Ä7.:5. a taAA a . Äs. ilttfco« Rt. Itiitnirbo*. ^531 ^9 W> leitn»» fft.it, tnlmitHi titiMtrmu H BezllgSdedwgMlge» «no;mr MT Er,in- u. ftrirr- A ^ ▲ g^E| ■ i|B A ^4 ■IHIH ▲ Mi D»N» »t« Po» »qo^», WWWtMlNV vmnest ▼ "▼Ft fvTrf hassÄÄ.™ a»cnM. I atttädettttt SbtnBtinottl *ftWMIrn-«ont# >».900. I ^ V./ ^ % a-«-n d>, pu »d»«l>-ll-»« Ar. 48 Dir Frage drr Brlsrr-ftrllung drr Slaatoaiigr-flrlitrn. Eine Rede des Abgeordneten Marckhl im Budget-ausschuß. Abgeordneter Marckhl erklärte, daß nicht nur im Interesse der StaatSangestellten und staatlichen Arbeiter, sondern anch im Interesse aller übrige» KevölkerungSkreise angestrebt werden müsse, jenen schweren Druck, der sich infolge HinanSschiebung der Lösung der die Staatsangestelltcn betreffenden Fra-gen allenthalben und in verschiedener Beziehung suhl-bar mache, möglichst rasch vom Parlamente und von der Bevölkerung zu nehmen. Mit Beseitigung tieseS Druckes werde das Parlament in die Lage «ersetzt, sich intensiver auch aus anderen Gebieten zu betätigen und das große Arbeitsmaterial, das ihm vorliege, zu bewältigen. Im Interesse der Beoöl-kmmg sei es. nach Erfüllung der Wünsche der not» leidenden StaatSangestellten. das Äugenmerk im »er« stärkten Maße den sonstigen, insbesondere wirtschaft« lichtn Fragen zuzuwenden. Wenn im Plenum deS Abgeordnetenhauses im Zerlans der zweiten Lesung deS FinanzplaneS davon gesprochen wird, daß die materiellen Vorteile, die tat StaatSangestellten in der Dienstpragmatik und in den gleichlautenden Verordnungen geboten werden, eigentlich nur den Hausbesitzern, Geschäftsleuten und dergleichen zugute kommen und wenn damit seine ßin schädliches AaturdenKmaf. AlS Dr. Merz von Amoy nach Kiu - kiaeg lSädchina) reiste, sah er am Min-Flusse überall die Sitte, mit Kormoranen Fische zu sangen; jedls Fi-schnboot beherbergte 2—12 der robusten, kräftigen, »Dressierten Vögel, die nacheinander nach Fische tauchen und diese dem Fischer bringen, sozusagen ap-Portieren mußten, wobei sie ein Ring um den Hals am Hinunterschlucken der leckeren Beute hinderte. DieleS eigenartige Fischen mit Kormoranen, die zur Ordnung der Schwimmvögel gehören und zwar zu den pelikanartigen, ist über ganz Ostasien verbreitet, wie ti ja Erzherzog Franz Ferdinand anläßlich sei-«er Weltreise auch in Japan sah. In Europa hat man die Koromanenfischerei nur in England und Frankreich betrieben, pflegt I hier aber auch heute noch hie und da in Holland. Lei uns bestand diese Art des Fischfanges und der tkonnorandresfur nie. Das Vorgehen ist nur da mög-I ch, wo ein beinahe unerschöpflicher Reichtum von Zischen vorhanden ist. Immerhin waren deren doch genug, daß die Kormorane ehedem über ganz Mittel-emopa zerstreut sein beziehungsweise überall Nahrung finden und an manchen Orten auch reichbesetzte Ko tonten bilden konnten. Diese» kolonienweise Austreten macht die fische-reischädliche Wirksamkeit deS überaus gefräßigen, aus Futterlüsten sehr scharfsinnigen und im Schwimmen unt) Tauchen erstaunlich gewandten Vogels ganz be> scngerS sühlbar: so eine Kolonie genügt, ein mäßige» Fifchwafser binnen kurzem gänzlich auszufischen. Dilrde die Scharbe, wie der fast über die ganze Velt verbreite Kormoran auch heißt, mehr zerstreut nnb vereinzelt auftreten, so wären nicht NaturauS« imter wie Natursreund so wohl darüber unterrichtet, Hilli, Samstag, den 14. Zuni 1913. ablehnende Haltung gegen den Finanzplan zu recht-fertigen versucht, so sei dies geeignet, diejenigen, die mit dem Gegenstände nicht vertraut sind, irrezufüh-ren. Eine derartige Anschauung beruhe, sührte Ab-geordneter Marckhl au«, auf einer völligen Vcrken-nung dessen, was in der Dienstpragmatik und den ergänzenden Verordnungen den StaatSangestellten in materieller Hinsicht geboten wird. Diese Besürch-tung, daß die matei iellen Vorteile anderen und nicht den StaatSangestellten zugute kommen werden, müsse schon deshalb von der Hand gewiesen werden, weil das wesentlichste, was geboten wird, bei den Beam-ten in der Zeitvorrückung, beziehnngsweise in dem Ausgleich der VorrückuugSverhälinisse, bei den Un-terbeamten und StaatSdienern hauptsächlich in der Einrechnnng der Dienstzeit bestehe. Wieso hier ein Mißbrauch geschehen könnte, ist nmsoweniger einzu-sehen, als sich weder die Zeitvorrückung noch die E'nrechnnng der Dienstzeit vor der Oeffentlichkeit vollziehe. Wenn man von einer derartigen für die erwähnten Stände sicherlich nicht schmeichelhaften Voraussetzung ausgehe, dann dürfe man überhaupt nichts nntcrnehmen, was den StaatSangestellten ma> terielle Vorteile bringe. Abgeordneter Marckhl sührte weiter aus, daß man sich mit den Erklärungen des Eisenbahnmini-sters über die zugesicherten Maßnahmen der Staats-eisenbahnangestellten und -arbeiter unter der Vor-aussetzung zufrieden geben könne, wenn — was angenommen werden muß — dieselben auch wirklich durchgeführt werden. ES sei daher müßig, nunmehr darüber eine Polemik zu führe», wem diese Zusiche- was für ein gewaltiger Schädling dieser grauganS-große, nimmersatte Vogel ist. Dieser macht übrigens nicht nur auf Fische, sondern auch auf andere Klein-lebewesen Jagd, auf Mäuse und Schwalben; aus den Faröer wagt er sich sogar an Lämmer. Mit Recht hat man die Kormorane in unseren Kulturgebieten deshalb intensiv verfolgt. Die Jagd auf sie ist bei ihrer unendlichen Scheu und Schlau-heit jedoch durchaus nicht leicht. Kaum gelingt es. diesem Tiere schnßmäßig anzukommen. und ein Schuß mit der Kugel ans den tief im Wasser schwimmenden Vogel ist wegen deS geringen Zielfeldes, das er bietet, auch nicht leicht. So schreitet man denn seit langem zum Verwüsten der Brutkolonien der Kor-morane, wo man Alte und Junge leichter abschießen, Gelege und Nester zerstören kann. Und doch muß dies am nämlichen Platze zuweilen dutzendmal ge-schehen, bis die Vögel das Feld räumen; solange noch Fischnahrung in der Nähe ist, kommen sie eben immer wieder. Trotz dieser Zähigkeit im Festhalten eines Brüt-orteS durch die Scharben hat man es wenigstens in Mitteleuropa so weit gebracht — durch gänzliche Ausrottung irgend einer Schonzeit für diese Vögel — daß die Kormoranansiedlungen, die noch im An-sang deS 19. Jahrhunderts häufig uud so zahlreich besetzt waren, daß in ihrer Nähe „die Bänme samt ihrem Laub" vom Vogelunrat weiß gesärbt waren, heutzutage als Kuriositäten gelten. Und jetzt strebt man auch dahin, diese wenigen letzten Reste eines interessanten VogelgeschlechteS, diesen alten TypuS der heimischen Wasserfauna, aus unseren Breiten gänzlich auszumerzen. DaS ist offenbar zu weit gegangen. Wozu Ausrottung, wo Dezimierung auch genügte? — Wozu förmliche Vertilgung eines fehenswerten in Bau und 38. Jahrgang. rungen zu danken seien. Soviel steht aber fest, daß derartige Maßnahmen, die ja im Verordnungswege durchzuführen feien, worüber man sich bei Einbrin-gnng deS Antrages Tomfchik hinweggesetzt habe, nur im Wege des VerHandelns und gegenseitigen Ent-gegenkommevs erreichbar seien, nicht aber durch Einstellung einer AnSgabenpost in ein Budgetprovi-forium. Deshalb haben die MehrheitSparteien den ersteren Weg, den sie für den richtigen halten, be-züglich der Eisenbahner betreten. WaS den Antrag Diamand anbelangt, sei niemand berechtigt, an seinem, des Redners, sowie an dem ernsten Willen des Deutschen Nationalverbandes zu zweifeln, dessen Bestreben dahin gehe, daS In-krafttreten der Dienstpragmatik nnd der einschlägigen Verordnungen nach besten Kräften zu beschleunigen. Der Weg, den der Abgeordnete'Diamand mit seinem Antrag betrete, könne nach Anschauung des Deut-schen Nationalverbandes überhaupt und insbesondere unter den obwaltenden Verhältnissen niemals zu dem angestrebten Ziele, also vor allem zur Realisierung der in der Dienstpragmatik gebotenen materiellen Vorteile führen. Ganz abgesehen von der bekannten Stellung-nähme der Regierung zu diesem Antrag und der voraussichtlichen Haltung des Herrenhauses könne mit der Einstellung des vom Abg. Diamand ge« nannten Betrages in das Budgetprovisorium für das zweite Halbjahr 1913, also mit dieser einmaligen AuSgabe, niemals das wesentliche erreicht werden, was in der Dienstpragmatik vorgesehen sei. Der Antrag Diamant verlangte eine Erhöhung der Be» Lebensweise auffallenden Vogel», dessen metallisch schimmerndes Gefieder auch jenem interessant er-scheinen muß, der der Natur nicht besonders nahe« steht? — Wir schützen altehrwürdige Bäume, trotzdem diese keinen Nutzen abweisen und nützlichen Gewäch« sen nur den Platz versperren, wir erhalten alte Bauwerke und ihre Ruinen, statt den Platz, auf dem sie stehen, sür gewinnbringende Neubauten oder andere „Kultivierung" zu verwenden. Und jeder halbwegs Gebildete oder vor der Kultur sich Beu-gende findet diese Pietät Natur- und Kunstdenk-mälern gegenüber durchaus am Platze und würde die Oeffentlichkeit schmähen, wenn sie die Vernich-tung solcher Wahrzeichen entschwundener Epochen zuließe oder förderte. Und ein Lebewesen, das an sich nnd in der Gemeinschaft