„/ttiheit, str All«." Str. SS. Ar-ttag, »«. MSe, I««S. H». Jahrgang ^ie ^Marburger Zeitung" krschcint jede« Sonntnq, Mitlivoch und ^rcita>^. Preise — fiir Marburg: ganzjährig L fl., halbjährig kifl.. vierteljährig Ist. 50 kr', furguslellung IN» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjähriq 4 s1., vierteljährig 2 ft. Die ein Mal gespaltene Garmondzeile ivird bei einmaliger Einschaltung mit ll», beizlvelmaiiger mit 15, bei dreimaliger mit kr. berechnet, wojn fiir jedesmalige Einschaltung 30 kr. Jnseraten-Stempelgebührkommen. Z«r ^li'schichtk ilt's Taq«',;. Der R t i ch skr i e n s m i n ist e r soll sich mit dein «ngarischrn Landksverth idiqungS Mlniftkr Grafen Andrafsy übrr die Auslegung des b dtS Xll. Gescheut.frls Vom Jahre 1867 bereits Amnigt habe». Das Ergtbniß dics-r Einigung tvar die Neschlußfassunti übe» die Verie-t^unA aller in den Lnudetn der n»^,alischen Krone rftrutirlen Truppeii' körp r nach Ungarn, welche allmählich »rfolzzen soll. Sie werden jedoch nicht unmittelbar in »hren Ergünzungsbezirkcn dislozirt. Das ungarische Almee-Kommando vclfuat im Einvernet,mcn mit dtm Landesvcrtheidiguiigs' Mittisterium über die Dislok'tion der Truppen. Alle in Ungarn und in den ungarischen Grönländern slalionirtrn Truppen unterstellen dem ungarischcu OeneraltUe. da» in Oscn jctN'U Sijz l)at. Ob Dalmatien und die Militärgrenze hiezu geliören oder in golge gehören wkrven. ist Nlcht drstimmt. Die Befehle in Betreff von größeren Truppen Konzen-trirungen und Mürschen gehen unmittelbar vom Ksnige aus. Da» Ava»' cctncnt und der Ran.l verbleiben ein getneinsatncS. Die tünstige Land« wehr tvird in UNj^arn die Benennung „Houvcd" sül^rcu. 3n Warschau s>t»d Mitgliedi^r rinn gehcimen Gcscllschast ver« hastet tvordcn und tknnzetchnct dieser ^^iorj^^ll wiedir sehr tresfcnd die ruffischen Anstünde. Es wurde uätnüch in der lc^l.» ."int ein großer Ttzeil der gehrimtn Polizisten ttttllisseu. und von dltscn ging, um ivicdcr zu Brod nnd Stelle zu gelangen, der Ltieich aus. Es gelang il)uen. line Anzahl junger Handiv rter utld Gewerbetreibender zur Bildung einer gth tmen Gesellschaft zu bewegen, und als sie eine gehörige Anzahl bti-sammen halten, zeigten sie die Sache an. In der folgenden Nacht wurden die Angezeigten verhastet. Tags daraus erfolgten noch mehrere Berhaftutt-gen. wobei mancher Unrechte in das Garn fiel, »veil bsfonders nach den Trägern von Kravatten einer bestimmten Farbe gefahndet wurde, welche zum Abzeichen dienten. Die Rachrichten aus der europäischen Türkei lauten immkr bedenklicher. Nachdem die tiirkisch « kaiserlichen Truppen mit den Ptvljanern sich geschlagen und doch nicht so viel erreichten, daß die Er-bitterung in «inen offenen Ausstand sich L?ust machen konnte, überfielen sie jetzt die Baffvjevitjcher, und eS kam zwischen den Baschi-Bozut» und k^en Baffojevitschern (im DorseGratschanij^a) zu einem blutigen Tressen; aus chrisilicher Seite fielen 3 Mann. 7 wurden verwundet, und die Türtcn verloren 14 Todte. Da die Baschi - Bozuts. nach ilirer löblichen Manier, hinter sich Fenersäulcn zurückließen, so sirhen augenblicklich viele Familien ohne Obdach da. allen Qualen eine» strengen WinterS und des Hungers preisgegeben. Daß dergleichen Unternelnnungen. deren Zweck zunächst ist. Beute zu machen, die Bevölkerungen höchst beunruhigen und sie förmlich zu Empörungen treiben, ist an» der jüngsten Vergangenheit der Herzego« wina allen gut bekannt. Die OrtSbehörden sind getvöhnlich bei solchen Raubansällen mehr oder iveniger interiffirt -- auch ihnen fällt ettva» ab und daium drücken sie ein Auge zu. Bezweifelt darf ober auch die That-fache nicht werden, daß die Regierung außetst schtvach und d»S Regierens völlig unsähig ist. In Algerien geseelt sich zu Hunger und Krankheit jetzt auch noch die KriegSnoth. Die Ueberreste der Aufsiändischln von 1834 haben neneldingK die F.»l)ne deS Aufruhr» erhoben und die Grenze des franzö-üschrn Geliietes belästigt. Es wurden „getreue" arabische Stämme gegen dieselben eutboten und von einer 3b00 Mann Infanterie und 500 Mann Kavallerie starken regulären Kolonne unterstiltzt ; westlich von Teryville tvurde ein großes Treffen geschlagen, in tvelchem