^, 9?. Donnerstag, 30. April 1891. lift. Jahrgang. kllillacher Zeitmg. "dr,^? ^---------------------------------------------------------------—-—------------------------ l< "tt«l. ^'biHh^,"n^ " ltvei, c,, dun « : ganzjährig si. lb, hnlbjährig fl. 7'5l>. Im « omvtolr: l^^^ M ,u 4 «I I ^ ^' 9>>r die gustellung i»« Hnu« «anzjHhri« fi. l. - I»lertiou««bUr: Für ^^^^ """n Ü5 ti.. grSher« per Zeile 6 lr .- bei öfteren Wiederholungen per Zelle 8 lr. Die «Laibachcr Zeitung» erscheint tHglich mit Ausnahme der Tonn» und Feiertage, Die Ndmlnlstratlo» befindet slch Ll>l,gre!«platz ». die ««dactlo» Vahnhofgasse 24. Bprechftunben der Redaction täglich von 10 bi« 1» Uhr vormittag«. — Unfranliertt Vrieft »erben nicht angenommen und Manuscrlpte nicht zurültgesteUt. ^^^^^°unement auf die ^«lbacher Zeitung. ' ^««-- ' fiir Laibach: / ' ? ^^ ganzjährig . . 11 fi. - lr. ', i"^„ vierteljährig . 2 „ 75 „ '''sutt " "'°"°"ich . . - „ 92 „ ^^°" "ei cl^ung ins Haus für hiejige V'^rii Gulden. "^" »verde"n"""""b'w"''«ae wollen Porto« V^^leilllnasr K Fed. Samberg. H, A»Mchei Weil. ^ ''V^Iich'^"lseher Andreas Wadnou in ^'benhf^" v^ ihm erbetenen Versetzung ^,lleuen V°"d ^ Anerkennung seiner '' k'^tlre^w,^^ten Dienstleistung das »^ uz mit der Krone allergnädigst zu Mns. " Cultus und Unterricht hat zu /lMist^e" ernannt: den Director der "lbezii n '" Marburg Heinrich Schreiner " b'tfer 9 l?^"ng Marburg, den Religions- .,/>le Et 9 ?alt Franz Ianezic für ^.ssblln^ mihard und Windisch. Feistrih X? sür d?""chrer an derselben Lehranstalt ^^^chulbezirl St. Marein. /^'^ Abgeordnetenhauses. '., ^°"Nl der «Laibacher Zeitung». U>?Wefere«. . --Wien. 29. April. M>^z «"en des Adressausschusses des ^ l« ^ f^. Biliiisli. heute vorgelegte iL>iche »"en Wortlaut: Euere kais?r-i>. ,nit k°"°lische Majestät! Die er-^^ z^ denen Euere Majestät in ge^ '^ "äti^"? aufnähme ^'"" ^"^^ ^ "'dttanl's berufenen Neichsrath zu be- Vx^dH" ^ neugewählte Abgeord» '^>r ^.^ ^^'"e um allergnädigste '^ unw,?.' 'eines ehrfurchtsvollsten '^r ^?aren Treue. ^l^ 'llllNs. ""^?°^ ^^ Abgeord- >t?'l. das« I^"en Thronrede die beru° ' li'^ des ^.^lündete Hoffnung filr die »lich,/"edens vorhanden sei, Dasselbe 'V'" ulns,^ einer ungestörten par. ' ^! ^ü ein?^"". entschlossen, die bevor- ^ ^I^s -Periode erfolgreicher Arbeit l ^ll7.t>>e s^'"ungsvorlllgen oder Initiativ« ^^b"n^ e« ""gastliche, finanzielle welche das Einvernehmen ' ^ö^'kn. "" M'd ihren Arbeitern zu > o?'t>,i,' ^lro un Adaeoldnetenhause d,e < d^Nnden. Wiewohl sür derartige ' ^ >'N u p°'^en Festlande leine er- '^ l° glauben ^ ^ '^^riasprechen 5« dürfen, dass ' '>?bunq /"' welches in Bezug auf '>>^th^ allen civili- i ^^/,'ilt is^l'er Ausnahme der Schweiz. l ^ '^l,de'' °uch jenes Problem im » Gerechtigkeit zu lösen ver- Der durch Euere Majestät betonte Erfolg der seit zwei Jahren eingeleiteten Arbeiter.Versicherungsaction erfüllt das Abgeordnetenhaus mit dem Gefühle froher Genugthuung. Dasselbe wird die Frage der Ausdehnung der Unfallsversicherung auf weitere Kreise der Arbeiter mit dem gleichen Wohlwollen untersuchen, welches in der abgelaufenen Legislaturperiode bei der Inangriffnahme jener Action vorwaltete; hiebei wird jedoch auf jeden Fall von der Voraussetzung ausgegangen werden müssen, dass den eigenthümlichen Betriebs- und Arbeitsoerhältnissen in den einzelnen Königreichen und Ländern werde gebürend Rechnung getragen werden. Zur Erhaltung und Hebung des Bauern- sowie des Kleingewerbestandes, dieser zwei Hauptstützen eines gesunden, auf persönlicher Arbeit und individueller Tüchtigkeit beruhenden Mittelstandes, werden wir im Interesse einer stetigen, vor Erschütterungen gesicherten Fortentwicklung der bestehenden Gesellschaftsordnung bereitwillig die Hand bieten. Wir dürfen jedoch der Zuversicht Ausdruck verleihen, dass die angekündigten Regierungsvorlagen, unter thunlichster Wahrung des Princips der Selbständigkeit und Selbsthilfe, die thatsächlichen Verhältnisse jener beiden Stände berücksichtigen und diese erhaltende Tendenz, insbesondere bei der beabsichtigten Förderung des Genossenschaftswesens auf dem Gebiete der Landwirtschaft, nicht vermissen lassen werden. Die von Eurer Majestät in Aussicht gestellten Vorschläge zur Erhöhung drr Dotation des Meliora-tionsfondes und zur Einführung der obligatorischen Feuerversicherung werden der ländlichen Bevölkerung in ganz erheblicher und dankenswerter Weise gegen die ichwersten Elementarschäden Schutz gewähren. Die erstere Maßregel ist geeignet, unbeschadet der Verwirklichung des in der Allerhöchsten Thronrede vom 26. Septem« ber 1885 aufgestellten Programmes, die Vornahme von Flussregulierungen und die Wildbachverbauung in allen Königreichen und Ländern zu fördern Die zweite Maß. regel wird in jenen Ländern, deren Landtage den Wunsch nach der obligatorischen Feuerversicherung der Immobilien ausgesprochen haben, im Sinne der be-trrffenden Landtagsbeschlüsse dem wirtschaftlichen Ruin steuern, welcher in manchen Gegenden des Reiches durch jährlich wiederkehrende Massenbrände den betroffenen Bewohnern von Dörfern und kleinen Städten erwächst, und werden die hienach verfügbar gewordenen Unter» stützuugsgelder aus Landes- und Privatmitteln anderen productiven Zwecken zugeführt werden können. Bei der Behandlung der Angelegenheiten des Verkehrswesens wird das Abgeordnetenhaus die eminente Bedeutung der Wasser- und Schienenstraßen für die heimische Production stets im Auge behalten und be« Hufs Hebung dieser Production, und mit ihr auch der Steuerkraft, den volkswirtschaftlichen Interessen gegen« über den finanziellen nach Thunlichkeit Geltung zu verschaffen suchen. Wir werden daher in Sachen des Lloydunternehmens und der Donaudampfschiffahrts« Gesellschaft so unbefangen und frei von Engherzigkeit vorgehen, wie dies die Rücksicht auf die Schaffuug lebenskräftiger, ausschließlich österreichischen Interessen dienender Verkehrsanstalten und überdies die Rücksicht auf die erwünschte Hebung eines einzigen österreichischen See.Emporiums erheischt; wir werden aber auch organisatorische Garantien für die sichere Erhaltung der anzustrebenden commerciellen Wirksamkeit beider Anstalten verlangen. Der vorsichtige, von Fall zu Fall individuell zu behandelnde Fortgang der Eisetibahnverstaatlichungs» action wird bei dem Abgeordneteichause umso sicherer die gkvürende Unterstützung