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DZie deutschen Mitglieder blieben der Sitzung ferne, weil sie der höhnischen Einladung in den Narodrni Dom selbstverständlich nicht Folge leisten können^. Nur Schriftleiter A m b r o f ch i t s ch, dem die Amtübung seiner journalistischen Berufspflicht ja auckh da» Verweilen an unsympathischen Orten gestalt«!, war erschienen, weil er von seinen Ge-stnnunxgtgenoffen mit der U e b e r w a ch u n g der slovienischen Mehrheit betraut ist. All« Regierungtvertreter war der neue Be. zirkthaauptmann Baron Apfaltrern erschienen, welchen zu Beginn der Sitzung an die Versammelten eine Absprache richtete. Er versicherte die Bezir». vertrettung in slovenischer Sprache seiner vollster» Unterstützung und fuhr dann in deutscher Sprachhe sort: „',3ch kann es nicht unterdrücken bei dieser Gelegeienheit meinem Bedauern Autdruck zu g«b»,n, dass Vdie deutsche Minorität der Bezirktvertretung, so wirtit «ir bekannt, nicht werkthätig an den Ar» beiten derselben theilnimmt. Diese» Bedauern ist umso I lebhafter, al« ich überzeugt bin, das» viele wirtschhaftliche Fragen bestehen, welche sich bei Mit« wirkunng und gegenseitigem Einvernehmen wahr« Als gute Jreunde. Bon Alsred Htdmsijtrna. DDer Docent Axel Holm war in einer ernsten, philosojophischen Unterhaltung mit Fräulein Jenny Berg t begriffen. «!.Jaivohl, Sie haben vollkommen Recht, graule lein Berg, e» ist eine lächerliche, abgeschmackt« «hauMiung, das» ein Min» und eine Frau ein« ander r nicht achten und nicht gern haben sollten, ohn« sisich ineinander zu verlieben." .!,Nui>. wenn sie seine Großmutter, seine Tante oder s« sein ehemalige» Kindermädchen ist, dürfte diefe Mögliclichkeit allerdings ausgeschlossen sein*, ertönte di« SlLtimme de» Gymnasiallehrer» Borgström, der unbem«krkt hinter ihnen hergeschritten. „>.ES scheint hier Leute zu geben, die nicht an übermäßiger Bescheidenheit leiden,* flüsterte Jenny, al« DÄ!r. Borgström außer Hörweite war. „i.Wir wollen am Ende de» Strande» entlang gehen;»; dort können wir «ungestört* mit einander plaudere»,' schlug Holm vor, und Jenny, willigte ein. U Und dort am Strande kamen sie darin überein, das» z zwischen einem jungen Manne nnd einem jungen m Mädchen sehr wohl ein herzliche», warme», kameranadschastliche» Verhältnis bestehen kann, und das» i ihre Freundschaft dadurch, das» st« seine Strümß»xse stopst und sich von seinen Kindern, den kleinen n, Quälgeistern, „Mutter* nennen läs»t, nur beeinträtrachtigt werden könne. D Dr. Holm gerieth in freudige Erregung. »So werdenden Sie mein Freund, mein Kamerad, ohne Verliebtiebiheit und sentimentalen Unsinn, Fräulein Berg! g! Was ich bisher von wärmeren Gefühl.'» empsunfunden, war bei Männern stet» mit zu viel scheinlich weitaus leichter lösen ließen. Ich will daher zum Schlüsse nur dem Wunsche Ausdruck leihen, dass die Zukunft möglicherweise doch in dieser Richtung einen beide Theile befriedigenden Wandel schaffen möge.* Das» die deutsche Minderheit an den Sitzungen im Narodni Dom nicht theilnehmen kann, ist allgemein bekannt. Da» ist die begreiflichste Absti» nenz, die e» geben kann, weil sie ja offenbar von den flovenischen BezirkSpotentaten beabsichtigt ist. Da mag Dr. S e r n e c hundtrtmal behaupten, das» auch die Mehrheit da» Fernbleiben der Deutschen bedauere, jedoch an demselben gänzlich unschuldig sei. Der Herr RegierungSoertreter mag wohl selbst zur Ueberz-ugung gekommen sein, das» die Leiter der BezirkSvertretung e» in erster Linie auf «ine Verhöhnung und Vergewaltigung der deutschen Minderheit abgesehen haben. Schriftleiter Ambro-s ch i t s ch gab nämlich im Namen der deutschen BezirkSvertretungSmitglied«? nachstehende Protest-ertlärung ab: In der Erwägung, dass der in der Sitzung der BezirkSvertretung Eilli vom 27. December 1899 gefasSte Beschluss, betreffend die Herstellung einer Bezirk»straße zwischen Gaberje und Möllag, mit Rücksicht daraus, das» der bezügliche Antrag vorher im Bezirksausschüsse keiner Vorberathung unter« zogen wurde und gar nicht auf der Tagesordnung der erwähnten Sitzung gestanden ist, jeder gesetz-lichen Grundlage entbehrt; in der ferneren Er-wägunp, das» diese Straßenanlage, wie auch der Vertreter der k. k. Bezirk»hauptmannschaft Eilli bei der am 14. Mai d. I. stattgefunden«» commissio-nellen Begehung au»drücklich erklärte, einem im Bezirke Eilli bestehenden thatsächlichen Bedürfniss« k«in«»weg» entspricht, indem die Anregung zu dieser Anlage nur der von gewissen Selbstwirtschaft»« Bier und Punsch, bei Frauen mit zu viel Küssen verbunden. Welch' ein Genus», welch' geistige Er. quickang muss ein so gesunde», ruhige», jreund-schastliche» Verhältnis mit einem gebildeten Mäd« chen sein!" »Also ohne Punsch und Küsse!* lachte Jenny ein wenig übermüthig. .Sehen Sie, da treffen Sie gerade den rich. tigen Ton. Ein alltägliche» Mädchen würde nicht da» Herz haben, so heilige Dinge scherzhaft zu be-handeln." Eine Händedruck bekräftigte ihre „gute Kamerad» fchaft* ohne Verliebtheit und sentimentalen Unsinn, ohne Punsch und Küsse. Seither sah man sie fast beständig beisammen, und die Fama behauptete natürlich, sie seien ver» lobt miteinander. Holm hielt e» daher für geboten, die Sache ein für allemal klar zu stellen, und that die» bei Gelegenheit einer Bemerkung Dr. Borgström». „Ich wusste wahrhaft nicht,* hatte dieser ge» meint, .wa» Punsch und Küsse denn schon Böse« in der Welt gestiftet habin. Dennoch will ich di« Möglichkeit einer neuartigen Entwicklung de» Weibe», die während der letzten sechstausend Jahre von niemand entdeckt worden, nicht absolut verneinen. Ich wünsche dir Glück dazu, mein Junge. Aber wenn nun einer von Euch Beiden heiratet?" „Ich werde niemals heiraten ... und sie... Aber warum sollte man keine verheiratete Freundin haben können?" „Nun, in Frankreich soll da» sogar gang und gäbe sein,* spottete der Gymnasiallehrer. „Kein Wort weiter, Borgst, öm!" In dem kleinen Städtchen war man hinsichtlich Politikern verfochten«, Feindschaf, gegen die deutsche vtadt C>ll> ihren Ursprung verdankt, um durch Ablenkung des Verkehre» der Stadt großen wirt-Ichastlichen Nachtheil zu bringen und dem unseligen frivol heraufbeschworenen Widei streite zwischen der friedliebenden Landbevölkerung und de» derselben so sreundschaftlich gesinnten deutschen Stadtbewohnern geradezu gewaltsam Nährstoff zuzuführen, tun, einen Zankapfel in die Bevölkerung zu werfen: m der weiteren Erwägung, das» mit Rücksicht auf diesen Mangel jede» thatsächlichen Bedürfniffe» die Kosten diese» einer nationalen Kampfspi,lerei gleich, kommenden Plane» mit dem effektiven Werte der geplanten Anlage - dieselbe würde nur Jenen Vortheil bringen, welche zum Straßenbau ihre Grünt stückt vei kaufen und wird nur von Jenen ehrlich angestrebt, di« sich von d«r Anlag» «in« allerdings nur vermeintlich« Erhöhung d«S Werte» ihrer Grundstücke erwarten — geradeso im Mis». Verhältnisse steht, wie mit der Stcueikraft des Be. zirkeS, welche zum dritten Theile durch die Steuer, leistung der Stadt Eilli bestimmt wird; endlich in der Erwägung, das» durch die neue Straßenanlage nicht nur — soweit da» Stadtgebiet dabei in Be-tracht kommt — der ganze, auf den gegebenen technischen Voraussetzungen beruhende Eanali. sierungSplan der Stadt Eilli irritiert, sondern auch infolge der durch die hochanzulegende neue Straße nothwendig herbeigeführt?» Absperrung de» Jnun-dationSgediete» für