Mttwsch, den S6. Zuni 1872. Jahrgang. Die „Marburger Seituiig" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg: ganzjährig 6 fl., ins Hau» monatlich IV kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 sl., halbjährig 4 fl., vierteljährig halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. S0 kr: fltr Zustellung 2 fl. JnsertionSgebühr S tr. pr. Zeile. Hegm die Jesuiten! (Petition drS Gtincindtralht'S von Marburg an das AbtjcordnetcnhavS.) „Hohes Haus! Der Völker Wohl, dcr Staaten G^dtihtn, ihr Anskhen. ihre Macht ist bedingt durch den Frieden nach Außen, wie nach Innen. Mit wahrer HerzenSerhebunq sieht man in unserem Baterlande unter den Segnnnjzen deS äußcren grieden» alte Zweige deS Hand.lS, der Jndustlie, der Gcwerbe und die Bodenproduktion gedeihen, den Wohlstand reich erblühen. Jedoch auch der Fkiedcn in den Herzen dcr Völker soU.gkfeftigt werdrn. Damit dies geschehe, ist eö nothlvendig. daß statt de^S elvigen KainpfeS endlich einmal da».< Banner der Eintracht sich entfalte; denn nur unter diesem allein kann die Austlärutig ivirksam ftch entlvitkeln. Die L»hre der allumfassenden Li be muß sich Balin brechen, um lUlftegekzutreten den Männein, »velche den Bannstrahl nur, den Fluch als Wusse gebrauchen, die nur Haß und Uufricdcn in dte Welt streuen, die stctS dahin nur streben, durch der, Völker Ohnmacht ihr eigencS Ansehe« zu slärkkN, einzig und allein bemüht, ihre Intrreil'n in den Vordergrund zu stellen, die mcht Büiger des sie ernährenden Staates, nur bttiide Knechte deS Unfehlbaren sind. Iths, tvo Dank den Schulgesthe» dcr Bildung deS Geistes und d,S HerzenS eine Straße geoffne! wurde aus den Städten hiuauS in daS freie Land, wo den Bölteln die reichsten Quellen deS Wisiens esschlossen werden, wo die Maejzt deS KlekuS. iN' soscrne derselbe seine Ausgabe veikannt, in die gehörigen Schranken gewiesen wird, wo endlich die Fesseln stch lockern, die Schule und soziales Lebeu umstricken, droht dem geliebten Baterlande ein Gewittersturm, der, wenn nicht rechtzeitig abgelenkt, vernichtender wirken lvürde. alS Elementar« ereignlsie in ihrem fürchterlichsten Schrecken. Dieser Slurm würde nicht der Hände Fleiß, er würde Ven Geist virdtiben und umnachten, dcn Samen veS Unfriedens streuen in die l-hlen Glieder deS SlaateS, in die Familien. Die G.fal)r, die unS bedroht, erblicken wir in der beai)sichtlgten Riedellassung der von Italien und Deutschland zu verweiseuden Mitglieder de» Jesuitenordens; daher die Verttclung der stetS treu ergebenen Stadtgemcinde Marburg in Be-«orgniß um das Wohl Oesterreichs und seiner Völker die Bitte ltwgl: Das hohe HauS der Abgeordneten geruhe, ein GestK zu ertvllkel,, de,n zufolge den Mitgliedern des Jesuitenord.'n» der Uebertritt nach Oesterreich und die Criverbiing von Besitz daselbst, dein Orden der Aufenthalt in Oesterieich untersagt, sowie die bereits bestehende Kongregation aufge-hoben wird." Zur Geschichte des Hages. Wie Huben sich die regielungsfreundlichen Blätter abgemüht, die Versöhnlichkeit der Bischöfe anzupreisen! Die Denkschrift, welche von letzteren jetzt veröffentlicht worden, z igt, auf ivelcher Grundlage d.r FriedenStempel aufgeführt lverdeu soll: daS Konkordat tväre ^kr einzig sichere Boden und zur Eii^weihung müßten die Schulgesetze geopfert werden! Die Nationalversammlung in Versailles hat die ganze Varl.ige deS Mili« türgrsetzeS angenomtnen. Die allgemeine Wehrpflicht gefälscht und in den Rahmen des alten KonskriptionSsystemS hineingezwängt^ daS ist die viel besprochene Wiedergeburt deS französischen HeenS. DaS Erstarken deS AufstandeS in Spanien kann auch von der neuen Regie-rung Nicht mehr geläugnet werden. Die Karliften haben nach einer amtlichen Meldung auS der Hauptstadt „zum ersten Mal«" dcn Kamps mit den Negierungstruppen angenommen und sich fünf Stunden lang geschlagen. Bermifehte RachriÄ^ten. (A m t S n i e d e r l eu n g.) In Verlin haben siebzig BezirkSvorsteher zugleich ihr Amt niedergelegt, weil sie betrkffs ihrer Verpflichtung, in Sachen der Miethstcuer Nachforschungen vorzunehmen, anderer Meinung waren, als der Magistrat. (Ausstellung der ö ste rreichi sch u n-garischen Nationaltrachten.) Schneidermeister Bernhardt StraschiK in Prag hat der Generaldirektion der Wiener Weltausstellung den Plan vorgelegt, eine