Nr. 301. Samstag am 2. September 1865. Di« „Loibachn Ztitinig" erscheint, mil A.„n lostrt samm! drn ,«^«" ^"'"pwir 8nn))ii!,sll, " sl.. halb-^4 ^^ ^ ' "'" Kreuzband im Comptoir «an«. 12 fi., halbj. e si. M die ^„siellimg m'« Hans sind hau,), by f, ^^^ ^ mtrichtcn.' Mit »er Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi., h«ibj. ? si. 50 tr. Insertwnsgebllhr filr eine Garmond l SpaltenzeiU oder den Ncmm dcrjelben, ist s!lr lmalige Einschlll» tung y lr., fllr 2malige8 fr., filr smalige I0lr. u. s. w. Zn diesen Gebllhrcn ist noch der Insertion« - Stempel per 50 lr. fltr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten I si. 90 lr. fltr 3 Mal, I st. 40 lr. ftir « Wal und 90 fr. für 1 Mal (mit Inbegriff be« Insettionsftcmpels). Hnbacher Mtung. HntNcher Theil. Se. k. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2.';. August d. I. Aller-höchstihrcm Herrn Sohne dein Kronprinzen Erzherzog Rndolf dic Bewilligung zur Annahme nnd zum Tragen deö Hdchstdcmscldcn verliehenen Groftkrcnzcs des großhcrzoglich hessischen Lndwig.Ordcnö allergnä-digst zn ertheilen geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. August d. I. den Albert Freiherr» von Blinhid y zum Obcrgcspau des Esanudcr KomitatcS allcrgnädigst zu ernennen geruht. Am 3l. August 1805> wurde in dcr k. k. Hof< und Staatsdruckcrci in Nicu das XXII. Stück des Rcichsgesctzblattcö aufgegeben uud vcrscudct. Dasselbe enthält unter ^?r. 78 das Gesetz vom 22. August 1W5 in Betreff dcr Zugeständnisse und Bedingungen silr die Unternehmung einer Eisenbahn von Tctschitz nach Maißau, giltig für daS ganze Reich. Vom l. k. Redaktionö-Bureau dcs NcichSgcsctzblattcS. Nichlamllichel Tyeis. «aibach, I. Sepleiuber. Dcr ungarische Hofkanzlcr Herr v. Majlath hat an die Obergcsvnnc ein Rundschreiben erlassen, dem wir folgende bedcutungSvl'llc Stellen entnehmen: .Ms ich auf a. h. Vcfchl Sr. k. k. apostolischen Majestät die Leitung der ungarischen Angelegenheiten übernahm, habe ich die Unzulänglichkeit meiner Kräfte, so wie die vielseitigen Schivicriglcilcn meiner Aufgabe wohl in Erwägung gezogen. Allein dic Pflicht gegen mein Vaterland gestattete es mir nicht, vor diesen Schwierigkeiten znriiclznweichen, und ich habe dem a. h. Befehle Sr. Majestät mit dcr Hoffnung gc-hnloigt, daß meine auf daS Wohl dcS Bandes gerichteten Bestrebungen an dcr besonnenen Intelligenz dcr Nation und insbesondere an jcncn Männern eine Unterstützung finden werden, die das a. h. Vertrauen auf die höchsten Stellen dcr Landes- lind dcr Komitats< < Verwaltung berufen hat." „Und daß ich auf diese Unterstützung nicht vcr-gcbcuS gerechnet, beweisen mir außer dcr gemäßigten, dem Ernste dcr Situation angemessenen Hallung dcr vaterländischen Presse auch sonst noch vielseitige Au» zeichen, wclchc mich zu dcr Hoffnung berechtigen, daß dic Vertreter der Nation sich mit patriotischer Bereit« Willigkeit um das Banner dcr Regierung schaaren werden, dcrcn Bestrebungen auf dic Verwirklichung gesetzmäßiger Zustande im Wege dcS Landtages gerichtet sind." „In Verfolgung dieses leitenden Grundsatzes mcincr politischen Richtung hallc ich cö für meinc erste Aufgabe, dic Lösung dcr schwebenden staatSrccht-lichen Fragen derart vorzubereiten, daß dic Verfassung«-mäßigen und historische,! Rcchtc unscrcS Vaterlandes mit dcm Bestände uud dcr Machtstellung dcr Mon-archie in Einklang gebracht und dcr in der pragmatischen Sanlliou begründete Verband desselben mit dcu Erbländcrn durch entsprechende Würdianng dcr wechselseitigen Rechte, Pflichten nnd Interessen, fowic durch eine ernste Erwägung der bestehenden Verhält' lMnissc und dnrch die Baude der brüderlichen Licbc immer mehr befestigt werde." „Vci dcr Anbahnung der ;u diesem Zwecke führenden Maßnahmen lonutc ich mir jedoch jene Schwierigkeiten nicht verhehlen, wclchc aus dem Gegensatze der Rechtsansprüche mit den jetzigen provisorischen Zuständen deS Landes erwachsen und dessen entmn-lhigcnde Wirkung nur durch die Hoffnung gemildert wcrdcn kann, daß, nachdem oic so'schr ersehnte Her« stcllung dcS vollen Rcchlszuslandcö sowohl in for-mcllcr als materieller Bczichung ohnchin nur im verfassungsmäßigen Wcgc dcr Gesetzgebung erzielt wer-den kann, dic ungarische Galion in ernster Würdi-dignng dcr cntschcidcudcn Bedeutung unscrcr gemein-schafllichcn Aufgabe „nd i„ Erwägmia dcr bcslchcudcn Ansnalimsvcrhältnissr, dcrcn soglcichc Beseitigung ohne bedenkliche Erschüllcrnngcn uulhunlich wärc, durch ihrcu vcrlraucnsvollcn Anschluß «n die Regierung die mög-llchsl baldige und beruhigende Erbf nung dcr Land« tagSvcrhandlnngen ermöglichen werde." .. "^7 ^uclsicht auf diesen Hauptzweck, auf wclchcu d.c Bestrebungen aller wahren Palliotcu gerichtet sciu mu,,cn, sowic in Erwägling dcs Umstandcs, das; durch ^" provisorischer Znstände nicht nnr ^^°W'l llchc Vertrauen erschüttert, sondern auch das amtliche An,ehcu bccinträchligt >vird, - blicb dcr Re-gicruug laum ciuc nndcrc Wahl übrig, als dcu dcr-lna.llgcn ^rganisnlutt dcr Munizipicn bis znr wcilcrn lcglslalivcu Verfügung ausrecht zu erhalten und sich dlcöfallö vorläufig mir auf die im