(Po^touna pittana r gotovini.) «»Ich,,»» KichfteUlch twstmni s oft »rast«« MI- • ttiiiUiUni »nb «er-alwirg: ®r«S«iu>w »Uca Rt. S. lilephon 21. - »»ktl«dia»»g«» vndr» I* b« BepBaltvM fltga MW» G«bühr-n entgegengenomm«. «„» «»preist- Für da« Irland »UtMtahrtfl *1« 80--, halbjahrifl ®t» «5-. *hi 1W-. Kür bot WuSlaÄ entip«che»b« «rhdhung. - Einzeln« Nummern Im l85 Nummer 52 Sonntag, den 4. Juli 1926. 51. Jahrgang Die Unterdrückten. ES ist hur i» Slowenien zur st«h«»den Be« hauptuag geworden, daß die slowenisch« Minderheit in Kirnten schwer bedrückt werd,. SUbst eivfichtigere slowenisch? Leute, welche die in jeder Beziehung u«< notwendige, alB Bestätigung der Richtigkeit der faschistischen Methoten i« Julisch-Venetien äußerst schädliche Uüd ali willkommenes Berufun^Smrttel von Veit« der Faschisten sogar verhängr-ikvolle Hallung der hiesigen rationalen Streife gegenüber der kleinen deutsche» Minderheit in Slowenien (siehe die ekstatische Wut der nationalistisch«» Presse über die gewährte Möglichkeit beS Verkehre» mit der polüische» Behörde tu Kccevj« in der Sprache der Minderheit!) der» urteilen, selbst solche L. tzsiste auf dtm bedrohten Boden abhalten wollten, wihrten sich die Deutschen ihrer Haut. Da« war ja um GolirSwille» kein Unrech». Die Deutschin haben in diesen Gebieten nichtS begangen, wa» bei objektiver Betrachtung der damaligen VnhSltnifle al» Unrecht bezeichnet werde» könnt?. Notwehr ist kein Unrecht. Trotzdem wird, ebenso wie heute i» Kärnten, unentwegt von diesem Unrecht gesp'oche», so zwar, daß sich schließlich auch bei uoS Leute fanden, die an dieses Unrecht zu glauben ar fingen. Ei liegt uvS daS Exemplar eine» Wiener Blatt«» vcm 19. Jänner 13S4 vor, in welchem in scharfer Sach lichkrit «in Querschnitt durch die beginnenden kraft-vollen Angr ff« der Slowenen auf de» damaligen deutschen Besitzstand und die mangelhafte deutsche Akwehr getote» wird. Wer jene Zeit und di« folgenden Zeiten kennt und trotzdem, befangen durch die entsetzliche, in das gerade Gegenteil umschlagende dtutich« Ueberobjektivität, zu Scck und Asche auf» fordert, den können w r nur s,hr schwer zu den Unseren zähle«; der veisteht die ^roß« Sendung unserer Bäter und den Wert ih:er kulturbringeadea Arbeit nicht, der betreibt geistige? Flagellantentum. Wir prote« Ihr« Liebe zu Ktrdern, ihr« sorgfältig« Pfleg« aller Kranken, ftt&ppd und Alten beschränkt sich nicht auf die nächst« Familie, sond«rn umfahr das ganz» Volk. Si« leben nicht, wie allgemein angenommen wird, in Schnerhäuscrn, fordern in Hütten iJglooS), die aus den Felsen der Kliffe g.baur stvd. Di« Schneehäuier find UnierstZnd« für Schlitten oder Iagtquartierc, die in einer Stunde «rbaut find. Di« ESkimoS find «in robustes Volk. Krankheit ist ihnen unbekannt oder war «S vielmehr, bis der Weihe kam und die Influenza inilb achte. Mit etwa sechzig fahren allerdings bekommen all« EikimoS drn Rheumatismus, an d«m fi« dann sterben; nur wenig« weiden fi bzig Jahr« alt, ein AchtzigjZh.iger gilt für einen Methulalsm. Zu den falschen Auffassungen ülxr daS Land jen settS des Nordlichtes, sagt Dr. Mac Millan. gehört auch die Vorstellung, dah di« lang« Nacht «ine öde Zeit für di« Eingebornen sei. DaS ist lächeilich. Den ESki-mcS ist die Winl«rnacht ebenio natürlich, wie unser« Nacht unS selbstverständlich ist. Und di« Zni der Dunkelheit ist für st« die Zeit der Vergnügungen wie bei un§. Wenn am 19. Oktober die Sonn« untergeht, um monatelang nicht wieder zu «rscheinen, dann be-ginnen dte Eskimo« zu i vielen, dann ist ihre Zelt für Vergnügungen und für Besuch« gekommen. Während deS langen TageS muhten fi« schwer arbeiten, um genügend Nahrungivorrat für dte lange Rächt zu er-jagen. Unter den Felsen hat jel« Familt« ihr« Beul« an Walen, Walrosscn, Seehunden und Eisbären, stiiren gegen d!« Theorie, als hätten wir elwaS gut-zumachen: wenn von moralischen Reparationen die Rede ist. so haben ste nicht wir zu losten, den» wir sind zu niemand gekommen, um ihn zu stören und auSzusaugei ; wir haben gebrach«; wir wehrten un» bloß, als wir auf d<« jähr» hundertealen Boden unserer Arbeit hä ten vernichtet werden sollen. Diese Abwehr, die andere, weniger ron Gerechtigkeitssinn und sogenavottr Obj-kt vität argekräl kelle Völker unv-rgle ch' ch besser verstanden hätten, muß heute al» unier damaliges Recht be-tiachtet werden,' avch wenn dann de» Sch ckial bis zur Wurzel gegen uvS entschied. DaS Organ der unterdrückten Kärntner Slowenen spricht nachfolgende Gidinden aus. um die man e« ihrer unglaublich frischen Angr ffslust weg«» ganz einfach beneiden kann. D.S Blatt schreibt: Der Verlust, den unS die BoIkSabst>m«U!iz in nationaler Beziehung zugefügt hat, ist noch immer eine offene Sunde, welche blutet. WaS wir bisher herstellte», ist kzum ein Notverband, die erste Hilf«, damit der verwundete Kö per nicht ausblute. Btilaffe» blieben wir zurück und bl ckien jene» nach, die urS die Auf» eistehung hätten bringen müsitv; auSii»anderg,wors«a war daS W'.>kj«uz, die Herd« ohne Hirte». Noch sind wir weich . . . Einige von unsere» Bereinen geselligen uvd kulturellen ChnckierS habe» sich kaum belebt, an Zahl noch lange nicht so stark wie un» getührt. Die einzelnen Vereine sind vielleicht fleißiger als einst, frische A.lSdehi>uog in die Breite zeigen aber auch die besten noch nicht. Da» Ziel der OUtvereine muß sein, die Umgebung an sich heranzuziehen, damit stch unsere Reihen voll» kommen schließen, südlich von der Drau dürfen unsere Vereine nicht Inseln sei», sondern eine Maff», die da» ganze Territorium umsaßt und es beherrscht. Ueber die Dran müssen wir unsere Vorposten stellen uvd Orte, die infolge Mangel» an Erweckera schlafen, Eiderenteneikrn aufbewahit. Wenn di« Jagdzeit ergiebig g«w«s«n ist. so gilt d«r EStimo für wohlhabend; denn er «<>£, d>iß f«in Fremd eine gut« Beut« gemacht hat. Wenn in einer Siedlung di« Vorratskammer leer ist, dann werden die Hand«ichlitt«n ang«>pannt nnd di« ganz« Siedlung, di« durchschnittlich auS fünfzehn B«> wohn«rn besteht, geht auf Besuch zu einer anderen, von der man weih, dah ste einen reichen Vorrat hat. Di« ungeladenen Gäste stellen ihre Schlitten vor dem Jgloo ihre« Gastgebers auf, Hunde und Menschen werden in den Familienkreis aufgenommen und der Besuch wird m't Essen, Singen und G:schichtenerzählen gefeiert. Wenn auch dort dte Rahruuz ausgeht, dann schirrt der Gastgeber zusammen mit den Besuchern sein« Hund« «in und fort geht «S nach irgendeinem andere» Dorf. DaS gfht so weiter, bi» die Sonne zurückk.hit und die Jagdzeit wieder beginnt. Die EtkiwoS teilen alles unter sich: Frauen, Hunde, Nahrung. D«r Stamm besteht aus 250 bis 300 Leuten, die in klein«» Siedlungen, dreißig Meile» auseinander liegen», von j« etwa fünkzehn Bewohnern leben. ES gilt für einen Freundschaftsbeweis, wenn ei» Mann seine Frau auf ein oder zwei Wochen zu einem anderen Mann auf Besuch schickt. Es gibt mehr Männer als Frauen, was zweifellos daher kommt, daß man in Zeiten der Hungersnot die kleinen Mädchen sterben läht, da di- Knaben für das Wohlergehen deS Stamme» wichtiger sind. • Die EekimoS find s«hr kinderlieb; die einzigen unglücklich«» Familien find die, welche kein« Kinder ©ehe 2 Cillier Zeitung Nummer 52 Müssen wir wieder in unseren Arbeitskreis einbeziehen wie eins). Da« gleiche Ziel vom entgegengesttz'en Standpunkte aus verfolgen die Deutschen und er« richten in unseren Orten ihre Vereine, also müssen wir unS aus demselben Wege begegnen. Einer wird nicht an dem anderen vorbei können und daraus müssen wir vorbereitet sein. Den Vorrang in Süd. kärnten haben aber wir, geschichtlich und national. Schon find wir so stark, daß unsere Bewußtheit dem deutschen Anstur« standhält trotz dem schlechteren finanziellen Stande, wa» daraus erhellt, daß die Deutschen ihre Anhänger au» Klagensurt und vlllach in da« „gemischte" Gebiet bringen «iiflen, wenn sie mit Ersolg Versammlungen abhalte». Wenn wir daS Plebiszit wegen de« Klagensurter Markte» verlöre» haben, wenn derver« kehr in Klagenfurt einmündet und wenn die Stadt von derUmgebung lebt, dann haben wir einige« Recht ans Klagen für«. Deshalb «uß Klagenfurt da« Zentrum der neuen Bewegung, vielleicht der («er' ritorialev) Autonomie werden. Klagen-furt beherbergt die alten Erinnerungen unserer einstigen Tage, e« hat Gebäude, die mit den Schwielen deS slowenischen Bauer« gebaut wurden, deShab müssen wir sie wieder unserem Element er« öffnen. Dazu haben wir da« Recht und die Pflicht und man tut unsere» Volke Unrecht, wenn man daS verbietet oder e« al« Provokation brandmarkt. Der Zweck unserer Spiele (igre) wird erst dann erreicht sein, wenn sich bei größeren Borstellunge» die größten Teile von Slowenisch.Kärnten zusammenfinden, und dai ist nur in Klageusurt möglich, wo wir genügend große Lokale besitze». Natürlich sind sie jetzt besetzt und ■täffen erst ausgeräumt werden, aber baL muß zu erreichen sein. WennKlagen-furt der Abnehmer unserer Produkt» ist, wenn der Handel unsere Natur-«rzeugnisse über Klagensurt führt, dann müssen wir gerade hier unsere» Handel einrichten, der unsere Produkte verbreiten wird. Nationale Bedenken (auf deutscher Seite) müssen verschwin-de», wen» di« Deutschen i« ihren Er-kläru»geo, daß sie de» Frieden und die Versöhnung suchen, solgerichtig sind...» haben. Wenn einem Kind« beide Eltern sterben, dann steht ihm j-deS Hcim offen, »lte Leute, welche keine Kinder haben, wie auch die Krüppel und Krank:», werden ohnewetterS von ihren Freunden versorgt. I > der Regel find die Eskimo» gesund, intelligent und normal. Verbrechen ist ihnen unbekannt und ste haben keine Laster, keine Form der Bestrafung und keine Re-gierung irgend welcher Art. Da allen alle« gehört, gibt eS keinen Diebstahl. Such die JglooS gehören niemand; wenn eine Familie nach einer anderen Siedlung zieht, so kann da« HauS nehmen, wer e« gerade braucht. Die Ehen werden von