mit seinesgleichen und mit seiner Umgebung mindestens ebenso interessant und mit heimischer Natur verwachsen ist wie diese genannten Gegenstände, ein bodenständiges, eigen-artiges Stück Vogelwelt, wie es durch das Geschlecht der Kormorane dargestellt wird, sollte aus der hei« mischen Natur gestrichen werden als wie man eine Woche aus dem Kalender streicht? — Will man konsequent sein, so dars man di« nicht zulassen, trotz der paar lausend Fische, die da und dort dem so arg zusammengeschmolzenen Kormoranvölklein zum Opfer fallen. DaS Bestreben der modernen Naturfchutzbewe-gung, auch die fifchereigefährlichen Kormoranen vor gänzlichem Aussterben im Heimatlande zu bewahren, ist deshalb durchaus begründet. Karl Bcrger, Mitglied der „Freien Vereinigung zum Schutze des Waidwerkes." Seite 2 züge der Staatsbeamten und Staatsdienerfchaft. Die Dienstpragmatik sieht aber nicht so sehr eine dauernde Erhöhung der Bezüge, als vielmehr eine automatische, allenfalls raschere Borrückung, in höhere Bezüge vor. Für diese Vorrückung könne aber, abge« sehen davon, daß der Antrag für die Regierung nicht einen gesetzlichen Zwang, sondern nur eine Er-mächtigung festlege, mit der einmaligen Einstellung deS erwähnte» Betrages in das Budgetprovisorium eine dauernde Fundierung nicht geschaffen werden. Diese Vorrückung könne eben nur mit der Sank-tionierung der Dienstpragmatik verwirklicht werden. Es sei also auch sür den Antrag Diamand die Sanktionierung der Dienstpragmatik eine unumgäug-liche Voraussetzung. Es könne aber, sührte Abgeordneter Marckhl aus, diese Sanktionierung seit dem Antrage Diamand nicht erzwungen werden, weil — abgesehen von allem anderen — mit diesem Autrage nur sür ein Halbjahr Vorsorge getroffen werde, die einmal ein-gesührte Zeitvorrückung aber zeitlich nicht begrenzt oder rückgängig gemacht werden könne. Der Antrag Diamand treffe eben keine Vorsorge sür die not> wendigen dauernden Mehrauslagen und könnte höch-ftenS, waS er aber nicht verdient, sür eine vorüber-gehende Aushilse zureichen. Zu sagen, daß in Hin-kunft die notwendigen MehrauSlagcn in dem uatür-lichen Zuwachs der Einnahmen gefunden werden kön«en, würde die Lösung dieser materiellen Ange< stelltenfragen auf ein zu vages Fundament stellen, weil unter den obwaltenden Verhältnissen niemand die Garantie für einen entsprechenden Ueberschnß in der faktischen Gebarung übernehmen könne. ES würde vielmehr die Beamtenschaft der Gefahr aus« gesetzt sein, daß die Verwaltung, um die Kosten für die Zeitvorrückung, dann, wenn nicht gesetzlich und dauernd dafür vorgesorgt wird, aufzubringen, bei den systemisierten Stellen spart, das heißt mit den Jnterkalarien noch in verstärkterem Maße als bis. her kalkuliert, die Stellen unbesetzt läßt, die Rangs« vorrückung sperrt und damit der Beamtenschaft auf einer Stelle nimmt, was diese auf der anderen er-hält. Angesichts dieser Umstände gäbe es keinen anderen Ausweg, als so rasch wie möglich den Finanz-plan zu verabschieden, dies auch im Interesse der Länder und der Lehrerschaft, sür die der vom Ab-geordneten Diamand vorgeschlagene Weg nichts biete. Auch sei den interessierten Angestellten die Rückwir« kung vom l. Juli an zu sichern. DaS Parlament habe eine bedeutende ArbeitS-last zu bewältigen und deshalb wurde vielfach be-dauert, daß ihm nicht die nötige Möglichkeit geböte» wurde, sich zu betätigen und diese Arbeitslast zu bewältigen. Es wäre inkonsequent, wenn man nun die sich ihm mit einer Julitagung darbietende Ge-legenheit ungenutzt ließe. Eine ablehnende Haltung müsse im Hinblick aus jene Klagen den Eindruck erwecken, als ob sich der Widerstand gegen eine Julitagung in Wirklichkeit gegen den Finanzplan richte. Da soll man aber offen Farbe bekennen. Entweder wolle man den Finanzplan und damit da« Inkrafttreten der Dienstpragmatik und die Re-gelung der Lehrergehalte. oder man wolle dies nicht. Wolle man dies, so müsse man sich für eine Juli-tagnug aussprechen. Die wahre» Störrr der drntschr» (Euiuiknt. Ein raffinierter Plan. So kann man wahrhaft den Plan vennen, dem mehrere Aufsätze in einer gewissen Sorte von Blät-lern entsprungen sind, die sich mit dem Deutsche» Schulverein und seinem Verhältnis zu dem kürzlich abgehaltenen erstenDeulschösterreichischenJugendführer-tag und dem Nendeutschen Kulturbund beschäftigen. Die politische Parteilosigkeit des Deutschen Schul-vereineS steht so unverrückbar sest und erscheint allen objektiv Denkenden so wenig ansechlbar, daß diesem» gen, die den Jahr für Jahr glänzenderen Aufstieg des Vereines offenbar die ganze Zeit über mit fchee-Ich Augen begleitet haben und nun verzweifelt ein letztenmal stören wollen, schon mit ganz besonderen Giftwaffen zum Kampse schreiten müssen. Die Tat-fache insbefonderS, daß im Gegensatze zu ve gan-genen Zeiten- heute auch die maßgebenden Politiker der Wiener christlichsozialen Partei die Leistungen des Deutschen SchulvereineS unumwunden anerken-nen und seine im Interesse der deutschen Gesamtheit gelegene Tätigkeit mit dankenswertem Entgegenkom me» fördern, behagt jenen Kreisen scheinbar gar nicht, d c sich nun angestrengt abmühen, die christlich-sozialen Führer wieder in das Gestrüpp des Jnter« nalidnalismus zu locken. Hoffentlich gelingt ihnen das aber nicht I Woher die vergifteten Pseile kom-me», läßt sich ja nur allzu leicht erraten. Da war zu»! Beispiel ein Artikelschreiber i» der „Reichspost" to kühn, es zu bemängeln, daß in dem vom Deut-scheu Schulverein herausgegebenen und vom k. k. Bezirksschulräte an sämtliche Wiener Volksschulen verteilten „Jahrbüchlein sür das deutsche Kind" das Lob der Schönheit und Größe der deutschen Sprache gesungen wurde. In der „Sonntagsglocke sür die christliche Welt" und anderen Blättern wird dem Wiener k f. Bezirksschulräte sogar vorgewoife», „diesen Schund" empfohlen zu haben. Es wird die Unwahrheit verbreit«, daß die katholischen Glaubens-sätze im .Jahrbüchlein" als Märchen hingestellt sind. Und der Kalholijche Schulverein hat sich beeilt, die meisten Argumente der zitierten Artikel zu den seinen zu machen und dem Deutschen Schulverein unter an-derem einen Borwurs daraus zu machen, daß in dem Jugcnddüchlein »eben den katholischen Monats- und Personennamen auch die deutschen gesetzt sind, durch die (angeblich) „unsere katholischen Heiligen aus dem Kalender und damit auS dem Herzen unseieS Volkes verdrängt werden sollen". (!) Hat man je auS der Tatsache, daß in säst allen Kalendern nicht nur nur katholische, sondern auch protestantische und israelische Festtage und Namen vorkommen, vielleicht einen ebensolchen Schluß gezogen? Dieselbe Erklärung der Zentralleitung des Ka-tholischen SchulvereineS bringt es zustande, dem Deutschen Schulverein aus der Ausnahme eineS Porträt» und einer Lebensskizze Felix DahnS in daS Jahrbüchlein einen Vorwurf zu mache»», weil Felix Dahns „Professorate Weisheit" angeblich „in einem sehr verschwommenen und seichten MoniSmus" ge« endet habe. Als ob Felix Dahn jemals anders denn als deutscher GejchichtSschreiber und Dichter empsoh-len wurde und als ob die Jugend bei der Lektüre DahnS nicht ausschließlich von dem Schicksale der germanischen Helden erfaßt wäre! Es ist geradezu lächerlich, von einer seelischen Gefährdung der Ju< gend „durch daS hohle Pathos der pautheistischen Träumereien DahnS" zu reden. Und diese Erklärung des Katholischen Schul-Vereines, die versichert, daß „solche Fehlgriffe" wie der Ankauf und die Verteilung durch den Wiener Stadtrat und Bezirksschulrat „mir allzu leicht statt-finden können' und die derart selbst gegen die ge-nannten Körperschaften Front macht, ist gerade am Pfiiigstsonntag, dem Tage der heurigen Hauptver« sammlung im Wiener RathauS, veröffentlicht worden. Ist da nicht die deutliche Absicht zu spüren, störend, verhetzen» zu wirken, wenn sich endlich staike und einige deutsche Gesinnung durchsetzt? Und merkwürdig, gerade am Morgen des TageS. an dem im Aikadenhofe des Wiener Ruihauses unter Teilnahme der Mandatare der christlichsozialen Partei das JahreSfest des Gaues Wien stattfindet, wird in der „Reichspost" ein neuer Angriffsartikcl gebracht. In diesem und zwei vorausgegangenen Artikeln wird der Versuch unternommen, für verich.edeue An-fichien, die in Auf'ätze» der Zeitschrift des Neudeut-scheu Kiilturbundcs erörtert wurden, ferner für einen Vortrag des Heirn Dr. Wilhelm, der als Vertreter dcS Vereines „Freie deutsche Schule" an dem ersten Deutschösterrcichische» Jugendsührertag teilnahm — den Deutichen Schulverein verantwortlich zu machen, einzig und allein aus dem Grunde, weil der Deutsche Schutvereiu auch einen Vertreter zu dem Deutsch-öslerltichi'.chen Jugendsührertag entseudet hatte uud weil die HauptsteUe sür deutsche Schutzarbeit vor 1'/« Jahren den deutschen Schutzvereinen den Neu-deutschen Kultuibund zu fördern empfohlen hat Wie kann man dem Deutschen Schulverein zumuten, daß er als Zensor bei Vorträgen und Aufsätzen auch dann auftritt, wenn vorgebrachte