Deutsche Macht ---- Mfeml u«. £««»*•«« Bitt «MM!»» ««,«• WUt f*t «tu «» MMu» »>'« H», ». »«NIIIM»«» fl. I.&», B. WU »-t,!tl„d.^ I V talMttnt « if» »mHUrt# (l ««« 14« «itytx »nun T ti. 3*<««ti »,« I«it»i Int »ftf«» J3itbn*«Itia«rti tm(lKf!t>tn»fx «oUtt. S«»n>4t:l }i(riU flh #«1« «Uui «et ktMaittMa kmiuiKMIiMllM I» t«t 9»«0«:,o« »»» mtmimlti.«».« H«°r:vl°, «X. EKrthlM »rt «--->».« -«»«. «« «»««»»'. »o «..» «tt Wm.» ... Il-WB*. «.t- »-« ». V.Sm.n»»». i»tr|.«.t..n«n Milctr«i. - tlU««fcriWt iwrtt« «Ich, jttriltfutleiUiö. - *»ut»»t !>>»! U.atrtAtl*««. Sr. 72. (5>lli, Sonnt«« bcu 6. ScPtembcr 1891. XVI Jahrgan». Per Dank des Kaisers Die Kaiseitage sind »vrüber, Eilli hat sein NHtid wieder abgelegt; auf den stürmischen Zdkl. welcher sich wahrend der Anwesenheit M Monarchen, allerort« Bahn brach, folgt nun nieder die Stille de« Alltagsleben» und bietet Gelegenheit. über die hohe Bedeutung der statt« .«fundenen Festtage, ruhig nachzudenken. Wir tliden den Besuch de« Kaiser« in der Sannstadt kniti in unserem Festartikel. als ein Ereignis »» eminenter Bedeutung, gekennzeichnet. Der Besuch de« Lande«herrn war »in pnuuUer ; trotzdem der Kaiser durch die gleich- Kq in der Umgebung seiner treuen Krei«stadt tgevabten Militärübungen sehr in Anspruch Kmmen war. gönnte er den Bewohnern der- n die Freude, drei Tage ihren geliebten kitdeSberrn beherb«,gen zu dürfen. Tie Bevölkerung wußte den Werth dieser llechtchsten Gnade, auch voll zu würdigen, und Ä der erlauchte Monarch, am Abende de« 1. Cep-lenber. die Weiterreise zu den Manövern bei Lchwarzenau wieder antrat, wogte ein füret» fyt Menschenstrom in den Straßen bi« zum Bahnhofe und die begeisterten Hochrufe wollten ich m»en. E« war der feierliche Abschiedsgruß, Belehrn da« Volk in Unterthanentreue seinem ge-Ikton Kaiser darbrachte. E« kann al« ein Der-ir.rnh der deutschen Bevölkerung von Eilli angesehen vnd«. daß während de« dreitägigen Aufenthalte« bt« Monarchen, trotz de« nahezu berauschenden 5nthufia«mu«, die Ordnung nicht gestört wurde, dq der r aiser hierüber hocherfreut war. und rükdndolt Veranlassung nahm, der loyalen stlomff der Bevölkerung seine Befriedigung einsprechen. Aus dem Soupöfenller. (Schluß.) Alt ich mit Müh und Noth da« graue Keiill endlich in meiner Westentasche unterge-d»chl hatte, da mußte ich fast schief gehen, so «ich da« Gewicht de« Golde« aus die eine 6ene; ich dätte «eine Börfe getrost al« Todt-'^izerbenützen können, so wuchtig war sie ge-«rde«. Wehmüthig zog ich iinen Nickel au« in lasche und betrachtete ihn mit seiner grsßen, »erten Zahl und dem Reichsadler auf der utemt Leite. Da« ganze Vaterland erschien mt symbolisiert in dieser Münze; tüchtig und taierhafl. aber wie ungraziö«, wie überflüssig «ai'o! Zum Vergleich hielt ich noch «in mitge-brachte« Sechser! dagegen, da« etwa gleichen Bra h-t. wie da« deutsche Zwanzigpfennigstück; oder welch ein Unterschied! Ta« Gewicht de« tatschen ist mindesten« da« Fünffach«. Da« istmnischt Eistngeld «ar gewiß nicht massiver. Übn. Sott sei Dank, Deutschland hat auch noch l 9ott>, dachte ich; nach innen machen wir un« dc« Leben ei« bi«chen unbequem; nach außen aber präsentieren wir un« doch ordentlich. Da sich in Regen«burg ein paar Herren in« W-, groß, starkknochig, mit hellgrauen, stahl-jerten Hagen und langen, aschblonden Schnurr-d:nen. Da« Costüm hatte ich lange nicht ge-jeden: enganliegende Hö«chen, hochabsätzige I Schuhe, knapp sitzende blaue Jacken und rund- Tactvoll und energisch wußten die Deutschen, einige Versuche der slooenischen Partei, die Fest-tage zu nationalen Demonstrationen zu benutzen, zu vereiteln, und es gebührt hiefür in erster Linie der umsichtigen Leitung de« Festcomit^«, die Anerkennung dtr Bevölkerung. Der Kaiser ist den Eilliern seine Antwort nicht schuldig geblieben, er hat noch vor seiner Abreise, den Statthalter von Steiermark. Frei» Herrn o. K ü b e k beauftrag«, der Gemeinde-Vertretung seiner reich«treuen Stadt, für die musterhast« Ordnung und den herzlichen Em-pfang d«n Ausdruck der A l l e r h ö ch st e n An-erkennung und Gnad«, mitzutheilen, welchem Auftrage der Statthalter auch sofort nachkam. An allen Straßenecken »erkunden Placate die kaiserliche Enunciation, deren Wort-laut wir an anderer Stelle bringen. Der Bürgermeister Dr. Neckermann, hat an dieselbe einen warmen Aufruf an di« Bewohner von Cilli angeschlossen, in welchem er betont, daß die Huld d e« Kaiser«, neuerlich Bürgschaft gewährt, für die weiter« Entwicklung der Stadt, und di« Bevölkerung auffordert, so zu bleiben, wie bi«her. und in gleicher Weise fortzuarbeiten, für da« Wohl der Stadt, welcher ein Wieder-kommen de« Monarchen in Au«sicht gestellt ist. Die kaiserlichen Worte, «erden von den wahrhaft patriotisch Gesinnten, welche al« echte Oesterreich»! fühlen und denken, wie ein Schatz in Erinnerung bewahrt werden, und sollen denjenigen, welche leider nur zu häufig ihren nationalen Gelüsten die Zügel schießen lassen, die mit Freuden bestrebt sind, bei jedem Anlasse die Reichseinheit in Frage zu stellen, ein ernster Wink fein, ihr im grellen Wider-spreche, mit den Pflichten österreichischer Staat«-bürger stehende« Treiben, aufzugeben. geschlossenen Stehkragen. Ich tonnte keinen Augenblick im Zweifel fein; di« n«u«n Passigier« war«n „Herren*; so nennen sich nämlich ia Deutschland die Offiziere und wenn ein Lieute-nant in «in überfüllte« Local tritt, ohne darin Uniformen zu gewahren, so fragt er den Kellner : „Jean (sprich Schan»!» keine Herren hier?" Al« gar der eine ein Monocl» au« der Westen-»alche nahm und mit jener, nur in der königlich preußischen Armee üblichen — Seelenruhe die übrigen Passagiere zu mustern begann, da hätte ich meine Hand in« F«u«r legen mögen dafür, daß die Herren trotz ihrer Cioilkleidung preu-ßifche Offiziere in Urlaub feien. Al« die H«rr«n Lieutenant« nach halbstündiger Unterhaltung in jenem knarrenden, harten Dialect ohne per-sönliche Fürwörter, den jeder Offizier spricht, ob er nun an der Weichsel oder an der Ruhr geboren ist, sich nun herabließen, auch einen der anderen Passagiere in gönnerhafter Weif« anzureden, gab dieser nicht etwa eine schroff ab« welsend« Antwort, wie dieSuffisanz der Anrede sie «igentlich herausgefordert hätte, nein, ganz im Gegentheil, er war höchst erfreut und that bald mit großem Selbstbewußtsein kund, daß er selber Reserveoffizier sei, im Civilleben aber Assessor. Aus erstere Eigenschaft that er sich ent-schieden mehr zu Gute. Nun hub ein Geplauder in jenem schon geschilderten Armeejargon an. Jede« dritte Wort war .Herr Kamerad". Al« aber der „Herr Kamerad* von der Reser»« ' Die Mahnung de« Bürgermeister« Dr. N e ck e r m a n n, wacker sonzuarbeiten. an de« Ausbaut der Fortentwicklung der Stadt, ist die richtige Interpretation der kaiserlichen Aner» kennung, und wird zweisello«, von der Ver-tretung und der Bewohnerschaft der Sannstadt, beherziget werden. Eilli ist eine deutsche Stadt, und die Deutschen in Oesterreich haben e« nie unter« lassen, einzutreten, für di« Erweiterung der Cultur und Sitte, sind stet« schaffen«freudig und bewahren nebst der Pflege ihre« nationalen Gefühle«, die Treue für die Dynastie. Der deutsche Charakter ist nach seiner Eigenart fried-fertig, jedoch stet« bereit, für die Vertheidigung der Errungenschaften de« deutschen Volke«, un» entwegt einzustehen. Die Danke«worte de« Kaiser«, werden da« Zielbewußtsein seiner treuen Unterthanen in der Stadt Cilli nur noch erhöhen. 