Interesse dcr öf. fcnllichcu Wohlfahrt und dcS Dienstes unvermeidlichen Aenderungen zu bcschräulcu." Dic „Debatte" bcalcitct dicscs Rundschreiben mit folgenden Worten: l,>..'l,^'"5' °«" "'"""der lucscullich l,c,schicdcnc Slant,-p.liltc sn.d rs, n>,f wclchc sich Drrr u Mailall, in d.e cm Rm.dsch.ril.c.. «es.clll. ^,^. dcn. ein/.lWc^ und dcr speziell nnlicirischrii Intcresscli. Sein Blick wellt au dcm Wcrlc dcr „Lösung/' nnd mit glück, lichen und sicheren Strichcn zeichnet er die Umrisse dcr Aufgabe, an dcr jeder gute Patriot, jeder auf. richtige Freund dcr Monarchie mitznwirlcn berufen ist. In tnrzcn, doch klar verständlichen Worten bezeichnet Herr v. Mnjlath, waS er als seine eigene nächste Mission und als daS Endziel Ungarns und aller Jener betrachtet, die es mit dcr Verständigung ehrlich meinen. Und waS er sagt, vermag bezüglich seiner Intentionen nicht nur selbst Jene dicsscitö dcr Lcilha zu beruhign, die in Ungarn nnr einen Gegensatz „Oesterreichs" sehen wölkn und mit Bangen die Wege zu erforschen suchen, wclchc die ungarische Rc< gicrnng einzuschlagen gcdclilt; die Hindcutnng auf „dic Bcmdc brüderlicher Liebe," die alle Länder dcr Monarchie zn nmschlmgcii habcn, mag wohl auch auf Allc wohlthuend wirken, dcrcn Ohren dcr Mißlon llm,lichcr Gchässialcit, den ncncstcns einige hiesige Blätter Ungarn gegenüber anschlagen, bclcidigl hat „Von dein zweiten Staudpnnklc richtet Herr von Majlalh seinen Olick aus das, was zunächst zu ac> schchcn hat. Er rcchnct vertrauensvoll auf die Uuler-stütznng Ungarns; sc»' Rundschreiben kann Ungarn wohl nur in dcr Scrntwilligkcit bestärken, mit wcl-chcr es dcr gcgeüwärllgcn Regierung snlgegcngclom. men. Rcgicruüg »"d ^and bcgc^ucn sich in dcmscl-,bcn Wnnsch: möglichst baldiges Zusammcnlrctcn dcs ! Landtages, in derselben Ueberzeugung: daß keinerlei Ncbcnrncksichtcn das Anbrechen dcs wichtigen Ereignisses verzögern dürscn. Die Hinwcisung ans den Landtag als dcn einzigen lluchlcrstuhl, vor dem dic Rechtsfragen ihre dcslintivc ^sung f^^„ ^^„^ ^ Gefühl großer Vcraiilwottlichlcit, dns so vcrnchmlich ans dcm Rundschn'bcn spricht, muß in dcr öffentlichen Meinung Ungarns die Ueberzeugung konsolidircn, i daß eine Regierung, dlc so vcrtrancnsvoll ans dic Edelsten Gcfühlc des ^udcs zählt, nnch dcsscu vollcS ! Vertrauen zu verdienen be-nnht sciu wird. „Eine wcilcr "nd weiter schreitende „Befestigung dcS Verbandes Ungarns mit dcn Erbläüdcrn durch entsprechende Würdigung der wechselseitigen Rcchtc, Pflichten nnd Il'lcrcsscn, sowie dnrch ernste Erwägung der bestchenocu Verhall,,,,sc und dnrch dic Bande der brüderlichen Liebe," — dies ist daS Endziel solcher Staatsmänner, die die Gesammtmonarchie lieben, an sie glauben nnd mit bedächtigem Sinn dcn Grund« stein zu cincr großen, in ferne Zeiten reichendru Zu-tuufl legen." Zic Vastcincr Konvention in ihm eiMlichln Pcdcnlung. n Wien, :;o. August. Der Widerstreit hat sich in den in« nnd ausländischen Journalen dadurch entwickelt, daß man den provisorischen Eharaltcr bcr Gasteiner Konvention zu wenig und zumeist gar nicht berücksichtigte und der ganz entgegengesetzten Ansicht huldigen zu müssen glaubte, daß durch die Konvention schon ein Dcfini-livum abgemacht oder demselben doch präjudizirt worden. Wir vermögen diese Ansicht nicht zu theilen. Die Konvention hat nur die Regelung deS Provisoriums in dcn Elbchcrzogthiimern zum Ziele, und die beiden Mächte habcn dicsc Regelung damit molivirt, daß das bestandene Kondominium zn Unzukömmlichkeiten führte, die gleichzeitig das gute Einvernehmen, daS zur definitiven friedlichen Lösnng dcr Streitfrage inövesonderc erforderlich ist, nicht mindcr gefährden, als die Interessen dcr hcrzoglhümer selbst. Diese Regelung wurde aber unbeschadet dcr Fortdancr der armcmscmi clworlicncli Rechte dcr beiden Mächt? s>n dcr Ocsamttlllicit beider Hcsjpnlhlimrr gel' lx-zicht sich lediglich nlif die Thrilling dci tmig, ohne daß dadlnch an den bisherige!, Bcsltzoer« hältnlsscn, noch an all' dcn Rechten, die sich daraus ergeben, weder für Preußen noch filr Oesterreich etwas geändert worden wäre. Nuch wie vor sind die beiden Monarchen von Oesterreich und Preußen vereint Her-zog von SchleSwig-Holslein, nach wie vor sind beide Hcrzogthümcr im Besitze beider Fürsten, und eS kann demnach Prcußm für sich allein nicht das Recht haben, in Schleswig Verfügungen zu treffen, die nur dcr Souverän zu erlassen das Necht hat. Die Befürch. lung ist also ganz unbegründet, daß Preußen nun dic Vortheile, die ihm Oesterreich gegeben und die die österreichische Regierung demselben in gerechter Würdigung dcr Verhältnisse scit langer Zeit zu gewähren bcrcit war, auSnützcn nnd sich Eingriffe in die Rechte dcs Mitbesitzes erlauben werde, indem Oesterreich die Einsprache gegen jcdcn Mißgriff freisteht und eS immer bcrcit ist, nach wie vor scinc Ncchte aus daS entschiedenste zu wahren. ES kann wohl bedauert werden, daß daS Provisorium noch fortdauert, allein in dem Vertrage EtwaS zu erblicken, was gar so sehr bellagt wcrdcn müßlc und solllc, vermögen wir nicht. Oesterreich hat durch die Konvention weder