Ausstellung sämmtlicher österreichisch'ungarischen Volkstrachten z,» veran-stalten und zwar in einem Znbau, tvelchen Slraschitz auf eigene Kosten bauen läßt. Dreihundert künstlerisch ausgeführte Wachjifiguren sollen als Träger der Kostüme dienen und würde dieses Blld vervollständigt durch nationale Ge« räthe. Waffen, Werkzeuge und Erzeugnisse der Volksindustrie. (VereinSwesen in Oesterreich.) Im Jahre 1867 gab es in Oesterreich 4344 Vereine; 1870 belief sich diese Zahl auf 6536 und waren darunter: Vereine zur Förderung der Rohpro-duktion. des Handels, der Gelverbe und der Jn-strie 240, Kranken- und Leichcnvereine, Unter- Neuilleton. Ein Deutscher. . Von V. ttup^ins. (Fortsetzung). „Was — wirklich nur der vergessenen Mit« theilung ivegen haben Sie sich den Weg gemocht und bis jetzt gewartet?" fragte Reichardt mit einem Lächeln voll halben ZlveifelS und führte d.n Gast nach dem Pailor znrück. »Wolltrn Sie nicht auch nebenbei hören, zu welchem Punkte meine Verhandlungen mit der „Gnädigen" gefühst?" fuhr er luinig fort, als ihn ein Blick durch dcn Raum versichert, daß sie allein waren. „Hatte nicht daran gedacht!" erividerte Meißner, den Kopf schüttklud. „jetzt allerdings sehe ieh, daß etwas daraus ankomtnt, ob Sie noch dasselbe Interesse sür das Geschäft JhreS Prinzipals haben, als srüherl'' ^Etlvas Geschäftliches?" sragte der Andere aufmerksam, ,irh werde immer triein Interesse sür Frost'ö bewahren. Meißner, selbst wenn ich bereits auS ihrer Offize geschieden lväre, waS noch nicht einmal der Fall ist." „So hören Sie eine Minute und thun Sie dann, ivas Ihnen gut dünkt; nennen Sie mich auch einen Esel, tvenn Sie »vollen, daß ich erst jrtzt damit herausrückt", sagte der Kupserschmied, sich vorsichtig umsehend und dann nach einer der Fenstervertitsungen gehend. „Seit Sie von Johnson'S lveg sind", fuhr er fort, nachdem ihm Reichardt mit einiger Be-fremdung gefolgt war. ..scheint der alte Black sein besonderes Zutrauen auf mich übertragen zu haben. Zch muß wenigstens jeden Abend vor dem Ge-schäftSschlusse zu ihm kommrn und er hat immer einige besondere Austrage sür mich. Als ich heute Abend nach der Offize kam, sitzt der alte Mann bleich wie der Tod vor einem Briefe, der eben angekommen sein mußte und steht, als er wich lirht, von seinem Seslel auf, als könne er kaum seinen Beinen trauen. „Bill, holen Sie mir rasch einen Wagen", sagte er, „lasten Sie sich aber vor den Anderen nichts Besonderes anmer-kenl" Als ich aber mit dein Wagen zurück bin, lie^jt der Alte mit dem Kopse aus seinem Pulte nnd weiß von sich selbst nichlS. Zum Glück war der Doktor nebenan zu Hause, der ihn wieder zu einer Art halber Besinnung brachte, sich aber dann auch gleich mit ihm in den Wagen setzte und den Kranken nach seinem Quartier schaffte. Ich hatte mir nichts anmerken lassen sollen, sagte also auch dem Doktor von dem Briese nichts; schickte aber ven Porter fort, um Einen von den jungen Johnson'S auszutreiben — der alte Herr liegt schon seit einer Woche hart krank — von denen war aber lvie geivöhnlich kein Einziger daheim und so hielt ich eS sür daS Beste, selbst einmal in den Brief, der offen dalag, zu sehend Ich bin noch immer schlecht in meinetn Englischen beschlagen, aber ich buchstabirte doch so viel heraus, daß daS Schiff Mary Lee zu Grunde gegangen und nur die Mannschaft gerettet worden sei, d^iß die telegraphische Depesche darüber, allem Anscheine nach im Jutereffe einer VersicherungS - Kompagnie, die irgend eintn Schlcig auszuführen beabsichtige, zi». rückgehalten werde und daß jeder an der Ladung Betheiligte am Besten thue, sofort nach dem Rechten zu sehen. Ich tvtißte nicht ob ich nicht mit jedem Worte, daS ich über dcn Inhalt redete, mehr verderben, alS gut machen konnte und ließ die Schrist, wo sie war und wo sie morgen früh doch von den Johnsons sogleich entdeckt iverden muß. Als Sie zu mir kamen, vergaß ich über Ihrem blassen Gesichte sogar die ganze Geschichte und erst später fiel mir ein, daß Frost'S an der Sache wohl ebenso betheiligt sein könnten, als stühungS- und PensionSvereine 1251, reine Wohl-tbäligteitSvereine 295, Versicherungs., Spar-, Spiel-, Vorschuß- und Attienvereine 3679, Kon-sumvereine 287, Vereine zur Beförderung der Künste und Wissenschaften 1098, Lese- und Ge-sclligkeitSvereine 358. politische Vereine 156. sonstige Bereine 692. Die Steiermark zählte 1867 167 Vereine; 1870 hatten sich diese schon um 155, darunter 8 politische, vermehrt. (Zum fünften österreichischen Lehrertag) Der Lehrerverein „Volksschule" in Wien hat beschlossen, auf dem nächsten österrei-jchen Lehrertag die Beralhung über folgende Fragen in Anregunl^ zu bringen: 1. Der naturge-^chichtliche Unterricht muß erweitert weri?en, allenfalls auf Kosten der Dogmenlehre, welche ohnedieS im Gegensatze zur Wissenschaft stellt. 