Laibacher Zeitung. ^ 35. Mittwoch am R3. Februar R8KK Die .Aiibachör 3,itl,!.a" erscheint. ,»it Ä»Ola!„»e ocr Tl,,.n- U'.o Freitage, täqlich. uni' kostet s«,mnt dcn Beilagen i m ^om.ptoir «a>>Uäl,rig 11 "'', b"/b >^ hl i g 5 fll 3U kr, mit Kre,,.l',nd Co.v.nr qanli^ l2 st.. ha l bja hr.q ^ 3,» fr^melir z.< Mnchttn. M.t der '^oft por.to- s'r'i qan ^h ' m"r Krm^ n .no ^drnckter A.resse ,.^ ss./h al b jä hri g 7 ft. 30 f.. ^ In scrat.on-gel'üh r f'."Utt 3va!ttn;n.e over den ^aum der.5!b^ s»r em- ^ '""liqe Gi..,A'.ltm!a 3 kr for zwmnaliqe ^ fr., für dreimalige 5 fr. G. M. Inserate bis 12 Zeilen kosten l ft. fi,r 3 Ma!, 50 tr. M- 2 M.il unv 4N kl. s,,r 1 Mal em,,.,ch«ltfn. Z" diesen Gebührei, ist nach dem „provisorischen Gesetze vom il<" beachte vor Knvzem einen anziehenden Artikel, welcher die Fortschritte dcs slavischen UnterrichtZwesens in Oesterreich beleuchtet. Dcr Verfasser erklärt „es fty den östcrreichi-schen Slaven bis jetzt nicht möglich gewesen, der Na. li^nalsprache einen Platz in den höheren und niederen Bildungsanstalten zu verschaffen. Eden su unmöglich sey cs gewesen, die Wissenschaft selbst in dcr Natwnalsprache zu pflegen lind zu bereichern. Nnn aber seycn di^ Pf^tcn der Schulen weit aufgethan und die Nationalsprache hal'e endlich dann ^inga,>g gefunden. Uederall in dcn slavischen Provinzen scyen Lehrkanzeln fur die slavische Sprache und Literatur errichtet. Den ersten Rang nehme in dieser Beziehung die Krakauer Universität cin." Dcr Artikel fährt weiter fort: „AIs Krakau der österreichischen Monarchie einverleibt wurde, befand sich eben die dortige Universität in zunehmendem Verfalle. Die österreichische Regierung trachtete sogleich, ihr durch germanistische Nichtnngen ein neues lieben einzuflößen. Die juridische Facnltat war die erste, welche mit deutschen Professoren besetzt w.ird. Mit der Proclaiming, des Gleichberechtignngsprin-zips im Jahre 1848 fiel sogleich die deutsche Unterrichtssprache in Krakau. Allein nunmehr trat Mangel an Professoren ein. Etliche Advocaten Krakau's „ahmen sich bcr verwaisten Lehrstühle an, und erst heuer nahm die Universiläc einen solchen Aufschwung, daß sie dcn vorzüglichsten Lehranstalten Oesterreichs gleich gestellt werden muß. Dcr bckannte Professor dcr Geschichte dcs sia-v'schen Rechts, A. Simon Hclcel, ward zum Professor des politischen Rechts, Joses Ziclowacki, Do.-cent auf der Universität zu Brcölan. zum Professor des römischen Rechts, Eduard Tierich zum Profes->or des Merc^ntil- und Wechsclrcchts und dcr administrativen Geschkmwe; Johann Nzesinski zum Professor der Philosophie, n,.d Inlian Dunaje.vski ^"^ ^'^' "^ Strafrcch-s ernannt Die medi-eil und^77^ ""' ""ch ^h'kanzeln fur Augen- das s2is^^.2t ^^ ''" ^l.. .N welcher mächtig entwickelt hat, ist die ^v2d^ü^^ sitat zu Prag, S.e besaß schon f.,'il)er nm'ge P ' fessoren, welche die Wissenschaft in der National' spräche lehrten, z.V. Swatopöuk, Plesl, Ioh. Jung mann, Pctizina. Die eigentlich? Rührigkeit im Bil-dungsfortschmtc der Nation stellte sich jcdoch erst neuestens ein. Unter jencn ausgezeichneten slavischen Notabilitäten, welche derzeit die Pragcr Universität schmücken, nennen wir (Zelakowski für slavische Philologie, Wocel für czechische Älterthumskunde, Tomek für österrcich'sche Geschichte, Koubek sür polnische Sprache und Literatur, Harusch sür die Phi-losophie, Grünwald für die Gesetzkunde, Ionak für Nationalöconomie, Purkoin" für Physiologie, Hanka für russische und altslavischc Literatur. Die lulheni-sche Sprache wird vorzüglich auf dcr Universität von Lembcrg gepflegt. Jene Männer, welche sich diesem Geschäfte unterzogen, hatten mit all' den Schwierigkeiten zu kämpfen, welche der Mangel an wissenschaftlichen Grundlagen und literarischen Prämissen erzeugt. Die^Nuthenen sind in geistiger Beziehung eine noch jimge, aber durchaus hoffnungsvolle Nalion. Gegenwärtig lehren in rutbcnischer Sprache Scze-panowöki die Dogmatik, Iuziozinsky über den Kan-zelvorlrag, Holowacki die ruthenische Sprache und Literatur, Auch dcr Universität zu Gratz ist dilBe.