^r. 278. Samstag, 4. Dezember 1886. 1 «5. Iahrganl,. Mbacher Zeitung. br«»umer»t«on«pr5l«: Mit Postversenbung: ganzjährig fi, I», halbjährig fi, 7M. Im «omptoir: 1 Die „i'albacher Zeitung/" ««Heini taglich m!t «„«nahm« ber C?nn° nub yeiertoae. «onziäylia ft. li, halbjährla ö.50. «llr ble Zustellung ins Hau» ganzjährigst, l. — I»sertlon««»ttrl yilr W Vie »»»<»5, b!e «etzaeti«« Wiencrftiaße l«. — Unfrankierte V»««sl llelne Inserate bl» zu 4 feilen 2» lr., «tlißere hr, Zeile S lr.: bei öfteren Wiederholungen Pr. Zelle 3 tr. G weiden rncht angenommen und Vtannsnipte nicht zurückgestellt. Amtlicher Mil. Se. k. und k. Apostolische Majestät habe» mit Allerhöchster Entschließung vom 28. November d. I. dem General-Director der gälizischen Karl-Ludwig-Bahn. vofrath Dr. Eduard Sochor Ritter von Friedrichs-9al den Freiherrnstand taxfrei allergnädigst zn ver-lelhen gernht. __________ ^, Der k. k. Landespräsident und Präsident der k. k. Mailzdircction für Krain hat den Zollamts Conlrolor Mnz Klette zum Zollamts-Verwalter und Vorstande V k. k. Hauptzollamtes in Laibach und den Zollamts» ^'ficial Josef Ziwny znm Zollamts Controlor bei ^selben 5 k. Hanptzollamte ernannt. Nichtamtlicher Hheil. Hur Situation. — Wien, li. Dezrmber. . Eine Änogetberathnng ohne Opposition; eine Par-laments-Scssion, deren Prototolle nllr bezcngen. dass der ^klst der Einigkeit die Versammlung erfüllte; wo die .^eschlusse stets einstimmig gefafst wurden, die Reden lets die Gesinnungen des Friedens athmeten — eine Mche Erscheinung verdient es gewiss, dass man mit ""fmerksamkeit bei derselben verweile. In Momenten patriotischer Begeisterung geschieht es allerdings, dass °us den Parlamenten jeder Widerspruch zn verschwin-ben scheint; der Einzelne wird von der Majorität mit ortgerisse,,, die abweichende Meinung wagt sich nicht 'undzngeben. selbst wenn sie vorhanden ist. Allein, wenn die politische Sitnation auch bei Beginn der De-legations-Arralhungcn zn manchen Beuuruhigungen ^"lass geben mochte, so nahe war die Gefahr denn ?V nicht, dass die Delegationen nnter dem Drncke der. "ben. iln Zlistande der Erregtheit ihre Beschlüsse ge« >M halten. Nicht die Stimnulngen eines AnKnahms-zustandes kommen in den Delegations-Beschlüssen znm Ausdruck; die Harmonie der Gesinnungen und Mel-"."«gen war vorhanden, ohne dass von den Ereignissen ""e außerordentliche Pression ausgegangen wäre. Die Mrai.ens.Knndgebnngcn der österreichischen Delegation, ^patriotischen Gefühle sind etwas Bleibendes, waren M dom Momente erzeugt, uin mit dem Momente !^er zu verschwinden. ^^^^_______________ Man könnte die österreichische Delegation in ihrer gegenwärtigen Entwicklung mit den klimatischen Re ^ gionen vergleichen, die stets von gleichmäßigen Gesetzen beherrscht werden. Und welch große Bedeutung anch eine parlamentarische Körperschaft besitzen mag. das Allcrwichtigste bleibt denn doch. dass ihr Verhalten von der Bevölkerung gebilligt wird, dass ihre Gesinnungen. von der Bcvölkcrnng getheilt werden. Iu einem Par« lamcnte kann die Opposition nur dann verschwinden, wenn auch die Bevölkerung den Staatsqcdautcu ersastzt hat. Das Verhalten der österreichischen Delegation wird, in der Bevölkerung mit derselben Genugthuung begrüßt z wie in den Kreisen, wo man sür die Leitung des Staates sich verantwortlich fühlt. Auch in der Mehr» heit der Bevölkerung ist man der unfruchtbaren Oppo- ^ sttion. dem unnützen Streiten abhold geworden. Man hat keinen Gefallen niehr an jenen Spectakelstücken, die nur das Ansehen des Staates kompromittieren. Die OpfcrwiUiqteit der Delegationen ist nur ein Ausdruck für die Opferwilligkeit der Bevölkerung. So ist denn für die abgeschlossene Thätigkeit der österreichischen Delegation kein anerkennendes Wort groß und weit genug. Der Fortschritt der politischen Erteuntiiis hat die Stärke der patriotischen Gefühle nicht beeinträchtigt. Der Staat, im Bewusstsein seines Machtgcsühls. darf vertrauensvoll in die Znknnft blicken. Noch während der Delegations - Session haben hervorragende Mitglieder der Opposition dafür Sorge getragen, dass nicht die Meinung entstehe, als würde man anch auf dem Gebiete der innern Politik sich harmonischen Verhältnissen nähern, als seien auch hier die patriotischen Gesühle mächtig genug, um den Zwiespalt zn beseitigen. Man hatte die dringlichste Elle. gegen die Möglichkeit des innern Friedens zn protestieren. Eine scharfe Distmctions'Linie wurde zwischen der innern und äußern Politik gezogen. Die Redner in den Wiener Versammlungen mögen selber das Gefühl haben, dass es mit 5er Zeit immer schwieriger werde, dieses System des Auseinandcrhaltens der innern nnd der äußern Politik verständlich zu finden. Diese Scheidnng der Functionen eines einheitlichen, Organismns hat etwas Unuatürliches. Wir meinen nicht den Zusamnienhang zwischen innerer nnd äußerer Politik, wie er durch den Verkehr der Staatsämter ^ und durch die parlamentarischen Vertretungen gegeben I ist. sondern jenen Zusammenhang, wie er aus den Ereignissen sich herstellt, die nach causalen Gesehen die Entschlüsse des Staates bestimmen. Nach innen wie nach anßcn sind dieselben Ursachen wirksam; auf dem Gebiete der innern ist ebenso, wie auf dem Gebiete der äußern Politik jede Willkürlichkeit ausgeschlossen. ^ Wir legen das größte Gewicht darauf, dass die ^deutsche Opposition an den Vertrauens-Knnbgebnngen l der Delegation einen hervorragenden Anth.il genommen hat, und wenn es ihr auch wertvoll erscheinen > mochte, ihre Loyalität mcmisestieren zu können, so hat !sie doch gewiss nur so gehandelt, wie es ihr durch ! ihre Ueberzeugungen dictiert wnrbe. In der ungarischen ^Delegation wurde hervorgehoben, dass die Ereignisse, ^ welche Oesterreich aus Italien und Deutschland hinausdrängten, den Staat nur stärker gemacht haben. Die Minorität der österreichischen Delegation ist ^edensaNb der Ueberzeugung, dass der österreichische Staat wohl daran thue, wenn er lediglich bestrebt sei, den Forderungen der Gegenwart gerecht zu werden, ohne mit Be« dauern auf die Vergangenheit zurückzublicken. Das Gülldnis mit Deutschland, das Freundschaftsverhältnis der Monarchie zn Italien, die Friedensliebe unseres Reiches, das Verzichten auf jede Eroberung — diese wesentlichen Momente unserer änßern Politik finden die volle Zustimmung der Opposition unseres Abgeordnetenhauses. Aber, wir wiederholen die Frage, gehen denn die Gestaltungen unserer innern Politik nicht aus denselben Ursachen hervor, wie die Richtungen unserer ! äußern Politik? War in dem Augenblicke, wo, um mit 'dem Grafen Andrafsy zn sprechen. Italien