scinc Rcchtc, noch die Rcchtc dcS Bundes anfgcgcbcn, im Gegentheil ist sowohl Oesterreich al« den Mittclstaalcn da-dnrch eine dcr bcdcutcndstcn Konzrfsioncn gemacht worden, indem Kiel zum Bundeehafcn, Rendsburg znr Blmdcsfcstlmg erhoben und dadurch der Bund in die Sache wieder hineingezogen und eine innigere Betheiligung dcssclbcu an dcr definitiven Lösung dieser Frage ermöglicht wurde. Was nun Lauenburg betrifft, so finden wir in dcr Uebcrlraguna. der diesbezüglichen Rcchlc an Preußen gar nichts Präjlldizir-lichcS, noch kann villigcrwcisc ein Kanf oder Verkauf auS dcr gctroffcncn Abmachung dcduzirt werden, die dcn eigentlichen Zweck verfolqt, allc Differenzen, welche sich aus der gcmcinschafllichen Handhabung des Kon-dominiumS ergeben hallen, für die Zukunft unmöglich yl machen. Insbesondere muß hiebci noch berncksich, tigt werden, bah dieses Liindchcn dcn beiden Sou-vcräncn von Dänemark als Kriegsentschädigung über-geben wurde. Wenn nun Oesterreich, da es von dicscm Liindchcn leinen Vortheil ziehen lmm diese Entschädigung in Geld nimmt, so ist ^, docb lein Nlrlauf, welcher Ausdruck ein höchst übelgewühlter 8«>4 und ganz unpassender ist. In Betreff der Abma< chung selbst glauben wir, daß diese den Interessen Laucnburgs keineswegs widerstreitet, und sind überzeugt, daß sie kaum daselbst auf einen Widerstand stoßen dürfte. Im Ucbrigeu freuen wir uns, daß Oesterreich und Preußen, nachdem sie längere Zeit die Bahn der Verständigung vergeblich gesucht, ihr freund« schaftlichcs Verhältniß auf neuen Grundlagen befestigt haben, und dicS führt uns nach den bisher erzielten Ergebnissen zugleich zu der Aussicht, daß es ihnen gelingen werde, die Schwierigkeiten zu überwinden, welche einer cndgiltigcn Regelung der schleswig - hol-stcinischen Verhältnisse noch im Wege stehen. Oesterreich. TVien, 30. August. Ein soeben hier ringe» langtcr Bericht des Generals Grafen Thun, Kam» mandantcn dcS österreichischen Korps in Mexiko, meldet, daß die Operationen seines Korps in der Sierra de la Huastcca mit der Einahme der Position von Cumbrcs begonnen haben und daß der Feind nach einem dreistündigen blutigen Kampfe auS seiner Stellung vertrieben wurde. Leider mußte dieser Erfolg von den kaiserlichen Truppen mit bedeutenden Opfern erkämpft werden. Der Hauptmann Graf Kurzrock, ein Subaltern-Offizier und fünfundzwanzig Mann blieben todt, während der Hauptmann Graf Stern-berg, zwei Subaltcrnoffiziere und dreißig Mann in die Hände deS Feindes gerielhen. Wie ferner berichtet wird, hat der König von Pcrtugal dem Kaiser Maximilian die drei vereinigten portugiesischen Militärorden und der Kaiserin Charlotte das große Band der edlen Frauen der heiligen Isabella (»^ D^mo« nodl«^ ä« 8^mw I^doiis) übersendet. Der Vicomte de Sotto Mayor, früher Gesandter in Kopenhagen, welcher mit dieser besonderen Mission betraut war, soll später als portugie-sischer Gesandter nach Mexiko kommen, wenn der Kaiser Maximilian cincn permanenten Gesandten am Hofe zu Lissabon aklreditiren wird, da bisher der in Madrid befindliche mexikanische Gesandte, Oberst Faciu, gleichzeitig den Posten in Lissabon versah. Den neue-sle:i Berichten zufolge hat der Kaiser Maximilian seinen bisherigen Gesandten in London, Herrn d'Ar-rangoiz, abberufen und an seiner StcUc den bisherigen Konsul in Mcrida, Herrn Rcgil Y Peon, ernannt. Graz, 29. August. Da« Staatsmimstcrium hat mit Erlaß vom 27. Augnst die BcsetznngSvor-schläge des LandcSanSschnsses, betreffend die Professo-ren, Lehrer und Dozenten der technischen Hochschule am Ioanncmu zu Graz, im Sinne des LaudesauS-schusscS erledigt. Aemberg, 27. August. Die Ortschaften Dem-nia, TroScianiec und Wolal ganz unrichtig. Im Gegentheile ist der l. BundeStagSgcsandte angewiesen worden, auf baldige Vortragscrstattung dcS AusschllsscS hinzuwirken. Ebenso unrichtig sind die Andeutungen, als hätten die Regierungen von Baicrn und Sachsen an den Verhandlungen, ans welchen die Gasttiner Konucntion licruorgcgangcn ist, oder an dcr Feststellung der Erklärung, mit welcher dic Regie» rungen von Oesterreich und Preußen jene Konvention der Blmdcsuclsamllllullg mitgetheilt haben, irgend welchen Anlhcil gehabt. Die Konvention ist nach Form und Inhalt ausschließlich daS Wert Oesterreichs und Preußens und wurde der l. baierischcn Regierung, und wohl auch allen übrigen deutschen Regierungen, erst nach crfolgler Ratifikation von Seite der beiden hohen Souveräne mitgetheilt, und zwar wenige Tage vor dcr Vorlage derselbe» an die Bundesversammlung." Berlin, 28. August. Wie man hört, licgt es in dcr Absicht dcr Regierung, nnnmchr, ans Grund eines im Frühjahre ergangcntn Erkenntnisses dcS Ober-tribunals, die lithographiltcn Korrespondenzen, deren eS übrigens nur vier gegenwärtig in Berlin erscheinende gibt, zur KautionS- und Stempclvflicht heran» zuziehen. Der von dem allgemeinen Vcreinstage der deutschen Genossenschaften zn Stettin gefaßte Acschlnß, betreffend die Fragen, welche dcr in Berlin znsam-mengetrelenen Kommission für die Arbeitcruerhällnissc in Betreff dcr Genossenschaften vorgelegt worden sind, lautet nach