3tr. 244. Donnerstag, 23. Oktober 1913. 132. Jahrgang. Mbllcher Zeitung p""««"»»«on»»»^»: Mi» Poftvfllcndung: ganzjährig 30 l. hlllbjawss ,b « Im Kontor: ga»zjühr>« l». »ilhere per geile !L b; bc! öfteren W^derhulunge!! per Zeile 8 b. Die «Üvibackei Leitung» erschein» läßlich, mi< «uenabml der Ll>n»> mu ^s,<>r,ai,s, T ir K,>n»in»»r«»««, befinde sich MilloiiöNrllße Nr, l«: ble P»>»b«on Milleeiöstroße Nr, 1K. Tprechstimden ber Neboltion don « bi« ,0 Uh, «ormittoll«. Unfraülierle Vrinr werden nich! angenmnmen, Monuslripte nichi zurüclgeftellt. Telephon-Ur. dev Medaktt«« 52. Amtlicher Peil. Seine l. und f. Apostolische Majestät habe» lau Allerhöchsteil Handschreibens vom 15. Oltober d. I. den Landesausschußbcisitzcr Franz Grafen Attcms ir Graz, den erblichen Mitgliedern des Herrenhauses dce Reichsratcs Georg Frcihcrrn von LocatelIi in Eor mons und Alfons Grafen Men s do r f f-P o u i l l r in Preitcnftein fowie dem Großgrundbesitzer Günthe, Grafen zu Stolberg Stolb erg in Paslau dil Würde eines Geheimen Rates taxfrei allergnädigst zi, verleihen geruht. Seine l. nnd l. Apostolische Majestät haben mi< Allerhöchster Entschließung vom 15. Oktober d. I. deni außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Mi' »ister am königlich montenegrinischen Hose, Feldmarschall-Icutnant Wladimir Frcihcrrn GiesI von Gicslin -gen und dem außerordentlichen Gesandten und bevoll' mächtigtcn Minister am königlich bulgarischen Hofe Dr. Adam Grafen Tarnowsli von Tarnow das Großlrcuz des Franz Josef-Ordens, den Lcgationsräten erster Kategorie Dr. Heinrich Ritter Lö w c n t h a l von L, nau und Karl Grafen zll T r a u t t m a n s d o r f f-Weinsberg das Komturlreuz dieses Ordens mit dcm Sterne, dcm Hof- und Ministerialrale ini Ministenuin des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern Emil Ritter StoffeIla von Alta - Rufte und den« Legationsrcttcn zweiter Kategorie Rudolf Freihcrrn Mittag von Lenlheym und Otto Grafen (5 zcr-n i n von (5 hudenitz taxftci das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, dem Leaationsselrctär erster Kategorie Dr. Emil Prinzen zu F ü r st < n b e r g taxfrei den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse und, anläßlich der erbetenen Übernahme in den dauernden Ruhestand dem mit dem Titel und Charakter eines Rcgierungsrcttcs bekleideten Hilfsämlcrdirektor im Miniftcrinm des kaiserlichen lind königlichen Hauses und des Äußern August Froon Edlen von Kirchrath das Komturlreuz dco Franz Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen gernht, Seine k, und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8, Oktober d. I. über einen vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern erstatteten allernntertänigstcn Vortran den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Dresden Dr. Johann Grafen For nach von GH hm es und Gacs unter Abbern-fung von dicscin Posten zum Scltionschcf im Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Auhem allcrgnä'digst zu ernennen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Oktober d, I. über einen vom Minister des kaiserlichen und königliche» Hauses und des Äußern erstatteten alleruntertänigsten Vorlrag den mit dcm Titel und Eharakler eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers bekleideten Hof nnd Ministerialrnt im Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Nußern Koloman K ania von K anya zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister bei der mexikanischen Republik allergnädigst zu ernennen geruht. Den 21. Oktober 1913 wurde in der Hof. und Staat«, bruckerei das XXX V.. 1.XXI. und I.XXII. Stück der böhmischen, das IiXXIII. Slücl der slovenischen und das I.XXVII1. Stück der böhmischen Nu«aabe des Nelchsaesehblatte« de« Iahraana.es 1913 «usgeaeben nnd versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 21. Oltober 1913 (Nr. 244) wurde die Weiterverbrntung folgender Preh. erzevgnisfe verboten: Nr 273 und 281 »Oarrioro <1vllk 8«r»». Nr 3 «1^» 6iov»no I»tr»2» vom 11. Oltober 1918. Flugblatt mit dem Titel: «6iov»ni!» dbto. Triefte.Frutti. "°"^uvtblatt der Nl. 36? «XX. ,ölc. vom 14. Oktober 1913. «? ») Äl.^ prou^. vom 16. Oltob« 1913. MchtccmtNcher Geil. Das neue Auswanderungsgesetz. Dem AbgcordnetenlMisc ist der Entwurf eines neuen Auswanderungsgesetzes zugegangen. Die mannigfachen Rückwirkungen der Auswanderung anf das Leben des Staates wie des Einzelnen, auf dic allgemeine Volkswirtschaft, Produttion und Steucrtraft, aus den Stand der Bevölkerung, nicht zuletzt auch auf die Wehrkraft des Staates, die vielerlei, infolge des ungeregelten oder unklaren Rcchtszusiandes zutage getretenen Mißstände auf dem Gebiete der Gewinnung und Leitung des einzelnen Auswanderers, schließlich oa5 gerade in der letzten Zeit beobachtete außerordentliche Anschwellen der Auswan-dcrcrzahl ließen es als eine dringende Pflicht der Re-gienlug crfchcincn, hier rasch einzugreifen und die Bewegung auf das wahre, wirtschaftliche Bedürfnis zurückzuführen, jeglichen Mißbräuchen aber energisch entgegenzutreten. Auswanderer im Sinne des neuen Entwurfes sind Personen, die sich ans den im Reichsratc vertretenen Königreichen und Ländern in ein außerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchic aclcacncs Land begebe», lim dort ihren Lebensunterhalt zu suchen. Die Beschränkn nacn der Auswanderung durch die Wehrpflicht bestimmen das Wchracsch und dic auf Grund desselben erlassenen Durchführungsbestimmungen. Dnrch Verordnung kann die Auswanderung nach bestimmten Ländern verboten werden, wenn dort die Gesundheil, die Sittlichkeit oder das wirtschaftliche Fortkommen der Auswanderer ernsten Gefahren ausgesetzt sind. Minderjährige österreichischer Staatsbürgerschaft, die nicht mit ihrem Vater auswandern, bedürfen zur Auswanderung der Zustimmung des Vormundschafts-gcrichles. Auf Minderjährige über lft Jahren, die in das ruropäischc Ausland auswandern, findet diese Bestimmung lei»«' Anwendung; doch kann das Vormundschafts-gcricht dic Auswanderung untersagen, wenn nach den Umständen, namentlich wegen der Beschäftigung, eine Gefährdnng der Gesundheit oder Sittlichkeit des Minderjährigen zn besorgen ist. Jeder Auswanderer österreichischer Staatsbürger--schaft Hai sich mit einem Auswandererpassc für das Land auszuweisen, nacn dcm er auswandert. Gegen die Erteilung unrichtiger, zur Auswanderung anreizender und gewinnsüchtige Zwecke verfolgender Auskünfte über die Aussichten der Auswanderung solle,. Nautelcn durch eine vom Ministerium des Innern zu er-teilende Erlaubnis geschaffen werden, die jederzeit eingeschränkt oder widcrrnscn werden kann. Außer diesen allacmcincn Bestimmungen betrifft eine weitere Gruppe von Vorschriften die Anwerbung, eine dritte Grnppc die Beförderung von Auswanderern. Da von jenen Personen, dic sich im Auslande als Kolonisten ansiedeln, rrfalirunasacmäß angenommen werden muß daß sie nicht mehr zurückkehren lind als dauerndei Verlust für die inländische Wehrkraft und Volkswirt-, schaft zu betrachten sind, soll die. Anwerbung von Ansiedlern allgemein verboten werden. Nur bezüglich der An-siedlung in europäischen Ländern können durch besondere Verordnungen Ausnahmen unter strengen Kanteten, hierunter auch der Bestand >ciner Gewähr für das un-beemträchtigtc Recht der Heimkehr, bewilligt werden. Ebenso ist die Anwerbung von Lohnarbeitern nach außereuropäischen Ländern verboten, nnd es können Ausnahmen hievon nur vom Ministerium des Innern unier bestimmten Bedingungen für eine bestimmte Zahl von Arbeitern bewilligt werden, die im Betriebe des Anwerbenden selbst verwendet werden sollen. Prinzipiell gestattet wäre somit nur die Anwerbung von Lohnarbeitern nach europäischen Ländern, doch wird für jene Kate-aorien von Arbeitern, deren Auswanderung bisher in nennenswertem Umftmgc wahrgenommen wurde, das Erfordernis einer Bewilligung (Anwerbebewilliaung) , verlangt. Dic Anwerbung anderer Kategorien von Ar- beitern kann jederzeit durch Verordnung demselben Erfordernisse unterworfen werben. Was die Beförderung von Answanderern betrifft, werden eingehende Bestimmungen für die Beförderung s von Zwifchcildeckreisenden in außereuropäische Länder >- getroffen. In dieser Art der Beförderung ist das Schwerin gewicht bes Betriebes von Answanbcrungsgeschäften ge-!