LMcher Tagblatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. —^ - PräuumeratiouSPreise /I 1 Kür Laibach- San,j. fl. 8-40; Zustellung >nS HauSvrtlj. 25kr. Mit der Post - Gan;jähr. fl. ir. InsertionSpreise: Ein» Samstag, IS.Ottob« 187«.—8W! ZZ7 «»SNÄk« 11. Jahr» ^ zeigen bis 5 Zeilen 20 kr. ^ o Zn den Annexionsgelüsten. Tie Gerüchte über die Gelüste der Jtalianissimi auf das Triester und Trienter Gebiet wollen nicht verstummen, im Gegentheil treten dieselben in der letzten Zeit wieder gewaltig rasselnd auf. Die Anmxionslustigeu bedenken nicht, daß die 560jährige Zugehörigkeit Triests zum Verbände der österreichischen Monarchie nicht eine dem Zufalle zu dankende, sondern eine ganz natürliche ist. Tie Herren Jtalianissimi werden jedoch ihrer unersättlichen Gier einen Hemmschuh anlegen und das gewohnte, auf Annexion abzielende Agitationshandwerk auf einige Jahre hinaus vertagen, das aufgeregte Gemüth der vollblütigen Gesellen der „Jtalia irredenta" wird sich zur Ruhe begeben müssen. Die Klagen der unterdrückten italienischen Brüder in Triest und Trient beruhen auf verwerflichen Agitationen, die Balladen von den in Oesterreich herrschenden Tyrannen gehören tatsächlich in das Gebiet der Dichtung, und wenn die hochlöbliche Regierung und Polizei, namentlich in Triest, nur etwas eifriger ins Zeug ginge, würde das sträfliche Treiben der Glaubensbrüder der „Jtalia irredenta" bald verstummen. Die Bevölkerung Triests, deren Lebensweise, deren Sitten und Gebräuche tragen unzweifelhaft italienisches Gepräge, die Stadt Triest steht in Handelsbeziehungen mit Italien im lebhaften Verkehr, jedoch der besonnene Theil der Triester Bevölkerung fühlt nicht das Bedürfnis, dem Hause Habsburg-Lothringen Adieu zu sagen und dem Hause Savoyen den schuldigen Tribut zu leisten. Würde das Triester Gebiet dem Königreiche Italien eirverleibt, so wäre die blühende, reizende Hafenstadt an der Adria gar bald ein öder, verlassener, vergessener Posten! Lnder — Dank der toleranten Polizei und des noch weit mehr toleranten Gemeinderathes — fand, wie ein Triester Korrespondent der „Allg. Z'tg." eonstatiert, die Agitation Mittel und Wege, auch Triest in ihr Netz zu ziehen. Die Agita- tion schmuggelt sich aus den Nachbarstädten Italiens nach Triest und Trient ein und predigt das Evangelium von der Wiedervereinigung aller Italiener; diese hochverräterische Agitation versucht es, in Triest und Trient Sympathien zu erwecken, und leider sei's gesagt, waren diese Versuche uicht gänzlich ohne Erfolg. Diese hochverräterische Agitation läßt keine Gelegenheit vorübergehen, um in Triest uud Trient den Samen der Unzufriedenheit auszustreuen, um die Gemüther gegen Oesterreich, gegen das „verhaßte Fremdenthum" zu Hetzen und zu erbittern, Oesterreich wird als Unterdrücker der italienischen Rasse hingestellt, man scheut sich nicht, selbst anerkannte Patrioten wankend zu machen. Der erwähnte Korrespondent bemerkt, die in Triest und Trient domieilierende österreichische Partei zählt zweifelhafte und reactionäre Elemente in ihren Reihen, während die Jtalianissimi ganz offenes Glaubensbekenntnis ablegen und reine Farbe zur Schau tragen. Der erwähnte Korrespondent macht dem Präsidenten des Triester Gemeinderathes zum Vorwurfe, daß er, seine gut dotierte Stelle im Auge haltend, im italienischen Fahrwasser zu schwimmen beliebe und der Gemeinderath mit Consequenz die Jtalianisierung der Stadt Triest betreibe und gegen die Regierung eine oppositionelle Haltung einnehme; jedoch seien die Inhaber der Fauteuils im Communalsitzungsfaale so klug, die Grenze der äußerlichen Legaiität nicht zu überschreiten. Das Losungswort ist: „Was man nicht offen machen kann, das läßt sich ja unter der Hand machen!" Es ist offenes Geheimnis, daß die Presse unterstützt wird, um die Verhetzung der Bevölkerung sistematisch zu betreiben, um die Bevölkerung gegen Oesterreich zu stimmen, es werden geradenwegs staatsgefährliche Tendenzen verfolgt, die „Jndepedente" predigt offen die Losreißung von Oesterreich und den Anschluß an Italien, sie nährt die anti - öst err eich is ch e Gesinnung und süudigt auf das Votum der Geschworuen, welches bei Preßvergehen „nichtschuldig" lautet. Die Bevölkerung Triests theilt sich in politischer Beziehung in Gruppen, eine derselben wünscht den Abfall von Oesterreich, eine andere wünscht Sonderstellung und Renovation der alten Privilegien, eine dritte will bei Oesterreich bleiben, nur möge sich die volkswirthschastliche Lage ändern und der Eisenbahnfrage größere Würdigung zugewendet werden. Die große Masse steht der Agitation ferne, sie will leben und ihr Auskommen finden. Die österreichische Partei ist flau und lax, entbehrt einer Organisation, entbehrt einer kräftigen Unterstützung Vonseite der Regierung; letztere geht jedem Eonfliete aus dem Wege, und diese Unterlassungssünde dürfte schwer gebüßt werden müssen, die „Jtalia irredenta" wird mit Glace'e-handschuhen angefaßt, während dieselbe in Ketten gelegt werden sollte. Einige Beruhigung gewährt, daß die Mehrheit der Bevölkerung das revolutionäre, hochver-rätherische Treiben der Agitatoren nicht billigt. Zieht die Regierung die Zügel straffer an, so kann es ihr gelingen, der Bewegung Herr zu werden. Aber auch die österreichische Partei muß aus dem „Schlafe des Gerechten" erwachen, aus ihrer Passivität heraustreten, Energie und Mnth werden zum Ziele führen! Zur Lage. Ueber die Lage Oesterreich-Ungarns gegenüber der Orientkrifis soll sich, wie der „Deutschen Ztg." aus angeblich guter Quelle mitgetheilt wird, der ehemalige Staatsminister Ritter von Schmerling dahin geäußert haben, daß cs mit dem Staatsintereffe der Monarchie nicht verträglich gewesen wäre, der Zerbröcklung der Türkei passiv und mit verschränkten Armen zuzusehen. Ist die Türkei nicht am Leben zu erhalten, ist Oesterreich - Ungarn nicht im stande, die Theilung derselben zu verhindern, dann laufe unser Staat Gefahr, den Einfluß im Orient gänzlich zu verlieren und vollständig um seine Handelsbeziehun- JeuilleLon. Die neue Erziehung und ihr Recht. (Fortsetzung.) Der Kindergarten führt die Kinder zu so schönem Zwecke zusammen. Da sollen sie ihre geistigen und leiblichen Kräfte allseitig entfalten. Welche Wohlthat für die erste Jugenderziehung, dieses frische, fröhliche, freie und — man darf mit vollem Rechte hinzufügen — fromme Zusammenspielen, Zusammensingen, Zusammenbeten! Welche Anziehungskraft übt es auf die Kleinen, und wie fördert es so naturgemäß die Entwicklung ihrer geistigen uud leiblichen Anlagen! Es hat mancher gegen die Kindergärten eingewendet, daß die kräftigsten Menschen diejenigen werden, welche Anfangs möglichst wild uud ungezogen aufwachsen und erst später in strenge Zucht kommen. Wir wollen es nicht in Abrede