MbacherG Zeitung. r. 73. V»lnum«l»lion«pr«i«: Im Lomptoil gnnzj. fl. l l, bolbj. sl. 5.-l»0. ssllr bic Zusttllun« in« Hau» halb,, »u l>. Viit bcr Post ga»,j. fl. ,5,. hulbj, fl. ? ^u. Freitag, 2. April. 5nserlion»gtb«bli E lr 1875. Amtlicher Theil. , 3e. t. und k. Apostolische Majestät haben mit ^lltrhzchster Entschließung vom 27. März d. I. drn ^'!lknten des itrtisgcrichtes in Rudolfswerth Anton ^rt scher ^m Präsidenten des Landesgerichtes in "'dach allergnüdigst zn ernennen geruht. „ Te. l. und l. Apostolische Majestät haben mit "Uerhüchster Entschließung vom 24. März d. I. den 5^ und Gerichtsadvocaten und Docenten des Berg-rnhte>!> au der wiener Universität Dr. Ferdinand Sa-"^llsch zum außerordentlichen Professor des Bergrechtes "" der genannten Universität allerqnädigst zu ernennen """hi. Strcmayrw. p. ^ Der Iustizminister hat den GerichtSaojuncten des "ndesgerichtes m Klagenfurt Josef Iberer zum Be «'Nsrlchter in Knittelfcld ernannt. 5 Der Iustizminister hat den Bezirksgerichtsadjunclen "ran; Miller von Mureck nach Fehring versetzt. cv,,.^" Iustizminister ^ den Bezirlsgerichtsadjuncten l«.^ 7^^nigg auf sein Ansnchen von Liczen nach ^lttsdorf verseht und den Auscnltanten Dr. Karl S n e - "" zum Bezirtsgcrichlsadjuncten in Arnfels ernannt. bl..^ '"^ '^.W^ 1375 wurde in d« l. ,. Hof. und Staat«. "MW« 'n Wie» da« X,II btuct deS Reichsgesehbllltte«, vorllluftg ' n» der dculschcn Nußgabe. auegegeben und vtrsendet. d»«selbt enthält unter '' 3l die Kundmachn,,« de« sslnanzministeiinm« vom 8. Mär; 1675 betreffend die »lnderung der Vcrzollnngsbefugniss.- ^ des l l. Hauptlollllmte« im Cisenbuhnhofe zu Iilgerndors; ^ «l2 da« O.sth vom I^l. Mär, !875, wamil die 3leglsruu<, zur Erslreckunll de« «cginuc« der Nllcl,i>h!,lnss«termil,c filr die im Grunde de« Gcsel)e« vom 10. Juni '«7^. R, G. V. ^l>. 75. au« VlaatSmittelll erfolgleu uiiverzinollchen Vor-schilssi llintlchligl wird; ^^ ll3 hi« Berordlmnl, de« Haudel«ministerium« vom 16. März 1875> betreffend die Aichuna. und Stemptlung von Meß-»vparattn fllr Pclroleum und andere Mssigleiten, welche siutr starlt» Vclflllchtifiunn uilterl,egcn; ^ ^ di<< Gessy vom 17, MU>, I»?!', betreffend die Abänderung de» tz ^ de« G'-sehc« vom 2l>. Mai 1869. R O V. Nr, 1,8. wegen «nfuahme und RückMunst eins« Anllb'u« "'« dem bulowiuaer yriechisch-olicntalischen Nel,8l'«sond ^'" Zwecke der Herstellung eines RegierungSqeniiuoeS in ' ' ^« Tlsl l, vom 22. März 1875 betreffend die Regnl'e, '""c, ds« ?tarcntaslnsfe« und die linlsumvfung de« Na-""«lhale« lWr. Zt«. Nr. 72 vom 31. lMrz.) Nichtamtlicher Theil. Aus dem czechijchen Lager bringen nationale Iournalstimmen Bericht, daß die Alt« czechen zu ciocm Kmmhcruügeucrsuche gestimmt seien. Der „Polrol," welcher bisher im Namen der aliczcchi« schen Führer jede Verständigui'g mit der Partei der „Abtrünnige,," von der Hand wies, zieht jetzt weit ge» lindere Saiten auf und erklärt neuesttlis, daß man im altczechischen ^ager dcn „ohne Ueberlegung hcroorgeru« fcncn" Streit lief bedauere und alles mögliche zu thun bereit wäre, ..um den Hungczechcn den Uebergang zur gemeinsamen einträchtigen Thätigst i>u nlcichlern.' Dic ,Nar. ^isty" nehmen diese Aeußerung des all. czcchischcn Organes mit großer Genugthuung auf, und nennen dieselbe ..sehr bedeutungsvoll für die innere Ent» Wicklung der czechischcn Polilil, nachdem anderthalb Jahre an der Verwirklichung dcs Ricger'schel', noch vor den jüngsten Vandtagswllhlen vom „Potrol" wiederholten AuSspruchcS gearbeitet worden ist, daß eine oder die andere Partei fallen, und daß die schwächere Strömung der stärlercil weichen muß." „Mit dieser neuesten Er« klärung der Partei, die hinter dem „Polrol" steht," schreibt das jungczechischc Organ, „lam, die freisinnige czcchischc Partei mindestens ebenso zufrieden sein, wie sie es mit oem ist, was sie im Volle bereits erreicht hat. Wir glauben, daß die Partei des „Polrol" sich niemals bereit erklärt hatte, die Hani, zur Versöhnung mit einer Partei zu bieten, die das nationale Programm verlassen, das czechische Staatsrccht verrathen und verlauft und hier von der wiener Regierung, dort wieder vom preu. ßischen Staate Geld angenommen hat. Und darum hoffen wir mit Zuversicht, daß von nun an der „Polrol" gegen jedes czcchische oder nicht czechischc, einheimische oder ausländische Organ auftreten wird, das die jung-czechische Partei noch des Verrathe« am Staats, und Nationalrechle beschuldigen würde. Daß von nun an vielleicht der „Polrot" selbst die jungczechische Partei ähnlicher Thaten beschuldigen könnte, muß als pure Un. Möglichkeit und absoluter Uosinn angesehen werden!" Die „Nar. L." gehen darauf nochmals die Geschichle des vom November 1873 an dauernden Parteizwistes durch, um den Nachweis zu führen, daß die Iungczechen immer zur Versöhnung bereit waren, Herr Dr. Ricger aber eine solche jederzeit hintertrieben habe. „Auch jetzt," bcmerlt daS j mgcz> chischc OraM, „m>cht der „Polio!" mit seu.cr Versöhnungvpi,edigt insoferne leinen guten Anfang, als er, anstatt vom Volke, vom Helle des Va» lerlanocö, l«ur von Personen spricht. Wir erfahren aus seinem Arlilcl nichts dariiber, wie die bisherige Politil der Unlhütigleit dem Volle anschlägt, wie dieses oder jenes Ocbicl dcö öffiütlichcn Lebens unter den Wirkum gen dieser Politil gedeiht — aber wir lesen wieder große Lobgesänge der Autoritäten und Führer. Nach unserem bescheidenen Dafürhalten ist aber jeder Menfch, auch der versöhnlichste und verträglichste, nur der Führer jener Leute, die hinler ihm gehen, und nur Autorität für jene, die an fie glauben. Darum wäre es für die czechische Politik weit ersprießlicher gewesen, wenn der „Pokrol" die Widerlegung jener Thatsachen versucht hätte, die Dr. Sladlowsky in Lcitomischl aus Dr. Riegers Wirken zur öffentlichen Kenntnis gebracht hat. Die nöthigt Moral wäre von felbst daraus gefolgt." Schließlich erklärt das jungczcchische Organ, seine Partei habe leinen „Uebergang zur gemeinsamen ein» trächtigen Thätigkeit" nöthig, sondern sei zur Arbeit bereit« Übergängen, und warte, bis auch die andere Parici das unfruchtbare Feld der Unthütigkelt verläßt. Oesterreichs Finanzen. Graf Mü linen, l. l. außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, hat unter dem Titel „Die Finanzen Oesterreichs" eine historische Studie ü^er die Finanzen dcs ci^leithanischcn Oesterreich