EchrifUeitung I«thauSgajse Nr. J ($ni*mct(äel I»t t ist 1 ■ n» c: ligliit (mit ter «enn- a. Hfl«-*) coa II—IS Uhr vorm. Hand schrei^» »nde» »ich« ' Bamcnl«(< 4in- nicht *»«*»«•«. »»ell!en lefciiliic» fntaf»'»-1 - »et Wl-dri>>°>un«r» »*"♦* iuuSl-k. «1t «t«» Ult» roi»rr>t«i »ur,c»». ^ Mß^«k»sie!,.»»tu, »«»oo. Venvalkuiig: SkathauSgasse Str. j lH-mmer'Ich«« Hau» ) vrzuffsdedingungtn: T«rch die Paft »qoqr»! . K MO . K IM . K II-»» All« i> Ili ail 3»#<0tni| las __ «auf: . K 1-10 . K »•_ . K . K !»•— S8r« »«»la«» ritobf» lich die 'iu»««edildr-7i utn »ie hcilxr!» W«(«ji6mitl ».Petllhteit. Oinildriltt« ■tonnemmt» gelten di> tat >ddeftel>i»g. Bie«g SalbjtUitig »BtlüHuj . Vlmotlich . etertrljijrig Aatt)ttHg . WoniiillTifl Mr. 05. ßilli, Donnerstag, 13 August 1903 28. Iayrgang. Hine stooenifche Mniverfität. Au« Laibach meld« der Draht unter dem 11. d. M.: „Für den 24. und 25. August ist eine Versammlung der slovenisch-katholischen Siudenien. schaft hieher einberufen. In der Versammlung soll eme Kundgebung sür die Errichtung einer slovini-schen Universität in Laibach beschlossen werden " Die Äomöoie kehrt also immer wieder und der ruhend- Punkt in der Erscheinungen Flucht ist der Umstand, daß e« vornehmlich die kletikalen .^studierten Herren" sind, die an dem Possenspiel tätigen Anteil nehmen. Da« ist leicht erklärt. Die Theologie ist nämlich da« einzige Fach, in dem die Peroaken den Bedürsnisien einer Unioersiiät gerecht werden könnten. E« besteht eine Ueber» Produktion an .Gotte«g«lahrten', allerding« wunder-liche Heilige, über die der „Sloven«ki Narod' und der , 2l ijerc" mtte Geschichilein za erzählen wissen, und e« besteht auch schon die nötigt Fachlueraiur, nämlich Wunderiraktälchen und Legenden, auch hat die Massensabrikai on von Gebeibachtrn die nötigen «nüvi tscdnici zutage gefördert. Wa« Wunder also, daß die Herren Cleriker in sich da« Zeug fühlen. einer UniV-rfitS» die Dozenten zu geben. Der Etellenhun^er un» der Ehrgeiz wüten in ihren Em^twnden und darum schreien sie sich heiser nach einer Unioersiiät. Kecklich treten sie vor und erklären ihre For. derung. die Forderung ehrgeiziger, klerikaler Dick« wänste füc die Forderung de« slovenisch'n Volke«. E« wäre zum Lachen, wenn es nicht so litf empörend wäre! Da« soll also die Medizin sein, die dem wirtschasilich krank und siech darniederliegenden Krainervolke^us die Beine helfen soll? Die Stillung klerikalen Ehrgeize« soll die Wunden heilen, die dem Volke durch die peroakische Mißwirtschaft geschlagen wurden. Da» Volk schreit nach Brot und die klerikalen Peeroaken reichen ihm Steine. Angesicht« dieser Dema,gogenkünste. solcher geradezu von Ver-ruchiheit zeugenden Bolk«o«rsührer-Kunststücke muß z>ie Schlokstau. Won Emma Ruid-Wradalsch. (Schluß) Wie baUd wußte die ganze Umgebung von der «aurigen Geejchichte. Baron Lona war «in Aben-teurer gesährrlichster Sorte. Sein Name. Titel und »üter?? AM Lug und Trug! Die reiche ^tbm. da« uunschulbi, e Mädchen, ohne olle Ange-hörigen, w irr i.m eine gewünschte Beute, gar bald ■WtOMste er i einen Landstrich nach dem andern, die u»sgestapelieaa Äeripapiere in der eisernen Kasse waren ihm eieiin willkommene Zugabe und die hin-gebende Liebe « de« schönen seurigen Müller-Rö«chen« schmeckte ihmn weit besser al« die unschuldsvolle ideale Echwäärmer« seiner Gattin. Mit ihm ver-brachte er Zehnen der berauschendsten Wonne, wäh» rend ihn semne Frau in Italien wähnte. Al« ihm nun der Bod'den unter den Füßen zu trennen be-gann, flog erkr aus dem schönen stolzen Rappen und «>t ihm sein >> ,Dornrö«chen". In dem Momente, al« die Baroionin damal«, ihren Galten suchend, im Mühlhause SEchutz vor der hereinbrechenden Nacht suchen wolltet«, hörte sie durch« Fenster von der Flucht ihres » Satten mit der Müller«tochter, welche im Hause soedeben entdeckt wurde. Auf ihren Schrei stürzte der MMüller an« Fenster und da« übrige ist tau Leser bekukanot. man erklären, daß der ,<ö;aj«:c" mit seiner Aus« klärung«arbeit wahrhaftig eine edle Mission unter dem slovenischen Volke verricht». Die Peroaken vtiketzern und verlästein zwar die ,3t ij.rc'. Leute al« VolkSverräter, aber e« kann nicht zweiselhast sein, wo die wa^en Voll«verräter zu such>tzungen, und einer Mißgeburt da« Leben zu schenken, die an Schwindsucht, Hühner-brüst und englischer Krankheit lebet, dazu wird sich eben keine Regierung bereit finden. Der Regierung schwebt jedenfalls in der Präger tschechischen Universität ein warn-ndt« Beispiel vor. Die Tschechen sind deu Slovenen ja doch kulturell und an Zahl weit überlegen, und dennoch haben sie ihr Gefreit damit, ihre Universität l«ben«kräfiig zu erhallen. Man lese doch nur einmal in dem führenden Blatt der Alttschechen über die nie ver-stummenden Unioersiiät«sorgen, über d«n Dozenten-schwand und da« tschechische Jntelligenzelend. Also selbst da« den Slovenen so weit vorau«-geeilte Sech«»Millionenvolk der Tschechen gebietet noch nicht über die nötige Fülle von Intelligenz, welche nötig ist, um eine Universität lebensfähig zu erhalten; selbst in diesem Volke ist noch nicht jener Prozentsatz geistigen Menschentum« erreicht, welcher bei anderen Völkern zur Deckung der aller- Irenen« Tante hörte von der Geschichte uno ihrer Krankheit und eilte herbei. Welche Ver-wüstung an Leib und Seele, an Geld und Gut fand sie vor! Glücklicherweise konnte sie den Ireuen Verwalter wiederbkkommen. der aber schüttelte be-denklich sein graue« Haupt, al« er den nahen Ruin vor sich sah. „Wa« tun?