^ tl» Mittwoch den 20. September 1876. lV. Jahrgang. Die ^«arburgn Settuiia« erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Areitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl.. halbjährig S fl., vierteljährig 1 si. ö0 kr; für Zustellung __ins Hauß monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. ZnsertionSgebühr 8 kr. pr. geile. WkiabavauSßtllung, Wrinmarkt and Wtintmu-Kliugrtß. I. Marburg, 19. September. Da» sprilchwörtliche Wetterglück der Mar-burger bei feierlichem Anlaß blieb u»iS auch diesmal hold. Am frühen Morgen des 17. September prangte di^, Stadt schon in den Wal)rzeichen des Festes: vlumenschmnck, Fichtengrlin und Fahnen. Unter tiefblauem Himmel und beim hellsten, wärmsten Schein der Sonne wl»rde Vormittag um 10 Uhr die W^lnban-Ausstel-lung und der Weinmarkt im Garten der Ober-Realschule eröffnet. Den äußersten Rand des Feftplatzes umgaben aus drei Seiten frischgesetzte Fichten-stämmchen; links voll der Rednerbül)ne war eine dichtere Pflanzung solcher Bäume angebracht und zlir Rechten zog sich eil» Hügel mit Reben hin. Theilnehmer hatten sich in großer Menge eingesunden. Auf das Zeicli^'n eines Komitemitgliedes begann die Musitkapelle der Südbahn-Werk-stätten das z^aiserlicd zu spielen; nachdem die Töne verklungen, ergriff der Präsident des Weinbüukongresses, Herr Moriz vvn Kaiserfeld das Wort und sagte unter Anderem: .„In diesen Tagen wird sich in Marburg der erste österreichische Weinbau Kougres; versammeln. Die Weinbau-Ausstellung, welche zu eröffnen ich die ithre habe, ist ein integrirender Theil desselben. Wir lernen hier die Hilfsmittel kennen, die Werkzeuge, Apparate und ^^^iafchi^ nen, die eine bessere Bearbeitung des Bodens und der Nebe, und die entsprechende Behand-luug im Keller ermöglichen und uns in den Stand setzen, der Weinproduktion ein erweitertes Absatzgebiet zu eröffnen. Die Ausstellung hilft ein Urtheil bilden über die Güte und kotnites müssen wir freundlich gedenken. Möge das Unternehmen gelingen, möge es die Zu? kunft fördern und die Zuversicht in die eigene Kraft erhöhen. Ich erkläre die Weinbau-Ausstellung für eröffnet." Brauchbarkeit der österreichische» Weine; sie Herr Dr. M. Reiser sprach als Bürger zeigt die Quelle, wo diese bezogen werden kön-nen und zu welchem Preise. Die Bedingungen der Produktion und des Verkehrs haben stch zu Ungunsten des Weinbaues gestaltet. Das Meister von Marburg: „Ein ungewöhnlich reges Treiben bewegt heute unsere Stadt. Zahlreiche liebe Gäste aus dem engeren Vaterlande und auch ^Vertreter Industrie und Gewerbe sind seit drei Jahren gehemmt; die Konkurrenz mit vorgsschritt'neren Ländern, die erweiterte Bier» und Brannt-weinerzeugnng erschweren den Absatz unftres Produktes. Manches läßt sich aber durch eigene Kraft verl'esiern und müssen wir uus nur aufraffen, unr den Kamps zu bestehen. Die AtlSsteUung und der Weinmarkt entspringen Kapital ist theurer, der Arbeitslol)n höher ge- anderer Länder sind erschienen, um^hi!»r ein worden; die Abgaben haben sich verinehrtFest zu begehen, dessen weitergehende Bedeckung ....k i Marburg und das Unterland nicht hoch genug angeschlagen werden kann. Sie sehen keine glänzende Pracht