in ihrem Vergleiche mit den Finanzen Frankreichs verfaßt und dieselbe soeben in Wien bei Braumüller und in Paris bei Guillaumin und (5omp. erscheinen lassen. Die Schrift behandelt nach einem allgemeinen Uebcvblicke dic Fmanzpcrwdc I86K bis 1871. den Ein-nähme- und Ausgabe-Etat dicser Periode, die Subventionen und Dotationen von 18<^8 bis 1871. die Staats' schuld in der Zeit von 18 li bis 1847 und von 1847 bis 1871, stellt dann einen Vergleich der Verwaltungsjahre 1805 und 1871 an, untersucht das wirtliche Budget von 1808 bis 1871, nimmt eine Parallele zwischen dcn österreichischen und französischen Budgets vor und gelangt hierauf zur Schl^ßbetrachtung. Aus der Vorrede und der Schlußlxttachtung entnimmt das „Neuc Frrmdrnblatt" einige Stellen, welche geeignet sind, über Tendenz und Gehalt dcs Werkes zu orientieren. „AlS ich vur mehreren Jahren." heißt es in der Vorrede, „berufen wurde, der Verwaltung der Finanzen mcincS Landes in einem kritischen Augenblick, wo es sich darum handelte, dcn Erfolg drr durch die Bedürfnisse eines völlig erschöpften Staatsschatzes gebieterisch ge. forderten großen Finanzoperationen in Frankreich zu sichern, meine bescheidene Beihilfe zu leihen, konnte ich mich leicht überzeugen, daß das österreichische Voll, sn lange cö, übel berichtet, über die reelle Lage sich täuscht? und an seiner wirthschaftlichrn Zukunft zweifelnd, das Heilmittel für scine Vrrlcgcnhciten nur im Bankerott sähc, vergeblich versuchen würde, auf dem europäischen Ocldmarktc jenen Rang zu erobern, den anzusprechen es berechtigt war und der ihm erlaubte, seinen wankenden Credit fest zu begründen. Der Ausländer, der weder die Bedürfnisse noch die Hilfsquellen der Monarchie kannte, Feuilleton. Ein Millionär. Noman von Fonny Klinck. (Fortsetzung.) XIII. Das Velb des Wilddiebes. H Martha war allein mit ihrem Jammer, ihrem l^trze geblieben. Der einzige Menfch, den sie geliebt. ^"Nchlich geliebt, lag todt auf dem Stroh und der kn c ' ihr Schwiegervater, war schon vor zwei Ta. h° namenlos elend machen würde, hatt. u!"' ^'- Sie saß auf den Knieen neben ihm. Sie titf lk ^berheiße Wange an seine erkaltete gelegt, sie blieb „ l , ^"l°"o liebevollen Worten, aber die Augen dilrf, ^loss<„ und sie machte sich die bittersten Vor T° °,l,. '" s.^" nicht sanft und zärtlich gesprochen, 'n da«V? !° '""""' W",n jedermann an den Tod, U"d N„3^ " b^"' " würde weit. weit mehr Liebe "achsicht in der Welt ,ein. blt won./?«"" ^!"7: l« und legten ihn in den Sarg. U"t> wU "^ le den, sie wehrte sich, sie jammerte b"Mun°Ä ^r d.e Menschen waren so entsetzlicher^ °"H"^ sie nahmen auch nicht die Ul" Rücksicht auf ihren grenzenlosen Schmerz, und nun ließ sie alles über sich ergehen, weil sie sich nicht wehren konnte. Sie sagte nichts, als man den Sarg zunagelte, als die Hammerschläge ihr auch innerlich durch das Herz dröhnten, auch dann nicht, als man ihn forttrug. Fast als die letzten Schrille der Träger verhallt waren, als es fo schaurig still um sie her wurde, erst da sah sie plötzlich auf und — sie fchlen sich zu wundern, allein zu sein. Dann kam das Erwachen aus dem dumpfen Traume. Da lag noch das Haustein Stroh, auf welchem er feine Seele ausgehaucht, die Lumpen, mit welchen sie ihn zugedeckt, das blutige Leinen, womit sie feine Hand um-wickelt. Ein langer, qualvoller, herzzerreißender Seufzer ent. wand sich ihren blutlosen Lippen und damit war der Bann gebrochen. Wild starrte sie um sich, energisch wies sie die Schatten von sich, welche aufs neue ihren Geist gefangen nehmen zu wollen schienen, Sie bedürfte ja ihrer geistigen Kräfte so sehr, sie mußte nachdenken, wer ihr daS Leid zugefügt und sie erinnerte sich bald genug. Ob sie es wußte, wer ihr ihren Mann geraubt hatte! ..Rache! Rache!' murmelte sie zwischen den fest auf. einander gepreßten Zähnen hervor und in ihren dunklen Augen leuchtete und flammte es. „Ja, Rache — Rache für den Tod ihres Manne«. Er follte an Martha Helms denken — er sollte vor ihr zittern, denn sie kannte die verwundbare Stelle des reichen Mannes. Der Gedanke an Rache war mehr als alles andere im stände, sie ihren Schmerz vergessen zu machen. Sie eilte an dcn schwarzen frisch ausgeworfenen Grabhügel, den kein Kranz, keine Blume schmückte und nachdem sie sich nochmals durch einen Strom von Verwünschungen gegen den Urheber ihres Unglücks Luft gemacht, gelobte sie dem Todten nochmals, ihn zu rächen und verließ dann, voll finsterer Entschlüsse, den stillen Kirchhof. Vie hatte ihren Plan vollständig entworfen und er war auSführ« bar. Martha verschloß dann das einsame HauS und trat ihren Weg nach der Stadt an. Es war gegen Abend, als sie vor der Hausthür des Armenarztes stand. Sie zog die Klingelschnur, und wenige Augenblicke später wurde sie zu dem Doctor ge-führt. Dr. Gutherz war sichtlich verwundert, Martha vor sich zu sehen. „Herr Doctor — kennen Sie mich?" „Natürlich, Frau Helm,/ Herr Doctor, ich bin gekommen, Ihnen für dle bilfe" welche Sie meinem Manne haben zulhell werben wss n. zu danken. Ich la«n Ihnen nicht sagen, wie weh es mir thut, daß ich für den Augenblick so arm bin, Ihnen nichts anbieten zu können." Der Doctor wehrte freundlich lächelnd mit der Hand ab. Lassen Sie es gut sein. Frau Helms, eS war j» nicht mehr als meine Pflicht und Schuldigkeit, was ich «than habe. Ich rechnete nicht auf Lohn. Es thut mir leid, daß ich Ihrem Manne baS Leben nicht erhalten konnte." Sie schüttelte mit dem Kopfe. ..Das ging nicht, der Schuß hatte zu yut getroffen, und — Friedrich hatte die Verwundung zu lanae oer. heimlicht." ' " 530 mußte nothwendigerweise Bedenken tragen, mit ihr in Geschäftsverbindung zu treten, wenn er einc Grundlage, auf die er seine Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Oefahr und Nutzen bauen konnte, wenn in Ocstn reich jenes Selbstvertrauen und jene Kraft der Initiative fehlten, welche die Stärke so vieler anderer Nationen ausmachen." Der Verfasser erwähnt dann, daß er schon damals ein Werk zur Bekämpfung jenes, den finanziellen Interessen Oesterreichs so abträglichen Standes der Dinge ge» schrieben haben würde, wenn es ihm nicht an der nöthigen Zeit gefehlt hätte und er nicht seine Ideen über den Gegenstand noch hätte reifen lassen wollen. Der richtige Zeitpunkt schien ihm endlich 1872 gekommen, als der von TaZ zu Tag sich mehr acccntuiercnde Fortschritt in Oesterreich