Deutsche Macht (Arüher „HiMer Zeitung"). >-»-» I»«t1U| aa» taaaia« W- ,r», int tgft« (Ut «tOt mit Z-ft-ll»-, H,»« «°».!lich f. - .54, ». 1.50, »,>»»«»„« It. «aaud*«« (!. «!>! «fHix^ieing 1 HO. »urbimrtf f. I.K wuJ&tTl« I. f.40. tut cisielM Raaian T t«. 3nltrat« not» Saris; M bftrrea ©(rtfttolmtjrn Rabatt. «ultMrtl »«tz«kn 3nfrt«s« |lc »«1« Blatt all« Irtalfiltl Kn>aaa«T«». ant »a«aa»«a »n «am,, aat (V'irtU|>. tia »—1» n>t Bas ua* t—t Ut KoAaiüUtl. - Mcclaaiananca Mttalnt. — Vtanrinittc »rtbca «tat — «atnait 3uf Liebe sie ins Feld ziehen, und unter der Führung ihrer eigenen, zum Aeußersten. auch dnn Schlachtentode bereiten Herrscher stehend, — so bieten Bulgaren und Serben heute ein vild, das uns die Zweikämpfe und Turniere mittelalterlicher Zeit unwillkürlich vor Augen ftchrt. Die verhältnißmäßige Uebereinstimmung der Streitenden an Ausrüstung und Körper - mögen die Deutschen daS große Wort führen, man kann'S ja so nicht ändern, jedoch aus dem Lande schafft man ihnen ein Gegengewicht, da» da die Wagschalt der clericalen, feudalen und nationalen „Schacherer" gewaltig in die Höhe schnellt. Die Schulaussicht in den Händen der Geistlichkeit ist gleichbedeutend mit der gänzli-chen Unterdrückung aller deutschnationalen Be-strebungen in allen Kronländern Oesterreichs; denn wir besitzen wohl «inen czechisch-, polnisch-und slovenisch-nationalen CleruS. jedoch keinen deutschnalionalen. Die sporadisch auftretenden deutschgesinnten Geistlichen können selbstverständ-lich hier kaum in Betracht kommen. Für eine Aenderung der gegenwärtigen Schulgesetzgebung lie^t aber auch gar kein zwin-gender Grund vor. Unser Schulwesen hat sich unter der g-genwärtigen Gesetzgebung in aner-kennenswerther Weise entwickelt. Große Opfer sind von Gemeinden und Land für das Auf-blühen desselben gebracht worden; heftig angegriffen wurde die Entwickelung der Schule nur vom CleruS und dessen Organe,. und jetzt sol-len gerade die Gegner der modernen Schule zu Herren derselben werden. Es hieße dies doch nur die Lehrer entweder zu Heuchlern zu machen oder einen heftigen unseligen Kamps zwischen Lehrerschaft und deren Freunden nnd dem Clerus hervorrufen. Es wird ohne Unterlaß über den Mangel an Geistlichen geklagt und jetzt soll denselben, die kaum hinreichen, um nur den Religionsunterricht zu ertheilen, auch noch die Schulaufsicht zugewiesen werden. Für uns Deutsche hat die ganze Angele-genheit. wie bereits gesagt, noch eine andere lehr ernste Seite. In vielen Ländern, wie in Böhmen, Mähren, Schlesien und bei uns in Südsteiermark, ist der CleruS auch in deutschen Gegenden überwiegend slavisch. Unsere deut-s ch e n Schulen die Hoffnungen unserer Zukunft, sollen nun unter die u f« ficht von Männerngelangen, welche nicht nur der auf fortschrittlicher Basis aufge- stärke wiederholt sich auch auf dem KriegSschau-platze am rechten Donauufer; wem dort der Sieg zufallen wird, bleibt also schwer auch nur zu vermuthen. EinS ist uns allerdings gegeben, die Kenntniß, wie auf beiden Seiten die heut« so streitbaren Völker in Friedenszeiten beschaffen sind. Emile de Laveleye hat in den jüngsten Hestkn der Revue des deux Mondes seine, bei Vereisung der Donauländer gesammelte» Beobachtungen veröffentlicht, aus welchem wir daS unserem Zwecke, »iner vergleichen» den Betrachtung der Serben und Bulgaren, Dienstlichste herausgreifen. Kein Land, so schreibt er, ist ist solchem Maße und in allen seinen Verhältnissen so demokratisch wie Serbien. Da die türkischen Beamten in den langen Unabhängigkeitskriegen entweder getödtet oder vertrieben worden waren, so blieben die serbisch«« Bauern als unum-schränkte Herren der von ihnen bebauten Aecker zurück, ohne irgend einen über ihnen Stehenoen zu kennen. Bei ih.ien gibt eS weder Großgrund-besitze? noch eine Aristokratie. Jede Familie be-sitzt als Eigenthümerin den von ihr beackerten Grund u >d Boden und zieht daraus ihren LebenS-unterhalt, freilich nach einer noch sehr unvoll» kommenen Beivirthschaftungsart. DaS Proleta- bauten Neuschule feindlich gesinnt sondern auch in ihrer große» Mehrzahl entschiedene Gegner deS deutschen Volkes sind. Es würde die« den ohnedies schon bestehenden schroffen nationalen Gegensatz noch weiter steigern, ja ohne Zweifel Bewegungen hervorrufen, deren Consequenzen ein österreichischer Mini st er unmöglich verantworten könnte. Wir Deutschen im steierischen Unterlande wären ohne Gnade unserem erbittertsten Feinde dem slovenischen CleruS, ausgeliefert, der die Schulaufsicht nur als ein Mittel zur Förderung seiner selbstsüchtigen Zwecke ausbeuten würde. Also „Arm in Arm mit den Clericalen" will der ehemalige Director des von einer deutschen Frau gegründeten Wiener The-resianums das „Deutschthum in die Schranken fordern!" Das würte wohl auch ein Anderer getroffen haben ; dazu bedürfte es wahrlich nicht eines „Reform »Ministers", wie die jugendliche Excellenz vom Minoriten» platze, die uns sozusagen über Nacht descheert wurde. Eine schöne Bescheerung das — für unS Deutsche! Kohe slovenische Politik. Unter diesem Schlagworte bringt das „Laibacher Wochenblatt" in Nr. 276 vom 21. d. M. einen die politischen Aspiratio-uen der Herren Slovenen sehr treffend illustri-renden Artikel, dessen Wiedergabe wir uns nicht versagen können. DaS genannte Blatt schreibt: „Der blutige Conflict, welcher sich zwischen den stammverwandten Serben und Bulgaren entsponnen hat, bringt unsere slovenischen Na-tionalen nun in eine gesteigert unangenehme Situation. Wir haben schon jüngst daraus hin-gewiesen, laß die Letzteren mit dem ihnen e>ge-nen panslavistischen Eifer die rechtswidrige Der-einigung von Bulgarien und Ostrumelien jubelnd begrüßten und durch „Slov. Narod" die Zu-stimmungstelegramme publicirten, welche aus riat war früher unbekannt in Folge ler söge» nannten Familienverbände oder Genossenschaften, welch« auf einem unveräußerlichen Erbgut be-ruhten. Außerdem verbot ein altes Gesetz den Verkauf deS Hauses, von zwei und ein halb Hektaren Land und des zu ihrer Bebauung er-sorderlichen Pfer»eS, CcJjitn und Ackergeräths zu Gunsten eines Gläubigers. So finden sich denn unter der Landbevölkerung, die neun Zehn-tel der Gefammtbevölkerung beträgt, Handwer-ker nur ganz vereinzelt; auch kann sich, ähnlich dem Stockumerikaner oder Hankee, der Serbe nicht dazu entschließen, Dienstbote zu werden. Die Köchinnen und Mägde kommen aus Kroa-tien, aus Ungarn und dem übrigen Oester-«ich. Ist ein Ackerbauer nicht im Stande, mit Hülfe seiner Familie sein Heu oder Getreide einzubringen, so wendet er sich an seine Nach-barn, die ihm Hülfe leisten und so die Ernte zu einem Feste gestalten, das „Moba" heißt. Kein Lohn wird beansprucht, nur Gegendienst im Falle eigenen Mangels an Arbeitskräften. Man sollte meinen, daS goldene Zeitalter fei wieder angebrochen, wenn nicht die stolzen Ser-den, die vor der letzten Entwaffnung, stets be-waffnet umhergingen, nicht höchst mittelmäßige 2 hiesigen slovenischen Kreisen nach Sofia abginge». Daß dieser Act deS Fürsten von Bulga-rien bestehende Verträge verletze, kümmerte die slovenischen Demonstranten, die in solchen Din-gen nicht skrupulös sind, nicht im Mindesten, daß er aber einen „Bruderkrieg" zwischen Ser-ren und Bulgaren zur Folge haben werde, haben diese Herren in ihrer Einfalt nicht vor-aus gesehen. Nunmehr befinden sie sich in der fatalen Lage, den kriegerischen Ereignissen am Balkan gegenüber neuerlich publicistische Stellung zu nehmen. Die Konsequenz erheischte es wohl, daß „SlovenSki Narod" seine Sympathien den Bulgaren zuwende und gegeu die Serben Front mache. Vor Allem wird König Milan in der heftigsten Weise angegriffen: er übertreffe noch den berüchtigten Eesar Borgia; er regiere nur nach seinen persönliche» Leidenschaften und nicht zum Wohl« des LanveS; er habe mit dem Be-trüger Kussler intiui verkehrt, sein Land in die viiterste Noth hineinregim und die allgemeine Unzufriedenheit erweckt. So und ähnlich lauteten die Schmeicheleien, mit denen König Milan bedacht ward, dessen RegierungSpolitik im Ge-gensaye zu seinen Vorgängern in Wahrheit be-kann'lich darin bestand, Serbien deut russischen Einfluß« zu entziehen und eS in die engsten Beziehungen zu Oesterreich zu bringen. Aber auch Fürst Alexander kommt nicht gut weg. Beider Fürsten Namen seien für ihre Reiche nur verhängnißvoll. Fürst Alexander sei eigenmäch-tig und undankbar gewesen und habe so sein Volk an den Rand des Verderbens gebracht. Alle Schuld treffe somit beide Herrscher und der ausgebrochene Krieg werde hoffentlich mindestens die gute Folge haben, daß Milan und Alexan-der ihre Kronen verlieren. Das ist beiläufig der neueste — wie man sieht, ziemlich extrava-gante — politische Standpunkt deS leitenden slovenischen Organes, und das dürften die Hrn. Slooenen ans den Delegationsoerhandlungen und der officiöfcit Presse längst erfahren haben, daß Oesterreich und dessen Regierung das bulgarische Attentat auf den Berliner Vertrag verdammen und daß Oesterreich mit seinen Sympathien durch, weg» auf der Seite der Serben und des Kö-nigs Milan stehe, ja eine Schädigung derselben zum Nachtheile seines eigenen Einflusses in den südslavischen Ländern nicht gestatten, namentlich dem König Milan nichts anhaben lassen werde. Die sich ausblähenden slovenischen Po-litiker. welche ihre geheimsten Herzensergüsse abtelegraphtrten und jetzt tn solcher Weise gegen den Serbenkönig Stellung nehmen, der sich der einzige unter den Balkanfürsten als treuer Anhänger Oesterreichs gezeigt hat, dürf-ten also doch — um keinen andere» Aus-druck zu gebraüchen — stark voreilig gewesen sein. Im Kleinen — wahrhaft seh. Kleinen — sind diese Vorgänge kennzeichnend sür den Wi-derspruch, in den sich im Allgemeinen die Slä-ven Oesterreichs zu der auswärtigen Politik .Z»e«tsche Wach!