pril»^ 1S9./,sj?g,ns k/Iel'Olat w öävtd« «sö^kichMol» »?>b«iim»I »?nteI,N»lMek ^oich»yO-1^S»bs>. SokrlNl«lwng» V«r«t»Ming u»«I öuekön>ek«s«l k ^»rldoe, ^rSItOvs »liv» < 'Zs»»«pt»o» I»t«nird»« »ik. 24. örI«Mek,a ^lcktk»g«» Ist »t»i» Mckpott» dHt»tI«gs». kif. 2es lVIonisg clEn s /^ugu»i 1V25 » I» z^»5ft»0k l ^iie«v» »l. 4 ösUH^Ops«!»«. ^Kel,a. monUv. 2Z vin. ru»tel!an 2^ l^In. ^Ufvk po»< monHtl. N oii^ KK s« Üdfig» ^lM«ä Mo««. »S 0tl^ etnrslnumm« H dt» Z Montags Ausgabe Konkordat«-Verhandlungen? ' .LM. B e o gr ald, 4. Au.g-ust. Der JuftiMinifter in seiner Eigenschaft als Kultusminister hat den langMrigen Leiter der katholischen Abteilung des früheren selk« ftilndigen Kultusministeriums, Dr. L a n o« v t ö, nach Beograd berufen, um ihm di'^ Leitung der Verhandlungen über den Ad» schluß des Konkordates zu überlasten. Diese Verhandlungen sind vor vier Jahren infok-ge verschiedener Schwierigkeiten ibgebrocheti worden und solken demnächst in Beograd auf genommen werden. Vrlnzentaufeam u August LM. BeograH, 4. Augiist. Die Taufe des dritten PrinM im Königs» Kaufe wird, wie vetlautet, im Schloß Suvo-bor in Bled .am I i. Auffust d. I. im Beissin des KönigsMes, mehrerer Mitglieder d^r Regierung und der Hofkreise stattfmd.'n. Als Taufpate wird !m Namen des eNtiU.« schen Königs der englische Gesandte Keni^ard fungieren. >»»«> Kurze Nachrichten LM. L o n d o n, 4. August. Die „Sunday Times" behauptet, Außen--mlnbster Hende^on werde im Namen der eng li-schen Regierung auf der Haager Ko-nferenz gegen die Rttrlfflerung des Noung-Planes Einspruch erheben, da derselbe angeblich mehrere Staaten, insbesondere aber Jtali-in, favorisiere. LM. Rom, 3. August. Meldungen der Wetterwarte Messina Zufolge hat der Aetna seine Vulkantätigke't wieder begonnen. Der Bevölkerung bemach, tigte sich große Panik und sie begann nach dem gestrigen Aschenregen die umliegenden Ansiedlungen trotz behördlicher Beruhigung,s maßnahmen zu evakuieren. Paris, 3. Augu!t. Der Pilot der deutschen Lufthania, No.i'-?, konnte nach seinem gestrigen Berlin.Va^is-Flug nachweisen, daß er der erste Pilot stl. der auf dieser Linie 7er Piroter Konventionen zum Ausdruck bringen. LM. S o f t a, 4. Augusr. Der Minister des Aeußeren ist gestern abends aus Barna zurückgekehrt, wo er dtim Zaren über die augenblickliche Lage im Kon« slikt mit Jugoslawien Bericht erstattet hat. Ter Zar soll, wie verlautet, den Standpunkt des Außenministers hinsichjlich der Notwen. digkeit der Anbahnung von unmittelbaren Verhandlungen mit Jugoflawien gebilligt haben. Die bulgarist!^ Antwortnote wird also dem jugoslawischen Wunsche nach dlrek-ten Verhandlungen entgegenkommen. Gleich Die Insel der Hunde Ein französisches Seqelscsnks. daZ von der Mozambique-Küste kommend, nordwärts fuhr, erblickte an der Külte des von Menschen nicht bewohnten kleini'n Ins'l Juan Der meiftpl^otograpl^lerte Aohrgast des „Sraf Aennel'n" ....... Die Villa Napoleons auf Elba. Wie aus Porto Ferrajo gemeldet wird, ist die Villa, die Napoleon der Erste während seiner Verbannungszcit auf der Insel Elba bewohnte, dem Einsturz nahe. Neben dieser Villa hatte Fürst Anatole Demidosf, im Jahre 1851 ein Mnseum errichten lassen, in dem er zahlreiche aus dem Nachlast des grossen Zkorsen erworbene Knnstg^.ien-stttnde untergebracht hatte. ES war ctsie künstlerisch sehr wertvolle Sammlung, die Bildbauerarbeiten von Canova und Ehan-vet, Gemälde von Gerard, Gros, Vernet, Rasett und Charlet enthielt. Lange Jahre wurden die Villa Napoleons und das Museum von zahlreichen Reisenden l^ucht. Im Jahre 1872 starb Z^ürst Demidosf, und sein Sohn Paul verkaufte die ganze in ist das (^oullawcibchen „Susi", daä sct),.,» den letzten, wegen Motorenschadens abl^e-brochenen Amerikaflug mitgemacht hat. Außer ihm sind unter den Passagieren des ^vstschifses noch mehrere hundert aus de:n Tierreich: ein weiterer Gorilla, vier Tauben und 600 Kanarievögel iin den Bauern IM Hintergrunde deS Bildes). Porto Ferajo untergebrachte Sammlung und kümmerte sich dann nicht mehr um die Gebäude, die dem Zusanunenbruch welches non "nd Blitz begleitet war. sind, wenn nicht bald eingegriffen wird, de Neda, westlich MadagaSker, ein RettungS boot. In der Annahme, daß es sich vielleicht um Schiffbrüchige handelte, die auk d!e>r Insel eine Zuflucht gesucht haben könnten, ließ der Kapitän ein Boot