Nr. 107. Mittwoch, 9. Mai 1W8. W7. Jahrgang. Macher Zeitung. »°«ler»»on«g:hür: i>llr ^^^ ^ninnte bi« ,„ 4 feilen 2k lr., «rohere vtv .^cil^ ,, li,i t>c< olleren Wieb«l>olungcn pl. .^ci'.c 3 tl. Dlt ..^'ssll'lxver seining" lilchclnt lnzlich mi» Ausnabmc be» Eo''i' nn!- ss'icrlaqs '^ i, «b»<» ^^ü,^i^ftelll, h' Feiertages wcgcn erscheint die nächste ^"ummer am Freitag den 1l. Mai. Amtlicher Hheil. Ullel^'s^' """ k. Apostolische Majestät haben mit sinlln?" Entschließung vom I.Mai d.I. dem Ober-schuld 5 "nd Vorstande der Direction der Staats-sei,,^ ^. "kalbert Plamingcr in Anertennnng Ehl,^.^uglichen Dienstleistung taxfrei den Titel und geruht " ""^ Hofrathes allergnädigst zu verleihen Dunajewski m. p. Nichtamtlicher Mil. Die deutsch-russischen Beziehungen. '^wied? ^zont der deutsch russischen Beziehungen glcich^ .s^.umal von dunklem Gewölle umsäumt. Der-^lomnikn "" ^""^ der ^^"^ ^"^" ^^" "^ vor-^edrrbnl "'^ '"^d ^ "'^'^ ^"^h in der Zukunft Gelvit? ""- ^^ch ein Gewölle muss nicht gleich ein lneln «H ^deuten. Allein, die schwarzen Wolken san^ ^lNlNw ^"^ ^"'" !^ ""ch durch eine günstige Luft' doch h^ ^eder vertrieben werden, so hinterlassen sie wyame Spuren auch für künftige Zeiten, ^unat n ^ gegenwärtigen Momente, kanm einen !ei»e ^s, 5 " Kanzlerkrise, durch die Fiirst Bismarck t>es 5,r.'l ." Rücksichtnahme für die Empfindlichkeit ^Mt,i5 ^ in fast cxcessiver Weise bckuudete. das ^ ^ "^, zwischen Deutschland und Russland wieder VtM ^ z>« nennen ist, das muss wohl auck den ^bezei "^" belehren, dass mit äußeren Höflichsähe, h: """llen »ich Gefälligkeiten die inneren Gegcn-bestrhi,,, "?' ""mal zwischen Berlin nnd Petersbnrg stückst f"' bie Daner nicht zu beseitigen sind. An lchte» 5/" Russland hat es Deutschland in der Wien j. w ""^ nicht fehlen lassen. Im Oriente und ^"ssen s^^ulgariel, war die deutsche Politik den gegeben ö" Dienste. Es hat leinen Moment a/-landz ^."welchem Deutschland den Wünschen Russ-Mte. HM Bulgariens seine Unterstützung versagt Mchen w <.^°"M hat sich Fürst B'smarck der MNer b.s.<^"'l z" Diensten gestellt, indem er in °en Neck.« "'/"' Nebe vom 6. Februar vor aller Welt Nolle und ' ^ Nusslands auf eine hevorragende ^kannte ^'"^ dominanten Einfluss in Bulgarien den Sah verfocht, der sonst von keiner Großmacht zugegeben wird, dass nämlich Russland dieses Recht auf' dem Berliner Congresse factisch erworben habe. An Deutschland liegt es also nicht, wenn in Russland die deutsch-feindliche Stimmung immer noch fortdauert, manchmal sogar über die Ufer sich ergießt. Thatsache ist es. dass diese Strömung in der letzten Zeit wieder bedeutsam angeschwollen ist. Wie wäre es sonst zu erklären, dass gerade diejenigen Staatsmänner, Politiker nnd Generäle, die ihren Namen fast ausschließlich ihrer deutsch - feindlich«'» Richtung verdanken, gegenwärtig mehr denn je an die Ober, stäche kommen? Seit langer Zeit gilt Tolstoi, der allgewaltige Minister des Innern, als ein Gegner Deutschlands. Ihm wird die Urheberschaft derjenigen Maßregeln und Acte nachgesagt, welche im vorigen Jahre den Bruch zwischen Rnsiland und Deutschlaud unmittelbar herbeizuführen drohten. Doch ist und bleibt Tolstoj, der allmächtige Minister des russischen Reiches, der einflussvollste Rathgeber seines Souveräns. Nicht genng daran, hat Tolstoj als seinen Mitarbeiter einen Mann herangezogen, der mit Fug und R'cht als ein Feind Deutschlands und als der Förderer einer russisch-französischen Allianz genannt wird. Dieser Mann ist General Vogdanovi?. Üebcr seine Thätigkeit hat die Berliner «Post» vor kurzem instructive Daten gebracht. Bogdanovic war es, auf dessen Anregung russische Officicre im vorigen Jahre dem General Voulanger einen Ehrensäbel mit der Inschrift! «Wage, dem Kühnen hilft Gott!» übersandten. Bogdanovic war es, der in Paris eine rege Thätigkeit entfaltete und den dortigen Politikern die Ueberzeugung beizubringen suchte, dass, wenn nur Frankreich mit dem Angriffe auf Deutschland beginnen wollt?, die Nachfolge Russlands unvermeidlich und unzweifelhaft wäre. Damals erregte die Thätigkeit Vogdanovic' Missfallen an höchster Stelle und' Anfangs Juni 1887 erhielt er den Abschied, Sein Name wurde aus der russischen Hecresliste gestrichen, und es wurde ihm der Aufenthalt an Orten, wo der kaiserliche Huf sich be« findet, untersagt. Derselbe Bogdanovic ist nunmehr zum fieheimen Rathe uud zum Hilfsarbeiter des Ministers Tolstoj ernannt worden. Das ist ein Schlag in das Angesicht Dliitschlaiids. wie er verletzender kanm gedacht werden kann. und beweist, dass die nationale Strömung in Nnssland zu mächtig ist. um sich derselben noch widersetzen zu können. In DkUtschland aber musste dies Ereiguis nothwendig einen tiefen Eindruck machen, und fo erklärt sich denn auch die Verstimnumg. die neurstens den Himmel dcs guten Einverständnisses zwischen Berlin nnd Petersburg zu trüben beginnt. Trotz alledem ist nicht zu erwarten, dass Fürst Bismarck etwa in seiner Politik die Front ändern und nunmehr gegen Nussland sich erklären werde. Bismarcks Politik hat gegenwärtig nur eine Richtung, und das ist die. die nach dem Frieden tendiert. Bismarcks Stolz wird manches über sich ergehen lassen, um den Frieden möglich zn machen. Die deulsche Politik wird gegenwärtig Russland, so antagonistisch dieses sich immer stellen mag, keinen Grund und keinen Vorwand zu Feindseligkeiten geben. Aber sie kann anderseits die Symptome nicht ignorieren, die in Russland am hellen Tage sichtbar sind und die so entschieden das gute Einvernehmen mit Deutschland perhorrcscieren. Es ist dies eine Situation, die nicht in eine offene Gegnerschaft ausarten muss, die aber mächtiges Materiale für künftige Conflicte vorbereitet. Deutschland ist gegenwärtig bei den prekären Ge-snndheitsoerhältnissen seines Kaisers nicht in der Lage, nach zwei Fronten, ja nicht einmal nach einer Front Krieg zn führen. Wir sehen denn anch. dass von Berlin aus die Beleidigungen, die dem Deutschen Reiche in Petersburg angethan werden, ignoriert oder nur sehr matt erwidert werden; allein wenn es einmal in der Zutuuft zur Abrechnung zwischen Deutschlaud und Nussland kommen wird, dann werden auch die neuesten Thaten der russischen Politik, insbesondere die Bevor-zugnug der deutsch feindlichen Elemente in der russischen Verwaltung, in die Wagschale gelegt werden und dieselbe unfehlbar zum Sinken bringen. Aus der Handelslaulmer. VIII. Herr Kammerrath Vaso Petrieic hält die A?» stimmungeil des Entwurfes eines neuen Hausier-gesetzks für zu streng. Es mag sein, dass in einer Großstadt, dass z. B, in Wien der Hausicrhändler die Fremden belästigt, in Laibach kann man das nicht behaupten nnd werden die Geschäftsleute auch durch den Hausierhandel nicht geschädigt. Am Lande ist der Hausierhandel noch immer nothwendig, weil der Hausierer viele Artikel führt, die man in den entlegenen Orten, wo er eben hausiert, nicht findet. Herr Kammerralh Carl Luck mann unterstützt den Antrag der Section. Herr Kammerrath Petricic meint, dass die Hausierer sich mehr erwerben könnten, wenn sie nur in ihrem Heimallande hausieren würden. Jeuileton. ^ Das Maria-Theresill-Monument. 3"leen erb^ ^""i Matze zwischen den beiden Hof-Seresia U^ V das Denkmal der Kaiserin Maria äsende AV^ ^ verhüllt. Aber jetzt schon pilgern 3 l'ch «ach d".n n' d??'"' um es in der Hülle zn sehen, k zu sch ss Umrissen einen Begriff von dem großen A"lnal ^"bu"g. Anlage und Ausführung hat dieses tische 'u!."