-stimmung zu Theil geworden, die slovcnische Spr.'che zu cultiviren, welche in dem ncuen Professor Krainc für das allgemeine, und Skedel sür das Strafgesetz ihre Vertreter fand. Nebst diesen trägt Professor Nobi«': an dcr theologischen Facultät tie Lehre dcs Kanzelvortrages in der slovenischen Sprache vor. An dcr Wiener Universität finden sich gleichfalls einige ausgezeichnete Vertreter der slavischen Wissenschaft, namentlich Professor Koller, für slavische Alterthumskunde, Miklosiö für slavische Philo. logic und Semdcra für czcchische Sprache und Lite.-ratur. Unter den Academien und Lyceen verdienen insbesondere die Preßburger Academic Hervorgehoden zu werden, wo der ncu erniMNte.Prof. Petruska all-gemeine Gcsctzkunde in czecho-slavischer Sprache vorträgt. Die Olmützer Universität, obgleich gewissermaßen im Herzen des Slaventhums gelegen, hat bis jetzt für die slavische Wissenschaft und Literatur wenig Hervorspringendes geleistet lind nnr der bei der theologischen Facultä't angestellte Professor Maly hält sn'ne Vortrage im slavischen Idiom." Diese aus zuverlässiger Quelle geschöpfte Dar, stellung, welche wir dem erwähnten Blatte entnch-men, liefert den dcsten Beweis, wie sehr der ö^er-rcichijchen Regierung darum zu thun ist, das Gleich-oercchtigungvprinzip, soweit es zulässig und praktisch ausführbar erscheint, zu pflegen und organisch dnrch-znbildcn. Alle nur einigermaßen ausgezeichneten Notabilitäten der slavischen Literatur sind aus die Landesuniversitäten berufen und ist ihnen ein vollkommen freier Spielraum zur heilsamen und zweckdienlichen Entwickelung der nationalen Sprache und Literatur eingeräumt wordin. Unsere Wünsche gehen in diesem Falle, sowie in jedem andern, wo nationale Interessen auftauchen, entschieden dahin, daß die Gleichbcrechtigungsidee nicht dazu venützt werde, die Sonderung, sondern vielmehr die Annäherung und die Befreundung dcr Nationalitäten zu bewirken. Die hohe und cdle Wissenschaft abcr ist keinesfalls ein trcnnmdcZ und zersetzendes, sondern vlömeln ein vermittelndes Element. Die Pflege der slavischen Wissenschaft gereicht uns deßhalb zurFreude und wir sind überzeugt, daß auf diesem soliden Wege keine Nachtheile sür die österreichische Einhntsidce zu befürchten sind. (Oest. 6.) Korrespondenzen Gratz, 9. Februar. — .1. — Ein deutscher Naturforscher hat im Jahre «849 den Satz aufgestellt, die Bestrebungen der Gegenwart, die politischen Wirren seyen, wie die Eholera, Erdä'pfclkrankheit?c., Folgen tellurischer Ano. malle. So paradox nun dieser Satz auch klingen mag, so wild man doch versucht an die Letztere zu glanbc», wenn man unsern heurigen Winter betrachtet. Wir haben di« ersten Fevruartage, und pro, mmiren in Hndströckcn. Vom Schnee keine Rede, den wenigen, den zu besitzen wir so glücklich waren, haben uns die warmen Sonnenstrahlen geraubt, und so haben wir keinen Schnee, keinen Winter, aber desto mehr Rheuma und Grippe. Die letzte besonders scheint sich bei uns bleibend einbürgern zu wollen, an das »rste sind wir ohnehin schon gewöhnt. Wer ren ungemein großen und schnellen Wechsel der Temperatur in Gratz, bedingt durch die Nähe hoher Berge, kennt, dcn macht das häusige Vorkommen gichtifcher Leiden gar nicht staunen. Für den Augen» blick ist nun das Wetter ganz angenehm, allcin welchen Einfluß wird es auf das Gedeihen der Früchte für das Jahr üvcn? Dl's vergangene Jahr ohnehin ein schlechtes, Wein und Obst w^r ganz mißralhen. Die LebenZmittcl stehen theils in Folge tcs Miß-Wachses, und ob Mangels an Zufuhr, theils ob des bedeutenden Agio in enorm hohem Preise. Dem Bemittelten ist diese Steigerung der ^ Preise freilich weniger fühlbar, aber desto mehr empfindet sie die unbemittelte, die arbeitende Classe. Ueberdieß hemmt dcr Mangel an Silbergeld den Geschäftsverkehr, und raubt auf diese Weise mcmchcm redlichen Arbeit« sei' nen Erwerb. Welche Folgen kann dieß haben? Eine davon haben wir vor Kurzem hier gesehen. Eine Frau l'clricb „ach dem Tode ihres Mannes dessen Geschäft ,'n der Art, daß sie sich und ihre Kinder durchbrachte. Die gegenwärtigen Geld. und Geschäfts. Verhältnisse machten ihr Gewerbe derart stocken, daß sie genöthigt ist. in Erwartung besserer Zeiten Geld auf Wechsel aufzunehmen. Die besseren Zeiten kamen leider nicht, wohl aber wurde der Wechsel fallig und ihr präscnlilt. Die arme Frau bestellt den Gläubiger zur Zahlung auf dcn nächstfolgenden Tag, und — wenige Stunden darnach wird sie — eine Leiche — aus dem Wasser gezogen. Derlei