Nt. 268. Freitag, 21. November 1890. 10U. Jahrgang. Macher Zeitung. "" «nlttnle h,« zu 4 «eilen l>5 lr «Me« ver «eile » lr.: br! öfteren W!sberl,°l»">ae» per Zelle » lr. Die «Lllibacher Ztitung» erscheint täglich mit «»«nähme der Honn» »nd ffeirrtllge. Die «lbmlniftrati»» lieNnbel sich t°n„lc!«l>Illtz », die «ebaction Äühnhofga^e 24. Sprechstundm der Rebnction tilallch von !U b!« l2 Uhr vormittag«, — Unslanlierte Vliese werben nicht angenommen und Vtanuscriple nicht zurüllgeftellt. Amtlicher Weil. «lltt^Is l- »nd k. Apostolische Majestät haben mit bey ^''" Entschließung vom 9. November d. I. Lll,j?pl°pst des Kathedralcapitels in Lesina Peter lGei n ^^kn der eisernen Krone dritter Classe """gnädigst zu verleihen geruht. illH l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^Ant? 6"tschliehung vom 11. November d. I. dem 3oh^" und Sladtpfarrer in Hallein. Ehrendomherrn vtdtM.ss ser. da« Ritterkreuz des Franz-Ioseph-llllergnädigst zu verleihen geruht. ^ttbn^/ ""d t. Apostolische Majestät haben mit ^zitli? Nntschlikßung vom 15. November d. I. die i! l> pl ^"ptmänner Felix Schaschel und Dr. Philipp region, "lk ^" Regierungsräthen bei der Landes» n ln Laibach allergnädigst zu ernennen geruht. Taaffe m. p. Atthijck/ "^ k. Apostolische Majestät haben mit »b1.^"lchl'eßung vom 15. November d.I. dem f'ttl l,^ ^'U'e Johann Mah lot in Laibach den W der e n ^ ^lld man berechtigt sein zu fordern, > " sch.i,l l!'2 b" Hand nicht vernachlässigt werde. " sein ^ ^",n nicht mehr auf dem richtigen Wege ^ensch °"!- die qrohe Wichtigkeit der Hand für ^M l^/"' dieses Organes der Organe, von dem °Ü..HeH... ^ es zusammen mit der Vernunft erst >"^n"c^''schen mache, dringlich hin« k? "ur d>.^ ^'""^- Der größte Theil der Menschen K Thlile ,. c b°"d; mindestens 90 Procent aller M ihr Hseführten Kinder werden einst durch die <"e dock ' ^winnen. Bedenkt man nun. dass die ^^^mdesLebenL willen da ist und nicht umgekehrt, so dürfen wir uns wundern, dass die Schule bisher dem Unterrichte in der Handfertigkeit noch nicht die gebürende Aufmerksamkeit geschenkt hat. Allerdings sorgt sie durch zwei Unterrichtsfächer, durch das Schreiben und Zeichnen, für die Erziehung der Hn»d; allein diese beiden Fächer fordern nur eine Thätigkeit der Hand. Das leichte Werkzeug, wenn man den Stift überhaupt so nennen kann. bewegt sich nur in finer Ebene und bei der Führung desselben sind Arm und Hand fortwährend durch die Schreibstäche unterstützt. Von einer Kraftanstrengung ist dabei leine Rede. Wie ganz anders fordert dagegen die Führung des Messers, des Hammers, der Säge die Oeschicklichkeit und Kraft heraus! Hier bewegt sich da« Wekzeug im Raume; die Hand. der Arm schalten hier frei, sie gleiten nicht bloß über eine Unterstüyungsfläche hin. Soll die Hand jedem Gebote des Willens gehorchen lernen, so muss sie der Leilfläche entrathen können, die für sie dasselbe bedeutet, wie Krücken für den. der fre, gehen soll! Wohl hat es die Entwicklung der Dlnge mit sich gebracht, dass die Maschine der menschlichen Hand gar viele Arbeit abgenommen hat. allein es ist nur mechanische Arbeit gewesen. Die Hand ist dadurch nur frei geworden für höhere, feinere Dienste. Mag die Maschine Massenarbeit verrichten, das Gebiet individueller Leistungen wird der Hand immer gehören, sie bleibt nach wie vor das entwicklungsfähige Organ des immer höhere Stufen der Vollkommenheit erklimmenden Menschengeistes, der vor allem durch sie zu solcher Vervollkommnung geführt worden ist. Deshalb erweisen diejenigen, welche es veranlassen, dass die Schulung der Hand in der bildungsfähigsten Zeit dcs heranwachsenden Geschlechtes verabsäumt wird, ihrem Volle leinen Dienst. Die Pädagogik verdankt bekanntlich Pestalozzi die Forderung, dass der Unterricht anschaulich sein soll. So dankenswert diese Forderung gegenüber dem Wort-wissen und seiner gedächtnismähigen Aneignung auch war. so droht doch schon dem Anschauungsunterrichte die Gefahr, wieder in Verbalismus auszuarten. Der Arbcitsunterricht aber ist ohne Anschauen, ohne Ve-obachten unmöglich. Hier bestätigt der Schüler durch die Arbeit, dass er richtig gesehen hat. er quittiert gleichsam durch sie über die von außen empfangenen Eindrücke. Der Knabe, welcher die Säge führt, der Mit Hammer und Zange arbeitet, kommt einfach vom Be. obachten nicht los, er muss seine Sinne gebrauchen; kann man doch in der Zerstreuung nicht einmal einen Nagel einschlagen! Der Nrbeitsunterricht ist gleichsam ein gesteigerter Anschauungsunterricht, ein Unterricht nicht nur des Wortes, sondern der That, und steht auch insoferne im Dienste der Geistesbildung, als er manche unklaren Vorstellungen, welche vom theoretischen Unterrichte her geblieben sind. aufhellt. Dies geschieht namentlich dann. wenn er solche praktische Arbeiten herstellen lässt, welche mit dem Schulunterrichte in Ne. ziehung stehen. Neben der Förderung der Intelligenz steht aber als Gewinn des Arbeitsunterrichtes die Bildung des Sinnes für Formenschönheit, die Entwicklung des Geschmackes und dadurch, dass derselbe den Knaben nöthigt, physische Schwierigkeiten zu überwinden, in ganz hervorragender Weise die Bildung des Willens. Wenn einmal die Zeit lommen wird. in der man es einsieht, dass die Schule nicht bloß eine Unterrichtsanstalt zur Uebermittlung von Kenntnissen und zur Cultur des Verstandes, sondern eine Erziehungsstätte ist, aus der starkwillige, thatkräftige Menschen hervorgehen sollen, so wird man der Erziehung zur That ihren Raum gönnen. An gelehrten, reflectterenden Naturen fehlt es in unserem Volle nicht, wir brauchen energische, schaffen!-starke Männer. Da nun bei uns der Handfertigkeitsunterricht sich Bahn zu brechen scheint, so dürsen wir der Ueber-zeugung Raum geben, dass der Arbeitsunterricht für Knaben allein schon wegen der Dienste, die er der all» gemeinen Erziehung leistet, gefordert und gefördert werden muss, besonders auch deshalb, well er leine erwerblichen Zwecke verfolgt, sondern das Kind durch praktische Arbeit harmonisch erziehen hilft. Krainifcher Landtag. Eilfte Sitzung am 18. November. (Schluss.) Sodann referierte Abg. Kavcic namens des Finanzausschusses über die Petition der l. l. Landwirt-schafls-Orsellschast für Krain um Subvention zur Errich» tung einer Pepinicre. Die Petition wurde über Antrag des Referenten abschlägig beschicken. Dem slovenischen dramatischen Vereine in Laibach wurde zur Anschaffung der Garderobe eine außerordentliche Subvention von Iiemlleton. , ^ ^' Kochs Entdeckung. ^ .einer yA"sessor Robert Koch vor einigen Wochen suchen ss^' die er vor dem internationalen medi-plh. dal "^ess zu Berlin hielt, die Hoffnung ous' theile, t" Tuberculose bald zu den heilbaren Me Uu 5 3^"" werde, rief diese Mitlheilung das >?'