^a.le,chen nicht. Eine wichtige cnltur-5!jlkhalten ^^^'^rreichs wird hier. in Bronze 'A ^ °kr Nachwelt plastisch vor die Angen ge-i.n 'a Tt^/s' ^"'' °m Geburtstage der Kaiserin Men. Die V' ""lb die Hülle von dem Denkmale Mr der E,.!/^" "nd die vielen Gäste, die bei der ^ erste« n ^."."9 anwesend sein werden, sie werden , Vewm,^"bllck des großen Meisterwerkes diesem k>ng d ' 5>""6 zollen, sie werden von der Ueber-sein. dass dieses Monument "biq ist. ^lUellmn der österreichischen Monarchie» ^'gs!3'^?^re lang hat die Kaiserin regiert. Im i?«rr Nachfm, s?"r glorreichen Reqieruug lässt ,hr N Ehre^ «'? das Monument enthüllen, das er zu sil, ^"er »..?'' I" Jahre I«74 wurden die Wiener de« ^ Ni0n > '^^' Kundmann und Venk allsgefordert, ^l^ auznsertigen. Das Modell ""len fand den größten Beifall, und Prof. Kaspar Zumbusch wurde im Jahre 1875 beauftragt, das Werk auszufertigen. Der Künstler hat das Modell in mancher Beziehuug umgearbeitet, anfangs 1877 rief er aus: «Fertig!» Und er gieng mit Lust und Liebe an die Ausführung seiues Werkes. Im selben Jahre wurde auch mit dem Gießen der einzelnen Stücke des Monumentes begonnen, nnd mit nimmer ermüdendem Kunsteifer arbeitete der Meister fort. Im Monate Februar des vorigen Jahres wurde das in Bronze gegossene Modell in dem Atelier dcs Professors Zumbusch in der Vildhauerschule nächst dem Belvedere ausgestellt. Das Werk war vollendet. Das Denkmal ist vom Fußboden bis zum Diadem der Kaiserin 61 Fuß hoch. Der architektonische Sockel hat eine Höhe von 42. die sitzende Gestalt der Kaiscrm eine solche von 19 Fuß. Der Fltichenramn, auf wcl> chem das Monnment steht, beträgt in der Diagunale gegen dreißig Meter. Außer der Hauptgestalt siud an dein Denkmale achtundzwanzig Figuren angebracht, fast alle in imponierender Größe im richtigen Verhältnisse zur Gestalt der Kaiserin Maria Theresia. Mit diesem Reichthum von Figuren ist bis jetzt noch niemals ein Dentbild geschaffen worden. Groß in seiner Conception »"d meisterhaft ans-geführt, gibt jedes Detail dcs Viomlmentes Zeugnis von dem hohen Geiste und der reicheu Phantasie des Künstlers, der das Werk richtig ersonnen und femer Idee die richtige Form gegeben hat. Hoch oben sitz auf dcm Throusels,! die große Kaiserin, den Mck aus die Hofburg gerichtet, in welcher sie mer Jahrzehnte lang mit .Gerechtigkeit nnd Milde» regiert hat. Ihr Blick scheint ans das Säulenthor, das in den äußeren Burghof führt, gerichtet zu sein, auf den Wahlspruch an der Stirne dieses Thores: «^inMiu i-^nor-um sun6am6nwm». Derselbe scheint dem Kaiser Franz. der ihn führte, nicht genügt zu haben, er hatte sich auch die Devise «1^6 cl. ll6o» gewählt. Um wie viel weniger hätte dieser Wahlspruch dem Wesen der Kaiserin entsprochen, die den Befehl gab, dass die aus den Zeiten des Faustrechtes stammende «Carolina» durch einen neuen, viel milderen Strafcodex verdrängt werde, die auf Vorschlag des Philosophen Sonnensels mit dem Gesetze vom 1. Jänner 1776 die Tortur gänzlich aufgehoben und die Todesstrafe nur anf die größten Verbrechen beschrankt hat. Für sie passte der Wahlspruch «.luxtili-i «t cl6m6lUia», «Gerechtigkeit und Milde». Als Sonnenfels seiner erhabenen Kaiserin den submissesten Vorschlag auf Milderung der gesetzlichen Strafen und auf die Aufhebung der Tortur über-reichte, foll die Kaiferin Maria Theresia zu ihm gesagt haben: «Sie haben recht, lieber Sonnenfels, in unseren Zeiten soll die Themis nicht verbundene Augen haben. Unsere Richter mögen Angen und Herz offen halten.» Gerechtigkeit und Milde waren nicht nur die Worte ihres Wahlspruches, sie waren auch die hervorstechendsten Charakterzüge ihres Wesens. Und sie leuchten ans dem Autlitze der Kaiserin auf dem Monumente. Die Gerechtigkeit soll mit Kraft, die Milde mit Weisheit gepaart sein; sinnig war es von dem Schöpfer des großen Kunstwerkes, den Thronsessel der Kaiserin mit den allegorischen Figuren der Gerechtigkeit. Kraft, Milde und Weisheit zu flanliercu. Dcr Thionswhl Kuiliachcr Zeitung Nl. 107. 896 9. Mai IM Herr Kammerrath Johann Baumgartner spricht sich dahin aus. dass der neue Entwuif des Hausiergesetzes nach Möglichkeit die Wünsche der beteiligten Kreise berücksichtigt. Herr Kammerrath Carl Luck-mann beantragt, dass man im § 9 unter jene Waren, welche ohne Rücksicht auf den Ursprung vom Hausier Handel ausgeschlossen sind, auch Menschenhaare auf« nehmen möge. Herr Kammerrath Vasu Petriciü beantragt zum § 10. dass der Hausierhandel in Ortsgemeindeu mit mehr als 60.000 Einwohnern dauernd oder auf unbestimmte Zeit untersagt werden könne. Herr Kam-merrath Carl Luck mann kann sich mit dem Antrage des Herrn Vorredners nicht einverstanden erklären, weil ja die Untersagung des Hausierhandels nur über Einschreiten der Gemeinde und nach Einvernehmung der Handels- und Gewerbekammer erfolgen und daher nicht behauptet werden kaun, dass in Ortsgemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern der Hausierhandel nicht betrieben werden darf. Bei der Abstimmung wurde der Sectionsautrag mit dem Zusatzantrage des Herrn Carl Luckmann zum § 9 angenommen und der Antrag des Herrn Vaso Petricic zum § 10 abgelehnt. VI. Herr Kammerrath Karl LuÄmann besprach die gewerblichen Verhältnisse von Kropp, erwähnte, dass die Kammer bereits vor einigen Jahren sich mit der Frage beschäftigte, wie der Bevölkerung von Klopp Arbeit zu beschaffen wäre. weil man von der Ueberzeugung ausgieng. dass die Nagelschmiede von Kropp gegen die Erzeuger der Maschinennägel den Kampf nicht lange werden aushalten können. Man dachte damals unter anderm auch, dass man durch die Errichtung einer Fachschule für Gewerbe«Industrie den Bewohnern zu einem neuen Industriezweige verhelfen könnte. Allein, obwohl die Sache damals im besten Gange war, ist dennoch aus Gründen, die dem Berichterstatter und auch der Kammer nicht bekannt sind, die Schule nicht errichtet worden. Redner besprach sodann die Stockung des Absatzes der Näo.el. den Preisrückgang und auch die Löhne, die seit 1885 um die Hälfte niederer ge> worden sind. denn während sich ein Arbeiter im Jahre 1885 noch 7, 5, 3 fl. per Woche verdiente, verdiente sich 1887 ein Arbeiter 3 fl. 50 kr., 2 fl. 60 kr.. 2 fl.. je nach seiner Leistung. Die trainische Sparcasse hat der armen Bevölkerung bereits 500 fl. bewilligt, welche der Herr k. k. Bezirlshauptmaun von Radmannsdorf veltheille. und der Herr k. k. Landespräsident hat auch bereits Schritte gethan, um für die Armen in Kropp eine Unterstützung zu erwirken, und hat auch Veranlassung genommen, dass in einer Enquete die Frage zu erörtern wäre, wie eine dauernde Hilfe der gewerbetreibenden Bevölkerung von Kropp zu erwirken wäre. Diese Enquete wird sich auch mit der Fachschulfrage beschäftigen. Redner hält dafür, dass die Kammer gewiss "die Schritte des Herrn k. t. Landespräsidenten dankend an» erkennen muss. allein es solle auch die Kammer Erhebungen pflegen, wie Abhilfe zu schaffen wäre; wei» ter« könnte die Kammer auch das hohe t. l. Reichs-Kriegsministerium auf die Nägelindustrie Kropps auf-merksam machen. Auf Grund dessen beantragt der Berichterstatter: 1.) Die Kammer wolle sich an das hohe k. k. ReichsKriegsministerium mit der Bitte wen« den, dass Hochdasselbe den Bedarf an Hufnägeln für das l. l. Heer von Kropp beziehen würde; 2.) die Kammer wolle Erhebungen pflegen, wie außerdem der Bevölkerung von Kropp Arbeit beschafft werden könnte. Au der Debatte über diesen Gegenstand bethet ligten sich: der Herr k. l. Regierungsrath Josef Dralla, der mittheilte, dass zur Enquete Vertreter des Landesausschusses. der Handels« und Gewerbekammer, der Herr Gewerbe-Inspector, Vertreter von Krupp und andere