die Insurgenten ihren Führer und 150 Todte verloren haben sollen. ?aS Ende der Un-ruhen meldet der betreffende SiegeSbericht jedoch nicht, und wird man wohl bald von einem regelrechten afrikanischen Feldzuge zu hören bekommen. Eine s e t t s a n» e «f r a u. »>«1, Ä. s (Ä FortfeKung/ Die beiden Gatten sahen sich in schmerzlicher Verwunderung einan-der an. „Mein Kind", begann Iosephine nach einer Pause, „holten Sie mich nicht für geizig oder bartherzig; könnte ich frei über mein Vermögen fchalteu. ich würde nicht um eine Minute Ihre Sorge verlängern, auch wenn mich der Besitz diefeS prachtvollen Kleides nicht reizte. O. mein Gott. Philipp, ivas kann ich tl>nn?" flslsterte sie ihtn zu. „Unsere Grundsätze »vel^den auf eine harte Probe gestellt. Die Empsehlung der Madame g. provozirt meine Ehr,^. und dieses arme Kind meine Wohl-thätigkeit". Auch Philipp war «eriihrt. „Wer sind Sie. mein Kind ?" fr.'gte er die Weinende. „Nennen Sie uns ihren Namen und Ihre Wohnung". „Anna Bornstedt!" flüsterte sie. „Wie?" „Anna Bornstedt — ich betvohne ein Stübchen in Nr. 1'^ der B. Gasse. „Bornstedt?" fragte er noch einmal, und sein Gesicht ward noch bleicher als es bisher gewesen war. Aus Iosephinen'S Augen blitzte ein Jreudenstraljl. Um die Besan-genheit ihres Mannes zu enden, der bestürzt an das Fenster getreten war. wandte sie sich zu Anna: „Ich weise sie nicht ab. Mademoiselle! Ein solcher Handel erfordert indeß Ueberlegung — besuchen Sie mich morgen um diese Zeit wieder, und ich glaube Ihnen den Dienst leisten zu können, den Sie fordern". „Madame! Madame!" rief außer sich das junge Mädchen. „Und Sie tvolltN den Preis zahlen?" „Wenn es mir irgend möglich ist!" „Lohne Ilinen Gott, daß ich nicht gattz hoffnungslos von Ihnen scheide!" „Bringen Sie mir morgen ihre Arbeit zurilck —" „Neiu, behalten Sie das Kleid und prüsen Sie die Stickerei — vielleicht sind Sie geneigter, den Preis zu zahlen". Anna küßte hastig die Hand der Madame Lindsor und verließ das Zimmer. Gleich darauf sah sie Philipp, der immer noch an dem Fenster stand, über die Straße eilen. Wie beflügelte die Hoffnung die Schritte der armen Anna! Ihr leichtes, armseliges Tuch flatterte im Winde, und ihre kleinen Füße schienen kaum den Boden zu berühren. Als der junge Mann sich wandte, stand Josephine ihm zur Seite. „Du nanntest früher den Ramen Bornstedt, wcnn ich nicht irre", flüsterte sie. „Demnach ist es nicht untvahrfcheinlich. daß dieses Mäd-chen der Familie angehört, der tvir ein Vermögen schulden. Ich entließ die Unglitckliche, um die Verlegenheit abznkürzln, die ich in Deinen Zügen las. Philipp". — sie warf sich auf seine Brust —- „ich werde ganz glücklich sein, wenn mir auch nichts bleibt als Deine Liebe! Du kommst arm zu mir; aber Du bringst mir einen Schatz, den ich nicht genug würdigen kann!" Philipp drückte die reizende Frau fest an sich und bedeckte ihren blühenden Mund mit Kiissen. Die beiden Gatten feierten Augenblicke der höchsten Wonne. „Madame F. tvollte eine kleine BoSlieit ausüben", sagte Iosephine; „sie ahnt sicher nicht, daß sie mir einen großen Dienst erwiesen hat." „Ist Anna die Tochter des Mannes, den ich suche, so zahle ich ihr eiuen Preis, der sie für die mühsame Arbeit und für den erlittenen Kutmner entschädigt; Du erlaubst mir. daß ich mir sofort Gewißheit verschaffe". Philipp entfernte sich. Iosephine weidete sich noch einige Augen-blicke an der kostbaren Stickerei, dann legte sie sorgfältig das Kleid zu-sainmen und verschloß eS. „Ich werde doppelt stolz dar^mf sein", dachte sie. „ivenn man mich in diesem Schmucke bewundert!" III. Madame Lindsor hatte ungeachtet ihreS eingezogenen Leben» gewissen Kreisen Stoff zu Verinuthungen und Deutungen mancherlei Art gegeben. Ihre Besuche de» Konzerte» nnd Theaters tvaren hinreichend gelvesen. um die Damen neidisch und die Männer rebellisch zu machen, Die Gelbstverwaltung de« Beztr?« «nd die Avfte«»frage. Marburg. 