Beispiele, wenn aucl', Dank dem Himmel, nicht so grell, könnte ich Ihnen mehrere anführen. Es ist also sehr begreiflich, warum die Leute einerseits mit so großem Bangen dem Ende dieses Jahres entgegengehen, andernlheils aber, lcichlsinnig Vergangenheit und Zukunft vergessend, nur dcm Vergnügen der Gegenwart leben Eine gute Zeit muß denn doch der Mensch haben; sind ihm Vergangenheit und Zukunft entrissen, so muß ihm Ersatz für beides die Gegenwart seyn, und so klingen die Tanzweisen fröhlich und laut, alS gälte ts, mit ihren Harmonien zu übertäuben die Dissonanzen des Leben5. Dieser Tage hatten wir wieder ein Mal daS erbauliche Schauspiel der Confiscation eines Iour. nales. Das finstere Los traf das Blatt' Das Ur' christenthum;" ein Blatt, welchcs von der hiesiam Gememde der freien Christen lDeutschkatholiken) her^ ausgcgc en wnd. und zur Verbreitung ihrer Ten-denzen dient. " Es werden jetzt bald drei Jahre seyn, seit unttr dem Banner der Marztage Nonge's Lehre in Oester-mch Eingang fand, und sich auch A:,fangs bedeutend verbreitete. Der Grund hiezu liegt bei nur oder, flächllchcr Beachtung der damaligen Verhältnisse in Oesterreich auf der flachen Hand. Opposition ä tmil. I"-'lx war di« Lehre, wem konnte sie damals mißsallen. Ich habe durch diese dm Jahre die Lehren und Handlungen der Deutschkalholiken zu beobachte!, I4H vielfältige Gelegtnheit gehabt, allein ich muß gestehen, daß Jeder, wenn auch ehedem irriger Fana. liter, doch bisher gewiß hätte geheilt werden müssen. Es fehlt dieser Secte alles Jene, was ihr Aufblühen möglich machen könnte. 5hre religiösen Lehren er» mangeln des Höhern, weil sie das Bestehende vcr° werfen, und nicht im Stande sind, an die Stelle des verworfenen und bei Seite Gelegten sich ein ent» sprechendes Princip zu schaffen. Wie gesagt, hatte die Lehre bei ihr,r Entstehung eine große Zahl von Anhängern, die sich jedoch bisher fast alle zurückzogen, so daß jetzt die Gemeinde aus »00—150 Mit« gliedern besteht. Ich muß gestehen, daß es mich Wunder nimmt, wie die Behörden ihr so viele Wichtigkeit beilegen, denn es fehlen ihr alle Elemente, sich zu einer Be-deutenheit aufschwingen zu tonnen. Wien, l0. Februar- — s — Die Nachricht, welche seit einigen Tagen i die Journale durchlief, daß der Unterrichtsministcr sein Portefeuille niederlegen werde, war nicht bloß voreilig, sondern beruhte zugleich auf einer sehr oberflächlichen Beurtheilung unserer Zustände. Genau genommen hatte das ganze Gerücht keinen anderen Ausgangspunct, keine andere wesentliche Stütze, als den mehrerwahnten Leitartikel des »Oesten-eichischen Corrtsvondenten" gegen die Staatsprüfungen und mittelbar gegen die Stndienfleihcit. Man kann aller-dings zugebcn, daß d>c Staatsprüfungen nicht den einzigen sicheren Gradmesser für die pracüsche Tuch tigteit des Beamtenstandes abgeben, allein die vom »Korrespondenten" angeführten Gründe sind jcden^ falls wenig stichhaltig, wenn man bedenkt, daß die gering« Anzahl der bisher abgelegten Prüfungen kci-ncn Maßstab für die Haltbarkeit oder Unhaltbarieit eines Studiensystemcs liefern kann, das sich erst mich längerer Dauer, nach einer allseiligen gerechten Würdigung erproben muß. Aber noch eine andere Seite der Frage kommt hierbei zu berüchsichtigcn, und ich glauvc kaum line minder wichtige, obgleich dilsdbe bisher weniger besprochen wurde. Ich meine hierbei die moralische Garantie, welche ,'il dem Institute der Staatsprüfungen liegt. Es ist nicht bloß denkbar, sondern durcl) hundertfältige Erfahrungen bestätigt, daß bei der früheren Einrichtung der vervielfältigten Semestralprüsungen an den Facuitätcn mancher Plü. sende, durch ein wenig gründliches, wenig verdautes Wissen des zu Prüfenden getäuscht werden konnte, daß Letzterer schon deßhalb, imd zwar bei dem früheren Systeme billiger Weise mehr Nachsicht bean spruchen durfte, weil eben dic Semestralprüfungm nur aliquote Theile d.S anzulegenden Maßstabes bil^ deten. Ganz an'ers a/st^ltct sich die Sache bei den Staatsprüfungen; hier kann keiner indiviou.llen Ansicht in dem Grade Raum gegeben werden, daß von ihr eine Schlußbestimmung der Beurtheilung abhängig wäre, weil diese eben nicht durch einen Einzelnen sondern durch das Gutachten dcr, unter dem Gewichte strenger 25cranlwo>tl>chkcit abstimmenden