MbAerMZeitmW Kamstag den 27. Juli i«39. D I I V r i e n. ^>as k. k. illyrische Gubernium hat mil Cnt« schlleßung vom 2l. Juni d. I. die erledigte, unter dem Patronate deS kram. Religionsfondes stehende Localkaplanei Maunlz, im Abelsberger Kreise, dem derzeitigen exponirten Kaplan« zu Harije, Peter Schliber, verliehen. Die von dem Patronale der Vrlxner Vislhums' Herrschaft VeldeS abhängige Pfarr Feistriz in der Wochein, ist unterm 2. Juli d. I. dem derzeitigen Pfarrer zu Salilog, Lortnz Okorn, verliehen worden. Schiff fahrt in Trieft: Am 19- Juli. Constant! nope l: Magno, Vottermi, Oester., in 25 Tagen, mit Mais. Cavalla: Iride, Ivanovich, Oester., in «5 Tagen, mit versch. N. ?lm «0. dito. Lev an to: Niiifa, Zacca, Grlcch., in 27 Tagen, mit Wolle, Fellen und a. W. Patraß: Athli,a, Dascalopulo, Griech., in 23 Tagen, mit Wolle und a. W. Livorno: Aquila Nomaua, Destefani, Päpstl., in 25 Tagen, mit Oel und a. W. Mosco» ißi: Zante, Margari, Ion., in 99 Tagen, mit Wolle. Genua: Prudente Laviosa, Sard., in 4« Tagen, mit Zucker. Vraiiaunt, C 0 nst a „ tl n 0 p el: Critis. Salellari, kriech., j„ ^5 Tagen, mit Mais. Hamburg: Landrrost von Marschalk, Ncrdenholz. Hanov.. in 58 Tagen, mit Fischthran. Per nan, buk: Fanny, Trie. Engl. , in °5 Tagen, mit Zucker. Am 2l. dito. Pernambul: Speranzc,. MatlcS, Span,, in ,,z Tagen / mit Zucker. Am 22. dito. Lissabon: Scanderbeg, Ivanovich, Oester., in 4i Tagen, mit Zucker und a. W. Galacz undConsta ntinopel: ConteRuggero, er Großfürst-Thronfolger ist am Morgen des letzten Freitags 5. Juli, in vollkommener Gesundheit in Petershof, von seiner Reise zurückkehrend, eingetroffen. (Pr. St.) K e r b i e n. Von der serbischen Gränze, 2. Juli. Der neue türkische Festungscommandant von Belgrad, ChoSrew Pascha, welcher den bisherigen Gouverneur Iussuf Pascha ersetzt, ist heute in Belgrad angelangt, von wo Iussuf Pascha übermorgen abgehen wird. — An di« provisorische Regentschaft ist von der Pforte der Auftrag gekommen, «ine Deputation von acht Personen aus verschiedenen Theilen Serbiens nach Constantinopel zu schicken, damit dieselbe über die letzten Vorgänge und die Entfernung des Fürsien Milosch Rede stehe. Dieser ist in Bucharest angelangt und daselbst auf Befehl des Fürsten Ghika mit allen Ehren empfangen worden. (Mg. Z.) Gsmanisches Reich. Cattaro, 27. Juni. Ein» starke Abtheilung Albanes.r — eoou Mann — unter Anführung Bekir Vep's, hat einen Einsall in das montenegrinische Gebiet gemacht und die Lolonie von Iiastrep angegriffen. Die Türken wurden geschlagen und bis vor d,n befestigten Platz Spuzza verfolgt, in welches sie sich zurückziehen mußten. Gegen 400 Albaneser blieben todt auf dem Kampfplatz. Unter den Gttödteten befindet sich auch ihr Anführer Bekir Bey. Die Montenegriner soN:n gegen 50 Mann und drei Weiber auf dem Schlachtfeld verloren haben. Nagusa, i. Juli. Die Albaneser und Mon-ttnlgriner sind sich wieder in die Haare gerathen. Die "ächste Veranlassung dazu gab ein Einfall del erstern «n das montenegrinische Gebiet, die Zerstörung