stellen, daß der Mensch, der, wie kein anderes Geschöpf, alle Klimata der Erde vertragen kann, auch durch die übelsten Ein- flüsse einer schlechten Erziehung sich doch zu einem achtbaren Bildungsgrad hindurcharbeiten kann. Wie viele Kinder aber durch solche Vernachlässigung der ersten Liebespflicht gegen sie bereits zugrunde gegangen sind, sollten die Gegner der Kindergärten nicht weniger außeracht lassen. Was würde man von einem Gärtner urtheilen, der seine jungen Gewächse zertreten und vom Ungeziefer zerfressen lassen wollte, in der Hoffnung, daß sie sich später schon wieder erholen werden? Wie viel mehr aber muß es als Pflicht aller Elteru uud aller, die über die Erziehung unserer Kinder zu wachen haben, erscheinen, dafür zu sorgen, daß überall den Kleinen, die einst an unsere Stelle treten sollen, die Pflege und der Schutz zugewendet werde, welche für ihr gutes und fröhliches Gedeihen unerläßlich ist. Wie sehr haben wir daher Ursache, den Namen Dr. Fröbels in dankbarer Erinnerung zu bewahren dafür, daß er in den Kindergärten die wohlgeordneten Erziehungsmittel für die naturgemäße Erziehungsmethode geschaffen hat, welche Rousseau und Pestalozzi vor ihm zwar schon theoretisch empfohlen, aber prak- tisch noch nicht ins Werk zu setzen verstanden hatten. Ohne die Fröbel'schen Erziehungsmittel würden wir vergebens die neue Erziehung zu stande zu bringen suchen. Um die neuen Erziehungsmittel zweckmäßig und erfolgreich anzuwenden, bedarf es neuer Kräfte, die sich der Kindererziehung widmen. Fröbels Wahlspruch: „Kommt, laßt uns unseren Kindern leben!" deutet an, daß jeder Gebildete sich zur Mitarbeit an der Jugenderziehung verpflichtet fühlen sollte. Er hielt es daher auch für eine der wichtigsten Angelegenheiten unserer Zeit, daß in jeder Gemeinde die Gebildeten, Väter und Mütter Beamte und Privatleute, zu freien Erziehungs-Vereinen zusammenträten, um die Jugenderziehung mit heben zu helfen, den weniger dazu geschickten Eltern mit Rath uud That zur Seite zu stehen, durch gemeinsame Berathungen über die Aufgaben und das Wesen der Erziehung die nöthige Aufklärung zu verbreiten, der Vernachlässigung dieser heiligen Pflicht gegen unsern Nachwuchs in geeigneter Weise entgegenzuarbeiten und Mißbrauche und Verkehrtheiten zu bekämpfen. Und wenn nun gen mit der Levante gebracht zu werden, wenn er an der Theilung nicht participiere. Von einem einseitigen magyarischen Standpunkte aus möge dies allerdings nicht als wünschenswerth erscheinen ; denn jede Besitzerweiterung Oesterreichs nach dem Südosten hin sei gleichbedeutend niit einer Verstärkung des slavischen Elementes, welch' letzteres die Fortdauer der magyarischen Hegemonie . bedrohe. Wenn man sich jedoch auf den Reichsstandpunkt stelle, dann dürfte man sich schwerlich der Einsicht verschließen können, daß die Monarchie geradezu sich eines Selbstmordes schuldig machen würde, böte sie nicht alles auf, angesichts des unvermeidlichen Zerfalles der Türkei vom Orient nicht gänzlich abgetrennt zu werden. Nicht nur, daß die an unseren Grenzen sodann entstehenden Staaten sich unzweifelhaft dem Einflüsse einer ändern Großmacht uuterordnen würden — Oester-reich-Ungarn dürfte es dann auch schwerlich gelingen, sich im Besitze Dalmaziens dauernd zu behaupten. Die Monarchie liefe also, wenn sie in die orientalischen Wirren sich nicht einmengen würde, Gefahr, ihrer maritimen Stellung verlustig zu werden, was beiläufig so viel bedeute, als sie zu einem Binnenstaate, zu einer Macht zweiten Ranges zu degradieren. Nicht also aus Ruhmgier und Eroberungssucht, um etwa theilweife einzubringen, was in früheren Jahren bei unglücklichen Feldzügen verloren gegangen ist, sondern aus staatlichen und namentlich auch aus handelspolitischen Interessen von em'nentester Bedeutung sei es Oesterreich absolut unmöglich, im orientalischen Drama die Rolle eines einfachen Zuschauers zu spielen. Nichtsdestoweniger ist Herr v. Schmerling ein entschiedener Gegner jener Politik, durch welche Oesterreich-Ungarn in die heutige Situation versetzt worden ist. Der Großmachtswürde unseres Staates sei damit vergeben worden, daß man sich in Berlin ein Mandat zu Schritten ertheilen ließ, die nicht gethan werden dürften, wenn sie nicht im Staatsinteresse gelegen waren, die aber unter allen Umständen auch ohne Mandat geschehen mußten, wenn dies der Fall war. Mußte Oesterreich Bosnien und die Herzegowina besetzen, dann durfte es dies uicht erst auf die Bewilligung der Signatarmächte hin thun, denn durch die An-nähme des europäischen Mandates wurde die Monarchie zugleich der Co nt rolle der fremden Mächte unterworfen, einer Controlle, die schließlich dazu führen könne, daß jede einzelne Signatar-Macht sich berechtigt glaube, gegen unser Vorgehen im Orient Einspruch zu erheben. Einer solchen Eventualität könne sich eine Macht zweiten Ranges unter Umständen aussetzen, eine Großmacht nie und nimmermehr. Lag also für Oesterreich-Ungarn die zwingende Notwendigkeit wirklich vor, Bosnien und die Herzegowina besetzen zu müssen, dann hätte dies kraft des Triebes der Selbsterhaltuug nach erfolgter Kündigung der friedlichen Beziehungen mit der Türkei geschehen, Oesterreich-Ungarn hätte als kriegführender Theil auftreten sollen; aber nie nnd nimmer war es im Staatsinteresse gelegen, auf Grundlage eines Mandats zur Occupation ^u schreiten, welches die Anerkennung der Souveränetät des Sultans über die zu occupierenden Gebiete in sich schließt. Der wirthschaftliche Niedergang habe in allen Theilen der Monarchie die bedenklichsten Dimensionen gewomen, und es sei vollständig erklärlich, daß die Bevölkerung es nicht für gerechtfertigt hält, ihr für militärische Actionen neue Lasten aufzubürden, wenn man ihr gegenüber fortwährend betheuere, die Occupation habe nur den Zweck, Kultur nach Südosten zu tragen uud den Forderungen der Humanität Geltung zu verschaffen. So edel diese Ziele auch sein mögen, die finanzielle und ökonomische Lage der Monarchie sei eine derartige, daß es gewiß nicht gerechtfertigt wäre, für solche ideale Zwecke die ohnedies furchtbar geschwächten Kräfte noch mehr zu erschöpfen. Der Bevölkerung könne also einzig und allein nur unter der Voraussetzung, daß die Zukunft des Staates es als unabweisbar geboten erscheinen lasse, in Serajewo uud Mostar festen Fuß zu fassen, zugemuthet werden, für die Zwecke der Annexion Opfer an Blut und Geld zu bringen. Gebe es keine Gewähr dafür, daß die Türkei erhalten bleibe, und keine Gewähr dagegen, daß aus Bosnien und der Herzegowina eventuell ein uns feindlicher Nachbarstaat sich bilde, dann werde es selbst dem einfachsten Manne im Staate einleuchten, daß für die Zwecke der Occupation Opfer gebracht werden müssen. Dagegen werde unsere heutige auswärtige Politik, welche