Nr. 289, Dienstag. 24 November 1914. 133. Jahrgang. Mbacher Zeitung Ppzn««,,ra««n»»r^» l Nll Vustvtlsenbuug: um«ji»irig «lv. ha:l>,äl»rig 1k lc. Im Kontm: ganzjäyri« N «> hlllbjührig r 'l^ndnchcr Zeitung» rrschel»! lägüch, ,»il «wsnahmc bei T(>!ii!' und «ffleltHge, T>!< Avn»t»iftruN«» txsindrt 11ch V.'illnsiöNrllfie Ar, l«; die »»>»»,«»» M!l!o»!üftrake Äl. »«. Cpr^ftunden d«l ««dallwi, von » bi« l« Ubl vc^nitta,^, NnftanlieNe Pnefe Herben nick! an^nommen. Mllinlsfiidü' nick,» zurückaestelit. t«l«pho» Nr. >«r ««»a«i,n 52. AttlMchst- Geil. Der Minister für Kultus und Unterricht hat dem wirklichen Lehrer am städtischen Mäochenlyzeum in Lai-bach Anton Jug den Titel „Professor" verliehen. Nach dem Ämtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 20. und 21. November 1914 (Nr. 274 und 27b) wurde die Weilervei. breitung folgender Preherzeuginsse verboten: Nr. 313 «Prager Tagblatt., Abendausgabe, vom 13. No» vember 1914. Nr. 103 «Wahrheit» vom 14. November 1914. Nr. b3 «Voltszeitung» vom 14. November 1914. Hr. 103 «Vollswillr. vom 14. November 1914. Nr. 174 «Vrüxer Zeitung, vom 14. November 1914. Nr. 171 «Komotauer Auzeiqer» vom 13. November 1914. Nl. 145 «Brüxcr Vollszeitun«» vom 17. November 1914. Nl. 163 «Elb.zeitung» vom 17. November 1914. «r. 179 «Aussig-Kalbitzer Volls-Zeitung» vom 17. Novem. ber 1914. Nr 274 «Aussiger Tagblatt» vom 17. November 1914. Wittagsausgabe «Nordböhmisches Tagblatt, vom 17. November 1914. Nr. 172 «Vollsrecht» vom 17. November 1914. Michtclnrtlicher Geil. Bom Deutschen Nationalverband. Die «Deutschen Nachrichten" veröffentlichen unter dem 21. d. M. folgendes Kummuniqus: Der Deutsche Na- tionalverband hielt heute eine zahlreich besuchte Vollversammlung ab, in welcher zunächst unsere herrliche Armee, dcr Stolz, die Freude und die Hoffnung des Voltes, auf daS herzlichste begrüßt und die sichere Erwartung ausgesprochen wurde, daß das ganze Volt seine Pflichten gegen Heer und Staat bis zur Selbstaufopferung erfüllen werde. Die Richtlinien dcr nach dcni Friedensschlüsse einzuschlagenden Politik wurden ausnahmslos einmütig festgestellt. Von allen Seiten wurde die dringende Notwendigkeit der sofortigen Festsetzung von Höchstpreisen und Verkaufs-zwang für die wichtigsten Lcbcnsmittel, namentlich Getreide, Mehl und .^ia'rtoffeln betont. Ebenso wurde die Frage der Approvisionierung und dcr Hcereslieferungen eingehend besprochen. Weitere Gegenstände dcr Verhandlung waren u. a.: Die tunlichste Beförderung der Verwundeten in ihre Ergä'nzungsbezirle, die Behandlung der Kriegsgefangenen im Feindesland, provisorische Maßnah- men für die Versorgung dor Hinterbliebenen, Vorsorge > für die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten, Unterstützung der Familien der Arbeitslosen, Gebühremiachlaß für tleine. Vcrlassenschaften von (befallenen und endlich a-lich die Vcr- l besserung der Feldpost, über welche von allen Seiten lebhafte Klagen geführt werden. Auch wurde die Verwirk' lichung für die schon lang geplante Zentral-Genossen-schaftstassc angeregt, um so den Landwirten und Gewerbetreibenden Bankkredite zugänglich zu machen. Angesichts! der Behandlung östcrrcichisä>cr, ungarischer und deutscher Staatsangehöriger in Feindesland wurden energische Vcrgeltungsmahrcgeln verlangt, namentlich Sperrung der Zinscnzahlungen für Inhabcrpapiere an Angehörige feindlicher Staaten und Beseitigung der französischen, englischen und belgischen Angehörigen aus den Verwaltungen von Eisenbahnen, Vanlcn und Industriegesellschaf-ten. Die Zeichnung dcr Kriegsanleihe ist auf das kräftigste zu unterstützen. Die Tätigkeit des Vorstandes in der Zeit seit der letzten Vollversammlung fand die einhellige Billigung dcr Versammlung. Ter Vorstand wurde beauftragt, in allen entsprechenden Angelegenheiten, insoweit dies nicht schon geschehen ist, die geeignet erscheinenden Schritte zu unternehmen. — Nach Schluß der Versammlung begab sich der Vorsitzende Tr. Groß zum Ministerpräsidenten Grasen Stürglh, um diesem die Wünsche und Beschwerden des Deutschen Nationalverbandes mitzuteilen. Äußerungen kriegsgefangener serbischer Stabsoffiziere. Wie die „Pol. Korr." erfährt, klagen in Kriegs» gefangenschaft geratene serbische Stabsoffiziere darüber, daß Serbien den Krieg ganz unfertig lind unvorbereitet begonnen habe. Wäre dcr Krieg zwci Jahr» später aus-gebrochcn, hätte Österreich-Ungarn viel mehr Korps gegen Serbien aufstellen müssen. Serbien sei am Punkte ge-wescu, 50(1 neue Geschütze zu bestellen und alles im Val-kaufcldzuge eingebüßte Kriegsmaterial zu ersetzen. Den österreichisch-ungarischen Gefangenen in Niä gehe es gut. Ihre Zahl sei nicht groß. Die loyale Haltung der Südslaven der Monarchie sei für Serbien eine große Überraschung gewesen. Tankoöiä und Konsorten, die am gan« zen Unglück Schuld tragen, werden sicherlich zur Verantwortung gezogen werden. Dcr Herausgeber der „Politita", Ribnitar, und dessen Bruder seien auf dcr (5er°Planina gefallen. Die Operationen leitet Vojvode Putnit, als Gc-ueralstabschcf des Kronprinzen in Valjcuo (?), der König sitzt in Topola, die Regierung in Niä. Geld sei in Serbien genügend vorhanden, die Offiziere bekämen ihr Ge- halt regelmäßig. Die von den Offizieren gestellten Fra» gen ließen erkennen, daß sie über die Lage auf den Kriegs» schauplätzcn vollkommen falsch orientiert sind. Oberst R. wolltc nicht glauben, daß Przemysl nicht im Besitze der Russen sei. Er gab die Möglichkeit zu, daß Serbien unter« liegen werde, dies sei aber nicht ausschlaggebend. Die Entscheidung liege in Frankreich und Frankreich werde Deutschland besiegen, überhaupt schien Oberst R. von ! Frankreich mehr zu erwarten als von Rußland. TlMSilcuigtciMl. Die neue Loreley. Der „Noland von Berlin" dichtet: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, daß ich nicht traurig bin, die Blicke schweifen und gleiten zur belgischen Küste hin. Die Dünen liegen im Dunkeln, ein Nebel umhüllt die See. Die Wellen raunen und munkeln gar heimlich das Wörtchen „Calais". Die schönste Jungfrau sitzet am Strande wlmdcrbar, ihr wachsames Auge blitzet, sie lammt ihr stahlgraues Haar. Sie kämmt es mit eisernem Kamme und singt ein Lied dabei, das hat eine wundersame gewaltige Melodei. Den Briten in seinem Schiffe ergreift es mit wildem Weh; er sieht nicht die Felsenriffe, er schaut, wie gcbaunt, nach Calais; ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende den englischen Kahn; und das hat mit ihrem Singen die dicke Berta getan. — (Brüllen als Kampfwaffe.) Einem Feldpost' briefe vom französischen Kriegsschauplätze entnehmen wir: „...Da wir am Adcnd noch nicht abgelöst Feuilleton. Ans dem Goldenen Buche der Armee. (Fortjehung.» Zugsführer Oswald Guggenberger des Pion.-Nat. 3 arbeitet bis zur Erschöpfung bei den Brücken-bauten, dann als Kommandant einer Galeere bei einer Qberschiffung im heftigsten Artillcricfeuer, führte die Sprengung der Galeeren in der Nacht durch und bewährte sich schließlich als vorzüglicher Schwarmkomman-dant. Zugsführer Maximilian Kotowicz des LIR 33 sah, als Patrouillenlommandant entsendet, etwa 25 Kosaken gegen die eigene Feldwache reiten. Von dcr Feld--wache angeschossen, lamen diese im Galopp gegen die an der Ortslisiere von S... stehende Patrouille zurück. Kotowicz ließ sie bis auf 50 Schritte herankommen und eröffnete das Feuer. Drei Pferde stürzten, ein Kosak blieb verwundet, ein zweiter, dessen Pferd erschossen war, wolltc fliehen. Der Zugsführer stürzte sich auf ihn, um ihn ssefangen zu nehmen. Der Kosak griff nach dem Karabiner, worauf ihn der Zugsführer erstach. Gleich darauf wurde die Patrouille von anderen Kosaken aus dem Orte angeschossen. Dcr Zugsführer gina sie feuernd bis auf die zehn Schritte an, worauf die Kosakenabtei-lmig die Flucht ergriff. Gefreiter Johann Wojtowicz des LdstIR 16 zwang als Kommandant eines Nachrichtendctachements in einem anderthalbstündigen Feuergefechte mit an Zahl überlegener abgesessener Kavallerie diese zum Abzüge. Nizewachtmeister Anton Sperr er, zugeteilt als Feldgendarm beim l. Armcekommando, zeichnete sich durch sein heldenmütiges Verhalten beim Überfall durch eine Kosakenabteilung aus. Regimentshornist Johann Krajewski des Ldst.