fiüden, als es gegenwärtig schon unzweifelhaft feststeht, dass sich das Staatsbahn. Princip in der österreichischen Volkswirtschaft dauernd eingelebt hat. Die in der Allerhöchsten Thronrede er« wähnten Tarifmaßnahmen der Staatsbahnverwaltung, welche auch auf die Privatbahnen nicht ohne Einfluss bleiben werden und lheilweise bisher schon nicht ohne Einfluss geblieben sind. bekunden das Bestreben, den Bedürfnissen der Bevölkerung entgegenzukommen. Wir erblicken in diesen Mahnahmen den Beginn einer energischen, zielbewussten Tarifpulitik, welche bei den gegenwärtigen schwierigen Marktverhältnissen und bei der geographischen Lage der einzelnen Länder, sowie der ansehnlichen Entfernung der inländischen Productions« von den ausländischen Absatzgebieten, geradezu als eine Lebensbedingung für den Fortbestand zahlreicher Capitals- und steuerkräftiger Erwerbszweige angesehen werden muss. Auch die möglichst systematisch zu regelnde Staats. Hilfe behufs Ausdehnung des Localbahnnehes wird in jedem Falle dem bereitwilligen Entgegenkommen des Abgeordnetenhauses begegnen, welches nicht übersehen kann, dass in dieser Zeit des raschen Verkehrs die gewöhnlichen Zufuhrstraßen zu den Hauptbahnen nicht mehr ausreichen und dass namentlich die schweren und voluminösen Erzeugnisse der Urproduction nur dann auf günstigen Absatz rechnen dürfen, wenn sie von den entlegensten Productionsstätten schnell und billig mittels Localbahnen den Hauptarterien auch zugeführt werden können. Eine besondere Stellung wird die von Euerer Majestät Regierung in Aussicht genommene Wiener Stadtbahn einnehmen müssen, deren beschleunigter Aus» bau umso wünschenswerter erscheint, als die Stadtbahn im Zusammenhange mit der ebenso unentbehrlichen Wienflussregulierung berufen sein wird, der nunmehr mit den Vororten vereinigten Stadt Wien jenen Cha-rakter einer Großstadt zu verleihen, welcher ihr als Residenzstadt Euerer Majestiit und als Reichshauptstadt mit Recht zukommt und den die Vertreter aller Länder zu fördern aufrichtig bereit sind. Die von Euerer Majestät angekündigte Regelung der Handelsbeziehungen mit den auswärtigen Staaten und in erster Linie mit dem mit unserer Monarchie verbündeten deutschen Reiche entfpricht den thatsäch. lichen ökonomischen Bedürfnissen aller Bevölkerung«, schichten. Es möqen wohl unter dem Bestände des bisherigen Systems manche Erwerbsmeige die nöthige Hilfe zu ihrem Aufblühen oder Wiederaufblühen ge« funden haben; im ganzen jedoch sprechen sowohl die Interessen der arg geschädigten, vor kurzem durch die überseeische Eoncurrenz beinahe an den Rand des Abgrundes gebrachten Landwirtschaft, als auch die Interessen zahlreicher, in Wien und den Ländern gelegener Industrien für die Rückkehr zu dem einzig gesunden Handelsvertragssysteme, welches, ohne den Schuh der heimischen Arbeit preiszugeben, zwischen den Vertragsstaaten die wünschenswerte wirtschaftliche Solidarität nach außen herzustellen geeignet sein wird. Das Ab» geordnetenhaus wird sonach die ihm vorzulegenden Handelsverträge gewissenhaft prüfen und die Bestrebungen Euerer Majestät Regierung, die Absatzgebiete für die heimischen Erzeugnisse zu erweitern, wohlwollend und mit Ausschluss jedes einseitigen Interessen-Standpunktes wirksam unterstützen. Euere Majestät geruhten der langjährigen Bemühungen zu gedenken, die zur Herstellung des Gleich, gewichtes im Staatshaushalte geführt haben. Auch das Abgeordnetenhaus blickt mit Genugthuung auf diese wertvolle Errungenschaft, die über thatkräftige Initiative der Regierung durch die größte patriotische Opferwilligkeit der Völker und deren Vertreter herbeigeführt worden ist; dasselbe ist nach wie vor entschlossen, für die Erhaltung und Sicherung des hergestellten Gleichgewichtes Sorge zu tragen. Es muss jedoch zu diesem Zwecke die theilweise erschöpfte Steuertraft der Bevölkerung durch productive Staatsausgaben gehoben, und dürfen überdies die Währungsverhältnisse der Monarchie nicht auheracht gelassen werden. Wenn daneben die Regierung Euerer Majestät den Zeitpunkt sür gekommen errachtet, durch eine Reform der directen Steuern eine möglichst gerechte Vertheilung der Lasten zu bewirken, so darf sie hiebei die ungetheilte Billigung des Abgeordnetenhauses gewärtigen, welches die Hoffnung nicht aufgeben will, dass es nach den bischerigen zahlreichen fruchtlosen Anläufen endllch gelingen werde, eine Steuerreform im Sinne einer relativ höheren Belastung der bisher gar nicht oder zu wenig herangezogenen Steuerquellen, unter gleichzeitiger Ent« lastung des überbürdeten Immobiliarbesitzes und des kleinen Handels- und Gewerbestandes, durchzuführen. Unabhängig davon glauben wir aber noch auf das Oebürengesetz hinweisen zu müssen, welches nur nach Laibllcher Zeitung Nr. 97. 790 30. M^ vorgenommener Vereinfachung in seiner Anlage und entsprechender Organisierung der zur Gebürenbemessung berufenen Organe aufhören wird, für die Bevölkerung, insbesondere die ländliche, eine Quelle ungerechtfertigter Belastung zu bilden. Die Fürsorge der Regierung für die Pflege des öffentlichen Unterrichtes wird sich unserer regsten Mitwirkung zu erfreuen haben, und werden wir der Reform der rechts- und staatswissenschaftlichen sowie der medicinischen Studien die gebürende Aufmerksamkeit schenken. Die allergnädigst zugesicherte Aktivierung der medicinischen Facultät in Lemberg wird die Bewohner des Königreiches Galizien mit tiefgefühlter Dankbarkeit erfüllen. Den codificatorischen Arbeiten auf dem Gebiete der Iustizgesetzgebung wird das Abgeordnetenhaus dieselbe eifrige Arbeit widmen, welche in der verflossenen Legislaturperiode bei der Vorberathung des Strafgesetzes und eines Theiles des Civilprocesses zutage getreten ist. Besonders die Reform des Civilprocesses hat für die Bevölkerung, und zwar wieder namentlich für die ländliche, eine ungewöhnliche wirtschaftliche, ja culturelle Bedeutung und wird, im Zusammenhange mit der nach Bedarf vorzunehmenden Verbesserung der Iustiz-organisation, allgemein als wahre Wohlthat empfunden werden. Allergnädigster Herr! Euere Majestät geruhten in der Erwägung, dass über den einzelnen Parteien die Gesammtheit, Staat und Volk, stehe und dass die Sorge für die höchsten Interessen durch Parteibestrebungen nicht beirrt werden dürfe, an die neugewählten Ab» geordneten die Aufforderung zu richten, die von einzelnen