Industrielle eingeladen worden, dann der Herr Kammerrath Vaso Petricic, der die Sec« tionsauträge unterstützte, der Kammersecretär, der im Gegenstande einige Erläuterungen gab, und der Herr Berichterstatter. Bei der hierauf erfolgten Abstimmung wurden die Anträge angenommen. Politische RelierNcht. (Parlamentarisches.) Das Abgeordnetenhaus hielt vorgestern wegen der griechischen Ostern eine kurze Panse. Da morgen wieder Festtag ist, so bleiben für diese Woche nur vier Arbeitstage. Es ist jetzt bereits die dritte Woche der Budgetdebatte, und noch ist das Ende nicht abzusehen. Der Abg. Dürich, der — in einem ziemlich «fortgeschrittenen» czechischen Bezirk gewählt — infolge der letzten Vorgänge bezüglich des Unterrichtsministers sein Mandat den Wählern zur Verfügung stellen zu sollen glaubte, hat seine Resignation wieder zurückgezogen. (Aus dem Görzischen.) Einer Correspon» denz aus Gradiska zufolge sind jüngst in Terzo, einer von der Pellagrll'Krantheit besonders schwer heimgesuchten Gemeinde, zwei Küchen errichtet worden, welche 30 Pellagrakranle mit gesunder, ausreicheuder Nahrung versehen; in demselben Orte wird jetzt auf Kosten der Regierung, welche bekanntlich erst jüngst zur Linderung des allgemeinen Nothstandes in dieser Nachbarprovinz 50.000 fl. anwies, eine Landbäckerei errichtet. Wie die Correspondenz hervorhebt, ist im Bezirke Gradisla be» sonders der Landeshauptmann Graf Coronini eifrig bemüht, das Schicksal der unglücklichen Pellagralrankrn nach Möglichkeit zu lindern und das Umsichgreifen der furchtbaren Geißel zu verhüten. Ein verstorbener Wohl» thäter in Giaz Namens Müller hat zur Bekämpfung der Pellagra testamentarisch einen Betrag von 1000 fl. vermacht, der auch bereits unter die Nothleidenden vertheilt wurde. (Prinz Liechtenstein) beharrt dabei, dass die erste Lesung seines Schulantrages nach der Budget» debatte vorgenommen werde, mit der Begründung, er habe dies den Elericalen mit seinem Worte versprochen. (Kroatien.) In der für die legislative Behandlung vorbereiteten Schulgesetz - Novelle wird der Forderung der Serben hinsichtlich der Organisierung des Voltsschulunterrichtes. der Pflege des Kirchen, gesanges und der Anstellung der Lehrer serbischer Na» tionalität in denjenigen Schulen, wo die Majorität der Kinder dieser Nationalität angehört. Rechn,mg getragen. Außerdem wird der landwirtschaftliche Fortbildungsunterlicht als integrierender Theil der Voltsschule eingeführt. (Der Botschafter Graf Wolkenstein.) Wie das «Fremdenblatt» aus authentischer Quelle erfährt, sind die in verschiedenen Blättern aufgetauchten Gerüchte von der bevorstehenden Versetzung des l. und l. Botschafters in Petersburg. Grafen Wollenstem-Trostburg, auf einen anderen Posten unbeqiündet. Graf Wolkenstein, welcher b.kanntlich diesen N" durch einen Sturz mit dem Pferde Verlch'Mgc" litten hat. wird demnächst einen sechswoch^^ Urlaub, hauptsächlich zu dem Zwecke, um ^ -Aerzte zu consultieren. antreten, sich aber nacy " seines Urlanbes wieder auf seinen Poste» i"" begeben. „^ (Zur Sitnation.) Zur augenblicklich" p , tischen Lage lässt sich die «Kölnische Z"/""^' ^ gendermaßen vernehmen: Noch wenig geräusäM, ^ doch den Kundigen wahrnehmbar, machen M ^ zeichen geltend, als ob in nicht zu langer ^nn Aufmerksamkeit der Politiker wieder einmal >eoy> als bisher auf die Valtanländer gelenkt werde» Ob es dabei schon zu einem sichtbaren ^'^ Russlands kommen würde, ist allerdings f"ss'^ ^, mitteleuropäische Friedensbund redet dafür eilte s nehmbare Sprache; aber in Macedonien. an o > bischen Grenze und in einigen Gegenden «l"^ ist Zündstoff genug, um eiu kleines F"'" ^ „„d anlassen. Der Fürst Ferdinand bereist !"" ""^,„,-scheint im ganzen gut aufgenommen zu ^rden. ^.^ gleich von einer besonderen Begeisterung 1"^'^ ^ gesprochen werden kann. Die Gerüchte. ""'^Mig Prinzessin Clementine gelungen wäre, die ^M >^< ihres Sohnes mit Rnssland zu bewirten "'" ^ nächst wieder russische Generale nach V»la,arttN u ^ würden, sind natürlich eine plumpe Ma^nM, .^ stimmt, die Bulgaren gegen ihren gewählten 6 ,^ misstrauisch zu machen und die Besorgnis "M' i« zu erregen, al« wolle er im Nothfälle um oen ^ der Herrfchaft das Land an Russland verratyeli. (General Voulanger) h°t den Amz^ eine neue Ueberraschung bereitet. Soeben ^' .Mcii Buch ans seiner Feder' über den deutsch - fra>'z>^ Krieg, welches in zweiundeinhalb Millionen V"^^ im Lande gratis vertheilt werden und die ^"1 ^de zugunsten des Autors beeinflussen soll. I" d" " ^ protestiert er nenerdings gegen den Vorwarf' .^^,, den Krieg herbeiwünsche;'er sei nur auf b'e^^nf-gung der nationalen Würde bedacht. W«e o ^ ^ znfafsm ist. beweist am besten die Thatsache. °"> ^, unter De'roulcde's Führung tagende Fractw" "e .^f triotenliga den General Boulauger als ihren ^ proclamiert hat. «'l ^"! (Dynamit. Complot in London,)^ «Manchester Courier» zufolge ist die Londoner ^. einem neuen Dynamit Complot auf die Spl" ^» ln men. infolge dessen die umfassendsten Vorsichtsma» >^ zum Schutze deö Hauses der Gemeinen, der -P^Mel Obersecretärs für Irland, mehrerer anderer ^ ^ und des Prinzen von Wales getroffen u""e dcr Alle von Amerika ankommenden Dampfer "" Bch' strengsten Beobachtung unterzogen und ""hrer ^t. tige Individuen in London Tag und Nacht no ^„ (Schweden nnd Norwegen.) 3" ^rag Kammer des schwedischen Reichstages ^! . ^, tn^ gestellt worden, das sogenannte ZwischenreMe ^ ^, welches den beiden Unionsländern Schweden ^ ^,f, wegen gegenseitige Zollfreiheit zugestanden .^^ischeU znheben. weil Nurwegei, nach den leyttn t mit den Landeswappen geschmückt, und anf der Rückseite der Lehne prangt der Doppeladler. Die Rechte der Kaiserin ist wie zum Willkommgruße erhoben, in der linken Hand ruht das Scepter uud die Pergamentrolle. auf welche die pragmatische Sanction verzeichnet ist. Prächtig ist der Kaisermantel drapiert, da« Prächtigste aber ist der schöne Kopf. Der Thron steht auf einem oblongen, an den vier Ecken mit Säulen geschmückten, vielgegliederten Sockel. An den vier Ectvn ragen vier niedrige Sockel heraus, auf welchen, in großen Dimensionen ausgeführt, vier wunderschöne Reiterstandbilder sich erheben, deren jedes einzelne für sich ein herrliches Monument bildet. Dieselben strllrn dar. vom Ring aus besichtigt: rechts Gideon Freiherrn von Laudon, den bekannten Feld« Herrn, der sich im siebenjährigen Kriege wie im baieri schen Erbfolqekriege wiederholt auszeichnete; link« den Feldmarschall Grafen Daun. dem Sieger der Schlachte,, bei Kolin u„d Hochlirch; von der Lastenstraße an« beseb/n. erhebt sich rechts das Standbild des Grafen Khcvenhüller. der mit Auszeichnung im österreichischen Erbfolgekriege und gegen die Türken focht, während links General.Feldzeugmeister Otto Ferdinand Graf Traun von Abensperg zu sehen ist. der glorreiche Vertheidiger von Capua und Mailand, der später in Deutschland an der Seite des Prinzen Carl von Lothringen tapfer gefochten hat. Von jeder der vier Seiten des oblongen. den Thronsrssel tragenden Sockel« steht frei eine Gestalt und hinter dieser ist je eine Gruppe angebracht. Der Ringstraße zugekehrt steht die imposante Figur des berühmten Staatsmannes Fürsten Kannitz. Hinter ihm heben sich die Gestalten d->s Ministers Grafen Barten« stein, des Diplomaten Grafen Mercy und des Fürsten Starhemberg ab. Letzterer halte auf Grund der vom Fürst»« Kaunitz bei der Kaiserin gea/n den Willen der anderen Minister erwirkten Ermächtigung mit Frankreich ein Bündnis gegen England und Holland abgeschlossen, welches vom' 1. Mai 1756 bis zum