nicht mehr !als unsere Balkan-Halbinsel, die Frankfurter Pauls-lirche nicht mehr als unsere Aja Sofia angesehen werden konnte, nicht auch die Beseitigung der inneren ! Conflicte die erste und größte Aufgabe des Staates ! geworden? Konnte die dualistische Gestaltung der Monarchie vermieden werden; war es fortan möglich, am Systeme eines starren CentralismuS festzuhalten und deu slavischen Nationalitäten jede Concession zu ver-weigeru? Man weiß anch im oppositionellen Lager auf diese Fragen die richtige Antwort zu finden, darüber besteht lein Zweifel. Es ist nicht allzulange her, dass die Opposition immer mit Vorliebe die Behauptung aufstellte, die Politik des Grafen Taaffr sei mit der deutsch-österreichischen Allianz nicht vereinbar. Das Nichtige dieser Hypothese hat sich aus den Thatsachen ergeben. Graf Jemlleton. Die Kunst, iu einer Woche lieben zu lernen. N..Die Fachzeitnngcn für Bekleidung des weiblichen . Mlechtcs registrieren mit gewissenhafter Treue — von ^ ^ diese fehlen, wo Franen im Spiele sind! — 5,"Dummer zn Nummer, was die tyrannische, männcr-"dende Mode Neues geschaffen; sie widmen den d?" Ernst, den der in Frage stehende Stoff erfor-stol ""k" ucuen Schuittnmster und vertheidigen mit vol."' Aufgebote schwerwiegender Argnmeute eine Re-leui. ""f dem so wichtigen Miedet gebiete; sie bc-der s. t°!lhell die Sitnation des Mi^ zmtias m werden, was nicht mehr modern lst nnd ^ichti^" "'cht mehr trägt. Eine Warnnng ist ebenso lpttti n e "n Rath. Wird eine Fran, die sich re-'Ncnar "^"t>s grüne Schuhe anlegen, sobald der ^ltrib,,.' '"^ ^' l"l,i erklärt, grüne Schuhe seien em ^dersp. leder vornehmen Erscheinung, so wird sie ^ be^ -c!" ""we Verzweiflung gerathen, wenn man b'ttzebn Ä"ch macht, dass der Hut. den sie trägt, selt, "" ^agen alls den Index gesetzt ist. Nun be- greife ich wohl. dafs eine Zeitung nicht eine Lifte alles Unmodernen bringen kann, denn diese würde sich endlos gestalten. Aber es genügt, wenn ans dem reichen Schatze des Unmodernen daszenige würde herausgehoben werden, was infolge naheliegender Täuschung leicht noch als modern erscheinen kann. Und wie in der Kleidung, so gibt es auch im gesellschaftlichen Verkehre taufend Kleinigkeiten, die sich nnler den Wellenbewegnngen der Mode nuablässig ändern — fiir Frauen wie für Männer. Ehedem mnsstc jeder gut erzogene Mensch den Gucker, den er in seinen Kaffee oder Thee thnn wollte, Stückchen für Stückchen mit der Zange fasfen; heute bedient mau sich dabei der fünf Finger, in der Voranssehung. dass gute Er» ziehung untrennbar verbunden sei mit gewaschenen Händen. Früher einmal ließ ein eleganter Mann. auch wenn er nicht im Frack war. möglichst viel von seinem weißen Hemde sehen; jetzt befiehlt das Gesetz, dass anßer dem Kragen kein Pünktchen vom Hemde zu gewahren sein dürfe. Eine Zeitung, die sich zum Herold der Mode macht, thäte alfo gnt, dem Leser manchmal zuzurufen: «Beileibe keine Zuckerzange, beileibe keine ausgcschnitteue Weste zum Salonrock . . .'. Die Organe für Damen mode könnten ihr Programm dahin erweitern, die auch außer« halb des Bekleidnngs-Rayons von der Mode beliebte Gesetzgebung überhaupt zu vertreten und die wichtigsten Entscheidungen des obersten Gerichtshofes fiir erwettcrte Modefachen mitzntheilen. Nicht nnr, was Frauen und Männer anziehen, sondern auch. wie sie sich geberden, was sie bel dieser oder jener Gelegenheit thnn oder lassen sollen, das alles ist wandelbaren Vorschriften unterworfen, das alles ändert sich von Jahr zu Jahr. und was gesurn noch schicklich war, kann heute «bookmss sein. Um es kurz zu sagen: die Modezeitungen erfüllen ihre Mifsion nicht, denn sie beschränken sich auf ein viel zu enges Gebiet, sie vergessen, dass der äußere Mensch ganz zwecklos sich unablässig metamorphusiert. wenn der innere nicht dasselbe thut — nnb ferner, dass die Eleganz der Franen nichts nützt, wenn ihnen nicht jene der Männer zur Folie dient. Um an einem Beispiele zu erhärte», wie nngenügend die Mode-Organe ihrer Anfgabe nachkommen, weise ich auf eine bedauerliche, charakteristische Thatsache hin: Nicht eine einzige Fachzeitung hat bisher constatiert. dass es nicht mehr modern ist. sich zu verlieben — nicht modern nämlich für Menschen, welche über die Flegel«, respective Bactfischjahre Hinalls sind uud etwas auf ihre Reputation als Leute von Welt halten. In einem gewissen Alter ist es einem nach wie vor erlanbt, sich in den Strudel jener Liebe zu stürzen, von welcher ein dnrch die neuere Strömung längst dementierter Dichter gesungen: «Sie kommt nicht, sie ist da.» Wenn es im Herzen noch knospt nnd sprießt, da dürfen wir, was wir wollen; das siud die goldenen, nimmer wiederkehrenden Tage. in denen wir genan verstehen, was die Nachtigall schluchzt und da« Rauschen des Waldes als Echo unseres stnrnwollen Inneren zu erkennen glauben .. . Aber sie geht dahin, die lockige Jugend, und e« kommt die Zeit der Reife; zur Rose hat die Knospe sich entfaltet, wir gehen hinaus in die Welt, wir leben im vielköpfigen Gewühl nud Gewimmel, und da eut» steht nns die Pflicht, zu erwägen, was fashionabel ist und was nicht. Königin Mode entscheidet darüber, nnd eben sie hat die Liebe, wie sie früher gebräuchlich war, vom Menschheitsrepertoire abgesetzt. Das mag manchem LatbaHer Zeitung str. ii?8 2292 4. Dezember 1«^. Taaffe ist vielmehr kraft seiner inneren Ueberzeugung und gerade in Consequenz seines Systems gezwungen, für das deutsch-österreichische Bündnis mit aller Kraft einzustehen. Abgesehen davon, dass Graf Taaffe den Kreis seiner Rechte und Pflichten genall kennt; abgesehen von seiner patriotischen Gesinnung, die man ihm hoffentlich nicht bestreiten wird, ist der Minister-Präsident auch hinlänglich im Klaren über die weltgeschichtlichen Ereignisse und über die unabänderlichen Verhältnisse, welche auf das Oesterreich der Gegenwart ihren Einfluss äußern, gleichviel, ob es sich um äußere oder innere Angelegenheiten handelt. Die inuere Po litit des Grafen Taaffe bewegt sich in strenger Harmonie mit der auswärtigen Politik des Staates; nicht etwa, weil ein streng formuliertes Programm vor» liegen würde oder bestimmte Vereinbarungen stattgefunden hätten, fondern weil Graf Taaffe das Verständnis der Thatsachen besitzt, die gleichzeitig auf den verschiedenen Gebieten der Staatspolitik bestimmte Wirkungen erzielen müssen. Die Sympathie-Kundgebungen für die Richtungen der äußeren Politik haben die Anerkennung bestimmter Principien in Bezug auf die innere Politik zur logischen Consequenz. Man braucht die Reden der Opposition nur mit einiger Aufmerksamkeit