alle Anrainer der neuen Straße eine eminente Hochwassergefahr heraufbeschworen würde, legen die gefertigten Mitglieder der Bezirk»-Vertretung Eilli hiemit Protest ein gegen die Anlage einer Bezirk»straße zwischen Gaberje und Möllag und werden diesen Protest, welcher unter Einem dem hohen steiermärkischen LandeSau»schusse vorge. legt wird, bei den Instanzen, die über die erwähnte frivole Straßenanlage zu entscheiden haben werden, geltend machen. Eilli, am 2-1. Juni 1901. Otto Ambroschitsch, Moriz S t a l l n e r, Dr. Heinrich v.Ja born egg. Dr. Gregor I e s e n k o. der Angelegenheiten und Beziehungen seine« lieben Nächsten stet« völlig ori.utiert. Und untere Käme, raden prunkten sozusagen mit ihrer Freundschaft, die einen jungtn R«i,tmeist«r, der mit der Absicht umgegangen, um J-nny» Hand zu werben, bewog, sich in eine andere Stadt v«rfetz?n zu lassen. Dort lebt «r noch heute, mit gebrochenem Herzen, einer Frau und neun Kindern. Aus einem Balle brach Fräulein Berg sich ohne begleitenden Herrn bi» zu dem Tische Bahn, auf welchem di« groß« Bowle stand. Ein Gla» ergreifend, füllt« sit da«s«lbe mit dem edlen Nas» und sagte so laut, das» e» Jedermann hören konnte: „Finden Sie nicht auch. Dr. Holm, das« wir einander jetzt lange genug kennen, um da« „Herr" und .Fräulein* fortzulassen und un« einfach beim Vornamen zu nennen?* „Gewis«. Ich danke dir, Jenny I" Ganz wie sonst unter Herren! Ein kernige» Mädel I Bald darauf trat er zu ihr «it der Frage: „Wollen wir eine Polka tanzen?* „Hm . . . e» kommt mir ein wenig komisch vor, das« wir . . . aber eigentlich . . . warum nicht?" Und niemals haben ein paar Kameraden so gut Takt gehalten. E» gieng samo». »Sag' mal, Holm, warum forderst du mich niemals zur Polka auf?* grinSte Borgström. .Weil du mir zu plump und zu schwerfällig in deinen Bewegungen bist. E» würde hässlich aussehen und Aergerni» erregen.* Wenn sie nach einem Spaziergange an Holm» Thür voriiberkamen, sagte dieser mitunter: „Komm' Seile 2 „flrutsjK' W-cht" Nummer 51 Karl Iellek, Julius R a k u s ch . Aloi» Wa lland. Karl Traun. Dr. August Schurbi, Dr. Josef K o v a t s ch i t s ch. Fritz Rasch, Dr. Johann Stepischnegg, Franz Z o t t l. Georg Skobern «. Han» I e s ch o u n i g, Marku» T r a t n i k. Schon während der Verlesung dieses Protestes erhob der Obmann Dr. S e r n e c alle möglichen An-stände. Er wollte die Verlesung überhaupt verhindern, wodurch sich aber Schriftleiter A m b r o s ch i t s ch selbstverständlich nicht irre machen ließ. Als dieser den Passus von der Feindschaft gegen die Stadt Cilli verlas, drohte ihm Dr. S e r n e c mit der Entziehung des Wortes, durch welche gänzlich unbegründete Gewaltmastregel der Redner sich gezwungen sah, den übrigen Theil deS Protestes nur in den wesentlichen Punkten vorzutragen. Dem Proteste fügte Schrift-leiter A m b r o s ch i t s ch die Bemerkung an, dass der-selbe auch aus dem Gninde schriftlich eingebracht werden musste, weil eS den deutschen BczirkSver-tretungsmitgliedern mit Absicht unmöglich gemacht worden sei, sich an den Sitzungen zu betheiligen. Die Abhaltung der Sitzungen im slavischen National-Haus« müsse von jedem deutschen BezirksvertretungS-mitgliede als eine Beleidigung des nationalen Gefühles empfunden werden. Er, Redner, selbst sei nur deshalb erschienen, weil ihm von seinen Gesinnungsgenossen die Ueberwachung der Sitzungen übertragen worden sei. Diese Wendung entfesselte einen gut gemachten Ent-rüstungssturm. Der Obmann rief den Redner zur Ordnung und sprach ihm das Recht ab, als „Auf-seher" der slovenischen Partei aufzutreten. Schließ-lich verlangte Ambrofchitfch die von allen deutschen Bezirksvertretungsmitgliedern mit Ausnahme des krankheitshalber verreissten Ingenieurs Pollet eigen-händig unterschriebene Erklärung der Verhandlung?-schrist über die heutige Sitzung beizulegen und bei den weiteren Eommissionsoerhandlungen hinsichtlich der geplanten BezirkSstraße Gaberje-Möllag darauf Rücksicht zu nehmen, dass eine Protesterklärung von fast der Hälfte der Bezirksvertretungsmitglieder ein-gebracht wurde. Der Obmann Dr. Sernec erklärte einfach, dem Ansuchen deS Redners nicht Folge leisten zu wollen. Der springgiftige Dr. D e (t 0 aber wärmte zur Entgegnung den alten Kohl von den deutschen Uebersällen auf slavische ..Festgäste" auf, heuchelte ein lebhaftes Interesse an dem Gedeihen der Stadt Cilli und sprach dem Schriftleiter Ambroschitsch als — »Zugewandertem" (privandrani) das Recht ab, für die Stadt Cilli einzutreten. Dabei vergaß Dr. Deiko allerdings, dass er mehr als 10 Jahre mit hinein, Jenny, und rauche eine Cigarette bei mir." .Gern", sagte sie so einfach, als wäre e» die natürlichste Sache von der Welt. .Dort stehen sie/ sagte er mit einer Kops» bewegung in der Richtung seines Rasierspiegrl». Ihr mit einer galanten Verneigung eine Cigarette anzubieten, fiel ihm nicht ein. Von dergleichen konnte zwischen ihnen keine Rede sein. Da saßen sie jeder in einer Fensterecke und schauten plaudernd nach den Vorübergehenden. „Pfui, welch' ein Betragen I" sagten die anderen jungen Mädchen im Hinblick auf Jenny. „Es ist jedenfalls ungewöhnlich/ meinte ein unverehelichter Major, der in feiner Jugend Damen-verkehr sehr cultioiert hatte. Worüber sie wohl redeten? Nun, über alles: über Literatur und schöne Künste; über die Räthsel deS Lebens und Todes; über da« Geschäft, in dem sie ihre Wäsche kaufte (er war nämlich bei feinem letzten Hemdeneinkauf betrogen worden und wollte nun ein» gute Adresse in Erfahrung bringen.) Doch am allermeisten spracht» sie über Courmach»rei, über die Lächerlichkeit derselben und deren Ver« dtrblichkeit im allgemeinen. Welch' thörichte An-nahm,", das« da» Herz »incS vernünstigen ManneS beim Anblick eine» WeiberrockeS schneller schlagen sollte! „Sie ist ein nette«, liebe» Mädchen, wenn schon «in wenig emancipiert!" „Warum heiratest du nicht, anstatt Euch beide zur Zielscheibe allseitiger Sticheleien zu machen?" sagten Holm« College». »Weil ich keine Störung in unseren an» später in Cilli eingewandert ist, als der angegriffene Schriftleiter, der schon seit seiner Kindheit in Cilli weilt. Es ist bezeichnend, dass Dr. D e c k o trotz der zahllosen Insulten, die er ausstieß, vom Obmanne kein einziges Mal unterbrochen wurde. Bisher hat man immer geglaubt, dass Dr. Deiko im Jargon der „Domovina" spreche — nun hat eS sich aber heraus-gestellt, dass die „Domovina" im Jargon des Dr. Dec'ko geschrieben ist. Am Schlüsse dieser denkwürdigen Sitzung wurde auch ein Antrag des bekannten Gerichtsanzeigers Dr. H r a s ch o w e tz angenommen, wonach verschiedene Ministerien veranlasst werden sollen, bei mehreren Aemtern in Cilli doppelsprachige Amtstafeln und Stampiglien einzuführen. Damit wäre der letzte ent-scheidende Schritt zur Rettung des slovenischen Volkes eingeleitet — und Oesterreich zetert wieder einmal vor dem — Dr. Hraschowetz. Von einer curiosen Eingabe der Schulleitung der slovenischen Mädchenschule berichten wir an anderer Stelle. Eine Misstrauenskundgebung für die slovenischen i?andtagsabgeordneten. Al« die slooenischgesinnten steirischen Landtag», abgeordneten mit ihrer ebenso geschmack- al« sinn-losen „Proclamaiion" den steirischen Landtag ver-ließ«n, waren all» Leute, die sich um den Fall interessiert hatten, sofort darüber im klar»», dafS sich der geistig» Urheber deS Geschehnisse« sammt Anhang fürchterlich blamiert