nicht im Interesse der Erwerbung, sondern nur in jenem der „zeitweiligen Besetzung" Bosniens und der Herzegowina von der Bevölkerung Opfer heischt, jedermann im Volke unverständlich bleiben. Es sei dies eine Politik der Zweideutigkeit, die unmöglich gute Früchte zur Reife bringen könne, deren schändlichste Wirkung vielleicht darin gesucht werden müsse, daß sie in allen Schichten der Bevölkerung eine Verwirrung der Gefühle und Begriffe erzeuge, welche die Bildung einer gesunden öffentlichen Meinung über das, was dem Interesse des Gefammtstaa.es frommt, geradezu unmöglich macht. Eine solche Politik habe aber auch nicht Anssicht, die Feuerprobe der parlamentarischen Behandlung zu bestehen, und es sei daher erklärlich, daß man einen Ausweg aus der Sackgasse, in die man gerathen, nur darin erblicke, daß mau diese Politik der Kritik und Controlle der beiden Parlamente möglichst zu entziehen suche. diese Vereine wieder unter sich in eine geordnete Verbindung treten und sich so durch das ganze deutsche Volk die Erziehuugsgrundsätze verbreiten würoen, die seinem nationalen Charakter entsprechen und die echte Menschenbildung nach allen Seiten hin fördern, welcher Gewinn würde daraus für unser ganzes Vaterland erwachsen! Zunächst aber fand es Fröbel für nothwendig, daß zur Führung der Kindergärten ein Stand von Er-Mherinnen herangebildet würde, welcher zur Durchführung dieser neuen Erziehung eine beständige Anregung ertheilt. Pestalozzi hatte sich an die Mütter, denen durch die Ordnung der Natur die eiste pflege für die jungen Weltbürger obliegt, gewendet, seiner sogenannten „Mutterschule" um sie zu einer richtigen Behandlung und zweckmäßigen Erziehung ihrer Kleinen anzuleiten. Aber wie wenige Mütter haben Zeit Erziehungsbücher zu lesen, und wie wenige die Gabe, das Gelesene sofort auch richtig anzuwen-den! Fröbel hat daher lebendige Bücher geschaffen, die selbst reden, selbst die Erziehung der Kleinen mit in die Hand nehmen und dadurch den Müttern hilfreich zur Seite stehen mit Rath uud That. Die eigeuthümliche Bedeutung des Standes der Kindergärtnerinnen, der durch Fröbel ins Leben gerufen worden ist, liegt darin, daß er ein Mittelglied bildet zwischen der Familie und den öffentlichen Schulanstalten. Sie haben ein Vermittlungsamt zu besorgen, und zwar ein sehr wichtiges. Während da, wo keine Kindergärten bestehen und die Kleinen im vorschulpflichtigen Alter oft so verwildern oder vernachlässiget werden, daß sie nur mit großer Mühe an die strenge Ordnung der öffentlichen Schule gewöhnt werden können und lange Zeit brauchen, bis sich ihre Sprach-werkzenge und Sinne zum gehörigen Fortkommen in der Schule genügend ausgebildet haben, leisten die Kindergärtnerinnen den Familien den Dienst, daß von vornherein alle Vernachlässigung der Kleinen vermieden wird, und den Schulen, daß sie schon leiblich gesund entwickelte und geistig geweckte Kinder, mit denen sich sofort etwas anfangen läßt, in ihren Unterricht erhalten. (Fortsetzung folgt.) Nur die beiden Delegationen, ja eigentlich nur die bei verschlossenen Thüren tagenden Ausschüsse derselben sollen berufen sein, über diese Politik ein Urtheil abzugeben. Von einem solchen Vorgehen verspricht sich Herr v. Schmerling kein Heil- Er ist nicht der Ansicht, daß dasselbe mit den Verfassungen Oesterreichs und Ungarns in Einklang gebracht werden kann. Er glaubt überhaupt, daß uur dann Aussicht vorhanden sei, die eingerissene Verwirrung zu beseitigen, wenn man sich dazu entschließe, es vor aller Welt, also jedenfalls auch vor den beiden Parlamenten, offen Mid uullmwunden auszusprechen, was man mit Bosnien und der Herzeg ow ina eigentlich vorhabe. Die Bevölkerung und deren Vertreter in den beiden Parlamenten haben das unbestreitbare Recht, zu verlangen, daß sie ge-nanestens darüber aufgeklärt werden, für welche Zwecke Opfer an Blut und Geld gebracht werden sollen. Sie haben ein Recht, zu erfahren, ob einer der beiden Reichshälften und welcher derselben Bosnien und die Herzegowina einverleibt werden sollen. Es sei also unabweislich geboten, dasjenige, was man wünscht und will, der Entscheidung der beiden Parlamente zu unterwerfen." Vom Occupationsschauplatze. Zur Illustration der vonseite der hohen Pforte geführten Beschwerde über die durch unsere braven Truppen in Bosnien nno der Herzegowina angeblich verübten Grausamkeiten theilen wir eine Stelle aus einem Briefe eines Offiziers vom Baron Mollinary - Infanterieregiment Nr. 38 an seine hiesigen Angehörigen mit. Nachdem vorerst einer am 4. Oktober bei Mokro stattgehabten großen Parade des Regiments und der Vertheitung der Tapferkeitsmedaillen Erwähnung geschehen, heißt es weiter: „Am Abende desselben Tages kam Hadschi Lo;a als Gefangener auf unsere Hauptwache: dort wurde auch sein verwundeter Fuß verbunden. Hadschi Loja wird, wenn der Fuß nicht abge-nvmmen wird, wahrscheinlich daranfgehen." „Gott hat euch den Sieg verliehen, weil ihr weder gemordet noch geplündert und gebrannt habt. Wenn wir gewußt hätten, daß die Schwaben so gute Leute sind, hätten wir die Waffen nicht ergriffen." — So hat sich Hadschi Loja bei Mokro gegen Hauptmann Ber-uard, Lieutenant Kosanovic und andere Offiziere geäußert. Er ist eine interessante Persönlichkeit, für einen religiösen Märtyrer jedoch hat er übrigens etwas zu viel Furcht vor dem Aufgehenktwerden, auch schien er mir etwas wehleidig." Tagesneuigkeiterr. — Freiherr v. Philippovich soll, wie in angeblich unterrichteten Pester.Kreisen erzählt wird, nicht mehr nach Bosnien zurückkehren, sondern definitiv in Prag bleiben Seine Entfernung aus Serajewo soll schon vor sechs Wochen beschlossen und ihm selbst bekannt gewesen sein. Dieselbe erfolgt keineswegs aus militärischen, sondern aus politischen Gründen. Der Oberkommandant habe die Kroatisiernng der oceupierten Provinzen zu ostentativ betrieben nnd die Etablierung des Trialismus für sein politisches Programm erklärt. — Große Jagden. Für die zn Ehren des Kronprinzen Erzherzog Rudolf und der Frau Prinzessin Gisela sowie des Prinzen Leopold von Baiern Sonntag den 20. d. im Fraueuberger Reviere nächst Budweis in Böhmen stattfindenden Jagden sind großartige Vorbereitungen getroffen worden, 53 Kavaliere sind als Jagdgäste angemel-det, 500 fürstlich Schwarzenberg'sche Jäger wurden zum Zwecke dieser Jagden anfgeboten. Für eine bei dieser Gelegenheit abzuhaltende interessante Wasser- Fortsetzung in der Beilage. "WU Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr.! jagd sind 40 Nachen in Bereitschaft gestellt. Das im geschlossenen Thiergarten zu Frauenberg befindliche Standwild besteht aus 400 Stück Hochwild (Hirsch, Thier uud Kalb), 200 Stück Rehwild uud 300 Stück Schwarzwild (Wildschwein). — Die Insel Lacroina wurde vom Kronprinzen Erzherzog