Parteien gehegten Wünsche und Bestrebungen mit patriotischer Selbstverleugnung vorerst zurückzustel' len, um sich zunächst pflichtgemäß mit denjenigen be. sonders zahlreichen und dringenden Aufgaben beschäftigen zu können, welche der Sorge für jene Interessen entsprechen. Als Vertreter aller Völker Oesterreichs, welche in ihren treuen Herzen die Ueberzeugung bewahren, dass fie die Möglichkeit ihrer freiheitlichen und nationalen Entwickelung der Allerhöchsten Gnade und Gerechtigkeit des großmüthigen Spenders und Hüters der Verfassung sowohl als der nationalen Rechte zu verdanken haben, werden wir der allergnädigsten Aufforderung Euerer Majestät mit hingebungsvollem Vertrauen Folge leisten. In den mannigfaltigen natürlichen und historischen Eigenthümlichleiten der Königreiche und Länder dieses Staates, in den verschiedenen nationalen, culturellen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Bewohner liegt die Quelle ihrer verschiedenartigen Wünsche und Bestrebungen. Auf dieser thatsächlichen Verschiedenheit der Verhältnisse beruht in unserem Staatswesen die verfassungsmäßig anerkannte Nothwendigkeit autonomer Einrichtungen, welche der staatlichen Fürsorge für die unmittelbaren Interessen der Bevölkerung in der er» sprießlichsten Weise ergänzend zur Seite stehen und nach Andeutung der Allerhöchsten Thonrede auch zur Anbahnung befriedigender Zustände auf dem Gebiete des nationalen Friedens geeignet erscheinen. Auf der« selben Verschiedenheit beruht die Nothwendigkeit der Nnwendung ebenso verschiedener Mittel zur stetigen Förderung des sittlichen, geistigen und wirtschaftlichen Wohles der Länder, deren Gedeihen naturgemäß die Wohlfahrt und Blüte des Staates verbürgt.' Allein allem voran stellen die allergetreuesten Völker Euerer Majestät die Einheit und Macht des Staates, in welchem sie den sichersten Schutz ihrer friedlichen Entwicklung finden, und die gewählten Ver» treter der Völker werden ganz im Sinne ihrer Mandanten handeln, wenn sie, in gerechter Würdigung der großen politischen Interessen, alles unterlassen, was zur Lockerung der Einheit, und alles unternehmen, was materiell und ideell zur Erhaltung der Macht des Staates führen kann. In der Erfüllung dieser patriotischen Pflicht wird das Abgeordnetenhaus stets ausharren und sich dieselbe auch bei Behandlung der von Euerer Majestät Regierung angekündigten Gesetzes« vorlagen vor Augen hallen, indem es jederzeit bestrebt sein wird, nach dem edelmüthigen Nusspruche Euerer Majestät die bestehenden Gegensätze zu mildern und einen gemeinsamen Boden für heilbringende Thätigkeit zu finden. Auf diese Weise hoffen wir, den verfassungsmäßigen Einrichtungen zu ihrem vollen freiheitsfreundlichen Werte zu verhelfen und hiemit den hochherzigen Intentionen Euerer Majestät gerecht zu werden, in Allcrhöchstdessen erhabener Person wir die Verkörperung jenes glorreichen Oesterreich ehrfurchtsvollst verehren, das ein Hort ist für die Rechte seiner Länder und Völker im untrennbaren, einheitlichen, mächtigen Staatsuerbande. Gott schütze Oesterreich! Gott erhalte und segne Euere kaiserliche und königliche Apostolische Majestät! Verhandlungen des Reichsrathes. - Wien, 28. April. Das Abgeordnetenhaus hat nun seine oau8o cölödio. Man sprach heute einzig und allein von der schweren Anschuldigung, die Dr. Vloch heute in öffentlicher Plenar« sihung dem Mechaniker Schneider ins Antlitz schleuderte, dafs dieser ins Zuchthaus gehöre. In der That, dic Scene war eine bewegte, ja leidenschaftliche, und dürfte sich wohl kaum jemals in irgend einem Parlamente er» eignet haben. Dr. Bloch musste sich den Ordnungsruf des Präsidenten gefallen lassen. Der Beleidiger Dr. Vloch erklärt, dass Schneider sich gegen das Gesetz vergangen habe und er in der Lage sei, die processualen Beweise hiesür zu erbringen. Nun gut, Herr Vloch lege die ihm zur Verfügung stehenden Documents vor, und der parlamentarische Ehrenrath möge dann seiner Ueberzeugung Ausdruck geben, ob diese In-dicicn genügen, um Schneider als Zuchthäusler zu bezeichnen. Fällt die Entscheidung zu Ungunsten Schneiders, dann wird dieser wohl von selbst die Consequenzen aus einem solchen Votum ziehen und das thun, was selbstverständlich ist: sein Mandat niederlegen. Im anderen Falle wird es aber Pflicht des Abgeordneten Bloch sein, dem Abgeordneten Zchneider öffentlich Satisfaction zu leisten. Im übrigen soll Dr. Vloch sich dem Prinzen Liechtenstein gegenüber geäußert haben, dass er bereit sei, wenn ein Ehrenrath ihm Unrecht gebe, dem Mechaniker Schneider Abbitte zu thun. Die Würde des Hauses erfordert cs, dass etwas geschehe, wenn unser Parlament nicht vor aller Welt kompromittiert dastehen soll. Iu Veginn der heutigen Sitzung wurden folgende Anträge eingebracht: Die Abgeordneten Fürst Liechten» stein und Genossen stellen einen Antrag inbetreff der Revision des Gewerbegesetzes. Die Abgeordneten Edler von Vurgstaller und Genossen stellen einen Antrag bezüglich der Erlassung eines Gesetzes, betreffend die Ve» freiung von Stempeln, unmittelbaren Geburen und Ge« büren-Aequivalenten von Stiftungen, Vermächtnissen und anderen Widmungsacten zu Wohlthätigkeits», Humanitätsund Unterrichtszwecken. Die Abgeordneten Dr. Fournier und Genossen richten an den Ministerpräsidenten die Anfrage, ob derselbe gewillt sei, ehethunlichst die Hinausgabe einer Anweisung der staatlichen Fonds»Aussichtsbehörden an die denselben unterstehenden Kirchen, Patronate und sonstigen Fondsämter zu veranlassen mit dem Beifügen, dass alle vor dem Jahre 1799 grundbücherlich sicher» gestellten Renten, Zinsen und Capitalsfordcrungen von den Fondsschuldnern nur nach dem Umrechnungsmaßstabe ein Gulden rheinisch — 42 lr. ö. W. einzuheben und solche Forderungen zur Bemessung des GebürenäquivalenteS nur nach ihrem so ermittelten Geldwerte einzubelennen seien. Präsident: Vor Uebergang zur Tagesordnung habe ich Nachstehendes vorzubringen: Ich wurde von einigen Herren Abgeordneten ersucht, dem Herrn Abgeordneten Dr. Bloch einen Ordnungsruf zu ertheilen, nachdem er dem Herrn Abgeordneten Schneider zugerufen haben soll, dass er ins Zuchthaus gehöre. (Rufe von der äußersten Linken: Scandal!) Hätte er das gethan, so würbe ich ihm ohne Zweifel den Ordnungsruf ertheilt haben. Nachdem aber dies im stenographischen Protokolle nicht enthalten ist, so ist es unrichtig, was