Meinungen als per-sönlich« Aeußerungen gegeven und genommen wer- Nummer 48 den? Ist doch bei Eröffnung des Jugeudsührer-tages vom Borsitzenden ausdrücklich festgestellt wor-den, daß die Voriräge persönliche Meinungsäußerungen der Vortragenden sind. Daß der Deutsche Schulverein, der schon sa viele Jahre für die »atonale Erziehung wirkt, a» einem Deutschösterreichischen Jugendsührertag teilzu-nehmen nicht nur berechtigt, sondern geradezu ver-pflichtet ist, wird jedem Unbefangenen einleuchten. Die Jugendpflege ist heute als eine der wichtigste« Kulturaufgaben von allen politischen Doktrinen an-erkannt. Daß diese Jugendpflege auf völkischen Grundlagen aufgebaut wird, daran haben alle deutschen Schutzvereitle selbstverständlich das größte Interesse. Und nur dieses völtiiche Interesse hat de» schul-verein veranlaßt, einen Vertreter zum Jugendführer-tag zu entsenden. Daß dieser sich ängstlich die Ohren verschließe, wenn von Dingen die Rede ist, die nicht in den Wirkungskreis des Deutichen Schulvereints gehöre», kann ihm nur Böswilligkeit vorwersen. Für den über Parteien stehenden Verein ist natürlich ie-gendwelche Stellungnahme zu religiösen oder politi-scheu Frage» ausgeschlossen. Man erbringe, statt zu schmähen, den Beweis, daß die in dem Vortrage Dr. Wilhelms über religiöse Fragen ausgesprochenen Ansichten vom Deutschen Schulverein als seine Ber-einSaiisichten aufgestellt wurden oder auch nur ob daß er sich selbst damit beschäftigt habe. Der Ja-gendsührertag befand sich mit der Auffassung des Deutschen SchulvereineS in Uebereinstimmung, wenn er in seiner nachmittägigen Beratung den Beschluß faßte, die Befassuug mit dem Bortrage Dr. Wilhelms den einzelne» Vereinen zu überlassen. Wenn fchließlich der Vorwurf erhoben wurde, daß der Vertreter deS Deutschen SchulvereineS Dr. von Wolawa in einer Sitzung der Haupistelle für Deutsche Schutzarbeit im März l912 die Fördern»; des Neudkutsche» Kulturbundes beantragt hat, so sei zunächst festgestellt, daß er als Schriftführer der Hauptstelle über ein diesbezügliche» Ansuchen des Neudeutschen Kulturbundes zu berichten hatte und in Erlegignng des Ansuchens den genannte» Antrag ge-stellt hat. Auch hier ist es selbstverständlich, daß die deutschen Schutzvereine eine Förderung des Ncudeur-scheu Kulturbundes nur in dem Sinne zugesagt haben, als dessen Bestrebungen sich mit denen der deutschen Schutzvereine in Uebereinstimmung befinden. Wieder sind eS die völkische Grundlage und die $e-kämpfung des Internationalismus, auf denen die Bestrebungen deS Neudeutschen Kulturbundes aufgebaut sind, die ihn den Schutzvereinen als fördernd wert erscheinen lassen. Wann aber hat — das müssen wir neuerlich tragen — der Deutsche Schulverein bestimmte Anschauungen deS Neudeutschen Sul-turbundcs oder einzelner seiner Mitglieder zur Ler-einSanschauung erklärt? „Mit den geistigen Waffen", die diese unsere Gegner schwingen, werden sie nicht viel Glück habe«. Es wird ihnen nicht gelingen, den Deutschen schul-verein aus diee Weise auS dem Herzen unseres Volkes zu verdrängen, dazu sitzt er schon zu fest darin und seine parteilose, »atonale Ausklärungsar-beit wnd auch dafür sorgen, daß eS in Zukunft weiter so bleibe. Und an dieser Arbeit wird auch der raffinierte Plan scheitern, durch unlautere Mittel Volksgenossen, die sich dem Deutschen Schulderem erst neuerding« opferwillig angeschlossen haben, von ihm wieder loszuspreugen. Lriest. Ueber die Zustände in unserem größtem Adria-Hase», wie sie uch aus der nationalen und wirt-schaftliche» Entwicklung, aus der Wirkung der slaat-lichen und kommunalen Verwaltung und aus der parteipolitische» Gruppierung herausgebildet haben, zu spieche» o»cr zu schreiben, ist eine undaitdare Ausgabe; undaukoar deswegen, weil man sich nie-mandem dabei zu Dank verbindet und jicherlich darauf gefaßt fein muß, »ichs mit alle» Leute» zu verderben. Schöumalereie». die alle Schauen mit dem glänzenden Lack der Schmeichelei übertünchen, tan-men »atüilich nicht in Betracht, die Wahiheit ;u fagen, verdient tat um umso aufrichtigere Anerkennung, uud dieie» Mut der Wahrheit bekundete Lize-admual Ehiari in einer der letzte» Nummern dn „Oesterreichische» Rundschau", wo er über die inaer-politische» Verhältnisse i» Trieft unter andere» die verfehlte Schulpolitik des Staates kennzeichnet und zu der geplanten Eirichtung einer Rechtsfakultät folgendes bemerkt: „Im Anfang dürften vielleicht einige Versuche in irredentischer Richtung gemacht werden, auch wäre Nummer 48 in den ersten Jahren wahrscheinlich eine demonstrative Frequenz fetten« der Italiener zu gewärti-gen. Später würde ^ch aber ein vermehrter Zuzug flämischer Studenten einstellen, welcher dea italienischen Charakter der Rechtsfakultät paralysieren würde. Den slawischen Studenten, welche sich zum Großteil aus den ärmeren Klassen der Bevölkerung rekrutieren, würde die RechtsfakultSt in Trieft als be-sondere Wohltat einen größere« Mm ei* zum Hochschulstudium bieten, welcher Umstand überdies zwei-felsohne auch politisch zum Ausdruck käme. Und eben diese Erwägung, daß eine Hochschule in Trieft die ohnehin zwischen den Italienern und Slawe» bestehenden schroffen Gegensätze in unleidlicher Weise zuspitzen, verschärsen und die Universität ein Tum-«elplatz nationaler Leidenschaften machen ivürte, die wie bei alle» UnivcrsitätSsragen ihre Fortsetzung auf der Straße finden würbe», und nicht die vor-geschobene Angst vor den Irredentistcn, ditrfte die Haltung der Regierung erklären. Die Jialienisch-Nationalen sind sich zweifellos auch doc Zwci-schncidigkeit deS Schwertes bewußt, kämpfe» aber, in »er sichere» Hoffnung, daß die Regierung von ihrem Standpunkt nicht abgeht, daher unentwegt und mit um so größerer Energie für den Standen Trieft, wobei sie der pathie» Italiens un» der für kulturelle Aspirationen cmpsängli t>crr zivilisierte» Welt" sicher sind. Wäre e« da nicht richtiger, ihnen diesbezüglich — auf ihre Rechnung und Gefahr — entgegenzukommen?" Auch die Preßpolitik findet durch den Vizeadmiral Chiari eine scharfe und zutreffende Kritik, wie auch sein Urteil Über die durch Dezennien hin-durch schwankende eigentliche Politik volle Zustimmung finde» muß! Er sagt: «Zu Positiven Ak< turnen hat man sich höchst selten aufgeschwungen. Abgesehen von de» kaum ernst zu nehmenden Ger-manisierungsoersuchen, wollte man doch im allge-«einen mit den Italienern, der im Gemeinderat und im Landtag herrschende« Klasse, regieren, da die Slawen erst viel später an die Reihe kamen »»d man mit den Sozialdemokralen späterhin wohl einen Uirt, nicht aber ein regelrechte« Verhältnis eingehen wollte. Aus diesen Gründen hätte man alle« daran setzen müssen, der Erstarkung der radikalen Partei entgegenzuwirken und zu verhindern, daß die durch äußere und innerpolitische Einflüsse ver chärste natio-aale Strömung die Dämme staatsbürgerlicher Korrekt-h«t durchbreche. Mancherlei Versäumnisse, wozu noch eine ans Entsremdung und mangelndem Kon-tast mit der Bevölkerung resultierende Unkenntnis »er wirtschaftlich nationalen Verhältnisse, Aspira-riomo und selbst Belleitäten der einzelne» Parteien, speziell jener, der» Treiben sich an der Grenze der Etaatsseindlichkeit bewegt, hinzutritt, haben die Ent-Wicklung der regierungsfeindlichen Bewegung nicht nur gehemmt, sondern indirekt eher begünstigt. Und s« stand man ansaugs der neunziger Zahre einer Situation, die niederzuringen zu spät war, rat« und titlo« gegenüber und mußte sich begnüge», den An«-schreitungen usw. ad hob mit scharfen administrativen Repressivmaßrrahmerr, die selbstverständlich an der «ißlichen Sachlage nichts zu ändern vermochte», die Gegensätze nur noch mehr verschärfte», entgegenzu-treten. Daß der au« der gute» alle» Zeit be« Zentralismus stammenden Sucht — die Provinzen von der Kapitale aus. wo man die einschlägigen Ver-Mnisse nur vom Hörensagen kannte, im Sinne de« selig entschlafenen HofkriegSrates zu regieren, die Verantwortung sür viele — wenn nicht die meisten Mißgriffe — zugeschrieben werden muß, ist fraglos." Mit einer höfliche» Verbeugung vor dem Statt-halln Prinzen Hohenlohe schließt dieser bemerken«-vnte Artikel, auS dem vielleicht nicht nur die Re-gierung. sondern auch die Deutschen TriestS, letztere m Rücksicht aus die der italienischliberalen Partei erst jüngst geleistete, allzu selbstlose Wahlhilfe, sich »anche gute Lehre ziehen könnten. ! politische Rundschau. Der Kabinettswechsel in Ungarn. Am letzten Mittwoch ist das neue ungarische Kabinett vom Kaiser beeidigt worden. Ausgeschieden sind bei dem KabinettSwechsel lediglich der bisherige Ministerpräsident Dr. Lukac«, der Ackerbauminister Gras Serenyi und der Minister für Kroatien Banu« Jolypooich. Graf TiSza hat nur das Minister-Iniftdium übernommen, während zum Minister des IZnnern der Abgeordnete Sandor und ,um Minister n kaiserlichen Hoslager der srühere gemeinsame Füianzministcr Baron Burian ernannt worden ist ___ Deutsche Macht (beide Funktionen hatte im