Rndols angekauft, welcher sich, wie die „Triester Ztg." schreibt, der Vermittlung des Grafen Georg Vojnovit bediente. Vom Hofe verlangte der frühere Eigenthümer einen Kaufschilling von 150,000 fl. Graf Vojnovit erstand die Insel um 75,000 fl. Ans Laeroma ist bereits ein Hof-beamter angekommen. Wie der „Narodni List" von Zara mittheilt, soll der Kronprinz die Absicht haben, jährlich zwei oder drei Monate auf der Insel zu verbringen. — Aus dem czechischen Lager. Die Zeit des Brnderknsses ist vorüber, sie liegen einander in den Haaren! Skrejschowsky wirft in der „Epoche" Dr. Rieger vor, daß auch er vor vier Jahren von politischen Freunden rangiert wnrde und noch heute 100,000 fl. der Chrudimer Vorschuß-kasse schulde. — Verhaftungen. Der „Cittadino" berichtet, daß in Capodistria der Professor Pizza-rello, italienischer Staatsangehöriger, und der Ingenieur Calogiorgio aus politische» Motiveu verhaftet wurdeu. Nach Meldung des „Jfouzo" wurde in Görz das Mitglied der dortige» Handelskammer, Giuseppe Cesciutti, ebenfalls aus politischen Gründen verhaftet. — Fahrposttarif. Vom 1. November d- I. ab tritt das Uebereinkommen in Kraft, welches zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn wegen Ausdehnung des deutschen internen Fahrposttarises auf den Verkehr der beiden Länder geschlossen worden ist. Hiernach wird künftighin für Packete bis zum Gewichte von fünf Kilogramm eine Einheitstaxe von 50 Pfennig oder 25 Kreuzer österr. Währung eingehoben werden. Der 1. November ist auch als Anfangstermin für das Uebereinkommen zwischen Deutschland und Belgien, betreffend die Einführung einer Einheitstaxe von einem Franc für Packete bis zum Gewichte von fünf Kilogramm, festgesetzt. Diese Einheitstaxe wird zwischen Deutschland uud Belgien derart getheilt, daß Deutschland 60 Centimes oder 50 Pfennige und Belgien 40 Centimes empfängt. Treten die beiden Uebereinkommen in Kraft, dann lassen sich der deutsch-belgische und der deutsch-österreichische Tarif combiniert anwenden, so zwar, daß vom 1. November ab für ein Packet bis fünf Kilogramm ans Belgien nach Oesterreich-Ungarn und umgekehrt nur eine Taxe von einem Franc oder 40 Kreuzer zur Erhebung kommt. Ein Packet von fünf Kilogramm von Ostende bis Triest kostet also vom 1. November ab nur 80 Pfennige oder 40 Kreuzer. Lokal- und ProvinM-Angelegenheiten. — (Patriotische Spenden.) DerReichs-raths- und Landtagsabgeordnete Herr Martin Ho-tschewar in Gnrkseld hat zur Unterstützung hilfsbedürftiger Reservistensamilien in Krain einen Betrag von 100 fl. und der Laibacher Militär-Veteranen-verein zur Unterstützung verwundeter Krieger einen Betrag von 50 fl. dem krainischen Landespräsidium übergeben. — Auch in Oberlaibach hat sich ein patriotischer Frauenverein zum Zwecke der Unterstützung kranker und verwundeter Krieger gebildet. Morgen findet dort eine Tombola und Tanzunterhaltung statt. — (Professor StreitmannS Leiche) wurde vorgestern abends unter zahlreicher Teilnahme der hiesigen Lehrkörper und Unterrichts -anstalten auf dem Friedhofe der evangelischen Gemeinde zur Ruhe bestattet. Unter der Zahl der Begleiter befanden sich auch der Herr k. k. Landespräsident R. v. Kallina, Landeshauptmann Dr. Ritter v. Kalteuegger, Bürgermeister Laschau und viele Funetionäre mehrerer Behörden. Der Sarg war !41 vom 19. Oktober 1878. mit Kränzen aus frischen Blumen, mit reichen Bändern versehen, belegt. Herr Pfarrer Schack hielt eine lange, ergreifende Leichenrede. — (Wünsche.) Auf Grund vorliegender Beschwerden wird ersucht: 1.) den Transport von an der Diphtheritis verstorbenen Kindern znr Todtenkapelle nicht durch Comsortablekntscher zu besorge»; 2.) das Geländer längs dem Tandelmarkte fester und sicherer Herstellen zn lassen. — Die Straßenübergänge von den Häusern Lavrencic, Fischer uud Kogel gegen die Sternallee und das landschaftliche Amtsgebäude befinden sich im schlechten Zustande. Um Beschotterung wird ersucht. — (Landschaftliches Theater.) Heute abends gelangt auf hiesiger Bühne eines der besten Werke FO.Bergs: „Der närrische Schuster", zur Aufführung. Im Theater an der Wien hat dieses an Witz und Humor reiche Stück sich den größten Beifall errungen, und stand dasselbe durch lange Zeit ani Repertoire dieses Theaters. — (Tnrn-nnd Musikunterricht.) Dispensen von diese» Unterrichtszweigen sind von nun an nur mehr in einzelnen wohlbegründeten Fällen zu crtheile» Insbesondere werden an den Lehrer-nnd Lehrerinnen-Bildungsanstalten unter strenger Beachtung der im Organisationsstatute normierten Bedingungen nur solche Zöglinge diese Dispensen erhalten können, welche durch ihre sonst vorzügliche Eignung tüchtige Lehrer, respectivc Lehrerinnen, zu werden versprechen; entfällt im Laufe der Studienzeit der Grund der Dispens, so ist dieselbe zurückzuziehen. Die Prüfungskommissionen für Volksund Bürgerschulen haben fortan nur solche Lehramtskandidaten von der Ablegung der Prüfung aus dem Gesänge, beziehungweise dem Violin- oder Klavierspiele, dann aus dem Turnen zu dispensieren, welche während ihres Studienganges zur Aneiguug dieser Disciplineu uicht verpflichtet waren; die betreffenden Kandidaten sind aber in jedem Falle zugleich auf die Ministerialverorduung vom 30. September 1875 über die Ergänzuugsprüsuugen aufmerksam zu machen. Krainer Landtag. (14. Sitzung.) Laibach, 16. Oktober. (Fortsetzung.) Abg. R. v. Gari b oldi referiert namens des Rechenschaftsberichtsausschusses über die HZ 10, 11 (I. und II. Theil) und 12 (I. und II. Theil) des vom Landesausschusse für die Zeit vom 1. Jänner 1877 bis 30. Juni 1878 erstatteten Rechenschaftsberichtes und stellt folgende Anträge: Der hohe Landtag wolle beschließen: aä § 10. a) Der Landesausschuß erhält den Auftrag, dafür Sorge zu tragen, das der im Herbste d. I. bei der illyrischen Blindenstiftung sich erledigende Platz einem krainischen Stiftlinge verliehen werde. Ebenso hat er dem nächsten Landtage Bericht zu erstatten, ob und in welchem Zeitpunkte die vom Kärntner Landesausschusse angeregte Theilung des illyrischen Blindenstistnngsfondes angezeigt erscheint. aä tz 11. b) Der Landesausschuß erhält den Auftrag: Geldaushilfen an landschaftliche Beamten und Diener nur in sehr berücksichtigungswürdigen und motivierten Fällen zu bewilligen, Remunerationen nur für außergewöhnliche, nicht im Bereiche der eigenen Dienstpflicht liegende, sehr ersprießliche Dienstleistungen zu ertheilen und den für diese Zwecke von, Landtage im Präliminare bewilligten Betrag nicht zn überschreiten. acl Z 12. e) Der Landesausschuß wird beauftragt, den Fortbestand der Bezirkskassen in Krain auch für das Jahr 1879 zu erwirken. ä) Der Landesausschuß wird angewiesen, die Frage der Ablösung der Giebigkeiten sür Kirchen, Pfarren und deren Organe im Auge zu behalten und insbesondere auch über die mit obigem im Zusammenhänge stehende Lösung der Congruasrage in der nächsten Session Bericht zu erstatten. 