ich constatiercn muss. (Heiterkeit.) Abg. Dr. Bloch verlangt das Wort und klagt darüber, dass die Gleichberechtigung aller Abgeordneten nicht durchgeführt werde. Alle Zwischenrufe der Antisemiten gegen die Juden kommen in das Protokoll, umgekehrt aber nicht. Als im vorigen Jahre ein Abgeordneter die italienische Nation beleidigte, sei der Präsident sofort ein» geschritten, wenn aber die Juden angegriffen werden, so finden sie leinen Schutz. Auf die Bemerkung, welche Abg. Schneider gestern zu ihm gemacht habe, er möge nach Kolomea gehen, habe Redncr thatsächlich geantwortet, Schneider gehöre ins Zuchthaus. (Beifall und Hände» klatschen links, Zischen und Pfuirufen auf der äußersten Linken.) Nach einer Pause sährt Dr. Vloch fort: Ich verlange für mich dasselbe Recht wie jedes andere Mitglied dieses Hauses, ich verlange keine Nachsicht, sondern was ich gethan und gesprochen habe, soll ins Protokoll lommen . . . Prä sid ent (unterbrechend): Nachdem Sie ausdrücklich gesagt haben, dass Sie diese Worte dem Abgeordneten Schneider zugerufen haben, mufs ich Sie zur Ordnung rufen. (Lebhafter Beifall rechts und auf der äußersten Linten.) Abgeordneter Dr. Nloch (fortfahrend): Ich bitte! . . . Prä fid ent: Ich entziehe Ihnen das Wort. (Beifall und Händellatfchen rechts und auf der äußersten Linken.) Ich ertheile das Wort dem Herrn Abgeordneten Schneider. Abgeordneter Schneider: Ich verzichte auf das Wort. Es hat ja nur ein Jude gesprochen. (Stürmische Rufe links: Ordnungsruf! Das geht ja nicht!) Präfident: Nachdem Sie sich in be« leidigender Weise geäußert haben, rufe ich Sie ebenfalls zur Ordnung. (Beifall und Händeklatschen links.) Unter großer Erregung des ganzen Hauses wurde sodann in die Berathung der Tagesordnung eingegangen. Das Haus erledigte zunächst das Gesetz, betreffend die Versorgung der Militärwitwen und -Waisen, woraus die Verhandlung über den Antrag Iaques über da« objective Verfahren fortgefeht wurde. Dr. Iaques erklärte, feinem Antrage zufolge werde nur in jenen Ausnahmsfällen, in welchen die subjcctive Verfolgung unmöglich sei, das objective Versahren plahzugreifen haben. Der Staats« anwalt werde nur dann objectiv verfahren dürfen, wenn weder ein Autor, noch ein Herausgeber, noch ein Verleger ersichtlich wäre. So etwa. wenn ein °"^ ^ ., blatt erscheint, welches die Aufforderung^ , 1. Mai die Häuser der Bourgeois anM ^ trag IaqueS wurde, nachdem sich ^^eli" , wahrt hatte, immer als «Iungczeche» be5" ^z.^ — er sei ein Vertreter des «böhmische" gM^ einen Pressgesetz-Ausschuss zur Vorberaly" ^ Abgeordneter Dr. Herbst beAn°' ^h l^, Antrag, betreffend die ärarischen M"" Oi»^ um schleunige Erledigung dieser Vorlage. '^ ^-l sicht auf Groß-Wien. Es sprach" 5" °'„ ^^i stände die Abgeordneten Kaiser und G^"" V^ Vorlage an einen Ausschuss gewiesen ^AlH geordneten Derfchatta, Polzhchr u"^ l^P berg befürworteten eingehend den A, ^ ^ betreffend die Reform des Militärta^'" ßl auch diese Angelegenheit der Vorberaly ^ Die Abgeordneten Tausche und ^A ' ^" Reformen auf dem Gebiete des Thiers^ , wesens. . Hl, v. Z ? Die Abgeordneten Tilser «"v ^ ^ begründeten eingehend die Anträge, ^ ^it > führung des directen Wahlrechtes aus" ^z ^ Dr. v. Plener wies fpeciell darauf t)", ^l , ^ Frage eine Einigung aller Parteien ""^O^,« wärtigen fei, als es sich um eine ^ ^>n^1 und Billigkeit handle. Nachdem "°ck "" ^ Geßmann zu derselben Sache gesproch^^^ p Handlung hierüber abgebrochen. Die AM ^ Sitzung findet Freitag statt. ^ Politische Ueverftl^ ,^ (Diplom°tifches.)Wieman"^5^ wurde der neu ernannte ottonian'^ .^ ^ Wiener Hofe. Zia Bey. von Sr. A"'' ^ - . gestern nachmittags behufs Ueberrelcy" ^ ^ tive in besonderer Audienz empfaM''^ A,' (Gemeindewahl in .^'^^ ga^ gestrigen Oemeinderathswahlen m ^ ^ ' 54 Wählern des zweiten WahMpe ^5 men ab. Es erscheinen Ferjen, Gustav Schmidt. Georg Slove ^ "A Josef Rakusch. Alois Walland. 3"^ ^n °'^ Iofef Pallos. Als Ersatzmänner " ^ >' Marcus Tratuit. Karl Regula sen>. " und Josef Negri gewählt ,s,.dn"^',l' (Reform der Wahlor° ^B jüngsten Sitzung des Abgeordnetes"^ W^ v. Plener seinen Antrag auf M"" <>" P, Plener bemerkte, er glaube kaum. > ^^ Gegner der Reform im Hause rwl) ^^ müsst zunächst den Muth h^"'. .,^M suchen/ Der heutige Zustand («^ ^ constitution«!! zu betlagen, "^. «Ml^^,, der Ausübung eines wichtigen verM t^e" ,i bedeutet, deren Erleichterung tm^s ^ j, aller f.eisinnigen Parteien 'st. P^g -die Hoffnung aus. bei der f ^^alt'^ im Ausschusse werde die V^rsch^ ^^<, Hältnisse in den einzelnen Lanoe ^,d Ueberzeugung gewonnen werden. ^,F ^ des Institutes der westlichen Ländern, ein Gebo.^tt l^ ! ,. auch eiue Sache der MoglMe" >^ >^ .) links.) Fürnkram trat dafür ei'. ^ ^ Gemeinde zum Wahlorte g'""^l'l<^ (Österreichisch-^ Gestern abends fand ,m Ha'w" ^^n ^. Sitzung in Angelegenheit des ^ ^ ^ statt und wurde die letzte ^l" habe" '^< Vertragsinstrumentes gelegt- "'^asssse!' die Bestimmungen des neuen " ^chi^ ^ und es wird nunmehr von ^ainll'^n -6. Mai stattfindenden «""V'erlH' ob der neue Vertrag, ^ "^eN/, Hinkunft au .,O Mitgliedern bestehen wnd. ^ V z p Die Unterzeichnung des ^M^«zg^,c deutschen Reiche wird zw^^s'ss ^ Woche stattfinden und hlen" ^ate" l?""^ , . auf welcher mit den anderen ^de ^ ,^. tragsverhandlungen einge^ ^ H> <' ' werden im Laufe des M"" b^'" „, ^, Verhandlungen mit der SH! ^ ^ ^ -sich solche mit Serbien ansä^ lisierung dieser Verhandlung Oelt^^' .. italienischen Delegierten b-d"j the t^c,^!-in Wien eintreffen. 0° ^ Negienmg hiezu vorliegt """ ^teN " ,. ^/ italienischen Parlament H „ n'l^hH, '' l Commission erst erstattet lvero,^ ^ ^ « (Mottle's Too.) ^s el « der Trauerfeier so bewegt, ^ ^Zeitung Nr. 97. 79t' 30. April 1891. >z e^i!s. äsendes Telegramm: «Mit tiefer Mich n Z bie telegraphische Mittheilung von Ich » ^."luste, welchen das Vaterland er- ez ^/"pflnde denselben besonders schmerzlich, Ä ^ °"gönnt gewesen. Jahrzehnte hindlirch chcillz.^.^r ruhmreichen Mitwirkung des -'lebenim/!- ^"' ^"^crn auch an seiner stets ,., ^tn z""!"