LmbacherWMtung. Nr. 42 Pränumevationspiei«: ^m (lomptoll ganzj. fl. ,,, halbi. fl. 5.50. Für die Zusttlluilg m» Hau« halbj. 5U lr. Mit der Post ganzj. ft. 1», halbj. fl. 7.50. Dienstag, 22. Februar 5!nseil>on«gebühr bl« !« Zeilcn : imal Sl) tr., lm. 80 lr., 3«. 1 fi.z sonst Pi. Zeile im. «ti., »m.« lr., »m. lN lr. u. s. »0. Inserll,n«ftc«Ptl jcdc»m, 30 ls. 187U. Amtlicher Theil. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. d. M, der Lonisc Frriin o. Hcnniger cine!, im Hradschiner Dame»,« stifte zu Pr.iss eilcdlgten Sliflungsplatz allcryliädigft zu verleihe« ges!,hf. Der Iustizminister Hal die Bezirlsrichter Wilhrlm Schrei ter von Friedland nach Elbogen und Edund Honl von Neudel nach Tepl über ihr Ansuchen übcr-sctzt und dci, StaatsanwnIlSsnbstituten Joseph Ponz zum Bezirtsrichtcr in Ncudel ernannt. Der Iusti^minister hat dcn mit dcm Titel und Charakter cincs Bezirlsoorslehers dctlcidctru Gczirls-gerichlsadjnnclcn in Frohnlciten Raimund Nouackh zum BezirtSrichlcr in Ober RadtelSburg ernannt. Der Instizministcr hat den Bezntsgerichtsadjuncten von Fcldbach Alois Nesch zum VezirlSrichlcr in Haltberg cruannt. Nichtamtlicher Theil. Politische Uebersicht. Laibach, 21. Februar. Der montenegrinisch.türkische „Weide conflict" wird gegenwärtig in dcn auswärtigen Blättern vielfach besprochen und hicbci mehrfach erzählt, der Vorschlag auf Nentralisirung dcs Striches Vcli-Malo-Nrda sei von Oesterreich ausgegangen. Die „Presse" hört im Gegentheile, daß der Vorschlag auf Neutrnlisirung dcr in Frage stehenden Viehweide nicht, wie dort blchanplct werden will, von Oesterreich, sondern vielmehr von Rußland ausgegangen und daß das österreichisch - ungarische Cabinet dcm entgegen, „ungeachtet des wohlwollendsten Einvernehmens mit dem russischen Vcilrcler," diesen Vorschlag seinerseits nicht acceptircn lönntc. Es wollte sich nicht dazu verstehen, dcr Pforte die volle Verzichtlcistung auf einen ihr ganz unzweifelhaft cigen-thumsmäßig zustehenden Landstrich zuzumuthen, blos aus dem Grunde, weil die benachbarte Nahia Pipcri daS ihr zugesicherte freie Weiderecht garantirt habcn will. Das österreichische Cabinet habe daher, heißt es, unter Ablehnung des russischen Vorschlages bei der Pforte nachdrucklichst dahin gewirkt, daß man dcn Bewohnern dcr Nahia Pifteri in Bclrcff dcs ihncu zugestandenen Wcidercchleö in entsprechenden Garanlicn die gewünschte Beruhigung biete und durch möglichst conlanle Bchand-lnng diesen an sich unbedeutenden Incidcnzfall rasch beseitige. Dieser frcnndnachbarlichc Rath, in Betreff dessen sich unser Cabinet mil den Westmächlen in vollster Uebereinstimmung befunden, wird allem Anscheine nach ''' Constanlinopcl auch die gcwünschlc Würdigung finden. Das Entlassungsgcsiich des Fürsten'Ho he n-lvye wurde, um bereits telegraphisch signalisirt worden, vom Könige angenommen. Mit dcr Führung dcö Mi> lMlenums des Aeußcru soll StaalSralh Da^cnbcrger ltttcrunlilisch betraut, die Mimslc^Präsidcntschaft vom ^l,ni>lcrium dcs Acußern getrennt nnd den, ältesten dcr dcrmaligcn Ministcr übertragen werden i so versichert neuerdings, frühere ähnlich lautende Angaben bestätigend, die ..Südd. Presse." Ans München, l^). Februar, wird uns gcschne^ bcn: „Die Adreßdcbaltc dcr Kammcr dcr Abgeordneten halte also im Ganzen und Großen das erwarlctc Re« N'ltat - cincs MißtraucnSvotumS, abcr nnr gcgcu Fürst vohcnlohe nllcil,; nicht auch, wie die frühere, viel euer» g'Ichcrc dcr ttnmmcr dcr Rcichsiäthc rincs solchen geacn vli> ^"'slerimn °h"c Ausnahme. Auch die Dc-jts,ii" ^.°"^b^ordnclen. welche dic Adresse Sr. Ma< nommei, ^ "'U uderrcichcn sollte, wnrdc nicht angc-tcincrlei N.^^'^' ^ Adresse selbst, und erfolsstc auch br« 't'önigl, Obc>ccrcmo»icnmci. Weise den Rci^r -5 ""lctzcndcr und inconslilntioncllcr U7 dcmot^ "'«l^'"'!!^ ^,. Ein hie. weist mit Rccht daran in w./'l^ "V'^ ^ ^dSchanspielerin^n^^e^^,^^^^^ w.e schwer es den Vertr^rn des Voltes halte, bis zum Throne zu dr.ngcn D.c fortschrittlichen (p.cnß,sclcn) Blatter Mln »«türl.ch nbcr Lie pol.tischc Eonscqucnz der ssrone — mm, von solchen „Liberalen" ließ sich solch' „constilutionclles" Loblied erwarten; aber incikwürdiger Weise nehmen die patriotischen Glätter diese wiederholte geringe Vclücksichtigung dcr gesetzlich durchaus berechtigten Kuudgebuug ihrer Ansichten viel ruhiger auf. als mau erwarten dürfte. Es scheint, als sucht diese Partei einen rüoäus vivsnäi, mit der Krone zu finden nnd hoff!, durch möglichst gelindes Aufllelcn dcn König allmälig überzeugen zu können, daß sie keineswegs gcacn scin persönliches Regiment vorcingfnommln ist ~ wie mit schr anfsallcndcr Beharrlichkeit scilenS des pteußischen Preßbureauz- in durchaus icndcnziöscr Weise in allen mög« lichen in« und namtnllich ani«ländischen Blättern mitgetheilt wurde und wiederholt darüber die fabelhastcstcn Dinge erzählt. — Fürst Ho^nlotic wnrde clst ganz kürzlich in der AugSbmgcr „Allgcmcincn Z^üung" mit Anerkennung nnd Lobpieifung nlicrschüttct; l'ic hiesigen gclescnstcn Blätler dcr For l^48cr Rcpnblit, der 24. Februar, vor dcr Thüre ist. ;u eincr Wiederholung de> lctzlcn stUrmischcn Sccncn kommen wird, Dic Aiillanckammc,- dcr Nllnto ^mn' 60 .lukticu hat ihren Beschluß gefaßt, welcher dcn Prinzen Pctcr Bonaparte vor dic lilmw lüom' verweilt, unter bei doppelten Antlags, untcr crschwcrcndeu Unlständcn Victo« Noil gelödtcl und lilric d^> Fonviclle zu tödtcn vcisnchl zll habcn. Die Gerichtsverhandlung wird wahrscheinlich in Tvnls staltfindrn, um Nnrulilü, dic wählend dn Verhandlnug in Paris leicht cnlstchcn könnten, zu vcr-mciden. Die „Lilicitc" mcldct: Prinz Pclcr BonaMlc wählte Lcronx nnd Demande zu Verthridiacl». Dcr „UnivcrS" vssöffrnllicht folgcndcS Telegramm ^inS Rom vom 17. h. V^.: Bei dcr Eiöffnnng d^r ?l usstell u n g fagtc dcl P a p st in Äcanlwmlun,< dci Ansprache deS Cardinals Bcraidi Folgendes: Ich habe die Ausstellung gewünscht, nm zu zeigen, daß die Re liglon die inspirillnde Gebieterin der Künste »st; sie ist in Wahrheit nicht eine Idee, sondern ein Princip. Nach dcr Ansicht Einiger müsse die Religion sich mit den Zcitcn ändern und ihr 1789 haben. Ich aber saue, daß dicS eine Gotteslästerung ist. D>r Religion Christi steht mit Christus; so war sie von allem Anfang her. Der Mahnung dcs französischen Ministers Daru. das Concil zu vertagen, ist die Ausführung aus dem Fuße gefolgt. Anch die kirchlichen Organe, wic „Danica," vtstäligen dle Vcllagung. Ucber dic Infnllibilät läßt sich abermals eine gut katholische Stimme vernehmen. Dr. Sepp