10. iViärz. Wir fordern die Selbstverwaltung des Bezirkes nicht c^llein. weil dieselbe unser Recht ist — sondern auch lvcil die Ausübung diesrS Rcch. teS die Kosten vermindert und die Vcrwendung deS Ersparter» für die notliwendigen Bedürsnifle deS Bezirkes ermöglicht. Sind wir im Stande, die Kostensroge zu Gunsten der BezirtSkasse zu lösen, dann wird sicher kci» wahrer Freund deS BolksrechteS — Kliner. der mit den Schweiß-tropfen und Kreuzern der Steuerpflichtigen rechnet, ein Bedcnken tragen, stch für die Selbstverwaltung deS Bezirkes auszusprechen. Die BetirkSVertretcr versehen ihr Amt unentj^eltlich. Wie auS guter Quelle uns ockannt ist. wird künftig die Bezirk^vertretung jeden zweiten Monat sich versammeln. Der Bezirksausschuß hält monatlich zwei Sitzungen. Die BertrauenSmärrner deS Bezirkes erscheinen irr jkder Sitzung, wenn nicht in stetS voller, doch in beschlußfähiger Anzalil und dürfen sie in dieser Beziehung den Vergleich auch mit den gepriesensten parlamentarischen Körperschaften nicht scheuen. Haben die BezirkSvertrcter bis jetzt ihre Dienste alS Ehrendienste geleistet, wo ihr Wirkungskreis ein so beschrärikter war. so werden sie dieser Pflicht auch gerne sich unter-ziehen, wenn die Geschäfte sich häufen — sie werden die neue Bürde um jo bereitwilliger übernehmen, als ja mit derselben auch daS Recht sich erweitert und die Würde der Vertretung sich erhöht. Ist die Selbstverwaltung deS Bezirkes einmal zur Wa!:r-heit geworden, dann muß auch unbedingt die Zahl der Verlrcter sich vermehren und wäre unser Borschlag, von je fünfhundert Bewohnern einen Vertreter wählen zu lassui. CS gibt noch manche Gemeinde, k>ie unter den Vertretern deS Bezirkes keinen Angeijörigen zahlt — und doch wünscht sie vertreten zu sein und ist eS auch im wohlverstandenen Interesse des Bezirkes, i» jcder Gemeinde wenigstens einen Fürsprecher anS der Mitte der Vertretung zu haben. Eine Bermehrring der Mitgliederzahl isl auch deßhalb nothwendig. weil die ttebernahme so vieler Geschäfte eine Vermehrung deS Bezirksausschusses erheischt und wir nicht bloS durch die Volksmäßigkeit der Beschlüsse, sondern auch durch die Raschheit der Erle-dignng zeigen müssen, daß wir aus gutem Grunde die Selbstverwaltung des Bezirkes verlarrgt. Zur Besorgung jener Geschäfte, die besondere F.^chkenntniffe crfor. dern und die ganze Kraft deS Mannes in Anspruch nehmen, wählt die Bezirksvertretung eigene Beamte. Die Zahl dieser Beamten wird nicht beträchtlich sein und wenn auch ihr Gehalt den Bedürfnissen des bürger-lichen Lebens vollkommen genügen muß. so wird derselbe doch niemals auch nur annäherd die Höhe der jetzigen Auslagen für die RegierungS behörden erreichen und wir können die BezirkSlasten fühlbar ändern — können den größten theil deS Geldes, welches die BezirkSgeiiossen zukam-mengesteuert, für dieselben verwenden. Das Volksrecht der Selbstverwaltung ist auch in wirthschastlicher Beziehung eine Wohlthat für daS zahlungspflichtige Volk. eine Erscheinung, die Leipzig mit allen Städten gemein hat. Die Soirven des Banquiers, von denen die Madame Lrndsor dreien beigewohnt, hatten alle Varietäten der großen leipziger Familie vereinigt, mithin wnrde die fremde Dame je nach der Anschauung dieser Gattungen beurtheilt. „Wer ist denn eigentlich die Madame Lindsor?" Diese Frage beantwortete um die Mitte deS MonatS Mai Jemand, der zum Geschlecht der Positiven gehört, durch folgendes Jnventarium: „Madame Lindsor ist eine erste Etage für sechshundert Thaler Mieth-zins. der halbjährlich nach Wechselrecht pränumerirt wird; solide Möbel, bürgerliche Küche, zwanzigtausend Thaler Revenuen, die ihr erlani»ten, eine Equipage zu halten, wenn sie wollte. Ihr Mann ist ein englischer Kaufmann, der gegenwärtig eine große Reise macht. Solide Leute, gegen die sich nichts einwenden läßt". Hat der Positive, ein dicker, runder Mann mit kirschrothen Backen, der in der Regel einige Häuser mit Meplokalitäten besitzt, diese Interpretation gesprochen, so bedeckt er die Oberlippe mit der llnterlil'pe. und bewegt das große und schwerfällige Haupt, als ob er die lrtzte Phrase dadurch bestärken wollte. Man weiß nun. er hat ein erschöpfendes Urtheil abgegeben. Wendet man sich an einen feingekleidetru Mann, der schwarze Glace-handschuhe. glänzende Gummigaloschen und einen sorgfältig gepflegten Backenbart trägt, so erhält man die Antwort: „Madame Lindsor ist noch nicht an unser Klima gewöhnt, sie leidet