^lgkeit bei den nahen befreundeten ^ "^ ' "lien ich mit ihm zu stehen die Ehle '^na ^'^^ Regierung) beabsichtigt ^'tf!s> 'Vudapesti Hirlap» gemäß den h in <" d,e Reform der Verwaltung jrdei^ lha^,^ lrtzt laufenden Session im Parla- loszulassen, so dass die Berathungen '"ena .Aussen werden köunten. "on N > ^' überhäufe) verlangte der V°llea, ^'" früherer Vicrkönig von In«' vlil, ^'^ der Depeschen über die Katastrophe l ^ckr?n ^ sprach er die Hoffimng aus, ! /° viel ^ "^"ige Milde walten lassen würd<>. ! ^'t w/" jetzigen Loyalität der indischeu M«? C^ ""' habe. Der Secretär für Indien. M", sobM""^ s'ch bereit, dem Ersuche zu " emgehrndere Berichte eingegangen Wliltii^s/^ "lienischen Kammer) erklärte ^?>^plosw.^ ^^e. sobald die Untersuchung ' beladn. ^ Pulverthurmes beendet sei. dat .. ^ "'"chen. Spaccamela se, außer Ge- '" ^'Nein. "^" einvernommen. Nicotera be- ^°n s/.., floaten Dynamitfabrik bei Millesimo ^eiixz "gefunden hat. wob^i 5 Mädchen ge° »sjiil "ttwundet wurde. Ein Verbrechen »st ! ?s'"dv,r'^) Sämmtliche drei englische ^>adt !"" in Manipur eingetroffen und !'in der n ^" Palast leer. viele Gebäude ^"' do> i!^'^"^ ?^ Palastes die Köpfe kl D ^, bkn Manipuiis niedergemetzelten !" ^'rdV ""b die anderen Prinzen fiüch- .."'Hch^and d^ Bergarbeiter) in ^tt An 'st bis zur Stunde, ungeachtet Ü!»«l> °" den 12"^' "vch kein allgemeiner gs- ^V^a 2s^"600 Bergarbeitern galten am lü>t s^".M0 als im Ausstand'befindlich. -^^N. ^ Hahl derselben nicht um weitere 1 bh^und Bulgarien.) Die serbische ! l" O»,' Begehren der bulgarischen .'b'jch.h "'ganten Rizov auszuliefern, ab. da <>"'ne M" Auslieserungsorrtragbestehe ^^an,?"d'"zsall vorhanden sei. '?>lhel ''lche Ministerrath) be-^' "ach 3 ^"^ Versailles. Compiegne, Melun b'^i ^n ^"c!.^u ziehen, um für den 1. Mai 5V Vliis^We vorbereitet zu sein. ^' s k ^ ""d telegraphisch gemeldet: <^'ttt ^ Garnisonen aller größeren ^t> wl>'^, '"'k Gendarmeriecorps in den ^ ^«m "'^"stärkt. ! ' dllsz ^a.) Reuters Office meldet aus X^vlb^ -I ehemalige König von Samoa. ^. Meldet .als er haben, wie die «Grazer vch.l„ ' "em Ortsschulrathe Niederwölz ^ »sdaue 100 fl. zu spenden geruht. ! ,">«! !.l Geh ------------------- ^ ^ ^ in^?°ll für Jeanne d'Arc.) ^ ^ '°>>al ^"kans zu Ehren der berühmten . denen 3" ^"""^ ^'Arc große Fest-.dich h.. 'Präsident Carn 0 t, mehrere ! v'ü.^Vonr ^llitärs beiwohnen werden. ^,l^ ltouX°^ ^' diesen Tag den Schiller» ^? letzt« m°" 3"nkreich sreigegeben. '"" ^ ^r ^. .°^ia.) In Salzburg starb ^ ^'"'s ^ ''^ °" dem altadeligen Ge-e« F Wien. Pon Alberto trat '/^ ^n K^ ^"^' der ihn zum R.ichs->, ^ ^°h>, ^'""herrn und Geheime,, Nach ^X?.^25 O ''ch ftarb als Professor zu v> ^ls O«. ^uard. der Sohn des V>s ^'tsX'" bei Auslerlih und Aspern, i'V ll> s<°rb "°"^" ^""^n< trat in j ^ K-b°uw. "" Jahre 1837 als Tabal-l V'r t "°»azins.Off>cial in Salzburg, l '"kz. f/'ednch Ealisto v. Borgia, der U " nach drm Ableben seiner An» gehörigen in die Kanzlei eines Advocaten und wurde später Photograph. Eine langjährige Krankheit zehrte alle Mittel auf und brachte ihn und seine Frau in die bitterste Noth. Die Witwe sieht sich auf die öffentliche Mildthätigkeit angewiesen. — (Lotto in Italien.) Italien hat unter seinen finanziellen Einrichtungen bekanntlich ebenfalls das Lotto. Dasselbe wird auch sehr stark benützt, denn im laufenden Budget ist unter den ordentlichen Einnahmen die Lotterie mit 76 3 Millionen Lire eingestellt. Aufredende Ereignisse veranlassen dort stärkere Spieleinsätze, und so geschah es auch in der letzten Woche aus Nnlass der großen Pulverexftlosion bei Rom. Ein Telegramm vom 26. d. M. sagt darüber: Ein Ansturm, wie er gestern auf die Lottocomptoirs staltfand, war bisher unerhört. Allein der Fiscus hatte Glück, leine der auf die Explo« sion gespielten Nummern wurde gezogen. — (Zur Explosion in Rom.) Der «Mo-niteur de Rome» schreibt: Das letzte unglückliche Er« eigniS hat dem Heiligen Stuhle sehr schwere Verluste verursacht. St. Paul, St. Johann im Lateran, Sanct Peter, der Vatican, um nur von den am nächsten liegenden Verheerungen zu reden, haben enorm gelitten. Es ist hiemit eine neue, von niemandem vorhergesehene Lasse geschaffen, auf welche wir die Ausmerlsamkeit der katholischen Welt lenken müssen. — (Ein biblisches Spiel.) Man schreibt aus Innsbruck: In dem etwa 2 V« Stunden von hier entfernten Mittelgebirgsdorfe Nxams wird gegenwärtig an Sonntag/Nachmittagen ein biblisches Spiel, betitelt «Josef m,d seine Brüder», ausgeführt. Per Ort des Spiels ist rin Stadel, die Acteure sind Dorfbewohner, Knaben und Männer; Fraucnrollen gibt es nicht. — (Der Po sträub in Ar ad.) Aus Budapest wird gemeldet: Der Verdacht, den Postranb in Arad verübt zu haben, lenkt sich auf den Postbeamten Franz Fodor. In der Wohnung Fodors fand man blutbefleckte Kleidungsstücke. Fodor wurde einem Verhöre unterzogen, und da er lein Alibi nachweisen konnte, sofort in Haft genommen. — (Rundreiseverkehr.) Durch die k. k. General» Direction der österreichischen Staatsbahnen gelangt vom 1. Mai d. I. an ein neueS Verzeichnis der Fahrscheine für zusammenstellbare Fahrscheinhefte zur Ausgabe, durch welches das Fahrscheinverzeichnis vom 1. Mai 1890 nebst sämmtlichen Nachträgen aufgehoben wird. — (Auswanderung« «Bewegung.) Aus Odessa telegraphiert man polnischen Blättern, dass in. Staatsanwalt-Subsiilute,, Doctor Nemanic, hatte der Vertheidiger Dr. Vreclo.inen schweren Stand, die Anklage abzuschwächen. Nach kurzer Berathung gab der Obmann der Geschwornen das Verdict lund, wo< durch die Frage auf Verbrechen des Betruges mit elf gegen eine Stimme, die Frage ob Uebertretung der Verleitung eines Beamten zum Missbrauch der Amtsgewalt ein« stimmig bejaht wurde, worauf der Gerichtshof über Ignaz Haberfeld ei» Jahr schweren Kerlers, verschärst durch einen Fasttag nach je 14 Tagen, verhängte. Laibllcher Zeitung Nr. 97. s,o0 795 30. Äp>^ Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Das Mai-Avancement.) Das Mont«g ausgegebene Verordnungsblatt für das k. und k. Heer bringt, wie bereits gemeldet, das diesjährige Mai»Avan-cement. Dasselbe bringt im Bereiche der heimatlichen Truppenkörper die folgenden Ernennungen: Seine k. und k. Majestät hat allergnädigst zu ernennen geruht, und zwar in der Infanterie: zu Hauptleuten erster Classe die Hauptleute zweiler Classe Arthur Dannccker und Anton Damm, beide des 97. Regiments; zu Hauptleuten zweiter Classe die Oberlieutenants Ernst Kristof (zugetheilt dem Militär' geographischen Institute), Konrad Prusenowski, Eduard Hentke und Franz Tischina (zugetheilt dem bosnisch - hercegovinischen Infanteriebataillon Nr. 6) des 17, und Karl Freiherrn Knopp von Kirchwalb des 97. Regiments; zu