habe. Diese« „Lo» von Graz" mit seiner schwachsinnigen Begründung hatte auch unter den Wenden gleich ansangS eine ziemlich gleichgiltige Ausnahme gesunden, denn außer den Weisen von Sachsenfeld, die olle politischen Dummheiten der Cillier Pervaken mitmachen, waren »« nur noch einige Gebirg«dörs»r, aus welchen auf die Beschwörungen der clericalrn Peroakenprefle hin ZustimmungSkundgebung»n einliefe». Nach« gerade scheint e« der slovenischen Bevölkerung aber denn doch zu tolL zu »rscheintn. den müssigen Zuschauer zu spielen und sich noch weiter mit d»r nichtssagenden Begründung de« Abzug« von Graz narren zu lassen. Die politische Kinderei mit dem „LoS von Graz" de« Herrn Han» Dampf Decto hat nicht nur nicht die beabsichtigte Wirkung aus-geübt, da» Schlagwort droht den Herren Volk»oer-führern vielmehr gefährlich zu werden. E» regt und rührt sich an allen Ecken und Enden. Neulich setzte eine Versammlung in Windischseistritz einen Preis für ein Mittel au», mit dem die Abstinenzler mit möglichst heilen Häuten wieder in die Landstube einrücken könnten, und vor zwei Tagen hat die Gemeinde» Vertretung von Prassberg den Deserteuren schlank-weg da« Mis«trauen ausgesprochen. Dabei ist die ganze Presse in Aufregung, e« wird hin. und her- genehmen Umgang bringen will," lautete die Er-widerung. „Der Mann hat ganz Recht," brummte ein alter Physiklehrer, der daheim feine schön«» Tage hatt«. „Wenn ich bedenke, wie sanft und liebenS-würdig Eamilla war, ehe ich um sie angehalten.. Nach einiger Zeit begann Holm, «in wenig eigenthümlich zu werden. Nicht etwa, das« seine Freundschaft süc Jenny abgekühlt war, im Gegen-theil . . . aber er vergaß, für sie Eigar«tt«n zu kaufen, und nahm statt bissen eine Flasche Wein und Gebäck und mitunter wohl auch ein illustrierte» Werk, «ine Bildergallerie oder dergleichen mit heim. Und während Jenny die Bilder besichtigte und er dieselben eingehend erläuterte, pflegte er sich über ihre Stuhllehne zu neigen, so das» sein Kopf bei» nahe den ihren berührte. „Tu. Axel, geh' und setze dich doch lieber; du strengst dein kranke« Knie viel zu sehr an," meinte sie dann btsorgt. Eine« Abend«, al» er sie au» dem Theater nach Hause brachte, drückte er plötzlich ihren Arm fest an sich. „Bist du gestolpert?" fragte sie. Dann wurde sie für ein halbe» Jahr in einen anderen Ort versetzt. Am Tage vor der Abreis« ertappte Holm sich dabei, das» er, Wehmuth im Herzen, vor ihrer Cabinettphotographie saß, deren Besichtigung ihm durch ein paar dicke Thränen wesentlich erschwert wurde. „Mein lieber, trauter Kamerad!" seufzte er. während keine Hand mit liebkosender Bewegung über da» Bild strich. Nach einigen Monaten musste er „geschäftlich" geschimpft, und die Verlegenheit der Blamnti wird täglich größer. ES wird ihnen wenig ander»! übrig bleiben, al« au»' die unbenützten MinSw zu verzichten, si- ander«», a»b«itsamer«n uns tüchtiger« Männern zu üierlasskn oder unter alla-merim Heiterkeit nach Gcaz zurückzukehren. Hin nach ö:a}! Aie Schulschwestern ans nationale« Kriegspfade.... Wie weit die Anmaßung in slovenischen Ln der Sitzung der Cillier Bezirk»o«rtr«tung a, DienStag zur Sprache kam. Die Schulleitung der slovenischen Zchnl. schivestern»Mä!>cl:en-Bolkischuli in Cilli hat an tit] umliegenden Bezirksausschüsse da» nachfolgt!» amtliche Schreiben gerichtet. Löblicher BezirkSauSschusS! Vor jttei Jahren wurde über mehrfach geäozena Wunsch der Eltern EilliS unter Leitung der 34«£i schwestern ein Lehrcur» errichtet, in welch«» die Seze» stände für Bürgerschulen vorgetragen wurden. I:c!a CurS wurde im Schuljahre 1899/1900 von \l Schülerinnen, im Schuljahre 1901/1902 von ii Schülerinnen besucht. Die Kosten trugen die Slrcrt dieser Schülerinnen dadurch, dass sie ein den Erfordernissen entsprechendes Schulgeld bezahlten. Mit Sifclrl dieses Schuljahres verlässt aber die Mehrzahl der irreführten Schülerinnen dielen SeperatcurS, so fca'4 «it Rücksicht auf die Verhältnisse der vcitlcibtnde» Schülerinnen mit dem Unterrichte wird aufzedctt werden müssen. Mit der Errichtung dieses Sinkt wollte man aber die Grundlage für die Errichtung einer Bürgerschule schaffen, welche, ähnlich wie « Marburg, der Leitung der Schulschwestern untersteh«! sollte. Schülerinnen für eine solche Schule gäbe et genug. Mit Schluss diese« Schuljahres gibt es an der hiesigen Umgebungsschule 20 Mädchen, welch« fätii wären und den Besuch einer Bürgerschule wünsche». Darunter gibt eS aber nur 7, deren Eltern imsta»« wären, monatlich 6 X Schulgeld zu bezahlen, so baf« für da» erste Schuljahr au sicheren Einkünfte» nur 420 l< zu rechnen wären. Die Kosten würden liier betragen: a) Entlohnung der Lehrkräfte 800 K, b) Miete für Schullocalitäten 283 X. c) für LeraiviNel 112 K, zusammen 1200 K; hievon die sicheren Ein-nahmen mit 420 X ab, verbleiben unbedeckt 780 K. Der Leitung der Schulschwestern ist viel dir» gelegen, das« im Unterrichte der Bürgerschulgegenstände keine Unterbrechung eintritt, denn wenn dieser Unter» richt aufgelassen wird, werden die oben anzeführtm Mädchen in die deutsche Mädchenschule in Cilli ein» treten. Di«S wäre aber sehr zu bedauern, denn diese Schülerinnen würden dann nicht in dem bisherigen Geiste unterrichtet werden, das ist j« religiösen und nationalen Sinne. Weiter« ist zu hoffen, dass bald eine öffentliche Mädchenschule fflt die Umgebung Eilli« errichtet werden wird. T:e in die Stadt, wo Jenny zur Zeit thätij war. Natürlich suchte er sie „bei dieser Gelegenh«»" inf, um ein Stündchen über neuerschienene Bücher «a ihr zu reven. sie zu fragen, ob sie auch ihr Seigen« spiel nicht vernachlässige je. Auf Jenny'» Bur»au war »in Assistent, »tu hübsch« junger Mensch mit dunklem Schnurrbm und lebhaften braunen Augen. Holm erklärt« deiu selben rundweg für «in«n Idiot«». Wa» bildete r sich «in. di«s«r unausstehlich«, dünkelhafte Lasst i Es mifssiel Holm höchlichst, das» Jenny sich Jas Unterhaltungen mit ihm einließ. „Der Affe macht dir wohl den Hof?" brummte er. „Aber bester Freund, wa» ist da» denn mit dir? Du bist krank. Geh' so schn«ll wie möglich nach Hause, leg' dich zu Bett und trink' Fliederthee!" sagt« Fräulein Jenny voll herzlicher Theilnahme. Endlich waren die sech» Monate um. uift Holm stand, der Ankunft seine» Kameraden harrend, auf dem Bahnsteig. „So — Gott sei Dankl Es war eine gras«-lich« Zeit! ... O. Jenny, welch' ein Genus« . . . ich meine, wie gemüthlich ist «», hier wieder gemeinsam zu wandern, in dem Bewusstsein, das« wir un» nun wieder täglich sehen und sprechen können." „Ja, da» ist wahr. Aber ich habt tüchtigen Hunger. Bor allen Ding«» muss ich «twaS rfsot gehen. Also — auf Wiedersehen!" Und wiederum saß sie an seinem Fenster unb schaute nach den Vorübergehenden, und wie früher berührte sein Kopf beinahe ihr goldschim««rndt» Nuimmer 51 .Deutsche Seite 3 Säume,, in welchen dies« Schule derzeit untergebracht ist, tttrrben den Schulschwestern verbleiben und können dann zzur Unterbringung der Bürgerschule verwendet w«rden„ wodurch die Miete entfallen würde. Eine solche Bürgerschule würde aber sicherlich aus ganz Unter-steiermark mit Schülermateriale versehen werden, und darunter wären gewiss viele solche, deren Eltern ver-mögend und somit zur Erhaltung der Schule nach lkriftem beisteuern kSnnle». Damit eine solche Schule errichtet! werde, bedarf die Leitung der Schulschwestern zur Deckung der GründungSkosten einer namhaften Unterstiützung. Nachdem das Schuljahr 1901/1902 nahe iist, ist eS nöthig, das« den Behörden die Er-rrchiungg rechtzeitig bekannt gegeben wird; dies kann aber d,ie Leitung der Schulschwestern wohl erst dann thun, wenn ihr die nöthigen Geldmittel zugesichert werden.. Unnöthig ist es, zu betonen, dass die Er-richtunxg einer solchen Schule ein Segen für die slove nifche Nation, ja für ganz Untersteiermark überhauirl wäre. Eis wird deshalb höflichst und dringend gebeten: Ter löltliihe BezirkSauSfchusS bewillige einen entsprechen-den Beiilrag behufs Errichtung einer besonderen Bürger-schule unter der Leitung der Schulschwestern in Cilli. Eilli, den 17. Juni «801. Schw. M. Angelina Krizanic in. p. Am!Ss!