zu verfolgen, um zu erkennen, dass der Streit nur noch um Fragen zweiter Ordnung, nur noch um Maßregeln, nicht um Principien sich dreht. Welcher Führer der Opposition wagt es, die Rückkehr zum System des strengen Centralismus zu empfehlen? Muss ferner nicht jeder vernünftige Politiker in dem inneren Frieden die Grundbedingung der staatlichen Wohlfahrt fehen? Eine systematische Opposition ist denkbar, wenn die« selbe mit ihren Hukunftsplänen außerhalb des Staates steht oder wenn ste, gleichviel mit centralistischer, föderalistischer oder socialistischer Tendenz, radicale Veränderungen innerhalb des Staates anstrebt. Eine Opposition aber, welche stolz darauf ist, mit vernünftigen Mitteln rationellen Zielen zuzustreben, hat keinen Grund mehr zu einem stürmischen Auftreten, und sie muss der Thatsache Rechnung tragen, dass die Traditionen auch von dem Grafen Taaffe geachtet und oei> theidigt werden. Eine solche patriotisch fühlende und extravaganten Richtungen abholde Opposition darf den Zusammenhang zwischen der innern und äußern Politik nicht ignorieren. Die Vertrauens-Kundgebungen der Delegation, die der patriotischen Gesinnung der Bevölkerung entsprechen, der Wetteifer der Rechten und Linken, durch Opferwilligleit für den Staat sich auszuzeichnen, das sind doch Erscheinungen, die auch als Kriterium der innern Politik angesehen werden können. Man stelle sich nur vor, dass eine dem System des Grafen Taaffe entgegengesetzte Politik durchgeführt worden wäre, und man frage sich. welche Wirkung gewisse auswärtige Ereignisse auf Stimmungen und Strömungen in Oesterreich gehabt hätten. Man erinnere sich an die Zeit, wo selbst die regierungsfreundliche Majorität des österreichischen Abgeordnetenhauses in der Delegation oppositionell gestimmt war, während jetzt selbst die Opposition in der Delegation nur patriotische Gefühle manifestiert. Das deutet auf Wandlungen, die uns mit Zu« verficht in die Zukunft blicken lassen. Die Kundgebun« gen der Delegation erfüllen mit zweifacher Genugthuung. Indem der Staat sich stark nach außen fühlt, erlangt man die Gewissheit, dass auch im Iunern mit der Zeit die Grundsätze der Mäßigung sich mehren. «Wie sich Verdienst und Glück verketten — sagt Goethe — das fällt dem Thoren niemals ein.» Sollte mau bei uns für die Verkettung voll auswärtiger und in-nerer Politik kein Verstäuduis besitzen? Politische Ueberficht. (Znr Session der Landtage.) Die Landtage werden bekanntlich am 9. Dezember znsammen-treteu und je nach der Menge des von ihnen zu erledigenden Materials theils bis Weihnachten, theils bis in die zweite Iännerhälfte beisammen bleibe». Soweit aus deu bisher vorliegenden Mittheilungen ersichtlich ist, liegt insbesondere deu Landwgen der größereu Kronländer eine Reihe wichtiger Gesetzentwürfe und Landesauöschuss-Verichte vor, welche sich beinahe auf alle Gebiete der Landesqesetzgebuug erstreckeu uud insbesondere für die wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Länder von weittragender Oedeutuug sind. In einzelnen Landesvertretnngen dürfte auch die Frage des Impfzwanges auf die Tagesordnung kommen, der Tiroler Landtag wird sich u. a. mit einer Landsturm Vorlage, welche den eigenartigen Verhältnissen Tirols angepasst ist, zu beschäftigen haben. (Berathungen der Q uoten-Deputa^ t i o n.) In der kurzen Pause, welche zwischen den Verhandlungen der Delegationen und jenen der Landtage eintritt, werden sich die beiderseitigen QuoteN'Depu« tationen versammeln, um ihre Constituierung vorzuneh« men. Die jetzigen Quoten-Deputatiouen sind die dritten, welche die beiderseitigen Parlamente seit dem Bestände des Dualismus zur Feststellung der Quote entsendet haben. Die österreichischen Quoten-Deputationen haben bisher immer ein Mitglied des Herrenhauses zum Ob-manne und ein Mitglied des Abgeordnetenhauses zum Schriftführer gewählt. Die meritorischen Berathungen der Deputationen werden erst im Jänner, aber nach Wiederbeginn der Reichsraths-Verhandlungen voraussichtlich in Wien stattfinden. (Ungarn.) Mit dem vorgestrigen Tage trat in Budapest der parlamentarische Apparat wieder in Function; der officiöse «Nemzet» datiert sogar den Beginn der Herbstsessiou erst von diesem Zeitpunkte. Das genannte Blatt geht in die Aufgaben, welche der Legislative harren, nicht näher ein. legt aber in einem Entresilet den Mitgliedern der Regierungspartei dringend ans Herz, sich sowohl zu dcu Sitzungen des Hauses wie zu den Ausschussberathungeu zahlreich ein« zufinden. — Der Finanzausschuss des Abgeordneten-Hauses erledigte zwei kleinere Gesehentwürfe und votierte der Regierung die Indemnität für das erste Quartal des künftigen Jahres. (Die bulgarische Deputation,) welche den Willen der Mächte betreffs der Fürstenwahl in Erfahrung bringen soll, verließ vorgestern Sofia, um sich zunächst nach Wien zu begeben. Was sie den Cabineten in erster Linie zu eröffuen hat, ist die Unmöglichkeit einer Candidatur des Fürsten von Min-grellen, dessen Ernennuuq zum General-Gouverneur von Ostrumelien auch die Pforte trotz allen Zuredens der Herren Nelidov und Kaulbars verweigert haben soll. Selbst die Cankovisteu sind mit der bulgarischeu Regierung darin einig, dass die Candidatur des Minqre- liers unannehmbar sei. Die Stimmung gegenüber de toteren charakterisiert ein heiterer Vorgang der a» Sofia berichtet wird. Die Nummer der LeipM" »Illustrierten Zeitung, vom 13. November entlM' neben andereil Eingeborenen-Typen ans den belitMi Colonien auf Neu^Gninea auch als Prachtstück "^ Bild eiues Meuscheufressers. Unter dieses Aild sch"" ein Witzbold «l^-ins!« Nwola^ <^6 Wn^Iiu». "»d!' gl'eug die Nummer nnter uugeheurem Gelächter lM Hand zu Haud. < (Die fenische Ä rüd ers ch a fl.) Z»m Naa-folger O'Domwau Rossa's als Haupt der Dyua"M' section der fcuischeu Brüderschaft ist Dr. Hamil."» Williams gewählt wordcu. Es verlautet, dass der ue.u Chef iu kurzem eine Proclamatiou erlassen wird, worm die küuftifie Politik der Partei erläutert werden >ou, Die Absetzung Nossa's wurde in einer Versammlung des Fenierbuudes am letzten Dieustag beschlossen.^ . (Zur cgyPtischenFragc) erfährt die «SalNi-James Gazette-, Herr von Freycinet wolle l"i der eng" lischeu Regierung darauf dringen, dass bald eine <>e -ständigung über deu Suez-Caual erzielt werde, UN zwar auf Grund des Beschlusses jener Conferenz, o>e in Paris gerade au dem Tage zusammentrat, als Iul Ferry gestürzt ward. Herr vou Freyeiuet wünsche dim mit der euglischeu Regierung eine Vereiubarunff z treffeu oder, wcuu dieö uicht möglich seiu sollte, Frage abermals ciuer Cunfereuz vorzulegeu. Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet. für den Wiederaufbau or angebräunten reformierten Collegimus iu M^A?,, 3000 fl.. für die griechisch-katholische Kirche z" MW 100 fl. und für die reformierte Kirche zu Adänd M^' zu spenden geruht. — («Die elegante Welt..) Vom 1 I^""" 1887 erscheint in Wien eine neue illustrierte M^ revue: «Die elegante Welt», heraussseqeben von A A. M. Konody, welcher sich schon früher bei der ^ tung illustrierter Unternehmungen nls Mann «cm schmack und glücklichem Takt erwiesen hat. «Die elega" Welt», deren Prospect heute vorliegt, wird sich v°"'^ lich an den Salon wenden und allem, was im nwder Gesellschaftsleben Interesse erwecken kann, der Kunst « Literatur, dem Theater, der Musik, der Jagd, dem SP°/ dem Clubwesen wie dem Ballsaale u. s. w. stetige ^ mertsamkeit widmen. Nach den vorliegenden P^^ .sZ Prospecte wird «Die elegante Welt» ebenso °"aweU vornehm ausgestattet sein; eine Anzahl auserlei Künstler und Schriftsteller wird die Beiträge aus de" v schiedensten socialen Gebieten liefern und so b^„' l Vlatt zur Welt machen, in welcher man sich a»'»' ,^ Das Blatt wird wöchentlich in, Groß-Qnartformac der Ausdehnung von 24 bis AN Seiten erscheinen, — (Ein Phäno,ne u.) Von der Kalocsaer ^e warte ist am 2«. November ein Phänomen beo ,^ worden. Auf der südöstlichen Seite der Sonnensche'be nämlich eine seltene Proluberanz sichtbar. Die ""^M chenc Flamme erhob sich bis zu einer Höhe von 2 Meilen. Gegenwärtig hat sich die Flamme vom S"" lt körver bereits abgelöst uud schwebt nun in WolteM' oberhalb der Sonnenscheibe. ^^" so befremdlich klingen, als wenn ich ruhig hingeschrieben hätte: «Afrika existiert nicht» oder: «Es gibt keinen Mond», aber ich bitte die Leser dieser Zeilen, sich mit nüchternem Auge umzuthun, damit sie mir beistimmen. Hie und da werden einzelne Individuen nach wie vor von Verliebtheit rettungslos befallen, alle mit ihnen angestellten Heilungsversuche erweise» sich fruchtlos. Solche Ausnahmen beweisen nichts. Es gibt Kälber mit fünf Füßen und Pferde mit zwei Köpfen; deshalb wird noch niemand behaupten: Kälber haben fünf Füße, Pferde haben zwei Köpfe. Man darf nicht um jeden Preis verallgemeinern, was nur als beson« derer Fall gilt. . . Im großen und ganzen steht es für den Beobachter fest: Es ist nicht mehr modern, sich zu verlieben — wenigstens nicht, um zu heiraten. Diese Erfahrung hat ihr Gegenstück darin, dass es zwar modern ist. verliebt zu sein; aber desto mehr, ei zu scheinen. Dieselben Personen, di? sich ebens.) wenig verlieben, wie sie — als Damen — eine Cri. nolme oder — als Männer — ein Jabot tragen, letzen lhren Ehrgeiz darein, alle Aeußerlichkeiten der ^llebthett zu fingieren, sobald sie sich verlobt haben. ^?.'« "^ "?!>' be" Heiraten sprechen, welche durch geschäftsmäßige. Vermittler arrangiert werden. Aber auch die übrigen fußen meist auf eiuer Basis sorg faltiger Berechnung, uud erst weun diese auf einer Seite " fallsdle andere sich in der glücklichen Lage befindet, die Mode ignorieren zu dürfen — oder auf beiden Seiten stimmt, wlrd dem bekannten Cupido der in seinem Köcher statt der Pfeile Eouponscheren träat die Thüre geöffnet, vor der er bi« dahin schüchtern ge^ wartet hat. Nachdem der von der üblichen Lebensfühlung un- serer Zeitgenofsinnen ein wenig abgeschreckte Freier sich darüber beruhigt hat, dass die Zukünftige ihm ein hinreichendes Erträgnis abwerfen wird, uud die Zukünftige erfahren hat, dafs sie in der Ehe einen Schatz — an Capital oder mindestens an Interessen finden wird, halten beide es für angezeigt, ihre Herzen aufflammen zu lassen, uud die P. T. Eltern hätten guten Grund, folgendes Parte zu versenden: Herr und Frau . . . und Herr und Frau . . . beehren sich. anzuzeigen, dass ihre Kinder . . . und ... sich morgen 8 Uhr abends ineinander verlieben werden. So genau lassen Tag und Stunde sich im voraus be« stimmen. . . Wenn schon erwähnt wurde, wie der Dichter so ganz und gar nicht niit der Wirklichkeit rechnet, so möchte ich noch hervorheben, dass er sich auf dem Holzwege befindet mit der Behauptung. Liebe vergehe nicht — «die war's nicht, der's geschah.» Eine Menge gefühlvoller Männer beweisen, wie grundlos dieser Vers ist. Da lernt einer ein junges Mädchen kennen, das alle Vorzüge in sich vereinigt.' Jugend, Schönheit, Geist. Aumuth. der Papa Theilhaber einer geachteten alten Firma. Er nimmt sich vor, sich ihr zu nähern; er erkennt immer mehr, wie bezaubernd sie ist; sein Zustand kommt ihm selbst bedenklich vor, aber vos?^. la 8ll!«i-6 . . . entweder mau hat ein Herz oder man hat keines, also vorwärts mit frifchem Muth! Natürlich erkundigt er sich sorqsam um den Stand der geachteten, alten Firma; er erfährt, dass sie zwar alle Krisen siegreich überdauert, all ihre Velvflichtungeu erfüllt hat. dass aber der Vermögensstand arg zusammen« geschmolzen ist. Die Töchter der beiden Compagnons bekommen r'me geringe Mitgift oder gar leine. Darauf» hin reißt der Troubadour sich die Liebe aus deu« tenden Herzen und resigniert auf das Glück, "^ ^gb-eiueu Augeublick gelächelt hat. Sobald er jc»e "^, fameu Thatfacheu erfahren hat. emfagt er 5wn>6 > ,^ Geschwindigkeit ist keine Hexerei. In einer Ep^/is», welcher dem elektrischen Flinken der Weg cn'bali' ^ um vou Europa nach Amerika zu fliehen, ^' ,hi,i>' nicht staunen, menu nicht minder schnell die ' Ueberleguug vom Kopfe nach dem Herzen sp""/' soll Aber,' wie gesagt, der Schein der "^^ immer gewahrt bleiben. Das liegt in der ^^ ^,„ der Menschen begrüudet, die — nach Lessmg ^„, liebsten vou der Tugeud sprecheu, die sie u'chl /^^ Es kleidet einen nicht übel, weun man "i willenlos der Leidenschaft für eine holde ^" -> ergeben — ein Engel, ein wahrer Engel! , ^ Nun. offen gestanden: sehr vielen mlssl'"« ^e Rolle, und man sieht von der die Schatteu vou Actien, Prioritäten, ^'^ghlles Renten und ähnlichen Behelfen holden sieves' ^ auftauchen. Da aber die Angst vor leichtstn"'^ ^chc heutzutage nicht größer ist. als das Aestreven. .^„. Liebe zu heucheln, habe ich ein Büchlein ^A^el'' welches deu Titel führt: «Die Liebe " d^en F tasche oder: die Kunst, in einer Woche "^ z. V-lernen». Anleitungen auf anderen Gebieten, ' > z» «Die Kunst, in acht Tagen die Aqnarellmal ^1' erlernen», haben mich zur Abfassung de3 N ^^ Werkchens angeregt. Dieses letztere circus ^l^ schriftlich uuter meinen Freunden, denen Vaidachn Zeitung Nr. 278 2293 4. Dezember ix «. — (Die deutsche Vrieftitulatur.) In der von Dr, ssr. Mamroth in Wien redigierten Zeit-Mist: «An der schönen blauen Donau» regt ein Feind unserer unvernünftigen Vricflitulaturcu die Bildung eines 'Anti-Wohlgeborcn-Vereines» an, für welchen er folgende Statuten empfiehlt: 1.) Mitglied des Vereines kann jeder werden, der imstande ist, einen Brief zu schreiben. 