aussetzen und fuhr damit an Land. Menschen kand nicht, dagegen erblickte er einen Hund, simm großen, weißen Terrier ähnlich, der ihn aufmerksam beobachtete. Wenige Minuten später gesellten sich vier andere Hunde zu diesem Terrier. Ein Mann der Ruöermann-schaft ergriff einen Stein und warf damit nach den Hunden. Daraufhin setzte 2ch der Terrier und begann zu heulen. ES war n'cht das Hundegeheul, wie man es sonst hört, sondern das Gebeul eines wilden TiereZ, ähnlich dem des Wolfes. Aus dieses Zeichen kamen immer mehr Hunde zum Vorschein, Tiere von den eigenartigsten Kreuzungen. Als etwa zwanzig beisammen waren, näher ten sie sich langsam in drohender Haltung. Da keine Waffen mitgenommen worden lvaren, zog sich der Kapitän mit seinen Matrosen in das Boot zurück und stieß t>om Lande ab. Die Hunde folgten bis an den Strand, dann zerstreuten sie sich, nur der große weisse Terrier, der offenbar der Führer des Rudels war. vewandte kein Auge von den Abfahrenden, so lange er sie er^ blicken konnte. In den vergangenen Tagen der Segel« schiffahrt lvar die Insel Juan de Neva ein beliebter Anlecievlatz, an dem sich die Sse-sahrer niit frischem Wasser, Schildkröten und Früchten zu versoraen pflegten. Von Zeit zu Zeit entliefen Hunde, welche diese Landungsmannschaften begleiteten. AuS ihnen entstand die Horde, welche heute die Insel k>cherrscht. Sie blieben bisher ungestört, denn die Dampfer fahren a^iitlos ar der kleinen In'el vorbei. Fern von Men« schen haben sie das Bellen verlernt, und sind in jenen Zustand der Wildheit zurück« gefallen, an d^m sick« die Urväter der Hundt ^fanden, l>evor sie Haustiere und Freunde dnd Alekaandrov» eesia M a r i b o r, 4. August. Heute um 7 Uhr früh machte der Wagenlenker der hiesigen AutvbuS'Unternehmuug Belak, Nudols F i d e r ö e k, mit dem Kraft wagen seines Arbeitgebers ohne dessen Wessen eine „Schwarzfahrt" und wollte in der Nähe der Cteinbrücte oberhalb des Straßenwinkels bei der Villa „Alwies" dem Autobus^ von Sv. Kungota vorfahren. Da aber auf dei beim Br^Nld Verunglückte abzuholen, was auch io fort durchgeführt wurde und nicht erst etwa im Laufe der Nacht, wie es im betreffenden Berichte heißt. Es diene daher zur allgemeinen Kenntnisnahme, daß die Mariborer Wehr zu Bränden, die nicht in ihrem Rayon entstehen, nur auf erfolgten Hilferuf hin ausrückt. Die Mariborer Wehr wäre also zur Brandstelle im Drautal geeilt, wenn ein Hilferuf von dort gekommen iväre. In diesem Zusammenhange muß auch ei^ ne Feststellung korrigiert werden, die in den Spalten deZ „VeLernik" vom Sanistag zu lesen rst. Das zitierte Blatt stellt nämlich fest, die Wehr habe sämtliche Löschgeräte u. die ganze Mannschaft nach Sladki vrh geschickt, so daß Maribor im Falle eines Bran des seinem Schicksal überlassen bliebe. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Das Kommando sorgt immer dasür, daß im Stadtgebiet immer genügend Löschgerät und Mann schaft zuri'kckbleiben. In Bereitschaft standen am Tage des Brandes in Sladki vrh folgen de Ll'ichgeräte: Das Stadtauto für Hydranten, die Schaumapparate, ferner das RÜit-auto mit der Anhängeturbine mit einer Mi-nutenkapazität von IlXX) Litern, ferner die große Dampfspritze mit 800 Minutenlitern sowie im äußersten Notfalle noch die bei den Krupp-Sprengwagen der Stadtgemeinde mit ebenfalls je 1000 Liter-Leistung pro Minute. In Bereitschaft standen selbstverständlich auch die erforderlichen Cbauffeure und die Mannschaften. Die große Turbine, die beim Brand in Sladki vrh nicht mehr in Tätigkeit zu treten brauchte, war um 21 Uhr bereits wieder eingerückt, nur die Ue-berlandturbine blieb cim Brandplatze. Dieselbe ist aber ohnedies nur für Brände au.? dem flachen Lande bestimmt und kommt in der Stadt nur bei außerordentlich großen Bränden in Betracht. Hans Boller, Wehrhauptmann. Sln Ilebenswardlger Gcvwlegtilovn M a r i b o r, 4. Aulsnst. Der am VojaSniSki trg Nr. b wohnhaften 55jnhrigen Anna L. versetzte gestern abends ihr Schwiegersohn im Rauschzustande mit einem Stuhl einen derart heftigen Schlag auf den Kopf, daßihr die Kopfhaut bis zur Schädeldecke aufgerissen wurde. Die Verletzte wurde vc-n der Rettungsabteilung ins All gemeine Krankenhaus überführt. Nadw Montag, b«« 5. Ljnbljana, 12.30 Uhr: Schallplattenmu-stk.