«gcl. Schulleiterin. Diese Zuschrift wurde auch an den Bezirks-aus!ch,usj C'lli Gericht,'t, und Dr. Decko referierte in der! Bkjlrk«oerlretung«-Sitzung über tun Gegen-stand. ES war auffallend, dass der Referent, welche» die Ehre halte, neben dem Herrn Bezirks-hauptunann Baron Apfalirern zu sitzen. gerade einige kl«»!« Stellen der Eingabe bei der Verlesung über gi - ng. Er übergieng den Satz, dass die .Schülerinnen (wenn sie „bedauerlicherweise" in die deuifchhe Mädchenschule einträten) nicht in dem bislnerigen Geiste, d. i. in religiösem (!!) und nationalem (!!) Sinn« unterrichtet würden." Auch hat Dr. Decko be, der Verlesung neben dem Herrn BezirkShauptman» die Stelle versch»wiegen, wonach .die Errichtung einer solchen Schutt« ein Segen sür die slooenische Natiion" wärc. R)r. Detko hat wohl gemusst, weshalb er nedeen dem Herrn Bezirkshauptmanne diese i Windungen de» schulamilichen Schriftstückes nicht ^ zur Verlesung brachte. Denn die Schulleiterin Schw.!. Angelina Kr>zanic hat sich mit den in der öffeniiiiichm Sitzung unterschlagenen Wendungen — die üödrigens gerade sür die heutige Mehrheit der Cillie-r Bezirisvertreiung ganz besonders maßgebend sein «mussten — zur Trägerin einer Hetze gemach«, die adbsolut nicht geduldet werden kann. Die Schul-leiiunpg?« sind bei der Beurtheilung der Unterrichts-ziele an die gesetzlichen Bestimmungen gebunden und hhaben nicht da» Recht, von amtSweg-n naiio-nale Lgitaiion, ja sogar eine Hetze gegen eine auouce, den gleiche» Gesetzen unterstehende und diesen« Gesetzen vollauf Rechnung tragende Lehr- Haar.r, wenn er ihr die Illustrationen erklärte, an deren n richtiger Auffassung ihm so viel gelegen schien.». Doäi einmal überkam ihn urplötzlich ein Taummel; feurige Sterne und Sonnen kreisten vor je,nennt Blicken. Um seine Haltung zu wahren, neigte er sictich noch tiefer über sie und — drückte plötzlich seine i Lippen auf ihre blonden Haarwellen. i Begreiflicherweise war sein Kamerad höchlichst entrüMil darüber. Emporspringinb, fragte sie ihn mit z> zornsplühenden Augen, wa» da« zu bedeuten habe. e. Wosür er sie wohl hielt, dass er es wage, ihr d> derart zu begegmn, ihr, die im vollsten Ver-traueuen aus seine Kameradschaftlichkeit, seine ehrliche, unerscrschütierllch« Freundschaft zu ihm gekommen, wie z ju irgend einer weiblichen Bekannten? i Er stottert« etwas von Schwindel und plötz-lichemm Unwohlsein; es habe ihm schon Tag« über im R topf gesauSt; nun aber sei es so arg geworden Der thierische Magnetismus fei e»>» wbel, dem' i gegenüber sich selbst die stärksten Herzen nicht immimil widerstandsfähig erwiesen. Aber es würde nie w wieder x'schth-n - da» gelobte er ihr! \ Nach einifltn Ta^en war Alles wieder beim Altenltn. Dem so plötzlich ausgetretenen Unwohlsein wardiiü die ganie Schuld des unangenehmen Vor-falleSlei beisiimefsen. Dennoch schien die Telegraphistin jetzt v »in wenig newöS, wenn sie allein mit dem Dcciicciot war, und ihre runden Wangen wurden sichtli,lltch schmäler. . . 1 Al« die beiden Kameraden eineS Abend» wieder aus ,s ein m Spaziergange begriffen waren, erzählte Holtwim. das« sein m Ledcn eine grobe Veränderung deoorrolsxhe. doch hoffe er zuversichtlich, das« ihr freun lundschastlicher Verkehr dadurch keine Einbuße erleit»l«den werde. arstalt zu treiben. Die Leitung der städtischen Mädchenschule in E'lli wird hoffentlich wissen, waS sie gegenüber der i iedi igen Verdächtigung zu thun hat. Es fim übrigens die nöthig«» Schritte eins>e-i'iiet worden, um lie Schuljchwchcrn zu belehren, dass sie ihre Kinder zu erziehen haben zu anständigen M.nschcn, nicht ahn: zu sinnlosen Fanatikern. Fanatiker aber miisseii diese Kinder wetv-n, wenn sie von dec Lehrerin bei deuischer Red« mit dem Worte „ncmikutaiea* (DtUlsi»>hüml-rin) anar-herrscht werden, wenn sie sehen, dass die Lehrerinnen ihren Fanatismus bis zum weiß-blau-roihen Blei-stift herab bethätigen. DaS ist der „bisherige Geist", um den die slooenische Nation kaum beneidet werden kann! Sollen wir den Deutschen Schul-verein unterstützen? Ein «rnstes Wort an alle Teutschgesinnten. Bevor wir die Frage beantworten, stellen wir die Gegenfrage: Gibt eS ein besseres Mittel, eine gefährdete deutsche Gemeinde, besonders eine um ihren nationalen Bestand ringende deutsche Minder-Heil, unserem VolkSthum zu erhallen, als die Er-richtung einer deutschen Schule? Di« Abhaltung nationaler Ansammlung«« mit begeisternden Reden, die Pflege deutschen Gesanges, die Errichtung einer deutschen Volksbücherei, die naiionalwirtschastliche Arbeit und wie all die hundert Arten nationaler Kleinarbeit heißen, sind gut und nothwendig, und wir sind die letzlen. welche diese Art »atonaler Bethätigung geringschätzen würden, ober all dies« Mittel zusammen sind nicht imstande, eine deutsche Minderheit vor dem nationale» Untergänge zu be-wahren, «renn eines fehlt, — «ine deutsche Schule, die sür einen deutschen Nachwuchs sorgt. Dort, wo ein« tschechische, windische oder wälsche Gemeindtvertretung den deutschen Kindern den Unterricht in ihrer deutsch«» Muttersprache vor-enthält, wird sich di« deutsch« Minderheit i>och ein« Zeitlang behaupten, aber sie wird Jahr um Jahr abbröckeln wiil die wenigsten Eltern in der glück-lichen Lage sind, ihre Kinder in entfernte deutsche Schulen zu schicken od«r ihn«» deutschen Privat-unterricht angedeihen zu lasse;« sie werden sich in» „Unvermeidliche" fügen und ihre Kinder in die fremdsprachige Schule schicken. Die tschechische Schule, di« tschechischen L«hr«r werden schon dafür sorgen, das» au« diesen deutschen Kindeln waschechte, fanatische Tschechen werden! Dasselbe ist auch bei den anderen nichldeutschen VolkSstämmen zu ge-wärtigen. Diesem Unheil zu wehren, die d-utschen Minderheiten vor dem nationalen Untergange zu bewahren und so zur Erhaltung de« deutschen Be-sitzstmde« beizutragtn, ist die schwere, aber edle Ausgab« de« Deuischen SchuloereineS. Indem er sie seit mehr alS zwanzig Ja'ren rostoS und un-beirrt durch die Gunst oder Ungunst der Zeitver-hältnisfe verfolgt, «r s ü l l t «r d «n w i ch t i gst « n Natürlich wollte n« wisskn, welcher Ar, diese Veränderung sei. „Ich gedenke mich zu verheiraten, J.nny." iVtt-hei-ra.en? . . . Du? . . „Ja. Ader unser, Freundschaft, unsere Kamerad« schast braucht dadurch nicht beeinträchtigt zu werden. Meine Frau und meine Freurt'un können sehr gut nebeneinander bestehen und in bester Harmonie leben, ohne Neid, ohne thörichte Eifersuchi." Alle« Blut war au« ihrem Gesicht gewichen, während sie mit den großen, weiigeöffneten Augen entsetzt ihn anstarrte. „Denn sieb." fuhr «r fort, „ich möchie ,a so g«rn dich, mrinen treuen Kameraden, zum Weibe. Ich habe schwere Zeit verlebt, denn ich wus«le nicht recht, wie ich mit