Folinina plafana v gotovlnl. Organ für die deutsch« Minderheit im Dravabänat »frimilliHii R» Otrvaltng i «reitnuoa allca t, »»»«pH— *t. tl (interarta*) 1 « • | ■( • p r • M t ffli »«» 3rUb» i vt»n«ljthrtg 40 »t». »aN>I»hri, «o Di», fctftafeigmngra scrtn In »« ««waltn»« p, UIU||>« ««»«ihr- tntwt«f«*»mua f |«*ri« IM lim. FS» da, BmUi» .«>pr»ch«,d, «!*&»■*«. «tipim»« »ta l-M Erscheint wöchentlich zweimal: D»an«r»tag früh und finilttg früh mit bin Stil« 00m Sonntag 62. Jahrgang Eeije. Sonntag, den 7. März 1937 Nummer 18 Dr. Korosec und die politischen Gesetze Ueber den Voranschlag dieses Ministeriums erstattete Innenminister Dr. Anton K 0 r o-s e c am Mittwoch ein ausführliches Expose«. Der Boranschlag des Innenministeriums macht 538,277.603 Dinar aus. Dr. Korosec sprach dann über die Arbeit des Innenministerium» im allge-meinen. Es wurde eine Neuorganisation des Poli-zeidienstes durchgeführt. Ausführlich berichtete er über die antikommunistischen Aktionen, die im Lauf« des Jahres durchgeführt wurden und kam dann auf die sogenannten polilischen Gesetze ,u sprechen. Die Regierung sehe vollkommen die Not-wendigkeit der Erbringung dieser Gesetze ein, konnte sie aber bis jetzt nicht erbringen, da sie im Senat nicht die absolute Mehrheit hatte. Diese Gesetze müssen im Einvernehmen mit Senat und Abgeord-netenhaus erbracht werden. Da nun die Verhältnisse im Senat anders geworden seien, werde man an die Erbringung dieser Gesetze schreiten. Der zweite Grund bestehe darin, daß nicht nur mit der paria-mentarischen, sondern auch mit der außerparlamen-lorischen Opposition Verbindung gesucht wurde, für die erst die Vorbedingen geschaffen werden muhten. Für ein freieres Pressegesetz Ausführlich sprach Dr. Korosec dann über das Pressegesetz und gab zu. daß dieses allzu scharf gehalten sei, weshalb seine Abänderung notwendig sei. Die übermäßige Strenge des Pressegesetzes habe zur Folge gehabt, daß vielmehr Broschüren und Flugzeit«! verbreitet wurden, was ein ungesunder zustand sei. der die Erbringung eines freieren Pres-segesetzes notwendig mache. Er sprach dann über das Vereinsgesetz und dann besonders aus-führlich über das Wahlgesetz. Auch in diesem Punkte mutzte man sich Zeit lassen, da vorerst ver-schieden? Fragen geklärt werden mutzten. Bis jetzt stthe noch die Frage cffen, ob man sich für eine Landediste, Banschafts- oder Preislisten, oder aber für das englische System der relativen Mehrheit in den einzelnen Wahlbezirken entscheiden soll. Auch die Frage ist noch offen, ob die Abstimmung geheim oder öffentlich sein soll. Schließlich wollte man auch in bczug auf das Wahlgesetz mit der außerparlamentarischen Opposition Fühlung nehmen. Dann kam Dr. Korosec aus die kroatische Frage zu sprechen und stellte fest, daß man immer-hin einige Fortschritte gemacht habe, die aber noch nicht zur Klärung der Lage geführt hanen. Dr. Stojadinoviö über Jugoslawiens Außenpolitik Donnerstag sprach in der Skupschtina Doktor Stojadinooi über Jugoslawiens Verhältnis zu den anderen Staaten. Am meisten begrüßt wurde der Freundschaftspakt mit Bulgarien. An der Völker-bundspolitik wird festgehakten, in der Kleinen Entente und im Balkanbund wird fest weilergearbeitet, mit Frankreich und England stehe man in herzlich«! Verbindung, mit Deutschland und Italien in besten Handels- und freundjchasllichen politischen Be-Ziehungen und zu den übrigen Staatrn seien die Beziehungen korrekt. Kabel Jugoslawien - Frankreich Jgalo. Am 28. Februar, vormittag wurde das neue Telegraph«nkab«I Jugoslawien - Frankreich stierlich eröffnet. Der Feier wohnten die Postminister Jugoslawiens und Frankreich», Ministergehilf« Ra-ajsic, der französisch« Gesandte am Beograder Hof Graf de Damvierre. der Banu» des Zetabanats Jvanisevic und zahlreiche höhere Beamte d«s jugoslawischen und 0«» französischen Postministtrium» bei. Grenzenlose jüdische Gemeinheit Der Neuyorker Bürgermeister, der Talmudjude La Guardia, hat den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und das deutsche Volk in einer Hetzrede auf gemeinste Art und Weise beleidigt. Die ganze deutsch« Presse hält mit diesem verruchten talmudjüdischen Untermenschen schärfste Abrech-nung. Auch der deutsche Botschafter in Washington hat wegen dieser beispiellosen Verunglimpfung bei der USA-Regierung schärfsten Protest eingelegt. Spanien Wochenlang bestürmten die Kommunisten mit ungeheurer Uebermacht Oviedo. Die Nationalen aber haben sich heldenmütig gehalten und die Stadt nicht übergeben. Viel tausend Kommunisten bedecken die Schlachtfelder. Die Stadt selbst hat arg gelitten: der Turm der Kathedrale wurde umgelegt und das Krankenhaus schwer beschädigt. Es gibt 1100 Tote und Verwundete Zivilpersonen. Es waren wohl die letzten Rettungsversuche der Roten. Auch in und um Aiadrid versuchten die Kommunisten vergebens die Umklammerung zu verhindern. Bälde erfolgt die nationale Generaloffensive. Inzwischen erhalten die Roten aus dem Aus-land noch immer weitere Verstärkungen. Der Kon-Kollplan tritt ja erst am 21. März in Kraft. Oesterreich unorientiert Oesterreichs Bundeskanzler Dr. Schuschnigg schwankt mit seiner Besuchsreise zwischen Nom und Budapest. Das Reiseziel und der Abreisetermin wer-den fortwährend geändert. Augenblicklich fand Schusch-nigg es für wichtig, die „vaterländischen" Steirer zu besuchen. In der sogenannten „Vaterländischen Front" finden wohl alle anderen, nur nicht die nationalen Deutschösterreicher Zuflucht. Jetzt wurde auch der „Bund jüdischer Frontkämpfer" korporativ in die „V. F." aufgenommen. Prost! Der zweite Tag des Grohen Faschistenrates Am 2. Tag des „Großen Faschistenrates" l wurden vor allem volkspolitische Fragen behandelt. - Unter anderem wurde beschlossen, daß bei ollen Be-trieben verheiratete Männer bevorzugt werden müssen, die Junggesellengehälter werden bis zur Hälfte reduziert, staatliche Ehestandsdarlehen werden eingeführt, ein großer Verband kinderreicher Familien wird gegründet u. a. m. — Lauter Beschlüsse, die in Deutschland schon seit Jahren eingeführt wurden und sich aufs beste bewährt haben. Der Führer auf dem Reichspartei-tag 193K zu den deutschen Frauen „Ich messe den Erfolg unserer Arbeit nicht am Wachsen unserer Straßen. Ich messe ihn nicht an unseren neuen Fabriken, ich messe ihn auch nicht an unseren neuen Brücken, die wir bauen, auch nicht an die Divisionen, die wir aufstellen, sondern an der Spitze der Beurteilung de» Erfolges dieser Arbeit steht da» deutsche Kind, steht die deutsche Jugend. Wenn das wächst, dann weiß ich, dah unser Volk nicht zugrunde gehen und unsere Arbeit nicht umsonst gewesen sein wird." Deutschlands und Italiens Botschafter bei General Franco Montag überreichte der neuernannte italienische Botschafter dem General Franco sein Beglaubigung»-schreiben. Der deutsch« Botschafter, General a. D. Faupel. überreichte feine Papiere am Mittwoch. Da» nationale Spanien war an diesen Tagen üb«? alle Maßen glücklich. Skrupellose Komintern-aftion in Frankreich Die Essener „Rational Zeitung" schreibt: Immer wieder muß die Erfahrung gemacht werden, daß Moskau gegenwärtig feine Kräfte zu einem großen Aktionsplan gegen Frankreich fammeU und ansetzt. Nicht allein im Lande selbst werden die größten Anstrengungen gemacht, um die Voraus-jetzungen für eine bolschewistische Revolution zu sichern. In gleichem Maße werden die Kominternagen-ten in allen Teilen der Welt eingesetzt, um dort die notwendigen Vorbereitungen zu leisten, damit gleichzeitig auch in den Kolonien und anderen für Moskau» Pläne erforderlichen Gegenden Bewegun-gen enistehen, welche die Widerstandskraft der staat-lichen Ordnung untergraben. Neben der neuen Ko-lonialpropaganda der Komintern in Frankreich selbst, die sich unter der „Volkshilfe" tarnt, sind auch in den verschiedensten wichtigen Kolonien neue Propa-gandazentralen entstanden, die mit Sowjetgeldern die Massen revolutionieren. Sie stellen einen wich-tigen Teil der Moskauer Revolutionspläne dar. Die Komintern hat die bisherigen Aktionszen-traten in den Kolonien umgeschaffen und teilweise mit neuen Leuten besetzt, die ihre Ausbildung an der Hochschule für revolutionäre Propaganda in Moskau erhielten. