80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsraa. (mit Ausnahme der Feiertage) Schriftleitung, Verwaltung und Bnchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 25-69. Maribor. Kopališka ul. 0 Nr. 291 Samstag, den 21. Dezember 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: \bholen oder durch die Post monatlich Diu 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 150 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din t'50 Vor einer neuen Phase des Albanien-Krieges Amerikanischer Bericht über deutsche Hilfe für die Italiener in Albanien / W dersprechende Meldungen über das Schicksal der Städte KUfura, Tepeleni und Vor.o Palermo / Bardia nach wie vor umkämpft / Berlin: Englands Schiffahrt in unerhörter Weife erschwert Struga, 20. Dez. (Associated Press) Wie man von der jugoslawisch-albanischen Grenze erfährt, befinden sich gegenwärtig ganze Geschwader von deutschen Junkers-Transportflugzeugen auf dem Fluge über die Adria nach Albanien, um dort den kämpfenden italienischen Streitkräften Verstärkungen und Hilfe zu bringen. Athen, 20. Dez. (Associated Press) Noch nicht bestätigte Berichte besagen, daß die italienischen Truppen die Gebirgs städte Klisura und Tepeleni geräumt haben. Ein anderer Bericht sagt hinwieder, daß die Einnahme der beiden Städte seitens der Griechen bevorstehe. Athen, 20. Dez. (United Press) Nach Berichten, die von der italo-griechischen Front eingelangt sind, haben die italienischen Truppen die beiden seit etwa einer Woche hart umkämpften Städte Klisura und Tepeleni aufgegeben. Ferner wird berichtet, daß der Fall des albanischen Hafens Porto Palermo, der dieser Tage im Zuge eines heftigen Gegenangriffes von den Italienern zurückerobert wurde, unmittelbar bevorstehe. Der Hafen Porto Palermo liegt etwa 46 Kilometer südlich des wichtigen albanischen See hafens Valona. Berlin, 20. Dez. (Avala-DNB) In seinem Nachtragsbericht des Deutschen Nachrichtenbüros zum gestrigen Bericht des Oberkommandos der deutschen Wehr macht heißt es, daß die Angriffe der deutschen Luftstreitkräfte auf britische Schiffe die Handelsschiffahrt des Gegners in unerhörter Weise erschweren. Die deutschen Bomben seien im Hinblick auf ihren außerordentlich großen Aktionsradius in der Möglichkeit, Handelsschiffe im Atlantischen Ozean mit Bomben zu belegen. Kairo, 20. Dezember. (Avala-Reuter) Nach einer nichtamtlichen Mitteilung leisten die italienischen Truppen in der Marmarica-Wüste sehr starken Widerstand, indem sie sehr geschickt verteilte Tankfallen, Geschütze und Minen zur Anwendung bringen. Das britische Oberkommando hat alle seine Kräfte auf Bardia konzentriert. Die Operationen nehmen einen zufriedenstellenden Verlauf. London, 20. Dez. (Avala-Reuter). Wie das Luftfahrtministerium mitteilt, war die Aktivität der feindlichen Luftwaffe über England sehr gering. Bombenwürfe sind aus keinem einzigen Orte Englands gemeldet worden. Athen, 20. Dez. (Avala — Agence d' Athenes). Der Bericht Nr. 54 des griechischen Hauptquartiers trägt folgenden Wortlaut: Die Kämpfe werden erfolg- reich fortgesetzt. Die feindlichen Truppen werden nach kräftigem Widerstand aus ihren Positionen geworfen. 600 Mann wurden gefangengenommen. Gleichzeitig wurde eine bestimmte Menge Kriegsmaterial erbeutet. Die griechische Luftwaffe bombardierte militärische Objekte. Der finnische Staatspräsident Stonio plötzlich gestorben NACH DEM LETZTEN ABSCHREITEN DER EHRENKOMPAGNIE EINEM HERZSCHLAGE ERLEGEN — FINNLAND TRAUERT NACH DEM GROSSEN STAATS- ... ■ ; MANN der Herzschlag. Kall io starb in den Händen seiner Freunde. Der neue Staatspräsident Ryti erließ um 22.30 Uhr ein Manifest an die Nation, welches diie Trauenkunde enthielt. In tiefer Trauer —■ so heißt es in dem Manifest — beuge sich das finnische Volk vor dem ■ Helsinki, 20. Dez. (Avala-DNB) Der finnische Staatspräsident Kallio ist gestern .plötzlich an den Folgen eines Herzschlages gestorben. Über den Tod des Staatspräsidenten am Tage der Neuwahl des Staatspräsidenten Risto Ryti konnten nachstehende Einzelheiten in Erfahrung gebracht werden: Präsident Kallio, »der bekanntlich aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt hatte, fuhr gestern aus seinem Schloß zum Bahnhof, um sich auf sein Landgut in Nivala zu begeben. Da gestern Ministerpräsident Ryti zum Nachfolger Kallios gewählt worden war, bereitete die Bevölkerung der Hauptstadt dem scheidenden Staatsoberhaupt eine herzliche Abschiedskundgebung. Vom Präsidentenschloß bis zum Bahnhof bildete die Bevölkerung Spalier, um dem Präsidenten, seiner Familie und seinen Freunden einen herzlichen Abschied zu bereiten. Am Bahnhof waren bereits die Würdenträger des Staates mit Marschall M a rini e r h e i m an der Spitze versammelt. Präsident Kallio schritt die Ehrenformation der Wehrmacht ab und begab sich sodann zu seinem Salonwagen. In dem Moment, als er einsteigen wollte, traf ihn schmerzlichen Verlust, da Präsident Kallion die Geschäfte des Staatsoberhauptes in den schwersten Stunden des finnischen Volkes klug und nüchtern geleitet habe. In ganz Finnland wurden alle Belustigungen, Vorstellungen usw. zum Zeichen der Trauer abgesagt. < men, wie dies aus Tradition, Blut und Glauben hervorgeht. Herr Churchill möge auch wissen, daß cs sich um Soldaten handelt, die die Geschichte der Zukunft formen, keineswegs aber etwa dtc großen Hoffnungen des Herrn Churchill. Streiks in englischen Munitionsfabriken. Newyork, 20. Dez. (Avala-DNB). Wie aus London berichtet wird, gab Arbeitsminister B e v i n im englischen Unterhaus die Erklärung ab, daß in der letzten Zeit in zahlreichen britischen Munitionsfabriken Streiks ausgebrochen seien. Roosevelt beschleunigt die England-Hilfe Washington, 20. Dez. (Avala-DNB). Aus dem Weißen Haus wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben, aus der hervorgeht, daß Roosevelt vier oder fünf Pläne im Zusammenhänge mit der beabsichtigten Beschleunigung der amerikanischen Kriegsproduktion prüft. Nach einem dieser Pläne ist die Errichtung eines Ober kommandos für die Durchführung des Aufrüstungsprogramms unter der Leitung des Kriegsministers Stimson, des Marineministers Knox und des Vorsitzenden des Landesverteidigungsausschusses Knudsen vorgesehen. Der Sekretär Roosevelts teilte in der gestrigen Pressekonferenz im Weißen Hause mit, daß die Initiative zur Bildung des genannten Oberkommandos vom Präsidenten ausgegangen sei. Präsident Roosevelt hofft, daß England in allerkürzester Zeit seine Wünsche mitteilen werde. Es gehe darum, wenig Zeit zu verlieren, bis der Kongreß gebeten werde, dem Präsidenten die Vollmacht zu der Durchführung des Englandhilfe-Programms zu erteilen. Rom: Soldaten, die die Geschichte der Zukunft formen ITALIENISCHER KOMMENTAR ZUR GESTRIGEN REDE CHURCHILLS R o m, 20. Dez. (Avala-Stefani) Win- Churchills hätten die Italiener in der im ston Churchill beschäftigte sich in Gange befindlichen Schlacht einen Kampf seiner gestrigen Unterhausrede mit der geist von hoher Qualität entwickelt. Kriegslage, indem er u. a. erklärte, es sei Trotzdem ließ sich Churchill in Deduktio-fälschlich anzunehmen, daß die Todesge- nen und ln eine beleidigende Wertung des fahr für England bereits vorüber sei. italienischen Soldaten ein. Wir können Churchill mußte auch zugeben, daß die dem britischen Premierminister dahin Schiffsverluste Englands beträchtlich und antworten, daß er in seiner Polemik vollbesorgniserregend seien. Bis hierher kommen das Lob des Militärkritikers der sprach Churchill die Wahrheit. Er machte i englischen Reuter-Agentur vergessen hat. aber auch eine Bemerkung, die wert ist, Der italienische Soldat in Libyen hat sich erwähnt zu werden. Nach der Behauptung auf dem Boden wie in der Luft so benom- Japans neuer Botschafter in Berlin j Tokio, 20. Dez. (Avala — DNB) j Kaiser Hirohito empfing den neuen japa-, | nischen Botschafter in Berlin Oschima, um ihn gleichzeitig offiziell mit der Leitung der japanischen Botschaft in Berlin zu betrauen. Der Tag der Abreise Oschi-mas nach Berlin ist noch nicht festgesetzt. Kronprinzessin Juliane als Gast im Weißen Haus. Was h i n g t o n, 20. Dez. (Avala-Reuter). Präsident Roosevelt und Gemahlin gaben gestern zu Ehren der hol. ländischen Kronprinzessin Juliane ein Souper, dem auch die norwegische Prinzessin Martha, Staatssekretär Cordell Hull und zahlreiche Diplomaten beiwohnten. Politische Streikbewegung in Indien. Moskau, 20. Dez. (Avala-DNB). Die Sowjetpresse erfährt unter Hinweis auf die »India Tribüne« aus Kabul, daß in Rangpur ein großer politischer Streik ausgebrochen ist, an dem 17.000 Arbeiter beteiligt sind. In dem genannten Gebiet sind außerdem 10.000 Kohlenarbeiter in den Streik getreten, um auf diese Weise gegen die Herabsetzung der Löhne Protest einzulegen. Altersrenten-Versicherung für Bauern in Bulgarien. Sofia, 20. Dez. (Avala-DNB). Nach einem der Sobranje unterbreiteten Gesetz entwurf wird in Bulgarien die Altersrenten-Versicherung für Bauern eingeführt werden. Mit Entrichtung eines jährlichen Beitrages von 100 Lewa erhält jeder Bauer nach Erreichung des 60. Lebensjahres eine Monatsrente von'300 Lewa. Man rechnet damit, daß nach dem Inkrafttreten des Gesetzes rund 130.000 Bauern diese Rente genießen werden. Kronrat in Sofia. Sofia, 20. Dez. Im Königsschloß fand gestern unter dem Vorsitz S. M. des Königs Boris III. ein Kronrat statt. Der Kronrat befaßte sich mit der inneren und äußeren Lage Bulgariens. Diese Beratung hat in politischen und diplomatischen Kreisen großes Interesse ausgelöst. Die Schlacht in der We$twü$te dauert fort Starke britische motorisierte Abteilungen werden bei Bardia zusammengezogen / Rom meidet erfolgreiche Abw?dr / Luftkrieg im Westen weiterhin durch Sch echlwetter behindert / Moskau: Englisches KonvoyMem hat sich nicht bewährt / Rom dementiert deutsche Truppenansammlungen in Ätalien / Reuter: Englischer Vormarsch in Libyen geht ohne Linier-brechung weiter / Graziani verfügt über große Reserven / London legt sich Äurückhaltung auf Berlin, 20. Dezember. (Avala) DNB berichtet: Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gab gestern bekannt: »Infolge ungünstiger Witterung unternahmen deutsche Flugzeuge im Laufe des gestrigen Tages und der vergangenen Nacht nur Erkundungsflüge. Im nördlichen Teil des Kanals wurde ein Handelsschiff durch eine Bombe, die den Maschinenraum zerstörte, getroffen. Auch ein zweites Handelsschiff wurde durch eine Bombe schweren Kalibers getroffen. Die Besatzung dieses Schiffes rettete sich auf Rettungsboote. Britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 19. d. M. über Südwestdeutschland einige Bomben ab, die an Häusern geringen Schaden anrichteten. Moskau, 20. Dez. (Avala) DNB berichtet: Das Organ der Roten Armee »Krasnaja Zvezda* befaßt sich mit der Tätigkeit der U-Boote itn gegenwärtigen Krieg. Das Blatt stellt fest, das die vorzügliche technische Ausstattung der deutschen Unterseeboote und die außerordentliche Tüchtigkeit