/ unserer Regierung stellen. Von Rieger, der in den Delegationen sür Bulgarien schwärmte, bis hinunter zu den Herren Hribar, Tavear und Genossen erwärmt sich die slavische Welt für die bulgarische Vereinigung, nicht minder ist es ein offenes Geheimniß, daß die Slovenen mit der Unterstützung, die die Regierung Mi-lans seitens Oesterreich findet, von allem An» fange an nichts weniger als einverstanden wa-ren, ihre Sympathien stehen wohl aus Seite dts dem russischen und montenegrinischen Ein->e ergebenen Karageorgiennc. Man sieht nun welche Tendenzen die slovenischen Politiker vertreten, nnd es gehört zu den vielen Eigen-thümlichkeiten unseres StaaiSwesens, daß eine Partei, welche die wichtigsten auswärtige» Be-ziehungen des Staates — jene zu Deutschland und den Balkaustaaten — von diametral an-deren Gesichtspunkten als die Regier >ng beur-theilt und behandelt wissen will, eine Regierungspartei genannt werden kann. Es straft sich in diesen slavischen Aspirationen der Slovenen die vom Grafen Taaffe tnaugurirte, von Baron Winkler fo eifrig geförderte Politik, welche den Slovenen die Weg« der Agitation ebnete und welche wie es sich nun zeigt, jene panslavistischen Ideen j'ir Reise brachte, welche den Slovenen in den auswärtigen Beziehungen Oesterreichs Geltung verschaffen möchten." __ politische •Kuuösäjau. Inland. ^Minister Gautsch) candidirt an Stelle Eonrad'S im Landwahlbezirke Radautz-Kimpolung in der Bukowina. Obwohl ihm drei Gegencandidatsn daS Mandat streitig machen, wird er doch unzweifelhaft gewählt werden. Da Graf Taaffe wiederholt erklärt hat. fein Ministerium sei kein parlamentarisches, so fälst es auf. daß sich trotzdem die Mitglie-der dieses über den Parteien stehenden „Eadi-netS" immer wieder um Abgeordneten-Mandate bewerben. Sollte es sich trotz der Versicherun-gen deS Ministerpräsidenten darum bandeln, durch die Wahl eines Ministers zum Abgeord-neien der Majorität zur Stärkung der Partei im Momente der Gefahr eine neue Stimme zu-zuführen? Wenn das Ministerium Taaffe knn parlamentarisches sein will, dann verzichte es auch auf die Sitze im Parlamente — sowohl im Abgeordneten- wie im Minister-Fauteuil. ^D e u t s ch.ö st e r r e i ch i s ch e r B a u e r n> tag.j Am 22. d. Mts. hat in Wien eine Be-sprechung von deutsch«» Bauern aus verschiedenen Kronländern der Monarchie statt« gesunde», in welcher die Einberufung eines a l l-gemeine» deutsch-österreichischen B a u e r n t a g e S aus den 10. I ä n n e r 1886 in Wien beschlossen wurde. Ausland. Deutsches Reich. Im deutschen Reichstage haben die S o c i a l-D e m o k r a t e n den An- Besteller ihrer Fnder wären. Ihr unförmlicher Pflug, der ganz aus Holz besteht und nur eine kurze eifern« Pflugschar hat, wird zwar von vier Ochsen gezogen, aber er zerreißt »ur den Bo-den. ohne inn auszuwählen und umzuwenden. Aus Mais folgt die Aussaat von Weizen oder Roggen, und dann für mehrere Jahre ein Brach-feld. Kaum ein Drittel der zum Ackerbau geeig-neien Lanbfläche wird beständig benutzt. Da indessen die Bevölkerung nicht sehr dicht ist. etwa 1,820.009 Einwohner auf 4,000.000 Hec-taren, oder 2'/, Hectare auf den Kopf, so sehlt es nicht an Ledensaiitteln. ja. es können deren noch ausgeführt werden. Durchschnittlich ver-kaust Serbien an das Ausland für 30 Millio-nen Francs Vieh — darunter wie bekannt, vor allem Schweine, die für Serbien dieselbe Be-deutung haben wie der Häring sür Holland — und thierische Erzeugnisse, und sür 8 bis 10 Millionen Früchte, Getreide und Wein. Wenn ich den Eindruck zusammenfassen soll, den der Aufenthalt in Serbien und die Durchsicht der mir zur Verfügung gestellten schriftliche» Actenstück« in mir hervorgerufen haben, schreibt Emile de Laveleye, so komme ich zu dem Schlüsse, daß das serbische Volk hi-r nliisflistiftfti ftnrnnn'ä ist nnh alle Re- standtheile einer glänzenden Zukunft in sich trägt. Es besitzt die Grundbedingungen der wah-ren Gesittung und Bildung, wie sie für alle Menschen aus der Sittlichkeit, der Freiheit, aus geistiger Unterweisung und einen, gewissen Wohl-stand und Wohlbefinden Aller hervorgehen müs-sen. Bei den Serben habe» sich örtliche Selbstver-waltung und Gemeindefreiheiten, die mit ver Vergangenheit aus's engste verwachsen sind, er-halten, während der W sten Europas jene Vor-züge erst wieder herzustellen und mit neuem Leben zu versehen hat. Die Erzeugung der Gü-ter, deS öffentlichen Reichthums ist noch be-schränkt; inzwischen aber wohnt jede Familie aus dem ihr gehörigen Grund und Boden und ersreut sich eines durchschnittlich gleichmäßigen Wohlstandes. Der scharse und stehende, bei uns nur allzu häusige Gegensatz zwischen höchster Ueppigkeit und tiefster Entbehrung fehlt dort. Ist auch die Jugendbildung noch nicht genug entwickelt und verbreitet, so hat doch die Re-gierung erkannt, daß jener Entwickelung »») Verbreitung alle ihre Bemühungen unü Anstren-gungen gelten müssen. Und schon heute werden Dichtung und LandeSgeschichte durch die Volks-lieber an jeden Bauernherd getragen und hier treu aedeat und aeofleat. DaS Volk reaiert un- 1885 trag eingebracht, die Mandatsdauer mög« auf zwei Jahr« h«rabg«setzt und die Verfaffuags-bestimmung aufgehoben werd«n, welche der Regierung daS Recht zur Auflösung de» Reichstages einräumt. Hngtand. Dir Wahlcampagne droht eine schlimme Wendung für di« Liberal«« »u nehme», zumal sich zwischen den verschiedenen liberalen Richtungen selbst ein immer weiterer Svilt öffnet. Ein von Parnell gebilligtes Manifest räth den Jrländern, der liberalen sowohl, wie der radikalen Partei kein Vertrauen zu schenken. Hritchenkaud. Die Pforte ließ der griechischen Regierung «in« Note zugehen, i» weich« sie um Ausklärung wegen der Rüstungen der-selben ersucht. serbisch vukgarischeu Kriegsschauplatz,. DaS Blatt hat sich gewendet. Die [et-bische Hauptarmee ist aus ihren Stel-lungen an der Straße zwischen Zarivrod un» Slivniza am Samstag verdrängt worden unZ mußte auf der ganze» Linie ren Rückzug an die Grenze antreten. Auch die südlicher gelegenen Positionen, welche von der Moraoa-und Schumadia-Division nach einer Reihe von glücklichen Gefechten mit großen Opfern und Blut erobert waren, T r n, B r f n i k, P e r n ik. R a d o m i r und I z v o r mußten von den Serben geräumt werden. Die Bulgaren haben sich u n t e r der persönlichen Führung iHreS Für-st« n "vrtresslich geschlagen. Der bisherige Per-lust der bulgarischen Armee beträgt ungefähr 2000 Mann, darunter 200 Todte; schwer verwundet find 350 Mann. — Die bulgarische Armee unirde seit drei Tagen beträchtlich verstärkt. Während die Verprooiantirun, der serbischen Armee alles zu wünschen übri, läßt, snnctionirt die Approvisionirung der Bul-garen regelmäßig. Der Für st vonBulgarienlehntt den Vorschlag der P f o r t e bezüglich eine» W a f f e n st i l l st a n d « s ab, als Soldat, der s e i n L a n d vertheidigt und weil dieser Vorschlag der Ehre und Würde Serbien» entgegen sei und nach den von Bulgarien ge-brachten Opfern und vergoren m Blutes r-malen nicht acceptirt werden können. Der Fürst schließt damit, daß er von einem Waffe» st i l l st a n d e erst a u f s e r d i s ch e m G * biete etwa« hören wolle. ___I Korrespondenzen. Cilli, 25. November (O.-E.) D i e Wahl Schukle' sj in den unierkrainische» Städte» und Märkte» kann noch nicht als gesichert de> trachtet werden, e« scheint nämlich, daß dn alte Groll gegen ihn wieder erwacht »t. Nach-dem das kraimsche Eentral>vahlcomit4 daS letz» Mal Schukle gegenüber ei» FiaSco erlebte, tl man diesmal auf die Idee verfallen, den WN> tionalclub" des krainischen Landtages mit bet ter der KonigSherrschast sich selbst durch sei« von allen Steuerzahlenden erwählten Vertreter. ES besitzt als altehrwürdige Einrichtung un» vererbten Brauch die Volksherrschaft, welch man in anderen Ländern mittelst blutiger -taa» nmwälznngen erst zu begründen sucht, und em> lehnt zugleich dem Wesen der besten Gesetze uns praktischsten Bestimmungen, um den heimatli-chen Fortschritt zu befördern. EinS nur furch» ich, daß man, um den äußeren Glanz unsern Hauptstädte, die uns so theuer zu stehen ko«-men und die ernstesten Gefahren in sich berge», nachahmen, daß man zu diesem Zwecke zr hastig und schroff mit der Vergangenhett brich: und die Freiheit selbst in Gefahr bringt. Dann zu den Bulgaren übergehend, >azl Emile de Laveleye, daß auch sie im höchst» Grade die Eigenschaft besitzen, welche ein Gi-deihen der Völker verbürgen. Sie sind treffliche Arbeiter, körperlich unermüdlich und gentiz thätig und dabei sparsam. Von ihnen wird duich die ganze Halbinsel und auch längs des Donau-lauseS von Semlin hin nach Bukarest und #Wtl« in der Umgebung der Städte die Gemüsezucht betrieben. Treißigtausend Bulgaren ziehen all-jährlich auS. um in Serbien und Rumänien bet der Ernte behülflich zu fein; auch find« aq 1885 Nominirung be« Cundidaten für den genannten Bezirk zu betrauen. Bekanntlich verhielt sich die slov. Presst anfangs der ganzen Wahlan-gelegenheit gegenüber sehr unentschieden; die orakelhasten Bemerkungen im „Slov. Narod" ließen auf Uuentschlossenheit schließen. Zuerst, nachdem daS Regierungsblatt den Wahlaufruf Schütte'S veröffentlicht hatte, trat Herr Klun mit seinem „Slovenec" gegen d»n Streber in die Schranken. Herr Schukle wurde da in einer Weise angegriffen, wie sie nur unter den Slo» venen Sitte ist. Wenn daS. was da geschrieben stand, wahr ist. dann ist Schütte ein politischer und nationaler Gaukler. Darauf erschienen die nach der erst-n Wahl Schütte'« eingegangenen „Resni Glasovi" wieder, und verbreiteten auf ihren 4 Snten nur Lob und Ehre für Schütte. „Slovenec" hatte Schukle vorgeworfen, er wolle da« Erbe „Väterchens BleiweiS" an sich reißen, und man konnte begierig sein, was die anderen Aspiranten daraus thun würden. Vor-gestern nun meldet sich „Slovenski Narod", der unter der Dr. Vosnjakschc» Chiffre einen langgedehnten Leitartikel bringt, welcher anien Nationalclui des Landtages adressirt ist. Schukle vernichten, und den Club begreiflich machen soll, daß dies nicht der Candidat der krainischen Slovenen sein könne. Marburg a. d. Trau. 23. November. (0.