! Nr. 283 Montag, 11. Dezember 1911. 130. Jahrgang. Mb acher Mma P«»u»5i.v>N< ou n«: »auMlmss z<> li,, i,nih,b l< u^.!^l. ^»^aycig ^ Tir »«mb««,,, ^r»< -flu^mdm!- cc? Sonn- un> ^»«»«ne. Tie AdminiftrnNon betzi!»« « ll, d'»jährig 11 ll. ^ür die'Ml«ll!»»ü ^' H«>» .janzjährlt, 2 l!. — Insrrlionogrbühr: Yüi lIeine In«: per Zeile l» b; bei öfteren Nliedtiholungei, per Zeile 8b. V durmillag«, U»fr««iis«e »ricse »e^de,l nicht «nuel»m«en. M,nu!tripte «icht iuniclgestlUi. Telephon-Vr. der Redaltion 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Dezember d. I. dem Sektionschef im Finanzministerium Dr. Engen Ritter Beck von Man naget ta nnd Lerchcnau den Orden der Eisernen Krone zweiter Klasse mit Nachsicht der Taxe allcrgnädigst zu verleihen gencht. Kundmachung. Es wird hiemit bekanntgemacht, daß im Jahre 1912 die regelmäßigen Verhandlungsperioden am 10. der Monate Jänner, April, Juni und Oktober beginnen nxrden. Wien, am 30. November 1911. Von, Patentgerichtshof e. Heute wird das XXXX. Stück des «andesgesehblattes fur das Herzogtum Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Ni. 45 das Gesetz vom 27. September 19! 1, wirksam für das Herzogtum Kraiu, über die Gemrmtn'vernlitlllmgsliulter. V«, der Redaltion des Landesgesehblnttes filr Krai». Ven 7. Dezember 1911 wurde m der k. l. Hof° und Staats» ocnckerci das LXIV.. 1.XVII. und I.XXIV. Stück der rumä-nischen u„d das I^XXXV. und I.XXXVI. Ttück der ilalieni» schen Ausgabe des Meichsgesetzblattes des Jahrganges 1911 aus» gegeben und versendet. Räch dem Amtsblatte zur «Wiener Zeiwng» vo« 7. und 8. Dezember 1911 (Nr. 280 und 281) wurde die Weiterverbrei« tmlg folaender lireherzeugnisse verboten: Zeitschrift: «Deutscher Mahnruf» vom 2b. «ovemb. 1911. Nr. 12 «riavoe» vom 1. Dezember 1911. llr. 12 «8l.ätui uroäuill» vom 1. Dezember 1911. Vtr. W «Uullivaj. vom l. Dezember 1911. Druckschrift: «Kupital? o menöiuäek». Nr. 4i> «Freie Worte» vom 27. November 1911. Nr. 22 'Kceim MuntrntH' uom 15 November lilll. Nr. 273 «Numburger Tagblatt. von, 2. Dezember 1911. Hr. 145 «Onv.-tz 1i6u» vom W. Novembber 1911. ^ Nr. 276 «Ostrauer Zeituuss» vom 4, Dezember !9I1. Nr. 96 .Mährisch.jchlesischer Grenzbote» vom 2. Dezewber 1911. Nr. 49 «Monitor» vom Z.Dezember 1911. Nr. i)6 «(.'rvoull IlrvutLlll,.» vom 2. Dezember 1911. Feuilleton. Richard Wagners «Mein Leben». Tic außerordentliche Bedeutung der muerschiene» nen Selbstbiographie Wagners läßt sich vielleicht mit dem Worte charakterisieren: „Ich fühle deinen Atem weh», und weiß, du bist nicht fern." Immer wieder ist cs rimin, als plauderte man mit dem gewaltigen Ton-mclsler und szenischen Zauberer, als ob man in seine intime Häuslichlcit hineinschauen dürste, nachdem man vorher sonst seine Geisteswelt in ihrer künstlerischen Vollendung bewundert hatte. Darin liegt der außer, ordentliche Reiz dieses Buches und der Unterschied von den übrigen Prosawcrkcn Wagners, die durch ihren zer-flossenen, musitalisch überschweuglichen Stil uns oft nn-genießbar sind. Im übrigen könnte man jedoch auch über diese Selbstbiographie das Wort schreiben, das Goethe über die seinige schrieb: „Dichtung und Wahrheit!" Die lei. dcnschaflliche Liebe zu Mathilde Wescndonck in Zürich, welche Wagner znm „Tristan" inspirierte, ist hier ein-fach wcgreluschiert. Hätten wir nicht die Wesendonck. briefe, die uns jene Leidenschaft in ihrer Glut, Kraft und Reinheit offenbarte, so würde sie uns durch Wagners Selbstbiographie einfach unterschlagen, obgleich sie in künstlerischer Hinsicht mindestens so fruchtbar lvar wie MchtamMcher Geil. Kreta. Man schreibt ans Athen: Die Generalkonsuln Eng» lands, Frankreichs und Nußlands in Canea haben an die provisorische Negierung Kretas eine Nute gerichtet, des Inhalts, die Negierung möge öffentlich bekannt« geben, daß die Schuhmächte entschlossen seicn, eine Änderung des gtnw» a.u« aus Kreta nicht zu gestatten, und daß sie den etwaigen Versuch der Entsendnng kreti» scher Deputierter in die griechische Kammer, welcher Schritt dem wohlverstandenen Interesse der Kreter und Griechenlands widerspräche, nicht zulassen würden. Der italienische Generalkonsul erklärte persönlich der pro» visorischcn Ncgierung, daß Italien den Standpunkt der anderen drei Mächte vollkommen teile. Manche Führer der aufständischen Bewegnng behanpleten, man brauche die Haltung der Schuhmächte nicht zu ernst zu nehmen. Von aufständischer Seite in Eanca wurde auch eine Kundmachung an die Bevölkerung verbreitet, worin es hieß, die Note der Schuhmächte bedürfe insofern der Aufllärnng, als man wissen müsse, ob die Schuhmächle unlei dem «tcitu« den jehigen tatsächlich unionist!» schen Zustand meinten. In diesem Falle existiere doch eigentlich kein Hindernis, Deputierte in die Athener Kammcr zu schicken. Wenn aber die Schuhmächte der Ansicht sein sollten, daß der «t-itu« die Fortdauer der Institution des Oberkommissariats in sich schließe, so würde dies einen Nüctschritt der kretischen Angelegen- ^ heil bedeuten, ivas für das kretische Volk ein Ansporn ^ sein müßte, mit aller Energie für die Verwirklichung der Union tätig zu sein. Gegenüber diesen Stimmungen auf Krlta Hal Alexander Zaimis abermals das Wort ergriffen. Der ehemalige Oberlommissär in Kreta er» klärte, daß durch das Verhallen der griechischen Regie« rung in der kretischen Aligelegenheit für Griechenland die Gefahr, in Komplikationen zu geraten, beseitigt wor-den sei. Dic 3cote der Schuhmächle müsse vou den Kletcri! sehr crnst genommen werden. Die Schnhmächtc winden zweifellos die Entsendung kretischer Delegierter nach Athen nicht dulden und sie durch Ausschiffung von Tiuppen in Kreta verhindern. Es sei Pflicht der Poli-tiler und der älteren Kämpfer auf Kreta, die Insel vor der drohenden Gefahr zu reiten, da sie doch einsehen müßten, daß ihre wenigstens nntcr den derzeitigen Ver. hällnisscn ganz hoffnungslose Aktion »ur Unheil über Kreta heraufbeschwören würde. irgend eine der berühmten Liebesepisuden in Goethes Leben, da sie Wagners Seele in ihren Tiefen erfaßte. Geradezu klassisch ist es, wie der Meister die Vezie-hung schildert, m welcher nach seiner Darstellung Ma-thilde Wesendonck — an der er einzig „freundliches blondes Gepräge" rühmt — zum „Tristan" stand. Es heißt: „Es begann ^ine, nicht eigentlich bedeutende («i«!), doch aber auf die äußere Wendung meines Bebens ein-flußrciche neue Phase meines Umgangs mit Familie Wescndonck. Wir waren uns jcht durch die unmittelbare, eiacnllich ländliche Nachbarschaft so nahe gerückt, daß eiin' starke Vermehrung der Beziehungen bloß durch die einfache tägliche Berührung nicht ausbleiben konnte. Ich halle schon öfter bemerkt, daß Wesendonck, in feiner rechtschaffenen Offenheit, durch mein Hcimischwcrden in selnem Hm'se stch beunruhigt suhlte' in vielen Dingen, wie in der Heizung, der Beleuchtung, auch den Mahl-zeilslnndcn, wurden Nücksichlen auf mich genommen, welche ihm scinen Ncchlen als Hausherr nahe zu treten schienen. C6 bedurft hierüber einiger vertrauter Mit« leilungcn, um anderseits eine halb verschwiegene, halb ausgesprochene Übercinknnft festzustellen, welche mit der Zeit ei.»