Laibacher Ieituna. ^ tV3. Montag am 4. August «82« Die „Laibachcr Zcitunq" erscheint, mit Ansnahnn ^>« So.in- und F.,crtaqf tagl.ch, und f°!let ,ammt dcu Acilagen im Eo,n,pt°ir ss an zjähri g N fl.. ha lbjä s»r ia 5 ss ^N lr .,.!, Kreuzband im Cmnvt.ir .anziährig <2ss.. l." l b)a l.r.g (. ft Fnr d.e Z.estollnng in's Ha»S sind Hai b j äs> ri g 3N kr. nnhr ;n ^^ frei ganzjährig unter .ssrm^no n,w qcdrnck er Adresse l^fl l)"!b!ah^>g 7 ss w kr. - I n serat i 0« sgcb i. s, r nr eine Spaltende o.er den Naum derben ^ .?/ '»'«!iqe Ginscha t.mg 3 kr. fi.r zwmnalige 4 fr. ».r dre.ma ,sse .. fr. CM. In.erate b.s 12 Z,ilen kosten , ff. fnr 3 Mas. 5a fr. für 2 Mal und 40 fü 1 M ^ /., ^ « 3'l diesen Gebührm ist nach dem .provisorischen Ge,etze v.m ... Novrn.ber l. I. sur Insert.onsstan.Pel" noch ^« fr. f..r einc jedeömaliqe Einschaltung hinzu zu rechnn "nzu.chaltr,.. Amtlicher Theil. M^er Herr Minister des Innern hat mit Erlaß vom 26. d. M., Z. 8969/826, die Stelle eines Kreis-Medicinalrathes fnr das Kronland Kram dem k. k. Kreisarzte Dr. Ludwig v. N agy; ftrner die Bezirksarztstelle zn Laibach dem k. k. Kreisarzte in Adelsberg Dr. Carl Vessel; zu Stein dem k. k. Districts-arzte in Dignano Dr. Adolph Vakes; zu Krain-burg dem k. k. Districtsarzte in Krainburg Dr. Johann Napreth; zu Radmannsdorf dem dortigen k. k. Districtsarzte Dr. Albin 3 off; zu Adelsberg dem k. k. Districtsarzte in Eteiu Dr. Anton P 0 t 0 ^ nik;. zu Wippach dem dortigen k. k. Districtsarzte Dr. Fortunat M üller; zu Neustadt! dem k. k. Districtsarzte in Treffen Dr. Franz Papesch; zu Treffen dem practischen Arzte in Mottling Dr. Ferdinand Ldesküty; zu Gottschee dem dortigen k. k. Distrits-arzte Dr. Anton Zhesnik; zu Tschernembl dem practischen Arzte in Krainbnrg Dr. Anton Beuchet verliehen, und mit demselben Erlasse zugleich deu Director der Laibacher Wohlthätigkeitsanstalten, Dr. Raimund Melzer; deu Professor und Primararzt im Laibachev Krankenhause, Dr. Johann Zhuber; den Primarwnndarzt Chir. Dr. Leopold Nathan; den Professor Dr. Johann Bleiweis, und den Apotheker Carl Prettuer zu Mitgliedern der ständigen' Medicinal-Commission bei der Statthalterei für dao Kronland Kram ernannt. Laibach, am 30. Juli 18Ü1. Se. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 24. Juli d. I., den Rath der bestandenen k. ungarischen Hofkammer, Sigismund v. Posza-wey, zum Obersiuauzrathe bei der k. k. Finanz-Landesdirection iu Ungarn zu ernenueu a/ruht. Veränderungen in der k. f. Armee Der pmsionirte Titular - Oberst Ludwig Angelmayer, wurde zum Commandanten des 4. Garnisonsbataillons ernannt. Der bei Sr. kaiserlichen Hoheit dem Herrn Erzherzog Ferdinand Maximilian in der Dienstleistung stehende Oberstlieutenant Edmund Graf Coudeuhove, des Infanterie-Regiments GroßfürstConstantin Nr. 18, wird dieser Dienstleistung enthoben und bei genanntem Regimcnte, woselbst er einzurücken hat, in die Wirklichkeit gebracht. In den Pensionsstand wurde verseftt: Oberstlieutenant Johann Bayer Edler v. Waldkirch, des Infanterie - Regiments Freiherr r. Welden Nr. 20. Der Majorscharakter ml n<„wi-e8 wnrde verliehen : dem pensionirten Rittmeister Georg v. Popa. Nichtamtlicher Theil. Correspond.-«^«. VZartenberg, 27. Juli. VV. M. 8. Der Hagelschlag, vermeugt mit eiuem orcanischen Windgebrause, hat die auzuhoffeude Ernte in den Steuergemeinden des Bezirkes Wartenberg, namentlich: St. Andr«', Oberfeld, St* Hcrmagor, St. Valentini, Oberkoses, die Ortschaft Xereng in der Stenergemeinde Dritai, die Ortschaft,Tlaöeuca in der Steuergemeinde Per, in der Nacht vom 26. auf den 27. d. M. so bedeutend verwüstet, und einige Aecker durch die entstandenen Wildbäche so abgeschwemmt, daß viele dieser Vezirksinsassen nicht einmal den angebauten Getreidesamen ausbeuten werden. Durch die Macht des entfesselten Elements wurden auch im Dorfe Oberfeld, sowie nicht minder im Dorfe St. Hermagor mehrere Harfen, im erstcrn Orte sogar eine vor .i Jahren erst nen hergestellte Doppelharfe durch die Gewalt des Orcans niedergerissen; auch wurde ein hochstämmiger Wald