alle wirtschaftlichen Bedingungen umgestaltete. Da er sich nicht blos an das Publicum in Oesterreich und Deutschland, sondern an ein euro< putsches Publicum wende, habe er seine Schrift französisch abgefaßt, sei aber bereit, den deutschen Text auf Wunsch folgen zu lassen. Dann fährt er fort: „Die vorliegende Zusammenstellung bietet ein gewissenhaftes Bild der Production, der Hilfsquellen und Ausgaben Oesterreichs und läßt gleichzeitig erkennen, wie es der Finanzverwaltung durch Verbindung von Sparsamkeit und Entwicklung des Na« tionalreichthums möglich sein wird, die drückenden Lasten zu erleichtern, die eine unheilvolle Vergangenheit dem Lande hinterlassen hat." Ucbrigens, heißt es im weiteren Verlaufe, würde der Verfasser in dem undankbaren Bemühen, die gegenwärtige Studie mitten in dem Wirbel der großen Krise von 1873 zu Ende zu führen, unfehlbar erlahmt sein, wenn ihn nicht ein starker (Klaube in die wirthschaftliche Zukunft scines Landes beseelt hätte. Er tonnte aber keinen Augenblick an der wirthschaftlichen Wiedergeburt zweifeln, „die sofort für Oesterreich sich ankündigen wird, wenn das Land auf« hört, alles von seiner Regierung zu erwarten, und das Heil in sich selbst sucht, in seinen eigenen Kräften, in der zur Sparsamkeit fügenden Arbeit, in einer erleuchteten, begeisternden Vaterlandsliebe und in der Hingabc an alle edlen und großherzigen individuellen Opfer." Diese Gedanken, mit denen die Vorrede schließt, führt die Schlußbetrachtung des weitcrn aus. Hier heißt es unter anderm: „Möge Oesterreich, anstatt zu verzagen, auS der gegenwärtigen Prüfung Anlaß nehmen, muthig wieder ans Werk zu gehen, um die Sparsamkeit, die Mutter des Kapitales, zu reformieren, und bald wird es feine Kräfte wieder erstehen, seinen Handel und seine Industrie neu erblühen sehen. Wenn jene Gesell» schaften, deren einziger Zweck die Agiotage war, ver» schwunden sind, so werden die, welche bestehen bleiben, von verhängnisvollen Engagements und Neigungen befreit, nur um so solider und umsomehr im stände sein, sich ernsten Geschäften zu widmen und allem dem, was den Wohlstand eines Landes ausmacht, einen mächtigen Nntrieb zu geben. Wenn einige schlecht gebaute und schlecht verwaltete Eisenbahnen Bankerott machen, so »erden sie dafür in erfahrenere Hände übergehen und dem Handel erhalten bleiben. Reinigen wir das Terrain, entfernen wir die Ruinen, und wir werden das feste Bindemittel finden, d^s wir dann nur nutzbringend an;u> wenden haben." Die Krise von 1873 war ein unvermeidliches Ele« mentarereignis, sagt Graf Mülinen weter; um fo weniger kann man daher die Verantwortung für die» selbe der Regierung aufbürden. Deren Aufgabe kaun blos sein, den verheerenden Wirlungen der Krise Ein halt zu thun. Ob Negierung und Parlament mehr hätten >hun können, als sie gethan, will der Verfasser nicht entscheiden; doch „wäre es ungerecht, zu verkennen, daß dic Staatsverwaltung nicht gezögert hat, die National» bank zur Hilfeleistung an den darniederliegenden Geld» markt in den Stand zu setzen, und daß sie sich durch Aufhebung der Steuer auf Baumaterialien, durch die Inangriffnahme mehrerer Eisenbahnlinien auf Staatskosten beeilt hat, der Industrie neue Gebiete zu erschlie» ßen, der Arbeit neue Nahrung zuzuführen. Was aber den zweiten Theil der Aufgabe, die der Regierung zufiel, anbelangt, nämlich die Pflicht, den Staatscredit vor jeder Schädigung zu bewahren, wer möchte bestreiteu, daß ihr diese Aufgabe gelungen sei, wo man doch constaticren kann, daß die Staatarente heute einen höheren Curs behauptet, als vor der Krise? Diese Thatsache verdient um so mehr hervorgehoben zu werden, als die Regierung darauf Bedacht nehmen mußte, durch eine Emission von 60 Millionen in ncuen Titeln der unificierten Rente einen Theil der für den Vau der Staatsbahnen nöthigen Mittel zu beschaffen." Das interessante, an authentischen statistischen Daten reiche Werk schließt mit folgenden Sätzen: „Nach dem Programme, das wir uns gestellt, wollten wir beleuchten die wirtschaftlichen Fehler, die Oesterreich in der Vcr« gangcicheit begangen, und daran die standhaften Ve« mühungen knüpfen, die es in .der Gegenwart macht, um mit einer drückenden Vergangenheit abzuschließen, und so die Bahn dem industriellen und commercicllen Fortschritte zu öffnen, der ihm in der Zukunft ein Gedeihen sichern soll, dessen Elemente in Oesterreich selbst liegen . . ." „Wenn es uns gelungen sein sollte, Oesterreich unmittelbar nach einer verhüngnißvollcn wirthschafllichen Krise zu überzeugen, daß, anstatt an der Zulunft zu ver> zweifeln, seine Pflicht vielmehr darin besteht, seine Pion< niere auf den Schauplatz der Katastrophe zu senden, um die Ruinen zu entfernen und das Gebäude in seinen be» schädigten Theilen wiederherzustellen: so hätten wir nicht umsonst gearbeitet und würden unsern Lohn m einem neuen Antriebe des für den Augenblick in seinem Gange behinderten Fortschrittes und Gedeihens, und in der Befestigung des österreichischen Credites sehen, der, nach dem er eine furchtbare Prüfung siegreich bestanden hat, fürder im Innern wie nach Außen hin nur wieder er< starken kann." Politische Uebersicht. Vaibach, l. April. Das ungarische Abgeordnetenhaus hat am 1. d. seine Thätigkeit wieder aufgenommen. Den nächste«, Gegenstand meritorischer Verhandlung bildet der Entwurf eines Peüsionsgesctzes für VollSschullehrer. Was jene Steuergesetzentwürfe betrifft, welche im Steuerausschuß durchberathen und auch von der gegenwärtigen Regierung angenommen wurden, so werden im Finanzministerium die zur Verhandlung derselben nothwendigen Daten zu» sammengestellt. Finanzminister Szell wird, wie „Pester Vloyd" meldet, verschiedene Modifications zu denselben beantragen. Wie dic „D. R. C." meldet, wurde der Entwurf eines de utschei: Reichsei s cnbahngesetzes, über welchen nunmehr dic engere Berathung im Reichscisen» bahnamtc zu Ende geführt ist, in veränderter Form jetzt wieder den Bundesregierungen zugesendet, damit dieselben die Vorlage einer abermaligen genauen Durchberathung unterwerfen können. Ende April soll dann in Berlin nochmals cine Berathung über dieses Gesetz stattfinden, zu welcher sämmtliche Bundesregierungen ihre Dck< gierten, und zwar Techniker sowohl als Juristen tn^ senden werden, In dieser Konferenz sollen nam'nM noch diejenigen Punkte durchberathen werden, welche M) auf die Construction und Ausrüstung ocr Bahne', ve< ziehen, um nach dieser Seite hin möglichst ein gtNMN' fames System bei sämmtlichen deutschen Eisenbahnen einzuführen. Es sind hiezu bcsondere Fragebogen den Regierungen übersendet wurde», damit dieselben lyre Delegierten genügend mit Instructions versehen können. In dem am 27. v. M. in Paris abgehaltene" Ministerralh lain dic Regelung der Preß ver hält-nisse und die Wahlfrage zur Sprache. BczilM des ersten Gegenstandes konnte man noch zu keiner ^ nalversamlnlulig, meinen sie, ist nicht darum auecinal' hergegangen, damit daS Ministerium sich erholen lW' svl'dern im Gegentheile, um demselben Zeit zu gebA die neue Politik ins Werk zu setzen. Die iiffcnllw Meinung ist ungewiß darüber, ob das Ministerium M seine Aufgabe begriffen hat. Obwohl man begreift, d^ man dem Ministerium nur wenig Zeit lassen muß, !