2.) Die Mitglieder verpflichten sich. ihreu Höslichkeitsdrang ausschließlich mit dem Existenzminimnm «Herr», «Frau» oder «Fräulein» zu befriedigen. Sie haben das Recht, lhrem Namen den Vermerk M. d. A. W. V. (Mitglied des Anti-Wohlgeboren-Vereines) hinzuzufügen. 3.) Wer sich Legen diese Sahnngcn vergeht, besteuert sich selbst mit emem Straftreuzer, der an eine Centralstelle geleitet und einem wohlthätigen Zwecke zugeführt werden möge. 4) Wer Nriefe mit Geburtstitulatur veröffentlicht zurückschickt, wird zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. War es ihm bekannt, dass sich in diesen Briefen längstcrwartete Geld' Endungen befanden, so wird sein Bild im Vereinslocale "'Wstellt. — (Eine sensationelle Reform.) Eine wahrhaft grnndstürzcnde Neuerung wurde in den Gymnasien des Grohherzugthums Baden in der Frage über Drthoi'pic eingeführt. Die Herren Gymnasial - Direcwren ^ben nämlich beschlossen, dass sürderhin t>. wenn es vor emem Vocal steht, nicht mehr wie «/i» gesprochen wer-°^n darf, sondern schlechtweg «t>». Zum Exempel: Die "Ungcn müsseil lesen ut-i-uu statt uxi,>,m; der heilige ^ünazius heißt iu Zulnnft Ignat-ins; es gibt keinen ^azi mehr, sondern nnr noch Nati, und wir habe» keine Zutsche Nazion mehr, sondern eine Nat-ion. Es wnrde °uch beschlossen, das «e» mit <>i» zu lesen, doch sah wan davon ab, dies als obligatorisch zu erklären. Es bleibt den einzelnen Directoren, beziehungsweise Profes- °re» überlassen, in ihren Anstalten künftig Kitero statt ^'ccro, Käsar statt Cäsar lc. zn lesen und zu sprechen. "" 'nehreren Anstalten wird dies consequent durchgeführt. — (Succi' s Le beus elirir.) Suecihat am ^' v. M. in Paris nm Mitternacht mit großer sseier^ ^chleit, aber im Beifein nur wenigei Zuschauer, seiue ^hte Mahlzeit, Austern und Bier, durch eine Cigarre ge-'"Urzt, zu sich gcnonuneu »nd sich dann dein Comite" ausliefert, das ihn wog und nach alleu Seiten examinierte. A" zwanzigsten Tage feiner Fastenzeit, die er auf dreißig ^age festseht, wird er die Hälfte des Inhalts eines Fläsch-chens trinken uud die andere Hälfte den Aerzten zur Analyse überreichen. Er gedenkt, täglich zn reiten, zu fechten und viele Gänge zu thun, im Gegensatz zu Mcr -latti, der fast immer auf seiuem Zimmer blieb. Um mehr Leute anzulocken, verspricht Succi die Hälfte der Einnahmen den Uebcrschwemmtcn Südfrankrcichs. Mer-latti ist immer noch munter uud hofft, er werde seinen '^. Fasttag ohne Unfall erreichen. Er würde alfo noch ^ Tage auszuharren haben. '^ (Taufe eines Negers.) Diefertage w,rd N! der Decanaltirche in Aussig der Neger Jakob Delavari "e Taufe empfangen. Delavari, der jetzt im 28. Lebens-l°hrc steht, kam dort mit einer Circusgesellschast au und tr°l später in die Dienste der chemischen Fabrik. Er be-"bsichtigt, im Fasching mit einem Aussiger Mädchen sich iu verheirate«. — (Zigeuner und Politik.) Ein russisches "latt weiß über ciuc politische Demonstration zu berich- ten, deren Schauplatz der Circus Ciniselli in Petersburg, anlässlich des ersten Auftretens einer ungarischen Zigeunerkapelle daselbst am letzten Dienstag gewesen sein soll. Als nämlich die Zigeuucr die Estrade betraten, wurden sie vou dem den Circus zu drei Vietthcilen füllenden Pnblicum mit wahrem Grabesschweigen empfangen. Man merkte sofort, dass die Zuschauer nicht gerade zngnnsten der Ungarn gestimmt waren. Nachdem die erste Nummer ausgeführt war, erschallten nuten einige wenige Applau-dissemcnts, in den oberen Regionen aber wurde gezischt. Die Zigeuuer sahen sich erstaunt um und stimmten den «Czardas» an. «Genug! Fort mit den Oestcrreichern!» schrie wieder irgend jemand, und das Zischen begann von neuem, die Applandisscmcnts übertönend. Die Ungarn beendeten das Concert, verbeugten sich uud zogen sich still zurück. — (In der Voltsschule.) Der Lehrer: Was für eine Profession hat denn dein Vater, Michel? -Michel (verlegen): I... i... trau m'r's net z'sagen, Herr Lehrer. - Der Lehrer: Nur heraus damit, geniere dich nicht, Michel! — Michel (nach langem Zögern): Mci Vater is das «bärtige Weib» in, Circus! Blätter und Mitcn. Die Natur drängt uns, natürlich zu scin, dir Gesellschaft »erbietet es uns, Der Hass nicht, aber die Liebe ist international. Genießen ist Poesie, satt scin Prosa. «Achwna.», das ist das Nrot — leiner lanu es entbehren: hat einer was daraus zu streichen — cm bischen Liebe vielleicht umso besser. Warme Herzen sollten immer paarweise vorkommen. Seichtes Wissen schwimmt wie Ocl, immer obenauf, n.rnnt>. liclM bleibt «er» auf dem Grund. Wie du sprichst, das zeigt deine ästhetische, was du sprichst, deine iulelleclnelle, wann dn sprichst, deine moralische Bildung. Es nibt Mensche», in deren Gegenwart man nicht harmlos sriu kann. Nicht nur NngMsschläa.e M es, es M auch Glilcls, schlafe; sie müssen ebenso überwunden werden wie jene, nur dass uach dem Ebben dieser Hochflut leine Leichen am Ufer liegen. Das Aertraueu schmilzt wie Schnee, aber uuter audrrcn Gesehen. Kalt muss es in uns werden, wenn es vergeh!. Local- und Provinzial-Nachrichtcn. — (Reform der juridischen Studien-orduung.) Die vou dem Unterrichtsministerium angeregte Reform der rechts- und staatswissenschaftlichen Facultät wird iu juristische» Kreisen bereits lebhaft erörtert, wobei zwei principiell verschiedene Richtungen, eine «moderne» und die «historische», vorherrschen. Die Anhänger der ersteren Richtuug gehen von dem Gesichtspunkte aus, dass es die Aufgabe der Facultät sei, ihren Hörern zunächst uub vor allem jene Disciplinen im wissenschaftlichen Geiste zu vermitteln, welche diesen fttr ihren zukünftigen Beruf als Richter, politische Beamte, Advocate» und Notare nothwendig sind. Iu dieser Nczi'chuug weise der Lehrplan der juridischen Facultät sehr große Lücken auf; die wichtigsten Theile des Vcrwaltungsrechtes, das österreichische Staats- uud Verfassungsrecht, das Verfahren außer Streitsachen, Concursverfahre»/, Grundbuchswesen, die Uebcrtretuugcu, das Polizei-Strafgesetz u. s. w. wcrdeu eutweder gar nicht oder nur in einer völlig unzureichenden Weise tradiert. Allerdings fehle es an Zeit; um diese zu gewiuucn, müssten die rein historischen , Fächer, nämlich römische Rechtsgeschichte und Geschichte des canonischc» Rechtes, auf das uncrlässliche Maß reduciert werden; ebenso müsste man nach dieser Anschauung die Collegien aus Geschichte und Philosophie, welche