Nr. 2. Mittwoch, 3. Jänner 1894. 113. Jahrgang. MMcherD Zeitung. PrilnumrlatillnSprels : Mit P os< v tlsenb u » „ : , halbj«l,ri« fl, 7 5>n, Im (lumpt oir ««üjjnhrig fi, ,». ballijälirin ss, !>'5>», ssür bis ^üslslliinn i„ö Hau« l,a»ziäl,nn N, l, — Ins,rt!l,n>-.Nsl,l!r: ^ii, Nfiiie Iüssraie lii>< z» 4 Zeile» 25, lr,, grüsM-f pfl Zrüs 0 lr, - br, öflslsn Wirbcrl,»!!,!'^" prr Znls I! ls Die »Laib, Zeit,» erscheint »änlich, mit Ausnahme der Ton»- »»b sseiertane. Die Udministrntion tissinbet sich LounreiepInN iiir, 2. die Mrdnrtion Valüiljolgüsis Nr, 1,'< Nprschsluodei, der >«l't>al!!ii!! unn " >n? 11 Ul>r vurmütaa« imb vim !^ dill < U!>r nnchmitwsio, — U»sra»lier!e ^rirsi' w^rds» nicht n»ssr>!c»nll>l',i, Maiüncrivlf »icht ^lrililsssstellt. Umtlicher Aheil. Gesetz vom 55. December 1893« über die k. k. Landwehr der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg, im Anschlüsse an die Bestimmungen des Wehrgesehes. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen wie folgt: § I. Die 12jährige Dienstpflicht der unmittelbar in die Landwehr — mit Ausnahme der Ersahreserve , (8 13 des Wehrgchhes) — eingereihten Mannschaft » begreift zwei Jahre im activen und zehn Jahre im nichtactiven Staude. Eine dem systemisierten Stande an Unterofficieren entsprechende Mannschastszahl kann ein drittes Jahr zum activen Dienste verhalten werden. Für das im Präsenzstande vollbrachte dritte Jahr haben vier Wochen der Gcsammt - Waffenübungspflicht (§ 4) sowie zwei Jahre der Landwehr-Dienstpflicht im nichtactiven Stande zu entfallen, und hat die Landsturm-Pflicht mit dem Jahre des vollstreckten 40. Lebensjahres zu enden. § 2. Die Organisation der Landwehr wird vom Kaiser bestimmt. ß 3 Die aus dem Heere in die Landwehr übersehten Gagisten und Mannschaften der Specialwaffen, Branchen uud Anstalten köuncu im Falle eines Krieges nach Bedarf zur Verstärkung der entsprechenden Truppen, Branchen und Anstalten des Heeres verwendet werden, nachdem die Reserven derselben einberufen wurden und die Mobilmachung mindestens eines Theiles der Land« Wehr verfügt worden ist. § 4. Die periodifchen Waffenübungen der Landwehr finden je in der Dauer bis zu vier Wochen außerhalb der Erntezeit statt. Die zur Aus- und Abrüstung erforderliche Zeit von je einem Tage ist in die Uebungszeit nicht einzurechnen. Zu den Waffen» (Dienst-) Uebungen bis zur obigen Dauer können nichtactive Landweht officiere und Officiers-Aipiranten nach Erfordernis und im übrigen alle im nichtactiven Stande befindlichen Landwehrpersonen mit thuMcher Berücksichtigung ihrer Aufenthaltsverhällnifse so oft herangezogen werden, dafs die G'sammtdauer aller periodischen Waffenübungen während der ganzen Landwehrdienstzeit zusammen 20 Wochen für die un« j * Enthaltn in dsm den NO. Deccmber 1893 ausgcgr» benen LXlV. Stücke beö N. G. Vl. unter Nr. 202. mittelbar zur Laudwehr Eingereihten und vier Wochen für die nach vollstrcckter Hccresdienstpslicht aus der ^ Reserve zur Laudwehr Uebersetzten nicht übersteigt. Die Kundmachung, welche Mannschaftsjahrgänqe jeweilig zu den periodischen Waff, imbuull.cn einberufen werden folleu. hat spätestens bis Ende des der Ein-berufuug vorangehenden Jahres zu erfolgen. Die elfte Waffenübung dtr in die Landwehr eingereihten EisatzrcserMcn kann gleich im Anschlüsse an die erste Ausbildung vorgenommen weiden. Während drr Waffenübl'.ngen haben die Landwehrtruppen abwechselnd auch an den größeren Uebungen des Heeres thrilzunehmen, für welchen Fall eine ausnahmsweise Verlängerung der Waffenübunasdauer bis m fünf Wochen, unter Einrechnung in die vorstehend begrenzte Vesammt-Waffenübun^spflicht, zulässig ist. Wenn aus was immer für Ursachen eine dcr gesetzlich vorgesehene» Resrve- oder Landwehr-Waffen« (Dienst.) Uebungen entfallen ist, so kann dieselbe nachgetragen werden, jedoch darf in einem und demselben Jahre eine zweimalige Heranziehung zur Waffen» (Dienst.) Uebung nicht stattfinden. ^ 5. Dos Officierscorps dcr Landwehr wird gebildet und ergänzt: a) durch U( bertritt activer Officiere aus dem Heere; k) durch Einthcilung von Reserve - Officieren des Heei es; c) durch Uebernahme von Officieren aus dem Ruhestande und dem Verhältnisse «außer Dienst, des Hires'. 6) aus Personen, welche einer Dienstpflicht nicht unterliegen, die Ossicielscharge anstreben und dazu die vollständige Eignung besitzen; 6) durch Beförderung innerhalb dcr Landwehr nach den für das Heer bestehende»! Grundsätzen. H 6. Die Personen der Landwehr sind in ihren Chargen den Personen des Heeres gleichgestellt; bei gleichem Range in einer Charge gehen die Personen des Heeres jenen der Landw hr vor. § 7. Die Commandosprache dcr Landwehr ist im ganzen Umfange der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder jene des Heeres. Die allgemeinen Dienst- und Distinctions-Ab« zeichen der Chargen, die Ausrüstung und Bewaffnung. Dienst- und Ex<,rcicrvorschriften der Landwehr haben jenen des Heeres zu entsprechen. ß 8. Gagisten und Mannschaft der Landwehr haben nur während ihrer Dienstleistung Anspruch auf Gebüren, welche im Frieden, in dcr Bereitschaft ünd im Kriege jeucu dcs Heeres gleich sind. ß 9. Die Gesammtkosten der Landwehr, wozu auch die Mehra/büren der pensionierten Offtciere wäh» rend ihrer Dienstleistung gehören, belasten im Frieden das Budget des Ministers für Landesvrrtheidiqung; jene Kosten hingegen, welche durch die Mobilisierung und Verwendung der Landwehr zu Kriegszwecken ent» stehen, werden aus der gemeinsamen Dotation des Reichs-Kriegsministers bestritten. § 10. Alle Angelegenheiten der Landwehr gehören in den Wirkungskreis des Ministers für Land.sverthei« digung, welcher die betreffenden Vortrage an den Kaiser erstattet. Der Minister für Landesverteidigung erlässt feine Verordnungen an die Landwehr Behörden, Truppen und Anstalten im Wege des Landwthr-Obercomman» danten und erhält auf demselben Wege ihre dienstlichen Vorlagen. 