- legen. Der Befördcrungsunternehmer bedarf daher einer b Erlaubnis, deren Erteilung, Verweigerung und dcren s Dauer gleichfalls scharfen Kautclen unterliegt' zu ver- - weigern ist die Erlaubnis zur Beförderung unbedingt, f wenn sie in wie immer gearteter Geschäftsverbindung n mit der Anwerbung oder mit der Kolonisation von Land-t strichen im Auslande betrieben werden soll. Die Befö'r->- derungserlaubnis wird nur für ein Jahr erteilt und kann !- jederzeit nach freiem Ermessen zurückgenommen werden. '- Die Kaution des Ncfolderungsunteinehmers wird in s- einem der Größe derartiger Betriebe angemessenen Um->- fange bemessen. Ein Ausnahme von der bereits erwähnten AuS-d schaltung jeder Mitwirkung an Befördernngsgeschäften n ist in bezug auf jene Rciseburcaus vorgesehen, die derzeit - schon in Betrieb stehen und die Berechtigung zur ?lus->, gabc von Fahrscheinen für Zwischendcckreiscndc be^ sitzen. e Von dcn sonstiacn Nestinnmmlicn in bcznn auf die f Beförderung znr See nach überseeischen Ländern sino - noch dic „Acfördcrungsverbotc" hervorzuheben, die die 1 Beförderung österreichischer Staatsangehöriger ohne gül- - tigcn Auswandcrcrpaß, im Alter unter sechzehn Jahren - ohne Begleitung zuverläßlicher Personen sowie nach ! einem Lande zum Gegenstände haben, in dem nach den dortigen Vorschriften den betreffenden Auswanderern der , Eintritt verboten wäre; em weiteres Auswanderungs-r verbot betrifft die Beförderung solcher Personen, denei, - von ansländischcn Faktoren die Bestreitung, Vorstteckung 5 ober Vergütung der Beförderungskosten in Aussicht ae- - stellt oder geleistet wurde. Um die Mittel für eine wirksamr Bennffichliaung der i Auswanderung und sonstige Handhabnng des Gesetzes ' zn schaffen, sollen vom Neförderungs-Unlernehmer für ' die Beförderung jedes österreichischen Auswanderers an den Staatsschatz Abgaben entrichtet werben, die mit l(1 Kronen für jede ganze, 5> Kronen für jede halbe und > 2 Kronen für jede Vi'ertelschiffskartc bemessen sind. Politische Uebersicht. La , li ach, 22. Oll ob er. Aus das vom König vou Hachsen an den Kaiser Franz Josef am 18. d. gerichtete Telegramm ist nachfolgende telegraphische Antwort eingegangen: „Tiefbewegt ob der von dir fteundschaftlich an mich gerichteten Worte und des Gedenkens, das du mir am heutia/en liedeutungsreichcn Tage in sinniger Weise zu widmen die besondere Liebenswürdigkeit hattest, bitte ich dich, meinen wärmsten und innigsten Dank sowohl hiefiir als auch für die von dir mir und meiner Armee lnnbgctnnen Wünsche entgegenzunehmen, welche ich aus ganzem Herzen erwidere. Sei versichert, daß es mir und meiner Wehrmacht zur erhebenden Genugtuung gereichte, bei diese», glänzenden, stets unvergeßlich bleibenden Feier vertreten gewesen zu sein, nm damit nicht nur der glorreichen Erinnerung an jcine Helden, die-vor einem Jahrhundert unvergängliche Lorbeeren an ihre Fahnen knüpften, ehrende Erinnerung zu zollen, sondern auch jenen Gefühlen Ausdmck zu verleihen, von welchen ich und meine Armee für die verbündeten Fürsten Deutschlands und dessen Heer beseelt sind. Franz Iofef." - Das Ant-woritelegramm des Kaisers von Rußla»d lautet: „Ich bin tief gerührt durch die herzlichen Gefühle, die Eure Majestät mir ausdrückten anläßlich der Jahrhundertfeier der ruhmreichen Schlacht bei Leipzig und der Einweihung unserer Kirche. Ich bitte Sie. dcn Ausdruck meine» aufrichtigsten Dantes für den warmen Empfang entgeutn-zunchmen, dcn Sie dem Großfürsten Eyrill und den Vertretern meines Heeres zu bvreit«» die Güte hatten. Ich Laibacher Zeitung Nr. 244.___________________________________2244________________________________________ 23. Oktober 1913. ergreife diese Gelegenheit, um meinerseits Eurer königlichen Majestät die freundlichsten Wünsche zu übermitteln, die ich für die Gesundheit und Ihr Glück, wie auch für die Wohlfahrt Ihres schöne,! Sachsenlandes hege. Nikolaus." — Der König von Schweden gab in seinem Antworttelegramm der besonderen Freude darüber Aus-druck, daß er seinen Sohn, sowie die Vertreter seiner Armee zur bedeutungsvollen Erinnerungsfeier habe entsenden tonnen. Das „Fremdenblatt" soht voraus, daß den erfreulichen Mitteilungen der serbischen amtlichen Ttellcn nunmehr die Verwirklichung der Forderung Lfterreich'Un' garns folgen werde. Die Monarchie hat durch ihr Vorgehen dem europäischen Frieden einen wertvollen Dienst erwiesen, denn durch ihr zwcckbewußtes und rasches Eingreifen wurde eine Frage beseitigt, welche sonst Anlaß z» langwierigen Kontroversen und der Möglichkeit neuer Komplikationen gegeben hätte. Sie fand auch die rückhaltlose Unterstützung ihrer beiden Verbündeten. Für Serbien aber können aus der realpolitischen Erkenntnis, welche es durch die faktische Räumung Albaniens an den Tag legt, nur Vorteile erwachsen. Denn es sichcn sich auf diesem Wege ruhige und geklärte Verhältnisse, die ihm bei den großeil wirtschaftlichen und kulturellen Aufgaben, welche nach einem einjährigen Kriegs-zustand und nach ciner Vermehrung seines Gebietes auf da«? doppelte des bisherigen Umfanges seiner harren, nur förderlich sein können. Wie die „Pol. Korr." ans kompetenter Quelle er-fätirt. steht die Ernennung des Herrenhausmitgliedes Grafen Ottokar Czernin zum Gesandten in Bukarest unmittelbar bevor. Graf Czernin, der bereits in früherer Zeit diplomatisch tätig war, im Jahre 1902 jedoch in Diöponibilität trat, hat sich jeht bereit erklärt, in Bukarest den Gesandtcnposten zu übernehmen, beabsichtigt jedoch, sich in nicht ferner Zeit neuerdings der inneren Politik zu widmen. Tagcsncmgtcitcll. — «Über seltsame englische „Hofämter") plaudert „Pearsons Weekln": Vor einigen Jahren noch gab es am englischen Hofe einen „königlichen Vierkoster" und cinen «königlichen Ratten- und Mäuse fang er"; beide Ämter wurden ech im Jahre 1905 von Eduard VII. abgeschafft. Der Mann, der die Ratten und Mäuse des Könius zu vertilgen hatte, erhielt ein Icchresgehalt von 4900 Mark und außerdem ein reichlich bemessenes Pauschquantum für Gefchäftsunkosten, als da sind: Auslagen für dcn Ankauf von Fallen und für die Aufzucht und Fütterung von Katzen. Das verantwortungsvolle Amt bestand schon seit der Regierungszeit Karls ü. Der Mann, >,n das Vier des Königs zu kosten hatte,, bevor es auf die königliche Tafel kam, erhielt nur einen Iahressold von 920 Mark; dafür durfte er aber über alle halbleeren Flaschen, die von der königlichen Tafel in die Küche zurückkatncn, nach eigenem Gutdünken verfügen; dadurch soll er sich recht hübsche Nebeneinnahmcn verschafft haben. Gleichfalls von Eduard VII. wurde der wäbrend der Rcgierungszcit der Königin Elisabeth begründete Posten eines „Entlorkers der Flaschen des Ozeans" abgeschafft. Mit diesem wunderbaren Amt hatte es folgende Bewandtnis: In jener fernliegenden Zeit verbreiteten sich die Nachrichten nur sehr langsam, und die Königin erfuhr von der Besitzergreifung der Doppclinsel Novaja Zemlja durch die Holländer erst durch eine Flaschenpost, die an den ersten Lord der Admiralität gerichtet war und durch die Flut bei Devonshire an Land geworfen wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde besagter Lord zum „Entkorker der vom Ozean beförderten Flaschen" ernannt, und das Amt ist bis ill die jüngste Zeit hinein bestehen geblieben, obwohl die Lords der Admiralität ihre Botschaften schon längst auf anderem Wege zu erhalten Pflegen. Das aller-seltsamste der vielen seltsamen Hofämwr aber wurde schon bei der Thronbesteigung der Königi» Viktoria abgeschafft: der Posten eines „königlichem Prügelknaben": dieser Hof- und Staatsbeamte hatte die etwas unangenehme Pflicht, sich an Stelle der königlichen Prinzen und Prinzessinnen „versohlen" zu lassen, wenn diese wegen irgend eines losen Streiches zu einer körperlichen Züchtigung verurteilt worden waren. - Mne lühne Fahrt über dcn Ozean) unternahm ein Mitglied der Familie Vanderbilt, Harold Stirling Vanderbilt, der in Amerika als Sportsman und besonders erfahrener Segler einen guten Namen hat. In weniger als 23 Tagen hat er den Atlantischeil Ozean zwischen Portland und Lissabon überquert. Um diesen seinen Plan, den er schon vor einem Iah« gefaßt hatte, durchzuführen, hatte er im vorigen Herbst bei dem bekannten Vootsbauer Heereshoff einen neuen Zweimastschuner in Auftrag gegeben, der ihm bereits im Frühfommcr dieses Jahres geliefert wurde. Diese Schunerjacht „Vagrant", so heißt das Boot, mißt in der Wasserlinie 24,38 Meter, hat eine Länge von 33,22 