^ 55« " ""er den Fachgenosstn hervor. Vor >tt^en^ W er den ersten Bericht über die u ^ten k.^"Wirkungen, die er mit dem von ihm ^ civH "nMtel "reicht hat, veröffentlicht und die "Kh^. "te Welt lauschte mit ungetheiller Auf. !._ T)ie n,?"' Erlösung verheißenden Worten. »"> U,,?« !""'lchen ^blatter veranstalteten be-»>l!»iz U°brn, um sie so rasch als möglich zur le> wz»? Aerzte zu bungen; die politischen Z i-k? h'n .? ?"l. bie außerordentliche Bedeutung der->v >?en Lel. '" ""en Kreisen des öffentlichen und ^ he "'s bilden sie den Inhalt der Gespräche, M^n- ^"",ge» Ingress.'« der Menschen zurück« «b? VMp «och'iche Entdeckung ist ein Ereignis, ^"°ch .". ""d Tragweite sich heute nur ahnen, öligen ^? vollständig verstehen und nach allen i ^ 7 an ,;« b'gen lässt. Millionen von Menschr".! V' bri >," Ulck.jchen Krankheit dahinsiechten, gegen! ܰa>sucht^ Kunst der Aerzte bisher vergeblich V"' öl?' ""t> die Gesundheit, das Leben wieder« h^du?I .Sum.^ von Arbeitskraft wird dcr^ >" 2»-c^°"en! Wie viel Glück und Freude »hch^er""^nzucheil! '^die^Mßer als dieser Segen ist der Vor-lnedlcinische Wissenschaft aus der Koch sch^n Entdeckung ziehen wird. Sie bedeutet einen mächtigen Fortschritt in der Therapie, indem sie den Ermid ah verkündet, dass die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gewebe gegen die Krankheitserreger die wesentliche Aufgabe des Arztes ist. Damit ist der "ste Schutt zu einer mächtigen Umwälzung der ganzen Hellkunst gethan und die Aussicht auf Heilung mancher anderer Kraul, heilen eröffnet, die jetzt als schwere Gecheln auf der Menschheit lasten. Kochs Entdeckung ist nicht das un-verdiente Geschenk eines glücklichen Zufalls, sondern d,e reise Frucht jahrelanger mühevoller Arbeit. Sie ist das Werk einer streng systematischen Forschung, die er „ach Metboden und mit Instrumenten und technischen Hilf«. Mitteln unternommen hat. die er selbst erst erfinden musste. Umso größer ist die Bewunderung, we che seme Lei tungen finden, und ich möchte darum se.n Verdienst soaär noch höher stellen als dasjenige des unsterblichen Ienner. dem die Welt die Kenntnis der Schuhtraft der KublvMphe verdankt. , ^ . . Ienner wurde auf diese Thatsache durch eme Bäuerin aufmerksam gemacht, die ih" »m seinen arzt-lichen Rath bat. Sie klagte über Kreuzschmerzen, und ^iner äußerte die Vermuthung, dass sie vielleicht an den Pocken erkrankn werde. Aber sie entgegnete ihm. dass sie vor dieser Krankheit sicher sei. weil sie bereits die Kuhpockeu gehabt habe. Ienner forschte der Sache uach und erfuhr, dass die Leute, welche mit der Viehzucht zu thun hatten, schon längst die Erfahrung aemacht halten, dass sie vor den Blattern geschützt waren, wenn sie sich früher mit Kuhlymfthe inftclert hatten, wie dics beim Melken durch eme Verletzung an den Händel, leicht geschehen kann. Ienner stellte nun die Beziehungen zwischen den Menschenpocken und den Kuhpocken durch wissenschaftliche Experimente fest und gab dadurch die Anregung zur Einführung einer der wohlthätigsten Einrichtungen, welche die Welt nun besitzt. Koch hat einen großen Theil seines Lebens in den beschränkten Verhältnissen einer kleinen Stadt ver-bracht und alle Kraft und Zeit. die ihm seine Berufs» lhätiglrit übrig ließ. den wissenschaftlichen Untersuchungen gewidmet, und zwar unter Schwierigkeiten, deren Ueber-Windung einen eisernen Willen und selbstlose Begeisterung erforderten. Er ist ein Hannoveraner vo« Geburt, gegenwärtig 47 Jahre alt, schlicht und einfach in seiner äußeren Erscheinung, die derjenigen eines deutschen Gymnasiallehrers gleicht, unaemein anspruchslos in srinen Bedürfnissen, von einer Bescheidenheit, wie sie sehr selten vorkommt, ein strenger Kritiker seiner eigenen Leistungen, die er erst der Oeffentlichkeit übergibt, nachdem er sie wiederholt geprüft und gegen jeden Ein« wurf sichergestellt hat. verlässlich in Wort und That. Als ich ihn vor etwa zwölf Jahren in Leipzig kennen lernte, war er Kreisphysicus in der Provinz Posen mit einem jährliche!: Gehalt von 300 Thalern. Er hatte damals bereits seine bahnbrechenden Unter-snchungen über die Milzbrandbacillen und die Mikro. Organismen bei Wundinfectionslrankheiten veröffentlicht und durfte mit Sicherheit erwarten, dafs ihm eine Professur an der Universität übertragen werden würde. Bald nachher wurde er in das deutsche Reichs-Gesund' heitsamt berufen, wo er eine hervorragende Sttllung bekleidete. Hier standen ihm alle wissenschaftlichen Hilf«. Mittel zur Verfügung und er konnte sein reiches Wissen verwerten. Außer vielen anderen Arbeiten, welche auf verschiedenen Gebieten der öffentlichen Gesundheitspflege fördernd und berichtigend wirlten, bildeten seine Entdeckung der Tuberfelbacillen und der Eholerabacillen Lllibachcr Zeltuna Nr. 268. 2234 21. NovembcriM^ 1000 fl. bewilligt. Abg. Visnitar referierte namens des Finanzausschusses inbetreff der Creierung einer Assistentenstelle aus der chirurgischen Abtheilung des Civilspitales in Laibach. Die Kranlenzahl auf der chirurgischen Abtheilung ist fortwährend im Steigen, insbesondere seit Einführung der antiseptischen Heilmethode, welche solche Operationen, die in früherer Zeit wegen absoluter L bens gefahr nicht ausführbar waren, ermöglicht und das Hei' lungsprocent auffallend gehoben hat. Das zunehmende Vertrauen infolge der günstigen Heilresultate führt viel mehr Kranke als früher in die Heilanstalt, so dass die gahl der Kranken meist über 100 beträgt, doch auch auf 110 bis 120 ansteigt. Diesem hohen Krankenstände gegenüber steht ein Primararzt, welcher fast alle Operationen auszuführen hat, und ein Secundararzt, welchem neben der Assistenz bei den Operationen noch die Besorgung der Verbände und die zeitraubenden Schreibgeschäfte obliegen. Per Referent stellte schließlich folgende Anträge: Per hohe Land« tag wolle beschließen: 1.) Für die chirurgische Abtheilung im Civilspitale in Laibach wird die Stelle eines Assistenten mit dem Iahresgehalte von 800 st. und einer Quartierzulage von 200 fl. creiert. 2.) Diese Stelle kann nur einem Doctor der Gesammtheilkunde, welcher den Operationscurs absolviert hat, verliehen werden, und zwar vorerst contractmäßig gegen halbjährige gegenseitige Kündigung. 