5« de» Kaisertagen. ** Am 1. September zeitlich Morgen«, fuhr der Kaiser zu den Manöoern, Mittags kehrte derselbe wieder nach Cilli zurück. Im Verlaufe de« Tage« hat der Monarch Unterstützungen be-willigt, welche »usammen den Betrag von 200«) fl. erreichen. Dieselben wurden ertheilt: Für bedürftige Schüler an der gewerblichen Fortbil-dungtschule in Eilli LV0 fl.. für die Schult de« katholischen Frauenvereine« in Cilli 100 fl.. für die Wärmstube daselbst 100 fl.. für die Armen der Stadt Cilli 500 fl.. für die armen Gebirg«-gemeinden Skornrnern, St. Ruperti, Kalobje und Trennenberg zusammen 500 fl., für die im laufenden Jahre durch Hagels chläge besonder« geschädigten Insassen de« politischen Bezirke« Cilli 600 fl. Der Kaiser hat außerdem mehrere Spenden, al« Anerkennung sür verdienstvolle sich einmal auf zwei Minuten absentierte, zwin-kerten die Herren von der Linie sich doch mit jenem Blinzeln zu. da« wohl schon die römi-schen Auguren an sich gehabt habe» mögen. Wo war ich wieder hingerathen! Also ein Mann von wissenschaftlicher Bildung, ein Assessor that sich etwa« darauf zugute, daß er Rtferve-offizier war; er fah darin fast et»a« wie eine Stande«erhöhung. eine Ligitimation der Hof-sähigkeit, Mt Etwa«, wa« ihm in seinen Eivil« Verhältnissen nicht zustand. Und trotz oder gerade wegen dieser dem Militär gegenüber zur Schau getragenen Devotion nahmen die Herren von der Linie den Kameraden von der Reserve nicht für voll! Wenn e« mir bi« dahin klar gewesen wäre, jetzt hätte ich e« wissen müssen: ich war in der Heimat, in Deutschland, im Lande der Kasernen. Der Eindruck, den di« kurze Coup Ei» 4oß den Peteranen. Als der Monarch die Veteranenabtheilung erblickte, ließ er halten und stieg aus dem Wage». Aus Herrn M u r k o zuschreitend, salu-tierte er und würdigte Ersteren einer freund-lichtn Ansprache. Er erkundigte sich über die Stärke de» Vereines, und ob derselbe nur aus in Cilli wohnenden Mitgliedern bestehe, oder ob auch von der Umgebung solche dabei seien. Herr Murko antwortete, daß der Verein mindestens daß man gerade mit ihm spricht, das scheint man trotz Spott und Hohn, an denen e» die vernünstigen Deutschen selbst nicht fehlen lassen, in Deutschland noch immer nicht zu begreifen. Monsieur! Madame ! — wie einfach ist doch die Anrede deS höflichen Franzosen I Aber wage in Deutschland Jemand eine Frau OberappellalionS-gerichtsfenatSpräsidentin blo» mit Frau Appel-lationSgerichtspräsidentin anzureden! Das wäre eine Beleidigung, di« man lediglich gut machen könute durch ein geschickt angebrachtes „gnädige Frau!" Merkwürdig! DaS hier so vulgäre .gnädige Frau', daS man unter Umständen feiner Wäscherin zukommen läßt, hat in Deutsch-land einen ungleich höheren Klang ; das macht: eS ist in der Armee üblich. Einer Bürgerlichen steht eS durchaus nicht zu; desto mehr fühlt sie sich geschmeichelt, wenn man eS ihr einmal an-gedeihen läßt. Aber Eines ist mir doch im Gegensatz zu anderen Landern ausgefallen: Die gesunde Gesichtsfarbe, der robuste Körperbau der Deutschen. D»e Kost in Deutschland ist entsetzlich schlecht; wer von den ungarischen Fleischtöpfen nach Deutschland kommt, wird bis zur Gewöhnung halbwegs hungern müssen ; und doch, wie schauen diese Menschen aus! Ich will den Hygienikern nicht inS Handwerk pfuschen, aber ich glaube doch sagen zu können: der Deutsch« ist weniger genußsüchtig, lebt einfacher und ist infolge besten 1891 2'JO Mann stark sei und seine Mitglieder in de: Stadt und Um«tu!Ng besitze. Der Kaiser' bemeM« hieraus: ,Es i't recht fchgn'1 und ti ftiut mich sehr» daß sich alt-Krjeger >nil<> iid^r vereinigen.* Tosend» Hochrufe erfüllten die Lüfte usD ttw der Kaiser hierauf ^sim Bahnhöfe schritt, intonierte die Musik die VolkShywm, weiche von den stürmischen Hochrufen der imVabnhofe und auf der Straße, vor demselben befindlich» Menschenmenge, fast übertönt wurde. Z)er Abschied auf dem Bahnhof,. Auf dem Perron des Bahnhofes trat der Kaiser auf den Burgermeister Dr. Neck er« m a n n zu. welcher, sich ehrfurchtsvoll verbeugend, folgende Ansprache dielt: „Eure Majestät, Allergnädigster Herr und Kaiser!" Tie Stahtflemeinde Cilli. ist durch den Allerhöchste!» Besuch so dochgeehrt und avszi-zeichnet worden, wie noch nie. Die Tage der Anwesenheit Eurer Majestät sind die schönste» Ehrentag« dieser Stadt, und sie werden nicht nur in den Annalen derselben, sondern noch vielmehr in den Herzen aller Bewohner mit »n-auSlöschlichen Lettern eingetragen bleiben. statten mir daher Euere Majestät im fljnt« der Stavtgemeinde den tiefstgefühlten Tank iui> zusprechen und damit zugleich die Bitte zu ver-einen: „Eure Majestät mögen auch in Zukunft dieser kaisertreuen und reichstreuen Stadt ii Huld und Gnade gewogen bleiben. Gott geleite, Gott erhalte, Gott schütze Eure Magnat!' Der Kaiser erwiderte: .Ich tauft Ihnen nochmals für den freundlichen Empfanz und bitte Sie, meine Freude darüber der Be-völkerung bekanntzugeben. Möge die Stadt so wachsen wie bisher, und bleiben £« so kaisertreu, b iS wir uns wieder-sehe n. TaS hoffe und erwarte ich !' Stürmische Hochrufe durchbrausten die Lüfte. Hierauf hatte die liebreizende Tochter des BezirkShauptmanneS von Cilli. die all«» höchste Ehre, dem Kaiser ein Blumenbouqmt überreichen zu dürfen. Fräulein Hermiin Wagner, welche weiß gekleidet war. trug «m blaue Schärpe, als allegorische Figur der Su* Cilli. Das Bouquet. welche» sie trug, war auJ Rosen. Tuberosen. Veilchen und Edel-weiß prachtvoll zusammengestellt. Die junge Dame richtete an den Sais« mit deutlich vernehmbarer Stimme folgende Worte: „Eure Majestät erlaubt sich die Jagaid von Cilli zum Abschiede noch einmal ehrfurchtt-vollst zu begrüße». Geruhen Eure Majn'ui, unserer Vaterstadt eine freundliche Erinnern^ zu bewahren. Gott fchüye und schirme achten, namentlich bei der Ernährung der Kmdn. Paprika kennt man dorten nicht, kaum Pfefier! Als ich.zur Rückreise mich rüstete, fielen ,» Frankfurt a. M. die letzten Hammerfchläge Vollendung deS gewaltigen Ausstellungspalaftet der internationalen elektrischen Ausstellung. Tt Maschinen in den Etablissement« werden geijwi durch die Kräfte des 150 