sagt in cincr „an das valicanische Concil" gerichteten Schrift: „Kirchlich? Rcformentwürfc, beginnend mit dcr Rlvision dcS GibcltVmons" übcr die neuesten Projccte Roms: „Die höchste Kirchengcwall will kein Katholik in Frage stellcn, spräche man doch nur von der Autorität! Aber der Name der Infallibilitä't ist nothwendig dcr Stein dcs Anstoßes und Aergernisses, und wehe dem, der Aergerniß gibt!... „..Ihr werdet sein wie die Götter!"" lantct nichl cinc himmlische, sondern eine dämonischc Eingebung. Die Vergötterung dcr römischen Imperatoren hat nicht zum Heile dcr Welt, noch der Kaiser geführt, und welchen Gewinn soll die Menschheit aus der nencn vieldeutigen Unfehlbarkeit ziehen? ES fällt auf. wie oft in der Geschichte kirchliche Würden, träger, namentlich untcr den lateinischen Völkern, die Be» fördcrcr dcs weltlichen Despotismus waren, der auch dogmatisch kategorisch auftritt. . . . Nie nnd nimmer darf das kirchliche Oberhaupt zum Dalai Lama dcs Abendlandes werden. . . . Nie und nimmer werden wir einen fortgesetzten Logos, eincn Papst als OssenbarungSprincip und Kirchcnoralel, annchmcn dürscn. Nur Christus, nicht sein Pontifcx, kann persönlich Gegenstand dcs Glaubens sein. . . . Man greife zu den Blitzcn des Vatican, diefen höchsten Ehrgeiz durchzusetzen — solche Anerkennung läßt sich nicht erzwingen. In dicseS Kanonen-fcncr arfichit, wcrdcn auch dic lrcucsten Anhänger RomS ;nn, Wcnlfcn gebracht und mit t>cst»m Gewissen nicht weiter folacn löiinen, . . . Dri, l'rsoimcnstcn Katholiken bleibt cine derartige Sclbstiibcrlicbunci cin Greuel, und die Anßcrkirchlichcn werden an die Apokalypse erinnert. Durch dic fattischc Institution eincS ciusschlil'klich italienischen Kirchcnrcgimcnts, durch cin untrüalichcS, mit einfachem Sprnche dogmatisch entscheidendes Oberhaupt würdc in dcr Rückwirkung, das ist vorauszusehen, die Ausbildung mchr in sich abgrschlosscner Nationalkirchen provocirt, und ncbcn dcr gallicanischcn und anglicanischen dürfte unwillkürlich cinc germanische sich unircn. . . . Nicht irren wcrdcn wir in dcm Satze: daß auch die Hierarchie nicht ohnc Popularität regieren kann. . . . In tausend Jahren hat man nicht so viele Dogmen statuirt, als jetzt unlcr cincm einzigen Ponlificatc, nnd Niemand, außer dcn Herren in Rom, äußcrlc Verlangen darnach. .. DicErllärung deS neuen Dogma würdc für Freund und Feind das erste Signal zum abermaligen Sturze dc« Iefuitcuordens geben!" So eine streng kirchlich gesinnte Slimmc, anf dic darum wohl auch in katholischen Kreisen gehört wcrdrn wird! Aus Irland liegen folgende Nachrichten vor.-„Bei dcr Vorwahl in Londonderry, dcr „jungfräulichen Stadt," ging cS ziemlich lebhaft her, und wären nicht starke Polizei' und Militär-Abtheilungm zur Stelle gewesen, blutige Köpfe hätte cS sicher gegeben. So aber beschränkte dcr Pöbel seine Wirksamkeit darauf, daß er die beiden liaudidaten ncbst ihren Anhängern nichl zu Worte kommen ließ. — Die Händcschau fiel fur den Attorney. General. Mr. Dowse, ans. ^ I" einer Schmiede in Cork hielt die Polizei Nachsuchunss nach Waffen und fand anßcr cincm amerikanischen Hinterlader noch i:^0 Patronen. 30 eiserne Piken und meh. rere Büchsen Pulver in einer- ManerlMung verborgen. Der Schmied, Maloncy mit Namcn. ncbst seinem Sohne wurdcn verhaftet, und der letztcre suchte mehrmale zu entkommen und griff die Polizei mit einem schweren Eisenhammer an. Sitzung dcs I!igcor>nrtcnhausc5. Wien, 19. Februar. Bevor das Haus an die Berathunq des Erwerb-stcucraesctzcs ging, intcrpcllirten Abg. GrochoM und Genossen den Handclsministcr rveqen der überhandnch. mcndrn Unglückssällc anf drr Lembcrg-Czernowitzcr Bahn und dcr anf derselben stattfindenden Transporl-VcrMe. rungen. 284 In der Generaldebatte über die Erwerbstcuer nimmt nur Minister Vreslel das Wort. Er präcisirt den Charakter der Personalcinlommensteuer dahin, daß dieselbe von jedem besteuerten Einkommen, ob dasselbe von der Grund- oder Erwervstcncr getroffen wird. erhoben werde, es sei also tein Grund vorhanden, die Berathung de« Clwerbsteucrgesctzes zu vclschicben. Die Personal-Einkommensteuer soll im Allgemeinen cinc Progressiv-steucr sein, sie wird dic große Mehrzahl der Steuerträger gar nicht berühren, nur dcn kleinere», wohlhabenderen Theil wird sie treffen. Durch die Erwerbsteuer wird eine Entlastung der kleinen Gewerbsleute, die sehr klagen, stattfinden. Die gegenwärtigen Zustünde sind solche, daß er nicht den Muth haben würde, eine Erhöhung der Erwerbsteucr vorzuschlagen. Man ist auch seinerzeit zur Erhöhung derselben zum Vehufc der Deckung des Deficits erst dann geschritten, als das Haus die vorgeschlagene einmalige EinHebung der Vermögenssteuer abgelehnt hat. Das vorliegende Gesetz legt die ganze Besteuerung in die Hände der Steuerträger. Man sagt, daß dies ^ den Steuerträgern große Mühe auflegt, nun, wenn man Selbstverwaltung will. so muß man auch die Mühe der Selbstverwaltung auf sich nehmen. Die angeführten Gründe führcn alle nicht zum Antrage auf Vertagung, sie rechtfertigen nur AmcudementS zu einzelnen Para« graphen. Man hat dcn H 19 beanständet. Dieser Para< graph bezwcckle aber nichts, als dcn Eommissionen Anhaltepunkte zu gewähren. Man hat die Cinheliung der Steucr von den Arbeitern beanständet. Aber schon heute sind die ^eutc mit einem Einkommen übcr 600 si. be» steuert und dic Lohngeber verpflichtet, die Abzüge zu machen. In der Sleucrfrage ist die Regierung vor allem oerpftichtet. Gerechtigkeit walten zu lassen, denn es wäre das Verderblichste im Staate, eine ungleiche Steueroer-theilung walten zu lassen. Es wird zur Abstimmung geschritten. Äbg. Bill ul ich beantragt die namentliche Abstimmung. Der Antrag wird augenommen. Der Vertagungsantrag wurde hierauf mit 84 gegen 47 Stimmen verworfen. Es wird somit in die Specialdeballe eingegangen. H 1 wird ohne Debatte angenommen. H 2 handelt von den drei Erwerbsteucrclassen. Ueber diesen Paragraph entspinnt sich eine lange Debatte, an welcher sich die Abgeordneten: Schier, Rech-bauer, Waidelc, Dürkheim, Wolfrum, Lohninger, Wieck« hoff, Perger, Lippmann, Stamm, Kaiser und der Finanz-Nlinister beth iligen. Letzterer erklärt, es sei sclbslver-slündlich, daß Erwerbsvereine, die keinen Gewinn erzielen, auch von der Erwerbsteuer befreit sind. Der Para« graph wird hierauf mit einem siylistischen Amendement angenommen und die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung Montag. Parlamentarisches. Wien, 19. Februar. Vlessiernngsvorlage Dlc heute vom Iustizmiuister eingebrachte