„Frlihtit, Wohlstaat, Kittxlig str Alle." ch Sir. KU. So««tag, RV. Kebruar IWS?. vi. Jahrga«g Die ^Marbnrger Zeitung" erschein» jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fNr Marburg: gaiujührig K fl.. halbjährig 3 ff., vierteljährig 1 fl. KV kr; für Zustellung in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl.. vierteljährig S fl. Die ein Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, beizwe»mal>ger mit 1ü, bei dreimaliger Mit 30 kr. berechnet, wozu für jedesmalige (öinschaltung S0kr. Jnseraten-Stempelaebithr kommen. Zur Geschichte di's Ta^es. Der Präsident dcS ungarischen Ministeriums ist nun in der Person des Grafen Julius Andrassy förmlich trnc,nnt und hat seine Ministerliste die taiserllche Genehmiftung bereis erhalten. Dcis Ministerium für die Westhälfti' drS Reiches ist noch immer nicht gebildet und doch haben wir die»scis der Lkitha bn der Ziveitheilung dcS Reiches grundsätzlich daS gleiche Recht, wie der Tljeil. jensutS — und doch dringen hier mittdestenS glrichwichtii^e Fragen aus baldigste Entscheidung^. Glaubt Freiherr von Bcust. dab cr auf die Länge sätnmtlich- Ministe-rikn allein zu leiten ver,nöge? Die Besprechungen, die nach der Ab-geordneten-Aonferenz im S.,ale deS y.iiinisterpräsidenten stattgesunden, haben, wie man velsichert, natnentlich bei der Begegnung ,nit den unga-rischen Staatsmännern sehr ljeilsaine Eröltemngen in Fluß gebracht. Möchten die Worte zur schnclleu That lvert'en. DaS allgemeine Sliminrecht liat sich beiden Wahlen z u »n norddeutsthen Reichstage zu Gunsten d^S Fortschrittes belväl»rt _ die Großpreußen sind unterlegen. Als König Wilhelm und sein Bismarck daS allgemeine Stimmrecht einzuführen beschlossen, schweble ihnen wohl der Altmeister in Paris vor Augen. Die Absicht ist verei-lelt — das deutsche Volt mit seiner allgemeinen Bildung, mit seinem ruhigen Charakter, mit seinem RechtSbeivnßtsein ist eben doch ein ganz anderes. alS daS französische. In dem allgemeinen Slimmrecht liegt die sicherste Gewähr siir eine glückliche Zukunft Deutschlands. Der b ai r ische K r i e gSm i n iste r hat den Gesetzentivurf über die HeereSordnung dem Landtage vorgelegt. In der Rede, die er bei dieser Gelegenheit hielt, saiite cr n. A.: „Wie in den übrigen Staaten haben auch in Baiern die Ereij^nisse deS letzten SommerS eine Reorga-nisation deSWehrsystems nOtliwendig gemacht. Bei dem bisherigen Wehr-system BaiernS gelangte durchschnittlich nur etwa die Halste der Anzahl der waffenfähigen Jünglinge z» militärischer Ausbildung. Die nach Ersül-lung ihrer Dienstpflicht im stehenden H.ere in die Reserve übergetretene Mannschaft hatte feine Formation; die Entlvöhnung vom Waffendienste Aeber den Dächern. oder der erste Erfinder deS Schreibtelegraphen. Von Uobert Weber. Es kamen die erst-n lva'Men FrühlingSta.^e. Der Schnee ging von den Dächern. d,e Strahlen der Sonne brannten auf die braunschlvarzen Ziegel und weckten eine erquickende Wärme, ivelche nicht bloS den Katzen, die in dieser luftigen Höhe ipazierten. sondern auch den Men-scheu, die da oben lvohntcn. unendlich lvohl that. ES ist eine eigene Welt, die Wclt über den Dächern. Ich sah und beobachtete sie nirj,ettdS besicr alS in B^rn. als ich vor einigen I.'hr n in der Mitte dieser regelmäßig gebauten Stadt zwar ni^iit gunz nnter dem Dache eines hohen HanseS, aber doch im dlitten Stockivert deöfelben ivohnte, von wo aus ich einen vollstänt'igei» Uel>erblick ütier die genannten schiefen Ziegelebenen der Sonnenseite der ganzen Hauptstiajic halte. )ch war damals Journalist und arbeitete an der Redaktion eiiicS der größern. täglich erscheinenden Blätter der Vundesstadt Bern. Ju solcher Eigenschaft begegnet es Einem oft. daß mn, «vlue von i^em ZeilungS-kram Utt0 den Arm« und Mühstligkeitea des L bens. ivilchc die Fluth der öffentlichen Presse täglich herantrelbt. ein wenig üb.r die t,in- weg nach einem Stück blauen Himmel sieht, nm den müden ^"^'eist ini Aetlier der Freiheit zu baden, oder eitlem lilaßÄed^inseu. dein die Berschrob.ul)cit irgend eineS politischen oder sozialen Znstandes i>och ivic eine Krankheit anhängt. du>ch ein Bild nuS der eivig jnngen Natur lne!ir Licht und Faibe zu geben. So schaute ich denn öfter ülie» die ivie Schuppenschilder ineinander greifenden Dücher dcr t^enaniiteir Ztr.>!;e liin. Meine Aufmerksamkeit lenkte sich zunächst auf die sondeibarei, H^umen der Dachstnbenfcnster. Gnckeöltrcn und .