Kilometer «nist»«, Wasserfalle» bei Lausen. Es surrt und schwirr in den Räumen wie in einem Hexenkessel und die Kraft, die da« Ganze treibt, ist viel«, viele Meilen weit draußen im Land. Li» eine größte Wunder reihen sich unendlich etefe kleine; das Auge, daS äußere wie da« innen, wird nicht müde des Staunens und der &> wunderung. Hier wird die Zukunft geboren, di« große erlösende Zukunft, die Zeit der schaffende nicht der zerstörenden Kräfte. Daß Teutschlad daran wacker mitarbeitet, daß war mir ai Trost nach den vielen Enttäuschungen de« kima feimatsausemhalte». Denken und Schaffell h« eutschland groß gemacht in einer höheren alt der politischen Welt; in der noch nichl »° schöpften Arbeitsfreudigkeil seine» Bürgenhu» liegt auch heute seine Größe, eine Größe, k erst wieder zur Geltung kommen wird, m» auch die Politik nur noch ein Ziel hat: Gulnt. Civilisation. „N. P. Journal.' Majestät l' — Der Kaiser nahm freundlich IHelvd das prachtvolle Bouquet dankend ent» M«' Hierauf verabschiedete sich der Kaiser noch un den Herren Erzherzogen und bestieg den Vag^on. woraus sich der Seperatzuq, begleitet con tausendstimmigen Hochrufen, in Bewegung sqie. Die Volkshymne wurde gespielt, und der jtaiser trat zuui Coupte Korpsmanover in Killi. 1. Manövertag. Der Kaiser war am 31. August, wie wir bereit« gemeldet haben, um 7 Uhr früh bis BischosSdors gefahren, woselbst er ein Pferd bestieg. Für die Nordwestpartei wurde der Be-fehl auf Fortsetzung deS Marsches gegen Georgen und aus die Hinderung der Südostpartei an der Entwicklung in» Sannthal, beziehungsweise in die Ebene von Cilli, Zepina und Hocheuegg »uigegeben. Die Südostpartei erhielt die Ordre den Marsch gegen Hochenegg fortzusetzen und den Gegner an der Entwicklung in« Hochenegger Gefilde zu hindern. Die Nord-Partei brach um 6 Uhr in zwei Colonnen von Hochenegg gegen Dolle und Georgen aus und stieß im Loschnitzthale aus die Südpartei, deren Gro« bei Razbor eine befestigte Stellung mit sehr günstiger Geschütz-Position einnahm. Nach einem lebhaften Feuergefechte wurde die Posi-tion forciert und die Südpartei durch daS Eingreifen der von Sachsenfeld angerückten Land» wehr-Colonne zum Rückzüge gezwungen. Der Kampf wurde um circa '/,1 Uhr abgebrochen und die Nachtstellung in den erreichten Posi-tionen bezogen. Der Kaiser, die Erzherzoge Albrecht. Wilhelm und R a i n e r, ReichSkriegSminister Baron Bauer, der Generalstabschef und der Militärattache Deutschland« wohnten dem Manöver bei. D»r Kaiser sprach sich sehr lobend über die Artillerieaufstellung bei Zepina, welche da« ganze Pefchnitzthal beherrschte, und über die Leistung de« Razbor besetzt haltenden Jnfanterie-RegimentS Nr. 97 au«. Nach Ab-bruch de« Manöver« kehrte der Kaiser nach Cilli zurück. Auch an einer heiteren Episode hatte eS nicht gefehlt. AlS am Vormittag« die Südost-partei, mir der Cavallene gleichzeitig ein Jäger-bataillon bei Tüchern vorgeschoben, und das Schloß W i s ch e g r a d besetzt hatte, woselbst sich die Manöver-Oberleitung befand, kam ganz ge-müthlich ein fremder Landwehrdragoner de« Wege« geritten, ohne da« Abzeichen der Neu-tralität zu tragen. Die. bei der am Bache be-findlichen Brücke postierten Jäger, machten gar kein Federlesen mit dem guten Dragoner, sie umzingelten ihn. nnd machten ihn zum Ge-fangenen. Vergeben« erklärte der Dragouer, er sei vom LandeSvertheidigungS-Miniiter Grafen WelserSheimb commandiert und habe einen wichtigen Brief beim Erzherzog Albrecht abzugeben. Er wurde aber nicht losgelassen. »DaS könnte," hieß eS, „ein jeder feindlicher Dragoner sagen und sich über die Stellung de« Gegner» orientieren." Zum Glück für den Dragoner kam Oberst S ch ö n a i ch geritten, der den Gefangenen au« seiner unangenehmen Situation mit dem Auftrage befreite, er möge in Zukunft als Neutraler die Armbinde tragen. 2. Manövertag. Am 1. September wurde das, am Vortage unterbrochene Manöver fortgesetzt. Die Nordwestpanei setzte sich in der eroberten Position fest; der da« Thal dominierende Rosalienhügel wurde von zwei Bataillonen occupiert. Die-selben gruben sich theilweise Schützengräben. Das Centrum befand sich in D o b r e tz unter einer fehr oortheilhasten Geschützposition. DaS Gros der Infanterie hatte an der Lisiere der Wälder von Cervwac Ausstellung genommen. Die Südostpartei dirigierte eine Colonne, bestehend aus der 56. Brigade, und 2 Batterie-Divisionen auf der Straße St. Veit-Unische— Dolle, eine zweite Colonne. bestehend aus der 44. Landwehrbrigade mit einer Batterie-Divi» sion, aus dem Fahrwege Ponigl—Koronac— Kosarica gegen die Wälder von Cerovac. Eine Seitenhut dieser Colonne. (zwei Bataillone) gieng nördlich von Ternowey vorbei. Die 55. Brigade rückte von Ponigl über Mlaker der 56. Brigade aus der Straße über Dolle nach. Gleich nach dem Ueberschreiten der De« markan«n«linie kam es bei Ternowetz zwischen den Vortruppen der Landwehr und den Vor-posten der Nordwestpartei zu einem kleinen Ge-fechte, welche« dazu führte, daß schließlich in der Nähe von Geischek schon zu Beginn der Uebung drei Landwehrdataillone den linke» Flügel de« Gegner« bedrohten, die aber bei Vorbereitung des allgemeinen Angriffe« über Weisung deS DivisionScommandoS wieder in den Wald von Koronac zurückgezogen wurden, während die Nordwestpartei die Brigade H e y« rowSky gegen Ternowetz vorschob. — Gegen 7»9 Uhr entwickelte die Eüdostpartei gegen die starke gegnerische Stellung Rosaliaberg—Repno —Dobrait; die Brigade Schilhawsky, welche da« Gefecht an dieser Stelle hinhielt, während Generalmajor K o m e r s mit seiner Brigade und der gesammten Landwehr voll-kommen gedeckt nördlich von Geischek mit der Direktion auf Untercerowetz vorgieng, indessen eine mächtige Feuerlinie aus der Waldlisiere von Kosarica den Gegner lebhast beschäftigte. Als KomerS zum Angriff schritt, dessen Erfolg nach der Sftuation von vornherein unzweisel-hast war. ließ der Kaiser um */*10 Uhr abblasen. Hieraus ließ der Kaiser, welcher mit den Erzherzogen dem Manöver beigewohnt hatte, die Stabsofficiere und Generale zusammen-treten, gab seiner Freude Ausdruck, „daß er das schöne 3. CorpS wiedergesehen" und sprach sein Lob über die gute Haltung der Truppe und ihre tactische Au«bildunq aus. Besonder» habe sich aber die Artillerie an beiden Manöver» tagen ausgezeichnet. Dem Regimente Nr. 17, welche« vor dem Kaiser bei Stante, vorbeimarschierte, sprach er gleichsallS die volle Zufriedenheit aus. Bei Reifenstein führte der Gardecapitän FML. Graf P a l ffq, da« seinen Namen trageude Husaren-regiuient Nr. 8, dem Kaiser persönlich vor. Auch dieses Regiment wurde vom Monarchen durch lobende Anerkennung ausgezeichnet. Bei einer Attaque dieses Regimentes er« eignete sich ein Vorfall, welcher im Momente, unter den Tausenden der Manövergäste, eine peinliche