3.) Nach erfolgter Besetzung der Assistentenslelle wird eine Secundararztesstelle aufgelassen und nur ein Secundararzt für die chirmgische und oermatologisch-syvhi-Mische Abtheilung bestellt. — Die Anträge wurden vom Hause angenommen. In der Debatte über diese Anträge meldete sich zunächst Abg. Hribar zum Worte, klagte über die zu ge-ringe Beschäftigung der Secundarärzte und besprach auch die kürzlich erfolgte Ernennung des Primarius Dr. Vock. Der Vorsitzende Landeshauptmann-Stellvertreter Varon Apfaltrern forderte den Redner auf, zur Sache zu sprechen. Abg. Schwegel erwiderte Hribar, dafs der Landesausschuss dem Primarius immer nur unausgebil-dete Secundarien schicke, denen er keine Operationen überlassen konnte. — Die Petition der Gemeinden Semitsch, Suchor, Weinitz u. a. um Subvention zur Errichtung von Eifternen sowie die Petition des Johann Martinsek von Sairach um Unterstützung infolge von Clementarschäden wurden dem Landesausschusse zur Erhebung und entspre« chenden Erledigung abgetreten; desgleichen die Petition des Gemeindeamtes Kressnitz um Subvention behufs Herstellung von Gemeindewegen. Abg. Povie berichtete namens des Verwaltungsausschusses betreffs der Lehrbücher für slovenische Vollsund Mittelschulen und stellte schließlich folgende Anträge: Der hohe Landtag wolle beschließen: 1.) Der Landes« ausfchufs wird beauftragt, bei den Schulbchörden dahin zu wirken, dass für das Griechische an den slovenischen Parallelclassen die slovenische Unterrichtssprache angeordnet und successive auch an den Oberclassen der Gymnasien in Laibach und Rudolfswert die slovenische Unterrichtssprache für die slovenischen Schüler eingeführt werde. 2.) Der Landesausschuss wird ermächtigt, den Verlegern der für die b., 6,, ?. und 8. Classe der slooenischen Volksschulen, beziehungsweise Bürgerschulen, für die gewerblichen Fortbildungsschulen und Mittelschulen nöthigen Lehrbücher entfprechende Subventionen zu bewilligen. 3.) Zu diesem Zwecke wird ein Credit von 2000 st. aus dem Landes« fonde pro 1691 bewilligt. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgeordneten Dr. Schaffer, Pr. Vosnjak, Pr. Tal.car und Referent Povse betheiligten, wurden die Ausschussanträge gegen die Stimmen der deutschen Abgeordneten angenommen. Im Anschlüsse an diesen Ge> genstand wurden zwei Petitionen, und zwar des Bü ger-schuldirectors I. Lapajne in Gurlfeld um Subvention behufs Herausgabe der Naturlehre und des Bürgerschullehrers Dr. Romih in Gurlfeld um Subvention behufs Herausgabe der «gewerblichen Durchführung» berathen und dieselben dem Landesausschusse zur Erledigung ab« getreten. Wegen vorgeschrittener Zeit beantragte Abg. Dr. Papez Schluss der Sitzung, welchem Antrage das Haus zustimmte. Schließlich gab der Vorsitzende Landes-hauptmanN'Stellvertreter Freiherr von Apfaltrern den Glückwünschen des Hauses anlässllch des Namensfestes Ihrer Majestät der Kaiserin Ausdruck und bat den Ressierungsuertreter um entsprechende Uebermittlung dieser Wünsch?. Landespräsident Baron Winkler erklärte, dass er von diesen» Acte der Loyalität an Allerhöchster Stelle telegraphisch berichten werde. Politische Uebersicht. (Steirischer Landtag.) In der vorgestrigen Sitzung des steirischen Landtages verlas Abq. Dr. Decko eine Interpellation, welche sich darüber beschwert, dass die Behörden die slovenische Bevölkerung noch immer mit deutschen Zuschriften belästigen. Nach der Behauptung des Interpellanten verstehe in manchen Gegenden niemand Deutsch, und man könne nicht verlangen, dass ein Gemeindevorsteher nur deshalb Deutsch lerne, damit er die Zuschriften der Behörden les^n könne. Unterschrieben itt die Interpellation von Voßnjak, Ierman, Dr. Sernec, Dr. Lipold und Dr. Decko. D^r Landeshauptmann Graf Wurmbrand constatierte, dass die vorgelesene autorisierte deutsche Uebersetzung der Interpellation mit Rücksicht darauf, dass die Geschäftsordnung den Gebrauch der slovenischen Sprache nicht voraussetzt und einen Translator im Landtage nicht kennt, den authentischen Text bilde, welchen er dein Statthalter übergebe. (Aus Böhmen) Der Beschluss der Ausgleichscommission des böhmischen Landtages, die Curienvorlage in Berathung zu ziehen, ist sehr bemerkenswert und für die politische Lage nicht belanglos. Denn, wenn auch in der nächsten Zeit während der Plenardebatte über die Landesculturraths - Vorlage und über das Budget die Commission nicht versammelt sein wird. so zeigt jener Beschlnss wenigstens ein principielles Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Deutschen, und es wird immerhin möglich sein, in der Nachsession über die Eurienvorlage zu verhandeln sowie dieselbe in der Commission zu erledigen. (Beschwerden gegen die Verzehrn n gs-stener.) Die Triester Gastwirte haben vor einigen Tagen eine Deputation nach Wien entsendet, welche von der Regierung eine theilweise Abänderung des Verzehrungssteuer-Tarifes sowie der Art und Weise, wie gegenwärtig von der Gemeinde bei der Emhebung der Verzehrungssteuer verfahren wird, zu erbitten. Die Petenten weisen darauf hin. dass der Triester Gastwirt nach Aufhebung des Freihafens für jedes Hektoliter Wein an Einfuhra/bür und Verzehrungssteuer st-14 zu zahlen hat. während der Wiener Gastwirt W« bloß fl. 5-86 entrichtet. Die Controle beim AussaM der Getränke werde durch die Gemeinde »Organe ' einer besonders vexatorischen Weise geübt. Die ^p tation begibt sich zum Ministerpräsidenten, evenw" auch zum Fiuanzminister und Handelsminister. (Der mährische Landtag) beallfttasstt" Landesausschllss, das generell»' Project über die M^ regulierung zu erqänzen sowie Detailprojecte a zuarbeiten und nahm das von Proskowetz beantM Gesetz betreffs der Beczna'Regnlieruug an. wonaa, ^ Regulierung durch das Land binnen zwölf 3"^!! zuführen ist. Die Kosten werden auf 1'/, M'"'"" veranschlagt, wozu der Staat 30 Procent beizM"' hätte. ^ M. (Der Ausgleich in B öhmen.) Der "^ mische Landtag begann gestern die Debatte uder Landesculwrraths Vorlage. Der Platz vor dem ^" hause war behördlich abgesperrt. Der M'"""" Berichterstatter Dr. Julius Gr^gr erklärte offei», , die Iungczechen alles aufboten, um die VtrhandN'u in der Commiss'on zu verschleppen und Ael'de"'^ durchzusetzen. Die Minorität beantragt den Ueveru zur Tagesordnung. .. c^ (Handelsminister Aaroß) wird l'^^ tage nach Wien begeben, um mit dem österreiHI ^ Handelsminister, Marquis von Äacquehem. ilber mey,^ schwebende Fragen zu verhandeln. In "st" .