den Eltern verabredet und gehen selten auseinander. DaS heiratsfähige Älter liegt »wischen zwölf und fünfzehn. Die Familien find ge-wöhnlich klein, da viele Kinder tot zur W.'lt kommen. Die winzigen Behausungen messen etwa zwölf Fuh im Quadrat. Den meisten Raum im Innern nimmt die Schlafstitte ein, die allen gemeinsam ist. Die Matratze besteht aus Gras, das jeden Sommer erneuert wird, die Decken aus Tierfellen. Wenn ein Besucher über nacht bleibt, so teilt er das Familienbett. So seltsam es anzefichtS der Temperatur scheinen mag, legen die ESkimoS nachtS alle Kleider ab und schlafen nacki. Sie baden niemals und waschen stch nie daS Haar, aber ihre Körper find stet» aussagend sauber. Da ste große Mengen Wasser trinken, werden die Poren durch den Schweiß immer offen gehalten. BiS ich ihnen Tee, Kaffee und Tabak schenkte, hatten ste niemals irgendwelche Reizmittel za flhfle nomrnen; ihre Delikatesse ist gefrorne Walroßleber uid Das neue Steuergesetz. Vo« Abgeordneten Dr. Wilhelm Neuner. IV. Die Gebäudefteuer. Die zweite Stelle unter den i« neuen Steuer-gesetz ausgezählten Steuerformen nimmt die Steuer ein, welche «an vom Ertrag der Gebäude (porez na prihvd od zgrada) zu bezahlen haben wird. Dieser Steuer unterliegen im Sinne der vorliegende» Gesetze«-vorläge alle aus de« Gebiete deS Staate« befiad-lichtn Gebäude, welche zum Woh»en bestimmt oder irgend einer anderen dauernde» Benützung gewidmet find. SleuerbastS (Grundlage), von welcher die Ge-bäudesteuer berechnet und eingehobe» wird, bildet bei Gebäuden, welche vermietet find, die Höhe der JahreSmiete, von welcher die Erhaltungskost«», die BerwaltungSkosten und di« Amortisationskosten ab« gezogen werden köanen. Wenn Gebäude nur saifon« weise vermietet werde», so hat «a» die Miete über die betreff:nbe Saison al« Steuerbast» zu neh«en. Bei Gebäuden, welche nicht saktisch vernietet find, nimmt man al« SteuerbafiS de» jährliche» Mietzins an, welcher sür dir nächst« ähnliche Wohnung oder Lokal gezahlt wird. Wenn keine andere Wohnung zum Bergleiche herangezogen werden kann, so wird der Wert der Jahreimiete schätzungsweise festgestellt. AI« Elhaltung«kosten, Verwaltung«- und Amorti» sationskosteu können im Sinne der Gefetzoorlage bei Äc?ech".»ng der Steuerbast« von der BruttozinS-summe abgezogen werden: in Belgrad, «gram, Sarajewo, Laivach, Neusatz und Se«lin 20 Pro-zent, in den übrigen Städten, Bätern und Sommer« frischen 25 Prozent und in den Dörfer» 30 Prozent. Solange aber noch die Beschränkungen d«S Wohnuug»-gesetze» bestehen, können bei solchen Häusern, welche unter daS Wohanng«gesetz fallen, an Stelle der er» wähnten P ozentfätze sogar 40, 50 und 60 Prozent abgezogen werden. Der Steuerschlüssel bezw. der Prozentsatz welcher voa de« Zinsertrag der Gebäude nach dem neuen Gesetze al« Steuer zu bezahlen ist, beträgt 20 Prozent. E» find also bei Gebäude» von je 100 Dinar faktischen oder geschätzten MietzinseS. von welche«, wie vorhin erwähnt, die EchiltungS«, Verwaltung«- und Amortisationskosten abgezogen werden können, jährlich 20 Dinar an Steuer zu entrichten. Der Steuerschlüffel ist nach dem neuen Gesetz also einheitlich und gleich sowohl in den großen Städten wie auch in den kleinen. Da« war bisher nicht so. Nach dem in der Woiwodina in Geltung stehenden alten ung. Gesetzartiiel VI. vom Jahre 1909 war der Steuerschlüfsel in den großen Städten höher al« in den Octschasten und zwar machte er in der Landeshauptstadt 16 Prozent au«, i« de» Gemeinden mit mehr all 15.000 Einwohner 14 Prozent, in Gem-inden mit mehr al« 1000, aber weniger al« 15.000 En wohner 11 Prozent, und in Gemeinden. welche nicht mehr al« 1000 Einwohner haben, 9 Prozent auS. Bei nichtdermieteten Gebäuden, welche sich in Dörfern od«r ans städtische» Salasche» befinden, «in ganz seltener Leckerbissen find die VenuSmuscheln, die ste sofort nach der Erlegung auS dem Mäzen deS WalrcsseS herausnehmen. Wa« System ist, wissen fi- nicht. Si« kennen kein« regelmäßigen Mahlzeiten und keine bestimmte Schlafenszeit. Wenn ste Hunger haben, essen ste ge-frorne« Fletsch; wenn ste schlZfrtg find, gehen ste zu Bett, niemals eher. Jh habe es erlebt daß ste 48 Stunden hintereinander aus waren, ohne Schlafbedürfnis zu empfinden. Die Religion der PolareSkimo« beruht aus Furcht und Aberglauben. Sie glauben an einen gütigen Soll, aber bitten nie um Hilfe, da er seine Hilfe ohnewetterS gewährt. Sie beschränken fich darauf die bösen Geister zu beschwören, die sehr mächtig sind. Atmählich be-ginnen ste allerdings, ihre eigene Rligio.i zu verlassen und stch dem Christengott zuzuwenden, «der auch dann bleiben fie dabei, etwa die JigdaaSrüstung eiiuS V r. storbenen ;u zerbrechen, um di- Geister frei zu michtn, damit st: ihn auf seiner Reise in die andere Welt be gleiten. Manchmal erwürgen ste auch fein Handegcspann. damit er stch in jener Welt schneller fortbewegen kann. All seine p-riönltch- Habe, di- .getZiet" werden t», wird ihm aufs G ab gelegt. Die andere W.lt b.st ht auS zwei Regionen, einer oberen und eiser unteren: merkwürdigerweise gilt die untere für erstrebenswerter, weil ste wärmer ist — alle wollen to.thin komm:». Zu den ESkimoS gehören die S Siländer, sowie die B-vSllerung der ganzen Nordk>Ne deS am'.rikmischen Festlandes bi» zum Eismeer. falls dies« Gibäude^Lindwirte» oder Dienstpersonen al» Wohnung dienen, und bei Gebäuden in Jadu-striekolonien, welch! alS Arbeiterwohnnng benützt werden, wird im neuen Gesetze die Zahl der Zi«««r als SteuerbasiS angenommen und maa hat bei solchen Wohnungen sür jeden Wohnraum 20 Dinar jährlich Steuer zu bezahlen. Unter diese Art der Besteuerung fallen aber «ur solche Bauernhäuser, in denen sich nicht mehr al« fünf Z mmer befinden, bezw. in Arbeiterkolonien nur solche Wohnungen, welch: au» nicht mehr al» zwei Z mmern bestehen. Al» Zimmer wird jeder Raum angesehen, welcher ,um Wohnen geeignet ist. Der oben erwähnten Besteuerungiart nach der Zahl der Z mmer ähnelt unsere bisherige HauSklasiensteuer, welche ebensall» auf den zitierten ung. Gesetzartikel IV. vom Zahre 1909 begründet ist. Auch bei der HauSklafiensteuer war »ie Be-steuerung nach der Zahl der Zimmer erfolgt uvd man hatte im Sinne de» alte» Gesetzes in der nie« dersten Kategorie z. V. für eine einzimmerige Wohnung 1 50 K für «in« zweizimmerig« 4 K für eine dreizimmerig« 8 K, sür eine vier- bi» fünf» zimmerig« 16 K usw. zu bezahlen gehabt. Der Steuerschlüssel war also nicht wie j-tzt, wo er für jede» Z'«mer einfach 20 Denar ausmacht, einheitlich, luüdern er war bei der Hiuiklasiensteuer stufen« weise und zu« Teil progressiv g'staffelt. Der Motivenberich" zur vorliegend«» neuen Ge« setzvorlage führt für die letztangeführte neue Art der Besteuerung voa Häusern in Töcsern alS Grund an, daß «an durch gleichmäßige Besteuerung nach der Zahl der Zi«mer daS BestmerungSsyftem der Häuser erleichtert, da sonst zu großen Schwierig, leiten mit der richtigen Einschätzung deS zu berechnenden oder zu erwarlenden Mietzinse» zu be» wältigen wären. Die Steuer voa 20 Dirar pro Zimmer kommt nach den B hauptuugeu de» Mo> tivenberichteS bei Berücksichtigung deS sestgesetzte» Steuerschlüfsel» voa 20 Prozent, wie ti-ser bei verzinsten Häusern vorgesehen ist, einer Jahre»«iete vo» 100 Dinar p'o Zimmer gleich, wa» nach de» Behauptungen de» Moiivenberichtes al» eine milde Besteuerung und absichtliche Begünstigung dieser Landwirte- und Arbeiterwohnunge» geplant ist und angesehen werden soll. vollko««en steuerfrei werden nach dem neuen Gesetze solche Landwirtehäuser in den Dörfer» sei», welche überhavp' nicht vermietet werden und nur solche» Landwirte» zur Wohnung dienen, di« «in derart unbedtutend«» Iah es einkommen habe», daß die Gisamtstennbafi» hinsichtlich ihre» Gei'amljahre«-einkommen« da» Au»maß voa 4800 D nar nicht überschrrittt. vesreiu»g »on der Zahlung der Gebäudesteuern genieße» im neuen Gesetz noch sämtliche S^aat»-gebäude, G-bände der autonome» Körperschaften, Gebäude ausländischer Staate», wenn fie zur Unter-bringung der Konsulate usw. dienen; Krchen, Spi-täler, Gebäude, welche kulturellen Zwecken und ge-meinnützigen Zielen dienen; Fabriken und andere industrielle Bauwerke, Oekonomien, Gebäude, welche Zwecken der Flußregulierung dienen, Gbäade. welche vo« Militär requiriert find, in Zeiten der Not ausgerichtete provisorisch: Baute». Mausoleen und Gebäude, welchen durch besondere Gesetz« Steuer-frtihrit gewährt ist. Die erwähnten Steuerbefreiungen gelte» i» diese» Fällen auch sür alle Zuschläge. I, der Gesetzvorlage ist noch die Besti««ung vorgesehen, daß den N »bauten vorübergehend Steuer« besreinng gewährt wird und zwar ebenerdigen Gebäuden aus die Dauer von süif J ihren, einstöckigen für zehn Jahre, zweistöckigen für fünfzehn und drei« oder «ehrstöckigen für zwanzig Jahre. Doch gilt dies« Steuerdesreiuag nicht auch sür Zuschläge. Di« Steuerpfl chi trifft auch bei der Gebäudefteuer wie bei der Gruadsteuer de» jeweilige» Egentümne oder denjenigen, welcher den Fruchtgenuß vo« Haufe hat oder wer e» faktisch besitzt. Schließlich enthält di« vorliegende Gesetzvorlage noch die interessante Verfügung, daß ei» Hausherr, welcher im Steuereiobekenntni» al» Mietziv» eine geringere al» die tatsächlich vereinbarte Summe angegeben hat, diese Differenz, wenn ver Mieter ste nicht zahlen will, nicht einmal gerich lich von ihti einklagen ton»! Ec wird auch wegen Sieuerunler« schlagung bestraft und außer zur Zihlung der ge-seemäßigen Steuer noch zur Zihluag der vier- bi» achtfachen Strassumme, um welche der Staat ver« kürzt war, verurteilt. Auch ist in der Gesetzvorlage vorgesehen, daß alle Veränderungen, welche aus di« Sieuerpsichl von Ewfllß sind, vo» Sleuerver-pfl ch t'.en bianrn 30 Tagen der zuständigen Steuer-behöbe anzumelden sind. Wenn die» nicht geschieht, so find auch dasür Strafen vorgesehen. Ein Mieter verliert unter anderem durch das neue ^ euergesetz N immer 52 alle Rechte, welche >h« »cS bestehende Wohnung«» ges«tz g'b», fall« er auf ©tfcagen der Steueibehö de unrchnge Angaben über tie Höhe bei MetzinseS usw. machn _ Politische Rundschau. Inland« Pte slowenische H»juna aufgeköst. Der Ljubljaraer „Elovki'c'' berichtet au« B.o-grab: Die blutigen Ereignisse, bie fit am Montag in Ljatljana ab'pielten, hrben auf die h esige O ffeni-lichkeit einen äußerst peinlichen Eindrick gemach'. Sicher ist. daß diese Ettigvisse Ljubijana und de» sloweni'che» Volke keitie«sall« ruhe» können, be» sonderS deswegen > ich», weil gleichzetig GJfie aus Serbien in Ljublana weilten, um stch die Muster« messe anzusehen. Darunter war auch eine größere Zahl serbischer Pvlamentarier. die ncch ihrer Heimkehr rech B'vziad Lfs nil ch h er Elbitterung über die Anstifter dieser unliebsam?,, blutigen Ereignisse, deren Folge nur di« sein wird, daß dte Fremden u» Ljublana einen noch weiteren U»weg machen weide» al« t «her, AuSdirck bnliehe?. Ueber diese Gklch'hnisse kann auch die Regierung selbst nicht Hivweg. Der Innenminister verlangte nach den ersten Nachrichten ergehende Strich!