8 11. Dem Landwehr-Obercommandanten obliegt im Frieden: 1) die Oberleitung der militärischen Ausbildung; 2.) die Ueberwachung der Disciplin; 3.) die Inspicierung der Truppen sowie 4.) der Kriegsvorräthe; 5.) die Ausübung der Militär-Gerichtsbarkeit über die derselben unterstehenden Personen der Landwehr und dcr Disciplinar-Gewalt über die in activer Dienstleistung stehenden Officiere und Mannschaft; 6.) die Begutachtung in den Personal'Angelegen-heiten der Officiere. Er kann in Angelegenheiten seines Wirkungs» kreises mit Landwehr-Behörden und Truppen verfügen, ist aber verpflichtet, von belangreichen Anordnungen unter einem auch den Minister für Landesvertheidigung zu verständigen. § 12. Die Einberufung und Mobilmachung der gefammten Landwehr oder eines Theiles derselben er« folgt im Bedarfsfälle für die im § 4 des Wehrgesehes vorgezsichnelen Bestimmungen nur auf Befehl des Kaisers, unter Gegenzeichnung des verantwortlichen Ministers für Landesverteidigung. § 13. Dieses Gesetz, mit welchem gleichzeitig die Bestimmungen des Gesetzes vom 24. Mai 1883 über die Landwehr der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder außer Kraft geseht werden, tritt mit dem Tage seiner Kundmachung in Wirksamkeit, und es wird der Minister für Landesvertheidigung mit der Durchführung desselben betraut. Wels am 25. December 1893. Franz Joseph m. p. Windisch-Graetz m. p. Welsersheimb m p. Jeuisseton Kleine Architekten. Unter allen Lehrbüchern aus der Gymuasialzcit wird nach dieser keines mit einer solche,! fast aus» nahmslosen Gleichgiltigkeit behandelt, wie die Loga rithmentabellen. Das Buch mit den tausend Seiten, welche in starren Colouucu nichts als Zahlen entfalten, erscheint jedem Gymnasiasten, als wäre cs feinem Lehrer dcr Mathematik auf den Leib geschrieben. Beide sind für jenen zusammengehörige Begriffe. Es gibt wohl niemanden, dcr sich nicht in dem Gewirr der unendlich vielen Decimalstellen geirrt hätte, als ihn noch die Schulbank drückte. ^ In Bemäntelung von Rechenfehlern sind aber die Schüler groß. Trotzdem wird keiuer es je gewagt haben zu behaupten: «Meine Logarithmentafeln waren Maisch!» Und dennoch hat es einmal fehlerhafte Logarithmentafeln gegeben, sie wären sugar bald die Ursache eines ^ws;en Unglücks geworden l Es strandete näuüich ein schiff, d.s'seu Capitän und Mannschaft aber gcrett,t "urden. Bei der Untersuchung des Falles stellte es sich ^lllus, dass die logarithmischeu Tabellen, welche der "ftitän benützt hatte, ui» den betreffenden Längeu-lad auszumittelu, cincu Nech.usehlcr enthielten, wo-^lch die Katastrophe herbeigeführt worden war. Ich Nllte einen Rechenlehrer, der an diesem Exempel immer in ber.dten Worten schilderte, welches Unheil ein Rechenfehler in der W'lt anstiften könne. Die Entlarvllng der heimtückischen Logarithmen hatte zur Folge, dass man auch auf einen anderen Fehler kam, welchcr zu mcinem Thema in engster Beziehung steht. Im Aufanqe des vorigen Jahrhunderts legte der berühmte Naturforscher Reaumur der wissenschaftlichen Welt folgend? Aufgabe zur Lösung vor: «Wie groß müssen die Wink l eines durch rautenförmige Platten begrenzten sechsseitigen Gcfäkes sein, welches bei dem geringsten Aufwande von Material den größtmöglichen Raum umschließt?» Die Mathematiker giengcn an die Lösling dieser Anfgabc, und einer derselben, der berühmte Kömg. fand, dafs der eine Winkel des Viereckes 109 Grad 2tt Minuten uud der andere 70 Grad "4 Minuten betragen müsse. Diese Berechnung wurde eine Zeit lanz als unumstößlich richtig angenommen, bis der g> lehrte Schotte Maclawrin seinc Vcdenlcil an der Nichtigfeit des von König erreichten Resultates äußerte. Ihm sowohl wic mich Röaumur war es bekannt, dass bci der Bienen-,',cllc diese entsprechenden Wink.l 100 Grab 28 Minuten und 70 Grad ^2 Minuten groß seien, dass somit die Biene die gestellte Aufgabe fast ebcnso genau löse, wie sie der berühmte Mathematiker König gclöZt hatte. Nur wollte es ihm nicht einleuchten, dass in dem Bau der Vienenz^llc eiu Fehler, sei es auch nur von zwei Bogen miuuten, stecke. Nach der Strandung jenes Schiffes stellte es sich heraus, dass König zur Lösung des Maumur'schen Problems ebenfalls solche Tafeln verwendet hatte, wie der Capitän zur Feststellung des Längengrades. Es wurde jetzt erkannt, dass nur die Winkel, wie sie im Vau der Biencnzelle angewendet werden, eine vollständig richtige Lösung der gestellten Aufgabe geben. Die kleinen Insecten hatten ohne lange Berechnung das Problem Ne'aumurs gelöst, noch bevor dieses überhaupt vo-i Menschen aufgestellt wurde. Wir haben allen Grund, in der Natur eine erhabene Künstlerin zu bewundern, wenn sie imstande ist, so winzige Geschöpfe derart auszustatten, dass sie solch schwierige Frag/n, die des Schweißes des erfahrensten Mathematikers wert sind, ohne weiteres lösen können! Noch dazu so, dass alle gleichmäßig dazu befähigt sind. denn bei den Bienen gibt cs keine Abstufung in Architekt >n, Baumeister, Poliere und Arbeiter, sie brauchen wet^r einen Grund noch Ausriss, sondern eine der geflügeltem ^au« Meisterinnen fängt an, ihre sechsseitigen, prism..^,chen Waben mit minutiöser Genauigkeit zu bauen, wenn sie eünüdet ist. löst sie eine andere ab und so fort. Wenn d r ebenmäßige Vau vollends ist, hat jede der behenden summenden Kunstlcriumn d'n gleich.n Anth il daran und jede hat die. gleiche Arbeit geleistet. Gewiss ein socialistisches Eldorado! Weniger b kannt als der mit jolch mathematisch genau il Principien hergestellte Bienenstock ist die Wcmnung der großen Zahl «wilde» Imm"N, welche mit den Bienen, Wespen, Hummeln Am.ijen und Laibacher Zeitung Nr. 2. 10 z Zz^ner 1N94. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. December v. I. dem mit dem Titel eines Regierungsrathes ausgezeichneten Hof» und Gerichts^dvocaten in Wien Dr. Marcell Frydmann den Titel eines Hofrathes taxfrei aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. December v. I. dem Statthaltereisecretär in Graz Dr. Friedrich Haag den Titel und Charakter eines Bezirkshauptmannes allergnädigst zn verleihen geruht. Bacquehem m. p. Das k. k. Finanzministerium hat den k. k. Finanz-wach-Commissär Valentin Ravnitar zumFinanzwach-Obercommissär und den k. k. Finanzwach«Respicienten Jakob Skubic zum Finanzwach-Commissar für den Amtsbereich der k. k. Fmanzdirection in Laibach ernannt. Politische Ueberficht. Laib ach, 2. Jänner, Se. Excellenz Finanzminister Dr. von Plener beantwortete die Kundgebung der deutschen Landtags - Abgeordneten mit folgendem Telegramm: «Den verehrten Mitgliedern des deutschen Landtags-clubs sage ich meinen aufrichtigen Dank für ihre mir überaus wertvolle Vertrauenskundgebung, die mich besonders freut und ehrt. Ebenso danke ich dem verehrten Club für seine politische Erklärung, welche die neue Situation einsichtsvoll beurtheilt und zugleich die Interessen des deutschen Volkes in Böhmen vollauf wahrt.» Die«BudapesterCorrespondenz» meldet: Minister Szilagyi lehrte am 31. v. M. nach Budapest zurück, nachdem er von Sr. Majestät dem Kaiser am 30. v. M. in längerer Audienz empfangen worden war und mit dem Minister Grafen Kalnoly wiederholt con-ferierl hatte. Minister Hieronymi begab sich gestern auf kurze Zeit nach Wien. Minister Plener trifft heute in Budapest ein. In Prag wurden gestern nachmittags mehrere Verhaftungen vorgenommen. Aus Rom meldet man: Der König hat die Demission des Ministers des königlichen Hauses, Rattazzi, angenommen. Gleichzeitig ernannte der König Rattazzi zum Staatsminister und Senator des Königreiches. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Paris zugehenden Meldung verlautet in dortigen diplomatischen Kreisen, dass die französische Regierung, welche die Schlichtung der zwischen dem Vatican und der russischen Regierung schwebenden Differenzen lebhaft wünschen würde, nachdrückliche Bemühungen zur Herbeiführung einer Besserung in den Beziehungen zwischen dem Vatican und Petersburg aufgeboten haben soll. tlus Paris wird vom Gestrigen telegraphiert: Der «Figaro» veröffentlicht in einem sensationellen Artikel zwei Document?, welche ihrer Natur nach geeignet wären, die Panama-Affaire wieder aufleben zu lassen, indem sie ein Einverständnis zwischen Cornelius Herz und Baron Reinach bezüglich der von der Pa-nama-Gcsellschafl behobenen Gelder feststellen. Die Königin-Regentin von Spanien unterzeichnete über Vortrag des Ministerpräsidenten ein Decret, durch welches ein neues Zollsystem eingeführt wird, das an Frankreich, Oesterreich-Ungarn, D«'utsct> land, Dänemark, England und Italim jene Begünstigungen des Conventionaltarifes g> währt, welche in den Verträgen mit der Schweiz, mit Schweden-Norwegen und Holland, die mit 1. Jänner in Kraft traten, enthalten sind. Die nächste Sitzung im Process Avatumovic' findet heute statt. In derselben gelangt der vierte Anklagepunkt betreffend die Mobilmachung und Verwendung der Truppen zur Verhandlung, Als Haupl-beschuldigte erscheinen Ribarac und Vogicevic. Die «Times» melden aus Zanzibar: Briefen aus dem Mangemalande zufolge wurden die Europäer bei Kasongo von den Arabern geschlagen. Reuters Office meldet aus Yokohama vom 31. December: Bei Eröffnung des Parlamentes am 29. December kam es zu sehr stürmischen Scenen. Die Regienmg vertagte deshalb das Parlament bis 12ten Jänner. Ein veröffentlichtes Rescript verfügt jedoch die Auflösung des Parlamentes. Tagesneuigleitm. — (Reise des Herrn ErzHerz og S Otto.) Se. k. und k. Hoheit Herr Erzherzog Otto, welcher be« lanntlich das Malheur halte, sich am 7. v. M. beim Handhaben einer Scheibenpislole am liulen Arm durch einen Schuss zu verwunden, ist bereits ganz wieder hergestellt und trägt ben Arm, da die Schusswunde schon vollkommen geheilt ist, nicht mehr in der Schlinge. Gestern begab sich der Herr Erzherzog mit seiner Gemahlin Frau Erzherzogin Maria Iosefa und dem kleinen Erzherzoge Karl um 7 Uhr 20 Minuten früh mit dem Courierzuge der Südbahn von Wien nach Mentone. — (Verhaftungen in Prag.) Wie das Abendblatt des «Hlas Näroda» meldet, erfolgte die Verhaftung CHeks und Dutka's über unmittelbare Requisition des hiesigen Strafgerichtes. Demselben Blatte zufolge ist über Requisition des Strafgerichtes der Kohlenträger Heinrich Vojtech, bei welchem die Eheleute KriZ in Aftermiete wohnten, verhastet und direct in das Strafgericht eingeliefert worden. Der Verhaftete ist 28 Jahre alt und aus Böhmisch'Vlalih gebürtig. Seine Frau wurde auf freiem Fuße belassen, da sie ein kleines Kind hat und einer neuerlichen Entbindung entgegensieht. — In der Behausung des ermordete« Mrva wurde abermals eine gerichtliche Durchsuchung vorgenommen. — (Auestellung für V ollsern ähruny.) Das Executiv'Comite hat infolge der besonders aus dem Auslande lautgewordenen Wünsche beschlossen, die Dauer dieser Ausstellung um zwanzig Tage bis zum 30. Juni 1804 zu verlängern. Ebenso wurde über Verlangen der Behörden und Körperschaften, die sich an dieser Aus« stellung betheiligen, berNnmeloetermin bis zum 31. Jänner 1894 erstreckt. Der bisherige technische Leiter I. M. Gally ist von seiner Stelle zurückgetreten. — (Die Katastrophe auf dem Groß. glockner.) Dank den mit Aufopferung unternommenen und über alles Lob erhabenen Nachsuchungen der Kalser Führer haben die Recherchen nach den verunglückten Wiener Touristen überraschend schnell zu einem Erfolge geführt. Laut Nachrichten aus Huben sind sämmtliche Leichen gefunden und nach Kals gebracht worden. Dab Mitglied des Centralausschufs s drs österreichischen Touristen, clubs Herr Wilhelm Kretschmer hat von dem Pfarrer von, Kais, Herrn Thomas Hintner, ein Schreiben er- balten, welches theils eine Darst.llimg der bekannten Vorgänge, theils einige neue Details enthält: Die drei Wiener Tou'ist^n waren nach lurzrm Aufenthalte in Kals mit einem Träger — nach einem Führer halten sie keil, besonderes Verlangen — aufgebrochen und haben nach acht- bis neunstündiger Wanderung, die von der Luckner, Hütte aus sehr beschwerlich war, die Slüdlhlltte erreicht. Einer der Herren hatte sich den Fuß schon stark erfroren. Der Träger, der den Touristen vorausgeeilt war, hatte in der Stüdlhütte bereits Fcuer gemacht, als diese an« kamen und gieng zurück. Die Touristen gaben ihm die von Wien mitgebrachten drei Paar schweren Gliedeisen mit und erllärten, ihm bald zu folg/-,,, ohne wciter hinauf« zugfh n. Als sie indessen nicht lamen, giengen am 26. v. M. drei Führer und am 28. v, M. acht andl" ^ auf Nachsuche aus und fanden am ltödnihlees die Leiche eines der Herren. Die Lawine mochte ihn von «Kamml» des kleinen Glockner heruntergehobcn haben. . . . Schnee, Sturm und Kälte sowie Lawinengefahr sollen droben unglaublich groß gewesen sein, wie folgendes Beispiel beweist: Sechs Mann von den Führern giengen übei's Küdnitzlees ganz nahe hinter einander hinab, ohne einander zu sehen; sie mussten einander durch guschreien verständigen, so starl waren Sturm und Schneetreiben. Von der Adlersruhe herunter hieß es sehr fest und sicher treten, wenn man vom Sturm nicht herunter-geweht werden sollte Auch hier unten ist der Sturm so stark wie in den ärgsten Tagen. So ist es erkärlich, dass die Führer nach den zwei anderen nicht suchten und auch den Gefundenen liegen liehen. Die Gesichter der Führer zeugen dafür, wie viel sie ausgestanden haben, und hier in Kals fieng man schon an, um die Führer selbst besorgt zu sein. Doch trafen alle wieder ein.. Der Brief des Herrn Pfarrers ist vom 28. December datiert. — (Der Schiller-Preis.) Wie die «Münchener Neuesten Nachrichten» gemeldet haben, soll da« Schiller-preis-Comiti in Äerlin einstimmig dem Märchendrama Ludwig