zu Stegne bei Oberfeld so arg zugerichtet, daß mansdicke Bäume theils ent-wnrzelt, theils in der Mitte, theils am Stamme entzweigerissen wnrden; die Zerstörung in diesem schönen Fichtenwalde ist von der Art, daß solche einer künstlich angelegten Barricade nicht unähnlich ist; fer-ners wurde eiuem Bezirksinsassen zu Stegne das Dachgerüste von dem abhängig situirten Wirthschafto-gebände auf den oberen Wohnhaus-Dachstuhl geworfen und beide Dachgerüste zertrümmert; dieser lemere Insasse, Namens Andreas Urbanija Nr. 17, ist der Hilfe der Mitmenschen dnrch die Zertrümmerung seiner Wohn- und Wirthschaftsgebäude in dem Maße bedürftig, als wenn er eine Feuersbrunst erlitten hätte. Aus dieser kurzen Schilderung kann man sich die Macht dieses heftigen Orcans vorstellen; die äl-testen Bewohner des Bezirkes Wartenbcrg können sich eines ähnlichen Unfalles in den Vorjahren nicht entsinnen. Der Mesiner in St. Hermagor wurde bei dem sogenannten Wetterläuten vom Blinstrahlc betäubt, hat sich jedoch schon erholt. Oesterreich " ZVicn, 1. August. Zu Folge Finanz-Ministerial - Erlasses hat das k. k. Justizministerium, im Einvernehmen mit dem k. k. Finanzministerium, an die Oberlandesgerichte jener Kronlander, in welchen die nene Iustizorganisation in Wirksamkeit steht, die Weisung erlassen: daß die Verpstegskosten für die bei den Gerichten in Untersuchungs- oder Strafarreste augehaltenen Gefällsübertrtter vorschußweise ^ gegen nachträgliche Vergütung — aus jene» Geldern zu bestreiteu seyen, welche den Gerichten für die Verpflegung der Verhafteten überhaupt ans dem Camc-ralfonde zur Verfügung gestellt werden, und es wurde den Oberlandesgerichten zugleich aufgetragen, hie-von die unterstehenden Gerichtsbehörden im Wege des Landesgesen- nnd Regierungsblattes zur Darnach-achtung zn verständigen. ' Se. Majestät der Kaiser haben der Anna Seiler, die wegen des Verbrechens des Mordes mit Urtheil des Schwurgerichtshofes zu Eger vom 26. April 1851 zuerkannte Todesstrafe aus Gnade nach-geseheu, und dem k. k. obersten Gerichtshofe die Bestimmung einer angemessenen zeitlichen Strafe überlassen. Der k. k. Gerichtshof hat die Straft für die Anna Seiler auf 10jährigen schweren Kerker bestimmt. " Laut eiuer au das Haudels-Miuisterium gelangten Mittheilung des hohen Ministeriums des Aeußeru ist durch eine im Königreiche Sachsen veröffentlichte Verordnung des königl. Ministeriums des Innern, von nun an das Hausiren mit Citronen nnd Wchsteinen dortlands verboten worden. Da der Hausierhandel mit diesen Artikeln beinahe ausschließend von österr. Unterthanen betrieben wird, so muß selbe zur Warnung mit dem Beifügen zur öffentli- chen Kenntniß gebracht werden, baß die Uebertretmlg jener Verordnung mit der Confiscation der gesamm-ten Warenvorräthe des Zuwiderhandeluden und mit andereu empfindlichen Strafen bestraft wird. " Da sich Zweifel über die Behandlungsart der in Oesterreich aufgegebenen, nack den Staaten des deutsch-österreichischen Postvereins gehenden und mit fremden Frankirungsmarken versehenen Briefe ergaben bat die General-Direction für Communication bedeutet, daß, weil die österr. Postverwaltung das Porto für alle Briefe, welche von ihren Postanstalten versendet werden, seyen sie frankirt oder nicht, zu be-zieheu hat, solche mit mchtösterreichischeu Briefmarken versehenen Briefe als nicht sraukirt zu behandeln smd, indem sonst nicht die österreichische, sondern die Postverwaltung jenes Staates das Porto beziehen würde, deren Marken verwendet wurden. " Die Gemeinde Vrzanek nächst NaudniN in Böhmen, am rechten Elbeufer gelegen, nur 8 Ackerbauer zählend, hat beschlossen, zur Abwendung der durch den zeitweiligen Austritt der Elbe an den Ufern uud Feldern Statt findenden Beschädigungen und Verwüstungen, auf Kosten der Gemeiude einen Damm in einrr Strecke von 300 Klft. zu errichten. ' Im Großward ein er Districts ist an Urbarial -Eutschädigungsvorschüssen im Monate Juni l. I. die Summe von 8420 fi. C. M. fiüssig gemacht worden. — Die Gesammtsumme der daselbst angewiesenen Vorschüsse beträgt 