italienischen Demonstrationen in Zara veranstaltetea am 7. De-«mber vormittags die Beograder Studenten in der Aula der Universität eine Protestversammlung. aus welcher mehrere Redner das Vorgehen der italieni-schen Studenten verurteilten. Die Demonstration blieb auf das, Gebäude der Universität beschränkt und ging nicht auf die Strafe. Eine Rede des tschechoslowakischen Außenministers gegen Japan Am K. Dezember trat in Genf die außer-ordentliche Völferbundverjommiung zusammen die über den chinesisch-japanischen Streit verhandeln sollte. An der Sitzung nahmen auch Herriot und Macdonald teil. Der chinesische Vertreter verlangte die Herstellung des Status quo ante in der Mandschurei; der Japaner betonte, daß ein Mittel gesunden werde müsse, um der Anarchie in China ein End« zu machen. Der tschechoslowakische Außenminister Dr. B«nesch, der zu dieser Ange-legenheit auch das Wort ergriff, erklärte, der Lytton-Bericht stelle klar fest, daß Japan sowohl die Sta-tuten des Völkerbundes wie des Kellog-Pakts ver-letzt habe. Der Völkerbund stehe jetzt vor einer Aufgabe, wie er eine solche bisher nicht hatte. Es fei gefährlich, einen Präzedenzfall zu schaffen, denn es handle sich um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft der Genfer Institution. Am 8. Dezember verfaßten die Vertreter Spaniens, Ir-lands, der Tschechoslowakei und Schwedens eine Resolution, in welcher festgestellt wird, daß die jetzigen Beziehungen zwischen Japan und China ein verkappter Krieg seien; das jetzige Regime in der Mandschurei sei bloß möglich wegen der An-Wesenheit japanischer Truppen. Die Völkerbundver-sammlung stellt fest, daß die Anerkennung des jetzigen mandschurischen Regimes nicht vereinbar sei mit den bestehenden internationalen Verträgen. Deshalb werde der Ausschuß der Neunzehn aufgefor-dert, unter Mitwirkung der Regierungen der Ver-einigten Staaten und Sowjetrußlands mit beiden Parteien in Verbindung zu treten, damit ihr Streit auf Grund der obigen Feststellungen geschlichtet werde. Der japanische Deleaat protestierte auf das energischeste gegen diese «inseitige Resolution, welche Folgen zeitigen könne, wie sie ihre Autoren sich nicht vorgestellt haben. Amerika besteht aus seinem Schein Auf die zweite englische Rote bezüglich der Stundung der Dezember,Zahlungen gab am 7- De-zember Außenminister Stimson die Antwort, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die Be-Zahlung der fälligen Rate der Kriegsschulden er-warte. Frankreich, das mit England vereint vorgeht, wird seine Rate vorläufig bei der Baseler Bank hinterlegen und nach endgültiger Ablehnung des Moratoriums die Einberufung eines Schiedsge-nchts verlangen. Ein vorläufiges Rüstungs-abkommen • Der amerikanische Vertreter Norman Davis legte den Vertretern der fünf Großmächte den Plan eines vorläufigen Abrüstungsabkommens vor, das bis zum Jahre 1936 in Kraft bleiben würd«. Die praktische Anwendung der Grundsätze des Ab-kommens würde von einer Generalkommission der A'vrüilungslonferenz beaufsichtigt werden, in welcher sämtliche Staaten durch ständige Delegierte ver-treten wären. Auf eine eindringliche Frage des deutschen Außenministers v. Neurath erklärte der ftanzösische Ministerpräsident Hernot, Frankreich sei gegen die Gleichberechtigung Deutschlands nicht feindlich eingestellt, unter der Bedingung, daß ihm seine Sicherheit verbürgt werde. Schlägerei im Reichstag Auf der zweiten Reichstagsitzung am 7. De» Jember, auf welcher der nationalsozialistische Antrag, >aß den Reichspräsidenten der Präsident des Reichs-gerichles