^amine, ivclche iiier. ivie eiii alte eghptische Weit. nlS Schöpfungen der darc'cksten Ktt«slstyle in den viin mel aufftarrten. Da ragten zunächst, auf jel^^em Hause iN and.rer Etel- befähigte dieselbe nicht zur sofortii,en Berivendung — ein Nachtheil, der bei der Raschheit, mit ivelcher die Kriege der Reuzeit zur Entscheidung kommen und gebracht werden müssen, doppelt schwer wiegt. Durch die Ersapmannstellung lvar dem lvohlhabenderen Tbeile der Bevölkerung die Möglichkeit geboten, sich dem Heeresdienste zu entziehen ; durch die gu-rückstellung konnte ein großer Thei! der intelligenteren Bevölkerung ent« weder gar nicht oder doch keinesfalls rechtzeitig zur Deckung des Bedürfnisses an Chargen verlverthet tverden. Diese Rachtheile find zu schtvertviegend. uni — auf dem bisherigen Systeme fortbanend — eine Verbesserung der Wehrkraft deS Landes anbahnen zu können, und die Ertvägung. tvie diesen Nachtheilen zu begegnen, führt von selbst auf die Dnrchführung der allgemeineti Wehrpflicht". Das neue Bereinsgeseh. mit tvelchem Napoleon Frankreich nächster Tage beglücken tvill, besteht aus drei Abschnitten Der erste gestattet Versammlungen zur Berathung nicht politischer und nicht reli-giöser Gegenstände, »velche sich überdies nicht auf die i^rhebung und Be-!i,n,dlnng bereits bestehender Steuein beziehen dürfen; der zweite befaßt sich mit den Wahlversammlungen für den gesetzgebenden Körper; auS-dmcklich tvird bemerkt, daß allein ssir die Kammerwahlen, die bekanntlich verfassungsmäßig nur alle sechs Jahre wiederkehren. Wahlbesprechungen veranstaltet werde» dürfen, nicht aber für die Wahlen der städtischen Körperschaften, der Generalräthe u. s. tv.; daS dritte Kapitel endlich enthält jene lveiteren lZinschränknngen, »velche auch diese Zugeständniffe zu eiaeln bloßen Scheine inachen. Für alle Bersammlitngen muß in einem von zehn Bürgern unterfertigten Gesuche drei Tage vor dem Bersamm-lungStage die Erlaubniß der BeHorde eingeholt werden. Dt- BezirV«vertret»»»s. Marburg, 16. Februar. Wenige Tage noch. t>nd die Stimmberechtigten deS Bezirkes Marburg wcrdrn berufen, ihr politisches Recht durch die Wahl der Bezirks« Vertreter auszuüben. lung. am Saume der Dächer die verschiedensten Geschlechter vgn Man-sardgiebelfenstern empor. Die einen, armselig und schivarz. schienen aus der Zeit zu stammen, wo Saturn seine eigenen Kinder fraß; die andern, braun und von etivaS romantischem Charakter, mußten EtwaS aus der Aeit der Hohenstaufen zn erzähirn ivissen; andere, weiß und behZbig, setzten sich mit einein Borplätzch n fi,r Blumengeschirre und dergleichen vornelM in s Dach zurück; sie saßen da. tvie reiche Bauernweiber in ihren Kirchstühlen, mit Verachtung auf die Zeichen auS älterer Zeit hin-überschielend; noch andere, ivelche die Form deS Rechteckes mit dem Gieb'lchen verschmähten, inachten in ihrer schölten ovalen Rundung und massiven steinernen Einfassnng den Anspruch, die fürstllchcn Matronen unter diesen Dachlncken zti heißen, llnd nun die sonderbare Gruppirung der Kanline mit ihren verschnörkelten Leibern, ihren einfachen, doppelten, thönernen oder eisernen Kopsiiedecknngen. ihren grellen Verjüngungen und bveier oder mehrerer OrtSgemeinden zu einer einzigen — die Ueberwachung in Bezug aus die Erhaltung des StammvermögcnS und Stammgutcs der Gemeiuven und ihrer Anstalten — die Genehmigung von Zuschlägen, welche 20 "/« der unmittelbaren (direkten) Steuern, oder 15 der BerzehrungSsteucr übersteigen — die Bewilligung zur Veräußerung. Berpsändung oder bleibenden Belastung einer zum Stammvermögen oder Stammgute der Gemeinde oder Au« stalten gehörigen Sache — die Bewilligung zur Bertheilung deS Ge meindevermögens und GuteS — die Bertljeilung der Zahresübcrschüsse unter die Gemeindeglieder — die Aufnlihme eines Darlcihens oder die Uebernahme einer Hastung. wenn der Betrag deS Darleihens oder der Haftung mit Einrechnung der bestehenden Schulden die Jahreseintünfte der Gemeinde und bezüglich der Gemeindeanstalten übersteigt. Zur Betvältigung dieser Aufgaben brauchen wir Männer, die mit Kenntnissen und Erfahrungen freien Sinn und festen Charakter vereinen. Dle Landeshauptstadt ist von jedem Bezirksverbande ausgenommen ; es tritt demnach die zweite Stadt deS Landes mit ihrem Bezirke an die Stelle der ersten. Der Bezirk Marburg hat unter a!l-n Bezirken des Landes die zahlreichste Bevölkerung — seine Interessen find so mannig» fach und beanspruchen eine Sorgsalt, wie die keines anderen Bezirkes. Die Vertretung dieses Bezirkes hat die Pflicht, ein Muster für die übn-gen zu sein. Je höher dieses Vorbild steht, je Heller es leuchtet — desto eifriger wird ihm nachgestrebt. Bon diesem Bewußtsein erfüllt, mögen die Wühler ihre Stimmen den Männern ihres Vertrauens geben. Die Rechte, welche das Gesetz den Vertretern des Bezirkes einräumt, find nur eine Abschlagszahlung