alten Kabinette Dr. v. LukocS inne) und a» die Stelle de« Grafen Serenyi Abgeordneter Baron Ghillany tritt. Ei» Nachfolger für den Bonus Jvsypovich ist »och nicht ernannt worden, da feine Wahl erst von dem Ergebnisse der Verhandlungen abhängen wird, die zwischen der u»° garischen Regierung und den kroatischen Parteiführern wegen Wiederherstellung normaler Verhältnisse in Kroatien gepflogen werden. Gra' Stephan TiSza kommt, wie arrch auS seinen programmatischen Erklärungen im ungarischen Abgeordneieichause hervorgeht, zunächst mit de» Ab-sichten einer friedliche» Pol tik. — Es war bereits von vornherein bekannt, daß Gras Tisza die Opposition zur Mitarbeit und damit zur Wiederherstellung eines Zustandes anssorder» werde, die die bisherige sch«rse Handhabung der Geschäftsordnung unnitig machen würde. "Man glaubt, daß die Opposition diesen Gedanken nicht von vornherein zurückweisen, sondern in Verhandlungen darüber eintreten wird. Sollte die« der Fall sein, dann ist es aber wahr-scheinlich, daß -auch eine Verständigung über gewisse materielle politische Fragen versucht werde» wird, an deren Spitze die Wahlresormsrage stehe» dürste. Die Opposition hat erst in der letzten Kundgebung »euer« dings dieses Thema berührt, und es ist von großem Jnte«sse, zu erfahren, daß Graf Tiiza nicht abge-neigt 4ft, den Wünschen, die gelegentlich der parla-men«arischen Erledigung deS neuen Wahlgesetzes in-und außerhalb des Abgeordnetenhauses von opposi-tioneller Seite geäußert worden sind, wenigstens bis zu einem gewissen Grade Rechmmg zu tragen. Ob eine Verständigung in dieser Hinsicht er folgen wird, läßt sich heute noch nicht absehe» und wird sich wohl auch erst im Herbste entscheiden, da der ungarische Reichstag sich noch in diesem Monate bis zum Herbste vertagen wird, um der Regierung unter anderem auch Zeit zu lassen, die kroatische» Angelegenheiten zu ordnen. Die bedrückte» Tschechen. I» das Kapitel über die „Zurücksetzung der Tscheche«", in daS Kapitel der „steten Benachteili-gung des tschechischen Volkes" durch die jetzige Re-gierung. eine Benachteiligung, die bekanntlich so groß ist, daß sie die tschechischen Abgeordneten trotz des Vorhaudeuseias zweier tschechischer Vertrauensmänner im Parlamente zwingt, die schärsste Opposition«-stellung gegen diese« Regierungssystem zu beziehen, gehören einige Ziffern des Staatsvoranschlages sür das Jahr 1913. Für die Mittelschulen in ganz Oesterreich solle» 67 neue Lehrstellen errichtet werden und daS Erfordernis ist im Vorschlage angesprochen. Von diesen 67 neu zu schaffende» Lehr» stellen bekommen die tschechische» Mittelschule» in Böhmen allein 34. Aus die deutschen Mittelschulen in Böhmen kommen 12 nnd aus alle übrigen Mittelschulen in den anderen Kronländern zusam-men 21. Da unter diesen 21 auch noch 7 Lehr-stellen an tschechischen Mittelschulen in Mähren und Schlesien fallen, so ergibt sich, daß mehr als 70 Pro-zem der neu zu schassenden Lehrstellen sür tschechische Mittelschulen bestimmt sind und daß nicht mehr alS 30 Prozent allen anderen Nationen, die Deutschen miteinbezogen, zufallen. Und angesichts solcher Sprache der Ziffern des Budgets wagt man eS, im österreichischen Abgeordnetenhause und in der tschechischen Presse noch immer über die Unterdrückung der Tschechen, über deren Zurücksetzung auf allen Ge-bieten zu jammern und einer Regierung, die das tschechische Schulwesen so unter ihre ganz besondere Obhut nimmt, noch der Tschechisierung zu beschuldigen. ^uo Stadt und tano Aus dem politischen Dienste. Der Statthalter hat den Bezirtskommissär Rudols Rchnelt in Pettau zur BezirkShauptmannschast Hartberg und den Statthalterei-Konzeptspraktikante» Dr. Franz Schlader von der Statthalterei zur Bezirkshaupt-mannfchaft Graz übersetzt. — Statthalterei-Ko»-zeptSpraktikant Dr. Kurt Pokorny wurde von der BezirkShauptmannschast Graz zur Dienstleistung bei der Statthalterei einberufen. Mädchenortsgruppe der Südmark in Cilli. Die gründende Berfammlnng unserer Süd-markmädchenortSgruppe. die schon gegen 100 Mitglieder zählt, findet Mittwoch be» 18. d., abend« 8 Uhr, im Deutschen Hause statt. Wir richten an alle Mitglieder und Freunde unseres wackere» Schutzvereine« Südmark die herzliche Einladung, sich an dieser bedeutungsvollen Veranstaltung recht zahlreich zu beteiligen. Serie 3 Hochherzige Vermächtnisse. Die am s. Mai 1912 verstorbene Hausbesitzerin Wilhelmine Degen vermachte der Cillier Freiwilligen Feuer« wedr 200 K. dem Stadtverschönerungsverein 200 K und dem Musikvereine 200 K. Mina Degen war eine Jugendsreundin der Tochter Johann Gabriel« Seid!«, der während seiner Anwesenheit in Cilli (1829—1840) im Hause Degen freundschaftlich ver« kehrte. Die 50 jährige Jubelfeier des Pettauer Männergesangoereines. Der 3. und 9. d. waren im schönsten Sinne des Worte« Festtage de« ganzen steirischen Unterlandes, denn einer unserer besten deutschen Vereine, der wackere Pettauer Män-»ergesangverein, hatte die Saugesbrüder zu Gaste geladen, damit sie mit ihm den 50jährigen Bestand der Pettauer Sängerschaft feftlich begehen. Viele hundert steirische Sänger hatten sich zu dem Ehren-tage de« Pettauer Vereines eingesunden und e« ent-wickelte sich eine echt untersteirische, herzliche, deut-sche Festessreudigkeit, gehoben von den ansgezerch-»ete» Darbietungen der Sänger, verklärt vo» jener geradezu beispiellosen Gastsreundschast. die unsere Pettauer Volksgenossen auszeichnet. Bon Cilli war der Männergesangverein 4t) Mann stark erschienen und wirkte unter der meisterhasten Führung seine« Sangwarte« Dr. Fritz Zangger in ehrenvollster Weise an der Liederiasel mit. Die Palme im edlen Sängerwettstreite trug der Marburger Männer-gesangverein davon. Die Maifeier des Deutschen Schul-Vereines hat auch heuer in allen Kreisen des deutschösterreichischen Volkes begeisterte» Anklang und tatbereite Opserwilligkeit wachgerufen. Die nach-stehenden Angaben umsassen einige charakteristische Beispiele: Reicherrberg hat einen Maiseierertrag vo» 5480 K auszuweisen, Klagenfurt 2400 K, Laibach 1809 K. Amstette» 2000 K. Bielitz 1600 K, Mährisch-Schönberg 1075 K. St. Pölten 1000 K, Wölsdorf (Bezirk Königinhof in Böhmen), ver-zeichnet die erstaunliche Leistung von 1000 K, Ober-alm (Salzburg) erzielte mehr als 1000 K, Cilli 700 K, Waidhosen a. d. Thaya GOO K. Au« vielen Orten, an« denen gleichfalls von einem au«-gezeichneten Verlaufe der Maifeier berichtet wurde, liegen die Schlußabrechnungen noch nicht vor. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskirche um 9 Uhr vor-mittags ein Kindergottesdienst, um 10 Uhr der Öffentliche Gemeindegottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über Religion in der Gegenwart. Montag abends nach 8 Uhr Zu-fammenkiinst von Gemeindemitgliedern im Lokale Dirnbergec. Bachkonzert. Das am Donnerstag den 19. d. in der hiesigen evangelischen Christuskirche stattsin. dende Konzert des Organisten Jnterberger wird ausschließlich den Manen deS größten Meisters evangelischer Kirchenkunst, deS unvergänglichen Johann Sebastian Bach, gewidmet sein. Er wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren und hat be> sonder« durch seine MathäuS- und JohanneSpassion, durch seine H-Moll-Messe und sein großes Magni« ficat sowie durch seine viele herrlichen Cantaten und durch seine zahllosen Jnstrumentalkompositionen die Kunst für alle Zeiten wertvollst bereichert. Von ihm sagt Hugo Riemann in seinem Musiklexikon: Er ist einer der größten Meister aller Zeiten, einer von denen, welche nicht übertroffen werden können, weil sich in ihnen daS musikalische Empfinden uud Können einer Epoche gleichsam verkörpert, der aber eine beispiellose Große noch dadurch gewinnt, daß die Stilgattuiigen zweier verschiedener Zeitalter zu« gleich in ihm zu hoher Blüte gelangt sind, so daß er zwischen beiden wie ein gewaltiger Markstein steht, in beide riesengroß hineinragend. Seine Me-lodik ist so urgesund und unerschopslich, seine Ryth-mik so vielgestaltig und lebendig pulsierend, seine Harmonik so gewählt, ja kühn, doch so klar nnd durchsichtig, daß seine Werke nicht allein der Ge-zenstand der Bewunderung, sondern auch des eis-rigen Studiums der Tonkünstler unserer Zeit sind uud bleiben werden. Da sich so hervorragende Knnstkräste von auswärts und.von Cilli in den Dienst dieses eigenartigen Abends stellen, ist wohl ein reicher Besuch dieses Konzertes zu erwarten. Karten sind im Borverkaufe aus Gefälligkeit in der Buchhandlung des Herrn Georg Adler erhältlich. Ludwig Martinelli f. Der Schauspieler Ludwig Martinelli, welcher vor kurzem in Gleichen-berg zur Kur eingetroffen ist, ist dort am 13. d. nach kurzer Krankheit im 81. Lebensjahre gestorben. Er war bekanntlich der beste Darsteller der Anzen-grubertypeu. Seit« 4 Deutsche Nummer 48 Steckenpferd Lilienmilchseife von Vcrgmann & (So., Tctsche» a. t'lbc bleibt nach wie vor unerreicht in ihrer Wirkung gegen Sommersprossen sowie unenibehrlich sür eine rano neue Haut- und