Nr. 127 Montag, 7. Juni 1913. 134. Jahrgang. Mb acher Zeitung P«z»«»»r»N»»»»»»»<«: il«ri öfteren Wiederholungen pei Zeile 8 b. Ti», «Laibllcher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnabme der Von» u:id Feiertage. Die Adlutniftartl«»» befindet sich Milloäiöstraße 3ir, 16; die «led««»«» Viilloölöstrahe Nr. 1«. Sprechstlwden der «ebattion von » bi« 10 >lhr voiTnitlagi, Unfrankierte Vriefe werden nicht angenommen, wianullripte nicht ziiniclgcstcllt. Velephon-Ur. >ev Aedaktten 32. Amtlicher Geil. Den 3. Juni 1915 wurde in der Hof» und Staatsdruckerei das I^XIX. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe «usgegeben und versendet. MchtantMcher Geil. Die Kämpfe bei Radymno. Aus dem deutschen Großen Hauptquartier erfährt das Wolff-Vureau über die Kämpfe bei Radymno: Die Korps des Generalobersten von Mackensen standen am 23. Mai abends in einem großen nach Osten gerichteten Vogen beiderseits des San. Am rechten Flügel beobachteten bayrische Truppen die Nordwcslfront der Festung Przemysl, Im Anschlüsse an die Bayern standen deutsche Truppen zusammen mit österreichisch-ungarischen südlich des San vor dem start befestigten Brückenkopf von Raoymno. Weiter nördlich schlössen sich andere Truppen der Armee an. Der Brückenkopf von Nadymno bestand in einer dreifachen Linie von Feldbefestigungen: Einmal aus der mit Drahr wohlversehenen Hauptstellung, die sich auf den dem Dorfe Ostrow westlich vorgelagerten Höhen hinzog und durch die San-Niederung hindurch zu diesem Flusse führte; dann aus der wohlausgebauten Zwischenstellung, die mitten durch das langgestreckte Dorf Ostrow hindurch gelegt war, endlich aus dein sogenannten Vrük-kenkopf von Zagrody, dcr zum Schutze der östlich Nadymno über den Fluß führenden Straßen und Eisen-balmbrückcn angelegt war. Die Flieger hatten alle diese Stellungen photographiert, die erhaltenen Aufnahmen aufbewahrt und auf die Karte übertragen. Es galt zunächst, die feindliche Haufttstellung sturmreif zu machen. Hiezu begann die Artillerie am Nachmittag des 23. Mai ihr Feuer, das am Morgen des nächsten Tages fortgesetzt wurde. Von den Höhen bei Iaroslau aus sah man das im Nebel liegende San-Tal und daraus aufragend die Kuppcltürmc von Nadymno nebst den Ortschaften Ostrow, Witlin, Wisocko usw. Das Feuer der Artillerie war auf das äußerste gesteigert. Die schweren Geschosse durchfurchten heulend die Luft, entfachten im Aufschlagen riesige Brände und hoben gewaltige Erdtrichter auf. Die russische Artillerie antwortete. Um 6 Uhr früh erhoben sich die langen Infantericlinicn aus den Srurmstellungen und schritten zum Angriff. Die Flieger meldeten, daß hinter den feindlichen Stellungen weidendes Vieh und viele Bagagen zu beobachten seien. Der Feind schien an einen ernsten Angriff nicht zu denken. Das Petrograder Bulletin hatte ja auch festgestellt, daß die Kämpfe in Galizien an Heftigkeit nachgelassen Hütten und daß die Verbündeten fast allenthalben zur Defensive übergegangen seien. Um halb 7 Uhr morgens war die feindliche Hauptstellung ihrer ganzen Ausdehnung nach in der Hand der dmtschen Truppen. Erschüttert durch das schwere Artilleriefeuer, hatte der Feind nur kurzen Widerstand geleistet und war im vollen Rückzüge nach Osten. Aber gerade dorthin und nach Radymno hinein, von wo die feindlichen Verstärkungen zu erwarten waren, hatte inzwischen die Artillerie ihr Feuer verlegt. GewaMge Rauchwolken hüllten diese von der Artillerie in Brand geschossenen Ortschaften ein. Die Russen kamen auf diese Weise nicht dazu, sich in Ostrow zu setzen. Die Besatzung dieses Dorfes kapitulierte, Hunderte von Gewehren und große Mengen Munition zurücklassend. Auf der ganzen Linie war jetzt deutsche Infanterie im Vorrücken auf Nadymno und die südlich an diesen Ort anschließenden Dörfer Skoloszow und Zamojsce. Mit jedem Schritt vorwärts vermehrte sich die Zahl der Gefangenen. Eine Division meldete dem Generalkommando, daß sie nicht genug Mannschafteil habe, um die großen Massen der Gefangenen ohne Beeinträchtigung der Gefechts Handlung abzutransportieren. Das Generalkommando stellte nunmehr Kavallerie zu diesem Zwecke zur Verfügung. Bei Radynmo war der Feind ins Gedränge gekommen. Voreilig hatte er die hölzerne Straßenbrücke über den San abgebrannt. Mit dem Schern-Fernrohr konnte man vom Gefechtsstandpunktc aus die lodernden Flammen und di,e durch ausgegossenes Nclphlha dunkel gefärbten Rauchwolken lieouachten. ^luch sah nlun lange, ostwärts flüchtende Kolonnen, die in regelrechten Haufen die Straße nach Tunlowice bedeckten. Da die in Nadymno versammelt gewesenen russischen Rekruten nur kurzen Widerstand leisteten, so ging auch diese Ortschaft und die gesamte Artillerie verloren, die sich durch die Ortschaft zum San retten wollte. Erst am Brückentopfe von Zagrody brachten die russischen Führer durch Ginsetzen frischer, schleunigst herangezogener Reserven den Angriff der Deutschen zum Stehen. An diesem Tage konnte die Sic-gesbeute von 70 Offizieren und 9(X)9 Mann Gefangenen, 42 Maschinengewehren, 52 Geschützen, darunter zehn, schweren, 14 Munitionswagen und zahlreichem anderen Kriegsmaterial gemeldet werden. Aber auch auf dem Nordufcr des San hatte sich eine große Schlacht entwickelt. Die kommende russische Revolution. „Aftonbladcl" hat von seinem Petersburger Mitarbeiter folgenden Brief erhalten: Die Stimmung in ganz Rußland und ganz besonders in Petersburg ist im Augenblick furchtbar gedrückt, und die Nachrichten von der Ostfront sind durchaus nicht angetan, dieselbe zu verbessern. Man weiß in Rußland jetzt, daß in den Karpathen unerhörte Menschenopfer auf russischer Seite gebracht worden sind, um die österreichischen und deutschen Tnlppen zu durchbrechen und in das reiche Ungarn einzudringen, und daß alle diese Opfer vergebens waren. Die Truppen sind nicht nur mutlos, sondern haben sich mehr wie einmal ungehorsam und aufrührerisch gezeigt. Nur durch Drohungen tonnten in letzter Zeit die russischen Truppen zum Angriff gezwungen werden und immer wieder sind sie mit fürchterlichen Verlusten zurückgeschlagen worden. Das weiß man in Rnßland. Dazu kommt, daß an mehreren Stellen in Nußland ansteckende Krankheiten rasen. Allein in Petersburg liegen augenblicklich über 5>000 Menschen an einer bösartigen Puckenlrankheil darnieder, und ihre Anzahl wächst mit jcdem Tage. Die Fälle von Flecktyphus sind in Petersburg noch größer wie die der Pocken. Wie groß dieselben sind, weiß überhaupt niemand. Hingegen soll die Cholera sich nicht weiter ausgebreitet haben. Aber in Südrußland, besonders in Astrachan rast die Pcst, und alle bisher- gc-lrosfcmc-n Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung haben sich als fruchtlos erwiesen. Die Pest breitet sich langsam aber sicher nach Norden aus. Im Innern Rußlands fordert nebst anderen Epidemien hauptsächlich dcr Flecktyphus die meisten Opfer. In der Nähe dcr Stadt Homel hat man Baracken im Werte von drei Millionen Rubel aufgeführt, in die ein kleiner Teil dcr von Flecktyphus befallenen Soldatm gelegt wurden. In Petersburg und Moskau herrscht noch immer großer Mangel an Lebensmitteln und Kohle. In ganz Petersburg ist nicht mehr ein Pud Ochsenfleisch zu erhalten, und die ungeheuren Fleischhallcn stehen so gut wie leer. Zu unerhört hohen Preisen kann man etwas Schweine- oder Kalbfleisch kaufen, aber das ist auch alles. Auch herrscht Mangel an Brot und Getreide und überhaupt sind alle Lcbcns-mittel im Preise ungeheuer gestiegen. Dasselbe ist in Moskau der Fall, wo kürzlich eine ernstliche Revolte ausbrach, in deren Verlauf dcr Gcneralgouvernmr schwer verwundet wurde. Feuilleton. Wann?!... Hier Blumen, Aäuinc, Wein- und Nuseustöcke, auch voll Vergißmeinnicht ein kleines Beet; da an der Mauer klettert eine Hecke, dort wieder wird das frische Gras gemäht. Mit Kies bestreut ein einz'ger Weg im Mnten, wenn er mich sieht, srägt jederzeit er: „Wann?" ich weiß es nicht, ich glaub', ich muß noch warten, bis ich ihn wieder selbst mal gehen kann! . . . Hier Weinbau, Blumen, Bäume, Rosenstöcke und voll Vergißmeinnicht ein niedlich Beet; dort längs der Mancrwand schleicht eine Hecke, am Weg geduldig stumm mein Nollstuhl steht . . . Baden bei Wien, Mai )915. My ron. Was mir mein Fenster zeigt... Wenig . . . Doch wie begnügsam wird die Seele des Menschen, der, in Ausübung seiner heiligen Pflicht dem sicheren Tode entrückt ist. Und wenn mein Feilster