entfaltet, selien keine luxuriösen Bauten; das Konnte ließ sich's angelegen sein, den ernsten Zeitverhält-niffen Rechnung zu tragen und hat sich strenge an die Sache der Ausstellung gehalten; aber dennoch hoffen wir, auch unter einfachein Dach dem inneren Drange, sich selbst zu helfen und! zu erreichen, was wir uns vorgenommen — das eigene Gewerbe alif die gebühret,de Höhe die Förderung des Weinbaues. Mir ist die zu bringen. Dies ist auch der Grund, warum Ehre zu Theil geworden, als Vertreter der dent Unternehmen von der weinproduzirenden i Stadtgemeinde Marburg die werthen Gäste'zu Bevölkerung ein so reges Interesse entgegen-. begrüßen. Ich wünsche/dah das kommende Fest gebracht wird. Leider hat die Ungunst der j recht viel Anregung lneten tnöge iin Interesse Witterung es nicht möglich gemacht, die Aus- i des Weinbanes itnd hoffe, daß die Draustadt stelltlng mit Trauben so zu beschicken, wie man recht viele Stunden der Erheiterung bereiten es gewünscht. Unerwartet groß ist dagegen werde. Jnl Nanlen der Stadtgemeinde lieiße die Beschickung mit Geräthen, Maschineir, Lehr- ich die geehrten Gäste willkommen!" Mitteln sogar aus fernen Gegenden und hat! Unter den Klängen der Musikkapelle wur-jich auch ein besonderes Interesse dem Wein-!den der Festplatz und die Weinhalle l>esichtigt niarkt zugewendet, wie die Sendungen ans, nnd die erste, tüchtige Weinprobe vorgenommen. Böhmen, Niederösterreich, Trient, Jstrien, Görz ^ Auf dem Rebenhügel rechts von der Redlind Krain bezeugen. Unser Tank sür das Zu- > nerbühne lmt der Weinbanverein Leibnitz ^chnilt-standekonlmen des Werkes gebührt znnächst den nnd Vnrzelretten au^^) Samstag am 16. September wurde die diesjährige Saison mit dem Schauspiele „Maria und Magdalena" von Paul Lindau eröffnet. Offenherzig zu gestehen, nichts ist uns unangenehmer als über eine Eröffnungsvor-stellmig zu berichten, denn an solchen Agenden stnd oft dem talentvollsten Schailspieler die guten Sinne geläl)mt und die Kritik befindet sich in der Zwangslage dem freien Urtheile zu entsagen. Wenn dann auch noch wie diesesmal, ein eben nur anständiger Gesammtersolg errungen worden ist, denn nur zweimal geschah es an dem Abende, daß sich wenige Hände zum Beifalle rührten, vor guter Aeußerlichkeit nicht viel die Rede sein kann, bleibt uns in Bedräng-niß wohl kaum etwas anderes übrig, als jene Darsteller, die eS verdienen, mit dem Mantel der Nächstenliebe recht warin zuzudecken. Aus diesem sch'Zttigen Hintergrunde einige Lichtpunkte anbringend erwähnen wir gern der Leistung des Herrn Löcs, welcher den „Koinmerzienrath Werren" als einen Emporkömmling der gemein» steu Sorte, divergirend mit der Absicht des Dichters, aber doch charakteristisch und wirksani spielte und freuen uns der frischen Natürlich-keit des Fräuleins Haffner, die in der kleil,en Rolle der „Alina" mit lebenswahrer Naivetät sich einfüt)rte. Zuletzt aber genügen wir einer linangenebmen Pflicht und begrüßen Herrn Schmidt, hier mui^ jede Riickstcht fallen, als einen unwillkonlnlenen alteil Bekannten. Sein „Dr. Laurentius" l)at uns genügend belehrt. daß seine Spiel- und Sprechweise nicht allderS geworden sind, als sie vor zwei Jahren