Meter, eine Breite von 7,21 Mctcr und eine Tiefe von 4,57 Meter. Mit dem jungen Vanderbilt waren bei dcr Abreise, die am Vormittag des 15. Juli von Portland aus erfolgte, noch drei Gäste an Bord; die Mannschaft, die ein Kapitän befehligte, bestand aus 14 Mann. Die Jacht ist für den Notfall mit einem Motor ausgerüstet, dach während der ganzen Ozeanreise trat er als Antricbsmittel für die Schraube nicht in Tätigkeit und diente nur zur Erzeugung der elektrischen Neleuchtungstraft. Die Windverhältnisse waren, abgesehen von einigen Flauten, im allgemeinen ganz günstig. Schon am 1. August traf er vormittags in Horta auf den Azoren ein. Von da segelte er am 4. August nxiter lind langte am 10. August in Lissabon an. Die zurückgelegte Gesamtstreckc beträgt 2856 Seemeilen, die niedrigste Tagesleistung von 24 Stunden belauft sich auf 24, und die höchste, die am 8. August erzielt wurde, auf 241 Seemeilen. Die Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit betrug in der Stunde 5,23 Knoten, der Tagesdurchschnitt 1I.'),5 Seemeilen. Nachdem Vandcrbilt und seine Gäste in Portugal an Land gegangen waren, segelte der „Vagrant" unter Führung seines Kapitäns wieder nach Nordamerika zurück. — iZahnoperation an einem Elefanten.) Einer schmerzhaften Operation mußte der aroß< Elefant mit dem Namen „Eohn", seit einem halben Jahre das Schaustück des Posener Tiergartens, unterzogen roerdcn. „Eohn" machte im überquellenden Kraftbcwußtscin gelegentlich denjenigen Gebrauch von seinem Stoßzahn, zu dem die Natur diesen ursprünglich bestimmt hat und der ihm den Namen gab. Man beschloß daher, den einen Stoßzahn, der ihm noch geblieben war ^ den anderen hatte er sich bereits ausgestoßen — auf operativem Wegt zu entfernen. Das Tier erhielt einen „Schlaftrunk", der feinen Nerven angepaßt war. 120 Gramm (5hloralhydrat wurden in einem Eimer »loll Wasser aufgelöst und ihm eingegeben. Allmählich fing er an, schläfrig mit den Augen zu blinzeln; sein Kopf legte sich schwer auf die dicken Elsenstangen der Umzäunung und seine Haltung bekam etwas Unsicheres. Während ein paar Wärter dcn Rüssel des „Patienten" zur Seite bogen und ihm unab lässig Futter reichten, das er zum Teil mit schläfrigen Bewegungen aufnahm, zum Teil aber auch ans dcn Boden fallen ließ, ging man daran, den nahezu armdicken Stoßzahn abzusägen. Mit Eisenstäbcn, die in einer Feld-schmiede glühend gemacht wurden, brannte mail darauf den Nerv aus, wusch den Nervenkanal mit Sublimat lösung und verschloß ihn vorläufig mit einer Wachsplombe, die man später durch einen dauerhaften Verschluß ersetzen wird. Als die Operation beendet war, ließ auch die Wirkung des Bctänbungsmittels nach. „Eohn" zeigte sich jetzt, durch den schmerzenden Zahn zur Wut aufgestachelt, höchst ungemütlich. Gin Wärter, der sich unvorsich tigcrweise zu ihm hineinbegcben hatte, konnte sich mit genauer Not nur dadurch vor dem wütenden Tiere retten, daß er sich unter den Eism schienen der Umzäunung hindurch ins Freie kugelte. — iDas Testament Pierpoxt Morgans.) Der verstorbene amerikanische Milliardär John Pierpont Morgan hinterließ in England an Grund und Hausbcsitz sonne an Naroermögen insgesamt zirka 30 Millionen Kronen. Er besaß einen Landsitz in Roehampton sowie ein Haus in London. Die Erbschaftssteuer, die der cnglische Staat von dieser V erlassen schaft bezieht, wird annähernd fünf Millionen Kronen ausmachen. Morgan vermachte großc Legate den Ncwyorker Kirchen, so setzte cr 2,500.000 /v der St. Georgskirchc in Newyort aus, und eine halbe Million der protestantischen Missionsgescllschaft. Eine halbe Million vermachte er einem Erholungsheim für Lungenkranke in Newyork und wies überdies seine Kin der testamentarisch an, alle Unterstützungen, die cr bei Lebzeiten zu verteilen Pflegte, auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Seine Angestellten bedachte er änßerst groß mutig. So vermachte er eine Vicrtelmillion Kronen sei' ncr Bibliothekarin Miß Green, cinc Lcbcnsrcntc von lO.lXX) X seiner Londoner Haushälterin Margarete Henderson und Lcbensrentcn von je 5000 /< dem ersten Kammerdiener in London, dem Verwalter in Rochamp-ton und dem Gärtner ebenda. Ferner spricht Morgan in seinem letzten Willen den Wunsch aus, daß seine Kunst sammlungen in irgend ciner zweckdienlichen Form dem amerikanischen Volle zugänglich gemacht werden mögen, uno betraut seinen Sohn oder Enkel mit der Ausführung dieser Idee. — lDer übcrftiseur.) „Was ist die beste Leistung, tzie du je vollbracht hast?" fragte der erste Barbier. „Ick raficrte einen Herren . . .", sagte der zweite. „Nun, und?" ^ „Dann überredete ich in dazu, sich die Haare schneiden und shamftooniercn zu lassen; dann verabreichte ich ihm eine Gefichtsmassagc, eine clcftrischc Dusche, eine Hautwaschuna und manilurw ihn." „Und dann?" — „Dann mußte er wieder rasiert werden." — «Nervös.» Frau: „Harry, mein Liebling, bring' doch bloß heute abends eine Mausefalle mit." Harry: „Aber ich habe doch erst vorige Woche eine mitgebracht." Frau.- „Aber das ist cs ja gerade. Denk dir, da ist 'ne Maus drin." LeuMew«. Irrungen. Bon G. Dl. Appleto». Autorisierte Übersetzung. (Nachlmls verboten ) (59. Fortsetzung.) Nach zehn Minuten klopfte Veale in Park Village ml die Tür dcr Rhodesschen Villa und wurde unverzüglich zu der Herrin des Hauses geführt. Ali,- Mann, der für weibliche Reize sehr empfänglich war, mußte sich Inspektor Veale zugestehen, daß sie ein sehr liebliches und liebenswürdiges Wesen war; aber er war noch keine fünf Minuten be: ihr, als ihm bereits auffiel, daß sie etwas Unerklärliches und Verstörtes an sich hatte. Als er den Grund seines Besuches angegeben oder vielmehr seine amtliche Verbindung mit dcr Tragödie in Regents Part auseinandergesetzt hatte, lächelte sie allerliebst und sprach die Hoffnung aus, daß es ihm bald gelingen möge, das entsetzliche Geheimnis aufzudecken, aber was sic wissen möchte, was sie besonders interessiere, fuhr sie, noch immer lieblich lächelnd, fort, sei: Warum Inspektor Bcale gerade von ihr Informationen erlangen zu können glaube? Was für Licht könne denn sie, ein armes, schwaches Weib — das ganz zufällig und zu ihrem grüßten Schrecken als Zeugin vor Gericht gezogen worden sei — in die Sache bringen und dem Inspektor Beale nützen? Sie lächelte wieder und zeigte ihre weißen Perlenzähne. Beale lächelte gleichfalls und erklärte einfach: Ich habe gestern abends einen Freund von Ihnen verhaftet. Jeder Blutstropfen war plötzlich aus ihrem Gesicht gewichen. Herrn Thornhill? rief sie fragend mit erstickender Stimme. O, bewahre Gott, nein, versetzte Beate beruhigend. Herrn Thornhill! Gewiß nicht. Warum sollte ich ihn festnehmen? Warum, wahrhaftig? erwiderte sie, sich bemeisternd. Ich — ich haltc fehr viel von Herrn Thornhill, aber da in diesem Falle doch jeder verdächtigt zu werden scheint — selbst der arme Herr Dixon, so dachte ich -^ nun, Sie werden schon wissen, was ich sagen wollte. Bealc versuchte mit seinem gewöhnlich wirkungsvollen Tctektivblick ihren sehr sonderbaren Äugen auf den Grund zu fchauen, aber er hatte leinen Erfolg. Solch verteufelt merkwürdige Anaen habe ich noch im Leben nicht gesehen, sagte er zu sich selbst; sie sind sanft und mild, und sie sind's auch wieder nicht, und ich kann auch ihre Farbe gar nicht unterscheiden. Es ist, als ob sie ihre ursprüngliche Färbung irgendwie eingebüßt hätten; aber trotzdem ist sie ein wahrhaftig hübsches kleines Weib. Dann wandte er sich an sie: Nein, Thornhill war dieser Freund nicht — nicht der zehnte Teil von einem Gentleman, wie es Thornhill ist, ist dieser Bursche - dieser Jim Stiles. Er vermutete, das würde auf sie einwirken, aber er sah sich getäuscht. Sie warf ihm einen entrüsteten Blick zu. Was wollen Sie damit sagen, daß Sie diese elende Kreatur, diesen Stiles, meinen Freund nennen? Nun, erwiderte er, anfänglich etwas betrete,,, aber bald wieder Sicherheit gewinnend, vielleicht habe ich mich etwas zu stark ausgedrückt, aber, wenn ich weih, daß Sie Besuche empfangen von — wie sagten Sie doch? — dieser elenden Kreawr, und das ist er sicherlich — wenn ich weih, daß Sie von derartigem Gesindel Besuche annehmen, so zieht man allerlei Schlüsse. Entweder muß er also mit Ihnen befreundet sein oder — Hier hielt er inne. Sprechen Sie nur wciicr, odcr was? Er schaute ihr ins Gesicht und hatte noch nie zuvor so eigentümliche Farben