!', bedcnllichc Vcdculnng im Auge anderer an. zunehmen geeignet war. Somit entstand in betreff unsc> res nun !o nahe gerückten Verkehres eine gewiffc Nüct» sicht, welche unter Umständen für die beiden Einge» weihlcn imterhaltlnd wurde. Sonderbarerweise ! Politische Ueberficht. Laibach, 9. Dezember. In der am 7. d. M. abgehaltenen Sihnng des Abgeordnetenhauses legte Ministerpräsident Graf Stürglh gegen einzelne Ausführungen in der Begrün-dnng der Intepellation, betreffend den Rücktritt des Gencralstabschess Freiherrn von Conrad, Verwahrung eili und »vies sie aufs entschiedenste zurück. — In fort. gesehter zweiter Lesung des Vudgetprovisoriums sprcchen die Abgeordneten Dr. Stcinwender, Hübschmann und Dr. Vcrstov^ek, lehterer dreieinhalb Stnnden lang. Hier» auf beantwortete der Minister für Landesverteidigung G. d. I. von Georgi cine Interpellation des Abg. Dr. Mühlwerth, betreffend die Anordnung von religiösen Besprechungen für Offiziere, und erklärte, es sei richtig, daß der apostolische Feldvikar sich in einer vertraulichen Anfrage an die ihm militärifch unterstellten Feldsuve-riore gewendet habe. Gezwungen werde aber niemand dazu. Unscrc Armee habe sich immer von religiösen und politischen Fragen freigehalten. G. d. I. von Gcorgi beantwortete ferncr die Interpellation, betreffend die in „Danzers Armeezeilung" enthaltenen Angriffe auf die österreichische Beamtenschaft. — Am Schlusso dcr ^ Sihuug fragte Abg. Heilinger beim Präsidenten an, ob er direkt an den Minister des Äußern herantreten wolle, um zur Vc-ruhigling der friedliebenden Bevölkerung Aiielunft über den Stand der Beziehungen zu Italieu z» erhallen. — Abg. Dr. Adler protestierte namens der dentschen Sozialdemukratcn entschieden gegen die heutige Ürllärung des Ministerpräsidenten, welche sich als eine ihm nicht zustehende Zmsur des InHalles der Inter» pcllation darstelle, und urgierte schließlich um Aufschluß über die auswärtige Lage. Bei der Landtags-Ersahwahl im Krakauer Wahl« bezirke des galizischen Großgrundbesitzes wurde Seine Exzellenz Finanzminister Dr. Wenzel Nitter von Za« lesti mit sämtlichen 76 abgegebenen Stimmen zum Ab» geordneten gewählt. Die „Pol. Korr." schreibt: Eine uns von der ita» lienischen Botschaft zugehende Mitteilung erklärt die ^ Nachricht, daß König Viktor Vmanuel in Begleitung des Herzugs der Abruzzen kürzlich in der Nähe der österrei-chischen Grenze eine Reise znm Zwecke der Besichtigung der Befestigungen unternommen und bei dieser Gelegen« hcit auch eine Rundfahrt auf dem Gardasee gemacht habe, als vollständig erfunden. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute die lai^ serliche Verordnung vom 7. d., womit der deutsche traf der Zeilpunkt dieser nachbarlichen Annäherung nnt dem Beginne der Ausführung meiner Dichtung von .Tristan und Isolde" zusammen. Man kann nicht diplomatischer um den heißen Brei herumgehen, nicht gestelzter, auf Nadeln gestellter eine elementare Leidcnschasl beschreiben, die hier nur als völlig unbestimmtes x auftritt, dessen Bedeutung für die gan.^' Lebensrechnung indessen dennoch aus mannig, fachen Folgewirlungen hervortritt. Denn auch nach Wagners weilerschreittnden Schilderung crfcheint das Verhältnis zu Wesendoncks Haus als ein aus „die äußere Wcndung seines Lebens einflußreiches", fo sehr er ver-schweigt, daß die innere Einwirkung noch viel be-deulsamer war. Woher dieses rätselvolle Verschweigeil, das so sehr ilil Widerspruch steht mit den größten Offenherzigkeiten nach anderer Seite hin? Werden uns doch wüste Iligenderinnerungen preisgegeben, schildert uns doch Wagner, wie cr noch im Hausflur des die Trauung vornehmenden Geistlichen mit seiner ersten Gattin in lichtcrlohen Zank ausgebrochen sei, so daß sie im ent-scheidenden Moment wie kleine Kinder auseinander» lausen wollten, als Hochwürden friedcspendend erschien und die Entzweiten zusammengab! Wagner schont sich also an anderen Orten wahrlich nicht nnd hatte in der Wcsendunck-Episode sich doch so wmig vorzuwerfen wie der edle Held Tristan gegenüber Isolden. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Ar. 283 2704 I I. Dezember 1U11 Reichstag aufgelöst wird. Eine Zweite kaiserliche Ver» ordnung vom 6. d. bestimmt, daß die Neuwahlen am 12. Jänner 1912 vorzunehmen sind. Die britische sozialdemokratische Arbeiterpartei hat an die sozialdemokralischen Mitglieder des deutschen Reichstags eine Zuschrift gerichtet, worin diese ersucht werden, allen Vevölterungöllasscn, die sie vertreten, die Versicherung der Freundschaft dev britischen Arbeiter» schaft Zu übcmiltcln. In der Zuschrift wird ferner er» klärt, es sei der Wunsch der Engländer, daß beide Län» der in Frieden miteinander leben. TMsncuilMcn. — Mnc unverhoffte Milliarbenerbschast.j Aus Madrid wird berichtet: Im Teatru Martin erregte dieseriage das incrklviirdige Verleiten eines Posaunen-bläsers während der Vorstellung begreifliches Bcfrem< den. Juan Antonio Bauona entlockte nämlich während eines Liebesliedes der Primadonna seiner Posaune die entsetzlichsten Mißtöne. Nach der Vorstellung stellte der Kapellmeister seinen Musiker natürlich zur Rede und fragte ihn ungefähr, ob er vielleicht verrückt geworden sei abe und dort l901 gestorben sei. De^ Posaunen° bläser des Tealro Martin ist nun kein anderer als der einzige Sohn des gesuchten Erben und so sann man ihm die Mißlöne, die er der Posaune entlockte, die in Wahrheit als Freudcngeschrei zu deuten sind, nicht ver» Übeln. Übrigens hat der glückliche Erbe den Zeitungsausschnitt durch einen bloßen Zufall in die Hände bekommen, indem er gleichzeitig nnl seiner Zigarre ein Zeitungsblatt aufhob. — lDin fideles Gefängnis.) Aus Paris, 7. d., wird gemeldet! Die heutigen Morgenblätler berichten von unglaublichen Zuständen in dem Gefängnis zu Barberusse in Algier. Sämtliche Wächter der Strafanstalt lvaren mit den Sträflingen im Einverständnis und lieferten ihnen außer allerlei Genußmilteln auch die nötigen Behelfe zu ihrer Verteidigung vor Gericht. Sie versahen sie sogar mit falschen Alibis und besorgten ihncn Reizmittel, nm schwere Erkrankungen Zu simulieren. Schließlich ergab die Untersuchung, daß im Ein» Verständnis mit vielen Aufschcru des Gefängnisses in den nächsten Tagen ein Massenausbruch der Gesänge» ncn vorbereitet werden follte. — lLorb Kitchener aus den Brettern.) Lord Kitche» ncr, der die französische Kricgsmeoaille von 1870 er« halten soll, ist — wie ein französisches Blatt schreibt __ in seinem Vaterlande nicht bloß durch seine militärischen Erfolge berühmt geworden: er ist auf einer bekannten Londoner Bühne auch einmal als Regisseur aufgetreten. Mail gab vor einigen Ixchrcn im Drury, Lane-Tlicater ein großes Spcktakelstiick mit dem Titel „Menschcnnalur". Eines der zahlreichen Bilder des Stückes stellte einen Kampf in Afrika zwischen eng-lischen Soldaten und Eingeborenen dar. Dieses Bild war recht sorgsam einstudiert und „gestellt" wordcn. Man bemerkte jedoch, daß Kitchener während der ganzen! Dauer der Generalprobe, der er beiwohnte, unruhig auf seinem Platze hin» und herrückte. Plötzlich fprang er auf nnd schrie: „Das ist absolut nichts wert! Das ist ja Blödsinn!" Dann kletterte er, zu nicht geringer Vewun» derung der andcren Zuschauer, über die Örchestersitze, sprang auf die Bühne und ließ, indem er stch semes Spazierstockes wie eines Degens bediente, das Bild noch einmal von vorn spielen: er stellte die Statisten in Schlachtordnung auf, gab Befehle und leitete unter dem Jubel des Publikums, das von alldem nichts begriff, ein Gefecht. Am nächsten Tage erklärte Sir Harris, der Direktor des Theaters, daß er einen so großartigen Regisseur, wie Lord Kitchener es wäre, noch nie zuvor gesehen hatte. — jDer Tempel der 10.000 Glocken.) Jüngst mel» dete ein Indianer in Honduras dem mittelamerika» nischen Archäologen Blackislon, er habe eine verlassene Kupfermine in der Nähe der ehemaligen Stadt Naeo entdeckt. Bei näherer