der Besatzung der deutschen Leitung es ermöglicht hätten, die U-Boote selbst wie auch rn Zusammenarbeit mit der Luftwaffe für eine erfolgreiche Kriegsfübnmg auszunützen. Das Blatt hebt hervor, daß die Tätigkeit der deutschen U-Boote in wichtigen Seestraßen Großbritanniens ein erfolgreiches Mittel des Wirtschaftskrieges darstelle. Das englische Konvoy-System habe nach Auffassung des russischen Blattes mit Rücksicht auf die deutschen U-Boote an Bedeutung eingebüßt. Was die englischen Unterseeboote betrifft, so hätten diese bisher nichts besonderes gezeigt. Die Tätigkeit der ialienischen U-Boote im südlichen Teil des Atlantisch. Ozeans bezeichnet das Blatt als eine Gefährdung der englischen Verbindungen mit Südamerika. Irgendwo in Italien, 20. Dezember. (Avala). Stefani meldet: Der amtliche italienische Heeresbericht Nr. 195 lautet: In Nordafrika dauert die Schlacht im Gebiete von Bardia an, von wo bedeutende Zusammenziehungen feindlicher motorisierter Formationen gemeldet werden. Gegen einige dieser Formationen, die sich der Stadt zu nähern versuchten, wurden erfolgreiche Gegenangriffe unternommen. Feindliche motorisierte Truppenabteilungen wurden von unserer Luftwaffe bombardiert. Am griechischen Kampffelde gab es Artillerietätigkeit im Sektor der IX. Armee. Unsere Kriegsschiffe bombardierten feindliche Stellungen im Gebiete von Lokova. Unsere Luftwaffe griff feindliche Truppenansamntiungen im Gebiete von Argyrokastron, Morgona und Koloma mit Bomben an. In Ostafrika wurden der Bahnhof, der Flugplatz und ein befestigtes Lager in Ghederef von unserer Luftwaffe bombardiert, wobei Brände verursacht w-ur: den, ferner der Flugplatz von Roseires, wo ein Scheinwerfer zerstört und ein großer Brand verursacht wurde, und Port Suda.n. Über Port Sudan wurden unsere Bombenflieger von englischen Maschinen der Typs »Gloster« und »Bienheim« angegriffen, wobei ein »Gloster« abgeschossen wurde. Alle unsere Flugzeuge kehrten unversehrt zu ihren Stützpunkten zurück. Feindliche Luftangriffe auf Metern und Argesu blieben erfolglos. In Norditalien warfen feindliche Flieger Bomben in der Umgebung voi Verceli ab, wodurch vier Häuser beschädigt wurden. Außerdem wurde Mailand angegriffen, wo ebenfalls einige Gebäude Schaden erlitten. Eine Person wurde hiebei getötet und mehrere Personen verletzt. Auch in Genua wurde durch feindliche Flieger Schaden verursacht, doch gab es glücklicherweise kerne Menschenopfer. Rom, 20. Dezember. Italienische maßgebende Kreise dement'eren kategorisch die Nachricht, daß in Bari oder in irgendeinem anderen italienischen Hafen, bedeu tende deutsche Truppenkontingente eingetroffen seien. In den Kreisen der deutschen Botschaft in Rom wird ebenfalls kategorisch in Abrede gestellt, daß sich irgendwo in Italien deutsche Truppen befänden. Rio de Janeiro, 20. Dez. (Avala) Stefani meldet: Das Blatt »Meiodia« hebt den Heldenmut und die Kraft hervor, wel che die Italiener im Kampf gegen die besten Kräfte des britischen Imperiums zeigen und rät seinen Lesern, die letzte Entwicklung der Ereignisse abzuwarten. Hie bei betont das Blatt, daß der, welcher zuletzt lacht, am besten lacht — und dies werde Rom sein. Kairo, 20. Dez. Reuter meldet: In einer amtlichen Mitteilung heißt es, daß die britischen Truppen in Lybien ohne Unterbrechung weiter vorrücken und daß den letzten Meldungen zufolge ein Teil der Garnison in Bardia sich in der Richtung auf Tobruk zurückziehe. Stockholm, 20. Dez. DNB meldet: »Dagens Nyheter« veröffentlicht einen Brief aus London, in welchem es heißt, daß in Londoner offiziellen Kreisen die Meinung vorherrsche, daß die Armee des Marschalls Grazianj in Lybien noch immer nicht besiegt sei. In London sei man überzeugt, daß Grazianis Reserven so groß seien, daß er noch lange ohne direkte Hilfe aus Italien ausharren könne. Londoner Kreise nehmen an, daß die englische Aktion in Lybien bereits den Höhepunkt erreicht habe. Man erwarte keinerlei sensationelle britische Fortschritte in Lybien. Außenminister Dr. Eincar-Markovkc nach Budapest DER JUGOSLAWISCHE MINISTERBESUCH IN DER UNGARISCHEN HAUPT. STADT WIRD IN DER ERSTEN HÄLFTE DES JÄNNERS ERFOLGEN. Budapest, 20. Dez. (Magyar Tävi-rati Iroda). Wie aus dem Text der Depeschen hervorgeht, die Außenminister Graf C s a k y und der jugoslawische Außenminister Dr. Cincar-Marko-vid kürzlich getauscht haben, wird der jugoslawische Minister des Äußern in Bälde der ungarischen Hauptstadt die I Aufwartung machen, j Wie in maßgeblichen ungarischen Kreisen erklärt wird, wird Dr. Cincar-Markovič bereits in der ersten Hälfte des Jänners 1941 Budapest besuchen. In Budapest werden bereits die Pläne für die Feierlichkeiten ausgearbeitet, mit denen der jugoslawische Staatsmann empfangen werden soll. Diese Feierlichkeiten werden den Freundschaftsbeziehungen entsprechen, die zwischen beiden Staaten anläßlich der Unterzeichnung des Paktes über den dauernden Frieden und die ewige Freundschaft der beiden Staaten entstanden sind. * Rifto Otyli - Finnlands neuer Staatspräsident RYTI ERHIELT 288 VON 300 STIMMEN — DIE PERSÖNLICHKEIT DES NEUEN PRÄSIDENTEN H e 1 s i n k i, 20. Dez. (Avala) DNB berichtet: Ministerpräsident Risto Rytl ist vom finnischen Reichstag mit 288 von 300 Stimmen zum Nachfolger Kalliios als Staatspräsident gewählt worden. Auf He-lo entfielen 4, auf Svinhufvuud und Kivi-mäki je eine Stimme. Sechs Stimmen waren ungi'ltig. * Der neue finnische Staatspräsident, der im Ausland als vorzüglicher Finanzmann gilt, steht im 51. Lebensjahre. Seit 1923 ist Ryti Präsident der Finnischen National bank. Die politische Karriere begann der j neue Staatspräsident im Jahre 1919, als, er zum ersten Mal zum Abgeordneten ge-! wählt wurde. Von 1921 bis 1924 war er > Finanzminister. Zu Beginn des sowjetrus-! sisch-finnischen Krieges wurde er zum Regierungschef ernannt. Das Rätselraten um Lava Stockholm, 20. Dez. Das Blatt »D a g e n s Nyheter« befaßt sich mit der Affäre La v a 1 und sagt, daß es Mar-schal! Petain gelungen sei, zu beweisen, daß er nach eigenem Willen und völlig unabhängig Beschlüsse fassen könne. Daß Laval später in Begleitung des deutschen Botschafters nach Paris abgereist ist, sei eine andere Angelegenheit und derzeit so in Dunkel gehüllt, daß niemand wisse, was sich eigentlich hinter den Kulissen abspiele. Berlin verweigerte jede Mitteilung, worüber Abetz drei Stunden mit Marschall Petain beraten hat, so daß verschiedene Kombinationen daran geknüpft werden. Eines sei aber sicher, daß Laval ein Anhänger der Achse ist und deren Sieg vorausgesagt hatte. Wenn Laval so spreche, dann sei es sicher, daß auch seine Politik und Bemühungen sich in gleicher Richtung bewegen. Man müsse sich daher solange gedulden bis Flandin sein Amt antritt, wonach man sehen werde, welcher Richtung Frankreich zustrebe. Der deutsche Ernährungsminister nennt Deutschland das beft versorgte Volk Europas" w Berlin, Dez. (UTA). In seiner Eui-leitungsrede zur zweiten landwirtschaftlichen Kriegserzeugungsschlacht stellte der deutsche Ernährungsminister die These auf, daß »das deutsche Volk zu Beginn des zweiten Kriegswinters das bestversorgte Volk Europas sei.« Dr. Darre hat zunächst dargestellt, wie es gekommen’ ist, daß Deutschland seinen Feitbedart [zu so hohem Prozentsatz aus eigener Er- zeugung decken konnte und in Zukunft | auch wird decken können. Durch die Einschränkung des Verbrauchs an Frisch-| milch hat sich die inländische Futtererzeugung gegenüber der Vorkriegszeit um et-' wa 30 Prozent erhöhen lassen. Der Minister erinnerte daran, daß der Bankerott der deutschen Fettversorgung in der bri-t'sehen Wirtschaftskriegskalkulation eine hervorragende Rolle gespielt habe. In Eng land betrage zur Zeit aber die theoretische Fettzuteilung nur 220 gr. je Woche. Die deutsche Zuteilung sei seit Kriegsbeginn um etwa 20 Prozent höher. Der Mini ster erinnerte daran, daß Deutschland im 2. Jahr des Weltkrieges 1914-18 nur etwa 120 gr. je Kopf und Woche, also erheblich weniger als die Hälfte, zuteilen konnte. Ähnlich günstig sei das Bild in der deut sehen Fleischversorgung. Die Rekordhack fruchternte, die Deutschland im Jahre 1940 erzielt hat, werde es ermöglichen, den Viehbestand auf der bisherigen Höhe zu halten und bei einigen Viehgattungen (ins besondere bei Schweinen) sogar noch zu erhöhen. Damit sei eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, daß die inländische deutsche Fetterzeugung sich mindestens auf ddr bisherigen Höhe halte. Bemerkenswert waren auch die Feststellungen des Ministers über den Ölsaatenbau. Die Ausdehnung der Anbaufläche habe die Erwartungen weit übertroffen. Der zweite Teil der Rede des Ministers Darre war den Vorbereitungen für die Erzeugungsschlacht des Jahres 1941 gewidmet. Nach den Worten des Ministers braucht an der Organisation und an den Parolen von früher nichts geändert zu werden, weil sie sich hervorragend bewährt hätten. Im übrigen gliederte der deutsche Ernährungsminister seine Forderungen in 4 Thesen: 1. Gesund- und Fruchtbarerhaltung des Bodens. 2. Regelmäßiger Saatgutwechsel. 3. Bevorzugung des Hackfruchtfoaues und 4. planvolle Futterwirtschaft. Im Einzelnen wurde zu diesen Forderun gen folgendes gesagt: Durch richtige Bodenbearbeitung und vernünftige Düngung werden derartige Voraussetzungen für eine günstige Ernte geschaffen, daß selbst besonders ungünstige Witterungseinflüsse nicht allzuviel schaden können. Die Böden eignen sich in verschiedenem Maße für die einzelnen Kulturen. Daher muß darauf Bedacht genommen werden, daß für jeden Boden die besten Pflanzentypen verwendet werden. In besonders hohem Maß sei dies bei den Kartoffeln wichtig. Die letzter Jahre haben in Deutschland eine gründ lichere Form in der Pflanzengutzüchtung bei Kartoffeln gebracht. Der Minister führ te auf diesen Umstand in erheblichem Maß den durchschnittlich sehr günstigen Ernteausfall der letzten Jahre zurück. Auch die Forderung den Hackfruchtanbau nötigenfalls auf Kosten des Körnerbaues auszudehnen, ist nicht neueren Datums. Eingehende chemische und ernährungspsychologische Untersuchungen haben ergeben, daß der Ertrag an Kalorien auf die Flächeneinheit bei Hackfrüchten größer ist als bei allen anderen Boden-rüchten. Die letzte Forderung, die nach planvollem Futterbau, trägt der Tatsache Rechnung, daß Deutschland im Krieg und wahrscheinlich auch noch mehrere Jahre nach dem Kriege in der Versorgung mit Fleisch und tierischen Fetten auf Inlandsproduktion angewiesen sem wird. Eine Steigerung des Futtermittelanbaues, besonders im sog. »Zwischenfruchtbau« ist möglich und würde gestatten, die deutsche Rindvieh- und Schweinehaltung noch über das gegenwärtige hohe Maß hinan« zu «teigern. Abgespielte Schallplatten funktionieren ’ieder tade"^ wenn sie laicht mit Ocl ’ rericben werden. Churchill erwartet deutschen Iressamri Der britische Vremierminlster über die Lage / urcfjin befürchte! die deutsche Invasion noch im Wimer / Große Besorgnis hinsichtlich der