^. dürften die Frage der Zollverhandlungen mit ^ land und die Lloydfrage zur Besprechung c,^'^ Die Verständigung mit der Schiffahrtsgesellschaft'" ^! scheint der «Neuen freien Presse» zufolge "'A ^ vonstatten zu gehen, und es heißt, dass der V° ^. minister Baroß mit einer englischen Oesellscha' ^ Handlungen angeknüpft habe, um derselben de> dienst für, Ungarn zu übertragen. . ^ (Von den französischen KammeH^i, laugt der Unterrichtsminister einen Credit f^" u^che»' Francs für die Ausgrabungen, die in Delphi ^ ^B land vorzunehmen wären. Die französische 3ttg ^ unterhandelt betreffs dieser Ausgrabungen !V gelangen: mit dem griechischen Cabinet. Auch ^ ^ rikanische Institut in Nchen ist bereit, l" "^ B grablmgen unverzüglich vorzunehmen, und bal > . ^, die Erlaubnis hiezu an das griechische llaM" ^l wendet. Das letztere hat indessen das P"^«fc<^ Frankreichs anerkannt. In der That war es?"«^le« Mische Institlit in Athen, welches vor M« ^ ^ den Weg zu dem berühmteu Tempel des "po" ^l< deckte. Es handelt sich darum, ein ganzes t>o^ Ae ches auf einem Hügel erbaut ist. zu exprop"'" ^f! französifche Regierung tritt im Parlamente '^ dafür ein. ihren Einfluss in Griechenland zuerhalten. . ^r ^ (CriS pi's Rede.) Im Vordergrund«^^ litischen Tagesereignisse steht die vorgestrige «^lie Banlettrede Crispi's, Besonders neue ^'HeU'l^ lassen sich dieser neuesten Enunciation des " ^z> Mimsterpräsidenten weder in Bezug aus ^,,el' wattigen Verhältnisse noch hinsichtlich 0" , üü italienischen Situation abgewinnen. 3"./^"^ ganzen stellt sich die Rede als eine Polen"! » " „t f>" politischen Gegner heraus. Als wichtigesArg^^ die wichtigsten und am meisten besprochenen Ergebnisse seiner Forschungen. Diese Entdeckungen schienen jedoch zunächst nur einen theoretisch.wissenschaftlichen Wert zu haben. Sie gaben Ausschluss über die Ursachen und das Wesen dieser Krankheiten uud erleichterten die Diagnose derselben; aber sie boten keine Anhaltspuukte für ihre Beseitigung, für ihre Heilung. Laien und auch viele Aerzte, welche dem wissenschaftlichen Leben fernstanden, erhoben den Vorwurf, dass diese Entdeckungen keinen praktischen Nutzen hätten, so lange man nicht auch die Mittel auffinde, durch welche die kleinen Krantheits-erreger bekämpft und unschädlich gemacht werden können. Koch unterzog sich auch dieser Aufgabe und löite sie, wenigstens in Bezug auf die Tuberculose. Es ist ihm gelungen, ein Heilmittel gegen diese ^ Krankheit zu entdecken, und die Versuche, welche er damit zuerst an Thieren, dann an seinem eigenen Körper und zuletzt an anderen gesunde» und kranken Menschen anstellte, lieferten den überzeugenden Beweis, dass es auf den Organismus deutlich erkennbare Wir-lungen ausübt und den wberculösen Krankheitsprocess zum Stillstand bringt. Die krankhaften Erscheinungen der Haut, Lymphdrüsen, Knochen und Gelenke wurden in verhältnismäßig kurzer Zeit zum Schwinden gebracht; der Auswurf verlor seine eitrige Beschaffenheit, wurde schleimiger, ärmer an Bacillen und hörte allmählich gänzlich auf; die Nachtschweiße ließen nach, und die Kranken begannen an Körpergewicht zuzunehmen. Die Wirkung des Mittels beruht nicht darauf, das« es die Tudelkelbacillen tödtet. sondern cs bringt das Gewebe, welches dieselbe« einschlicht, zum Abster-,.^''>?"^"^" Ü^ aber kräftigt eL das gefährdete I«b«nd« N«w«be und schützt <5 vor der Einwanderung der Krankheitserreger. Das todte, abgestorbene Gewebe vermag es nicht ins Leben zurückzurufeu. Es ist noth« wendig, dies hervorzuheben, damit sich nicht irrige Vorstellungen über die Heilkraft des Mittels verbreiten, welche zu übertriebenen Hoffnungen verleiten. Man darf daher nicht verlangen, dass Kranke in einem sehr vorgeschrittenen Stadium des Leidens, bei denen bereits umfangreiche Zerstörungen der inneren Organe vorhanden sind, wieder so vollständig hergestellt wer» den, wie sie vor ihrer Erkrankung waren; man muss sich damit begnügen, das zu retten, was uoch zu retten ist. Nur die frischen Fälle können rasch und sicher zur Heilung gebracht werden. Bei schweren gelingt rs vttl-leicht, eine Besserung des Zustandes zu erzielen, das Leben des Kranken zu verlängern und ihm ein relatives Wohlbefinden zu verschaffen. Ueber die Wirkungen, welche das Mittel auf derartige Krankheitsprocesse ausübt uud die Art. wie hier die Besserung zustande kommt, fehlen bis jetzt noch ausreichende Erfahrungen, wie Koch angibt. Ebensowenig war er in der Lage. Beobachtungen über die Gehirn-, Kehlkopf- und Miliartuberculose zu sammeln. Er ist mit seinen Untersuchungen noch nicht zum Abschluss gelangt, wie er selbst erklärt, und wlrd dieselben im Verein mit anderen Forschern fortsetzen, um diese und andere Fragen, welche noch offen sind, zur Lösung zu bringen. Die behandelten Kranken miissen tmrch mehrere Jahre beobachtet werden, damit sich erkennen lässt, ob und in welchem Maße nach der Genesung Recidive des Leidens auftreten, oder ob sich bei den Geheilten, wie nach dem Ueberstehen anderer Infections» krankheiten, eine gewisse Immunität entwickelt, welche sie vor der Wiedererlrankung schützt. Durchaus uubcgrüuoet ist die Annahme, dass durch das Koch'sche Heilverfahren die sogenannten kl ^ fc Curmte überMsig werden. Der Aufenthalt "Oge scheu Luft, im Höhenklima, unter der g^^igM Temperatur des Südens, die strenge ^^^hl"','> der Lebensweise, die systematisch gelelt"^"^,,stM wie sie in den für Tuverculose bestehende" ^M' stattfindet, werden bei der Behandlung ^ ^ " immer einen großen Wert haben, namens ^ ,e> das Reconvalesceuz-Stadium sehr vo"^ "^ M Möchte mau an der Riviera und überhaup "' sila orten nur dafür sorgen, dass die Wech'lg ^B'' mancher Kranken über die ungesunde Lage ly^ a über deren mangelhafte Beheizung, °e" ^ !5> über die schlechte und ungeeignete Ernahru»» haben! ,^«r d'^M Wenn es einst eine Zeit «ab, M H ^ « dicin über ihren wissenschaftlichen AuWv" sA"" ,l ten vernachlässigte, die sie als so haben oie letzten Jahrzehnte dieses «^^> Ht, tv' , gemacht. Die Aerzte sind sich der heilsam" ^^ ge>r ^ ihnen der Arzneischah verleiht, mehr benn > ^ > als früher, und die Kranken sehen M "' ^ ^ mehr bloß den aufmerksamen Äeobachlr ,. ^, sondern den werkthätigeu Helfer und 0" ^t ^ Neue Heilmittel, welche in »"''9'^^' ^,! gefunden wurden, um das Fieber ^" ^ n. lM^ Schmerze,, zn lindern und Schlaf zu ^ He'"" , ^ neue Waffen zum Kampfe gegen tue ^V^el^Ml' alle diese Entdeckungen übertrifft "" "A de>'"F deutnnq für die leidende Menschheit w!« ^g '^ schritt der Wissenschaft die KochM Orf"^ O^ dm Markstein einer neuen Penode w der Medicin bildet. ^ """ ^°"ser Zuschrift der «Pol. Corr.. be-Mugen sich die dortigen officiellen Kreise mit dem A!"e der Errichtung eines ständigen Beirathes im "lMlstcrium des Auswärtigen, ähnlich dem aus Be. ^alen gebildeten obersten Kri^gsrath. Dieser Beirath .