dir daran war. Nun aber weiß ich e«. Warum liefe Thränen. Kamerad?' „O, Axel . . . ich . . . fchäme mich so, das» wir e» nun ' doch so ganz machen sollen wie alle Anderen ... da« setzt mich so m Verlegenheit. .Ja, da» ist allerdings unangenehm, aber wir werden <» gemeinsam tragen." .Nun du eingesehen, das» deine — unsere Ueberzeugung nicht stichhältig gewesen, wirst du deine Kameradschaft mit Frauen nie wieder erproben wollen, nicht wahr, Axel?" „O, wenn man verheiratet ist, liebeS Kmd, dann ,st da» eiwa» ganz Anderes. Dann ist durch-au» keine GesaHr dabei." „kleinst du? Nun, vielleicht hast du Recht. Dann könnte ich also d«rn armen Telegraphen-Assistenten in N. unbedenklich meine Freundschaft schenke^«^l wenn er sich's jemals einsallen läs»t, mir unter die Augen zu kommen!" Theil der nationalen Schuyarbeit.. DieS mögen sich alle jene vor Augen halten, welche die große, -ja ausschlaggebende Bedeutung de« Deutsche» Schulvereine» verkennen und seine tief» greifende Wnksamkeit geringschätzen! Ein lypischtS Beispiel, wie durch da» Ein-greifen de» Deutschen SchuloereineS eine gefährdete deuische Minderheit gerettet und eine Gemeinde unserem VolkSthum erhalten wurde, bietet die Ge-meinde P a u l o w i tz bei Olmütz. AlS im Jahr« 1882 die deutsche Minderheit dieser seit jeher ge-mischtsprachig«n Gemeinde d'ingend nach einer öffentlichen deutschen Volksschule rief, da ergaben di« „behördlichen Erhebungen", dank dem unglaub-lichen TerroriSmuS der ichechischen Bevölkerung, kaum 40 schulpflichtige deutsche Kinder. Der Deutsche Schulverein griff ein und errichtete eine deutsche Privatschule, welch« sofort nach der Eröffnung am 4. Octob«r 1833 91 Schültr zählt«. Heute ist die-selbe öff ntlich und wird von 300 deutschen Kindern besucht. Paulowitz besitzt jetzt eine deutsche Gemeinde« vei tretung, mehrere gesinnungStüchtige deutsche Ver-eine, di« deutsch« Zukunft d«S OrteS ist für ab-sehbare Zeit gesichert! DieS ein Beispiel au» der Vergangenheit. Da-mit aber nitmand glaube, di«» s«i blo» früher so gtwesen und jetzt beschränke sich di« Thätigkeit des Schulvereine» aus die Erhaltung der wenigen noch nicht in öffentliche Verwaltung übergegangenen Schulen, sei ein Beispiel au« der jüngsten Zeit ge-nannt. Im Herbste de« Jahre» 1900 wurde die halbver!orene Gemeinde Schwanenberg bei Deutsch-Brodek durch die Errichtung einer deutschen Schuloerein»schule unserem VolkSihnm endgiitig zu» rückgewonnen und so der weiteren Abbröckelung dieser Sprachinsel Einhalt gethan. Wie dankbar die Schwanenberger Volksgenossen sür diese Hilfe sind, und wie nachhaltig die Wirkung dieser Schul-gründung ist, möge die Thaisache beweisen, das« diese blutarmen Leute, von denen die Mehrzahl durch mühselige» Flechten von Strohschnüren 6 bis 10 Kreuzer im Tag verdient. Geldbeträge von 20 bi« 25 Gulden zurückgewiesen haken, die ihnen von tschechischer Seite al» Judaslohn geboten wurden, falls sie ihre Kinder in die tchechische Schule nach AinserSbors, wohin Schwanenberg bisher eingeschult war. schicken würden. Ein tschechischer Hetzadvocat aus Proßnitz kaufte dort Grundstücke an und bot jenen Eltern, welche ihre Kinder nicht in die deutsche SchulveretnSschule schicken würden, die unentgeliiiche Nutznießung an, aber alle ohne Ausnahme wiesen dieses schmähliche Anerbieten trotz ihrer bitteren Armut stolz zurück. Ein dritte« Beispiel au» der jüngsten Ver-gangenheit wöge endlich zeigen, wie selbst nach ver-lorener Schlacht, im Falle der größten nationalen Noth, da» Eingreifen de» Deuischen Schulvereine» zur unabweisbaren Nothwendigkeit wird. Wohl der schmerzlichste Verlust für unser VolkSthum war im letzten Jahre der Fall der uralte» deulichm Fest-ung Ltttau. Trotz der tapserst«» Gti-enwehr, trotz »ine« gerad-zu beispiellosen OpftrmulheS ver-loren bei den Gemeindewahlen unsere Volksgenossen die Schlacht. Systematische Ernennungen tschechischer Beamten (Aera Kaizl), der rücksichtslose Boycott deutscher Gewerbetreibenden und Geschäftsleute, fingierte tschechische Gewerbeanmeldung n und am Wahltage selbst 200 tschechische Ochsenknechte al» „privilegierte Wähler" wirkten zusammen, um die Deutschen zu vergewaltigen und einen „glorreichen" Sieg an die tschechische Fahne zu knüpfen. Der erste Schritt der siegreichen tschechische» Gemeinde-Vertretung war: die Schließung der beiden deutschen Kindergärten. Mit brutalem Instinkt wollte man da« .deutsche Uebel" mit der Wurzel ausrotten, indem man ' den deutschen Nachwuchs erdrosselte! Hier war ein rasche« Eingreifen vonseiten de« Deutschen SchuloereineS zur unabweiSlichen Noth-wendigkeit geworden, und er griff mit Freuden ein, sicherte den Bestand der beiden Kindergärten und half den kämpfenden Brüdern über die schwersten Stunden hinweg! So wirkt der Deutsche Schulverein in einem der bedrohtesten Kronländer Oesterreichs, in Mähren. Ebenso treu hütet er aber die deutsche Grenze in Deuisch.Böhmen gegen die Tschechen, in Schlesien gegen Tschechen und Polen, in Steiermark, Kärnten und Krain gegen die Slovenen, in Tirol gegen die Italiener! 43 Schulen. 57 Kindergärten hat er an der Sprachgrenze errichtet, lausende von dkntschen Kindern, die sonst unrettbar dem Moloch de« Slaven-lhum» zum Opfer gefallen wären, hat er unserem VolkSthum erhalte»! Wahrlich, wenn der Deutsche Schulverein nicht bestände, «r m ü s« t e g e s ch a f f e n w e r d e n '. Nun besteht er aber zur Freude aller Deut,ch- v&triic gesinnten und arbeitet rastlo« an dem großen Werke der deutschen Schutzarbeit. Allen Volksgenossen, di« et mu ihrem VolkSthum ehrlich meinen, er-wächst hieraus die Pflicht, mitzuarbeittn an diesem Werke und nicht müßig beiseite zu stehen, wo wackere Männer an der Arbeit sind. Seit den „Troppauer Beschlüssen" hat ja Nie-mand mehr einen Grund und ein Recht nicht mitzuthun. Seit jenem Tage, wo ein ehrlicher Friede geschlossen wurde, sehen wir neben den altbewährten Mitarbeitern wiederum die deutsche Jugend niit ihrer idealen Begeisterung für die Ziele des Deutschen SchuloereineS eintreten. Noch stehen aber viele ferne. die mitthun könnten und mitthun sollten. Noch gibt es eine ganze Reihe von reindeut>chen Orten, welche dem Kampfe sür unseren nationalen Besitzstand, für unser bedrohte« VolkSthum gleich-ßiliig gegenüberstehen, trotzdem dieser Kampf doch unsere gemeinsame Volkssache ist und nur mit vereinten Kräften siegreich zu Ende gekämpst werden kann. Gerade die reindeutschen Gemeinden, welche daS Glück haben, den nationalen Kampf in ihren Mauern nicht zu kennen, hätten die Ehrenpflicht, sich jener kämpfenden Brüder an der Sprach-grenze anzunehmen, welche die ganze Gewalt de« feindlichen Anstürme» auszuhalten hoben. Sie sollten gleichsam an jenen verwaisten deutschen Minderheiten, denen eine deutschfeindliche Gemeinde-vertreiung den Unterricht in der deutschen Mutter-sprach« verweigert, die Mutterstelle vertreten. Und sie können die» thun, indem sie dem Deuischen Schulverein, welcher jenen kämpfenden Brüdern helfen will. Unterstützungen zuführen. Wir anerkennen ja gerne, dass der Opfer-mulh ^unserer Volksgenosse» heute vielfach in An-spruch genommen wird. Dem Deuljchen Schulverein sind andere Schutzvereine ergänzend zur Seiie ge-treten, welche auf tem Gebiete Nationalwirtschaft-licher Arbeit ungemein segensreich wirken. Sie ver-dienen mit Recht die kräftigste Unterstützung aller Deuischgesinnien. Deshalb darf aber der Deutsche Schulverein. der