Besichtigung bemerkte Vlackiston jedoch, daß die vermeintliche Kupfermine ein alter Tem» pel ist, der wohl als Tempel der 10.000 Glocken bezeich, net werden kann, denn tatsächlich wurden beim Nach» graben unzahlige Glocken aufgesunden. Wahrscheinlich Handell es sich hierbei um eine Kultusstätte der Mayys, die dem Fledermausgolle geweiht war. Alle Glockm, tatsächlich viele Tausende, die aus dem Sande zutage, gefordert wurden, sind aus Kupfer; alle sind von mäßiger , Große — höchstens so groß wie eine Tischglocke — alier l nicht zwei darunter haben die gleiche Form oder geben den gleichen Ton. Das Aussehen aller dieser Glocken ist recht merkwürdig, denn sie stellen menschliche oder tie» rische Köpfe oder Götterbilder in den merkwürdigsten und mannigfaltigsten Formen vor. Eine Glocke hat die Form eincr Schildkröte, anderen haben Drachengestalt, > wieder andere ähneln märchenhaften Zwergen, wobel die , ciaentliche Glocke die Mundöffnung darstellt, eine Menge aber haben den Fledermaustypus. Alle Glocken sind prächtig geschmiedet, gegossen, manche scheinen aus Kupfer gehämmert zu sein und sie sind auch gut erhalten. Die kleinsten Glocken haben nur die Größe emes Finger. Hutes. — ichcn wäre, daß unsere Firmen, wenn sie schon expor» tieren, ihre Ware nicht durch Vermittlung ausländischer Unternehmungen über fremde Häfen leiteten, sondern sich in direkte'Verbindungen setzttn und sich dadurch, daß sie ihre Ware österreichisch sein lassen, in der dortigen Bedarsswelt als Österreicher einführten, nicht aber unter fremden Marken arbeiteten, wovon nur der Vermitt» lungsslaat moralischen und materiellen Nutzen hat. In Südamerika ist man Österreich allgemein sehr gewogen — insoweit dessen wirtschaftlicher Verkehr in Betracht kommt — weil man überzeugt ist, daß es Österreich ferne liegt, Kulonialvolilik zu verfolgen und diefc durch Ge° schäslsverbindungen zu inaugurieren. Man müßte jedoch sofort zugreifen' und nicht zuwarten, daß sich die in-ländische Konjunktur verschlechtere oder Ungarn das selbständige Zollgebiet errichte oder die Kartelle auf Schmalbrot gesetzt werden. Rechtzeitig müßte man jene vorsorgliche Arbeit aufnehmen, die wir bei den uns kommerziell überlegenen Engländern, Deutschen, Fran-zostn, Nordamcrikäncrn, Belgiern usw. täglich zu be» obachten ill die Lage kommen. Österreich-Ungarn importierte 1909 von Brasilien um 53, von Chile mn mehr als 16 und von den La Plata.Slaaten um mehr als 15 Millionen Kro» ncn, seine Ausfuhr hingegen blieb aus den bereits angeführten Gründen wesentlich zurück. Geradezu ins Auge springend ist der Umstand, daß Deutschlands Ex-Port nach Südamerika im Laufe der letzten Jahre kulos» sale Dimensionen angenommen hat und daß er der bisher die erste Stelle einnehmenden englischen Ausfuhr hart an den Leib rückt. Dies ist hauptsächlich dem Ameisenfleiße, der Unternehmungslust, der kaufmänni-schcn Gelvandtheit und der großcn Einwanderung der Deutschen zuzuschreiben. In Brasilien leben, zumeist im Süden, etwa 400.000 Deutsche; Südbrasilien kann Wirt. schaftlich als Domäne, als eine Kolonie der Deutschen betrachtet werden. Der Grund dazu, daß sich Österreich in den süd» amerikanischen Staaten im Vergleiche zu den übrwen europäischen Staaten in einem solchen Nachteile befindet, ist hauptsächlich darin zu suchen, daß es in Südamerika an österreichischen Bankinstituten vollständig mangelt. Tviß sich unter solchen Verhältnissen ein Großexport überhaupt nicht entwickeln kann, ist einleuchtend. Und doch könnte Österreich in Südamerika, zumal für die Erzeugnisse feiner Eisen» uud Textilindustrie, einen bedeutenden Marlt finden. Es ist mit hoher Wahrschcin-lichleit anzunehmen, daß österreichische Vanknicder. lassungcn in südamerikanischen Handelsemporien nicht nnr ersprießlich wirken, sondern in absehbarer Zeit auch glite finanzielle Resultate aufweiscn würden. Wollte man dem österreichischen Export nach Südamerika zum Aufschwünge verhelfen, so müßte man nach dem Bei» spiele der anderen Nationen vor allem eine Organi» sation der Auslvandererbelvegung in Angriff nehmen, um aus ihr Nutzen zu ziehen, und müßte dafür sorgen, daß sich in Argentinien, Brasilien, Uruguay, Chile usw. österreichische Banken etablierten und sich Vauuntcr. nehmer und Großfirmen niederließen. Doch müßte dar-ails gesehen werden, daß alle diese Untcimehmungsnicder. lassungen nicht auf einen einzigen Ort konzentriert wür° den, da die riesige Ausdehnung der zu exploitiercnden Gebiete eine gut berechnete Austeilung der Arbeit er-fordert. Des weiteren müßte für Entsendung kausmän» nischen Nachwuchses, sür Vereisungen durch Exporteure und Industrielle, sei es direkt oder durch sprachkundige Reisende, eventuell Kollektivreiscnde, gesorgt werben. Nicht zuletzt müßten Vcrkaufshäuser errichtet und Ver» lreter aufgestellt werden. Der Vortragende gab sich der Hoffnung "hin, daß die Regierung angesichts dc-r wenig beneidenswerten wirtschaftlichen Situation Österreichs jene Vorwärtsiniliative ergreifen werde, welche notig erscheint, um die österreichische Industrie zu fördern, sie auf dem Weltmarkte leistungsfähig zu machen und ,',u erhalten und die Bemühungen der Produktiuns», Handels, und FinanZkreise nach Ausdehnung des über-seeerportes wirksam zu unterstützen. Brasilien, das bei einer Ausdehnung von 8'/2 Millionen Kilometern nicht wesentlich kleiner als Europa und dreizehnmal größer als Östcrreich»Ungarn ist, zählt nur 20 Millionen Einwohner, Weiße, Schlvarze und Indianer. Einen Antagonismns der Farben kennt man in dem ungeheuren Reiche nicht. Aus diesen Elementen kristallisiert sich eine neobrasilianische Rasse heraus, die sich durch hohe geistige Vorzüge aus» zeichiu'l. Die Leute sind gastfreundlich, von großer poli-tischor Gewandtheit, verläßlich nnd ehrlich. Es ist un» wahr, daß die Korruption in Brasilien endemisch ivä're; das; aber auch in dirsrm Kulwrswate zuweilen schmutzige Wäsche Zum Ausloaschen kommt, daran dürften wir Europäer nicht allzugroßen Anstoß nehmen. Mögen in Brasilien bereits noch so viele europäische Staaten win-schaftlich arbeiten, es bleibt in diesem Niesenstaate für Österreich immcr noch Platz genug. Wie wenig man in Brasilien bisher Gelegenheit gehabt hat, sich mit Öster» reich bekannt zu machen, zeigt der Umstand, daß nach Dewtschland fünfhundertmal, »lach England zehntausend» mal soviel Brasilianer kommen als nach Österreich. Es ist eben bisher noch gar nichts geschehen, was engere Beziehungen anbahnen könnte. Am Import nach Brasilien sind mit großen Ziffern Deutschland, Frank« reich, England beteiligt; Österreich kommt erst an der zehnten Stelle, so daß Italien nach Brasilien mindestens noch einmal soviel aussührt als wir. Während fast alle unsere Auswanderer nach Nordamerika gelenkt werden, haben sich andere Staaten in Brasilien bereits vollständige Kolonialgebietc angelegt, aus denen ihnen enoime materielle Zuschüsse crlvachsen. Während die anderen europäischen Staaten am Verkehr mit Brasilien mit nicht weniger als fünfzig Schiffahrtslinien beteiligt sind, soll fiir Österreich dem einzigen Überseedampfer s„Martha Washington" von der „Austro»Americana"), der die Verbindung mit diesem Staate aufrecht erhält, erst in Bälde noch ein zweiter grußer Dampfer an die Seite gestellt werden, so daß man von Trieft aus Buenos Aircs in 18 Tagen wird erreichen tonnen. Brasilien produziert hervorragend Kaffee, und zwar in solchen Unmengen, daß mit brasilianischem Kaffee 77 ^ des ganzen Weltbedarfs gedeckt lverden, wofür dem Staate ^jährlich mehr als zehn Milliarden Franken zufließen. Der zweitbedeutendste Exportartikel Brasiliens ist Kautschuk, sodann Baumwolle, Rohr» zucker in ungeheuren Mengen, Kakao, Ierba mat« <>lne Teeart, die an Schmackhaft igke it die übrigcn Tcearten weit übertrifft), Bananen, die wegen ihrer Vorzüge und ihrer Billigkeit in England und in Deutschland bereits zum Volksnahrungsmittel geworden sind, was sie auch bei uns werden tonnten, sofern gleichfalls zoll-freie Einfuhr bewilligt würde. Überdies zeitigt Vrafi» lien eine Menge anderer schmackhafter Früchte, die sich bei uns ebensogut absehen ließen, hat eine hochstehende Viehzucht und dementsprechend eine Fülle viehwirlschaft-licher Produkte auszuweisen und birgt Schätze von Edel. steinen, Metallen und Erzen, darunlcr auch Monazit, fand. — Österreich importiert aus Brafilien für mehr als 50 Millionen Kronen Kaffee ufw., ist aber noch nicht d^zu gekommen, die angekaufte Ware mit feinen Kronen Laibacher Zeitung Nr. 285 2705 11. Dezmver 1911. zu bezahlen. Alle anderen Währungen sind anerkannt, während sogar österreichische Zwanzigkronenstücke in Gold abgewiesen werden. Nach Uruguay, einem Lande mit 1,200.000 Einwohnern, könnten vorzugsweise österreichische C-sen» und Teztwoaren geführt werden. Es wird zwar elwas davon dorthin crporticrl. jedoch in so gcringemUmfange, daß mit Leichtigkeit der zehnfache Absatz gefunden wer» den könnte. So aber stellt uns unser Export im Verkehr mit Uruguay an die vierte Stelle. Uruguay ist ein rei« chcr Staat, der einzige in Südamerika, wo man in Goldwährung zahlt. Uruguay hat eine höchst ausgebildete Rinderzucht (Ausfuhr 600.000 Ochsen) nnd' eine ebensolche Schafzucht lJusfuhr 600.000 Schafe jährlich), ist also vorerst ein Viehzuchtstaat. Die Rinderherden er-möglichen die weltbekannte Fabrikation des Liebigschen Il«ische;traktes, die Schafherden aber liefern Unmengen von Schafwolle, die für Uruguay den hautpsächlichsten Aussuhrartikel bildet. Außerdem führt es Bananm, son» stige Früchte, Mehl und Steine aus. Die Republik (5 h i l c ist ein über 35 Vreitegrade ausgedehnter, nur einige hundert Kilometer breiter Land» strich, dcr auf einem Flöcheninhait von 770.000 Quadrat« lilometern nur 31/2 Millionen Einwohner zählt, so daß noch Hundcrttausende von Ansiedlern reichlich Plat; nnd Unterhalt fänden. Die Lente sind nngemein gastsreund. lich und sehr praktisch veranlagt. Die Landwirtschaft steht auf einer sehr hohen Slnfe, zumal der Anbau von Gerste, weshalb sich die ausgebreitete Vierproduk» tion ausgezeichnet rentiert. Den hervorragendsten Aus. fuhrartikcl aber bildet der als erstklassiges Düngemittel in der ganzen Kulturwelt in Verwendung stehende Chilisalpeter, der ans einer absolut regen» und dem« zufolge auch gänzlich vegetationslosen Hochebene ab. gebaut wird. Die Chilisalpetcrlager sind so mächtig, daß sie bei noch fo ausgiebigem Abbau in absehbarer Zeit kaum erschöpft werden dürften. Sie wcrdcn aber von uns Österreichern mir durch zwei dalmatinische Unter» nchmer exploiticrt, obwohl eine reichlichere direkte Ge» winnung namentlich für nnseren Rübenbau von weit» tragendcr Nedentung wäre. Nur an Chilisalpeter wurde im Vorjahre aus Chile für 130 Millionen franken aus» geführt. Überdies führt Chile Borax, Jod, Kupfer, Kohle usw. Die Industrie des Landes ist zwar im Aufschwung begriffen, kann aber den heimischen Vedarf noch lange nicht decken, su daß Chile einen sehr gntcn Einfuhrsta'ai darstellt. Die Kaufmannschaft ist durchgängig solid. Zieht man zu all dem, was über die Reichtümer uni> Schätze dcr südamerilanischen Länder gesagt wurde, den Umstand in Betracht, daß alle vier Staaten sArgen« ^ tinien, Brasilien, Uruguay und Chile) zusammen nur eine Bevölkerung von 32 Millionen Seelen haben, wäh» rend in ihnen 600 Millionen Einwohner gut unter» gebracht sein könnten, so wird man sich der Erkenntnis ' nicht verschließen können, daß auf diesen Gebieten auch dem Österreichs ein weites Feld gewinnbringender Tä« tigleil offen steht, mag er nun an Ort und Stelle an die Ausbeulung der sich darbietenden Nutzgelegenheiten herangehen, seinen Vedarf in angemessen selbstischer Weise von dorther decken oder srine Überprodukte dorthin auf den Markt bringen wollen. Die Gelegenheit ist da, nur eines erübrigt noch: II tnut trava,M<;r! —«. — Militärisches.) Ernannt wurde zum mililär» ärztlichen Praktikanten in der Reserve der Leutnant in der Reserve Guido Dalpiaz des Infanterieregiments Nr. 97 bei der Traindivision Nr. 14. Transferiert wlrd dc-r Militär-Vanrechmlngsusfizial Josef Stulle von dcr Nesestignngsbaudirettion in Budapest zur Mllltar. Hanabteilung des 3. Korps. Mit Wartegebühr wird be-urlaubt der Oberleutnant Oskar Fröhlich des In« fanterieregiments Nr. 47 sauf ein Jahr, Urlaubsort Görz). In den Ruhestand wird übernommen der Major Vinzenz Doppel hofer des Infanterieregiments Nr. 27 nach dem Ergebnis der auf sein Ansuchen er. folgten Supcrarbitrierung als zum Truppendienst im Heere untauglich, zu Lokaldiensten geeignet (Domizil Salzburg). Oberleutnant Martin Colari6 der Sa« nitätsabteilung Nr. 8 in Laibach wurde zur Frecmentie» rung des vom 3. Jänner bis Ende Juli 1912 dauernden Foribildnngsknrses für Offiziere der Sanitätstruppe be» stimmt. — Militärische Belobungen.) Das Korpskommando hat die belobende Anerkennung ausgesprochen: für be-sonders ersprießliche Truppendienstleistung und die hie« bei erzielten vorzüglichen Resultate den Hauptleutcn: Hermann W asm er und Georg Musitelli, beiden des Infanterieregiments Nr. 17, Maximilian Ächam des Infanterieregiments Nr. 27, Othmar S e. I d^ Infanterieregiments Nr. 97 und Maxi-nnllan Riebel Edlen von Fest er treu des Feld» jägervataillons Nr. 24; ferner den Oberleutnanten: Adalbert Frauenfeld Edlen von Frauen egg des Infanterieregiments Nr. 7, Otto Schaffler dcs Infanterieregiments Nr. 87 und Friedrich Lorb er des Feldjäaerbataillons Nr. 20; für vorzügliche Dienst-leistungen als 1. Ergänzungsbczirksufsizier dem Haupt» mann Josef Erlan des Infanterieregiments Nr. 97; für vorzügliche, besonders ersprießliche Tätigkeit als Magazinsoffizier dcs Infanterieregiments Nr. 97 dem Hauplmann des Armeestandes Karl V r ü n d l. — Militärwitwen und »Waisen, Flüssigmachung ber Ruhcgenüsse durch die Postsparlassa.) Die Ruhe-und Versorgungsgenüsse der Witwen und Waisen nack, Militärpersonen, welche Bezüge bisher bloß innerhalb Niederöslcrreichs durch die t. k. Postsparkafsa flüssig ge-macht wurden, werden nunmehr vom 1. Jänner 1912 angefangen auch innerhalb dcr Kronländer Oberöster- reich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnlen, Krain, Schlesien und Bukowina im Wege der Pustsparkasse zur Auszahlung gelangen. Eine Verständigung der Parteien, deren Versurgnngsgcnüsse bereits in' Vorschr.'ibung stehen oder bis Ende Dezember 19N in Zuwachs lom» nun, dnrch die militärische Evidenzbehörde hat nicht zu erfolgen. Bezüglich der ab 1. Jänner 1912 in den ob» erwähnten Kronländern neu in Zmvachs kommendeil Perzipicnien wird dem bezüglichen Erlaß des Kriegs» > Ministeriums stets eine „Belehrung" zur Ausgabe an die Park'ien zuliegen. — iIm Stnatseisenbahnrate) begründete am 9. d. Mitglied Hribar die Dringlichkeit'des von ihm ein», gebrachten, Trinplichleitsantrages ans Einsührnng bcsse-rcr Schnellzngsverbindungen zwischen Salzbnrg und Abbazia. Dein Antrage wurde die Dringlichkeit zu», erkannt. Bei dem Antrage des Mitgliedes Poväe, be» treffend Anhalten dcs Schnellzuges'Nr. 1 Wien—Trieft' der Südbahngesellschaft in den Stationen Sava, Kreß» nitz, Laase und Salloch oder Einlcgnng eines Nach» ^mitlagszuges in der Strecke Sleinbrück—Laibach, führte ! der Antragsteller aus, daß das krainische Savetal von !i2'/2 Uhr'nachmittags bis 9 Uhr abends keine Verbindung mit der Landeshauptstadt habe. Es sollte dahcr ^ wenigstens ein Nachmiltagszng dnrch das Savetal nach! Laibach qefichrt werden, nnd er bitte daher um die An» > ^ nähme des zweiten Teiles seines Antrages. Nach war- ^ »ner Besürwortnng durch das Mitglied Hribar gelangte dieser Teil des Antrages Pov.