waren, und wenn wir damals die vollendete llnnatnr seiner Darstellnii^i uiUeidlich gefunden haben, so vermag er diese unsere Anschauung auch heute lucht zn ändern. Die Zeiten des RltterschauspieleS sind vorül>er, das Publikum begehrt nicht mehr nach dem ewig schreienden und deklamirenden „eisernen Vieh" und es wird deßhalb die Tlieaterdirektion bedacht sein muffen einen Schnnspieler zn besorgeil, der die Darstellung idealer Männlichkeit zeitgenläß ersaßt. Sonntag am 17. September. — Zwei kleiile Einakter „Wervon Jonas und „Der Präsident" von Kläger erreichten bei frischem Zusammenspiel glücklich den Hafen des Erfolges. Frau Otto als „Steuerräthin .yälnlchen", Frl. Lindner als „Adele" llnd Herr Griese als „Assessor lind dann Oirektor Walter" führten sich so ein, daß wir ihren ferneren Darstellungen mit guter Erwartung eiltgegensehen dürfen. Herr Männel sprach den „Sekretär Weber" mit mädchenhaft wei-.erlicher Stiulme und wnrde komisch wider seinen Willen. Herr Schmidt spielte als..Landrath vnn Elmhorn" mit dem vollen Aufwände seiner fenrigeil Natur ganz auf die beliebte Art, wie er ebenfalls deil „Abälino" fpielen würde. Dergleicheil un-verilünftiges Geschrei fpricht allem Geschmacke Hohn und beleidigt roh auch gröbere Ohren, als wir besitzen. Im Namen der Allgemeinheit bitten wir um Schonung. Zum Schluße gab man „die schöne Äalaths" als Antrittsoperette. Es war das kein glückliches Probespiel und wir hätten gewünscht, daß diese „Probe", um das Kind beim rechten Namen zu nennen, recht geheim stattfinde, nicht aber vor einem zahlenden Publikum. Alle Auftretenden entbehrten der so nothwendigen Fühlung mit dem bei uns Überdieß ganz ungewöhnlich hochgestimmten Orchester, wodurch das Diffoniren in Perma-nenz erklärt war. Frl. Holzer (Galaths), der allein von allen Austretenden wir den Namen einer Sängerin zuerkennen wollen, hat sich vor Beginn der Operette als unwohl entschuldigen lassen. Da ihre Stimme schön ist und es an Zchule nicht zu fehlen scheint, setzen wir alle Unfälle, die ihr begegneten, gern auf Rechnung ihrer gestörten Sinne und bleibt uns nichts zu wünschen übrig, als daß Fräulein Holzer bei ihrem nächsten Austreten die gute Erwartung rechtfertige, welche wir von ihrer musikalischen Besähigung hegen. Herr Mo ndheim spielte den „Mydas" imch der landesüblichen Schablone und fand dafür verdienten Beifall. Letzte ^oft Die Mächte haben fich grundsätzlich geeinigt, der P^rte Gegenanträge zu stellen und soll Andrassy «it der AuSarbettung de-traut werden. In Russisch Polen werden Removten angekauft. Die Türken bei Alexinatz find von de« Terben beinahe umschlossen und leiden Hunger. Die Waffenruhe soll bi» 25. September dauern. Die Pforte will an den Grenzen von Serbien «nd Montenegro Tscherkesfen au-fiedeln. Eingesandt Eine Lücke in der Kosthalle. Als vor zwei Jahren eine Anzahl von Produzenten eine Bewegung zum Schutze des Naturweines hervorrief und gesetzliche Hintanhaltung der Weinsabrikation und der sogenannten Weinverbesserung austrelite. wurde von mehreren Seiten darüber wegwerfend geurtheilt und betont, daß man gar nicht einsehe, warum ein schlechtes Naturprodukt nicht künstlich durch Zusätze von