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird Nordafrika bearbeitet. Neben bestehenden Or-ganisationen ist nun eine neue Aktion! zentrale ge-schaffen worden, die rein militärische Absichten ver-folgt. Diese hat ihr Haupiquartier in Algier und wird von drei ständigen Kominternagenten geleitet. Diese Agenten verfügen über einen Sonderkredit von 2,5 Millionen Franks, die ihnen von der Fi-nanzzentrale der Komintern in Pari» überwiesen wurden. Ihre Aufgab« besteht darin, Eingeborene anzu-werben, um sie dann nach Paris zu schicken, wo sie in Kursen, die von dem Kominternagenten Tschamm geleitet werden, militärisch ausgebildet werden. Diese Milizen werden noch Abschluß der Mili-tärausbildung wieder nach Algerien zurückgebracht, soweit sie nicht in die Eingeborenenstoßtrupps der Bannmeile von Paris eingegliedert werden. Die nach Algerien zurückgeschafften Eingeboren bilden dort den Grundstock für die neugeschaffenen para-militärischen Eingeboreneno«rbände. die letzten Ende» zu einer antiimperialistischen Armee zusammenge-schlössen werden sollen. Sie hat die Aufgab«. d«n Kampf gegen die weißen KoloniaUruppen und ge-gen die zuverlässigen Kolonialregimenter aufzunehmen. In den Monaten Dezember 1936 und Jänner 1937 wurden so über 13.000 Eingeborene zur Ausbildung nach Paris geschickt. Waren unter den Angekommenen Eingeborene, die bereit» Über eine gewisse militärische Vorbildung verfügten, so wurden sie ausgeschieden und nach Spanien geschickt, um „einen praktischen Kurs" de» Bürgerkrieges durch-zumachen. Später übernahmen sie. soweit sie zurück-kehrten, 'ein höhere» Kommando in der algerischen Kommunistenarmee. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 18 Auf derselben Grundlage werden auch die marokkanischen Gebiete bearbeitet. Die wichtige französisch« Kolonie Indochina ist schon seit Jahren ein beliebte» Aktionsfeld der Kommunisten. Da sich die Moskowiteragenten stet» als Befreier des indochi-nefischen Volkes aufspielten, faßten sie hauptsächlich in den Jntellektuellenkreisen erfolgreich Fuß. Dieser Aktion in den Kolonien reiht sich ein weiterer Plan der Komintern würdig an. Moskau glaubt sich in Frankreich nicht sicher genug. Es hat in Spanien die Erfahrung gemacht, dah die Spanier nicht immer gewillt sind, die rücksichtslose Zerstörung ihrer Heimat mitzumachen. Um dieser Möglichkeit in Frankreich begegnen zu können, sammelt Moskau in Frankreich ein« in« ternationale valerlondslose Gesellschaft von Emi-granten aller Länder, um sie beim revolutionären Ausstand rücksichtslos einsetzen zu können. Deshalb wurden oft Milizen, die für Spanien angeworben waren, in die einzelnen Organisationszellen in Frankreich abgeordnet, wo sie sofort in die para» militärischen Verbände eingegliedert wurden. Außerdem aber beabsichtigt Moskau, im Falle der gänzlichen Niederlage der Frente Populär die berüchtigte internationale Brigade, die sich im wesentlichen aus Franzosen zusammensetzt, wieder nach Frankreich abzuschieben, um sie dann ebenfalls in diese Stoßtrupps einzugliedern. Für die Komintern bildet der Dienst ihrer Anhänger in der Internationalen Brigade eine wertvolle praktische Ausbildung im Bürgerkrieg. Ungünstige Entwicklung des tschechoslowakischen Staatshaushaltes Bei der Beratung des Nachtragshaushaltsplanes 1935 des tschechoslowakischen Staates ist festgestellt worden, dah das Staatsbudget für 1935 um 661 Millionen Kronen überschritten worden ist. Somit beträgt da» Gesamtdefizit im tschechoslowakischen Haushalt über 3 Milliarden Kronen, der somit der größte seit Bestehen der Republik ist. Die Staats-schuld ist damit auf 40 Milliarden Kronen ange-stiegen. In den Kritiken wurde festgestellt, daß die ungeheuren Au»gaben nicht zuletzt auf übertriebene Großzügigkeit in den staatlichen Aufwendungen zu-rückzuführen ist und daß die Tschechoslowakei trotz gegen eiliger Versicherungen niemals ein Deflation»-budget gehabt habe. Noch immer Freiwilligenzustrom Die Pariser „Action Francaise" veröffentlicht neue Beweise überj.die Verletzung der Nicht-einmischungsbcstimmungen durch Frankreich. Der Zu« ström ver Freiwilligen nach Roispanien habe auch in den letzten Tagen angedauert. Desgleichen wurden aus Frankreich mehrerejjlugzeuge und 33 Lastkraftwagen den spanischen Marxisten geliefert. Die Arbeitslosigkeit in Oesterreich Wien. In Oesterreich herrscht eine Massen-arbeitilofigkeit. Ende Januar erreichte die Zahl der unterstützten Arbeitslosen mit 316.000 einen Höchst-stand, der wesentlich über den vom Vorjahr hinaus« geht. Allein im Januar hat sich die Zahl der unterstützten Arbeitslosen um 26000 erhöht. Zu diesen statistisch erfaßten Arbeitslosen kommt noch die große Armee der „Ausgesteuerten', die keinerlei Unterstützung beziehen und die auf ebenfalls rund 300000 beziffert werden, so daß sich die Gesamt-zahl der Arbeitslosen auf über 600000 beläuft. Das sind rund 10 Prozent der österreichischen Be-völkerung. Die Folgen dieser Arbeitslosigkeit drücken dem wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben des Volkes den Stempel auf. Die Wirtschaft kann nicht gesunden, solange der furchtbare Kreislauf der Arbeitslosigkeit mit ihren Ausstrahlungen auf fast alle Gebiete des Wirtschaftslebens nicht unterbunden wird. Solange das nicht gelingt, bleiben alle Maß-nahmen, B. Steigerung des Exports, Ausnutzung gelegentlicher günstiger Konjunkturverhältnisse, nur Stückwerk. Das hat sich im letzten Jahr schlagend bewiesen. Trotz der günstigeren Gestaltung der Außenhandelsbilanz, trotz der Erhöhung des Pro-dukionsindeies ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Der politische Nutznießer der in der Arbeits-losigkeit begründeten Verhältnisse ist der Kommunis-mus. Not und Elend sind ihm willkommene Schritt-macher. Im großen Heer der Arbeitslosen machen die Agenten Moskaus ihre erfolgreichsten Fischzüge. Noch bedenklicher ist es aber, daß der Kommunismus in der letzten Zeit in wachsendem Maße auch in der Bauernschaft der Alpenlander Fuß zu fassen ver-möcht hat. Nur jahrelange Not und Entbehrung, die viele Gebirgsbauern zermürbten, brachten es zu-wege, Angehörige einer Volksschicht in die Arme des Kommunismus zu treiben, die sonst gegen das kommunistische Gift besonder» immun zu sein pflegt. Eine erfolgreiche Bekämpfung des Kommunismus ist ohne eine Ueberwindung der Arbeitslosigkeit und ohne die Schaffung besserer Lebensbedingungen für die breite Masse der Bevölkerung kaum möglich. 12 Milliarden Ausfall in 6 Jahren in der Tschechoslowakei Aus Prag wird gemeldet: Der „Poledni list" befaßt sich mit der Wirtschaftslage in der Tschechoslowakei. In den letzten sechs Jahren habe die Ische-choslowakische Staatskasse einen Ausfall von 12 Milliarden Kronen erlitten. Im Jahre 1936 ist die Zahl der Arbeitslosen auf 623.000 gestiegen. Dies ist das Fünfzehnsache des Standes von vor acht Jahren. Der Wert der Ausfuhr der Tschechoslowakei ist um 60 v. H. zurückgegangen. Streiks in Frankreich Aus Pari» wird gemeldet: Neue Streiks werden gemeldet. In Cannes streiken die Arbeiter de» Gaswerke» und halten den Betrieb besetzt. In Marseille sind die Arbeiter eine» großen Eisenwerke» in den Ausstand getretren. Sie fordern Kollektiv-vertrag. In Bordeaux streiken die Hafenarbeiter. Ein Beweis grenzenlosen Vertrauens Zuschrift«» an die ftnqlci in Führer, In einer Sondervortragsreihe des Seminar» für die Deutsche Arbeitsfront der Deutschen Hoch-schule für Politik sprach Reichsleiter Bouhler über die Aufgaben der Kanzlei des Führers, deren Chef er ist, und die der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutz des nationalsozialistischen Schrifttums. Riichsleiter Bouhler gab dann einen Ueberblick über die Arbeit der Kanzlei des Führers. Aus den Zuschriften aller, die sich mit ihren Sorgen und Nöten an den Führer wenden zu können glaubten, spreche nichts anderes als gren-jenlose» Vertrauen. Reichsleiter Bouhler betonte, daß der Führer es als seine vornehmste Ausgab« ansehe, dies gewaltige und durch nichts zu ersetzende Vertraue nskapital zu erhalten. Es sei allerdings mehr als naiv zu glauben, daß sich der Führer mit jedem Einzelschicksal per-sönlich befassen könnte. Wenn jeder „auch nur ftnf Minuten" mit ihm sprechen wollte, so würde der Führer 700 Jahre brauchen, um Tag und Nacht nichts weiter zu tun, als die 70 Millionen Volts-genossen je fünf Minuten anzuhören. Von dem Umfang der Arbeiten der Kanzlei, die sich in ein Verwaltungsamt, ein Parteipolitisches Amt, ein Sozialamt