3K. 43. Mittwoch, 22. Februar 1905. 124. Jahrgang. Mbllcher Zeitung. ^/!*3"", »l»htrc v«r Zeile ,2 ll: be< üfteren Wledn-Holungni ver geile « k. Die »!?d<,ltlm von « bis i» Ubv v«rmitt«i>i. Unfrankierte Vriefe »erden nicht angenommen, Manuskript»' ^iicki zurüclgcftcNs, Nichtamtlicher Teil. Rußland. Die öffe^rtliche Meinung steht noch immer ^nter dem Eindrucke des Moskauer Attentates. ., Die „Neue Freie Presse" führt aus. daß in ^esem unheimlichen Momente nur die eine Frage ^r Entscheidung stehe: Wird dem Verhängnis welter sein Lauf gelassen und auf der Fortsetzung ?^ Repression beharrt oder so lange es noch Ieit ^l. mit einer entschlossenen und raschen Wendung A'r rettende Weg der konstitutionellen Reform be^ Dritten luerden? Der autokratische Zar sei ein ^"aclMm^imiH gewordeil und Nußland lehne sich Mni den Anachronismus auf. Das mündige Nuß and begehre nach einem konstitutionellen Zaren. Das „Fremdenblatt" benierkt, es lasse sich !"cht die Beforgnis abwehren, daß diese Tat alle ^No Kreise abschrecken könnte, die für die Bestrebun M'n der russischen Gesellschaft bereits gewonnen wa-/'n.(5s werde jetzt in Nußland eines weitaus grölen Muttis und einer viel größeren Entschieden-v^t bedüi-fen, für eme freiere Velvegung der Geister "".zutreten als bicher. Aber Ruß'laud hatte stets ^ Männer von Mut ,nicht etwa unter jenen ""en,, die zu sterben bereit sind — sondern auch Unter jenen Männern der höheren Kreise, die für ^ Volk zu känwfen ,md zu wirken entschlossen und. Das „Neue Wiener Tagblatt" betont, daß der ^c>d d^I (Großfürsten Sergius der schwerste Ichlag ^vesen sei, der das Negime der verbündeten Auto ^fie und Bureaukratie in Nußland treffen konnte, ^n grauenvolles Ende könne nicht ohne Einfluß "Us die Gestaltung der Zukunft des Reiches bleiben. Die „Zeit" behauptet, daß die öffentliche Mei '""N Europas dem Muokauer Attentate kühl ge «enüberstehe. Die Ursachen für die Erscheinung lie .^ nicht in einer rohen Abstumpfung des mensch ^hen (Pfühls, sondern in der Ausnahmsstellung. ^ 3iußland mit solcher Beharrlichkeit einnimmi. : Die „Wiener Morgen'eilung" drückt, anlln'ip s^'b an das Manifest, welches der Zar anläßlich der ^Mordung seines Bruders an das russische Volk Achtet hat, die Ansicht aus. der Zar hätte mit viel Vercr Sicherheit auf die Teilnahme des russi- schen Volkes rechnen dürfen, hätte er auch dessen Erwähnung getan, was in den Herzen des Volkes lebt. Das „Illustrierte, Wiener Extrablatt" meint, wenn der Zar die Situation erfaßt, so könne er nicht lange schwanken. Gegen die kleinen, unschein^ baren Dlmamitpatronen. die so entsetzliche Wirkungen haben, gibt es nur ein Schutzmittel: Die Befreiung des Volkes aus seiner jetzigen Knecht schafi. Die „Österreichische Volkszeitung" schreibt, mit dem Großfürsten sergius sei einer der Kragbalken des absoluten Systems zusammengebrochen und nuu dürfe die Hoffnung aufkeimen, daß die moder^ nere und versöhnlichere Anschauung in der Umgebung des Herrschers die Oberhand gewinnt. Die „Wiener Allgemeine Zeitung" meint, die Schutd an der Mordtat treffe nicht in erster Reihe die Mörder; sie trifft die Lehrer des Ermordeten. Das „Neue Wiener Journal" erklärt, das At> teutat auf den Großfürsten Sergius sei nicht zu ver> wechseln mit den fluchwürdigen Untaten des anai> chistischen Wahnsinns. Der Zar müsse endlich Augen und Ohren öffnen für die sehr berechtigten Forderungen seines Volkes. England. Aus London lvird geschrieben: Eine der inter-» essautesten Maßnahmen, welche in der Trourede für die ueue Parlamentssession angekündigt sind. ist die Neu Eiuteilung und Neuverteilung der Wahl bezirke. Da die Zunahme, der Bevölkerung in den einzelnen Distrikten eine ungleiche ist, sind abnorme Differenzen zwischen den Bevölkerungszifferu und auch zwischen der Anzahl der Wähler entstanden, welche je einen Vertreter in das Haus senden. Die Hauptmuerschiede bestehen zwischen England und Irland. England hat mn >W,«Il..4^0 Einwohnern U>5 Parlamentsvertreter, je einen für ungefähr l^.000 Einwohner, Irland hat für 1,45.8.7^5 Einwohner IM Abgeordnete, also je einen für 42.7M Einwohner. Den ungefähren Durchschnitt dürste Schottland repräsentieren, indem auf l.l72.l0:i Einwohner 72 Abgeordnete kommen, also auf etwa <^l.^XX) Einwohner ie ein Vertreter im Hause. Im kleinen Wales kommen .50 Abgeordnete auf 1,7l6.4Üil Einwohner. Der Schluß auf dieser Statistik liegt nahe. Irland hat unverhältnismäßig diel Vertreter, bei fast derselben Einwohnerzahl:i1 mehr als Schottland. Die Wahlkreise in England sind noch um je etwa MX) Einwohner stärker als die in Schottland. 5iegt man die Bevölkerung al5 einzigen Maßstab an, so müßte unter- Beibehalt der gleicheu Gesamtzahl von Abgeordneten England von Irland iil Abgeordnete und von Wales l Nb geordneten erhalten. Die Sache könnte ganz einfach liegen, wenn es sich nur nicht gerade um Irland Handelle. Daß eine Verringernng der irischen Abge ordneten um ill, also fast um ein Drittel, einen Sturm auf der- Grünen Insel entfesseln würde, ,st klar. Es wäre nicht ausgeschlossen, daß alle 3ie sultate der Versöhnungsvolitil, welche man durch humanere Landgesehe erreicht hat, wieder verloren gehen könnten. Kann es die Negierung wagen, die sen Sturm zu allen anderen zu entfesseln? Fast könnte man sagen, daß schon die jetzigen Vorschläge ein gefährliches Mißtrauen unter den Iren hervor rustii können, was der Negierung höchst ungelegen kommen müßte. Es liegt noch ein anderes Vcoenten vor. Die Nnionsatte besagt, daß „100 Gemeine für Irland im Hause der Gemeinen des Vereinigten Königreiches sitzen sollen, und daß diese Nestim mung für immer in Kraft bleiben soll. Könnte aber eine Parlamentsatte alle künftigen Parlamente bin den? Die Angelegenheit birgt somit sehr schwierige Probleme. Nicht minber lvird auch die Arbeit der Neubestimmung der Distrikte eine schwierige sein und die hiefür einzusetzende Kommission dürfte eine lange Zeit in Anspruch nehmende Aufgabe erhalten. Ein Hilfsmittel wäre die Kreierung von neuen wev teren Distrikten für England unter Beibehalt oder nur schwacher- Neduzienmg der Zahl für Irlano. Auch l «84/18^5 hat eine derartige Steigerung der Sitze im Hause, vou U58 auf «70, stattgefunden. Politische Ueberlicht. Laibach, 21. Februar. Die „Wiener Neuesten Nachrichten" bemerken, was Freiherr von G a u t s ch über das V erhall n i s z n U ngar n sagte, habe befriedigend getlun gen. Die lingan, wüßten nun, woran sie feie». Österreich ziehe die Fortdauer des Friedens vor. trotz der Opfer, die er ihm auferlege. Sei aber Un- Feuilleton. Der Busenfreund. sAus der «Ruthenischen Nevue») (Fortsetzung.) ^. . »Ist denn dic- Katharina Savjul nicht für "Siehst ja, daß nicht!" "lind warum denn Brüderchen?" "Darum, weil nicht!" ^Möchtest wohl eine Prinzessin?" ^ "Ich möchte keine Prinzessin, doch möchte ich so H ^' die sich von keinem Burschen überreden ließe. ' " weißt du's. was für eine?" "lllrd hast du keine gesmrden?" fragte ich. >n,k i'^^^ ^' ^^ nicht!" donnerte.er mich an lM . 