-C) [Epilog z u den Gemeinde-rathSwahlen.s .Ilsbemu» p-tpom!" ruft man in Rom ncch ersolgter Papstwahl, und mit einer Variation können auch wir ausathuiend nach den turbulenten Scenen, die sich in letzter Zeit vor den Gemeinderathswahlen abspielten, ausrufen: „Wir haben einen neuen Gemeinde-rathGewiß noch nie. seitdem man in unserer Stadt Gemeinderathe wähl», ist es vor den Ge> meindrathswahlen so lebhaft, oder vielmehr so erregt zugegangen als diesmal. Auf den Ge-werbeverein sich stützend erhob sich ein« Oppo-sitionSpartei, die. man kann sagen, mit allen erlaubten Mitteln gegen den bisherigen Ge-meinderath zu ,>elde zoo, um denselben zu stur-zen. Wählerversammlung auf Wählerver-iammlung wurde einberufen, um in denselben Angrifft der schönsten Art gegen den alten zu Neujahr abtretenden Gemeinderath und Haupt-sächlich gegen den bisherigen Bürgermeister zu richten. Es wurden allerdings von einigen Sei-ten Anklagen vorgebracht, die der Stichhältig-keit nicht entbehrten, die auch der Herr Bürger-Meister und ein anderes Gemeinde, athsmitglied nicht ganz zu entkräften vermochten, aber die Art und Weife wie die« geschah muß ganz Mit-schieden mißbilligt werden. An die Stelle ruhi-ger. objectiver Kritik, trat glühender Haß und persönliche Polemik, die nur zu deutlich durch-blicken ließen, daß die austretende Opposition sonst nichts im Auge hatte, als die Macht an sich zu reißen, und so hat sich diesrlbe durch ihr sie hier massenhaft als Maurer, als Zimmer-leute und Schreiner. Ju ihrem eigene» Lande ist freilich in den Ebenen, wo die türkischen Soldaten ihre Heeresstraße hauen, die Feld-wirthschaft noch sehr ursprünglich. Mit einem ttobigen Pfluge, an den vier bis sechs Ochsen gespannt find, wird die Erde mehr zerfetzt als gehörig bearbeitet. Sie liefert zuerst eine Ge-treideernte, dann eine oder zwei Maisernten und bleibt darauf brach liegen, nur dem Vieh als Durchgang dienend. Diefe schlechte Feldwirth-schast muß wohl der TimeS^Berichierstatier Herr von Blovitz erschaut habe«, als er im Blitzzug zwischen Rustschuk und varna dahersuhr und ein für Gefammtbulgaritn hartes Urtheil fällte und drucken ließ. Wahrscheinlich wußte er nicht, daß gerade in diesem Theil des Landes die türkische Bevölkerung vorherrscht, welcher er ja doch sonst all seine Zuneigung zugewandt hat. Hätte er die Hügel und vor allem die Thäler an den Balkan-Abhängen durchwandert, so würde er fern von den großen Verkehrestraßen blühende Flecken und reizende Dörfer ge-funden haben, die sich verstecken zwischen Frucht-bäumen, zwischen wohlbestellten und trefflich ausgenutzten Feldern, Weinbergen, Maulbeer-Pflanzungen und Handelsgewächsen, wie Tabak, Flachs und Hanf. „Keutsche ZSacht." unparlamentarisches Gebahren selbst in den Au-gen ihrer Anhänger nur geschadet, keineswegs genützt, und jeder objective Beobachter mußte sich sagen, daß man Herren, die einen solchen Ton anschlagen, nicht in den Gemeinderath ent-senden könne. Hauptsächlich in der allgemeinen Wählerversammlung kam eS zu Scenen, welche denen im Agramer Landtage nicht unähnlich waren und es wäre ohne Zweifel zu Handgreif-lichkeiten gekommen, wenn die Versammlung nicht rechtzeitig geschlossen worden wäre. An den Wahltagen selbst hat sich sodann gezeigt, daß unsere Wähler sich von „Marktschreiern" und unüberlegten „Hitzköpf n" nicht beeinflussen lassen ; denn keiner von den in den verschiedenen Versammlungen auftretenden hitzigen Agitatoren, mit Ausnahme eines Gemäßigteren, ist au« der Wahlurne hervorgegangen. Das unqualisicirbare Vorgehen der Opposition ist dadurch am eclantan-testen gerichtet worden. Fünfzehn alte Gemeinde-rathe und fünfzehn neue sind gewählt worden, die sich auf die verschiedensten Berufsclassen ver-theilen. Sämmtliche gehörenderdeut-sehen Partei an und sind entschiedene Fort-schrittsmänner, was man mit Freude begrüßen muß. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die seinerzeit von uns gebraute Nachricht, daß slovenische E!emente die Absicht hätten, sich in die Stadtvertretung einzudrängen, ihre Bestäti-gung gesunde., hat. denn am Wahltage des ersten WahIkörperS wurde den Wählern auch ein Zettel in die Hand gedrückt, der einige Namen von enragirten Slovenen enthielt, auf die jedoch selbstverständlich eine kaum nennen«-werthe Anzahl von Stimmen entfiel. Bemerkens-werth ist wohl noch, daß selbst der „Hans-Jörgel", dieses neueste publicistische Unkraut, in den Wahltagen ein brillantes Geschäft er-zielte, wie es sein Herausgeber wohl niemals mehr erleben wird. Einer der Hauptagitaloren hatte nämlich eine größere Anzahl von Exempla-ren dieses mit persönlichen Angriffen gespickten Blattes gekauft und dieselben zu AgitationSzwe-cken gratis vertheilt. Solche publicistische Mit-Hilfe mußte die oppositionellen Agitatoren noch mehr discreditiren und sie vollends um den Er-folg bringen, der ihnen bei besonnenerem Auf-treten wenigstens theilweise geblüht hätte. Ganz ohne Vortheil sür die communalen Interessen ist indeß diese heftige Wahlbewegung doch nicht gewesen. Sie hat gezeigt, daß man aus das Gebahren des Gemeinderathes ein scharfes Auge wirft. Wir wollen hoffen, daß der «eugewählte Gemeinderalh feine schwierige» Ausgaben mit Ernst und Energie ersassen und sich t et Lösung derselben stets das Wohl der Gemeinde vor Augen halten werde. In erster Linie wird ts Sache des neuen Gemeinderathes sein, die brennende Pfarrhoffrage zu erledigen, respective in Berathuno zu ziehen, der wir demnächst ein be-sondereS Capitel widmen wollen. Auch die GaS- Immer arbeitSbereit, wird der Bulgare e« auch dahin bringen, das zweite Hülfsmittel der Gütererzeugung, Geld und Capital, sich zu ver-schaffen, denn er ist eifrig aus Gewinn bedacht und sehr haushälterisch. In den meisten Städten findet man Kaufleute, die in behaglich eingerich-teten Häusern wohnen und bereits kleine Ver-mögen erübrigt haben. Sie verstehen sich auf ihr Geschäft und treten gern in Handelsverbindungen mit fremden Ländern. Schon jetzt besu-che» sie die westlichen Plätze, um dort ihre Ein-kaufe zu machen. Der Bulgare unterscheidet sich wesentlich von dem Serien. Letzterer ist lebhafter, offener, freigebiger, beredter, ritterlicher und mehr dich-ierisch empfänglich und beanlagt, aber weniger arbeitsam uud ausdauernd. Der Bulgare ist kalt, entschieden, überlegt und schweigsam; er geht langsam und sicher aus sein Ziel lo«. Der Serbe gleicht dem Polen, der Bulgare dem Czechen oder dem siebenbürger Sachsen. Jener wird mehr zur literorischeu Entwickelung seines Volkes und Landes beitragen, dieser zum voll«-wirthschaftlichen Fortschritt. Dabei ist, wie man mir versichert, seine Sittlichkeit groß. Junge Mädchen und noch mehr verheiratete Frauen mit unordentlichem Lebenswandel sind eine Sei-tenheit- Die mit leicht zugänglichen Schönheiten 3 und Friedhofsfrage harrt der Lösung; nicht minder nothwendig aber ist eine endliche Systemisirung unseres magistratlichen Beamten-körpers. sowie eine Regulirung unseres Polizei-wesens. Es ist überhaupt einigermaßen befrem-dend, daß diese beiden letzterwähnten Punkte nicht schon längst zur Verhandlung gekommen sind. Marburg als Stadt mit einem eigenen Gemeindestatut hätte in diesen beiden wichtigen Dingen schon längst Ordnung machen und namentlich für eine energischere den heutigen Anforderungen entsprechende Magistratsleitung sorgen sollen. Hoffen wir. daß unsere neue Stadt-Vertretung sich dieser Angelegenheiten ehestens be-mächtigen und überhaupt segensreich sür das Gedeihen unserer schönen, aufstrebenden Stadt wirken werde. Kleine HyronC [I o d e e f a l l.j Der Reichsrathsabgeord-nete Wickhoff ist am 20. d. M. in Wien ge-storben. [Eine seltsame DoctordiSpu-tations fand am l8. April 1778 iu Erfurt statt, nämlich: „Ueber die Krankheiten, welche durch zu lange/Predigten entstehen". Die curiose Dissertation ist in zwei Capitel getheilt — daS erste bandelt nach dem ..Daheim" von den Krankheiten, welche dem Prediger selbst, da« zweite von denen, welche den Zuhörern zusto-ßen können. Den Letzteren werde u. A. daS zu lange Predigen dadurch schädlich, daß es die Lust verderbe u. f. w. [Wie Namen entstehen.] Der Vater deS qm 17. November verstorbenen Wiener Polizeipräsidenten Karl Ritter Krticzka von Jaden, nahm, wie Wiener Blätter erzählen, unter Kaiser Ferdinand eine hervorragende Beam-tenstellung ein. in welcher er sich durch Verläß-lichkeit auszeichnete. Einstmals — so wird er-zählt — war der Kaiser mit einem ihm vorgelegten schriftlichen Berichte wegen dessen Klarheit u id Exaktheit ganz besonders zufrie-den; er wollte den betreffenden Beamten be-lohnen, hatte aber den schwer zu merkenden Namen des Autor« vergessen. Die Minister, welche der Kaiser darüber fragte, riethen hin und her. bis einer von ihnen sa^te: „Majestät meinen vielleicht den Krticzka?" — „Ja, den", erwiderte Kaiser Ferdinand. AIS der Monarch den Beamten später in den Adelsstand erhob, wählte dieser als Prädicat eben den für ihn so schmeichelhaften Ausruf deS Kaisers — Jaden. [6 i n e n e u e E r f i u d u n g.] Namentlich den Besitzern von Lastfuhrwerken wäre eine praktische Vorrichtung sehr erwünscht, die daS Anziehen erleichtert, und es haben sich auch viele Erfinder bemüht, eine solche zu bauen. Die Palme der Zweckmäßigkeit dürste vielleicht der Anzug-Vorrichtung von Ed. Schulze in ausgeschmückten Cafv-chantants. welche Midhat Pascha, wohl um westliche Bildung and Gesit-tung einzuführen, in den Donaustädten hatte eröffnen lassen, und die man auch in Sofia heimisch machen wollte, haben keinen Erfolg ge-habt. Die Männer sind zu sehr beschäftigt und ver ringen ihre Abende gern im Schoße der Familie. Kurz, es ist eine feste starke und frucht-bare Rasse, voll Sittlichkeit, die zu einer freien und blühenden Volksgemeinschaft treffliche Be-standtheile liefern kann. Während der letzten Tage des russisch-türkijchen Kriege« zeigten die kaum organisirten bulgarischen Schaaren hohen Muth. B.'i Esti-Zagra wurden von 1800 in den Kampf verwickelten Freiwilligen 800 ver-wundet oder getödtet; und bei Schipka schlug sich die bulgarische Legion unter Depreradowitsch ausgezeichnet. Die Vereinigung von Bulgarien und Ost-Rumelien, so schließt der franzosische Reisende seine Betrachtung der beiden Balkanvölker, ist von der gesammten Bevölkerung lebhaft ge-wünscht worden. Sie erscheint ganz gewiß ebenso gerechtfertigt, wie der früher erfolgte Zusam-menschluß der Moldau und Walachei, und sollte aus völkerkundlichen, aus geographischen und geschichtlichen Erwägungen Europas Zustimmung finden. ,L).' 