jener Forderungen, welche die Bolkspartei in dieser Beziehung stellt. Vom gewissenhaften Gebrauch dieser Rechte wird es abhängen, ob wir auch würdig find, nach dem ganzen Rechte des Volkes zu ringen — ob wir nicht unwürdig find, dasselbe zu erreichen. Pr<«Alfche PoUttt. Die österreichische Ministerkrise. die man in Berlin schon seit einiger Zeit vorausgesehen, hat, wie dem „Wanderer" gemeldet wird, daselbst nicht verfehlt, einen gewissen Eindrnck zu machen. Man weiß, daß eS in Wien die Militärpartei war, welche Herrn von Beust in und den Grafen Belcredi auS dem Sattel gehoben, doch -- man weih anch noch mehr. CS ist dem Berliner Kabinet keineswegs unbekannt geblieben, daß Herr nnd das Menschenleben zurück und auf das Labyrinth. daS in der Brust der Sterblichen wandelt! Nur auf einen Punkt, der für fich selber eine g.inze Welt ist ; nur den SchickfalSfaden eines einzigen der Menschen will ich uiitersucheil. die oben über den Dächern ein räucheriges, bald in sonnige Luft getanchteS. bald in schwarzen Dunst gehülltes Dasein ver-bringen, will seinem Andenken diese Blatter, seinem Herzen in der B t' borgenheit eine Thräne weilien! — Lange blvor ich mit ihm ein Wort sprach, kannte ich meinen buckli-gen Fünsziger schon von Angesicht und Statur; aber ich konnte aus seiner Person nicht klug werden. Die Sonne selber vermittelte unsere erste Bekanntschaft. Sie schien nie in mein großes Woljnzimmer; ich mnßte mich mit dem Abglanz ihrer Stralzlen drüben an der andern Häuserreilie begnügen. Nur des MtttagS. wenn sie fast am Höchsten stand, fiel ein breiter Lichtreflex gerade in die Mitte meiner Stube und erheiterte bei der Arbeit mir für ein paar Stunden daS Gemüih. Dieser Widerschein kam vom Deiche des gegenüberstehenden Hauses, wo sich ül!er atlen Mansardenfenstern, gegen die Giebelkante zu. eine Art Söller mit altehrwürdigen Doppelfenstern erhob, von deren Scheibcn der Glanz der jungen grühlingssonne zu mir herabgespiegelt wurde. Soliald ich einst-Mals auf dem Fußboden nur die Hälfte dieses freundlichen Scheines ge-wahr wurde, und Vermulheu konnte. daS eine Alügelfenster des ÄöllerS sei geöffnet, machte ich mich mit einer besondern Art von Neugierde daran. zu erforschen, wer diese gläscrne Bnrg bewohne, die wie eine Stcu». ivarte ob dem Häusermeer stand und mit .veffen Geistes Kind ich durch die Sonne >n d,escn Rapport versetzt werde. Als ich hinnufschaute. hockte droben auf dem Fenstergefimse eine rüthselhaste Gestalt, deren körperliche Bildung ich erst bei einer zufälligeu Wendung des KopfeS nach dem Innern des Gemaches deutlich wahrnehmen konnte. Es war ein Buckliger mit einem unschönen Geficht, dessen garbe ins Gelbliche spielte. Der Mann, welcher nachlässig ein Buch in der Hand hielt, hatte den Mittag deS Lebens längst überschritten. Sein Antlitz zeigte tiefe Furchen, die von Krankheit oder Gram herrühren mochten ; eS lag etwas MumienartigeS in diesen Zügen. Sein Haar war von Beust in letzter Zeit an den mittel» und kleinstaatlichen Höfen, ja selbst an solchen, die bereits zum norddeutschen Bunde gehören, eine wahrhaft fieberhafte Thätigkeit entwickelt hat. Man weiß ferner, welche Minen bereits von dem österreichischen Minister deS Austvar-tigen in München gegraben wurden, und man ist dieserhalb sehr aus der Hut. Herr von Bismarck hat erkannt, daß man sich anschicke, ihm den Boden seiner Erfolge unter den Füßen wegzuziehen nnd hat sich bereits, wie man zu sagen pflegt, zusammengenommen. Zunächst ist eS ihm ge-lungen,^ verschiedene kleine Höfe, denen schon ein gloh inS Ohr gesetzt war, so ziemlich wieder zu beruhigen, indem er Ehren halber den Demo-kraten wieder einmal ein schiefes Gesicht gebogen hat. ES sind jedoch auch Gegenminen gelegt worden, die nicht verfehlen dürften, ihre Wirkung zu thun. sobald der Zünder an sie gelegt werden tvird. Daß in Wien eine Partei existirt, welche in Deutschland wieder Boden gewinnen nnd Revanche an Preußen nehmen will, und daß diese Partei in Herrn von Beust ihr politisches Instrument gefunden, ist im Grunde genommen den geheimen Jntenzionen deS preußischen Premiers ungemein lieb. ES ist bekanntlich immer eine schwere Sache. blS er den König zu einem energischen Entschlüsse bringt. Diesmal aber wird es gar nicht so viele Mühe kosten, die KriegSlust deS alten Herrn anzustacheln, als wie im ver^langenen Frühling; denn der König von Preußen ist ungemein empfindlich geworden in all den Dingen, welche die preußische Hegemonie in Deutschland nur im entferntesten in Frage stellen könnten. Insgeheim nie ein Freund der Napoleoniden, die seinem Hause so schweres Leid angethan. bedarf eS fast nur