* frug sie sein angst, erfüllter Blick. „Mit vereinten Kräften' sagte sie und überreichte ihm den Schlüssel zu ihrer eisernen Kassette. Wie die beiden edlen Menschen nun arbeiteten und sich quälten und abmühten, um der armen Baronin doch wenigsten« daS Schloß al« Eigentum zu erhalten. Davon wußte diese selber nicht«, eben, sowenig von den Schurkereien ihre« Gatten. Sie lebte nur ihrrm Schmerz und ihrer Liebe-- unbekümmert um die ganze äußere Welt. Jahre waren wieder dahingeschwunden und unverändert war alle« in und um Elchenhorst ge-blieben, da kam e« nun. daß die alte Tante fchwer erkrankte, und dieser Umstand bewog auch Irene, ihre Turmgemächer zeitweise zu v-rlaflen. um nach ihrer neuen Gesärtin zu sehen, deren Zustand sich aber bedenklich verschlimmerte, sodaß Irene nicht mehr von ihrem Lager wich. Und al» die Gute aus ewig entschlummert war und zur letzten Ruhestätte gebettet wurde, da notwendigsten Hochschulbedürfnifse — also wenigsten« eine« vollständigen Lehrlörper« — vorhanden, ja in Deutschland sogar in überschüssiger Weise zu finden ist. Auch noch «in anderer Umstand kommt in Betracht. Die Herausgabe streng wissenschaftlicher Werte in Neuslovenisch ist ein kostspielige« Unter-fangen, da« mit unfehlbarer Sicherheit mit einem beträchtlichen Defizit abschließt. Die Professoren der Laibacher Universität müßten ihre Wei»heit also erst noch in der verhaßten deutschen Sprache oer-zapfen, denn für ihre neuslovenischen Wissenschaft-lichen Werke fänden sich in dem l'/^ - Millionen-völkchen nicht hundert Abnehmer. Müssen sich ja doch selbst die hochgebildeten und die Slovenen himmelhoch überragenden Dänen, Schweden und Norwegen bei Werken strengwissenschaftlichen Charakter« der deutschen Sprache dedienen. Wenn die Laibacher protessores aber deutsch schriebe», wozu dann erst der Millionen - Aufwand sür eine Universität? Dann sollen die annoch unenidecktm Kapazitäten doch gleich im Bescheidenen weiter blühen und noch Gott danken, daß deutsche Lehr-anstalten vorhanden sind, tie ihnen eine Weltsprache beibringen, in der sie sich allgemein verständlich aufquetschen können, wa« bekani tlich b im Neu-slovenischen nicht zutrifft. Slovenische Zeitungsstimmen. Los von Hraz. Zu dieser von den Peroaken au«gegedenen Losung nimm« der „Stajerc' in den folgenden Au«sührungen Stellung: ,Jn Kram und in Kroatien sind die Volktführer ebenfall« meistenteil« Doktoren und Geistliche, die wären natürlich unseren Doktoren und Geistlichen sehr dankbar, wenn sie unser südsteirische« Land in ihre Krallen überantworten würden, den Gewinn würden hieoon unsere sogenannten Peroaken haben. Im zweiten Fall« aber: nämlich wenn Unterst«ier-mark selbständig werden möchte, wa« unser« P«r» vaken am meiste» verlangen, wa« möchte dann ge-schehen? Wer möchte in diesem Falle den Nutzen halte auch Irene ihre Sch«u vor der Außenwelt überwunden und folgte dem Leichenzug« bi« zur Totrngruft. Bon nun an verließ sie öfter, ungesehen von den Hausbewohnern, ihr stille« Heim und be-gab sich zu dem Familiengrabe, wo ja auch ihre Eltern ruhten. Siel« in tiefe« Schwarz gekleidet, mit herabwallendem Schleier, sah man sie den ein-samen Friedhos und auch die Kirche betreten. Um diese Zeit war e« auch, wo sie stet« vor der Kircheniür »ine Bettlerin traf, die sie st.-i« be» fchenkie und deren schmerzlicher Blick ihr folgte. Tie obgeharmlen, früh verrunzelten Züge mußten sehr schön gewesen sein, es schien, al« hätte die arme Frau auch bessere Tage gesehen. Eine« Tage« blieb die Sch!oßfrau vor ihr stehen und richtete einige Worte an sie, da — mit einemmal« — erb,bie ihre ganz« Gestalt, sie mußte sich an «inen Pfosten stützen, — wa« blinkte dort am Halse der Bettlerin sorglich verborgen? Irene griff darnach — ein Kleeblatt an einem kleinen Kittchen funkelte in ihrer Hand. Die Bett-lerin schrie laut aus und stürzte erschöpft zur Erde nieder. , • » In einem der Gemächer de« Turmes zu Eichen-horst liegt auf weiße Linnen gebettet ein arme« Menschenkind. Totenblässe bedeckt da« Antlitz, da« herrliche schwarze Haar in Flechten gewunden, um-gibt da« Haupt. Seite 2 „S.rr*fA- Kummer 65 davon tragen, wer den Schaden haben? Die Ant» wort ist leicht. Wenn wir selbständig werden, dann müssen wir unsere eigene Lande«oertretung haben, eine eigene Statthalterei und un« wäre eine groß« Summe von Zahlung«» aufgebürdet, weil wir wie-der s«hr viele neue Beamte brauche» würden. Die fetten Stellen bei den «rslen VertretungSkörpern und der Statihalterei möchten nie die Bauern in die Hände bekommen, sondern unser« Peroaken. unsere Doktoren. Diese würden wi«d«rum, da« veisteht sich von selbst, nie auf ihre schwärzen Agenten — die Geistlichen — vtrgksfen, sondern si« möchtkn sich mit ditsen an den armen Bauern noch mehr mästen, wie bit jetzt. Wie wir auch an-läßlich der letzten Landiag«wahlen berichteten, sind in Unlerstkiermark und Obersteitrmark die Bauern mit ihren Kandidaten durchgedrungen, so daß bei-nahe sämtliche Landwirte durch Bauern v:rtreten sind. Dies« Bauernoertreter können natürlich nicht mit unseren Doktoren und Geistlichen im Landtage verhandeln und zwar schon au« dem Grunde, weil si« entschieden verlangen, daß den Bauern geholfen werden muß. Unsere sogenannten »bäuerlichen Ab» geordneten" sorgen aber nur für den Prosit der Doktoren und Geistlich«», und wenn ihnen von den Bauern-Abgeordneten, s,lbstr«d«»d d«r zweiten Na-tion, dagegen gearbe t«t wird, dann beginnen alle unsere Abgeordneten zu schreit« ,?roö oä Gradca* (So« von Graz). Uotitische Rundschau. Tschechische Norbilder. Wir wünschten un-seren stklrischen Peroaken. die ä la Robitsch so beweglich über da« deutsche Tyran«njoch zu lam«n-ti«r«n v rstehtn, den Wechsel mit den D«uschböhme», die unter dem Regiment «iner tschechischen Landtag«-mehrhtit stehen. Dann wäre e« au« mit Ehren-bürgerernennunkien auf die Art jener von Biichos» bors, wo die Peroaken, alt sie zur Herrschaft in der Gemeinde gelangten, sogleich eine Massenfabrikation von Ehrenbürgern einrichteten, um ihre Herr» fchafl sür alle Zeiten hinaus zu sicher» — aller-ding« ohne daß ihrem Werke ein dauernder Erfolg beschi«d«n gew.fen wär«. Wie die Tschechen mit den Deutschen umspringen, lehrt die Sitzung de« böhmisch«» Lande«au»schufft« vom 5. d. M., tn der die Ehrenbürgerernennungen der deutschen Stadt Budwei« kurzweg ousgtboben wurden. Wir würden dem steiermärkischen Lande«au«schusse empfehlen, sich «in wenig an di« tschechisch«» Vorbilder zu halten. ?ervake» an der Arbeit. Die Peroaken entfalten sür den Mona« August eine fieberhafte Tätigkeit. E« sind eine Reihe von politisch«» Versammlung'» in« Auge gefaßt worden, an denen die nachstehknden Volk«r«dnrr auftreten werden : Advokat Dr. Glaser, Advokat Dr. PipuK, H o s r a t Dr. Ploj und Doktor Kuko-vec. E« schwindelt einem vor den Augen vor lauter Dvkioren. Siehe slovenische« Volk, deine Anwälte! Die verlangen naiürlich Universität«-Professuren und neuslovenische Eisenbahnt^feln, von denen du dir deinen Teil herunlerbeißen kannst. Die Gestalt selbst ruht mit festgeschlossenen Augen, stumm und still. An der Schwelle d«« Gemache« steht die Schloßsrau und hält unverwandt den Blick aus dieKianke gerichtet: »Arme« schöne« Rötchen!" sagte sie haldlaut vor sich hin, .der Himmel hat gerichtet, auch a» dir; wir unwürdigen Erdenwürmer haben un« vermessen, dem Göttlichen unser« Lieb« zuzuwenden — und die« nun unser« Siras«. Doch du bist glücklicher — d«r Erlös«? Tod str.ckt dir erbarmend seine Hand entg«g«n. und bald wird Ruh' und Fried«» um dich sein! Versöhnt magst du von hinnen ziehen, ich hab« dir nie g«grollt, denn mächtiger al« alle« auf Erden ist die Liebe. Doch welche« mag dein Schicksal wohl gewesen sein, du btdauern«wertt« Weib!