6"M! noch mehr zu lachen, lind dann: „Du ro lebten wir. ich mit ^hdor. "!rn / kmnn Taste wurden unser zwanzig geiuiin-üiH^assentiert) ; manche ^u den Iedern (Jägern), b^lk nach Parma, ich zu den Hußaren. Und nach 5>g. uns der Schwur verlesen worden, befahl ein ^er (Offizier), uns in dm Arrest zu bring. ..lind daß Ihr's wißt", sagte er, „daß einem jeden morgen Essen gebracht werde, weil Ihr ab marschiert, jeder zu seinem Regiment." Uno ich bitte schon so sehr: „Herr Ochvizier", sagte ich. „mein Teurer, lassen Sie mich wenigstens nach Hause, um Abschied zu nehmen. Morgen komme ich, wann Sie befehlen! lassen Sie mich, Herr, las sen Tie mich!" Der Ochvizier lachte alls! „Vorsteher", redete er meinen Vater, an (denn der war damals Vorsteher», „was für ein Bursche ist der da? Kann man den bis morgen fortlassen?" „Das ist mein Sohn", entgegnete der Vater, und die Tränen rollten ihm nur so auf den weißen Bart herab, „wenn, Sie so gnädig sind, Herr, kön nen Sie ihn lassen, ich bürge für ihn." llnd sie ließen mich fort, Zu Hause Trauer. Halbtot liegt Mütterchen im Bett, zwei Schwestern siyen in Winkeln und wei nen leise vor sich hin. die älteste Schwester poltert in der Kannner herum, ne bereitet mir die Kleider vor für morgen. Ich setze mich an den Tisch und weine auch. Ob ich wohl jemals meine herrlichen Berge wiedersehen werde, ob ich wohl noch die liebe Stimme meines Vaters hören werde und mein Mütterchen, nieine Schwesterlein, meine Gefährten? Darüber sann ich nach und weine und weine ... Da in der Tür Sydor, mein Busenfreund, mein teurer. Gradans von der Jagd, noch mit Büchse und Pulverhorn, kam er zu nur gelaufen, mein Teurer. „Was denn, Bruder Ivan, zngeli'chtet habe,» sie dich?" „Zugerichtet", erwiderte ich. Er setzte sich zu nur und weinte, weinte bitter lich. Doch weinte er nicht lange: eine halbe Minule, oder auch so viel nicht-, er trocknete sich di> Trä ne» und halste mich: „Brüderchen", fragte er, „hast dn nur nichts aufzutragen? Vergißt du mich?" „Brüderchen", entgegnete ich. „Busenfreund! Mein Vater ist alt, meine Schwestern wird sich der erstbeste zur Kurzweil ausersehen ..." „Daß ich ein solches Wort von dir hören mußte!" sagte er bitter. „Sei mir nicht böse, Brüderchen! Ich weiß eö, daß du meine Schwestern der Schande nicht preis geben wirst. Auch meinen Schlvarzen, Brüderchen, nimm zu dir. Niemand lvird ihn so behüten wie mein Busenfreund." „Deinem Schwarzen soll bei nn'r kein Leid widerfahren", versetzt Sydor. „'Noch eins bitt' ich dich, BrüderciM: gib auf' meine Rüstung acht , . . der Vater ist schwach, und die Dienerschaft, wie gewöhnlich . . ." „Mach dir nur deswegen keine Sorgen, Vrn der! Wozu das erst sagen, wenn ich es fclbei weiß." - .^. x Am anderen Tag verabschiedete ich mich un5 "'"" torr/' schreibt! Nach einer lins alls Lt. Petersburg zugehenden Hielduug wird der neueruanute russis ch e B o t s ch afte r am W i e n e r H o f e, Fürst ll r n s o v. in ullgefähr vierzehn Tagen ans seinem Posten eintreffen. Wie man uns ferner meldet, bestätigt es sich, daß der gegenwärtige russische (Geschäftsträger, Bot schaftsrat Baron Theodor Budberg, für deil Ge, saudleuposteu in Stockholm bestimmt ist. Der französische Senat wird im Laufe dieser Woche die Debatte über den Gesetzentwurf, betreffend den H e e r e s dien st, beenden. Er hat nicht allen Abänderungen zugestimmt, welche die Kammer an dem ursprünglichen Terte der Vorlage vorgenommen hat, insbesondere was die Daner der Abrichtlmgsperioden, den Dienst der Algerier und die Be-dmgungeu anbelangt, nnter welchen die^chi'i ler von Samt Eyr und der polytechnische!, Schule ihre zwei Dienstjahrc absolvieren sollen. Der Ge sehentwurf ivird nunmehr wieder in da-:- Palais Bourbon zurückgehen. Wie au5 Paris geschrieben wlrd, glaubt inan, das; die Kammer sich den Anträgen des Senats anschließen und die endgültige Erle digung des (Gesetzes noch vor den Osterferien er folgen nnrd, Bei Mllkus, iiinveit von Strumica. sand aln 10. d. ein Zusammenstoß von Truppen mit einer st a r k e n b u l g a r i s ch e n B a n d e statt, welcke von den Ortsbewohnern untersucht wurde. Die Bande wurde zum größten Teile vernichtet, wobei aber anch eine Anzahl Hänser abbrannte. Die tür-fischen Truppen verloren zwanzig Mann an Toten und Verwundeten. Der Dampfer „Australien" ist in Marseille eingetroffen. General Stößel, der sich früher an Bord befand, hat das Schiff bekanntlich in Port Said verlassen. Nnter den Passagieren war anch ein russischer OffiA'r, Leutnant Berg, welcher eiuem Mitarbeiter des „Temps" mitteilte, P o r t A r t u r habe sich infolge des Maugels auMedikamenten und anVerbandszelig ergeben müssen, da ll^.MO Kranke und Verwundete nicht mehr gepflegt werden konu-ten; auch seieil die Levensmittel uugemein teuer gcweseil. Am Schlüsse der Belagerung hatten sich l<>00 entkräftete Nüssen gegen ^!.0<)0 Japaner ver teidigeu müssen. Nach Nogis eigenem Geständnis hatten vor Port Artur lll).0l>U Japaner deu Tod gefunden uud 7<'.<»<)U Mauii.seien kampfunfähig .^-.uacht worden. Wie mau mi5 Paris schreibt, hat die Besitz-ergreifung der (Gebiete von >trat und Koh-kong. welche ilu jüngsten frauzösisch-siamesi-s ch e n V e r t r a g e an Frankreich abgetreten wur den, in den letzten Tagen des Dezember stattgefun den. Herr Morel, der Oberresident in Kambodscha, schiffte sich, begleitet von seinem Kabinettschef, an Bord des Kreuzern „Afsat" eiu, um dcr Besitzergrci fling beizuwohnen. Die siamesische Negieruug hatte den Unterslaatssekretär im ^tiuisterium des Iunern in Bangkok, Phpa Sri Sahadheb, entsandt, um die Gebietsübergabe zu vollziehen. Der König von Kambodscha delegierte seinen Neffen, den Prinzen ^ntharoth, alo seinen Vertreter bei der Zere-monie. Während derselben hielt derVertreter Frankreichs eine Ansprache, in welcher er. versicherte, daß der Schutz Frankreichs der Bevölkerung der beiden Gebiete zum Wohle gereichen werde. Die siamesische, Flagge, welche über der Wohnung des siamesischen Gouverueur» flatterte, wurde dcmn eingezogen und an ihrer Stelle die französische Flagge gehißt. Der siamesische Kommissär zog sich hierauf nut seinem Gefolge zurück, während Herr Morel das Territorium vou Krat dem unter dem Protektorate Frankreichs stehenden Königreiche Kambodscha übergab. Tagesnenigteiten. (W ielebt ni a i> < a n g e?) Die Frage, wie man lange lebt, beailtluorten einige alte Lente in eiin'ln Artikel der Fehrnnrnnnuner des „Grand Magazine" wie folgt: Üord (Hwydr, 9s) Jahre alt: Nicht rauchen, körperliche Übungen im Freien, Mäßigkeit. - Lord Grimtorphc, ^8 Jahre alt: Nicht rauchen, Mäßigkeit im Essen und Trinken. Carl Nelson, 82 Jahre alt: Nicht rauchen, früh ausstehen, Mäßig, keit, leine Heilnnttcl. Sir W. Huggins, 81 Jahre all: Nicht rauchen, wenig Fleisch, Milchdiät. Sir W. L. Trinkwater, 9^ Jahre alt: Nicht rauchen, Leibesübungen im Freien, sieben Stunden Schlaf. -Professor Mayor, 8l Jahre alt: Nicht rauchen, stren ger Vegetarianisnius, keine Leibesübungen, lebt von zwei Pcnre (etwa 2l) li) täglich, steht nm l Uhr auf, ficht noch mit voller Schärfe. Dr. George, S. Keith, 8li Jalire alt: Nancht geleaentlich, trinkt dann und! wann Wein, wenig Fleisch oder Fisch und viel Milch. W. P. Frith, M) Jahre alt: Iwei Mahlzeiten täg-lich, drei Zigarren, einen Eßlöffel voll Whisky und regelmäßige Leibesübungen. H. G. David. 8ä Jahre alt: Nicht rauchen, drei kräftige Mahlzeiten,, regelmäßige Leibesübungen, Sir F. S, Haden, 8«, Jahre alt: Sieben Stunden im Vctt, wenig Fleisch und wenig Wein. Bemerkenswert ist, daß der einzige! Achtziger, der raucht, erklärt: „Ich wünschte oft, ich hätte nie rauchen gelernt, denn ich bin sicher, daß es nickt gut tut," ! iD e s M a n n c s Zie r, > Eine Agitation j gegen den Vollbart wird, wie Berliner Blätter schreiben, gegenwärtig von den Barbieren eingeleitet. Die stolze Zier des Mannes ist den Führern des Msier^ ' inrssers ein „Dorn im Auge", weil er ihre» Verdienst i schmälen. In dcni jetzt crschiellenen Bericht der Ver-! liner Handelskammer wird als ein Grllnd für i)ie! Abnahme des Verdienstes im Barbieraewerde ans ^ ornttlich die wieder znnehincnde Mode des Voll > bartes angeführt. In dem verwandten Äernf der! Perückenmacher hat dagegen die jetzige Mode einen i Aufschwung hervorgerufen: di> gegenwärtig nioderne! Form der Tamenhaarfrifuren bedingt einen großen > Verbrauch falscher Haare, nnd das ist den Herren ^ Periutemnachern natürlich sehr anaenehn,, Das und! ja recht nette Enthüllungen. (Tie S e >isatio » o c> » H)i e n t u n e,) ^.n Mentonc erregt gegenwärtig die Verehelichuna, der ^ dort znr Saison lucilenden schlier reichen Engländerin z Padley, eines fünfundvierzig Jahre alten Fräuleins, mit einem Pariser Musikanten, der um zwanzig I all n' jünger ist als seine .