der angenommenen Fassung wörtlich: „Mit Rücksicht auf dic von dem preußischen Ministerium der am 21. August in Berlin zusammen, getretenen Kommission für die Arbeitcrucrhältnissc vorgelegten Fragen: 1. Was kann geschehen, um die auf Selbsthilfe beruhenden Genossenschaften (Vorschuß, und Krcditvcrcine, Vereine znr Beschaffung von Rohstoffen, Konsumvereine, Produllivassoziationcu zu för-dcrn? 2. Welche dieser Associationen können auch unter Fabrikarbeitern Eingang finden und auf welchem Wege würde dies zu erreichen fcin? erklärt dcr allgc-meine Vereinstag dcr auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Erwerbs- und WirthschaftSgenosscnschaftcn: 1. Die cinzigc Förderung, welche die Genossenschaften von dcr prcußlschlu, wie von jeder anderen StaatS-regicrmlg beanspruchen, ist: :l) daß sie sich allcr Versuche, die Genossenschaften untcr die der polizcillchcn Kontrole unterliegenden Vereine zu stellen, fernerhin enthalte, l>) daß sie dcm Gefetzcnlwurfc üocr dlc end-lichc Regelung dcr privatrcchtlichcn Stellung dcr Gc-nosscnschastcn, welcher die Beseitigung der snr sic dn der/chigc/l i/^c dcr Oc/-Mbi,l,F vochcmdcucn Schwic-r^kvwx w Bttrch ww«vö, AMHbe. und Vc^ol. gung uon Vermögensrechten bezweckt nnd im prcußi. schcn Aba.covdn-.wchaus'. in dcr Zession von 1803 von dcm Anwalt dcr Ocuosscnschaftcn eingebracht ist, nicht langer entgegenstehe, sonder» dahin wirke, daß derselbe zum Gesetze erhoben wcrde. 2. Von den ans Selbsthilfe beruhenden Genossenschaften haben namentlich die Konsumvereine unter den Fabrikarbeitern längst Eingang gefunden. Auch die Vorschuß-nnd Krcditvercine und die Produllivgcnosscnschaften crsrcucn sich cincr wachsenden Betheiligung derselben; ihrer wcilcrcn Entwickelung stchcn nur die vorher bc zeichneten Hindernisse enlgcgcn. ^. Allc Versuche der StaatSrcgicruna, dic auf Selbsthilfe beruhenden Erwerbs» und Wirthschaftsgcnosscnschaflcn im Allge^ meinen oder innerhalb cincr einzelnen BcrufSllassc durch positive Emmischling fördern zu wollen, müssen als ihnen schädlich zurückgeivicscu wcrdcn." Kiel, 24. August. Dcr „Nd. Zig." wird uon hicr gcmcldct: „Gestern Abend gcgcu II Uhr wurden auf dcm hiesigen Markte zwci Studenten durch die Wache in Arrest geführt. Die Veranlassung zu dieser Arrctirung waren einige Ausrufe, durch welche das Militär sich iusnltirt glaubte. Daß diese AuSrufe indessen ron dcn arrctirtcn Studenten ausgegangen, stcht keineswegs fcst. Die Arrctirnngcn veranlaßten einen bedeutenden Zusammenlanf. Eine Zeit lang nahm die Menge dcr Wache gegenüber eine drohende Haltung ein, verlief sich indessen später ruhig. Paris, ^0. August. (Pr.) Dic „Patric" hält die Zusammenkunft in Zaranz für wahrscheinlich, doch wcrde dieselbe nur privaten EharallesS sein. Prinz AmadcllS ist in Eadix trotz scineS Inkognitos voll dcn Lolalbchördcn und dcm Gcncrallapitän der Provinz, wclchcr cigcnS von Sevilla kam, empfangen worden- Am Donnerstag war diplomatischer Empfang; Drouyn und die Gesandten dcr deutschen Miltclslaaten ucrlchrlcn lebhaft nntcr einander. Die Eholcrinc grasfirt hier stark, besonders bei Kindern. — Prinz Napoleon ist gestern nach Prangins abgereist. Lokal- nnd MovinM-Nachrichten. «aibach, 2. Scptcmber. In Folge dcr gehaltvollen Rcdc des Grafen Anton Auerspcrg am letzten lrainischcn Landtage wegen Uebcrbürdnng dcs Landes mit Slcucrn wurden noch vom früheren Ministerium Erhebungen angeordnet und mit dcm Miuistcrialcrlassc vom 5». v. M-ans dcm Titcl dcr Unembringlichlcil zur Abschreibung bewilligt: Au dcr Grundsteuer ntvsl Umlagen der Vorjahre i„ll. Novemlicr und Dezemlicr 1864 —15.44 l fl. 10.' kr.; demzufolge entfallen auch an dcr Landesumlage 5674 ft. 48.^ kr.; an Grundcntlasttmg 9680 fl. 80.' kr.; an Bczirkskassenumlagen 2.j96 fi. 66. ^ kr., und an Gc:mindezuschlägcn 128 fl. 83.' kr.; mithin zusammen 6Z.'!21 fl. 8!>.' kr. — Gestern Abends veranstalteten mehrere Kollegen, Frcnndc und Bekannte deS Prof. Dr. Wrttschlo anläßlich seines SchcideuS aus Laivach in der Kasino-Restauration ein Valcte, das sehr animirl war und dem Arrangeur Prof. Dr. Valenta alle Ehre macht«. — Wir bedauern lebhaft dcn Verlust, den das hiesige Gymnasium durch den Abgang dcS Prof. Dr.Wretschio erleidet, da durch ihn, wie hicr lange nicht zuvor» daS Fach der Naturwissenschaften würdig vertreten war. ?? Stein, 31. August. Ueber unsere Fest« lichkeitcn bin ich Ihnen lange den Gericht schuldig geblieben, waS mir auch schon in Stein sehr übel vermerkt wnrde; als pflichttreuer Korrespondent mache ich daher die Unterlassungssünde wieder gut, indem ich in das Ehronilenbuch der landcSfürstlicheu Stadt Stein solgcndc Vcmctkungen eintrage: 1. Am Vorabende dcS Gevnrtsfcstcs Sr. l. l. Apost. Majestät ein hellsprühcndcS, AlleS erleuchtendes, vielfarbiges und von männiglich vcklaschleS, auch von der reifenden Jugend lebhaft bejanchztcS Feuerwerk. 