der Felder und Verbrennung von mehr als dreißig Wohngebäuden dieses kriegerischen Gebirgsvolkcs. Die Mon, tenegriner wurden in zwei Scharmützeln geschlagen und gezwungen, sich auf allen Seiten zurückzuziehen, bis tS ihnen im dritten, ziemlich bedeutenden Gefecht gelang, den Türken eine gänzliche Niederlage beizubrin-gen. drei Fahnn: zu erbeuten und die Angreifer aus 'hrem Gebiet zu werfen. Die Albaneser verloren dabei mehrere Hundert Mann, sehr viel Waffen und "nig, Krlcgsmumtion. (Allg. Z.) ^'" ^"stl" Berichten aus C on stantinopel "<,e/"' ^"" ^°^ hatte die Nachricht von der am - . v. M. von Hasis Pascha bei Nisid erlittenen Niederlage zwar große Bestürzung bei der Pforte verursacht, doch herrschte s« der Hauptstadt die vollkommenste Ruhe. Chosrew und Halil Pascha entwickeln die größte Thätigkeit; ersterer genießt das «ndediüüte Vertrauen d,s Sultans. In dem Chatl, welches derselbe am Tage seiner Thronbesteigung an ihn richtete, heißt es: «Ich habe dich aus eigene, „Bewegung zu dem erhabenen Posten eines Groß« „Wesirs (Sadri-azam) und mit unumschränkten Voll« „machten versehenen Stellvertreters (Wekili-Mutla?) „erkohren und ernannt, und dich mit der Leitung „der Angelegenheiten des Innern, der Finanzen und »der Armee, so wie überhaupt aller Angelegenheiten, „beauftragt." Am 5. Juli hat Sultan Abdul Medschib zum ersten Male die Moschee feierlich besucht, um, dem Gebrauche gemäß, das Freitagsgebet zu verrichten. Seine Hoheit begaben sich zu diesem Ende in die Moschee von Sultan Bajazet und besuchten bei der Rückkehr das Grab Ihres erlauchten Vaters, Sul, tan Mahmuds. Am 6. Juli hat der Sure-Emini mit der Pik gerkaravane von Mekka seinen Einzug gehalten. Die Decke des Grabes des Propheten wurde auf einem türkischen Dampfboole von Scutari in das Serail von Topkapu überbracht und daselbst mit dem g«<-wohnlichen Pomp in der Schatzkammer (Chazn»-Odassi) niedergelegt. Seine Hoheit hat am 9. Abends das alte S»» rail zu Constanlinopel bezogen, welches von nun an, wie in früheren Zeiten, die gewöhnliche großherrlich» Residenz seyn wird. Von der Flotte des Kapuban - Pascha hatte man bei Abgang der Post zu Constantinopel keine weit»» r,n Nachrichten. Die Pforte hatte auf die Kund« «on dem Auslaufen derselben auS den Dardanellen den Bahrie-Müsteschari (Staatsrath der Flotte), d«r vor kurzem auf einem türkischen Dampsboote von den Dardanellen in der Hauptstadt eingetroffen war, an dcn Großadmiral zurückgesendet, um daS etwa obwaltende Mißuerstandniß aufzuklären und denselben zur Rückkehr zu bewegen. (Ost. B.) Vriechenlanv. Der Londoner Globe schreibt auS Athen vom 20. Juni. Ein neues Univcrsilä'tsgebäude, ein» neue Bibliothek und eine Anatomie sind in orm neuen Stadthcile im Bau begriffen. -^ In voriger Woche erschien zu großer Verwunderung d«r Zollbeamten vor dem Hafen eine Goeletle mit rocher Flagge, auf welcher ein Thurm abgebildet war. - Man hielt dieselbe anfangs für ein türkisches Fahrzeug; bald ade, zeigte es sich, daß es das Hamburgische Schiff Hebe-war. Es ist