51tt.710 ss. 39'/^ kr/ C. M. — Die ruthenische Gemeinde Huminska, im Tar-nopoler Kreise in Galizien, hat sich für ewlge Zeiten verbindlich gemacht, dem bei der nengegründeten Gemeindeschule augestellten Lehrer alljährlich 83 fl. U» kr. C. M. bar zu bezahlen, und außerdem 19 Koren Getreide zu schenken. Die Gemeinde Magdalowka, im selben Kreise, widmet zu gleichem Zwecke 109 ft. 9 kr. C. M. bar, 32 Korep Getreide und will die Vcheizungskosten der Schule bestreiten. Wien, 1. August. Mit dem heutigen Tage traten die Bestimmungen des nenen Officier-Gagen-Reglements in Wirksamkeit uud es wurde gleichzeitig die Auszahlung der höher bemessenen besondern Kriegs-und Bereitschaftszulagen eingestellt. — Nach einer allerhöchsten Bestimmung sind für Dienstpläne, die von Gemeinden verliehen und ans deren Renten besoldet werden, keine Diensttaien für das Aerar zu erheben. ^ Mittelst Handelsministerial-Verordnung vom 29. Juli 18';i ist sämmtlichen k.k. Postämtern anf-getragen worden, auf das polnische in Posen erscheinende Blatt: „ Goniec polski," das zufolge einer Mittheilung des k. k. Ministeriums des Innern in den österreichischen Staaten nicht weiter zugelassen werden dürft, weder eine Pränmmration anzunehmen, noch dessen Beförderung zuzulassen. — Am verflossenen Dinstag Nachmittags wur> den mit der vom Hrn. Leo Wolf aus Amerika ein. geführten Mähmaschine auf einem Gerstenfelde vor der Favoriten-Linie einige Proben gemacht, welche von allen anwesenden Sachverständigen als allen Erwartungen entsprechend beurtheilt wurden. — Das k. k. Handelsministerillm hat bestimmt, daß die Eiseubahnbeamten in solchen Stationen, wo es zweckdienlich ist, mit den Post- uud Telegraphi-rungsgeschäften gleichzeitig zu betrauen sind. — Die Regierung hat beschlossen, gegen die 746 Chassidim in Galizien energisch aufzutreten. 'Namentlich ist es auf die Hänpter dieser Secte, die sogenannten Rabbis, abgesehen, welche den Aberglauben und die Verdummung des Volkes zn ihrem Vortheile ausbeuten. Die Rabbis sind nun unter polizeiliche Aufsicht gestellt; fortan wird es ihnen unmöglich seyn, die Menge durch angebliche religiose Sprüche und nichtige Nachschlage zu bethören und auszupressen. — Zwischen Oesterreich und der Schweiz sollen Verhandlungen im Gange seyn, welche die gegenseitige Auslieferung von flüchtigen Verbrechern bezwecken. — Die wohlfeilen Brünner Tuche, die sich in der Londoner Industrieausstellung befinden, haben bereits die Aufmerksamkeit des englischen Geschafts-publicums in solchem Maße erregt, daß nicht bloß zahlreiche Bestellungen auf diese Artikel bereits eingelaufen, sondern auch zwei Engländer eigens nach Brunn gekommen sind, um die Methode bei Verfertigung dieses in Oesterreich so wohlfeil producirteu Artikels kennen zn lernen. — Das Patent znr Regelnng der böhmischen Fiscal - Behörde (Finanz - Procuratur) ist bereits in Prag angekommen. Die betreffenden Ernennungen werden wohl demnächst veröffentlicht werden. — Der Prager Katholikenverein soll jede Mitwirkung an der Generalversammlung der deutschen Kathollkenvereine, welche bekanntlich dieses Jahr in Prag Statt finden sollte, abgelehnt haben. Der Grund soll seyn, daß jener Verein bloß die Hebuug der religiösen Bildung bezweckt, während die Katho-likenvereine Teutschlands neben religiösen auch noch politische Tendenzen verfolgen. Jene General-Versammlung dürfte auch deßhalb nicht in Prag Statt finden. — Auf der sächsisch-baierischen Staatseiftnbahu bat sich vor einigen Tagen ein beklageuswerther Fall ereignet, welcher Reisenden zur Warnung dienen mag. Der Maschinenmeister, welcher sich gerade, um die znMhrende Locomotive zu beobachten, auf einer bedeutend hohen Böschung etwas weit ans dem Waggon vorbeugte, wurde von einem dicht au den Schienen aufgepflanzten Telegraphenpfahle erfaßt und aus dem Wagen die ganze tiefe Böschlmg hmabgeschlenbert. Der Unglückliche wurde ganz bewußtlos aufgefunden und kam erst nach langer Zeit zu sich. — Die köiiigl. sächsische Regierung hat gestattet, dasi die Medicamentensendungen für die