Oberlieutenants die Lieutenants Friedrich Kiepach und Gustav Mark von Traisenthal des 17,, Ewald von Loeser u»d Stefan Nugustin Ritter Clanner von EngelShofen des 97. Regiments; zum Lieutenant den Cadet-Officiers» Stellvertreter Edmund Haberleitner des 17. Regiments. In der Iägertruppe: zum Hauptmann erster Classe dem Hauptmann zweiter Classe Emil Bau» kovac des 7. Bataillons; zu Hauptleuten zweiter Classe die Oberlieutenants Hugo Kralky und Leopold Stuchly des 19ten Bataillons; zu Oberlieutenants die Lieutenants Leon Grellepois und Ludwig Grafen Wickenburg de Capello des 19. Bataillons; zum Lieutenant den Cadet-Ofsiciers-Stellvertreter Anton Wied des 19. Bataillons. In der Artillerie: zum Hauptmann zweiter Classe den Oberlieu-tenant Wenzel Halmel des 2. Corpsartillerie»Regiments bei der Vatteriedivision Nr. 5; zum Oberlieutenant den Lieutenant Arthur von Rottenberger der 5. Batterie» division. In der Reserve wurden zu Lieutenants ernannt die Cadet-Ossiciers'Stellvertreter Anton Petrovcic des 17. Infanterieregiments und Albert Dolansli des 7ten Iägerbataillons. WeiterS wurden ernannt: Regimentsarzt erster Classe Dr. Anton Hantschk des Garnisonsspitales Nr. 8 in Laibach zum Stabsarzt bei Ernennung zum Garnisonschefarzte in Zara; der Hauptmann-Rechnungs-führer Alois Maurer des 17. Infanterieregiments (Cadre) zum Hauptmann'Rechnungsführer erster Classe; der Lieu» tenant'Rechnungsführer Josef Lubitz deS 17. Infanterie» regiments zum Oberlieulenant«Nechnungsführer. * (Vom Ravnil.) Diejenigen, denen die weitere Umgebung unserer Landeshauptstadt bekannt ist, wissen, dass sich gleich hinter den Steinbrüchen von Utik der Karst durch manche schöne, in Wald gelleidete Doline und einzelne Grottenschlünde anmeldet: wer jedoch höher hinaus steigt und über Toilo Oelo hinüberwanben, der be« findet sich alsbald in einer vollständigen Karstlandschaft. Das ist der Ravnik, der in unsere Billichgrazer Höhen gleichsam eingelagerte Karst. Wer nun unterm Karst nicht, wie gewisse Nachbeter und Nachschreiber, die selbst nie« mals beobachtend im Karstgebiete geweilt, eine öde Fels« wüste, ein unabsehbares Gesteinsfeld begreift, dem kann die Mittheilung, dass wir Karstlandschaften so nahe haben, nicht unangenehm sein. Der Ravnil mit seinen vielen Dolinen und seiner ocherigen Thonerde über ausgemul-betem Gestein lässt sich namentlich jetzt, da sein Buchen« und Haselgehölz noch vollkommen ohne Betäubung dasteht, gut übersehen. Die Vegetation ist kaum erwacht und bietet ein wesentlich anderes Bild, als um die gleiche Zeit in den früheren Jahren. Im Gestrüpp duften die reichen Blüten des Seidelbastes (Uapdne ms2v-reuru), hie und da meldet sich der Hartriegel (6ornu8 M28) durch seinen gelben Frühlingsschmuck an, sonst aber bleibt es — bis auf vereinzelte Frühlingssafrane und Hacquetien — ziemlich kahl auf weiter Flur. Die vielverschlungenen Wege und Pfade laden zu völlig un» gestörten Spaziergängen ein, die sich dermalen besser machen als später, wenn einmal der ganze Ravnik im Schalten des Gestrupftes daliegt. Eine Wegstunde über unsern nahen Karst hinüber, und man ist urplötzlich aus lettigem Boden und unter Fichten und Tannen. Das Terrain des Ravnik hat ebenso unversehens aufgehört, wie es der Fremde unerwartet unter seine Füße bekommen. Der Nalursreund gewinnt es sofort lieb, und hat er sich zwischen den reichlich bewachsenen Dolinen müde gewandert, so winkt ihm leibliche Erholung im freiaus-schauenden 'loöko öolo oder noch höher oben in der Nachbarschaft von St. Katharina. ^ — (Deutscher Schulverein.) Die hiesige Frauen- und Herren«Ortsgruppe des Deutschen Schul» Vereines hielt Sonntag abends gemeinsam die Jahreshauptversammlung ab, wobei Baronin Apfaltrern und Herr Maurer den Vorsitz führten. Aus den Jahres« berichten ist zu entnehmen: Der unter Leitung des Frau» leins Singer stehende Kindergarten wird durchschnittlich von 80 bis 90 Kindern besucht. Die unter Leitung des Heirn Oberlehrers Venda stehende Knaben-Volksschule des Deutschen Schulvereines wird von 210 Schülern be« sucht. Sie ist bis aus den letzten Platz gefüllt. Die Orts« gruppe nahm Einfluss auf die Gründung einer deutschen Vereinsschule it< dem nächst Laibach gelegenen industriellen Domschale. Die Ortsgruppen erfreuen sich einer steigenden Entwicklung, Dil'Helren'Ortsgruppe zählt 342 Mitglieder, welche 560 st. 5b lr. steuerten, während die Frauen Ortsgruppe mit 391 Mitglndern 83U st. 74 lr. ausbrachte. Nußer diesen Beiträgen wurde durch freiwillige Gaben eine schöne Weihnachtsbescherung für die den Kinder» garten besuchenden Kinder ermöglicht. Seit dem Bestehen der beiden Ortsgruppen wurden im ganzen 7208 st. 40 kr. aufgebracht, wobei jedoch die Gründerbeiträge und der Grundstock für die Erhaltung des Kindergartens mit jetzt noch 3376 fl. nicht mitgezählt worden sind. Der Kindergarten, zu welchem die Hauptleitung deS Schulverenies 1000 fl. beisteuert, beanspruchte im abgelaufenen Jahre einen Aufwand von 1223 fl. Sowohl der krainischen Sparcasse, durch deren Unterstützung die Laibacher Schul-vereinsschule bekanntlich erhalten wird, als den deutschen Landtagsabgeordneten, welche den beiden Ortsgruppen 50 st. zuwendeten, ferner dem H?rrn Traun, der all' jährlich einen fehr bedeutenden Beitrag fpendet, endlich der Laibachcr Spinnfabrik, der Schuhwarenfabrik Mally und Demberger in Neumarktl, dem Laibacher Deutschen Turnvereine und anderen, welche gleichfalls größere Zu-' Wendungen für Vereinszwecke gemacht haben, wurde von der Hauptversammlung Dank und Anerkennung ausgesprochen. * (Unterlrainer Bahnen.) Das vom Landtage in der letzten Session beschlossene Gesetz, mit welchem die Garantie für die Prioritätsaktien vom Lande über« nommen wurde, hat bekanntlich die Allerhöchste Sanction bereits erhalten. Da jedoch der Landtag zugleich mit dem Gesetze den Landesausschuss beauftragt hat, nur ein solches Uebereinkommen mit den Concessionären abzuschließen, wonach die Ztammactien erst dann zur Verzinsung gelangen, wenn die vom Lande aus dem Titel der Garantie vorgeschossenen Beträge zurückgezahlt sind, während nach dem betreffenden Wortlaute des Gesetzes die Verzinsung der Stammactien früher zu beginnen hätte, so ergrben sich nun Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit den Concessionären und dem k. k. Handelsministerium. Man hofft jedoch, diese