« Dies« l«tzien Wort« sprach si« ganz laut, so daß die Kranke die Augen öffnete und ängstlich scheu nach d«r Richtung, woh«r si« klangen, sah. Ein l«is«r Aufschrei «ntsuhr ihrer Brust, al« si« Ire»«. Freiin von Lona erblickte. Enisetzen malte sich in ihren Züzen, ihr ganzer Körper erbebie, flehend faltete sie die Händ«. »Habe nicht Angst mein Kind vor mir." sprach diese, während si« sich d«m Beile näherte. .Ich zürne dir nicht, ich be-klage dich nur, daß du ibm je im Leben begegnet bist, denn welchem Weibe immer er sein« Liebe schenkte, war ihm verfallen für alle Zeit. Doch sprich, kannst du mir nicht sagen, wie alle« kam? Fühlst du dich stark genug dazu?' Von den neuslovenische» Ausschristen wird da« Kraul fett werden I Nervakische Weisheit. In der politisch,» Versammlung zu Maria Rast sprach auch «in Dvk oc Rosina. Wa« d«r zum Besten gab, sprach sich grnüaend in den zwei Sätzen au«: .Die Deutsch«» al« Nation sind erfüllt von d«n größten Expansion«-gelüsten. Si« wollen ihren Platz schon an der Sonne haben." Armer Bülow, wenn d» häitest ahnen können. welch? Auslegung d«in Wort ron drm „Platz an d«r Sonne" in dem Schädel eine« „in-ttlligrnten Slovenensührer«" finden wird! Hleue Aerl!ändigu»gsKonftrenzett. Dem Ber-nehm-n nach wird Ministerpräsident Dr. v. Kölber am 20. d. Verhandlung«» mit den Führern drr D«ulschen und Tschechen d-huss Sicherung derArveil«-sähigkeit de« Parlament« einleiten. Die Einberufung d?« Parlam«ni« soll bereit« in de» ersten Tagen de« kommenden Monate« erfolgen. Ecrasez 1'infame! Vernichtet die Nieder» trächtige! (Nämlich die Kirche.) Dieser Ruf Vol» tairt« könnt« Widerklang find«n infdrutfchen ^Herzen, wenn man die nachfolgende Aeußerung eine« Münchener Blattes aus sich einwirken läßt, in der sich der empörendste Vo>k«oerrat breit macht. Zu» erst flehen sie da« Unheil über unser Volk herab und wünschen Glück und Erfolg den aus unsere Vernichtung abzielenden Bestrebunpen unserer natio-nalen Todfeinde und dann wundern sich die un-schuld«oollen Lämmer über die »Lo« von Rom"» Bewegung. Bemeiken«we»t an der Notiz ist der Haß, d«r gegen di« Deutsch« Volk»par»ei gesprüht wird. Da« Gerücht, wonach Dr. v. Derschatta zum Justizminister au««rsehen wäre, ist al« solche« bereit« abgetan und soll un« hi«r nicht weiter be» schäfiigen. Die schwarze Volk«verräterseele schr«>bt: „Eh „So« von Rom" - Bruder — österreichischer Justizminister! Da« Sprichwort vom Bock, der zum Gärtner gesetzt wird, fällt einem unwillkürlich ein, wenn man die geradezu ungeheuerliche Nach» richt liest, die nicht etwa «in Wiener Witzblatt, sondern eine ganze Reihe liberaler Moniteure ver-breitet. Nach diesen soll — e« klingt unglaublich — der R(ict)«rat Bewegung abrechnen wird! Z)er Rücktritt Khueos. Der Rücktritt M ungarischen Kabinet« kam weber plötzlich noch » erwartet. Man hat e« schon bamal« vorau««ejeta al« Gras Kauen die Vorlage über da« Relnu» kontingent zurückgezogen hatte, benn «an foa wissen, baß sich die ungarische C6;trufiioi och mit dem einfachen Fallenlassen der Vorlage D frieden geben, jonbern Konzessionen, wirkliche im Zessionen eipcessen werbe. In bern Worte se!S liegt auch schon ber Zweck biese« Vorgehen«. L» Zugeständnissen, die ohne weitere« gegeben netto* wird die magyarische Hydra nicht satt. Si« »I aus Kost»» irgend eine« anderen Faktor« z» 8» teile» gelangen, denn der Besitz macht diese tat nicht glücklich, wenn nicht auch ein bißche» Ä>» densreude dabei sein kann. E« ist klar, baß ait Zugeständnisse, welche jetzt an Ungarn werden, auf Kosten Oesterreich« erfolgen; ei weiter« klar, daß man sich in Oesterreich ruhig dareinfinden wird, zuzuschauen, wie all gemeinsamen Schüssel dtr faule Jano« sich besten Bissen herausholt. Darum mögt» bit t» sulen die Augen offen hallen, auf daß der keinen Schaden erleide, denn man wird mit t möglichen Mitteln darauf hinarbeiten müsse», durch eine große staatsrechtliche Aktion die ■ schaftliche, politische und moralische Stellung Monarchie zu stärken. Da« Wesen einer Aktion müßte zur Voraussetzung habe», daß ba« gegenseitige Verhälini« zwischen beiden Änt Hälften vollkommene Klarheit geschaffen ivn Klarheit im Sinne der Lo«lösung dessen, wa« I der off.nkundigen Tatsache be« Widerstreit „gemeinsame Interessen" bezeichnet wird. Areuzerj»«r»«listik und ?ation«litva Politik. Bei Oien-Ptst an der Donau liegt gq über ber alten Königsburg Vischegrab ba« schM sche Dorf Groß-Maro>ch, allsommerlich von p loten jüdischen Familien au« der nahen Ha»M überschwemm«. Juden in Sommerfrischen ftntu und für sich ba« Stilwidrigste, wa« man sich Den! kann, dazu noch ihre Sucht, von ihren Mielgei noch etwa« herauszulocken und die Basl« z» unerträglichsten Verhälini« ist felsenfest gelegt. Stimmung, die hiedurch erzeugt wird, lieht i auf die Kinder über, die sich ein Vergnügen tat machen, jedem Stadtkind „Jud, Jub" nachM» Da« hat nun der Richter von Grvß-Marojch! boten, aber trotzdem ist die Ofen - Pest« Sr»j!> Journalistik über den lächerlichen Vorfall so daß „Hir-k" sich sogar in einem Leitartikel i macht, auS welchem al« ganz charakteristische« l wahren und anders, sagte er, würbe e« um i werben, wenn ich bie zweite Hälsie fände," H blickte sie schmerzhast aus ba« Ketichen an In» Hai«. „Da." fuhr sie fort, „in meiner 9ioi 1 mir ein Geda, ke. so zuv«rsichtlich und itösM m ine Multtc — ach, sie wirb mir verzeih,», wirb die arm« Verirrt« wilder aufnehmen, d« ich — und zog nun nach ber Heimat. Viele! unb Nächte wanberte ich dahin — endlich kam i an, erschöpft, halb tot--doch — die klapperte nicht mehr—bie gute Muller war m-bet Vater sott!"