« vom Ober-gespa». ES belichteten ihm auch einige rab fult Abgeordnete, die fich cm Beitttag in Ljubljava aufae» halten hatte». Aus der heungen S tzung de« Mi nisterrali« (am 30. Juri) erstattete der J>ven»i> niftec der Re^iervnz einen detaillierte» Stricht üb>r den Verlaus und die Berursacher diese« unliebsamen FilliS worauf der M-risterrat besch'oß: 1. daß die Organisationen der Orjuna im Bereich de« Ljubljanaer Ausschusse« sofort ausgelöst werden. 2 daß die Orjuna im gan,en Staat« eolwassnet werde. Ja diesem Sinne gab der Miuisterrat dem Innenminister die entsprechen»«« Leitfäden urd freie Hände, dam-.t er im Wege der Polizeibehörden, der Obergespäne und der ihm untergeordneten Organe dafür sorge, daß di« Beschlüsse bt« Ministen aieS strikt« Vttchysührt wer ev. Vertagung d.r Nationalvcrsummlung. Die Nationalversammlung wurde »ach de? Sitzung, in wilchcr si« roch die Aenterur g te« § 89 des F!nai>zaes>tz-«. Ar-Sdehrurg der Auloiomi« ver Beograder Uaiversttät aus die Zrgreter, angenommen Halle, unnwartet ous urbestimmse Zeit vertagt urd in die Ferien gesch tf\ Diese Vertagung der Nitioval-versa»» ung hat da ste ganz überraschend kam, in allen pol'ti chen Kreisen da» größte Auiiehen hervir» gerulen und >« wurde sosort nach d«n G üuden, die die Regierung dazu vtravlaßien, gesrag'. Diese stod iu den Berhilmissen in der Regiervng selbst zu suchen, die ein weitere« Arbeiten der Nationalversammlung nicht tunlich erschein«« lasser. Der eigenil che Grund aber, wethalb die Vertagung der Naiionalverscmm lung erfolg!«, liegt daiio, daß Pcso, wie e« heißt, der Regierung die Botschaft übermitteln ließ, st« »ö.« di« Konventionen von Nitiuno aus d«n Herbst v«r>chiebea. Diese Bot'chast hatte am 30. Juni eine Korsererz zwischen dem M »isteipräsidente» Uzuvvv t dem Parlamentspräsidentea Triskov t und dem Vize» Präsidenten diS radikalen KlutS I! ja M hojlovic zur Folg«, aus der, wie valeuiet, die Vertagung beschloss n wurde. Abend« beschäftigt« stch d«r Mi-nisterrat mit dieser Frage, wobei derselbe Stand, punki eingenommen wurde. Der Vertagung der Na-tionaloersam»lung komm«, wie au« dtz, Wcfse»ges>tz, Konventionen von Netturo usw. zu erlediger. Wäh-rend der Ferien sollen di« AuSschüss« arteten. Ausland. Z>ie ImstenaSfindung in Deutschland. Der Rechi«au«schuß de« R-ichStag'S hat SamS-tag da« getan >e Ges'tz über die Fürsienalfindung Cillier Zeitung mit eis gegen drei Summe» angenommen. I» der Schlußabst'.mmuuz enthielten sich die Deulschnationalen urd di« Eozialdeaokratru der Stimmenabgabe. Reich»« kaszler Dr. Marx gab noch einmal dem Wunsche der Regierung Ausdruck, da« Gesetz roch vor dem 4. Juli, a» welchem Tag der Reichstag in die Fe. rien geh«» soll, erledigt zu sehen. Es würde gegen da« Interesse de« gesamten Staate« ve>stoßen und auch die Ruhe de« Volke« stören, wenn da« Gesctz »icht schleunigst zur Verabschi'dung käme. Aus Stadt und Land Blutiger Veitstag in Ljubljana. Ueber di« om 23 Juni in Ljubljina voraekommenen blutigen Zusamweastiige zwischen der O juna urd d r staatlichen Polizei berichtet da« Ljubljanaer Tag» blalt „Zlcvevlc'. dessen Darstellui-g di« relativ verläßlichste s i« könnte, w«»i^stir« betont de« Blatt ausdrücklich, daß sie au« ganz urparietischeu und vollkommea objektiver! Quellen herstamme, u. a. nach-folgende?: Die Oljana stiert« d«u Bitovdan mit der Anlrinxuvg «in»r Gtdenktasel in Trbov!je und einer Fahnenevthüllung in St. Peter ta Ljubljana. Die H^uptseierlichkeit savd i» Trbovlje statt. Dort-hin wurden all« O javascheu au« dem Staat zu» sammengezogen. Dort kam e« zu keine» Zwischen-fällen dank der Dikziplin der Arbeiterschaft, »ie sich an tiefe» Tage aus Trbiv'je entfernte und die Orjavafeier tpnoritrte, obwohl di« O-juna..Aktion«-trvppeu" mit KiiegSauilüstung, mit Stahlhelmen und R volvern mitgebracht hatte. Daß t« zu Zwischen« fäll n hätte kommen können, dissen war sich auch de staatliche Behörde bewußt, daher waren in Trbov je a» Bi^ovian 150 tiS ans die Zäh»« bewcffi«!« Gendarmen konzentrier'. In Ljub jzna waren a« Pivzram» die Fahnenenthüllung, ver Durchmarsch durch di« Stadt und «in« Ualerhalturg. U« die erforderliche polizeiliche Bewilligung hatt« die O>juna St. Peter-Vodmat gebeten. Die B:hörde bewilligte alle«, nur bkchglich de« Umzirge« setz!« sie au«drück. lich fest, daß der Zug nicht durch die PrrSirriova und Selenburgova ul ci gehen dü-fe, sondern sich vom Martjin trg in di« MlklrS ceva uvd voa dort durch di« KomerSkega cesia nach S'. P?t«r bewegen »üste. Die L«itung d«r Orjuna hirlt sich aber vicht an die gtnau festg«s'tzt«n Straßen, w!»halb t? unter den gegebenen Umständen zu einem «rnstl'chen Kon-fl'k» mit dir SkcatSbihöid« ko»meu mußte. Um 2 Uhr nachmittag« kamen die Oijanaschen au« Dbovlje av. Zugöweise »arschi,r>en sie vom Bahnhos durch die M.k os i.va c sta über den Marierplatz gegen die St. Peterikaser»?, wo fie ihr Havp'q-rartier hatte». E« waren ihrer i» U»isorm gegen 500 Man» mit 25 Fohae». Die f»genan»te Sturmkompagoie war mit Revolvern und Stahlhelmen ausgerüstet. Schon am Bahnhof« hatt« der diensthabend« Polizei« kv»m ssär vtrschiedtn« Funkiiorär« der Leitung der Orjuna oufgisoider», sie »ige» die erlaubten Straßen genau einhalten. Er bekam die Z^sicherurg, daß da« genau geschehen werte. Nich Enthüllung der Fahne in St. Peter marschierten die O'janaschen durch di« Siad». Bevor si« abmarschierten, machte sie ei» Polizeiorgan rcchmal« dararf aufmerksam, daß die vorgeschriebenen Straßen einzuhalten seien uvd daß st« mcht durch die Eeleuburg- oder Presern« gasse vor da« italienische Konsulat ziehe» dürfen. Die Oijunaschen aber zogen auS der Kaserne durch die Poljavastraße aus den Stadtplvtz und über de» Marrenplotz und, statt in di« M:kloSii va ulica «in« zubiegen, zogen sie link« in die Wvlsova ulica uvd über den Kongreßplotz in die Selenburgova ulic». Dort stießen sie aus die Poliziikordone. Dr. Levntii, der Obmann der Oijuna, und Jng. Kranjc ver» suchten aus jede Weise, den Kommaniavten der Polizei zu überred«n, den Zug durch di« Stlea-bur^ova ulica zur Kraljeva ul ca durchzulassen. Aber die Polizei hatt« strikten Besihl uod lehnte jede Atändnuog ab; fie berief sich aus de» Besehl de« Jave»minister«. Dr. Ljuba Leon» ö sah die Unheilbarkeit der Forderungen der Orjuna ein uvd vcch halbsündiger Streiterei gab er den Befehl zu» Röckzrg. Unter Protesten gege» die Polizei und Rufen gege» Italien marschierte »er Zug über den Ko»greßp!otz, GospoSka ulica, Marksov »rg, Jakobs» brücke, Alten Platz. Stadtplatz uvd Pvljanastraße zurück zur St. Peiertkaserne, wo d!« Unterhaltung begann. Sofort ncch dem Abtreten brach aber u»»rr de« Orjuvaschen Unzufriedenheit uvd Aufsässigkeit gegen die Leitung au«, welche sich, wie sie sagte», von «in psar Polizisten hab« trrrorisieren und vo« der Diuioapratioi» vor dem italienisch«» Konsulat in der Selenburgova ul ca habe abhalten lassen. Ein Ansithrer der Oijuna sammelte «int Sturmtlupp« vvn 120 War.n mit Stahlh«l»tn, Slöck,» und Re- Seite.3 Jchich^v «^iWäscKe ^cfioruy/L^ Einweichen mit FRAUENLOB, erauswaschen mit SCHICHTSEIF& volvern. di« den Angr fs auch turchsührteo. Diese Akiior.Slrupp! »ar'ch erte ia die Stad», um. wie sich die Teilnehmer ausdrückten, die „Schande di« ersten RLck^ugeS atzuwaschen". Eine Polizeiwache von 40 Mann unter Befehl deS Jnsp-kior« Butkov c war ,m Hof der Havp post in Bereitschaft. Die iLach« leu»« waren mit Gumm knütteln und Dlerstpistolill dtw^ssn-.l. D«f« Wache trat sofort in dtr Ptiärr» rova ul ca aus. uvd zwar in der Höh« de« Geschäfte« „Bata". Der Kommandant der W^che. Buikov.i, forderte di« O janaschen aus. fich sofort zu entfernen und der B!hörde zu geho!ch:n. Als Antwort «vt» wicktlltn fich die O juvalcheu in «ogiifftfoimalio?. D-Shalb kam e« zum Zwischenfall, wobei fich die Polizei gegen den versuch, den Kordon zu durch» brechen, mit Gammikaütteln, ihre Kommandanten aber mit SÄbelu wehrten. ES entstand ein Gedränge und Hm« und Herwozen. Danu fiel von der linke» Seite — d. t. gezevübtr der Post — der erste Sch jß und zwar, wie festgestellt, au« den R-ihe» der Orjuna. Die Oijueaschen gaben «och einen Schuß ab, dann aber schoß ein Polizist, und zwar in die Lust. Na» trompetete der Hornist der O juna da« Signal »um Angriff. Sosort begannen die O»juvasch:n häusiger zu sch-eßen. Die Wache antwortete »it einigen Schüssen in die Last. E« solgte ein zweite« Signal zum Angriff (»Sturm!" riefen die Oijanaschen). E« entstand eine allgemeine Schießerei. Nich kurzem Geknatter, Geschrei, liefen die Orjunaschea ia wilder Flucht gegen den Marienplotz. wo sie sich zerstreuten und ia alle» Winkeln verstickien. Eiaige flächte!