Schönheitspflege, was durch täglich ein!aui«nde Antrtennungsschroden unividerlkglich be-stätigt wird. » 30 l, vorrätig in Apotheken. Droge« rien und Parsümeriegeschäf^en ic. Desgleichen bewährt sich Bergmann's LUiencreme „Manera" wunderbar zur Erhaltung zarter Damenhände ; in Tube» a 70 h überall vorrätig. Ein großes Unglück verhütet. Am Donnerstag nachmittags scheuten die Pferde deS hiesigen BicrdcpotS Götz, die an einen bcladcnen Fuhrwagen bespannt waren, auf der Laibacher« straße in der Nähe der Festwiese vor einem Auto-mobil und rannten, ohne daß der Knecht, der am Wagen saß, ihrer wieder Herr werden konnte, in rasendem Tempo der Stadt zu. In der Rathaus-gasse kam ihnen der hiesige Bäckermeister Josef Kürbisch auf einem Zweiradc entgegengefahren und als er die rasende» Pferde bemerkte, sprang er schnell vom Rade herunter und hielt es den daherkommen-den Pferden entgegen. Dadurch bewirkte er. daß sie nicht mehr die gerade Richtung gegen die Bahn« hofgaffe einschlngen, sondern bei rcr Haupttabak-trafik einschwenkten und dort schräg an die Mauer deS Eckhauses anfuhren. Hiedei stürzte das eine Pferd, wodurch das Gespann zum Stehen kam. Sovohl die Pferde als auch der Wagen blieben un-versehrt, es ist jedoch nur der Geistesgegenwart des Herrn Josef Kürbisch, der mit eigener großer Ge-fahr die Tat wagte, zu danken, daß kein Unglück geschah, den» gerade zu dieser Zeit waren an der sogenannten Kreuzung sehr viele Personen ver-sammelt. Parkmusik verschoben. Die Kapelle des Cillier Musikvereines konzertiert morgen Sonntag den 13. d. beim Schulvereinsfefte in Schönstem, auS diesem Grunde findet die nächste Parkmusik Mittwoch oen 18. d. von 6 bis 7 Uhr statt. Zugleich wird mitgeteilt, daß am Sonntag den 22. d. ein zweites Konzert (Blechmusik) beim Erjauz. Be-ginn 4 Uhr nachmittags, stattfindet. Bachmaiers Kinematograph auf der Festwiese erfreut sich Dank der fesselnden Darbie-lungeii starken Zuspruches. Bom Samstag bis Mon-tag ist die Hauptnummer „Der Altar des Tod>.S', ein Wildwestfilmschlager ersten Ranges, der drama-tisch« Episoden au» den Kämpfen der Ansiedler mit den Siour-Jndianern darstellt. Einzahlung der Gemeindeumlagen und sonstigen städtischen Abgaben. Wie ans dem Anzeigenteil unseres Blattes ersichtlich, sind die Gemeindenmlagen ans die Grund- und Haus-zinSsteuer vierteljährlich im nachhinein, alle sonstigen Abgaben und Zuschläge dagegen vierteljährlich im vorhinein einzuzahlen. Bei Ueberschreitung der Ein-zahlungstermine werden Verzugszinsen aufgerechnet. Nach Ablauf einer vierwöchigen Frist wird die Ein-bringung der Rückstände im ExekutionSwege durch-geführt. Gau Untersteiermark des Deutschen Schulvereines. Sonntag den 22. d. findet um 4 Uhr nachmittags im Deutschen Vereinshause in Pettau der dritte Gautag statt. Vor dem Gaulage hält um Punkt halb 4 Ul»r die Gauleitung eine Sitzung ab. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der einzelnen Punkte der Tagesordnung werden die Gauboten sowie die Gauleitungsmitglieder dringendst gebeten, sich an dem Gautage recht zahlreich zu be-teiligen. Die Ortsgruppen in Pettau veranstalten unter Mitwirkung des Männergesangvei eines und der Stadtkapelle nach dem Gaulage im Garten des Deutschen VercinShauscs ein Konzert. — Sonntag den 15. d. veranstaltet die Ortsgruppe in Thesen ein SchulvcrcinSscst und Sonntag de» 6. Jnli fin-bet im Kreuzhofgarten das Sommerfest des Schnl-Vereins und der Südmarkvrtsgruppe Brunndorf statt. Die Gauleitung ersucht alle Anhänger der Schutzvereine, auch diese Feste acht zahlreich zu besuchen. gur Frage der Hitzferien. Man schreibt dem Grazer Tagblatte aus Lehrerkreisen: Vor 18 Jahren hatten die Schulbezirke Umgebung Cllli, Tiiffer und Franz auf Anregung des Bezirksarztes mit Rücksicht auf die außergewöhnliche Hitze Hitz. ferien (Bormittagsunterricht) aus eigener Machtvoll-kommenheit eingeführt. Aber diese an und für sich so vernünftige und menschenfreundliche Anordnung wurde schon nach dreitägiger Dauer von „oben" herab ausgehoben. Von „oben" herab hat man da- mals diese Hitzferieneinführuug belächelt und behöhnt, während sie im Volke als etwas sehr Gutes zeprie-sen wurde. Heute hat man zwar in der Schulhygiene ganz andere Anschauungen, aber dieser Fort-schritt scheint in erster Linie oder ausschließlich den städtischen Schülern zugedacht zu sein. Freilich dürf° tcn für unsere Landkindcr auch Heuer wieder einmal die Hitzscrien angeordnet werden. Aber wann? Vor 18 Jahren ritt der liebe AmtSgaul zur Einstellung dcr angeordneten Hitzferien eine Attacke von Graz bis Cilli und den Landesgrenzen in drei Tagen; heute wird er zur Anordnung von ^Hitzferien weiß Gott wie lange reiten müssen. Er ist halt mittler-weile so viel alt geworden! Ein geheimnisvoller Mord. Zu dieser Notiz in unserer letzten Blattsolge erfahren wir noch : Mittwoch abends wurde der 4vjährige pen-sionicrte Bergarbeiter Josef Kregar aus Tekatschevo bei Rohitsch verhastet und dem KreiSgerichte einge-liefeU, da er verdächtig erscheint, den Mord an der Inwohnerin Juline Toplischek, deren Liebhaber er gewesen sein soll, vollbracht zu haben. Die Ermor-bete war Mutter zweier unehelicher Kinder und be-fand sich auch jetzt wieder durch den Verhafteten in gesegnetem Zustande. Ueber die Tat selbst erzählt das eine der beiden Linder, daß zwei Personen in daS Schlafzimmer der Ermordeten eindrangen, von denen der eine einen Stelzfuß gehabt haben soll, während der andere mit einer Uniform angetan und mit einem Säbel versehen war. Die Tal selbst soll nur der Erstere auSgcsührt haben. Großes Schadenfeuer. Gestern mittags brach iu dcr knapp neben den MagazinSgcbänden deS Kaufmannes Franz Ofset in Franz ein Feuer aus, welches dadurch entstand, daß das 7jährige Töchterlein deS genannten Kaufmannes mit Zünd-Hölzchen spielte. Die ungewöhnlich große Scheune wurde vollkommen eingeäschert, ebenso das Dach des angrenzenden großen Schweinestalles, aus welchem, nachdem der Brand gelöscht worden war, die darin befindlichen 12 Schweine lebend geborgen werden konnten Es bestand eine große Gesahr, daß sich das Feuer insolge des ziemlich starken Winde» über den ganzen Markt verbreitete und in zwei Nachbarhän-sern begann es infolge des FuukenslugeS auch schon zu brennen, jedoch konnte dieser Brand gleich im Keime erstickt weiden. Füns Feuerwehren der Um-aebung, so auch jene von Sachsenseld mit der Dampf« spritze a> beiteien an der Bewältigung des riesige» Feuers uud es war geradezu ein Wuuder, daß die ungeheuren Brennholzstöße, die in unmittelbarer Nähe des Brandobjcktes ausgestappelt waren, geiettet wurde». Der Schaden ist ein sehr bedeutender. An die Leitungen der Südmarkorts-gruppen! Von vielen Ortsgruppenleitunge» wer-den jetzt für die Sonnwendfeiern die Wanderlehrer der Hauptleitung beansprucht. Meist geschieht dies mit der Begründung, daß bei diesem Anlasse der Redner ans große Massen wirken könne. Unsere viel-jährigen Elsahrungen lehren uns aber, daß bei solchen Feiern trotz Anwesenheit von ost lausenden von Zuhörern der Miigliederzuwachs gleich Null war. Die Schuld lag daran, daß die Ortsgruppen-leitungen wohl besorgt waren, einen tüchtigen Red-ner zu gewinnen, ost auch schöne Feuerwerke abzu-brennen, aber keine Vorsorge trafen, daß durch ge-eignete Südmärker, ausgestattet mit Werbeliste», gleich nach der Festrede eine eingehende Mitglieder-Werbung erfolgte. Die Hauptleitung der Südmark ersucht alle Ortsgruppenleitunge», die heurige» Sonuwendseieru nicht wieder in bloß äußerlicher Weise abzuhalten, sondern im Scheine der Sonn-wendseuer zu ersuche», die ctwi's erwärmte deutsche Vollssache nicht bloßer Schaulust, sondert, auch der nationalen Arbeit zuzuführen, Die Hanplleiluug der Südmark. Ein gewalttätiger Kaplan. Der als floweuiicher Eiseier bekannte Kaplan Karl Maleiner in St. Martin bei Wöllan geriet ohne eincn Anlaß mit dem Oberlehrer der Deutschen SchulvereinS-schule in Wöllan, Jgnaz Dworschak, im Hotel Rack in Wöllan in Streit. Er erklärte dem Lehrer, daß »s seine erste Ausgabe ist. die deutsche Schule in Wöllan wegzubringen. Als Dworschak sich aus dem Gasthaus? entfernte, ging ihm der Kaplan »ach, ver-setzte ihm mehre, e Faustschläge i»S Gesicht und würgte ihn am Halse. Erst nach Einschreiten des GemeinsewachmauitlS gelang es, den radialen Kaplan nach Hause zu bringen. Die ganze Angelegenheit wird ei» gerichtliches Nachspiel haben. Tarifbegünstigungen für Frachten zu Ausstellungszwecken. Nach Mitteilung mehrerer reichsdeutscher Eisenbahnverwaltungen können mit Rücksicht auf di« im Deutschen Reiche bevor-stehenden Vorschriften über die Veröffentlichung der Tarife Gesuche um Bewilligung von Frachtbegünstigungen zu AuSstellungSzwecken nur dann berücksich-tigt werden, wenn sie mindestens vier Wochen vor Ausstellungsbeginn bei den BerkehrSverwaltungei» eingelangt sind. Solche Gesuche müssen daher unter genauer Bekanntgabe der in Betracht kommenden Bahnen mindestens sechs Wochen vor AuSstellungS-beginn beim