in den Augen eines Weibes auftreten und verschwinden gesehen wie in denen dcr Frau Rhodes, als sie ihm die Frage vorlegte. Acalc hielt es jetzt für das Beste, die Gelegenheit beim Schöpfe zu fassen, und versetzte, ohne sich einschüchtern zu lassen und ohne Besinnen: Darauf will ich Ihnen sofort Antwort geben, gnädige Frau, indem ich Sie meinerseits frage, warum Sie diesem Schürte» Geld geben — Zchnpfund-Tcheinc zum Beispiel. Dann ist noch ein gewisser Biddies da. Was ist mit dem? Viddles? sagte sie, Biddies? Jawohl, gnädige Frau, diesen Namen nannte ich. Ihre liebliche Gestalt wiegte sich auf dem Stuhle hin nnd her, sie zeigte ein ganz verändertes Wesen und wiederholte, wie geistesabwesend, die Worte: Jim Stiles und Viddlcs — Jim Stiles und Äiddles. Dann blickte sie auf und sagte: Sie erwähnten Jim Stiles nnd Bidd-les, nicht wahr, Herr Inspektor. Gewiß, gnädige Frau, allerdings nannte ich Jim Stiles und Viddlcs, und ich bin sehr begierig zu hören, warum Sie diesen beiden heillosen Halunken Geld geben. Darauf drang ein silberhelles Lachen von ihrem Rosenmunde an des Inspektors Ohr, Sie sind cin drolliger Mann, sagte sie dann, Sic erinnern mich an dcn komischen Polizisten in der Pantomime. Ei, natürlich kenne ich Viddles. Niddlcs ist Laufjunge. Ich gebe ihm manchmal Geld, sich Süßigkeiten zu laufen. Vom malerischen Standpunkte ist er ja keine anziehende Erscheinung, aber er hat mir hie und da eine Gefälligkeit erwiesen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 244. 2245 ____________________________23. Oktober 1913. Lolal- und Ploliiuzial-Nllchnchtm. Ein sonnklarer Tag in dcn Steiner Alpen. Von Klodwig Tschada. 'Schluß.) AIs wir gcgc» 6 Uhr die gastliche Hütlc verließen, wob um die Gipfel ein zarter Flor von Rosa, im Tale war noch lalle Nacht m,d am Himmel, der sich zart gelb zu färben begann, verblaßte der Mond. Der Boden war seicht gefroren und mit Rauhreif bedeckt. Wir folgten ciner schmalen Fährte, die bis zur oben erwähnten Schutt-tcrrafsc leitet. Hier wandten wir uns rechts in grasdurch-setzten Fels und gewannen rasch an Höhe. In lichten Garben floß durch die Einschartung des Grcbcnlammes das Sonnenlicht und zog vor die Wände einen blendenden Schleier. Über dem Laibachcr Necken ruhte eine träge, grcllweiße Wolkenbank, die stellenweise in intensiv silbernem Lichte gleißte. Darüber spannte sich tiefblauer Himmel, der sich vom hcllgctöntcn Fels Prächtig abhob. Nach knapper Rast strebten wir weiter bergan und waren etwas enttäuscht, als sich auch die Wand ober uns gut gangbar erwies. Die Schulter, die dcn Anstieg vermittelte, wandelte sich in einen gut ausgeprägte», im Ansauge steilen und brüchigen Grat um, von dem uns nur mehr cinc liefe Scharte trennte. Der Abstieg zu dieser war unschwicrig und gelang sogleich. In jähem Schusse stürzt der Fels ins Suhadolniltal ab; der Weiterweg bietet großartige Tiefblicke. Die Wandflucht ober uns, die beim Einstiege wegen ihrer Steilheit lächerlich verkürzt erschien, will noch immer lein Ende nehmen. Eben erklimmen wir cincu auf-fallenden Grniturm und denken uns in unmittelbarer Gipfelnähc, als sich eine ncne Reihe von Türmen und Nippen auftut, die unsere Hoffnung erbarmungslos vernichtet. Das Gestein wird mit zunehmender Höhe immer verwitterter, und morscher Schutt deckte den Fels. Das Schinden und Mühen beginnt. Nach harten etwas nervösen Stunden betreten wir dcn Hauptgrat und genießen freien Talblick nach Obcrsceland. Die Ko5na-Nordwand mit ihren eisigen Schnccrinncn und trümmercrfülltcn Nissen liegt in ungczähmter Wildheit vor uns. Eine tiefe Gratkcrbc umgehen wir rechts in schwierigem Kamin, der unseren vor Kälte starren Fingern genügend zu schaffen macht. Der Wciterwcg über den luftigen Gral bot leine Schwierigkeiten mehr, kostete uns jedoch viel Mühr. Um N Uhr standen wir auf der Seclander Kocma. Umtost uom falten Ostwind, sogen wir die Pracht des Fernblickes ein. In makelloser Reinheit zeichneten sich am Horizonte die stolzen Iulier und die ganze Ncihe der Taucrn ab. Giu dichtes Wolkenmcer lastete in dcn Ticflagcn und nur vereinzelt ragten Verge gleich Inseln hervor. Abenteuerliche Wolkcnungcheuer segelten im blauen Äther. Zu unseren Füßen schwang sich der zackige Grat zur formcn-reinen Pliramidc des Grmtavcc auf. Wir hatten genug zu fchaucn. Nach einer flüchtigen Gipselstundc rüsteten wir zum Ausbruch, Im Sturmlauf ging's die ungeheuren Schutthänge des Dolec talab. Hier im windgcschütztcn Kessel durchströmte die warme Sonne wohlig unsere durchkälteten Körper. Immer höher stiegen die Gipfel. Da die Wcgmarlcn in dcn Suhadolnilgraben abgeschabt waren, lonntcn wir beim letzten Wnndabbruch, der uns von, Tale noch trennte, unser Psadfindcrtalcnd wieder wirken lassen, Etwas ärgerlich über diese unerwartete Anstrengung liefe» wir das letzte Trümmerfeld talab und erreichten gegen 2 Uhr den Weg, der zur Zoishüttc leitet. Der herbstliche Hochwald atmete in seinen warme» Farbtöncn Schönheit und Ruhe. Durch die Äste blinkten die weißen Mauern: tiefblaue Schatten bettete die Nach-Mittagssonne in alle die Nischen und Schluchten, Der schwellende Almbodc» bot seine» weichen Tcppich dc» er müdclen Füßen; in leichtem Lauf erreichten wir die Kankcr >>nd bestiegen beim Po^nar unsere Räder, Der schweren Nergschuhc lcdig, sausten wir hciimvärts, AIs wir von Kraillburg zum Berge hinaufscVauten, dc» wir erstiege», da schien cr »ns in vcrblutcudcm Abendrot noch schöner n»d begehrenswerter als früher, da wir noch als Fremde in sein Zauberland gezogen , , . - (Grhcbnna. in den Adelstand.) Seine Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchstem Handschreiben vom :;, d. Seiner Exzellenz dem Herrn Fcldmarschnllculnant Hermann Kusmancl, Kommaüdantcn der 28, Insantcric-Truppcndivisicm, nllcrgnädigst den Adelstand zu vcv< leihen geruht. (Die Franc der Dicnftpraa.mati! der Ttnats« beamten.» Die Wiener „Reichsrats-Korr," teilt mit: Beim Empfange einer Deputation von Staatsbeamten bemerkte Sei„e Exzellenz der Herr Leiter des Finanzministeriums Dr. Freiherr von Engel, daß die Regierung das ernste Bestreben habe, die Dienstpragmalil so bald als möglich der Allerhöchste» Sanktion zu unterbreiten, und zwar in, Sinne der scinerzcitigc» Erkläruug des Ministerpräsidenten, mit einer entsprechenden Rückwirkung vom Scptcm-ber d. I-, falls die notwendige Bedingung hiefür noch in diesem Jahre geschaffen würde. Diese notwendige Vorbedingung zu bieten, liege an den hohen Häusern, wenn die für cinc normale, wiederkehrende Auslage im Ausmaße von mindestens W Millionen doch unbedingt not-, wendige Bedeckung durch dic bereits ausführlich berate-„en und durch das Einvcrftändnis der verschiedenen Parteien klargestellten Vorlagen ermöglicht würde. Der Lei- ter des Finanzministeriums sprach die zuversichtliche Hoffnung aus, daß dies rechtzeitig geschehen werde, um dcn Wünschen und Bedürfnissen der Staatsbcdiensteten, welche ja die Regierung anerkannt hat, gerecht z.: wn den. Er seinerseits werde nichts unversucht lassen, um das Zustandekommen dieser Vorbedingung und damit die endliche Verwirklichung, der Dicnstpragmatik mit allen Kräften zu fördern und zu unterstützen. — «Frek Stellen für Ruheständler.) Beim Truft-Pcusftilal in Marburg wird ein Vcrwaltungsoffizier angestellt. Offiziere des (Soldaten-) Ruhestandes, die zu Lotaldienstcn geeignet klassifiziert sind und auf diefcn Posten, der mit einer Iahrcsremuneration von 1200 /l ver-bun'den ist, reflektieren, haben die Gesuche bis 10. Nov. im Dienstwege vorzulegen. - Das Krivgsministerium beabsichtigt folgende Posten für Lolaldienste mit Offizieren des Soldatenftandes zu besetzen: Magazinsoffiziere bei de» Infantcricrcgilncntcrn Nr. 9 (Strij), Nr. 20 (Ncu-fandez), Nr. 67 (Epcrics), dann beim Husarcnregimcnt Nr. 13'(Kecskemet)'. Okonomicoffizicr bei der Militär-obcrrcalschulc in Kismarton; Stations-, zugleich Ver-waltungsofsizier bei den Truftpenspitälcr» in Czartkow und Egcr (Ungarn). Um diese Posten können sich Obcr-offizicrc dcs Ruhestandes, die zu Lokaldiensten geeignet klassifiziert sind, bewerben. Gesuche haben bis 20. November im Dienstwege beim Kriegsministcrium einzulangen. — (Die Anmeldung der Landfturmmännrr) hat, wie alljährlich, im Laufe des Monates Oktober zu erfolgen. Diesmal geht sie jedoch — besonders in Laibach — ziemlich flau vor sich, da bis jetzt mehrere hundert Anmeldungc» ausständig sind. Wir machen darauf aufmerksam, daß dic Anmeldungen unbedingt »och im Oktober zu erfolgen habcn. Die Außerachtlassung der Anmeldepflicht ist strafbar. !"'