der Andeutung, daß ein österreichisch franzöncheS Bündniß gegen Preußen im Anzüge sei, um ihm daS Blut inS Gesicht zu treiben. Dies klar zu begreifen, muß man wisien. daß der König gleich nach dem Prager Frieden eine Art Schmerz über das Unglück empfand. daS sein Waffenglück über Oesterreich gebracht. Er hätte damals allen Ernstes viel darum gegeben, wenn eS ihm gelungen wäre, sogleich wieder in ein frenndschaftlicheS Berhältniß — ja, am liebsten in ein Bündniß mit Oesterreich zu treten. Sie werden fich wohl noch erinnern, daß da-malS in der That von Preußen auS die Hand gereicht »vurde. Freilich, Herr von Bismarck, der seine Pappenheimer bester kennt, war sich gleich damals des Mißerfolges dieser Annäherung bewnßt. und seine militärischen Freunde sorgten auf dem Rückzüge auS Oesterreich dafür, daß. obwohl sie die Gesinnung ihreS Königs kannten, Böhmen auf daS Genaueste von GencralstabSoffizieren aufgenommen wurde. AlS eine dem Könige jelzr nachstehende hohe Persönlichkeit, die dessen Empfindungen vollkom' men thcilt. damals gegen ein Mitglied deS MilitärkabinetS die AeuKerung that: „wozu denn diese Aufnahme erfolge, die doch wieder unliebsames Aufsehen und Mißtrauen erregen müffe", erhielt sie zur Antwort: das sei nur eine gewöhnliche Maßregel, die. wenn sie nicht nütze, doch gewiß auch nicht schade, um daS Aufsehen aber brauche man sich nicht kümmern, denn es werde die Folge schon lehren. waS man sich von einem Feinde zu versehen habe, der seine Riederlagen auf alle», nur nicht auf die wah-ren Ursachen schiebe". Der König von PrenHen ging den Grasen Bismarck übrigens nur so lange an, mit Oesterreich ein befleres Berhältniß zu Staude zu bringen, als nicht in Wien jene Maßregel getroffen ivurde. die in Berlin rine Stimmung erzeugte, die fich jeder Besprechung entzieht, ich meine die Niederleguag der preußischen Regiments-Jnhaberstitel ze. Diese an sich geringfügige Aktion hat den Grund zu einer Haupt- und StaatSaktion gelegt, die nun um so schneller ihrer Entwicklung entg-^genschreitet, als noch schivarz. und die buschigen Augenbraunen schienen ein paar lebhafte Augen zu beschatten, die in diesem Augenl,lick über die Stadt weg gegen Süden hinblickten. Offenbar betrachtete er die Schneeberge. die heute den ganzen Tag in ivnnderbarer Klarheit sich entschleiert hatten. Nach einiger Zeit fiel sein Blick wieder auf daS Buch, bis eine Weile später die Ausficht in die Alpeuwelt ihn wi.der fesselte. Bon nun an beobachtete ich den Buckligen öfters. Ich sah ihn häufig im Fenster liegen und brütend über die Dächer hin sinnen. Nenn oie Nacht einfiel, schien er auszugehen; selten nur brannte Abends in seinem lustige» Gemach ein schwaches Licht, das von dem dünnen Docht einer armseligen Oellampe herrühren mußte. Dagej^en jah ich ihn, ivenn der Mond schien, oder sonst in sternenklarer Nacht stundenlang aus dem Gesimse fitzen und nach verschiedenen Seitru den Himmel betrachten. Der momenLt^ne helle Widerschein eineS kleinen Gegenstandes, den er bei diesen Beobachtungen stttS in der Hand hielt, ließ mich erkennen, daß er durch einen kleinen TubuS eifrig die Gestirne betrachte, eine Wahrnehmung. die mich von Tag zu Tag mit größerem Interesse für den son-derbaren Mann erfüllte. Was mir indessen am Meisten auffiel, war. daß zur Zeit eineS nächtlichen GewitttrS wenn der Regen in Strömen auf die dnnklen Dächer prasselte, der Wind durch Ritzen und Spalten pfiff, die Blitze eine Gluthkette über den Himmel hin spannten unv da und dort mit furchtbarem Donnerschlag zur Erde fuhren, der Bucklige gerade so ruhig in seinem Fenster saß. tvie beim klaren Mondschein, als wollte er der Wuth der Nalur sich selber zur Vernichtung hingeben, oder als fände sein Geist eine stolze Freude daran, dem Aufruhr der Elemente trotzig die Stirne zu bicten. Bor der erstern Bermuthung graute mir; ivar die ziveile richtig, so mußte in diesem Sonderling etwaS Außer-ordentliches liegen. Ein Zufall gab mir darüb.r bald erwünschten Auf-schluß (Forsetznng folgt.) man in Berlin wissen will, daß von Wien auS demnächst öffentlich und feitklich die Wirderaufntihme einer deutschen VerufSpolitit proklamirt werden würde. Woher man dies in hok^n politischen Kreisen weih? Genug, man behauptet eS mit großer Enlschiedenheit und frcul sich aus-richtig darauf. Ein Herr. 0er dem Gange der Dinge, wo er vorge« schrieben zu werden pflegt, in Berlin nicht fern steht sprach vor einigen Tagen die charakteristischen Worte: „ES wiederholt sich jcht alleS wie beim großen Friß, unsere Feinde sind beinahe dieselben geblieben, aber wir find auch dieselben, d. h. die Alten. ES kann kommen, daß die