^ungc" Gattin, große Sensation Der Vräntiaam ist ein „hübscher Junge": klcin, lM niit fchlvarzem, schöuoni Schnnrrbart, daboi iiüttN'' tadellos artleidet. Miß Padleu soll vier Millions» Franken besitzen nnd die Tochter eines 5lM,cM'rsi N'crtsbesitzers sein, < Ei >> e ergötzliche Straß e >l s z r » ^ spielte sich vor einigen Tagen mittags an der incu znna, der Schwind- und Ichellingstraße in Miinchc" ad, Standen da vier, hoch mit frisch gefallenem SäM''' belad'ne AauernfnhNoerke znr Msnhr bereit. Da sto» pert pnstend vor Aufregung nnd Bestürzung l>c'> „Herr >iontrollor" herbei nnd ianuncrt ili Töne»^ daß die Schneetx'rge hätten schnielzen »nögen: „I"' N'as habt's denn iatzt g'niacht wärmn vnßt's den» nm auf oder wart's bis i tinun^ iatzt habt's dcü falfchen nnfg'laden! Da kann i cnl nöt hclfa ^'^ ninnß wieder abi sonst kriagt's loan Fuhrlohil dci für. Hätt's aufpaßt, ös Patzer, ös , , ," Wohl nn'M' ten nnd fluchten die Fnhrknechte. aber es half allc'' nichts: oer Schnee von der Schwindstraße mnßtc' ^" nnter nnd der Schnee von der Schellingstraße in»!'" hinauf. Die Vauernrösslein sahen erst verdutzt drei»' dann aber stießen sie sich verständnisinnig an. Dc» Passanten aver, sagen die „Münch, N. Nachr,", s" ren die Lachtränen anf Vart nnd Wangen, ^'' „Herr Kontrollor" aber a,ina hochbefriedigt oc"> dannen. (Ein e d r a l l i g e S z e n e) spielte sick »e>> lich anf dem Vikgermoisteraiut einer arößercn lotb rinqischen Ortschaft ab. Tort erschien eui Italic»^ nnd meldete in cicbruchcncm Französisch, daß jemM" seit einigel, Tagen verschwunden sei. Der Koim'ü'^ schulder fragte: „War es ein Italiener?" .,3" ' eruiiderte der Vrfchienene, „man muß ihn M"0> det nnd aufgegessen haben," Tem Äcainten kaiu ^,^ doch unglaublich vor: nin die Sache nach Mögliäsil'" festzustellen, fragte er. ob der Verschwundene dc>>" nicht vor seinem Weggänge gesagt habe, woliiu ^ gehe, ob er verheiratet gewesen sei nnd oo er,E>!^' babe. Ter Italiener nieinte, der Verschwundene l,a^ übcrhanpt nie gesprochen, verheiratet sei er lnehrc'^ iiiale gewesen nnd Nachkommen seien ebenfalls t"' „llbrigens kannten Tie ihn", erklärte er weiter. "^ hatte rote Haare nnd hinkte ein wenig. Bei auw" Wetter saß er immer anf der Mauer vor unsers Hanse nnd ließ sich von den Vorübergehenden !tr^ cheln." Nun begann es endlich dem Gcnieindebl'^ ten zn dämmern, er merkte, daß es sich un> den H"'" des Italieners handle, und strich ihn ini Hnndett^ stcr. lvo das Tier verzeichnet war. Lustiges Geliicb^'' beiderseits, nnd das Mißverständnis war beseitig Lolal- und Prouinzial-Nachrichten. Laibacher Gemeinderat. Der Laibncher Genleinderal trat gestern ad^' zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, "', welcher unter Vorsitz des Bürgermeisters Hril'"^ H) Genieinderäte teilnahmen. Zu Vonfikatorel^ ^' SitzunliZprotokolles wurden die Gemeinderäte ^^ t e k nnd T l> r k nominiert, Zn Veginn der Sitzung »nichte der Viirael'»>^^ die Mitteilullg, daß ihm von den Verwandte!!^ Das Majorat. Roman von Ewald August König. (132. Fortsetzung.) (Nachdru« ucrlwU'i,,, „Ich will den Notar besuchen", saqte cr, „aber ich qlaube, daß es vergebliche Mühe ist. Wie es auch kommen mag, dieser ^uchs hat immer ein .vinterpfürtchen. onrch das er eutschlüpfen kauu' er ist zu geizig, um eineu Pfennig ohne Not auszugeben." „Mach' ihm die Hölle heiß uud uinuu mit, was nicht nagelfest ist, es kommt jetzt ja alles auf eins herano", riet sein Tohn. „Ich kann mich damit nicht länger beschäftigen —" „Denkst wohl ans Mittagsessen?" höhnte der alte Mann. „Mir ist der Appetit vergangen!" „Mir auch, ich muß nun arbeiten, um alles vorzuberciteu. Wir seheu uns wohl heute nicht wieder? Also in Vrüssel, .Wiener Hof', ich werde dort auf dich warten, bring eiue hübsche Smnme mit." Der Verwalter wollte uoch etwas sagen, aber sein Tohn stand scholl vor dem Tchreibpulte uud blätterte ill den Papieren' mit einem tiefen Seufzer verließ cr das Haus. Ter Notar Tellenbach ließ sich onrch den Ve-such dcs Verwalters in seiuem Mittagsessen nicht stören. Erst nachdem er abgespeist hatte, bequemte er sich, ins.Kabinett zu geheu, in den, ihn Schreiber voll uugeduldiger Aufreguug erwartete. Mit scheinbarer Nuhe hörte er den Bericht dcs alten Mannes an, cr beschäftigte sich dabei mit seinem Zahnstocher, uud keiu Zug in seinem pfiffigen Gesichte verriet die (5'rregung, die in seinem Inncru tobte. Wurden doch auch seiue Wünsche uud Hoffnungen durch diese Mitteilungen vernichtet! Vor einer Stuuoe noch hatte er sich den kühnsten Trau-men hingegeben, er sah den Neg zum ersehnten ^iele glatl lind eben vor sich. Die. Interdiktion der Baron ill konnte so bald nicht aufgehoben werden, sie wurde es nie, wenn er bewies, daß ihr ^eist uoch immer gestört war, und diesen Vcweis wollte er mit leichter Mühe führen. Varon Dagobert wurde voraussichtlich verurteilt, dauu blieb die Baronesse Ma^oratserbin, und ihr (^atte dachte sicherlich nicht daran, auf dieses reiche Erbe zu verzichten, (^eorg war gleich nach dem Vesuch der Baronin hinansgeritten, um seiner Prallt in der schweren Stunde beizustehen' er knüpfte dadnrch die Bande nur noch fester, die ihn mit ihr verbanden. So war dcr Blick in die Zukunft reich an den fchönsten Hoffnungen, und nun kam dieser Unglücksrabe und warf mit feinein (^ekrächz das stolze Luft schloß um wie ein .tt'arteuhaus. „Na, wcnu das alles wahr ist, was Sie mir gesagt haben, was habe ich damit zu schaffen?" fragte er, als der alte Mann schwieg. „Ich habe diesen falschen Zeugen nicht gedungen und mich au Euer». Iutrigeu iu keiner Weise beteiligt. Wenn Baron Dagobert schuldlos ist. dann muß er aus der Haft entlassen werden " „Nnd dann übernimmt er sofort die VcrN" tlmg!" ^ ^ „Das ist sehr wahrscheinlich. Wenn ^le ^ Revision zu fürchteu habeu, so »lachen Sie siä)/^', dem Staube, das ist der beste Nat, deu ich Ow gebeil kauu." „Ich weiß es, aber mir fehlen die Mittel." j „Ihr Sohn hat sie." l „Er besitzt nichts mehr, er hat alles verlos „Schlimm genug für ihn, wenu er so lciclit' llig gewesen ist", sagte der Justitiar achselzuckc' , „Herr Notar, wir müssen dentsch miteincun^ redeil", erwiderte der Verwalter, der dein waM^ den (^roll nicht mehr gebieten konnte. „Wl'M.^ ueu auch vou auderer Seite vielleicht nicht vew>^ werden kann, daß Sie mit uns im Bunde ^^,,i wir, mein Sohn uud ich, können es, wir l) „Anderenfalls würden wir alle^ sag"'' wir wissen." _ ^„ Der Notar hatte die Dose aus semcr -" .^' lasche hervorgeholt, er nahm eine Prise ""d ^- ^ nn der Brille: zornig funkelten seine Augcn w ^ den Bläsern. s^l'clumg "^ Laibacher Zeitung Nr. 43._______________________________________361 22. Februar 1905 verblichenen Landesausschuhbeisitzers Dr. Ad. Schasst ein Schreiben zugekommen sei, wornach dieselben ^ Ermanglung einer letztwilligen Anordnung im ^lnne der Intentionen des Verblichenen für die städ-tNchcn Arinen den Betrag von lllX) X gespendet haben. , Ter städtische Ingenieur M. Prelov«et be-> ^htetc sodann über den in der jüngsten Zeit notwen-' ^3 gewordenen Austausch einiger bereits durchge^' ^annter eiserner Öfcu in der ersten städtischen Kna- ^ ^^Volksschule gegen Thonöfen und beantragte zu ^cfcm Zluecke die Bewilligung eines Nachtrngslre-"tcs von :>.5l, l<. Der beantragte Nachtragskredit ^urdr ohne Widerrede bewilligt. Magistratsdircktor Von 5 i n a erstattete sodann '"mrns des Ttadtmagistrates Bericht über die Ver-^lhung einiger erledigter Stipendien sowie über die '^minierung von Vertrauensniänneru für die Kom^ ^^sion zur Bemessung der Personaleinkommensteucr. "U Vertrauensmännern wurden nominiert die Hcr^ > ^U- Handelslnam, Leopold N ü r g e r, Spengler Mister Alois L c n 5 c k. und die Gastwirte nnd Haus Putzer Alois P o g a 5: u i k, Lorenz l^ arc und Nu-^u!f Tcnente. Die erledigte Franz Josef Stiftung . ^l Realschüler im Betrage von IM l< wurde dem ^.chiilrr der sechsten Nealschulklasse Franz A h 5 i n. '^ erledigten zwei Invalidenstiftungcn im Betrage! ^n je «:; l< jährlich den Invaliden Josef V a j <^ ""d Anton Pucelj verliehen. j Genieindcrat Svetek referierte namens der! ^l'lsonal' und Ncchtsscktion über die beantragte Än ^krunss der Geschäftsordnung des Ttadtmagiftratcs. ^l^raglaph :l3 der Geschäftsordluing beftimnit in der! ^rucn Fassung, das; zur Entgegennahme von Geld i Und Nertgegensläi,den sowie zu Auszahlungen a u s- ! ^ ließlich die Ttadtlasse berechtigt sei, während! ^ragraph !i5 die Manipulation mit den einlaufenden ^ Feldern feststellt. Der Gcmeindcral genehmigte ohne! ^baitl' die beantragten Änderui^gen der Geschäfts» ! ?