4 WilhelmShaven zuzuerkennen sein. Bei derselben wirkt nämlich das Pferd durch einen Hebel auf den Nadumfang, d. h. wiederum auf einen | Hebel und zieht erst dann den Wagen direct, wenn derselbe durch den indirecten Anzug be-reit« in Bewegung gesetzt ist. [Eine wahnsinnige Pariser 3Ro((] hat auch bei einigen — Damen kann man wohl kaum sagen — Berlin« Eingang gefun-den. Unter dem Joquet werden — eine neue Art „Seelenwärmer" — lebende kleine Möpse getragen. Bis jetzt sind zwei solche Fälle con-statirt worden. Und somit wäre dir Mode that-sächlich auf den Hund gekommen. sDa » deutsche Herz.] Die Deut-schen in Sofia gründe»» ein deutsche« H o-spital, um den Zielen des „Rothen Kreuze«" entsprechend, nach Kräften zur Linderung der Kr>eg«leiden beizutragen. Die deutschen Blät-ter fordern alle Deutschen im Reiche auf, Geld unv Verbandzeug über Bukarest-Rustschuk räch Sofia zu schicken. — Der „Hilfsverein vom rothen Kreuz" in Darmstadt hat für die Pflege der Verwunb.'ten im serdisch-bulgarischen Kriege vorläufig und unter Vorbehalt von Sammlun-gen durch seine Zweigvereine au« der Verein«-raffe den Betrag von 2000 Mark bewilligt. [Au« der Schule.I Lehrer: „Sag' mal, Hannchen, was kannst Du mir denn von der Familie der Orchideen sagen?" Hannchen: „Mama hat gesagt, auf Familienklatsch soll ich mich nicht einlassen!" [Die liebe Einsalt.] In einem Buche über Küchenökonomie giebt ver Verfasser gute Rathschläge, wie Eier frisch zu erhallen sind. „Man lege sie", schreibt er, „möglichst mit dem spitzen Ende nach unten." — „Wissen da« unser« Hennen schon ?" fragt Aennchen die Mama, al« sie den Abschnitt liest. "iW i e S i e und ich.] Meister Riem fragt am Stammtisch den Herrn Ealculator: „Sagen Sie, verehrter Herr, ich las heute in meiner Zeitung von Idioten — sind das auch Men-schen?" Der Herr Ealculator: „Ohne Zweifel, Herr Riem, Menschen wie Sie und ich!" ßissier Hemeinderaly. Sitzung vom 23. d. M. Bürgermeister Dr. Neckermann theilt mit, daß er sich zur Ausübung seine« Abgeordneten-Mandates demnächst nach Graz zu den Landtagsverhand« lungen begeben müsse und der Hr. Bürgermeister-Stellvertreter die Geschäfte de« GemeinderathS-und Stadtamts-Präsidiums übernehmen werde. Unter den Einläusen befindet sich ein Dank-schreiben des Hochw. Herrn Abte« von Cilli für die demselben ut der Gemeinderathssitzung am am 6. d. M. vottrte Anerkennung feiner mann» hasten, unerschütterlichen politischen Haltung gegenüber den maßlosen Angriffen der slovenischen Partei; ferner eine Zuschrift der hiesigen Spar-caffe, womit die nachgesuchte und ertheilte Be- Die treuen Aosse. Nachdruck verboten. Die nachstehende Begebenheit, welche dem mündlichen Berichte eine« glaubwürdigen Man-nes nacherzählt ist, gehört vielleicht in die Zahl der sonderbarsten Zufälle, die sich je ereignet haben. Herr C. von B., Gutsbesitzer in der T—er Gespanschaft in Ungarn, war auf einer Fahrt von Grvßwardein nach seinem unfern dieser Stadt gelegenem Landsitze begriffen. Er fuhr, von niemand als seinem Kutscher beglei-tet, mit eigenen Pferden, einem auserleseuen Viergespann, welches den Weg von der Stadt nach dem Gute schon häufig gemacht hatte. An einer, zu de» Unternehmen günstigen Stelle de« Weges wurde der Wagen plötzlich von fünf Bewaffneten angehalten und Herr von B. auf-gefordert, seine Baarschaft auszuliefern. An Widerstand war nicht zu denken, dem Begehren mußte also nachgegeben werden; allein Herr v. B. hatte zufällig nur einen geringen Betrag von Baarschaft bei sich, und die getäuschten Räuber konnten trotz allem Durchsuchen der Person und deS Wagen» keinen größere» Vor-ra:h an Geld entdecken. Aufgebracht über den mißlungenen Fang beschlossen sie, sich an bem „Pftttsche 25«4t." willigung eine« zinsenfreien, in jährl. 5*/«igen Amortifationsraten rückzahlbaren Darlehens pr. 7000 fl. au« dem Refervefonde der Sparcasse nvtificirt wird. Der Vorsitzende erklärt, daß dieser Geldbetrag bereits behoben und dem Theaterbaucomit6 zur Bestreitung der noch au«-haftenden Forderungen und zu verschiedenen Anschaffungen für da« Theater übergeben wurde. Zum Amtsvortrage de« städtischen Cassier« betreffend die Zischläge auf die Branntwein-und Biererzeugung bringt GR. S ch m i b l ben Antrag ein: es seien 1. für eingeführtes Bier 21 kr. pr. Hektoliter, 2. sür gebrannte geistige Getränke und Spiritu« I'/, kr. pr. Liter einzuheben. Diefer Antrag wirb angenom-in e n. Der Behandlung einer Zuschrift der Han-dels- und Gewerbekammern wegen Verstaatli-chung der Südbahn wird über Antrag de« GR. M o r i tz S a j o v i tz die Dringlichkeit zuerkannt, nachdem noch GR. Tisch auf die hohen Ta-riffätze der Südbahn hingewiesen, welche die Verstaatlichung und die dadurch eintretende Reducirung der TranSportgebühren als eine im Interesse der Landwirthschaft und de« Han-dels dringend gebotene Maßregel erscheinen lasse. Eine Zuschrift des Actionscomitvs der Ge-Werbegenossenschaften in Wien um Zustimmung zu einer Petition um Aufhebung der Strafhau«-arbeit wird der 5. Section zur Vorberathung und Antragstellung überwiesen. Der Bürgermeister verliest sodann 1. ein Schreiben beS GR. Josef Rakufch. welcher erklärt, daß er sich veranlaßt sehe, aus zwingenden Gründe», die er jederzeit bereit ist, Jebermann bekannt zu geben, aus dem Gemein-derath zu scheiden, und 2. eine Zuschrift des GR. Julius Rakusch, welcher sein Man-dat a!« Gemeinderath aus "GesundheitSrück-sichten niederlegt." GR. Negri stellt den Antrag: Der Gemeinde, ath wolle in Würdigung der vielen und großen Verdienste, die sich Herr Julius Rakusch als Gemeinderatb erworben, bem Genannten ben Da» k, über die MandatSnie-Verlegung aber sein Bebauern auSsprechen. Dieser Antrag wird einstimmig zum Be-schlusse erhoben. GR. Mareck bringt einen gleichen Antrag bezüglich deS Herrn Josef Rakusch ein. Auch dieser Antrag gelangt einstimmig zur Annahme. Der Bürgermeister erklärt, daß er an Stelle der deib-n ausgeschiedenen Mitglie-der nun die beiben Ersatzmänner, die Herren Carl Regula und A l o i S Walland in den Gemeinderath einberufen werde. Die durch den Austritt der Herren Rakusch aus dem Gemeinderath nothwendig gewordenen ErgänzungSwahlen sür die Finanz-, Bau- und FriedhofS-Section wird für die nächste Sitzung vorbehalten. Fuhrwerk und an den v er tüchtigen Rossen schadlos zu halten; Herrn v. B. wurde also angedeutet, er möge den »hnehin nur kurzen Weg nach seinem Landsitze sammt dem Kutscher immerhin zu Fuße antreten, die für heute ent-gangene Geldsumme wolle man bei nächster Ge» legenheit aus dem Schlosse selbst abholen. Nach bieser erfreulichen Verheißung bestiegen die Räuber den erbeuteten Wagen, einer von ihnen schwang sich auf den Bock, ergriff die Zügel, und in wenigen Augenblicken waren sie den Blicken der Nachsehenden entschwunden. Al» Herr v. B. ziemlich erschöpft auf seinem Land-sitze ankam, fand er daselbst eine lustige Ge-sellschast vo» Freunden versammelt, welche theils vom Militär-, theil« vom Civilstande, aus der Nachbarschaft gekommen waren, ihn mit einem Gesuche zu überraschen. Die Freunde waren schon den Tag vorher eingetros-fen und erwarteten mit Sehnsucht die Rückkehr des ebenso jovialen als gastfreien Hausherrn. Nachdem die ersten Begrüßungen vorüber wa-ren, wende» sich natürlich die Unterhaltung so-gleich und ausschließlich auf daS soeben bestatt-dene Abenteuer auf der Heerstraße und nachdem Herr v. B. seiner Erzählung auch die schließlicht Drohung dtSRäubtrhauptmannS beigefügt hatte, J885 Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Der wichtigste Gegenstand derselben ist daS Referat deS GR. S ch m i d l (5. Section). betreffend die Elnhebung des Standgeldes von Bier, gebrannten geistigen Getränken und Spin-tu« in eigener Regie. Referent stellt folgende Anträge: 1. sei die Stelle eines Gemeinde-Gefallen-Einnehmers mit einem jährl. Gehalte von 350 fl. und eines 5'/, Gewinnstantheils an der Brutto-Eiunahme, gegen Erlag einer Caution von 120 fl.. und zwar vorläufig provisorisch, zu creiren und der Concurs bis I. December l. Jahre« au«-zuschreiben. 2. Jede Einfuhr von Bier, gebrannten geistigen Gelränken und Spiritus sei 3 Stunden vor Bezug beim Stadtcassier anzumelden, bei welchem auch die entfallende Gebühr zu erle< gen wäre. Mit der Ueberwachung und Durch-führung dieser Maßregel fei die 5. Section zu betrauen. 3. Zur Verlautbarung der neuen Wochen-und Viehmarktordnung seien 300 große Kund-machungs-Placate in deutscher Sprache und zur Veröffentlichung des festgesetzten Tarifes 3000 Stück kleinere Placate in deutscher und slooem-scher Sprache anzufertigen und dieselben unter da» Landvolk vertheilen zu lassen. 4. Zur Jnstruirung des städtischen Gesäl-len-Einnehmers und zur ersten Errichtung der Einhebung der Standgelder sei der in diesen Angelegenheiten versine Herr Schuster au« Marburg zu berufen. Sämmtliche Anträge werden ohne Debatte angenommen. GR. S ch m i b l bringt sodann den An-trag ein: ts fei das dem Militärerar verpachtete sogenannte kleine Glacis, falls sich das betreffende Militärcommando nicht dazu verstehen sollte, daß hier künftighin die Vieh» ärkte abgehalten werden, sofort zu kündigen. Wird angenommen. ES wurde noch die Wahl eine« dritten Mitgliedes in das Theaterbau-Comitö. welche auf Herrn Friedrich Matde« fiel, vor-genommen und di« Sitzung hierauf geschlossen. Locates und Arovinciales. Cilli. 