Prü-fungs-Eommission bedingt wird. Ich gebe gcrne zu, daß durch die Beseitigung dcr Semcstralprüfungen manchcr Studierende zu einem jugendlichen Sich-gehenlasscn, zu cincm traurigen VcrfchweiUen der Studienzeit verleitet werden mag, allein diese Erscheinung war und wird bleiben, so lange es eine sinnlich , geistige Menschcnnalur gibt. Zudem ist dcr Verlust solcher Studierenden, so herbe cr den Ange hörigen fallen mag, für das große Ganze des Staats-wohles, weicht hierbei zu berücksichtigen kommt, nur von untergeordneter Bedeutung; denn die Zeit der mittelmäßigen Kopse ist vorüber; der Staat bedarf ungewöhnlicher Kräfte für seinen Neubau, und für diese wird der Ernst, welcher in der Verantwortlich-feit der Staatsprüfungen liegt, «in treuer Gefährte ihreS strebsamen Universitätslcdms seyn. Zum Schlüsse bemerke ich nur, daß der Herr Unterrichtsminister, heute wie sonst, scmen Salon zur Audienz geöffnet hatte. Oesterreich. ! Wien, 9. Februar. Die Preßburger Handels- ! kammer, der Tyrnaucr Gemeinderalh und noch einige Vertreter aus slavischen Städten haben sich an den Herrn Minister des Handels mit der Bitte ge. wendet, cr möge auf die Tyrnauer Eisenbahn se n Augenmerk lichten, da auf dieser Eisenbahn Brenn. m.'teriale, wovon die Waldungen im Trentschiner ! Eomitate unerschöpfliche Ausbeutungen liefern, nach Wien in solchen Quantitäten befördert werden könnte, daß die jetzige Theurung dieses Artikels bedeutend nachlassen würde. — Die hiesigen Frauenwohlthätigkeitsvereine sind bei der Statthalterei um die Bewilligung ein-geschritten, Arbeitsschulen für Mädchen erricht.« zu dürseil, welchem Gesuche sogleich willfahrt wurde. Wien, >0. Februar. Vor etlichen Tagen begab sich eine Deputation von vier hiesigen Slaven, u. z.: die Herren Dr I. Kollar, K. Kuzmany, Dr. Licharo mid I. Zaborsky, zu Sr. Excellenz dem Hrn. Justiz-minister Ritter v. Kraus, um ihm ihre Aufwartung zu machen und ihre Glückwünsche bej dem Antritte seines hohen Amtes darzubringen. Sie wurde von dem Hrn. Minister sehr freundlich aufgenommen. Die Deputation stallte unter Anderm das Ansuchen, der Herr Minister möge sein Augenmerk auf die slavischen Völker gerichtet halten und so weit als mög' lich das Gleichberechligungsprincip bei den neuen Rechtsinstitutioncn in Ungarn walten lassen. Der Herr Minister ertheilte ihnen in dilser Beziehung die erfrelilichstl» Zusicherungen. itemberg, 8. Februar. Dem »V. D.« schreibt man, daß der ruthenische Nationalrath damit umgehe, den projcctirten Bau eines Natimialhauses schon im beginnenden Frühjahre in Angriff zu nehmen. — D^s durch das Bombardement im Jahre I8-l8 beschädigte städtische Rathhaus ist bereits wieder rcstaurirt worden; die Kosten der Nestauri-rung betragen 99,000 fi. (5. M. 5 Venedig, 6. Februar. Der Handclsstand dieser Stadt hat wegen Uebernahme dcr von der Provinz Venedig zu leistenden Raten des lombardisch-venetianischen Anlehcns eine allseitig befriedigende Ucbercinklinft mit dcr Staatsverwaltung abgeschlossen. Beut z ch l a u d. Alton«, 7. Februar. Die »Neue Pr. Ztg.« schreibt: Heute Mittag 2 Uhr rückten lie ersten k. k. Truppen hier cin, bestehend aus d,m Regimente Fürst Schwarzenberg von 3300 Main, und einer 6pfündigen Batterie. Um 6 Uhr erwartet man 2 Bataillone vom 8. (Leib) Infanterie-Regimsnt dcr königlich preußischen Truppen, die gleichfalls hier einquartiert werden sollen, um morgen nach Rendsburg zu geben. Morgen trifft I)icr das Regiment Wellington nnt cincr Batterie ein, und übermorgen dcr Rest der ganzen Division Theincr, welche in Altooa ihr Hauptquartier nimmt. Von übermorgen Früh, zu welcher Zeit die Festung Rendsburg von den preußischen und österreichischen Truppen besetzt seyn wird, übernimmt ter General Signorini das Eoinmando dcr Festung, und es werden nicht nur das Kronenwerk, sondern auch die äußeren Forts von den Bundeötruppen besetzt werden. In Schwär-zcnbcck, wo noch vorgestern das Hauptquartier der Brigade Signorini sich befand, hat der General emcn Armeebefehl erlassen, Vvorin er den Einmarsch der Truppen in Holstein anzeigt, mit dcr besondern Bemerkung, daß die Soldaten die Holsteiner nicht als Feinde oder Rebellen, sondern als Freunde und Landslcute zu betrachten und zu behandeln hätten. AIs Departementschef für dic Militärangelegen-heilen ist von den Bundescommissarien der bisherige holstein'sche Oberstlieutenant Seweloh ernannt; d«r< ftlbe ist Holsteiner und war fn'iher Bureauvorsteher i,n Kriegsdepartement. Lübeck, 6. Februar. Bei dem gestern Abend Statt gefundenen Zapfenstreich versammelte sich eine sehr große Menge Pöbel, der den Anfang mit dem Gesänge „Schleswig.