^nung. sowie über Antrag des Gcmeinderates! " bic auch die Dotationsrechnungen der k. k Ober^ ^ ^Ischulc für das Schuljahr N>M/MA. Sodann berichtete Gcmeinderat ^ ubic über die ^>n Kuratorium in Antrag gebrachte Änderung des Statuts der höheren städtischen Mädchenschule in Lai» ^ch' wellig - sobald die nötigen Räumlichkeiten bei ! ^stellt norden können auf sechs Klassen erweitert z ^rdcn und fortab den Namen „Franz Josef I. stät>, ^ usches Mädchenlyzellin in Laibach" führen soll. Die be ! ^tragtc Änderung des Statuts steht in engen« Zu° ^ ^lnmrühange niit dem gleichzeitigen Antrag des ^lulkuratoriums auf Errichtung eines eigenen Ge- °nut»es fiir diefes Lvzeum. Bekanntlich hat Herr Josef . vlup E^i^l- von Slavinski zugllnsten der Errichtung leser Schule der Stadtgemeinde einen Vaublocl an ^ Wienerstraße abgetreten, dessen Erlös frucht- llNgoio angelegt ist- doch genügt derselbe nicht zur ^strritung der Baukosten und mühte noch ein An- ^rn im Betrage von M.<»lX» bis MMX) l< aufge- "on„nen werden. Der Bürgermeister empfiehlt in sei- ^l» Berichte, der Gemeinderat möge schon jetzt den ^wzipiellen Befchluß, betreffend den Bau eines cige- en Gebäudes für diefc Schule, fasfen und folle der ^l fofort in Angriff genommen werden, sobald die '°tigon Vorbedinglingen erfüllt sind. Al5 Bauplatz duls. h^.^. sl^dtjsch^ Grundkolnpler nördlich von der Ula Neileditt zwischen der Nleiweisstrnße und der ubic- und Levstikgasse in Aussicht zu nehmen. Die- ^ >^olnpler geniige fiir alle etwa später notwendig Wordene Anbauten sowie auch fiir ein Internat. klchcs für diese Schule errichtet werden soll. Der "lnpler besteht aus vier Bauparzellen im Gcsamt- ^'sMake von 7994 43 Quadratmeter und repräscu ^t einen Wert von zirla 0<>.lX)'> l<. In, Einverneh- ^ mit dein Kuratorium und auf Grund des Bau- ^Nrainmo hat der Bürgermeister den Architekten l Mar Fabiani in Wien bereits mit der Ausarbei ^'"N eines generellen Projektes für diesen Schulbau ^ Auftragt. Allerdings werden auch die Erhaltungs- , ^!^^ fiir diese Lehranstalt nach durchgeführter Er- ^ternng auf sechs blaffen eine bedeutende Steige- sf??, ^rscihren, doch dürfe man auf eine entsprechende ,.^ö'hui,g 5^ 3^eitragsquoten sowohl seitens der k. k. ^lrichisvorwaltnng als auch seitens des Landes " Zuversicht rechnen. H-, -^ie Schulfektiou stiinmt den Aussiihrungen des . ^germeisters zu, glaubt jedock von einem Beschlusse , -Uetrrff des Schulbaues vorläufig absohcn zu sol° > ^/""^l' l^ie Pläne nicht vorliegen. Im übrigen ^"t dieTektion folgende Anträge: 1.) Das vorgelegte ^"tut dc>s Franz Josef i. stäotifchen Mädchen° ^cums" wird prinzipiell genehmigt. 2.) Der Stadt, fz. Nistrat wird beauftragt, für diefes neue Statut die ^Nehmigung der f. k. Unterrichtsverwaltung zu er-tra" ""^ ^''^ entsprechende Erhöhung der Vei-, "^quotcn sowohl seitens des Staates als auch sei-^. des Landes sicherzustellen. I.) Die derzeitige ^>er I^^z ^s^f , städtische höhere Mädchen- schule" wird im Siunr des neuen Statuts zu einem sechsllassigcn Lyzcum erweitert, sobald die Erhöhuug derBciiragsquoten sichergestellt und ein eigenesSchul-gcbäude errichtet sein wird. l.) Zugleich mit oem > Ltizeum soll ein Internat eröffnet werden, für welches ' das Kuratorium entsprechende Regulative auszuai' ' beiten haben wird. Bei der Abstimmung wurden die Anträge ocv Schulseltion einstimung angenommen. Sodann berichtete Gemeindcrat Dr. Starö über die Zuschrift des Bürgermeisters in Betreff eines Funktionärs der freiwilligen Feuerwehr und Nettung5gesellschaft in Laibach. Es sind nunmehr 25 Jahre verflossen, seit Herr Anton Lcutgeb in auf opfernder und verdienstvoller Weise bei der frciwilli-gen Fenerwehr tätig ist und der Referent stellte daher den Antrag, das; demselben bei diesem Anlasse die Anerkennung und. der wärmste Dank des Gemeinde-rates ausgesprochen werde. DerAntrag des Referenten gelangte einstimmig zur Aunahmc. An Stelle des verstorbenen landschaftlichen Kai-fiers und Hausbesitzers Franz Trtnik wurden hierauf der Faßbindermeistcr und Hausbesitzer August R e piö iu den Aufsicht5ausschlch für den bürgerlichen VermögenZfond und Handelsmann und Hausbesitzer Edmund Kavl'i«' in den Verwaltnngsrat der städtischen Sparkasse gewählt. Schließlich berichtete Geiueinderat Dr. Star« namens der Finanzsettion über den Antrag des Vür germeisters, betreffend die Einführung einer Kanal-gebühr in Laibach. Die Beratung über diefen Gegen-stand wurde nach durchgefübrter Generaldebatte und nachdem der Antrag des Gemcinderatcs Plan tau, die Vorlage i» limiu^ abznweisen, mit 10 gegen 9 Stimmen abgelehnt worden war, abgebrochen und fo-dann unter allgemeiner Bewegnng die öffentliche Sit« ^ zung um 7 Uhr abends geschlossen, l Wir kommen auf diesen Punkt der Tagesordnung ! morgen noch ausführlich zurück. De, historische Atlas der österreichischen Alpeuländer. Von Fi. Komatar i» Krainburg. (3chluh,> ! Bis zetzl sind drei Verzeichnisse sänttlicher Patri-j nwnialgerichte Krains bekannt' dae> erste stammt aus 'dem Jahre 1520. dieses zählt 48 Landgerichte auf. !iu der zweiten, der Wende deo siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts gehörigen Spezifikation sind ^ 54 Landgerichte angeführt, das dritte Verzeichnis, im Jahre l?87 entstanden, erwähnt 5li Landgerichte. Dabei muh mau erwähnen, dah sich die heutigen Landcsgrenzen Krams nicht mit den früheren decken, denn der Adelsberger Kreis reichte bis nach 1^14 noch tief nach Istrien hinein: sieben Landgerichte, auf dem Boden des heutigen Istriens, gehörten damals noch zu Krain i auch das Sichelburgische Landgericht bildete damals noch einen integrierenden Teil unseres Landes. Die Karte dieser trainischen Landgerichte wird angefertigt durch die Reduktion der Gemarkungen, welche uns die alten .«.ionfinsbeschreibnngeü erhalten haben. Diese sind größtenteils in Urbarien (Grund büchcrn) zu finden. Der Bann über Blut und Leben zist im spätern Mittelalter ein landesfürstliches ! Hoheitsrecht, ausgenommen bestimmte Territorien, !für die sich bereits vor der Ausbildung der Landes-Hoheit andere Neichsstände dieses Recht im Wege der Bclehnung durch das Reich verschasst hatten. Dieses Hoheitsrechtes hatten sich jedoch die Landessürsten zu verschiedeuen Zeiten und in vcrfchiedenem Umfange zugunsten Privater oder geistlicher Korporationen begeben. Die Landgerichtsbarleit bildete gerade so. wie der Wildbann, der Forftbann und das Fischerei-recht ein Regale der betreffenden Grundlierrschaft, lind schon von diesem Standpunkte aus hat man die Auszeichnung der grundherrlichen Hoheiten in den Urbaren zuunchsl zu suchen. Solche Urbare findet man ili allen Hcrrschaftsarchiven in großer Menge. Doch für die Zwecke des historischen Atlasses und spe-ziell für die zunächst geplante Landgerichtstarte lom men nur folche Urbare in Betracht, welche die Aufzählung des Besitzstandes der mit Landgerichtshoheit aus-gestatteten Dominien enthalten, also Urbare der Üandgerichtsherrjchaften des achtzehnten Jahrhunderts. Denn für das Jahr 178l) sind IM2 Herrschaften und Gülten des Herzogtums Krain nachweisbar und diest' fcheiden sich in i>55 geistliche und 877 weltliche, diese in 2?,U adelige und 141 gemeine, während es bloß 5tt gab, welche die Vlutgerichtsbarkeit ausüben durfte». Vou diesen 5<» Landgerichten feblen noch die Konfinsbefchreibungen von 2i» Herrschaften: Gallen berg, Lübeck. Ponowitsch, Freiturn, Koftel. Üandftraf;, Mokritz, Nassenfuh. Pletriach. Neudegg. Ruckenstein. Schärfenberg, Seisenberg, Sichclburg, Savenstein, Slattenegg, Treffen, Tfchernembl, Wördel, Zobels-perg, Adclsberg. Castua. Chersana, Fiume, Guteneck. Mcchrenfels. Mitterburg, Prem. San Servolo. Der Verfasser dieses Artikels wendet sich an die Besitzer dieser Privatarchivc und an alle Gcfchichts freunde im Lande mit der höflichen Bitte, ihm die Uonfinsbeschreibungen der noch fehlenden Herrschaft ten einzusenden, damit das Blatt Krmn im historischen Atlas nicht leer bleibe. Während in den anderen Ländern die Arbeiten schon fehr weit gediehen und manche Partien