GchrffsverseaMngen London, 20. Dez. (Reuter) Gestern nachmittags beendigte das englische Unterhaus seine Session, um sich in die Weihnachtsferien zu begeben. Premierminister Churchill hielt bei dieser Gelegenheit eine längere Rede über die politische und militärische Lage des Imperiums. Eingangs erwähnte Churchill die Kämpfe in Ly bien, wo Bardia umkämpft wird. Die Kämpfe um Bardia hätten einen günstigen Verlauf genommen, doch könne er keine Details erwähnen. Es seien bisher weit mehr als 30.000 Gefangene gemacht worden. Die Beute betrug nach der Darlegung Churchills hundert Geschütze, hundert Tanks, große Mengen Proviants usw. Churchill erwähn te ferner u. a., daß die englische Offensive in der Westwtiste noch nicht beendet sei. Churchill ging sodann auf die Gesamtlage über und erklärte, die britische Armee werde 1941, wenn die riesigen Lieferungen aus USA eingetroffen sind, schon sehr gut bewaffnet sein. Man müsse jedoch Weiterarbeiten und noch an die Jahre 1943 und 1944 denken. Es sei jedoch nicht gesagt, daß der Krieg so lan ge dauern werde. Man müsse aber im Hinblick auf Industrie und Ackerbau Jahre lang in die Zukunft blicken. Churchill sagte dann wörtlich: Es wäre ein furchtbarer Irrtum, zu glauben, daß unsere Todesgefahr schon vorüber ist. Sie ist noch nicht vorüber. Die Gefahren sind vielleicht schon sehr nahe. Der Feind hat im Winter große Vorteile für einen Einbruch in England Wir würden ein Verbrechen begehen, hielten wir die Arme verschränkt. Unsere Küstenfestungen sind vollendet. Wir werden aber nicht die Fehler des französischen Generalstafoes begehen, der sich auf die Maginot-Linie stützte. Wir haben eine große Armee, die sehr rasch beweglich ist und wo immer es nötig sein sollte, zu Gegenangriffen übergehen kann, soferne es denj Gegner gelingen würde, Fuß zu fasseh. Wir wissen sehr wohl, daß Deutschland in den kommenden zwei Monaten etwas Grosses durchführen will. Die Luftangriffe haben aufgehört. Ich glaube nicht, daß das schlechte Wetter daran schuld ist, viel- mehr der Umstand, daß der Feind etwas Grosses gegen uns vorbereitet. Alle unsere Bemühungen, die deutschen Nachtbombardements zu verhindern, blieben erfolglos, so erfolglos auch die deutschen Bemühungen waren, unsere Nachtangriffe auf Deutschland zu verhindern. Wir müssen deshalb darauf vorbereitet sein, daß die Nachtangriffe fortgesetzt werden.« Bezüglich des Seekrieges sagte Churchill, daß die Versenkung englischer und verbündeter Schiffsgeleitzüge beunruhigend geworden sei. »Die Versenkungen sind noch nicht so schlimm wie 1917, wir müssen aber zugeben, daß uns diese Art der Kriegführung, von der wir im Vorjahre geglaubt hatten, daß wir sie bereits überwunden haben, große Besorgnisse macht. Wir werden jetzt zu anderen Mitteln greifen, damit der Weg aus Europa nach Amerika und umgekehrt offen bleibt. Das wird jetzt unsere nächste Aufgabe sein.« Nach der Rede Churchills begab sich das Unterhaus auf seine Weihnachtsferien. Rom über den Krieg in Libyen Rom, Dez. (UTA) Zu den italienischen Wehrmachtsberichten über die Kämpfe an der Graziani-Front gegen Aegypten bemerkt man in politischen kreisen Roms, daß diese die Grundsätze der faschistischen Propaganda, die.ganze Wahr heit zu sagen und auch die weniger erfreulichen Ereignisse, die im Laufe eines Krieges auftreten, nicht zu verschweigen, erkennen ließen. Im übrigen werde die marmarische Schlacht wohl noch einige Tage, vielleicht sogar noch eine ganze Woche dauern, ehe sie eine endgültige Entscheidung herbeigeführt habe. Es empfehle sich daher, das Ende dieser Schlacht ruhig abzuwarten. Die italienischen Truppen kämpften mit äußerster Tapferkeit und verteidigten den Boden Afrikas Handbreite um Handbreite vor den Angriffen des Feindes. Sie trügen auf diese Weise wirksam zur Aufreibung von dessen Menschen und Material bei. In Sonderberichten von der lybischen Front schildert die italienische Presse die gewaltigen Kraftanstrengungen, 'die die italienische Luftwaffe in diesen Tagen in der marmarischen Schlacht vollbringt. Trotz ungünstiger Witterungslage und Sandstürmen haben die italienischen Born ber Luftangriffe bis zu zehn Stunden ununterbrochener Dauer durchgeführt,, wie auch die italienischen Jagdflugzeuge stän dig auf der Wacht sind und schöne Abschußerfolge erzielen konnten. Ueber die strategische Eisenbahnlinie der Briten von Marsa Matruk nach Kairo rollten ununterbrochen Züge mit britischen Verwundetentransporten, die auch den Engländern und Aegyptern des Hinterlandes den Ernst Und die Opfer dieser Schlacht vor Augen führen. Die italienische Presse hebt hervor, daß die Engländer, wenn sich ihre Offensive erschöpft haben würde, selbst erkennen würden, daß auch ihre propagandistische Offensive, die auf ein Sinken der nationalen Geschlossenheit und des kriegerischen Mutes des italienischen Volkes spekuliere, zuanimengebrochen sein wird, sodaß die Engländer letzten Endes in eine schwere Enttäuschung fallen würden. Berlin: Englands Rüstungsindustrie immer schwächer wird in einer Weise beansprucht, dass sich mit. der Zeit immer weitergreifende Lähmungserscheinungen einstellen müssen. Zahlreiche Bombentreffer in kriegswichtigen Betrieben verursachten Brände und Explosionen, die von Bord der angreifenden Maschinen deutlich beobachtet werden konnten. Erkrankung des deutschen Volksgruppen-führers Dr. Janko Beograd, 19. Dez. Der Führer der deutschen Volksgruppe Dr. Sepp Janko ist vor einiger Zeit an einem hartnäckigen Hatoleiden erkrankt und mußte, um das Leiden zu beseitigen, sieh bereits wiederholt operativen Eingriffen unterziehen. Da die Krankheit jedoch nicht Nachlassen will, ist zu D. Janko der bekannte deutsche Spezialist für Halskrankheiten Prof. Dr. Noak berufen worden, um für die weitere Behandlung des Kranken Weisungen zu erteilen. Für die Reise des Professors Dr. Noak nach Jugoslawien hat der Chef der Schutzstaffeln Himmler sein Spezialflugzeug zur Verfügung gestellt. Mit dem Flugzeuge ist Professor Dr. Noak in Begleitung eines Assistenten auf dem Flugplatz in Zemun ein ge troffen, von wo aus er die Reise -zu dem Kranken nach Novi' Sad sofort fortsetzte. Berlin, 20. .Dezember. DNB) Seit dem 7. September, an dem die deutschen Vergeltimgsflüge gegen England einsetzten, hat sich die Produktion der britischen Rüstungsindustrie, sowie die Versorgungslage des ganzen Landes- ständig verschlechtert. Während der nunmehr 102 Tage Luftkrieg setzte die deutsche Luftwaffe die Vergeltung des ihr gesteckten Zieles einer systematischen Zcrmürbiing der britischen Verteidigungskraft mit zunehmender Wirkung fort. Dabei sind ihre Verluste gemessen am Einsatz und •Erfolg minimal. Das Angriffsinstrument Wird täglich stärker und schlagkräftiger. Gleichzeitig greift die deutsche Gcgenbloekadc immer energischer und erfolgreicher nach den englischen Zufuhren, auf die die britische Insel heute so dringend angewiesen ist. wie nie zuvor. Dass England aus eigener Kraft gegen den deutschen Ansturm nicht das geringste vermag und nur noch von der Hoffnung auf fremde Hilfe lebt, wird von den massgebenden Stellen des Landes offen zugegeben. Die gewaltige Belagerung der insei dauert mit ständig verstärkende]-Heftigkeit an und zehrt unerbittlich an der dem Lande verbliebenen Kraft. Nicht einmal in den Tagen der Kälte und der Stürme gibt es für England eine Atempause. In der Nacht zum 17. Dezember führten deutsche Kampfflugzeuge Bombenangriffe gegen Birmingham. London und andere kriegswichtige Ziele in den Midlands durch, die dem Gegner neue Schäden zufüg-ten. Das Herz der englischen Rüstungsindustrie im Bereich der mittel-englischen Kohle- und Erzvorkommen Deutsch-italienische Zukunftsgestaltung Mailand,- 19. Dez. (Avala-Stefani). Gestern eröifnete Erziehmngsmmister B o 11 a i das Kulturjahr der deutsch-italiepischen Gesellschaft und hielt hiebei eine Rede über die geistigen und- politischen Bindungen zwischen Deutschland und Italien. »Germanentum und Roma, nentum«, sagte Bottai«, »ergänzen sich in ihrer Verschiedenheit bei der Neubildung der europäischen Zivilisation. Führer und Duce sind bestrebt, unsere beiden Nationen in ihrer Wirksamkeit vollständig zu binden, in einer Wirksamkeit, die der Welt die neue Zivilisation geben wird.« schlagen wußten, meldeten, knapp vor der 'Jene:gäbe. In Venedig herrscht darob große Bestürzung, Brescia sollte und muß te rasch geholfen werden, aber die Frage des Wie war, schwer zu lösen. Den Vene, magischen Truppen war der Zugang zum Gardasee überall abgeschnitten, da die mailändischen Truppen die Gegend um Paschiera und Garda vollkommen besetzt hielten. In dieser schwierigen Lage ließ sich ein griechischer Seemann namens Nicolo Sorbolo beim damaligen Dogen von Venedig Francesco Foscari melden. Er entwickelte ihm den überaus kühnen — gar für jene Zeit —, abenteuerlich erscheinenden Plan, eine venezianische Flotte über das hohe Gebirge und den Abhang des Monte Baldo bis nach Torbole zu schaffen und dort mit venezianischen Truppen zu bemannen. Gleichzeitig legte Sorbolo eine genaue Kostenberechnung vor, die freilich die für die damalige Zeit ungeheure Summe von 15.000 Dukaten erreichte. Trotzdem wurde der Plan Nicolo Sor-bolos angenommen und beschlossen, sechs große Galeeren und 25 kleinere Schiffe über das Gebirge nach Torbolo zu schaffen. Zuerst fuhren diese soweit als möglich den Etschluß aufwärts, bis etwa in die Gegend des heutigen Rope-reto. Hier wurden die Galeeren und die kleineren Schiffe ans Land gebracht, und es begann der mühselige »Landweg« der Flotte. Die kleineren Schiffe konnten von je einer größeren Zahl Soldaten getragen werden, während die großen Galeeren jede von 100 bis 120 Paar Ochsen gezogen wurden. Vorerst mußten natürlich neue Wegbauten und Brücken ausgefilhrt werden, um den Transport glatt vor sich gehen zu lassen. Endlich war man unter unendlichen Miihsalen an den Ufern des kleinen Lop-piosees angekommen, der damals Lago ‘di San Andrea hieß. Nun begannen erst die eigentlichen Schwierigkeiten, denn es galt, die hohen Ausläufer des Monte Bal-' do, die Torbolo vorgelagert sind, mit der Flotte zu übersetzen. Aber auch dies gelang schließlich, und es kam der dritte, aber schwerste Abschnitt des Unternehmens: nämlich das Abseilen der einzelnen Schiffe über die Berghänge und tiefen Schluchten zum Gardasee hinab. Wirklich gelang das kühne Beginnen und nach einer Reise von fünfzehn Tagen waren die Schiffe im Hafen von Torbolo wieder in ihr feuchtes Element zurückgekehrt und segelten, mit venezianischen Truppen bemannt, über den Gardasee, um Brescia zu Hilfe zu kommen. War bisher alles planmäßig geglückt, so wendete sich nun das Blatt zu Ungunsten der Venezianischen Republik. Mailand besaß auf dem See ebenfalls eine Flotte, und deren Admiral, von dem Auslaufen einer venezianischen Flotte benachrichtigt, fuhr dieser entgegen und schlug sie nach hartem, erbitterten Kampfe, so daß ihr nichts anderes übrig blieb, als mit den Resten sofort