Jahre 1792 dauerte. Die ganze Gruppe verkörpert die Vertretung des Staates nach außen. Rechts von der Ringstraße steht als fr^ie Figur der bekannte Gelehrte und Arzt van Swieten, der im Jahre 1767 die an den Blattern erkrankte Kaiserin am Leben erhielt. Hinter ihm treten von der Langseite des Sockels hervor: Professor Josef Hllarius Eckhel. Conservator dcs reichen kaiserlichen Münzcabinets, der Begründer der wissenschaftlichen Numismatik, ferner der Gelehrte Bray. Haydn. Gluck und Mozart als Kind. Das ist die Gruppe der Wissenschaft und Kunst. Links vom Vurgring zeigt sich die Gruppe der Verwaltung und des Iustizwesens. Im Vordergrunde steht der Finanzminister Graf Hauawitz. An den Sockel schmiegen sich an: Fürst Grasalkuuic. der sächsische Graf Äruckenthal. Freiherr von Niegger. der Stifter emer gelehrten Gesellschaft in Wien. Hofrath Martini, der die neue Studienreform mit van Swieten au«, gearbeitet und durchgeführt hatte, und Souuenfels. Die der Lastrnstraße zugewendete Seite zeigt die freistehende Fianr des Fürsten W.uzel Liechtenstein. Von der Sockelwand heben sich ab: General und Slaatklniiüst^r Graf Moch Lacy, Graf Franz Leopold von Nadaedy. dcr sich im österreichische" Ervs ^ ^ ,m siebenjährigen Kriege wiederholt aMeze>"> ^d Feldma.schall Andreas Graf Hadik, der ,m ^ ^„ beim zw iten Feldzuge des siebenjährigen Kneg ^^?i's' rühmten Z,iq nach Berlin ansfühcte nnd ""'^ Url'" t.,a/ der Kmserm. am 15. Oktober, sich d"/^ stri^' nut 3000Hnsare>, bemächtigte. Er M"^' ^ ""t" contribution von 'j00,000 Thalern a"2' °" ^ pcel'' seine Truppe vertheilte. Er bemächtigte stcy , ^ht-ß.scher Fahnen uud nahm zwei D.'tze"d "" ^ ^ dc wappen gezierte Damenhandschuhe »M, » AuM' Kaiserin zuschickte, zum Zeichen, dass er <- ^ ^ lang im Besitze Berlins war. Er "arM" ' ^ „„ er wusste, dass Moriz Fürst von Dessau va» ^ ^l" starken Armee in Berlin eintreffen weroe. Gruppe ist dem Kriege gewidmet. . laisell'A. Der Vronzeguss wurde theils m v" .,, he Kunstgießerei von Professor Pönninger. 'y ^a"M'^ Kunstgieherei von Turbain ausgeführt. ^ ^w>e"^ auch der Name des letzteren klingt, er'" r .^ ^e> Das gesammte. für das kolossale Denkmal .z dung gebrachte Material ist inländisches ^ ^ ^M Das großartige Monument w«rd "' s^t v ragendsten künstlerische» Z.erden d" ^ ^^teit >" ,, den. Es wird eine europäische Schensw s.^„ zu den. Indem Kaspar Zxmbnsch der uM" ,,^ M serin ein Denkmal geschissen, hat er au«, Unsterblichkeit gesichert. 6, ^' Wien, 7. Mai. ^bllcherZeitllng Nr. 107. 897 9. Mai 1888. Tagesneuigleiten. „,Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Czer-loni - ^'tung' meldet, der römisch-katholischen Co-°s?tt" WatraMoldawitza zum Baue einer Kapclle """ st- zu spenden geruht/ H.. T'lWas ist aus Stanley geworden?) y langem Warten ist wieder eine Nachricht über den Mer ^ ^""1 Stanley's in Brüssel eingetroffen. , r blese Nachricht ist negativer Natur und bringt noch l>i? ?/,!.? Licht in das Dunkel, welches das Schicksal M n - Wilaforschers umgibt. Nach einer Depesche i^ """zibar, welche aus Zanzibar bei der Congo-Regie-Vlon !« "^ ""^' "'"'^ Stanley um die Mitte des cn,a? « knioer noch nicht in seinem Ziele Wadelai d'lna '?, ^ Erklärung der Wichtigkeit dieser Mcl-heri^ i>)^ nothwendig, sich einige Daten über den bis-9'n/25l c!^.^ ^^ ^ugcs in Erinnerung zu bringen, selbst «^ ^^^ ^^ Stanley nach einem von ihm HM ^^''hrenden Briefe die Binnenlandreise an, das ^'Zerließ das Gebiet des Ahruwimiflnsses, um zu "c>ch ^ 1. .^ "°^ Wadelai anzutreten. Vom Ahruwimi Taare? ^^^^ ^" ^g. ^^'^ Kilometer oder 40 daztviiü ^° ^"^ Stanley, luenn ihm kein Hindernis ttreick, ^kommen wäre, Mille August Wadelai hätte >r.chas auszog, sondern ganz andere Pläne ver-^ttde'n '"^ "'^ ^'^ Wahrheit erst dann erfahren tiihnfn a,?"" ^^r sichere Kunde über das Verbleiben des besitzen. sich ^1 ^'N Liebesdrama.) I„ Kaschau verliebte "hl>te, - ^ ^" Staatsanwaltschaft, Eduard Va-Albert " ^ Postmeisterin von O-Bicsle. Ilona slrafe al>'s l?^ ^^^ '" Kaschan eine einjährige Kerker» ^n^ ' Es entstand ein Liebesverhältnis, trotzdem lllcislerin ^"^iratet ist. Am 13. März wurde die Post' ^Hics? ^ ^"" Gefängnisse entlassen und gicng nach frilh ^ . An, 3. d. M. besuchte sie Vanyorek. Vorgestern blichet - ^" Kanzlist todt, das Mädchen schwer ver-Vlädchen'" """" Garten aufgefunden. Das mit dem »villig i> ^6"'ommcne Verhör ergab, dafs beide frei-l^lltde as« ?°^ suchten. Die Gattin des Erschossenen ^- ,m ^ Nachricht hörte, fast wahnsinnig. Wich..^^rhängnisvolle Lecture,) Aus Lugos ll>n, c,us "' .^" hiesige Kaufmann Julius Kvassay er. lliz l "tsehliche Weise ums Leben. Vorgestern nahm ^ban! ^ ^" ^"e begeben hatte, ein Zeitungsblatt ^leile schs "^ vertiefte sich in dessen Lecture. Nach einer che„ ft^"^< er ein, ohne vorher die auf den. Nachtkäst-auf das '^ ^"" auszulöschen. Das Zeitungsblatt ftel ^UUNg d^/?!'^" ""^ dürfte durch eine spätere Be-^^^^Schlafenden in die Flamme der brennenden Kerze gerathen sein, so dass es Feuer fieng und das ganze Bett in Brand sehte. In wenigen Minuten stand das ganze Zimmer in Flammen, und die erst nach einer Stunde herbeigceilte Feuerwehr tonnte nur mehr den verkohlten Leichnam des unglücklichen jungen Mannes aus dem Schütte hervorholen. — (Mysteriöses Versch winden.) Am 16ten vorigen Monales ist der Kaufmann Dominator Martina zzi ans seinem Domicilsortc Trieft Plötzlich ver« schwundcn. Man befürchtete einen Unfall und hielt Nachforschungen, bei welchen es zur Kenntnis der dortigen Polizeibirertion gelangte, dass Martinazzi nach Wien gereist sein soll. Da er aber in Wien nicht eingetroffen ist und etwa 4000 fl. bares Gelb bei sich trug, gewiiml die Vermuthung Raum, dass der Kaufmann das Opfer eines Verbrechens geworden sei. Martinazzi ist 49 Jahre alt, verheiratet, von kleiner Statur, hat ovales Gesicht, blaue Angen, blonde Haare und Augenbrauen, trägt Vollbart und hält sich ein wenig vorgebeugt, — (Beschwichtigung.) «Wie können Sie sich unterstehen, mich Rindvieh zu nennen?» — «Na, legen Sie nur nicht gleich jedes Wort auf die Goldwage.» Local- und Prouillzinl-Nachrichtcu. — (Verhandlungen des R ei chsra thes.) Wie man uns aus Wien berichtet, wurde gestern im Abgeordnctenhausc die Specialdcbatte über das Budget bei Titel «Mittelschulen» sortgesetzt. Zum Worte waren 27 Redner gemeldet. Der Ruthene Abgeordneter Kowalski beklagte es, dass die von ihm beantragten Resolutionen, betreffend die Errichtung eines rnthenischen Gymnasiums in Przcmysl und einer Lehrer - Bildungs» anstatt mit rulhenischcr Unterrichtssprache leine Berücksichtigung seitens der Regierung gefunden haben. Er hob ferner hervor, dass in galizischen Mittelschulen die dentsche Sprache sehr vernachlässigt werde. Die Wichtigkeit der deutschen Sprache werde dort nicht verkannt, man wünsche in der deutschen Sprache eine Festigkeit und Geläufigkeit zu erlangen. Abgeordneter Freiherr v. Malfatti beschwerte sich über den deutschen Unterricht an den Mittelschulen Südtirols. Abgeordneter Dr. Dostal kritisierte den Gautsch'schcn Mittelsch'nlerlass. Redner besprach besonders die Angelegenheit des Realgymnasiums in Tabor. In ausführlicher Rede erwiderte hieiauf Herr v. Gautsch und bemerkte, dass Herr Dostal erst dann Kritik an dem Vorgehen der Unterrichtsuerwaltung üben möge, bis ihm die Verhandlungen der Regierung mit der Gemeinde Tabor bekannt sein werden. Der zum Generalrebner der Linken gewählte Abgeordnete Dr. Kraus erörterte eine Reihe von pädagogisch-didaktischen Fragen an Mittelschulen, wie das Studium dl'r classischen Sprache, das