^e zur Annahme. ' ^ — ^Promotion.) Kürzlich wnrde an der Universität zu Wien Herr Heribcrt Baron Würz bach aus Lai» ! bach, ein Sohn dcs Herrn Alsons Varuns Wurzbach, , zum Doktor der Rechte promoviert. — «Mus dem Voltsschuldieuste.j Der t. k. Bezirks»! schulrat in Tschernembl hat die bisherige Snpplentin ' an der Volksschule in Dragatu^ Lucia Mencinger' ! zur provisorischen Lehrerin an ihrem gegenwärtlgen Dienstposten ernannt. — Erbauung eines neuen Schulgebäudcö in ^GroßluPP.) Über'Ansuchen des k. k. Bezirksfchulrales , Laibach Umgebung findet am 16. d. M. um 6 Uhr' ^ 30 Minuten vormittags die kommissionelle Lolalver» ^ Handlung wegen Erbauung eines nenen Schulgcbäudes für die zwcitlassige Volksschule in Großlupp unter In» tervenlion cines Staatslechnikers der k. k. Landesregie» ! rung an Ort und Stelle statt. ! — lVortrag.) Der' Voltsbildungsverein „Akade- ! mija" veranstaltet heule abends um 8'Uhr im „Mestni! dom" seinen ersten Vurirag in der laufenden Saison. Es wird Herr Ivan Cant'ar über den Dichter Josef, Mnrn.Aletsanorov sprechen. ' ! — jDie Kasinotauzübungenj werden, wie alljährlich auch heuer wieder, und zluar an jedem Mittwoch von ' 8 bis N Uhr abends, stattfinden. Erste Übung am 13. d. M. ^ — (Die Alpenländische Gastwirtegenosjenichajt in >Lccs) wird in Abänderung eines früherm Beschlusses ihre Generalversammlung nicht am 14., sondern am ^ 18. d. M. um halb 2 Uhr nachmittags im Hotel Sand» wirt in Klagenfnrt abHallen. — i^ka ging am vergangenen Donnerstag zu ihrer in Bn^ka unweit Nctfsenfnß krank darniederliegen» den Tante auf Besuch. In Nasscnfuß angekommen, mietete sie cinen Wagen und snhr in Gesellschaft einer Frauensperson noch mn selben Tage von dort ab. Wäh. rend der Fahrt geriet das Gefährte auf einer Steile infolge Versagens der Bremse ins Rollen, so daß in der wildc'n Fahrt beide Insassinnen den Entschluß faßten, vom Wagen abzuspringen. Das Unglück wollte es aber, daß sich die Bat^iä bei», Sprunge mit ihrem Rocke in den Wagen verfing, weshalb sie fo unglücklich auf den Stra^'ntörpcr aufschlug, daß sie in 20 Minnlen ihren Geist ausgab. Ihre Begleiterin zog sich schwere Ver» lel'.ungcn zu. Maria Bak^i«"- hinterläßt drei Kinder. K. — lDie Finger zerquetscht.) Am 3. d. M. war dcr acht Jahre alte Franz Ucman ans Groß-Cerovee der bei seinem Vater bediensteten Magd beim Strohschnei» den behilflich. Aus Unvorsichtigkeit geriet der Knabe mit der linlcn Hand zwischen die im Gange befindlichen Triebräoer, wobei ihm die Finger förmlich zerquetscht wurden. Er wurde ins Spital der Barmherzigen Brüder in Kandia überführt. ll. — M,i billiges Nachtnuarticr.) Am 6. d. M. gegen Mitternacht bemerkte ein Gastwirt ill Ober.Ki^la zwei Männer, die sich in eine nahe Harfe begaben. Da sie ihm verdächtig vorkamen, verständigte er hievon die Gendarmerie, die auch bald an Ort und Stelle erschien und die, Männer kontrollierte. Es stellte sich aber her« ans, daß es zwei Taglöhner aus dem Bezirke Stein »varen, die sich wegen Mittellosigkeit dort ein billiges Nachtlager verschaffen wollten. — Mn gefährlicher Fuhrmann.) Der Besitzer Joses Adamiö ans Unlcr»Blato war am vergangenen > Donnerstag mil seiner Familie nnweit der Reichsstraße 'zwischen Grußlnvp lind Weichselburg im Walde beschäftigt. Gegen 4 Uhr nachmittags pafsierle die Elraße ein Fuhrmail» mit eincm einspännigen Wagen und als er die Familie Ädami^ im Walde bemerkte, zog er sei» ncn Revolver ans der Tasche und senerte ohne Ursache, gegen sie einen Schuß ab, ohne jedoch zu treffen. Er brummte noch einige drohende Worte, sciMing sich dann aus den Wagen, auf dem anch eine junge Frauensperson mit bnschigcn, schwarzen, in die Stirne hängenden. Haaren saß, schlug ans das Pferd ein und fuhr eiligst davon. Der unbekannte Fuhrmann, der aus Sittich oder Umgebung sein dürste, ist bei 35 Jahre alt und hat einen starken Schnurrbari. Dessen Pferd ist mehr klein, schlvarz und hat einen ziemlich großen Stern an der Stirne. — lVerscheuchte Ochsendiebe.) Am 25. v. M. versuchten zwei unbekannte Diebe dem Besitzer Johann Pangcre in Gaber^e, Gemeinde Senosetsch, ein Paar Ochsen im Werte von 1100 li ans dein Stalle zu ent. wenden. Sie leiten dic Ochsen bereits vor der Tür und wollten sic Weilerlreiben. In diesem Momente aber kam die dort bediensü'le Magd mit einer Laterne herbei, um die Kühe zu melken, worauf die Diebe, die Flucht er» griffen. Sie hatten Opanken an und dürften aus Istrien stammen. * Mn „eiter Gatte.) Samstag abends hörten Pas-santen aus einem Hause an der Rümcrslraße Weinen und Hilferufe. Ein herbeigerufener Sicherheitswach-mann verschaffte sich mit Gewalt den EinlrUt in die Wohnung. Der Wohnungsinhaber, ein Arbeiter, hatte seine Gattin und die hinder so sehr mißhandelt, daß fast alle lricht verletzt nxiren. Der Sicherhcitswachmann stellte endlich das wilde Treiben des Mannes ein. " lTrnnkcnlwlde.) Samstag nachmittags ging ein Arbeiter so vollgeladen Heini, daß ihn der Branntwein in der Arbcitshäusgasse in den Slraßentot warf. Als er sich da hernmwälzte, erschien ein Sicherheitswachmann, der den Trunkenbold in die Wohnnng schaffte. Bald dar-auf fand der gleiche Sicherheilswachmann einen total be» zechten Mann auf dem Ambro^platze liegen. Nur mit Hilfe einiger Passanten konnte er den Trunkenbold, der im Gesichte lind an den Händen mehrere Hautabschür^ fungcn auswies, in dessen nahe gelegene Wohnung brin-gen'. Ein betrunkenes Weib borgte, sich am selben Tage von einem Gastwirt in Untcr.^i^ka einen Handwagen, ließ ihn aber in ihrer Trunkenheit irgendwo stehen. Ein Sicherheitsl^chmailn führte das bezechte Weib heim. X ^"Haftung einer Diebstahlskomplicin.) Im Oktober trat die bei einer Fabriksarbeiterin an der Vleiweisstraßc dienende 19jährige Magd Maria Oe. 5arl aus Neisnitz aus dem Dienste. Bald darauf nahm die Dienstgeberm luahr, daß ihr die ungetreue Magd Frauenwäsche, ferner einige Bücher und Schmucksachen gestohlen halte. Wie die Polizei in Erfahrung, brachte, hatte die Maqd eine Komplici», doch konnte deren Name nicht ausgeforscht werden. Dieserlage verhaftete nun mi Detettw die Kompliein in der Person der 17jährigen Magd Angela Narat aus Arch, Bezirk Gurk. feld. Es wnrdc festgestellt, daß die Narai alle ihre Dienstgeber bestohlen lMe. Nach Abschluß der pollze». lichen Erhebungen wurde die Magd, bei der man auch einige der Fabrikarbeiterin gehörige Wäschestücke vor° fand, dem Lcndesgerichte eingeliefert. Laibacher Zeitung Nr. 283. 2706 11. Dezember 1911. — lBeim Pöllerschichen vcruugliickt.j Alu 4. d. M. wurde in Zapn>e anläßlich des Namenstages einer dor« tigeii Besitzerin mit Pöllern geschossen. Gegen Abend kam aus den Schießplatz der Besitzerssohn Ludwig 6u,^tar-siö und machte sich beiln geladenen Püller, au dem schon die Zündschnnr befestig! n»ar, zu säMsfen. In diesem Augenblicke ging der Schuß los uud die Ladung traf den ^u.