-IR 16 ritt, mit vier Ulanen zur Fühlungnahme mit dem Gegner entsendet, unter Zurücklassting dcr Ulanen allein schneidig gegen die feindliche Kavallerie an, schoß einen feindlichen Späher diedcr und es gelang ihm, Anmarsch und Stärk: der feindlichen Kavallerie zu konstatieren. Zugsführer Rudolf Schuster des LostIR 3t zeichnete sich beim Angriff auf einc Ortschaft durch mutiges und zielbewußtes Vorgehen bei dcr Führung seines Zuges aus und fügte dem Gegner große Verluste bei. Offiziersdiener Karl Paulu ocs LostIR 11 trug willig wiederholt Befehle des Gruppcnkommandanten in die Feuerlinie und brachte den ganzen Tag und die ganze Rächt hindurch im heftigsten feindlichen Feuer aus eigenem Antriebe Verwundete zu dcr Hilfsstation. Zugsführer Josef P r etteuth a l e"r des SapÄnt. Nr. 2 zeichnete sich bei der Erstürmung eines vom Feinde besetzten Kirchturms aus, in dessen Turmstube nur eine enge Luke führte. Seinem unerschrockenen Vorgehen folgten weitere sechs Manu, mit denen er den Gegner gefangen nahm, der bis dahin die eigenen Truppen heftig beschossm hatte. Zugssührcr Josef Horvath ocs k. u. LdstIR 20 rcttcte durch sein tapferes Vorgehen 20 Kameraden vor Gefangenschaft und schoß dabei einen russischen Offizier und zwei Russen! nieder, worauf idc anderen Feinde die Flucht ergriffen. Korporal Josef Kato des f. u. LdstIR 20 schlug sich mit scinen Leuten durch die ihn bereits umzingelnden Russen durch. Auszeichnungen mit der Silbernen Taftferleitsm,edaille 2. Klasse: Regimentsstabswachdneifter Emil Berg er des HN l3 hielt mit 20 Husaren eine Brücke gegen hcraw stürmende Kosaken so lange, bis der Train nbrückte, und bildete sodann die Nachhut, ohne hirzu den Befehl er-j halten zu haben. > Landsuirminfanlcrist Johann Kooacs des k. u. LdstIR 20 wurde mit einigen Kameraden in eizier Schanze von 14 Russen überfallen, die sie zur Ergebung zwingen wollten.. Es gelang ihm. die Hälfte dcr Angreifer zu erschießen, worauf die anderen Russen die Flucht ergriffen. Infanterist Libal des LdstIR 30 schoß als vorzüglicher Schütze auf ein feindliches Maschinengewehr und brachte es nach 40 Schüssen zum Schweigen. Kadettfeldwebcl Karl Dull des IR 84 warf als Kommandant einer Abteilung Infanterie lind Husaren zu Fuß den über die mangelhaft zerstörte Brücke über die Nislota hcrübcrgelangten Gegner zurück. Korporal Josef Kello des SapBat. 2 drang allein im Feuer bis auf 200 Schritt aegcn einen Meierhof vor und brachte genaue Angaben über die Stärke des dortigen Gegners. Diese Daten bildeten eine wesentliche Grundlage für einen erfolgreichen Offensiostoh. Einjährig-Freiwilliger Titularkorporal Ferdinand Mezei des IR 26 konstatierte und meldete als Kommandant einer Nachrichtenpatrouille mit zäher Ausdauer die feindlichen Ansammlungen und nahm im Vereine mit einer anderen Patrouille sechs russische Infanteristen gefangen. Wachtmeister Alois Bendel des DR 10 (Res.-Esk.) brachte mit wenigen Reitern drei von Kosaken getötete Dragoner trotz heftigen feindlichen Feuers bravourös ein, erschoß hiebei einen Kosaten und erbeutete sein Pferd und Allsrüstung. In Solec rettete er durch Umsicht und Kaltblütigkeit eine Patrouille vor sicherer Gefangennahme durch Kosaken. Die Zugsführer Josef Bihari, Josef Szalay und Ludwig Takacs, alle drei des FIN 24 (Raofah-rerkompanie des Maschinengewehrzuges) trugen bei Via-logon im schärfsten Gewchrfeuer durch heldenmütiges Vorwärtstragcn dcr Maschinengewehre in die vorderste Linie hervorragend zum Gelingen dcr Aufgabe bei. (Schluß folat.) Laibacher Zeitung Nr. 259_______________________ 2364_______________________________24. November 1914 waren, haben wir in der Nacht einen Sturmangriff gemacht. Es war befohlen, Seitengewehr aufzupflanzen und nicht zn schießen, weil fönst zu leicht die eigenen Leute getroffen werden. Zeitweise zwang uns das feindliche Feuer, uns hinzulegen, aber nach wenigen Minuten hieß es ,Auf!' und ,Marsch-Marschar, Karl Le-ftuschitz. dem Einjährig-Freiwilligen Titnlarkorporal Karl Printze n, dem Vormeister Ambros Rokmann, dem Fahrvormeistcr Martin Sattlegaer und dem Fahrkanonicr Johann Simetzbergcr — allen sechs des FKN 9; den Lcutnantcn in der Nescrve Norbert Felb er, Theodor Trobec, dem Zugsführer Josef Graßl, den Korporalen Andreas Hochörtler, Viktor Ogrinc und Johann Weiß — allen sechs des FHN 3. - (Die Kriensanleihe.) Vei der hiesigen Filiale der K. K. Priv. Österreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe haben auf die rubrizierte Anleihe u. a. gezeichnet: 20.N0N X Adolf Lorant in Laibach, 10.000 Kronen Jos. Favornik in öalina, 10.000 X Rudolf Graf Margheri, Schloß Altcnburg in Unterkrmn, 10.000 Kronen Alba Gräfin Margheri, Schloß Altenburg in Unterlrain, 1000 X Mbin Vcrgaut, Oberwachmann in Laibach, 5,000 X Johann Dougan in Laibach (Werk-meister der Südbahn), 2000 X Wilhelm Clemens in Laibach. 3000 X Alfons Clemenz in Laibach 100 X Therese Wurzer in Laibach, 38.800 X die Abtei und Auf die Kriegsanleihe zu zeichnen, ist Micht jedes _____Österreichers! Das Glöcklein de« Glücks. Roman von Ludwig Rohmann. (37. Fl'rtKhlMss.) (Nackdruck uorl'ott-,!,) „Das ist Wieder einmal echt weibliche Logik. Es ist «inlnal so, und deshalb müssen wir zustimmen. Aber meinetwegen — es liegt ja ohnehin nichts darin, wie du die Sachc ansiehst; ich stimme jedenfalls nicht zn, und das entscheidet ja doch allein. Sagen aber muß ich dir doch, daß wir erstens gar nicht zustimmen müssen und daß wir ihm ganz gewiß und unter allen Umständen leinen Segen mitgeben werden. Was nützt denn dein Segen, wenn Ulrich in Kleinheit und Niedrigkeit untergeht? Meinst du, daß das bißchen Weibeslicbe und meinetwegen auch noch ein halbes Dutzend Kinder dazu für ein verpfuschtes Leben Ersatz bieten tonnen? Nein, du — die Sache liegt anders: Wir haben einfach die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, den Jungen vor Dummheiten zu bewahren, und dämm mutz man ihm den Unsinn mit Eve ordentlich austrciben." „Ach, Wannoff — ein Unsinn ist das eben nicht. Ulrich wird es nun zwar nicht leicht haben, um vorwärts zu kommen, aber ich kann nur recht gut vorstellen, daß das nur gesund für ihn ist. Jedenfalls aber ist er entschlossen, sein Glück festzuhalten, und er hat sich talsächlich auch schon so weit gebunden, daß er nicht mehr zurück kann." „Das alles ist doch wieder nur heilloser Unsinn," rief er ungeduldig. „Erstens ist Ulrich nie fest entschlossen — dazu kenn'' ich ihn doch zu gut, und ich wette, daß ich mit jedem seiner festen Entschlüsse machen kann, was ich will! Und dann: ohne meine Zustimmung kann er sich ja gar nicht binden." „Und warum kann er das nicht? Mit sicbcnund-zwanzig Jahren ist man volljährig, und Ulrich darf sich schließlich nicht nur um der Jahre willen als selbständig betrachten." „Volljährig und selbständig! Ich sollte meinen, die Selbständigkeil ist an die Voraussetzung gebunden, daß einer sich selbst erhalten kann -^ und da ist es um unseren Jungen bisher wirklich noch nicht zum besten bestellt gewesen. „Dn irrst du wieder, lieber Wannoff. Während der zweijährigen Erpedition hat er nur sehr geringe Zuschüsse erhalten —" „Während der Expedition — das will ich glauben. Immerhin wär's mir lieb, wenn du sagen wolltest, warum denn unser Junge ohne Zuschüsse blieb." ^- „Ich würde dir dankbar sein, wenn du nicht danach fragen wolltest," sacite sie zögernd, während ihre Hände nervös über die Schürze hinglitten. Ein breites, hölmisches