Welt durch einen neuen Krieg überrascht wird, bevor die Leute nur davon gehört haben werden, daß man rüstet". zahlen die Bauern oft mehr, als sie an den Staat zu entrichten haben und häufig schuldig bleiben. Es seien viele Versuche gemacht worden, diese Landesplage zu bekämpfen, allein vergeblich; die Beliörden seien ohnmächtig dagegen. — Es müssen in der That sonderbare Zustände sein, daß ein ganzes Volk sich nicht gegen einige vorkommene Hand-werkSburschen wehren kann. Hier wäre die iZntwicklung der Selbsthilfe so recht am Platze. Bermischte Nachrichten. (EiSder br auch.) Nordamerika hat auS dem EiShandel eine förmliche Industrie gemacht, die mit Maschinen, großem Kapital und zahlreichen ArbeitSkrästen in solchem Maße betrieben ivird, daß in Amerika das Eis billiger ist alS irgendwo und in jeder Familie daher zu finden Boston allein verbraucht mehr als 100.000 Tonnen und beschäftigt 4000 Menschen damit. Zur Ausfuhr dienen Sö0 Schiffe. DaS Eis hat nicht bloS seine angenehme Seite, sondern auch eine sehr wichtige gesundheitliche alS Heil- und Linderungsmittel in Krank« heiten und Erhaltung von Getränken und Speisen, die in verdorbenem Zustande oft die schlimmsten Folgen haben DaS EiS sollte daher überall ein stehender Artikel in der Haushaltung sein ; bei Metzgern nnd H.indlern mit Butter. Käse. Fischen ie. sollte auf die Anwendung desselben schon im Äntereffe der Käufer Bedacht genommen werd.n Freilich gehört hiezu auch die Gelegenheit, fich diesen Artikel auf eine leichte und nicht zu kostspielige Weise verschaffen zu können, eine Ge-legenheit. welche die Bostoner Eisindustrie auf befriedigende Weise dar-zubieten versteht, »vorauf bei uns aber noch nicht gehörig Rückficht ge-nommen ist. (Schulbildung in Spanien.) Wie eS im jetzigen Spanien noch immer mit der Schulbildung steht, mag daraus erhellen, daß von den 72.157 Gemeinderäthen der Monarchie gegenwärtig 12.473 nicht lesen und schreiben können; auch 422 Bürgermeister. 938 Adjunkten und 11.119 Gemeindevorsteher können weder lesen noch schreiben. Allerdings ist hierbei nicht zu überselien. daß. lver Talent und Bildung besi^t, sich ferne hält von Aemtern und Würden. (Berbrecher' 2 tati stik.) Nach einer in französischen Blättern veröffentlichen Zufammenftellunj^ gibt eS eintn Mörder in England auf 678.000 Einwohner, in Holland auf 163 000, in Preußen auf 100.000. in Oesterreich aus 77.000, in Spanien auf 4113, in dem Kirchenstaat aus 7ö0 Einwohner. (Witterung) Die Gesetze der Witterung zu ermitteln ist bis jetzt noch nicht gelungen. Dieselbe entziehen fich am meisten unter allen Naturgesetzen der Forschung i)er Menschen. Dowe in Berlin l?at nun kürzlich in der geograph. Geslllschaft in Berlin eine große Arbeit übcr diesen b'egenstand angekündigt, der man mit großer Spannung entgegen, ficht. Dowe glaubt nach seiner Untersuchung annehmen zu müssen, daß die Abtveichungen der Witterung in den einzelnen Jahrgängen bestimmten Gesetzen unterworfen sind und zwar, daß sie eine gewisse Reihe von Iah-ren hindurch. biS 7 und 12 Jahre sich wiederholen, so daß die Sage von den 7 fetten und den 7 magern Jahren vollkommen begründet wäre. Die Berliner Beobachtungsreihe, durch 137 Jahre fortgesetzt, ist die längst« für Europa zugängliche; auS il)r ergibt sich, daß unsere Temperatur völlig unveränderlich geblieben; und zwar »st die Temperatur, wie sie sich im Mittel seit 1848 ergibt, genau dieselbe, tvie daS aus der ganzen Reihe sich erg beude Mittel. (Schullehrergehalte.) Man schreibt auS Baden: Wie drin-gend nothwendig eine Aufbcfferung der Lehrergehalte ist, mag daranS ersehen werden, daß cS. wie inan unS auS guter Quelle versichert, in un« serem Lande noch 700 Schulstellen gibt, deren Gesammtrlnkommen. selbst »Venn Naturalien nnd Güterertraj» nach dem wirtlichen Werth angejchla-gen lverden, die Sulnme von 350 fl. nicht erreicht. Wenn nun auch, wie zugesagt wurde, noch aus dem gegenwärtigen Landtage für diese ge-ring besoldeten Lehrer etwaS geschehen soll, so bleibt eS doch im hohen Grade bedauerlich, daß eine durchgreifende Besserstellung und die endliche Erledigung der Schulfrage übeihaupt. wiederum verschoben ist. ES ist natürlich, daß die Lehre«' darübet sehr mißstimmt sind und ihre Berufs-freudigkeit mehr und mehr erkaltet. Einen Beleg hiesür liefert daS all-mälige Eingehen der freien Lehrerkonferenzen. Wir dächten, an Geld sollte eS doch gerade in Baden nicht fehlet,. Die bndische Kammer hat zwar kein Geld für neue Hinterlader bewilli^ft. ist sich aber do^» nicht ganz treu geblieben uud hat für die llmlvandlun.