geeig>»eteu Ingredienzien verbessert, eventuell vermelirt werden soll— geschult würden unsere W^inkünstler sagen — wobei diese Schlaulneier stets auch ein bischen auf Ver-mehruug statt auf Verminderung der in die Schulung einbezogeilen Waare RüÄcht nehmen. (Natürlich aus purer Hulnanität und Sorge für die Gedärme der Konsumenten.) Es wurde feierlichst die llnschädlichkeit dieser auf „wisieilschaftlichen Forfchungen" basirten Manipulationen betont und hoch geschworen, daß eiil nach den Regeln der rechten Kunst und Wissenschaft gemachter Stoff vom echten Weine gar nicht zu unterscheiden sei zc. zc. Nun haben wir Heuer eine Weinausstel' lung und Kosthalle — welch' schöne Gelegenheit den von profanen Weiugartenbesitzern und Na-turweinsexen so bitter angefeindeten Kunstwein zu Ehrell z^u l>ringen. — Man hätte eine Loge einrichten sollen, in welcher nach allen Regeln der Klttlst dargestellte Surrogate, dann petioti-sirte, alkoholosirte zc. zc. Weine zur Kost gebracht wordeil wären. Die ganze böse Welt hätte dann sich überzeugen können, wie sich veredelnde Kunst zur rohen Natur verhält u!ld die subtile Wisseuschaft heute die simpele Praxis überstrahlt. liK. Eine geschmackvoll arrangirte Ausstellung von Erdäpfelzucker, Vitriolös, Glycerin, Fusel, künst. Aether Fuchsin und sonjiigen Farliell, Antacid. zc. zc. zc., gekrönt von einenl riesigen Kater würde dieser Loge noch ein besol»deres Interesse verleiheil. Darum wiederholen wir nochmal», da» Fehlen dieser Loge ist und bleibt eine Lücke ln der Kofthalle. X. Zu Ehren der I. ?. Zäfle des Weinkau-Congre^es findet am Freitag Nachmittag ein Ausflug in'» PNmr Gebirge ^Gräfin Meran'sche BrsiKuiig) mittelst Skparatzugcs uud Begleitung der Wcrk-stälten-Klipeile statt.. Zur Theilnahme an demselben sind nur Conftreh'Mitglteder und dr»- Si Mjlislittsch- afchiuen mit verzinntem Eisenblech bekleideten und eisernen Walzen von lI09 ^V8. ^sinls in ?«ttau find heute die best anerkannten und werden auch ^uer mit neuerlicher Verbesserung besten«erzeugt. Weder Holzwalzen noch gepanzerte bewähren fich so gut i letztere können von keiner Dauerl»aftigkeit sein, da ange. nagelte, angeschraubte Bleche von keiner Festigkeit find und mangelhaft werden müssen. Diese Maschinen können du'ch die Administration der „Weinlaube" in Klofternenvurg und die Weinbauschule in Marburg bezogen »Verden. KrA^vr- u. prssgliurgsr-Iwiotisvlc, eine^ug^alil fein8ter ^OiAlZLDNi» luui ItvnIkOnlSi'lA empüvdlt besten« 1089) L!0väitor, ödere Hei-reusa-^tzv. ^olUliui 2rlis.rt Itais. kgl. ttof-^kilolisonmaotisi' In empiietllt sein grosses I^a^er von ferellssivns-, I^esauekeux- t l^naesster-Voppelxvvellfen, ^edeiden- ^ Bissel»- stützen verseliie^ener Kxstewe, äl l^«k»uelleox kevolver, soivie «Uer requisileu un6 ?