«» sogar in di« FranztSkan«rk>rche, einig« Flüch'.liage mit Stahlhelmen sand man sogar im öff'.nilicheu Abort« aus dem Marierplatz. Bei der Sch!eßer«i wuid«n verwundet der Polizeitusp.klvr Gnzinli der i» dea rechte» Oberschtrkel getroffen wurde. Boa ihm sprach man auch, daß er ihm Spital gestorben fei, wa« aber vicht wahr ist. Der Oberwachmann Franz Hnmar empfing di« gefährlichste Wände; die Kugel durchschlug da« Gelenk de« rechten Bunt«; e« wird eine Oj>:tat'on notwendig sein, wobei aber noch die Gesahr der Bergisiung droht. Der Ober» Wachmann Si»on Hleb c bekam einen Schuß in die Wade; er wurde in die häusliche Pflege entlassen. Bon den Oij^ncschen ist eine größere Anzahl ver» wundet. Zumeist bekamen ste leichtere Oaetschungen. Sie versteckien sich und flüchteten in privat« Pflege. Bloß fünf wmden in« L'vniSöe, einer in« Spital überführt. Unter den fchwerer Verwundeten befinden sich DuSan Pirc, Sohn de« Bürgermeister« von Krarj. un» »»ton Tipin au« Bit. Der erstere be-kam «inen Schuß in« G-stchr, der andere in den Oberschenkel. Den Berwundeteu bot am Kampsort« die erste H:lse Dr. Jamar. Die Orjunaschen zogen fich in allgemeiner Unordnung zurück und flüchteten. Einige schössen noch fliehend nur so über die Schulter und unter dem Arm zurück. U» halb 9 Uhr hob die Po izei die Unterhaltung der O.juna aus und veranstaltet« die erste Untersuchung. Die zweite Unte» suchung fand um 3 Uhr morgen« statt und da fand «an bei der Oijura «ihr Waffen, Messer, Revolver und Pistolen. E« wurde» 63 Orjunaschen verhastet und iu den Kerker eingeliefert. Nach dem Verhör wurden 44 wieder au«gtlasitn, 24 biiebtn im Polizeiarrest zurück. Die Siurmkompagvie sühne R eja au« Maribcr an. R-ja ist der Kommandant der Kre!«oijuna in Maribor. Indirekt verursachte da« Wüten der Oijuna den Tod der Frau Jos'fi.ielasiin. — Ei» Teil der Presse glaub! jedoch uicht an diese Nachrichten, soadern b«« Haupte», daß Herr Pas ( im G genteil vollkommen gesund sei. Evangelisch« SenloratStagung «m Svantag, dem 4. I tli, wird Maribor unter Borsitz der Herren Senior Joh. Baron und Senio> ratikurator Jng.'H. Reiser die diesjährige Seniorai«-tagung der evingelischeu Gemiiadrn in Slowenien statisiiden. Der Tagung wird um 10 Uhr vormittag« «ia FestgotleSdienst in der CzristaSkirche vorangehen, wobei H:rr B.kar F.itz Roh: die F'stp edigt halt«« wird und de? kirchliche Jageudchor au« S'. I j zwei Chöre zu fingen gedenkt. — U» 11 Uhr vormittag« findet im Gemeindtsaal (Pfarrhau«) die offizielle Tagung statt. Für halb 3 Uhr nachmittags Ist die GcüvdungSv'rsamlung deS behördlich ge« »ehrnigten »Allgemein Protestantische« HilsivereineS" anberaumt, der fich um 3 Uhr nachmittags an der kirchlichen Schlußfeier anschließen wird, wobei Herr Prof. Dr. Koch auS Wien «inen Bortrag über „Die Evangelischen und ihre ftorch' unter der Bolsche-wikenherrfchaft in Rußland" zu halten gedenk?. Di? Feter schmücken auch zwei Liedervorträj« de« Jagend chore« au« S!. J!j GcündungSversarnmlung und Schlußfeier finden in der Eiristaikirche statt. D.e GlaubevSgenosien find zu dieser GevioratSfeur, ia«» besonder« aber zur SiündungSversammlung und zu der darauffolgenden Schlußfeier herzlichst eiogelade». Evangelische Gemeinde. Sonntag, dem 4. Juli, fallen die Gottesdienste in E lli au«, da in Marburg die diesjährige S«nioratS«agung und zu-gleich da« Gründungsfest d«S „Piotestautischkirchlicheo HilsSvereineS in Slow:ni«»" staiifindtn wird. Evangelische» au« Ljubljana. Der bisherige evangelische Pfarrer au« Ljabljana, Herr Herbert Lange, hat am 23. Juni seine Gemeinde verlafsen, um einem Ruf« nach »em Deutschen Reiche (LeiSnig in Sachse«) Folge zu leisten. Die Stjmp,» thien, di« er fich während seiner fünfjährige« Wirk-samkeit erworben hatte, kamen «och am Bahnhöfe zum Ausdruck, wo sich außer feinen Gemeindemit-gliedern auch katholijche und orthodoxe Freunde zum Abschied« versammelt hatten. Zu seinem Nachsolger wurde am 23. Jani nahezu einstimmig H?rr Pfarrer Michael Becker au« Neu-Schvwe in der Batschka erwählt. Im Monat September wird «r sem Amt übernehmen. Todesfall. In Graz entschlief am 28. Juni der Mitches der Firma Martinz & Strauß i« Ma« ribor, Herr Rembert Martin,, im hoh?n Älter voa 80 Jahren. Die Leiche wurde zur Einäscherung nach Wien überführt. Der verewigte ist langjährige» Mitglied de« Marburger Männergesangv.-reine« und stet« ein ausrechter deutscher Man» gewesen. Todesfall. Ja Maribor ist am 26 Jani der Kaufmann und Hau-besttzer H rr Joses Ullaga im Alter vo« 69 Jahren gestorben. Todesfall. Ja LeiterSbrrg bei Maribor v?r. schied am DitnStag, dem 29 Juni, H-rr Aaaast Hltti, L»ndwirt, im Alter voa 43 Jchr-». Der verblichene hinterläßt eine Wuw« und sechs unv-r-sorgte Kmder. Sein LnchevbegängniS fand am Donnerstag, dem 1. Juli, nach dem Friedhof i« Poberich u,ter zahlreicher Beteiligung statt. Tod««sall Jr Mariboc v:rich>ed am Mon tag, dem 23. Juni. Frau Maria Slepischaegg. Die Leich? wurde zur Beisetzuug nach SlovinSla Bistr c i überführt. Todesfall. Ji «rc vje ist Frl. Gcete matter i« jugendlich.» Alter gestocb«r. Der Verblichenen traue»» alle, die sie kannten, schmeizlich und tiefer« schüttelt nach. Todesfall. Am 29. Jani ist in P:ag Frau E«ilie KSmeteorschwärmen in den Danstkrei« der Erdatmosphäre verursacht; so lautet eine der interessantesten Hypothesen, dir das plötz'iche Auf. treten von Gcwi!terkatastrophen erklären soll. Es ist der Wiener Ingenieur Hörbiger, der Begründer der sogenannten WelieiSlehre, der diese Aussassung mit einer Anzahl Argumenten vertritt, nach"em bereits dänische und deutsche Astronomen den Ge danken ausgesprochen hatten. Die Hypothese, daß eS EiSmeteore gebe, mußte zunächst als absurd «r-scheinen und wükte sowohl in der Meteorologie wie in der Astronomie revolutionierend. Best.hen doch die Meteoriten, die auf unseren Planeten niedergehen, meist auS Eisen, au« Nickel oder au« irgendeinem Gestein. Immerhin wußte Hörbiger die Annahme von E smeteorschwärmen, die, in unser« Erdatmosphäre «indri igend, heftige Sturmerscheinungen ver« Ursachen, recht plausibel zu machen. Die offizi:lle Wissenschaft nahm allerdings von der Lehre des Wiener Forscher« kaum Notiz, und sie gilt noch immer al« eine Art von wissenschaftlichem Kuriosum. Dte Freiwillige Feuerwehr Celje er« probt derz«it ein von der Firma Rosenbaaer in Lmz hieher überstelltes Auto-Löschgerät. DaS Auto dient zur Beförderung von zehn Feuerwehrmännern, Schläuchen, Steiger- und Rettungsgeräten. Der Automotor läßt sich durch einen einfachen Handgriff auf eine Motorpumpe von 700 Liter umschalten, die zwei Schlauchlinien speist. Außerdem befindet sich auf dem Gerät eine klein«, tragbare llliotorspritze mit 400 Minutenliter LeistungSfahizkei'. Auch kann an dieses Auto die große Motorspritze im Falle eine« Großseuer« angehängt und rascheft an Ort und Stelle gebracht werden. Bei der Mannigfaltigkeit diese« AutogeräteS wäre eS wünschenswert, diese« dringend notwendige Gerät zu erwerben. Nan be« sitzt die Feuerwehr in ihrem BereinSvermögen nicht ganz die Hälfte der AnschaffangSkosten. Zwar ist die Leitung mit den maßgebenden Faktoren der Gemeinde in Fühlung getreten, daß diese für den ungedeckten Teilbetrag gutstehe. Wenn die« auch gelingt, so ist eS doch unbedingt notwendig, diesen Betrag in kürzester Zeit aufzubringen. Es ergeht daher an alle, die mit Zeichnungsbögen beteilt wurden, die dringendste Bitte, diese auSzusüklea und sie an daS Kommando der Wehr einzusenden. Zu gleicher Zeit wird auch auf den am 1. August statt» findenden Feuerwehrtag hingewiesen. Hoffentlich bringen diese zwei Aktionen den gewünschten Erfolg, so daß die stets vorwärtsstrebcnde Wehr für ihre Mühe die Belohnung findet, immer, auch für den größten Ernstfall, gut ausgerüstet dazustehen. «üromrteoroloqiscke Wetteivorher-sage für Juli. Wie erinnerlich, war das Wetter im abgelaufenen Monat nicht sehr erfreulich, naß und kühl, mit wenig heißen Tagen, verlief also, wie daS Wetter in den früheren Monaten genau nach unserer Borhersagt. Eine ganz sürchterliche Be-stärigung, auf die wir unter solchen Umständen lieber verzichtet hätten, hat unsere Bor hersage gefunden, nach welcher mit Beginn deS letzten Drittels de« !v!onates Juni schwerer Regen zu erwarten war. Ab 20. Juni erschien eine Hiobspost nach der anderen in den Tageszeitungen über unheilvolle Wolkenbrüche. Ueberflutungen und Hochwasserschäden ohne Ende. Großes und begreiflich-« Jstereise er-weckt der wahrscheinliche Weltercharakter de« Sommer«. Darüber gehen die Ansichten weit auseinander, ja sie stehen zu einander sogar in direktem Gegensatze. Browne, der Vorstund der Wetterwarte zu Washington erklärt, daß nach seinen Berechnungen 192« ein ),hr ohne Sommer sein werde. Er stützt seine Voraus-sagungen besonder« auf die Beobachtung d«r Sonnen-flecken, die 19Z6 bis 1927 ein gewisse« Maximum erreichen, wodurch die Ausstrahlung der Sonne zurückgehalten wird und ein Sinken der Ecdtempe-ratur die Folge ist. Grimm, ein tüchtiger deutscher astronomischer Meteorologe, dagegen v«rspricht sich einen günstig«» Sommer, warm und feucht, bezeichnet die beidtn sür de» Sommer hauptsächlich i» Betracht kommend«» Monat« Juli und August al« echte Sommermonate mit hoher D»rchschnitt«tem. peratur. Astrometeorologifch liegr» nach u»fere» Feststellungen ebenfalls gegensätzliche Anzeichen vor. Stark aitSgesprochen sind die Anzeichen, die aus eine» warmen Sommer schließen lasse«. Die Gegenkräfte sind bei weitem nicht in gleicher Stärke zu erkennen, weshalb astrometeorologifch eher aus einen warmen als aus keinen Sommer geschlossen werden kann. Voraussage für Juli: Sommerlich schön, mit heftigen Gewittern. Viel Hagel! Im besonderen sei aus die Vorhersage ausmerksam gemacht, die wir im April dieses Jahres stellt«», wonach um die Zeit des 23. Jali schlechte«, regnerisches und kühles Wetter, das einig« Tage anhalten dürste, vorausgesagt wurde. Auch der Schluß des Monates dürste Abkühlung bringen. Im allgemeinen