^ zurechtzufinden, so macht sich doch schon einige Unr"^ bemerllich. Man sieht nichl, daß man von der S"" j kommt. „Wir haben," schließen die „Debats," ein eyl liches und Vertrauen erweckendes Ministerium. Das! schon etwas für den Anfang. Aber eS bleibt u"s "°^ übria, zu erfahren, ob wir auch ein männliches, ., schlosscnes und z»,m Handeln bereites Ministerium h^ Eagesneuigkeiten. Zur zlaiserreise. Die „Triester Ztq." theilt am 30. v. M- zu" ^ gramm der Kaiserreise folgende Details mit: ^ .Der Hofseparatzug besteht aus 8 Waggon?, " zwar dem kaiserlichen Hofsalonwaggon, zwc! ^!l!.« Hofsalonniaagons, zwei SalonwaugonS und drei *») gons I. Klasse. Den Hofzug wird der Oeneralditt^ der Südbahn, Herr Eugen Bontoux persönlich^, und wird der Zug von der vorgeschriebenen Zah' ^. anllen der l. k. Genelalinspection für Eisenbahne" ^ gleitet sein. Die Abfahrt des Kaisers vom n>'!^ Südbahnhofe erfolgt am l. April nachmittags " ^ 30 Minunten und geht der Zug ohne Aufenthall f, Wiener-Neustadt, wo 3 Minuten gehalten wird. " „Das wars eben, vielleicht ein paar Stunden frü» » her und er wäre zu retten gewesen —" „Herr Doctor, sprechen Sie nicht mehr über ihn, ich lann «« nicht anhören," bat die Frau mit zitternder l Etimme. „Er ist todt — und ~ glauben Sie es mir, l er »ar trotz seiner Fehler ein guter Mensch." „Ich glaube das, Frau Helms — ja, ich weiß es sogar. Ls war ein Unglück, daß er in schlechte Verhält» nifse tam, man kann ihn aber deshalb nicht oerunheilen ! und Tott wird milde richten." Der Frau traten die Thränen in die Nu^en. Die . freundlichen, milden Worte des alten Mannes thaten , ihrem Herzen wohl, sie blickte ihn dankbar an. Aber dann, < al« schäme sie sich dieser Thränen, trocknete sie diesel. , ben rasch. > „Herr Doctor, vergeben Sie mir, daß ich neulich ! so scharf gegen Sie auftrat," sagte sie plötzlich. , „ES ist nichts zu vergeben, Frau Helms. ES muß ! ja ein jeder selbst wissen, was er sagen und für sich be« halten will, Sie werden Ihre guten Gründe dafür ge« ! habt haben." „Das halle ich, aber ich habe mich besonnen." Der alte Doctor sprang auf — sein Gesicht strahlte ! v,n unauesprecblicher Freude. „Sie haben sich besonnen, Frau Helms? Gottlob, ! bann lann es noch gut werden. Weiß der Himmel, daß e« nicht bloße Neugierde von mir war — es hängt sehr viel von Ihrer Aussage ab.' Sie nickte mit dem Kopfe, als wüßte sie daS. Dann , setzt« sie sich nicht weit von dem Doctor nieder, welcher 5 ste mit gespannter Erwartung ansah „Unterbrechen Sie mich nicht Lerr Doctor. Sie > verden alles erfahren," begann sie nach einer Pause. .Es wird mir nicht so leicht werden, Ihnen daS traurige Bild unserer Vergangenheit zu entrollen, aber betrachten 2ie es als ein Zeichen meiner unaussprechliche», Dankbarkeit, daß ich so offen mit Ihnen rede." Sie schwieg einige Augenblicke, wie um sich zu besinnen und fuhr dann fort : „ES sind nun beinahe drei Jahre, seit ich mit Friedrich HelmS vor dem Traualtar stand. Wir waren iehr glücklich und hatten leine üble» Aussichten für die Zulunft. Ich hatte einen jchünen Nolhpfemng zurück» gelegt und wir waren beide fleißig und konnten unsere Hände rühren. Friedrich führte mich in sein elterliches pauS, eS war gut eingerichtet und seine Eltern nahmen mich freundlich auf. Mit Lust und Hebe begannen wir wir das neue Leben, wir schafften und arbeiteten mil vereinten Kräften und wir sahen, daß wir vorwärts lamen. Eines Tages aber hielt eine Equipage vor unserer Thür und auS derselben stieg eine Dame, meine ehe« malige Herrin. Sie brachte mir das Kind, von dem Sie wissen, sie versprach mir für dasselbe ein bedeuten, des Kostgeld und sagte mir, die Mutler desselben sei gestorben und eS habe niemanden, der dafür auskommen lönne. Im ersten Augenblicke wußte ich nicht, waS ich sagen sollte, aber ich Hütte das Kind gern genommen, es th-t mir weh. daß wir keins halten und ich lieble Kinder sehr. Ich wollte eS aber nicht ohne den Willen meines Mannes »hun und Friedrich war nicht daheim. Eine Stunde später lam mein Mann. Er schalt ml/4, >>nb l<4» K«H A„,ski,f»n iiirlit snfnrt ana^nnmmen habe und war der Ansicht, eS sei daS größte Mck» uns habe treffen können. ^ Das war es aber nicht," fuhr Martha foll,'^ war vielmehr, als ob mit dein armen unschuldig" ^,„ daS Unglück ins Haus gekommen sei, denn ""'' ^s, Tage an ging eS zurück. Die schweren Rolle» ^,^, welche uns daS Kind inS Haus brachte, verleiteten u .^ rich zum Nichtsthun, wahrend ich der Meinung "gi„o müßten wenigstens zum grüßten Theil für da« verwandt werden. straft^ Ich sorgte für den Knaben nach besten « ^, und er gedieh wenigstens bei meiner ^^"^sagt" trefflich, jo daß man mir die Anerkennung nicht ^^ tonnte. Dabei gings aber schon bei unS nnt ^, schritten rückwärts. Friedrich fing aus ^anglwe' als Wilddieb herumzustreifen, indeß mline ^^M mutler, welche bis dahin gesund gewesen war, e ^^ Ein Unglück zieht das andere nach sich- ^^.^ilcft meinem Manne über sein Thun und Treiben ^"^ ^ zu machen, aber, anstatt daß ich ihn dadur« ^ Bahn des Rechtes zurückführte, entfernte ich '^ .^ z>l und mehr davon. Er machte mir Vorwürfe, oai> ^ ^ viel für ben Knaben anwendete u. f. w- ^ ^he, war alles vorbei, von der Stunde an 3"S "> ^, leinen Frieden, nichts als Vorwürfe und ^ ^„>le- , während wir mehr und mehr zurückkamen. """" ^lec , germutter starb - dann legte sich auch der ________ ^,. Ml^ Martha unterbrach sich. Die Erinnerung." wältigte sie und nur mit Mühe hielt sie ")' zurück. 