erfahrungsgemäß von den Juristen nur sehr wenig besucht werden, auflassen. Durch diese Reformen würde es möglich werden, die oben bezeichneten Disciplinen in den Lehrplan aufzunehmen. Um Unterbrechungen zu vermeiden, soll das Einjähng-Frciwilligcn-Iahr nach Absolvierung der Studien abgedient werden. Die Vertreter der «historischen» Rich« tnng wollen selbstverständlich von einer Reduction der historischen Disciplinen nichts wissen und würden nur der Streichung der Collegien aus Geschichte und Phi« losophie aus der Reihe der obligaten Fächer zustimmen. Hingegen ist die Ansicht der Professoren so ziemlich darüber einig, dass die Statistik als specielles obligatorisches Collegium aufzulassen und der Verwaltungslehre oder einer anderen Disciplin einzuverleiben sei. Das Ergebnis der Äeralhuugen der juridischen Faculläten wird dem Unterrichtsministerium unterbreitet werden. — (Heimische Literatur.) Das in unserem Blatte seinerzeit angekündigte Wert des Herrn Professors I. Vrhovec: «Die landesfürstliche Hauptstadt Laibach» ist soeben erschienen und ist zum Preise von 1 sl. per Exemplar bei Herrn Josef Modic, Herrengasse 7, in Lai^ach zu haben. Indem wir uns eine ausführliche Besprechung des sür jeden Freund der vaterländischen Geschichte hochinteressanten Buches vorbehalten, können wir die neueste Publication dieses strebsamen Autors unseren Lesern heute schon bestens empfehlen. — (Küsst die Kinder nicht!) Vei Eintritt der rauheren Jahreszeit möge im Interesse unserer Kleinen wiederholt daran erinnert werden, dass ein großer Procentsatz der Erkältungen noch immer auf die Unsitte zurückzuführen ist, die Kinder im Gesicht oder gar auf deu Mund zu küssen. Es ist eine jedem Arzt bekannte Thatsache, dass so mancher Husten, der ohne ernste Gefahr an einem Erwachsenen vorübergeht, durch Ueber« tragung auf noch unentwickelte, weniger widerstandsfähige junge Geschöpfe bei den letzteren die gefährlichsten Formen annehmen kann. Die Unsitte vieler Menschen, trotz aller Warnungen, ihre angebliche Liebe zu Kindern durch Küssen zu documentieren, bringt alljährlich eine große Zahl derselben in Lebensgefahr. — (Postalisches.) Wie uns von der Post- und Telegraphen-Direction in Trieft mitgetheilt wird, ist zu Neudors bei Ratet eine postcombinierte Telegraphen-station mit beschränktem Tagdienste eröffnet worden. (Besihwechsel.) Den halben Theil des ehemals Raimund Reichmaun'schen Hauses in der Trubergasse Nr. 1 hat der städtische Voltsschullehrer Herr Franz V a -hovec um den Betrag von 5250 fl. käuflich an sich gebracht. — (Einen Bären erlegt.) Wie uns aus Gottschee berichtet wird, erlegte am 27. November Herr Heinrich Hofholzer im Friedrichsteiner Jagdrevier einen circa acht Jahre alten, 137 Kilo schweren Bären von tiefbrauner Farbe. — (Aus Görz) wirb gemeldet: Trotz der vor« gerückten Jahreszeit sind derzeit hier noch immer verhältnismäßig sehr wenig Winter-Curgäste angelangt, so dass in den Wohnungspreisen eine «große Baisse» eingetreten ist. Man misst die Schuld an diesem Umstände dem Auf- N"te Dienste erwiesen hat. Ob ich es dem Buchhandel, Mo dem großen Publicum. übergeben soll? Ich lege ^ese Frage der Öffentlichkeit vor; ihrem Nichter. Miche werde ich mich beugen. . Begreiflicherweise kann ich meine Broschüre hier ?'cht in'oxl6N5() wiedergeben. Nur fu viel sei bemertt, ."'s man unrecht thäte.' anzuuchmcn. ich unternehme 3^6 Undlirchführbares. Kann jemand innerhalb acht 5"ae» iu die Geheimnisse der Acmarcllmalcvel ein. ?"'^'n. su sehe ich nicht ein, warum er länger brau-^" sollte, um mit der Liebe vertraut zu werden. Ja. H Meine sogar, nach bloß acht Tagen Lehrzeit wird lk'Nand besser lieben, als maleu löuucu. Speciell mein Mystem erscheint mir als das richtige, well ,ch . °" auf solche Personen bedacht war. denen es nur !" die äußere Wirkung zu thun ist. während unprak-Mr Fuhrer, wie Ovid, sich dmnit beschäftlgcu. von "5" Wachrufen wirklicher Liebe zn handeln. Dieser ,°er jener Vorschlag des alten Publius Ovidius Naw Mt auch für meinen Zweck recht acceptabel. Mit "" sage ich: Uctwd ist der Gesang; darum lernt singen, ihr Mädchen: ""hr alö die Schönheit hat viele die Stimme uechlhrt. be.« ?brr die Stimme — das muss ich gcgcu Ouid si""'/» - braucht nicht wirtlich zn verfuhren. °.„« l '"lr einen Vurwand geben. damit der Wwcttr ^l'Wl löm.c: .Welch ein Gesang!» statt: «Welche N"'' Ws rother Faden zieht sich durch mm,c iw'be '» der Westentasche, der Gedanke, dass dem lies"!" und dem Mädchen möglichst viel Aulass ge-tie n>""de. sich übereinander zu entzücken und ,hrc t^ <"""« plausibel zu begründen. Ich gebe ciuc NW» ""^ dentliche Anleitung. wie man cs machen Ar^.""' '" den unan^llchmjten Ei.Mchaftcu etwas Crudes, ^s Dumme geistreich, das Hässliche' schön, dab Banale erhaben zu finden. Ein Mädchen mit ziegclrotheu Haaren wird mit den Blondinen verglichen.' die Palma Vccchw gemalt hat. Sommersprossen und Blatternarben gelten als Merkzeichen eines Cha-raktcrlopfes. Aus Grobheit wird Energie, aus Blödheit Bescheidenheit, aus Tölpelei Naivetät. Das Liebespaar, das Ml ine Broschüre aufmerksam studiert, wird es zuwege bringen, aneincmder Qualitäten zu entdecken, die au ihr m,d au ihm „och keines Menschen Auge je zuvor gesehen. Ich lehre den Knaben, was er thun müsse, um sein süßcs Mädchen vor allcr Welt preisen zu tonnen; ich lehre das Mädchen, wie es sich an« stellen müsse, »m von den herrlichen Eigenschaften des Knaben schwärmen zu können. Beglücktes Paar, das sich vuu mir unterweisen lässt, wie es die missgün-sligeu Leute zn überzeugeil habe, dass kein materielles Moment seinen Bund begründet, dass hier die Stimme des Herzcus und nur diese sich geltend gemacht hat! Natürlich muss ich meiueu Schülern auch einige Kunstgriffe dcibriugeu. welche dem Satze entsprechen: «Dcr Zweck heiligt die Mittel». So empfehle ich dem Frcicr. zu behaupten, er hätte sich me cntfchließen kömn'N. ciu Mädchen zu heiraten, wclchcs des Clavier, spicles mikulldia, wäre. Nm, habe er sein Ideal gc-snudcn. Um diese Nchcmplnug zn bckräftiqcn. sihe er Abcude hindurch neben dem besaiteten Kasten, lasse sich Sonaten anthun, von deueu er absolut nichts vcr. steht uud blicke verzückt gcgcu Himmel, wobei cr im Stillcu aus Geschäft denken' kaun. Der Braut empfehle ich, zu erkläre», dass sie nie und nimmer ihre Hand cinem Manne gereicht hätte, dcr ihr nicht Verständnis cntgegegcuglbracht für alles Hehre und Vrohe. Nun sei ihr Traum verwirklicht. Sie bekomme emen Mann. der. wenn cr sein Comptoir verlasse, dle Hasen, hallte von sich abschüttle und »lit ihr die lü>stkN Flüge unternehme ins Land der Träume, der Romantik, der Ekstase. . . Hm nichts zu versäumen, was der Sache nühen kann, executicre sie vor dem Geliebten möglichst viel auf dem Pianoforte. Auch das Vorlesen darf nicht vergessen werden. Man wähle bekannte Dichtungen, wic die «Lieder dcs Mirza Schaffy, oder «Amaranth» von Redwitz oder «Waldmeister« Vrautfahrt» von Roquctte oder etwas Nrhuliches! Man lese abwechselnd — einmal er, einmal sie —, achte jedoch darauf, die Vorlesestuuden so einzurichten, dass man von Ve< sl'chern bei dem poetischen Getändel sicher überrascht loird. So etwas erzählt sich weiter und wirft ein rosafarbene« bengalisches Licht auf das idyllische zarte Verhältnis. . . Richtet ein Liebespaar sich genau nach meinen Vorschristc», so wird es nicht nur in einer Woche die Kunst erlernt haben, zu lieben, sondern am Ende viel-lricht selbst glauben, dass - » Heinrich Weiglein, l. l. Nezirtshauptmann in Gurlfeld................ 