2. Am Tage des Allerh. Gcbmtsfcstes feierliche ^ musikalische Messe, deren musikalischer Theil von den ^ Sängern Stem's recht wacker durchgeführt wurde. « Besonders nclanacn das sloocnische Graduate u„d „Der > Tag dcs Herrn," welcher Chor als BcnediltuS ein- « gelegt war. « 3. Am 20., Nachmittags 5 Uhr, als Nachfeier I und zugleich als Jahresfeier dcS ersten Zusammen- 1 lrittcS dcr Steiner Säuger: Liedertafel im festlich geschmückten Garten dcs hiesigen Gastgebers Herrn Grabet, welche festlich und hcilcr ausfiel und deren doppelte Bedeutung iu cincr Ansprache dcs Dr. Gaustcr ausciliandergcsctzt wurde. Die Sänger sangen durchwegs exalt und in mehreren Produktionen besonders gelungen, so daß sich in dcn letzten Monaten ein wesentlicher Fortschritt lcnnzc'lchnetc. Der neue Saugclspruch sür dit h/e/igc Aflbindlmg oo,/ Ncdoed, die Aollshy/nnc, die von Ncdved, „Ml o^nam/' ,M1,u s> /onitev," die 5 !ige Programm. Alles war heiter und vergnügt und die vielen auf Sommerfrische in Stein domizilircndcn und in ziemlich großer Zahl licim Feste anwesenden Gäste zeigten sich recht licfricdigt ildcr den Ernst, Eifer und das gclungcuc Streben der jungen Pcrcini« gung, welche nun schon so vicl Boden gewonnen hat, daß sie sich jetzt als cin Verein in gesetzlichem Sinne lonstituircn und so im zweiten Jahre dcS Bestandes kräftige Wurzeln in den heimischen Boden scnlcn wird. Wic man vernimmt, ist cö cs das Streben, dem Sängcrbnnde in Anbetracht seiner jungen, wenig ae-schulten Kräfte eine Wirkungssphäre zu gewinnen, die ihm eine spezifische Bedeutung gewähren und bei Ausdauer ciuc nicht nnbcdcutcodc Stelle unter den heimischen Gcsangövereincn verschaffen tonnte. Als Hauptaufgabe foll nämlich das slovcnischc nnd dcnlschc Volkslied gepflegt werden, das Voltölicd, daS nach unserer Ansicht noch immer in den Kunsllrciscn zu wenig Beachtung sindct nnd doch einen so reichen Perlenschatz der wahren ungekünstelten Empfindung und Poesie in sich birgt. Möge daS Streben go lingcn! Der gestrige Woltcnbruch, welcher Nachmittags niederging, war im Tuchcinerlhalc mit furchtbarem Hagel gepaart, so daß alldort der Schaden cin sehr bedeutender sein soll. Dort stand Alles so üppig und schöu; mit einem Schlage ist die Hoffnung so vieler Lcmowirthe zerstört. Der Haioeu steht hier im Bezirke prachtvoll ,md auch die übrigen Bodcnfrüchte haben sich erholt. Dafür Hansen ringSum im Bezirke, besonders unter den Kindern, viclc Krankheiten, die bei der Apathie des LaudmanncS ha'nfig genug übel ausgehen. — Wie unS aus Ncnstadtl geschrieben wird, hat der zum Ehrenbürger der Stadt Ncnstaotl«NudolfS. lvcrth ernannte Herr Obcramtsdirellor Dr. Costa au den Herrn Bürgermeister jener Stadt, Tonssain Ritter v. Fichtcnan nachstehendes Schreiben gerichtet: „Die mir zn Theil gewordene große Ehre der Er-nennnug zum Ehrenbürger der hochanschnlichcn Gemeinde der Stadt Neustadtl - NudolfSwcrlh hat mich eben so sehr überrascht als hocherfreut, und ich bringe Euer Wohlgcborcn fiir die gütige Mittheilung dcsscn meinen verbindlichsten Dank mit der Bitte dar, meiner Dankbarkeit auch im hochlöbl. Gcmcindcralhc Aus« druck geben und die Versicherung beifügen zu wollen, daß ich jede sich mir darbietende Gelegenheit frcndig ergreifen, ja als eine Schuldigkeit es ansehen werde, der hochanschnlichen Gemeinde dcr ruhmwürdigcn Stadt Nenstadtl als deren getreuer Mitbürger meine Dienst. Willigkeit und Dankbarkeit zu beweisen. Wenn niciii Herz schon bisher an dic theuere Sladt, wo ich durch vier Hahre w »licht limvichliuer n»lllichl.r ^?lclll,na gewirkt habe und wo cmigc mcincr Thcucln in gc» wcihtcr Erde bei den uns uorangeaangcucn chrcnwer. then Bürgern der Stadt ruhen, sich augezogcu fühlte, so wird dieses hiuliwflig durch daS ehrenvolle Band meiner Mitbürgerschaft nur noch mehr der Fall sein, und ich wünsche nur, daß mir in jedem sich darbie« tendcn Falle durch Auftrügt und Wünscht die Gele» gcnheit geboten werde, meine Worte zur That werden m lasscn. Euer Wohlgeboren aber wollen inöbcson» dere mir gestatten, mich mit der größten Hochachtung nennen zu dürfen, u. s. w. Laibach, 29. August 1865. — Wie dic „Klagenfurler Ztg." erfährt, soll der Sträfling, welcher kürzlich da« Attentat auf Dr. tt. verübte, dicS in der Absicht gethan haben, um cine Strafe von 5 Jahren schweren Kcrlcr zu bekommen, damit cr nach Gradiska trausfcrirt werde. — In der Kirche znMaria. Gail (Kärnlcn) wurden im Laufe der vorigen Woche die Monstranze und daS Ciborium geraubt. Dic Hostien fanden sich unversehrt an der Altarplattc vor. — DaS Grazer Vürgcrkorps erhielt eine Zu. schrift von Sr. Exzellenz dem ucucriianntcn Herrn Stalthalter Karl Frciherrn v. Mecfcry, des Inhallö: „Bon Sr. l. l. Apost. Majcstät mit Allerhöchstem Handschreiben vom 16. Augnst zuni Stallhallcr von Slcicrmart ernannt, trctc ich am heutigen Tage meine Amlöwirlsamlcit an. Indem ich hicvon daö gcchrte Korpslommaudo und durch wohldassclbc dnS unifor. s^ ?"^^ ^'^^"^uplsladt iu Kenntniß Büra r ows !>,?«'"" ^""' "'s, zu dem geschätzten w ^"r!Qich^"H'1°^ b".nug m?r'bereits statutenmäßigen^VezN'.