Regierungsvorlage begehrte eine Vermehrung des diesjährigen Aufwandes für die Justiz um 50.403 ft 94 kr. Mo-tioirt wird dieselbe mit dcr aus Anlaß der Aufhebung der Militärgerichte mit l. April d. I. eintretenden Per» sonalvcrmehrung bei den?andcsgcrichten in Wien, Prag, Graz und Kratau und durch die für denselben Zeitpunkt in Aussicht genommene Personal- und Gehallssystclni- sirung für da« Wiener Depositenaml; endlich durch die Gagenerhöhung für dic Osficicre des Militärwachcorps bei den Wiener Civilgerichten und durch den Iustizneu» bau in Wels. Bndgetausscbuft. In der vorletzten Sitzung wurde das Gudgct des ^andesverthcidigilngSminisleriumS durchbrrathen. Ueber die Petition dcr Unioersitatbidliothetsbeam-ten wurde beschlossen, dicfclbc mit Befürwortung um Erhöhung der Gehalte dcr Subalternbeamtcn schon im Budget des nächsten Jahres der Regierung abzutreten. Das Gesuch der Stadt Graz um Erlassung des Commuttalbeitrages per 8000 fl. für die Universität wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Für die Erhaltung des alterthümlichen Gebäudes Sugenitz in Kralau wurden über die Petition des Krakauer Gemeinderathes 5000 si. bewilligt. Dr. Kaiser referirte über das Cultusbudget; er äußerte die Ansicht, es sei nicht Aufgabe deS Staates, Klöster zu dotiren, nnd beantragt die Streichung der diesfälligen Beiträge. Ebenso äußern sich dic Abg. Dr. Franz Groß, Dr. Pergcr nnd ^ohninger; letzterer fragt den Cultus»,mister, ob nicht die Veeidi« guug der Kirchenfürsten und Geistlichen auf die Verfassung angezeigt wäre, unter Hinweis darauf, daß Geistliche dcS Stiftes St. Paul in Kärnten darum eingeschritten feien. Wickhoff beantragt, fchon in das ^nächste Budget für Nonnenklöster nichts einzustellen. Leonardi spricht sich auch gegen die Beiträge zu dcn geistlichen Correctionsaustalten aus. Ezerlawsli: Die Regierung ersetze den galizischen Klöstern nur das Vermögen, welches sie durch Schuld der Regierung verloren^ hätten; erfragt, ob die Regierung bei dcr Einstcl'! l lung der Subvention für die Earmelitcrinnen in Kralau ^ beharre? ! Der Referent erklärt den Antrag Wickhoff für zu !weit gehend, Minister Dr. v. St re may er spricht sich für den Antrag des Referenten aus, daß alle Geldbewilligungen, dic nicht auf rechtlichen Titeln bafiren, zu eliminiren seien, für die Medicanlenheiträge bestehe eine rechtliche Verpflichtung nicht. ! Die Beeidigung auf die Verfassung wird auf die politische Haltung der Kirchenfürsten keinen Einfluß nehmen. Dagegen liege es im Interesse der Regierung, Conflicte zu vermeiden. Der Antrag Wickhoff wird abgelehnt, die Resolution des Referenten angenommen. Darauf beantragt Abg. Wickhoff, die Güter Gleingt und Garsten 'zu verlaufen. Dnrüber entspinnt sich eine längere Debatte, die mit dcr Ablehnung des Antrages endet. Ein vom Referenten beantragter Ab' strich von 4000 fl. für dcn SeclforgclcruS in Dalma« tien wird über Einsprache des Ministers, der die civili-satorische Mission des dalmatinischen CleruS betont, nl> gelehnt. Tagesneuigkeiten. — (Prufuugstaxe fUr die Maturitätsp ru> fungen an Staatsgymnasien und Staatsrealschulen.) Die Directionen der Staatsgymnasien und Staatsrealschulen sind ermächtigt worden, die PrUfungs-laxe, welche von den öffentlichen EMlern für die Maturi' tälsprufung in dem Betrage von 3 st. 10 tr. zu entrichten ist, auf den Hetrag von sechs Gulden zu erhöhen. Von dem Erläge dieser Prilfungstafe sind jedoch die von dem UuterrichtSgeldc befreiten Echlller zu dispensiren. Den Erhallern jener öffentlichen Obergylnnasien und Oberrealschulen, welche nicht Staalsanstalten sind, bleibt es frei- gestellt, diese Verfügung an den von ihnen abhängigen Mittelschulen zur Ausführung bringen zu lassen. — (Die allgemeine Arbeitseinstellung der Wiener Setzer) hat Samstag Mittag stattgefunde», nahezu 1100 Seher aus allen Druckereien hörten auf zu arbeiten, und ist somit der Tirite der Gehilfen in vollem Gange. Der größte Theil des Maschiueupersonales hat sich dem Strike nicht angeschlossen. Die Samstag-Abend-Älätter wurden durch jllugcrc Scherkräfte, welche dem Gremium zu Gebote stehen, durch Factoren, dic zum Winkelhaken gegriffen haben, und durch eine Anzahl von Setzern, die zu anderen Beschäftigungen übergegangen waren und sich nun freiwillig gemeldet haben, hergestellt. Die Wienrr Souutagsdlätter bringen gleichlantende Erklärungen des Zei-lungscomit<> über das bereits erwähnte Uebcreinkommen. Das letzte Wort der Zeitungscigmthllmer ist, nach Zurückweisung aller anderen Forderungen, eine Erhöhung dos Zcitmlgölarifes vuu 19 auf 21 lr. DaS Uebereintummeu der Buchdruckern- und Zettullgseigenthllmer snicht zu verwechseln mit der (5ouv<.'utiou dcr Iourualherausgeber) enl' hält folgende Bestimmungen: Es dürfen keine Separat» Unterhandlungen der Principale mit den Gehilfen stattfinde», beim factischen Einlritle der Arbeitseinstellung wird gegenseitige solidarische Aushilfe gewährleistet, die Gründung eines PcnsionsfundeS für Gehilfen wird in Aussicht ge-nomtueu, die Errichtung einer Schule für Setzerinnen wird angestrebt, ein österreichisch-migarischer Buchdrucker-Principal Verein wird constituirt, die Revision des jetzt geltenden Tarifes wird einem aus fechs Mitgliedern bestehenden (5o< mit«?, in dem Buchdrucker, Schriftgießer und Iournalhercn'.s' geber vertreten sind, zur sofortigen Berathung überwiese»'. Ein Pönale von 500 st. für die Uebertretung jeder ein zelnen dieser Punkte wird festgesetzt. Das Executivcomilö, bestehend aus dcn Herren Engel, Holzhausen, ^ott, Mayer, Szeps, Wallishauser und Zamarsti wird während der Dauer des Strikes die nothwendig werdenden Maßregeln zur Durchführung der erwähnten Vereinbarung treffen. Am Dienstag früh beginnt die Ausgabe der „Allgemeinen Bei' läge der vereinigten Wiener Blätter," die allen Zeitungen, deren Hauptinhalt auf Leitartikel und Feuilletons beschränkt wird, beigegeben werden soll. -- (Au« Nrbeiterlreisen.) Der „Mähr. Corr." schrobt aus Brunn: Der Zeitpunkt ist endlich gekommen, wo selbst den lreuesten Anhängern des socialdemokratischen Deklamators Mühlwasser die Augen aufgegangen sind. Der Zauber semer Persönlichkeit hat auf die Arbeiter zu wirken aufgehört. Die Entrüstung über das unt ihnen getriebene Spiel ist bei den Arbeitern eine allgemeine, und wie wir huren, sollte bei der gestern beim „weißen Kreuz" gehaltenen Nrbeiterversammlung derselben Ausdruck verliehen werden. Wenige Wochen haben genügt, um diese» Umschwung zu bewirken. Und doch wußten es früher sch°" Mehrere, welche