-Holstein» begleiten zu wollen sch,en, bald aber zu lärmen und zu toben begann. Gegen diese kläglichen und' doch von tiefgehender Verwilderung zeugenden Ercesse ist bereits eine Bekanntmachung der hiesigen Polizeibehörde erschienen, welche mit einem ernsten Einschreiten droht. — In Kiel haben die beiden Bundescommis-säre und Gras Reventloiv Climinil am 2. d. eine Proclamation erlassen, worin sie die Einsetzung der neuen Regierung, die als „Oberste Landesregierung« fungirt, ankündigen; Präsident der Regierung ist Freiherr Adolph v. Blome. Die Bundescommis-säre und Graf Nevenllow-Eriminil werden eine controllirend, Stellung einnehmen-, dem Letzteren ist Frhr. v. Plesscn beigeordnet. Das seither in thatsächlicher Wirksamkeit bestandene Staatsglundgesctz vom , 5. September ,848 mit dcn Verordnungen in Betreff der Wahlen und der Ministerien wird außer Kraft gesetzt und die LandeZvers.iM'nIung aufgelöst. Gleicherweise werden die pudlicirten deutschen Grundrechte außer Kraft ge. setzt. Die übrigen seit dem 24. März l848 erlassenen Verordnungen und Velwaltungsmaßregeln haben nur für fo lange Giltigkrit, als die oberste öan-desbehörde deren Aufhebung oder Abänderung nicht beschließt. — Graf von Arnim wird dieser Tage in Begleitung einer Deputation in einer außerordentlichen Mission von Berlin n^ch Wien gehen. Eine gleiche außerordentliche glänzende Gesandtschaft soll auch nach Petersburg bestimmt fcyn. Durch allerhöchste Ordre vom 30. Jänner ist tie Demol'üisirung der preußischen Armee, so weit als möglich, vervollständigt worden. Alle mobilen Truppen, Stäbe und Administrationen, mit alleiniger Ausnahme der für einen eventuellen Marsch nach Holstmi bestimmten, treten hiernach auf den Friedens.-fuß zurück. — Die freie Gemeinde in lw'vzig hat sich aufgelöst. Anlaß dazu gab das wiederholte Ver.-langen des Polizeiamtes, neben der allgemeinen Mitgliederliste auch noch eine riste derjenigen Gc-meindeangehörigcn einzureichen, welche regelmäßig die Versammlungen besuche»; ein Verlangen, dem die Gemeinde aus Gewissenögründen nicht nachkom-men zu dürfen glaubte. — Die Dresdner Eonferenz wird sich demnächst mit den Maßregeln der Schweiz gegenüber besassen. — In Hamburg hat die Partei der alten Verfassung den Beschluß gefaßt, gegen die Ein. führung der Neunerverfassnng beim Bundestage zu protestilen. — Während brasilianische Agenten in Han^ bürg bemüht sind, die entlassenen schleswig-holste,-n'schcn Offiziere anzuwerben, haben mehrere dieser letztem sich neuerdings schriftlich an das argentinische Gencralconsultat gewendet um ihre Dienste anzubieten. Die Antwort ging dahin, daß die argentinische Regierung keine Instruction in dieser Beziehung gegeben habe, ferner daß die Republik keiner fremden Kräfte bedarf, weil die Kriegsmacht des argentinischen Bundes auf der allgemeinen Volks, bewaffnung beruhe. Italien. ^ Turin, 5. Februar. Eine Commission zur i Negslung des Gcfängnißwcsens ist gebildet worden, welche den, Ministerium über alle dahin einschlagen» den Verhältnisse ausführlichen Bericht erstatten soll. Ucbcr das Ausscheiden Silcardi's aus dem Ministe, rium verstärken sich die umlaufenden Gerüchte. Er soll die Unhaltbarkcit seiner Stellung lebhaft empfm» den. und diese kränkende Ueberzeugung soll die Haupt-ursache seiner jetzigen Krankheit seyn, welche ih" veranlaßte, sein Portefeuille zeitweilig dem Minister des Innern zu übergeben. Der »Lombardo veneto" enthält eine Eorre. spondenz aus Nom vom neuesten Datum, worin , folgende sehr bemerkenswerthe Angaben vorkommen. General Gemeau zeigte in dcr letzten Zeit sehr große Erbitterung, denn ein revolutionäres und die Sol- 143 daten zum Ungehorsam aufforderndes Placat, welches er bei Gelegenheit der Straßourgcr ElP'dltwn des Präsidenten hatte anschlagen lassen, ward hier in einer Winkelbuchdiuckerei nachgedruckt und an die Mauerecken anheftet. Außerdem sind dem franzö-fischen Armeepolizeichef Mangln, Anzeigen