«trvnen billiß^sten Dreisen. (1091 _Mit einer Beilage._ ntwnrtliche Redottjou. Vruck und jk«rlaa vtZn Tduard Zanschitz (ÜAsiuo in Donnerstag den 21. AeAember 187k zur Aeier dtt>-^NÄilvaucongreffes öexinv 8 (1067 Götz' Drlluhaus-Ntjlallrlitis«. Der Gefertigte macht die emßkilenste Anzeige, daß der Wintersalon^^Mzneu reno-virt und eingerichtet) eröffne^^lrde, und bittet um zal,lreiche>l Besuch. BsMderS bemerkt wird, daß itt der Restauratia/vas beliebte gutabge-legelie Märzenbier^sr Liter zu 20 kr. in und außer dem Haud^owie von heute an guter alter SauritA^ Wetn der Liter zu 40 kr. und Sezarder Liter zu 32 kr. im Ausschänke ist. Fiir^Mte und billige Kilche wie filr prompte ist bestens Sorge getragen. I l>8X ^ Achtungsvoll Johann Kruhek, Restailrateur. (I02S (Schreiende Frösche) eckt sraiiziisische per Stück tv kr. nachgemachte per Stück A nid A kr. verkauft Sexarder Meine schwarzer per KM' fl. 7 — Schilcher „ „ 7-— wMer « ^ „ 7 so ist im Mlfgazin am Kärntner.Bahnhof zu Verkäufen.__(1061 iv Vtar/»«?«. Z.ßk Beilagt zu Rr. 112 der „Marburker Zeituna" (1876.) Istrdmsr ' Kundmachung. Am 20. Skpt^mber l. I. werden die von g^efertigter G,stllschaft in Betrieb übernommenen Mrianer StaatSeisenbahn-Linieu Divaeea— Pol« und Canfanaro—Rovigno mit den Statlonen isDiv' eea); Hcrpklj<—Kojina, Pod« gorje, Ratitovie, Pinguente, Rozzo. Lupoglava, öerovglie Mitterburg—Pisik'o, St. Pietto in Selva, Zabronjch, Digncmo. Pola. <,lügelbahn Soßich und Äovigno sür den allgemeinen Berkehr eröffnet werden, wobei bemerkt wird, daß die Stntionkn: Ratitovie, Pinguente, Rozzo, Lupoglava, St. Pirtro in Selva, Zabronich und Soßich blos für dkn Pkrsonen-, RcisegspäckS- und Eilgut-Auf. und Abgabsdienst; die Stutionen Mivacea) Herpeijc—Kozina, Podgorje; Cerovglie, Mitterbllvg—Pisino, Cansanaro, Dignano, Pola und Rovigno dagegen für drn Pcrsonen«, Reise-gepückS-, Etlgut- und Frachten-Aus- und Ab-gabsverkthr eröffnet werden. Für die Jstriayer Bohnen gelten, wie durch kunl'machung vom 26. August 1876 bereits mitgetheit wurde, die Tarife der k. k. priv. Süd-bahn-Gesevlschast. Die laut di. Edikt. (l0W Vom k. k. Bezl'ksgerjchte Marburg linkeS Drauufcr wird bekannt .eM'^cht: Es ist übcr Ai'suchtn der Jgnaz Högenwarth'schen Erben die freiwillige öffentliche Bersteignuttg der zum verlasse gthörilien Weingart-Realität in Wadelbcrg bti Murburg Uib.-Nr. 644 aä Burg Marbueg, bestehend aus gemauerten mit Ziki^Uii gedeckten Herrei'hause, tem gezimmerten Winzcr-Haus', dem Wirtliscbufti^gtliäude und nach drm Katnstcr aus Acker mit 2 Joch 1135 Qkl., Obst-garten 3 Joch 1ü13 5lkl.» Weingarten 3 Joch 426 Qkl., Hochwald 2 Jvch 1120 Qkl., zusammen ausZGrundstücken M't 12 I. 994 Qkl. und d^r dabei btfindlichen Fabrnisse bewilliget, und die Tugsatzung zur Vornaljme derselben aus den SV. September 1876 Vormittag von lEV—Uhr an Ort und Stelle der Rktilität itt Wad elberg angeordnet worden. Kauflustige w'kden mit dem Beisti^e eingeladen, daß bezüglich der Realität ein lv'^/gigeS Vadium vom Schäbwerthe pr. 7016 fl zu er-ltgen ist, daß die Realität und Fahrnisse nur um ober über den Schätzwerth hintangegeben werden und daß die Fahrnis^ sogleich bezahlt und bezogen werden müssen. Das Schätzprotokoll, der Grundbuchs,xtraft nnd die Lizitationsbedingnisse können tätlich bei diesem Gerichte oder bei Herrn Dr. Fr. R a de y, t. k. Notar in Marburg eingeselien werden. Die Pfandrechte der Sotzgläubiger bleiben unberührt. Marburg am 2. September 1876. liSmIieliei' tmerlüiiik. Aus der Z. E.Sopan'schta TollcursWsst wird nunmehr der Rest deS Waarenlagers. be^ stehend aus Kleiderstoffen in Wolle und Halbwolle, Barege, Grenadin, Barchet, Hosenzeuge, Tarlatan zc. ic. zu außerordentlich herabgesetzten Preisen auS freier Hand verkauft. Das" kauflustige Publikum wird aus diesen Ausverkauf, welcher am 22. d. M. beginnt, mit dem Bemerken aufmerksM gemacht, daß derselbe vorausfichtlich nur wenige Tage dauern wird. ^1106 Murburg am 19. September 1876. Die Coneursmaffe-Berwaltung. 