Vergangenheit Mühlwasser aufzuweisen hatte, und schwiegen dazu, daß fast alle Gelder, welche sich -die Arbeiter abdarbten, zu seinem Nutz und Frommen ver» wendet wurden, ohne daß über die Art und Weise der Verwendung jemals eine Rechnung gelegt worden wäre, die eine Prllfung bestehen konnte. — (Einsturz.) Aus Egenbach bei Maissau wird von, t4. d. M. geschrieben: Gestern in der sechsten Abendstunde ereignete sich Hieselbst ein entsetzliches UnglUck, dem leider zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Zur vorbenannten Zeit passirte der Großfuhrmann Ignaz Iesselet mit einem schweren kastwagen diese Ortsgemeinde. Als ei auf der Über einen Graben führenden Brücke angelangt war, stlirzten die Pfeiler derselben ein und der Wagen sammt seinen 2 Begleitern stürzte in den 2 Klafter tiefen Straßengraben Mit Blitzesschnelle verbreitete sich die Kunde vo>» diesem Unglücke von Haus zu Hau«, worauf fast alle Bewohner herbeieilten. Leider war alle Hilfe vergebens und _______________________ __________ Uebersicht der meteorologischen Varometerftand in Pariser Linien Wörme nach «eaumur "s^V^ »f t d e r ^ N n ft e " ""> " rcoucin -—,______________________________in Pariser Linien Abw^ Abwei. ! --------».------- > ' ' Vtonat MW' chung Mit! chung ! U.^ , , l""^,°^^ böchftl! litfftll ,«edes^.^'! ^^ ' lleinfte lere des ' grüßle ^ kleinste MonatS »Normals Monats! Normal! Man«»« l l Mittel !___________________________________ j Mittel j ^un»!» ^ Jänner . . . 329^ ,^-2.»7! den 19. ! 332.sa! den 30. ! 325.« - 2.«! - 0.-! den 31. 4- 5.0! den 24. !-I5.4 l.°? den 30. 2.9. ! den 24. ! 0." Februar . . . 327.^-4>(j.97i .. 5. u. 6. 332.^ ,. 28. ! 322.« -l-4.l ^ 3., „17.^10.« ..15.-3.« 2.,«^ .. 2. 3.4« ..15. 1'^ März. . . . 321.N -2.8<. ..5. 325.71, „ 12. ^ 316.54 ^. 2., i-0.5. .. 19. _^().' .. 6.-4.« 2.«°! ..29. 3.29 '.' 4' 1^. April. . . . 326.°" ^0.!"! ..13. ^330^ .. 18. 3i8.ul -7- 9.-!-l-1.4 .. 13. _l_i9.? .. 1. — 0.» 3.g> ..10. 5.ni " 1. 1.». Mai .... 325.^-0.25. „23. '327.5.5^ ., 16. 322.<" -j-13.^-l-1.° i „ 30. -«-23.^ .. 2.^-3., 4.?4 ..29. 6.w ^ 2. 2.»- Iuni . . . . 326.39 j-l-0.22 „ 7. 330.0«! ,. 19. 323." -5-12.« ^ —1.9 ^ «.-»-20.» „18.^-7.5 4.«»! ..,4. si.« "15. 3.0, Juli .... 326.7« -i-0.,"! ..II. !329.^ ., 4. 324.13 -j-16.5 ^_i.^ ., 31. -s-25.u „25.-^-11.' 6." .. 9. 8.7« „24. 4." August . . . 326.71 -j-0.51 „28. ,329.2»! „ 10. 321."« 4>14.° — i.u^ ^ 1. -»-26.!- „12.^-5.2 5.n .. 1. 7.7» „12. 3." September . . 327.«,« -»-0.,»i ., 4. ,329.«' „ 21. 322.'5 -1-11.8 —0.4 iß. _»_19.<> < „ 5.^.3.« 4.^ „15. ß.« 5. 2." October . . . 327.,- -1-0M „ l2. 331.5< .. 27. 321.-" -»- 5.7 > - 2.»! .. 1. -»-19.« j ^31.^4.4 3.0. „ 1. 5.,, "31. I." November. . . 325.97! —0.57 „18. 332.,« „ 4. 319."' -l- 1.« — 1.« z ^ 10. > «.«i .. 13. — 7.« 2.l» „29. 3.« " 13. 0." Decemder . . 325.«,! — 1.'3l .. 6. '333..« ., 2. 319.<" -> 0.4 -^. 1.,! ^17.^.5.4 ^30.-5.0 2.04 .' 15. 2.a? „30. l." Jahresmittel :^,, !gg^, 3^,, ^7^ ^6.« !-15.4 3.«, 8.7« " 0." > i 265 erst nachdem man noch zweistündiger Arbeit die Holz- und Eisenstucke beseitigt hatte, fand mau sowohl den Fuhrlnccht Peter Klepp so wie den Großfuhrmann als verstümmelte Leichen unter den Vrückenlheilen. Die Verunglückten sind Familienväter und es hinterläßt Lesselel eine Witwe mit sechs und Klepp eine solche mit fünf unversorgten Kindern. — (Ein Opfer der Kälte.) Wie man aus Preßburg erfährt, hat sich dort der traurige Fall ereignet, daß eine arme Frau, etwa 45 Jahre alt. ihres Zeichens eine Handarbeiterin, vor Hunger und Kälte wahnsinnig wurde und in der Nacht in daS allgemeine Laudesspital gebracht werden mußte. Wie erzählt wird, arbeitete die Arme von 7 Uhr Morgens bis 11 Uhr Nachts und verdiente in dieser Ieit etwa 30 Neutreuzer, wovon sie noch ein Kind erhalten sollte! -^ (Wölfe.) Aus Lipt6-Szt.-MitlSs wird mitgetheilt, daß im Arväer und Liptauer Comitatc sich seit der vorigen Woche in Folge einer Kälte von 28 bis 30 Graden große Rudel von Wölfen zeigen, welche auS den Karpathen via Rosenberg und Thurdostin vordrangen und bedeutenden Schaden und noch mehr Schrecken verursachten. Im letztgenannten Orte wurden zwei dieser Bestien erlegt. — (Parlamentarische Gepflogenheiten.) UuS Paris wird gemeldet: Zu Anfang einer der letzten Sitzungen wurde ein Sturm befürchtet, der aber noch gnädig abgewendet worden ist. Im Berichte über die Sitzung steht nach der Bemerkung des Präsidenten Schneider: „er rufe Herrn Ferry blos deshalb nicht zum zweiten Male zur Ordnung, weil er seinen höchst aufgeregten Zustand berücksichtige," im „Journal officiell" in Klammern die Bemerkung (Zeichen der Billigung). Nun wollten zwei, fönst ziemlich unbekannte Deputirte den Präsidenten Schnei« der wegen dieser falschen Charalterisirung der Haltung der Kammer interpelliren, da uach ihrer Meinung „Kundgc-l bungen im verschiedenen Sinne" hätte dastehen mkssen. Aber man begab sich mit ihnen zum Drucker des officiellen Journals" und derselbe hieb den gordischen Knoten der Interpellation auf die einfachste Weife durch. Herr Wintersheim erklärte nämlich: es sei nichts als ein Druckfehler. Man muß nun wissen, daß zur Bequemlichkeit ber Herren Seher diese Art Censuren der Kammerredner stereoty-pirt, respective clichirt sind und jedes dieser Clichsö befindet sich gerade so wie die einzelneu Buchstaben in seinem besonderen Jache. Der Setzer hat nun, anstatt in das Fach Nr. 13, wo „Kundgebungen in verschiedenen» Sinne" sich befindet, in das Fach Nr. 4 gegriffen und fo die gerügte Censur zu Stande gebracht. Da sieht man also, welchen Zufälligkeiten officielle Kammerberichte unterworfen sind! Spaßes halber theilen wir eine Probe der hierarchischen Staffel dieser Kammercensuren mit; man sagt. die Zahl der ClichöS gehe bis 57: 1) anhaltender Beifall, 2) Zeichen der Zustimmung auf allen Bänken, A) Zeichen der Zustimmung auf einigen Bänken, 4) Zeichen der Billigung, 5) Neoner wird von feinen C,?llegen beglückwünscht, 6) Redner empfängt die Glückwünsche mehrerer seiner College», 7) Sehr gut! Sehr gut! 8.) Sehr gnt. So ist es. 9) Sehr gut. 10) Ach wo! Ach was! 11) Oho. 12) Aha. 13) Kundgebungen in verschiedenem Sinne u. s. w. Es sind übrigens dergleichen Verwechslungen in den Kammerberichtcn nicht selten. Mehrere Abonnenten deS „Moniteur" — es war noch zur Zeit der constituirenden Versammlung — erinnern sich des folgenden Vorfalls: Ein Redner antwortete einem feiner Collegen, einem sehr geachteten «nd allgemein anerkannten Manne: „Unser College X. . ., dessen Ehrenhaftigkeit