-- Bei biefer Erinnerung fiel bit Kranke in die Kissen unb weinle herzzerreißend. Baronin hatte viele Mühe, sie wieder \t ruhigen. „--Ich schleppte mich nun zum hin," erzählie sie weiter, „unb sand da«' meiner Mutter--bei der Kirche betete i£ ■ Niemand erkannte mich unb als ich Sie iah, | dige Frau, so bleich, so abgehärmt, wie mich ba daS Gewissen, bei dem Gibanken, taf i schuld daran trafl*. Doch gnädigste Frau, bitt lobe ich vor ber Schnelle d« Tobe«, daß as bestohle». Sie sast zur Beitlerin gemacht bat. trage ich keine Schuld. Ich habe »« nicht «D baß er all ihre Länbereien vertäu t und üih l ihr Geld angeeignet hat, ba« eriuht ich aftj hier — unb auch, baß er kein Baroi war, Güter in Italien hatte — und ... .* die Jtai Nummer 65 spiet für jüdisch-madjarische „Ausfassung* «in paar Sätze hier stehen mögen: „Die Borniertheit, welche sich in die schwäbischen Schädel eingenistet hat. bring«» wir nicht zur Sprach«, wenn den Herren Pfarrern, welche mit dem Gelde de« Judenium« bezahlt werd«», nicht da« H«>z weh tut, wenn ihre Gläubigen die elementarsten Le ren der Menschen-liebe verhöhnen; wir lassen ihnen da« Vergnügen, welche« sie in der Verhöhnung d« Judentum« finden. Da« ist «in deutscher Zug, daß man au« dem AntisemitiSmu« ein« Tugend macht, und bie deutschen Gemeinden in der Umgebung 0|«n. Pest sind noch deutsch g nup, um sich d eser Borniertheit nicht zu entkleiden. Den deutschen Geist, da« deutsche Empfinden, da« Hallen zu den Germanen muß man au« den Schwaben dieser Gemeinden au«-io;t«n. Wenn sie schon in Ungarn die gesundesten Gegenden okkupiert haben, wenn s>« schon den «hr-lich madjarisch empfindenden Menschen di« reine Lust wepsHnappen und da« wegessen. wa« der fetteste Boden dies«« Lande« produziert, dann sollen sie auch lernen, mit dem Volk zusammen zu fühlen, von dessen Fett sie schmarotzen. Man mich den herzlvsen Fremden, die auch im Juden nur den Madjarer, verspotten, den Haß g«g«n da« Madjar«»» turn au«tr« Mabjar»nlum vollzieh', «it Wonne bemerk« haben. Deutsches Ztlnt in Amerika. Die „Rw Horker Slaat« - Zeitung* baue unlängst in einem längere» Lnilel nachzuweisen gesucht, daß in d«n Vereinigten St>a'en mehr deutsch«« al« englische« Blut vorhanden ist. Herr E«il Mannhard, Se-kretär der deutsch-am«r>kanisch«n historischen Gesell-schast vom Jllinoi«, stellt nun in einer Zuschrift an da« Vla» fest, daß di« Richtigkeit dieser Behauptung sich ohne große Mühe beweisen lasse. Er schreibt: „Von der Einwanderung de« XIX. Jahrhunderi«, einschließlich der «lsten Generation, ei tfaUen in runden Ziff«» 8*/« Millionen aus Deutsche. L aus Dänen, SLorwtgen und Schweden. aus Holländer und k«lgi.er (Llamen), 4 aus Angelsachsen (Schölten, Engländer: und Englisch-Kandier). 5 auf Zrrländer und Walliiser, 2 aus Romanen, I auf Slaven und '/» aus rmssifche Jaden, und zwar sind in diesen die MischNmge nicht einbegriffen, londern nur die, deren beiide Eltern den betreffenden Herkunst«-ländern abgehörten. Von den 41 Millionen Ein-geborenen gehören der zweiten und dritten Gene-ration berr Einwanderung di« XIX. JahrhundrrlS an: 4*/4 Millionen Deutsche und annähernd ^ Millionen Skandinavier. I'/, Angelsachsen, l'/4 Jrrländer und Walliser, 1 Romanen. Von den hielt erschrreckl inne bei dem plötzlich verstörten Ge-ficht«au«drruck der Schloßfrau, „Wa« ist Ihnen, gnädigste jFrau?* .Wa« sagst du." rief diese au«, .ein Schurke war meimi Galle?--Wie Schuppen fällt'« . mir ö:n den Augen. Einem Elenden all die Siebe, all da» Weh' und Bangen, oll da« Klagen und Leidem, um dessen Verlust! Rosa, du kommst, mich zu r«-et««n, e« ist. ol« erwachte ich tu« einem Traume, aal« wäre ich genesen von schwerer Krank« hei», besreieit au« Kerkermauern l Einem Verbrecher gehört Ltefebe nicht, st» sei dahin aus immer!" — E« fvoMen noch schw«r« Tag« für dir Kranke, si« klamme,erie sich fest an da« Leben, da« ihr nun so schön geworden, doch die Kraft war abgebraucht und si« veinschied nach schwerem Tode«tampse. Da« weitere wu urbe zu Ansang unserer Geschichte erzählt. Nun di« TTrauer völlig au« ihrem Hause gezogen war. wnrttd» Irene wie umgewandelt, sie verließ den Turm i und bezog wieder die früheren Gemächer, auch die biträfteren, schwartn Kleider (e^le sie ab und aus t Ihren blaffen, ernsten Zügen lagerte sich mild« Zuveversicht — und ein hoffnun^«fr»udige« Lächeln utum Pitlit ihre Lippen: »Roch nicht alle« »erlore»!" * sagte st», während sie ihre Blick« durch du hohen ) Fenster Über da« Üppige G-Ün de« Par-ke« schweiseise» ließ. »Der Zauberbann ist gewichen, Hermann« I verheißungsvolle Woite haben sich er-Mt. ich didm erlöst — erlöst durch die Erlexntni«. Wacht- rund 31 Millionen, die sich al» Nachkommen der im Jahre 1830 vorhanden aewesenen Bevölkerung ergeben, find annähernd 10'/« Millionen Deuische. I1/« Holländer, 14 Angelsachsen und 51/« Romanen Zusammen ergibt da« — und hierin ist die deutsche Nachkommenschaft s hr niedrig angesetzt und ferner die Tatsache nicht in Berücksichtigung gezogen worden, daß sich umer den im Zmsu« al« englische Kanadier angeführten Personen ein sehr bedeuten-der Prozentsatz Deutiche, namentlich deutsch - penn-syloanischen Blute« befindet — 24'/, Millionen Deutsche, 19'/, Angelsachsen, 2*/4 Skandinavier, 1'/, Holländer und Belgier, 6l/4 Kellen und Gälen, 8'/^ Romanen, 1 Million Slaven und */, Juden. Da man in ihren wesentli^en Charaktereigenschaslen di« Skandinaoi«r, sicher aber di« Holländer und Belgier den Deutschen zugesellen kann, so ergibt sich ein Verhältni« der teutonischen zur angel-sächsischen Bevölkerung wie fast 3 : 2." Vorsicht iß die M«tter »er Weisheit. Die türkische Regierung hat bei den Sl0Zaw«rk«n in Pilsen eine ansehnliche Bestellung von großen Ge-schützen gemacht, welche sür die Verteidigung der Dardanellen benimmt sind Di« Lieferung der Geschütze wird binnen der kürzesten Zeit verlangt. Der „kranke Mann" baut vor ... . Äus Stadt und Cslirt. Das Parkfest. Z>er AeflPtatz bietet da» Aild regster gätig-k«it. Z>ie Gasrohre sind schon gelegt und auch die gefälligen Bogenlampen schon anfgellesst. Zleber Flacht ist eine Kleine Andenliadt emporgewachsen. ?ie gastliche Kasse des Bratwurst-glöckels ragt bereits in «ie Lüfte. O » * 9«n Kergnügnngsausschnß gelang es, in de? Person eines rühmlichst bekannten Komikers eine gränzende Erwerbung zn machen. O < «t Z>ie farbigen Hentlemens ans den Süd-flaaten beabsichtigen dem hernehmen «ach, de« in Knropa Aufsehen erregenden Hrotesk-Kanz ßake-Wallt vorznführen. Evangelischer Aamilienatend. Heute Don-ner«tag, den 13. August, findet im Hoiel Terschel ein evangelischer Familienadend