Aufregung zur Folge hatte, glücklicher-weise aber keinen Schaden brachte. Ei» Husar war mit dem Pferde gestürzt und kam unter dasselbe zu liegen. Seine Kameraden, in der tollen Jagd begriffen, setzten mit ihren Raffen, über Pferd und Mann, und weiter gings im rasenden Carriere. Schon nahten sich dem Ge« stürzten, SanitätSmänner mit der Trage. Da aus einmal wird fein Kopf und Oberkörper ficht« bar. er arbeitet sich unter dem Pferde hervor, stellt sein Rößlein auf, schwingt sich in den Sattel, winkt den SanitätSmännern. sie sollen gehen und jagt mit verhängtem Zügel seiner Truppe nach. Tosender Beifall lohnte dieses Husarenstückchen. Feldzeugmeister Herzog W ü rt-temberg besprach später al« Oberkommandant der Manövertruppen im Schlosse Weschigrad mit den Generalen und StabSofficieren die Vorkommnisse und dankte für gute Haltung und das vorzügliche Aussehen der Truppen. In der Nacht und am folgenden Tage rückten die Regimenter wieder in ihre Garnisonen ein, zu welchem Zwecke die Direktion der Süd« bahn unter Uederwachung deS Oberinspektor« Behagel und Controlor« Peter, achtzehn Züge beistellte. O ch ch Tie elektrische Beleuchtung in St. Georgen anläßlich der Truppenbeförderung wurde durch den Vorstand deS Signal- und Telegraphenwesens der Südbahn, Herrn Lberingenieur M. Kohn, hergestellt. ch ch ch Leider ist auch einllnglücksiall zu verzeichnen. Bei Eachsenseld, badete da« 26. Landwehrbataillon. Der Landwchrmann Ludwig König welcher ein guter Schwimmer war. rief feinen Kameraden zu: „Seht her, ich schwimme durch die volle Strömung." Gesagt, gethan. Leider aber mißlang das Bravourstück de« kühnen Schwimmer». Er wurde von der Strömung erfaßt und verschwand in den Wellen. Ei« Zweiter, welcher gleichfalls dem Ertrinken nahe war. wurde glücklicherweise gerettet. ch ch ch Am 1. September abends rückte das complete Regiment Rr. 87 in Cilli ein. von welchem das dritte Bataillon hier in Garnison bleibt. Da» 1., 2. und 4. Bataillon marschierte am 2. September mit klingendem Spiele und unter Begleitung von mehreren Hunden Menschen zum Bahnhofe, von wo sie in ihre Garnison«-orte Trieft und Graz. woselbst der Stab liegt, befördert wurden. Die Bewohnerschaft von Cilli spendete den Soldaten einen ausgiebigen Labe-trunk, bestehend in zwölf Eimern Bier und Cigarren. Als sich der Zug in Bewegung setzte, wurden von Abschiednehmenden gegenseitig die Tücher geschwenkt, laute „Juchhe!« Rufe ertönten aus dem Innern der Waggon«. Rundschau. sSlovenische Wuthausbrüche. > Die panslaoistischen Blätter sind außer Rand und Band, über den schönen Erfolg, welchen die deutsche Berölkerung bei den zu Ehren de» Kaiser« veranstalteten Festlichkeiten auszuweisen hatte. Da« in Marburg erscheinend», deutsch-geschriebene Slovenenblatt schlägt au« Galle förmliche Purzelbäume, wirst der deutschen Be-völkerung und Stadtvertretung TerroriSmuS vor, und meint, nur dem Tact« der Südflaven sei e« zu dant«n gewesen, daß sich nicht unter den Augen de« Kaiser«. Scenen thätlicher Art. ab-gespielt haben. Wie albern da« Geschimpfe und da« Selbstlob ist, erhellt am deutlichsten au« den anerkennenden Worten de« Kaiser«, welche jeden Eomentar zu dem Geschreibsel de« be« zeichneten Blatte« überflüssig erscheinen lassen. Desgleichen hat ein in Agram, dem Tummel-platzt »er Excesse, erscheinende« Blatt eine Reihe von Angriffen gegen die deutschen Bewohner von Cilli vom Stapel gelassen, hiesür aber be-reit« von der „Grazer TgSp." die gebührende Abfertigung erhalten. E« beißt in derselben u. A.: „Die Deutschen haben e« nicht nöthig, von den Anhängern Stroßmayr'S und sonstigen Angehörigen der wegen ihre« Auftreten« be-kannten croatischen Opposition, Zehren über ge« sellschaftliche« Wohlverhalten entgegenzunehmen, un» wa« die dem Herrscher schuldige Loyalität betrifft, so überlasse man die sorge dafür nur den Deutschen selbst, welch« hundertfach bewiesen haben, daß sie ihr« nationale Gesinnung mit ihren Pflichten gegenüber dem Monarchen wohl zu vereinbaren wissen. Bei den Herren Süd» slaven brauchen sie ditstrwegtn noch lange nicht in die Schule zu gehen. Für den würdigen und erhebenden Verlauf der Kaisertage in Cilli spricht wohl am deutlichsten die AbschiedSantwort de« Kaiser« an den Bürgermeister, in welcher der Herrscher für den „foirtlich herzlichen, «armen Empfang" dankte, und der Erlaß de« Statthalter« an den Bürgermeister der ge-nannten Stadt, in welchem der Erstere gleich-sall« den wärmsten Dank de« Monarchen für den ihm bereiteten Empfang ^um Ausdruck bringt. Der Bürgermeister. Herr Dr. Necker-mann, war gewiß vollberechtigt, die« mit dem Bemerken zur Kenntni« der Bevölkerung zu bringen, daß die Stadt Cilli auf den Verlauf dieser herrlichen Festtage stolz sein dürfe, und die Deutschen der Stadt Cilli können auf die wider sie eingeleitete panslavistische H«h« mit der gebührenden — Achtung herabblicken. sZur Kaiserentrevu«! bemerkt die „N. Fr. Pr.": „In Schwarzen«», wo sich zur Stunde da» Hoflager der beiden Kaiser von Oesterreich und Deutschland befindet, und auf Schloß Maire«, wo der Reichskanzler von Capri^vi mit dem Grasen Kalnoky con» seriert und auch der deutsche Botschafter Prinz R e u ß eingetroffen ist, scheinen wichtige Verab-redungen stattzufinden. Daß die beiden Kaiser auch mit dem dritten Verbündeten, dem Könige Humbert von Italien, in steter Fühlung bleibe», daraus deutet di» Nachricht, daß der König den Minister - Präsidknten Marchese di Rudini nach seinem Sommerausenthalte Schloß Monza hat kommen lassen. Grund zu ernsten Erwägungen über die St«llung d?« Dreibünde« zu einer ganzen Reihe von Ereignissen ist in Fülle vor-Handen und soeben durch die Vorgänge in Con-stantinopel noch vermehrt worden." IDreibundseinde.Z Die rnssisch. französische Verbrüderung, die Ausstellung in Prag und jetzt auch di« in Agram hallen, wie da« „Laibacher Wochenblatt" schreibt, die slo-venischen nationalen Russensreunde und Exalta-do« noch immer in Athem und entlocken ihnen ebenso begeisterte Geständnisse über die sranco-russischen Sympathien und gesammtslavischen Hoffnungen al« feindselige Angriffe und Aeuße-rungen wider den Dreibund und unsere Alliierten, vor Allem wider Deutschland. Wie öfter schon, liebt man e« an slovenischer Seite, auch jetzt wieder unseren engsten Bundetgenossen möglichst herabzusetzen, Deutschland al« bereit« vom Gipfel seiner Macht herabsinkend und dem Verfalle entgegengehend hinzustellen, und <« werden namentlich die Aeugerungen gewisser clericaler und reichsfeindlicher kl»iner Blätter in Bairrn, die einen varticularischen Standpunkt vertreten, mit Emsigkeit zusammengesucht, um hiesür an-aebliche Belege zu liefern. Zum Glücke für den Frieden und die Macht d»« Dreibunde« sind fch- W.cht- aber in der großen Politik diese Münchener Hetzblätter ebenso absolut