— 18: Zeitangabe und Börsenberichte. — 13.30 Uhr: Tagesnachrichten. — IS: Konzert des Radioorchesters. — 20: HauS-friede, Vortrag von Peron Horn. — L0.S0: Radioquartett. ^ 22: Zeitangabe und Nach richten. —- Beograb, 17.30: Radio-Jazz-kapelle. -- 18.30: Gedanten über die Volksbildung, Bortrag von Prof. Andrija8e.»iü. — 20: Anekdotetl auS einer Redaktion, Bor- trag von Puljevi^. 20.30: Bizet-Gtunde. — 21.40 Uhr: Tschechische Liederstunde. 22.30 Uhr: Hchallplatte:^onzert. — Wien, 11 Uhr: VormittagSmusik. 13 Uhr: Nach mittagSkonzert. — 17.V0: Jugendstunde. — 18.Ü0: Was bringt die Wiener Herbstmesse? 19: Quer durch Oesterreich. — 19.ÜS: Zeitzeichen und WetteÄericht. — 20: Beethoven: «n die ferm Gelkbte. — 20.80: Uebertragiing aus Prag. — Vnslau, 19.2d: Zeitungswissenschaft. ^ 19.S0: Berichte über ^nst und Literatur. — 20.1d: Knut Hamsun. — Veiwn, 17.30 Uhr: Deutsche Endung. ^ Gwttgart, 19.1b: Phantastisches Theater, Bortrag von Dr. Löwenberg. — 20: Lehar-Abend. — 21.30: Münchener Komiker. — 22.15: Liederstunde. — Frank-surt, 19.20: Englische Literaturproben. 21.1!): Klavierkonzert von Michael Zadora. — Daventry, 20 Uhr: Orchestral^onzert. --22.15: Tanzmusik. — Verlin, 20 Uhr: Man-dolinenorchester. — 22 Uhr: Ratschläge zum Abhören eines DoppelprogrammeS. —Langenberg, 17.35 Uhr: Vesperfonzert. — 19.1S Rheinhöhenwanderung. — Prag, 17.50: Deutsche Ändunfl. — 20.30: Konzert süe den mitteleuropäischen Rundfunk. —. Mailand, 20.30: Operettenübertragung. — Mün chen, 19.30: Liederstunde. — Budapest, 20:^ Vokalionyert von Zo^tan ZavodskY. — ?2« Zigeunermustk. -- Warschau, 20.45: Tanz-musiL. Leb»«h»ii der schs»«« gaNIchK« — Sa» V«h«t«nt» h«r t3 M»»s«r»«»»Schl« — Fl»chk t«» Verbrecher» w» A«chlha»« Ein grausiges Rätsel, daS fast zwei Jahrzehnte lang ungel^t blieb, findet jetzt eine erschütternde Aufklärung. ES ist der Fall des Böla Kiß, des Blaubarts von Cinkotc»; einer der geheimnisvollsten Fälle der Kriminalistik der Borkriegszeit. Wenn das Ergebnis der Nachforschungen deS Arader ZuchthauSdirektorS sich als richtig herausstellen sollte, ergibt sich eine a^nteuerliche Geschichte, so seltsam und aufregend, wie sie sonst nur in Hintertreppenromanen und in schaurigen Verbrechersilmen vorkommen. Der Massenmörder von Cinkota, der Polizei und der Unterl'nchungsbehörden jahrelang beschäftigt hat, der einige Male als vermißt galt und bereits zweimal totgesagt war, ist jetzt hinter den düsteren Mauern eines Zuchthauses wieder aufgetaucht; der berüchtigte Klempner von Cinkota lebt und kann endlich seinen Richtern, die er achtzehn Jahre lang hinters Licht zu führen wußte, vorgeführt werden. Ein alter Blaubartprozeß wird nochmals aufgerollt werden, an Einzel heiten, Variationen und Ueberraschungen so reich, wie ihn die Geschichte des Verbrechens kaum je gekannt hat. Böla Kiß war jahrelang als Freuenlieb-ling von Tinkota bekannt. Er war ein junger, tüchtiger Klempnermeister, hatte eine eigene Werkstatt und ein HauS in diesem kleinen Vorort von Budapest, und war bekannt dafür, daß er immer nur kurze Zeit hindurch mit ein und derselben Frau leben konnte. Innerhalb von kaum zwei bis drei Jahren wechselte er mehr als zwanzigmal seine Haushälterin, mit der er stets in engen Beziehungen stand. Er hatte eS mmer mit netten jungen Frauen und Mädchen zu tun. Er war kein besonder? schöner Mensch, vielmehr ein untersetzter Mann mit harten Zügen und einem dicken Feldwebel-Schnauz bart. Die Nachbarn neckten ihn hie und da wegen seines Glückes bei Frauen. Manchmal interessierten sie sich sogar dafür, wohin dip eine oder andere von diesen Fratt'.'n plötzlich verschwunden war. Er aber bewahr te seine Ruhe und meinte mit ein.'m orr-Achtlichen Lächeln: Frauen sind nnb''>rändii und untreu: man kann lich nie ein»' verlassen". Und tvenige Tage darailf er schon wieder ein neues Verhältnis an- geknüpft, das damit endete, daß die nenz Haushälterin einige Monate mit dt.m Kemlpner zusammen lebte und dann in der gleichen W^se wie die Übrigen verschwandl^' Eines Tages kamen einige Nachbarinnen zu Böla Kiß und interessierten sich für ein Mädchen, das besonders jung und zart gewesen war, eine wahre Dorfmadonna^ „Sagen Sie mal, Meister, wo ist eigentlich die schöne Jul^chw geblie^n?" Der Meister winkte heftig ob und sagte: „Da, wo die anderen hin sind." Jeder wußte, baß das junge Mdchen bis über die Ohren in Kiß verliebt ge^en war; und man munkelte allerhand über die brutale Behandlung dkS Klempnermeisters, durch die noch alle seine Geliebten vertrie^n worden waren. Vnmal wurden die Nächforschungen merkwürdigerweise eingestellt; urck B^la Kiß lnüvfte wieder ein neues VerMtniS an. Auch die Gendarmerie stellte Nachforschungen nach einer der Vermißten an. Später wurden sogar die Behörden aufmerksam. 