den wichtigsten Theil der natio-nalen Arbeit, den Schutz der deuischen Minderheiten und die Erziehung eine« deuischen Nachwuchses in bedrohter Gegend, auszuführen hat, nicht zurückge-dräng, werden. Er hat ein volles Anrecht aus die thatkräftigste Förderung von feiten aller Volksgenosse», denen die Zukunft unseres VolkSthum« nicht gleichgiltig ist. Jener Gedanke mus» wieder seine Auferstehung in allen deutschen Herzen feiern, der aus dem von allen deutschfieiheitlichen Parteien beschickten VolkStage de« Jahres 1880 zu Wien proklamier! wurde, der Gedanke, das« e« eine na-tionale Ehrenpflicht jode« Deutschen ist, den Deutschen Schuloerein zu uniersiützen, das« niemand, sei e« eine Gemeinde, eine Körperschaft, ein Verein oder ein einzelner, auf den Ehrentitel gutdeuifcher Gesinnung Anspruch hat. der die Mitarbeit an diesem großen Werke der nationalen Nächstenliebe, der nationalen Selbsthilfe ablehnt. Erst wenn diese Erkenntnis von der unbedingten Nothwendig-keit der Mitarbeit am Deutschen Schulverein in allen deutschen Herzen Raum gewonnen haben wird, wird der Schulverein in der Lage sein, seinen großen Aufgaben voll und ganz nachzukommen, er wird sich nicht, wie die« bi«her wegen unzureichender Geldmittel leider oft der Fall war, darauf be-schränken müssen, da« Allerdringendsl, und Aller-nothwendigste zu thun, sondern überall eingreifen können, wo ein Hilferuf bedrängter deutscher Brüder ertönt. Dann wird die Errichtung eine« deutschen Kindergarten«, einer deutschen Volk«- und Mittel-schule, einer deutschen Fach- oder Gewerbeschule nicht mehr von der Gunst der politischen Ver-hältnisie, nicht von dem Lächeln einer deutschfreund-lichen Regierung, sondern von unserem eigenen Willen, von unserer nationalen Kraft, von unserem nationalen Stolze abhängen! Und nun möge sich jeder die Frage, ob er den Deutschen Schulverein unterstützen soll, selbst beantworten. Wir zweifeln nicht, wie die Antwort lauten wird. Wem ein Funken deutscher Volke«, liebe und deutschen StammeSstolze« im Herzen glüht, wem da« Schicksal seiner kämpfenden Brüder an der Sprachgrenze, wem die Zukunft feine« Volk«-thumS nicht gleichgiltig ist, wird freudig herbeieilen, um mitzuarbeiten an dem großen Werke de» Deuischen SchuloereineS. Und so richten wir denn an alle deutschen Volksgenossen die herzliche Aufforderung: Tretet dem Deutschen Schulvereine al« Mitglieder bei, gründet allüberall Männer, und Frauen-Orts, gruppen, macht Eueren Einfluß in den Gemeinde-Vertretungen. Geldinstituten und deulschgesinnten Vereinen geltend, damit dem Deutschen Schulvereine jene Mittel zugeführt werden, deren er zur Ersül- Nummer 51 lung feiner großen Ausgabe dringend bedarf! Heil der zielbewußten deutschen Schutzarbeit! Mit Gruß und Handschlag Der Deutsche Schulverein: Dr. Moriz Weillos, Dr. Eduard Wolffhardt, Obmann. Schriftführer. Entwurf einer nenen Landtags Wahlordnung. Der LandeSausschusS hat in der am 19. d. M. stattgehabten Sitzung Gesetzentwürfe eingebracht, womit die 88 3 und 12 der Landesordnung für das Herzog-thum Steiermark, bezichungrii Sprachlos vor namenlosem Weh umstanden chi Götter die Leiche ihres Liebling«, geheime« Grau» erfüllte sie vor dem UnfasSbaren, das« auch Ans Stadt und Land. Sonnwendfeier. Die deutschvölkischen Vereine Cilli« veran-stalteten am 22. d. M. im Waldhause eine Sonn-wendfeier, welche wie immer massenhaft besucht war. Die Festrede hielt Herr Turnlehrer Porsche, welcher die nationale Bedeutung der Sonnwendfeier in begeisternden Worten schilderte. Er sagte: Sehr geehrte Versammlung! Liebwerte deutsche Stammesbrüder! DaS Feuer wallt, die Flamme loht Und säumet Wang' und Siirne rorh; Näher umweh« uns de» Weltgrist» «hnen, Heilmächtig rauscht'S wie zeitferne» Mahnen. Und sind wir verflucht und verdammet jetzt Und werden zum letzten Mittel gehetzt: Wohl so lasset un» wieder weisen Trotzigen Muth und germanisches Eisen. Und stehen wir wieder beim lohenden Schein Und blicken mit heiligen Schauern hinein: Mag uns're Treu' auch der Feind verhöhnen, Der alte Geist lebt auch in den Söhnen! — Gott sterben könne. Dem ersten Schrecken folgt bald der zweiie. Baldur« blühende Gattin Ram fällt, al» sie de» Saiten Tod gesehen. gleichM todi zu Boden, und so haben Götter und Mensch«» ihr Liebstes verloren, - die siegende Sonne n°d. die zarte Blüienpracht. Ein Scheiterhaufen vereiM I die beiden Leichen, ein Wurf mit ThorS Ach Hammer, und reine«, heilige« Feuer verzehrt d»1 geliebten Todten." — Da« Seelenleben unserer Altvordern war m poesieoolle«. Die« ist leider bei unseren oa-worrenen Zeitoerhältnissen nicht mehr der Fall, dit Poesie ist erstickt und wird von der wild g«-hetzten jagenden Menschheit erdrückt. Da« Sonnwendfest bekommt eine hohe Weide, wenn wir e« als eine nationalpolitischt Volks kund gebung auffassen. Mit dem jungen Grün der Tonnen und Ficht», > mit den zarten Blättern der Birke, de« Dflaitoiu!-bäume«, wurden die Altäre geschmückt, die >>°ch-ragenden Opsersteine umkränzt, und hochgewachsen« stänke Jungfrauen umianzten in feierlichem Reiz«, mit wehenden weißen Festgewändern und langherad-wallendem hellblonden Haar die zum hellen Nacht» Himmel lodernden Feuer. Kräftige Jünglin^Sge» stalten lehnten auf ihren Speeren;ausopfernder Wagt-muih und hingebende Treue für Volk. Stamm üb Vaterland blitzten im offenen blauen Auge. Ernsti Maironengestalien lauschten dem Sänge der Barde», welche in begeisterten Klängen die That.» der nach Walhall eingezogenen Väter priesen und die Hohn Götter dankbar rühmten. Unter den Manne?» kreiste da« Methhorn. und mancher kräftige Zug wurde zu Ehren Baldur«, de« freudespendende» Lichtgotte«, geleert. Und wenn gegen Mitternacht die Sonne sich auf Minuten hint r den F,lsen Nordmarkeii« barg, um in kürzester Frist wieder aufzugehen und in rosiger Glut den jungen Tag zu verkünden, — da sprangen die Jünglinge, die Hoffnung künstiger Zeiten, waffenklirrend und sp-m-schwingend über die Freudenseuer — als Zeichen hochauflodernder religiöser und patriotischer Hi»j ad« und Begeisterung. — DaS waren jene herrliche« uralten Zeiten! — Wie sollte nicht da« deutsche Volk in einer Zeit, wo die Sonne ihre größte Kraft und Macht entfaltete, ausjauchzen, freudig erregt von tae Blumen- und Blütenpracht der herrlichen Rat«! Auch der Aberglaube, der sich daran knüps bat unter dem Volke merkwürdige Wurzeln g«sas> und erhält zu dieser Zeit eine besondere Beachtung Welchen Zweck hat nun die Feier der Sonn»» wende sür un«? Für alle Deutschen ist e« «in Freudenfest i« edelsten Sinne de«. Worte«. Für un« Deutsche i» Eilli aber ist e« ein nationale« deutsche« Volksfest, um die deutsche Treue, deutsche Brüderlichkeit und deutsche Zusammengehörigkeit auf» neue zum glühe den F«u«r zu entflammen. Da» Sonnwendfest ist ein unvergängliches ^ innerungSzeichen an die Kindheit des germanischen Volke«, und so soll e« denn heute unsern Glaub«» sestigen an die herrliche Jugendkraft unsere« Lotte«, da« im Laufe einer langen stolzen Vergangenheit nicht erlahmt in seiner schöpferischen Krast. wem, e« gilt, große, weltbewegende Gedanken zu ümm und zu formen. TaS Aufl«b«n bet alten Bräuche gewährt d Volksleben einen goldenen Schimmer von Pi und bewahrt un« vor dem Versinken in den S» der schalen Alltäglichkeit. So hat sich bier auf dem germanischen Sreq walle in glühender VolkSlikb« und limerer Ütolt* treu« die Sonnwendfeier al« Freud«nf,u«r «im