Mittelhochdeutsche und das Französische an den Gymnasien, die Ueber-bürdung der Schüler u, s. w., ferner die Behandlung der Snpplenlcn und die Modalitäten ihrer Bestallung und Vorrücknng und beantragte schließlich in einer Resolution ein Gesetz zur Regelung der Stellung der Snpplentcn. Der Gcneralrcdncr der Rechten, Abg, Klun, besprach die Aufhebung des Kraiubnrgcr Untcrgymnasiums. Als 1878 diese Anstalt mit der Anflösuug bedroht war, habe sich der damals der Majorität nach deutsche Landtag dagegen ausgesprochen; heuer habe sich die sloucnische Majorität gleichfalls gegen die Aufhebung erklärt. Durchaus unberechtigt sei der Hinweis der Gegner auf die schlechten Unterrichtserfolge, namentlich in der deutschen Sprache, denn gerade das Gegentheil sei richtig. Redner betont, dass das Krainburger Gymnasium gerade für den mittleren Bauernstand, welchem die Erhaltungskosten für studiereude Kinder in der Hauptstadt zu hoch kamen, der richtige Ort war, um seinen Nachkommen die Wohlthat des Gymnasial-Unterrichtes zugänglich zu machen. Redner ersucht schließlich das Haus, der folgenden Resolution zu-znstimmen: «Die hohe Regierung wird aufgefordert, das l. k. Untcrgymnasium in Krainburg fortbestehen zu lassen.» (Beifall rechts.) Titel «Mittelschulen» wurde hierauf angenommen, desgleichen die vom Abg. Klun vorgelegte Re» solution. Zur Aunahme gelangten noch folgende Resolutionen: 1.) Die k. t, Regierung wird aufgefordert, der Gesetzgebung der anderen europäischen Staaten, insbesondere Frankreichs und Deutschlands, in letzter Zeit auch Ungarns, in Bezug auf Schulhygiene ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden, eventuell in einem der nächsten Ses-sionsabschnittc die nöthigen Gesetzcsvorlagen einzubringen. 2.) Die t. k. Negierung wird aufgefordert, in Ausführung der wiederholt vom Abgeordnetenhause beschlossenen Resolutionen unter gleichzeitiger Auflassung der Vorberei-lungscurse, welche derzeit für sluvenische Schulen in Cilli und Gürz bestehen, für die Unterstufe der Staatsgymnasien in Görz, Trieft, Marburg und Cilli slovenische Parallel-classen und für die Unterstufe des von Pisino nach Pola zu übertragenden Staatsgymnasiums kroatische Parallelclassen zu aclivieren und mit der Eröffnung derselben im Schuljahre 1867/88 (jetzt 1888/89) zu beginnen. Die gleiche Aufforderung wird an die k. l. Regierung bezüglich der Errichtung von Parallelclassen an den Unterstufen des Gymnasiums in Görz für die der italienischen Nationalität angehörigcn Schüler gerichtet. >— Vor Schluss der Sitzung brachten die Abgeordneten Kathrein und Genossen folgenden Antrag ein: «In Erwägung, dass die Geschäftsordnung für das Abgeordnetenhaus zur Förderung sachgemäßer Verhandlungen, zur Anfrechthaltung der Ruhe und Ordnung und zur Wahrung der Wiirde des Hauses nicht ausreicht, stellen die Gefertigten den Antrag, das hohe Hans wolle beschließen: «Es sei behufs zweckentsprechender Abänderung der am 2, März 1875 beschlossenen Geschäftsordnung ein Ausschuss von 24 Mitgliedern zu wählen.» Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung heute. — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben dem Vereine der Frauen der christlichen Liebe des heil. Vincenz von Paula eiue Unterstützung von 100 st, aus Allerhöchstihrcr Privatcasse zu bewilligen geruht. — (Gedenktafel fürScopoli.) Im Schaufenster des Herrn Carl Karinger auf dem Rathhaus-platz in Laibach ist seit gestern die Gedenktafel für den um die krainischc Flora so hochverdienten Botaniker Dr. Johannes Scopoli ausgestellt, welche über Auftrag des t, l. Ackerbauministeriums durch die Nergdirection Idria der hiesigen Firma Albert Samassa zur Ausführung übertragen wurde und, wie wir bereits gemeldet, am 22, Juni l. I. in Idria enthüllt werden soll. Der in einfacher und geschmackvoller Rcnaissanceform gehaltene Entwurf entstammt dem Atelier des Architekten Herrn Robert Mikovics in Graz, und es kommt die schöne Zeichnung durch die tadellose Ausführung zur vollen Geltung, Die rein ausgearbeiteten Profile, der lebendig puncierte Grund sowie nicht in letzter Linie die prächtige Farben-Wirkung der Knnstbron^e machen dieses Denkmal durch- Zie Airene. 'ne Ctrand'Idylle wn «tonie Ivo Nojnoviü. Aus dem Kroatischen überseht von . * . (6. Fortsetzung.) ^ ihr/^'s^ halte mich fest!» sagte Helena, indem scheint ^Gestalt über das Wasser emporhob. MNe Veul, >. b" nicht. Anna, als sähest du Charon <0u,1 """welt zufilhren?. Alle am ^ '^'' "ef Anna. indem sie sich von der i7^o. snk. ^""ziehen ließ. «Fahr zu. mein alter Mnilose A b" Jugend ohne Tugend. Wir sind Mrchte ni3^"k" ohne Stimme und Fischschwanz. «^ck> k ^" ^be" dich nicht behexen.» ^ben Si, ^c^ ^ie singen., sagte der Alte. «Schön °°h sind ."fchien in dieser Pose die Gestalt dieses .? saß '«. "e Najade anf der Apolhwse von R>" V' feucht, ^ Vootrande in üppiger Lässigkeit. Die !" E^.s Wut war wie von einem Ooldschleier U^" ihr m!^" umhüllt, die schwarzen Haare A"l'l di ^ die Schultern, mit einem natürlichen d. ^"t>. ^""Hell. n^schlvungenen Linien der Hüften u?"lne N "^2 Vadrgewand schimmelte wie eine d?n Ür°hl3 n tt" b"" milden Alm, des Horizontes Reflexen auf ihren lächeln- Der Alte warf unter seinem Hute hervor einen Blick auf sie und trieb mit rascheren Ruderschlägen die Barte weiter »nd sog stärker an der erloschenen Pfeife. . . ^ . «Glaubst du wohl, Paul, dass w«r jemandem den Kopf verdrehen könnten, sagte die Schöne, und mit dem Arm sich rückwärts auf das Steuer stützend, sah sie ihn mit einem koketten Lächeln an. «Was fragen Sie Pavo?» antwortete der Alte. «Vorüber ist die Zeit der Iugendthorheit!» .Jetzt willst du nicht reden, nnd früher sagtest du, wir wären keine Sirenen.» meinte Helene. Sie und die reizende Anna lußen sich von der Barke schleppen, indem sie, halb ans dem Wasser emporgehoben, sich an dem einen Tauende festhielten. Das Meer um sie schlug Wellen und rauschte, indem es einen langen blauen Streifen hinter sich zurückließ als Spur emes seltsamen Auszuges. «Sie sind krine Sirenen, denn Sie sind Chnstrn-seelen,» erwiderte der Alte gleichmüthig. Still glitt das Boot dem einsamen Ufer enta/qm. Im Wasser' zitterte der Widerschein von der «Göttin. Mara rothem Vadrklcid nnd ihren wrißen Fuhchen. Am hintersten Rande des Horizontes verschwand dcr letzte Streifen des Morgennebels — Miwcn kreisten mit schwerfälligem Fluge über den Wellen. «Hast du etwas gefangen. Pavo?' fragte Mara. «Etwas weniges,, antwortete der Alle. «Zeig' her, Anton, der Donna.» ^, . , Der Junge stand auf und wachte Mara das volle Körbchen. Der Kuabe hatte den Vlick gcsmtt und sah von unten herauf auf die weißen Arme und da5 rothe Gewand. Mit verwundertem Auge folgte er jeder Vcwegnng dieser Frau, welche Pavo mit dem klangvollen Namen «Donna» nannte. In diesem Blicke lag es wie die stumme Frage: Was ist eine Frau? Mara musterte die Fische: «Da gibt es allerlei, auch ein Sarak, sieh mal.» «Er ist jung, da biss denn der Thor in den Köder.» «Willst du uns die Fische verkaufen, Pavo?» fragte Heleue aus dem Wasser. «Warum nicht?, erwiderte der Fischer. «Doch, was soll Ihnen das kleine Zeug?» «Was es uns soll? Essen wollen wir es! Und weißt du was? Suche die schönsten aus und brate sie uns dort vor der Grotte.» «Helene! Du bist heute sehr unternehmend.» «Hab ich doch den Sprung ins Meer gewagt,» antwortete lächrlnd dic Blondine. «Es ist nur der erste Schritt, du weiht es, mm habe ich Muth für mein ganzes Leben.» «Da sind wir!» rief Mara, indem sie den Fuß auf den Ufcrsand setzte. Der Alte hatte sie bis in die Bucht gefahren. Anton, rief er. aus dem Boote fpringend. bleibe drinnen und spiele nicht mit dem Nuder! Den Korb mit den Fischen in die Hand nehmend, stieg er von der scharfen Klippe ans Ufer. Die Mädchen waren mittlerweile rasch aus dem Wasser gestiegen und eilten unter lautem Kreischen über die unebenen Steine bis zur Stelle, wo ihre Kleider verborgen lagen. (Fortsetzung solgt.) Laibachcr Feitung Nr. 107. 