^tar^i5 im Gesichte. Er wurde schwer verletzt ins Landesspilal nach Laibach überfiihrt. — ^Jugendliche Diebc.j Zll,>ci Schulknaben aus Vojsko, Gerichlsbezirk Idria, im Alter von 10 und 12 Jahren schlichen sich in letzterer Zeit dreimal in das Greislern/schäst des Peter Litar cbendort ein uud ent» wendeten aus einer nnversperrten Pulllade einen Geldbetrag von 43 X 16 !,. Als sie sich entdeckt sahen, trugen sie das gestohlene Geld bis ans 1 I< 16 1l, die sie bereits verbranchl halten, dem Vestohlcuen zurück. — drucksvollen gesanglichen Darbietungen von Fräulein Violin und Herrn Hildebrändt fanden vcr. diente Anerkennung. Fränlein Lambauer war eine fesche, resche Masseuse, voll übersprudelnder, übermütiger Laune, von der auch ihr Partner Herr Bcrku beseelt nxir. Das virtuos gebrachte Tanzdnetl im letzten Akte mußte wiederholt werden. Fräulein Frauner stellte eine anmutige, verliebte .Komtesse dar, die sie jedoch anch ohne semmelblinde Perücke geblieben wäre. Herr Walde n be rg, dessen Spielleitung besondere Aner. tennung gebührt, charakterisierte den Verlegenheits-Vater mit gewohntem, packendem Hmnor, Herr Twcrdy stattete den Plewny mit drastischer Komik aus. Orchester und Chor erfreuten unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Hager durch Frische' und Schwung. Das Szenische war sehr hübsch. 5. — lSlovenisches Theater.j Der gestrige Abend brachte die Erstaufführuug des dreialligen Vultsstückes „Vl^kn I'nniniitilvil" sDorfrumautik) von V. F. Je» l c n e. Der Titel des Stückes bildet eine Arl Deckschild für all die unwahrscheinlichen und unwahren Vorgänge, die sich da abzuspielen haben. Der reiche Besitzer und Gastwirt Ko^ir begehrt Marica, die Tochter einer übel» beleumundeten Keuschlcrin, zum Weibe. Da erscheint mit ihren Stammesgenossen die Zigeunerin Mejrima, in die sich Ko^ir augenblicklich verliebt. Seine Mutter protestiert mit vollem Rechte gegen die beabsichtigte Verbindung ihres Sohnes mit der Zigeunerin; er weist ihr die Tür und die Alte zichl fort, um in Wahn» sinn zu sterben. Die Ehe kommt zustande; Marica ver> läßt das Dorf uud geht in die weite Welt. Ko^irs Ehebund gestaltet sich nnglücklich. Er haßt seine Gattin, weil er, ans dem Sinnesransche erwacht, doch noch Mar>.ea liebt. Diese kehrt nach vier Jahren sterbenskrank zurück. Mejrima ergreift vor ihrem brutalen Gatten die Flucht uud kehrt zu ihren Stammesgenosfen zurück, mit schwe» rem Heizen ihr Töchterchen zurücklassend. — Aus dieser Fabel ist das Voltsstück ausgebaut. Wenn etwas auf schwankem Grunde rnht, so stürzt auch der schönste Bau zusammen. Der Fall, daß ein Dorfinagnat allen Leuten zum Trutze eine hergelaufene Zigeunerin heiraten würde, ist wenigstens bei uus ausgeschlossen. Er hat sich bei uns niemals ereignet und wird sich auch niemals er» eignen. Höchstens könnte es geschehen, daß ein solcher Besitzer, vmi augenblicklicher Leidenschaft verblendet, mit seiner Auserkorenen von dannen zieht nnd ein Vaaa» bunden leben führt, uis er, ihrer überdrüssig geworden, zu seinen Pcnaten zurücklehrt. Die iunere Unlvahrheit ist der eine Fehler des Stückes; er ist übrigens schwer genug, nm das ganze Werk abzulehnen. Ein zweiter liegt darin, daß man sich sofort nach dem Erscheinen der Zigeunerin Mejrima — die sich weiß Gott aus welchem Grunde im Hose Ko-Urs verborgen hält und dann als Kartenschlagen,! auftritt — mit'einiger Wahrscheinlich, keit den weiteren Verlanf der Dinge konstruieren kaun. Die Wnnderkarlen werden eben zu offen ausgelegt. Ei» dritter Fchler besteht darin, daß eo der Handlung an streng ^c-schlössen er Einhoitlichteil gebricht. Aus welchem Minglnd", Grunde ln'ispic-l^wclsr'muß ,m zweiten Akte auf der Bühne ein ganzer Haufen vun Lrulcn erscheinen, die mit der Handlung absolut keine Fühlung haben? Sie kommen, wl'il es Kirchweih gibt; sonst müßte die Szene notwendigerweise lcer bleiben. Abc^r dcr Autor braucht sie, um den theatralischen Effekt zu erzielen, daß Ko^ir emphatisch die Zigeunerin zu heiraten er» klärt und seiner leiblichen Mutter in Gegenwart aller Leute die Tür weist. Überflüssig sind des weiteren alle die Figuren dcr Marta, der G'röarica, des Gaber, des Iescnko nnd des Koren, kurz, aller, die mit der Sache uichts zu tun haben. Ökonomie bildet eine Hauvtbedin» gung auch für die Güte des Dramas! Dcr dritte Akt ist relativ am besten geraten; er weist aber ein eigen, tümliches Konglomerat von schleppenden Szenen uud brutalen Auftritten, darnnter den widerlichen Spek-talel zwischen Ko5ir mit seiner Gattin, aus; mit wirk» samcn Stellen länft vollständig nichtiges Zeug parallel. Der Kontrast zwischen Mutterliebe und Freiheitssehnen ist sicherlich nicht neu. Gefallen aber hat uns die Sen» lenz, daß das, was in dcr Hütte geboren ist, uubediugt in die Hütte zurückkehren muß. Im allgemeinen hätten wir aus die ganze Zigeunerbande als solche sowie aus die ihr anhaftende Gloriole der Romantik gern ver-zichtet; dcr Autor freilich hatte es nicht tun können, weil er eben eine Tochter des Nillandes brauchte, nicht etuxi nm der Romaniil willen, sondern um überhaupt sein Werk zu ersinnen und zu Ende zu führen. Gewiß zeigt sich in Einzelheilen Ambition, vielleicht auch einige dramatische Begabung, aber echte, warm pulsicrcude Lebenskrast gehl dem Volksslücke ab und daher wird ihm keine lange Lebensdauer bcschieden sein. — Die Ausführuug selbst mußte notgedrungen unter dem Banne der Unwabrscheinlichkeit »uch jcuer der Ausdrucks-weise!) stehen. Herr Nuöiö, der deu betörten Kos,r spielte, rumorte eifrig auf der Bühne herum, wodurch im Sinne des Werkes seine unbeugsame Entschlossenheit gekennzeichnet werden sollte; er spalte die grobe Szene 'im Schlußakte mit starker Unterstreichung des gelvalt. tätigen ElMalters seines Helden — nichtsdestowem» gcr'fiel er ab, weil die Charakterisierung von Bauern» querköpfen eben nicht seine Sache ist. Hiebei wäre noch im allgemeinen zu bemerken, daß das Personale dcr st» venischen Bühne — Herrn Vcrov^ek ausgenommen — Vauerntypen nicht in ihrer lebendigen Wahrheit zu erfassen und zn verkörpern versteht. Glaubte vielleicht Fräulein Rakarjeva mit ihrem unfreiwillig komi» schcn „NH5' na, doi'i' " den Charakter der alten Gröc». rica getroffen zu haben? Gut hielten sich Frau VukZe> kova als Koäl-rs Mutter und Herr Strbin 5 ekals Laibacher Zeitung Nr. 283. 2707 11 Dezember 1911. Knecht ^llta, wuliei cr freilich mit einer Ausdauer draus lushlislote, die einer besseren Sache wcvl qewesen wäre' Frcillk'in W i n t r o v a ^eiqte in ihrer smisl init Fleiß einstudierten Nolle wenig Eigenschaften eines armen Bnnernmädcheno' Frau Iuvanuo « als Acari' cas Mutter n>ar besser. Frau ^ etriloda gab die Zigeunerin iin ersten Akte in guter Zeichnnng, 'im Schluß, aste hingegen matt, weil sie nicht gerade viel zu jagen und zu tun halte. Herr Daniluals der alte Zigeuner-Häuptling Iano« hatte sich eine treffliche Mäste aus. gesetzt. Die sunstigen Personen kommen nicht in Ne-tracht. — Der Autor konnte nach dem zweiten Akte von der Bühne aus für Beifall, namentlich des Stehparterres, danken. Das Hans war gut besucht. — Schluß der Vorstellung statt (laut Vermerkes des Theaterzettels) nach 10 Uhr schon um ^10 Uhr. Jene Damen, die der famosen Zeilangabe Glauben geschenkt und ihre Dienstmädchen, b'ezw. Wagen nach 10 Uhr zum Abholen bestellt hatten, tonnten also unbehindert uor dem Theatergebäude noch ein gutes Viertelstündchcn frische Lust schöpfen. ^ —n— Telegramme des l. k. Telegraphen-Korlespondenz-Burenus. England nnd Deutschland. London, 10. Dezember. Kriegsminister Haldane hielt gestern in Aeerington eine Rede, worin er ausführte, daß er keinerlei Grund