Schwierigleiten leicht beseitigen zu können. Inzwischen schreiten die Arbeiten rasch sort, und ist ein Corps von Ingenieuren mit den Detailaufnahmen beschäftigt. Seit Montag findet die commissionelle Vü' gehung der Strecke behufs definitiver Entscheidung der Lage der Bahnhöfe statt; dieselbe dürfte heute beendet werden. Wie wir vernehmen, follen neuerliche Verhandlungen mit der Südbahn eingeleitet werden, um den Personenverkehr der Unterkrainer Bahnen in einer für Lai» bach günstigen Weife zu regeln. Inbelreff der ersten Sta» tion, resp. Haltestelle (von Laibach aus), liegen der Commission drei Petitionen vor, von denen die eine die Situierung der Station an der Karlstädter Straße, die zweite aus der Polana und die dritte eine Hallestelle in Udmat verlangt. Die Commission wird — wie wir vernehmen — heute ihre Entscheidungen treffen. Ueber das Ergebnis der commissionellen Begehung werden wir lm° seren Lesern ausführlichen Bericht erstatten. — (Militärisches.) Der Oberlieutenant Franz Wilhelm der 5. Batterie-Division in Laibach wurde dem Generalstabe zugetheilt. Transferiert werden die Herren: der Hauptmann erster Classe Franz Schnö« hing er vom 17. zum 7., der Hauptmann erster Classe Johann Ha gar vom 98. zum 17. Infanterie-Regiment; der Hauptmann zweiler Classe Eduard Hentke vom 17. zum 53. Infanterie'Rrgiment; der Mililär-Rechnungs-official erster Classe Johann Ha Hermann von der Intendanz der 28. Insanterie.Trupftendivision in Laibnch zu der Fachrechnungs - Abtheilung deS Reichs «Kriegs» Ministeriums und schließlich der Militär-Rcchnungs-official dritter Classe Lucas Pest a tor von der Inten-danz des 7. Corps in Temesvar zu der Intendanz der 28. Infanterie.Truppendivision in Laibach. "° (Der slovenische Schriftstellerverein) hielt gestern abends in den hiesigen Citalnica-Localitäten feine diesjährige Generalversammlung ab, zu welcher zahlreiche Mitglieder erschienen waren. Der Secretär, Pro« fessor S. Rutar, schilderte in eingehender Weise die Thätigkeit des Vereines im verflossenen Jahre, berichtete namentlich über die im Monate Juli abgehaltene Ran-nikar-Feier in Watsch und besprach endlich die in neuester Zeit entfaltete rege Thätigkeit des Vereines bezüglich des PreKeren-Denkmals, welches bekanntlich zur hundert« jährigen Geburtsfeier des Dichters in Laiüach errichtet werden soll. Der Berichterstatter hob insbesondere lobend hervor, dass trotz des kurzen Zeitraumes, welcher seit Veröffentlichung des betreffenden Aufrufes verflossen, für das erwähnte Denlmal am heutigen Tage bereits über 600 fl. gezeichnet sind. Der Verein zählt gegenwärtig 109 Mitglieder, und zwar 1 Ehrenmitglied, 8 Gründer, 25 wirkliche und 75 unterstützende Mitglieder. Hier. auf berichtete der Cassier Anton Funtek über den Stand des Vercinsucrmögens am Schlüsse des Jahres 1890. Die Einnahmen betrugen 160 fl. 87 kr., die Ausgaben 99 st, 93 kr., so dass sich am 31. December v. I. ein Cassastand von 60 fl, 94 kr. ergab. Das Gesammtvermögen des Vereines, welches gröhtentheils bei der Vorschusscasse der Umgebung Laibach angelegt ist, bezifferle sich auf 1295 fl. 43 lr., beziehungsweise auf 1490 fl. 69 kr,, wenn dle noch ausstehende Forderung des Vereines aus der Verlassenschast des verstorbenen Schriftstellers Bo^dar Raic im Betrage von 195 fl. 26 lr. milgerechnct wird. Ueber Antrag des Rechnungsrevisors A. Svetel wurde dem Cassier für desftn muster- hafte Führung der Bücher der Danl de ^ ^i^ gesprochen. — Sodann wurde zur W^MßM ^ geschrillt, und wurden die bisherige" , ^, , sitzender Dr. Vosnjak, Mitglieder cj"" ^I^,,; zen, Rutar, Tomsic und Zumer) ^1,,!'^ wiedergewählt. Von der projectierten ^ M^ Kärnten sowie von der Einmauert .^M» ^ am Geburtshause deS verstorbenen V^ ^D ^ njak in Kralovce wurde für dieses 3^' OM'.,>/ gegen beschlossen, im Monate Juli "' ^ c" des Schriftstellers Franz Erjavec in ^ tafel anzubringen. ^ U * (Hymen.) Gestern vormiltag« ^-in der fürstbischöflichen Kapelle h'^ ^el ^ Fräuleins Bogomila Suman, ."hB^)! k. k. Lundesschulinspectors I. suman, "^,, ^. Conciftienten Herrn Dr. Ivan Sustel ^ P . — (Heimatliche Kunst) "^ >F ^ Künstlerin Fräulein Johanna Kot"» ^' ^ wärtig in Paris. Im Pariser «Salon ^^ zwei Gemälde des Fräuleins Kobitta i"^^ langen — eine außerordentliche ^ ' silB" Umstände, als von 2600 angemeldeten ^^ 200 zur Ausstellung im «Salon' «^st^i Fräulein Kobilca wird sich auch an °e Berlin und Prag betheiligen ., hie l' . - (Evidenzvorschrift '" ^^ wehr.) Mit 1. Mai d. I. tntt d ^^'' fchrift für die k. k. Landwehr in Msl' ^^ unter anderem, dafs nunmehr die «n ^ O^ der Landwehrmänner vor und "^ ^" ^ den Waffenübungen, fowie die MldUH ^l Halts- und Wohnungsveränderungen, '^ ^ie ' jeweiligen Bezirksfeldwebel, s°"b"" s de^' bei den Refervisten des stehenden v^ i" i bei den betreffenden GemeindevorsttY" « .,: haben. .« del^,I'1 - (Todesfall.) In ^i '' l^ > ' und Nuchdruckereibesitzer Herr Ioha"" ^ Pal^, Alter von 75 Jahren gestorben. V ,^^1 viele Jahre Mitglied des Görzer SM° ^ 1889 wurde er durch Verleihung or ^ Franz.Iosef-Ordens ausgezeichnet. ^ ^ ^ * (Circus Amato.) ist '°e ^ getroffen. Die abends um halb 6 Uhr in dem " ^hec^^ wand und Brettern geschützten C«rcu° ^^ allee statt. Den musikalischen Then Circus.Musilkapelle. on3" — (DerStationsch e l " ,,^r "'l,F , Aft oftol, gerieth vorige Nacht ^ -von Fiume kommenden SchneUM^ ^ S", derart schwere Verletzungen, dass e ^ unter entsetzlichen Schmerzen !'« ' , Z^. erregt allgemeine Theilnahme. g^znb i« — (Gymnasium in ",'^ha"'" i« . ^ vorgestrigen Sitzung des Abgeord^ ^° ^ der Abgeordnete, RegierungsratY " ^nMttl < Petition der Stadt Krainburg um ^^ dortigen Gymnasiums. .<.<.,>) 2)>k,, ?,- - (Für Hundebes'tze^ ^<, Kundmachung vom 28. Ja'""" °-^ Hu"^ ^ besitzern aufgetragen wurde, dal <,„ ^ mit einem Maulkorbe versehen " ^gt" führt werben müssen, wurde an ^?, Kraft geseht. ^ < d ^ * (Einfuhr von ^'O"< ^ > Trieft zu Lande.) Im mlen^ll, / die Einfuhr dieser Artitel au- ^^ centner. ^-"^ geordnetenhauses der Linken, diese sei den Adressentwurf Bilinsl.'s e'"M ^^l ^,^^ .^ Vorausfehungen: Betonunc, °^ s^c .^,, -der Volksschule. Streichung ^.ii. j^,^. Adressstellen, Aufnahme elN^s ttlV. ^j ,. Passus iiber' den tonung der Einheit und " ^ ', d' >,' > Abg. Graf Coromni "'Ni"t ^^e h, .,5 , Bilinski'sche Adresft ^s^> <'<' debatte an. Bei der Abst'"'' ^n H, <^ , entwnrf Bilinsk.'s mit.