zu vertreten habe, gegen die Stimmen der Deutschnationalen und der Kommunisten ange-nommen wurde, kam es in den Wandelgängen zu einer großen Schlägerei zwischen natinnalsozialisti-.. M)«n und kommunistischen Abgeordneten. Ange-fangen hatte die Sache, die den sonderbaren Zu-sammenhang der Mißtrauensmehrheit gegen die Regierung des Generals v. Schleicher und die Dclfkenzberechtigung dieser Regierung schlagend be- wies, daß auf der Zuhörergalerie der kommu-nistische Lanvwgsabgeordnete Quandt aus Mecklen-bürg wegen seiner Rufe „Nieder mit Hindenburg!" kräftig vermöbelt worden war. Da die Kommu-nisten im Saal im Sprechchor diesen Ruf wieder-hotten, unterbrach der Borsitzende Abg. Esser die Sitzung. In der Pause nun krachten im Wandel-gang die Knmmunisten und die Nationalsozialisten zusammen. Zuerst gab es wilde Beschimpfungen, dann flog ein Spucknapf einem Kommunisten an den Kopf, es folgten Telephonapparate, Sessel, Tische und alles mögliche. Die Nationalsozialisten warfen einen Tisch so hoch, daß der Luster an der Decke in Trimmer ging und seine Glasstücke auf die heißen Köpfe herabprasfelten. Als Sieger blieben die Nationalsozialisten auf dem Platz zurück, der mit den zerbrochenen Möbeln und zerschlagenen Glastüren ein Bild der Verwüstung darbot. Die schwerste Verwundung erlitt der nationalsozialistische Abgeordnete Lose, dem ein schwerer Telephonapparat an den Kopf geflogen war. Eine Klage wegen der Agrarreform Am 6. Dezember wurde dem Völkerbundrat in Genf die Klage der deutschen Delegation wegen der von Polen in Pommerellen durchge-führten Agrarreform vorgelegt. Aus Stadt und Land Verbotene» Buch. Das Innenministerium hat da» vom russischen General Zaharoff geschrie-bene Buch „Die tschechischen Legionen in Sibirien" in Jugostawien verboten. Bettfedern, Daunen, gefüllte Polster und Tuchenten im Spezialgeschäft „Posteljina", H.Weiß, Zagreb. Ilica 76/1. Loltsei«, regelwidrige GärungsvorgSnge im Dickdarm, Aiagensäureilbcrsckmb. Leberanschoppung. Gallenstockung. Brust-detlemmung, »erMpsen werten zumeist durch das natürliche „Franz Joses" Bitterwasler behoben uud der Blutandrang nach dem Gehirn, den Augen, den Lungen oder dem Herzen vermindert. AerMche Gutachten verzelchnea wahrhaft über-raschende Ergebnisse, die mit dem Kranz Iolek-Wosierb«Leuten mit sitzender Lebensweise erzielt wurden. Das Kranz Josef-Bitterwasser ist in Apotheken, Drogerien und Spe»ere>hand langen erhältlich. Celje „Melodie der 1000 Inseln". Wir müssen gestehen, daß wir mit jenem gewissen Mißtrauen in die Probevorführung am Freitag zumittag ge-gangen sind, das dem „Nemo propheta in patria" seine Berechtigung gibt. Das Mihttauen hat aber gleich zu Beginn dem Erstaunen Platz gemacht, daß auch bei uns etwas geschaffen werden kann, das dem Besten draußen in der Welt nicht nachsteht. Und dann ist man einfach überwältigt von dieser wunderbaren Schönheit von Erde, Meer, Sonne, Luft und steinernen Märchen. Und man verliebt sich ganz im Ernst in dieses rassige dalmatinifche Mädel! Wenn wir sagen, daß uns diese „Melodie der 1000 Inseln" mit Entzücken erfüllt, so geschieht es nicht, weil vielleicht die Notwendigkeit nahezu-liegen scheint, daß wir unseren Landsmann Oswatitfch loben sollen. Wir sind allerdings stolz darauf, daß es unser Landsmann ist, der den ersten jugosiawi-lchen Großtonfilm — und was für einen! — ge-chaffen hat. Wir loben g e r n e mit Begeisterung um »er köstlichen Sache willen. Dieser Dalmatienfilm ist ein Propagandahochlied für unser Land, wie es nicht zu überbieten ist. Stimmung