dieß das erste Mal, daß die Hamburg ger Flagge in einem griechischen Hafen weht/ — Das Land ist vollkommen ruhig. Die Truppen, welche in die Maina abgeschickt wolden waren, urn den Aufstand zu dämpfen, sind nach Erreichung ihres , ZwtckeS in ihr, BesatzunMndte zurückgekehlt; blo-ß 240 «in kleines Corps blieb in der Mania zurllck. — Die große Hitze hat begonnen. Man erwartet einen reichlichen Feldertrag, besonders an Wein und Rosinen. Der Ertrag der Rosinenernle wird auf 8 Mill. Drachmen angeschlagen. (Allg. Z.) gereinigte Staaten von Oorvamerika- In London hatte man am 9. Juli Briefe «nd Blätter aus New-York bis zum 15. Juni. Sie melden wieder einmal, daß es der Washingtoner Regierung gelungen sey, den Krieg mit den In« bianern in Florida zu beendigen. Hin und wieder zeigten sich Symptome eines befürchteten Wiederaus-bruchs der Insurrection in Canada; die Allarmisten („denn so, sagt der Globe, dürfen wir sie wohl nennen«) bezeichneten den y. Juli als den Tag/ an welchem derselbe Statt finden werbe. Die Folgen der übertriebenen Baumwollenspeculationen singen an sich z^l zeigen: in Wicksburg hatte das große Haus Bennett und Comp. fallirt , das mit starken Summen in diesem Handel betheiligt war. (Allg. Z.) V r a s i l i e n. New-Yorker Blätter enthalten Nachrichten aus Maranham bis zum lh. Mai. Die Hauptstadt wurde von ihren Einwohnern befestigt, und alle Geschäfte standen still. Die Insurgenten hatten den größern Theil des innern Landes im Besitz. Fünfhundert Mann Regierungstruppen wurden stündlich von Para erwartet, mit deren Hilfe man die Insurgenten in Respect zu erhalten hoffte. (Allg. ä.) i . Industrie-Verein. Vekanntmacbuug und Danksagung. Je seltener in unseren von Selbstsucht und Eiqen-Nütz beherrschten Ta^en Zuge reinen Wohlwollens, und eines bloß auf die Beförderung des Guten und Gemeinnützigen gerichteten menschenfreundlichen Sinnes sind, um so mehr ist es Pflicht, alle Handlungen uneigennütziger, rein patriotischer Gesinnung zur öf. fentlichen Kenntniß zu bringen. Dieser Verpflichtung kommt die gefertigte Vereins - Direction hier nach, indem sie im Namen des ganzen Vereins, den H^ren (l?. ^.) S. M. Freiherrn v. Rothschild, Banquier zu Wien, Franz Ttmddäus Ritter v. Reyer, Großhändler und Präsidenten der k. k. privil. ^i«näa-^zzicurall-ic« in Triest, und Pietro Iussuff, Großhändler und Agenten Sr. königl. Hoheit des Vlce-Königs von Aegypten, in Triest, für die von ihnen dem Vereine zu dessen Gründung geschenkten, nicht unbedeutenden Geldsummen hiermit den verbindlichsten Dank öffentlich abstattet. —» Zu gleichem Danke fühlt sie sich auch verpflichtet, gegenüber . H) dem Herrn (l'. 'I'.) Grafen Ferdinand v. Egger, k. ?. Kämmerer, Landstand, Herrschaftsdesitzer Und Gewerken in Karnten; . 