auch viel kleiner wäre, wenn es mir von der Außenwelt noch weniger, ja viel weniger zeigen würde . . . Mein Fenster ist aber groß und zeigt mir trotzdem nicht viel. Toch, was die Seele sieht, genügt ihr vollkommen. Ein Garten bis zur Mauer. Darüber hin Bäume, groß und klein, und nicht zwei sind darunter gleich. Eine Rotbuche, nieder und breü, steht in der Mitte und mmmt den Ehrenplatz ein. Rund um sie haben sich Tannen, Fichten, Kastanienbälline, Linden und andcrartigr Siämmc mit grünenden M'onen den Raum verteilt. Zwischen den Bäumen sieht man ein einziges Fenster des zum Garten gehörigen Hauses. Ein kleines Fenster, viel kleiner als das meinigc. Und Gott weiß, welches von den beiden mehr zeigt. Hoffentlich doch das größere. . . Rechts davon ragt ein rotes Dach hervor. Ich keime scine Mauern und seine Bewohner nicht. Nein, gar nicht! Und trotzdem zieht mein Blick mehr zu diesem einfachen Dache hin als zur prächtigen Rotbuche. Die Rotbuche hat ja die Fülle ihrer reizenden Blätter doch dcr Jahreszeit gemäß angelegt. So wie jedes Jahr! Beim Dache, bei diesem einfachen roten Dache sieht es anders aus. Aus einer Zicgelluckc schaut eine Fahne heraus. Flaggengala! Ein Zeichen der Freude, unserer festen Freude in diesen eisernen Tagen. Wic glücklich ist darüber auch die Seele des Menschen, der in Erfüllung seiner heiligen Pflicht dem sicheren Tode kaum entrückt ist, die Seele, die hinter dem großen Fenster der Vcrwundctenstubc auf die Heilung wartet und sonst nicht viel von der äußeren Welt weiß und sieht. Doch' ist sie zufrieden, denn die, Frelidc ist groß, die sie erfüllt . . , Eine wahre, echte und aufrichtige Freude kaun ja nur groß sein. Und sie ist es auch. Und wie groß, irolidem mir mein Fenster nicht viel zeigt. . . An Menschen gehen wenige vorüber. Von lebenden Wesen sind es nur Vögel aller Art, die die Luft durchqueren. Sie fliegen und ruhen dann zeitweise auf dcr roten Buche oder einem anderen Baume im gegenüberliegenden Garten aus. Mich erquicken diese Bewegungen nicht besonders. Meine Blicke und auch meine Gedanken verfolgen etwas anderes, soweit cö mir mein Fenster zu sehen gestattet. Es ist Vogel und Mensch! Vogel und Mensch ist es, das die Luft zerschneidet . . Gerne würde ich dorthin ziehen, woher dieser Vogel-mensch seinen Nückflua angetreten hat... Er bringt rms Hoffnung für das Kommende, das nntz noch bevorsteht. Die Fahne aus dcr Dachlucke denkt sich wohl, ste wäre zum selben Zwecke da. Ach nein! Noch nicht. Doch wird sie gewiß noch oft in dcr Zukunft Gelegenheit hn-bcn, ihren .Hals aus der Lücke des roten Daches, das mi/ mein Fenster zeigt, hinauszustrecken. Sic, die Fahne, ist momentan die Gegenwart, während der Vogelmen>ch in den Lüften noch die Zukunft bedeutet. Das ist alles, was mir mein Fenster zeigt. Mehr als genug. . Freude und Hoffnung und Zuversicht strahlen ber meinem Fenster zu mir herein. Und wie glücklich ist die Seele des Menschen, der in Ausübung seiner heiligen Pflicht in den vergangenen Zeiten dem sicheren Tode entrückt ist, die Seele, die hinter diesem großen Fenster dcr Stube geduldig auf die Heilung des wnndgeschosie-ncn Leibes wartet und sonst nicht vicl von der Außenwelt weiß und steht . . . Laidach. 3, Juni I»'5, ^^. Laibacher Zeitung Nr. 127____________________ 972 7. Juni 1915 Dieser Lebensmitl'elmangel ist durch die gänzlich fehlende Organisation der Staats- nnd städtischen Behörden entstanden. 5^cin Mensch denkt überhaupt daran, für das allgemeine Wohl zu sorgen, jeder denkt nur an sich und wie er sich am besten auf Kosten der Allgemeinheit bereichern kann. Die ärmeren Klassen befinden sich in einer fürchterlichen Not. Niemand zweifelt in Rußland länger, daß, wann auch der Krieg zu Ende sein wird, bei der Heimkehr der russischen Soldaten zu ihren verhungerten Frauen und Kindern eine blutige Revolution ausbrcchen wird. Die Explosion in der Mclinitfabrik in Petersburg, bei welcher Gelegenheit 500 Pud Melinit, die Zum Füllen von Granaten und Schrapnells bestimmt waren, explodierten, und bei der 812 Arbeiter ihren Tod gefunden haben, wird von der russischen Polizei als eine Tat der Revolutionäre betrachtet, die hicdurch die Kriegführung stören wollten. Tllgesncmglcitclt. — '(Fernsprecher ohne Hörrohr.)' In der Pariser Akad.emie der Wissenschaften wurde die Mitteilung gemacht, daß es Dr. Jules Glover gelungen sei, einen Fernsprecher ohne Hörer zu konstruieren. Anf diese Nachricht hin begab sich ein Mitarbeiter des .,Petit Journal" zu T^r. Glover, um ihn über seine Erfindung zu ocfrc^ gen, und erhielt von ihm folgende allgemein gehaltene Auskunft: „Ich habe in der Tat die Möglichkeit gefunden, den Fernsprecher zu benutzen, während die Hände frei bleiben, um zu schreiben, ohne daß man irgend einen Apparat vor Mund oder Nase oder auch zur Seite bat. Die Stimme ist von besonderer Klarheit und Deutlichkeit. In meiner Eigenschaft als Arzt am Konservatorium hkbc ich seit 18 Jahren die schwersten Erscheinungen studiert, die mit der Stimme und mit dem Zustandekommen dn menschlichen Laute zusammenhängen. Man hat gewiß bisher bewunderungswürdige Arbeiten über den Elektromagnetismus geliefert, aber die Physiker, die sich mit dem Fcrnsp^cher beschäftigten, habcn die Physiologic zu schr vernachlässigt. Das ist imn mein Beruf, und ich habe unaufhörlich an diese Fragen gedacht. Ich pflege die Verwundeten in einem Lazarett, und während ich sie mit Hilfe von Mikrophonen abhorchte, bin ich von einer Schlußfolgerung zur anderen gekommen und habe so schließlich meine Entdeckung gemacht: einen neuen Fernsprecher durch ein mikrophonisches Hören der Stimme. Man sieht dabei keinen Apparat offen daliegen und erhält doch die größte Stärke der übertragenen Stimme." — (Wie die englischen Soldaten an den Krieg ge-wöhni werden.) Die Befehlshaber des englischen Heeres haben ein schr verwickeltes System ausgeklügelt, um die neu angeworbenen Soldaten „gradweise mit den Deutschen bekannt zu machen." Bevor ein neues Bataillon in die Feucrlinic an der Front gebracht wird, soll es allmählich daran gewöhnt werden, sich feindlichem Feuer ausgesetzt zu fühlen. Zu diesem Zwecke werden die einzelnen Kompanien der Reihe nach zur Verbesserung oder zur Anlegung neuer Schützengräben verwendet, und das ununterbrochene Getöse der Granaten und sonstigen Geschosse wird ihnen bei dieser Arbeit nach und nach ein vertrautes Geräusch. Dann müssen sie einen Tag oder zwei in den Reserveschützengräben zubringen, um das Leben darin kennen zu lernen und zu spüren, was es bedeutet, heftigerem Feuer ausgesetzt zu sein. Schließlich werden sie in die vordere Front gebracht, aber — „um den Neulingen Vertrauen zu verleihen" — werden sie mit älteren Truppen vermischt, und zwar in der Wirkung: „daß deren ruhige, kaltblütige Art die Neulinge wunderbar stärkt". ________ — (Italien, das Land der Analphabeten.) Die im Jahre 1911 erfolgte Volkszählung in Itcüien ergab eine Aevülkerungsziffcr von 29,459.687 Personen, die das sechste Lebensjahr überschritten haben. Von diesen er-<5lärtcn 18,322.320, daß sie lesen und schreibe^ kön-ten, während 11,050.454 diese Frage mit Nein beantworteten und der Nest überhaupt keine Auskunft gab. Rechnet man diese Zahlen in Prozente um, so ergibt sich, daß von hundert Einwohnern über sechs Jahren nur 63 im Besitze der Elementarbildung sind, die obendrein zumeist auf die engsten Grenzen beschränkt bleibt. Im Grunde befinden, sich unter den 63 „Schriftkundigen" auch solche, die nicht über die Kenntnis weniger Buchstaben hinausgekommen sind. Dazu kommt, daß diese Durchschnittszahl nicht gleichmäßig für die verschiedenen Teile der Bevölkerung gilt. Das ersieht man aus folgender Darstellung des Prozentsatzes der Analphabeten in verschiedenen Provinzen: Piemont 11, Ligurien 17, Lombardei 13, Venedig 25, Emilia )2, Toskana 37, Macche 51, Umbrien 49, Abruzzen 58, Eampagna 54, Apulien 59, Vasilicata 65, Kalabrien 70, Sizilien 53, Sardinien 58. — (Eine Schreibmaschine für Einarmige.) In?» genieur Gärttncr schildert eine Schreibmaschine, bei welcher die Funktion einer Hand einem oder beiden Füßen zugewiesen ist. Sämtliche Buchstaben und Zeichen sind auf einer Typeurolle angebracht, so daß große und kleine Buchstaben, Zahlen und Zeichen je einen Kreis bilden. Die Maschine ist also wie die auch sonst vielfach gebrauchten Typenradmaschinen gebaut. Die Verschiebung des Tyftenrades von