^. — (Vom Ttaatsbahndicnstc.) In den Staatsciscn bahndicnst ist eingetrctcn: Johann K l o p <'i <"- als Volontär für das Nahnbctriebsamt Laibach St.-V. Versetzt wurden: Offizial Paul Icreb vom Nahnstationsamt Laibach U.-K-N. zum Bahnbetricbsamt Trieft St.-B.; Offizial Heinrich Rcbolj vom Bahnbetriebsamt Laibach znm Nahnstationsamt Laibach U.-K.-N. als Vor-stand; Osfizial Peter klegcl vom Bahnstationsamt Vi^marjc zum Vahnbetricbsamt Laibach St,-B. als Gülcrkassicr; Adjunkt Josef Ncpar vom Bahnstations amt Stein zum Vahnstationsamtc Vi/marje als Vor stand, — lPcttinswcfen.) Das k. k. Lcmocspräsidium für Krain hat dic Bildung dcs Vereines „Dru^wo godbcnih prijatcljev" (Vercin der Musikfreunde) mit dcm Sitze iil Laibach nicht untersagt. — (Vom Vullöschuldienftc.» Der l. k. Bezirksschulrat in Gurkfeld hat die absolvierte Lehramtslandidatin Maria K o v a <" zur provisorischen Lehrerin an der drei-llassigen Volksschule in Hl. .Kreuz bei Landstraß ernannt. - Der l. k. Bezirksschulrat in Tschcrucmbl hat zufolge Ermächtigung dcs k. k. Landesschulrates für Krmn den Gymnasialabiturientcn Wenzel Skcbe zum Aushilfs-lchrcr an der Volksschule in Preloka ernannt. — (Unbewachte Ruhestätten.) Aus den Laibachcr Fricdhöfcn wird Gräbcrschmuck gestohlen. Zumeist eingesetzte Blume» samt Töpfe». Es ist licht- und tagscheues Gcsindcl, das sich zur Nachtzeit heranschleicht — gewöhnlich im Frühjahr und jetzt unmittelbar vor Allerheiligen — die Gräber ihrer Revision unterzieht, um sie dann dcs Blumenschmuckes zu berauben. Es gibt Familie», die ihre Heller schwer für diese» Schmuck hergeben und'ebenso schwcr eine» zweiten erschwinge». Den steten Beschwerde» über diese ftictätwidrigen Tiebstählc könnte durch teilweise Überwachung der Fricdhöfc oder deren unmittelbarer Umgebung Einhalt getan werden, x. (Elektrische Anlage.) In dcn Papierfabriken Io-scf^tal und Icmczia dcr Lchlam Ioscfstalcr Aktiengesellschaft wurde dic Ncuinstallatio» von 1100 Glühlampe» und W Wechselstrom-Bogenlampe» beschlossen, welche Arbeite» dcr Österreichische» Ganzschcn Eleltrizitätsgcsell-schaft ,». b, H. in Klagcnfurt übcrtagcn wurdcu. Dic bcidc» Fabriken wcrdc» vo» dcr hlidroclcllrischeu Zentrale in Kaltcnbrun» mit elektrischem Strom versorgt, dic aus zwei Wasserturbine» und zwei Drchstrom-Gcnera-torcn vo» jc etwa .'WO H. P. Leistung besteht. Der er-zcngtc Drehstrom vo» '5000 Volt Spannung wird mit einer auf Masten geführte» Freileitung von etwa drei Kilometer Länge >» die beide» vorerwähnte» Papier-fubrilc» geleitet. Es ist dies cinc dcr ältcstcn cristierc»-dei, Kraftübcrlragungsanlagc» nach dcm Hochspannungs-Drchsiromsystem: sie wurde vo» dcr Firma Ganz im Jahre 1896 gebaut. Die Anlage befindet sich somit seit 17 Jahren in ansta»dswscm Betriebe, ohne daß jemals »enncnswcrlc Rcparalnrc» weder an dcr maschinellen, noch an dcr elektrischen Einrichtung erforderlich gewesen wärc» Es loimten also, wie man sieht, vor so langer ^cit schon derartige Anlage» bctriebsicher hergestellt werde». Seit dcm Bestände der Anlage wurde» in Kalten-brunn ctwa A5' Millionen Kilowattstunden erzeugt, zu dcrc» Herstellung bei cincr Dampsanlagc unter normalen Verhält»iss<» mindcstens 7000 Waggoils Kohlc erforderlich gewesen wärc». Aus dicscm Vcrglcichc läßt sick dcr hohe wirtschaftliche Wert der Wasscrkraftanlagcn bcur teilen. (Die l. l. staatliche Korbflrchtrrschule in Rad- mannSdirf) hat sich seit ihrem Bestände nicht nur in der nächsten Umgebung von Radmannsdorf, fonbern auch über dic Gmizc» Krams hinaus einen guten Ruf crwor-bc». ^n t"-r Schule sind jetzt 18 Personen, teils Schüler, teils Sch'>'.c, innen, sowie schon ausgelernte Arbeiter be- sckäfiigt. Sic sühre» die verschiedensten Arbeiten aus, die wohl jeder ausländischen Konkurrenz stand zu halten vermöge». Hier werden die verschiedensten Flechtarbeiten, 'iom < ?loöhnlichcn Obstkörbche» bis zu den feinsten japanische» Tachcn fertiggestellt. Mit der Arbeitsschule ist ein theoretischer Lehrlurs verbunden, wo in Lehrfächern, die fur ge.ocrblichc Fortbildungsschulen vorgeschrieben sind, Unterricht erteilt wird. Auch eine ständige Ausstellung, wo die Arbeiten der Korbflechterschule zu sehen sind, befindet sich hier, die jeder Freund der heimischen Inoustric besichtige» mag. —lr—. — (Eine Industrie« und Landwirtschaftsausstellunz für Obrrlram, wird in der Sommcrjaison uom 15), Juli bis 1'ö. Teplcmbcr 1914 in Radmaimsdors stattfinden. Die Vorarbeiten hiefür sind schon im vollen Gange. — (Konzert.) Heute um 8 Uhr abends veranstalten die Musiker dcr aufgelöste» „Slov. Filharmonija" im Pilsner Restaurant in Gradi^e ei» .Konzert unter Leitung dcs Herrn Konzertmeisters Bogomil (' ern y. Ein-tnttsgebühr 40 /,. — (Gemeindewahlen.) Bei der Gemeindemts-Er-gänzungswahl in Ausersfterg wurde» an Stelle der »ach Amerika ausgewanderte» Gemeinderäte Franz Pe^nik in Grades und Alois Gradi^ar in Ra^ica die Besitzer Bartholomäus Podlogar in Praznile und Johann Gre-bcnc in Ra^ica zu Gemeindcräten gewählt. — Bei der Gemeindevorstehcr-Ergänzungswahl in Mosel wurde an Stelle des aus Gesundheitsrücksichten zurückgetretenen Io-bann Schcmitsch nunmehr Matthias Ionle alis Ober^ pockstein zum Gemeindevorsteher und an dessen Stelle Johann Schemitsch zum Gemeinderate gewählt. — Bei der Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Michelstetien wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher der Vesiüer Johann Gerkman» in Michelstettei,, zu Gemeinderäten die Besitzer Johann Iereb in Oberleib, Heinrich Pilar in Michelstetten, Jakob Mmcl i» Aderyas und Valentin Knc in Trata. — ^Vrand.) In der Nacht auf dcn 20. d. M. entstand auf bisher unaufgeklärte Weise im Hause des Besitzers Barlhulumäus Grilc in Untcr-Lipnica bei Rad-mannsdorf ein Feuer, dem in der kürzesten Zeit das mit Stroh gcdccklc Haus sowie die mit Fcldfrüchtcn gefüllte Dreschte!,:'..' zum Opfer fielen. Die Feuerwehren aus Sleinbüchcl u.id Radmannsdorf konnten »ur mehr das Feuer lokalisieren. Der Schaben beträgt 3000 X u»d trifft Grilc um so empfindlicher, als er nicht versichert ist, -«-. " ^„Dic lciltcn Tage von Pompeji"» sind heute i'.. itino „Ideal" zum letztenmal zu sehen. - Morgen Splaialalicnt» init de>» Drama „Zurückerobert": Sams-wl^: „Hurra! Einquartierung", das beftc aller Schlager-lusts'iiele; Dienstag: Zolas „Germinal" (Vorführungs-daucr zu»ei Stunden). ^ lUnfall.) Vor einigen Tagen fand bei Ral-ica im Gcrichtsbezirke Littni eine Treibjagd statt. Nach beendeter Jagd versammelten sich gegen 4 Uhr nachmittags mehrere Jäger beim .hause des Besitzers Johann l'o^ in Ra'ica und schössen zum Zeitvertreib aus eine Zielscheibe, dir sic an cinc Ttallwand lehnten. Als bereits mehrere Schüsse abgefeuert worden waren und eine Pause eintrat, kam dcr 19 Jahre alte Sohn Ignaz ( o^, i» der Meinung, das Schießen sei bereits beendet, aus dem Stalle. In diesem Momente abcr krachte ein Schliß und traf ihn am reckten Augr. — ka auf einen Moment stehen gelassen hatte, durch einen unbekannten Täter gestohlen. — (Ein überaus wirksames Mittel a.e«en veraltete Ma«enleidcn und Verstopfung Die raschen und sicheren Erfolge, welche mit Stomoxygen erzielt wurden, machen es weit und breit zu einem beliebten Hausmittel. Stom-oxygcn ist ein vollkommen harmloses Sauerstoffpräparat und ist in jeder Apotheke erhältlich. Man nimmt e3 am besten dreimal täglich, und zwar je eine bis zwei Tabletten zwischen dm Mahlzeiten. Die Erfolge bei Magenverstimmungen, Verstopfung und den vielen Leiden, welche diese übel nach sich ziehen, sind geradezu glänzend. Die Säure im Magen verschwindet, man hat kein Herzklopfen mehr. Die Schmerzen in der Leber und den Nieren sowie im Rücken treten nicht mehr auf. Die Nerven werden gekräftigt. Stomoxygen wird von vielen bedeutenden Ärzten verordnet, da der Sauerstoff, welchen es enthält, eine Wirkung hervorruft, wie man sie günstiger kaum beobachten kann. Es ist allgemein bekannt, daß Sauerstoff die Luft verbessert; es reinigt und kräftigt aber auch den Magen und die Nieren und tötet die Keime, welche häufig die Ursache schwerer Krankheiten sind. Jeder Apotheker führt Etomoxygen, oder wenn er es nicht hat, kann or es Ihnen beschaffen. Ein Versuch wird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates überzeugen. 