einflußlos al« ihre diesigen GesinnungSverwandten. Auch für die Rückgabe Elsaß - Lothringen« schwärmt gegen-wärnq „El. Nar." und klagt Deutschland an, daß e« im Siegesräusche vom blutigen Leibt Frankreich« zwei Provinzen heruntergerissen habe, al« dies»« besiegt am Boden lag." Daß Deutsch-land nur einen Bertheidigung«krieg führte, nur einen der böswilligsten und ungerechtfertigsten Angriffe zurückschlug und daß diese Provinzen alter deutscher Boden sind, der an Frankreich in einem grausam geführten Raubzug an sich gerissen war. davon scheint da« Blatt der Radikalen freilich nicht« zu wissen oder vielmehr — ti stellt sich nur so. Zu d»n slov»nisch»n Eigenthümlichkeiten gehört bekanntlich auch die Sucht. Alle« in« Ungeheuere zu übertreiben. So wurde von der Prager Ausstellung bisher nur von den überschwänglichsten Ausdrücken geredet, allein von der Agramer, die ja in ihrer Art ganz nett sein mag, aber jedenfalls eine relativ kleine Veranstaltung ist und lange nicht einmal di» Prag«? «rreicht, wird in .noch' überspannleren Ausdrücken geredet. Alle« ist „zauber-haft' und ,unermeßlich schön," andere Epitheta gibt e« sür die Beschreibung derselben überhaupt nicht. Es ist selbstverständlich, daß solche unsin« nige Uebertreibungen der Sache, der sie dienen sollen, nur schaden und einer unbesangenen Würdigung derselben am meisten hinderlich sind. sZudenAgramerDem o nstra ti o nen.j Die Ultras der croatischen Partei, welch« unter der Anleitung des berüchtigten Herrn Star-cevic«, in Agram über Nacht daS großcroa-tische Reich etablieren möchte», haben e« in den letzten Tagen doch schon zu bunt gelrieb n, so daß sich da« AuSitellungS-Comit^ veranlaßt sah, einen Apell an die Bürgerschaft der Stadt sol-genden Inhalte« zu richten: „Auf dem Ausstellungsräume, diesem neutralen Terrain, welche» die gesamml« Ration mit ihrem Fleiße schmückte, haben sich wiederholt Scenen demonstrativen Character» ereignet, welche am wenig-sten in der Autstellung statthast sind. Die Bürger-schaft der Hauvlstidt, welche ohnehin derartige Scenen verurtheilt, sowie alle anderen Ztu»stellu«g»-Besucher miZgen versichert sein, daß derartige Scenen sich nicht mehr ereignen werden; dafür übernimmt die Garantie da» gefertigte Au»stellung«-Comitv in dem festen Älauden, daß e« bei diesem seinem ve-streben nebst den Organen der Polizei. auch »on der gekämmten achtbaren Bürgerschaft auf da» entschie-densle unterstützt «erden wird, welche gewiß da« schöne Werk der gesammten Ration vor Prosanalionen, mögen sie von welcher Seile immer kommen, ge-schützt wissen will. Die „Ajiramer Zeitig" macht sich über diese Kundgebung lustig, indem sie daraus verweist, den dalmatinischen Brüdern müsse bei der Kacic-Feier der Unterschied vor Augen getreten sein, welchen Schutzes, welcher Patronanz und welcher Freiheit jede berechtigte nationale Regung in Kroatien»Slavonien, auf dem Gebiete der Stephanskrone also, theilhaftig wird und welche Hindernisse denselben Regungen in Dalmaiien in den Weg gelegt werden." Lagesneuigkeiten. [Die Kaiserentrevue in Schwär-z e n a «.] Kaiser Franz Joses trat am 2. September um 6 Uhr morgens in Schwarzenau ein, wo er in dem Schlosse de« Baron W i d-mann Absteigequartier nahm. Die Appartement« daselbst wurden sür den Kaiser Franz Josef und den Kaiser Wilhelm im ersten und sür den König Alben von Sachsen und den Prinzen Georg im zweiten Stockwerke adaptiert. Um 6 Uhr abends traf der König von Sachsen sammt Gefolge in Schwarzenau ein, und wurde aus dem Bahnhöfe vom Kaiser, dem Erz-herzog Karl Ludwig mit großer militärischer Suite empfangen. Gegenwärtig waren außerdem, der sächsische Minister F a b r i c e, Statthalter Gras Kielmansegg, Bezirkshauptmann Z « l l b a ch e r, Bürgermeister Ehrgott und der General-Director der österreichischen Staat«-bahnen, Baron C z e d i k. Die Begrüßung war eine sehr herzliche. Der Kaiser küßte den König 1891 und den Prinzen Georg wiederholt; der Kömj zeichnet« den Statthalter, Bezirtthauvtmann ukö . mehrere Herren durch Ansprachen au«. Die Ab-fahrt in« Schloß erfolgte unter den Hochruien der angesammelten Menge. Aus der Freitrepp« de« Schlosse« empfing Baronin Widma »» die Monarchen und die beiden Prinzen. 8braM um halb 7 Uhr sand. in dem Schlosse ein Di»er »on 36 Gedecken statt. Recht« vom Kaiser saßen der König von Sachsen. Erzherzog Karl Ludwig und der Herzog von Württemberg, linkt hatten Prinz Georg von Sachsen und der Minister de» Aeußern Gras Kalnoky Platz genommen. Unter den Geladenen besannen sich Baron Wid-mann, Statthalter Gras KielmanSegg und sammt-liche Miliiär-Attach««. Mit dem Einbruch« der Dunkelheit st«lll« sich der Waldoiertler Sanzn> Gauverband, vor den Fenstern der kaiserlich» Appartements auf. Der Gauverbands-Borstehet Dr. Holland. BezirkSrichter in Weina, überreichte dem Kaiser da« G»sang«progra«m ir einer prächtigen Enveloppe. Hieraus brachten die Sänger, von zahlreichen Lamp>on«trägern flankiea, patriotische Chöre zum Vortrage, zuletzt unter dem Jubel der Volksmenge die Volkshymm. Am 3. September um 7 Uhr 47 Minuten traf Kaiser Wilhelm von Deutschland, mit einem Separathoszug« in Horn ein. wo er von den bereit» früher mit Separatzug anze> langten Majestäten von O «st»r r r i ch un» Sachsen aus da« innigst« begrüßt wurde. Der Bahnhos. war mit vaterländischen, reich«deulsche» preußischen und sächsischen Fahnen decoriert. Vor dem Bahnhofe, standen die Pferde für Sie Monarchen und an hundert Pferde sür die Suiten bereit. AIS der deutsche Kaiser, de» Hofsalonwagen entstiegen war. eilte Kaiser Franz Joses aus denselben zu. umarmte und Fügte ihn. Sodann fand die Begrüßung de< Kömgt und de« Prinzen Georg von Sachsen, der beide» Erzherzoge und de« Herzogs von Württemberg, statt. Bei der nunmehr folgenden Vorstellung des beiderseitigen Gefolge« richttt« Kaiser Franz Joses, an den Reichskanzler » C aprivi, Kaiser Wilhelm an den Grasen Kalnoky, den Kriegt-minister und den LandeSvertheidigungtminmer einige Worte. Beim Eingange in die -ladt hielten die Monarchen «inen Augenblick an. w« Kaiser Franz Josef seinem Gaste den Bürger» meister von Horn und den Grafen Hoyot vorstellte. Unter lauten Hochrufen zogen die Monarchen durch die Stadt, und verließen die-selbe durch das Präger Thor. Aus der :» Südweste» der Stadt gelegenen Purkerwiese, hielten sie eine kurze Revue über die 49. Ja-santerie-Brigade und die erste Caoallerie-Divifioii, ab. welche in drei Treffen aufgestellt waren. Am rechten Flügel deS ersten Treffe»« hatten die Erzherzoge Albrecht. Wilhelm und Rainer, de: Chef de« Generalstabes. FZM. Freiherr v. B e ck. und die übrige Manöver Oberleitung sich zur Begrüßung ausgestellt. Der deutsche Kaiser begrüßte die Erzherzog,, woraus die Monarchen um 8l/l Uhr auf da« Ma-növerfeld ritten. Eine Viertelstunde