Bo«t* ftiiVtltt jeden eotraing und D»nn»«>a-I »«rze»» MI» f«fkrl lammt SoraKanW^llane „Die Südittarf" für SiUI tirtt ZlifielUinji lirt H-»4 ntouatfii» fl. —,&5, vicncli»»«« (1. l-SO, d->Idjtdn» IU, frniöMrl« (l. #.—. 9IU P»sN>e,sen»un!>: BlattlilUrij fl. 1.80, dalfitidn« ü. S.20, gauuMtlg «. #.«0. — (Jiimlne Runtmm t !t «ln,etge>> rvtdeii mrtllMlf b»o»„e!. »d «tettlt 'ÜSiebfrtoL.i'tcKn fmisrnV"»': Ilr d-dcuwnbe» IMIhiM|UaiMbl,wl-»n btt I«> >»>d Slu«»,runden oou 11—12tttrr ,°rmlv,z« rnii jon *—& Hot 3ü11f11c11ung ®rr«nflii)|e *t. I». I. Stocf S?r-chil.>nb-n brt Ätraui- «et au SöaoiuM! 11—12 Uhr Minitttag« (mit Xutnatac IM flllttwoiti, €o*«toa im» Sonntag). — Hrrlamanontrt stno portoirfl. — 8f*UM«. beten SSertnffn dein «rearttui iranrfannl find, fimirn nicht StcM' KchtizI werden. KiHtimftt «xrKn -u» tn der Bvchhandimi» b« Herrn Fritz RO'ch dcr-ilwlll^il erteilt. Nr. 79. Cilli, Donnerstag den 3. October 1895. XX. Jahrg. Jtr heutigen Nummer unsere« VlatteS I>»ie RonatSbeilage: ..Allyemeinc Mit-«ngcn über ^and- und Hanswirt-•ft" bei. Die..Deutsche WotKspartei". ^>t viclersehnte Vereinigung aller Deutschen ^«neichs auf nationaler Grundlage tritt zum salc auf den politischen Kampfplatz. Der Iqmsurter (bewerbe Genossenschaftsverband" |ab 6er „Demsche Volksverein für Kävnlen" sich mit einem Aufrufe, in dem sie den leur der „Freien Stimmen", Dobernig, k* erledigte Mandat des 'Abgeordneten Rainer rill™, an die Wählerschaft KlagenfurtS dibm als besonderes Verdienst des Candidaten (sondere dessen Bestrebungen, die Bildung einer Volkspartei anzubahnen, hervor. Der «f sagt diesbezüglich: ftnt deutsch« Volkspartei soll eine arbeitskräf-md Ieb«nsfähige Vertretung der schaffenden sein. fbc deutsche Volkspartei soll bestimmt sein, tat überlebten bisherigen Parteien aufzu-sie soll aus Parteienvertretern Volksver-schaffen. Lichtige, insbesondere wirtschaftliche Fragen der Lösung durch unsere Volksvertretung, öi ifl für die deutsche Wählerschaft der Lan-mqrtttabt nicht gleichgiltig, wie sich ihr Abge-zu den erwähnten Fragen stellt und wie > «i> durch die etwaige Abhängigkeit von einem ten Club dazu stellen darf. Dobernig hat erklärt, im Falle einer keinesfalls dem Club der „Vereinigten «" beizutreten jenem Club, der durch seine Zusammensetzung sich unfähig erwiesen hat, eine kraftvolle und wirksame Vertretung der Interessen der Deutschen in Oesterreich abzugeben, der sich so vielen wirtschaftlichen Verbesserun^Svorschlägen hemmend entgegenstellte und der insbesondere die Meinung der alpenländischen Abgeordneten in den seltensten Fällen zum Durchbruche gelangen lässc. Diese offene Erklärung des Herrn Dobernig wird von jesem deutschfühlenden Manne, der auch die unabweisliche Nothwendigkeit wirtschaftlicher Reformen erkennt, mit Freuden begrüßt werden. Eine deutsche Volkspartei! Eine Partei, die bei allen ihren Actionen nur den deutschnationalen Standpunkt vertritt und alle Nnterfragen, ob sie jetzt wirtschaftlicher oder konfessioneller Natur sind, zurücktrete» lässt, gegenüber der großen Pflicht der nationalen Abwehr, des Kampfes fürs Deutsch-thum. Wie ihre Mitglieder sonst auch denken mögen, gemeinsam müssen sie das herrliche Ziel der Z^rbreitung deutschnationaler Denkungsiveise im deutschen Volke und rücksichtsloser Vertretung der deutschvolklichen Interessen im Abgeordneten-Hause und in alle» sonstigen Körperschaften haben. So denken wir uns die „Deutsche Volkspartei" und sind glücklich, dass bereit» in weiten deutschen Kreisen in dieser Hinsicht gleiche Anschauungen sich bemerkbar machen, und nun gar in einem von der bisherigen „Deutschen Nationalpartei" nahestehenden Kreisen erlassenen Wahlaufrufe vertreten werden. Und aus Tirol kommt eine nicht minder er-treuliche Kunde. Der sich um das Reichsraths-mandat von Bozen bewerbende Handelskammer-Präsident Welponer, dessen Wahl als gesichert bezeichnet wird, will weder der liberalen noch der Nationalpartei beitreten, sondern als Mitkämpfer für die deutsche Volkspartei wirken. Das „Bozener Tagblatt" des kernnationalen Sueti tritt dazu mit rühmenöiverter Entschiedenheit für diese nationale Zukunftspartei in die Schranken und ruft: Die gesammte nationale Presse, soweit sie nicht der Schönererrichtung angehört oder untei der Diktatur der gegenwärtigen Inspiratoren der Nationalpartei oder der Vereinigten Linken steht, tritt für die Bildung einer Deutschen Volkspartei ein, die auf nationaler Grundlage der deutschgesinnten Elemente, die heute in verschiedenen Fraktionen getrennt sind, zu einer auch zahlen-mäßig starken Macht vereinigen soll. Die Deutsche Volkspartei soll nur den Nationalismus als binden-den Grundsatz anerkennen, im übrigen aber dem Individualismus möglichst freien Spielraum ge> währen. Ohne den deutschgesinnten Antisemiten Hindernisse zu bereiten, dürfte die Partei die antisemitische Formel doch nicht in das Programm aufnehmen. Dieses Streben nach einer natio-n a l e n Partei, das heißt einer Partei, welch« sich auf Grund der Abwehr der slavischen und dermalen Angriffe auf den deutschen Sprach-und Culturbesitzsiand bildet und alle national-liberalen Elemente unseres Volksthumes zu diesem Zwecke zu umfassen hat, bei denen eben das Deutschbewusstsein stark genug ist, stellt eine ge-sunde Reaction auf die unfruchtbare Richtung dar, in welche die nationale Strömung in den letzten zwei Jahren zu drängen versucht würd« und ist in letzter Linie nichts, als das Zurückgehen auf die ursprünglichen Ideen, welche bei der Gründung der nationalen Richtung nmß-gebend waren . . . So zeigen sich denn mit immer größerer Deut-lichkeit die Conturen jener langersehnten einigen großen deutschen Partei. Des unfruchtbare» Hadern» müde, beginnen alle nationalfühlenden Deutschen Oesterreichs einander wieder zu finden und find bereit, dem deutschnationalen Endzwecke zuliebe den kleinlichen Tagesstreit verklingen zu lassen. ^ euikleton. Eiu paar Handschuhe. Erzählung von A. D t n e s. [Kforf HattaS war der vierte Sohn des Peter i, eines armen kroatischen Lieutenants in «Aschen Diensten. k ioar in seiner Kindheit so zart und schiväch-ins« er nur durch die aufopferndste Liebe ! Mutter erhalten wurde. [ Zu Zlter von achtzehn Jahren, nach gut an-Jugend, fand er ein Unterkommen in iStewu der Brücken und Kunststraßen zu "in&t; zwei Jahre später wurde er zum Unter-tat ernannt und kam nach Zara in Dal- Ai> ein politisches Vergehen verwickelt, ver-k sich selbst und überschritt, einige Kreuzer jler !Me, die türkische Grenze. [bt erste ottomanisch« Dorf, da» er erreichte, ^L»r>Unas. [Inm nahm er mit dem Turban den Namen an und wanderte ohne ein bestimmtes Ziel |l Prooin; Bosnien. «roßniräuber überfielen ihn, plünderten ihn «id ließen ihn völlig nackt auf d«r Straße |b i'imb ihn ein mitleidiger Bauer, der ihm und etwas Geld gab und Omer setzte «rung fort. In Banjaluka gelang es ihm, eine Stelle in einem Handlungshause zu erhalten. Der Kaufmann hatte eine reizende Tochter. Omer bemerkte dies an den Schlägen seines Herzens. Das junge Mädchen vermochte seinerseits dieses männliche ernste Angesicht d«S wackeren und klugen Jünglings, diese seine, weiße, aber starke und tapfere Hand, die lieber den Degen als die Feder geführt hätte, nicht zu sehen, ohne lebhaft erregt zu werden. Die jungen Leute verständigten sich, ohne mit einander ein Wort zu sprechen, und der Vater des jungen Mädchens verstand die beiden, ohne dass es ihrer Bekenntnisse bedurft hätte. Eines Morgens sandte der Kaufmann seinem jungen Gehilfen zwei Kästchen, da» eine enthielt einen Trauring und das Inventarium feines Ge-schäftes: das andere eine goldgefüllte Börse und einen Damaöcener Säbel. Omer erkannte, dass ihm die Wahl zwischen dem Vermögen des Kaufmannes und der Hand seiner Tochter oder der Abreise und der militä-rischen Laufbahn nebst den Reisekosten bis zum nächsten Lager geboten wurde. Er behielt das Buch und den Ring und stellte dem Kaufmanne die Börse und den Säbel zurück. Am folgenden Tage wurden die Liebenden bei einem heiteren Familienfeste verlobt. Alsbald aber erkrankte die Braut. Vater und Bräutigam wachten acht Tage und acht Nächte an ihrem Lager und empsiengen wei-nend ihren letzten Seufzer. Jetzt überreichte der Kaufmann aufs neue den Säbel und die Börfe dem jungen Manne und sprach: „Gott hat'S gewollt: es war so geschrieben! Möge dir der Ruhm treuer sein als das Glück!" Nunmehr nahm Omer die Waffe an, küsste die kalte Hand seiner todten Braut und wanderte nach Widdin. Hier war damals — nämlich vor circa fünf-undvierzig Jahren — Hussein Pascha türkischer Oberbefehlshaber. Eines Tages zeigte sich ein junger Mann vor seinem Hause und bat den Diener, ihn zu seinem Herrn zu führen. Der Jüngling war schön, hoch und schlank wie eine Ceder, dabei aber von kräftiger Gestalt. ES war Omer. Die Türken, welche viel auf ein angenehmes und edles Aeußere geben, gewährten bereitwillig feine Bitte und führten ihn vor den Pascha. Hussein, der sich eben in übler Laune befand, ftagte den Fremdling barsch: „Was willst du?" „Ich wünsche in den Dienst Seiner Excellenz zu treten," erhielt der Frager zur Antwort. „Ich habe schon zu viele Diener. Mach', dass du fortkommst!" In der Türkei dursten damals Leute aus den untersten Ständen einem großen Herrn Geschenke anbieten, ohne die Schicklichkeit zu verletzen. So zog der junge Mann ein kleines, sorg- 2 Die im Entstehen begriffene Deutsche Volks-Partei soll — national unbedingt und wirtschaft-lich reformatorisch — die von den bisherigen