ein wenig an Tnberkeln; rs hat jedoch nichts zu sagen!" Dieser Mann ist ein Arzt. Nachdem er lächelnd diese Antwort gegeben, eilt er von dannen, und man ist gemigt zu glauben, er be» handle die Dame. Bei der nächsten Gelegenheit läßt er zufällig seine Ansicht laut werden: „Sic wird wohl jedenfalls einen Respirator tragen müssen." Wenden wir unS an den jungen Viiu»n mit blondem Haare, einer feinen Brille nnd untadelbafter Toilette. Er fitzt gewöhnlich Nachmittags zwei Uhr im vafe und ißt Kuchen. „Madame Lindsor, mein Bester? Eine himmlische Frau, ein göttliches Wesen! Sie hat die Dedikati'on meines neuesten literatnrhistorischen Romans angenommen, der in splendider AuSstatturrg bei Brockhaus erscheint. FamoS, sage ich Ihnen, neue Typen. Velin! Charaktere. biSje^t nicht dagewesen! Ich habe ihr neulich den Prolog vorgelesen ^ sie Lemischte Nachrichten. (Israeliten in den Bereinigten Staaten). Im Jahre 1860 gab es 77 Synagogen in den Bereinigten Staaten, davon 13 in Newyork. die sich seitdem auf 39 iu der Stadt und Brooklyn vermehrt habe,,. Die Zahl der Israeliten in der Stadt in Newyork wird auf 125.000. die im ganzen Staate auf 231.000 geschätzt. Als die Sl^ätzung im Jahre 1850 ausgenommen rvurde, waren die Bekenner mosaischer Lehre stolz darauf, daß bis dahin Keiner wegen eines todes-würdigen Verbrechens angeklagt wurde. Bon der Bevölkerung der Israe« liten sind 35,000 im Handel, 7500 in Gewerben. 14S5 in Künste». 2730 in Literatur beschäftigt. 147 Wohlthätigkeits-Gesellschaften und Schulen sind von den Israeliten gegründet. 23.000 gehören zu Freimaurerlogen dieses Staates. Im Allgemeinen erfreuen sie sich eines guter, Rufes in der Handelswelt; die Mehrheit wird als energisch und geschäftstüchtig bezeichnet. Natürlich gibt eS aulj schwarze Schafe unter ilznen. so gut wie unter Leuten, die sich zu einer anderen Religion bekennen. (W e i bl i ch e A e r z t e.) Die Zahl der weiblichen Aerzte. welche lich auf amerikanischen Hochschulen ausgebildet haben und gegenwärtig piaktieiren. beläuft sich schon auf dreihundert. Die erste Amerikanerin, 'vclche als Doktorin promovirte. war M. Blackwell im Jahre 1840. In Newyork gibt eS weibliche Aerzte, deren Jahreseinkommen zwischen 10.000 nnd 15.000 Dollar beträgt. (A r m e np f le g e r in England.) Ein Mitglied des Londoner Stadtrat^es. Larden, verlheidigt sich in der „Times" gegen die Beschuldigung, daß er mit Bettlern zu hart versahre. Er beruft sich auf die BürAU, von Loirdon. ob sie nicht seit der kürzlich angenommenen Strenge in der Straß'npoliiei gegen Bettler eine Besserung verspüren, und sagt schließlich: In diesem Laude sollte auf den Straßen kein Bettler zu finden sein, und dies lväre auch der Fall, wenn Jedermann sich nur eine einzige Woche des Almoseiiiieb nS enthielte und die Bettler verhaften ließe. d«mit für sie gesorgt »Verden k^inn Dies wäre eine menschliche Handlungsweise, während Almosen iinr daS Elend Verewigen; wenn nnr daS Publikum die Bettler iiicht untkrstütze» würde, so wäre längst schon für die nöthigen Hilfsmittel derselben gesorgt. (Tciegraphie im Alterthum) Wie kürzlich N. Poppe im physikalischen Verein zu Frankfurt a. M. Mittheilte, ha» im Alterthum, insbesond re zur Zeit der Perserkriege (um s Jahr 480 Vor Christi) und deS pelopoiitteiischen Krieges (431—404) eine ganz geregelte alpitabetische kelegraphie bestanden. Poppe gab anlj eine Erlänterung der alten Fackel-spräche und veranschaulichte den hydraulischen Telegraphen deS T 'ktik.rs AeneiaS (3.'i0 vor Ehr.) durch einen nach der Beschreibung deS Polybios angeordneten Versnch. (F r a ilkf ur t e r Stimme überdie österreichischen Finanzplän e.) Der „Aktionär" sa.,t in seiner Frankfurter liAörscN' ivoche üb^r die neuen österreichischen Fiiz^nzpläne. daS er selbe nur unter einem einzigen Borbehalte zulassen könnte, wenn man nämlich den Beweis zn erbringen veimöchte. daß l>ie W ederhcrstellung der österreichischen Fi-nanzen und da» Gleichgewicht im StaalShanShalt durch die sehr beliebe ttouponS- und KapitalSstener verbürgt erden könnte. Dies tväre der einzige Fall, wo der Arveck daS Mittel rechtfertigte. Allein dieser Beweis könne nicht erbracht werden. „Wohl