^.""' '"""e. iu die G'az, m" ^2'^N. D ^'^er,e., be- rcnz Urbania von Kronan nach Gmk; Herr Fr.! Cirar nach Kronan; Hcrr Slcfan Iallto von^ AdclSbcrg nach Mannsburg; Hcrr Ioh. "csel an Stelle dcS Vorigen nach Adclsbcrg; >V)crr Peter KriZlofiö von Görjach nach Heil Kreuz be« Neu-marktl; Hcrr Karl Klun nach Görjach. lIchlußvrlhülldillllgrn dcim k. ti. eandesgcrlchte.) In der uüchstcn Woche finden bei dem hicngcn l. l. ^andcsgcrichtc folgende Echlußvcrhandlungcu statt: Am 0. September: 1. Anton Krcl und Urban On-bauz — wegen Dicbstahl; 2. Kaöpcr Markl -"we. gcu fchwcrcr körperlicher Beschädigung. Am 7. September: 1. Michael ilr^ovec und Josef Kra«ovcc — wegen öffentlicher Gewallthäliglcil; 2 Valcullu ^oc-te/ar — wegen Betrug; .'!. Thomas Ullc und Ioh. Branisn — wegen Dicbftahl; 4. Johann Pfeifer nnd Genossen — wegen Dicdslahl. ^^^ Wirncr Nachrichten. Wien, I. September. Wie die „Wiener Ztg." anö verläßlicher Quelle erfährt, haben Se. l. l. Apostolische Majestät den m Armuth lebenden beiden Schwestern dcS ermordeten Landeögcrichtsrathes Gcorg Eßl, an welchem ste ihren Unlcrstützcr verloren, jcder lebenslänglich cme Gnadcngabc von KW ft. bewilligt. — Ihre Maj. die ilaiscrin Karolina Augusta besuchten am 2«. August Hallcin u»d waren auf dem 'Noßfelde. Auf dem Rückwege wurden Ihre Majcstät von der zahlreich vcrsummeltcn Bürgerschaft mit Musik, Fahum und stürmischen Hochs festlich empfangen. — Von mehreren Gcmcinderäthen der Saniläts« Sektion wird in der nächsten Wiener GcmcindcralhK. sitzung beantragt werden daß die öderer und Leder-Händler beauftragt werden sollen, ihre Verrathe von nassen Häuten, Hörnern, Klanen :c., welche einen ubleu Geruch verbreiten, so viel als mvglich zn ver< meiden, oder in Magazine, welche nicht in den voll-reichsten Vorstädten gelegen sind unterzubringen, da diese Maßregel aus fanitüts.polizcilichcu Gründen bei den jetzigen VcrlMnisscn fthr wünschenswert!) wäre. — In Massersdors vci Nci ch en b cr g ist, wic der „Reichend. Z." geschrieben wird, cin Säuerling entdeckt worden, der ziemlich reich an Kohlensäure sein soll. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. ll»»,» vergiftet i,n Vette „efnnde... Defizit des Sparvcrcines beträsst »üe.TZO» fl. Sein zweitaltester Sohn, Beamter der slustria, wird ebenfalls vermisit. Vei der gestern stattgehabten Ziehung der Zkttler Lose gewinnen: Serie V»ftO Nr. H: «»3tter Lose ge. winnen:Ser.»»77Nr.4»53H: HK«.<>Q» Gulden, Serie 3V»» Nr. 7».«43: 4O.VO» Gulden. Frankfurt am Main, 31. August. In der heutigen BunocMgösitzung protrstirtcn Sachsen.Wei« mar, Sachscn.Kodnrg'Gotha und Sachscn.Mcinin. gcu gegen die auf ^cmcnburg bezüglichen Festsetzungen der Gastcincr Ucbcrcinlunft nnd beantragten das An° strägcilvcrfahrcn. i^S wurde cinc achlwöchcntliche Bcr< tagnng bcfchlosscn. ., ,^ <- ^ Berlin, ZI. ^'M. (Ocst. Ztg.) Der König trifft erst Ende nächster Woche h.cr ciu. Der ilaiscr von Oesterreich und der Nomg von Baicrn werden hier erwartet (?) DaS prcu^lschc Zirkular über die Gastciner ztonocnlion, in welchem dic Forldancr des Kondominats lonstali" i,t, l,t vorgcstcru abgcgangeu. ftcrr v. Zedlitz blcil't m Sch cswig ' Bremern, ^ -^'gn,t. Einc Korrespondenz dcr Weser Hta." anS Oldenburg bezeichnet nach zu« v lässige Äellc dic ZMmMachncht, zwischen Ol' d nb rn und Pm'ßc" s" ^mc ^i.litättonvcnlion ab-ach offen worden, °" cw.ndc^ (.ine derartige Ko„. Non wnrde weder abgeschlossen, uoch zur Zeit iu -'"^oren7^ ""gust. Gestern haben in Brescia wegen der Mol'iliarstcucr einige Nnhestöruugcu statt- ^'"'^rüchtweisc verlautet, der Unterrichtsminister Natoli w d da. P°>'lcfcm"e de« I^crn überuchmen. D c ^liolcra nimmt ", ^an ^evcro zu. Varis .'N. August. Der Kaiscr ist gcsteru 5!7 ".^ G^ndtcn zu empfangen. London, 31. August, 12 Uhr Mittags. sN. Fr. Pr,) Morning Post behauptet, aus bester Quelle Kenntniß von den geheimen Artikeln der Gasteiner Ncbcremkunft erhallen zu haben. ! Oesterreich übernimmt in denselben die Verpflich« i tung, den Herzog von Angnstenburg zn überwachen, ^ Holstein gegen Bezahlung einer Entschädigungssumme an Preußen zn überlassen, in Holstein die bauischen ! Gesetze über Presse und Bercinswcssn einzuführen. Kopenhagen, 30. August. In der heutigen Sitzung dcS Rcichsrathcs wurde eine Regierungsvorlage eingebracht, durch welche die Pension des Lieutenants Anker ouf 000 Thaler erhöht wird. — Der Führer der Baucrufreunde, Hansen, und 35 Genossen schlugen eine Adresse vor, welche die Regierung auf. fordert, sich iu der Verfassungsfrage au den Reichstag zu wenden. Großfürst Konstantin von Ruhland ist gestern abgereist. Ergebniß der Sammlungen für das zu errichtende Kinderspital. (Verofsenllichl durch daS lonslituirte plvv. T>amenlK»mi«ee.) Einmnlige Spcnbr. Iilhrl. fl. kr. fl. kr. Frau Baronin blpfalteru von Grünhof......25 —--------- Frau Leopoldine Pelikan . . 2—--------- Hcrr Na glas 1 BellsliMc. Ungenannt 1 Bettstälte. Ein Geistlicher iu Laibach ... 3 — --------- Hcrr Scheibl, Wundarzt in Brunndorf...... l — — — Frau Therefe Uranitsch . . — — 5 — Frau Schustcrschilsch . . . lO — --------- Frau KllUl'i?......------- 5 — Herr LukaS Lhiabes ... 2—---------- Frau Mally...... 10 -<---------- Herr Heinz, Reallehrer . . , 150---------- Herr Pajk, Zimmcrmcislcr . . ii — ---------- Herr M. Treun ... 5—---------- Frau Maria Cepou .... 