Lachen ging über sein Gesicht. „Donnerwetter — eigentlich sollt' ich die Gelegenheit, mir deinen Dank zu verdienen, wahrnehmen. Aber weißt du ^ jetzt ist einmal meine Neugierdc erwacht. Also warum hat der Junge keine Zuschüsse bekommen? Gebraucht hnt er sie doch wohl —" „Du siehst doch, daß er auch ohne sie fertig geworden ist." „Fertig werden!" schrie er sie heftig an, „was das schon ist! Wir haben bloß den einen, und ich will nicht, daß mein Sohn ein Pfennigfuchser ist. Es sollte mir leid tun, wenn ich bereuen müßte, dir die Geldangelegenheit allein zu überlassen haben. Wenn's aber nottut — tch hab' noch Kraft genug, sie selbst wieder iu die Hand zu nehmen." Nun mußte sie wider Willen lächeln. „Ach, Wannoff — dazu wär's nun doch zu spät. Vor zehn, zwölf Jahren — da hab' ich oft genug darum gebeten. Jetzt kann auch ein größerer Rechenmeister nichts mehr ausrichten." „Soll das etwa heißen —?" Er war erdfahl geworden und sah sie so entsetzt an, daß sie Mitleid mit ihm hatte. „Frag' nicht weiter," bat sie noch einmal. „Ich will aber Antwort!" brüllte er nun los. .Ich, Hans Joachim von Wannoff, will wissen, wic's um mich und meinen Jungen steht. Antwort will ich —ü" „Um den Jungen steht es gut, das weißt du," sagte sie ernst. „Und um dich auch — wenigstens hast du ja selbst immer diese Auffassung gehabt . . ." „Redensarten! Ich will die Wahrheit haben!" „Du lieber Gott — die Wahrheit liegt zum Greifen deutlich da, und du hättest sie längst haben können Wonneberg kann sich eben nur mit genauer Not erhallen ^" „Visl du verrückt?" schrie er brutal. „Wonneberg hat immer glänzend rentiert." „Früher ja, als die Wannoffs noch die ersten Inspektoren ihres Gutes waren und früh und spät draußen auf den Feldern." „Das ist doch aber Unsinn," stieß er heiser hervor. „Ich bin ein kranker Mann." iFortsedung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 289_____________________________2365___________________________________24. November 1914 Pfarrei in Sittich, 10.000 /< R. E. Michels in Sagor an der Save, 1500 X Elfriede, Gretc und Hans Lucl-mann in Wien, 10.000 6 Firma Felix Urbanc in Laibach. — (Die Kriegsanleihe.) Bei der Laibacher Kreditbank in Laibach hat die Posojllnica za Stari trg, Lo^ in soscdstvo in Altenmarkt bei Laas am 21. d. M. 20.000 X auf die österreichische Kricgsanleihc subskribiert. Ferner wurden bei der Laibacher Kreditbank in Laibach am 2t. und 23. d. M. von 85 Parteien weitere 227.W0 /< österreichischer Kriegsanleihc stibskribiert; zuzüglich der früher ausgewiesenen 813.400 X wurden also bis einschließlich 23. d. M. zusammen von 156 Parteien 1,041.300 6 gezeichnet. — (Die Kriegsanleihe.) Der Reichsverein der Vank-und Sparkassebeamten Österreichs, der auch in Laibach eine Ortsgruppe unterhält, hat über Anting des Präsidiums stimmeneinhellig beschlossen, für die Kriegsanleihe den Betrag von 250.000 Kronen aus dem Vereinsvermögen zu zeichnen. — (Danksagung.) Das Ersatzbataillon des l. und k. Infanterieregiments Nr. 97 dankt dem Kriegsfürsorgc-amt in Laibach und allen Personen, die sich unserer Soldaten im Felde erinnerten, für die gespendeten Liebesgaben. — (Verlustliste des IR Nr. 27.) (Fortsetzung.) ErsRes. Salchcnegger Heinrich, 12. K., verw.; ErsNes. Sallfelner Johann, 8. K., verw.; Inf. Schaffer Konrad, 3. K., verw.; ResInf. Schaffner Max, 6. K., verw.; NcsInf. Scheifler Franz, 6. K., vcrw.; NesInf, Schein Franz, 6. K., verw.; Zgf. Scheipl Johann, 13. K., verwundet; Inf. Schcnberger Franz, 10. K., verw.; Inf. Scheuer Karl, 1(1. K., verw.; RcsInf. Schicchl Josef, 1. K., verw.; NcsKorft. TitZgf. Schiefer Friedrich, 8. i^., verw.; ResInf. Schilcher Rudolf, 6. K., verw.; Inf. Schirgi Iohaim, 10. K., verw.; RcsInf. Schirn-hofcr Johann, 8. K., verw.; NesGefr. Schlager Wilhelm, 8. K., verw.; Inf. Schmalzniaier Franz, 9. K., verw.; Inf. Tchmid Franz, 2. K., verw.; RefInf. Schnabl Ferdinand, 6. !?., verw.; Inf. Schober Josef, 9. K., tot; Inf. Schobert Franz, 9. K., verw.; ErfNes. Scholl, 10. K., verw.; NesInf. Schöngeld Karl, 6. K., verw.; Inf. Schöngrundtner, 14. K., verw.; Inf. Schön-mehler Peter, 9. K., verw.; NesInf. Schöpf Johann, 12. K., verw.; ErsRes. Schramm! Franz, 5. K., vcrw.; Inf. Schrank Norbert, 3. K., verw.; Ins. Schrat! Franz, MGA 4, uerw.; Korp. Schwaiger Johann, MGA 1, verw.; Inf. TitGefr. Schwarz Alois, 9. K., verw.; Korp. Schwarz Franz, 9. K., verw.; EinjFrciw. Tit.-Korft. Schwarz Johann, 6. K., venu.; ResInf. Schwarz Josef, 6. K., verw.; Inf. Schwarzcnbcrger Josef, 9. 5t., verw.; Inf. Seebachcr Johann, 9. K., tot; Ins. Seidler Johann, 6. K., tot; Zgf. Sicdcr Karl, 9. K., tot; Korp. Skätta Josef, 4. K., verw.; Gefr. TitKorft. Sölkner Karl, 5. K., vcrw.; Inf. Sorger Franz, 8. K., verw.; ResKorp. Spanner Ferdinand, 8. K., verw.; ResInf. Spannring Ernst, 6. K., verw.; ResKorp. TitZgf. Spielbcracr Josef, 8. K., verw.; Inf. Spörk Josef, 11. K., vcrw.; Inf. Sulzer Florian, 8. K., tot; Inf. Suft-paner Leopold, 10. K., «erw.; Inf. Stabler Ferdinand, 5. K., vcrw.; NesInf. Stabler Karl, 1. K., verw.; Inf. Städtlcr Alois, 8. K., tot; Inf. Stangl Simon, 10. K., verw.; Inf. Starzinger Johann, 9. K., verw.; ResInf. Steindl Ferdinand, 6. K., verw.; ResKorp. Stengl Alfred, 14. K., verw.; Inf. Stockner Johann, 8. K., ver- wundet; Gefr. Stoll Johann, 8. K., verw.; Inf. Sto-peinig, 10. K., verw.; Inf Stopftacher, I. K., verw.; Gcfr. Stranegger Josef, 10. ^k., tot; Inf. Strohmeier Karl, 10. K., verw.; Inf. Stuhlftfarer August, 6. K., verw.; NesInf. Taffner Max, 6. K., verw.; Inf. Tanzmeister Theodor, 11. K., verw.; ResKorp. Teutschl Simon, 8. K., uerw.; ResKorp. Tieber Josef, 13. K., verwundet; RcfKorp. Tiefengraber Matthias, 6. K., verwundet; Korp. TitZgf. Tillian Stephan, 11. K., verw.; ResIns. Tischler Julius, 6. K., verw.; Gefr. Tremmel Peter, 10. K., verw.; ResKorp. TitZgf. Tritscher Anton, 12. K., verw.; Gest. TitKorp. Tritscher Franz, 3 K., uenu.; Zgf. Troppacher Johann, 3. K.. verw.; Inf. Trummer Rudolf, 8. K., vcrw.; Inf. Trummler Max, 9. K., verw.; Inf. Tschelanl Josef, 3. K., verw.; Res.-Korp. TitZgf. Umschaden Vinzenz, 6. K., oerw.; Inf. Urdl Peter, 6. K., verw.; Inf. Vielhaber Rudolf, 9. K., verw.; Inf. Wahrbicher Simon, 5. K., verw.; Inf. Wahsner Iohan,^, 9. K., vcrw.; Inf. Waitischek Maz, 9. K., vcrw.; Korft. Walcher Franz, 10. K., verw.; Inf. Wallisch Hermann, 9. K., verw.; ResInf. Wallner Ignaz, 1. K., verw. (auch vermißt); Inf. TitGefr. Watzl Johann, 8. K., verw.; Inf. TitGefr. Weber Franz, 3. K., uerw.; ResInf. TitKorp. Weber Johann, 6. K., vcrw.; ErsRes. Weberhofer. 10. K., verw.; NesFeldw. Weinzinger Johann, 8. K., verw.; ResInf. Weizenbich-lcr Konrad, 6. K,, verw.; Inf. TitGest. Wieser Urban, 4. K., verw.; Inf. Wilding Johann, 10. K., uerw.; Inf. Wildinger Matthias, 10. K., verw.; Inf. Wilfing August, 11. K., verw.; Inf TitGefr. Wiltschi Roman, 9. K., tot; Inf. Windhofer Johann, 10. A., verw.; Inf. Windisch Alois, 10. K., verw.; ErsRes. Windisch Johann, 6. K., verw.; Gefr. TitKorft. Winkler Johann, MGA 4, tot; ResZgf. Winter Alois, 8. K., tot; Res.-Inf. Wurm Johann, 8. K., verw.; Geft. TitKorft. Wür-l schingcr Franz, 6. K., verw.; ResKorp. Wusser Josef, 8. K., verw.; Korp. Zanger Franz, MGA 4, tot; Korft. TitZgf. Zechner Friedrich, 11. K., verw.; Inf. Zcincr Franz, 10. K., verw.; Korp. Zeral Johann, 5. K., vcr^ mundet; ErsRes. ?.crjav Johann, 3. K., verw.; Inf. TitGefr. öerovnik Alois. 