später beginn sich die erste Cavallerie-Division in Marsch zu setzen, womit die Manöver ihren Ansang nahmen. sDie Abrüstung.! Am verflossene» Dienstag, ging e« in der Kaserne aus dem Kann Joses«platze, sehr lebhaft zu. 600 Reservisten und Landwehrmänner, hatten nach »ierwöcheni-licher Waffenübung. da« behagliche Gesühl, in ihr« Heimat zurückkehren zu dürft«. Desgleichen, wurden die beim 87. Infanterie - Regiment» Dienenden, welch» b»reit« drei Jahre in Naivität stehen, entlassen. Der weite Raum de« Kaserne»-hose« war am Boden bedeckt mit Koner». Bündeln, Körben x. Die Umkleidung wurde gleich im Hose vorgenommen. E« war heim anzusehen, wie sich die äußere Umgestallung vollzog und Männer, die »in» Stunde ftüher noch al« Mar«söhne mit dem kurzen Baionetie einherstolzierten, jetzt bemüht waren, die oer-bogenen Hutkrämpen und die Falten, welche ihre Civilkleidung, während der vierwöchenilichen Aus-bewahrung im Depot erhalten hatten, auk« Gleiche zu bringen. Selbstvtrständlich kam»n auch viel» Angehörige der Soldaten herbei, um ihren Galten. Bruder oder Geliebten, gleich nachdem er „loS* geworden ist, in Empfang zu nehmen. Rührende . l*ai »We»tfche M«cht" 5 LbschiedSscenen spielten sich auch ab: so Manchem tütn, die Thränen in di« Augen, als er innen »Schlaf* (Bettnachbar.) n«b«n dem rr drei Jahre hindurch gelegen, die Hand zum Abschiede reichte. Zur Erleichterung der Ge-«iither. wurde dann so mancher tiefe Zug. auS dem Bierglas« gemacht. Ebenso lebhaft, wie in der Käfern«, ging es aus der GlaciS zu. Auch dort wurden die nöthigen .Häutungen", sofort »orgenommen. >Höher« Töchterschule in EiUi-1 Fräulein Emilie Hauffenbichler, hat mit Veirilligung de« LandeSschulralheS, die pädagogisch- didaktische Leitung, der höh«r«n Töchter-schule in Eilli übernommen. [® a f i n o • V t r t i «.] Di« Directi»n )«igt Itemit an, baß Montag, den 7. d. Mt«., die ver-eiatlocalttäten wieder »«zogen werden. sM u fi k a l i s che r S a i s o n s ch l u ß.] Tienslag den 8. Septembrr d. I., veranstalten »te Mitglieder der Vereinskapelle, zum Schluß? i« Laifon im Waldhauf«, ein Benesic-Concert. ftci der Beliebtheit unserer braven Kapelle. mit ihrem verdienstvollen Kapellmeister Dieß! an In spitze, ist wohl kaum zu zweifeln, daß das Tonceri, bei welchem überdies, mehrere der Herren Dilettanten ihre Mitwirkung zugef'gt baben, einen guten Besuch haben wird. DaS Programm ist sehr reichhaltig und verspricht mien amüsanten Abend. fEin« ZuchthauSpflanz«.1 Am 2. d, MtS. würd« di« 14jährige Schuhmachers« lochtet Marie Schwarz verhastet. Dieselbe da«« dem Brauknechte Georg P e s s a ». einen kttag von 66 Guld«n, au« dessen Tischlade mwendet. In ihrem Besitze, fand man noch tinflt Belrag »on 60 fl. Außerdem wird das Mdchen beschuldigt, einen Betrag von 20 fl., «Icher der Obsthändlerin Franziska Debonyak, ix Verlust gerathen war, gefund«n und sich an-^eignet zu haben. Marie Schwarz wurde dem tmsgerichte eingeliefert. sES wär' so schöngewesen . . . .] Sing Haidinek und Maria B or o v i f f a, s« miuun sich zrtti dem Bauernstände angehörige Aidioiduen, welche in PriSlavec im Bezirke Esikalhurn wohnen. Sie sühlt«n da« Bedürfnis. den Kaisersestlichkeiten nach Cilli zu reisen wo lagerten denn auch bereit« am Vorabende, Mt der Ankunft deS Kaisers vor den Mauern Stadt Cilli. am Ufer de« Vogleinabache«. cn der Einmündung in die Sann. Ein Anonymus, dm Haidinek und Borovicka besser bekannt sein mfien, avisiert« jedoch rechtzeitig die Ankunft Mir Gäste, der städt. Polizei, gab ihre genaue > Petson»b«schreibung, nach welcher sich heraus-foHtt, daß sie verwegene Taschendiebe seien, , &t«ii weniger die Huldigung des ankommenden Mnarchen. als der Inhalt der Taschen, de« d«i kaiserfestlichkeilen anwohnenden Publicum«, n> Herzen liege. Ihr Wunsch war jedoch ein ntler. Einem Wachmanne, welcher in Ausübung frn« Dienstpflicht das Terrain am Vogleina-»nd Sannfluße durchstreifte, fiel da« im Grai« tichmdk Paar auf und hielt dasselbe an. Ihre fUstebe, si« seien nur zu ihren Verwandten, «Icht sich in Cilli aufhalten und krank seien, aui Besuch gekommen. eS fei ihnen auch unbe-daß der Kaiser nach Cilli komnien werde, pb ihnen umsoweniger die gewünschte Freiheit. *14 jene anqeblichen Verwandten, der Polizei «ieilfallt al« berüchtigte Taschendiebe bekannt sind. Leide Industrien»» mußten daher auf di« laisersestlichkeiten verzichten und sich in ein Ge-Mrsam begeben, wo ihnen die Gelegenheit zu Ge -lote stand, ActionSpläne für einen anderen Fall ungestört zu entwerfen und sich sodann nach der Abreise dei Kaisers von Cilli, unter sicherer Be» gltitung in ihre Heimat b«g«b«n. Hiedurch ist jidenfall« fo manche Tasche ein«? Fkfttheil-nehmerS von den Langfingern bewahrt geblieben. sCuranstalt Roditsch-Sauer» drunn.j Am 27. August 1891 nahmen daselbst H»r Erzherzog Karl Ludwig und fein Personaladjatant Graf Herbert Schassgotsch »D« und zu Kynast Freiherr zu T r a ch e n-terg, k. u k Kämmerer und Ob«rli«utenant dls Tragoner-RegimenteS Nr. 2 sammt Diener-schasi Aufenthalte lU n I a u I« r e VI a n 3 o « r.] Man sch reiht uns au« Gairach: Wie überall, gibt «4 auchhier L«ut«, denen All«« and«rc lieber ist, al« der Frieden. S» würd« gelegentlich der letzten G«meinde-»u«schußwihl von Si. Leonhardt hier unter der Leitung eine« nur Bedauern erregenden Individuum« eine noch nicht dagewesene Wahlagitaion inscenier», die den Unter-nehmern am Tage der Wahl nur eine gründlich« Blamage eintrug. D«ch, man sann aus Rache. Es wurde an den Lande«au«schuß eine Eingabe g«-richtet, in welcher schwere Verdächtigungen gegen die Gemeindevertretung erhoben wurde. E« würd« darinnen hehauptet, daß die Gemeindevorftehung Obligationen und ander» Werlxapiere eigenmächtig veräußert und in keiner Gemeinderechnung verrechne! hält«: hierauf folgten Anschuldigungen, wegen mehrerer anderer schwerer Pflichtverletzungen. Die Folge war, daß ein Kommissär erschien und die Rechnungen genau prüft«. All«« war ans da« Resultat gespannt. Nun kam vom steiermärkischen Landelautschuil« die Erledigung. In derselben heifet « ; .E« erweisen sich sämmtliche gegen die G«mtind«v»rstih»ng rr-hobenen Anschuldigungen al« unbegründet und sieht sich daher der Land«sau«schuß veranlaßt, die B«-schwerdesührer. da« sind: Karl Weber, Mathias Martun, Miha Gradiönik, Franz Gucek. Martin Lapornik, Andrea« Deielak zur Zahlung der Tom-mission«kosten zu gleichen Theile zu verhalttn." Da« Traurige hiebet ist nur der Umstand, daß die ve-Ichwerde auch ein Mann unterschrieb, der al« Gemein-derath im letzten Decennium die Gemeinderechnungen immer mitsertigte, daher von der correcten Ge> bahrung Kenntni« haben mußte. — Die Moral der Geschichte ist: »Wer andern ein« Grude gräbt, fällt selbst hinein." sS p« nd «.) Der Inhaber de« Kaiser Franz Iosef-Badr« in Tüffrr, Herr Theodor Gunkel, der erst kürzlich die Ortsarmen von Tüffrr mit einer großherzigen Spende bedacht hat, hat neuesten« daS Nettoertrag»!