25. November. [HerrLande«gericht«rathHrtn.] der slovenische Abgeordnete ist um seine Pen-sionirung eingeschritten. lFünf^igjährige« Dienstjubi» l ä um] Der Director der krainischen Spar-caffe, Herr kais. Rath Richard I a n e s ch i tz. feiert am 1. December d. I. sein fünfzigjähr,-ges Dienstjubiläum. [Cillier Stadtrepräsentanz.] Drr Bürgtrmeisttr Herr kaiserl. Rath Dr. Jof. R e ck e r m a n n hat sich in seiner Eigenschaft als Abgeordneter zu den LandtagSverhandlun-ge» nach Graz begeben und übernahm Herr vereinigte sich alle« in der Meinung, daß der Besuch der Bande sicherlich mit nächstem und zwar in beträchtlicher Anzahl zu erwarten sei. man folglich denselben auf alle nur erdenkliche Weise zu begegnen habe. Sogleich schritt man nun zu ben nöthigen Anstalten, die Räudtr nicht allein auf das kräftigste zu empfange», sondern womöglich die ganze Band« aufzuheben und der verdiente» Strafe $u überliefern. Zuvörderstbeschlossen die sämmtlichen Gäste, vereint in dem Hause de« Herrn v. B. zu bleiben und sogar ihre Anzahl durch heimlich« Einladungen d<-nachbarter Freunde zu vermehren. Nachdem das Aufgebot zu die>em Zweck« erlassen war, schritt man zur Bewaffnung der kampffähigen Mannschaft, wozu der wohlversehin« Jagdap-parat d«S Gutsherrn hinreichende« Material lieferte. Hierauf wurden di« Zugäng«, di« Einfahrt, die Gänge des SchloßeS mit form-lichen Schutzwehren gegen »inen bewaffneten Ueberfall versehen, jeder der Besatzung bekam seinen bestimmten Posten, den er nicht verlassen durfte; der Haupteingang be« Schlosses sollte mit einbrechender Dunkelheit hell erleuchtet wer-den, die nächste Umgebung wurde mit Wäch-tern besetz«, um die Besatzung sogleich von der Annäherung des Feinde» zu benachrichtigen, 1885 Bürgermeister-Stellvertreter Franz Zangger die Leitung deS Gemeinderathes und Stadt» imtes. [Personalnachrichte n.^ Der k. k. Lber-Staatsanwalt Johann Graf GleiSpach wurde zum Präside >tcn des Landesgerichtes in Graz ernannt. —In St. Marcin bei Erlachstein starb am 23. d. M. der k. k. Steuereinnehmer Herr M a t h i a s U r a b i i im 45. Lebensjahre. [Slovenisirung vonPersonen-»a nl e n.Z Man schreibt uns: „Dem aufmerk, samen Beobachter kann es nicht entgeh-n. wie sehr man am Lande und namentlich im Sann-lhale bestrebt ist. die vielen deutschen Na-m e n, die sich im Bauernstände erhalten haben, )>« slovenisiren und damit die Spuren zu »erwischen, die die Mischung des Voltes hier dezeugen. Es dürfte kaum irgendwo in Oester» «ich die willkürliche Namensänderung derart betrieben werden, wie hier, und eS ist fast un-begreiflich, daß die» fo ohne Weiteres geduldet wird ; übrigens sind eS sogar Aemter, in welchen ! dieser Sport betrieben wird. In aller neuester Zeit soll auch im Cillier k. k. Postamte und der k. k. Bezirkhauptmannschaft dem Beispiele Ist Peroaken in dieser Richtung von einzelnen Lrganen gefolgt werden; vielleicht macht diese Mittheilung die betreffenden Amtsleitungen auf ku Unfug aufmerksam. [Unsere nationalen Schmer-jtnskinderj die Slovenen stimmen wieder ta« alte Lied von der Errichtung einer in slo-renisch?r Sprache amlirenden Staathalterei-Ex-pofitur in Marburg an. Es sott nämlich im merischen Landtage ein diesbezüglicher Antrag eingebracht werden. Sonst haben diese Herren leine Schmerzen? Naive Frage das; sie sind 11 voller Schmerzen, wahre Schmerzenskinder, die. wie alle kränklichen und ungezogenen Kin» stets heulen und schreien, deren Wünsche °ie zu befriedigen sind, da sie, geradeso wie limder. immer wieder nach neuen» Spielzeug «rlangen. Ob sich der steierische Landtag zum Zpielball der Launen der slovenischen Schmer-zniskinder hergeben wird? — AnlerKeierischer Kortschrittsverein Dieser, eine kräftige Stütze des von den Slovenen hart bedrängten Deutschthums in llatersteiermark bildende Verein hielt am Sonn-!»g. den 22. d. MtS« im Gartensalon des HotclS zum „goldenen Löwen" in Cilli, seine diesjährige Vollversammlung ab. Es hatten sich die Vereinsmitglieder von nah und fern in sehr großer Anzahl eingefunden, ein neuerlicher Bewe.s dafür, daß dieselben fest zu-Mmenstehen, wenn es gilt für den untrenn-baren Dualismus „Fortschritt und Deutsch-lhum' einzutreten. Der Verlauf der ganzen Ver-Handlung hat wieder recht deutlich gezeigt, daß die demsch-nationale Partei im Unlerlande mit tlühenver Begeisterung und in strammer DiS- den man dann von allen Seiten mit einem «ohlgerichteten Feuer zu begrüßen gedachte, llaler allen Vorbereitungen war der Tag zu Kode gegangen und die Rächt brach allmählich herein. Man erwartete zwar für heute kein Vagestück der Räuber, beschloß aber doch, nur einen Theil der Nacht und mit gehöriger Vorsicht »bwechselnd der Ruhe zu widmen. Bis Mitter-»acht blieb alles still, und der unter Waffen gebliebene Theil der Besatzung erwartete nicht ohne Spannung den ferneren Verlauf der Dinge - da mit einem Male erscholl durch die laut-Ich Nacht im Anfang ferne» aber immer »äher kommendes Getrappel und Gepolter, und ÄtzUch erdröhnte wie von einem Donnerschlag :ü Hauptthor de» Schlosse», als sollte es durch eisen einzigen Anlauf in Splitter gesprengt wer-dni. Im Nu war alle» auf den Beinen und a jeinern Posten, das Thor wurde den ge »csiknen Anordnungen zu Folge, um die Räu-te» in dem hillrleuchten Hofe mit einer Ge-Ktaljaloe zu empfangen, sogleich geöffnet, und hhk, herein trabten, einen Reisewagen nach-Hleppend, vier mit Schaum bedeckte Rosse, in welche» man augenblicklich, die dem Herrn o. B. gehörigen, wohlbekannten Rappen wieder-foid, die tags bevor sammt dem Wagen den . pevtiche #«4jt." ciplin für die Erreichung ihres gesteckten Zieles thätig ist, und daß sie hiefür auch »hre vollste Kraft im richtigen Augenblicke einzusetzen weiß. Nachstehend der Bericht über diese Ver-sammlung. Nachdem der Obmann Herr Dr. Eduard G I a n t s ch n i g g, dieselbe eröffnet und die Erschienenen herzlich begrüßt hatte, stellte er den Regierungsv.rtreter, Herrn k. k. Bezirks-Commissär T a x, vor. Äodann erstattet« der Obmann, den Rechen-schaftsbericht über die Thätigkeit im abgelau-fenen Vereinsjahre. Diesem Berichte entnehmen wir, daß der untersteierische Fortschrittsverein gelegentlich der Gemeinderaths-. Landtags- und Reichsrathswahlen im abgelaufenen Jahre eine ungemein rege Thätigkeit entwickelte, der eS zum großen Theile mit zu danken ist, daß die deutsch-nationale Partei aus den schweren Wahl-kämpfen siegreich hervorgegangen. In einem Falle mußte sich die Partei wohl nur mit einem moralischen Siege begnügen, der aber für die Gegner eine größere Schlappe bedeutete, als wenn dieselben dabei materiell unterlegen wären. Die zur Wahl eine» Reichsraths-Abge» ordneten erschienenen slovenischen Wähler der Cillier Landgemeinden halten nämlich aus-drücklich erklärt, daß sie nicht aus innerer Ueberzeugung, sondein nur derPar» teidiSciplin gehorchend, ihre Stimmen für den Kandidaten der slo» v e n i schen Partei abgeben. Der Obmann gedachte auch in anerken-nenden Worten der Pudlicistik, welche die Be--ftrebungen des Vereine» wirksam förderte. — Nach dem von der Versammlung genehmigten Rechnungsabschlüsse betrugen die Einnahme,» 546 fl. 72 kr., die Ausgaben 477 fl. 09 kr. so daß ein Caffarest von 69 fi. 63 kr. resul-tirt. Zu Rechnungsrevisoren »vurden die Herren Julius Pogatschnigg und Gustav S t i-ger gewählt. Der Jahresbeitrag wurde wieder mit 60 kr. festgesetzt. Hierauf wurde zur Wahl de« Obmannes geschritten und erscheint Herr Dr. G l a n t s ch n i g g mit 179 von 180 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Die Wahl des Ausschusses ergab folgendes Resultat: Hr. Franz Zangger (180), Herr Albert S t i g e r (179), Herr Johann Zech-n e r (176), Herr Dr. Aug. Schurbi (173), terr Gustav Stiger (170), Herr Dr. ch m i e d e r e r (168), Herr Julius R a°k u sch (161), Herr Josef Sima (149) und Herr Dr. Richard Foregger (148 Stimmen). Der Obmann dankt für seine neuerliche Wahl und bittet um kräftige Unterstützung. Nun übernimmt Herr Franz Z a n g g e r den Vorsitz und ergreift Herr Dr. G l a n t f ch-n l g g das Wort. Derselbe spricht vorerst sein Bedauern darüber aus, daß Herr Reichsraths-abgeordneter Dr. Foregger in letzter Stunde am Erscheinen verhindert wurde und dessen Räubern in die Hände gefallen waren. Natür-lich schritt man sofort zu einer näheren Untersuchung, und wer beschreibt das Erstaunen der Anwesenden, als man auf dem Bocke einen auf dem Rücken ausgestreckten Mann, im In-nern des Wagen» aber vier andere in dem nämlichen Zustande der Betäubung liegende fand, welche auf der Stelle von Herrn von B. sowie von dem herbeigeeilten Kutscher al» die Helden jenes Handstreiche» auf der Heerstraße erkannt wurden. Wie sie in diesem Zustand, die Pferde aber mit den Wagen und dessen Inhalte in da» Schloß gekommen waren, blieb allen ein nicht zu lösendes Räthsel, bis Herr o. B. sich endlich der Nebenumstände seine» Reise nach Großwardein erinnerte und somit die Schlüssel zu dem Räthsel fand. Die Wohnung und die Stäte des Hern» von B. waren seit längerer Zeit von einer Un-zahl Ratten heimgesucht worden, die man bis» her nach der gewöhnlichen Weise mit Arsenik zu vertreiben gesucht hatte. Dabei war aber übersehen worden, daß die dergestalt getödteten Ratten sich in ihre Löcher zurückziehen pflegten, dort kreppirten und, in Verwesung übergehend einen für Menschen und Thieren gleich uner-trciglichen Gestank verbreiteten. Diesem Uebel- 5 angekündigter Vortrag daher unterbleibe. Dr. Glantschnigg sprach sodann in längerer, von wiederholten stürmischen Bravo-Rufen unterbrochener, meisterhafter Rede über die Sloveni-sirung de» Cillier Obergymnasiums. Redner weist zuvörderst darauf hin, daß die Abgeord-neten Dr. Foregger und Derschatta während der letzten Reichsrathsverhandlungen eine diesbezügliche Interpellation eingebracht haben, deren Beantwortung seitens des Unter-richtS-Ministers noch ausstehe. Die beabsichtigte Slovenisirung des Gymnasium» habe nicht nur unter den Deutschen, sondern auch unter dem deutsch - freundlichen Theile der sloveni» schen Bevölkerung Unwillen und hochgradige Aufregung hervorgerufen. Der untersteirische FortschrittSverein sei schon nach seinen Statuten dazu berufen, Stellung in dieser hochwichtigen Frage zu nehmen. Redner erinnert daran, daß über 200 Landgemeinden Untersteier-marks mit aller Entschiedenheit gegen die EinführungdeSflovenischeuJdiom» als Amtssprache bei