^ ^^ gegenwärtigen und ehemaligen Gesandten be-die ss !°""° bie Stabilität der Politik begründen und s.j, ""mpetenz der Berufsdiplomaten und deren Ei« ?3> ß^enüber speciellen Schwierigkeiten vorstellen, m. (Die Pforte) hat ihren Streitfall mit dem ^'"chat den Botschaftern der Mächte dargelegt und die l, , '^ ^'me auf die Forderung des Patriarchate«, el ""Mische Kirche als schismatisch zu erklären, nicht d°z s'"' Die Botschafter erklärten in ihrer Mehrzahl, erack« ^" Standpunkt der Pforte für gerechtfertigt chl, k ^'^ außerordentliche Maßregel der Kirchen« A«?""g hat beiweitem nicht den Effect, den das "" '"chat hievon erwartete chi^erHaftung eines Landesverräthers.) i!«uil lMtt «Germania, meldet aus Saarlouis: In neu, ?"l wurde ein gewisser Schiffer, welcher das M deutsche Oewehrmodell von 1883 an die fran« Wtt ^'^""9 velkaufte. wegen Landesverraths ver. einer ^! ^Wanderung nach Brasilien.) Nach Vrem "theilung des «Südslavischen Voten» aus dein ^ - ^^"s bie Zahl der Auswanderer aus ^"""'greiche Polen und auL den Gouvernement« 6 N ° "'^ Volhynien in den vier Tagen vom 2. bis wander "er "'^ weniger als 9800. Sämmtliche Aus-Neschifit ^ '" Bremen nach Brasilien ein- ^ (Aus Central - Amerika.) Der Aufswnd blel,^^l°l-amerikanijchen Republik Honduras scheint ^ben !^" !""- ^le Truppen des Präsidenten Bograu ^r c>// ^tadt Tegucigalpa vollständig eingenommen, ^^yrerder Aufständischen wurde erschossen. Tagesneuigleiten. NaNenvI'^"lestät ^ Kaiser haben dem Kinder« 'Pta" "l"e 'n der Brigittenau 100 fl. und. wie das thal «ss Abendblatt, meldet, der Feuerwehr in Grün-" 'l> zu spenden geruht. silhr^n^^^^uhamedanisch.christlicheEnt. «kin ^ " « sgeschichte.) Aus Belgrad wird geschrieben: ^chen U "^m '" H"use eines mächtigen und "id ^tt!^""^uptl'ng« in Altserbien als Hirte Dienste ^'ilnal, f ^^ " die schöne Tochter seines Herrn, ^nerz , , ^ das Töchterlein des reichen Muhame« ^dem « "° die Liebe des serbischen Jünglings und lonllttn un^ '^" Neigung nicht länger geheimhalten ^^ uno einander angehören wollten, beschlossen sie zu fliehen und führten ihren Entschluss aus. Sie gelangten glücklich nach Vranja in Serbien, woselbst sie sich unter den Schutz der serbischen Behörden stellten. Die junge Muhamedanerin wurde im Hause eines angesehenen Serben untergebracht und erklärte vor dem Popen, das« sie zur christlichen Religion übertreten wolle, um ihren Geliebten zu heiraten. Mittlerweile hatte der Vater des Mädchens die Spur semer flüchtigen Tochter aufgefunden und bot den ganzen starken Arnautenstamm zur Verfolgung auf. Die Verfolger erkundeten bald, dass sich Fatimah in Vranja befinde, und es sammelten sich zahlreiche muha« medanische Reiterscharen an der serbischen Grenze. Zwei Angehörige der Familie des entflohenen Mädchens ritten in das serbische Grenzstädtchen hinein und forderten das Mädchen zurück. Als ihnen dasselbe verweigert wurde, drohen sie. dass die erbitterten Arnautenstämme einen blutigen Rachezug nach Serbien unternehmen würden. Die Lage wurde kritisch. Unterdessen hatte der Vater der Fa> timah um eine diplomatische Intervention angesucht, und Minister Gjaja ordnete an, dass Fatimah, weil noch minderjährig, ihrer Familie ausgeliefert werden solle, was auch geschah. Die serbischen Zeitungen sind mit der Auslieferung unzufrieden, weil das junge Mädchen nach dem Stammesgesehe der Arnauten einem schrecklichen Schicksal entgegengehe. Die Auslieferung war aber gesetzlich begründet und musste nach internationalem Rechte erfolgen. Viclleicht ist des Mädchens Vater barmherzig. — (Dauerritt des ErzherzogsCugen.) Aus Olmütz wird telegraphiert: Se. lais. Hoheit Erz. herzog Eugen ist zu Pferde von Teschen hier ein« getroffen. Der Herr Erzherzog war Montag abends, nur von einem Reitknecht begleitet, von Teschen abgeritten, hatte in Neutitschcin kurze Rast gehalten und ritt sodann über Leipnil und Weißkirchen, von wo er nach einem zehn Meilen langen Ritte vormittags um halb 10 Uhr gesund in Olmütz eintraf. Abends wohnte der Herr Erz. herzog der Theatervorstellung bei und heute inspirierte derselbe sein Bataillon am Exercierplatze. — (Eine lebende Fackel.) Aus Brunn wird vom Vorgestrigen gemeldet: Bekanntlich wurde am 6ten Juli der hiesige Pyrotechniler Ferdinand Saxer sammt Frau und zwei Kindern durch eine Pulverexplosion ge» tödtet. Dieser schreckliche Unfall hatte gestern, also nach vier Monaten, noch ein gleich trauriges Nachspiel. Als nämlich der 19jährige Spengler Hubert Kästner spazierend jen«- Stelle passierte, woselbst das Samstag demolierte Laboratorium Saxers stand und ein brennendes Zündhölzchen nach dem Anzünden seiner Cigarrette weg« warf. explodierte das auf dem Erdboden massenhaft ver» streute Schießpulvrr. Die Kleider Kästners brannten sofort lichterloh. Um sich zu retten, sprang der Unglückliche in den nahen Schwarzawastuss, erlitt aber trotzdem derartige Brandwunden, dass er hoffnungslos im Spilale liegt. — (Nordpolfahrer Payer.) Der Nordpol-fahrer und Maler Julius Payer übersiedelte nach Wien und übernahm die Ausführung eines vom Kaiser für das lunsthistorische Museum bestellten Gemäldes, welches eine Sccne au« dem Rückzüge der österreichischen Nordpol, expedition aus dem Franz-Iosefs-Land darstellen soll. — (Ein Scandal auf dem Belgrader Bahnhofe.) Eine große Scanoalscene spielte sich Dien«, tag auf dem Belgrader Bahnhöfe ab. Der Belgrader Po. lizeicommissär fasste den Eonducteur der ungarischen Slaatsbahnen bei der Kehle, prügelte ihn und ließ ihn arretieren, weil der Conducleur der in das Dienstcoupe einsteigenden Gattin des Commissars bebeutet hatte, dass dieses Toup«! nicht für Privatpersonen bestimmt sei. Der Vertreter der ungarischen Staatsbahnen, Reichard. legte sich ins Mittel, der Conducteur wurde jedoch erst freigegeben, als Reichard drohte, sofort nach Semlin abzureisen und alle nach Belgrad bestimmten Züge zu inhibieren. Der österreichisch.ungarische Gesandte, FML. Baron Thömmel, ist bei der Regierung eingeschritten, um Genugthuung für die Willkür des Polizeicommissärs zu verlangen. — (Seltene Jagdbeute.) Aus Deutsch.Broders-dorf, Bezirk Wiener.Neustadt, wird geschrieben: Dem Forstpersonale des Grafen Platz gelang es vor einigen Tagen, eines prachtvollen See-Adlers habhaft zu werden. Derselbe hat eine Flugweite von nicht weniger als zwei und einem halben Meter; er wurde durch die Schüsse nur