schon drnckfertig vollendet sind, macht nur das Land Krain eine lläglichc Ausnahme, daher ist es die Pflicht jedes Geschichtsfrenndes, dieses wia> tige historisch.geographische Untei'nelnnen nach besten Kräften entweder durch Einfendung der Konsinsbe fchreibungen oder des Kartenmaleriales zn fördern. Von der Reka bis zur Poik. Von Lea Fatui. (ssortsel^unfi.) Wasserreich ist der St. Achntius l,nd überhaupt das Karstgebirge: man hört das leise Sickern der Wassertropfen durch geheimnisvolle Grottengange in seinem Innern. Wasserreich ist das Gebirge, und doch leiden die Bewohner iu seiucn Dörfern (Bistrica aus-genommen) zu Zeiten der Dürre vollftändigenWasser mangel und müssen sich auch sonst ihr Wasser von fer nen „Stirnen" herbeischleppen. Da geht viel Mühe und Zeit verloren, nm das Wasser aus den tiefen Brunnen zu fchöpfen. es in großen Eimern, über steinige Stege nach Hause zu führen, wo es. in Holzeimern stehend, einen unangenehmen Geruch erhält. In trockenen Sommern müssen die Armen stundenweit nach Bi slrü'a oder Rakek fahren. Steil ist der Weg, trocken der Boden. Die müden Zugtiere lechzen dem Wasser entgegen und stürzen sich, dahin gekommen, hastig ins Naß. Sie können gar nicht aufboren zu trinken: nur mit der größten Gewalt bringt sie der Führer liinaus. Wassermangel in Sommerhitze ein schreckliches Wort! Und Wasser ist ja da, es sickert in leifcn Trov feu durch des Gebirges geheime Gänge, es tritt an Frühlings- und Herbsttagen plötzlich aus, Felder und Straßen bedeckend ... Es ist da, aber die Menschen leiden dennoch an Wassermangel, weil niemand da ist, der diesen Reichtum für deu armen Bauern des Karstes zugänglich machen könnte. Und er selbst, der Baner, ist gewobnt zu leiden, es war früher so, nnd er sieht es eigentlich nicht ein. wm-niii es jetzt besser sein sollte. Es gibt Stellen am Karste, wo das Wasser langsam, doch immer gleich mäßig hervorquillt: sage man nun einem Bauern, man könnte da nachhelfen, oie Öffnung erweitern lächelnd wird er den Kopf schütteln! „Man soll das Wasser in Ruhe lassen, denn es könnte hervorbrechen nnd alles vernichten." Vielleicht verknüpfen sich dunkle, von den Vätern ererbte Erinneruugen an schreckliche Naturereignisse mit dieser Scheu, Steiubrüche klaffen ins Innere des St. Acha tins. Arbeiter, die dort nach Steinen gruben, meinten das Bransen des Wassers schon ganz in der Nähe zu hören: sie warfen ihre Krampen fort und entflohen, Meln ere Jabre sind seitdem vergangen: man gräbt weiter, doch der Berg behält seinen Wasserschatz. Ans dem St. Achatins soll sich auch ein tiefes Loch befinden, in welches einst zwei Ochsen gefallet, sein sollen: da? Joch soll die Rcka bei Fiume hernnsgcschweniml ha ben. Ja. wer in das Innere des Karstgebirge? sehen könnte, wer den geheimen Wegen des Wassers nach» geben könnte, das sich, Steine unterwühlend und Grotten bauend, immer neue Wege bahnt I Breit führt die Straße zu dem Steinbruche über Biftrica, verengt sich immer mehr nnd führt als schmaler Fabrweg in den stundenweit entfernten Wald. Und droben in» Steinmeere, wo nur „Rubija" und'magere Moos. arten wachsen, stand einst eine dem beiligen Achatius gewidmete Kirche, die der Blitz zerstört, .ssoiis. sohl.) lT a s K r ä n zch e n o e r A itillel , e Unteroffiziere,) das gestern abends im großen Saale des „Narodni Dom" stattfand, lann sowohl hinsichtlich des Besuches als auch der dabei entfalteten Schönheit der Toiletten zu den glänzendsten Veran slaltungen in der laufenden Faschingszeit gerechnet nnd getrost als ein Ball bezeichnet werden, anf den die wackeren Arrangeure mit berechtigtem Stolze zurück blicken können. Im prächtigen Saale warcu au der Breitseite zwei Kanonen aufgeführt wordeu, die eine Kaiferbüste flankierten: das Treppenhaus erschien mit Blattpflanzen geziert und überdies war zu Beginn des Festes ein Spalier von Mannschaften aufgestellt worden - eine Idee, die origiuell^gelungen zu nen nen ist. Schon vor !» Uhr war der Saal nahezu gefüllt, und es entwickelte sich darin ein lebhaftes Treiben, das. durch Eleganz ausgezeichnet, durch die richtige Nallstimmung gehoben, ungeschwächt bis in die frühen und frühesten Stunden des heutigen Tanes cmmcha! ten haben mag. Deu Tanz eröffneten: Herr ^teg,^ mentslommandaut Oberstleutnant K r z ' wanel mit Frau Fe,,erwerf>r Wall " ei, Hrrr Haupwmnn Laibacher Zeitung Nr. 43. 362 22. Februar 1U0ä. Vauzer n,it Frau Feuerwerker P a j t', Herr Haupt' inann Sckulitsch mir Frau Feuerwerker Mle ^ k li« und Herr Hauptmann Giorgi nnt Frau j Feuerwerker Schmidt, weitcrö Herr Feuerwerker Vezla j mit Frau Oberstleutna,lt K r z i w a u e f. Herr Fcuerlverker M l e l u ^ mit Frau Varouiu I e -l nlits ch. Herr Feuerwerker P a i l niitFrau Haupt manu Gräfin Giorgi uud Herr Feuerwerker Schmidt luit Frau Oberleutnant Schol z. Unter den Militärwürdenträgern beehrten die Veranstal-tnng lnit ihrer Anwesenheit: Seine Exzellenz Feld ! marschall-Lentnant Edler von C l) a v anne samt Ge mahlin, Generalmajor Wachs m a n n samt Gemah lin. die Oberste V u <" e tiö und von S ch m i d t, die Dbcrstlentnante Vriri nnd von Herzet sowie zahlreiche sonstige Herren Offiziere der hier garniso-liierenden Truppengattungen, weiters ansZivilkreisen Landesgerichtspräsidellt Levi »^iiik. die Hofräte von Ruling nnd Dr. Ra?i<>, Kasinodirektor B a ln ^ berg. Handelsschnldirektor Mahr ?c, ?c, Tie Oua drillen, nnter denen die erste m, lliO Paare vereinigte, wllrden von den Herren Feuerwerkern Bezl a j, N a r o d o sl n v s kl) und Pajk mit Umsicht und (Geschmack geleitet', die Nnndtänze boten ein lebend freudiges Bild lind der Saal war fast zu klein, um! den unermüdlich dahinfliegenden Paaren die ge wünschte Aktionsfähigkeit zu gestatten. Es war, um es knrz zu sagen, eine Veranstaltung, die von tadellosen, Arraugiertalente zengte: das Valllomitee. bestehend aus den Herren Hauptmann Steffa n. Leutnant N e tu etschk e. Leutnant W a ck a sowie aus den He,>! reu Fcuerwerkeru Vezlaj. Lupi^a, MI et uü,! N arod os l a v s t y. P a j k, S ch n, i d t und W all! » e r und Herrn Zugsführer A plen r. mag in diesem Bewusstsein seine Vesriedignng fi>,den. an die sick gewiß die Anertennnng aller Teilnehn,er am schönen Abende anschließt. Nicht unerwähnt dürfen die präck-tigcn Damenspenden bleiben - eineKrone mit dem! xtaiserbildnis sowie mit Embleme« der Artillerie —, die auch im kleinen Zengnis von dem sinnigen Go- ! schmecke des Balltomitees ahlegten, ! < D e r Z w e i g v e r e i n K r a i n d e s ö st e r r,' H i l f sv e rei >l co für Lungenkranke) hielt am M. d, M. um 5> Uhr nachmittags in« Gemeinde ! ratssaale eine Sitzung ab. an welcher die Herren! Präsident Hofrat S ch a s ch l. zweiter Vizepräsident! Dompfarrer Erker. Vermögensverwalter Direktor, Mahr. Generalsekretär Dr. Dimeter von Vlei w e i s, dessen Stellvertreter Fabrikant Jean V. P o l-l a k und die AuSsckllßnlitglieder Fabrikant Nam-' b e r g.Landesschnlinspeftor H n h ad, Landesgcrichts ! rat P o I c, Kallonikns S n 6 n i k „nd Landesregie , rnngsrat Dr. Znpanc teiinahinen. ^tach Eröff-! »»ng der Sitzui,g hielt der Präsident den, verstorbenen Ansschnßmitgliede, Landesansfchnßbeifitzer Dol^ tor Schaff er, einen warn, empfundenen Nachruf.! worin er der Traner lim den Verlust dieses Mannes! Ausdruck gab. der nicht nur dnrch seine seltene! Schaffensfrende, sondern insbesondere auck in sei ! ner Eigenschaft als Referent für Wohlfahrtsaugele , a>nheiten beim Landesansschnsse oem Hilssuerein für! Lnngenkrante die allergrößte», Dienste hätte leisten können. Die Anwesenden erhoben sich znm Zeichen der Trauer von ihren Sitzen. Hierauf machte der Prä ^ lident mehrere Mitteilnngen, vor allen, die, das; Seine Majestät der Baiser das Protektorat über den HilfsVerein für Lungenkranke iibernommen habe, ferner daß der Iweigverein Krain in Ausführung der Beschlüsse der letzten Sihuna. "l7.l»M Merkblätter über die Tuberkulose iu slovenischer und M.