überCom-Plotte zugekommen, wonach dic Ermordung desPap« stes u»d des Königs von Neapel beschlossen worden seyn soll. Den Gr.nnpunct dieser Anschlage bildet wiedcr die Schweiz. Diese Mittheilungen sollen dem General vom Pariser Polizcipräf, Earlier zugekommen skyn. In Folge daoon sind in letzter Zeit in Neapel 50()>_6oy Verhaftungen vorgenommen worden und der General Gcmeau hielt es selbst nicht unter seiner Würde, sich in cine Schenke zu Trastevere, zum »Falken" genannt, persönlich zu begeben, um die Verschworn?,, damit bei ihrem nächtlichen Treiben zu überraschen. Die (Zorrespondel'z fügt hinzu, das Resultat von Allen dem sty'. Die Zurücknahme der fünf vom Papste genehmigten organischen Gesetze und sein Entschloß, der Ti.ra zn entsagen u„d sich in ein Kloster zurückzuziehen. Neues und Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Zara, ?. Februar. Hassan Aga und Me, hemed Aga sind heute hier angekommen, und gerüchtsweise auf der Ncise nach Triest begriffen, die Scdätze ihres Herrn, Ali Pascha, nach Coilstantmopel in Si-cherheit zu bringcn. Eine Deputation ist von Scutari nach Constautinopel abgereist, um den Sultan zu bitten, tine im Betrage von I »0.000 Piaster aufgelegte (Zontribution nachzusehen, da bloß 55,320 Piaster zusammengebracht weiden konnten." — Hamburg, 8. Februar. Aus zuverlässiger Quelle vernimmt man, daß Fricdlichsort noch heute »md Kronwerk morgen von den Dänen besetzt werden wird. — Turin, 5. Fediuar. Die DcputirtclirV.mmer hat einen Gesetzesvorschlag liber die Regelung der Iagdsreiheit in Savoyen mit i l2 gegen 7 Stimmen angenommen. Der „Nisorgimento" widerlegt das Ge. rückt, England habe die Erweiterung der Marine lind die Errichtung eines Maiinecorps in Spczia lingeralhen und Frankreich habe dagegen protestirt. — Madrid, l. Februar. Die. Negierung pro-jcctirt den Verkauf der Güter des Iohanniterordcns und einiger Bergwerke. Zwei Entwürfe über Staats-schuldregulirung werden eingebracht; der erste betrifft die im Inlande befindliche Staatsschuld. — Paris, 7. Februar. Lahitee hat die Depu-tlttenstelle niedergelegt. Der Finanznnuister überreicht das Budget für 1852. Dic Forderungen für die einzelnen Ministerien sind darin zum Th.ilc erhöht. Die ^otaNons..Commi,,wn hört einige kurze Erklärungen der Bericht wird morgen er Locales. Die Mitglieder unserer^"^' ^' ^""r-Sturm und die Herren ^stZ^',^ P'etro Dettore, welche bei den Produ/ti^ hiesigen Philharmonischen Gesellschaft bereits wieder holt bereitwilligst mitgewirkt haben, erhalten von der genannten achtbaren Gesellschaft die Diplome als Ehrenmitglieder. Wir vernehmen, daß wahrend des Earnevals, während welchen a» j.d.m Freitag im Theater Vorstellungen gegeben werden, deßhalb und wegen am bern Hindernissen keine Concerte der philharmonischen Gesellschaft Statt finden werden, was in Erwägung , daß die Gesellschaft möglichst vollkommene Concerte zu geben sich bemüht, wie es die letzten beiden Concerte bewiesen habe» mögen, wohl Jeder» mann billigen wird. Laibacb, 3,. Jänner. ^ A n t a n A l oi s durch Gottes Erbarmung und dcs heilten apostoli-^ schcn Stuhles Gnade Fürst - Bischof von Laibach ;c Der gesammten th rw ürbigen Geistlich- keil und alle», geliebten Diöcesanen Heil u l, d Segen im Herrn! lSchwp) Der katholische Glaube ist das kostbarste Geschenk, welches den Menschenkindern zu Theil werden konnte; er ist ein Geschenk, welchcs alle ild'schen Güter unendlich am Werthe übertifft, er ist mehr werth, als unser Leben, denn er verleiht dem Leben eist den wahren Werth, weil er uns mit zweifelloser Gewißheit die Aufgabe unseres Lebens zum Bc wußlseyn bringt, u»d uns auch die Mittel verleiht, durch welche uns die glückliche Lösung derselben möglich wird. Dieser Glaube ist es auch, der allein die menschliche Gesellschaft zu beglücken und unsere haus-lichen und socialen Zustände zu verklären im Stande ist. NichtZnur erhebt er mit dem bestimmten Auf-trage von Gott die Art gegen die Verirrungen des Verstandes und des Heizens, und verkündet Gottes Strafgerichte über Alle, welche die von Gott gesetzte Ordnung umkehren, und den Leid über die Seele, und das Fleisch über den Gnst herrschen lassen, sondern er flicht auch mit gotlgeführtcr Hand ' den lieblichen Kranz aller Tugenden , welche den Men- l