am Flügel verletzt, und es kostete einen schweren Kampf, ehe das Thier bewältigt werden konnte. Dasselbe ist jetzt bereits geheilt und wird im Hofe des Forsthauses gehalten. — (Sacktuch'Damenhüte.) Etwas sehr Mo« dernes sind jetzt die Sacktuch-Damenhüle. Was zu ihrer Anfertigung verwendet wird, ist eigentlich nur ein schmaler Streifen Seide, der sich schämen müsste, wenn er wusste, dass man ihn ein Sacktuch nennt. Der wirb nun um ein Drahtgestell herumgewunden und mit Hilfe von Bändern wird das Ganze fo lange gebogen, gedreht und gewunden, bis es aussieht, als hätte man eine Cravatte geschmackvoll auf dem Kopfe arrangiert, und das nennt man einen — Sacktuch'Hut. — (Der Vilderrestaurateur Moretti) hat vor kurzem in Temesoar in der Gemäldegalerie des Südungarischen Museums einen wertvollen Fund gemacht. Er entdeckte nämlich unter den daselbst befindlichen Po» träts einen echten Albrecht Dürer. Pas bisher für einen Tintoretto gehaltene Gemälde repräsentiertLeinen f Wert von circa 10.000 fl. — (Gruben - Unglück.) Aus Vrüx wird gemeldet: Auf dem Gregori'Schachte bei Triebschih, dessen Eigenthümer Herr Bob be ist, verunglückten infolge eines Nieberbruches der Löschhalde und einer hiedurch hervorgerufenen Explosion von Grubengasen acht in der Strecke beschäftigte Bergleute, von denen bereits vier, Josef und Johann Ocasel, Alois Sedlak und Franz Suchy, gestorben sind; nur zwei dürften am Leben bleiben. — (Oesterreichisch-ungarischer Lloyd.) Ueber Anregung aus den Kreisen des Handelsstandes werben vom 1. Jänner ab die Schisse des Oefterreichisch« ungarischen Lloyd auf ihren Fahrten von und nach Vra« silien den Hafen von Tanger anlaufen, und hat die Regierung hiezu die Genehmigung ertheilt. — (Verunglückte Schmuggler.) Aus Kralau wird berichtet: Auf dem Weichselstrome ist bei SiereSlowil-e heute nachts ein Kahn mit au« Russisch« Polen zurückkehrenden Schmugglern umgekippt. Drei Schmuggler sind ertrunken. — (Zur Affaire sa m al-Grigr.) Die Verhandlung gegen die beiden jungen Gregr wegen der Uebertretung der körperlichen Verletzung und wegen Ehren« beleidigu"g findet am 29. d. M. beim Prager Bezirksgerichte statt. — (Aus einer amerilanischenZeitung.) «Wir freuen uns, melden zu können, dass der Major John Aderson nicht gestorben ist, sondern sich nur — verheiratet hat.» s'erstoßen unö verlassen. Roman von «mile «lchebourg. ^ ,«p. „ (148, ssorlschmia,) 3">tsckln? Grater, ^r ebenfalls als Emigrant in ^»Nck s. t' verband sich alsbald in herzlicher ten Hz ^'l mit dem Herzog; ihre Beziehungen währ» oftlnai« !!"" ^°be des Herzogs. Als Kmd habe ich ""d ick " "lten, gebrechlichen Großvater besucht. b°n Ttt5ln"''""e mich, das« der Name des Herzogs ^Uhtete s. ^"^ vm' ihm genannt ward; er be-Altere « ?' der Herzog sei einer der edelsten Eha-bestätig^.'"'' "elche es jemals gegeben. Eine Episode ^chte i ^ Behauptung besonders. Eines Tages ^tell l?""b' welcher wusste, dass er zu einem Emi« '^NM^V' .b'e abfälligsten Bemerkungen über die l"'t de,,^, Kation. Herr von Trsmlle verwies jenen ""d H «""ten: «Ich kann in Frankreich Royalist Men. z. derjenigen sein. welche meine Absicht mcht , ,^" der Fremde aber bin ich nur Franzose!» >>„»^ "murre mich. von der Sache gehört zu 'htez 'V„7"!"lle die Marquise, geschmeichelt, das Lob w <^" zu vernehmen. Mistes..« ^"g.e Jahre sind vergangen, sett ich nut Ptttn zn'"a da« Lob vernommen, welches man Ihrem '°llltt «7? ^ gespendet. Mein O.ohoater starb, 'hm ^lnnien!.^""i dann ist au meine Mutter die Reche ^kllo^ Stimme "hatte einen wchmuthsnmchen Nlang Ur. U°" Markise.» fuhr er fort. -verzeihen Sie ^'-Ui/«>l "icht möglich ist. nnch zu beHerr. "'" Llbm wnr ein sehr lxwkgtes; ,ch habe mel Schmerzliches erlebt und jede Erinnerung daran er-greift mich in tiefinnerster Seele.» Frau von Saulieu war nicht nur bewegt, sondern auch besiegt. Der Baron hatte recht, wenn er folgerte, dass die größte Unverschämtheit meist zur Erreichung eines Zieles oerhilft Ohne weitere Umschweife sprach die Marquise: «Herr Baron, als Sie Laurence keunen lernten, glaubten Sie, dass sie die Tochter des Ehepaares Drivot sei. Laurence war damals arm, Sie haben das Mädchen geliebt und um sie geworben. Ihre Stellung meiner Enkelin gegenüber bleibt die gleiche. Das Hau« der Marquise von Saulieu steht Ihnen offen! Laurence liebt Sie; Sie mögen ihr Gatte werden!» «O Frau Marquife!» murmelte er mit einer Stimme, die vor Glück zu zittern fchien. Er wollte der alten Dame zu Füßen sinken, diese aber hinderte ihn daran und bot ihm die Hand. welche er wie ehrerbietig an die Lippen zog. Die Marquise ließ Laurence rufen. Der Baron begriff, dass ein bedeutsamer Moment gekommen sei, dass das Mädcheli eine schwierige Probe zu bestehen haben werde, aber er war schnell beruhigt, als er sah, dass Laurence weit besser Komödie spiele, als er es erwartet habe. Ihre Haltung war tadellos und voll-ständig der Situation angepassl; sie errölhete. schlug die Augen nieder, sie legte die äußerste Zurückhaltung an den Tag; diese war vielleicht etwas übertrieben, aber Frau von Saulieu beachtete das nicht; das Benehmen ihrer Enkelin gefiel ihr und vor allem fand sie es höchst passend, dass diese schwieg und nur bann schüchtern sprach, wenn mau sie anredete. Eine Stunde war vergangen, als der Baron als vollendeter Weltmann von Großmutter und Enkelin Abschied nahm. Auf der Straße angelangt, richtete er das Haupt stolz empor, wie etwa ein Sieger, der einen Potentaten zu seinem Sclaven gemacht hat. «Ich trage den glänzendsten Sieg davon!» sagte er sich mit stolzem Selbstgefühl. «Ich habe die Marquise von Saulieu auf das vollständigste besiegt; mir gehören jetzt ihre Millionen, mir allein — durch sie aber gehört mir das Weltall!» Den Abenteurer dünkte es, als ob er im Himmel schwebe. «Jetzt,» dachte er in trunkener Wonne, «jetzt ist nichts mehr unmöglich für mich! Jetzt werde ich all« mächtig sein, jetzt biete ich selbst einem Gotte Trotz, wenn er bestehen sollte! Mein Ziel ist erreicht —das höchste Ziel! Jetzt gehört mir das Universum!» XM. Geneviroe befand sich in der Begleitung der Prin-zessin Melikoo auf dem Schlöffe des Grafen von Mau» rienne, einem Freunde des Prinzen. Der Prinz von Melilov war ein vornehmer Herr in d s Wortes ganzer und bester Bedeutung, intelligent, unterrichtet, liebenswürdig, ein Mann, der überall, wohin er kam, den besteu Eindruck zurückließ. Die Prinzessin war eben so fein unterrichtet, wie ihr Gatte, und in der Pariser Gesellschaft in hohem Grade beliebt. Das Ehepaar wusste gar bald die seltenen Vor» züge der Erzieherin zu schätzen, welcher sie die Sorge sür ihre beiden reizenden Kiudcr überlassen wollten, Laiwlw Zeitung Nl. 268. 