kleinen zu großen Buchstaben usw. erfolgt durch einen Hebel, der so ausgebildet ist, daß er auch durch einen Armstumpf betätigt werden kann. Die Grzielung der Zwischenräume zwischen den einzelnen Worten wird durch einen Hebel bewirkt, der mittelst einer Zugstange mit dem Fußtritt verbunden ist. Ebenso kann die Rückstellung des Wagens, das Einschalten emer neuen Zelle durch Fußhebel erfolgen. Durch Benützung eines weiteren Fußhebels ist es ferner leicht möglich, Schreibpapiere und Kohleblätter für Durchschläge einwandfrei mit einer Hand unter die Pafticrwalze zu schieben. Lolal- und Provinzial-Nachrichtcn. Aufruf an die Bevölkerung zur Abgabe von Zielfernrohren, Feldstechern lc. Im Einvernehmet: mit dem k. und k. Kriegsministerium richten der Osterreichische Iagdklub, der Wiener Schützenvercin, der Verein „Grünes Kreuz", der niederösterreichische Iagdschutzverein, der Zentralausschuß des Iagdschutzvereines Österreichs und sämtliche kartellierte Landcs-Iagdschutzvereine an die gesamte Bevölkerung unseres Vaterlandes die innige Bitte, die in ihrem Besitze befindlich m Zielfernrohre, Feldstecher, Trieder, Zeiß-Apparatc, ja selbst Theatergläser an die Zentral» smmnelftclle des Österreichischen Iagdllubs einzusenden. In erster Linie richtet sich diese Bitte an die Weidmänner Österreich-Ungarns. Weidgcnossen! Unterstützet durch Eure patriotische Spende die Schlagkraft unserer Armee, welche im Norden und Süden, im Osten und Westen mit übermenschlicher Tapferkeit und Unerschrockenhcit nicht nur die heimischen Lande verteidigt, sondern überall unsere Fahnen zum Siege führt. Zum Schutze der Truppen, zur Ersftähung des Gegners muß jetzt im Sommer noch mehr als im Winter das Auge geschärft werden und gute Ferngläser können ganze Abteilungen vor Überraschungen und Vernichtung bewahren. Eure Hilfe wird die Augen unserer wackeren Scharfschützen stärken und stählen. Dank Euch werden sie ihr Ziel besser und früher erfassen und mit erhöhter Treffsicherheit ihre Kugeln in die Reihen unserer Mnde entsenden. Im Deutschen Reiche hat die „Grüne Gilde" bereits dasselbe getan und ganz hervorragende Erfolge im Felde waren das Resultat. Auch wir in Österreich-Ungarn werden in dieser Hinsicht nicht hinter unseren Verbündeten zurückstehen und Weidmänner und die gesamte Beuölte» rung werden wohl freudig den Sport, das Vergnügen und den Luxus zugunsten der Sicherheit unserer tapferen Krieger, zum Wohle des Reiches und für unseren erhabenen Kaiser und König opfern. Die.ofttifche Industrie kann den jetzigen gewaltigen Anforderungen nicht mehr nachkommen und den Bedürfnissen des Heeres kann schnell genug und in ausreichender Menge nur durch Opfer der gesamten Bevölkerung, in erster Linie die Weidmänner, Genüge geschehen. An alle richten wir die Bitte! Spendet Eure Ferngläser zu Nutz u«d Frommen unserer glorreichen Armee! Gebet freudigen Herzens! Das Bewußtsein, zum Siege beigetragen zu haben, sei Euer schönster Lohn! Das gefertigte Komitee bittet im Einvernehmen mit dem k. und k. Kriegsministeriuln, alle Fernrohre, Feldstecher, Trieder, Zeiß-Aftparatei und besseren Theatergläser an die Zentralsammelstelle Österreichischer Iagd-Nub, Wien, I., Overnring Nr. 5, gelangen zu lassen. Listen aller Spender werden selbstverständlich mit dem innigsten Dank der Kriegsverwaltung und des Komitees veröffentlicht werden. Wien, im Mai 1915. FZVt. Alexander Ritter von Krobatin, k. und k. Kriegsminister. Karl Fürst von und zu Trauttmannsdorff Weinsbcrg. Wilhelm Graf von Wurmbrand-Stuppach. — (Unsinnige Thesaurierung von Kleingeld.) In der jüngsten Zeit kamen dem k. k. Finanzministerium wieder häufiger Boschwerden über einen Mangel an Teilmünzen im Verkehre — namentlich in den südlichen Kronländern ^ zu. Wie zu Beginn des Kriegszustanbes haben die beklagten Übelstände ihre Haupwrsache in der von einem Teile der Bevölkemng in ganz unsinniger Weise betriebenen Thesaurierung von Kleingeld. Für die bestinunungsmäßige Verwendung zur Bestreitung kleinerer Zahlungen würden die im Umlauf befindlichen Beträge von Teilmünzen und kleinen Noten mehr als ausreichend sein; in dieser Beziehung sei nur darauf hingewiesen, daß seit Ende Juli v. I. dem Verkehr durch Ausgabe von Teilmünzen der Kronenwährung, Silber-guldcn und Zwcikronennoten in Österreich-Ungarn (per Saldo) zirka 400 Millionen Kronen zur Verfügung gestellt wurden (davon zirka 107 Millionen Kronen in Silbergulden und 120 Millionen Kronen in Teilmünzen), fo daß sich der im Umlaufe befindliche Betrag an solchen Zahlungsmitteln, der sich in normalen Zeiten als vollkommen genügend erwies, um zirka acht Kronen pro Kopf der Bevölkerung vermehrt hat. Mit einer im größeren Umfange betriebenen Thesaurierung von Münzen kann aber die Münzausfträgung, die ohnedies seit Beginn des Krieges in forciertem Tempo fortgesetzt wird. Dornröschens Ehe. Roman von Ernst Eckstein. (37. Fortsetzung.) (Nachdruck veiboleu.) Und NUN fand er an dem nämlichen Tisch, der sonst seinen schriftstellerischen Fleiß, seine Schaffensfreude, sein unermüdliches Ringen mit den großen und kleinen Schwierigkeiten des Stoffes gesehen, die gänzlich unvermutete Lösung in Gestalt jenes Briefes . . .! Die Tränen stiegen ihm in die Augen. Alles andere hätte er eher erwartet. Dies arme Geschöpf hatte also die unwichtigsten Dinge als schwere Symptome genommen! Sie hatte sich rastlos gequält, ohne ihn auch nur durch ein Nagendes Wort über ihr törichtes Martyrium aufzuklären! Was nun geschehen sollte, wie er das gut machen würde, was er unwissentlich gefehlt, wie er die innere Zerrissenheit dieses weichen Gemüts heilen möchte, das schwebte ihm nur rein instinktiv und in Form eines hingebungsvollen unt> heißen Gefühls vor. Es eingehend zu überlegen, überstieg seine Kräfte. Die Erschütterungen der letzten Stunden waren auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Er schloß den Brief ein und warf sich seufzend auf seinen Divan. Aber nichts von dem süßen Wohlbehagen, das er im Dämmern des Buchenwaldes von dieser Rast sich erhofft hatte, wollte sich trotz seiner Müdigkeit einstellen. Ein dumpf-bohrender Druck lagerte bleischwer auf seiner Stirn. Er fröstelte mit jeder Minute heftiger. Selbst der steife Grog, den er sich brauen ließ, wollte dieser Empfindung nicht Herr werden. 15. Kapitel. Nach Verlauf einiger Stunden erschien der Arzt. Er untersuchte Wilma, die bis dahin ununterbrochen geschlafen hatte, und fand alles in Ordnung. Der Schreck hatte natürlich die Nerven erschüttert. Aber das würde sich bald wieder ausgleichen. Eine Erkältung stand bei der warmen Witterung und dem sofortigen Antritt des Heimgangs kaum zu befürchten. „Sie können vollständig beruhigt sein," sagte der Doktor, als er beim Abschied dem Hausherrn die Hand reichte. „Zu allem Überfluß werde ich inorgen um vier, halb fünf wieder nachsehen." Der Arzt ging, ohne bemerkt zu haben, daß Fclir von Nuytcr fortwährend insgeheim schlotterte. Felix, der niemals im Leben krank gewesen, hielt die Sache trotz seines Unbehagens für zn geringfügig, um fie zur Sprache zu bringen. Er ließ sich auch Wilma gegenüber nichts merken. Sein ganzes Innere war zu sehr von Grund aus erschüttert, als daß er sich mit seiner eigenen Persönlichkeit hätte beschäftigen mögen. Eine Stunde lang saß er an Wilmas Lager, ihre feine, zierliche Hand zwischen den seinigen, ganz Liebe, ganz Teilnahme. Wilmas Blick suchte in seinem Antlitz; aber sie las nichts darin, was ihr verriet, ob er ihren verzweifelten Abschiedsgruß schon gelesen hatte. Und sie schämte sich in den Grund ihrer Seele hinein, ihrerseits von dem traurigen Dokument anzufangen. Mochte er'V finden, wann es der Zufall wollte! Es war ja nur billig, daß sic ihn über den Wahnwitz, der sie in dunkler Stunde so zur Verzweiflung getrieben, aufklärte; aber wenn das durch jenen Brief geschah, ohne daß sie zunächst selber auf ihre gräßliche Verirrung zurückkommen mußte, so war das für sie, und vielleicht auch für ihn, der schnellste und willkommenste Weg. Während er so schweigend neben ihr saß, durchflog sie zum so und so vielten Male ihre jüngsten Erlebnisse. Wie sie bis zu dein Teich gelangt, was in ihr vorging, als sie sich da, sinnlos vor Weh, in die schaurige Tiefe geschwungen, das wußte sie selbst nicht. Ihr schwebte immer nur der eine Moment vor- das Erwachen in seinen Armen, der erste Blick in sein liebes, treues, von unsäglicher