k. k. Armee in Norddeutschland zollfrei durch Sackseu passireu können. — Wie die „D. N. Z." berichtet, soll die k. sächsische Regierung den Beschluß gefaßt haben, dv'r „deutschen Allg. Ztg." das Postdebit zu entziehen, wenn sie nicht ihre Polemik gegen Oesterreich einstellt. — In dem Dorfe Szakadat, uuweit Hermauu-siadt, hat sich ein schauderhafter Vorfall ereiguet. Dlvi Kinder, die von ihren Aeltern aufsichtslos zu .hause zurückgelassen wurdeu, faudeu eine Braunt-weinfiasche, und tranken sie vollkommen aus. Im berauschten Zustande nahmen nun zwei ein scharfes Messer, fielen über das dritte Kind her, uud zerschnitten es derart am ganzen Leibe, das es bald darauf starb. — In demselben Orte hat ein Bruder den andern im Walde erschossen. Die Veranlassung lst unbekannt. .__ I„ Karlowitz soll im kommenden Herbst eine Synode der n. u. griechischen Bischöfe Statt finden. — Nach dem „Lomb. V." wäre nicht uur ein Handelsvertrag zwischen Oesterreich und Piemont dem Abschlüsse uahe, sondern es würde auch das piemou-tesische Eisenbahusystem mit dem lombardisch-venetia-nischeu zur Verbindung der beiderseitigen Linien in Einklang gebracht werden. — Die „Turmer Gazetta del Popolo", erzählt die „L. Z. C-", hat kürzlich einen, das österreichische Wappen beschimpfenden Artikel in s»; I'i-o^cri!" wicdernm ein Manifest erlassen, nnd zwar dießmal „An die Polen", welches im gewöhnlichen abenteuerlich abgeschmackten Style gehalten nnd von Ledru-Rollin, Mazzini, Darasz, Rüge und Vratiano unterzeichnet ist. Auch ist das 13. Bulletin des Comites des Widerstandes erschienen, welches an Tollheit seine Vorgänger noch übertrifft. — Der Bericht der Commission zur Prüfung des von mehreren Montagnards gemachten Vorschlags wegen Unterdrückung von 18 Bischofssitzen ist ausgetheilt worden. Der Vorschlag wurde, wie sich von selbst versteht, verworfen. Der Schlusi des von Hrn. de Parieu abgefaßten Berichtes lautet: „Die vorgeschlagene Unterdrückung, welche die seit so langer Zeit bestehenden, religiösen Beziehungen stört, die leichtere Gebarung der kirchlichen Verwaltung erschwert und iu allen ihren Richtungen (welches auch immer die Absicht ihrer Urheber seyn möge) den Anschein einer gegen die Kirche ergriffenen feindseligen Maßregel nicht von sich abwenden könnte, würde dadurch allein sociale Uebelstände in sich fassen, die eine erleuchtete Politik unmöglich verkennen kann. Die kath. Kirche darf keinem politischen Systeme preisgegeben werden. Sie durchschneidet dieselben, indem sie einen heilsamen Einfluß auf sie ausübt nnd moralische Elemente um sie befestigt, aufweiche sie, um dauerhaft zu seyn, sich stützen müssen. Die Rücksichten für die Kirche und die Unterstützung ihres moralischen Einflusses stehen also allen Regierungen zn, aber vielleicht mehr noch den democratischen Regierungen als den andern. Durch die Hnldignng, welche die Verfassung der katholischen Kirche dkn Verdienste und der Tugend darbringt, indem sie ihnen die höchsten Würden verleiht, verwirklicht sie in der That eine der edelsten Bestrebungen der republikanischen Verfassungen. Aber durch das Princip des freien Gehorsams, das sie in ihrem Schoosie anwendet uud zu dem sie sich auch außerhalb für die eingesetzten Gewalten bekennt, errichtet sie in den Gemüthern einen machtigen Damm gegen die möglichen Verirrungeu der Democratic und der Freiheit. Den Einfluß der Kirche, in was es auch sey, unter uns erschüttern und schwächen zi: wollen, würde unter den Umständen, in welchen wir uns befinden, ein schmerzlicher, beklagenswerther Widersinn seyn. Die Legislative schien in ihrem Verlaufe zcigen zn wollen, daß die ans der Februar-Revolution entstandenen politischen Veränderungen den gewissermaßen socialien Theil der Organisation Frankreichs nicht angreifen sollten. — Die Legislative hat namentlich die Institutionen der Magistrate aufrecht gehalten nnd bewahrt. Indem sie den Vorschlag verwirft, um den es sich heute handelt, wird sie auf die heilsame Stetigkeit der katholischen Institutionen in jenem Frankreich außer allen