Fulda's «Der Talisman» den Preis zuerkannt, der Kaiser aber diesem Antrage die Bestätigung versagt haben. Nach Informationen der «Frkf. gtg.» ist die Nachricht in dieser Form unrichtig. Von einer ^, stimmigen Entscheidung zugunsten des «Talisman> nnr nicht die Rede. Ein Antrag des Comite's sei zur Vor« läge an den Kaiser nicht gelangt und der ganze Vorqang habe sich ausschließlich hinter den Coulissen abgespult. — (Feuer im Theater.) Am 30. v. M. um 8 Uhr 55 Minuten gerieth während der Vorstellung im Friedrich-Wilhelmstädter Theater in Berlin ein Decorations« project bei offener Scene in Brand. Da die Flamme:: lichterloh emporschlugen, entstand sowohl unter den auf der Bühne befindlichen Choristen als auch im Publicum eine unbeschreibliche Panik; Regisseur Epstein beruhigt, das Publicum sofort dadurch, das« er die eiferne Courtinc fallen ließ. und der Imprefario Emil Dürer forderte da^ Publicum unter Worten der Zuversicht zum Sitzenbleiben auf. Da diese Maßregeln befolgt wurden und das Publicum die Plätze nicht verließ, war groß?« Unglück ver-hütet. Die Vorstellung wurde sodann zu Ende geführt. — (Eine Höllenmaschine) mit Dynamit wurde auf die Terrasse der Deputiertenlammer in Athc,, geschleudert, wofelbst sie explodierte. Die Kammer sitzte ihre Berathung fort. Eine fpätere Unterfuchung ergad, dass die Höllenmaschine nur wenig geeignet war, größeren Schaden anzurichten. — Die Journale glauben, das Altentat sei von Individuen begangen worden, welche eine politische Krife herbeiführen wollten. anderen, die große Ordnung der Hautflügler unter den Insccten bilden. Alle bauen, um ihren Kindern ein Heim zu hinterlassen. Das Material, welches sie zur Herstellung ihrer Nester verwenden, ist ein uugemein mannigfaltig^, man kann sagen, dass sie jeden Stoff, den sie im Fr ien, im Walde und auf der Wiese finden, ihren Zwcten mtsprechend zu gebrauchen verstehen. Manche halten sich wieder nur immer an ein und dasselbe Baumaterial, so dass dieses für sie typisch geworden ist und auch in ihrem Namen, wie Mönelbiene ((^olico-c?on»), Mauerbiene (Osmia), Wollbiene (^ntkiclium) u. s> w. ana/deuttt ist. Eine besonders durch Umsicht und Ueberlegung ausgezeichnete Baumeisterin ist die eben erwähnte Mcmrerbiene. Da dieselbe der schaufelartigen Aushöhlungen der Hinterbeine entbehrt, in denen die Honig, diene drn Pollen aushäuft, so hilft sie sich damit, dass sie mit ihrem behaaitm Unterleibe über die Staubfäden stricht, und, zu Hause angekommen, den in großer Menge zwischen den Haaren hängengebliebenen Glumenstaub mit den Hinterfüßen von ihrem Leibe abstreift. Das Weibchen baut im Frühjahre fingerhut« förmige Brulzellen, ähnlich wie die Schwalben aus mit Speichel verbundener Erde oder Sand an eine Gartenoder Stallmauer an. Wie die Vüne legt sie in jede Zelle Honig und Blütenstaub als Nahrung für die später darin ausschlüpfende Larve hinein. Die Zwischen« räume der einzelnen Zellen werd»n verkittet, damit der Bau sicherer fundiert ist und darüber wird noch ein Plafond aus gröberem Mörtel angefertigt; da dieser an der Luft fo fest wie Stein wird, so würde es un» begreiflich erscheinen, wie die jungen Bienen ausschlüpfen könnten, wenn nicht die kluge Erbauerin in nächst, r Nähe derjenigen Zelle, deren Insasse zuerst ausschlüpfen soll. eine kleinere, durch lockere Erd- oder Steinmass,' geschlossene Oeffnung übrig gelassen hätte. In Algier hat man Mauerbienen beobachtet, welche zur Erleichterung ihrer schweren Arbeit große, leere Schneckenschalen auswählen, iu welchen sie ihre Zellen bauen. Also gleichsam ein Haus im Hause! Andere machen es sich noch bequemer, sie usurpieren einfach ein schon fertiges Nest nebst seinen Zellen in einem Augenblicke, wo die rechtmäßige Besitzerin abwesend ist, und behaupten es, wenn diese zurückkehrt, mit Gewalt. Ganz besonders kunstsinnig erweist sich die Tapezierbiene l>n,5ioc0s,a päpaveri«). Ihre Wohnung be« steht in etwa drei Zoll tiefen Löchern, welche sie in die Erde gräbt; die Wände derselben drapiert sie mit purpurnen Tapeten, denn sie kleidet dieselben mit den Blütenblättern des Klatschmohns (daher ihr Beiname «papa-V6I-!«.) aus. Sie thut dies so sorgfältig, als wäre sie wirklich bei einem Tapezierer in die Lehre gegangen. Kein Fältchen darf übrig bleiben. Nachdem sie das Ei mit dem Futtervorrath in die rolhsammtene Zelle nieder-gelegt hat, schließt sie dieselbe durch Zusammenheften der Blätter, ähnlich wie wir verfahren, wenn wir einen Sack zubinden. Während diefe für den wilden Mohn schwärmt, zieht eine andere iM^s'li'l? cenlunculari«) Nosen-blätter vor. Sie schneidet dieselben aus, und stellt die ausgeschnittenen Vlattstücke in ihren in der Erde ausgehöhlten Gallerien so auf, dass sie eine Reihe von halb ineinandergestülpten, fingerhutsörmigen Kelchen bilden, nelche als Zellen für ihre Vn«t und deren Nahrung dienen. Es gibt auch unter den Immen entartete Geschlechter, die anstatt selbst zu bauen, ihre Eier in die Nester anderer Bienen legen; diese «Schmarotzerbienen. sind unter den Insecten dasselbe, was der Kuckuck unter den Vögeln ist. ja sie übertnffen den faulen Asellen noch, denn die Larve der Schmaroherbiene schlüpft früher aus und usurpiert die von der Vienennmtter für ihren Sprössl'ng vorbereitete Nahruna, fo dais dieser verhungern muss. In manchen Fällen frisst w Eindringling sogar die ausschlüpfende rechtmäßige Ve scherm der Zelle auf. " Wenden wir uns von diesen hungrigen Raub^ mordern noch zu der sogenannten Papier-Wespe l(.^a> -'"'«"" "'^"") '" Amerika. Diese baut ganz kleine sackförmige Nester, deren paftierähnlichcs Material vor solcher Fe.nhelt und künstlerischer Vollendung ist, dass em Pariser Paplerfabrikant, dem man solches Wespen-papier ze.g Bienen machten. Heilige Bienen bewachten den Hair in welchem der Vater der. Götter geboren ward, um Bienen, setzten dem Neugeborenen Honig auf die Lippen, Dr. Ludwig Karell. Lalbacher Zeitung Nr. 2. 