mag Herr. Brestel." fährt das ge-nannte Frankfurter Fachblatt weiter fort, „uns fragen, wenn ihr gegen war entzückt. Ach. eine geistreiche Frau! Schade, daß Madame F. zu« gegen war". Dieser Mensch gehört zum Geschlechte der Schönaeifter, einem der vcrbreitetsten in dem Mittelpunkte deS Buchhandels. Sie sind nicht gefährlich, da die Eitelkeit die vorherrschende Schtväche ist. Rur die Buch-tiändler fürchten sie, wenn fie ein Mannscript aus der Tasche ziehen. „Madanle Lindsor!" rust ein Anderer, der mit drei bis vier Freunden Mittags durch die Promenaden geht, um die Damen zu mustern. „Ich weiß genau, daß sie schon dreißig Jahre alt ist, verblüht, falsche Zähne, schöne Augeu, abgenutzter Sopran, viel Toilette, etwas Schminke nnd elegante Manieren—ziemlich verblüht aber immer noch einer kleinen Liebschaft werthl" Diese Antwort erhält man von eimm höchst sauber gekleideten, jungen Manne, der zum Geschlechte der Franenbesieger gehört. Er hat um elf Uhr stirk gefrühstückt, und will durch einen Spaziergang die Verdanung beföldcrn. In solchen Augenblicken sind die Franenbesieger Uiierbittlich. „Wer ist diese Madame Lindsor?" fragte ein jnnger Kaufmann seine Gattin. „Ich will nicht, daß Du die Soirse bei der Madame F. wieder besuchst!" Dies ist unstreitig die inhaltreichste Antwort. Sie läßt sich kommen-tircn: die Frau ist gefährlich, hat Geschmack und versteht sich zu kleiden. Sie flößt den Gattinnen Besorgniß ein. Dort kommt ein nachlassig gekleideter Mann mit langen Haaren, von bleichem, gelehrtem Aussehen. Fragen wir ihn. „Madame Lindsor? Mein Bester, ivissen Sie denn nicht, daß diese Dame die ehernalige Geliebte deS Lord Palinerston ist? Ah, man hat seine Korrespondenten in London!" Dieser Mann ist ein Doktor dre Plsilosophie und gehört zur Klasse der Widersprecher. Sie wittern alle Druckfehler in den neu erschienenen Büchern, berichtigen die Fakta in allen Memoiren und wetten stets Hundert gegen Eins, daß sie Recht haben. Fast alle Widersprecher kritisiren in gelehrten Zeitschriften, haben eine zurücktretende Stirn und schreiben eilten schlechten Styl. In der Politik gehören sie der Partei an, die die weiligsten Anhänger besitzt. Jetzt sind sie Russensreunde. im Jahre 1849 schwärmten fie für Oesterreich. Es verbreiteten sich so viele Meinungen über Madame Lindsor, daß meine Anträge seid, wi^t ihr beffere, die unS bei der nicht zu Ändernden Situation vor der Katastrophe rctt>n? Wir würden antworten: „ehe ihr jn den TxtreMkN greift und den vrrschlcicrten StaatSbankkrott crklärt, er-lchöpst noch zuvor diejenigen Hilfsmittel, welche noch zu Geliote stehen, die Säkuinrisiruttg deS Airchenvtrmü.lcns und eine gerechte, wie vernünftige Umgestaltung deS Steuerwesens. Mit beiden lassen sich Resultate erzielen, die enerm Vorhaben mindesttnS gl«ich kommen. Und da ihr wahrhaft konstitutionelle und liberale Minister sein wollt, so werdet ilir die Skrupel und Bedenken eurer VorgÜn^ier nicht theilen. oder euer? Pflicht ist. von einer Stellung zurückzutreteu, deren Ansprüchen und Konscqurnzen ll)r nlcht gewachsen seid." (Re rzehru « g »steue r und Weinba n.) In KremS hat am IS. d. M. eine zahlreiche Volksversammlung^ slattgefundcn. dic u. A. l^uch folgende Erklärung abgegeben: „Die Verzehrungssteukr, insbesondere aber die Art der Einhebung derselben, muß als daS größte Hinderaiß deS un-beschränkten Konsum» betrachtet werden." (W er thbemessungeu bei Besitz verände runge n.) Anläßlich einer Anfrage, wie sich bei Fiihrung der von den Grundbuchs« Aemtern zu liefernden Nachwnsungen in Betreff der Verändernngen im BelH- und Lastenstandc der Liegenschaften in jrnen stalle» zu benehmen stl. wo eS sich um Erwerbnnj, von Realität.n-Anth^ilen ».nf Grund von Verträge» handelt, in welchen die Parteic» die Angabe des Rerung der Ob stb au m zuch t). Seit vierzehn Tagen jtnd auf drn Blsitzungen des Stiftes Admont (Ratzerhof) und der Herren: Walcher in Roßbach. Bitterl von Tessenberg in Gams. Baron S'inlcqne »md Graf d'AvernaS in Tresternitz drei' bis vierjährige Obst' bäumchen in groß r Anzahl gestohlen worden. Die Gewandtheit, mit welcher die Gauner il.rc That verübt haben, läßt vermuthen. daß es Bur-schen