2. Erscheinen dem Lkhrerstande di- P-nnonSbeträge, welche man mit Ablaus dcS JahreS 1871, respektive mit dem Eintreten der neuen Verhältnisse den pensionirten Landschnllehrecn ausgesetzt hat, gerecht und billig? 3. Der Religions-Unterricht soll kein obligater Gegenstand der VolkSschnle sein. 4. Wie wird der Zeichen-Unterricht rationell betrieben? 5. Erscheinen die gegenwärtigen Lehrergchalte, namenilich mit Rücksicht auf die stets wachsende Theuerung aller Lebensmittel in den Großstädten, angemessen? 6. WaS hat die Regierung zu thun, um die Schulgesetze und die diesbezüglichen Vorlagen den Bedürfnissen der Schule entsprechend abzufassen? 7. WaS soll in drr Volksschule gelehrt werden, und wie soll eS gelehrt werden? Marbnrger Berichte (Ein Passauer Brief.) L. R. Zimmermann hat an den Verfasser und Absender der bekannten Adresse, Herrn Johann Retschnigg in Schleinitz, folgendes Schreiben gerichtet: „Sehr geehrter Gesinnungsgenosse! Ans den öffentlichen Blättern, erfuhr ich den Inhalt einer Adresse, welche Sie und eine Anzahl untersteierischer Gesinnungsgenosse« an den Mogistrat der Stadt Pafsau .richteten, alS derselbe mir das Bürgerrecht ertheilt hatte. Ich sehe in dieser auS dem Kerne deS Voltes hervorgegangenen Kundgebung eine doppelt theuere Bürgschaft dafür, daß die Prinzipien, denen ich diene, unwiderstehlich in alle Gesell-schaftSschichten eindringen und schließlich trium-phiren werden. Ich sehe darin serner ein schönes Zeichen, Black oder Johnsons und daß ich Ihnen jedenfalls noch ein Wort darüber sagen müßte —" „Und wo ist der Brief jetzt — wird ihn nicht der alte Black länj^st haben holen lassen?" unterbrach ihn Relchardt eifrig. „Der Alte ist noch immer nicht ganz bei rechter Besinnung", erwiderte der Andere, „ich fragte in seinem Hause nach, ehe ich hierher ging und gerade deshalb habe ich Ihnen jedes Wort von der Geschichte erzählt." Reichardt machte sichtlich erregt einen raschen Gang durch daS Zimmer. ^Jch muß das Papier selbst sehen. Meißner", sagte er, plötzlich stehen bleibend; „Frost'S sind wirtlich zu einem großen Theile an der Ladung der Mary Lee betheiligt und waS geschehen kann, um einen Schwindel drr Versicherungsgesellschaft zu verhindern, muß sofort geschehen. Dazu gehört aber wenigstens ein gegründeter Verdacht, der sich nur durch den Brief selbst feststellen läßt — können wir jetzt nach der Ofsfize von Johnson'S gelangen? der Porter schläft ja wohl im untern Räume und ein Vorwand muß stch finden —" „Können? Natürlich können wir!" rief der Kupferschmied, fuhr sich aber auch zugleich mit der Hand hinter die Ohren, „waS dann aber, wenn der Brief morgen früh nicht mehr da ist? denn um das einfache Hineinsehen wird eS Ihnen ja wohl nicht zu thun sein!" daß Sie und Ihre Genossen deutscher wie slove-nischer Zunge um der großen allgemein menschlichen Kulturinteress-n willen die Nothwendigkeit des innigsten, geistigen Verbandes mir dem deutschen Volk, erkennen, — daß weder der Ina. noch der Blutstrom deS Jahre« 1866 Sie von jenem Volke zu scheiden Vermag, welches meiner festen Ueberzeugung nach dereinst den großen Kampf um politische, soziale und religiöse Befreiung siegreich entscheiden wird. Ich drücke Ihnen Allen im Geiste die treuen, arbeitgcwohnten Hände und danke Ihnen herzlichst für Ihre liebevolle Theilnahme an meinem Gc-schicke. Ich bedauere endlich, daß der Ausdruck jener Theiluahme der k. t. Staatsbehörde Veranlassung gab. ihre gegentheilige Meinung in Form einer „strafgerichtliche« Verfolgung" zu äußern. Empfange» Sie und Ihre Genossen den brüderlichen Gruß und Handschlag Ihres treu?» L. R. Zimmermann." In der Beilage zu diesem Schreiben heißt eS: „Von einer abermaligen lebensgefährlichen Krank» heit genesen, komme ich erst heute (15. Juni) dazu, Ihnen und den anderen ^eunden für Ihre Adresse an den Paffauer Magistrat zu danken. . . Die Adresse, sowie Ihre Maßregelung wurde in melzreren deutschen Blättern besprocheu und Ihr wackerer freier ManneSmuth auf daS Beifälligste anerkannt. Leider hat meine Krankheit (Magengeschwür mit furchtbarem Bluterbrechen) mich sehr in meiner Arbeit gehindert. Diese Krankheit ist eine Folge jenes Leidens, welches mich schon im Februar 1871 dem Tode nahe brachte, als man mich trotz eistger Winteckälte gewaltsam von Graz nach Wien und dann nach Oedenburg trariSportirte. Der Ausspruch hiesiger Aerzte lautet einstimmig dahin, daß ich eS nur meiner außergewöhnlich starken Natur zu danken habe, daß ich diesen Anfall (eS ist nun der dritte) überlebte. Ich jelbst hatte alle Hoffnung aufgegeben und erwartete das Ende mit heiterer Ruhe. Aber ganz plötzlich trat eine eistauiiliche Besserung und eine solche Lebenskraft ein. daß ich drei Tage nach der schlimmsten KrisiS schon einen — Spaziergang machte." (Besoldung der stadtischen Sich e r»»e i t S w a ch e.) In der lejjtea Sitzung deS Gemeiriderathes kam auch daS Gesuch der städtischen Polizeimänner zur Verhandlung. Herr Nagy beantragte im Namen der 1. Abtheilung: „Obgleich nicht in Abrede gestellt werden kann, daß die Theuerung von Tag zu Tag zu» nimmt und die Bittsteller bei steter Zunahme ^ „Hören Sie. Meißner", rief Reichard», den Andern bei Heiden Armen ergreifend, .morgen ist der Brief wahrscheinlich nicht mehr Werth als ein Stück Papier, heute aber können wir neben rost'S Kapitale wohl auch daS Znter sse von ohnson oder Black retten. Wagen Sie einmal für den schlimmsten Fall Ihre Stelle, Sie machen damit, wenn Sie Ihr Englisch nicht betrogen bat, den Einsatz sür einen viel l»edtutenderen Gewinn —" „VorivärtS also!" rief der Kupferschmied, seinen Hut fester auf den Kopf schlageud, „die Sache ist mir ein BiSchen spitzig, aber Sie haben wohl noch keinem Menschen zu etwaS Unrechtem gerathen — " „Und hoffe es auch niemals zu thun, Verlaffen Sie sich daraus!" gab Reichardt zurück und in der nächsten Minute hatten die beiden jungen Männer scharfen Schritts den Weg nach Johnsons GeschäftShause eingeschlagen. „Es ist kaum elf", sagte der Kupserschmied. ivelcher au der nächster, Laterne seine Uhr gezogen hatte, nachdenklich, „und wahrscheinlich ist der jetzige Porter, der seine Abende gern lange benutzt, noch nicht einmal zu Hause. Wir könnten uns wohl, lvntn lvir nicht zwei oder drei Stunden warten wollen, einen Weg von dem Hinterhause nach der Ossize bahnen, könnten aber auch der Bevölkerung immermehr in Anspruch genommen werden, so ist dies nicht nur hier.^ sonder» in allen Städten der Fall. Nachdem sich jedoch die Theuerung auch auf die Kleidung und Woh« nung ausdehnt, mit welchen dieselbe« versorgt sind, ihre Löhnungen abcr jenen in größeren Orten wenigstens gleichkommen, so wären dieselben mit ihrem Gesuche abzuweisen; doch soll jene«, welche nachweisen, datz sie hier durch drei Jahre ununterbrochen und tadellos gedient haben, zur Aneiferung im Dienste eine tägliche Aufbesserung ihrer Löhnung mit 10 kr. vom l. Jnli lS72 an IN Aussicht geftrllt werden." Diesem Antrag wurde ohne Berhandlug bei« gestimmt. a S b el e u ch t u n g.) Die Koamissio« zur Kontrole der Gasbeleuchtung stellte in der letzten Sitzung deS GemeinderatheS durch ihre« Obmann Herrn Dr.Kotzmuth folgende Anträge: 1. Nich Inhalt teS Z 3 *deS GaSbeleuch-tungSvertrageS vom 18. Marz 1869 werden de« Gasbeleuchtungsunternehmer zum Anzünden der Laternen vierzig Minuten Zeit grstaltet, wodurch es geschieht, daß insbesondere an trübe« Tage« völlige Flvsterniß eintritt, bevor alle Laterne« angezündet worden. ES wird demnach die Ko«« trolskommiffioa ermächtigt, die Zeit zum Anzünde« der Laternen und eben so zum Auslöschen derselben eine halbe Stunde früher, als bisher üblich war, festzustellen. 2. Zur leichteren Kontrole der öffentlichen Flammen haben sSmmtliche Laterne« eine sortlaufende, bequem fichtbare Numeriruug zu erhalten. Die KontrolSkommission habe mit Herr« Gras die Numerirnng festzusetzen, über die ei«-zelnen Gtandpnntte ein Protokoll anfzunehme« und Borsorge zu treffen, daß die ganzvüchttge« Laternen mit rothen Ziffern und die halbnächtigt« mit schwarzen tränSpareut versehen werde». 