Zweifel setzen, dessen weltliche Gewalten, selbst zn einer Epoche, deren Anmaßungen und Kämpfe uns ferne, liegen, sich eine traditionelle Ehre daraus machten, die Kirche mit Schutz und Rücksichten zu umgeben." — Die Rückkehr der französischen Escadre nach Tonlon bestätigt sich nicht; sie wird bis auf Weiteres noch in Cadir bleiben. Man scheint die Berührung der Matrosen mit den Arsenalarbeitern, die in emem vielleicht zu übertriebenen Rufe der Demagogie stehen, zu fürchten; die Erinnerung an die maritime Emeute von 1792 mag zn dieser Maßregel wohl auch das Ihrige beigetragen haben. Indessen ist die Bevölkerung von Toulon damit sehr unzufrieden; die Hausbesitzer, welche Wohnungen an die MarmcofsMre, ihre Angehörigen und an die sie von allen Seiten Besuchenden sehr vortheilhaft zu vermiethen pflegten, sind ganz untröstlich; selbst der Touloner Handel, der jetzt sehr darniederliegt, belebte sich noch immer durch die Anwesenheit der Flotte. Ans Marseille dieselbe Klage über den Stillstand aller Geschäfte; wenn der Markt im vorigen Jahre schlecht war, so kann man jetzt sagen, daß er gar nicht Statt findet. Beaucaire, dieser größte Bazar des Südens, ist verödet; als Ursache wird die politische Situation angegeben. Je mehr das' Jahr 1862 herannaht, gibt sich in allen Dingen eine immer größere Lähmung kund, nnr in den revolutionären Leidenschaften nicht. — In Blois haben Arbeiter beim Aufgraben der Erde Kieselsteine von verschiedenen Größen gefunden; sie zerbrachen dieselben und fanden in einem der größten eine lebende Kröte, deren Form in dem Kiesel vollkommen ausgeprägt war. Die Kröte wurde sammt dem Steine nach Paris an die Aca-demie der Wissenschaften geschickt- — Den 2!). Inli wird in der Kirche St. Paul ein feierlicher Gottesdienst zum Andenken an die Februarrevolution Statt finden. — Der „National" wird morgen wegen des Jahrestages, an dem die Iulirevolution ihren Anfang genommen, nicht erscheinen ; es will dadurch das Vertreiben der alteren Bourbonenlinie, jedoch keineswegs den Regierungsantritt Louis Philippe's feiern. — Die „Assemble nationale" will wissen, daß die moderirte republikanische Partei eine Sitzung bei Lemardelay gehalten und Cavaignac in derselben erklärt habe, er verzichte auf jede Art von Candidatur zur Präsidentschaft für !8.'i2, damit alle Stimmen der Partei auf Carnot fallen möchten. Diese Nachricht scheint kaum begründet zu seyn. — Carnot ist gestern von dem Polizeigericht von der gegen ihn wegen Vetriegerei erhobenen Anklage freigesprochen worden. Er vertheidigte sich selbst in einer langen und schönen Rede. Gestern Abends haben wieder zahlreiche Verhaftungen in Paris Statt gefunden, die Gefängnisse der Po-lizeipräfcctur sollen ganz überfüllt seyn. — Carl Hugo (der Sohn des Dichters), bekanntlich wegen Preßvergehens zum Gefängniß verurtheilt, wurde vorläufig auf freiem Fnß gelassen und tritt seine Strafe erst au, wenn ein anständiges Haftlocale vacant wird. — Die in Agen wegen des Complotts von Lyon gefangen gehaltenen Personen, worunter de Lesseps, haben wieder eine Protestation gegen die Gerichtsbehörden genannter Stadt erlassen, da ihr Prozeß lmmer noch nicht vorwärts schreitet; sie verlangen wieder auf sehr energische Weise, endlich vor einen Gerichtshof gestellt zu werden. — — Ein 'Adjutant des Kriegsministers ist mit Depeschen an den General Gemcau, und ein Oberbeamter des Elys'^e, mit einer besonderen Mission deo Präsidenten der Republik beauftragt, nach Rom abgegangen. — Wie man nns versichert, soll wirklich eine Versammlung von Repräsentanten der Fusion Cavaignac's, Lamoriciere's, Dufaure's, Lasteyrie's, Thiers, Bedean's u. s. w. in dem Saale Lemardelay Statt gefunden haben. Carnot's Candidatnr soll daselbst wirklich aufgestellt worden seyn nnd Cavaignac auf jede Candidatur verzichtet haben. Carnot ist ein reiner Republikaner von der Farbe des „National." ^ Bekanntlich ist der Commnnistenchef Cabet eigens von Amerika nach Paris gereist, um ein gegen ihn in (!s»nwm3oil,m wegen Betrug anf zwei Jahre Kerker gefälltes Urtheil