wieder den schützenden Hafen von Torbole anzulaufen. Immerhin war die technische Leistung Sorbo’os unbestritten, und die Republik zahlte ihm auch klaglos die im Falle des Gelingens ausoedungene Summe von alljähr'i h 500 Dukaten bis zu seinem Lebensende. Krikgsiechni'che Höchstleistung Im Mittelalter EINE GANZE FLOTTE VON SCHIFFEN WURDE ÜBER DAS GEBIRGE GESCHAFFT. Wien, Dez. (UTA). Die Gegenwart blik Venedig, welche ja fast ständig Krieg bewundert die Leistungen der neuzeit- mit dem einen oder anderen Nachbarn zu liehen Kriegstechnik; aber auch das Al- fuhren hatte, um ihre große Macht un-tertum und das Mittelalter konnten Spit- geschmälert aufrechterhalten zu ^können, zenleistungen militärischer Technik ver- iag wieder einmal mit einem ihrer erbit-zeichnen. Ein Beispiel aus vielen: Eine rertsteu Gegner, den Viscontis, die 3c- ganze Kriegsflotte wurde über das Hoch- herrsche] von Mailand waren, in hartem gebirge geschafft zum Einsatz an gepian- Kampi. Brescia, das den Venezianern ge-tet Stelle. Also liest man in der »Storia hörte, wurde von den Mailändern schon di Venezia«' des alten Historikers Roma- längere Zeit belagert und arg oedrängt nin: und stand, wie Botschafter, die sich »Man schrieb das Jahr 1437. Die Repu- dutch die Belagerungsarmee durchzu- Fleisch- und Kohlenmangel in England. Stockholm, 19. Dez. (Avalä). Die »Götehorger Handels- und Schiffahrtszeitung« veröffentlicht einen Aufsatz ihres Londoner Berichterstatters. Der Artikel befaßt sich mit dem Mangel bestimmter Lebensbedarfsartikel, vor allem mit dem Kohlenmangel. In zahlreichen Gegenden Englands sei die Kohle bereits rationiert worden. Ganz besonders fühlbar sei der Kohlenmangel in Surrey und Sussex sowie in einigen Londoner Vorstädten. Der Fleischmangel mache sich an zahlreichen englischen Märkten fühlbar. En Museum der alten italienischen Korporationen in Rom (S. A. P. E., Rom): Die Kirche S. Omo bono, die schon in der Vergangenheit Sitz der alten »colleggia« der Ewigen Stadt war, ist kürzlich restauriert worden und wird nun ein Museum der alten italienischen Korporationen aufnehmen. Hier werden die Inschriften geordnet, die an die Ursprünge der ersten römischen Korporationen erinnern, weiter die Gedenktafel an die sogenannte »delle arti«- Prozessionen, die im Original oder in spä teren Ausgaben erlittenen Zunftordnungen, Bekanntmachungen und Verordnungen. Besonders interessant wird d:e Sammlung aus der Blütezeit der Universität der Künste und Handwerke sein, die bekanntlich im 16. Jahrhundert in Rom mehr als zweiundvierzig waren. Einweihung der neuen Sprungschanze von Cortina d’Ampezzo am 1. Jan. 1941 (S. A. P. E., Rom): Die neue Sprungschanze von Cortina d’Ampezzo in den italienischen Dolomiten ist fertiggestellt. Vor einigen Monaten wurde mit dem Bau begonnen, und nun sind alle Einzelheiten eingerichtet. Inzwischen ist auch die Einweihung der großartigen ' Sportanlage festgesetzt worden und zwar wird sie 1 am 1. Januar 1941 mit einem bedeutungsvollen internationalen Ski-Wettspringcn stattfinden. — Bekanntlich ist die Sprung schanze, die zweifellos die beste der Welt ist, nicht weniger als 43 Meter hoch und ermöglicht Sprünge bis zu 80 Metern. Der Auslauf ist 100 Meter lang mit hufeneisenförmig angeordneten Tribünen stufen umgeben. Längs* der Aufsprungstrecke sind zwei Reihen Holztribünen angelegt, durch die es möglich wird, aus aller nächster Nähe den Sprung der Skiläufer zuzusehen. Auf diesen Tribünen u. den Stufen können mehr als 20.000 Zuschauer Platz finden. Heitere Eike In einem Schauspiel, in dem Keinz »tot« auf einer Bahre lag, geschah es, daß der Vorhang beim Aktschluß auf halbem Wege hängenblieb und allen Bemühungen des Vorhangziehers zum Trot/ nicht heruntergehen wollte. Keinz, den das lange Liegen auf der Bahre langweilte, erhob sich von seinem Lager, schritt langsam und würdevoll zum Vorhang und zog ihn ganz herunter, wobei es mit grabesdumpfer Stimme die Worte sprach: »Nicht einmal nach dem Tode hat man seine Ruhe!« * Der Leutnant schickte den Burschen zur Bahn. Er sollte eine Fahrkarte zweiter Klasse lösen. Der Bursche kam mit einer Fahrkarte erster Klasse zurück. »Was bedeutet das?« fragte der Leutnant streng.. Der Bursche meldete: »Vor mir stand ein wunderschönes Mädchen von 20 Jahren. Es verlangte für den gleichen Zug eine Fahrkarte erster Klasse. Und ich dachte, bevor Herr Leutnant dann im Zug nachlösen « * Bruno geht mit einem Mädchen durch den Wald. An der schönen Aussicht machen sie Rast. Plötzlich flüstert das Mädchen: »Soll ich dir etwas zeigen, Bruno?« »Zeig es, mein Liebchen!« »Willst du die Stelle sehen, wo ich am Blinddarm operiert bin?« »Freilich! Freilich!« Bruno bleibt direkt die Spucke weg. Da zeigt das Mädchen hinunter ins Tal: »Dort unten — in dem weißen Spital 1« * »Hat sich die Ansicht deines Schwiegervaters bezüglich der Mitgift geändert?« »Nein, es bleibt alles beim Alten!« Aus Stadt und llmaete»**® Marlvvr. Freilag. oen 20. Dezember Soziale Fürsorge in pobreLle SITZUNG DES GEMEINDERATES — LEBHAFTERE BAUTÄTIGKEIT NACH WEIHNACHTEN — DAS APPROV1SATIONSAMT INS LEBEN GERUFEN Der Gemeinderat der Umgebungsgemeinde Pobrežje hielt gestern abends im Gasthause Rozman eine Sitzung ab, die letzte in diesem Jahr, um einige wichtige Angelegenheiten noch vor den Feiertagen zu verabschieden. Bürgermeister S t r ž i n a berichtete ausführlich über den Stand der sozialen Bei GESCHENKEN an Büchet denken Buchhandlung W. HEINZ, Gosposka ul 26 lustige aus der Stadt sich immer mehr für die Peripherie interessieren. Schließlich wurde der Beschluß gefaßt, dem Ansuchen des Kirchenkonkurrenzausschusses des Pfarrsprengels Hoče, zu dem die Ortschaften Brezje, Dogoše und Zrkovci gehören, um eine Zuwendung von 12.000 Dinar insoweit nachzukommen, als der Betrag von 20.000 Dinar, den die erwähnten drei Ortschaften der Gemeinde schulden, hiezu verwendet werden soll, falls diese aufgebracht werden sollte. Scfjriftleiter Norbert Zahn gestorben ln Graz ist der einstige Redakteur unseres Blattes, der Schriftleiter im Gaupresseamt der NSDAP Herr Norbert Jahn im Alter von 70 Jahren gestorben. Im Frühjahr feierte Norbert Jahn seinen 70. Geburtstag und übermittelten ihm aus diesem Anlaß Adolf Hitler, Reichsminister Dr. Göbbels und Reichspressechef Dr. Dietrich ihre telegraphischen G lückwün-sche. Bis zum Zusammenbruch der einstigen Donaumonarchie leitete Jahn durch 18 Jahre die Schriftleitung der einstigen »Marburger Zeitung«. Jahn übersiedelte nach dem Umsturz nach Graz und wurde politischer Schriftleiter beim »Grazer Tagblatt«. Unter dem früheren System in Österreich wurde er vielfach verfolgt. Jahn errang sich den Ruf eines brillanten Journalisten bis zu seinem Tode. DIE SEIFE DER QUAL TATSMARKEN kann weder der Herr noch die Dame vermissen Drogerie Kanc Fürsorge dieser großen Umgebungsgemeinde. Es wurde der Beschluß gefaßt, nach Neujahr bei Wiederaufnahme des Unterrichtes nach den Ferien in allen drei Volksschulen (Pobrežje, Tezno und Marija Brezje) Schülerküchen einzurichten, in denen minderbemittelte Kinder, fast 600 an der Zahl, das Mittagessen unentgeltlich oder zu einem sehr niedrigen Preis erhalten werden. Auch die übliche Weihnachtsbescherung armer Kinder wird nicht ausfallen. Für beide Aktionen wird die Gemeinde 100.000 Dinar aufwenden. Es ist dies eine große Ausgabe, die den Gemeindesäckel stark belastet, aber für die Notleidenden müssen alle Opfer gebracht werden. Rückwirkend ab 1. Dezember wird den Gemeindebediensteten der Gehalt bzw. Lohn abermals um 100 Dinar monatlich erhöht. Eine Weihnachtsfeier wird auch diesmal für die Gemeindearmen, Arbeiter und -Diener veranstaltet werden, wofür 8000 Dinar aufgewendet wurden. Die Beteilten werden, 80 an der Zahl, Weißmehl als Weihnachtsgabe erhalten. Im Sinne der diesbezüglichen Verordnung wurde auch in Pobrežje ein Appro-visationsamt ins Leben gerufen. An der Spitze steht ein Ausschuß, bestehend aus dem Bürgermeister S t r ž i n a, Vizebürgermeister Kovačič sowie Štok für die Geschäftswelt, N e k r e p für die Industrie, M e 1 a h e r für das Genossenschaftswesen sowie Maher, Gašpe-r i č und F o j 11 für die Konsumenten. Nach Neujahr wird voraussichtlich eine lebhaftere Bautätigkeit einset-zen, wenigstens was öffentliche Arbeiten betrifft. In der Volksschule in Pobrežje wird ein großer Unterstand für die Aufnahme von 300 Kindern angelegt werden. Die Frage der Regulierung der Tezenska cesta ist noch nicht endgiltig gelöst, da mit einigen Anrainern noch kein Einvernehmen über die unentgeltliche Abtretung entsprechender Geländestreifen erzielt werden konnte, es ist jedoch damit zu rechnen, daß die Angelegenheit schon in kürzester Zeit bereinigt sein wird, worauf die Arbeiten unverzüglich aufgenommen werden sollen. Unauf-schiel" ar ist die Regulierung des Drauufens bei der Fähre,* weil der Fluß unablässig Teile des Ufers fortspült, wodurch die auf der Uferböschung ste-jdie sich in der ganzen Welt vorzü-henden Gebäude mit der Zeit in Gefahr glich bewährt haben, gebracht werden, desgleichen auch die i Die Rettungsstation in Studenci ver-Zrkovska cesta. Es wurden einige Par- fügt über einen ausgezeichneten Sa-zellierungen beschlossen, da Bau- | mariter, der als Seele der Institution anzusehen ist. Es ist dies der pensionierte Bahnangeslellte Herr Anton Ulrich, der trotz seiner 69 Jahre frisch und munter und mit voller Hingabe zur Sache den Lebensabend im Dienste der Nächstenliebe verbringt. Die Rettungsstation hat das Bote Kreuz in Studenci ins Leben gerufen, ermöglicht wurde dies jedoch dadurch, dass Herr Ulrich ein Zimmer seiner Wohnung für die Unterbringung der Unfallstation unentgeltlich zur Serfü-gung gestellt hat. Er selbst hat den Raum hygienisch und praktisch für den gedachten Zweck eingerichtet u. mit allen erforderlichen Utensilien und Requisiten ausgestattet. Selbst ein erfahrener Samariter mit Fachprüfungen, versieht nun der selbstlose Mann den freiwillig übernommenen Diensl am Nächsten und geht ganz in ihm auf. Herr Ulrich, der in Würdigung seiner Verdienste um die leidende Menschheit vom Roten Kreuz ausgezeichnet worden ist, erteilte bereits in weit über 750 Fällen die erste Hilfe oder sprang den Hilfesuchenden sonst bei. In 300 Fällen rückte er mit der Feuerwehr, deren Mitglied er schon eine Reihe von Jahren ist, aus, um der Pflicht am Nächsten nachzukommen. In fast 450 Fällen waltete er jedoch seines Amtes als Samariter, u. dies unentgeltlich, aus purer Nächstenliebe, stets um das Wohl des Mitmenschen besorgt. Die Oeffentliehkeil weiss die stille, aber erspriessliche Arbeit des überaus rüstigen Mannes zu würdigen und gar mancher verdankt ihm in der einen oder anderen Weise sein Leben. Im Dienste der Nächstenliebe Vorbildliche Führung" der Rettungsstation in Studenci Nach dem Muster der grösseren Städte, vor allem der benachbarten Stadt Maribor, hat auch die Umgebungsgemeinde Studenci vor mehr als vier Jahren eine Rettungsstation eingerichtet, in