631 enthalt in Gloggnih 5 Minuten, in Klamm 3 Mlnu. «n. ,n Semmering l Minute, in Mürzzuschlag 3 Mi. nuten, in Vruck a d, Mur 3 Ml.uteu, in Graz 8 Mi. nuten, in Marburg 3 Minuten, in Pöltschach 2 Minu-»en, in Mi ^ Mmultl,, m Steinbrück 3 Minuten, " «ittai 7 Minuten, in ^aibach 1'.» Minuten, in Kitsch 3 Mimuen, in St. Peter 3 Minaten und W Nabresina 2 Minuten. Die Abreise Sr. Majcslät von Trieft nach Görz «solqt am 4. April um 7 Uhr früh. Es findet während °" cr Fahrt nur in Monfalcoue ein Aufenthalt von " Mmulul statt. Ankunft in Görz « Uhr 2l1 Minuten h, In Görz wird Se. Majestät der Kaifer (abwei. ^tntl von früheren Bestimmunaen) von dem königlich «".fischen Hofzuge erwartet und wird am 5>. April um /Uhr früh mit diesem die Reise nach Venedig fort- , Im Programm für Freitag ist, wie wir hören, "^ lleine Aenderung eingetreten. Statt des Revoltella-evl^?' ^ welchem der Kaiser Sonnabend auf dem Balle " "'tinen wird, beehrt Se. Majestät das stüdt. «ntiqui» ^en'Museum und die Dampfmühle deS Hrn. Economo mit einem Vesuche. Am triester Bahnhöfe find Hunderte Hände befchäf-lgt, um die DccorationSarbcitcn zu vollenden, es wird oa^ Mglichste aufgeboten, um den provisorischen Bau» ^clten ein fttuxdlicheö, festliches Ansehen zu geben, "ec Perron ist, dein Ausgangc zu, auf der linken Seite «urch Sträuche und exotische Gewächse, welche nett grup, p ert und mit Kiesel begrenzt sind, in einen förmlichen ^"tcu umgewandelt; zwischen den geschickt arrangierten Klippen sind Fahne» in den kaiserlichen, den VandeS» der »" baicrischen Farben, dann die Wappenschilder " Kronländer Oesterreichs angebracht. Desgleichen "-,'".. vom Dache der Halle, in welcher der Hofzug U-"uber der decorierten Fronte halten wird, muffen. A" Fähnchen in allen österreichischen KronlandSfarbcn. s^">° wie der Perron, ist der Corridor, in welchem ^Z"e Wartsäle befinden, an beiden Wandselten mit faul i Alchmacke decoriert. Der gegenwärtige Warte-wird ^ ^ wird als Hofwartesalon eingerichtet und de« w.l. "" ^malt. Vom Giebel deS Bahnhofgebän s ll.st ? ^°b° F°hnen, die Decorierung des Gebäudes V ^ "°^" der herrschenden Vora unthunlich. Trl/f. ^ !^ die Bora wieder gelegt hat und durk « "'^^ der herrlichen Witterung erfreut, Wi^ unterbrochenen Decorierungsarbeiten zuni ^ '«Yen Empfange des Kaisers wieder aufgekommen. sH., Ausarbeiten an den öffentlichen Brunnen und Denk-/,H '.'- dann an der Gasfontaine im Vollsgarten, end' y^ ltne an der magistrallichen Bauhütte find nahezu , Aestern find vier Hofwagen und acht Pferde für a'" Gebrauch Sr. Majcslät dc« Kaiser« und der l^ln Erzherzoge, und heule früh die Hoflüche, der volley und die kaiserliche Silberlammer mit den be-„ .ifenbe,, Beamten und Dienern von Wien hier ein. U«r°ff«n. , , vorbehaltlich der kaiserlichen Genehmigung hat das ^-Alitar.Commando für die Feier der Enthüllung N) Monuments weiland Seiner Majestät des Kaisers N "Uian von Mexico, am 3. April l«75, ^ ^>l Uhr, nachstehendes bestimmt: lon t!e" ^'/, Uhr vormittags hat je ein Halbbatall. Nr ,l> ^lnitn. Infanterieregimenter Bnon Wezlar Nem'ni^b Varon Kühn Nr. 17 mit den betreffenden Giuse^? '^"n und Musiken zunächst der Piazza rnsdll! einzutreffen. Das Halbbataillon dcs wa-Nr ^s.. Linien, Infanterieregiments Baron Wezlar lnem^ ^ °"^ der Piazza einzutreffen. Weiters haben Dffi,j ^" Stunde zur Bildung eines Spaliers zwei der A ' ^ Unteroffiziere und 130 Infanteristen auf Die der Enthüllung« fi„d ""wohnenden Herren Offiziere und Militärbeamten «in. ^ um 11'/, Uhr auf der Piazza Giuseppina Ep'^l Justierung der ausgerückten Truppe und der dttten ^" p"ra<1« mit Feldzeichen, der theilmhmenden ^n«b^ "ale ""d Admirale su ^111 ohne die Or. die tz"°" der Grohlreuze, die übrigen Offiziere und A«Ule,.? V°" l'um6<^ mit Feldbinde, beziehungsweise "onu .' A" dem Augenblicke der Enthüllung des "t ^ ,?^ '"^ Präsentiert, das Spiel geschlagen und ^ Ca .A? angestinnnt und werde,, vom Eastell äsenden l,^"''^ abgefeuert, eventuell der Salut der an-" Nneasschiffe abgenommen. ?^ ^cell?... ? ° ". ° l » " chrichle ».) Die „P. csse" meldet, das, "' " 'cin^ .^"' H°'lb'l«'"i»iw Dr. V°nh°n«. nach- ^^«ctei« s! ""' ^"'"'« °dgrh°lt. wieder n°ch Ncrvi ' N,,,. '^ ^)°^ "Neue Fremdeublall" ersährl. dasj '°n «lhlumecly rM mit dem V°rsi°nbe de« Prilsibialbureau's des Handelsministeriums Herrn Ministerialrath «rut am 10 April von Wien °l> »nd lrifit »m 14., dem Tage vor der Abreise Sr. Mnjeftlit drs Kuisne v.»> Zara nach Beb,-liico in Zar» ri». Vom Mmiftelium des Innern bot sich H'rr Miliifierilllralh Wauicl vom Dcpartrmcitt silr Vl,chuuu, omm ,»>, Straßen- und Wasserbau, nach Dalmalicu grgebcn. — Se. Ma-jeftät ernannte den Abbö Fran, i,', s z t zum Priisidenten dti in Nudapcst zu errichlenden Musil-Aladrmie. -- (Militärisches.) E« ist ill letzter Zeit durch die Journale die Nusmerlsamlcii dcr Vrvällcruna. mehrfach aus die Einrichtungen de« Heerwesens gelenlt worden und sind mitunter auch wohlgemeinte Rathschläge zum Ausdruck gelangt, die manche Beachtung verdienen, unter den gegebenen Verhältnissen jedoch nicht leicht realisierbar erscheinen, um eventuellen, selbst begründeten Wünschen «der Beschwerden zu begegnen. So ist kürzlich dic Klage laut geworden, daß M i l i t ä r b l °m l e in Uni° sorm seitens dcr A u g e h ü r i g t u beS Heere« nicht stet« entsprechend begrüßt werden. Dem gegenüber mächten wir uns die Aemerlmig erlauben, daß viele Milit»rbeam!. sache erscheint es ganz unfaßbar miü uncrtlarlich, wi, nunmehr gegeu Einrichtnugcu, wie die erwähn«?!, R'!cliissl', ^lisn! wl'iden lall», welche unter den obwallcudcn Umstünden unvermeidlich er» scheinen, wenn die Musilbanden anstandslos weilcr soNbestehsn sollen. Wir bemerlen die«, um den Urbereifer u»b den Drang nach Reformen auf militärischem Gebiete auf das richtigc. mit dcr positiven Mügllchleit vrreiubare Maß zurückzuführen. — (Selbstmord.) Der Vorstand dcr im Vcliiiude des Neichslliegsministcrlum« uutergebrachten ilnioelsalMilitär-Dtpo-silrnadminlstration, Militär-Kasscudirector Georg Mengelc in Wien am 30. v. M, «norgen« ^ Uhr in einem Aborte de« be-zcichncten Nmtsgebäude« durch Erhängen entleibt. Die zur Er^ lirdung des Thatbestandes und der demselben zugrunde liegenden Vilanlllssliug abgeordnete gemischte Commission ist in den Amts riwmrn der Uniottslll-MiIilär'Dcpl.si« iu Thütiglcil gewesen. Vlach de« Wahrnehmung,« dirs r Vom-missio». welchrn die umsossrndftc Nm!