und ein Amt für Gnadenjachen gliedert, zeugen folgende Zahlen: Es gehen in der Kanzlei des Führers einschließlich der Prioatkanzlei täglich normalerweise mehr als 1000, bei besonderen Anlässen mehr als 2000 Schreiben ein. Die tägliche Besucherzahl schwankt zwischen 125 und 150. Illegale Kommune - Gewerkschaft in Oesterreich Wien. Vor einem Grazer Schwurgericht hatten sich in zweitägiger Verhandlung zwölf österreichische Eisenbahner wegen des Verbrechens des Hochoer-rats zu verantworten. Der Prozeß entrollte ein auf-schlußreiches Bild von der kommunistischen Zer-setzungsarbeit unter den Staatsangestellten Es war bezeichnend, daß sämtliche Angeklagten trotz ihrer Mitgliedschaft in der Vaterländischen Front führende Stellungen innerhalb der kommu-nistischen illegalen Organisation bekleideten. E» wurde festgestellt, daß nach dem Februar-putsch von Angestellten in Graz wieder eine freie Gewerkschaft aufgerichtet wurde. Diese Geheimge-sellschafl arbeitete zuerst im revolutionär sozialdemo-kratischen Sinne, dann gewannen ober die radikalen Elemente die Oberhand, und nun wurde die Ge-sellschaft im kommunistischen Sinne weitergeführt. Finkelsteins kostspielige Badereisen Die tschechische Zeitung „Vatra" berichtet, daß der sowjetjüdische Außenkommissar Litwinow Finkek-stein während seines letzten dreiwöchigen Aufenthaltes in Marienbad die „Kleinigkeit" von 54.000 Tschechen-krönen verausgabt hat. Das Krankengeld eine» Arbeiters mache für dieselbe Zeit 260 Tschechen-krönen au». Die 54.000 Tschechenkronen seien dem-nach für einen „Arbeitervertreter" sicherlich eine „an-gemessene" Summe! — Das finden wir auch! Dr. Friedrich Bratii + Osterbetrachtungen eines Miselsllchttgen Auf mehrfachen Wunsch bringen wir folgende Heine ergötzliche Szene, die unser allseits beliebte, tei-der viel zu früh verstorbene Dr. $frifc Bra 5 ii vor elf Jahren fite unsere Zeitung niedergeschrieben hat. I. Teil (Schluß) Ich weiß nicht, ob» zu Dafnis Zeiten schon die Grippe gegeben hat. Ich hätte sie ihm gewünscht. Für diesen Unsinn hätte er sie reichlich verdient, — obendrein mit zwei Fasten und zwei harten Lagern wöchenllich. Wozu braucht man überhaupt Sekun-den? Um zählen zu können, wie lange ein Schmerz dauert? Wozu braucht man überhaupt Gold, wenn man damit die Hirnbohrer nicht abstumpfen kann? Nur damit sich die Menschen um seinetwillen bis zum letzte« Atem befehden? Wozu braucht man über-Haupt alles, wa» man hat? Nur al» Begleitung auf dem Wege zum Grab«? Bald ligstu alt und krank auff Maria» Folter-Banck; bald mußtu Dein zerstükkte» Stammeln in Nicht», als Threnen-Krügen sammeln. Die alte Odlers-Kraft schwand Dir, dahin gerafft. und war auch alles Dein — Zurlegt scharrt man Dich ein. Die Welt — gepreißte Wunder. wo sind sie nunitzunder? salbst Salomo, der Weise, ward schließlich Schlangen-Speise! Da ist die richtige Leben»- oder eigentlich Tode«. Philosophie. Eine Lebensphilosophie hätte um so weniger Berechtigung, al» seine Grundlage, da» Leben, keine hat. Schluß! Meine Schwester sucht mich zu beruhigen. Es werde schon wieder alles gut werden und ich werde mein heiteres Gemüt wieder finden. Wie von einer Tarantel gestochen, erhebe ich mich und stelle sie zur Rede, was diese Bemerkung soll? „Run alle Deine Freunde sagen doch, daß Du ein sonnige», heitere» Gemüt hast, um da» sie Dich gar oft be-neiden!" „Da» ist nicht wahr," rief ich aufgeregt, „und wenn sie so etwa» bet mir beobachtet zu haben glauben, dann habe ich mich vor ihnen verstellt!" Und übrigen» — wer sind mein« Freunde, wo find meine Freund«? War schon jemand da!? — E» war noch k«tner da..." Rrrrrrrnr...... Run beginnt e» wieder bei den Schläfen. Kalte Umschläge, umsonst. Ich stehe auf. ringe mich wie ein Wahnsinniger durch die Flucht meiner Zimmer und sinke wie ein abgebrochener Äst auf da» Sofa. Meine Schwester frägt mich zart, ob sie einen Arzt holen soll? Das brachte mich erst recht auf. Denn ich erinnerte mich, dah ich bei meiner ersten Influenza, da ich auch so sehr an Kopfweh litt, meinen Arzt fragte, warum die Grippe so verheerend bei dem einen auf den Magen, bei dem anderen auf die Lunge und bei dem dritten auf den Kopf wirke? Dieser erwiderte mit kühler Miene, daß sich diele Krankheit immer auf den schwächsten Körperteil schlage. Ich habe mich damals furchtbar geschämt, denn er war ein scharfblickender Arzt und noch da-zu Psychiater. Soll ich mich noch ein zweilesmol durchschauen lassen? Zieln! Rrrrrrrnr...... Mittlerweile ist e» 4 Uhr Nachmittag geworden. Ich seh« von meinem Fenster nicht» Grüne». Nur ein rote» Dach und darüber den Himmel. Der lachte heute so herrlich blau Zwischen meinen geschlossenen Fenstern herein, al» wäre auch er nur dazu da. um mich zu ärgern. Ich lehn« meinen beißen Kopf an die kühle Fensterscheibe; dann sehe ich den Gehsteig auf der anderen Seite der Gasse. Alle» in neuen , ichten Kleidern, mit neuen, roten, violetten oder gar Nummer 18 Deutsche Zettung Seite 3 Rüstungsanleihen reihum London. Im Zusammenhang mit der Rü-stungsanleihe weist der „Daily Erpreh" darauf hin. dah England kürzlich an Frankreich 40 Millionen Pfund Sterling geliehen habe. Frankreich habe jetzt der Tschechoslowakei eine Anleihe von 7 Millionen Psund Sterling garantiert. Es habe weiter an Polen eine Anleihe von 14 Millionen Pfund Sterling gewährt und verspreche diesem Lande eine weitere Anleihe von 1t Millionen Pfund Sterling. Dies ergebe zusammen 32 Millionen Pfund Ster-ling, die Frankreich von England geliehen habe, um sie im Wege von Rüstungskrediten weiteroerleihen zu können. Englands Aufrüstung ohne Wehr-Pflicht Nach der „Sunday Times" herrschen in der englischen Armee und Luftwaffe Bestürzung über die auherordentlich ungünstigen Rekrutierungs-ergebnisse bei den Luftabwehrformationen. die zur Territorialarmee gehören. Ursprünglich hatte man beabsichtigt, zwei Divisionen mit je 20.000 Mann aufzustellen. Das jetzige Ergebnis aber zeige, dah die erste Division in London aus 7902 Mann, die zweite Division aus 7027 Mann bestehe, so dah insgesamt über 25.000 Mann zu wenig seien. „Kameradschaftsvereine ehemaliger Heimatschützer" Wien. Der ehemalige Heimatschutz geht daran, in den verschiedenen Bundesländern Kameradschafts-vereine unter eigener Führung in» Leben zu rufen. In Wien fand dieser Tage die konstituierende Ver-sammlung des „Kameradschaftsvereines ehemaliger Heimatschützer für Niederösterreich" statt. In die Leitung wurden Dr. Alberti, der als „nationaler" Heimatschützer gilt und seinerz-it von Starhemderg au» dem Verband ausgeschlossen wurde, und der Obmann der Gewerkschaft der holzverarbeitenden Industrie. Mader, berufen. Auch in Innsbruck wurde ein solcher Verein, der die ehemaligen Hei-matschr tzer und Schutzkorpsangehörigen aus Tirol erfassen soll, gegründet. Zum Vereinsobmann wurde der Bauer Leopold Maier gewählt. Das Deutschtum in Polen zur Mitarbeit bereit Kattowitz. Der Führer der Jungdeutschen Partei in Polen, Senator Wiesner, und seine Mitarbeiter haben im Verlaufe eindrucksvoller Kundgebungen in Ost Oberschlesien, Posen und Pommerellen, die Bereitwilligkeit der deutschen VoUsarupp« zur Regelung des Verhältnisses zum polnischen Staate in sechs Grundgesetzen nieder-gelegt, die nachweisen, dah Volkstreue und Staats-treue in keinem Gegensatz zueinander stehen, und dah daher ein Hindernis zur Einschaltung der auf-bauwilligen Kräfte, wie sie das Deutschtum darstellt, vorhanden find. Bei der Musterung, am 1. März in Wien, wurden 30 Prozent der Stellungspslichtigen des Jahrgange» 1916 für tauglich erklärt. goldglänzenden Hüten. Nicht eine Huldgeftalt geht vorüber, nein, gleich zehn in einer Viertelstunde, al» ob sie sich verabredet hätten, sich gerade heute in bester Form zu zeigen. Blonde, schwarze Bubilocken, roiige Wangen, kurze Röckchen, lange, durchsichtige Strümpfe, bunte Niederschuhe. Wozu all dieser Frühling»bluff ? Wozu? wozu ? Pangalos, erscheine! 