4245, Theater, Kunst und Aterawr. Konzert der „Glasvena Matica". Nie bereits kurz gemeldet, veranstaltete die „Glas-bena Matica" vorgestern abends im großen Saale des hiesigen „Mcstni dom" ihr erstes Konzert in der angehenden Musiksaison und begann ihre diesjährige Veranstaltungstätigkeit gleich mit einem glänzenden Erfolge. Auf einen derart wohlgelungenen Verlauf der erften Veranstaltung durfte mit Sicherheit im voraus gerechnet werden, sobald Verlautbart worden war, es würden bei diesem Konzerte der weltbekannte Prägn Violinvirtuose Jaroslav Kocian mit seinem ständigen Begleiter, dem ^ Prager Konzertpianisten M, E i s n e r, und die best-bekanilte heimische Konzertsängerin, Frau Paula Lov '^ e bare Ode im gesellschaftlichen Kunstleben durch Veranstaltung einer größeren Anzahl von Konzerten wenigstens in '.uusikalischer Rücksicht zu beheben, zu warmen. Danke verpflichtet. Sollte es der „Matica" gelingen, ihre dies- ^ jährigen Veranstaltungen auf der Höhe der vorgestrigen ersten zu erhaltet,, so dürfte nach dem Grundsatze: Wenig, ^ aber das Wenige erstklassig! reichlicher Ersatz für die ^ sonstigen Abgänge geschaffen sein. Rechnen wir nämlich ! noch die angekündigten Agramer Opern- und Operettengastspiele hinzu, so darf mit Recht eine musikalische Sai- l son von ganz hervorragender Qualität gewärtigt werden, > Iaroflav Kocians Virtuosenname ist vom be- > sten Klang: der europäische Kontinent und Amerika > nennt ihn in der Zahl der ersten Violinvirtuosen der 1 Welt. Kocian ist nicht vielleicht nur ein Violintechniker, sondern er ist ein Violinkünstler, dem neben der souveränen Beherrschung des Instruments ein tiefes, echt , künstlerisches Empfinden und eine auf entsprechender , Höhe stehende Empfindunysausdrucksfähigkeit gegeben ist. Der Ton seines Instrumentes ist voll, klang- und , empfindungsreich, die Kantilene in ihrem zum Herzen , dringenden Schmelz unwiderstehlich ergreifend, der Vor- , trag vornehm und fesselnd. Wirklich verblüffend ist seine < Spiclfertiakcit. Es erregte berechtigt große Bewunderung, s mit welch spielender Geläufigkeit er Mehrfingergriffe mit z der größten Klangreinheit strich, sich auf seinem In- ^ strument die diskretste Begleitung selbst besorgte, sich in < den kühnsten Oktavengrifsen erging und den vier Saiten s ^lageolettone so Nanykräftiy und silberrein entlockte, als < wären es einfach gestrichene Saitentöne. — Daß ein > z solcher Meister die Zuhörerschaft faszinierte und mit sich riß, muß wohl nicht erst gesagt werden. Die Beifallsstürme nach jedem Vortragsstück wollten sich denn auch gar nicht legen und so sah sich der Meister zum Schlüsse veranlaßt, zum Programm noch ein Stück hinzuzufügen, wurde jedoch durch tosenden Beifall gezwungen, sich immer wieder zu zeigen. Von Herrn M. Eisner in der feinfühligsten Weise klangergänzend begleitet, brachte Herr Jaroslav Kocian (''lljlovskijs herrliches originalrussisches j großes Konzert in D-Dur, Mendelssohns effektvolle Introduktion und Fuge in E-Moll. Dvoraks reizvollen „Slavischen Tanz Nr. 7", seine eigene empfindungsreiche Komposition, das Schlummerlied „Lullaby", Ondri«ek-Srnetanas prickelnde Tanzarie „Skoöna" aus der „Verkauften Braut" und Paganinis Klanggemälde „Hexentanz", außerdem ohne Kiavlttbegleitung Bachs ideale lllttlassische drme Sonate in A-Moll zum Vortrage. Det' Anuß. den sein Spiel dieser bei uns nicht oft gehörten Stücke bereitete, war außerordentlich groß und versetzte die Zuhörerschaft in helle Begeisterung. Herrn Kocians Klavierbegleiter, M. Eisner,! selbst ist ein Künstler der vornehmsten Qualitäten, der auch selbständig mit Klaviervorträgen auftritt. Es ist lehrreich, seine Art, am Klavier zu begleiten, zu verfolgen. Das eigene Künstler-Ich vollständig dem zu begleitenden Vortragenden unterordnend, tritt er mit seinem Spiel niemals auffällig hervor, sondern erfüllt seine Aufgabe, den Klang durch Ergänzung aus seinem Ton-spcicher vollzumachen, in der unauffälligsten, künstlerisch immer zweckentsprechenden Weise. Wie groß Eisners Meisterschaft auf seinem Instrument ist, bewies er durch den Vortrag von Mendelssohns „Introduktion" und „Fuge" mit Choral in E-Moll, des böhmischen Komp?» nisten Novak „Serenade", des ebenfalls jungen böhmischen Komponisten Suk Sehnsuchtsstück „V roztouöeni" und Smetanas Polka in Fis-Dur. Sein Anschlag ist samtweich, von tiefer Empfindung getragen oder wieder wuchtig und volltönend, immer aber von seltener Klangfülle. Eigenartig ist seine Kunst, jeden Ton ausklingen, nach Bedarf in den folgenden hinübcrtöncn zu lassen odor ihn sofort zum Verstummen zu bringen. So ergibt sich unter seinen Virtuoscnhänden ein zu Herzen sprechendes Klanggemälde, wie es sich reicher nicht leicht ent' faltet. Selbstverständlich ist es, daß auch sein Spiel die herzlichste Anerkennung fand. Frau Paula Lou^e, (Bole), bekanntlich ein ehemaliger Zögling der Gesangsschule Hubad, erfreut sich als heimische Konzertsängerin von vorzüglicher Güte der größten Beliebtheit. Ihre silbcrreine lyrische Softran-stimme ist ungemein sympathisch, sehr gut geschult, schmiegsam und ausdrucksvoll; ihr von tiefem, künstlerisch-ernstem Erfassen zeugender Vortrag wird von echtem Empfinden getragen und ist eben deshalb zum Herzen sprechend. Wie schon so oft verstand es Frau Lov^e auch diesmal, die Zuhörerschaft in den Bann ihres schmelzenden Tanges zu ziehen; sie holte sich rauschenden dankenden Beifall. Härte ihr das Programm mehr Gelegenheit geboten, ihre siegreich schöne Stimme in weniger uft unterbrechendem Rhythmenfluß, freier entfaltet ertönen zn lassen, so wäre der große Erfolg noch größer gewesen. Von bestechender Wirkung war vor allem ihr tadellos schöner Vortrag des Straußschen Kolorawr-l'ildcs „Frühlingsstimmen": innig empfunden klangen auch in den Gemütern der Zuhörer die übrigen mit gewinnender Grazie gesungenen Lieder: Adami5' „Iezdcc", Dcvs „Kanglica", Kreks „Ali ve^" und „Zaprta so ujcna okenca", Üajovic' „Kaj bi le gledal" und „Pesem o tkalcu", Pav<^-' ..Padale so cvetne sanje" und Pro-ckaztas „Poslednja no5", also durchgängig die vorzüglichsten heimischen Kompositionen des neuesten Datums. P. Eornelius' so innig zum Herzen sprechendem Liebeslied „Komm, wir wandeln zusammen" übte jedock nicht oic erwartete tiefere Wirkung, allem Anscheine nach darum nicht, weil die dynamisch zu wenig reservierte Klavierbegleitung zumal gcqcn das Ende zu die duftig zitterige Mondnachtstimmung nicht so recht zum Ausdruck kommen ließ. Daß Herr Anton Trost ein recht tüchtiger Klavierspieler ist, weiß man; er hat es ja bei manch einer Gelegenheit in glänzender Weise bewiesen. Diesmal jedoch schien er nicht ganz in Form zu sein: wenigstens ließ sein Begleitsfticl bei P. Cornelius' oben genanntem Lied sowie bei Pave Sängerin treffliche Qualitäten entwickelte nnd einzelnes in ihrer dankbaren Partie mit Kraft, Feuer und Schwung zu bringen verstand. Es flutete warme Empfindung durch ihren Vortrag, die auch in beredtem Micnenspicl ihren Ausdruck erhielt. Herr Jaftrzebski ist dem slovenischcnTheaterpublikum kein Fremdling mehr. Er begeisterte es gestern als Manrico durch seinc wohlklingende, hochdramatische, aber auch zarten Regungen gerecht werdende Stimme zu rauschendem Beifall, der naturgemäß in der prachtvoll gebrachten Strctta seinen Höhepunkt er reichte. Als Graf Luna stellte Herr Vn^kovi^ eine Figur, die nicht so leicht ihresgleichen findet. Sein pa-stöser Bariton, sein energisches und elegantes Spiel, sein vornehmes Äußeres — alles vereinigte sich, um das Pu-lilikum sofort darüber klar werden zu lassen, daß ein erstklassiger Künstler den Grafen Luna verkörpere. Herr Kri 5 aj spielte und sang die Rolle des Fernando mit Geschick und mit jenen guten Stimmitteln, die ihm bereits zur Zeit seiner Tätigkeit an der hiesigen slovenischc» Bühne zahlreiche Freunde erworben hatten. Der Chm tat vollauf seine Pflicht und zeigte verständnisvolle Teil nähme an der Sache; das Orchester unter Leitung des Herni Kapellmeisters A sbini hielt sich exakt uud nahm die vielfach sehr beschleunigten Tempi mit tadelloser Si chcrheit. Herr Kapellmeister Albini leitete die Vorstellung mit ruhiger Energie, die aber innigen .Kontakt mit den Sängern und den Musikern bekundete. Er hatte einen großen Anteil daran, daß die Vorstellung so herauskam, wi: sie gedacht worden: als eine Vorstellung, die den vorzüglichen Ruf der Agramer Bühne nur noch mehr se-stiatc nnd in ihrcr Gesamtheit denen an anderen Bühnen von Bedeutung in nichts nachstand. Der Beifall war einmütig, groß und ehrlich; die Hauptdarsteller mußten nach den citlZclncn Szcnenbildcrn wieder und wieder vor dem Vorhänge erscheinen. Zuweilen gab es auch Applaus bei usfoncr Szene. — Dcr Aufführung wohnte u. a. Herr LM'd^hmlplmann Dr. 6uster5i<' samt Fran Gemahlin bei. Heute wird der „Troubadour" wiederholt werden. Äcginn der Vorstellung um halb tt Uhr abends. —„ — ^ (Aus der deutschen THcntcrlanzlei.) Heute fit, dct eine Reprise des mit großem Neifalle aufgenommenen Lustspieles „Die Hydra" statt. Morgen wird bei bedeutend ermäßigten Preisen zur hundertjährigen Todcsfeier Theodor Körners dessen packendes Trauerspiel in fünf Akten „Zriny" gegeben werde». (Philharmonische Gesellschaft.» Altwiener Abend. Montag den !0. November, Beginn halb 8 Uhr, findet der Altwiener Musikabend statt, für den folgendes Programm festgesetzt wurde: I. Mozart: Anoantino aus dem Konzert für Flöte und Harfe (Viki Baum, Jacques van Lier, Alfons Vlümcl). II. Altwicncr Volkslieder zur La^te: Ständchen von Josef Haydn, „Brüderlein fcin", von Ferdinand Raimund, „'s Mailüftcrl" (Käthe Krischter) IN. Lanner: „Schönbrunner" (Alfons Blü-mel.) IV. Schul'ertlicdcr Phantasie sür Harfe (Viki Baum). V.-l) Mozart: Menuett, !>) „Altwicner Tänze" (Jacques van Lier, Alfons Blümcl). VI. Josef Strauß: „Dorfschwalben" (Alfons Blümel). VII. Altwicner Volkslieder zur Laute und Harfe „Wenn alles schon schlaft" „O, dcs is gnat". „Mci Schatz is a Schneider" (Käthe Krischkcr, Vili Baum). VIII. Schubert: „Valscs nobles", für Damenchor eingerichtet von Prof. Doktor E. Mandiczwski (Damenchor der Philharmonischen Gesellschaft unter der Leitung des Musikdirektors Rudolf von Weis-Ostborn). — Karten zu 5>, 4, 3, 2, l,5i« X, Licderterte -> 20 /l in Iy. von Klcinmayr u. Fed. Nam-liergs Buchhandlung. ____________________ Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 22. Oktober. Zu Beginn der Sitzun« unter breitet der Leiter des Finanzministeriums das Budget für das erste Halbjahr 1914 und hält hiebei ein Finanz-exposl''. Er betont die Notwendigkeit der Sanierung der Finanzen durch Ersparungcn und Erschlichung neuer Laibacher Zeitung Nr. 244.__________________ 2249 _^^^^_^^ 23. Oktober 1913. Einnahmequellen. Das Budget pro 1!N4 belanntcn Verhältuisse der letzten Zeit kein günstiges Industrie und Handel hatten sehr viel Ungemach zu er leiden und es ist ihnen in letzter Zeit sehr schwer gefallen, sich weiter zu entwickeln-. doch hoffe er, daß durch die nunmchr eingetretene Neruhigung die wirtschaftlich« Konstellation auch für uns eine bessere werden wird. Del Redner weist weiters auf die in letzter Zeit hart bc-drängle, Landwirtschaft hin, welche leider die günstige,, Erwartungen nicht rechtfertigte, wenn auch in sehr vielen .ktronlinidcrn die Schätzung der Ernte auf mittel und übcrnnltel ging; insbesondere im Nordosten der Mow archie haben die fortwährenden Regengüsse und weiteren -Kalamitäten geradezu zu elementaren Katastrophen geführt, welche eine staatliche Notstandsaktion notwendig machten. Redner verweist weiters auf die große Geldteuerung, welche vielleicht noch nie in solcher Ausdehnung in Europa bestand; ebenso befand sich der An-leihcnmartt noch nie auf einem solchen Tiefstände. Die Finunzverwaltung ist bemüht, alles zu tun, den Anleihen-5nart! zu beleben; obwohl die budgctärcn wirtschaftlichen Verhälwisse nicht sehr viele Lichtpunkte darbieten, brauchen wir uns nicht einer pessimistischen Verzagtheit hin. zugeben. Wie unsere Volkswirtschaft, deren Organismus jedenfalls gesund ist, der jetzt herrschenden Krise entgegentreten muß und sortarbeitet, damit der jetzt herrschende Zustand ein vorübergehender fei, so müssen wir auch dic budgctären und finanziellen Widerwärtigkeiten zu überwinden suchen, um wieder in geordnete finanzielle Zustände zu kommen, was, wenn auch unter vielen Opfern, gewiß gelingen wird. (Beifall.) — Nach der Rede des Freiherr» von Engel wird dic Spezialdebattc über Hit Automobilsteuer fortgesetzt, Nachdem beide General redncr ücsprochen hatten, folgt eine Neihc tatsächlicher Verichtigungcn, hauptsächlich seitens ruthenischcr Abgeordneter Um 4 Uhr sprach Abg. (5 ehelski noch fort. Nachdem die letzten ruthcnischmi Redner gesprochen hat-ten, wird die Verhandlung der Automobilvorlage abgebrochen. Sodann wird der Dringlichkcitsantrag S c d-l a t, betreffend die Mäuscplagc, erledigt, .hierauf folgen )lnfragen der Abgeordneten Trylowsly und Rei 3 es. Dieser verlangt, daß der Ministerpräsident die Interpellationen über die(5anadian-Afsäre im Plenum beantworte, in der Besprechung hierüber die weitcstgchende Öffentlichkeit walten lasse und sich in dieser Pflicht durch den unverständlichen Beschluß des Deutsche Nationalverbandes nicht wankend machen lasse. Der Präsident erwiderte, er werde die Anfrage der Regierung übermitteln, .hierauf wurde die Sitzung um 5>'/> Uhr geschlossen. — Nächste Sitzung morgen »m 11 Uhr vormittags. >. .., ----------^-x^--» «^ i___ Dementi. Budapest, 22. Oktober. Das Ung. Tel.-Korr,-Aü?eau meldet: Eine Wiener Korrespondenz bracht» hcutc die Nachricrn, daß der königliche Kommissär Freiherr von Sserlccz nach seiner letzten Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser als Banns nach Agram zurückkehre, daß er dort die Ausnahmsvcrfügnngcn aufheben und die Landtagswahlen ausschreiben werde. Wie wir auf eine Anfrage an unlcrichtetcr Agramcr Stelle erfahren, wurde ein derartiges Kommuniqu,,' nicht ausgegeben. Es besteht auch nichl die Absicht, ein solches zu veröffentlichen. Bom Valka«. London, 22. Oktober. „Dailti Chronicle" schreibt: Tie rasche Unterwerfung Serbiens unter das Ultimatum Tsterrcich-Ungarns hat das, was für den Augenblick in den, Verhältnisse zwischen dem Dreibund und der Tripes entente peinlich erschien, beseitigt. Vom praktischen Gc slchtspunkte aus war die Aktion Österreich Ungarns ge rechtfertigt. Sic hat den Albanern das Leben gerettet, welche getötet worden wären, bevor das europäische Kon zert hättc ringrcifcn können. Bca.uadia.null. Wien, 22, Oktober. Der wegen Ermordung des Ab georonelen Schuhmcier zum Tode durch den Strang vcr urteilte Kunschal wurde von Seiner Majestät dem Kai s e r begnadigt. Nach der Entscheidung des Obersten (Ne richtLhofes ist Kunschal zu zwanzig Jahren schweren Kerkers verurteilt worden. Eine Klosterkirche in Flammen. Landshut (Schlesien), 22. Oktober. Seit heute vor^ mittags steht die Klosterkirche von Griesau in Flammen. Das Feuer scheint durch die Unvorsichtigkeit von Hand-werlcrn verursacht worden zu sein. Eine monarchistische Verschwörung in Portugal. . Lissnbuu, 21. Oktober. Ein offizielles Kommunique beiagt: Trotz der Vorbereitung von langer Hand ist die in der letzten Nacht von den Monarchisten versuchte Er Hebung vollständig gescheitert. An der Bewegung hat lein Mitglied der Armee teilgenommen. Die Regierung kennt d,c Einzelheiten der Verschwörung und wird die verantwortlichen Führer der Bewegung der Strafe zuführen Im ganzen Lande herrfcht absolute Ruhe Vigo, 22. Oktober. Aus Portugal hier eingetroffene ' Reisende melden, daß die Verbindungen zwischen Lissabon und Porto unterbrochen seien. Das fünfte Artillerie regiment in Vianna habe gemeutert, ein Hauptmann sei , getötet worden. ! Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. < r tzoffe'nsrezer z»aftee Hag ist wirtlicher Bohnenkaffee, der alle Geschmacks- und Aromavorzüge besten coffeinhaltigen Kaf-^ fees, aber nicht dessen Nachteile hat. Er l ist unschädlich für Herz-, «erven«, Magen» i leidende und andere Kranke. 