1912 verkaufte Kiß plöjslich seine Werkstatt und sein Grundstück an einen Mann aus Budapest; er zog auS Cinkota fort. Da er weder Verwände noch Freund dort hatte, kümmerte man sich nicht allzu lange Zeit um ihn. Erst ein Jahr später, als der neue Eigentümer ein neues HauS auf dem alten Grundstück erbauen lassen wollte und! mit den Bauarbeiten begann, stellte sich das grauenvolle Geheimnis heraus; und nicht nur Cinkota, ganz Budapest und die ganze zivilisierte Welt beschäftigte sich eingehend! mit dem entsetzlichen Treiben des Blaubarts von Cin!tota. Auf dem Grundstück, tief im Boden de? Gartens, fand man zunächst eine fest verlötete, fast einen Meter b?be runde Biick'«'. und bei sorgfältiaem Nacl'graben kaii,'?? noch weitere zwölf solriier Bü'^''<'n an§ T'i» t^eslicht. Die gebc^mnisvo'len ?^''''ss''en s i'iI-^ den der des Oe^^nen-? war so rere viin den ein ' sen en'^' s.-..'' .. Llnoch.'n 'r andere enthielten kelne Kleidung! die Frauen waren „ackt, wie ste tvmor^ worden waren, tn die entsetzlichen Blechsärge gepreßt worden. Jede Veröffentlichung der Ltcht-bUdaufnahmen, die seinerzeit von der Budapester Kriminalpolizei aufgenommen wor den waren, wurde wegen ihres schaurigen Charakters verboten. Die Identität der Leichen konnte nicht in einenl einzigen Fall festgestellt werden. Denn ihre Züge waren bis zur Unkenntlichkeit entstellt, und es waren auS dem Haus« Kiß nicht nur dies« 13, sondern mehr als 20 Frauen verschwunden. Auch die Nach-svrschllnqcn nach Kiß' Aufenthaltsort blieben erfolglos. Denn Kiß war über die Grenze au'^clewandert; niemand wußte, wohin. Nach einem Jahrc' gelangten die Nachforschungen auf einen toten Punkt. Der einzige Anhaltspunkt war ein Brief au Afrjlka aus der ^Fremdenlegion, in dem ein ungarischer Legionär mitteilte, daß Böla Kiß dort unter falschem Namen gedient habe und an Malaria gestorben sei. Die diesbeziiglichen diplo matischen Anfragen blieben ohne Erg'.bn?s; nnd die Akten mußten vorläufig b<:i!.:lte gelegt iverden. 1915 tauchte der Nam« B^la Kiß wieder auf. Auf dem serbischen Kriegsschauplatz fand man einen Toten mit den Person.il-angaben non B^la Kiß. Der schon einmal totgesagt« Massenmörder wurde so auch zum zweltemal und diesmal offiziell alS tot tr-klürt. Und damit schien die Angel«gz.iy«it endgültig aus der Welt t?eschafft zu sein. Im Zuchthaus von Arad sitzt seit einigen 'fahren ein Gtväfling, der inden Büchsrn unter dem Namen Franz Wimmer eingetragen ist. Der nahezu Fünfzigjährig« !st c'iner der gefährlichsten und streitlüchtigsren 'Zuchthäusler; sogar die kräftigsten und un-^'cschrockensten unter den Wärtern trauen sich nicht, ohne Begleitung seine Zelle zu betreten. Von diesem Mann wurde jetzt bekannt, daß Franz Wimmer nicht se'n ivahrer Name ist. In Wirklichkeit heißt er — Bsla Kiß und ist mit dem Blaubart v>.n Cittkota identisch. Arad, das heute zu iku-mänien gehört, war vor dem Vertrai .-'on Trianon eine ungarische Stadt; eS gibt im Zuchthaus Leute, die auS Budapest stammen und einige kannten sogar den berüchtigten Klempner. Dcr Direktor deS Zuchthauses, Voz.)an Pi>i^su, stellte insgeheim Ermittlungen itber d'ii Vorleben des angeblichen Franz Mini« Itter an, verschaffte sich daS Lichtbild und vi? Personalbejchreibung des Massenmörders oon Cinkota und s«ch mit Entsetzen, daß er in der Tat den furchtbaren Verbrecher in den Mauern seiner Anstalt beherbergte, und das, Böla Kiß in Wahrheit auS Angst vor se'nkr Verfolgung sich die Papiere eines Aautnnörders mit Namen Franz M''M'tt?r verschafft und sich so vor dem ihm sicheren Galgen in die le^nslängliche Zuchthc'it'S-haf^ gerettet habe. Die Lichtbilder auS kota zeigten eine erstaunliche Aehnl'.chke t zwischen „Wimmer" und Kiß und er Halle auf Brust und Armen die gleichen Tätowie-rlwgcn, die in der Personalbeschr^'öuim angegeben waren. Direktor PaScu äufli'rle go "l'nüber «inigen Araber Journalisten, dis; Wimmer und Böla Kiß ein und .''i.'ielde Psrjon seien; er habe schon die behördlich» n Untersuchungen in die Wege