gewiß nicht bemängelt werden kann" . . . Die ganze Versammlung rief: — Gewiß nicht! Gewiß nicht! — Am anderen Tage las man im „Moniteur" : Unser College, dessen Ehrenhaftigkeit gewiß nicht bemängelt werden kann . . . (Oho!)" ^ (Kohlengruben Unglück. "> Telegraphisch fmnmt die Meldung von cincr Erplosio» in der Kohlen^ zeche Morpha bei Neath im Süden von Wales. Dreizehn Personen wurden getödtet und zwanzig erheblich verwundet; dazu kommt, daß das Bergwerk in Feuer stcht und man eine zweite Explosion besorgt. Die Leichen der Verunglückten sind noch nicht alle zu Tage geschafft. — (Der Winter in England.) Aus London, 15. d., wird geschrieben: Seil einigen Tagen ist der Winter, der bisher mit seiner gewöhnlichen Milde über Großbritannien weggestrichen war, mit voller Härte hier eingezogen. Die Bauart der Häuser und die Art und Weise der Feueruug legt neidische Gedanken an die hübschen warmen Stuben des Continent« sehr nahe, mit welchem die Verbindung gegenwärtig eine höchst bejammernswerthe ist, denn zu gleicher Zeit fegt ein Sturm ourchs Land, der nicht blos zwei Posten in Calais und Ostende zurückge« halten, sondern auch die Telegraphen.Leitungen arg gestört hat. In England selber hat die Regierung seit Ueber, nähme der Telegraphen noch wenig Glück gehabt, denn abermals sind allenthalben die Drähte gerissen, und Mr. Sindamore, unter dessen Leitung das ganze Telegraphen-netz des Landes steht, macht dieS durch die Presse be> kannt, offenbar um einer abermaligen Interpellirung des General.Postmeisters im Unterhause vorzubeugen. Die wem-gen Nachrichten, welche von den verschiedensten Punkten ein-treffen, sind lauter Hiobspostcn. Der Sturm Hal ungewöhnlich starke Zerstörungen zu Lande und zumal zu Wasser angerichtet. Es wurde unter auderm die österreichische Brigg „Iovanna" in Gorleston von ihren Antern losgerissen und strandete. Die Mannschaft flüchtete sich ins Takelwert und wurde dann durch einen Raketen. Apparat gerettet; das Schiff dagegen ist mit seiner Maisladung ein vollständiges Wrack. An der nämlichen Stelle strandete ein Schiff, dessen Name unbekannt, das aber wahrscheinlich englisch ist, und vermuthlich hat die ganze Bemannung, achtzehn an der Zahl, die zuletzt im Tatelwerk gesehen wurde, den Tod in den Wellen gefunden. Von der Mannschaft des 70 Meilen von Helgoland gefcheiterten Schraubendampfers „Tasso" wurden der Capilän und 14Matrofen durch den Dampfer „Elbe" von Bremerhaven gerettet und in Grimsby gelandet, während 6 Matrosen ertran» ken.— Unterm 16. d. wird von London mitgetheilt: Noch immer sind wir ohne deutsche Post, und noch immer rüttelt ein heftiger Südost an den Fensterrahmen unserer Häuser. Nicht weniger denn 150 Posten waren bis gestern Abends im Rückstände, und, wie zweifellsohne an den belgischen und französischen Häfen, ist auch an den englischen Hasenplätzen eine große Anzahl von Passagieren festgebannt, die in keineswegs heiterer Laune einen günstigen Moment abwarten, »m über den Canal zu gehen.' Daß unter diesen Umstän« den die Zahl der während voriger W^chc gemeldeten Schiff-bruchc einc erhebliche sein wilrde. war vorauszusehen und der amtliche Ausweis gibt sie nuf 51 cm, s» daß die Gc-sammtzahl fllr das laufende Jahr sich bereit« auf 277 be. läuft. Die Kälte hat inzwischen ctwaö nachgelassen, und die Sonne schenkt uns einen so freundlichen Blick, wie wir ihn lange nicht gehabt. locales. ArbeiterbildunssSverein. Die am verflossenen Sonntag statlgcfundene consti« tuirende Versammlung war von ungefähr 400 Arbeitern besucht. Der Obmann des Comites, Herr Hermann Harifch, eröffnete die Versammlung mit Verlesung der genehmigten Statuten, nnd hielt dann eine Ansprache, in welcher er, auf den Zweck des Vereins — Bildung und Unterstützung des Arbeiters — hinweisend, mit Rücksicht auf den auf ein Minimum reducirten Jahresbeitrag die Hosfnnng ans eine möglichst zahlreiche Betheiligung der »eobachtunaen im Jahre «««». M'" Monatlicher , Möszter Nieder z^ , S ^ «-. lere des sseiiugste R^cn uud schlag binnen ^!'ZH ^ -! « « L Z- «-' f Z M»n».s «ch„« 24S..N..,. KW k z F!Z ? Z Z Z Z Z Z k Z ---------------------------,---------------—____________, ________^.^________ i , ______ 92., den6.U.9.64.5 27.n den 1. 16.?.', 9 14 8 3 4 6 0 17 4 38 50 7 7 22 8I.2 „ 17. 34.9 37.30 „ 2. 22.74 6 14! 8 6 2 I 0 I 11 4 13 3 24 26 18 W,8 .. 4. 35.5 58.?« , „ 11. I7.«o 2 16> 13 3 12 7 0 4 13 29 18i 0 l3^ 20 3 76-2 .. 13. 27.9 41.70 „ 18. 20.4o 4 18« 8 4 ll 0 0 7 19 38 6! 2 11 8, 0 ^ " 2- 29.« 28.no ,. 23. ! 7.»< 5 20 6 3 14 0 2 1 6 9 11 0, 33^ 37 3 l ° " 5. 45.5 92.l.0 ^ .. 10. 25.«4 0 21 > 9 8 15 0 4 2 17 24 10 0> 17 21 9 g^ " "' ^.' 30.«, .. 17. 7.2« 6 23 210 9 0 4 12 21 19j 7 0! 8> 16 17 ° " 2. 42., 92.55 , .. 11. 25.« 2 22! 711 6 0 6 1 l 21 39 6! 0> »! 5 10 ^ 82.20 „ 12. 26.2« 4 21. 5 12 7 0 2 8 0 14 24 0 20 17 17 c,/ " yq ^'° ^" ^ " 27-'26M 2 19 1014 9 4 3 5 16 33 94 18, 13 2 " ^ 41.5« ^ ii.^ii.oo 1! 11! 1812 7 4 1 3 14 6 23 0 30 9 15 96.« .. .19. 74.1 i32,„ ^ I. 21." 0 8 23 9 16 11 0 1! 17 22 20 0 25! 2 13 ^ ^'° 770g,"< , 41 207 11795 11233 22 72 159 275 152 9 214 181 138 ! --5<4"2^" ! 365 6,'13, 23, 13, 1, 18, 15! ,1 Arbeiter aussprach, um durch gemeinsames Zusammenwirken die geistigen und materiellen Bedürfnisse des Arbeiters zu befriedigen und auf diesem Wege auch zur Kräftigung der vaterländifchen gewerblichen Industrie beizutragen. Bereits hätten sich mehrere Persönlichkeiten des LehrstandeS zur Unterrichlsertheilung im Verein herbeigelassen, und es stehe auch zu erwarten, daß der Verein in kurzer Zeit mit einer reichen Auswahl brauchbarer Lehrbücher ausgestattet fein werde, Selbstverständlich sei es, daß zur Aufbringung eines genügenden Fondes zur Unterstützung hilfsbedürftiger Arbeiter außer den Beiträgen der ordentlichen Mitglieder noch weitere freiwillige Beiträge erwünscht und nothwendig seien, daher es Sache des Ausschusses sein werde, solche Personen für den Verein zu interessiren, welche in steter Berührung mit dem Arbeiterstande sind und von demselben Nutzen ziehen, und für welche es von Vortheil ist, tüchtige und brauchbare Arbeitskräfte zu besitzen —- den Gewerbe-stand im Allgemeinen, Kaufleute und Fabritsbesiher. Der Redner entwickelte dann die Vortheile der Nildung im Allgemeinen und in Betreff der Hebung der Industrie, er forderte die Arbeiter auf, zu beweifen, daß, während in den oberen Regionen der Gesellschaft der Kampf der Parteien die gesellschaftlichen Zustände zerklüftet, hier unten alles in dem loSmopolitifchen