Parteien so schlecht besorgte Vertretung der Deutsch-österreicher übernehmen, sie soll unsere ganze Volks-kraft in den Dienst deutschnationaler Bestrebungen stellen. Der Zukunft» Deutschösterreicher soll nichts sein als unbedingt deutschnational. Gelingt ea dies zu erreichen, so hat das letzte Decennium des altgewordenen Jahrhunderts für Oesterreichs Deutsche Bedeutsames gebracht. Sie find daran gegangen sich eine selbständige, von der der „österreichischen Staatsidee" oft auf Unkosten des DeulschthumS huldigenden liberalen Partei, verschiedene Organi-sation zu schaffen. Sie haben den Wahlspruch angenommen, der im Schilde aller anderen öfter-reichischcn Völker prangt: Zuerst unser Volksthum und dann erst alles andere! Hurrah der neuen Losung: Vor allem deutsch! „HrabÖ JBndeni". Das Ministerium Badeni ist mit dem gestrigen Tage ins Leben getreten. Die Namen der Mit-glieder und die politische Richtung derselben, soviel sie bis jetzt erkennbar ist, haben wir unseren Leser» bereits bekannt gegeben. Anders als wie beim Jnslebentrcten der Coalition lauten die Artikel, mit denen die deutschen Blätter das Ministerium empfangen. Von Erwartungen und Hoffnungen ist nicht mehr die Rede, wohl aber von der ernsten Entschlossenheit, nötigenfalls mit Energie den Kampf gegen das neue Gabinel aufzunehmen. Und dazu dürfte man vielleicht früher als man glaubt Gelegenheit habe», denn bereits find jung-tschechische Stimmen zu verzeichnen, die von ..Hrabe Badeni-' manches erhoffen. „Hrabe Badeni"? Die Sache verhält sich so: „Im Gedenkbuch", meldet das deutsch geschriebene Präger Alttschechenblatt, „welches im Gasthause,Na pos-lednini groäi' im wallachischen Dorfe (in der Bubentscher tschechischen Ausstellung) aufgelegt ist, ist unter dem Datum vom 12. v. M. eine Reihe interessanter Namen eingetragen. Am genannten Tage hat bekanntlich der Stalthalter von Galizien und nunmehriger Ministerpräsident Graf Badeni in Begleitung mehrerer Cavaliere die Ausstellung be-sucht. Sämmtliche Gäste haben sich in das ge-nannte Gedenkbuch in tschechischer Sprache eingetragen: .Hrabe Badeni, W. Bilinski, Frant. hr. z. Tliunu und Jan Ledebur." Hrabe Badeni und Jan Ledebur werden nun als Minister die Geschicke des Reiches lenken. fältig eingeschlagenes Paket aus der Tasche, reichte cS dem Pascha dar und bat ihn, es an-zunehmen. „Was ist das?" fragte der Türke, als er ?as Paket geöffnet. „Es sind Handschuhe, Excellenz." „Und wozu dienen sie?" „Wenn du im Freien bist, so werden die Strahlen der Sonne nicht deine Hände ver-brennen und sie bräunen, und wenn du den Zügel deines Rosses hältst, so können dein« Finger nicht durch die Härte des Leders verletzt werden." Hussein hatte sehr schöne und weiße Hände und war stolz auf dieselben. „Wie zieht man diese Handschuhe an?" fragte er. Der junge Mann zog dem Pascha die Hand-schuhe an. Hussein schlug dreimal in seine über den Kopf gehobenen Hände, während die Ofsiciere seines Gefolges eintraten und voller Verwunderung auf die Handschuh« blickten, wtlche die Hände ihres Herrn bedeckten. Dank diesen Handschuhen, die lange Zeit ein Gegenstand der Bewunderung für den Pascha und seinen Generalstab blieben, wurde Omer zum Dienste bei Huffeil» zugelassen und war bald sein vertrauter Adjutant. Nach dein Tode des Paschas von Widdin be-gab sich Omer nach Conftantinopel, stieg schnell von Grad zu Grad, erwarb sich den Rang eines Muschir und ward Oberbefehlshaber der tür-kischen Truppen im Krimkriege. „Deutsche Zvacht" ES sind also gute Aussichten für Tschechen und Slovenen vorhanden! Amschau. Eine Notiz aus dem „Patcrland". In einer der letzten Nummern des Wiener clericalen Blatte« beklagt sich ein tschechischer Priester bitter über die Jungtscheche», weil sie dem geistlichen Stande die nationale Mitarbeiterschaft absprechen und verwehren wollen. Das ist so recht bezeich-nend. Die slavische Priesterschaft immer national und die deutsche Geistlichkeit — deutschfeindlich. Der vou der Trau. In der „Südsteirischen Post" erscheinen nun schon in einigen Nummern Aufsätze aus der Feder eines windischen Exaltados, der sich mit „der von der Drau" fertigt. 2tei dem Menschen konnte man zuerst im Unklaren sein, ob man ihn ernst oder spasiig nehmen soll, seine letzten Aufsätze qualisicieren ihn aber als ein unschuldiges Hascherl. Seine Phantasie geht mit ihm immer durch. Er riecht überall Preußen, Preußenseuche und in seinem Gehirn spuckt der schwärzeste Aismarck. Der kommt gewiss and) einmal ins Xarodni dora. Interessant ist es nur wie der HomunculuS über den Krieg von 187V plaudert. Bei Franzosen konnte man es begreiflich finden, wenn sie in ihrem Schmerze ungerecht wurden, bei dem „von der Drau" ist es die al-berufte Deutschenfresserei, die aus seiner Geschichte des 1870er Krieges spricht. Er soll zuerst einmal das Werk eines verurtheilsfreien Franzosen — Chuquet lesen ... T. W. Die Lage der Deutschen in Laibach. ([ysir die „Deutsche Wacht" geschriebn«.) Laibach. 2ö. September. Es ist leidlich Ruhe geworden in unserer, von dem schrecklichsten Elementarereignisse heimgesuchten Stadt. Zwar scheint eö uns nervös gewordenen Einheimischen, die wir die ganzen Schrecknisse d«r bösen Erdbebenepoche mitgemacht haben, noch immer, als ob der Boden schwanken würde. Be-sonders nächtlicherweile fährt man öfters aus dem Schlafe auf, ein Rütteln scheint durch das Zimmer zu gehen, die Gläser klirren, die Bilder schleifen an den Wänden hin und her — ein neuer Erdstoß ! Aber, wie gesagt, nur wir Eingeborenen, die wir den großen Erdbebenschreck noch immer in den Gliedern tragen, nur wir machen dergleichen Be-obachtungen. Der Fremde durchschläft mit größter Seelen ruhe die Nacht und hört morgens erstaunt im Eafö „Elephant" oder „Casino" erzählen, heute Später ward er als Omer Pascha weltb«-rühmt. Zu solchen Erfolgen kann ein Paar Handschuhe beitragen. Handschuhe besitzt wohl mancher, aber er weiß sie nicht am rechten Orte und zur rechten Zeit anzuwenden. Eine moderne Heldin. Wenn man die in Amerika oder Australien spielenden Räuber- und Pirat«nromane liest, unterliegt man den. Eindrucke, dass es im wirk-lichen Leben kaum Personen geben könne, wie sie als Haupthelden solcher Erzählungen geschildert werden. Vollends aber werden in uns solche Zweifel rege, wenn einer Frau die Rolle als Führerin einer Näuberbande oder eines Piraten-schiffes zugedacht ist. So wird wohl jeder, der den Roman Balduin Möllhausen's, „Ein Spion", gelesen hat, die kühne starke Frau, die, bald als mexikanischer Vaquero verkleidet, sich in das feind-liche Lager schleicht, bald sich als vollendete Dame in den Empfangssälen der Millionäre von San Louis bewegt, für ein Kind der reinsten dichte-rischen Phantasie halten. Aber die anscheinende Unmöglichkeit verschwin-det, wenn man sich die eigenthümliche Laufbahn der Fr^u Helena Scott, die noch heute in Neu-Mexiko lebt, vergegenwärtigt. Frau Scott war nicht nur (Gattin, sondern auch Mutter von vier Kindern, ehe sie sich in das Banditenleben stürzte. Ihr Eheleben hatte sie auf ganz spießbürgerliche 1893 nachts hätten wieder die unterirdischen Äächv einen Beweis ihrer Gewalt gegeben. So sott man denn wirklich den in Wiener Blättern n letzter Zeit wieder aufgetauchten Nachrichten um „neuerlichen Erdstößen in Laibach" nicht mil» dingten Glauben schenken. Die Sache verhält ni nicht immer, so wie es zeilenhungerige „CorresM denten" darstellen und oft erfolgt der Sensation» Nachricht das Dementi auf dem Fuße. Das Aergste ist, wie hier constatiert werden soll jedenfalls für unsere Stadt vorüber und langst beginnt sich Handel und Wandel zu erholen. Ts Fremdensaison freilich war diesmal eine ganz fc sonders miserable und unsere Wirte und Laset« litten bedauerlicherweise ziemlich. Die merm Fremden blieben nur über Tag, um des AboA wieder die Stadt zu verlassen. Dass Laidach im Fremden beinahe ganz beiseite gelassen wird, M mag übrigens wohl auch die wüthende deutfß feindliche Strömung bei uns verschulden. T> reisende Publicum besteht doch wohl zum $aq| theil aus Deutschen und für solche kann es tat wahrhaftig kein Vergnügen fein, in einer suk auch nur Stunden zu verweilen, wo sie eventueid Anremplungen ausgesetzt sind und die Unterdrückn; des einheimischen deutschen Elements vor 2lagl haben. Handel und Wandel würden im ehemil kerndeutsch gewesenen Laidach eben erst wieder s starken, wenn von der ungerechten Bedrückung da DeulschthumS abgelassen und den iirnaa Deutschen Menschenrechte zugestanden würden, Laibacher Deutsche sind in einer wahrhast te dauernswürdigen Lage und die Zustände, ua® denen wir leben, kann man wohl als ein M» nendes Beispiel für alle Deutschen, welche a Städten lebe», wo sie noch halbwegs das Heft -den Händen haben, bezeichnen. Besonders da Cilliern, welche mit so kernigen deutsch» Muthe für ihre Vaterstadt gegen eine m Deutschenhass erfüllte Sippe kämpfen, sei du» gesagt. Zuerst haben die Slovenen nach Glich Berechtigung geschrien — den gleichen SchiruW treiben sie jetzt in Untersteiernuirk — um dem sofort, als sie zur Macht gelangten, die Deutsch» rücksichtslos zu unterdrücken. Jetzt kennen fc Herren keine Gleichberechtigung mehr. Mit fa» tischei" Wuth unterdrücken und verfolgen sie M Deutsche in Laibach. Wie inan bei den Geld« theilungen gegen uns Deutsch« hier vorgegang» ist, hat die „Deutsche Wacht" in verdienstvoiie Weise geschildert und sich dadurch die -y» pathien aller Deutschen Laibacha erworben. Ä haben ja leider kein Organ in unim Stadt, das uns