898 9. Mai 1888. aus zu einem würdigen, und wird selbes stets «in beredtes Zeugnis für die Tüchtigkeit der heimatlichen Kunst ablegen. — (Ernennungen.) Der lrainische Laudes-ausschuss hat den Official zweiter Classe Herrn Viucenz Vizjal zum Official erster Classe, den Ingrossisten Herrn Triler zum Official zweiter Classe und den Hilfsbeamten Zaler zum Assistenten im Krankenhause ernannt. — (Handel mit Frankreich.) Pas l. k. Handelsministerium theilt der hiesigen Handels« und Gewerbe-lammer mit Erlass vom 7. Mai mit, dass zufolge einer von der franMfchen Generalzolldirection hinausgegebenen Weisung an die franziisifchen Zollämter bei Postpaketen keine Ursprungscertificate mehr erforderlich sind. — (Kirchenmusik.) Freunde classischer Kirchen» musil werden aufmerkfam gemacht auf die «Kli88a Lrovig» (so benannt nach der doppelten ganzen Note, mit welcher das «Kyrie» anfängt) von Palestrina (1524 — 1594), welche morgen am Himmelfahrtstage beim Hochamte in der Domtirche zur Wiederholung gelangt. Als Graduate kommt das «Alleluja» von Fr. Witt und das Offertorium «^,8cencM V«u8» dreistimmig mit Orgel von A. Foerster zur Aufführung. — (Schüler-Concert.) Am kommenden Samstag, abends halb 8 Uhr, findet im landschaftlichen Re-doutensaale ein Concert der Zöglinge der Musikschulen der philharmonischen Gesellschaft statt. Für das Schüler-Concert wurde das nachstehende Programm festgestellt: 1. a) G. Tyson-Wolff: «Am Abend», b) I. Zöhrer: «Baum, Vach und Wind», mehrstimmige Chorlieder mit Elavierbegleitung. 2.) W. A. Mozart: Sonatensah (Finale r-äui- 7g) für Clavier, Johanna Kaudela. 3.) G. F. Händel: Concert für die Viola mit Begleitung des Claviers, Hugo Plhak, Clavierbegleitung Fräulein Emma Kuralt. 4. ») Ambroise Thomas: Romance aus «Mig> non», b) Ch. Gounod: «Frühlingslied», für eine Sopranstimme mit Clavierbegleitung, Fräulein Paula Suwa. 5.) W. A. Mozart: Erster Satz aus dem Concerte in 0 äur für Clavier mit Begleitung eines zweiten Pianoforte, Fräulein Emma Kuralt. 6. ») A. Rubinstein: «Es blinkt der Thau», li) H. Esser: «DieZweige flüstern», Lieder für Sopran mit Clavierbegleitung, Fräulein Flora Sou van. 7.) H. Vieuxtemps: Ballade und Polonaise für die Violine mit Clavierbegleitung, Rudolf Sajo-vic; Clavierbegleitung Fräulein Tinka Konschegg. 8. H) R. Wagner: Vorspiel zu «Lohengrin», d) G, M,yer-beer: «Propheten-Marsch», Ensemblesähe für Streich» instrumente mit Clavierbegleitung. — Der Eintritt ist nur den Mitgliedern der Gesellschaft, den Zöglingen und ihren Angehörigen gestattet. — (Zum Brande in Ratschach.) Zugunsten der durch den großen Brand in Ratschach Geschädigten haben Herr Baron Leo May und Herr Dreyhorst in Tarvisam nächsten Tage bei einer fröhlichen Tisch» gesellschaft eine Sammlung eingeleitet, die rasch ein ansehnliches Resultat erzielte. «Krain möge empfinden — schreibt man der «Klagenfurter Zeitung» aus Tarvis — dass das deutsche Tarvis die allgemeine Menschenliebe über allen Sprachenstreit stellt; zugleich ist das ein schöner Beweis, dass wir, obwohl so knapp an die Grenze gerückt, vom wogenden politischen Streit nicht angelrän» kelt sind. Weitere Sammlungen sind noch im Gange.» — (Confirmation.) Morgen am Christi-Himmelfahrtstage findet in der hiesigen evangelischen Chrislustirche die Feier der Confirmation von sechs jungen Christen statt. Während der Einsegnung wird auf dem Chore ein von Herrn Theodor Elze neu com-poniertes, auf die feierliche Handlung bezügliches Gebet gesungen. — (Ein Decorierungsfest in Adelsberg,) Wie wir einem ausführlichen Berichte aus Adelsberg, den wir Raummangels wegen leider nur auszugs» weise vet öffentlichen können, entnehmen, wurde am vergangenen Samstag dortselbst die Decorierung des Wachtmeisters des Vezirkspostens Adelsberg, Herrn Karl Franke, mit dem ihm in Anerkennung seiner langjährigen und ersprießlichen Leistungen im öffentlichen Sicherheitsdienste von Sr. Majestät verliehenen silbernen Verdienst» kreuze mit der Krone in feierlicher Weife vorgenommen. Nach einem Gottesdienste in der Dechantpfarrlirche versammelten sich die Festtheilnehmer auf dem vor der Grotte befindlichen, prächtig decorierten Festplatze, welcher mit einer Büste Sr. Majestät geschmückt war. Nachdem der Herr Landesgendarmcrie-Commandant Sme tan a an den zu Decorierenden eine Ansprache gerichtet, heftete er ihm das Ehrenzeichen an die Brust und brachte ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät aus, in welches die Versammelten begeistert einstimmten. Herr Franke dankte für die hohe Auszeichnung und gelobte, dieselbe stets in Ehren zu tragen. Nachdem noch der Herr Bezirkshauptmann Ritter von Schwarz eine schwungvolle Ansprache an den Gefeierten gehalten und unter klingendem Spiele die Defilierung der Gendarmerie, der Finanzwache und der Feuerwehr stattgefunden, war der officielle Theil der Feier zu Ende. Es folgte sodann ein Besuch der aus diesem Anlasse festlich beleuchteten Grotte, an welchem auch mehrere Fremde theilnahmen, ferner ein Festessen für die Gendarmerie-Mannschaft und ein Festdiner im Hotel «zum goldenen Löwen». Das schöne Fest wird allen Theil-nehmern in angenehmer Erinnerung bleiben. — (Bigamie.) In der Baumwoll'Spinnerei und «Weberei in Dugaresa bei Karlstadt suchte vor beiläufig zwei Jahren ein Weib, aus Gurkfeld gebürtig, Beschäftigung und wurde auch in die Fabrik aufgenommen. In Dugaresa lernte dieselbe nun, wie man uns aus Karl-stadt berichtet, den dortigen Vahnwächter Gliha kennen, und bald darauf folgte die Hochzeit, nachdem das Weib seinen Tauffchein dem dortigen Pfarrer und Landtags» abgeordneten Peter Bucar aus St. Peter an der Mrez« nica vorgelegt hatte. Vor einem Monat nun suchte und fand in der Dugareser Farit ein Maurer Arbeit, der in der Frau des Bahnwächters sein eigenes Weib erkannte. Der Maurer, der mit diesem Weibe verheiratet war, hatte vor drei Jahren in Slavonien gelebt, als ihn sein Weib verließ und von dort verschwand. Nun fand er sie als die Gattin eines anderen. Wie constatiert wurde, hat das Weib dem Pfarrer, bei welchem sie vorher durch einige Monate bedienstet war, einen falschen Taufschein vorgezeigt, den sie von einer Freundin in Gurkfeld um drei Gulden gelauft hatte. Der Bahnwächter wurde in die Gegend von Fiume versetzt, das Weib jedoch ist von Dugaresa verschwunden. — (Päpstliche Auszeichnung,) Dem Beichtvater der Ursulinerinnen in Görz, Monsign. Josef Gru-sovin. Doctor der Theologie und päpstlicher Proto-notar, wurde anlässlich seines vierzigjährigen Amtsjubiläums vom Papste die seltene Auszeichnung verliehen, sich in sämmtlichen Kirchen der Görzer Erzdiöcese des Hirtenstabes und bischöflichen Thrones bedienen zu dürfen. — (Großer Brand in Innerlrain.) Wie aus St. Peter in Innerkrain telegraphisch gemeldet wird, ist im Dorfe Palcje gestern ein großer Brand ausgebrochen. Die freiwillige Feuerwehr von Adelsberg ist zur Hilfeleistung sofort auf den Brandplah abgegangen. — (Promenade-Concert.) In der Sternallee findet morgen von halb 12 Uhr mittags an ein Con» cert der Musikkapelle des 17. Infanterieregiments statt, fül welches nachfolgendes Programm festgestellt