3. Dlr Unternehmer werde aufgefordert, die im Bertrage vorgesehene Probefiamme in einem demselben anznweijenden Lotale deS Rathhanse» binnen vier Wochen vom Zage der Ein-räumung an bei einem sonstigen Pönale vo« 100 sl. aufzustellen. 4. Da an den Abenden deS 26. 27. und 28. Februar 1872 je SV GaSlaterne«, mitlli« zusammen 1ü0 — an de« 2l Abende« deS MonatS März je 49, milhi« zusamme«1v29 — an de« 20 Abenden des MonateS April je 48, daher zusammen 960 — an den 13 Abende« des Monates Mai je 4g. daher zusammen 624 im Ganzen 2763 GaSlaternen auS Verschulde« dabei als ganz ordinäre Einbrecher abgefaßt werden — wenn'S aber durchaus sein «nßte —^ „1^0, no!" erwiderte Reichardt. der sich über den todesverachtenden Ton von Meißner'S letzte« Worten eineS Lächelns nicht erwehren konnte, »wir find die Personen, vo« denen jetzt AlleS abhängt und dürfen unS deshalb keiner unnöthigen Gefahr aussetze». Sehen wir, wie wir die Sachen finden und nlhmen dann unsere Maßregeln — vorläufig vertraue ich a«f gutes Glück; die ganze Sache ist zu sonderbar an mich gekommen. alS daß ich einen Fehlschlag sehr fürchten sollte!" „Anch ein guter Glaube — aber nur los; einmal eine Sache unternommen bin ich zu Allem fertig!" brummte der Kupferschmied und schweigend setzten Beide nebeneinander ihren Weg fort. Die Straße war Völlig menschenleer, als Reichardt vnd Meißner ihr Ziel erreichte« und Letzterer, der mit einem Entschlüsse fertig gewor« den zu sein schiea. begann ohne Zögern an einer der großen Thüren zu pochen; aber nur ein lautes gewaltiges Bellen antwortete. „Ob unS daS Vieh nicht einen Strich durch die Rechnung machen wird?" sagte der Kupferschmied. fich umkehrend; „eS ist wie ein Wolf bei Nacht und will nur den Portee> der mit ihm schläft, kennen." „Ich meine doch, mich sollte der Kerl noch kennen", erwiderte Reichardt herantretend; ^vor des Henn Georg Graff gar «»cht gebräunt habe«, so wird demselbea hie«tt im Ginne der g §. 23 «nd 24 de» Bettrages vom 18. März l860 uad des Gemeindebeschluffts vom 13. Mai 1869 eine Konveutionalftrase von zwei Gulden für GaS-laterne «ud Abend, »ichiu zusammen von 5b2ü fl. z« Zahlung auferlegt, wogrgtn die etwaigen Ein» Wendungen oder Enischnldigungsgründe in längstens 8 Tagen linzubriugen sind. 5. Herr Traff wurde in Folge Gemeindebe-schlussts vom 13. Mai 1869 mit Dekrit vom 30. Mai 1869 in Kenntmß gesetzt, daß die Gas-beltnchtnng aus 201 Sasftammen f«stgefttllt sei. Deff'nnvgeachttt ist Htrr Sraff der ihm obliegen-den Berpfiichtuug, die Gasbeleuchtung auf 20! Klammen eiuznrichten, nicht nachgetommen. Bei dieser offenen Aahrlüssigteil und Unordnung werde Herr Gros oufgefordelt, die noch fehlenden Gas-laternen in lüsgstens 60 Tagen bei einer sonstigen Ksudeutionalftrase von 5000 fl. herzustellen, wo» bei jedoch betont wird, daß der Stadtgemeinde Marburg nach Inhalt des Z 23. v. des Vertrages das Recht vorbehalten sei. gegen den Untern,hmer Wege» Richtbelenchtnng der an der festgesetzten Anzahl von 201 Lat,rne« fehlenden Stücke mit erneuerten Geldstrafen von je 2 fl. für eine Flamme und eine» Abend vorzugehen. Die Kontrolskom-miffiou werde angewiesen, dafiir zu sorgen, daß die Herrn Traff schon längst bekannt gegebenen Standpunkte für die einzelnen Gaslaterne« beobachtet «nd festgehalten werden. Süwmtliche Anträge wurden unverändert z»« Beschluß erhoben. (Bor ta «ssrech t.) In der letzten Si-tzUng des Gemeinderathes wurde von Herrn Marco nachstehender Dringlichkeitsantrag eingebracht: „Der löbliche VtMeinderath wolle beschließen, es sei das Borkanssrecht am hiesigen Marktplatze bis 10 Uhr Bormittag zu beschränken uud gegen Dawiderhaudelnde mit Geldstrafen bis zur Höhe von 10 fl. vorzugehen." Nachdem Herr Marco seinen Antrag begrün« det uud derselbe sür dringlich erklärt wordeu. e«tspa«n sich ei«e längere Verhandlung, an welcher stch die Herren: Barou Rast. Bittett von Teisenberg. De. Lorber, Badl und Wolf betheiligten. Alle Redner bis auf de« letztgeuanuten sprachen fich gegen die B.schränkung der Berkehrsfreiheit an». Der Antrag wurde mit Stimmenmehiheit angenommen. (Sieben todt — Einer vermißt.) Die Pulvermühle im Retichitzgraben bei Tuffer weiterem Pochen aber lassen Sie mich eine Un-tersuchung anstellen: ist der Porter zu Hause, so muß der Schiüffel innen stecken l" Er wandte stch uach der nächsten Thüre. welche