ein Verhältnis-mäßig günstiger Urlaubsmonat. Späturlaubkr haben keinen Grund, neidisch zu sein, es werden auch sür sie noch günstige Zciten kommen. Jos. Sch^ssier, Oberrvölz. R'chtigstellung. In unserer Folge vom 17. I >»» l. I. brachten wir «in« Notiz, rn der wir auSiüh'ten, daß die sür di« Zeit vom 23. Jani bi« 4. Jali in Aussicht geromm«,:« Jitrrnattonal« A!p«n» fahr«, w'lche der österreichische und unser Automobil-klub vera stallen rrolttv, ebgefetzt vurd«. An dies« Nummer 52 Cilli er Zeitung «eile 5 Notiz knüpften wir infolge irriger Information ei»« Vermutung, die fich al« »icht zutreffead erwieS. Wie wir von maßgebender Seite hören, stellten fich u»» erwarteter Weise hauptsächlich bei den in Beirach! ko»me»deu Automobilst:«en so große technische Hindernisse in den Weg. daß diesmal nur aus eine schwache Beteiligung an der Fahrt hätte gerechnet werben »anen, während im nächsten Jahre sür eine Alp »fahrt voa allen Seiten rege» Interesse bekundet wurde. Au» diesem Grunde entschlossen fich dte beiden Automobilklub«, die Alpeafahrt aus der gleiche» Streck«, wie Heu r geplant, nächstes Jahr zur Durch, führung zu bringen. Vermählung. I» Berl>»-Lankw tz favd die Vermählung de« Hin» Dr. Friedrich Lmge mit Frl. Agne» Ränaedjerg statt. slowenische Faschisten. Au« Maribor wird uvS berichtet: Die slowenischen Fasch'steu, die sich am Sonntag, de» 20. Jini, i» Uiifor» ge-worsen halten, übnsi.len ia der Nacht vo» 20 aus den 21. die Marburger Eifenbahnermufikkapelle, die mit dem Zig u« 22 Uhr 55 Miauten au» P uj von dem Erseubahveraufmarsch nach Maribor zurückfuhr. Die Eisenbahner wurden mißhandelt und die »il schweren Opfern erworbenen Musikinstrumente zerstört; e« ist nicht bekannt, ob einer der «»greiser verhaftet worden wäre. Um 2 Uhr Nachts entstand zwischen den Faschist«! und den Deutschen vor dem «ufftehau« Bristol in der Vrtrinjiika ul ci eine Rauferei, in deren B-rlauf« einige Verhaftungen vorgenommen wurde«. Den Höhepunkt ihrer Kultur zeigten diese Faschisten, alS fie ia derselben Nacht m Maribor in der Go'poika ul'ca an der Auf. fchrifttafel de« GefchäslShause« Rrpert Jeglitsch die Buchstaben „tsch" mit Wagenschmiere überstrichen und dem Tischlermeister Löschuig an der Ecke Tru> barj va ul?ea beide Taseln mit Wag-uschmiere ganz verschmierten. Man kaun aus so'che Kulturträger stolz sein I Etu« stürmische Volksversammlung. Am Abend de« 24. Juni fund im GamdrinuS^arten in Maübor eine voa den Sozialisteu einberufene Volksversammlung statt, die ia eme Prügelei auSge artet wäre, wenn die umstchtige Polizei richt recht zeitig eivgegriffeu hätte. Die Versammlung, die so gut besucht war, daß im großen Garten da» letz'e Plätzchen besetzt war, wurde vcm sozialistischen Ge-«einverat Petejan er öffnet, der die Anwesenden begrüßte und erklärte, daß diese Versammlung den Zweck habe, gegen die Bolverteurer, Meler schütz-feinde und gegen die Korruption zu p olestieren. Hierauf ergriff de: Schriflleiler Erj-n daS Wort, der in lanzer Rede u. a. b-sonderS hervorhob, daß das Woh"ung«gesetz. da« auf eia Jihr v:rläng«rt wurde, wohl abgeändert wird, daß aber die Mieter nach de» neuen Woh»ungSgesetz nicht den 24°sachen, sondern den 43 sachen FciedenSmieterzinS werden be zahlen müssen. Mit äußerst scharsea Worten pole-stierle er gegen die Brolverteuerung und gegen die immer »ehr um stch greifende Korruption. Ei ereignete sich während seiner ganzen in slowenischer Sprache gehaltenen Rede kein Zw.scheusall; al« aber der Sozialist P Hatt dasselbe iu deutscher Sprache vorbringen wollie, schien die Fasch sten, die in tunlich großer Anzahl erschienen wäre», und stießen Rufe aus „Z vela O'juval' E« entstand ein Tumult und eine Streiterei zwischen de» Faschisten and So-zialisten und es wäie zu einer er »ste» Schlägerei geko««e», weni die letzteren nicht nachgegeben hätten und wenn nicht 14 Wachmänner in einem Nu an Ort und Stelle erschienen wäre» und die vielen Ordner rich> »echizeilig eingegriffen hätte». Pelikan setzte seine Rede in deutscher Sprache fort, »ußte jedoch dieselbe wegen großen LärmS dreimal unter-brechen. Zu» Schlüsse seiner Rede kritisierte er in scharfe» Worten da« Vorgehen der Faschisten, no aus sich Peteja» erhob und sagte: Wir verlange» Freiheit und Gleichberechiifluag. Die Faschisten werde» voa Kapitalisten bezahl«. Damit sie gegen die Arbeiter, gegen die Proletarier auftreten. Unsere Pflicht ist ei, daß wir derjenige» Arbeiter», die Slowenisch nicht verstehen, in deutscher Sprache erkläre», worum wir kämpsen. Schadens«»,r in Maribor. Am DonuerS tag abends u» 7 Uhr entstand im Holz« und Futter-m t elma^az'n drS Herr» Anton Bi,gm:y r auf der Alekjandrooa c sta 71 in Maribor ein Brand. I» wenige» Miauten war die garze Holjbaracke, in welcher sich die Kanzlei und eir.c Bittterniederlaze befanden, ia h'llcn Flammen. Zum Glück war in-folge d-S anhaltenden RrgenS auf ven Dächern der benachbarten Gebäude soviel Feuchtigkeit, daß da« Feuer s'cht ra'ch weitergreifen konnte. Auf dem Brandpktz erschien sofort die Feuerwehr voa Maribor mit 4 Spritzen und kurz nachher aich die Feuerwehren auS Studevcl und Pobrehse. Da« Feuer wurve rasch gelö'cht; trotzt» v.-rbraante ein großer Teil de« Magazin«! der Schade» ist beträchtlich. Bei den RettungSarbeiten, die »it wunderbarer Exaktheit durchgeführt wurden, erlitt da« Mitglied !>er Marburger F-uerwehr Herr Bernhard schwere Brandwunden im Gesicht. Niesenbrand in Apaee b,i Ptuj. Vergangenen Montag um zirka 12 Uhr mittags wurde die Freiwillige Feuerwehr Ptuj durch die Bahnstation telephonisch zu einem großen Brand in Apate bei Ptuj alarmiert. Err Löschzug der Wehr unter dem Kommando des Herrn Hauplmannes Steudte sen. rückte sosort nach der Brandstätte aus. Bei der Ankunft am Brandplatze stand schon fast daS ganze Dorf in hellen Flammen. Die Brand-statte glich einem großen Flammenmeere. Die Löscharbeiten waren daher auch mit kolossalen Schwierig» keilen verbunden und blieben lediglich aus die Lokalisierung des Brandes beschränkt, da infolge dcS starken Windes große Gefahr bestand, daß der Brand auch daS benachbarte Dorf ergreifen könnte. Da der Brand trotz seiner Ausdehnung in Maribor nicht gesichtet wurde, mußte die dortige Feuerwehr erst von Ptuj aus um Hilfe gerufen werden. Um zirka 15 Uhr traf dann die Marburger Feuerwehr unter dem Kommando deS Herrn WehrhaupimanneS HanS Voller auf der Brandstätte ein. Von de» Land-seuerwehren waren erschienen: die Wehren von Hajdina, Sv. Vid, Gv. Lovrenc, Strnisce und C'rkovce. Nach übermenschlicher Arbeit gelang eS dem fyyematifchen Zasammc.iarbeiten der Wehren, in den vorgeschrittenen Nachmittagsstunden den Brand soweit zu lokalisieren, daß keine weitere Gefahr sür die NachbarSdörser mehr bestand. Um zirka 6 Uhr abends konnten die Stadtwehren von Maribor und Ptuj wieder einrücken. Der durch den Brand ver-ursachte Schaden ist ungeheuer. 27 Besitzer verloren sast ihr ganzes Hab und Gut. 69 Objekte wurden total eingeäschert. Die geschädigten Besitzer sind nur ganz unwesentlich versichert. Eine alsbaldige staat» liche Hilfe erschiene dringend geboten. Di« Grafen von Eilli waren Slowenen? In »er Besprechung eines Marburger Vortrage« de« Herr» Dr. Aalon Novacm über die Grasen von (X lli leistet sich der Murburger „Tabor" nachfolgende „Feststellung* : An Stelle der Einschätzung des Vortrage» ia anderer Beziehung beschränken wir unS aus de» große» W-rt des Vortrage» in nationaler B-ziehung, weil eS Dr. Novei»» verstand, unsere „C'ljiae* al« slowenische» Dy,astensta»m vo zuführen, der auf slowenischem Boden und mit Hilfe de« slowenisch:» Bau ra den versuch machte, eine eigene Slaallichkert zu besestigen, was ihm jedoch nicht gelang, weil Ulrich als Opfer der Heimtücke der Magyaren und Habsburger si.l, die sich deö Eig-ntum« der C llier bemächtigten. — Historiker?! Geschäftslokalkündigung. Danach dem aeuen Mieterschutzgefetze Kündigungen vo» Geschäft«-lokalen — namentlich zum Eigenbedarf — zulässig siab und auS diesen Gründen auch wiederholt Häuser erworben «erden, um eben in den B sitz eine« Ge-schäslSlokale« zu gelangen, so kommen fast täglich derartige Kündigung'.» vor. Wehe aber, wenn diese Kündigung voa emem Hmiherrn, der zusällig ein Deutscher ist, vorgenommen n>irs. Da wird sofort vo» Bersolgung der Slowenen, von deutscher Frechheit uvd Anmaßung gesprochen und alle H:bri t» Bewegung gesetzt um diesen Hausherr» zu schädige». Wir könne» mit ruhigem Gewisse» feststellen, daß nicht ein einziger deutscher Hausherr aut rationalistischen (Stünden eine Kündigung vorgenommen hat; die gegenteilige Behauptung ist ein Pha»tasiegedtld« von L'Uten, die allerdings diesen G undkätzeu selbst huldigen. So hat die Hiuibesitz-rin Sch. ia der Herrengasse in Manbor eine Mietzirssteizerung vorgenommen, di« der G.schäflSinhaber nicht annehmen wollie, sondern er zog lieber auS. Oder ein zweiter Fall. Ein deutscher Kaufmann kaufte sich ein H:u«, um dort fei» Geschäft zu huben, uud kündigre v?m dortigen Mieter. Dieser Mieter kaust daS Hau« der „T'govSka banka" u^d kündigt gleich-fall« dem dortigen Meter. Da« wird al« selbstverständlich hingenommen und als ratürlich-S R-chl des neuen Hausherrn betrach ct. DaS grözte B»-brechen jedoch ist eS, daß der deutsche HuuSherr eS gewagt h'.tlt, eine Kündigung vorzu»eh«in, und der sloa-taische Pirsfewalv ist voll von Ettrüstuugi-stürmen. ist also da« alte L>ed: Für sich selbst kann man alles beanspruchiv, dem andelS'prachizen Mitbürger gebührt j'Zoch keinerlei R ch! vnd die» i» einem Rechtist aate, tu dem laut Vttsassunz niemand wegm seiner Naiio..