13. K., verw.; Inf. TitGcst. Zißlcr Franz, 9. K., tot; ErsRes. Zörweg Johann, 11. K., vcrw.; Inf. Zorzin Josef, 8. K., verw.; Geft. TitKorp. Zotter Friedrich, 8. K., verw. — (Beisetzung eines gefallenen Helden.) Man schreibt uns aus Obermösel: Am 21. d. M. wurde die Leiche dcs im Kampfe gegen die Serben bei Crni vrh tödlich verwundeten Oberleutnants i. d. R, des Infanterieregiments Nr. 78 Herrn Alois Sterbenz von Suljinhan, Vczirk Zvornik in Bosnien, wo er auf dem Militärfriedhofc bestattet worden war, in seinen Heimatsort Hieher überführt und unter Beteiligung emer großen Menschenmenge im Familienarabe zur ewigen Ruhe beigesetzt. Oberleutnant Sterbenz, der nach den Worten seines Kommandanten tapfer kämpfend fürs Vaterland den Heldentod erlitten, harte am 24. September einen Vrustdurchschuh in die rechte Seite erhalten und ist dieser Verwundung am 28. desselben Monates infolge innerer Verblutung im mobilen Reserve-sftital zu Suljiuhan erlegen. Das Hinscheiden des infolge seines biederen Charakters so sehr beliebten Mannes, dem dic trcuc und gewissenhafte Pflichterfüllung als das erste und höchste Ziel galt, wird allgemein aufs tiefste betrauert. (Suljinhan liegt an der Drina nördlich Uon Zvornik und ist von diesem vier Kilometer und von Dolnja Tuzla, der nächsten Bahnstation, 60 Kilometer entfernt. Der Friebhof zu Suljinhan wurde fchon im Jahre 1878 als Militärfriebhof benützt; daselbst ruhen mehrere unserer anläßlich der Okkupation gefallenen Helden. Anm. d. Red.) — (Vom Vollsschuldienfte.) Der k. k. Bezirksschulrat in Radmannsdorf hat an Stelle dcs zur Kriegsdienstleistung eingerückten Lehrers und Schulleiters August Mink» 3 den gewesenen Supplenten in Veldes Alois Bulovec zum Supplenten an der einklassigen Volksschule in Leschach bestellt. — Der k. l. Vezirsschul-rat in Stein hat an Stelle des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Lehrers und Schulleiters Rudolf Knez die gewesene Supplentin an der Mädchcnvolksschule in Stein Franziska Terpinc zur Suftplentin an der einklassigen Volksschule in St. Veit bei Egg und an Stelle des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Lehrers und Schulleiters Kornelius Igliö die gewesene provisorische Lehrerin in Stranjc Balbine Schnabl zur Supplentin an der einklassigen Volksschule in Hl. Dreifaltigkeit bestellt. — Der t. k. Bezirksschulrat in Krain-burg hat an Stelle des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Lehrers und Schulleiters Wilhelm Zirkel bach den absolvierten Lehramtskandidaten Friedrich Kra-^ ovcc zum Suftplenten an der einklassigen Volksschule in Trbija bestellt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Gott-schee hat die gewesene Supftlentin in Vanjaloka Maria Urbanc iö zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Obergras ernannt. — (Nlltomoblllinie Rudolfswert-Gnrlfeld.) Mt 1. Dezember wird der regelmäßige Automouilvcrkehr auf dieser Linie auf unbestimmte Zeit eingestellt werden. — (Landesgenossenschaft der Buchbinder.) Im städtischen Rathaussaale fand am vergangenen Freitag die Gründungsversammlung der Landesgenossenschaft der Buchbinder, Futteralmacher, Ledergalanteriewarenerzeuger 2c. statt. Die Genossenschaft zählt 42 Mitglieder, von denen jedoch nur 7 zur Versammlung erschienen waren, so daß die Beschlußfähigkeit statutengemäß erst nach einer stunde konstatiert werden konnte. Unter Intervention des Vertreters der Aufsichtsbehörde, Stadtkommissärs Dr. Nerce, wurde zum Obmann der Landcsgenossen-schaft Buchbinder Anton Zupan^iö, zu dessen Stellvertreter Johann Iakopi^ gewählt, welch ersterer sofort die Leitung der Versammlung übernahm. Der Antrag, es seien zwecks Bildung einer eigenen Prüfungskommission für Lehrlinge und Gehilfen die nötigen Schritte zu unternehmen, wurde einstimmig angenommen, von einer Beschlußfassung betreffs Beitrittes zum Genossenschaftsverbande aber wurde mit Rücksicht auf die geringe Anzahl der anwesenden Mitglieder einstweilen abgesehen. Genossenschaftsinstruktor Steska erläuterte in längerem Vortrage Zweck und Bedeutung dcs Genossenschaftswesens, worauf die Versammlung vom Obmann geschlossen wurde. * (Zur Volksbewegung in Kram.) Im politischen Bezirke Laibach Umgebung (67.403 Einwohner) fanden im dritten Quartale l. I. 24 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 325, die der Verstorbenen auf 325, darunter 183 Kinder im Alter von der Geburt bis zu fünf Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 41, von über 70 Jahren 46 Personen. An Tuberkulose starben 49, an Lungenentzündung 12, an Diph-theritis 4, an Masern 9, an Dysenterie l7, durch zufällige tödliche Beschädigungen 14, durch Selbstmord 4 Personen; alle übrigen an verschiedenen Krankheiten. Ein Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. —r. Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Aorrespondenz-Vureaus. Österreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplatze. Wien, 23. November. Amtlich wird verlautbarl: 23. November mittags: In Nussisch-Polen ist noch teine Entscheidung gefallen. Die Verbündeten sehen ihre Angriffe östlich Czenftochau und nordöstlich Kralau fort. Bei der (5rubernng des Ortes Pilica machte« unsere Truppen gestern 240tt Gefangene. Das Feuer unserer schweren Artillerie ift von mächtiger Wirlung. Die über den nnteren Dunajec vorgedrungenen russischen Kräfte tonnten nicht durchdringen. Die Kriegölage brachte es mit sich, daß wir einzelne Karpathenpässe dem Feinde vorübergehend überließen. Am 20. November drängte ein Ausfall aus Przemysl die Einschließungstruppen vor der West« und Südfront der Festung weit zurück. Der Gegner hält sich nunmehr außer Gcschützertrag. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabes: v. Höfer. Generalmajor. sijraf Tisza im deutschen Hauptquartier. Berlin, 23. November. Ministerpräsident Graf Tisza ist heute stich mit dem Botschaftsrat Freiherrn von Haymerle aus dem Großen Hauptquartier Hieher zurückgekehrt. Graf Tisza, der sich abends nach Wien begibt, äußerte seine höchste Befriedigung über die Aufnahme, die er im Hauptquartier gefunden hat. Budapest, 23. November. Der im westlichen deutschen Hauptquartier befindliche Korrespondent dcs „Pesti Hirlaft", Armand Fehen, meldet: Graf Tisza hatte Samstag vormittags auch eine cinstündige Beratung mit dem dorthin entsandten Felbmarschalleutnant Gra-fm Stürgkh und dcm Militärattache Oberstleutnant Frei-herrn uon Vicnerth. Mittags nahm er zusammen mit diesen bcidcn an dem Dejeuner bci Kaiser Wilhelm teil, dcr dann den Grafen Tisza in besonderer Audienz empfing, die fast fünf Viertelstunden dauerte. Samstag abends empfing Graf Tisza den Berichterstatter des „Pesti Hirlap" und die dort weilenden österreichischen Journalisten. Der Kommandant des dritten ttorpS a» ben Kikntner Landespräsidentnu Klagenfurt, 23. November. Der Kommandant des dritten Korps General der Infanterie Colerus von Geldern hat an den Landespräsidenten in Kärnten Freiherrn von Fries folgendes Schreiben gerichtet: In meinein und im Namen dcr Kärntner Teile des dritten Korps bitte ich unseren herzlichen Dank für die lieben Grüße, die Sie, hochgeehrte Exzellenz, aus der Heimat sandten, entgegenzunehmen. Die Kärntner, die alten und die neuen, schlagen sich brillant, sind unverwüstlich guten Mutes in allen Mühen und Gefahren. Sie haben wuchtig mitgeschmiedet an dcm Namen, den sich das Korps selbst mit stolzer Berechtigung gibt: das eiserne. Es ist mir nicht allein eine helle Freude, sondern auch eine hohe Ehre, solche Truppen befehligen zu können. Ihnen, Exzellenz, und allen Lieben in der Heimat sei für das vollberechtigte Vertrauen und die opferwillige Fiirforge von Herzen gedankt. Ich habe Ihre freundlichen Zeilen vollinhaltlich verlautbart. Genehmigen Sie, Exzellenz, den Ausdruck hochachtungsvoller Sympathie Ihres ganz ergebenen Colerus v. Geldern m. p. General der Infanterie. Besichtigung der Weihnachtsgaben für uufere Soldaten durch die Erzherzogin Isabella. Wien, 23. November. Erzherzogin Isabella er° fchien heute nachmittags in Begleitung ihrer Tochter Erzherzogin Gabriele im Nordwestbahnhofc, um die für unsere Soldaten bestimmten Weihnachtsgaben zu besichtigen. Die Erzherzogin äußerte sich in