statt. Herr Pfarrrr May wird spc«ch«n über „Wa« hat die Reforma-tion d.m Liede zu verdankenEine Vorlesung Roseggerscher Geschichten und Vorträgt de« evangelischen Gemischten Chöre« wer-den niithelsen, den Abend zu verschönern. Beginn halb 9 Uhr. Ende 11 Uhr. Freunde der evange-lischt» Sache sind herzlich willkommen, besonder« Einladungen werden nicht «»«gesandt. Kermähtnng. Am 14 d. M. findet die Ver« mählung de« k. k. Postasststenten. Herrn Vinzenz Winslet mit Fräultin Rosa W r a t s ch k o statt. Dem Brautpaare unsere Glückwünsche I Kropflleingrotte. Aus dem Brsitztume de« Herrn Johann Eiter und zwar a« Ursprünge de« Pristooa-Bacheb nächst dem Teusel«graben ward bei der Suche nachForellen eine kleineTropj« steinhöhle entdeck« und dnrch Sprengarbeiten weiter aufgeschlossen. In die Höhle gelangt man durch einen niedrigen Eingang, durch den man aus alles Vieren kriechen muß. Die Wände sind mit den ab» jonderlichsten Tropfsteingebilden bedeckt und weistn zuweilen eint üd«rrasch»nd« Athnlichktit mit menschlichen, meist weiblichen Körperteilen auf. Auch steht man an der nicht hohen Decke Berg-krystalle und Feldspat glitzern. Bei einer Beleuch-tung mit bengalischen Fackeln bietet sich dem Be» schauer ein feenhafter Anblick dar, doch ist von dem Gebrauche solcher Fackeln abzuraten, da sich der entstehende schwere Rauch am Boden lagert und zum Verlaffen der Höhle, d e bisher leibet nur auf eine Länge von 4—5 Meter erschlossen ist, nötigt. Durch einen engen Schlund, durch d«n man nur kriechen kann, gelangt man an ein Waff'rloch. da« 5 — 6 Met.r tief ist. Ein Holz» riegkl verhindert bri dem nicht ungesährlichen Niedrrstieg den Absturz in diese Wasserhöhlt. Oberhalb derselben sieht man verschieben« in Zick-zockwindungen nach ob«» führende Gänge au« Tropfstein, der, wenn man «in« Kerze dahinterhält, schön rötlich schimmert. An den Wänden ist ab-scheuliche« Gewürm, da« stch träge hin und her bewegt, sichtbar. E« ist nicht ou«neschlossku, daß di« Höhl« d«n Zugang zu größeren Höhlenräumen bildet, allerdings müßten znrAusschließung größere Sprengungen vorgenommen werden. Der Volk«-mund hat natürlich die Höhle auch schon mit Seite 3 Sagen und Märchen umsponnen. Ein Lindwurm hause alldort und ein Bauer will richtig auch schon ein Lindwurmjuuge« bemerkt haben, da» bei« letzten Hochwasser herabgeschwemmt wurde und in der Wipota verschwand. Begnadete Seelen höre« auch zu heiligen Zeilen Gesänge an« dem Berg» innern. Interessant ist die Au«sage eine« Heger«, der am Gipfel de« Srabotnik einen (rate(ähnlichen Schlund entdeckt haben will, der tief i»« Innere de« Berge« führe. Rätselhaft ist da« Auftrete« einer lavaartigen Schlack« in d«r Tropfstein, rotte. Wer g«sonnen wäre, die weitere Erforschung der Höhle in dieHand zunehmen, möge sich an unsere Schristleilung wenden, die in Kennini« de« Ramen« be« Besitzer« der Höhle ist. !,'chrachtha»s Aasmei» über die i« Schlacht» Hause der Stadt Cilli in der Woche vo« 9. bi« inklusive 2. August 1903 vorgenommenen Schlach« inngen, sowie die Menge und Gattung de« einge» ftlhit'n Fleische«: Fließ Andrea«, eingefützrt 80 kg Ochsepsleisch, 88 kg Kuhstnsch, 15 kg Kalb« fleisch. 69 kg Schweinefleisch: Gajschek Georg, geschlachtet 1 Kalbin, 3 Kälber. 1 Schwein; G r e n k a Johann, geschlachtet 4 Ochsen, 5 Kälber. 5 Schweine, eingesührt 138 kg Ochsenfleisch, 46 kg Kalbfleisch. 39 kg Schwkinefleisch; I a n $ e f Martin, geschlachtet 2 Kalbinnen. 4 Kälber ; Rat« losch«! Mariin. geschlachtet I Stier. 3 Kühe. I Kalb-», l Kalb, «ingeiuhri 72 kg Kalbfleisch; k o s s ä i Ludwig, geschlachtet 1 Ochsen, 1 Kuh, 1 Kalbin. 1 Schwein; Le«kofchek Jatob, ge» schlachtet 4 Ochse», eingeführt 26 kg Ochseufleifch; Payer Samuel, geschlachtet 2 Kühe, eingeführt 155 kg Schweinefleisch ; Ple11r « ky Änion, ge» schlachtet I Kaldin; Rebeusch«k Josef, geschlachtet 12 Ochsen, 20 Kälber, 2 Schafe, ein» geführt 31 kg Schweinefleisch; Sellak Franz, geschlachtet 3 Ochsen, 4 Kälber. 1 Schwein; Seutschnik Anlon, geschlachtet 2 Ochsen. 1 Schwein, eingeführt 13 kg Kalbfleisch. 68 kg Sch vei, »fleisch; Skob «rne Anton, gefchlachut 4 Ochsen, 10 Kälter, 2 Schweine, eingeführt 12'/, kg Kalbfleisch; Umek Rudolf, geschlachtet I Kallun, 2 Kälber, 1 Schwein, 2 Schafe: Vollgruber Franz. geschlachlet 1 Ochsen. 2 Kälber, 1 Schwein; W r e l s ch k o Martin, geschlachtet 1 Knh, 1 Kalbi», 2 Kälb»r, 4 Schwein», 2 Schase, eingeführt 137 kg Kuhfleisch; Pleftschak Franz. geschlachtet i Schwein; Gastwirte, geschlachtet 1 Kalb, eingeführt 185 kg Kalbfleisch, 22 kg Schweinefleisch; Summe: g,schlachtet 1 Stier. 31 Ochsen, 7 Kühe. 3 Kalbinnen, 54 Kälber, 18 Schweine, 6 Schafe, eingeführt 244 kg Ochfenfleisch, 225 kg kubisch. 271'/, kg Kalbfleisch, 384 kg Schweinesieiich. Vom menschlichen Genuß vollkommen autgeschlossen wurden 3 Schasl.bern und die Eingeweide eine« Schweine«. 137 kg eingeführt«« Kuhfleijch, hu» stammend von «incr Rotschlachtnng, (werde« vo« Verkaufe in Cilli ausgeschlossen und zwang«weise wieder ausgeführt. 1 Schwein wnrde zwangsweise eingepöckelt und nur zu« Hau«brauche zugelassen. Fie Gemeinschaft «it «er grePaleua abgeschüttelt. Der bekannte Pettaner Advokat und Erzflovene Dr. Brumen weist in einet Zuschrift an di« Pettauer Zeitung entrüstet jede Gemeinschaft mit dem hiesigen Pervakenblatte weit von sich. Er stehe den Pettauer Berichten de« Blaue«, die tat» fächlich Unrichtigkeiten enthalten, gänzUch ferne. Da« muß ein noble« Organ sei», vo» de« selbst die engsten Parteisreund« nicht« wissen wollen. .per steirische K«ropareisende Htto Aanrpleth ersucht un« au« Wien u« die Aufnah«« folgender Zeilen: .Um sowohl zohlr«ich< an «ich gerichtete Anfragen zu beantworten, al« «uch irrigen Mei» nunge» zu begegnen, erkläre ich hie«it ausdrücklich, daß ich meine Reise durch Europa weder infolge einer Wette, noch zur Reklame iraend einer Fir«a, sondern lediglich zu Stud-enzwecken unterno««en habe. Ich habe die Grazer Handel«akademie «it „Borzng" absolviert und beabsichtige, während meiner Reise di« Sprach«» in den betreffenden Ländern praktisch zu erlernen. Außerdem folge ich d«m alten Wanderdrange der Deutschen und gehe in die Welt, um sie mit eigenen Augen zu begucken. Bin ein fahrender Gesell, frei und ohne Sorgen! Weitere Anfragen bitte wie folgt zu adressieren: Cito Kampleth. Cilli. Wie wird da» Metter morgen fßint