und Kimstlerschaft ist m solcher Menge vorhanden, daß einem das Herz wehzutun beginnt vor Sehnsucht nach dieser märchenhaften Schönheit. Hier ist die Seele eines der schönsten Küstenländer der Well im Bild zusammengefaßt und festgestellt worden. Eine bescheidene und dennoch reizende Handlung verbindet die strahlenden Land-schafts- und Seebilder mit Spannung miteinander, so daß die Langweile völlig vermieden wird, die sich ergibt, selbst wenn die schönsten Landschafts-bilder bloß aneinandergereiht werden. Die han-delnden Personen treten naturgemäß hinter die Me-lobte der 1000 Inseln zurück, di« die Hauptrollen göttlich schön spielen. Da gibt es woH nichts zu kritisieren. Mai Oswatilsch spielt den Maler ent-sprechend und natürlich: seine Stimme ist sehr an-genehm. Er wird sein Zierdienst wohl auch nicht in dieser Rolle suchen, da es doch in der Schaffung des Films, im künstlerischen Sehen der Bilder, im Darstellen von Menschen, die noch nie gefilmt haben, so voll besteht. Der Mm „Melodie der 1UO0 In-sein" ist ein patriotisches Werk! Auf modernsten großstädtischen Tonapparaturen in Deutschland und in Oesterreich wird e« als die schönste Melodie, zauberhaft lockend, erklingen, die jemals aus und über Jugostawien gehört wurde. Wem diese Melodie nicht ms Herz dringt, der hat kein Schönheitsgcfühl und kein Herz für die Natur, dem ist eben nicht zu helfen. Wichtig für alle Kalturbundeomit-gliedert Am Freitag, dem 16. Dezember, wird sich d«r Obmann drs SchwSbisch.D«utjch«n Kulturbundes Herr Johann Keks aus Novisad aus einer Reise durch Slowenien in C«lje aufhalten. Am Abend mit dem Beginn um 8 Uhr findet im Saale des Gasthofes „Zur grünen Wies«" ein Vortrag des verehrten Gastes über sein« p « r s ö n-lichen Eindrücke bei der Goethefeier in Weimar statt, zu welchem alle Mitglieder herzlichst eingeladen find. Eintritt selbstverständlich frei. Am 13. Dezember hätt sich Herr Obmann Keks in Mari bor, am 14. Dezember in Ptuj, am 15. Dezember in Konjice, am 17. De,?mber in L j u b l j a n a und am 18. Dezember in Kocevje auf. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 11. Dezember, findet der GemeindegoUesdienit um 10 Uhr im Gemeindesaale statt, wo sich im An-schluß daran auch die Kinder versammeln. Grammophone, Radio-Apparate und Reparaturen Leciiik, Celje, Glavni trg 4 Endlich ist er da! wird mancher gerufen haben, als er am Freitag morgens die silberne Pracht des Neuschnees durch die Fenster sah. End-lich ist nach grauen, häglichen, schmutzigen, unge-sunden Nebelwochen in der Nacht auf Freüag der erste Schnee gefallen. Die Sehnsucht oller Winter-sportler steht vor der Erfüllung. Nikoloabend des Stiklubs. Wiederum zeigte es sich, daß der Skiklub ein außerordentlich regsamer Verein ist, der nicht nur an die Großen, sondern ganz besonders an die Kleinen denki, die schließlich da» größte Anrecht bei solchen Festen haben. Mehr als 30 Buben und Mädel« im Aller von 2 bis 12 Jahren waren mit ihren Eltern und freunden von Kindern um '/, 7 Uhr abends in dem gruselig dekorierten Klubsaäl bei der „Grünen Wiese" versammelt, um durch den Nikoro beschenkt zu werden, der sich wirklich trotz der Krisenzeil recht ergiebig einstellte. Mit ängstlicher Miene, zum Teil auch mit Tränen in den Augen, marschierten die Kleinen mehr ode? weniger mutig zum Hl. Nikolo, der die Geschenke unter Vorhaltung der „Sünden" aushändigte. Freilich, kaum wendeten sich die be-treffenden Dinquenten um. waren auch sofort die Tränen versiegt und freudestrahlend kehrten sie aus dem Bereich der furchterregenden