umzustoßen. Dieses Urtheil wurde auch am 2(>. d. vom Pariser Appell-Hofe cassirt nnd der Angeklagte von der gegen ihn erhobenen Beschuldigung freigesprochen. Cabtt selbst vertheidigte sich glänzend in einer fünf Stunden langen Rede. Paris, 28. Juli. Die Legislative ist von der tiefsten Sehnsucht ergrissen, ihre Ferien anzutreten und hac die heutige Sonnenfinsternisi dazu benützt, eine noch flüchtigere Sitzung zu halten, als bisher seit der Revisionsverhandlnng. Es ist von ihr eine Commission ernannt worden zur Prüfung der öffentlichen Arbeiten, die in Paris unternommen werden sollen, auch wurde der Bericht der Urlaubscommission über die Vertagung verlesen. Ueber die Bildung der Permanenzcommission verlautet nichts Gewisses. Niederlande. Die zweite Kammer der Generalstaaten hat am 24. d. den Vorschlag des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, noch vor ihrem Auseinandergehen das Gesetz wegen Auszahlung einer Summe von 1,424.000 ff. an Rnßland zu berathen, abgelehnt. Diese Summe wird von Rußland in Folge des An-lehens, welches Holland bei ihm beim Ausbruch der belgischen Revolution gemacht hat, angesprochen. Der Beschluß der zweiten Kammer ist deßhalb von Bedeutung , weil die niederländische Regierung die obige Summe binnen kurzer Zeitfrist einzuzahlen hat. Großbritannien und Irland. — In London hat am 14. v.M. eine vom Baron Rothschild einberufene Versammlung der Wähler Statt gefunden. Eine große Anzahl von liberalen Parlamentsmitgliedern war anwesend. Hr. Salomons und Hr. Rothschild wurden mit rauschenden Beifallsbezeugungen empfangen. Es wurden mehrere Reden gehalten in Betreff der Schritte, welche man thnn müsse, um die Zulassung der Juden in's Parlament zn erwirken. Es wurde beschlossen, eine Petition an das Unterhans zn richten, worin gebeten wird, das Hans möge sich an das systematische Votum des Oberhauses nicht kehren und die Juden ohne weiters in seinen Schooß aufnehmen. Aus London wird der „Anstria" gemeldet: Es zeigt sich bereits viele Kauflust für die von Oesterreich ausgestellten Gegenstände, wie ans den vielen Preisanfragen, welche täglich einlaufen, geschlossen werden kann, und dieselbe nimmt in dem Maaße zu, als das Ende der Ausstellung näher rückt, da viele von dem Ankaufe von Gegenständen nur durch Furcht vor Verderben, Zerschlagen u. dgl. bis zum Ende der Erposition abgeschreckt werden. Auch für Anknüpfung neuer Handelsverbindungen sind unsere Landslente thätig; da jedoch dieselben meist durch hiesige Agenten oder durch directe Zuschriften der Betreffenden abgeschlossen werden, so fehlen uns hierüber nähere Details. Das Eröffnen neuer Absatzquellen für Oesterreich in Amerika wird regsam an-gcstrebt. — Die geistliche Titelbill ist am 30. Inli vom Oberhause definitiv angenommen worden. N u ß l a n d. Die vielbesprochene strenge Controllirung aller Silbervorräthe und das Verbot der Ausfuhr dieses Metalles ist durchaus nicht im Zusammeuhange nnt fiscalischen Planen, sondern blosi um das fortwahrende Steigen des Silberpreises oder die Entwer-thung des Goldes zu verhüten. Das Verbot der Einfuhr russischer Banknoten aber besteht schon seit längerer Zeit und wurde durch massenhafte Importation falscher Noten aus England veranlaßt. Neues nnd Nenestes. Wien, 2. August. Seine k. Hoheit Erzherzog Stephan hat in Frankfurt ein 4^ percentiges Anlehen von 120.000 fl. contrahirt, welches ul pü,i abgegeben wurde und rasch vergriffen war. Der Erzherzog hat dicse Summe zu nützlichen Banten auf seinen Gütern in Nassau bestimmt. Zur Siche-heit sind österreichische Staatspapiere deponirt, welche der Erzherzog bei deren niedrigem Stande nicht hatte veräußern wollen. — In den Districten Ungarns wird bekannt gemacht, daß der Termin zur straffreien Ablieferung von Waffen verstrichen ist und von nun an Jeder, der im unerlaubten Besitze einer Waffe betreten wird, der vollen Strenge der Ansncchmsgesepe verfällt. Telegraphische Depeschen. — Salzburft, 31. Juli. Se. kaiserliche Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Ludwig, ist aus Böhmen