Eisenbahnministerium eingereicht werden, da das Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern in einer an das Eisen-bahnministerium gerichteten Note erklärt hat, daß e» über diesbezügliches Ersuchen dcr königlich bayrischen Regierung und analog dem Vorgange dieser Regie-rung säumigen AuSstcllungSleitungen gegenüber bei Nichteinhaltung dieses Termines die weitere Jnter-vention abzulehnen gezwungen wäre. Dom deutschen Handwerkerbund für SteiermarK und Kärnten. Am 9. d. fand im Slcicrmärkischen Gewerbesörderungsinstitute eine aus allen Teilen SteiermarkS überaus gut besuchte außerordentliche Hauptversammlung statt, die zu den sür den Handwerkerstand wichtigen aktuellen Frage» Stellung nahm und diesbezügliche Beschlüsse faßte. Weiters wurde» die in jüngster Zeit vom „Steier-märkischen Gewerbeblatt' und von einzelnen Per-sonen versuchten Angriffe aus de» Abgeordneten Einspinne? mit Entrüstung zurückgewiesen, diesem ein-stimmig da« Vertrauen und der Dank für feine auf-opferungsvolle, erfolgreiche Tätigkeit ausgesprochen, und an ihn das Ersuchen gestellt, auch sernerhi» sür den Handwerker- und Gewerbcstand wirken z« wollen. In die Bundesleitung wurden gewählt die Herren: Reichsrats» und Landtagsabgeordneter Ein-spinner als Obmann, Handclskammerrat Mörll (Cilli) als Obmannstellliertreter, Abgeordneter KredS als Schriftführer, Gcwerberat Ever als Kassier: ferner Fachlehrer Käfer, Schuhmachermeister Bol-zano und Handelskammerrat KourimSky >Graz), Schuhmachermeister Wvnisch (Weiz), Buchbinder-meister Z tische k (Brück an der Mur), Malermeister Braun (Trosaiachi, Verbandsobmann Putzta (&#• ben), VerbandSobmann Schäser (Gleisdorf), Joses Jicha (Cilli), Abgeordneter Fehler und !haller (Leibnitz), GenossenschastSsekretär Winter (RadkerS bürg), Genossenschaftsvorstand Muralter (Abstach«, VerbandSobmann Richter (Voitsberg), GenofsenschastS-vorstand Kaspar (Mitterndors), Bäckermeister Schluss (Mürzzuschlag). Gestohlen und weggeworfen. Der erst vor kurzem auS einer lünfmonatigen schwere« Kerkerhaft wehen Verbrechens des Diedstahls ent-laffene Joses Strahovnik, Mechaniker aui st. Johann am Weinberge, stahl im Bergwerke Daniel v. Lapp in Skalis eine Spule isolierten Drahte» im Werte von 70 Kronen. Da er aber den Draht bei einer ihm anvertrauten Reparatur nicht ver-wenden konnte, warf er ihn weg. jede Mutter weiss, in welch hohem Masse das Stillen ein gedeihliches Fortkommen ihres Kindchens begünstigt. Dem Gefühl von Mattigkeit, das sich in dieser anstrengenden Zeit nicht selten einstellt, kann jede Stillende ol durch den Gebrauch von Scotts Emulsion leicht begegnen. /Fä1® SCOTTS fflf EMULSION B« enthält eine Reihe blut- und kraft- 1 "*• bildender Bestandteile, die auf die » Beschaffenheit der Muttermilch Vwuvr" ' von günstigstem Einflüsse sind, sowie belebend und erfrischend wirken. Scotts Emulsion ist ganz leicht verdaulich, wohlschmeckend und daher gut zu nehmen. Beim Einkauf verlanjie man aus«1rttcWich Scott & Emitl:. - Ei Ist die Marke „Scott", welche. seit Über 3S Jahren eiunefluirt, für die Güte nnd Wirkung bur«t Preis der Ori£ina)fU*che 2 K SO h. In allen Apotheken kiu Uch. Ein Eisenbahnunikum. In den «lagen- furter Freien Stimmen lesen wir: Ein Klagei'saricr Herr mußte kürzlich in der Nacht nach Wien sah-ren. Da der Äßlinger Schnellzug erfahrungsgemäß nieist überfüllt ist, so wollte er sich einen Platz >« Schlafwagen des Pontafeler Schnellzuges sicher», der in St. Veit mit dem Aßlinger Zug vereinigt wir d. Er bestellte den Platz rechtzeitig beim hiesige» Fa hrkartenbureau, welches die Bestellung telegraphisch , an die Grenzstation Pontafel weiterleitete, erhielt aber am nächsten Tage zu seiner nicht geringen U eberraschung die Mitteilung, daß das Bahnstation»-amt Pontafcl nicht berechtigt sei, eine solche Be- MM. Blätter zur Unterhaltung nnd Belehrung für Hans und Familie. boastaasSeikage ver ^Deutsche« A'acht" i« killt. .Die Südinart' erschemt jeden Sonntaq als unentgeltliche BeNaae für die Leser! . ^ Die feflbmatC nicht täuNich- | ^ , .D,e vüdmart" ericheint >eden vonntaq al« itnmi vCr. 24 der »Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die ^913 (Nachdruck Dtrlioten.) Leöensrettung. Von R. Raßler. Naä) einer regenschweren Juninacht hat der Himmel sich geklärt nnd goldener Sonnenschein zit-tert aus über der erfrischten Natur. Tausend schimmernde Tropfe« hängen an Baum und Strauch; der Dust der ersten Rosen steigt in die wonnig warme Lust. Eine lallende Männerstimme, die sich allmäh-lich festigt und in ein Poltern und Schimpfen über-geht, unterbricht rauh und realistisch den Morgen. Die Stimme kommt an» dem Innern dcr MietS-kaserne, die sich hier draußen vor dem Tore der Großstadt gerade so realistisch auSnimmt wie ihr polternder Bewohner. Unweit steht eine Bank am Wege, darauf ab-gesondert zwei Personen sitzen. Indessen werden die Reden im Hause immer roher und ausfallender; der Ton deS Mannes gellt förmlich über die Gegend hin. Als jetzt dcr Schrei einer weiblichen Stimme dazwischen tönt, wendet sich die ältliche Frau aus der Bank zu der einfach, aber vornehm gekleideten Dame, die am Ende der Bank sitzt, «it den Worten: „Mit den MertenS nimmt es sicher kein gutes Ende. Wenn ich so in der Leitung lese, daß hier oder da ein Mann seine Frau umgebracht hat, oder umgekehrt, dann denk' ich so bei mir: daS waren Leute wie die MertenS sind, und diese werden sicher auch 'mal aus solche Weise enden. Was sür'n hüb-scheS Mädchen ist die LiSbeth, und 'n gutes Mäd-chen! Daß sie bei dem Vater noch so geworden ist, bleibt ein Wunder. Und weil die Mutter kränklich ist und sie nötig hat, muß sie daheim aushalten. Aber daß das 'n Jammer ist, daS liest man ihr ja vom Gesicht.--Na. da ist sie ja — armes .Ding ..." Die unfreiwillige ZuHörerin hat bei den Wor-ten nicht das Haupt erhoben. Jetzt blickt sie unwillkürlich auf, denn dicht an ihr vorüber huscht das Mädchen, so eilig, wie auf der Flucht. Ohne Hut und mit der Hausschürze vor. Ob-gleich LiSbeth MertenS in besinnungsloser Hast ist, wendet auch sie unwillkürlich 'den Kops, als sie an der Bank vorbeikommt und streift mit dem Blick die Insassen. Und nun treffen sich zwei Augenpaare. Es liegt Verwandtes in dem Blick der Dame und in dem Blick dcS Mädchen — in beider Augen steht ein Grauen . . . Die Redselige auf der Bank hat dies nicht ge-wahrt. Ein wenig pikiert gleitet dann ihr Blick über daS feine Profil der Dame hin, die gar so un-nahbar tut. Aber dieser eine Blick genügt, ihr zu verraten, daß auch diese nicht zu den Glücklichen gehört. Ja, weiß, ob sie nicht ebenso unglücklich ist wie die LiSbeth, denkt die Beobachterin, denn sie sieht eigent-lich aus wie jemand, der nichts mehr zu hoffen und nichts mehr zu verlieren hat . . . Die Juninacht, die düfte- und wonnereiche, hat sich gesenkt. Kein Vogelton ist mehr zu hören, aber auch kein Menschenlaut vernehmbar. Nur der Nachtwind rauscht in den Bäumen und seru, dort, wo der Eisenbahndamm seine Schienen erstreckt, erhebt sich mitunter ein Surren und Rollen und dröhnende« Getöse, — da« ist, wenn der Bahnzug vorübersaust, der Stadt zu. Ja, düfte- und wonnereich ist diese Juninacht. Die Natur steht in Jugendprangen da. Noch hat kein rauher Hauch sie getroffen, noch hat nicht Sturm noch Unbilden ihre Blüten zerstört, ihre Blätter gewelkt. St« gleicht einem blittenjungen Menschenkind? mit seinem heimlichen GlückSerwarten, — als gäbe es kein Leid und nicht die Tränen die-ser Erde, so süß duften die Rosen in dieser linden, warmen Juninacht. So süß hatten die Rosen auch in jener Braute »acht geduftet, die Herta von Sandow vor zehn Jahren am Herzen ihres heißgeliebten jungen Gat> ten durchlebt. In Sonnenglanz waren ihre Kind-heitttage vergangen und als die Siebzehnjährige sich mit dem für „interessant" geltenden Astronomen Alex von Sandow verlobte, von ihren Freundinnen grenzenlos beneidet, da glaubte Hertha, daß der Rosengarten, in dem sie bis dahin gewandelt, nun seine schönsten Blüten über sie ausstreuen werde. Doch leider: Mit dem Gürtel, mit dem Schleier, Reißt der holde Wahn entzwei. An ihr hatte sich dieses Wort erfüllt. Dem ersten kurzen Glücksrausch war nun das Erwachen gef-lgt. Erst ein gegenseitiges Nichtverstehen, das sich bald häufiger und häufiger zeigte. Herta mit ihrer naiven Lebensanschauung genügte bald dem geistig bedeutenden Manne nicht mehr. Hatte ihn anfangs ihre Kindlichkeit entzückt, so machte ihr naives Ber-fiändnis ihn jetzt reizbar und veranlaßte ihn zum Spott. Sie aber herzenswarm und schutzbedürftig wie ein junges Vögelchen, entdeckte schreckhast und schreck-hafter, daß ihr Gatte eine kalte, egoistische Natur war. Allerdings war keine Gemütlichkeit in seinem Wesen und er ließ sein geistiges Uebergewicht nur zu gerne andere fühlen. Eine kalte Natur aber war Sandow nicht, wenigstens nicht in einem gewissen Sinne. Und diese Nichtkälte hinter einer kühlen Wesensart, diese versteckte Leidenschaftlichkeit, sollte die