Sehr wichtig ist in r er warnen Jahntzeir die Frage, wie sich da« Wetter am nächsten Tage gestalten werde. Am b slen versteht sich natürlich da« Land» vnlk ans allerlei Borzeichen sür ka« Wetter, di« sehr häufia zutreffe», jedoch in den Augen der wissenschaftlich gebildeten Welterforscher keine Be-achiung finden. So weiß z. B jeder Landmann: Wen» die Sonne heiter untergkht, geht sie heiter Seite 4 Nummer 65 auf. wen» bet Monb weiß leuchtet, wenn bie Milchstraße abend« recht beutlich zu sehen ist wenn bie Eulen nacht« schreien, bie Feldmäuse am Abenb lustig herumlausen, wenn die Wolken motgen« oder abend« von West nach Oft ziehen, die Kerzen ruhig brennen, bet Rauch be« Schornstein« zum Himmel steigt, bie Mücken nach Sonnenuntergang noch lustig tanzen, — bann kommt Sonnenschein. Winb oer» künden un« det tot ausgehende Mond und bie tote Sonne, wenn Svnnengewebe herumfliegen, die Stetne schießen. Liegt bet Froschlaich im Wasser, so gibt e« einen trockenen, lugt er am Ufer, einen feuchten Sommer. Die Spinne aber ist bie tteff-lichste Wettervetkünbetin, besser unb sthetet al« da« Barometer. Spinnt sie recht lange Fäben, so barf man auf zehn bi« vierzehn Tage schöne« Weiter rechnen, spinnt sie schwach unb wenig, auf veränber-liche Witterung, spinnt sie gar nicht, versteckt sie sich unb zeigt uns ben Rücken, so kommt sicher Winb unb Regen. 3>ie Kalb'scheu Aetteraussichte«. Für bi, nächste Ze>t lautet bie Prognose: I I. bi« 15. August: Da« Weitet ist «rocken, bie Temperatur sinkt unier bie normale, Gewitter sind nicht zu »rwarten; 16. bi« 21. August: E« findet ein WitterungSumschlag statt, die Niederschlage nehmen zu. bie Temperatur steigt ansang« über bie normale, geht bann aber wiebet zurück, e« treten stellenweise Gewitter ein. Ad««ittsche Aahuarleiter. Wie un« mit. geteilt wirb, sieht man beim Baue der Eisenbahn Srvbelro—Sauerbrunn Arbeitet beschäftigt, welche bi« aus eine kleine Schürze nackt sind. Ob bie große Hiye sie bazu zwingt, ist nicht bekannt, jeben« salls gewährn aber biefe armen Leute für unsere Bevölkerung keinen passenden Anblick. Kttßay«. Der Bericht über da« Betrieb«-jähr 1902 gibt zunächst eine Darstellung ber in ben Stationen un» aus bet Strecke au«gesührten Erweiterung«bauten. Die Bauau«lagen betrugen über 7,000.000 X. Die maschinellen Anlagen und bie veraltete elektrische AuSrüiiung ber Linie Möb» ling—Hinterbrühl wurde auf Grund der neuesten Erfahrungen ber Elektrotechnik vollständig umne» staltet. Zur Neuanschaffung von Fährbetrieb«-Mitteln hat bie Südbahn im vorigen Jahre 4,500.000 X verwendet; e« würben 10 Loko> moiiven, 54 Personen-, 24 Konbukleur- un) 480 Güterwagen angeschafft. Die in ben l'tzlen Jahren durchgeführten Investitionen übersteigen ba« Aktien-unb Odligationenkapital um 96.500.000 K. Im Jahre >903 wird die Südbahn für Investition«» zwecke zirka 6.000.000 X aufwenben. Die Brutto» einnahmen sinb gegen 1901 um mehr al« 3,000.000 X gestiegen unb betrugen 108.700.000 K. Die B'uiioau«gaben haben sich verminbert unb sind in bet Betrieb«recdnung mit 54,000.000 K eingesetzt. Der Betrikb«überschuß pro 1902 betrug so-nach 54,000.000 X; da« Reinenrägni« bezifferte sich mit 41 300.000 X. Hsuotih. (Fest be« 30jährigen Be« ftanbe« ber Freiwilligen Feuerwehr.) Mit frohem Hoffen sah ma» bem Festtage entgegen. Der freundliche Markt inmitten ber Rebengelände hatte sich in ein festliche« »leib gehüllt. Da« slwarz-rot-goldene Banner wehie unb grüßte bie zahlreiten Festgäste von ben Zinnen ber Häuser, unb weithin verkünbeten Pöllerschüffe bie Festtag«, Seube, bie in den Mauern von Gonobitz herrschte, uch bet Gewittergott ließ sich umstimmen unb zog bie Drohungen mit ben schwarzen Wolken wieder zurück. Nur von einer Seite verstummten nicht die Vorhersagungen drohenden Unheil«. Drohuugen sanatisterter Slovenen, an benen Peroaken nicht nutzlo« ihre Arbeit verrichtet haben, ließen nicht« Gute« für ba« Fest ahnen. Diese Drohungen sollten nur zu bald in Erfüllung gehen. Am Bor» abende de« Feste« '/„9 Uhr versammelte sich bie Gonoditzer geuerw.hr vor bem Rüsthause, orbnete sich zum Fackelzug unb nahm bie Cillier Musik-vereinSkapelle an bie Spitze. Bor bem Hause beS Bürgermeister«, Herrn Dr. Ad. K a b i u n i g würbe Halt gemacht und die Bolk«symme adge'pielt und vor bet Wohnung be« Feuerwehrhaoptmonn«-Stell-vertretet«, be« Herrn Han« Baumann die Wacht am Rhein. Auch vor dem Psarrhofe wurde ton-zertiert, denn bet bärtige Pfarrer lebt im besten Eino-viehmt« mit ber deutsche« Bevölkerung, wa« ihm bie aufrichtigste Zuneigung Aller eingetragen hat. Hm Hdtel Wetdnigg, wo sich bie Festgäste sammelten, waren alle Räume bi« auf ba« letzte Plätzchen gefüllt. Alle« gab sich bet Festtaxtst nimung hin unb lauschte den Klängen der Cillier Jl,,pelle, al« plötzlich bet Ruf .Feuer- unter die Festgäste geworfen wurde. Natürlich war bie herrschenbe Be-stürzung eine allgemeine unb nicht geringe, al« tatsächlich über ben Dächern be« Markte« roter Feuerschein sichtbar wurde. Im Nu war bie Feuer» wehr an ber Arbeit, ba« vetheetenbe Element niebet» zukämpfen. Am nörblichen Au«gange be« Markte«, gerade gegenüber bem im Schmuck bet Fahnen prangenden Festplatz fand ma» bie mit ber Fech» sung de« heurigen Jahre« vollgepfropfte Harpfe be« Feuerwehrhauptmann«, Herrn Wef nfchegg in Flammen stehen. Da« Element wütete unier ben Trockenvorräten und angesicht« der umstehenden nur mit Schindeln gedeckten Wirtschaftsgebäude bot bie Sachlage einen ungemein bebrohlichen Anblick. Den verzweif.lten Anstrengungen und dem heroischen Einsetzen der wackeren Feuerwehr gelang e« dem Feuer eine Anzahl von Erntevoträten, die in ber Nähe aufgehäuft waren zu entreißen unb es auf bie Harpfe zu beschränken. So war also ba« ver» ruchte Werk gelungen. In bie Feste«fr,ube bet Deutschen war ein Tropfe» Wermut geträufelt worben. Niemand dachte an diesen Abend mehr an eine Festlichk.it, alles war fieberhaft erregt über bie verbrecherische Tat von Elenden, benn baß man e« hier mit einem abgekarteten Spiel zu tun hat. ist beutlich erkennbat. Dem Vernehmen „ach ist man ben Tätern bereit« auf ber Spur. Ein Bursche soll sich angelegentlich darum erkundigt haben, ob bei ber Harpse Wachposten aufgestellt seien. Die Feuerwehr hatte di« 3 Uhr morgen? an der Brand-stätte Dienst unb ließ eine Wache zurück. Die beutsche Bevölkerung bet Untersteiermark