vertreten würde. Die „DcuöÄ Weise in Texas verbracht. Nach dem Tode ifca Gatten zog sie nach El Paso und gab sich oft Mühe, einen anständigen Lebensunterhalt zu f winnen. Aber alles, ivas sie erwerben foiuk reichte gerade hin, sie und die Kinder vor dir Verhungern zu schützen. So gab sie denn raa Tages die Kinder bei einer armen Frau inPjdß und verschwand. Vier Jahre hindurch erschien j* etwa alle drei Monate einmal, zahlte alle« n voraus, machte sogar Geschenke und verschmu» dann wieder in das geheimnisvolle Nirgends Wer hätte sich aber träumen lassen, das« h mittlerweile der leitende Geist einer Bande sw herer „Cowboys" war, die sich in Pferdes verwandelt halten ? Diese Bande machte das garci südliche Neu-Mexilo und Arizona unsicher und x legte, wenn sie je einmal zu heiß bedrängt wurde, ihr Arbeitsfeld zeitweise nach Mexiko. sie raub« Pferde, veräußerten sie vortheilhaft und schloß» der heiligen Herinandad mehr Schnippchen ai jede andere derartige Bande im Südwesten. Ei« großen Theil ihrer Erfolge aber verdanken ff nur der geivandten und listenreichen Frau Bat Als Rossdiebin trug diese stets MännertlÄ» und machte den Eindruck eines ungewöhnlich # schen und schneidigen Burschen. Wegen ih« Lockenkopfea wurde sie in der Bande nur „Euch Hank" genannt. Schließlich erreichte aber auch diese Bande ik Schicksal. Im Countv Anna, Neu-Mexiko. wnria die meisten von ihnen und auch unser „Irnßp Heinz" gefangen und nach Las Cruces zum cess gebracht. Erst da erfuhr die äußere JUdt : 1895 ..Deutsche Wacht" 3 Seit", die hier in den meisten CafvS aufliegt imi> in deutschen Kreisen viele Privatleser hat, sann üch selbst nur nü en. wenn sie auch serner-die deutschnationale Fackel in die Laibacher s?tchiltmsse hineinleuchten lässt. i Sie haben bereits ausführlich erzählt, wie die von ihn: stiftungskneipe heimkehrenden Mitglieder aserer heiinischen Verbindung „Carniola" von einer Aar slovenischer Studenten und Schüler der Lehrer-[ tildungoanslalt überfallen und insultiert wurden. Das st so ein Veitrag zum Culturbild, das das derzeitige Snbach jetzt bietet. Wir Deutsche sind hier nun einmal a der schrecklichsten Lage. Kaum können es die Mglieder unseres Turnvereines ivagen, in ihrer [Sfiroerfleibuiig durch die Gassen zu gehen, da :i leicht den gröblichsten Beschimpfungen ausge-P find. Es sei hier angenagelt, dass besonders Ziglinge der slovenischen Lehrerbildungsanstalt o> deutschfeindlichsten sich benehmen. Hoffentlich wird die letzte Heldenthat dieser sm lisch-deutschfressenschen jungen Herren endlich l «hzebendenorts uns Schutz verschaffen Wenn mm ein Deutscher ist, darf man doch deshalb mifat vogelfrei sein. [ Unter diesem deutschfeindlichen Wind, der durch He Gassen unserer Stadt weht, leidet selbstver-ttäiMicf) das gesellschaftliche Leben am allermeisten. Dasselbe ist denn fast auch bis auf Null herab-? «unken. Laibach bietet, trotzdem es Landeshaupt-tut,:, Sitz der Behörden und eine von jetzt mehr als 25.000 Menschen bewohnte Stadt ist, kaum i» viel an Unterhaltung und Amüsement wie Cilli. kiuge Militär-Concerte waren so ziemlich das pnze Um und Auf des Sommers. Eigentlich 1 («Etrn alle gemäßigten und patriotischen Elemente iüd zusammenfinden, um dem Deutschthum hier ! tit nöthige Beachtung zu verschaffen. Der slavische ktionalismua, der alles Deutsche an die Wand ! Kücken will, müsste zurückgedrängt werden; es mre dies wohl der allerbeste Weg. eine Hebung fe geselligen Lebens ju erreichen. [ Jetzt hat das Theater wieder seine Pforten Mnet und gleich Sonntags hat die deutsche yeatergesellschaft. welche unter der vorjährigen ftrcctislu steht, sich ganz gut mit dein vorzüglichen iums'lchen Lustspiel: „Die Katakomben" einge-stirt. Es wäre eine lange Geschichte, wenn wir «Men wollten, welche Lügen und Listen die ! mbacher Slovenen angewendet haben, um das teutsche 'Theater unmöglich zu machen. Es wurde wi dieser Seite versprochen, nicht zu spielen, worauf «j> die Deutschen Willens waren, für diesen Lmter die deutschen Vorstellungen einzustellen. Jw gegebene Versprechen zu brechen, war aber ait wem man es in letzterer Person zu thun fctte. Allenthalben erweckte aber dieses junge f&me Weib, das so bescheiden auftrat und so ßebildei sprechen konnte, große Theilnahme. Sie iefctt jetzt nur das Weibliche heraus und erzählte in herzergreifenden Worten, wie sie gekämpft We, ihren Kindern auf ehrliche Weile ein an-Üniige» Auskommen zu sichern, und wie sie nur nii Mutterliebe zur Näuberin geworden sei. tot« allgemeiner Rührung wurde sie freige-hrechm. Sie hatte die Wahrheit gesagt, aber not die ganze Wahrheit: denn auch glühende Liebe zu der einen männlichen Hauptperson der bade hatte sie in dieses Leben gezogen und darin iejigchalten. Ihr Geliebter kam nicht so gut weg. Ct entsprang indes aus dem Countii-Gefängnisse, «he er ins Zuchthaus gebracht wurde, und wurde will bei der Geliebten verborgen vorgefunden. Zktzt büßt er im Zebragewande. (Die Gefangenen-!lung der Zuchthaussträflinge in Amerika ist taun und weiß.) Dem schönen Weibe wurde auch dies verziehen. Are Kinder wurden in gute Familien gegeben, fc sie selbst wurde vorerst eine kleine Geldsumme Mmmell und später wurden ihr Dienststellen in Milieu verschafft. Eine solche hat sie noch innc; es will ihr jedoch in ihrem neuen Be-ajc nicht gelingen, Lorbeeren zu erringen, da-regen zeigt sie großes Talent zum — Malen. 6rs: kürzlich aber gestand die schöne Büßerin, jene vier Jahre seien die glücklichsten ihres Lebens pvesm. die Absicht der Slovenen von Anfang an gewesen. Sie wollten die deutschen Vorstellungen verhindern, da sie dann, laut den für das LandeStheater geltenden Bestimmungen, das Theater für immer ganz in die Hand bekommen hätten. Der schlaue Plan kam aber zu früh in die Oeffentlichkeit und missglückte so. Die Logenlicilation ist heuer ganz besonders schlecht ausgefallen. Die deutschen Logenabnehmer haben bekanntlich schon im vorigen Jahre be-schlössen, das Hinaufsteigern der Logen zu unter-lassen und das so ersparte Geld dem Fonds des neu zu erbauenden deutschen Theaters zu widmen und haben auch heuer dielen Beschluss konsequent durchgeführt. Während im Jahre 1893 der Erlös noch 10.929 fl. betrug, giengen heuer bloß •1160 ff. ein. Den Fehlbetrag mag sich das Land beim »Slovenski Marod" einkassieren. Der Gesammterlös für die Logen zu den slovenischen Vorstellungen betrug heuer gar nur 2527 fl. Dieser geringe Eingang ist aber nicht etwa einem Strikebeschluss der deutschenfreffenden Slovenen, sondern dem Umstände zuzuschreiben, dass eben noch immer in Laibach Besitz und Intelligenz deutsch sind und die Slovenen — mit Ausnahme der Aövo-caten und städtischen Beamten natürlich! — vor wiegend nur das Gallerie- und allenfalls noch einen Theil des Parterre-Publicums bilden. Die Slovenen könnten denn auch aus eige»em Sacke nicht 14 Tage ein nationales Theater erhalten, ein deutlicher Beweis, dass für slovenische Vorstellungen in Laibach kein ernsthaftes Bedürfnis besteht. Das sollte man denn auch maßgebendenorts berück-sichtigen. Das Aufpäppeln des miserablen ZeugS, das sich slovenische Kunst nennt — deutsche Schmieren etwa bringen Gleichwertiges — sollte denn doch einmal aufhören. Wenn man also in wenigen Worten die Lage des Deutschthums in Laibach schildern soll, so möchten wir sagen, dass es in jeder Hinsicht unterdrückt ist. Politisch: Das Reichraths- und Landtagsmandat der Stadt sind in den Händen erbitterter Gegner der Deutschen, der Gemeinderath, der manchen Träger eines deutschen Namens in seiner Mitte zählt, ist einmüthig in der Knebelung des Deutschthums. Es gibt keine Zeitung in unserer Stadt, welche die Jntereffen der hiesigen Deutschen vertreten würde, und auch auf allen anderen Ge-bieten ist die Parole: Zurückdrängung, Vernichtung der Deutsch»»! So seien denn mit diesen Zeilen die Laibacher Deutschen wieder einmal aufgerufen zu schneidiger Abwehr, zu festerem Zusammenschluss untereinander und zur nationalen Verbindung mit den einen gleich harten Kampf kämpfenden unter-steirifchen Stammesgenoffen! Der Gilkier Deutsche Ierein hielt Samstag den 28. v. M. eine Hauptver-sammlung ab, welche im Gemeinderathssaale statt-fand und zu der ungefähr K0 Mitglieder er-schienen waren. Der gewesene Obmann des Vereines. Herr Vice-Bürgermeister Julius R a k u s ch, entwarf zu-nächst ein Bild der Thätigkeit des Vereines, wie sie sich unter der Leitung des letzten Ausschusses entwickelte. Insbesondere seien es zwei Ereignisse, die von hervorragender Bedeutung gewesen sind und auf welche die daran betheiligten AuSschusS-Mitglieder mit Genugthuung zurückblicken können. Die untersteirische Parteimänner-Ver-sammlung. welche das vom Vereinsausschusse entworfene „Cillier Programm" vollinhaltlich an-genommen habe, trotzdem sie von Mitgliedern verschiedener politischer Anschauungen beschickt war, sei eines dieser Ereignisse gewesen, an die sich die Wahl des Herrn LandtagSabgeordneten Dr. W o k a u n auf Grundlage dieses Programmes anschloss. In neuester Zeit habe der Verein durch seinen Ausschul« in der C i 1 l i e r Frage das Wort ergriffen und damit durch seine anfangs stürmische, später zähe Thätigkeit ein Ereignis ge-schaffen, mit dem das Deutschthum Oesterreichs in nationaler Richtung wesentliche Fortschritte gemacht und welches zur Klärung der Partei-verhältniffe sichtlich beigetragen habe. Redner führte aus, wie die Arbeit in dem Falle gemacht wurde, welche Wirkungen zunächst im Parlamente und im Schoße des CoalitionSministeriumS