Charakter der Arbeit brüderlich ohne nationale Eifersüchteleien sich einigt. Der thalkräftigen Bestrebung des Vereins werde es bei allseitigem Zusammenwirken gelingen, das Los der Arbeiter zu bessern, und man dürfe hoffen, daß auch die hohe Regierung die auf dem Boden der Legalität sich bewegenden Bestrebungen zur Hebung unserer gewerblichen Verhältnisse auf das thatlräf-tigste unterstützen werde. Auf diefe mit Beifall aufgenommene deutsche Ansprache folgte eine slovenischc des Iourna< listen Arko. Es fanden fodann fehr zahlreiche Einzeich' nungen in den Verein und die Wahl des Ausschusses statt. — (Benefiz.) Kommenden Donnerstag, 24. d. M., wird Lortzings „Undine" zum Benefize des Herrn Opern -regisseurs und Sängers Ander gegeben. Die Verdienste, welche sich der Benefizianl feil mehreren Jahren um unsere Oper als Regisseur wie als Sänger erworben, lassen mit Zuversicht erwarten, daß das Publicum die Vorstellung durch zahlreichen Besuch auszeichnen werde, was wir auch im Interesse des hochgeschätzten Künstlers vom Herzen wünschen. -^. (Nachtrag.) In der gestrigen Besprechung der slovenischen Vorstellung wurde nnlicbsamer Weise übersehen, daß dem Darsteller des „König Vondra" für feine sehr gute Leistung mehrfacher ungetheilter Beifall zu Theil wurde, ebenso dah im N. Acte das Terzett (Vondra, Cim, ferlina, Eldorado) und das Duett (Cimferlina, Eldorado) allgemeinen stürmischen Applaus fanden. — (Erstickt und verbrannt.) Die Bewohner eines Haufes im Kuhlhal bemerkten gestern Früh einen cisseulhümlichen brandigen, stinkenden Geruch, der sich im Hause immer stärker entwickelte. Als Ausgangsort entdeckte uian bald das verschlossene Zimmer einer alten 70-jährigen, allein wohnenden Frau, und als auf wiederholtes Klopfen Niemand öffnete, fo erbrach man, ein Unglück ahnend, gewaltsam die Thür. Ein furchtbarer, stinkender Qualm wälzte sich heraus und verhüllte anfänglich den Eindringenden ein gräßliches Bild: das Bett in voller Glut und in demfelben die Leiche der alten Frau, nament» lich an den unteren Gliedmaßen verbrannt. Das Bett dürfte durch irgend einen von der schlafengehenden Frau nicht bemerkten Umstand entzündet worden sein, in dem mit dem Umsichgreifen der Glut entstehenden Qualm verlor die Arme die Besinnung, bis sie erstickte und schließlich auch noch verbrannte. — (Der zweite Handelsbi enen st an d in Krain) mit beweglichem Wabenbaue, nach deS schlesischen Pfarrers Dzierzons Methode wird vom unterlrainischen Landtagsabgeordnelen und Gutsbesitzer Victor v. Langer auf seiner Maierrei zu St. Iobst nächst Poganitz so eben eingerichtet. Der Leiter des Etablissements ist der schweizerische Biencnmeister Port mann, welcher früher dem ersten in Krain von Baron Ro schütz zu Lemret nächst Weirelburg eingerichteten Bienenstande vorgestanden ist. Derselbe ist auch als Schriftsteller in diesem Fache bekannt, und arbeitet gegenwärtig an einem größeren Werke über Bienenzucht. Herr Langer beabsichtiget au seinem Vie< nenstandc auch eine Bienenschulc zu errichten, um im Wege der Belehrung der Bienenzucht im Heimatlandc der Vienen, wo seit einem Jahrhundert dieser Produclionszweic, einen großen Rückschritt gemacht hat, einen neue» Aufschwung zu geben. Es liegt uns ein Prciscourant des neuen Bienen-EtablisssementS vor, worin auch die von Portmann einge. führten und prallisch bewährten schiebbaren Slehrahmen-stöcke als Handelsartikel erscheinen. — (Schlußverhandlungen beim l. k. Lan-desgerichtc Laibach.) Am 23. Februar. Primus Hollic: Veruntreuung; Barlelmä Vouk: schwere körperliche Beschädigung; Jakob Ostank: öffentliche Gewaltthätigkeit; Peter Nograöel und neun Genossen : fchwere körperliche Be« fchädigung imd öffentliche Gewalthäligkeil; Georg Krakel: Dicbstahl. — Am 24. Februar. Franz Blaziö: schwere körperliche Beschädigung; Josef Iancar und drei Genossen -schwere körperliche Beschädigung; Lorenz Udouk' schwere körperliche Beschädigung; Vincenz Ogorelc: schwere körper. liche Beschädigung. - Am 25. Februar. Mathias Vidrich und drei Genossen: Diebstahl und öffentliche Gewaltchä.ig-lett; Martm Ulc und zwei Genossen: schwere körperliche Beschädigung; Anton Notar: öffentliche Gewaltchätigle,, 286 Neucltl M ! (^ristiual'Telegrammc der „Uaibacker Zeitnug.") ^ AVien, H>. Februar. In der heutigen Titzung lehnte der steicksrath die Bestimmung des OrwerbsteuergesetzeS, daß die Arbeitgeber die Eteuern von den Arbeitnehmern cinzuhe ben haben, ab. Paris, 2>. Februar. Wesetzgebeuder Körper. Bei der Verhandlung über die innere Politik betonte Favre die Nothwendigkeit der Trneurrung des gesetzgebende» Körpers und^ sagte dann der stegierung die Unterstützung seiner Partei zu. Paris, 20. Februar. Ein taiscrlichcs Dccrct bc-ruft t>en obersten Hl>st,zhof flir den 2l. März nach TomS ein. Die „Gaztttc tridlmalix" meldet, dic Vor-Untersuchung hwa!tunli des Picckölü^S üdcl wache. Tele,).>. upki»llii 'i.^' k«>lc ^:»vsc vom 2! Februar, 5pcrc. Mctalliqucs 60 75>. — 5perc. Metalliciucö mit Mai» und Naveircher-Hmscu 60.75 — bperc. National Anlchcu 7",^'. —- 18'^r Alaat«uulr^n 96.40. — Nanluclini 725. — Er^dil-, Nclitu 267.—. - i!oudml l24.05. - Sllb« 121.25. - K, !. Ducalln 5,83. Theater. Heute: Zum Vortheile des Herrn Viewald: Kaiser Josef und die c»sionnt, Operettt. und: Verwecksrlte Annonce», ixstspirl _____.„............., „ ^ - .. « f. 5 ^ ^.5 " ',: ^^ "- '< l.' <» ^. ^. «^ '^ " '.' "«D ^ ^ « Z ^ " '" ^"' >-- 6 u Mg, 322 ?. ^ 0 ."'' wllldstill ' Nebel'' "i?7.!' ^l 2 . N. ,jI0,,? <- 3z windstill trübe Reg. n. 10 Ab. i2<',7? -<- l> Uhr Abends/ berechnet, der Nicderscklag »ourdc binnen 24 Stunden bloo einmal gc messen. Die unterste Ueibe enthält das Jahresmittel oer bezuglichen Hauptrubriten mit dem Iabresmarimum und Iahresminimum. in der Rubrik des Niederschlagen wurden sämmtliche ^cgcn- und Echneemengen, letztere zu Wasser aufgelöst, summirt. ebenso die Tag? nach der Ansickt des Himmeln und die Iall der Gewitter. Bei den Windrichtungen in jedem Monate nud im ganzen Jahre wurde deren Änzabl für jeden Monat gleich 1l)<) angenommen und nach den wirtlich gemachten Beobachtungen die proportionale Ziffer filr j?drn der Hanptwinde berechnet. Der mittlere Luftdruck des Jahres stimmt mit dem N^rma! mittet einer fnnfzelmjährigen Periode, bis auf eine Differenz von 0'07"' uberein. letzterer beträgt für Laibach .'^532 Pariser Linien oder im Wiener Maßc ^l^>5)3^ Lillien, d. l, 27Zoll, l l!;3 Linien. Die mittlere Ialircslcmperatiil- ist um 0'1" ilbcr dcn, silnfze!)