«un!crsuch»,ig »achjolg«. schsiul dem Selbstmorde eine dcelllgensll'erthc Pstichlucrgeffeuheil u»d incorrecle Gebarung mi! dru a»vcrlraulc,l Werthen zugrunde zu liege,,. E« läßt die« ein vorgefuudtner Brief vermutheu. Den Umfaug dc« verursachte« Schadens wird die Uutrrsuchuug tlar-legnl. Der dienstliche Verlehr der Dcpositenadministration mit der l, l. SlaatSschuldenlasse ist einstweilen bis zu der eingeleiteten SubNituicrung eine« neuen Amlschess sistiert. Die Interessen der Partei,» werds» nach leiner Richtung hin einer Gefährdung aue-g/scyl sei,,, w.^halb ju die^llllig'N Veso gnisscu leinerlei B>r. anlassung vorliegt - lV ischofconferenz) V« der «lonferenz der Vischvse iu Fulüa sind sämmtliche preußische Visthümrr vrNretcn. Del von Ml!i>chlü cln'lniete ^il,ütius ist bis jetzt noch nicht eingetroffn«. Locales. Predil-Lack. «Vchluf,.) Wir heben nuch writers hcrvur, daß Elementar» creignissc die Predilbahn zu jeder Jahreszeit mehr als jcdc andere Bahn unfahrbar machen lönnen, und daß die itostcn des Baues und der Erhaltung oiefer Bahn den Staatsschatz weit ausgiebiger belasten würden, als die lacker Kinie. Wir erwähnen endlich, daß die Handrls. und Gc-werbrlammer in Trieft mit ihrem Wunsche ziemlich vcr« einzrll steht, während andere Parteien, Vereine und br< sonders dcr Staotrath von Triest, welchen» gcwiß die Zukunft der Stadt am nächsten licgt, dic Vortheile dcr lackcr Linie wohl erwogen und erkannt haben und diese Kinie nicht nur aufs wärmste befürworten, sundcrn in dcr Realisierung drrsllbcn einc Krbcnsfrage für dcn gcdcihlichcn Handel Tritsts ciblickcn. lind rv-n dcr lrtztgcdachtc comftrtenlc VerlrctungS' lürftcv hallc im Iahve 1^73 ans seiner Mittc einc Deputation nach Wien mtscndct, um das fertige lackcv Project dcm Handelsministrr zu übcrrcichcn nnd im Namcn dcs fusionierten lackcr Lousorlinms dlc Erklärung abzugcbcn, dic Slnckr ^ack'Scruola (Trieft) ohilc SlaatsM'cmtic bancn zu wollcn. Dicfc Erklärung wurde allcrdmgs vor dcm Hcrcinbrcchcn dcr wirthschafllichcn Knsc abgcgcben. Glauben die Gegner des lackcr Pro-jcctcs, daß^as Consortium ein solches Wagnis unter-nomnltn hätte, ohne sich fnchcr der Vortheile, der ren« tablcn Ertvägnissl versichert zn haben? Diesen im vorstehenden dargestellten Verhältnissen Rechnung tragend und in richtiger Würdigung der son. stigen und auch von der Kriegsverwaltung gegen das Predilproject als cine Nullität in militärischer Beziehung geltend gemachten gewichtigen Gründe, haben unsere Abgeordneten stets demselben ein gewisses Mißtrauen entgegengebracht, und war dies dic Ursache, daß diesbezügliche Gesetzvorlagen eine zustimmende Majorität nie erhalten konnten. Und wie muß jeder brave Ocstcr-reicher den Abgeordneten wegen ihrer klaren Einsicht zu Danke verpflichtet sein! Wir würden nebst dcn vielen Nachtheilen auch noch jenen Schaden zu ertragen haben, noch mehr in den Händen einer fremden Bahngcscllschaft sein zu müssen, wir müßten uns den Vonrmrf machen, ein junges, dcn Keim der Prosperität in fich bergendes Institut uuwidcrbringlich diesem Monopole geopfert zu haben, und wir würden Gefahr laufen, vielleicht ähnliche traurige Erfahrungen machen zu milfsen, wie jene, welche wir leider durch die Hiuausschicbung des Baues der Eisenbahn Nabrcsinll'Casarsa dadurch gemacht haben, daß dicsclbc frcmoc Gesellschaft die Bahnstrecke in Hän< den hatte, eine Verzögerung, dic uns unberechenbare Opfer gekostet. Spccicll die militärischen Nachtheile bc< treffend, welche die Predilbahn im Gefolge hätte, so wurden dieselben zu wiederholten malen und ganz besonders in den Nummern 43 und 44 der „Wehrzcitung" vom Jahre !«72 in erschöpfender Weift erörtert. Die Prcdilbahn ist das Muster einer in strategischer Beziehung vollkommen verfehlten Eisenbahn, nnd dicscm Ausspruche muß jcdcr beipflichten, dcr sich nur etwas Mühe nimmt, die Sache ins Auge zu fassen. Können wir nach alldem nur annähernd fürchten, daß ein Mitglied der Regierung, daß die Majorität des Ncichsralhes eine solche verderbliche, Millionen un? nütz verschlingende und nur wenigen dienliche Bahn votiert? Nimmermehr! Dic oberste Krie gsvcrwal-tunfi hat — wie uns bekannt geworden — eingedenk dcr schwrren Verantwortung für dic Nrichsvcrthsidigung und der daraus rcsultiercudcn unumgänglich nothwendigen Ingcrenz auf dic Eisenbahn-Angelegenheiten sich stets für die lacker Nnie, natürlich mit einer Abzweigung von der Hauptlinie nach Görz, ausgesprochen und stcts betont, daß die Predilbahu erst nach drin Zustandelom-men des lackcr Bahnnctzcs gebaut werden dürfe. Möge die leider nur zu oft durch kleinliche Inter^ cfscn übertönte Stimme dcr obersten Kricgsverwaltung in dieser ernsten Frage nicht ungchört verhallen und möge ihre Warnung dcn erwünschten Erfolg haben! Wenn aber wider Vermuthen die Intercfscn orr Handelspolitik, der Volkswirthschaft, der Strategie, der Eiftnbahnbllutechnil und des Eisenbahnbetriebes und Verkehrs verkannt werden sollten und dennoch die nur Sondcrintcrcssen dicucudr Prcdilbahn zustande käme, so möge sich das NcichSlricasministerl,,m »md der General' stab in, vorhinein argrn jeden Vorwnrf dcr Fahrlässig, leit in Beurtheilung dcr Eisenbahilfraacn vcrwahren. Wir sind in Ocstcrrcich-Unanrn noch mcht so weit, daß dic patriotische Wahrung der Interessen drr Reichs' Vertheidigung eine selbstverständliche Sache ist, wie in Deutschland, Rußland, Frankreich und dcn meisten anderen Ländern. Uud wie wünschrnswertt) wäre es, dah sich auch bci uns recht bald dic Erkenntnis Bahn breche, wie geboten es sei, in dcr Anlage dcr militärisch wich tigcn Eisenbahnen unseren Nachbarn nicht nachzustehen, und wie absolut nothwendig cs sei, ein der Rrichsver-thcidiguug angepaßtes Eiscnbahnnrtz zu haben. Immer werden auch dic anderen Interessen gebührende Rücksicht erfordern und auch wic bisher gcwiß finden. Das Ncichskriegsministerium hat, wie wir aus verläßlicher Quelle wissen, in drn mcistcn Fallen viel zu kämpfen, um seine ohnrhin mimmalcn und wo möglich den anderen Interessen angepaßten Anforderungen oft nur thcilwcisc zu erreichen. Trotzdem hört man in neuester Zeit in so man-chcn Blättern Anspielungen, als wäre die Militärver waltung wegcn ihrrr exorbitanten (!) Forderungen schuld an dcm finanzicllrn Verkommen so mancher Bahn. Dies ist ein comftletcr Irrthum