geleitei; u^d aus Anluchen Ungarns hin wird nun Aöla ssiß an die ungarischen Behörden auSgelie-fer. Als Wimmer von der Angelegeuh«''! Mlnd bekam, versuchte er zu fliehen. Die Flucht mißlang; er wurde in seine Zelle zurückgebracht. Vor einigen Tagen ivoll'e er sich das Leben nehmen. Er schlug sich mit ^ilfe seiner Ketten die Pulsadern aus. Auf die Wand hatte er mit seinem Blut den wütenden Satz geschrieben: „ZuchthauZdirek-tor, das ist mein Blut. Hier hast du endlich was zu saufen." Nach den Angaben Pascus dürfte V^la Kiß selbst seinerzeit die Nachrichten über seinen Tod aus Afrika und vom Kriegsschauplatz in Serbien verbreitet haben. In einigen Wochen wird er das Krankenlager im Zuchthauslazarett verlassen. Inzwischen wandern die vergilbten Akten, mehr als zwei Zentner, zum drittenmal aus den verstaubten Archiven auf den Tisch des Gerichts; und die grauenvolle Angelegenheit wird nun schon eine zweite Veuera-tion beschäftigen. MMm-W .Gregoröiöeva ut. S (1- ktotl> Zport vom 5onntss Srazer Fubbaktr in MaNbor ««r»" schl»,» 5:2 <»tl) M a r i b o r, 4. August. Der sympathischen Mannschaft des Grazer Sportklubs „Sturm" gelang es heute, sür die vor kurzem erlitten« Schlappe ausgiebige Revanche zu nehmen. Äe Grazer entpuppten sich diesmal als ein äußerst harter Gegner, mit dessen Ueberlegenheit die ^x'i-mischen scheinbar nicht gerechnet hatten. Es gab bald nach Spielbeßinn im Lager der Schwarzblauen sehr erstaunte Gesichter, als die Gäste es in wenigen Minuten auf 2 : 0 bringen konnten. Aber trotz der hohen Tor-differenz war daS Treffen nur in der letzten halben Stunde einseitg. Während des Großteils der Spielzeit wußten die Schwarz blauen den Gästen gewaltig zuzusetzen. Sie hatten vor der Pause kaum viel weniger vom Spiel als die Grazer, nach dem Seitenwechsel bedingte aber die Müdigkeit einiger Leute «in Zusammenklappen einiger Mann-schaftSformationen der heimischen Elf. Nach einigen tastenden Versuchen hatten die Gäste die Gegner richtig eingeschätzt und schon in den ersten Minuten fällt das erite Tor. Einige Minuten hat P e l k o zwar Ruhe, aber die Grazer nützen bald darauf wieder eine recht günstige Trefferchance erfolgreich aus. Die .?>eimischen finden sich nun endlich doch zurecht und kommen durch Bäumel zum ersten Treffer. Nach Seitenwechsel dominieren zwar anfangs wieder die Hausherren, doch die Gäste kommen zu Tresferehr«n. Das Tempo flaute nun rasch ab und das Spiel macht einen sehr matten Eindruck. Gegen Schluß stürmen die Heimischen doch wieder vor und BarloviS kann den letzten Treffer deS Tages inS Äei-n« bringen. Die Schwarzblauen stellten diesmal ein« vollkommen umgruppierte Stürmerr;?ih« ins Feld, die sich jedoch nur zum Teil bewähren konnte. B a r l <1 v i e war, dem er auf ungewohnteiu Posten kämpfte, von alle» Stürmern N)eitattS noch der b'^te. r kämpfte vum Anfang an bis fum S^')^us^ mit anerkennenswerter Energie und Aufopferung, Tergletz agierte in der erjten Spielhälfte recht geschickt, ließ aber späterhin nach. Bäumel ließ die nötige Routine sehr vermissen. S ch m i d t tat sein Möglichstes, während BerU Löschnigg sich «inen Versager leistete. In der Deckerreihe war heute B r ö ck l ein hervorragender Kämpe für die ^mischen Fsrben. In Geifert hatte er eine tatkräftige Stütze, während L ö s ch n i g g Matthias vom Tempo stark mitgenomm«n zu sein schien. Das Verteidigunastrio leistete zeitweise außerordentlichen Widerstand, ließ aber deS öfteren allM oft Gelegenheit zum Schießen. Pelko zeigte einige recht hübsche Stücke. Schiedsricfiter Nemec nahm das Spiel etwas zu gemiitlich auf und traf so zahlreiche s^hlentscheidungen. llm dle AuKbaK StaatS» Meisterschaft Die Wettkäimpfe um die Fußballmeiist»'.r' fachst von Jugoslawien wurds^Heute in Ja» greb beM. Beograt» weitergeführt. In Zagreb standen sich tz a it t und Gradsan-S k i gegenüil^r, der^n Treffen mit ein^'in verdienten Hieg der ersterßn endete. Das Ergebns war 3 : 0 : 0). Als Spielleiter fungierte der Wiener M ! e ß. Trotz der ho. hen Chancen errang im AN>eitiN Spiel ziv'^« schsn dem B. S. K. und Jugoslavi'g der Beograder Sportklub nur einen knappen 2 : 1 (l : ())-«Sie>g. Die Rethenfolge in d.:r Tabelle bleilbt auch weiterhin aufrecht und Awar stcht H a j d u k an der Spitze; es kol.