wurde: 1.) «I,n poM ^ai-poi-lU», Marjch von Lambert; 2.) Ouvertüre zur Oper «Wilhelm Tell» von Rossini; 3.) «Sa-taniel», Walzer aus der gleichnamigen Operette von Ferron; 4.) Litllabilo aeila 8eäu2iano noil Lalla («Faust») von Fanica; 5.) «Schneidig», Polka franchise von Ziehrer; 6.) Duett aus «1^ 'IlHÜitll» von Sanelli. — (Ein Familiendrama.) Der Grundbesitzer Johann Frangeö in Frauheim in Steiermart lebte seit Jahren mit seinem Sohne in beständigem Krieg, den die beiden gewöhnlich mit Schimpsworten, manchmal aber auch mit Fäusten und Prügeln führten, und wurde der Sohn deshalb wiederholt abgestraft. Jüngst geriethen beide wieder in leidenschaftlichen Streit; der Sohn gieng mit einer Axt auf den Vater los, welcher sich zu seinem Schutze mit einem Gewehre bewaffnet hatte. Johann Franges drückte los und traf den Sohn in den Unterleib, was den Tod des Burschen herbeiführte. Neueste Post. Original-Telegramme der «LaibacherZtg.» Wien, 8. Mai. Die «Politische Correspondenz» meldet aus Sofia: Die bulgarische Regierung enthob den Metropoliten Klement in Tirnova seiner Function wegen des offen feindseligen Verhaltens gegen den Prinzen Ferdinand. Berlin, 8. Mai. Im Befinden des Kaisers ist eine kleine Besserung eingetreten, die Mattigkeit ist geringer, die Eiter-Entleerung schwächer und der Appetit größer. Berlin, 8. Mai. Verschiedene der Regierung nahe« stehende Blätter, so auch der «Hamburger Correspon« dent», bestätigen, dass die allgemeine Lage unfreundlicher geworden. In hiesigen Finanzkreisen verlautet, die deutsche Reichsregierunq treffe Vorbereitungen zu neuen finanz« und zollpolitischen Angriffsunternehmnn» gen gegen Russland. Rom, 8. Mai. «Diritto» meldet, Königin Natalie von Serbien werde morgen abends Florenz verlassen, sich nach Belgrad begeben und auf drr Durchreise in Wien einen 4- bis 5tägigen Aufenthalt nehmen. Barcelona, 8. Mai. Erzherzog Karl Ludwig besichtigte heute die Sehenswürdigkeiten Barcelona's und wurde von der Bevölkerung überall acclamiert. Bei dem von der österreichischen Ausstellungscommission gegebenen Diner toastierte der Erzherzog auf das spanische Königs-haus. der Generalcapitän auf die österreichische Kaiserfamilie. London, 8. Mai. Dem «Standard» wird aus Shanghai gemeldet: Infolge Auitretens deS Kanton-flnsses sind dreitausend Personen ertrunken. Bukarest, 8. Mai. Gestern gegen 10 Uhr abends feuerte ein gewesener Stadtsergeant, welcher seinerzeit verurtheilt, aber begnadigt worden war, zwei Gewehr» schlisse auf das Fenster des königlichen Palais ab, welche die Glasscheiben zertrümmerten. Der Attentäter, der sofort verhaftet wurde, stieß Drohungen gegen ^den König aus. Derselbe ist vermuthlich wegen seiner Entlassung erbittert und war durch Getränke aufgeregt. Wol'kswirtschastliches. Rudolfswert, 7. Mai. Die Durchschnitts-Preise stellten l>H auf dem heutigen Markte wie folgt: -------------------------------------------------------------------- ^ ,l, lr, ^------ —____! l an Weizen per Hektoliter l» 50! Butter pr. Kilo . - - ^ y Korn » 5 4 Eier pr. Stück . - - ^ Gerste . 4 8« Milch pr. Liter - -^ 44 Hafer » 2 60 Rindfleisch pr. Kilo . ^ ^ Halbfrucht » 5 20 Kalbfleisch ' ' ^ 48 Heiden » 4 54 Schweinefleisch ' - gg Hirse » 5 «8 Hähndel pr. Stück. - ^ ^. Kukuruz » 4 88 Tauben » . - ^. Erdäpfel pr. Meter-Ctr. 1 85 Heu pr. 100 Kilo . - ^ ^, Linsen pr. 100 Kilogr. — — Stroh 100 » - - Erbsen » — — Holz. hartes, pr. Cubll' ^ Fisolen » ---------Mrtcr. .--.,' " ^. Rindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cub'i' ^ ^ Schweineschmalz » — 80 Meter..... .„ ^, Speck, frisch, . — 60 Wein, roth., pr. Eimer ^ Speck, sseräuchert, » — 80 Wein, weißer, '^1—- Verstorbene. Den 7. Mai. Johann Doles, Zwänglinff. 60 IaA. Polanadamm 50. Lungenemphysem. Michael Zawlovc, ^1 wohner. 78 I.. starb plölM) an der Franzenöbriicle «m ^ « fluss. - Mathilda Palusa, Hausbesitzerin, 60 I, IalolMo? Marasmus. Im Spit ale: ».^ Den 5. Mai. Michael Hribar, Bäcker, 54 I., " stürz. . «2 n Den 6. Mai. Elisabeth Cizman, 3!^""".«' " ^ Pnenmonie. — Antonia Autri, Inwohnerin, l»t» I., d.^"« s)Io!iril.lc:um. ,^> MeteorolossM ^ ^--------------------- ^" Z ZF W W Wind >„Vel« O ___I^ «°z! 6° !________,__---^--^ s^U.Mg,^74^2 9^0 O. schwäch heuer ^ 8, 2»N. 740 5 22 0 O. schwach h«ter 9 » Ab. 738-5 14 2 O. schwach heiter Anhaltend heiter. Das Tagesmittel der Wärme 1" ' 2-4° über dem Normale. _______- ^"^ Asscmlwnrtlicher Redacteur: I. Naglic. ^^^ Das Mittel der Arbeiter und Arbeiterinnen^ Linz (Oberösterreich). Ich muss Ihnen ""lt^'l"'^^ Iyre Apotheker Richard Brandt'schen dei mir vorzügliche Wirkung halten, indem dieselben ""M,„cn net gegen Hartleibigkcit und steten Blähungen in den ^ . ^, wirken. Da ich mir mein Brot mit Näharbeit vndicnr, ,^ ^ weisen sich dieselben bei mir sehr wohlthuend. Auch ie> ,^ ^ Jahren an gichtischen Schmerzen im Körper, "" ., ^s >M dieselben auch schon den Knöcheln an den Fingern «"' ' . ^ an meinem Erwerb sehr hindert, Wiederhole auch, ^',,,..„ M"' zeit bereit bin, das beste Urtheil über die Schwel^rpiu^^ts geben. Caroline Soyla. — Die Apotheker >"'"' Miss, Schwcizerpillm sind in den Apotheken k 70 Kreuz" " ^»c doch achte man genau auf das weisze Kreuz un r» ^^^ und den Vornamen. _______-^-'2^ Für die vielen Beweise herzlicher The>lnH. während der Krankheit nnd anlässlich des V"'"^ dens ihrer mwergesslichen Gattin, bezichungo' Tochter und Schwester LllitMt, Baronin Schönlinga für die zahlreiche Betheiligung an dem 2"^ begängnisse und für die prachtvollen Kranze» sprechen ihren tiefgefühlten Dank ans Familie Dulmiss Zesckko. Markmarl 5i»r°n »Merger. Laibach am 9. Mai 1868. ^ Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1:75000. Preis per Blatt 50 lr., in Tasch auf Leinwand gespannt 60 lr. , Mstg 3g. u. klemmayr l ^aibachcrFcitung Nr. 107. 899 8. Mai 1888. Course an der Wiener Dorse vom 8. Mai 1888 Nach dem officiellen Coursblatte. ^ Gelb Warf ,. StllM.Aulcw. C°,'N3e....... '«"' '"" !»«<>" '»" ^l>'atelr>c 250 fl, ,3,50 132.25 >««0l>r '^/ z>^,"/° '">" >' '»" " '»< ' '««^I ^'""lojc , ,00 „ Is,»,,, ,^2s. ""», »iottnn.uc, slcu^,,rei u,>4<> tt» «u ^""lde''ll.-Oblina"m.!,che' w^o i«.^5>0 Geld Ware 5"/„ Tcmeser Vanat .... >l5 — l<,L »0 Andere öffcntl. Anlchcn. Do»an°»tca,..^sc 5"/„ ino sl. . ii8«nii»- tto. Axlcihc i«?u, stenersrei 105-50 ><»« 50 ?1n!>,'l>c» d, Sladtsscmcinbc Vicn i>>4 «o !05'20 Anlchrn d. Stadigl'meindc Wicn !l>cr und Oolb) .... —'-- —'— Poxniri, An,,d.Ct.,dWolb . i«7»0 1 8 2s> dio. in ku „ „ l'l'- dlo. in s,<» „ „ «"/« . ^» !«> W ^" d>o, Prämien Echuldvelsch,,»"/» ll/2 5« 'lül — Olf!,Hyp°!^'sc!,bN!!l U>>, 5>/,"/i> '01 — !01 75, Och -u»ss, a»l vcrl <>/2"/n - - '0>'><> >ul'?'> dto, „ 4"/n . . 10NI0 100'NN t>Il>, „ ^«/„ . . Mü'I« !0N « Nng, allst, Vrdcncrcdil-Aciiengcl. in Pest im I. i»!«< vcrl. l>>/2"/n — ^ -— - Prioritiits-Oblissationen lliir K»n <>,) Llisabelh Wesldad» I. (tmilsion -'— -'— l>!),,,n»dt'.'^i'lll'nb!! in Eilber 0»'K<> 99 80 ^vanz Irscs.Bab»..... —'— ^.— Oalizisch^ ssa>I. i,'»dwiq. U,»tn lim. i«^> ü<,o s>. E, ^'/,"/1, . »8'70 »!1'!l!< Ocstcir. NoidN'^slbahn . . . 10« uu '»7 »N Sicl'^übülner ...... —>—^ — — " ' ' Gclb War« Stllat«l>ahn l. Emission . . 2<>I «0 2»2'<0 Slldbahn l^ 3°/n..... !<4 2>)!>4» S0 ,, 5 6«/„..... IL8 - - — Ung..galiz. Vahn..... ^8 00 »»'— Diverse Lose 2,cdi!Ios« l«o fl..... l?» 25 178 75 fl..... 1,5'bb »6 . 4"/,, Dolmu.Dampssch. ioo >«,-- N» - l'ach«PlÄmien.N»lcI,,2Nll. 2» ^<> 25 — Osencr l'os^ <0 0..... !>«'— 6» - Palfs» i'osc io il..... 5.3 25 5<-- Notbrn Nr,.'!,,. öN,O«s. v, lO sl. i?'2N I?