9{rTiRnn •••••• Nun beginnt» im kleinen Hirne! Morgen werden die ersten Ausflüge in die Berge unternommen werden und ich liege hier wie ein Haufen Unglück. Schon blüht die Daphane Blagayana in den Wäldern des Kozje, die viel-blättrige Zahnwurz an einer von mir entdeckten Stelle. Schon werden die ersten Bienen bei den Trauben-Hyazinthen, beim Gelbstem und bei der blauen Meerzwiebel summen ... Ein Zittern und Frösteln rieselte mir über den ganzen Körper, ver-zweifelt stand ich da und blickte wieder in den blauen Himmel. Nach rechts zur Erde sah ich ein Stück des Hauptplatze» und gewahrte dort eine wogende, bunte Menqe, die auf den Umgang mit der Musik wartete. Meine Schwester gewahrte die Schwäche in mir und fragte mich rührend, ob ich einen Cognac wünsche, weil dieser im Falle einer Grippe die beste Arznei sein solle und mich so kräftigen würde, dah ich die Auferstehung vom Fenster aus mitfeiern könnt«. Gott ist mein Zeuge — und al» Richter Die deutsche Chemie auf der Leipziger Messe Auf der am Sonntag eröffneten Leipziger Messe ist auch die deutsche Chemie durch die grohen chemischen und pharmazeutischen Werke mit inter-essanten Ausstellungsobjekten vertreten. Ins Auge fallen hier zunächst, hervorstechend durch gutes Aus-sehen, die deutschen künstlichen Faserstoffe, besonders die vier deutschen Zellwollen Vistra, Aceta, Cuprama und Lanusa. die sich alle in ihrem Anwendung»-bereich hervorragend gut bewährt haben. Vistra be- | sitzt heute schon eine höhere Trockensestigkeit als gute Wolle und ist ihr in der Nahfestigkeit gleich. Durch ihre natürlich«, bleibende Kräuselung schafft sie zahllose, im Gewebe eingeschlossene Luftbläschen, die eine grohe Wärmeisolation des Gewebes bewirken. Eine Neuheit dieser Messe ist eine Faser, die hydro-phobiert ist, also genau so wasserabweisend wie echte Wolle. Daneben stellt die deutsche Chemie der Tertil-Industrie auch zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, von denen hier nur Ramasit genannt sei, das Imprägnierungsmittel gegen Durchfeuchtung der Stoff«. — Viele der Ausstellungsobjekte stehen im Zeichen des vom Vierjahresplan dringend geforderten Kampfes gegen Sachwert-Verluste. Da ist Eulan, das sicher wirkend« Schutzmittel gegen Mottenfrah i feuersicher gemacht werden Stoffe durch Akaustan. Dem überflüssigen Seisenverbrauch entgegen wirkt Trilon, ein EmhärtungsmiUel, dem Verlust durch Rost, der jährlich etwa 120 Mill. RM beträgt, das Mittel Atrament. Das längst bekannte Cellophan wird Deoistn ersparen, da es heute möglich ist, es anstelle von überseeischen Flecht und Kordmalerialien für Korbmöbel zu verwenden, ein neuer Klebstoff ohne Säure und Alkali, der die Finger nicht klebrig macht, ist Glutofk, Iporit ein neuer Leichtbeton für Häuser, besonders in Siedlungen. Dazu kommen noch die zahllosen Heilmittel hinzu, die die deutsche Chemie der ärztlichen Wissenschaft im Laufe der Jahre zur Verfügung gestellt hat, kurz, es gibt heute fast kein Gebiet der Technik und des Wissens, auf dem Chemie, fei es führend, fei es Hilfestellung leistend, nicht eingegriffen hat. Volkskunst und Rasse „Wir meinen, dah es eine Volkskunst geben muh. die eigentlich mit den üblichen Kulturbegriffen nicht ersaht werden kann, weil sie einfach „die Kunst" schlechthin ist, nämlich ein Teil des Kultur-begriffe» eines Volkes-, sie kann dahcr nur Aus-druck der Rasse sein, d«r dieses Volk angehört, aus deren Schoh gerade diese schöpferische Aeuherung gekommen ist, und so muh sie ein Teil der völki-chen Eigenart selber sein. Man kann wohl sagen, dah diese Volkskunst auf rassischer Grundlage be-ruht und ein hervorragender Teil der Erbmasse ist, die jedes einzelne Volk mit sich gebracht hat". Passive franzosische Handelsbilanz Pari». Die Daten über den Handelsverkehr Frankreichs im Monat Jänner weisen ein starkes Defizit auf. Eingeführt wurden Waren im Werte von 3300 Millionen Franks und nur 1700 Mill. ausgeführt, so dah die Bilanz mit 1600 Millionen | Franks passiv ist. werde ich keinen falschen Eid schwören — dah ich in den letzten zwanzig Jahren nach konzentriertem Alkohol nur bet Magenverstimmung gegriffen habe. Ich habe eine reichliche Sammlung solcher Medl-zinen ansonsten nur sür meine Gäste männlichen und weiblichen Geschlechtes gehabt. Aber wenn der Cognac auch für den leidenden Kopf ein Hilfsmittel ist. dann ist er eigentlich eine wunderbare Erfindung, die man nicht genug schätzen und ehren kann. Es war sest drei Tagen zum ersten Male, dah ich keine verärgerte Antwort gab und ich lieh mir eines der gröhten Stamperln reichen. Wie König Artu» die Gralsschale hob ich das Glas empor, um des Himmels Licht in der gelblichen Flüssigkeit spielen zu lassen. Welch tiefe» Summen, welch ein heller Ton Zieht mit Gewalt da» Gla» von meinem Munde? Verkündiget ihr dumpfen Glocken schon De» Osterfestes erste Feierstund«? Da bekam ich einen heftigen Hustenanfall und ehe noch Hilfe da war, lag da» Gla» samt Inhalt am Boden. Die Eisenbahnerkapelle setzte mit einem ftischen Marsche ein, die Auserstehungsprozession begann, ich aber legte mich wieder in'» Bett, um mich weiter im Zählen von Stunden zu üben. Memento homo, quia pulvis es! Celje, Ostersamstag 1926. Bei SS ö" Eigenwärme. Bekanntmachung über die Erfassung der dienstpflichtigen deutschen Staatsangehörigen im Ausland Im Deutschen Reich-gesetzblatt 1937 Teil l S. 10 ist folgendes veröffentlicht worden: 1. Es werden im Frühiabr 1937 durch die deutschen Konsularbehörden erfaßt: die wehrpflichtigen deutschen Staatsangehörigen im Ausland, die dem Geburtsjahrgang 1917 an-gehören. 2. Die Wehrpflichtigen des Geburtsjahrganges 1917 können vom 1. April 1938 bis sunt 30. September 1938 zum Reichsarbeitsdienst und vom 1. Oktober 1938 ab zum aktiven Wehrdienst her-angezogen werden. 3. Die Wehrpflichtigen des Geburtsjahrgang» 1916, die im Sommerhalbjahr 1937 ihre Arbeit»-dienftpflicht noch nicht erfüllten, können Z ebenfalls vom 1. April 1938 bis 30. September 1938 zum Reichsarbeitsdienst und vom I. Oktober 1938 ab zum aktiven Wehrdienst herangezogen werden. Zur freiwilligen Ableistung de» aktiven Wehr-dienste» können sich für die Einstellung im Herbst 1938 wehrpflichtige deutsche Reichsbürger im Aus-land melden, die am 15. Oktober 1938 des 17. Lebensjahr vollendet und da» 25. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die Freiwilligen des Ge-burtsjahrganges 1916 und jüngerer Geburtsjahr-gänge müssen vor dem aktiven Wehrdienst den Reichsarbeitsdienst ableisten. Die dienstpflichtigen deutschen Staatsangehörigen, die im Save- oder Draubanat wohnhaft find, haben sich spätestens bis zum 31. Mai d. I. durch Gin-reichung des vorgeschriebenen, ordnungsmäßig aus-gefüllten Anmeldedlattes bei dem deutschen Konsulat in Zagreb anzumelden. Bei Einreichung de» Anmeldedlattes, da» beim Konsulat erhältlich ist, können etwaige Zurückstellungsanträge gestellt werden. Schriftlichen Anträgen auf Uebersendung eine» Anmeldeblatts ist das Rückporto bei- * zufügen. Die Seekontrolle vor April kaum wirksam Es mehren sich die Anzeichen dafür, dah die spanische Land- und Seekontrolle nicht, wie ur-sprünglich vorgesehen war, am 6. März in Kraft treten kann. E» erscheint sogar fraglich, ob das ge-famte Kontrollsystem sehr viel vor dem 1. April arbeitsfähig fein werde. Japan will Holländisch-Neuguinea pachten Tokio. Ministerpräsident Hayashi erklärte nach einer Meldung des „Asahi" im Laufe einer Sitzung des Budgetausschusses des Landtages, dah Japan die Absicht habe, Holländisch-Neuguinea auf ewige Zeiten zu pachten. Er fügte hinzu, dah dieser Pacht-vertrag den Abschluß eines Nichtangriffspakte» mit dem Haag ermögliche. Litauen russisches Durchzugsgebiet im Kriegsfalle Warschau. Der russische Generalstabichef Jegorow ist von seiner Rundreise in den Balti> schen Staaten (Lettland, Estland und Litauen) nach Hause gelehrt. Dem Een«ralstabsch«f soll e» gelun-gen sein, mit der Regierung von Litauen einen Ber-trag abzuschließen, wonach Litauen in einem Krieg zwischen Deutschland und Ruhland den russischen Truppen freien Durchzug gewährt. ^Die Türkei bestellt in Deutschland lv Handelsschiffe und 4 Kriegsschiffe Aus Ankara wird gemeldet: Die türkischeRe-gierung hat mit dem Direktor der deutschen Krupp-fabriken Edmond einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem die Firma der Türkei 10 Handelsschiffe von 3.000 — 5.000 Tonnen im Gesamtwerte von 9 Millionen türkischer Pfund zu liefern. Außerdem ist auch ein zweste» Abkommen unterzeichnet worden, nach welchem Deutschland 4 Zerstörer von 1.800 — 3.000 Tonnen sür die türkische Kriegsflotte zu liefern hat. Alle diese Schiffe sollen durch Kompensationen im Clearingwege in einer mehrjährigen Frist bezahlt werden. Wie verlautet, ist der Abschluß diese« grohen Geschäftes bereit» während des Besuches des deutschen Ministers Dr. Schacht in Ankara festgesetz worden. Demnächst wird der Pakt der vorderasiatischen Staaten, Türkei, Irak, Iran und Afghanistan unter-zeichnet werden. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 18 Volksdeutsche Rundfunksendungen von 7. bis 13. März 1937 7. März, um 11.00—11.30 Uhr. Grenzland-dichtung aus West und Ost. Reichsstnder Stuttgart. Um 17.30—18.00 Uhr. Auslanddeutsche Kulturarbeit in Peru. Deutschlandsender. Um 18.00—19.05 Uhr. Der letzte Gnadenbur-ger. Hörspiel aus einer Kolonie im Kaukasus. Reichs->ender München. Um 18.30—19.00 Uhr. Werk« von Josef Rei-ter. Reichssender Köln. 8. März, um 17.45—18.00 Uhr. Erwin Witt-stock liest. Reichssender Stuttgart. 9. März, um 10.00—10.30 Uhr. Deutsche Bauernfaust ringt um deutsches Recht im Banat. Hörspiel. Reichssender München. Königsberg Saar-drücken, Köln, Deutschlandsender, Leipzig, Bresla». Um 19.00—20.00 Uhr. „Karpathenland". Eine Hör olge über die Zip». Reichssender Breslau. Im 20.10—21.00 Uhr. „Der Vizekönig von Ostafrika". Hörspiel. Reichssender Königsberg. 10. Mär^ um 10.00—1030 Uhr. „Kammer-musikabend bei Joses Haydn". Hörspiel. Reichssen-der Königsberg, Deutjchlandsender, Bretlau, Ham-bürg, Lechzig, Köln und München. Um ltt.30—16.45 Uhr. Ein großer deutscher Afrikaner (Schweinsurth). Reichssender Berlin. Um 17.00—17.10 Uhr. Der wandernde Esel. Schwank von K. H. Strobl, Deutschlandsender. 11. März, um 17.30—17.45 Uhr. „Oesterreich, Erbe und Sendung im deutschen Raum". Vortrag. Reichender Frankfurt. 13. März, um 18.15—18.45 Uhr. Heiterkeit und Fröhlichkeit im Erzgebirge. Reichssender Leipzig. Um 20.10—22.00 Uhr. „Klingendes Land", Elsaß - Lothringen singt und spielt. Reichssender Frankfurt und Saarbrücken. Deutsche Kultur in Oesterreich In Berliner politischen Kreisen war mit Be-fremden beobachtet worden, daß der Zusammentritt des deutsch österreichischen Kulturausschusses von ei-nigen Wiener Blättern wie der „Reichipost" mit Betrachtungen über die Unterschiede in den deutschen und österreichischen Kulturaussassungen begleitet wur-den, obwohl ausdrücklich von Regierung zu Regie-rung die Ueberzeugung von der Notwendigkett be-stand, die Verhandlungsarbeit nicht durch Presse-dislussionen stören zu lassen. Die Reichepost hatte österreichisch« Besorgnisse in der Richtung angemel-det, daß man auf kulturellem Gebiet in Oesterreich besonders empfindlich gegenüber dem nationalsozia-listischen Deutschland sei, in dem „das Christentum entwurzelt und das humanistische Bildungsideal be-settigt" würden. Der Artikel hatte offenbar die Ab-ficht, durch Herausarbeitung solcher Gegensätzlich-leiten von vornherein die Wirksamkeit eines deutsch-österreichischen Kulturabkommens zu hintertreiben. Am nächsten Tage hat die gleiche Zeitung „Mitteilungen von besonderer Seite" zum Thema „die Besonderheiten und da« Gemeinsame" veröffentlicht, die eine deutliche Richtigstellung der vor-genannten störenden Einwände darstellen und des-halb in Deutschland begrüßt werden, zumal die Tat-sache ihrer Veröffentlichung den klaren Willen der Wiener Regierung erkennen lasse, auch die Kultur-Verhandlungen zu einem positwen Ergebnis zu ent-wickeln. Die «Reichspost" hatte geglaubt, vor einem Kulturabkommen warnen zu sollen. Die Erflärun-gen von besonderer Sette rufen nun in die Erin-nerung zurück, daß der Abschluß eines Kulturab-kommen? überhaupt nicht geplant ist, weil für ein Abkommen, da» dem Austausch von Gütern und Werken verschiedener Kutturen dienen soll, im geistigen Verkehr zwischen zwei Staaten gleicher Kultur kein Raum ist. Es handelt sich zwischen Berlin und Wien vielmehr um die Bildung eines Ausschusses, der in freier Weise die Formen der Zusammenarbeit finden soll, wobei zunächst die Frage der Wissenschaft, der Universitäten und des höheren Schulwesens lm Vordergrund stehen. Zeppelinverkehr nach Indien und Ostasien Berlin. Der Direktor der Zeppelin Reederei. Luftschiffkommandant Kapitän Lehmann hat mitge-teilt, daß die Zeppelin-Werke die Eröffnung neuer Linien nach Indien und Ostasien planten. Die Luftschiffe für die neuen Linien würden nach dem Vorbild des „LZ 121" gebaut werden. Bis 1940 sollen vier neue Luftschiff« f«rtiggestellt werden. Der Senat für den 8. März einberufen B e o g r a d. Der Senat wurde für Montag, den 8. d. M, einberufen. Tagesordnung: Festsetzung der Tagesordnung. Gründung einer Jugoslawisch-bulgarischen Bank? Die „Münchner Neuesten Nachrichten" veröffent-lichten einen Artikel über die Annäherung zwischen Jugoslawien und Bulgarien, und führen unter anderem aus, dah in Beograd eine Jugoslawisch-bulgarische Bank gegründet werden soll, und zwar mit Zweigstellen in Sofia, Zagreb, Ljubljana, Plovdio, Varna und Burgas. Arbeitslosenunterstützung Ljubljana. Die Ljubljaner Arbeitsbörse hat vom 1. Jänner bis zum 30. Februar an Arbeits-lose 1.3 Mill. Din ausgezahlt. Das ist die größte Summe, die zu diesem Zweck im Gebiet des Drau-banales seit dem Bestand dieser Einrichtung veraus-gabt wurde. Ursache dieser geradezu rekordmäßigen Erhöhung der Unterstützungen ist, dah in letzter ZeÜ die Unterstützung sür den Fall der Arbeits-lofigkeit von 5 auf 11 Wichen Dauer ausgedehnt wurde. Infolgedessen werden die Mittel, die der Börse zur Verfügung stehen, in kurzem erschöpft sein. Es entsteht die Frage, was im Herbst ge-schehen soll, wenn größere Erfordernisse eintreten. Ein Bericht aus „Nasa moc" Nr. 3. Ljubljana, Märzausgabe Ueber die Kämpfe in Spanien heißt es darin wörtlich: „Bei den Kämpfen in Spanien zeichnen sich unter den Fliegern vor allem die Russen aus. Die Deutschen, die als die ersten hinter ihnen stehen, nehmen sogleich reihaus, sobald sie die Russen erblicken. Wie wir lesen, können die Deutschen aus ihren Flugzeugen nur vom einem gewissen Winkel aus nach unten schiehen, nicht ober nach oben. Da-gegen aber können die Russen nach allen Seiten schießen und sie nähern sich dem deutschen Flug-zeuge so, dah sie es von dieser Seite anpacken, von der es am leichtesten beschädigt werden kann". Wenn man solche Dinge ließ', erinnert man sich gern an die fernen Kindertage, wo man mit Holzgewehren untereinander grohe Schlachten lieferte, den Feind tot schlug, der Sieger ober selten mit heiler Haut davon kam. Der „totgeschlagene" Feind aber lachte gesund hinter den Gebüschen heraus. Der Berichterstatter scheint uns „märchenhafte" Erzählungen zu schildern. Blutiger Zusammenstoß zwischen Anhängern des „Zbor" und Faschistengegnern in Beograd Aus Beograd wird gemeldet: Sonntag kam es in Beograd anläßlich einer Versammlung des Führers der Bewegung „Zbor", Dimitrije Ljotic, im Saale des Lichtspieltheaters „Triglao" in der Sarajevo«: Straße zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen den Anhängern des „Zbor" und faschiften-gegnerischen Kundgebenden. Anläßlich des Zu-sammenstohes wurden 10 Personen verletzt und das Eisenbohnerheim, in dem sich der Kinosaal befindet, schwer beschädigt. Der Sachschaden wird auf 100000 Dinar geschätzt. Die Kundgebenden haben versucht, in das Ge-bäude einzudringen, wurden aber daran durch Ein-greifen der Polizei verhindert. Mehrere Angreifer wurden an Ort und Stelle festgenommen. Die Bolschewistengefahr in der Tschechoslowakei In der Tschechoslowakei wird in Kürze eine Ausstellung eröffnet werden, die durch das ganze Land ziehen soll. „Die Sowjetunion lebt und schafft", diesen vielveriprechenden Titel führt die Ausstellung. E» handelt sich um die Schöpfung eines tschechischen Professor», der aus diese Art und Weise im engsten Einvernehmen mit der sowjetrussischen Gesandtschaft für den Kommunismus in der Tschechoslowakei Propaganda treiben will. Es ist die» ein neue» Beispiel, wie stark dieser Staat bereits vom Kommunismus durchsetzt worden ist. Immer wieder wird in verantwortungsdewuhten Kreisen darauf hingewiesen, dah die Tschechoslowakei bald die Rolle eines zweiten Spaniens spielen wird. In einer englischen Flugzeugfabrik wurde aber-mal» «in kommunistischer Sabotageakt ausgedeckt. Heerschau der deutschen Sänger Da» Bund«sseft in »mtau An die Sänger in allen deutschen Gauen und an die Sänger deutschen Stammes in aller Welt ergeht folgender Aufruf: „Aus nach Breslau. zum Deutschen Sänger-bundfest! An alle deutschen Sänger! Wir deutschen