der bei Unfällen den Verunglückten die erste Hilfe geboten wird. Eine derartige Institution war in diesem Vorort der Drausladl mit stark industriellem Charakter, in dem sich erfahrungsgemäss Unfälle immer wieder ereignen, schon sehr notwendig und die Bevölkerung erweist sich ihr gegenüber dankbar. Es wäre nur zu wünschen, dass auch andere dichter besiedelte Ortschaften, vor allem solche mit industriellem Charakter, solche Rettungsstationen einrichten, * Schönster Christbaumschmuck und Weihnachtskarten in reichster Auswahl zu billigsten Preisen bei Zlata Brišnik, Slovenska 11. Gchneeberichle bes „Vutnik ' vom 20. Dezember Mariborska koča, Pohorski dom, Sokolski dom, Postlerheim und Ruška koča: Temperatur —11 Grad, heiter, 9 Zentimeter Pulverschnee. Pesek: —20, bewölkt, 50 cm Pulverschnee. Senjorjev dom: —12 Grad, heiter, 10 cm Pulverschnee auf 20 cm Unterlage. Kopa: —12 Grad, heiter, 20 cm Pulverschnee auf 10 cm Unterlage. Rimski vrelec: —11 Grad, heiter, 5 cm Pulver. Die Skif ähre ist überall ausgezeichnet. Geschmackvolle Geschenke By#iiiiiiniHiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinmiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiniiiiirai Gold O. KIFFMANN Maribor, Aleksandrova cesta 11 Klena Raten! Solide Gesskäfisgebarung! Dorbldliche soziale Fürsorge in Gornsa Nadgona Aus Gornja Radgona wird ge. meldet: Der Approvisionierungsausschuß der Grenzgemeinde Gornja Radgona ist über Aufforderung der Banatsverwaltung umgebildet worden. Obmann ist der Bürgermeister Franz Šantl, zum geschäftsführenden Vorsitzenden des Emährungs-amtes wurde Josef Hrastelj (gleichzeitig als Vertreter der Industrie) und der Techniker Ivo S1 e k o v e c als Vertreter der Beamtenschaft ernannt. Im Ausschuß befinden sich ferner Vertreter des Handels, des Gewerbes, der Arbeiterschaft und der Winzer. Der genannte Approvisionierungsausschuß ist bis in Detail orga nisiert. Er versorgt bereits vier Monate 650 kaufschwache Familien mit Einheits-mehl zum E'genpreis von Din 4.—. Diese Familien zählen 2600 Mitglieder. Der Approvisionierungsausschuß versorgt sie monatlich mit 22.000 kg Mehl, das anders wo Din 5.— per Kilogramm kostet, so daß diesen Familien monatlich 22.000 Dm an Differenz erspart werden Im Hinbück auf die vorbildliche und selbst'ose Ersparungspolitik des Ausschusses — die Spesen des Weizenankaufes tragen die Mitglieder des Ausschusses — wird es möglich ein. aus den Erparnissen zu Weihnachten 100 Kilogramm Mehl unter die ärmsten Gemundebewohner zu vertei len. Mit ein gern guten Willen könnten auch »Prizaü«, »Pogod« und »Prevod« eine solche Versorgunggebarung übernehmen. m. Todesfall, ln Pobrežje bei Maribor ist der Gefangenhausaufseher i. R. Herr Franz Midlil am 19. d. im hohen Alter von 81 Jahren entschlafen. Der Ver storbene wurde in seinen Bekanntenkreisen wegen seiner biederen Gesinnung und Lauterkeit allseits geschätzt. Die Beisetzung findet am Samstag, den 21. d um 15 Uhr von der Aufbahrungshalle des Städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt. Friede seiner Asche! Den schwer getroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Am Goldenen Sonntag, den 22. d. bleiben in der Stadt Maribor die Fleischläden vormittags bis 11 Uhi geöffnet. m. Auszeichnung. Der kürzlich in den Ruhestand- getretene Mittetechulprofessor Adolf Schaup wurde mit dem St. Sava orden 5. Klasse ausgezeichnet. m. Weihnachtsremuneration für die Privatangestellten. Wie bereits berichtet, halben die meisten privaten Arbeitgeber ihren Angestellten mit Rücksicht auf die erdrückende Teuerung den 13. Monatsgehalt bzw. eine Weihnachtsremuneration in der Höhe eines Monatsgehaltes zugebilligt. Wie wir nun erfahren, haben dieser Tage zahlreiche Rechtsanwälte an ihre Angestellten die Weihnachtsremuneration bereits zur Auszahlung gebracht, m. Den 13. Monatsgehalt wird die Verwaltung der Gemeindeunternehmungen von Gornja Radgona heuer zur Auszahlung bringen. Die Gemeinde Gor. nja Radgona hingegen hat beschlossen, ihren Angestellten vor Weihnachten 75% ihrer Bezüge als außerordentliche Beihilfe auszuzahlen. m. Kammermusikabend der Musikstelle des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes — Frisch, Jettmar, Pelikan — heute, Freitag, den 20. d. um 20 Uhr im Musiksaal des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes. * Als Weihnachtsgeschenk das anerkannt schönste Kunstporzellan, Bleikristalle billigst bei Zlata Brišnik, Slovenska 11. m. Bürgermeistertagung in Maribor. Der Bürgermeisterbund Sloweniens hielt heute vormittags am Stadtmagistrat eine Sitzung ab, die sich mit verschiedenen Be langen der Gemeinden Nordsloweniens befaßte. Hauptsächlich stand die Frage der Versorgung der Bevölkerung mit Nah rungsmitteln zur Diskussion. Die Konferenz dürfte nachmittags fotgesetzt werden. m. Volksuniversität. Heute, Freitag abends um 20 Uhr spricht der Chefarzt der Irrenanstalt in Studenec bei Ljubljana Dr. Vanko Kanoni über die Geisteskrankheiten und ihre Heilung. Der Vortrag des genannten hervorragenden Spezialisten dürfte in Maribor einem allseitigen Interesse begegnen. m. Denkt an die frierenden Singvögel! Die grimmige Kälte fordert wiederum zahlreche Opfer in den Reihen unserer gefiederten Freunde. Es ergeht daher an alle Tierfeunde; besonders an die Schüler und Lehrer unserer Unterrichtsanstalten das dringende Ersuchen, sich der Singvögel anzunehmen. Das Versorgen der Futterkästchen mit Sämere en, Fettabfä'-len. Brotsamen usw. wird sich im Sommer in unseren Obstgärten belohnt machen. m. Kalifornische Grippe in Maribor. In Maribor sind in den letzten Tagen einige Fälle der sogenannten »kalifornischen Grippe« aufgefaucht. Die Krankheit Ist mit unerträglichen Kopfschmerzen verbunden. m. Warum werden jetzt bei solchen Kältetemperaturen die Pflasterarbeiten vor dem Frachtenbahnhof durchgeführi? Abgesehen davon, daß die Arbeiterschaft schwersten gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt ist sind sch die Fachleute darin einig, daß solche Pflasterarbeiten im Hmd'ck au den Gefrierzustand des Bodens keine glatte Beschaffenheit des Pf'asters gewährle'sten. da nach dem Auf’auen Unebenheiten entreten können die bei neuerlichem Einfrieren Weiterun gen zu erfahren pflegen. Es gibt eben Ar-be ten, die man nur vor Eintritt des Win- Schadenfeuer in der Stadtmitte In der ölfabrik Hochmüller in der Taborska ulica brach in der vergangenen Nacht gegen 3 Uhr in der Trockenkammer infolge Überhitzung der Kürbiskerne ein Brand aus, der sich rasch auszubrei- ten begann. Die Feuerwehr war sofort zur Stelle und löschte in kürzester Zeit das Feuer. Der Schaden beläuft sich auf etwa 80.000 Dinar, ist jedoch durch Versicherung gedeckt. Der Bachern im Nelief EIN MEISTERWERK DES GEODÄTEN VERHUNC — WERTVOLLE BEREICHERUNG DER BACHERNPROPAGANDA Unser hervorragende Geodät Oberst i. R. Slavomir Verhunc hat ein Relief des zentralen Baeherngebietes mit dem breiten Massiv des »Klopni vrh« als Mittelpunkt angefertigt. Das Relief, das im Maßstab von 1 : 25.000 ausgearbeitet ist, bringt uns eine Landschaft näher, für die nun schon seit fast zwei Jahrzehnten die Werbetrommel gerührt wird. Obwohl gerade über den »Klopni vrh«, der klassischen Heimstätte unseres Wintersports, schon Vieles berichtet und geschrieben wurde, so wird auch der eingefleischte Bachernkenner so manches Neuland in diesem Relief des »Klopni vrh« vorfinden. Oberst Verhunc, dessen hervorragen der Ruf auf dem Gebiet der Geodäsie weit über die Grenzen unserer engeren Heimat reicht, hat selbst die geringsten Höhenunterschiede, Waldregionen und -lichten, Wege und Steige, Bäche und Wild\yässer, Hütten und Häuser mit pein lichster Genauigkeit in seinem Relief festgehalten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß gerade dieses von berufener und bester fachmännischer Hand angefertigte Relief zum Studium und damit zu einer erhöhten Werbemöglichkeit für unseren Bachern viel beitragen wird. Wie wir erfahren, arbeitet Oberst Verhunc auch an einem Relief des östlichen Bachern-gebietes im Abschnitt Ruše—Polskava-Bach—Bahnstrecke Maribor—Pragersko. ■oeDenanEneDeDBüenenwoeneDE o □ boededeoeoedboedbciededeoeoe ters zweckmäßig durchführen kann. Der Winter eignet sich vornehmlich für Planungen, für die Ausarbeitung von Projekten und deren finanzielle Sicherstellung. Fürs Arbeiten sind dann fast volle drei Jahreszeiten zur Verfügung. * Das passendste Weihnachtsgeschenk Briefpapier in schönsten Kassetten und Blocks. Letzte Neuheiten bei Zlata Brišnik, Slovenska 11. m. Blutige Rauferei, ln einem Gasthaus in Sv. Duh na Stari gori kam es kürzlich zu einer schweren Balgerei, in deren Verlaufe der Besitzerssohn Max Vrzel dem Besitzer Anton Vičar eine schwere Stichwunde unterhalb des Herzens beibrachte und noch andere Teilnehmer des Zechgelages leicht verletzte. Der Messerheld wurde am nächsten Tage verhaftet, Vičar hingegen ins Krankenhaus nach Ptuj überführt. Sein Zustand ist sehr ernst. Hornhaut und Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata«. 9345 m. Kranzablöse. An Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Herrn A. Pfeifer spendete die Nachbarin Frau W a-g r a n d 1 100 Dinar als Winterhilfe für die armen Mitbürger Maribors. Herzlichen Dank! m. Wetterbericht vom 20. d., 9 Uhr: -15.0 Grad, Luftfeuchtigkeit 95%, Luftdruck 745.7 Millimeter. Windstill. Gestern Maximaltemperatur —5.0, heute Minimaltemperatur —18.2 Grad. Die vergangene Nacht war die bisher kälteste in diesem Winter. m. Unfallschronik. Beim Eisläufen zog sich der 12jährige Beamtenssohn Drago Kraus aus Maribor Verletzungen am Bein zu. — In einer hiesigen Textilfabrik fiel der Arbeiterin Rosalie P a b e ž n i k aus Tezno ein schweres Eisenstück auf den Fuß: sie mußte von der Rettungsabteilung ins Krankenhaus überführt werden. m. Gelddiebstahl. In Marenberg sind dem dortigen Rechtsanwalt Dr. Winter h a 11 e r etwa 5000 Dinar aus seiner Handkasse verschwunden. Wie bereits festgestellt wurde, hat den Diebstahl das Dienstmädchen verübt, um damit den vreund zu unerstützen. Atis Plul______________________________ p. Viehmärkte. Auf den Rindermarkt in Ptuj wurden Dienstag 72 Ochsen, 220 Kühe, 10 Stiere, 29 Jungochsen, 52 Kalbinnen und 51 Pferde bzw. Fohlen ’Ufgefr eben, zusammen 437 Stück, wo- 250—6000 Dinar pro Stück. — Auf den Sch weine markt wurden Mittwoch 83 Stück Schweine zugeführt, wovon nur 27 verkauft wurden. Fleischschweine kosteten 11.50—12.50, Mastschweine 13—14 und Zuchtschweine 10—11.50 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. p. Italienisch-Lehrerin eingetroffen. In Ptuj ist die Lektorin der italienischen Sprache Frl. Maria Vittoria Tascari aus Italien eingetrbffen. Sie wird am hiesigen Realgymnasium den Unterricht der italienischen Sprache leiten. p. Unfall. Der 53jährige Winzer Ivan Gabrovec aus der Gemeinde Sv. Barbara (Haloze) stürzte auf der vereisten Straße und zog sich schwere Verletzungen am Kopfe sowie innere Verletzungen zu. Er wurde ins