« seiner der Suite de» Kaisers zur Verfügung gestellten Equipagen, im Betrage von 110 st. der Tüfferer Gemeinde, mit der Bestimmung übergeben, daß davon 50 fl. den Ort«armen »on Tüffer, 50 fl. dem Berschönerung«verein von Tüffer. und 10 fl den Gemeindearmen von St. Cdristos zuzuwenden seien. Für diese hochherzige Spende wird dem edlen Wohlthäter der geziemend« Dank der Gemeindevertretung in Tüffer au«ge-sprechen. Stimmen aus dem Publikum. IZ u m B a u e d e r B a h n C i l l i-W ö l l a n.I Wir erhälten folgende Zuschrift: Geehrter Herr Redacteur! Ich bitte Sie um gefällige Aufnahme nachfolgender Beschwerde in Ihr geschätzte» Blatt. Wer nach dem vorletztsonntägigen Regen einen Au«flug aus der Reich«straße durch Gaberje, nächst Cilli ««macht hat. wird zu seinem Staunen bemerkt haben, wie begründet di« s«it«nS der Bevölkerung der Stadt und ihrer nördlichen Umgebung, seit Jahren schon zum Autdruck gekommene Befürchtung, hinsichtlich der Legung der Trace der jetzt im Baue befindlichen neuen Bahn Cilli-Wöllan, durch da« s» vielfältigen Überschwemmungen »»«gesetzte Innunda-rion»gebiet im Weichbilde der Stadt und des Ortes Gaberje war. — Diese Besürchtung wurde auch bei d«r politischen Begebung«-Commission im Jahre 1838 hervorgehoben, nachdem der srühere Sillier G«werbe»erein in feinen Versammlungen schon Monate vorher auf die großen Gefahren hingewiesen hatte, welche die nun zur wirklichen AuSsührung gelangende Bahntrace in sanitärer Hinsicht für die Stadt und nächste nördliche Umgebun> haben müsse, ungerechnet der Beengung, welche die Stadt in ihrer Ausbreitung, mit der sie nach Norden, hin am meisten angewiesen ist, zu erfahren habe. Da nun bei der erneuerten commissionellen Tracenbegehung im AprU l. I. sowohl vom Chef der politischen Bezirk«behörde al« auch vom Herrn Bürgermeister der Stadt Cilli auf diese Uebelstände hingewiesen und aus die Gefahren aufmerksam gemacht worden war. welch« b«sproch«nr Bahntrace an dieser Stelle namentlich in sanitärer Hinsicht im Gefolge haben müsse, so konnte man eine billige Berücksichtigung dieser begründeten Beschwerden umso eher erwarten, al« die Mebrkosten der Führung der Bahntrace weiter gegen Norden in gar keinem Verhältnisse zu den großen Schäden gestanden hätte, der der Stadt und ihrer nächsten Umgebung unau«bleiblich erwachsen wird, er-je wachen muß. — Der starke Regen de« vor letzt-xrgangenen Sonntag« als« der Niederschlag eine« einzigen Tage«, hatte im Ablaufe durch den neuen Bahndamm behindert, solche Massen von Waffer an-gestaut, daß da«selbe am Montag« noch bi« zu jener Brück« hinauf stand, di« den. Weg zum Guggemu«'-schen Besitze mit der Hauptstraße verbindet, und wo di« Landwehrkascrn« erbaut werden soll. Eine Er-scheinung, die früher, nach wochenlanger Regenzeit nicht eingetreten ist. Wa« soll erst zur Herbstregen-zeit und beim Echneegange im Frühjahre?c. werden T Früher konnte sich daS Waffer fuccesive nach ab-wärt« verlieren, jetzt bleibt e« durch den Bahn-dämm daran verhindert, stehen. — Die Material-graben füllen sich mit Wasser und sind sie erst einmal mit Gras und Gestrüppe verwachsen, so ent-stehen Sümpf«, di« geradezu verpestend« Mia«men verbreiten müffen. Typhöse Krankheiten und Fieber werden die unau«bleihlichen Folgen sein und die bi«her gesunde und freundlich« Stadt Cilli, mit ihrer prachtvollen Umgebung, die so beispiellos große Opfer sür ihre Verschönerun» bringt, wird, das ist gewiß, wenn nicht noch rechtzeitig eine radicale Ab» Hilfe erfolgt, statt von Fremden gern aufgesucht, möglichst gemieden werden. — Daß dadurch aber auch besonder« die, besagter Stelle näher gelegenen Häuser und Besitzungen an. ihrem Werte erheblich verlieren müßten, liegt klar am Tage. — Mit einem Worte, wird der Bahnbau zwischen der Stadt Cilli und dem Orte Gaberje so »»«geführt, wie jetzt die Trace und tisherigen Arteilen zeigen, fo werd«« die Folgen, hieran nicht allein eine bleibende schwere Calamität, sonder» ein wahre« Unglück für h«ide Orte sein. Darum bitten wir alle Behörden, die «S angeht, noch rechtzeitig ihr Möglichste« zur Verhinderung dieser drohenden Gefahren zu thun. Hochachtungsvoll Mehrere Besitzer »on Gaberje. Herichtssaat. sGeschwornen-AuSlosung.) Für di« am 28. d. Ml», bkginnknd« Schwurgerichts-Periode wurden berufen, als Ha uvtgefchworn«, di« Herren. Alfred Freiherr Baron Mofco«, Gutsbesitzer in Pifchätz; Franz Kallan. Reali-tatenbefitzer, Trifail; Jgnaz Halbärth. Handelsmann. Marburg; Johann Bankalari. Apotheker, Marburg: Johann Senckovic, Gastwirt, Haidin; Heinrich Srschen, Rechnung«führer. Lote; Franz T'chech. Gastwirt, Pettau: Franz Reister, Gastwirt. Schönstem; Karl Huderger. HauSbesitztr, Marburg; Dr, Jostf Goricki, Advocat. Ober-grieS ; Franz Spende, Hausbesitzer, Oberburg ; Johann Löfchnigg, Handelsmann, St Martin; Andrea» Schmid, Realitätenbesitzrr, Marindorf: Georg Krep«. Wagner. Frieda»: Franz Novak, Rt«litätendtsitzer, Blemca; Johann Wallner, Stati»nSchef. Marburg; Wilhelm Biber. Gast» wirt, Trifail; Georg Wornig, Gastwirt. Mahrenberg; Kantzian Hitzelberger. Schneidermeister. Praßberg; Johann Pungarfchegg, Kauf-mann, Windifch-Graz; Josef Kanin. Hausbesitzer. Marburg; Dr. Anhur Kautschitsch. Advocat, Lichtenwald; Karl Gränitz. Hausbesitzer, Marburg; Franz Woschnagg, Lrder-iabrikant, Schönstein; Anton Ichl«mberz«r. k. k. Notar, Luttenberg; Franz Math«!». Kaufmann, Rann; Wilhrlm L«?r«r. HauSbtsitzrr, Marburg; Franz Knaurr, landschaftlich«? Ad> junct, Marburg; H«rmann Kapaun, Gemeind«-Vorsteher, Pirkendorf; Lorenz Krulej, Hausbesitzer, Tüffer; Friedrich Lach, Re«litStenbe-sitzer, Zellnitz a./D.; Josef Kasimir. Handels-mann. Pettau; Franz Oehm jun., Hausbesitzer. Marburg ; Franz KapuS, AdvocaturS-Concipient, Frieda»; AloiS Kraker. Buchhalter, Pettau ; Michael Turner, Realitälenbesitzer. Frauheim. ErgänzungSgefchorne: Josef Jrsernik, Wirt. Polule; Adaldert Fitz, Proktssor. Cilli; AloiS Nendl. Fleisch«?, St. Georgen; Joses Martini. Fotograf. Cilli; Josef Jarmer, Holzändler. Cilli; Franz Uratarii. Hausbesitzer. Hochenegg; Jos«s Jaki. Sparcassavorstand. Cilli; Johann Schön. Schloffermeister. Cilli: Frikdrich Watzek, Handelsmann. Cilli. 6 ..S-«»sch- Wacht- 1891 Wer eine gute, lang anhaltende Seife mit starkem Gerüche haben will, versuche Popp's Violet Soap. In Australien und England 28—8 mit der goldenen Medaille ausgezeichnet. SW" Zu haben in Wien. I. Bogneraasse 2, »«wie in allen Apotheken Psrfuinerien und Droguerien and feinen Frisier-Sslone CilH's und der Monarchie. Kwizda's aussohl. priv. Restitutionsfluid, Waschwasser für Pferde Seit 30 Jalirrn mit hrslrm Erfolg in mehreren llosNlMlIuncrn. in den jrr«iMi«r- ren Ntalliiiigen Jet Civil.