erzielt wurden und wie die deutsche Presse aller Art mit geringwertiger Ausnahme — die clericale natürlich ganz abgerechnet — in einmüthiger Weise die Deutschen in ihrer nationalen Arbeit unterstützt habe. Ein Hauptverdienst gebüre auch Herrn Dr. F o r e g g e r, der durch seine aus-gezeichnete Schrift „Zur Gnmnasial-Frage" die Cillier Frage weit und breit verständig machte und dadurch eine Menge von Mitkämpfern auf-brachte. Nach Herrn Rakusch, dessen Vortrag der Ver-sammlung mit Interesse gefolgt war, ergriff .Herr Reichsraths-Abgeordneter Dr. ^orcgger das Wort. Dr. Foregger lieferte interessante Beiträge zur Vorgeschichte der Cillier Frage. Er theilte mit, das« Herr Minister Madeysky noch im Jänner 1894 in einer Unterredung, die er mit ihm hatte, die stricte Erklärung abgab, eine Folge der Coalition sei es, dass gegen den Willen einer Partei keine Maßregeln getroffen werden, welche dieselbe schädigen könnten, dass also auf dem Gebiete der Unterrichtsverwaltung nationale Wünsche nur erfüllt werden könnten, wenn beide betheiligten Nationen zustimmen. Diese Erklärung beruhigte ihn wesentlich, weil er den Minister mit dem Bewusstsein verließ, dass Cilli keine Gefahr drohe, da doch die Zustimmung der Cillier zur Errichtung einer slovenischen Lehranstalt nicht zu denken war. Gegen den Vorwurf, dass die Cillier Frage künstlich emporgeschraubt worden sei. wendet sich der Redner mit allem Nachdrucke. Es sei zwar richtig, dass in anderen Städten Böhmens, Mährens und auch in Marburg ähnliche Lehr-anstalten errichtet wurden, ohne dass daraus eine so große Frage entstanden sei, allein das war zu Zeiten Taaffe's, als noch nicht von der Coalition der Grundsatz aufgestellt worden war. dass alle großen politischen Fragen bei Seite gestellt bleiben müssen. Das Verdienst aller jener, welche sich um die Cillier Frage bemüht haben, sei nicht etwa, diese Frage künstlich aus-gebauscht zu haben, sondern es bestehe darin, dass der Kern bloßgelegt wurde, dass das Princip herausgeschält wurde, welches in der Frage steckt, das Princip der rück-sichtslosen Slavisierung. Hätte die Frage nicht diese große principielle Bedeutung ge-habt, so wäre daran auch nie die Coalition und ihr Cabinet gescheitert. Die Ursache, warum die unheilvolle Wen-dung eingetreten ist, erblickt Redner lediglich in der Haltung der Vereinigten deutschen Linken. Die Vertrauensmänner derselben im Coalitionsministerium, Herr von Plener und Herr Graf Wurmbrand, hätten sofort, nachdem ihnen die Wünsche der Slovenen mit-getheilt worden waren, die principielle Unzulässig-reit erkennen sollen, dem deutschen Volke ein solches Opfer zuzumuthen, und wenn es die Mi-nifter aus untergeordneten Gründen nicht auf-fassten oder nicht auffassen wollten, so wäre es Pflicht der Partei gewesen, die Minister ent-weder zurückzurufen oder zur richtigen Haltung zu zwingen. Auch die Vereinigte deutsche Linke wollte aber den VollgenusS der Mitherr-schaft wegen des Gymnasiums in Cilli nicht aufs Spiel setzen und suchte darum die Frage als eine Lappalie zu behandeln. Noch jetzt machen Mit-glieder dieser Partei vor ihren Wählern geltend, die Partei habe alles gethan, was in ihrer Macht gelegen sei. Das ist nicht richtig. Hätte die Partei ihre Pflicht erfüllt, so wäre es nie zur Errichtung des Gymnasiums gekommen. Die Halbheit in der Haltung der Partei wird durch nichts treffender charakterisiert als durch ihre Beschlüsse, die sie im October 1894 vor Wiederbeginn der Reichsrathssitzungen gefasst habe. Da wurde mit großem Nachdrucke einstimmig be-schloffen, dass die ganze Partei gegen die Bud-getpost „Cilli" stimmen werde und müsse. In einem Athem aber beschloss dieselbe Partei, ihr unein-geschränktes volles Vertrauen jenem Minister zu votieren, welcher das Budget mit der Budgetpost „Cilli" unterfertigt und eingebracht hat. Nachdem man wenigstens dem Führer und einem großen Theile der Vereinigten Linken nicht eine so be- 4 ..Deutsche Macht" 1895 fangen? Beschränktheit zumuthen kann, dass dieselben nicht mit vollem Bewusstsein diese Be-schlüsse nebeneinandergestellt haben, so kann nur Unaufrichtigkeit gegenüber dem deutschen Volte als das Motiv dieser Hal-tung angenommen werden. Mit diesen Beschlüssen war das Schicksal Cilli» besiegelt. Von den an deren politischen Parteien konnte nicht ermattet werden, dato sie aus Respect vor der Linken, die sicb so überaus schwächlich zeigte, die Post „Cilli" fallen lassen werde. Damals, im October 1894, härte ein entschiedenes Auftreten der Linken noch eine Wirkung gehabt. Im Juli 1895 war die Hohlheit der Coalition und ihrer Politiker ei» enthülltes (Aeheimnis: da konnte auch die Gefahr des Zerfalles der Coalition niemanden mehr schrecken, der Untergang des Systems war längst beschlossen und nur die Vereinigte deutsche Linke konnte der (Gelegenheit nicht widerstehen, ihre innere Kraftlosigkeit bei der dritten Abstimmung über das Bndgel neuerlich öffentlich zu docu-mentieren. Wir haben in dem Kampfe nur scheinbar eine Niederlage erlitten: wenn uns das Miss-geschick im steirischen Unterlande enger aneinander schließt, so werden wir in ungebrochener Kraft dastehen und so wird dieser neueste Erfolg unserer slavischen Widersacher nicht die Wirkung einer Schwächung der Deutschen, sondern die einer inneren Stärkung den'elben habe». Die Rede wurde wiederholt von Zustimmung«-äußerungen begleitet, welchen an, Schlüsse leb-haster Beifall folgte. Hierauf stellte Herr Professor Tisch den An-trag, dem Ausschüsse veü Deutschen Vereines und Herrn Reichsralhs-Abgeordnelen Dr. Foregger für die Thätigkeit in der Cillier Frage das Zeichen des Dankes und der Anerkennung durch Erhebe,» von den Sitzen zu leisten, ivas einmüthig ge-schuht. Herr Obmann Julius R a k u s ch machte darauf aufmerksam, dass Herr Dr. W o k a u n als Land-tagsabgeordneter bemüht war, die bekannte Reso-lution reS Landtages in eine förderlichere Form zu bringen, um mit ihr zu nützen. Die am Schlüsse der Sitzung erfolgte Neu-wähl ergab folgendes Resultat: Dr. v. Ja born egg, Obmann; Ausschüsse: Hausbaum, Dr. Kautschitich, Dr. Kova-tschitsch, Dr. Jesenko, Moriz Stallner. Schwab. _ Hin Aeverlall in Oaöerje. (El,;knb«lUht der .Teutschen Kocht".) Cilli. 1. L Eben und zur Verläsung und die Tarmfchle,mhaut zu einer oft sehr t^dttucien Verschorfung. Der KrankheitSverlauf ist bald ein rascher D ein langsamer und zieht sich in letzterem Falle oft vier bis sechs Ntcr, hin. je nachdem mehr die Lungen oder der Darm ergriffen ist, im sich Husten und Attnungsbeschiverden oder Diarrhöe ein. Die m zeigen sich sehr matt, die yaut ist gerötet, KrankheitSverlaus meist 64. Auch die wenigen genesenen, aber meist dem Siechtum verfallenen itr vermögen noch lange Zeit gesunde Schweine anzustecken. Eine «ilichc Behandlung vermag den Verlaus und Ausgang der Krankheit iwmig zu deemftussen. Das Hauptgewicht ist daher aus vorbeugende fcnfr— zu legen. Die Seuche kam aus Amerika durch den über-fc,i Transport lebender Schweine zu uns und wird von den ptton, wo sie sich schon festgesetzt hat und das ist auch schon in Süd-schland und in den Nachbarstaaten der Fall, durch Triebschweine schleppt und verbreitet. Es mahnt dies zur Vorsicht beim Ankauf iTnevschweinen, dieselben sollten jedenfalls mindestens 14 Tage lang ltcjliiideren Räume» streng abgesperrt von anderen Schweinen gehalten »tu. In Baden hat man besondere polizeiliche Vorschriften nach »Kichnmg hin erlassen, jeder Schweinehändler muß nachweisen, daß t aus den Markt gebrachten Tiere seit 14 Tagen gesund gewesen 4 und aus keinem Ort kommen, wo Schweineseuche ausaetreten ist. da«, m einein Bestände verdächtige Erkrankungen aus, so ist vor allem itai, die noch gesunden Tiere von den kranken wegzunehmen, nicht l umgekehrt, ier Mist erkrankt« Tiere und die Jauche muffen kj gesammelt und mit Chlorkalk vermengt werden. Die Kadaver Beter Tiere muffen ties verlocht werden. Dasselbe hat mit den Miden notgeschlachteter Tiere zu geschehen, das beim Schlachten mcker Tiere erhaltene Spülicht. Abwaschwaffer und verwendete Geschirr jwm gesunden Schweinen ferngehalten werden. Nach Erlöschen der :uix sind die von kranken Tieren beschmutzten Räumlichkeiten und Imtschasten mit srischer Sodalauge zu waschen und zuletzt mit frischer ItllimU;, oder Chlorkalkmilch zu übertünchen bezw. ab^uschlemmen oder «t »prosentiger Lysollösung zu bestreichen. Schlechte yußböden. Tröge BSänve müssen erneue«, bewegliche eiserne Teile ausgeglüht werden. G. K. --qy Acker- und Wiesenbau. Zur die Wintersaat sind die Tage vom 15. September bis Ä Oktober maßgebend, und die frühe Saat hat stets den Vorzug, umn-i) in schweren, falten Bodenarten und nördlichen Abdachungen. Se Sintergerste macht den Ansang, dann folgt Weizen, der schwer und gut ausgereift sein muß: auch ist bei den meisten Getreidearten der ein Jahr alte Same dem frischen vorzuziehen. Unterpflügen der Wicken. Bringt der Herbst wider Erwarten Grünfutter in Hülle und Fülle, so kann der Fall eintreten, daß wir die angeballten Wicken nicht turn Verfüttern nötig haben. Eignet sich nun die Witterung nicht zum Dörren des Futters, so ist der Schaden nicht sonderlich groß: wir pflügen die Wicken unter und versehen so den Acker mit reichlicher Düngung, die jede andere Zusuhr natürlicher und künst-licher Dünger voll und ganz ersetzt. Flaches oder kiese» Unterbringen der Saat? Bei Winterung handelt es sich darum, die Saat möglichst schnell ans Sonnenlicht und damit zur Entwicklung zu bringen. Von