2236 ^'1. November 1890. Wespe und Papier. Ein Wespennest? ist es gewesen, durch das im Jahre 1844 Friedrich Gottfried Keller, früher Weber» meister zu Heinrichen in Sachsen, später Papiermühlen-besiher zu Kühnheida im Erzgebirge, die Anregung zu einer Erfindung erhalten hat, welche für die Papier-fabrication von epochemachender Bedeutung geworden ist. Vr sah, wie die Wespen von alten Schindeldächern unablässig mürbe Holzfasern mit den Kiefern abschabten und beim Nestbau zu Papiermasse verarbeiteten. Der Schluss, dass es durch ein ähnliches mechanisches Verfahren möglich sein müsste, aus Holz eine Fasermasse herzustellen, die sich zur Anfertigung von Papier verwenden ließe, lag nicht allzufern. Versuche, an einem nassen Schleifsteine Fichtenholz zu zerfasern, gelangen und bald brachte es Keller so weit. dass er mittels einer kleinen Wasserkraft täglich vier Centner Holzstoss bereiten und im eigenen Geschäfte verarbeiten konnte. Aber die Geldmittel waren beschränkt. Einrichtung und Erzeugnis blieben mangelhaft, und es fehlte nicht viel, so wäre die Sache wieder in Vergessenheit gerathen. Da wendete sich Keller im Jahre 1846 an Heinrich Völter.hden^ technischen Leiter der Fischer'schen Papierfabrik in Vauhen, und überließ ihm seine Erfindung. Völter lehrte bald darauf nach Württemberg zurück, um mit seinem Nruder die elterliche Papierfabrik in Heidenheim zu übernehmen; schon 1654 war sein «Holzzeug» auf der Industrieausstellung in München zu sehen, und 1867 wurde in Paris den Besuchern der Weltausstellung eine nach Völters Angaben in der Maschinenfabrik der Gebrüder Decker zu Cannstatt gebaute Holzschleifern vor Augen geführt, welche sämmtlichen heute in Europa und Amerika thätigen Holzstoffmaschinen zum Muster gedient hat. Ihnen allen liegt Kellers ursprüngliche Idee zu Grunde, nach welcher das Holz in seiner Längsrichtung durch rotierende Schleifsteine unter stetem Zuflüsse reinen Wassers zerfasert wird. Ohne Uebertreibung kann man sagen, dass heutzutage beinahe leine größere Ieitung mehr gedruckt wird, zu der nicht Papier verwendet würde, das 60 und mehr Procent Holzstoff enthält. Auch die bläulichen, röthlichen und gelblichen Schreibpapiere mit 30 bis 50 Procent Holzstossgehalt finden alljährlich zu Tausenden von Ballen willige Käufer; selbst mittelfeine Postpapiere können bei richtiger Behandlung reichliche Mengen von Hulzzrug vertragen. Für Bücher und Schriftstücke freilich, die auf lange Dauer Anspruch machen, eignet sich Holzpapier nicht, es dunkelt nach und wird brüchig. Auf der Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 war über den Erzeugnissen der Vülter'schen Papierfabrik ein großes Wespennest aufgehängt. Es ist das Bild dankbarer Erinnerung an jene Zeit gewesen, da der sächsische Webermeister Keller von den Wespen die Anfertigung des Holzschliffes gelernt hatte. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Landtage.) In der gestrigen Sitzung des lrainischen Landtages brachten Abg. Hribar und Genossen den Dringlichkeitsantrag ein, die l. k. Regierung sei zu ersuchen, zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens so bald als möglich einen in üaibach do< micilierenden Arzt nach Berlin zu entsenden; weiters sei der Landesausschuss zu ermächtigen, einen Bacteriologen, welcher zu dem gleichen Zwecke auf eigene Kosten nach Berlin sich begeben wollte, eine Unterstützung von 200 Gulden zu gewähren. Der Antrag wurde dem Finanz« und die Mädchen schlössen sich Genevieve bald mit aller Innigkeit au. Diese fühlte sich geliebt nnd war so glücklich, wie sie es unter den obwaltenden Umständen sein zu können nicht erwartet hatte. Sie sah, wie man sich alle Mühe gab, ihr über jede Pein ihrer untergeordneten Stellung hinwegzuhelfen, und so kam es denn, dass sie, wenn auch traurig, so doch ohne Angst in die Zukunft blickt?. Vielleicht würden die Wunden ihres Herzens eines Tages heilen, vielleicht würde sie lernen, zu vergrss n. Ohne jegliche Scheu dachte sie an die bevorstehende Reise nach Rutland. Was hätte es ihr denn auch nützen sollen, in der Heimat zu bleiben, da sie für immer von denen getrennt sein musste, welche ,hrem Herzen nahe standen? War sie l,nr erst fern von Frankreich, so würde sie sich vielleicht, mngcben von neuen Verhältnissen, weniger veranlasst sehen, den Blick nach rückwärts zu wenden. Das Schloss Noirans, auf welches der Graf von Mmirienne sich im Frühling schon begeben hatte, um mehrere Bauverändenmgen zu überwachen, war auf einem Hochplateau gelegen, welches einen prachtvollen Fernblick bot. Genevieoe empfand nach all den An» strengungen, welche sie überstanden, die Ruhe, von d noch nicht b lannt geworden, ob er in den Flammen umkam oder vielleicht nur schwere Brandwunden davongetragen hat. — (Verunglückt.) Der mit dem Ausarbeiten gebrochener Fichtenstämme am 11. d. M. in der Waldung Mirza beschäftigt gewesene Kaischler Franz Klinar aus^ Asöling wurde von einem ins Rollen gerathenen Wurzel«! stock so unglücklich zu Boden geschleudert, dass er von ^ demselben erdrückt wurde, bevor Hilfe kam, um ih>, von der Last zu befreien. Der Verunglückte hinterlässt eine Witwe und vier unmündige Kinder. ! — (Für Schafzüchter.) Die k. l. Landwirtschafts - Gcsellschast für Krain hat Mitte des Monates December mehrere Zuchtböcke der Vergam0'Schasrasse abzugeben. Die Bezugsbedingungen sind bei der gedaä>ttn Gesellschaft zu erfahren, wo auch die Gesuche bis 30, November l. I. einzubringen sind. — (Billiger Wein.) Amtliche Berichte ^ russischen Finanzministeriums constatieren, dass'^ die vo> jährig Weinlese in Bessarabien eine so ausgiebge >o>>l dass gegenwärtig der Eimer Wein auf allen Ml'"" zum Preise von 30 Kopeken (circa 40 kr.) zu kaufen '! > — (In Görz) wurde gestern das dort etabluM Hotel der Südbahn als klimatischer Curort eröffnet. Neueste Post. Orillinul-Teleqiamm? dcl, «Laibacher Ztg.' Prag, 20. November. Im böhmischen Latidw fand heute die Verathuna der Lalidescnltllrraths-Volla^ statt. Der erste Redner. Abg. Dr. Inlins O^r, °^ stritt den Nltczechen das Recht, mitzuwirken, drohte >W einer Liga aller unterdrückten Slavenvölker Oester«'^ und beantragte schließlich de„ Uebergang zur Tage" ordmma. Der deutsche Abg. Kr, pel bezeichnete die "°, läge als eine n^ise Maßregel der Regierung. wMn die Iungczechen die Unznfriedenhrit des' Volkes brauche Der Statthalter betonte das unverbrüchliche FesW,'^ der Regierung an dem Ausgleich und den unz'"^ haften ernste» Friedenswunsch der vertragschließ^ Theile und sprach die Ueberzeugung aus, die AgM' werde schließlich wirkungslos bleiben, nachdem d>e ^. völkerung sieht, dass der Landcsschulrath. a/ge", ^ gleichfalls heftig angekämpft muid«', unter so^f^' Wahrung der Gleichber.chtigung zum Wohle drb SA" Wesens rch g und sachlich fungiert, di? düsteren ^ phezeiungcn sich daher als falsch erwiese» habe"» "^ Dr. Mattus (Altczeche) führt,' den Nachweis, das« " Vorlage den Bedürfnissen beider Nationalitäten u spreche und fügte hinzu: «Auf dem heißen Bode", wo weltgeschichtliche Gedanken und Kriege ausgega"^ haben die Czechen rinen schweren Stand in der ^ barschaft eines großen national geeinigten Re^.» Redner fragt: Wie lange soll die Fortdauer des Ka"^ noch währen? Was wird tms Ende sein? 2A" den gesicherten Zustand einer ungewissen Z^ttB-.