-N «3 — El,-c"c!wi<<.z'r!c «, sl, . . s.I 7b «2?5. Walds!r,n-^!>lc 20 — Wiüdijch^rätz^'os»: 2 8» 2', Vducl..)inN. öst. ^usl.S^«"/» l4i'l>o,42— 2ldt,> Anst. f. Hanb.n.G.iuo!l, 2«<> — »8» »" lirrditda„l, ?Illq. Iln^, 2<»» fl, ?7« d» »:>nr, ?Illq. 2<>n fl. . 17.1 -^ '?< ^ clcnb,. ös!,2l>ufi,25."/„V. —'^ >»?— i'nnbcrb.. öst,2o» fl. G.5u"/n L. 2i3'25 2'3 75> Ocsterr.-iMss. Uanf . . . . 871'- N73" Ilnil'üdllnl 2U0 fl..... 2N2'>» 20» 25 ««crlcblsbanl. NUa., i.,hn 150 sl, . , . 177 b» .78'— Wcslbahn 200 sl. , . . »04 - 305'— Puschtiehrabcr Eisl>. 500 f>. EVl. 8^0 — 830-— llit. Ij) 2"0 fl. . 2ü2'?5 25»,25 Donau . Dampsschiffahr»« » Gts. OcNell. 500 fl. LM. . . . »L0 — 3«2 — Dra»,L!l,lÄ>it.'Dl>,.^ ,«»0N.S. 17«'— 172 — Dxx-Äodrnbncherli.-V^niiIl.L,-------—— c!h-Äal», 200 l.ü W. —— >.- Kablcuberss V,I<'!il>al)!! w<» sl, . —— -- - »aschll!l'Ödcrl'.!tiftnl'.2U!)fl,S. —— —-^c-mbcra-^lernpwift-^assy-Eisen« bahn.Glscllschaft 2N0 sl, ö, W, 2l4'5!> lib'— Aovd. ös!,-!Mli,,TrieN5!w sl.EVi. ^«L— 4'4 — Oeflcri, Nordw^slb, 2!)0 «. Eilb. ,h» 50 15U.7K blo. t. N) 2<>u sl. Silber . iui'5^iL3 5,b Praq.Durcr i!i!eiil>. >50fl. kilb, —-— 18 — «»b°l!.«ab» 200 fl. Silber . I84-7K I8s,.»b Sicbcubilr^cr liiscnb. 200 sl, . —— —- Staal^eiscudahn 200 fl ö.W. . »32>—232 25 Ve'b W»r« Südbahn 2uo fl. Vilbcr . . . 7s 5« 77 — Sltb.'Xcrbd,.Vrrb.'V.2<»Nsl,t»8,»<» Industric-Actien (pcr Etiill), «lgydi und Kinbbcrq, Eisen» «nb Etahl-Ind, in Wien 10« sl. . 8, - »<__ Eilcnl'nbnN'.'z.'eihn I, 80 s!.40°/, »z— »-- „Lidemiibl". Papiers, u. B-V. b5- «-— A>'onla!,-GcseUl!i!,, östcrr,'»lv>ne 2» 25, 2l»-5<< Cluster E,fen«<>»t'. - Ges, 2un sl, 2»« 20 28? 20 04. Silber.........—------------- D'ich«banlnc>len . . «2 12„ ü2 20 «lülienischc Banlno'cn N U»vi,e) 4!> 75 <»»l P.»Vier««!lbiI per Nlüll . . . 1 «4,^ l Ul» Anerkennung! Herrn Ubald v.Trnköczy, Apotheker in Laibach. n>r ^^ Honfen-Malz-Kaffee bitt« (laii,,r'UI don Knconvalucconton «e)ir «ut buwiilirt, i "Del; ,r) i'iiifcto <-i 11 uoikIoii xii wolluu. Dr. p..,..,'i'ltll»K»voii '"• ApinmUt, .Uiidnnnst in «wl VüWob, Krain, ]),-r *» ai" '2 JiiniHir 1MHK. "'n loiriu pfen-Malz-Kaffeo iGnRuntiK fiir jedermann, und unent- ^l!r(»e«ui n'Ht (i('rll"ll)" (Kur Krruio'iiinjf und KrhnltuiiK ^« M.i "r-, (licht-, Nmt^i-, Nnrvmi-Valt»«cnt! Jliint«!!, Jloipprkoit oto.1, für Hocon- £?' *'nii.l!,' Bollw*ol'li«:h« l'orHoncn, KiLuRlitiKc, Km-illo'''liHü,.|,.iVür u"a ll*c1' dorn WouhmiWtte, lilutann«, z« Ä1!!1'ly/< Kn°lnlmlt kostet 30 kr- APothekeTrnk6czy inLaitacli ^Hl|ifNt,, ll'|l,rü)l a"" Apotheke» uii'l Kiuiiloiitn. 11 li('ZiiK 1„ ö-Kilo-PoHipukelPii, welulio ¦p., !« Nickch«!! onllialiiu. (4ü-<) 17 Ein Mann tnit jährlichem Einkommen von 2000 sl., 2(5 Jahre alt, wünscht sich mit einem Mädchen, welches ein Vermögen von 8- bis 10000 fl. hat, zu verehelichen. l.riese wollen poste resiante A. 1. Lai-baoh adressiert werden. (210G) ;i—3 lligstes fiartüi Bornhaks Gartenbuch ifjl s°- "'¦"" in vierter, von Kup. J. Peters neu bearbeiteter Auflapo hei M. Ruhl in Leipzig erschienen. Trotz der wesentlichen Vergrösserung dieses Buches ist der Preis desselben nur 63 kr. gebliehen! Kein Gartenbesitzer und Blumenfreund versäume es. hei beginnender Frühjahrszeit sich dieses so billige und nützliche Gar-tenbucM zu verschaffen; dasselbe ist vor-räthig bei (1SMH) H-X Kleinmayr & Bamberg Buchhandlung in Laibach. Geschäfts - üebersiedlung. | bi«l ¦ e'"en wertgescliätzten Kunden zur gefälligen Nachricht, dass ich inein , leiiges, seit 11 Jahren innegehabtes Verknufslocale verlassen habe und ¦" das Haus des Herrn Rudolf Kirbisch Congressi)latz; Nr. 8 ^rsiedeu hin, wo ich , ^eute meine neuen Geschäftsräume eröffne. Moll •Ill(3(-nri i(:l' si'r das mir bisher geschenkle Vertrauen wärmstens danke, Kel i-''1 flie lloflicne HiLIc, mir dasselbe auch fernerhin zu bewahren, und plir? Versicherung, Ha^s ich, wie bisher, bestrebt sein werde, meine ver-l'j , Kunden nach jeder llicbtiiiig hin auf das reellste und möglichst bil-biah Z" h(-'lif ll(" Pelzwaren und Winterkleider werden, wie (i>is?er> ti^er den Bominer zur Aufbewahrung übernommen. M()i)) 2 Hochachtungsvoll | uiba«i,fr, Mai 1888. Anton Krejöi. J Besser als Sparcassa-Einlagen sind österr. u. ungar. Eenten, die ^ ll« doppcltro Vltriinnis, ) weiiauo sicherer nnd mobiler, ) durch <5our0aewin«, bei den negenwärtia «och billigen l5o«,le„. m 's ^ eine Vermögensvermehrung bedeuten. * Renten und oarantierle Bahnen; "»llliist >ü,d sii,d d l> l'sst.'ü WnN> ^li,- stlibill'ii !i.. Vah„. ..'" ^"'^'cisl ist mif Auimsss» l'^il, mich sichere, s,nt fundierte Vanf., ""^sll'»ml, ?"b"strie.Werte, d,!> w>n,lvsi,1il„- >,, " ^'"sls", "lli>is!l' ill'l'rTaaeosPrculaiioncu ^"'pn^i'r ^"l""" i'ir j>> rinci! Schluss fl. ^00 bis sl. 500 in Van'ln oder in "',,. Ä.i Rnltcii !ür js fl. 5)000 Nuniinall' fl. 250. Merm. Knöpflmacher ^"t. Nanl-Commisftous.Mschäs«, Wie«, I., Wall«erstrahe Nr. II. >M„ ssiriuabcstaild frit l«n an die kaufmännische Kanzlei „La Confldentia" in Budapest. (1053) 3-2 ! Otlntt Voi'ttN^illllnnss! DiriGflichBr Unterricht uhrung (alle Methoden), Cor-respondenz, Rechnen, Cornptoir-arbeiten. (1173) 50-9 Garantier Erfolg. l'robeWief gratis. Z. k. cone, commerc. Fachschule Wollzeile 19, Wien, I. Director Carl Porges Abtheilung für brieflichen Unterricht. Bisher wurden 10.500 junge Leute i der Praxis zugeführt. ! ll^l»t',/e„^««.^!^«!l l, I Wichtig tftr jedermann, j Fnütznclm.eiiuäglicli! Die Filiale der Union-Bank in Triest beschäftigt sich mit allen Bank- und Wechsler-Geschäften a) verzinst Gelder lixa. Ccnto-Corrente und vergütet iikr Bunlciioteii a»e Procont gegon 5tügige Kündigung 36/. « * 12 « qt _ auf 4 Monate fix, 4 n 6 liir INnpolooiiH fl'or 2"/« I'rocont gogon 20tiigigo Kündigung 3 m „ 40 „ :p/4 h n .'{monatliche „ 3Vi » » 6 im. 0-lro-Coan.to 3 Prooent bis zu joder Hoho; Rück-zabl'i'iK011 '^9 20 0r Wion unl Viihitiui, boaorgt das In-oasso von Anweisungen und Coupons f,'('tf('i> 1(h Proiwnt Provision ; c) räumt ihren Commlttenten die Facilitation ein, Kffect«'n jodw ^rt boi ihr doponiornn zu können, doren Coupons sio bei Verfall gratis eii»r.M»iert___________(1094^ 12-9 erst kürzlich anssischafft, ist wegen Uclielsirdelling bis Vnde Mai zu v'-rlaufen, Drr Salon ist stanz einqlrichtct zu brseh^n. Vrrlaufl wird alles darin Bl'fi>,dlichl>, als: Sammt'Garnitur, Sc>vha-Tisch, Alblimtisch, Tnimrautis6), Glciöluster, Spirftel in Goldrahmeü, Ori^ina!°Oe!c;!'Mlllde, drei Teppichs, Osrnschirni, Malart^Bouquet mit Wasc und Marmorftändl-r u. s. >o. Gljammipreis li(X) fl. Die lUarmtur und anderes wird auch einzeln verlauft. V rlaufsort: Laibach, Marla.Therefien» Vtraße Hautz.Nr. 10, II. Gtock, Vitter» Thür. Zu besichtigen täglich von 12 bis 3 Uhr nachmittags. (21«3) 3—1 Gefrorenes bei (1851) 10—6 Rudolf Kirbisch Conditor, ('oii^rwxsplatz. Daselbst sind auc}) mehrere Zeitungen zu vergeben. Zremen Amerika. Expedition nach Australien Nähere Auskunft: s11?2) durch 15-9 F. Hissler General-Schiffs-Expcdient. Bremen, Bahnhofstrasse ISTr. 3O. Wien, IV.jBez., Gokiegg-Gasse Xr. 15. Gegen Husten u. Katarrh namentlich der Kinder; gegen Heiserkeit, VerHchteimung, HhIm-, Magen-, Blasenleiden und UarnbeHchwei'- den ist beslempfoblen die Kärntner Römerquelle reinst alkalischer Alppiisriuerling, naturecht; unübertroffen als hooh-felnes Tafelwasner, das den Wein nicht schwärzt, und vollkommen frei ist von organischen Substanzen sowie von Schwefel- und Jodverbindungen mit deren lästigen Nebenwirkungen. In Laibaoh bei M. E. Snpan, Wienerstrasse; in Krainburg bei Franz Dolenz. (1237) 52—30