Worten lobender Anerkennung über die großzügige Altion und ihre genaue Ausführung. Laibacher Zeitung Nr. 289_____________________________2366___________________________________24. November 1914 Die KriegSanleihe. Wien, 23. November. Auch heute wurden bei den Wiener zrreditinstitutcn von cincm zahlreichen Publikum wieder recht stattliche Betrüge auf die ilriegsauleihe gezeichnet. Bei der Länderbant, bei deren Winzer Filiale die Erzherzoge Joses Ferdinand und Heinrich Ferdinand namhafte Betrüge haben eintragen las>cn, bcliesen sich die größeren Zeichnungen auf 3,780.000 K, bei der Unionbant auf 7M4.0U0 ^<; die ^istc der Nicderösterreichlschcu Eötompte-gescllschaft weist 4,109.000 K. auf. Tie Filiale der ^ivno-stensla bantlv schloß heute die größeren Zeichnungen mu 1,100.000 K. Bei der Bodcntreditanstalt belicfen sich die Zeichnungen auf 4,37^.000 K.. Die Zeichnungen bei der österreichischen Xländerbnnt weisen einschließlich eines Be-trageo voil 1 Hiillioli Kronen der Firnia ^chöller u. 5wmp. ^,^/7.000 lv auf. Tie ^luglo-ostcrrcichlsche Bant beziffere ihr heutiges Ergebnis »lit 8,0^.000 1v. Tie größeren Zeichnungen der Kreditanstalt für Handel und Gewerbe belau-fen sich auf 3,705.000 lv, die des Wiener Bantuereincs auf ?,?Uü.00U K.. Bei der ersten österreichischen Spartasse wurden heute von 3000 Parteien 0,370.000 K gezeichnet. Wien, 23. November. Tie israelitische >^ullu6gemciudc hat aus die itriegsanleihe 500.000 K gezeichnet. Berlin, 23. November. Wie zuverlässig mitgeteilt wird, gestaltet sich die Beteiligung der in Deutschland lebenden Österreicher und Ungarn an der Subskription der österreichischen und ungarischen Kriegsanleiye sehr lebhaft. Eine Kundgebung des Präger 2llldtverordnctcntol1cgiu,ns. Prag, 23. November. In der für l)culc uachmiltagö einberufenen außerordentlichen Sitzung des Präger Stadt-verordnetcnkollegiums ergriff der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung das Wort zu einer Kundgebung für Baiser und Reich, in der er unter anderem sagte: Wir haben uns alle spoulau ohne Unterschied in diesen ern° jtcn Zeiten in dem gemeinsamen traftvollen Bestreben zusammengefunden, um den höchsten und breitesten Interessen zu dienen als treue Untertanen unseres teuren Monarchen, jenes Friedensfürsteu, defsen gesegnete Herrschaft und väterliche Fürsorge und Gunst uusere Stadt ihre erfreuliche Entwicklung verdankt. Nachdem der Bürgermeister den Waffen uusercr tapferen Heere gute Erfolge gewünscht, brachen die Versammelten in begeisterte Slaua-rufe auf Seine Majestät aus. Ter Bürgermeister bat um die Erlaubnis, die Kundgebung des .Kollegiums an den Stufen des Thrones verdolmetschen zu dnrfcn. Gleich-zeilig bat er um die Ermächtigung, geeignete Maßnahmen zur Feier des Henrigen tttt. ^legierunaFiubilänms Seiner Majestät treffen zu dürfen. Ferner wurden die Anträge des Stadlrates auf Zeichuuug uou 4 Millionen auf die .NricaMnleihc und von Spenden im Betrage von 50.000 Kronen für das Rute 5trcuz und für Unterstütznng der Angehörigen dcr Einberufenen und zur Errichtung eines Mllilarehrcngrabes genehmigt. Eine rumänische Baucriwessammlung in dcr Vutowina. Suczawa, 23. November. Gestern fand hier eine Baucrnversammlung statt, woran bei 30.000 rumänische Bauern teilnahmen nnd welche unter endlosem Beisnlie einstimmig eine Resolution annahmen, wonach die rumänischen Bauern der Bulowiua ihre. Schwüre unerschütterlicher Treue für Kaiser uud Reich crneuern nnd vom Herzen wünschen, daß die rumänische Armee Schulter an Schulter mit den taiserlia>'n Heeren gegen den gemeinsamen Feind lämpfe. Es wurde lveiters beschlossen, an den König von Rumänien ein Schreiben abzusenden, worin ertlärt wird, daß der gefährlichste Feind des gesamten rumänischen Voltes der Russe ist, vor ocm uns nur das mächtige Österreich schützen kann. Deshalb waren wir, heißt es in dem Schreiben, allezeit österreichlreu und wollen es anch in Zutunft stets bleiben. Deshalb hoffen wir, daß die rnmänisäje Armee in Verteidigung unseres Vollstums an der Seite der taiserliä>'n Heere kämpfen wird. Ferner wurde die Errichtung eines Freikorps der rumänifchen Bauernschaft beschlossen und an Seine Majestät den Kaiser ein Telegramm abgesandt, worin dem Monarchen der untertänigste Dant für die gnädige Fürsorge unterbreitet wird, die der rumänischen Bauernschaft durch das Allerhöchste Handschreiben vom 25. Otlober d. I. zuteil wurde. Weneralftabsmajor Waldschütz gestorben. Wien, 23. November. Die „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Der auch als militärischer Fuchschriftstellcr be-tannte Generalstabsmajor Otto Waldschüh, der bel Aus-bruch des Krieges dem Oberkommando der ersten Operationsarmee zugeteilt war, ist heute einem tückischen Heiden erlegen, welches er sich in den Sümpfen des nördlichen Kriegsschauplatzes zugezogen hat. Ein Danltclcgramm des Budapesicr Vürgcrmeisterö. Berlin, 23. November. Oberbürgermeister Nermnth erhielt vom Budapester Bürgermeister Dr. Varczy folgendes Danttelegramm: Gerührt und gehoben dankt unsere Stadt für die Umbenennung einer bedeutsamen Hauptstraße dcr stolzen Reichshauptstadt auf ihren Namen wie auch für die bundcsbrüdcrlichc Wertschätzung unserer Nation, die die geneigte Verständigung Eurer Exzellenz in so edlen Worten bekundet. In Bewunderung der deutschen Macht und Tugend verbunden, setzen wir unser Bestes im Kampfe ffir die höchsten Güter ein, denen das herzliche freundschaftliche Einvernehmen unserer Städte für immerwährende Zeiten Hort und Wehr bieten mögen. Ein österreichisches Komitee für den Roten Halbmond. Wien, 23. November. Hier hat sich unter dem Präsidium des Prinzen Eduard Liechtenstein ein österreichisches Komitee für den türkischen Noten Halbmond go bildet. Kein Untergang eines Lloybdampfers. Trieft, 23. November. Die, Gcncraldirektion des Österreichischen ^loyd teilt mit, daß die zirkulierenden Gerüchte über den Untergang eines Dampfers des Österreichischen Lloyd vollstimdlg aus dcr Lust gegriffen sind. Teutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 23. November. Das Wolff Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 23. November vormittags: Die Kampfe bei Nienport und Uvern dauern fort. Ein Neines englisches Geschwader, das sich zweimal dcr Küste nä-lMr, wurde durch uusere Artillerie vertrieben. Das Feuer oer englischen Marinegeschütze blieb erfolglos. Im Ar-gonuenwaldc gewinnen wir Schritt für Schritt Boden; ein Schützengraben nach dem anderen, ein Stützpunkt nach dem audercn wird den Franzosen entrissen. Täglich wird eine Anzahl Gefangener geinacht. Eine gewaltsame Ertundnng gegc» unsere Stellungen östlich dcr Mosel wurde durch unseren Gegenangriff verhindert. — In Ostpreußen ist die Lage unverändert. In Russisch-Polen schiebt das Auftreten neuer russischer Streitlriifte aus dcr Richtung Warschau die Entscheidung noch hinaus. In der Gegend östlich Czenstochau und nordöstlich Kralau wurde der Angriff der verbündeten Trnppen fortgefetzt. Oberste Heeresleitung. Dic angeblichen Fricdcnswünsche Deutschlands. Köln, 23. Noucmdcr. In eincm Berliner Telegramm der „Kölnischen Zeitnng." heißt es, daß die Meldung dcr „Daily News" aus Washington über angebliche deutsche Friedenswi'msche in den Bereich des höheren politischen Blödsinnes gehöre. Das Blatt bemerkt, die Stcllnng der Deutschen sei weder im Westen, noch im Osten kritisch. Die militärischen Un. ternehmungcn Deutschlands schreiten ans allen Kriegsschauplätzen in befriedigender Weise fort. Weder in der militärischen, noch in der politischen Lage sei irgend ein Umstand, dcr Dcntschland veranlassen könnte, Friedenswi'msche zn hegeu. Vrschliisse des Vu»desrales. Berlin, ^j. November. (Wolff-Äuroau.) In dcr heutigen Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme: (5ine Vorlage, betreffend den Entwurf cincr