428? i „Eoffeinfrei" »affeehandelsgesellschaft m. b. H, i Wien, I., Xnchlanben 7. , Ausweis nber den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 11. bis zum 18. Oltober 1913. Es herrscht: vie Vlaul' und Klauenseuche im Bezirle Adelsberg in den ^ Gemeinden Niitos (19 Geh.), Famlje (14 Geh.). Kokana (8 Geh). Gorenje^Vreme (3 Grh.), Vraböe (2 Geh.)' ' die Schweinepest im Bezirle Adelsberg in der Gemeinde Gorenje Vreme (I Geh.); im Bezirle Gottschee m den Ge. meinden St. Gregor (1 Geh.), Niederdoif (7 Geh.); im Be. zirle Littai in der Gemeinde Obergurl (1 Geh.); im Bezirle Rudolfswert in den Gemeinden Grohlacl li Geh.). Sankt Michael.Stopitsch (1 Geh.); im Nezirle Tschernembl in der Gemeinde Müttling (1 Geh.); ^ der Vlotlaus der Tchweine im Bczirle Adelsberg in der > Gemeinde Hicnowch (3 Geh.); im Nezille Gottschee in den ? Gemeinden Gora <^ Geh.). Niederdorf (6 Geh.); im Bezirle Lllibach Stadt (4 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebung in den Gemeinden St. Georgen (4 Geh.). Großlupp (1 Geh.). Horjul (! Geh.). Oberlaibach (4 Geh.). Znnschenwässern ^ (I Geh.), Slivnica (l. Geh.); im Bezirle Littai m den Ge. ' meinden Ari^e (2 Geh.). Morallöe (1 Geh.); im Bezirle ^ Loitsch in der Gemeinde Gereutt, (1 Geh.); im Bezirle Rad- nmnnsdorf in der Geinrinde Möschnach li Geh.). Lcöe (1 Geh.); im Bczirle Tschernrmbl in dcr Gemeinde Dragatusch (1 Geh.); - die Tuberkulose im Vezirle Adelsberg in der Gemembe Senosetsch (1 Geh.). Erloschen ist: ' die Schweinepest im Vezirle krainburg in der Gemeinde StraiMe (1 Geh.); im Bczirle TschcrnembI in der Gememde : Scmitsch (2 Geh.); - der «otlans der Gchweine im Bezirke Adeleberg in deu Ge» meinden St. Peter (1 Geh.). Planina (I Geh.), Prem (3 Geh.); ' im Vezirle Gotisch« M der Gemeinde Dane (1 Geh.); im ' Bezirle Gurtfcld in den Gemeinden Landstraß «2 Geh.). 3cassiinüh (3 Geh.); im Brzirle Kraiuburg in den Gemeinden Nltlacl (1 Geb.), Heil. Kreuz li Geh.), Nairr (1 Geh.). Sanlt («eorgeu (1 «>eh.); im Vezlile Laiöach Umgebung in den Gemeinden Dobrova (1 Geh.). Grohlupp <3 Geh.). Ober-laibach (I Geh.); im Aezirle Littai in drn Gemeinden Hotiö (1 Geh.). Morav6e (1 Geh.); im Bezirle Radmannsdorf in Ver Gemeinde Vigonn (1 Geh.); im Vezirle Stein in der Gemeinde Lusttal (1 Geb.>,- im Bczirle Tschernembl in der Gemeinde Suhor (1 Gey.); dic Hühnerpest im Bezirle Wrtseld iu der Gemeinde Zirkle (5 Geh.); die Tuberkulose im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Iablauip si Geh.). Reisinger. Frühwirth, Arnold. Rsde., Graz. — Menarbi. Pri- «^ mojit. Holzhandler. Pillach. H Gr«md H«tel U»i«». F Am 22. Oltober. Majdii, Fabrikant. Krainburg. — - Gorup. Dircltor; Majer. Privat; Mihelic, ltftn.. Trieft. — > Bellal. Pascher, Direktoren; Nuxbaum, Arhweger. Nichl. Du- Abonnement gerade Die ßyvra Lustspiel in drei Alten ohne Ehebruch und Situationslomit von Karl Ettlingei Anfang um '/,8 Uhr Ende um 10 Uhr Morgen, Kreitag den 24. Dltober 1V13 bei bedeutend ermäßigten Preisen 17. Vorstellung Logm-Nbonnement ungerade Zriny Ein Trauerspiel in fünf Auszügen von Theodor ttvrner Anfang um '/,8 Uhr Ende um 10 Uhr Lottoziehung am 22. Oktober 1913. Trieft: 42 9 87 52 74 Meteorologische Veobachtungen in Laibach. Sechiihl! 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. yy i!U. N. 7379 14'b SO. schwacs heiter "' 9 U. Ab. 38 9 8 6 W. schwach 23.>7 U. F. ! !i9 2' 3 b NNO. mühig > halb be». ! 0 0 Das Tagesmittcl on gestrigen Temperawr beträgt 8 8', Normale 9 3". Wien. 28. Oktober. Wettervvraussage für den 23. Ol» tober für Steiermarl, Kärnten und Krain: Zeitweise regnerisch, etwas wärmer, ostliche mäsziyc Winde. — Für Ungarn: Mildes W,tter zu erwarten, höchstens im Norden etwas Regen. %0i A ,^&^^4^k^^/^w^^ä^ _ ______ mi 8 Tage zur Probe fiends* ich au jedermann auf S Tage LuitauMli «der Geld retour, per Nachnahme: ^~ Amerik. Nickeluhr. . K 2.80 ug& ^0fSS^^ Roskops Patent-Uhr . „ 3,— %£f$rf&^f^&L Amerik. Goldin-Ubr . ., 3.50 _J$^>P" %28ll Kisenbalin-Koskops. . „ 4.~ /f^^l/f-~£m Jfr Koskojil DoppelmanteJ ., 4.50 i<0M!ii^^^ms J1!a<'llp 'Stadtuhr . . . „ 5.— ^&JomS^vFŠSm »Sill». Jinit. Doppelm. . ,. 6.— iRlM 14karat. Gold-Uhr.. . ., 18.— Wäi^/ß&SSI Oriff. Omega-Uhr . . . „ JJO.-/1 y^^jttM^HipLJi K on k u rren z - W ecker, fjtS&fäi^fypiwk Mark? JunghanN . . . „ 3.— Jw¥p"% ^W Kadiiim-LeuehtblaU . „ 4.— jjßMfoLj* \*Wm Kadi um 4 Glocken . . ,. 6.— y$ffl&$X?m3äF KadiumMusik...... 8.— tBIIIVi fwBW l'.A.mt.* 104-76 104-96 Oest.Rtntei.K.-W.Btfr.p.K. .4 8136 8156 •i >. -, i> ,, »Ü..4 Sl-40 80-60 Out. Rente i. K.-W. ttenerfr. (ltli) p. K............ 90-90 SltO ütmt. Rente i. K.-W. rtenerfr. (1912) p. U............ 90-90 8110 Oeit.InTect.-Rent.stsr.p.K.SVi 7/60 71S0 Fr«iJz Josefab. i.Silb.(d.S.)5V4 tOS-60 104-60 Gkliz. KarlLodwigBb.(d.St.}4 8090 8190 ¦•>*ordwb.,ö.n.rtdnd.Vb.(d.S.)4 8110 82-10 ndolfsb.i. K.-W.«tfr.(d.S.)4 «0-78 «/78 VtM Sta»t« i. ZahlBB^r ftb«ra. BiteibahK-PrierlUta-OkliK. Böhm. Nordbahn Em. 1888 4 — •— —'— Üöhm.WMtbahn Em. 1886 .. 83- 84 - B5hm.We«tb.Em. 1896LK. 4 SZ-76 8t-76 :-'erd.-Nordb.E.1886(d. 8.)..4 91-76 98-76 dto. E. 1904(d.St.)K___4 84— 86-— Frans Jo«ef»b.E.1884 (d.S.) 34 8S90 84-90 GaJiz.KarlLndwigb. (d.St.)S4 8f - 83 — Laib.-SteinLkb. 200n.lOOOfl.4 9176 93 7» Schlafikora Geld | Ware Pro«. Lern. -Cr.er. -J.E. 1894 (d.S.) R.4 #0— 9r— Rofiwb., Oest. 200 fl. Silber 6 »S'liO 9960 dto. L.A E. 1908 (d.S. )K$il7 78— 76 — Nordwb.,Oe«t.L. JB.žOOfl. S.5 99-4t> ioo-4t> dto. L.B.E.lflO3(ri.S.)K8Vj 78^0 7640 dto. E.l885«00ü.1000fl.S. 4 88-76 847t, RudolfahahnE. 1884 (d.S.) S. 4 8X-20 84-20 Staateeisenb.-G.500F.p.St. 8 »60— teO — dto. Er^..-Neti600F.p.St. 8 344— t46 — SHdnorddenUcheVbdgb.fl. S. 4 #2-78 887t Unf.-fal.E.E.1887200Silber 4 79-90 8090 Ung. Staatsschuld. Ung.Sta«taka8Bfcn8ch.p.K.4Vj 99-66 g9i0 üng. Rente in Gold . .. p. K. 4 S*-*« 98-86 üng. Rente i.K.atfr.T.J.1910 4 80-66 8076 Ung. Rente i. K stfr. p. K. ? 80-66 #oj6 Unp.Främion-AnlehenälOOfl. 4*9— 469 -U.TheiBB-R.u.Szeg. Prm.-0.4 187— g97- -Ü.Gmndentlastg.-Oblj. Ö.W. 4 80 /j »O'7/i »'-76 Herm.B.-K.-A.i.60J.v.K4Vj *9'7e 60-7R Spark. InnerBt.Bud.i.60J.K4Vj 90— 9t-— dto. irh. 50J.V.K.....4V« 8VbO 82-60 Spark.V. P.Vat.C.O.K . . 4'/2 W«C 90-60 Ung. Hyp.-B.inPeatK.. .4V» 90-60 9iw dtc. Koro.-Sch. i.50J.v.K4V« SS-26 »<•« Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S. ? 8040 81-40 dlo. Em. 1908 K (d.S.).. .4 80-60 81-60 Lemb.-Czer.-.T.E.18848O0S.8-6 ?»'*« 766/5 dto. 8O0 }• ..........4 81-80 82-80 StaaUieisenb ¦osell. E. 1896 ;d.St.)M. iwiM........8 8276 9376 Südb. Jan.-J. -0 F. p. A. 2"6 246-96 247-96 UnterkrainerJi.'d.S.)ö.W. .4 sv— sz-60 Diverse Los«. Bodenkr.ö«t.E.188OälO0fl.8X *77-S0 2876C detto E. 1889kl00fl. . . .3X 246-60 206-60 Kypoth.-B.nng.Prärn.-Schv. t 100 tl................4 23360 243-60 Serb.Prämien-Anl.alOOFr. 2 109-— /17-- Bnd.-Baeilica(Dornb.)6fl.ö.W. 26— 30 — hcrmiUkurB Geld | Ware Cred.-An»t.r.H.u.G.100fl.ö.W. 478-- 4S3-- Laibach. Prfljn.-Anl.SOfl.ü.W 64-60 iSHiso RoteiiKrouz,ÖBt.G.v.lOfl. 69636 Südbabn-G.p.U. ...siOOFn. ni-90 112-90 Bank-Aktien. Anglo-öatcrr. Bank 120U.18K 331-26 33» 26 »ankver.,Wr.p.U. 200fl.8O „ «/*•_ si4 — üod.-C-A.allg.ÖBt. 300KM „ 1169-— 1176- Credit-Anst. p. U. 890K88 „ 624-76 626-76 Credit-B.nng.allg. aOOfl. 48 „ «20- 92f— Eskompteb. steier. 200sl. SU ,, 664-— 66T-- EBkompte-G.,n.ö. 400K88 ,, 74Q- — 744 — Länderb.,ö8t. p.U. 200fl. 28 ,, 61476 8/8-79 LalbuehurKreditb. 400K28 ,, ¦?»»•— 401-— Oeat.-angar.B. 14O0K90-80 „ 2064-— 207f-~ Unioobankp. U.. . SOOsl. 88 ,, 688-60 689-60 Verkehrcbank,allg.l40fl.a0,, 36H-— 369- /'ivnoflten.banka 100R. 14,, 264-— tet-— Indnstrie-Aktien. Herg-n.HUttw.-fi., öst. 4O0Ä 1287 — 1247 — HirtenborgP.,Z.n.M.F. 400K 1496 — /80« — Könipsh.Zement-Fabrik 4O0K 363-— 366-60 LongenfeiderP.-C.A.-(i. Ü50K tto-— //<•- _ SchluBkort Geld | Ware Montanges.,österr.-arp. 100B. 841-76 843-76 Pftrlrnooaer h. K. o. )'. lOOfl. 462-— 466__ Prager El»enind.-Gose)l. 500 K 2976— 2996 — Rimamur.-Salgtf-Tarj. 100 fl. 686-60 686 60 Salgö-Tari.Stk.-B.....loofl. 747- 763 — Skodawerke A.-G. Pil«. 800 K H1026 fiiiit WalTen-F.-G.,öBterr... lOOfl. lOOn- - 1014 — WeiOeusolaStahlw.A-G. BOOK 780— 7»o — Weetb. Bergbau-A.-G. lOOfl. 6*8— 638 — Devisen. Knrze Sichten nid Sebeoka. Doatsche BankpläU«.......117'7/*° 117-Ö?4" italienische Bankpl&tze..... »4-47*0 »t-67*< London.................S4i2 ui« Parie .. ................ 9«-?7"> »8-sfi" Valotei. MUnzdakaten............. 11-44 n-49 aO-Francs-Stücke.......... 19-10 1913 üO-Mark-Stücke........... I3-S9 tt-et DontBche Hoichibanknotcn .. |17'77*j IW'SZ"1 Italienische Banknoten..... 94-40 94 60 Rubol-Noten ........ .... 264-— 264 7A Lokalpapiere naek Privatnotler. d. Filiale d. K.K. priT.OeBt.Credit-AnaUlt. Branerei Union Akt. 800 K 236-— 246-— Hotel Union ,, 500 ,, 0 —— —•— Krain. Banges. „ 8OO,,11K 100-— HO — ,, Industrie ., 100,, 20K 4to- - 420-- Unterkram.St.-Akt. 100Q. ü —•-¦ 60 — Bankefn«fnR 8°/n D'in Notieranf •amtlicher Aktien nnd d*t ,,Diver»«n Loa«" versteht aich per Stück