hat ein Anrecht barauf zu verlangen, baß bie Brandstiftet und die geistigen Urheber einer exemplarischen Bestrafung zugeführt werden. — Sonntag, den 9. August: Klingenbe« Spiel leitete in bet Morgenfrühe da« Fest ein. Im Laufe de« Vormittags trafen die Abordnungen der Feuer» wehren von Cilli, Hochenegg, Neubau«. Pölifchach, Pragerhof, Schönstein. Tüffer, Windisch - Feistritz und Wöllan ein. die Feuerwehr von Ober.Pul««au war durch den Hauptmann und dessen Sielloet» tretet vertreten. Zur Mittag«zeit fand Platzmusik statt. Die beabsichtigte Schauübung der Feuerwehr mußte wegen ber vorangegangenen Ueberanstrengung entfallen. Um 2 Uhr nachmittags versammelte sich bie Jubelfeuerwehr vor bem Spritzenhause unb zog mit klingendem Spiele, voran bie Abordnungen bet Brubervereine, zum Festplatz,, wo bet Bürget» «eistet Herr Dr. Kabiunig die von nah und fern herbeigeeilien Festgäste auf« Herzlichste begrüßte. Aus bem Festplatze entwickelte sich unter ben vielen Hunderten von Festgästen balb ein buntbewegie«, fröhliche« Treiben, wa« angesicht« der vielen Volk«» belustigun en und ber gebotenen lukullischen Ge» nüfse, not» bene gereicht von be» fo lieben«wür» digen Gon bitztnnnen nicht wundernehmen barf. Sehr viel trug zu ber feststehen Stimmung ba« flotte Spiel ber Cillier Kapelle unter ber Leitung be« überau« tüchtigen Kapellmeister« Herrn Lubw. Schachenhofer bei und die Liebervorträge be« anerkannt vorzüglich geschulten Gonobitzer Männer» gesang«vereine«. Einen zauberhaften Anblick bot der Festplatz, al« bei hereinbrechender Dunkelheit Lampion« angezündet und ein farbensprühende« und knatternde« Feuerwerk abgebrannt wurde. Bei bem am Abenb im Hotel Urbai, veranstalteten Festkommerse überbrachte HerrBirkmaier bie Grüße der Cillier Feuerwehr. Er kam hiebei auf den Gründer de« Jubelvereine« zu sprechen, ben au« Sachsen eingewanberten Kaminfegermeister, Herrn Friebrich Dörffel, ber ihm persönlich bekannt ge» wesen sei. Da« Beispiel biefe« Manne« möge Nachahmer sinben, bann müffe auch bort ba« ES brechen, wo man noch einer so humanitären Schöpfung verstänbni«lo« gegenüberstehe. Diesen Worten folgte reichet Beifall. Der vezirk«ob»ann-stellvertreter, Herr Ptibofchitz au« Wöllan, mahnte angesicht« bet ben Vereinen wie bem gesamten Volke brohenben Gefahren zu festem Zusammen-halt. ES gelangten sodann bie Vertreter der ver» schiebenen Abotbnungen zu Wort. Ein Tanzver» gnügen beschloß bie Festlichkeit, bie so viele beutsche llnterfteirer Herzen wieber einanber nähet gerückt hat. Bezüglich de« Brande« und bet mutmaßlichen Brandstifter ist noch nicht da« letze Wörtlein ge» fallen. Süffer. (Abgestürzt.) Bei E:. Nikolai ob Tüffer stürzt, am 31. v. M. der Gastwirt au« Peilenstein. F. Cepin, bei bem Ausstieg über ben Felsenstieg zur abgelegenen Ortschaft St. Nikolai in ber Finsternis ber Nacht über bie Fel«wanb ab unb blieb mit zerschmetterten Gliebern am Fuße bet f nftechten Wand tot liegen. Hier wurde et erst am zweiten Tage darauf aufgefunden und nach vorg'nommenet gerichtlicher Beschau am dortigen Frienhose beerdigt. 38*?««. (Siebettafel.) Die Sängetnq« bet hiesigen Feuerwehr veranstaltet am Samstag, ben 15. August, im Gasthose be« Herrn Rak ei« Liebertafel, bei welcher jeder Deutscher al« Besucher gern aesehen wirb. Zlntersteirische Ziäber. In ber Landest»«, ansta.« RohitschSauerbrunn sinb bi» zum 6. August 1757 Parteien mit 2679 Personen zum Kurze-brauche eingetroffen. Ließwttie Fotksgenossen! Witte schau, im August 1903. Seitdem durch unsere Veröffentlichungen di« Errichtung einer deutschen Volk«schule in Wiitesch» weiieren Kreisen unsere« BolkeS bekannt worden ii>, machten wir bie ermutigenbe Erfahrung burch di« eingegangenen Spenben, baß eS noch treue Volk«-genossen gibt, die bereit sind, mitzuhelfen, unser be> gonnene« Werk einem gebeihlichen Ziele zuzusühreii. Der wichtigste Teil völkischer Schutzarbei« ist bie Erhaltung unb Erwerbung ron deutschen Grund unb Boden an bet Sprachgrenze, t in Zoll beutsche, Boden« soll un« verloren gehen, benn von der beuischen Erde losgelöst, ist unser Volt feinet Kraft beraubt. Wir, mitten im Kampfe stehend um »ufc Volk«ium, können gegenwärtig nicht einmal unseren Kindern deutschen Schulunterricht zuteil werd«» lassen, darum Vvlk«genossen aus zur Tat, unter-stützet unb bewahret eine strammdeutfche Kolon« vor nationalem Untergonge durch Einfenduftg v» Spinden, damit bie Schule Heuer noch getaui werben kann. Die Stammgäste beS tschechischen Gasthauses ,u Fleku' in Prag haben in einem Jahre 68.000 Kronen sür nationale Zwecke abgeführt. Für dnl Btünnet tschechische Theater waren in kurze» 400.000 Kronen gesammelt. Wie tschechische Seld-inftitute nationale Bestrebungen fördern, beweijei die zwei tschechischen Sparkasse« in Olmütz, wo»» eine heuet 10.000 Kronen, die andere 4000 Krön» denselben heuet widmete u. f. w. Wir Deutschen, welche gewiß wirtschasilich heule die führende Rolle in Oesterreich noch hatai, sollten un« an diesen Beispielen nationaler Opfer-Willigkeit be« Gegner« ein Borbild nehmen, darum Volksgenossen helfet un« im schweren Kampse i» unser Volk«tum und sendet Beiträge zur Errichtiq einet deutschen Vvlk«schule in Wittescha». Heil quadischem Volk in Kampfe« Not, Bald leuchte im tröstenbeS Morgenrot, Markmännet und Quaben besiegten Rom. Nicht« hemmt germanischen Freihe>t«do«! Mit deutschem Gruß Für den Verein deutsche Volksschule in Witt«fchan: Hubert Schmeiset, Lbinann. Briefkasten der Schriftleituag. Kerr« Z>r. A. Leibet zu spät. Wir brach»« einen Bericht bereits in ber letzten Nummer. Le> wußte« erleidet wegen Uebersülle an Feuilletnl einen kleinen Aufschub, kommt aber bemnächst. ßetttn K. Nicht« zu dank»! Verteidigung war nur pflichtgemäß. Heil! Kerr« ch. S. Die irrige Schnidweise Namen» des Herrn LandeSgerichiSrateS W als Magnat entspringt nur einem Irrtume war hierin keine Absicht zu suchen. Heil! Herrlkher and voruekmer ! enthalt — Mdbakaitatioa: I Standen Ma VI«, Salaon: Mal btas © den den ihrigen offen Autdruck, im Gegensatz zu den vielen anderen, die scheinbar Freude mauschel» Un und in Wirklichkeit ganz etwa« andere« em-pfänden haben werden, gegenüber dem tuhmye-krönten Poeten, der »nix von ünsere Lait" i,1. Die total verjubele „Frankfurter Zeitung' schrieb z. v.: „RoseggerS Verdienste in Ehren, aber man sollte doch allgemein den siebzigsten Geburl«iag verdienier Männer abwarten, um ihn zu seie>n. Jetzt sängt man hie und da schon mit der Feier de« sechzigsten an. ja e« wurden bereit« vereinzelte Versuche gemacht, den sünfz'gsten GeburtStag eine« reklamesüchtigen Zeitgenossen öffentlich zu begehen Eine derattipe Adunk>anz der Feste ve>mindert de-ren Wert. Der schöpferische Quell eine« Dichter-leben« versiegt auch nicht mit sechzig Jahren. Man bleibe allo bei der alten guten Eilte und feiere erst die Nr. 70. Wer sie übrigen« nicht erlebt, hat sich fei?