6) Der Landesansschnß hat das Nöthige sin-znleiten, damit die Ausfertigung und Drucklegung der stenographische» Sitzungsberichte derart beschleunigt werde, daß diese Berichte womöglich immer schon in der nächsten Sitzung zur Vertheilung gelangen. k) Alle übrigen, in den 10, II und >2 des Rechenschaftsberichtes enthaltenen Mittheilnngen werden zur Kenntnis genommen. Der Referent bemerkt, daß der Ausschuß bei Formulierung des Punktes 6 eine rasche Erledigung im Auge hielt. Der Regieruugsvertreter Graf Choriusky theilt mit, daß um Verleihung einer Blindenstiftung bis jetzt kein Gesnch eingebracht wurde. Abg. Dr. v. Schrey stellt den Antrag: Der Landesausschuß sei zn beauftragen, eine zweckmäßigere Amtierung im Innern, die Einführung einer Gleichförmigkeit in der Buchführung und einer minder kostspieligen Administration ohne Beeinträchtigung beider Landessprachen im Ange zu halten. Abg. Dr. v. Vesteneck beantragt: Behnfs Erzielung einer minder kostspieligen Administration habe der Landesausschuß die Durchführung des Gesetzes vom 2. Jänner 1860 — betreffend die Con-stitniernng von Hanptgemeinden — in Angriff zu nehmen. Der Landesausschuß werde weiter beauftragt, in Erwägung zu ziehen, ob das Institut der Bezirkskassen nach Constitniernng der Hauptgemeinden nicht gänzlich ausgelassen werden könne; auch habe der Landesausschuß Sorge zu tragen, daß die Sitzuugsprotokolle iu kürzerer Zeit, als bisher, in die Hände der Abgeordneten gelangen. Der Referent Abg. R. v. Gariboldi erklärt sich mit dem Antrage Schrey vollkommen einverstanden, u. z aus zwei Gesichtspunkten: 1.) aus der durch den Antrag angestrebten sprachlichen Vereinfachung in einzelnen Agenden der internen Geschäftsführung im Landesausschusse, und 2.) aus der durch diese Vereinfachung sich ergebenden Erleichterung in der Amtierung, sowol für die Landesbeamten als namentlich für die Mitglieder des Landesausschusses. — Die Einwendungen des Dr. Poklukar habe schon der Berichterstatter sachlich widerlegt. Die Einwürfe des Herrn Svetee waren durchaus nicht sachlich, sondern kulminierten vielmehr in einem schwachen Anfluge zu jenem altgewohnten Schmerzensschreie über angebliche Vergewaltigung, wie solche im Hause schon so oft gehört wurden und wie selbe in vielfältigen Variationen stets zum Ausdruck gelangten, sobald die Sprachenfrage berührt wurde. Er finde diesen Schmerzensschrei zwar vom Parteistandpunkte begreiflich, doch mit Hinblick auf den eigentlichen Zweck des Antrages gänzlich ungerechtfertigt. Es falle niemandem ein, die Parität der beiden Landessprachen verkürzen zu wollen, es sei eben nur eine sprachliche Vereinfachung, namentlich in der Buchführung beantragt, und aus diesen Gründen werde er daher für den Antrag des Dr. Schrey stimmen. Der Landtag erhebt die Anträge des Ausschusses und jene der Abgg. Dr. v. Schrey und Dr. R. v. Vesteneck zum Beschlüsse. Abg. A. Dreo (Handelskammerpräsident) erstattet im Namen des volkswirthschaftlichen Ausschusses Bericht über den Antrag auf Ueberreichung einer neuerlichen Petition an das Ministerium, betreffend den Bau der Unterkrainer Bahn, betont, daß das Darniederliegen des Handels, der Industrie und der Gewerbe die Vorlage einer neuerlichen Petition dringend nothwendig mache, und stellt den Antrag: Der Landes ausschuß möge beauftragt werden, bei der hohen Regierung dahin zu wirken, daß der Bau der Unterkrainer Bahn im Jahre 1879 in das Budget -es österreichischen Handels- ministeriums ausgenommen werde. Das Haus erhebt diesen Antrag zum Beschlüsse. Der volkswirthschaftliche Ausschuß (Referent Abg. Dr. Den) stellt den Antrag: Der Landesausschuß sei zu beauftragen, über den Inhalt der Petition um Abschreibung der Steuerreste in den Bezirken Gottschee. Großlaschiz und Reifniz die Erhebungen zu pflegen und diese Petition der hohen Regierung zur Würdigung abzutreten. Der Landes Präsident bemerkt: Dieser Petition müssen die Gesuche der Beschädigten und die hierüber gepflogenen Erhebungen beiliegen, iudem auf ein allgemein gehaltenes Einschreiten des Landtages von seite des Finanzministeriums ein günstiger Erfolg nicht zu erwarten wäre. Abg. Dr. Deu erstattet namens des Gemeinde-Ausschusses Bericht über die Petition der Ortschaften Oberfeld und Sanabor um Trennung von der Muttergemeinde und Constitnierung einer selbständigen Ortsgemeinde. Der Abg. Laurencie unterstützt diese Petition, und auch die nationalen Genossen Abgg. Dr. Bleiweis und Dr. Poklukar wünschen, daß dieser Petition willfahrende Folge gegeben werden möge; der Abg. Dr. R. v. Vesteneck jedoch beantragt: dieser Petition sei im Hin blick auf die in Aussicht stehende Constitnierung von Hauptgenieinden derzeit keine Folge zu geben, um so weniger, als im Willfahrnngssalle noch andere Gemeinden dem Beispiele der Gemeinden Oberfeld und Sanabor folgen würden. Abg. Des chm an n referiert im Namen des volkswirthschaftlichen Ausschusses über die Auträge des Landesansschnsses, betreffend den Erlaß von bessernden Maßregeln im Straßenwefen Krains. Abg. Freiherr v. Apfaltrern berichtet: er habe durch nahezu 2b Jahre Gelegenheit gehabt, den Straßenzustand in Krain wahrzunehmen, und müsse bemerke:,, daß das Straßeuwesen in Krain keine Fortschritte, sondern Rückschritte gemacht habe; es sei dringend nothwendig, zu erforschen, wo die Ursache dieses Rückschrittes zu sucheu sei. Redner stellt den Antrag: Der Landesausschuß wird an gewiesen, die Bestimmungen des Straßengesetzes einer genauen Revision zu unterziehen und in der nächsten Session auf Gruud seiner Wahrnehmungen über die bisherige Thätigkeit der Straßenausschüsse mit Vorschlägen au das hohe Haus herauzutreten. (Wird augenommen.) Der genannte Abgeordnete kann die Bemerkung nicht zurückhalten, daß die staatlichen technischen Organe der Aufsicht über das Landesstraßenwesen sich gänzlich entschlagen haben, wahrscheinlich, um in die Competenz des Landesausschusses nicht ein-zngreifen. Der hohe Landtag genehmigt die vom Landes-ausfchusse gestellten Auträge und die vom volkswirthschaftlichen Ansfchnfse formulierten zwei Zusatzanträge, u. z.: 3.) Der Landesausschuß wird weiters beauftragt, den bei Naturalleistungen infolge mangelhafter Evidenzhaltnng der individuellen Straßeuzuthei-lungen sich häufig ergebenden Anständen, sowie auch jenen Unzukömmlichkeiten, die sich aus einem Re-partitionsminimum ergeben, welches unter das mit einer guten Straßenerhaltuug verciiibarliche Ausmaß der Straßenzutheilnng geht, sein besonderes Augenmerk zuzuweudeu, das Nothweudige zur Behebung solcher Uebelstände zn veranlassen, zugleich aber auch dahiu zu wirken, daß die Naturalleistungen jener Coneurreuzpflichtigeu, auf welche sehr geringe Straßenstrecken entfallen, eumnlativ und gleichzeitig prästiert werden. 