dafür finde, lvarum England nicht gute Beziehungen zu Teul>chland unterhalten folle. Er sehe der Zukunft hoffnungsvoll entgegen. England wünsche, daß Deutschland seinen Handel soweit als möglich cnlwiclle und seinen vollen Plap an der Sonne habe; aber es müßten auch dic Rechte anderer respektiert werden. Er selbst könne sich nichto Besseres vorstellen als wenn England und Deutschland nebeneinander arbeiteten nnd so das Niveau fernerer und weniger zivilisierter Teile der Erde heben würden. Der italienisch-türkische Klicg. Rom, 10. Dezember. Die „Tribuna" meldet aus Tripolis vom 8. d. M.: Die Türken hatten vor der Landung der Italiener 350 eingekerkerte Verbrecher freigelassen, daruuter 20, die zum Tode verurteilt waren. Diese Verbrecher nahmen fast sämtlich an dem Verrate und der Revolte der Araber vom 23. Oktober teil. Tripolis, 10. Dezember. Meldung der „Agenzia Stefani".) Es hat sich nichts Neucs ereigucl. Nach In-formalioncn unseres Kommandos sollen die Türken und die Araber in Azizia stehen und über wenig Bebens» mittet und gar keine Geschütze verfügen. Die Zahl der Araber vermindere sich. Eine drahtlose Depesche aus Benghasi vom 9. d. M. besagt, daß die Situation unverändert ist. Am Abend des 7. Dezember tam es zu einem tleinen Geplänkel bei den Vorposten. Der Femd wurdc jedoch sofort zurückgeschlagen. Wir hatten hiebei tein<' Verluste. In Tobrut und m Derna ist die ^iage unverändert. Konstantinopel, 10. Dezember. Den Blättern zufolge haben die Italiener in Gallipoli in den Dar° dancllcn eine Frist von drei Tagen für die Abreise er° halten. Die arbeitslosen italienischen Arbeiter erhielten gleichfalls den Auftrag, das ^and zu verlassen. Den Ila» licnern in Smyrna, deren Z"h>, grauen und linder eingerechnet, ungefähr 8000 beträgt, wurde eine Frist bis zum 16. d.M. gesetzt. Das deutsche Konsulat Hal um eine Verlängerung dieser Frist angesucht. Die Revolution in China. Peking, 10. Dezember. (Renler-Meldung.) Taug. shaoyi ist nach Wulschang ausgebrochen, um dort, ausgerüstet mit der ihm von Manschillai verliehenen Vollmacht, mit den Aufständischen zn verhandeln. Die N^ gierung erklärt, daß die Nebellen eine beschränkte Monarchie annehmen werden. Die ausländischen Gesandtschaften neigen der Anficht zu, daß das Ende des Auf-standes bevorstehe. Die Kaiserlichen haben Talangsn wieder eingenommen und die, dortigen Aufständischen zerstreut, die sich uach Taiyuanfu zurückzogen. Neueste telephonische Nachrichten. Wien, 10. Dezember. Heute nachmittags fand im Palais des Erzherzogs Friedrich die Verlobung von dessen Tochter Isabella mit Prinz Georg von Bayern, dem Sohne des Prinzen üeopold und der Prinzessin Gisela von Bayern, statt. Am Familienfeste nahmen die Ellern der Verlobten und der Brnder des Prinzen, Prmz Konrad von Bayern, teil. (lhristiania, 1l. Dezember. Der Nobelpreis wurde dem Friedensapostel Alfred Frko in Wien und dem Staatsrate Asfer im Haag verliehen. Konstantinopel, 11. Dezember. Der Kriegsminister erhttlt gestern vom Kommandanten der türkischen Trnp. peu vor Tripolis eine vom 6. d. M. datierte Depesche, laut welcher ein Angriff der Italiener auf Sue el Guma zurückgeschlagen wurdc und die italienischen Trup» Pen beim Nuckzuge über 400 Tote und eine große An-zahl von Verwundeten zurückließen. Aus türkischer und arabischer Seite sollen nur 20 Mann gefallen und etwa 30 verwundet worden sein. Envcr Bey berichtet aus den Stellungen der Türkeu vor Derna, daß die Italiener in der lüngsten Schlacht über 200 Tote und zahlreiche Verwundete gehabt hätten, während sich die Verluste der Türken nur aus einige Tote beschränken. Der Komman-da»l von Nenghasi meldet, daß die Türkcn bei Tobrnk ihre Stellnngen verstärkt haben. Die Italiener hallen sich innerhalb der Sladtwälle in der Defensive. Konstnüliuopel, kl. Dezember. Das persische Komitee der Ulemas hat cine Proklamation erlassen, in der die Perser uud Türkeu zum gcmeinsameu Kampfe für die Religion aufgefordert werden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermärkte. Ficbig Paul, Jüdische Wunder^schichtm des ueu-tcilamcntlichm Zeitalters unter besonderer Berücksichtigung ihres Verhältnisses zum neuen Testumeiu, li 2 40 - Fischet Hartwig, Wiener Häuser I, Teil, br. K 4 ."0, gb. li 6 —. -Ascher Wilhelm in (^iraz, Sommernachtserzähiungen. br. !< 4 80, yb, k «'-. — Fnchcr Dr. Guido und MayrhosVl Dr. Aernhllld, Ergebnisse der gesamten Zahuheillimde, II. 2, Iv 4 32. — Flachs Dr. Richard, Das 5tind und s» ine Pflege, gbd. t< 5 40. — Flieg Dr. N., Ein Beitrag zur Kemitnis des Morbuö Vasedooii. k 1 44. — Förster Dr. Erich, Entwurf emes GeschO, betreffend die Neligiousflciheit im ftrruszischeu Staate, K 180. Frans Prof. Dr. E., Die Ostafritanischen Dinosaurier, X 1'80. — Freud Prof. Dr. Sign,., Über den Traum, X 192. — Frey tag Dr. Ina,. Ludwig, Gesetzmähigleit m der Statik des Viereudcnträgers nebst Verfahren zur unmittelbaren Gewinnung der Einfluß luiicii durch Reihen^ildnng, !< 1 92 — Friedländ er Hugo. Interessante Kriminalprozesse von tulturhistorischer Bedeutung, I V. Baud, 1< 3 60. — Friedrich Prul. Deutsche Renaissance, l<3 60. — Furniß Harry, flying Visite. li I ^0 ^- Haj-oeezla Josef. Prüfungsfragen aus der Physit im Umfange der Obrstufcu der Miitclschuleu, !i 3 —. — GaerdtH. und Möblier Max, Gärtnerische Diingerlehre. gbd. X 4^0. — G ardtl>linsen A., Das Auchwescii im Altertum und im byzantinischen Miltelaltcr; Griechische Palaeographie I. Band,, < K. 9(i0. — Garteu Prof. Dr. S., Über Bau und Funttiuuen der elektrischen Organe, k 130. Gebcit W.. 1'r^c^ lnstoriliuo clo I«, tittelHUire il!m^3,i3«, gbd, 15 4 32, — Gemm ing Dr. Alfred, Das Handweilergenossenschaftswesen in Württemberg; Tülimger staatswisseuschuftliche Abhandlungen, 18. Heft, I< 5 04. - Geschichten uoil Hockewanzel, 7. Aufl., l^ 15^. — Die Geschichte des Zauberers Merlin übertragen oon Dorothea Schlegel, gt,d. li. 4 80. — Gesetze uud Vcr» lNDnungen betreffend die Unfall- und Kran?euversicherung der Arbeiter, II 3—. — Gilbert Leo, Neue Energctit, li 960. Vorrätig m der Vuch-, Kunst- uud Musikalienhandlung )g. v. Kleinmayr .,V.eit,W " "2 U. N. 730^ 6-8 «ZSMTschwach Regen " 9 U.Ab. 73l4 67 windstill bewölkt_______ ' 7U F."">?35 1 1^SW. schwach^ » > 10 2 UN. ,735 9 4 5 NO. schwach halb bew. ,33 3 8 U. Ab, i ?35 5 10 NW, schwach___bewölkt ! ti.z 7 u. F. ', 731-6 ,0^1, SW, schwach'^ ." j^l>^ Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt <;-1°, Normale-0-9°. vom Sonntag 2 2°, Normale 01°. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag leichter Schneefall. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkcnwarte: (gegründet von der Kraiinlchen Spailass« 1887.) (Ort: Gebäude der k. k. Staats-Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46° 03'; östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Bebenaufzcichllungcu: Am 4. Dezember um 1b Uhr* 45 Minuten Bebenaufzeichnnng in Nocco di Papa und Rom. - Am 6. Dezember um 19 Uhr W Minuten Wiederholung ebenda. — Am 7. Dezember um 0 Uhr 30 Mi» nute» Feriibcl'emiufzeichnnna, in Moncalieri uud um b UhrNah-l'ebeilanfzeichnulici i» Moxtecassino, Nocco di Papa und Rom. B eb en b er i ch t e: Ain 2. Drzeinber um n ?.'!!,terimä,! I,i<> Wüsvimch! vo» 0 iiliv !nc> 24 NW' aeznl'l». siostilnièatska ladiiiina pivovarna alpskih delel v Lescah. Vabilo dne 18. decembra 1.1. ob % 2. nri popoldne (ne dne 14. t. m. ob '/, 2. url popoldne, kakor je hilo duo G. t. m. naznanjono) v hotelu «Saudwirt» v Celovcu vršeèi se III. redni obèni zbor. Vspored ostano isti kakor jo bil due (>. t. m. v aašem listu objavljen. p----------------------- -! 