^ von 14 000 Ge ivehren in Hinterlader die nöthit^en Summen genehmigt. Man hätte dieses Geld für die armen Schullehrer virwenden sollen u!l(> ein Anfang wäre wenigstens gemacht getvesen. Auch für andere Staaten dürfte eine derartige Handlunl^sweise atu Platze sein; wenn m^n sagt. eS ist kein Geld vorhanden für die Lehrer, so ist dieS eins.ich nicht tvahr. Man gehe nur einfach an die Kasse der KriegSministerlen. da ist schon ivelches ; ja. aber das ^olen ist schlver. ivenn nicht unmöglich. Nun gut. so muß man verhindern, daß es hineinfließt, so ist die Arbeit deS Holens gesperrt. DaS können in BerfassungS Staaten die Kammern. (Wandernde Gesellen) sind fett den Eisenbahueil keine stehende Figur mehr auf den Landstraßen. Nur in Oesterreich scheinen sie fich noch vollständig erhaiteu zu haben; namentlich ivird dieses von de» in andern Ländern nicht mehr recht gedeihenden ^Stromern" heim gesucht. Der „Geiverbebote^^ in Wien klagt darüber, als über eine wahre Landplage, die für vikle Gegenden eine schlimmere Heimsuchung sei als Hagelschlag. Als BerfichernngSprämie gegen den rothe» Hah« Marburger Berichte. (Armenpfle g e.) Die Rechnung deS Armen-JnstituteS der Stadt-Pfarre Marburg im BerwaltungSjahre 1866 besagt; Einnahmen: Kassarest von 1865 ......................231 fl. 20 kr. Zinsen von StaatS Obligationen..............436 „ 9 „ Zinsen von Privaten......................270 „ 11 „ GratvlationS-EnthebnngSkarten................375 91 „ Theater am Sylvester-Abend 1865 ..............65 „ 64 „ Theater am WeihnachtS Abend 1866 ............79 „ 50 „ LizitationS-Armenperzente....................81 „ 32 „ Strafbeträge..............212 „ 21 „ Opfergelder............................51 „ 36 „ Sonstige Gaben..........................12 „ — „ Mufiklicenz-Gebühr........................82 „ 60 „ Borschuß aus der Gemeindekafie............800 „ — „ ZufammenV . 2697 fl. 94 kr. Ausgaben: Monatliche Betheilungen für 130 biS 135 Arme und Waisen in Beträgen zu 4 fl. 20 kr., 4 fl., 3 fl.. 2 fl.. 1 fl. 60 kr. und 1 fl........ 2548 fl. 02 kr. Außergewöhnliche Auslagen. Stempel u. s. w. . . . 47 „ 81 „ Bertheilung der Weiser'schen Stiftung . . . . . . 7 „ 87 „ Zusammen . . 2604 fl 60 tr. Kafsarest von 18S6....................93 fl. 34 kr. Ans den noch ferner eingegangenen Zinsen der Wilhelm Scheigel- und starl Schober Stiftnng von 283 fl. 77 kr. wurden 54 Haus- und Orts-irme mit je 5 fl. 25 kr. betheilt. (Zur Lieferung für den HecreSbedarf.) Die Statt-halterei hat an den Ausschuß der steiermärkischen LandwirthschaftS-Gesell-schast soll^ende Zuschrift erlassen: „DaS hiesige k. k. Generalkommando hat laut Mittheilung vom 29. Jäuner 1867 Z. 75 auS dem in der Marburger Zeitung 153 dtto. 23. Dezember 1866 enthaltenen Artikel „Znr Lieferung für den HeereSbedars" die Absicht deS Marburger land-wirthschastlichen Filial-Bereines entnommen, durch den Ausschuß die in Beantwortung des Kriegsministeral-Reskriptes V0in 21. September v. I. k 12 Nr. 6160 zum Beschlüsse erhobenen Anträge zur Mitwirkung der Gesellschaft bei Berpflet^ssicherstellungen dem hohen Knegsministerinm mit dem Ersuchen nm die BewilliMng zur Anknüpfung diesfälliger Berhand-luitgen mit dem Generalkommando znr Kenntniß zu bringen. Obwohl bis nun eine hierauf Bezug nehmende Eingabe nicht an daS Kriegsmini-sterium gelangt tst. so kann es nichtsdestowenij^er der Armeevertvaltung nur erwünscht sein, mit den Produzenten in direkten Berkehr zu trete», daher aus dem Berichte der ertvähnten Zeitung Anlaß genommen wird, initiative mit dem Eentralansschuße der steiermärkischen Landwirthschasts' Gesellschaft in Beziehung zu treten, um die angetragene Mitwirkung der landivirtlifchaftlichen g«lial-Bereine. wenn eine solche bei den Berpflegs-sicherstellungen im finanziellen und national-ökonomischen, dann militärischen Jntereffe wirttich thunlich, anzubahnen. Das Generalkommando ist daher bereit, zu diesem Zwecke mit dem Zentralausschujse sogleich kommissionklle B'sprechuntien zu eröffnen uud n»jrd derselbe aufgefordert, unter Beiziehung der Bertreter der landwirthschaftlichen F lialvereine zur Eröffnung der kommissionetlen Besprechungen, woran Seitens des Gene« ralkommandos ein Ober Berpftegs-z(ommisiär und der LanteS-VerpflegS' Inspektor, soivie auch ein politischer Beamter theilnehmen ivird. die Zeit und den Ort des ZusammeutretenS der KommissionSinitglieder anher bekannt zu geben. Graz am 3. Februar 1867. Freiherr von Meesery. Wir freuen unS über diesen Schritt der Militärbehörde. Die Presse hat die Genngthuunq. daß. durch ilire Mittheilung veranlaßt, das Generalkommando in dieser für den Staat und die Landlvirtl)e so lvichtigen Angelegenheit sich enlschlossen. ohne