diesem Gesichtspunkt betrachtet wäre deshalb eine möglichst flache Bedeckung des Saatkorns zu empfehlen: und das gilt auch für alle Böden, die ein günstige« Verhalten zum Wasser zeigen: Thonböden. Lehmböden, Humusböden u. s. w. — Bei allen trockeneren Bodenarten (Sandbodens ist eine stärkere Bedeckung des Saatkornes nur deswegen angezeigt, damit das keimende Pflänzchen bei eintretender Dürre mehr Vorteil von der Bodenfeuchtigkeit habe. —:r. Verzögert ttoinit den Aufgang der Saaten f Kainit enthalt regelmäßig als Beimengung Chlorverbindungen. Wofern dieselben mcht zuvor durch das Bodenwasier ausgelöst und in tiefere Schichten gespült find, kann durch sie der Ausgang der Saaten verzögert bezw. ungleich' madig gemacht werden« Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, das Kamit einige Wochen vor der Aussaat zu streuen und unterzubringen. Zur Kopsdüngung eignet sich Kainit gar nicht: denn um richtig zur Wirkung zu kommen, muß es untergebracht sein, und zwar nicht zu flach. Kainit erhöht die wasserhaltende Kraft des Bodens. Oben aus-gestreut erzeugt es l.icht eine Kruste. Aus diesem Grunde eignet es sich nicht zur Anwendung aus strengem Thonboden, der ja aber auch ohne-dem der Kalidüngung nicht bedarf. —r. Ta» Kggen des Weizens. Dasselbe ist eine Maßregel, über welche in den Kreisen der Praxis die verschiedenartigsten und zum Teil sich widersprechenden Ansichten verbreitet sind. Das Eggen des Weizens at den Zweck: 1. Unkraut zu vernichten! 2. die Kruste des Ackers zu rechen; 3. die Weizenpflanzen zu neuen, Wachstum anzuregen. Es »st von besonders gutem Erfolg, wenn man vorher eine Kopfdüngung mit Cbilisalpeter gegeben hat. Es muß mit schwer», nicht springender Egge, mit mäßig langen Zinken ausgeführt werden, möglichst an wannen Tagen be! bedecktem Himmel, so daß Regen zu erwarten steht. Der Acker darf weder zu naß sein. d. h. schmieren, noch zu trocken, so daß sich Schollen losbrechen. — Wenn kurz nach dem Eggen Nachtfröste oder kalte Lftwinde kommen, so ist dies für die Saat gefährlich; denn es erkranken leicht die durch Eggen zum Teil entblößte» Würzelchen. Des halb halten wir das Eggen des Weizen» im Frühjahr, z. B. für den nördlichen Teil Deutschlands und sür Gegenden höhn Lage weniger empfehlenswert, wie sür Boden in gemäßigterem Klima. r. Sollen die Wintersaaten gewalzt werdend Durch das Walzen erhält das Feld eine glatte Oberfläche, ähnlich einer Scheunentenne. Das ist aber bei Winterung möglichst zu vermeiden, denn eine rauhe Oberfläche des Feldes bietet einmal bei strengem, schneefreiem Winter den Pflänzchen viel mehr Schutz gegen Frost und besonders Wind. Andererseits wird aber auch bei Schneetreiben über ein glattes Feld der Schnee viel leichter kortgeweht und dadurch den Pflanzen die schützende Decke genommen. Darum ist bei Wintersaaten ein Walzen nicht am Platz«. __r „ Die für Herbst hauptsächlich zur Benutzung gelingenden Düngemittel sind: Thomasphosphatmehl und Kainit. Für ein Hektar Klee: 500—700 Kilo ThomasphoSphatmehl, 300—500 Kilo Kainit. Für ein Hektar Wiesen: 600 -800 Kilo Thomasphosphatmehl. 500 bis »iOO Kilo Kainit. Für ein Hektar Weizen oder Roggen: 400—800 Kilo ThomaSphosphatmehl. 200—400 Kilo Kainit. Für ein Hektar Reps: (iOO Kilo ThomaSphosphatmehl, 400 Kilo Kainit. Die sür Hülsensrüchte < Bohnen, Erbsen, Wicken» bestimmten Felder sollen ebenfalls schon im Herbste eine Düngung mit ThomaSphosphatmehl und Kainit und zwar in gleicher Höhe wie die Kleearten erhalten. Die Winterhalmirüchte erhalt«, überdies noch im Frühling eine Kopfdüngung von 200 bis HO" Kilo, der RepS eine folche von 200—500 Kilo Chilifalpeter. Aieyzucht. «eine ungesunde Milch für die Fohlen. Jede Ueberanstrengung, sowie auch jede Aufregung der «Stute durch Angst, Schreck je. verändern normale Beschaffenheit ihrer Milch, und macht diese für das saugende Füllen ungesund. Dieses hat man be» der Behandlung von Mutter-fluten niemals außer acht zu lassen. Solche ungesunde Milch dars das Füllen niemals zu sich nehmen; sie ist wegzumellen. Ist das Füllen infolge hiervon zu Hungers geworden, so hat man es eben mit .ttuhmilch zu tränten. Gedeihliches Futter für Kälber. In den ersten vier bis fünf Lebenswochen läßt sich die Muttermilch kaum ganz durch ein anderes Futtermittel ersetzen. Von da ab aber kann an die Stelle derselben allmählich Magermilch treten, welche dann in der sechsten bis siebenten Woche nur noch allein verabreicht zu werden braucht. Vor dem vierten Lebenemonat sollte man mit dem Tranken nicht ganz aufhören: und das letztere hat so zu erfolgen, daß die Menge allmählich verringert wird. — sieben dem Tränten ist gutes Wiesenheu der besten Beschaffen-heit zur beliebigen Aufnahme vorzulegen; desgleichen in einer besonderen Grippe ein Gemisch von Gerstenschrot. Leintucheninehl und gequetschtem Haser. Es ist zevoch daraus zu achten, daß diese Krippe jede Woche einmal mit lochenden, Wasser ausgebrüht wird: da sich sonst leicht darin Fäulnispilze entwickeln. Vom brüten Monat an ist den Kälbern auch etwas Hackfrucht zu geben: Kartoffeln oder Runkelrüben, sauber gewaschen und zerkleinert mit etwas gutem Häcksel oder Spreu angemengt. — Wahrend in den ersten Monaten das Kraftfutter zur beliebigen Aufnahme iu geben ist, kann dasselbe von» vierten Monat an bis auf 1' t Kilo "n Tag vermindert werden. Mit dieser Gabe ist jedoch bis zum Alter von einem Jahre sortzufahren: erst dann darf die Ernährung eine etwas knappere werde». — Besonderer Wert ist darauf zu legen, daß die Tiere möglichst lange nicht angebunden, sondern los in Räumlichkeiten sind, die rech» hell und gut gelüstet sein müssen. —7. Der Grünmai», diese beliebte Futterpflanze, wird vielfach hin-sichtlich seines Nährwertes überschätzt. Derselbe besitzt ein weites Ruhr stoffverhältnis (1: 6.8), ist sehr wasserreich (»6 Prozents und wirft überhaupt extensiv ernährend, Zu seinen Gunsten spricht die nach Mais-sütterung folgende Vermehrung der Milchmenge, die aber keineswegs mit der Qualität gleichen Schritt zu kalten vermag, weshalb solche Milch wohl für direkten Mttchverkaus an die Konsiimenten, nicht aber zur Ver-arbettung in der Molkerei angebracht ist. Aus rationellen Gründen menge man dem stets gehörig zerkleinerten Mais pnrtmmch« Futtermittel Z», z. B. bis zur Rußgroße zerkleinerten Crdnußkuchen. auch Palmkernmehl, oder entbitterten Lupmenschrot. Wo noch Grünklee vorhanden empfiehlt eS sich diesen mit dem Mais vermengt «zuvor in der Häckseln,aschine zerschnitten» dem Rindvieh zu verabreichen. Auf beide Falle wird hier-durch ein günstigeres Rahrstoffverhältnis erreicht und den, Grünmais seine den tierischen Organismus schwächende Eigenschaft benommen. Rur dann, wenn der Grünmais in empsohlener Weise verwendet wird, verdient er al« „gutes" Futter bezeichnet zu werden. —cli. Fütterung der Masttiere mit Malzkeimen. Im nachfolgenden d her, bis die Stücke durchsichtig sind, schüttet sie mit dem Schaum-KI auf ein Sieb zum Abtropfen, kocht den Zuckersaft sirupartig ein, tzdie Stücke in eine Terrine, übergießt den Saft und kocht ihn drei fiff hintereinander, wie oben beschrieben, noch einmal. I Cuittrngclre. Abgeriebene Quitten werden ungeschält gevierteilt O m: Waffer weichgekocht Man läßt den Saft auf einem Haarsiebe ifiiini, setzt pro Kilo V» MUo Zucker zu und kocht unter gutem Aus-ßimen bis zur Geleeprobe. Um Pilze an dir Suppe zu thun, schneidet man dieselben in w Scheibchen, legt sie eine Viertelstunde in Salzwasfer und schüttet t taim mit demselben in die noch lochende Suppe. Dazu eignen sich imtere die Hahnenlämme. Man lann sie auch mit Schinken und ^ntenDe lochen. tfnte mit geschmorte» Gurke». Eine Ente wird ausgenommen, sml und gewaschen. Darauf bratet man sie in Butter in einer ßaole von allen Seiten braun, giebt einige Löffel Bouillon dazu und jtft«langsam weich schmoren. Unter der Zeit hat man ei» oder zwei Gurken nach in vier Teile geschnitten, von den Kernen befreit und >!i»glich runde Stücke geschnitten. Daraus locht man sie in Salz-«Ä«. dem einige Tropfen Essig zugesetzt find, einige Minuten, gießt und giebt sie eine halbe stunde vor deut Anrichten zu der Ente, i (i< mit dieser fertig zu schmoren. Aiir «usbewahrung der Spetsezwiebeln. Ein großer Fehler, ; tta leider sehr häufig begangen wird, ist der, daß man bei der _tot^ der zur Aufbewahrung bestimmten Speisezwiebeln oft versäumt, ii Druck beschädigten Zwiebel auszuscheiden. Ueberhaupt wähle »iwr solche Zwiebeln, die nicht allzu groß, gesund und ausgereist k $« mrt Samen gezogenen Zwiebeln sind zur Aufbewahrung weniger geeignet, als die aus Steckzwiebeln gewonnenen, weil letztere beffer und früher ausreisen. Weiße und hellfarbige Zwiebeln sind im allgemeinen weniger haltbar, wie dunkelfarbige. Eil, großer Fehler ist es auch, wenn die abgetrockneten Wurzeln anstatt abgeschnitten abgerissen werden. Von den trockenen Hüllen sind nur diejenigen zu entfernen, welche von selbst abfallen. Solange kein Frostwetter eintritt, werden die Zwiebeln am besten aus einem trockenen Speicher aufbewahrt. Bei Eintritt von Frost bindet man sie in Bündel und HSngtZsie in einem trockenen, luftigen Keller auf. Heilnutze» der Gurkenrinde. Die getrocknete Rinde von den reif gewordenen, gelb aussehende» Gurken ist ein gutes Mittel gegen Frostschäden. Die Samenkörner werden herausgenommen und die Schale mit den innere» weichen Teilen an der Sonne getrocknet und aufbewahrt. Zum (Gebrauch werden sie in warmem Waffer aufgeweicht und mit der inneren Seite auf