35 »lav »,]!»• Za muogo dokaze iskrencga soèutja med boleznijo in o smrti nafiega iskreno ljubljenega, nepozabnega siua, oziroma brata, gOBpoda Ludovika Stricel miajšega stavbenega uradnika kakor tudi za mnogoštoviluo spremstvo k zadnjemu poèitku ter darovalcem prekrasnih voncev in šopkov izrekaino vsem najtoplejšo zahvalo. Osobito smo dolžui zahvalo Zvezi prostovoljnih gasiluih društev Kranjske, Ljubljanskom pro-stovoljnem gasilnem in rošovaluom društvu, dalje gasilcom iz c. kr. tobaèno tovarne, iz Brezovice, Jožce, Moste, Dolcuje vasi, Škofljico in iz Postojno, ki so z svojo udeložitvijo predragega ranjkega tovariša z poèastenjem v tako ogronmem štovilu spremili k zadujemu poèitku. .Dalje gosp. uaèolniku Markežu in gospodu hotolirjii Kauhekorju iz Bohinjske Bistrice, vsem ostalim gasilskim korporacijam, ki so svojo udoložitev oprostili iu soèutstvovali pismeuim in brzo-javnim potoni, Sluvenskem dolavskem pevskemu društvu «Slavoc» za tolažljive preganljive žalostinke se na torn mostu presrèuo zahvaljujemo. Vsem boili prosrèna livala I Bog plaèaj ! Sv. maša zadušnica so bode služila v torek, dno 12. decembra, ob 8. uri zjutraj v župni cerkti Svetega Petra. Ljubljana, due 11. docorabra 1911. (4933) Žalujoèi ostali. Safljadjer Bettung g^r. 283. 2708 H Remter 1911 äkL~ »H Iff 1.1 ft Mntltti * Mhfttt t Handel a W j«Sbs. »«pleren: Blriaiirdreii Varwaltunj m I Qlhoph **hM Frail7 Incof QfroRa Mh Q eiolaien o»«. ElnlaosbOohar u.lm (onto- VDB Depots, Ssfe-Depotltt etc. (1750) HI LalUCtüll ^p- "rdllZ-JOSeT-oTraiJe NP. a. Korrent; Milltar-HgintikaitloneB eti, Hume an der Wiener l&örse vona »# De%(^iiber 1O11. SrhlulJkurs r.eld | Ware Allg. Staatsschuld. «, f(Mai-Nov.)p.K.4 9130 9rtc a **lo I ,. „ p. U-4 sr*0 »'•«' L k.st. K.i(Jän.-Juli)p.K.4 »r«0 9/-eo • I ,, ,, p. A.4 9130 91-H, S 4 e»/«u-W.Kot.Fub.AnK-pK.4-ü S<-7» 9*-fl« ^ 4 2<70 „ ,, ,, ,, p.A.42 947« 94-91-¦B 4 2"/0 ,, 8ilb.Apr.-OUt.i..K.4'2 9*'7C O< 9f W 4-»f»/e „ „ ,, ,, p.A.4 2 94'76 94-96 Losev.J.1860zu500fl.ö.W.4 1696 /en« Losev.J.lB60zulO0fl Ö.W.4 ««•— 440-Lo8ev.J.i864zuloon.ö.W.... 61276 624-7* Lose v.J.18H4ZU 60D.Ö.W. ., 308- 309-St.-Doman.-Ps. 120fl.30()F.6 2SS-- 290- Oesterr. Staatsschuld. L)eat.SU»tbdchaUsch.iitfr.K.4 S9S0 tOO-öeKt.Goldr.stir.Gold Kasso. .4 us-- UfZh ,, ,, ., ,. p.Arrgt. 4 lit- itftC Oest.ReBtei.K.-W.Btfr.p.K. .4 9rto s/*t ,1 .. .¦ 11 „ „U-< 9*3Ü 9rt0 Oe8t.Invest.-Rent.8tfr.p.K.3i/3 So-it, sos* Franz JoBessb. i.Silb.(sl.S.)5'/* "37fl >i*?* Guliz.KarlLuriwig8b.id.St.i4 9/-S« 929t Nordwb.,ö.n.8tldnd.Vb.(d.S.)'l 91-16 9:-7t Rudolfsb.i. K.-W.stfr. (d.S.)4 920» 930^ V»m Staats E. Zahlnnp Ibern. EiN«nbakii-Pri«rittttH-Obli;. Böhin. Mordbahn Em. 18M2 4 US-- 114- Böhm.Wostbahn Em.1885. .4 98- 94- BöhiB.Westb.Em. 1895 i. K. 4 9S10 93-7L Ferd.-Nordb. E. 18«fi(d.S.j. .4 972t< 9#2fl dto. K. lSH)4(d.St.)K___4 98-}» 99tt> Franz JosefKb.E.18^*(d.S )S4 9820 94-20 Qttliz.KarlLadwigb. (d.St.)S4 9r9v 93-90 Liib.-Stein Lkb.ü00n.l000sl.4 91-60 98-60 L«m.-O.er.-J.E. 18!)4 ,d.S.)h4 9f)6 93 7s' Nordwb., Oest. 200 II. Silber 6 102-4* 103-46 ito. L.A E. 1908|d.S.)KH'/, S» SO K4-S0 ij'.lilußkurs (ield I Wurf PriiK. Nordwb.,Oest.L. B.200H.S.5 iof6O iot-6v dto. L.B.E.lö()8(d.y.)K3V„ 83 90 84-90 dto. E.J886200u.lOOOfl.S. 4 9360 94-t>l Rudolfsbahn E. 1884 (d.S.) B. 4 9X90 93 90 Staat8ciBenb -G. 500 F. p. St. 8 881-76 88Z-7t üto. K" .-NetiftOOF.p.St. 8 381- 883 iSiidnorddcutscheVbiigb.sl.S. 4 92 96 93-9f~ L;i)g.-gal.E.E.18»7 20<)Silber 4 92 10 9310 Ung. Staatsschuld. Urig.t5taatBku.stcnsch.p.K.4V,( 99-86 too-ct Ling. Rente in Gold ... p. K. 4 UO-S* tirst Ung.Rentüi.K.8tfr.v.J.191O 4 90-26 c,0-4f Ung. Rente i. K stfr. p. K.4 90-40 90 60 Ung. 1'rämien-AnlehenölOOfl. 482'dO 4441,0 U.TbeisB-R.u.Szeg.Prm.-0.4 299 60 3116I U.drundcntlastg.-üblg.ö.W. 4 90 66 9j-66 Andere iilicntl. Aalehen. Hs.-hcrr. Eis.-L.-A.K.lHOü 41/ 9820 99-20 Wr.Vcrkehrsanl.-A. verl. K. 4 92— 98- — dto. Km. 1900 verl. K .... 4 91-86 92-8t (ializisches v. J.189H vcrl.K. 4 93-- 94-- Krain. L.-A.v. J. 1888Ü.W. . 4 9*26 9S-S6 Mährisches v. J. 1890v.ö.W. 4 9830 94.8i A.d.St.Hudap.v.J. liK)3 \ K. * $9*6 90-36 Wieti lElek.! T. J. 1900 v. K. 4 9Z-1O 93-10 V> ienilnvcBt. v. J. lyoav.K. 4 95- 94- Wien v.J. 190^ v. K.......4 92 60 98-t>o Rubs. St. A. li)06 f.100K p.U. 6 lOSZS tO37t Hul.St -Goldanl 1907 100K4V, 94-10 96-li Pfandbriefe nnd Konininnalobliftttionen. Hudenkr.-A. ost., bv,). 6. W. 4 92'70 98-70 Bodenkr.-A. f. Dalmat. v.K. 4 99-60 100-61 IHihni.HypotheknnbankK . . 5 100-76 101 7« dto. Hypothbk., i. 67J.v.K.4 94-60 9f90 dto. Lb K.-Schuldsch..f)0,}.4 98-— 94- dto. dto. 78J.K.4 Sf— 94-~ dto. E.-Schold6ch.78 J. 4 «#•— .¦)<•— s<-ti)uOkurn (ield I Ware Prot Galiz Akt.-Hyp.-Bk.......& "0- —•— dto. inh.Mj. verl.K. 41, 98-90 99-90 Galiz.Landcsb.51 i/.J.v.K. 4'/2 ^'7* 99-76 tltn. K.-0bl.lII.Em.42j 4'/, ^8-ir> 99-n lbtr. Boilenkr.-A.36 J.ö. W. 5 t0rZ6 101-90 lstr.K.-Kr.-A.i.62»/,J-v.K. 4>/j 100-26 101 ¦- Mühr. Hypoth.-B.ö.W.u.K. 4 93-60 94-60 Nii'd.-öst.Land.-Ilyp.-A.si6J.4 95-56 94-26 Oest. Hyp.-Bonk i.50 J. verl 4 9J— 94-- Oest.-unß.Hank60J.v.ö.W. 4 96 60 97-60 dto. 50 J. v.K..........4 66-76 97-76 Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/» M'2» 9926 Comrzbk., PeBt. LJng. 41 J. 4'/i 9«-?6 99-76 dto. Com.O.i.50'/2JK4l/i 98-- 99- llL'rm.B.-K.-A.i.50J.v.K4V» 98'60 99-60 S[ ark.lnnerBt.Bnd.i.60J.K4'/2 9«'— 99-- dto. inh.MJ.v.K.....4l/, 92- 93-- Spark.V.P.Vat.C.O.K ..4Vj W- 99- Ung. Hyp.-B. in Pest K. . .•*Vj 98-60 99-60 dto. Kom.-Sch. i.&0J.v.K41/1 »«'*0 99-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. l^asch.-Oderb.E.1889td.S.iS.4 9110 92-10 dto. Em. 1908 K(d.S.) . . .4 9140 92-40 Lemb.-Czer. J.E.188430üS.3(i 86-96 87-96 dto. S00 S............•* 91-tO 92-60 Staatfeisenb -Gesell. E. 1896 td. St.) M. 100 M........3 89-60 $0 60 Stldb. .lan.-J. 600 F. p. A. 2-B 26180 26230 Ur»tcrkrainerB.(ri.S.)ö.W. .4 64- 96-- Diverse Lose. Hodenkr.öst.E.1880a 100sl.3X 29S-T6 804 7f. detto E. 1889 a 100 D. . . . 3X 27776 28376 Hypoth.-B. ung. Pram. -Schv. ä 100 (1................4 249 26 2iJjf Serb.Prämicn-Anl.a 100 Fr. 2 1S6-60 132-60 l;ud.-BaBilica(Domb.)5ll.ö.W. 87-80 41-81 Cred.-Anst.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. DlO'60 622 tc Laibach. Präm.-Anl.üOfl.ö.W 84-- 9o-~ >chllllikn;ta Geld 1 Ware RotenKreo*.Öst.G.v.lOfl.ö W. 737« 7976 detto ung. G.v. .. fifl.b'.W. 47 26 H3 26 Ttirk.E.-A.,Pr. 0.4{XiFr.p.K. 238 40 240 90 Wiener Kommunal-Lose vom Jaiirc 1874.....lOOsl.ii.W. 610- 622- Gewinstsch der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Aniit.E. 1880 66-76 7276 <;owinsk-ch. dor 3«/0 Pr.-Scli. dor liod.-Cred.-Anst. E. 188:1 US'-- 128-Gewinftsch. dc-r 4»/,, Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 49- ««• Transport-Aktien. Oonau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1130-- u33 -Ferd.-Nordbahn 1000 tl. C M. 4960-- 4980- Lloyd, öeterr........400 K «6560 666 Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 728-90 729 90 Sudbahn-G.p.U. ...oOOFra. ro/7s 108-76 Bank-Aktien. Anglo-ÖBterr Bank 120fl.t8K M26-2t 8262t' Hankver.,Wr.p.U. 201)11.30 ,, 641 60 642CI Hod.-C.-A.ttllg.ÖBt. 300K 64 „ 1806- 131V Credit-Anst. p. U. 320KH2 ,, 64680 6478o Oedit-B.nng.allg. 200fl.42 ,, 846-76 847-76 F.8k(impteb. Btuier. 2O0H.32 ,, 612- 614- Eskompte-G., n. 2-- LaibncherKrcditb 4O()K28,, 468- 469- OeBt.-ungar.B. 1400K 90-30 ,, 1984- 1994- Unionbank p. U. .. 200 sl. 32 ,, 626- 626- Yerkehrsbank,allg.l4