3 — » Florian Ierman, t. t. Steuer-Inspcctor. ... 2 — » Victor Parma, l. t. RegierungsConcipist ... 1 — » Anton Klein, k. t. Regierungs-tägigen Aufenthalt in Belgrad nehnm, wcrde. Der hichge bulgarische Vertreter Dr. Stransty machte nur Schritte, um für die Deputation eine Erleichterung des Zollverfahrens an der Grenze zu erlaugru London, 3. Dezember. Die hiesige Polizei verhaftete heute den belgischen Millionen-Dieb, welcher m seiner Vernehmung aussagte, dass die Diamanten nocy uicht verkauft seien. ^ Landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag): Eine Nach < in Vcned '^ ^" rette in 3 Acten von F. Zell und «. Genöe. Musik uon Johann Strauß. __ Angekommene Fremde. Am 3. Dezember. Hotel Ttlldt Wien. Reiling, Kaufmann, München. - P.e/A'5 Schlicher, Lchmann. Spira, Glas, Glauber, Oleschnll, ^» lovsly und Angel, Kaufleute, Wien. - Graf Albert,, i>'' Kämmerer, sammt ssrail, Graz. — uon Ol'ercigner, """ forstmeister, Schncebcrg. - Nachoy Therese, Priuatr. samn" Tochter, Trieft. — Ritter uon Tosi, Vescher, Görz. Hotel Elefant. Veer, Privatier: Slini, Doctor; Henkel, Stem", und Krenberger, Kauslente, Wien. — ssechncr, Reis,, Budape,'. - ssilipp, Kaufn,., Dombovar. — Stya, Werks-InsM", Ivance. — Deutsch, Reis., Graz. — Graf. Gutsbesitzer, Thu"' — Lavrencic, Kfm,. Ratcl. — Krajghcr, Kfm., und MM""' Lehrer, Adelsbcrg. ^. Hotel Vaierischcr Hof. Elert und Leiner, Hausierer, Wien. Reich, gugsrevisor, Villach, wasthof Kaiser von Oesterreich. Spanhel, Reisender, Schl'^na" Gasthof Sternwarte. Lripnik, Buchhalter. Großlanischa. ^U' l.l. Steueramts.Praktikant, Gurksrld. - Prazmt, Ne"ß"' Großlaschitz. ^ Hudoucrnil Lcopoldine, Private, jai'"" » milie, Sittich. — Paliö, Vesitzer, Reifnil). Verstorbene. Den 2. Dezember. Johann Cerar, Kaischlcr, 393-, wurde inl Etaßengraben in Schwarzdorf todt aufgefunden- Meteorologische Beobachtungen iu LaibaH__ 5 i W ft ch "lTL.Mg. 72H.W 0.6 M. schwaU"^ewölst " I^e 3.2.N. 731.55 3,0 NO. schwach bewöllt AY" 9 . Ab. 735.03 > 0,6 NO. schwach, Schnee "^ Tagsüber und abends ausgiebiger Schneefall. Abends na 9 Uhr Vlitze in O. Das Tagesmittel der Wärme 1,4", «M "' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lit. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMIK'"..... Soeben ist erschienen: (4999) •»" liWlirstl.HitstaätL# 213 Seiten mit einem Plane der alten Stadt Laibac • Von Joh. Vrhovoc. — Preis 1 fl. ö. W. ^ Zu haben bei Josef Modio, Herrengasse 7> !• " .m Gott dem Allmächtigen hat es in seine»' >>"' erforschlichc» Rathschlusse gesallcn, den Herrn Johann Pohl bürgerlichen S ch n e i d e r m e i st e ^ heute den 3. d. M. um 10 Uhr vormittags ""'!'lä'^ gl'rem Leiden im 68. Lebensjahre i» >'!» >'>'>!" Jenseits abzuberusen. ^ . ^ Das Leichenbegängnis findet Sonntag dl»''^.""» um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause ^ltrr ^ Nr. 2^ aus auf den Frirdhuf zu St. Christoph !"' ' woselbst die sterbliche Hülle im eigenen G,abe m> gesetzt wird. >^adl Die heil. Seelenmessen werden in der ^ln Pfarrkirche zu St. I«lob gelesen werdeu. Um stilles Beileid wird gebeten. L a i b a ch am 3, Dezeniber l?M». Zie trauernden Bngeljöligen. ««ld>gl<«g,a»fi>ill tc« Franz Il'bcllcl, ^^^^^ Depot der k. k. Generalstabs-KarteD- Maßstab l : 75000. Preis per Vlatt 50 kr., i» ^^"' aus Leinwand gespannt «0 lr. ,, ^l) Jg. u. Klsinmayr ck M. Zams^rg8 Zlllnlw'" Lnilmchcr Zeitung Nr. 27« ________________ 2295 4. Dczcmbrr 1M>. Course nn der Wiener Börse vom 8. Dezember 1886. N«« dem offmellen Coursblaue Veil- !W<»^ Staats Nnlehcn. j ^olenttntc ....... «< 15 «< »5 «-'lltlicnte....... 85— 55'2c> >li!,4cv <«/, etaatslose 250 fl. '»'?l.'Ü2 >5 ^"" 5«/o aanzc 5«o ., i»!,'?5,i«9 «o >»!!<>r s.n/,, Mnftel 10« „ >3!)'75 1««4l, Staatslojc . . ion „ >i505N5,2e "efterr. Notcnrente, steuerfrei . >oii!5ioi05 «5 « Papierrenle 5"/« . . . . U< tc>al«^Odl.«<«<> 105- ^V° uiiihrlsche.......I04'?t>-------- " /» niedrroslcrrcichischc . . , 109 —>I0 — ° /» obclöstcvrlichi che .... 1058010«' — ^/« fteitilche....... ,05'l.o! -- " /» ltoalische und slavonische . 105 00 10l> 50 " /» siebcnvillssisch«..... Ib4 7v!>ul>'.'w Geld ^Vcirr 5l"/„ Temeser »anal .... ,04 50105 10 5«^ „ügarische......104'UO >«5 4« Nndrlc öffcntl. Anlehen. To>>au-i)'eg.>z'c>sc 5°/„ 100 fl. . II»ls>1I9ßU dlo. »lnlcibc I»?«, f!«. Cwdtgcmcindc Mien I04?d i<»5'25 Ni'lc^e« d, Ltad^cmciude Wien (Silbcr ,md «K'rld) .... —'--------— Pramien»»lnl. b. Stabtgem, Nie» i«5-l5 iltü 5« Pfandbriefe (s/,°/o Gold. l24'L51«4 7s, t«o. in 50 „ „ 4>/, «/° ^°° " ion 80 t-to, in 50 ,, , 4°/« . »o 7ö »7 25 dto. Pramien-Echuldvtlschl.So/o 101 - 101 50 Och.HyPolbclcnbllNl I0j. b>/,°/° 101 2b 101 75 Ocs!.»u»g. Ba»l verl. 5«/„ . . —'— ^-^ dt°. « 4'/2°/° - —'-------— dlc. « 4"/n . . »»'bo 98 7b »lug. all^i, llzodencrcbit«Actiengef. i>! Pesi in I. I«»9 vell. 5'/,'/n —'--------^ Prioritntö'Oliligationen (für NX) st.) Elisabeth. Wcflbahn I. Emission —---------— Feibiliands'Nvtdbnhn in SUber z»!»80io0io ^ranz^Irlc^Bah».....—-— —-— ^aliz,!>>)l! «.in»Ludwig« Bahn Ln>. IKU1 .'WO !'!. E. «'tweslta^n . . . io»80l0? 10 Geld Ä'üic Staatssbahn I. «mission . . IW «0 0 40 Giidbahn k 3°/«.....il9?5!«0 — « ^ 5»/o.....129501«'» — Nnst.'galiz. Vahn.....ioi —>ni5u Diverse llose , (per StülT). Llcdlllose 100 si...... 178'50I?9- LlarY^Losc chelPramien.«»lch.l0fl. »I---------^ Qscner ^ose 40 fl..... 46 — <7 ^ Plllfsh-«ose 40 fi..... 41 75 42 25 »!o«he« jt^euz. oft.Ges.v.I0fI. 14 <0 14 ?o Mubo!f»^'ose 10 N..... l9— 1» ö<> Ealm.i!°sc 40 fl...... 57 75 — — Sl.»Gel!oi««l!ost 40 fl. . . . b? 90 58 3« Waldslcin>i!ose !<0 ft. ... 