Sänger rüsten zum 12. Deutschen Sängerbundsest und zur 75. Jahrfeier des Deutschen Sängerbundes, die in den Tagen vom 28. Juli bis zum 1. August 1937 in Breslau stattfinden werden. Wir rufen die Sänger aus allen deutschen Gauen nach Breslau, dem altehrwürdigen Bollwerk deutscher Kultur im Südosten des Reiches. Wir rusen aber auch die Sänger deutschen Stammes au» aller Welt. Unser großes Fest wird eine gewaltige Heerschau der deutschen Sänger werden. Ein mächtiges Bekenntnis zum deutschen Volke und zum deutsch«n Lied. Die Feststadt Breslau, das große Deutsche Reich werden alle Sangesbrüder in herzlicher Gastlichkeit empfangen, um mit ihnen das Fest des deutschen Liedes zu feiern." Josef A. Iaksch gestorben In Wien starb am 15. Feder d. I. im 76. Le> bensjahre der Obmann des Ostmärkijchen Länger- bundes Hofrat Josef A. Iaksch. Aus den orga-nijatorijchen Vordereitungsarbeiten zum Besuch de» 12. Deutschen Säng«rbundssestes in Breslau heraus-gerissen, verliert der Ostmärkisch« Sängerbund seinen bewährten Leiter, der dank seiner Persönlichkeit und dem in ihn gesetztes Vertrauen in schwerster Not seine Sängerscharen durch alle Klippen wirtschaft-licher und politischer Gefahren gut durchgebracht hatte. Fast vier Jahrzehnte stand er an der Spitze des Sängerbundes als der geborene Führer, begabt mit der Kraft weitblickenden Verstandes, bezwingend in seiner Herzensgüte und unwandelbar in seiner deutschen Art. Bau eines Rhein-Donaukanals Berlin. Der Bau eines Rhein-Donaukanals ist engültig beschlossen worden. Die Arbeiten sollen derart beschleunigt werden, daß im Jahre 1943 der Kanal beretts fertig gestellt sein wird. Kurze Nachrichten Deutschland bestraft seine Volksschädlinge. Ein Obsthändler ist wegen Preiswuchers mit einer Geld-strafe von 350000 Reichsmark bestraft worden. Das übrige Obst wurde ihm abgenommen und der Laden gesperrt. In ganz Rotspanien sind Brotkarten eingeführt worden. Pro Tag und Kopf kommen 250 Gramm. Mit der Riesenaufrüstung Englands wetteifern nun auch Japan und USA. Die Aufrüstungsbeschlüsse Italien» haben bei den Westmächt»n neuen Unmut erregt. Belgien wünscht von Frankreich und England Befreiung von militärischen V rpflichtungen. In der französischen nordafrikanischen Kolonie Algerien kam es zu schweren blutigen Ausschreitungen. Am 4. d. M. gedachte man in deutschen Landen der 56 Toten al» Blutzeugen der Sudetendeutschen, die am 4. März 1919 wegen ihre» deutschen Be- kenntnisse» ihr Leben lassen mußten. ch Die Save und Donau wachsen weiter; damit wächst auch die Überschwemmungsgefahr. In Ungarn sind schon weite Gebiete überschwemmt. » Nach dreimonatiger Streikdauer wurde die 'Arbeit in der Papierfabrik Vevc« am 4. d. M. wieder aufgenommen. Polen ist über da» Buch des gewesenen tschecho-slowakischen Gesandten Bukarest, $«b a, sehr ausgebracht. In Sibirien gab es wieder einen sogenannten Trotzkisten>Prozeh Drei Angeklagt« wurden zum Tod«, di« anderen zur Zwang»arbeit verurteilt. Nummer 18 Deutsche Zeitung Seite 5 Du fährst heute natürlich auch mit Flughafen „Grüne Wiese". '|i9 Uhr abends Aus Stadt und Land Celje Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. März findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr in der Chnstuslirche, der Jugendgoltesdienst bereit» um 9 Uhr im Gemeindelaol statt. Diene« tag, den 9. März, muh der Vortrag ent-fallen. Der nächste kirchliche Vortrog wird am 16. März gehalten. Sein Thema ist: „Die gegenwärtige Lage des Protestantismus in Oester-reich". Beschlüsse des letzten Gemeinderates. Anlählich der letzten Gemeinderat->sitzunq wurden u a. folgende Beschlüsse gefaht. Der Stadlpräsident berichtete über die geplante Einführung der „auto-matischen Ttlephonzenttale". Der Finanzreferent be-richtete über den Gemeindevoranschlag 1937/38. Alle einzelnen Beschlüsse wurden einstimmig ange> nommen. Da Ceije zum Sommerscischenort ernannt wurde, werden grohe hygienische und soziale Neue-rungen eingeführt: Strahen, Wege. Anlagen, Kanalisierungen u. a werden modernisiert. Gegen die Sannoerunreinigung werden auf Antrag des Ge> sundheitsreferenten Dr. Georg Skoberne die fchärflten Mahnahmen getroffen werden. Nach dem ordentlichen Voranschlag betragen die Gesamtausga-ben 14,997.663 Din, denen ebensoviel Einnahmen gegenüberstehen. Bekommt Eelje doch einen Justizpalast? Der Justizminister wird im Parlament eine Vorlage einbringen, die ihn ermächtigt, bei der HUvthekar-dank ein Darlehen von 167 Millionen Dinar aus-zunehmen, zum Bau der Justizpaläst« in Beograd, Zagreb und Celje. Automatische Telephonzentrale? Kommt sie? Der Gemeinderat von Eelje gibt sich allerdings grohe Mühe, um der drittgröhten Stadt Sioweniens eine automatische Telephonzentrale zu verschaffen. Gin neues Wetterhäuschen zwischen dem Bahnhof und Hotel Post wird der Verschönerung»-verein von Eelje errichten. Der Stadtrat hat dazu auch schon 15.000 Dinar genehmigt. Der Verschö nerungsoerein in Eelje bemüht sich auch um die Einführung mehrerer elektrischer Uhren in Celje. Einen Warteraum für Autobusfahrer, in dem gleichzeitig Autobusfahrkarten ausgegeben werden, will das städtische Autobusunternehmen neben dem Bahnhofsgebäude errichten. Mit dem Bau des Arbeiterasyls am Vrazoo Platz hat die Firma Franz Nerat be» reit» begonnen. Vorerst sind bei der Erdaushebung der rund 3000 m' Baufläche an die zwanzig Ar-beiter beschäftiget. Der Bau schlicht an da» Ge-bäude der Elektrizität? - Niederlage an und wird dreistöckig. Ebenerdig wird da» für unsere Stadt schon sehr notwendig gewordene städtische Dampf-und Wannenbad untergebracht. Mit diesem und mehreren anderen, in nächster Zeit beginnenden Bauten, wird doch einigermahen die grohe Arbeits losenkrise gemildert. KINO UNION CELJE Täglich 3 Vorstellungen: >515.1830 und 2045 Uhr, an Werktagen um 18-30 Uhr alle Plätze zu Din 4.50. Samstag 6. Gitta entdeckt ihr Herz Sonntag 7. Montag 8. Unter heissem Himmel Dienstag 9. Mittwoch 10. Die Königin der Dschungel Matinee: Sonntag um 10 u. 14 Uhr KINO METROPOL CELJE Voretelluagni täglich um 16-15, ins und M> 30 Uhr Samstag 6. Sonntag 7. Hofkonzert Montag 8. Dienstag 9. . Mittwoch 10. Matinee: Samstag um 14, Sonntag um 1015 und 14 Uhr: Ich und Du. Preise 3jo und 1.50. Freiwillige Feuerwehr und deren Stet-tungsabteilung Celje. Den Wochendienst über- nimmt der 2. Zug-, Kommandant: Bandek Edmund. Inspektion: Hauptmann Kaschier Franz. Künstliche Augen 1^1 I fertigen dir naturgetreu für unsere Patienten an F. Ad. Müller Söhne, Wiesbaden JlnZasreb^UntT^nitIt^^ugenkliDil^oinlft^>hM8^1l^ Maribor Acht Personen von einem tollen Hund gebissen. Im Dorfe Bezena bei Ruse bih ein toller Hund acht Personen. Der Tierarzt au» Ruse stellte fest, dah der Hund an Tollwut erkrankt war. und lieh ihn vettilgen. Alle Gebissenen, ausgenom-men die beiden Bettlerinnen, die noch nicht ausge-forscht werden konnten, wurden In da» Mariborer Krankenhaus gebracht. Ptuj Der Gesangverein bereitet Ueberra-schungen vor. Wie uns unser Berichterstatter mitteilt, bereitet der Gesangverein der deutschen Min-derheit sür sein Publikum eine Ueberraschung vor, die noch geheimgehallen wird. Wann und wo das Publikum überrascht werden soll, wissen wir bereits, wollen aber einen ausführlichen Bericht erst dann veröffentlichen, wenn es unserem Berichterstatter ge-lungen ist, genauere Einzelheiten zu ergründen. Da olles unter den größten Vorsichtsmahnahmen vor-bereitet wird, haben wir uns entschlossen, noch einen zweiten Berichterstatter dorthin zu senden und wer-den uns bemühen, sobald als möglich diese geheim-nisvollen Vorbereitungen de» Gesangvereine» zu enthüllen. Und abermals die Verkehrsregelung in der Dravska ulica Wenn man die verschiedenen Aufsätze in den Zeitungen über die Dravska ulica und den allen Stadtturm als Verkehrshindernis liest, so hat man da» Empfinden, dah schliehlich doch über da» alle, ehrwürdige Baudenkmal das Todesurteil gesprochen werden soll und wehmütig die alten Bürger der Stadt sehen werden, wie Spitzhacke und Meihel, vielleicht sogar Sprengstoffe dem alten Wahrzeichen zu Liebe lücken werden. Zugegeben, schön ist der Turm ja wirklich nicht, besonders unangenehm für Auge wie Nase sind die Zerstörungen am Mauer-werke an der dem Draufluh zugekehrten Seite. Nicht wett von diesem Schandfleck künden steinerne Tafeln, dahj. B. am Allerheiligentage