gewesen, die^ Obstbäume zu behandeln verstehen. Den Spuren zufolge sind die gestohlenen Obstbäumchen verkauft worden. (Schaubühne.) Joliann Zaytz. lvclcher durch seine „Maun» schast an Bord" und andere Tondichtungen sich einen Namen von gutem stlang erworben, bekundet auch durch die Operette: „Die Lazaroni von Neapel" ein glückliches Talent. Die Aufführung dieser Operette, die am 18. März stattgefunden, blieb jedoch weit hinter der allgemeinen Erwar' lnng zurück. Das zahlreiche Putilikum war überhaupt in frostiger Stimmung. sonf^ hätte d.is „Lied vom verlornen Sohne", das Frau von Bertalan (Snsetta) vortrug, eine Wirkung erzielen müssen. Den ersten Beif.'ll errang Herr Urban (Carletto) mit feinem: „Liebchen! du mein Gedanke." Auch einige Cl)öre gefielen. Die Kostüme lvaren neu und prächtig, mit Ansnahme der Fischertracht EarlettoS. Die Gruppirung befriedigte. Faffen »vir daS Urthelt deS Publikums in lvenige Worte zusaM' men. so lautet cS: die Aufführung ist nicht gelungen, unl) zwar aus dem Grunde, weil eS an .iner tüchtigcn Probe noch gefehlt. (Der p o l i t i s ch' v o l k S w i r t h s ch a f t l i ch e Be re i n) wird si.h ll.ttte Ab ttd um 7 Uhr im Saale des Herrn Karlin versammeln; zur Ve,H andlung kommen: 1. der Antrag. die P.tition um Errichtung einer Handels- und Gcwerbckammer in Marburg einer Volksversammlung zur Anl»ahme Vorzulegen — 2. die FriedhofSfrage — 3. die Landtagsioahl in Wlndlsch Graz. (Zum Vortheile der Frau Barbier i) »vird morgen SchillttS „Jungfrau von Orleans" dargestellt. Frau Barbieri, welche die Titelrolle übernommen, ist die beste schauspielerische Kraft der hiesigen Bühne und hoffen wir. das Publikum. ivelcheS beim ersten Benefiee diefer Künstlerin nur eine laue Thcilnnhme bewiesen, »verde morgen auch durch seinen Besuch die verdiente Anerkennung zollen. vir fte nicht alle anführen können. Wir haben nur beweisen wollen, daß ein Mann, der die junge Dame kennen zu lernen sich bemühte, ohne seinen Besuch zu machen, eben so gut hätte glauben kennen, sie sei ver-witwet oder verheiratet, dumm oder geistreich, gut oder schlecht, reich oder arm, schön oder häßlich — mit einem Worte, es gab so viel Madame Lindsor, als Klaffen in der Gesellschaft und Sekten in dem Protestan-tiSmus. Dem guten Philipp kam lnanches davon zu Ohren, aber er lächelte über das »vunderliche Leipzig, vorzüglich nachdem man ihm die Geschichte von einem gewissen Makintosh erzählt hatte. Es war gegen Abend, als er die Wohnung Anna Bornstedts aus« suchte. Er fand bald !)as bezeichnete HauS, das einem Positiven ange-hörte. Parterre befand sich ein Schul)mache>ladtN, im ersten Stocke wohnte ein Advokat und ein Arzt, im zweit.« Stocke wohnte ein Agent nnd ein Advokat, im dritten Stocke wohnte ein Arzt und ein Leichenbitter — beide Schilder prangten n(benein.nldcr an der Sa.Uthür. — i»n vierten Stock wohnte ein Bricfträg'r und Polizeidiener. und im fünften Stocke, wo die Holzgitter anfangen-- Wir begleiteten Philipp. Er öffnete eine auS Lalten zusammengt' uag'lte Gitterthür und trat auf einen schmälet». Halbdunkeln Gang, der sich unmittelbar unter dem Dache befand. Als man seine ziemlich lauten Schritte nicht hörte, klopfte er an die Thür, die sich ihm zunächst zeigte. „Herein!" rief eine dünne Stimme. Philipp trat in ein klrines Zimmer mit fchräger Decke. An einem Tische der Thür gegenüber saß ein kleines zusammengeschrumpftes Männlein. daS die Feder in der Hand hielt und sich neugierig umsah. Sein Gesicht zählte so viele Ru»»zeln. als sein Haupt weiße Haare. Ein klrines mit altei» Büchern angefülltes Brett deutete seinen Stand a»l. Er ivar «in Magister, der ks»mmcrlich von seiner Feder lebte. Hi,»ter einem Bretterverschläge, der mit verschiedenen Stücken alter Tapeten verklebt war, hörte man das Leben und Schreien einer zahlreichen Familie. Der Magister erhob sich langsam, als er den jungen eleganten Mann erblickte. „Verzeihung, mein Herr, ich s»»che Demoiselle Anna Bornstedt!" sagte Philipp. „Fraulein von Bornstedt!" flüsterte steudig überrascht der kleine Magister. „Das jnnge Mädchen, lielier Herr, ist ein Fräulein." „Ganz recht!" antwortete Philipp mit bewegter Stimme, denn er sah, daß