^'«ialdeKss ^,'^, Stimmen zur Grundlage der ^,z ^ ^ Graz. 29. April. ^. E"" ^ z tor des Stift«g»tes Mohr, "^jetan Z zl^ ,«-cienfer-Stiftes Rein «nd.^ " ONs" . "^ Administrator des Bened'"" ^l^,,^' Abte diefes Stiftes gewah"- M'g'" lc'^^ ! Grasse, 28. Ap^ ^ ^rg aA F stern "«chnnltags nach Ch" ^t. ^, st^ war aus diefem «"lasst Hst o"N ^. ^ft" abschieden sich ehrfnrchts ^'^^H ^ rere Damen Überreichten '^path"" ^ dankte dem Maire für den w "^Zeitung Nr. 97. 80 l 30. April 1891. '^^Ap.r'l. Das Bureau Reuter meldet ^ chinesische Regierung verweigert die ,> ' Aluin ^ksandten in China ernannten ^^en hl'swell derselbe im Senate wiederholt . , ^ ^hlnesen gesprochen. isl cm« <>?^^' Die Demission des Kriegs« enll^, .Tatsache; die Annahme derselben ist '^ i>n ^ "' ^ Graf Hunyady ist als Vast tz. °"g hat'si! April. Nach den Meldungen aus ' " bcht,.7 ble Lage im Ausftandsbezirte Penn- tt c>l,f" "° gebessert. Die Arbeit wurde viel- X^lviichen "en. ohne dass die Arbeitenden ^ngcloimncne Fremde. ^Kl^K^'^"'"^ v. Lenk s. Frau; Secliaer. ''^.'^>,.b'^°!!b.Prwate: Kurz, Bertovic und Mottl. ^ '»?°uer ?'^^°rz, Tändle,-. Just. Müllrr. Mnzl. 'i >°lli ft^Menles. K«ufle.ttc, Wien. - Hof' '^ ^«up m^usleute; Pammer. Privatier, u. Schwär. ^>>^^°"n. 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FerdinaiidöÄtorbbah» Em. 188N l00— lUOio Galizische Karl'Ludwiz»ois°Lllse 40 fl. . . . 81' - 62 — Wllldsltiii'Lose 20 fi. , . . ge 50 37 — Windiich GrühLose 20 fi, , . 51-— —-. -Eew,-Nch, b, ü"/«Präm,-Schuld» verschr. der Bodeucredttanstalt 2?'— 29'— Dank.Artien (per Stück). U»ll.l»°öst, Nanl 200 fl. L0"/„ E. . KNU0 16140 Aanlverriü, Wiener, 10N fi, . 113-2» 11370 Vdcr,Unst, öst,, 200 fi, S,40"/„ 34750 3^8- 1l»-75 Nüb-gloidd,Vrrb,'Ä,2N0fl,LM, 18'- Wr. Ballgesellschaft 100 fi. . . 84- K4'5<> WlelierbergerZlegel'llcticn'Ves, 23550 236 — Devisen. Deutsche VlHhe......5?'15 57 22. London ........ 11« 90 !17 05 Pari«.........4S «2. 4« 27. Valuten. Ducaten........ '551 553 20-Franc»-Stücke..... 9-26^ 9-2» Deutsche «eichsbanlnoten . . 57-15 5? 2«. Papier^0klic St-3015" "¦¦¦¦;: okr^J^ine dražbe. ,os sodi^e v Metliki ^^ennije AHess v Me" ;.'olJuje Lncu A«tonu Pro-l6vi ?an? .l2Vršilna dražba ¦io'-C^L(po Franu na 33RO v Metl»ki) last-V.k)'%. V> 851 katastralne ^^^dvadratbena V 16 "lna dan ^ v °snl2> ure dopoludne ': S? "u pa tudl ¦V^ÄÖin 1Žan> pred ¦::Il\l891.'odi«e v Metliki $5' 2B 259872599;" U b ^;2S7' 2736 do 2.) Stefana Stalzerja iz Semièa öt. 39, zdaj v Verèicah štev. 8, proti Marjeti Križe iz Verèic radi priznanja lastninske pravice; 3.) Markota Popovièa iz Skem-lovca št. 3 proti Dakotu Popovièu iz Jugorja radi 70 gold.; 4.) Katarine Bajuk iz Radovice štev. 53 proti Martinu Bajuku iz Radovice št. 53 radi 95 gold.; 5.) Petra Hluparja iz Sela pri sy. Duhu (v roke Franceta Stajerja, c. kr. notarja v Metliki) proti Katri Stare, rojeni Jakše, iz Sela pri sv. Duhu radi priznanja zastaranja in do-voljenja izbrisa terjatve 60 gold.; 6.) Jožefa Hluparja iz Semièa št. 41 (po Francetu Stajerji, c. kr. notarji v Metliki) proti Janezu Lukanièu iz Brštovoa štev. 3 radi priznanja pri-posestovanja in vknjižbe lastninske pravice; 7.) ml. Ane Guštinove dedièev v Metliki (zastopanih po Francetu (iu-štinu in Antonu Navratilu v Metliki) proti Antonu Kostelcu iz Rozalnice št. 20 radi 463 gold. 55% kr.; 8.) ravno tistih proti Ivetu Ma-tjažièu iz Rakovca št. 6 radi 349 gold. 77 kr.; 9.) ravno tistih proti Anlonu Kostelcu iz Rozalnice št. 20 radi 437 gold. 79 kr.; 10.) tistih proti Marku Petrašièu iz Svržakov št. 6 radi 144 gold. 30 kr.; 11.) tistih proti Ivetu Štefanièu iz Svržakov št. 13 radi 87 gold. 9 kr.; 12.) tistih proti ravno tistemu radi 385 gold. 63 kr.; 13.) tistih proti ravno tistemu radi 608 gold. 12 Vi kr.; 14.) Katarine Plut iz Sodjega Vrha St. 6 (po Francetu Stajerji, c. kr. notarji v Metliki) proti Nikotu Popovièu iz Skemljovca St. 4; 15.) c. kr. finanène prokurature v Ljubljani (nom. cerkve v Suhorji) proti Matiji Klemenèièu iz Sela pri Luži radi vknjižbe izbrisa zastavne pravice in 16.) ravno ti3te proti Marjeti Kle-menèiè iz Sela pri Luži radi vknjižbe izbrisa zastavne prarice, — doloèuje se dan na 22. maja 1891. 1. dopoludne ob 9. uri pri tem sodišoi, in sicer ad 1 do 4, 6 do 16 v su-marnem, oziroma rednem, in ad 5 in 14 pa v bagatelnem postopku, in so se radi neznanega bivaliSèa toženih istim postavili oskrbniki na èin, in to: ad 1, 3, 4, 7 do 13 gospod Leopold Gangl; ad 2 in 6 Ivan Ivanetiè iz Vertaèe; ad 5 gospod Davorin Vuk-šiniè v Radovièah St. 6; ad 14 Jakob Konda iz Gradnika, in ad 15 in 16 pa gospod Anton Navratil v Metliki, ter se njim vroèili prepisi tožeb. C. kr. okrajno sodižèe v Metliki dne 12. aprila 1891. (1741) 3—1 St. 7333. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani naznanja: Vsled tožbe Jakoba Erjavca iz Velike Raène St. 4 proti Matiji Po-držaju iz Velike Raène, Janezu Za-manu in Antonu Schaflerju iz Kopanj, oziroma njih neznano kje bivajoöim pravnim naslednikom de praes. 2ega marca 1891, št. 4528, zaradi pripo- znanja zastarelosti hipotekarnih ter-jatev pri vložni PA. 7 katastralne ob-èine Raèna postavil se je tožencem kuratorjem ad actum Anton Palèer iz Velike Raène štev. 1, ter se mu vroèil tožbeni odlok z dne 10. aprila 1891, št. 4528, s katerim se je od-redil narök za skrajšano razpravo o gor6nji tožbi na dan 19. maja 1891. 1. ob 9. uri dopoludne. V Ljubljani dne 10. aprila 1891. (1702) 3—1 St. 30597 Razglas. Z odlokom z dne 25. oktobra 1890, št. 8989, na 20. decembra 1890 od-rejena brezvspešna relicitacija Niku Jurajefèièu iz Mlake lastnega zem-Ijisèa kur. at. 1304 ad grajšèine Me-tližke nova vložna št. 1157 davène obèine Drašèice se zopet ponovi na dan 21. maja 1891. 1. dopoludne od 11. do 12. ure pri tu-kajšnjem sodišèi s poprejšnjim pri-staTkom. G. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 6. aprila 1891._______________ (1761) 3—1 St. 2646, 2864, 2908. Razglas. Neznano kje v Ameriki odsotnima Ani Kostelc, omoženi Krašovc, iz Ra-doviè štev. 4 in Jožetu Nemanièu iz Božjakovega štev. 21, kakor tudi za-mrlemu Francetu Sitarju iz Otoka stev. 32 imenuje se gospod Leopold Gangl v Metliki skrbnikom na èin, terse mu vroèijo dotièni zemljeknjižni odloki St. 1128,1471 in 1588 de 1891. G. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 1. aprila 1891.