4.) Der Landesausschuß hat sich in thnnlichst ökonomischer Weise alljährlich von dem Zustande wenigstens der für den Verkehr wichtigsten Bezirks-snaßen zn überzeugen und über seine gemachten Wahrnehmungen, sowie auch über die zur Behebung vorgekommener Uebelstände getroffenen Vorkehrungen im Rechenschaftsberichte Mittheilung zu machen. Das H. HanS erklärt über Antrag des Verifiea-tionsausfchusses (Referent Abg. R. v. Gariboldi) die Wahl des Abgeordneten Herrn Karl Schau-nik in Krainburg als giltig, und wird der betreffende Wahlact ohne Debatte bestätigt. Abg. Klun erstattet namens des Schnlans-schusfes Bericht über die Petition der Gemeinde Krainburg wegen Belastung des Gymnasiums in Krainburg uud stellt den Antrag: Der Landesausschuß werde beauftragt, sich au die hohe Regierung mit der Bitte zn wenden, daß das Krain-bnrger Gymnasium belassen werde. Landespräsident R. v. Kalliua bemerkt: Die Finanzlage des Reiches hat die Auflösung mehrerer minder frequent besuchter Unterrichtsanstalten nothwendig gemacht, die geographische Lage Krainbnrgs, die Nähe Laibachs führte zum Beschlüsse des Unterrichtsministeriums, das Gymnasium iu Krainburg aufzulassen; politische Motive zur ausgesprochenen Auflassung dieser Unterrichtsanstalt lagen nicht vor. Abg. Dr. v. Sch rey unterstützt den Antrag des Schulausschusses. Das Sparsistem der Regierung solle nicht bei Lehranstalten beginnen, das Gymnasium in Krainburg ist noch immer ein wahres Bedürfnis, die Stadtgemeinde Krainburg hat bei Errichtuug desselben bedeutende Opfer gebracht. Die hohe Regierung dürfte die Nothwendigkeit dieser Unterrichtsanstalt für Oberkrai» würdigen und der Petition Folge geben. Der Abg. Graf Thnrn wünscht eben anch die Belassuug des Gymnasiums in Krainburg, in der Metropole des Oberkrainer Landes. In Radmannsdorf wnrde die Volksschule erweitert, und diese dürfte dem Krainbnrger Gymnasium ein namhaftes Contingent an Schülern stellen. Das Haus genehmigt den Antrag des Schulausschusses. (Schluß folgt.) Ei,«gesendet. Abfertigung. In der Zeitschrift „SloveiiSki Narod" von, 18. Oktober 1878 wurde abermals von zwei noch »nmündigcii Personen, u. z. von dein Bäckergesellen A. Ditrich und seinem Mitagitator I. Lavrem'ie, meine Person angegriffen und der Bersuch gemacht, mich vor der Oeffcntlichkeit zu besudeln. Es ist wahrlich nicht der Miihe loerth, zweien ganz unbedeutenden Individuell auf derlei Schmähungen eine Antwort zu geben, und ich thäte cs auch nicht, wenn cs sich hier nur um ein politisches Jntercssc handeln würde; >cdoch der Angriff aus mich ist von höchst Persönlicher Bedeutung uud entsprang aus der Gehässigkeit, welche die zwei Genannten und ihre Helfershelfer, an deren Spitze D. R., gegen mich hegen. Meinem Privatsleißc uud meinen Privatstudieu habe ich es zu danke», Laß ich heute in einer der größeren Advo-katurskanzlcien in Krain mit Cvnceptsarbeiten betraut bin, nnd nur der Neid, daß ich mir dabei einige juridische Kenntnisse gesammelt habe, hat die Beschimpfung in slo-vcnischen Blättern zur Folge. Nun, soll ich vielleicht dicserwegen mit meinen persönlichen Gegnern streiten? Diese Frage wird jeder geistcsgcsnndc Mensch verneinen müssen, und ich selbst sage, daß ich mich mit den beiden genannten Einsendern iu keinen Streit einlasse; denn Schiller sagte: „Mit der Dummheit streiten selbst die Götter vergebens!" Was aber die Hauptsache, die Wahlagitation, anbelangt, so muß ich hier znr Steuer der Wahrheit unter dem heiligsten Eide bestätigen, daß ich weder mit Johann Milave noch mit Dominik Gaspari bezüglich der Landtagswahl am Wahltage ein Wort gewechselt habe. Meine Familien-und Bermögensverhältnisse gehen die zwei genannten Individuen gar nichts an, und hebe ich nur noch hervor, daß derlei Bemerkungen gegenüber einem Steuerzahler, wie ich es bin, eine unverschämte Frechheit sind, und nur Individuen, wie es die (Linsender sind, zugemuthet werden können. Indem ich mit größter Verachtung die Besudelung znrnckweise, erkläre ich gleichzeitig, daß dies die letzten Worte sind, die ich an die Gegner richte. Adel sberg am 18. Oktober 1878. Josef Prosenc. Witterung. Laibach, 19. Oktober. Morgens trübe, regnerisch, dann theilweise Aufheiterung, schwacher SW. Wärme: morgens 7 llhr 14 2", nachmittags 2 llhr -7- 173" 6. (1877 -j- 8-8°; 1876 -j- 14'4° V.) Barometer 732 31 mm. Das gestrige Tages-mittel der Wärme 12 7", um 16° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 3 50 mm. Regen. Angekommene Fremde am 18. Oktober. Hotel Stadt Wien. Huliva, Brauer, Graz. — Günzl, Ks>u., Haida. — Jhue, Bergdirektor, Hrastuig. — Weiß, Reis.; Lederer, Folgers, Kftte., uud Scharf, Realitäten-besitz«. Wien. — Donath, Prag. Hotel Elefant. Grillitfch. Reif., Reichcnberg. — Helm. Reis., und Ladstätter, Wien. - Liebscher, Kfm, Graz. — Ladstätter Th., Ladstätter I. und Großlercher, Dom-zale. — Helena Köhler, Steiu. — Sofie Häring samnit Tochter, Tschernembl. Kaiser von Oesterreich. Hocevar, Rann. — Bellar, Agram. Baierischer Hof. Podlogar, Jnnerkrain. — Kronenberg, k. k. Hptm., Sign._________________________________ Verstorbene. Im Zivilspitale: Ami. Oktober: Franz Pavlin, Arbeiter, 81 I., Altersschwäche; Maria Germ, Arbeiterstochter, 3 I, Darmkatarrh; Gertraud Sevsek, Nähern,. 30 I., Lungeu-tuberkulose — Am 3.: Johann Benko, Inwohner, 60 I.. allgem. Wassersucht. — Am 4.: Maria Grile, Arbeiterin, 19 I., Lniigcntnberknlose; Maria Sortt, Arbcitersgattin, 40 I., Entkräftung; Katharina Marinka. Arbcitersgattin, 43 I., Luugeiitubcrkulose; Alois Bonca, Taglöhnerssohn. 3 Mon., Atrophie. — Am 5.: Theresia Peknik, Dienst-botentochter, 5 Tage, Ieteru8 inaliZnus. — Joses Borstner, Arbeiter, 38 I., Lungentuberkulose.____________ Telegramme. Wien, 18. Oktober. Die „Pol. Korr." berichtet aus Athen: Die Diplomatie macht kräftige Anstrengungen, um zwischen Griechenland und der Türkei eine Verständigung herbeizuführen. Prag, 18. Oktober. Nach versöhnlichster Rede Ruß' und Befürwortung der Adresse seitens Riegers wurde der Ausschußantrag auf Uebergang zur Tagesordnung über den Adreßantrag angenommen. Der zweite Absatz des Majoritätsantrages, welcher den Landesausschuß zur Verfassung eines Wahlreformeutwurfes beauftragt, wurde von den Deutschen uud Czecheu gegen die Stimmen des Großgrundbesitzes angenommen. London, 18. Oktober. Der Sultan schrieb an den Emir Afghanistans, ihn auffordenid, ein freundschaftliches Abkommen mit England zu treffen. Die Bankettrede des Ministers des Innern, Croß, betont, die Regierung werde alles aufbieten, damit die Bestimmungen des Berliner Vertrages zur Ausführung gelangen, und gemäß der ihr vertragsmäßig gegebenen Rechte die große Aufgabe Englands im Oriente vollenden. Konstanti 11 opel, 18. Oktober. Die Pforte beschloß die Entsendung einer Militärkoiniiiission ins Rhodopegebirge, um die Insurgenten zur Nie-derlegung der Waffen zn bestimmen. Wiener Börse vom 18. Oktober. Allgemeine 8taatr- scüulä. Papierrente . . . Silberrente . . . Goldrente .... Staatslose, 1839. „ 1854. „ 1860. „ I86Ü(5tel) „ 1864. . Hruaäentkaftungs- Obkigatioaea. Galizien.............. Siebenbürgen . . . -Temeser Banat . . . Ungarn ............... ilmlere öffeatkiiüe Ankekien. Donau-Negul.