-gen tz^Sk, B. G. K., Jugosladija mrd Gra-djmlSki. Austragung gelangt. Triptyk und visumfreie Einreise wurden vom österreichischen Konsulat bereits bewilligt. Alle Teilnehmer an der Fahrt haben die Nummer des Motors, ferner Evidenznummer, Marke des Fahrzeuges «sowie alle nötigen persönlichen Daten anzugeben. Der Start erfolgt Samstag, den 10. August um 13 Uhr vom Hauptplatz. Äntemattonale« Tenntttur-nter von Bied Artens geschlagen! — Giba (Prag) gewinnt das Herreneinzel. B l e d, 4. August. Heute wurde hier das ü. Internationale Tennisturnier um die Meisterschaft von Bled zu Ende geführt. DaS Turnier hatte eine mannigfaltige Beteiligung aufzmveisen Die größte Uebcrraschung war die Niederlage des bekannten öfterreichi'ch^n Meisters und DaviS'Eup-LpielerS Artens gegen Aydintan lTriest). Artens wurde mit K:0, 2:tt, 4:6 geschlagen. In der Vorschluß' runde schlug Friedrich dagegen A y-dinjan überraschend mit 4:tt, 6:2, 6:3 u. der Tschechoslowake S i b a blieb gegen R a d ovi ^ (Beograd) mit 6:3, 6:4 siegreich. Das Finale sah nun F r i e d r i ch und S i b a als Gegner. Friedrich gewann überraschend den ersten Satz mit 6:2, trat aber hierauf wegen de? schlechten Arrangements seitens des- Beograder Tennisklubs zurück und überließ S i b a den Sieg und die Mesterschaft von Bled. Im Herendoppelfpiel blieben Artens und A Y d i n j a n gegen die Kombination Radovi^-Stojanoviö mit 6:0, 6:0, 6:3 siegreich. Im Damensiegle siegte Frl. A y d i n-j a n gegen Frl. Ebermann (Klagenfurt) mit 6:4, ü:7, 7:ü. : Ausflug unseres MotoNubS auf den Semmering. Wie berichtet, beteiligt ^ich Heuer der Motoklub korporativ am internationalen Motorradrennen um den „Grzß?n Preis von Oesterreich", »velcheS am sonn« tag, den 11. August am Semmering zur Haupwerfammlung ves NußbaNunterverbande« Ljubljana, 4. August. In vollzähliger Vertretung sämtlicher Sportvereine von Slowenien hielt gestern der Fußballunterverband in Ljuibljana seilie diesMrige ordentliche Generalversamnr--luug ab. Nach gründlichen, teils stÄrini.schen Auseinalndersetzun-gen wurden nachstehende Herren in den Verwaltungsausschuß für die Sai?son 192A'1930 neugWählt: Obmanns Finon^rat Z a s c (Jadran), i. Vizepräsident: G r u d e n (Hermes), 2. Viz^rä-sident: ViLiL ^Svobo^), Sekrrtär: M a-rinie (2elezntSar), Kassier: Ke ti n a Hrrmorje), Ausschiußmitgilieder: Krall (Svviboda), Jng. Kulii 8 (Primor^), M i-l a ö (Jadran), Se deu (Nat'akar), B e» tetto (Ilirija) und Florijane ^ e (Ilirija). Ferner w-urden die Herren Jng. K o u d e l k a, S a n c i n und Kova ^ als Revisoren evwählt. Die Miisterschakt von Slowenien wird wie bisher in drei Gruppen und War in Martbor. Celje und LMliana ausgetragen werden. Da-s Stim-lnrenverhältnis war 14 : 9. Dle MeMtNchaN btr Arbelier-rodfahkei' Sloweniens M a r i b o r, 4. August. Heute vorm>ittags führte der Arbeit'.'r-Radsahrerverband auf der 136 Kilometer langen Strecke LjMjan'a--Mariibor die di'^s jährige Arl>eiter Radmeisterschaft von Slo-»venien durch. Das Rennen verisanunelte n^n Start die bc'sten Fahrer aus Manbor und Lj'ulbljana und brachte auf der ganzen Strek« ke einen harten Kampf. Der Start erfolgte um b.45 -in Li'ubljana, während das Ziel die ersten Fahrer um 10.27 passierten. Ms bester Fahrer erwies sich S p e n k o Eugen aus Ljublijan«, welcher die Stveck« in der Zeit von 4 Stunden und 42 Minuten zurücklegte. ' De^ Einlauf war folgender: I. Cu.gen Spento (LjM^na) 4:48; 2. Rath Rudolf (Marilbor 4:46.57; 3. Andreas Neurei ter tMaribor) b:0.b7; 4. Franz Lediirek fMa« ribor) ü:6.i0; k. Georg 2olger (Maribor) 5:6.11; 6. FvanA Klep (Maribor) 6:32.30. Die ersten Bastplacierten wurden mit t^chmackvollen Pocisen bedacht. Nach dem Rennen vermlstialtete" die hiefi. gen Avbeiter-Rvdler einen UmAug durch die Stadt. Aus aNer Welt Veraubvng chinesischer . Die chinesische Bevölkerung ist durch ein?n Akt von Totenschändung in Aufregung d.:r-setzt, der seinerzeit von den unter General Tschu-Vu-pu stehenden Teilen der Nordtruppen bei deren Rückzüge von Tiensin begangen worden ist. Als der allgemeine Rückzug eingeleitet wurde, sandte Tschu. Yu-pu den unter seinem Kommando stehen-den Venera! Tang Schov-tching mit einer Truppenabteilung und dem B«fehl ab, die bei Tchihfien befindlichen Kaisergräber zu erbrechen und alles, was an ^welen und Wertgegenständen in ihnen enthalten sei, fortzunehmen. Wie die „China-Expreß* mit teilt, wurde dieser Befehl auch pnmpt aus-geführt. Dreizehn