11 3. Jänner 1994. — (Ein Poliz eibefehl.) Man schreibt aus Frankfurt a. M., 27. December: Wie in mancher anderen Stadt, so hatte, besonders in letzter Ieit, auch hier der Theaterzettel Nnlass zu Erörterungen in der Presse ge-qeben, die dahin gerichtet waren, eine genaue Angabe des Schlusses der Vorstellungen auf den Ankündigungen herbeizuführen. Heute wird nun bekannt, dass vom Polizei« Präsidenten eine Verfügung erlassen worden ist, wonach die Theater-Intendanz für je fünfzehn Minuten früher» n oder späteren Schlusses als der Theaterzettel angibt, eine Strafe von je zehn Marl zu zahlen hat. Man bezweifelt, dafs der Erlass einer solchen Verfügung zur Comp?tcnz des Polizei-Präsidenten gehört. — (Aus Trapani) meldet man vom 31. v. M.: N»ieiter, welche beim Vaue der neuen Vicinalstraßl' nach Castelvetrano beschäftigt sind, überfielen gestern Zollwach-häuser und zwei Accifcpostengebäude und steckten sie in Vrand. Sodann legten sie Feuer an die Bureaux der Steuerdirection, deZ Steuereinnehmers und des Friedensrichters. Requirierte Truppen löschten die Brände. Die Revoltanten befreiten die Häftlinge, welche seit einia/n Tagen im Arreste interniert waren. Der Sichetheils« behörde gelang es, die Bureaux des Syndaco, der Post und der Telegraphen zu schützen. Die Manifestanten zogen mit den Bildern des italienischen Königspaares herum und acclamierten dieselben lebhaft. Mchrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Verstärkungen sind nach Castcl-vetrano abgegangen, wohin sich auch der Präfect und dcr königliche Procurator begeben haben. — (Lichtspendende Au tom aten.) Auf der Untergrundbahn in London will man lichtspcndendc Automaten einführen. Die Beleuchtung in den Wagen dieser Bahn gestattet es zur Zeit nicht, während der Fahrt Zeitungen zu lesen. Heuer soll bierin Wandel ge» schaffen werden. Man will 2500 Automaten in den Wagen aufstellen, deren jeder nach Einwurf cines Penny eine über dlm Platze des Einwerfenden befindliche elektrische Glühlampe in Thätigkeit srht, die eine halbe Stunde lang brennend bleibt. Die Lampe soll so an» gebracht sein, dass sie eben nur den Platz des Zahlenden beleuchtet, jedoch nach den gegenüber und den daneben befindlichen Sitz?« leinen Strahl fallen lässt. — (Fast erfroren) Vier Touristen, deren Namen bisher noch nicht festgestellt werden tonnten, waren nach einer Meldung des «Neuen Wiener Tagblatt» auf dem Kitzsteinhorn in Erfrierungsgefahr und wurden durch die Hilfeleistung von Führern gerettet. — (Der fchweizerische Anarchist) Henri Eolome wurde in Luzern verhaftet; derselbe wird nach Genf gebracht werden. Local- und Plovinzial-Nachrichten. — (Hofjagd.) Se. Majestät der Kaiser begab sich, wie wir bereits meldeten, gestern nachmittags um 2 Uhr 30 Minuten mittels Hofseparatzuges der Südbahn von Wien zur Hosjagd nach Neuberg in Steiermarl und lehr! Freitag abends wieder nach Wien zurück Ihre f. und l, Hoheiten Herr Erzherzog Ferdinand, Großherzog von Tos» cana und Herr Erzherzog Franz Salvator sind vorgester» abends aus Salzburg, beziehungsweise Wels, in Wien eingetroffen und nahmen in der Hofburg Absteigequartier. Die höchsten Herrschaften begaben sich gestern als Gäste Sr. Majestät des Kaisers zu den Hochwildjagden nach Eteiermart. Se. königliche Hoheit Prinz Leopold von Vaiern traf gestern abends um 7 Uhr 50 Minuten mit dem llourierzuge der Westbahn aus München in Wien ein, fuhr direct auf die Sübbahn und von bort nach Mürz» steg weiter. — (Lanbwehr«Waffen Übungen im Jahre 18 9 4.) Das hohe k. k. Ministerium sür Landesverlheidi-gung hat mit Erlas« vom 16. December 1693, Z. 23 778/5762IV, auf Grund des § 7 des «Gesetzes vom 24. Mai 1883 über die l. k. Landwehr für die im Reichs-rathe vertietenen Königreiche und Länder» und des § 14 des «Gesetzes vom 23. Jänner 1887, betreffend das In» stitut der Landesverthcidigung in Tirol und Vorarlberg», sowie mit Bezug auf den § 54 des Wehrgesetzes vom Jahre 1689 hnsichllich der im Jahre 1894 in der Dauer von vier Wochen vorzunehmenden Waffenübungen Nachfolgendes angeordnet: ^.. Bei den Landwlhr-Fußtruppen hat je eine Vorwaffenübung, dann eine Hauptwaffenübung stattzufinden. Huzu werden sür die Einberufung in Aus' ficht genommen: u.) Alle unmittelbar in die l. l. Landwehr Eingereihten der Assentjahrgänge 1893, 1890, 1888, 1886. 1884 und 1882; betreff der drei lehtbezeichneten Jahrgänge, mit Ausnahme jener Mannfchaft, bei welcher die Gesammtdaurr der bisher abgeleisteten Waffenübungen 16 Wochen übersteigt; d) der aus der Reserve des Heeres in die Landwehr übersehte Assentjahrgang 1883; weiters «) von den nachstehenden Ussentjahrgängen, und zwar 1892 und 1891 jene unmittelbar Eingereihten, bei welchen die Oesammtdauer der bis jetzt abgeleisteten Waffenübungen 8, 1889 und 1887 jene, bei welchen dieselbe 12, 1885 und 1883 jene, bei welchen diese 16 Wochen nicht übersteigt; ä) die Assentjahrgänge 1895, 1890 und 188? der Ersahreserve der l. l. Landwehr; betreff der lehtbezeichneten Jahrgänge, mit Ausnahme jener, bei welchen die Gesammtdauer der bis jetzt abgeleisteten Waffenübungen 8 Wochen übersteigt, ferner von den Assentjahrgängen 1891 und 1892 jene, welche noch leiner Waffenübung beigezogen worden find. U. Berittene Landwehr.Truppen: Bei der Landwehr-Cavallerie sind im Jahre 1894 zur Waffenübung in erster L,nie die nicht active Mannschaft des Assentjah, ganges 1883 und nach Bedarf auch folche Leute des Assentjahrganges 1882 heranzuziehen, welche eine oder mehrere der gesetzlich vorgeschriebenen Waffen« Übungen in der Reserve des Heeres, beziehungsweise in der Landwehr, aus was immer sür Ursachen nicht abgeleistet haben. Die Einberufung der unmittelbar aus der Landwehr hervorgegangenen Dragoner und Uhlanen (Füßler), dann der nicht activen Mannschaft der Landes' schützen zu Pferd und jene der berittenen Schützen in Dalmatien ist wie bei den Landwehr-Fuhlruppen durch« zuführen. Die Detailbestimmungen sür die Waffenübungen im Jahre 1894 werden seinerzeit erfolgen. — (Elisabeth-Kinderspital.) Von der Direction des Elisabeth-Kinderspitalcs wird uns mit» getheilt, dass eingetretener Hindermss«' halber die Christ« baumfeier heuer nicht öffentlich abgehalten werden lann; es wird jedoch ersucht, die dem Spitale zugedachten Gaben in die Anstalt, Schießstättgasse Nr. 11, gelangen zu lassen. Geldspenden übernehmen bereitwilligst die Damen des Verwaltungsrathes, u. zw. Frau Antoinette Kocevar sCongressplatz Nr. 12), Frau Eugenie Raspi (Haus Kir-bisch), Frau Luitgarde geschlo (Congressplah Nr. 2) und das Vetwaltungsrathsmitglied Herr K. Lestovic (Beethoven« gasse Nr. 4). * (Deutsches Theater.) Die frifche, Melodien-reiche Musteroperetle «Der Bettelstudent' wirlte nach den Novitäten, die uns aus diesem Gebiete im Laufe der Saifon geboten wurden, doppelt erquickend und zündete mit ihrer einschmeichelnden Musik wie ehedem. Allerdings halte die abgerundete, klappende Wiedergabe auch ihr Ver- )ienst an dem guten Erfolge der Ausführung, der die Neubesetzung einiger Partien sehr zum Vortheile gereichte. Lor allem brachte die treffliche Leistung des Herrn