-Lose üng. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . Aetiea v. Lankea. Kreditanstalt f.H.u.G EScompte-Ges., n.ö. Vtationalbank. . . . Aetiea o.Tr««rpsr1 ilnteraekmmrgea. Nlföld-Bahn......... Donau - Dampfschiff-«Llisabeth-Westbahn . Ferdinands-Nordb. . »rranz Joseph-Bahn . Oaliz. Karl-Ludwigb. Lemberg - Czernowiy -Novd-Gesellschaft . . Geld 60 8.' 62 60 71 60 328— 106 25 111 10 121 25 139 75 82 50 73— 74 75 78 75 104 75 78— 224 — 788-- Ware 60 95 62 t! 5 71 70 332 — 106 50 111 25 121 50 140 - 73 75 75 50 79 50 105' 78 25 89 75 224 25 790 - 11625 490 158 L5 2<)02 128-50 226 75j227 125-5" 126 558— 560— 116 75 492— 158 75 2007 129- Nordwestbabn .... Nudolfs-Bahn ... Staatsbahn .... Südbahn............ Ung. Nordostbuhn . . Psanäbriese. Bodenkreditanstalt in Gold............. in österr. Währ. . . Nationalbank.......... Ungar. Bodenkredit- . Prioritätr-Obkig. Elisabethbahn, i.En,. Ferd.-Nordb.i. Silber Franz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb,l.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Em. . Südbahn L 3 Perz. » L 5 „ . . Prioatkose. Kreditlose............. NudolsSstiftung. . . . Devisen. London................ Gekäsortea. Dukaten............... 20 Francs ............. 100 d. Reichsmark . . Silber................ Geld 109— 11675 252 — 66 25 11250 108 — 92 75 97 25 92 75 92 -102 80 84 25 100 25 85'-63 75 159 50 110-50 9S 75 160 25 14 N7 95 5 63 9 44 58 30 Ware 109 50 117 25 252 50 66 75 113 — 108 50 93— 97 35 93 — 92 50 103 — 84 50 100 75 85 25 64'— 60 — 110 75 94 — 160 50 14 50 N805 5 64 9 44»., 5840 99 90 100 — Telegrafischer Änrsbericht am 19. Oktober. Papier-Rente 6105. — Silber-Rente 62 75. — Gold-Rente 7l'75. — 1860cr Itaats-Anlehen 111 25. — Bank- aetien 788. — Kreditactien 226'—. — London 1 >7 44._________ Silber 100 —. — K. k Münzdukaten 5 60 - 20 Francs-Stücke 9-41. — IM Reichsmark 58'10. Gedenktafel über die am 23. Oktober 1878 stattfindenden Licitationen. 2, Feilb., Ajdisek'sche Real., Winkel, BG. Rudolss-Niertb — 2. Fcilb., Saraber'sche Real., Novagora, BG. Rudolfswerth. — 2. Fcilb., Gerdadolnik'sche Real., Horjul, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Zvigel'sche Real., Meder-dorf BG. Loitsch. — 2. Fcilb., Knmse'sche Real-, Wrost, BG^ Laibach. — 2. Feilb., Jankoviö'sche Real., Bresovie, BG. Laibach. — 2. Fcilb., Brolich'sche Real., Anßergonz, BG- Laibach. — 3. Feilb., Logar'sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Srebot'sche Real., Neverke, BG. Adelsberg. — 1- Feilb., Kapler'sche Real., Oberfeld, BG. Landstraß. — 3. Feilb., Zalar'sche Real., Zirkniz, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Ozbtt'sche Real., St. Viichael, BG. Senosetsch. - 3. Feilb., Kuzman'sche Rcal.. BerSlin, BG. Rudolfswcrth. — 3. Fcilb., Gril'sche Real., Hrcnovie, BG. Senosctsch. - 3. Fcilb., Pozar'sche Real., Famle, BG. Senosctsch. - 3. Feilb., BlaM'sche Real., Brnndl. BG. Senosctsch. - 2. Feilb., Suhadolnlk'sche NcLl. Da ie, BG. Oberlaibach. - 2. Feilb. Naker,che dors, BG. Rudolfswcrth. — 2. Feilb., MoglE sche Real., Grüble, BG. Rudolfswcrth. — 2. Fcilb., Simoneic sche Rcal. Pcchdorf, BG. Rndolfswcrth. — 1. Fcilb., Pekar-sche Rcal., Zaborst, BG. Egg. — 1. Fcilb., Pekar'sche Real., Tlakeniea, BG. Egg. Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt k. 1 Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch an-gcsertigt und nur beschaffende Hemdcn verabfolgt. (23) 83 ln >g. v. Xieinma^ L ?6ä. 8ambei-g8 Vöi'I^gsdueliliMcllung in ist, öi'soliienön: La navadno leto 1879. 7 . (469) 3 -3 Für den Fall als Sie in Wien sei es was immer' zu besorgen hätten, oder Hill»,»»» sei es was von MltN immer -WE brauchen würde», wollen Sie gütigst zur Kenntnis nehmen: KM M M, besorgt den Kauf wie Verkauf von Ware» aller Art, — und Kommissionen Ar Art!!! (Einfache Kommissionen, deren Ausführung nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit beansprucht, 50 kr., für sehr häufige Kommissionen billiges Monatspauschale). Rasche — gewissenhafte- billige und verschwiegene Ausführung. Für meine P. T. Comittentcn: ^ elegante Brieftaschen mit Kalender (N Mg. 1878 und Karten von Bosnien <> „Jur Aekmnlle!" Ich erlaube mir höflichst anzuzeigen, daß ich das wohlbekannte Gasthaus Laiback, L^ellenburWasse, gegenüber äer k. k. übernommen habe. Ich empfehle diese auch zu geselligen Vereinsabenden geeigneten Lokalitäten einem recht zahlreichen Besuche uud gebe die Versicherung ab, sür gute Küche und gute Getränke — bestes Kosler Bier — und prompte Bedienung eifrigst Sorge zu tragen. (477) 2—2 Ergebenster Schnelle und sichere Hilfe! Für Ragml'eilleiille! Lebensbalfam, das beste nnd wirksamste Mittel zur Erhaltung der Gesundheit, Reinigung uud Reinhaltung der Säfte und des Blutes und Beförderung einer guten Verdauung. Derselbe ist für alle Verdauungsbefchwerden, namentlich Appetitlosigkeit, saures Ausstößen, Blähungen, Erbrechen, Mngeukrainpf, Verschleimung, Hämorrhoiden, Neberladuug des Magens »nt Speisen rc., ein sicheres und bewährtes Hausmittel, welches sich in kürzester Zcit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. (148) 24—14 r» .750 riucl 1 «. stets vorräthig in den Depots: LsidLei»; G. Piccoli, Apotheker; I. Svo-boda, Apotheker; Erasmus Birschip, Apotheker; R.uäolks'ivvrtli: Dom. Rizzoli, Apotheker; Vottscdv«: Andreas B r a u n e. Sämmtliche Apotheken nnd größeren Material-haiivliliige» i» Ocsterreich-Ungarii"haben Depots dieses Lebensbalsams. H s, x> 1: - D s x> s 1:: ö. fpagnen, Apotheke „zum schwarzen Adler", Eck der Sporner-gaffe Nr. 205—111. Herrn B. Fragner, Apotheker, Prag! Nachdem ich die mir gesandten 5 Fläschchen Dr. Rosa's Lebensbalsam, dessen überraschende Wirkung ich nicht genug bewundern kann, bereits eingenommen habe, ersuche ich deshalb, mir wieder sechs Fläschchen mit erster Postsendung gegen Nachnahme zu übersenden. Zeichne mit besonderer Hochachtung Schönbrunn, 2. Febr. 187l. L. I'. 