Angst erfülltes Gesicht. Bei diesem Blick war's über sie hereingebrochen wie unbeschreibliche Seligkeit . . . Es schlug sieben, als sich Felix von ihrem Lager zurückzog. Sie war todmüde. Sie hörte kaum noch sein geflüstertes „Gute Nacht". Felix hielt sich noch mühsam bis gegen zehn Uhr aufrecht, aus einem Geniach in das andere übersiedelnd, ohne, Rast und Beständigkeit. Dann betrat er leise das Schlafgcmach. Wilma regte sich nicht. Sie atmete regelmäßig und tief. Und Felix entkleidete sich. Kaum lag er nun Zwischen den Decken, als ihn ein furchtbarer Schüttelfrost packte. Die Zähne schlugen ihm wild aufeinander. Er flog auf der Roßhaarmatratze empor, daß die Bettstatt knackte. Mit aller Gewalt suchte er diesen Zustand zu meistern, was ihm nach längerer Zeit glückte. Er hatte sich eingehüllt wie im Hochwinter. (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 127 973 7. Juni 1915 nicht Schrill hallen, und es müssen sich daher, wenn das Ansammeln uoll M'inzcn >veiter seinen Fortgang nimini, immer wieder Tchwieriglcilcn im Zahllingsuerlehrc er gebcil. Im Interesse der Allgemeinheit ist es driilgend geboten, daß die ganz z>uectlose, dic Abwicklung dcs Zahlungsuerkehrs schwer behindernde Ansammlung von Bargeld aufhöre und die thesnnricrten Bestände wieder in den Verlehr gebracht »uerden. — (»iichtillsielluuz,.) In unsere a>n Tamstag gebrachte Notiz, belressend die Tpendc des Herrn AlfonZ Barons Würz bach für das Note Kreuz, hat sich ein Irrtum cingcschlichcn. (5s hat statt „Advokat" richtig „Gutsbesitzer" zu heißen. — (Versammlungen) jeder Art wie auch die in Vcr-cinsuersammlungcn abzuhaltenden Vortrage sind von nun an wenigstens acht Tage vor dem Stattfinden der l. l. Polizeidirellion anzuzeigen und werden nur in bc^ sonders berücksichligungswürdigen Fällen bewilligt werden. — Merwundctentranöportc.) Von Samstag bis heute 8 Uhr sind im ganzen W5> leicht oder schwer uc» wnndete und 8!) marod-e oder erkrankte Hec-resangchörigc vonl ilalienisäien Kriegsschauplätze hier eingelangt lind in den Mililärspitälern untergebracht worden. — Heute llin 5 Uhr früh passierte Laidach ein vom Fürsten von Mett«rnich befehligter Maltcserzug, der 71 aus dcni füdwestlichen Kriegsschauplätze fchwcrverwundctc Soldaten nach Eilli führte, nachdem er 30 leichtverwundete in Laibach abgesetzt hatte. Die letztgenannte Zahl ist in der oben angegebenen Gesamtsumme bereits inbegriffen. — (Verwertung von Mrbrinden.) In Angelegenheit d«r Verwertung von Ocrbrinden wird den interessierten Kreisen eröffnet, daß vom l. l. Ackerbanminifterium irgend eine Znsichcrung wegen der Abnahme der aufgearbeiteten binden nicht gegebeil werden tann. Die Waldbesitzer hätten sich unmittelbar an die Gerbstoff und Lcderfabrilantcn, eventuell auch all die Häute- und lederzentrale, Ahticiigesellschaft, Wien, 1., Asfternplatz Air. 4, oder an interessierte Handels- und Gcwerbelam-mern zu wendon. l^«—. ^ (ttric«oanleiliczcichnuunen in Gottschec.) Bei der Sparkasse der Stadt Gotlschee wurden von den Einlegern 47.j.200 ^, durch bare Einzahlung 30.700 /<, und zwar von der Spartasse selbst für ihre Rechnung l 00.000 Kronen, somit zusammen liW.ilOO X gezeichnet. Weilers wurden bei den Raisfeiscnlassen zirka 30.000 ^', bei den Postämtern ungefähr 1^0.000 /< und beim Steucramtc ^3.300 /^ gezeichnet. — Da die Zeichnungen bei den Postämtem »nd beiin Steueramtc »och nicht abgeschlossen sind, fo darf mit Sicherheit auf ein ^icsamtergebnis voll wenissslcns ^OO.OlX) ^v gerechnet werden. (Vorschriften für die a.erichtlichcn Wohuungo-lündigunHcu.) Nach einer vom Justizministerium erlasse neu Verordnung sind Wohnungslündigungcn voin ersten August NN5) an in drei fa 6) er Ausfertigung bei bericht zu über-reichcn, und zwar ist nebst den bisher übli chen beiden gestempelten Knndigiingssormulaiiell »,>>ch ein weiteres ungeslempcllcs Formlilar beizubringen, dal? voin Gerichte znr Benachrichtigung der tüildigenden Partei verwendet wird. Ein Außcrachtlusscn dieser Vorschrift könnte die rechtzeitige Zustellnng der WohnungS-lündigullg in Frage stellen. In größeren. Städten wer den auf der Rückseite der Kündigungsformulare die gellenden Vorschriften über die Kl'iudigungs-, Näumungs-und Äefichtigungssristen abgedruckt werden. — (Äuo dem Manistrats«reminm.) In der jüngsten Grennalsitzung des Laibachcr Stadtmagistratcs wurde der Frau Amalia ^erjav die Baubewilligung für eine an der Ecke der Blciwcisslraßc und der Marmonlgassc Zu erbauende einstöckige Villa erteilt. Die Bewohner der Häufer Nr. 45i bis 55 auf dem Karolincngrund benutzen das Waffcr ans dem Abzugsgraben „Volar", welches in Igglacl als Qncllwasscr entspringt, als Trink- und Koch-Wasser. Für die Rcinigling dieses Abzugsgrabens wurde ein Kredit von 80 ^v bewilligt. Da der Tclephonuerlehr für Privatparlcien gesperrt ist, beschloß das Magistrats-greminm, an zuständiger Stelle in dem Sinne Zu intervenieren, daß Privatparteien wenigstens der Anruf der Staatspolizei, der Rctlungsgcscllschaft und der Krankenanstalten bewilligt werde. Earlier Leo Poga zu übertragen; die zn diesem Zwecke erforderlichen Adaptierungsarbcitcn wurden vom Magislralsgrcmium genehmigt. — (Todesfall.) Im hiesigen Militärsftitalc „Leo-ninum" ist anl Samstag der k. l. Hauptinann des Land-wehrinfanterleregimcnts Nr. 27 Herr Franz Rus nach einer sch,veren Eingewcideoperarion an Herzschwäche gestorben. Dcr so jählings Dahingeschiedene, der sich sein leiden im währenden Kriege auf den, bosnischen Ehrenfelde geholt hatte, war ein wohl in ganz Kram bekann 1er und hochgeschätzter Militär, den seine Vorgesetzten als eine überaus tüchtige Kraft, seine Kameraden als wahren Goldmenschen, seine Untergebenen als den leutseligsten lind fürsorglichsten Kommandanten und die zahllosen Zivilsreunde und Bekannten als ungewöhnlich liebenswürdigen Ehrenmann schätzten und verehrten. Den Heimgang des allbelicbten Hauptmanncs Rus bctraucril zugleich mit seiner gramgebeugten Witwe Frau Sophie, geb. Valentins, und dem unmündigen Sohne Franz die weitesten Kreise. Das Leichenbegängnis findet heule um 3 Uhr nachmittags von der Totcnhallc des hiesigen Landessftitales aus statt. — (Die Reifeprüfung am l. l. Siaatsgymnasinm in Rudolfswert im Vommcrtcrmine 1915.) Zu den schriftlichen Prüfungen, die am 2U. und 31. Mai, am 1. und 2. Juni vorgenommen wurdcn, erschienen sieben öffentliche Schüler nnd eine Privalislin der achten Klasse. Die mündliche Reifeprüfung wurde am 4. Juni unter dem ^''oriitze des Anitaltsdircltors Herrn Franz Bre5nik ^gehalten. Ein Zcngnis der Reife mit Anszcichnung erhielten die Privatislin Mira Rogina aus Rudolfs-wcrt und dcr öffentliche Schüler ^tukclj Iofef aus Nu^ctna vas bei Tscherncmbl. Ein Zeuguis der Reise erhielten die öffentlichen Schüler Budna Kasimir aus Lanien in ^leiermart, Gebmicr Wilhelm aus Sl. Mar-freien, Iarc Bogoinir aus Ralschach bei Sleinbrück, Mazclc Ferdinand aus Wien, Mlakcr Franz aus Seifen-bcrg und 7>lajpüh Anton aus Seisenberg. — (Von der Crdbel'cnwartc.) Am Freilag abends um li Uhr i.'4 Minulen verzeichneten nllc Instnimente der Warle eil, sehr starkes Nahbeben. Einsatz der zweiten Vlnlnnfcr um 0 Uhr 25 Minute» 25 Scluuden, größte Bodenbcwcgung in Laibach von 0,2 Millimetern nm li Uhr 27 Minuten t2 ^cklindcn. Ende der Auszeichnung gegen 7 Uhr abends. Herdentscrnung 800 Kilometer. Richtung vorherrschend von Süd nach Nord. ^. — (OperationZloslcnlicilriigc für Veamtc.) Dcr Be-aullcnvcrciu, der belaiiilllich eine umfassende humanitäre Tätigkeit ansiibl, iil deren Verfolg bisher 3,580.721 ^' verimndel »ulirdcn, hat seinen Einrichtullgen auf diesem Gebiete nunmehr einen neucn Zweig hinzugefügt. Von dcr Erwägung geleitet, daß die Wirtschaftslage der Beamten nicht selten dnrch die Notwendigteit dcr Vornahme kostspieliger Operationen empfindlich in ihrem Gleichgewichte gestört wird, hat nämlich dcr Vcrwalluugsrat anläßlich seines 50jährigen Vereinsbestandes an die Ge-ueralocrsammlung des Jahres 1!115 den Antrag gestellt, die Zinsen eines Betrages von mindestens 200.000 Vv alljährlich als Operalionslostcnbcilrügc an Vereinsmit-glicder zil verteilen, welcher Antrug einstimmig angenommen wurde. Die Beiträge sind für bedürftige lind würdige Bewerber bestimmt, die bereits länger als drei Jahre Mitglieder des Vereines und bci ihm ebensolange versichert sind. Die Beiträge, die bis zum Höchstansmahe von 600 /< gewährt werden, sind nur