uud, wo ausge» sprochcn, ein tendenziöser Vorgang, um die Regierung zu diskreditieren. Dicscn Irrthum aufzuklären, die allgemeine Meinung zn beruhigen, zugleich abrr dcn Angriffen entgegenzutreten, als hätte die Äricgsvcrwalluna die Hände im Schoße und sähc ruhig uud müssig einem plan. und systemlosen Eiscnbahubauc im Reiche zu, ist dcr Fwcck dieser Zeilen. Wir schlicßcn mit dcr Hoffnung, daß dir neuer--lichen Schritte, welche - wic uns bekannt geworden — das ReichstriegSmiuisterium iu dcr bcsprochcncn Frage actlian unterstützt durch patriotische Stimmen im Parlamente bald die im Interesse dcr ReichSvertheid.guug gelegene' Lösung der Fragr dcs Wcitcrbaucs der Krön; prinz R'idolfsbahn an das Mccr fordern werden." «eue Schlachtmethode. SchlachtmaSle. Es ist altbekannte Thatsache, mit welch vel lungerten Qualen die bisherige Art und Weise der Töbtung des Schlachtviehes verbunden ist. Es kommen nicht selten Fälle vor, daß erst nach öfteren, ja 10 bis 15, Schläge,', das zu schlachtende Thier zusammenstürzt Durch Einführung einer von Biuneau in Paris er. fundenen und vom Stahlwarenfabrikanten Georg ^ey-lauf in Nürnberg wesentlich verbesserten Schlachlmasle wird nunmehr all diesen Ulbelständen und Thierquäle- 832 reien ein Ende gemacht. Bei Anwendung dieses Uppa« rates genügt ein einziger nicht einmal sehr kräftig geführter Schlag, um das zur Schlachtung bestimmte Thier augenblicklich zu todten. Diese Schlachtmaske (Boutrolle) besteht in einer LedermaSte, welche um die Hörner deS Thieres geschnallt wird, theils um dessen Augen zu blenden, theils um in ihrer Mitte eine schild» artig geformte, etwas erhaben stehende eiserne Platte an» zubringen, welche flach auf dem Gehirn des Schlachtviehes aufliegt. In der Mitte dieser Platte ist ein cy. lindrisches Loch angebracht, in welche ein stählerner Hohl« stift eingeführt wird, den ein einziger Hieb mit dem langstieligen, 2 Kilo wiegenden und 30 Ctm. langen Holzhammer 4 — 6 Clm. in die Gehirnmasse des Thiere« eintreibt und dieses auf der Stelle töotet. Eine circa '/, Meter lange Sonde wird unmil elbar in die Gehirnöffnung eingeführt, um in das Rückgrad eindringend, jtde weitere Körperbewegung lahm zu legen. Schon die durch die Oeffnung in das Gehirn eindringende ^uft ist genügend, das Thier vollends zu todten. Die Gebrauchsanweisung lautet: 1. Man kann dem zu schlachtenden Thiere die Maske je nach Gutdünken schon im Stalle oder aber erst im Schlachthause anschnallen. Sehe man nur dar« auf, daß dieselbe fest an der Stirne anliegt, daß das Kopfseil nicht die Anwendung stört, damit der einzuführende Stift direct auf das Gehirn geleilet wird. Die Schlächter kennen infolge ihrer Praxis den Sitz des Gehirns besser, als irgend eine Beschreibung es anzugeben vermag. Dasselbe ist im Bereiche des Stiftes von 11 Etm. Höhe, auf 9 Ctm. Breite und in der ganzen Gegend ist die Wirkung des Schlages sicher. 2. Sitzt die Platte nun am richtigen Platze, so führe man den Stift ein, man kann solchen vorsichtshalber etwas einölen, damit er leichter geht. 3. Ebenso ist es nöthig, daß der Stift mit einem kleinen Ledcrscheibchen versehen ist, um den Schlag auf die Stahlplatte zu vermeiden. 4. Da der Luftinhalt, welcher sich in der Höhlung des Stiftes befindet, dazu beiträgt, das Thier niederzuschmettern, so ist es nöthig, daß die Höhlung stets rein gehalten sei, was man durch Eisendraht, an dem ein Hacken angebracht ist, leicht bewerstelligen kann. Die Wirtmig des Schlages wird dann jedesmal eine gleichmäßige sein. 5. Es ist nicht nöthig, den Schlag recht kräftig zu führen, wichtig aber ist es, den Stift mit dem Schlegel horizontal zu treffen. 6. Sobald das Thier gefallen ist. zieht man den Stahlstift zurück, bringt ein Rohr in die Oeffnung, und indem man dasselbe in das weiche Gehirn einstößt, wird die Bewegung der Glieder sofort aufhören. In den meisten Fällen wird aber diese Manipulation unter« lasfm. da die Wirkung des Stahlstiftcs schon eine genügende ist; bei größeren Stieren oder Bullen ist es aber immerhin rathsam. 7. Es ist von Wichtigkeit, den Kopf des Thieres nicht zu weit sinkVn zu lassen, wenn man dasselbe zum Schlagen anbindet, sondern man läßt denselben in der natürlichen Höhe. 8. Wird die Maske sofort nach dem Schlage wieder abgenommen, so bleibt dieselbe rein und zeigt höck^-stens der Stift einige Blutspuren. Zur Vorsorge jedoch öle man den Stift, sowie die Führung der Stahlplsttte jedesmal nach dem Gebrauche ein, damit kein Rost sich ansetzt und das leichte Eingleiten beim nächstnm'ligen Gebrauche nicht gestört wird. Der grazer Thierschutzverein hat dem Ansuchen der krainischen Thierschutzvereinsfi liale um Bethet» lung mit einer Leylauf'schcn Schlachtmasle freundlichste Folge gcgcbcu uno dcr hiesige Fleischhauer Herr Nrbas wird demnächst auf hiesigem Platze den erste.n Versuch mit den« erwähnten Apparate machen. Die Blätter Deutschlands sprechen sich über die Leylauf'sche Maske sehr lobend aus. Gelingt der Schlachtungsversuch unter Anwendung dieses Apparates auch hier, so 'ivird es Aufgabe der Thierschutzvereinsfiliale Kram sein, diese Schlachtmethode allen im Lande Krain oomiciliereno»m Fleischhauern im Interesse der Humanität anzuemp fehlen. — lZ ur Kais«rreise.) Schon in den gestrigen Nach« Mittagsstunden machte sich im hiesigen Slldbahnhofe ein rege« Leben bemerkbar. D»,e Decorierung des Perrons mit frischem Grün. die Vermehrung der bestehenden Gasbeleuchtung um mehr als 100 Flammen, die äußerst geschmackvolle Adaptierung des Wartsalon« 1. Klusse zum laiserlichen Empfangssalon ward noch gestern abend« vollendet. Mit dem gestrigen Nachmittags'Poft-, dem Abend-Schnell«, und dem Mitternachts'Separalzuge mögen wohl mehr als 6l» Personen die Slldbahnslation Laibach passiert und die Reiseroute nach Trieft eingeschlagen haben. Unter den Reisenden mit dem geNrigen Schnellzuge befanden sich Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident FUrft Auersperg und Ihre <3rc. die Herren Minister Freiherr v. Preti« und Dr. Unger. Heute nach 4 Uhr morgens nahmen die Ehrencompagnie mit der Fahne und die Musillapelle des l. l. 46. Iufantrrieregimente« im Slldbahnhofc Aufstellung; es fanden sich die l. l. Generalität, die Spitzen der weltlichen und geistlichen Nehärden, militärische Wllrdenlrtlger und ^in großer Theil der Veoüllerung Laibach« im Bahnhofsgebäude