Iliondheim als Ollendorf Leben in das Ganze, während feinem Vorgänger diese Rolle minder glückte. D>e gelungene Herausarbeitung der löstlichen Charge gehört zu dem Besten, was uns in dieser Richtung bisher geboten lvurde. Die Besetzung des Bettelstudenten durch eine weibliche Krast ist nicht nach unserem Geschmacke und hat sich nirgends bewährt; umso größeres Lob geblirt Frau Baviera, die Prächtig aussah, dass es ihr gelang, sowoP gesanglich wie schauspielerisch das Publicum zu fesseln und zu reichem Beifall zu erwärmen. Fräulein Huld fand als Laura in den lyrifchen Stellen gleichfalls vielen Beifall; Fräulein Grimm war gut gelaunt und disponiert und erfang sich in dem schönen Liebesduette in Gemein-fchast mit Herrn Müller wiederholte Hervorruse. Die d, astisch wirkende Komil der Frau Milola, der gemüth* liche Enterich des Herrn Erl sind bekannt. Minderen Gefallen finden wir an den Spässen privater Natur, die in letzterer Zeil auf der Bühne sich einzubürgern scheinen und deren Vorkommen wir nun wiederholt tadeln. Einen überraschenden Eindruck brachte das plötzliche Functionieren der Donnermaschine hervor, jedenfalls durch Verschulden des bühnentechnischen Personales verursacht. '. — (Po st verkehr in der Weihnachts-woche.) Bei dem l. l. Post- und Telegraphen-Amte in Laibach sind in der vergangenen Weihnachtsperiobe 11.894 Frachtensendungcn eingelangt und 10.724 abgefertigt worden. Von den eingelangten wurden 547s loco Laibach bestellt, von den abgefertigten 4303 zur Aufgabe gebracht und 6416 Sendungen umlartiert. — (Entwendetes Sp arca ssebuch.) Am 26. December v. I. starb in Laibach die Gastwirtin Ursula Kaiser mit Hinterlassung einigen Vermögens. Vei ihrer Hinterlassenschaft wurde seitens der testamentarischen Haupterben der Abgang eines Sparcassebüchels mit einer Einlage von 802 fl. 00 kr. constatiert. Die Nachfrage bei der lrainifchen Sparcasse ergab, dass dieses Sparcasse-düchel schon am 27. December v. I. von einem gewissen Johann Hren aus Mala Draga realisiert wurde. Der Name des Behebers erwies sich nach den Nachforschungen als falsch. * (Einsturz einer Brücke.) Am 23. v.M. abend» ist die nächst Reifen, politifcher Bezirk Radmannsdorf, über den Savefluss führende Gemeindebrücke, als sie gerade der Besitzer Jakob Gracel aus Reifen mit seinem bespannten Wagen pafsierte, eingestürzt. Gracel blieb auf den Querhölzern hängen und wurde von den hinzu-gelommenen Ortsinfassen sammt Pferd und Wagen gerettet. Diefe Brücke, welche in primitivster Weife aus Holz ohne Geländer hergestellt ift, soll von einigen Wodeschiher Bauern erhalten werden. Das Project wegen Einreihung der Gemeindestrahe in die Kategorie der Bezirlsstrahen soll bereits comprtenlenorts vorgelegt worden sein, und es ist daher zu hoffen, dass es bald zur Durch» sührung gelangt und sodann eine ordentliche Vrücke hergestellt wird. r. — (Sanitäres.) Ueber den Verlaus der in den Gemeinden Gradaz, Suchor und Raden« herrschenden Ileotyphus-Epidemie wird uns mitgetheilt, dass dieselbe in den letztgenannten zwei Gemeinden zugenommen hat. Der dermalige Stand all« Kranken beläuft sich noch auf 55 Personen. Die Influenza hat sich im Bezirke Adelsberg auf 17 Ortfchaften ausgedehnt, und beträgt der bezügliche Krankenstand derzeit im ganzen 203 Männer, 206 Weiber und 131 Kinder. o.— Zennoch. Noman aus der Gesellschaft von L. Ideler (U. Derelli.) (1. Fartschung.) «Ich glaube, Sie gefielen ihr früher auch besser!» entgegnete der Apotheker lachend. «Ich achtete in unserm letzten Easinovergnügen auf die Dame in Vezug auf Sie und fand, dafs Fräulein Albrecht Sie gewaltig links liegen ließ.» «Ja, jetzt ist sie hochmüthig,» antwortete der Student, «fönst —»Er brach ab. Wieder sah der Professor empor. «Was wollten Sie sagen?» fragte er. «Nun,» lächelte Venuo, «ich kann es nicht leugnen, dass die stolze Schöne jetzt anf mich herabsieht. Sie hat fogar zu der Schwester eines meiner Freunde bemerkt, dafs sie mein Pech in den Examen für meine Schuld anfche.» «Darin mag Sie recht haben,» warf der Apotheker ein. «So?» fuhr Dorendorff zornig anf, er hatte den starken Getränken fchon reichlich zugesprochen, aber er besann sich und fuhr wieder ruhiger fort: «Wie ge> sagt, jetzt thut sie vornehm und früher hat sie mich geliebt!» Die große, kräftige Hand des Professors, die auf dem Tifch ruhte, zitterte leicht. «Und das sagen Sie öffentlich in Männergesellschaft in einem Hotel von einer Dame?» fragte er. «Schämen Sie sich, Benuo!» rief der Apotheker unwillig. «Sie sind fchon wiederholt auf diese Kinderei zurückgekommen. Sie waren Gymnasiast und Rofalie Albrecht ein Schulkind. Sie machten furchtbar schlechte Gedichte an sie und haben sie aus der Tanzstunde nach Hause geleitet. Darin bestand das ganze Verhältnis, dessen sich die Dame kaum noch erinnern wird.» «Nun ja, wir waren beide noch Kinder», gab Dorendorff zu, «dennoch —' «Das junge Fräulein zählte damals ganze neun Jahre,» spottete Herr Kempe. «Wenn auch! Sie nahm meine Huldigungen freundlich auf —» «Denn sie wufste noch gar nicht, was sie that,» unterbrach der Apotheker den Sprecher. «Ihre Huldigungen bestanden zumeist aus Bonbons, gewifs hat sie dieselben freundlich aufgenommen.» «Etwas bleibt doch zurück!» meinte Dorendorff behaglich. Das Antlitz des Professors verfinsterte sich. «Und später?» fragte er hart. «Später,» entgcgnete der Apotheker, erzürnt über die Taktlosigkeit drs Stildimtrn, «als Herr Dorendorff durch ein Exameu nach dem andern sill, hatte Fräulein Albrecht dasselbe Urtheil über ihn, wie alle verständigen Meufchen. Sie füllt ihre Stellung im Elternhaufe angemessen und pflichlgetten aus, so das« jedermann die junge Dame achtet und ehrt, während Sie, Aenno, Ihrem alten Vater nur Verdruss und Kmnmer bereiten. Ich biu überzeug, dass Sie in Ihicr Nachlässigkeit der Jugendfreundin unangenchm ge« worden sind.» Herr Biber war srhr zornig, aber Nenno Doren-dorff hatte derartige ernsthafte Rügen feines Thuns und Treibens schon zu oft augehört, als dass sie einen nachhaltigen Eindruck auf ihn gemacht hätten. Er lachte. «Und ich sage, es bleibt doch etwas zurück,» be-harrte er. «Sie kann diese Jugend «Episode nicht aus ihrem Leben auslöschen und wenn sie mich auch für gewöhnlich ganz vergessen hat, wenn sie mich wiedersieht, muss sie sich daran erinnern, dass es eine Zeit gab, wo sie mich sehr gern hatte.» «Sie compromittieren die junge Dame mit solchen Reden,» bemerkte Herr Kempe. «Wenn einmal ein anderer Bewerber für Fräulein Albrecht auftritt —» «Sc» wird diefer doch auf Dorendorffs Geschwätz nicht achten!» rief der Apotheker, noch immer unwillig. «Vermöa/n hat sie nicht,» antwortete der Student, «ich kann sie später ja noch immer heiraten.» «Nun, wenn Fräulein Albrecht auf Sie warten soll,» sagte der Apotheker spottend, «so braucht sie in einigen Jahrhunderten noch nicht an ihre Heilet zu denken. Vermögen hat sie ja allerdings nicht —» «Aber sie ist sehr hübsch und sehr liebenswürdig,» warf der Professor ein. Er hatte bis dahin geschwiegen und erhob auch jcht nicht die Augen von der Tafel. Venno Dorendorff betrachtete ihn aufmerksam, und duich sein benebeltes Hirn blitzte ein plötzlicher Gedanke. «Warnm haben Sie eigentlich nicht geheiratet, Hsrr Professor?» fragte er. Laibacher Zfitung l>r. 2.