die Frostschaden gelegt und erneuert, sobald^sie'trocken geworden. Woher Rrrveiileiden kommt. Nervenleiden entsteht teils durch Ueberanstrengung, Unregelmäßigkeit im Effen u. f. w. Zwar hat man dabei keine besonderen schmerzen, aber man fühlt sich müde und matt, hat keine Kraft zu ausdauernder Arbeit und ist zu manchen Zeiten zum Grübeln geneigt. Wie solle» die Bettstelle» sei» ( Hohe Bettstellen sind vorteil-hast, weil die dem Körper schädliche Kohlensäure schwerer als die atmo-sphärische Lust ist und deshalb mehr zu Boden sinkt: nachteilig dagegen die Rollbettchen und Körbe, welche unmittelbar über dem Fußboden als Lager für Kinder be> ärmeren Familien dienen. Hier würde eine geeignet konstruierte ^Hängematte viel bessere Dienste leisten. Auf jedes benutzte Bett eines Schlafzimmers sollte ein Raum von 6 und 20 cbrn Lust kommen. Wloicruiiirrjalichr». Man hato'tLeinwandrestchen. besonders beim Anfertigen von Aussteuern bleiben solch kleine Stücke übrig, aus denen man recht hübsche Gläseruntersätzchen arbeiten kann. Man schneidet die Leinwand rund aus und zeichnet rings herum kleine Vergißmeinnicht, deren Blättchen den Rand bilden. Diese Blümchen werden mit blauem Leinengarn sestomert in der Mitte bekommen sie einen Punkt, von dem mit gelbem Leinengarn ge-spannte Staubfäden ausgehen. In den mittleren leeren Raum der Deckel-chen arbeitet man verstreute.kleine Blüm-chen. Zwölf Deckelchen und ein größer gehaltenes Kruguntersätzchen dazu, geben ein hübsches Geschenk in einen neuen Haushalt. GlZseruntersZvchen. Höft- und Gartenbau, Mumenpffege. Bei der nun im Gange befindliche» Obsternte heißt e» recht vorsichtig und rücksichtsvoll vorzugehen. Es ist eine Schande, wenn nicht nur Pächter und Aufkäufer, sondern selbst die Eigentümer mit Knüppeln in die Bäume schlagen und in ihrer' Unwissenheit nicht nur die Früchte schadigen, sondern den nächstjährigen Fruchtansatz mit samt dem besten Laubholze vernichten. Bei», Grabe» des Baumloches sorge dafür, daß der Bau», für seine Wurzeln ein wohlbereitetes, fruchtbares, tief durchlockenes Erdreich finde. Ist der Boden arm an Pflanzennahrung, si> muß er gedüngt werden und zwar mit altem, verrottetet» Dünger, doch darf derselbe nicht in unmittelbare Berührung mit den Wurzeln kommen. Pflanze nicht zu tief. Tritt die Erde um das Stämmchen vorsichtig fest. Obstanpflanzung an fruchte» Stelle». Wenn der Garten zu hohen Gruiibivasserstand besitzt, Vorstut nicht beschafft werden kann und man doch Obst pflanzen will, so empfiehlt sich folgendes: Zunächst wähle man unter den Obstarten die Aepfel aus, da diese die Feuchtigkeit noch am besten vertragen können. Ferner nehme man den jungen zu pslanzenden Bäumen die Hauptpfahlwurzel, sie treiben dann hauptsachlich Nebew wurzeln, welche mehr an der Oberstäche bleiben und nicht in die schädliche Nässe gelangen. Sehr gut thut man weiter, wenn man an Stellen, wo die Bäume zu stehen kommen sollen, Hausen auswirst, auf welche man die Bäumchen setzt. Unter den Apfelsorten wähle man recht wider-standsfähiae aus, zum Beispiel die Wintergoldparmäue. Richt zu viel Obstsorte», aber dir rechte»! Zur Anpflanzung eines Baumgutes sollen nicht viele Sorten verwendet werden, weil sonst nicht allein deren ungleicher Wuchs die Bestellung des Baumgutes sehr erschwert, sondern auch ihre ungleiche Reifezeit die Kosten sür Aussicht und Ernte bedeutend vermehren und dadurch den Nutzen der Anlage beeinträchtigen würde. Das vorteilhafteste ist, sich mit einer Sorte für das ganze Bauinland, mindestens ab« damit für zede Zeile zu begnügen. Auch wird man gut thun, nur die spät reifenden und vom Baum weg ungenießbaren Sorten, wie große Kasseler Reinette, großer rheinischer Bohnapsel. brauner Matapsel in Betracht zu ziehen. Was die Pirnen betrifft, so ist nur der Anbau von Mostsorten anzuraten. Zwischen den Kernobstbäumen können leicht Zwetschgenbaume als Zwischenpslanzung angebracht werden, und diese machen wegen ihrer frühen Tragbarkeit die Anlage schon nach wenigen Iahren rentierlich. Wallnüsse (in Jahr schmackhaft zu erhalten. Man lasse sie, ohne die grünen Schalen abzunehmen, einzeln ausgebreitet vier bis sechs Wochen abtrocknen, lege sie dann in Weizenspreu oder in trockene» Sand oder in Salz und bringe sie an einen kühlen Ort. Werden Johannisbeeren besser im Frühjahr gepflanzt al« im Herbst i Nein, besser im Herbst, da die Johannisbeere im Frühjahr sehr früh zu treiben beginnt. Das Behacke» giebt den Maßslab sür die Erzeugung des Gemüse-aartenS. Durch tieses und wiederholtes Hacken verdoppelt man die Wirkung des Düngens und des Begießens; ohne Hacken büßen Dünger und Beqießen die Hälfte ihrer Wirksamkeit ein. Da« Binden der (»ndivie» geschieht an einem trockene» Tage und eö darf da» Atraut nicht eigentlich zusammengeschnürt werden. Wie zieht man Hyazinthen? Wer möchte sich nicht gern den schönen Blumenschmuck des Winters und beginnenden Frühjahrs, die Hyazinthe verschaffen, zumal die Pflege derselben doch eine recht einfache und leichte ist. Will man schon im Januar blühende Hyazinthen haben, so muß man naturgemäß diejenigen Sorten wählen, welche als „sehr früh" bezeichnet sind. Dieselben werden jetzt in Töpfe und guter, aber iiicht zu schwerer Blumenerde gepflanzt und an einen kühlen Ort gestellt, mit Sand bedeckt und nicht eher all» Licht gebracht, als bis sich die Töpfe vollständig durchwurzelt habe»» und die Zwiebeln etwa 7 Eenti-meter lange Triebe zeigen. Ebenso werden die in Gläsern zu ziehenden Zwiebeln behandelt, auch sie müssen so lange in« Dunkeln gehalten werden, bis die Gläser ganz durchwurzelt sind. Für ein späteres Treiben kann man die Zwiebel» wohl noch jetzt pflanzen, muß aber auch in der ai»-gegebenen Art verfahren. Brebene», so leicht wie sie wachsen, so leicht verderben sie. Um diesem vorzubeugen, setze man einen kleinen Blumentopf unter die Berbenenranke, grabe denselben ein, pflöcke die Ranken in der Mitte des Topfes fest. Dort giebt es schnell Wurzeln. Etwas spater schneide uian nach und nach alle Nebentriebe ab. ) Kopfenbau. Wo und wie soll man den Hopfen trocknen i Wenn neue Böden zweimal tüchtig gebürstet uiid abgcwaschen werden, so kann man Hopfen darauf trocknen; das Bürsten ist namentlich nötig bei ungehobelten Brettern, denn nicht das Holz macht den Hopsen rot oder mißfarbig, sondern der Staub, welcher auf dem Boden liegt, bei neuen Böden in der Regel Gips oder Kalkstanb. Auch ältere Böden sollten jedes Jahr vor dem Gebrauche abgewaschen werden. Auf Böden über einein Stalle wird man immer trübe Hopsen beloiniärn, überhaupt iverdeii die Hopfen, welche auf Böden getrocknet werden, welche also grün auf Böden kommen, nie eine schöne Farbe bekommen, ob die Böden alt oder neu sind: selbst in Böhmen, wo früher beinahe alles auf Böden getrocknet wurde, kommt man in neuerer Zeit ganz davon ab und trocknet den Hopfen auf Hürden. Erst wenn die Hopfen auf diesen Hürden so abgetrocknet sind, daß die Blattchen des Hopfens aufstehen, dann leert man sie von den Hürden auf die Böden etwa 10 Centtmeter hoch, lind wie sie trocken werden, bis auf 30 Eentimeter, doch müssen sie alle Tage einigemale qemendel werden, damit die Farbe eine schöne bleibt und die Hopfen nicht warm werden; aus diesen kleine», den ganzen Boden bedeckenden Hauseii bekommt der Hopsen erst Glanz und schließt sich wieder. Waldwirtschaft. Ansbewahrung von Holzsämereien. Größere Posten von Eicheln und Bucheckern läßt man am besten auf den, Erdboden liegen und bedeckt sie, nachdem sie durch öfteres Umarbeite» lufttrocken geworden sind, mit Lanb, welches durch einige darüber gelegte Aeste gegen das Berweht-werden geschützt wird. Auf detn Hausboden bewahre man sie nicht auf. Um den Samenhaufen wird dann ein Ääufegraben gezogen, in welchen Töpfe und Röhren eingesetzt sind, kleinere Samenmenge» werde» gut in weiten Drai>»röhre» aufbewahrt, welche bis ein Viertel ihrer Länge im Boden aufrecht stehen. In oder unter die Röbre lege man ein eckiges Ziegelstück, welches die Feuchtigkeit, aber leine Mau» durchläßt. Diese Röhren stehen ant besten im Garten an der Nordseite eines Gebäudes, damit das vorzeitige Keimen des Samens verhütet werde. In die Röhre kommt eine Schicht Samen, dann eine Schicht Sand und so fort, bis dieselbe voll ist. In »»der aus dem Erdboden sind aufzubewahren die Samen von Eiche, Buche, Weißtanne, Weymouthskiefer, Ahorn, Kirsche, Apfel, Birne, Hasel. Die «amen von Kiefer, Fichte, Lärche halten sich am besten auf dem Hausboden trocken und lustig aufgehängt. praktischer Aatgeber. Zur vollständigen Blutstillung bei Schlagaderblutungen am Bein dient die Aderpresse (siehe nebenstehende Abbildung», die eine Hand breit über der Mitte des Ober-schenlels angelegt wird. Es handelt sich darum, den Schlagaderstrom so zustimme,v zudrücken, daß das Blut nicht ausströmen kann, weil sonst Verblutung eintritt. Eine Aderpresse darf höchstens zwei Stunden liegen, weil dann der Blutkreislauf völlig in dem Gliede stockt und das Glied abstirbt, was sich durch Blauwerden, Kälte und Gefühl-losigkeit kundgiebt. Die Umschnürung muß daher, wenn nicht eher ärztliche Hilfe kommt, nach einiger Zeit einmal aus einen Moment gelockert werde», um das Blut wieder einmal durchströmen zu lassen. Verdorbenes Mehl zeigt einen Stich ins rötliche und öfter auch schwarzliche Pünktchen. Ist eS durch Feuchtigkeit verdorben, so riecht es dumpfig, schmeckt säuerlich und ballt sich zwischen den Fingern zu Klumpet Später überzieht eS sich dann noch mit