1076 in allsQ Ltärlcen. W. KSUPPSI't. Gajihalls in Martlmg Z auf gutem Posten ist sammt Einrichtung billig abzulösen. Auskunft im Comptoir dieses Blattes. Ichiill mölilirtts Zimmer ß zu vermiethen! Bilrgerstraße Nr. 197, II. St. Mehrere Studenten aus soliden Häusern werden unter billigen Bedingungen in gänzliche Verpflegung genommen. Nähere Auskunft auS Gefälligkeit im Comptoir deS Dienstmann-Jnftitutes. (1062 Für Grossisten l Ein Geschäftsmann mit gründlichen Waa-renkenntnissen und mit Führung der Bücher ver, traut, sncht Engagement. Gütige Anträge an die Red. d. Bl. unter „Kausmann 27". (1!00 A Ttndenten tverden in gänzliche Verpflegung genommen. Anfrage im Comptoir d. Bl. (1101 Zehr beachteuswerlh für illllgt Kauflellte. Am 29. d.M. wird beim hiesigen Bezirksgerichte di.- exekutive Versteigerullg der zum Nachlasse des verstorbenen Herrn Ant. Nagg gehörigen Handeln ^Realität in St. Lorenzen a. d. Kärntnerbahn stattfinden. Diese besteht ans dein stockbohen Geschäftsha»lse sammt Stallung u. s. w. und schönen Grundstücken. Es ist d.'S älteste Gcmischtwaarengeschäft sammt Tabaktrafik in diesem bekannten Orte. Ul3 Zwei Koststudenten z werden in einem soliden Hause aufgenommen. Auskunst im Comptoir diese» Blatte». Gin Aoftmädche« wird in einer soliden Familie aufgenommen. KSrntnervorstadt, obere Uferstraße Nr. 33,1. St. Zwei Kostknaben werden in sorgfältigste Pflege genommen, auch ein Clavier ist zur Benützung da. (1082 Auskuuft im Comptoir dieses Blatte». Zum B-rfertige« von Damenkleider und Hemven empfiehlt sich ?i»ol»vr, 1107) Kärnt«etUaffe Nr. 209. Studierende Z werden bei einer anstäildigen kinderlosen Familie unter den billigsten Bedingllngen in gänzliche Verpflegung genommen. 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Oktober an, ein schönes grobes Gewölbe mit oder ohne Einrichtung am besten Posten, Eck der Post' und Herrengasse, Hans.Nr. 112 in Marbllrg, billig. Sluskunst bei A. Snpan. Gin Gewölbe in der Postgaffe Nr. 22 ist vom l. Oktober zu vergeben. (1039 Zn vermiethen: Ein möblirtk« Zimniir, gaflcnscilig und sogleich zu bezieht». ^I0Z5 Anfrage bei Herrn Massatti, Zuwelitr, Postgasse. Verkauft wird: Ein halbgedeckter Wage». Ein Fuhrwagen. Gastzimmer-Ginrichtttng. Anzufragen in der Schwarzgasse Nr. 46 bei Josefa Spallek. (1093 Gin Gewdlb Z mit Schaufenster und Glasthüren, auf lebhaftem Posten, ist sogleich und billig zu vermiethen. Anfrage bei Marie Schraml, Domplatz. Warnung. Wir ersuchen, Niemanden aus uirsere Nainen etwas zu borqeu, da wir dasnr keitre Zahler sind. Gert Das Gasthans Z in der Stadtgrabengasse im Högenwarth'schen Garten HauS-Nr. 49 ist zll verpachten und et« 'Vferd zn verkaufen. Dampf-il.Wallllelibad in drr Kärntllkr-Viirkadt täglich von '/g? 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