8elinbert. Lieferscheine auf Fünftel 1839er Lose per 41 5. Dezember d. I. L L. W. Lieferscheine auf effektiv fl. 10,000 Silber -kl pr. 1. Monat „momentan" ä ö. W. k" Lose der großen Staatslottcric (Haupttreffer -kl O ö. W. 80,000) L L kuäoik^Visn, Hub°^°ste (468) 3-3 Drei tüchtige 'chuhnMhergehilken für Herrenarbeit, die gute, verdeck! genähte Böden machen können, als auch einer sür genagelte Knabenarbeit, finden dauernde Beschäftigung nebst guten Lohn bei n. Triest, Corso. gE" Reisespesen werden vergütet. (476) 2-2 Akaod Vosvie» und wurden unsere best« Arbeiter einberusen und find wir in Folge dessen geuvthigt, unsere »M- Chinasilberwaaren-Favrik . auszulassen und unsere Massenhalten Borräthe Prachtvoller inastlber-Erzeugnisse schleunigst ties unter dem Erzeuaungspreisc abzugeben. Preis-Courante aut Verlangen franko. früher, j I St. Butterdose. fl. S. —, I Paar Leuchter . „ 8. —, 6 St.Messerrasteln „ 5.—, 1 „ Zuckerzange „ 2.50, k „ Dessertmesser 6 ,, Dessertgabeln I „ Salzsaffel. KSt. Kaffeelöffel. st^O^l'bll Speiseloffel „ 7.50, „ L. Taselmeffer. „ 7.5», Taselgabeln „ 7.50, . « Suppenschöps. n Milchschöpser „ 5. —, , „ 3.SV, .14. >t nur !. 2.- > 3 — , 2.70 , l.- , L.50 ^ 2.50 -.70 Neueste Knopsgarnitnr mit'Maschine fl. 1, i Stück Zigarretten-Tabalsdose fl 2 Ferner prachtvolle Taffen, Kaffee- und Theekannen, Tasel-AussLve Dirandols, Zuckerstreuer, Eierserviie, Zahnstocher-Behälter, Essig- und Oel-Garnituren und noch viele andere Artikel rc. :c. zu ebenso staunend billige» Preisen. , 80 L.80 2.80 2.30 1.50 8.- 6—> S.-, > »W' «v8»ii«Ier8 L» keinvrlrvi»: k St. Eßlöffel. 6 St. Messer, 6 St. Gabeln, 6 St. Kaffeelöffel, alle S4 Stück in elegantem Etui anstatt fl. 24 »ur fl. IU. Dasselbe von Britannia-Silber alle 84 St. tn eieg. Etni nur fl. 7. Bestellungen werden gegen Nachnahme »»»«npt und gewissenhaft auögesuhrt. > 7177 I L. kreis, Wien, Nothrnthurmstraße 29. Uan I»i6t6 üem Glückt' vinn LN. 80,000, 1 ösivinn ä LI. 60,000, 11 6on'inn L LI. 50,000, 1 6e>vinn äÄI. 40,000, 1 6sivinn L LI. 36,000, I 3 Oe^vinneU. 30,000, 1 6evinn LLI. 25,000, > 6 6o«iurls ü. LI. 20,OM, j 6 6e^vinne L LI. 15,OM, 1 Os^.LLI. 12,000, 24 Sen. L LI. 10,000, 2 6ew.LLI. 80M, 316e,v.LLI. 5000, 616evv.LLI. 40M, 304 6ev.LLI. 2000. 502 6ev.üLI. 10M. 621 6evv. ä LI. 500, 675 6en. L LI. 250. 22,850 Sen. L LI. 138! oto. etc. vio Lsrvinnöiedun^sn sind xlLninüssig smtlied kestAsstoUt. (470) 18—2 2ur nitebston ersten üsninn^iebunA dieser xrossen, vom Ztsate Aar»nt1«rteo 6sIdverlosuox lcostst 1 ALnres OrixillsI-I>os nur Llark 6 oder ü. 3 50, 1 lislbvs „ » „ 3 „ „ 175, 1 viertel „ „ „ l'/r „ „—'90. L.Uo ^.uktriiAv werden sokorl Avx;ei> üinseil-dnnis, kosteln/lilllunis »äer ^Lvliualime äo« Letritxe» mit der grössten 8orAk3.lt -iusgekülirt, und erlirilt ^odormLnn von uns dis mit dem LtüLtswaz,-xvn vsrsolionsn Ori^l»!lI-1>ose selbst in Händen von vestollunAen Yverdon dis eriordorlioben Lmtlieken klri.no Arktis bsiAoküxt, und nseb ^oder 2iobnng senden wir unseren Interessenten unauk-gokordert Lmtliclre leisten. vis LusriLblung der 6mvinno orlolAt stots prompt unter 8t»Lt8xar»n1iv »»<1 kann durvb dirskts 2ussndungen oder Luk Verlangon dsr Interessenten dureb unsere Vorbindungsn an sllen grösseren klktron Ovsterreiolis veranlasst werden. Unsere 6ol1eote war stets vom Olüelrs dsgün-stixt, und Katts sieb dieselbe unter vielen underen bedeutenden tie^Innen oltnlals der ersten Ilaupttreller ru srlreuon, die den bvtrvll'endon Intorossonton direkt ausbe^alilt wurden. Voraussiobtliel» kann bvi oinsw solvltvn aut > dsr xexrllnäeten Hutvr- ^ uellinen überall auk oino solir rogo Lstbsiligllug mit Lostimmtboit geroobnet werden, uud bitten wir daber, um allo ^nkträAo auskübron ru können, uns dio LesteUunZen baldigst uud Menlalls vor dom 15. «>.»>. rulrominon ru lassen. kaukwaüvl L 8iinnii, »null- un^ WEvIxvsvMst io Hamburg. > Nn- und Vorlcauk aller Lrten StaatsobliAationoo, lAsenbalinaetivn und ^nlsbonsloss. ^ I'. 8. ^Vir äavksv disrävred kür äas ans ksitdsr jsssodsvlcts Vertrauen, uvä iuäsm iv!r doi Lsssiou äsr osuso vsr- Io8uux rur LsIdsLIissuvx eilllLäsa. ^räoo vir uiis aueü ksrvsrkill dsbtredsn, clarok «tsts prompls Leäisnull^ äis voll« Lllkrjsäovdoit uvssrsr xss^sn Philharmonische Gesellschaft. Die Plenarversammlung' findet Sonntag den 3. November d. I., 10 Uhr vorm., in den Vercinslokalitäten: Herrrngasse, Jürstenhos, 2. Stock, statt. Tagesordnung: 1.) Bericht des Gesellschaftsdirektors über das abgelanfene Vereinsjahr. 2.1 Revifionsbericht über die Vereinsrechnung pro 1876/77. 3.) Vorlage der Vereinsrechnung pro 1877/78. 4.) Antrag aus Genehmigung einer Gehaltserhöhung. 5.) Präliminare sür das Vereinsjahr 1878/79. 6.) Wahl des Gesellschaftsdirektors und der Directions-Mitglieder. 7.) Allsällige, gemäß ß 24 der Statuten anzumeldende Anträge der Mitglieder. Laibach, den 15. Oktober 1878. (472) 3—3 Die Direktion. Unerläßlich nothwendig für Gemeindcfunetionäre! I ein Soeben ist ganz neu erschienen und ist zu haben im Selbstverläge bei ülkill 8 Hovse (Eger8 ^llMrucüerei) Spitatgasse Nr. 5: für Kemeinllevor^er in ihren Heschäfteu des selbständigen und übertragenen Wirkungskreises. Von ^nlon Olodoönik, k. k. Bezirkshauptmann, Ritter des Fr.-Jos.-Ord. Preis 80 kr. Diese bei acht Bogen starke Broschüre in deutscher Sprache umfaßt eine vollständige Belehrung für Gemeindefunetionäre, wie sie bei ihren schwierigen Amtshandlungen vorzugehen haben sowol in formellen als auch in materiellen Angelegenheiten, mit genauer Angabe der Neichs-und Landcsgesctze und Verordnungen, sammt einem Anhänge von 47 Formnlarien und einem alph abetischen Inhaltsverzeichnisse. (452) 3-3 ^ Vergrößerungen nach jeder Photographie werden genauest, ähnlich, solid und dauerhaft nach der neuesten Methode iu jeder Größe ausgeführt und billigst berechnet. Aufträge werden entgegengenommen in der Buchhandlung von O Mnster liegen bereit. Auch empfiehlt sich Gefertigter zum Anfertigen gewerblicher Zeichnungen, besonders für Tischler, sowie auch zum Unterrichte. (485) Hochachtungsvoll «L. LrLlrtovLvI». Mml vr. Am, Doeent der Zahnheilkunde an der Universität in Graz, wird in Laibach im Hotel „zum Elefanten" bis 31. Oktober d. I. seine zaimärMcke u. zaimieeknMe Praxis ausüben. vr. raiirers k. k. priv. Autiseptikon-Mundwasser, Zahnpulver uud Zahnpasta sind bei ihm sowie permanent in Laibach bei Gebrüder Krisper, Apotheker Birschitz, E. Mahr und Businaro; in Krainburg: Apotheker Schauuik und in Bischoflack beim Kaufmann F. Mari n f ch e k zu bekommen. (481) 4—1 Wer sich ein reichliches Nebeneinkommen rasch und sicher schaffen will, wende sich sub „1000" an die Anuoneen-Expedition von 1. Hg.rL2.LQS MWMtz Hauptplatz. Für äie Merkst- unä Minter-§aison erlaube ich mir einemP.T. Publikum mein bekanntlich stets mit dem Modernsten und in größter Auswahl versehenes Lager aller Arten Aufputze, Bänder, Spitzen, Sainmte, Seiden- und Atlasstoffe, Knöpfe, Schnüre, Futterstoffe, Nähseide, Zwirne, Nadeln re. re. zu den billigsten Preisen bei solider und schneller Bedienung zu empfehlen. Hochachtend