Särge, darunter der de« Kaisers Kien Lung, wurden gewaltsam öffnet, und eine Beute weggeschleppt, deren Wert auf 4 bis Millionen Pfund geschätzt wird. Die Polizeibehörden wurden auf diesen bisher streng geheimgehaltenen Vorgang dadurch aufmerksam, daß Auwe-lenhändler von Peking verschiodemlich Preziosen von ganz eigneartigem Charakter angeboten wurden. Einer dieser Agenten — wie sich später herausstellte, ein ju»tg«r Offizier der Nordtruppen_wurde ver^f- tet und durch seine Aussagen kam der Raub ans Tageslicht. Wie der Verhaftete angab, »vurden aus dem Grabe des Kaisers ldien Lung u^ a. vier SchmucSstücke in Melonenform geraubt, die ganz mit Smaragden besetzt waren, während aus dem Sarge einer Frau, vermutlich der Kaiserin-Witwe, ein riesiger Diamant entfernt wurde. Die Ausführung dieser systematischen Ausplünderung der Kaisergräber nahm vierKsh? Tage in Anspruch. Fünf Kaisergräber wurden nacheinander geöffnet, die Grabkanlmern und Särge durchsucht und alle Kostbarkeiten geraubt. Dann wurden die Gebeine wieder in die Särge zurückgelegt und Äi' Gräber verschlossen. Der beleidigende Totenschei». In dem Barnsley'Becket-KrankenhZlts zu Barnsley in England starb die Frau eines dortigeil Arbeiters Bailey. Der Gatte war aber sehr erstaunt und beleidigt, als «'r auf dem Totenschein seiner Frau Elisa cls Todesursache „chronische Alkoholoerg'.ftung" angegeben fand. Diese Besc^inigung, die Frau Bailey zu einer notorischen säuserin stempelt, war von dem Arzte des Krairken-Hauses, Dr. Gorinkle, ausgestellt worden. Da Frau Bailey als eine sehr ordentliche und durchaus mäßige Frau bekannt war, so strengte der Ehemann wegen der in dem Totenschein ausgesprochenen Beleidigung seiner Frau, die auch auf ihn zurückfiel, Klage gegen den Arzt des Krankenhauses an, und setzte es durch, daß die Leiche erhumiert und nochmals auf die Todesursache hin untersucht wurde. Der Arzt, der diese Untersuchung ausführte, stellte sest, daß Krebs im Verein mit großer .Herzschwäche die Todesursache gebildet hatte. Dieser Befund wurde noch unterstützt durch die Aussage eines Dr. Chapple, der Frau Bailey vor ihrer Ausnahme inS Krankenhaus behandelt hatte, und bekundete, daß er selbst Frau Bailey wegen ihres schwachen Herzens Alkohol zur Stärkung verordnet habe. Das Gericht kam daher zu einer Verurteilung des angeklagten Arztes, und der Vorsitzende machte der Leitung des Krankenhauses noch besonders den Vorwurf, da^ es in diesen' Falle grob fahrlässig gehandelt habe. » ..sknakoft" veranstal- tet sein diesiäbriges Sommerfest am 11. August NN l^'istaarten A. Senica in Stu-denci. Alle Brudervereine werden zu dieser gemiltlichen Unterhaltung eingelcrden, i'-'n "inem eventuell in Aussicht g«'"n»„",r'n<'n ??este selben Tage Abstand nehmen mögen. — Der Ausschuß. Monlag. Len 5. l?2y Die Tochter des Zigeuners I!»!» !MN klO«a» vn «wstav «. vGi» » etG. Topyiight dy Mart. Feuchtwlmgir, Halle-Laale« (Nachdruck verboten.) meinem Gedüchtnit h«rften, und ich brauch' keine Sorge zu tragen, daß ein Un^rufener seine gierigen Augen in meinem Innern wühlen läßt. Habe ich da nicht auch recht? ' ' ^Tja--kam es gedehnt aus Arnims Munde, „wenn du eS so anstehst gewiß hast du recht!'Aber — ist es nicht doch schön, wenn man fich an Hand der Notizen an daZ wieder zurückrufen wnn,' waZ man einmal erIÄt hat? Ich habe jedenfalls schon oft in diesen Blättern gelesen, die im?^lde mein Heiligtum waren, und d«e ich nie von mir ließ. Wer ich glaube, der Diener kommt mit uns!erem Essen." . Es klopfte, und der Diener erschien mit den. erstandenen Herrlichkeiten. Marqarcte ordnete mit sorgender Hand ein Mahl, das sich beide gut schmecken ließen. ' „D 333" rollte noch ein paar Meter über den weiten Platz des Tempelhoser Feldes, dann blieb er stehen. Dicht vor den Gebäu. den, die den Platz an seiner einen Seite säumten. Der Konsul verabschiedete sich mit ein paar liebenswürdigen Worten von dem Flugzeugfülhrer, der ihm lachend antwortete, und ging dann, nachdem er an den Behörden'vorbei war, auf eins der Autos zu, die dort immer bereitstanden. „Wohin?" ' ' „Hardettbevgstraße 74." Der Wagen fuht ab, die noch nicht alte, bequeme Zufahrtsstraße zum Flughasen ent« lang. Am Ende der Straße nahm sie die C'haussea auf, und bald nmren sie mitten in der Stadt. Kurz vor vier Uhr betrat Konsul Berger das Vestibül der