()M in deutscher Sprache, teils als Beilage zu den Tages blätteru, teils i>n Wege der direkten Verteilung durck die k. k. Bezirkshanptmannschaften z,»d Gemeinde > ämter im Lande verbreiten lien. Von zahlreichen in dustriellen Unteruehinungen und Tchnlbebörden. selbst ans de>, benachbarten Kronländern, liefen Gc' suche nm Znsendung von Mertblättern ei>,. Einige Bezirtshnnptmannschaften ersuchten nm Zusenduna von Statuten, indem sie erklärten, die Gemeindevor stelnmgcu zum Veitrittc als Förderer und Mitglieder bewegen zu wollen. Die Ärzte und Apotheker Drains bestellten !°U. Nezeptsormulare. ans deren Rückseite eine Nelehrul,g iiber die Tuberkulose gedrllckt ist. Mit den Vorträgen ans den, Lande konnte bisher noch nicht begonnen werden, da sich den, Vorhaben mehrere Hindernisse in den Weg stellten. Doch soll der diesbezügliche Beschluß sofort mit den, Beginne der besseren Jahreszeit zurAnsführung gelange». Wie viel von dieser Propaganda zu erwarten ist. zeigt das Beispiel des Distriktsarztcs Dr. Kogoj in Aßling. der all, 5>. Febrnar daselbst einen Vortrag über die Tuberkulose hielt und bei dieser Gelegenheit nicht nur den Sauitätsausschuß als solchen zum Förderer, son dern auch die eiuzelnen Mitglieder desselben uud zahlreiche andere Personen zu Mitgliedern des Zweig Vereines gewann. — Hierauf erstattete der Ver-m ö g e n sv e rwa l ter den Kassabericht. Derselbe l bietet leider kein erfreuliches Vild. Trotz eifrigen. Sammelns und einzelner namhafter Spenden siud dem Zweigverein vou seiner Gründung am tt. Juli vorigen Jahres bis 15. Februar dieses Jahres insgesamt nur 3?tt7 l< 89 k zugeflossen. Hievon sind 19<>2 l< M 1, einmalige Spei,den. als deren größte jene der Spezel-eiwarenhändler von Laibach und Um gebnng init !!7l> l< lO li zu erwähnen ist. Der Nest von l8:li> K elltfällt auf die, regelmäßigen Beiträge der Förderer nnd Mitglieder. Es liegt auf der Hand. daß der Zweigverein seine so dringend notwendige Aktion nicht beginne», kann, so lange ihm nicht weit reichlichere Mittel zur Verfüguug stehcu. Er muß vor alle», trachten, eine möglichst große Zahl ordent-licher Mitglieder und Förderer z»-. gewinnen, mit deren regelmäßigen Beiträgen er bndgetieren nnd naä, deren Höhe er seine Schutz- uud Tilgnugsmaß regeln einrichten kann. Es wurde deshalb beschlossen, nochmals mit einen, Ausrufe vor die Bevölkerung zu treten nnd auf deren Mithilfe bei der Durchführung der großen humanitären Aufgabe zn appellieren, so insbesondere alle Gemeinden nnd Geldinstitute des Laudes anfzufordern. daß sie als Förderer oder dock als Mitglieder mit einem höheren Jahresbeiträge ein regelmäßiges und erfolgreiches Funktionieren der ge planten Hilfsstellen für Lungenkranke ermöglichen. Anßerdem sollen auf dem Lande Mitglieder gewor ben nnd Spenden gesammelt werden, wie dies in einzelnen Orten, zum Beispiel in Krainburg. Stein! i nnd Weichselbnrg durch anfopferungsvolleDamcn mit, > den, schönsten Erfolge bereitc- durchgeführt wurde. ^ !Zum zweiteu Punkte der Tagesordnung: „B e r a -! ! tn u g übe r di e zu cr r ichtende HiI f s stell e' ^ f ü r L n n g e nkra n k e". referierte der Gene , a I ! sekretä r. Nnter Bezugnahme ans die in de» Tages-^blättern erschienene Artikelserie „Znnl Kanipfe gegen! die Tnberknlose" wies er nochmals darauf hin, daß! die Hauptaufgabe des Hilfsvereiues die Prophyla.re.! ! das ist der Schutz der Gesunden nnd die Verhütuua.! ^von Neuertrankungen bilden müsse. Alo bestes nnd l ^ rationellstes Mittel haben sich diesbezüglich die „Hilf; ' stellen für Lungenkranke" erwiesen, da fie nicht nur i leinen genauen Kataster aller Lungenkranken führen, z ! sondern anch in jeden, einzelnen Falle alles das ver-! fügen, wao zltr Verhütung jeder Anstecknngs- und zVerbreitungsgefahr. zur Gesundung oder doch Vesse ! rllng der Erkrankten nnd zum Schlitze der bedrohten l oder geschwächten Fannliengcnossen nötig ist. Frank ! reiäi. Belgien nnd Deutschland besitzen bereits zah» ! lose solche Hilfs oder FürsorgestellLn. die mit ausge ^ zeichneten, Erfolge fullltionieren, und auch der öster reichische Hilfsvercin für Üllngenkranke hat sie in Wien in großer Zahl eingeführt. Da die Hilfsstellen erwiesenermaßen das Mittel bilden, mit dessen Hilfe man die Tuberkulose am schnellsten und sichersten ein^ dämmen kann. möge der Zweigverein Krain im Prin zipe beschließen, eine solche Hilfsstelle zunächst für Lai bach und Umgebnng ins Leben zu rufen. Der Zweig verein lann jedoch vorlänfig an diese Aufgabe nickt ! allein schreiten, znnachst weil seine einstweiligen Mit tel lüezn nicht ausreichen, dann weil ein großer Teü der zu betreuenden Krallten sowie deren Familien Mitglieder bereits in anderweitiger Krnnkcnobsorge i stehen, welcke daher die Hilfsstelle für die teilweise! ! Übernahme ihrer Aufgabe unterstützen nnd snbventio-nieren müßte, und weil endlich mehrere Kompetenz fragen zu regeln sind. Uni diesbezüglich volle Klar° heit zn schaffen nnd ein einmütiges Vorgeben zu er zielen, möge daher zunächst eine Enqnete einberu-sen werden, zn welcher vor allen, Vertreter der Stadtbeh ö r d e. beziehungsweise des St a d t -p h nsikates nnd der A rmenbe b ö r d e. ferner die Vorsitzenden der Kranken- und Betriebs kassen, die Direktoren und Leiter der großen in-dnstriellen und Fabriks u >i t e r n e b in u u -gen. die Vorsitzenden der W o h ltä ti g lc i ts -v e r eine usw. eingeladen werden sollen. Nach Rege Inng der in Betracht kommenden Fragen mögen die erwähnten Institutionen und Behörden, beziehungs-weise deren Vertreter überhaupt zur Mitarbeit ein geladen werden, indem man sie in den Ausschuß kooptiert oder indem nach Maßgabe der zn lösenden Anfgaben Tonderansschüsse gebildet werden. Diese Anträge gelangten einstimmig zur Aunahme. Hnm dritten Punkte der Tagesordnung, „allfällige An-träge", erbat fich Herr Ottomar V a m b e r g das Wort nnd beantragte in Würdigung der großen Bedeutung des Staubes für die Übertragung von Krank-heiten, insbesondere der Tuberkulose, eine Resolution an die Stadtgemeinde, iu welcher diese ersucht wird, der Strakenreinigung nnd der Kehrichtabfnhr ihre besolidere Aufmerkfamkeit widmen zu wollen. Die Resolution wurde eiustimmig angenommen. Hier-ans wnrdeu in zwangloser Besprechung bekannte Wohltäter nominiert, an die sich der Zweigverein in direktem schriftlichen Wege nnt der Bitte um Vei° tritt, bezielmngsweise um Spenden wenden möge. — Endlich ordnete der Präsident im Sinne de»' Statuten eine Skontrierung der Kasse an und ^ erklcirteu sich die Ausschußmitglieder Vamberg und Pollal bereit, die diesbezügliche Arbeit zu überneli men. Da hiemit die Tagesordnnng erschöpft Wal' wurde die Sitzung um >^7 Uhr abends gefchlosse" " (Bahnunfal l.) Gestern vormittags ftreifle an, Südbahnhofe in Trieft eine Lokomotive an eine Verschiebmaschine. wobei der Masckinenführer Ä» dreas Finz und der Heizer Anton Nozman. beide aus Laibach, an, Kopfe und an den Armen nicht unerheblich verletzt wnrden. Die beiden kameu heute nactM mit dem Schnellzuge in Laiback an und wurden mil dem Rettungswagen ins Spital überführt. Tie P? schädigungen der Lokomotive sollen bedeutend sew- ' sEine irrsin nige Mi lchdiebi n.) Dw serragc wurde die wjährige ehemalige Besitzerlü Agnes Lavri<" aus Gleinitz verhaftet, nieil sie verdäcl! tig war. in der Stadt Milchkannen von versän'edein'» Milchwägen entwendet zu haben. Sie wnrde abc:'. da man sie als irrsinnig erkannte, nach der geriäitli chen Einvernahme freigelassen lind nach Gleinitz nb^ stellt. Gestern kam sie nun ohne Kopftuch und >u^ abgeschnittenen Haaren in die Stadt und lief in dc>' Vegagasse solange herum, bis ein Wachmann ersäii?" und sie auf den Magistrat brachte, von wo sie nnN'l' Begleitung wieder nach Hause gebracht wurde. " M b er fahren.) Gestern abends full» ci» Knecht fo schnell aus der Floriansgasse ans den M^' Markt, daß die Witwe Anna Hi«ka überfahren würd«'-Sie erlitt einige Verletzungen an, linsen Beine. (Ein E h c d ra m (,.) Iu einem Hause >>^ ltnter ^i«ka hatte ein Ehepaar im ersten Stockwe,'^ eine Wohnung inne. Der Mann arbeitete schon lliu gere Zeit als Partiefiilner in Virnballm und km" regelmäßig jeden Sonntag zu seiner Frau auf Acsun' Diese knüpfte aber ein Verhältnis mit einem Z^ daten an. Nun kam kürzlich dcr Mann unveriml^' nach Hause und betrat den Soldaten in seiner O^"' nnng. Er warf ihn. ohne viel Umstände zu mactN'" über die Stiege, gleichzeitig aber svrang seine F^>> ans Furcht durchs Fenster auf die Straße und dli^ «nit gebrochenen Beinen liegen. Sie wurde mit de»' Rettungswagen ins Landcsspital überführt. lD e r B e g r ä b n i s ve r e in detÄll^ li e n b r u d e lfch a ft in Laibach) hielt am v^ gangenel, Sonntag im „Mcstni Don," seine sehr za^ reich besuchte Gcl,cralversamn,lung ab. Ill den Au-sckus; wnrden die bisherigen Mitglieder wieder^ wählt: es sind dies die Herren: Alois V reskval (Sekretär). Stephan K I u u (Kassier, nnd Fra'N Ielo5nik (Ausschußmitglied). Revisoren sind d"' Herrell Adolf Reich. Karl Dostal n..o Iop Pnv^ek. ^ Eine läligere Verhandlung entspa"" sich über die Begräbnisordnnng infolge der bev^n stehenden Eröffnung des neuen Friedhofcs, l>c»^ konnte, da bisher weder die kirchliche noch die stä'dtM Friedhofsverwaltnng eine öffentliche Anleitnng b^ ausgegeben bat. diesfalls kein Beschluß gefaßt werde'' Am Scklnsse wlirde der Vereinsleitung für d'l uinsichtige Verlvaltling die Anerkennung nnd dc> Da>,k ausgesprochen. ^ !