de« gewöhnlichen Eingang bildete, öffnete sei» Taschenmesser und schob dieses in das Schloß; wie überrascht aber wandte er fich wieder zurück ^Die Thür ist offen. Meißner^, sagte er halblant, „aber kein Schlüssel dal- ^Richtig, wieder einmal eine Lumpeuwirth» schast l^ versetzte dieser herzutretend, „warum wollen die Herren keinen gewissenhaften Deutschen nehmen nnd stellen einen liederlichen Irischen herein l Der Mensch ist mit eine« Halden Stiche tveggegaugen und hat vergessen zn schließen l" Er versuchte die Thür aufzudrücken, aber eiu grimmige» Knurren dahinter ließ ihn davon abstehen. „Ohne Spektakel wird'S schweilich abgehen^, suhr er liedenklich sort „uud die Polizei niemals weit von hier." „Lassen Sie wich nur", gab Reichardt. die Thür fassend, zurück. Vovu, ^ated!" rief er iu kurzem, bestimmlem Tone uud dos Knurren verstummte; er öffnete vol fichtig den Eingang, aber kurz vor ihm blickten ihm zwei glühende Augen aus der Dunkelheit entgegen uud ein neues bissige» Knurren schien ihn z« warnen. Roch einem eigenthümlichen Fingerschnipp und zwei schmeichelnden Worten des Eintretenden schien das Thier indessen unsicher zu werden; ein ist am 22. Inui zur Mittagszeit in die Lust geflogen. Sieben Arbeiter blieben tobt. Einer wird noch vermißt. Unterlassung der nSthigen Borsicht dürste dieses Unglück verschuldet haben. (Rotzkranke Pferde.) Am 22. d. M. wurden in Rothweia die eotzkronkeu Pftrde dreier Grundbesitzer ve»tilgt — in Folge De-ichlusses einer Kommisslou, welche zur Uutersuchuns, des Falles über Anzeige des hiefigen Bezirksarztes Herrn Reidinger von der Stallhalterel abgeordnet worden. Unter diesen befand sich auch ein Pferd des Grundbesijjers R.. von welchen merkwürdiger Weise der Bezirksarzt, Herr Dr. Walter am 10. d. M. behauptet hatte, dasselbe sei rotzsrei. (1ö6 fl. gestohle n) Die GlaShandlung des Herrn Emerich Tappeiner in der Tegetlhoff-Stroße wurde zur Nachtzeit erbrochtn und aus der Kasse ein Betrag von 156 fl. 10 kr. gestohlen. Die ThSter find »och nlcht entdeckt worden. (Versammlung von Gewerbs-leuteu.) Arn 24. Juni Vormittag 11 Uhr fand im Amtszimmer de» Herrn Bürgermeisters eine Versammlung von GewerbSleuten statt, um über die Veranstaltung einer steiermSrkijchen Kol-lekiivauSstellung in Wien zu berathen. Als Vertreter des steiermärkischen Gewerbevereins war Herr Dr. Tauschinski eingetroffen; er sprach über den Zweck der Weltausstellung und die Bortheile der Kollektivausstellung und wurde von Herrn Karl Reuter unterstützt. Anmeldungen zn dieser KollektivauSstelluug können bis Ende Juni beim steiermärkischeu Gewerbeverein gemacht werden. «chte Most. g» der «udweiser Diözese werden «ehr als hundert Geistlich- «« die Staatsuuter-ftützung ansuchen. von den disher be?anuteu 17» Wahlen tu «ugaru fiud 126 zu «uusten der Denk» pareet ausgefallen. Die Wahlhandlunge» geftalteu stch an manchen Oreen zn f»rm, licheu Tchlilcheereien. Di- stnauzi-lleu iverhaudluugeu D-utsch-lauds und Kraukr-ichs s»U-u gescheieert s-iu. zweiselndes, UMfriedenes Brummen ließ stch hören und als Reichardt es in bestimmter Weise lockte, kam es vorsichtig schnüffelnd heran, um in-dessen nach wenigen Sekunden der Untersuchung eiue Art freudiges Winseln hören zu lassen und den jungen Mann zu umspringen. Rur mit Mühe erw.hrte sich dieser der Er-kennungsliebkosungen de» ungeschlachten Thieres, wandte fich daun aber. diesem die Ohren krauend, nach dem hintern Theile drs Raums. «Jetzt. Meißner, rasch den Brief", rief er, ^ich deschäftige den Hund so lange und werdeu wir überrascht, so habeu wir nachsehen wollen, weshalb die Thür hier offen gewesen ist!" riLslit, Lirl" rief der Kupferschmied halblaut zurück und eilte die Treppe noch der Offize hinaus; der Hund hob bei dem Laute den Kopf und ivurde unruhig; ein Ruf Reichardt's aber, welcher deu Raum unter der Treppe öffnete uud auf das Bett klopfte, brachte ihn schnell zu dem willkommenen Lager. Nach kaum drei Minuten schon klangen Meiß-ner's zurückkehrend« Tritte, die jedenfalls leise sein sollten, obgleich jede Treppensinfe darunter krachte; noch einmal hatte der Warlende daS aufmerksame Thier zu beruhigen und solgte dann rasch dem Gefährten, der ihn mit einem: .Teufelsgeschichte r^aS l aber Alles in Ordnung!" empfing, dann aber uach ttnem Rückblicke auf die