2—---------- Frau Podlrai5tl . - . .----------1 — Herr Nupo....... 1 — ---------- Herr Hcidrich..... z— —. .... Frau Ioscfine Terras ch . . 10— ---------- Fran Anna M er l..... 2—---------- Ein Reisender...... 1 —---------- Fräulein Iosesine lonio . . I — ---------- Margarclha S ch l i n z . . . — 10 —__. Ioscfine N i s m a u l ... — 40 ___ ___ S. Schuft erschitsch . . . ,0 — ____ Trischer...... __^ __ Verbiö......'' 130— I- Herr Gaspcrlovi<5 . 2—. Nr. 87......' ' b_ H^ Frau Perme...... 3^.____ Summa 99 40 N —> und 2 Getlstütten. Summa dcS letzten Ausweises . 4253 63 296 20 und 6 Silberthaler. Hauptfumme 4353 I 307 ^o « «.. .. «, "nb 0 Silberthnlcr, 2 vollständtge Gellen, 3 Kinderbettch«,, 2 Polster I Matratze, Roßhaare für eine Matratze und 2 Slrohsäcke. (Eingesendet.) Alleu meinen Bekannten nnd Freunden sage ich beim Scheiden ans einer Stadt, iu der mir durch vier Jahre zu wirken gegönnt war, hiemit ein herz-liches Lebewohl. Prof. Dr. Wretschko. M den Mgeil llellosMler Eduard Pölz! An, I. September zu kaibach «ach einrm Konzerts. Tu bist des Lenzes rdle Alu,ne, Bewahrt m Deiner Künstlerbrujl, Tcm Meister so wie Dir zum Ruhme, Den Gönnern Wonne, Freude, Lust. Dein Iünglingsherz Dir immer bleibe Mt frischem Immrlgtün, Viel Krast dem Geiste und dem Leibe. So wandrc Du dutch's Leben hin. Glaube, Hoffnung und die Liebe (5inigen sich brüderlich: Nichts al> Kunst sind Dcine Triebe Und HeszensgNte paaret sich. Lieder nnd die Solo-Szenen Hab' ,'ch m'e fo /'cho/l g^öl/, ttc'm remeK ^1 vo'ud Dich veilenne»__ Vin (5»gcl hat Tir Das gelehrt. VuMworMcher Rcdalt^7Ig«az v. Kleinmayr.^Dr^nd Beüag von Ignaz v. »lcinmayr ^ Fedor Bamberg in ^ib°ch. 806 Telegraphische Effekten- und Wechsel - «Kurse an der l. k. öffentlichen Börse in Wien. D,n 1, September, 5'/, Mctalliques 68.40 1860er Anleihe 88, 5 l>«7«. Nat,-Äulch. ?.?.— Cllber . . . 107, -Bantaltien . 775»,— London . , 109.20 KreditaMen . 174.70 «. l. Dnlaten 5l6'/. Ircmden-Hnteige vom 1. Teptbr. Ttadt Wlen. Die Herren: Pischler, l l, Finanzselretär, von Graz. — Ricger, l. t. Beamter, von Mctto-vich. - Mnssil, l. l. ^bcrliculcuaut, und Hel. zel, Handluuq^agcut. von Wieu. Elephant. Die Herren: Freiherr von Codelli, von Gra^. — Grilnfeld, Juwelier, Urschil^, Priuat, Mörtel nnd Habith, Haudlnngsrciseude, uo»l Wien. — Krischner, Cooperator, von Vlldci>. — Kaniy. Handlun^reiscnoer, von Wcit2 Jahre, in der Tt. Pctrrs-Vorstadt Nr. lt.',, an der Entlrilftung in Folge dteruugi,ficblr, D e u !, alt 1 Jahr und 5 Monate, am Nachen- und Darm-Lrouft. — Herr Ludwig Freiberger, liürgerl. Evänalermeistcr, alt ^4 Jahre, m der St. Pcters'Vorstadt Nr. 8, an der knngeulubertulose. Den 20. «ngust. Ialob Etcrnischa, ge< wescner Riemer, alt 75 Iah«, in der Stadt Nr..'l7. nnder^ungenlähmunz. — Tcm Nilulaus Marcla, Heizer, iu dcr Kavuziner-Parstadt Nr. «^, sein Kind Theresia, alt 7 Jahre und 10'/, Monate, au dcr ^mmeuluderlulose. — Dem Kaspar Dodnitar, Bäckergeselle. iu der Hapnziner» Vorstadt Nr. 72, sein Kind Josef«, alt 7 Monate, an dcr Atrophie, Ii717-2) Nr.^015. Zweite und dritte crellttivc Fcilbietung. Mit Bezug auf r.iöeicsqerichlliche Eoiki vom W. April !. I.. Z. 1404. wird vci, dem l. k. Vezirkscinite Wippach. alS Gc' rich, btlamtt ge^ebei«, cö sei üler Anw» cheu des Elckul!on>lfül)rels Herrn Iohau» Ncp, Tollcnz voi> Wippach in scmcr Erckmioliösache gc^cn Johann Hcr^a« lin von dort l»lo. 24 ft. 6. XV'l. l'"zi. ^')U ,u,d 302 voikommcudcn Nea lilät auf dcn 1ž;. Oktodcr und 14. November 18Y5». früh 9 Udr, in dcr Gcrichttkanzlei mlt bem vorigen And'Ul^e üdertrageu worden. K. k. VezirkSamt Nipp.ich. als Ge. richt, am 3. Juli 1865. (1718-2) Nr. 3013. Tritte erekutivc Feilbietlltlg. Mit Vtzug ans die dits,itrlchlllchell Edikte vom 22. Februar 1865. Z. 781, 26. April l. I.. Z. itz^ n„d 6 ^„„ l. I.. Z. 2555). wird bekannt gegeben, daß vie in der Erekntionssache deö Josef Vo/!<5 von Podraga ge^cn Josef Premern von Podborst Nr. 2l plo. 222 fi. c. >. c. a»f den 3. Inli 1865 angeordnete dritle treklitwe Nealfcilbiltnng anf d^n 9. Oktober 1865. fruli 9 Ul»r, in loeo dcr Realitäten mit dem früheren Andanqe im Einverständnisse der beiden Erekiltionstdeile übe» tragen werden ist. ss. k. Vezilksamt Wippach. als Gc. richt, am 3. Juli 1865, (1712-2) Kundmachung. Am 4. September 1865. Nachmittags 4 Uhr, wild dic knapp an dcr Wiener Straße im Pomcrio dcr ^tudt gclc« gene Schottcrgrubc, vormals zwei Acckcr, der Kirche St. Chrislos lichörig, im Flä« chenmassc von 3 Joch 498 UMftr., in drei Partien vcrstcigcrungswcisc an die Bestbictendcn vcrkanft. Dic Kauflustigen werden eingeladen, am bezeichneten Tage m loco dcr Schot« tcrgrnbc erscheinen zn wollen, mit dem wcitern Beifügen, daß die ^izitationsbc-dingnisse bei dein Pfarramte in St. Pe< tcr eingesehen wcrdcn lönncn. Laibach, am 26. August 1865. Sicheres Ambo Tolo-Hpiel. Unter eine uerhättninmäsiig sehr siermye Än. ;ahl von Theilnrhmcrn mit'sscn «lit cuidentcr Sicherheit nach meiner unfehlbaren (chni>g uienissften steigern tonnen. Die Tlieilnelimer sind jeder eigenen Combination enthoben nnd halien lwraiil! lein Honorar zu cutrichten, nur lilo^ im Gcwillll-falle li»°/, dcbseldcn au den Uuttriichi'.iev hlnaiu<;u^nlilcn. Tic Herren Tdeilnehmer werden ersucht, sraulirte Aricse, nnt qruancr Änssnbe i<)rri» Vor« uud ZunalueuH, CllmrattcrK und lUohn ortcs, direkt au Uuterzeichinten rinzuseudeu, woranf nm^ehend llufranlirtc Antwort sammt Nummern erfolgen. Aiitworlen, >,«>>ll! !