Schimmel und zeigt Ungetus (Mehlnnm», Mehlmilbe». Verdorbenes Mehl ist im höchsten Grat« gesundheitsgefährlich und sollte daher namentlich beim Einkauf wohl beachtet werden. Bei der Obstweinbereitung sehe man ja darauf, daß das €&t bezw. der gemahlene Brei und der Saft an den Gefäßen, Maschinen ie. nicht mit Eisen in Berührung kommt! das giebt schlechten und schwarzen 3R*jq (sine Putzpasta für Fenster erhält man, wenn in^n eine ung von 50 Tropfen Wasser, 25 Tropfen Spiritus, 5 Tropfen weiß» und 5 Tropfen roten Bolus und endlich 90 Tropfen Schleminkradu ordentlich verrührt. Putzt man mit dieser Pasta das GlaS bis ittt Trockenheit und reibt dann mit einem Tuche nach, so erhält das Fenüa ein blitzblankes Aussehen. — Ein sehr gutes Putzmittel für Fenster uik Spiegel bereitet man sich auch, wenn nian kalcinierte Magnesia Ml reinem Benzin befeuchtet, dergestalt, daß die entstandene Masse hinreichn^ naß ist, um durch Pressen einige Tropfen daran perlen zu lassen. Äa» nimmt davon ein wenig aus ein Baumwollbäuschchen und reibt da«, die Fenster ab. Um das leicht sich vernichtende Benzin zurückzu halte»,Z muß man diese Mischung in Glasern mit cingeriebencn Glasstöpsel» aufbewahren. Neues Mittel zur Vertilgung des Hausschwammes. BiÄ» war man genötigt, in Wohnräumen, wo sich der Hausschwamm angefiaW hatte, die Fußböden herauszureißen und wenn das Uebel schon am | großen Umfang angenommen hatte, Balten und Dielen durch neue » ersetzen. Das Verfahren zur Vertilgung des Hausschwammes, welche»! die bis jetzt angewandten kostspieligen Maßnahmen erübrigen soll, ist folgende»: Der vom Schwamm angegriffene Fußboden wird durchdow' und durch die Löcher in den unter den Dielen befindlichen Hohlrai»' EblorgaS unter Druck eingeführt. 'Nachdem der Raum vollständig na Chlorgas angefüllt ist, werden die Bohrlöcher mittels Stopfen verschloss und das in alle Spalten und Fugen des Holzes eindringende Gas fol die Vertilgung des Schwammes bewirken. Gegen Ameisen im Hau«. Bestteiche die Fugen und Ritzes aus welchen die Ameisen kommen, dick mit Schivesel. Zur Entfernung des Holzgeruchs au« neuen Schranken pctt es verschiedene Mittel. Vielfach hilft ein Ausbrennen des Schrank« mit Spiritus, das man mehreremale wiederholt. Der Spiritus wird in eine tiefe Schale gegossen und behutsam angezündet. Die Schale fqi man vorsichtshalber noch in einen Blechuntersatz. Oder man setzt mchrttt Wochen täglich einen Topf mit kochender Milch in den Schrank, da man über Nacht darin stehen läßt, um daraus den Schrank mit So#» , und Seife auszuscheuern. Die Milch ist dann naturlich unbraiicht«« geworden. Endlich wird auch ^empfohlen, eine Schale mit Äetznatroalaiq« ^ einige Tage in einen solchen Schrank zu stellen, wobei aber t« bemerket ist, daß diese Lauge, wohin sie kommt, häßliche unvertilgbare Ftafa j hervorruft. Wert des GeftügeldüngerS. Es soll gerne zugestanden werde»," daß derselbe von dem Wassergeflügel nur geringwertig ist, aber solcha von Tauben und Hühnern ist sehr wertvoll bei einer richtigen Behaiü-lung und Anwendung zeigt der Dung der beiden letztgenannten Gefui«U arten, namentlich bei dem Melonen-, Gurken-, Kürbisbau eine üi» raschende Wirkung und macht in Italien dem mehr als doppelt so teuen» Guano mit Erfolg Konkurrenz. Deshalb sollte auch viel mehr Wal auf den Dung genannter Tiere gelegt und derselbe richtig behandelt werden. Druck ton B. 9latt»n: Dr. S. «drlaq w Stuttgart. Perlag der Deutschen Wacht in Cilli' 18#5 ffttub' und Leid das Herz durchglüht". Sodann begann die Ueberreit^'ing der Ehrengaben, so auch die des Pölkermarkter Gesangvereines, ein kunft-»«II gearbeiteter Silberpokal. Dann folgten ver-schiedene Toaste ans dem Jubilar. So sprach der Präsident des KärntnervereineS in Wien dem Jubilar im Namen seiner armen Landsleute, denen ö«t Krünanger alljährlich durch Veranstaltung »m Wohlthätigkeitsfesten eine bedeutende Summe jur Verfügung stellte, seinen Dank aus. Sichtlich gcrülirt dankte der Jubilar in einigen warm em-fundenen Worten. Es mochte ihm in diesemMomente cofjl ein leises Gefühl des Heimwehs nach seinem schönen Heimatland?, mit seinem himmelanstrebenden fl«rgc6ricfen, seinen herrlichen Seen, mit seinen ,m würzigen Alpenhauch durchwehten Liedern bc-Weisen und ein aufmerksamer Beobachter konnte !i»c Thräne in den sonst so hellblickenden Augen Ammern sehen, ein Beweis, wie sehr ihm die illseitige herzliche Theilnahme an seinem Ehrentage p Herzen gieng. Allseitiger Jubel erscholl, als im Herlaufe des Abends der rüstige Jubilar, selbst iii tüchtiger Sänger, sich in die Reihen der an-«senden Sangeöbrüder stellte und mit kräftigen 'Tenor den „Auerhahnbalz" erklingen ließ, wozu ihn alles, was nur Stimme hatte, accompagnierte. Äch verschiedenen Vorträgen ernsten und heiteren ^chalts trat nach Mitternacht Terpsichore in ihre Mle und nach den elektrisierenden Weisen einer ^Kaimckapelle tanzte jung und wohl auch alt, bis x» grauenden Morgen. Erst als die letzten Geigen-iiriche verhallt waren und die Morgenröthe den tannunben Tag verkündete, trennte man sich mit lan Bewusstsein, einen heiteren Abend und ein kqtichfG Fest verlebt zu haben. Möge Franz Elüaanfier noch lange dem Geschäfte, seiner Familie irJ den Annen Kärntenü in ungeschwächter Rüstig-fri erhalten bleiben, möge der „grüne Anger", i« sich Herr Fromme so sinnreich ausdrückte, uj recht lange blühen, wachsen und gedeihen! K—r. Stovenenüöermutö in Lill'i. Cilli, Ät. Leptmilxr. Mi ist eine deutsche Gemeinde. Jeder, der toi Weichbild der schönen Sannstadt betritt, em-gingt diesen Eindruck, der sich noch verstärkt. Ließ man hier seinen bleibenden Wohnsitz auf-(ilijt. Denn ebenso urdeutsch wie die Vergangen-int Cilli's, deren deutschnationaler Charakter die :!*» Inschriften auf den Friedhöfen, an der Pfarr-Wh und die Chroniken vermelden, ist seine Gegen-«l. Man spricht in unserer Stadt nun einmal keine atve Sprache als die deutsche und kein Geschäfts-: iwfer könnte sich hier aufrecht erhalten, der nicht ideÄi'cher Sprache mit seinen Kunden verkehren in,. £us. sind so altbekannte Wahrheiten, dass man « besondere Betonung füglich unterlassen könnte, wrn es nicht slovenische Hetzblätter gäbe, die sie »Kreisel ziehen und deren Lügenaltikel durch fc .deutsch"-clericale Presse mit Behagen weiter-«tn«et werden. Sonn und wann kommen freilich aus Laibach Stoencn zu Besuch, die in den, wie bemerkt, üjanini deutschen Gast- und Cafe-Localitäten w-inänkcrn und es. unterstützt von den paar te ansässigen eingewandert«» Windischen, er-wollen, dass in ihrem Idiom gesprochen wät, Finden sich dann einheimische Deutsche, die « aus da» Ungeziemende, Provocierende ihres kukhmens aufmerksam machen, so beginnen diese Kuschen entweder schon in dem betreffenden tmli oder nach dem Verlassen desselben auf der We herumzuschreien und eine „nationale Affaire" psfott«". Sie beschimpfen die sie zur Ruhe inah-«teil Cillier und thun alles, um eine Rauferei tckiplführen. damit sie dann in den slovenischen Cnpnen lange Lügenartikel über „Jnsultierungen xi Slovenen in Cilli" bringen können. Der kx eines solchen ScandalmacherS ist nur in Äxcheit der Fülle eruierbar. da das Jndivi-tan des anderen Morgens gewöhnlich spurlos «der Stadt zu verschwinden pflegt. in jüngster Zeit geschehener Fall, den die »ischen Blätter mit gewohnter Tendenzmacherei t wiedergaben, wurde als besonders die ..Dentfch- iUacht" „deutsche Roheit" beweisend ausgeschrotet. Die Hauptperson desselben war ein gewisser Herr Franz D r e n i k aus Laibach, der mit dem Buch-Halter Josef Kalan des Herrn M a j d i 6 in einem deutschen Kaffeehause demonstrativ flovenisch sprach. Den v......Deutschen musste eben gezeigt werden, dass Cilli „erobert" sei. Tann giengen Herr Drenik und Herr Kalan hin und verfassten oder veranlassten tendenziös entstellte Berichte für die slavischen Blätter, in denen sie u. a. einem deutschen Studenten Worte in den Mund legten, die derselbe nie gesprochen. Die Namen der betheiligten Deutschen ließen sie sich durch einen Laibacher Friseurgehilfen ausspionieren. Wie nennt man ein solches Vorgehen? — Das ist Fall eins! Fall „zwei" ist schon saftiger. Wieder ein Laibacher, ein Herr S u p a n ö i t, angeblich Baumeister, erlaubte sich, als er in Gesellschaft des bekannten, aus Laibach eingewandcrten Friseurs Kappus. sowie dessen Frau und eines slovenischen Fräuleins im Salon eines hiesigen Hotels saß, einem deutschen Studenten einige beleidigende Worte zuzurufen. Der Teutsche hatte nämlich, als die windische Gesellschaft eine sehr laute Unter-Haltung in slovenischer Sprache zu führen begann, der Kellnerin den Austrag gegeben, sein Bier in ein anderes Zimmer zu bringen, da er die lär-mende Unterhaltung in einer ihm fremden Sprache nicht anhören wolle. Dieser Auftrag war der Kellnerin mit halblauter Stimme ertheilt worden, so dass der Laibacher angebliche Baumeister, wie bemerkt, unmöglich den Wortlaut verstehen konnte. Kaum merkte aber Herr Supanciö, dass der Deutsche den Talon verlasse, als er mit lauter Stimme dem Hinausgehenden einige, von echt slo-venischer Cultur zeigend« Worte nachzurufen be-gönn. Das provocierende Bern hinen des zugereisten Menschen rief unter den deutschen Gästen selbstverständlich große Aufregung hervor und es wäre dem nationalen Fanatiker wohl schlecht ge-Zangen, wenn nickt die in seiner Gesellschaft befindlichen Frauen um Ruhe gebeten hätten. Die Rücksicht auf dieselben hielt aber die deutschen Gäste ab, Herrn Supanöiö. dessen Heldenmuth angesichts