des Jahre» 1567 das Wasser „so hoch gangen ist", steinern« Kanonenkugeln aus der Türkenzett erzählen von schweren Tagen, die einst über unsere Stadt herein-gebrochen waren. Der grohe Brand im Jahr« 1664 mag wohl auch diesen Turm seines Dach«» beraubt haben, die massiven Mauern aber hielten wie ein Jahrhundert vorher d«m Wasser, so auch dem Feuer stand. Wenn der alle Turm auch nicht au» der Römerzeit stammt, im düstern Mittelalter, über da» unsere Stadtgeschichte ohnedies reichlich wenig weih, stand er sicherlich schon grau und trotzig da. Man sollte ihm also mehr Beachtung als Denkmal, als als Verkehrshindernis schenken. Er ist für je-den Fremden interessant und sollte auch unsern Mit-bürgern etwa» bedeuten. Wenn Ptuj heute auch Grohgemeinde ist. so sollte man doch gröhere Städte ansehen und befra» gen. wie man dort den Verkehr regelt, ohne alte Baudenkmäler einzureihen. Auf welche Art wird z. B. in Graz txr Verkrhr, der noch etwa» lebhaf-ter als bei uns ist, von den engsten Gassen abgelenkt? Ich denke dabei an die Murgasse, die doch auch nicht viel breiter als die Dravska ulica ist! Man könnte doch auch in Ptuj den Verkehr au» dieser Gasse etwa» ablenken! Man könnte die Drao»ka ulica und die Voönjakova ulica zu Ein-bahn- (nicht Eisenbahn) Strahen erklären, d. h. di« in di« Stadt kommenden Fahrzeuge hätten durch die Dravska ulica, di« die Stadt in der Richtung zur Brücke verlassenden Fahrzeuge durch die Vosnjakova ulica zu fahren. In letzterer wäre aller-ding, dann auch die Reparatur der höchst elenden Bürgersteige wünschenswert. Erwähnenswert ist noch, dah gerade beim alten Stadtturm durchaus nicht die engste S'elle in der Dravska ulica ist. Diese verengt sich vielmehr erst zwischen der Tamm'jchen Schmiede und dem früheren Tamm'schen Wohnhaus. Um letzteres, das ja heute auch der Stadtgemeinde gehört, wäre sicherlich weit weniger schade, als um den alten, ehrwürdigen Turm. Der gefährlichste Punkt in der ganzen Stadt ist edoch zweifellos die Einmündung der Dravska ulica n den Minoritenplatz. Durch Niederlegen der nicht ehr schönen Magazine und des Gasthauses an der kcke, das zwar auch den Rest eines einstigen Stadt-turmes dargestellt, könnte sowohl die Strahe ver-breitett, als der Park vergröhert werden. An be-sonder» verkehrsreichen Vormittagen könnte man überdies den Fuhgängern den Weg durch den Stadtpark empfehlen. Fast das gleiche Verkehrshindernis wie die Dravska ulica stellt eigentlich eine unserer Haupt-Verkehrsadern, nämlich die Panonska ulica dar. Sie ist von einem Bürgersteig zum andern genau so schmal wie di« viclgeschmähte Dravska ulica. Nur steht dort leider kein alter Turm, der noch nieder-gerissen werden könnte. Sollte es aber doch einmal zum Bau der neuen Brücke oben bei dcr Dominikaner Kaserne kommen und die alle Draublücke abgerissen werden, dann möchte ich empfehlen, sich reichliche Mengen von Grassamen zu beschaffen, um die dem Veröden preisgegebenen Strahen in Weiden zu verwandeln. Sport Athetik : S. K. Celje 1 :2 Bei dem sonntägigen Spiel zeigte Athletik eine ganz bedeutende Formverbesserung gegenüber d«r Herbstsaison. Dcr Sieg des S. K. Eelje war ein glücklicher, da beid« Mannschaften gleichwertig wa-ren. Athletik hatte das Pech, dah zwei seiner Bälle an der Torstange landeten. Der schwächste Teil seiner Mannschaft ist noch immer der Sturm, der vor dem Tore viel zu weich und unentschlossen ist. Schiedsrichter Herr Nemec aus Maribor war ein gerechter Spielleiter. Athletik: Zeleznitar (Maribor) Sonntag, den 7. d. M, um 15.30 i'/,4) Uhr trägt Athletik am eigenem Platz sein Meisterschaft--spiel gegen die Mariborer Zeleznicarji au». Dieser Gegner steht an erster Stelle und ist auch wirklich di« beste Mannschaft unsere, Kreise». Gerade am verganaenem Sonntag siegten die „Eisenbahner" gegen Rapid mtt 4:0. Schrifttum Bei deutschen Pflanzern auf Java. Der Sonderberichterstatter der „Bilderwoche", Peter Dör» pel, berichtet in der neuesten (10.) Folge der „Bil-vermache" in einem aufschlußreichen Bericht au« Batavia mtt Ouginallichtbildern von einem Besuch bei deutschen Planzern auf Java. Die zehnte Folge feiert ein kleines Jubiläum, indem sie auf zwei Vollseiten einen Bilvquerschnitt durch di« ersten zehn Folgen der „Bilderwoche" bietet. Gleichzeitig liegt der Folge ein doppelsettig«» Wunschblatt bei: die L«s«r der „Bilderwoch«" werden gefragt, wa» ihn« bisher am Bild und Lesestoff, am Aeuhern und Innern der Wochen bilderzettung am besten gefiel, und ersucht, freimütig ihre weiteren Wünsche zu äuhern, die die Schriftleitung weitestgehend berück-sidtiiqen will. Die Kurzgeschichte ist bebildert und behandelt sich eigenttlch selbst. Für Frauen und Mädchen bringt die B W eine Schau der neuesten Frühjahrshüte (in Kürze folgt eine Schau moder-ner Schuh«). Aus dem gbrigin reichen Inhalt: Blumenpflege im März, bebilderte Kriminalgericht«, neueste Filmbilder, Bildhumor, sieben avuelle Bild-fetten über die jüngsten Ereignisse im In- und Ausland«, Roman. Rätsel, reichhaltige Rundfunk-beilage u. a. m. Die „Bilderwoche" kostet »Dinar. Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 18 Mariborer Kreditanstalt Im Großgasthofe „Orel" tagte am vergangenen Mittwoch die Hauptversammlung für das 73. Ge> jchänsjahr der Mariborer Kreditanstalt. Nach den Eröffnungsworten und nach Genehmigung der Ver-Handlungsschrift über die letzte Hauptversammlung machte der Vorsitzer Obmann Ingenieur Rudolf Kiffmann die Mitteilung, daß der kommerzielle Direktor Josef Peyer heuer ein doppeltes Jubi-läum feiert, die Vollendung seiner 35jährigen Tä-tigkeit als Letter der Genossenschaft und sein sieb-zigstes Geburtstagsfest, und dah die Anstalt diesen Anlah benütze, um der grohen Verdienste des Ju» bilars besonders zu gedenken. Seine Tätigkeit sei mit dem Gedeihen der Kreditanstalt so innig ver> bunden, dah man sich diese ohne Direktor Peyer heute gar nicht mehr vorstellen könne. Der Redner verwies auf die kritisch« Lage, in welche die Anstalt geraten war, als nach dem Umstürze alles wankte und edle Wertpapiere stürzten und auch die Kreditanstalt der Gefahr der Auflösung nahe war, und dah es damals Direktor Peyer im Verein mit dem seither verstorbenen Dr. Possek waren, die alle Kräfte aufwendeten, um die Anstalt zu retten, und dah es ihrer Unermüdlichkeit und Zuversicht gelang, neu« Reserven und Geldmittel zu schaffen und da-mit wieder neue Grundlagen für da» Weiterbestehen und Wirken der Anstalt sicherzustellen. Solch« Ver-dienste seirn in der Tat unvergänglich und ver-pflichten zu allergröhtem Danke, zumal Direktor Peyer trotz seines vorgerückten Alters mit unermüdlichem Eifer und mit voller Arbeitskraft sich auch heute noch dem Geschäften der Anstalt widmet. Als der Redner seine Dankesworte schloh und sein Glas auf da» weitere fegenvolle Wirken Direktor Peyers erhob, wurde dieser unter lebhaftestem Beifall oller Anwesenden der Gegenstand einer herzlichen Ehrung. In schlichten, aber eindrucksvollen Worten er-widerte Direktor Peyer. Er bemerkte u. o., dah 35 Jahre einer ununterbrochenen Tätigkeit in einem Berufe wohl für jeden Menschen geeignet seien, über einen so langem Zeitraum Rückschau zu halten und darüber etwa» nachzudenken. Auch er selbst könne dies wohl tun, doch wolle er damit die An-wesenden heute nicht „unterhalten". Als man seiner-zeit an ihn herangetreten sei, mit dem Ersuchen, die Leitung der Anstalt zu übernehmen, habe er sich nur sehr schwer dazu entschlossen. Er war damals bereits über 16 Jahre im Vorstand tätig und der Geschäftsbetrieb war ihm nichts neues. Er muhte sein eigenes berufliches Geschäft links liegen lassen und wuhte nicht, in welchem Umfange e» ihm ge-lingen werde, da» für die neuen Ausgaben unbe-dingt notwendige Vertrauen zu gewinnen. Ein Vor-bild sür vieles war ihm sein Vorgänger im Amte, Josef Leeb, dieser kreuzbrave, ehrliche, selbstlose Arbeiter. Aber trotz der Lauterkeit seines Wesens und der Redlichkeit seiner Absichten habe er es doch nur bis zu einer gewissen Höhe gebracht, dann aber verflachte sich seine Arbeit; die Zest indessen wies in andere Richtungen. Der Redner betonte, wenn es ihm gelungen sei, nach dem Zusammenbruche trotz der damaligen empfindlichen Rückschläge die Anstalt wieder hochzu-bringen, so gedenke er in erster Linie seiner ge-treuen Mitarbeiter, vor allem des unermüdlichen