für solche Operationen bestimmt, die in, Krankenanstalten (Sanatorien) vorgenommen werden. Nähere Auskünfte erteilt die Zcu-tralleitung des Ersten allgemeinen Äcumtcnvcreines der österreichisch-ungarischen Monarchie in Wien, >., Wipp-lingerstraßc 25. — (Gefundene (Yea.cnstn«de) in der Zeit vom !7tcn bis 3l. Mai: fünf Zweikronenbantnoten, zwei Zehn^ ürun(,!lbanlnoten, ein goldener Ehering, eine braunlcdernc (5'eldtasche mit 18 /v, ein Handgriff ans Messing, eine Tchreibzeugtasche, eine weiße >tnlderdeckc, eine Zwei-lruncnbantnolc, cin Thermonleter, ein Gebetbuch, ein Hic^cnschirm, ciile braunledelnc Geldtasche nlit 24 /v', ein goldener Fingerring mit einem grünen Stein, eine Geldtasche nlit 3 /v, ein nenes Bügelgcstcll, zwei Vcrsatz-zcllcl Nr. 1230 und 2!4, cinc Ziveitroilenbanlnole, eine Brieftasche mit einer Pcrfonaltarle des Josef Vati,«', eine tleiilc cifcrnc Kasse, eine Versicherungspolizze aus dcn Nanicn Sever Rndols. ^- (Verlurenc Gcgcnslnndc) in der Zeit vom 17lcn bis 3l. Mai: zwei Blicslaschen mit (ll) X in Banknoten, cin Taschentuch mil cingebi^idenen 22 X, 130 bis 150 X in Bantnolen, eine Damcntasche mit 34 /<, eine Aktentasche mit verschiedenen Kleinigkeiten, eine loüedcrne Geldtasche mit l4 X, cinc goldene Brosche mit einem Brillanten, drei Zweilroncnbanfnotcn, eine rotlcdernc Geldtasche mit l,70 X, cinc schwarze Geldtasche mit 103 X, ein drauner Hund, cinc braune Handtasche mit Juwelen, vier Hnnderllronenbanlnolen, ein zweirädrigcr Handwagen mit dem Vermerk I. I., eine schwarztcdcrnc Geldtasche mit einem Ehering, cin Brillant, eine Zweilroncnnole, cinc goldene, mit Stcincn besetzte Brosche, einc schiuarzlcderne Handtasche mit zirka 14 /<, eine Geldtasche mit zirka 3 /v, eine schwarzlcderne Geldtasche mit zirla 12 ^v, eine Geldtasche niit 2« ^<, cinc silberne Zigarcltcndosc mit dem Monogramm A. G. — (Wochcnuichmartt in Lailmch.) Auf den Wochcn-vichmarkt am 26. v. M. wlirden 70 Ochfen, 22 Kühe, 5 Kälber und 88 Niwschwcinc nlifgctricbc». Danintcr befanden sich 00 Cchlachtrinder. Die Preise notierten für Mnstochfen mit 213 bis 220 X, für halbfette Ochfen mit 200 bis 213 /< für 100 Kilogramm Lebendgewicht. — (Vin jugendlicher (5'inbrecher.) Ende v. M. wurde an einem Nachmittag, als sämtliche Hausleutc vom Hause abwesend waren, in die versperrte Wohnung des Alois Hrastnit in Adelsberg eingebrochen. Der Täler zerschlug mit Gewalt einen versperrten Koffer nnd stahl daraus 180 X 40 /, Bargeld, zwei Tafcheunhrcn famt einer silbernen Kelle, cin Paar Damenschuhe nnd eine Kniehose. Die Schuhe und die Hose zog er gleich an und ließ dafür seine zerrissenen Schuhe :>nd seine Hose zurück. In einem zweiten Zimmer enlwcndctc dcr Dieb cin auf 140 /< bcwcrlctcs Tamcnfnhrrad, riß die Schutzvorrichtung weg und versteckte das Rad in der Holzlcge, jedenfalls in der Absicht, es in dcr Nacht abzuholen. Der Gendarmerie gelang es, den Dieb noch am selben Abend in dcr Person eines vierzehnjährigen in Podgorica geborenen Schnstcrlchrlings am Bahnhöfe in Adelsbcrg auszuforschen. Bei, ihm wnrde das ganze gestohlene Geld nebst dcn übrigen Sachen vorgesunden. Der jngendliche Einbrecher wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. — (Den Brandwunden crlca.cn.) Am 2. d. M. griff die zwei Iahrc alle Besitzerslochter Valcntina Vclcpec in Jauchen, Gcrichtsbczirk Egg, in der Küche nach einem anf dein Feuerherde stchcudcn, mit siedendem Kaffee gefüllten Topf und bea.oß sich mit dem Inhalte. Das Kind erlitt schwere Verbrühungen und wurde ins Landesspital überführt, wo es Freitag feinen Verletzungen erlag- — lSell'stmord.) Am 29. v. M. wnrdc abfeils der Reichsslraße in Killenberg eine Frauenleicho mit einer Schußwunde in der Brustgcgcnd aufgefnndcn. Die Tote wurde als die 1894 in Ianezovo broo, Gerichtsbczirk Illyrisch-Feistritz, geborene Dienslmagd Angela Kaln/.a erkannt. Nebm der Leiche lag ein mit vier scharfen und einer allsgeschossenen Patrone geladener Revolver, ein Bünoel nut Wäsche und Kleibern, ein Geldtäschchen mit einem kleinen Betrage sowie einige an ihre Angehörigen gerichtete Abschicdsbricse, ans, denen hervorgeht, daß sie Selbstmord verübt habe. — (Angeschossen.) Als dcr Besitzer Andreas Tar-man in Log bci Kronau dicserlage längs dcr Eisenbahn-strecke ging, wurdc cr von einer unwcit davon stehenden Wache angerufen lind zum Stehenbleiben verhallen. Tar-man, dcr fast taub ist, hörte dic Rnse nicht lind ging icmes Weges weiter. Die Wache setzte ihm nach lind als >ich Tarman umdrehte uno dies bcmcrltc, begann er zu lauje!'., worauf dic Wache nach wiederholten lind erfolglosen Hallrufcn gegen ihn oincn Schliß abfeuerte, der ihn am rechten Bein traf. -^ (Ein bissiger Hund.) Vor lnrzcm wurde Hcrr F. Golmajcr, Kaplan in Brunndorf bei Laibach, während eines Vcrschganges von einem Hnude angefallen und erheblich am Unterschenkel verletzt. Das bissige Tier hatte einige Tage vorher anch eine Frauensperson angefallen. — (Unfälle.) In Sava bei Aßl'mg lief dcr drei Jahre alte Fabriksarbeitcrsfohn Stanislaus Mcrtun seiner im Hofe beschäftigten Mntlcr nach, stolperte über einen Gegenstand lind fiel so unglücklich, daß cr sich das rcchlc Bein brach. — Dcr Grnbcnarbeiler Alois Koua<'-zog sich dicsertage während dcr Arbcit in dcr Grubc zn Ki.soucc beim Heben eines schweren Gesteins einen lebensgefährlichen Leislenbruch zu. — In Sclo bei, Moste stürzte ein 15 Monate alter Knabe eines Eisen bahnbcdicusteten samt der Milchflasche vom Bc'tc lind siel nlit dcm Rückcn auf die Echsrbcn dcs Zerbrochenen Glases, wobei er sich schwere Verlctzungcn zuzog. — Dcr l2 Jahre alte Waisenknabe All'in Gomil^'t >n Pristava bei Hl. Kreuz fand eine leere Palwnenhülsc, die er mit Pnlver uud Bleistücken füllte. Plötzlich explodierte die Patrone und die ganze Ladung drang ihm in die rechte Hand ein. — (Fleisch« nnd Weizendicllstalil.j Ende v. M. lna-chen unbekannte Täler in die Gelreidelammer des Besitzers Anton Bregar in Gruzdorf ein un>> stahlen dar-aus bei 30 Kilogramnl geselchtes Fleisch sowie iwer z>vei Äierliiig Weizen. — (Verstorbene in Lnilmch.) Angela ^inlovec, Nähschülerin, 15 Iahrc; Viktor Teisert, Gärtner, 35 Jahre; Adalbert Riha, k. nud t. Hauplmann; Johann Gorcnc, Eicchcr, 72 Jahre; Angela Masü-, Maschinsüh rcrstochter, 17 Iahrc; Franz Gor^e, Landcserziehlings austaltszögling, 17 Jahre; Anlonia Toman, Steuunetz-mcisterswitlvc, 82 Jahre; Maria Ingodnil, Magd, 3l> Jahre; Josef Tusselschlägcr, Fina,nzobcrnufs!cherssohn, 1 Monat. Wer der Finsternis ihr Eigentum entreißen wi>1, muß stark sein wie sie selbst. Abstreifen nmß cr jcdcs Vorurteil, jeden Widerwillen, jeden Haß. Nur drei Dinge dürfen in ihm wohnen: die Gerechtigkeit — dic Wahrheit — nnd die Liebe. — Dieser Wahlspruch auf dcr Titelseite dcs Perfallschen Buches schließl das hohe Streben des Dichters ein, von dcm auch das Filmwcrl erfüllt ist: Dcr Finsternis ihr Eigentum zn entreißen, d. h. arme, verwahrloste Kinder, dcn Ehen der Verbrc chcr nnd Verlassenen entsprossen, dem Lichte der Gesittung cntgegenzusühren. Aus dieser Tcudcuz heraus erzählt uns der Film, abwechselnd auf den Höhen der Menschheit und in den Abgründen dcs Verbrechertums spielend, die Geschichte dcs jungen Johann Stubensanv, — Unstreitig dcr epochalste-, aufsehenerregendste, gcisi' vollste und inhaltsreichste Film unserer Zeit. — Vorsüh rnngen täglich um '/->5, !^7 und V^9 Uhr im Kinu „Central" im Landeöthcater. Vorführungsdaucr zwei Stunden. Seine letzte Stunde, Drama in drei Akten, mit Ebba Thomscn in der Hauptrolle, hat dicsertage cincn großen Erfolg erzielt. Auch das Lustspiel „Der Widcrspcnstigcu Zähmung" gefiel den Besuchern sehr. Dicscs Programm ist nnr hellte noch im Kino „Ideal" zu schcn. — Morgen „Richtet nicht", Drama in drei Alten, 1400 Meteorologische Beobachtungen in ilaibnch Seehöhe 306 2 m. Mittl. «ustdrucl 736 0 mm K L W W «luv >e^»W . 2 U.N. 738 7 26 7 SO. start halb vew. "' 9U. Ab. 39 4 ii0-7 NW. schwach teilw. bcw. 7U. F. 3!) 4 15 0 HO. Ichmach neblig 0'0 6. 