kommend, heute um 9 Uhr Abends im besten Wohlseyn in Salzburg eingetroffen, gedenkt Morgen hier zu bleiben und Samstag die Reise nach Gastem fortzusetzen. — London, 31. Juli. Die Königin wird am 6. August das Parlament schließen. — Paris, 1. August. Die Permanenz-Commission der Nationalversammlung ist gewählt. Die Candidatenliste der Majoritätsvereine, darunter Chan- ^ garnier, ist vollständig durchgegangen. Verleger. Ign. v. Kleiumayr uud Fedur Bamberg Verantwortlicher Herausgeber- Ign Alois v. Kleinmayr. Telegraphischer Cours« Bericht der Staatspapiere vom 2. August 185l. Staatsschnldvtrschreibungtn z„ 5 pEt. (in VM.) 97 detto , 4 l/l ^ . 8^ 3/4 Vcrlostc Obligationen, Hosiam- Izi <» pCt.'» — nur-Obligationm dcs Zwangs- > 5 ., l 9^ 3/^ Darlehens inKrain. undAcra-'!,, 41/2 „ ^— rial - Obligationen von Tirol, ! 4 „ » — Vorarlberg und Salzburg . ^ „ 3 ^ — Vanl, A^tieu, vr. Stück 1240 m C. Vi. Netie» der Kaiser Ferdinands-9ic>rdbahn zil 100ft fl. C. Vl...... 1515 st. iu (5. M. Acticn dcr Wien-Gloggnitzer-Eiscnbalm zu 500 fl. O. M........«97 1/2 st. in C. M. Acticn des ^sterr. Lloyd in Trieft zu 500 fl. C. M......5tt3 st. i» (i. M. Wechsel-lZours vom 2. August l85l. Amsterda»,, sür l<»0 Thaler Cunaiit, 3its,!. UN 1K l Moimt, Augsburg, sür W0 Ollldeu Cur., Guld. 118 l/4 Uso. Fraulsurta.Ä)!., (sür «2<» si. südd. V«- eins-Währ, im 2^ «^2 ,1. Fn^GuId.) !1? 1/2 Vf. 2 Monat, Hamburg, siir lW Thaler Banco. Nthl. 173 1/4 « Monat, kivorno, surW0 Tosca»i,chc ^il», Gu!d. »15 'i Moiuit. kl'ndou. sür l ^jsuud St. Ni;o, — u. Hr. Puraneo, allc 4 Privatieli; — H,-, Kahlen, — u. Hl'. Näder, beide Hand.l5selite. nod alle 6 von Wiei, nach Tri.st. — Hr. I^nko, Professor, rrn Wien. -- H:'. Trebel, 'piivatler, von Graß nach Tuest. — Hr. Jacob Fournier, k, k. Tl'ibunal - Pla Nt'cnc, ron Vicenza nach Triest, — H^. »>-. Benelli, von Padna nach Wien. — Hi', r. Tovosii, Handels-niann, von Tliei^ nach Pesth. Den 30. Hr, Ruf; — Hr. Lifseil; ^. Hr. Hof-m^n; — Hl'. Endei-, — u. Hr Frank, alle 5 Pr>. oatierS, — li. Hr. Haiman, Hanoelsinalln, alle 6 ooil Wie« nach Triest; — H'.'. Thomschiy, Pi-ivatxi-, vc>» Wieu nach Fiume. — H>'. Bavon Diuersber^, Pii^arier, v°l, C'lli nach Tnest. — Hr, Schütz, Mini^i'ial - Beamte, — u, H,. Adolph o. Tnzy, Privatier, beide von Fiume nach Wien. — Hi'- Jo dann Fayer, Handl-Beamte, — l». Hr. o. «Vcolt, Reinier, beide von Trieft nach Wien. Den 3l. Hr. Prechrl, — i«. Hr. Caprsaii, b?id^ Handelsleute, — u. Hr. l)r, Martin alle 3 von Rohicsch nach Tvieft. — Hr. Lazar, — li. Hr. Schmidt, beide Hant'elsleutl'; — Hv. v. Strofe, Piioacier, alle 3 von Wien nach Trieft. ^ Hr. Gafteia/r, Plivati» Marburg nach Gör^. — Hr. LubimalnovZry, Pri'-?atie>', v.'N L^nberg nach Trieft. -- Fr. Cciroline v. Conti, Piioale, vo>, Tr,eft nach Tüffer. — Hr. Het'lnan!, Schues, Piiv^tier, sammt FamiliV'; — Hr. Johann Capita, — «>. Hr. Iacobsen, beide Han d"el^I^ute, lmd alle 3 von Trieft nach Wien. 3. 4U2. l, (l) Nr. ,565. Concurs - Edict. Bei dem k. k. Landesgerichte Neustadtl im Kronlandc Kram ist die Stelle eines KanzcUisten I. Classc mit dem jährlichen Gehalte von 35U fl. und dem Vor,rückungsl.-ech:c in die höhern Ge-haltöstufcn erledigt. Bewerber um diese, oder um eine durch all fällige Vmrückung in diesem'^ndesgerichtsspren gcl in Etltdlgung kommende Kanzcllistenstelle II. Gasse bei cincm k. k. Bezirksgerichts hal)en ihre Gesllche unter Nachweisung des Alters, Geburtsortes, Standes, der Kenntniß der deutschen und slovenischcn Sprache, dann der bisherigen Dienstleistung, mit der Erklärung über allMige Verwandtschaft oder Velschwägerung mit den bediensteten Iustizbeamtell dieses Landeögerichtö sprcngels, und zwar die bereits angestellten durch ihre Vorsteher, die noch nicht angestellten aber unmittelbar bei diesem Landesgerichte längstens bis 20. August l. I. zu übet reichen. K k. Landesgmcht Neustadll den 3l. Juli 1851. Z. 4U3. :, (l) L i cia tlations-Kllli dmachu ng. Nachdem am 28. dieses der Licitations-Vcr-such zur Versteigerung der Baulichkeiten an den Mühlgebäuden am