^!rä Schaden leiden sollt'. Das Kaffeehau» .Nathau»" (Käser) i» Maribor. ei» beliebter ZusammenkunslSort der Deutschen, wurde in der letz'en Zeit herrlich reno- ° 25-jährige« Geschäftsjubiläum. Aa» Maribor wird uns berichtet: Der hiesige Tapeziere? und D:korateur H?rr Erneft Z'lenka ha! vor karzem sei» 25 jährige» GeschästSjubiläum gefeiert. Herr Z-Iinka, der eia Marburger Bürger ist, hat während dieser Zeit sei» Geschäft bedemend vergrößert und sich sowohl als reeller Geschäftsmann al« auch al« P ivaimavu sehr beliebt gemacht. Herr Z-lenka^d er auch Miteigentümer der bekannten Sesselfabr'k in ^lobovo bei Poljöane ist. hat vor drei Jahren iu Tezro bei Maribor eine Weberei gegründet, die er in der allerletzien Z-it gleichsallS erweitert hat. Vom Marburger Geschworenengericht. Die Resultate der diesmaligen Schwur-gerichtSverhandlungen in Maribor sind solgcndc: 7. Juni: Marie NoterSberg. KindeSmord. 3 Jahre schweren Kerker; Marie VoSinek, KindeSmord. b Monate Arrest. 8. Juni: Franz Kajie, Raub-mord au Rosenfeld. lebenslänglichen schweren Kerker; Wilhelm List, EinbruchSdiebstahl, freigesprochen. S. Juni: Franz Veronik, Vergewaltigung. 3 Jahce schweren Kerker; Max Kovai, Vergewaltigung, 4 Jahre schweren Kerker. 10. Juni: Ivan, Josef und Anna Markuzi, Mord, vertagt. 11. Juni: Wilhelm Hobachcr, Gmbic, Knez, Karlovic und Nasuzi, Zollaffäre, zu je 2 Jahre schweren Kerker; Rupp, Zollaffäre, 14 Monate sterker; Praprotiö, Zollaffäre, 6 Monate Kerker; Markovi»!, Tonöiö, -iorzut und Praznik, Zollaffäre, fteigesprochen. 14. Juni: Franz Vuk, Totschlag. S Jahre schweren Kerker; Franz eiSmarija. Mord, 3 Jahre schweren Kerker. 15. Juni: Ivan Perse, Mord. 5 Jahre schweren Kerker. 16. Juni: Jvs. Potoönik, Bank-notenfälschung, 20 Jahre schweren Kerker; Franz Rupnik, Banknotensälschung, 3 Monate Arrest; Ivan Mlakar, Banknotensälschung. 1Jahre schweren Kerker; Ivan Zupanik, Anton Lozinvek und Matija Sveniek. Banknotensälschung, freige-sprochen. 18. Juni: Ivan Peöovnik, Mord, zum Tode durch den Strang; Aloi« Verbajniek, schwere körperliche Beschädigung, und Martin Ceh, zu it 5 Jahre schweren Kerker. l9. Juni: Ivan Kampl, Raub, 10 Jahre schweren Kerker; Josef Haupt» mann und Franz RojS, Einbruchdiebstahl, vertagt. Den Jugoslawen würd« di« Weiterreise nach Chicago verboten. Wie au» Newyork gemeldet wird, haben die amerikanischen Einwan-derungSbehörden unter 77 jugoslawischen Besuchern deS Eucharistischen Kongresses in Chicago 64 die Weiterreise von EllrS Island nach Chicago verboten, trotzdem sie unter Führung von fünf Bischöfen, darunter deS Fürstbischofs Jegliö von Ljubljana, standen. Die Kontrolloehörden begründen ihr Vor-gehen damit, daß sie sich nicht die Ueberz;uzU7>^ verschaffen konnten, daß diese Pilger nur zum Zweckt der Teilnahme am Eucharistischen Kongreß nach Amerika gekommen seien; sie sind vielmehr der Meinung, daß eS sich um verkappte Einwanderer handle. DaS Vorgehen der amerikanischen Behörden hat in unserer Presse beträchtlichen Unwillen hervorgerufen. Di« Arbeitslosen. AuS Maribor wird uns geschrieben: Sehr bedauernswert ist es. daß unsere Arbeitslosen keine Arbeit finden und die Zeit auf verschiedenste Weise totschlagen müssen. Wenn sie lange Zeit keine Arbeit finden, obwohl sie trge- oder wochenlang darnach suchen, lausen sie noch Gefahr, als Pflastertreter oder Landstreicher angeklagt zu werden. Diejenigen, die etwas erspartes Gels haben, verbringen die Zeit in einem Kino, Konzert, Theater u. f. w., diejenigen aber, die über wenig oder gar keine Barmittel verfügen, besuchen am liebsten kostenlose Versammlungen, Lesehallen, Ge-richtSsäle u. f. w. Auch hier sind sie nicht sicher, wegen Nichtstuns angeklagt zu werden. Bei der letzten SchwurgerichtSverhandlung in Maribor wurde eine Frau, die ein Stück Brot zum Munde führte, einem Wachmann übergeben, der von ihr das Nationale abnahm und sie hierauf aus dem Saale schaffte. Dieser Frau wurde öffentlich der Vorwurf gemacht, daß sie nichts arbeite und daß es sehr be« denklich sei, wovon sie lebe. Bei der Verhandlung in der Zollaffäre war der GcrichtSsaal vollgepfropft. Die Verhandlung dauerte drei Tage; an ihr nahmen lauter bessere Leute teil, die immer dieselben waren; von ihnen wurde natürlich niemand beanstandet. Stadtkino. B;m 1 d e 7. Juli der größte kolonett« F>lm, den die bisherige Fl»indust:ie kennt: Cyr ano de Berg erac. hnoilchc Komödie in zwei große» Terleu nach de« gleichnum.gea W.rke de» französische» SchrififtellerS Ctmond Seite *3 Eillier Zeitung Nummer 52 Alle »'ä, Bienenzucht Wohinm» orforderlichen Geräte. Werkzeuge £5 und Kumtwaben erhalten Sie 2—3 Zimmer und Nebenräume, zu in b e s t e r Ausführung bei L. mieten gesucht. Anträge an Filipovic, Ritzmann, NoTi-Vrbas (Ba£ka). Hotel Europa. Preisliste umsonst. Out bürgerlicher Mittag- und Abeudtisch in und ausser dem Hause zu vergeben. Glavni trg 10, 1. Stock. Rostand. Vorstellung«,: 1.1e i I: am Donnerstag, 1., Freitag, 2., und Sawitag, 3. Juli, rm halb 9 Uhr abends; am Sonntag 4. Juli, um halb 5, hjlb 7 halb 9 Uhr abend?. II. Teil: am Mo.ilag. 5, unb Dienstag, 6. Juli, um halb 9 Uhr, am Mittwoch, 7. Juli, um halb 7 und halb 9 Uhr abends. Vom oi« 10. Juli: der Henry Porten-Film „Flirt* oder „Der Liebhaber seiner Frau". Voistellungen: am DonnerStag, 8., Freitag, 9., unb Sairs ag lO Juli, allabendlich va halb 9 Uhr. Kleine Nachrichten aus Slowenien König Alxavder ist am vergangenen Svrniag in Bled eingetroffen, wo er über den Sommer weilen wirb. — Das Unterrichtsministerium hat 50000 Dinar für die Unterstützung verschiedener Kullur vereine in den Berwaltungigebielen Maribor uvd Ljubljana angewiefev. — Zum Nachfolger de« Eisen-bahndlrekto:s Dr. Boiko in Ljub jinei, der zur ckisenbahndtrekuo» in Subol'ca verletzt wurde, ist Ingenieur KrtZeviö aus Sarajewo ernannt worden, — In Ptuj ist der AZvolat unb Großgrundbesitzer Dr. Fcarj Jurtela i« Alter von 73 I hren ge-florben. — In Petrori- bei E:lfe ist Frau Karoline Wudler, Giw^hlin di« prns. Oberlehrer« H-rrn Peter Wudler, im Aller von 72 Jahren gestorben. — I» Militär spital in Celje t>finden sich gegen-lräuig zwei an Scharlach erkrankte Soldaten der hiesigen Garnison, die Sanitätsbehörde hcffi, ein Weilergre'fen der Seuche verhindern ,u können. — Wie die Blätter berichten, trägt sich die S'. Herma-goraS^esellschaft (Mohvrj oi dnjjbc) in P .valjemit der Absicht, ihre Druckerei nach Celje za übertragen, sie will angeblich da« Gebäude deS Kaufmannes Hurn Johann KcS in der Preßetvova ul c i 17 (Safe „Cmtral') ansaufen. — Der Generalzoll-direkior Herr Dr. Konrad Schmrd ließ sich gelegent-lich seiner Bereifung in Maribor den Bericht dblsar.a >st uvent-schieden mit 3:3 ausgefallen: wenn aus S ite der Marburger H-rr Poljan-c aufgetreten wäre, wie daS ulsp.ü''g>!ch festgesetzt war, so wäre der Sieg wahrscheinlich bei Maribor gewesen. — Am Mittwoch verunglück e in der Swetarova ul'ea in Maribor Frau Auer, die Gattin deS Rauchfangkehr-rmeisterS Herrn Auer in der Ri^Ska cesta; fie fiel riedec uvd verletzte sich am tiefen F.iß so schwer, daß si- von der RettungSabieilung in des Sp tal überführt werden mußte. — Beim Magazin der Holzfirma .Drava' ia Maribor wurde die Lich: der Marie Puch, die sich unlävhst in den Fluß g« stürzt hatte, aus der Drau gezogen. Aurze Aachrichlev Am 26. Juni wurde in der Beograder Raiional Versammlung der erste Teil der sogenannten Beozraber Konventionen mit Italien mit 122 gegen 29 Glimmen angenommen; diese Serie der Konventionen enthält Ab machungen über BermögenSrückgaben, Fonde, Besitze physischer und juristischer Personen, Versicherungen, Konkurs, Unterstützung von Personen, die auf öffent-lich« Hilfe angewiesen find, Jndusteieunternehmungen, Handelsgesellschaften und andere Vereine. Die Radikalen brachten gegen den Obmann der serbischen Landlirbeiter-Partei Jrca Jcvanovic, die KorrvptionSklage ein; st« verlangen Abrechnung über den Fond von 2 Millionen Dinar, den Jovanovic während des Krieges als Gesandter in London »ur Verfügung hatte. — Ja Split und Sibevik fanden am Abend deS 25. Juni neuerlich große Demonstrationen gegen die Beograder Konven-tionen statt; eS wurden 28 angesehene Bürger von Split verhaftet und zu 3 Tagen Arrest verurteilt. — Die Stadt Plevlje im Sandschak ist durch einen Orkan fast gänzlich »«stSrt worden. — Die italienische Be hörde hat 5 mit allen Dokumenten versehenen GSrzer Slowenen die Ausreife zum Präger Sokoltag im letzten Moment, d. h. schon am Bahnhof, verboten. — Gegen den klerikalen Abg. Susnik reichten die Radikalen eine KorruplionSinteipellation mit der Beschuldigung ein, daß er als Eisenbahnminifler den Staat um SO 'Millionen Dinar geschädigt habe. — Zum Nachfolger deS infolge b.S Kampfes um die Schulreform zurückgetretenen UnterrichtSministerS Dr. Schneider wurde der Landeshauptmann von Steiermark Dr. Rivtelen er» nannt; die Zeitungen schreiben, daß er in absehbarer Zeit den BundtSkanzlerposten übernehmen wird. — Pofiminister Superina ist am 1, Juli mit der Beograder Sokolgruppe nach Prag abgei-ist, um an dem großen Sokolfest teilzunehmen. — Je Si ye (Ober Ssterreich) schirol infolge einea WclkenbrucheS die Eirn» dermaßen an, daß l0.000 Holjstämme drr ärarischen Forstverwallung bei Reichraming iafolg: Zerbrechen» des groß n Holjiechenö fortgeschwemmt wurden. — In Rom will der argentinische Architekt Mario FUatta einen Wolkenkratzer von 44 Stockwerken erbauen; auf dem Dach deS Riefen, hoch über Hotelzimmern. Re> staurantS und Spielsälen^ soll eine Kirche Platz finden. — AuS Kleinasien und Sumatra werden große Erdbeben gemeldet; ein »weistündigeS Beben hat die JnH Sumatra fast vollständig verwüstet; eine große Zahl von Eingeborenen fi l dem E-eign S zum Opfer; die Bevölkerung kampiert in Z-lten. — Bon Herrn PaSik, dcr gegenwärlig in Karlsbad weilt, wird wieder ewmal gemeldet, daß er krank, vielleicht aber auch gesund sei. — Aus der griechischen Insel RhoduS zer-störte am Samttag eia katastrophales Erdbeben 200 Häuser; das Erdbeben wurde an allen Küsten des Miltclländilchen Meeres geipüri. — Auf einer Versammlung In Koiiula erklärte Siephan Radii bezü,lich der Konventionen mit Italien: Die Konventionen