Gericht und als U n-t e r r i ch t s s p r a ch e an den Volks- und Mittel-schulen mit aller Entschiedenheit sich ausgesprochen haben. Dessenungeachtet greife die Slovenisirung in Untersteiermark immer mehr um sich, und das Deutsche werde in den Volksschulen derart ver-nachlässigt, daß die in'« Gymnasium übertreten-den Schüler der deutschen Sprache kaum inäch-tig seien, was dann wieder die Folge habe, daß, da am Gymnasium das in ver Volksschule Versäumte nicht »nehr nachgeholt werden könne, die Abiturienten wegen ihrer höchst mangelhaf-ten Kenntniß des deutschen Idioms eine deutsche Universität nicht beziehen können und so gezwun-gen werden, entweder in's Priesterseminar oder in die Lehrerbildungsanstalt in Marburg ein-zutreten. Au« diesen beiden Anstalten aber re-crutiren sich die fanatischen Hetzcapläne und die deren Heeroann folgenden Schullehrer, so daß sich vaS hiesige Gymnasium schon jetzt, vielmehr aber bei dessen vollständiger Sloveni sirung, als eine Pflanzstätte der erbittertsten Feinde des Deutschthums erweise. Wenn man sich nun nach dem Zwecke krage, den die slovenischen Führer mit der Slo-venisirung der Schulanstalten verfolgen, so be-komme man nur die eine richtige Antwort, daß eS den sogenannten Freunden de« sloveni-schen Volke« nur um die Verdummuna der Bevölkerung zu thun ist; denn ein durch da« Licht deutschen Geiste« aufgeklärte« Volk laffe sich von seinen Führern nicht mehr ausbeuten, und darum streuben sich die Letzteren gegen die deutsche Schule, deren heiligste Auf-gäbe es ist, Aufklärung zu verbreiten unter dem Volke. Die Führer der Slovenen haben kein politisches Ideal; sie treiben mit den heiligsten Gütern des Volkes ein elende« Spiel und w ihrend sie ihrem Volke die Segnungen der deutschen Cultur vorenthalten, senden s i e stände zu begegnen hatte Herr von B., dem Rathe eine« Freunde» folgend, in der Apotheke zu Großwardein ein Fäßchen gewöhnlichen Branntwein mit Zucker und einer tüchtigen Dosis Opium zubereiten lassen, in der Absicht, diese köstliche Mischung seinen Ratten vorzu-setzen, die dann, von dem wonnevollen Genuß sorglos und schwerfällig gemacht, ihre Schlupfwinkel verlassen und ohne Mühe todtzuschla-gen seiu würden. DaS Fäßchen mit dem erqui-(senden Labsal war bei der Erbeutung des WagenS von den Räubern gefunden und ver» muthlich mit vielem Lobe, wohl gar auf die Gesundheit de» wohlwollenden Spenders, um ein gut Theil leichter gemacht worden. Die Wirkungen des Getränke« waren nicht ausgeblie-ben. wie der bewußtlose Zustand der Räuber sattsam bewies ; die treuen Rosse aber, von keiner leitenden Hand mehr gezügelt und riel-leicht von natürlichem Instinkte bei der Unthat gettieben, hatten auf der wohlbekannten Straße kehrt gemacht, und durch Nacht und Nebel da« wirkliche Dach ihres Ernähnr« wiedergefunden. selbst ihre Söhne in deutsche Sch u-l e n. Ja, noch mehr! Die Pervaken haben sich selbst und ihre Söhne bei der Volkszählung als Deutsche erklärt. Redner nennt, um sich gegen den Vorwurs, daß er in'» Blaue hinein-spreche zu verwahren, al» Beispiel für diese Behauptung den Dr. Radaj u. A. Diese nur ihre persönlichen Interesse» fördernden Herren wollen eben nicht, daß dem Bauern die Augen aufgehen, sie wollen ihn in der Dummheit niederhalten, damit sie über ihn leichter herrschen können und sich da» Pervaken-thum in ihren, der Führer, Familien vererbe. Die toleranten, deutsch-freundlichen Priester, die im Geiste der josefinischen Gesetze wirkten, sterben allmählig aus, und an ihre Stelle trete ein Cleru», der e» sich zur Aufgabe mache, deutsche Sitte und Cultur unaufhörlich zu be-kämpfen. Redner ist der ganz richtigen Ansicht, daß die Slovenen. wenn sie schon durchaus slovenische Schulanstalten haben wollen, in ihren eigenen Sack greifen und aus einenen Mitteln sich ein ihren rein privaten Bestrebungen dienendes Hrivat-Gqinnasiuiu errichten mögen. Der Bauer sei heute ein fast willenlose» Werkzeug in den Händ-n der ihn gegen da» Deutschthum hctzen-den Geistlichkeit. Die» beweise drastisch solgen-der Fall, einer von vielen Fällen. Ein deutsch-freundlicher Bauer in Pettau hielt sich mehrere deutsche Blätter. Als dies der Pfarrer erfuhr, ließ er den Bauern rufen, machte ihm die Hölle heiß und drohte ihm, wenn er diese Bläl-ter nicht sofort aufgebe, werde er ihn von der Kanzel herab a l s I u d e n f r e u n d vor der ganzen Gemeinde am Pranger stellen. Der Bauer beharrte jedoch auf seinem Willen, deutsche Blätter zu lesen; der Herr Pfarrer aber hielt fein Wort und verdonnerte wirklich den Bauern am nächsten Sonntage von der Kanzel berab. Al» dies aber auch nichts nützte, steckte sich der Hochwürdige hinter da» Weib de» wackeren Manne». Des ehelichen Friedens wegen mußte der Bauer »achgeben und die deutschen Blätter aus seinem Hause verbannen. So arbeitet der Cleru« an der Verdummung des Volkes. Aber auch viele Advocaten und Notare, die ihre Söhne wohlweislich an deutschen Lehranstalten unter-richten lassen, gehen mit den VolkSverdummern Hand in Hand. Gilt eS ja auch für sie. au» der Bornirlheit der unteren Volksschichten Vor-»heile zu ziehen. Ferner haben auch viele Pro-fessoren ein Interesse daran, daß die Lehran» stalten slovemsirt werden, denn da eröffnet sich durch da« Uebenetz'n deutscher Lehrbücher in's Slovenische ei» reiches Feld einer l u c r a t i-v e n Thätigkeit. Auch jene slovenischen Candi-daten, die zu schwach sind, um die Lehramts-Prüfung für'« Obergymnasium zu bestehen, haben dann Aussicht ein Lehramt für slovenische Sprache zu erhalten. Ferner fördere die Slo-venisirung gewisse Streber in höheren Stän» den, die sich der Regierung gefällig erweisen, dafür aber auch belohnt werden wollen. Zur Besprechung auf die dermaligen Zu-stände am hiesigen Gymnasium übergehend weist Redner an einer langen Reihe von Beispielen nach, daß an dieser vordem im deutschen Geiste geleiteten Anstalt seit dem Amtsantritte des dermaligeu Directors das Bestreben nach der Slovenisirung des Gymnasium« immer deutli-cher »nd schärfer hervorgetreten se» und in letz-ter Zeit sogar zu öffentliches AergerniS erregen-den Scandaleu geführt habe. Ein Bedürfniß nach der so heiß ersehnten Slovenisirung der genannten Anstalt sei thatsächlich nicht vorhan-den. Und wohin, fragt Redner, soll die Errich-lung von slovenische» Parallelklassen führen? Doch nur zur allmähligeu Slovenisirung tes ganzen Gymnasiums, in weiterer Consequenz aber zur Errichtung von slovenischen Lehrkanzeln an der deutschen Universität Graz und zur schließ-lichen Aciivirung einer slovenischen Hochschule >» Laibach. Geht dann auch noch der Harzen»-wünsch der Slovenen nach administrativer Ver-emigung der Untersteiermark mit Kärnthen und Krain in Erfüllung, dann, meint Redner, fei das innerösterreichische Bulga-rien" fertig. „PcutsQe Miußt Am Schlüsse seiner Rede brachte Doctor Glantschnigg nachstehende Resolution ein: „In Erwägung, daß die Errichtung auch nur einer slavischen Paralellclasse an einen» deutschen Gymnasium zur Utraquisirung des ganzen Gymnasiums führen muß und erfah-rungsgemäß zur gänzlichen Slavisirung dessel-ben sühn; in Erwägung, daß der Fortbestand des deutschen Obergymnasiums in Cilli im Interesse der Bevölkerung und deS Staates un-umgänglich nothwendig ist; in Erwägung, daß die intacte Erhaltung dieser Lehranstalt den Wünschen der gesaminten Bevölkerung Unter, steiermarks entspricht, endlich in der Erwägung, daß die derzeit bestehende VorbereitungSclass. dem Zwecke der Einführung in dcn Gebrauch der deutschen Sprache genügt und sogar voll-ständig entbehrlich werden könnte, wenn der vorgeschriebene deutsche Sprachunterricht in den Volksschulen in gehöriger Weise ertheilt würde, spricht der untersteirische Fortschritts-Verein seine Ueberzeugung dabin au«, daß die Errich-lung einer slovenischen Paralellclasse am Staat«--gymnasium in Cilli den Bedürfnissen nicht ent« spricht, vielmehr eine? Gefahr sür den didac-tische» Werth dieser Lehranstalt in sich birgt, und legt demnach entschieden Verwahrung ge-gen eine jede darauf abzielende Maßnahme ein. —" Diese Resolution wurde e i n st i m m i g angenommen. Hieraus wurde über Antrag des Herrn N e g r i dem Ausschüsse für seine erfolgreiche Thätigkeit im abgelaufenen Vereinsjahre ein-hellig der Dank der Versammlung votirt. Der Vorsitzende sprach de» »och von auswärts erschienenen Parteigenossen den Dank aus, insbesondere dem Herrn Z e ch n e r, welcher die Parteiinteressen in aufopferungsvollster Weise förderte. Hiemit wurde die Versammlung geschlossen. _ ^Mä » n er g e s a » g v e r e i n.s Die sür Samstag den 23. November, bestimmte Lieder-tafel mußte wegen der in Aussicht stehenden Theatervorstellungen auf die nächste Woche ver-legt werden. sPrivat-Handels Mittelschule in Marburg a. D.] Wir haben, wie im vergangenen Jahre, wieder einen im Selbstoer-läge hes Leiters dieser ausgezeichnete» Anstalt Herrn DirectorS Pet. Reich a»n Schuljahr«-schlusse 1884/5 erschienenen Jahresbericht vor uns. Auch diesem Jahresberichte ist zu» nächst eine aus der Feder des nimmerrastenden DirectorS kommende Studie vorangeschickt. Im verga»»genen Jahre war es das interessante Thema: .Die Aufeinanderfolge der Welthan-delsherrschaft", welches der Verfasser in einer sowohl den Fachmann als auch den Laien be-sriedigenden Weise behandelte, wobei er zum Schluße gelangt, daß sich gegenwärtig die Herrschaft des Welthandels in den Händen de» deutschen Volke« befindet. I» diesem Jahre ist es eine Studie, oder besser gesagt, ei» voll-ständige» Werk der Nationalöconomie in modernem, den neuesten Erfahrungen und For-schungen Rechnung tragendem Sinne gehalten, welches die Aufschrift „Die Entwicke-lungsstufen derVolkSwirthschaft" führt. Es werden in dieser Abhandlung zunächst vom Verfasser die Ansichten und Methoden der meisten hervorragenden Theoretiker und Empi-riker vom Varro (36 v. Chr.) bis Knies. Lift, Litze, Proudhon :c. sodann im Weiteren biS Wagner und Schäfsle über den Entwickelungsgang der Volkswirthschaft discutirt, und zum Schluße in einer mehr oder weniger selbstständigen Methode aufgebaut. Aus dem Schulberichre entnehmen wir, daß iin Schuljahre 1884/85 au der Anstalt, außer dem Director. noch sechs Lehrkräfte wirkten und daß die Privat-Han-delsmittelschule von 52 Schülern srequentirt wurde, von welchen 13 au» dem Küstenlande, 11 aus Steiermark, 7 aus Dalmatien 7 au« Ungarn, 5 aus Croatien. je drei aus Kärnten und Tirol und je 1 aus Mähren, Griechenland und Macedonien gebürtig waren. Bei 21 war die Muttersprache italienisch, bei 17 deutsch. 