der Entrüstung der deutschen Gäste schnell geschwunden war, energisch den Standpunkt klar zu machen. Gegen Herrn SupanM, von dem eine Genug-thuung anderer Art, wie sie einem deutschen Studenten eben mehr behagt hätte, nicht zu er-langen war, wurde wegen seiner kecken Aeußerungen die Klage angestrengt. Seine Vertheidigung vor dem Richter Dr. Possek gieng dahin, das» er beschimpft worden sei und dann erst zurückgeschimpft habe. Aber selbst seine slovenischen Tisch-genossen hatten diese angeblich deutscher-seits gefallenen Beschimpfungen nicht gehört. Diese Aussagen rückten also die Wahr-heitSliebe des Herrn Supanviö ins rechte Licht. Der slooenisch-nationale Fanatiker wurde zu einer Geldstrafe von 5 fl. verurtheilt, gegen welches Urtheil der Vertreter des Klägers, Dr. v. Ja bor-n e g g, wegen zu geringen Strafausmaßes die Be-rufung einbrachte. Ein neues Pröbchen windischer Agitationslust! Der angebliche Baumeister aus Laibach, Herr S u p a n ü i i , war mit der vorstehend geschil-derten Heldenthat nicht zufrieden und erschien am nächstfolgenden Abende mit dem windischen Herrn Friseur K a p p u ö in einem anderen deutschen Hotel. Die beiden Herren fühlten sich ganz als flovenisch-nationale Pionniere und besonder» Herr Supan-ciü schien sich die Aufgabe gestellt zu haben, an-lässlich seines hiesigen Aufenthaltes die slovenische Sprache in Cilli zur Herrschaft zu bringen. Er wollte u. a. den Kellner zwingen, mit ihm nur flovenisch zu sprechen. WciterS gab sich der Herr alle Mühe, denselben, Herrn G., für die slovenische Sache zu gewinnen und gerieth vor Aerger außer sich, als dieser seine deutsche Gesinnung betonte. Schließlich zogen die beiden windischen Agitatoren ab. Vorher aber legten sie noch zehn Kreuzer „als Trinkgeld" auf den Tisch. Herr G. wies aber das Geldstück mit der Bemerkung zurück, dass er von diesen Herren kein 5 Geld annehme. Mit bedeutenden Wuthgefühlen verdufteten nun die beiden Herren. Die gesinnungöfeste Haltung des einfachen Mannes, der in so ruhiger und dabei entschiedener Weise seinen deutschen Standpunkt wahrte, ver-dient die lebhafteste Anerkennung. Wenn in allen Kreisen der Deutschen CilliS gleich mannhafte deutsche Ueberzeugung gezeigt wird, so können die Windischen noch Hunderte bezahlte Agitatoren in unsere Stadt schicken und es wird ihnen nichts nützen. Cilli wird deutsch bleiben, so wie seit jeher! vermischtes. Auch eine Mode. In der „Mosel- und Nied.-Ztg." stand dieser Tage zu lesen: „Heute verursachten hier Pöllerschüsse einen Heidenlärm. In einer Familie wurden nämlich Zwillinge, die mehr und mehr in der Gegend Mode werden, getauft." Da sind wir gespannt, wie sich die grauen jener schönen Gegend zu dieser Mode verhalten werden. Gutes Vier. Vor dem Polizeirichter von Birmingham stand dieser Tage ein Mann unter der Anschuldigung, trunken gewesen zu sein. „Warum" — fragte der Richter — „haben Sie sich betrunken?" — „0", antwortete der Angeklagte im Tone vollster Ueberzeugung, „das Bier war so gut!" Als der Angeklagte, der vielleicht im Hinblick auf diese Begründung und auf feine Aufrichtigkeit nur mit einer leichten Strafe belegt wurde, den Gerichtssaal verließ, stürzten sich mehrere Leute aus dem Zuhörerraum auf ihn mit der Frage: „Wo haben Sie denn das gute Bier getrunken?" Da der Venirtheilte keinen Grund hatte, ihnen die Adresse zu verschweigen, so wird das gute Bier vermuthlich noch manchen anderen auf die Anklagebank führen. Im Wahnsinn die Mnttcr gemordet. Aus der im Marmaroser Comitat gelegenen Ort-schast Leordina wird über einen entsetzlichen Vorfall berichtet: An dem 24jährigen Gemeinde-schreibe?, dem Sohne einer armen rumänischen Witwe, machten sich bereits vor längerem Spuren ^>on Geisteskrankheit bemerkbar. Er besuchte trotz-dem das Amt und verrichtete pünktlich seine Agenden. Dieser Tage erschien er unerivartet im Hause seiner Mutter und verlangte Brot. Die Mutter sagte, sie werde gleich welches holen und gieng hinaus. Der Sohn stürzte ihr nach, warf sie zu Boden, kniete auf ihre Brust und biss ihr vom Kinn das Fleisch herab. Er zog sodann ein langes Küchenmesser hervor und versetzte der alten Frau mehrere Stiche in die Brust. Die Mutter gab unter großen Qualen den Geist auf. Der Irrsinnige kniete abends, als die Arbeiter vom Felve nach Hause giengen, noch immer auf der Leiche der Mutter. (sine kopflose Leiche. Der Gemeindediener Josef Thim in Schwansdorf fand letzter Tage beim Brechhause des Alois Kuntschke einen Leich-nenn, angelehnt in sitzender Stellung, dem der Kopf fehlte. Die Leiche wurde in die Todtenkammer in Schwansdorf geschafft und hier als die des 61 Jahre alten Steinbrucharbeiterö Josef Hanusch durch dessen Angehörige an den Kleidungsstücke» erkannt. Nach Ansicht des Todtenbeschauers kann der Tod dieses Arbeiters nur durch Ervlosion einer Dynamitpatrone, die Hanusch im Munde stecken hatte und zur Erplosion brachte, erfolgt sein. Josef Hanusch, welcher vor zwei Monaten au» der Arbeit im Steinbruche in Schwansdorf entlassen wurde, dürste den Selbstmord infolge seiner misslichen Vermögensverhältnisse verübt haben, weil er sich in letzter Zeit äußerte: „Betteln werde ich nicht gehen, ich weiß schon, was ich thue." in dem-selben Augenblicke, al» die Feier ihren Anfang uahm. 6 .Deutsche Wacht' WutsbesiverSsöhne als Mörder. In dem Orte ProSkurow , Reichenberg, erschien soeben in zweiter Auflage: „Kurzer Leitfaden über erste Hilfe bei Uu glückssällen nach den Grundsätzen der Heilkunde". Von Ernst Reischel. Preis 6 fr., « Postversanst 8 kr.. 10 Stück 60 fr., 100 Eck! fl. 6.—. Portofrei. Deutsche Rundschau sür Keoqraphie und Statistik. Unter Mitwirkung her?orrazeickr Fachmänner herausgegeben von Professor Dr. > Umlauft. XVIII. Jahrgang 18®6. (1. hw leben'« Verlag in Wien. Jährlich 12 Hefte p 45 kr. — 85 Pf. Pränumeration tnclufioc F?»«« zusendung 5 fl. 50 kr. — 10 M.j Mit Lergnjßi muss jeder Freund der Erdfunde die „DeiM Rundschau für Geographie und Statistik" lesen, fc sie ihn auf ollen Gebieten geographischen £3ii*4 stetS auf dem ?!euesten erhält. Eine Reihe Originalaussätzen aus der Feder bewährter manner und tüchtiger Reisender, Berichte über » jüngsten Ergebnisse statistischer Aufnahmen, Z» graphien hervorragender zeitgenössischer G«ograch> und Forscher, endlich eine reiche Fülle flrnxa Nachrichten von allgemeinem Interesse bilden 5b Inhalt jeden Heftes. Den Text begleiten voniHitz Illustrationen, sowie sorgfältig ausgeführte tfc:!a Auch daS eben erschienene Heft deS XVIII. Zch gangeS zeichnet sich durch einen reichen intenffi^i Inhalt auS. „Neue Nevue." Die Wochenschrift küri> litik, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben. „M Revue", veröffentlicht im Heft Nr. 38 (VI. Ich gang) vom 18. September 1895 folgende Auf-ZP E. Ehrlich: Arbeitende Tamen; S. Richard: Sa ernährung und Eheschließung; H. Schlm?kin>! Dichtung und Neuropathie; I. Lippau: Die 3* dentenschaft und die sociale Frage; Ch. Ausgepasst! Theater; Miniaturbilder aus der Wiederum liegt uns von unserem alten F«»ch dem „Deutschen Michel", eine neue NilZM (29) vor. Gerade jetzt bei dem Ouartalwechsel» scheint eS unS besonders angebracht, unseren Lchtz zu einem Probe-Abonnement auf den „DeuW Michel" zu rathen; denn das Blatt dürfte in sei Hause fehlen, wo man den Bestrebungen 16 deutschnationalen Geistes Ausmerkfamknt schenkt. Eingesendet. Telegraphischer Tchiffsbericht der «R«! m» Lini«^, Antwerpen. Der Posidampfer „RorUliF der .Red Star Linie*' in Antwerpen ist laut Tel am 24 September wohlbehalten in N e w < f) o 11 inge! —-9 Wir suchen Vertonen aller Bcraffelaffrn umt Batimii «um I gcfrhiidi 0«ftatt*trn tastn grgra Stattn-1 («HuKflpi laut «kfttatttM XXXI ooin < l*Kt. | Qkvä&reti dodc Provision, fwrttuell auch r.r:n «ehalt. 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Mai 1895 beim k. k. gerichte Cilli wegen Vergehens gegen die Sicherheit der Ehre belang a es sollte die Schwurgerichtaverhandlung am 27. September d. I. stattmti Auf Grund des von mir angestrebten Ausgleiches erkläre ich m dass die vom Herrn Franz Wratschko incriminierten Artikel in der periodilß Druckschrift „RlovenZI^i xcispoänr", u. zw. in den am 22. November M 6. December 1894 und 13. December 1894 erschienenen Nummer» ß 49 und 50 nur deshalb in das von mir redigierte Blatt aufgenom» wurden, weil ich dieselben von einem sonst sicheren Gewährsmanne enai» sie nicht genau durchgelesen und deshalb ohne genaue Kenntnis des In5Ä zur Drucklegung übergeben habe. Nach erhaltener Aufklärung und auf %i der Actenlage erkläre ich nun, dass alle in den betreffenden Artikeln d» Herrn Franz Wratschko gemachten Anwürfe, Beschimpfungen und Äeschil gungen auf Unwahrheit beruhen, dass ich dieselben nach allen NichtioD hin zurücknehme und lebhaft bedaure, dass Herr Franz Wratschko bohl vielleicht in der öffentlichen Meinung herabgesetzt worden sei, wozu unbtfcu nicht der mindeste Gmnd vorlag, und ersuche ich demnach auch den H« Franz Wratschko um Entschuldigung. Marburg, am 25. September 1895. Sdmftin« Ferk Butter- und Käsebereitung Molkereibetrieb etc. Hiezu praktische Anleitung mit meinem Senta Katalog pro 1895 und 189«. soeben erschienen, wird an im» Kunden auf Verlangen gratis versandt, sonst Preis 1 Kr« Anton Pl'anliauser MolKereitechnilches Aurea« und Malchiueusabril Wien 16 I, Ottakriuar, Panlkeiura-.se !K. 1=73—, 1895 ..Deutsch- Macht" Staßtissement in Sraz, Slißreditgasse 1 Heute Donnerstag den 3. 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