untierschlossene Thür halblachend hinzusetzte: „Der Hund ist ^ Ewgesaudt. Bei der am Ib. Mai 1872 im Pfsrrorte Zirkovitz anSgebrochenen FeuerSbrunst wurden 28 Wohn- nnd WirthschastSgebäude sammt allen BorrSthen an Lebensmitteln ze. ein Raub der Flamen, und bei diesem surchtbaren Feuerbraude ivurde auch daS sämmtliche Waarenlager deS hier-ortigen KrämerS Herr Antön Tschelau im Schütz-werthe von 8000 fl. zur Asche. Nachdem Herr Anton Tschelan alle Kunden aus das beste, schnellste und freundlichste stet» bedient und fich alle Achtung. Liebe und Zuneigung bei dem Landvolke im hohen Grade erworben hat, stch aber dermahlcn mit seiner Familie in der unter den hier Verunglückten empfindlichst drückenden Las^e befindet, so wird höflichst ersucht. Euer Wohlgeboren möge bei den Handlungshüuseru eine milde Sammlung für diesrn Verunglückten einleiten, damit derselbe wi-der sein HandlungS-geschüft eröffnen kann.*) Gemeinde-Borstand Zirkovitz am 16. Mai 1872. Joseph Napast. Gemeinde-Vorsteher. Wird auch psarrämtlich bestätigt: Psarramt Zirkovitz am 22. Mai 1872. __A. Nagy. Pfarrer. * Herr Anton Tschelan in Zirkovitz gehört leider zu den Nichtverficherten; die Versicherung hat man aus dem Grunde verweigert, weil sein Wohnhaus und Geschäftslokal nicht gemauert und Vicht mit Ziegeln gedeckt ist. Milde Beiträge beliebe man an Herrn Pfarrer Nagy in Zirkovitz zu senden, oder im Berlage dieses Blatte» zu übergeben. Anm. d. Red. Eisenbahn-Fahrordnung. Marburg. V-rsou-nzüge. Bon Trieft nach Wien: «nkunft S U. 2l M. Krüh und L U. 45 M. Abend». Abfahrt S U. 38 M. Krüh und 6 U. b7 M. Abend». Von Wien nach Trieft: Ankunft 8 U. IS M. Krüh und 9 U. — M. Abe nd». Abfahtt S U. 2S M. Krüh und 9 U. 12 M. Abend». Beschleunigte Personenzüge. Bon Marburg nach Wien Abfahrt 4 Uhr S0 M. Früh. Bon Wien nach Marburg Ankunft 10 Uhr SV M. Abd» KSrntu-r»Zage. Abfahrt: Bon Marburg nach 8ranzen»feste: S Uhr Nachmittag. Bon Marburg nach Billach: 8 Uhr 45 Min. Vormittag. Ankunft: Bon KranzenSfefte nach Marburg: 12 Uhr S M. Rachm. von Billach nach Marburg: 6 Uhr SZ Min. Rachmittag. wahrlich da» beste Schloß, ich will an den Ker denken!" Reichardt autivortete nicht und ging nur mit starken Schritten dem nächsten, noch erleuchteten Bierlokale zu, wandte fich hier uach dem unbesuchtesten Th ile des Raums und nal»m mit ficht-lichkr Ungeduld den erbmtktea Bries aus des Kupferschmieds Hand. Sich auf eineu Stuhl werfend, begann er langsam, als wolle er jedeS Wort erivügen, die Durchficht, während deS Kupferschmieds Augen an seinen Zügen hingen; ehe aber noch die späten Gäste von den Auivesenden recht bemertt worden waren, hatte sich der Lesende schon wieder erhoben, nickte dem Gefährten mit einem ei^enthümlich glänzenden Blicke zu und schritt, von diesem gefolgt. wieder zur Thür hiuaus. ^Es sind »och viel bestimmtere Dinge hier. Meißner, als Sie haben herauslesen können", sagte er, als Beide die Straße rvieder betreten hatten, in hörbarer Aufregung, „und der alte Black muß einen sehr ergebenen Freuud haben, um solche Mittheiluugeu zu erhalten; jedenfalls haben Sie heute Abend d,n gescheidtesten Streich Ihres ganzen Lebens auSgesüljrt — und nun vorwärts, vielleicht ist bei Frost'S noch Jemand »Vach Fortsetzung folgt. Marburq, 22.Juni. (W o chenmarfts bericht.) Weizen fl. k 40. Korn «. 8.99. «erste fl. 3.70, Hafer fl.2 —.Äukurnp fl.4.40, Hirse k. 4.—, Hirsebrei» ff. 6.50, Heiden fl.8 90. Erdäpfel kl. 2.SK, Bohnen fi. 6.30. pr.Mep, Weizengriet fl. ^5.—. Mundmehl fl. 1l.75, Semmelmehl fl.10.75, Weißpohlmehl fl. 9.75, Schwarzpohlmehl fl.7.75. Kukurntzmehl sl. 7.75 pr. Cnt. Heu fl. 1.30, Lagerstrüh fl. 1.40. Fiitterslrol, fl. 0.90. Strenftroh fl.0.60 pr. Cent. Rindfleisch L4—28. «allifleisch 28. Schweinfleisch »0, Lammfleisch 21, Speck fr. 40. Rindschmalz 54, Schweinschmalz 44, Schmeer4v, Buttcr50. Topfettkäse12, Zwiebel 10 Knoblauch 26, Krenn 10, Kümmel 48 kr. pr. Pf. Eier 4 Et. 10 kr. Milch frische 10 kr. pr. Maß. Holz, l)art 18" fl. 5.60, d»o. »veich fl. 4.40 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.54. dto. weich fl. 0.36 pr. Metzen. Vortdkilv Iiietst <1er stvivrmSi'Icisvkv Kv!er tg-äklIosH Xrlieit. ?r»miiruvx civs ^uläLsiA, 6ie^rükung geiteus äer »surz^ ersolZt jeäoeti nur aut ^uu8e1» 6es .