!: jährigen Normalmittcl oon 7 <" N, Zehr bedeiXend ist die Höhe des Niederschlaget, Nach I ljährigcll Ueobachtungeu ist die mill lere ^genmeug,,' fur Laibach ." ^" 7 ^«^", daher die Regenmenge des ganzen Jahres das Normalmitt^l um 1'7" 7'!i?" übersteigt. Der Verlanf deo Wintcro war ein sehr milder, schon der vor hergegaugcnc milde Deceluber brachte die Hasclstaudc zur Blüthe, der Jänner roar normal z bei der Trockenheit und abnormen Wärme tes Februar lonutcn die ,)elda^bcilen scholl frühzeitig begiuuen. «m :Viärz erfolgte ein Rückschlag der Kälte. Dac« Früh'. jadr warder Pflanzcnentwicklung güustig.' der naßkalte Juni jedoch verzögerte die Heumahd. Pon den Zommermonatcn zeigte Juli einen'normalen Charakter, während i>ü August der Wechsel der äquatorialen und polareu Luftströmung von starten Niederschlagen Gewittern und Depressionen der Temperatur begleitet war, der milde Hpätsommer im September war iusbcsonders der Neife der Weintrauben sehr günstig. Arusierst unfreundlich gestaltete sich der Herbst: die bedeutenden Schneefällc des Monates October hatten große Verheerungen in den noch belaubten Waldungen, sowie au den Obstbällmen zur Folge, sie bedeckten die auf dem Felde noch stehenden Feldfrüchte und die kaum eutwickcllm Saaten mit einem frühzeitigen Winterkleids, das zwar später auf kurze Zeit wieder abschmolz, jedoch im November lind zumal im December durch reichliche Sckneefälle wieder erseht wurde. Der letzte Frühjahres' frost trat den 7. April ein (auf dem Laibacher Morast den Aten Mai, jedoch olmc merklichen Schaden), der erste Hcrbstfrost den 11. October. Der letzt.- Frühjahrsschnee fiel den 2«. März, der erste Wintersclmec den 1«. October. In den Alpen waren blos die Monate Juli und September ohne Schneefall. Gang der Witterung nach den einzelnen Monaten. Jänner. Zu Anfang milde Witterung, am 12. stellte sich die normale Wintertälte ein. Von 1«. bis 27. strenge Kälte Eisdecke 5" mächtig. Geringe Schneedecke, die Ebene um Laibach zu Ende des Munates schneefrei, Schnee ben I., 11., 14., 16,, 21., 28. Negen den 15,, 29,. !i0. Heftiger Ost den Id. und 22. Morgenroth den 4., 7,, 8., 9,, 20. «bendroth häufig mit der Erscheinung des Alpenglühens den 2., ,'j,. 4., 5., «,, 7., 8., 9., II,, 17., 16, 19., 20., 23,, 24., 8). Mondhof den 0. Erd-beben am Fuße des Krimberges den 2. Das Schneeglöckchen blühte den 9.. die schwarze Christwurz den 10. Ankunft der Dohle den 24. Februar. Außergewöhnlich milde, das Tagesmittel der Wärme sanl niemals unter <),". Der ganze Monat schneefrei, erst am letzten Tage siel eine 2 Zoll mächtige Schneedecke. Meif am 4., 5., «, 7., 8., 9., 10,, 11., 14., 15)., 16., 17,, 18., 2,, 7,, 8. Reis den'i — I5, 19., 2li., 27, 28. Den N. reichlicher Schneesall in der Ebene, der bis zum 16. abschmolz. In den Alpen und aus den höbereil Bergen durch den gauzeu Monat reichliche Schneefälle. Regen den 2., 15., 1«., 17., 19., 21 , 22,, 28., 29./30. Schnee den 2.. 10,, 11., 12., 13.,. 14., 28. Starker Ostwind den 3., 4., 5., k., 24. Morgenroth den 2, und 3l. Abeudroth den 1., 3., 4., 5,, 8,, 14,, 1«., 23., 25., 26, Souuenring mit Nebensonnen den 7.; farbiger Sonnenbof oen 23. Züdialallicht den 8. Mond-halo den 22. Die zweiblättrige Meerzwiebel und das Scharbock» lraut blühten den 6,, die Marille den 22., das Frlchlingsauge (0m-pkülwäe« veü-nll) und die Haselwurz den 27. Anlunsl des Thnrm. falten den 8., des Kibitz nnd ÄraäMgcw den 14., der Älauch sä'walbe den 20,, des Rotschwänzchens' den 27, April. Z» Ansang kalt, regnerisch, starle Schnefälle in den Alpen; vom 7, die Warme rasch zunebmcnd, der Boden aus' getrocknet, vom 16, bis 19. regnerisch, kühl; zum Schlüsse sonnige, warme Tage. Reif den I und 7, Negeu den 1 —«, 9., 16., 17., 18., 19. Regenbogen den 10. Fernes Gewitter in SO, d.'N 29. Wetterleuchten den 21, in W,. 30. in S. und SW. Windig den 11. SW. - ^l. NO. Morgenroth den I, Abeudroth den 8. Farbiger Sounenhof den 1. und 9. Mondhof den 22. mit Halo. Nordlicht den 15, Erdbeben den 22. früh um 2 Uln 10 Minuten. Die Schachtulpc blühte den 3., der Schlehdorn den 8,, der Pfirsich den 10., die Heidelbeere den 12., der Apfelbauln den 21. Zug des weißen Storches den 10., Alt luuft des Wiedehopfs den 11,, des Kukuks den 12. Mai. Zu Anfang des Monates lül,l, den 2. Reif auf dem Morast, ohne merklichen Schaden, Hnßc, schwüle Tage mit reg-nerischen uud kühlen abwechselnd. Das Tagesmittel der Wärme blos den 1., 5, 23., 21,, 25. untcr dem Normale, sonst über demselben, Regen den 3., 6., ?., 8,, 9., 11., 15., 16., 17 , 1«., 23,, 24.. 25., A6. Schnecfall in den Alpen den 5. Gewitter den 3. entfernt in W.: den 18. in NO. von kurzer Dauer. Wetterleuchten den 8. in NW.: den 15. in O. und NO.; den I.',;, inW.; den 30. in W. Nordlicht den 13, Windig den 26. W. Morgenroth den 13. Regenbogen den II. Sonneuhof den 14. Mondhof den 21. Blüthe des spanischen Flieders den l> Erschc«. »en des braunen Ibis den 18, Zuni. Die starken Niederschlage des Monates wareu in den '.'llpen von HchüccMen begleitet und hatten ein bedeutendes Sinken der Temperatur zur Folge. Das Tagecuniltel der Wärme war blos den I., l 1. und !'', etwas über dem Normalmitles, sonst stand es unter demselben, in der Nackt vom 17. auf 18. große Reifgefahr, Mearn den l„ 2, 6., 9., 10., li.. 17., ,«,, 19,, 2l., 21, 27, 28, 29, schnecfall m den Alpen dcn 1., 10,, 20, ' Gewitter'den ' 1. aus Ost heftig, 1 Stunde dauernd' den 9. inW, entfernt: den 10. in O. und SO.; deu 27. mW. Wetterleuchten den 6. in SO.; den II. ,n SO.; den 18., den 26. in SW.; den 27. in NW.; den 28. m W. und NW. Heftige Winde den 1. O.. den 8, W.. den 15. SW. stürmisch, das Getreide zu Boden legend. Hrosie Voraverwüstungen im Feistrizer Bezirke dcn 1,, 2, 3, Morgenroth dcn 21. und 25, Abendrolh den 2, Mondhof dcn l< und 22 Erdbeben den 14. Nachmittag ',.2 Uhr. Juli. Das erste Drittel mit Morgennebeln, die ersten secks Tage regnerisch lühl, vom 8. bis 12. Höhenrauch über eiuen großen Theil Europas verbreitet. Iu der zweiten Monathälfte heiße, heitere Tage. Wassernoth in den Stadtbrunnen. Negen den 1.. 2., 3., 4., 5., 6., 14., 17., 19. Gewitter den 5. au? SO.; den 6, in N. entfernt; den l4. aus W ; an diesem Tage wurde ein Bauer auf dem Krimberge und ein Knabe l".'i Krainburg vom Blitze erschlagen, zugleich entlud sich ein ver heerendcr Hagelscklag im Gottscheer und Tsckernembler Bezirke; den 17, aus W, uud SO. mit großen zackigen Hagelkörnern, ohne mertlicken Schaden anzurichten, im Treffener und Sittiche» Bezirke wüthete ein heftiger Orkan. Wetterleuchten den 2., de» 5. ln SO., den 10. in O. und SO., den 2ü. in SO., den 29 i» W. Stnrm aus N. den 6.; heftiger SW. den 26. Abend« roth den !5., 16„ 21., 23,, 24., 28. Meteor den 9. um 8'/. Uhr, Mondhos deu 15. und 16. Regenbogen den 2, Den 7. zeigte sich eine ?ckaar von Pelikanen. August. Das Tagesmittel der Wärme war blos den I . 