Krampusse zur Mutter zurück. Mit Ermahnungen für die Zukunft wurden die Kleinen vom heiligen Nikolo entlassen. An Überraschungen reich war der um l/, 9 Uhr beginnende Nikoloabend für die Großen. Eine Un-menge von Gaben waren aufgestapelt und jeder einzelne wurde mit Scherzgeschenken bedacht. Auch die Krampusse bekamen seht reichlich zu tun. Die Verteilung würzte der heilige Nikolo durch treffende Ermahnungen und man ist wirklich darüber erstaunt, was so ein Nikolo alles weiß. Anschließend wurde ein Tänzchen improvisiert und erst um Mitternacht fand der Abend sein Ende. Groß und klein aber danken dem Nikolo und auch den Krampuffen für die Mühe, die sich diefe an diesem Tag so wichtigen Gestalten mit den armen Erdenwürmern gegeben haben. Gemeindeunterstüyungen für die Ber-eine. Im Voranschlag der Stadtgemeinde find ob Bereinsunterstützunaen sowie zu anderen humanitären und kutturellen Zwecken im kommenden Jahr 189.950 Din gegenüber 281.400 Din im Jahre 1932 vorgesehen. Für das Jahr 1933 find nach-folgende Unterstützungen festgesetzt worden (in der Klammer die Summe des Jahres 1932): Ver-schönerungsoerein in Celje 96.000 Din (95.000); Fremdenverkehrsverein in Celje 2700 Din (5400); ^remde»oerkcbrsverband 1000 Din (1000); Glas-bena Matica in Celje 6000 Din (10.000); Mu-seumsverein in Celje 1500 Din (8000); Städtische Volksbücherei 8000 Din (16.000); Studentenküche in Celje 2000 Din (4000); Unterstützung-verein i für arme Studenten in Celje 2000 Din (4000); Freiw. Feuerwehr und Rettungsabteilung in Celje i 9000 Din (18.000); Dramatischer Verein in Cekse 4500 Din (9000); Kinderfchutz 1500 Din (3000); Kolo jugosl. sester 1000 Din (9000); Arbeitsbörse Nummer 98 Deutsche Zeitung Seite 5 inl Celje 6000 Din (12.000); Fond für Unser» piihung der Armen und Arbeitslosen 7500 Din (15.000); Sanntaler Ortsgruppe des Sloo. Alpen-Vereines in Celje 1250 Din (2500); Männer und Frauenortsgruppe des Ciril- und Methodvereines in Celje 500 Din (1000); Volkshochschule in Celje 1000 3>m (2000); Ortsgruppe des Kriegsinvaliden-verbände« in Celje 1000 Din (2000); Sokoloerein in Celje: für körperliche Erziehung 4500 Din (9000), für Herrichtung des Glacis 10.000 Din; Kultur-verein .Svoboda" in Celje 500 Din (1000); katholischer Kulturverein in Celje 500 Din (1000); landwirtschaftliches Beförderungsamt 500 Din (1000); König-Peter»Denkmalfond in Celje 1000 Din (4000); Kinderhort 20.000 Din (20.000); Antituberkulose-liga in Celje 500 Din (1000); für verschiedene wohltätige und kulturelle Zwecke 2000Din (19.000). — Wie in den vergangenen Jahren wird man natürlich auch heuer vergebens nach der Gemeindeunterstützung eines deutschen Kultur» oder Sportvereines suchen, obgleich die deutschen Gemeinde» bürger bei der Tragung der Gemeindelasten ohne-weiters in den ersten Reihen stehen dürfen! Uhren, Goldwaren auf Teilzahlungen ohne Prcisautsehlaß. Jlffer, Maribor, (tosposka ulica Nr. 15. Vorauschlag der Umgebungsgemeinde Celje für das Jahr 1933. Am Freitag, dem 2. Dezember, fand von 7,7 bis 8 Uhr 30 abends die Voranschlagsitzung der Umgebungsgemeinde statt. Der neue Voranschlag sieht die Herabsetzung der Bezüge des Bürgermeisters und der Gemeinde-angestellten um 10*L vor und führt eine 100"/<>ige Gemeindeumlage auf die direkten Staatssteuern ein; bisher betrug die Umlage 507O- Aus dem Voranschlag ist gestrichen der Beitrag für die Erhaltung der Polizei für die Jahre 1932 und 1933 im Betrage von 228.000 Din sowie der Beitrag für das neue Militärmunitionsmagazin im Betrag von 150.000 Din. Der Voranschlag