Krankenhaus überführt. p. Royal-Tonkino. Kommenden Sonntag und Montag läuft der spannende Kriegsfilm »Von Narvik bis Paris« über die Leinwand. Ein Original, und dokumentierter Film, der die Kriegsereignisse in Polen, Dänemark, Norwegen, Holland, Belgien und Nordfrankreich bis zum Waffenstillstand von Compiegne behandelt. äms felis Mi i U I 11 k icc Theater Freitag, 20. Dezember: Geschlossen. Samstag, 21. Dezember um 20 Uhr: »Auf Befehl der Herzogin«. Ermäßigte Preise. Sonntag, 22. Dezember um 15 Uhr: »Pe-terchens letzter Traum«. — Um 20 Uhr »Nachtasyl«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. Zugunsten des Schauspieler-Pensionsfonds. lon-Klnr Burg-Tonkino. Bis einschl. Montag die Perle der tschechischen Filmkunst »Versuchung« mit Ladislav Bohač und Maria Glaserova in den Hauptrollen. — Das Weihnachtsprogramm umfaßt den pracht vollen Film »Zwei Tauben« nach dem bekannten Roman »Stärker als Liebe«. Mit Svetislav Petrovič und Paul Richter in den Hauptrollen. Esplanadc-Tonkino. Der sensationelle und spannende Film „Die drei Co-donas“ mit Rene Dcltgen, Lena Norman und Annelies Reinhold. Die drei Codonas, die Könige der Luft, die grösste Sensation aller Varietes, die beste Trapeztruppe der Welt, ihr mühseliger Aufstieg zum Weltruhm, ihr ergreifendes Schicksal sind die Motive dieses Tobis-Films. — Unser Weihnachtsprogramm : der Lustspielschlager „Der Herr im Hause" mit Hans Moser, Leo Slezak und Maria Andergast. Kino Union. Nur Donnerstag und Freitag »Das Lied der Leidenschaft« (Feuerland), ein spannendes Drama aus dem Leben eines Opernsängers, der aus Eifersucht zum Mörder seines Nebenbuhlers wird. Tonkino Pobrežje. Am 21. und 22. Dez. »Stille Nacht, heilige Nacht«, am 24., 25. und 26. Dez. »Schwester Maria«. 9938 Hodlo-Pteoramm c Die Gemäldeschau des akademi sehen Malers Prof. Albert Sirk im Sitzungssaal der Stadtsparkasse ist täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet und bietet willkommene Gelegenheit zu einem Weihnachtseinkauf. c Die Julfeier der Ortsgruppe Cclje des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes findet morgen, Samstag, im Saale des Hotels Skoberne statt. Beginn um 20 Uhr 30. Niemand fehle! Erscheint pünktlich! c Skikursr auf der Mrzlica. Die Zweigstelle Trbovlje des Slowenischen Alpenvereines veranstaltet in den Tagen vom 25. Dezember bis 2. Jänner 1941 auf der Mrzlica Skikurse für Anfänger ulnd Fortgeschrittene, die der Verbaiuhskilehrer Joh. Gorjup leiten wird. Die Verpflegskosien im Alpenheime auf der Mrzlica betragen täglich 10 Dinar. Der Kursbeitrag beträgt 30 Dinar. Anmeldungen sind an den SPD Trbovlje (zu Händen des Herrn Rihar' zu richten. c Junges Volk stiehlt. Die Polizei in Celje hat in den letzten Tagen mehrere jugendliche Diebe verhaftet. In r-inem Juweliergeschäft konnten ein Knabe aus Ljubljana und ein Jugendlicher aus Vojnik festgenommen werden; sie machten gemeinsam eine von 200 verkauft wur en. Es notierten: I Diebsbeutc von über 7000 Dinar. In Ochsen 6-— 8.25 Kühe 4—6 75, St ere 6— der Aškercgassc wurde ein 21 Jahre », Jungochsen 6—7, Kalbinnen 6—8.75 alter Arbeiter verhaftet, der aus einer Dinar pro Kilo Lebendgewicht und Pferde j Wohnung Waren im Werte von 2000 Samstag, 21. Dezember. Ljubljana, 7 Uhr Nachr., Frühkonzert. 1 2Bunte Musik. 17 Jugendstunde. 18 Orgelkonzert Prof. P. Rančigaj. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Außenpolitische Wochenschau. 20.30 Weihnachtsabend. — Beograd, 1735 RO. 18.30 Wunschkonzert. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Volkslieder. 21 Unterhaltungsmusik. — Prag, 13.45 Bunte Musik. 16.40 Gesang. 17.20 Tanzmusik. 18-30 Abendmusik. — Sofia, 17 Leichte Musik. 20 Gesang. 21 Tanzmusik. — Beromünster, 15.40 Märsche. 17 Reportage. 18 Hörspiel. 19.45 Volksmusik. 20.35 Weihnachtsabend. — Deutsche Sender, 12 Konzert. 15 RO. 18 Nachr. 19.20 Bunte Musik. 21 Konzert. — Italien I., 19 30 PI. 20JO Neue Musik. — Budapest, 18.10 Volkslieder. 19 Nachr. 3lpochefenno(ht6fen^ Bis 20. Dezember versehen die Mohren Apotheke (Mr. Maver) in der Gosposka ulica 12, Tel 28-12. und die Schutzengel-Apotheke (Mr Vaupot) in der Aleksandrova cesta 33, Tel. 22-13, den Nachtdienst. Das Wetter Wettervorhersage für Samstag: Vorwiegend heiter und beständig. Dinar gestohlen hatte. Ferner wurde ein stellenloser Schleifer festgenommen, der sich als gewiegter Zechpreller entpuppte. Er machte in hiesigen Gasthäusern eine Zcchschuld von über 500 Dinar. c An alle Reserveoffiziere. Heute, Freitag, findet im Offiziersheim ein Vortrag für Reserveoffiziere und Militärbeamte stall, der verpflichtend ist! Beginn um 20 Uhr 30. Es spricht Regimentskommandant Oberst C. aska. Die Anwesenheit der Verbandsmitglieder wird kontrolliert werden. Anschliessend findet ein Gesellschaftsabend statt. c Im Union-Kino läuft ab heute. Freitag, die ausgezeichnete Musikkomödie ..Die lustigen Bohems“, ein Film voller Musik, Gesang und lustigster Fröhlichkeit. Wirtschaftliche Rundschau Zugoftawiens Holzausfuhr AUSWIRKUNGEN DER PREISVEREINBARUNG MIT DEUTSCHLAND NEUJAHR KONTROLLE DER HOLZAUSFUHR MIT Mit Neujahr tritt, wie. bereits kurz ocrichtet, in Jugoslawien die neue Kontrolle der Holzausfuhr durch die Außenhandelsdirektion in Kraft, die damit dem Wirkungskreis .des Ausfuhrkomitees der Naitonal-bank entzogen wird« Ursprung-:vh war diese Neuregelung schon vom j. Dezember an geplant, sie wurde aber aus technischen Gründen um einen Monat verschoben und für diesen Zeitraum ein Übergangsregime geschaffen. Der Zweck der Holzausfuhrkontrolle ist der, die inländische Versorgung in einigen, nur in knappen Mengen vorhandenen Artikeln, wie Eichenschweiien, Zellulose-, Brenn- oder Grubenholz, deren Ausfuhr aus diesem Grunde zum Teil schon seit dem Herbst 1939 durch die Nationalbank kontrolliert wurde, zu sichern. Nun erfolgt eine Erweiterung der Kontrolle und deren Übertragung auf die Außenhandelsdirektion, in deren Händen jetzt die gesamte Außenhandelslenkung vereinigt ist. Was die Ausfuhr nach Deutschland betrifft, das beträchtliche Posten an verschiedenen Holz-von uns aufnimmt, ist zu sagen, daß im Oktober 1. J. bekanntlich in Wien mit Jugoslawien eine Preis-spanne-Vereinbarung getroffen wurde, in deren Grenzen sieh die Lieferungen bewegen- Von zuständiger Seite wird erklärt, daß Jugoslawien der Holzausfuhr nach Deutschland im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten .. weder bisher Schwierigkeiten in den Weg gelegt habe, noch dies in Hinkunft tun will. Es gibt genügend Schnittholz wie auch Hartholz, das es auszuführen bereit ist. Die neue Kontrolle wird sich Deutschland gegenüber daher praktisch nicht auswirken. Eichen sch wellen sind bei uns allerdings selbst knapp. Es wurde daher versucht, aus Deutschland Creo-sotöl zu bekommen, um Buchen-schwellen für den einheimischen Bedarf zu präparieren und dafür teilweise Eichenschwellen auszuführen, doch scheiterte die Lieferung dieses Öls an dem Mangel an erforderlichen Öltankswaggons. Trotz des angespannten Eigenbedarfes wird sieb indessen, unser Land bemühen, eine Lösung zu finden, um teils Buchen-, teils Eichenschwellen nach Deutschland zu liefern. Hinsichtlich der Ausfuhr von H o 1 z-erzeugnissen besteht mit Deutschland eine Abmachung über eine jährliche Lieferung im Ausmaße von 25 Mi 11. RM. Da nun die Produktionskosten in unserer Holzbranche seit September 1939 um ungefähr 40% gestiegen sind, kann das jugoslawische Holz dem ausländischen Wettbewerb, selbst schwer standhalten. Deutschland kann .aus Schweden und Finnland, deren Ausfuhr größtenteils lahmgelegt ist, billiges Holz beziehen, ln Jugoslawien kostete z. B. Fichtenschnittholz vor Kriegsausbruch 600 bis 700 Dinar pro Raummeter, im Jänner L J. hingegen bis zu 1100 Dinar. Jetzt ist der Preis unter dem Zwang der Verhältnisse auf 800 bis 850 Dinar zurückgegangen, wobei aber bloß die. Produktionskosten gedeckt erscheinen. Hartholz liefefn wir dagegen noch. immer in großen -Mengen und seine Ausfuhr, ist- sogar gestiegen, ' nach Frankreich, Belgien, den USA, Argentinien, in erster Linie jedoch nach Deutschland erfolgte, dürfte die gesamte Menge d. J. für das Inland reserviert bleiben, da die Verwendung als Ersatz füi russischen Tee erfolgt. Die Pfefferminzernte ist ebenfalls günstig ausgefallen, die Exportaussichten werden jedoch als unbefriedigend beurteilt. Bisher war das Deutsche Reich der Hauptabnehmer für jugoslawische Pfefferminzen. Es wird je doch angenommen, daß angesichts der erheblichen deutschen Pfefferminzenkäufe in Ungarn kein Interesse für den Bezug aus Jugoslawien vorliegt. X Wird bei der Einfuhr von der Einfuhrkontrolle unterworfenen Artikeln das Konzessionssystem angewandt werden? Beograd, 20. Dez. Wie der »Jugoslawische Kurier« bereits gemeldet hat, hat die Direktion für .den Außenhandel Anordnungen über die Kontrolle der Einfuhr von technischen Fetten, Wolle und Koks ausgearbeitet. Es ist jedoch anschei nend noch nicht sicher, ob diese Anordnungen in ihrem augenblicklichen Wortlaut gutgeheißen werden. Auf Grund der Bestimmungen dieser Verordnungen würde nämlich die Einfuhr der erwähnten Ar tikel nur auf der Basis von hiezu zu erteilten Konzessionen erfolgen können. Dies würde eine radikale Aenderung im Importhandel herbeiführen, da die Verordnungen über die Einfuhr anderer Artikel sicherlich diesen Grundsatz beib---halten würden. Sneti Appell zum Training Ljubljana, 19. Dez. Devisen: Lon-rion 174.57—177.77 (215.90—219.10), Newyork 4425—4485 (5480—5520) Zürich 1027.44—1037.44 (1269.62—1279.62), Berlin (Privatclearing) 1772—1792. Zagreb, 19. d. M. Staats werte: 2L(% Kriegst harten 457—0, 4% Agrar 58—0, 4% Nordagrar 53—0, 6»/0 Begluk 78—0, 6% dal m. Agrar 74—76, 6% Forst Obligationen 72—0, ■ 7% Stabilisationsanleihe 95—0, 7o/n Investitionsanleihe 100— 0, 7% Sdigman 103—0, 7% Blair 97—0, 8% Blair 105—0; Nationalbärok 6550—0, Priv. Agrarbank 195—0. 