8^ bo .13— Winb,schgratz.i!ose zo fl. . . —------^ Vanl.Actien (per Elucr,»3l»st,,Orft.wUsI.S.4<)°/» «51 - «5«- u>plc.Ves.,z«lcberöst.50Usl. 545 — l>50— Hypolhelcnb., oft,»!0u sl.^°/o -l ^rnrhmnngen. (pn Stiil!,, Mbrecht.Vahn «00 sl. Silbn , —--------'— «lIsölb'ss!!im..Bahn «oc» fl. Gilb. <90'»51»0 75> «ussig'Tcpl. «iisenb. »oofs. EM,--------------- Nöhm. Nordbahii i5U fl. . , I85>5l»l8y — . Wcstbahn i!00 si. . . . <78—279 — Vuschtichrad« Eist>. 500 fl. «M. 787 — 7»0 — (lit.«) 200 sl. . »08 — 2l>8 50 Donau » Dampfschiffahrt« » Ges. Oestcrl.500 ft. LVi. . . . 384'—»86 — Drau.ltis. (Bat..Db.-Z.)z!00sl.S. 183 501»4'— Dui°Vodenbach«E.,Ä.woflS. —'------------ Llisabclh.Vohn »on fl. LM. . —--------— „ i!inz-Vubwei« üuo fl. . —----------— «SIzb..Tir.Ql.!ahn z»00 fl. Silber «23 25 »23 75. lfünslirchen°^barcfeig.al)n «00 sl. S'lb« . i»2-«L iz»3 — Siebe»bür«.r «tiseilb. ^uo sl. . — — — — Slaa!«ei!^!..!vn ^ ,» >,. 0. W, . ,45 75246»5 ! Äelb Ware Viibbahn Ü00 sl. Silber . . .!l0??5 l0? 75 3i!b'«o!-^d >»erd,, /,»,»0fl. EVl,,i«2»5, l«z>?5 Theitz'Vabn »00 !l, ö. W. . ^ ^... ^..^ Hramway-Vef,. wr. 170 fl, ö. «v. »21 — »,, l.<, „ Nr.. neu 100 fl. 10? 75 «Oil «5 Tran«por«»GeselIsch<,ft 100 fl. . — — — — Ung..qal,z. liisünb. ilvu fl. Silber 17« 7b 17? «5 ling. Nordoftbahn ^uo fl. Silber i?4'b0 i?b'— Nng,WeNb,sNaab«Wra,)l!00fl.S.i7»'«5!7»'?5 Induftrie'Actien (per Vtlinw,»i,'eihg. I. 80 sl,40«/, »^, — »?-— „Elbemilhl", Papiers, u, Ä.-V. eg— «5 50 !l»ontan«Geselljch., öfterr.-alvine »3 »5 «l»'5l» Präger E>sen«Inb.«Ves. l«0U sl. . ,85-— 1« — Hlllgo.Iarj. «tiscnraff. 100 « 45 Pari« .........4» 75 «9 »5 Petersburg .......— ^ — — Valuten. Ducalen........594 »9« il0«Francs»Sllise.....8 »<^ 9 «ß »llber.........—-— —-— Dcutschc Meichildaninoltn . .«i-yz 8,-87. Calumet in Nordamerika den 25, Juni 1880. WoMgelioriier Eäler Herr v. Trntöczy! Apotheke neben dem Rathhause irKaibach. ^ l'-.h gobe Ilmen bekannt, dass ich Hire * ondunjr der von jjinen erzeugten Haus-'^i'niitlol ym meiner Zufriedenheit erhalten lil<> und sende Urnen zugleich (.) Dollars S!l|)Rr 20 f|. ö.W.) zur Hnslroitung der Koslen. i'Olz der bedeutenden Transportspesen ^•lio.uo, ich mich nicht. Ihre weitverbreiteten ilai|Klieilrnill.el aus Calumet, Michigan in "Wdamerika, zu bestellen, da dieselben i J°n von meinen hiesigen Landsleuten mit. j'echt stark verlangt werden. Ich verbleibe Ilir ergehfii.or (4407) 7 Josef Schneller '» Calumet, Michigan in Nordamerika. 5 Dutzend Mariazeller Magentropfen (•''läschdien a 20 kr.) gegen Magcn- leide,, otc ö Roller, Illutreinigiings-PiUen (Schaclitel a 21 kr.) 1 Dutzend Gichtgeist nach Dr. Maliè (Flacon a of) kr ) gegen Gicht. Rheuma etc. 1 Dutzend krainischen Alpenkräutersaft n"'t unterphosphorigsaiirem Kalkeisen (Flacon a 56 kr.) gegen Brust- und I'ungenleiden, Husten u. Heiserkeit etc. I\ t. . Aelmliclie Danknchreiben und Beatell-J>r>efe über diese Hausheilmittel der Apo-Jheke Trnk.Wzy nob<>n dem Ratlihaiwe ln Laibuch sind" derselben von allen Staaten tles Kontinents zu hunderten, von allen Pro-v.'nzori Oesterreich - Ungarns zu tausenden ^{'Rf^angen von Aerzten, Apothekern, ^""erilrzten, geistlichen Herren etc. etc. Wasserdichte (m7)8 Wagen decken ^ ver.i) beschwert und verdirbt. Eine Weiugrosslianfllimg acht einen Vertreter für Laibach. Anträge unter F. Z. an die Buchhandlung Kleinmayr & Bamberg. 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Die Glällbigcr der Concursmasse Andreas Schrcycr aus Laibach werden znr Bcschlilssfassnng über die Art der Realisierung der in diese Clincnrsmasse iwch gehörigen Vcrmüqensubjecte, na^ mentlich der Fmdcrungen, a»f den 16. Dezember 1886, früh 10 Uhr, zum gefertigten Concurs-cummissär einberufen. K. k. Landesgericht Laibach am 24sten Nuucmber 1886. Dcr Coilmrscommisjär: Dr. Viditz m. p. ^596—3) Nr^93897 Erinnerung Vom k. k. Bezirksgerichte Guttschee wird der Iosefa Braune wn Gottschec, nun nnbetannten Aufenthaltes, hicmit erinnert, dass der in der Executiunsfache des Äialhias Hunigmann von Oottschec gegen dieselbe pc^lo. 14 fl. 63 kr. s. A. crflossenc Tabularbescheid H. 5267 dem ihr unter einem aufgestellten Curator ii) 9 g^r "^Tixd. täug-llcli. per D^ost versendet. ~^B (4948—2) Nr. 5051. Erinnerung an den unbekannt wo befindlichen Josef Kresov. Vom dem k. k. Bezirksgerichte Tressen wird dem unbekannt wo befindlichen Josef Kresou hicmit erinnert: Es habe Maria Gore von Obcrtreffcn wider denselben bei diesem Gerichte die Mage auf Ausstellung eines Kaufvertrages betreffs der Realität Einlage Nnm-mer 4W der Catastralgemciude Trögern «ul) l.l-lls». 9. November 1886, Z. 5051, hieramts eingebracht, worüber zur ordentlichen mündlichen Vcrhandlnng die Tag-sahling anf den 9. Dezember 1886, vormittags um 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet und dem Geklagten wegen dessen nnbekauuten Aufenthaltes Josef Move von Obertresfen als Curator a^ l^-wm auf dessen Gefahr uud Kosleu bestellt wurde. .. l,^ ^ ,l. ^ Dessen werden dieselben zu dem Ende verständigt, dass sie allenfalls zu rechter Heit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen nnd anher namhaft zu machen haben, widrigens diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator verhandelt warden wird. K. k. Bezirksgericht Treffen, am 10ten November 188^____________________ (4937-3^ Nr. 8319. Dritte erec. Feilbielung. Bei Erfolglosigkeit des zweiten Termines wird am 20. Dezember 1886, vormittags 10 Uhr. im Verhandlungssaale des k. k. Landrsgcrichtes Laibach in Ge-mä'ßheit des in den Nummern 234, 235 und 236 der .Laibacher Zeitung» kundgemachten Edictes ddto.4. September 18«li. '>; 6301, znr dritten executive,! Feilbictung der darin bezeichneten, den Herren Dr. Julius und Otto Ritter v. Vestcncck gehörigen Realitäten geschritten werden. K. k. Landcsgericht Laibach, am 23sten November 1886. (4084—2) Št. 9153. Oglas. Nezuano kje v Ameriki nahajajo-remu an MartiDU Videtièu iz Dule st. 12 se je postavil na tožbo, vloženo IG. novembra 1886, St. 9153, tožitelja Marka Fir iz Hrasta štev. 9 zaradi dolžuih 31 gld. 70 kr. s pr. «ospod Franc Štajer, c. kr. notar v Metliki, skrbnikom na èin, vroèil se inu je tožbeiii odlok, po katerem se je ro-rišèe k malotnemu postopku doloèilo v dan 23. decembra 1886 dopoludue ob 8. uri. C. kr. okrajuo sodišèe v Metliki (-»o. Eigenthumes an dcr Realität »ä Herrschaft Wippach wm. IV., l>axma 130. worüber die Tagsatzung znr ordentlichen mündlichen Verhandlung auf den 11. Februar 1887, vormittags 9 Uhr, hicrgcrichts angeordnet wurde, — Anton Vid'rih von Wippach znm Curator »6 uctum bestellt. K. k. Bezirksgericht Wippach, am 8tcn Oktober 1886.