___________________________________________12 ________ ________ 3. Ignner 1694. — (Untcrkrainer Bahnen.) Auf der 61 6 lcu» langen Linie Großlupp-Rudolsswert-Straßa standen im Monate Dccfmber 1893 durchschnittlich pro Tag in Verwendung: 762 Taglöhner, 235 Professionisten, 21 Zuq. thiere, 72 Karren, 171 Rollwagen und 2 Locomotiven. Die Anzahl der Arbeitstage war 20. Die Leistung betrug 23.976 m' Erdarbeit und 173 m" Maurerarbeit. Die Montierung sämmtlicher eisernen Brücken ist durchgeführt. Vollendet sind der Weixelburqer Viaduct und die beiden per 440 m langen Tunnels. Dcr Oberbau wurde neu verlegt auf 19kiu. Die Gesammtlänge der bisher gelegten Oberbaue beträgt 42 km, wovon 29 km unter« schottert sind. Der Schottervorrath beziffert sich auf 47.000 m'. Die Hochbauten sind sämmtlich unter Dach gebracht und wurde die innere Ausstattung derselben fortgesetzt. Die Gesammtleistung beträgt im Umcrbau 93 pCt., im Oberbau 58 pCt. und im Hochbau 83 pCt. Die Nr« triebseröffnung dieser Linie ist bekanntlich fiir den Isten Juni d. I. in Aussicht genommen. — (Der slovenische Lehrerverein) in Laibach hatte in den Weihnachtsferien seine Generalversammlung, zu welcher an sechzig Lehrer und Lehrerinnen erschienen sind. M wurden folgende Beschlüsse gefasst: 1.) Es sei ein Convict zu gründen zur Aufnahme von Kindern lrainischer Lehrer, welche in Laibach studieren, und wird der Vereinsausschuss mit der Verfassung eines Entwurfes der bezüglichen Statuten betraut; 2.) zur Er-zieluna einer größeren Einheitlichkeit in der Betheiligung und Schaffung eines getreuen Bildes über den Stand deS Vollsschulwesens in Krain richte der Vereinsausschuss an den hohen l. k. Landesschulralh das Ansuchen, Bestimmungen zu erlassen, nach welchen sich die einzelnen Volksschulen an der im Jahre 1895 stattzufindenden Landesausstellung zu betheiligen haben. Der neugewählte Vereinsausschuss hat sich folgendermaßen konstituiert: N. Humer, Obmann; Fr. Raltelj, Obmannstellvertreter; I. Furlan, Schriftführer; I. Dimnil, Redacteur drs Vereinsorganes; N. Kcelj, Bibliothekar, Cassier und Administrator; I. Cepuder, I. Ianezik, N. Iaoorsel und I. Lilar, Ausschüsse. — (Aus Idria.) Die zur Assanierung der Stadt eingesetzte Commission hielt am 29. v. M. ihre erste S'tzung ab, deren Ergebnis für die Bevölkerung befrie« digend bezeichnet werden kann, indem in der Wasserver-sorgungsfrage und inbctreff des Abfuhrsystems ein vollständiges Einverständnis erzielt wurde, somit die Gewähr geboten ist, dass in diesen beiden hochwichtigen Fragen nicht erst instanzwäßige Entscheidungen erforderlich sew werden, welche auf den Gang der Assanierung nur hemmend Hütten einwirken können. ^0. — (Schadenfeuer.) Am 28. v. M. nachmittags brach in der Doppelharfe des Besitzers Johann Terpin in Zibelie, politischer Bezirk Loitsch. F uer aus, welches die Harfe sammt drn darin befindlichen Futtervorrälb/n und Wirtschaslssab/n'ssen einäscherte. Der angeblich? Sckiaden beträgt 1500 st., dem jedoch nur eine V?r> sicherungSsumme von 200 fl. gegenübersteht. Die Ent-stlhungsursache des Feuers ist unbekannt. r. — (Gebüren-Bemessungsilmter.) Am 10. December d. I. wurde eine Verordnung des Finanz-minist riums vom 23. November d. I. kundgemacht, welche die Erstattung der Anzeigen von den durch die l. l. Eisenbahn-Netriebsdirectionen durchgeführten Grund» einlösungen zur Gebürenbemessung bei jenem zur Ent» gegennahml solcher Anzeigen berufenen Bemcssungsamte betrifft, welches am Standorte der betreffenden Betriebs-direction sich befindet (auch wenn die den Gegenstand der Einlösung bildende unbewegliche Sache außerhalb des Amts«, beziehungsweise Verwaltungsgebietes des be- «Weil ich die Rechte noch nicht fand,» war die in leisem Tone gegebene Antwort. «So denken Sie überhaupt noch daran?» fragte der Student, fcheinbar erstaunt, weiter. «Abrr warum denn nicht?» rief Herr Kempe in wirklichem Erstaunen. «Herr Professor Senden kann sich alle Tage verheiraten!» Dorendorff beachtete den Einwnrf nicht. «Wie alt sind Sie denn, Herr Professor?» «Vergangenen September wurde ich achtunddreißig Jahre.» «S» alt schon? Nun, da würde eine junge Dame schwerlich noch eine Neigung für Sie empfinden. Für Liebe ist das überhaupt zu spät. Sie müssen eine Vernunftheirat schließen, Herr Professor, mit einer ältlichen Jungfrau; etwas anderes kann Ihnen im Leben nicht mehr blühen.» Und der Student lachte. Senden antwortete nicht, er bedeckte die Augen mit der Hand. Für Liebe war es zu spät, er war zu alt geworden! «Sie sind berauscht, Dorendorff,» sagte der Apotheker unwillig, indem er sich erhob. «Ein Mann von ' achtunddreißig Jahren steht in der Blüte seines Lebens und jedes, auch das jüngste Mädchen kann'ihn lieben. ! Das wissen Sie auch rccht gut. Sie wollen nur un- artig sein, und wir thun unrecht, dass wir Sie noch unserer Antworten würdigen. Gute Nacht, meine 5 Harren!» (Fortsetzung folgt.) zeichneten Bemcssungsamtes gelegen ist), an welches Amt auch alle die erwähnten Grundeinlösungen betreffenden Eintragungen in die öffentlichen Bücher seitens der Gerichte mitzutheilen sind. Unter Hinweis auf diese im Einvernehmen mit dem Justizministerium erflofsene Verordnung des Finanzministeriums werden nach' stehend die zur Entgegennahme d?r Anzeigen über gc-bürenpflichtige Rechtsgeschäfte (Grundcinlösungen) am Standorte der k. l. Eisenbahn-Nelriebsdircctionen berufenen Bemessungsämter bekanntgegeben, an welche seitens der Gerichte die solche Grundeinlösungen betreffenden Ein« tragungen in die öffentlichen Bücher mitzutheilen sein werden. Solche Bemessungsämter sind: am Standorte der l. l. Eisenbahn-Netriebsdirection in Wien: Centralta x-und Gebürenbemessungsamt Wien, Linz: Gebüren« bemessungsamt Linz, Innsbruck: Hauptsteueramt Innsbruck, Villach; Prag: Gebürenbemessungsamt Prag, Krakau: Hauptsteueramt Krakau, Lemberg: Gebürcnbemessungsamt Lemberg, Trieft: Gebürcnbemessungsamt Trieft. — (Erloschene Epidemien.) Die Typhus' Epidemie in Katzenthal, Bezirk Rudolfswert, und die Diphtheritis-Epidemie in Suhmje, Bezirk Adelsberg, sind erloschen. —0. — (Vom Theater.) Heute wird zum erstenmale das Drama «Sodoms Ende» von Hermann Sudermann gegeben. Der große Erfolg der bisherigen Aufführungen von Werken des bedeutendsten deutschen Realisten («Ehre», «Heimat») dürfte auch dieser eigenartigen dramatischen Dichtung, die das Seelengemälde einer modernen, großen Stadt wiederspiegelt, zutheil werden. — (Vodnik-Vall.) Der traditionelle Vodnil-Ball wird am 20. Jänner in den Sälen der alten Schießstätte veranstaltet. — (Ziehungen.) Bei der stattgefundenen Ziehung der Creditlose wurden folgende Serien ausgelost: 174, 411, 565. 