er auf der rechten Spur war. „Wohnt die jmtge Dame hier?" fragte er, indem er beschämt durch den traurigen Raum blickte. „Sie hat mir ein Zimmerchen abgemiethet. lieber Herr! Sie Vun-dern sich, daß ein adeliges Fräulein bei einem armen leipziger Magister wohilt ach ja man kann sich »vohl darüber »vundern, denn der Kon-trast ij^ ein schneidender. Die arme Anna steht mit mir auf gleicher Stufe; sie besitzt nichts »veiter als ihren Adel, und ich habe nichts alS meine Magisterwürde. Bon beiden kann »nan nicht leben. Sie wollen das Fräulein sprechen — ich werde sie rufen". ..Ich bitte. Herr Magister, hören Sie mich einige Augenblicke an. Sind Sie mit den Verhältnissen der jungen Dame besonders gut be-kannt?" „Wie »vohl kein Zweiter in unserer guten Sttidt. Ich »var einst HauSlehrrr bei dem Herrn Amtinanu von Bornstedt, und Fräulein Anna ist meine Schülerin. Ach eS war eine schöire Zeit. als ich auf dem reizend gelege»»rn Rittergute ui»ter den vortrefflichen Menschen lebte! Ach, mein Gott, ich habe vergessen. Jhuen einen Stuhl a»»zubieten. Nehmen Sie doch gefälligst Platz". „Ich will Sie nicht lange in Ihrer Arbeit stören!" sagte Philipp, sich niederlassend. „Die junge Dame hat in einem getviffen Kreise ein besonderes Interesse erregt, und man ist gesonnen, sich ihr hülfreich zu zeigen". „DaS lohne Ihnen Gott, lieber Herr!" „Fräulein von Bornstedt bot eine Arbeit zum Kaufe an". „Eine kostbare Slickerei?" „Ja!" ..So hat sie sich dennoch übertvunden!" flüsterte der Magister sch»»»trzlich vor sich hin. „Anna ist ein herrliches Geinilth, eine seltene Peile! Ach, warum bin ich so ar»n? Es sollte wahrhaftig nicht so weit komme»», l)atte mich der Hinmtel anch nur inil geringen GlückSgütern gesegnet. Und Ihnen hat sie den Kauf angetragen?" „Einer Dame, die zu »nir in naher Beziehung steht, Es handelt sich »veniger darum, in den Besitz des kostbaren Kleides zu kommen, als der armen Stickerin, ohne zu verletzen, ivirksame Hülfe zn leisten. Ich ward beauftragt, zu diesem Zwecke Erkundigungen rinznziehen. (Fortsetzung folgt.) Letzte Post. Im Herrenhaufe habe» die Verhandlungen über da» Ehegesetz gestern begonnen und soll die Mehrheit dem Beschluß des Abgeordnetenhauses beistimmen wollen. Beive Delegationen haben flch in Betreff des zUoraaschlages ^ ^on der belgischen Kammer der Abgeordneten ist der Krieg»-vvranschlag mit !j7 MiU. Franken genehmigt word'n. Eingesandt. Die BcrichlljUllu; dtS Htirn F in der Marburger Zeitung vom 15. d. M. nltstcllt die Snchlnj^e. Dic ibt^esandtt GcnSdarmtrit hat sich durchaus nicht um Vetrunkenc bekslmmcrt, sondern sie ist. vereinl mit dem Gtmeindevorstrhcr. dem abgkordnelm Herrn Gkrichtskommissär entgegen, tottreten und HU die Aussiitirung der Ez'tkution zu vereiteln versucht ; Beweis dessen, daß sich dcr Heir Gericht?kommissär veranlaßt flind. diese bezirksamtlich Abgcordneten zu btkdren und iiinen zu liedeutcn, daß er sein Amt handkln und nur der Gewalt weichen werde. Verlangt Herr F. hiefür ein Dutzend unbesani^kner Zeugen? Sie find bereit, ilmi die Walirhcit inS Gksicht zu bestätigtn Andererseits, wie kommt die politische Behörde dazu, eineu GerichtSbeamtku zu bevormunden, odcr un^iusgefordert zu beschirmen? Hat nicht in allen Fälleu bisher das Gericht selbst. olM? jsdwedt Intervention, dort die Genedarmeiit berusen. Ivo sie dieselbe für nothlveudij^ erachtete? llnd ist woljl der Bor^^ang deS B?zlrkS«MlteS in Sachen deS SchußcS d s Kundus inslrucluS eiu drrtirtij^er. daß er sich auch nur im Entferntesten rechtferlic^en laßt? Kanu man sich wotil ein so dummes Volk denken, welches bkwtj^liche Get^enstände kaufen, ba.n bezahlen und dailn iki den Hand»» deS Eztkntcn belassen wird? Äst ivolil Ei»g«fa«dt. In Nr. 34 der Marhurger Zeitung berichtet ein Augenzeuge über einen unliebsam'» Vorfall zwischen einem k. k. Hauptmann und einem bürgerlich gekleideten Ulltiuber. Dies gibt Mtr Beranlass.mg zu folgender Fra.;e: Wenn ich. oder jeder andere bürgerlich gekleidete Urlauber oder Neservist den Vorgesetzten in Uniform grütztn soll. waS jedenfalls nnr ein Akt der Höflichkeit ist. warum g!