Ursache werden, welche dieses innerlich schon lange gelockerte Eheband schließlich jäh und plötzlich trennte. Zehn Jahre hatte dieses Eheband gehalten. Zehn Zahre — eine lange Zeit und ein unerträg-licher Zustand für zwei, die nicht mit», sondern nebeneinander leben. Er blieb immer häufiger und länger vom Hause fort, und sein Beruf machte seine Ausrede wahrscheinlich. „Ich muß nach den Sternen sehen, Kind . Anfangs glaubte sie ihm. Nein, nicht nur an-fang«. SS währte lange, lange, bis dieses reinsinnige und vertrauende junge Weib, das stetS das Beste von den Menschen dachte, Sandows Worte bezwei-felte, bis sie eS begriff, daß er einer anderen gab, was ihr gehörte . . . Doch ihre Seele war nicht gefeit, solch große Konflikte zu überwinden. Im Elternhaus war alles Häßliche von ihr ferngehalten worden »nd ihr sensible« Empfinden war stet« davor znrückgebebt. So mußte da« Unglück, daS kam, auf sie ver-nichtend wirken. Ihr Gatte hatte seine Stellung gelöst, ohne ihr dies zu sagen und war eines Tages verschwunden — mit der anderen. Kinder waren der Sandowfchen Ehe nicht ent-sprossen. So versöhnte nichts Liebe« die unglückliche Frau mit dem Leben. Und keine Pflicht, als die Pflicht gegen sich selbst, fesselte sie noch an dieses. Ueber diese Pflicht aber hatten dunkle Mächte gesiegt . . . In Trümmern lag ihr Glück und die Treu, losigkeit des Gatten hatte ihr auch den Glauben an die Menschen genommen. Es blieb ihr nichts, als deren Mitleid, e» blieb nichts, als Oede — Lebensüberdruß. . . Heimlich hatte sie ihren Wohnort verlassen, wo die Leute sich schon ihr Unglück zuflüsterten und war nach der Weltstadt gereist, in ihr unterzugehen, wie schon so manch eine, — von niemanden gekannt, von niemand vermißt —. Eine Kirchenuhr kündete die Mitternachtsstunde — 12 Uhr. Um 12 Uhr 13 Minuten würde der Schnellzug diese Strecke pasfierey. — Langsam und schwer schritt Herta von Sandow aus den Schienen deS Bahndammes dahin, der Rich-tung zu, daher der Zug kommen würde. Lom Ab-hang wehte der Nachtwind und bewegte die Ginster-büfche, rechts und links des Fußweges, auf halber Höhe deS Dammes. Die den Tod Suchende fühlte weder Furcht noch Grauen. Sie, die im Leben sich fo gerne hatte beschützen lassen, war in dieser letzten Stunde ruhig — furchtlos. Nicht den Tod — das Leben fürchtete sie, feine Lüge, seinen Trug, seine Erniedrigung und seinen Vernichtungskamps mit allem, was groß nnd gut und edel in der Menfchenfeele ist. — Vergessenheit — ewiger Schlaf, — was konnte es Bef-feres geben? Fern — fern tauchte jetzt ein glühendes Licht auf, erhob sich erst leise, dann deutlich und deutlicher ein Surren und Rollen. Und nun gellte fernher ein Pfiff durch die Stille. Noch bevor Herta Sandow ihn vernommen, war sie zufammengeschreckl. Mit dem glühenden Punkt in der Ferne, der mit rasender Geschwindig-keit näher kam. hatte ihr Auge gleichzeitig einen Gegenstand entdeckt, der. sie in der Dunkelheit erst bemerkte, als ihr Fuß daran gestoßen war. — Cuer über den Schienen lag ausgestreckt am Boden eine weibliche Gestalt. — fflfi dieser Entdeckung reckten sich in der Lebensmüden noch einmal die Lebensgeister auf. — War dieS hier auch eine Unglückliche, die absicht« lich den Tod suchte? Oder war sie etwa gewandert und von der Schwäche überwältigt, hier zusammen-gebrochen? Gleichviel, es war ein Mensch, der hier lag und in der nächsten Minute schon vom Zuge erfaßt sein würde. Retten — helfen — den Körper von den Schienen fortwälzen, ehe es zu spät war. — Die Lebensmüde, der das lauter und lauter er-dröhnende Surren verkündete, daß nur noch Mo» mente sie von dem Ziel, das sie suchte, trennte, rüt-telte die Daliegende, rief und flehte, sie möge sich doch erheben. Vergeben». Keine Antwort erfolgte. War die Daliegende tot? Während Herta dies dachte und mit verzweifel-ter Kraftanstrengung versuchte, den Körper von den Schienen fortzuschaffen, trat die Mondscheibe hinter dem Gewölk am Himmel hervor und warf ihren Strahl auf die Leblose. Sie war jung und — „Msin Gott, — daS ist ja — die — LiSbeth MertenS, die — ich — heute — früh — sah," kam eS zitternd über HertaS Lippen. Allein dies Bewußtsein schwand nahezu unter dcr Wucht der Situation. Schweißperlen auf der Stirn, das Haar an den Schläfen klebend, daS Herz bis zum Halse klopfend, drohten ihre Adern, ihre Nerven zu zerreißen unter dem Bemühen, den Körper aufzuheben, denn schlaff und schwer hing er ihr im Arm. Dabei kam der Lichtpunkt jetzt mit rasender Geschwindigkeit heran. Durch die Schienen ging ein Zittern und Tönen. Fauchend und donnernd wie die wilde Jagd, kam er daher: nah, ganz nah, war jetzt der glühende Lichtpunkt — der Schnellzug. Oder ließ die Ueberanstrengung, die furchtbare Aufregung diese roten, glühenden Lichtsunken vor den Augen der Retterin aufzucken? Eben jetzt war eS ihr gelungen, sich mit ihrer Last im Arm aufzurichten. Keuchend, nach Atem ringend, geschah eS. Da riß ein Atemzug — ein leiser, aber warmer Atemzug, der ihr Gesicht streifte — ihre versagen wollende Kraft zusammen, wie ein Freudenschrei ging es durch ihre umdüsterte Seele: LiSbeth MertenS lebte! Ein paar Schritte wankte sie mit ihrer Last seitivärtS; dann brachen ihr die Kniee. Sie sank mit ihrer Bürde in das Ginstergebüsch, vor den Ohren ein Surren und Rollen und Donnern. Doch sie achtete dessen kaum. Durch Nacht und Schrecken vernahm sie die Stimme ihres Innern, die Stimme Voile«: Vollend« dein RettnngSwerk. ©Ib diesem unglücklichen, aber braven Mädchen von deinem un-geschätzten Ueberfluß. Du besitzest Geld und Bildung. Mach damit dieses junge Leben gnt und leben», wert und rette mit dem Einlösen dieser Pflicht dein eigenes Leben. (Nachdruck verboten.) Auf der Steppe. Novellette von O. EzilinSki. Ueber der weiten Steppe begann es zu grünen. — Die ersten frühlingSwarmen Winde strichen dar-über hin. Im Gärtchen, das daS Haus des alten Wassili umgab, sproßte es an allen Sträuchern. Sehnsüchtig schauten die braunen Augen der schwär« zen Dascha nach dem Geliebten auS. Ihre junge Brust hob sich unter manchem Seufzer. Noch einen Monat — und es gab Hochzeit. Ach, wie sie sich heraussehnte aus der großväterlichen Armut! Fort von dem griesgrämigen Alten! Iwan Jwanowilsch würde sie in fein schönes Haus führen und sie würde beneidet werden als die Frau des reichen schönen Iwan Jwanowitfch. Ach, wie sie sich nach ihm sehnte I Nach seinen Küssen ! Drinnen schalt der alte Großvater — mochte er greinen — sie. war es satt, sich schelten und schlagen zu lassen von dem Alten. Rasch durschritt sie den Garten und schloß da» Tor. Sie wollte dem Geliebten entgegengehen. Die Sehnsucht fieberte in ihr; sie hielt es nicht aus in den vier Wänden, mochte der Alte auch später nach dem Stock greifen. Sie wußte den Weg, den Iwan Jwanowitsch kommen mußte. Er war weit, doch Dascha scheute nicht davor zurück und hatte auch keine Angst. Wer sollte ihr hier, wo sie jeder kannie, etwas zu leide tun? Vorwitzige ErdhäSchen tauchten hin und wie» der blitzschnell aus ihren Schlupflöchern hervor, äugten die Wanderin an, standen dabei kerzengerade und unbeweglich und verschwanden ebenso schnell wieder in ihren Berstecken. Ein voreiliges Insekt surrte ab und zu am Ohr des Mädchens vorüber. Weit und breit kein menschliches Wesen. Doch — rührte sichs nicht da drüben, hinter dem Hügel? War es Iwan Jwanowitsch, der sie bereits gesehen und sich versteckte? Doch nein — eS war ein Ge-fährt, um das — jetzt unterschied e« Dascha deut-lich, Erwachsene und Kinder schwärmten. Dascha zögerte. War es ratsam, denen zu begegnen? Sie wußte — es waren Zigeuner, die das Land durch« streiften, vor keiner Büberei scheuend, gehaßt, ge-fürchtet, verfolgt und überall verjagt, wo sie sich blicken ließen. Dascha stand zögernd, legte die Hand über die Augen und hielt Ausschau nach Iwan Jwanowitsch. Der war nirgends zu erspähen. Ent-täuscht wollte sie Kehrt machen. Da bemerkte sie, daß das fahrende Volk auf sie hindeute, miteinander sich zu beratschlagen schien und wie sich dann ein Haufen ablöste und zu laufen begann, in der Rich-tung aus sie. Dascha hob rasch entschlossen die iHödt aus und fies, so schnell sie re vermöchte, bett Weg zuriick, den sie gekommen. Jude« — die wilden Zigeuner waren selbst ihr an Behendigkeit über. Bald hörte sie hinter sich Rufen und Schreien. Den Kops wendend, sah sie, daß man sie bald eingeholt baden würde, und die Furcht gab ihr neue Kraft. Warum war sie auch so töricht gewesen, sich allein so weit fortzuwagen? Hastig löste sie im Laufen daS Kreuz, da» ihr Jwun Jwanowitsch geschenkt hatte, vom Hal» und barg es aus ihrer Brust. Ihr Heiligtum sollte die diebische Horde nicht so leicht ergattern. Schon hörte sie die Perfolger dicht hinter sich und noch immer war sie von der Hütte zu wert entfernt, um gehört zu werde». Da strauchelte sie gar «och und kam zu Fall. Und schon umriugtrn sie jauchzend, frohlockend die Zigeuner. „Ei," sagte dcr eine, „ein hübsches Täubchen." Und cincr griff ihi srcch an den entblößten Hals: „Kein Ring? Keine Perlen, mein Schätz« chen? Ei, Dn hast schöne Ohrringe — Matuschka — nimm sie ihr ab Halt still mein Zeclche», Du tut st Dir ja nur unnütz weh. Aus — ihr Weiber durchsucht ihre Taschen — und schaut ihr auch in das Hemd.