-, und Militär* im Gehrauch, zur MlftrkuiiK vor und Wlcdcr-hrCril(iinc nach groiisen Klrapazen, bei Vrrrrnkunteii. Terslaurhun-Kni. ülelflielt «Irr Hrlinrn etc. befähigt da» Pfcrl su lierYorrMgciidril l.el«lmt-220—10 »«»» im Tralnlnff. UV Preis einer Flasche fl 140 kr. Echt nur mit obiger Schutzmarke zu bexiehen durch alle Apotheken u. UrMfuerUn Otterreich- Unyci rn*. Tätliche Po^tversendung durch das Hunpt-Depot: FRANZ JOH. 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Anfrage: Heirengass-e 17. im Gewölbe recht». 683—I Die Einschreibungen der Schüler für das Schuljahr 1891-92 finden am 14. und 15. Lcptembcr von 0 bis 12 Uhr vormittags in der Direetionskanzlei der Anstalt statt. Die Aufnahmebedingungen sind im Jahresberichte der Anstalt enthalten. Verläßliche Kostorte können bei der Direction erfragt werden. 717—: * Bei einer alleinstehenden Beamtens - W itwe in Cilh werden Studenten ns besseren Familien in gute Verpflegung und ge-»Wuhafte Aufsicht genommen. Zuschriften an die Eiped. >!. BI. unter „Fridriehsheim .< #•" 70.»—3 Ein Lehrjunge Mi teuerem Hause, wird sofort in Achleitner's BiAerei, Cilli. Rathausgaas«. aufgenommen^ ilo—2 Verheiratete Maierlente mt langjährigen Zeugnissen bitten bei P. T. Heir-achaft« n unterzukommen. ij«fällige Zuschriften werden erbeten längstens j. J-eo'emher unter „J. HI." p°-t« restanle 701—2 bis i. Sep n&wfcr ihr. Lang s Gasthof, Graz, zur „ungarischen Krone" vis-a-vis der SÜdbahn. Ecke der Lasten- und 'Schmöhergaase. 479—^ Blllge Passagierzitiner von 50 kr. aufwärt». Vorzügliche Küche. Ausgezeichnete Getränke. Sliwowitz m jt&tf btlfebigcn Quantität von fl. 54.— per Uc«tü-lirer un xu haben bei Job. Stoinscheffg in Robit»cb-Saoerbrunii. 66t!—6 Restauration & Cafe „Waldhaus" Heute Sonntag den 6. September 1891 CONCERT der 612—i Cillier Musikvereins-Kapelle. Ansiiuff e t'Jkr. Kntree TS Ar. Direktor. Privat-' 707—3 DittriTiusiu in un.i#i* (Von h. k. k. Minist, «onccs*. mit Oeffentllehkeits-recht für die I. II. u. III. Classe) sammt Vor bereitunKscIa*»« für Mittelschulen. Bewährtes Pensionat für 40 Zöglinge. Programme gratis und franco. ?>tr fataler und 4eün: > GraZ. Franz Scholz, ippb. GyiuiiilUlittf. Schützen-Verein Cilli. Gründlichen und practischen für sämmtliche Streich- Holz- u. Blas-Instrumente ertheilt unter coulantesten Bedingungen Eduard lieiiliard CILLI, Herrengasse 23. F.inscbreibnngen beginnen vom 15. September an täglich von 11—12 Chr vormittags. 708—4 __Kirchen-Paramente Ton der einfachsten bis zur feinsten Art. Stillvollen Stickereien aus einer berühmten Sehweiler Fabrik n. 7W, Casnla, Plnvial«*, Dalamatiken. Velum, Bahrtücher. Kirchen sahnen, Ministranten- und Mesnnerröcke. — Alle iu's Fach einschlägigen Arbeiten werden billig und solid verfertigt, sowie Ausbesserungen angenommen von Johann Witzmann, Graz, Barttuu », Do»pf*rrh«f Parterre rtf. hu. Auch befinden sich Ornate, sowie einzelne Messkleider in allen Farben am Lager und werden auf Wunsch zur Auswahl versendet. Auskünfte werden mündlich und brieflich ertheilt. Auf Wunsch werden Muster gratis und franko eingesendet. 503—12 Krämerei nächst einer Pi'arrkirche. auf dem besten Posten, ohne Coucurrenz, ist weg an Familienverh*ltnisse sofort zu übernehmen. — Gefl. Zuschriften unter »H. G. 710" an die Admin. der „Deutschen Wacht". 710—1 Einladung zatn FREI-SCHIESSEN welches am 7. und i. Ncptcmber 1M01 auf der Schiesstätte in Cilli abgehalten wird. Standscheibe-Distanz 113 Mt. = 150 Schritt Für die besten Tiefschüsse sind ausgesetzt: 1. Preis 20 Mark in Gold II. „ 1 Dukaten in Gold III. „ 3 Gulden in Silber ,IY«. ^ r •• " % # V- „ 1 ,. r, „ Kreisscheibe 12 Kreise. Distanz 113 Mt. Für die weissen Kreise: I.» Preis 1 Dukaten in Guld I jJ{" " * Golden in Silber ( Ioi( j>eeonktion. IV. .. 2 .. > Anfang 8 Chr früh. Gewenre stehen zur Verfügung. 716—1 Urr l errin. mit Decoration. Junger Vorstehhund Oad.011S-Ra.co billig wegen Abreise. ■ Gisekstrawe 20, I. Stock links. 712—1 EHsrz-j-^np"C72^To-. DitMiMtiig- den «». September 1891 findet im „WALDHAUSE" unter, gefälliger Mitwirkung der Herren Dilettanten ein gro»»u .VpAfllSS- zugleich BENEFIC-CONCERT zu Gunsten der Mitglieder der Cillier Musik-\ereins-Kapelle. unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Adolf D i e s a 1 statt. Anfang 7 Chr — Enlree 80 kr., ohne Beschränkung der Grosasiuth. Um recht zahlreichen Zuaprueh bittet die Vereins-Kapelle. 10 .Pe»tfch» W«cht' 1891 M 4 2ln die Bmohncr von Cilli! Seine Hzcellen;, der Herr Statthalter hat nachgehenden Erlaß an mich gerichtet: deiner lvohlgeboren t?errn Ok?. NECKERMANN, Kais. Naty und Sürgermeisttr der Stadt Cilli. ^5uere Wohlgeboren! Seine k. u. k. Apostolische Majestät unser Allergnädigster Herr, haben während des Allerhöchsten Aufenthaltes in Cilli, sich zu wiederholtenmalen in den huldvollsten Worten der Anerkennung über den herzlichen Empfang, die treue Haltung der Stadt und der Be« völkerung, sowie die musterhafte Ordnung Allerguädigst auszusprechen und mich vor der Allerhöchsten Abreise ausdrücklich zu beauftragen geruht, Allerhöchst seinen wärmsten Dank für alle patriotischen Kundgebungen mit der Versicherung der fortdauernden Allerhöchsten Huld und Gnade für die getreue Stadt bekannt zu geben. Mit Freuden komme ich dem Allerhöchsten Befehle nach und. ersuche Euer Wohl-geboren, diesen Ausdruck der Allerhöchsten Anerkennung und Gnade, der Gemeindevertretung mitzutheilen und in geeigneter Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Empfangen Euere Wohlgeboreu die Versicherung meiner vollkommenen Hochachtung. Graz, am 1. September 1891. Mitbürger! Der f. k Statthalter: f* iibek m. Wir können stolz sein auf den Verlauf dieser herrlichen Festtage? Euere Anhänglichkeit an das Allerhöchste Kaiserhaus ist so recht an diesen Tagen zum Ausdrucke gekommen, Euer musterhafter Ordnungssinn hat das Seinige dazu beigetragen, daß das Fest diesen er-hebenden und würdigen Abschluß gefunden und daß Seine Majestät so freundliche Eindrücke von Cilli empfangen hat, daß er sein Wiederkommen in Aussicht gestellt hat. Ich danke Euch demnach, Mitbürger, aus vollem Herzen für Eure ausgezeichnete Haltung, welche das beste Zeugnis für Eueren biederen Bürgersinn, für Euere Reichs- und Kaisertreue gegeben hat. Die Huld des Kaisers ist eine neuerliche Bürgschaft für die weitere Entwicklung un-serer Stadt; bleiben wir, wie wir sind, arbeiten wir in gleicher Weise, wie bisher, an dem Wohle unserer Stadt unverdrossen gemeinsam fort, damit, wenn unser geliebter Monarch wieder-kommt, Cilli Allerhöchstdemselben neue Beweise von unserer Schaffenskraft und neue Fort-schritte zeigen kann. Cilli, am 2. September 1891. Der lais. Rath »nd Bürgermeister: 01'. J¥ei'lcermann» 5- : 'ruck ncd Verlag der Firm