1885 bei 9 croatisch, bei drei serbisch und bei zweie» griechisch. Die Privathandelsmittelschule ist vom h. k. k. Ministerium für CultuS und Unterricht und vom h. steierm. Landtage fudveotionin. und lenken die großen Erfolge, welche die Ä»-statt durch ihre Erziehungsmethode einerseits und durch den Lehrplan anderfeil» auszuweisen hat, eine immer wachsende Aufmerksamkeit auf sich, weßhalb auch der Leiter der Anstalt, Ti-rector Resch, von dem Könige von Griechen-land durch die Verleihung des Ritterkreuz des Erlöserordens, vom Könige von Rumävi» die gold Verdienstmedaille und vom Herzoge von Coburg-Gotha durch die Verleihung dei Sachsen-Ernestini'schen Hausordens ausgezeichnet wurde. Schließlich )ei noch erwähnt, laß ?i< rector Resch auch die Marburger von7lSchü-lern frequenlirte kaufmännische Fortbildungj-schule leitet. Dr. I. P. sW ä h l e r v e r s a »> in l u n g.J Reicht-raths-Abgeoidneter Freiherr von Gödel> Lannoy wird während der Landtagssefsiot eine Versammlung seiner Wähler in Mardnrz veranstalten, um denselben eine» Rechenschasts« bericht über seinen AuSttitt aus dem Hohen-wart-Club zu erstatten. Die slovenische Preffe thut über den Schritt GödelS sehr emricket und behauptet, seine „Wähler" seien darüber höchst ungehalten. Wer die Verhältnisse kennt weiß auch, daß daS liebe Stimmvieh der Per-vake» gar keine Meinung ha». Auf den Ä»i> gang dieser Wahlversammlung braucht um nicht sehr gespannt zu sein; die pervaklschen $<• dienlenseelen Marburgs werden Herr» Barn^ Gödel schließlich ei» Vertrauensvotum spende«. sT h e a t e r-N achri ch,t.] Am Freit» gelangt zur Aufführung „R o d e r»ch H e l l e r*. Lustspiel in 5 Acten, von Franz von Sch» than. Wie man unS mittheilt, dürfte m.t d»> Aufführung von Operetten erst nach Weis-nachten begonnen werden. Wir können diese Nachricht jedoch nicht verbürge», da die Theater-Directio» sich uns gegenüber bezüglich des pertoirs in tiefste» Schweigen hüllt. sE » t h a f t u » g.j Der unlängst weg» „Geheimbündelei" verhaftete Herausgeber »et focialdemocratischen Organ« „Die Arbeit". Her: R i s in a n n. wurde aus der Haft entlasset und die gegen ihn eingeleitete ftrafgerichliich Untersuchung, Mangels eines strafbaren Thnidr-standes, eingestellt. s Marburger Sparkasse. ] Al Statthatterei von Steiermark hat das Ansuchn des Marburger Gemeinderathe» um Genehi»! gung deS Beschlusse« dieser Corporation ii Honorirung des DirectorS und AnfsichtSrachl der Marburger Sparcasse abg» wiesen. T» Statthalterei ließ sich bei ihrer Entschließ»^ in dieser Frage wohl in erster Linie von 3» Erwägung leite», daß die Directvreu und sichtSräthe bei sämmtlichen Gemeinde - Sparcmal bisher keinerlei Entlohnungen für ihre Awl waltungen erhielt-», indem diese Stellen Ehrenämter betrach'et werden. Die gena«» Behörde hat hiedurch auch einem Wunsch« fei öffentlichen Meinung Rechnung getragen, welM sich gegen die vom alten Gemeinderathe in« letzten Stunde» seiner Amtswirksamkeit besch!« sene Maßregel ganz entschieden auSgesprochM hat. — Es sind unS in jüngster Zeit zahln,M Zuschriften zugekommen, in welche» hochacht^M Bürger Marburg« gegen die in Rede stch-iM nunmehr glücklich beseitigte Neuerung das 3afl dammungSurtheil aussprachen. Da die ZisW holterei diese Frage nun einer allgemein i«W friedigen?«» Lösung zugeführt hat. so enlfZ> wohl die Nothwendigkeit der Publicirung genannter Zuschriften. [Pettauer Musikverein.) tag, den 29. d. M.. veranstaltet der Pettauer fifoereitt, in Verbindung mit einem It* der ausübenden Mitglieder deS Marburger rßW harmonischen Vereines, im Stadttheater letzte diesjährige Mitglieder-Concert, bei wclchiM nachfolgendes Programm zum Vortrage bracht wird: 1. Bolkmann, Serenade II Mj Streichinstrumente, 2. C M. v. Weder, äW certstück in F-moll für Clavier mit LrcheßW begleitung, 3. Kretschmer's „Musikalische geschichtet," für Orchester (1. Morg«igtq>k 1885 2. Rosmarin am Weg?, 3. Auf der Wiese, 4. Am Weiher, Buntes Treiben, 6. Abendruhe). Es ist sehr zu empfehlen, sich der Pro-grainme zu bedienen, da Kretschmer's „Musi-kalijche Torfgeschichten" in Musik und Dichtung ein harmonisches Ganze bilden. Nachdem säatmt» liche Piecen hier zum ersten Male zur Auffüh-rang gelangen dürste wohl (ein starker Besuch zu erwarten) sein. sR i ch t i g st e l l u n g.] In die Berichti-aung der Notiz „Slovenische Betteleien" hat sich ein sehr unliebsamer, sinnstörender Setz-fehler eingeschlichen. Der betressendc Passus lautet richtig: (Punkt 3) .... da endlich di« Größe der von d-n Eltern dem Vereine gewidmeten Spenden oder die Verweigerung einer laicht eines) solchen weder den (nicht der) Tirector noch den (nicht der) Lehrkörper in der Behandlung und der Beurtheilung der Söhne dieser Eltern jemals auch nur im Ge-ringsten beeinflußt hat: so ist die Anschuldigung daß ein „Hochdruck", ein „moralischer Zwang" ausgeübt werde, ganz und gar unbegründet. sDie Wirkungen des „Henri-q e n") zeigen sich nicht nur an den widerstand?-fähigen, starken Männern, die doch nicht so leicht zum Fall zu bringen sind, sondern auch an dem der Versuchung leichter erliegendem schwachen Geschlechte. Der Rebe süßeS Blut, die edle GoiteSgabe, ist heuer so gut gerathen «id die Männer wissen den „Heurigen" nicht ge> »ug zu loben; ist eS da ein Wunder, wenn Eva'S neugierige Töchter, ermuntert durch das .ziehende" Beispiel ihrer Männer, der Sehnsucht >,cht widerstehen können, die Güte des dicsjäh-nyen Gewächses selbst zn prüfen? Natürlich gilt dies nur von den Evastöchtern im Bauern« kittel. Solche waren es auch, die dieser Tage die gefährlichen Wirkungen des „Heurigen", der mit sich nichi spaßen läßt, kennen lernen sollten. Tni Bauernweiber, welche dem jungen Weine tüchtig zugesprochen hatten, erregten durch ihr kchreien und Lärmen auf der Straße die Auf-merkiamkeit der Diener unserer „heiligen Her-«andad", die ebensowenig einen Spaß versteht, nie der böse „Heurige", der in ben armen Häutrinnen gewaltig rumorte. Die drei Weiter machten einen derartigen Scandal, daß st« schließlich zu einem Gange nach — der Polizei .emge aden" wurden, was sie sehr ener-gisch refüsirten. Die Muthigste von ihnen schrie : .Ich fürcht: mich aber von den Männern nicht und bin im Stande drei Männer auf einmal umzubringen." Das hatte wohl nur der teufli-sche „Heurige" aus ihr gesprochen, denn der «acht „Weider zu Hyänen." Schließlich blieben aber doch die Wächter des Gesetzes Sieger auf dem Kampfplatz« und „folgst Du nicht willig, s» brauch ich Gewalt", donnerte eS anf die sich gegen die prof .ische Arretirung sträubeiden Wei» der nieder, die am anderen Tage außer «;nem furchtbaren „Kater" auch nah eine Arreststrase zu erleiden hatten. [Todtfchlag.j Ter ledige Inwohner Johann S k e r b o t h erschlug den MathiaS G r a s ch i t f ch in Pelana mit einem Holzprü-gel. — Der Wmzerknecht Franz Fischer de-io:derte mit einem ähnliche» Instrumente den Michael S m o d i t s ch aus Pöllltjchberg iu'S bessere Jenseits. — Korrespondenz der Wedaction. „»in Deutscher"'. Besten Tanl. In nächster Hummer. An mekrerr Herren Einsender: Wir ersuchen uns die Manuskripte längstens bis Mittwoch und >sam • ftaq früh einzusenden. Umfangreichere Korrespondenzen ndttirn wir un« bis Dienstag und Zreitag Mittags. Eingesendet. Geehrter Herr Redacteur! Da ich nicht gewöhnt bin. mich mit frem-den Federn zu schmücken, so bitt« ich Sie, in Ihrem geschätzten Blatte zu coastatiren, daß kein einziger die Verhältniße des deutschen Gymnasiums in Cilli berührende Artikel von mir herrührt, ebensowenig der Artikel über die ruf-fische Kanzlei. Ich sehe mich zu dieser^Bitte veranlaßt, weil ich t.o» verschiedenen Seiten „Deutsche Macht." als der Verfasser der erwähnten Artikel bezeich-net wurde. Hochachtungsvoll Dr. Eduard Glantfchnigg. Anknüpfend an dieses Schreiben erklären wir ausdrücklich, daß Herr Dr. Glantschnigg weder über das hiesige Gymnasium noch auch bezüglich der sogenannt«!, russischen Kanzlei sür unser Blatt irgend ein« Zeile geschrieben oder uns da« Material hiezu geliefert hat. wie über-Haupt Herr Dr. Glantfchnigg schon seit längerer Zeit speciell sür di« „Deutsche Wacht" nicht publi-cistisch thätig ist. Die Redaction Wir machen hiedurch aus die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kauf-mann Timon in Hamburg besonders aufmerksam. Wer Neigung zu einem inlereffan. ten wenig kostspieligen GlückSverfuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestatteten staatlich garantirten Geldverloosung nur bestens empfoh-len werden. MTTONI i alknlUt ü«t totes Tisch- nnd NMiiMM, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blascnkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad um! Wien. Literarisches. [Di« Alp «n.j Handbuch der gefammlen Alpenkunde. Von Professor Dr. Friedrich Umlauft. Mit 30 Vollbildern. 