Äetannt-machunn über die Höchstpreise für Kartoffeln, dcr Ent' wurf eines (Gesetzes, betreffend die Festsetzung eiues zweiten Nachtrages zum Neichshauöl>allsctat für das Mcch-uunnsjahr Ü)l4, eiuc Vorlane, betreffend die Äusführunns-deslnuinuun.cn zu der Velanntm ichuug über die Regelung des Verkehrs mit Zucker usw.. der Entwurf einer Bekanntmachung, betreffend ons Verbot des Anwhandcls >uit Gold-münden, und der Entwurf einer Vetanntmachunn, betreffend eine weitere Vcvlnnneruna. der Fristen des Wechsel- uud Schellrechtes. Beschlagnahme der Häute uou Großvieh für die Heeresverwaltung. Berlin, 23. November. Das Kriegsministcrium veröffentlicht eine Verfügung, wonach alle Häute von Großvieh für die Heeresverwaltung beschlagnahmt wcrdcu. Häute nntnliegen einer Verfügnngsbeschrän» kung derart, daß sie nur zu Kriegslieferungen oer-wcndet werden dnrfcn. Um diese Verwendung zu regeln, hat das Kriegsministerium eine Kriegsleder-industrieattiengesellschaft mit dem Sitze in Berlin gegründet. Vernrteilte Verräter. Nenbrcisach, 23. November. Das hiesige Kriegsgericht hat den ehemaligen Fabriksdirektor Wagner aus Mühlhausen wegen Kriegsverrates zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Wagner hatte einem französischen Offizier cine Karte nbcrgcben nnd ihm bei Knrzweilen das Gclände erklärt. Das Kriegsgericht verurteilte fer« ncr drei andere Angeklagte ans Mühlhausen wegen Kriegsucrrates zu jc l Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, weil sie einen Nciscndcn wegen einer an» gcblich franzosenfeindlichcn Äußerung bei der französischen Wache angezeigt hatten. Der Reisende war verhaftet, aber bald wiedcr freigelassen worden. Serbien. Die Verluste der Serben bei Valjevo. Talonichi, II. Nobenwer. Infolge der starken Verluste, dic die Cerbcn in den letzten Kämpfen im Abschnitte don Valjcvo crliltcn haben, wurden wieder mehr als 800 Verwundete „ach Monastir gebracht, wo die Serben bereits Prmatwohnungcn in Anspruch genommen haben. England Englische Offiziere über die Lage auf den» westlichen Kriegsschauplätze. London, 22. November. Die „Times" veröffentlicht Briefe von englischen Offizieren, die in der Front stehen. Ein Artillerieroffizier schreibt: Von der See kommen schwere stürme, von eisigem Regen begleitet. Die Straßen sind unpassierbar. Eine Äutomooilfahrt ist ein Abenteuer. Wie die Motorradfahrer noch ihre, Aufgabe erfüllen, ist das reinste Wunder. Der Ariefschreiber tadelt die Schweigsamkeit der amtlichen Stellen in London und sagt: „Es muß den Vehörden zu Hause doch einleuchten, daß sie dem Publikum mehr Nachrichten geben müssen, damit nicht eines Tages dcr Zusammcnbruch eintritt." Ein anderer Offizier schreibt: „Ich wünsche beinahe, daß die Scharen unserer Feinde Englands Küste betreten; denn ich glaube nicht, daß irgend etwas anderes unsere öffentliche Meinung von den Schrecken jener Tatfachen überzeugen kann, die eine fehr dünne Reihe von Soldateil in den Laufgräben hier unter harten Kämpfen dem Lande zu ersparen sucht. Das Verbot der Ausfuhr von Heringen. Amsterdam, 23. November. „Nieuws van den Dag" melden aus Vlaadmgen: Infolge des Verbotes der Ausfuhr von Heringen aus England erging an einige Händler neutraler Staaten, die sich in England aufhalten, das Ersuchen, schleunigst abzureisen. Vulgarien. Aus dem Svbraujc. Tofia, 22. November. Nachdem im Laufe der Adreß-dcbatle mehrere regierungsfreundliche Redner gesprochen hatten, dic dic Polltil des Kabinetts verteidigten, ergriff der gewesene Minister Gcnadjeu, der Führer der stmnbulovistischcn Partei, das Wort. (5r erinnerte an das Schicksal Äulgarieus und Serbiens, erörterte die von den oppositionellen Parteien vorgeschlagene Methode und wies dic These eineö Äaltaubundes als unerfüllbares Ideal zurüct. Der Redner legte dic Gefahren dar, die sich aus dcr Haltung dcr Opposition crnebcu, dic durch ihre an allc Nachbarstaaten gerichteten Forderungen sie allc miß-oergnügt machen und sic vicllcichl dazu briugcn können, sich aufs ueuc gegen Bulgarien zu ucrbünden. Der Rcd-ncr hob dic Unzutümlulichtcitcn ciner Poäitit dcr Ver-handlunncu mit der cincn oder der anderen triegsührcu-deu Partei hcrvor, cincr Politik, dic dcn ersten Schritt zum Aufgeben dcr Neutralität bcdcutcu uud so einen 5lricn hcrvorrufcn würde, dcn die ganzc Nation mißbillige. Diese befahren seien um so nrühcr, lvcun man bloß Mlt eiucm dcr.Uricnführcnocn vcrhandcln wollc. Wir sind, sagte dcr Redner, lucocr russophil noch russophob, ebeuso wic loir weder austrophob noch austruphil sind. Wir sind einzig und allcin dcr Ansicht, daß wir dic Pflicht haben, auf dic Wahrung dcr ^cbcnsintcrcsscu des Kaudcs bcdacht zu seiu, die im gcgcnwärtigcu Moment oornchmlich darin bestelln, die Integrität und lcrrilorialc UnvcrletMrtcit Bulgariens ncncu jeden Angriff, woher er auch lommc, zu wahren und sodann darin, nach Maßa,ave dcr Möglichkeit ons aessciNuärtinc (.^hj^j Bulnaricns zu vergrößern. Wir sind ülirincus nicht der Ansicht, duß dic Intcrcssen Bulga-ricnö mit dcn Intercssen Rußlands unvcrcinbar sind. Dic Rcssierunn hat vom Bcssinne dcs europäischen ilouflittcs an dic Neutralität protlamicrl uud dicfc Neutralität dic ausschlicßlich dic bulgarischen Interessen Uor Auacn'bat lohal nehauohabt. Da dicse Politik vou der ganzei Nation gebilligt wird. ist dic Bildung ciucs ,^wbincttcs der Mtri^ eiuc überflüssige Mnhrcgcl. Die Neutralität lst der starre Zufluchtsort, wo die Reaicruny. ^chuh acsucht hat Wir müsscn darin solange als möglich verharren. Tcr Vizepräsident Mom^ilov kritisierte das Proaramm dcr Opposition und bctontc das unerschüttcr-Iichc Acrlraucn dcr Majorität in die Politik der Regierung. Er erklärte, daß die Neutralität aufrecht erhalten werden mussc, doch müsse man auch für alle Eventualitä. ten bereit sein. Auf Antrag Mom^ilovs wurde die Debase geschlossen. Morgen wird Ministerpräsident Rado-slavov eine Regierungserklärung abgeben. Hie Türkei Tiirtische Siege im Kaulasus und am Persischen Golf. Konftantinopel, 22. November. Ein von der „Agence Ottomane" veröffentlichtes Kommunique des Hauptquartiers teilt mit: Infolge eines Angriffes auf die ruf» fischen Streitlräfte, die durch das Tal des Flusses Mu-rad vorrücken wollten, ergriffen die Russen unter sehr grüßen Verlusten die Flucht. Wir haben drei Feldlano« nen erbeutet. Konftllntinopcl, 22. November. Die „Agence Ottomane" veröffentlicht folgendes Kommmüqu« des Hauptquartiers: Unsere gegen Hatum marschierenden Streit« triifte warfen die feindlichen Trnppen vollständig anf das andere Ufer deö Flusses Tschoroch zurült. Diese Gegend ift von uns mUitärisch besetzt. Unsere Truppen sind gegen Artwin vorgerückt und haben diese Ortschaft besetzt. Nach eingelaufenen Nachrichten über den Kampf bei Schart-el-Arab ift festgestellt, daß die Engländer in diesem Kampfe einen Verlust von 750 Toten und etwa 1U0U Verwundeten erlitten haben. Berlin, 23, November. Das Wolff-Vureau meldet aus Konstantinopel: Dcn Höhepunkt der Panik, welche das Vordringen der türkischen Heere in Äserbeidschan verursachte, bildete das Gesuch des russischen Generalkonsuls in Täbris an das deutsche Konsulat um Schutz und Überlassung einer deutschen Fahne. Laibacher Zeitung Nr. 289 2367 24. November 1914 Die Türken am Suezlanal. Konstantinopel, 22. November. Das Hauptquartier teilt amtlich mit: Die türkischen Truppen sind am Sucz-lanal angelangt. Es kam bei Kautara zu einem Kampfe, in welchem die Engländer geschlagen wurden und unter großen Verlusten die Flucht ergriffen. Niederlage der Engländer am Suezlanal. Konstantinopel, 22. November. Die „Agence Ottomane" veröffentlicht folgendes Kommunique des Hauptquartiers: Mit Gotteö Hilfe haben unsere Truppen den Suezlanal erreicht. In dem stampfe, der zwischen Sca-iaza «nd Certebe, zwei dreißig Kilometer östlich vom Kanal entfernt liegende