daS Ende deS langsamen Geschäfts-ganges abzuivarten. Die Anr.gcr der Sache — die Herren : Oberlieutenant Brandstätter und Hauptinann Seidl —haben die Verdiente Rechtfertigung ihres Strebkns erlaNtit. Die Gerüchte, da«; die Militärbehörde dieselben verfolgen iverde. wie m^nt von gelvisser Seite ausgestreut, erweisen sich als unbe.iründet — es ist sogar das gerade Gegeniheil eingetroffen und die Staatsbürl^er mögen sich oline Unterschied des Standes ermuntert fühlen, in der Thätigkeit für da» allgemeine Wohl durch Ränke sich nicht beirren zu lafsen. (O ti e r ke l l n er - B a l l.) Wie alljährlich, so war auch Heuer der Oberkellner Ball nicht nur einer der i^länzendsten. sondern auch, was noch melir sagen ivill. einer der gemitttilichsten. wozu diesmal die Abhaltung desselben im geräumigen saale des Herrn Kartin ivesentlich beitrug. Um die Borbereitungen ivürdig zu treffen, hatten die Unternehmer einen Ausschuß Von Vier Mitgliedern erwählt; derselbe bestand aus den Herren: Karl B>llisauer,(bei Herrn Mautendorfer). Anton Gruden (Kafind). Iosepl, Winterstein (bei Herrn Schraml) und Jakob Zeidelberger (bei Herrn Pich»), die fit) ihrer Auflade zur größten Zufriedenheit Aller entledigten. Herr Huber, Gärtner der Freifrau Lannoy. hatte den Bor-jaal Mit den ansltesnchtesten Blumen geschmückt. Die städtische Musikkapelle spiellc unter der Leitung des H,rrn Barthel und erntete allgemeinen Beifall. Dreihundert Personen waren zugegen, darunter ein reicher Kranz schöner Mädchen und Frauen. Bis sieben Uhr Morgens wurde getanzt und beweift diese seltene Ausdauer, das; den Theilnehmern ein seltenes Vergnügen geboten worden. In einem Nebensaale halt^ sich eine fröhliche Sängerrunde zusammengesunden, welche durch ihre Vorträge, zumal durch die herzergreifenden Weisen dcr Kärntnerlieder die Zuhörer erfreute. (Ein betrunkener Husar) ging am Freitag Abends durch die Vlktringhosgasse; als er am Gasthause „zum Sandwirth" vorüber kam und dort ein Bauernpferd stehen sah, zog er den Säbel und rannte denselben in blinder Wuth durch den Bauch dcS armen Tl)iereS. das in kurzer Zeit werfen sollte und nun der gefährlichen Verwundung erlict^en wird. Der Husar ivurde gestern nach Radkersbur.: zur Untersuchung und Bestrafung abgeführt. (Zu den L a n d t a gS w a h l e n.) Der Landesausschuß beanständet die Wahlen in den Landgemeinden der Bezirke Marburg. St. Leonhardt und W. Feiftritz, und »vird im Landtage beantragen, dieselben durch einen Ausschuß von elf Mitgliedern prüfen zu lassen. Das Ergebniß scheint unzweifelhaft. Theater. k. Der Regisseur, Herr Höller, hatte zu seinem Benefiee die Berg'sche Poffe „Der Armenvater" gewählt, welche aber doch nicht daS HauS zu füllen vermochte, obgleich sie eine „drr besten" dieses BolksdichterS (?) sein soll; eine Aneinanderreihung von Rührszenen, komischen Situationen (die von Gemeinheit strotzen) und vagem Dialoge ist daS Ganze, und das soll gesunde Kost für den Geist des Volkes sein? Gespielt wurde in den Hauptpartien ziemlich gut. Die Wiederholung des Lebensbildes von Kaiser: „Ein entlassener Sträfling" oder rootv der Leyrerjörgl zeigte, daß hier ein derartiger Versuch nur mit ganz besonderen Stücken gelnacht lvcrden dcirf. denn vas Haus war zum Entsetzen leer. Die Herren Starei (Grumböck). Stampfl (Schopsinger) und Schönau (Grinsl) spielten ihre Rollen gut. Letzte Post. Der Eintritt des Hosrathes Hasner in das Ministerium sür die Westhälfte ist gewiß. Die preußischen Besatzungen im Königreich Sachsen sollen demnächst verstärkt lverden. Die Stelle in der Thronrede Napoleons, die von Oesterreich spricht, ist von drr Versammlung mit lebhaftein Beifall aufgenommen worden. Die Radikalen im nordamerikanischen Kongreß verlangen, daß iväh' rend deS Prozesses gegen Johnson General Grant mit der Leitung der Staatsgeschäfte betraut werde. Marschall Bazaine soll die Hauptstadt Mexiko dem republikanischen General Porfirio Diaz übergeben haben. Geschäftsberichte. Marburg, 16. Februar. Mochenmarktsbericht.) Wei»n fl. 6.30, Korn fl. 4.45, cSerste fl. L.LV, Hafer fl. 1.60, Kukurutz fl. 3.80, Heiden fl. 3.1S, Hirsebrei« fl. 4.20, Erdäpfel fl. 1.60 pr. Mehen. Rindfleisch 21 kr., Kalbfleisch 2ö kr., Schwein-fleisch inng 24 tr. pr. Pfund. Holz 18" fl. 4.30, detto weich fl. 3.40 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.Ü0, weich fl. 0.40 pr. Mejsen. Heu fl. 1.30, Stroh, Lager« fl. 1.10, Streu- fl. 0.80 pr. Tentner. Pettau, l.'i. Februar. (Wochenmarktsbericht.) Weizen fl.6.—, Korn fl.4.10, Gerste fl. 0.—, Hafer fl. 1.70, Kukurutz fl. 3.30, Heiven fl. 2.80, Hirsebrei« fl. 5.20, Erdäpfel fl. 1.40 pr. Mehen. Rindfleisch 20, Kalbfleisch ohne Zuwage 28, Schweinfleisch jung 22 kr. pr. Pf. Holz 36" Hort fl. 8.