^,^l u>!,' oder ans mie Chiffre lnntent', werden nicht er. theilt, llnfraiilirte Briefe nicht anstenommel». ?^ach meiner Üombilimion gewannen bei dcr Zirhnnci m Ora; die Herre» ^ Peter Wcud-ler ,u Fehring, Peter Mal,crl,ofer, Ios. Pum in Graz; bei der Ziehnnq rn Briln am Li». InU der l. l. Haupt manu Spauraft in Baden, und eine noch imlieseyle Reserve-Serie. Adresse: r. ?i»Hk (1745>-^) iu Pest. (1196-5) >>rt wach» sen soll, tingelieben nnd erzeugt binnen sechs Monaten einen rollen kräftigen Vart» wuchs. Daösclbc ist so wirksam, daß es scho» bei jungen Leuten von 17 Jahren, lvo noch gar fein Äariwuchö vorhanden ist, den Vart in der oben gedachten Zcil hervorruft. Die sichere Wirkung garan» tirt die Fabrik. Chinesisches Haarslirbcmittcl 5 5 Flacon ft. 2.RN. Mit diesem kann man Augenbrauen, Kopf« und Varlhaare siir die Dauer echt färben, vom blässesten Blond lind dunklen Vlond bi«? Vraull uud Schwarz, man hat die Farbcnunaillen ganz iu seiner Gewalt. Diese Komposition ist frei von uachtheiligen Etoffcn; so erhalt z. V. bae Auge mehr Chal.ikter nnd Ansdrnck, wenn die Aligcul'laucn etwa? duullcr gefärbt werden. Die vorzüglich schönen Farben, die durch dieses Mittel hervorgebracht werde,,, übertreffen alleö bis jetzt (iri« stir ende. (5rsiuder: R 0 the H! Comp. in Ver« liil, Komma ndantenstr. 31. — Die Nie« derlagc bcstudet sich in L a i b a ch bei Herrn /KIlD<»rt1>l»k«»,', Hauptplatz !)lr. 239. (1709-2) Eine Pllltenc-Lllge lst für jeden zweiten Tag auf die Dauer eines Jahres zn uermietl'en. DaS Na'hcrc in der Expedition dieses Blattes. (1757-1) Antrag. Vel einer in nächster Nähe des hie« sigcn Flancn'^lostcrs wohnhaften, nur auS drei Personen blstchenden honetten Familie wcrdcn für dle nächste Schul» zeit zwei Mädchen im Mcr von tt bis 14 Jahren in gänzliche Verpflegung auf> genommen. Für solide Erziehung der Kinder wird bcstenS Sorge getragen. Das Nähere im Komptoir dieses PlatlcS. Danksagung. iNr dic kciuiescnc Theilnahme während der Kranthcit und fiir die ^ahlrcichc Äclhcilignnq ain Vcichcnbcgängnissc lncince unvergeßlichen (^malö rnctsichtlich nnscrc^ Vatcrö Wenzel Den sprechen wir hiermit allerseits nnscrn tiefgefühlten Danl ans. (1771) sammt ihren iiiuderu. In der uom k. k. MmiNcrilim für ssnltns und Unterricht anlorifirten merklaliMn Privllt-z)llnpt!'chulc str Kltllbcu, beginnt der erst? Nurs dcö Schuljahres l^"°/„„ am 1. Oktober. Die Nufnai'Mt findct «a^lick ^'on 9—12 Udr Vormiltagö in oer Kanzlei der Vorstchllng (Haupt-pli'.h Nr. 237, 2. Stock) statt ' , Anf l?rieftichc Anfr.iqrn übermiltclt dcr Unterzcichnele die Statuten sciusr D Anssalt. in welchen dic Amn.ihmSbcdliiguugcn soivol'l dcr in gali^e Perpftegnng > zu übelüelinKus'sn. alS auch der nnr die Schule besuchend,,, Zöglinge genau« angegeben sind. ' Alois WiilflhfiT, (1746—1) Inhaber und Vorsteher der Anstalt. Spielkarten in ausgezeichneter Qualität und sehr billig empfiehlt die Tpielkarten Fabrik von Dobrin & Bettelheim, Muruorjtaitplah Ur. !>41 in Gra). Fllr zlaffee« und Gasthäuser bcsondcrs zu cmpschlcu! Vorzügliche Waschkarten, wclchc vor allen anderen den Vorthcil liiell-n. dasl dmsclbsii lcinnloi ^liississlcit, wic ,. V Kafsee. Vier, Wcin. Essig «.. schadet, lönnen baun nach läua.crcm ^cdrauch«', wenn diesslbci, cibsscuutzt uud licschmudl sind, unt cincm scuchltl, Badschwamme : adgewaschsn nnd mit cincm ^'eiuwandlappcu abgctroclntt, wicdcr ,r»c neue Spielkarten ucrwcudct wcrdcn. - Neuestes fiir Uriont-Cirkel. ü Prachtauössabe (mit Vorbehalt des Nachdruckes) von Whist« lind Piquctkartcn, mit wohla.etrofsen,n Prrträts ^ "1 von Wicncr Hmichaujpiclcrll und Hofopürusängcrn, wic: May^rhoscr, L.'c»wc, laroche, Veck, ^i, wilftaucr, ft<>>b,i, OliNmann- i, ßj Mayer, Koninnlhnl, VaüMtisttr, Qwixeky, Joses N^gntr :c. :c., ferner hochfeine National , Cabinet', Whist' m>t> l^ » Piquetkartcn 1 Z! Alle Horten uuwaschbare Hftielkarteil ;„ staunend billlgen Preisen, als: VtUtsche, Z>iql!,l-, «taiok-, Whists ^, H'nder.Hal,.,,, hochscu!^ patienct-, Tripoli»., ^r ^« ic. :c. uou fl. 2.M» ftcr Dutzcud und aufwärli«. !" Ij Ncstell«!,gcu von Anbwarts werden schne,, lrt. die Preist sind scsta.cbl«l!rr ssrati« a>^' ^ -! gegeben. Vtl Abnahme grüs,crcr Particu oder bei Ucdcrliahluc dcö ^crschlcifles treten lidrigfui, besondere NestimstistNNgcN ""- ," ^>! Tilmmtliche Gattungen Tpiellarteu tonnen sowohl waschbar als auch «„waschbar l'i^on/n werden. l s«i Die Preise sind in üstcrr. Wahrung gegen Barzahung oder Postnachuahmc. ^ H iF.ll>, Qdcongassc '.'il. ^, U' < /li Innsbruck dci l«»«' < . »><<»'<>. ill Warasdiu bei ff»z«>,»e» I«"" I H nnd in Marbnrst bci Wrl<<>pi<«, ll <>r<». (1741-2) s Hiezu ein halber Voaeu Amts- und Illtclligeuzbl.'tt, dann Nr. 3:i dcr „Vlättcr aus Kram."