ein. Acht Minuten vor 5 Uhr früh signalisierte die Glocke das Ankommen des laiserlichen Separatzuge«, die Regimentsmusillapelle spielte da« Kaiserlich, Se. Majestät der Kaiser verließen den kaiserlichen Reiscwaggon, begrllßlen die zum Empfange erschienenen Würdenträger, inspirierten die Ehren-compagnie, begaben sich sofort in den Empfangssalon, geruhten dort die durch den Landc«regierung«leitcr l. l. Hofrath Ritter v. Widmann vollzogene Vorstelluug der ersten Würdenträger des LaudeS ?and dessen Hauptstadt huldreichst entgegenzunehmen, und an jeden derselben, namentlich an den hochw. Fürstbischof Dr. Vartholomäu« Widm er, den Landeshauptmann Dr. Ritter v. Kaltemegger, den l. l. Landesgerichtspräsidenten Ritter v. Luschin, den t. l. Fiuanzdirector u. Pofsanuer, den l. l. Staalsanwalt Persche, den Hanbelslammerpräsibenlen Alexander Dreo und» den Vllrgcrmeister Regierungsrath Lasch an freund, liche Worte zu richten. Se. Majestät geruhten in der Ansprache an den Bürgermeister nach dem Umfange der communalen Geschäfte zr, fragen, dann aus höchsteigener Initiative der Bauten, die in jüngster Zeit in Laibach entstanden sind, im allgemeinen zu erwähw.'n; sich nach darüber entgegengenommener näherer Auskunft auch darnach zu erluudigen, ob das Realschulgebäude bereits zum Unter richte benllht werde, und schließlich Sich zu äußeru, daß Allerhöchst dieselben hoffen, bei anderer Gelegenheit der Stadt Laibach d, n laiserlichen Vesuch zuwenden zu tonnen. Hierauf empfingen «i ^e. Majestät die l. l. Generalität, namentlich Se. Efcel-lenz den commandierenden General FZM. Freiherr« v. Kühn, den l. l. FML. Pirler Edlen v. Pirlheim, den t. l. GM. WosH ilda und andere l. l Oberosfiziere. Nach Verlauf von 20 M.inilten ertönte da« Glockenzeichen, Se. Majestät verließen den limyfangssalon, bestiegen die Stufen des taiserlichen Reise« waggons, grüßten freundlichst und verließen unter den Klängen dcr üollshymne uud unter tausendstimmigen Hoch«, Iiuio- und S'.ava-Rufen die Station Laibach. Nebst der Allerhöchsten Suite be,stiege»« auch Se. Excellenz FZM. Freiherr v. Kühn und der 'Herr Landesregierungsleiter Ritter v. W i d m a n n den Reise-waggon. Der Herr l. l. Hofrath Ritter v. Widmann begleitet Se. Majestät bis in die Station St. Peter. — (Die neue städtische Musikkapelle) bcachte gestern ubends dem Feuerwehrhauptmanne Herrn Franz D ober-let aus Anlaß seines heutigen NamensfestcS ein Ständchen, bei welchem sie ill ejner Stärke von 42 Mann " noththut, zu erforschen und vorzulehren. Telegraphischer Wechftlcurs vom 1 April. ^l Papier-Rente 7115 — Silber-Rente 75 65. — ^ Staats-Nnlehen !12'50. — Vanl-Ncticn 954. - Lret»il-»U 239 25, - London 111 20 — Silber 103 70, - K. l. Mn»-^ cateu 522 Napoleon«»'or 38». — 100 Reichem«! 54'A Wien. 1. «pril. 2',, Uhr nachmittag«. (SchlußH Lreditactien 239 25, 1860er Lose 112 60. 1864er Lose lAA österreichische Rente m Papier 7115, Staatsbahn 309—, ^, bahn 197 25, 20.Franlenst.lcke «88, uilgarische Credit"^ 225-25, österreichische Fralicolimik 51 75. ijsterrcichische A"gl<>H 137 25, Lombarden l46- -. Uuionbanl 114 50, auslro-orien""^ Vanl —- . LlllUdactlen 443-—. austro-oltomanische Va»l ",,>, lllrlische Lose 5«>-. Lommunalanlehen ---, 2M" 18325, Fest. . Anstekommene Fremde. Am 1. April. ,^eü, Hotel Stadt Wien. Killer, Kfm.; Dr. Malli und SleH^. Krainbuig. — Allmann, «eis., Berlin. — Schwärzet, M und Klauß, Kfm., Vraz. — Cauffoulendi, Wien. -" ' Prag. — Weftermeyer, Pest. - Globo^nil. Bes., Ei«""« ^ Hotel Elefant. Voben, Rudolfswerth. — Friedmann, VM' Kaufm,, Caposwar. — Varon Tacco, Oürz. — Poll«', Salzburg. ^l, Kaiser von Oesterreich. Mareniit, Krainburg. ^ ^ Militärlaplan, und Papler, Lehrer. Nillichgraz. Meteorologische Äeoliachtuuaen in Laiba^ 6U. Mg. 739 ü, ^-0.» j^iO. schwach bewüM ^ «g, 1. il „ 3i. 738 94 -l-Il«, NW. schwach bew»ltt i 10„ Ab. 738,74 4-3 o NW. schwaä, heiter <,«< Morgen« «rllbe, dann abwechselnd heiter und trll", ^ ner.schein, Abendroth, sternenhell. Da« Tagesmillel der ralur -<- 5'I", um 2 3'^ unter dem Normale. ^nvs^n^<>vl'^^ H^ien, 31 März. Dle N° chrichteu tlber den «erlauf der Ultimo-Regulierung in verlin schrillen dle Speculalion zur Vcobachtung großer Reserve bestimmt z» yao^', B' Ol.'l.s<>.ll^^l.l^l,. dererseit« lag auch im Verkehr mit Aulagewerthen lein Impul« zu grüherer Äeweguug vor. Die Gürse war durch das Znsammlnwirleu dits^r Umstände geschU'l" nur rUllslchllich einiger Effecten, bezilglich deren ganz. specielle Motive vorlagen, ergab sich eine überhaupt nennen«werthe Fluctuation. Veld «?«« G«U» Na« ««lb «la« H, ?l<^ Mai. ) «, . (.....7120 71-^0 «Kreditanstalt........2X7 75 23«- Oesterr. Norbwestbahn . . . . 15« — IK6 50 Siebenbllrger......^. 150 «rlimtloit «^ ^ I860,« 100 fi. . . 11550 11575 Oesterr. Vanlgesellschaft ... 180- 184— Tramway-Gesellsch......i2si->. 126 ^ .. « ^"" 16«?^»°^ . 1864........,3^b0 138 75 Unionbanl ........ 114 50 11475 «Älc! n.........1s ^ " Domänen-Pfandbriefe .... 12725 12750 Vereinsbanl........29- 2950 Vauaesellschafteu. «udolfs-i....... -Prilmicuaulehen der Stadt Wien 106 2b 106 75 Perlehrsbant .......10125 10175 Nllg. dsterr. «augefellschaft . 17«b0 177b Wechsel. 92^ 3'^ Vöhmen l M«.«x. l - - ^" "'" lL"n« Vaugesellschaft..... 867b 37' Augsburg........- ^90 b* «alizien ! ^"" < . . 8550 86'- «ctleu von Transport-Unterneh- 0° 0 a, ^^,f^«......... b6^ H4^ ViebenbUrge« s ,.^. l . . 7« - 77 - munaen Pfandbriefe. Hamburg........- <<1.»0 l^ Ungarn l "''""^ l . . 7950 8025 ° «eu> Wa« «llg. dfierr. «odencredit . . . 9625 9675 London ........' ^44.^ " Donau'Regulierungs-Lose . . 992b 9950 Ulföld-Bahn .... 13175 132 — dlo. in »3 Jahren 87— 8750 Pari« ....... ' Ung. Eisenbahn-Nnl.....1(0 50 100 90 »arl-Ludwig-Bahn . 234- 234 50 Nationalbaul v. W.....9b- 9515 Geldsorten. ^«^ ^ Ung. Prilm«n-Anl......83 75 84— Donau.D°mp,ch,ff.. Gesellschaft 455 456 Ung. Vodencredit......86-80 87-20 «elb . 5 fi.^ Wiener »>"io4 ^ ^ ««» lva« Ferdinands-Nordbahll . . . 1970 Ift80 — sserd.-Norbb.-S.......104-75 105» Silber .... 104" ^" " ^ «nglo-Vanl........18N-. i:^3 25 Franz - Joseph - Bahn ... 169- 169^5 Franz-Joseph-V.......9840 9860 —"I"" ..oblig»"""^ Vankverein 1,;, bd 120— Lemb, 2— 10225 Krainische «rundentlastung«^ zg,r« ^ vydencredilanftaU.....12U— 12b- Myd-O«stllsch........44Ü- 44b— 0eß«rr. ««rdwest.».....»ßlt0 V7> Privaluotitlun«: Veld vb0", >