^U88tel1örs. von l'Iieilnekmern oüorirt 6or Vvrsiv: 8pv80nsl'vi äis 1ran3p0rt!!0sten 6er OeZen-Ztäuäe; Lpvsonsi'vt äie ?1klt2mietll0 im ^UZ8tvUunZ3-raumo; Lposenfrvi äen Le3uel^ 6v3^n83teUunA8pIatZ!e3; Lpssonsnei clem I^ittoIIo3vii 6is ßowsin3o1iai't-lieiiö Deeoration un<1 6a3 ^rranZemevt 6er Maaren in 6eu Xä3ton un6 klu5 6eu Ltänäern 6e3 (?svordvversine3, auk 6ou >Vän6on oäer vis immer. — Lei-8touer liierüu i8t auel^ von äen Lemit-telteu Iceinö ßro88s erioräerüod. Dom Unbemittelten koikt 6or Verein sogar verßiiten 2U Icönnen. LpoZoniwi ilio Ko8ten llor kvigo liin ullli lurvoll. Aviäuvxvu wit Rkumavxads, rvsz». mit kllvt VvIävQ /^oxads, dL> »pktv»tsu» .?uu> Ä, V RIVir» IN Zl»z^i?«Äz^Sai»»v Zsi». lik eintreL^enä. (4!) 8 vankgagung. k'ür äis dvr^livdo Ikoilvalims bst ävm I^viodvvdexavKinIsse unseres inviAstß^eliodten Lodnos, ro»x. Lruäers »privilt kllev Vsrvkuütsll uvd Lslcanvtön, 8o-vis soivsll Herren Xollexen unä Herrn ,s. kür 6ie xromvts sZeöt^ttun^ üer I^eiolis üvQ värmstvll Dank aus Vis travvrnäv I'amilis. ^»IR^ItQlkSr ^»svvs 6 03 Va.a.rvo1»xor» von (4011 Hiirdurz, HenenKssse. von LörrvllklsiÄßi'ii Iiei 254 8vllvil!l. Am 27. Z«nt !t872 erfolgt uuwtberntsiich die Ziehung drr II. Staats-Lotlerit für gemeinsame WiMär-WoytthätigKeits AwBe. In ditser Ziehung gewinnen 1 Hanpt'Treffer 100.000 fl.»Silberrente mit dem Zinsen-1 „ „ 40.000 s geniisse vom 1. Jnli 1872. 2.000 Stück k. Vollwichtige Dukaten, 2 Treffer von je 500 2 „ ,» ,« 200 „ „ „ ^ ^ „ ,» 1 ,» " „ „ 2 „ „ „ 1.000 „ Silbergttlden 10 Treffer von je 500 „ „ 57 „ „ „ 10i „ ^ 76 „ „ 80 „ ,, !^6 „ ^ ,, 60 „ ,, 110 „ „ „ 40 „ 1000 Serien-Gewinnste von je 20 Stück Silbergulden 2000 „ „ „ 10 ,, „ dann 10 Vor- «nd Rachtreffer von je ein Flinftello» k 100 fl. des StaatSanlehenS vom Jahre 1360, mit welchen noch insbesondere bedentende Gcwinnste erreicht werden können. Lose zu dieser reich aiiSgestiitteteii Lotterie, im Preise von 2 fl. üy!r. Oesterr. Währ. dciS Stuck, verkauft »Roll GekHvsnn, 482 N^ardurx, IIvrrsnx»8sv 123. Glkichzeitig lv.rde» die am I.Juli falligeu Coupons ohne jeden ^lbzug tingelSst Das Ivspektorat äor vatvrläniIiLvkon t.vkvnsvvrsiokoi'ung»» kimk unÄ 6vr 439 allgsmvinvn Vvrsivlivrungs kilnk „Union" öt'c/t an niodt met»r linrKKassv 142, souävra ^SrrSliK»»»« RVZt, II. Ot'ös cis,' ?^6»'F»e^sntS7». _ v»« Ivipettortzt. EinLthrjullg oderPraktikM vom hitsig'N Platze wird aufgenommen bei 494)______________Xokosodtvv«. Ein Monatzimmer, nctt möblirt, gasscnseitig, Aussicht auf den Vurg-plaK, ist sogleich zu vergeben. (491 Näheres im Compkoir dirscS DlatteS. «?» s Ein junger Papagei (Portugicser Amazon,), wrlchtr spricht, ist zu »er» kaufen. Nähktt« im Comptoir dies«» Blattet. Vvijt«, biliiK^sto, lkieliteiit« VaellÜveltunx. It. It. privileßirle kabenstelner I)A0ll8tsil1pg.ppS. /^gvntlv: Varl «udvr, Ki'az!, Nofgassv 7. s^ss !r^ Die der Mener Coinmisslons Vnnk Xodlmarkt 4, rmittirt ««»»KS Veli«lnv auf nachstehend Verzeichnete Losgruppcn. und sind diese Ansammenstellunt^en schon aus dem Grunde zu den Vortheilhaflkstcn zu zählen, da jedem Inhaber eineS solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten wild, sämintliche Haupt» und Rebentreffer allein zn machen, und außerdem ein Zinsenerträgniß von 30 Franks in Zotd und 10 ff. in Ranknoten zu genießen. vrapps /t. (Jährlich 16 Ziehtlngtn.) A ./O. — Äe?' ST'/täÜ ^'ec?67' ^ ^SS6.' I äpvro. I8Kl)er il. lOl) Ktaatslos. Haupttreffer fl. 300.00V, mit RückkaufSprätnie der gezogenen Serie ö. W. fl. 400. . I 3pvre. Kais türk. 3l)tt k^ros. Ktsatslos. Haupttreffer 600.000, 300.000 Franks effektiv Gold. I UvrivAl. kr«iivsvI»^eiKor?0 VI»»Ior»I^o». Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeden Abzug. I Innsbrukvr (Viraler) I^os. Haiipitttffcr fl. zv.ooo. Kruypv L. (Jährlich 13 Fitliungen.) 6. — ^ac/t c/e?' /kaie sT'/tä// /ec^öT' ?Vi6e/?ze/iM6?' /o/Lse7Zc?o A I^ose.' ' - I 3pero. Icvis. türk. 3W I^ro8. Ktsalslos. ^ Haupttreffer 600.000, 300.000 FraiikS effektiv Gold. 1 Llvr^vKl. krsun8eI»^viKvr Vkalvr-I^os. Hcuipitrrffer 80.000 Thalcr ohne jeden Abzug. I 8a8k8VN-I^einiNAVN-I^0S. Haupttreffer 45.000, 15.000 sildd. W. werden prompt und auch gegrn Nachnahtne effektuirt. — ^ Ziehungslisten »Verden noch jeder Ziehung franko — gratis Versendet. "^2gg Verantwortliche viedortioii, Dilick nnd S'erlog ton Eduard Janschih in Marburg. 2. «. Lt. v.