Freundes L o n i a r, und danke allen, die ihm so grohes Veitrauen entgegenbrachten. Es hat viel Arbeit und Mühe gekostet, um einzelne wieder für die Anstalt zu gewinnen, es war ein langer und schwerer Weg; aber er wurde gewonnen unter Fest-Haltung de» Leitspruche»: Einer sür alle! Heule zählt die Kreditanstalt zu den besten Geldanstalten der Stadt. Sie hat heute im Vor-stände und im Aufsicht»rate Männer, die wohl in der Lage find, jede Lücke in unseren Reihen mit allem Vorbedacht auszufüllen. Der Redner versicherte, dah ihm das Wohl der Kreditanstalt geradezu zu seiner Lebensaufgabe geworden sei und dah die Anstalt auf Jahre hinaus sich in bewährten treuen Händen befinde. Dieses Bewußtsein sei ihm der schönste und beste Dank für alle seine Bemühungen und ^erfülle ihn mit Beruhigung für die Zukunft d?r Anstalt. Er dankte für die ihm von dem An-wesenden zuteil gewordene Anerkennung und hoffe, dah e» ihm vergönnt sein werde, in der Anstalt auch noch seinen „Fünfundsiebzicijährigen" feiern zu können. Den Worten folgte herzlichster Beifall. Sodann gelangte der Revision»bericht de» Ge-nossenschastsrevisvr» au» Ljubljana durch Dr. K u p-n i k zur Verlesung. Der Bericht umfaht die ins ein- 8lne gehenden Ergebnisse der Revision, enthält die nerkennung einer auf gesunder und sicherster Grundlage geführten Wirtjchaftsgebarung und hebt die unbegrenzte Verantwortungswürdigkeit der An-stalt hervor. Run widmete Direktor Peyer den im vergan-genen Sommer dahingeschiedenen Anstaltskontrollor Johann Pelikan einen tiefempfundenen Nachruf, der die vieljährige, uneigennützige Tätigkeit des Ge-nannten würdigt. Seine seltene Arbeitskraft hatte er nicht nur der Anstalt gewidmet, sondern sie galt auch anderen Aemtern, die Pelikan als Bezirksvor-steher und Armenrat mit Liebe und Selbstlosigkeit versah, und den liebevollen Pflichten für seine Fa-milie. Sein gewinnendes, sonniges Wesen werde die Anstalt in treuem Gedenken stets in Ehren halten. Einen grohen Teil der Tagesordnung nahm die nun folgende Vorlage des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1936 ein. Der Berichterstatter Direktor Peyer bemerkte einleitend, dah die allgemeine Wirtschaftslage auch Heuer gegenüber dem Vorjahre sich nicht gebessert hatte. Verschiedene Staaten haben Währungs-Operationen gemacht, um das allgemein« Wohl zu heben, doch führten diese Maßnahmen auch nicht zum Ziele. D«nn die Erfolge beweisen gerade das Gegenteil. Gewih ist, dah der Wellkapi-talismus und die Weltwirtschaft ganz versagt haben und dah die individuelle Verwaltung wieder in ihre Rechte tritt Gegenüber solchen Erscheinungen be-trachtet die Kreditanstalt es für ihre wichtigste Auf-gäbe, da« ehemalige Vertrauen der Einlagen wieder zu gewinnen und zu erhalten. Wenn die Einleger die gute Wirtschaft erkennen, dann kehrt das alte Vertrauen wieder zurück. Nur durch den Kreislauf der Geldmittel kann die Volkswirtschaft zum gedeih-Iichen Betrieb wieder angekurbelt werden. Bei rich-tiger Führung könne aber auch eine kleinere Anstatt gute Erfolge erzielen. Der Rechnungsabschluh ersaht naturgemäß alle Einzelnsten der Gesamtgebarung, wobei durch die Erläuterungen des Berichterstatter« und vergleichsweise Gegenüberstellung mit dem ent-sprechenden Posten des Vorjahres ein fortwähren-des erfreuliches Aufsteigen und ein immer größerer Umfang der Geldbewegung ersichtlich ist. So haben die Spareinlagen, die im Vorjahre rund 17,600.0(10 Din betrugen, sich im Jahre 1936 auf 19,201.511 Din erhöht, einen Betrag, daß man wegen der un-bedingten und jederzeitizen Liquidität wohl nicht besorgt zu sein braucht. Diese ist unter allen Um-ständen gesichert, worauf die Anstalt stet« das größte Gewicht und alle ihre Obsorge legt. Zur Sicherhett der Einlagen hat sich der Reservefond wieder um ein beträcytliches vermehrt und beträgt heute 611.086.74 Din. wozu noch ein Spezialreservefond von 120.000 Din kommt. Im engen Rahmen dieses Berichtes ist es na-türlich unmöglich, genauer auf die einzelnen Geld-posten einzugehen. Es können nur einige größere Posten hervorgehoben werden. Die Wechselkredite betrugen 6,468 041 Din, die Kontokorrente 10,933.140 Din; gegen da« Vorjahr erhöhten sich die gewährten Kredtte um 572.111 Din. Au« dem Akliostande der Bilaaz ist auch hervorheben, dah der Realitätenwert der Genossenschaft 3,482.600 Din, da» Inventar 23.000 Din beträgt. Die Direktion war auch immer bestrebt, einen Äil der überschüs-sigen Gelder bei der Narodna banka und in der Postsparkasse anzulegen und möglichst gut unterzu-bringen, um vom Zinsenentfall nicht allzu hart be» troffen zu werden. Der Berichterstatter erwähnt auch die Beziehungen zu anderen Geldanstalten und ver-weist darauf, dah man im vorigen Jahre zur Sa-nierung der Zadnizna zveza in Ljubljana einen Beitrag von 56.341 Din hab« zahlen müssen, ohne dafür irgend eine Rückentschädigung zu «hatten. Beträge in solcher Höhe dürfe man nicht au» dem Gedächtnisse streichen, sondern müsse aus solchen Tatsachen eine gute Lehre ziehen. Der Redner be-fahte sich auch noch mtt der Bewegung im Ge-winn- und Verlustkonto und streicht auch die Frage der BaAernentschuldung, die aber für die Anstalt nicht besonder« einschneidend sein werde, weil sie erfreulicherweise nur wenige Bauernschuldner habe. Er erklärt, dah alle Posten der Bilanz eine Er-höhung erfahren haben, dah nirgends ein Rückgang vorgekommen fei und dah der Reingewinn von 223.218 Din als erfreuliches Ergebnis der Wirt' schastsgebarung bezeichnet werden müsse. In ihrer Gesamtgebarung und Sicherheit stehe heute die Anstatt gewih an hervorragendster Stelle. Direktor Peyer machte auch noch Mitteilungen über die Verwaltung«- und Kanzleiardeiten, die zur Be-wältigung de« gesamten Geschäftsverkehres von 219,158821.76 Din notwendig waren, richtete Lvorte des Dankes an die pflichtgetreurn Beamten der Anstalt, dem Aufsichtsrat, besonders an den unermüdlichen Herrn Julius Pfrimer für seine Mttwirkung und schloh mit dem Wunsche für bestes weitere» Gedeihen dcr Kreditanstalt. Für den Aufsichtsrat beantragte Herr A. L o n-k a r, dem Vorstande für seine musterhaste Geschäfts-führung den Dank und die Entlastung zu erteilen, was beifälligst geschieh». Aufsichtsrat Pfrimer gab bekannt, dah zum Finanzgesetze über die direkten Steuern für das Jahr 1936/37 entgegen einer früheren Verordnung ein Zusatz erschienen sei de« Inhaltes, dah ohne Verlust der Steuerfreiheit die Geschäftsanteile wieder mit mäßigen Zinsen verzinst werden dürfen, jedoch der Verordnung zufolge erft vom 1. April 1936 an. Der Redner beantragt demnach, für die 5'/„ige Verzinsung der Geschäfts-anteile, den dafür vorgesehenen Betrag von 15.227 50 Din zu verwenden, von dem Reingewinn mit 223.218 Din aber dem Pensionsfonde 10000 Din und dkm verbleibendrn Rest von 213.218 Din dem Reservefvnde zuzuweisen. Wird einstimmig an genommen. Einer Satzungsänderung, die eine unwesentliche formelle Angelegenhett betrifft und worüber Dr. M ü h l e i s e n berichtete, wurde zugestimmt. Aus dem Ausschusse hatten satzungsgemäh mehrere Mit« glieder mtt Wiederwählbarkeit auszuscheiden. Demnach wurden die biiherigen Aemterführer Obmann Rudolf K iffma n n und Kontrollor Karl Pug el sowie Aussichtsrat Dr. Otto Blanke in ihren Aemtern einstimmig wieder bestätigt und als Mtt-glieder der Einschätzungekommission ebenfalls wie-dergewählt Mag. Viktor S a v o st, Dr. Hans Schmiderer und Mox Uffar. Die Bestimmung des Höchstbetrage», zu dem Darlehen gege-den werden, wurde nach dem Antrage Pugels der gemeinschaftlichen Beurteilung und Beschlußfassung de« Auffichtsrates und Vorstandes überlassen. _A. 6. Ein russisches Blatt meint, Sowjetrußland sei da» musikalischste Land der Welt. — Vonwegen Heulen und Zähneknirschen! (Deutsche Wochenschau) l ff u empfiehlt sich zur Besorgung aller BOcher, Geschenkwerke aller Art, Lexika, Fachbücher wie auch Fachzeitschriften und Musikalien für alle Instrumente 5 Große Auswahl von neuesten Modejournalen stets lagernd ♦ Abonnements übernehme zu jeder Zeit ch Infolge des günstigen Mark-Kurses empfehle ich die Anschaffung von Büchern esonders jetzt ♦ Verlanget Offerte, Prospekte, Verzeichnisse! Buch-, Musik-, Pupicrhiindlung: und Antiquariat Domovinn, Celje, Kral.ja Petra e. 45 Gelegenheitskauf | Bnschrosen o. 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