schen Segen und Heil bringcn müssen. Oder saget mir, müßten nicht die mannigfachen Uebel und Leircn, untcr denen die Menschheit seufzet, verschwinden o.cr doch gemildert werden, müßte nicht die Erde eine neue erquickliche Gestalt erhalten, wenn überall, wie es unser heiliger Glaube fordert und fordern muß, die Leidenschaften, die den Menschen nur zur Erde zie. hen, bekämpft, wenn mit aller Sorgfalt entfernt würden aus unserer Mitte dcr G.ist der Ungebun-l denheit, dcr Stolz, die Eigensucht, der Neid, der' Zorn, der Geiz, der unmäßige Auswand, die wilde Genußsucht, die Wollust, die Gewissenlosigkeit, diese Pestbeulen an dem Körper unserer Gesellschaft, und wenn an ihre Stelle treten würden dic Tugenden der Seldstverläugnung, der Demuth, der Geduld, der Genügsamkett, der Mäßigkeit, der Keuschheit, der ehelichen Treue, des christlichen Familienlebens, der Gewissenhaftigkeit, des Gehorsams, der brüderlichen Llcbe, der Gerechtigkeit, der Ergebung in den göttlichen Willen. Wahrlich, unser heiliger Glaube muß im Werke geübt werden, und man überzeugt sich aus seinen seligen Früchten, d haltenen Vollmacht und mit Rücksicht auf die ge-! genwälligen Zeitumstände nachstehende Dispens : j l. Das Gebot des eigentlichen Fastens, d. h. des Abbruches an Speisen und der nur einmaligen täglichen Sättiaung bestehet für alle Tage der vier. zigtägigln Fastenzeit, mit einziger Ausnahme dcr Sonntage; daher an den andern Tagen der Woche ein Jeder, der keine hinlängliche Entschuldigung hat, verpflichtet bleibt, sich außer der einmaligen Sättigung im Genusse der Nahrung einen Abbruch zu thun. 2. Dcr Genuß der Fleischspeisen bleibt verboten l an den Ascher- und Quatcmbcl'Mittwochen , am grünen Donnerstage, dann an allen Freitagen und Samstagen der vi rzigtagigen Fastenzeit; dagegen ist er ai» den Sonntagen ohne Unterschied der Zeit, an den andern Tagen der Woche aber zu Mittag, dagegen Abends nur in der Alt erlaubt, daß vom Fleische nur die Suppe genossen werden darf, es seye dann, daß Alters, Armuths^, schwere Ardeits- oder Gesundheilv-Vcrhältnisse den Mitgenuß einer Fleischspeise erheischen; doch dürfen an diesen dispensirten Tagen nebst den Fleischspeisen nicht auch Fische ge, nossen werden. 3. Das Nämliche gilt nach Ablauf der vierzig-tägigen Fastenzeit auch an allen Quatembertagen, an den Mittwochen und Freitagen des Advents, an dem Sonnabende vor Pfingsten (6. Juni), am Vorabende des Festes der heil. Apostel Peter und Paul (78. Juni), des Festes Maria Himmelfahrt (14. August), des Festes Allerheiligen (3l. October), des Festes Maria Empfängniß (6. December), des Festes der Geburt des Herrn (24. December.) 4. Die für jene Samstage des Jahres, welche keine gebotenen Fasttage sind, unterm 30. April v. I. ertheilte Dispens zum Fltischgenusse wirb in d.r damals angedeuteten Weise bis zum Beginne der nächstjährigen vierzigtägigen Fastenzeit hiemit verlängert, dagegen ist die Enthaltung von Fleischspeisen an allen Freitagen des Jahres geboten. 5. Wie es übrigens Jedem unbenommen bleibt, nach dem Maße seines innern Dranges sich selbst größere Entbehrungen im Geiste wahrer Demuth und Buße aufzulegen, so werden diejenigen, die von dieser Milderung des Kirchengebots Gebrauch machen, um so eifriger im frommen Gebete, und in Werken hilfreicher Nächstenliebe sich zu erweisen haben, und wenn sie eme weitere Ausdehnung der Dispens b,nö-thigen, dieselbe beim Ordinariate anzusuchen wissen. Die Gnade unseres Herrn ^esu Christi sey mit Euch Allen! Gegeben am bischöflichen Wohnsitze zu Laibach, den 3l. Jänner I85l. Anton AlviS, Fü'lst.Bischof. Telegraphischer (tours « Bericht der Staatbpapiere vom li. Februar t85l. Staatsschnldverschrfibungen zu 5 l'Ct. (in (5M.) 97 3/8 betlo ., ^ l/! .. „ 85 I/8 StaatSschuldvcrsch. v. Jahre 1850 mit Nilckzahlung «^ ., . 883/4 Darlehen mit Vcrlosung v. I. 1839, für 2)0 fl. 298 1/8 Obligationen der Stände uim ^ ^ Oesterreich unter nud ol' der l zu 3 I'^l-l — Enns, von Böhmen, Mäk- ß „ 2 1/2 „ < 55 ren, Schlesien, Steiermacs, ^ „ 2 l/^ „ ^ — Kärnte», ,ssrain, G^rz und l „ 2 l — d^Wien. Obcrfammer>v,!ttrs « ,. «3/^- „ ß — Vanf-Actie». vr. Stiick «199 in C. M. Acticn der Kaiser Ferdinands-Nordbahn i!« 1000 fl. C. M.......1253 3/4 st. in C. M. Nctien der Oedenburg-Wr.