Rlsano-Flusse in Istrien ohne Erfolg geblieben ist, wird den 18. dcs künftigen Monats August zur zweiten öffentlichen Versteigerung geschritten werden, welches hicmit zur öffentlichen Kenntniß mit dem Beisätze gebracht wird, daß der mitDecrete der hohen Statthal-terei für die Provinz Küstenland vom ,50. Juni l. I., Z. 4779/l057ii., bewilligte Vaukostcn-bctrag von 2»78 st. 32 kr. zum Ausrufspreis dienen, und von den Baulustigen dle ltt pcrcen-tige CauNon im Betrage von 217 st., 51 kr. zu erlegen seyn wird. Die Plane, Vorausmaßen und Kostcnüber-schlägc, wie die Licitationsbedingniffe sind nn Amtslocale dieser Baudirection in der Architecture Abtheilung , wo die Versteigerung abgehalten werden wird, täglich einzusehen. Von der k. k. Landesbaudirection Triest am 28. Juli 1851. 3- 9i0. (2) ^me hölzerne Hütte, l5'/i Fuß lang, >2 Fuß breit und 9 Fuß hoch, nut guter, starker Beoachung, bestehend auo 5 Sei-tenwänoen, noch ganz neu, ijl am B(ihn> Hofe vom k. k. Ingemeur Eichler zu verkaufen Z. 811. (3) I Ilt«»5/KI<,z»v.I^1el»n,»^r» ck V^o«««^ NauikOrz»-'» Buchhandlung in Laibach, dann bei 8ij>,nu,»chl'e»des Bnch fitt' MiUtei- lind Jungfrauen, — V > erle ?l u f l a q e. — P,',?l z > fl. Z. !)ö0. (I, In der deutschen Gasse, Haus Nr. 177, wud ein schr eleganter, noch wenig denützter, zweiräderlger Wa^en sammt dazu passendem Pferde-Geschirr verkauft. Das Nähere danwer erfährt man daselbst bei dem Hausmerster. ____^ Beim Kaffchsieder ^auscl sind vom I.Iuli l. I angefangen fo!gende Zeitungen zu verge« brn : Wiener, Triester, ^aibacher, Mode, Süd» slavische, Illustrirte Zeitung, Ost- Deutsche Post, Maqnct und Fliegende Blätter, " K andwirthschaftliches. Bo «den ist dcitz von d.r hi^ilälidigcn L.nidwinhs^aft GesrUschaft herausgegebene W»lk, n populärster Sprache geschieden und mit vielen "Abbildungen rrlauten, über Manl- beerballlN.' und Seidemncht ersckiensli unter dcm Ti^l: ]lraul4 BSiwrye in Nvllotle retliti in m v i I & (& 1 d €») ^ r i tl €^ i o v it i %• Preis »2 kr. Zu lM,n in d r Kauzlei der Laudwirthschasr lvieMNchast (Aalen- dergafs,) und in der Druckse, d.S Herrn Blasnik in Laibach. Da bisher für d,e kleinern Landwirthe in der Landessprache ein qrül.dlichcö und erschöpf.ndes Welk über MHl,lI)>'erbanm- und Leidenzucht qefchlt hat, welche gleichzeitig in ocn Landschulen (»lg ein sehr brauchbares L^buch für die Nicderholungsschulen benutzt w.rdcn kann, w,rd dieftm Bedürfnisse nunmehr durch dieft Broschüre bestens abgeholfen und ^ur immcr größern Verbreitung der Beldenzucht nn ^ande wesenlllch beigetragen w»rd kr. Prällumeration angenommen wird. D>»jenigcn, wbreitung, die es bereits selbst ausser d^i Giä"^» der Monarchie aefunden, in einer sehr bem^'kbarei, Weise herovi'. Der Erfinder hat es zuv'ötterst als cosnietisches Mittel ^iir Vertilgung des üdlen Gerliches aus dem Munde empfohlen, a!s welches sich tasselde Tabakraucher» und allen Perjonen bewährt, welche an hohlen Zähnen leiden, o,der sich kinistlicher Zah>?e und Gebisse zu bedieuen aeno'll)ig.et >u,d; da das Anatheiin ^ Mund-Wasser aber zugleich stärkend und zusammen^ieheild auf das Zahnfleisch eimuiikt, so hat es auch eine heilende Nebenwirkung, die bei Vielen, deren Zahne gelockert siud, odcr durch ein Zurücktreten des Zahnfleisches nach nnd nach an den Wur^I» bloß gelegt worden, zur Hauptsache wird. Unzahl,^, denen dieses Mnndwasser im Zahnschmerz, bei Lockerung der Zahn/, Schwächung des Zahnfi.'lsches, und selbst skorbutische Disposition der weichen Mundtheile den wichtigste» Dienst gele>stet, dan, keu ihm dafür laut und o'ffeutl,ch „> d.r anerkennendsten Weise durch aufgestellte Zcugnisse. Scho,i err.gt es in den Seestädten die Anfmei ksamkeit der Schiffs, heder, und so dü,fce sich das ?lusland mit so entschiedener An--erkeninlna rnr dieses Mundwasser aussprechen, als das Inland, in welchem es sich zuerst die Bahn gebrochen. " N. ,.. Die Niederlage obb^nannt^n Mundwassers ist in der Handlung d.ä Ulvis Kaisell, ! Hauptplah Nr, »3, in Laidach. I l Vlli^nü sammt Gebiauchsanweisung kostet si. I. 20 kr. CM.