bürgert, al« flammende« Zeichen de« wilden wachi«n völkischen Bewus«isein«. Nummer 51 Unser« mehr al« zweilausendjährige herrliche Wolttykschilchie ist der Jungbrunnen, auS dem wir M, K^mp'is.nul^ zu weiterem deutschen Vorwärtt-stredt!! f>"tiöpifit. D.»S Svünw ndftsl tiiu;« einen hehren Charakter »«kämmen, es muffe» die Herzen deutscher Männer M Frauien beim Anblicke der Feuerbrände lh-hn schlagen zum festlichen Siege de« wahren we^tschthu m«! Wie «herrlich ist eS nicht, wenn von den mit llitn Buchen und Eichen bedeckien Bergesgipfeln Ä Flammienberge himmelauswäri« lodern und die lhöne, v»«lgepriesene Umgebung von Cilli mit öldenen Feuerkränzen geichmückl ist! Da« deutsche Volk in unseren Marken kämpft »r Zeit ciinen harten Krmps um sein Dasein, wohl den haneisten feit Jahrhunderten. Siegen können »ir nur durch Thaten. Darum müssen all« mit-elien an der nationalen Arbeit, nicht in schönen 'Cctten wnd vielen Versprechung» liegt da« Heil sde« Deuischlhum«. nein, unser» Wünsche und Hoff-Mngen miüssen zur That werden, denn nur dadurch »ird den Deutschen geholfen. Denk«» wir an die G-fchichte de« germanischen Wolke«; cou» ihr erfahre» wir. wie die kräftigen «tdeuifchem Ureltnn kämpfien. stritte» und siegten >wd zwar' Einer sür Alle und Alle für Einen. Ihnen gl«eichen an VolkcSkrast die hartbedrohten Bure»! —• Auch die Flammensprache wollen wir nicht nur verstehen, sondern wir wollen sie hoch ehren, denn jU ist e«„ die nach auswäri« züngelnde Flamme, «elche u»t« Deutschen den Weg zeigt und mächtig furuu: Nltcht abwärt«, noch rückwärt«, sondern «ifwärt« und vorwärl«! Die Zeüen ändern sich und mit ihnen auch die Volker, ei>» ewige« Gehen und Werden machi nach göttlicher ^Anordnung den Krei«lauf der Welt. Sowiie die Sonne steigt und sich nach Süden «endet, so» vergeht ein Jahrhundert nach dem an-»ern. Aujd) die Jahrhundertwende gleicht einer Gonne-'wernde. und wir hoffen mit Zuvestcht. das« auch da« XX. Jahrhundert dem Deutschthume ge» hört, dem deutschen Volke und dem deutschen Geist! Auch » manche Ereignisse, die sich im Leben de« einzelnen Menschen, sowie d<« gesammten Volke« «bspitlen, sind Wendepunkte und gleichen einer Eoinenweende. Hoffren wir, daf« alle in da« deutsch« Bolk«-leben «inggreifenden Geschick« Freudentag« bringen «d zu feflgentreichen Sonnwendfeiern sich gestalten. Schoon zu Pfingsten wurde in Wien in Turner« krebsen einxe solche Sonnwendfeier im XV., öfter-i «ichischen i Turnkreise beaangen, indem daran« ge» einigt undd gereinigt die Turnerschar hervorgieng. — Auchh dürfen wir an diesem Tage unserer an» gn'tammtee», in Krieg«gefahren lebenden und um chr Volk««rechi kämpfenden Buren nicht vergessen. 'Vir könneien ihnen nicht helfen, aber unseren heißesten Wunsch hhegen wir im Innern, dass auch den »ackeren i Suren bald «in« Sonnenwende kommen »öge, die» sie siegreich au« dem bluiigen Kampfe zum ruhihigen ungestörten Familienleben bringen »öge. HHeil den Buren i Unsern höchste« Gut ist unser deutfche« Volk! — Unser i sonnwendfpruch sei ein gewaltig« Kampf« ms, der a alle jene wecki, die lässig zusehen, der alle Männer. Jünglinge, Frauen und Mädchen, sich auf hie Tr«ue l« uns Liede zum Volke stützend, zum Ent-jcheiruiig«Mmpse ausruft. — Deutsch sind wir, und «emfch wovollen wir bleiben! - - »StLo lasst uns hUten färderhin An » deutsche Sprach' und Treue, Dewem deutschen Stamme, deutschen Sinn G«l«lcbt Euch an auf« neue. Der er Lfiea kam in uns'« Hut, Darwaach thun wir un» schreiben; Dochoch deutsch sind wir in Mark und Blut UndM »eilen Deutsche bleiben l" (Winter.) „ .Deutsche Liebe, deutsche Treue T Teutster Glaube, deutscher Herd, — Q ttett, wir schwören « Dir auf« neue, — £ Bleibt» ewig unversehrt. 1 Die da» All mit Licht durchdrungen, H Hehre Flamme, sei gewahrt, 9 Nimmer wird un« abgezwungen: T Deul'che» Won und deutsche Art!" (Vollrat.) .He.Hriiigc GlulhI Rufiiufe die Jugend zusammen, Dasküs» bei d«n ledernden Flammen WacKachse der Muth!" (Itoune.) Jn?««>em ick alle Anwesenden freundlichst bitte, jich von den Sitzen zu erheben, wollen wir zur heutigen sn Tonnwendseier den Schwur erneuern: _ „ytuijifr* „Unserem heißgeliebte» herrlichen Volke treu > biS in den Tod woll«'» wir an dieser hartum» drohten deutschen Grenzmark der Väter deulsche« Erbe behüben und bewahren, wollen wir im Dienste unsere« Volke« unsere Kraft stählen, auf das« sie würdig sei und bleibe unserer Volk«« angehörigkeit! Und treu unserem heißgeliebten großen Volke wollen wir in der Stunde der Entscheidung mit deutschem H-ldenmmhe, mit flammender natio» naler Begeisterung den Feinden entgegentreten zu Sieg oder Tod!* Heil dem deutschen Volke! Heil dem deutschen Eilli!" Die flammenden Worte Porsche'« erregten in allen Volksgenossen eine edle Begeistern»?, mit welcher mehimal« »Die Wacht am Rhein" gesungen wurde. Der Obmann de« Dentschvölkischen Gehilfen» Vereine« Herr Franko Heu gab seiner hohen Freude darüber Ausdruck, da!« es den deutschen Arbeitern CilliS nun vergönnt sei, in treuer Waffen« brüderschast an der Seile de« deutschen Gewerbe» stände« im völkischen Kampfe zu stehen. Ein Ver« ireter der deutschen Jungmannschasi brachte ein stürmisch aufgenommene« „Heil" auf Schönerer au« als den Erwecker und unerschütterlichsten Träger des deutschvölkischen Gedanken« in der Ottmark. Bei den herrlichen Klängen der Cillier Musik« verein«°Kap«lle und begeisternden Vaterland«liedern schwanden die Stunden der Sonnwendnacht nur allzu rasch dabin. Hvangelischer Aamilienabend. Wie wir schon gemetoet haben, findet heute, Mittwoch, abend« 8 Uhr im Sonderzimmer de« Gasthofe« zur „Krön«* ein evang. Familienabend stati, an dem Herr Vicar May feine, zahlreiche Zuhörer den Winter und Frühling hindurch fesselnden Vorträge über die Reformation in Frankreich schließen wird mit dem LebenSbilde Paul Rabaul«, des muthigen .Predigers der Wüste«. In Anschluss.' daran findet die Constituiernng des „Deutschen Vereine« zur Erbauung einer evang. Kirche in Cilli" statt, we«° halb wir zu zahlreicher Betheilnng alle evangelischen Glaubensgenossen und deren Freunde hiemit auf« fordern wollen. Aanverein für ßi?i »ud Mmgebnng. Die Dien«tag im Hotel Erzherzog Johann staitge^undene gründende Versammlung de« vorbereitenden Au«-schusse« beschloss folgende Aemtervertbeilung: Franz Pacchiaifo (Obmann), Carl Mörtl (Stellvertreter). Dr. Mravlag (Recht«consulent), Jng. Lichtenegger (technischer Beiraih), Carl Teppei (Caffier) und Johann RadakovitS (Schriftführer). Da» Interesse der Bevölkerung ist bereit« sehr rege. Aom Turnvereine. Wie bereit« bekannt, find« am 29. und 3V. o. M. in Marburg da« Gauturi fest deS Südösterreichischen Turngaue« statt. Die Festtage sollen zeigen. da,« deutsche« Volks« und StammeSbewusSifein, die Zusammengehörig« keil und die Begeisterung sür die erhabene Turn« fache kein leerer Wahn sind, sondern Große» zu zeitigen vermögen. Wir erheben daher den Mahn« ruf, dass sich Alle, entweder in dem friedlichen Kampfe, oder bei fröhlichem Beifammei>f7. Sepamb-r abgehalten. Die Anmeldungen hiezu sind bi« 13. Juli, bezw. 15. September einzubringen. Zur eisten Ausnahmsprüfung kann die An« Meldung aus Grund de« letzten Semestralzeugnisse« erfolge». Der Lehrplan ist dem der k. k. Staat«ge« werb«fchul«n gleich. Der Besuch der Anstalt kann besten« empfohlen werden. Dieselbe ist nach den neuesten Erfahrungen eingerichtet und wurden für den Lehrkörper tüchtige Kräfte gewonnen. Der