Ortschaften, stattfand, wurden mehrere Offiziere sowie sehr zahlreiche Soldaten getötet und sehr viele verwundet. Wir haben eine ziemlich große Anzahl Gefangener gemacht. Die englischen Truppen zo-gen sich in ungeordneter Flucht zurück. Die Kundgebungen für den Heiligen Krieg. Koustantinopcl, 22. November. Die patriotischen Kundgebungen für die Erklärung des Heiligen Krieges dauern in der Provinz fort. In Jerusalem wurden in der großen Omar-Moschee Gebete für den Sieg der Türkei, OsterrcichUngarns und Deutschlands verrichtet. Auch in Gallipoli wurden Kundgebungen veranstaltet, in deren Verlaufe dem österreichisch ungarischen und dem deutschen Konsul Ovationen bereitet wurden. Rußland«! Pläne mit der TUrlei. tt«nsta»tinlipcl, ^1. November. Um einen neuerlichen Beweis für dic schwartn Pläne, die Nußlnnd gegen die Türlei hegt, zu liefern und damil zu rechtfertigen, wie sehr die Türkei recht hatte, ixch sie auf die Seite des Dreibundes trat, veröffentlicht dns Blatt „Turan" die Erklärungen, dic der frühere russische Botschafter in Konstantinopel, von Giers, in den „Viricvija Vjedomosti" machte. Giers äußerte sich darin folgendermaßen: Das Schwarze Meer wird ein russisches Meer werden müssen. Auch dic Meerengen des Bosporus, der Dardanellen und von Gibraltar sollen russisch werden, dagegen müssen Arabien und Mesopotamien England und Syrien Frankreich gegeben werden. Kcmstantinopel soll ein kleiner neutraler Staat werden usw. Diese Sicherungen, sagt das Blatt „Turan", sind ein interessantes Dokument, denn sie beweisen, das; Baron Giers nach Konstaniinopel gekommen war. nicht um die iürkisch-russischcn Beziehunacn zu pflegen, sundern für die Pläne der Teilung der Türkei zu arbeiten. Wc-nn der frühere Botschafter so offen seine Gedanken äußerte, so beweise das den Grad der Feindsäjaft der Russen gegen dic Türlei. Wir hoffen, schließt das Blatt, daß angesichts solcher Dokumente dic vereinzelten Nationen, die noch neutral geblieben sind, die Verantwortlichkeit für den Krieg nicht auf uns schieben, sondern anerkennen werden, daß wir recht hatten. Ein türkisches Vlatt über unseren» Sieg in Serbien. Konftantinopcl, 22. November. Vci Besprechung des Sieges der österreichisch-ungarischen Truppen in Serbien bringt „Taswir-i-Efliar" die Bildnisse des verblichenen Erzherzog-Thronfolgers Franz Ferdinand und des Königs Peter. Das Vlatt bemerkt, daß letzterer nach der blindwütigen Ermordung des Königs Alexander unter Blutvergießen den Thron bestiegen habe und heute auf dem Punkte fei, den Thron in einem Strom von Blut zu verlieren. Türkische Vlättcr liber die Haltunn Bulgariens. Konstnntinopel, 23. November. In fortgesetzter Besprechung der Haltung Bulgariens geben die Morgenolättcr der Überzeugung Ausdruck, angesichts der Niederlagen Serbiens, das seine letzten Tage herankommen sehe, werde Bulgarien schließlich einschreiten, um Mazedonien zu besetzen. Der ..Itdam" stellt fest, daß das Kabinett Nadosla-voo und die Opposition einig in diesem Punkte seien. Die Opposition täusche sich nur, wenn sie glmibe, daß dieses nationale Ideal mit Unterstützung Nußlands erreicht werden könnte. Das Vlatt ist überzeugt, daß die Bemühungen jener, die daran arbeiten, Bulgarien Rußland in die Arme zu treiben, wirkungslos bleiben lueroen, denn die letzten Nachrichten zeigen, daß jene, die denken, daß der Vormarsch der österreichisch-ungarischen Truppen in Sertiien ein unaufhaltsamer ist, sich durchaus nicht täuschen. Es sei daher absolut nicht notwendig, auseinanderzusetzen, welche große Vorteile Bulgarien aus der FrcundsclM Hstcrreich-Ungarns und der Türkei ziehen würde. Das Vlatt hcbt dann hervor, dich die Türkei heute der Freundschaft Bulgariens sicher sei. „Aa Turauic" meint, die Reden der oppositionellen Deputierten im Sobranje tonnten kemcn Einfluß auf die Politik des Kabinetts Nado-flavov und die Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien ausüben, die herzlicher seien denn je. Konstantinopel, 23. November. .Tcrdjoumani-i-Haklikat" anerkennt, wie sehr richtig die Politik des Kabinettes Raooslavov sei, das statt sich von jenen, die Bulgarien gegen die Türkei hetzen wollen, in der sich lein Vulgäre mehr befinde, fortreißen zu lassen, sein Augenmerk ausschließlich auf Mazedonien richtet, wo die Vulgären die Befreiung erwarten. Selbst wenn Bulgarien irgend etwas mit Hilfe Rußlands erlangen sollte, so würde es ihm morgen dasselbe Rußland nehmen. Das Blatt ist überzeugt, daß trotz der Iutrigen der Opposition, die das Land ins Unglück stürzen wolle, die wirtlichen bulgarischen Patrio- ten diese Wahrheiten erkennen und ihnen gemäß vorgehen werden. Das Blatt glaubt, ebensowohl die Ereignisse wie die beiden europäischen Mächtegruppen drängen Bulgarien, eine endgültige Haltung einzunehmen. Wenn Bulgarien weiterhin zögere, werde es im Rückstände sein. Dic Angeliörigen der Dreiuerbandstnaten. Konstüntinopel, 23. November. Die Zahl der in kon-stllntinopel allein geschlossenen französischen Schulen beträgt 5A. Hiezu machen die Blätter die Bemerkung, eine so große Zahl von Schulen habe den türkischen Schulen illlnturrenz gemacht und sogar die muselmanische Jugend vergiftet. In Konstantinopel wurden ferner sechs englische und drei russische Schulen gesperrt. Die englischen, französischen nno russischen Schulen in der Provinz wurden gleichfalls geschlossen. Konstantinopcl, 22. November. Es verlautet, daß die in der Türkei loeilcnden Angehörigen der feindlichen Staaten nach einer von der Regierung gefaßten Entschließung voui heutigen Tage an dort verbleiben müssen, wo sie sich gegenwärtig aufhalten. Die Verdächtigen werden sofort deportiert werden. Konftantiuopel, 22. November. Wie „Terdjoumani Haklita't" erfährt, werden gemäß einer soeben getroffenen Verfügung die ausländischen finanziellen Unternehmungen unter die unmittelbare Aufsicht der Regierung gestellt werden. Die (Noloausfuhr ist strenge verboten und die Schlüssel der bei den Banken gemieteten Kästchen, die Ausländern gehören, loerden den Behörden ausgeliefert werden. Eintreffen des türkischen Oberkommissärs für Ägypten in Konstantinopel. Konstantinopcl, 23. November. Der Oberkom-misfär der Huhen Pforte in Ägypten ist mit seinem Personal hier eingetroffen. Die Couponzahlunyen. Kollstantinopel, 22. November. Entgegen den Gerüchten, daß die ottomanische Regierung beabsichtige, den Coupondienst der ottomanischen Staatsschuld aufzuheben, wird in unterrichteten kreisen festgestellt, daß die einzige von der Regierung getroffene Mcchnahme dahin geht, daß die Couponzahlung nicht an auswärtigen Plätzen, sondern ausschließlich in Konstantinopel zu erfolgen habe. Diese Maßnahme habe den Zweck, den Abfluß des Goldes nach den kriegführenden Staaten zu verhindern. Zerstörung einer Gedenksäule. Konstautinupcl, 23. November. Gestern hat in Beyoc am Bosporus die türkische Schuljugend nach Verlesung des Feiwa, betreffend den Heiligen Krieg, die zur Er-des Fctwn, betreffend den Heiligen Krieg, die zur Vertrages errichtete Gedenksäule zerstört. Albanien. Tirana gegen Essad Pascha. Durazzo, 21. November. (Verspätet eingelangt.) In Tirana ist ein Aufstand gegen Essad Pascha wegen dessen serbcnfreimdlicher Haltung ausgebrochcu. Der nach Ti-lana entsendete Polizcichef von Durazzo verkündete das Standrccht und veranlaßte die Verhaftung mehrerer Gegner Essnd Paschas. Durch diese Maßnahmen auf das äußerste gereizt, sollen die Bewohner der Umgebung in größerer Zahl gegen Tirana gezogen sein und die Stadt umzingelt haben. Als Vorsichtsmaßregel gegen ^ einen Vormarsch der Insurgenten nach Durazzo ließ Essad Pascha heute nacht durch ungefähr tausend seiner Anl.