2U.N. 37-7 26 8 SO. z. stark teilw. bew. 9U.Ab. 37-8 20« windstill heiter ?. l 7 U. F. I 39 1> lü s,j NO, schwach j Nebe! > 00 Das Tagesmittel der Temperatur von Samstag betraft 20 8». Normale 16-6°. Das Tagesmittel dcr Temperatur oon Sonntag beträgt 20'9«, Normale 16 7°. Laibacher Zeitung Nr. 127___________________________974____________________________________7. Juni 1915 Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Kureauo. Österreich-Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 5>. Juni. Amllichc Verlaulbarnnsi: Östlich Przclnysl uerinochten die Russru bei Mcdylo nicht stand zuhalten. Die Verbündeten drangen lampsend gegen Mo-Scisln writer vor. Im Gebiete des untersten San winden mehrere Vorstöße des Feindes abgewiesen. Verbündete Trnppcn rückten von Westen her nahe an Kalusz nnd Zurawuo heran. Die Kämpfe am Pruth dauern fürt. Tcr Gegner griff hier an mehreren Stelle» heftig an, wurde aber an den Fluß zurültgcworfcn. Im Tiroler und Kärntner Grenzgebiet hat sich auch grslcru nichts Wesentliches ereignet. !5i„ feindliches Bataillon, das sich im (Gebiete des Stilfserjoches gezeigt hatte, wurde vertrieben. In Iudirnricn, im <>tschtale, auf den Plateaus uon Fulgarin und Lavarone soiuie an mchrcreu Puntten der tärntnerischen Grenze wird der Geschützlninpf fort geführt. Im Küftenlandr l'liclicn bei eiuciu blutig nbgc wirsenen Angriffe vuu vier italienischen Bataillonen ,n»f unsere Stellungen nördlich Tolmciu drei Offiziere und 5)0 Mann in unseren Händen. Wien, 0. Juni. (Amllichc Verlantbarnng.) Die verbündeten Truppen tamcn gestern nahe an MoScisti her-an und crstürmtcn Slarzawa. In Russisch-Polen ist die Lage unverändert. Die aus dein Rau»ue vou Stryj oft-u»ärts verfolgenden verbündeten Truppen eroberten den Dnjestrbrüstcntopf von Zurawuo und schlugen den Feind neuerlich nördlich Kalusz. Am Pruth wird weiter gr tälnpft. — Im Tiroler lind Kärntner Grenzgebiet bc schrnntt sich der Feind anf wirtungSlofrs Artillcrirfcucr uud meidet den unl)eren Bereich unserer Stellungen. Im Gebiete ^nvarone Folgarin eröffneten unsererseits schwere t^eschützc das Feuer auf feindliche ^lrrnzfortv. Au der lüstenländischcn Front beginnt der Arlillerietampf hes tiger z« werden. In den (Gefechten am Krn hatlen die Italiener erhebliche Verluste, am Tüdhnngr des Berges u>urden .l. Iiiüi. Anläßlich der Einnahme Przeinysls richtete Ministelpräsidenl Graf S t n r g l h oer Verlust Przeinysls keineswegs cinc litoß lokale Nic derlagc bezeichne. Selbst die größlcn Optimisten müssen erkennen, daß es den Russen nicht gelingen wird, sich in Gnlizien Zu halten. Kopenhagen, 5). Inni. „Politiken" schreibt: Gestern wnrdcn dic Zentralinächle wieder Herr von Przemysl, dieser Festung, dic dic R»ssen vergeblich uwuatctang bc^ lancrtcu und weder zlislUüüicilschicßcu noch erstürmen lonute» und die ihue» nur der H»uger in die Hände gab. Österreichisch llngnrischc uud deutsche Truppe» yn^ beil lNlil diese Festung in wenige» Tagc» erobert. Dns Vlatt Nlciut, daft unter dcn großen Nberraschnngeil des Krieges die deutsch^östcrrcichisch llngarischc Osfenstuc seil dem 2. Mai uicht die gcringslc sei. Älau inußtc annehmen daß dic Nilsscn nllcs nnsbieleu »vnrden, llin die ga-lizischeu Elobernngcn zu halten, wo sic sich in acht Monate» einrichteten, als wäre es sür innner. Das Blatt eriuilert an dic Zcircnrcise in scinei» „ncuen i^ande", an seinen Aesuch iu Lembera, und Przcmyc-l, wo er im selben Enalc speiste, »uie lwr einem Monat dic österreichisch lingarischen Osfizicre. Tcr Zar sandlc bald darauf dein Großfürsten Nikowj Nikolajcum oinen Ehren-sabel mit der Ausschrist: „Fik Galiziens Befreiung." Selbst wenn der Dnnajcc-Angriff für dic Rusieu überraschend lain, hätte» sic spätcr Zeit gehabt, ihre Verstär-k»»gell sortzlischen: wenn dies dennoch nicht geschah, entsteht nnwillMrlich die Frage: Ist Rnßlmid müde ge laufend Sollte es vorläufig mit seinen Kräften zu Ende liegen? London, 5). Juni. „Daily News" sprechen im Leitartikel die Besürchtling aus, daß die Russen durch den von zwei Seiteil von Przemysl nnd von Stryj kommenden Angriff znr Räumung l^aliziens gezwungen werden könnten. Salnndras bewußte Verdrehungen uud Unwahrheiten. Wien, ü. Iuui> Das »wrgige „FremdenblaU" schreibt: Die von bewnßlen Verdrehungeil nud Unwahr-yeileil strotzende Rede, ioelche der iwlienischc Ministcr-präsideill Ealaildra anf dem Kapitol gehallen hat, enthält nnler culderenl die Behauptung, die italienische Re gierling habe am ^7. und M. Inli u. I. in Berlin und W,en tlar die Frage ciuer Abtretung der italieiiischen Prouinzen der Monarchie ausgeworfen lind damals er-llärt, daß der Dreibliild nnwelgerlich gebrocheil werde, N'enil Italien nicht gerechte .>tompe»i,alio»en erhalle. Diese Behauptung ist unwahr. H^cder a»l 27. noch am 26. I»Ii u. ,I. ist in Wien cinc solche Erklärung ilalie-nischerseitö abgegeben worden. Vielmehr hat am 28sten Iull u. ^. der hiesige italienische Botschafter auftrngv geinäß erklärt, daß scine Regierling iil dem eventuellen ^assengang zn'ischeil Oslerreich-Ungarn nnd Serbien eine sreunoschusllicye lind den Bünonispflichlen entsprechende Haltung einnehmen wolle nnd sich vorbehalte, das ihr anf Grnnd des Artilcl 7 des Dreibnndverlrages zu stehende 5tompensalio»ürecht ill Anspnich zn nehmen, worüber ein Einvernehmen herzustellen wäre. In letzter V>msichl wurde dem italienischen Botschafter erwidert, daß, julls es zn einer nicht als nur vorübergehend anzusehenden Okkupation serbischen Gebietes käme, die t. lind l. Regierung sür diesen Fall bereit sei, mit Italien einen Meinungsanslauich über cinc Kompensalion ein zuleiten. Budapest, 5. Inni. Der „Pester Lloyo" verössent licht eine, Besprechung der jüngsten Rede des italienischen Ministerpräsidenten Salandra, worin es heißt: (ir hat oie Stirne, zn l'ehauplen, die italienische Politik, sei seit dem Angrisjc der Monarchic auf Serbicn, unverändert geblieben. Selbst die gcioiß nicht ganz nnzweidenligc Po litik des Marchese di San (^iuliano erscheint dem rück l'lickendcli Herr» Saümdra so vornehm, daß er dic sei-üige gern als ihre Fortsetzung gellen lassen möchlc. Aber ,,ach der Verössenllichnng der Allen im Rollnichc der österreichisch ungarischen Regierung vermocht nnr die irechste ^iige die Brücke voii der Politik eines San <^!>i' lilnio zn der seiller ^«'achsolger zn schlagen. Herr Salun dra schenl anch vor dieser frechen Lngc nicht zlirnct, ill, de»l er behauptet, scholl nm 27. und 2tt. ^nli habe die italienische Regierung in Berlin nnd Wien die Ablre lung unserer italienischeu Provinzen zur Diskussion gestellt und den Brnch des Treibunoes für den Fall dcr K<'icl)tbesrieo!gnng oieser Wilnschc angelüildigt. Soll man angesichls jolcher Vermessenhcil noch ausdrücklich an die wiederholten Versicherungen San l^inlianos, daß die italienische Regierung den Dreibund ausrecht zu erhallen und noch mehr zn besestigen wünsche nnd an da5 zn ciiienl unvergeßlichen Denkmale dcr Schnudc gewordene Telegramm des Königs Viktor Emanuel von Ansang August erinner»? Wic großartig klingt es, wenn Herr Salandra anörnft, dic Zenlralmächte hätten gcglanbt, sie slündell cincm Italien gegenüber, das durch ein paar Millionen Franken nnd dnrch Inlrigen zwischen Regierung und Voll paralysiert wcrden lönnlc. Wir wissen abcr hcnte zieinlich genau, mil wieviel Millionen Fran-teil Beslechnngsgeloern und l»it welchen Iiltrigen gegeil-iiber dem Volke nnd mit welcher bis zur Todesandrohung gesteigerten Einschüchtcrnng der Deputierten der Friedenswille Ilaliens paralysiert worden ist. Der unver-löschlichc Eindrnck der Tatsache, daß Oslcrreich-Ungar,l in seinem ehrlichen Friedenswillen zu den schwerste» Opfern bcreit war, hat Herrn Salandra gezwnngcn, den eigentlichen Beweggrund der italienischeil KricgspoliM einzngestehe», der in cinenl voll dcr Entente kritiklos übernommenen Hasse gegen Dentschlano und in dcr von der glcichcn ^cilc suggerierten Sorge vor einer deutschen Hegemo.nic in Europa bestanden hat. Die uo» der italienischen Rcgiernng ill der Schweiz eingerichtete Prcß-agentnr Eolombi verbreitet die Meldling, daß Dcutsch-ln»d nnr lali an dcr Scitc Ostcrreich-Ungarlls gegeil Italien zu känipfen beabsichtigt. Mil so lächerlichen Mitteln muß der Mnl des italienischen Volkes nufgcplll-verl, sciil voil Herrn Salandra gepriesenes heiligjes Felier vor de»i Erlöschen bewahrt werden. Herr Sa-lanora Hal ei» schlechtes Geioisseil und bösc Voruhnuil-gcn. Das spürl »lan ans seinen Worten heraus. Eine Knndgebuna. des Prager Stadtverordneten« lolleginm>). Prag, 5i. Inili. Ill der hentige» Sitzung dcs Stadt-veMdlletentollcgillm» ergriff Bsirnermeistcr Dr. Gro^ das Wort uild führte nnter andcreili mis: Seit unserer letzten Sitzung ist in der Miegslagc einc neue beden lungsvollc Wendung cingelrele». Uiiscr langjähriger