Lehrerfolg ist ein guter. Die Schüler sind in der kleineren Siadt leichter zu überwachen und zur Erfüllung ihrer Pflicht anzu-halten. Nähere« ersieht man au« dem Profpecte, welcher vo« der Direction aus Verlangen kostenfrei zugesendet wird. Die Direction ist zu Auskünsten jederzeit gerne bereit. Für den Verein .Deutsche Gewerbtschule" Hoh«nstadt Hermann Braß, vermischtes. Kerurtheitter Hochstapler. In Wiener-Neu-stadt wurde der Hochstapler Armand de Valore, der zahlreiche Officiere um größere Geldbeträge prellte, zu 5 Jahren schweren Kerker« verurtheilt. Freigesprochen- In dem vom Pfarrer Kraut in Fürnitz gegen den Schriftleiter der „Kärntner Nachrichten", Prettenhofer, angeregten Pref«proces« wegen Vergehen« gegen die Sicherheit der Ehre wurde l.tzterer freisprechen. KisenvaHn-AnsammenlloK. In Marly bei Va» ltncienne« sän* ein Zusammenstoß zwischen einem Güterzuge und einem P«rsonenzu>,e statt, wobei 30 Re>ie»d< r-erZetzi rvutten. ßin schlaues Audeullückche». AuS Wien wird berichtet: Dieser Tage erschien ei» jüdischer Armeelieferant bei einem General des Kriegsministeriums und bat ihn um seine Fürsprache bei Ueberprüfung der Lieferungen. AlS der Besuch sich entfernt hatte, fand der General aus seinem Tische einen Brief, in dem sich zehn Stück Tausender befanden. Der General erstattete sofort di« Anzeige wegen ver-snchter Bestechung. Der Polizeibeamte nahm das Protokoll aus, bemerkte aber gleichzeitig, es werde sich schwerlich etwas machen lassen, weil der be- ' treffende Lieferant eben die Anzeigt erstattet habe, dass er 10.as Wetter am Johannistag spielt im Sprich« wort «in« Rolle. In manchen Gegenden, wie am Rhein, heißi eS: „Tritt auf JohanniS Regen ein, so wird der NußwuchS nicht gedeih»!" und „Regne»'« am JohanniS sehr, werden die Haselnüsse leer". Da Johanni nach der Astronomie deS Volkes al« Tig der Sonnenwende gilt, so ist es leicht zu er» klären, das« man diese» Tag auch überall für einen Wendetog der Witterung ansieht. Darum rate» die Deutsche» und Polen: „Vor Joha »i b>t um Rege», nah Johanni kommt er ungebeten", oder „Regnet'S am Johannistag, so regnet r« noch vierzehn Tag", un? man hat eine schlechte Ernte zu erwarten. — Jetzt fliegen auch die Johanniswürmchen, die ein-zigen leuchtenden Insekten unserer Zone. Betrachten wir einen solchen fliegenden Smaragd einmal näher, so bemerkt man, das« das Johanniswürmchen, ein un'che!n5»rtS, schmarzgraueS Käkerchen. etwa 8—11 Millimeter lang ist. Die Deckflügel sind braun und lticht behaart. Der Körper ist schwarz, läuft aber am Ende i» eine graue Tüte au«, unter der eine Ar« Steuerruder sich befindet, da« wie ein horizontal' stehender Fischschwanz erscheint. Dasselbe hat aus der oberen Fläche einen weiß-n Fleck und gelblich« weiße Häuschen, da« ist der leuchtende phoSphore«-zierend« Stoff. Nur dir Männchen sind die Nacht-ich wärm er, wie gewöhnlich; die Weibchen, die eben» fall« smaragdgrün leuchten, sitzen still im Grci« und Busch. Sie möchten wohl auch fchwirmen, aber sie können nicht, ou« dem einfachen Grunde, weil sie keine Flügel haben. Sie zirpen > ur lustig >» de» Abend hinein, um damit solch einen männlichen Nachtschwärmer anzulocken und ein Stündchen mit ihm zu verplaudern oder zu musizieren. Standesgemäße Kodesarten- Der Färber er» blaßt und der Maler wirb zum Schatten. Dem Schneider reißt der Leben«sade» un^ der Botaniker beißt in» Gra«. Der Briefträger hat feine Bah» vollend.» und die Schildwach« bat eS üb.rstandeu. Der Buchhalter schließt fein L«d«n ad und des Uhrmachers Uhr ist abgelarifen. Der Pfarrer segnet da» Zeitliche und dem Kerzenmacher wird da« Lrb-nSlicht auSgeblafen. Dem Türmer schlägt seine letzte Stunde und der Bergmann fährt in die Grube. Der Chemiker sieht seiner Auflösung entgegen und der Soldat wird zur großen Armee versammelt. Der Bankier wechselt daS Zeitliche mit dem Ewigen und der Bäcker ist gewogen und zu leicht befunden worden. Der Büchsenmacher hat seinen Lauf vollendet und die Waschfrau hat auSgerungen. Der Töpfer verlässt das Irdische und der Eondukteur liegt in den letzt.»» Zügen. Der Branntweinbrenner gibt seinen tK«»si auf und der Musikant pfeift auf dem letzitn Loch,. Eine niedliche Setbllmordgeschichte erzählt die „Kgöb. Allg. Ztg."; Einem Besitzer aus der Umgegend von Palmtiiken wurde das Leben durch seine bessere Ehehälfte derart verbittert, dass er be» schloss, sei» Dasein durch Selbstmord zu beenden. Er bat einen Freund, ihm Strychnm für Ratten aus der Apotheke mitzubringen. Der Freund aber durchschaute den Plan und brachte dem Lebensmüden ein Schlafmittel mit. Dieser nahm das „Gift" ein und verfiel bald in einem Stall in tiefen Schlaf. Die Frau, welche ihren Mann vermisste, fand ihn endlich fest schlafend vor. Z» der Meimir^ Gemahl habe sich einen Mordsrausch anzeln» siel sie über ihn her, so dass er endlich auf« Woch schlaftrunken und in der Meinung. er sei! erkannte er die Stimme seines keifenden Lei Entsetzt rief er ihr die Worte entgegen! .Nicht 1 im Tod heb eck for dir Ruh'!" Der.Celb'wiöet ist noch heute der Ansicht, dass die ,^rau dmch Dazwischentrete» die Wirkung des Eistet eitelt hat. ^holographische Apparate für Diket« Wir empfehlen allen, die sür Photographie, dii'e» regendsten und von jedermann leicht zu erln Sport, Interesse haben, daS seit l 85-t begchi SpecialhauS »holographischer Bedarfsartikel der A. Moll, k. und f. Hof-Lieferant, Wien, Xuichlaul und die Durchsicht ihrer illustrirten Preisliste, Wunsch- gratis verschickt wird. föf dts ßlllier Stadt, rungsvereines beiSH Wetten und Legaten! 3>f*urüüi. 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R. getroffen, find wir au^er Stande, für die uns znge> kommenen Beweise herzlicher Theilnahme schon während der Krankheit, sowie nach dem hinscheiden, für die Kranz-spenden und die zahlreiche, ehrende Betheiligung an dem Leichenbegängnisse des theuren Heimgegangenen Zillen einzeln zu danken, daher wir bitten, auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Oank entgegennehmen zu wollen. 6126 Die tiestraurrnd Hinterbliebenen. Schweizer Uhren-Industrie. Allen Fachmännern, Officicrea, Pnsl-, Bahn- nnd Pollzel-beanilen, lotit Jedem, der eine rufe L'hr braucht, «or Nachricht, daaa wir denAlloInverhiif der neurrfandenen Orlglna'-Genfer Ukarat. Klekhro-Ooid.I'Iaqn^-Kem.-Uhren »System (tlaahiitte* ttbenouunt a haben. Diexe Uhren betitten ein anilniaffneti>rhn Prkrlalonawerk. ilnd gvnaueM n-gallort nnd erprobt, und IH.K»n wir für Je ie Chr eine drcijibrlfe »christliche Garantie. l)ie Gebina«, welche aua drei Deckeln mit Sprnnirdcckel (Satonette) beatahen, alnd hochmodern, prachtvoll ausgcitatlel nnd aua dem ncnrrfanrfrncn, absolut nnverintferllcben. amerikanischen Uuldln-Uetall hrrfe«trllt und auaaerdem noch mit einer Platte Mkarlt. Goldea aber-■r(fest, nnd besitzen daher daa Anueben Ton echtem Gold» derart, daaa als aelbat von Fachleuten von einer echt goldenen Uhr, die IOV K kostet, nicht au unteracheiden »ind. Einzige Uhr der Welt, welche nie daa Goldaa«a -» « ey o O O o O O *>,<* Lungen- und Nerveuteidende Wagen-, Darm-, Lever-,Hicht-, Rheumatismus-, Aliöma-leidende, Zuckerkranke, Blutarme und Wteichsüchtige nhslle« gegen 10 besser Nat«e Auskunft. »it »iese -lei>e» «s n-tür5«Se« Nege. «bue 3&ruf«-6u97 flintna. »-uernd SfsrtHftl Verben. (Bnet»»rto nach Sachen 10 frtStt.) „Tanitas", Brunndöbra i. 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