>l ^ sonen. ,ll^„ " (V ere, nsgründn >l g.) Mit den, ^lM' ^ Littai wird der Verein Stl'okovnn in pnäp<"',^ ! /.:» licllvv^tvo liti.s«lc^ p»<'lU!ni<<' ll^ss^.,^ del werden. Die Vereinssatzungeu erliegen bcn' ' beim k. k. Lalldespräsidium in Laibach, ^ (U n t c r halt u n g.) Die fiir den l" l' ^ bestimmte Unterhaltung des Lesevereines in ""''^, fuß findet eingetretener Hindernisse wegen erst ^.. ^. d. M. in den Gasthanslokalitäteu ..Zur ^i"^, statt. Das Programm nmfaßt al,ßer einen, ^^ ^. kränzchen die vieraktige Posse l'o.j na ^'^'^,^ Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder -' Anfang 8 Uhr abends. ,^ - (Verbrüht.) Am «6. d. M. verbrüht^ der zwei Jahre alte Gustin Pikon in I"v""^ ^.^l' richtsbezirk ssronan, mit beißen, Wasser »nd ^ bald darauf. ^Laibacher Zeitung Nr. 43. 363 22. Februar 1905. (Ve r l! i n s u n tor h a l tu ng c n.) Die vom ^'janasvrrei,, „Z^n" in St, Martin bei Littai am '>' d, M. in don GasthanZlokalitäten dos Herrn Io-dann Nobcido veranstaltete Faschinasunterhaltimg l)atte sich eines vorzüglichen Znsprnchcs zu erfreuen: ^hatten sich namentlich viele Gäste ans Littai ein NMlnden, Das veisälligsl aufgenommene Prograunn '^)ante eine t'oniische Szene sowie Vorträge des -Wanner- und des gemischten Chores. Den Veschlus; blloetc en» Tanzvergniigen, dein die in grofzer An-äahl erschienene Jugend liis in die Morgenstunden huldigte. Die Nnterlialtung, die voiu Sololvereinc ^ Cagor ,1m verflossenen Sonntag im Gasthause der l littai.) Aus Littai '"lrd uns telegraphisch gemeldet: Ein hellte »nichts ge <^n 1 ^^. nusgebrochenes Schadenfeuer vernichtete <'lncn Teil des Warenlagers der hiesigen Handels» iMna Lebiuger H Vergmnn», Viu näherer Bericht " < E i n e lH ä g e a d g e d l a n n t.) Am 15>. d. "Mlnte dem Besitzer Johann Doliuar in Selo. Ge-Moinde Schwarzenbcrg, dessen Vrettersäge nieder. l< -r. sKu ra n st a lt e n Abbazia.) Von der ^lrektion der Kuranstalten ill Abbazia Nierden wir um die Mitteilnn^ erslicht. das; fiir Wohnungs- und >'UNluerbestellllngen in den Hotels der inicrnatio ''alen Schlafwagen . refpeltive Sildvahngesellschaft in '^bazia, wie Hotel Stephanie, Hotel Quarnero, De^ Widanceu l. 2, :'., Villa Amalia, Angiolina, ^ilora, ^aura, Mandria, die Telegramiuadr^sse ,.<>luranstal' ^u Abbazia" volltommeu geniigt. Theater, Kunst und Literatur. - < K 0 nzert Erich S ch m e 0 e s.) Der be^ ^lhinte Wagnersänger und Heldentenor Herr Erich ^chinedes veranstaltet Sonntag, den 2tt. d, M. ^^l halb >l Uhr abends in der hiesigen Tonhalle ein '^Nzert mit mitgewähltem Programme, dao wir noch "^tragen wollen, Herr Kammersänger Tchmedeo Mh^j ^, >)^„ ersten Kräften des Wiener Hofopern MUers, und fo steht denn ein genußreicher Abend '" Aussicht, anf den wir die musifalischen Kreise unsc ^r Ttadt aufmerkfam inachen. - Der Kartenvorve» ^'^ findet in der Musikalienhandlung des Herrn ^ Fischer. Kongrehplatz, statt. Ungar«. V ll dapest, ^1. Februar. Tluropatkin ist gegen-wartig in Fushan. Die Russell entwickeln eine lebhafte Tätigkeit gegen del, rechten Flügel der Japaner und zwinge» die Chinesen, die Depots der Japaner m Brand zu stehlen. To ti o, ^l. Febl-uar. (Reuter Meldung.) Mar> schall Oyama berichtet: Gestern fand ein nnbedeuten der Infanterieangriff auf Fangschan statt. Die Nüssen beschossen in der Nncht alls Montag Papatai mit schwe-ren Geschützen. Petersburg, 21. Februar. Eiu Telegramm Kuropatlius au den Kaiser vom 2l). d. ineldet: Die Offensive der Japaner bei Tsinchensching dnnert fort. Unser Detacheilteilt schlug den Feiud zuriick llild be-setzte am 19, Dopinduschan. Am ltt, kam eine Pa-trollille nnter dem Hanptmallil Ere ill die Nähe des Ortes Lischapn, W Werst nordöstlich von Schaguin. Sie steckte ein zwischeu Lischapu uud Schagllin befindliches Lebensinittellnagaziil in Brand und nahm einen Lebensmittel Transportwagen. Nachdem die Pa» trouille von drei Seiten volu Feinde nmzingelt wor> den luar, verbrannte fie dell Transport llild kehrte über das Gebirge zu unseren Truppen zurück, Baku, 21. Februar. Seit Sonntag werden i:i verschiedenen Stadtteilen Armenier von bewaffneten Mohammedanern überfallen. Die Überfälle nahmen gestern einen bedrohlichen Umfang all. Man fpricht von vielen Toten und Verwundeten. Die Vevölkeruug ist in der höchsten Angst. Jede Tätigkeit ist eingestellt. Die Banken sind geschlossen. Die Ursache wird auf eine Privatrache zurückgeführt. Telegramme n. k. des Helegraphen-Korrespondenz-Zureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses .. T^l e n. 2l. Februar. Das Haus begann die zweite ^'Wna. der Netruteuvorlagc. Abg. FretzI (Czechisch-, "oika!) erklärt, solange der böhmischen Bevölkerung "le natürlichen Rechte in der Armee nicht gegeben , ^rn, müsse sie die Armee als eine ihr feindliche fachten, deren Dienste sie gegebenenfalls entsagen H. ^ deren Kommandauten fie gegebenenfalls den khorsam verweigern würde. Abg. M a r ch e t weist '' oe» engen Zl,sam>nenhang zwischeil der wirtschaft-v ^n Zusaulmengchörigkcit uud der Gemeinsamkeit ^ ^ Arnlee hill uud glaubt, daß die wirtschaftliche ^Nllllng unbedingt anch die Teilung der Armee ^ "vlgl' Mte. Durch die deil Ullgarn gewährten '<> ^essiouen hört die Armee auf. eine gemeinsame s^ltution zu sein. Das Parlament wird deu Mini h ^räsidcutel, nachdrücklichst bei der Vorbereituug eventuolleu lvirtschaftlichcll Treunung unterstüt-l,/ ^^1 würde Reduer i» eiuer wirtschaftlichen Iso-sf/'UlN keine Stärknng erblicken. Abg. Tschau ^^'ler Alldeutscher) beantragt, die Notierung deZ lcb ^^^"kontingcntes bis zlir Klarstellllng der zwi ^u beio^.,, Neichshälfteu fchwebeuden ulilitärischen ,^^ien zu vertagen. Er betont, das; durch die Au-ben!^'' ^'' Tiszaschen Militärprogralmiles nnd die ^^'chiedenen seit denl Chlopyer Armeebefehle erlaf-lichfv ^^^"^^unngell zuguusten Ullgarns die Einheit-^l^ ^ ^^u,ee ilur inehr äußerlich bestehe. An H "kbatte beteiligte»! sich noch die Abgeordneten »vy/biö'l, Reichstädter und Glöckner, ^ncf^ ^'^ Verhandlung abgebrochen wurde. ,1^..'^'Sitzung umrgen. Auf der Tagesordnuug ',>nr>. ^"^ des Präsidenten uud Fortsetzung der ''"' Lesung der Rekrutenvorlag/e, Neuigkeiten vom Büchermarkte. Laddey Emma, Flitter uud Gold, gbd., X 4 80. -Sommer A., Auf der Schattenseite, gbd., l(6 —. — Schah« lästlein moderner Erzähler, 1., ssbd., t( 8 —. — Voy-Ed Ida, Der Festungsgürtel,, gbd,, li ? 