765, 1222. 1393. 1827, 1852, 2431, 2435, 2773, 2900, 3043, 3128, 3143. 3929, 3981. 3986, 4015. Den Hauptttrffer gewinnt Serie 765 Nr. 73, 30.000 fl. gewinnt Serie 2900 Nr. 81, 15,000 gewinnt Serie 2431 Nr. 74, je 5000 fl. gewinnen Serie 174 Nr. 96 und Serie 1222 Nr. 7. Serienziehung der 1854?r Lose: 207, 248 253 419 570 604 614 618 708 751 783 896 936 965 1039 1090 1399 1445 1511 1526 1595 1612 1656 1695 1715 1747 1774 1784 1785 1951 1977 2039 2045 2123 2213 2261 2306 2445 2529 2615 2639 2714 2746 2800 2802 2871 3005 3111 3149 3153 3182 3232 3272 3301 3374 3425 3513 3563 3666 3669 3896 3940 Neueste Nachrichten. Die «Wiener Zeitung» publiciert das Gesetz betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit des Gesetzes vom 25. Mai I8«3 über Gebülen Karl Fridrich > ^ Vureau-Director und Procnrist der Firma Franz W Paul Herbert und Censor dcr österr.'UNg. Van! ^ « welcher am 1. Jänner um 12 Uhr mittags im ^ 55. Lebensjahre, verschen mit den heiligen Sterbe« ^ sacramenten, uach schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abberufen wurde. ^ Die Leiche des theuren Dahingeschiedenen wird W Mittwoch den 3. d. M. um 3 Uhr nachmittags im « lW Trauerhanse St, Veitcrring Nr. 3 feierlichst ein» W gesegnet, und findet hierauf die Beerdigung im städti- M scheu Friedhofe zu St. Ruprecht im eigenen Grabe ^ W statt. M >W Die heiligen Seelenmessen werden Donnerstag W den 4. d. M. »in !1 Uhr vormittags iu der Stadt- ^ W Pfarrkirche zu St. Egydeu gell-jen. ^ W Klagen fürt am L. Jänner 18Ä4. W W Marie Fridrich, Mutter. — Gottfried Fridrlch, W W> l. k. Vc^rlshauptmann; Lambert Fridrich, Pro- ^ « curist der Firma A. Samassa. Vriidcr. — Ialobiue W W ttastner, Kaufmanus'lljatlin; Emilic Wastler, « M l. l, Profcssors'Oatlin, Schwestern. ^ Yaibadjrr Irttung «r.2. 13 3.|innrr 1894. Course an der Wiener Börse vom 2. Jänner 1894. Na« dm. oMenm Coursu««« blaat«.«nl»h«n. «"b w«r »»/« Ginlieltllche «ln<<> l» Nnten verz. Mai ^ovembrr . , , 8? stk ?ftl5 in Notc» verz, ssobnia, N>ln»^t »7 f>L «« > L ,, EUbti «rz, Jänner-Juli »7 75 9? 9b ,. „ ,. UprilOctoder »7 75 »?'8. l854er 4'/, Otallftlole , 25») fi. —'— —'— l»en,i l°/, „ aanze «m l, 145 — ,n l»«4tl Ktllat»lo»rllnen^l,«. 86 70 9» NN »»/. >t». »t«. bt». p« Ultimo «75 »« »i ««s<-ub«h» - Gtaatesch»'»»»«' tlllabcahn in G. stnirrfrei m. . . — — —'— 4°/, dlo. i.Kronenw, fteuerf. sbiv. Et. flir «cm Nr- N°m. »« 15 »715 t°/n Vorarlberaer Vahn in 3ilb. 2» 10«n fi. f. ll«» fi. Nnm. — — . -'— »"/, bto. in «fronen», fteuerf. 40« u, » st,, f. «ou pr. »ion». 9N »o »7 bo tt« iFtaattschnldverschrcid««. »c» >:bgefl>. »lsn>>. «lctle» tlilllbethbahn 200 fl. IM. 5'///» vnn »<»0 fi. 0. W. pr. Ltü« »5t — «5»'— <>»» — »allzttnrl liubw.°V.l«m>ft.IM. »l« >»5 »17 — Veld W»re «l>« «taate zur Zahlung übermommenr l^isb. »Vri«.» Obligationen, tlllabtthlialin «00 u. »ooo Vl, !,,7 .««' M <" ., . llö 50 1« « Ellsabeltibalin, »l>U u. »lmo W. 200 M. 4°/,...... 1«» 30 »24 ssranvI°!,ph-V. Vm. 1W4 4"/, 97-15 W15 «alizilche Karl - Ludwi« - «ahn 9? »5 Norllllberael Vllhn.tmlss. ««34, 4"/n, (bio.st.) E.,f. loofi.N. »»50 »750 Un«. Goldrente 4»/„ per «ajse. t>«4, i'N«5 bto. bto. dto. per Ultim» . . «18 4,, !i« «0 dlo. Nente stronenwähr., 4"/„, steuerfrei Mr 20» lrronen Nom. «4 «5 «4 8?> 4^> blo. bto. dto. per Ultimo. S4 70^ 94 n« bto. Et.V.Nl Vold lo«N..4'/,"^ l«b 75------- dto. dto. Gilb, «oo fl.. 4'/,"/„ «01 10 K!» 10 bto. Gta»t«.Obl<«, fUn«, Obftb.) v. I. ««?«. 5°/„ , 181 «0 i?L?0 bto^"/^SHail^e«!»! ^tt Odl 99 90 «00 90 bto. Vrüm..«lnl. b iuo fl.e. ««. 147 50 X8 5U bto. bto. »^ 50fi. ». W. 147 50 1^!,« Theiß «ess.°L°se 4°/„ 100 fi. . 141 5« 1<» 5N Glundlntl.-Vbllgatlan»» sfür l<»0 fl. IM.). 5V« «alizUch,...... — — --— 5°/„ nieberssterreich«!«« . , . 1»« 75 110 75 4«/„ kroatisch, und «llllinnische . «« L5 «9 50 4°/, unaar^Icke <«00 fi. W.) . »4t>0 "5 5ü And»r» 3ff»nll. ßnl»h»n. Donau «ez.-UnIe 5°/, ...-------— ^- dto. -Anleihe «»7» . . 1<>» — - - slulehen der Ktadt Vt>rz , . —'- — — «lnlehen b, Btlldtgcmeind, Wien K'«i0 u,7 — »nlehen k Ktadtaemeinbe Wien (Silber ober <»l>Ib). . . . l»9 !>0 !3» — Prämien «nl. b, Ltadtgm. Wien — — — — VöriebauNnlehen verloib. 5°/, «00 .0 wo «0 4»/. prainer «ande» ^nl. , . 9760 »8 50 Vclt, «»is Psandbrils« (Wr ,00 «.). Nobcr, »N, «». in50I.»!l.4''/». 1»1 75 I»» 50 >>t> , »^ V 4>/,"„ —'- — — «odcr, all«, »ftr, .3"^l.Gm. <«4ll5i«t»5 bto, „ 3"/,>.II.1 «5 — N.°«fterr. Landc« Hup.Anft. 4°/, e» «0 ,00 4" O«st..una. Vanl verl. 4>/,°/, . ------ - — dto, ., 4»/s, . . stv'bo «m» ?0 dto.bojühr,., 4°/, . , »9-90 «?0 SparcaN«. 1.«ft., »0 I. 5'/,«/,.«. 100 b0 ,0» — ßrloritLt«.Gbligation»n ttür «oo fi), fserbinlmd« Norbbalm lkm.I8»S »9 S0 sl«50 Un«-zaliz, «Äh.! , , <05 50------- 4"«». I»»'- 140 — Of.-ner 5!o!e 4<» fi, . . . ««'— «4 — Palffv Lose 40 fi. «Vl. . . b« »" k>? 50 «nthen »reuz, oft, Gef. v.,IOfi. ,840 19 — Nollien Kreuz, un^. 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Jänner zum erstenmale: Sodoms Ende. Drnma in fünf Acten von Hermann Südcrmann' Deželno gledišèe v Ljubljani. V èetrtek dne 4. januvarja diätetisches, die Verdauung unterstützendes Mittel. Zu haben in den meisten Apotheken und Droguenhandlungen der österreichischungarischen Monarchie. Preis einer kleinen Schachtel 84 kr., einer grossen fl. 1*26. Jede Schachtel muss mit dem Siegel €»11»? Universal-Speisenpulver. Alleiniger Erzeuger (seit 1868): Wien I., Stephansplatz 6 (Zwettlhof). («21) 12-4 Versandt engros et en detail. I H§ Czuba-Durozier & Co. P R O ME OUTO «. General-Repräsentanz Ruda & Blochmann, Wien-Budapest (5059) 32 K, mp- Ueberall zu haben. ~^1