-Ncustädtcr Eisenbahn zu 200' ff. C. M, . . , l 33 3/^ st. in C. M. Wechsel-(^ours von» i l. Februar >85i. ?lmsserda,n, für U>0 Thalerl5>irre»t, i)tth>. 177 d. <51 1/4 2 Monat. Bnfarest für 1 Guldcn . . . para 21« Z« T. Sicht. Conssantinopel, für 1 Gulden vara 3<»0 3l T Ticht. K. K. Münz - Dncatcn..... 33 l>4 vr. Ct. Agio. Gold - nnd Silber - (5ourse vom < 0. Februar 1851. Vlies. Weld. Kais. Münz-Ducatm ?l^io .... 33 to „ . . . . 33 33 Napol.onSd'or ...... 10.7 10,5 Souveramöd'or „ . . , . 17.36 17.34 Nuß. Imperial ^ .... 10.! 8 10.<8 Pnuß. D'ors „ .... 10.38 10.3« Engl. Soveraings ., .... 12.35 12 34 Oilb.r^io ........ 291/4 291/4 der hier Ilu,;ekv»»»ueuel» ,,ud Abgereisten Den 8. Februar I 85 l. Hi. ^tegmatin, k. piensi. Conflil ^ — Hl' Weis;, h^mbm'g. Consul, — l>. Hr. Gustav Busch, <5^n-telsllwlni ; alle 5 v. HiNnblü'g n. Trieft, — Hr. Ioh, Tlctti; — Hr. Ioh. Kassani, — u. Hr.Pct. Kass'. Edl, y. Schwill zenfeld, Doctor d<>l' Medici!,; all.' 6 oo„ Wic», üdch Triest. — H>-. Gl-ilbei-, Di,cctor, ron ?sm^,n „ach Trieft. — Hr. Gr^f Eiba - Odesch.Uky, Piivalie^ voi, Wien „.ich 3?^ila„d. — H,-. Vincen^ Kuettilcr, k. k. Äeaniter, von Wie,, nach Gölz, — Flaul. A,i-toiua r», Thmnfeld; — H'.'. Ioh Eervadio, Besi-tz»ir; — Hr. Alltou Caregi^to, Couimunal - Seci etäl ; — Hr. Sansone V amtlich»,, Zid zu ^'se cn sey. Dlcjcnigen, welche diese Pasonal^ Gerechtsame zu erhalten wünsche,, und s,ch über ,'hrc Solidität und hinlängliche Veruwgen ans-wei!cn konncn, halxn ihre an die k k Bezirks yauptmannschaft Wippach stilisirtcn Gesuche bio letztm dieses Monats bei der Bezukserpositur in Idria zu lldermchen, wobei noch b.mevkt wird daß dem Fleischhauer die unentgeltliche Benützung der Fleischbank sammt dazu gchörigcr Stallung, sowie der erforderlichen Inventarial-Gcräthschaf- ten, letztere gegen eine Cautionsl^istung von 25 ft., überlassen werde. Stadtgemeinde - Vorstehung Idria am 4. Februar ,851. Matthäus Gnesda, Bürgermeister. In einer bedeutenden, an der Eisenbahn und einem schiffbaren Flusse gelegenenTtadt Steier-marks ist ein Haus mit einer realen Handlungsgerechtsame zu veikaufen oder zu verpachten. Das im besten '^auzustande befindliche Haus, — wegen seiner vorzüglichen Lage und bei den» äußerst lebhaften Verkehr zu allen kaufmännischen Speculalionen vortrefflich geeignet, — empfiehlt sich auch ganz besonders wegen seinem ununterbrochenen hohen Iittsertrastniß. Schriftliche Anfragen beliebe man an .?. ^. in Gratz, Bürgerqajse Nr. 2U, zu adressiren. Z. 192. (,) Nicht zu übersehen. Das :m Hühnerdorfe 8>>I> Consc. Nr. 5, knapp an der Unterkrainer Fahrstraße liegende, ;u jc'der Speculation, als: zum Wein- und Gasthause, Gclreide - und Zwetschken-, dann Honig' und Knoppernhandel, wie nicht minder zum Handel j^der Art Holzcs geeignete, neu aufgebaute, mir Ziegel eingedeckte Haus mit Acker, Berg: und Wiesgrund.", nebst einer Bauarea mit dcr a.lgcnchmsten Aussicht an die sehr besuchte Wonncgqer - Straße und an die in einem romantisch schönen Kreise liegenden Berge, wird um den a/wiß schr billige» Prcis von 2Ii8«> si. CM., gegen die vortheichaftesten B.dingniffe aus fr.iel' Hand verkauft. Liebhaber wullen sich des Näheren wegen in der Gladischa^Vorstadt Nr. 3 zu cbenel Erde, odcr im Au5kunfc-(5omptoir in der Thcatergasse Nr. 1^ schriftlich oder mündlich anfragen. Z. .()<>. (') Im ^)ause Nr- 277 in der Soitalgajse ist fur Gcorgi «85, eine große Wodnung im zweilen Slocke zu vcriniethen, dcstchcno al.,s 6 Zimmern, Küche, Speisekammer, Holzlege, Keller und Dachkammer Auch ist daselbst ein Magazin zu vergeben lnw kann gleich bezogen werden Näheres ln der Hanolung der Gcbrlwer Hnmann,_______ Vöslauer- Schaumwein sInliittdischee Ghampagner) wel ß und roth, so wie verschiedene Gattungen Extra-Welne in Bouteillen, sind zu bllligstcn Prelse,: stets vorrätbig, am Kmid'chaftsplahe im Hause des Hean Flor. Maurer Nr. tt)9 im zweiten Slocke del I. v. Vnlperger. Z I!)l. (I) R. k. südl. Maats-Eisenbahn. Vom 1^5. Februar d. I. an wird der Warenverkehr auch von und nach der Station Hr^tni^ eröffnet; was mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der Frachten-Preis Tarif bei allenPersonen- und Waren - Expediten auf der ganzen südlichen Staats Eisenbahnstrecke eingesehen werden kann. Gratz den 3. Februar i85i.