Verbündeter hat deu Bündnisvertrag trelibrüchig verletzt nnd sich offen nnseren Feinden angeschlossen. Der Stadlrat Hal in seiner Sitzung, vom 27. Mai ans diesem Anlasse eine warme patriotische Loyalitälsllmogcbnng beschlossen und den Herrn Statthalter ersucht, dieselbe an die Slnsen dcs Allerhöchste» Thrones gelangen Zu lassen. Anläßlich der Wiedererobcrung Przcinysls hat das Stndtprästdinm sofort Maßmchme» getrosse», daß Zum Zeichen der Freude auf allen (^cnieindegebänden Fahnen gehißt werden, uno Hal an die Allerhöchste Kabinetts-i'anzlcl Seiner Majestät nnd cm Seine t. und l. Hoheit den onrchlanchtigsicu Herrn Erzherzog Friedrich eine Glückwunsch- nnd ^oyalilälsl'nndgebnna, im Namen unserer Stadtverlretuna. nnd dcr gesamten Bevölkerung gerichtet. Dr. Gro^ schloß mil dm Worten: Allc Völker der Monarchic wünschcn, Scinc Majestät möge ehestens nach siegreicher Becnoignng dcs Feldzugcs gegen allc Feinde des Reiches einen mhmvollcn und des Reiches würdigen Frieden erlangen. Das Stadtverordnetculolleginm hat diese Kuudsiebnng mit lcbhaflcr Begeisterung cntgegen-genomllie». Moltculnclall für Kricgle,l llnlen,eh»iungen für Kriegszwecke requiriert werden. Dentsches Reich. Von den Kriegsschauplätze«. Berlin, 5>. Juni. Das Woljs Bureau meldcl: Großes HauptlNilU-lier, 5>. Juni N>l5). Westlicher Kriegsschauplatz: Um die Reste der Zultrrfnbrit bei Sonchez wird Nl<t bei .)»aney wnrde mit Bomben belegt. Ostlicher Kriegsschauplatz: Im Anschlüsse an die gestern bei Naw-tisjauy uud Snwdyuiti abgeschlagene» rnssischen Angrisse stießen »userc Truppen uor. warfen den Gegner, der den Briulrnlopf SaN'dyniti räulnte und nachten 197U (befangene. 'Weiter nördlich fanden in dcr Gegend Po-peljany für uu»> erfolgreiche Rritcrlämpfe statt. ^ Südöstlicher Kriegsschauplatz: Östlich Iaroslau ist die Lage unverändert. Östlich Przemyol befinden fich die Trnppen dco Crncrnlo von der Marwiy im Vereine mit österrei« chisch-ungarifchen Kräften rin Vorgehen in der Nichtnng Moociola. Die Armee deo Generale von Liusiugeu hat dcn Feind auf Knlusz und Zurawno an« Dnjestr zunitt» gcworfe». Oberste Heeresleitullg. Berlin, 6. Juni. (Amlliche Milteilling.) Angriffe gegen unsere Stellung am Oftubhang der Lorelto Höhe winden unter schweren Veriusten dcs Fcindeo abgeschlagen. Im Dorfe Rellvillc gingen zwei Häusergruppeu verlöre«. Wir belegten die Fcstuug Cnlaio uud den Flug' Hafen Clement bei Luneville mit Bomben. - Auf den« östlichen Kriegsschauplätze gewann unsere Offensive in der Gegend Sawdyniti nach Osten weiteren Boden. Die Zahl der Gefangenen erhöhte sich auf M'lll. Weiter südlich bei Uglauy wurde ciu Augrisf einer russischen Dim-siun abgewicsel». Südlich dec, Rjemen trieben deutsche Truppen feindliche Abteilungen auf die ^inie Sapi« coyozti-Wilti zunui. - Auf dem südöstlichen Kriegs» schnuplatze ist dic Armer Einsingen im Begriffe, den Dnjestrübergang bei Zurawno zu crlämpfcn. Auch weiter südlich schreitet die Verfolgung vorwärts. Sie erbrachte bislaug lli.Wli Gefaugenc, sechs (beschütze und l4 Ma< schiucngcwchre. Angebliche englische Friedensangebote. Berlin, 5. Juni. Dic „Norddcnlschc Allgemeine Zeitung" schreibt: I» der Berner „Tagwacht" wird ein so-zialdemoiratischcr Auftuf wiedergegeben, worin unter heftigen Anklagen gegen den Imperialismus behauptet wird, Tenlschlano habe ein cnglisches Friedensangebot znrnckgcwiesc». Anch in hiesigen Arbeitcrlreise» wird ver-slichl, das Gerücht zn verbreiten, wonach im März ein Laibacher Zeitung Nr. 127______________________________975______________'________________________7. Juni 1915 angesehener Amerikaner hier englische Friedensangebote überbracht hätte. Wir stellen, sagt die „Nochdoutsche Allgemeine Zeitung", fest, daß keinerlei Friedensanre-gllna.cn der englischen Regiemng Hieher gelangt sind. Im März besuchte allerdings ein angesehener Amerikaner, der, um sich über die Stimmung in den kriegführenden Staaten zu informieren, die europäischen Hauptstädte bereiste, aus Paris und London kommend, Verlin, konnte hier aber lediglich mitteilen, daß weder in Paris noch in London Friedensvcrhandlungcn bestehen. Die Erniihnmnsfrassc. Berlin, 4. Juni. In der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses erklärte der Vizepräsident des Staats-Ministeriums, daß die Ernährungsfrage gelöst sei und Deutschland sogar noch mit erheblichen Reserven in das kommende Erntejahr hinübergehen könnte. Her See- und der Luftkrieg. Gin russischer Minenkrcuzer versenkt. — Angriff deutscher Marineluftschiffe gegen die englische Oftlüfte. Berlin, 5. Juni. Das Wolff-Vureau meldet amtlich: Am 4. Juni hat ein deutsches Unterseeboot einen russischen Mmentreuzer der Amurklasse bei Battisch-Porch versenk. — In der Nacht vom 4. znm 5. Juni führten unsere Marineluftschiffe Angriffe gegen die befestigen Hmnbert-Mündunn und den Flottenstützpunkt Harwich aus. Tie Hafenanlagen von Harwich wurden ausgiebig und nnt gutem Erfolge mit Bomben belegt. Starke zahlreiche Brände und Explosionen, darunter besonders heftige von einem Gasbehälter oder Öltank herrührende wurden beobachtet. Unsere Luftschiffe sind heftig durch Land. und Schiffsgeschiche beschossen, aber nicht getroffen worden. Sie sind wohlbehalten zurückgekehrt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes der Marine: Gezeichnet: Behncke. Gin französischer Luftangriff auf das Hauptquartier des deutschen Kronprinzen. Berlin, 5. Juni. Der vorgestern nachts ausgegebene amtliche französische Bericht besagt, daß 29 französische Flugzeuge am Morgen zwischen 4 und 5 Uhr das Hauptquartier' des Kronprinzen mit 178 Geschossen belegten, >von denen viele ihr Ziel erreichten, sowie daß forner auch mehrere Tausend Fliegerpfeile abgeschossen wurden. Die Flugzeuge wurden heftig beschossen, !kehrten aber alle wohlbehalten zurück. — Hiezu bemerkt das Wolff-Bureau: Wie wir durch Anfrage an zuständiger «Stelle feststellten, wurden durch den Bombenabwurf mehrere Mannschaftsftersonen getötet. Einen weiteren Erfolg hatte der Fliegerangriff nicht. Die Versenkung eines englischen Linienschiffes vom Typ „Majestic" bestätigt. Athen, 4. Juni. Eine Depesche aus Mytilene bestätigt die Versenkung eines englischen Linienschiffes vom Typ „Majestic" und behauptet im Gegensatze zu der eng» tischen Nachricht, daß ein großer Teil der Besatzung ums Leben gekommen fei. Es handle sich um das Linienschiff „Majestic", von welchem nach einer amtlichen Kuudma-chung der englischen Admiralität nur 49 Mann tot oder vermißt fein follen. Versenkt. London, 4. Juni. Der Fischdampfer „Herold" aus (5ardiff wurde bei der Lundy-Insel von einem deutschen Unterseeboote versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. London, 4. Juni. (Neuter-Bureau.) Der Dampfer „Intime" wurde bei Kap Lizard torpediert und versenkt-Die Besatzung von 70 Mann wurde gerettet. Brest/ 5. Juni. (Meldung der „Agence Havas".) Der Dampfer „Pcnfcld" aus Brest wurde gestern mittags von einem Unterseeboote im Ärmelkanal versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. London, 4. Juni. (Neuter-Meldung.) Der Dampfer „Iona", 3344 Tonnen groß, und der Segler „Chrys-phas" wurden Donnerstag bei der Insel Fair torpediert. Die Besatzungen sind in Kirkwall eingetroffen. Zwei Segler aus Lowestoft wurden Donnerstag in der Nordsee torpediert. Die Besatzungen sind in Lowestoft angekommen. Entstellende englische Berichte über die schwedischen Schiffahrtsverhältnisse. Kopenhagen, 5. Juni. „Verlingske Tidende" meldet aus Göteborg: Hier herrscht derartige Erbitterung über die merkwürdig entstellenden Berichte des hiesigen englischen .Handelsattaches über die schwedischen Schiffahrts-verhältnissc, daß sich das englische Konsulat in Göteborg an die Polizei mit der Bitte um Schutz für das Konsulat und die Angestellten wenden mußte. Die Angelegenheit erregte großes Aufsehen und gab Anlaß zu Verhandlungen zwischen dem schwedischen Minister des Äußern und dein englischen Gesandten in Stockholm- Durch das Zivildepartcment wurde eine Untersuchung eingeleitet. Deutsche Tauben über Windau. Petersburg, 5. Juni. Die lettische Zeitung „Kur-come" meldet: Deutsche Tauben fliegen täglich über Windau. Flüchtlinge, besonders Juden, kehren von allen Seiten nach Libau zurück. England Die englischen Verluste. London, 5. Juni. Die letzte Verlustliste enthält 150 Offiziere und 3582 Mann. London, 5. Juni. Den „Times" zufolge betragen die englischen Verluste seit dem 29. Mai 11-000 Mann. Rußland. Bevorstehender großer Kriegsrat. Basel, 4. Juni. Die „Baseler Nachrichten" melden: In Petersburg trafen die letzten Tage zahlreiche Generale, Exminister und der Generalgouverneur ein, die dein Zaren als Berater zu dienen pflegen. Es wird ein großer Kriegsrat erwartet. Verantwortlicher «edakteur: Anton Fuxtel. »,,»»»»«»«»»«»»»»«,„««,»«»,»«»««,«,»»,»,,„» ! OerReiter ! j auf dem Regenbogen ! ' von Georg Engel : « NeuesterBandder ; : llllstein - Hücher : 3 ss 1,20 : 3 Verlag UlMn O Co, Gesellschaft m. b. H. 3 3 Wlen I. l : : Zu beziehen durch: Jg. v. Aleinmayr öc Fed. Vambergö Vuchhandlung in Taibach, Aongreßplatz Nr. 2. Lieder zur Laute <2.j fiir Laute oder Klavier Weider-, Soldaten- und VchazUch» Neuestes Heft der Musik für Alle 60 Heller Verlag Msteiü H Cv, Geseuschaftm. b.H. Wicn I. gu beziehen durch: Jg. v. Al^'inmayr sc Fed. Vambergs Vuchhandlung in Laibach, Aongroßplatz Nr. 2. 