75 Textbildern und 25 Karten (wovon 20 im Texte). A. Hartle-bens Verlag in Wien. 1. Liefern»?. Vollständig in 15 Lieferungen ü 30 kr. — 60 Pf. — 80 CtS. = 36 Kop. Die Alpen sind ein Losungswort unserer Tag«! Hunderttausend« suchen alljähr-lich ihre herrlichen Thäler und Seen, viele Tau-sende die hochragenden Gipfel auf. um Leib und Se^le an deren unvergänglicher Pracht zu erquicken, um in frischer Bergeslust sreier zu athmen und zu fühlen. Große, stets wach->ende V«rei»e haben sich die Pflege dieser Ver-ehrung sür die Alpen zur ausschließlichen Aus-gäbe gesetzt; Kunst und Wissenschaft suchen ihre Probleme in unserem Hochgebirge und sind hier mit den Gegenständen ihrer Darstellung, ihres StrebenS groß geworden. Angesichts dieser so allgemeinen Liebe und Begeisterung für das mächtigste Gebirg« Europas erscheint auch jedes Buch alS willkommene Gabe. daS sich mit dem-selben beschäftigt. Aber trotz des Reichthums ver alpinen Literatur existirt bisher noch keines. wefcheS. iin „Handbuch der gesummten Alpen-künde" unser Hochgebirge von allen Ge-sichtSpunkten auS unv nach allen Seiten hin beleuchten, unser Wissen von demselben nach dem gegenwärtigen Stande der Forschung dar-stellen würde. Ein solche« Handbuch bietet uns nun der als geographischer Schriftsteller be-kannte Professor Dr. Friedrich Umlauft und gewiß wird jeder Alpenfreund dessen Arbeit mit Freuden entgegennehmen. Wer daheim in trauter Stube zu einer Alpenfahrt sich rüstet, wer wieder heimgekehrt die herrlichen Erinne-rungen frisch beleben und die Eindrücke durch eingehenderes Studium der mannigfachen Er-scheinungen vertiefen will, dem werden Umlaufls „Alpen" ein werthvoller Freund fein. Nicht minder aber auch demjenigen, dem es versagt ist, die Wunder der Alpen selbst zu schauen, uud der an Eröterung und Schilderung derselben sein Genüge finden muß. Die eben erschienene erste Lieferung bietet zunächst ein« allgemeine Ueber sicht uud Characteristik der Alpen. Mit Wärme und Hingebung werden di« Ursachen der heute so allgemeinen Verehrung für die Alpen dargelegt, namentlich die ästhetischen Gründe einghend beleuchtet. Hieraus finden wir di« Lage der Alpen gekenzeichnet. ihre Größenverhältnisie besprochen, ihren Anblick und Endruck treffend geschildert. Drn Schluß deS 1. Capitels bildet ein Vergleich der Alpe» mit den übrigen Hochgebirgen Europas, sowie mit den Kordilleren Amerikas und dem Himalaya Asiens, aus welchen Parallelen die Vorzüge unserer Alpen klar hervortreten. Im 2. Capitel besaßt sich der Autor mit den Gren-zen der Alpen, indem er die verschiedenen Ansichten über diesen Gegenstand chronologisch gereiht aufführt, kritisch sichlet und bei seiner Untersuchung schließlich nach Prof. K. Neumann den Alpen Grenzen zieht, welche ebensowohl auf das geographische als geognostische Moment gebührend Rücksicht nehmen. Die der l. Lieferung beigegebene „Höhenschichtenkarte der Alpen" ist sehr praciS und geschmackvoll ausgeführt, die Illustrationen sind wohlgelungen, die Ausstat-tung überhaupt sehr elegant. Mit Spannung sehen wir daher der Fortsetzung dieses in jeder Beziehung hochinteressanten Werkes entgegen. Durch 10 Jahre erprobt oi< sicher »I »ichwitkendes Heilmittel »ei GichtuRheuma N'erveniicbmerien jeder Ärt, öligem, II n#kel«ch wiche. Zittern, Steifheit, der Glieder, Schmerzen i» verheiltenWunden Lähmungen ist Herbabny's Alpenpflanzen-Extract: Altente Mit Civil- Bild Milit«r-S|>itiilern, lernte mh'-rclrhe l>*nk>ebreiben beengen die FnUtudir Clifung tiefn «I» Einreibung dienenden nehmerzatlllenden «sie»,- Preis: 1 Flacon (grün embailirt) l st.; l Aaron ftarlerer Sorte > roia em-badirt) f Gicht,Rheuma, AihmuiiM 1 fl. 20 kr , v«r Pos, (slr I—!iFlacons 20 fr. mehr f. Emballage ZM" Nur eckt mit nebenstehender Tckuymarke! Cf nlral-Vrmendunci Apotheke „zur Baraleniikeit" des Jul. Matoy, Wien, VII. Kalaerstrasie 90. Depot» ferner bei den Herren Apotbelern: CTitli t I. .«upfersckmid, Baumbacb'S (?rbeu, Apoth. DeutsthOmTichcr Dichtungen ADOLF HAGEN. ©•, X^ioio X Iviaxlc - SO ICxenzer. Kinste* Buch: Die Sagen der Spinnatube. ErtlMeud« Dichtungen. Zweites Bach: Der Liederhort des fahrenden von Steier. In Cilli zu haben bei Joh. RakuscL .Deutsche Macht.' 1885 Kundmachung. Der Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben der Cillier Bezirks * Vertretung im Jahre 1886 liegt von heute an durch 14 Tage in der Kanzlei der BezirkS-Vertretung. Bahn-hojgaffe Nr. 162 zu Cilli auf, was mit dem Veifaye verlautbart wird, daß eS den Bezirks-Angehörixen freisteht, in denselben Einficht zu nehmen und Erinnerungen vorzudringen. VezirkS Ausschuß Cilli, 20. Nov. 1885. 801.3 Der Obmann. Nr. 154u. Kundmachung. Gemäß GemeinderathS - Beschlusses vom 23. d. M. wird die Stelle eines Einnehmers zur EinHebung des Standgeldes und der Markt-gebühren, mit der Verpflichtung zur Controle über die Einfuhr von Bier und gebrannten geistigen Flüssigkeiten zur provisorischen Be-fetzung ausgeschrieben. Mit dieser ist ein Jabresgehalt von 350 fl. und eine 5% Tantieme von der Geiamml-Brutto-Einnahme aus den bezeichneten städtischen Gefallen »erbunden. Bewerber um diese Stelle haben die be« züglichen Gesuche bis längstens 3. December 1885 beim Stadtamte, woselbst auch die näheren Auskünfte ertheilt werden, zu überreichen. Der Bewerber ist, im Fall« als ibm die Stelle verliehen wird, zum Erläge einer Eaution im Betrage von 120 fl. verpflichte». Ttadtamt Cilli, am 24. Nov. 1885. Der Bürgermeister-Stellvertreter: __Kranz Zanga-r. Ein überspieltes Ciavier, *Owic auch eine Violine »ammt VIollriMrliiil«* Mlllg zu verkanten. Auskunft i. d, Adm. T:>-r> Kin Ueberxielier wurde Sonnt-ag im Hfttel „Lttwcn" vertauscht. Näheres bei Carl Mortl, Conditor, Hauptplatz. 803-1 In Rann ist ein im bmteii Betrieb* Bestanden?* Gemischtwaaren- u. Getreidegeschäft auf dem beuten PoNten Tom 1. Februar 1886, auf mehrere Jahre zu verpachten. Nähere» zu erfragen bei A. Levalt dortselbst. 804-;! bestehend aus drei Zimmern, grosser Küche etc., im I. Stock, ist sofort zu vermietben. Näheren in der Administration die««« Blatte«. Gottfried ßarth Hopfen-, Comiissions- and Speditions-Häft in Knmurkt, Nürnberg, u Knitutrkt empfiehlt sich 10m Verkauf und Einkauf von Hopfen sowie »ur Ertbeilüm von schnstlictien nnd telegraptiisctißn Marktberichten. Mac/tßiuMtltge. rrrtlr Itrrlimttnfj. •*®0 Geschäft s-Localitäten: Hauptlager am Hopfenmarkt jul. johannsen, Kautschuk-StampiglienErzengung 4 Oravieranstalt Graz, Jungferngasse Nr. 2. Alle Neuheiten. — Lieferzeit 1 bia 2 Tage. — Agentur für Cilli: C. Almoslech-n.eg. 4*27—52 Programm zur Pariser Glas - Photographien- kmisl-Aiisstcllimg in Cilli, Hermin» 117, im Herrschen Hanse Eingang unter dem Hausthorc.a Geöffnet täglich von 3 Uhr Nachmittags bis 8 Uhr Abends. An Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 8 Uhr Abends. Zur Ausstellung gelangen folgende Serien : Donnerst. 26. November I VL Serie: Freitag 27. „ J Oesterreich u. die Schweiz. Sonntag 29. Belgien und Palästina etc. Entree ä Person 20 kr. 6 Entreekarten 90 kr. Für Kinder EntrAe 10 kr. Programme an der Cassa gratis. Preisgekrönt wurden die ausgestellt«» ßilder ant den grossen Weltausstellungen in Brüssel, Dijon, Cha-lons, London, Berlin, Paris, Hamburg, Groningen und mit der Verdienst-Medaille iu Wien. Zu haben bei Johann Rakusch in Cilli. Im Verlage von F. (»all in Oraz ist soeben erschienen: Deutlch-nationaler Aalender für Oesterreich, auf das Jahr 1886. Geleitet von Carl W. Gawalowski. Mit Beiträgen von: H. Beheimer, F. Dahn, E. Fels, W. Fischer, A. Hagen, R. Hamerllng, Dr. Harpf, F. v. Hausegger, F. Keim, A. R. Naaff, A. Ohorn, W. Ressel, H. Swoboda Reich illustrirt. Stärke 10 Bogen. tirosa-Oetav Preis IM! It». — Gegen Einsendung von 41 kr. nach Auswärts portofrei. Zu haben bei Johann Rakusch in Cilli. Man biete dem Glücke die Hand! .SOO.OOO Mark Hauptgewinn im günstigsten Falle b:etet die Hamburger growae Geld-Verloosung, wiche vom Staate genehmigt und garantirt ist. Di« vorteilhafte Einrichtung des neuen Plan« ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Classen von 100.000 Looaen 50.500 Gewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 500.000 speciell aber 1 Gew 1 Gew 2 Gew 1 Gew 1 Gew 2 Gew 1 Gow 2 Gew I Gew 5 Gew 8 Gew M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. 800,000 200,000 100.000 90,000 80.000 70.000 60.000 50,000 30 000 20,000 15000 26 Gew. 56 Gew. 10«; Gew 253 Gew. 512 Gew. 818 Gew. 31720 Gew. a ST a M. a M. ä M. ä M. a M. k M. 10 00« 5000 3000 2000 1000 500 I 145 16.900 Gewinne a M. 300, 200, 150. 124, 100, 94, 67. 40, 20. Von diesen Gewinnet gelangen in erster Classe 2000 im Gesammtbctrage von M. 117.1)00 zur Ver-loosung. Der Haupttreffer Iter Classe betragt M. 50 000 und steigert sich in 2ter auf Mark 60 000. :iter M. 70 000. 4ter M. 80.000. oter M. 90 000 6ter M. 100.000. in 7ter aber auf eventuell M. 500.000, nee. M. 300.000, 200 000 Die Gewinnzichungen sind planmissig amtlich festgestellt. Zur nächsten Gewinnziehung erster Classe dieser grossen vom Staate gnrantirten Gcldverloosung kostet 1 ganzes Uriginal-Loos nur fl. 3.50 kr. C. W. 1 halbes „ „ „ 1.75 „ „ 1 viertel . „ » —.90 , Alle Aufträge werden so'o-t gegen Einsendung, Postanweisung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten S0rgf4.lt au«^elOb*t und erhält Jedermann von uns di« n it dem Staatswappen versehenen Original-Loose se'bst in Häuden. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pliine gratis beigefügt, aus welchen sowohl die Einthcüung der Gewinne auf die verschiedenen Classenziehungen, als auch die betreffenden Einlagebeträge zu ersehen sind, und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen ve senden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei N'cbt-Convenienz die Loose gegen Röckzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planmässig prompt unter Staat# Garantie. Unsere Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals d:e grössten Treffer ausbezahlt. U.A.solche von Mark 250,000. 100,000, 80,000, 60 000. 40.000 etc. 740—11 Voraussichti'cA kann bei einem solchen aas der MOllilralen Basis gegründeten Unternehmen überall auf e're sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und oitiea wir daher, um alle Auftrüge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem 30. \o\rmlirr d. 4l. zukommen zu lassen Kaufmann & Simon, Bank- nnd Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.8. Wir danken hieruurch für das ans seltner nsehenkte Vertrauen und bitten durch Einslehtnanou In dca t-nllichen Plan sieh *on deu urossart'jsn Gewinnchancen tu überxcupen, welche diese \trleo jn^ea bieten. D. O. In Cilli MM M M M M am Hauptplatz 108 ist vom I. 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