—, detto weich fl. 6.— pr. Klafter. Holzkohle« hart fl. 0.55, detto weich fl. 0.40 pr. Metzen. Heu fl. 1.12, Stroh, Lager- fl. 1.—, Streu- fl. 0.90 pr. Centner. Teleqraphischer Wiener Colirs vo»n 16. Februar 5°/, Metalliques.....61.25 Kreditaktien........189.— K°/„ Rational-Anlehen. . . . 71.10 London.........l27.2b 1860er Staats-Anlehen . . . 89.20 Silber.........12A.7b 2 Einladung I » z» dem » V am SV. ^tbruar tSV? i« Herrn kartin» Saale ftaNjindenden « Ä Reinertrag zu Gunsten des Xnmteu-vQteritütiuuxi'VereLllvi H A w Nkrdurx. A A Eintritt I fl. Damen frei. — Anfang 8 Uhr. A « Die Eintrittskarten können gefälligst beim Bereintkassier Herrn Pich»^ oder L « Abends bei der Kassa gelöst werden. I A Jene Herren, welche aus Versehen keine Einladungskarte A A erhielten und an dem Balle theilnehmen tvollen, werden höflichst H T ersucht, die Eintrittskarten nach obiger Einladung gefälligst zu lösen. A A 77) Da» Somttt. K f IlilwluÄ >r»w»tll» ^ I walint Hotel „Erzherzog Zohann" 2. Stock I I (?nvat^oknullx). I I As^ö//t, c?au67'^a/'t » k besisTts eon- I I ^79 ^ ^as mir von einem quten Freunde anempfohlene, von Ihnen. Herr Zahnarzt Dr. Popp bezogene HvaASsr *), welches ich und meine Galtin, und zwar Letztere wtgM Lockeruna der Ziihue und Iahufteindildung, ich aber zur SeseMgung des häufigen Zahnsteisch-Stutens und starken labak-Geruches ans dem Munde, gebrauchten, bewährt sich wirklich als das beste Mittel gegen diese Krankheiten, und ich kann nicht umhin, Ihnen für diese Erfindung zu danken und zu wünschen, daß es recht viel bekannt lvürde, damit so manchem Leidenden geholfen, Sie aber den wohlverdienten Lohn für ihre Mühe finden mögen. (18 Wien x. iZsHf von fstlUendaed, m//?. ''') Zn haben: in Marburg bei Herrn ganralari, Apotheker, und in tanchmann's Kmtsthandlung; in Cilli bei Herrn Lrisper und in Sanmbach's Apotheke. TurnVemn zx Marburg. Montag am 25. Februar feiert der Marburger Turn Verein seine vor vier Iahren erfolgte Gründung durch ein - IirAn»vI»«n in Herrn AartinS Restaurations-Lokalitäten, wozu hiemit die ?. I'. unterstützenden Mitglieder höflichst eingeladen lvcrden. Entree für dieselben frei; für die geladenen NichtMitglieder ü Person 50 kr. Anfang 8 Uhr. 80) Das Comitv. Die ?. I'. unterstützenden Mitglieder werden freundlichst ersucht, beim Eintritte ihre Vcreinskarte vorzuweisen. Verloren wurden vor 10 Tagen zwei zugeschnittene, mit fertiger Brust versehene Männerhemden von der Postgasse bis in die Allegasse (Schmiederer'sche Häuser). Der Finder tvird ersucht, selbe im Comptoir dieses Blattes gegen 3 fl. Honorar abzugeben. (76 In der Filiale der plivtvj^rsvlu« psnijiviin« von 8. VvIIiMinul in Marburg (Sticht's Zarten-6ason) finden die Aufnahmen jeden (474 un«I von Arub bis Abends bei jeder Witterung statt. Nr. 094. Kundmachnng. Das gefertigte Stadtgemeindeamt macht hiemit bekannt, daß die Rechnungeabschlüsse des Gemeinde Haushaltes und der Gemeinde-Anstalten sür tas )ahr 1866 in der Amtskanzlei zur Einsicht der Gkmeindemit-gliedcr vom 13. bis 28. d. M. öffentlich aufliegen werden. Stadtgemetndeamt Marburg am 12. Februar 1807. 72) Der Bürgermeister: Andreas Tappeiner. usövx u)uulq ltölZlilZ qun usm -mo«)öuv usuUuäsqoM qun u»jnj>^ mn? u^qi?« sznhhoäiZ L^) ' tpn^ltjnj? mziiuusö uin «zun U'q^zm n? jlpsuö ij^tsliolu iu?ä)qsl u»u»v(^ ^ ujph)zbh)0tj üzq wtpjunW nsq ijjoki ol ush^^j n? ZjvuänoL u)Zjzn^u Zlq isuuj itjl vq !avai -2» zqusatlii^iq uojvjznhhoiiT uä^s^ Ul nl uojlvV u^tl^vuvväsa uq ui ziaioj 'euZM u^tjäZ u-q u, zg ^^vtp^O^)-nZvzqojE LA -ZnqqaäZA l'iu .IN»" vwaiK L^zun ajh )juv^ u^tzij.l'vluioH UI^^ch «t »jjvövanA .lsq U! L q kävM I MV Zlj tzvq 'u^VlZ?n5uv wmv(^ u^phttvchoh uzq szq tz»»j iglö tWM IlMr- iiixl DM kiickiextl. gut gebrannt, sind unter guten Bedingnissen gleich zu beziehen. Anzufragen im Komptoir dieses Blattes. (74 Gnßschtltiges schönts Buchenholz 36" lang die Klafter ^ fl. V.VRV 30" ...... ab Marhartts ?ak»ljßs liefert (46 M<»ee siiOe» Pickerer Eigenbamein wird i» der Burggasse im Hause Nr. 143 des Bäckermeisters Herrn Leopold Uebeleiß die NknH IN NB kr. A. W. über die Gasse aus» «tschäutt. (78. All Thomas Götz * Brauhaus iSrazervorstadt) ist ei»e schöne Wohnung mit 5 Zimmer», Balkon, gro-ßem Hausboden. Holzlage, Keller neben einer Eisgrube, bis 15. April z» beziehen. (70 Tißlich frilltzt Prtßhtfr md Mil) ErtraI»t.^W Verantwortl'cher Nedatttur: Ara>j Wiesth>ler. Ik. Lt. v. Druck unv Verlag »on Eduard Ionich k' " Verantwortl'cher Nedatttur: Ara>j Wiesth>ler. Ik. Lt. v. Druck unv Verlag »on Eduard Ionich k' "