^ ziehe, stimme er für die Vorl.ige (stürmischer -ö", Zischen auf den Nänken der Im>gczechen). ^c Berlin, 20. Nov^inb. Die heuie erschn»ene AlU" ^ der «Deutschen medicimschen Nachschrift. v"iW'" l einen von den Geheimräthen Bergmann, ^ M dem Oberstabsarzt Dr. Köhler nnd Dr. William ^„ verfassten Artikel, in welchem die Genannten "^^ von ihnen an einem reichen Kranlenmatenale "^M neuen Heilmittel Kochs angestellten V'rsnchf» ^ ^, theiluiigen des Professors Koch vollinhaltlich bw"^. Die Nachricht, dass in den nächsten Tagen d>e ^ sammensctzung des Heilmittels pnbliciert werden p"' vollständig unbegründet. «,gem!^ rächen wollte. ^»' Warschan, 20. November. Im Courierznge M^c Wiener.Bahn wurden hente zwei Passagiere 5 ^, Classe nahe der Station Kutno ermordet auM Vermuthlich liegt ein Raubmord vor. ^-«,ll'3"' Newyorl, 20 Nuuember. Unter d" S'^ ^ tnanern herrscht eine Bewegung gegen die M'p wird ein blutiger Krieg befürchtet. Verstorbene. ,,,5^' Dcu 20. Novembe,. Leopold Mavc, Aibeiterssoy", NMslraße I. Fraisen. Mrlfi<>> Pen 1 8. Noveml, cr. Roman Czrchal, ^" "^ Sohn. 1 Monat. Srilrramig 3, Fraisen. -- ^ ^M^' Wurzbach,'.Advocat?ns.Tochtcr, 13 I.. Rain 10, ^uo^^< Meteorologische Äeobachtunnen m^V^ ?U.Mg, 746"? 0-4 NO. schwach bf""" ! "'"" 20,2.3t. 7448 52 O. chwach h°lb H , 9 . A. 742 4^ li 4 , O. schwach l'e>"0w ^ ^ Tagsüber ziemlich heiter, schönes Abeildroth.^" <,le-^^ Mittel der Temperatur 2 4, um 06 über dcM^^,^' Verantwortlicher Redacteur: I. Naallc^^^ Danksagung. .„, ssiir die vielrn Beweise der The'l""y^^^, Nnlass des Hmscheidriis '"'s"" """"" Tochter Oölestine allen den imiigstcn Danl! ' Umbach am 20. November 1«l>0. ^ Hr. Maximilian m,d «ntouia «V" ^l Edle von 2237 Course an der Wiener Dorse vom 20. November 1890. «°«. ^ °mc«llen «our««««. Veld Warp Slllllte-Nnlthen. «^^eAIch, Rente in Noten s,8'l.k «» ?5 >»!l ^ - 88 05 88 85 'iz7" "/' Ttoatlloft'. 25«', fi'. , »0 50 ,8, 5,. N:««.,->n'>',.«>z, ..>-.«. ^ö^!^°lb«nte. steuerfrei . in? Ll» ,„77, "^"enrentc. steuersre! . ,<„— ,„1 ,l det °« bbahn »on fi, EM. . . z.8? - «39 - d»N^<>,^Fl«l 40/,. . . „8 5«,,4 5« "«l. Val.n »m<^, «»»4 9, ^5 94-25 «l, Hi,/""". Stllcl, , , ?5b0 '««c. "', ^e!n.^^»a». v, I, I»?,, 1,0 75 m ,5 't«, U»« h"l'"bl.'vb.,m>fi. --. -.-_ '.> l?""" b,ov n. e.«, ,3« »5189 «^ «elb Wnr? MrnubenN.-ObligllNoncn (für loo fl. «M.I. 5°/» g»li,«fch«...... «08 — l03 N0 .»»"/n mührische...... lU9'Kn — - b°/° »raln ,l,,d Kttslenland . . ^.^ _.^. V/« n< »» l05 — »°/„ fiebenbüralsche .... ^.^ ^.. b"/n lemeser NancX ... ^.^ _.^_ 5"/° ui'.iarilcbe...... gg ^ g9 g<, Nude« össeutl. Anlchen. D°nau.«e<,.'«°!e b«/« ioo fl. . ,^dl> l»,-«. d^o. «lnlelbt »878 . , ,«. ,r inss.<<, «Nlebea b« , ^-1. ,g/. Plaudbrlefe llür l«l, ft.), Vodtmr, »Uz. Ks, 4°/r<» ll4 9,<>l<5. . bti>^ ^lim..Tchuldvllj!l,r.'»»/» ,U« ,^g'.^ s^cft. <»,p°lbelenbanl ,oj. 5l<> V!_." '^." l^ n,.l»lg, »anl verl. 4'/,'>/° . ,^7« «„ »5 i,?rto » 4"/« - 99 80 »l>l> »^ delto b0j«hr. » 4»„ 99.ßg „s,.zs> ^rioritiits-Obligatiliuen (liir ion ft.). ^eidmllnoc »iordbahii . 1»3« 99 __ 99 hs, Kali,n>, 98 5!^ 987^ Veld Ware Oefterr. Nordwestbahn . lN5 «5 lNS 25 3taat«bahn......,g^ _ l9N ^_ Vüdbahn l» »','.....,5<>... iz(, h,, ' 5 5°/« ',»7'»<>l18-- Unn-galiz, Vaw 1N0 90^«»0 «0 Dwersc Lose 'per L'!,ck, Crebitlnse loo fi. . «88»!>'84- «lary'Lole 40 ft..... k>4 »!> 65 2b 4°/. D°nau-Dllmpf st. . . . 5«— 57-- Palss», «c,se 40 fi..... 5, - »4 -, «vtben Kreuz, «ft. »el. v. »U ft 18 ?b l9 — Rudolph Lole la st. , , ,9 — >9 li!' Enlnl-Lose 40 fi...... «s, — SN5c> Lt.««enl>l««2«lt 40 st. «9 — 6»'^ Wlllbftein.Loje »N st, . NS «» »» 75 Mndi„», zz?.» l5» — Vanlvercw, Mener 100 st.. . ,„ 95 ,14 «i Äbnci..Nnft. üst. 200 fi. E. 40°/,,ü„ 5<» »»» -Lrbt.°Anst. f. Hand. u. V. KM »9» 76 2»4 »5 «lebitbalil, «lla. ,mg. i!<>0 fl. , ,4« c>0 Ü4? — DcpoNlenblliit, UUg. !i00 ft. 198'— «W — M,nmy^ '^.' /.'wrüst. 50U ft. , g0!i'" «l5 — Si7l>^»'. ^.l!'ri!) . W«ner !<«<>«!, zl^'— 9ll'- Veld Ware ?>M>l>tbele!>b.,',Il. »00«l. »»»/„». «9— 70^. «ünderbllnt, »ft, »00 ft. «. . . »«8 — »«8«) Oesteri.-ungar, Van! SON fl. . 9?? - g?s — Unlonkllnl »0« fl. . ^ . . . »8z>.. zzß... Verlehribanl. »ll«. »40 ft. . ,^59 — l«o -< Actteu von Transport» Unternehmtlngm. ^per Otü. st. F _.^ ^» sstidlnands-Norkb. ,0W fl. «M ,?,» »73« «nnb.. «zerno». ° Iasjh. «llen» b»hn.«e3llbts lv4 5li l»i b» ««lb^ ««« Ung. »«rboftbahn 900 st. Tllb» ,9. 9» «?b 50 Un«.«eftb.s«»llb<»r»z)9N0ft.V l9z bU l»5 — Indnftrle-Actien (per stück). Vausses.. «Ha. Oeft. ion ft. «,.— «... »«ydier «!!en. unb Ttahl.Ind- w WIen 100 ff...... __._ ^.^ «ilenb»hnn>.'üe>hs, erfte, »«ft. __.. ^.-_ »Ilbemahl» Papiers, u. V.'G. 4». __ 47-— Uiestnger Nrauerei l»<> fl, . , < — Montan-Velell., Lfterr.» alpine ^, ^ »9 5u Präget Vilen Ind.'Ges. 900 ft 3«« zu 8»? 5v L»lao>I»rl, Vteinlohlen 80 ft 4,«. ^ 4>z — «Schlüglmühl», Papiers. 2l»U st,__________ «Gteyiermllhl».Papiers.u.«.»0» __-^ — — Irisatler »ohlenw.-Vel. ?0fi. ,4z.. . l4»'— Vaffenl.^.oeft.inMenIOOft. «4;.^ 4^0 — Waggon'Ltlhanft.. «llg, in Peft 80 fi.........8«- »? — Wr. Vaunelelllchllft l00 st. . , 74 ,>^ ?h b<» MeuerbergerZl«gel<«ctien'»el >8l 50 l8» 50 Devisen. Deutsch, MHtze «7^ «,u Uonbon . . «lb-»0 ll6'll» vo^i» 4z«7. 4b?>» Valuten. Ducat«,....... b4« »b« »0'Franc»»«»»««..... 9 15 » l? Deutsche «elchKbailfnilsn . be-?z «8». ^apier.Rubel....., > »'! l 3?.. Ftali'nilchs i>2nln<,le:, s!>)a L » 4i la> 4» 9" r Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten e°ten und Valuten empfiehlt sich bestens die J3781) 300-66 fehlst* des Baütliauses Hammer & Scliattera WIEN, I., Kärntnerstrasse ÄO.