änacr die Höhen in der Umgebung und die Hauftl-eingänae von Durazzo besetzen. Der Verkehr nach Tirana ist eingestellt, die Telegraphenleitung ist durchschnitten. Der Seekrieg. Nussischc Minen im Schwarzen Meere. Peirloburss, 22. November. Amtlich wird gemeldet: Die russische Küste des Schwarzen Meeres ist bis auf eine Entfernung von 20 Meilen an zahlreichen Stellen durch Minen gesperrt. Die Eiw und Ausfahrt in den russischen Häfen des Schwarzen Meeres sowie in den Mündungen des Tnjcvr und des Vug und in der Straße von Ker5 ist bei Nacht verboten. Die „Glasnow" im Trockendock. London, 23. November. Die „Times" melden alls Newyort: Die brasilianische Regierung hat dem britischen Kreuzer „Glasgow" gestattet, das Trockendock in Nio de Janeiro sir dringende Reparaturen zu benutzen. Dem Kreuzer wurden sieben Tage zur Durchführung der Reparaturen bewilligt. Erplosion durch Azetylengas. Nom, 22. Novcniber. Um 9 Uhr abends erfolgte in dem an der Ecke der Marscheron-Strahe und des Far-ncscPIatzcö gelegenen Palais, in dem das Pensionat der Töchter der Maria Immaculata und die italienische Schule für Kirchenmusik untergebracht sind, eine Explosion. Dieselbe- war dadurch entstanden, daß ein Diener ein Badezimmer, in dem Azetylengas entwichen war, mit einer brennenden Kerze betrat. Infolge der Explosion wurde der Diener getötet. Sämtliche Fenster des Palais sowie der Nachbarhäuser wurden zertrümmert. Die durch die Erplosion hervorgerufene Detonation war fast in der ganzen Stadt gehört worden. Bahnunglück. Stendal, 23. November. Heute nachts ist der D-Zug Nr. 6 Berlin-Köln im Vahnhofe Schönhauserdamm auf einen auf dem Merholungsgclcisc stehenden Güterzug aufgefahren. Fünf Personen wurden getötet, 13 verletzt, darunter zwei schwer. Der Materialschaden ist erheblich. Die Ursache liegt vermutlich im Überfahren des Haltesignals. Mach Kchluß des Blattes eingelangt. Wien, 23. November. Wie das k. k. Telegraphen-Korrespondenzbureau erfährt, ist die von mehreren Seiten geäußerte Meinung, als ob aus der Höhe der Zeichnung auf die Kricgsaulcihe Schlußfolgerungen auf die Höhe des der Einkommensteuer unterliegenden Einkommens gezogen würden, schon nach der Natur der Sache und nach den organischen Einrichtungen nicht begründet. Berlin, 23. November. (Wolff-Bureml.) Vor elwa acht Tagen brachten englische und französische Truppen eine Nachricht, die auch in einen Teil der neutralen Presse überging, wonach im Englischen Kanal zwei, nach anderer Lesart drei deutsche Unterseeboote vernichtet worden seien, davon eines durch einen französischen Torpedobootzerstörer, der mit einer nur leichten Beschädigung am Bug in Dünkirchen eingelaufen sei. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, fehlt lein deutsches Unterseeboot. Sollten daher im Englischen Kanal Unterseeboote gesunken sein, so könnte es stch bloß um englische oder französische Unterseeboote handeln. Verantwortlicher Redakteur! Anton Huntet — (Boshafte Beschädigung.) In den Obstgärten der Besitzer Andreas Magajna und Johann Prelc in Senosctsch haben unlängst unbekannte Täter 16 Obstbäume abgehackt und vernichtet, wodurch die beiden Besitzer einen Schaden von über 150 X erleiden. — (Geld- und Uhrdicvstahl.) Dem 72 Jahre alten Müller Alois Golob in Loke bei Littai wurde dieser-tage aus seinem Schlafzimmer ein Geldbetrag von über 60 /< und eine silberne Taschenuhr samt dünner Silber-lette, an der sich ein alter Taler als Anhängsel befand, durch unbekannte Täter entwendet. — (Brandlcauna..) Der 57 Jahre alte Taglöhner Franz Mmek befand sich seit mehreren Monaten bei seiner Schwägerin, der Besitzerin Frcmziska Mac-ek in Radlck, Gemeinde Oblak, wo er Kost und Wohnung als Auszügler genießt. Am 13. d. M. vormittags entstand zwischen ihm uud seiner Schwägerin ein Wortwechsel, wobei ihm die Schwägerin angeblich verschiedene Vorwürfe machte. Ails Ärger darüber ging Maöek in die Dreschtenne und zündete dort absichtlich einen Haufen Stroh an, woraus eine Feuersbrunst entstand. Das Feuer griff rasch um sich und vernichtete die Dreschtenne nebst einer großen Doftftclharfc sowie zwei Nachbars-objekle nebst einer großen Menge von Fultcrvorräten. Der Gcsamtschadc beträgt über 7400 /v. Der Brand-leger wurde dem Bezirksgerichte in Laas eingeliefert. — (Gestügeldiebstähle.) In der letzten Zeit lamen im Bezirke Stein mehrere Geflügeldiebstähle vor, die nach Art ihrer Ausführung von Zigeunern verübt worden sein dürften. — (Schwer verletzt.) Der 35 Jahre alte Besitzer Franz Kopriv>el aus Vrh wurde diescrtage in einem Gasthausc in Mötlnig von einem Besitzers söhne, mit dem er aus unbekannter Ursache in einen Streit geraten war, mit einem Küchenmesser in den rechten Oberschenkel gestochen und schwer verletzt. Hiebei wurde ihm die Schlagader durchstochen, was einen großen Blutverlust zur Folge halte. — (Einbruchsdiebftahl.) Ein bisher unbekannter Täter stieg unlängst über eine Leiter in die im ersten Stockwerke gelegene Wohnung des Besitzers Josef Pint-bach in Nntschach und stahl verschiedene MänncrNeider, Schuhe sowie Stiesel im Werte von über 120 /v. — (Verstorbene in Laibach.) Wilhelm GerZal, Han-delsdiencrssohn, 22 Monate,- Michael Vavftoti^, Tisch-lergchilfensohn, ^ Stunden; Marianna kwlar, Keusch-lersgattin, 52 Jahre; Ioscfine SvetliM, Magd, 22 Fahre. I,-t der Z><»,nl'lirch<,'. Morgen findet in der Tomkirche um 9 Uhr anläßlich dcr Generalversammlung des Diözesan Cäcilicnver-eines ein feierliches Hochamt statt. Hi'ebci werden folgende Kompositionen aufgeführt werden: „Missa sera-fthica" von l". Hu^olin Sattner, Graduate „Dilcristl" von Dr. Franz Kimovcc, Offertorium „Offercntur" von Dr. Franz Witt und ein Tedeum von I'. Gries« bach er, Op. 108. Lmbachcr Zeitung Nr. 289_____________________^_______2368__________________________________24, November 1914 Die Kriegsanleihe ist das vorteilhafteste Anlagepapier! I ihn I......... ¦ CJTl Bull** ihiiiiimii ihi Meteorologische Veobachtungen in Laibach Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm k M ?D ft MNV >..V',. W y« s u ')i 730 9 00 SVD. schwach bewslk ^ 9 U. Ä^.. 3l k -16 W. fchw.ich 241 7 U. F. < 30 b> -1 4> SW. schwach > . > 2 3 Vas Lngesmittel der gestrigen Temperatur betrag: -0-9» Normale 19». Gestern Schnee, Graupeln nanzer Tag, auch nachts, schwach. Alteste COGNAC-Marke der Monarchie Graf Stefan Keglevich mor. BUDAFOK m™ 6 * Ärstlloh empfohlen. Aas allen Ausstellungen mit Ehrendiplom ausgezeichnet. Überall erhältlioh. jjnte, frische, böhmische Blut- und---------- = Icberwürstc sind jeden Dienstag und Freitag zu haben. Braten von jungen Schweinen, feines geselchtes fleisch, saftige Krenwürstcl und Safaladi sind zu haben bei 4021 1 j. ehalupnik, Stari trg 19. 4046 Št. 21.45(5 Ustanova za osirotele otroke. Oddali se bodeta dve inesti Jožel« «fallenove ustanove za osirotele otroke, vsako mesto po 84 K na Jeto. Pravico do te ustanove imajo retni otroci, katerim so stariSi umrli in ki so rojeni v farah Marije O/nanjenja, sv. Petra ali sv. Jakoba v Ljubljana Ustanovo se sme uživati od rojstva do izpolnitvo 14. leta starosti. Od variha podpisane prošnjo j« vlagati pri vložiicin xapiNiiikn mctrtueg» magistral» najkasneje do vštetega 12. d7 Gmil Wast S. Maria Archangela Oberrevident der l. l. ftno. Südl'ah» zrarmrlitriinnentloster. Mailing lsntel, Kranzspenden werden auf Wunsch der Verstorbenen dankend abgelehnt. 2tüdt, Bchattimssianslal! Malbuch Damen-Sportsakko Mädchen-Sportsakko -.., Raglans ¦ In giter nuswafil bei Grièar&Me aè Laiboch, Presernoua y ica 9. Seinen Siegesy.ug macht gegenwäriig überall, wo Musik gespielt oder gesungen wird, der neueste Schlager : Gold gab ich für Eisen! Kriegslied von Hans Endres. Musik von Hans i frankowski. Ein ergreifendes, sehr schönes Lied. Ausgabe für Klavier und Gesang K 1*80, mit Posteusendnng K 1-90. Vorrätig in der 4026 3—3 Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach, Kongreßplatz Nr. 2. Druck und Verlag lion Jg. v. Klein mayl H Fed. Bam bei q.