* „Laßt mich, Ihr DicbSgesindel", schrie Dascha, dem Nächstbesten, der sie anrührte, mit ihren Nil« geln ins Gesicht fahrend. „Ei, ei, mein Kätzchen, die Krallen müssen wir Dir stutzen, he? Bindet sie. Jonel, halt sie fest und Ihr Weiber nehmt ihr die »leider — so — so — still mein Lämmchen, wenn Du hübsch still bist, ge-schieht Du; nichts. — Zieht Ihr das Hemd auS — hei — da ist ein Kreuz, — die Madonna will uns wohl. Jelka, das Hemd ist Dein — und nun fort — zurück zu den anderen!" Jauchzend stob die Rotte davon. Nur einer blieb neben dem nackten, vor Scham in sich zuiam« mengekauerten Mädchen stehen und seine wilden Glutaugen verschlangen die entblößten Reize dcr schönen Dascha. Hei, wie die weiße Mädchenhaut rosig im Abend-schein der sinkenden Sonne lockte! Der junge Zi-geuner berührte mit seiner Hand die Schulter dcr am Boden Kauernden. Dascha zvck'.e empor und starrte in die glühen-den Augen des jungen Zigeuners. „Was wollt Ihr noch von mir?' ..Lämmchen, ängstigt Euch nicht, die anderen sind fort. Sie haben Luch alles genommen. Werd' ich Euch alles wiedergeben, wenn Ihr wollt mit-gehen mit Jonel, dem Zigeuner." „Zigeunerliebchen werden?" Dascha lachte schrill. „So meint Jhr's doch?" „Zigeunerliebchen — Zigennerweib bleibt sich gleich. Ich lieb' Euch, Ihr >eid schön und ich will Euch, hört Ihr?" „Rührt mich nicht an!" schrie Dascha wild. Allein die starken Arme, der sunkelnde Blick des jungen Zigeuners bändigten sie. Dieser Zigeuner war nicht nur jung; er war auch schön — ganz anders als Iwan Zwanowitsch, dcr neben diesen geschmeidigen Wildling wie ein plumper Bär wirken mußte. O, Jivan Zwanowitsch! Wenn er sie so I s»h«! Die Scham aberzog Ihr «ntli'v mit einer rosigen Glut — sie so in den Armen dieses wilden Gesellen! Jonel nahm ihr Erröten, ihr Zittern für Nachgeben. Wehrlos lag ihr schlanker, nackter Leib an seiner Brust — jäh beugte er sich herab nnd sog sich sest an Dascha» Lippen. Seine Glut sollte überströmen ans diesen Mädchenkörper. Er, Jonel, um den sich die Weiber rausten, war es gewohnt, zu siegen. Er. Jonel, —. Da, ein Schrei — wild und heiser. Das Paar suhr auf. „Iwan Jwanowitsch!" Es war wie ein Er-sterben, ein Röcheln der Scham. Der Zigeuner aber griff nach seinem Messer. Er war nicht feig wie seine Stammesbrüder, und dieses Mädchen war schon de» Kampfes mit einem Rivalen wert. Doch schon schwang dcr riesenstarke Iwan seinen Kniltel über dem geschmeidigen Jonel, der wich geschickt wie eine Katze auS und sein blankes Messer fuhr durch die Luft. Da sprang Dascha empor und warf sich zwischen die Männer; man wußte nicht recht, sür wen sie bangte Es kam auch alles so rasch, so nn» erwartet, ihre Einmischung, ihr Ansschrei, ihr Nie-derstürzen, daß beide Männer einen Moment sich selbst nicht klar waren, was geschehen sei — allein der rote Blutstrom, der au« Daschas Brust quoll, erklärte alles — Jonels Messer hatte nur zu gnt getroffen. Wie entgcistcrt stand dcr Mörder und blickte aus sein Opfer. Das — das hatte er am wenigsten gewollt. Iwan Jwanowitsch aber griff nach seinem Prügel und — schlug ins Leere. Seine Hand war unsicher geworden. Da lag sein Liebstes zu seinen, Füßen und verblutete sich, all ihre Schönheit ihm nur in ihrer Sterbestunde verratend. — Ausweinend stürzte der starke Mann neben seiner Geliebten nie-der, um noch ein letztes Wort von ihren Lippen zn erlauschen. Der unselige Jonel aber schlich davon — er-schüttcrt, gebrochen — nicht mehr dcr wilde, trotzige Zigeunerdonjuan von ehedem — ein ins Herz Getroffener, vor sich selbst Gezeichneter, den die gnten Geister verlassen, um ihn den Dämonen des Gewis-scns fortan zu überlaffen. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung dcr von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) dos euch nichts kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrfchatzinarken! Gedenket bei Wetten und Spielen dcr deutschen Schutzvereine! Nummer 48 flcnirdte llttfdjt Seite 5 stellung anzunehmen, sondern, daß dcr Schlafwagen« platz in — Rom (!) bestellt und auch eingezahlt werden miisfe. Da dies dem Klagenfurter Herrn, dcr übrigens sonst mit Rom — dem staatlichen, nicht dem päpstlichen — auf recht gutem Fuße steht, denn doch etwas zu umständlich war und — spanisch vorkam, verzichtete er aus den Schlafwagen» platz, hatte aber nichtsdestoweniger das Vergnügen, etliche Kronen an Telegrammspe!cn sür die Bcleh-rung zu bezahlen, daß ein Klagensnrler, wenn er nach Wien im Schlafwagen fahren will, zuerst ein Bittgesuch in Rom einbringen muß. Jede weitere Bemerkung ist wirklich überflüssig. Wie ausgewechselt ist Jeder, d-r früher änzsili.h nach Entleerungen spähte und seit dem Kc» brauche von SaxlehnerS Hunyadi JänoS Bitterwasser, das angenehm, prompt und sicher wirk», auf die ge-wünschte Erleichterung rechnen kann. Mit dem Wohl-befinden deS Körpers geht dann geistige Frisch.« und Regsamkeit Hand in Hand. Kopfweh, Mißstimmung, gallige LornesauSbrüche, die schon so viel Unheil an-gerichtet haben, sind sür immer beseitigt und vermieden. Die Harlleibigkeit soll und muh eben behandelt werden. Man denke daher im eigensten Interesse, wenn man Neigung zu habitueller Obstipation hat — und wer hat sie nicht in unserem Zeitalter der „sitzenden LebenS-»eise ?" — an den Gebrauch des Hunyadi JänoS Bitterwassers. LACKE, EMAlLLEN, FARBEN, FIRNISSE MARKE OREBON 44 sind die be«ten, Fabrik Mähr.-.Schönberg. Tempel -QmU*. K*klM«lar*rctcUtM «IMiMhM Tar*lc*trtak. ▼•rtiaanc u4 SleffvecfcMl fflnWrad Will ■ , lodUUrt: •fcrn. M**'tik»t*rrh, StnU- TwMOVlmS, UrlghtMh« Nl*r«, LcbrTleldcn, G«tb-•■cbt, StoffWMhatl-Krank-M t*n, K&tArrh« d« Atm kd£ «• •reu«. Ml Donati s?= SthiRrdcDM* H«l|- ■tft II»» pt-HChron. l)«rm-F«tt> Hflit, Za«k*rk*rsr«kr. Veitroiuig lor M.iorniark n. Hanptdej>ot: Ludwlir Appcl, Graz, Landlians. HeUchtssanl. Ein Güterwageneinbrecher. Wie schon schür zeit ber ichtet, brach der schon vierzehnmal ob verschiedener Delikte vorbestraite 21!jährige Taglöhner Peter Bonaja auS Osenitz bei Cilli in der Nacht vom ;u>» Lt. Mai in einen versperrte» Waggon am hiesigen Südbahnhofe ein und stahl daraus ein Fahrrad tm Werte von 240 K Bonaja, der den Dicbstahl eingestand, wurde mit 13 Monaten schweren Kerkers, mit einem Fasttage alle 14 Tage, bestraft. Gewalttätige Schnapser. Der 32 jährige Arbeiter Max Dobovicnik auS Töllan, der 25jährige Schleifer Anvreas Capellari «nd der Lvjährige MalcrhilfSarbcitcr Emil Capellari, beide aus Dogna in Italien, die schon alle der hie-figen Wache viel zu tun gaben, verließen am 8. April abends den Zanggerschcn Schnapsschank >nd überfielen ohne Grund und Anlaß zwei Pas-saute», die gerade aus dem gleichen Lokale gekom-incn waren und den Heimweg angetreten hatten. Durch Faustschläge, Fußtritte und wiederholtes Zu-dvdenwersen fügten sie dem einen leichte Kon-wsiorien und dem anderen eine schwere Verletzung am Kniegelenke zu. Dann begaben sie sich heim. Ein Wachmann ging ihnen nach und stellte An-drcas Capellari in seiner Wohnung zur Rede, wurde jedoch beschimpft, weshalb er sich Beistand holen mußte. Hieraus wurde Lapellari Andreas ver- hastet nnd nach ihm Max Dobovicnik. Vor der Wachstube begann nun dieser gewaltsam Widerstand zu leisten, schlug und sticß mit Händen und Füßen um sich, so daß fünf Wachleute die größte Mühe hatten, um den sich wie ein Rasender Geberdenden zu sesseln. Hieb« schrie Dobovicnik wie ein Wüten-der und als man, nachdem er bereits gesesselt war, von ihm abließ, wälzte er sich wie ein Tier am Boden umher. Schließlich wurde er in den Arrest getragen, wo er altes zusammenzuschlagen drohte'. Während der ganzen Zeit hatte er die Wachleute mit einer Unzahl von Schimpfwörtern, wie Banditen, Räuber, Mörder usw., bedacht. Dobovicnik wurde zu acht Monaten schwere» Kerkers, mit einem Fasttage alle 14 Tage, verurteilt, Andrea« Capellari erhielt eine Kerkerstrase von vier Monaten, Emil Capcllari eine solche von zwei Monaten. Ür bestes ündwasser Wer Odol konsequent täglich anwendet, übt die nach unseren hentigeu Kenntnissen denkbar beste Zahn- und Mundpflege aus. Preis: große Nasche R. 2.—, keine Flasche Ä. 1.30 Für Weinlrlnker inr Hischnng des Bebensaftes I • ncutraiisirl die Säure des Weines angenehm prickelnder Oeschaack. Kein Färben des Weines. Richter -SS Original CÄäTÄ -cbt Magenbitter ~ ......................... Höchste Auszeichnungen ! EINZIG ECHT! nurvon Robert Richter Rossbach (Böhmen.) '■ Itlt/a Vertretung und Lager für Cilli und Umgebung bei: Gustav Eckschlager — Cilli,-Urazerstrasse 28. Q/erravaüo\ 1 China-Wein mt Eisen. lljfien. AvMtoUunf Wien 1904 : und EhrnndJplom zur goldenem M«d*UU. 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