2) dem Herrn Ernest Dlez, ss. k.' prioil. Ml« ' weiß- und Schrottfabrikanten zu Villach in Kärnten,- 3) der k. k. privil. VaumwollwarenGespinnsi« fadrik zu Vurgau in Steicrmark> 4) dem Herrn Franz Ritter v. Fridnu. st. st. Landstande. Ausschußrache, Herrschaftsbesitzcr und Rad- und Hammersgewerken in Steiermark, und 5) dem (?. IV) Herrn Georg Grafen Thurn,, k. k. Kämmerer und General-Major, Herrschasls-besitzer ?c., für ihre reichhaltigen und werlhvollcn Sortiments, die sie dem Muster-Cabinette des Veceins, und zwar die letzteren Zwei, in wiederholter Schenkung, der Erstere hingegen in einer seltenen Mannigfaltigkeit, unentgeltlich zu überlassen die Gefälligkeit hatten. Nicht minderen Dankes werth ist auch das durch den Herrn Johann Georg Mensurati, Besitzer eines silberhaltigen Bleibergwerkes, zu Feistritz nächst Peggau in Steiermark, der Vereins. Bibliothek gemachte werthvolle Geschenk von 125 Bänden verschiedener Werke technischen Inhalts. Die letztere Anstalt ist außerdem auch noch durch eine Schenkung des Herrn Ferdinand Steinhauser, ?. k. Lithographen und Gu< bcrnial-Kcmzellistcn, bereichert worden. Ihnen allen werde hiermit im Namen deS ganzen Vereins öffent« lich der gebührende Dank dargebracht. Mehrere der Herren Fabrikanten, Gewerken und Gewerbetreibenden hatten bereitS die Gefälligkeit, der gefertigten Direction das in Bälde folgende Eintreffe» ihrer Erzrllgnisse anzuzeigen, wofür ihnen dieselbe zu dereinstigem besonderen Danke verpflichtet bleibt; da jedoch von dem Umfange und der Beschaffenheit der Erzeugnisse die Einrichtung der ersten dieser Muster« Ausstellung zu widmenden Zimmer (im Iakomini--hause, im zweiten Stockwerke, Stiege zur Rechten in, Hofe, wohin aus dem st. st. Ioanneum vom 9. d.M. an auch die Directions.Kanzlei, die Bibliothek, das Lese- und Zeichnungszimmer wird übertragen werben) abhängt, so ersucht die unterzeichnete V?reins.Direction die Herren (?. 'l.) Gewerken, Fabrikanten und Ge« werbsleut?, die Einsendung ihrer für das Vereins-Cabinett bestimmten Waren gefälligst zu beschleunigen, um dasselbe so ba!d als möglich eröffnen, und dem Pilblikum zugänglich machen zu können. — Es sind der Direction endlich auch von mehreren Seiten Anfragen zugekommen, ob man zu den einzusendenden Erzeugnissen eigene Kästchen, Gläser, Schränke oder andere dergleichen zur besseren Ausbewahrung dienende Behältnisse machen lassen müsse? — ob auch Roheisen (Flossen, Vlatleln, Gänse) zur Aufnahme und Ausstellung geeignet sey, endlich ob der Verein auch minderfeiue' (gemeine) Waren zu erhalten und auszustellen wünsche? — Auf diese Anfragen wird hiermit erwiedert, daß es wünschenswent) scy, Roh« eisen von jedem-Hochofen in den drei Vcreinsländern sammt dem Eisengesiein und der Ofenschlacke, das weiche Eisen aller Hammerwerke, und überhaupt alle technischen LandeS ' Erzeugnisse, mögen sie fein oder grob, ganz ausgearbeitet seyn, oder erst als Stoff zur weiteren Verarbeitung dienen, zu erhalten, und daß es besser sey, die Fabrck.ue ohne besondere Vor» richtungen zu ihrer Aufbewahrung, wofür der Verein schon die gebührende Sörg^e tragen wird, einzusenden. Die Direction des Vereins zur Beförderung und UnlerstÜhung der Industrie und der Gewerbe inInncl-östcircich. Grätz am 6. Mai 1823. Verleger: Wgnaz AloW Evler v. Aleinmalir.