20. — Baudelaires Ch., Novellen und lleine Dichtungen in Prvsa, gbd., X 4 20. — Möller v. d. Vruck N,, Verirrte Deutsche, gebunden, k 4 20. Emerson N. W., Lebensführung, gebunden. K 4 20. Emers 0 n E. W., Ralph Waldu Emerson, gbd,, k b 40. — Chamberlain H. St. «l, Posle Friedrich, Heinrich von Stein, gbd., X 3- . ^ Björns 0 n Nj,, Flaggen Ubor Stadt und Hafen, gbd,, X l, —. — Njörnson Vj-, Auf Gotte« Wegen, gbd., K 4 80. — Vji) rnson Bj,, Ge< sammelte Erzählungen, Band 1 und 2, gbd,. » X 4 80. — Lagerlöf Selma, Jerusalem, gbd., «540. —Lagerlöf Selma, Jerusalem 2., gbd., k 6—. — Lagerlöf Selma, Gösta Veiling, gbd.. k «- —. Henril Ibsells Briefe, gbd., 1(720. — Sibylla A., In der Schlummerstunde, gbd., K 1 80. — Sammlung illustrierter Monographien, X 14 —, — Vu ft W., Der Fächer, gbd., « 4 80. — Monographien zur Weltgeschichte, 20 : Die vereiuigten Staaten von 3lordamerila, K 4 80; 21.: Drr falsche Demetrius, « 3 60. Scholl» meycr (^l, Wie beleuchte ich am nueckmähigsten und billigsten meine Wohn» uud Weschäftsräumc? li I 80. Scholl, meyer O., Nie heize ich am zweckmäßigsten und billigsten meine Wohn' und («eschciftsläume? K l 60. — Eichler N., Stoffe für den Anschauungsunterricht. « 1 92. — Io ch e n M., Theorie und Praxis der Heimatslunde, li 3 —. —Tischen» borf I., Präparationen f. d. geogr. Unterricht, b., « 3 84. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Klein may r ^ Fed, Bamberg in Laibach, .«ougrehplah 2. Verstorbene. Im Zivilspitale: Am l«. Februar. Karl Vetter, Inwohner. «6 I., Vitium ««läi». — Josef Bescheg. Agent, 5« I., Herzfehler. Am 17. Februar Josef ,ec. Inwohner, 60 I., Lungenentzündung. — Franz Slauec, Drehorgelspieler, 75 I., Marasmus. Am 18. Februar. Franzista «avinil, Inwohnerin, 80 I., Marasmus. — Valentin Uliar, Inwohner, 76 I., Nm- Am 1». Februar. Johann Märn, Kcuschler. 36 I., I'udsrou!., Olri!^ n»<»! il Landestheater in Laibach 84. Vorstellung. Gerader Laa Heute Mittwoch den 28. Februar Zum zweitenmal: Uida Oper in uier Akten von Giuseppe Verbi. Anfall« um halb 8 Uhr Ende nach 10 U >; Meteorologische Beobachtungen in Laibach Teehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73s 0 «un. «'^2 Ü7N. ! V3^^ 2^^'SÖ7Mßl8 ^^ s^^ ^' 8 . Ab. ! 73? « 02! NO. schwach . > 22 l 7 U F. l 737-7 " 0 2! SSO.schwacv , Schnee i 6 ^ DaS Tagesmittel der gestrigen Temperatur 0 9", Nc>c male: 0 4°. Verantwortlicher Redalieur: Anton Funtel. Kin billigeb Hausmittel. Zur Regelung und Ausreche. haltling cinrr gilten Vcrdmmug empfiehlt sich der Gebrauch d r sti! vielcn Jahrzehnte» bestbelanntcn echten «Molls Seidli^ Pulver», die bei geringe» Kosten die nachhaltigsteWirlung l»( Vcrdauungöbcschwerdrn äußcrl.. Original-Schachtel k 2 -Täglicher Versand gegen Post»Nachnahme durch Aporhel,r Ä. Moll, l.u. l, Hoflieferant, Wien!.. Tuchlaubcu 9. In den A^o thl'len der Provinz vrrlangc man ausdrücklich M o l l s Präpar«,: »nit dcsscn Schutzmarke uud Unterschrift. (5226) li--2 Ärmlich rinpfolileii zur Äsliebuilss llll>?r Krancheile» der AlmuiMorgaüe, Appar«t für dc» Hnu>>»»«» V,»^l»»t«»^" in elülchlänlne« OeschHfter ,'rIMlich. ,,1'>,«,^n»l»>" ^»»riKilliropiollaurc« Nalnuny, alleiniger Erzeugen Dr. Theodor Hchuchnrdl, Görlly, licsleii« bewährt «rge» ll»nss»'N' und V»yll«Pf-tuberlulolr. (481») lb-ltt Vtu» mil „I'll«?«»»«» V,»^l«»t«»e" wirlsamt ,,A'l»»»«'«»l»l"'Inhlllllti«nen möglich, Winterinhalatorium: Lusfinpiecolo. ^uv'liilifie lDr.Vullinss ^nhnlaturinm Synbltat.Mtn. lV , ^»»ßh«usstr. »0. Von tiefstem Schmerze gebeugt, geben die Unterzeichneten allen Verwandten. Freunden und Velannten die traurige Nachricht, daß ihr heißgeliebter John, Bruder, Onlel. Schwager und Neffe, Herr Mar Serti6 Offizial der Sudbahn i. R heute den iii Februar um 2 Uhr nachmittags im Alter von 4b Jahren nuch lanneu, qualvollen Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, sanft ent-schlummerte. Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen findet Donnerstag, den 33. Februar um 4'/, Uhr nachmittags vom Trauerhause, Slomsekgasse Nr. 2s, auf den Friedhof zu St. Christoph statt. Die heil. Seelenmessen weiden in mehreren Kirchen gelesen werden. Laibach am 21. Februar I90b. Anna «erti«. Mutter. Friedrich Herti«, «nna VteSla, Karl Verti«, Paul Tertiö, (Yeschwister. — «abriete Terti«5, Iella Vertio, Schwägerinnen. «Sämtliche Neffen und Nichten. Allen Freunden und Bekannten geben wir hiemit die traurige Nachricht vo» dem Hinscheiden unseres innigstgeliebten Sohnes und Vruders, des Herrn Ignaz Ganser Edlen v. Gauenfels Kaufmannes der am 21. Februar um 8 Uhr morgens nach lurzem, schweren Leiden im 32. Lebensjahre in Trieft sanft im Herrn verschieden ist. Das Leichenbegängnis des teuren Dahingeschi> denen findet in Trieft statt. Laiba ch am 21. Februar 1905. (719) Ignaz Ganser Edler v. Gauenfels, l u l Hauplmllnn i. R., Vater. — Maria «auser Edle v. Gauenfels, Mutter - Theodor «jjanscr Edler v. Oaueufels, l. l. Obcile.mmul Bruder. Mizi Gauser Edle v. «nuenfels, Sckwcstcr »? — zl««l»schuld der i« Deich»'! d»,» <»ttt«t»n»nz2«lgnlch» «nd zander. 0lN«r. «olbrente, stfr., »00 fi., p« »äffe.....4»/, »20 - »20 20 »to, ««nte «n KronenwHhr., stfr., p« »äffe.....4"/, »oo 20 »oo 40 »»».vto.oto. pei Mtt», . 4-/« ,00 20 »00-40 «3eyerl.Invtftn». «»sadethbahn in »., ft»u«rwi. zu «.«0U Kronen . . 4«-/« »19 25 — — V«nz Ios^Vahn in Lllber <«v. Ot.j .... 5'/,"/« ,«»v»28«u «ubolftbahn in «tronenwahr. steuerfrei (biv. Lt.). - 4«/« »9 90 100 90 ««all»«abal>n in «r«nenwahr. fteuers?.. 4.Eise«»<.»«ie». «l«//,........4S2 50 4K4'— bt». Kllzb.-Tir. »00 fl. ö.«. 3. b«..........44«'?ü444?ü d, «»rl-Lubw.-V. «na tt. «w». ^ » d«n »«) fl......— — — — «eld «are »i«r«V««»»« »is««»..»»»«. ! Eliwbtlljbohn »oo ». »aon M. ^ «°/o H 10"/»...... »l6 lü ll? ib »Mabethkchn. 400 u. «X« M. ! 4°/»......... »18-70 lt»-? 15 dlli. dlo. per Ultimo .... l!» »5 ll» ib 4"/»dto. Rente in KronentoHhr., fteuerfrel, per »äffe . . . »«LU S» 40 4°/. dto. dt». dlo. per Ultimo . «i «u 9» 40 Un«. St.M<. Nnl. «old t00 fl. — - — — dt«. bto. Silber 1»» fl. . . . —-— —-— dt». Ttaat« Obli«. (U«g. 0ftb. v. I. 187K....... — — — — dto, OclK»nrreglll-?lbl0!. Oblia. — — - — dto.Präm.sliliaasl. — «>oli «» -«0- dto. Kto. b «if, -looli z^ —««_ Xhelh «e,.'U° »»45 >.»9 45 blo. dtu. <»«S8). . . . 1U<.Üö 1U1-20 V«r<»b»u.«nlch«n, verlosb. 5"/» »b-i» 10U 25 4°/» ««iner li 101— — - Wftnbahn^risrit«»«' Vbligati«««. Ferdinande Nolbbahn «^,- <«»« »«» »2 »01 »b Oefterr. Nvidioesthahn . - - »0« 2« i0l» i!« Ltasttbabn....... 42«-!432- Olldbal)N^2°/<,ver,.Iann. bto. l^5'/u...... l»e2ül»7,b Un,.l2llll,. «ahn..... 110»0,li«l' 4" n Untertialner A»li»«n , . — — — — Divers» Zos» (per Ttück). 5«/» «obeni«bt«-L°lt «m. »»»0 3UU-— u»? — H«/, „ ,. Em. l»«v 30« — 3l2 — 4"/» Donau Dampflch. »00 fl. . —---------— b"„ D°naU'«e8ul..Loze . . 27« zo 280 50 N«»«r»l»»«che L»st. »ubap.Vastlica (Dombau) ^ >l. 2» n» zviu lrredlilofe ION fl...... 4?» — 48? - Tlary-Lofe 4U fl. »M. i«o — i?a — Ofener «oje 40 fl..... >«4 — 174 - PalffyLofe 40 fl. «M, - - »73 - 18» — «otenKreuz, Oeft. «es, "lOfl. 5» 20 57«, ,. un«, .. .. b fl. 3,25 2b Lü Rudolf-Lose »0 fl..... «5— «9-- <2»lm-«ofe 40 fl...... 217— m«-— Et„Genl>ls Lolc 4« fl. . - . — - —-— Wiener Eomm.-«o!e v. I. l»?4 538-— 54?l,0 «c»Inst,ch. d, 3'/° Pr.-2chulbv. b. Vobenllebltanst.. Em. »88» »C3 — 111 — Lalbacher Lose...... — — —'— »»'Id ! «a« «Me». ! tzlanlPsrtuntel» nehmmlgen. »ufli^Tepl. «ifenb. «X» fl. . . »3,0 «3»0-Vau^ u. Vetrie«.«tl. für ftadl. Etra^enb. in «len M. ^ . —-— —>— dto. bto, dlo. lit. U . --— —-— VUHm. «iorb»«I,n 150 fl. . . »3»-— »45 — VuMehraoer Ns. 500 sl. «Vl. »l»0- l»«»- bto. dto, i!i». v)200fl. »0«' »«71 Donau Dambslchlssabr«. «eseU. Oefte^., 500 fl. KVl. . . . 00U — U12-— DutVodenbachrr F.-V, 400 ll 50? — 510-— ge»blnand«»N°rdb. 1000 fl. »M. 55«- b5b5 Ltmb^lzernow. - Iaffy - Eisenb.» Oefellfchaft ^ou fl. 2. ... 5UA-- 59350 Lloyb, Oeft., Trieft, 556» 75 5« 75 Bodlr, Nnst. O^st., «oo fl, S. . 1l»43- 1049- Krdt.'Nlist. f. Hllilb. u. G. t»M ll. «78 50 «?N 50 dto. dw. per Ultimo . . !»?8 75«?»75 »rebitbanl, «Ug. un<,.,2 ?«^ 50 Depofitenbans, «Nl>, 2,'0 fl. . 45U--^45»-- «stompte-««!.. «bröft., 400 X 548 ?b!54« - «iro-u. Kaftenv., Wiener 200 ft. 447 — !449 — bypothetb.. llest.. «oafl.80°/» «. «88 —!««2-- u«llb«ib««k. c><«.. «00 fl. . . 4« 254«» "5 Oeft«rr..unaal. Vanl, «00 fl. . l«0 »««« Ullilmbant 200 sl..... »«-«b- »erf>^r«»anl. «M«, »40 fl. . . »» — »^ ^ 3»dustli«'Anl»l' «ehnnlnz»». ««uges.. All«, bft.' »00 ». . . 1«—1?" " «aybier «ism- und Gtahl-Inb. «n Vten »00 fl..... — - " ^ «tlfenbahÄ».°L«tl°«rr«Tl««n «Ma Y*lnt«u. t«) LoB-Vertloherang. JP. 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