für das Jabr 1933 weist 1,661.323 Din an Ausgaben, 431.322 Din an Einnahmen und ein Defizit von 1,230.001 Din aus, das mit der 100%igen Gemeindeumlage auf die direkten Staatssteuern im Ertrag von 1,230.000 Din gedeckt werden wird. Ausgaben: Personalausgaben 333.456 Din; Sachausgaben 22.500 Din; Polizeiwache 38.150 Din; Volksbildung 655.829 Din, finanzielle Verpflichtungen 150.000 Din; öffentliche Einrichtungen 242.876 Din; Ackerbau 12.500 Din; Volksge-sundheit 70000 Din; soziale Fürsorge 206.700 Din; Handel, Gewerbe it. 16.000 Din; Gemeindewirt-schaft 28.774 Din; allerlei andere Ausgaben 39548 Din. Einnahmen: 100%tge Gemeinde-nmlage auf die direkten Staatssteuern 1,230.000 Din; Verzehrn ngsfteuern 241.772 Din (1 Din pro Liter Wein, 050 Din pro Liter Most. 060 Din pro Liter Bier, 0-25 Din pro Liter Obftmost); Taien und Gebühren 38.500 Din; Wagensteuer 9000 Din ; Einnahmen au» dem Gemeindeeigentum 40.500 Din; verschiedene Einnahmen 26.550 Din; außerordentliche Einnahmen 75.000 Din. Winterurlaub ffir die Häftlinge. Es ist, abgesehen von den Verpfleqserfparnissen, vielleicht eine wohltätige Verschärfung der Strafe, wenn die Sträflinge im Winter dem kalten, sorgenvollen Leben da draußen zurückgegeben werden. Nämlich gerade in jener Zeit, wo die meisten ganz gerne ohne Nahrungs- und Unterkunftssorgen im sauberen, warmen Gefangenenhaus fitzen. Wenn die Früh-lingssonne lockt und die Tage sehnsüchtig und wann werden da freilich ist es eine Strafe, in die enge graue Zelle gebannt zu fein. Und so find auch von unserem Kreisgericht 60 Gefangene auf „Winterurlaub" geschickt worden. Am 1. April haben sie wieder einzurücken, um den Rest der Strafe abzubüßen. Totschlag in Dobrna. In der Nacht von Sonntag auf Montag entstand in einem Gasthaus in der Nähe von Dobrna eine Bur-schenrauferei, wobei ein Bursche dem 22>sährigen, vor kurzem vom Militär zurückgekommenen Besitzers-söhn Josef Flis mit einem mit Nägeln beschlagenen Pruge» auf den Kops schlug. Der schwer verwundete Ktis konnte sich noch bis zum Hause eines Ver» wandten schleppen, dort sank er nieder und gegen 4 Uhr früh gab er den Geist auf. In Verbindung mit diesem Totschlag hat di« Gendarmerie drei Burschen verhaftet. Poltzeinachrichten. Am Andreasmarkt stahl ein Taschenvieb der Besitzersgattin Franzlska Kunst aus Sp. Loznica bei Haler am Hauptplatz aus dem Korb eine schwarze Lederyandtasche im Wert von 80 Din mit einem Bargeldinhalt von 60 Din. — I Am 30. November wurde einem Besitzer aus Nova cerkev aus einem Hausflur in der Cankarjeva cesta ein Herrenfahrrad im Wert von 600 Din, am gleichen Tage zwischen 11 und 12 Uhr mittags einem Bäckerlehrling am Marktplatz an der Voglajna ein Peugeot-Fahrrad im Wert von 400 Din ge-stöhlen. — Am 30. November gegen '/, 10 Uhr abends fielen zwei unbekannte Männer oeiin Vo-glajnasteg in Zavodna den Besitzer Rochus Pasarik aus der Umgebung von 8t. Jurij an, rissen ihm die Brieftasche, in der sich eine kleinere Geldsumme befand, aus dem Sack und verschwanden in der Nacht. — Am 5. Dezember wurde aus einem Haus-flur in der Cankarjeva cesta ein Puch-Rad, Nr. 277.375, im Wert von 1400 Din gestohlen. Todesfälle. Am 2. Dezember um '/,5Uhr früh starb in Celje im Alter von 47 Jahren an einem Schlaganfall die Lehrerin Frau Maria Radic-Bedekovic. Die Verstorbene war seit dem September 1921 als Lehrerin des Serbokroatischen an den Schulen der Stadt tätig. Vor ihrer Ankunft war sie Lehrerin in Zstrien gewesen. — Im Allg. Krankenhaus starb am 29. November der 40 jährige Arbeiter Franz Uratnik aus