1941 1940 500 570 350 300 640 640 750 750 400 400 210 210 650 650 715 500 Oe'ftüchtepreife für 1941 B e o g r a d, 20. Dez. Der Minister für Handel und Industrie hat- im Einvernehmen mit dem Ackerbauminister und dem Banus des Banats Kroatien die Aufkaufpreise für Oelfrüchte für das Jahr 194! wie folgt festgesetzt: Banater Raps Sonnenblumenkerne Weißer Mohn Sesamsamen Kürbiskerne Baumwollsamen -Flachssamen Rizinussamen Diese Preise verstehen sich für 100 kg. Wie man sieht, wurden die Preise für Banater Raps, für Sonne nb lu m e o k e r n e und Rizinussamen erhöht. Hiebei wurde eine Vereinheitlichung der Preise aller Oelfrüchte je Oeleinheit angestrebt. Da z. B. Raps einen Oelgehalt von 36 Prozent, Sonnenblumenkerne einen Oelgehalt von 25 Prozent haben, soll also die Geiern beit bei diesen beiden Oelfrüchten ungefähr 14 Dinar kosten. Die Erhöhung des Preises für Rizmussamen geschieht, um den Preis per Oeleinheit mit demjenigen der Flachssamen auszugleichen. Auf diese »Weise wird der Preis für die Oeleinheit bo'm Flachssamen ungefähr 16 Dingr. bei Rizinussamen ungefähr 14 ein hab Dinar betragen. X In de ■ Frage dm Holzausfuhr hielt iic Hcfo"' 'fon des .VcVrdes der Kaufleuteinnungen Sloweniens eine Konferenz ab, in der. die Angelegenheit einer „eingehenden Erörterung unterzogen wurde. Es werden vielfach Stimmen laut; daß nur Kroatien die Bewilligung zur Holzausfuhr nach der Schweiz erhalten würde, weshalb es angezeigt wäre, unser Holz nach diesem Banat zu verkaufen. Demgegenüber wird festgestellt, daß dieses Gerücht unbegründet ist und daß alle Teile des Staates in. gleicher Weise das Holz nach der Schweiz werden ausführen können. Die entsprechende Bewilligung dürfte schon in kürzester Zeit entließen. Die Ausfuhrbewilligung wird nicht nur für Holz, sondern auch für Holzkohle erwartet. X Vor einer Senkung des Ölpreises. Wie bereits dieser Tage berichtet, hat der Banus das Banats Kroatien Höchstpreise für Tafdlöl für sein Gebiet festgesetzt. Da jedoch die kroatischen Ölfabriken auch Slowenien beliefern, wird das öl nach unserem Banat u m4 bis 5 Dinar pro Liter teurer verkauft, als es daheim abgegeben wird. Aus diesem Grunde befaßt man sich in Beograd mit dem Plan, Maßnahmen zu treffen, damit der ölpreis im ganzen Staat derselbe sein wird. Es ist demnach mit einer Angleichung an die kroatischen ölpreise und somit mit einer Preis Senkung für Tafelöl zu rechnen. X Die Angaben über die Beteiligung fremden Kapitals an jugoslawischen Wirt schaftsbetrieben müssen bis spätetens 15. Jänner 1940 der Devisendirektion der Nationalbank mitgeteilt werden. Beograd, 20. Dez. In ihrem für d'e Presse bestimmten Kommuniquee hat die Devisendirektion der Nationalbank angegeben, daß die Angaben über die Beteiligung ausländischen Kapitals an jugoslawischen Wirtschaftsbetrieben bis spätestens am 1. Jänner 1941 übermittelt werden müssen. Durch das Rundschreiben Nr. 121 der Devisendirektion der Nationalbank wurde jedoch diese Frist nachträglich bis zum 15. Jänner 1941 ver längert. X Ungünstige Aussichten für den Heilpflanzenexport. Der diesjährige jugoslawische Lindenblütenertrag ist relativ günstig ausgefallen. Er ergab einen Ertrag von etwa 25 Waggon. Während jedoch im vergangenen Jahr ein Export Der Slowenische Wintersportverband hat ein umfangreiches Trainingprogramm ausgearbeitet, das unmittelbar nach Neujahr in die Tat umgesetzt werden soll. Vorgesehen ist eine ganze Reihe von Lehr gängen für die einzelnen Disziplinen, für deren Leitung unsere bekanntesten Meister des Skilaufes gewonnen werden konnten. So wird der Olympiakämpe F-. Smolej ih Bohinj in der Zeit vom 2. bis 11. Jänner einen Langlaufkurs abhalten. Ebendort werden auch die Springer zur selben Zelt eip Training: unter Anweisung von Franz P r i b o š e.k absolvieren. Vom 2. bis I I. Jänner finden auch zwei Lehrgänge, für alpines Skiläufen statt, und zwar für Männer, auf der Rožea up ter Leitung von Cyrill Praček und für Frauen am Črni vrh unter Leitung von Emil ž n i d a r. Ein besonderer Rurs wird um dieselbe Zeit auch für Jugendliche in Kranjska gora eröffnet, den Danilo Korše leiten wird. Diesen Kursen schließt sich vom 2. bis 10. Jänner in Dravograd ein offizieller Verbandslehrgang für Volksschullehrer an, womit der Verband auch seinerseits für die Popularisierung des Skisports unter der Schuljugend seinen Teil beitragen will. Diesen Kurs wird Janko S i c h e r 1 leiten. Schließlich ist noch ein Kurs für Skilehrer in der Zeit vom 2. bis 9. Feber am Bachern sowie für Ende Feber ein Lehrgang für . Schiedsrichteranwärter in Jesenice vorgesehen. Für die Unkosten der Kursteilnehmer kommt der Slowenische Wintersportverband auf, wobei Bahnfahrt, Verpflegung und Quartier inbegriffen sind. Zu den Kursen für die klassische und alpine Korn b’nation werden insgesamt 15, zu den übrigen Kursen je 10 Kandidaten bzw. Kandidatinnen zugelassen. Die Gesuche sind bis zum 25. d. an den Slowenischen Wintersportverband in Jesenice zu richten. : 41. Jahreshauptversammlung des Radfahrklubs »Edelweiß 1900«. Der Rad-fahrklub »Edelweiß 1900« hält Sonntag, den 22, d. M. um 9 Uhr vormittags im rückwärtigen Saal des Hotels »Zamorc« seine 41. ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Verlesung des Protokolls der 40. Jahreshauptversammlung, 2. Berichte der Ämterführer (Obmann, Schriftführer, Kas sier, Fahrwart, Zeugwart), Neuwahlen und Allfälliges. Sollte die Tagung zur angegebenen Zeit nicht beschlußfähig sein, so findet diese eine halbe Stunde später bei jeder Mitgliederzahl statt. Es wird um vollzählige und pünktliche Beteiligung gebeten. : Smolej und Praček ausgezeichnet. Die beiden jugoslawischen Olympiakämp fer Franz Smolej und Cyrill Praček, die wiederholt bei in- und ausländischen Skilaufveranstaltungen erfolgreich hervorgetreten sind, wurden mit dem St. Sa-va-Orden fünfter Klasse ausgezeichnet. : Jugoslawiens Skispringer nach Italien. Zum Eröffnungsspringen in Cortina d’Ampezzo sowie in Sestriere am 1. bzw. 5. Feber wurden auch jugoslawische Springer eingeladen. : »Ferencvaros« in Zagreb. »Gradjan-ski« und »Ferencvaros« tragen am Sonntag in Zagreb das Rückspiel im Weihnachtsturnier aus. Eintrittspreise von 15 bis 40 Dinar. : Neuer Skjführer der Norweger. Im Verfolg der Neuorganisation des norwegischen Sports wurde Peter Oestbye zum Führer des norwegischen Skisports bestimmt. Oestbye zeichnete sich wiederholt als Skiläufer aus und errang u. a. im Jahre 1912 die deutsche Skimeisterschaft im Schwarzwald. Auch zählt er zu den Großen von Hotmenkoll. : Neuer Schwimmweltrekord. Bei einem Klubkampf im Düsseldorfer Stadtbad zwischen Düsseldorf 98 und Undine München-Gladbach unternahm die Gtad-bacherin Änni Kapeli einen Weltrekordversuch auf die 400-Meter-Bruststrecke. Mit 6:13.2 Min. stellte Anni Kapeli einen neuen Weltrekord auf, der bisher im Besitze von Maria Lenk (Brasilien) mit 6:15.8 war. Jopie Waalberg (Holland) hatte am 12. November in Amsterdam be reits 6:13.7 erreicht, die allerdings noch nicht anerkannt waren. : Asboth und mehrere andere ungarische Tennisspieler werden eine Schwedentournee absolvieren. : Joe Louis wird bereits am 31. Jänner abermals seinen Weltmeistertitel verteidigen. Diesmal tritt ihm Dcmpseys Schüler Burman entgegen. Die turnte Welt Pech mit Flinten Drei Wilddiebe waren einst von einem niederbayerischen Forstbeamten dabei ertappt worden, wie sie gerade ein Stück Rotwild ausweideten. Bevor jedoch der Bamte die Wilderer verhaften konnte, ergriffen diese die Flucht. Ihre Flinten Hessen sie dabei zurück. Der Beamte nahm die Flinten mit und machte, da er die Burschen nicht genau erkannt hatte, nur auf starken Verdacht hin, eine Anzeige. Vor Gericht leugneten die Angeklagten hartnäckig. Keiner wollte es gewesen sein. Ebenso wenig wollten sie die Gewehre, die auf dem Gerichtstische lagen, als Eigentum anerkennen. Da sie nicht überführt werden konnten, sagte der Richter endlich in gleichgültigem Ton: »Na, ihr seid es also nicht gewesen. Nun kann jeder sein Gewehr nehmen und wieder heimgehen.« Kaum hatte er die Worte gesprochen, als auch schon jeder der Angeklagten nach einer Flinte griff, um sich zu entfernen. Nicht minder schnell war auch die Staatsanwaltschaft bei der Hand, um jetzt die Anklage mit besserem Erfolge noch einmal zu erheben. Nieren- und Gichtkranken wird empfohlen, gut gekaute Nüsse zu verzehren; wer an Darmkatarrh leidet, genieße u. a. rohe Knoblauchknollen, ebenfalls gut zerkleinert. Eheffmd schon im Mittelalter bekannt Bei den Bombenangriffen der deutschen Luftwaffe auf die Mid-lands wurde neuerdings auch S h e , f i e ! d vernichtend getroffen. , Ein fein ziseliertes und biegsames Damaszener Schwert, eine schlanke und har- j te Degenklinge aus Toledo, ein handfester Dolch aus Shieffield: das waren im Mittelalter für jeden richtigen Kriegsmann drei Dinge von hohem Wert. Aus der Messerschmiede von Sheffield sind die Shieffielder Panzerplatten-Fabriken von heute geworden, über der Stadt steht das Motto: Schwerindustrie! Eisenbahnschienen, Stahlblöcke, Maschinenteile, Eisenguß- und Messingstäbe stehen auf j dem Produktionsprogramm der Sheffiel-! der Großfabrilken. ln der zweiten Reihe folgen die Werkstätten für Motore, Kraftwagen, Präzisionsinstrumente, Fahrräder, Nickelgeschirr und Siltoerwaren. Als dritte Gruppe präsentieren sich die Werk-! Stätten, die mit dem in Sheffield erfundenen Britannia-Metall arbeiten; das ist eine Zinn-Antimon-Legierung, eine bläulich-weiße harte Metailmasse, die sich leicht walzen und polieren läßt und als sogenanntes englisches Zinn bei der Herstellung von Hausgerät Verwendung findet. ln Sheffield haben früher sehr kluge Leute gelebt, denn dort wurden schon | vor 200 Jahren, also ein Jahrhundert vor j der Anwendung der elektrolytischen Ver- | edelungsprozesse, im Walzverfahren sil- I berplatt'ierte Waren hergestellt. Sheffield hat also Tradition; es ist: nicht die leere Zopf- und Perückentradi- j tion der englischen Gesellschaft, auch ’ nicht die bornierte und rückständige Tra- j dition der englischen Politik, sondern eine Tradition, die auf den immerhin beachtlichen technischen Leistungen verflossener Jahrhunderte beruht. Die Sheffields Indutsriellen verdienen sehr gut dabei sie verlangen bei schlechten Löhnen eine unerhört schwere Arbeit, und es interessiert sie sehr wenig, daß die Sheffielder Arbeiterschaft selbst in englischen Zeitungen als das »dreckige Volk« in ganz Groß-Britannien bezeichnet wird. Auch das Urteil der Reisenden war schon vor dem Kriege sehr abfällig. Da heißt es einmal kühl und nüchtern, Sheffield ist eine »häßliche und düstere Industriestadt«. Und in einem anderen Bericht: »Sheffield ist fast immer in Rauch gehüllt, und nur in den Vorstädten kann man einigermaßen die frische Luft und die schöne Gegend genießen«. Das war im Frieden. Die Rauchwolken sind unterdessen noch viel dichter geworden, denn genau so wie Coventry und Birmingham ist Sheffield ganz auf die englischen Rüstungspläne umgestellt worden. Tag und Nacht rasseln die Maschinen, glühen die Gießereien, donnern die Walzwerke und qualmen die Schlote, um die Stahl- und Eisengrundlage für die massierte Industrie der Midlands zu si- chern. Ist es da ein Wunder, wenn Sheffield ein beachtlicher Faktor in den Planquadraten der deutschen Bombenziele ist? Etwa 600.000 Einwohner sind im Industriegebiet von Sheffield zu Hause. Merkwürdigerweise haben sich in diesem schmutzigen Häusermeer große Teile der englischen Bildungsanstalten niedergelassen; man hat in Sheffield eine Universität, eine Medizinschule, ferner Seminare für Lehrer und Lehrerinnen und für wesleya-nische Priester, mehrere Gymnasien, Musen, Bildergalerien und Kunstschulen. Gin Appell Sven Hedins S t o c k h o 1 IN, Dez. (UTA) Sven H e-din, der jüngst auf der nordischen Tagung in Stralsund einen Vortrag gehalten hatte und während seines Aufenthaltes in Deutschland auch von Hitler empfangen worden war, machte gegenüber einem Stockholmer Blatt sehr bemerkenswerte Ausführungen über das deutsch-schwedische Verhältnis. Er wies zunächst darauf hin, daß Schweden mit seiner großen Ver- Madrid feierte die Schutzheilige Der Artillerie Der Tag der Heiligen Barbara, der Sch utzpatronin der Artillerie, wurde in Madrid mit eindrucksvollen Feern, ln deren Mittelpunkt ein feierlicher Gottesdienst stand, begangen. — Unser Bild zeigt die Gattin des spanischen Staatschefs, Carmen Polo de Franco, beim Verlassen der K/rche nach der Messe; rechts von ihr General Varela. gangenheit nach dem Kriege einen sehr wertvollen Beitrag zum Aufbau einer besseren Welt liefern könne, wenn der Fühler des deutschen Volkes diese große Auf gäbe in Angriff nehme. In diesem Zusammenhänge gab er seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß in gewissen Zeitungen Schwedens immer wieder jenes »ewige Bekritteln« gegenüber Deutschland zu finden sei. Diese negative Haltung sei die im Augenblick größte Gefahr für Schweden und seine künftige Stellung in Europa. Sven Hedin bezeichnete es als die Pflicht der schwedischen Presse, einen höflichen Ton anzuschlagen und nicht von oben her »gegen ein solches Reich wie das deutsche zu reden.