2., 6., 10., 29., und 30. Über dem Normale, sonst unter dem selben, der Wettersturz am 11. war in den Alpen von einem starken Sckneefalle bis auf 400(1' SeehÜhe herab und von einem bedeutenden Sinken der Temperatur begleitet. Die Gewitter waren heftig, mit starken Regengüssen, Regen den 3,, 7., 9., II., 15 , 22,, 31. Gewitter den 2. aus W.; den 3. aus SW.; den 7, aus O,; den 11. aus SO.; de.l 22. aus W.; den 31. au^ NW. Wetterleuchten den 2. in W; ben 6. in N,, NO., NW,, neu 10, in NW, Heftige Winde den 1. SW.; den 3. O.; den 10. SW. und O, orkanartig; den 16. O.; dcn 28. NO Ubendroth den 3., 4., 12., 13.,' 16., 18.. 23., 24., 25,, 2?., Mondhof deu 13. Sternschnuppen den 9. Meteor den 12. Höhen rauch den 28, 29,. 30. Herbstzug des Pirols den 26. September. Das Tagesmittel dcr Wärme roar blos am I -C, 22., 23. und 24. unter d in Normale, sonst über dem selben, zum Schlüsse des Monates herrliche Tage. Regen dcn 1., 7., 12., 13., 14,, 16,, 20., 7, 18., 19., 20,, 21,, 27. Schnee den 18,/27., 28., 29. Die erste Schneedecke vom 18. hielt bis 21, an; der neuerliche Schnrefall in deu letzten Tagen bedeckte die Ebene mit einer "' mächtigen Schneedecke und hatte Verkehrsstörunge» zur Folge. Gewitter den 4. aus O,; dcn 18. zwei Mwitter, der Blitz schlug zweimal in das Kastell ein. Wetterleuchten den 2. in W. Heftige Winde den I.W.; den 17. stürmischer SW.; den 18. stürmischer O.; den 28. O. Morgenroth den 2. und 9. Nbendroth den L, -^' 6, 7, 8., 11., 12,, 13,, Sternschnuppen den 13. Erdbeben in Radmannsdorf den 13. um '/,5 Uhr früh. November. Die Schneedecke, von den Schnccfällen im Oc tobrr herrührend, war kaum geschmolzen, als dcn I I. frischer Schnee fiel, der in der Ebene den 14. abschmolz; den 21, 22., 23. dün ner Schneefall. Die mittlere Tageswärme war blos am 9., 10., 14., 15x, 16., 17., 27,, 28., 29.', 30, über dem Normals, sonst unter demselben; den 12. und 13. starke Eisbildung, in frei stehenden Gewässern, Dell 19, und 20. Nebel den ganzen Tag anhaltend. M,en den 7., 11., 22., 23., 24,, 25., 29,, 3». Schnee den 11,, 21 „ 2^., 23. Starkes Schneewehen in den Alpen de» 5,, 6,, 12. Windig dcn 4 SW.; den 14. WSW. Morgenroth den 6., 10., 3«>. Abendroth den 2, 4., 5., 6., 12., 15., 29, Mondhos den 13,; den 1«. farbig; den 22. 'Sternschnuppen den 2!>. Die Feucktlgtelt des Bodens verhinderte dem Landmann die Embllugung der Waldstreu, viele nöthign Feldarbeiten mußtci, niit^'blelben, ^.' <> Tecember. Scarlc Niederschlage. Regen mit Schnee ab' wechselnd, IMe Tage mit Nebel und Höhendunst, durch 15 Tag.' tem Vonuenblick. Zu Anfang des Monates heftige Borastürmc au» dem «arsl, die Hommunicaliou nnlerbrocheu; die Schueefallc am I. und '^!, fiigicn den Obstbäumen großen Schaden zu. Z» Endc des Mi'natcs dic Schneedecke bedeutend, in dcn Gebirge» >u>d höheren Gegenden über l Klafter mächtig. Das Tagesmitte! oer^ärmc war'unter 0" den 2., 8. bis 14., '/9., 30., 31. Reqen d,'N I„ 4., <;,. 9,. l2., 15.. 20., ^1 , 22., !^3., 21,. 25., 26.. 27, Schnee den l., 5, .l., 8., 13,. 20. 21., 25., 26,. 27, 28., 29, Gewitter deu 22. bei Ho'henncbel. Wetterleuchten den 29. Mor gens in O. Windig den 20. O.; 28. SW. Morgenroth den 18. Abrndroth den 5., 19, 30. Mondhof den 18. ' 1). ____zilrautwnrtlichcr Nedacte,»-: Igna, v. Kle', nmay r. Nnlll,'ttlltlll^t N"!«' '-' Hcurnar. Die Vorbörse crofsnetc in wellig frsier HllltllNss. doch zum Schlüsse 1777, >'t7m^ Tr?mw^iki"°'^"'' "" "' ""^P«P'"c ^' °""^' """ """ s'"ge« «'M aus 174;/ ZlisMlh bi« I^' Zur /K 4. Allgemeine Ttaat«sch„ld. stur 100 f«. O?ll? ^oa,> Einheitliche Staatsschuld zu 5 Ml.: in Noten licrzinöl. Mai-Novemdcr 60.75 60>5 „ „ „ Februar-August —.— —.- » Silber „ Jänner-Juli . 70.75 70,85 „ ,. „ Apnl-Octobel . .- —.— Stc»«raulehcu lüchahlbar (:)......^.— Lose v I. 1839 . . . . '. 232.50234.-„ ,. 1854 (4',) ,n 25N fl. !>0.,- 90 50 „ » I860 ,u 5 t?. Acticu von Vankinstitute». Ocld Waarc Anglo-österr. Bank adgesl, . . 329,50 330. Auglo-uugar. Bank .... 97.— l)8.— Voden-Creditanstalt . . . . 314 — 816.— EreditllnNa't f, Handel u. Gew, . 265.10 265.30 Ereditaustall, allgcm. unaar. . , 87 - 87.50 Escompte-Gesellschaft, n, ö. . . 965. - 970.- -Franco-ösierr. Bnnl . . , .110.75 111.— (sencralban!.......65,— ^5.50 Nlltioualbllnt. . . ,728—730 — Niedcrläudischc Bank . . . . 92.- 92.50 VereiuSliaul......92 50 93.-- Perlehr«banl......116 - 116.50 Wieuer Bank......69 50 70... «D. Actien von TranHportullterneh- mungen. Oeld Waarc Alfüld-Finmaner «ahn . , . 174.—zi74.25 Vöhm. Wcslbahu.....229.— ^30 - Earl-i!udwig-Bllhn.....236.75 237.- ^ Donau-Dampfschifff. Gcscllsch. . 603.— 605,— Elisllbeth-Westbahn.....192.50 193 - Fcrdinalld«!-Noldbahu , . . ^11050 21^0. Fünfllrchen-Barcser-Bahn , . 180.— 180.50 Frauz-Iosephs.Bahn .... 188.- 18850 Vtmbfrg-E;ern.«Iafsyer-Vahn . 206.— 20^.50 ! Geld Waarc li!loyd. öfterr........345.-34?.— j^n'nibus ........151. . 153.^ Rudolfs-Nllhu......164.— 164.50 Siebeubllrgcr Bahn , . , 16750 168 — ! ^taalsbahn.......380.— 382.— Südblltzn . ......244.60 244.80 süd.uardd Verbind. Bahn . 171- 171.5« Theiß-Bahn.......242,— 242.50 Tramway........151.-151 50 «. «Pfandbriefe (für 100 st) Mg. oft, Bodeu-Hredil-Austall Geld Waare verlosbar ',u 5 pCt. in Silber 107.50 108 - dto.iu33I.rüllz.zu5pEt.iuü.W. 89,50 90.— 9lat,llualb. auf ö. W. verlosb. zu 5 pEt........97.60 97.80 Tcst,Hypb. ,u 5'/. pEt. rückz, 1878 98.- 99.- ling. Vod.-Lreo.-Auft. zu5'/, M. 90,50 91.» »'. lprioritätsobliaationen. -. 10) sl. ü. U. Geld Waarc Nis.-Weslb. in S. verz. (1. Emiss.) —— — -7 Ferdinands-Nordb. in Silb, verz. 105.25 105.3!. Franz-Iosephs.Vahu .... 93.60 9360 G.««n!-!?udw.V.i.S.u?rz.I Vm. 102. - 102 50 Vcld Waa:e Oesterr. Nordwesluahu .... 9490 Ü4.95 Sicbenb. Bahn iu Silber verz. . 90.25 90 50 Staatel». G.3"/.. ä5.00Fr. «I.llm. 142.— 142,50 Olldb. G. 3'.. « 500 Frc. „ . .121.75 122.— Südb.'Bous 6 "/„ (1870—74) -. fi00 Frc«......847.25 247.75 «. '°udou, für 10 Pfund Sterling 12410 124.25 Pari«, für 100 Frauc« . . . 49,25 49 30 <5ol,r4 l»er Geldsortcn Geld Waarl K. Mlluz.Ducattl . 5 fi. 83 kr. 5 fl. 84 kl. Napoleonsd'oi . . 9 „ 90 ,, 9 ,. 91 « Pcreiuschllicr . . . 1 „ 82^,' « 1 ^ ^ « Silber , . 121 « 25 ,. 121 „ 75 « Kr