« selber zuzuschreiben." Diese echt jüdische, m» gemein nicht zu gering bezeichnete Auslassung be-»Ute sich da« .Prager Tagblalf vollinhaltlich nachzudrucken, wobei es ganz übersehen zu hoben scheint daß e« bei jüdischen „Dichtern* und sonsti-gen„Koriphäen* nicht so sittenstreng urteilte. Ader da« ist halt ganz etwa« andere«, denn Rosegger ist eb'N nur der Rosegger. Und wa« ist das gegZ die Blumenibal, Hir'chseld, den Teremteie-Fischer. die Therese Freok», den großen Etettenheim, dem samosen '/,-Juden Bahr u. dergl. »Gottbegnadele" mehr? Gar nichts! („Gloria"— Einlaß — Masse) ist besonders geeignet zum Neueinlassen harter Fußböden, da dieses Einlassmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Mühe verursacht Dosen A 35 kr. und 65 kr. sind bei Frau» & Stiger und bei Aictor Wogg in Cilli erhältlich. Schrifttum. ,»z>ie Kntwicktnng", Monatehefte der Oester» reichischen V«rlag»anstalt, liegt unS in 4. Nummer (Iultheft) auf. Die nunmehrigen Besitzer oer Oester-1 reichischen Verlagsanstalt, F. H. Greipel und O. Greipel, bringen die Nebersiedlung der Anstalt von Linz nach Wien zur Kenntnis. Wir empfehlen diese schön tite-rarische Zeitschrift, welche sich glücklicherweise von der modernen, seichten Belletristik ferne hält, unseren Lesern auf» wärmste, denn derartige künstlerische Bestrebungen sollten gerade heutzutage besonder« anerkannt werden. Tüchtige, erfahrene Köchin «tretig »olid. mit gaten Zeognmen, welche ans dauerden Posten reflektiert, wird sofort Komcht. Am Rann 20 (Villa Falkeathurm). „Le Gritt'on" bestes französisches Zigarettenpapier. - Ueberall zu haben. - 8004 Fhe Hreshams Lebens- und Aeutenversiche-rungsgefellschaft in London. Der.The Financial-Times" in London vom 26. Mai und der »Wiener Zeitung* vom 26. Juli l. I. entnehmen wir folgenden Bericht: Die 55. ordentliche Generalversammlung obiger Gesellschaft fand am 25. Mai l. I. unter dem Vorsitze William Thornthwaiter statt. Wir bringen den Bericht der Direktoren. ES ist der 54. über die Operationen de» mit 31. Dezember 1962 endenden Jahre«. ES wurden 4748 Policen mit einer Versicherungssumme von 43,059.529*29 K ausgefertigt, 716 Anträge für 7,318.206*99 K wurden abgelehnt. Der Betrag der neuen Prämien stieg auf 1,819.152 57 K. An Ein» kaufSgeldern für umitlelbare und aufgeschoben: Leib-realen gingen ein 2,280.557 91 K Di« ausgefertigten Annuilätenpoliuei» erheischten eine jährlich« Zahlung von 239.357 71 K seitens der Gelellschaft. Die Einnahmen der Gesellschaft an Prämien, Zinsen und Renten be-Offerte sich mit 31,489.033*7i K. Die ausbezahlten Fälligkeilen aus LebenS-Pollzzen beliefen sich auf 10,622.685 13 X innerhalb der Grenzen der Sterb-lichkeitSerwartung. Jene für Ausstattungen mit bestimm-ten Alter« und Zeitterminen betrugen 4,999.500 35 I?. Gestorben sind 175 Leibrentner, waS der Gesellschaft Leibrenten im Betrage von 214.545*70 K ersparte. Die Belastung der Gesellschaft durch Polizzen-Rückkauf einschl. abgefchriebener Darlehen abgelaufener Polizzen machte 1,917 336 46 K aus. Infolge der letztjährigen Operationen erfuhren die Fonds der Gesellschaft eine Zunahme von 7,799.250-72 K. Der Sresham besitzt ein vermögen laut Bilanz von 198,863.596*88 K. Die JnvestationSreserv« beträgt 1,681.220*10 1^. Die LebenSsp«sen sind 18 */* °/o der P,ämien«innahm«, daS ist eine Abnahme von l l/t % gegen da« Borjahr. Ausgestellte Polizzen bis 31. Dezember 1902 betrugen 448,478.190*91 K. Die berühmten ,Diirkopp4 Fahrräder Bnr osne^te Modelle, mit nnd ohne Frei-lanC Ton fl. 110.— anfw&rU. Konkurrenzloses Fahrrad ebenfall« peuestes Modell fl. 70.— „Wettina" feinst* Blojen«ehiff-Nähmaschine der Gegenwart fl. 65.— Konlkurrunxloii» 8229 SingeirSyst.-Nähmaschine mit Ver*cchlu*eknsten fl. 30.— ,Adler'-Schreibmaschine beste« dentsche» Fabrikat, sicbtbaie Schrift: fl. 200.— offeriert: Frie(fl Jakowitsch Cillii, Rathausgasse 21. Wer sseine Frau lieb J3 vurwlrts kou wen will, lese Dr. Hock'« Bach: »(.Kleine Familie.* 4(J b Itricfm ein.-. G. 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Bnreiux in Wien: „AcratliriaftP* I., <£a«t4 Ur. 1, und Kenneifelsgasse Ar. 1 in den eigenen Misern »er Gesellschaft. versichernngsliapital Ende 1»»^............772.4 Millionen .«roue» Kichcrheilsfonds..................323.5 Millionen Skrone« 3ur Verteilung vo» Dividenden vorhandene Sevinnrrserve der versicherte«................22.S Millionen Kronen Liberale Versicherunaibedingungen. Günstige Beteiligung der Versicherten am Reingewinn oline Nachschustoerpllichtu»i>. Dividende im Jahre 1901 nach Plan ^ 23°,'» tec maßgebenden Jahresvrämie und nach Plan H 2der Prämiensumme, d. i. 66'/, dir vollen Jahresprämie sür den ältesten Jahrgang. Bezug der eeften Dividende nach? Jahren. Znoalidilalsversichernng mit Prämien Belreiung und Gewäkrung einer Rente bei Erwerb»' Unfähigkeit durch Krankheit oder Ueberfall. Prospekte und jede weitere ÄuStunst kosteui'rei durch Herrn Aritz Xasch, Buch, Händler in Lilli. 8,S _________8 ~ ImiistacMricfmi „Celeja"« empfiehlt sich zur Anfertigung sämmtlicher DrucKarbeiten. miH,» jj KZ» »K. ZU Gunsten des " önerunasvereines. Lanmstag. den 15. August. Beginn 3 öbr nachmittags. Seite 6 „Deutsch- Wacht' Nummer 65 Magister pharm. J. Fiedler'8 Drogerie „zum goldenen Kreuz", Cilli, Bahnhofgasse 7 empfiehlt ■■■ Toilette-Artiltel mmm ZUr Pflege der Hasre (HaarGlo, Haarwässer, Haarfärbemittel); zur Verschönerung des Teints iHautwiiaoer und -Cn'mp«, Sommersprossen wasaer und -Seifen I'uder and schminken, über 50 Sorten Toiletteseifen); für Mund und Zähne (Znhnw£sa«r, -Pasten und -Pulver, Cachou zur Verbesserung de« Atem«); 6 Parfum?, Räuchermittel. Artikel zur Kinderpflege und Ernährung (Neotie- mehl, Kufeke, Hafermehl, Himmeltau, Kakao); Somatose, Sanatogen, Fleischsaft-Puro. 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