So. Andraz bei Ve-lenjeA Im Allg. Krankenhaus starb am 2. De-zember die Austrägerin der „Deutschen Zeitung" Frau Aiaria VreckoAndres im Alter von 49 Jahren; die Verstorbene war eine treue, gewissen-hafte Frau, der wir ein gutes Erinnern bewahren werden. — Am 3. Dezember starb ebendort die neunjährige Köchinnensiochter Josefa Kresnik aus Celje. — Am 4. Dezember starb im Allg. Kranken-Haus die 74-jährige Maria Robic aus Bre^je bei Dobje. — In Pecovnik bei Celje ist der 90-jährige Auszügler Mathias Legvart gestorben. — In Ga-berje starb der 48°jährige Arbeiter Franz Jezernik. Ttadtkino. Am Samstag, 10, Sonntag, 11., und Montag. 12. Dezember: „Melodie der 1000 Insel n", erster jugoslawischer Grosjtonfilm, regissiert und hergestellt von unserem Cillier Lands-mann Mai Oswatitsch jun. Vorstellungen wochen-tags um '/»9, am Sonntag um 7»5, 7,7 und 7»9 Uhr. Plätze reservieren mit Telephon Nr. 270! Freiw. Feuerwehr u. Rettungsabtg. Celje, Tel. l In der Woche vom N. bi« IV. Tezember ist kommandiert: Feuerdicnst: ll. Zug I S füllten Augen wie verfolgend auf den Beschauer! Aber was wissen die Besucher auch schon von Li-Tie-Guai? — „Der Todesdorn" erschien im Prismen-Verlag. Berlin W 35 und hat cca. 300 Seiten Umfang — Belani (Billach). Seite 8 Deutsche Zeitung Nummer 98 VERKAUF Mein ganzes reichsortiertes L*ger in Galanterie-, Mode-, Kurz-, Wirk- und Spielwaren wird wegen Auflassung des Geschäftes zu staunend billigen Preisen ausverkauft. Sämtliche Waren mit ersichtlichen Verkaufspreisen werden tief unter dem Preise mit einem Nachlass von 20°/o bis 50% "■ ausverkauft, solange der Vorrat reicht. — So billig haben Sie für Weihnachten noch nie eingekauft! Wiemand versäume diese seltene Kaufgeleqenheit, denn sie kommt nicht wieder! Auch Wiederverkäufer können zu Spottpreisen ihren Bedarf decken I Franc Kormann, Maribor, Gosposka ulica Nr. 3 ♦ Das Weihnachts-Geschenk „SERVITOR" Nlop-Handsclttth für Ihre Frau I Der nützliche .Mop* ist sicherlich ein besonders gerne gesehenes Oeschnnk. Er erspart viel Arbeit im Haushalt, denn niQhelos reinigt und poliert er gleichzeitig alle glatten Fusab5d*>n und das Linoleum, sowie gestrichene PussbQden u. Möbel. Der kleine billige Apparat ist sicherlich ein Oascbenk, mit dem man der Haos-frsu immer wieder Freude bereitet. Vorführung und Verkauf bei Firma F. KÖNIG, Celje. Bettfedern kg Din 10, 14, graue geschlissene Din 24, halbweisae 32, weiss« 44, wtiaser Oänse-sehleiss 64, weiase I* Gänse-flalbdaunen —— Din 96, gefüllter Polster 4&X*0 Din SU, ÖOX'W Din 35, mit Schleissfedern I>in 55, gefüllte Tuchenten 120X18O Din 135, mit ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ r«-|flntrlert«> GeiioMHeiiHclMitt mit iiubeiirlirftiiUter Haitnnif Gegründet 1900 Telephon Nr. 213 interarban Glavni trg I Spareinlagen, Darleihen und Kredite I | gegen günstigste Bedingungen __> Einlagen»tand Din 40.000.000 GeldTerkehr Din 290 000.000 HRANILNO IN POSOJILNO DRUSTYO Y CELJU ■ L'ii sa neone|enn zavcxo ♦#♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦+♦♦ im 11 YEREINSBUCHDRUCKEREI 1U Herstellung von Druckarbeiten wie: Werke, Zeitschriften und Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Kuverts, Speisentarife. Tabellen, Geschäfts- und Besuchskarten, Lohnlisten, Durch-schreibbücher, Diplome, Parten, Etiketten, Plakate. Preislisten, Vermählungsanzeigen, Siegelmarken usw., Drucksachen für Handel, Gewerbe und Industrie in bester und solider Ausführung El 0 El Inseraten Annahmestelle für die CELEJÄ 0 0 0 CELJE / PPESERNOVA ULICA N- 5 Siamtfinur, £