stnd ein verfluchtes We k, verfaßt im vollen Unverständnis über Dalmatien, aber ste sind nickt so schwarz, wie man schreibt. Wir wenden d n Bni den PaSiä, Ma» lir kov'ö und ein wenig auch Nineic gekocht haben, au» löffeln müssen. Jeder Jourralist, der schreibt, daß diese Konventionen der Ruin des Staate» stnd. jeder Po litiker, der das sa»t, ist ein Feind de» Staate». — In Bajmok in der Wojwodina kam e» gelegentlich einer Versammlung toed Radi^abzeoidneten Neudorfer zu hifiigen Schlägereien ziikchen Radiöian^rn und Frei willigen (Dobrowoljzen); eS wurden 20 biS 30 Personen verwurdet. — Die deutschen Bankier» haben der Sowjetregierung eine Anleihe voa 300.000.000 Goldmark zum Zrcck d r Erweiterung der russischen Industrie bewilligt. Keuerwehrwesen. A» 27. I <«i feierte die Freiwill'ge Feuerwehr voa Vuhred (Drauta!) unter zahlreicher Beteiligung der B voller ung des Fest ihreS 50 jäh'igen Bestandes. Am 11. Juli wird auch die Freiwillige Feuerwehr >n Ncvomepo in Kram da« 50 jähnge Jubiläum ihres Bi stände« feiern. Da« freiwillige Feuerwehr» Wesen in Slowenien hat sich in der l-tzten Z it sehr v:rg>ößeit und äußerst gut enüvckllt. Sport. Äportplayeröffnung in So^tanj. Der Epookluv „Sostarj" begeht am Sonntag den 4. Juli die feierliche Eikffauag seine« neuen Lpltttvlatz'«. aus wllche» Anlasse ein leich'alhlettfcheS Meeting und ein Fußballwettspiel verbanden mit einrm Gar-tensest im Hoiel »Union" statifindet. D>e Klubleituog lädt hiemit alle Freunde zu dieser Beraastaltnng höflichst ein. Beginn des Meeting« um 14 (2 Uhr), drS Fußbollwettspiele« um halb 17 Uhr. I, Anbetracht der günstigen Zugiv.-rbinduogen erhoffen die Vera»staller einen zohlrechen Besuch auswärtiger Gäste. Für gute Musik und andere Unterhaltungen ist bester« gesorgt. Marburger Radsabrklub .Edelweiß 1900" in Maribor. «m So-ntag, dem 1. August l. I., veranstaltet der odiae Klud am Hoch plaieau von Nadvanje ein große« Sommerfest (Wald-fest). Die Borbtrettungen zu diesem Feste sind schon in rollem Gange. An Beii-stigungen mannigfaltiger Art, wie Tanzboden, Karussel, Rutschbahn usw. wird e« richt fehlen, E n besonderes Augenmeik wirb der ?psrtklub darauf richten, daß in ten vn^chiedene« Heupresse wird zu kaufen gesucht. Hans Schuller, Slovenjgradec. Zelten nur daS Beste geboten wird. B garmere Besucher werde» mit Kcastsahrzeuge» von der Belika kavarna zu» Festplatze befördert. I» Falle schlechter Witterung wird daS Fest auf.den Sonntag den &. August verschöbe«. _ Wirtschaft und Verkehr. Eröffnung der Ljubljauaer Muster- Mtfs». Am vorigen Simstag um halb 10 Uhr vormittag« wurde die diesjähtige Laibacher Jnter-nai'o^ale Must.rmeffe In Vertretung de« Hindell« minister« vom Ackerbaumwiker Prcelj feierlich eröff et. D'e Laibacher M:sse hat heuer, wo die Airt'chafiSkrise schon besonder« ewpfiadlich gelroiden ist, m>hr denn je bewiesen, daß ste ihre Sxisteiizbe. r,ch igu.ig hat und einen bedeutenden Fak or im aufstrebenden Wirtschaftsleben Slowenin s und deS KSaijre che« überhaupt darstellt, wo« Minister P: celj in feiner Elössnuogirede, die einer kurzen Begrüßung du?ch den M>siepräfUen'.en Herrn Frarz Lorci folgte, auch unterstr ch. Ja Anbeirachl der eben in Ljubljana tagenden Wirifchafttkovserenz wohnten dcr Eicff-upg zahlreich? hnvorrazende Vertreter der Industrie unb dcS Handels bei nebst Vertretern de« Miuster ums für Handel und Industrie sowie dc« Ministerium« für 0:tjbju, Auch die D plomaiie war durch den österreichischen Gesandten a» B-ograder Hose, Herrn M^x von Hosfiiger, den panischen Gewrdten am öeog-ad?r Hose H?rr» voa Olevik^ und durch den rumänischen und Schweizer Gesandten in Zagreb vertreten. Die F st;flst? waren voll deS Lobes Über die über alle« Erwarten gutgelungene Misse. D. s L'l) der Ausstellung ist denn auch sehr erfreulich, lebhaft und farbenprächtig, al« gäbe es (eine Wirtschaftet, i>, als gingen die Geschäfte auch h.u'e uoch glj-izend. O^er sollten gerade diese Momente anspornend gewirkt haben l Tatsache ist. daß der Miss-p?ctz mit seinen 40.000 Qaadralmetein sehr gut besitzt ist, daß von deu 15.000 Qiadra meiern geiecktei Platze« auch n^cht ein Fleckchen urvnkauft blieb. Boa den etwa 700 Ausstellern find 25 Prozent ausländisch'. Neben unseren einhe mischen Jndu» striezweigen, die daS Bild einer roch jungen, aber stark ausstrebenden Industrie geben, find auch deiche Maschinen, innrer und überall gesucht, vertreten, die österreichisch: Dxlil-, «u'omobilindustrie urd Kon» f.kl!0l>, französische Paifümerie- urd Aukomobil« iodustrie, ja selbst Amerikaner mit landwirtschöstlich n Malchiren und Engländer haben sich eirge« funden. Die sehr geschmackvoll eingerichtete Sovder« autst llung ^Die slowenische Feau" A.igt kunstvolle Hrndarbeiiev, die färbe»prächtigen Kramer SRavonal» trochlen, Alikrainer Bauernstuden u. o. mehr. Ljubljana hat e« verstanden, sich durch geschickte« Arran« gemcn«, Initiative und sürsorgliche« Elttgegevkonmeu fernen M ssebesuchern gegenüber eine schöne SleUurg zu sicher?. Em Großteil diese« Berdievstes lcmmt der M ssclem ng zu, die den Ausstellern w.e Be» srch-lii turlichst an die Hand geh». ArbeltSmarKt. Vom' 20. bi» 27. Jani halben bei der ÄrbeitSbörfe in Maribor 1457 P?r-sonen und zwar 762 männliche und 625 weici che Arbeit gesucht; 577 Personen, d.i. 324 n äinl chen und 853 weibllchen, wurde die Arbeit angebo er; die ?ör!e v!rm>ttelte in 40 Fällen (bei 15 männ-lichen und 25 weidlicher) erfolgreich; abgereist sind 15 männliche Personen und 262 Personen, d. i. 78 männliche nr.d 134 weibliche, wurden außer Soiderz gej'tz-. K leingel dmauge^. Den Mangel der 25 Pa.a-scheine pärt man voa Tag zu Tag mehr. In allen Fällen muß der konsomert die fehlenden 25 Para einbüßen. Danksagung. Auäserätande, für alle uns zugekommenen Glückwünsche und Festgaben anlässlich der Feier unserer goldenen Hochzeit persönlich zu danken, bringen wir auf diesem Wege allen, die uns so-riele Beweise Ton Zuneigung, Freundschaft und Wohlwollen gegeben haben, unseren tiefgefühlten Dank zum Ausdrucke. Antem und Agathe Melauscliee in schönstem Nr. 34 deren Sohn Ingenieur Franz lielauscheg, Obervermessungsrat und Frau in Wien. Nummer 52 Tillier Zeitung Seite 7 Vom deutsch«« Karbentrust. Daß «s, wie «S fast den Anschein hat, schließlich nicht auf allen XLebieten deS deutschen Wirtschaftsleben» schlecht geht, zeigt nachfolgender im .Oesterreichischen Volkswirt" veröffentlichte Bericht au« Berlin: Der erste Jahresbericht der I G. Farbenindustrie, deS im Herbst 1925 geschaffene» chemischen Truste«, legt Rechenschaft über die Verwendung eine« Aktienkapital» von 646 Millionen Mark und offener Reserven von weiteren 104 Millionen. Er weist darauf einen Rohgewinn von 168'/, Milli-onea au«, um 24'/, Millionen mehr als die Glied Unternehmungen im Vorjahr. Die um 2 auf 10 Pro» zent erhöhte Dividende läßt Raum für offene «bschret bungen von 56 Millionen und, da die wirklichen Ge» winne ohne Zweifel sehr viel höher stnd al» die auS gewiesenen, einen weiten Spielraum für eine großzügige RUionalisterung«. unb PreiS-rmäßigungSpolitik. Die flüssigen Mittel de« Unternehmen« haben stch seit dem vorigen Iah? auf 116 Millionen fast verdoppdlt. Bon der Struktur eine« solchen Kapitalskolosse» läßt stch in wenigen Worten schwer ein Bild geben. Daß stch mit den Namen der größten Gliedgesellschaften, Badtscher »nilia, Höchster Farkwerke und anderer, seit Jahren aller Fortschritt in der Farbenherstellung verknüpft, ist bekannt. Ebenso, daß diese Führertradition im Kriege mit dem Haber-Bosch Verfahren auf dem Gebiet der Stickstoff, und Kunstdüngererzeugung fortgesetzt worden ist. Gerade hier ist im letzten Jahr wieder ein unge-hcurer Weg zurückgelegt worden. ES ist durch eia neue« 86 Der Doppelgänger des Herrn Emil Schnepfe. Roman von Karl Schüler. Amerikanisches Sopyright by Robert Lutz in Stuttgart tSIS. Er kalkulierte, daß ein Mann, wie dieser ehr« geizige Herr Rotmüller, nur einen Fühler ausstreckte, um zu sehen, ob er billiger wegkommen könne. Er dachte aber gar nicht daran, diesem Dummkopf gegen-über seine Forderung zu ermäßigen. .Wenn ich nun 120.000 Mark bezahle, bar bezahle," entgegnetc Herr Roimüller, .würden Sie da« Geschäft machen oder nicht? Ja oder nein?" Direkter Labwein zuckte nervös zusammen. E« war nicht seine Art, mit einem Ja oder Rein eine Sache von Wichtigkeit zu erledigen. Er wurde ärgerlich, wenn jemand ein solche« Verlangen an ihn stillte. Er schüttelte mißbilligend den Kopf, ranz ver-zweifelt die Hände unb — griff in die Zigarettendose Dorival«. Er nahm eine der Opiumzigaretien! .Sie verkennen ganz dte Lage dir Sache, mein lieber Herr Rotmüller I St« tun ja gerade, al« ob ich das Geld bekäme. Ja meiner lasche bleiben noch nicht fünf Prozent. Was weiß ich? Vielleicht muß ich alle« herausrücken. Dana habe ich weiter nicht« von der Sache al« dte Ehre, au« Ihnen einen Generalkonsul gemacht zu haben, einen Ritter der Ehrenlegion. Unter un« — ich rechne auf Ihre unbedingte Verschwiegen-heit — weniger al« 100.000 Mark darf ich meinem Freund «lvarez nicht anbieten. Ich würde meinen ganzen Einfluß bei ihm auf» Spiel setzen, käme ich ihm mit weniger. Und Minister Jznazio de Albuqaerqae, der Kommandeur der Ehrenlegion, ist auch nicht blöde im Fordern. Der Mann ist so durchtrieben, daß man au» ihm bequem zwei Pferdehändler machen könnte. Was ich dem von den 50.000 Mark, die verbleiben, ab« handle, ist mein Verdienst, mehr nicht. So wahr ich Ihnen hier alS Ehrenmann gegenüber sitze". Er strich stch ein Streichholz an und zündete die Zigarette an, die leise knisterte, al» ste in Brand ge-setzt wurde. Dorival ließ dem lebhaften Mann keine Zeit — „Dann kostet mich der Orden also glatt 50.000 Mark? Nee, auf den will ich verzichten!" „Wie kommen Sie auf dte Vermutung?" rief er lebhaft. „Wollen Sie den Minister zum Gegner haben? Er »st Ihr Vorgesetzter, wenn Sie Generalkonsul sind. Er kann Sie absetzen, wenn Sie ihn nicht auf seiner Seite haben. Verscherzen Sie sich doch nicht den Eia-fluß auf die Regierung, den ich Ihnen verschaffen will. Da» Generalkonsulat läßt stch vom Oidcn nicht trennen. Wie würde da« aussehen, ein Generalkonsul und kein Orden! Sie kommen in eine Gesellschaft. Sie tragen einen Frack. Man wird Sie nicht unterscheiden können voa einem Kellner, wenn Sie nicht einen O.den haben Nehmen Sie Vernunft an, Herr Rotmüller!