1398 8a. 12/15/40 Ausgleichsbeendigung. Das Ausgleichsverfahren der Schuldner Christine und Anton Peölin in Aich ist beendigt. Ausgleich gerichtlich bestätigt. K. t. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 2. Juni 1915. 1402 8a. 11/15/56 Ausgleichseinstcllllng. Das Ausgleichsverfahren der Schuldnerin Albina Kossr, Krämerin in Laibach, Loloävolslca ulioa Ar. 24, wurde eingestellt. K. k. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 2. Juni 1915. 1399 6 74/15/1 Edikt. Wider den abwefenden Vartolo Muraro, Kohlenbrenner in Gottschee, wurde von Maria Göstel aus Dürnbach Nr. 2 durch Dr. Ahazhizh, Rechtsanwalt in Gottschee, wegen 900 X eine Klage angebracht. Die Tagsatzung wurde für den 8. Juni 1915, vorm. 9 Uhr, Zimmer Nr. 5, anberaumt. Der zur Wahrung der Rechte des Beklagten zum Kurator bestellte Oberoffizial Anton Ionke in Gottschee wird ihn so lange vertreten, bis er entweder sich bei Gerichte meldet oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. K. k. Bezirksgericht Gottschee, Abt. II., am 1. Juni 1915.________________________________________ K. k. priv. allgemeine Berkehrsbank in Wien. Stand der Geldeinlagen gegen Kassaschmie und Einlagsbücher am 31. Mai 1915: «5 »12V4.IV3. In der Genesungszeit wie nach Blutverlusten oder Operationen, auch in Zeiten besonderer Anstrengungen und Aufregungen ist Sanatogen das ideale Mittel, den Kräfteverbrauch rasch uud sicher wettzumachen. In wissenschaftlichen Abhandlungen und brieflichen Gutachten von 21.000 Ärzten wird anerkannt, daß Sanatogen dem erschöpften Organismus die zur Neubelebung, zur Hebung seiner Kräfte und Leistungen notwendigen Stoffe zuführt. Daher ist es auch ebenso für unsere in den Lazaretten liegenden Verwundeten und Kranken, wit für die Krieger draußen im Felde zur Kräftigung und Erhaltung ihrer Gesundheit und Widerstandskraft von gleich großer Bedeutung. Feldpostbriefpackungen sind in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatogenwerke Bauer & C i e., Berlin, SW 48, womit auch belehrende Broschüren angeboten werden. 1393 Krieosversicberiino! auf die Dauer eines Jahres ohne ärztliche Unter- Bnohung leistet gegen mäßige Prämie die k. k. priv. Lebens versioherungs - Gesellsohaft Österrelohi-soher Phönix. Das versicherte Kapital gelangt zur Auszahlung, falls die versicherte Person Innerhalb eines Jahres stirbt, sei es eines natürlichen Todes, im Kriege oder an den Folgen des Krieges. Es können durch dritte Personen auch Soldaten vorsichert werden, tl« sich bereits auf dem Kriegsschauplätze befinden. AuBkünfto erteilen und Anträge nehmen entgegen : Die General-Repräsentanz der k. k. priv. Lebensversichernngs - Gesellschaft Österreichischer Phönix in Laibach, Sodna nlica 1, und die Haupt - Agentschaft der k. k. priv. Lebensversichernngs - Gesellschaft Österreichischer Phönix in Laibach, Gradišèe 8. I IDM^ Gebellt von unsäglichem Leid, > > ^^WW ll'bt Sophie Nus, geb. Valentin. > D »WWWW üiü, iin eigenen Namen sowie in dem > > ^^^^^ des unmündigen Sohnes Franz Kunde, D « MM^ ^^^ .^. ^^^„Z^^,^^ Gatte, bezw. > > fürsorglichster Äater, Herr > Isranz Mus ! ! k. k. Kcruptrncrnn des Aanölvehr- I ^ Infctnterieregintents Mr. 27 I I am Samstag, den 5. d, M., um 11 Uhr vormittags D > im ?llter von 48 Jahren im hiesigen Militärspiwl > > «Leoninum» jählings einem Leiden erlegen ist, das > > er sich während der jüngst zurückgelegten Kriegs. > > dicnstleistung in Vosnien zugezogen hatte. > > Das Leichenbegängnis des allzufrüh und so > ! unversehens Dahingeschiedenen findet Montag den » > 7. d. M. um 3 Uhr nachmittags von der Totenhalle > > des Landesspitals aus auf den Friedhof zum L»eil, W > Kreuz statt. > > Hl. Seelenmessen werden am Dienstag um D > 9 Uhr vormittags in der Pfarrkirche Maria Ver- D ! lündignng gelesen werden. D ! Laibach, am b. Juni 1915. » l Statt zedcr besonderen Anzeige. > Laibachcr Zeitung Nr. 127 976 7. Juni 1915 Amtsblatt. 1365 3-1 Št. 11.074 Razglas. Oddati je pri Elizaveta Suppantschitsch-Lngsteinovi nstanovi za uboge slepe žene in dekleta ustanovno mesto ? znesku letnih 346 K 70 n. Prošnje za podeliter tega ustanovnega mesta je najkasnejo do 3 0. junija 1915, vlagati potom politiènega okrajnega oblastra stanovaliSèa prositeljice pri c. kr. deželni vladi v Ljubljani. Prošnjam je priložiti rojstni (krstni) list, nadalje v zakoniti obliki napravljeno ubožno sprièevalo in Bprièevalo o slepoti, ki mora biti napravljeno ali vsaj potrjeno od urad-nega (c. kr. okrajnega) zdravnika. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. Ljubljana, dne 19. maja 1915. Z. 11.074 Kundmachung Vei der Olisnlieth Sllppantschitschllug stein'schen Stiftung fiir arme blinde Frauen und Mädchen ist ein Stiftplatz im Betrage jährlicher 346 L 70 b zu vergeben. Gesuche um Verleihung dieses Stiftplatzes sind unter Veischluß des Geburts. (Tauf.) schemes, des legalen Armutszeugnisses und eines amtsärztlichen oder amtsärztlich bestä» tigten Zeugnisses über die Blindheit bis längstens 30. Juni 1915, im Wege der politischen Bezirlsbehörde des Wohnortes der Bewerberin liei der l. t. Landesregierung in Üaibach einzubringen. K. k. Landesregierung für Krain. Laibach, am 19. Mai 1915. 1387 ?rä8. 194, 6/15 Konkursausschreibung. Kanzleigehilfenstelle. Beim t. l. Bezirksgerichte Drachenburg ist die Stelle eines Kanzlcigehilfen mit dem Tag° gelbe von 2 1v 65 l> sogleich längstens bis 1. Juli 1915 zu besetzen. Unbescholtenes Vorleben, Kenntnis der beiden Landessprachen in Wort und Schrift uno oie Vertrautheit nnt den «anzleigeichasten unbedingt erforderlich. Die Kenntnis des Maschinenschreibens und der Stenographie erwünscht. Tie Gesuche sind bis 15. Juni 1915 bei dem unterzeichneten Gerichte einzubringen. K. t. Bezirksgericht Drachenburg, Abt. I.. am 1. Juni 1915. 1361 N 3004/14/20 Versteigenmgsedilt. Am 22. Juni 1915, vorm. 10 Uhr findet beim untenbezeichncten Gerichte Zimmer Nr. 16 die Zwangs« Versteigerung der Realität Grundb. Eml. 402 KatastralgemeindeZadobrova, bestehend aus dem Hause Nr. 49 in Sneberje samt Hof, Garten und eiserner Brücke bei t St, Jakob an der Save, bewertet auf ^ 56.610 X statt. Das geringste Gebot, unter welchem , der Verkauf nicht stattfindet, beträgt ^ 28.310 k. Tie Vcrstcigcningsbedinguilgen und > die auf die Liegenschaften sich beziehenden Urkuudeu tünucu uon den Kauflustigeu in der umstehend bezeichneten Gerichtsabteiluug während der Geschäftsstunden eingesehen werden. Rechte, welche diese Versteigerung uu< zulässig machen würden, sind spätestens im anberaumten Vcrsteigerimgstermine vor Beginn der Versteigerung bei Gericht cmzumeldcn, widrigens sie in Ansehung der Liegenschaft selbst nicht mehr geltend gemacht werden könutcu. Von den weiteren Vorkommnisse!» des Versteigerungsuerfah-rens werden die Personen, für welche zur Zeit an den Liegenschaften Rechte oder Lasten begründet sind oder im Laufe des Versteigerungsverfahrens begründet werden, in dem Falle nur durch Anschlag bei Gericht in Kenntnis gesetzt, als sie weder ini Spreugel des vorstehend bezeichneten Gerichtes wohnen, noch diesem einen am Gerichtsorte wohnhaften Zustellungsbeuoll« »nächtigten namhaft machen. K. k. Bezirksgericht Laibach. Abt. V., am 19. Mai 1915. == Junger =^=: Kommis sowie ein 1394 Lehrjunge werden sofort für mein Spezereiwarengeschäft aufgenommen. Letzterer mit Vorkenntnissen wird bevorzugt. Offerte an Feter LasBnik, Laibaoh. 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