Üßeu mich nicht meine vormaligen Untergebenen des Aktiv-standeS. wenn sie mir in Zivilkleidern begegnen, s.liist solche nicht, die mich persönlich kennen, und die unter mir. bei eiuer ttompagnie gedient lialien? Ich glaube, hier wäre der Wahlspruch „Gleiches Recht für Alle" <^m Platze, und weun der uniformirte Offrzier von seinem bürgerlich ge« kleideten gewesenen Untergebenen eine Ehrenbezeugung zu fordern berech» tigt sein will. !o möge er auch andererseits dahin wirken, daß der unifor« mirte Untergebkne. seinen, ihm peisöulich bekannten, bürgerlich gekleideten Vorgesetzten beim Begegnen grüße. Marburg am 18. März 1868. Heinrich v. Bünau. k. t. Reserve'Feldwebel. Gi«gefa«dt Offene Krage an de« Landtagskandidate« Herr« Dr. J«li«» M«ll^. Wäre eS nicht im Interesse Ihrer zukünftigen Wähler, noch Vor der seit die Geiichtooidliung exislirt. in dieser tomischen Form, wie Herr F^Walil zu erf.il)rkn. ob Sie die in einer Wahlerversammlung zu Windisch-dieselbe darstellt, j, eine Ezekntlon durchgeführt worden? WnS wäre ge-^Graz gesprochti'en Worte: „daß eS bei einem Abgeordneten schehen. wenn das Gericht, in seiner vollen Berechtigung hiezu. auch ein v o r Allem darauf ankomme, in steter Verbindung Paar Ger'Sdarmen mitgebracht lzätte? Hätten dann diele GenSdarm?n m i t s e i»e n K o m m i t t e n t e n zu ti leiben und stets von und die von dcr politischen Behörde gesandten durch ein Gefecht anallen speziellen B e r l; ä l t n i s s en der betreffenden Ort und Stette ihr Recht erproben müff.n? Diese Fr^rgen mö.tr sich Wa h l g e m e i n d e n unterrichtet zu sei n" im Landtage so zur Herr F. zu Gemüthe führen und wenn er sich auch dann noch nicht überzeugt, daß sciue Berechtigung außer dem Stempel deS IrilhumS. noch jene dcr grahrsten Obcrflächllchkeit an sich trägt, dann ist ihm auf dieser Wrlt nicht rnchr zn helfen. S. Eisülluug bringen wollen, wie Sie dieS in der Mauthangelegenheit als Borsteher der landwirthschafilichen Filiale thaten? Ein Frennd der Konsequenz. Die von ' Dr. Heller, k k. Prosts, sor an der Wiener Klinik, und jeder Art Lungenleiden zc. tt. anempfohlenen als allein echt nnd zum Genufse bei Husten. Heiserkeit MI/.«xtl'«kt-Il»ilI»lniij,MIi!«xtr«Itt-vli«ltal!ttl«» der k. f. a. priv. Wilhelmsdorfer Malzprodutten-Zabri? (Niederlage: Wien, Weihburggasse 31. Gartenbau Gesellschast) sind in Marburq zu hc^ben bei Ü8Ü) in der Tegetthoffstraße. AnerkennungSfchreiben.^W Außig a. d. Elbe. 1. September 18S6. ^ Bor vier Monaten hat mir mein Resse von Ihnen mehrere Gläser Malzextrakt mitgebracht, welches mir sehr dienlich war. Daher ersnche ich, mir acht Gläser frischen Malzeztratt zn schiesen. > Mit t)erzlichem Grnst Anna Stichter, Zimmermeistenn. llntere Lange Gasse Str. 275. Die echte MalzextraktsEhokolade wird anstatt des erhit»ettde,> Eaffee's und Thee's nnd der anderen verstopfenden Chokotaden als kräftigere Nah. rnng genommen. SM. wul AId«r?>u»r«l, kNov Amalie'!, knutinllirt un<1 punsirt, sind in grosser ^ugxval»! am I^sg^sr. »vi » (>»>> Ilerri-nßKSü?, pilM'ütillcü ll»us, in Il»rdurss. aä 2i87> Da» kllufm annsgeschästs - Lokale im landschaftl. Mrorte Neuhaus ist zu vermietheil. Die Miethbedingnngen sind bei dem dortigen Rentamte und in Graz bei der landschaftlichen Gebäude Inspektion im Landhause einzusehen. Die Offerte sind an den hohen steiermarkischen Landes Ausschuß bis längstens Vnde Marz d. I. zu überreichen. >5!^) Von der Direktton der landsch. Kuranstalt Renhans. 1858" VroÄt prow«««», ulit »velcbett Evv.vvßV Knldeu schon am I. ITHS zu geivinnen !l fl. J.5N fr.. kl. Stempel, nltf je 10 Stück I gratis zu Huben bei Uoesckkr tk Conm.. Wii ». ^^l)) .^tolowratiRing 4. Fraiikirte Ziiseiidniiq der ZielningAliste kr. — Anftriige ftts^en ganze Skachnahine köiiilen nicht effektuirt werden. i»». Vallinttlnn>i i»llntaK;raplli^l!ln'r i^Älftu in Zlünliinsi Mchls ^Znitt'n) ist von nun an tä. Ali oll lieöffnet und es finden die Aufnahmen ununterbrochen von Li Ilhr Früh bis 5 lllu' Abends statt. (38 Das Hmcnhaus in der Pikardie nebst Benützung des BcrgnügungSgartens ist sogleich zu verpachten; auch ist nlit 1. ?.^tai cine Soniinertvohnung mit vier Zimmern. Küche und Speise- f-'Unniei zll veunicltien. Näl)ereS bei Robert Pfriem er. (155 N«tti^i?n-ll»UÄ; li«nn. ltöl