* Er hatte schnell gesprochen. Jetzt machte er eine kleine Pnise und stärkte fich durch einige Züge ander Zigarette. „Wenn ich Ihnen nun da« Geld einzahlt und e« wirb nicht« au« der Sache?" Verfahren gelungen, die Herstellung de« deutschen Stick, steffdüngers um etwa 15 Prozent zu verbilligen, und zu seiner Durchsührung stnd dte mehrere Kilometer langen Leunawerke bei Merseburg radikalem Umbau und Betrieb»äaderuag unterzogen worden, ohne daß in der Lieferung de« Stickstoffe« eine Stockung eingetreten wäre. Um welche Beträge e« sich bet einer solchen Ver-billigung handelt, wird au« den Absatz,iffer» klar. Der Stickstoffabsatz betrug in den letzten drei Jahren: JnlaodSabsatz Ausfuhr 1923/24 240.000 t zu 103 M je kg 28.000 t 1924/25 335.000 t „ 1-10 „ .. .. 52.000 t 1925/26 ca. 330.000 t 104 „ , . 135.000 t Für da« kommende Jahr wird mit einer Erzeugung voa 540.000 Tonnen gerechnet. Das bedeutet in diesem Geschäftszweig allein einen Umsatz von rund einer hal-ben Milliarde Goldmark l Seit Deutschland mit stet genden Mengen seinen Stickstoff auf den Weltmarkt bring«, ist der Weltmarktpreis von 17 auf etwa 13 Dollar für die englische Tonne gesunken und aus der vor kurzem abgehaltenen internationalen SÜckstoffkon-ferenz in Biarritz, auf der stch mit den deutschen die englischen, franzöfifche», schwedischen und amerikanische» Jnterrffenten trafen, ist für daS kommend« Jahr eine lOprozentige PreiSredukiion beschlossen worden. Diese junge, menschenfreundliche Industrie — jede« Kilogramm Stickstoff soll einen Ertrag von 20 bi« 21 Kilogramm Getreidekörner« gewährleisten und daS im Stickstoff angelegte Geld im kommenden Jahr 189 Prozent „Haben Sie nicht meine Garantie, Herr Rot» müller? Entweder, Sie haben in drei Monaten da« Konsulat und ben Orben, ober ich gebe Ihnen ba« Gelb auf Heller unb Pfennig zurück. Wa« — wollen Sie — mehr?" Er hatte wieber unb wieder geraucht. Die letzten Worte kamen nur noch lallenb hervor. Sein Kovf senkte fich nach vorn. Die Suzenlieber schloffen stch, trotzdem er gegen bie über ihn kommenbe Müdigkeit anzukämpfen suchte. „Wa« — wo — ollen — Sie —" Er wollte ben letzten Satz noch einmal wieder» Holm, brachte ihn aber nicht zu Ende. Fahle Bläffe kroch über sein Geficht, bann sank er kraftlos zusammen. Da« Opium hatte seine Wirkung getan. Schneller al« Dorival erwartet hatte. Der kleine, nervöse Mann schien dem Gift besonder« wenig Widerstand entgegensetze» zu können. Dorival wagte nicht, stch von seinem Platz zu rühren. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er den kleinen Mann an, der wie leblo« dalag. Kalter Angstschweiß trat ihm auf die Stirn. Ja diesem Augenblick Hirte er draußen die Tür gehen. Eine tiefe Männerstimme erkundigte fich nach dem Direktor Labwein. Die Altwort de« kurzsichtigen Fräulein« konnte er nicht verstehen, aber er hörte, daß der Mann sagte, er werde warten. Da« Fräulein konnte jeden Augenblick eintreten, um den Besuch des Manne« anzumelden. Er mußte schnell handeln. Er sprang aus. Nur jetzt keine Schwäche! Er nahm Labwein die noch glimmende Zigarette au« der Hand, löschte ihr Feuer und legte ste in seine Ziganitendose. Diese steckte er zu stch. Er hatte stch da« alle« schon vorher überleit. Man sollte nicht sofort wissen, wodurch Labweia betäubt worden war. Dann kaöpfte er dem Schlafenden haftig Rock unb Wtste auf. Ja ber inneren Tasche ber Weste steckt« eine leberne Brieftasche. Ja ihr vermutete Dorival ba« Do-kument. Den Inhalt ber Brieftasche nachzuprüfen, bazu hatte er jetzt keine Zeit. Er mußte dabei bedacht fein, fich in Sicherheit zu bringen. Jeber Augenblick be« Zögern» könnte verhängnisvoll werben. Er hörte, wie braußen ber Mann mit der tiefen Stimme fich mit dem Fräulein unterhielt. Der Mann wurde ungeduldig. Er behauptete, er hätte nur fünf Minuten mit Lab-wein zu sprechen, und drängte da« Fräulein, ihn an zumelden. Dorival steckte dir Brieftasche zu stch, schlüpfte in seinen Mantel, griff nach seinem Hut und wollie da» Zimmer verlassen. In «iesem Augenblick fiel Labwein vom Sessel und glitt zu Boden. E» widerflr bie Dorival, den Mann so liegen zu lassen. Er hob ihn auf und drückte ihn wieder ia den Sessel. Dann eilte er in da« V^rderzimm-r. „Liebe» Fräulein", sagte er zu der Bürovor-stehcrin, „g?hen Sie einmal hinein zu Direktor Labvein . Er verlangt nach Ihnen. Jh glaube, er fühlt sich nicht wohl*. Dicht an der Türe die zum Korridor führte, saß ein großer, breitschultriger Mann, dessen Kleidung und blonder Vollbart auf einen Gutsbesitzer fchliehen lreß. Er hatte die Wortk Dorival» gehölt. Er stand auf unb Überschüsse erzielen — ist auch in anderem Sinn eine sehr iateraatioaale Angelegeaheit. Denn aus ihren viele Tausenb Morgen umfassenben Mustergütern (auf benea ste ganz nebenbei bedeutende Fortschritte in ber Saatzucht erzielt), ist die I. G, zum Beispiel dabei, unter vielen anderen «ine ganz neue Slickstofflombination für die Vervielfachung d-r Erträge China? einzuführen, »ber weniger bekannt ist, daß neuerdings die I G. auf dem abeateuerlichen Feld d-r Kohlenverflilsfijung, der Herstellung von BelriebZöl au» Steinkohle, da*. Stadium der Pionierarbeit verläßt. Die der „Berliner Börsen-Courier" mitteilt, werden zur Herstellung de« synthetischen Treibmittel« neue große Werke errichtet, die auf eine Produktiv» von 1000 Toaaea Oel täglich eiagerichtet werde». Schon i» den nächsten Wochen wir d, unter der gespannten Aufmerksamkeit der I iteressente n der ganzen Welt, die Produktion ia großem Umfang aufgenommen. Ein neu;« Kapitel der Kohleawtrtschaft beginnt. § 128 dt« Gesetz,» Über die Staat«» r«chnung«pr»fung. Im Monate Juli tritt ber $ 123 b<« setze» über bie LlaatSrechnungsprüfua g in Kraft, laut welchem Gehälter, Teucrung«zulch!ägt, Pensionen, Honorare, Taggelder und andere Bezüge, welche da« Einkommen eine» B ernten bilde», f ür Wechselforderungen nicht mehr gepfändet werden können. fragte interessiert: „Wa», Lab »eia ist a'cht wohl? Da muß ich doch auch mal nach ihm sehen". Er ging durch die Pforte in dem Zahltisch nach der Tür, die zu dem Zimmer Labwein» führte. Dorival aber war mit einem Satz bei der Au«-gaogSlüre, zog den Schlüssel, der innen im Schloß steckte, heraus, öffaete die Tür, trat auf ben Koridor, schloß die Tür hinter stch ab und steck» den Schlüssel ein. So, nun war er zunächst vor einer Verfolgung sicher. Ja diesem Augenblick hörte er das Fräulein laute Schreie auSstoßea. Er stieg die drei kaarrenden Hdlzstiegen rasch hinab. Auf der Straße schlug er eine schnelle Gangart ein. Bald war er in die Friedrichstraß- eingebogen, » o er sich in dem Strom der Fußgänger mischte, der fi ch ohne Unterbrechung auf b.-iden Bürgerstetgen dahin-wälzte. Hier fühlte er stch stcher. Er ließ stch von der Menschenwoge bi« aa die Wcidendammerbrücke treiben, schlendert« am Schiffbauer» dämm entlang, benutzte einen günstigen Augenblick und warf den Schlüssel der Bürotüre ia dte Spree. Dana winkte «r einem vorüberfahrende» Auto, stieg eia und ließ stch nach seinem Hotel fahren. Als da« Auto die Friedrichstraße hinauf fuhr und die Jägerstraße Über« aaerte, wirf er durch die Fensterscheibe de« Wagen« einen Blick auf da« Hau», da« er soeben verlassin hcUte. Bor der Tür« de« Haus«» drängte stch eia« dicht« Menschenmenge. Im Hotel bezahlte er sein« Rechnung und stieg mit seinem Gepäck ia da» Aatomobil, da» er hatte warten lasse». Dann ließ er stch nach dem Bahnhof Friedrich-straße fahren. Bom Bahnhof Friedrichstraß« fuhr «r mit der Stadtbahn nach dem Bahnhof Ehirlotteabur g. Dort nahm er sich eia Automobil, da« ihn nach seiner Woh« nung brachte. Er klingelte an der Bortür, und Galdino öffnete ihm. — .Der gnädige Herr schon zurück?' staunte er. „Ja, ich habe meine Angelegenheit rasche r erledigt, al» ich dachte". Der Diener trug das Gepäck in da« Schlafzimmer und erkundigte stch dann nach weiteren Befehlen. „Warten!" sagte Dorival. Er hatte stch an den Schreibtisch gesetzt und schrieb, einen kurzen Brief: Gnädige» Fräulein! Die Notwendigkeit einer wichtigen Mitteilung veranlaßt mich, Sie zu bitte», mo gen um ll Uhr in dem Eafö zu fein, in dem wir unsere letzte Unterredung hatten. In Ergebenheit Ihr getreuer Diener". Er steckte den Brief in einen Umschlag, adresstert« diesen an Ru'h Rosenberg und gab ihn Galsino mit der Weisung, ihn sofort in den nächsten Briefkasten zu werfen. „Und dann, mein Sohn, wachst du darüber, daß ich durch nicht» gestört werde!" instruierte er weiter. „Ich bin müde. JH will schlafen". •eite 8 Cillier Zeitung JRu*d n 52 Einlagenstand: Dln 13,000.000 — Gegründet 1900 Geldverkehr: Dln 90,000.000 — Spar- und Vorschussverein in Celje regiitrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung Hranilno in posojiino drustvo v Ce!ju registrovana zadruga z neomejeno zavezo im eigenen Hause » Glavni trg Nr. 15 übernimmt W Spareinlagen -MI gegen günstigste Verzinsung Die Renten- und Invatidonsteuer Ton den Spareinlagezinsen trägt die Anstalt. Gewahrt Blirgschafts- und Hypothekar-Darlehen sowie Kontokorrent-Kredit« mit entsprechender Sicherstellung unter den günstigsten Bedingungen. Vermietet zur Aufbewahrung von Wertgagenständen Panzerfächer „Safös". Perfekter Kaffeekocli per September oder früher gesucht. Gehaltsansprüche mit Zeugnisabschriften sind zu senden unter „Jahresengagement 31887" an die Verwaltung des Blattes. 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