Pension Niemeyer. Frau Niemeyer kam sofort, als sie seinen Namen hörte, auf ihn zugeschossen, und zog ihn mit einem wortreichen Redeschivall in ein Nebenzimmer, wo auch der Landesgerichtsrat schon wartete. Dieser hatte vor zirka einer Stunde bei seiner Schwägerin angeklingelt, um zu er« fahren, ob sich schon jemand von Hamburg gemeldet habe, und aus ihr verzweifeltes „Nein" war er. dann zu ihr gefahren, um andere Maßregeln mit ihr zu besprechen. Frau Niemeyer war nun ein Stein vom Herzen gefallen, als der Vater ihres Pfleglings vor ihr stand. In dem kleinen Zimmer saßen sie nun alle drei, und quälten sich niit der Frage herum: „Wo steckt Margarete," Eben sagte Landesgerichtsrat Niemeyer: „Hast du dcnn gar keine Ahnung, ^vo sie hingegangen sein könnt«? Hat sie nichts geäußert, daß sie einen bestimmten Zweck mit ihrem Ausgang verfolgte?^ „Nein — gar nichts! Ich weiß nur, daß sie Einkäufe niachen wollte", sagte seine Schwägerin mit »veinerlicher Stimme. „Aber vorgestern — da weiß ich, wo sie gewesen ist! Da war sie zur Er^fnungZ-Vorstellung des Neuen Westend-Theaters. ^ ist eine famose Idee! Ae beste, die du Haiben konntest." Gr umfaßte sie und küßt« sie herzhaft ab. ^Vcmn klwgeUe er. kiD«r Diener evschien. ,^^^rsen Gie ein gutes Essen für zwei Peußonen. Gehen Sie nebenan in die F^^ed-richstveche. Aber dalli ^ verstanden?" „Havohl, Herr Baron!" Är Diener eilte, seinen Auftrag zu erfüllen. Arnim aber zog Margarete neben sich auf ein Sofa und koste mit «ihr. . Sie sprachen von allerlei zärtlichen Dingen, bis Arnim plötzlich aufsprang. Er eUte an seinen Schreibtisch. Hier zog er ein Fach auf und nahm einen Stoß Bücher heraus: Notizbücher in allsn Flormen, sieben und Größen. Auch lose ^ttel waren darunter. Bon den Büchern sahen die meisten recht mitgenommen auS. Mavgarete war seinem Beginnen mit Soipfschüteln gefolgt, und war sehr erstaunt, als er ihr den ansehnlichen Stoß in den Schoß le^e. Verständnislos sah sie bald auf die Bücher, bald auf Arnim, der vergnügt schmunzelnd vor ihr stand. Beide Hände in den Hosentaschen, schaukelte er sich auf den Fußspitzen. Endlich ließ er sich herab, zu reden. „Was du da liegen hast, sind — meine Tagebücher. Aus ihnen kannst- du ersehen, was ich in meiner Iunggesellenzeit getrieben habe. Alles, jedes kleinste Erlebnis, ist darin eingetragen. Manches wird dir vielleicht nicht gefallen oder doch wenigstens das andere verlor sich in einem undeutlchen Murmeln. „Um eins aber muß ich dich bitten", führ er fort, „du darfst dich nicht verletzt fühlen, wenn du auf Sachen stößt, die eigentlich mcht für zartbesaitete Wiesen geeignet sind. Ich meine damit das, waS ich lvährend deS sftldzugeS geschrieben habe. Da war man nicht so wählerisch in seinen Ausdrücken, man schrieb, u>ie man dachte. Ich gebe dir diese Bücher, damit du mich richtig kennenlernen kanl^t, während ich in .Hamburg bin. DaZ kannst du am besten, wenn du diese kurzen Notizen mit Verständnis liest. Wenn du sie gelesen hast, werde ich sie wieder an mich nehmen, denn sie sind mir ein teures Andenk«n." Margerete nahm den Stoß und legte ihn oeiseite, nicht ohne init der Hand darüber zu streichen. Sie sreute sich jetzt schon auf die Stunden, in denen sie sich recht intensiv in diese Bücher versenken wollte. Dann sagte sie: „Ich freue mich, daß du mir soviel Vertrauen entgegenbringst. Leider kann ich nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, da ich kein Tagebuch führe! Ich bin froh darüber, denn waS hinter mir liegt, soll vergessen sein. Ob gut oder böse — ist etlvas des Erinnern? wert, s» bleibt eS doch in »>»»»»»»»»»»»»»»»»> Kieiner /^nieiyer lMl mit großer Erfahrung, wird f. größere Vaumschuk in Kroatien gesucht. Offerte mit Ge« Halstanspruch an PublicitaS d. d. Zaflreb, (^imduliüeva N. unter 2WW". W127 »»»»»»»»»»»»»»»»»»> M und ein Lehrjunqe werden genommen. Offerte unter /^!ich tig" an die Verw chchchchchchchchchGchchchchchchchchch Obernekme LSmtlicke !n äss k^sck der Auto- unci einscklsxenäen Arbeiten und veräe micti bemülien 6ie ?. ?. !»WW>»»»«WW»W>>W Bertrauenssachen sind Photoartikel! frische, «rossen gewaert?. schleierfreie Ware kauft man beim Fachmann Vhotomeyer, arSkteS Phcti^sve-zialhauS Sloweniens. U' Kaufe altes P^old, Cilb?fkron<'n u. ialsche l^älme zu vösiftoret' sen. A. 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