« Es müßte in den Gesetzen Schwedens einen Passus geben, der kränkende Aussiprüche gegenüber fremden Mächten einfach überhaupt untersage. Wenn eine solche Bestimmung dem Buchstaben nach nicht vorhanden isei, so liege es doch auf alle Fälle im eigenen Interesse des Landes, nichts Beleidigendes zu sagen. Es könnte Schweden nicht zum Vorteil gereichen, seine außenpolitische Lage zu verschlechtern. Diese Erklärungen Sven Hedins finden auf deutscher Seite, deshalb besondere Beachtung, weil die von ihm beiklagte Einstellung gewisser schwedischer Blätter wiederholt zu ernsthaften deutschen Beanstandungen geführt und polemische Auseinandersetzungen ausgelöst hat, die in Berlin als eine unnötige Belastung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem schwedischen Volke empfunden werden. Auch über den Bereich der deutsch-schwedischen Beziehungen hinaus enthalten die Mahnungen des großen schwedischen Forschers nach deutscher Auffassung eine so gesunde u. natürliche Norm für den Verkehr von Volk zu Volk, daß man sie im Interesse freundschaftlicher Beziehungen von Land zu Land auch anderwärts dringend der Beachtung empfehlen kann. Eine Ausstellung Korsischer Kunst und Kultur in Venedig (S. A. P. E, Rom): In Venedig ist im Palazzo Napoleonico die 1. Ausstellung Korsischer Kunst und Kultur eröffnet worden. Diese Ausstellung, die erstmalig einen überblick über das Gedankengut und die Taten der Bewegung gibt, deren Ursprünge auf die großen Italiener der Renaissance zurückgehen, ist allen Korsen gewidmet. Slcine grau mit pjp ROMAN VON KURT RIEMANN Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. Karola lächelte ganz heimlich. Oh, du solltest nur wissen, denkt sie. Aber sie nickt ihm natürlich fröhlich zu, denn schließlich isfs ja eine Schmeichelei, die er da eben gesagt hat, und das geschieht bei ihm sehr selten. Unterwegs wundert er sich, wie schnell er mit den Leuten ins Gespräch kommt. Er spricht eine Sprache, die die Leute ver stehen; sie spüren doch sonst sehr genau, ob jemand aus ihrem Kreise kommt oder ob er nur so tut. Aber mit Karajan haben sie alle sehr bald Freundschaft geschlossen. Als sie droben am Roggenfeld sind, das gelb und wogend wie ein goldenes Meer vor ihren Sensen liegt, da läßt der Gutsherr seine Leute sich im Halbkreis aufstellen. Auch Karola und Karajan treten mit in die Reihe Sie nehmen nun alle die Mützen ab und Onkel Thomas spricht das Vaterunser. »Unser täglich Brot gib uns heute . . .« Still schauen die Mägde vor sich hin, die Knechte sehen ernsthaft in das Korn, und nun reicht der Älteste unter ihnen, dem Gutsherrn die Sense. Der tut den ersten Schnitt. Nun kann’s erst richtig losgehen. »Wollen Sie binden Doktor, oder wollen S'e’s mal probieren?« lacht Onkel Thomas. Doch zu seinem Erstaunen nimmt Karajan schweigend die Sense, holt aus und der erste Schnitt sitzt, der zweite aucn nein, er haut nicht mit 1er Spitze in die Erde er schneidet auch nten zu hoch, er fährt nur noch ein weit g uns eher,'abr-r als er die eisten zehn Striche getan hat, ist auch das vorüber. »Donnerwetter!« staunt der Onkel, und man sieht cs ihm an, daß er sich wundert. »Nun guck bloß, Karola, er kann wirklich j mähen! Hattest du das gedacht?« I Auch Karola staunt, aber im Herzen ist ! sie froh darüber. Sie hätte sich geärgert, wenn die Knechte heimlich Witze gemacht hätten. »Ja, siehst du, Onkel«, lacht sie, »ich hab’s euch doch immer gesagt, in ihm steckt mehr als ihr ahnt.« Zufrieden sieht sich Karajan um, so, die erste Reihe hätte er nun beinahe. Das war mal ein Schnitt. Er sieht die Bewunderung in den Augen der Leute, er sieht Karola lachen und den Bauern, und nun packt ihn der Übermut. »Ich werde meinen Strich mähen wie jeder andere Herr Hiller. Ihre Nichte soll Ihnen keinen unnützen Esser ins Haus gebracht haben!« So geht’s den Vormittag über. Aber der Mittag kommt, und es wird heiß, sehr heiß, so daß Karajan manchmal denkt: Nun ist’s genug. Nun wirst du wohl Feierabend machen! Er merkt, daß er lange krank war. Auch die Schulter schmerzt. Aber er will’s nicht zeigen. Er beißt die Zähne zusammen und schwingt die Sense weiter, und wenn ihm die Arme und die Schultern auch brennen — macht nichts, hinter ihm bindet Karola die Ähren zu Garben, und er denkt nicht daran, vor ihr schlapp zu machen. Im Gegenteil! Er m'mmt’s als Kraftprobe. Hält er heute durch, dann ist er wieder in Ordnung, dann kann er in den nächsten Tagen den Freunden Nachricht geben und sich an die Arbeit machen. Die wird mehr Kraft erfordern als nur einen Tag die Zähne zusammenzubeißen. Als sie nach Hause rollen, bergab, da ist ihm zwar ein wenig wirblig, aber er hat durchgehalten. Und wenn er auch todmüde ins Bett sinkt, kaum, daß er noch gegessen hat, er hat’s doch geschafft. Am ändern Morgen geht er zur Post und gibt zwei Telegramme auf. Das eine wandert nach Magdeburg an einen gewissen Ingenieur Wernicke, das andere nach Berlin SW 36, postlagernd, an Herrn Georg Hausmann, Kaufmann seines Zeichens. Der Posthalter schiebt die Brille erstaunt über die Augen und sieht sich den Mann an, der zwei Telegramme auf einmal aufgibt, eine kostspielige Sache, die man sich in Niederau zweimal überlegt. »Aber das ist ja zweimal dasselbe?« knurrt er mißtrauisch und neugierig. Er wartet natürlich auf eine Art Erklärung. Aber dieser seltsame Fremde vom Gut denkt nicht daran, seinen Mund aufzutun. Er zahlt und geht einfach los. »Komische Leute!« brummelt der Mann hinter dem Schalterfensterchen vor sich hin. »Sonntag zwölf Uhr Dresden Luisenhof. Karajan.« Und heute ist erst Dienstag! Als wenn er das nicht hätte auf 'ne Postkarte schrei geben können. Dafür zwei Telegramme! * Karola geht mjt Karajan den kleinen Weg durch den Garten, über die Aue hinweg führt ein Holzsteig, und drüben, hundert Meter über den Häusern, ist eine Wiese, da kann man herrlich sitzen und in die letzten rosaroten Abendwolken schauen. »Diesen Plan habe ich als Kind schon gerne gehabt«, erzählte sie. »Hier konnte ich stundenlang sitzen und Wunschschiffe schwimmen lassen.« »Wunschschiffe . . .? Was sind das für sonderbare Kähne?« »Sie kennen das nicht? Oh, es ist eigent lieh nur ein Spiel, aber ich nahm’s damals sehr ernst damit. Man sieht in den Himmel und sucht sich eine Wolke, eine recht schöne, weiße. Und dann sinnt man nach, was das wohl sein könnte ... ein Reiter oder ein Haus oder ein wildes Tier oder ein Schiff! Sehen Sie, bei mir wurde es zum Schluß immer wieder ein Schiff, auch wenn’s zuerst ein Pferd war. Und auf das Schiff, da lud ich alle meine Wünsche, die ich hatte. Ulkig, was?« »O nein«, sagte er und sieht das Mädchen verstohlen an. »Das ist gar nicht ulkig, das ist wunderschön, so seine Träume spazierenzufahren . . . Uebrigens sind Ihre Wünsche in Erfüllung gegangen?« »Zuerst ja. Später wurde das anders.« »Sind Sie so anspruchsvoll geworden, Fräulein Karola?« »Nein!« entgegnet sie kurz. »Jedenfalls nicht, was Äußerlichkeiten betrifft. Man lernt mit der Zeit hinter die Außenhaut der Dinge und der Menschen zu blicken. Ich bin fast dreißig Jahre, das dürfen Sie nicht vergessen. Außerdem — solche Wunschschifflein kommen nur wohlbehal ten an, wenn ein frommer Glaube ihre Segel füllt. Das aber ... ist das Vorrecht der Kinder.« Es ist eine Weile still zwischen ihnen. Sie schauen hinab auf das Dorf. Aus den Häusern steigt der Rauch auf. Karajan genießt dieses Bi’d jn stiller Dankbarkeit. »Wissen Sie, daß ich nun wieder gesund bin, Fräulein Karola?« fragt er nach einer Weile. »Ich glaube!« nickt sie zur Antwort. »Sie haben gearbeitet in diesen Tagen, als hätte Ihnen nie eine Kugel in der Schulter gesessen.« Umschau in Wissen schalt und Technik (RDV) Berlin, Dezember Behälter für den Kohlentransport Durch geeignete Vorrichtungen läßt sich das Be- und Entladen von Güterwagen bzw. Straßenlastwagen außerordentlich beschleunigen. So wurde für viele Güter in den letzten Jahren der Behälterverkehr eingeführt, d. h. die Güter wurden in Behälter verpackt und konnten nun mit Hebeeinrichtungen der verschiedensten Art leicht umgeschlagen werden. Neuerdings wurden nun auch in Deutschland Versuche mit Behältern zur Erleichterung des Kohlentransportes gemacht, die sich als j sehr viel versprechend erwiesen haben, i Und zwar wurden Großbehälter von vier I Tonnen und Kleinbehälter von 1.15 Tonnen Größe gebaut. Durch diese Einrichtungen könnte auf manchen Strecken der Güterumschlag und damit die Ausnutzung der Güterwagen um 100 Prozent gesteigert werden. So kann ein 50-wagen-Zug mit Großbehältern in 60 Arbeitsstunden entladen werden, während man sonst dazu 800 Stunden brauchte. Ein Kleinbehälterzug von 50 Wagen konnte unter Einsatz von 150 Arbeitern innerhalb einer Viertelstunde ausgeladen werden. Zur besseren Ausnutzung des Raumes bei der Rückbeförderung der leeren Behälter wurde die Konstruktion so getroffen, daß man jeweils drei leere Behälter ineinanderstellen kann. Täglich verliert ein erwachsener Mensch etwa 50 Kopfhaare. Paula Busch feierte am 11. Oktober ihr 25-jähriges Jubiläum als Zirkusleiterin. Weihnathtsanzeigen bieten stets eine günstige Reklamegelegenheit für unsere Geschäftswelt. Wir machen unsere geschätzten Kaufleute, Fabrikanten. 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Die hl. Seelenmesse wird am 23. Dezember 1940 um 7 Uhr in der Magdalenakitr'm gelesen werden. Pobrežje — Maribor, den 20. Dezember 1940. FRANZ MIDLIL, Sohn KAROLINE MIDLIL, Schwiegertochter Fernruf; 28-6? 25-68 Gold und Uhren 25-69 Geschenke von bleibendem Wert! nur bei der MARIBOR/KA TI/KARNAS: Maribor. Kopališka ulita 6 in reichster Auswahl und zu billigsten Preisen. Uff. Jlgerjev sin Gosposka 15 Trotz Teilzahlungen streng reelle und fachmännische Bedienung ! Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna1 in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.